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TITELTHEMA
Freie Universität Bozen und Campus Bruneck: Universität Bruneck ade! Und nun? 4
Bruneck: Den Standort für die Pflegeausbildung ausbauen 9
GESELLSCHAFT & MENSCHEN
30 Jahre Freiwilligenhilfe im Pustertal: Großes Engagement im Sinne der Menschlichkeit 18
AVS Bruneck: Gelebtes Ehrenamt mit Begeisterung 19
MENSCHEN IM PORTRÄT
Hermine „Mina“ Auer: „Wer Krieg und Mangel erlebt hat, den lässt das nie mehr ganz los“ 20
WIRTSCHAFT & UMWELT
TMC-Veranstaltung: Digitalisierung im Tourismus hautnah erlebt 24
Unternehmerforum Bruneck:
Im Spannungsfeld globaler Veränderungen 26
KULTUR & KUNST
Stadttheater Bruneck: Zwei Herren von Real Madrid 30 Fotofestival in Bruneck: Zurück in die Zukunft 32
Barbarokka: Neue Klangpfade 34
BILDUNG & SCHULE
100 Jahre Fachschule in Dietenheim: Zwischen Tradition und Aufbruch 38 100 Jahre Fahrschule in Dietenheim: Die Stimmen aus der Praxis (Teil 1) 42
Stadtbibliothek Bruneck: Tauschen statt Kaufen 46
SPORT & FREIZEIT
Eishockey im Pustertal: Die Herzen schlagen schwarz und gelb 48 HCP Junior schreibt Vereinsgeschichte:
Drei Meistertitel in fünf Tagen 51
Supporters’ Cup: Sport, Freundschaft und gemeinsame Werte 52
Curling: Der Meistertrainer 54 SONDERTHEMA Brand- und
UNIVERSITÄT BRUNECK - EIN SCHMERZHAFTER VERLUST
von Chefredakteur Reinhard Weger

Nun scheint endgültig fest zu stehen, was in den vergangenen Monaten bereits vielfach vermutet wurde: Die Freie Universität Bozen schließt ihren Standort in Bruneck, die Tourismusstudiengänge werden nach Bozen verlegt. Zurück bleiben Enttäuschung, offene Fragen und das Gefühl, dass das Pustertal erneut einen wichtigen Teil seiner Eigenständigkeit verliert.
Dabei geht es längst nicht nur um einige Hörsäle oder um organisatorische Fragen. Eine Universität bringt junge Menschen ins Tal, schafft Begegnungen, kulturellen Austausch, Wirtschaftsimpulse und neue Ideen. Studentinnen und Studenten sowie das Professorenkollegium beleben das gesellschaftliche Leben, nutzen die lokalen Angebote, wohnen, arbeiten und verbringen einen wichtigen Lebensabschnitt in der Region. Genau das hat der Campus Bruneck in den vergangenen Jahren für das Pustertal bedeutet.
Umso widersprüchlicher wirkt nun die Entscheidung, ausgerechnet die Tourismusstudiengänge aus Bruneck abzuziehen. Schließlich gibt es dafür wohl kaum einen passenderen Standort als das Pustertal. Das Grüne Tal ist wie kaum eine andere Talschaft in Südtirol vom Tourismus geprägt und hat sich auch international einen Namen gemacht. Dass dieser Studienbereich künftig in Bozen angesiedelt wird, erscheint deshalb nur schwer nachvollziehbar.
Natürlich dürfen die Argumente der Universität und der Landesregierung nicht ignoriert werden. Offenbar sinkende Studentenzahlen, hohe Kosten und der organisatorische Aufwand eines Außenstandortes sind reale Herausforderungen. Auch die Verantwortlichen in Bruneck weisen darauf hin, dass neue Ausbildungsangebote entstehen sollen, etwa im Bereich Gesundheit, Soziales, Forschung oder Hotellerie. Diese Projekte sind zweifellos wichtig und können durchwegs neue Chancen eröffnen.
IMPRESSUM
Sitz, Redaktion und Verwaltung: Oberragen 18, 39031 Bruneck, Tel.: 0474 550 830, E-Mail: info@pz-media.it Egtr. Trib. BZ Nr. 23/89 v. 2.10.1989 Internet: www.pz-media.it; Einzelnr.: 1,00 Euro; Jahresabo: 25,00 Euro; Erscheinung: 14-täglich; Verantw. Direktor: Reinhard Weger (Chefred.); Sekretariat: Michaela Huber; Akquisition: Hans Paulmichl, Josef Tasser; Redaktion: dott. Reinhard Weger, MA; Dr. Willy Pöder; Dr. Judith Steinmair; Dr. Verena Duregger; Monika Gruber; Barbara Pöder; Dominik Faller; Alexander Dariz; Grafik: Andreas Rauchegger, Kerstin Voigt; Herausgeber: Pustertaler Medien GmbH - Oberragen 18, 39031 Bruneck, Im PT-Abo vert. ROC-Nummer: 2717, ISSN 2532-2567 Mitglied der USPI (Unione Stampa Periodica Italiana) Druck: Athesia Druck, Bozen – PEFC-zertifiziert: Dieses Produkt stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, Recycling und kontrollierten Quellen; PZ-WhatsApp Nummer: 371 7678970
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Trotzdem bleibt die zentrale Frage bestehen: Kann all das den Verlust einer universitären Einrichtung tatsächlich ersetzen? Wahrscheinlich nicht! Denn eine Universität bringt eine andere Form von Dynamik mit sich – akademisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich und kulturell. Genau darauf weisen auch viele Kritiker hin. Besonders deutlich formuliert es Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder. Die Universität sei damals bewusst dezentral aufgebaut worden, damit nicht alles in Bozen konzentriert werde. Gerade die Bezirke sollten von Bildung, Forschung und kultureller Entwicklung profitieren. Dieses Grundprinzip droht nun zunehmend verloren zu gehen.
Besonders kritisch bleibt auch die Frage nach der Kommunikation. Viele Verantwortliche, Studierende und Bürger hatten in Bruneck und weit darüber hinaus den Eindruck, dass die Entscheidung bereits getroffen war, bevor überhaupt offen darüber diskutiert wurde. Dadurch entstand das Gefühl, vor vollendete Tatsachen gestellt worden zu sein. Diese Diskussion wird uns deshalb wohl auch in Zukunft noch weiter beschäftigen.
Universität in Bruneck ade! Und was nun?
In den vergangenen zwei Monaten wurde viel über den Universitätsstandort Bruneck diskutiert und berichtet, mittlerweile scheint es definitiv zu sein: Die Freie Universität Bozen schließt ihren Außenstandort in Bruneck und verlegt die Tourismusstudiengänge (Bachelor und Master) nach Bozen. Die Gründe sind sinkende Studierendenzahlen und wirtschaftlicher Erwägungen. Auf der anderen Seite stehen einige Überlegungen im Raum, um das Studienangebot in der Rienzstadt in andere Richtungen hin zu erweitern. Und trotzdem: Nicht alle geben sich mit der Entscheidung zufrieden und geschlagen. Aber lässt sich das Ruder zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt noch herumreißen? Und hätte man eigentlich nicht viel früher reagieren müssen? Und was ist denn nun geplant, um den Verlust abzufedern, und lässt sich der überhaupt abfedern? Die PZ hat sich umgehört. von Judith Steinmair

Tourismus-, Sport- und Eventmanagement waren dann mal weg, dafür soll künftig verstärkt auf Forschung gesetzt werden oder aber auch auf die Erweiterung der Hotellerie- beziehungsweise Gastronomieausbildung, Stichwort „New Hospitality“, sowie auf die Erweiterung
der Ausbildungsangebote im Bereich der Sozialberufe. Für einige klingt das durchaus vernünftig, für andere hingegen ist die Schließung des Brunecker UNI-Standorts Humbug, und so gibt sich eine Gruppe politischer Vertreterinnen und Vertreter aus dem Pustertal rund um Bezirksgemeinschafts-Präsident Robert A. Steger nach wie vor kämpferisch. In wie weit das allerdings jetzt noch Früchte tragen kann, ist wohl fraglich. Andererseits gilt bekanntlich ja auch: Wo ein Wille, da ein Weg…
BRUNO WOLF: Bürgermeister von Bruneck
Die Spatzen hatten es schon länger von den Dächern gepfiffen, mittlerweile haben wir die Bestätigung, die Außenstelle Bruneck der Universität Bozen wird es so nicht mehr geben – wie ist denn, Stand heute, der Status Quo, sprich was ist geplant an Alternativen?
Bruno Wolf: Ich muss voranstellen, dass ich seit genau einem Jahr im Amt bin. Bereits kurz nach meiner Wahl zum Bürgermeister - also zu einem Zeitpunkt, an dem ich mich zunächst intensiv in eine Vielzahl unterschiedlicher Themenfelder einarbeiten musste - habe ich in einem Gespräch mit Landesrat Philipp Achammer erstmals erfahren, dass die Universität Bozen in Erwägung zieht, die Zweigstelle in Bruneck aufzulassen. In dem Bewusstsein, dass eine derartige Entscheidung nicht in meinen unmittelbaren Kompetenzbereich fällt, habe ich dennoch frühzeitig und pragmatisch reagiert. Ich habe mich umgehend mit möglichen Alternativen auseinandergesetzt und damit begonnen, entsprechende Szenarien sowie einen Plan B auszuarbeiten.
Der mittlerweile konkret wie ausschaut?
Zum einen geht es darum dem steigenden Pflegebedarf gezielt zu begegnen und zugleich den Ausbau einer Schule für Gesundheit und Soziales voranzutreiben, konkret durch die Erweiterung der Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich der Fachschule Hannah Arendt. Seit Monaten arbeiten wir gemeinsam mit Julia Engl und Lukas Neumair vom Gemeindeausschuss, Patrick Psenner von der Bezirksgemeinschaft, Werner Müller vom Pflegeheim Mittleres Pustertal sowie Petra Werth von der Stadtgemeinde Bruneck an der Ausarbeitung eines entsprechenden Konzepts. Ziel ist die Einführung einer maturaführenden Ausbildung im Bereich Gesundheit und Soziales. Diesbezüglich stehen wir auch in engem Austausch mit dem Land. Der Start dieser Ausbildung ist derzeit für das Schuljahr 2027/28 vorgesehen (Anm. der Redaktion: s. auch Artikel über die Pflegeausbildung auf Seite 9). Auch für das Kolpinghaus haben wir eine Lösung gefunden, nachdem die Finanzierung des Umbausinsbesondere aus den Mitteln für Studentenunterkünfte des Amtes für Hochschulfürsorge - gefährdet war. Vorgesehen ist, an die Landeshotelfachschule Bruneck eine zweijährige Ausbildung für einen universitären Abschluss in Zusammenarbeit mit dem MCIInnsbruck anzuschließen. Ein renommierter Brunecker Koch hat sich bereit erklärt, dieses Projekt zu begleiten. Außerdem wird die TFO zusätzlich zu den Schwerpunkten Elektrotechnik, Chemie und Maschinenbau den Schwerpunkt Holztechnik anbie-

ten, was einmalig in Südtirol ist. Und da die Räumlichkeiten des Campus der Universität Bruneck frei werden, kann das Sozialwissenschaftliche Gymnasium und Kunstgymnasium Bruneck, das aus allen Nähten platzt, diese künftig nutzen. Im NOI-Techpark wird der Forschungsbereich zur nachhaltigen Fertigung von Prof. Rauch durch den Bereich industrielle Computertomographie von Prof. Lanz ergänzt.
Es wurde ja viel gelärmt, dass das Wegfallen der Tourismuslehrgänge ein großer Schaden für Bruneck und das Pustertal sei– wie sehen Sie das nun in Hinsicht auf die neuen Angebote? Mir ist wichtig, den Abgang bestmöglich abzufedern und die Fühler auszustrecken.
Wir wollen Ausbildungsmöglichkeiten für unsere Jugendlichen vor Ort realisieren, damit wir langfristig gesehen ein stabiles Angebot gewährleisten. Dann sollte es in Zukunft auch nicht mehr möglich sein, Ausbildungszweige zu beschneiden. So gesehen kommt Bruneck zum Besseren.
Prof. Oswin Maurer von der Freien Universität Bozen sagte unlängst bei einer Podiumsdiskussion auf das Ende der Universität in Bruneck angesprochen, der Verlust scheine in Bruneck ja niemanden zu kümmern… Kann man das, Ihres Erachtens nach, so stehenlassen? Nein, das stimmt so nicht. Es gibt durchaus noch einige Personen, die nach wie vor für den Verbleib der Universität hier in Bruneck kämpfen.
Nun sind Sie als Bürgermeister ja an vorderster Front und wurden irgendwie für die fehlenden, zu späten Verhandlungen verantwortlich gemacht – was sagen Sie dazu? Hätte man das Ruder frühzeitig noch rumreißen können?
Persönlich finde ich es schade, dass wir die Universität ziehen lassen müssen und ich habe das klar deponiert. Aber gleichzeitig habe ich auch beschlossen, nach vorne zu blicken. Die Entscheidung lag nicht in meiner Kompetenz und wurde aufgrund der Studentenzahlen, der Finanzierung und Logistik getroffen. Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue. In Bruneck sind es gleich mehrere Türen, nämlich neue Ausbildungs- und Forschungsangebote für unsere Jugendlichen und jungen Erwachsenen. //

MARCO PELLIZZARI: Gemeinderatsmitglied
PZ: Sie waren einer der ersten, die das Ende des Campus in Bruneck und die entsprechenden Nachteile für die Stadt öffentlich beklagt haben, weil…?
Marco Pellizzari: Eine Universität stellt immer einen Mehrwert und eine Bereicherung für eine Stadt dar, da Studentinnen und Studenten von außen kommen. Sie wohnen in der Stadt, essen hier, kaufen ein, besuchen Veranstaltungen oder arbeiten dort mit, treiben Sport, nehmen am gesellschaftlichen Leben teil usw. Der Verlust der Universität in Bruneck ist dementsprechend sowohl ein wirtschaftlicher als auch ein kultureller und bildungstechnischer Verlust.
Aber können Sie Argumente wie zum Beispiel Kosteneinsparungen und sinkende Studentenzahlen nicht nachvollziehen?
Die Kosten hätten auch hier vor Ort reduziert werden können, indem man sich für lediglich einen Standort, sprich NOI-Techpark, entscheidet, dann wäre der Campus trotzdem für die SOWI frei geworden. Und jetzt müssen die Professorinnen und Professoren, die in Bruneck wohnen, halt nach Bozen pendeln, da ändert sich nicht viel. Und was die sinkenden Studentenzahlen betrifft, kursieren sowieso völlig unterschiedliche Zahlen… Es ist augenscheinlich, dass die ganze Entscheidung ein reines Politikum ist. Hätte man die Studiengänge in Bruneck halten wollen, hätte man das gemacht, das ist immer eine Frage von Prioritäten.
SERENA VOLO:
Bruneck „Per Brunico – Für Bruneck“
Sie haben bemängelt, dass zum einen die Entscheidung viel zu spät kommuniziert wurde, zum anderen auch, dass diesbezüglich zu wenig interveniert wurde…
Ich kritisiere sowohl die fehlende Kommunikation als auch die fehlende Transparenz. Bürgermeister Bruno Wolf wurde bereits vor einem Jahr über das Vorhaben der Universität Bozen in Kenntnis gesetzt, dass der Standort Bruneck geschlossen werden soll. Der Gemeinderat wurde allerdings erst Ende März, und das nur aufgrund einer vorhergehenden Anfrage von mir informiert – das ist eine Respektlosigkeit gegenüber diesem von den Bürgerinnen und Bürgern gewählten Gremium. Und auch von der Universität selber wurden Informationen verweigert. Ich habe bezüglich der Einschreibungen der vergangenen drei Jahre angefragt, die eigentlich ja öffentlich sind, und bin da auf keinerlei Auskunftsbereitschaft gestoßen. Auch der Lehrkörper, Mitarbeiterstab und Studierende wurden letztendlich vor vollendete Tatsachen gestellt.
Nun haben Sie eine Dringlichkeitssitzung des Gemeinderates mit Anhörung von Prof. Oswin Maurer einberufen, die dann nie stattgefunden hat. Hätte sich Ihrer Meinung da noch was ändern können, oder waren die Würfel eh schon gefallen?
Nein, theoretisch war zu jenem Zeitpunkt wohl nichts mehr möglich. Aber: Wären wir alle früher informiert worden, hätte man zu-

mindest reagieren können. Denn es gibt genügend Betroffene, Politikerinnen und Politiker und Interessensgruppen, die sich für eine Verbleib der UNI in Bruneck eingesetzt hätten.
Was sagen Sie nun zur aktuellen Entwicklung? Zufriedenstellend für Bruneck? Es steht einiges im Raum, aber all die Vorschläge können eine „echte“ universitäre Ausbildung nicht ersetzen, da brauchen wir uns nichts vorzumachen. Für Bruneck ist und bleibt der Verlust der Universität für Tourismus ein Verlust in vielerlei Hinsicht! //
Professorin und Direktorin für Masterstudiengang in Tourismus Management der Universität Bozen
PZ: Sie waren für den Masterstudiengang, der ja jetzt nicht mehr in Bruneck angeboten wird, zuständig. Die Studentenzahlen waren letzthin nicht wirklich prickelnd, oder?
Serena Volo: Ja, ich bin die Studiengangsleiterin, und der Masterstudiengang wird derzeit neu strukturiert; er wird im akademischen Jahr 2027–28 wieder angeboten. Ich lehre an der Universität Campus in Bruneck seit mittlerweile 20 Jahren. Die Studentenzahlen sind variiert im Laufe der Jahre, das stimmt, im Schnitt haben wir eine Einschreibung von 80 Studenten im ersten Jahr, es waren allerdings auch schon mal 115, mit Covid ist das ein wenig eingebrochen. Insgesamt absolvieren derzeit 220 Studentinnen und Studenten das Bachelor- und Masterstudium. Etwa 25 Prozent kommen dabei aus dem Pustertal, der Rest aus anderen Landesteilen, dem italie-
nischen Staatsgebiet und Deutschland, vereinzelt auch aus anderen Ländern. Sie alle hatten sich letztendlich bewusst für diese dreisprachigen Studienrichtungen in Bruneck entschieden.
Aber Sie waren als Professorinnen und Professoren nicht wirklich eingebunden in die Entscheidung? Nein, so etwas liegt nicht in unserem Kompetenzbereich, das liegt bei den Verantwortungsträgern der Universität. Wir können den Umzug nach Bozen bedauern, einige tun das sicherlich, aber schlussendlich sind die Würfel ohne unser Zutun gefallen.
Es wird hinsichtlich der Entscheidung ja immer darauf hingewiesen, dass die Logistik viel zu aufwändig ist und in Bruneck ja auch nicht wirklich „UNIAtmosphäre“ aufkommen kann…


Natürlich leben nicht alle Professoren hier in Bruneck, einige pendeln von Bozen aus, also ja, eine Außenstelle bedingt immer auch einen gewissen Aufwand. Und der Campus in Bruneck ist logisch klein, ein Mikrokosmos. Aber aufgrund der Rückmeldungen und Erfahrungen der vergangenen Jahre kann ich von Seiten der Studentinnen und Studenten wiedergeben, dass sie gerade aufgrund dieser Gegebenheiten nicht nur eine UNI-Gemeinschaft bilden, sondern eine UNI-Familie. Wer sich auf einen so überschaubaren Nukleus wie ein Tal oder eine Kleinstadt einlässt, macht das aus Überzeu-

gung und mit Passion und fühlt sich dann auch Teil dieser „Familie“. Zwischen den Studentinnen und Studenten ist ein echtes Zugehörigkeitsgefühl mit Bruneck und dem Pustertal entstanden, ein Gefühl, das sie nach dem Abgang auch stets über das Pustertal hinausgetragen haben.
Und das wird nun in Bozen alles anders sein?
Wir haben in den vergangenen Jahren in Bruneck klare Visionen in Hinsicht auf Didaktik und touristische Inhalte entwickelt, sprich, wir waren ein Satellitencam-
LUIS DURNWALDER: Alt-Landeshauptmann
PZ: Sie haben die Entwicklung rund um die Universität in Bruneck ja unlängst kritisiert… Sehen Sie die Verlegung der Tourismusstudiengänge nach wie vor als Fehler an?
Luis Durnwalder: Ja sicher, überhaupt wenn ich daran denke, wie schwer es war, die Universität damals ins Leben zu rufen. Zunächst gab es ab 1993 universitäre Kurse in Bruneck, zu Recht im Bereich Tourismus und Sport und Freizeit, denn das Pustertal hatte sich gerade im Fremdenverkehr sehr gut und sehr stark entwickelt. Im Jahre 1997 wurde dann die Universität Bozen gegründet, und es war uns von Anfang an ein Anliegen, diese zu dezentralisieren, also wurde unter anderem Bruneck als Außenstelle eröffnet. Die Bezirke haben sich damals sehr um eine Niederlassung bemüht, außer Meran, was auch gut war, denn alle Bezirke sollten von einer Universität profitieren können. Der Campus in Bruneck ist eine Aufwertung fürs ganze Pustertal, auch für die Kultur und für die Wirtschaft. Weitere anscheinend geplante Ausbildungszweige sind ja schön und gut, aber sie ersetzen nicht eine universitäre Ausbildung. Und wie oft werden Versprechungen gemacht, die dann nicht eingehalten werden. Das kann durchaus auch nur ein Trostpflaster sein, um Proteste auszuschließen.
Sie haben ja gesagt, dass die hohen Kosten und die rückläufigen Einschreibungszahlen allein nicht der Grund für eine Verlegung sein sollten…
Es ist eine Grundsatzfrage. Brauchen wir überhaupt eine Universität und, wenn ja, wollen wir sie zentral haben oder dezentralisieren? Wir haben uns damals ganz klar für zweiteres entschieden, um gewisse wichtige Einrichtungen im Bereich der Forschung, Kultur, Wirtschaft usw. auch in die Peripherie zu bringen. Nur weil die Zahlen derzeit mal zurückgehen, muss man nicht gleich das Handtuch werfen – da müsste man in Südtirol ja vieles aufgeben. Corona hat da sicherlich einiges dazu beigetragen, und wenn es nun halt mal stagniert, dann sollte man nach Lösungen suchen, um das Ganze wieder anzukurbeln, nachzubessern, etwa mit Werbemaßnahmen u,ä. Schließlich wurde ja auch viel investiert in Infrastrukturen. Logisch kann man die Räumlichkeiten auch anders verwerten, aber das war ja nicht das Ziel. Als Ehrenpräsident der Universität kann ich nur sagen, dass eine Universität insgesamt natürlich Geld kostet, wir geben 100 Millionen Euro dafür aus, aber die sind gut investiert! Wenn wir uns die Ausbildungen nicht mehr leisten können, sind wir eh früher oder später ein armes Land.
Hätte man sich, Ihres Erachtens nach, vehementer für einen Verbleib einsetzen müssen? Beziehungsweise, einige geben sich ja nach wie vor kämpferisch, ist das zum jetzigen Zeitpunkt noch realistisch, dass sich an der Entscheidung noch was ändert? Anscheinend ist ja alles schon beschlossene
pus mit einer klaren Identitätsausrichtung, verbunden mit Tourismus, Sport ect. In Bozen wird sich da sicherlich etwas verändern, wir müssen zum Beispiel neue Synergien schaffen u.ä. Und neue Visionen brauchen in der Umsetzung natürlich immer auch wieder eine gewisse Zeit und vermehrten Einsatz. Neues aufzubauen beziehungsweise Bestehendes umzubauen kann auch Jahre in Anspruch nehmen. Aber natürlich werden sich uns in Bozen auch neue Möglichkeiten eröffnen, von wegen Infrastrukturen, Angeboten und Ähnliches, das ist keine Frage! //

Luis Durnwalder
Sache, aber was heißt denn das? Es ist nie zu spät, letzten Endes entscheiden ja wir, es geht ja auch um Steuergelder. Das Problem ist halt auch, dass wir als Pustertaler derzeit zu wenig politisch vertreten sind in Bozen. Wir hatten ja mal eine starke Stimme in Bozen, da müssen wir wieder daran anknüpfen. Aber noch ist der Zug nicht abgefahren, es lohnt sich, sich dafür einzusetzen und auch einmal auf den Tisch zu schlagen. Eine universitäre Einrichtung ist eine Bereicherung, und ich verstehe einfach nicht, warum man etwas, was man mit viel Einsatz und Opfer erreicht hat, nun so leichtfertig aufgeben sollte.

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Die lokalen Vertreter des „Team K“ mit der Abg. Elisabeth Rieder (Bildmitte) bei der Vorstellung des Beschlussantrages. jst

BRUNECK
DEN STANDORT FÜR DIE PFLEGEAUSBILDUNG AUSBAUEN
Das Thema Ausbildung ist in Bruneck derzeit stark im Fokus. Vergangene Woche hatte auch das „Team K“ in Bruneck zusammen mit ihrer Landtagsabgeordneten Maria Elisabeth Rieder zu einem Pressegespräch geladen, bei welchem der Beschlussantrag des „Team K“ vorgestellt wurde, welcher dann zwei Tage darauf im Landtag behandelt wurde. Darin ging es um den Ausbau der wohnortnahen Pflegeausbildung im Pustertal sowie eine stärkere Verknüpfung von Ausbildung und Praxis. Konkrete Pläne für eine Ausbildung in Bruneck kamen bei der Diskussion im Landtag dann aber auch von Seiten der Landesregierung.
Die Forderung von Seiten des „Team K“, den Ausbildungsstandort Bruneck auszubauen, sei unabhängig von der aktuellen Entwicklung in Sachen Freie Universität Bozen, stellte Maria Elisabeth Rieder beim Pressegespräch klar, ihr Beschlussantrag stehe bereits seit vergangenem Dezember. Denn das Problem des steigenden Pflegebedarfs bei gleichzeitigem Mangel an Fachkräften sei dem Team K schon länger ein Anliegen. Zwar sei das ein generelles Problem im Land, aber gerade im Pustertal spitze sich das Ganze zu: Entsprechende Infrastrukturen sind vorhanden und noch in Planung, allerdings bleiben Betten ungenutzt, weil das Personal fehlt. Dem Abhilfe schaffen könnten breitgefächerte Ausbildungsmöglichkeiten im Pustertal für junge Menschen, die nach der Pflichtschule in den Pflegeberuf einsteigen möchten. Derzeit gibt es in Dietenheim zwar einen berufsbegleitenden Lehrgang für Pflegehelfer und Sozialbetreuer, der sich jedoch in erster Linie an Erwachsene richtet. Junge Menschen, die sich für eine Ausbildung im Pflegebereich interessieren, müssen somit nach Bozen oder über die Landesgrenzen hinaus, was viele dann doch abschreckt. Beziehungsweise: einmal weg, kommen die Ausgebildeten oftmals nicht mehr zurück. Wünschenswert wäre also,
laut „Team K“, eine Außenstelle der Landesfachschule für Sozialberufe Hannah Arendt mit den entsprechenden Angeboten, wie etwa die vierjährige Fachschule für Pflege und Soziales. Der Beschlussantrag sieht dementsprechend vor, den Ausbildungsstandort Bruneck schrittweise auszubauen und regionale Ausbildungspartnerschaften und vor allem auch Praktikumsmöglichkeiten zu stärken. Und das Ganze pressiert, wie das Team K unterstrich. Monika Rieder, Gerhard Elzenbaumer und Wilma Huber vom Brunecker „Team K“ gingen dann nochmals näher auf die Thematik ein, untermauert auch mit persönlichen Erfahrungswerten aufgrund ihrer sozialen, beruflichen und ehrenamtlichen Hintergründe. Und Horst Pescolderung, mit seiner Erfahrung als Gewerkschafter, unterstrich allgemein nochmals, dass die Pflege- und Sozialkräfte eine sehr hohe Verantwortung innehaben, dem aber weder gesellschaftspolitisch noch finanziell Rechnung getragen werde. Neben einer gerechteren Entlohnung brauche es auch bessere Arbeitsbedingungen und Karrieremöglichkeiten und eben auch eine gezielte Förderung der Nachwuchskräfte. Insgesamt gesehen, so das „Team K“, müssen nun endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Es sei höchste Zeit!
VORSCHLAG WURDE ABGELEHNT
Bei der Landtagssitzung am vergangenen Dienstag wurde der Antrag des Team K dann allerdings mehrheitlich abgelehnt. Auf der anderen Seite präsentierte Landesrat Philipp Achammer aber auch konkrete Perspektiven und geplante Maßnahmen für den Standort Bruneck. Neben den bereits laufenden berufsbegleitenden Ausbildungsangeboten im Pflege- und Sozialbereich startet ab Herbst in Zusammenarbeit mit der Hannah Arendt eine duale, berufsbegleitende Ausbildung mit stärkerer Praxisanbindung. Zudem soll die Ausbildung durch die Nutzung von Räumlichkeiten im NOI-Techpark Bruneck mehr Sichtbarkeit bekommen. Außerdem wurde - ab dem Schuljahr 2027- ein modulares Ausbildungsmodell bis hin zur Matura vorgestellt. Die konkrete Ausgestaltung, insbesondere bei Stundenmodellen und Praktika, wird derzeit noch geprüft. Landesrat Achammer: „Die Erwartungshaltung ist in puncto Fachkräftemangel natürlich groß, und wir müssen selbstverständlich reagieren, aber wir werden das demografische Problem nicht so schnell lösen können. Bezüglich erweitertes Ausbildungsangebot wird einiges jetzt starten, einiges ist noch in Ausarbeitung wie eine fünfjährige Ausbildung und entsprechende Hürden sind noch zu bewältigen, aber unser Ziel ist auch das so schnell wie möglich umsetzen zu können.“ Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder dazu: „Mit der Debatte zur Pflegeausbildung im Pustertal liegen nun erstmals konkrete Vorhaben für den Standort Bruneck auf dem Tisch. Jetzt braucht es aber eine klare und verbindliche Umsetzung und die werden wir einfordern. Entscheidend ist jetzt, dass aus den angekündigten Vorschlägen konkrete Angebote werden. Wir werden genau hinschauen, welche Ausbildungswege tatsächlich geschaffen werden, an wen sie sich richten und wann die Umsetzung erfolgt.“ // Judith Steinmair
POSTMISERE
Die zwischen der Autonomen Provinz Bozen einerseits und der Poste Italiane S.p.A. andererseits getroffene Vereinbarung, die sich auf das sogenannte „Mailander Abkommen 2009“ stützt, läuft heuer aus, nachdem dieselbe noch 2023 für drei Jahre verlängert worden war. Südtirols Regierungschef Arno Kompatscher ließ die Postdirektion nun allerdings wissen, dass er aufgrund festgestellter Fehlleistungen oder gar Nichtleistungen keine Vertragsverlängerung eingehen werde, es sei denn, die Post gewährleiste für die nächste Zeit eine detailgenaue Durchführung aller im Vertragswerk enthaltenen Dienste, insbesondere: die tägliche Zustellung von Tageszeitungen innerhalb 13 Uhr; Eilsendungen innerhalb des Tages; planmäßige Durchführung des allgemeinen Post-Zustelldienstes; Beibehaltung der bestehenden Postämter u.a. mehr.
Bisher kassierte die Postverwaltung auf der Grundlage der Vereinbarung zwischen acht und zehn Millionen Euro jährlich. So groß das Zerwürfnis zwischen der Post- und der Provinzverwal-

tung zurzeit auch erscheinen mag, deutet dennoch vieles darauf hin, dass sich die beiden Kontrahenten trotz allem einig werden dürften. // wp

BAHNVERKEHR
Nachdem die Eisenbahn (siehe Bild a) zwischen Bruneck und Franzensfeste über ein Jahr lang nicht verkehrte, wurde dieselbe mit Ende Januar 2026 wiederum in Betrieb gesetzt. Noch auf der alten Route, denn die im Bau befindliche direkte Verbindung übers Riggertal mit dem Bahnhof Brixen dürfte, vorsichtigen Prognosen zufolge, erst

gegen Ende des nächsten Jahres fertiggestellt sein. Während nun die Bahn zwischen Bruneck und Franzensfeste über ein Jahr lang lahmgelegt war, verkehrten die Züge von Bruneck nach Innichen und weiter nach Sillian und Lienz während dieser Zeit im Großen und Ganzen planmäßig – bis heuer im April, als der Verkehr ins obere Pustertal ob außerordentlicher Instandhaltungsarbeiten den ganzen Monat hindurch ausgesetzt war. Ein Ersatzdienst mittels Bussen wurde eingerichtet. Mit der Wiederaufnahme des regelmäßigen Zugverkehrs im Mai wurde der „Innichen-Express“ (siehe Bild b) wiederum vom Fahrplan genommen – jedenfalls bis zur nächsten Sperre. Das neben dem Zug abgebildete Stellwerkhäuschen wurde noch von der alten Brunecker Gemeindeverwaltung als historisch wertvoll und als erhaltenswert für die Nachwelt eingestuft, weshalb das Objekt vor dem weiteren Verfall geschützt und restauriert werden soll. Sollte dieses Vorhaben allerdings genauso lange auf sich warten lassen wie die Sanierung des Bahnhofsgebäudes selbst, welche schon seit zehn Jahren überfällig ist, dann steht’s um den generationsübergreifenden Fortbestand des Stellwerkhäuschens äußerst schlecht. // wp
TROCKENHEIT
Der Egge Staub treibt den Bauern vor sich her. Die Regenfälle, welche in jüngster Zeit hernieder gegangen waren, waren zu wenig und zu leicht die Schauer, als dass sie imstande gewesen wären, dem dürs-
tenden Acker- und Grünland die für das Pflanzenwachstum erforderliche Bodennässe für gute Erträge zuzuführen. Wo die Möglichkeit nicht besteht, Trockenperioden mittels künstlicher Beregnung zu überbrücken, wird übermäßige Trockenheit zum Ernteertragskiller schlechthin. // wp

TUNNELBLICK
Die Röhre von Percha bis Nasen weist eine Gesamtlänge von rund 2,3 km auf, wovon ca. 615 m in offener und 1.685 Meter in geschlossener Bauweise errichtet wurden. Noch im vergangenen Oktober wurde der Durchbruch der Hauptröhre geschafft; zwei Notausgänge waren ebenfalls aus dem Berg gesprengt worden. Die vom Durchzugsverkehr (an Spitzentagen wurden schon bis zu 27.000 Kraftfahrzeuge gezählt) geplagte Ortsbevölkerung hat das für sie ganz besonders bedeutsame Ereignis im Rahmen eines Tages der offenen Tür bei Weißwurst und Weizenbier denn auch gebührend gefeiert. Mittlerweile sind die beiden Tunnelabschnitte soweit gediehen, dass ihrer lückenlosen Zusammenführung nichts mehr im Wege steht (siehe Bild). Zu den Kosten sei lediglich vermerkt, dass der ursprünglich veranschlagte Betrag in Höhe von knapp 70 Millionen zunächst nach oben auf 85 Millionen korrigiert wurde. Das soll’s aber bei weitem nicht gewesen sein.
Mittlerweile zirkulieren nämlich Stimmen, welche das Ergebnis der finalen Abrechnung nicht
unter 135 Millionen angesiedelt wissen wollen. Der Staat schießt der Provinz 30 Millionen zu. Das sicherte Verkehrsminister Matteo Salvini dem Provinz-Oberhaupt Südtirols, Arno Kompatscher, anlässlich des Spatenstiches (19.1.023) per Videobotschaft zu: „Ho già firmato l’assegno!“, frohlockte Salvini. Die präsente, machtfeiste Festgesellschaft aus Politik und Verwaltung dankte es ihm mit „Standing Ovation“ - etwas anderes war angesichts fehlender Sitzgelegenheiten auch nicht zu erwarten. // wp

BENESTARE
Der ASV Dietenheim-Aufhofen, ein Verein, der auf eine über 45-jährige Geschichte zurückblicken kann, konnte vor nunmehr bald zwei Jahren den um zehn Meter erweiterten und mit neuem Rasenbelag eingedeckten Fußballplatz am Gänsbichl in Dietenheim in Betrieb nehmen. Zuerst gab’s Probleme mit dem Rasenbelag und dann traten dazu auch noch Unebenheiten auf, was beim Fußballverband auf wenig Gegenliebe stieß. Alle diese Mängel wurden im Nachhinein schrittweise ausgeräumt, sodass die Begutachtung durch die ISSS (International Association for Sports Surface Sciences), welche den Platz kürzlich im Auftrag der FIGC (Federazione Italiana Giuoco Calcio) abnahm (siehe Bild), positiv ausfiel. Der Verein kann also definitiv mit dem „Nulla Osta“ seitens der FIGC rechnen. // wp
KAMPFGESCHEHEN
Das Resultat der Finalspiele um die ICEHL-Krone (International Central European Hockey League) verlor der HC Pustertal gegen den HC Graz bekanntlich mit 1:5, 1:5, 2:5 und 2:6. Damit fügten die Steirer den Pusterern eine Niederlage zu, wie wir sie hierzulande eigentlich nur von Jannik Sinner im Tennis kennen. Trotzdem, die Wölfe haben eine hervorragende Saison gespielt; sie haben weit mehr erreicht, als sie sich zu Beginn der Meisterschaft 2025/26 vorgenommen hatten. Doch die Krone mussten sie zu ihrem Leidwesen einmal mehr anderen aufs Haupt drücken (siehe Artikel im Sportteil). Das war zwar bitter, doch blieb der Verein damit seiner langen, ungekrönten Tradition treu.
Während die Aktiven nun ihren verdienten Urlaub von der Eisfläche frönen, geht die Schlacht hinter den Kulissen zwecks Klärung der Schuldfrage rund um die festgestellten Baumängel am Eisstadion unvermindert weiter, wobei die gröbsten Schäden in der Dachkonstruktion entdeckt worden waren. Das monumentale Dach sei undicht, hieß es. Die Solar-Anlage musste aus Sicherheitsgründen

stillgelegt werden, was natürlich zur Folge hatte, dass beachtlich mehr Strom zugekauft werden musste. Darüber hinaus wurden noch diverse mehr oder minder schwere Schadensfälle festgestellt. Wer letztendlich und zu welchem Anteil dafür aufkommen muss, damit beschäftigen sich seit nunmehr einem Jahr die Rechtsanwälte der Vertragspartner sowie das Gericht für Zivilsachen.
Die bedauernswerten Vorfälle um die Arena wurden von der Öffentlichkeit mit Unverständnis aufgenommen, zumal die Eissportanlage quasi doppelt so teuer wie ursprünglich geplant zu stehen kam. Anfangs war man nämlich von 15 Millionen ausgegangen; als sich damit kein Bewerber aus der Reserve locken ließ, fuhr man die Ausschreibung auf 18 Millionen hoch. Daraufhin meldete sich eine Bietergemeinschaft um die federführende Unionbau. Sie sicherte sich den Zuschlag und setzte das Projekt um.
Die Gesamtkosten mussten wegen zusätzlicher Arbeiten und Anpassungen deutlich nach oben geschraubt werden. Man spricht von Gesamtkosten in Höhe von 25 Millionen bzw. von einer Verteuerung von quasi 40 Prozent. // wp

Reaktion auf Leserbrief von Hr. Andreas Widmer
PZ-Nr. 9/2026 vom 30.04.2026
Ich lese gerade die Ausgabe im Betreff und frage mich als historisch z.T. interessierter Laie, inwiefern der Leserbrief von Herrn Wibmer glaubhaft für mich ist, wenn er Maria Theresia als Kaiserin bezeichnet. Das ist zwar durchaus gängig, doch bekannt ist mir, dass sie dieses Amt, also das des römischen Kaisers deutscher Nation, ihrem über alles geliebten Mann Franz Stephan überlassen hat, weil sie eben eine Frau war, ich weiß nicht mehr, ob aus Kalkül oder ob es schlichtweg für sie als Frau nicht möglich war. Ich möchte anmerken, dass ich in der Grundfrage gar nicht so weit von Herrn Wibmers Meinung entfernt bin. Meine Kritik richtet sich vor allem gegen einzelne historische Details und vereinfachende Darstellungen, auf die sich seine Argumentation stützt. Die zi-
tierte Publikation klingt durchaus interessant und sollte differenziert betrachtet werden. Den Titel des österreichischen Kaisers gibt es m.W. nämlich noch nicht so lange. Er wurde nach den Napoleonischen Kriegen eingeführt, da der ursprüngliche Kaiserthron wankte, dann kam im 19. Jht. noch der Titel des deutschen Kaisers (vorher: römisch deutscher Nation) dazu. Es gab keine regierenden Kaiserinnen in Europa, ob Maria Theresia als Königin friedlich war, mag die zitierte Publikation widersprechen oder nicht. Jedenfalls wurde der österreichische Erbfolgekrieg doch geführt, weil viele europäische Herrschaftshäuser das Erbe Maria Theresias anzweifelten, gerade weil sie eine Frau war. Ihr Erbe hat sie damals verteidigt, Schlesien verloren (allerdings auch als aufgeklärte Absolutistin die Schulpflicht eingeführt, u.a.
natürlich auch bei uns im damaligen Tirol). Und da ich nun schon mal angefangen habe zu zweifeln: Isabel von Kastilien regierte zusammen mit Fernando von Aragonien als Reyes Católicos in Spanien, also wird sie ihre Entscheidung, Granada zurückzuerobern (und somit das architektonische Meisterwerk des Islams, die Alhambra, zu erobern) damals, im Jahre 1492, wohl auch nicht ohne ihren Mann getroffen haben. (Genauso wenig wie die Entscheidung Cristobal Colón, also Christof Kolumbus, auf seine Reise ins Unbekannte zu schicken). Somit dürfte mindestens die Hälfte der bedauerlichen Opfer in diesem „Wettstreit“ an ihn gehen. Unzweifelhaft gut, dass es Studien gibt, doch stimmt die Logik hinter der Statistik nicht, kann die daraus gezogene Erkenntnis auch täuschen. Bleiben wir kritisch!
Marlies Strauß
Bürgerversammlung Matrei am 30.05.2026: Aufruf zur massiven Teilnahme
Aus den Warnungen jener, die uns eigentlich beschützen müssten, hören wir, dass Südtirol eine wirtschaftliche „Katastrophe“ drohe! Es könnte passieren, dass durch die acht-stündige Bürgerversammlung dem Verkehrs-Tsunami aus Millionen von TransitLKW und PKW ein Riegel vorgeschoben wird.
Dem über 30-jährigen vor allem von Fritz Gurgiser/TFA getragenen Kampf um lokale Wirtschaft, Lebensqualität und Gesundheit dürfte ein weiteres starkes Signal im Sinne der Autobahnanwohner folgen.
Demgegenüber stellen wir eine ebenso lange untätige und verantwortungslose Politik vor allem auf Südtiroler Seite fest. Wir fordern die Südtiroler deshalb auf, sich möglichst zahlreich an dieser Notwehr-Aktion am 30.05.2026 in Matrei zu beteiligen.
Für die Plattform Pro Pustertal Gerhard Elzenbaumer, Walter Harpf
Unterstützung für Entlastung der Freiwilligen Feuerwehren in Südtirol
Die aktuellen Überlegungen vom Landesfeuerwehrpräsident Marin Künig, nicht dringend notwendige Feuerwehreinsätze in Südtirol künftig zu verrechnen, werden von den Freiheitlichen ausdrücklich begrüßt. Angesichts der zunehmenden Zahl an Alarmierungen ohne tatsächliche Notlage ist es ein wichtiger und richtiger Schritt, Maßnahmen zu setzen, um die Einsatzkräfte gezielt zu entlasten und die Einsatzbereitschaft für echte Notfälle langfristig sicherzustellen. Die Freiwilligen Feuerwehren leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit
in unserem Land. Rund um die Uhr stehen tausende Mitglieder bereit, um im Ernstfall schnell und professionell Hilfe zu leisten – immer innerhalb weniger Minuten. Dieses Engagement erfolgt größtenteils ehrenamtlich und geht nicht selten zulasten der eigenen Freizeit sowie der beruflichen Verpflichtungen.
Gerade vor diesem Hintergrund ist es notwendig, mit Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen und unnötige Einsätze zu reduzieren. Die vorgeschlagene Maßnahme
Bauernmarkt in Bruneck öffnet wieder
Der Bauernmarkt Bruneck, der seit einigen Jahren ganzjährig stattfindet, startet ab Mai 2026 in die Sommersaison. Nach und nach wird der Markt wieder größer, und alle Standbetreiber kehren auf den Graben in Bruneck zurück.
Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine große Vielfalt an hochwertigen Produkten ausschließlich aus Direktvermarktung. Das Angebot reicht von frischem Brot, Eiern und Gemüse über traditionelle Backwaren
bis hin zu Speck, Käse aus Kuh- und Ziegenmilch, Kräuterprodukte, Suppenhühnern, Honig, Liköre und Frischfleisch sowie vielen weiteren Köstlichkeiten – alles direkt von den Produzenten.
Überzeugen Sie sich selbst von der Qualität, Frische und Herkunft der Produkte und besuchen Sie den Bauernmarkt in Bruneck. Der Bauernmarkt ist jeden Freitag von 7:30 bis 12:30 Uhr geöffnet. //
kann dazu beitragen, das Bewusstsein in der Bevölkerung zu schärfen und die wertvolle Arbeit der Einsatzkräfte zu schützen.
Ein besonderer Dank gilt allen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren, die mit ihrem Einsatz, ihrer Zeit und ihrer Bereitschaft einen unschätzbaren Dienst für die Gesellschaft erbringen. Ihr Engagement verdient höchste Anerkennung und Respekt.
Roland Stauder Obmann der Freiheitlichen

NEUERUNGEN BEI ÜBERWACHUNGSRÄTEN
RA Dr. Johannes Senoner Pircher Schramm Tschurtschenthaler Anwaltskanzlei www.schramm.it

Mit GvD Nr. 47/2026 wurden umfassende Neuerungen im Bereich der Überwachungsräte (vulgo: Aufsichtsräte) eingeführt. Insbesondere wurde zunächst eine allgemeine Regelung getroffen, die für alle Modelle des Überwachungsrats gilt. Bekanntlich gibt es im Bereich der Aktiengesellschaften grundsätzlich drei Governance-Modelle: zum einen das (traditionelle) dreigeteilte System (Gesellschafterversammlung-Verwaltungsrat-Überwachungsrat), weiters das dualistische System, welches den Aktiengesellschaften deutschen Rechts nachempfunden ist (Verwaltungsrat-Aufsichtsrat) und schließlich das monistische System, welches im Anglo-amerikanischen Raum Verwendung findet (Verwaltungsrat mit internem Kontrollorgan).
Für diese Systeme galten bis dato teils unterschiedliche Vorschriften. Nunmehr wurden in den Artikeln 2380- 2396-bis ZGB allgemeine Bestimmungen eingeführt, die für alle drei Modelle Anwendung finden, und zwar unter dem übergeordneten Begriff „Kontrollorgan“ (organo di controllo) So wurden beispielsweise folgende Bestimmungen für alle drei Modelle vereinheitlicht: Art. 2396-ter – Anzeige an den Überwachungsrat (ex Art. 2408 ZGB), Art. 2396-quater – Anzeige an das Landesgericht (ex Art. 2409 ZGB), Art. 2396-quinquies – Pflichten des Überwachungsrats (ex Art. 2403 ZGB), Art. 2396-sexies – Befugnisse des Überwachungsrats (ex Art. 2403-bis ZGB).
Darüber hinaus führte der Gesetzgeber weitere Neuerungen auch inhaltlicher Natur ein. So wurde – neben der bereits vorhandenen Pflicht des Überwachungsrats, über die Einhaltung des Gesetzes sowie der Angemessenheit und Funktionalität der organisatorischen Assets zu wachen – die ausdrückliche Verpflichtung vorgesehen, das interne Kontrollsystem und Risikomanagement der Gesellschaft sowie deren Koordination zu überprüfen. Über diese Kontrolltätigkeit muss der Überwachungsrat der Gesellschafterversammlung berichten
Darüber hinaus wurden auch die Unwählbarkeitskriterien geändert, d.h. teils an das schon seit geraumer Zeit reformierte Familienrecht angepasst (auch der in eheähnlicher Gemeinschaft mit einem Verwaltungsratsmitglied Lebende darf nun nicht mehr ein Überwachungsratsmandat in derselben Gesellschaft innehaben), teils gelockert (was den Verschwägerungsgrad zu den Verwaltungsratsmitgliedern anbelangt).
Neu ist außerdem die explizite Bestimmung, dass die Ausübung des Überwachungsratsmandats in einer Gesellschaft derselben Gruppe nicht per se die Unwählbarkeit für eine andere Gesellschaft bewirkt, zumal ein solches Mandat nicht (allein) die Unabhängigkeit des Überwachungsratsmitglieds in Frage stellt. Die beschriebene Gesetzesänderung ist am 29. April 2026 in Kraft getreten. Erwartet wird, dass die neuen Bestimmungen des Zivilgesetzbuches in Kürze auch in den sog. Verhaltensnormen des Überwachungsrats (Norme di comportamento del Collegio Sindacale) ihren Niederschlag finden, die von der Nationalen Kammer der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater herausgegeben werden. //
PRIVATISIERUNG VON UNTERNEHMENSGÜTERN
€Valentin Oberhollenzer
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
MOVO Wirtschafts- und Steuerberatung Freiberuflergesellschaft www.movo.bz

Für Einzelunternehmen wird es zeitlich eng: Wer die im Haushaltsgesetz 2026 vorgesehene Möglichkeit zur steuerbegünstigten Überführung von Betriebsimmobilien ins Privatvermögen nutzen möchte, muss bald handeln. Die entsprechende Option kann nur mehr bis spätestens 31. Mai 2026 ausgeübt werden.
Die Regelung betrifft betrieblich genutzte als auch vermietete Immobilien. Voraussetzung ist allerdings, dass die Immobilie bereits zum 30. September 2025 im Eigentum des Unternehmens war. Erfolgt die fristgerechte Ausübung der Option, gilt die Privatisierung rückwirkend ab 1. Jänner 2026
Die Besteuerung erfolgt über eine Ersatzsteuer in Höhe von 8 % auf die Differenz zwischen dem Buchwert und dem Marktwert der Immobilie, wobei als Marktwert der Katasterwert herangezogen werden kann. Die Zahlung der Steuer ist in zwei Raten vorgesehen: Die erste Rate ist bis zum 30. November 2026, die zweite bis zum 30. Juni 2027 zu entrichten.
Ein zusätzlicher Vorteil für Einzelunternehmer liegt darin, dass keine formelle Eigentumsübertragung im Grundbuch erforderlich ist. Dadurch entfallen Notarkosten sowie Register-, Kataster- und Hypothekargebühren vollständig.
Die Möglichkeit der Privatisierung ist vor allem dann interessant, wenn die Auflassung der betrieblichen Tätigkeit absehbar ist.
AUCH GESELLSCHAFTEN BETROFFEN
Neben Einzelunternehmen können auch Personen- und Kapitalgesellschaften die Begünstigung in Anspruch nehmen. In diesem Fall müssen die entsprechenden Übertragungen oder Zuweisungen von Immobilien bis zum 30. September 2026 erfolgen. Begünstigt sind im Falle von Gesellschaften nur Vermögenswerte, die nicht unmittelbar betrieblich genutzt werden. Dazu zählen insbesondere vermietete Immobilien oder nicht betriebsnotwendige Güter. Zudem können ausschließlich jene Gesellschafter profitieren, die bereits am 30. September 2025 an der Gesellschaft beteiligt waren.
Die Ersatzsteuer beträgt in der Regel 8 % (bzw. 10,5 % in besonderen Fällen) und wird in zwei Teilbeträgen bezahlt: 60 % bis zum 30. September 2026 und die restlichen 40 % bis zum 30. November 2026. Eine allfällige Differenz zugunsten des Unternehmens bleibt steuerfrei.
Fazit
Die Bestimmungen des Haushaltsgesetzes 2026 eröffnen interessante Gestaltungsmöglichkeiten, insbesondere im Bereich der Immobilien. Angesichts der nahenden Frist für Einzelunternehmen ist jedoch rasches Handeln erforderlich, um die steuerlichen Vorteile noch nutzen zu können.
Ein
Interview mit Dr. Carlo Sacchi
Wenn die Hand einschläft –was hinter dem
Karpaltunnelsyndrom steckt
Kribbeln, eingeschlafene Finger oder Schmerzen in der Hand: Das Karpaltunnelsyndrom ist weit verbreitet – und für Betroffene oft sehr unangenehm. Dr. Carlo Sacchi, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie im Med Center Sexten und in seiner Praxis Orthosacchi in Bruneck, erklärt die wichtigsten Fragen dazu.
Das Karpaltunnelsyndrom entsteht, wenn ein Nerv im Handgelenk eingeengt wird. Dieser Nerv verläuft durch einen engen „Tunnel“, der von Knochen und Bändern gebildet wird. „Kommt es dort zu einer Schwellung, etwa durch Überlastung oder hormonelle Veränderungen, gerät der Nerv unter Druck“, so Sacchi.
Typisch sind Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Schmerzen in Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Oft treten die Beschwerden nachts auf oder wecken Betroffene aus dem Schlaf. Auch ein Schwächegefühl in der Hand kann ein Hinweis sein. „Viele merken, dass ihnen Dinge aus der Hand fallen oder feinere Tätigkeiten schwerer

Dr. Med KARIN BOTCHEN
Fachärztin für physikalische und rehabilitative Medizin
St. Georgen, Ahraue 12b Tel. 0474 830 494 Mobil 346 621 68 84 info@botchen.it

werden“, erklärt Sacchi. Auffällig ist, dass das Karpaltunnelsyndrom häufig in der Schwangerschaft oder Stillzeit auftritt. Der Grund liegt in hormonellen Veränderungen: Der Körper speichert mehr Flüssigkeit, auch im Gewebe rund um das Handgelenk. Dadurch steigt der Druck im Karpaltunnel. „Nach der Geburt reguliert sich das meist wieder von selbst“, beruhigt Sacchi. Nicht jedes Karpaltunnelsyndrom muss operiert werden. In vielen Fällen helfen zunächst konservative Maßnahmen. Dazu gehören das Ruhigstellen des Handgelenks mit einer Schiene – vor allem nachts – sowie entzündungshemmende Medikamente. Auch gezielte Übungen können unterstützen. „Gerade in frühen Stadien lassen sich
die Beschwerden so oft gut in den Griff bekommen“, sagt Sacchi.
Wenn die Symptome jedoch anhalten oder sich verschlechtern, kann eine Operation sinnvoll sein. Dabei wird das Band, das den Tunnel begrenzt, vorsichtig durchtrennt, um den Druck auf den Nerv zu nehmen. Der Eingriff ist in der Regel klein und wird häufig ambulant durchgeführt.
Die Erholungszeit ist meist überschaubar: Viele Patientinnen und Patienten können die Hand nach wenigen Tagen wieder im Alltag einsetzen, sollten sie aber noch einige Wochen schonen. „Bis die volle Kraft zurückkehrt, kann es einige Zeit dauern – vor allem, wenn der Nerv zuvor länger gereizt war“, erklärt Sacchi.
Entscheidend ist, die Beschwerden ernst zu nehmen und frühzeitig abklären zu lassen. Denn je früher behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Med Center Sexten
Dolomitenstraße 45/1 - Sexten
E-Mail: medcentersexten@gmail.com
Tel.: 0474 869 233 - 377 357 422
Orthosacchi
Stadtgasse 43 - Bruneck
E-Mail: medcentersexten@gmail.com
Tel.: 349 818 0024
Helicobacter pylori: Der unsichtbare Auslöser von Magenbeschwerden
Wenn der Magen drückt, brennt oder schmerzt, steckt oft eine Gastritis –eine Entzündung der Magenschleimhaut – dahinter. Während Stress und Ernährungsgewohnheiten häufig als Sündenböcke dienen, ist in vielen Fällen ein winziger, spiralförmiger Akteur verantwortlich: das Bakterium Helicobacter pylori.
Ein Überlebenskünstler im Magen Helicobacter pylori ist ein faszinierender, aber gefährlicher Überlebenskünstler. Während die meisten Bakterien durch die aggressive Magensäure abgetötet werden, schützt sich Helicobacter und nistet sich als Keim in der Schleimschicht der Magenwand ein. Dort ruft er oft über Jahre hinweg eine chronische Entzündung (Typ-B-Gastritis) hervor.
Von der Entzündung zum Geschwür

Eine Infektion verläuft oft lange unbemerkt. Doch bei vielen Betroffenen führt die dauerhafte Reizung zu typischen Symptomen: bohrende Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Völlegefühl oder häufiges Aufstoßen. Bleibt die Infektion unbehandelt, greift die Entzündung die Magenwand tiefer an. Die Folge können Magenoder Zwölffingerdarmgeschwüre sein. Langfristig steigt zudem das Risiko für bösartige Veränderungen wie Magenkrebs, weshalb Mediziner heute konsequent zu einer Therapie raten.

Diagnose und Heilungschancen
Moderne Testverfahren machen den Nachweis einfach. Neben der klassischen Magenspiegelung mit Gewebeprobe gibt es schmerzfreie Alternativen wie den 13C-Harnstoff-Atemtest oder am einfachsten: Stuhltests. Ist der Keim identifiziert, folgt in der Regel eine „Eradikationstherapie“. Dabei wird über ein bis zwei Wochen eine Kombination aus verschiedenen Antibiotika und einem Säureblocker eingenommen. Diese Rosskur ist zwar fordernd für den Körper, aber höchst effektiv: In über 90 % der Fälle wird der Magenkeim vollständig eliminiert, woraufhin die Gastritis ausheilen kann.
Merke: Helicobacter pylori ist ansteckend. Demnach sollten sich auch die Lebenspartner untersuchen lassen. Einmal ausgeheilt, kann man ihn wieder bekommen.

BRUNECK
KRÄFTIGE FINANZSPRITZE FÜR DIE SPORTHILFE
Im Autohaus Moser in Bruneck wurden vor kurzem die Sommersportlerinnen und Sommersportler der Südtiroler Sporthilfe offiziell vorgestellt und in die Sporthilfe-Familie aufgenommen. Insgesamt 84 Athletinnen und Athleten aus 16 Sportarten wurden für ihre sportlichen Leistungen gefördert.
Die jungen Sporttalente kommen unter anderem aus den Disziplinen Badminton, Tennis, Kanu, Leichtathletik, Taekwondo, Judo,
Schwimmen und Tischtennis. 46 Frauen und 38 Männer gehören damit neu zum geförderten Team der Südtiroler Sporthilfe. Mehr als 100 Gäste folgten der Einladung nach Bruneck. Im Rahmen eines Get-togethers wurden nicht nur die Aktivitäten der Sporthilfe vorgestellt, sondern vor allem die Sportlerinnen und Sportler in den Mittelpunkt gerückt. Autohaus-Chef Johannes Moser unterstützte die Südtiroler Sporthilfe mit einer großzügigen Spende im Ausmaß von
10.000 Euro und stellte die Räumlichkeiten für den freudigen Anlass zur Verfügung. Bis zum 31. Mai 2026 ist die Online-Antragstellung für eine Förderung der Südtiroler Sporthilfe geöffnet. Antragsberechtigt sind Einzelsportlerinnen und -sportler im Wintersport, die durch überzeugende sportliche Leistungen sowie ein vielversprechendes Entwicklungspotenzial auf sich aufmerksam machen. Alle weiteren Informationen gibt es auf der Homepage www.sporthilfe.it. // eh

ganz oben). Exakt 10.000 Euro spendierte das Autohaus Moser, wo vor kurzem auch die Feier stattfand - anbei bei der Scheckübergabe.
DIE GROSSE JUBILÄUMSFEIER
Die Privatklinik Brixsana in Brixen feiert heuer ihr zehnjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass lädt die Klinik am Samstag, 16. Mai 2026, zu einem Tag der offenen Tür ein. Die 2016 gegründete Einrichtung hat sich in den vergangenen Jahren als modernes Fachzentrum für ganzheitliche Medizin und interdisziplinäre Gesundheitsversorgung etabliert.
Von 9 bis 12 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein öffentlicher Programmteil mit Hausführungen und informativen Vor-
trägen. Dabei bietet sich die Gelegenheit, die Räumlichkeiten der Klinik kennenzulernen und Einblicke in das medizinische Angebot und die Arbeitsweise der Brixsana zu erhalten.
Ab 12.30 Uhr folgt ein offizieller Festakt mit Ehrengästen und Wegbegleitern der Klinik. Die Brixsana beschäftigt heute zahlreiche Fachärztinnen und Fachärzte unterschiedlicher Disziplinen und verbindet moderne Medizin mit persönlicher Betreuung und kurzen Wartezeiten. // rewe


• HEILSITZUNGEN
• ATLASREPONIERUNG
• COACHING IN PRÄSENZ & ONLINE
• CORE COACHING
MARION GRIESSMAIR

PRAXIS FÜR GEISTIGES HEILEN UND FUTURE - COACHING

Balance und Vertrauen – unsere eigene natürliche Medizin
Wie unendlich wichtig die Balance und auch das Vertrauen für unsere Gesundheit sind, zeigt sich tagtäglich in meiner Tätigkeit als geistige Heilerin und Future Coach und auch überall sonst in meinem Leben.
So viele Menschen erzählen von einer Dysbalance in ihrem Leben, die sie ordentlich in die Knie zwingt und ihnen das Gefühl gibt, körperlich, seelisch und / oder auch geistig nicht mehr sie selbst zu sein. Sie klagen über körperliche Symptome, wie z. B. Schwindel, Unsicherheit beim Gehen, Fehlhaltung, Schmerzen im Rücken, Hüfte…. Oder sie fühlen sich emotional nicht im Gleichgewicht, verunsichert, ängstlich, antriebslos, bedrückt,…
Andere wiederum berichten von geistiger Dysbalance, sehr starken Zweifeln, belastenden Glaubenssätzen, tief sitzenden und prägenden Verletzungen, einengenden Rollen und Erwartungen, …. Bei all diesen Herausforderungen kommt die unendliche Kraft des Geistigen Heilens zum Tragen. Geistiges Heilen bringt in unserem System etwas wieder in Ordnung, das in Unordnung geraten ist. Es wirkt bis in die innere Schicht unseres Energiesystems und verändert Körper, Geist und Seele.

Ganz egal, ob es sich um einen Beckenschiefstand, Kreuzschmerzen, Migräne, Schwindel oder um Vernarbungen, Verstrahlungen, oder auch um noch größere körperliche Herausforderungen handelt, schenkt Geistiges Heilen immer Linderung, Stärkung und sehr oft auch Heilung.
In Kombination mit tiefwirksamen Coaching werden dreierlei Ursachen der Dysbalance sichtbar:
• Die körperlichen, die geistigen und die emotionalen.
• Durch die Auflösung derselben kann sich das System erholen und darf wieder in die Balance kommen.
In diesem Heilungsprozess entsteht Vertrauen in sich selbst und in die eigene Stärke und Wirksamkeit.
Für weitere Informationen stehe ich gerne zur Verfügung!
Ich freue mich auf dich!
Marion Griessmair
MODERNE ZAHNMEDIZIN


Abb. 1: Vor der Behandlung, frontal Abb. 2: Nach der Behandlung, frontal

Abb. 3: Vor der Behandlung, links

Abb. 5: Vor der Behandlung, rechts

Abb. 4: Nach der Behandlung, links

Abb. 6: Nach der Behandlung, rechts
Kieferorthopädie:
Dieser erwachsene Patient hatte eine ausgeprägte Unterkieferrücklage mit einer KL II Verzahnung und steilstehenden Oberkieferfrontzähnen. Aufgrund der Unterkieferrücklage verdeckten die Oberkieferfrontzähne die Unterkieferfrontzähne fast vollständig.
Um die Verzahnung korrekt einzustellen war aufgrund des Alters des Patienten ein kieferchirurgischer Eingriff nötig.
Die Behandlung erfolgte mit einer festsitzenden Apparatur in einer insgesamten Behandlungszeit von 24 Monaten.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Josef Willeit und Dr. Paul Willeit


Dr. Josef Willeit
Facharzt für Zahn-, Mund- & Kieferheilkunde Facharzt für Kieferorthopädie
Dr. Paul Willeit
Zahnarzt, Facharzt für Kieferorthopädie
Adresse: Romstraße 3, Bruneck • Tel. 0474 555 409 info@willeit.it • www.willeit.it
Großes Engagement im Sinne der Menschlichkeit
Seit drei Jahrzehnten setzt sich der Verein „Volontariat – Freiwilligenhilfe Pustertal“ für Menschen in schwierigen Lebenssituationen ein. Mit wachsendem Engagement und zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern ist die Organisation ein wichtiger Bestandteil des sozialen Netzes im Pustertal.
Der Verein „Volontariat – Freiwilligenhilfe Pustertal“ blickt heuer auf sein 30-jähriges Bestehen zurück. Dieses Jubiläum soll im Herbst mit einer größeren Feier gewürdigt werden, wie Vereinspräsident Klaus Graber mitteilte. Aktuell zählt der Verein 155 Mitglieder, die in acht Gruppen im gesamten Pustertal tätig sind. Vor kurzem wurde im Rahmen der Vollversammlung ausgiebig zurückgeblickt.
Im Mittelpunkt der Tätigkeit steht nämlich das freiwillige Engagement: Die Mitglieder schenken Zeit, Wärme, Zuwendung und Menschlichkeit. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 48 Anfragen um Unterstützung bearbeitet. Dabei leisteten die Ehrenamtlichen 10.555 Stunden freiwilliger Arbeit – eine Steigerung von 12,48 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
RÜCKBLICK BEI DER VOLLVERSAMMLUNG
Um neue Freiwillige auf ihre Aufgaben vorzubereiten, wurde kürzlich ein Ausbil-
dungskurs organisiert. In diesem Zusammenhang sprach der Verein der ehemaligen Präsidentin Dorothea Renzler einen besonderen Dank für ihren Einsatz aus. Der Verein ist aber auch weiterhin auf der Suche nach neuen Mitgliedern, die jederzeit willkommen sind.
Eine besondere Auszeichnung erhielt der Verein am 5. Dezember 2025: Am Internationalen Tag der Senioren wurde der Freiwilligenhilfe der Schaly-Pichler-Seniorenpreis verliehen. Die Ehrung erfolgte durch den Verein „Licht für Senioren“ und würdigte das langjährige Engagement für ältere Menschen.
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung überbrachten unter anderem Gemeinderatspräsident Reinhard Weger, der Direktor des Wohn- und Pflegeheimes Werner Müller sowie Vertreter der Bezirksgemeinschaft und der Sozialdienste ihre Grußworte. Dabei hoben sie die große Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit und die wertvolle Unterstützung für die Gesellschaft hervor. // rewe

Kassier Reinhard Volgger und Präsident Klaus Graber (stehend) bei der Versammlung. rewe

Zahlreiche Mitglieder, Behördenvertreter und Ehrengäste waren bei der Vollversammlung in der Aula des italienischen Schulzentrums mit dabei. rewe
Gelebtes Ehrenamt mit Begeisterung
Bei der Jahreshauptversammlung des Alpenvereins Südtirol (AVS) Sektion Bruneck stand ein ereignisreiches Vereinsjahr im Mittelpunkt. Zahlreiche Mitglieder, Ehrenamtliche und Ehrengäste nahmen an der Versammlung teil, bei der besonders das große Engagement innerhalb des Vereins hervorgehoben wurde.
Zur Jahreshauptversammlung der AVSSektion Bruneck konnte der erste Vorstand Christian Gasser zahlreiche Mitglieder sowie Vertreter befreundeter Vereine und Organisationen begrüßen. In seinen Worten unterstrich er die große Bedeutung des Vereinslebens und den starken Zusammenhalt innerhalb der Sektion.
Die AVS-Sektion Bruneck zählt inzwischen mehr als 10.700 Mitglieder und gehört damit zu den größten Sektionen des Landes. Allein rund 4.000 Mitglieder entfallen auf die Ortsstelle Bruneck, weitere auf die Ortsstellen in St. Lorenzen, Antholzertal und Kiens. Mitglieder der Sektion leben mittlerweile sogar in zwölf verschiedenen Ländern. Besonders hervorgehoben wurde bei der Versammlung das ehrenamtliche Engagement. Rund 277 aktive Funktionärinnen und Funktionäre setzen sich mit viel Begeisterung und Freude für das Vereinsleben ein. Ein Ehrenamt sei nicht selbstverständlich, wurde mehrfach betont, sondern von unschätzbarem Wert für die Gemeinschaft und die Gesellschaft insgesamt.

Erster Vorsitzender der AVS-Sektion

UMFANGREICHE TÄTIGKEIT
Auch das umfangreiche Jahresprogramm spiegelte die Aktivität der Sektion wider: Insgesamt wurden im vergangenen Vereinsjahr 177 Veranstaltungen organisiert, darunter 118 Tagestouren mit über 3.300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie zahlreiche Mehrtagestouren und Versammlungen. Insgesamt verzeichnete der AVS Bruneck an 255 Tagen Veranstaltungen und Aktivitäten mit mehr als 7.600 Teilnehmenden.
Ein besonderer Dank galt den Tourenleitern, Wanderführern, Wegwarten sowie den Betreuerinnen und Betreuern im Kinder- und
Seniorenbereich. Sie sorgen mit ihrem Einsatz dafür, dass Gemeinschaft, Naturerlebnis und Sicherheit im Mittelpunkt stehen. Höhepunkt der Veranstaltung war ein Multivisionsvortrag von David Kammerer und Florian Mutschlechner. Anschließend überbrachten diverse Ehrengäste ihre besten Wünsche und Dankesbotschaften. Die Jahreshauptversammlung machte jedenfalls deutlich, welche wichtige Rolle der AVS im Land spielt. Das gilt in gesellschaftlicher Hinsicht sowohl als Ort der Begegnung, der Begeisterung für die Berge als auch des freiwilligen Engagements. Weiter so! // rewe

„Wer Krieg und Mangel erlebt hat, den lässt das nie mehr ganz los“
In den Erinnerungen von Hermine „Mina” Auer verdichtet sich ein Stück Südtiroler Zeitgeschichte zu etwas sehr Persönlichem. Da sind die Option und das Weggehen nach Deutschland, da sind die Rückkehr nach Südtirol und der frühe Tod der Eltern mit allen Konsequenzen. Im Gespräch erzählt die 86-Jährige aus Pfalzen, wie große Einschnitte das eigene Leben für immer prägen und wie drei Tanten sie und ihre Schwestern durch die schwierigste Zeit getragen haben.
Wenn in Südtirol heute von Optanten und Dableibern gesprochen wird, dann oft aus der Warte der Distanz. Hermine Auer gehört zu den Menschen, die diese Zeit hautnah erlebt haben. Geboren in Brixen wuchs sie nur eine kurze Zeit in der Bischofsstadt auf. Die Eltern entschieden sich fürs Weggehen, gar nicht so sehr aus großer politischer Überzeugung, sondern aus viel einfacheren Gründen. Der Vater arbeitete bei der Eisenbahn und hätte nach Italien versetzt werden sollen. Die Mutter sprach kein Italienisch. Also entschied man sich ganz pragmatisch zur Auswanderung. Draußen werde alles besser, mit dieser Vorstellung zog die Familie nach Schnait im Remstal. Ein letztes Bild, das die heute 86-Jährige aus der Zeit davor hat, zeigt die Familie unter dem Andreas-Hofer-Denkmal in Innsbruck. Danach begann ein anderes Leben.
PZ: Welche Bilder tragen Sie aus dieser Zeit in sich?
Hermine Auer: Es sind oft kleine, ganz konkrete Szenen. Wir wohnten in einem kleinen Haus. Gegenüber gab es ein Geschäft, und meine Mutter schickte mich oft mit einem Zettel und einer Tasche dorthin, um einzukaufen. Später hat mir eine Frau aus dem Dorf erzählt, wie klein ich war, als ich mit dem Zettel dort gestanden habe, und wie ernst ich das alles genommen habe. Solche Bilder bleiben.
Der Krieg war da längst Realität. Mein Vater war beim Militär, meine Mutter allein mit uns Kindern. In einem Eck in der Wohnung standen die gepackten Taschen immer bereit. Als die Sirene ging, liefen wir in den Bunker. Ich sehe mich noch mit meiner Puppe im Arm und mit einem kleinen Koffer, in dem ich meine Sachen hatte. Auch

Hermine „Mina” Auer, geboren im Mai 1939, gehört zu einer Generation, für die Krieg und Nachkriegszeit Alltag waren: Luftalarm, Hunger, Nachlese auf den
an das Gefühl im Bunker erinnere ich mich genau. Es war feucht, eng und unheimlich. Was Erinnerung ist und was Erzählung von anderen Menschen, lässt sich manchmal gar nicht mehr genau sagen.
Was bedeutete es für den Alltag, ohne den Vater in einer ohnehin schon fremden Umgebung zu leben? Für meine Mutter bedeutete es vor allem Sorge. Jeden Tag konnte ein Brief kommen, dass mein Vater gefallen ist. Dazu kam der Mangel. Sie musste alles organisieren. Für uns Kinder war das Leben dort trotzdem schön und einfach die neue Welt, in die wir Stück für Stück hineinwuchsen. Ich sprach
Feldern, Verlust, Neubeginn. Als sie ein Jahr alt ist, optieren die Eltern und die Familie wandert nach Baden-Württemberg aus. Der Vater rückt in den Krieg ein, die Mutter versorgt und bringt die zwei Kinder durch diese einschneidende Zeit. Nach dem Krieg kehrt die Familie nach Südtirol zurück. Innerhalb kürzester Zeit sterben beide Eltern und Hermine Auer kommt zunächst ins Heim. Eine Zeit, die bis heute Spuren hinterlassen hat. Später kümmern sich drei Tanten um die Mädchen und werden zu den wichtigsten Bezugspersonen. Auer besucht die Handelsschule und findet Erfüllung in der Arbeit. Mit ihrem Mann Helmut zieht sie von Brixen nach Pfalzen, wo sie bis heute lebt.
Tipp:
Im Podcast der Pfalzner Dorfgespräche, einer Initiative des Bildungsausschusses, erzählt sie von ihrem Weg. //
als Kind schwäbisch. Als wir später nach Südtirol zurückkamen, wurde ich deshalb manchmal aufgezogen.
Gibt es etwas, das sprachlich oder innerlich geblieben ist?
Ja, einzelne Wörter und Klangfarben, aber vor allem das Gefühl des Mangels. Ich bin mein Leben lang sparsam gewesen. Ich werfe nichts einfach weg. Ich brauche Gemüse auf, ich hebe Dinge auf, ich denke immer: Wer weiß, was noch kommt. Ich bin überzeugt, dass das aus diesen Jahren stammt. Wer Krieg und Mangel erlebt hat, den lässt dieses Gefühl nie mehr ganz los. Wir sind damals in unserer Zeit in Deutschland oft zu


Zeit der Einschnitte: Hermine Auer 1939 auf dem Arm ihrer Mutter und mit ihrem Vater (r.) und Bekannten vor dem Andreas-Hofer-Denkmal in Innsbruck. Das Bild rechts, aufgenommen 1943, stammt aus der Zeit in Schnait und zeigt Hermine (r.) mit ihrer Schwester Traudi und Mama Maria.
Bauern gegangen und fragten, ob wir auflesen dürfen, was nach der Ernte übrig war. Spiegeln nannte man das. Einmal sammelten wir Äpfel, und ich ließ den kleinen Kinderwagen los, in dem meine Schwester lag, weil ich noch einen schönen Apfel holen wollte. Der Wagen rollte einen Hang hinunter und kippte unten um. Zum Glück ist nichts passiert, aber ich bin furchtbar erschrocken.
Mit Kriegsende kehrte auch Ihr Vater zurück. Wie war der Moment des Wiedersehens?
Meine Mutter hatte lange nicht gewusst, ob er überhaupt zurückkommt. Irgendwann hieß es, in Stuttgart sei ein Zug angekommen und Männer seien unterwegs zu ihren Familien. Meine Mutter nahm uns auf einen kleinen Leiterwagen, packte uns hinein und
ging dem Dorf entgegen. „Schau, da kommt Tata“, sagte sie auf einmal. Aber ich erkannte ihn nicht. Er war so abgemagert und verändert, dass ich davonlief und mich unter einer Stiege versteckte. Erst als er sich gewaschen hatte und wieder in normaler Kleidung vor mir stand, konnte ich begreifen: Das ist wirklich er.



Die Stadt Brixen auf einer historischen Aufnahme aus der Zeit vor 1920. In ihrer Geburtsstadt verbringt Hermine Auer eine kurze Zeit. Dann optieren die Eltern.
Hat er von seinen Erfahrungen im Krieg erzählt?
Mit uns Kindern hat er wenig darüber gesprochen. Ich war noch zu jung. Aber ich hörte zu, als er meiner Tante davon erzählte. Eine Geschichte ist mir geblieben: Mein Vater und ein Kamerad retteten sich einmal vor dem sicheren Tod, indem sie sich in einem Maisfeld auf den Boden warfen, während andere wegliefen und erschossen wurden. Wie dramatisch das alles war, habe ich als Kind überhaupt nicht verstanden.
Wie haben Sie die Rückkehr in die alte Heimat nach dem Krieg erlebt?
Es war eine Rückkehr in relative Armut. Meine Eltern haben sicher gespürt, dass die Heimkehr für viele Rückkehrer nicht leicht war. Ich selbst war bald in der Schule und unter anderen Kindern. Dort entstand wieder Alltag, und wir wurden nicht schlecht behandelt. Aber natürlich war nichts mehr wie vorher. Beide Eltern starben früh und innerhalb kurzer Zeit.
Was ist von Ihnen geblieben?
Von meiner Mutter ist mir vor allem geblieben, dass sie eine herzensgute Frau war. Dieses Wort trifft es für mich am besten. Sie war warm, gut und offen. Von meinem Vater ist mir geblieben, dass er schwer krank war und trotzdem arbeitete. Er versuchte nach dem Krieg eine kleine Baufirma aufzubauen. Ich sehe ihn noch vor mir, wie er einmal das Fahrrad einen kleinen Anstieg hinaufschob und ich fragte, ob ich helfen könne. Da habe ich schon gespürt, dass es ihm gesundheitlich nicht gut geht. Er war gezeichnet, und doch machte er weiter. Plötzlich waren meine zwei Schwestern und ich alleine. Das ist etwas, das man als Kind gar nicht wirklich begreifen kann. Man lebt weiter, weil man weiterleben muss.
Sie kamen zunächst ins Heim. Was war dort für Sie am schwersten?
Das Heimweh, ganz eindeutig. Dabei war unser Haus in der Luftlinie gar nicht weit entfernt. Aber ich war weg, und das war für mich kaum auszuhalten. Im Heim war alles streng und fremd. Wenn ich heute zurückschaue, war ich wirklich todunglücklich. Das


Schon als Kind liebt Hermine Auer weiße Schuhe, ein Geschenk ihrer Patentante. Das Bild links zeigt sie mit Tante Luise, rechts ist sie beim Ofenwolf oberhalb von Brixen mit ihrer Tante Tina und ihrem Gemahl Onkel Nando zu sehen. Das Bild entstand 1942, da bekam Hermines Vater Heimaturlaub und besuchte Brixen mit seiner Tochter.
hat sich auch in der Schule gezeigt. Wer das nicht selbst erlebt hat, versteht schwer, was Heimweh und Entwurzelung mit einem Kind machen können.
Sie haben vieles lange verdrängt: Wann kamen die Erinnerungen zurück?
Eigentlich erst sehr spät. Vielleicht wirklich erst, als ich meinen Mann richtig kennengelernt habe, und wir später nach Pfalzen gezogen sind. Vorher war in mir vieles unruhig. Ich hatte oft den Traum, dass ich in der Luft schwebe und fliege, nicht geerdet bin. Als ich nach Pfalzen kam, hörte das auf. Das klingt vielleicht seltsam, aber ich habe mich dort von Anfang an geerdet gefühlt.
Wenn man Ihre Lebensgeschichte und die Ihrer Schwestern betrachtet, haben drei Tanten eine besondere Bedeutung.
Sie waren nach dem frühen Tod der Eltern nicht einfach Verwandte, die geholfen haben, sie waren das Zentrum, haben uns beschützt, erzogen und für Ordnung gesorgt. Jede auf ihre Weise. Ohne sie wäre unser Leben ganz anders verlaufen. Eine Tante stand mehr für Strenge, Arbeit und Disziplin. Eine andere für Wissen, Neugier, Erklären, für Politik, Natur, Musik. Und die Patentante in Rom war jene, die finanziell viel getragen hat. Zusammen waren sie wie ein Dach
über uns. Das ist das Bild, das ich dafür habe. Ein Dach über dem Haus.
Was haben Sie von Ihren Tanten besonders mitgenommen?
Sie haben immer Dinge vorangetrieben und wirtschaftlich auf sich geschaut – und das in der damaligen Zeit, als ein kompletter Frauenhaushalt. 1929 waren sie gerade dabei, ein Haus zu bauen. Dann kam der große Crash und sie verloren das ganze Geld. Aber sie gaben nicht auf, sondern stiegen in die Seidenraupenzucht ein. Mit dem Geld konnten sie das Haus fertig bauen. Dann haben sie in Brixen Zimmer an die Besucher des Lungensanatoriums gleich gegenüber vermietet. Oder sie haben Angorakaninchen gezüchtet und die Wolle an die Firma Luisa Spagnolli in Perugia verkauft. So haben sie uns weitergebracht und mit ihrer zupackenden Art geprägt.
Wenn Sie heute auf dieses Leben zurückschauen – auf Krieg, Verlust, die Tanten – was bleibt als stärkster Gedanke?
Dass man mehr tragen kann, als man glaubt. Aber es braucht Menschen, die einen halten. Bei uns waren es die drei Tanten. Und später war es auch das Ankommen in Pfalzen. Dort habe ich Ruhe gefunden.
// Interview: Verena Duregger
Prettau


Fern der Welt – Klangbäder im Klimastollen Prettau

Jeden Freitag im Mai und Juni, 14.40h

Pollenzeit=Stollenzeit 16. und 23. Mai – Kostenlose Einfahrten in den Klimastollen Anmeldung zu den Veranstaltungen erforderlich!
DIGITALISIERUNG IM TOURISMUS HAUTNAH ERLEBT
Am 20. April 2026 fand im Raiffeisen-Forum eine TMCVeranstaltung zum Thema „Digitalisierung in Tourismus und Hotellerie“ statt. Organisiert wurde der Abend vom Tourism Management Club (TMC) gemeinsam mit der Raiffeisenkasse Bruneck. Zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit, mehr darüber zu erfahren, wie digitale Technologien und künstliche Intelligenz den Tourismus heute und in Zukunft verändern können.
Schon in der Einführung wurde klar, wie relevant das Thema ist: Digitalisierung betrifft viele Bereiche im Tourismus, doch die größte Herausforderung bleibt, Daten sinnvoll zu nutzen und in konkrete Entscheidungen umzusetzen.

Florian Hitthaler und Evelyn Strauss stellten ihre Projekt Elivo vor. Sie zeigten, wie Hotels mit Hilfe einer intelligenten Software Daten
Untersuchungen und Screenings:
Was ist notwendig?
BRUNECK
Nobis - Europastraße 9 21.05.2026, 18:30
Informationsabend mit Expertinnen und Experten des Südtiroler Sanitätsbetriebes
Anschließend Gespräch am runden Tisch
EINTRITT FREI | mit Simultanübersetzung youtube-livestream
FORUM
Gesundheit Südtirol www.gesundheit-suedtirol.it
aus Marketing, Controlling und Unternehmensführung zusammenführen können. Ziel ist es, nicht nur Zahlen zu analysieren, sondern daraus konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten. Besonders betonten die beiden Referenten, dass die Technologie Entscheidungen durch Menschen nicht ersetzt, sondern vorbereitet. Der Mensch bleibt immer die entscheidende Instanz. Ihr Vortrag machte deutlich, wie groß das Potenzial datenbasierter Systeme in der Hotellerie sein kann, vor allem wenn es darum geht, frühzeitig und strategisch zu handeln.
PRAXISNAHER ZUGANG
Einen sehr praxisnahen Zugang wählte Gernot Riedel. Im Mittelpunkt seines Vortrags stand die Frage, wie Gästebewertungen auf Plattformen wie Google, Booking oder Tripadvisor systematisch ausgewertet werden können. Er zeigte, dass in diesen Bewertungen ein enormes Potenzial steckt. Mit Hilfe seines Tools können Stärken, Schwächen und wiederkehrende Muster schnell erkannt und in konkrete Verbesserungsmaßnahmen übersetzt werden. Gleichzeitig machte Riedel deutlich, dass künstliche Intelligenz nur dann wirklich nützlich ist, wenn sie mit menschlicher Erfahrung und kritischem Denken kombiniert wird.
Carlo Runggaldier brachte eine weitere Perspektive in die Diskussion ein, nämlich die Verbindung von Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Werten im Destinationsmanagement. Er stellte den vielsprachigen Chatbot Giggo vor, der in St. Vigil entwickelt wurde und Gästen wie Einheimischen Informationen gibt, dabei aber bewusst auf nachhaltige und verantwortungsvolle Inhalte setzt. Sein Beitrag zeigte, dass Digitalisierung nicht nur Effizienz bedeuten muss, sondern auch genutzt werden kann, um Besucherströme besser zu lenken, lokale Angebote zu fördern und die Balance zwischen Tourismus, Natur und Bevölkerung zu stärken.
Insgesamt war es ein gelungener Abend, der zeigte, wie vielfältig Digitalisierung im Tourismus eingesetzt werden kann. Technologische Innovationen sind kein Selbstzweck. Wie in einem Vortrag erwähnt: „Technologie ist nicht das Problem. Fehlende Strategie dahinter schon“. // lp, ml, om
Gratisschätzung und Begutachtung
Hotel Sole Paradiso
Sextnerstraße 13
39038 Innichen
Montag 1. Juni 2026 10-19 Uhr

Das Auktionshaus hat Zweigstellen in Deutschland, Italien (Südtirol) und in der Schweiz. Bei uns erhalten Sie kostenlose und unverbindliche Schätzungen. Wir halten uns immer an den aktuellen Tageskurs und bieten Ihnen auch eine höhere Auszahlung , wenn wir Ihre Gegenstände weiterbearbeiten bzw. weiterverkaufen können. Das Südtiroler Auktionshaus ist der richtige Partner dafür!
Seit über 10 Jahren gibt es das Südtiroler Auktionshaus in Meran. Seitdem konnte sich das Auktionshaus mit Unternehmensleiter Jaime Stevens als seriöser und zuverlässiger Händler für den An- und Verkauf von Schmuckwaren wie auch mit dem Handel von Bildern und Antiquitäten sowie antiken Silberwaren etablieren. Seit Jahrzehnten ist das Unternehmen führend in Europa in Sachen Schmuck, Gemälde, Uhren und Antiquitäten. Der Ankauf von Gold und Goldschmuck wird in einer unserer Filialen abgewickelt.
Im Spannungsfeld globaler Veränderungen
Das 20. Unternehmerforum Bruneck im Nobis in Bruneck stand unter dem Thema „Neue Weltordnung – geopolitische Herausforderungen“. Dabei wurde über globale Umbrüche, geopolitische Spannungen und deren Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft diskutiert. Expertinnen und Experten zeigten Chancen und Risiken auf und betonten die Bedeutung von Zusammenarbeit und Anpassungsfähigkeit.
In den einleitenden Worten betonte Christian Tschurtschenthaler die Aktualität des Themas und die Bedeutung kleiner, richtungsweisender Impulse in unsicheren Zeiten. Bürgermeister Bruno Wolf hob hingegen hervor, dass dieser Zeitpunkt wichtig sei, um über die Entwicklung der regionalen Betriebe und deren Zukunft nachzudenken. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen dann drei Fachbeiträge: Der Ökonom und Außenhandelsexperte Dr. Martin Braml analysierte die Auswirkungen der geopolitischen Veränderungen auf die Weltwirtschaft und warnte vor Risiken für den Wohlstand. Gleichzeitig sah er Chancen in der Stärkung von Binnenmärkten, da regionale Zusammenarbeit wirtschaftliche Vorteile bringen könne.



Flexibilität, Mehrsprachigkeit und internationale Offenheit klare Vorteile im globalen Wettbewerb.
SCHNELLER IN DIE GÄNGE KOMMEN
Luise Baar vom Unternehmen „Alpitronic“ betonte die Bedeutung von Vertrauen und lokalen Werten für wirtschaftlichen Erfolg. Südtiroler Unternehmen hätten durch ihre
Der Winzer Martin Foradori Hofstätter sprach über die Herausforderungen und Chancen für Südtirol im internationalen Umfeld. Er kritisierte unter anderem eine zu oberflächliche Vermarktung der Region und plädierte für mehr Authentizität. Zudem regte er an, das lokale Kundenpotenzial – insbesondere im Tourismus – stärker zu nutzen und die bereichsübergreifende
Zusammenarbeit zu fördern. Südtirol solle als Markt aktiv „entdeckt“ werden und schneller sowie flexibler auf Veränderungen reagieren.
Abschließend wurde das Unternehmerforum als wichtiger Treffpunkt für Austausch und Vernetzung beschrieben. Im Anschluss an die Diskussion nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zu Gesprächen in entspannter Atmosphäre bei einem Umtrunk, der vom Brunecker Tourismusverein zur Verfügung gestellt wurde. // rewe


SONNENBURG ODER CASTEL BADIA?
Nach einer drei Jahre dauernden Planungs- und Umbauphase wurde das Hotel Sonnenburg bzw. Castel Badia eröffnet. Die offizielle Eröffnungsfeier fand nun am 29. April 2026 statt.
Zu diesem Anlass waren die beteiligten Firmen, der Gemeinderat von St. Lorenzen sowie alle Einwohner des Weilers Sonnenburg
eingeladen. Insgesamt folgten fast 200 Gäste der Einladung und konnten sich selbst ein Bild von den abgeschlossenen Arbeiten machen.
Nach einer Besichtigung des Hotels hielten mehrere Persönlichkeiten Gruß- und Dankesworte (siehe Foto). Unter anderem sprachen Präsident Bernhard Schönhuber,
Bürgermeister Martin Ausserdorfer, Landesminister Philipp Achammer, die Hoteleigentümer Markus Gasser und Gunther Knötig sowie Hoteldirektor Shasa Battaglia. Auch Pfarrer Yves Kizito Menanga war anwesend und erteilte dem Haus sowie seinen zukünftigen Gästen und Mitarbeitern den Segen. Im Anschluss wurden die Gäste bei einem Umtrunk mit Köstlichkeiten aus der Küche bewirtet. Die Feier klang anschließend in festlicher Atmosphäre aus. // ip

Nachhaltige Betonlösungen seit 1969
Eigene Produktion, Qualität und Umweltbewusstsein in jedem Produkt
Der Name Pircher wird in Südtirol traditionell mit Holz in Verbindung gebracht. Diese Wahrnehmung ist historisch gewachsen, greift jedoch zu kurz. Seit 1969 ist das Unternehmen auch im Betonbereich tätig und hat sich in diesem Segment über Jahrzehnte hinweg eine eigenständige Position erarbeitet. Heute stellt die Betonsparte eine zentrale Säule der unternehmerischen Tätigkeit dar.
Mit dem Einstieg in die Betonverarbeitung erweiterte das Unternehmen sein Tätigkeitsprofil rund um Systeme zur Entwässerung sowie zur Sammlung und Behandlung von Oberflächenwasser.
Die Fertigung ist auf Systeme ausgerichtet, die der kontrollierten Ableitung, Rückhaltung und Aufbereitung von Oberflächenwasser dienen. Parallel dazu werden Produktionsprozesse und technische Lösungen kontinuierlich an aktuelle normative Anforderungen und technische Standards angepasst.
Das Produktspektrum umfasst neben den Entwässerungsrinnen in verschiedenen Größen auch vorgefertigte Betonsysteme für das Regenwassermanagement. Dazu zählen modulare Speicher- und Rückhaltebecken, Abscheideranlagen zur Behandlung belasteter Niederschlagswasser, monolithische Behälterlösungen sowie Schachtsysteme für Ins-

pektion und Wartung. Diese Anlagen dienen dazu, Oberflächenwasser aufzufangen, zwischenzuspeichern, zu reinigen und kontrolliert wieder in den Wasserkreislauf einzuleiten.

Großprojekt am ehemaligen Ferriera-Gelände in Servola am Hafen von Triest: Pircher liefert 70 Anlagen zur Sammlung und Aufbereitung von Regenwasser.
Zum Einsatz kommen diese Systeme vor allem in öffentlichen Infrastrukturen, Industrie- und Gewerbegebieten sowie in großflächigen Verkehrs- und Logistikarealen. Darüber hinaus finden sie Anwendung in Hafenanlagen, bei intermodalen Zentren und in urbanen Entwicklungsprojekten.
VIELZAHL VON PROJEKTEN
Pirchers Kompetenz im Bereich großvolumiger Betonbehälter und wassertechnischer Anlagen zeigt sich in einer Vielzahl von Projekten in ganz Italien. Im Hafen von Triest wurden Systeme zur Sammlung und Behandlung von Oberflächenwasser umgesetzt, die auf die hohen Anforderungen stark frequentierter Logistik- und Umschlagsflächen ausgelegt sind.
Ein aktuell realisiertes Projekt ist eine Anlage zur Sammlung, Trennung und Behandlung von Erstregenwasser, die im Bereich der neuen Mittelspannungsstation in Tremosine am Gardasee installiert wird. Solche Syste-

Giuseppe
me dienen dazu, die besonders belasteten ersten Niederschlagsmengen gezielt zurückzuhalten und einer kontrollierten Behandlung zuzuführen.
Auch in Industrie- und Gewerbegebieten kommen entsprechende Lösungen zum Einsatz. In Valdaro (Mantua) wurden Anlagen zur Speicherung und Behandlung von Niederschlagswasser realisiert, ebenso in Remedello (Brescia), wo Systeme zur Erstregenbehandlung umgesetzt wurden. In Cittadella (Padua) wurde zudem ein kommunaler Sammelplatz für Abfall- und Wertstofftrennung mit Anlagen zur Behandlung von Oberflächenwasser ausgestattet. Weitere Anlagen von Pircher wurden in Faenza (RA), Gazzoldo (MN), Insel Elba, Cadore (BL), Orbassano (TO), Mantova, Modena, Castiglione (MN), Colico (LC), Colorno (PR) und in Lugano (CH) gebaut. Diese Projekte zeigen alle die breite Anwendbarkeit der Systeme – von der Rückhaltung über die Trennung bis zur gezielten Behandlung belasteter Niederschlagsabflüsse.

PRODUKTPALETTE STÄNDIG ERWEITERT
Parallel zu diesen Anwendungen wurde die Produktpalette kontinuierlich erweitert. Neben standardisierten Systemlösungen bietet Pircher kundenspezifische Betonlösungen für unterschiedliche Industriebereiche an. Dazu gehören unter anderem maßgefertigte Schachtsysteme und Betonunterbauten für technische Infrastrukturen. Während Holz weiterhin eine wichtige Rolle für Pircher spielt, hat sich der Betonbereich zu einem eigenständigen, technischen Segment entwickelt. Der eingesetzte Beton ist auf Langlebigkeit, geprüfte Qualität und normgerechte Ausführung ausgelegt und erfüllt die Anforderungen moderner Infrastruktur- und Umwelttechnikprojekte.
Die Geschichte von Pircher im Betonbereich seit 1969 steht damit exemplarisch für einen strukturellen Wandel innerhalb eines traditionellen Unternehmens: Standardfertigung zu einer Spezialisierung im erweiterten Tätigkeitsfeld mit Fokus auf technische Anwendungen im Bauwesen. //



Tremosine am Gardasee: Neue Anlage von Pircher bestehend aus einem Verteiler- und Umschaltschacht, einem Becken für belastetes Niederschlagswasser mit automatischem Entleerungssystem, einem Leichtflüssigkeitsabscheider mit Koaleszenzfilter sowie einem Aktivkohlefilterschacht.
Vereinbaren Sie einen Termin oder senden Sie uns Ihre Anfrage an Technik@pircher.eu.
Nähere Produktinfos finden Sie auf der Homepage:
Rimini: maßgeschneiderte, technische Lösung zur Entwässerung für die gesamte Strandpromenade. Für die Erweiterungsarbeiten am intermodalen Terminal in Sacconago Malpensa liefert Pircher 1.600 Meter Entwässerungsrinnen und 60 maßgefertigte Kontrollschächte.

Zwei Herren von Real Madrid
Vor kurzem hatte die gefeierte Komödie von Leo Meier „Zwei Herren von Real Madrid“ - eine Koproduktion mit dem Schauspielhaus Salzburg – im Stadttheater Bruneck Premiere. Die PZ hat sich mit dem Regisseur der Produktion, Alexander Kratzer, über das Stück unterhalten.
Kurz zum Inhalt: Zwei Herren begegnen sich im Wald. Beide sind Profifußballer bei Real Madrid – der eine spielt im Mittelfeld, der andere im Sturm. Auf dem Spielfeld sind sie nicht weit voneinander entfernt, aber weit genug, um sich noch nicht wirklich zu kennen. Doch diese erste Begegnung ist charmant, feinfühlig und vielversprechend. Die zwei finden sich sympathisch und kommen sich näher. Natürlich entgeht auch der Öffentlichkeit diese ungewöhnliche Beziehung nicht. Der junge Dramatiker Leo Meier kreiert mit seiner ersten Komödie eine Gegenwelt, die mit Rollenbildern bricht und mit feinem Humor ein Tabuthema behandelt – und das in der gnadenlosen Umgebung des Profifußballs als einer der männlichsten Sportarten, die es gibt. Es spielen: Olivier Günter, Ludwig Wendelin Weißenberger, Markus Weitschacher, Christiane Warnecke, Karoline Breschar
PZ: Ein recht neues Stück, das erst 2023 uraufgeführt wurde und jetzt schon vielerorts mit großen Erfolgen gespielt wird… Was macht den Reiz des Stücks aus?
Alexander Kratzer: Die Hauptdarsteller in diesem Stück befinden sich ja in einer absurden Situation, während sich die Dialoge
durch Respekt und Feinheit auszeichnen, es ist einfach alles sehr nett…
Aber es geht um eine Thematik, die wohl immer noch ein Tabuthema darstellt, Homosexualität in der Sportwelt…
Genau, in der Realität stellt ein Outing in vielen Sportarten, gerade auch im Fußball, bekanntlich immer noch ein Problem dar, wie wir ja aus verschiedenen Beispielen wissen. Das Schöne an diesem Stück ist gerade, dass die Homosexualität an sich überhaupt nicht thematisiert wird, sondern völlig „normal“ ist. Es geht einfach ganz allgemein darum, wie sich Menschen begegnen und verlieben oder gewisse Alltagssituationen, aber auch Tragödien bewältigen. Die Figuren gehen mit solchen Thematiken völlig selbstbewusst und eben auch selbstverständlich und absurd um, was das Ganze so spannend macht.
Nun ist es eine Koproduktion des Stadttheaters Bruneck mit dem Schauspielhaus Salzburg, dort wurde es bereits im vergangenen Jahr gespielt, mit welchem Echo?
Wir haben in Salzburg über 20 Vorstellungen gespielt, und das Stück kam sowohl beim Theaterpublikum als auch in der Presse sehr gut an. Die Zuschauerinnen und Zuschauer waren zum einen sehr amüsiert, zum anderen waren sie aber auch von diesem liebevollen Umgang sehr angetan.
Sie sind in Südtirol beziehungsweise gerade auch in Bruneck ein bekanntes Gesicht, haben bereits Anfang der 90er im damaligen Jugendzentrum Bru-


neck ein Jugendstück inszeniert, später dann auch im UFO, haben viele Male im Stadttheater Bruneck auf der Bühne gestanden beziehungsweise Regie geführt… Arbeiten in Bruneck ist also schon ein bisschen wie heimkommen?
Ja, das ist wirklich so. Ich lebe ja mal wieder in einer neuen Stadt, derzeit in Salzburg, als künstlerischer Direktor des Schauspielhauses, und gerade deshalb freue ich mich immer sehr darauf, nach Bruneck zu kommen, da ich hier viel Zeit verbracht habe in den vergangenen Jahrzehnten und natürlich mittlerweile auch viele Bekannte und Freunde habe. Bruneck ist tatsächlich ein bisschen Heimat für mich!
Das Brunecker Publikum darf sich aber auch auf neue Gesichter freuen?
Ja, zum Teil schon. Einer der beiden Hauptdarsteller, Markus Weitschacher, war in Bruneck schon zu sehen, - die beiden Hauptdarsteller sind übrigens grandios-, die anderen stehen aber das erste Mal hier auf der Bühne.
PZ: Es wird also ein… …humorvoller, tiefgründiger und feiner Abend! // Interview: Judith Steinmair
Aufführungstermine: 14.,15.,17.,20.,23.,24.,27. Mai 2026
Beginn 20 Uhr, sonntags 18 Uhr Für Informationen und Tickets: www.stadttheater.eu // DIE TERMINE
VOLKSKUNDEMUSEUM
DIE GERAHMTEN ERINNERUNGEN
Zum 50-jährigen Jubiläum des Südtiroler Landesmuseum für Volkskundemuseum in Dietenheim wurde kürzlich eine Bilderausstellung zur Museumsgeschichte eröffnet, die Entwicklung, Aufgaben und besondere Ereignisse zeigt. Die Ausstellung mit 27 Tafeln würdigt Mitarbeitende, erinnert auch an Rückschläge und lädt Besucherinnen und Besucher noch bis zum achten November 2026 ein, 50 Jahre Museumsarbeit zu entdecken.
Mit der Bilderausstellung zur eigenen Museumsgeschichte „Gerahmte Erinnerungen. 50 Jahre Museumsgeschichte“ wurde im Volkskundemuseum das Jubiläumsjahr 2026 eröffnet. 1976 wurde das Museum als erstes Landesmuseum Südtirols gegründet. Die ausgestellten Fotos geben Einblick in die Entstehung des Freilichtmuseums, in seine Entwicklung und in die vielfältigen Aufgabenbereiche. Die 27 Bildtafeln sind auf das gesamte Museumsgelände verteilt. Sie erinnern Besucher und Besucherinnen beim Rundgang durch den Freilichtbereich und den Ansitz „Mair am Hof“ an das 50-jährige Bestehen.

Die Direktorin Alexandra Untersulzner begrüßte bei der Eröffnung mehrere ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie alle trugen zum Erfolg des Freilichtmuseums bei. Als Dank gibt es eine Bildtafel, die verschiedene Hände bei handwerklichen Tätigkeiten zeigt. Denn nur durch das Zusammenspiel vieler Kräfte konnte ein Museum dieser Art, das einer besonderen Pflege, Instandhaltung und Vermittlung bedarf, zum Erfolg geführt werden.
BESONDERE MOMENTE
Die Kuratorinnen Irene Sapelza und Barbara Stocker führten in die Ausstellung ein: Sie berichteten über besondere Museumsereignisse und auch über Rückschläge, wie den verheerenden Brand, der 1982 zwei Gebäude vollständig zerstörte.
Die Ausstellung informiert auch über vergangene Sonderausstellungen und die Forschungs- und Publikationstätigkeit des Museums. Einige Fotos gehen auf Hans Grießmair (1938 – 2022), den Gründer und langjährigen Direktor des Museums zurück, der in den Anfangsjahren unermüdlich auf der Suche nach geeigneten Objekten war und translozierte Gebäude auch an ihrem originalen Standort fotografierte.
Eine Tafel bildet eine Selfie-Station, die einlädt zu einem persönlichen Schnappschuss vor der einmaligen Kulisse des Freilichtmuseums.
Bis zum achten November haben Interessierte auf ihrem Rundgang durch das Museum die Gelegenheit, in die vielseitige Museumsarbeit der letzten 50 Jahre einzutauschen. Es lohnt sich! // vg

ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT
Zwischen Dunkelkammer, Filmrollen und bewusster Entschleunigung erlebt die analoge Fotografie eine überraschende Wiederentdeckung. Immer mehr Fotografinnen und Fotografen suchen wieder den Wert des Moments und der handwerklichen Präzision. Mit dem ersten „Analogue Photo. Festival“ wird Bruneck vom 3. bis zum 14. Juni 2026 zum Treffpunkt einer Szene, die Fotografie als Prozess versteht –jenseits des schnellen Klicks.
Analoge Fotografie? Das war doch einmal. Bis Digitalkameras und die schnelle Entwicklung auch die Bildwelten auf den Kopf stellten. Plötzlich wurde jede zur Fotografin. Ein tolles Bild: schnell, verfügbar, überall. Einen bewussten Schritt zurück, ein Innehalten im Moment – das erleben jene Profis, die in der analogen Fotografie eine Aufgabe und ein Zuhause gefunden haben. Die Welt jenseits des schnellen Klicks in den Fokus rücken? Zum 200. Jubiläum der Fotografie wird Bruneck erstmals zum Zentrum des „Analogue Photo.Festivals“. 15 lokale und internationale Künstlerinnen und Künstler zeigen ihr Werk und ihre Arbeit in Ausstellungen, Workshops und anderen Veranstaltungen.


Doch warum ausgerechnet im Pustertal? Seit Jahren widmen sich die Fotografen Caroline Renzler und Fabian Haspinger der analogen Fotografie. Die Idee zum Festival ist lange gewachsen und hat mit Lisa Leoni vom Museum Eck in Bruneck und Thina Adams, Leiterin des Lumen am Kronplatz, ein starkes Netzwerk zur Umsetzung gefunden.
FOTOGRAFIE ALS PROZESS
Das Motto des Festivals ist Programm: „Beyond the Instant”. Jenseits des Augenblicks geht es darum, Bilder zu zeigen, die Fotografie als Prozess verstehen. Analoge Bilder benötigen Zeit und ein Zusammenspiel von Licht, Film, Chemie und – Geduld. Das Bild und auch seine Qualität zeigen sich erst später. Somit versteht sich das Festival auch als eine Art Gegenbewegung. „In einer Zeit, in der Bilder jederzeit und ohne Hürden digital produziert, verfälscht, geteilt oder vergessen werden, geht es uns auch darum, dem entgegenzuwirken“, sagt Organisatorin Caroline Renzler.

Zentrum des Festivals ist Bruneck, wo die „chambre noire“, die Dunkelkammer, als Raum der Entstehung für das Geschehen steht. Neben vielen Veranstaltungen, die hier stattfinden, wird es vom Vinschgau bis ins Gadertal weitere Schauplätze des Festivals geben. Mit einem Clubbing enden am 14. Juni zwei Wochen im Zeichen der analogen Fotografie.
PZ: Analoge Fotografie erlebt im Moment eine kleine Renaissance. Wann hat es bei Ihnen Klick gemacht?
Fabian Haspinger: Als ich vor etwa 25 Jahren mit dem Fotografieren anfing, war die digitale Fotografie im Vormarsch. Ich hatte damals mit einer kompakten analogen Kamera meine Ausflüge dokumentiert. Als ich mir eine professionelle Kamera zulegen wollte, musste ich mich zwischen analog und digital entscheiden. Die Wahl fiel auf eine digitale Spiegelreflex. Aber die analoge Technik ließ mich irgendwie nicht los. Ein Onkel schenkte mir dann seine geliebte Leica – das war wohl der prägende Moment, der mich zur analogen Fotografie brachte.
Wie verändert der analoge Prozess die Art zu fotografieren und Entscheidungen vor Ort zu treffen? Fotografie bleibt Fotografie, unabhängig vom Medium. Auch wenn ich das Smartphone verwende, kann ich intensiv in den fotografischen Prozess eintauchen. Die Entscheidungen vor Ort sind teilweise dieselben. Was ich spannend finde: Beim analogen Fotografieren steht das Ergebnis nicht unmittelbar zur Verfügung. Im Vorfeld muss ich dabei mehr technische Überlegungen anstellen, das Prinzip Try & Error funktioniert nicht. Die Entscheidungen bei der Aufnahme prägen den

Erfolg in der Dunkelkammer maßgeblich. Der Fotograf muss das fertige Bild vor Augen haben. Auf eine digitale Aufnahme bezogen heißt das, er muss sich das Bild inklusive Bildbearbeitung vorstellen können.
Ist analoge Fotografie Handwerk, Kunstform oder Gegenbewegung? Handwerk zu 100 Prozent. Oft wird über Fotografie debattiert: Ist das Kunst oder Handwerk oder am Ende doch Kunsthandwerk? Die Fotografie hatte es Anfangs sehr schwer, als Kunst wahrgenommen zu werden. Für viele war es ein Abklatsch der Malerei. Gott sei Dank haben wir das hinter uns. Kunst geschieht und Menschen schaffen Kunst mit unterschiedlichsten Medien, und viele Künstler beziehen sich dabei auf die Fotografie. Die digitale Fotografie brachte für Profis eine klare Arbeitserleichterung. Die Vorteile liegen auf der Hand – davor hat man für wenige Bilder Nächte in der Dunkelkammer verbracht. In der Kunst allerdings hat sich die analoge Fotografie etabliert. Als Gegenbewegung sehe ich sie vor allem bei der jungen Generation. Viele sind ermüdet vom digitalen Alltag und suchen wieder das Analoge.
Welche Rolle spielen Fehler oder Unvorhersehbarkeit in dieser Art des Arbeitens?
W LD STADION







Der Zufall spielt in der Fotografie grundsätzlich eine wesentliche Rolle. Es liegt am Fotografen, wie weit er ihn oder das Unvorhersehbare zulässt. Ich liebe die analoge Fotografie, weil sie eine andere Übersetzung der Realität bedeutet als die digitale Fotografie. Mein Ansatz ist, in beiden Techniken die Perfektion zu suchen. Natürlich klappt das nicht immer. Viele andere analoge Fotografen lieben genau das Unvorhersehbare in ihren Bildern und kaufen sich abgelaufenes Filmmaterial, das Farben unnatürlich wiedergibt und auch sonst nicht mehr berechenbar ist.
Das Festival bietet ein reiches Programm. Ein Auszug?
Bei Workshops stehen spezielle analoge Verfahren im Mittelpunkt, unter anderem das Kollodium-Nassplatten-Verfahren, eine sehr alte Technik aus den Anfängen der Fotografie. Dann werden wir in einem hybriden Verfahren digitale Files in analoge Gelatineprints verwandeln. Fans von Kleinbild und Mittelformat können bei einem Kurs die Filme selbst entwickeln und Abzüge erstellen. Und dann ist da der analoge viertägige Workshop in den Dolomiten, wo wir in die Welt der Großformatfotografie eintauchen. Es wird

TRENS



waldstadion.openair



TICKET INFO
Infos auf Facebook + Instagram oder auf xceed.me Ab 16+ Jahren.






Neue Klangpfade
Das neue Album „Ziachastyle“ von Barbarokka (Tobias Egger, bis zum Albumrelease „Barbarossa“, nun „Barbarokka“) ist Anfang April 2026 erschienen. Es besteht aus 14 Liedern und kann als eine Art Zwischenergebnis einer Reise bezeichnet werden, die bereits im Kindesalter begann. Wir werfen mal einen genaueren Blick drauf.
Die Steirische Harmonika, oder „Ziacha“, wie sie von Tobias lieber genannt wird, begleitet den Musiker bereits seit Kindestagen über alle Lebensphasen hinweg. Dabei war das Instrument bereits zu Grundschulzeiten bis hin zur Matura ständiger Begleiter, wobei in dieser Phase vor allem das Erlernen des Instruments und Volksmusikstücke aus der Musikschule im Fokus standen. „Meine Mutter hat mir mal erzählt, dass ich sogar schon im Vorschulalter eine Spielziehharmonika hatte,” erklärt der passionierte Musikschaffende.
Ab und zu schlichen sich aber auch Pixner-Stücke ins Repertoire mit ein, die gerne gespielt wurden. Auf sein Instrument angesprochen wird Tobias Egger nahe-
zu philosophisch: “Die Steirische ist fester Bestandteil in Südtirol, die Beliebtheit hat durch Künstler wie Pixner und Goisern in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Ich würde sagen, sie ist fester Bestandteil nicht nur in Südtirol, sondern des ganzen Alpengebietes und durch moderne Einflüsse, Öffnungen hin zu anderen Genres und Neuinterpretationen hat sich viel getan. Die Leute haben endlich verstanden, dass man mit diesem Instrument viel machen kann und dass es noch unentdeckte Landschaften gibt. Dafür hat es zwar lange gebraucht, aber wenn es passieren soll, dann passiert es. Manchmal kommt mir vor, vor allem in Tirol, dauert Veränderung immer etwas länger, aber wichtig ist, dass sie irgendwann kommt.“

GANES

VIELSEITIGE EINFLÜSSE
Nachdem das Instrument nach der Matura ein paar Jährchen weniger gespielt wurde, da das Interesse grundsätzlich mehr bei Rockund Folkbands lag als bei Volksmusik, begann in der Studienzeit ein neuer Abschnitt, während welchem das Instrument in verschiedenen Band-Konstellationen neu entdeckt und interpretiert wurde. („Perin & Barbarossa“, „Gitarmonika Trio“). Dabei zeigte sich für Tobias schnell, dass er seine eigene Stimme auf dem Instrument finden will,
TOBLACH
„VIVES“ UND MEHR…
Am Sonntag, den 17. Mai 2026, gastiert die ladinische Band „Ganes“ mit ihrem neuen Programm „Vives!“ im Gustav-MahlerSaal in Toblach. Konzertbeginn ist um 18:00 Uhr.
„Vives“ – ladinisch für „Du sollst leben!“ – steht bei Ganes für Lebensfreude, Gemeinschaft und die Kraft der Musik. Mit ihrem neuen Album nimmt die Gruppe das Publikum mit auf eine atmosphärische Reise durch alpine Landschaften und ladinische Kultur. Traditionelle Klangwelten treffen dabei auf internationale Einflüsse – von Jodel bis Mariachi – und verschmelzen zu einem lebendigen, emotionalen Sound zwischen Heimatverbundenheit und Weltoffenheit. Die Lieder erzählen vom Dorfleben, von Erinnerungen und Begegnungen, vom Feiern und von den leisen wie lauten Momenten des Lebens. So entsteht ein Konzerterlebnis voller Energie, Humor und feiner Melancholie. Auf der Bühne stehen Marlene Schuen, Elisabeth Schuen, Raffael Holzhauser und Natalie Plöger. Weitere Informationen gibt es im Internet www.kulturzentrumtoblach.eu. // rewe


Der neue Tonträger mit dem passenden Namen ist bereits zu haben.
inspiriert von verschiedensten Einflüssen. Auf der Ziehharmonika selbst stellen dabei Hubert von Goisern und Herbert Pixner zwei wichtige Inspirationspunkte dar. Seit Studienende ist Tobias vorwiegend solo unterwegs und hat bereits mehrere Soloalben veröffentlicht, wobei vor allem die CD „Barbarossa“ als erstes richtiges Soloalbum mit eigenständigen Songs bezeichnet werden kann, während die anderen Veröffentlichungen der letzten Jahre vor allem in die experimentelle Richtung gingen. „Ich bin durch verschiedene Phasen gegangen, habe Höhen und Tiefen erlebt, die Musik und das Instrument waren aber immer da,” erklärt der aus Oberolang stammende Egger.
ZEHNJÄHRIGES SCHAFFENSWERK
Das aktuelle Album, das vor kurzem erschien, kann als Nachfolgewerk der „Barbarossa“-CD gesehen werden und trägt den Titel „Ziachastyle“. Der Albumtitel soll in gewisser Weise einen neuen Stil auf dem Instrument darstellen, der „Ziachastyle“ genannt werden kann und sich dadurch auch von der traditionellen Volksmusik unterscheidet. „Die Änderung meines Künstlernamens kam mit der Zeit und eigentlich ganz spontan. In der Nähe von Bardolino am Gardasee gibt es die Rocca, ein kleiner Fels, bzw. ein schöner Aussichtspunkt, auf dem ich mal war. Als ich mal unten war, kam mir der Musikername Barbarossa in den Sinn. Ich sah den Fels und da begann das Wortspiel im Kopf, bis ich schließlich auf Barbarokka kam. Dann dachte ich mir, das wäre eigentlich ein lässiger Name und der sollte es dann auch für das nächste Album sein. Aus Barbarossa wurde so Barbarokka,” so die neuesten Entwicklungen. Das Album wurde solo mit nur einem Instrument produziert, um die „Ziacha“ nochmals gezielt in den Fokus zu rücken. Dabei sind auf der CD einige schwungvolle Lieder, die eher rockig und gut tanzbar sind und auch langsamere, langgezogene Stücke, die als Art „Balladen“ bezeichnet werden könnten, zu finden. Das Album besteht aus mehreren frischgeschriebenen Songs und auch aus Liedern, die vor ungefähr zehn Jahren in Rohfassung entstanden sind und nun im Zuge dieses Albums aufgenommen wurden. Zählt man alle Alben, auf denen der Musiker entweder als Co-Komponist oder als alleiniger Musiker gewirkt hat, zusammen, ist „Ziachastyle“ das mittlerweile zehnte Album und damit schließt sich für Tobias persönlich wiederum ein Kreis, da das erste dieser Alben vor etwa 10 Jahren erschien. Das Zwischenresümee dieser musikalischen Entdeckungsfahrt kann nun auf dem neuen Album angehört werden. Die CD ist unter der Mailadresse tobias.egger@gmx.com bestellbar und ist auch in den Musikläden Innsbrucks und Bozens erhältlich. Außerdem kann man das Album auch persönlich bei gelegentlichen Auftritten oder über Facebook und Instagram erwerben. // Dominik Faller

Singspiel in drei Akten frei nach dem Lustspiel von Blumenthal und Kadelburg von Hans Müller und Erik Charell
Gesangstexte von Robert Gilbert Musik von Ralph Benatzky
Sechs musikalische Einlagen von Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten und Robert Stolz
Koproduktion mit der Stiftung Haydn von Bozen und Trient und dem Tiroler Landestheater
con soprattitoli in italiano
ORT: Stadttheater Bozen, Großes Haus
TICKET & INFOS: 0471 065 320
reservierung@theater-bozen.it 338 466 7871 (über WhatsApp)


In der kleinsten Stadt Südtirols: Glurns...

Stille am Abend (Freilichtmuseum Dietenheim)

Lappacher Stausee

Frühlingserwachen in Kasern
Issing

Baum auf Stein...
Hildegard Plaickner

Baum in Vollblüte...
Erna Tschurtschenthaler aus Toblach

Innsbruck bei Nacht
Raffael Frenner

Eichhörnchen im Central Park (New York) Adriano Grippo aus Bruneck
Mein schönstes Leserfoto


Tulpenpracht am Luganer See Alexandra Bachmann

Jedes Jahr aufs Neue, bewundernswert!
Bernardette Prader aus Brixen
Liebe Leserinnen und Leser, schickt uns Eure schönsten, lustigsten, überraschendsten und/oder atemberaubendsten Bilder –wir zeigen sie dem Pustertal!
Die PZ behält sich das Recht vor, Inhalte und Fotos aus ethischen und anderen Gründen abzulehnen.


100 JAHRE FACHSCHULE IN DIETENHEIM
Zwischen Tradition und Aufbruch
Von den Anfängen in Sterzing bis zur modernen Ausbildung mit Matura: Die Fachschule für Landwirtschaft in Dietenheim spiegelt wie kaum eine andere Einrichtung den Wandel der Landwirtschaft im Land wider. Die Schule blickt darüber hinaus auf 100 Jahre bewegte Geschichte zurück. Aus kleinen Anfängen hat sich eine moderne Ausbildungsstätte entwickelt, die Tradition und Innovation miteinander gekonnt verbindet. Im Rahmen eines Schulprojektes durfte PZ-Chefredakteur Reinhard Weger der 2A und 2B die Medienwelt näherbringen. Die Schülerinnen und Schüler haben sich mächtig hineingekniet und gemeinsam diesen tollen Bericht verfasst.
Die Landwirtschaft hat sich in den vergangenen hundert Jahren tiefgreifend verändert. Technischer Fortschritt, neue Anforderungen und gesellschaftliche Entwicklungen haben den Alltag auf den Höfen grundlegend gewandelt. Die Fachschule Dietenheim hat diesen Weg nicht nur begleitet, sondern aktiv mitgestaltet. Ihr Jubiläum bietet Anlass für einen Blick zurück und nach vorne.
WIE ALLES BEGANN
Die Geschichte der Fachschule beginnt im Jahr 1909 mit der Gründung einer Schule für alpine Landwirtschaft in Sterzing. Bereits ein Jahr später wurde sie nach Schloss Moos in Wiesen verlegt, wo sie vor allem
Bergbauern südlich des Brenners ausbildete. Im Jahr 1925 folgte dann der Umzug nach Dietenheim in den Ansitz Mair am Hof. Mit der Erweiterung um eine Haushaltungsschule in den Jahren 1926 und 1927 entwickelte sich die Einrichtung weiter. Politische Veränderungen machten sich ebenfalls bemerkbar: Ab 1929 wurde der Unterricht in italienischer Sprache abgehalten, nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte man wieder zur deutschen Unterrichtssprache zurück. In den 1950er-Jahren hielt die Mechanisierung Einzug, unter anderem mit dem ersten Traktor. 1958 wurde schließlich das heutige Schulgebäude errichtet. Erweiterungen folgten 1988 mit neuen Praxisräumen und einer

Turnhalle. Seit 1976 ist die Landesdomäne für die Schule verantwortlich. Erweiterungen folgten 1988 mit neuen Praxisräumen, einer Turnhalle sowie der Zusammenführung von Landwirtschafts- und Hauswirtschaftsschule zu einem Bildungszentrum.
DIE LANDWIRTSCHAFTLICHE
FACHSCHULE IM WANDEL
Parallel zur Entwicklung der Landwirtschaft wurde auch die Ausbildung stetig angepasst. Aus einem einjährigen Kurs entstand zunächst eine zweijährige und schließlich eine dreijährige Ausbildung. Seit 2008 besteht zusätzlich die Möglichkeit eines vierten Jahres in betrieblicher Form.


Große Einweihung der neuen Räumlichkeiten im fernen Jahr 1958.
Eine wichtige Neuerung ist die Einführung der staatlichen Matura im Bereich Landwirtschaft ab dem Schuljahr 2024/25. Zudem können die Schülerinnen und Schüler Zusatzqualifikationen wie den Computerführerschein, den Arbeitssicherheitskurs oder eine Studienvorbereitung erwerben.
Auch die Weiterbildung wurde ausgebaut. Seit 2003 bietet die Schule Kurse für Junglandwirte an, die im Laufe der Jahre um Bereiche wie Forstwirtschaft, Holzverarbeitung und Landtechnik erweitert wurden. Heute rücken auch hochwertige Naturprodukte stärker in den Fokus. Zudem betreut die Schule die Südtiroler Honigschutzmarke.
SCHULE AUCH MAL ANDERS
Der Schulalltag hat sich im Laufe der Zeit deutlich verändert. Neben dem Unterricht gewinnen praktische Erfahrungen zuneh-

Der Bischof bestaunt die neuen technischen Errungenschaften jener Zeit.
mend an Bedeutung. Seit dem Jahr 2000 absolvieren die zweiten und dritten Klassen regelmäßig Praktika, die mehrere Wochen dauern können.
Ergänzt wird der Unterricht durch Austauschprojekte, Betriebsbesichtigungen, Messebesuche und verschiedene Schulveranstaltungen. Diese ermöglichen Einblicke in unterschiedliche Bereiche der Landwirtschaft und erweitern den Horizont der Schülerinnen und Schüler.
MAIR AM HOF – BRÜCKE ZWISCHEN FORSCHUNG UND ALLTAG
Ein zentraler Bestandteil bleiben die Praxiseinheiten. Von der Lebensmittelverarbeitung über Holz und Metallbearbeitung bis hin zur Viehwirtschaft und zum Ackerbau sammeln die Jugendlichen umfassende praktische Erfahrungen.
Der Betrieb „Mair am Hof“ ist eng mit der Schule verbunden und bildet einen wichtigen Teil der praktischen Ausbildung. Seine Geschichte reicht mehrere Jahrhunderte zurück, seit 1922 ist er in öffentlicher Hand. 1972 wurde das Areal von der Landesregierung übernommen und in den folgenden Jahren modernisiert. Eine engere Zusammenarbeit mit dem Versuchszentrum Laimburg stärkte die Verbindung zwischen Forschung und Praxis. Umbauten, etwa vom Anbinde- zum Laufstall, sowie weitere Modernisierungen in den Jahren 2011 und 2012 verbesserten die Bedingungen, insbesondere im Bereich Tierwohl und Technik. Heute arbeiten die Schülerinnen und Schüler direkt am Betrieb mit und sammeln wertvolle Erfahrungen. Gleichzeitig bleibt der Hof ein Ort, an dem neue Entwicklungen erprobt werden.




Ab sofort zusammen: Das neue Bildungszentrum in Dietenheim wurde am 16.04.1988 eingeweiht. Gelebte Praxis bei der Holzverarbeitung.
HEIM FRÜHER UND HEUTE
Auch das Leben im Heim hat sich gewandelt. In den Anfangsjahren lebten zahlreiche Schüler vor Ort, oft zu viert in einem Zimmer. Der Aufenthalt dort war früher verpflichtend. Der Alltag war damals streng organisiert und stark von religiösen Strukturen geprägt.
Heute ist das Heim offener gestaltet. Neben dem Schulalltag stehen Gemeinschaft und Freizeit im Mittelpunkt. Verschiedene Aktivitäten fördern das Zusammenleben und machen das Heim zu einem wichtigen Bestandteil des Schulalltags.
WIR SCHÜLER
Die Schülerschaft hat sich im Laufe der Zeit ebenfalls verändert. Anfangs war die Schule ausschließlich von Burschen besucht, erst in den 1980er Jahren wurden die ersten Mädchen verzeichnet. Das Einzugsgebiet hat sich ebenfalls verschoben. Während früher Schülerinnen und Schüler aus ganz Südtirol kamen, liegt der Schwerpunkt heute stärker im Pustertal und den umliegenden Tälern.
DIE SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER

KLASSE 2A LW
Andrea Aichholzer
Stefan Brunner
Dennis Hintner
Leonardo Benedetto Lacqua
Manuel Mairhofer
Lorenz Mitterhofer
Noah Schwingshackl
André Sorà
Hanna Steger
Jan Stuflesser
Patrick Unterkircher


KLASSE 2B LW
Jakob Agreiter
Magdalena Alton
Max Dorfmann
Lisa Engl
Alessa Kirchler
Das Projekt wurde begleitet von der Fachlehrerin Maria Thum.
Lorenz Kirchler
Florian Messner
Felix Rabensteiner
Lukas Renzler
Samira Rubatscher
Lea Stolzlechner
Johannes Tasser


PRAXIS UND WISSEN
Die Unterrichtsinhalte wurden immer wieder an neue Anforderungen angepasst. Während früher grundlegende Kenntnisse im Mittelpunkt standen, bietet die Schule heute eine breite Ausbildung, die Fachwissen und Allgemeinbildung verbindet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Praxis. Mit rund 200 Stunden pro Jahr
PHILOSOPHISCHTHEOLOGISCHE HOCHSCHULE BRIXEN
STUDIO TEOLOGICO
ACCADEMICO BRESSANONE
STÜDE ACADEMICH DE FILOSOFIA Y TEOLOGIA PORSENÙ


nimmt sie einen wichtigen Teil der Ausbildung ein. Moderne Werkstätten und vielfältige Inhalte sorgen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler gut auf die Herausforderungen der heutigen Landwirtschaft vorbereitet sind. Auch Themen wie Sicherheit am Hof, Erste Hilfe und Unfallschutz haben heute einen festen Platz im Unterricht.
Philosophie und Ethik im
Im Herbst 2026 werden an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen zwei Studienangebote neu angeboten:
Bachelor Philosophie
• Dauer acht Semester (180 ECTS-AP)
• in Zusammenarbeit mit der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
• berufsbegleitend
• Bachelor der Philosophie wird in Italien als Laurea (L-5) anerkannt
Universitätsstudiengang „Angewandte Ethik“
• Dauer zwei Semester (30 ECTS-AP)
• in Zusammenarbeit mit der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und der Freien Universität Bozen
• dient der Grundausbildung in Ethik und der anwendungsorientierten Vermittlung ethischer Kompetenzen
• qualifiziert im Dienst stehende Lehrpersonen für das Unterrichtsfach Ethik Informationen und Vormerkungen unter sekretariat@pthsta.it - Tel.: +39 0472 271120


Die Fachschule Dietenheim hat sich in den vergangenen 100 Jahren jedenfalls stetig weiterentwickelt. Sie ist mit der Landwirtschaft gewachsen und hat sich immer wieder auch neuen Herausforderungen gestellt. Gerade diese Verbindung von Tradition und Innovation macht sie zu einem der wichtigsten Bildungsstätte für die Landwirtschaft im Land. //


Das Projekt wurde begleitet von der Fachlehrerin Melanie Grünfelder (Mitte) im Bild mit Reinhard Weger.
Klasse 3A LW: Rebecca Baur, Daniel Brunner, Hannah Eppacher, Maximilian Jaeger, Peter Kerschbaumer, Ludwig Klammer, Nadia Lamprecht, Paul Nagler, Aron Stolzlechner, Hannes Strobl, Tom Villscheider, Sophie Weissteiner. Klasse 3B LW: Laura Aichner, Andreas Ausserhofer, Leo Burgmann, Andreas Gatterer, Christa Harrasser, Rafael Lambacher, Natalie Mair, Marie Oberhollenzer, Julian Rainer, Valentin Untergasser, Hanna Untersteiner, Maja Wierer, Pius Winkler.
100 JAHRE FACHSCHULE IN DIETENHEIM
DIE STIMMEN AUS DER PRAXIS (TEIL 1)
Wie hat sich die Ausbildung verändert, was ist geblieben? Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen (3A und 3B) begaben sich auf Spurensuche. In Interviews mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern – zumeist handelte sich um ihre Eltern – wurde der Schulalltag von früher nachgezeichnet. Es ging darüber hinaus um prägende Erfahrungen, lustige Momente und die Frage, was von der Ausbildung geblieben ist. Entstanden ist ein vielstimmiges Bild aus persönlichen Erinnerungen und klaren Einschätzungen. Wir bringen den ersten Teil in dieser PZ-Ausgabe und den zweiten in jener vom 29.05.2026.
„ACKERBAU WAR EIN
ZENTRALES FACH“

STECKBRIEF
Name: Stefan Rainer
Alter: 56 Jahre
Wohnort: Innichen
Hofname: Asthof
Beruf: Landwirt
Stefan Rainer aus Innichen erinnert sich besonders an den Stellenwert des Ackerbaus während seiner Schulzeit. „Das war ein ganz wichtiges Fach“, erzählt er. Vor allem Lehrer Helmuth Bachmann habe großen Wert darauf gelegt. Kartoffel und Mais standen im Mittelpunkt, daneben wurden auch Versuche im Hausacker durchgeführt.
Auch an Lehrausgänge denkt Rainer gerne zurück. Besonders eindrücklich war für ihn ein Besuch bei der Firma Rieper sowie ein Abschlussausflug nach Oberösterreich. Dort besichtigte die Klasse unter anderem die Pöttinger Werke in Grieskirchen und die Reform Werke in Wels. „Diese großen Betriebe gesehen zu haben, bleibt eine blei-
„Es war eine schöne Zeit und man erinnert sich gut an die vielen Spitzbuibereien, die wir gemacht haben.“
bende Erinnerung“, sagt er.
Das Leben im Heim und in der Schule sei von klaren Regeln geprägt gewesen. Trotzdem überwiegen für ihn die positiven Erinnerungen: „Es war eine schöne Zeit, und man erinnert sich gut an die vielen Spitzbuibereien.“ Auch das Essen beschreibt er bodenständig: „Guit und ginui“, wie man im Pustertal sagt. Mädchen seien damals eine Seltenheit gewesen, erinnert er sich.
// Interview: Julian Rainer, Hanna Untersteiner, Maja Wierer, Marie Oberhollenzer
ZWISCHEN GUTER ERINNERUNG UND KRITISCHEM BLICK

STECKBRIEF
Name: Robert Lamprecht
Alter: 47 Jahre
Wohnort: Weitental
Hofname: Oberhof
Robert Lamprecht aus Weitental hat seine Schulzeit ebenfalls in guter Erinnerung, vor allem die Kameradschaft und das Leben im Heim. Gleichzeitig zieht er eine nüchterne Bilanz: Für seinen späteren Berufsweg habe ihm die Schule „überhaupt nichts“ gebracht.
Robert Lamprecht übermittelt uns dein Eindruck, dass ihm die Schule im Großen und Ganzen gut gefallen hat, er jedoch nichts für sein späteres Berufsleben mitnehmen konnte.
Nach der Landwirtschaftsschule habe er einen anderen Beruf erlernt und in diesem Bereich gearbeitet. Seine Einschätzung zur Zukunft der Schule fällt knapp aus: „Ich hoffe, sie lernt dazu.“
// Interview: Nadia Lamprecht, Hannah Eppacher, Peter Kerschbaumer


STECKBRIEF
Name: Johann Jaeger
Alter: 64 Jahre
Wohnort: Niederdorf
Hofname: Tagger-Hof
Johann Jaeger aus Niederdorf blickt ebenfalls auf eine klare Struktur im Schulalltag zurück. Der Tag begann früh, mit Frühstück und Unterricht bis zum Mittag, gefolgt von weiteren Unterrichtseinheiten am Nachmittag. Vor dem Abendessen stand eine feste Studienzeit, am Abend war Bettruhe.
„Ich glaube eine Landwirtschaftsschule ist immer wichtig. Denn auch die Bauern brauchen eine gute Ausbildung.“
Trotz der strengen Organisation erinnert er sich gerne an diese Zeit. Besonders die Gemeinschaft unter den Mitschülern sei ihm wichtig gewesen. „Am besten hat mir die Kameradschaft gefallen“, sagt er. Auch der Praxisunterricht ist ihm in Erinnerung geblieben. Vor allem die Einheiten zur Maschinenwartung und Maschinenpflege mit externen Fachleuten hätten Eindruck hinterlassen. Für ihn steht fest: „Eine Landwirtschaftsschule ist immer wichtig. Auch Bauern brau-





// Interview: Maximilian Jaeger, Hannes Strobl, Rebecca Baur

STECKBRIEF
Name: Manfred Harrasser
Alter: 49 Jahre
Wohnort: St. Lorenzen, Moos
Hofname: Unterweger
Beruf: Landwirt
Manfred Harrasser hebt vor allem den praktischen Nutzen der Ausbildung hervor. „Man hat sehr viel gelernt“, sagt er rückblickend. Besonders Arbeiten im Stall, auf dem Feld und im Betrieb hätten ihm später geholfen. Auch Buchhaltung sei ein wichtiger Bestandteil gewesen.
Der geregelte Tagesablauf mit Unterricht, Freizeit und Studium half dabei, Disziplin und Struktur im Alltag zu entwickeln.
Der Praxisunterricht sei vielfältig gewesen: Klauenpflege, Waldarbeit, Schweißen, Pflug einstellen oder Melken gehörten zum Alltag.
Der Tagesablauf im Heim war klar geregelt: Aufstehen, Studium, Unterricht, Freizeit und Abendstudium bestimmten den Rhythmus. Als einzigen Kritikpunkt nennt Harrasser die Trennung von Burschen und Mädchen. Insgesamt überwiegt jedoch eindeutig die





// Interview: Christa Harrasser, Natalie Mair
GROSSER ERFOLG FÜR DIE FACHSCHULE DIETENHEIM
Großer Erfolg für die Fachschule für Landwirtschaft Dietenheim: Beim Gesamttiroler Fachwettbewerb für alpine Landwirtschaft, der am 23. April 2026 an der Landeslehranstalt für Landwirtschaft in Imst stattfand, sicherte sich das Team aus Dietenheim den ersten Platz. Auch in der Einzelwertung konnte ein Schüler der Schule überzeugen: Pius Winkler erreichte den hervorragenden zweiten Platz.
Der Wettbewerb gilt als wichtige Leistungsschau für landwirtschaftliche Fachschulen aus dem gesamten Euregio-Raum. In mehreren Stationen mussten die Teilnehmenden sowohl ihr theoretisches Wissen als auch ihr praktisches Können unter Beweis stellen. Bewertet wurden die Bereiche Pflanzenbau, Tierhaltung, Waldwirtschaft und Landtechnik.
Zu den Aufgaben gehörten unter anderem die Bestimmung von Pflanzen und Saatgut, die Beurteilung von Milchinhaltsstoffen und Klauenerkrankungen sowie das Erkennen heimischer Baumarten. Auch praktische Fertigkeiten waren gefragt, etwa beim Kettenwechsel an der Motorsäge oder bei Wartungsarbeiten an landwirtschaftlichen Maschinen.
Direktorin Gertraud Aschbacher zeigte sich über das Ergebnis erfreut: Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler seien ein Beleg für das hohe fachliche Niveau und den großen Einsatz an der Schule. Mit dem Sieg in der Teamwertung und dem Spitzenplatz in der Einzelwertung unterstreicht die Fachschule Dietenheim einmal mehr die Qualität ihrer Ausbildung. // ga
MITTELSCHULE „HERZ-JESU-INSTITUT“
IN MÜHLBACH TAG DER OFFENEN TÜR
Unter dem Motto „Mit uns kannst du rechnen“ lädt die Mittelschule am 16. Mai 2026 zum Tag der offenen Tür ein. Alle sind eingeladen.
Das Herz Jesu-Institut in Mühlbach öffnet am Samstag, den 16. Mai 2026, von 8.30 bis 12.30 Uhr seine Türen und lädt zum Tag der offenen Tür ein. Unter dem Motto „Mit uns kannst du rechnen“ gibt die gleichgestellte Mittelschule Einblick in ihr vielfältiges Schulleben.
Besucherinnen und Besucher können an interaktiven Stationen teilnehmen, Projekte kennenlernen und mit Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kommen.



Dietenheimer Teilnehmer am Fachwettbewerb, von links nach rechts:
(Lehrperson), Pius Winkler und Tom Villscheider.


Präsentiert werden unter anderem Arbeiten aus den Bereichen Nachhaltigkeit, soziales Engagement und internationale Zusammenarbeit.
Ein besonderer Schwerpunkt lag im laufenden Schuljahr auf Themen wie Klimaschutz, gesellschaftlicher Verantwortung und Mehrsprachigkeit. Auch Austauschprojekte und generationenübergreifende Initiativen wurden umgesetzt.
Führungen durch die Schule finden um 8.30, 9.30, 10.30 und 11.30 Uhr statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. // rewe




















































Tauschen statt Kaufen
Der Hörbuch-Ring Pustertal ist zu Jahresbeginn 2026 in die fünfte Auflage gestartet. Unter dem Motto „Tauschen statt Kaufen“ und ganz im Sinne der Sparsamkeit und Nachhaltigkeit tauschen neun Bibliotheken 180 brandneue Hörbücher für Kinder untereinander aus. Alle vier Monate wechseln die Pakete als Ganzes die Bibliothek und sorgen immer wieder für etwas Neues vor Ort. Warum Hörbuch? Kleine und größere Kinder lieben es, etwas vorge-
MARIE MURRAY, HANANE KAI:
lesen zu bekommen. Sie schätzen es, wenn sie eine Geschichte immer und immer wieder hören. Wenn Eltern oder Großeltern erschöpft sind von „Noch mal!“, leistet das Hörbuch gute Dienste. Hörbücher bereiten des Weiteren ausgezeichnet auf die Schule vor und trainieren eine Fähigkeit, die für das Erlernen der Zweit- bzw. Drittsprache unabdingbar ist: konzentriertes Zuhören und Hörverständnis. Ob „Ascolto“ oder „Listening“ - wer Hörbücher hört, ist klar im Vor-
GLEICHES RECHT FÜR ALLE!
Gabriel Verlag 2020, 32 Seiten
Eine Familie aus Albanien zieht ins kleine Dorf. Wie kann man sein Kind am besten darauf vorbereiten? Das war die Überlegung, warum ich zu diesem Buch gegriffen habe. Alle Menschen sind gleich. Das ist mir schon klar. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Auf dem Schulhof und auf dem Spielplatz?

Spielerisch Gerechtigkeit erklären – ist das überhaupt möglich? „Gleiches Recht für alle“ von Marie Murray ist eines dieser seltenen Bücher, die ein komplexes Thema so leicht und verständlich vermitteln, dass es einfach Spaß macht, darin zu blättern. Der Schreibstil ist wunderbar unkompliziert. Ohne schwere Fachbegriffe erfährt man fast nebenbei, wie unsere Gesellschaft funktioniert. Die Illustrationen wirken wie mit Holzfarben selbst gemalt – wie passend! Das Buch ist gut strukturiert. In verschiedenen Abschnitten lernt man, was „Recht“ eigentlich bedeutet und warum Gerechtigkeit das Fundament unseres Zusammenlebens ist. Besonders wertvoll fand ich die Impulse dazu, was jeder Einzelne von uns im Alltag tun kann. Im Anschluss an die einzelnen Kapitel findet man noch den Abschnitt „Wichtige Wörter“ – auch dieser ist absolut lesenswert! Ein wichtiges Buch für alle,
teil. Sogar dann, wenn sie als Einschlafbegleitung dienen. Neun öffentliche Bibliotheken im Pustertal bieten ab sofort neue Hörbücher: Gais, Innichen, Mühlwald, Olang, Reischach, Sand in Taufers, St. Lorenzen, Toblach und Welsberg. Die Hörbücher wurden von der Stadtund Mittelpunktbibliothek Bruneck sorgfältig ausgesucht. Wer gerne selber liest, findet unten Highlights aus dem Buchbestand. https://biblio.bz.it/bruneck/ //
die verstehen wollen, wie wir fair miteinander umgehen können. Informativ, schön anzusehen und inspirierend! (Empfohlen von einer begeisterten Leserin)
JUDITH ROSSELL:
MIDWATCH –
Schule der unerwünschten Mädchen
Penguin JUNIOR 2025, 320 S.

Maggie Fishbone fürchtet das Schlimmste, als eine Nonne sie nach Midwatch, in das berüchtigte Internat für unerwünschte Mädchen, bringt. Ihr erster Eindruck bestätigt diese Befürchtung: An der Tür empfängt sie eine riesenhafte Frau mit abweisendem Blick, die Sekretärin wirkt wie eine Gefängniswärterin, und Mädchen in grauen Kapuzenumhängen schleichen mit gesenkten Köpfen durch die düsteren Gänge. Doch kaum hat ihre Begleiterin das Internat verlassen, zeigt Midwatch sein wahres Gesicht. Maggie wird von Mitschülerinnen und Lehrpersonen herzlich begrüßt, und zu ihrer Ankunft gibt es sogar ein festliches Abendessen mit Musik und Tanz. Schnell wird klar: Midwatch ist alles andere als ein gewöhnliches Internat. Hier werden Mädchen zu jungen Ermittlerinnen ausgebildet. Statt Gedichte auswendig zu lernen, stehen Fechten, Knotenbinden, Beobachten und sogar Schweizerdeutsch auf dem Stundenplan. Als eine Bekannte des Bibliothekars spurlos aus der Bibliothek verschwindet, bekommt Maggie die Gelegenheit, ihren ersten Fall zu lösen. Dieser Kinderkrimi zieht sein Publikum ab der ersten Seite in seinen Bann. Auch die liebevolle Gestaltung mit blauer Schrift und zahlreichen Illustrationen verleiht dem Buch einen ganz besonderen Charme. Zudem gibt es humorvolle „Geheimtipps“, die jedes Mädchen kennen sollte. Vielleicht ist es eines Tages tatsächlich hilfreich zu wissen, wie man kleine Gegenstände unauffällig im Gepäck versteckt, einen falschen Diamanten erkennt oder eine besonders überzeugende Notlüge erzählt. Die cleveren und einfallsreichen Mädchen aus Midwatch sorgen für Spannung, Witz und viele überraschende Momente. Und es bleibt nur ein Wunsch: möglichst bald ein weiteres Abenteuer mit diesem ungewöhnlichen Ermittlerteam zu erleben. (Empfohlen von Monika Ludwig)
URSULA POZNANSKI:
DAS SIGNAL
Knaur, 2025 – 398 Seiten

Viola Decker, Innenarchitektin, hat nach einem Unfall im eigenen Haus ein Bein verloren. Seither ist ihr Alltag ein Hindernisparcours: Türen, Stufen, das Bad im Obergeschoss. Ihr Mann Adam hilft, wo er nur kann - trotz seiner stressigen Arbeit und lässt sich sehr viel Zeit mit der barrierefreien Sanierung des alten Hauses. Eine Pflegerin wird eingestellt; der gute Wille wirkt fürsorglich, doch die Kontrolle wächst. Das Gefühl, überwacht und klein gehalten zu werden, ist da, bevor Viola es beweisen kann. Als sie anfängt, in Adams Verhalten Widersprüche zu entdecken, greift sie zu GPS-Trackern – um ihre Krücken zu orten, ihre Pflegerin zu überwachen und schließlich Adam zu kontrollieren. Die digitale Hilfe, die Antworten liefern sollte, erzeugt neue Fragen: Wer sammelt hier Daten über wen? Wer kontrolliert die Zugänge? Wer setzt falsche Fährten? Mit jedem Versuch, die eigene Lage zu klären, wird Viola stärker isoliert: vom Dorf, von den wenigen Freunden, sogar vom eigenen Körper, der nach der Amputation Grenzen setzt. Es schleicht sich ein Gefühl von Dauerbelagerung ein. Viola ist gefangen in einer klaustrophobischen Atmosphäre. Aber wird sie einfach nur langsam paranoid – oder ist sie in tödlicher Gefahr? Und schon wieder ein hochspannender Thriller von Ursula Poznanski. Prädikat: Lesenswert. (Empfohlen von Sonja Brunner)
SARAH RAICH:
EQUILON
Dtv 2023, 398 Seiten.

Die Menschheit hat in der nicht allzu fernen Zukunft, in der der Roman spielt, die 10-MilliardenGrenze überschritten. Der Klimawandel hat viele Gebiete der Erde unbewohnbar gemacht, andere Gebiete sind zu Steppen geworden, in denen es sich mehr recht als schlecht leben lässt. Die Programm Equilon soll dafür sorgen, dass die Erde wieder lebenswerter wird. Eine Milliarde Menschen soll in das Programm aufgenommen werden. Diese dürfen in New Valley leben und haben die Aufgabe, am Fortschritt zu arbeiten, der es ermöglicht, allen Menschen ein gutes Leben zu bieten. Jenna ist aufgrund ihrer hohen Leistungen in Old B. eine der Auserwählten. Doch bald erkennt Jenna, auch wenn sie es anfangs nicht wahrhaben will, dass das Leben in New Valley nicht frei von Widersprüchen ist. Wird Equilon wirklich eine gerechtere Welt, eine lebenswertere Welt für alle Menschen herbeiführen? Jenna gerät ins Zweifeln. Sie schließt sich einer Untergrundorganisation an, die gegen das System kämpft. Auch Dorian, der sich mit der zehnjährigen Maggie nach New Valley durchgekämpft hat, wird Teil der Bewegung. Ein spannendes Buch, das eine Vielfalt an Themen behandelt: die Klimakrise und ihre möglichen Folgen, Einsamkeit und Trauer, Mut und Verantwortung, Sicherheit und Verlust von Freiheit.
(Empfohlen von Sonja Hartner)
Geschmacksmuster


























So sieht guter Geschmack aus. Unsere Grillspezialitäten sind nicht nur ein Musterbeispiel für guten Geschmack – sie schmecken auch genauso. Mit bester Fleischqualität, fein abgestimmten Gewürzen, bewährten Rezepten und traditionellem Handwerk sorgen unsere Metzger-Meister dafür, dass Genuss und Qualität perfekt zusammenpassen.
Ehrlich. Das schmeckt man.
www.siebenfoercher.it

EISHOCKEY IM PUSTERTAL
Die Herzen schlagen schwarz und gelb
Nach einem fast makellosen Durchmarsch im Viertel- und Halbfinale für den HC Falkensteiner Pustertal, lediglich eine Niederlage mussten die Wölfe in der Verlängerung bei Olympia
Ljubljana am Ostersonntag einstecken, war im Finale der ICE-Hockey-League nichts mehr zu holen. Dennoch war es eine phantastische Leistung.
Tabellenplatz Nummer eins im Grunddurchgang und neuer Meister der ICE-Hockey-League, das ist den Grazers in der Saison 2025/26 gelungen. Für sie verliefen die Playoffs 2026 noch reibungsloser als für den HCP. Keine einzige Niederlage, drei Sweeps hintereinander, haben die Steirern zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte die Karl-Nedwed-Trophy nach Hause holen lassen.
Auf dem Eis der Intercable Arena in Bruneck ging die Meisterschaft in diesem Jahr zu Ende. Erneut war es der verfluchte zweite Platz für den HCP, doch auch wenn die Enttäuschung im ersten Moment groß war, der Stolz überwiegt.
„STOLZ PUSCHTRA ZI SEIN!“
Zwei Schritte nach vorne, einen zurück: Blickt man auf die Ergebnisse der Wölfe in

Kapitän Raphael Andergassen mit der Silber-Medaille um den Hals nimmt die Auszeichnung für den Zweitplatzierten entgegen – die Enttäuschung steht dem Stürmer ins Gesicht geschrieben.
ihren fünf Jahren in der ICE-Hockey-League, so lässt sich ein Muster erkennen: zwei Schritte nach vorne, einen zurück. War es in der ersten Saison 2021/22 der direkte PlayoffEinzug (0:4 im Viertelfinale gegen Féhérvar), so reichte es in der darauffolgenden Saison noch nicht einmal für die Pre-Playoffs. Das nächste große Highlight folgte 2023/24 mit dem Einzug ins Halbfinale gegen Féhérvar (0:4 im Halbfinale gegen Klagenfurt). In der

Hohe Intensität und ein Kampf um alles oder nichts – Luca Zanatta und Cole Bardreau mitten im Spielgeschehen. Die Wölfe haben sich aber mächtig ins Zeug gelegt und schenkten sich nichts.

„Stolz Puschtra zi sein!“ – in der Rienzkurve...
vergangenen Spielzeit war es dann erneut das Aus im Viertelfinale mit 2:4 in der Serie gegen Klagenfurt, bevor jetzt in der Saison 2025/26 das Finale erreicht werden konnte. Der HC Falkensteiner Pustertal verzeichnet eine stetige Steigung, welche nicht zuletzt den treibenden Kräften im Verein zu verdanken ist. Von Präsident Erich Falkensteiner, über Sportdirektor Patrick Bona bis hin zur Nachwuchsförderung und den unzähligen freiwilligen Helferinnen und Helfern ist es die gemeinsame Leidenschaft für den Eishockeysport, welche ebenso die Unterstützung der Fans sowie der vielen Sponsorinnen und Sponsoren sichert.
NACH VORNE BLICKEN
Nachdem am 22. April 2026 die Silber-Medaillen umgehängt waren, der neue Meister seinen Pokal in die Höhe gestemmt hatte und sich die Intercable-Arena langsam leerte gestand Geschäftsführer Jochen Schenk: „Die Enttäuschung ist groß, aber wenn wir in den nächsten Tagen noch einmal sprechen, sieht die Welt bereits ganz anders aus.“
Keine zwei Tage später war der PaulTschurtschenthaler-Platz in Bruneck in Schwarz-Gelb getaucht. Zur Saisonabschlussfeier versammelten sich Fans, Funktionäre, die Meister-Mannschaften des HC Pustertal Junior 2025/26 und die Brunecker
Dr. Martin Oberhollenzer Facharzt für Innere Medizin
nach 26-jähriger Tätigkeit im Krankenhaus Bruneck, davon 21 Jahre als Oberarzt in der Abteilung für Innere Medizin, 11 Jahre Hausarzt Tätigkeit seit Oktober 2025 freischaffender Facharzt für Innere Medizin.
Kampfmannschaft, um gemeinsam zu feiern, die Spielzeit Revue passieren zu lassen und anzustoßen.

Mein Leistungsspektrum:
• Anamnese & klinische Untersuchung
• EKG
• 24h Blutdruckmessung
• ABI-Messung (Beurteilung Gefäßalter)
• Ultraschall der Bauchorgane
• Ultraschall der Halsgefäße
• Ultraschall der Schilddrüse
Terminvereinbarung:
• Spirometrie (Lungenfunktionsmessung)
• Osteoporose-Screening: strahlenfrei mittels Ultraschalltechnik
• Infusionstherapie (hochdosiertes Vitamin C)
• Abschließende internistische Visite mit Therapievorschlag
Als die HCP-Spieler einzeln von Pressesprecher Patrick „Patza“ Kirchler auf die Bühne gebeten wurden und ein Mikrofon in die Hand bekamen, war es die Aussage von Stürmer Cole Bardreau, welche den Kampfgeist neu aufflammen ließ und den Weg bereits für den Herbst vorgab: „Nächstes Jahr holen wir uns die Trophäe!“ – eine Andeutung, dass der Stürmer, welcher die zweitmeisten Punkte im Wölfe-Kader 2025/26 nach Henry Bowlby verbuchen konnte, nach der Sommerpause ins Pustertal zurückkommen wird? www.dr-martin-oberhollenzer.com

Gerüchte ranken sich auch um eine Verlängerung des US-amerikanischen Stürmers Austin Rueschhoff für die kommende Spielzeit. (eliteprospects.com). Bis jedoch keine offiziellen Bestätigungen von Seiten des Vereins an die Öffentlichkeit gelangen, wird die Gerüchteküche im Pustertal und darüber hinaus auch weiter brodeln. Besonders Eishockey-Foren wie sonice.it leisten hier ihren Beitrag.
WAS WIR FÜR DIE SAISON
2026/27
WISSEN
Der Kalterer, große Hoffnung für die Zukunft, Alan Lobis hat bereits Anfang März seinen Vertrag mit dem HC Falkensteiner Pustertal um drei Jahre verlängert und bleibt den Wölfen bis zur Saison 2028/29 mit Sicherheit erhalten.
Bestätigt für die kommende Spielzeit sind der Toblacher Verteidiger Daniel Glira (A), Stürmer JC Lipon aus Kanada mit der Nummer 93 und das zweite Pusterer Eigengewächs Tommy Purdeller (#34). Sie alle haben 2025 einen zwei-Jahres-Vertrag unterzeichnet. Bereits im Dezember wurden die beiden Trainerpositionen von Jason Jaspers und Kohl Schultz bis 2028 verlängert.
Zudem steht das erste Testspiel für 2026, dann mit dem Kader 2026/27, fest. Der HCP tritt nach 2022, 2023 und 2025 zum vierten Mal beim prestigeträchtigen Vinschgau Cup in Latsch an und trifft dort im Eröffnungsspiel am Freitag, den 21. August um 20 Uhr

auf den „Gastgeber“ ERC Ingolstadt! Das zweite Spiel des HCP in Latsch findet am Sonntag, den 23. August um 12 Uhr statt – der Gegner wird noch bekanntgegeben. Der Ticketvorverkauf startet in wenigen Tagen am 20. Mai auf der offiziellen Website www.vinschgaucup.it!
WM MIT PUSTERTAL-CRACKS
Viel Zeit für Regeneration nach einer intensiven Saison blieb vielen der Pustertal-Cracks nicht. Nach den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand folgte für Tommy Purdeller und Co. erneut die Einberufung in die Na-

tionalmannschaften ihrer jeweiligen Länder. Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2026 wird Verteidiger Markus Lauridsen für Dänemark auf dem Eis stehen und am 24. Mai auf die italienische Nationalmannschaft inklusive Ivan Deluca, Mikael Frycklund, Matthias Mantinger, Nick Saracino, Tommy Purdeller und Luca Zanatta treffen (Kader-Stand der Testspiele 10. und 12. Mai in Varese gegen Großbritannien). Die Weltmeisterschaft der Top Division steht zwischen dem 15. und 31. Mai in der Schweiz (Zürich/Fribourg) auf dem Programm.
// Lisa Pipperger

Drei Meistertitel in fünf Tagen
Der HCP Junior Bruneck hat eine außergewöhnliche Saison gekrönt: Innerhalb von nur fünf Tagen holten die Teams des Vereins gleich drei Italienmeistertitel nach Bruneck. Sowohl die Mannschaft der IHL Division I als auch die U16- und U14-Teams sicherten sich den „Scudetto“. Was für eine Leistung!
Für den HCP Junior Bruneck wird die Saison 2025/26 als die erfolgreichste der bisherigen Vereinsgeschichte in Erinnerung bleiben. Der 2009 gegründete Verein gewann innerhalb weniger Tage gleich drei italienische Meistertitel und sorgte damit – genau wie die großen Wölfe - für große Begeisterung im Pustertal.
Den Anfang machte die Mannschaft des HCP Junior Selection in der IHL Division I. Das Team von Trainer Max Oberrauch setzte sich im Finale gegen den HC Chiavenna durch und sicherte sich mit drei Siegen in der „Best-of-5“-Serie den Meistertitel. Vor knapp 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Intercable-Arena gewann Bruneck das entscheidende dritte Finalspiel mit 3:1. Präsident und sportlicher Leiter Stefan Oberleiter sprach von der „bisher besten Saison“ des Vereins. Besonders bemerkenswert sei die Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Spielern gewesen. Mit einem Durchschnittsalter von etwas mehr als 21 Jahren stellte der HCP Junior zudem das jüngste Team der Liga.
Insgesamt gewann die Mannschaft 23 von 28 Saisonspielen und überzeugte mit


einem Torverhältnis von 139:55. Nur wenige Tage später legten auch die

Nachwuchsteams nach: Die U16-Mannschaft unter Trainer Tomas Cernik holte sich mit Finalerfolgen gegen den HCB Foxes Academy ebenfalls den Meistertitel. Direkt danach krönte die U14 des HCP Junior unter Trainer Felix Oberrauch die Saison mit dem dritten „Scudetto“ für den Verein.
Vor kurzem fand zudem eine Feier mit Sponsoren, Unterstützern und Vereinsvertretern statt, bei der auf die außergewöhnliche Saison zurückgeblickt wurde. Dabei wurde besonders die Bedeutung der zahlreichen Partner und freiwilligen Helfer für die erfolgreiche Vereinsarbeit hervorgehoben. Insgesamt betreut der HCP Junior zehn Nachwuchsmannschaften mit rund 215 Kindern und Jugendlichen. Der Verein gilt damit als eine der wichtigsten Talentschmieden im Südtiroler Nachwuchshockey. Gut gemacht und weiter so! // Reinhard Weger

Im Bild: Die Sieger 2026 HC Pustertal Supporters (gelb) und die Zweitplatzierten Nordkurve München (blau).
SPORT, FREUNDSCHAFT UND GEMEINSAME WERTE
Die diesjährige
Ausgabe der Supporters’ Cup ist mit großer Begeisterung zu Ende gegangen und hat einmal mehr bewiesen, dass sie weit mehr ist als nur ein Eishockeyturnier. Es war ein voller Erfolg –auf und neben dem Eis: ein Tag, der Menschen, Kulturen und Fangruppen aus verschiedenen Ländern unter einem gemeinsamen Nenner vereint hat – der Leidenschaft, gelebt im Zeichen von Respekt und Miteinander. Auf dem Eis standen Fangruppen aus unterschiedlichen Nationen, die das, was sonst oft Rivalität auf den Rängen ist, in eine echte Begegnung verwandelt haben. Teams aus Fans, die sich hier als Freunde begegnen, lieferten sich intensive, aber stets faire Spiele. Unterschiede in Sprache, Kultur und Zugehörigkeit waren kein Hindernis, sondern eine Bereicherung. In einer Welt, die oft von Trennung geprägt ist, zeigt ein Event wie dieses, wie stark Sport






verbinden kann. „Erfunden“ wurde der Supporters‘ Cup 2014 von Francesco Tessari (Organisator) und den damaligen Wolves1896 (Bruneck) und dem Gruppo Angolino (Mailand).
GROSSE MOMENTE
Auch sportlich bot das Turnier spannende Momente. Den Sieg holte sich Bruneck, gefolgt von München und Wien. Dahinter reihten sich Graz, Ritten, Villach und Mailand ein. Doch unabhängig vom Ergebnis war der wahre Erfolg ein gemeinsamer: Jeder Einzelne hat dazu beigetragen, diese Ausgabe besonders zu machen. Eine entscheidende Rolle spielte wie immer auch die Arbeit abseits des Eises: Organisatoren, Helfer, Sponsoren und Unterstützer haben das Event möglich gemacht. Nur durch dieses Zusammenspiel gelingt es Jahr für Jahr, die besondere Magie der Supporters’ Cup neu entstehen zu lassen. Der Erlös wird heuer an die Knochenmarkspende-Organisation ADMO, die Südtiroler Sporthilfe und HelpInAction gehen. Auch wenn diese Ausgabe mit großer Zufriedenheit zu Ende geht, richtet sich der Blick bereits nach vorne. Die nächste Ausgabe des Supporters’ Cups wird in zwei Jahren stattfinden – mit dem Ziel, den Geist von Freundschaft und Gemeinschaft weiter wachsen zu lassen. // lp SUPPORTERS’ CUP
Die Siegertafel: 2014: Wolves 1896 HC Pustertal 2015, 2016, 2017, 2019 und 2024: Highlanders Ritten 2018 & 2022: Fossa Giallonera Fiemme 2023: Rapperswil




2025: Fatti Duri Cortina 2026: HC Pustertal Supporters
Resultat 2026: 1. HC Pustertal Supporters
2. Nordkurve München
3. Vienna Fiaker Caps
Mixed Team
4. Styrian Panthers Graz
5. Highlanders Ritten
6. Blau-Weiß Villach
7. Gruppo Angolino Milano
MEHR ALS EIN SOMMERJOB
EINMALIGE CHANCE ZUR BADEMEISTERAUSBILDUNG
Der Sommer steht für Sonne, Wasser und unbeschwerte Stunden. Damit Badevergnügen aber sicher bleibt, braucht es Menschen, die Verantwortung übernehmen. Bademeister sorgen im Hintergrund für Schutz, erkennen Gefahren frühzeitig und handeln entschlossen, wenn es darauf ankommt. Sie stehen für Sicherheit, Vertrauen und ein Berufsfeld mit echter Bedeutung.
Im Sommer 2026 bietet sich in Bruneck eine einmalige Gelegenheit, Teil dieses verantwortungsvollen Bereichs zu werden. Der Bademeisterkurs der „Federazione Italiana Nuoto (FIN)“ startet am 12.07.2026 und richtet sich an Interessierte zwischen 16 und 50 Jahren, die mehr suchen als einen klassischen Sommerjob.
Die Ausbildung dauert rund zwei Monate und wird von erfahrenen Fachkräften begleitet. Vermittelt werden alle grundlegenden Kompetenzen für den Einsatz als Bademeister, darunter Rettungsschwimmen, Erste Hilfe, Wasserrettungstechniken sowie sicheres Handeln in Not- und Stresssituationen. Theorie und Praxis sind eng miteinander verknüpft und orientieren sich an realistischen Einsatzbedingungen. Ein wesentli-

cher Bestandteil des Kurses ist der integrierte Defibrillator-Kurs, der die Ausbildung um eine entscheidende lebensrettende Qualifikation ergänzt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um eine hohe Ausbildungsqualität zu gewährleisten. Da diese Ausbildung nur einmalig angeboten wird, empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung. // mh
INFORMATIONEN UND ANMELDUNGEN
Nach erfolgreichem Abschluss wird die offizielle Bademeisterlizenz erworben, anerkannt von der „International Life Saving Federation“, fünf Jahre europa- und weltweit gültig. Der Aufnahmetest findet am 05.07.2026 um 18:00 Uhr im Hallenbad „Cron4“ in Reischach statt. Anmeldung unter roberto.gruppillo@alice.it oder finsalvamento.bz@gmail.com. Weitere Informationen gibt es bei Roberto (Tel. 338 2278200) und Luca (Tel. 331 3753802).
STEFAN WAGGER ÜBERZEUGT BEIM STRAMILANO
EINE STARKE LEISTUNG!
Der Brunecker Läufer Stefan Wagger (siehe Foto) hat bei der Stramilano-Halbmarathon 2026 eine starke Leistung gezeigt. Der Athlet des SSV Bruneck belegte mit einer Zeit von 1:09:49 Stunden den 20. Gesamtrang. Damit blieb Wagger unter der Marke von 1 Stunde und 10 Minuten und bestätigte seine gute Form im internationalen Teilnehmerfeld.
Der Halbmarathon in Mailand zählt zu den bedeutendsten Straßenläufen Italiens und zieht jedes Jahr zahlreiche Spitzenläufer aus dem In- und Ausland an. Heuer waren 9.000 mit dabei. In diesem stark besetzten Rennen konnte sich der Brunecker Athlet abermals im Spitzenfeld positionieren. Gut gemacht! // rewe

teilnehmende Betriebe


jeden SAMSTAG
02/05– 23/05/2026
1 Konsumationsgutschein im Wert von 5,00 €, einzulösen innerhalb 23. Mai in einem der teilnehmenden Gastbetriebe, bei jedem Einkauf über 50,00 € (70,00 € in den Lebensmittelabteilungen der Supermärkte Conad Tempele und Eurospar Schäfer).
Der Meistertrainer
Der Curling-Verein „ASC Curling Südtirol“ hat heuer nahezu alles gewonnen, was es zu gewinnen gilt. Wir haben in der letzten PZ ausführlich darüber berichtet. Wir haben nun ein Exklusiv-Interview mit Trainer und Vize-Präsident Christoph Fink, der seine erste Saison als Meistertrainer bravourös gemeistert hat.
PZ: Nach Ihrer Ausbildung haben Sie die erste Saison als Trainer bestritten. Wie war für Sie der Anfang?
Christoph Fink: Anfangs war ich natürlich ein wenig nervös. Da ich vorher nur als Spieler aktiv war ist es eine gewisse Umstellung. Man schaut sich das von der anderen Seite an und denkt viel mehr darüber nach wie man die Athleten Schritt für Schritt an die gesetzten Ziele heranbringt. Zudem haben wir in dieser Saison auch viele neue Gesichter bekommen. Die sehr motivierten Kinder, welche die ersten Spiele bestritten haben und auch die neue Jugendmannschaft mit Simone und Alessandro Paolazzi, welche von Cembra zu uns gekommen sind und mit unseren Pfalzner Talenten Michael Bacher und Ivan Künigl eine neue Mannschaft geformt haben. Besonders bei denen war es sehr schön zu sehen wie sie im Laufe der Saison immer besser zusammengefunden haben und bei jedem Spiel mehr und mehr zu einer geschlossenen Mannschaft wurden.
Was waren die Ziele und wurden diese erreicht?
Schon bei der Gründung des Vereins war es immer unser Ziel aus eigener Kraft in die Serie „campionato assoluto maschile“, wie die höchste Klasse im italienischen Curling heißt, aufzusteigen. Zudem wollten wir auch bei der Jugend Meisterschaft mit einer Medaille abschließen. Diese Ziele wurden mit Bronze bei der Jugend und dem souveränen Auftreten in der Serie B auf jeden Fall erreicht. Darüber hinaus konnten die Jungs auch auf dem internationalen Jugend Turnier in Prag den Sieg holen. Das bestätigt das Potenzial dieser noch so jungen Mannschaft. Beim „campionato esordienti“, also bei den Anfängern, ging es vor allem darum die ersten Erfahrungen zu sammeln. Sie waren wortwörtlich nur einen Stein von der Qualifikation zu den Finalspielen der besten 4 entfernt. Somit kann ich mit dem Abschneiden meiner Schützlinge mehr als zufrieden sein!
Wie würden Sie die gesamte Saison im Südtiroler Curling bewerten?

Trainer und Vize-Präsident Christoph Fink
In meiner Funktion als Vizepräsident kann ich auch auf der ganzen Linie von einer sehr erfolgreichen Saison berichten. Aus sportlicher Sicht muss ich natürlich mit dem Titel
BRUNO FORABOSCHI VOM SSV BRUNECK
DER SERIENSIEGER
Vor kurzem wurde in Bozen der Stadtlauf „Vivicitta`“ mit rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern abgehalten. Der Lauf wurde auf einer Strecke von zehn Kilometern durch die Altstadt von Bozen ausgetragen.
Mit dabei war auch Bruno Foraboschi vom SSV Bruneck. Am Ende des Laufes konnte sich der begnadete Sportler einmal mehr den Sieg in seiner Kategorie holen. Herzliche Gratulation! // rewe
in der Serie A anfangen. Die Zwillinge Spiller und Brüder Gilli haben auf eindrucksvolle Weise gezeigt, wie weit sie sich schon entwickelt haben.
Auch den zweiten Platz beim internationalen Turnier in Kitzbühel, wo ich selbst mitgespielt habe und den 2. Platz beim Open Air Turnier in Val Müstair in der Schweiz möchte ich hervorheben. Wir hatten auch die kanadischen Teams bei uns zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele, wo wir sehr interessante Einblicke, eine großartige Atmosphäre hatten und auch viel gelernt haben. Die Zusammenarbeit mit den Schulen und der Anstieg bei den Teambuildings und Schnupperstunden bedeutet, dass immer mehr mit dem Curling in Kontakt kommen und dieser Sport auch in der Bevölkerung immer bekannter wird. Ich blicke sehr gerne auf die Saison zurück und kann nur sagen, dass die Erwartungen in jeder Hinsicht übertroffen wurden. An dieser Stelle sei auch allen Mitgliedern, Funktionären und Sponsoren gedankt! Das war zwar eine sehr kräftezehrende Saison, aber der Einsatz hat sich bezahlt gemacht!
// Interview: Reinhard Weger

SONDERTHEMA
BRAND- UND DIEBSTAHLSCHUTZ

EINBRUCHSCHUTZ LEICHT GEMACHT
Fenster und Türen sowohl clever als auch wirksam sichern macht Sinn
Einbruchschutz fängt nicht erst mit der Alarmanlage an – er beginnt bei den Fenstern und Türen. Viele Häuser und Wohnungen lassen sich in wenigen Minuten sichern, wenn man weiß, wo die Schwachstellen liegen. Dabei geht es nicht darum, sein Zuhause in eine Festung zu verwandeln, sondern um gezielte, wirkungsvolle Maßnahmen.
RUBNER TÜREN
Den Feuerteufel vor die Tür setzen
In dichter Bebauung, bei Anbauten, Garagendurchgängen und Gebäudekomplexen ist Feuer eine reale Gefahr. Brandschutztüren hemmen das Übergreifen eines Feuers auf andere Gebäudeteile, und eine Brandschutz-Haustür sorgt dafür, dass Feuer von außen nicht in den Wohnraum gelangt.
Jede Minute, die einem Feuer durch geeignete Maßnahmen abgetrotzt wird, kann Leben retten. Brandschutztüren sind Barrieren, die den Flammen und den hochgefährlichen Rauchgasen entgegengesetzt werden. Sie schließen brennende Bereiche dicht ab und werden nur langsam vom Feuer durchdrungen. Für solche Türen braucht es technisches Know-how – fragen Sie also immer nach der Zertifizierung durch unabhängige Experten!
Die interne Entwicklungsabteilung von Rubner Türen hat diese Herausforderung gemeistert. Am Institut für Brandschutztechnik IBS in Linz hat die neue Brandschutz-Haustür EI60 aus Holz die strengen Tests bestanden und wurde entsprechend zertifiziert: Brandwiderstand EI 60 – also 60 Minuten Schutz vor Durchbrand, und die Rauchschutzprüfung S200.
Daher garantiert die neue Brandschutzhaustür von Rubner Türen echte Sicherheit und ist auch ästhetisch ansprechend – eine Schönheit!
Denn die flächenbündige Brandschutz-Haustür Rubner EI60 kann innerhalb der zertifizierten Abmessungen und Konfigurationen angepasst werden, auch mit Glasausschnitt, Seitenteilen und Oberlichten.
Leben retten in 60 Minuten. Die neue Brandschutz-Haustür EI60 aus Holz Zertifiziert.
// PR-Info



Mit den richtigen Fenster und Türen sichert man sich nicht nur vor Einbrüchen, sondern hat auch einen zertifizierten Brandschutz.
Fenster sind die Lieblingsziele von Einbrechern – vor allem gekippte. Ein abschließbarer Fenstergriff ist hier der erste Schritt. Ergänzend lohnt sich der Einbau von sogenannten Pilzkopfverriegelungen: Diese Spezialzapfen verhaken sich beim Schließen in den Beschlägen und machen das Aufhebeln deutlich schwerer. Wer nicht gleich neue Fenster einbauen möchte, kann mit Nachrüstsets arbeiten. Viele Modelle sind leicht selbst zu montieren, und schon ein paar zusätzliche Verriegelungspunkte erhöhen den Widerstand erheblich. Bei Türen gilt: Der Schutz steht und fällt mit dem Schloss. Einbruchhemmende Schließzylinder mit Sicherheitsklasse 4 oder höher so-
wie ein stabiler Schutzbeschlag mit Ziehschutz sind Pflicht. Prüfen Sie auch, ob die Türzarge fest im Mauerwerk verankert ist – bei Altbauten oft der wunde Punkt. Für Nebeneingänge oder Kellertüren empfiehlt sich eine Querriegelsicherung, die über die gesamte Türbreite läuft.
Ein oft übersehener Tipp: Beleuchtung. Bewegungsmelder an der Hauswand oder eine smarte Außenbeleuchtung schrecken Täter ab, noch bevor sie sich ans Werk machen. So kombinieren Sie einfache Technik mit großem Effekt! //
ALARMANLAGEN VERSTEHEN: WELCHE SYSTEME SICH WIRKLICH LOHNEN
Mehr Schutz, weniger Fehlalarm
Ein sicheres Zuhause beginnt mit einem guten Gefühl – und das lässt sich heute digital unterstützen. Doch längst nicht jede Alarmanlage bietet den Schutz, den sie verspricht. Wer sich orientieren will, sollte zunächst klären, was genau überwacht werden soll: Nur Türen und Fenster oder auch Bewegungen im Hausinneren, Rauch, Wasser oder CO₂?
Klassische kabelgebundene Systeme gelten als besonders störsicher. Sie lohnen sich vor allem beim Neubau oder größeren Renovierungen, weil die Leitungen direkt ins Mauerwerk integriert werden können. Funkanlagen hingegen sind flexibler nachzurüsten – ideal also für Bestandsbauten. Wichtig ist jedoch, auf verschlüs-
selte Funkübertragung zu achten, um Manipulationen zu vermeiden. Smarte Systeme mit App-Steuerung punkten durch Bedienkomfort und Vernetzung, etwa mit Kameras, Rollläden oder Beleuchtung. Hier sollte man auf europäische Serverstandorte und regelmäßige Software-Updates achten – ein Detail, das oft übersehen wird. Ein Tipp, den viele unterschätzen: Falsche Alarme entstehen meist durch Bedienfehler. Eine Anlage ist nur so gut wie ihre Nutzer. Investieren Sie daher in eine gründliche Einweisung – und prüfen Sie, ob sich die Anlage in Ihr bestehendes Sicherheitskonzept integrieren lässt. So entsteht Rundumschutz mit Verstand statt Technikfrust. //
Fossilfrei fahren, einfach umsteigen
Weniger Emissionen, gleiche Leistung: Immer mehr Betriebe in Südtirol setzen auf „HVO-Eco-Diesel“, um ihre Flotten nachhaltiger zu betreiben. Der fossilfreie Kraftstoff von „Kostner Energy Supply“ lässt sich ohne Umstellung im bestehenden Fuhrpark einsetzen und verbindet Umweltvorteile mit hoher Betriebssicherheit im Alltag.

Transportieren, bauen, fahren und dabei Emissionen deutlich reduzieren: Mit HVO-Eco-Diesel bietet „Kostner Energy Supply“ eine fossilfreie Alternative zu herkömmlichem Diesel, die sich ohne Umstellung im bestehenden Fuhrpark einsetzen lässt. Transport- und Logistikunternehmen, Bauunternehmen oder Busbetriebe können so Nachhaltigkeit im Alltag praktikabel umsetzen – ohne Kompromisse bei Leistung oder Betriebssicherheit. Der synthetische Kraftstoff wird aus hydrierten pflanzlichen Ölen, tierischen Fetten und weiteren Abfallstoffen hergestellt. Im Vergleich zu klassischem Diesel reduziert „HVO-Eco-Diesel“ die CO₂-Emissionen um bis zu 90 Prozent. Gleichzeitig bleibt die gewohnte Leistungsstärke erhalten: Ein hoher Brennwert und eine hohe Cetanzahl sorgen für eine saubere Verbrennung und einen ruhigen Motorlauf. Auch Verschleiß und Ablagerungen nehmen ab, was sich langfristig positiv auf die Lebensdauer der Fahrzeuge auswirkt.
Ein entscheidender Vorteil für Unternehmen: „HVO-Eco-Diesel“ lässt sich 1:1 einsetzen und jederzeit mit herkömmlichem Diesel mischen. Zusätzliche Investitionen oder technische Anpassungen sind nicht
notwendig. Der Kraftstoff ist zudem frei von Schwefel und Aromaten, palmölfrei und lange lagerfähig – Eigenschaften, die ihn besonders für den Einsatz in Fuhrparks und auf Baustellen interessant machen.
UMFANGREICHE SERVICELEISTUNGEN
Neben dem Produkt selbst bietet Kostner umfassende Services, die den Betrieb im Alltag erleichtern. Unternehmen können Treibstoff flexibel bestellen, die Bestell-App für volle Transparenz nutzen oder Baustellen zuverlässig beliefern lassen. Besonders lohnt sich für viele Unternehmen eine eigene betriebsinterne Tankstelle: Sie sparen Zeit und Wege, sichern ihre Versorgung direkt am Standort und behalten dank digitaler Füllstandüberwachung ihren Tank jederzeit im Blick. Kostner plant, liefert und betreut die gesamte Anlage und sorgt für einen sicheren, rechtskonformen Betrieb.
„Kostner Energy Supply“ ist Teil der Kostner-Gruppe 1947, die vier Unternehmen für spezialisierte Leistungen vereint: Energieversorgung, Servicestationen, Umweltdienste sowie Energiesysteme und Elektromobilität. Als Energieanbieter versorgt „Kostner Energy Supply“ Betriebe, Fuhrparks und Haushalte seit Jahrzehnten zuverlässig mit Brenn- und Treibstoffen. Das Angebot wird laufend um nachhaltige Lösungen erweitert: Mit dem eigenen Stromanbieter „Kosi“ beziehen Privat- und Geschäftskunden beispielsweise grünen Strom zu fairen Preisen und mit einfacher Online-Abrechnung.
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Die Wertsachen sicher verwahren
Wo sind Schmuck, Erbstücke oder Sparbücher wirklich sicher? Viele Menschen verlassen sich auf kreative Verstecke in Schränken oder Vorratsdosen – doch Einbrecher kennen die Klassiker längst. Wer Wertgegenstände zu Hause behalten will, sollte strategisch denken: Ein hochwertiger Tresor schützt effektiv –vorausgesetzt, er ist fachgerecht verankert und weder im Schlafzimmer noch im Keller installiert. Sicherheitsexperten empfehlen Modelle mit elektronischer Code-Sperre und Aufzeichnungsfunktion, damit unbefugte Zugriffsversuche nachvollziehbar bleiben. Verstecke können sinnvoll sein –aber nur, wenn sie unauffällig und individuell sind. Statt des bekannten Buchverstecks eignen sich untypische Orte wie Hohlräume hinter Steckdosenattrappen oder in selbstgebauten Wandverkleidungen. Dabei gilt: Lieber wenige, aber raffinierte Verstecke nutzen, und den Personenkreis, der davon weiß, klein halten. Für besonders wertvolle Stücke ist das Bankschließfach weiterhin die sicherste Lösung. Zwar entstehen hier Kosten, doch die Haftung und Klimatisierung sprechen bei Schmuck oder wichtigen Dokumenten klar dafür. Als Faustregel gilt: Alles, was nicht re-


gelmäßig gebraucht wird und einen hohen ideellen oder materiellen Wert besitzt, gehört besser in die Bank als in den Nachttisch. Wer klug kombiniert – also Tresor für Alltagsdokumente, Versteck für etwas Bargeld und Schließfach für das Hochwertige – erreicht die größte Sicherheit. //



Wir bieten zahlreiche Lösungen im Bereich Brand- und Diebstahlschutz. Darunter:
Sicherheit für das Zuhause und mehr
Prävention ist der Schlüssel zum Schutz: Ein Einbruch oder ein Brand in den eigenen vier Wänden – eine schreckliche Vorstellung. Neben dem materiellen Schaden wiegt besonders das Gefühl der Unsicherheit schwer. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig vorzusorgen und fortschrittliche Sicherheitstechnik einzusetzen, die im Ernstfall zuverlässig reagiert.
Innovative Einbruchmeldeanlagen, Videoüberwachung und Brandmeldeanlagen sorgen dafür, dass das eigene Zuhause bestmöglich geschützt ist. Der Einsatz künstlicher Intelligenz macht diese Systeme noch effektiver: sie erkennt auffällige Verhaltensmuster frühzeitig und warnt, bevor sie zur akuten Gefahr werden.
Nicom Securalarm – der ideale Partner für ein sicheres Zuhause: Seit 50 Jahren installiert Nicom Securalarm erfolgreich fortschrittliche Sicherheitslösungen für Unternehmen und Private. Mit einem kompetenten Team an Fachkräften begleiten wir Sie von der Beratung über die Installation bis zur Wartung der Anlagen und bieten dabei maßgeschneiderte Technologien an.
Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Ihr Zuhause ein sicherer Ort bleibt. Mehr Informationen unter: www.nicom.it. // PR-Info
Innovation trifft auf höchste Sicherheit

Wer in Südtirol nach maßgeschneiderten Sicherheitslösungen sucht, kommt an der Furlan GmbH in Brixen nicht vorbei. Als traditionsreicher Schlüsseldienst vereint das Unternehmen handwerkliche Präzision mit modernster digitaler Schließtechnik.

Gegründet als Fachbetrieb für Sicherheitstechnik, hat sich das Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt und sein Spektrum weit über den klassischen Schlüsseldienst hinaus erweitert. Heute zeichnet sich Furlan durch eine Kombination aus traditioneller Handwerkskunst und modernster Digitaltechnik aus. Das Familienunternehmen steht für Verlässlichkeit und bietet maßgeschneiderte Lösungen, die genau dort ansetzen, wo Sicherheit und Komfort aufeinandertreffen – sei es für den privaten Haushalt, für Gewerbebetriebe oder für die Hotellerie.
INTELLIGENTE SCHLIESSWELTEN
Zur Haupttätigkeit des Unternehmens gehört die Planung und Installation von hochmodernen Schließanlagen jeglicher Größenordnung. Das Spektrum reicht von klassisch mechanischen Zylindern mit höchstem Kopierschutz bis hin zu innovativen digitalen Zutrittskontrollen. Diese mechatronischen Systeme bieten maximale Flexibilität: Verlorene Schlüssel können sekundenschnell gesperrt und Zutrittsberechtigungen individuell per Software oder App gesteuert werden – ideal für Privathäuser, Firmengebäude und öffentliche Einrichtungen. Das Sortiment umfasst zudem zertifizierte Sicherheitszylinder, Schutzbeschläge, Panikschlösser sowie elektrische Türöffner.
WERTSACHEN IN SICHEREN HÄNDEN
Ein besonderes Augenmerk legt die Furlan GmbH auf den Bereich der Tresortechnik. Das Geschäft bietet eine beeindruckende Auswahl an Tresor-Modellen für jeden Bedarf – von kompakten Möbeltresoren und einmauerbaren Wandtresoren bis hin zu schweren Wertschutzschränken mit geprüften Widerstandsgraden. Auch spezialisierte Lösungen wie Waffenschränke oder feuersichere Dokumentenschränke gehören zum Programm. Die Experten in Brixen beraten Sie ausführlich bei der Wahl des richtigen Schlosssystems, ob klassischer Doppelbartschlüssel oder modernes Elektronikschloss. Wer nach einer maßgeschneiderten Sicherheitslösung sucht, sollte mit den Profis der Furlan GmbH einen Termin für eine individuelle Beratung vereinbaren.
IHR PARTNER VOR ORT
Die Furlan GmbH steht nicht nur für Verkauf, sondern für echte Partnerschaft. Dazu gehört eine ausführliche Beratung vor Ort, um Schwachstellen zu analysieren und die optimale Absicherung für Wohnung, Haus oder Betrieb zu finden. Wer auf Furlan setzt, investiert in das gute Gefühl, rundum geschützt zu sein. Für Notfälle und schnelle Hilfe ist das Team in Brixen und Umgebung seit jeher die erste Adresse für fachgerechte Öffnungen und Reparaturen. // PR-Info





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RLöschmittel regelmäßig kontrollieren unsplash
auchmelder gehören längst zur Grundausstattung – doch viele Geräte hängen dort, wo sie wenig nützen: zu nah an Lampen, zu tief oder in Zugluft. Richtig ist, sie mittig an der Zimmerdecke anzubringen, idealerweise in Schlafräumen, Fluren und auf jedem Stockwerk. Wer das Piepen beim Toasten leid ist, greift am besten zu funkvernetzten Modellen. Diese schlagen nur gemeinsam Alarm, wenn wirklich Gefahr droht – und sind außerdem bequem zu prüfen. Neben Rauchmeldern sind kleine Löschhilfen wie Löschsprays oder -decken oft unterschätzte Lebensretter. Sie eignen sich für Entstehungsbrände in Küche oder Werkstatt und kosten kaum mehr Platz als eine Spraydose. Wichtig: Einmal im Jahr Haltbarkeit prüfen, denn abgelaufene Inhalte verlieren Druck und Wirkung. Ebenso entscheidend ist die Fluchtplanung. Markieren Sie die schnellsten Wege und halten Sie diese frei – auch nachts darf kein
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Brandschutz heißt nicht Angst, sondern Vorbereitung. Wer im Ernstfall weiß, was zu tun ist, gewinnt wertvolle Sekunden – und kann Schlimmeres verhindern. //
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Ersatzschlüssel ist weg – wie Sie jetzt klug und sicher handeln können
Der Verlust eines Ersatzschlüssels klingt zunächst harmlos –schließlich hat man ja noch den Hauptschlüssel. Doch genau darin liegt das Risiko: Ein verschwundener Schlüssel bedeutet immer auch ein Sicherheitsrisiko, das sich oft erst spät bemerkbar macht. Entscheidend ist, wie schnell und umsichtig Sie reagieren.
Zuerst gilt: Beurteilen Sie, wo der Schlüssel verloren ging. Ist er möglicherweise in der Nähe des Hauses oder kennt jemand Ihre Adresse, sollten Sie handeln, als läge er in fremden Händen. Das bedeutet konkret: Schloss wechseln oder Schließzylinder tauschen lassen – bei Haustürschlüsseln am besten inklusive aller gleichschließenden Zylinder, etwa an der Garage oder Kellertür. Wer eine Schließanlage nutzt, sollte den Verlust umgehend der Hausverwaltung oder dem Hersteller melden. Oft lassen sich einzelne Zylin-

Ein Fingerabdruck Schloss ist eine gute Alternative Pexels



der kosteneffizient austauschen. Wer seine Schlüssel über ein Schlüsseldepot oder einen smarten Schlüsselsafe verwaltet, sollte prüfen, ob Zugriffsrechte oder Codes kompromittiert wurden. Digitale Schließsysteme ermöglichen hier einen klaren Vorteil: verlorene Chips oder Transponder lassen sich einfach sperren oder neu programmieren. Besser ist es, künftig Verlusten vorzubeugen. Eine dokumentierte Schlüsselverwaltung – selbst im Privathaushalt – hilft, den Überblick zu wahren. Notieren Sie, wer wann welchen Schlüssel hat, und verzichten Sie auf versteckte Außenverstecke wie Blumentöpfe oder Fußmatten. Eine neutrale Schlüsselmarkierung ohne Adresshinweis rundet die Sicherheit ab. //
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Aber was genau muss er löschen? Er muss ...
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Fragt der Leitstellendisponent: „Ja, wie kommen wir denn zu Ihnen?“
Anrufer: „Haben Sie nicht mehr die großen roten Autos?“
Re ung von Kater Franz
... die Tomaten wassern.
... das brennende Haus löschen.
Was passt nicht dazu?
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Was braucht ein Feuerwehrmann nicht bei einem Einsatz?
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Fülle die 14 freien Felder mit den fehlenden Zahlen aus. Die grünen Linien unterteilen die 4 Bereiche. In jedem Bereich müssen alle Zahlen von 1 bis 6 stehen. Aber Achtung, es darf sowohl waagerecht wie senkrecht keine Zahl doppelt stehen. 6 1 6 2 3 4 5 1 2 2
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Kleiderkammer vom Vinzenzverein Bruneck Öffnungszeiten: jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Mühlgasse 2
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Kronplatz by Night
Am Samstag, 30.05.2026 ab 17.45 Uhr bis 23.00 Uhr.
Ehrenburg
Kirchtagsfest in Ehrenburg
Vom Sa.16.05. ab 14.00 Uhr bis So, 17.05.2026 ab 10.00 Uhr am Schulplatz
Ahrner Bittgang nach Ehrenburg
Am Freitag, 15.05. um 16.30 Uhr in der Wolfsgrube und 17.00 Uhr hl. Messe. Am Samstag Bittgang zur Kornmutter in der Kirche von Ehrenburg.
Pfalzen
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Von Freitag, 15.05. ab 18.00 Uhr, Samstag ab 10.00 Uhr und Sonntag, 17.05.2026 ab 8.30 Uhr beim Musikpavillon
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Am Samstag 16.05.2026 von 9.00 - 12.00 Uhr auf dem Rathausplatz
Jubiläumskonzert: Männerchor Taufers
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Pfingstfest in Mühlen
Am Samstag, 23.05. ab 18.00 Uhr und Sonntag, 24.05.2026 ab 10.00 Uhr beim Festpavillon
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Am Montag 25.05.2026 von 8.00-13.00 Uhr im Dorfzentrum Ahrntal
Workshop: Graffitti für Kinder ab 10 Jahren
Am Samstag, 30.05.2026 von 13.00 - 18.00 Uhr im Jugendzentrum Aggregat – Steinhaus Abendvortrag „Heilpflanzen zum Staunen“
Am Mittwoch 20.05.2026 ab 19.00 Uhr im Foyer der Mittelschule St. Johann. Im Voraus anmelden.
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Rasen / Antholz
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Am Samstag 16.05.2026 von 10.00-15.00 Uhr im Niederrasen, Freizeitpark Frühjahrskonzert der MK Antholz
Am Sonntag 24.05.2026 ab 20.00 Uhr im Kulturhaus Antholz Mittertal
Welsberg - Taisten
Hallngaudi in Taisten
Am Samstag 16.05.2026 ab 12.00 Uhr in der Fraktionshalle Gsies
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Am Samstag 23.05.2026 ab 20.00 Uhr im Bürgersaal im Mehrzweckhaus St. Martin Gsiesa Langis Fescht
Am Samstag 30.05.2026 ab 18.00 Uhr in der Interessentschaftshütte Ribisen
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Vortrag: „Wenn die Seele Hilfe braucht - Erste Hilfe für die Psyche“
Am Donnerstag 14.05.2026 um 19:30 Uhr in der Bibliothek. DoloMythos Antik-Market & Flohmarkt
Am Sonntag, 31.05.2026 von 8.00-18.00 Uhr auf dem Freigelände von Dolomythos
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