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Internetbetrug

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Internetbetrug Betrüger wollen vor allem an: Dein Geld, deine Waren, deine Identität Deine Kreditkartendaten Deine Zugangsdaten zu Onlinediensten Emailadressen Deiner Kontakte (um an weitere Opfer zu kommen) Betrüger schließen auch mehrere PCs zu Bot-Netzen zusammen, es gibt Spam- und DDoS-Angriffe (zur Überlastung, zum Sperren von Rechnern und Netzen); letztere dienen dazu, Schutzgelderpressungen vorzunehmen. Erpresserprogramme nennt man Ransomware. Sie behaupten, Schadprogramme auf dem Rechner gefunden zu haben (BKA-Ransomware).

Fake-Shops Unseriöse Internetseiten, fehlendes Impressum, falsche Daten, scheinbar positive Bewertungen, gefälschte (nachgemachte) Waren (vor allem aus China), Preise extrem günstig. Geld zurückholen kaum möglich (eventuell nur über Androhung einer negativen Bewertung), Emails bleiben meistens unbeantwortet, rechtliche Verfolgung meistens zwecklos. Vorkasse-Betrug: Kauf auf Rechnung wird widerrufen, Garantien (30 Tage Geld zurück o. ä.) gelogen, Nach Vorkasse keine Ware. Amazon (Markt-Place): Aufforderung zur Zahlung außerhalb von Amazon, aber keine Ware erhalten Oder „Ware nicht lieferbar, bitte Kauf stornieren“, Geld kommt zurück, aber Verkäufer wurde von Amazon bereits bezahlt. Update-Betrüger Mit angeblichen Updates (auch Treiber-Updates) können Betrüger Zugang zu Ihrem PC bekommen, auch Trojaner und Viren installieren. Siehe auch: Scareware (Geld mit Angst machen)! Tipps: Preisvergleich bei seriösen Anbietern z.B. idealo Bezahlsystem PayPAl, Amazon sicher Vorsicht bei Transferservices wie Western Union (anonym) Bei Einzugsermächtigung oder Kreditkarte ist Zurückholen des Geldes möglich (8 Wochen), Forderungen widersprechen Evtl. Strafanzeige, Beweismittel (Fotos, Emails, Rechnungen etc.) sichern. Verbraucherzentrale einschalten. Weitere Stellen: Ombudsmänner, Schlichtungsstellen. Händler überprüfen: Impressum, Handelsregister, Geschäftsadresse, Tel-Nummer Handelsregisternummer: www.handelsregister.de Bewertungen evtl. gefälscht, schlechtes Deutsch, Gütesiegel (Trusted shop, TÜV Süd: „saver shopping“) anklicken.

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Routenplaner können mit Gewinnspielen locken: Vorsicht, meist mit teurem Abo verbunden. Apps (Meist Apple) nach kostenloser Testphase beginnt ein Abo (Abzocke) Ein vermeintlicher Lottogewinn wird angeblich mit Scheck (für Abwicklung werden Gebühren verlangt) ausgezahlt, der nicht zugesandt wird. Reisegutscheinen misstrauen; meist Abzocke über zusätzlich zwingend zu buchende Zusatzleistungen

Immobilien- und Autoportale Immobilienscout24 und Immowelt, Anzeigenblätter, Ferienwohnungen wie airbnb Wohnungskautionsbetrug: gemietete Wohnung wird als freie Wohnung angeboten, auch Besichtigung möglich. Der Interessent erhält eine Email mit der Bitte, drei Mietvorauszahlungen zu leisten (Kaution) und evtl Ablöse für die Einrichtungen (Einbauküche etc.) Anbieter gibt vor, im Ausland zu wohnen. Er bietet Besichtigung (ohne sein Beisein) an mit Zusendung des Wohnungsschlüssels, gegen Kaution meist über Western Union. Kein Schlüssel- keine Wohnung – Geld ist weg. Nachnahmebetrug: Der Schlüssel wird übersandt, passt aber nicht. Gegenmaßnahmen: Mietspiegel (Immobilien), Schwacke-Liste (Gebrauchtautos); keine Vorauszahlungen; Eigentümer überprüfen (Personalausweis), zahlen erst nach Vertrag. Vorsicht bei Auslandsüberweisungen, Fishingmails löschen. Persönliche Daten nicht an Personen weitergeben, die nicht bekannt sind. Besonders vorsichtig sein bei: Bewerbungsdaten, Schufa- Auskünfte, Personalausweiskopie, Gehaltsnachweis, Mietschuldenfreiheitsbescheinigung, Handynummer, Emailadresse.

Betrüger dem Portalbetreiber melden. Autoportale (Gebrauchtwagen) Der PKW steht angeblich im Ausland; es fallen Transportkosten an, die vorab zu zahlen seien. Hier sind auch Rückruftelefon-Nummern in Gebrauch, aufgrund der Warteschlangen kommt man in teure Gebührenfallen. Ping-Calls (z.B. aus Tunesien +216xxxx) Rückruf wegen unbek. Nummer wird teuer. Gegenmaßnahmen: Niemals kaufen ohne Probefahrt; Fahrzeugübergabe und Bezahlung in bar mit Zeugen; nicht unter Druck kaufen/verkaufen; Fahrzeugpapiere erst zum Schluss übergeben, wenn alles bis dahin abgewickelt ist. KFZ-Schild nicht in der Anzeige sichtbar machen. Unbekannte Tel-Nummern nie zurückrufen.

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Scheckbetrug Bei Verkaufsabsicht und –anzeige auf Motoscout und dgl. melden sich gerne Interessenten aus dem Ausland und geben vor, das Fahrzeug verschiffen (shipping) zu wollen. Sie bieten die kostenlose Abholung und Bezahlung per Scheck an. Da der Scheck nicht gedeckt ist, erhält man kein Geld und das Fahrzeug ist weg. Vorsicht bei Warnmeldungen im Internet. Diese werden in der Regel damit verknüpft, ihnen nutzlose software (scareware) zu verkaufen (Masche: Geld verdienen mit Angst). Email- und Handynummern-Betrüger (auch WhatsApp-Spam) unbekannter Herkunft: Nicht auf mitgeteilte links klicken. Nummer blockieren. Spam melden. Job-Fallen: Angebote prüfen und vorher keine persönlichen Daten preisgeben. Betrüger wollen diese abgreifen. Shop-Abo-Falle: z.B. bei fabletics.de werden Sportartikel angeboten, der Kauf geht mit einem Abo einher. Reiseportale können teure Versicherungen mit ihrem Angebot verbinden. Gutschein-Nepp: Per Email oder SMS erhält man Gutscheine, damit sollen nur persönliche Daten abgefangen werden. Siehe auch Reisegutscheine und Lottogewinn.

Ebay-Betrüger Ebay sichert Käufe über Käuferschutz und ihre Tochter PayPal ab. Nachlässigkeiten sind über interne Kommunikation, Mängelrüge, Bewertungen etc. oft leicht zu lösen. Manchmal zahlt der Verkäufer vor Androhung einer schlechten Bewertung, oder nach derselben gegen Löschung der Bewertung.

Häufige Betrügereien: Dreiecksbetrug Sie verkaufen. Der Käufer kopiert ihr Angebot und verkauft es zum selben Preis. Der Käufer gibt Ihre (PayPal) Daten an den Endkäufer. Der Endkäufer überweist an Sie per paypal. Sie schicken die Ware an den Käufer. Der Endkäufer reklamiert und fordert sein Geld zurück. Nachnahme-Trick Das Nachnahmepaket enthält nur Schrott; Sie haben aber an den Postboten gezahlt, ohne es vorher zu öffnen. Austausch-Masche Käufer kauft Ihr funktionierendes Handy reklamiert es als defekt und schickt ein baugleiches defektes Gerät (mit anderer Seriennummer) zurück. Beim Verkauf sollte man auf Hersteller-Bilder verzichten (Abmahnungs-Kosten etc.) Der Abholtrick 3


Paypalzahler lässt Ware durch Fremden abholen. Der PayPalzahler behauptet, die Ware nicht erhalten zu haben und bietet dafür Zeugen auf, da er nicht beim Verkäufer war. Er erhält Geld zurück und hat die Ware. Käufer gibt vor, Ware abholen zu lassen gegen Scheck (ungedeckt) Schutzmaßnahmen Besser ist versicherter Versand mit Nachweis (Beleg und Versendungsnummer). Exakte Angebotsangaben, Warenbeschreibung machen Versand belegen, Hermes, Paket Kaufbelege und Gerätenummern kopieren, Warenzustand dokumentieren. Ebay-Kleinanzeigen (ebay ist kein Vertragspartner) meiden, da kein Rechtsschutz besteht. Bei ebay besteht Käuferschutz (ebay ist Vertragspartner für bei Zahlung per PayPal, Kreditkarte, Lastschrift, Kauf auf Rechnung. Betrugsanzeige bei Polizei (ebay hat die Verkäuferdaten) Hotline-Betrüger Spielen Ihnen eine Rolle vor als Polizist, Mitarbeiter des Kriminalamtes, als Enkel, als Notar, als Microsoft-MA, als MA der Wasser-/Energieversorger. Ziel ist, Kontrolle über Sie zu gewinnen oder Zugang zu Haus und PC. Gefahr droht besonders, wenn Schutzprogramme herunter geladen werden sollen. Spionageprogramme, Wartungsprogramme etc. können alles Mögliche (Passwörter, Lizenzen, Kontodaten etc.) erkunden und den PC lahmlegen. Vorsicht vor verseuchten Internetseiten, auch Verknüpfungen in Emails können zu Schädlingen und zu verseuchten Seiten führen! Microsoft schnüffelt nicht, ruft niemals unaufgefordert an zwecks Fernwartung oder Abfrage von Zahlungsdaten. Das gilt auch für andere seriöse Unternehmen. Sicherheitsmaßnahmen beim Banking ändern (TAN-Generator), aktualisieren. Verseuchte Programme sofort löschen, Virenscanner laufen lassen, evtl. Gerät vom Netz nehmen.

Abmahn-Maschen (per Email) gibt es besonders bei Pornoseiten (YouPorn), Austausch von Serinennummern und gecrackten Programmen. Oft stecken Anwaltskanzleien dahinter, die aus heißer Luft Geld machen wollen, aber auch gefälschte Namen von Anwaltskanzleien und Abmahnungen. Auf derartige Emails sollte man auf keinen Fall reagieren oder Zahlungen leisten. Nur konkrete Schreiben im Briefkasten sind ernst zu nehmen. Derartige Emails sollte man sofort löschen. Anzeichen für falsche Emails sind: Schreibfehler, Konten im Ausland, kurze Fristen, unverlangte Emails mit Anhängen.

Allgemeine Hinweise

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Keine persönlichen Daten preisgeben (auch keine KFZ-Nummernschilder) Keine Bankdaten preisgeben. Buchen und kaufen nur bei bekannten Anbietern. Öffnen von Emails nur bei bekannten Adressaten. Weder auf Gewinnversprechen noch auf Druck Zahlungen leisten. Callcenter operieren oft im Ausland; daher Name Adresse und Tel-nummer erfragen. Eventuell Armut, Schulden, vorgeben und kein Interesse zeigen.

Missbrauch von Email-Accounts prüfen: www.sicherheitstest.bsi.de Fragwürdige Tel-Nummern googlen und bekannt machen: www.tellows.de WBS-Law.de hier prüfen Anwälte kostenlos Echtheit von Forderungen, auch Tel 0221-4006755 Anwälte für Medien- und IT-Recht zurate ziehen. Legen Sie Sicherungen an, insbes. Restore- Wiederherstellungspunkte Ihres Betriebssystems und halten Sie dies immer auf den aktuellen Stand. Man kann auch von außen das System mit einem Virenscanner überprüfen (meist Linux-basiert). Einem infizierten Rechner darf man nicht mehr vertrauen. Am besten Betriebssystem neu installieren. Man kann auch mit einem Live-System (CD, DVD) ins Internet gehen, alle Infektionen wären beim Neustart wieder entfernt. Bankgeschäfte kann man mit HBCI- oder Nutzung des Secoder-Standards sicherer machen. Folgende Live-CD wird kostenlos von Heise zur Verfügung gestellt: c*t Bankix/57557“. Bankgeschäfte sollte man nicht in Öffentlichen Netzen und Hotelnetzen tätigen. Wenn die Netzseite eine Verschlüsselung anbietet, zu erkennen durch https;// in der Adresszeile, so kann man weitgehend sicher sein. Vorsicht bei Warnmeldungen. Diese werden in der Regel damit verknüpft, ihnen nutzlose software (scareware) zu verkaufen (Masche: Geld verdienen mit Angst).

Quellenangaben: Bund deutscher Kriminalbeamter, Broschüre: INTERNET aber sicher (Kripo-Tipps) Juli 2017 CoBi Heft 20_2017 http://www.pfiffige-senioren.de/index.htm

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Muster-Mahnschreiben der Trickbetrüger: Absender (Kanzlei) Adressat (Betroffener) Betreff: Aktenzeichen xxxxxxxxxxxxxxxxxx Sehr geehrter Herr yyyyyyyyy XXXXX, wir zeigen an, dass wir xxxxxxxxxxxxxxxxxx anwaltlich vertreten. Sie haben folgende Leistung in Anspruch genommen: xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx. Trotz Fälligkeit haben Sie leider die geschuldete Vergütung in Höhe von YYXX Euro nicht bezahlt. Wir bitten Sie daher, diesen Betrag zuzüglich angefallener Gebühren in Höhe von xxyy Euro, also insgesamt yyyxx bis spätestens aa.bb.cc. auf das unten angegebene Konto zu überweisen. Bei nicht rechtzeitigem Zahlungseingang müssen Sie mit weiteren kostenpflichtigen rechtlichen Schritten rechnen. Mit freundlichen Grüßen XXYYZZ Bankverbindung Adresse, Tel, Email

Soziale Netzwerke Man sollte seine Identität möglichst nicht preisgeben und auf die Privatsphäre achten. Entsprechend sind die Einstellungen anzupassen. Hinterfragen Sie kritisch, wer und wie mit Ihnen Geld verdient wird. Nur das Nötigste einstellen. Vorsicht mit Fotos, Nummernschilder, Wohnorten. Den aktuellen Aufenthaltsort (Urlaubsort und -zeiten) sollte man niemals eingeben. Kontaktanfragen von Fremden sollte man grundsätzlich misstrauen.

Klaus Kruis Wiesenweg 5 86507 Kleinaitingen Stand 07.10.2017

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