No. 2 / 2021
HISTORIE
INTERVIEW
E I N K AN A L F Ü R D I E E WI G K E IT
K AN N E M PATH I E D I G ITAL S TAT TF I N D E N ?
REPORTAGE
D I E TO PI NAM B U R , DAS TR E N D G E M ÜS E D E S WI NTE RS
BERICHT
MEINUNG
IMPRESSIONEN
M E I N H E S S E N L AN D B LÜ H E U N D I N I H M D I E KU N S T
I S T D I E K I RC H E N O C H E I N O RT D E R B EG EG N U N G?
WE I H NACHTE N B E I PR I N Z VO N H E S S E N
Berlin | Düsseldorf | Frankfurt | Hamburg | Hannover | Köln | München | Stuttgart | Wien | Zürich www.roeckl.com
EDITORIAL
SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN, LIEBE FREUNDE DES HAUSES HESSEN, s geht wieder bergauf! Nach langen und kräftezehrenden Monaten markiert dieser Herbst einen wahren Neubeginn. Geschäfte, Restaurants, ja sogar Clubs und Diskotheken öffnen wieder ihre Türen, das soziale Leben nimmt Tag für Tag mehr an Fahrt auf, und die Sorgen der Menschen weichen einer Aufbruchsstimmung. Jetzt ist es Zeit für Neubegegnungen und nie war die Gelegenheit günstiger, die eigene, vertraute Komfortzone zu verlassen, um sich dem Neuen, dem Unbekannten und Unentdeckten zu widmen. In diesem Sinne bestimmt der Wunsch nach Neubegegnungen diese Ausgabe unseres Prinz von Hessen Magazins. Diese Bestrebung lässt sich bereits auf dem Titelbild erkennen: Das Cover zeigt einen Ausschnitt aus einer Gesellschaftsjagd, zu der der hessische Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel anlässlich der Unterzeichnung des Friedensvertrags von Schloss Hubertusburg, der den 7-Jährigen Krieg beendete, erstmals wieder einlud und dabei Menschen vereinte, die zuvor in feindlichen Lagern standen. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie anschließend, wie Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen seinerzeit in völlig neue Gefilde vordrang und sich auf eine abenteuerliche Reise an den Suezkanal begab. Gemeinsam mit der Philosophin Dr. Rebekka Reinhard gehen Sie darüber hinaus auf die Suche nach Antworten auf die Frage, ob Empathie und zwischenmenschliche Kommunikation in unserer modernen Welt auch digital möglich ist. Und in unserer Rubrik „Auf ein Wort“ beschäftigen sich der katholische Stadtdekan von Frankfurt am Main, Dr. Johannes zu Eltz, und der evangelische Pastor und Buchautor Dr. Bernd Schwarze mit dem drängenden Thema: Ist die Kirche heutzutage noch ein Ort der Begegnung? Dann werden wir unter Anleitung des Sternekochs Volker Fuhrwerk erfahren, wie sich die Topinambur, ein Gemüse, aufgrund seiner vielfältigen Verwendung besonders jetzt im Herbst hervorragend als kulinarische Abwechslung vom Alltag eignet. Natürlich kommt auch das bereits nahende Weihnachtsfest im Heft nicht zu kurz – wir geben Ihnen besondere Geschenkideen an die Hand und verschaffen Ihnen einen sehr persönlichen Einblick, wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmensgruppe Prinz von Hessen die besinnliche Zeit verbringen. Wir freuen uns sehr darüber, dass Begegnungen endlich wieder möglich sind, und danken Ihnen für Ihr Vertrauen auch in schwierigen Momenten. Die Zeit ist reif für echten Aufbruch und lebhafte Erneuerung – gemeinsam packen wir es an. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen des Heftes und bleiben Sie uns treu.
Foto: Michael Holz
Herzlichst
Floria Landgräfin von Hessen
Donatus Landgraf von Hessen
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INHALT
S. 10
EINE ABENTEUERLICHE REISE
S. 32
LECKER DURCH DEN HERBST
S. 18
GESCHENKTIPPS ZUM FROHEN FEST
S. 14
DR. REBEKKA REINHARD IM INTERVIEW
S. 40
MATHILDENHÖHE: WIEGE DER KUNST
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INHALT
EDITORIAL
KURZ NOTIERT
Editorial S. 3
Kurz Notiert S. 6
HISTORIE
IM HIER UND JETZT
Ein Kanal für die Ewigkeit S. 10
Reisen im Wandel der Zeit S. 14
I N T E RV I E W
IMPRESSIONEN
Kann Empathie digital stattfinden? S. 16
Weihnachten bei Prinz von Hessen S. 20
LIVING
BE AU T Y
Geschenkideen für unsere Liebsten S. 26
Die Wiederentdeckung der Berührung S. 28
R E P ORTAGE
BERICHT
Die Topinambur ist das Trendgemüse des Winters S. 32
Mein Hessenland blühe und in ihm die Kunst S. 40
L ÖW E L E O E R K L Ä RT
MEINUNG
So kommen die Pommes auf den Teller S. 38
Ist die Kirche noch ein Ort der Begegnung? S. 46
EVENTKALENDER
Eventkalender S. 51 IMPRESSUM HERAUSGEBER: Hessische Hausstiftung · Donatus Landgraf von Hessen · Hainstraße 25b · 61476 Kronberg Tel.: +49 6173 32709 12 · Mail: rico.dengler@pvh.de · www.pvh.de REDAKTION: Tina Groth-Müller, Rico Dengler, Jens Huwald, Insa Schult, Jonas Thoma AUTOREN: Christine Klössel, Petra Hedorfer, Isabel Bonacker, Jens Huwald, Jonas Thoma MEDIA: Olivia Hernandez, Marcel Höhlig PRODUKTION: Thoma Druck GmbH · www.thomadruck.de AUFLAGE: 6.000 Stück KONTAKT: rico.dengler@pvh.de BILD & ILLUSTRATIONSNACHWEIS: Archiv des Hauses Hessen, Babor, Pixabay, Getty Images, AdobeStock, freepik Nachdruck von Texten, Fotos, Illustrationen und Beiträgen auch in digitaler Form nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers. Die nächste Ausgabe erscheint im Frühjahr 2022. Schutzgebühr 5 € 2021 Hessische Hausstiftung
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KURZ NOTIERT Autor: Jonas Thoma
WEIN IST WEIBLICH – PRINZ VON HESSEN BRILLIERT BEI DER WOMEN’S INTERNATIONAL TROPHY Bei der erstmals ausgerichteten Women’s International Trophy überzeugten die Weine vom Weingut Prinz von Hessen unter Leitung von Bärbel Weinert auf ganzer Linie. Gleich vier der edlen Tropfen wurden mit Gold prämiert, zwei weitere durften sich über Silber freuen. So ehrte die Jury den 2020er Riesling, den 2020er Weißburgunder, den 2020er Johannisberger Ortswein und den 2020er Kabinett Royal mit einer Goldmedaille. Der 2020er Rosé sowie der Weinbrand erhielten jeweils die Silbermedaille. Dabei wurden die Urteile von einer ausschließlich weiblichen Expertenjury gefällt. Die bei der Women’s International Trophy prämierten Weine sind das Ergebnis einer rigorosen Auswahl mit hohem Mehrwert. Sowohl Käufer als auch Verbraucher profitieren von den hohen Standards des nach ISO-zertifizierten Wettbewerbs. Maximal ein Drittel der eingereichten Proben erhält letztlich eine Medaille. www.prinz-von-hessen.de
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KURZ NOTIERT
In Kooperation mit
www.hlmd.de
Max Liebermann, Selbstbildnis mit Pinsel, 1913, Öl auf Lwd., © Stiftung Stadtmuseum Berlin, Reproduktion Michael Setzpfandt, Berlin
EIN EUROPÄISCHER KÜNSTLER
ICH. 8.10.21 BIS 9.1.22
MAX LIEBERMANN
AUSSTELLUNG „ICH. MAX LIEBERMANN – EIN EUROPÄISCHER KÜNSTLER“ IM HESSISCHEN LANDESMUSEUM Das Hessische Landesmuseum Darmstadt zeigt vom 7. Oktober 2021 bis 9. Januar 2022 ganz besondere Schätze aus dem vielfältigen Werk des Künstlers Max Liebermann (20. Juli 1847 – 8. Februar 1935), welche sich bisher nie in dieser präzisen Auswahl zusammengefunden haben. Was die Ausstellung „Ich. Max Liebermann – Ein europäischer Künstler“ so kostbar macht, ist nicht allein die Vielzahl der gezeigten Werke, sondern die hohe Qualität, die sich in den Stücken manifestiert. Dies ist zahlreichen Leihgebern zu verdanken, wie unter anderem die Nationalgalerie Berlin, das Musée d’Orsay Paris und das Kunstmuseum Den Haag. Als treibende Kraft der deutschen Kunst des neunzehnten Jahrhunderts war Max Liebermann mit ganz Europa vernetzt und galt als verbindendes Glied, der die deutsche mit der französischen und holländischen Kunst eindrucksvoll vereinte. Die Ausstellung macht ab diesem Herbst seine Euphorie für das Alltägliche, für das Moderne und für die kosmopolitische Vernetzung greifbar. www.hlmd.de
NEUER CHEF AUF GUT PANKER Frischer Wind an der Ostsee: Mit Achaz Graf von Wintzingerode freut sich das malerische Gut Panker in der Holsteinischen Schweiz ab sofort über eine neue Leitung. Der studierte Diplomingenieur der Agrarwissenschaft hat zuletzt den Betrieb auf Gut Clemensfeld in Bedburg geleitet und verfügt dementsprechend über einen breitgefächerten Erfahrungsschatz in dem Segment. Von Wintzingerode stammt ursprünglich aus Stuttgart und hat während seiner beruflichen Laufbahn nach zahlreichen land- und forstwirtschaftlichen Praktika unter anderem als Betriebsleiter in angesehenen Agrarunternehmen in Rumänien und Deutschland gearbeitet. In den kommenden Monaten wird von Wintzingerode noch beratend von seinem Vorgänger, Heinrich von der Decken, unterstützt. Die Führung der Gutsgemeinschaft obliegt dem 41-jährigen jedoch schon jetzt vollumfänglich. Das über 500 Jahre alte Gut Panker liegt direkt an der Ostseeküste und beherbergt neben einem barocken Herrenhaus auch eine Kapelle, ein mächtiges Torhaus, alte Wirtschafts- und Wohngebäude, Stallungen für die Trakehner Zucht und zahllose grüne Weiden. www.gutpanker.de
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HISTORIE
Die Tribüne für die Ehrengäste im Hafen von Port Said (Farblithografie 1869, AHH)
EIN KANAL FÜR DIE EWIGKEIT TEXT CHRISTINE KLÖSSEL
Die Morgenlandfahrt des preußischen Kronprinzen aus Anlass der Einweihung des Suezkanals 1869
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wurden nach seiner Rückkehr in Berlin von ihm überarbeitet, metallographisch vervielfältigt und als „Tagebuch meiner Reise nach dem Morgenlande 1869“ im kleinen Kreis verschenkt. Das Exemplar von Kronprinzessin Victoria befindet sich im Archiv des Hauses Hessen, ein anderes gab der Historiker Hans Rothfels 1971 als Druck heraus. Daraus sollen nun im Folgenden einige Reisestationen skizzenhaft nachgezeichnet werden.
AM WIENER KAISERHOF Am 6. Oktober 1869 kam es in Wien zum ersten offiziellen Kontakt der ehemaligen und dann verfeindeten Bundespartner nach dem preußischen Sieg in der Schlacht bei Königgrätz. Friedrich Wilhelm stellte fest: „Es konnte nach den Ereignissen von 1866 keinem Oesterreicher leicht werden einen Vertreter unseres Königs, wie ich es sein sollte, eintreffen zu sehen, aber Niemand hat mich dieses nur zu begreifliche Empfinden fühlen lassen.“ Sogar Kaiserin Elisabeth war aus Ischl angereist und er bemerkte: „Die Kaiserin war so schön wie je und äußerst elegant wie immer, und gegen die früheren Jahre kaum verändert.“ „Der Kaiser, den ich gealtert fand, trägt sein lichter gewordenes Haar ganz kurz geschoren; dafür bedeckt ein starker Schnur- und Backenbart sein Gesicht.“ Die Tage am Wiener Hof verliefen harmonisch, politische Themen berührte man nicht. Die Nachricht, dass auch Kaiser Franz Josef als
Ismail Pascha Khedive (Vizekönig) von Ägypten (Fotografie 1867, AHH)
Fotos: Archiv des Hauses Hessen
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or einigen Wochen gingen Fotos um die Welt von einem winzigen Bagger, der versuchte, einem gigantischen, festsitzenden Containerschiff durch Erdaushub die Weiterfahrt ins Mittelmeer zu ermöglichen, was auch gelang. Die Nachricht machte deutlich, wie außerordentlich wichtig der Suez-Kanal für den Welthandel ist. Vor 152 Jahren, am 17. November 1869, wurde dieser Schifffahrtsweg, eine Ingenieurleistung des Franzosen Ferdinand de Lesseps, mit einer feierlichen Zeremonie eröffnet. Zu den geladenen Ehrengästen von Ismail Pascha, Vizekönig der osmanischen Provinz Ägypten, gehörte auch Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen (der spätere Kaiser Friedrich III.). Es war die weiteste und mit einer Dauer von mehr als zwei Monaten auch seine längste Reise. Neben der Besichtigung von „Traumzielen“ gehörten auch diplomatische Begegnungen zu seiner Reise. Gereist wurde zu Pferd, per Kutsche, mit dem Zug und natürlich zu See an Bord der königlichen Korvette „Hertha“, später auf der „Elisabeth“ unter der preußischen und der Flagge des Norddeutschen Bundes. Zu dem achtköpfigen Reisegefolge gehörte auch sein Schwager aus Darmstadt, Prinz Ludwig, zukünftiger Großherzog Ludwig IV. von Hessen und bei Rhein. Kronprinz Friedrich Wilhelm hielt Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preuseine Reiseeindrücke schriftlich ßen in Galauniform (Fotografie H. Selle fest. Diese Aufzeichnungen 1869, AHH)
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Kaiserin Elisabeth von Österreich (Fotografie ca. 1865, AHH)
HISTORIE
Ehrengast zur Eröffnung des Suez Kanals reisen wollte, brachte den preußischen Kronprinzen jedoch in Bedrängnis. Da beide die gleiche Reiseroute hatten, befürchtete er, im kaiserlichen Windschatten segeln zu müssen, die preußische Flagge und die Ehrenbezeugungen hätten damit in den Gastländern weniger Wirkung erzielt. Die nächsten Reiseziele versuchte man deshalb möglichst vor dem Kaiser zu erreichen.
BESUCH IN GRIECHENLAND Kaiser Franz Joseph (Lithographie von A. Sirouy
Die Reiseroute führte über Venedig nach Bari. An Bord eines italienischen Personen-Dampfers reiste man weiter nach Korfu, wo Friedrich Wilhelm am 18. Oktober seinen 38. Geburtstag feierte. Das nächste Ziel war Athen. Hier wurden sie vom griechischen König und einer jubelnden Menschenmenge begrüßt. „Dabei verlieh das Mondlicht der Akropolis das Aussehen eines noch unversehrten Baudenkmals aus der alten Griechenwelt und übte einen ganz herrlichen Zauber aus.“ Friedrich Wilhelm verbrachte gemütliche Stunden mit dem jungen König Georg I. aus dem dänischen Königshaus, den er nicht um seinen „unerquicklichen Beruf“ in diesem Land beneidete.
1869, AHH)
mit jedem Wellenschlage das großartige Panorama mächtiger und mächtiger, indeß von allen Seiten die Salut-Schüsse dröhnten.“ Im Verlauf seines fünftägigen Aufenthalts als Gast des Sultans Abdülaziz durchforschte der preußische Kronprinz die Stadt zu Fuß, per Schiff und zu Pferd, besah die noch erhaltene byzantinische Stadtmauer, machte eine Dampffahrt im Mondschein, besichtigte die alte Sultansresidenz auf der Serail-Spitze wie auch die Haghia Sophia, ferner die kaiserlichen Stallungen, nahm Militärparaden ab und verfolgte den Auszug des Sultans zum Freitagsgebet. Es gelang ihm auch, im Auftrag seines Vaters, König Wilhelms I., vom Sultan ein größeres Grundstück in Jerusalem als Geschenk zu erhalten. Kurz vor seiner Abfahrt traf auch der österreichische Kaiser in der Osmanischen Hauptstadt ein.
KONSTANTINOPEL UND DER VÄTERLICHE AUFTRAG An Bord der „Hertha“ erreichten sie schließlich Istanbul (früher Konstantinopel). „Bei der Spitze des alten Serail’s vorbeifahrend, entrollte sich
Ankunft der kaiserlich österreichischen Yacht „Greif“ in Port Said (Farb-
Sultan Abdülaziz, Herrscher des Osmanischen Reichs (Fotografie 1867, AHH)
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Fotos: Archiv des Hauses Hessen
lithografie 1869, AHH)
Die kaiserliche französische Yacht „l’Aigle“ führte den Konvoi von 120 Schiffen bei der Erstdurchfahrt an (Farblithografie 1869, AHH)
JERUSALEM
Moscheen und Minarets, die eine Meile weit im Umkreise von grünen Orangen und CitronenHainen umgeben sind, riefen unwillkürlich jenes Bild in mir hervor.“ In Beirut schifften sie auf die gerade in der königlichen Werft in Danzig fertiggestellte und auf den Namen der Frau König Friedrich Wilhelms IV. von Preußen getauften Korvette „Elisabeth“ ein und fuhren auf direktem Weg nach Port Said.
Nach fünftägiger Seefahrt erreichten sie am 4. November den Hafen von Jaffa. Friedrich Wilhelm reiste als Pilger in das Heilige Land. Der Glaube an Gott hatte ihn über zwei große Kriege begleitet und auch beim Tod des geliebten Sohnes Sigismund Halt gegeben. Beim Besuch der heiligen Stätten in Jerusalem fühlte er sich jedoch von dem geschäftsmäßigen Treiben der unterschiedlichen Konfessionen abgestoßen. Ein späterer Besuch der Grabes-Kirche war ihm wichtig. „Ich liebe es überhaupt Kirchen in später Abendstunde bei mäßiger Beleuchtung zu sehen; in diesem einzig in seiner Art dastehenden Gotteshause aber, war mir wunderbar zu Muth, wiewohl doch nichts den Empfindungen auf dem Oelberge gleichkommen wollte.“ Auf dem vom Sultan Abdülaziz geschenkten Grundstück sollte für die deutsche evangelische Gemeinde eine Schule entstehen und Jahre später, unter der Regierungszeit seines Sohnes Kaiser Wilhelms II., die evangelisch-lutherische Erlöserkirche. Als bleibendes Zeichen ihrer Pilgerreise ließen sich Friedrich Wilhelm und sein Schwager Ludwig das fünffache Jerusalemkreuz auf den Arm tätowieren.
ERÖFFNUNGSFEIER IN PORT SAID UND EINWEIHUNGSFAHRT AUF DEM SUEZ-KANAL 17. BIS 20. NOVEMBER 1869 Am Morgen der Eröffnungsfeierlichkeiten bildete die im Hafen von Port Said dicht an dicht stehende Fülle von beflaggten Schiffsmasten nahezu einen Wald. Ehrenbezeugungen, Hurra-Rufe und Kanonen-Donner ertönte nach allen Seiten. Als weitere europäische Gäste des ägyptischen Vizekönigs Ismail Pascha waren neben dem Kaiser von Österreich auch die französische Kaiserin Eugénie angereist, in Vertretung des niederländischen Königs dessen Bruder Prinz Heinrich von Oranien und seine Frau Amelie. Für sie alle war unmittelbar am Strand eine Tribüne mit hohem Baldachin errichtet worden, von wo aus sie dem religiösen Teil der Eröffnungsfeierlichkeiten folgen konnten.
LIBANON UND DAMASKUS Weiter ging es nach Beirut. Friedrich Wilhelm bewunderte die üppige Vegetation in den Tälern des Libanon-Gebirges und die Ruinen des großen Jupitertempels aus römischer Zeit von Baalbek. Damaskus erschien ihm wie eine von Smaragden eingefassten Perle, „denn die weißen Häuser,
Dem ersten Schiffskonvoi durch den Suez Kanal folgte Friedrich Wilhelm an Bord der königlichen preußischen Yacht „Grille“ und schrieb dazu in
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HISTORIE
sein Tagebuch: „Wir befinden uns nunmehr auf dem neuesten Wunderwerk unseres Zeitalters, weihen den Suez-Canal ein und fühlen, daß wir Zeugen eines Ereignisses sind, das für den Weltverkehr von ganz außerordentlicher Bedeutung sein wird, und den Beweis liefert, was menschliche Einsicht, Ausdauer und Willenskraft vermögen.“ Nach siebenstündiger Fahrt auf dem gradlinig gezogenen Kanal erreichten die Schiffe Ismailia. Der Anblick eines arabischen Zeltlagers am sandigen Ufer bildete für Friedrich Wilhelm den Höhepunkt dieser Tage. „Dieses Leben so ganz verschieden von jeglichem Volksfest und Volkstreiben, das mir bis jetzt auf meinen mannigfachen Wanderungen vorgekommen, bot einen Reiz dar, der einzig in seiner Art bleibt.“ Bei dem Ball, den Vizekönig Ismail Pascha am Abend in seinem unvollendeten Palast gab, saß Friedrich Wilhelm neben Kaiserin Eugénie, die ein schönes rotes Kleid trug und eine DiamantSmaragd Tiara auf dem Kopf. Am 20. November erreichten sie Suez. Beim Anblick des Roten Meers schrieb Friedrich Wilhelm in sein Tagebuch: „Ich kann nicht läugnen, daß meine Blicke sich mit einem kleinen Seufzer nach Osten richteten. War ich doch hier dem Zauber Indien’s und des Hymalaja so nahe gerückt, wie nie zuvor, und wie es mir auch künftig niemals wieder im Leben gestattet sein wird!!“
Bei der festliches Abendtafel in Ismailia saß Kronprinz Friedrich Wilhelm rechts neben Kaiserin Eugénie (Farblithografie 1869, AHH)
Eugénie Kaiserin der Franzosen bestimmte maßgebliche den Modegeschmack ihrer Zeit (Fotografie S. Lewizki ca. 1869, AHH)
Fotos: Archiv des Hauses Hessen
AUF DEM NIL
er sich nun auf dem schnellstmöglichen Weg nach Cannes, wohin seine Frau, Kronprinzessin Victoria, mit den Kindern und ihrer Schwester Alice, der zukünftigen Großherzogin von Hessen und bei Rhein, Mitte Oktober zur Erholungsreise aufgebrochen waren. Wegen der Erkrankung des Kindes hatte man die Rückreise nach Berlin aufgeschoben. Als Friedrich Wilhelm am 21. Dezember in Cannes eintraf, war Waldemar wieder genesen und man verbrachte die Weihnachtsfeiertage in ungewöhnlich großem Familienkreis in Cannes. Vielleicht nutzte Friedrich Wilhelm die Tage schon zur Ausarbeitung seiner Reiseeindrücke aus dem Morgenland.
Aber die Reise war noch nicht zu Ende. Von Suez aus fuhren Kronprinz Friedrich Wilhelm und sein Gefolge mit der Eisenbahn nach Kairo, wo sie am 21. November zu einer viertägigen Nilfahrt einschifften. In einem straffen Programm besichtigten sie die Ruinen von Luxor mit den Königsgräbern, den Tempel von Edfu, Assuan, die gut erhaltenen Ruinen von Philae, verbrachten eine Nacht unter dem Tropenhimmel des nördlichen Wendekreises und schlossen die orientalisch-ägyptischen Studien mit dem Besuch der staunenerregenden Pyramiden von Gizeh ab. Am 9. Dezember lichteten sie den Anker im Hafen von Alexandrien und kehrten an Bord der Korvette „Elisabeth“ bei starkem Nordost-Wind nach Europa zurück.
Literatur/ Abbildungen: ▹ Tagebuch meiner Reise nach dem Morgenlande 1869. Bericht des preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm über seine Reise
In Neapel erhielt Friedrich Wilhelm am 13. Dezember die Nachricht von der Erkrankung seines jüngsten Sohnes Waldemar und änderte daraufhin sofort seine Reisepläne. Mit seinem Schwager Ludwig von Hessen begab
zur Einweihung des Suez-Kanals, hg. v. Hans Rothfels, Berlin 1971 ▹ Inauguration du Canal de Suez. Voyage des Souverains. Texte par G. Nicole, Aquarelles d’après Nature et Portraits par Édouard Riou, Paris 1870 ▹ Archiv des Hauses Hessen, Schloss Fasanerie (AHH)
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IM HIER & JETZT
Von Kaiser Friedrich bis zur Corona-Pandemie:
REISEN IM WANDEL DER ZEIT TEXT JONAS THOMA/PETRA HEDORFER
Laut Hedorfer war genau dieser technologische Fortschritt schon immer die treibende Kraft hinter der Entwicklung des Tourismus und des Reisens: „Technologie ist der Schlüssel zum modernen Tourismus – von den ersten Eisenbahnen über die individuelle Unabhängigkeit mit dem eigenen Auto bis zum modernen Flugverkehr - ermöglichten technische Entwicklungen fast unbegrenzte Mobilität. Dazu kam eine fortschreitende Demokratisierung des Reisens durch das Massenphänomen Pauschaltourismus, Low Cost Carrier und die Sharing Economy. Heute begleitet uns die Digitale Transformation von der Inspiration zur Reise über die Information und Buchung bis zu intelligenten Services unterwegs. Der zweite Megatrend, der das Reisen heute prägt, ist das Thema Nachhaltigkeit: Entschleunigung, bewusstes Erleben von Land und Leuten gewinnen an Bedeutung. Das Reiseland Deutschland ist im internationalen Vergleich dafür sehr gut aufgestellt.“
k
aiser Friedrichs Reise an den Suezkanal vor rund 150 Jahren war ein echtes Abenteuer. Seitdem hat sich das Thema Reisen, wie beinahe alle anderen Lebensbereiche auch, stark verändert – und befindet sich nach wie vor im Wandel. Nicht erst seit der Corona-Pandemie begegnen viele Menschen dem Reisen noch einmal völlig neu. Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT, weiß über die aktuellen Entwicklungen bestens Bescheid: „Ganz aktuell ist das Thema Reisen vor allem durch die Corona-Pandemie geprägt. 2019 zählte die Welttourismusorganisation UNWTO fast 1,5 Milliarden internationale Ankünfte weltweit, 2020 eine Milliarde weniger! Eine globale Wachstumsindustrie – allein in Deutschland zählen zur Tourismuswirtschaft fast drei Millionen Arbeitsplätze – wurde getroffen. Und trotzdem ist der Wille zu reisen ungebrochen. Im Sommer 2021 lag die Bereitschaft zu Auslandsreisen weltweit bereits wieder bei 70 Prozent. Reisen heute ist vor allem ein Zukunftsthema. Unter sozialen Gesichtspunkten leistet es einen großen Beitrag zur Völkerverständigung und zum Austausch der Kulturen. Durch den technologischen Fortschritt stehen rund um den Globus jederzeit Informationen zur Verfügung, die zum Reisen inspirieren. Die Plattformökonomie schafft neue Vertriebswege, und die digitale Transformation öffnet immer mehr Möglichkeiten zu reisen.“
Nicht zuletzt hat Hedorfer auch eine Antwort auf die Frage, wie Kaiser Friedrich wohl heutzutage an den Suezkanal gereist wäre: „Ich glaube, er wäre standesgemäß mit dem RegierungsJet nach Ägypten geflogen. Den eigentlichen Schiffskorso hätte der Kaiser genutzt, die deutsche Ingenieurskunst und unser Engagement für nachhaltige Mobilität zu präsentieren, zum Beispiel auf einer Yacht mit Wasserstoff- oder Solarantrieb.“
Petra Hedorfer ist seit 2003 die Vorstandvorsitzende der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). Als Gesicht der deutschen Tourismusbranche im Ausland ist sie die Top-Werberin für Reisen in die Bundesrepublik.
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INTERVIEW
Im Gespräch mit: Dr. Rebekka Reinhard
KANN EMPATHIE DIGITAL STATTFINDEN? Dr. Rebekka Reinhard ist Philosophin, Rednerin, ednerin, Schriftstellerin und spezialisiert auf die Themen Persönlichkeit, Ethik und Women Power. r. Im Interview mit Jens Huwald (JH) erörtertt die Spiegel-Bestsellerautorin, ob soziale Begegnungen nungen - aus philosophischer Sicht – auch im digitalen gitalen Raum vollumfänglich funktionieren können, nen, welche besondere Rolle Hotels in puncto zwischenwischenmenschlichem Miteinander speziell vor dem Hintergrund der Corona-Krise zugutekommt, ommt, und was sie Kaiserin Friedrich schon immer mer einmal fragen wollte.
JH: Frau Dr. Reinhard, welche Begegnung ng haben Sie in den letzten 18 Monaten am meisten ten vermisst? wieder die Frage stellen kann: Kann Empathie digital stattfinden?
RR: Sie merken schon, ich muss lange überleberlegen. Ich zögere deswegen, weil ich immer mer noch die wichtigsten Begegnungen vermisse. Es sind tatsächlich meine Freundinnen. Meine ganz alten Schulfreundinnen, die ich von der Grundschule kenne. Die sind alle „Working Moms“ und seit Corona haben sie einfach keine Zeit mehr. Andererseits ist natürlich bei mir auch sehr viel zu tun. Also ist diese Frage immer noch aktuell – leider.
RR: Sehr gute Fragen, sehr wichtige Fragen. Ich würde sagen, die digitalen Begegnungen können immer nur Überbrückungshilfe sein – etwas Zusätzliches, im schlimmsten Fall auch ein Surrogat einer echten dialogischen Begegnung. Im realen Leben bedienen wir eine Palette an Kommunikationsweisen, aktivieren sie je nachdem, wie sympathisch der Mensch ist. Man schaut den Menschen an – ich sage jetzt einmal ohne Maske – man lächelt ihn an, verbale Kommunikation, nonverbale Kommunikation, man gestikuliert. Die ganze Palette: man riecht den Menschen, spürt ihn. Wir brauchen die daraus wachsende Resonanz und Empathie. Diese ganzen sinnlichen Informationen fallen digital weg. Im Digitalen bist du sozusagen aufgefordert, all
JH: Gehen wir einmal auf das Thema Begegnung an sich ein, von der Bedeutung her. Wir werden nicht müde, uns zu sagen, dass die Digitalisierung so super ist. Kann „Begegnung“ in dem Sinne, wie sie vielleicht auch philosophisch verstanden wird, eigentlich digital funktionieren? Oder ist Begegnung doch etwas empathisch Analoges? Wobei man damit auch gleich
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RR: Die berühmteste Lehre ist sicherlich die von Martin Buber: „Ich und Du“. Danach findet die Begegnung genau genommen in einem „Dazwischen“ statt, zwischen dem Ich und dem Du. Wenn zwei Menschen sich begegnen, dann schaffen sie eben einen Zwischenraum. Das ist das Gemeinsame und das ist individuell, unersetzlich, einzigartig, kostbar. JH: Das heißt, ich kann mir das wie eine sphärische Bubble vorstellen, die zwischen uns steht und sich bewegt, die sich ausweitet, die sich verringert, die mir Raum gibt, die mir Empathie gibt und nimmt, die mich am Ende dazu verleitet, den Menschen in den Arm zu nehmen, oder mich von ihm zu distanzieren. Ist es das, was Sie meinen? RR: Ich denke, dass man Martin Buber tatsächlich so interpretieren kann. Das ist ja das Schöne an der Philosophie, dass man immer frei interpretieren kann, wenn man es nur gut begründet und beschreibt. Ich glaube, neben dem „Sphärischen“ geht es auch um Atmosphäre. Und Atmosphäre bringt uns auch wieder zu Ihrer vorherigen Frage zurück: Man hat im Digitalen kaum Atmosphäre und Atmosphäre ist für mich einer der Schlüsselbegriffe, um überhaupt unsere Zeit zu verstehen - sowohl das Zwischenmenschliche, wie auch das Ästhetische. Ohne Atmosphäre können Sie nicht kommunizieren. JH: Gibt es eine besondere Zeit der Begegnung im Jahr? RR: Ja! Weihnachten. Weihnachten ist natürlich das Paradigma der Begegnung, das Paradigma der intimen Begegnung. Weihnachten steht für Familie. Es steht aber genauso für Einsamkeit. Weihnachten ist genauso sehr einschließende wie ausschließende Begegnung, würde ich sagen. Was macht der Mensch, der keine Familie hat? Heute sind wir alle super modern und divers. Dann suchen wir uns eben Alternativen oder wir behaupten, es wäre egal und fahren in die Südsee. Aber es ist und bleibt ein Topos und ist ein Thema, weil Weihnachten in unserer Kultur so tief verankert ist. Und gerade jetzt kommt diesem Weihnachten 2021 eine ganz besondere Bedeutung zu, weil Weihnachten letztes Jahr so anders war oder extrem komisch oder extrem schwierig – voller Spannungen. Mit diesem Weihnachten verbindet sich so viel Hoffnung. Auf mehr Liebe, mehr Resonanz, überhaupt auf eine bessere Welt. Wir
Illustration: Dorothea Padilla; freepik
das aus der Erinnerung abzurufen und zu rekreieren. Bei Begegnungen, die initiativ virtuell sind, ist das schwierig, es wird kaum Bindung entstehen. Ich glaube aber, dass es möglich ist, überbrückungsweise auch digital gute Begegnungen stattfinden zu lassen. Die Dialogformen unterscheiden sich aber natürlich fundamental. Man kann nicht kontrovers diskutieren, man kann auch nicht gut streiten. Kurz gesagt, ich glaube, es ist im Zweifelsfall nicht möglich, langfristig Begegnungen digital zu ersetzen. JH: Wenn wir uns dieser Metaebene „Begegnungen“ einmal nähern und versuchen, sie philosophisch zu beschreiben: Haben sich „Begegnungen“ im Laufe der Jahre verändert? Kann man einen besonderen philosophischen Ansatz finden? Gibt es eine philosophische Lehre zum Thema Begegnung?
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INTERVIEW
tatsächlich diese heilende Wirkung durch eine bestimmte Art von Kommunikation, Atmosphäre und eben auch diese Art von Geborgenheit. wünschen uns diese bessere Welt, durchaus auch mit ökonomischen Komponenten.
JH: Das ist ganz spannend! Wir reden auch über die Adventszeit, Advent heißt auch Ankunft. Und jede Ankunft bedeutet unmittelbar eine Begegnung. Wenn ich jetzt noch einmal auf Hotels eingehe und wenn ich auf dieses höchst intime Thema der Begegnung gehe, wie wir es eigentlich über Jahrzehnte, Jahrhunderte hinweg gelernt haben, dann treffe ich in Hotels auf andere Kulturen, auf andere Milieus, völlig unterschiedliche Menschen: welche Chance sieht die Philosophin darin für die Zukunft? Ist da etwas Edukatives zu erkennen?
JH: Dann bleiben wir bei Weihnachten und den besonderen Begegnungen. Reden wir über die Form der Begegnungen, die Hotels schaffen können. Über Atmosphäre, über Lächeln, über Miteinander, über Ankommen, über Empfangen geheißen werden. Das sind ja alles Eigenschaften, die von guten Gastgebern explizit gelebt werden. Wie wichtig sind vielleicht auch Hotelbegegnungen oder welche Rolle können Hotels spielen, wenn vielleicht die Drei-Zimmer-Wohnung im Sinne eines Tapetenwechsels gegen die große Lobby ausgetauscht werden kann?
RR: Dieses Heilsame, das einer Atmosphäre der Begegnung, wie sie Hotels schaffen, innewohnen kann, würde ich tatsächlich auch als etwas Edukatives bezeichnen. Ich glaube, dass wir jetzt reif sind, um zu lernen. Wir müssen lernen aus der Vergangenheit und für die Zukunft. Ich weiß nicht, wie lange die Zeit dafür ist, aber jetzt ist der Moment. In den sozialen Medien wird weltweit der Hashtag #weareinthistogether geteilt. Das ist eine besondere Energie. Es ist eine Pandemie, das heißt, es ist ein weltweites Phänomen und das hat natürlich eine irrsinnige Kraft des „einander Verbindens“. Natürlich jenseits dieser entsetzlichen und katastrophalen Unterschiede, die sich jetzt schon massiv zwischen Erster und Dritter Welt zeigen. Es ist grundsätzlich der Andere, es ist die Andere, die ähnlich ist wie ich und doch für mich eigentlich nie ganz begreifbar. Das ist ja immer das Spannende an Begegnungen. Selbst unsere Partner, selbst unsere Ehepartner, unsere Kinder begreifen wir nie ganz. Wann kennst du einen Menschen wirklich? Nie, musst du ehrlich sagen. Wie gut kennst du dich selbst? Gerade in der Pandemie habe ich mich noch einmal ganz neu kennengelernt, Seiten, die ich jahrelang nicht gelebt habe. Sie sind auf einmal rausgekommen, das ist hochspannend. Und genau so können wir jetzt ja in ein neues Learning gehen mit fremden Kulturen, die wir in Hotels treffen. Das glaube ich auf jeden Fall. Das ist eine große Chance, aber wir müssen sie ergreifen!
RR: Hotels und Gasthöfe haben eine ganz große Bedeutung. Sie sind sozusagen transitorisch. Der Gast ist ja immer im Transit, er bleibt nicht für immer im Hotel – außer man ist Coco Chanel oder so… JH: Oder Udo Lindenberg! RR: Genau! Dann verbindet ein Hotel dieses Transitorische mit einer vorübergehenden, aber doch unglaublich wichtigen Gemeinschaft. Ein Ort sozusagen, an dem temporär eine Gemeinschaft gestiftet wird. Und dann sind wir bei der Kunst des Gastgebens – eine hohe Kunst. Wann gehe ich als Gastgeber dem Gast auf die Nerven und wann muss ich mich rücksichtsvoll zurückziehen? Wann braucht er mich aber auch? So eine Hotelumgebung nimmt mich aus dem Alltag. Sie ermöglicht es mir, Begegnungen auf unbelastete Weise zu empfinden und vielleicht auch, sich selbst neu zu erfinden. JH: Dazu könnte man ja fast die Frage stellen, ob auf Hotels gerade in diesen Corona-Zeiten eine besondere soziale Aufgabe zukommt. RR: Ja, ich würde sogar fast sagen: Es ist auch eine therapeutische Funktion – ganz eindeutig. Es ist etwas Heilendes und etwas Therapeutisches. Ich habe ja nicht nur viel im klinischen Kontext philosophiert, sondern tatsächlich auch in Medical Wellness Instituten, die auch praktisch einen ähnlichen Charakter haben, und ich sehe das auch wieder in guten Sternehotels. Ich meine
JH: Nochmal Stichwort Hotel – Rebekka Reinhard privat: Eher in den historischen Gemäuern zuhause oder in den nüchternen Designhotels?
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RR: Sehr gute Frage! Ich muss sie leider ein bisschen umständlich beantworten. Was sozusagen das Gebäude betrifft: Unbedingt historische Bausubstanz. Aber ich möchte es innen dann schon modern haben. Es muss toll, clever und sensibel renoviert sein und eine tolle komfortable Ausstattung haben, aber bitte altes Gemäuer.
JH: Gehen wir noch einen Schritt weiter: Wenn Sie jetzt zu Weihnachten bei Kaiserin Friedrich eingeladen wären, was würden Sie ihr mitbringen? Von dem, was Sie bisher von ihr wissen. RR: Vielleicht ein paar Bücher, zum Beispiel das von Mary Wollstonecraft. Es heißt „A vindication of the rights of women“. Sie hat zwei Werke geschrieben. Sie war eine aufklärerische Philosophin. Sie hat erst eine Schrift geschrieben, wo sie sozusagen Rousseau widerlegt hat, und dann hat sie eine Erklärung weiblicher Menschenrechte geschrieben. Und dieses Werk ist deswegen so interessant, weil es eben nicht rein feministisch ist, sondern weil es auch die ganzen Ambivalenzen zwischen den Rollenbildern von Mann und Frau zeigt. Und ich glaube, das wäre ein spannendes Gesprächsthema mit Kaiserin Friedrich gewesen.
Illustration: Dorothea Padilla; freepik
JH: Jetzt versetzen wir uns einmal in Gedanken 150 Jahre zurück. Es wäre dieses Jahr der 181. Geburtstag von Kronprinzessin Victoria gewesen, die nach dem Tod ihres Mannes seinen Namen übernahm, sich fortan Kaiserin Friedrich nannte und das Schlosshotel Kronberg als ihren Witwensitz erbauen ließ. Ihr Mann, Kaiser Friedrich III., war der 99 Tage-Kaiser, wurde in Deutschland als Kriegsheld gefeiert und auch im Ausland als freundlicher und höflicher Gentleman und liberaler Hoffnungsträger geschätzt. Kaiserin Friedrich war außerdem die Tochter von Queen Victoria – eine Ikone ihrer Zeit, Namensgeberin des viktorianischen Zeitalters. Kaiserin Friedrich war vorwärtsgewandt, sie war Künstlerin, sie war Malerin. Auf Kronberg hängen immer noch fantastische Gemälde, die sie gemalt hat. Wenn Sie als gestandene Frau heute Kaiserin Friedrich träfen, wonach würden Sie sie fragen?
JH: Das wäre sicher spannend geworden! RR: Ja! Ich werde mich sofort mit Victoria beschäftigen! Eine spannende Frau. JH: Sehr gut. Letzte Frage: Was wird Ihre nächste Begegnung sein?
RR: Ich würde sie erst einmal fragen, wie es ihr geht! Dann würde mich brennend interessieren: Was ist Ihr Blick auf unsere Zeit? Unsere ganze Geschichtsvergessenheit, unsere Ahnungslosigkeit, was Geschichte generell betrifft, liefert uns aus an die Tyrannei des Jetzt. Wir brauchen wirklich mehr historische Perspektiven. Dann würde ich sie vielleicht auch noch gerne fragen, wie Freiheit für Frauen aussehen sollte; ich glaube, dass auch dieses Thema unsere Zeit extrem umtreibt und beschäftigt, jetzt gerade auch in pandemischen und postpandemischen Zeiten und es in Zukunft auch immer wichtiger wird. Freiheit hat aus philosophischer Sicht zwei Bedeutungen: Klassischerweise von Kant und dann die Freiheit zu gestalten, die Freiheit, als Frau auch alles machen zu können. Ich glaube, dass wir jetzt nochmal ein ganz neues Verständnis von Freiheit brauchen, das überhaupt nichts mit Feminismus oder sonstigen kantischen Bestimmungen zu tun hat. Freiheit ist nur dann wahre Freiheit, wenn sie auf Zugehörigkeit, auf Begegnung, auf Interdependenz und Vernetztheit fußt. Sonst wird es in Zukunft keine Freiheit mehr geben. Diese Ego-Freiheit ist passé.
RR: Übertragen werde ich nun Kaiserin Friedrich begegnen. Das interessiert mich jetzt wirklich! Gerade weil ich wieder ein Frauenbuch schreibe - auch mit anti-ideologischer Zielsetzung. Role Models, die mich beeindrucken, sind immer NonKonformistinnen, also Innovatoren oder Innovatorinnen. Wir brauchen jetzt wirklich mal etwas anderes. Und dieser ganze Feminismus, der ist in eine Richtung gekommen, die mir überhaupt nicht mehr behagt. Wir haben diesen MarketingFeminismus. Es reicht jetzt. Das ist meine Meinung. Wir brauchen wieder einen Feminismus, der differenzierter ist und einen gewichtigen und nötigen Gegenpol zu den aktuellen Entwicklungen darstellt. Insofern: Victoria. Absolut. JH: Allerletzte Frage, persönliche Frage: Weiß Rebekka Reinhard schon, wie sie Weihnachten verbringen wird dieses Jahr? RR: Ja, mit meinen Eltern, wie jedes Jahr. JH: Vielen Dank für das Gespräch.
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IMPRESSIONEN
„Weihnachten ist keine Jahreszeit, Weihnachten ist ein Gefühl“: Für die meisten Menschen in der westlichen Welt ist das frohe Fest weit mehr als nur ein Feiertag zu Ehren der Geburt von Jesus Christus. Der Heiligabend bringt Familien und Freunde zusammen, sorgt bei Groß und Klein für leuchtende Augen und schafft nicht zuletzt jede Menge wertvolle Begegnungen. Sechs Mitarbeiter der Unternehmensgruppe Prinz von Hessen erzählen, was Weihnachten für sie persönlich bedeutet, wie sie Heiligabend am liebsten verbringen, und warum das Fest der Liebe für sie so besonders ist.
Zum Fest der Liebe:
WEIHNACHTEN BEI DER UNTERNEHMENSGRUPPE PRINZ VON HESSEN TEXT JONAS THOMA
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ANNA SMYREK Brand Design Manager
Fotos: Unpslash, Алсу Вершинина; freepik.com; Hessische Hausstiftung; Anna Smyrek
Anna Smyrek arbeitet seit März 2020 als Brand Design Managerin im Commercial Office und verbringt dementsprechend bereits ihr zweites Weihnachten als Mitarbeiterin der Unternehmensgruppe Prinz von Hessen. Nachdem Heiligabend im vergangenen Jahr aufgrund der weltweit grassierenden Corona-Pandemie nur sehr dürftig ausfiel, freut sie sich heuer besonders auf die gemeinsame Zeit mit Ihren Liebsten. „Weihnachten bedeutet für mich, Zeit mit meiner Familie zu verbringen, die Weihnachtsfeiertage zu genießen und bewusst wahrzunehmen. Zudem lasse ich immer das vergangene Jahr Revue passieren und freue mich auf das, was das kommende Jahr für mich bereithalten möge.“ Auch in puncto Kulinarik hat das Fest der Liebe einen großen Wert für Frau Smyrek: „Besonders das Essen an Heiligabend, bei uns gibt es traditionell heißen Stein, ist
ein Highlight. Meine Aufgabe ist es immer, das Fleisch zu schneiden, und mein Papa bereitet alle Soßen selber zu. Beim gemeinsamen Kochen und Essen sitzt die ganze Familie zusammen, wir führen interessante Gespräche und kommen zur Ruhe. Essen hat für mich ganz viel mit Genuss zu tun und deshalb kann ich dieses Jahr hoffentlich auch wieder das gesamte kulinarische Angebot auf den Weihnachtsmärkten erkunden.“ Zu Weihnachten ist für Frau Smyrek auch immer Zeit für den einen oder anderen Scherz im Kreis der Familie: „Zum Glück muss ich mittlerweile vor der Bescherung keine instrumentale Darbietung mehr geben. Dafür bereitet mir der alljährliche Wettkampf mit meinem Bruder, wer den hässlichsten Weihnachtspullover hat, nach wie vor großen Spaß.“
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IMPRESSIONEN
LARA WELLENDORF Auszubildende Hotelfach Bevor Lara Wellendorf im Jahr 2020 als Auszubildende im Hotelfach ein fester Teil der Unternehmensgruppe Prinz von Hessen wurde, war sie bereits seit 2017 als Aushilfe in dem Hotel & Restaurant Ole Liese auf Gut Panker in SchleswigHolstein tätig. Für die junge Frau ist Heiligabend gleich in zweifacher Hinsicht ein Grund zum Feiern: Mit meinen Freuden feiere ich immer in meinen Geburtstag rein, sodass wir alle den Heiligabend bei unseren Familien verbringen können.“
„Weihnachten ist nicht nur Weihnachten für mich, denn ich habe an diesem Tag auch Geburtstag. Deswegen ist es immer eine Kombination zweier toller Ereignisse für mich. Als Kind war dies besonders schön, da es nicht nur doppelt Geschenke gegeben hat, sondern es vor allem den ganzen Tag lang Geschenke gab. Vormittags bereite ich Kuchen und Torten zu, die nachmittags auf der Geburtstagsfeier mit meiner Familie verspeist werden. Abends feiern wir dann zusätzlich Weihnachten.
Hinsichtlich der Vorfreude auf das große Fest gilt für Frau Wellendorf das Motto ‚Je früher, desto besser‘: „Nach dem Totensonntag am 21. November macht es mir wahnsinnig viel Spaß, unser Haus zur Vorweihnachtszeit fleißig zu dekorieren. Auch das Plätzchen backen mit meinen Neffen im Advent ist ein alljährliches Ritual. Die Plätzchen unterscheiden sich immer in den Sorten, nur die Vanillekipferl gibt es jedes Jahr.“ Neben den süßen Köstlichkeiten gibt es im Hause Wellendorf zu Weihnachten traditionell Kartoffelsalat mit Würstchen. Doch erst im Anschluss an das Festmahl wird es so richtig spannend: „Nach dem Essen sind wir als kleine Kinder immer mit unserem Hund und Papa noch eine Runde spazieren gegangen und in der Zeit war dann der Weihnachtsmann bei uns daheim. Leider haben wir ihn jedes Jahr knapp verpasst, uns aber immer über die Geschenke gefreut. Noch heute genießen meine beiden kleinen Neffen dieses besondere Ritual.“
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ARUNA BARONNER Servicemitarbeiterin
Fotos: freepik.com; Hessische Hausstiftung; Anna Smyrek; Birthe Domnic
Seit 2019 arbeitet Aruna Baronner mit viel Herzblut und Leidenschaft als Servicekraft für die Unternehmensgruppe Prinz von Hessen und nennt das Schlosshotel Kronberg mittlerweile ihr zweites Zuhause. Sogar an Weihnachten verbringt sie einen großen Teil ihrer Zeit auf der Arbeit:
großen Dankbarkeit bei mir. Dankbarkeit, wie gut es uns geht, dass wir gesund sind und viele tolle Menschen in unserem Leben haben. In der Vorweihnachtszeit genieße ich es, Zeit für mich zu haben, Vanillekipferl wie jedes Jahr zu backen und dabei Weihnachtsgeschichten von Karl-Heinz Waggerl zu hören. Zudem verbringe ich viel Zeit mit meinen Freundinnen, in der man bewusst zusammensitzt, sich unterhält und gemeinsam lacht. Für solche Momente bin ich sehr dankbar.“
„An Heiligabend und in der Vorweihnachtszeit arbeite ich immer im Hotel. Dies bereitet mir besonders viel Freude, weil nicht nur alles so schön geschmückt ist, sondern sich auch ein besonderer Zauber über das Hotel und alle Gäste legt. Der Geist der Weihnacht lässt das Herz tanzen und bei der glücklichen Stimmung geht einem die Arbeit besonders leicht von der Hand!“
Zu guter Letzt hat Frau Baronner ein Faible für Christbaumschmuck und erfreut mit ihrer dekorativen Ader ihre Familie und so manche Nachbarn: „Ich liebe es, alles weihnachtlich zu dekorieren in der Wohnung und im Garten, damit alle anderen im Haus auch was davon haben. Im Advent und an Weihnachten zünde ich jeden Morgen schon eine Kerze an und stimme mich so mit Weihnachtsmusik auf die Weihnachtszeit ein.“
Wenn Frau Baronner gerade nicht arbeitet, macht sie es sich in der Weihnachtszeit gerne daheim gemütlich und verspürt dabei einen tiefen inneren Frieden: „Weihnachten ist eine Zeit der Freude und der
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I M P LRIEVSI SNI GO N E N
warte extra immer dieses besondere Erlebnis ab. Sich mit den Tüten durch die Stadt zu kämpfen, unterwegs einen Vino zu trinken und einfach das vorweihnachtliche Treiben zu genießen ist für mich zu einer festen Tradition geworden.“
PAULA ISABEL CZAPOWSKI Duale Studentin Marketing und Export / Sales Executive Frau Czapowski freut sich schon heute auf Heiligabend – für sie ist Weihnachten mit die schönste Zeit im Jahr. Schon im September 2018 absolvierte sie ein Praktikum innerhalb der Unternehmensgruppe Prinz von Hessen. Im Oktober 2019 kehrte sie schließlich als duale Studentin im Bereich Marketing und Export zurück und kümmert sich um die Vermarktung des hauseigenen Weinguts. In der Vorweihnachtszeit pflegt sie ein besonderes Ritual:
Auch das Christfest selbst ist bei Frau Czapowski streng durchgetaktet: „Am Morgen des Heiligabends treffen wir Mädels uns immer, um noch einen Kaffee und einen Prosecco zu trinken und gemütlich in den Weihnachtstag zu starten. Danach gehen wir dann alle nach Hause, um mit unseren Familien Weihnachten zu feiern. Wir begehen das frohe Fest immer als große Patchwork Familie. Neben direkten Verwandten sind auch befreundete Familien sowie Freunde, die sonst alleine wären, Teil unserer großen Runde. Es geht laut und lustig zu, es wird sich unterhalten, zusammen gegessen und das Fest der Liebe in wundervoller Gesellschaft genossen. Diese bunte Runde variiert von Jahr zu Jahr und deshalb feiern wir Weihnachten auch jedes Jahr woanders. Der Gastgeber des Festes ist für die Hauptspeise zuständig und deshalb variiert diese auch: Wir hatten schon von Braten, über Fondue und Weißwürstchen mit Kartoffelsalat die verschiedensten Leckerbissen. Und für die anderen Speisen des Menüs sorgen immer die Gäste. Traditionell werden als Nachspeise immer Bratäpfel gemeinsam befüllt und in guter Gesellschaft verzehrt. Das Fest ist ungezwungen und jeder ist in unserer großen Runde willkommen.
„Vor Weihnachten verreise ich meistens an ferne Orte, an denen nicht ein allzu weihnachtliches Gefühl aufkommt aufgrund der Temperatur oder weil dort kein Weihnachten gefeiert wird. Sobald ich am 22. Dezember wieder da bin, liebe ich es, vollkommen in die Weihnachtsstimmung einzutauchen. Dann stellt sich auch automatisch das Gefühl von Weihnachten ein.“ Um sich vollkommen im Weihnachtstrubel zu verlieren, schiebt Frau Czapowski auch die alljährlich anstehenden Geschenkebesorgungen bis zuletzt auf: „Am 23. Dezember liebe ich es, mich mitten in das Getümmel in der Stadt zu stürzen und LastMinute alle Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Ich kaufe auch nie die Geschenke vorher, sondern
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Weihnachtsstimmung bei. Wenn Schnee liegt – ob an Weihnachten oder zwischen den Jahren – und man das weiße Schloss in dieser Schneelandschaft sieht, dann stellt sich automatisch ein verzauberndes weihnachtliches Gefühl ein.“
PATRICK LINZ Hausmeister Seit 2019 ist Patrick Linz Teil der Unternehmensgruppe Prinz von Hessen. Als Hausmeister ist Schloss Fasanerie für ihn nicht nur Arbeitsplatz, sondern auch Wohnort. Dieser Umstand bringt speziell in der Weihnachtszeit einige Vorteile mit sich:
Nachdem Herr Linz in den Wochen vor Weihnachten die romantische Adventsstimmung rund um das Schloss genossen hat, lässt er es zum frohen Fest gemeinsam mit seiner Familie gesellig angehen – es wird sogar musikalisch:
„Weihnachten bedeutet für mich, mit der Familie zusammen sein und diese Zeit in Ruhe zu genießen. Da ich als Hausmeister residenzpflichtig auf Schloss Fasanerie bin, feiern wir das Weihnachtsfest bei mir daheim. Meine Freundin ist für die Dekoration im Haus zuständig, während meine Aufgabe darin besteht, den Weihnachtsbaum auszusuchen und zu schlagen. Da kommt man schon so richtig in Weihnachtsstimmung. Zudem stellen das Team und ich die großen Weihnachtsbäume vor dem Haupttrakt und im Wirtschaftshof des Schlosses auf und dekorieren diese mit Lichtergirlanden. Das verleiht dem Schloss ein wunderbares weihnachtliches Flair und trägt zur
„An Weihnachten selbst sitzen wir gerne vor dem Kamin, genießen gutes Essen und gute Getränke und packen zusammen die Geschenke aus. Als Tradition werden vor dem Auspacken der Geschenke erstmal mit voller Inbrunst Weihnachtslieder gesungen – das sorgt für eine fröhliche Weihnachtsstimmung. Und nach der Bescherung klinkt der Abend mit Gesellschaftsspielen aus.“
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LIVING
Inspiration für die Weihnachtszeit
GESCHENKIDEEN FÜR UNSERE LIEBSTEN
KAI Shun DM-W19 Santoku Kullenschliff 18cm mit Klingenschutz Die Shun Classic Serie vereint jahrhundertealte, japanische Samurai Schmiedekunst mit modernen und technisch ausgereiften Fertigungsverfahren unserer Zeit. Schön anzusehen sind die Shun Classic Klingen wegen ihres charakteristischen, seidenmatten Musters des Damaszener-Stahlverbunds aus 32 Lagen. Das Santoku mit Kullenschliff wird in diesem Set (209,28 € bei kai-messer.shop) mit dem praktischen Klingenschutz mit Magnetverschluss und dem KAI Pflegetuch aus Microfaser kombiniert. Dank der Vertiefungen des Kullenschliffs können sich kleine Luftpolster bilden, wodurch das Anhaften des Schnittguts am Messer minimiert und das Schneiden von hauchdünnen Scheiben vereinfacht wird.
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Ronnefeldt – Joy of Tea Box Höchste Teequalität überall bequem genießen: Die Joy of Tea Box von Ronnefeldt (69,00 € bei ronnefeldt.com), befüllt mit vier verschiedenen Sorten vorportioniertem BlattTee à zehn Portionen, verspricht anspruchsvollen Genuss zu Hause, bei der Arbeit oder auf Reisen. Die hochwertige Schmuck-Schatulle eignet sich wunderbar zum praktischen Wiederauffüllen und enthält die Sorten Darjeeling Summer Gold in BIO-Qualität, Morgentau®, Rooibos Cream Orange und Fruit Power.Bei allen Sorten finden ausschließlich beste Teeblätter und sorgfältig ausgewählte Inhaltsstoffe Verwendung. Das großzügige Netz aus umweltfreundlicher Naturfaser ermöglicht den Teeblättern außerdem ihre volle Entfaltung und verspricht somit große Geschmackserlebnisse.
Aesop Parsley Seed Gesichtspflegeset Das Aesop Parsley Seed Gesichtspflegeset (125,00 € bei aesop.com), reich an Antioxidantien und für die meisten Hauttypen geeignet, präsentiert sich als Wunderwaffe gegen gestresste und müde Männerhaut. Das Paket umfasst gleich drei Einsteigerrezepturen aus der Parsley Seed Anti-Oxidant Skin Care Serie, darunter ein Reiniger, der oberflächliche Unreinheiten gründlich entfernt und die Haut sanft glättet, ein Toner, der ausgleichend wirkt und die Haut auf leichte Weise hydratisiert sowie ein hydratisierendes Serum, das mit einer Mischung aus antioxidativ wirkenden Inhaltsstoffen für eine gestärkte und zarte Haut sorgt. Ein stärkendes Trio – wie gemacht für das Leben in der Großstadt.
ROECKL Handschuh Moskau in verschiedenen Farben Klassischer Liebling: Der ROECKL Handschuh Moskau aus feinem Haarschaf-Nappaleder (159,00 € bei roeckl.com) reicht weit über das Handgelenk hinaus und verleiht jedem Outfit ein elegantes Statement. Der Damenhandschuh ist mit edlem Kaschmir gefüttert und hält an kühleren Tagen besonders warm. Erhältlich in einer großen Farbpalette von Classic Red über Cashmere bis Cognac ist für jeden Geschmack der richtige Style dabei. Seit 180 Jahren ist ROECKL ein Synonym für feinste Lederhandschuhe und Premiumaccessoires wie elegante Taschen, edle Seidenschals und Tücher, feine Strickaccessoires und Kleinlederwaren, die Freude bereiten sollen. Das Unternehmen weiß dabei schon immer mit den Werten Qualität, Handwerkskunst und Stil zu begeistern. Nicht umsonst legte schon um 1900 der Königlich Bayerische Hof sein Vertrauen in die Hände von Heinrich Anton Roeckl in dritter Generation.
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BEAUTY
Hautexpertin Elena Helfenbein leitet die Behandlungsentwicklung bei Babor
Im exklusiven Babor Shop in Hamburg in der Kaiserstraße gibt es immer die neuesten Beautytrends zu entdecken
Touch meets Tech
DIE WIEDERENTDECKUNG DER BERÜHRUNG
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optimieren. Eine Behandlung kann aber noch viel mehr. „Wir wissen nun besser denn je, dass eine Behandlung ein einzigartiges Erlebnis ist. Ja, es geht um Performance der Produkte, aber es geht eben auch um die ganz besondere, emotionale Performance einer Berührung“, so Helfenbein.
ine Umarmung. Ein aufmunterndes Schulterklopfen. Ein tröstendes Streichen über die Wange. Keine andere Form der Kommunikation ist so universell wie eine Berührung. Keine andere Form ist so kostbar. Die Berührung ist der erste Sinn, den Menschen als Kinder entwickeln, und er bleibt vielleicht der emotional wichtigste in unserem Leben. Allein in unseren Fingerspitzen sind 3.000 Rezeptoren. Als Expertin für die Entwicklung von Behandlungen weiß Elena Helfenbein um die Kraft der Berührung: „Eine Berührung kann den Blutdruck senken, die Herzfrequenz erhöhen, lässt Hormone ausschütten oder Neuropeptide aktiv werden.“ Dieses Wissen nutzen die Experten von BABOR, um die Wirkung der Hautpflegeprodukte in einer Behandlung zu
Die vergangenen Monate haben digitale Angebote auch im Beauty-Bereich förmlich per Raketenantrieb in die Zukunft geschossen. „Das ist richtig und wichtig“, meint die Schönheitsexpertin. „Eine Online-Hautanalyse, die auf künstlicher Intelligenz basiert, ist ein mega Service. Einfach zu bedienen und ein toller Ratgeber.“ Der Online-Beautyberater vereint die innovativen Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz mit dem BABOR Exper-
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WA H R E S C H Ö N H E I T MÖCHTE NICHT G E FA L L E N , SONDERN ZEIGT SELBSTBEWUSSTSEIN.
MÜHELOS SCHÖN Wer bei seiner Hautpflege das Mehr an Wirkung sucht, setzt auf BABOR. Wer zudem einen authentischen Brand möchte, der hält, was er verspricht, wird sich bei BABOR wiederfinden. Für BABOR ist Schönheit individuell und sehr persönlich. Wahre Schönheit möchte nicht gefallen, sondern zeigt Selbstbewusstsein. Und sie hat den Mut, nach MEHR zu verlangen. ask for more ist Markenclaim und Programm: BABOR steht für MEHR Beauty Performance. Für MEHR sichtbare Ergebnisse. Nachhaltig. Professionell. Entwickelt von Experten. Die Marke BABOR ist das Herzstück der BABOR BEAUTY GROUP. Die BABOR BEAUTY GROUP ist ein inhabergeführtes, deutsches Familienunternehmen, Global Player in der Kosmetikindustrie und Heimat einiger der begehrtesten internationalen Beautybrands. Mit mehr als 65 Jahren Expertise entwickelt die BABOR BEAUTY GROUP individuelle Hautpflege für jeden Anspruch. Die DNA des Unternehmens ist fest verknüpft mit Innovationsdrang und Nachhaltigkeit. Geforscht, entwickelt und produziert wird zu 100% in Deutschland. So ist jedes Produkt von der Idee bis zum Tiegel „Made in Germany“. Das zahlt sich aus – die Unternehmensgruppe ist auf konsequentem Erfolgskurs. „Diese Liebe zum Detail, zu Qualität, zur Schönheit – das ist die Stärke unseres Familienunternehmens“, so Mitinhaberin Isabel Bonacker. Isabel Bonacker
Fotos: Barbor
tenwissen. Er ermittelt so in Echtzeit den persönlichen Hautzustand und stellt die optimale Skincare zusammen – maßgeschneidert auf die Bedürfnisse des Users. Basierend auf einem Selfie und den Pflegezielen analysiert das Tool 15 verschiedene Parameter. Den Besuch in einem Kosmetikinstitut ersetzen kann dieses Tool jedoch nicht, da ist sich Elena Helfenbein sicher. Und 3.000 Rezeptoren in unseren Fingerspitzen geben ihr Recht, wenn sie nach einer Behandlung über die zarte Haut streichen. Diese Performance schafft nur eine Berührung. Ein Institut oder einen SPA in der Nähe finden Sie auf babor.com.
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BEAUTY
STRAHLEND DURCH DEN WINTER
2-PHASENREINIGUNG: HY-ÖL UND PHYTOACTIVE
EIN LIEBLING IM SORTIMENT
Keine Chance für Eis und Schnee: Mit den innŽǀaƟǀen WrŽduŬten ǀŽn KZ ist die ,aut in der Ŭaůten :ahresnjeit ideaů ŐeŐen Kćůte und trŽcŬene ,einjunŐsůuŌ ŐeǁaƉƉnet͘
Wo andere Cremes aufgeben, kommt BABOR ins Spiel. Unsere Cremes versprechen effektive Hauttherapie für ein straffes, kosmetisches Lifting. Neben einem multiaktiven Hyaluronsäurekomplex, der intensiv „aufpolstert“, enthält die Collagen Booster Cream auch das speziell entwickelte Collagen Booster Peptid. Es wirkt biomimetisch und stimuliert die Fibroblasten, die für die Produktion von Collagen verantwortlich sind, so dass die Haut sich selbstständig wieder festigt und mehr Volumen erhält.
DOCTOR BABOR POWER SERUM AMPOULES – FÜR MEHR SICHTBARE ERGEBNISSE Doctor BABOR meets The Ampoules: Mehr Power, mehr Innovation und mehr sofort sichtbare Hautergebnisse mit den neuen Doctor BABOR Power Serum Ampoules und ihrem einzigartigen Wirkstoffkonzept! Das innovative Konzept bietet durch die präzise Synergie aus hochpotenten Cosmeceutical Wirkstoffen und der hochkonzentrierten Wirkpower der weltberühmten BABOR Ampullen eine noch effizientere Wirkung für jedes Hautproblem. Das Ergebnis – die BABOR Ampullen Revolution!
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Fotos: Barbor
Öl macht schön und porentief rein! Daher führt bei BABOR kein Weg am flüssigen Gold vorbei. Das hydrophile Öl wird trocken auf die Haut aufgetragen und löst öllösliche Partikel. Ein Quillaja Extrakt, der aus der Rinde des Seifenrindenbaums gewonnen wird, wirkt gleichzeitig wie ein Schmutzmagnet. Befeuchtet und in Verbindung mit einem Phytoactive wird das Öl zur milchigen Emulsion, die auch wasserlöslichen Schmutz entfernt und gleichzeitig pflegt.
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© We W Wertheim rtheim rthe im Villa V Village illage ge 2021 2021
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Wertheim Village – nur 50 Minuten von Frankfurt
REPORTAGE
Frostharte Vielfalt aus eigenem Anbau:
DIE TOPINAMBUR IST DAS TRENDGEMÜSE DES WINTERS TEXT JONAS THOMA
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Fotos: Mediathek
REPORTAGE
Küchenchef Volker Fuhrwerk (unten) offeriert in seinem mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Gourmet-Restaurant „1797“ moderne deutsche Küche. Inspiration für seine Gerichte holt er sich dabei häufig in seinem eignen Gemüsegarten.
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ie ersten Sonnenstrahlen blinzeln frühmorgens durch die dichten Baumwipfel und spiegeln sich spielerisch im Raureif, der um diese Uhrzeit noch auf den Blättern liegt. Hier und da zwitschert ein Vogel, in einiger Entfernung ist das sanfte Rauschen der Ostsee zu hören. Volker Fuhrwerk betritt seinen Küchengarten und marschiert zielgerichtet auf einen Strauch zu, dessen gelbe Blüten beim ersten Hinsehen an eine Sonnenblume erinnern. „Unsere Topinambur wächst und gedeiht“, freut sich der Spitzenkoch. „Bald können wir sie ernten!“ Das traditionsreiche Trakehnergestüt Gut Panker in der Holsteinischen Schweiz, dessen adelige Geschichte bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht, ist ein wahrer Hort der Ruhe. Eingerahmt von einer so abwechslungsreichen wie nordisch-noblen Landschaft ist der magische Ort geprägt von einem barocken Herrenhaus mitsamt Parkanlage, anmutigen Pferden und endlos grünen, saftigen Weideflächen. Zu dem historischen Ensemble
gehört mit dem Restaurant & Hotel Ole Liese auch ein Beherbergungsbetrieb, der in der Region seines gleichen sucht. In dem malerischen Hideaway wird Nachhaltigkeit tagtäglich gelebt – deutlich wird das unter anderem in der Küche von Sternekoch Volker Fuhrwerk, der in seinem Gourmet-Restaurant „1797“ den Schwerpunkt auf Qualitätsprodukte aus Norddeutschland legt. Die aufwendigen, teils äußert fantasievollen Kompositionen haben dem Küchenchef und seinem Team zuletzt sogar einen Stern im aktuellen Guide Michelin beschert. Neben Fisch, Schalen- und Krustentieren aus Nord- und Ostsee setzt Fuhrwerk bei seinen Gerichten besonders auf saisonale, erntefrische Zutaten aus seinem eigenen Gemüse- und Kräutergarten. Das idyllische Kleinod wird ganzjährig bewirtschaftet und bietet den idealen Nährboden für viele mitunter außergewöhnliche, heimische Sorten wie die Topinambur, die als Wurzelgemüse mit der Karotte und der Kartoffel verwandt ist. „Unser Bestreben ist es, so nachhaltig wie möglich zu arbeiten. In unserem Gemüsegarten kultivieren wir vor allem Pflanzen, die man ansonsten eher selten bekommt und von denen man auch wirklich alle Teile nutzen kann“, erklärt Fuhrwerk, und ergänzt: „Am eigenen Anbau fasziniert mich persönlich, dass ich auf der einen Seite genau
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Betrachtet man die Blüten der Topinambur, verwundert es nur wenig, dass die Pflanze sehr eng mit der
Fotos: Hessische Hausstiftung; pexels; GoodLifeStudio
Sonnenblume verwandt ist.
weiß, wo meine Zutaten herkommen, und auf der anderen Seite macht es für mich als Koch einen großen Unterschied, ob ich meine Waren einfach am Telefon bestelle oder schnell in den eigenen Garten rüber laufe, um mir die Pflanzen, die ich für meine Gerichte verwende, live und in Farbe anzusehen. So nah dran zu sein ist eine echte Inspirationsquelle.“ Auch für die Auszubildenden im Restaurant „1797“ ist der eigene Gemüsegarten im Sinne der eigenen Weiterbildung von großem Vorteil. „In anderen Betrieben lernt man nicht, was Brunnenkresse oder Vogelmiere ist“, meint Fuhrwerk schmunzelnd. Nicht zuletzt, so der Koch weiter, sei der eigene Garten ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal, dass die Küche in der Ole Liese von so vielen anderen unterscheidet. „Wir können unseren Gästen zu jedem Gericht eine Geschichte erzählen, da wir uns durch den Eigenanbau natürlich viel intensiver mit den Pflanzen beschäftigen und dementsprechend auch von der Wahl des richtigen Saatguts bis hin zur wirklichen Verarbeitung alles über unsere Zutaten wissen.“
Eine der Hauptzutaten für viele Gerichte im Restaurant „1797“ ist in den kommenden Wochen und Monaten die Topinambur. Das in Deutschland höchstens als Geheimtipp bekannte Wurzelgemüse ist unter einer Vielzahl von Namen im Umlauf, darunter Schnapskartoffel, Erdsonnenblume, Ewigkeitsknolle und Jerusalem-Artischocke. „Wie die Kartoffel kommt auch die Topinambur ursprünglich aus Südamerika und wächst als Wurzel unter der Erde. Von der Form und auch vom Geschmack her ähneln sich die beiden ebenfalls, wobei die Topinambur in ihrer Note noch etwas differenzierter ist. Auch ist sie nicht zu verwechseln mit der Süßkartoffel“, erläutert Fuhrwerk. Die Pflanze fängt im Herbst an zu blühen und ist schon kurz danach, wenn die Knollen eine gewisse Größe erreicht haben, bereit, um geerntet zu werden. „Die Topinambur kommt jedes Jahr wieder zurück, da wir bei der Ernte immer ein paar Knollen in der Erde vergessen. Dadurch hat sie bei uns im Kräutergarten mittlerweile einen festen Platz.“ Besonders spannend an der Topinambur findet der Spitzenkoch, dass sie frosthart ist, das heißt auch im Winter geerntet werden kann. „Wir lassen sie einfach im Boden, und wenn wir etwas brauchen, gehen wir schnell in den Garten und graben etwas aus. Da im Winter natürlicherweise nicht viel in unserem Gemüsegarten wächst, sind wir sehr
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REPORTAGE
Der Geschmack der Topinambur ist leicht nussig bis süßlich und erinnert an Artischocken und Maroni. Die Knolle ist vielseitig einsetzbar und kann im Gegensatz zur Kartoffel auch als Rohkost gegessen werden.
schmack, die Textur und das Mundgefühl zu verbessern. „Außerdem ist die Topinambur sehr kalorienarm, da sie zu rund 80 Prozent aus Wasser besteht, und sie enthält sehr viel Eisen, was wiederum ein lebensnotwendiges Spurenelement ist“, führt Fuhrwerk aus. froh über die Topinambur, die – auch hier vergleichbar mit der Kartoffel – vielfältig einsetzbar ist und sowohl süß etwa als Eis, aber auch salzig beispielsweise zu Wild genossen werden kann.“ Braten, garen, frittieren, mit oder ohne Schale, in frischen Salaten, als Suppe, Püree, Pommes oder Chips – in puncto Verarbeitung der Topinambur sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Im Dessertbereich werden sogar die knallig gelben Blüten zur Dekoration verwendet. Die Topinambur ist aber nicht nur in Sachen Vielfalt und Geschmack eine Klasse für sich – die edle, fein-nussige Knolle hat auch hinsichtlich positiver Gesundheitsaspekte einiges zu bieten. In dem Wurzelgemüse steckt nämlich der wertvolle Ballaststoff Inulin, der auch in hoher Dosis kaum Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel hat, da er im Dünndarm nicht verstoffwechselt wird und damit zum Beispiel für Diabetiker unbedenklich ist. Inulin ist heutzutage oft Zutat in der Lebensmittelherstellung, beispielsweise in Joghurt als Fettersatz und um den Ge-
Vielfältig einsetzbar, äußerst schmackhaft und dazu noch gesund – die Topinambur ist ein Superfood, das mühelos selbst angebaut werden kann und dazu sogar im Winter zu ernten ist. Für Volker Fuhrwerk ist die Pflanze ein wichtiger Bestandteil seiner Küche und längst ist die Knolle aus seinem Gemüsegarten nicht mehr wegzudenken. Durch den eigenen Anbau vieler seiner Zutaten und Rohstoffe schlägt der Koch neue Wege ein und trägt auf diese Weise zur nachhaltigen Entwicklung in der Gastronomie bei. „Ich interessiere mich brennend für Nachhaltigkeitskonzepte aller Art. In der Ole Liese werfen wir so wenig wie möglich weg und versuchen, so wenig wie möglich Plastikmüll zu produzieren; selbst meine Kochjacken bestelle ich bei einem Unternehmen, das CO2-neutral arbeitet. Allerdings gibt es natürlich noch immer viel zu tun. In anderen Ländern gibt es beispielsweise bereits Ansätze, in Restaurants das alte Fett aus Fritteusen als Seife auf den Toiletten wiederzuverwenden. Nachhaltigkeit gehört in jedem Fall die Zukunft.“
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TOPINAMBUR IST EINE PFLANZE, D I E B O T A N I S C H Z U R FA M I L I E D E R KO R B B L Ü T L E R Z Ä H LT U N D Z U R SEL BEN GAT T U NG W IE DIE
zum idealen Kartoffelersatz für Übergewichtige und Diabetiker.
ist aber ausgesprochen kalorienarm. Diese Eigenschaften machen sie
Die Topinambur enthält sehr viele basische Mineralstoffe und Vitamin C,
SONNENBLUME GEHÖRT
TOPINAMBURREIS ▶ 4 Eigelb ▶ 250ml Milch ▶ 250ml Sahne
Fotos: Hessische Hausstiftung; kkavve; freepik
▶ 100g Zucker ▶ 15g Mädesüss ▶ 200g geputzte Topinambur ▶ 30g Butter ▶ 1 Prise Salz
Die Milch, die Sahne und das Mädesüss in einen Topf geben und langsam aufkochen. Dann vom Herd nehmen und ziehen lassen. Die Topinambur in kleine Würfel schneiden und in der Butter von allen Seiten goldbraun rösten. Mit einer Prise Salz würzen. Die Eigelbe mit dem Zucker verrühren. Das Mädesüss-Milch-Sahne-Gemisch nochmals aufkochen und durch ein Sieb, unter ständigem Rühren, zu den Eigelben geben. Nun alles zusammen mit den gerösteten Topinamburwürfeln fein mixen. Im Kühlschrank 24 Stunden durchkühlen lassen und dann in einer Eismaschine gefrieren.
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LÖWE LEO ERKLÄRT
WIE KOMMEN DIE POMMES AUF DEN TELLER? TEXT
JONAS THOMA
Doch wie kommen die Pommes jetzt eigentlich auf Deinen Teller? Das ist gar nicht so kompliziert, dauert aber eine gewisse Zeit. Zuerst werden die Kartoffeln geschält und in lange Stücke geschnitten. Danach werden die einzelnen Streifen in kochendes Pflanzen-Fett gegeben und ausgebacken. Dieser Vorgang heißt frittieren. Am besten frittiert man die Pommes gleich zweimal, damit sie auch wirklich gut durch sind. Am Ende sind die Pommes genau so, wie du sie am liebsten hast: Schön heiß, außen knusprig und innen weich.
ommes werden aus Kartoffeln gemacht – das weiß ja jedes Kind, oder? Aber wo kommen Kartoffeln eigentlich her? Und wie landen die fleischigen und unförmigen Kartoffeln am Ende als dünne, leckere Pommes auf deinem Teller? Löwe Leo begibt sich auf Spurensuche. Die Geschichte der Kartoffel und damit auch der Pommes beginnt in Südamerika – rund 10.000 Kilometer von Deutschland entfernt. Bereits vor 8.000 Jahren begannen die dortigen Ureinwohner, Kartoffeln anzupflanzen. Erst viele Jahre später, im 16. Jahrhundert, kam die Kartoffel auf Umwegen dann auch nach Europa.
Ganz sicher weißt du, wie lecker Pommes schmecken. Ob als Beilage zu Fisch oder Fleisch, mit Käse überbacken oder pur mit Ketchup und Mayo – die frittierten Kartoffeln sind immer ein großer Genuss. Allerdings solltest du ein wenig darauf achten, wie viele Pommes du isst. Denn obwohl Kartoffeln Pflanzen mit vielen Nährstoffen und Vitaminen sind, steckt in verarbeiteten Pommes meistens jede Menge Fett und Salz. Das ist ungesund und macht auf Dauer dick. Wenn man die Pommes nicht frittiert, sondern im Backofen backt, spart man sich einen großen Teil des Fetts. Und wenn du noch gesündere Pommes essen willst, solltest du deine Eltern einmal nach Süßkartoffel-Pommes fragen. Die sind mindestens genau so lecker und außerdem deutlich gesünder. Probier‘s aus!
Schon kurz nachdem die ersten Kartoffeln in Europa landeten, fingen die Menschen an, mit der neuen Pflanze zu experimentieren. In Belgien beispielsweise konnten die Menschen im Winter nicht so viel fischen wie im Sommer und entschieden sich deshalb angeblich dazu, die Kartoffeln in Fischform zu schneiden und anschließend in Öl auszubraten. Und schon waren die Pommes geboren. An der Geschichte gibt es allerdings große Zweifel. Kritiker sagen, zur damaligen Zeit hätten die Menschen in Belgien gar nicht genug Fett gehabt, um darin Kartoffeln zu braten. Klar ist: Pommes, wie wir sie heute kennen, gibt es seit gut 100 Jahren. Mittlerweile ist die leckere Beilage aus der Küche nicht mehr wegzudenken.
Ich hoffe, du hast auch heute wieder ein bisschen was gelernt, und ich wünsche dir jetzt schon einmal guten Appetit, wenn das nächste Mal Pommes auf dem Tisch stehen!
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Schrit t 1: Die Kartoffeln werden geerntet
Schrit t 2: Waschen und sauber machen
Schrit t 3: Schnitzen, schnitzen, schnitzen
Schrit t 4: Jetzt wird frit tiert, manchmal sogar 2 mal
Fotos: Hessisches Hausstiftung; freepik
Und dann wird gemampft, mit Ketchup oder Mayo oder ohne, ganz egal
Bis zum nächsten Mal, Dein Löwe
mhhhh, lecker
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BERICHT
“MEIN HESSENLAND BLÜHE UND IN IHM DIE KUNST” (Großherzog Ernst-Ludwig)
AU TOR
ie Mathildenhöhe in Darmstadt ist ein Ort von ungebrochener Strahlkraft: Noch heute spüren Besucher den Geist des Aufbruchs am Anfang des 20. Jahrhunderts, den unbedingten Willen zur Erneuerung und den Wunsch nach friedlicher Koexistenz der Kulturen sowie nach gegenseitiger Inspiration, der den Großherzog Ernst-Ludwig von Hessen und
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JONAS THOMA
bei Rhein sowie die Künstler der Kolonie damals antrieb. Aufgrund der gewaltigen kulturhistorischen Bedeutung entschied sich das Welterbekomitee der UNESCO am 24. Juli dieses Jahres dafür, die Mathildenhöhe als 48. Welterbestätte Deutschlands auszuzeichnen. „Die Mathildenhöhe ist ein weltweit herausragendes Beispiel visionärer Gestaltungskunst“, erklärt die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Maria Böhmer, und ergänzt: „Künstlerinnen und Architekten haben hier an der Nahtstelle von Jugendstil und Neuem Bauen Pionierarbeit geleistet. Ich freue mich, dass die UNESCO die ehemalige Künstlerkolonie in den Kreis der bedeutendsten Kulturdenkmäler der Welt aufgenommen hat.“
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Mathildenhöhe: Hochzeitsturm, Ausstellungsgebäude, Russische Kapelle und Lilienbecken sind im Jugendstil gehalten und gehören heute zum
Fotos: Pixabay
Weltkulturerbe der UNESCO.
„Habe Ehrfurcht vor dem Alten und Mut, das Neue frisch zu wagen. Bleib treu der eigenen Natur und treu den Menschen, die du liebst.“ Gemäß diesem Motto gründete der kunstsinnige und vielfältig kulturell interessierte Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt im Jahre 1899 die Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe in Darmstadt, um das hessische Kunstgewerbe zu fördern. Unter dem Leitspruch „Mein Hessenland blühe und in ihm die Kunst“ erwartete er aus einer Verbindung von Kunst und Handwerk eine wirtschaftliche Belebung für das Großherzogtum Hessen. Ziel
Die Sonnenuhr auf der Südseite wurde 1914 nach Entwürfen von Friedrich Wilhelm Kleukens ausgeführt. Sie wird von den 12 Tierkreiszeichen auf blauem Grund umrahmt.
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BERICHT
Die großherzogliche Familie – Ludwig, Ernst Ludwig, Georg Donatus und Eleonore – anlässlich der Eröffnung der Künstlerkolonie Darmstadt, 1914
Besuch der großherzoglichen Familie anlässlich der KünstlerkolonieAusstellung 1914 in Darmstadt – Großherzog Ernst Ludwig, an der Hand Prinz Ludwig und Großherzogin Eleonore mit Erbgroßherzog Georg Donatus
des Projekts sollte vornehmlich die Erarbeitung neuzeitlicher und zukunftsweisender Bau- und Wohnformen sein. Was folgte, war eine beispiellose Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält: Im Laufe ihres Bestehens gehörten der Kolonie 23 Künstler an, die im Zuge diverser Ausstellungen bis 1914 zahlreiche zukunftsweisende Bauten mit Ausstattung vom Mobiliar bis zum Geschirr, eingebettet in eine Parkanlage mit Skulpturen, Brunnen und Gartenpavillons erschufen. In dieser Zeit entwickelte sich die Mathildenhöhe zu einem der wichtigsten Zentren moderner Kunst und Architektur in Europa und der Welt. Die begehbaren Le-
benswelten und ästhetischen Gesamtkunstwerke prägten das Designverständnis nachfolgender Generationen maßgeblich. Kennzeichnend für die Gestaltung der Mathildenhöhe war die künstlerische Stilrichtung des Jugendstils, der um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert entstand und durch dekorativ geschwungene Linien und flächenhaft stilisierte pflanzliche oder abstrakte Ornamente charakterisiert ist. Noch heute geht von der Mathildenhöhe eine große Faszination aus; die kürzliche Ernennung des künstlerisch wertvollen Ensembles, zum Weltkulturerbe bekräftigt ihren Anspruch als eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler weltweit. Renate Charlotte Hoffmann ist stellvertretende Vorsitzende des Vereins Freunde der Mathildenhöhe Darmstadt und war maßgeblich an der UNESCO-Bewerbung der historischen Stätte beteiligt. Für sie ist die Künstlerkolonie ein ganz besonderer Ort: „Die Mathildenhöhe ist mit ihren eigenwilligen Bauwerken, den großzügigen Freiflächen und Grünanlagen und dem großen Wasserbassin eine Kulturstätte mit einzigartigem Flair. Sie lädt ein zum Flanieren, zum Schauen oder auch um eine der regelmäßig stattfindenden Ausstellungen und das Museum Künstlerkolonie zu besuchen. Ganz besonders schätze ich den
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freien Zugang für alle Besucher zu jeder Tages- und Nachtzeit. Ein überaus stimmungsvoller Ort ist der Platanenhain mit seinem schützenden Blätterdach und dem Skulpturenensemble, das vom Werden und Vergehen als Kreislauf des Lebens kündet. Wer einmal in einer warmen Sommernacht über den Hügel schlendert und in aller Ruhe diese Anlage auf sich wirken lässt, wird ein Gefühl des Glücks erfahren, wie es nur an wenigen Orten einer Großstadt zu finden ist.“
Fotos: Archiv des Hauses Hessen
Für die erste Kultivierung der Fläche der Mathildenhöhe zeichnete sich Prinz Christian, ein Bruder des damals regierenden Großherzogs Ludwigs I., bereits im Jahre 1800 verantwortlich, als er auf einem östlich von Darmstadt gelegenen Hügel anstelle eines Weinbergs eine Parkanlage plante. Großherzog Ludwig III. führte diese Bemühungen einige Jahre später fort und benannte das Areal nach seiner Gattin Mathilde. Der Großneffe von Ludwig III. war Großherzog Ernst Ludwig, der, von den kreativen Strömungen der damaligen Zeit sehr angetan, im Jahre 1899 schließlich die Künstlerkolonie unter Mitwirkung des Verlegers Alexander Koch auf der Mathildenhöhe gründete. Zunächst gelang es dem Großherzog, sieben Künstler für sein Projekt in Darmstadt zu begeistern. Ein auf drei Jahre befristetes Gehalt und die Aussicht
Ernst Ludwig-Haus Eröffnungsausstellung der Künstlerkolonie, 1901
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auf eine wachsende Auftragslage sollte die Zukunft der Kreativen absichern. Zu den ersten Bewohnern der Kolonie zählten neben dem bekannten Maler und Grafiker Hans Christiansen auch die beiden jungen Münchner Künstler Paul Bürck und Patriz Huber, Joseph Maria Olbrich aus Wien und der Bildhauer Ludwig Habich als einziger gebürtiger Darmstädter. Im Laufe der Jahre kamen weitere Künstler wie der Architekt Emanuel Josef Mangold, der Keramiker Jakob Julius Scharvogel und der Glaskünstler Josef Emil Schneckendorf dazu. Gemeinsam erschufen die Männer ein einmaliges architektonisches Ensemble,
BERICHT
Das 1908 fertiggestellte Ausstellunggebäude von Joseph Maria Olbrich bildet mit dem ebenfalls zur Hessischen Landesausstellung für Freie und Angewandte Kunst erbauten Hochzeitsturm ein das Stadtbild eindrücklich prägendes Ensemble.
Großherzog Ernst-Ludwig von Hessen und bei Rhein begegnete dem Geist der damaligen Zeit als Gründer der Künstlerkolonie mit neuen Ansätzen, indem er Raum für ein öffentliches Kunstbewusstsein schuf und überdies die städtische Baukultur weiterentwickelte. Noch heute steht das Haus Hessen für Erneuerung, die durch Tradition bedingt und geprägt wird. Ein Erbe ist nichts, worauf es sich ausruhen lässt – im Gegenteil: Erbe verpflichtet dazu, die Errungenschaften der Vergangenheit mit neuen Ideen fortzuführen und weiterzuentwickeln. Das Erbe der Hessischen Landgrafen, Kurfürsten und Großherzöge wird durch die Kulturstiftung des Hauses Hessen und der Hessischen Hausstiftung bereits seit Jahrzehnten gepflegt. Für die Mathildenhöhe in Darmstadt beginnt mit der Ernennung zum Weltkulturerbe ein neues Kapitel. Renate Charlotte Hoffmann freut sich sehr darüber: „Mit der Aufnahme in die Liste der Welterbestätten erhält die Künstlerkolonie eine Wertschätzung, die sie im Laufe ihres Bestehens so noch nicht erfahren hat. Erhalt und Pflege dieser einzigartigen Stätte werden nun eine höhere Priorität erhalten, und das kommt dem Ensemble auf der Mathildenhöhe und auch allen ihren Gästen zugute.“
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Fotos: Pixabay
bestehend aus Wohngebäuden, Gärten mit Brunnen und Skulpturen sowie öffentlichen Bauten wie Ateliershäusern und Ausstellungsgebäuden. Die Architekten und Künstler waren dabei von der Idee getragen, Architektur, Innenarchitektur, Möbeldesign, bis hin zu technischen Geräten des täglichen Lebens durch den gemeinsamen künstlerischen Ansatz des Jugendstils miteinander zu verbinden. Zu den Highlights zählen das Lilienbecken, der Hochzeitsturm, das Große Haus Glückert sowie die farbenprächtige Russische Kapelle, die allerdings unabhängig von der Künstlerkolonie bereits Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde.
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MEINUNG
GLAUBE IN DER KRISE
IST DIE KIRCHE NOCH IMMER EIN ORT DER BEGEGNUNG? AU TOR
JONAS THOMA
JH: Ich würde gerne gleich zu Beginn mit einer sehr weltlichen, ja beinahe einer Vertriebssicht auf Sie beide zukommen. Wie holen Sie Ihre Kunden, Ihre Gläubigen, in Krisenzeiten, wie wir sie aktuell haben, ab? Es war ja schon vor Corona nicht so, dass die Kirchen wegen Überfüllung geschlossen hatten. Herr Dr. zu Eltz, was denken Sie?
ie Kirche gilt seit jeher als ein Ort der Begegnung, des Gebets und der Gemeinschaft mit Gott. In der heutigen Zeit steht die Kirche allerdings vor großen Herausforderungen – egal ob evangelisch oder katholisch. Dabei kommt der Kirche besonders in Zeiten sozialer Isolation eine unabdingbare Rolle menschlichen Miteinanders zu. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Ist die Kirche noch ein Ort der Begegnung für alle Generationen und Bevölkerungsschichten? Zu diesem Thema diskutieren der katholische Stadtdekan von Frankfurt am Main, Dr. Johannes zu Eltz, und der evangelische Pastor Dr. Bernd Schwarze.
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JzE: Erstmal muss ich im Hinblick auf die Corona-Pandemie sagen, dass wir nach den Erlassen im März 2020 schockiert waren. Gottesdienste waren verboten und die Kirchenleitungen haben das hingenommen, zumindest anfangs. Ich habe hier in Frankfurt versucht, den Gottesdienstbetrieb, auf ein kleines Rinnsal zusammengeschmolzen, immer weiter fließen zu lassen, damit die Kontinuität des öffentlichen Gotteslobes nicht unterbrochen wird. Das ist ein gesellschaftliches Datum. So wie das Glockenläuten. JH: Aber was kann man konkret dafür tun? In der Tat ist es doch so, dass viele Menschen schon gar nicht mehr die Bedeutung des Glockengeläuts kennen. JzE: Ich bin befreundet mit dem berühmt gewordenen Jesuiten-Pater Klaus Mertels, der die Missbrauchsaufarbeitung vor elf Jahren in Gang gebracht hat. Und der sagt: „Wenn man Vertrauen gewinnen will, darf man nicht Vertrauen gewinnen wollen.“ Das ist ein sehr
Das Gespräch führt Jens Huwald.
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”Der schönste Beruf ist aber für mich der eines Künstlers.“ Dr. Bernd Schwarze
kluger Satz und den würde ich auf die Gläubigen, die nicht mehr in einen Gottesdienst gehen, ausdehnen. Wenn wir wieder interessanter, relevanter, wichtiger, fröhlicher werden wollen, dann dürfen wir das alles nicht zum Ziel unserer strategischen Überlegungen machen. Wir müssen das, was ausstrahlungskräftig ist, einfach tun. Wir müssen spirituelle, intellektuelle und musikalisch hochwertige Gottesdienste feiern. JH: Herr Dr. Schwarze, aus Ihrer Sicht, welche Rolle hat die Kirche während der Corona Pandemie eingenommen? Ist die Corona-Pandemie eine Chance für die Kirche im Sinne eines Neustarts? BS: Ich fürchte, eine große Chance wurde vertan. Zwar hat es während der Lockdown-Zeiten beeindruckende Nachbarschaftsaktivitäten und auch kreative Projekte einzelner gegeben, aber eine hilfreiche theologische Deutung und auch eine geistliche Hilfestellung der Kirchen wurde zu Recht vielerorts vermisst. Die Hirtenworte kamen noch am ehesten vom Robert-Koch-Institut. Ein katholischer Oberhirte wetterte in der Tagesschau, dass sich die Kirchen ihre Gottesdienste nicht verbieten lassen dürften, wegen des Grundrechts auf Ausübung der Religionsfreiheit. Dabei hatten diesen Herrn Grundrechte, wie etwa die Gleichberechtigung der Frauen, bis dahin niemals interessiert. Sein evangelisches Pendant blickte zwar nicht so sauertöpfisch drein, wusste über die Gottesdienstfrage hinaus aber auch nichts Substanzielleres zu bieten.
Foto: Kateryna Kovarzh
JH: Können Sie das konkretisieren? BS: Gerne: Erschöpft sich unser Auftrag wirklich im ordnungsgemäßen Kult am Sonntag? Das kann es doch nicht sein! Schon gar nicht, wenn man bedenkt, wie wenige es prozentual zur Gesamtbevölkerung sind, die ihre sonntägliche Erbauung noch in einer Kirche suchen. Diakonisches Wirken und seelsorgerliches Begleiten werden immer noch geschätzt. Aber was unsere Botschaften und unsere kommunikativen Rituale betrifft, müssen wir wohl ganz neu Buchstabieren lernen.
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JH: Ich möchte an dieser Stelle gern die Frage einbringen, wie wir junge Menschen dazu bringen, wieder zum Gottesdienst zu gehen. Mir hat eine kluge Philosophin einmal gesagt, dass sie sich aktuell stark an die Zeiten der Aufklärung erinnert fühle. Wir sind als Gesellschaft wieder in einer Phase, in der wir uns neu orientieren, neue Wege gehen. Ist das nicht auch die Chance, grundsätzlich neu anzusetzen? Und das zweite Themenfeld ist durchaus das des christlichen Wertegefüges. Wir haben immerhin eine Verfassung, die auf den Werten des Christentums beruht – unser Kodex des Zusammenlebens. Dieser Kodex geht ein Stück weit immer mehr verloren. Liegt es daran, dass unser christliches Bewusstsein nicht mehr so vorhanden ist? JzE: Das erste ist natürlich völlig richtig. Klar, sogar mit Corona und den ganzen Erschütterungen in der Gesellschaft ergeben sich gewaltige Chancen für eine Glaubensgemeinschaft mit so einer starken Botschaft und so einer Tradition, wie wir sie haben. In der katholischen Kirche sind wir nicht geübt darin, Dinge im Modus des Angebots in die Gesellschaft hineinzuspielen. Mein Lieblingsbeispiel dafür ist die Fronleichnamsprozession. In einer katholischen Gegend mussten Sie dort, wo die Fronleichnamsprozession vorbeigeführt wurde, den Hut ziehen und sich verbeugen, egal welche Gesinnung Sie hatten. Taten Sie es nicht, kamen vielleicht am nächsten Tag die Leute nicht mehr zu Ihnen in die Bäckerei, um Brötchen zu kaufen. Und diesen religiösen oder parareligiösen Zwang, der unsere Angebote qualitätsunabhängig den Leuten aufgenötigt hat, gibt es nicht mehr. Jetzt müssen wir uns auf einmal bewähren. Das sind die neuen Marktbedingungen. Und das macht man nicht so einfach. Zum zweiten Teil der Frage: Ich habe Jura studiert, bevor ich bei der Kirche angeheuert habe, und bin tief davon überzeugt, dass die Verfassung ohne
MEINUNG
man müsste andere Wege finden für die Finanzierung, die zweifelsohne sichergestellt sein muss?
den Beitrag der Christen und die Präsenz der Christen in der Gesellschaft und Rechtsgemeinschaft ihren Zusammenhang verliert. Vieles wird unverständlich, wenn der christliche Hintergrund ausgeblendet wird. Für meine Begriffe sind Werte keine primären Produkte, sondern Werte sind Derivate. Christliche Werte gibt es nicht ohne christlichen Glauben. Und wenn der christliche Glaube nicht mehr gelebt wird, dann werden Werte von Ihren Wurzeln abgeschnitten und dann gibt es sie noch eine Zeit lang, aber sie verblühen wie Schnittblumen. Und deswegen sind aktiver und hingebungsvoller christlicher Glaube und Leidenschaft für Gott auch gesellschaftsrelevant. JH: Herr Dr. Schwarze, was bringt den Menschen die Kirche heutzutage nahe? Wie kann die Kirche die Menschen begeistern und erreichen? BS: Bestimmt nicht mit Anbiederung, auch nicht mit ausgefeilten Medienkonzepten. Sondern mit Offenheit und Ehrlichkeit. Mit dem Eingeständnis des durchaus begründeten Ringens zwischen Glauben und Zweifel. Mit analogrealen Begegnungen in weiten schönen Räumen, was ja für lange Zeit jetzt nicht möglich war. Menschen, die eine kirchliche Veranstaltung besucht haben, bei der sie sein durften, wer und wie sie sind, kommen gern wieder. Man täte besser daran, einmal im Monat eine richtig gute Veranstaltung zu machen, statt achtmal lieblos und kulturell ärmlich. JH: Kommen wir einmal zur Glaubwürdigkeit der Kirche: Es gibt eine enge Verknüpfung zur Gesetzmäßigkeit und auch zum Steuerrecht in Deutschland. Finden Sie es richtig, dass in Deutschland immer noch automatisch der Staat primär die Kirchensteuer einzieht? Nimmt das der Kirche nicht die Glaubwürdigkeit und
BS: Das Kirchensteuersystem ist momentan das Instrument, welches eine Amtskirche, somit auch eine mit liberalem Potential und ohne übertriebenen Dogmatismus, noch am Leben erhält. Auch wenn es anderswo Kirchen gibt, die allein mit freiwilligen Abgaben zurechtkommen: Bei uns ist es mit der Freiwilligkeit nicht weit her. Vom Grundsatz her bin ich kein Freund des Steuermodells, aber ohne dieses würde es jetzt rasant bergab gehen. JzE: Ich bin nicht der Meinung, dass eine Steuer die angemessene Form der Finanzierung der großen Kirchen ist, wiewohl sie große Vorzüge hat. Die Kirchensteuer mit ihrer Anonymität vermindert den Einfluss von Großspendern, die versuchen, durch ihre persönliche Finanzierung auch persönliche Ziele zu erreichen. Wenn ich mein Geld wert bin, kann ich mich wirklich der Seelsorge widmen und muss nicht, wie in Amerika zum Beispiel, einen sehr erheblichen Teil meiner Zeit und Energie auf Fundraising aufwenden. Eine Adaption der italienischen Lösung würde mir gut gefallen. ‚Otto per mille‘, also, dass es eine staatliche Kultursteuer gibt, die der Steuerpflichtige der Institution auf der Liste widmen kann, der er in diesem Jahr sein Vertrauen schenkt. Das gefällt mir und passt gut in die Zeit. JH: Es gibt mittlerweile viele Bestrebungen und Proteste von außen, die Kirche zu renovieren. Insbesondere geht es um die Rolle der Frau in verantwortlichen Positionen in der Kirche. Herr Dr. zu Eltz, was ist Ihre Meinung als katholischer Stadtdekan? JzE: Es ist gut verständlich, warum Jesus die apostolische Struktur der Kirche mit Männern grundgelegt hat. Die Sammlung der zwölf Stämme Israels musste einst in einer patriarchalischen Gesellschafft über Männer abgewickelt werden. Frauen waren nicht rechts- und zeugnisfähig. Nicht zuletzt durch den Beitrag des Christentums hat sich aber die patriarchalische Gesellschaft im Laufe der Jahrhunderte zu der gewandelt, die wir heute haben und die wir nicht missen wollen. Der Sprengsatz für den Patriarchalismus steckt in der Bibel selbst – wenn Paulus sagt: „Nicht Jude, noch Grieche, nicht Sklave, noch Freier, nicht männlich, noch weiblich, sondern ihr alle seid einer in Christus“ ist das Dynamit für identitäre, patriarchale Gesellschaften. Deshalb bin ich dafür, die Weihämter in der Kirche Frauen zugänglich zu machen.
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JH: In dieser Corona-Zeit haben Sie beide einzelne Schicksale erlebt. Gab es irgendetwas, das Ihnen wirklich zu Herzen gegangen ist? BS: Eine klassische Parochie hat St. Petri zu Lübeck ja nicht. Dafür allerdings viele Kontakte zu freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern. Das Leiden von Musikern, die nicht mehr auftreten durften, war enorm. Nicht nur, dass sie wegen fehlender Auftritte ihr Publikum vermissten, manche hatten irgendwann kein Geld mehr für die Miete oder das Essen. Ich habe dann einen Künstlerhilfsfonds ins Leben gerufen, und neben vielen Kleinspendern ist dann eine große Stiftung eingestiegen, und wir konnten insgesamt 200.000 Euro unbürokratisch weitergeben. Und wir haben einige Hundert private Vorgartenkonzerte vermittelt, bei denen sie gegen Hutkasse unter Corona-Regeln mal wieder auftreten konnten. JzE: Ich versuche, so gut ich nur kann, mich ansprechbar zu halten für Einzelne, die mit ihren Lebensfragen und Lebenssorgen dann zu mir kommen, und das hat es Gott sei Dank auch immer wieder gegeben. Wenn ich das überhaupt nicht mehr mache, bin ich nur noch ein Funktionär, weil das meine Tätigkeit mit sich bringt. Ich kann, das werden Sie verstehen, über die seelsorglichen Dinge, die da an mich herangetragen werden, nicht offen reden, aber ich will Ihnen auch sagen, dass Menschen in der Corona-Zeit seelisch buchstäblich die Decke auf den Kopf gefallen ist und sie sich in einer Weise von ihren Dämonen gejagt und vom Bösen geplagt fühlen, wie man sie sich vorher, als noch mehr Licht und Luft an unser Leben rankam, gar nicht vorstellen konnte. Dann beruhigend, bestärkend und befreiend wirken zu können, bildet die Sternstunden der Seelsorge. Gott sei Dank geht das!
Foto: Anne Oschatz; Privat
JH: Letzte Frage, auch relativ pragmatisch, es geht um das Thema Personal, um damit auch den Bogen zum Anfang zu schlagen. Sie können nun den Aufruf starten, neue Kolleginnen und Kollegen zu akquirieren. Sagen Sie uns, warum Ihr Job der Schönste der Welt ist. BS: Ist er das? Ich weiß es nicht. Also, der vielseitige Austausch mit so vielen unterschiedlichen Menschen ist schön. Die Tatsache, dass das Gelingen von etwas hier nicht Wertschöpfung heißt, dass es nicht immer nur ums Gewinnen geht, dass das Traurige und Dunkle nicht geleugnet wird, sondern einen Ort hat. Und dass man mit Phantasie und ein wenig Fleiß wirklich
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etwas bewirken und manchmal sogar andere glücklich machen kann, ist schon nicht schlecht. Der schönste Beruf ist aber für mich der einer Künstlerin, eines Künstlers. Musizieren, Schreiben, Theaterspielen, Tanzen, Bilder und Skulpturen schaffen: Das ist das Größte. Und wir müssen uns unbedingt darum kümmern, dass diese wunderbaren Menschen auch davon leben können. JzE: Trotz all der Brüche, die es besonders in der letzten Zeit gegeben hat, und dem Vertrauensverlust, mit dem wir es zu tun haben, ist das Vertrauen, das die Menschen bei uns zu Jesus haben, noch wirklich sehr tief. Es ist einzigartig. Mit diesem Vertrauen bekommen wir es zu tun, wenn Menschen der Kirche begegnen als dem Raum, in dem sie mit Christus zu tun haben dürfen oder in dem er ihnen begegnet. Ich darf ja auch manches in seinem Namen tun – wenn ich die Eucharistie feiere, tue ich das nicht auf eigene Rechnung, sondern im Auftrag des Herrn. Wenn ich in der Beichte Menschen von ihren Bedrängnissen befreie oder sie von ihren Sünden losspreche, tue ich es im Namen Jesu. Es gibt wirklich nichts Besseres als das. JH: Vielen Dank Ihnen beiden für das Gespräch.
Dr. Johannes zu Eltz ist römisch-katholischer Priester, Stadtdekan von Frankfurt am Main, Domkapitular des Bistums Limburg und dessen ehemaliger Offizial. Dr. Bernd Schwarze ist ein promovierter evangelischer Theologe und arbeitet seit über zwanzig Jahren als Pastor in der St. Petrikirche zu Lübeck. Außerdem ist er talentierter Kriminalromanautor – sein Debütwerk „Mein Wille geschehe“ erschien dieses Jahr bei Knaur.
EVENTKALENDER
MARTINSGANS 12. NOV. 2021 DINNER, 13. NOV. 2021 LUNCH UND DINNER, 14. NOV. 2021 LUNCH UND DINNER SCHLOSSHOTEL KRONBERG
ENGLISH AFTERNOON TEA 04. SEP. 2021 – 27. MÄR. 2022 SCHLOSSHOTEL KRONBERG
02.10.21 – 10.04.22 V ER A NSTA LT U NGEN LIESE LIEST – LITERATURWOCHENENDE 11. – 13. FEB. 2022 OLE LIESE HOTEL & RESTAURANT
WINTERFÜHRUNG IN SCHLOSS FASANERIE 27. / 28. NOV. 04. / 05. / 11. / 12. / 18. / 19. DEZ. SCHLOSS FASANERIE 51
EVENTKALENDER
OKTOBER NOVEMBER 04. SEP. 2021 – 27. MÄR. 2022
11. – 14. NOV. 2021 NACH RESERVIERUNG
ENGLISH AFTERNOON TEA Sobald der Herbst in den Startlöchern steht, zünden wir das knisternde Kaminfeuer in der Bibliothek an und eröffnen die Saison rund um unseren heiß begehrten, traditionellen English Afternoon Tea. Zu sanfter Klaviermusik werden eine Selektion feiner Tee-Arrangements, begleitet von Scones mit Clotted Cream, Sandwiches und Tartes serviert.
SAMSTAGS 16:00 UHR; SONNTAGS 14:00 UND 16:00 UHR SCHLOSSHOTEL KRONBERG Hainstraße 25, 61476 Kronberg 62,00 € p. P. +49- 6173 32109 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de schlosshotel-kronberg.com/eat
4 GÄNGE MARTINSGANSMENÜ IN DER OLE LIESE WIRTSCHAFT Gold-braun, zart und saftig – so muss eine Martinsgans zubereitet sein. Küchenchef Volker Fuhrwerk und sein Team servieren vom 11. bis 14. November in der Ole Liese das Traditionsmenü mit den klassischen Beilagen wie Rotkohl, Klößen und Maronen… OLE LIESE HOTEL & RESTAURANT 69,00 € p. P. reservations@ole-liese.de, ole-liese.de/events
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EVENTKALENDER
12. / 13. / 14. NOV. 2021
12. NOV. DINNER, 13. NOV. LUNCH UND DINNER, 14. NOV. LUNCH UND DINNER Eine der bekanntesten Traditionen zum St. Martins-Tag ist die Zubereitung der Gans. Wir laden Sie dazu ein diese Tradition aufrecht zu erhalten und die Martinsgans, welche von Christoph Hesse und seinem Team zubereitet wurde, zu genießen. In einzigartiger Atmosphäre im Schlossrestaurant sowie in unseren Salons servieren wir Ihnen ein traditionelles 4-Gänge-Menü.
11:00 UND 18:30 UHR SCHLOSSHOTEL KRONBERG
89,00 € p. P. Foto: lilechka75
+49- 6173 32109 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de
schlosshotel-kronberg.com/martinsgans
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EVENTKALENDER
WEIN- UND GOURMETGALA Weingutsdirektorin Bärbel Weinert vom Weingut Prinz von Hessen ist zu Besuch auf Gut Panker. Im Gepäck hat sie ausgesuchte Weine des Weingutes. Um das kulinarische Wohl kümmert sich Volker M. Fuhrwerk zusammen mit Christoph Hesse, Küchenchef im Schloßhotel Kronberg. Gemeinsam werden die beiden Spitzenköche der Unternehmensgruppe Prinz von Hessen ein wunderbares Menü zu den erlesenen Weinen kreieren.
19:00 UHR OLE LIESE HOTEL & RESTAURANT EURO 213,50 p.P im DZ/nur VA EURO 139,00 p.P reservations@ole-liese.de, ole-liese.de/events
Foto: Hessische Hausstiftung
20. NOV. 2021
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EVENTKALENDER
ADVENTSZEIT
27. NOV. – 26. DEZ. 2021
ENGLISH AFTERNOON TEA IN DER ADVENTSZEIT Besonders im Advent ist der traditionelle English Afternoon Tea ein absolutes Highlight. Das festlich geschmückte Schloss verzaubert seine Besucher mit einer wundervollen weihnachtlichen Stimmung. Sobald der Herbst in den Startlöchern steht, zünden wir das knisternde Kaminfeuer in der Bibliothek an und eröffnen die Saison rund um unseren heiß begehrten, traditionellen English Afternoon Tea. Zu sanfter Klaviermusik werden eine Selektion feiner Tee-Arrangements, begleitet von Scones mit Clotted Cream, Sandwiches und Tartes serviert.
SAMSTAGS 16:00 UHR; SONNTAGS 14:00 UND 16:00 UHR SCHLOSSHOTEL KRONBERG 74,00 € p. P. +49- 6173 32109 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de schlosshotel-kronberg.com/eat
JEDES ADVENTS WOCHENENDE
WEIHNACHTS-CAFÉ OLE Traditionell zur Adventszeit wird das kleine Gutsdorf Panker festlich geschmückt. Genießen Sie bei einem gemütlichen Bummel die vorweihnachtliche Stimmung und im Weihnachts-Café Ole köstliche Leckereien und einen heißen, duftenden Punsch.
NUR BEI GUTEM WETTER, 12:00 – 18:00 UHR OLE LIESE HOTEL & RESTAURANT
28. NOV. 05. / 12. / 19. DEZ. 2021 12:00 UHR
ADVENTSBRUNCH Lassen Sie sich von der Vorfreude auf Weihnachten anstecken und verbringen Sie entspannte Adventsstunden im Kreise Ihrer Liebsten. Unser Adventsbrunch bietet Ihnen den perfekten Rahmen, um mit vielfältigen kulinarischen Köstlichkeiten in besinnlicher Atmosphäre im festlich geschmückten Schloss die Weihnachtszeit zu begrüßen. SCHLOSSHOTEL KRONBERG 88,00 € p. P. +49- 6173 32109 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de schlosshotel-kronberg.com/adventsbrunch
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EVENTKALENDER
ADVENTSZEIT AN ALLEN ADVENTSWOCHENENDEN
03. – 05. DEZ. 2021 19:00 UHR
07. DEZ. 2021 17:30 UHR
WEIHNACHTSMARKT Bummeln Sie in historischem Ambiente und entlang von prachtvoll beleuchteten und festlich geschmückten kleinen Ständen. Genießen Sie besinnliche Momente bei Glühwein, gebackenen Waffeln und Grillspezialitäten. An allen vier Adventswochenenden wird der Weihnachtsmarkt seine Tore für Sie öffnen. FREITAGS 15:00 – 20:00 UHR; SAMSTAG & SONNTAG 11:00 – 20:00 UHR SCHLOSSHOTEL KRONBERG Eintritt kostenfrei
FOUR-HANDS-DINNER Vier Hände, zwei Sterneköche, eine Küche. Gunter Ehinger und Volker Fuhrwerk werden Sie an diesem Abend zusammen mit einem gemeinsamen Menü verwöhnen. Freuen Sie sich auf ein einmaliges Erlebnis. OLE LIESE HOTEL & RESTAURANT 241,00 € p.P im DZ/nur VA 179,00 € p.P ole-liese.de/events reservations@ole-liese.de, ole-liese.de/events
SALONKONZERT Einen traumhaften Winterabend können Sie bei unserem Weihnachtskonzert erwarten. Am Klavier in der weihnachtlichen Atmosphäre unserer Bibliothek Nami Ejiri, die bereits mehrfach zu Gast war. Begleitet wird Sie von Schauspieler David Rott mit einer Lesung. Eine internationale und epochale Mischung verschiedenster Werke rund um das Thema Weihnachten und Winter stimmt musikalisch auf die bevorstehenden Festlichkeiten ein. Lassen Sie uns gemeinsam zu Tschaikowskis „Die Jahreszeiten“ das Jahr 2021 noch einmal Revue passieren und es mit einem Scherzo von Chopin bewegend und dynamischen abschließen. Schlosshotel Kronberg, Hainstraße 25, 61476 Kronberg 115,00 € p. P +49- 6173 32709 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de, schlosshotel-kronberg.com/salonkonzert
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EVENTKALENDER
WINTERFÜHRUNG IN SCHLOSS FASANERIE
27. / 28. / NOV. 04. / 05. / 11. / 12. / 18. / 19. DEZ.
Foto: Hessische Hausstiftung
13:00 bis 17:00 Uhr, Start jeweils zur vollen Stunde; letzte Führung beginnt um 16.00 Uhr Erleben Sie den Zauber des Winters in Schloss Fasanerie – wunderschön illuminiert. An allen vier Adventswochenenden lädt Hessens schönstes Barockschloss zu winterlichen Führungen ein. Gemütlich wird es beim anschließenden Glühweintrinken und Plätzchennaschen. SCHLOSS FASANERIE, EICHENZELL 9 € p. P., 7,50 € ermäßigt, 4 € Schüler schloss-fasanerie.de
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EVENTKALENDER
DEZEMBER
24. DEZ. 2021
WEIHNACHTSMENÜ AM 24. DEZ. Der Heiligabend, ein Tag, an dem die ganze Familie zusammenkommt und man sich kulinarisch verwöhnt. In diesem Jahr präsentiert Ihnen Volker Fuhrwerk mit seinem Team ein 5-Gänge-Menü und wünscht Ihnen eine frohe Weihnacht!
18:00 UHR
OLE LIESE HOTEL & RESTAURANT
24.
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DEZ. 2021 18:30 UHR
139,00 € p. P. reservations@ole-liese.de, ole-liese.de/events
Was gibt es Schöneres als den Höhepunkt der besinnlichen Jahreszeit in einem einzigartigen Ambiente zu feiern? Unser festlich geschmücktes Schloss
Friedrichshof bietet die ideale Location, um das Weihnachtsmenü unseres Küchenchefs Christoph Hesse zu genießen. Gemeinsam gehen wir mit Ihnen und Ihren Liebsten auf eine kulinarische Reise. SCHLOSSHOTEL KRONBERG 149,00 € p. P. +49- 6173 32109 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de schlosshotel-kronberg.com/heiligabend
25.
BRUNCH AM 1. & 2.
26.
WEIHNACHTSFEIERTAG
DEZ. 2021 12:00 UHR
Unser Weihnachtsbrunch am 1. Weihnachtsfeiertag bietet Ihnen den perfekten Rahmen, um mit vielfältigen kulinarischen Köstlichkeiten in besinnlicher Atmosphäre im festlich geschmückten Schloss die Weihnachtszeit zu feiern. Der Weihnachtsbrunch beginnt um 11:00 Uhr und endet um 14:30 Uhr. SCHLOSSHOTEL KRONBERG 88,00 € p. P. +49- 6173 32109 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de schlosshotel-kronberg.com/weihnachtsbrunch
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EVENTKALENDER
DEZEMBER
25. DEZ. 2021 18:30 UHR
31. DEZ. 2021 19:00 UHR
31. DEZ. 2021 19:00 UHR
DINNER AM 1. WEIHNACHTSFEIERTAG Auch am 1. Weihnachtsfeiertag können Sie und Ihre Liebsten den Feiertag in einer entspannten und gleichzeitig festlich geschmückten Atmosphäre genießen. Zudem verwöhnt Sie unser Küchenchef Christoph Hesse mit einem ganz besonderen Menü. Begleiten Sie uns auf eine geschmackvolle Reise. SCHLOSSHOTEL KRONBERG 149,00 € p. P. +49- 6173 32109 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de schlosshotel-kronberg.com/weihnachtsdinner
SILVESTERMENÜ Begrüßen Sie das neue Jahr bei einem entspannten und genussvollen Abend im heimeligen Ambiente der Ole Liese. Sternekoch Volker Fuhrwerk und sein Team zünden mit einem 6-Gänge-Menü das letzte kulinarische Feuerwerk des Jahres 2021.
OLE LIESE HOTEL & RESTAURANT 179,00 € p. P. reservations@ole-liese.de, ole-liese.de/events
SILVESTER IM SCHLOSS Genießen Sie Ihre letzten Stunden im Jahr 2021 bei unserem köstlichen SilvesterDinner im stilvollen Ambiente unseres Schlosses. Wir feiern mit Ihnen gemeinsam in das neue Jahr und freuen uns auf Sie und Ihre Gäste! SCHLOSSHOTEL KRONBERG 230,00 € p. P. +49- 6173 32109 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de schlosshotel-kronberg.com/silvester
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EVENTKALENDER
JANUAR FEBRUAR 01. JAN. 2022
LANGSCHLÄFERFRÜHSTÜCK Der beste Weg, um entspannt in das neue Jahr zu starten, ist mit unserem Neujahrsfrühstück. Lassen Sie sich bei uns kulinarisch verwöhnen, denn ob herzhaft oder süß, bei den Köstlichkeiten unseres Frühstücks ist für jeden Feinschmecker etwas dabei. Unser Frühstück findet bis 13.00 Uhr statt. SCHLOSSHOTEL KRONBERG 4Ȩ,00 € p. P. +49- 6173 32109 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de schlosshotel-kronberg.com/neujahr
01. JAN. - 27. FEB. 2022 12:00 – 17:00 UHR
WINTERCOTTAGE Schlendern Sie durch den immer-grünen Schlosspark, entdecken Sie das strahlend leuchtende, weihnachtliche Schlosshotel und genießen Sie an kalten Wintertagen in unserem Winter-Cottage einen heißen Winzer-Glühwein und einer deftigen Kartoffelsuppe. Das Schlosshotel Kronberg lädt Sie im Januar und Februar immer samstags und sonntags in das Wintercottage ein. 01. JAN. – 27. FEB. 2022; IMMER SAMSTAGS & SONNTAGS (AUSSER 08./09.01.) ALMHÜTTE AM SCHLOSS KRONBERG keine Reservierungen notwendig, wintercottage.de
21. / 22. / 23. JAN. 18. / 19. / 20. FEB. 19:00 UHR
RACLETTE-ABEND IN DER ALMHÜTTE Kleine Schälchen, großer Genuss! Raclette ist das perfekte Menü für lange Wintertage und für besondere Feste wie der Jahresbeginn, um in geselliger Runde den Abend kulinarisch zu genießen. Ob Zwiebeln, Pilze, Speck, Zucchini und feine Fleisch- oder Fischstücke – bei unseren Racletteabenden kann jeder nach Belieben sein Pfännchen füllen und drauf los schlemmen. 21./22./23. JAN., 18./19./20. FEB. ALMHÜTTE AM SCHLOSS KRONBERG 49,00 € p. P. +49- 6173 32709 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de, schlosshotel-kronberg.com/raclette
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EVENTKALENDER
FONDUEABENDE IN DER ALMHÜTTE
01. JAN. – 26. FEB. 2022
Foto: Hessische Hausstiftung
Was gibt es Schöneres, als einen kalten Wintertag mit einem guten Tropfen und einem köstlichen Fondue ausklingen zu lassen? Das Schlosshotel Kronberg lädt Sie im Januar und Februar zu traditionellen Käsefondue-Abenden in unserer Almhütte ein. Freuen Sie sich auf ein typisch Schweizerisches Käsefondue und genießen Sie einen gemütlichen Abend im Schlosshotel Kronberg. 19:00 Uhr 01. JAN. – 26. FEB. 2022; IMMER DONNERSTAG – SAMSTAG ALMHÜTTE AM SCHLOSS KRONBERG 49,00 € p. P. +49- 6173 32709 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de, schlosshotel-kronberg.com/fondue
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EVENTKALENDER
JANUAR FEBRUAR 16. JAN. 2022 11:00 UHR
SALONKONZERT Mit dem Ausnahmetalent Puschan Mousavi Malvani erwartet Sie an diesem Sonntagvormittag eine bunte Mischung aus Barock, Klassik und Moderne. Der Künstler wird sowohl Stücke an der Violine als auch am Klavier interpretieren. Jeder der ausgewählten Komponisten sticht zu seiner Zeit durch besondere Kompositionsstile oder eine besondere Begabung am Instrument heraus und diese ergeben ein wunderbares Programm, das ganz zu seinem Interpreten passt. Schlosshotel Kronberg, Hainstraße 25, 61476 Kronberg Ȭ9,00 € p. P. +49- 6173 32709 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de schlosshotel-kronberg.com/salonkonzert
05.ˣ/ 06.ˣ .ˣ 2022 18:30 UHR
14. FEB. 2022 18:30 UHR
SKREI DINNER Skrei – selten auf Speisekarten zu finden, dabei aber ein echter Genuss. Küchenchef Christoph Hesse und sein Team widmen dem Fisch einen ganzen Abend und ein 4-Gänge-Menü der Spitzenklasse. Beginnen Sie den Abend mit einem Aperitif und entdecken Sie anschließend den dezenten, unaufdringlichen Geschmack des Skrei. Schlosshotel Kronberg, Hainstraße 25, 61476 Kronberg 89,00 € p. P. +49- 6173 32709 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de schlosshotel-kronberg.com/skrei
VALENTINS-DINNER Was passt besser, um den Tag der Liebenden zu feiern, als ein romantisches Dinner bei Kerzenschein in einem echten Schloss? Zum Valentinstag am 14. Februar serviert Ihnen unser Küchenchef Christoph Hesse ein perfekt für den „Tag der Liebe“ abgestimmtes Gourmet-Menü. Schlosshotel Kronberg, Hainstraße 25, 61476 Kronberg 89,00 € p. P. +49- 6173 32709 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de schlosshotel-kronberg.com/valentinstag
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EVENTKALENDER
LIESE LIEST – LITERATURWOCHENENDE 11. – 13. FEB. 2022
Lassen Sie sich an diesem Wochenende in die Welt der Bücher entführen mit dem Event “Liese liest”. Genießen Sie zwischen den Literatur-Erlebnissen die schöne Umgebung des Nordens von Deutschland und die malerische Dorfgemeinschaft Panker. Für die kulinarische Stärkung zwischen den Lesehighlights sorgt unser Küchenchef Volker Fuhrwerk.
OLE LIESE HOTEL & RESTAURANT
Foto: freepik
Inhalte und Preise des Arrangements finden Sie unter www.ole-liese.de/lieseliest reservations@ole-liese.de, ole-liese.de/events
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EVENTKALENDER
FEBRUAR
20. FEB. 2022 11:00 UHR
24. – 28. FEB. 2022
SALONKONZERT Erleben Sie mit Alexander Malter am Klavier eine musikalische Reise durch Europa. Er zählt zu den führenden russischen Pianisten sowie bekanntesten Interpreten der russischen Romantik und wird Sie an diesem Vormittag durch eine Auswahl der Werke von Bach, Busoni, Haydn, Mendelssohn-Bartholdy und Rachmaninow führen. Schlosshotel Kronberg, Hainstraße 25, 61476 Kronberg 99,00 € p. P. +49- 6173 32709 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de schlosshotel-kronberg.com/salonkonzert
ARRANGEMENT KARNEVALS-RUHE Keine Lust auf Alaaf, Helau und die närrische Zeit? In der Ole Liese können Sie die Ruhe der Plöner Seenplatte genießen und sich eine echte Auszeit gönnen. Keine Kamelle, kein Rosenmontagsumzug, aber dafür jede Menge Kulinarik und unberührte Natur erwarten Sie mit unserem Karnevals-Angebot.
OLE LIESE HOTEL & RESTAURANT Inhalte und Preise des Arrangements finden Sie unter www.ole-liese.de/karneval reservations@ole-liese.de, ole-liese.de/events
25. – 27. FEB. 2022
ˣ Einmal fühlen wie eine echte Prinzessin? Den Drehort eines Hollywood-Blockbuster entdecken? Im Schlosshotel Kronberg ist das möglich. Am £¡ ˣ dreht sich alles um den , welcher im Schlosshotel gedreht wurde. Freuen Sie sich auf ein Arrangement mit Dinner, Übernachtung, britischer Tee-Zeremonie und vielem mehr... Schlosshotel Kronberg, Hainstraße 25, 61476 Kronberg Inhalte und Preise des Arrangements finden Sie unter www.schlosshotel-kronberg.ˣ com/spencer +49- 6173 32709 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de schlosshotel-kronberg.com/ £¡
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EVENTKALENDER
MÄRZ APRIL 02. MÄR. 2022 18:30 UHR
13. MÄR. 2022 11:00 UHR
HERINGESSEN „Fleisch, lebe wohl“, so lautet die Übersetzung des Begriffs Karneval und läutet damit die Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern ein. Traditionell wird am Aschermittwoch Fisch gegessen, und auch im Schlosshotel bieten wir an diesem Tag ein traditionelles Heringsmenü an. Schlosshotel Kronberg, Hainstraße 25, 61476 Kronberg 89,00 € p. P. +49- 6173 32709 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de schlosshotel-kronberg.com/hering
SALONKONZERT Erneut begrüßen wir die Künstlerin Nami Ejiri und verabschieden mit ihr gemeinsam den Winter in der warmen und gemütlichen Atmosphäre unserer Bibliothek. Wo einst Victoria Kaiserin Friedrich ihre morgendlichen Stunden verbrachte, präsentiert Ihnen die Pianistin Werke von Sinding, Mendelssohn, Beethoven, Liszt, Grieg und Chopin. Schlosshotel Kronberg, Hainstraße 25, 61476 Kronberg 99,00 € p. P. +49- 6173 32709 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de schlosshotel-kronberg.com/salonkonzert
19. 20. MÄR. 2022 18:30 UHR
FRÜHLINGSERWACHEN Wenn in den Wäldern die ersten Sonnenstrahlen durch das leichte Blätterdach fallen und die Blüten aus dem Winterschlaf erwachen, kündigt sich allmählich der Frühling an. Zur Einstimmung hat unser Küchenchef Christoph Hesse ein leichtes 4-Gang-Menü mit frischem Bärlauch kreiert. Schlosshotel Kronberg, Hainstraße 25, 61476 Kronberg 89,00 € p. P. +49- 6173 32709 22, reservations@schlosshotel-kronberg.de schlosshotel-kronberg.com/frühling
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EVENTKALENDER
20. MÄR. 2022
TAG DER PRODUZENTEN Ob eigener Kräutergarten oder regionaler Bauer – in der Ole Liese wird lokal und saisonal gekocht. Am „Tag der Produzenten“ können Sie einige unserer Lieferanten bei einer Küchenparty kennenlernen. Freuen Sie sich auf ein Flying Buffet mit Kleinigkeiten der regionalen Produzenten – gekocht vom Team um Sternekoch Volker Fuhrwerk.
Tagesaktuelle Informationen finden Sie unter ole-liese.de reservations@ole-liese.de, ole-liese.de/events
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Foto: freepik
GANZTÄGIG OLE LIESE HOTEL & RESTAURANT
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67 *Gültig für Reisen vom 01. Oktober 2021- 31. März 2022. Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen