P R I M E S NOW BOAR DING
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NOV 2019
B E H I N D T H E S T O R Y
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Pic: Patrick Steiner | Blue Tomato Team Rider: Felix Widnig
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HAUPTSTRASSE 159, 5542 FLACHAU TEL. +43 (0) 6457 2929 INFO@SALZBURGERSPORTWELT.COM
ED I TORI AL
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iese Zeilen resultieren aus einer Unterhaltung, die mein Ego schmerzend verletzt und mich hart getroffen hat. Snowboarden hat seine Kultur verloren. Die Industrie feiert sich immer noch selbst, obwohl sie sich mit ihrer Performance am Rande der Belanglosigkeit bewege. Faszination und Identifikation sei bei Werbung für Katzenfutter höher als im Snowboarden, ganz zu schweigen von der Kreativität und Innovation, mit der die Bewerbung der Snowboard-Produkte über Medien und Social Media betrieben werde. Und auch die Leute die auf dem Snowboard stehen, kommen oftmals etwas unterbelichtet daher. Zieht man einen Strich unter diese Aussagen eines Typen, der für sein Leben gerne Snowboard fährt und von Berufswegen einen ziemlich genauen Plan hat, wohin sich Trends und Subkulturen bewegen, kommt man zu dem ernüchternden Ergebnis, dass es um Snowboarden schon mal besser stand!
Und trotzdem hallten diese Worte lange bei mir nach und brannten sich tief in meinem Bewusstsein ein. Ihr kennt es alle, wenn man etwas im Kopf hat, begegnet einem dieses Thema an jeder Ecke. Man liebäugelt z. B. mit dem Kauf eines alten VW Bus und schon sieht man die knatternden Eulen an jeder Ampel stehen. Genauso erging es mir plötzlich beim Snowboarden. Überall Proleten und Jacken, bei deren Anblick meine Pupillen anfingen wie Bälle im Flipperautomaten herumzuschießen. Hilfe, holt mich hier raus! Manche Menschen schreiben Bücher, um ihr Erlebtes zu verarbeiten. Andere legen sich auf die Couch und erzählen ihrem Psychiater, was sie beschäftigt. Mit dieser Prime Snowboarding-Ausgabe betreiben auch wir eine Therapie, indem wir uns den Spiegel vor Augen halten. Dabei geben wir nicht einem Psychiater unser Innerstes preis, sondern hören einem bunten Querschnitt an Menschen zu, die Snowboarden zu ihrem Lebensinhalt erklärt haben, um herauszufinden, ob es noch Hoffnung auf Heilung für uns Snowboarder gibt oder wir uns doch mit dem bitteren Vergleich abfinden müssen, dass wir weniger innovativ als Katzenfutterwerbung sind.
Es mag schon sein, dass es Klamotten gibt, die einen Tinnitus im Auge auslösen und nicht jedes Boarddesign jedermanns Sache ist. Und ja, das Marketing war sicher auch schon mal innovativer, aber ganz so dramatisch wie mir der Status Quo unseres Sports um die Ohren geklopft wurde, sehe ich die Situation dann doch nicht. Schließlich sind wir ja alle ein wenig unterbelichtet - das fängt beim Präsidenten von Amerika an und zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Gesellschaft bis zu uns Snowboardern, die sicher schon den Flug für den nächsten Surftrip im Frühjahr gebucht haben. Summa summarum ist die Situation suboptimal, aber absolut im grünen Bereich.
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Nehmt euch die Zeit und hört zu was die Menschen, die wir getroffen haben, uns erzählten und entscheidet anschließend für euch selbst, wo Snowboarden heute steht und welche Position ihr in dieser Selbsttherapie einnehmt. Viel Spaß mit der „behind the story“-Issue und wie immer: Ride on!
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Anthony Slater on the Whatever. Photo: Cyril Müller bataleon.com
For over 15 years, Bataleon has led the industry in 3D shape technology. We’ve perfected our patented Triple Base Technology™, producing boards with traditional camber and lifted contact points in all shapes, sizes and flavors, making snowboarding more enjoyable for all.
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Du bist schon seit langem im Geschäft und hast viele Fotografen gehen sehen und nur wenige kommen. Was sind die Gründe für das Fotografensterben? Tatsächlich habe ich mit 20 Jahren angefangen, in dieser Branche zu arbeiten. Jetzt bin ich 36 und ein „alter“ Hase im Geschäft .... Ich habe in all den Jahren viele Fotografen getroffen, die auch heute noch dabei sind, aber natürlich zieht es auch viele irgendwann in eine andere Richtung, wie z. B. in die Werbung. Manche wechseln auch komplett ihren Job. Aber der Hauptgrund für die rückläufige Anzahl an jungen Fotografen ist die Industrie selbst. Läuft es mal eine Saison nicht rund, werden als erstes die Budgets fürs Marketing gekürzt, was direkt die Fotografen, Filmer und Medien trifft. Natürlich kann ich solche Maßnahmen nachvollziehen, aber der Schuh drückt meiner Meinung nach wo ganz anderes. Ich habe schon so oft miterlebt, wie Verantwortliche herumjammern , dass sie keine Budgets haben, aber am gleichen Abend tausende von Euro für Alkohol und Lap Dance in Nachtclubs über die Firmenkreditkarte verpulvern. Ich bin kein Moralapostel und genieße selbst gerne eine gute Flasche Wein, die mein Auftraggeber spendiert, aber all das Rumgeheule, dass es keine Budgets gebe, halt ich für absoluten Käse. Dafür wird zu viel Geld von zu vielen Firmen beim Feiern und Essengehen verbrannt! Ich weiß auch, dass es Kids da draußen gibt, die sich eine Saison lang den Arsch beim Snowboarden aufreißen würden, wenn sie die 1000,- Euro als Reisekosten für ihren Winter von einem Teammanager bekommen würden, die der an einem Abend mit ein paar seiner Teamfahrer auf den Kopf haut.
Das ist eine klare Ansage! Aber sag mal, wie bist du überhaupt zur Snowboard-Fotografie gekommen? Zuerst war ich Skateboarder und Snowboarder. Die Fotografie tauchte erst etwas später auf, als ich 16 oder 17 war. Der Vater meines besten Freundes machte Aktfotografie. Er nahm mich mit in seine Dunkelkammer und zeigte mir, wie man die Schwarz-Weiß-Aufnahmen entwickelte. Für mich war es unglaublich faszinierend zu sehen, wie das Bild im Entwickler langsam auf dem Papier sichtbar wurde und es fasziniert mich heute noch immer. Die Aktfotografie war auch eine gute Strategie, um Aufmerksamkeit von den Mädels in der Schule zu bekommen. " Hey! Lass mich dich fotografieren und anschließend können wir die Filmrolle zusammen entwickeln und ein paar Prints davon abziehen und vielleicht danach noch ein wenig Liebe machen ... " Nichts Perverses übrigens, ich bin halt nur halb Franzose und halb Italiener, diese Mentalität wurde mir quasi mit in die Wiege gelegt. [lacht] Wie auch immer, es war auch schön, coole Fotos von unseren Skatetrips aus ganz Europa mit nach Hause zu bringen. Da einige meiner Freunde gesponsert waren, endeten irgendwann meine Fotos in Magazinen und ich bekam einen Job als Grafikdesigner beim Freestyler Magazine in Frankreich. Ich studierte noch zu dieser Zeit, also ging ich um 5 Uhr morgens
RIDER: ARTHUR LONGO
LOCATION: CHAMONIX, F
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ins Büro, dann um 9 Uhr in die Uni, dann zurück ins Büro zum Mittagessen und anschließend wieder zurück in die Uni, bevor es abends zurück ins Büro ging. Es war einfach unglaublich für mich, diesen Job zu bekommen, also habe ich wirklich alles dafür gegeben! Welche Eigenschaften muss man besitzen, um als Fotograf am Berg erfolgreich zu sein? Was genau bedeutet für dich Erfolg? Das du als Fotograf gute Fotos produzierst, die anschließend die Leute gerne sehen wollen und du letztlich damit Geld verdienen kannst. Um in den Bergen gut arbeiten zu können, muss man echt fit sein, Geduld mitbringen, früh aufstehen, die Gefahren des Berges einschätzen können, das Handwerk des Fotografen beherrschen und einfach hart arbeiten. Um erfolgreich zu sein, musst du auch anschließend deine Fotos bearbeiten und vermarkten, sonst war alles umsonst und der Erfolg in Form von Einnahmen bleibt aus. Dazu gehört die Kommunikation mit Marken und Medien, das Befeuern von Social Media-Kanälen und das Organisieren von Ausstellungen, als weitere Referenz und Erlösquellen. Neben der Fotografie muss man anscheinend auch einige andere Fähigkeiten mitbringen, um erfolgreich sein zu können. Dazu gehört der Umgang mit der Zeit an Downdays und das oft recht intensive Nachtleben der Fahrer, mit denen man unterwegs ist. An dieser Stelle tut es mir echt leid, dass ich mit dem Partymythos brechen muss, aber wenn du um 6 Uhr oder früher aufstehst, den ganzen Tag draußen bei Minustemperaturen im Backcountry verbracht und einen großen Kicker geschaufelt hast, dutzende Male im Tiefschnee irgendwo hochgehiket bist, hast du abends sicherlich keine Energie mehr, um im Nachtleben steil zu gehen. Vor allem, wenn man das mehrere Tage hintereinander macht! Das wilde Nachtleben findet zu der Zeit der Filmpremiere statt oder auf Messen und einigen Contests.
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RIDER: ARTHUR LONGO
LOCATION: CHAMONIX, F
LOCATION: OTARU, JPN
RIDER: BENNY URBAN
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20 LOC ATION CAF F È NONAME , IN T E RV IE W: S EBASTIAN GOGL
STAMMTISCH
CAFFÈ NONAME
Willkommen im Caffè NoName, der wohl bekanntesten Schweizer Einkehr für Snowboarder. Wir haben uns mit Melanie Schmid unterhalten, die mit ihrem Team den Laaxer Szenetreff direkt am Crab Sogn Gion für euch über die Wintersaison schmeißt. Warum Melanies Arbeitstag mit einem Work-out beginnt und vielleicht der perfekte Caffè NoName-Gast groß, 30, braungebrannt und vermögend sein sollte, erfahrt ihr hier beim Prime Snowboarding-Stammtisch.
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allo Meli, warum heißt das Caffè NoName eigentlich Caffè NoName? Da gibt es unterschiedliche Legenden. Die Berühmteste besagt, dass 200 Jahre n. Chr. der Einsiedler St. NoNamos diese
magische Tri Caffè Bohne entdeckte, die noch bis heute bei uns nach seiner Rezeptur geröstet und angeboten wird. Unser Caffè wurde also nach NoNamos benannt. Eine andere Version besagt, Reto Gurtner [ Chef von LAAX, Anm. d. Red. ] wollte einfach nicht,
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Das Caffè NoName liegt direkt oberhalb der Halfpipe und ist der Ort der Begegung aller Freestyler, die eine Pause vom Shredden brauchen
dass sich unter Umständen ein Sponsor bei der Namensgebung mit einschleichen kann, wodurch das „NoName“ entstand. Du bist für das Caffè NoName verantwortlich. Wie müssen wir uns deinen Arbeitsalltag vorstellen? Mein Tag startet meistens mit einem Work-out auf der Terrasse beim Schneeschaufeln, während die Sonnen aufgeht. Danach schalte ich unsere La Marzocco an und genieße die Ruhe vor dem Sturm bei einem leckeren Flatwhite. In unserem Team machen alle alles, weshalb ich den
Die geheimnisvolle Carolina ist noch schneller und aufmerksamer bei der Arbeit, als sie schön ist. Sie sieht alles und beherrscht viele Sprachen, also passt auf, was ihr bei uns anstellt und von euch gebt. Nici ist charmant, top organisiert und ein hervorragender Mentor für die neuen Teammitglieder. Sie ist immer für eine intelligente Diskussion zu haben, jedoch sollte das Thema wohl gewählt sein, denn die Frau hat Anspruch!
Sechs Engel für LAAX Meli (r. oben) und ihr Team
lieben Tag lang zwischen Barista, Kasse, Abräumen, Küche und Unterhalten unserer Gäste hin und her pendle. Nebenbei greife ich noch zum Hörer und bestelle z. B. 1000 Liter Milch oder 500 Paninibrötli nach. Es wird also nie langweilig bei uns und Spaß haben wir sowieso bei uns im Caffè NoName. Abends nach dem Kassensturz explodiert mir zwar fast der Kopf, aber wenn ich mit der Gondel ins Tal gefahren bin und noch meine Büroarbeiten erledigt habe, gehen wir Mädels gerne ins Indy was trinken, danach ist die Welt wieder in bester Ordnung.
MELANIE
Das mit der Frauenquote scheint bei euch sehr genau genommen zu werden, da ihr ja nur Mädels seid. Habt ihr keinen Bock auf Jungs? Hallo, natürlich sind Jungs willkommen! Du hast bei deinen Besuchen hier wohl immer nur Augen für die Mädels gehabt, eh? [lacht]
WAS MACHT DAS CAFFÈ NONAME AUS: Treffpunkt für Locals, Touristen, Freestyler und alle Anderen
Kannst du uns in je zwei Sätzen, die Mädels aus deinem diesjährigen Team vorstellen. Wir wär’s, wenn du mit dir selbst anfängst? Also gut, ich bin von Natur aus eher ein „Tollpatsch“, arbeite seit Jahren in der Gastronomie und tue Menschen gerne etwas Gutes. D.h. ich mache fast alles für meine Gäste und noch mehr für mein Team. Die spanische Christina ist mit ihrer herzlichen Art meine passende Stellvertretung. Sie hat die längsten Haare von uns allen und ihr Lächeln scheint niemals zu enden, genau wie ihr Fleiß und ihre Perfektion.
ALTER: forever 21! HOBBY: Yoga, Snow and Rock 'n' roll MACHT IM SOMMER: Nichts CAFFÈ NONAME GIBT’S SEIT: länger als einige Teammitglieder 1994
GÜNSTIGSTE SPEISE: Biberli: 0.50 CHF
Die durchgeknallte Shannon ist unsere Tanzqueen und scheint keinen Schlaf zu brauchen. Sie ist jung, 24/7 motiviert und ihre guten Vibes sind für das Team unersetzbar. Die tüchtige Mariell ist immer da, wenn man sie braucht. Sie poliert bis sie ihr hübsches Spiegelbild sieht und ihr gutes Herz ist mindestens doppelt so groß wie sie selbst. Hört sich nach einer guten Crew an, die du da beisammenhast. Gib es eigentlich auch irgendwas Neues, was eure Gäste diesen Winter erwarten wird? Wir haben über den Sommer die Terrasse umgebaut und euch so mehr Platz zum „Hinfallen“ verschafft. Und ja, so wie es aussieht, werden wir diese Saison tatsächlich ein reines Frauenteam sein. Neben unserer Stammcrew, die ich gerade vorgestellt habe, werden vier neue Mädels unser Team verstärken und alles geben, um euch einen möglichst angenehmen Aufenthalt bei uns zu ermöglichen.
Nachhaltigkeit wird in LAAX großgeschrieben. Wie sieht das in der Umsetzung aus? Wir legen Wert auf Qualität und beziehen unsere Produkte überwiegend aus der Region. Zudem werden wir diese Saison ganz auf Röhrli [Strohhalme, Anm. d. Red.] verzichten. Ich möchte an dieser Stelle auch das Interview dazu nutzen, um euch aufzuklären, dass unsere Abfallstationen mit den drei Löchern echt nicht so kompliziert sind. Das erste Loch ist für den Restmüll, Loch zwei ist für PET und das dritte Loch ist für Dosen! Ihr bekommt das mit der Mülltrennung hin! Wie sieht eigentlich der perfekte Caffè NoName-Gast aus? Groß, 30, braungebrannt und vermögend! Spaß bei Seite, wir freuen uns über alle Gäste die gut drauf und freundlich sind und unsere echt simple 3-Loch-Mülltrennung kapieren und einhalten. Und was genau hat es eigentlich mit dem Tip-Trip auf sich? Während der Saison wächst unser Team immer zu einer kleinen Familie zusammen und wir verbringen auch gerne unsere Freizeit miteinander. Allerdings ist diese sehr limitiert, weil wir sieben Tage die Woche geöffnet haben. Aus diesem Grund haben wir uns dann irgendwann darauf geeinigt, dass wir all unser Trinkgeld zusammenschmeißen und nach der Saison mit dem Geld einen Tip-Trip für uns alle organisieren. Damit wir auch kommendes Jahr wieder einen Trip machen können, freuen wir uns über eure Unterstützung in Form von etwas Trinkgeld ...
TEUERSTE SPEISE: Panini Crudo & Pecorino: 10 ,- CHF PREIS BIER 0,3L: 5 ,- CHF PREIS LIMO 0,5L: trink doch lieber ein Caffè! INSTA: caffe.noname FB: Caffè-NoName Drei Löcher für den LAAXER Greenstyle!
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SEE IT IN PRIZM KLARE SICHTVERHÄLTNISSE MIT MAXI PREISSINGER
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nsere fünf Sinne sind meistens die einzigen Orientierungshilfen , wenn wir uns unsere Portion Stoke beim Shredden am Berg abholen möchten. Doch der beste Sehsinn hilft nicht mehr weiter, wenn sich die Sicht und mit ihr der Kontrast verschlechtert. Wir alle kennen diese unangenehmen Blindfluge-Abfahrten, genau wie die Brillenexperten von Oakley, die durch die Prizm™-Glastechnologie eine Optik entwickelt haben, die euch auch bei schlechten Sichtverhältnissen eine klare und kontrastreiche Sicht verspricht. Wir haben uns mit Maxi Preissinger getroffen und uns mit ihm über die Vorteile der Prizm™-Gläser unterhalten, denn der Hüne eines Oberbayer schwört auf diese Technologie und macht keinen Run ohne die perfekte Sicht durch seine Oakley. Maxi, die aktuelle Oakley Kampagne steht unter dem Slogan SEE IT IN Prizm™: Was siehst du für die kommende Saison? Welche Contests und Projekte wirst du durchs Prizm™-Glas sehen? Ich hoffe ich werde sehr viel Powder durch meine Prizm™ Gläser sehen - haha. Geplant ist wieder mit meinen Kumpels Luis Eckert und Filmer Jakob Wallner Episoden für unser Projekt Tall&Small zu filmen und dieses Jahr vor allem im Backcountry noch mehr Gas zu geben , als letzte Saison. Contest-mäßig ist eigentlich nichts geplant, außer das Spring Battle im Absolut Park, aber vielleicht ergibt sich ja noch etwas. Du warst vergangene Saison der Host unserer Primest HitsTour, die wir auch diese Saison
wieder durchziehen werden. Was macht die Primest Hits aus deiner Sicht aus und was erwartet die Leute, die bei einem der Stopps vorbeischauen möchten? Bei den Primest Hits geht es darum mal eine willkommene Abwechslung vom Park-Shredden zu bekommen und sich als Crew einen mega Run zu bauen, der dann gemeinsam das ganze Wochenende zerlegt wird. Das coole ist, dass jeder seine Ideen mit einbringt und somit ein kreativer Run aus unzähligen Sidehits entsteht - Spaß ist garantiert! Außerdem gibt es Grillerei, Bier und coole Preise. Schaut unbedingt vorbei! Für den ultimativen Fahrspaß ist Sicherheit und beste Sicht obligatorisch. Bei den schnell wechselnden Witterungsbedingungen in den Bergen kann die Sicht stark beeinträchtigt werden. Welche Präventivmaßnahmen kannst du unseren Lesern und Leserinnen geben, damit sie bei schlechten Sichtverhältnissen nicht auf dem Berg verloren gehen? Damit es gar nicht erst soweit kommt, immer den Wetterbericht und vor allem auch den Schneebericht checken – gerade wenn ihr abseits der Piste unterwegs seid. Wenn das Wetter wechselhaft gemeldet ist, nehme ich immer meine Airbrake XL Goggle mit einem Prizm™ Snow Sapphire Iridium Glas für Sonne und einem Prizm™ Snow Hi Pink Glas für Nebel mit. So kann ich einfach das zweite Glas in die Jacke stecken und direkt wechseln, wenn die Sichtverhältnisse umschlagen.
Maxi behält auch kopfüber den Überblick!
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Was macht eine gute Goggle aus? Eine gute Goggle zeichnet sich vor allem durch ihre Gläser aus, die nicht beschlagen sollten (Kleiner Tipp: es ist immer wichtig die Goggles nach dem Shredden auszupacken und zu trocknen). Die Prizm™ Gläser von Oakley optimieren die Sicht bei jedem Wetter und haben mich bisher nie im Stich gelassen. Ein weiterer wichtiger Punkt für mich, ist der Style und ein großes Sichtfeld für uneingeschränkte Sicht. Wie viele Gläser hast du am Berg dabei und welches Glas verwendest du bei welchen Sichtverhältnissen? Generell habe ich immer zwei bis drei Goggles bzw. verschiedene Gläser am Berg dabei. Mein Favorit bei Sonne ist Prizm™ Snow Black Iridium – vor allem am Gletscher, wenn es sehr hell ist. Bei durchwachsenem Wetter Prizm™ S n ow To rc h I r i d i u m u n d b e i Schneefall oder Flatlight ist Prizm™ Snow Hi Pink mein Tipp für beste Sicht.
Kannst du uns erklären, wie die Prizm™-Technologie funktioniert und weshalb man beim Blick durch die Scheiben auch bei absolut widrigen Sichtverhältnissen noch Zeichnung in der Schneestruktur erhält? Die Prizm™-Glastechnologie verstärkt Kontraste und optimiert damit die natürliche Sicht des Auges in unterschiedlichen Umgebungen – egal, ob bei Sonne oder Schneefall. Auch bei fiesem Whiteout kann ich mit den Prizm™-Gläsern noch Konturen im Schnee erkennen, weil sie die für unser Auge relevanten Wellenlängen des Farblichtspektrums herausfi ltern. Das Produktteam von Oakley hat (sich lange mit der Farbwahrnehmung unserer Augen auseinandergesetzt und) verschiedene Tönungen entwickelt, die diese Farben durch die Feinabstimmung der entsprechenden Wellenlängen hervorheben. Hierdurch wirken die durch das Auge wahrgenommene Farbe weitaus lebendiger und wir können Konturen erkennen, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Welche Goggle bevorzugst du und warum? Ich habe unterschiedliche Favoriten. Im Backcountry ist es die Airbrake XL. Im Park ist mein derzeitiger Liebling die Fall Line XL aufgrund der Styles und des großen Sichtfeldes. Benutzt du ein und die selbe Goggle, wenn du mit und o h n e Helm unterwegs bist? Ob ich mit Helm oder ohne unterwegs bin, hat a u f d i e Wa h l d e r Goggle keinen Einfluss. Alle Goggles von Oakley lassen sich nahtlos in die Oakley MOD Helme integrieren, wie z. B. beim neuen MOD1 – sieht stets stylish aus mit maximaler Sicherheit und Funktionalität.
Fall Line XL Matte Black Weitere Infos fi ndet ihr auf oakley.com/prizm
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Die Revolt Hands of Dome ist eine echte Freestyle – Maschine für alle, die bei festem und bequemen Halt ideale Bewegungsfreiheit suchen. Eure Boots sitzen durch die polsterlosen Ankle Straps perfekt in der Bindung, die euch durch ihr Edge™ Chassis-System aus Aluminium trotz weichem Flex eine direkte Kraftübertragung gewährt. Ride liefert die Revolt Hands of Dome mit langlebigen und festsitzenden Linkage Ratschen, damit ihr euch auf das Wesentliche nach dem Liftausstieg konzentrieren könnt.
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OBERTAUERN 360°-TIEFSCHNEEVERGNÜGEN IM SALZBURGER LAND Der vergangene Winter brachte Rekordschneefälle mit sich, die wiederum zu apokalyptischen Medienberichten führten, da vieler Orts Natur und Mensch mit den Schneemaßen überfordert waren. Ein Ort, für den große Schneemengen im Winter Standard sind, ist Obertauern. Das Hochtal südöstlich von Salzburg wird seit jeher von Frau Holle bevorzugt und Schneemassen-Management gehört hier zum Daily Business. Alleine die Tatsache, dass in Obertauern im Winter 17/18 mehr Schnee fiel als im letztjährigen “Katastro-
phenwinter”, unterstreicht diese niederschlagsreiche Qualität von Obertauern mehr als eindrücklich. Aus diesem Grund steht der Ort auch völlig verdient mit 264 Zentimetern als mittlere maximale Schneehöhe auf Platz Eins der schneereichsten Wintersportorte Österreichs. Grund für die Schneesicherheit ist die besondere Lage am Tauernhauptkamm: Das Gebiet wird sowohl bei anrückenden Tiefdruckgebieten aus Süden, wie auch bei klassischem Nordstau beschneit. Doppelter Niederschlag hält einfach besser!
k, meteorologisch s i t z t O b e r ta u e r n also in der ersten Re i h e u n d g re i f t sich jedes Mal eine gehörige Portion Neuschnee ab, wenn ein Tiefdruckgebiet über das Salzburger Land pfeifft. Für ausreichend weiches Weiß unter dem Kiel ist somit also gesorgt. Dem nicht genug, denn die Destination hat neben ihrer Schneesicherheit einen weiteren Trumpf im Ärmel, mit dem das Powder Game in die Freeride Champions League katapultiert wird. Wirft man einen Blick auf die Panoramakarte, so stellt man entzückt fest, dass das Skigebiet einer einzigen Bowl gleicht, die lediglich von der Passstrasse an zwei Stellen durchbrochen wird. Wer Eins und Eins zusammenzählen kann, dem wird schnell bewusst, dass er keine Autostunde von Salzburg entfernt den heiligen Gral der Freeride-Sage gefunden hat. Von
der Passhöhe der Bundesstrasse, die gleichzeitig das Dorfzentrum von Obertauern markiert und zudem als Mittelpunkt des Skigebiets fungiert, bringen euch 26 moderne Liftanlagen auf die bis zu 2.313 Meter hohen Gipfel, die wie Satelliten kreisrund um den Ortskern angeordnet sind. Ihr sitzt als Tiefschneefahrer in Obertauern also wie die Made im Speck und dürft euch an dem opulenten Offpiste-Mahl satt essen. Dieser besondere topographische Charakter hat zudem den Vorteil, dass ihr die komplette Saison hindurch mit Sicherheit in einem Sektor der „Schneeschüssel des Salzburger Landes“, wie Obertauern auch gerne bezeichnet wird, perfekte Bedingungen findet. Gerade im Frühjahr, wenn sich die Lawinengefahr mit der Tageszeit kontinuierlich verändert, könnt ihr in Obertauern zudem auf sichere und dennoch lohnende Varianten ausweichen.
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Für ChampagnerPowder braucht niemand über den Ozean reisen, wie hier Adrian Krainer eindrücklich beweist
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G e n e re l l s te h t d i e S i c h e r h e i t beim Fahren abseits der gesicherten Pisten und ausgezeichn e te n Va r i a n te n a n o b e rs te r Stelle. Hier hat Obertauern investiert und für alle, die sich bei der Beurteilung der aktuellen Situation nicht sicher sind, einen Freeride Checkpoint errichtet. An diesem werden alle relevanten Informationen, wie die aktuelle Lawinenwarnstufe, Temperatur, Schneehöhen und gefährliche Hangexpositionen aufgezeigt. Zudem könnt ihr dort auch eure LVS-Geräte auf ihre Funktionstauglichkeit testen. Ihr findet den Checkpoint strategisch günstig gelegen zwischen den Bergstationen der Hochalmbahn und der Kringsalmbahn.
kosten, denn an der Gamsleiten I Sechser-Sesselbahn, der Achenrainbahn und der Zehnerkarbahn dürfen Frühaufsteher ihre Turns auf leeren und frisch präparierten Pisten hinterlassen. Der Renaissance der Carving Turns geschuldet, bleiben womöglich viele sogar noch etwas auf den 100 Pistenkilometern und spulen eine der beiden legendären Tauernrunden ab. Die Liftanlagen ermöglichen nämlich einen kompletten Rundkurs, sowohl im als auch gegen den Uhrzeigersinn, egal an welchem Punkt des Skigebietes gestartet wird. Es müssen nicht einmal die Bretter beim Überqueren der Straße abgeschnallt werden, da euch großzügige Brücken über den Asphalt führen.
Jetzt haben wir aber genug Background-Infos abgedrückt, ihr wollt ja schließlich vor allem wissen, wo ihr dem weichen Lack der „Schneeschüssel“ mit euren Powder-Schwerten ein paar Kratzer verpassen könnt. Anfangen wollen wir an der Schnaidbergbahn. Das Terrain ist kupiert, verspielt und bewaldet – ideal also, wenn es in Obertauern wieder einmal heftigst schneit und ihr oberhalb der Baumgrenze im White Out verlorengehen würdet. Das Areal ist größer als man denkt und ihr könnt hier eure Schenkel auf Betriebstemperatur halten, bis euch der nächste Blue Bird Day das komplette Potential Obertauerns vor die Nase setzt. Und dieses kann man jeden Mittwoch schon ab 8:30 Uhr morgens aus-
Jetzt wollen wir euch aber ein paar absolute Offpiste-Highlights an die Hand geben, die ihr abhaken solltet, wenn ihr zum Freeriden nach Obertauern kommt. Früher oder später schlagt ihr am Zehnerkar auf, denn die Runs unter dem Gipfel sind genau das, was Freerider suchen -steil, offenes Gelände und ausreichend Möglichkeiten um massig Auftrieb unter den Belag zu bekommen. Alle Lines sind zudem vom Lift aus einsehbar, was es euch leicht macht, während der Auffahrt eine neue Route zu entdecken. Einen Steinwurf vom Zehnerkar entfernt, findet ihr den Klassiker von Obertauern – der Run von der Kleinen Kesselspitze! Startpunkt dieser Variante ist die Gamsleiten-II-Bergstation.
Website: Höhenlage: Open: Pistenkilometer: Liftablagen:
www.obertauern.com 1.000 m bis 2.400 m vsl. 20.11.19 bis 03.05.20 ca. 100 km 26 Seilbahnen und Lifte
Tickets (EURO) 1 Tag 6 Tage Saison
Erw. 48,254,50 518,-
Verbund:
Super Ski Card
PARK The Spot Tobi Tritscher genießt den Powder in Obertauern, dem schneereichsten Wintersportort Österreichs
WWW. P R I M E-S N OW B OA R D I N G . D E
Anzahl Obstacles:
ca. 40
Jug. 36,191,379,-
Kinder 24,127,50 246,-
D ESTI NATI ON
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PRIME DESTINATION OBERTAUERN
Ride-in-Ride-Out und die Schneesicherheit lassen Shredherzen in Obertauern höher schlagen
Von dort geht es die ersten Meter noch auf der Piste nach unten, bevor ihr im Sattel angekommen euer Board auf den Rücken schnallt. Der Aufstieg ist zwar nicht lange und nach 20 Minuten solltet ihr auf dem Gipfel sein, doch ihr solltet beim Hiken beide Hände frei haben, denn es warten steile Stufen auf euch, an denen ihr etwas emporklettern müsst. Aber keine Angst, es tun sich keine ausgesetzten Felsabbrüche unter euch auf. Am Gipfelkreuz dürft ihr wieder in den Ride Mode wechseln und in den großen Kessel droppen, der sich in Richtung Süden öffnet. Im oberen Sektor zieht ihr noch lässige Turns in das offene Gelände, während ihr im unteren Sektor jedes Cliff mitnehmt. Viele der Runs führen am Ende auf die Galerie über der Bundesstraße. Bei entsprechender Schneelage, stehen hier kollektive Bomb Drops auf der Agenda.
„The Spot“ heißt der Snowpark an der Kehrkopfbahn, wo sich die Freestyler treffen
Abschließend wollen wir noch d i e Pa r k - F ra k t i o n b e d i e n e n . Auch diese findet in Obertauern Möglichkeiten, um sich in Szene zu setzen, wenngleich Freestyle beim überirdischen Freeride-Angebot nur eine Nebenrolle spielen kann. Mit „The Spot“ ein feiner Snowpark an der Kehrkopfbahn auf euch, der sich an Einsteiger und Jib-Fanatiker richtet. Über insgesamt drei Kilometer Länge und drei Lines, findet sich neben klassischen Park-Elementen auch eine eigene Freestyle-Freeride-Route. Grundsätzlich verändern sich die Features während der Saison immer wieder, da der Park komplett ohne Kunstschnee auskommt. Und jetzt geht eure Bretter präparieren und checkt euren Kalender, wann sich ein Slot für den Trip nach Obertauern auftut.
Auf zur nächsten Variante – und zwar vom Seekareck über die Bärwurzkaralm bis zur Gnadenalm. Vom Seekareck geht es nicht zurück in Richtung Zentrum, sondern in den Kessel, der sich nordwestlichen unter dem Gipfel öffnet. Ihr kehrt also dem Skigebiet den Rücken und werdet mit einem genialen Run belohnt, der auf Grund seiner Exposition den Schnee lange frisch konserviert. Unten angekommen führt euch ein Forstweg bis zur Gnadenalm an der Passstraße. Von dort geht es mit dem kostenlosen Bus zurück nach Obertauern. Wer noch genug Saft in den Schenkeln hat und sich einen Hang komplett selber erarbeiten will, der könnte von der Gnadenalm aus noch ca. 500 Höhenmeter bis hinauf zur Südwiener Hütte touren. Ok, das ist komplette Fleißarbeit, denn die Meisten von euch haben jetzt nur noch Augen für das wohl verdiente Feierabendbier nach getaner Arbeit. Doch Vorsicht! In Obertauern kann das Nachtleben ohne Probleme mit dem Offpiste-Angebot mithalten. Es wäre nicht das erste Mal, dass selbst der ambitionierteste Freerider in einer der vielen Bars verschüttet wurde und den nächsten Tag im Schnee etwas lädiert beginnen musste.
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IN T E RV IE W BASTI GOGL
TSUTOMU NAKATA
GI GI
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Eigentlich wollten wir nur wissen, wo er vergangen Winter gesteckt hat, da es um den Ausnahmesnowboarder im Jahrhundertwinter verdächtig ruhig geblieben ist ... Gigi Rüf, hat uns mit seinen unzähligen Videoparts heiß auf Snowboarden gemacht und uns nach mehr verspieltem Powder-Shredden lechzen lassen. Seine abartigen Filmauftritte waren auch mitverantwortlich dafür, dass eine ganze Generation in die Snowboardabhängigkeit abrutschte und Skifahren schon beinahe für tot erklärt wurde. Heute sieht Gigi Videoparts als eine Form der Selbstdarstellung, die für ihn ein Auslaufmodell ist. Grotesker Weiße hängt Gigi´s Untertauchen mit einem neuen Filmprojekt zusammen, von dem er selber behauptet, es sei die aufwendigste Produktion, an der er je mitgewirkt habe. Wie passt das zusammen und was meint Gigi eigentlich damit, wenn er die Industrie als Trittbrettfahrer bezeichnet, die das Schicksal der individuelle Klasse unseres Sports in die Hände einer uniformierten Elite übergibt?
Hey Gigi, vergangen Winter haben wir nicht viel von dir mitbekommen. Bist du Zuhause in Vorarlberg im Tiefschnee versunken? Es war in der Tat ein mega Winter, sogar hier in den Voralpen des Bregenzerwaldes hat es reichlich Tiefschnee aufgetischt. Aber als Pro habe ich auch Verpflichtungen, weshalb ich mich letzten Winter für mehrere Wochen in Japan aufgehalten habe, während es Zuhause beste Schneeverhältnisse hatte. Was stand in Japan für dich auf dem Programm, dass du dem Jahrhundertdump in den Alpen den Rücken zugekehrt hast? Ich bin in Japan bei der Freeride World Tour an den Start gegangen und habe anschließend im japanischen Powder vier Wochen lang an einem spannenden Filmprojekt gearbeitet. Kannst du uns schon etwas über das Filmprojekt verraten? Es handelt sich um meinen neuen Film „DRIVEN“, der in einem Jahr auf die Leinwand kommen wird. Es ist die aufwendigste Produktion, an der ich je mitgewirkt habe. Wir hatten ein Jahr Vorbe-
reitung und drehen nun über zwei Jahre an fünf Top-Destinationen, wo wir jeweils fünf Wochen bleiben. Japan und Kamtschatka, das zur russischen Föderation gehört, haben wir im Kasten. Als nächstes drehen wir in den europäischen Alpen und in Nordamerika. Ich habe bei der Produktion den spaßigsten Teil – ich darf Snowboarden. Die vier Kameraleute am Set müssen das dann aufwendig einfangen. Jeder Tag hat bei diesem Projekt sein eigenes Drehbuch. Der Regisseur ist die Natur, der die Action in Szene setzt. „DRIVEN“ wird also erst nächste Saison released, aber bereits diesen Dezember werden erste Episoden zum Film ausgekoppelt. Was können wir von den Kurzfilmen erwarten? Die Episoden erzählen was es bedeutet, einen Film wie „DRIVEN“ zu realisieren, an den alle Beteiligten höchste Qualitätsansprüche stellen. In einer Zeit, in der Videos in unserem Sport auf Schnelllebigkeit und Reichweite ausgelegt sind, geben die Episoden zu „DRIVEN“ Einblicke in die Organisation und Produktion des Films und vermitteln, wie viel Aufwand und gelebte
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Leidenschaft überhaupt notwendig ist, um einen hochwertigen Snowboardfilm realisieren zu können. Glaubst du nicht, dass klassische Snowboard-Filme, wie wir sie aus den letzten 20 Jahren kennen, eher ausgedient haben? Ich arbeite jetzt schon unglaubliche zwei Jahrzehnten mit der Pirate Movie Production zusammen und auch wir mauserten uns. Über die Jahre haben wir ausgezeichnete Streifen produziert, die allesamt einen positiven Impuls für Snowboarden gesetzt haben. Und ja, es ist in der Tat so, dass Videoparts zu überbewerteten Auslaufmodellen verkommen sind. Ein Videopart ist eine Form der Selbstdarstellung, die heute jeder mit seinem Smartphone produzieren kann, was cool ist und für einige Sekunden auch unterhaltend sein kann. Nur bedauer ich, dass es in dieser Entwicklung kaum noch Qualitätsansprüche gibt und bei diesem Trend sich die Industrie teilweise zum Trittbrettfahrer entwickelt. Man könnte aber auch behaupten, dass Social Media für unglaublich viel Kreativität und D i ve rs i tä t i m S n ow b o a rd e n sorgt und gerade die Kurzlebigkeit der Inhalte Raum für Neues und Entwicklung bietet. Natürlich, im Kern macht das Sinn, eben wie Medien und Progression Hand in Hand gehen. Wenn aber gar keine Impulse aus der Industrie heraus zu erwarten sind, dann darf man auch nicht überrascht sein, wenn die hauptmedialen Events wie Olympia und Ihre uniformierte Elite, den Sport immer mehr nach außen hin definieren werden. Die Entwicklung des Sports hängt von den Mitspielern ab und heutzutage will die Industrie meist kurzfristig und vielleicht auch erst später am Erfolg teilnehmen. Lass uns als Beispiel die Fotografen, Filmer und Fahrer nehmen, die momentan ein hartes Los gezogen haben, die aber letztlich zusammen mit der Industrie unserem Sport den Anstrich verpassen sollten, der ihm entspricht und der für seine zukünftige Attraktivität elementar wichtig ist.
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RETO P OLTÈRA
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T EXT: BASTI GOGL FOTOS : L AAX
Die Geschichte eines Mannes, die den konservativen Schweizer Wintersport tiefgreifend verändern sollte Es gibt nur einen Zeitzeugen, der die europäische Snowboard-Kultur von den Anfängen bis heute so intensiv miterlebt und auch mitgeprägt hat, wie der Schweizer Reto Poltèra. Den Wenigsten von euch wird der Mann ein Begriff sein, der Anfang der Neunzehnhundertneunziger mit den Surflegenden Laird Hamilton und Joel Tudor ein Team bildetet und auch mit Shaun Palmer snowboardend und feiernd um die Welt zog. Ganz nebenbei baut Reto seit 1992 an einem Snowpark, der zu vielen Snowparks wurde und uns heute als Freestyle-Mekka LAAX ein Begriff sein sollte. Hätten wir Menschen also Jahresringe wie Bäume, könnten wir an Retos Körper die Geschichte unseres Sports und die von LAAX ablesen. Nehmt euch die Zeit, um mit Reto zwischen Nostalgie und der Zukunft unseres Sports, den Alltag zu vergessen!
ANNA
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UND PLÖTZLICH WAR ICH INFIZIERT! B E H I N D T
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S T O R Y
DIE GESCHICHTE DER ANNA GASSER DIE GESCHICHTE SCHRIEB Wenn man Anna Gasser nach ihren Helden fragt, nennt die gebürtige Kärntnerin als erstes Mark McMorris, von dem sie gelernt hat, wie wichtig mentale Stärke im Wettbewerbszirkus ist. Dass Gasser sich einiges von ihm abgeschaut hat, sieht man spätestens, wenn man einen Blick auf die Sommer X-Games in Norwegen wirft. Die hat Gasser mal eben gewonnen; und das obwohl sie fast die ganze letzte Saison verletzt ausgefallen war. Die Powerfrau vom Millstätter See, hat einfach viel mehr anzubieten als nur ein hübsches Gesicht und lange blonde Haare. Wir baten die 28-jährige zum Tanz und haben mit ihr über medialen Druck, das Niveau im Frauen-Snowboarden und die meist gegoogelte Frage über sie, gesprochen.
I NT E RVI E W N ICO STE ID LE FOTOS SA N I A LIBA B IC
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IN T E RV IE W NICO STEID L E
FOTO: BECKNAPHOTO
STEV E
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LAST MAN STANDING
STEVE GRUBER ERZÄHLT
DIE GESCHICHTE SEINES LEBENS!
Als Steve Gruber für die ersten Snowboard-Filme vor der Kamera stand, froren den Filmern noch die Finger ab, weil sie am Berg die Filmspulen nachwickeln mussten. Inzwischen blickt Steve, durch dessen Adern reines Snowboard-Vollblut zu fließen scheint, auf dreißig Jahre kompromissloses Shredden zurück. Willkommen in der Welt des Steve Gruber, in der die Ehre einen höheren Stellenwert besitzt, als der olympische Gedanke und wo ein gepflegtes Feierabendbier mit Chick in der Bappn mehr Energie freisetzt, als zehn Trainingseinheiten im Gym an Drehmoment generieren können. Macht euch ein Helles auf bevor ihr weiterlest wie wir es taten, als wir dem 43-jährigen Haudegen bei der Geschichte seines Lebens zuhörten.
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NARCI S
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T EXT: EL IAS EL HAR DT FOTOS : CARLOS BL ANCHAR D
EIN FILM ÜBER EIN KLEINES SKIGEBIET,
DAS IN EINER VOM KRIEG ZERRÜTTETEN REGION ZUM ORT DER BEGEGNUNG WIRD. Wir leben in einer Zeit, in der Populismus und Nationalismus leider Zuwachs erfahren. Eine Entwicklung, die in Hinblick auf unsere Vergangenheit, kaum vorstellbar ist. Elias Elhardt reiset nach Bresovice, einem Skigebiet im Kosovo, um einen Snowboard-Kurzfilm über die Region zu drehen, die bis heute immer noch nicht offiziell von Serbien als Land anerkannt wird. Der Kosovo war einst Teil Jugoslawiens, einem pluralistischen Staat, der verschiedene Ethnien unter sich vereinte, welche Ende der 1990ger aufgrund nationalistischer Strömungen in einem leidvollen Krieg zerbrach. Narcis, eine Reise in die Vergangenheit die kaum aktueller sein könnte.
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B E H I N D T
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S T O R Y
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