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Prime Snowboarding Magazine 20 | Brand Guide

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P R I M E S NOW BOAR DING

20

OKT 2019 DE

7,50 EUR

AT

8,00 EUR

CH

9,50 CHF

B R A N D G U I D E 2 0 1 9

G 2 U 0 I WERNI STOCK

KAUFBERATUNG

1 D 9 E LAWINENKUNDE

20 2019

W W W. P R I M E - S N OW B OA R D I N G . D E

FOTOFOLIO


I NHALT

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WHAT 20

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WERNI STOCK

Spaß zu haben ist wichtiger als Erfolg! Werni Stock im Interview über seine Sicht der Dinge.

06 EDITORIAL 10

FOTOFOLIO

Fotografen-Urgestein Vernon Deck im Fokus

20 NEWS Alles Wichtige im Überblick

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STAMMTISCH

Willkommen auf der Hubertusalm

30 PRIME DESTINATION Shred-Mekka Salzburger Sportwelt

36 TRICK OF THE MONTH Olympiasieger Gian Simmen erklärt euch den Air to Fakie

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BRAND GUIDE

Wir stellen und erklären euch im Brand Guide die Produkt-Highlights des Winters auf 70 Seiten.

38 LAWINENKUNDE

FOTOGRAF: AARON SCHWARTZ

Wer ließt, lebt länger!

FAHRER: NICHOLAS WOLKEN

40 KAUFBERATUNG

LOCATION: LAAX, CH

In wenigen Schritten zum richtigen Setup

TRICK: BS CARVE

44 B-EBENE Talk less, ride more Tom Tramnitz lebt Shredden!

48 INTERVIEW Big, Bigger - Werni Stock!

58 BRAND GUIDE Übersicht für den Überblick

130 KOLUMNE Terje hat recht!

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COVER

# 20

Nicholas Wolken ist der Messias des Carvens! Kein anderer Name steht so sehr für die Wiedergeburt des lange Zeit verpönten Kurvenfahrens, wie der des ruhigen Schweizers. Wir verbeugen uns vor Nicholas und bedanken uns mit diesem Cover für die Freude, die er uns mit seinem Riding bereitet.


FOTOFOL I O

20 IN T E RV IE W S EBASTIAN GOGL FOTOS : VE R NON D ECK

Prime Snowboarding hat sich mit Fotografen-Urgestein Vernon Deck über 22 Jahre Fotografenleben, Ausnahmetalente im Snowboarden und die Tatsache, dass sein Job nicht Familienkompatibel ist, unterhalten. Der Neuseeländer ist seit 2006 Haus- und Hoffotograf von Volcom und hat seither durch sein Schaffen maßgeblich zur Bildsprache der Brand beigetragen. Willkommen in Vernon's Welt, der einer der wenigen übriggeblieben Fotografen ist, die in den 1990gern schon analog Snowboarden dokumentierten und heute immer noch ihren Lebensunterhalt mit der Snowboard-Fotografie damit verdienen.

Vernon, du bist im Augenblick mit dem Segelboot auf See. Wo genau bist du unterwegs und wie lange wirst du noch auf Tour sein? We n n i c h m e i n e W i n te rs a i son beende, zieht es mich auf mein Segelboot, bis im Dezember wieder die Arbeit für mich in den Bergen beginnt. Dieses Jahr lag mein Boot im äußersten Osten Indonesiens. Letztes Jahr bin ich von Australien zu den Salomoninseln gesegelt, dann nach Papua-Neuguinea und schließlich eben nach Indonesien, wo ich das Boot für den Winter verlassen habe. In diesem Jahr werde ich die östlichen Zonen des Raja Ampat-Archipels und Halmahera erkunden und gegen Ende des Sommers zu den Philippinen segeln, wo ich das Boot dann wieder winterfest machen werde. Dieser Trip muss ein echtes Kontrastprogramm zu deinem Job als Snowboard-Fotograf sein. Was war auf deinen Segelturns bisher das eindrücklichste Erlebnis? Ja, es ist ein absoluter Kontrast! Vor allem meine ich damit nicht nur die offensichtlichen Dinge, wie warme Temperaturen oder den Ozean. Ich besuche sehr obskure und abgelegene Orte, wo der Lebensstil der Menschen und ihre Kultur so weit von der unse-

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rer entfernt ist. Es ist bereichernd ändert, sondern eher die Rahfür mich von den Einheimischen menbedingungen. Als Haus- und zu erfahren, dass es keine GeHoffotograf von Volcom werden räte, neue Kleidung, teure Autos auch nach wie vor viele meiner und große Fernseher braucht, um Fotos für Plakate, Werbungen und ein glückliches Leben führen zu Kataloge wie damals gedruckt. können. Ich liebe das einfach Leben, mit dem Wind zu reisen, die D u b i s t e i n e r d e r we n i g e n Sonnenenergie zu nutzen und die Fotografen im Geschäft, die Tatsache, dass ich unnach wie vor ihren Legebunden meine Ziele bensunterhalt mit der ALTER: ansegeln kann. Snowboard-Fotografie 45 Jahre verdienen. Auf welLa s s u n s ü b e r d e i che Faktoren kommt WOHNORT: keinen festen ne Arbeit als Snowes an , dass man in einem rückläufigen board-Fotograf spreFOTOGRAFIE chen, der du seit zwei Markt mit einer Flut SEIT: J a h rz e h n te n ko n s e an medialem Überan1997 quent nachgehst. Wie gebot wie z.B. durch hat sich dein Job in Social Media, noch KAMERA: d i e s e r l a n g e n Ze i t sein Geld verdienen Sony verändert. kann? WICHTIGSTES Ja, es ist echt eine Ich war nie an dem GADGET AUF Weile her seitdem ich P u n k t, d a s s i c h e i n e DEM BERG: a l s F o t o g ra f a n g e Familie gründen woll iPhone fangen habe! Vor 20 te, was für meinen Job Jahren habe ich analetztlich von Vorteil ist. INSTAGRAM: l o g fo to g ra f i e r t, D i a s Mit meiner Arbeit ein @vernondeck gescannt und mit der s i c h e res u n d s e r i ös es Post oder Kurier an die Familienleben zu finanZeitschriften verschickt. Es gab zieren, wäre wahrscheinlich nicht kein Internet um Flüge, Mietwamöglich. Seit 2006 arbeite ich begen oder Wohnungen zu buchen, reits mit Volcom zusammen, was inspirierend ist und mich glücklich aber am Ende des Tages geht es heute wie damals darum, mit den macht. Ohne diese Partnerschaft, besten Fahrern außergewöhnliwäre ich heute wahrscheinlich che Aufnahmen zu produzieren. auch nicht mehr als Vollzeit-SnowIm Kern hat sich mein Job dann board-Fotograf unterwegs. Über doch nicht so gravierend verdie letzten 15 Jahre habe ich na-

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türlich auch andere Kunden aufgebaut, die mir zusätzlich dieses Leben, das ich so liebe, ermöglichen. Ich liebe Snowboarden und ich liebe diesen verrückten, intelligenten und künstlerischen Haufen von Freaks, mit denen ich arbeite und reise. Interessant ist, dass heute viele Brands tatsächlich Fotografen und Filmer brauchen, sie aber einfach keine guten Leute mehr finden, da es kaum Nachwuchs gibt. Qualitative Fotos gehen im endlosen Bildermeer des Netzes oft unter und die meisten Likes bekommen die Bilder, die Belustigung und triviale Unterhaltung bieten. Wie gehst du als Fotograf damit um? Wir alle haben an dieser Entwicklung eine Mitschuld. Ich z.B. scrolle genau wie jeder andere durch dieses Bildermeer, auf der Suche nach etwas, wo ich hängen bleibe und einen Moment verweile. Schafft es ein Bild oder C l i p m e i n e Au f m e r k samkeit zu wecken, hat es seinen Zweck erfüllt. Wie sieht ein klassischer Arbeitstag in deinem Leben aus? Ich stehe früh auf, dehne mich, esse ein gutes Frühstück , währe n d i c h d a s We t te r und die Bergkameras checke. Dann geht es auf den Berg , um unsere Pläne in die Tat umzusetzen oder um nach geeigneten Spots zu suchen. Abends lade ich die Fotos auf meinen Rechner, bearbeite sie und erstelle zwei Sicherheitskopien, bevor ich die Fotos per Email zur Ansicht verschicke. Danach erledige ich alle anderen Dinge, die zur Selbständigkeit dazu gehören und plane nicht selten die bevorstehenden Trips. Hast du bestimmte Themen und Rider mit denen du besonders gerne arbeitest? Ich fotografiere am liebsten im Backcountry mit Fahrern, die sich in diesem Terrain zuhause fühlen. Aber es gibt immer wieder Überraschungen wie z.B. Sage Kotzenburg , mit dem ich nach

seinem Gewinn der Goldmedaille von Sotchi, bei perfekten Neuschneebedingungen am Arlberg fotografieren ging. Ich hatte keine Erwartungen an das „Park Kid“ und den Tag, aber Sage hat mit seinem Ausnahmetalent den Arlberg sensationell gerockt. Mit Markus Keller fotografiere ich seit 20 Jahren und wir sind noch nie ohne gutes Bildmaterial vom Berg zurückgekommen , was für die Qualität von Markus Riding und sein gutes Gespür für das Backcountry spricht. Arbeitest du eher konzeptionell und versuchst deine Vorstellungen eines Motivs umzusetzen oder geben dir die äußeren Umstände wie Wetter,

Terrain und Schneeverhältnisse die Motivwahl vor? Ich sehe mich eher als dokumentarisch arbeitenden Fotografen und bin nie auf den Zug des Möchtegern-Kunststils aufgesprungen. Ich liebe Snowboarden, bin etwas puristisch und möchte der Entwicklung des Sports mit meinen Fotos gerecht werden. Ich lösche z.B. direkt alle Fotos von Tricks die nicht gelandet oder gegrabt wurden. Trotzdem müssen wir am Berg immer kreativ und flexible sein, da man weder Wetter, Licht- noch Schneebedingungen planen kann. Wie muss man sich den Ablauf e i n es S h o o t i n g s vo rs te l l e n , wenn du z.B. mit Arthur Longo

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einen Tag im Backcountry unterwegs bist? Arthur ist ein Phänomen und im Augenblick vielleicht der beste Fahrer der Welt. Er hat ein unglaubliches Gespür dafür, was das Backcountry zu bieten hat. Diese Gabe gepaart mit seinem unglaublichen Pop und seinem perfekten Timing , lassen ihn zu einem echten Ausnahmeathleten werden. Arthur ist auch ein Arbeitstier, für den kein Hike zu anstrengend scheint, wenn er einen Sprung oder eine Line realisieren will. Einen Tag mit Arthur zu arbeiten kann harte sein, aber du hast mit ihm auch immer die Chance, das Foto des Winters zu schießen. Sind deine Shootings Auftragsarbeiten oder z iehst du einfach mit d e n Fa h r e r n l os , u m Bildmaterial zu prod uz i e re n , d a s d u a n schließend versuchst an Sponsoren und Medien zu verkaufen? Ich bin bei Volcom unter Vertrag , um mit den Teamfahrern zu fotografieren. Aber wie wir das angehen und umsetzten liegt bei mir und den Fahrern. Alle Bilder die Volcom nicht verwendet, kann ich an andere Sponsoren und Magazine verkaufen. Welches Equipment hast du am Berg dabei und arbeitest du auch mit Assistenten? Ich habe noch nie mit einem Assistenten gearbeitet. Normalerweise besteht mein Equipment aus einem Kamerabody, drei Objektiven von 15 mm bis 200 mm, einer Drohne, einer Actioncam, Stativ, Sicherheitsausrüstung, Essen und Trinken. Hast du schon konkrete Pläne für Fotoprojekte diesen Winter? I n d e r Ve rg a n g e n h e i t h a t Volcom immer interessante Projekte realisiert, die mich während des Winters ausgelastet haben. Ihr kennt sicher einige der Filme aus den vergangenen Jahren, die ich als Fotograf begleiten durfte, wie 9191, Mr. Plant, Chameleon, CaBoosta Gondola oder Attunga.

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FOTOFOL I O

20

RIDE R: TORGEIR BERGREM

LO CATIO N : LAAX, CH


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