SPRING 2025
VOLUME 74
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THE
LUXURIOUS
WAY OF
LIFE
“Creation” Wildlife Photographer of the Year 2021 Grand Title winner © Laurent Ballesta
A Fifty Fathoms is for eternity. Launched in 1953, the Fifty Fathoms is the first modern diver’s watch. Created by a diver and chosen by pioneers, it played a vital role in the development of scuba diving. It is the catalyst of our commitment to ocean conservation. RAISE AWARENESS, TRANSMIT OUR PASSION, HELP PROTECT THE OCEAN www.blancpain-ocean-commitment.com
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Offizielle behördliche Werte für Kraftstoffverbrauch in Liter/100 km für den Aston Martin Vantage: WLTP niedrig 22,3; WLTP mittel 11,8; WLTP hoch 9,8; WLTP extrahoch 10,4; WLTP kombiniert 12,1. WLTP CO2-Ausstoß 274 g/km. Offizielle behördliche Werte für Kraftstoffverbrauch in Liter/100 km für den Aston Martin Vantage Roadster: WLTP niedrig 22,8; WLTP mittel 11,9; WLTP hoch 9,9; WLTP extrahoch 10,7; WLTP kombiniert 12,3. WLTP CO2-Ausstoß 279 g/km.
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ART & CULTURE
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erscheint vierteljährlich OWNER Schweizer Fachmedien GmbH Pfeffingerstrasse 19 CH-4153 Reinach Telefon +41 61 711 13 93 info@schweizerfachmedien.ch www.schweizerfachmedien.ch PUBLISHER FRANCESCO J. CIRINGIONE PUBLISHING DIRECTOR HASAN DURSUN HEAD OF PRESTIGE BORIS JAEGGI b.jaeggi@schweizerfachmedien.ch EDITOR IN CHIEF URS HUEBSCHER u.huebscher@schweizerfachmedien.ch HEAD OF SALES HAZIM JUNUZOVIC h.junuzovic@schweizerfachmedien.ch
IM PRES SUM
SALES VIRGINIE VINCENT v.vincent@schweizerfachmedien.ch FOTIOS KARAPETSAS f.karapetsas@schweizerfachmedien.ch HEAD OF PRODUCTION & ART DIRECTION MELANIE MORET m.moret@schweizerfachmedien.ch PRODUCT PUBLIC RELATION info@schweizerfachmedien.ch
EDITORS KONSTANTIN ARNOLD BETTINA BÄCK BERNHARD BAUHOFER NATHALIE BECKER CLAUDIA BOGGIO GISBERT L. BRUNNER LONE K. HALVORSEN THOMAS HAUER MARIO HETZEL BEAT KRENGER MARIANNE MALGIERI BETTINA SCHMID THOMAS SCHRÖCK BARBARA WAIBEL BARBARA WENK SWENJA WILLMS CORRECTOR MARIO HETZEL COVER Shutterstock PHOTOGRAPHS Image database, Tudor, Blancpain, Vacheron Constantin, Hublot, Gerald Charles, TAG Heuer, Titoni, Rado, Zenith, Cartier, Louis Vuitton, Mandana, Swarovski, Thomas Sabo, Tiffany, Isabelle FA, Dior, IWC, Meister Singer, OMEGA, Junghans, Richard Mille, Maurice Lacroix, Venezianico, Breguet, Chopard, Frederique Constant, Bremont, Louis Erard, Sylvie Fleury, Bvlgari, Porsche, Aston Martin, Bugatti, Bentley, Audi, BMW, Maserati, Rolls-Royce, Mercedes, Wikimedia, Strellson, Tumi, Gucci, Le Specs, SamsøeSamsøe, Floris Van Bommel, Blauer, Pirelli, Claudio Lavenia, ZFW, Sézane, Ysé, SLY10, Byredo, Liv Bergen, Veja, Bimba Y Lola, Longchamp, Caudalie, Lalique, Chanel, Sisley, Rivoli, Bethge, La Mer, Dolce & Gabbana, Dior Homme, Braun Kenzo Homme, Tom Ford, Rituals, Jean Paul Gaultier, Fornasetti, JAB Anstoetz, Molteni&C, Hunn, La Cornue, Sutherland, Flow Cube, Mocha Mousse, Groupe Pic, Jojo Korsh/BFA.com, Baur au Lac ADMIN, COORDINATION & SUBSCRIPTIONS SERPIL TÜRKMEN s.tuerkmen@schweizerfachmedien.ch PRICE Issue CHF 10.–/€ 9.50 Year C HF 39.–/€ 35.– is a registered trademark. (IGE 596.147) ISSN Print: 1662-1255 ISSN E-Mag: 2813-1495 A PART OF FIRST CONSULENZA AG
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26 CUL
ART &
26 DIE ZEITLOSIGKEIT EINER IKONE Elvis Presley 30 EINE LANDSCHAFT ALS GEFÜHL Edvard Munch 33 SHORTCUT BOOKS Inspiration in Buchform 34 SPRING DIARY Die exklusivsten Frühlingsaktivitäten 36 FASZINATION POLAROID Helmut Newton in Berlin 41 EDITOR'S CHOICE Eine Reise durch die Kunst
© Larry Fink / courtesy Galerie Bene Taschen / MUUS Collection
TURE WATCHES &
41 42 TICKENDE NEUHEITEN Die Uhren-Highlights 2025
62JEWELLERY 14
56 DAS GOLD DES ORIENTS Mit Fatemeh Laleh im Gespräch 62 MEISTERLICHE UHRMACHEREI Breguet – zeitlose Präzision seit 1775 70 PIONIERGEIST AM HANDGELENK Wie Hamilton die Zeitmessung revolutionierte
A sanctuary FULL OF STORIES & experiences
“Mit mir erlebst du Augenblicke wie aus einem Traum. Kannst du es hören? Das Geflüster der griechischen Philosophen in diesem alten Wald. Die Geschichten von Leuten aus aller Welt erwachen hier, an diesem endlos langen Strand, zum Leben. Himmel und Meer vereinen sich vor dem Hintergrund des mystischsten aller Berge – dem Olymp. Und die ganze Ägäis entfaltet ihre Aromen vor dir. Nein, ich bin kein Traum. Ich bin Sani – eine Oase voller Geschichten und Erlebnisse.”
— Sani Resort.
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MOTI ON
80 DIE SCHMIEDE DER TRÄUME Mercedes-Benz setzt Massstäbe in Luxus 88 «WELCHE FÜLLE VON SCHÖNEN EINDRÜCKEN ...» Zeppelinfahrten in die Schweiz 92 DIE MACHT DER 12 Lotus und die Emira-Limited-Serie 96 TRANSFAGARASAN Rumäniens Traumstrasse 100 GADGETS Die heissesten Autogadgets der Saison
© Zeppelin Museum
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72 PERFEKTION IN IHRER SCHÖNSTEN FORM White Turf, Luxus und Adrenalin mit Genesis
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FA SHI ON
102 STURM UND DRANG Loewe
111 WUSSTEN SIE SCHON ...? Der Schöpfer des Bikinis 114 SCHOTT Die Lederjacke, die Hollywood prägte 118 MATTHIEU BLAZY Der neue Kreativdirektor von Chanel
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122 ZURICH FASHION WEEK 2026 Ein neues Zentrum für Mode am Zürichsee 126 FASHION NEWCOMER Robert Wun Couture 128 IRIS ZIMMERMANN Im Gespräch mit PRESTIGE
Sieht auS wie ein SuV Fährt wie ein LotuS Der VoLLeLektriSche hyper-SuV
LOTUSCARS.COM Lotus Eletre (S, R): Stromverbrauch kombiniert: 23,9-30,7 kWh/100km; je nach Modell (S oder R) und Ausstattung: Effizienzklasse C oder D; CO2-Emissionen: 0g/km. Der angegebene Strom- bzw. Kraftstoffverbrauch und die Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren (WLPT) ermittelt. Der individuelle Fahrstil, Zusatzausstattungen, Zubehör, Geschwindigkeit, Wetter- und Verkehrsbedingungen sowie Topografie haben Einfluss auf den tatsächlichen Strom- bzw. Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß und können diesen unter Umständen erhöhen. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, D-73760 Ostfildern oder unter www.dat.de/co2 erhältlich ist. Abbildung zeigt Sonderausstattung. Weitere Informationen finden Sie unter www.lotuscars.com.
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BEAUTY 130 & WELLBEING
130 ZWISCHEN ERBE UND FORTSCHRITT Mila d’Opiz
140 DIE KUNST DER HOLISTISCHEN GESTALTUNG Miriam Frowein Interiors 151 KOLUMNE Maura Wasescha
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152 LUXUS TRIFFT AUF NATUR Vita Bad AG 154 VON DER TITANIC IN DIE WELT DER LUXUSHOTELS Vispring
LIV ING
164 FRÜHER ROBINSON-INSELN, HEUTE LUXUS-REISEZIEL Malediven früher und heute 174 HISTORISCHER ZUFLUCHTSORT AM SEE Rosewood Schloss Fuschl © The Stanley Hotel
TRAVEL
160 VOM FEUER GEFORMT Handwerkskunst seit 1817 der Hergiswiler Glas AG
177 FLORENZ MIT FLAIR Unsere Insider-Tipps 178 DIE KÖNIGIN DER LÜFTE «Queen» Bessie Coleman 180 NORWEGENS HAUPTSTADT Oslo, eine Stadt voller Kunst, Kultur und kulinarischer Entdeckungen
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184 WENN WÄNDE REDEN KÖNNTEN ... Historische Hotels in den USA, die von Glanz und Drama erzählen 188 WAS SIND LUXUSREISEN? Im Gespräch mit Christian Böll
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CUL INA RIUM
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192 EINE KULINARISCHE REISE INS INNERE Sabi Omakase 197 BAUR’S-KLASSIKER Edigroni by Natascha Galus 198 EINE FRAGE DER BALANCE Swissness à la Anne-Sophie Pic
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FIN ANCE
TRENDS124 54 JEWELLERY 60 WATCHES MEN 68 WATCHES WOMEN 112 FASHION MEN 124 FASHION WOMEN 136 BEAUTY WOMEN 138 BEAUTY MEN 162 LIVING
204 SYMPHONIE DER AROMEN Moët & Chandon im Bürgenstock 208 DIE HOHE KUNST, AUS GUTEM DAS BESTE ZU MACHEN Balik-Manufaktur 212 EIN ROTWEIN MIT GESCHICHTE Penfolds BIN 389
214 EDELSTEINE ALS GELDANLAGE Marktentwicklung und welche Edelsteine sich 2025 bezahlt machen 220 WEG MIT DEM FREMDKÖRPER IM STEUERSYSTEM HEV-Direktor Markus Meier über einen notwendigen Systemwechsel
214 8 IMPRESSUM 23 EDITORIAL 224 VORSCHAU
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in uns fliesst schokolade
Schweizer Schokoladentradition seit 1836
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ZEIT IST LUXUS
EDI TO RIAL
Herzlich willkommen zu einer weiteren spannenden Ausgabe von PRESTIGE! In dieser Ausgabe laden wir Sie ein, mit uns die schönen Dinge dieser Welt zu entdecken. Ob Sie von paradiesischen Inseln träumen, schöne Zeitmesser lieben oder ein Liebhaber der Kulinarik sind – wir haben für jeden Geschmack etwas dabei. Ein genauer Blick auf die sich verändernde Gesellschaft zeigt auf, dass sich die Bedeutung von Luxus gerade immens wandelt. Doch Luxus verschwindet nicht aus der Gesellschaft. Vielmehr befindet sich im Wandel, was als Luxus wahrgenommen wird. Was bedeutet Luxus in einer Zeit, in der wir ständig auf dem Sprung, gestresst und «always on» sind? In einer Zeit, in der die Klimakrise als Bedrohung über allem schwebt und der materielle Überfluss der Konsumgesellschaft zunehmend als Belastung empfunden wird? In dieser rasend schnellen Ära, in der sich die Welt ständig neu erfindet, gibt es jedoch eine Konstante: Der Tag hat nach wie vor 24 Stunden. Dieser unveränderliche Fakt macht die Zeit zu einem wahren Luxus in einer Epoche, die von Hektik und Eile geprägt ist. Die meisten von uns sind sich nicht bewusst, wie kostbar Zeit wirklich ist, bis wir eines Tages innehalten und uns fragen, wohin all die kostbaren Momente verschwunden sind. Geschwindigkeit und Eile sind zu Tugenden geworden, die unsere Kultur antreiben. Unsere Terminkalender sind bis zum Rand gefüllt, da wir danach streben, alles zu erleben und zu erledigen. Fristen und festgelegte Uhrzeiten dominieren unseren Alltag, und unser Verlangen nach sofortiger Erfüllung wächst stetig. Die moderne Kommunikation hat uns an ein rasantes Tempo gewöhnt, bei dem wir Antworten und Informationen in nie dagewesener Geschwindigkeit erhalten. Wenn wir genauer hinschauen, wird deutlich, dass Zeit Luxus ist, den wir besitzen. Der wahre Luxus unserer Welt hat kein Preisschild mehr. Nichts ist heute so rar und gleichzeitig so begehrt wie: Zeit. In einer hypervernetzten Welt wird Zeitwohlstand zum obersten Luxusgut. Zeit für sich, Zeit für die Liebsten, Zeit für Regeneration und Musse, Zeit zum Lesen, Zeit sich zu entfalten und im Moment zu leben – über die eigene Lebenszeit zu verfügen, ist zum Privileg geworden.
Urs Huebscher Editor in Chief
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ART & CULTURE
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ART & CULTURE
DIE ZEITLOSIGKEIT EINER IKONE
PRESLEY
Autor_Bernhard Bauhofer
Er bleibt eine ungebrochene Legende, deren Einfluss auf Musik und Kultur auch Jahrzehnte nach seinem Höhepunkt immer noch spürbar ist. Trotz des stetigen Hypes und der zahllosen Berichterstattungen über ihn fasziniert der King of Rock’n’Roll weiterhin mit seiner Musik, seinem Erbe und der Faszination, die um ihn besteht.
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as gibt es denn nach den Tausenden von bereits erschienenen Berichten, Reportagen, Dokumentationen und Biopics überhaupt noch über Elvis Presley zu schreiben? Lasst doch dem Mann endlich die ewige Ruhe, ist man geneigt zu sagen. Fakt ist, dass der Hype um den ersten wirklichen globalen Megastar auch knapp 50 Jahre nach seinem Tod einfach nicht abebben will. Im Gegenteil – die Feierlichkeiten rund um den 90. Geburtstag des «King of Rock’n’Roll» haben das Elvis-Fieber aufs Neue entfacht. Die Legende toppte Ende letzten Jahres mit «The Classic Christmas Album» sogar die Albumcharts in den USA. 2024 kehrte Elvis als Hologramm auf die Bühne zurück und füllte die Konzerthallen in London und Berlin. Die Marketingmaschinerie läuft nach wie vor auf Hochtouren. Doch damit allein ist die Elvis-Manie nicht zu erklären. Durch seine Musik hat uns das in einfachsten Verhältnissen aufgewachsene Jahrhunderttalent wohl mit einem Virus angesteckt, der sich von einer Generation auf die nächste überträgt. Und noch ist kein Ende in Sicht.
WER IST DER GOAT?
Denkt man sich den ganzen Rummel um die Person Elvis Presley weg, stellt sich unweigerlich die Frage nach dem historischen Stellenwert seiner Musik. Ist er «The Greatest of all Time» oder sollte die Krone eher einem Mitglied aus dem Club 27 überreicht werden, also einer der jung verstorbenen Musik-Legenden wie Jimi Hendrix, Janis Joplin oder Kurt Cobain, oder eher Bob Dylan, dem grössten Songschreiber aller Zeiten? Und da wären ja noch die Beatles, Beyoncé oder die momentan zumindest in kommerzieller Hinsicht alle in den Schatten stellende Taylor Swift. Eine müssige Frage, die sich mit Umsatz- und Verkaufszahlen nicht beantworten lässt. Fakt ist, dass Elvis Presley in künstlerischer wie auch kommerzieller Hinsicht das Fundament für die heute milliardenschwere Popmusik gelegt hat.
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PRESTIGE Der Ex-Beatle John Lennon hat es auf den Punkt gebracht: «Vor Elvis gab es nichts.» Welchen Heidenrespekt die Pilzköpfe aus Liverpool ihrem Idol entgegenbrachten, selbst nachdem sie die USA im Sturm erobert hatten, belegen Berichte von deren höchst geheim gehaltener Begegnung mit dem King. Erstarrt vor Ehrfurcht sollen sie wie das Kaninchen vor der Schlange vor dem King gesessen und kein Wort herausgebracht haben, bis dieser zur Gitarre griff und die peinliche Stille schliesslich durchbrach. Elvis war ein Star der Superlative. Nicht nur wurden über eine Milliarde Tonträger von ihm verkauft, auch alle seiner über 1000 Konzerte waren ausverkauft. Das am 14. Januar 1973 erste via Satellit in über 40 Länder übertragene Konzert «Aloha from Hawaii» durfte ich wie eine Milliarde anderer Menschen verfolgen. Nicht zu vergessen ist die Schauspielkarriere von Elvis, der zeitweise der höchst bezahlte Schauspieler Hollywoods war.
GLÜCKSFÄLLE BESTIMMTEN SEINE KARRIERE
Dabei war das frühe Leben von Elvis alles andere als super, wuchs er doch in sehr bescheidenen Verhältnissen und weitab von Memphis oder Nashville im kleinen Tupelo, Mississippi, auf. Sein Zwillingsbruder starb bei seiner Geburt, sein Vater musste wegen Scheckbetrugs ins Gefängnis. Der Ruf der Familie war nicht der beste. Nichts schien für den späteren kometenhaften Aufstieg des Jungen zu sprechen, wären da nicht zwei Glücksfälle gewesen: die Gitarre, welche ihm seine Mutter im lokalen Eisen- und Gemischtwarenladen kaufte, und Jahre später dann die Aufnahme von «That’s All Right» in den Sun Studios in Memphis. Ursprünglich als exklusives Geschenk für die geliebte Mutter angedacht, wurde die Single zum Renner und machte Elvis zum Shooting-Star. Aus serhalb von Memphis auf der ehemaligen Ranch von Elvis erzählte mir ein Zeitzeuge vom unheimlichen Erfolg dieser Aufnahme und vom Hype, den die Scheibe auslöste. Von da an ging es steil aufwärts. Trotz des Erfolgs blieb Elvis immer nahbar, herzlich und vor allem grosszügig, berichteten mir seine Cousine Donna Presley, die mit Elvis auf Graceland lebte, sowie Terry Blackwood, der Mitglied des «Las Vegas Ensemble» war, in persönlichen Gesprächen.
KÖNIG DES VEREINENS
Anders als Bob Dylan, der mit Songs wie «Blowing in the Wind» gegen Krieg und für Frieden sang, blieb Elvis Presley mit seiner Musik weitgehend unpolitisch. In anderer Hinsicht ist die Botschaft von Elvis’ Musik heute, in Zeiten von massiver Spaltung in der Gesellschaft, jedoch aktueller denn je. Unter Afroamerikanern aufgewachsen, wurde Elvis von Kindheit an von deren Musik stark geprägt. Historisches schaffte er mit dem Kunststück, Gospel und Rhythm and Blues mit der von der weissen Bevölkerung dominierten Country-Musik zu vereinen. Welche unglaubliche Leistung das in dem von Rassentrennung dominierten Land war, lässt sich besonders durch einen Blick ins vergangene Jahr verstehen. Selbst im mittlerweile im Sinne der political correctness fast schon überkorrekten Amerika stiess sogar der afroamerikanische Superstar Beyoncé mit ihrem Country-Album auf Ablehnung unter der weis sen Bevölkerung, die Country-Musik immer noch als ihr Kulturgut beansprucht. Es war Elvis, der mit seiner Musik zwischen den Rassen, Frauen und Männern, Jungen und Alten Brücken baute.
Elvis baute Brücken,wo andere Mauern sahen. 28
ART & CULTURE
UMSATZMASCHINE ELVIS
So ist Elvis heute noch Everybody’s Darling. Bei einem MemphisBesuch fragt man sich, wovon die Stadt ohne den berühmten Sänger leben würde. Sein Anwesen Graceland zieht nach wie vor Jahr für Jahr Tausende Besucher aus aller Welt an und zählt nach dem Weissen Haus zu den am meisten besuchten Orten im Land. Bei Lansky Bros., dem legendären Couturier des King, kleiden sich Fans noch heute ein. Mit Stolz zeigte mir Lansky Junior, der selbst schon in den 60ern ist, ein Foto, auf dem Elvis väterlich seine Hand auf seine Schulter legt. Seitdem durften Tausende, vor allem weibliche Fans es Elvis nachmachen. Im Restaurant Marlowes, nur fünf Autominuten von Graceland entfernt, bekommt man mit dem «Banana Peanut Butter»-Sandwich das Leibgericht des Kings serviert. Überall hängen Bilder, die ihn mit Glenn Campbell und anderen Stars zeigen. Teil des Traditionsrestaurants ist ein hoch frequentierter Shop mit Elvis-Devotionalien. Aber auch in Deutschland hat sich der Elvis-Virus fest eingenistet. Jedes Jahr findet das European Elvis Festival in Bad Nauheim statt, wo der King während seiner Stationierung als GI wohnte.
I’M LEAVING
Wo viel Licht ist, ist bekanntlich auch viel Schatten. So litt Elvis trotz oder gerade wegen seiner immensen Popularität unter verheerender Einsamkeit, was in seinem eher unbekannten Meisterwerk «I’m leaving» zum Ausdruck kommt. Bei der Aufnahme dieses für Elvis persönlich sehr bedeutsamen Songs war seine Ehe bereits am Scheitern – er trennte sich innerhalb von 14 Monaten von Priscilla und sein Liebesleben war in der Folgezeit voller Affären. Und letztendlich blieb er, obwohl er der berühmteste Mann der Welt war, einsam in Graceland zurück. Und gerade dort entstanden ein Jahr vor seinem Tod wahre Perlen von Songs, die auf dem Album «Way down in the Jungle Room» zusammengefasst publiziert wurden. In späten Interviews liess Elvis durchblicken, dass er sich seines baldigen Lebensendes bewusst war. Seinen engsten Vertrauten gegenüber hat er die Befürchtung geäussert, er würde nach seinem Tod schnell in Vergessenheit geraten. Weit gefehlt, denn zum Zeitpunkt seines Todes im Jahr 1977 gab es etwa 170 Imitatoren, heute sind es weltweit schätzungsweise 250’000 bis 400’000 – vom Sänger bis zum Fallschirmspringer. Viva Elvis!
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WATCHES & JEWEL LERY PRESTIGE
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© Hublot
WATCHES & JEWELLERY
TICKENDE
EUHEITEN
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Autor_Gisbert L. Brunner
Nach einem fulminanten Rekord-Uhrenjahr 2023 stand 2024 im Zeichen moderater Beruhigung. Um 2.8 Prozent gingen die Exportumsätze der Schweizer Uhrenindustrie insgesamt zurück. Das Minus ist in erster Linie auf geringere Ausfuhren nach Festlandchina und Hongkong zurückzuführen. Konjunkturelle Sorgen und eine veritable Immobilienkrise dämpfen die dortige Kauflaune. Nun blickt die Uhrenwelt auf das, was das bereits seit zwei Monaten laufende Jahr 2025 bringen wird.
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WATCHES & JEWELLERY
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rste Meldungen stimmen durchaus positiv. Viele Marken zeigen ihre Neuheiten erst im Rahmen der am 1. April in Genf beginnenden Uhrenmesse Watches and Wonders. Vom 5. bis 7. April sind im Palexpo-Gebäude Publikumstage anberaumt. Uhrenliebhaberinnen und -liebhaber können sich also vor Ort selbst umfassend informieren. So viel ist jedoch schon jetzt klar: 2025 wird spannend, denn zahlreiche uhrmacherische und gestalterische Innovationen warten darauf, eingehend begutachtet zu werden. FLAMINGOBLAU FÜRS HANDGELENK Natürlich ist den Akteuren im Hause Tudor bestens bekannt, dass Flamingos kein blaues Federkleid tragen. Hätte man sich für Rosa entschieden, wäre der neue Armband-Chronograph dem 2024 im Vorfeld der Uhrenmesse Watches and Wonders vorgestellten und seitdem sehr gehypten Black Bay Chrono Pink sehr nahe gekommen. Dessen Zifferblattfarbe Altrosa unterstreicht die Zusammenarbeit der Uhrenmanufaktur mit dem Fussballclub Club Inter Miami CF. Beim neuen Black Bay Chrono Flamingo Blue sticht stattdessen jenes Türkis ins Auge, welches Luxusaffine im Zusammenhang mit dem amerikanischen Luxuslabel Tiffany kennen. Darauf mag sich Tudor aus verständlichen Gründen nicht beziehen. Stattdessen erinnert die in Le Locle beheimatete Manufaktur an die leuchtende Farbe tropischer Gewässer, in denen sich Flamingos traditionsgemäss besonders wohl fühlen. Wie dem auch sei: Das neueste Produkt der Rolex-Tochter richtete die Aufmerksamkeit sofort nach der Vorstellung auf sich. Die Edition des Stoppers mit 41 Millimeter grosser Edelstahlschale ist nicht limitiert. Aber seine Fertigung erfolgt nur in geringen Quantitäten, weshalb die Nachfrage das Angebot übersteigen dürfte. Um die Anzeige der Zeit und die Bewältigung präziser Kurzzeitmessungen zwischen einer Achtelsekunde und 45 Minuten kümmert sich das exklusive Automatikkaliber MT5813. Dessen Basis stammt von Breitling. Zu den technischen Details gehören der beidseitig wirkende Kugellagerrotor, 70 Stunden Gangautonomie, vier Hertz Unruhfrequenz, Vertikalkupplung und Schaltradsteuerung des Chronographen mit 45-Minuten-Totalisator. Ein nennenswerter Unterschied zum Breitling B01 besteht in der Verwendung einer vollkommen amagnetischen, thermisch stabilisierten und hoher Präzision dienlichen Silizium-Unruhspirale. Seine Ganggenauigkeit muss jedes Uhrwerk während 15 Tagen bei der offiziellen Schweizer Chronometerprüfung unter Beweis stellen. Dann erst findet es zusammen mit Zifferblatt und Zeigern ins Gehäuse, das Wasser bis zu 20 bar Druck von seinem zertifizierten Innenleben fernhält. Tudor gewährt eine frei übertragbare fünfjährige Garantie. Nach rund zehn Jahren wird der erste Service fällig.
DREHENDE STUNDEN Seit 2009 offeriert Louis Vuitton Armbanduhren namens Tambour Spin Time. Deren Entwicklung startete bereits 2007. Als Inspirationsquelle für das dreidimensionale Display mit rotierenden Würfeln dienten die sattsam bekannten Klappenanzeigen beispielsweise an Bahnhöfen oder Flughäfen. Natürlich haben Michel Navas und Enrico Barbasini, die beiden Gründer von La Fabrique du Temps, ihr ausgenfälliges System im Laufe der Jahre kontinuierlich weiterentwickelt. In diesem Sinne geht 2025 eine ganz neue Generation an den Start. Grundsätzlich kommt auch in den soeben vorgestellten Zeitmessern weiterhin das patentierte dreidimensionale Drehwürfelsystem zur Anwendung. Zwei der Gebilde springen gleichzeitig, wenn die vorherige Stunde verschwindet und die neue erscheint. Aber die dahinterstehende Mechanik, zu der eine ausgeklügelte und deshalb auch patentierte Malteserkreuzsteuerung für jeden der zwölf Rotationskörper gehört, erfuhr eine deutliche Optimierung. Darüber hinaus hat Louis Vuitton intensiv an der Optik des Ganzen gearbeitet. Zur Auswahl stehen gleich mehrere Modelle, teilweise mit aufwendigen Zusatzfunktionen wie Tourbillon oder Zeitzonen-Dispositiv. Den puristischen Einstieg in diese aussergewöhnliche Art der Zeitanzeige ermöglicht die Tambour Taiko Spin Time mit dem exklusiven Automatikkaliber LFT ST13.01. Die Minuten stellt ein weissgoldener, im Zifferblattzentrum drehender Zeiger dar. Die aktuelle Stunde hebt sich im jeweiligen Fenster durch einen helleren Farbton ab. Für die Montage der Mechanik mit einem Rotor aus 18-karätigem Gold benötigen kundige Uhrmacher 246 Bauteile. Nach Vollaufzug stehen circa 45 Stunden Gangauto nomie zur Verfügung. Bis zu zehn bar Druck des nassen Elements widersteht das 39.5 Millimeter grosse und 12.15 Millimeter hohe Weissgoldgehäuse mit massivem Boden. Die Lieferung erfolgt mit einem Armband aus delfingrauem Kautschuk. Aus Weissgold lässt Louis Vuitton die zugehörige Dornschliesse fertigen.
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PRESTIGE TRIPLE TWO AUS GENF Vacheron Constantin feiert 2025 seinen 270. Geburtstag. Dieses Jubiläum wird über das Jahr hinweg von einer ganzen Reihe attraktiver Neuheiten begleitet. Den Anfang des Uhrenreigens machte eine Armbanduhr, welche es in den Katalogen der Genfer Traditionsmanufaktur schon einmal gab. Die Rede ist vom Modell 222. Nach einem längeren Dornröschenschlaf kehrte dieser Zeitmesser 2022 mit massivgoldenem Outfit in die Kollektion zurück. Und im Gegensatz zum ersten Debüt besagter «Triple Two» reüssierte das tickende Goldstück sofort. Erstmals ins Licht der Öffentlichkeit getreten war besagte 222 im Jahr 1977, und zwar im Gefolge der Royal Oak aus dem Hause Audemars Piguet und der Patek Philippe Nautilus. In beiden Fällen stammte das Design von Gérald Genta. Natürlich hatte sich der junge deutsche Designer Jörg Hysek beim Entwurf und der Gehäusekonzeption seiner Auftragsarbeit für Vacheron Constantin ein wenig an den beiden Vorbildern orientiert. Aufwendig bearbeiteter Edelstahl verkörperte einen neuen Luxus. Ein Mittelteil trug den damit verschraubten Glasrand. Das Ensemble strahlte ebenfalls eine Art Bullaugenlook aus. Der Resistenz gegen schädliche Einflüsse des nassen Elements diente auch eine sogenannte «doppelte Krone». Bei der Namensfindung gingen die Verantwortlich sehr pragmatisch ans Werk: Im Premierenjahr blickte das 1755 gegründete Unternehmen nicht ohne Stolz auf 222 Jahre ununterbrochener Geschichte zurück. Zehn Jahre nach dem Lancement der 222 und nur rund 500 produzierten Exemplaren erwies sich das vermeintliche Besser als Feind des Guten. Aber auch die Nachfolgemodelle 333 und Phidias verkauften sich keineswegs besser. Nun also kehrt die Stahlversion der 222 in die Uhrenszene zurück – und die Interessenten stehen Schlange. Gerade einmal 37 Millimeter misst die 7.95 Millimeter flache Schale. Sie umfängt das hauseigene, aus 194 Komponenten montierte Automatikkaliber 2455 / 2. Rund 40 Stunden beträgt dessen Gangautonomie. Erwerben lässt sich die mit dem Genfer Qualitätssiegel punzierte und nicht limitierte Armbanduhr ausschliesslich in den marken eigenen Boutiquen. DEM MEISTER ZU EHREN Der Maestro, nach dem Gérald Charles diese formal keineswegs alltägliche Armbanduhr benannt hat, ist kein Geringerer als Gérald Genta. Seine eigene Uhrenmarke hatte der umtriebige Designer 1969 ins Leben gerufen. 1996 verkaufte er sie an die in Singapur beheimatete Firma Hour Glass. Tief enttäuscht von dem, was ab 1998 mit seiner gestalterischen Kompetenz und seinem Lebenswerk passierte, zog er sich vorübergehend ins Privatleben zurück. Weil Uhren sein Leben bedeuteten, kam es 2000 zum Comeback mit einer neuen Marke, die Gentas beide Vornamen Gerald Charles nennt. Aus diesem Anlass entstand unter anderem auch ein spezielles Gehäuse, für das die römische Barockarchitektur Francesco Borrominis als gestalterisches Vorbild diente. Die markante Form basiert auf einem langgestreckten Achteck mit ungleichen Seiten. Seine Geometrie ist gleichermassen eckig wie auch gekrümmt. Als signifikanteste Merkmale stechen der doppelstufige Glasrand sowie bei «6» die nach unten geschwungene und damit ein sanftes Lächeln andeutende Lippe ins Auge. In fortgeschrittenem Alter holte Genta 2003 die einschlägig erfahrene italienische Familie Ziviani als Käuferin seiner neuen Marke ins Boot. Bei ihr lebt das Erbe des 2011 Verstorbenen zum Beispiel in der Linie Maestro 2.0 Ultra-Thin weiter. Bei ihrem 3.7 Millimeter flachen Automatikwerk vom Kaliber GCA 3002 ist
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WATCHES & JEWELLERY
© Grand Seiko
die Manufaktur Vaucher mit von der Partie. Aus 189 Komponenten besteht das Œuvre mit einseitig wirkendem Gold-Kugellagerrotor, zwei Federhäusern, 50 Stunden Gangautonomie und vier Hertz Unruhfrequenz. Ein strahlend blaues Zifferblatt zeichnet die neue, zum 25. Markengeburtstag unlimitiert aufgelegte Gérald Charles Maestro 2.0 Ultra-Thin Lapis Lazuli mit 41.7 Millimeter langem und 39 Millimeter breitem Stahlgehäuse aus. Wie der Name verheisst, besteht die nur 0.55 Millimeter dünne Scheibe, vor der Zeiger für Stunden, Minuten und Sekunden rotieren, aus handwerklich aufwendig bearbeitetem Lapislazuli. Durch einen Sichtboden zeigt sich der Rotor mit unverkennbarem Hinweis auf das 25-jährige Markenjubiläum. HOMMAGE AN EINEN VULKAN In vielen Armbanduhren von Grand Seiko spiegelt sich die japanische Natur oder Landschaft wider. Das ist auch bei der brandneuen Referenz SLGH027 aus der Evolution-9-Kollektion der Fall. Bei diesem Zeitmesser inspirierte der Mount Iwate im Norden Japans die Designer und Uhrmacher im nicht weit entfernten Grand Seiko Studio Shizukuishi. Seit 2006 dienen der 2038 Meter hohe Berg und seine verschiedenen Kämme als Vorbild für strukturierte und sofort ins Auge stechende Zifferblätter. Die beredte Geschichte des Vulkans zeigt sich in der zerklüfteten Landschaft des Ōu- Gebirges in Sichtweite der japanischen Stadt Morioka sowie im Lavastrom an seinem nördlichen Fuss. Dieses Naturschauspiel fängt das reliefartig ausgeführte Zifferblatt aus der Vogelperspektive ein. Der markante hellblaue Farbton verstrahlt die Reinheit der dortigen Luft und des Wassers aus. Beide umgeben dieses Wahrzeichen in der Präfektur Iwate, wo Grand Seiko seine feinen Armbanduhren fertigt. Gehäuse, Durchmesser 40 Millimeter, und Gliederband samt Faltschliesse bestehen aus Ever-Brilliant Steel. Diese Legierung besitzt eine höhere Korrosionsbeständigkeit als der in der Uhrenindustrie verbreitete Edelstahl vom Typ 316L. Charakteristisch für die japanische Manufaktur ist die sogenannte Zaratsu-Politur der Oberflächen. Das aufwendige Verfahren führt zu verzerrungsfreiem Hochglanz gepaart mit samtiger Satinierung. Ein förmliches Muss ist der Sichtboden in der 11.7 Millimeter hoch bauenden und bis zu zehn bar wasserdichten Schale. Dahinter tickt das selbst entwickelte und gefertigte Hochfrequenz- Automatikkaliber 9SA5. Zum Gangregler des 2020 lancierten Uhrwerks gehören eine Unruh mit variabler Masseträgheit samt völlig frei schwingender Unruhspirale. Bemerkenswert ist auch die innovative Doppelimpulshemmung. Trotz fünf Hertz Unruhfrequenz reicht die gespeicherte Energie für 80 Stunden ununterbrochene Funktion. Einen wichtigen Beitrag zu dieser beachtlichen Gangautonomie leistet der um 20 Prozent höhere Wirkungsgrad besagter Hemmung. Die strengen internen Grand-Seiko-Regularien gewährleisten eine maximale tägliche Gangabweichung im engen Bereich von minus drei bis plus fünf Sekunden. Gangzeugnisse dokumentieren die im Uhrmacherstudio erreichte Präzision. Interessenten an dieser neuen Armbanduhr müssen sich noch ein wenig in Geduld üben. Erst im Mai 2025 gelangen die insgesamt 1200 Exemplare auf den Markt. HUBLOT MECA-10 Die Kalender zeigten 2016, als Hublot mit der Meca-10 eine optisch wie technisch aussergewöhnliche Armbanduhr präsentierte. Der Auftritt des Handaufzugskalibers HUB1201 erinnert spontan an mechanisches Lernspielzeug mit gelochten Bauteilen, hergestellt
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beispielsweise von Märklin, Meccano oder Trix. Das Ensemble verbirgt nichts von dem, was die Zeit durch den Ablauf eines Räderwerks mit oszillierendem Gangreglers misst und anzeigt. Wie üblich rotieren im Zentrum zwei Zeiger für Stunden und Minuten. Für die Sekunden ist ein kleineres Pendant bei «9» zuständig. Nachdem Hublot diese Armbanduhr mit zwei Federhäusern und üppigen zehn Tagen Gangautonomie versehen hat, geniesst eine Gangreserveanzeige auf der Vorderseite hohe Priorität. Der Steigerung des Spassfaktors dient die mit der Gangreserveanzeige gekoppelte Schubstande bei «12». Analog zum verbleibenden Energievorrat bewegt sie sich hin und her. Im Grossen und Ganzen gelten diese Aspekte auch für die neue, gründlich optimierte Meca-10 mit drei linearen, an der durchbrochen gestalteten Platine befestigten Brücken. Der zweite Blick lässt bei dem aus 264 Komponenten montierten Kaliber HUB 1205 jedoch zahlreiche Elemente uhrmacherischer Evolution erkennen. Im Zuge dessen verschwand das ehedem charakteristische Lochdesign. Passend zum Gehäusematerial ist das Uhrwerk galvanisch eingefärbt. Die Anzeige des verbleibenden Energievorrats verlegten die Techniker zur «3». Zwei übereinanderliegende und durch eine Spiralfeder verbundene Scheiben drehen sich in entgegengesetzter Richtung. Das Ensemble bewirkt eine intuitiv ablesbare Differenzanzeige. Perfekte Synchronisation zwischen der Gangreserveanzeige und dem jeweiligen Spannungszustand der Federhäuser gewährleistet ein neues Hand aufzugssystem. Wie gehabt vollzieht die vorne sichtbare Unruh stündlich 21’600 Halbschwingungen. Hublot verpackt die Zeitmechanik unter anderem in ein 42 Millimeter messendes Sichtbodengehäuse aus satiniertem und poliertem Titan. Bis zu zehn bar Druck bleibt Wasser aussen vor. PALMGRÜNE EXZELLENZ Erschwinglicher Luxus lautet die Maxime von Frédérique Constant. Uneingeschränkt trifft sie auch auf das neueste Mitglied der Kollektion zu. Exakt 150 Stück und keines mehr wird die Genfer Uhren manufaktur vom Classic Tourbillon Manufacture fertigen ausgestattet mit 39-Millimeter-Stahlgehäuse, palmgrünem Zifferblatt, kontrastierenden Zeigern und Indexen sowie dem hauseigenen Kaliber FC-980. Die Biographie des 30.5 Millimeter messenden Automatikwerks reicht zurück bis ins Jahr 2008. Zifferblattseitig findet sich keine Brücke zur Lagerung des Drehgestells, sondern ein nur einseitig mit der Platine verschraubter Kloben. Die Ringunruh oszilliert mit vier Hertz oder stündlich 28’800 Halbschwingungen.
Ein kleiner Zeiger gestattet das exakte Ablesen der Sekunden. Die technischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts repräsentiert ein Ankerrad aus amagnetischem Silizium. Frequenzbedingt wird dieses Bauteil jede Sekunde achtmal gestoppt und wieder beschleunigt. Die Verwendung des sehr leichten Werkstoffs bringt eine geringere Masseträgheit mit sich, welche der Energiebilanz zugutekommt. Durch die sehr glatte Oberfläche entsteht nur minimale Reibung. Das wiederum mindert Energieverlust und Verschleiss. Ganz nebenbei sei erwähnt, dass das aus insgesamt 188 Komponenten montierte Mechanik-Œuvre eine bei Tourbillons keineswegs alltägliche Stoppvorrichtung zum sekundengenauen Einstellen der Uhrzeit besitzt. Als weitere Besonderheit kann das Smart Weight Balancing gelten. Dieses bewirkt eine exakte Gewichtsverteilung des aus 81 Teilen zusammengefügten Tourbillons. Erfahrene Uhrmacher bewältigen den kniffligen Balanceakt durch die Befestigung winziger Metallringe mithilfe kleiner Schrauben. Von selbst mag sich verstehen, dass die klassisch runde, bis zu fünf bar wasserdichte Schale einen Sichtboden besitzt. Dahinter agiert die durchbrochen ausgeführte Schwingmasse. Ein kreisrunder Ausschnitt im Uhrwerk gestattet neugierige Blick auf und durch den Drehgang zur Kompensation negativer Schwerkrafteinflüsse auf die
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Ganggenauigkeit. Für gleichermassen sicheren wie komfortablen Halt am Handgelenk sorgt ein Alligatorleder-Armband mit stählerner Faltschliesse.
Vorderseitig blickt man auf ein grünes Emailzifferblatt. Zum Spek trum der Funktionen gehört eine Kombination aus Gregorianischem Kalender, der heute weltweit für zivile und geschäftliche Zwecke Gültigkeit besitzt, und dem chinesischen. Letzterer bildet vor allem in China, Taiwan, Hongkong und Macau die Grundlage zur Bestimmung traditioneller Feste wie des chinesischen Neujahres und des Mondfestes. Neben den Stunden und Minuten bei «3» zeigt das Kalender- Opus die fünf Elemente in Kombination mit Yin und Yang sowie dem Sexagesimalsystem mit der 60 als Basis. Bei «9» informieren Zeiger über die Tage und Monate des traditionellen chinesischen Kalenders und bei «12» über dessen Doppelstunden. Ausserdem erscheint ganz oben in einem Fenster das Tierkreiszeichen des aktuellen Mondjahres. Der zentrale Serpentin-Zeiger ist für die Indikation des Gregorianischen Datums zuständig. Bleibt die charakteristisch gestaltete Mondphasenanzeige im Süden des Zifferblatts. Aus massivem Weissgold bestehen die applizierten römischen Ziffern und die Zeiger. Blancpain liefert die insgesamt 50 Exemplare mit schokoladenbraunem Armband aus Alligatorleder. Analog zum Gehäuse lässt Blancpain dessen Faltschliesse aus Platin herstellen.
UHR ZUM JAHR DER SCHLANGE China zelebriert 2025 das Jahr der Holzschlange. Uhrenmanufakturen tun es auch, und zwar mit ganz unterschiedlichen Zeitmessern, welche diesem Tierkreiszeichen huldigen. Blancpain hat in diesem Zusammenhang die Villeret Traditioneller Chinesischer Kalender 2025 vorgestellt. Diese Armbanduhr präsentiert sich mit einem polierten Platingehäuse, dessen Durchmesser 45.2 Millimeter beträgt. Am Handgelenk trägt sie 15.1 Millimeter auf höhe. Die klassisch runde Sichtbodenschale birgt in sich das hauseigene Automatikkaliber 3638. Uhrmacher fügen es aus summa summarum 464 Komponenten zusammen. Zu ihnen gehört auch eine hoch elastische und völlig amagnetische Siliziumspirale, welche für präzisen Rückschwung der mit vier Hertz oszillierenden Unruh sorgt. Gleich drei Federhäuser lassen das Uhrwerk ohne weiteren Energienachschub durch den Rotor beruhigende sieben Tage am Stück laufen. Als Reminiszenz an das Jahr der Holzschlange zeigt die Schwungmasse aus massivem Platin eben jenes Symbol.
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PRESTIGE ZEIT-SPRINTER TAG Heuer kooperiert mit Porsche. Das fünfte Jahr dieser Partnerschaft steht im Zeichen der Carrera Chronosprint x Porsche Rallye. Star ist natürlich auch hier der legendäre Porsche 911. 1965 feierte er im Rahmen der anspruchsvollen Rallye Monte Carlo sein Wettbewerbsdebüt. Das Fahrzeug mit der Startnummer 147 basierte auf einer leicht modifizierten Strassenversion, welche nicht primär für den herausfordernden Rennsport bestimmt war. Gleichwohl übertraf es auf Anhieb die Erwartungen durch einen beeindruckenden fünften Rang im Gesamtplacement und den zweiten Platz in seiner Klasse. Am Steuer sass Herbert Linge, ein Ausnahme ingenieur, Mechaniker und Entwicklungsfahrer aus dem Hause Porsche. Als Beifahrer fungierte Peter Falk. Insgesamt mehr als 30 Jahre stand der Direktor Rennfahrzeugentwicklung in den Diensten der Porsche AG. Diese Leistung würdigen 911 Exemplare des besagten TAG Heuer Carrera Chronosprint x Porsche Rallye mit stählernem Outfit und Sichtboden. Als Motor dient das hauseigene Selbstaufzugskaliber TH20-08. Ist der Tank komplett gefüllt, läuft dieses Uhrwerk nicht weniger als 80 Stunden am Stück. Natürlich besitzt die Mechanik einen Chronographen zum Erfassen von Zeitintervallen auf die Achtelsekunde genau. Damit ist es aber
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nicht getan. Das exklusiven Auftritt des Zeit-Sprinters gewährleistet ein spezielles Untersetzungsgetriebe mit zwei schneckenförmigen Zahn-Gebilden. Mit seiner Hilfe bewegt sich der zentrale Stoppzeiger nach dem Start rasch entlang der roten Markierung zu jenen 8.4 Sekunden, in denen die Nummer 147 von null auf 100 Stunden kilometer beschleunigte. Weil eine komplette Umdrehung dieses Zeigers am Ende exakt eine Minute dauern muss, reduziert sich danach das Tempo auf dem Weg zur 60-Sekunden-Marke. Zwei Totalisatoren bei «3» und «9» erfassen Umläufe bis 30 Minuten beziehungsweise zwölf Stunden. Neben dem Gliederband bekommt der limitierte Carrera Chronosprint auch noch ein Kalbslederband mit auf den Weg.
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WATCHES & JEWELLERY RETRO-STOPPER Herrlich nostalgisch mutet der neue Chronograph aus der Heritage- Kollektion von Titoni an. Vorbild ist eine Armbanduhr der Marken- Mutter Felca aus den 1950er-Jahren. Deren Gründung ist Fritz Schluep-Rüfenacht zu verdanken. Bereits ab den 1930er-Jahren war seine Firma in Hongkong aktiv. Für die 1951 in Singapur eröffnete Niederlassung entstand das neue Label Titoni. Die Rechnung, hochwertige Schweizer Produkte zu attraktiven Preisen anzubieten, ging voll und ganz auf. Auch in Malaysia, Indonesien, Thailand und Japan schossen die Umsätze nach oben. Grund genug für die Familie Schluep, ihre Firma, damals eine der Schweizer Top 20, in Felca & Titoni Uhren AG umzubenennen. Anschliessend fasste das Unternehmen auch in China Fuss. Seit einigen Jahren richtet die vierte Generation der Gründerfamilie ihren Fokus verstärkt auch auf den europäischen Markt. Dort kommen authentische Retromodelle wie dieser Stopper gut an, denn sie vereinigen gestalterische Tradition mit uhrmacherischer Zuverlässigkeit und Präzision der Gegenwart. Das einst genutzte Handaufzugskaliber Landeron 148 mit 30-Minuten-Zähler gab seinen Einstand 1948. Genau zwanzig Jahre später, also 1968, endete die Produktion. Zu seinen technischen Merkmalen gehörte eine damals noch weitgehend neuartige Kulissenschaltung für die drei chronographischen Funktionen Start, Stopp und Nullstellung. Auf dem Zifferblatt fand sich eine logarithmische Tachymeterskala zum Erfassen von Durchschnitts geschwindigkeiten über einen Kilometer oder eine Meile hinweg. Die ebenfalls vorhandene Telemeterskala dient der Ermittlung von Entfernungen bis zu 20 Kilometern durch die unterschiedliche Ausbreitungsgeschwindigkeit von Licht und Schall. Das, dazu die mehrfarbige Bedruckung des Zifferblatts, die Indexierung des 30-Minuten-Zählers bei «3» mit Telefon-Zeiteinheiten sowie die Gestalt und Einfärbung der Zeiger entsprechen dem Original. Ausdruck der Gegenwart sind ein Sichtboden im Stahlgehäuse und das dahinter agierende Automatikkaliber Sellita SW510 mit einseitig wirkendem Kugellagerrotor und Kulissenschaltung.
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CHRONOGRAPH MIT DURCHBLICK Zur LVMH Watch Week 2025 schickte Zenith, ein Mitglied des französischen Luxusmultis, den Defy Skyline Chronograph Skeleton ins Rennen um die Käufergunst. Fans der grossen alten Uhren manufaktur kennen diesen Zeitmesser bereits in der geschlossenen Version mit blauem oder schwarzem Zifferblatt. Ein Jahr nach dessen Vorstellung präsentiert sich dieser Armbandstopper mit skelettiertem Outfit. Mechanik-Voyeuren kommt in diesem Zusammenhang sicher sehr entgegen, dass versierte Techniker das bewährte hauseigene Automatikkaliber El Primero 3600 durchbrochen gestaltet und demzufolge in 3600SK umbenannt haben. Ein sofort ins Auge stechendes Charakteristikum der Tempo-Mechanik ist ein zentraler, in nur zehn Sekunden um 360 Grad rotierender Chronographenzeiger. Neben der horizontalen Räderkupplung besitzt das Uhrwerk selbstverständlich auch ein klassisches Schaltrad. Bei «3» erfasst ein Zeiger gestoppte Intervalle bis zu 60 Sekunden. Ganz im Süden findet sich in diesem Fall ein 60-Minuten-Zähler. Und bei «9» dreht eine Permanentsekunde als Funktionskontrolle. Neben dem Ankerrad besteht auch der Anker aus leichtem, vollkommen amagnetischem Silizium mit sehr glatter Oberfläche, die Schmiermittel überflüssig macht. Zum offenen, nichts verbergenden Zifferblatt gesellt sich ein Gehäuseboden mit Saphirglasfenster. Die markant-moderne Optik unterstreicht reichlich Super-LumiNova-Leuchtmasse auf den Indices und den beiden Zeigern für Stunden und Minuten. 42 Millimeter misst die Edelstahlschale mit zwölfeckigem Glasrand. Bis zu zehn bar Druck reicht seine Wasserdichtigkeit. Zur Wahl stehen Ausführungen mit blau oder schwarz eingefärbtem Werk und Zifferblatt. Die Lieferung erfolgt mit zwei selbst tauschbaren Armbändern: eines aus Edelstahl und ein zweites aus Kautschuk mit komfortabler Faltschliesse.
DIASTAR, DAS ORIGINAL Die Golduhren, welche Rado gegen 1960 in grösseren Mengen nach Fernost exportierte, waren zweifellos attraktiv. Wegen des relativ weichen Gehäusematerials waren Kratzer jedoch an der Tagesordnung. Daher ordnete Paul Lüthi Experimente mit Hartmetallen an. In diesem Zusammenhang war dem damaligen Rado-Chef von Anbeginn klar, dass das Festhalten an gängigen Gehäusedesigns nicht zu den gewünschten Resultaten führen würde. Vielfältige Versuche führten 1962 zur Weltpremiere der ersten wirklich kratzfesten Armbanduhr namens DiaStar. Der Name kam nicht von ungefähr. Er repräsentiert eine Synthese aus Diamant und Star. Wegen des ungewöhnlichen ovalen Designs erfuhr das innovative Modell zunächst eher zurückhaltende Resonanz. Im Laufe der Jahre nahm die Begehrlichkeit jedoch kontinuierlich zu. Nicht ohne Stolz konnte Rado bereits 1987 den Verkauf des 1.5-millionsten Exemplars verkünden. Weitere 20 Jahre später standen die Zähler für den ovalen Bestseller bei mehr als drei Millionen Stück. Zu diesem Zeitpunkt hiess er schlicht und einfach Original. Logischerweise hat die DiaStar im Laufe der Jahrzehnte mehrere Evolutionsstufen durchlaufen. 2022 brachte eine Edelstahl-Version mit platinfarbenem Ceramos-Glasrand. Dieses Material, aus dem auch die Lünette der drei neuen DiaStar-Modelle besteht, fertigt Rado aus etwa 90 Prozent Titankarbid. Ceramos verbindet die Härte von Keramik mit der Widerstandsfähigkeit und dem Glanz einer Metalllegierung. Edelstahl findet für Gehäusemittelteil, Boden, Krone und Gliederband Verwendung. Die bis zu zehn bar wasserdichte Schale birgt das Automatikkaliber R586 mit rund 48 Stunden Gangautonomie. Die Qual der Wahl besteht bei den Zifferblättern: Drei verschiedene Farben künden von Individualität, Selbstbewusstsein und Lebenslust.
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IN IHRER SCHÖNSTEN FORM
St. Moritz im verschneiten Winter. Sobald hier der See von einer dicken Eisschicht bedeckt ist, verwandelt sich das Städtchen mit seinen Luxusboutiquen und Edelrestaurants in eine Begegnungsstätte des Adrenalins. Aber wenn sich die internationale Elite alljährlich beim White Turf versammelt, dann geht es nicht nur um Geschwindigkeit auf dem Eis, sondern um die Inszenierung eines Lebensgefühls. Genau hier setzt Genesis an: Als Hauptsponsor des White Turf bringt die koreanische PremiumAutomobilmarke eine neue Dimension von Luxus auf das zugefrorene Naturwunder des St. Moritzersees.
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Autorin_Swenja Willms Bilder_Genesis
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b in der Spitzengastronomie, im Rennsport oder in der Automobilwelt – Perfektion entsteht durch das Streben nach Exzellenz. Genesis hat sich als Automobilhersteller seit seiner Gründung 2015 einen Namen gemacht, indem die Marke kompromisslose Qualität, mutiges Design und innovative Technologie verbindet. Mit einer Modellpalette, die Luxus mit elektrischer Performance verknüpft, positioniert sich Genesis als Vorreiter einer neuen, nachhaltigen Definition von Premium- Mobilität. Die Fahrzeuge vereinen koreanische Handwerkskunst mit modernster Technik, was sie sowohl auf der Strasse als auch auf Schnee und Eis zu aussergewöhnlichen Begleitern macht. Es überraschte folglich nicht, dass Genesis bereits zum vierten Mal in Folge als Hauptsponsor zum legendären Pferderennen White Turf zurückkehrte. Das exklusive Sportereignis ist ein bedeutendes gesellschaftliches Highlight, das alljährlich die Elite aus der ganzen Welt anzieht. Das Event, das auf dem zugefrorenen St. Moritzersee stattfindet, lockt nicht nur Pferderennsportfans an, sondern bietet auch einen faszinierenden Mix aus Glamour, Luxus und Tradition. Dabei kommen nicht nur prominente Gäste aus Sport und Gesellschaft, sondern auch die weltweit besten Rennpferde zusammen, die in einem einzigartigen Ambiente um den Sieg kämpfen. Als Hauptsponsor des renommierten Pferderennens setzt Genesis nicht nur ein starkes Zeichen in der Welt des Motorsports, sondern auch in der exklusiven Eventlandschaft. In der Genesis Public Lounge hatten alle Gäste die Gelegenheit, die vollelektrischen Premium-SUV-Modelle GV60 und Electrified GV70 aus nächster Nähe zu bestaunen und die «Son Nim»-Gastfreundschaft, die für Genesis essenziell ist, zu erleben. Das koreanische Konzept bedeutet so viel wie «Gast als Ehrengast»
und bringt die Philosophie der Marke perfekt zum Ausdruck. Im stilvollen Ambiente der Lounge wurde dies mit erlesenen Tees, süssen Köstlichkeiten und einer Atmosphäre spürbar, die fernab von klischeehafter Luxusinszenierung liegt. Ein Prinzip, mit dem Dominik Hartmann bestens vertraut ist: Der mit zwei Michelin-Sternen und 18 Gault&Millau- Punkten ausgezeichnete Küchenchef des Restaurants Magdalena in Schwyz begeisterte im Rahmen des White-Turf-Wochenendes die Gäste im Restaurant «The View» im Genesis-Partnerhotel Grace La Margna mit einem exklusiven Menü, das alpine Aromen mit avantgardistischer Leichtigkeit verband. Unterstützt wurde er dabei von Andrea Bonini, dem Küchenchef des Partnerhotels, der seine Expertise einbrachte, um das kulinarische Erlebnis zu bereichern. Am Sonntag durften die Genesis-VIP-Gäste in den Genuss von Dominik Hartmanns Signature Dishes kommen. Die gemeinsame Philosophie? Höchste Präzision in der Komposition der Aromen, eine tiefe Verbundenheit zur Region und der Wille, Grenzen zu verschieben. Hartmann, bekannt für seine vegetarische Sterneküche, zeigte mit seinem Menü, bestehend aus Winterzutaten wie Kürbis, Rote Bete und Karotten, dass Perfektion auch in der Welt der Kulinarik ein entscheidender Faktor ist.
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WHITE TURF – WO DIE ELITE SICH TRIFFT
Das jährliche Pferderennen in St. Moritz ist der Treffpunkt der High Society, ein Ort, an dem sich Stars und Prominente gerne sehen lassen. So auch André Lotterer: Der dreifache Le-Mans-Sieger war Ehrengast des White Turf 2025 und zeigte sich beeindruckt von der einzigartigen Mischung aus Luxus, Geschwindigkeit und Kulinarik. Als Profirennfahrer weiss er, dass Erfolg kein Zufall ist – es sind Präzision, Timing und die unermüdliche Suche nach Perfektion, die den Unterschied machen. Mit dem GMR-001-LMDhPrototyp bereitet sich Lotterer mit Genesis auf die WEC- und IMSA- Serie 2026 vor – und damit auf den Einstieg in die Renn- und Rallyeaktivitäten der koreanischen Automarke. Lotterer und sein Teamkollege Pipo Derani sind massgeblich an der Entwicklung des neu entwickelten Hypercars beteiligt. «Ich bin überglücklich und sehr dankbar, dass ich über Genesis in den Langstrecken-Rennsport einsteigen kann», sagte der Genesis- Magma-Racing-Pilot André Lotterer. «Nachdem ich in diesem Jahr die FIA-Hypercar-Langstrecken-Weltmeisterschaft gewonnen habe, ist dies die perfekte Gelegenheit für mich, meine Arbeit, Erfahrung, Leidenschaft und Motivation als Teil eines ambitionierten Teams in ein neues Projekt einzubringen. Ich freue mich darauf, mit der Arbeit zu beginnen und auf eine erfolgreiche Zukunft hinzuarbeiten.»
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MOTION Der GMR-001 kombiniert modernste Hybridtechnologie mit aerodynamischer Perfektion und einer kompromisslosen Designsprache. Genesis setzt dabei auf Leichtbau, eine verbesserte Energierückgewinnung und eine Leistungssteigerung, die es dem Fahrzeug ermöglichen wird, an der Spitze des internationalen Motorsports mitzuhalten. Und auch die bestehende Fahrzeugpalette von Genesis tritt ein in ein neues Hochleistungsterritorium. Die «Magma»- Linie von Genesis begeistert mit maximaler Ästhetik, optimierter Leistung und gesteigertem Fahrspass. Auf den Strassen sind diese Modelle unübersehbar, denn sie tragen die Signalfarbe «Magma», ein leuchtendes Orange. Die Farbe ist besonders aus der Ferne gut erkennbar – essenziell, wenn es um Rettungseinsätze im alpinen Raum geht. So ziert auch die neue Konzeptstudie von Genesis leuchtend orangene Farbdetails. Der Genesis GV60 MIV wurde speziell für unwegsames Gelände und extreme Wetterbedingungen entwickelt und präsentiert sich mit Schneeketten, Carbonfaserverstärkungen und Berg rettungsausrüstung. Das innovative Konzeptfahrzeug wurde nicht nur in St. Moritz präsentiert, sondern auch beim renommierten Davos Forum ausgestellt. Dort unterstreicht Genesis seine Ambitionen im Bereich nachhaltiger Mobilitätslösungen für extreme Einsatzgebiete. «Genesis ist stolz darauf, sichere und schön designte Luxusfahrzeuge zu entwickeln, die gewagt, modern und unverkennbar koreanisch sind», erklärte Luc Donckerwolke, Chief Creative Officer von Genesis. «Das GV60 MIV Concept erweitert diese Vision des Komforts und der Liebe zum Detail und zeigt, dass unsere Fahrzeuge nicht nur für urbane Umgebungen, sondern auch für die herausforderndsten Terrains der Welt konzipiert sind.» Und während die edlen Rennpferde über das gefrorene Eis des St. Moritzersees galoppieren – ein ebenso herausforderndes Terrain für die Vierbeiner –, demonstriert das White Turf eindrucksvoll, wie Eleganz und Leistung selbst unter extremsten Bedingungen harmonieren können.
Die «Magma»Linie begeistert mit maximaler Ästhetik und gesteigerter Performance. 79
Das GV60 MIV Concept: das Elektroauto für raues Gelände und schwierige Wetterbedingungen
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STURM & DRANG Autor_Beat Krenger Bilder_Loewe
LINKS James Bond mag es bunt. Daniel Craig modelt für Loewe. RECHTS Seine Kreativität kennt keine Grenzen: Jonathan Anderson.
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Alle lieben Loewe. Verantwortlich onathan Anderson setzte sich an der Gala der britischen Fashion Awards dafür ist Jonathan selbst gegen Miuccia Prada und John Galliano durch, als er im vergangeAnderson, der aus der nen Dezember zum «Designer des Jahres» gekürt wurde – und das zum zweispanischen Traditionsten Mal in Folge. Der Modemacher besitzt diese seltene Fähigkeit, Vertrautes verfühmarke das Label der rerischer zu machen. Er liebt es, mit Proportionen und Provokationen zu spielen. Das Stunde erschaffen ist eine seiner grossen Stärken: ein Motiv aus unserem Alltag zu nehmen und es auf hat. Seine Erfolgs die Spitze zu treiben, anstatt es auf den Kopf zu stellen. Dabei vergisst er jedoch geschichte führt von nie, seine humorvolle Sensibilität zum Ausdruck zu bringen. Madrid über Im Jahr 2013 wird der damals erst 29-Jährige vom Luxuskonzern LVMH beNordirland bis nach auftragt, der Traditionsmarke Loewe neuen Wind einzuhauchen. Und Anderson nimmt Zürich-West.
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die Herausforderung mit Elan und einer Abrissbirne im Gepäck an. «Ich möchte herausfinden, wie stark man die Grenzen von Luxus ausloten kann», gibt er damals nicht ganz unbescheiden zu Protokoll. Sein erklärtes Ziel: dem Label, das 1846 in Madrid gegründet und seit Jahrzehnten zu den Hof lieferanten des spanischen Königshauses gehört, eine Frischzellenkur zu verpassen.
So folgt bereits kurz nach seiner Ernennung die allererste Loewe- Männerkollektion, in der Jugendkultur auf altbewährtes Handwerk prallt. Es ist ein Wegweiser für das nächste Jahrzehnt, in dem die Richtung einzig nach oben zeigen wird. Um der Erfolgsgeschichte von Loewe auf den Grund zu gehen, ist ein Zeitsprung zurück in die Vergangenheit nötig – und zwar nach Nordirland. Jonathan William Anderson wächst Mitte der 80er-Jahre in der Kleinstadt Magherafelt auf, 56 Kilometer von Belfast entfernt. Er ist anders als die Jungs in seiner Klasse, mag nicht Rugby spielen, sondern zeichnet lieber. Schon in jungen Jahren lernt er mit Misserfolgen umzugehen, als er durch die Schulprüfung für die Oberstufe rasselt. Erst viel später findet man heraus, dass er Legastheniker ist. Die Schule bleibt deshalb für ihn dauerhaft eine Herausforderung, umso mehr zieht er sich in seinen eigenen kreativen Kokon zurück. Dank seiner beiden Grossmütter (eine davon war Näherin und die andere für ihren ausgefallenen Kleidungsstil bekannt) entdeckt Jonathan Anderson schliesslich die Liebe zur Schneiderkunst. 2005 schreibt er sich für Herrenmode-Kurse am London College of Fashion ein, dekoriert nebenbei Schaufenster für Prada und arbeitet unter der legendären Stylistin Manuela Pavesi. 2008 folgt die erste eigene Kollektion für Männer unter seinem neu gegründeten Label JW Anderson, mit der er starre Geschlechterrollen infrage stellt und damit den Weg für mehr individuelle Freiheit ebnet.
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KUNST IST IN MODE
Diese Unbeschwertheit ist in seiner Designwelt überall zu spüren. Es ist wie eine Schatzsuche, sobald man einen Flagship-Store von Loewe in Barcelona, Tokio oder München betritt. Winzige Elefanten aus Leder, dezent platziert zwischen Kleidern, Taschen und Schuhen, wollen entdeckt werden und heben sofort die Laune. Raum für Raum wirkt wie eine Kunstausstellung mit Werken von neuen Talenten wie etwa Walter Price oder einem Altmeister wie Pablo Picasso. Dieser verspielte Dialog, dominiert von Andersons eigenwilliger Bildsprache, zieht sich wie ein roter Faden durch, der alles zusammenhält.
Anfang April präsentiert Loewe auch dieses Jahr seine besten Interior-Ideen, die von einem Kollektiv aus Künstlern und Handwerkern geschaffen wurden, während der Mailänder Möbelwoche Salone Del Mobile. Sie wurden alle eigens gestaltet, um den Verkaufsflächen mehr Charakter zu verleihen. Im Flagship-Store in Seoul fällt eine hoch aufragende Skulptur in Form eines Baumstamms aus Bambus auf, die vom Japaner Tanabe Chikuunsai gefertigt wurde. Diese mehrstufige Installation beginnt vom Boden und steigt nach oben und symbolisiert die nahtlose Verschmelzung von Mode, Design und Kunst, die in perfekter Harmonie zusammenwachsen.
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Jonathan Andersons Gesamtwerk in einem musealen Rahmen zu betrachten, erscheint aussergewöhnlich, jedoch durchaus angemessen – genauso wie seine Visionen als Kreativchef während der letzten elf Jahre, in denen ein Highlight das nächste jagte. Beide seiner aktuellen Sommerkollektionen für Frauen und Männer gehören, da sind sich alle namhaften Modekritiker einig, zu den besten, seit er Mode für Loewe entwirft. 2023 kleidete er Rihanna für die Halbzeitshow des Super Bowls und Beyoncé für ihre Welttournee ein. Jüngst stattete er als Kostümdesigner unter anderem Zendaya für «Challengers» und zuletzt Daniel Craig für «Queer» aus, beides Filme seines Lieblingsregisseurs Luca Guadagnino.
BUTTERWEICHER BESTSELLER
Doch seinen wahrscheinlich grössten Coup landete er bereits im Jahr 2015 für Loewe. Die Rede ist von «Puzzle», einer von ihm gestalteten Handtasche, die quaderförmig, edel, funktional und auch faltbar ist. Nicht, dass man das lange so behalten möchte. Die geometrischen Linien auf butterweichem Leder, inspiriert von der japanischen Origami-Kunst, wirken in 3D weitaus beeindruckender. Dank Andersons eigenwilliger Idee war ein neuer Bestseller geboren. Die «Puzzle» wurde zur It-Bag der letzten Jahre und das lockte von nun an vermehrt Prominente aus dem Showbusiness wie Frank Ocean, Taylor Russell, Jamie Dornan, Sabrina Carpenter, Pedro Almodóvar und Omar Apollo in die Front Row seiner Fashion-Shows. Das Mutterhaus LVMH veröffentlicht zwar keine Zahlen, doch laut einem Artikel des Online-Magazins «The Cut» soll Loewe heute fast eine Milliarde Franken wert sein. Neue Looks und Ideen dominieren regelmässig die Seiten der internationalen Modepresse genauso wie die sozialen Medien, wo sie hunderttausendfach geteilt und weitergeleitet werden, ohne dabei ihre Originalität einzubüssen. «Jonathan Anderson besitzt in seinem Schaffen ein seltenes Feingefühl und distanziert sich damit von dem rein kommerziellen Gedanken, der von der Branche oft bevorzugt wird», beschreibt «Vogue»-Modekritikerin Sarah Mower ein wichtiges Talent des Nordiren. Je sicherer er in seiner Rolle wurde, desto intensiver setzte Anderson seinen Ein-Mann-Kampf gegen langweilige Mode fort. 2021 wurden seine Entwürfe noch gewagter. Er spielte mit Elementen des Surrealismus als Antwort auf das, was der Designer die «abstrakten Momente des Alltags» nennt. In unterschiedlichen Kollektionen zeigte er Gras, das aus Pullovern und Turnschuhen
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PRESTIGE spriesste, Tops und Taschen, die durch eine Trompe-l’oeil-Konstruktion wie digital verpixelt wirkten, sowie Stilettoabsätze in Form eines Luftballons oder einer Nagel lack-Flasche – beides täuschend echt gestaltet. Die Entwürfe wirken verspielt und gleichzeitig tiefgründig, doch immer mit sich selbst im Reinen. Das gilt auch für die eigene Duftwelt, die in den letzten Jahren geschaffen wurde. «Technik ist wichtig, doch Leidenschaft ist wichtiger», beschreibt Núria Cruelles Borrull den entscheidenden Faktor ihres Erfolgs als «Nase» hinter Loewe Perfumes. 1983 geboren und in Barcelona aufgewachsen, wurde der Katalanin ihre angeborene Gabe schon in jungen Jahren bewusst. Sie erzählt, dass sie schon als Kind fasziniert von Düften gewesen sei und gelernt habe, sie zu deuten. Während ihre Freundinnen Schallplatten sammelten, reihte sich auf dem Wandregal in ihrem Kinderzimmer ein Parfümfläschchen an das andere.
DUFTENDE NOSTALGIE
Die 41-Jährige besitzt mit ihrer Synästhesie eine seltene sensorische Fähigkeit, dank der sie jeden Duft durch Farbe und Form visualisieren kann. Für sie ist das Schaffen eines Parfüms genauso stark Wissenschaft wie Kunstform; eine olfaktorische Poesie, die vertraute Geschichten durch die Luft transportieren kann. Die Natur steht dabei stets im Zentrum. Núria Cruelles Borrull arbeitet bei jedem neuen Duft eng mit Jonathan Anderson zusammen, vom Konzept über die Zutaten bis hin zum Flakon. So begaben sie sich zu Beginn der Pandemie zusammen auf die Reise nach Ibiza, um den Geist einer Zeit einzufangen, der sorglos und enthusiastisch war, wie eine Motivation für kommende bessere Zeiten. Es entstand die erfolgreiche Duftserie Paula’s. Das Bouquet von Kokoswasser, Mandarine, Bourbon-Vanille, Ambra und Sandelholz ist als Hommage an die gleichnamige Kult-Boutique auf der Balearen insel gedacht, doch verströmt gleichzeitig eine ganz persönliche Prise Nostalgie. «Das Parfüm bringt mich dahin zurück, wo ich als Kind meine Sommerferien verbracht habe», verrät uns die Spanierin. Die Magie der Insel sei einzigartig: «Der Sand an den Stränden, der Geruch der Strassen, die Farbe der Sonnenuntergänge: Alles ist hier intensiver. Und die Partys! Man muss den Moment leben, um ihn einzufangen.»
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FASHION Zeit ist Luxus – etwas, das bei Loewe nach wie vor einen hohen Stellenwert besitzt. Nichts wird in Eile auf den Markt geworfen, alles wird mit viel Geduld und Herzblut erprobt und ausgetestet, bis es in der passendsten Form eingefangen werden kann. Seien es Düfte, Taschen oder Kleider: Hinter den Visionen verbirgt sich stets eine Spürnase für den aktuellen Zeitgeist, die sich hervorragend vermarkten lässt, was letztendlich zu stark gestiegenen Umsätzen geführt hat. Es überrascht also kaum, dass Loewe jüngst im Index der Suchplattform Lyst zur begehrtesten Modemarke der Welt gekürt wurde.
GROSSERFOLG MIT ON
Im zweiten Halbjahr 2024 wurde ein ganz besonderer Sneaker im Netz am häufigsten gesucht – der Cloudtilt 2.0. Er ist der Erfolgsschlager aus der Zusammenarbeit mit dem Schweizer Laufschuhhersteller On. In nur zehn Jahren hat sich das Start-up mit Sitz in Zürich-West zur Weltmarke entwickelt. Und der ungebrochene Hype der Kollaboration mit der spanischen Luxusmarke spiegelt sich auch bei Loewe eindrücklich wider. Sagenhafte 62 Prozent betrug 2023 die Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr. Was sonst macht zurzeit Loewe besser als jedes andere Designerlabel? Die Verantwortlichen verstehen es vor dem Hintergrund globaler Konflikte und der Ungewissheit, die in der Luft liegt, die Lust auf mutige Eskapaden zu zelebrieren. Denn der Trend verlagert sich gerade immer stärker von «Quiet Luxury» hin zum überbordenden Gegenteil, einer neuen, spassmachenden Opulenz, jedenfalls was eine überwältigende Anzahl der in Paris, Mailand und New York präsentierten Kollektionen für die kommende Saison betrifft. Mehr ist wieder mehr. Das beweis auch die letzte Menswear- Show von Loewe in der Gendarmerie Nationale-Garde Républicaine in Paris, die das Gefühl vermittelte, als würde man eine Galerie für moderne Kunst betreten. Models tauchten, mit langen Federn geschmückt, aus dem Boden auf und stiegen lässig die Treppen hinauf, als kämen sie aus einer anderen Welt. Mitten im Raum wurden diverse Elemente platziert: eine Leinwand mit einem Foto eines Damenschuhs mit schmalem Absatz, ein Stuhl mit einem Buch und einer Lesebrille, daneben ein abstraktes Vogelhaus. «Ich wollte mehrere Kunstschaffende zusammenbringen, die eine einzigartige Stimme haben», erklärte Jonathan Anderson auf Instagram. So stellte er die Arbeiten des Bildhauers Paul Thek, des Fotografen Peter Hujar, der Architekten Charles Rennie Mackintosh und Carlo Scarpa sowie der Essayistin Susan Sontag zusammen.
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AUSGEZEICHNETES HANDWERK
Seit 2016 wird der Loewe Foundation Craft Prize auf Initiative von Anderson vergeben, der herausragendes Kunsthandwerk würdigt und besonders Künstler und deren Werke auszeichnet, die den Wert der Nachhaltigkeit betonen. Und die Auszeichnung stellt jedes Jahr die Frage: Was ist momentan das Herausragendste im Handwerk? Sie ist eine wichtige Anerkennung und gilt als grosszügigste Auszeichnung einer Berufung, die sonst in der Öffentlichkeit eher stiefmütterlich behandelt wird. Der Wettbewerb steht allen Personen über 18 Jahren offen, die in einem handwerklichen Beruf tätig sind. Er ist eine Würdigung der Talente, deren Praktiken die Grenzen von Exzellenz und Innovation verschieben. Die Arbeiten der diesjährigen Finalisten werden im Design Museum in London ausgestellt. Der Gewinner oder die Gewinnerin des mit 50’000 Euro dotierten Preises wird bei der Ausstellungseröffnung im Mai bekannt gegeben. Tradition und Trends mixt momentan niemand in der Mode so gekonnt wie Loewe. Um die letztjährige Ausstellung «Sleeping Beauties: Reawakening Fashion» mit der grossen Gala im New Yorker Costume Institute des Metropolitan Museum of Art zu unterstützen, gehörte das Label zu den Hauptsponsoren. Freunde des Hauses wie Greta Lee, Josh O’Connor und selbst «Vogue»- Chefin Anna Wintour trugen Spezialanfertigungen, die vom Thema «The Garden of Time» inspiriert waren.
Und mittendrin schüchtern lächelnd: Jonathan Anderson mit verstrubbelten Haaren und grasgrünen Stiefeln zum klassischen Smoking – wie eine erwachsene Version von Peter Pan. Er unterstützt hier das, was er selber über alles schätzt: bedeutende Kunstwerke. Dabei geht es ihm nie nur um die Optik. Es geht um viel mehr. Es geht tatsächlich um sein zwanghaftes Bedürfnis, Aufregendes zu sammeln, mit anderen Künstlern im Austausch zu blieben, um etwas Neues zu schaffen. Dabei scheint er das gefunden zu haben, wonach er immer gesucht hat: seinen Designs einen Sinn zu verleihen, ohne dabei eine kindliche Freude zu verlieren. Diese magische Mischung ist heutzutage im Alltag äusserst selten zu finden, weshalb seine Kreationen von der Fashion-Crowd geradezu vergöttert werden. Nun verdichten sich die Gerüchte, dass dem Loewe-Erneuerer noch in diesem Jahr die kreative Leitung von Dior angeboten werden soll. Ein Ritterschlag selbst für Jonathan Anderson. Alles scheint momentan möglich zu sein für einen der mutigsten Vordenker der Modewelt. Sicher ist jetzt schon: Es bleibt nur eine Frage der Zeit, bis er sein nächstes Ass aus dem Ärmel ziehen wird.
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WUSSTEN SIE SCHON ...? Der Schöpfer des Bikinis Autorin_Nathalie Becker
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wei Schöpfer prägten die Entstehung des Bikinis: der Couture-Designer Jacques Heim und der Automobil- Ingenieur Louis Réard. Beide brachten ihre Entwürfe fast zeitgleich auf den Markt. Jacques Heim präsentierte 1932 den Zweiteiler, den er Atome nannte. Doch dieser war nicht der erste seiner Art – alte Artefakte zeigen, dass Frauen bereits in der Antike bauchfreie Oberteile trugen, bevor der Katholizismus über Jahrhunderte hinweg Mode und Moral bestimmte. Erst im 20. Jahrhundert änderte sich dies: Designer*innen wie Claire McCardell und die Popularität der Pin-up-Girls schufen eine grundlegende Akzeptanz für kurze Badeanzüge. Dieser Fortschritt wurde jedoch schnell wieder gebremst – 1934 verbot der «Hays Code» das Entblössen des Bauch nabels in Hollywood. 1946 liess sich auch Louis Réard von antiken Darstellungen inspirieren und entwarf einen Zweiteiler aus vier Dreiecken, zusammengehalten von Schnüren – das bis dahin knappste Badeanzug-Design. Um
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noch mehr Aufmerksamkeit zu generieren, benannte er ihn nach einem Nukleartest auf dem Bikini-Atoll. Die Freizügigkeit seines Entwurfs war zunächst so skandalös, dass er in den meisten Ländern verboten wurde. Auch Models weigerten sich, ihn zu tragen – bis auf Micheline Bernardini, eine 19-jährige Nackttänzerin, welche bereit war, den Bi kini im Pariser Schwimmbad Piscine Molitor zu präsentieren. Heute ist der einst skandalöse Bi kini ein Klassiker, der von den Stränden der Welt nicht mehr wegzudenken ist.
© Australian National Maritime Museum’s Gervais Purcell collection
Er ist das Symbol für Sommer, Strand und Spass schlechthin – doch kaum jemand kennt die spannende Geschichte des Bikinis: Wer hat ihn erfunden und wo liegen seine Wurzeln?
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ZWISCHEN ERBE
© FORWARD Elke Hegemann
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BEAUTY &WELLBEING
Seit der Gründung 1938 ist Mila d’Opiz nicht nur eine der führenden Schweizer Kosmetikmarken, sondern auch ein Paradebeispiel für familiengeführten Erfolg. Caroline Studer (CEO & Owner) und ihre Kinder Jennifer Widmer (Head of Marketing & Sales) und Kris Magerl (Communications Manager), die heute gemeinsam in der dritten und vierten Generation das Unternehmen führen, erzählen, wie sie als familiäres Team Herausforderungen meistern und die Marke zukunftsfähig machen, um weltweit im Premium-Luxusmarkt zu bestehen – und warum für sie «Swissness» mehr ist als ein simples Markenzeichen. Autorin_Swenja Willms Bilder_Mila d’Opiz
PRESTIGE: Mila d’Opiz ist eine der wenigen Schweizer Kosmetikmarken, die sich über Generationen hinweg erfolgreich am Markt behauptet hat. Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis? CAROLINE STUDER: Unser Erfolgsgeheimnis liegt in unserer Beständigkeit, unserer Qualität und der Verlässlichkeit, die wir über Generationen hinweg bewahrt haben. Mila d’Opiz war von Anfang an ein familiengeführtes Unternehmen – und das spüren unsere Kundinnen und Kunden. Ausserdem ist es spannend, dass die Marke stets von Frauen geführt wurde – angefangen bei meiner Grossmutter. Hinzu kommt, dass wir von Anfang an alles in der Schweiz produziert, konfektioniert und verpackt haben – und das ist bis heute so. Während andere Firmen Teile ihrer Produktion ausgelagert haben, bleibt bei uns alles in Schweizer Hand. Ihre Marke setzt auf Swissness als Qualitätsmerkmal. Wie wichtig ist der Produktionsstandort Schweiz für Ihr Geschäftsmodell? CAROLINE STUDER: Der Produktionsstandort Schweiz ist für uns essenziell, denn er garantiert unseren hohen Qualitäts anspruch und unsere Zuverlässigkeit. Unser Unternehmen hat seit jeher seinen Sitz in St. Gallen, und auch unsere gesamte Produktion findet dort statt. Das ist nicht nur die Heimat der Marke, sondern auch unserer Familie.
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«Feel Swiss Serenity» ist ein zentrales Element Ihrer Marke. Wie genau übersetzt sich dieses Konzept in Ihre Produkte und deren Wirkung auf die Kunden? JENNIFER WIDMER: Ursprünglich haben wir den Begriff «Swiss Beauty» verwendet, weil er unsere Marke gut beschreibt. Doch Mila d’Opiz ist mehr als nur Schönheit – es geht um ein luxuriöses Erlebnis, um das Gefühl, sich etwas Gutes zu tun. Unsere Produkte erzeugen einen Wow- Effekt auf der Haut, sie halten, was sie versprechen, und liefern die gewünschten Ergebnisse. «Feel Swiss Serenity» bringt dieses Konzept auf den Punkt: Es ist nicht nur Kosmetik, sondern ein Stück Schweizer Qualität und Innovation. Es verkörpert die Ruhe, die Reinheit und den Geist der Schweiz. Wir sorgen dafür, dass jede Kundin genau das richtige Produkt für sich findet – das schafft Vertrauen und Gelassenheit. Familiengeführte Unternehmen haben oft eine andere Dynamik als Konzerne. Welche Vorteile und Herausforderungen bringt die Führung in der dritten und vierten Generation mit sich? JENNIFER WIDMER: Ein familiengeführtes Unternehmen bringt viele Vorteile, aber auch Herausforderungen mit sich. Man hat Chancen, die man in einem Konzern vielleicht nicht so schnell bekommt, darf mehr ausprobieren und gestalten. Gleichzeitig gibt es einen starken emotionalen Faktor – man arbeitet mit der eigenen Familie, mit der Mutter, mit den Geschwistern. Das bedeutet auch, dass die Erwartungen besonders hoch sind. Es ist nicht einfach nur ein Job – man fühlt sich der Geschichte und den Vorfahren verpflichtet. CAROLINE STUDER: Ich finde es grossartig, dass unser Modell überhaupt funktioniert – denn das ist nicht selbstverständlich. Wir mussten erst herausfinden, wie wir als Familie zusammenarbeiten können. Was ich besonders spannend finde, ist die Dynamik zwischen den Generationen. Ich bin schon lange im Geschäft, habe
© FORWARD Elke Hegemann
PRESTIGE Jennifer Widmer und Kris Magerl, Sie gehören zur vierten Generation. Welche neuen Impulse bringen Sie in die Marke ein und wie wollen Sie Mila d’Opiz in die Zukunft führen? JENNIFER WIDMER: Ich bin nun seit knapp sieben Jahren dabei und habe noch erlebt, wie meine Grosseltern mitgearbeitet haben. In dieser Zeit haben wir den Übergang von einem eher konservativen zu einem modernen Ansatz vollzogen. Als ich anfing, gab es noch keinen Instagram-Account oder Onlineshop. Natürlich gibt es immer noch das traditionelle Denken, aber die Modernisierung ist notwendig. KRIS MAGERL: Bei uns ist es tatsächlich eine Herausforderung, die digitale Transformation umzusetzen, da wir eine lange, reichhaltige Geschichte haben. Es ist nicht einfach, diese Tradition mit modernen Kommunikationsmitteln wie Social Media zu verbinden. CAROLINE STUDER: Für meine Mutter war es anfangs schwer, den Wandel zu akzeptieren. Sie hatte Bedenken, unsere Traditionen zu verändern. Wir haben lange Zeit auf Investitionen in neue Maschinen gesetzt und die Marke lief eigentlich gut, ohne viel Werbung zu machen. Aber als ich begann, uns stärker zu positionieren und Marketingstrategien umzusetzen, sahen wir, dass es notwendig war, die Marke weiterzuentwickeln. Wir haben uns nun auf die Fahne geschrieben, unsere Rezepturen regelmässig zu überprüfen, damit sie nie älter als fünf Jahre sind. Es ist ein kontinuierlicher Prozess, der nie aufhören wird.
Höhen und Tiefen erlebt, und manchmal denke ich mir: Jetzt soll mir dieser junge Kerl nicht erklären, wie es läuft! Diese Balance zu finden – zwischen Erfahrung weitergeben und den Jungen Raum zum Ausprobieren lassen –, ist herausfordernd, aber unglaublich bereichernd. Gibt es bestimmte Eigenschaften, die Sie als Charakterzüge oder innerhalb der Familie mitbringen und die es ermöglichen, dass ein Unternehmen erfolgreich in Familienhand geführt wird? JENNIFER WIDMER: Jeder von uns bringt eine eigene Herangehensweise mit, manchmal sind wir komplett gegensätzlich. Aber gleichzeitig haben wir auch diese familiären Gemeinsamkeiten, die uns verbinden und helfen, als Team zu funktionieren. Was für uns essenziell ist: Wir können alles offen ansprechen – auch Dinge, die uns nicht gefallen. Wir haben gelernt, Diskussionen zu führen und auch mal zu streiten. CAROLINE STUDER: Das sehe ich genauso. Bei meinen Eltern hätte ich niemals so offen meine Meinung kundtun können. Kritik zu äussern, einer anderen Meinung zu sein, hat nicht unbedingt zu guter und harmonischer Stimmung geführt. Dass wir heute in einer viel offeneren, direkteren Art miteinander arbeiten können, empfinde ich als unglaublich wertvoll. Frau Studer, Sie haben lange mit Ihren Eltern zusammengearbeitet, stehen nun aber selbst an der Spitze des Unternehmens. Was würden Sie sagen, was Ihren Ansatz von dem Ihrer Eltern unterscheidet? CAROLINE STUDER: Alles. Ich weiss, das klingt vielleicht etwas extrem, aber entweder man folgt dem bisherigen Weg oder man entscheidet sich für einen ganz anderen. Ich habe mich für den zweiten Weg entschieden.
Wie definieren Sie langfristigen Unternehmenserfolg? Geht es eher um Wachstum, Innovation oder Markenstabilität? JENNIFER WIDMER: Langjährige Partnerschaften und gut funktionierende Vertretungen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Erfolgs. CAROLINE STUDER: Der Hauptfaktor, der uns langfristig erfolgreich macht, ist aber sicherlich die Qualität. Wir garantieren, dass unsere Produkte nicht nur beim ersten Mal, sondern auch beim 100. Mal in höchster Qualität geliefert werden. Wir halten uns immer an die regulatorischen Vorgaben und stellen sicher, dass wir immer gesetzeskonform arbeiten, aber auch innovative Schritte gehen, um uns weiterzuentwickeln. Ich glaube, das ist der Hauptgrund, warum wir noch leben – wegen der Innovation, der Qualität und der Tradition. Dass wir diese drei Elemente miteinander vermischen und kontinuierlich weitertragen, macht uns einzigartig und sichert unseren langfristigen Erfolg. WWW.MILADOPIZ.COM
«Ich habe allergrössten Respekt vor meiner Grossmutter und ihrem Pioniergeist – und dieser Respekt wächst mit der Zeit immer mehr.» Caroline Studer
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Autorin_Lone K. Halvorsen Bilder_Beat Bühler & Matthieu Salvaing
DIE KUNST HOLISTISCHEN DER
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Mit ihrem Studio «Miriam Frowein Interiors» hat sich die promovierte Juristin auf internationales Wohndesign spezialisiert und verwirklicht Projekte, die durch eine kulturelle Mannigfaltigkeit bezaubern.
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MIRIAM FROWEIN INTERIORS
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eit 25 Jahren lebt und arbeitet Miriam Frowein in London, doch ihr Weg zur Interior-Designerin war alles andere als geradlinig. Ursprünglich promovierte Juristin, hat sie schnell erkannt, dass es – ob im Recht oder in der Innenarchitektur – immer um eines geht: das Lösen von Problemen. Doch statt Paragrafen zu interpretieren, widmet sie sich heute der Kunst, Räume zu schaffen, die Geschichten erzählen und die Seele eines Projekts widerspiegeln. DIE KUNST, RÄUME ZU GESTALTEN Schon immer fasziniert von Ästhetik, zeitgenössischer Kunst und den unterschiedlichsten Epochen, erkannte Miriam Frowein früh, dass das blosse Integrieren einzelner Kunstobjekte in ein bestehendes Interieur nicht ausreicht, um ein wirklich schönes Zuhause zu schaffen. Ihre Vision ist es, Gesamtkunstwerke zu kreieren, Räume ganzheitlich zu gestalten und ein harmonisches Zusammenspiel von Kunst, Vintage-Pieces und ausgewählten Objekten aus verschiedenen Jahrzehnten zu schaffen. Dabei setzt sie oft auf Werke junger Künstler und schafft so individuelle, lebendige «kleine Universen», die weit über die herkömmliche Einrichtung hinausgehen. Handwerkskunst spielt für sie eine zentrale Rolle. Mit «Objekti» hat Miriam zudem zusammen mit ihrem Schwager Benjamin Frowein eine Plattform ins Leben gerufen, die kunstvoll gefertigte Stücke aus Mexiko präsentiert und gleichzeitig die lokale Gemeinschaft unterstützt. Begeistert von der hohen Qualität der traditionellen Handwerkskunst, pflegen sie enge Beziehungen zu den mexikanischen Handwerkern und bieten diesen aussergewöhnlichen Stücken eine internationale Bühne. Mutig, intuitiv und strukturiert – ihre Herangehensweise an jedes Projekt ist geprägt von einer klaren Vision und einem Gespür für das Besondere. Für sie ist die Planung und Einrichtung eines neuen Zuhauses immer auch eine emotionale Reise, die sie gemeinsam mit ihren Kunden antritt. Denn am Ende ist Interior-Design «very close to home» – eine Aufgabe, die viele für einfach halten, aber nur wenige mit solcher Hingabe und Expertise meistern.
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LAKE HOUSE ZÜRICH Am Ufer des Obersees am unteren Zürichsee steht ein japanisch inspirierter und zeitgemässer Wohnpavillon, der perfekt in seine Umgebung eingebettet ist. Die einmalige Lage mit eigenem Badesteg und atemberaubendem Alpenpanorama bietet ein wahres Schauspiel der Natur. Nicht nur die Lage ist aussergewöhnlich, sondern auch das Haus, das gemeinsam mit dem Garten ein harmonisches Ensemble bildet. In Anlehnung an die japanische Gestaltungsphilosophie verschmelzen Ort, Umgebung und Architektur zu einer Einheit, die Natürlichkeit und Eleganz ausstrahlt. Die Architektur der Villa besticht auf den ersten Blick durch ihre versetzten Kuben und den grosszügigen, überhohen Wohnraum. Die weit auskragenden Dächer verleihen dem Bauwerk einen prägnanten Charakter, während die Holzuntersichten nahtlos in den Innenraum übergehen und dort eine warme, behagliche Atmosphäre schaffen. Das Haus und seine Umgebung verbinden moderne Architektur mit fern östlicher Ästhetik und schaffen ein Zuhause, das Ruhe, Eleganz und Harmonie vereint. Miriam Frowein hat das Interior-Design dieses aussergewöhnlichen Projekts umgesetzt und dabei moderne Architektur mit fernöstlicher Ästhetik vereint.
PRESTIGE: Was war der Ausgangspunkt für die Gestaltung des Lake House Zürich und welche Vision hatten Sie zu Beginn für dieses Haus? MIRIAM FROWEIN: Meine Kunden erwarben ein charmantes kleines Cottage auf einem idyllischen Seegrundstück mit eigenem Steg und Bootshaus. Gemeinsam entstand die Vision, ein modernes Mid-Century-Haus zu gestalten, das den fliessenden Übergang zwischen Innen- und Aussenraum mit eleganten japanischen Stilelementen vereint. Was hat Sie an diesem Projekt am meisten gereizt, als die Familie Sie kontaktiert hat? Das war mein erstes Neubauprojekt, da ich zuvor ausschliesslich Kernsanierungen bestehender Objekte begleitet hatte. Die besondere Herausforderung bei einem Neubau besteht darin, eine Atmosphäre von Gemütlichkeit und Wärme zu schaffen. In diesem Fall wurde es zusätzlich erschwert durch die zahlreichen grossflächigen Fenster, die zwar den atemberaubenden Blick auf den See optimal einrahmen, aber von Natur aus eine gewisse Kühle ausstrahlen.
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Gab es ein spezifisches Element der japanischen Kultur oder Ästhetik, das Sie für dieses Projekt besonders inspiriert hat? Definitiv! Die Holzstreben, die wir sowohl bei den Tür elementen als auch im Treppenhaus einsetzen konnten, waren ein zentrales Gestaltungselement. Besonders das Thema helle Eiche spielte eine entscheidende Rolle, um dem Haus eine ruhige und warme Atmosphäre zu verleihen. Für das gesamte Furnier im Haus konnten wir Holz aus einem einzigen Baum verwenden, wodurch eine beeindruckende Einheitlichkeit und Harmonie entstanden ist. Japanisches Design betont oft Minimalismus und die Verbindung zur Natur. Wie haben Sie diese Prinzipien hier umgesetzt? Die Holzdecke, die sich nahtlos über die Terrasse vor dem Wohnzimmer hinweg fortsetzt, schafft einen fliessenden Übergang zum Garten und verbindet Innen- und Aussenbereich harmonisch miteinander. Die Natur spiegelt sich im Haus auch durch die eindrucksvolle grüne Mooswand im Eingangsbereich wider, die sogar die Sonne der japanischen Flagge darstellt. Diese einzigartige In stallation wurde von einem Künstlerteam aus London vor Ort sorgfältig aus getrocknetem Moos und Pflanzen zusammengesetzt.
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LIVING Welche Rolle spielten Materialien und Farben bei der Schaffung der japanischen Atmosphäre und warum haben Sie sich gerade für diese entschieden? Wir haben zahlreiche Wände und Schränke mit Baumwolle und Seide in einer hellen Farbpalette gestaltet – in warmen Cremetönen und zarten Blautönen, die eine ruhige und einladende Atmosphäre schaffen. Textur spielt in all meinen Designs eine zentrale Rolle, und in diesem Haus war die Kombination aus Travertin und heller Eiche besonders wichtig. Ein weiteres Highlight ist die Arbeitsplatte in der Küche, gefertigt aus schwarzem Lavastein, der an traditionelle japanische Küchen erinnert und dem Raum eine raffinierte Note verleiht. Travertin einzusetzen ist eine mutige Entscheidung. Was hat Sie dazu bewogen, dieses Material zu wählen, und welche Wirkung wollten Sie damit erzielen? Wir haben Travertin nicht nur als Bodenbelag in den Wohnräumen verwendet, sondern auch für die Verkleidung des Aufzugs im Mittelpunkt des Hauses. Travertin zählt zu meinen Lieblingsmaterialien, da es kein vergleichbares Material gibt, das im rohen und unpolierten Zustand die Natur mit ihrer Perfektion und Imperfektion so gut widerspiegelt und gleichzeitig solch eine Wärme erzielt. Sie haben der Familie geholfen, Kunstwerke auszuwählen. Nach welchen Kriterien haben Sie die Stücke ausgewählt und wie tragen sie zur Atmosphäre des Hauses bei? Wir haben uns bei der Kunst für eine Auswahl aus MidCareer- und aufstrebenden Künstlern entschieden. Ich halte es für besonders wertvoll, wenn sich eine junge Familie mit dem Thema «Leben mit Kunst» auseinandersetzt, Künstler aus der eigenen Generation in den Fokus zu rücken. Selbst wenn das Budget für etablierte «Blue-Chip-Künstler» vorhanden ist, finde ich es eher langweilig, diese im ersten Schritt besitzen zu wollen, weil mir die Individualität fehlt und es wichtig ist, den eigenen Geschmack
davon losgelöst zu entwickeln. Einer der Künstler, von dem wir Werke erworben haben, hat die Arbeiten sogar persönlich geliefert und gemeinsam mit den Kindern der Familie gemalt. Andere Künstler haben wir bei gemeinsamen Besuchen von Kunstmessen entdeckt. Dieser Prozess erfordert viel Zeit und ein gewisses Mass an Bildung im Bereich der Kunst, die sich meine Kunden mit grosser Freude angeeignet haben. Ein besonderes Highlight ist das Werk der koreanischen Künstlerin Minjung Kim, das sich wunderbar in das japanisch inspirierte Konzept des Hauses integriert. Sie arbeitet mit Papier und verwendet ein rituelles Verfahren, bei dem sie Linien mit einem duftenden Stab in das Papier brennt – eine aussergewöhnliche Technik, die das Werk einzigartig macht. Auffallend im Wohnzimmer sind die drei beleuchteten «Leuchttürme», die mit ihrer markanten Form und Ausstrahlung – im wahrsten Sinne des Wortes – den Raum massgeblich prägen. Welche Künstler stehen hinter diesem eindrucksvollen Kunstwerk und was hat zu der Entscheidung geführt, sie in das Design zu integrieren? Diese drei Kunstwerke, die zugleich als Lampen fungieren, stammen vom amerikanischen Künstler Matt Gagnon. Ich habe diesen Künstler und seine Werke als Ausgangspunkt für mein Design gewählt. Gemeinsam mit dem Künstler, der in Los Angeles ansässig ist, und in enger Abstimmung über Telefonate wurden die Stücke speziell für meine Kunden entworfen. Die Entscheidung, diese Werke in das Projekt einzubinden, wurde bereits ganz am Anfang getroffen – noch bevor die Bauarbeiten
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«Die besondere Herausforderung bei einem Neubau besteht darin, eine Atmosphäre von Gemütlichkeit und Wärme zu schaffen.» 148
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PRESTIGE Drei Jahre sind eine lange Zeit für ein Projekt. Wie halten Sie während solcher Zeiträume die kreative Energie und den Fokus aufrecht? Die kreative Energie konzentriert sich zunächst stark auf die anfängliche Designphase. Sobald diese vom Kunden genehmigt wurde, liegt der Fokus auf der präzisen Umsetzung, der Logistik und der Feinabstimmung der Details. Mein juristischer Hintergrund ist dabei sicherlich von grossem Nutzen.
begonnen hatten – und erforderte ein grosses Mass an Vertrauen in meinen Vorschlag. Ich vermag zu sagen, dass sich der Sprung in diese damals sehr mutige Entscheidung gelohnt hat und diese Kunstwerke das Gefühl im Wohnzimmer massgeblich beeinflussen. Diese einzigartigen Kunstwerke prägen das Ambiente des Wohnzimmers wesentlich und sind nicht nur bei meinen Kunden, sondern bei jedem Besucher ein echter Blickfang und Quell der Begeisterung. Mit dem von Ihnen entworfenen Tisch an der Kücheninsel haben Sie ein individuelles Element geschaffen. Wir gross ist Ihr Einfluss auf die gesamte Innenarchitektur bei einem solchen Projekt? Idealerweise ist mein Einfluss gross, weil das Layout der Räume, die Proportionen der Türen und Fussleisten, die Wahl der Materialien, das Design neben der Funktionsbestimmung der Bade zimmer sowie die gesamten Einbauten in einem Haus sehr von einem guten und harmonischen Design geprägt sind und das Haus in einer anderen Form individualisieren. Eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Architekten und uns als Innenarchitekten und Interior-Designern ist dabei von unschätzbarem Wert und bietet dem Kunden einen erheblichen Vorteil. Beispielsweise haben wir den Kamin vollständig selbst entworfen und uns sogar mit vermeintlich banalen Details wie der Frage ausei nandergesetzt, ob Vorhangstangen verwendet oder Vorhangschienen in die Decke eingelassen werden sollten. Auch Themen wie die Integration einer zweiten Küche oder der Einbau einer Bar im Fernsehzimmer wurden von uns im Detail geplant, um ein rundum stimmiges und individuelles Design zu gewährleisten.
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Sie haben bereits ein weiteres Projekt für die selbige Familie realisiert: ein Schweizer Chalet. Können Sie uns verraten, wie Sie diesen völlig anderen Stil angegangen sind? Wir sind sehr dankbar, dass wir für unseren Kunden ein Chalet in Klosters realisieren durften, das bereits für das erste Weihnachten 2024 in den Bergen von der Familie genutzt wurde. Dieses Projekt ist ein wahres Feuerwerk aus Farben, Mustern, Materialmix und einem Konzept für gemütliches und fröhliches Wohnen. Was ich an meinem Job liebe, ist die Vielfalt: Jedes Projekt – selbst mit demselben Kunden – ist einzigartig und fordert mich immer wieder heraus, mich neu zu erfinden. Dürfen wir in Zukunft noch mehr spannende Projekte von Ihnen in der Schweiz erwarten? Ja, dürfen Sie! Für 2025 stehen bereits mehrere spannende Projekte in der Pipeline, darunter sowohl in Zürich als auch in den Schweizer Bergen. Wir freuen uns darauf, diese einzigartigen Herausforderungen anzugehen und neue, kreative Konzepte umzusetzen.
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EINE BELEBTE WINTERSAISON
Autorin_Maura Wasescha
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ie Wintersaison 2024 / 2025 hat sich als eine der belebtesten und erfolgreichsten Zeiten in der Geschichte des Engadins erwiesen. Die schneebedeckten Gipfel und charmanten Alpenorte ziehen nicht nur leidenschaftliche Wintersportler, sondern auch wohlhabende Kauf-/Mietinteressenten an, die nach exklusiven Immobilien suchen. Insbesondere das Engadin mit seinen majestätischen Landschaften und dem weltberühmten St. Moritz zeigt sich als Hotspot für Investitionen in den Immobilienmarkt. St. Moritz, bekannt für sein erstklassiges Skigebiet und glamouröse Veranstaltungen wie das St. Moritz Gourmet Festival und den Snow Polo World Cup, hat sich als Synonym für Luxus positioniert. Das einzigartige Ambiente des Ortes, kombiniert mit erstklassiger Infrastruktur und exklusiven Freizeitmöglichkeiten, macht ihn besonders attraktiv für Käufer, die sowohl Erholung als auch Prestige suchen. Die malerische Lage der Oberengadiner Seenlandschaft bietet nicht nur hervorragende Wintersportmöglichkeiten, sondern auch eine atemberaubende Kulisse für Immobilien, die höchsten Ansprüchen gerecht werden. Der aufschwellende Markt für Immobilien im Engadin hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Dynamik erfahren. Wohlhabende Investoren von nah und fern erkennen, dass eine Immobilie in dieser erstklassigen Lage nicht nur ein Statussymbol, sondern auch eine langfristige, wertbeständige Anlage darstellt. Die Nachfrage nach exklusiven Chalets und Apartments in Sichtlage der Seen oder mit direktem Zugang zu den erstklassigen Pisten ist ungebrochen.
Wir bei der Maura Wasescha AG sind stolz darauf, seit über 48 Jahren Teil dieser faszinierenden Entwicklung im Engadin zu sein. Unser Ziel ist es, Kundschaft und Eigentümerschaft eine einzigartige persönliche Beratung mit weitreichender Expertise zu bieten, langfristige Beziehungen aufzubauen, zu erhalten und diese mit der Zeit zu Freundschaften zu verschmelzen. Zusätzlich ist uns bewusst, dass unsere Kunden mehr als nur ein Zuhause suchen. Sie streben nach einem Lebensstil, der Erholung, Abenteuer und Gemeinschaft vereint. Aus diesem Grund fördern wir auch die Verbindung in unserem Netzwerk, sei es durch gemeinsame Events oder lokale Engagements, um ein starkes Gefühl der Verbundenheit und des Zusammenhalts zu schaffen. Die Zukunft des Immobilienmarkts im Engadin ist vielversprechend, und wir bei der Maura Wasescha AG sind bereit, diese spannende Reise mitzugestalten. Inmitten der atemberaubenden Berge, wo Tradition auf Moderne trifft, sind wir zuversichtlich, dass wir einen unvergesslichen Lebensraum schaffen können.
IM ENGADIN
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©Baros Maldives
© Visit Maldives
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FRÜHER ROBINSONINSELN, ©Baros Maldives
Malediven
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Luxus REISEZIEL Autor_Urs Huebscher
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©Kurumba s Village / Visit Maldives
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Robinson-Crusoe-Feeling, türkisblaues Meer, schneeweisse Sandstrände, kristallklares Wasser, Tauchgänge in Korallengärten, Sonnenuntergänge unter Palmen, Romantik und Exotik pur – kurzum: Fantastischer kann ein Tropenurlaub im wunderschönen Inselparadies nicht sein. Erst 1972 eröffnete das erste Resort. Der Weg hin zur heutigen Luxusdestination war nicht einfach. Anfangs logierten die Gäste in einfachen Hütten, duschten mit Brackwasser, und es gab noch keine gekühlten Getränke.
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aum zu glauben, aber vor 50 Jahren war die abgelegene Inselgruppe der Malediven nur von Fischern bewohnt. Es gab keine befestigten Strassen, die Inseln waren isoliert und der Aussenwelt unbekannt. Nur über eine kleine, von Freiwilligen errichtete Landebahn auf der Insel Hulhulé – heute Standort des internationalen Flughafens Velana – landeten unregelmässig kleinere Flugzeuge. Damals gab es auf den Malediven nichts, gar nichts, keine Banken, kein Flughafen, keine Telefone, nur Amateurfunk oder Morsecode-Kontakt mit dem nahe gelegenen Colombo, dem Hauptort von Sri Lanka. Und namhafte Experten sagten, dass hier der Tourismus niemals erfolgreich sein würde. Es gab keinerlei Einrichtungen und null Infrastruktur. Die rund 750 Kilometer lange Inselkette der Malediven besteht aus knapp 1200 Inseln, von denen nur noch wenige be-
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wohnt sind. Noch vor 50 Jahren führten die Bewohnerinnen und Bewohner der Inseln ein Leben in Wohlstand, das auf Landwirtschaft und Fischerei basierte. Die Rohstoffe für landwirtschaftliche Produkte sammelten sie in Waldgebieten der bewohnten und der nahe gelegenen unbewohnten Inseln und handelten sie direkt mit den Nachbarländern. Sie exportierten Seile aus Kokosfasern, Kokosnüsse und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie weiterverarbeitete Fischereiprodukte wie getrockneten oder gesalzenen Fisch. Doch die Regierung trieb die Zentralisierung von Handel und Transport in der Hauptstadt Malé gezielt voran; der direkte Handel zwischen anderen Inseln und dem Ausland kam zum Erliegen. Dies führte zum deutlichen Rückgang der dynamischen lokalen Klein industrie aus Landwirtschaft und Fischverarbeitung und somit zum Verlust von Lebensgrundlagen.
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© Baros Maldives
EIN PARADIES FÜR URLAUBER AUS EUROPA Der italienische Reiseveranstalter Giorgio Corbin war 1971 auf Sri Lanka unterwegs. Er war auf der Suche nach unberührten Naturinseln für Taucher. Zufällig traf er während seines Aufenthalts in Colombo einen jungen Mitarbeiter der maledivischen Botschaft, welcher von seiner Heimat schwärmte und ihn einlud, seine Heimat zu besuchen. So wurde er auf die Malediven aufmerksam. Corbin reiste nach Malé – per Frachtschiff. Anders war die Hauptstadt der Malediven nicht zu erreichen. Es gab nur sandige Wege, keine Strassen, schliesslich hatte ja auch niemand ein Auto. Doch der Aufstieg zum luxuriösen Traumziel für Millionen Urlauber war von da an programmiert. Die Überfahrt mit einem kleinen Segelboot zur einer 15 Kilometer von Malé entfernten Insel im Nord-Malé-Atoll dauerte damals bei Flaute fünf Stunden. Und doch war Corbin begeistert von dem, was er sah: weisser Sand, türkisfarbene Lagunen, Palmen sowie eine sehr vielfältige Unterwasserwelt. Er war sich sicher, dass dies ein perfektes Urlaubsziel für wintermüde Europäer ist. Aber es gehörten damals viel Fantasie und Optimismus dazu, sich die Malediven als Urlaubsparadies vorzustellen. Doch Corbin liess sich nicht beirren und brachte schon ein Jahr später die ersten Besucher und Journalisten mit einem von der Luftwaffe Sri Lankas gecharterten Flugzeug auf die Insel. Auf der Insel Vihamanaafushi liess der Malediver Ahmed Naseem ein paar mit Palmblättern gedeckte Hütten für die Urlauber errichten. Auf der in Sichtweite Malés gelegenen, aber unbewohnten Insel gab es keinen Anlegesteg, und die Gäste mussten die letzten Meter durch das Wasser waten, um ins Resort zu gelangen. Es bekam den Namen «Kurumba» und besteht noch heute. Man logierte in einfachen Hütten, schnorchelte im Wasser der Lagunen und konnte die bunte Welt der Korallen und Fische beobachten. An den schneeweissen Sandstränden wurde gesonnt und man erlebte wunderbare Sonnenuntergänge. Zum Essen ging man in eine Art Kantine, oder es gab ein Barbecue am Strand. Das war zwar romantisch, aber auf dem Speisezettel stand lediglich Fisch mit Reis oder Reis mit Fisch. An ein Bier oder ein Glas Wein war nicht zu denken. Die Gäste erlebten so etwas wie ein Robinson- Feeling, und das machte offensichtlich einen besonderen Reiz aus. Zudem kostete damals eine Übernachtung in der Hochsaison gerade mal 14 US-Dollar. Wieder zu Hause in Italien angekommen, wurde ausführlich über das neu entdeckte Paradies berichtet. Das hatte Folgen – jetzt wollten es zahlreiche Touristen sehen. Schon bald war «Kurumba» laufend ausgebucht.
© Baros Maldives
«Baros Maldives» ist eine Legende. Seit 1973 werden Gäste begrüsst und man ist eines der beliebtesten Resorts bei den Schweizern. Ein wahres Bijou auf 350 x 350 Metern.
BIKINIS UND ALKOHOL NUR IN DEN RESORTS Um die Malediven für weitere Gäste aus dem kalten Europa attraktiv zu machen, wurde ein internationaler Flughafen gebaut. Ab 1981 konnten endlich auch grosse Flugzeuge aus Europa in Malé landen. Es entstanden zahlreiche Hotelanlagen, die immer mehr Komfort boten. Ganz widerspruchsfrei ging der touristische Aufschwung jedoch nicht vonstatten. Zwar wollten die politisch Verantwortlichen mit den Touristen Geld machen, gleichzeitig aber sollte die mehrheitlich muslimische Bevölkerung vor dem Einfluss der Besucher geschützt werden. Sonnenbaden in knappen Bikinis und Trinken von Alkohol passten nicht in ihr Weltbild. Deshalb kam es zur strengen Trennung von Bewohnern und Besuchern. So erklärt sich, dass Urlauber bis heute nur auf den Resort-Inseln Alkohol erhalten. Auch der Import von alkoholischen Getränken ist strikt untersagt, selbst eine Flasche Wein wird vom Zoll beschlagnahmt. Zu dieser Zeit begann die Regierung mit der touristischen Erschliessung unbewohnter Inseln unweit von Malé und damit, die Grundversorgung in der Hauptstadt zu bündeln. Dies ebnete den Weg für entwicklungsinduzierte Migration der Menschen auf der Suche nach Jobs, Bildung und Gesundheitsversorgung. Der Exodus von Einheimischen nach Malé entvölkerte einige der grössten Inseln. Während vor 100 Jahren nur neun Prozent der Bevölkerung
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© Visit Maldives
© Baros Maldives
Giorgio Corbin war sich sicher, dass dies ein perfektes Urlaubsziel für wintermüde Europäer ist.
in der Hauptstadt lebten, sind es heute fast 40 Prozent. Auf der winzigen Insel mit einer Fläche von kaum zwei Quadratkilometern drängen sich mehr als 130ʼ000 Einwohner. Die Bevölkerungsdichte beträgt rund 65ʼ200 Einwohner pro Quadratkilometer. Damit ist Malé der Ort, an dem der maledivische Traum zu sterben beginnt: der Traum von einem Leben mit Familie auf der Heimat insel, der Traum von einer Lebensqualität, wie sie die Touristen geniessen, die viele der besten Strände, Inseln, Lagunen und Sandbänke belagern. Die natürlichen Ressourcen und ihre Schönheit sind zu einem Privileg der Touristen geworden. Bereits 2018 waren von 970 unbewohnten Inseln bereits 304 an Tourismusprojekte vergeben – die Regierung gab unzählige Inseln zur touristischen Nutzung frei. Für die Zuteilung von Grund und Boden, darunter auch die Freigabe von unbewohnten Inseln für den Bau von Ferien resorts, war das Staatsoberhaupt zuständig.
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Die meisten Hotelanlagen befinden sich in den Händen von Eliten und der gesellschaftlichen Führungsschicht, die ihren Wohnsitz hauptsächlich in Malé und im Ausland haben. Regierung um Regierung ändert die Gesetze zum Wohl von Tourismusmagnaten und überlässt die meisten Inseln in der Tourismuswirtschaft. TOURISMUS ALS WIRTSCHAFTSMOTOR Ja, die Malediven haben sich verändert und weiterentwickelt, seit die erste Reisegruppe 1972 das Land betreten hat. Heute gibt es eine Vielzahl an Touristenresorts, die jedem Geschmack und Stil gerecht werden. Die Resorts unterscheiden sich grundlegend: Die einen bieten dem Urlauber das wahre Robinson-Crusoe- Feeling, die anderen eher eine konventionelle Atmosphäre. Die einen sind ruhig und optimal, um sich zu entspannen, die anderen bieten eine Vielzahl von Aktivitäten. Es gibt im Moment über 170 Resorts. 30 weitere sind in Planung in bisher noch völlig unberührten Atollen. Obwohl einige der Inseln ausserhalb vom Malé-Atoll gut mit dem Boot zu erreichen wären, wird häufiger das Wasserflugzeug zum Transfer zwischen Flughafen und Resort genutzt. Jedes der Resorts ist einzigartig, doch ein paar bestimmte Dinge haben sie alle gemeinsam: Auf jeder Insel gibt es nur ein Resort, das unter einer Hotelleitung steht. Sobald Sie auf «Ihrer» Insel eingecheckt haben, gehören der Strand,
© Huvafen Fushi
die Lagune und das Riff nur Ihnen. Die Resorts unterscheiden sich auch noch in der Zimmeranzahl. Die Spanne reicht von circa 40 bis 350 Zimmern. Ausserdem gibt es grosse Unterschiede zwischen den Resorts, wenn es um Aktivitäten, Unterhaltungsprogramme, Sport und andere Unternehmungen geht. Manche Resorts bieten Honeymoonern traditionelle Hochzeitszeremonien an, bei denen das Paar eine formlose, aber traditionelle tropische Hochzeit erleben kann. Danach können sie diesen Tag bei einer Bootsfahrt in den Sonnenuntergang romantisch ausklingen lassen. Die bei Schweizern beliebtesten Resorts sind übrigens Soneva Fushi, Anantara Dhigu, Baros, Four Seasons Hotel Landaa Giraavaru, The Nautilus-Maldives, Anantara Kihavah, Waldorf Astoria Maledives Ithaafushi, Milaidhoo Island Resort, LUX* South Ari Atoll und das Huvafen Fushi Resort. Die Bank of Ceylon hat zum Beispiel kürzlich den Ausschreibungsverkauf der Pachtrechte an Thelu Veliga Retreat bekannt gegeben, einem Inselresort mit 30 Villen im South Ari Atoll. Die Immobilie, die sich derzeit im Besitz von Theluveliga Retreat Private Limited befindet, hat einen Pachtvertrag mit einer Laufzeit bis April 2064, mit einer Option für den erfolgreichen Bieter, den Pachtvertrag gemäss dem maledivischen Recht um weitere 49 Jahre zu verlängern. Der Mindestpreis wurde auf 13ʼ741ʼ000 US-Dollar festgelegt. Bieten dürfen sowohl maledivische als auch ausländische Privatpersonen sowie Unternehmen, die auf den Malediven oder im Ausland eingetragen sind. Das ist eine der heute zahlreichen
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©The Nautilus Maldives
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TRAVEL wissen, dass die besten Resorts auf den Malediven in der Regel weit entfernt von Malé liegen. Der beste Weg, um nicht von Bootsund Düsentriebwerken gestört zu werden oder subjektiv schlechte Aussichten zu haben, besteht darin, ein Resort an einem wirklich abgelegenen Reiseziel auszuwählen. Man könnte meinen, dass auf den Malediven alles abgeschieden ist, aber das ist nicht der Fall. Betrachtet man die Malediven in Bezug auf ihre geografische Lage, wirkt das Land abgelegen. Viele Resorts auf den Malediven befinden sich jedoch in der Nähe von inländischer Infrastruktur wie Schifffahrtsrouten, Flugrouten und anderen Dingen, die notwendig sind, um die Malediven wirtschaftlich funktionsfähig zu halten. Daher ist es ein todsicherer Weg, die abgelegensten Resorts zu finden und in die entlegensten Atolle der Malediven zu reisen, wo es weniger Resorts und kommerzielle Betriebe gibt. Auf diese Weise können sie den wahren Luxus garantieren, nicht von anderen Resorts und den Insignien der Industrie umgeben zu sein. Beste Beispiele für den Luxus der totalen Abgeschiedenheit sind das Ritz-Carlton Maldives, das Cora Cora Resort oder The Nautilus Maldives. Um zu einem etwas abgelegenen Atoll zu gelangen, müssen Sie bereit sein, etwas weiter zu reisen, als Sie es für ein Resort im Malé-Atoll oder anderen zentralen Atollen tun würden. Die zusätzliche Reisezeit wird jedoch durch die erhabene Aussicht abgeschrieben. Es gibt mehrere Möglichkeiten, um zum Resort zu gelangen. Sie können einen direkten Flug mit dem Wasserflugzeug wählen, welcher landschaftlich extrem schön ist, da der Flieger viel tiefer über die Inseln fliegt als ein grosses Flugzeug, sodass es eine grossartige Gelegenheit ist, unglaubliche Fotos und Videos zu machen.
strategischen Investitionsmöglichkeiten für viele internationale Hotelketten, ein Luxusresort in einem erstklassigen Touristenziel zu besitzen. Dieser Kauf bietet einen Weg für langfristige Renditen auf dem Markt für Luxushotellerie. In diesem Jahr werden mehrere neue Luxusresorts eröffnet und damit wollen die Malediven ihren Ruf als erstklassiges Reiseziel für High-End-Reisende weiter festigen. Inzwischen sind die führenden Luxushotelketten auf den Malediven komplett vertreten, von One & Only über Fairmont und Hyatt bis zu Anantara. Zu den bemerkenswerten Eröffnungen gehören das Mandarin Oriental Bolidhuffaru Reef im Süd-Malé-Atoll und das Ananea Madivaru Maldives im Nord-Ari-Atoll. Es wird erwartet, dass diese Immobilien den Luxusstandard mit exklusiven Überwasservillen, privaten Pools und massgeschneiderten Erlebnissen weiter erhöhen. Zudem werden für 2025 2.4 Millionen Touristenankünfte angestrebt. Entsprechend ist die Entwicklung der Infrastruktur zu einer Priorität geworden. Die Erweiterung des internationalen Flughafens Velana umfasst ein neues Terminal und zusätzliche Wasserflugzeuganlagen, um den erwarteten Besucheransturm bewältigen zu können. ABGESCHIEDENHEIT OHNE STÖRUNGEN Die Resorts, die dem Velana International Airport am nächsten liegen, bieten Ihnen nicht immer das ultimative Malediven-Erlebnis, egal wie gehoben sie sind. Das liegt daran, dass die Nähe zu Malé und zu einer Vielzahl von Resorts und bewohnten Inseln zu mehr Bootsverkehr und lautem Flugverkehr führt. Häufige Besucher
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EIN JAHRZEHNT DES WACHSTUMS In den letzten zehn Jahren verzeichneten die Malediven einen stetigen Anstieg der Touristenzahlen. Im Jahr 2013 begrüsste das Land etwa 1.1 Millionen Besucher. Diese Zahl stieg bis 2019 auf über 1.7 Millionen. Der Aufwärtstrend setzte sich im Jahr 2023 fort und 2024 knackte man die Zwei-Millionen-Marke mit 2ʼ046ʼ615 Touristenankünften. Dies entspricht einem Anstieg von 9.1 Prozent im Vergleich zu 2023 und einem deutlichen Anstieg gegenüber den 1ʼ675ʼ303 Ankünften im Jahr 2022. Aktuell sind 170 Resorts mit insgesamt 42ʼ147 Betten in Betrieb. Darüber hinaus sind 15 Hotels und 870 Pensionen mit 1999 beziehungsweise 14ʼ659 Betten registriert. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Jahr 2024 lag konstant bei 7.7 Tagen, mit durchschnittlich über 5500 täglichen Ankünften. China hat sich im Jahr 2024 mit einem beeindruckenden Anstieg zum grössten Quellmarkt für den Tourismus auf den Malediven entwickelt. Dieses Wachstum wurde durch die Wieder aufnahme von Direktflügen aus China im vergangenen Jahr unterstützt. Russland liegt mit einem Marktanteil von 11.0 Prozent
OBEN Uneingeschränkte Freiheit gewährt «The Nautilus Maldives», ein exklusives Resort auf 240 x 250 Metern mit luxuriösen Unterkünften und einer Spitzengastronomie. LINKS «Hufaven Fushi» ist ein Ort der Glückseligkeit. Die 350 x 150 Meter grosse Insel ist frisch renoviert und verfügt über ein tolles, intaktes Hausriff. Schweizer lieben die kulinarischen Hochgenüsse in den diversen Restaurants.
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WIRTSCHAFTLICHER FAKTOR – DIE KORALLENBLEICHE Viele Personen, die schon auf die Malediven reisten, haben die Korallenbleiche mit eigenen Augen gesehen. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen, von denen die meisten auf menschliche Aktivitäten und den Klimawandel zurückzuführen sind. Die Erwärmung der Ozeane, Umweltverschmutzung und andere Stressfaktoren setzen den Korallenriffen stark zu und führen dazu, dass diese empfindlichen Ökosysteme zunehmend aus dem Gleichgewicht geraten. Der Klimawandel ist die Hauptursache der Korallenbleiche auf den Malediven. Hier, wo der Tourismus eine zentrale Rolle spielt, können Schnorcheln, Tauchen und Boote direkte Schäden an den Korallen verursachen. Unachtsame Touristen, die auf die Korallen treten oder sie berühren, tragen zur physischen Zerstörung der Riffe bei. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Korallenbleiche sind für die Malediven erheblich, da die Korallenriffe die Basis des Tourismus und der Fischerei bilden – zwei der wichtigsten Wirtschaftssektoren des Landes. Mit der Zerstörung der Riffe verlieren die Malediven einen ihrer wichtigsten touristischen Anziehungspunkte. Bleiche Korallen sind nicht nur weniger attraktiv für Besucher. Der Rückgang des Tourismus wirkt sich direkt auf die Wirtschaft des Landes aus, da dieser Sektor einen erheblichen Anteil am Bruttoinlandsprodukt ausmacht. Zum Glück gibt es mittlerweile zahlreiche Restaurierungsprojekte, die sich dem Schutz und der Wiederherstellung der Korallenriffe widmen. Diese Projekte nutzen verschiedene Methoden, um Korallen wieder anzusiedeln und das Wachstum neuer Korallenstöcke zu fördern. Sehr viele Resorts verfügen heute über Korallenaufzuchtstationen: In speziell angelegten Stationen werden junge Korallen in geschützten Umgebungen gezüchtet und nach einer gewissen Wachstumsphase in beschädigte Riffe umgepflanzt. Diese Methode beschleunigt den Wiederaufbau der Riffe.
Auch auf Wettervorhersagen kann man sich nicht mehr verlassen. Früher waren Dezember und Januar die schönsten Zeiten für einen Malediven-Urlaub mit den entsprechenden Hochsaison- Preisen. Diese werden auch heute noch verlangt, obwohl es in den vergangenen beiden Jahren im Dezember und Januar viele Stürme und viel Regen gab. Man bezahlte also zum Beispiel die teuersten Übernachtungspreise an Weihnachten / Neujahr, um in der Unterkunft zu sitzen, anstatt sich in der Sonne zu bräunen. Die Klimaveränderung ist auf den Malediven fest zu spüren. Der Nordostmonsun begann beispielsweise am 2. Januar 2025. Laut Meteorologen hätte der Monsun aber bereits im vergangenen Jahr beginnen sollen. Tatsächlich hat das Land seit einem Jahrzehnt keine so grosse Verzögerung bei der Ankunft des Monsuns mehr erlebt. Dieser hätte Anfang bis Mitte Dezember 2024 beginnen sollen. Der späte Beginn hat so mitten in der «Festive-Saison» mit den höchsten Preisen Wind und Regen über die Malediven gebracht. Es gibt immer eine kurze Periode mit unbeständigerem Wetter als sonst, wenn der Wind zwischen den beiden Monsunen die Richtung ändert. Ein paar Dinge sollte man als Besucher immer im Hinterkopf behalten, wenn es um Regen auf den Malediven geht: Selbst wenn die Vorhersage Schauer in dem Atoll zeigt, das Sie besuchen werden, ist es immer noch möglich, dass Sie im
OBEN «Velaa Private Island» ist ein einzigartiges und exklusives Resort im unberührten Noonu-Atoll. Das Resort wurde aus der Liebe zu den Malediven geboren und ist das leidenschaftliche Projekt des Ehepaars Radka und Jiří Šmejc, dessen Ziel es war, eines der luxuriösesten privaten Inselresorts der Welt zu schaffen. UNTEN Auf der 700 x 250 Meter grossen Insel «Cora Cora Maldives» im Raa-Atoll erleben viele Schweizer Gäste paradiesische Ferientage.
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© Cora-Cora
und 225ʼ204 Ankünften an zweiter Stelle, während das Vereinigte Königreich mit 181ʼ644 Ankünften, was einem Marktanteil von 8.9 Prozent entspricht, an dritter Stelle steht. Die Touristen ankünfte sind in diesem Jahr in allen Märkten gestiegen, wobei Deutschland, Italien, Indien, die USA, Frankreich, Spanien und die Schweiz die Top Ten der Quellmärkte abrunden. Die neuesten Daten zeigen einen weiteren Aufwärtstrend für das Jahr 2025. Alleine die Ankünfte im Januar 2025 übertrafen bereits die Zahlen vom Januar 2023 mit 19.98 Prozent deutlich.
© Velaa Private Island
TRAVEL
Laufe des Tages sonnige Abschnitte haben oder dass der meiste Regen über Nacht fällt. Auch das Wetter ist auf den Malediven sehr lokalisiert. Es kann also auf einer Insel regnen, während es nur ein paar Inseln entfernt in Ordnung ist. Wenn Sie sich Sorgen um den Klimawandel und die Umwelt machen, könnten Sie auch daran interessiert sein, sich für ein Resort mit einem Green-Globe- Zertifikat zu entscheiden oder sich dafür einzusetzen, dass die benachbarten Inselgemeinden nachhaltiger werden. ABZEICHNENDE TRENDS FÜR 2025 Die Malediven sind nach wie vor eines der begehrtesten Reiseziele weltweit und werden für ihre unvergleichliche natürliche Schönheit, ihre Luxusresorts und ihre lebendige Unterwasserwelt gefeiert. Mit dem weltweit wachsenden Bewusstsein für Umweltfragen wird nachhaltiger Tourismus zu einer Top-Priorität. Resorts auf den Malediven setzen zunehmend auf umweltfreundliche Praktiken wie die Nutzung erneuerbarer Energien, Initiativen zur Abfallwirtschaft und Programme zum Schutz der Meere. Der Wellness-Tourismus gewinnt an Dynamik, da Reisende während ihres Urlaubs Wert auf Gesundheit und Wohlbefinden legen. Maledivische Resorts reagieren darauf mit Angeboten, die Yoga- Retreats, Spa-Therapien und umfassende Wellness-Programme umfassen. Einzigartige Angebote wie Hydrotherapie-Zirkel, Achtsamkeits-Workshops und schlaforientierte Retreats wurden entwickelt, um der steigenden Nachfrage nach geistiger und körperlicher Verjüngung gerecht zu werden. Des Weiteren wird mit dem Abschluss der Renovierungsarbeiten am Velana International Airport, einschliesslich eines neuen Terminals und einer zusätzlichen Start- und Landebahn, alles bequemer. Diese Upgrades werden die Zugänglichkeit verbessern und die Attraktivität der Malediven als exklusives Reiseziel stärken. WWW.VISITMALDIVES.COM
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CU LINA RI UM 192
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EINE KULINARISCHE REISE INS INNERE Autor_Konstantin Arnold Bilder_Gabrielius Jauniškis
Der junge Sternekoch Airis Zapašnikas hat in nur einem Jahr seit der Eröffnung nicht weniger als eine japanische Enklave mitten in Oslo geschaffen. Ein einzigartiges kulinarisches Erlebnis, das seinesgleichen sucht und zu den besten Restauranterfahrungen unseres Autors zählt.
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SABI OMAKASE
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abi Omakase ist ein Ein-Sterne-Japaner in Oslo, der seine Gäste um die Theke herum versammelt und Sake ausschenkt. Als wir buchten, hoffte ich nur, er hätte auch Wein und stellte mich auf einen steifen Abend ein. Man musste äusserst pünktlich sein und wir warteten sicherheitshalber eine Weile mit den wenigen anderen Gästen vor der Tür. Eine nette japanische Dame liess uns rein. Es gab Grünen Tee und Champagner zum Aperitif. Alles war sehr symmetrisch und in der Mitte stand eine täglich frische Pflanze, ich glaube eine Orchidee. Dann kam der Koch, Airis Zapašnikas, ganz in Weiss, eine Mischung aus Samurai, Magier, Matrose und Sanitäter. Er war gross und trug eine Brille und sah ein bisschen aus wie Yves Bossart aus Sternstunden der Philosophie, was ihn mir sympathisch machte. Wir sassen direkt in der Mitte vor ihm und er sagte «Guten Abend», als würden wir uns lange kennen. Wir hatten vor dem Essen telefoniert und er fragte, was ich mir in meiner Geschichte über ihn so vorgestellt hätte, und ich spann mir irgendwas zusammen, wie immer, wenn ich keine Ahnung habe. Meine Freundin erklärte mir nach dem Telefonat, was Omakase überhaupt ist. Es heisst so viel wie «ich überlasse es Ihnen» und ist Teil einer 200 Jahre alten Tradition der Tokioter Sushi-Technik «Edomae». Die Komplexität besteht aus der Einfachheit ihrer Zutaten und der Betonung natürlicher Qualitäten von saisonalem Fisch, Seetang, handgepresstem Reis, frischem Wasabi und Soja, das nicht überfermentiert ist.
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CULINARIUM
Airis wurde in Litauen geboren, hatte auf Anraten von Verwandten eine Karriere als Chirurg angestrebt, bevor er sich in die Ausbildung bei einem der führenden Sushi-Köche Norwegens begab. 2017 erhielt er dann die Akkreditierung von Hirotoshi Ogawa, dem Direktor der All Japan Sushi Association, und 2024 in Tokio das Kuro-Obi-Zertifikat (erster Dan), was auch immer das ist. Mir zeigt es aber, dass die Japaner mit ihren Dans Wert darauf legen, sich beim Erreichen eines Ziels noch keine Meister zu nennen. Innerhalb eines Jahres erhielt er dann den Stern, was in diesem Kochbereich eine menschliche Leistung ist. Ich hatte gelesen, dass er auch DJ ist – und genau so stand er da in der Mitte vor uns allen an seiner Gummiplatte, auf der er begann, den Fisch zu schneiden. Er schnitt ihn mit der therapeutischen Gleichförmigkeit einer tausendfach ausgeführten Bewegung. Irgendjemand fragte, ob es etwas gebe, was er noch nicht so gut kann, und er antwortete, dass es hier ja nicht ums Können und Fischschneiden gehe, sondern darum, dass man beim Fischschneiden vor zehn Leuten nicht daran denkt, ob sie sich langweilen oder was seine
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Frau macht und die Kinder oder ob uns der Wein schmeckt und wie viele Fische er heute noch zu schneiden hat. Die Ausbildung zu einem Omakase-Koch sei eine Reise ins Innere. Die erste Runde kam und Airis legte das Zeug jedem Einzelnen auf den Teller. Er sagte, was es ist und dass es für ihn ist und dass man sich’s bitte schmecken lassen soll. Diesen Weissfisch oder diesen Aal. Es war wie beim letzten Abendmahl, mit dankendem Nicken und ohne Augenkontakt. Die Kunst war, sich das Ding falsch herum auf die Zunge zu legen und mit dem Fisch zu beginnen und dann mit dem Reis. Der Reis war nicht einfach nur Reis, es war Reis, über den man viel redete. Angeblich hatte er nach der Ernte nicht viel Zeit in Lagerhallen verbracht, was man schmecken konnte. Bei herkömmlichem Reis schmeckt man vor allem das: Verpackung und Lagerhalle. Die Körner bei diesem waren anders, vielleicht bildete ich mir das auch nur ein, aber worin lag der Unterschied? Vielleicht lag er darin, dass Airis jedem Korn einen Namen gab und nicht eines verlor und sein ganzes Sein und Können in jedes Korn legte, egal wie egal das war.
PRESTIGE Ich steckte mir das erste Ding in den Mund und sie fragte, wie es schmeckt, aber ich konnte nicht gleich antworten. Ich konnte nur kauen und nichts sagen und schmecken und war auf allen Kanälen bedient. Dieser Seeigel mit Algen war das Beste, was ich jemals im Mund hatte. Man konnte dadurch die Dualität überwinden, die Gleichzeitigkeit des Seins. Es gibt solches Essen, wie es auch manche Weine gibt, oder Sätze, die man liest; manchen Fado, den man hört, oder Flamenco, den man so sieht und der beim Sehen, Lesen, Hören und Schmecken einen anderen Menschen aus dir macht. Sie haben dieses bestimmte undefinierbare Etwas, das einzigartig ist und sich nicht vergleichen lässt, weil es nicht im Unterschied zu etwas besteht, sondern ganz allein für sich. Es ist nicht wie und anders als, es ist wie nichts, weil es nichts gibt, was so ist. Es ist, wie man gerne sagt, unvergleichbar. Die weiteren Highlights waren gebratener Aal, Kobe Beef und mittelfetter Tuna-Bauch. Jedes Gericht war ein anderer, lebendiger Seinszustand, ein existenzielles Auf-der-Welt-Sein. Ein Erlebnis, bei dem Zeit und soziale Angelegenheiten und meine Neurosen zum Stillstand kamen. Es war das Gegenteil der Kokainfraktion auf einer aufgegeilten Welt kurz vor dem Höhepunkt. Es war das Gegenteil von lauter Musik in Bars mit Happy Hour, in denen Leute reden, ohne sich hören zu können. Es war ohne Menschen, die unterm Neonlicht streiten, nachdem sie Sachen mit Konservierungsstoffen gegessen haben und nicht wissen, warum das so ist. Es war das kulinarischste Erlebnis meines Lebens. Und zur Verteidigung: Ich habe nach dem Schwimmen schon im Hotel du Cap gegessen, bei VDB in Lissabon, Paella in La Barraca, bei Luca in Turin, bei Camillo in Florenz, im Neptun in Piran, bei Ai Fiori in Triest und in der Trattoria del Sole, ohne das gesagt zu haben. Das Ganze hier grenzte an Perfektion. Man redete und redete nicht und das Nichtreden war dann gar nicht unangenehm. Man musste nichts sagen, weil alles schon für sich sprach, es sprach wie Bäume sprechen oder Bilder von Rothko. Es hatte Einfluss auf mich, obwohl ich mich selten einfach so den Tatsachen ausliefere und Dinge für meinen Seinszustand verantwortlich mache, ausser bei Vollmond. Ich meine, was trennt uns vom Meer? Airis redete in einfachen und schönen Formen, beantwortete Fragen und schwieg, sodass man über die Antwort nachdenken konnte, ohne gleich reagieren zu müssen. Er redete genau so, wie er Nigiris machte: ruhig, konzentriert, scharf. Essen, ohne zu reden, ist eine Sache für sich. Vor allem im Süden. Man ist ganz bei der Sache, ganz nah bei sich, kommt dadurch ins Gespräch, stellt Fragen und tut nicht nur so. Wir sassen danach noch eine ganze Weile, was fast noch wichtiger war. Es kommt noch vor den Kellnern, dem Ort, an dem man isst, mit wem, was und dass man es teilt. Ich gehe so weit zu sagen, dass nur ein Mensch, der Essen liebt (auf euripideische Weise), überhaupt in der Lage ist, einen anderen zu lieben. An diesem Abend lernte ich viel über Liebe und Tod, Erwartungen und Messer, Wasabi und Wissen und auch, was es mit Sojasosse auf sich hat und warum man Wasabi an Haihaut reibt. Ich war satt, ohne voll zu sein, und angenehm betrunken. Der Sommelier ging herum und füllte die Gläser nach. Es gibt sicher Leute, die das besser beschreiben können, aber ich glaube, um das, was die dann besser beschreiben, geht es hier nicht. Das Essen hier war Therapie und Airis so, dass man ihn nach Lissabon einlädt und es auch so meint.
Chef Airis Zapašnikas
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EDIGRONI
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BY NATASCHA GALUS
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ieser Baur’s-Klassiker ist mehr als nur ein Cocktail, er ist eine Feier des Unerwarteten. Sanfter Gin mit seinen knackigen botanischen Noten verschmilzt nahtlos mit der lebendigen Frische von Zitrusfrüchten und einer reichhaltigen, gereiften Bitterkeit aus feinstem Amari. Der Edigroni ist für diejenigen, die den auffälligen Kontrast zwischen lebendiger Fruchtigkeit und tiefem, komplexem Geschmack schätzen – mit einer blumigen und würzigen Variante des klassischen Negroni. WWW.BAURS-ZURICH.CH
ÜBER DIE BAUR’S BAR Die preisgekrönte Baur’s Bar im legendären Baur au Lac zieht mit ihrem stilvollen Wohnzimmerambiente Tag für Tag und Abend für Abend ein kosmopolitisches Publikum in ihren Bann. Hier geniesst man eine Pause vom hektischen Treiben der Innenstadt oder läutet die Nacht ein. Auf der hervorragend sortierten Getränkekarte findet man alles, was das Herz begehrt. Die exklusive Cigar Lounge bietet Zigarrenliebhaber*innen eine erlesene Connaisseur-
REZEPT
Selektion aus verschiedenen Ländern. Den optischen Rahmen für das facetten-
3.5 Gin
reiche Treiben im Baur’s lieferte Design
1.5 Campari
ikone Martin Brudnizki. Helle Grünnuancen
2 Punt e Mes
und satte Rottöne schaffen ein Ambiente
1 Amaro Montenegro
von zeitloser Eleganz und Behaglichkeit.
1.5 Jsotta rosso
Ein Meisterwerk – wie alles im Baur’s.
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Edelsteine als GELDANLAGE
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In den letzten Jahren hat sich der Edelsteinmarkt zunehmend als attraktive Alternative für Investoren etabliert. In Zeiten niedriger Zinsen und der Unsicherheit an traditionellen Finanzmärkten suchen Anleger immer mehr nach sicheren und langfristigen, wertstabilen Investitionsmöglichkeiten. Edelsteine bieten hier nicht nur ästhetischen Wert, sondern auch eine Möglichkeit, Kapital anzulegen und potenziell von einer langfristigen Wertsteigerung zu profitieren. Edelsteine sind eine beständige Möglichkeit, das eigene Portfolio zu diversifizieren. Autor_Thomas Schröck Bilder_The Natural Gem
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nsbesondere farbige, unbehandelte Edelsteine wie Saphire, Rubine, Smaragde und Diamanten haben das Interesse von Sammlern und Investoren geweckt. Der globale Edelsteinmarkt ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und der Fokus liegt zunehmend auf hochwertigen und seltenen Steinen. Der steigende Wohlstand in aufstrebenden Märkten, besonders in Asien, hat zu einer stärkeren Nachfrage geführt. Reiche Sammler und Investoren aus China, Indien und dem Nahen Osten sehen in Edelsteinen nicht nur ein Schmuckstück, sondern auch eine stabile Wertanlage. Edelsteine haben den Vorteil, dass sie leicht transportierbar sind und im Vergleich zu anderen physischen Vermögenswerten wie Immobilien keinen Wartungsaufwand verursachen. Im Gegensatz zu Papierwährung sind sie nicht der Inflation unterworfen, da sie nicht gedruckt werden können und ihre Menge naturgemäss begrenzt ist. Der Edelsteinmarkt hat sich in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt. Während die Preise in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts relativ stabil blieben, erlebte der Markt ab 2010 etwa einen deutlichen Aufschwung. Besonders der Diamantenmarkt ist in diesem Zusammenhang erwähnenswert. Die Preise für Diamanten, vor allem für hochwertige Steine mit perfekten Eigenschaften (sogenannte «Four Cs»: Cut, Color, Clarity, Carat), sind in den letzten zehn Jahren gestiegen. Laut dem Rapaport Diamond Index, der als Referenz für den Diamantenmarkt gilt, hat der Preis für hochwertige Diamanten (ab einem Karat) um etwa 40 Prozent zugenommen. Die Preise für unbehandelte Farbedelsteine wie Rubine, Saphire und Smaragde sind ebenfalls gestiegen – besonders für Exemplare mit aussergewöhnlicher Qualität, Herkunft und Reinheit.
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Marktentwicklung und welche Edelsteine sich 2025 bezahlt machen WELCHE FAKTOREN BEEINFLUSSEN DEN WERT VON EDELSTEINEN? Die Seltenheit: Je seltener ein Edelstein ist, desto höher ist in der Regel sein Wert. Besonders seltene und unbehandelte Farben wie der «pigeon blood»-Rubin oder der tief blaue Kashmir-Saphir sind sehr gefragt und erzielen häufig Rekordpreise. Auch die Herkunft eines Edelsteins spielt eine wichtige Rolle, da Steine aus bestimmten Regionen oft als besonders wertvoll gelten. Viele Edelsteine werden aus nur wenigen, schwer zugänglichen Minen gewonnen, was ihre Seltenheit und damit auch ihren Wert zusätzlich steigert. Die Qualität: Die Qualität des Edelsteins ist entscheidend. Faktoren wie Farbe, Reinheit, Schliff und Karatgewicht haben grossen Einfluss auf den Preis. Ein gut ge-
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schliffener Diamant mit hoher Klarheit und intensiver Farbe kann oft signifikant mehr kosten als ein minderwertiger Stein derselben Grösse. Marktnachfrage: Die weltweite Nachfrage nach Edelsteinen, besonders in Schwellenländern, ist ein wesentlicher Preis treiber. Steigende Einkommensniveaus in Ländern wie China und Indien sowie das wachsende Interesse an Luxusgütern haben den Markt angetrieben. Angebot: Der Abbau von Edelsteinen ist auf bestimmte geografische Regionen beschränkt, und neue Vorkommen sind selten. Das Angebot an Edelsteinen kann daher stark begrenzt sein, was die Preise weiter antreiben kann. Besonders bei Edelsteinen aus legendären Minen (zum Beispiel Kolumbien für Smaragde) kann der Wert stark steigen, wenn die Ressource erschöpft ist oder die Mine geschlossen wird.
PRESTIGE WELCHE VORTEILE HAT DIE INVESTITION IN EDELSTEINE? Die Wertsteigerung: Edelsteine haben das Potenzial, über längere Zeiträume hinweg im Wert zu steigen, besonders bei seltenen und hochwertigen Exemplaren. In den letzten Jahren konnten Edelsteine als Kapitalanlage attraktive Renditen erzielen. Schutz vor Inflation: Edelsteine bieten eine Möglichkeit, das Vermögen vor Inflation und Währungsabwertung zu schützen, da sie nicht direkt an die Finanzmärkte und Währungsschwankungen gebunden sind. Diversifikation: Edelsteine bieten eine weitere Möglichkeit der Portfolio-Diversifikation. Sie sind eine Anlageklasse, die sich nicht direkt mit traditionellen Aktien- oder Immobilienmärkten bewegt, und können so dazu beitragen, das Risiko zu streuen. Zukunft: Die Aussichten für den Edelsteinmarkt bleiben positiv, da sie eine attraktive Möglichkeit bieten, das Vermögen vor Inflation zu schützen – vor allem in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit. Der Markt hat in den letzten Jahren von einer steigenden Nachfrage insbesondere aus Schwellenländern profitiert und zeigt Potenzial für weiteres Wachstum. Jedoch gibt es auch einige Herausforderungen: Einerseits könnte die zunehmende Verfügbarkeit von synthetischen Edelsteinen, insbesondere synthetischen Diamanten, zu einer Preisregulierung und veränderten Marktdynamiken führen. Auch die Gefahr von Fälschungen macht den Markt komplex. Wer in Edelsteine investiert, sollte jedoch darauf achten, auf Qualität und Herkunft zu setzen, um langfristig von der Wertsteigerung zu profitieren. Fachwissen und eine fundierte Marktbeobachtung sind entscheidend, um die richtigen Edelsteine zu finden, die nicht nur schön anzusehen sind, sondern auch als Wertanlage durch die Jahre hinweg Bestand haben. Wie bei jeder Investition ist es ratsam, sich hier von Fachexperten beraten zu lassen, um das volle Potenzial des Markts auszuschöpfen. EMPFEHLUNG FÜR 2025 Im Jahr 2025 setzt The Natural Gem sein Augenmerk auf hochwertige Turmaline, Spinelle und natürlich auf den «Dauerbrenner», den Rubin. WARUM IN EDELSTEINE INVESTIEREN? - Härtestes und ältestes Investment der Welt - Einfache Weitergabe (beispielsweise an die nächste Generation) - Höchste Wertkonzentration - Schönheit der Steine und starke Wertsteigerung - Leicht zu transportieren, einfach zu lagern - Geringer Zusammenhang mit anderen Investmentklassen - Fundmengen aus Minen gehen zurück - International anerkannte Zertifikate
MAG. DR. THOMAS SCHRÖCK ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von THE NATURAL GEM.
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ABONNIEREN SIE DAS MAGAZIN FÜR CHF 39.– / € 35.– / JAHR
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JEDE SZENE EIN GEMÄLDE DIE KUNST VON SAM YOUKILIS
Seit sechs Jahren reist der 32-jährige Fotograf und Filmemacher mit fünf iPhones um die Welt, findet das Poetische im Alltäglichen und dokumentiert es auf seiner Instagram-Seite. Youkilis ist ein Pionier, der eine neue Form des modernen Geschichtenerzählens erfunden hat. Der Künstler arbeitet instinktiv, wobei er die beiläufige Sprache des Smartphones nutzt, um etwas Umfassendes und doch Unvollendetes hervorzurufen.
SCHAU SET-JETTING AUF DEN SPUREN IKONISCHER FILMSZENEN
Wir fahren nach Dubrovnik, weil es in Game of Thrones zu sehen ist, nach Thailand in die Maya Bay, weil dort Leonardo DiCaprio in The Beach plantschte, oder in den Norden Siziliens, weil uns die Landschaft in der Serie The White Lotus so getaugt hat: Reisen an inspirierende Orte, wie sie in Filmen, Serien oder teilweise auch Büchern vorkommen, wurden im letzten Jahrzehnt schon viele angetreten. Der Trend des Set-Jettings, des Reisens an Film- oder Serien-Sets, scheint nicht mehr auf haltbar zu sein. In einer aktuellen Umfrage geben die Europäer an, dass ihr nächstes Urlaubsziel zumindest mitbeeinflusst wurde von Filmen oder Serien.
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LOUVRE COUTURE ELEGANZ IM ZEICHEN DER KUNST
Wir stellen die erste Ausstellung im Louvre vor, die zeigt, dass Mode auch grosse Kunst sein kann. «Louvre Couture» präsentiert 100 edle Roben von 1961 bis in die Gegenwart, unter anderem von Givenchy, Jacquemus, Balenciaga, Jean-Paul Gaultier, Christian Dior, Yves Saint Laurent. In den prächtigen Räumen des Pariser Louvre kann man auf 9000 Quadratmetern Fashion mit Geschichte hautnah erleben.
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Markus Meier Direktor HEV Schweiz
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A Racing Machine On The Wrist