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rundschauMEDIEN AG St. Jakob-Strasse 110, CH-4132 Muttenz  T +41 (0)61 335 60 80, F +41 (0)61 335 60 88 info@rundschaumedien.ch www.rundschaumedien.ch

Publishing Director Serhat Tok I s.tok@rundschaumedien.ch Member of the Board Boris Jaeggi I b.jaeggi@rundschaumedien.ch Editor in Chief Anka Refghi I a.refghi@rundschaumedien.ch

Editors Anka Refghi, Helena Ugrenovic, Valeska Jansen, Gisbert L. Brunner, Marianne Eschbach, Dr. Thomas Hauer, Nike Schröder, Wilhelm J. Grusdat, Wilma Fasola, Stephan Gubler, Markus Allemann, Valentino Scattina, Andreas Faust, Dieter Günther, Hermann Köpf, Anouk Delange, Antony Lassanianos, Thomas Imhof

Corrector Andreas Probst Head of Production & Art Director Sandra Rizzi I s.rizzi@rundschaumedien.ch Product Public Relation Laura Giarratana I l.giarratana@rundschaumedien.ch

Online Public Relation Ersin Yornik I e.yornik@rundschaumedien.ch

Sales & Marketing Adrian Borer I  a.borer@rundschaumedien.ch

Cover Picture Ishi / Blaublut-Edition.com

Photographs Zoe Bradley, Fred Herzog, Errkaa, MoMa, Louise Lawler, Getty Images, Gili Lakanfushi, Providence, Belmond, Seabourn, Cartier, Beyer Chronometrie, RM Sotheby’s, Mini, DBA, Porsche, BMW AG, Bristol Cars, Dieter Günther, Hermann Köpf, Kai Weissenfeld, Burberry, GNAK, Oleg Covian, Dan Brunn Architecture, Brandon Shigeta, Roger Frei, Lee Broom, Laufen, Villeroy & B   oche, agape design, Roche Bobois, Zollanvari International, Robert Klemm, Dr. Thomas Hauer, QN-Bar, Victor, Sarah Lavoine, Shutterstock, Bilddatenbanken

Admin , Coordination & Subscriptions Pascale Uccella I  p.uccella@rundschaumedien.ch Price  Issue CHF 10.– / € 9.50 I Year ­CHF 39.– / € 35.– IT Support Dejan Djokic Web Services Dimecom AG I web@rundschaumedien.ch

Internet prestigemagazin.com Representative Offices Deutschland rundschauMEDIEN AG Serhat Tok St. Jakob-Strasse 110 I CH-4132 Muttenz / Basel T +41 (0)61 335 60 93 I F +41 (0)61 335 60 88 s.tok@rundschaumedien.ch Österreich Angela Kindermann Projektagentur Angela Kindermann Porzellangasse 20 I Top 34 I A-1090 Wien M +43 (0)664 922 24 80 angela@kindermannprojektagentur.at

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INHALT 30

TRAVEL

46

54 ZEITREISEN Auf Reisen Anno Domini

60 STECKBRIEF «It-City» Antwerpen

64 IM WANDEL DER ZEIT Die Malediven

68 ZWISCHEN ZWEI SEITEN Bücher für Abenteurer

70 PARISER CHIC Hôtel Providence

76 ANDEAN EXPLORER 5-Sterne-Zug durch Peru

80 AUF HOHER SEE Seabourn-Momente

ART & CULTURE

24 PAPIER-COUTURE Zoe Bradley

30 HOLLYWOOD-LEGENDE Robert Taylor

34 MEISTER DER WIEDERHOLUNGEN Philip Glass

36 DURCH DIE LINSE Fotograf Fred Herzog

39 EDITOR’S CHOICE Ausstellungen im Herbst

24

40 IM GESPRÄCH Errkaa

44 SHORTCUTS Japanese Style

46 ZWISCHEN KUNST & POLITIK Louise Lawler

70 14 | PRESTIGE


Tonda Chronor

Bis ins kleinste Detail in der Schweiz hergestellt parmigiani.com

Welche, wenn nicht diese?


INHALT

82 VIELFALT AM HANDGELENK Zeitmesser der Stunde

90 DIE JUWELEN-FLÜSTERIN Jeanne Toussaint

93 WUSSTEN SIE SCHON …? Die gravierten Uhren des JKF

94 UHRSACHEN Die neuen Chronographen

98 IM ATELIER Beyer Chronometrie

100 ZWISCHEN DEN ZEILEN Juwelen-Geschichten 102 STEINREICH UND ERLEUCHTET Haute Joaillerie à Paris

90

BOUCHERON

WATCHES & JEWELLERY

76

102 DRIVE STYLE 110 THE CARTOON CAR 1953 Abarth 1100 Sport by Ghia 114 NACHGEBAUT Mini by David Brown Automotive 116 IM TEST Porsche Panamera 4S Diesel 120 DIE WIEDERGEBURT Roadster Bullet von Bristol 124 SHORTCUTS Bücher mit PS 126 CUSTOMIZER MAXWELL HAZAN Mission Zweirad 131 WUSSTEN SIE SCHON … ? Von Daytona bis Brooklands

126 120 16 | PRESTIGE


**

CO2 ist das für die Erderwärmung hauptverantwortliche Treibhausgas; Die mittlere CO2-Emission aller (markenübergreifend) angebotenen Fahrzeugtypen in der Schweiz beträgt 134 g/km.

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INHALT FASHION & BEAUTY 132 FASHION-EDITORIAL Kim Riekenberg in Paris 143 SNEAK PEEK Menswear 2018 144 VIP Das Menswear-Label D.GNAK 146 BURBERRY ON TOUR Couture-Capes 154 MISSION SCHÖNHEIT Cynthia Wolfensberger

156

156 WUSSTEN SIE SCHON …? Von Gangarten und Etiketten 157 MAGICSTRIPES Natalie Franz im Interview 158 ARISTOKRATISCHE BEGEGNUNG Gräfin Isabelle d’Ornano

LIVING 164 MEISTER DES MINIMALISMUS Architekt Dan Brunn

162 HAARE FÜRS LEBEN Angela Lehmann

172 GADGETS Technische Spielereien

146

174 SWISSFINELINE Verglasungen de luxe 176 INTERIOR-STAR Lee Broom

164

180 SHORTCUTS Objects of Desire 182 BADEWANNEN 2.0 Baden für Ästheten 186 MÖBELKLASSIKER Mah-Jong-Sofa 188 THE SPIRIT OF PERSIA Teppiche von Zollanvari

176 18 | PRESTIGE


MANERO F LYBACK AU TO MAT I C

|

R OS E G OL D 18 K


INHALT 210

193 CULINARIUM 190 HAUTE CUISINE Das «Matsuhisa» in München 193 SPOT ON Speisen von Berlin bis Zürich 194 SCHWARZES GOLD Der Kaffee von Jah B

FINANCE

197 NEU AUF DEM TELLER Zuchtfisch Cobia 198 BAR-BESUCH QN-Bar in St. Moritz

200 RETURN ON INVEST Private Elite-Schulen 204 HISTORY Family-Offices 208 ALT- UND NEUBEWÄHRTES Die Bank der Zukunft

194

210 ABGEHOBENES VOLK Privatjets auf dem Vormarsch

NEWS ART NEWS CITY BREAK TICK TACK MIT GRANDEZZA PURE ELEGANZ ON TOUR GOLDENE JAHRESZEIT BELLE DE JOUR AB NACH HAUSE! FÜR ALLE SINNE BUSINESS AS USUAL

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KOLUMNEN 52 WILHELM J. GRUSDAT: My Name is … 152 VALENTINO: Donne belle per sempre 215 MARKUS ALLEMANN: Aber ich bin blond …!

10 IMPRESSUM 23 EDITORIAL 216 VORSCHAU

CINDY CHAO

53 63 97 101 108 113 145 153 175 199 203


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Seit 1936 steht das Prädikat Meister für den klassischen Uhrenbau bei Junghans. Dieser Tradition folgend ent­ stehen die heutigen Meister Uhren durch Leidenschaft für Präzision und ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein. Die Entscheidung für eine Junghans Meister ist ein Be­ kenntnis zu diesen Werten und zur feinen Uhrmacherei – wie unsere sportlichste Meister, die Meister Chronoscope. www.junghans.de


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D

LESERINNEN LESER

&

ie Welt ist voll von wunderbaren Geschichten, interessanten Menschen und faszinierenden Orten – und sie alle machen es einem nicht leicht, sich für jede Ausgabe neu zu entscheiden. Fest aber steht, dass wir uns auch dieses Mal haben mitreissen lassen. Mitreissen von der Leidenschaft, den Künsten, von der Architektur, raren Zeitmessern, glitzernden Juwelen und fernen Orten.

Unsere ganz grosse Liebe war dieses Mal Paris. Hier haben wir nicht nur unser Fashion-Editorial mit dem Top-Model Kim Riekenberg geshootet, sondern waren auch da, als die kostbarsten Preziosen die Stadt mit ihrem Funkeln erhellten. Im Juli nämlich, als die exklusivsten Haute-Joaillerie-Stücke in der «Stadt der Liebe» präsentiert wurden, während auf den Laufstegen die Kreationen der Haute Couture um weltweite Aufmerksamkeit buhlten. ­Oh, là là! Und weil man Paris auch bei Nacht erleben sollte, haben wir uns gleich im Hôtel Providence einquartiert, das trotz seines jungen Alters auf magische Weise vergangene Zeiten wieder auferstehen lässt. Aber das ist noch nicht alles. Denn wir lieben auch die Pferdestärken und davon gerne mehr. Protagonisten waren dieses Mal der Porsche Panamera, ein seltener «1953 Abarth 1100 by Ghia» und auch der neue «Andean Explorer», der 5-Sterne-Luxuszug, der Reisende mit Fernweh durch Peru führt. Und weil es bei allem doch die Menschen sind, die im Mittelpunkt stehen, haben wir einige von ihnen zum Gespräch gebeten. So, wie den begnadeten Architekten Dan Brunn aus Los Angeles, der kürzlich wieder weltweit auf sich aufmerksam gemacht hat, als er ein Haus der Architektur-Ikone Frank Gehry redesignte, oder auch den jungen Briten Lee Broom, der nicht nur unverschämt gut aussieht, sondern als wahrer Star unter den Interior-Designern gefeiert wird. Unvergleichlich auch der Customizer Maxwell Hazan, den wir in seiner Werkstatt in den USA besucht haben und der die wohl coolsten Zweiräder kreiert. Und last but not least ist mit Isabelle D’Ornano auch eine echte Gräfin unter unseren Gästen.

Ring: Entworfen und handgefertigt in den Ateliers von Meister 1881 in Zürich

In diesem Sinne gilt auch für die Ausgabe zur goldenen Jahreszeit weiterhin unser Credo: mit Stil und Klasse.

Francesco J. Ciringione Verleger

Anka Refghi Chefredaktorin

Bahnhofstrasse 33, T +41 (0)44 221 27 27 www.meister-zurich.ch


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ART &

CULTURE

PAPIER

COUTURE Was die Britin Zoe Bradley in Handarbeit aus Papier kreiert, sorgt rund um den Globus für Begeisterung. Kaum verwunderlich also, dass es kaum ein Luxusunternehmen gibt, das sich nicht in ihrem Kundenportfolio befindet. Eine Geschichte, die einst bei Alexander McQueen begann. Anka Refghi I

Zoe Bradley

Entwürfe für die Modedesignerin Michiko Koshino

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«Du brauchst eine Empfindlichkeit für das Papier, eine Geduld, sonst sind die Kreationen ruiniert und du musst nochmal anfangen!» – Zoe Bradley –

Meisterlich in Szene gesetzt: Juwelen von Chopard

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ART & CULTURE

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Zoe Bradley mit einer kunstvollen Arbeit für Sotheby’s

ramatische Silhouetten sind das Markenzeichen von Zoe Bradley. Ihre theatralischen Arbeiten entstehen für Werbekampagnen, Editorials, Fashionshows, Galerien oder für die Schaufenster ihrer illustren Klientel. Ihre kunstvollen Kreationen zwischen Skulptur, Mode und Theatralik entstehen in tausenden von Stunden aufwendigster Handarbeit, in denen Zoe Bradley die Kunst des traditionellen Schneiderhandwerks mit luxuriösen Papieren kombiniert. PRESTIGE: Zoe, wann haben Sie Ihre Liebe zum Papier entdeckt? ZOE BRADLEY: Das erste Stück, das ich aus Papier erschaffen habe, war ein plissiertes Kleid im Jahr 2005 für eine Show der Modedesignerin Michiko Koshino. Nach dieser Erfahrung wusste ich einfach, dass Papier in Bezug auf Textur, Form und Silhouette genau das war, wonach ich in meiner Arbeit gesucht hatte.

Gibt es etwas, das Papier einen lehren kann? Papier ist ein zartes Material, dem man mit Sensibilität und Geduld begegnen muss. Aber es ist auch wunderbar, denn die Fülle, die dieses Material bietet, bedeutet, unendlich viele Ideen realisieren zu können. Nach Ihrem Studium haben Sie für Alexander McQueen gearbeitet … Ja, nach meiner Ausbildung zur Modedesignerin in London habe ich bei Alexander McQueen gearbeitet und für die «S/S 1999 ready-to-wear-Catwalk-Show» einige zentrale Stücke selbst entworfen. Darunter auch das gestanzte, hölzerne Korsett und Röcke sowie die von Aimee Mullins getragenen Prothesenbeine. Das Arbeiten mit nicht-konventionellen Materialien bei McQueen hat mir den Weg für

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5000 Schmetterlinge für das exklusive Warenhaus «Harrods» in London

Papier als Material für Kleidungsstücke geebnet. Die Erfahrungen, die ich bei ihm machen konnte, waren ein ganz grundlegender Teil meiner Ausbildung. Es war auch eine unglaubliche Gelegenheit, im Studio eines so visionären Designers zu arbeiten. Eine inspirierende Zeit, in der ich sehr vielen interessanten Menschen begegnet bin, und auch eine Zeit, in der ich mich selbst dazu ermutigt habe, neue Wege in Bezug auf Design und Herstellung zu gehen. Wie würden Sie selbst heute Ihren Fingerabdruck beschreiben? Die Marke Zoe Bradley steht für überdimensionale Silhouetten und höchste Handwerkskunst. Der Stil ist modern, sauber, zeitlos und modeorientiert. Ihre Kreationen liegen zwischen Kunst, Mode, Skulpturen und haben auch etwas sehr Theatralisches an sich … Das ist richtig. Ich geniesse es, Elemente aus der Mode, der Kunst und dem Theater zu entlehnen und sie in eine Vision zu verwandeln. Letztlich geht es darum, meine Fantasie real werden zu lassen. Meine Motivation liegt darin, das Theatralische in meinen Arbeiten hervorzuheben, um den Betrachter zu inspirieren und zu begeistern. Sie haben diesen Frühsommer eine erstaunliche Installation für das Londoner Kaufhaus Harrods realisiert … Das war ein ganz besonderer Auftrag und dazu gedacht, die Sommersaison bei Harrods einzuläuten und den Beginn ihrer Schmetterlings-Kampagne zu markieren. Die Realisierung vom Design bis hin zur Produktion von 5000 Schmetterlingen dauerte mehrere Monate. Die grösste Herausforderung aber war, mit ganz feinem Kunststoff statt mit Papier zu arbeiten, das war neu für mich. Ich wollte die Silhouette eines Kronleuchters, um das Design des Raumes widerzuspiegeln, aber auch um einen modernen Touch in den Raum zu bringen!

Ihre Kreationen sind komplizierte Papierarbeiten, die Sie von Hand formen. Spielt Technologie überhaupt eine Rolle in Ihrer Arbeit? Nun, als ich anfing, habe ich noch alles von Hand geschnitten, aber aufgrund des Zeitmanagements haben wir uns die Technik zu Hilfe genommen. Für das Ausschneiden verwenden wir heute Laser und Stanzen. Das bedeutet, dass wir den Schneidevorgang beschleunigen können und so mehr Zeit für die Handarbeit und die Formgebung investieren können. Ihre illustre Klientel findet sich auf der ganzen Welt. Ich stelle mir den Transport dieser delikat gefalteten Objekte durchaus anspruchsvoll vor … Wir operieren natürlich global für unsere Projekte. Jeder Job muss im Detail samt einer speziell entworfenen Verpackung geplant werden. Und natürlich ist es ganz wichtig, sehr eng mit unseren Versandagenten zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass der Prozess so reibungslos wie möglich über die Bühne geht. An was arbeiten Sie gerade? Wir wollen unser Feld ein wenig erweitern und suchen gerade Unternehmen, die mit uns für die Herstellung von Papierprodukten für den privaten Gebrauch zusammenspannen möchten – sei es für luxuriöses Briefpapier, Tapeten, Beleuchtung oder Stoffe. Gibt es etwas, das Sie noch nicht gemacht haben und das Sie wirklich gerne machen würden? Ich würde gerne die Umgebung eines Hotels entwerfen, in der man auf Entdeckungstour durch die gesamte Zoe-Bradley-Welt gehen kann. Und ich würde auch gerne eine Retrospektive meiner Arbeiten der letzten zehn Jahre realisieren!

Short Answers Was würden Sie mit sechs Monaten freier Zeit machen? Auf einer einsamen Insel oder im Regenwald leben und in dieser natürlichen Umgebung kreativ arbeiten. Beschreiben Sie sich in drei Worten: leidenschaftlich, instinktiv, theatralisch. Lieblingsbeschäftigung an einem freien Tag: mit meinem Windhund der Küste entlang laufen. Inspirationsquell: Silhouetten, natürliche Texturen, Klang, Theater, Kunst.

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EDITOR S

CHOICE

ART & CULTURE

Das Auge von Bamako Im Jahr 1995 präsentierte die «Fondation Cartier pour l’art contemporain» die erste Einzelausstellung des malischen Fotografen Malick Sidibé ausserhalb des afrikanischen Kontinents. Ein Jahr nach dem Tod des Künstlers am 14. April 2016 widmet die Fondation Cartier ihm nun mit «Mali Twist» eine grosse Retrospektive, die von einem Katalog begleitet wird. Zusammen mit ikonischen Arbeiten präsentiert die Ausstellung zum ersten Mal eine umfangreiche Sammlung von Vintage-Fotografien und Porträts einer zeitlosen Schönheit aus dem Archiv des Künstlers. Diese aussergewöhnliche Sammlung von Schwarz-Weiss-Fotografien sorgt für ein gründliches Eintauchen in das Leben des Mannes, der «das Auge von Bamako» genannt wurde. Die Fotografien zeigen seine Gabe, die Vitalität der Jugend von Bamako Anfang der 1960er Jahre zu erfassen und in seinem so einzigartigen Stil zu vermitteln, für den er heute weltweit bekannt ist. Fondation Cartier, Paris 20. Oktober 2017 bis Februar 2018

Die Meister des Designs Charles und Ray Eames zählen zu den einflussreichsten Designern des 20. Jahrhunderts. Mit ihren Möbeln, Filmen, Büchern, Ausstellungen und Medieninstallationen prägten sie unsere Alltagskultur und beeinflussen Generationen von Gestaltern bis heute. Zum 110. Geburtstag von Charles Eames präsentiert das Museum unter dem Titel «An Eames Celebration» eine ganze Reihe von Ausstellungen und Veran­s taltungen, die das Werk des legendären Designerpaares so umfassend wie nie zuvor präsentieren. Die Ausstellung «Die Welt von Charles & Ray Eames» im Hauptgebäude des Vitra Design Museums bildet das Zentrum dieser Eames-Saison. Konzipiert als grosse Retrospektive, zeigt sie die vielen Facetten des Werkes von Charles & Ray Eames und umfasst Leihgaben aus Sammlungen weltweit. Vitra Design Museum, Weil am Rhein, 30. September 2017 bis 25. Februar 2018

Im Duett Im Zentrum der Ausstellung «Duett mit Künstler_in» im 21er Haus stehen das Publikum und seine Rolle beim Entstehen eines Kunstwerks. Historische und aktuelle Positionen zeigen, wie Künstlerinnen und Künstler Menschen aktivieren und zur Handlung ­auffordern. Kunst als wesentlichen Teil des Lebens zu denken, an dem «alle» teilhaben können, ist nicht nur grundlegend für das Kunstverständnis des 20. und 21. Jahrhunderts, sondern gehört zu den fundamental demokratischen Werten unserer Gesellschaft. «Duett mit Künstler_in» etabliert das Museum als zentralen Ort der Partizipation und zeigt über 20 internationale künstlerische Positionen, die Interaktion, Kooperation und bisweilen auch Kollaboration einfordern. 21er Haus, Wien 27. September 2017 bis 4. Februar 2018

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Das Aloha Motel an der AtlantikkĂźste in North Wildwood, New Jersey, 1960er Jahre


© Eric Bard / Corbis via Getty Images

TRAVEL

GENIESSEN STATT

EROBERN

K

Kavalierstouren, Winterfrische, Pauschalreisen, Grand Hotels und Heilbäder – bevor die Menschen das Reisen geniessen lernten, musste erst so einiges erfunden werden. Ein Rückblick auf vergangene Dekaden, in denen der Tourismus laufen lernte. Anka Refghi

lick, Klick, Klick, Buchung bestätigen – was heute mit nur ein paar Klicks aus der heimischen Gemütlichkeit heraus geplant und organisiert werden kann, gestaltete sich in früheren Dekaden als zeitaufwändiges Grossprojekt mit ungewissem Ausgang. Reisen als Genuss? Mitnichten. Denn erste Ansätze von dem, was wir heute als Tourismus bezeichnen, waren erst vor rund 200 Jahren erkennbar.

Von Raubzügen und Kavalierstouren Blickt man ganz weit in die Geschichtsschreibung zurück, so war das Reisen vor allem den folgenden Menschengattungen vorbehalten: Abenteurern, Entdeckern oder Kaufleuten. Sie machten sich auf den Weg, die Welt und neue Routen zu entdecken, auf Raubzug zu gehen oder neue Handelswege und -partner zu suchen. Und natürlich gab es auch noch die Kategorie der Pilger, die allerdings auf ihren Wallfahrtsreisen von Komfort und Genuss nicht hätten weiter entfernt sein können. Die ersten Reisen, die ein gewisses Mass an Amusement beinhalteten, waren, unter anderem, auch die

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TRAVEL

Mit Dampf zu neuen Sehnsuchtsorten Mit der Erfindung der Dampfmaschine änderte sich das «Genre Reisen» drastisch. Ab den 1820er Jahren fuhren zu Land die ersten Eisenbahnen mit Personenwaggons und über den Atlantik Schiffe mit Dampfantrieb. Doch nicht allen behagten die jüngsten Erfindungen. So beispielsweise schrieb Jules Verne 1870 über den Raddampfer «Great Estern»: «Man kann diesen Dampfer kaum noch ein Schiff nennen; es ist wohl mehr eine schwimmende Stadt, ein Stück Grafschaft, das sich von englischem Grund und Boden loslöst, um nach einer Fahrt über das Meer mit dem amerikanischen Festlande zusammenzuwachsen.» Und auch Heinrich Heine tat seine Bedenken mit den Worten «Durch die Eisenbahn wird der Raum getötet, und es bleibt uns nur noch die Zeit übrig» kund. Auch

Die erste Pauschalreise Als erster Reiseveranstalter der Welt gilt der am 22. November 1808 im britischen Melbourne geborene Thomas Cook. Man schrieb das Jahr 1841, als der Wander­ prediger und überzeugte Alkoholgegner mit der ehrenwerten Intention «Weg vom Gin und hin zur frischen Luft» für eine Gruppe von Abstinenzlern eine Zugreise innerhalb des Landes samt Ver­ pflegung organisierte – und damit die erste Pauschalreise der Welt.

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änderten sich mit der Art des Reisens die Unterkünfte. So beispielsweise entstanden um 1800 die ersten Grand Hotels, die – damals wie heute – mit vortrefflichem Service und dem zur jeweiligen Zeit modernsten Luxus auftrumpften und zur gesellschaftlichen Bühne der gut betuchten Klientel wurden. Ebenso verwandelten sich kleine Dörfer, durch Heil- und Kurbäder, wie sie im 18. Jahrhundert aufgekommen waren, in mondäne Badeorte, in deren Folge wiederum Seebäder entstanden und die Menschen den Schrecken vor dem Meer ebenso verloren wie vor den Bergen.

Wer hat’s erfunden? Zu Beginn bedeuteten Ferien zumeist, in die Sommerfrische zu fahren. Bis 1864. Denn dann – wie sollte es auch anders sein – erfand ein Schweizer die Winterfrische. Dabei handelte es sich um den findigen St. Moritzer Hotelier Johannes Badrutt von der Hotelpension Kulm, der seine Gäste in den Wintermonaten zu sich einlud, um die Schönheit der Landschaft auch in dieser Zeit zu geniessen. Jedoch nicht, ohne eine Reisekostenrückerstattung zu versprechen, sollten die Gäste nicht mit hochgerollten Hemdsärmeln in der Sonne sitzen können. Der Rest ist Geschichte.

© Bettmann Archive / Getty Images

s­ ogenannten «Grand Tours» oder auch «Kavaliertours», die seit der Renaissance allerdings nur den Abkömmlingen des Adels vorbehalten waren. Reisen, vorzugsweise nach Italien, die in erster Linie der Wissenser­weiterung dienten, jedoch, aufgrund der beschwerlichen Fortbewegungsmittel mit der Kutsche, ebenfalls deutlich von Anstrengungen gekennzeichnet waren.

Pullman-Schlafwagen mit verschliessbaren Kojen, 1934


© Hulton-Deutsch Collection / CORBIS / Corbis via Getty Images

TRAVEL

«Alle Menschen werden die Wahrnehmung machen, dass man auf hohen Bergen, wo die Luft rein und dünn ist, freier atmet und sich körperlich leichter und geistig heiterer fühlt.» – Jean-Jacques Rousseau –

Ein Kellner in St. Moritz bringt englischen Ladys Gin und Soda auf Schlittschuhen, 1920er Jahre

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© Rolls Press / Popperfoto / Getty Images

TRAVEL

Die Kabine des Prototyps einer Lockheed L-1011 TriStar, 1968. Das Grossraumflugzeug für bis zu 400 Passagiere war der bisher letzte Versuch des Flugzeugherstellers, im zivilen Luftverkehr Fuss zu fassen.

Auf vier Rädern und über den Wolken Die nächste Revolution des Tourismus, die auf die Mittelschicht abzielte, war die serienmässige Produktion von Henry Fords Automobil Model T im Jahr 1914, das damit zum erschwinglichen Gut wurde. Transkontinentale Strassensysteme wurden in den USA ebenso gebaut wie die neuartigen Motels am Strassenrand. Im Gegensatz zu den USA begann die Massenmotorisierung – und da-

Zeitreisen Das im teNeues Verlag erschienene Coffee-Table-Book «Zeitreisen – Legendäre Orte, Routen und Momente» von Stefan Bitterle ist ein fantastischer Bildband, der die Entstehung des Tourismus, wie wir ihn heute kennen, dokumentiert. Ein Buch, das die Leser wahrlich auf eine Zeitreise mitnimmt – auf Schienen, auf dem Wasser, über den Wolken und auf der Strasse. www.teneues.com

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mit der Massentourismus – in Europa erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Eine Zeit, in der schon bald ein weiteres Fortbewegungsmittel in den Fokus der Genusswilligen rückte: das Passagierflugzeug. Zwar gab es seit 1927 Passagierflüge über den Atlantik in Flugzeugen mit bequemen Sitzen und mit Betten, wie man sie von den Eisenbahnwagen her kannte, doch für die breite Masse blieben die Flüge lange unerschwinglich. Den Grundstein für den Flugtourismus, wie wir ihn heute kennen, legte Grossbritannien mit den ersten Pauschalflugreisen nach Spanien in den 1950er Jahren. Mit dem Aufkommen interkontinentaler Flüge ohne Zwischenstopp verloren in der Folge dann auch die grossen Schiffe ihre Bedeutung. In den 1960er Jahren stellten die grossen Reedereien den Linienbetrieb über den Atlantik ein. Die Zeit des modernen Tourismus, wie wir ihn heute kennen, hatte definitiv begonnen.


BY

City BREAK

TRAVEL

1

Dem Alltag entfliehen und i n d a s Ab ent e uer S t ä dt e t r ip eintauchen. Am besten immer m it dabei: d ie per fek ten Begleiter für jede Gelegenheit. 1 I LEICA

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Mit dem roten Punkt – fotografieren mit Stil und «M» wie Meilenstein. Die neue Leica «M10» überzeugt durch kompak­ tere Masse, verbesserte Performance und noch intuitivere Bedienung. 2 I SHANGRI-LA

Auszeit in London mit Erholungsfaktor: Das «Shangri-La Hotel At The Shard» bietet mit Achtsamkeits­training, Fitness und Ernährungstipps ein neues Wellnessund Sportprogramm. Yoga über den Dächern Londons? Wunderbar! 3 I DOLCE & GABBANA

Kreditkartenetui aus Dauphine-Leder – perfekt für jede Gelegenheit: im Büro, auf Reisen und bei exklu­siven Events. Handwerkliche Verarbeitung und Kult-Details machen jedes Accessoire einzigartig. 4 I RIMOWA

Smarter Reisebegleiter: hochwertig, trendy und auch weiterhin mit dem «Electronic Tag», der ersten elektronischen Check-in Lösung, um bequem von zu Hause oder unterwegs einzuchecken.

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5 I MICHAEL KORS

Klare Linien und luxu­ riöses Schlangenleder im Chevron-Design ver­ schmelzen bei der Tasche «Miranda» zu einem grafischen Effekt. Details wie der Riemen mit Kettengliedern verleihen dem Abendoutfit einen Hauch Exotik.

5

6 I JOOP!

3 4

Leder spielt eine wichtige Rolle in der Damenkollektion Herbst / Winter 2017/18. Inspiriert vom Schmelz­ tiegel zwischen Moderne und Tradition, wie er auf der nordischen Vulkaninsel Island zu finden ist.

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WATCHES & JEWELLERY

VIELFALTFÜRS

HANDGELENK

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Die Uhrenindustrie unserer Tage hat jedwede Art von Kundschaft im Blick. Deshalb deckt ihr Produktspektrum so gut wie alle Ansprüche ab. Gisbert L. Brunner

um Glück lässt sich über Geschmack und Vorlieben für Dinge bis heute nicht streiten. Meinungspluralität schafft Vielfalt. Das zeigt sich auch bei neuen Armbanduhren. In technischer, technologischer und gestalterischer Hinsicht ist die Vielfalt immens, man könnte auch sagen beinahe unüberschaubar. Andererseits kommen alle, die ihr Handgelenk mit einem wie auch immer gearteten Zeitmesser schmücken wollen, problemlos zu ihrem Recht. Mehr oder minder komplizierte Mechanik dominiert das Geschehen im oberen und höchsten Preissegment. Frauen mit Faible für Schmückendes, das zugleich auch komfortable Präzision gewährleistet, schätzen Quarzwerke. Daneben gibt es immer mehr Menschen, welche im beruflichen wie auch privaten Leben jederzeit in Verbindung bleiben möchten. Sie werden ihre helle Freude haben an den neuesten Smartwatches mit breitem Funktionsspektrum. Kurzum: Bei ­A rmbanduhren gibt es fast nichts, was es nicht gibt. Und das ist gut so.

Louis Vuitton kann Smart LOUIS VUITTON

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Bei Louis Vuitton stehen Reise-Accessoires seit Anbeginn hoch im Kurs. Eigene Uhren gibt es seit 2002 für Damen und Herren. Beim Blick auf die Gehäuseform ist der Name Tambour, also Trommel, für die erste Kollektion bewusst gewählt. Mit der neuen «Tambour Horizon» beweist das französische Luxuslabel smarte Kompetenz. Dank Google Android Wear 2.0 verbindet sich der Newcomer per Bluetooth auch mit iPhones. Kommunikative Elektronik der neuesten Generation in Gestalt des Qualcomm-Snapdragon-­ Wear-2100-Prozessors birgt das 42 Millimeter grosse, bis drei bar Druck wassergeschützte Stahlgehäuse. Das Chipset, ebenfalls von Qualcomm Technologies, gewährleistet einen ganzen Tag Betrieb ohne Nachladen. Die Besitzer(innen) blicken auf ein hoch auflösendes AMOLED-Display. Nach


dem Hochfahren besteht Wahlmöglichkeit zwischen unterschiedlichen Zifferblattdesigns, darunter auch ein Chronograph. Bei den Apps punktet Louis Vuitton unter anderem mit «My Flight». Vielflieger erhalten hier hilfreiche Informationen zum Trip, darunter Terminal, Gate oder verbleibende Flug­ zeit. Die Weltzeit-Indikation mit 24 Städten greift das Zifferblattdesign der ­mechanische «Escale» auf. Mit an Bord sind ferner Mikrophon, Gyroskop, ­Vibrator und ein Lichtsensor zur Displaysteuerung. Zur Wahl stehen schliesslich 60 problemlos austauschbare Armbänder. TAG HEUER

Tausendsassa Eingefleischte Mechanik-Freaks lehnen Armbanduhren ab, die sich mit Smartphone und Internet verbinden. Trotzdem möchten etliche von ihnen ständig Kontakt zu anderen halten. Mit der neuen «Connected Modular 45» bietet TAG Heuer einen sehr praktikablen Kompromiss zwischen verschiedenen Uhrenwelten und -philosophien. Er basiert auf der im November 2015 vorgestellten Luxus-Smartwatch «Connected», welche sich spontan zu einem vollen Erfolg entwickelte. Der von Intel beigesteuerte Mikro-Computer mit Titangehäuse erinnert an die legendäre Heuer «Carrera». Google zeichnet für die «Android»-Software verantwortlich. An diesen Fakten ändert sich auch bei der 2017er-Generation nichts. Im Gegensatz zum Vorgänger geht die Produktion der Elektronik mit integrierter ­GPS-und NFC-Funktion für unkompliziertes «Android Pay» künftig auf Schweizer Boden über die Bühne. Optisch besticht zunächst ein hoch auflösendes AMOLED-Display für mehr als 30 verschiedene Zifferblätter. Auch im Ruhemodus zeigt sich die aktuelle Zeit. Ungekannte Vielfalt gestattet ein modulares Gehäusekonzept. TAG Heuer offeriert zehn verschiedene Standard-­Varianten. Langeweile beugen vier unterschiedliche Bandanstösse, acht Kautschuk- und drei Lederbänder sowie

zwei Schliessen vor. Alles lässt sich im Handumdrehen am «Connected»-Container befestigen. Ausserdem harmoniert es perfekt mit zwei weiteren Schalen, in denen traditionelle Mechanik tickt. Eine birgt das Automatik-«Calibre 5» (Eta 2824-2), die andere komplizierte, amtlich auf seine Ganggenauigkeit überprüfte Manufakturarbeit. Gemeint ist das A ­ utomatikkaliber Heuer 02-T. Es vereint in sich einen innovativen Schaltrad-Chronographen und ein «fliegendes» Tourbillon mit neuartigem Karbon-­­Drehgestell. Trotzdem bleibt dieser uhr­ macherische Luxus bezahlbar.

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WATCHES & JEWELLERY

BLANCPAIN

MONTBLANC

Hommage an einen Profi-Klassiker

CENTURY

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Beim Blick in die Archive des Hauses Blancpain entdeckt man ein breites Spektrum unterschiedlicher Versionen der 1953 eingeführten Taucher-Armbanduhr «Fifty Fathoms». Gut zwei Dutzend dürften es vor der Renaissance wohl gewesen sein. Besonderen Rang nehmen dabei Modelle ein, welche militärischen Spezifikationen genügten. Sie trugen den Namen «Fifty Fathoms Mil-Spec» und hielten Wasserdruck bis zu 20 bar aus. Die «Fifty Fathoms Mil-Spec 1» verfügte erstmals über einen Sekundenstopp zur exakten Synchronisation der Zeiger mit einem Zeitsignal. Auf dem mattschwarzen Zifferblatt stach eine neuartige Dichtigkeitsindikation ins Auge. Gestaltet in Form eines grossflächigen Punkts mit je einer violetten und blauen Hälfte. Solange Letztere ihre Farbe behielt, war das Gehäuse dicht. Färbte sie sich hingegen violett, bestand Handlungsbedarf. An das Zifferblatt dieser professionellen Taucheruhr erinnert jenes der 2017er «Tribute to Fifty Fathoms MIL-SPEC» mit dem exklusiven, aus 210 Komponenten assemblierten Automatikkaliber 1151. Zwei seriell geschaltete Federhäuser gewährleisten vier Tage Gangautonomie. Vierzig Millimeter misst die stählerne Schale, deren Wasserdichte bis 30 bar reicht. Durch den Sichtboden erkennt man neben dem Goldrotor auch die leichte, amagnetische Siliziumspirale. Im Gegensatz zu damals ist die Super-­ LumiNova-Leuchtmasse des Zifferblatts kein bisschen radioaktiv. Oberhalb


WATCHES & JEWELLERY

sichere Ablesbarkeit aus 25 Zentimetern. Schutz bietet ein knapp vier Millimeter dickes Saphirglas. Um die unter Wasser stets besonders kostbare Zeit kümmert sich ein Automatikwerk vom Kaliber CFB 1950.1, was dem Eta 2824-A2 entspricht. Aktuell offeriert die Manufaktur insgesamt 188 spezielle Exemplare dieses Boliden zur Unterstützung einer erstmalig durchgeführten Forschungsexpedition. Ganz konkret geht es um Mantarochen, die bekanntlich vom Aussterben bedroht sind. Während zweier Wochen im August wurde das Verhalten dieser tierischen Spezies einmal in Bezug auf Lebensraum und Nahrung analysiert. Zum anderen werden die Daten sorgsam erfasst und somit weiteren Projekten zugänglich gemacht.

Der Gipfel

CARL F. BUCHERER

der «6» findet sich die altbekannte Wasserdichtigkeitsindikation. Innovation repräsentiert die natürlich einseitig rastende Tauchzeitlünette mit kratzfestem Saphirring, der die Leuchtindexe vor Abnutzung bewahrt.

Taucheruhr für guten Zweck Bis zu 500 Meter unter den Meeresspiegel taucht die «Patravi ScubaTec» von Carl F. Bucherer problemlos ab. Zusätzliche Sicherheit beim Empor­steigen bietet ein Heliumventil in der Flanke des markanten Stahlgehäuses mit 44,6 Millimetern Durch­ messer. Selbstredend lässt sich die aus Edelstahl und Keramik gefertigte Lünette bei diesem Zeitmesser mit professionellem Anspruch nur entgegen dem Uhrzeigersinn verstellen. Somit wird die verbleibende Tauchzeit aus Gründen der persönlichen Sicherheit bei versehentlichem Drehen immer nur kürzer. Die Gestaltung von Zifferblatt und Zeigern gewährleistet selbst bei widrigen Sichtverhältnissen

Dass es sich bei der «Summit» um eine Smartwatch handelt, zeigt erst der zweite Blick oder die intensivere Beschäftigung mit der 46 mm grossen Armbanduhr. Montblanc bietet sie in unterschiedlichen Ausführungen mit Titanoder Stahlgehäuse an. Nach dem Starten lassen sich am leicht bombierten Touchscreen mit AMOLED-Display unterschiedliche Zifferblätter, darunter auch ein klassischer Retro-Chronograph, wählen. In der schlichten Schale vom Typ 1858 findet sich Elektronik der neuesten Generation in Gestalt des Snapdragon-Wear-2100-Prozessors und ein Chipset ebenfalls von Qualcomm Technologies. Mit einer Batterieladung hält das Ganze in der Regel einen Tag lang durch. Für Energienachschub braucht es eine Ladeschale. Die Software Android Wear 2.0 von Google kommuniziert über Bluetooth auch mit iOS-, also Apple-Geräten. Dank eingebautem Mikrophon lässt sich der Google-­ Assistent direkt ansprechen. Auf diese Weise sind auch Übersetzungen, das Diktieren von E-Mails, Sprachnachrichten und das Vormerken von Terminen möglich. Ferner bietet die Benutzeroberfläche eine Art Tastatur, welche Handschrift und Fingerstriche erkennt. Rückwärtige Sensoren erfassen die Pulsund Herzfrequenz mit bestmöglicher Genauigkeit. Fitness-Apps sind ebenso vorhanden wie Applikationen für den Fahrdienst Uber oder den Stadtführer Foursquare. Lieblingslieder lassen sich mithilfe der «Google Play»-Musik-App und Wireless LAN in den Speicher laden. Wem das personalisierbare Display nicht reicht, kann sich von Montblanc ein «massgeschneidertes« Zifferblatt gestalten lassen.

Saphir, Perlmutt und Diamanten Hans-Ulrich Klingenberg war ein ausgesprochen kreativer Mensch. Schon vor Gründung des Labels Century im Jahr 1966 hatte er ein Vakuumgehäuse für Armbanduhren und auch das komplexe Megalith-Verfahren entwickelt. Letzteres gehört bis in die Gegenwart zu den exklusiven Merkmalen jedes Zeitmessers mit dieser Signatur. Mittlerweile hat in Nidau Sohn Philip W. A. Klingenberg das Sagen. Unter seiner Ägide entsteht unter anderem die seit 1999 am Markt präsente «Dragon Stone». Zu den Domänen dieses femininen Modells zählt ein gekonntes Zusammenspiel von Perlmutt und Century-Saphir. Von Meistern ihres Fachs werden die Zwölfeckform sowie die Facetten des unverwüstlichen Glasrands manuell geschliffen und poliert. Dank der sogenannten Nacrilith-­ Technik lässt sich zwischen zwei Century-Saphiren auch noch eine feine Perlmuttschicht einfügen. Beeindruckend auch das feingliedrige Armband mit Befestigungsgliedern in Wellenform. Die weissgoldenen «Dragon Line»-­ Modelle gibt es mit 27, 32 und 38.5 mm Durchmesser. Für die Zeit ist stets ein präzises Quarzwerk zuständig. Die abgebildete Armbanduhr ist besetzt mit 218 Diamanten von zusammen 1,952 Karat. Der Century-Saphir verfügt über 36 Facetten. Für das Zifferblatt findet Naturperlmutt Verwendung.

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HUBLOT

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Tu Gutes und sprich drüber Erfolg haben und diesen mit benachteiligten Menschen teilen, lautet das philanthropische Motto von Jean-Claude Biver und Ricardo Guadalupe, dem Führungs-Duo im Hause Hublot. Genau so denkt und handelt auch Carlos Fuente Junior. Als er vor 37 Jahren in der Dominikanischen Re­publik die Zigarren-­ Manufaktur Arturo Fuente und eine Tabakfarm ins Leben rief, fehlte es in der Gegend an Schulen und angemessener ärztlicher Betreuung. Abhilfe schaffte die Familienstiftung «Cigar Family Charitable Foundation». 2017 feiert die «Opus X», das Fuente-Flaggschiff, seinen 20. Geburtstag. Aus diesem Grund entwickelte Hublot eine limitierte Edition mit drei speziellen Automatik-Armbanduhren. Ein Teil des Verkaufserlöses der insgesamt 60 Zeitmesser kommt der Stiftung zugute. Die Lieferung jeder der 45 mm grossen Pretiosen erfolgt in einem hölzernen Luxus-Etui, welches sich – beinahe selbstverständlich – auch

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ROLEX

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Auf den Mond gekommen Bei Rolex steht «Cellini» für zurückhaltende Eleganz, während die «Oyster»-­ Modelle sportivere Attituden besitzen. Ungeachtet dessen sind die äusseren und inneren Werte gleich. Die aktuelle «Cellini»-Geschichte prägen drei runde, im Jahr 2014 vorgestellte Gold-Armbanduhren: «Cellini Time», «Cellini Date» mit Zeigerdatum bei «3» und «Cellini Dual Time». Zu ihren sichtbaren Merkmalen gehören 39 Millimeter grosse Gehäuse, die dem Druck des nassen Elements bis zu fünf bar widerstehen. Hinzu gesellt sich ein ausdruckstarker Glasrand: aussen fein geriffelt und innen glatt bombiert. Bleiben guillochierte Zifferblätter namens «Rayons flammés de la gloire». 2017 erweitert die «­ Cellini Moonphase» mit dem natürlich zertifizierten Manufaktur-Rotorkaliber 3195 das Spektrum. Deutlich aus dem Rahmen des Üblichen fällt hier die Indikation des bleichen Erdtrabanten. Bei «6» dreht eine blau emaillierte Scheibe, welche einen Vollmond als Meteoriten-Applikation trägt. Exakt gegenüber symbolisiert ein weisser Kreis den Neumond. Zur Orientierung haben sich die Produktgestalter einen kleinen Pfeil einfallen lassen. Erst in 122 Jahren geht die patentierte Anzeige einen Tag falsch. Mit von der Partie ist auch ein Zeigerdatum, erkennbar an der kleinen Mondsichel. Für diesen «Chronometer der Superlative» leistet Rolex fünf Jahre Garantie. Wenn es sein muss, auch auf dem Mond. ZENITH

Mechanische Revolution

Der 14. September 2017, an dem die «Défy Lab» von Zenith ans Licht der Öffentlichkeit tritt, wird als ganz besonderes Datum in die Annalen der mechanischen Zeitmessung eingehen. Dank Guy Sémon, seines Zeichens Generaldirektor von TAG-Heuer, kommt diese Armbanduhr ohne Unruh und Unruhspirale aus. Die Erfindung von Christiaan Huygens aus dem Jahr 1675 wird damit obsolet. Gleichermassen innovatives wie spektakuläres Bauteil des 32,8 mm grossen Automatikkalibers ist der monolithische, nur 0,5 mm hohe «Sémon Oszillator». Das komplex anmutende Element aus selbstverständlich temperaturstabilisiertem Silizium ersetzt insgesamt 31 Assortiment-­ Komponenten. Kontaktflächen, Reibung, Schmierung, Assemblage, Regulierung und Kontrolle sind fortan keine Themen mehr. Ein leichtes, sehr als Humidor nutzen lässt. Hublot offeriert zwei speziell gestaltetes Silizium-Zahnrad regt den Oszillator zu flotten 15-Hertz-­ Versionen der «Classic Fusion Fuente 20th Anni- Schwingungen mit nur sechs Grad Amplitude an. Im Vergleich dazu vollziehen versary Special Edition» mit Schalen entweder aus klassische Unruhschwinger rund 300 Bogengrade. Circa 60 Stunden Gang­ rotem «King Gold» oder aber gebürstetem Titan. autonomie unterstreichen die energetische Effizienz des Ganzen. Das sind Hierbei zeigen Laser-Gehäusegravuren in dem 10 Stunden mehr als beim klassischen Zenith «El Primero» mit nur fünf Hertz Buch­staben X verschlungene Tabakblätter. Ferner Unruhfrequenz. Auch die Präzision des Newcomers mit Zeigern für Stunden, gibt es 20 Stück einer nicht gravierten Keramik-­ Minuten und Sekunden spricht für sich. Im Zeitraum von 48 Stunden geht Version. In allen Fällen ziert das X der Zigarren-­ das Œuvre täglich höchstens 0,3 Sekunden vor oder nach. Der thermische Banderole auch das markant blaue Zifferblatt. Am Fehler liegt bei 0,3 Sekunden pro Tag und Grad Temperaturänderung. MagnetBoden findet sich eine exklusive Illustration der Fa- felder bis zu 88’000 A  /  m steckt der aus 148 Komponenten zusammengemilie Fuente mit der Inschrift «Château de la Fuente, fügte Mikrokosmos problemlos weg. Zenith liefert die nur zehn Exemplare des Fuente Opus X 20 Years» sowie die Seriennummer neuen Flaggschiffs mit Gehäuse aus «Aeronith», einer ultraleichten Aluminium-­ der limitierten Edition des jeweiligen Modells. Polymer-Komposition, sowie insgesamt drei Qualitäts-Zertifikaten.

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WATCHES & JEWELLERY

Zurück in die Zukunft

RADO

Retrolook pur zeichnet die quadratische «HyperChrome 1616» aus. Beim Design dieses Zeitmessers durchstöberten die Produktgestalter von Rado das firmeneigene Archiv. In den späten 1960er-Jahren wurden sie fündig. Konkret entdeckte das Team dort die Linie «Cape Horn». Selbige erinnerte damals an das Jahr 1616, als mutige Seefahrer auf abenteuerlicher Route das Cape Horn entdeckten. Insofern eignet sich diese neue, gleichermassen markante wie robuste Armbanduhr für Abenteuer zu Lande, zu Wasser und natürlich auch in der Luft. Ihre grosszügig dimensionierte Schale mit rund 46 Millimeter Kantenlänge nimmt Wasserdruck bis zu zehn bar nicht krumm. Gefertigt wird sie samt speziell graviertem Boden aus gehärtetem Titan Grade 5. Zur besseren Ablesbarkeit ist das Saphirglas beidseitig entspiegelt. Im Inneren findet sich

JUNGHANS

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WATCHES & JEWELLERY

ein Automatikwerk vom Kaliber Eta C07.621, welches nach Vollaufzug circa 80 Stunden ununterbrochen tickt. Zur Erinnerung an das denkwürdige Jahr ist die Edition auf 1616 nicht individuell nummerierte Exemplare beschränkt.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Dank 40 Millimeter Gehäusedurchmesser passt die Weissgold-Referenz 5320G von Patek Philippe an nahezu jedes Handgelenk. Bei Kennern weckt diese Armbanduhr mit ewigem Kalendarium, welches –

rein theoretisch – erst 2100 manuell wieder richtiggestellt werden muss, Erinnerungen an frühere Zeiten. Gekonnt greift das Design gestalterische Elemente der einstigen Referenzen 1463, 1526, 2405, 2438 / 1 und 3450 auf. Die Optik mit Fenster für Wochentag und Monat sowie kleinem, konzentrisch zur Mondphasenindikation oberhalb der «6» drehendem Datumszeiger prägt diesen Typus Zeitmesser im Hause Patek Philippe seit mehr als 70 Jahren. Die Schaltjahresindikation durch ein kleines rundes Zifferblattfenster gesellte sich 1980 bei der Automatik-Referenz 3450 hinzu. Weil auch bei der altehrwürdigen Genfer Familienmanufaktur die Zeit niemals stehen bleibt, gesellen sich zur Tradition viele zeitgemässe Elemente wie das ­Automatikkaliber 324 SQ mit «Gyromax»-Unruh und «Spiromax»-Spirale aus temperaturstabilem Silizium. Ein weiteres Guckloch zwischen «7» und «8» lässt zum Zweck leichteren Einstellens erkennen, ob die Uhr gerade Tag- oder Nachtstunden indiziert. Der Mond agiert ausgesprochen präzise. In 122,6 Tagen geht er gerade einen Tag falsch.

PATEK PHILIPPE

Nostalgie in Reinkultur Vater Hans-Jochem Steim und Sohn Hannes lieben Oldtimer mit vier, aber auch mit drei oder zwei Rädern. Davon kündet ihr Automuseum in Schramberg, Schwarzwald. 2009, in schweren Zeiten, übernahm die Unternehmerfamilie eine traditionsreiche deutsche Uhrenmarke, deren Gründung 1861 in der gleichen Stadt erfolgt war. Bei Junghans entdeckten die neuen Eigentümer seit Langem existente, aber teilweise leider brachliegende Werte. Die daraus abgeleitete Mechanik-Philosophie zielt auf Pflege der Tradition unter Beibehaltung eines bezahlbaren uhrmacherischen Luxus. Nostalgie pur und jede Menge Bezüge zum Cockpit klassischer Automobile verstrahlen die «Meister Driver Automatik»-­ Modelle. An männlichen Handgelenken fühlen sich die nur 38,4 Millimeter grossen Armbanduhren mit PVD-beschichteten Stahlgehäusen ebenso wohl wie an weiblichen. Super LumiNova lässt die markanten Minutenziffern bei Dunkelheit erstrahlen. Besonderen Glanz verspricht ein effektvoller Polierlack auf der mehrfarbigen Scheibe, vor der Zeiger für Stunden, Minuten und Sekunden rotieren. Aus der Schweiz stammt das Automatikwerk. Hinter der Bezeichnung J.800.1 verbirgt sich das zuverlässige Kaliber 2824-A2 der Eta.

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«Ich bin sehr stolz, diesen Namen kreiert zu haben, und nur durch Ignoranz kann er in Vergessenheit geraten.» – Carlo Abarth –

Im Zeichen des Skorpions Abarth ist die Geschichte eines besonderen Mannes und seiner besonderen Fahrzeuge, die bleibende Spuren im internationalen Motorsport hinterlassen haben. Wie ihr Gründer Carlo Abarth ist auch die Marke Abarth im Sternzeichen des Skorpions geboren, nämlich im Jahr 1949, als Carlo Abarth nach einer Karriere als Motorradrennfahrer zusammen mit Guido Scagliarini die Abarth & C. gründete. Seit 1971 gehört das Unternehmen zu Fiat.


DRIVE STYLE

THE

CARTOON

CAR

Es war ein ganz rares Juwel, das im Rahmen des diesjährigen «Pebble Beach Concours d’Elegance» in Kalifornien unter den Hammer kam – ein einzig­artiger 1953 Abarth 1100 Sport mit einer Karosserie von Ghia und einer Geschichte, wie sie nur das Leben schreiben kann.

A

Anka Refghi I

RM Sotheby’s, Angus McKenzie

m legendären Pebble Beach war das Sportcoupé mit Fahrgestellnummer 205-104 ein alter Bekannter. Denn gerade einmal zwei Jahre war es her, dass dem aussergewöhnlichen Fahrzeug etwas gelang, was meist nur den «Vorkriegsschönheiten» renommierter Hersteller vorbehalten ist – die Nominierung zum «Best of Show». Dabei war nicht nur erstaunlich, dass der Abarth 1100 nach dem Sieg in seiner eigenen Klasse weit vorne um den Gesamtsieg kämpfte, sondern auch, dass er keineswegs durch ein hochdotiertes Unternehmen restauriert worden war, sondern von seinem privaten Besitzer höchstpersönlich. Doch dazu später.

dessen runde Formensprache an einen Handschmeichler oder ein Cartoon Car denken lässt, tatsächlich entworfen hat, darüber scheiden sich bis heute die Geister. Aller Wahrscheinlichkeit nach aber war es Giovanni Michelotti, jedoch nicht, ohne wohl auch den anderen Automobildesignern jener Zeit, wie Virgil Ex Exner, Mario Boano oder auch Giovanni Savonuzzi, über die Schulter geschaut zu haben. Fest aber steht, dass der Wagen bei seinem Debüt in der Öffentlichkeit begeisterte.

Das Debüt

Man schrieb das Jahr 1953, als das Sportcoupé erstmals am Turiner Automobilsalon ausgestellt wurde. Dabei diente der gerade einmal 3,6 Meter lange Abarth 1100 Sport Ghia nicht als reiner Rennwagen, wie frühere Fahrzeuge von Abarth, sonCartoon Car dern vornehmlich als Konzeptfahrzeug, das dazu Das in diesem August für stattliche 891’000 US-­ gedacht war, um auf Messen Aufsehen zu erregen. Dollar versteigerte Fahrzeug war das letzte von vier Mit Erfolg. Denn die Frontpartie mit ihrer Wölbung gebauten Abarth 205 mit Sport-Chassis, dessen im Kühlergrill, die teilweise durch die Radhäuser Motor und Getriebe von einem Fiat 1100 und die verdeckten Speichenräder, die mit roter Farbe beKarosserie von Ghia stammt. Wer das Fahrzeug, schichtete Innenseite der Auspuffrohre und

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DRIVE STYLE

So aussergewöhnlich, wie die Karosserie: Innenausstattung in blauem Leder

die gebrochen-weisse Lackierung, die in nahezu neckischem Kontrast zur Innenausstattung aus blauem Leder stand, sorgten für Furore. Während die italienische Presse den Ghia als ein «Meisterwerk des Designs» bezeichnete, schrieb ein Journalist der «Automobil Revue»: «Abgesehen von einer etwas massiven Vordergestaltung, ist ein fast schneeweisses kleines Ghia-Sportcoupé eine der Hauptattraktionen im Salon. Unter dem niedrigen Wagen, dessen verchromte Drahtspeichenräder in pikantem Gegensatz zur grossflächigen Karosserie stehen, verbirgt sich ein von dem ‹Frisier›-Künstler Abarth unter Verwendung von Fiat-1100-Teilen entwickeltes Fahrwerk mit eigenem Rahmen und Porsche-Vorderradaufhängung.»

Grosse Träume Der Abarth 1100 Ghia gefiel. Und dem kanadischen Autofan William «Bill» Vaughan so sehr, dass er ihn kurzerhand kaufte. Nur ein Jahr später präsentierte er das Fahrzeug 1954 auf der New York Auto Show unter dem Namen «Vaughan SS Wildcat», wobei er nicht nur behauptete, das Coupé in Serie fertigen zu wollen, sondern auch, statt des Vier­ zylinders, mit dem ersten V8-Motor mit obenlie-

Am 18. Loch Er ist der global exklusivste Schönheitswettbewerb der weltweit rarsten und exklusivsten Automobile: der Pebble Beach Concours d’Elegance, der einmal im Jahr und am 18. Loch des Golfgeländes ausgetragen wird. Von einer Jury bewertet werden die Sieger verschiedenster Klassen, die wiederum untereinander um den legendären Titel «Best of Show» kämpfen. Ein Schaulaufen auf zwei Beinen und vier Rädern. Der nächste Concours d’Elegance findet am 26. August 2018 statt.

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genden Nockenwellen. Doch es kam anders. Statt in Serie zu gehen, verlor sich die Spur des Auto­ mobils. Erst 1982 wurde es von Russ Baer in einer Scheune in Ashton, Maryland, wiederentdeckt und ging in der Folge in den Besitz von Pat Braden über. Viel über den zwischenzeitlichen Verbleib ist bis heute nicht bekannt. Einen Hinweis aber darauf, dass der Wagen in den späten 50er-Jahren wohl als Alltagswagen benutzt worden war, liefert ein Park-Aufkleber an der Heckscheibe, auf dem «Litton Industries Maryland Division 1958» zu lesen ist. Nach Pat Braden wechselten die Besitzer noch einige Male, bevor der Abarth Sport in die Hände von Norbert Joseph McNamara kam, einem ehemaligen Colonel der US Army, der im Ruhestand vornehmlich italienische Autos sammelte und restaurierte. Nach dem Tod McNamaras führte der Kanadier Greg Kienzel ab 2010 die Arbeit des Colonels fort und küsste das aussergewöhnliche Fahrzeug endgültig wach. Ganze fünf Jahre hatte er in die Restaurierung gesteckt, die Geschichte penibel und anhand gut erhaltenen Bildmaterials und Dokumenten erforscht. Dass er brillante Arbeit geleistet hatte, um den Wagen bis auf das kleinste Detail wieder in den Originalzustand zurückzu­ versetzen, wurde ihm beim eingangs erwähnten Pebble Beach Concours d’Elegance 2015 unzweifelhaft ebenso bescheinigt. Genauso wie mit dem beachtlichen Auktions­resultat an der Classic Car Auction Monterey 2017 von RM Sotheby’s in diesem August. Ein im Vorfeld als «Underdog» betiteltes Fahrzeug hat es allen wieder einmal gezeigt.


ON BY

TAG HEUER

«Carrera Heuer 01 Full Black Matt Ceramic»: Erstmals präsentiert TAG Heuer einen Herren-Chronographen aus eigener Manufaktur, der voll­ständig aus Keramik gearbeitet ist – sogar das Armband, Durchmesser 45 mm.

DRIVE STYLE

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Zeitgenössisches Design trifft Killer-Stil. Dupont-Feuerzeug MiniJet-2, Jet-Flamme mit Totenkopf-Design und verchromten Elementen. Ein Feuerzeug für echte Männer in Schwarz und Weiss.

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PORSCHE

Der neue Porsche 911 GT2 RS feiert seine Weltpremiere. Auf dem Niveau von Supersportwagen bewegen sich die Kurvengeschwindigkeiten, die der 911 GT2 RS dank seines lupenreinen Rennsportfahrwerks mit Hinterachslenkung und Ultra-High-Performance(UHP)-Reifen erreicht.

VERSACE

MISSONI

Ein neuer Duft – und gleichzeitig ein Universum voller vibrierender Facetten: Das neue «Missoni Parfum pour Homme» ist die triumphale Rückkehr der legendären Modeund Luxusmarke mit einem Duft, der Prestige pur verkörpert.

MONTBLANC

Zeitlose Vintage-Eleganz: die «1926 Montblanc Heritage Collection». Montblanc lanciert seine erste Kollektion aus pflanzenge­ gerbtem Leder für den anspruchs­ vollen urbanen Reisenden von heute.

Menswear SS 2018: Das Versace-Logo erscheint auf einzelnen Entwürfen, Bikerjacken und Hosen treffen auf die Weichheit schwarzer Seide. Exzellente Materialien und eindrucksvolle Drucke sind ein Muss.

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«L’Avenue» von Century: Uhr aus 18-karätigem Weissgold mit 133 Diamanten (1.171 ct). Century-Saphir mit 60 handgeschliffenen und polierten Facetten und weissem Naturperlmutt. 6 I SOL SOL ITO

Cooler Look: Die auf exklusive Kleinserien limitierten Modelle des Zürcher Labels sind auch in Tokio angesagt. Handwerklich erstklassig, aus erlesenem, hochglanzpoliertem Acetat und mit farblich austauschbaren Doppelstahlbügeln.

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Die Lederhandtaschen mit grossem Tassel aus der «Wild at Heart»-Kollektion von Hugo Boss passen zu jedem Outfit und haben das Zeug zum absoluten Lieblingsstück. 3 I LONGCHAMP

Stiefeletten mit spektaku­ lärem Farb- und MaterialMix. Ein «Must-have» mit Patchwork-Charakter aus Leder in MetallicFinish, Veloursleder und Leder mit Glanz-Optik.

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LIVING Ursprünglich von Frank Gehry erbaut: das «Hide Out»-House

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DER

MEISTER DES

MINIMALISMUS

Als das erste von ihm entworfene Haus gebaut wurde, war Dan Brunn noch in seinen 20ern. Heute, Ende 30, gehört der in Los Angeles ansässige Architekt bereits seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten seines Fachs. So ist sein «Flip Flop»-House in Venice Beach schon längst eine preisgekrönte Ikone, und auch das kürzlich von ihm redesignte «Frank Gehry»-House sorgte weltweit für Furore. Anka Refghi I

Dan Brunn Architecture, Brandon Shigeta

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LIVING

«Ich finde immer Wege, um ein Projekt oder eine grosse Idee zu realisieren. Ich bin nicht daran interessiert, Hypothetisches zu schaffen, ich will Träume bauen.» – Dan Brunn –

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Skulptural: der Treppenaufgang aus Walnuss-Holz in dem ursprünglich von Frank Gehry erbauten Haus |

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as Talent des gebürtigen Israelis? Begnadet. Seine Projekte? Weltweit besprochen und ausgezeichnet – von Restaurants bis hin zu Einfa­ milienhäusern und kommerziellen Show­rooms. Charakteristisch für ihn sind sein Umgang mit Materialien, seine reduzierte Formensprache und die Fähigkeit, mit Licht zu zaubern. Ein Ausnahmetalent, das mit der Leidenschaft für Kunst, Musik und Fotografie seiner Architektur ihren so unverkennbaren Rhythmus verleiht. PRESTIGE: Dan, wann hast du dich in die Architektur verliebt? DAN BRUNN: Da war ich ungefähr sieben Jahre alt und lebte noch in Tel Aviv. Ich spielte mit LEGOs und entwarf Objekte aus meiner Fantasie heraus. Zuerst folgte ich den Anweisungen, doch dann begann ich, eigene Autos und Städte zu kreieren. Mitte der 1980er Jahre bist du mit deinen Eltern nach Südkalifornien gezogen. Wie war dein erster Eindruck von den USA? Die Grösse aller Dinge hat mich fasziniert. Ich erinnere mich an einen Spielzeugladen, der grösser war als jeder

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Supermarkt, den ich je in Tel Aviv gesehen hatte. Und auch die verschiedenen Autos hatten mich sehr beeindruckt. Tel Aviv war damals sehr anders als heute – es gab keine exotischen Autos oder Sportwagen auf der Strasse. Und auch unser neues Haus war ganz anders. Ich verstand nicht, warum das Interieur so dunkel war und die Räume nur schwach beleuchtet waren und nur über kleine Fenster verfügten. Wie sehr haben die beiden Länder deinen Sinn für a­ rchitektonische Ästhetik beeinflusst? Tel Aviv gab mir meine Identität. Ich denke, dort umgeben von all den Bauhaus-Gebäuden aufzuwachsen, hat meinen Stil sehr definiert. Mein Grossvater besass ein BauhausHaus mit weitläufigen, freitragenden Balkonen und schwellenfreien Übergängen von innen nach aussen – übrigens ein Design-Element, das ich konsequent erforsche. Als ich nach Los Angeles kam, war ich plötzlich von Häusern unterschiedlichster Typologie umgeben, wie Tudor, spanische Schlösser oder Häuser im toskanischen Stil. Doch während meines Architekturstudiums erkannte ich das wunderbar modernistische Erbe in Los Angeles. Die Stadt hat erstaunliche Beispiele moderner Häuser von renommierten Architekten: Rudolph Schindler, Richard Neutra, Pierre Koenig und Frank Lloyd Wright. Pierre Koenig lehrte an meiner Universität, das war für mich als aufstrebender Architekt ein Highlight. Deine Kunden kommen zu dir, weil sie ein echtes «Dan Brunn»-Haus wünschen. Wie würdest du deinen Daumenabdruck beschreiben? Ich denke, Kunden kommen zu mir auf der Suche nach einer sauberen, gestrafften Design-Ästhetik. Mein architektonischer Grundgedanke basiert auf Mies van der Rohes Ideologie von «weniger ist mehr». Im Grunde denke ich, dass Funktion wichtig ist und Design daher eine Vielzahl von Funktionen haben sollte. Ich bleibe auch weg von Trends und benutze Technologie, um das Leben zu verbessern, statt Raum zu definieren. «Raum» ist ein Schlüsselwort in deiner Architektur … Raum ist das, was wir bewohnen. Ein Bildhauer schafft Formen, und ein Architekt schafft Räume. Ein durchdachtes Design lässt den Menschen barrierefrei durch die Räume «gleiten», so, wie auch das Sonnenlicht während des Tages. Welche Bedeutung hat das Licht in deinen Entwürfen? Licht definiert Raum. Ich liebe es, natürliches Licht mit künstlichem zu mischen, aber ich versuche, die Natur so weit wie möglich nachzuahmen. In den meisten Umgebungen finde ich Wege, um Licht in den Raum zu bringen, ohne die Quelle zu enthüllen. Oft arbeite ich mit Ober­ lichtern oder leichten Buchten.

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Preisgekrönte Ikone: das «Flip Flop»-House in Venice Beach

Mit dem «Hide Out»-House in Los Angeles hast du kürzlich ein Haus des legendären Architekten Frank Gehry redesigned. Welches war der anspruchsvollste Faktor des Projekts? Es war wichtig für mich, Frank Gehry mit dem Design zu ehren. Mein Ansatz war nicht, seinen Stil als Architekt nachzuahmen, sondern vielmehr das Erbe durch meine eigene Designsprache zu respektieren. Ich denke, die grösste Herausforderung war es, mit einer bestehenden Struktur zu arbeiten und strukturelle Probleme vorzufinden, die es zu lösen galt. Wie gross war der Druck der Verantwortung bei dieser «architektonischen Ikone»? Tatsächlich wurde mir diese Frage häufiger gestellt, und ich realisierte das vermeintliche Gewicht des Projekts erst

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im Nachhinein. Zum Glück war ich mir dessen nicht bewusst und habe es als ein weiteres Renovierungsprojekt wahrgenommen. Ich hoffe aber, dass ich Frank Gehrys Vermächtnis ehren konnte. Wie viel Dan Brunn und Frank Gehry finden sich in den neuen Elementen des «Hide Out»-House? Was interessant ist, ist, dass die neuen Elemente Frank Gehrys ursprünglichem Plan sehr nahe kommen, wenn auch durch eine andere Designsprache. Wir haben einen neuen Garten im zweiten Stock hinzugefügt. Der Raum war eigentlich als Gewächshaus geplant, aber nie gebaut worden. Als ich die Zeichnungen fand, entdeckte ich Gehrys Absicht und wusste, dass die Umwandlung des Raumes in einen Garten die richtige Wahl war. Und auch die Walnuss-Holzbohlen des Treppenhauses nehmen definitiv die Intention des


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«Flip Flop»-House: Fassade mit ausschwenkbaren Elementen

Zur Person Vor der Gründung seiner Firma Dan Brunn Architects im Jahr 2005 war er als leitender Projektarchitekt bei John Friedman Alice Kimm Architects tätig, wo er am preisgekrönten Design des Los Angeles Design Center arbeitete. Er unterrichtete am Boston Architectural Center und war als Design Studio Instructor an der Harvard Graduate School of Design (GSD) und der USC School of Architecture tätig. Dan erhielt einen BA in Architektur von der University of Southern California im Jahr 2001 und einen MA in Architektur von der Harvard University im Jahr 2005.

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«Modernismus bedeutet, im Jetzt zu leben.» – Dan Brunn –

Meisters auf. Gehrys Materialpalette in den 1970er Jahren zeigte Holz, Beton und Glas. Ich wollte Holz in den Entwurf bringen und beschloss, eine skulpturale Holztreppe zu schaffen. Eines deiner ikonischsten Häuser ist das «Flip Flop»Haus in Venice Beach: Best of Year honoree House 2013 und in der «New York Times» gefeatured … Ja, es war eines dieser seltenen Projekte. Der Klient legte nur ganz wenige Elemente fest, die für ihn wichtig waren. Freitragende Balkone, eine Dusche mit Blick auf den Ozean und Ausstellungsflächen für seine Fotografie-Sammlung. Eine der Herausforderungen war der Wunsch des Kunden, ein Glashaus mit Blick zu haben, während er seine FotografieKollektion an den Wänden präsentierte. Meine Idee war ein schwenkbares Wandsystem, das den Namen des Projekts, Flip Flop, inspirierte. Diese deckenhohen Tafeln drehen sich und öffnen sich zum Blick auf den Ozean, während gleichzeitig eine grosse Wandfläche beibehalten wird. Trotz deines jungen Alters bist du seit vielen Jahren schon erfolgreich. Was ist dein persönlicher Schlüssel zum Erfolg? Es geht um Empathie und darum, die persönliche Beziehung zu den Kunden zu pflegen. Ich höre ihnen sehr genau zu, bevor ich in meinem Studio entwerfe. Manchmal kann das Endergebnis auch Elemente enthalten, die der Klient nicht artikuliert hat, aber weil ich ihn kennengelernt habe, kann ich instinktiv wissen, was seinen Lebensbedürfnissen zugutekommen würde. Ausserdem bin ich unerbittlich und entschlossen. Ich finde immer Wege, um ein Projekt oder eine grosse Idee zu realisieren. Ich bin nicht daran interessiert, Hypothetisches zu schaffen, ich will Träume bauen. Du hast auch eine tiefe Verbindung zu Musik, Kunst und Fotografie … Das stimmt. Als Kind wuchs ich mit der Musik der Beatles auf, die meine Eltern hörten, und spielte auch Klavier. Später begann ich Gitarre zu spielen, Songs zu schreiben und eine Band zu gründen. Musik ist bis heute meine kreative Steckdose. Auch von der Kunst war ich schon immer auf eine natürliche Weise angezogen. Ich fühlte mich der Pop Art und Roy Liechtenstein mit all den Farben sehr verbunden. Das hat mich viel über Farbtheorie und Komposition gelehrt.

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Das Gleiche gilt auch für die Fotografie, mit der ich mich gerade in der letzten Zeit sehr viel auseinandersetze. Ich finde es eine natürliche Art von Selbstausdruck. In welchem Haus lebt Dan Brunn? Ich wohne in einem Haus, das ich vor ein paar Jahren renoviert habe. Es ist von aussen ein traditionelles ameri­ kanisches Haus der fünfziger Jahre, aber innen habe ich einen offenen Grundriss gestaltet. Einer der coolsten Räume im Haus ist das Hauptwohnzimmer mit dem EsszimmerBereich. Ich habe den Dachboden entfernt und habe dadurch


‘Teewasser muss immer gekocht haben, auch bei grünem Tee.’

«Road to Awe»-Store, West Hollywood

eine Kathedrale-ähnliche Öffnung nach oben. Lineare Oberlichter erlauben dem Tageslicht, den Raum zu durchdringen und geometrische Formen an den Wänden zu bilden. Was darf man sich an deinen Wänden vorstellen …? Durch die Wand mit den Oberlichtern hat sich der Raum als Ausstellungsfläche verdoppelt, um Kunstwerke von einigen meiner Lieblingskünstler zu präsentieren. Bei mir hängen Werke von James Jean, Paul Davies, Matt Herget, ­C onnor Harrington, Rolland Berry, Kimberly Ayers, Willie T, Baron Von Fancy und Damien Hirst.

Mit einem Quooker im Haus hat man immer 100°C kochendes Wasser verfügbar. Der Quooker FLEX verfügt ausserdem über einen flexiblen Zugauslauf für warmes und kaltes Wasser. Er ist vielfach einsetzbar und äusserst sicher im Gebrauch. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns unter 043 4112030 oder besuchen Sie www.quooker.ch


CULINARIUM

JAPAN

PERU MEETS IN MÜNCHEN

Irgendwie passt es, dass sich Superstarkoch Nobu Matsuhisa für sein hochexklusives Restaurant «Matsuhisa» für den Standort im pompösen München entschieden hat. In der bayerischen Landeshauptstadt geniessen gut betuchte Gäste aus aller Welt japanisch-peruanische Fusionküche, die bereits von den Liebhabern der prominenten Restaurantkette «Nobu» geschätzt wird. Nike Schröder

Blick auf die offene Fusionküche

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enn es nach Nobu Matsuhisa geht, der München als «eine aufregende internationale Stadt voller Energie und pulsierenden Lebens» hält, könnte es fast keinen besseren Standort für sein erstes Luxuslabel geben. Nicht nur, dass das legendäre Luxus­hotel «Mandarin Oriental», das als einziges seiner Art in  Deutschland hier in München seinen Sitz hat, als Kulisse dient, nein, es wurde auch noch zehn Monate lang aufwendigst umgestaltet. Das Amsterdamer Designstudio FG Stijl, welches auch verantwortlich für die Umgestaltung des Esszimmers in der BMW-Welt zeichnete, hat mit edlen Hölzern und besonderen Lampen einen hoch­eleganten Rahmen geschaffen, der asiatischen

Einflüssen unterliegt, aber dennoch den minimalistischen japanischen Stil dominieren lässt. Keine Platte des Parkettbodens ähnelt der anderen, strahlende Onyxschalen, dominante Panoramafenster öffnen den Blick auf die Lobby, Perlmuttmosaike verschönern die Innenseiten der Lampenschirme, warme Bronzetöne lassen die Wände erstrahlen. Das  Auge wird nicht müde, alles zu erkunden. Zum Feng-Shui-Style gesellen sich Lebendigkeit und eine kommunikative offene Atmosphäre. Wolfgang Greiner, Hoteldirektor des «Mandarin Oriental München», ist über das Ergebnis be­geistert, obwohl er während der Umbauphase hinsichtlich der Kosten zeitweise schlucken musste.

«Selbst die feinsten Restaurants in Japan sind nicht steif und still, es muss laut und lebendig sein.» –Nobu Matsuhisa –

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CULINARIUM

Nobel, nobler, Nobu Seit 20. November 2015 können nun 95 Gäste die ausserordentlichen Ideen des Starkochs Nobuyuki Matsuhisa geniessen. Nachdem er mit nur 24 Jahren nach Peru gegangen war, eröffnete er in Lima sein erstes Restaurant. So erwuchs die einzigartige Verbindung südamerikanischer Küche mit japa­ nischer, ein noch nicht dagewesenes Wagnis,

welches grosse Begeisterung bei den Gourmets ­hervorrief und einen ultimativen Hype auf den Geschmack der High Society der ganzen Welt auslöste. Sieben luxuriöse Gourmet-Tempel hat der Spitzenkoch schon eröffnet, natürlich nur dort, wo das Geld zu Hause ist – in Beverly Hills, St. Moritz, Aspen, Dubai, London oder New York und nun auch in München. Daneben betreibt der clevere Inhaber neben seinem eleganten Hochklasse-­ Restaurant eine nicht ganz so exklusive Kette an «Nobu»-Lokalen, an denen die Hollywood­legende Robert De Niro beteiligt ist.

Ungewöhnliche Kochkreationen Wer könnte solch tollen Kreationen widerstehen, die der Küchenchef Loris di Santo (zuvor im «Nobu Mykonos») zaubert? Wir jedenfalls nicht und lassen uns «Nobu»-Klassiker wie Black Cod, mit Lachs gefüllte Nobu-Tacos oder Gelbflossen-­ Sashimi schmecken. Auch Fleischiges wird ge­ boten wie über Teeblättern gegrilltes Lamm oder ein Stück vom Wagyu-Rind, welches so zart zubereitet wurde, dass es im Munde schmilzt. Eine zentrale Rolle in der «Nobu»-Küche spielt die Yuzu, eine japanische Zitrusfrucht. Sie aromatisiert verschiedene Gerichte unterschiedlichster Art. Wolfsbarsch im Matsuhisa Style

Yuzu-Frucht Bei Spitzenköchen erfreut sich die asiatische Frucht wachsender Beliebtheit. Die Yuzu ist eine Zitrusfrucht, die aussieht wie eine Zitrone und etwa so gross werden kann wie eine Orange. In der gehobenen Küche kommt sie zum Einsatz, weil der Saft der Yuzu ein sehr intensives Aroma hat. Der Saft schmeckt wie eine Mischung aus Limette und Mandarine mit einer leicht bitteren Note. Nobu Matsuhisa verwendet Yuzu mit Salz und Pfeffer als Gewürz mit dem Namen «Yuzukosho» für Fleisch, Suppen oder Fischgerichte, aber auch für Süssspeisen.

Speisen im goldenen Separee

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SPOTON

CULINARIUM

1 I New Yorks sexiest Bar

«The Campbell» versteckt sich im grössten Bahnhof der Welt, der Grand Central Station. An Peaktagen frequentiert eine Million Menschen den Prachtbau im Beaux-Arts-Stil in Midtown Manhattan, der nach John W. Campbell, einem millionenschweren Tycoon im New York der zwanziger Jahre, benannt wurde. Nach Feierabend zelebrierte der Financier in dem opulent ausgestatteten «Büro»-Raum mit Klavier und Orgel legendäre Partys und Konzerte, zu denen auch schon mal Frank Sinatra auftauchte. Nach einem Pächterwechsel und aufwendiger Renovierung ist die Bar nun wieder offen: «The Campbell» heisst sie nun kurz – ohne Dresscode und weniger geheimnisvoll. Wer nachts den Eingang von der Vanderbilt Avenue nimmt, kann die Grandezza auf jeden Fall erahnen, mit der sich Campbells illustre Gäste zu seinen Partys bewegten.

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www.thecampbellnyc.com

2 I Russlands Spitzenkoch eröffnet Mine & Wine in Berlin In der Tat braucht es einen Russen, der den Italienern in Berlin zeigt, wie Italiens Bilderbuchteller auf dem Tisch landen. Alle Achtung, das Restaurant «Mine» belebt die gehobene Küche in Charlottenburg auf ganz besondere Weise. Das Interieur im Shabby-Chic mit Steinboden in Mosaik, weiss getauchten Backsteinen, vermeintlich alten, unrestaurierten Deckenplatten … und das Highlight: die komplett einsehbare Küche. Inhaber sind zwei Russen: Vater Aram Mnatsakanov, ein erfolgreicher TV-Koch, und sein Sohn Mikhail, der in Paris die Geheimnisse des Kochens erlernte: Kein Chichi, sondern Kompositionen, die die Produkte in den Vordergrund stellen: Ceviche aus roten Garnelen mit Ingwer-Eis, glasierte sizilianische Auberginen mit Burrata und süss-säuerlicher Tomatenmarmelade, Lammschulter mit gebratenem Blumenkohl und Rib-Eye-Steak mit toskanischen Kartoffeln sind überragende Signature-Gerichte.

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www.minerestaurant.de

3 I Schweizer Speisen aus dem Morgenland Im «Bebek» – benannt nach dem gleichnamigen Istanbuler Stadtteil – sollte man bei einem Zürich-Besuch auf jeden Fall einkehren. Der über 5,40 m hohe Raum mit seinen Betonwänden wurde von renommierten Designern gestaltet und bietet im ersten Stock Platz für eine Bar. Ein­ heimische Köche aus dem Libanon, der Türkei und Syrien servieren orientalische Spezialitäten, die allesamt frisch zubereitet werden. Egal, ob nur für den kleinen Hunger oder ein Menü – eine vielfältige Auswahl von «Mezes» (kleinen Gerichten) versprechen eine ehrliche Kostprobe des Orients. www.bebek.ch

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FINANCE

EINGEBILDET ODER GUT AUSGEBILDET?

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Die Kosten für den Besuch eines Elite-Internats sind immens, und dennoch sind auf der ganzen Welt Eltern bereit, dieses Investment auf sich zu nehmen. Und das nicht nur wegen guter Bildung, auf lange Sicht zahlt es sich wirklich aus.

er auf ein Elite-Internat geht, der hat später bessere Karten. Und das nicht nur, weil er grundsätzlich eine bessere Bildung geniesst. Er ist vor allem besser aufgestellt, weil der richtige Schulname auf seinem Zeugnis steht und noch mehr, weil er in jungen Jahren die richtigen oder wichtigen Menschen kennenlernt. Auf kaum einem anderen Wege erhält man einen so ungezwungenen Zugang in Familien, die eben ein bisschen mehr Einfluss haben als andere. In Zeiten, in denen jeder dritte Job über Bekannte, also das sogenannte Vitamin B, vergeben wird, ein nicht unwesentlicher Faktor. Reich und Reich gesellt sich eben gern und möchte auch die Kinderlein unter ihresgleichen wissen. Dafür zahlt man gerne und auch gerne viel. So liegen die durchschnittlichen Kosten für ein Jahr in Grossbritannien am «Eton College» oder dem «Westminster House» um die 40’000 bis 50’000 Euro. In Deutschland zahlt man im «Schloss Salem» knapp 40’000, und in der Schweiz werden an den Internaten sogar in manchem Fall mehr als 100’000 Euro fällig. Nebenkosten natürlich exklusive.

Die Elite der Schweiz Einen weltweit besonders guten Ruf geniesst das Elite-Internat «Le Rosey» am Genfersee. 420 Schüler maximal, zwei Drittel aller Bewerber werden abgelehnt, und pro Jahr müssen mehr als 100’000 Euro berappt werden, damit das Kind gut aufgehoben ist. Dafür gibt’s Schulkollegen aus den internationalen Königshäusern und Tischnachbarn, deren Eltern ganz klar zu den Super­ reichen der Welt gezählt werden dürfen. Dafür garantiert «Le Rosey» seiner Kundschaft absolute Diskretion. Bis heute gibt es wenig Informationen über den Alltag an der Schule und noch weniger Einblicke in Form von Fotos oder Videos. Über ehemalige Schüler schweigt man sich zudem natürlich aus. Doch Namen wie Dodi al-Fayed, Fürst Rainier von Monaco, Rothschild,

Wilma Fasola

Aga Khan und Rockefeller hängen in der Luft. Und dass die Kinder von John Lennon, Elizabeth Taylor und Roger Moore auf der Schule waren, ist belegt. Doch das Haus am Genfersee ist nur eine von vielen, weltweit sehr beliebten Elite-Einrichtungen in der Schweiz. Ebenfalls von Eltern in der ganzen Welt geschätzt sind das «Institut Montana Zugerberg» am Zugersee und das «Hochalpine Institut Ftan», das sich vor allem auf die sportliche Förderung konzentriert. Wie in «Le Rosey» ist auch hier der Ausländeranteil hoch. In manchen Jahren lernen Kinder aus mehr als 60 verschiedenen ­ ­Nationen zusammen. In der Regel findet der Unterricht daher zweisprachig statt, wobei Englisch stets gesetzt ist. Letzteres sicher auch mit Blick darauf, die internationale elitäre Gesellschaft zu bedienen. Gefragt nach seinen Schülern will zwar kein Direktor einer dieser Schulen das Wort «Elite» hören, aber es trifft es auf den Punkt. Man beherbergt die Kinder der herrschenden, sehr einflussreichen Menschen. Die Kinder, die später etwas zu sagen haben. Sei es in der Wirtschaft, in der Politik oder einfach in der Welt. Der Schule fällt dabei die Aufgabe zu, die Heranwachsenden auf ein Leben vorzubereiten, das eben kein Ponyhof ist – mit Blick auf alle Disziplinen und vor allem mit strenger Disziplin.

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FINANCE

Die Elite unter Kontrolle Elite-Internate haben nämlich wenig mit dem spassigen Leben in den «Hanni & Nanni»-Büchern zu tun. Alles wird geahndet, nahezu jeder Schritt wird kontrolliert. Der Hauch einer Verfehlung sorgt für den Rauswurf. Alkohol und vor allem Drogen sind an den meisten Schulen tabu, Gleiches gilt für Romanzen. Man fokussiert sich auf die Ausbildung. Ablenkung ist unerwünscht. An mancher Einrichtung werden sogar Handys über Nacht weggeschlossen oder die Internetnutzung auf wenige Stunden begrenzt. Natürlich gelten nicht an allen Schulen die gleichen Regeln, aber im Grundsatz leben die Schüler in einem strengen Rahmen ohne viel Gestaltungsspielraum. Oder um es mit den Worten von Philippe Gudin, dem Inhaber des «Le Rosey», zu sagen: «Junge Menschen können nicht beurteilen, was gut oder schlecht für sie ist: Ihre Freiheiten müssen darum nicht gross sein.» Harte Worte – aber sicher im Sinne der Eltern, die ihre Kinder an diese Schule schicken. Denn sie wählen die jeweilige Einrichtung sehr genau und immer auch mit Blick darauf, dass sich der teure Spass am Ende auszahlt. Denn Kinder der Oberklasse wachsen meistens recht behütet, gut versorgt und

ohne grosse Ängste auf. Keiner muss in der Regel für ein Zusatztaschengeld arbeiten. Und doch sollen sie im späteren Alter in hohen Wirtschafts­ positionen Rückgrat beweisen, mit Krisen umgehen können oder einfach mit Weitsicht Unternehmen und Organisationen leiten. Zudem sollen sie sich in der Welt der Superreichen sicher und gekonnt, am besten galant bewegen können. Die Aufgabe der Elite-Schulen ist somit – wie schon angesprochen – eben nicht nur eine umfassende, sehr gute Bildung. Sie müssen die jungen Menschen auf ihre späteren Rollen vorbereiten. Und das bedeutet ferner, sie eben auch aus der «heilen Welt» herauszuholen und zu fordern. In «Schloss Salem», Deutschlands bekanntester Elite-­Schule, wird dies ziemlich eindrücklich und offensichtlich getan. Statt im Luxus-Einzelzimmer wird hier in Vier-BettRäumen geschlafen. Die Kleiderschränke stehen auf dem Flur, und man wäscht sich in der Etagendusche. Kostenpunkt dafür: je nach Klassenstufen zwischen 36’000 bis 38’640 Euro pro Jahr.

Die Elite kassiert ab Die Investition in ein Elite-Internat ist daher ein Investment in eine gute Zukunft, und die Eltern erwarten ab einem gewissen Punkt sicher einen Return on Investment. Und die Chancen stehen in der Regel gut. Denn nachweisbar führt der Weg nach dem elitären Schulabschluss meistens direkt an die besten Universitäten der Welt. Denn auch hier wissen die Verantwortlichen gut ausgebildete, vor allem aber disziplinierte Anwärter zu schätzen, sodass der mit dem «Eton College»-Wappen eben bessere Chancen auf einen Studienplatz hat. Nach der Uni machen die ehemaligen Internatsschüler meist Karriere. Und das nicht selten unterstützt durch gute Kontakte. Die werden nämlich nicht nur während der Schul- und Studienzeit gepflegt, an denen arbeitet man das gesamte Leben. Eigentlich jede Schule hat ihre eigene Alumni-Vereinigung, die neben regelmässigen Treffen auch für konstanten Informationsaustausch sorgt. Dazu halten die ehemaligen Schüler engen Kontakt, schliesslich ging man nicht nur zusammen zur Schule, man verbrachte die gesamte Woche miteinander. Kennt sich daher mehr als nur gut. Daher ist man auch gerne bereit, wenn man mal einen lukrativen Job zu vergeben hat, an einen alten Freund oder dessen Familie zu denken. Oder aber man arbeitet zusammen und bringt so die eigenen, geerbten Unternehmen noch weiter an die Spitze der elitären Wirtschaftsmächte. Und dann lehnen sich die Eltern zurück, nicken sich zu und wissen, dass sie alles richtig gemacht haben. Koste es, was es wolle.

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FINANCE

Business AS USUAL

Es geht n ichts über ei nen sti lvol len u nd überzeugenden Au ftritt i n der Geschä ftswelt. Den n n icht nu r K leider machen Leute – Accessoires tu n es auch. BY

TUDOR

Die «Heritage Black Bay» ist jetzt auch in Gelbgold und Edelstahl erhältlich. Mit Manufakturwerk Kaliber MT5612 führt das Modell zudem die Datumsfunktion in die Black-Bay-Linie ein, Durchmesser 41 mm.

CHRONOSWISS

«Sirius Regulator Classic Date»: 41 mm Durchmesser mit Datumsfenster und Lupe. Optimale Ablesbarkeit im Dunkeln: Zifferblatt und Zeiger sind Highlights und Inlays mit «Super-LumiNova» ausgestattet.

CARAN D’ACHE

Die Maison Caran d’Ache präsentiert den «849»-Füll­ federhalter als jüngsten Zuwachs der unentbehr­ lichen und spritzigen «849»-Familie. 100 % «Swiss made»-Qualität und unverzichtbarer Komplize des Alltags.

PATEK PHILIPPE

Neue «Calatrava» mit Zeiger­ datum und einer kleinen Sekunde. Umrahmt wir das Zeitfenster von der breiten, glatt polierten Lünette eines klassischen «Calatrava»-Gehäuses aus 18 Karat Weissgold, Durchmesser 39 mm.

TOM FORD

PARMIGIANI

Eleganz pur: die «Tonda Métrographe» mit oxydschwarzem Zifferblatt. Im Innern tickt das hauseigene Automatikkaliber PF315; die Uhr hat einen Durchmesser von 40 mm und verfügt über 42 Stunden Gangreserve.

Geräumige Trapez-Aktentasche aus Kalbsleder mit doppelten Griffen, Laptop-Holder in der Innenseite und Innentasche mit Reissverschluss und Unterschrift von Tom Ford. Masse: 51.5 x 33 x 15 cm.

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