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Geschäftsführer Basel 04/2020

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WINTER 2020 / 21

KOLUMNEN DR. GABRIEL BARELL CHRISTOPH BUSER MARTIN DÄTWYLER MIRIAM HERSCHE HANSPETER KÄMPF FRANK LINHART MARC LÖWENTHAL THOMAS RUEPP CHRISTOPH STEINER

ZAHNKLINIK RENNBAHN

IHR ZAHNARZT FÜR MODERNE ZAHNMEDIZIN

ERNE AG BAUUNTERNEHMUNG ENERGIEEFFIZIENZ UND WIRTSCHAFT IM EINKLANG

BELLWALD-TEC GMBH

WELTNEUHEIT: DIGITAL-MESSSTRUMPF

SCHNYDER GROUP HOLDING AG EIN DACH – ZWEI KOMPETENZEN

UWP SAMMELSTIFTUNG

PENSIONSKASSE: EHRLICHE & NACHHALTIGE FINANZIERUNG

ADRIAN KNUP

«VIEL IN DIE NACHWUCHSARBEIT INVESTIERT»

BARBARA GUTZWILLER «ICH HATTE EINE TOLLE ZEIT»

ANTONIO STEFANELLI ANTONIO STEFANELLI ARCHITEKTUR UND PLANUNG GMBH


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LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER Bereits in der letzten «Geschäftsführer»-Ausgabe haben wir an dieser Stelle moniert, dass während der Corona-Pandemie Politik und Wirtschaft der Bevölkerung nicht Eigen- sowie gleichzeitig Umfeldschutz-taugliche FFP2-Nasen-Mund-Schutzmasken zur Verfügung stellen, welche auch zu bezahlen sind. Zur Erinnerung: Der Preis von FFP2-Masken von bis zu rund vier Franken pro Stück ist nahezu prohibitiv. So ist nach wie vor unverständlich, warum man lediglich einfache Nasen-Mund-Bedeckungen aus Papier, Vlies oder Stoff tragen soll, um den Austritt von Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen zu verhindern oder zu reduzieren, ohne jedoch zum Beispiel selbst eine Ansteckung durch Aerosole abwehren zu können. Nun möchten wir das Thema «Nasen-Mund-Schutzmasken allgemein» um einen weiteren Aspekt erweitern, nämlich: Inwieweit lässt sich in Zeiten zunehmender Videoüberwachung in sämtlichen Lebensbereichen Gesichtserkennungs-Software durch das Tragen von Schutzmasken ins Leere laufen? Nach einer Studie des amerikanischen «National Institute of Standards and Technology» sind die Chancen dazu gar nicht mal so schlecht. Demnach kann die Fehlerrate von Gesichtserkennungs-Software bei Trägern von Nasen-Mund-Masken zwischen fünf und 50 Prozent betragen. Zudem sollen viele Gesichtserkennungsprogramme Schwierigkeiten haben, die Gesichter von Menschen mit farbiger Hautfarbe zu erkennen. Dabei läge die Fehler-Rate um fünf bis zehn Prozent höher als bei Menschen mit weisser Hautfarbe. So wurden bei einem Test 28 Mitglieder des US-Kongresses, mehrheitlich afro-amerikanischer Herkunft, fälschlicherweise als gesuchte Straftäter identifiziert.

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Deshalb haben gerade in den USA mittlerweile einige Grossstädte die flächendeckende Überwachung mit integrierter Gesichtserkennung wegen hoher Fehleranfälligkeit zwischenzeitlich auf Eis gelegt. Anders allerdings die Entwicklung in China: Dort gibt es mittlerweile 600 Millionen auf öffentlichem Grund installierte Überwachungskameras. Mittlerweile wurde teilweise damit begonnen, in ganzen Städten ein sogenanntes Sozialkredit-System einzuführen: In Verbindung mit den Kameras kontrolliert eine flächen­ deckende Gesichtserkennung das Verhalten der Bürger und es werden Bonus- und Maluspunkte verteilt. Wer dabei beobachtet wird, bei Rot über die Strasse zu gehen, in der Öffentlichkeit unsachgemäss in der Nase bohrt oder einen nicht der Partei-Doktrin entsprechenden Haarschnitt spazieren führt, wird mit Punkteabzügen bestraft und verliert Privilegien wie Reisen, Job, Ausbildungsplatz, das Recht auf eine neue Wohnung oder ein neues Auto. Wer hingegen öffentlich einem uigurischen Mitbürger eine Ohrfeige verpasst oder die UNO-Menschenrechts-Konvention verbrennt, erhält Bonuspunkte und kann damit neue Privilegien erwerben.

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In diesem Sinn: willkommen in der Gegenwart! Der Vollständigkeit halber sei aber dennoch erwähnt, dass Sie sich den «Geschäftsführer» nach wie vor ohne Nasen-Mund-Schutzmaske zu Gemüte führen können.

Ihr Niggi Freundlieb Chefredaktor

Ihr Thomas Lindenmaier Projektleiter

Möbel Roth 4153 Reinach 061 711 86 16 info@moebel-roth.ch


4 INHALT

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8 AKTUELL

82 GLENCAIRN SCENTS & SENSES AG Immer der Nase nach

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ANTONIO STEFANELLI ARCHITEKTUR UND PLANUNG GMBH 8 «Ich vergesse meine Herkunft nie!»

«HOMMAGE 2021» 38 50 Jahre Stimm- und Wahlrecht für Frauen

UWP SAMMELSTIFTUNG Pensionskasse: ehrliche & nachhaltige Finanzierung

RIEDEL METALLBAU UND SCHLOSSEREI AG Qualität und Flexibilität zählen

12

OBERJOCH FAMILUX RESORT Durchatmen mit der Familie

62

HANDELSKAMMER BEIDER BASEL be-digital – Die Plattform für digitale Kompetenz

64

42 BUCHTIPP 68 Grenzfälle – Basel 1933 – 1945

ERNE AG BAUUNTERNEHMUNG 14 Partner für kleine und grosse Bauprojekte

DEGUSSA GOLDHANDEL AG 46 Ihr kompetenter Partner beim Thema Gold

DR. IUR. BERNHARD MADÖRIN «Die Kreativität ist in mir»

72

KLEINBASLER ZEITUNG Eine etwas «andere» Zeitung …

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BELLWALD-TEC GMBH Weltneuheit: Digital-Messstrumpf

50

DESINFEKTION DURCH LICHT Licht reinigt den Raum

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ADELBRECHT JEANS- FREIZEIT-BERUFSKLEIDUNG E.K. Mode von Kopf bis Fuss – «… wir ziehen SIE an …»

18

ANDREAS KOPP AG Eine Dose für alle Fälle

52

UBS SWITZERLAND AG Die passenden Lösungen finden

20

STIFTUNG BLUTSPENDEZENTRUM 54 SRK BEIDER BASEL Blutspenden macht glücklich

WIR BANK GENOSSENSCHAFT 26 Beteiligung an Schweizer Zukunftsprojekt

SWITZERLAND INNOVATION PARK 56 BASEL AREA Novartis Campus öffnet sich

BARBARA GUTZWILLER «Ich hatte eine tolle Zeit»

WYLAADE KLG 58 Der Weinladen für Nicht-Etikettentrinker

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30

BAUEN & WOHNEN VISION KLYBECKPLUS Ein Mehrwert für Basel

78

APS DESIGN – ANDRÉ SCHNEIDER Seit 20 Jahren im Dienste der Innenarchitektur

82

FRED SENN AG Holzfeuerungsanlagen als echte Alternative

84

WEITER AUF DER NÄCHSTEN SEITE    >


NEUER FORD KUGA

MIT FÜNF VERSCHIEDENEN ANTRIEBSTECHNOLOGIEN


6 INHALT

92 112

134

106 BEST ARCHITECTS 21 AWARD Innovative Architektur mit Kreativität und Mut WOHNWERK2 ARCHITEKTUR & DESIGN GMBH Einfach  glücklich & stilvoll wohnen … HEV SCHWEIZ Bei uns dreht sich alles um Ihr Wohneigentum

86

MASERATI 3500 GT Der Rennsportler im Smoking

128

SCHWEIZER LUNCH-CHECK 114 Mitarbeiterverpflegung im Home Office

ASTON MARTIN Mit der Seele eines Sportwagens

132

GARAGE HOLLENSTEIN AG Täglich im Einsatz mit viel Erfahrung & Herzblut

134

92 GETRÄNKE AM ARBEITSPLATZ Nicht auf dem Trockenen sitzen

116

FRANKE KAFFEEMASCHINEN AG Kleines Format – Grosser Genuss

118

94

KULINARIK FOOD TRENDS Kulinarische Verwöhnung

SV GROUP 112 Langweiliges Mittagessen war gestern

BEAUTY & GESUNDHEIT 96

ZAHNKLINIK RENNBAHN 120 Ihr Zahnarzt für Moderne Zahnmedizin

DIE KETOGENE DIÄT No Carb statt Low Carb

100

PURE URBAN RETREAT 122 Pure Urban Retreat Hair, Spa, Beauty

BUSINESS-DINNER Erfolgreich Geschäfte abschliessen

106

HOME-TRAINING Erste Liga

SPECIAL Verpflegung am Arbeitsplatz

108

VERPFLEGUNG AM ARBEITSPLATZ 110 (Gesunde) Ernährung am Arbeitsplatz

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124

AUTO & MOTO PORSCHE ZENTRUM BASEL 126 «Der Taycan versprüht Emotionen pur.»

SPORT & FREIZEIT ADRIAN KNUP Viel für den Nachwuchs geleistet

136

KOLUMNEN HANSPETER KÄMPF MARC LÖWENTHAL MIRIAM HERSCHE CHRISTOPH STEINER MARTIN DÄTWYLER LIC. PHIL. FRANK LINHART CHRISTOPH BUSER DR. GABRIEL BARELL THOMAS RUEPP

24 34 48 60 70 76 98 104 121


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8 AKTUELL

Der Bau einer Villa in Reigoldswil ist sowohl intim, als auch lichtdurchflutet zugleich.

ANTONIO STEFANELLI ARCHITEKTUR UND PLANUNG GMBH

«ICH VERGESSE MEINE HERKUNFT NIE!» AUS EINFACHSTEN VERHÄLTNISSEN STAMMEND HAT ANTONIO STEFANELLI SEIN UNTERNEHMEN ZUM ERFOLG GEFÜHRT. MIT SEINER ANTONIO STEFANELLI ARCHITEKTUR UND PLANUNG GMBH IN PRATTELN HAT ER IN DEN LETZTEN 30 JAHREN RUND 200 BAUPROJEKTE IN DER REGION REALISIERT UND DABEI BEMERKENSWERTE AKZENTE MIT ZEITLOSER ARCHITEKTUR GESETZT. INTERVIEW MIT ANTONIO STEFANELLI VON NIGGI FREUNDLIEB

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ANTONIO STEFANELLI ÜBER … … seine Architektur und was er mit ihr bewirken will … «Mein Ziel ist, in meinen Bauten Raum für die Bewohner zu schaffen, damit sie sich wohlfühlen. Raum entsteht nicht einfach nur durch viel Platz oder eine geschickte Raumaufteilung, sondern ist das Resultat des Zusammenspiels von Materialien, Formen und Licht. Wohnen ist eines der wichtigsten Grundbedürfnisse der Menschen, und ich versuche, mit meinen Bauten einen Lebensraum zu schaffen, welcher den Bedürfnissen und dem Charakter der Bewohner entspricht.» … seine Strategien herauszufinden, was seine Kunden wünschen  … «Ich nehme mir viel Zeit mit den Kunden. Vor allem gilt es in den Gesprächen, einen Prozess in Gang zu bringen, in dem sich die Kunden öffnen und ihre persönlichen Bedürfnisse entdecken. Meine Aufgabe dabei ist es, nicht einfach fixfertige Lösungen aufzuzeigen, sondern die Wünsche herauszufiltern. Durch den intensiven Dialog entstehen Lösungsansätze, welche die Basis für das bilden, was die Bauherren wollen und was realisierbar ist. Ich muss ihnen Grundlagen an die Hand geben, Vertrauen schaffen und ihnen zeigen, dass es mir nicht darum geht, einen schnellen Abschluss zu tätigen, sondern eine Beziehung aufzubauen. Es sind die menschlichen Beziehungen, die meine Arbeit so vielseitig machen und bereichern.» … die Kosten guter Architektur … «Teure Lösungen anzubieten, ist nicht schwer. Die Kunst ist, innerhalb der finanziellen Möglichkeiten der Kunden qualitative hochstehende Lösungen zu finden. Dies ist der zentrale Teil meiner Philosophie. Deshalb muss von Anfang an ein klarer Budgetrahmen bestehen, der  – und darauf lege ich Wert – verbindlich ist.» … die Vorteile, den Kunden Projektmanagement, Wirtschaftsberechnungen, Investorensuche und Fachplanungen aus einer Hand anzubieten … «Die Kunden haben während allen Phasen des Projekts einen einzigen Ansprechpartner. Wir kümmern uns um alles. Das gewährleistet eine schnelle, einfache Kommunikation und gibt uns die Möglichkeit, das Projekt in sämtlichen Bereichen aus nächster Nähe zu begleiten, was sich in Bezug auf Qualität, Kosten und Termine positiv auswirkt.»

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AKTUELL 9

n seinen Bauprojekten verbindet Antonio Stefanelli Funktionalität mit Design und schafft Lebensqualität durch zeitlose Formen, hochwertige sowie nachhaltige Materialien. Die Antonio Stefanelli Architektur und Planung GmbH bietet Bauherrschaften vom Projektmanagement über Wirtschaftsberechnungen, Investorensuche bis zu Fachplanungen ein umfassendes Leistungsspektrum aus einer Hand.

Neben aussergewöhnlichen architektonischen Leistungen – ob Einund Mehrfamilienhäuser oder Überbauungen – gab Antonio Stefanelli seine Visitenkarte zum Thema «verdichtetes Bauen» zum Beispiel mit der Überbauung «Sodacker» in Pratteln ab, wo 21 Einfamilienhäuser auf 6 000 m 2 untergebracht wurden. Dann machte er in jüngster Vergangenheit im Bereich «Nachhaltigkeit» auch überregional auf sich aufmerksam, als er als Planer des Mehrfamilienhauses «Viva» in Liestal und für die architektonische Gestaltung des zu diesem Gebäude gehörenden und mit Photovoltaik-Modulen ausgestatteten Velounterstandes den Schweizer Solarpreis 2019 in der Kategorie Energieanlagen gewann. Aktuell sind die Planungen der Antonio Stefanelli Architektur und Planung GmbH für das Projekt «Vista-Tre» in Pratteln weit fortgeschritten. Dort sollen in unmittelbarer Nähe der Kernzone vier einzigartige Mehrfamilienhäuser mit je drei hochwertigen Eigentumswohnungen (2.5 bis 4.5 Zimmer) entstehen. In Planung ist zudem das Projekt «Arte Due», ein neuer Showroom am Firmensitz in Pratteln, der den Kunden die Ideen der Antonio Stefanelli Architektur und Planung GmbH aus dem Bereich «Innenarchitektur» näherbringen soll. Die Antonio Stefanelli Architektur und Planung GmbH ist ein klassisches Familienunternehmen, in dem auch Ehefrau Venera, Tochter Natascha, Zeichnerin in Fachrichtung Architektur und Studentin im Fachbereich Innenarchitektur an der Hochschule Luzern sowie Sohn Gabriele als Buchhalter und Administrator mitarbeiten. Insgesamt beschäftigt das Pratteler Unternehmen, das auch Ausbildungsbetrieb ist, sieben Mitarbeitende und drei externe Mitarbeiter. Im Interview mit dem «Geschäftsführer» spricht Antonio Stefanelli über sein Leben – vom Einwandererkind bis zum erfolgreichen Architekturunternehmer, aber auch über seine Karriere als Fussballer. >

Neubau einer wunderschönen Villa in Magden.

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10 AKTUELL

Antonio Stefanelli und sein Team haben in den letzten 30 Jahren rund 200 Bauprojekte in der Region realisiert.

ANTONIO STEFANELLI Alter: 56 Zivilstand: verheiratet, drei Kinder Erlernter Beruf: Hochbauzeichner Heutige Position: Architekt; Inhaber Antonio Stefanelli Architektur und Planung GmbH Hobbies: Golf; Fussball

«Geschäftsführer»: Trifft der Begriff «Tellerwäscherkarriere» auch auf Sie zu? Antonio Stefanelli: Tellerwäscher war ich zwar nie, aber ich habe sehr, sehr klein angefangen. Mein Vater kam als italienischer Gastarbeiter – mit einem Koffer in der Hand – Anfang der 1960er-Jahre in die Schweiz und arbeitete als Schweisser bei der Firma Stöckli in Münchenstein. Meine Mutter folgte ein Jahr später und war ebenfalls in einer Firma in Münchenstein als Schweisserin tätig. Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Kindheit? Weil das Geld knapp war, haben meine Eltern nach ihrer regulären Arbeit abends noch zahlreiche Putz-Jobs erledigt. Ich empfand dies aber nicht als belastend, denn der Zusammenhalt in der Familie war gross. Vor allem aber lernte ich von meinen Eltern, dass man fleissig sein und die Augen offen halten muss, um neue Chancen zu ergreifen und um sich weiterzuentwickeln. So begann mein Vater, einen Früchte- und Gemüsehandel aufzuziehen und belieferte mit einem kleinen Lastwagen vor allem die zahlreichen Landsleute, die damals in Münchenstein wohnten. Später mietete er eine Garage und verkaufte davor die Waren direkt an die Kundschaft. Das Geschäft lief gut an, und meine Eltern eröffneten dann in Basel an der Güterstrasse ein Geschäft für Früchte und Gemüse. 1972 zügelten meine Eltern das Geschäft nach Muttenz und erweiterten ein Jahr später das Sortiment mit italienischen Spezialitäten. 1982 kehrten meine Eltern nach Italien zurück und mein Bruder Giuseppe übernahm zusammen mit seiner Frau das Geschäft, das seit

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1999 an der Hauptstrasse in Muttenz beheimatet ist. Ich erinnere mich gut daran, dass ich bereits als Zehnjähriger meinen Eltern im Laden half und Früchte sowie Gemüse verkaufte. Die Kunden waren zu Beginn ein bisschen skeptisch, aber sie stellten schnell fest, dass ich gut mit Zahlen umgehen konnte. Dies war sicher eine gute Erfahrung und bildete eine gute Grundlage für meine spätere Karriere als Geschäftsmann. Weil meine Eltern viel arbeiteten, war ich oft allein, und auch als sie wieder nach Italien zurückkehrten, war ich bereits als Teenager sehr selbstständig, bezog mit 18 meine eigene Wohnung und lernte früh, auf mich allein gestellt zu sein und Eigenverantwortung zu übernehmen. Eine wichtige Rolle in meiner Jugend spielte auch meine grosse Leidenschaft, der Fussball. Wieso war der Fussball so wichtig? Der Sport trug viel zu meiner Charakterbildung bei und ich lernte dabei auch viele Leute kennen, wodurch ein grosses Netzwerk entstand, auf das ich später als Unternehmer zurückgreifen konnte. Mit sechs Jahren begann ich bei den Junioren des FC Münchenstein. Bereits mit 16 Jahren spielte ich dann – unter Trainer Seppi Kiefer – in der ersten Mannschaft von Allschwil. Meine nächste Station war der FC Nordstern, der damals von Karli Odermatt trainiert wurde. Von ihm habe ich viel gelernt und konnte dadurch mein Spiel perfektionieren. Mit einem Vertrag für die Nationalliga B in der Tasche verpasste ich aber einen nächsten Karriere­ s chritt, denn Nordstern musste leider in die erste Liga absteigen. Mit 21 Jahren zeigte dann der FC Aarau aus der Nationalliga A, der damals von Ottmar Hitzfeld trainiert wurde, Interesse an mir und lud mich zu Probetrainings ein. Weil der Spieler, den ich ersetzen sollte, aber schlussendlich doch bei Aarau blieb, zerschlug sich das Engagement, was für mich natürlich eine enttäuschende Erfahrung war. Als Spielmacher mit der Nummer 10 setzte ich meine Karriere in der ersten Liga unter anderem in Laufen und Breitenbach fort. Später wurde ich auch Spielertrainer und in Pratteln – wo übrigens heute mein Sohn Gabriele in der ersten Mannschaft erfolgreich spielt – war ich als Kinder- sowie Jugendfussballtrainer tätig.


AKTUELL 11

VISTA-TRE in Pratteln

Wie sind Sie Architekt geworden? Ich habe in Muttenz bei Theo Meyer eine Lehre als Hochbauzeichner absolviert und dann in diesem Beruf in verschiedenen Architekturbüros in der Region gearbeitet. Mit 25 wurde ich selbstständig. Mein erstes Haus habe ich für einen damaligen Fussball-Mannschaftskollegen entworfen. Zuerst gab es immer wieder mal schwierige Zeiten, denn ich evaluierte selbst mögliche Baugrundstücke und entwickelte auf eigenes Risiko eigene Projekte, welche ich dann potenziellen Interessenten anbot, was allerdings nicht immer auf Anhieb funktionierte. Man darf nicht vergessen, dass ich damals meine junge Familie ernähren musste, und so kam es auch schon mal vor, dass die Einnahmen fehlten, und ich nicht einmal mehr genug Geld hatte, mein Auto zu betanken. Ich war aber immer optimistisch und überzeugt, solche Krisen überwinden zu können. In der Folge entwickelte sich die Auftragslage – auch nicht zuletzt dank meines Netzwerkes durch den Fussball – immer besser. Ein wichtiger Punkt in meiner Karriere als Architekt kam dann, als ich das Haus in Pratteln entdeckte, in dem heute meine Firma beheimatet ist. Meine Umbaupläne zeigten nicht nur meine spezielle Handschrift als Architekt, sondern beeindruckten auch den damaligen Besitzer, Willi Schneider vom gleichnamigen Sanitärgeschäft in Pratteln. Er ermöglichte mir durch grosszügige und kulante Konditionen den Erwerb des Hauses, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Ab dann nahm die Erfolgsgeschichte der Antonio Stefanelli Archi­ tektur und Planung GmbH richtig Fahrt auf? Der Firmensitz in Pratteln bildete einen Meilenstein in meiner Karriere und wurde so etwas wie ein Referenzmodell für meine Ideen, und die Kunden können sich vor Ort direkt einen Eindruck verschaffen, wie meine Philosophie aussieht. Heute gibt es in der Region rund 200 Projekte, welche meine architektonische Handschrift tragen. Dabei darf ich eine hohe Kundenzufriedenheit feststellen und bin stolz auf meinen guten Ruf als innovativer Architekt sowie kompetenter Architektur- und Planungs-Dienstleister. Ein einziges Mal habe ich allerdings erlebt, wie mit einer Schlammschlacht versucht wurde, meinem Ruf zu schädigen. Die Besitzer eines von mir erstellten Hauses bauten  – entgegen meines aus-

drücklichen Rates – nachträglich eine Sauna ein, was zu grosser Feuchtigkeit mit anschliessender Schimmelpilzentwicklung führte. Die Hausbesitzer gaben mir dafür die Schuld und instrumentalisierten einen Journalisten, der in einer grossen Zeitung eine regelrechte Schmutzkampagne mit wahrheitswidrigen Fakten gegen mich lancierte. Dies führte natürlich zu Verunsicherung bei meinen Kunden. Es kostete mich viel Zeit und Nerven, die ungerechtfertigten Anschuldigungen zu entkräften. Die Antonio Stefanelli Architektur und Planung GmbH ist ein Familien­ betrieb – haben Sie sich schon Gedanken in puncto Nachfolgeregelung gemacht und gibt es Pläne, Ihr Unternehmen weiterzuentwickeln? (lacht) Noch ist es ja nicht ganz so weit, aber natürlich mache ich mir jetzt schon Gedanken darüber, denn ich möchte natürlich, dass das in den letzten Jahrzehnten Aufgebaute weitergeführt wird. Mein jüngster Sohn Enrique ist 15 und geht noch zur Schule, da lässt sich noch nicht richtig abschätzen, welche berufliche Richtung er einschlagen wird. Mein älterer Sohn Gabriele und meine Tochter Natascha könnten allerdings durchaus in der Lage sein, das Unternehmen in ein paar Jahren zu übernehmen. Gabriele arbeitet als Buchhalter sowie Administrator und Natascha, welche Innenarchitektur studiert, als Zeichnerin in der Firma. In Bezug auf eine Weiterentwicklung der Antonio Stefanelli Architektur und Planung GmbH steht das Projekt «Arte Due» – der Aufbau eines Showrooms bei uns in Pratteln, der unsere innovativen Ideen aus dem Bereich Innenarchitektur vorstellt – auf meiner Agenda. ■

ANTONIO STEFANELLI ARCHITEKTUR UND PLANUNG GMBH Schauenburgerstrasse 6 CH-4133 Pratteln Telefon +41 (0) 61 823 13 13 stefanelli@stefanelli.ch WWW.STEFANELLI.CH

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12 AKTUELL

Clever vorsorgen

UWP SAMMELSTIFTUNG

PENSIONSKASSE: EHRLICHE & NACHHALTIGE FINANZIERUNG SEIT JAHREN GEHT DIE UWP SAMMELSTIFTUNG IN DER WELT DER SCHWEIZERISCHEN SAMMELSTIFTUNGEN IHREN EIGENEN, ERFOLGREICHEN WEG. DAZU GEHÖRT EINE FINANZIERUNG, WELCHE DIE RISIKO- UND KOSTENBEITRÄGE SO ANSETZT, DASS DIE RISIKO- UND BETRIEBSKOSTEN DER STIFTUNG VOLLSTÄNDIG GETRAGEN WERDEN KÖNNEN.

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ie UWP Sammelstiftung steht für unternehmerische und nachhaltige Vorsorgelösungen. Deshalb ist es wichtig, dass die Risiko- und Kostenbeiträge die Risiko- und Betriebskosten decken. Wie stellt die UWP Sammelstiftung sicher, dass diese Vorgabe in einem stark umworbenen Vorsorgemarkt heute und in Zukunft eingehalten wird? Ganz einfach: Die Geschäftsstelle stellt dem obersten Organ, dem Stiftungsrat, jährlich ein Kostenbudget vor. Das Ziel ist glasklar. Die Risiko- und Kostenbeiträge reichen im Folgejahr aus, um die zu erwartenden Kosten zu decken. Für den Fall einer ungenügenden Finanzierung, also das Ausweisen eines Defizits, würde eine Überprüfung der Risikobeitragssätze vorgenommen. Trotz oder gerade wegen dieser Einstellung ist die UWP Sammelstiftung in den letzten Jahren stetig gewachsen. In Zeiten der Digitalisierung und der freien Wahl des Pensionskassenanbieters nehmen Risiko- und Kostenbeiträge einen hohen Stellenwert ein. Umso zentraler ist das Preisschild. Wird der Betrag zu tief ausgewiesen, erscheint er auf den ersten Blick attraktiver. Den wirklichen Preis zahlen die Versicherten unter anderem aber mit einer tieferen Verzinsung der angesparten Altersguthaben. Eine alte Volksweisheit in den USA gilt in der heutigen Zeit mehr denn je: «There ain‘t no such thing as a free lunch.» Es gibt nichts gratis. Irgendjemand bezahlt immer den Preis. Die Frage ist nur, wer? Die UWP Sammelstiftung hat sich dazu entschieden, die Finanzierung so ehrlich und transparent wie möglich zu gestalten. Eine Quersubventionierung der Risiko- und Kostenbeiträge zulasten der Betriebsrechnung ist nicht erwünscht. Die UWP Sammelstiftung ist seit mehreren Jahren Mitglied bei «inter-­ pension». Auf der Website www.inter-pension.ch/mitglieder sind die Fact-Sheets der Mitglieder öffentlich zugänglich. Darauf werden neben vielen wichtigen Eckdaten die Verwaltungskosten der letzten Jahre sowie deren Finanzierung ausgewiesen. Die UWP Sammelstiftung weist seit 2015 bei den Netto-Verwaltungskosten zulasten der Betriebsrechnung einen negativen Betrag auf. Dies ist positiv und stellt unter den

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«inter-pension»-Mitgliedern eine Ausnahme dar. Ein negativer Saldo bedeutet nämlich, dass die Finanzierung der Risiko- und Verwaltungskosten mittels Beiträgen ausreichen und damit nachhaltig ist. ■

Thomas Schneider ist Geschäftsführer UWP Sammelstiftung.

UWP SAMMELSTIFTUNG Dornacherstrasse 230 CH-4018 Basel Telefon +41 (0) 61 337 17 67 info@uwp.ch WWW.UWP.CH


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14 AKTUELL

ERNE AG BAUUNTERNEHMUNG

PARTNER FÜR KLEINE UND GROSSE BAUPROJEKTE OB KUNDENMAURERARBEITEN JEDER ART UND GRÖSSE, OB EINFAMILIENHAUSSANIERUNGEN, OB GROSSE GEWERBLICHE ODER INDUSTRIELLE SANIERUNGEN UND UMBAUTEN – DIE ERNE AG BAUUNTERNEHMUNG DECKT ALS REGIONAL UND NATIONAL TÄTIGER UND KOMPETENTER BAUMEISTER MIT EINEM UMFASSENDEN ANGEBOT SÄMTLICHE BAU- UND BERATUNGSDIENSTLEISTUNGEN AUS EINER HAND AB.

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ie in vierter Generation im Familienbesitz befindliche ERNE Gruppe – mit Hauptsitz in Laufenburg – blickt auf eine 114-jährige Geschichte zurück und ist an 20 Stand­ orten in den Kantonen, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Solothurn, Waadt, Zürich sowie in Deutschland vertreten. Die ERNE AG Bauunternehmung beschäftigt 750  Mitarbeitende, davon in Basel rund 50. Insgesamt sind in der ERNE Gruppe rund 1 000 Mitarbeitende, davon rund 60 Auszubildende, tätig. Sie bringen ihr Knowhow in einem Dutzend spezialisierter Unternehmen in den Bereichen Hoch- und Tiefbau, Werterhaltung, Total- und Generalunternehmung, Holzbau und Immobilien ein. In Basel und Umgebung kennt man den markanten ERNE-Schriftzug von zahlreichen Baustellen, wie am vor einiger Zeit fertiggestellten Grosspeter Tower oder aktuell an den Grossbaustellen ARA ProRheno in Kleinhünningen, der Überbauung BaseLink in Allschwil, den Umbauten im Bahnhof SBB (Umbau Westflügel, Sanierung Perronhalle) oder dem Komplettumbau der Kaserne, um nur ein paar wenige zu nennen. Im Gespräch mit dem «Geschäftsführer» betont Tom Aebi, diplomierter Baumeister und seit 1. August 2019 Regionenleiter Basel und Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung der ERNE AG Bauunternehmung, vor allem die steigende Bedeutung der ERNE Bauservice-Leistungen insbesondere auch für Private.

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«Geschäftsführer»: Wenn man durch die Region fährt, hat man den Eindruck, dass die ERNE AG Bauunternehmung vor allem an Grossbaustellen beteiligt ist – täuscht der Eindruck? Tom Aebi: Tatsächlich ist die ERNE AG Bauunternehmung sowie die ERNE Gruppe insgesamt an zahlreichen Grossbauprojekten in der Region und gesamtschweizerisch massgeblich beteiligt. Mit unserem umfassenden, modularen Leistungsangebot sind wir ein gefragter Partner für komplexe Bauvorhaben für Industrie, Chemie oder die öffentliche Hand. Mit den ERNE Bauservice-Leistungen sind wir aber auch in wachsendem Umfang für Private und kleinere Projekte da, was mittlerweile rund 30 Prozent unserer Aufträge ausmacht. Was beinhalten die ERNE Bauservice-Leistungen insbesondere auch für Private? Die ERNE AG Bauunternehmung verfügt über ein grosses Know-how im Umbau-, Sanierungs- und Modernisierungsbereich. Besonders auf die individuellen Bedürfnisse von Privaten zugeschnitten ist der ERNE Bauservice mit seinen Kundenmaurer-Angeboten. Sämtliche Aufgaben bei Kleinprojekten wie Spitz- und Fräsarbeiten, Mauern, Betonieren, Abdichten, das Auftragen von Beschichtungen und Überzügen bis zu Umgebungsarbeiten und kleineren Belagsarbeiten werden fachgerecht und speditiv erledigt. Der ERNE Bauservice beinhaltet aber auch den Umbau und die Sanierung von Küchen und Badezimmern, die Behebung von Brand- und Wasserschäden, Massnahmen zur Schimmelbekämpfung, Ersatzarbeiten an Fenstern und Verglasungen oder den Graffitischutz.


AKTUELL 15 Wer sind die Kunden der ERNE AG Bauunternehmung und von welchem Mehrwert profitieren die Kunden durch Ihre Baudienst­ leistungen und die Beratung? Unsere vielfältigen Dienstleistungen richten sich an Private, Immobilien­ verwaltungen, Bauherrschaften, Architekten, Ingenieure sowie General­ unternehmungen. Da die Anforderungen im Umbau- und Sanierungssegment hoch und die technischen Herausforderungen komplex sind, bieten wir unseren Kunden eine breite Palette an Dienstleistungen für die langfristige Wert- und Substanzerhaltung ihrer Immobilien und baulichen Anlagen an. Dabei gilt es, für die Kunden die Risiken zu mindern und Kostensicherheit zu gewährleisten. Deshalb optimieren wir die Projekte gemeinsamen mit den Planern bereits in der Planungsphase und bieten Ihnen als Partner bedarfsgerechte Dienstleistungen: von der Erstberatung und Prüfung der Substanz über die Erstellung von Ausschreibungen bis hin zur Ausführung inklusive Bau- und Projekt­ management. Dank unserer grossen Erfahrungen und der in der gesamten ERNE Gruppe vorhandenen Kompetenzen in sämtlichen Bau-­­ Bereichen können wir partnerschaftlich und bedürfnisgerecht auf die Kunden­w ünsche eingehen. ■

LEISTUNGSANGEBOT DER ERNE AG BAUUNTERNEHMUNG HOCHBAU

§ Industriebauten, Forschungs- & Laborbauten § Infrastrukturbauten § Wasserbauten & Abwasserreinigungsanlagen § Gewerbebauten & Mehrfamilienhäuser TIEFBAU

§ Rückbau § Aushub § Spezialtiefbau § Verkehrswegbau § Leitungsbau § Umgebungsarbeiten WERTERHALTUNG

§ Schadstoffsanierung § Entkernung § Anbau, Umbau & Sanierung § Bautenschutz § Bauservice § Bohren & Trennen von Beton § Saugbagger § Oberflächenbearbeitung § Betonkosmetik ERNE PLUS – GESAMTLEISTUNG

§ Total- und Generalunternehmer-Projekte

ERNE AG BAUUNTERNEHMUNG Margarethenstrasse 75 CH-4053 Basel Telefon +41 (0) 61 227 87 00 info@erne.ch WWW.ERNE.CH

GESCHÄFTSFÜHRER WINTER 2020 / 21


16 AKTUELL

KLEINBASLER ZEITUNG

EINE ETWAS «ANDERE» ZEITUNG … NICHT NUR CORONA, SONDERN VOR ALLEM DIE ELEKTRONISCHEN MEDIEN STELLEN FÜR DIE PRINTMEDIEN EINE HERAUSFORDERUNG DAR. IM MOMENT SCHRUMPFEN IM PRINTBEREICH DIE UMFÄNGE; DIE WERBUNG FEHLT, ABER DIE «KLEINBASLER ZEITUNG», DIE 2021 INS 3. ERSCHEINUNGSJAHR STARTET, WILL DIE QUALITÄT JEDEN MONAT WEITERHIN GARANTIEREN UND DIE THEMENVIELFALT AUSBAUEN.

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as seinerzeit mit einem Telefonanruf begonnen hat, ist rasch Realität geworden. Und wie sich derartige «Hosenlupf-Geburten» mit vielen guten und weniger guten Erfahrungen entwickeln, mussten auch die «Kleinbasler Zeitung» und ihr Team sich zuerst finden und sich organisieren. Nach dem Start, gemeinsam mit der «Gundeldinger Zeitung», was im Kleinbasel nicht goutiert wurde, entschlossen sich die Verlage kurzfristig, getrennte Wege zu gehen. Unser Verleger Roland Vögtli – der seinem Team immer wieder bestätigt: «Ich will diese Zeitung, aber ich will, dass die Qualität keine Einbusse erlebt» – macht dies möglich, weil das Redaktionsteam in keiner Weise in der Ideenvielfalt gebremst wird. «Natürlich wäre ich froh, wenn wir einmal eine schwarze Null schreiben könnten. Aber in diesen Zeiten ist dies nicht möglich, aber ich will, dass die Zeitung ohne Einbussen an Qualität und Umfang regelmässig ein Mal im Monat erscheint – auch in Zukunft.»

EIN ZIEMLICH EXOTISCHES REDAKTIONSTEAM … Es ist eine gute Fügung, dass das Team aus erfahrenen Journalisten besteht. Momentan arbeitet für die Redaktion als einzige Frau Karin Rey, unsere Historikerin, «aber wir sind daran, eine junge Frau zu überzeugen, dass sie unsere Zeitung mit neuen fraulichen Impulsen und Themen bereichern kann», sagt Redaktionsleiter Armin Faes. Zum Redaktionsteam gehören Werner Blatter, Kleinbasler Urgestein, Klatsch­ tante, er hat das Ohr auf dem Trottoir und hört das Gras wachsen; Lukas Müller, der «Professor», der in verschiedenen kunstvollen, kulturellen und traditionellen Branchen zu Hause ist; Daniel Schaufelberger, der Mann aus dem «Schoofgässli», der für die «Gassenkultur» zuständig ist; Professor Dr. Jürg Schlageter, unser Medizinmann, und Markus Vogt, der vor allem den Politikbetrieb in- und auswendig kennt und sein früheres Netzwerk von bz und BaZ einbringt. Bleibt noch Armin Faes, der Redaktionsleiter und Leiter des Verlags, der seine Erfahrung aus früheren Zeiten mitbringt («Vogel Gryff», «doppelstab», Marketing UBS) und den «Laden», wie er es nennt, zusammenhält. Natürlich sind auch andere «Zulieferer» immer wieder willkommen, so etwa

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Daniel Vogt, Kurator des Polizeimuseums Basel-Stadt, der in jeder Nummer für Spannung aus früheren Zeiten in Wort und Bild sorgt.

VERKAUF UND GESTALTUNG Mit Helene Renggli ist eine erfahrene Printmedienverkäuferin am Werk, ebenso Werner Schneeberger, der Obmann des Werbeclubs beider Basel. Beide arbeiten nicht 100 %, sondern temporär. Eine sehr wichtige Funktion stemmt Sabine Fischer, unsere Layouterin, die aus der Kleinbasler Zeitung eigentlich ein Magazin gestaltet. Es kommt der «Gestaltungskünstlerin» entgegen, dass die Merkur-Druckerei in Langental als einzige Zeitungsdruckerei in der Schweiz randabfallend drucken kann.

«WIR KENNEN KEINE GRENZEN» Obwohl der Zeitungsname «Kleinbasler Zeitung» eine Einschränkung bezeichnet, gilt dies jedoch nicht für den Inhalt. «Wir berichten über alles, was interessant ist, was eine Geschichte ergibt, was spannende Momente liefert, das darf auch aus dem Oberbaselbiet kommen. Unsere Zeitung ist gerade deshalb anders, weil wir unsere Themen breit fächern, wir jedoch im Verteilgebiet Kleinbasel, Riehen und Bettingen bleiben. Nicht die Auflage macht eine Gratiszeitung lesenswert, sondern der Inhalt. Und wer will, kann uns abonnieren. Unterdessen sind es bereits rund 800 Abonnenten, die sich jeweils auf unsere Zeitung freuen. Die 38 Franken im Jahr (exkl.  MwSt.) sind wir sicherlich wert …», erklärt Armin Faes. Und er weist auf die aktuelle Auflage hin: 46’000 Exemplare!

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18 AKTUELL

Geschäftsinhaberin Thea Adelbrecht im Gespräch mit einer Kundin.

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MODE VON KOPF BIS FUSS – «… WIR ZIEHEN SIE AN …» EIN EINKAUFSERLEBNIS IN DREI MODEFACHGESCHÄFTEN BIETET ADELBRECHT JEANS-FREIZEIT-BERUFSKLEIDUNG IN SCHOPFHEIM. HIER FINDEN MODEBEWUSSTE DAMEN UND HERREN DAS PASSENDE OUTFIT FÜR JEDEN ANLASS. OB IM KLEID ODER ANZUG GIBT DIE AUSWAHL DEN TON AN. ROBEN GEBEN DEM FEST DAS GEWISSE ETWAS. DER FREIZEITLOOK SORGT FÜR DEN STYLISCHEN AUFTRITT UND FÜR ABWECHSLUNG IN DER GARDEROBE. GUT KOMBINIERBAR UND IN BESTER QUALITÄT ZEIGT SICH AUCH DIE BERUFSKLEIDUNG FÜR ALLE BRANCHEN. VON MANUELA OLGIATI

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n Schopfheim hat sich das vielseitige Modefachgeschäft Adelbrecht Jeans-Freizeit-Berufskleidung e.K. auf die kälteren Tage eingestimmt. Die neue Herbst- und Winter-Kollektion spiegelt das gepflegte Ambiente an den drei Standorten in Schopfheim wider. Thea Adelbrecht, die Inhaberin und Geschäftsführerin, führt im Pflughof zwei Geschäfte für trendige Fashion. Zusätzlich lädt die Damenmode an der Hauptstrasse zu einer Entdeckungsreise in die faszinierende Modewelt ein. Nichts für Modemuffel, die den Tag in Jogginghose und Shirt verbringen wollen. Jedoch ein Ort für ein echtes Einkaufserlebnis. Sei es mit Outfits, mal sportlich, klassisch, trendig oder elegant. Mit Kleidung für jede Gelegenheit kann sich Mann und Frau erst richtig wohlfühlen. Drei Häuser für jeden Modebereich: «WOMAN, «MAN» und «WORK» sorgen für die Auswahl. Auf das einheitliche Ladenkonzept legt die Inhaberin und Geschäftsführerin Thea Adelbrecht grossen Wert. Die einzelnen Kleidungsstücke lassen sich optimal miteinander kombinieren», sagt Thea Adelbrecht. Adelbrecht zeigt die aktuelle Herbst- und Winterkollektion in warmen, erdigen Farbtönen. «Die kuschelige Wohlfühlmode kommt an», sagt die Inhaberin. Aber auch die Klassiker in Schwarz und Dunkelblau sind nach wie vor nicht mehr wegzudenken. Dass Mode gefällt, ist Thea Adelbrecht wichtig. «Schon beim Einkauf lege ich grossen Wert darauf,

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dass die einzelnen Kleidungsstücke zusammenpassen.» Das ist auch bei der Berufskleidung der Fall, diese muss mehr können. Sie sei nicht nur stylisch in Formen, Farben und Funktionalität. «Unser Konzept überzeugt, da unsere Baukastensysteme unsere Kunden das ganze Jahr begleiten», fügt Adelbrecht an. Gut gekleidet sind alle Berufe von A bis Z. Also vom Arzt, der bei Adelbrecht einkauft, bis zum Zimmermann.

ALLES UNTER EINEM DACH Kleidung für jede Gelegenheit und alles unter einem Dach. Das finden modebewusste Menschen bei Thea Adelbrecht. Von der Unterwäsche über Schuhe bis zur Oberbekleidung bis zum adretten Mantel ist alles vorhanden. «Ich achte schon beim Einkauf darauf, dass ich alle Grössen von XS bis 5XXL anbieten kann», fügt die Geschäftsführerin an. Unsere grösste Stärke sind stilsichere Beratung sowie ein unvergleichlicher Service, die eigene Änderungsschneiderei im Hause, Sonderanfertigungen sowie Textilveredelung und individuelle Stickerei, um das Corporate Idendity abzurunden. An drei Standorten in Schopf heim wird ein durchwegs angenehmes Shopping-Erlebnis möglich.

STYLISCH DURCHS GANZE JAHR Das Modeunternehmen trägt ein dynamisches Profil und eine lange Tradition. Das Angebot hat Thea Adelbrecht ständig erweitert und dem Kun-


AKTUELL 19 denbedarf angepasst. Das Geschäft hat die gelernte Kauffrau im Jahr 2001 übernommen. Aus einem Standort wurden mittlerweile drei. «Alle drei Geschäfte haben sich sehr gut etabliert», sagt die Geschäftsführerin. Dass dem so ist, verdanke sie einem Zusammenspiel von initiativen Persönlichkeiten, und auch etwas Glück sei dabei gewesen. Damals vor bald 20 Jahren hätte sie kaum daran gedacht, einmal Inhaberin eines grossen Modefachgeschäftes zu sein. Heute ist sie stolz darauf, dass sie mit ihrer Mode den Ansprüchen einer vielfältigen Kundschaft entgegenkommen kann.

MODISCH, SELBSTBEWUSST UND EMOTIONAL Mann und Frau haben heute ein starkes Interesse an einem gepflegten, ästhetischen und zeitgemässen Äusseren. Das sagt Thea Adelbrecht, zu deren Kundschaft Leute aus ganz Deutschland zählen, auch Schweizer Kunden kaufen bei Adelbrecht ein. «Oft kommen die erwachsenen Kinder meiner Kundinnen und Kunden auf eine Shoppingtour vorbei, wenn sie ihre Eltern besuchen», freut sich Thea Adelbrecht. Gerade in einer hektischen Zeit bedeutet ihr nebst der Beratung ein persönliches Gespräch viel, was ihre Kunden sehr schätzen. Mode ist starken Trends unterworfen. Täglich neue Herausforderungen verlangen immer wieder nach neuen Ideen. Dieses Team steht gemeinsam für Mode ein. Doch Thea Adelbrecht weiss, dass die einzelnen Sortimente in der Mode immer wieder neue Namen und Produkte brauchen, um spannend zu bleiben. Dahinter steckt die Philosophie der engagierten Geschäftsführerin. Kollektionen sollen trendgerecht, angenehm zu tragen, von hoher Qualität, abwechslungsreich und leicht zu kombinieren sein. «Mode kann den Tag verändern», weiss Adelbrecht. Sie kann die Persönlichkeit unterstreichen, sie kann das Selbstbewusstsein anheben –

und mit den typgerechten Farben und Styles sieht das Gegenüber plötzlich anders aus. Inspirieren lassen können sich Frau und Mann von den verschiedenen Styles, wenn Thea Adelbrecht Modeschauen und Events organisiert. Diese seien sehr beliebt.

MODE ALS ERLEBNIS Thea Adelbrecht weiss, was der modebewussten Frau und dem mode­ bewussten Mann gefallen. Die Vorteile vor Ort einzukaufen, sieht Thea Adelbrecht im reellen Erlebnis «Einkaufen». Es ist eine kleine Auszeit. Ihre Kundschaft kommt in den Genuss einer individuellen und auch kompetenten Beratung in Mode und Style. Zudem kann die Haptik der Kleidungsstücke erfühlt werden. Deshalb hat sie einen Wunsch an ihre Kunden: «Probieren Sie Neues aus und lassen Sie sich von uns inspirieren … Das macht Freude und hebt die Stimmung an trüben Herbst- und Wintertagen deutlich an.» ■

ÖFFNUNGSZEITEN Montag – Freitag 9.00 – 18.30 Uhr Samstag 9.00 – 16.00 Uhr

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Im Pflughof führt Thea Adelbrecht zwei Geschäfte für trendige Fashion.

Von Kopf bis Fuss gut gekleidet im Casual-Look.

Thea Adelbrecht kombiniert hochwertige Berufskleidung für Zimmermänner.

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20 AKTUELL

Mark Gerber und Thomas Aegerter stehen für die Kompetenzen der UBS (v. l. n. r.).

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er die UBS-Filiale in der Aeschenvorstadt 1 betritt, steht auf den ersten Blick in einem altehrwürdigen Gebäude. Auf den zweiten Blick entdeckt sie oder er modernste Technologien in Kombination mit innovativen Ideen, um KMU-Verantwortlichen die passende Lösung zu bieten.

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«Geschäftsführer»: Mit welchen zentralen Herausforderungen kämp­ fen Ihre kleineren Unternehmenskunden? Mark Gerber: Grundsätzlich gibt es drei oder vier Themen, die sicherlich vor der Corona-Krise auch schon präsent waren. Auf der einen Seite stellen sich die Unternehmer immer die Frage: Ist man strategisch rich-


AKTUELL 21 tig ausgerichtet, sprich, hat man die richtigen Märkte, die richtigen Kunden, den richtigen Standort? Zusammengefasst: Bin ich am Markt richtig positioniert? Dann steht die Kostenfrage auf der Agenda. Habe ich die richtige Kostenstruktur, könnte ich effizienter und / oder effektiver produzieren? Ist es möglich, das Ganze mit niedrigeren Kosten an den Mann oder die Frau zu bringen? Und drittens, was auch schon vor der Krise sehr präsent war, ist die Investment-Frage. Wo will ich investieren, in welchen Sektoren kann ich noch ausbauen? Wo kann ich mehr Marktanteile gewinnen? Was hat sich hier seit Mitte März, im Zeichen der Corona-Krise, verändert? Mark Gerber: Im Frühjahr mit dem Lockdown war plötzlich das Thema Liquidität ganz oben auf der Agenda. Selbst wenn man ökonomisch auf gesunden Beinen stand, waren Liquiditätsthemen zunächst wenig im Fokus, und dann, von einem Tag auf den anderen, waren sie sehr präsent. Und jetzt wissen wir, diese Krise geht nicht von heute auf morgen vorbei. Da gab es im Sommer einige zu optimistische Szenarien, die sich leider nicht bestätigt haben. Daher gewinnen nun auch andere Themen an Gewicht. Beispielsweise beim Thema Investitionen müssen sich KMU-Verantwortliche heute fragen, was ist «nice to have» und was ist ein «must have». Das zweite Thema ist stark branchenspezifisch. Sind wir richtig aufgestellt? Da gibt es gerade im Kleingewerbe, im Handel, in der Unterhaltungsbranche, in der Gastronomie, der Eventbranche und in der Hotellerie die Frage: Können wir in die alte Welt zurück? Und die Antwort ist zurzeit eindeutig Nein. Da muss man grundsätzlich ganz neue Wege gehen. In anderen Branchen müssen hingegen nur ein paar Stellschrauben verändert werden. Wir schauen dies gemeinsam mit unseren Kunden genau an. Kommen wir zur Finanzbranche selbst. Inzwischen gibt es ja ganz neue Wettbewerber. Dazu gehören die Fintechs, aber auch andere Player. So hat beispielsweise in Deutschland im Herbst die Ver­ gleichsplattform Check24 eine Banklizenz bekommen. Hier kann man mit einer App nicht nur ein Girokonto, sondern auch seinen Bausparvertrag bearbeiten. Wie gehen Sie damit um? Thomas Aegerter: Der Schlüssel liegt in einer passenden und überzeugenden Gesamtstrategie. Hier gilt es, zwischen dem Schweizer Markt und den internationalen Geschäftsfeldern zu unterscheiden. International haben wir die Möglichkeit zu skalieren, da wir der grösste Vermögensverwalter weltweit sind und gleichzeitig trotzdem mit modernsten Tools und Technologien arbeiten. Ausruhen ist hier trotzdem keine Option. In der Schweiz ist es so, dass wir einen gewissen Vorteil haben, da wir den Heimmarkt sehr gut kennen. Ohne Frage wird man aber als Branchenführer herausgefordert. Sie sprechen die Fintechs an. Sehr oft schneiden die sich aus der Angebotskette einen Teil heraus. Es ist unser Vorteil, dass wir den Kunden von A bis Z begleiten können. Das gibt ein gegenseitiges Vertrauen, auf das wir auch weiter auf bauen wollen. Gibt es da im Vergleich zu Europa Schweizer Besonderheiten? Thomas Aegerter: Lassen Sie mich den Unterschied am Beispiel Paypal verdeutlichen. Paypal hat lange gewartet, bis die Verantwortlichen eine Banklizenz in der Schweiz beantragt haben. Einerseits ist die Schweiz ein kleiner Markt und andererseits extrem stark reguliert. Aber es gilt, wachsam zu bleiben und die Kunden mit spannenden, komfortablen und überzeugenden Lösungen zu überzeugen. Kommen wir zum Alltag. Natürlich haben heute alle Banken The­ men wie E-Banking oder Mobile Banking, die smart sind, mit an >

Mark Gerber (l.) ist Leiter Corporate & Institutional Clients in Basel. Thomas Aegerter (r.) ist Managing Director und Leiter der UBS Region Basel.

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22 AKTUELL Bord. Sie bieten Mehrwert und sind einfach zu bedienen. Wo liegen die Unterscheidungsmerkmale Ihres Hauses? Thomas Aegerter: Wir haben den Anspruch, im Schweizer Banking Marktführer für digitale Lösungen zu sein. Unsere E- und Mobile-Banking-Plattform, die auch immer wieder ausgezeichnet wird, bietet Convenience aber auch Sicherheit. Wir verwenden im E-Banking beispielsweise die UBS Access App für eine sichere Authentifizierung. Mark Gerber: Es ist unsere Absicht, dass wir als Bank in Ökosystemen denken. Wir versuchen, nicht alles auf eine Plattform zu packen, sondern wirklich auch immer zu überlegen, wo können wir Kooperationen eingehen oder Technologien einkaufen? Damit wollen wir ein Netzwerk von verschiedenen Anbietern schaffen, nicht nur für den Zahlungsverkehr, sondern auch für Buchhaltungs- und Versicherungsfragen, das bei UBS zusammenkommt.

«Es ist unsere Absicht, dass wir als Bank in Ökosystemen denken.» Weiterbildung steht bei Ihnen sicher oben auf der Agenda? Thomas Aegerter: Weiterbildung ist bei uns ein zentrales Thema. Wir haben natürlich auch Spezialisten, die schon jahrelange Erfahrung in der jeweiligen Branche haben, doch auch hier gilt das Motto «lebenslanges Lernen». Wir können interdisziplinäre Teams innerhalb der Bank zusammenstellen, je nach Thema oder Kunde. Das geht natürlich noch weiter: unsere Bank beschäftigt zahlreiche Spezialisten für neue Technologien wie zum Beispiel Blockchain. Im Tessin bauen wir dazu eine Einheit auf, damit wir einerseits bei technologischen Themen vorne mitspielen und dem Kunden optimale Lösungen bieten können und um andererseits natürlich diese Technologien auch intern, für uns als Bank nutzen zu können. Mark Gerber: Die Spezialisten sind vor Ort und es hilft uns, dass wir eine Sicht über die ganze Branche haben. Das heisst, wenn wir bestimmte Fälle sehen, können wir die Erfahrung weitergeben. Es kann sein, dass ein Gastrobetrieb in Genf dieselben Problemstellungen hat wie ein ähnlicher Betrieb in Basel. Diese Erfahrungen können wir teilen und weitergeben. Solche Ansätze haben aber ihre Grenzen. Wir sind ein Finanzinstitut und keine Unternehmensberater. Wir sind ein Sparring-Partner für unsere Kunden und bieten ihnen eine fundierte Beratung zu allen strategischen und operativen Aspekten rund um ihre Finanzen. Wir sind aber nicht da, um einzelnen Hotels zu sagen, wie sie die nächsten Jahre rentabel arbeiten können. Wie gehen Sie mit den unterschiedlichen Generationen um? Die Baby­ boomer verabschiedet sich aus dem Arbeitsleben. Die Generation  Z will wieder mehr Sinnhaftigkeit im Leben. Da sind Reibungspunkte absehbar. Das Thema Nachfolge brennt gerade KMU-Verantwort­ lichen unter den Nägeln. Auch Sie haben hier Dienstleitungsangebote parat. Trotzdem klappt der Wechsel der Generationen oft nicht. Wo liegen die zentralen Gründe? Thomas Aegerter: Man muss aufpassen, dass man nicht zu stark pauschalisiert und in Schubladen denkt. Es gibt bei jungen Leuten durchaus ehrgeizige Leute, die klare Karrierevorstellungen haben. Es ist richtig, wir diskutieren viel mehr über Sinnhaftigkeit des Jobs als noch vor 20 Jahren. Und das ist auch gut so. Als Arbeitgeber gilt es, neue Ideen

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und Arbeitsformen auszuprobieren und umzusetzen, um den Lebensrealitäten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerecht zu werden. In der Region Basel haben wir bereits zwei Geschäftsstellen, die von zwei Frauen in Teilzeit geleitet werden. Mit dem Co-Leading oder Top-Sharing machen wir hervorragende Erfahrungen. Zusätzlich wurde das Thema Home Office durch Corona extrem beschleunigt. Wir haben gute Erfahrungen mit Home Office gemacht. 91 Prozent der UBS-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sagen von sich, im Home Office genauso effizient oder effizienter wie im Büro zu arbeiten. Schlussendlich geht es um Zusammenarbeit, um Möglichkeiten und Perspektiven. Mark Gerber: Beim Thema KMU-Nachfolge sind wir sehr präsent, da in nächster Zeit eine Nachfolgeplanungswelle auf uns zukommt. Wichtig ist, das Thema so früh wie möglich anzusprechen. Am besten auch von Aussenstehenden, denn häufig ist das Thema emotional belastet. Es geht gar nicht nur ums Alter, es kann auch etwas passieren, und plötzlich braucht man eine passende Nachfolgeregelung. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema Nachfolge und die entsprechende Beratung sollte stimmen. Es gibt zudem auch viele KMU-Verantwortliche, welche noch nie an Vorsorge gedacht haben; sie haben ihr Geld immer reinvestiert und plötzlich kommt eine Krise, alles Geld ist im Unternehmen, nichts gespart und das Unternehmen ist aufgrund dieser Krise nur noch einen Drittel wert. Das sind anspruchsvolle Situationen, bei denen wir unseren Kunden zur Seite stehen. Werfen wir noch einen Blick in die Zukunft. Wo werden Sie in Basel in den nächsten drei Jahren Akzente setzen oder / und Veränderun­ gen umsetzen? Thomas Aegerter: Die digitale Transformation hat aus Bankensicht zwei Seiten: erstens die Schnittstelle zum Kunden und zweitens die interne digitale Transformation von Prozessen. Da haben wir viele Projekte am Laufen, sowohl extern als auch intern und wir investieren viel. Das Geschäftsstellennetz wird sich verändern. Vor einigen Jahren konnten wir im Novartis Campus exklusiv eine UBS-Filiale eröffnen – nächstes Jahr eröffnen wir eine Filiale im Roche Campus. Da freuen wir uns sehr darauf. Dies wird schweizweit unsere erste CO2-neutrale Filiale sein. Nur ein kleines Beispiel, um zu zeigen, dass auch das Thema Nachhaltigkeit für uns als Bank enorm wichtig ist. Mark Gerber: Ohne Menschen, die mitgenommen werden wollen, wird die digitale Transformation nicht klappen. Das ist die Herausforderung für uns, für die Bank, für alle. Ich bin, gerade auch in dieser Welt, die digitalisiert und globalisiert wird, sicher, dass wir es auch in der UBS und der Region Basel schaffen, diese Proximität, sprich, die Nähe zum Kunden, zu erhalten. Es gilt, physisch da zu sein. Das Zusammenspiel zwischen den Welten verstehen wir als Herausforderung. Thomas Aegerter: Das Beziehungsnetz wird wieder wichtiger. Eine professionelle Beratung gewinnt wieder an Bedeutung. Gleichzeitig gibt es Basisdienstleistungen, die müssen digital funktionieren. ■

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24 KOLUMNE

VORSORGE ÜBER DEN TOD HINAUS von Hanspeter Kämpf

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ei einem unerwarteten Schicksalsschlag gibt es oft schmerzli­ che Überraschungen, wenn es um die Verteilung des Vorsorge­ geldes geht. Das musste die Lebenspartnerin von Peter Meier* erfahren, die mit dem geschiedenen 47-Jährigen schon seit über 15 Jahren zusammenlebte. Aus erster Ehe hat er eine zwölfjährige Tochter. Vor einigen Jahren hatte sich Peter Meier selbstständig gemacht und sein Pensionskassen­ geld von damals CHF  500’000 auf einem Freizügigkeitskonto depo­ niert. Zudem waren auf zwei Säule-­ 3a-Konten CHF  90’000 angespart. Nach dem ersten Schock, dem Tod von Peter Meier, folgte für die Le­ benspartnerin kurze Zeit später der zweite: Das ganze Vorsorgegeld ging vollständig an die Ex-Frau und die Tochter – Peter Meier hatte keine Regelung für seine Lebenspartnerin getroffen und sie ging deshalb leer aus. Vielen ist nicht bewusst, dass sie rechtzeitig klare schriftliche Re­ gelungen für die Auszahlung ihrer Vorsorgegelder treffen sollten. Wäh­ rend die Begünstigtenordnungen bei Pensionskassen oft sehr restriktiv reglementiert sind, können für das Vorsorgegeld auf dem Freizügigkeitsoder Säule-3a-Konto individuellere Regelungen getroffen werden. Dies ist insbesondere für Konkubinats­ partner zwingend. Zu einer guten Vorsorge gehört daher unbedingt die frühzeitige Regelung der Begünstigung im Todesfall. Was hätte Peter Meier vorkehren können? Er hätte seinen Willen bezüglich Quotenzutei­ lung in schriftlicher Form bei den Stiftungen, wo die Vorsorgegel­ der angelegt waren, hinterlegen müssen. Dabei hätte er seine Lebenspartnerin dem unmündigen Kind und im Fall des Freizügig­ keitsguthabens seiner geschiedenen Frau gleichsetzen und eine individuelle Quotenzuteilung festlegen können. Für die Begünsti­ gung des Lebenspartners muss zudem ein entsprechender von den jeweiligen Stiftungen zur Verfügung gestellter Lebens­partnervertrag verwendet werden. Dieser ist von beiden Partnern zu unterschrei­ ben, amtlich zu beglaubigen und zwingend bei der Stiftung zu hin­ terlegen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Regelung

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zusätzlich testamentarisch festhalten, notariell beurkunden und hinterlegen lassen. Es lohnt sich, allen Begünstigten eine Kopie der jeweiligen Regelung auszuhändigen. Anders als bei den Pensionskassen kann zudem bestimmt werden, wie die Vorsorgegelder angelegt werden. Zur Bewirtschaftung und Optimierung des Vorsorgegut­ habens stellen die Freizügigkeitsund Säule-­3a-Stiftung der Bank J. Safra Sarasin mit der Produkt­ palette «BVG-Lebenszyklus» sieben Bausteine der J. Safra Sarasin An­ lagestiftung zur Verfügung, die eine Kontinuität vom Beginn des Anlage­ prozesses bis zum Bezug des Gut­ habens ermöglichen. Die Staffelung der strategischen Aktienquote er­ möglicht dem Vorsorgenehmer jeder­ zeit eine Anlagestrategie zu wählen, die seinem individuellen Anlage­ profil, welches sich aus Risikobe­ reitschaft (Erfahrung mit Anlagen, Rendite­erwartungen, Umgang mit Wertverlusten) und Risikofähigkeit (Alter, Anlagehorizont, Vermögens­ verhältnisse) zusammensetzt, ge­ recht wird. ■ ANMERKUNG

* fiktive Person

HANSPETER KÄMPF

Leiter Vorsorgestiftungen der Bank J. Safra Sarasin, Basel J. Safra Sarasin Säule-3a-Stiftung J. Safra Sarasin Freizügigkeitsstiftung J. Safra Sarasin Anlagestiftung Elisabethenstrasse 62 CH-4002 Basel Telefon +41 (0) 58 317 4948 WWW.JSAFRASARASIN.CH/VORSORGE


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26 AKTUELL

WIR BANK GENOSSENSCHAFT

BETEILIGUNG AN SCHWEIZER ZUKUNFTSPROJEKT DIE WIR BANK GENOSSENSCHAFT IST SEIT JUNI 2020 NEUE HAUPTAKTIONÄRIN BEI DER CARGO SOUS TERRAIN (CST) AG, WELCHE EIN WEGWEISENDES GESAMTLOGISTIKSYSTEM FÜR DEN FLEXIBLEN TRANSPORT KLEINTEILIGER GÜTER IN DER SCHWEIZ REALISIERT. MIT DEM AUTOMATISCHEN UND TUNNELGEFÜHRTEN TRANSPORTSYSTEM WERDEN PRODUKTIONS- UND LOGISTIKSTANDORTE IN WICHTIGEN STÄDTISCHEN ZENTREN VERBUNDEN. INTERVIEW MIT BRUNO STIEGELER VON NIGGI FREUNDLIEB

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AKTUELL 27

nterstrichen wird das Engagement der Basler Bank auch personell: Bruno Stiegeler, Vorsitzender der Geschäftsleitung der WIR Bank, ist von der Generalversammlung der CST AG in den Verwaltungsrat gewählt worden, und WIR Bank-­ Finanzchef Mathias Thurneysen nimmt im Finance Committee Einsitz. Mit ihrem Engagement für CST setzt die WIR Bank Genossenschaft ihre zukunftsweisende Strategie mit Beteiligungen und Partnerschaften im Bereich der Digitalisierung und Innovation fort. So erweist sich die 2017 lancierte, erste volldigitale Wertschriften-Vorsorgelösung der Säule 3a VIAC als grosser Erfolg, und sehr viel­ver­sprechend entwickelt sich die in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Fintech-Unternehmen «Amnis Treasury Service» gestartete Online-­Plattform «FX-Trading», auf der KMU digital Währungsgeschäfte und internationale Zahlungen abwickeln können. Die WIR Bank Genossenschaft hat im ersten Halbjahr 2020 einen Gewinn von 10.5 Millionen Franken erzielt. Zu diesem operativ sehr guten Ergebnis haben unter anderem ein verbessertes Zinsengeschäft, die digitale Vorsorgelösung VIAC sowie eine hohe Kostendisziplin beigetragen. Die Bilanzsumme erhöht sich auf 5.57 Milliarden Franken. Die bereits zuvor sehr solide Eigenkapitalbasis wurde weiter gestärkt. Im Interview mit dem «Geschäftsführer» spricht Bruno Stiegeler, Vorsitzender der Geschäftsleitung der WIR Bank Genossenschaft, über das Projekt «Cargo sous terrain» (CST), die Motive der Bank, sich für dieses Projekt zu engagieren, sowie über die Geschäftsphilosophie, gezielt in innovative und digitale Mehrwerte für ihre Kunden zu investieren.

«Geschäftsführer»: Weshalb engagiert sich die WIR Bank Genos­ senschaft beim Projekt «Cargo sous terrain» (CST) und ist – neben anderen namhaften Schweizer Unternehmen – als Hauptaktionärin eingestiegen? Bruno Stiegeler: Wir sind total begeistert von diesem Projekt, das privat und ausschliesslich von Schweizer Unternehmen aus den verschiedensten Branchen finanziert wird. Als rein schweizerische Genossenschaftsbank passt deshalb ein Engagement unsererseits hervorragend zu diesem weltweit einzigartigen Gesamtlogistiksystem, das die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft und die Lebensqualität für die Bewohner nachhaltig gewährleistet. Als Verwaltungsrat vertrete ich zudem auch in der CST AG die Interessen der KMU. CST ist ein Jahrhundertprojekt, das – wie einstmals zum Beispiel der Bau des Gotthardtunnels – eine enorme Bedeutung für unser Land haben wird. Ich zitiere da gerne den Basler Stararchitekten Pierre De Meuron, der gesagt hat: «Die Bauwerke, welche die Schweiz wirklich prägen, sind nicht die Hochbauten, sondern die Tief bauten. Das Verbindende steht im Vordergrund und nicht das Abgrenzende. Das ist eine Frage der kollektiven Identität unseres Landes.» Dieses Gemeinsame zeichnet dieses Projekt aus, und dieser Gemeinschaftsgedanke ist ja auch ein zentraler Bestandteil der WIR-DNA. Was versprechen Sie sich als Bank von diesem Engagement? Wir wollen uns nicht nur an einer sinnvollen, zukunftsträchtigen und nachhaltigen Lösung für die Wirtschaft und unser Land aktiv beteiligen, sondern können den vielen am Bau und Betrieb der CST beteiligten KMU – zum Beispiel Baufirmen und Dienstleistern – das WIR-­ Netzwerk zur Verfügung und Kredite bereitstellen. Natürlich hätten wir nichts dagegen, wenn in Zukunft auch in WIR bezahlt würde (lacht)! Insgesamt versprechen wir uns Synergien aufgrund der am Projekt >

Bruno Stiegeler ist Vorsitzender der Geschäftsleitung der WIR Bank Genossenschaft.

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28 AKTUELL «CARGO SOUS TERRAIN (CST)» CST ist ein unterirdisches Gesamtlogistiksystem für den flexiblen Transport kleinteiliger Güter. Dabei verbinden Tunnels, in welchen selbstfahrende, unbemannte E-Fahrzeuge verkehren, Produktions- und Logistikstandorte mit städtischen Zentren in der Schweiz. Die Fahrzeuge, die auf Rädern fahren und über einen elektrischen Antrieb mit Induktionsschiene verfügen, verkehren in dreispurigen Tunnels mit einer konstanten Geschwindigkeit von rund 30 Stundenkilometern. Dank kühlbarer Transportfahrzeuge ist auch der Transport von Frischund Kühlwaren möglich. Die erste Teilstrecke verbindet ab 2031 den Raum Härkingen-Niederbipp mit Zürich und ist rund 70 Kilometer lang. Auf dieser Teilstrecke gibt es zehn Anschlussstellen. Die Kosten für den Bau dieser ersten Teilstrecke sind auf drei Milliarden Franken veranschlagt. Der Ausbau in Richtung weiterer wichtiger Logistik- und Verteilzentren der Schweiz erfolgt sukzessive. Bis 2045 entsteht ein 500 Kilometer langes Gesamtnetz zwischen Boden- und Genfersee mit Ablegern nach Basel, Luzern und Thun. Die Gesamtkosten für das CSTProjekt belaufen sich auf rund 33 Milliarden Franken. Das ausschliesslich mit erneuerbarer Energie betriebene Gütertransportsystem ist ökologisch signifikant besser als der konventionelle Transport. Gegenüber heutigen Lastwagentransporten resultieren bis zu 80 Prozent CO2-Einsparung pro transportierte Tonne Güter. Auch in einer Zukunft mit elektrobetriebenen Lkws schneidet CST ökologisch besser ab als alle übrigen Transportszenarien. Dies auch infolge massiv tieferer Lärmemissionen und stark reduzierten Landverbrauchs. Die vernetzte City-Logistik von CST entlastet ausserdem die Städte um bis zu 30 Prozent des Lieferverkehrs und um 50 Prozent der Lärmemissionen. Gemäss Schätzungen des Bundes wird die auf der Strasse und Schiene transportierte Gütermenge bis 2040 um 37 Prozent höher sein als im Jahr 2010. Das ist für das Schweizer Logistiksystem eine enorme Herausforderung. CST bietet hierfür eine intelligente und effiziente Lösung. Über 90 Prozent der künftig von CST transportierten Güter würden ohne CST auf der Strasse verschoben. Träger von CST ist die Cargo sous terrain AG. Das Unternehmen ist im Jahr 2017 aus dem seit 2013 bestehenden Förderverein hervorgegangen. Zahlreiche Schweizer Firmen der Transport-, Logistik-, Detailhandels-, Telekom-, Finanz-, Industrie- und Energiebranche sind als Investoren, Aktionäre und Projektpartner an der Umsetzung von «Cargo sous terrain» beteiligt und arbeiten aktiv am Lösungskonzept mit.

beteiligten Unternehmen, die eine hervorragende Mischung aus der Transport-, Logistik-, Detailhandels-, Telekom-, Finanz-, Industrie- und Energiebranche darstellen. Können Sie schon etwas zum Anschlussstandort Basel sagen? Laut CST wird zurzeit eine Studie erstellt, wo in Basel ein Hub erstellt werden soll. Zur Diskussion stehen je ein Standort auf dem Wolf oder in den Schweizerischen Rheinhäfen. Wir gehen davon aus, dass die Strecke Basel – Olten möglichst bald an das CST-Netz angeschlossen werden soll. Damit dürfte ein Zehntel der veranschlagten Gesamtinvestitionen von 33 Milliarden Franken in die Region Basel fliessen. Die WIR Bank Genossenschaft zeigte sich in den letzten Jahren äu­ sserst innovativ – haben Sie für die Zukunft weitere neue Produkte in der Pipeline? 2016 startete die WIR Bank mit zahlreichen neuen Dienstleistungen und Produkten wie der digitalen Handels- und Austauschplattform WIRmarket und zeitgemässen Zahlungsmöglichkeiten wie der WIRpay-App und der WIRcard plus, in die digitale Zukunft. Mit grossem Erfolg lancierten wir 2017 in Zusammenarbeit mit VIAC die erste, 100 Prozent digitale Vorsorgelösung der Schweiz – seit diesem Frühjahr bieten wir hier nebst der Säule 3a auch Freizügigkeitslösungen an. Weitere Ausbauschritte folgen. Mit dem Start der Online-Plattform «FX-Trading», ebenfalls in Kooperation mit einem Schweizer Fintech-Startup sowie dem nun erfolgten Engagement bei «Cargo sous terrain» realisierte die WIR Bank Genossenschaft weitere wichtige Schritte in ihrer Strategie. Aktuell gehen wir nun eine Kooperation mit «Vermando» – unter anderem mit «Hausheld.ch» – ein. Dabei geht es um eine Plattform rund ums Haus, welche gut zu unserem Netzwerk passt. Mit diesem digitalen Tool bringen wir Auftraggeber und KMU für die Suche und Vermittlung von Offerten und Aufträgen zusammen. ■

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Cargo sous terrain soll in Zukunft Produktions- und Logistikstandorte in wichtigen städtischen Zentren verbinden sowie Strassen und Schienen entlasten.

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BARBARA GUTZWILLER

«ICH HATTE EINE TOLLE ZEIT» NACH 22 JAHREN BEIM ARBEITGEBERVERBAND BASEL – DAVON 16 JAHREN ALS DIREKTORIN – TRITT BARBARA GUTZWILLER PER ENDE 2020 IN DEN RUHESTAND. UNTER IHRER LEITUNG WURDE DIE FUSION ZWISCHEN ARBEITGEBERVERBAND UND DEM BASLER VOLKSWIRTSCHAFTSBUND VOLLZOGEN UND ES ENTSTANDEN MODERNE VERBANDSSTRUKTUREN. HEUTE PRÄSENTIERT SICH DER VERBAND ALS SCHLAGKRÄFTIGE INTERESSENVERTRETUNG FÜR DIE BELANGE DER ARBEITGEBER MIT ZEITGEMÄSSER KOMMUNIKATION UND EINEM REICHHALTIGEN, AUF DIE UNTERNEHMEN ZUGESCHNITTENEN DIENSTLEISTUNGSANGEBOT. INTERVIEW MIT BARBARA GUTZWILLER VON NIGGI FREUNDLIEB

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AKTUELL 31 Der Arbeitgeberverband Basel zählt zu einem der grössten regionalen Dachverbände der Arbeitgeber in der Schweiz und nimmt als einer der führenden Wirtschaftsverbände in der Nordwestschweiz nicht nur die Bedürfnisse seiner Mitglieder auf, sondern strukturiert sowie artikuliert diese und vertritt sie insbesondere im politischen Prozess zwischen Staat und Parteien. Er setzt sich für eine liberale Marktwirtschaft sowie eine marktwirtschaftliche Grundordnung ein und anerkennt dabei die soziale Verantwortung der Arbeitgeber. Der Arbeitgeberverband Basel ist per 1. Januar  2007 aus dem Basler Volkswirtschaftsbund und dem früheren Arbeitgeber-Verband Basel hervorgegangen. Er umfasst heute über 2 500 Einzelmitglieder (Firmen) und rund 20 Kollektivmitglieder (lokale oder regionale Wirtschafts- und Branchenverbände) aus den Nordwestschweizer Kantonen Basel-­Stadt, Basel-Landschaft, Aargau und Solothurn. Im Gespräch mit dem «Geschäftsführer» zieht Barbara Gutzwiller Bilanz und unterstreicht die Wichtigkeit der Arbeit des Arbeitgeberverbandes Basel für die regionalen Unternehmen.

A

ls die Stimme der Arbeitgeber in der Nordwestschweiz spielt der Arbeitgeberverband Basel in der regionalen Politik – insbesondere in der Wirtschaftspolitik – eine gewichtige Rolle. Nicht marktschreierisch, sondern fundiert setzt er sich dabei aktiv für einen starken Wirtschaftsraum in der gesamten Nordwestschweiz ein.

«Geschäftsführer»: Eigentlich wären Sie ja schon letzten Herbst pen­ sioniert worden, haben aber noch ein Jahr drangehängt – und dann kam Corona, wenn Sie das gewusst hätten, hätten Sie die Zusatz­ runde noch gemacht? Barbara Gutzwiller: (lacht) Natürlich hätte ich mir ein schöneres Szenario gewünscht, aber das gedrosselte Wirtschaftsleben gab mir auch die Gelegenheit, mich etwas vertiefter mit strategischen Fragen zu beschäftigen. Ich fand auch Zeit, meine Nachfolgerin Saskia Schenker, welche meine Position Anfang 2021 einnehmen wird, einzuarbeiten. Was übrigens das Thema «Zusatzrunde» betrifft, beziehungsweise die strikte Einhaltung des Pensionsalters, bin ich der Meinung, dass solche Fristen nicht zeitgemäss sind und flexibler und pragmatischer gehandhabt werden sollten. >

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32 AKTUELL Bleiben wir kurz bei Corona: War es nötig, die Wirtschaft und das öffentliche Leben dermassen zu strangulieren, und hätte es Alternativen gegeben? Ich möchte mich jetzt im Nachhinein nicht als Besserwisserin aufspielen, dafür bin ich zu wenig Expertin in den Bereichen Pandemie und Immunologie. Ich denke, die getroffenen Entscheide waren grundsätzlich richtig, insbesondere auch, um die Kapazitäten der Spitäler freizuschaufeln. Allerdings sollten jetzt nicht nur gesundheitspolitische, sondern auch ökonomische Kriterien berücksichtigt werden.

Prioritär galt es, das Dienstleistungsangebot des Verbandes auszubauen und für mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zu sorgen. So wurde erstmalig jemand für die Öffentlichkeitsarbeit eingestellt. Ein guter Entscheid war auch die Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Handelskammer beider Basel, welche uns mit der Übernahme unseres Back Office die Möglichkeit gab, mehr Mittel in unsere primären Aufgaben zu stecken. Heute stehen wir mit einer effizienten Struktur und einem modernen Dienstleistungsangebot für unsere Mitglieder da, sind hervorragend vernetzt und können mit grossem Knowhow auf politischer Ebene die Interessen der Wirtschaft vertreten.

Sie sind ja im permanenten Kontakt mit den Unternehmen – wie beur­ teilen Sie deren momentane Stimmungslage? Die ist je nach Branche sehr unterschiedlich. Besonders betroffen von der Pandemie sind Unternehmen der Gastronomie-, Reise-, Veranstaltungsund Messebranche. Dementsprechend besorgniserregend und existenzbedrohend werten die betroffenen Unternehmen ihre Lage. Insgesamt herrscht in der Gesamtwirtschaft natürlich eine grosse Unsicherheit, wie sich die Krise weiterentwickeln wird.

Wo stehen Sie – als weibliche Führungskraft eines Wirtschaftsverban­ des  – bezüglich der Lohngleichheit von Mann und Frau? Mich stört es, dass Frauen immer als Opfer gesehen werden und der Staat diesbezüglich in die Pflicht genommen werden soll. Frauen können sich durchaus wehren, für sich selbst sprechen und Eigenverantwortung übernehmen. Das Ganze ist doch vor allem eine ideologisch geprägte Diskussion. Immer dann, wenn der Staat eingreift und man ihm neue Aufgaben auferlegt, steigen die Kosten für die Wirtschaft, und schliesslich für die Gesellschaft insgesamt. Ausserdem sind staatliche Eingriffe in der Regel nicht effektiv. Bestes Beispiel ist «Logib», das Lohngleichheitsinstrument des Bundes, welches zwar keine eindeutigen Aussagen ergibt, aber von vielen als taugliches Messinstrument betrachtet wird. Apropos staatlich gelenkte Lohnpolitik: 2021 stimmen wir über die Mindestlohn-Initiative der linken Parteien und Gewerkschaften ab. Diese Initiative ist strikt abzulehnen, denn die Einführung von gesetzlich festgeschriebenen Mindestlöhnen hätte schwerwiegende Folgen für die bewährte Sozialpartnerschaft, die dadurch untergraben wird. Auch auf die Berufsbildung sowie für die Arbeitsplätze im niederschwelligen Bereich hätte ein gesetzlicher Mindestlohn grosse negative Auswirkungen.

Welche Rolle konnte und kann der Arbeitgeberverband Basel in Zeiten der Pandemie für die Unternehmen spielen? Wir kommunizieren stark mit den Unternehmen, nehmen deren Fragestellungen und Probleme auf und geben dies an die Behörden und die Politik weiter beziehungsweise formulieren entsprechende Inputs, um konkrete Lösungsansätze anzustossen. Stark zugenommen haben die Anfragen der Firmen zum Beispiel bezüglich Kurzarbeitsentschädigung und Rechtsfragen im Zusammenhang mit Home Office. Als Verband stellen wir fest, dass unser Dienstleistungsportfolio auch in Krisenzeiten gegriffen hat und genutzt wird. Nun geht also Ihre Zeit als Direktorin des Arbeitgeberverbandes Basel zu Ende – welches Fazit ziehen Sie für sich persönlich? Es war eine tolle Zeit und ich darf für mich in Anspruch nehmen, dass ich massgeblich an der Fusion von Arbeitgeber-Verband und Volkswirtschaftsbund, welche damals vor allem von einigen KMU kritisch beurteilt worden ist, beteiligt war und die Modernisierung des Arbeitgeberverbandes Basel eingeleitet habe. Vom Volkswirtschaftsbund kommend kannte ich alle Dossiers und konnte mich hundertprozentig in den neuen Verband einbringen. Ich hatte klare Vorstellungen, wie der «neue» Verband aufgestellt werden muss.

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Was macht Barbara Gutzwiller ab 1. Januar 2021? Zuerst werde ich sicher mal ein bisschen durchschnaufen, und dann werden wir sehen. Auf jeden Fall werde ich das Dossier Familienpolitik beim Arbeitgeberverband Basel noch ein halbes Jahr lang betreuen, unter anderem als Präsidentin des Vereins «Familycare Basel», der die ganze Palette an Dienst­ leistungen zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie anbietet. ■

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AKTUELL 33

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34 AKTUELL

CLEVERE AUTOMATISIERUNG UND DIGITALISIERUNG von Marc Löwenthal

I

n Zeiten der fortwährenden Ausweitung der Digitalisierung ist es besonders wichtig, auf effiziente und funktionelle Lösungen zur Automatisierung und Digitalisierung Ihrer administrativen Arbei­ ten zurückgreifen zu können. eezytool hat sich daher in besonderem Mass auf die Entwicklung innovativer Softwarelösungen fokussiert, die Ihnen viel Arbeit im Büro abneh­ men können.

wie beispielsweise Kundenrechnungen und Durchführung des Tages­abschlusses, eingesetzt. Um den Anforderungen unserer Kun­ den in besonderem Masse gerecht zu werden, arbeiten wir eng mit Ihnen zusammen, um Ihnen die bestmögliche Basis für die Betriebs­ führung bieten zu können. Besonders für Treuhänder und Buch­ halter stellt eezytool eine interessante Option dar. Mit geringem Aufwand können Datenauswertungen von hoher Qualität erstellt werden. Die umfang­ reichen und einfach anwend­b aren Auswertungsfunktionen von eezytool helfen Ihnen so, das Tagesgeschäft effizienter zu gestalten. Ganz nach dem Motto: «DAILY BUSINESS MADE EASY»  – Treuhänder und Vertriebspart­ ner erhalten zudem besonderen Sup­ port wie beispielsweise unentgeltliche Schulungen zu unseren Applikationen.

Durch ausserordentliche Investitio­ nen in die Weiterentwicklung von eezytool wurde ein wichtiger Schritt in Richtung der Automatisierung und Digitalisierung vollendet. Die Einfüh­ rung der QR-Rechnung sowie die Ver­ arbeitung von QR-Codes stellt hier­ bei einen ersten wichtigen Schritt dar, welcher nun mit eezytool Version  7.0 zur Verfügung steht. Derzeit arbeitet eezytool bereits intensiv an der Ent­ wicklung weiterer hilfreicher mobiler Dienste, wie beispielsweise der Erfas­ sung von QR-Codes und ESR Rech­ nungen über Ihr mobiles Gerät, sowie die Verbindung mit eezytime der Zeit­ erfassung von eezytool. Durch funktionelle Lösungen zur In­ formationsverarbeitung kann Ihnen eezytool behilflich sein, aufwendige Arbeitsabläufe der Betriebsbuchhal­ tung zu vereinfachen. Unsere Motivation ist es, mit unserer Arbeit dazu beitragen zu können, dass sich die Anwender von eezytool voll und ganz auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können. So er­ möglicht eezytool dem Nutzer, dank der Automatisierung seines administrativen Alltagsgeschäfts, beachtliche Einsparungen zu er­ wirken. Die auf diese Weise gewonnenen Kapazitäten können Sie so in andere wichtige Bereiche Ihres Betriebes einbringen. eezytool ist eine einfach anwendbare Software-Lösung, die indivi­ duell und sehr genau auf die Bedürfnisse des jeweiligen Anwenders angepasst werden kann. Aus diesem Grund wird eezytool bereits in vielen Grossbetrieben zur effizienten Erfassung des Tagesgeschäfts,

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Mit eezytool Version 7.0 konnten wir die Basis für weitere Neuerungen zur elektronischen automatisierte Beleg­ verarbeitung schaffen. Sie können auf viele weitere Entwicklungen gespannt sein, die Ihnen das kaufmännische Tages­geschäft erleichtern  – einfach und clever. ■

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36 AKTUELL

Glencairn bietet dem Kunden verschiedene Dufterlebnisse. GLENCAIRN SCENTS & SENSES AG

IMMER DER NASE NACH DÜFTE VERMÖGEN ES, TIEFE ERINNERUNGEN IN UNS ZU WECKEN. SIE BEEINFLUSSEN UNSERE STIMMUNG UND UNSERE WAHRNEHMUNG. GENAU DARAUF HAT SICH NICOLE JÄGGI SPEZIALISIERT – SIE MÖCHTE DEN KUNDEN IM ATELIER IN REINACH DIE WELT DER DÜFTE ERÖFFNEN UND NÄHERBRINGEN. DAS BRINGT UNS AUCH IN DEN GESCHÄFTSWELTEN WEITER. INTERVIEW MIT NICOLE JÄGGI VON ELISA BECK

V

on der Treuhänderin zur Duft-Dozentin: Nicole Jäggi hat sich ganz der Kreation von individuellen Düften verschrieben. Sie entwickelt nicht nur neue Seifen, Düfte und Parfüms, sondern hilft den Kunden vor Ort, ihren ganz persönlichen Duft zu erstellen. Hier hat sie eine Nische gefunden, die sie mit Begeisterung ausfüllt und die einen Hauch von Südfrankreich nach Reinach bringt.

Nicole Jäggi ist Geschäftsführerin der Glencairn Scents & Senses AG.

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Können Sie zum Einstieg erklären, wie Sie auf den Namen Glencairn gekommen sind? Nicole Jäggi: Glencairn ist ein Gebiet in Schottland, dazu habe ich einen persönlichen Bezug, mich spricht sehr an, wie sich die Natur dort zeigt. Das ist der eine Punkt, der andere Punkt ist die französische Lilie. Die begleitet mich schon immer. Diese zwei Aspekte haben wir kombiniert und daraus ist unser Firmenlogo entstanden. Das ist der Hintergrund: die Kraft der Natur und die Wirkung der Symbolik. Was haben Sie aus Grasse für Ihre Philosophie mitgebracht? Schon als Kind war ich des Öfteren mit meinen Eltern in Südfrankreich und das hat mich schon damals fasziniert – ich habe dort meine Sinne viel intensiver wahrgenommen. Das ist ein Momentum, welches wir unseren Kunden näherbringen. Wenn sie ihre Sinne stärker wahrnehmen, hat das einen positiven Einfluss auf Körper, Geist und Seele. Diese Intensität, die habe ich zum ersten Mal in Südfrankreich kennengelernt. Heute sind wir ein- bis zweimal pro Jahr in Grasse zu einer Weiterbildung oder für den Besuch unserer Lieferanten. Grasse ist neben Paris die Dufthauptstadt schlechthin. Es ist immer noch jedes Mal etwas Besonderes, wenn wir nach Grasse fahren. Man spürt einfach, dass dort viele Verarbeiter sind und auch grosse Firmen, die dort noch destillieren. Da riecht man dann – jetzt wird Rose verarbeitet. Es ist einfach eine ganz spezielle Stimmung dort und meine Begeisterung ist ungebrochen.


AKTUELL 37 Wie passen Duft und Nachhaltigkeit zusammen? Unsere Produkte sind alle aus rein natürlichen Rohstoffen hergestellt. Unsere Rosenblätter zum Beispiel kommen aus Bulgarien, da habe ich einen Kontakt, mittlerweile eine Freundin von mir, die hat ihre eigenen Rosenfelder, da war ich auch schon zur Ernte. Wir haben selber die Rosen gepflückt, ich weiss, woher sie kommen, wie die Ernte läuft, dass nicht gespritzt wird. Die einzige Unterscheidung: Wir haben zwei Linien. Die eine nennt sich «Aromatherapie», da sind nur rein natürliche Duftstoffe drin, und die andere Linie nennt sich «Pure Emotion», hier kommen auch synthetische Duftstoffe hinein. Wenn man nur natürliche Stoffe verwendet, ist man bei der Duftkreation leider in der Kreativität eingeschränkt. Nachhaltig ist, dass man bei uns immer alles auffüllen kann. Die Kunden zahlen dann nur den Refill. Zusätzlich versuchen wir, auf Verpackung weitgehend zu verzichten. Wenn, dann nur aus Materialien, die man wiederverwerten kann, und ohne Plastik. Können Sie uns bitte Ihren Werdegang skizzieren? Eigentlich habe ich beruflich einen komplett anderen Hintergrund, ich habe 20 Jahre eine eigene Treuhandfirma geführt. Aus persönlichen Gründen bin ich dann auf die Naturheilkunde gekommen, habe erst verschiedene Hobbykurse besucht und habe mich dann entschlossen, die zweijährige Ausbildung zur Aromatherapeutin zu absolvieren. Im Zuge meiner Diplomarbeit kam ich nach Grasse. Dort habe ich meinen eigenen Duft kreiert und das war der Grundstein für Glencairn. Da ich bei der Kreation von meinem eigenen Duft dabei war, wollte ich, dass man dieses Erlebnis auch bei uns in der Schweiz erfahren kann. Dann habe ich mich in Grasse am «GIP» (Grasse Institute of Perfumery) ausbilden lassen. Geschäftsatmosphäre und Duft bringt man auf den ersten Blick nicht unbedingt zusammen – wie bekommen Sie diese Gratwanderung hin? Auf den ersten Blick vielleicht nicht – aber auf das erste Einatmen. Weil Sie da nämlich Atmosphäre aufnehmen. Wenn man sich wohlfühlen soll, kann auch mit Düften Atmosphäre geschaffen werden. Zum Beispiel bei grösseren Hotelketten, da wird ein Wiedererkennungsduft für die Gäste geschaffen. Düfte gehen ja direkt in das limbische System im Hirn und dort ist alles gespeichert, was mit Erinnerung und Emotionen zu tun hat. Im Reisebüro riecht es nach Ferien, einfach auch, um diese Atmosphäre zu schaffen. Das ist eben der Zusammenhang zwischen Duft und Business.

lich schon sehr viele Gespräche und Recherchen. Wenn dann die Formeln stimmen, geht es ins Labor zur Prüfung. So finden wir mit dem Kunden eine individuell passende Lösung. Heutzutage ist die Online-Konkurrenz sehr stark: Wie bestehen Sie in diesem umkämpften Markt? Die Nische, die wir bedienen, ist eigentlich online nicht machbar, wenn man es seriös betreiben will. Ein analoges Geruchserlebnis ist zwingend notwendig. Wenn Kunden zu uns kommen und ihren eigenen Duft kreieren wollen, dann können wir sie mit unserem Know-how unterstützen und trotzdem hat jeder seinen eigenen Duft selbst entwickelt. Eben das geht online kaum. Bei uns kann man das eigene Parfüm auch immer nachmischen lassen, da die Formel genau notiert wird. Diese Nachmischungen können natürlich online bestellt werden. Welche Entwicklungen sehen Sie in der Zukunft? Es gibt in der Parfümerie immer wieder neue und interessante Duftstoffe, wobei die eher synthetischer Natur sind. Die Synthetik gibt einfach mehr Möglichkeiten und Kombinationen. Für uns als Firma ist wichtig, dass der Kunde sich in Zukunft noch mehr einbringen kann. In unserem geplanten OpenLab können unsere Kunden noch mehr ausprobieren und Erfahrungen machen. Im Zentrum steht dabei das Thema Erlebnis. ■

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«Mit Düften kann Atmosphäre geschaffen werden.» Wie wird das technisch umgesetzt? Der Duft nimmt seinen Weg durch die Klimaanlage. Diese Lösung ist nicht jedermanns Sache. Man fürchtet, darauf keinen Einfluss zu haben. Das ist ein Punkt, über den man diskutieren muss. Wenn wir solche Aufträge bekommen, dann arbeiten wir subtiler. Es ist wichtig, eine Balance zu finden. Der Duft ist spürbar, aber er darf nicht auffallen. Können Sie uns ein konkretes Beispiel für Duft-Branding im Ge­ schäftsalltag verraten? Für uns ist es das Wichtigste, dass wir den Kunden spüren und dass wir erfahren, was er wirklich möchte. Welchen Stil hat diese Firma, was möchten sie nach aussen tragen? Wenn alles geklärt ist, wird ein Prototyp gemacht und je nachdem noch verfeinert, abgeändert oder revidiert. Und wenn es ein reines Produktbranding ist, braucht es natür-

In Reinach kann der Kunde seinen ganz eigenen Duft zusammenmischen.

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«HOMMAGE 2021»

50 JAHRE STIMM- UND WAHLRECHT FÜR FRAUEN DAS PROJEKT «HOMMAGE 2021» FEIERT VOM 7. BIS 16. FEBRUAR 2021 DIE EINFÜHRUNG DES STIMM- UND WAHLRECHTS FÜR FRAUEN VOR 50 JAHREN MIT EINER PANORAMAPROJEKTION AUF DEN FASSADEN DES BUNDESHAUSES IN BERN, DER SCHWEIZERISCHEN NATIONALBANK UND DER BERNER KANTONALBANK SOWIE EINER AUSSTELLUNG MIT 52 PORTRÄTS VON FRAUEN AUS ALLEN KANTONEN IN DER UNTEREN BERNER ALTSTADT. DIE AUSSTELLUNG ZUM THEMA MIT DEN FRAUEN-PORTRÄTS STARTET ZEITGLEICH VOM 7. FEBRUAR UND DAUERT BIS 30. JUNI 2021.

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AKTUELL 39

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as mehrsprachig angelegte Projekt ist eine Würdigung der Schweizer Frauen für ihren Mut, ihre Ausdauer, ihr umfassendes organisatorisches Wissen und ihren Einfallsreichtum, mit denen sie die Mehrheit der Schweizer Bürger und der Stände nach über hundert langen Jahren des Kampfes schliesslich überzeugen konnten, ihnen das Stimm- und Wahlrecht endlich zuzuerkennen. «Hommage 2021» ist als gesamtschweizerisches Projekt geplant und bindet Chöre, kantonale Expertinnen und Institutionen zur Frauengeschichte sowie Schulen in die Entwicklung des Anlasses mit ein. Es startet mit einer Panoramaprojektion aus dokumentarischem Material auf die Fassaden des Bundeshauses, der Schweizerischen Nationalbank und der Berner Kantonalbank und setzt sich in der Altstadt von Bern mit Porträts von Frauen aus allen Landesgegenden  – je zwei aus jedem Kanton – fort. >

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40 AKTUELL Trägerschaft des Anlasses ist der Verein Hommage 2021, präsidiert von Ständerätin Marina Carobbio Guscetti TI. Im Vorstand sind ausserdem die Nationalrätin Léonore Porchet VD, Alt-Ständerat Raphaël Comte NE sowie Laura Binz, Stadträtin von Bern. Für die künstlerische Leitung ist Liliana Heimberg zuständig, für die historischen Inhalte Franziska Rogger, für die Produktionsleitung Marie Theres Langenstein. ■

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LANGER KAMPF UM DAS FRAUENWAHL- UND STIMMRECHT Am 7. Februar 1971 – notabene 53 Jahre nach Deutschland, 52 Jahre nach Österreich, 27 Jahre nach Frankreich und 26 Jahre nach Italien – führte die Schweiz das Stimm- und Wahlrecht für Frauen ein. Die entsprechende Vorlage wurde mit 621’109 gegen 323’882 Stimmen und einem deutlichen Ständemehr angenommen. Noch 1959 stimmten 67 Prozent der (männlichen) Schweizer Stimmbürger gegen das Stimm- und Wahlrecht für Frauen. Damals sprachen sich drei Kantone – Waadt, Genf und Neuenburg – für die Vorlage aus und führten das Stimm- und Wahlrecht für Frauen anschliessend auf Kantons- und Gemeindeebene ein. Basel-Stadt folgte als erster deutschsprachiger Kanton 1966. Weil der Bundesrat 1968 die Europäische Menschenrechtskonvention unterzeichnen wollte, protestierten die Frauenverbände allerdings massiv gegen dessen vorgebrachten Vorbehalte bezüglich der politischen Rechte von Frauen. Aufgrund des gestiegenen innenpolitischen Druckes und des neuen Zeitgeistes setzte die Regierung daraufhin eine neue Volksabstimmung an, welche schliesslich 1971 den Frauen nach mehr als hundertjährigem Kampf zu ihrem Recht verhalf und der ominöse Artikel 74 der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 der Neuzeit angepasst werden konnte.

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42 AKTUELL

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eute finden Geschäfte nur noch auf der grünen Wiese und auf Plattformen im Internet statt. Diese Aussage stimmt nicht ganz. Es gibt sie, die kleinen familiengeführten Unternehmen, die erfolgreich in ihrer Nische sind und zudem das Leben in der Stadt bereichern. Die Regelung der Nachfolge stellt in den familiengeführten Unter­ nehmen der Schweiz üblicherweise eine Hürde dar: Wie haben Sie den Wechsel erfolgreich über die Bühne gebracht – es war ja nicht zum ersten Mal? Peter Riedel: Es ist schon etwas sehr Besonderes, wenn in der heutigen Zeit ein Betrieb von der vierten in die fünfte Generation – in der eigenen Familie – überführt wird. Oft gibt es schon bei der zweiten oder dritten Generation schwerwiegende Herausforderungen. Die Beantwortung der Frage, wie genau wir das geschafft haben, wäre eine abendfüllende Diskussion. Die Nachfolge ist ein komplexes Thema. Sie haben sicher trotzdem eine zentrale These dazu? Mein Vater starb überraschend früh und da war für mich gar keine Zeit vorhanden zu überlegen. Ich war aber vorbereitet und hatte dadurch Glück. In die nächste Generation passt eine kleine Geschichte, die sich am Ostermontagabend 2002 zugetragen hat. Meine Tochter, mein Sohn und ich waren im Jura spazieren und unvermittelt fragte meine Tochter den Christoph: «Was willst du eigentlich später mal machen?» Christoph war zwölf Jahre alt und sagte, er wisse das noch nicht. Seine Schwester hat dann pikiert betont, ob er eigentlich wisse, was er da gesagt hat. Ein Geschäft in der vierten Generation gibt man nicht auf! Formal hat der Übergang gut funktioniert, weil er eine gute Lehrstelle hatte und sich in einem befreundeten Betrieb sehr engagiert hat. Und wie geht es Ihnen heute, als Ex-Patron? Für mich ist das Loslassen natürlich nicht ganz einfach. Wir haben zum ersten Januar  2020, wenige Wochen nach meiner Pensionierung, bestimmt, dass dann Christoph, als Vertreter der fünften Generation den Betrieb übernimmt. Ich war dann einige Monate lang gesundheitlich nicht auf der Höhe und musste kürzertreten. Jetzt ist es so, dass ich zwei bis drei Tage pro Woche da bin. Das ist mir auch wichtig, aber ich gebe mir Mühe, nicht hineinreinzureden. Das ist für mich aber nach 36 Jahren nicht immer einfach. Ich bin in einer neuen Rolle, die man annehmen muss. Zudem habe ich meinem Sohn nicht empfohlen, diesen Beruf zu lernen, schlussendlich eine Meister- und Technikerausbildung zu machen und diesen Betrieb zu übernehmen. Ich habe ihn nie dazu gedrängt, so wie mein Vater das auch nicht gemacht hat. Das war seine eigene Entscheidung. Christoph Riedel: Es gibt für mich einen weiteren zentralen Punkt, warum die Übergabe geklappt hat. Wir haben neben dem geschäftlichen auch ein sehr gutes persönliches Verhältnis. Auch wenn ich im Ausland war und Fragen hatte, wusste ich immer, an wen ich mich wenden konnte. Auf der anderen Seite konnte ich ihn über neue Technologien und Normen auf dem Laufenden halten. . Und der Übergangsprozess funktioniert ohne die Beteiligung von Drittpersonen? Christoph Riedel: Der Betrieb ist ja nicht gross. Wir sind 15 bis16 Leute. Die Mitarbeiter sind langjährige Kollegen, der grosse Teil der Belegschaft ist seit acht bis 25 Jahren bei uns. Die restlichen haben bei uns die Lehre abgeschlossen und sind nach einigen Jahren von anderen Betrieben wieder zurückgekehrt. Das ist der zentrale Grund, warum auf einer solchen Vertrauensbasis keine Drittleistungen benötigt werden. Wir sind für einander da und pflegen das gegenseitige Verständnis. Es ist

AKTUELL 43 last but not least einfach, den Betrieb in einer wirtschaftlich guten Zeit zu übergeben. Das war bei uns der Fall. Lassen Sie uns kurz einen Blick auf die Geschichte des Unterneh­ mens werfen. Skizzieren Sie uns bitte das Handwerk des Schlossers vor 100 Jahren. Wie sah der Arbeitsplatz aus? Peter Riedel: 1888 zog die Familie, sprich mein Urgrossvater, aus dem Raum Karlsruhe in die Spalenvorstadt in Basel. In Karlsruhe gab es keine ökonomische Perspektive. Der erste Arbeitsplatz war kleinräumig im Hof angesiedelt. Hauptarbeitsplatz war die Esse mit dem Feuer, Amboss und der Werkbank. Die Bohrmaschine hatte einen Riemenantrieb, ein rudimentärer Schweissapparat mit Gas wurde in der Schmiederei benutzt. In erster Linie wurde Stahl verwendet, Produkte waren Gitter, Schlösser, Geländer, einfache Fensterfronten, Tore und Türen. Man hat viele Reparaturen gemacht und Einzelanfertigungen hergestellt – es wurden ja noch Pferde beschlagen. Ziergegenstände am und im Haus waren sehr beliebt.

«Wir haben in den 36 Jahren, die ich da bin, nicht einmal die gleiche Tür angefertigt.» Und der nächste Schritt – vor 50 Jahren? Peter Riedel: Da kam der elektrische Schweissapparat dazu, die langen Profile in Form von sechs Meter langen Stangen tauchten auf. Glas kam zum Einsatz und es gab das erste Schloss, welches man im Profil versteckt eingebaut hat. Dann kamen die Profile mit den Dichtungen. Und heute? Welche Rolle spielt zum Beispiel die Digitalisierung? Christoph Riedel: Hier hat sich in den letzten 15 Jahren einiges verändert. Es gab die Digitalisierung am Computer, man zeichnet nicht mehr von Hand, sondern am Computer mit CAD-Programmen, das war unser erster Schritt zur Digitalisierung. Das klassische Beispiel ist die Treppenwange: Früher hat man diese aus einem Breitflachprofil geschnitten und gebohrt. Dies beschäftigte einen Metallbauer einen ganzen Tag. Heute kauft man die im CAD gezeichnete gelaserte Wange, dies ist günstiger und einiges genauer. Hier gab und gibt es viele Effizienzgewinne. Der Aufwand im Büro ist dafür aber gewachsen, weil wir genau planen müssen – man muss vieles berücksichtigen. Es gibt mehr Normen, die es einzuhalten gilt, man muss mehr belegen, viel genauer zeichnen als früher mit der Handskizze. Wie können Sie neben den grossen Anbietern auf dem Markt bestehen? Christoph Riedel: Wir haben einen grossen Vorteil. Wir sind ein kleiner Betrieb mit viel Erfahrung und Kompetenz. Es gibt bei uns keine Massen­ware. Unsere Kundenwünsche betreffen die speziellen Arbeiten. Dort gibt es keine Standardlösungen. Ein Anbieter, welcher sich die Zeit nimmt, auf die individuellen Bedürfnisse einzugehen, ist gefragt. Peter Riedel: Wenn Sie heute ein Haus anschauen, ein Krankenhaus in Augenschein nehmen, sehen die Türen überall gleich aus. Alles ist aber standardisiert, man kauft es nur ein und montiert. Aber wir haben in den 36 Jahren, die ich da bin, nicht einmal die gleiche Tür angefertigt. Es hat noch nie einen Plan gegeben, den wir übernehmen konnten. Die Architektur ist individuell auf den Kunden abgestimmt. Das ist der Vorteil für die handwerklichen Betriebe – wir machen alles neu und individuell. >

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Die fünfte und vierte Generation – Christoph Riedel und Peter Riedel.

Aber setzen nicht aktuelle Normen wie beim Brandschutz hier Grenzen? Christoph Riedel: Auf den ersten Blick ist diese Frage mit Ja zu beantworten. Eine Brandschutztür muss vom System her so und so gebaut werden. Da gibt es konkrete Vorgaben. Allerdings gibt es in der Schweiz noch die Einzelzulassung, dies klären wir mit dem Systemanbieter und dem Brandschutzbeauftragten ab und nützen die Spielräume für unsere Kunden. Die Rückmeldungen sind positiv. Ein Satz mit der Aussage «Das ist nicht möglich» kommt bei uns kaum vor. Weiterbildung ist sicher ein wichtiger Punkt. Wie bleiben Sie hier auf der Höhe der Zeit? Christoph Riedel: Das wichtigste, günstigste und einfachste Mittel ist, wenn man Mitarbeiter hat, die auf der Montage mit offenen Augen und kompetentem Wissen durch die Gebäude laufen. Sie bilden sich im Alltag weiter. Selbstverständlich gibt es Fachkurse, beispielsweise von Dachverbänden, um auf einem gewissen Niveau zu bleiben. Da wissen wir durch Experten und Austausch mit anderen Betrieben, was momentan der Stand der Technik ist und wo wir aufholen müssen. Ich denke, das Angebot ist gar nicht klein, es ist eher schwierig, spezifisch für unsere Grösse passende Schulungen zu finden. Wenn wir zum Beispiel eine Schulung machen müssen, weil wir einen Hallenkran nutzen, der nur durch geschultes Personal bedient werden darf, dann richtet sich solch ein Kurs oft an grössere Betriebe und das ist dann für uns eher mühsam. Wir überspringen diese Hürden trotzdem. Lassen Sie uns einen Blick in die Zukunft wagen: Was sind Ihre Pläne für die kommenden Jahre? Christoph Riedel: Entgegen vieler Kollegen von mir möchte ich nicht den Betrieb vergrössern. Wachstum ist kein Selbstzweck. Was mich immer begeistert, sind feine und individuelle Lösungen zu finden, die in keinem Katalog abgebildet sind. Das ist die Herausforderung, welche mir Spass macht. Aus der Stadt rauszugehen, ist für mich keine Option. Wir sind schnell vor Ort, wenn etwas dringend ist, haben es schnell in der Werkstatt wieder zusammengeschweisst, wenn etwas gebrochen oder schnell Material aus unserem Lager geholt, wenn etwas repariert werden soll. Wir arbeiten hauptsächlich in der Stadt und den umliegenden Gemeinden, somit sind kurze Arbeitswege ökologisch und wirtschaftlich. Das Parkplatzsuchen im Kleinbasel stellt sich teilweise als länger heraus als der Fahrtweg.

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Peter Riedel: Wir sind hier in einer städtischen Umgebung. Wir arbeiten viel in der Werkstatt und gehen dann auf die Baustelle. Es gibt viele Leute, die sagen, es ist gut, dass das Gewerbe auch in der Stadt ist, das gehört dazu. Es gibt viele Kunden, die vorbeikommen und fragen, ob wir eine Kleinigkeit machen können. Und genau das können wir. Es braucht die Gewerbebetriebe in der Stadt und es wäre schön, wenn auch unsere Regierung dies verstehen würde. Ja, die Innenstädte drohen ja an Substanz zu verlieren. Städte­ bauliche Mischlösungen, die Kleingewerbe mit einbeziehen, sind hier sicher sinnvoll. Christoph Riedel: Wir sind innerhalb von 15 Minuten am Barfüsserplatz, wir können das Ausmessen oder kleinere Reparaturen mit dem Velo erledigen. Nahe an der Stadt beziehungsweise der Baustelle zu sein, ist praktisch, es ist ökologisch, spart Zeit und somit für den Kunden auch Geld. In welche Richtung wird Ihr Gewerbe gehen? Christoph Riedel: Wir werden durch die Bilateralen Verträge viele EN-Normen-Standardisierungen erleben, der Markt für Einzelanfertigungen wird kleiner werden. Ich denke, wir sind aber so nahe am Marktgeschehen, dass wir trotzdem Einzelanfertigungen erstellen können und unsere Nischen weiterausbauen werden. Der Vorteil ist unsere Schnelligkeit. Dann kommt noch die Lieferzeit hinzu. Ich denke aber auch realistisch. Dies ist kein Standbein mit grossen Wachstumschancen. Vor allem müssen die Türen, Fenster, Tore, et cetera gewartet und repariert werden. Hier ist bei uns das passende Wissen vorhanden. Bei Umbauten und Renovationen kommt es auf individuelle Lösungen an. Da gibt es noch viel Potenzial, das wir nutzen werden. ■

Riedel Metallbau und Schlosserei AG Holeestr. 155A CH-4053 Basel Telefon +41 (0) 61 301 44 00 info@riedel-metallbau.ch WWW.RIEDEL-METALLBAU.CH


46 AKTUELL

DEGUSSA GOLDHANDEL AG

IHR KOMPETENTER PARTNER BEIM THEMA GOLD WER HEUTZUTAGE GELD ANLEGEN MÖCHTE, HAT EINE VIELZAHL AN MÖGLICHKEITEN ZUR AUSWAHL. ANLAGEFORMEN SOLLTEN MÖGLICHST SICHER UND UNKOMPLIZIERT SEIN. EINE OPTION – DAS ALTBEWÄHRTE SPARBUCH – WIRFT KAUM NOCH ZINSEN AB UND SCHÜTZT DAS GELD NICHT VOR EINER INFLATION. ANDERS SIEHT ES MIT EDELMETALLEN AUS: GOLD GILT ALS KRISENFEST. DIE DEGUSSA GOLDHANDEL AG, DER FÜHRENDE EDELMETALLHÄNDLER DER SCHWEIZ, VERFÜGT ÜBER DIE GRÖSSTE VIELFALT AN ANLAGEBARREN SOWIE MÜNZEN, AKZEPTIERT KRYPTOGELD ALS MODERNES ZAHLUNGSMITTEL UND BIETET ZUSÄTZLICH DIE PASSENDE VERWAHRUNG.

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eit 2012 führt die Degussa in ihren Verkaufsgeschäften in Zürich und in Genf sowie im eigenen Online-Shop Investmentstücke aus Gold, Silber & Co. mit der höchstmöglichen Feinheit und in verschiedenen Gewichtsgrössen. Die Produktqualität liegt dem Unternehmen besonders am Herzen, weswegen die zertifizierten Barren ausschliesslich von etablierten Raffinerien in der Schweiz hergestellt werden. Andreas Hablützel, Geschäftsführer der Degussa AG: «Um die bestmögliche Qualität gewährleisten zu können, lassen wir unsere Anlagebarren von Beginn an von heimischen Prägeanstalten herstellen welche die strengen Auflagen der London Bullion Market Association (LBMA) einhalten. Wichtig ist dabei, dass wir unsere Partnerfirmen kennen und über die Jahre ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihnen aufgebaut haben. So können wir absolut sicher sein, dass unsere Kunden nur die hochwertigsten Edelmetallprodukte angeboten bekommen.» Neben Barren zählt eine Vielzahl an Münzen zum Degussa-Sortiment. Darunter die beliebteste Anlagemünze der Schweiz, die 20-Franken-­ Goldmünze «20er Vreneli». Da sie nicht mehr produziert wird, besitzt die Münze neben ihrem reinen Edelmetallwert zusätzlich einen gewissen Sammlerwert.Internationale Investment-Münzen, wie etwa der Krügerrand, lassen sich dort selbstverständlich ebenso finden und runden das breite Angebot von mehr als 70 Anlagemünzen aus über 25 Ländern ab.

BEZAHLEN MIT KRYPTOWÄHRUNGEN Auch bei den Zahlungsmöglichkeiten bietet die Degussa verschiedene Optionen. So ist sie der erste nationale Edelmetallhändler, der Krypto­ währungen als Zahlungsmittel akzeptiert. «Aufgrund zahlreicher Anfragen von Family Offices und Vermögensverwaltern, die Kryptogeld gerne mit dem ‹sicheren Hafen› Gold unterlegen wollen, akzeptieren wir digi-

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tale Währungen», erklärt Andreas Hablützel. In der Schweiz gewinnen die virtuellen Währungen und der damit verbundene Wirtschaftszweig zunehmend an Bedeutung.

SCHLIESSFÄCHER MIT SICHERHEITSSTANDARDS WIE ZENTRALBANKEN Sind die wertvollen Stücke erst einmal gekauft, stellt sich die Frage nach einem entsprechenden Aufbewahrungsort. Das eigene Heim entpuppt sich häufig als nicht zuverlässig. Wer sichere und preiswerte Verwahrungsmöglichkeiten sucht, wird in Genf und Zürich bei der Degussa fündig. Dort können unkompliziert Hochsicherheits-Schliessfächer in sieben verschiedenen Grössen angemietet werden. Dieser Service beinhaltet nicht nur eine diskrete Lagerungsoption von Edelmetallstücken, sondern auch von Wertgegenständen wie wichtigen Dokumenten oder besonderem Schmuck. «Unsere Schliessfächer ermöglichen eine verlässliche Aufbewahrung ausserhalb des Bankensektors», so Hablützel. «Die Eröffnung eines Kundenkontos wird bei uns nicht vorausgesetzt. Man kann ohne grossen Aufwand ein Fach anmieten und unsere Sicherheitsstandards sind auf demselben Niveau wie bei den grösseren Banken.» Es besteht also keinerlei Zwang zuvor Gold erwerben zu müssen. ■

DEGUSSA GOLDHANDEL AG Bleicherweg 41 CH-8002 Zürich Telefon +41 (0) 44 403 41 10 info@degussa-goldhandel.ch

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48 KOLUMNE

NACHHALTIG ERFOLGREICH: DER HR BUSINESS PARTNER von Miriam Hersche

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as Modell des HR (Human Resources) Business Partner hat sich in vielen Unternehmen etabliert und dort, wo dies richtig angewendet wird, sich als klares Erfolgsmodell erwiesen. Da­ mit generiert die Personalarbeit eine echte operative und nachhaltige Wertschöpfung für das Unternehmen und trägt in wesentlichem Masse zum Unternehmenserfolg bei. Doch was ist dabei zu beachten, damit es auch wirklich klappt? Um es gleich vorwegzunehmen, ist bei der Rolle des HR Business Partner dem Part «Business Partner» ein höherer Wert zugeschrie­ ben. Denn oft haben Fachkräfte in diesen Funktionen zwar eine fundierte Personalaus- und/oder -weiterbildung als auch Berufs­ erfahrung, schenken jedoch dem Teil «Business Partner» zu wenig Beachtung. Das ist meist auch der Grund, dass das Modell nicht wert­ schöpfend ist für ein Unternehmen. Nur wer als kompetenter Business Partner agiert, es schafft und versteht, sich als Sparringspartner für die operativen Geschäftsangelegenheiten zu positio­ nieren, kann einen echten Mehrwert schaffen und zum nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens aktiv beitragen. Die Aufgabe ist ein spannender, doch echter Balanceakt zwischen Umsetzung der Geschäftsstrategie bis zur Sicherstel­ lung der richtigen Ressourcenkompetenz für das Unternehmen. Dafür ist es un­ abdingbar, dass sich der HR Business Partner mit den Herausforderungen ei­ nes Unternehmens fundiert auseinan­ dersetzt. Dazu gehört insbesondere die Aneignung der fachlichen Kompetenzen und des Prozessverständnisses, den Markt für die notwendigen Kompeten­ zen zu kennen, ein starkes, lebendiges Netzwerk auch ausserhalb des Betriebes zu pflegen. Dies gepaart mit dem fachlichen Personalwissen und Unternehmergeschick ist das Fundament, um an die passenden Personalressourcen zu gelangen und diese dem Unternehmen zur Verfügung stellen zu können. Oft stellt sich die Frage, wo der HR Business Partner in der Unterneh­ mensorganisation anzusiedeln ist, und da hat sich aus meiner Erfah­ rung, dessen Arbeitsplatz direkt im operativen Business anzusiedeln, klar favorisiert. Selbstverständlich setzt dies voraus, dass die Person, welche als HR Business Partner agiert, über ein fundiertes HR-Wissen verfügt und dies auch laufend mit Praxis-Weiterbildungen aktualisiert. Intern gilt, dass der HR Business Partner eine aktive Rolle z.B. in HR-

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und Unternehmenszirkeln als auch der Abstimmung mit der Personal­ abteilung und deren anderen Experten pflegt. Die Rolle des HR Business Partner ist aus meiner Erfahrung eine äusserst spannende und abwechs­ lungsreiche Aufgabe und Verantwortung, ist man doch mitten im Ge­ schehen des Unternehmens tätig und unterstützt die Arbeiten während des ganzen HR-­Life-­Cycle in einer wertvollen Schlüsselfunktion. Für ein KMU kann es aus unterschiedlichen Gründen schwierig sein, ein erfolgreiches HR-Business-Partner-Modell in die Organisation zu inte­ grieren. Doch gerade im KMU-Umfeld ist es ein echter Mehrwert, mit dieser Kompetenz den Unternehmenserfolg positiv zu beeinflussen und nachhaltig sicherzustellen. Hier lohnt es sich, die Zusammenarbeit mit einem externen, kompetenten HR Business Partner ins Auge zu fassen. Mit meinem langjährigen Wissen in der ganzheitlichen Personalarbeit, insbeson­ dere der Funktion als Sparringspartner für Unternehmensorganisationen, mei­ ner Begeisterung für Unternehmertum aus den unterschiedlichsten Industrien, Organisationsentwicklung und Prozes­ soptimierung als auch dem notwendigen juristischen Know-how (Arbeitsrecht) stehe ich Ihnen gerne professionell und mit pragmatischen Lösungen zur Seite und unterstütze Sie, wann Sie den Be­ darf haben. Nutzen Sie diese Möglich­ keit und lassen Sie sich in einem unver­ bindlichen Austausch mit mir mehr über diese spannende und nachhaltige Kom­ petenz informieren. Ich freue mich auf Ihre Kontaktauf­ nahme und Ihr Anliegen, um mit Ihnen zusammen nachhaltig und respektvoll erfolgreich zu sein. ■

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AKTUELL 49

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er Digital-Messstrumpf mit seinen integrierten Magnetfeldsensoren ist eine evolutionäre Entwicklung im Bereich der Herstellung von nach Mass gefertigten orthopädischen Hilfsmitteln. Der Messstrumpf ist genauer, schneller und einfacher zu handhaben als alle auf dem Markt befindlichen Systeme und ersetzt zum Beispiel die bisher gängigen Methoden, auf der Basis eines Gipsabdruckes oder mittels Kunststoffbinden, eine auf das Individuum abgestimmte Einzelteilfertigung herzustellen. Der Digital-Messstrumpf verbessert nicht nur die Versorgung der Patienten, sondern er bringt Genauigkeit und durch den schnelleren Abdruck auch in der Einhaltung der Form seine Präzision für die Herstellung in der Orthetik und Prothetik. Das Konzept eines digitalen Messstrumpfes für Körperteile, wie Fuss, Unterschenkel, Oberschenkel, Hand, Unterarm, Oberarm, Rumpf oder Kopf, geht auf eine Idee von Thomas Ruepp, dem langjährigen CEO und seit 1993 Verwaltungsratspräsidenten der Basler Orthopädie ® René Ruepp AG, zurück, der erstmals vor 30 Jahren einen Strumpf mit einander kommunizierenden Sensoren skizzierte. Ziel war es, aus den gewonnenen Messdaten via Computer hochpräzise und funktionstüchtige Orthesen- und Prothesenmodelle herzustellen. Heute ist für die konkrete Weiterentwicklung und Umsetzung des Messstrumpfes das von Thomas Ruepp geleitete Start-up-Unternehmen Bellwald-Tec GmbH verantwortlich. Das Tochterunternehmen der Basler Orthopädie® René Ruepp AG widmet sich neuen Innovationen auf dem Gebiet der digitalen orthopädischen Technologie und der Entwicklung von Rehabilitationshilfen.

AKTUELL 51 Wasser zum Aushärten gebracht wurden – die heutigen fertigen Gipsoder Kunststoff binden, welche vor der Anwendung in Wasser gelegt wurden, um danach, nach dem Umwickeln, aushärten zu können. Der Nachteil dieser Methode: Es dauert mehrere Minuten, bis das Material ausgehärtet ist, was sich negativ auf die Genauigkeit der Form auswirkt. Nach 100 Jahren Gips, einem Jahrzehnt Messmethoden mit digitaler Verarbeitung, Scannen mit Infrarot und anderen Konzepten haben wir nun mit dem Messstrumpf mit den Magnetfeldsensoren eine Methode entwickelt, welche in jeder Beziehung mehr Vorteile zu bieten hat als alle anderen auf dem Markt befindlichen Systeme. Mit dem digitalen Messstrumpf dauert die Bildgebung weniger als eine Sekunde, und die digitale Passform für die Herstellung des orthopädischen Hilfsmittels, welches dann mit einem digital gefrästen Modell, oder einem 3-D-Drucker hergestellt werden kann, wird viel genauer. Ein weiterer positiver Aspekt des Digital-Messstrumpfes ist eine markante Senkung der Manpowerleistungen, um die nicht bezahlten Leistungen einzusparen. Gibt es auch volkswirtschaftliche Aspekte, welche eine Innovation wie der Digital-Messstrumpf betreffen könnten? Die unmittelbaren finanziellen Auswirkungen auf die Volkswirtschaft sind beträchtlich. Durch frühzeitige Behandlungen ab einem Jahr könnten mit genauer gefertigten Orthesen sowie mit zusätzlichen und unbegrenzten Therapien und Ausbildungen zum Beispiel 20 Prozent der Kinder, welche alle paar Jahre auf neue orthopädische Hilfsmittel und die nötigen Therapien angewiesen sind, als Erwachsene einem Beruf nachgehen und müssten keine Rente beziehen. Dadurch könnte die Invalidenversicherung 1.5 Milliarden Franken jährlich einsparen. ■

Im Gespräch mit dem «Geschäftsführer» schildert Thomas Ruepp die Entwicklungsgeschichte seiner Erfindung und erklärt, was die Vorteile des digitalen Messstrumpfes gegenüber den bisherigen Systemen ist. «Geschäftsführer»: Wann wird der Digital-Messstrumpf auf den Markt kommen? Thomas Ruepp: Geplant ist die Markteinführung des Messstrumpfs, der von Partnerfirmen mit grossem Know-how in der weltweiten Vermarktung hergestellt werden soll, für 2022. Noch gilt es, die Genauigkeit der Sensoren und die Computerprogramme zu optimieren sowie die Technologie mit den Textilien zu verbinden. Neben diesen Arbeiten ist auch ein beträchtlicher Aufwand an Geldern nötig, die wir – also die Bellwald-Tec GmbH – bis heute selbst aufgebracht haben. Haben Sie Unterstützung während des Entwicklungsprozesses des Digital-­Messstrumpfes erhalten? Der Weg zur Realisierung dieses innovativen und evolutionären Produktes war komplex und ich bin dankbar für die Unterstützung, die ich dabei erhielt. Namentlich möchte ich Ralf Schumacher, Leiter der medizinischen Abteilung der Medartis AG, und Prof. Dr. Joris Pascal, Dozent für Life Science Technologies an der FHNW, nennen, welche massgeblich zur praktischen Umsetzung des Projektes beigetragen haben. Hilfreich war zudem eine Machbarkeitsstudie der FHNW, welche uns vor allem auch hervorragende Marktaussichten bescheinigte. Was sind die Vorteile des digitalen Messstrumpfes gegenüber her­ kömmlichen Messmethoden? Während über 100 Jahren hat sich die Herstellung von orthopädischen Hilfsmitteln kaum verändert. Zur Herstellung von Prothesen und Orthesen wurde ein Negativ-Gipsabdruck benötigt, um die genaue Passform zu erreichen, mit der Möglichkeit, diese Modelle während des Abdruckes in der Form zu beeinflussen. Die einzige Erneuerung in den 100 Jahren waren – von den Gasebinden, welche mit Gipspulver eingestreut und mit

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ANDREAS KOPP AG

EINE DOSE FÜR ALLE FÄLLE SIE SUCHEN EINE VERPACKUNGSLÖSUNG? DIE ANDREAS KOPP AG HAT DIE DOSE DAZU – ODER DIE PASSENDE ALTERNATIVE. DIE IDEALE VERPACKUNG IST DAS GESCHÄFTSMODELL DES UNABHÄNGIGEN UND INHABERGEFÜHRTEN UNTERNEHMENS IN ZWEITER GENERATION. GERADE FÜR SPEZIALLÖSUNGEN SUCHEN RENOMMIERTE MARKEN IMMER WIEDER DEN RAT DES KLEINEN, ABER FEINEN FACHBETRIEBES IN ETTINGEN, DER IN DER WELT ZU HAUSE IST.

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uf die Verpackung kommt es an. Edel soll sie sein. Sich hochwertig anfühlen. Vorfreude auf das Produkt steigern. Dabei soll eine Verpackung natürlich möglichst wenig kosten und bei der Produktion und der Entsorgung auch noch die Umwelt schonen. Das ist das alltägliche Geschäft der Andreas Kopp AG – dem Dose­n kavalier. Kommen Blechdosen als Verpackung nicht infrage, ist das aber auch kein Problem. Die Andreas Kopp AG bietet Verpackungslösungen in allen gängigen Materialien, Farben und Formen an. Schon in zweiter Generation finden oder kreieren die Spezialisten der Andreas Kopp AG die ideale Verpackungslösung für ganz verschiedene Produkte – vom handelsüblichen Gebäck über ein besonderes Beautyset bis hin zur Armbanduhr. Dabei steht eine Verpackung in Dosenform meistens im Zentrum. Monica Malonni-Kopp, die Geschäftsführerin, erklärt warum: «Dosen verzaubern die Menschen. Obwohl sie aus «kaltem» Metall bestehen, hat jede Dose eine spezielle Anziehungskraft. Und weil sie fast unzerstörbar ist und auch noch lange für andere Zwecke gebraucht werden kann, hat sie offenbar auch etwas Magisches. Das Weissblech lässt auch eine Verformung und Verarbeitung zu, welche andere Materialien nicht bieten können. Heute können wir auch dank verschiedener Druckverfahren die Dosen in allen möglichen Lagen und Stückzahlen bedrucken, die sie als Verpackung sehr attraktiv machen.»

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Feiert die Dose als Verpackung eine Art Renaissance? Nein, weil sie gar nie weg war. Immer wieder wurde die Dose für den attraktiven Auftritt als Verpackung gesucht. Sei es als Launching-Kit oder als Special-Set oder einfach für eine ausgesuchte Produktelinie. Durch neue Verfahren können heute Dosen auch in verschiedensten Formen und Farben in sehr kleinen Stückzahlen, nahezu in Einzelstücken, angeboten und vermarktet werden. Wenn Sie jetzt immer noch keine rechte Lust auf Verpackungsdosen verspüren, sollten Sie mit der Andreas Kopp AG in Kontakt treten und die Vielfalt der Farben, Formen und Materialien entdecken. Ihre Produkte würden sich garantiert gerne von einer der vielfältigen Lösungen der Verpackungsspezialisten aus Ettingen eintüten lassen! Und das seit 2018 klimaneutral mit Climatepartner. ■

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KOLUMNE 53

Durchatmen mit deiner Familie Stell dir vor, du entspannst dich in unserem Spa. Du bist ganz bei dir und gleichzeitig bei deinen Liebsten. Denn deine Kinder spielen nur ein paar Meter weiter in einem genau auf ihre Wünsche abgestimmten Kids Club – immer einfühlsam begleitet und gut behütet durch einen unserer zahlreichen Kids Coaches.

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54 AKTUELL

BLUTSPENDEN MACHT GLÜCKLICH STIFTUNG BLUTSPENDEZENTRUM SRK BEIDER BASEL

SIE KENNEN IHRE BLUTGRUPPE NICHT? DANN LERNEN SIE IHRE INNEREN WERTE DOCH PERSÖNLICH BEI EINER BLUTSPENDE KENNEN. ZUSÄTZLICH BIETEN SIE DAMIT VIELEN MENSCHEN EINE ECHTE ÜBERLEBENSCHANCE. VOR ALLEM JENEN, DIE NACH SCHWEREN UNFÄLLEN ODER OPERATIONEN EINEN GROSSEN BLUTVERLUST ERLITTEN HABEN. EBENSO WIE PERSONEN, DIE AN KREBS ODER ANDEREN SCHWEREN KRANKHEITEN LEIDEN. DAS WISSEN UM DIE BEDEUTUNG IHRER SPENDE KANN IHNEN EIN GLÜCKSGEFÜHL BESCHEREN, DAS SIE VERMUTLICH NICHT MEHR WERDEN MISSEN WOLLEN. VON HEIDI BRÖNNIMANN

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lutspenden kommen nicht nur Schwerkranken zugute: 80 Prozent der Bevölkerung sind mindestens einmal im Leben auf eine Blutspende angewiesen; eine Zahl, die aufhorchen lässt, blickt man auf die nur 2.5 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer, die regelmässig Blut spenden. Sie werden also dringend gebraucht!

Wie Sie Leben retten möchten, bleibt dabei ganz Ihnen überlassen. Drei Formen der Blutspende stehen Ihnen zur Auswahl: § Vollblutspende – die vermutlich bekannteste Art § Thrombozytenspende – auch Blutplättchenspende genannt § Blutstammzellspende – eine Sonderform der Spende für Blutkrebspatientinnen und -patienten

DIE VOLLBLUTSPENDE Mit einer Dauer von lediglich 30 bis 40 Minuten beansprucht die Voll­ blutspende am wenigsten Zeit. Darin enthalten sind unter anderem das medizinische Vorgespräch, das Ausfüllen des Fragebogens für Spendende, ein kleiner Gesundheitscheck sowie die Erholungsphase nach der Spende, in der wir Ihnen eine kostenlose Mahlzeit anbieten. Die Entnahme selbst, bei der Ihnen 450 Milliliter Blut entnommen werden, dauert etwa fünf bis zehn Minuten. Männer dürfen viermal im Jahr, Frauen dreimal im Jahr Blut spenden.

DIE BLUTSTAMMZELLSPENDE Bei dieser Spendeart handelt es sich um eine Sonderform. Blutstammzellen kommen bei der Behandlung von Menschen mit Blutkrebs zum Einsatz, für welche eine sogenannte Blutstammzelltransplantation eine sehr grosse Chance auf Heilung bedeutet. Die Teilnahme an einer solchen Spende setzt voraus, dass Sie im Schweizer Register für Blutstammzellspender eingetragen sind. Hierfür können Sie online einen medizinischen Fragebogen ausfüllen und sich registrieren lassen. Stimmen Ihre Merkmale mit denjenigen einer Empfängerin bzw. eines Empfängers überein, die oder der auf eine Transplantation angewiesen ist, erhalten Sie eine entsprechende Benachrichtigung. Egal, für welche der drei Varianten Sie sich entscheiden: In jedem Fall spenden Sie neben Ihrem Blut auch die Hoffnung auf ein Weiterleben, auf Besserung und auf Genesung. Und Sie werden mit Sicherheit feststellen, dass Ihnen die Freude am Helfen buchstäblich im Blut liegt. Besuchen Sie uns auf blutspende-basel.ch und informieren Sie sich über den Ablauf der drei Blutspendearten, die verschiedenen Spendeorte in der Region Basel, die Spendekriterien und darüber, wie Sie «Blut spenden und dabei Punkte sammeln» können. Wir freuen uns – und zwar auf Sie! Folgen Sie uns auf Instagram: blutspende_beider_basel ■

DIE BLUTPLÄTTCHENSPENDE Bei der Blutplättchenspende liegt der zeitliche Aufwand etwa doppelt so hoch wie bei der Vollblutspende, das heisst zwischen 60 und 90 Minuten. Hier werden nur bestimmte Bestandteile aus Ihrem Blut entnommen: Während der Entnahme wird Ihr Blut gefiltert und fliesst anschliessend in Ihren Körper zurück. Entsprechend verlieren Sie dabei nur wenig Flüssigkeit oder Eisen, weshalb sich diese Spendeart insbesondere für Menschen eignet, die aufgrund von Eisenmangel kein Vollblut spenden dürfen. Dadurch können Sie theoretisch alle sechs Wochen etwas Gutes für andere tun.

GESCHÄFTSFÜHRER WINTER 2020 / 21

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56 AKTUELL

SWITZERLAND INNOVATION PARK BASEL AREA

NOVARTIS CAMPUS ÖFFNET SICH NOVARTIS ÖFFNET IHREN CAMPUS IN BASEL FÜR FIRMEN AUS DEM BEREICH LIFE SCIENCES. IM ZUGE DIESER ÖFFNUNG HAT SICH BASEL AREA BUSINESS & INNOVATION ALS ERSTE GROSSE EXTERNE ORGANISATION MIT IHREM SWITZERLAND INNOVATION PARK BASEL AREA AUF DEM NOVARTIS CAMPUS NIEDERGELASSEN. DER NEU ERÖFFNETE STANDORT DES SWITZERLAND INNOVATION PARK BASEL AREA RICHTET SICH AN START-UPS UND ETABLIERTE FIRMEN AUS DEN BEREICHEN DIGITALE GESUNDHEIT UND PERSONALISIERTE MEDIZIN. ZIEL IST ES, NÄHE ZU SCHAFFEN ZWISCHEN DEN START-UPS UND DEN WISSENSCHAFTLERN VON NOVARTIS UND SOMIT NEUE FORMEN DES AUSTAUSCHS, DER KOLLABORATION UND DER INNOVATION ZU BEGÜNSTIGEN.

GESCHÄFTSFÜHRER WINTER 2020 / 21


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er Fokus liegt auf Firmen, die sich mit innovativen Lösungen in den Bereichen digitale Gesundheit und personalisierte Medizin beschäftigen. Deshalb ist am Standort Novartis Campus auch der DayOne Accelerator beheimatet, der innovative Projekte und Unternehmen fördert, die an Zukunftslösungen für den Gesundheitsbereich arbeiten.

Der Switzerland Innovation Park Basel Area bietet an seinem neuen Standort eine moderne Arbeitsumgebung mit 30 fixen und zwölf flexiblen Arbeitsplätzen. Die Fläche von rund 580 m2 beinhaltet einen Hauptraum mit Küche, Lounge und Innovation Space sowie einen Workshop-Raum und ein abgetrenntes Büro. Das Interesse an diesem Angebot ist gross, denn bereits haben verschiedene Unternehmen ihren Sitz in den Innovationspark auf dem Novartis Campus verlegt. Nach den Standorten Allschwil, Basel und Jura handelt es sich beim Standort Novartis Campus um die jüngste Ergänzung des Switzerland Innovation Park Basel Area. Die vier Standorte des Switzerland Innovation Park Basel Area gehören zum nationalen Netzwerk von Switzerland Innovation, das technologieorientierten Unternehmen den besten Ort für die Entwicklung von Produkten bieten und einfachen Zugang zu Talenten, Wissen und fachlicher Kompetenz ermöglichen möchte. Der Switzerland Innovation Park Basel Area ist einer von fünf Standorten des nationalen Innovationsparks von Switzerland Innovation. An seinen vier Standorten Allschwil, Basel, Jura und Novartis Campus in Basel bietet der Switzerland Innovation Park Basel Area eine Gesamtnutzfläche von 7 380 m2 an. Am Hauptstandort Allschwil liegt der Fokus auf Biotechno­

logie und Medizintechnik, in Basel auf digitaler Gesundheit, auf dem Novartis Campus auf digitaler Gesundheit und personalisierter Medizin und im Jura auf Medizintechnik, digitaler Gesundheit, Gesundheitstechnologie und industrieller Transformation. Der Switzerland Innovation Park Basel Area versteht sich als Katalysator für Innovation und Fortschritt. Er verbindet und unterstützt Menschen mit Ideen und Leidenschaft, stellt ihnen hochmoderne Infrastruktur sowie ein breites Spektrum an Dienstleistungen bereit, damit sie sich auf Forschung und zukunftsträchtige Vorhaben konzentrieren können. Im Switzerland Innovation Park Basel Area sind auch die Förderprogramme BaseLaunch, DayOne und i4Challenge beheimatet. Aktuell arbeiten rund 200  Personen in 39  Unternehmen und 14 Forschungsgruppen im Switzerland Innovation Park Basel Area, der von Basel Area Business & Innovation betrieben wird. ■

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«Unsere eigenen Chefinnen sein.» Wir hören uns jeden Wunsch an.


58 AKTUELL

Den Wylaade kann man auch für Meetings und kleine Feiern buchen.

Degustieren und geniessen Sie die traumhaften Weine.

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DER WEINLADEN FÜR NICHT-ETIKETTENTRINKER SEIT DEM FRÜHLING BETREIBEN ZWEI WEIN-LIEBHABER IHREN EIGENEN WEINLADEN. MIT IHREM SLOGAN «DER WEINLADEN FÜR NICHT-ETIKETTENTRINKER UND SOLCHE DIE ES WERDEN WOLLEN», HABEN SIE MIT ERFOLG EINE NISCHE EROBERT.

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rotz des damals anstehenden Lockdowns, eröffneten die beiden Wein-Enthusiasten Christian Kern und Iwan Schweizer am 12. März dieses Jahres ihren Wylaade in Bottmingen. «Viele Leute äusserten sich skeptisch über den Zeitpunkt und offen gesagt wussten auch wir nicht wirklich, was auf uns zukommt», so Christian Kern, der für alle betriebswirtschaftlichen Belange und die Kommunikation verantwortlich ist. Heute, rund sieben Monate später, sind Kern und Schweizer überzeugt, vieles richtig gemacht zu haben.

BERATUNG IN PERFEKTION Iwan Schweizer ist als ausgebildeter Sommelier für das Hosting zuständig: «Ein Teil unseres Konzeptes basiert klar auf der persönlichen Beratung. Und wenn wir Beratung sagen, dann heisst das nicht nur Wein einzuschenken, sondern auch die Geschichte dahinter zu erzählen und so mehr über die Vorlieben der Kunden zu erfahren. «Wir haben einen grossen antiken Tisch, der zum Bleiben und Diskutieren einlädt. Unsere Gäste können dort unser Sortiment degustieren. Ohne Zeitdruck notabene», so Schweizer. Der Wylaade führt Trouvaillen aus ganz Europa. «Noch wenig bekannte Weine von kleinen Caveaus mit grossem Potential aus etablierten Gegenden und dies zu einem attraktiven Preis», so Christian Kern. «Darum importieren wir selbst und pflegen den direkten Kontakt zu den Winzern.» ■

WYLAADE-EMPFEHLUNGEN Getreu nach der Devise «Der Weinladen für Nicht-Etikettentrinker und solche, die es werden wollen», gibt der Wylaade seine Weinempfehlungen zum Besten. Als Erstes für den anstehenden Herbst, die Adventszeit und Weihnachten. Weitere Empfehlungen finden Sie auf der Homepage. Jetzt, bei diesem nasskalten Wetter, ist es wieder umso schöner und heimeliger, zu Hause zu zweit oder in einem kleinen privaten Rahmen ein feines Essen mit einer passenden Weinbegleitung zu geniessen.

§ Die Wildsaison ist lanciert. Wir empfehlen zu diesem Gericht einen Cabernet Franc unfiltered 2017*** des Spitzengutes Villa Tolnay. Dieser reine Cabernet Franc besticht durch Aromen von dunklen Früchten wie Brombeeren und schwarzen Kirschen. In der Nase Cassis und spürbare Toast-Noten. Im Gaumen rauchige Nuancen und passend zum Wild eine herbe Würze mit reifen Taninen. Ein langes Finale gibt den perfekten Wild-Begleiter.

GESCHÄFTSFÜHRER WINTER 2020 / 21

§ Unsere Prosecco-Empfehlung: Der Prosecco Visela Valdobbiadene Superiore Extra dry DOCG brilliert auf der ganzen Länge. Er zeichnet sich durch eine leuchtend strohgelbe Farbe aus. In der Nase besticht er mit intensiven Aromen von Apfel, Pfirsich und Birne. Am Gaumen harmonisch und weich, blumige Noten mit einer frischen Säure. Empfohlene Trinktemperatur 6° – 8 °C.Passt hervorragend zu Meeresfrüchten, frischem Käse und weissem Fleisch. § Ihr Weihnachtswein: der Belfiore «1851» Montepulciano IGT  2014 aus den Abruzzen. Ob zu rotem Fleisch, gereiftem Käse oder gemütlich vor dem Cheminée, ein ausgezeichneter Wein für kalte, kurze Tage und lange Nächte. Dunkles Rubinrot mit granatroten Reflexen. In der Nase ausgeprägte Aromen von schwarzen Früchten und Vanille. Im Gaumen Nussaromen, würzige Ansätze, sehr rund und fein. Ein schier endloser Abgang, geprägt durch seine Barrique-Noten und Vanille-­Aromen. Der «Belfiore 1851» reifte für 36 Monate im Barrique. § Ein beliebtes Geschenk: Wir kreieren Ihnen die schönsten Weinbaskets für jedes Budget und jede Gelegenheit auch zu Weihnachten. Ob Moscato, kombiniert mit einem Panettone, Ihre persönliche Wein­auslese mit Pasta di Bottmingen oder andere Ingredienzien formen den Weinbasket zu Ihrem persönlichen Geschenk. Oder auch immer eine gute Idee: Der Gutschein vom Wylaade.

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er Goldpreis ist nicht nur dieses Jahr beachtlich angestiegen. Bereits seit 6000 Jahren ist Gold die stärkste Währung und damit ein grundsolides Investment. Der Name Degussa steht weltweit wie kein anderer als Synonym für Edelmetalle. Als grösster bankenunabhängiger Edelmetallhändler in Europa beraten wir Sie umfassend bei Ihrer Anlage in physische Investmentbarren und -münzen. Alle Degussa Barren sind LBMA-zertifiziert und verfügen über eine Banken-Valorennummer. Gerne können Sie Ihre Wertanlagen auch in Ihrem Schliessfach bei uns lagern. Weitere Informationen und Onlineshop unter:

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60 KOLUMNE

NACHFOLGEREGELUNG IN IHREM UNTERNEHMEN von Christoph Steiner

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iele KMU-Inhaber schieben die Nachfolgeregelung auf die lange Bank – mit nachteiligen Folgen für ihren Betrieb und ihre persönlichen Finanzen. Kompetente Beratung tut not, beispielsweise durch die Migros Bank. Viele KMU-Inhaber befinden sich in einem Alter, in dem die Ausein­ andersetzung mit dem Thema Nachfolge zeitlich immer drängender wird. «Eine anstehende Firmenübergabe wird erleichtert, wenn das zu verkaufende Unternehmen bereits frühzeitig die überschüssige Liquidi­ tät abgebaut hat», erklärt Christoph Steiner. Der Leiter Firmenkunden Nord­ westschweiz der Migros Bank arbei­ tet bei Nachfolgeregelungen jeweils eng mit dem bankeigenen Team Spezial­ finanzierungen zusammen. Hohe, nicht betriebsnotwendige flüs­ sige Mittel können daher stammen, dass der Inhaber seine privaten Ent­ schädigungen (Löhne, Dividenden) aus Steuergründen jahrelang tief an­ gesetzt hat. Übernimmt der Käufer diese Mittel, führt das einerseits zu einem höheren Kaufpreis. Anderer­ seits darf der Käufer – je nach Kons­ tellation  – die überschüssige Liquidi­ tät während fünf Jahren nach dem Erwerb nicht ausschütten, da dies sonst als indirekte Teilliquida­ tion besteuert würde. «Stattdessen empfiehlt sich, dass sich der bisherige KMU-Inhaber vor dem Verkauf die nicht betriebsnot­ wendigen Mittel als Sonderdividenden auszahlt», rät Steiner. Da­ bei lassen sich Steueroptimierungen erzielen, wenn der Inhaber die Ausschüttungen in seine Pensionskasse einzahlt.

rierung der Nachfolgefinanzierung. Aus Verkäufersicht ist die Ver­ äusserung von Aktiven (Asset Deal) in der Regel steuerlich wenig attraktiv. Viele Unternehmensverkäufe werden daher als Aktien­ verkauf (Share Deal) abgewickelt. Dabei ist der Kapitalgewinn für den privaten Verkäufer steuerfrei. Für den Verkäufer ist das Loslassen-Können häufig eine Heraus­ forderung. Bei einem Teilverkauf kann die Versuchung bestehen, weiter stark im Betrieb mitreden zu wollen. Daher sollte der Erwerb nur eines Teils der Aktien durch den Käu­ fer gut überlegt sein. Was die Nach­ folgegeneration als potenziellen Käu­ fer betrifft, so lässt sich feststellen, dass immer weniger Kinder im eige­ nen Familienbetrieb mitarbeiten und diesen später übernehmen wollen. Entsprechend wächst der Anteil fami­ lienexterner Nachfolgelösungen. Egal, ob interne oder externe Käufer­ lösung: Hat man sich auf einen Kauf­ preis geeinigt, finanziert die Migros Bank davon in der Regel rund 60 bis 70 Prozent, mit Kreditlaufzeiten von fünf bis sieben Jahren. Die restlichen 30 bis 40 Prozent bringt der Käufer als Eigen­kapital auf. Dazu kann auch ein Verkäuferdarlehen zählen, das im Nachgang zur Bankfinan­ zierung zur Verfügung gestellt wird. ■

CHRISTOPH STEINER

Leiter Firmenkunden Region Nordwestschweiz der Migros Bank

Die Nachfolgelösung kann auch durch nicht betriebsnotwendige Firmenliegenschaften erschwert werden. «Eine Trennung der Im­ mobilien und des operativen Geschäfts vor dem Verkauf ist emp­ fehlenswert», so Steiner. Und er ergänzt: «Bei komplexen Fragen rund um die Firmenliegenschaften zieht die Migros Bank je nach Bedarf ihre Partnerin CSL Immobilien AG bei.» Neben Immobilien spielen regelmässig die Steuern eine wichtige Rolle bei der Struktu­

GESCHÄFTSFÜHRER WINTER 2020 / 21

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eSprinter, 43,3 kWh/100 km (Benzinäquivalent: 4,8 l/100 km), 0 g CO2/km, CO2-Emissionen aus Treibstoff- und/oder Strombereitstellung: 55 g/km. eVito Tourer LR, 32,0 kWh/100 km (Benzinäquivalent: 3,5 l/100 km), 0 g CO2/km, CO2-Emissionen aus Treibstoff- und/oder Strombereitstellung: 41 g/km, Energieeffizienz-Kategorie: A.


62 AKTUELL

OBERJOCH FAMILUX RESORT

DURCHATMEN MIT DER FAMILIE ENDE JUNI 2012 WURDE DAS EHEMALIGE ALPENHOTEL ALS REINES KINDERHOTEL IM WINTERSPORTORT OBERJOCH IN BAD HINDELANG (ALLGÄU) NEU ERÖFFNET. WO SICH ZUVOR UNTERNEHMER AUF 1.200 HÖHENMETERN ZU MEETINGS TRAFEN, BEGEGNET MAN SEITHER FRÖHLICHEN KINDERN UND ENTSPANNTEN ELTERN. INTERVIEW MIT VOLKER KÜCHLER

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or einem Jahr wurde aus dem Kinderhotel das Oberjoch Familux Resort****S, das jetzt Teil der Familux Resorts, der weltweit ersten und einzigen Hotelgruppe ausschliesslich für Familien mit Kindern, ist (www.familux.com). Im Interview mit dem «Geschäftsführer» spricht Volker Küchler, General Manager des Oberjoch Familux Resort, über gut gelaunte Familien, das Hotelkonzept und den Umgang mit der Coronavirus-Pandemie. «Geschäftsführer»: Herr Küchler, was macht das Oberjoch Familux Resort so einzigartig? Volker Küchler: Wer bei uns seinen Familienurlaub bucht, muss keine Kompromisse eingehen, sich keine Gedanken machen, ob Urlaubswünsche unter einen Hut passen. Wir machen alles möglich – für Kinder und Erwachsene. Wir erfüllen Kindern und deren Eltern oder Grosseltern lang gehegte Urlaubsträume und schaffen ganz nebenbei individuelle und persönliche Erlebnis- und Freiräume, nach denen Kinder und Erwachsene im Alltag oft vergeblich suchen. Das Umsorgen und die Betreuung von Kindern ist die Basis unseres Konzepts, das Gäste aller Generationen begeistert. Ist der stetige Austausch mit den Gästen der Grund, warum in den ver­ gangenen Jahren in so gut wie allen Bereichen neu gebaut, verschönert und optimiert wurde? Ja, denn die direkte oder indirekte Kommunikation mit den Hotelgästen ist elementar wichtig für unsere tägliche Arbeit. Es ist wichtig für uns zu erfahren, was den Kindern und Erwachsenen gefällt oder was ihnen während der schönsten Tage des Jahres fehlt. Auf dieser Basis haben wir eigene «Adult’s only»-Bereiche geschaffen oder unser Kinderparadies neu ausgestattet. Seit 2012 haben wir insgesamt zwölf Millionen Euro im Hotel verbaut, dabei alle 134 Suiten renoviert sowie zusätzliche Aufzüge gebaut. 40 Prozent der Unterkünfte sind klimaneutral. An schönen Sommertagen produzieren wir unseren Strom selbst. Ab März sprach niemand mehr über die längste Hotel-­Reifen­wasser­ rutsche Deutschlands, den riesigen In- und Outdoor-­Spielbereich oder die grosse Saunalandschaft. Die Corona-­Pandemie legte die Reiselust lahm. Wie lange mussten Sie schliessen und wie verlief der Re-Start? Wir mussten elf Wochen schliessen. Beim Re-Start war ich bezüglich der Maskenpflicht im Hotel zunächst sehr skeptisch – ich habe nicht

GESCHÄFTSFÜHRER WINTER 2020 / 21

daran geglaubt, dass diese Vorgabe umsetzbar ist. Dass es doch geklappt hat, verdanken wir auch zahlreichen Gästen. Wir hatten Gäste, die aus Corona-Krisengebieten anreisten und das Thema Mund- und Nasenschutz aufgrund eigener Erfahrungen auf eine sehr gewissenhafte und dennoch entspannte Art umgesetzt haben. Das hat uns sehr geholfen. Wie lange haben Personal und Führungskräfte für die Umstellun­ gen benötigt? Der Juni war für uns eine Art Übungsmonat, um für die Hochsaison ab 1. Juli vorbereitet zu sein. Wir haben uns mehrmals täglich ausgetauscht, danach optimiert und erneut beraten. Das Konzept ist aufgegangen – wir waren pünktlich bereit. Dass wir 2020 nach dem alljährlichen Travellers’ Choice Award nun mit dem «Best of the Best Award» von Trip­Advisor ausgezeichnet und zudem auf Platz 1 der besten Familienhotels in Deutschland gewählt wurden, war für uns ein Segen. Die erneute lobende Erwähnung für die herausragende Hygiene und Qualität sowie den Service und die Kundenzufriedenheit durch das «Deutsche Hygienezertifikat» hat skeptischen Gästen womöglich ein wenig «Angst» vor einem Aufenthalt im Familux Resort Oberjoch genommen. Gibt es eine Corona-Strategie für die Wintersaison? Wir werden Ende November damit beginnen, einen Hygiene-Plan für den Winter zu erstellen. Die in den vergangenen Monaten gesammelten Erfahrungen im Umgang mit der weltweiten Virus-Pandemie helfen uns dabei sehr weiter. Allerdings sind wir in verschiedenen Bereichen abhängig von anderen Betrieben am Ort – zum Beispiel von den Bergbahnen und den Vorgaben, wie viele Personen die Gondeln im Skigebiet Oberjoch im Winter überhaupt besteigen dürfen. ■

OBERJOCH FAMILUX RESORT Am Prinzenwald 3 D-87541 Bad Hindelang-Oberjoch Telefon +49 (0) 83 24 70 90 info@oberjochresort.de WWW.OBERJOCHRESORT.DE


Sehr geehrte Damen und Herren, ich freue mich, Ihnen die

SCHNYDER Group Holding AG zu präsentieren:

Die SCHNYDER Group Holding AG besteht aktuell aus zwei Tochtergesellschaften:

SCHNYDER Bauglas Design AG

SCHNYDER Real Estate AG

Die SCHNYDER Holding Group AG hat ihren Sitz an der Binningerstrasse 115 in Allschwil. Ich freue mich auf Ihren Besuch bei uns in Allschwil und wünsche Ihnen und Ihren Familien bald gesegnete und fröhliche Festtage. Herzlichst Ihre Miriam Schnyder


HANDELSKAMMER BEIDER BASEL

BE-DIGITAL – DIE PLATTFORM FÜR DIGITALE KOMPETENZ DIE DIGITALISIERUNG SPIELT EINE ENTSCHEIDENDE ROLLE BEI DER ENTWICKLUNG DER WIRTSCHAFT. DESHALB LANCIERTE DIE HANDELSKAMMER BEIDER BASEL BEREITS 2017 EINE DIGITALISIERUNGS-INITIATIVE. SEIT RUND EINEM JAHR GIBT ES NUN DIE PLATTFORM «BE-DIGITAL», MIT WELCHER UNTERNEHMEN DER INFORMATIONS- UND KOMMUNIKATIONSTECHNIK (ICT) GEFÖRDERT UND VOR ALLEM REGIONALE KMU BEI DER DIGITALEN TRANSFORMATION UNTERSTÜTZT WERDEN. INTERVIEW MIT DEBORAH STRUB VON NIGGI FREUNDLIEB


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AKTUELL 65

ie Handelskammer beider Basel ist Initiatorin sowie Impulsgeberin und trägt die organisatorische Verantwortung der Plattform «be-digital», welche gemeinsam mit führenden Unternehmen und Hochschulen der Region Basel getragen wird. «be-digital» vernetzt ICT-Anwender mit den entsprechenden Anbietern, macht Unternehmen mit dem «digital Checkup» fit für ein zunehmend digitalisiertes Wirtschaftsumfeld und organisiert Fachveranstaltungen, Weiterbildungen sowie Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch. Besonders engagiert sich die Handelskammer beider Basel bei der Förderung von jungen ICT-Talenten. Ein aktuelles Beispiel, wie im Rahmen der Initiative «be-digital» Unternehmen in der Region Zugang zu talentiertem, motiviertem und mit Fachwissen und praktischer Erfahrung ausgestattetem Berufsnachwuchs verschafft werden kann, ist der ICT Campus mit der neuen Partnerin Handelskammer beider Basel in Muttenz. Im ICT Campus Handelskammer beider Basel lernen junge Talente praktische ICT-Anwendungen. Ein neues «be-digital»-Projekt ist die «Digital Academy», wo ab diesem Herbst für Unternehmer und Führungskräfte auf sie individuell zugeschnittene Weiterbildungskurse angeboten werden. Im Gespräch mit dem «Geschäftsführer» gibt Deborah Strub, Leiterin Cluster & Initiativen und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Handelskammer beider Basel, einen kurzen Überblick über die Angebote von «be-digital» und spricht über die Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit vornehmlich der KMU in der Region durch die Stärkung ihrer digitalen Kompetenzen zu fördern.

«Geschäftsführer»: Als Laie könnte man das Gefühl bekommen, dass die Digitalisierung in der Wirtschaft mittlerweile allgegenwärtig ist, weshalb braucht es dennoch die Initiative «be-digital»? Deborah Strub: Grosse Unternehmen haben in der Regel die personellen und finanziellen Ressourcen, mit dem Thema Digitalisierung umzugehen. Unser Fokus richtet sich deshalb vor allem auf KMU, wo wir teilweise durchaus Handlungsbedarf feststellen, ihre digitalen Kompetenzen zu erhöhen. Oftmals nutzen Firmen nur einen Bruchteil der Möglichkeiten, die ihnen die Digitalisierung bietet, und verpassen deshalb die Möglichkeiten, neue Geschäftsfelder zu erschliessen, worunter ihre Wettbewerbsfähigkeit leidet. Zudem registrieren wir im Bereich ICT einen Fachkräfte- und Nachwuchsmangel in der Region. Mit der

Deborah Strub ist Leiterin Cluster & Initiativen und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Handelskammer beider Basel.

Plattform «be-digital» bieten wir professionelle Hilfestellungen für Unternehmen, vernetzen Experten sowie Anwender und fördern das digitale Unternehmertum. Dadurch wird auch die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Basel erhöht. Ist die Region für ICT-Unternehmen und digitale Geschäftsmodelle attraktiv, können auch die dringend benötigten ICT-Fachkräfte angelockt werden. Insgesamt können wir sagen, dass wir bei den KMU den Nerv mit den «be-digital»-­ Angeboten getroffen haben und unsere Erfahrungsaustausch- und Weiterbildungsveranstaltungen auf grosses Interesse stossen. Greifen wir einzelne «be-digital»-Angebote auf: Wie funktionieren zum Beispiel der «Digital Checkup» oder die «ICT-Map»? Interessierte Unternehmen – auch Nicht-Mitglieder der Handelskammer beider Basel – können in individuellen Workshops durch Spezialisten >


66 AKTUELL

Digital Academy –Analoger Dino oder digitaler Visionär?

in der digitalen Transformation ihr Unternehmen durchleuchten lassen. Dadurch werden die Potenziale für neue Geschäftsmodelle herausge­ arbeitet und der Handlungsbedarf für die digitale Transformation aufgezeigt. Offenbar entspricht der «Digital Checkup» einem Bedürfnis, denn bis jetzt haben über 50 Firmen diese Dienstleistung in Anspruch genommen. Ebenfalls rege genutzt wird unsere «ICT-Map», mit der wir auf der «be-digital»-Homepage einen Überblick über die ICT-Unternehmen in der Region geben, damit Unternehmen einfach Partner finden, die sie in der Umsetzung ihrer Vorhaben unterstützen. Mitte August startete im Rahmen von «be-digital» der ICT Campus Handelskammer beider Basel – um was geht es da? Der ICT Campus Handelskammer ist ein wegweisendes Förderprogramm für Jugendliche. Die Handelskammer verschafft damit Unternehmen in der Region Zugang zu vielversprechendem Berufsnachwuchs. Jeden zweiten Samstagmorgen treffen sich jeweils rund 100 junge Talente aus den Sekundarschulen von Basel-Stadt und Basel­land im alten Fachhochschul-­ Gebäude in Muttenz, um zu programmieren, Roboter zu bauen und Games zu entwickeln. Die Jugendlichen, welche von sogenannten ICT-­ Scouts ausgesucht worden sind, bestimmen und arbeiten selbstständig an ihren Projekten. Was beinhaltet das neue «be-digital»-Projekt «Digital Academy»? An der «Digital Academy» können sich Unternehmer und Führungskräfte zu den verschiedensten Themen, welche die Digitalisierung mit sich bringt, weiterbilden. Die Dozenten sind allesamt Experten aus der

AUF DEN

PUNKT GEBRACHT www.kmurundschau.ch

GESCHÄFTSFÜHRER WINTER 2020 / 21

Praxis. Zum Start der «Digital Academy» werden zwölf Kursangebote à je ein bis zwei Tage Dauer ausgeschrieben, aus denen die Anmeldenden sich die ihnen passenden auswählen können. Der Lehrgang ist in zwei Module unterteilt. Das erste Modul startet diesen Herbst, das zweite im nächsten Jahr. Im ersten Modul wird schwergewichtig das Thema «Digitalisierung und der Mensch» beleuchtet. Dabei geht es um Fragen rund um Herausforderungen der Digitalisierung für Führungskräfte, Teambuilding, Teamführung, Mitarbeitermotivation, Kommunikation, aber auch die Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen oder betriebswirtschaftliche Fragen im Zusammenhang mit der Digitalisierung. Im Mittelpunkt des zweiten Moduls stehen dann vor allem technische Aspekte der Digitalisierung wie zum Beispiel Cyber-Security sowie das Thema Digital Marketing auf dem Programm. ■

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Firmen unterstützen das Tierheim Partnerschaftstag

Gönnerschaft

Neues kennenlernen und die sozialen Kompetenzen erweitern. Unternehmen organisieren Social Days – Partnerschaftstage besonderen sozialen Engagements. Finanzexperten, Verkaufsprofis, IT-Spezialisten, Kaufmännische Angestellte oder Mitarbeitende aus dem Detailhandel kommen für einen halben oder ganzen Tag ins Tierheim und unterstützen die Organisation mit ihrem tatkräftigen Einsatz.

Mit einer Gönnerschaft leisten Sie einen wichtigen Beitrag, damit die von uns im Tierheim an der Birs betreuten Tiere umfassend versorgt werden können. Als Firma erhalten Sie nebst den üblichen Leistungen einer Gönnerschaft die folgenden Möglichkeiten:

Ihr Unternehmen leistet einen wichtigen und nach außen sichtbaren Beitrag zum sozialen Miteinander. Ihre Mitarbeitenden erleben sich selbst und ihre Kolleginnen und Kollegen in einer völlig neuen Aufgabe und geniessen die Anerkennung ihres Engagements. An diesem etwas anderen Arbeitstag helfen Ihre Mitarbeitenden in unseren Einrichtungen aktiv mit. Sie zeigen Herz und Hand, Teamfähigkeit und Projektmanagement und erledigen dabei wichtige Aufgaben.

■ Führung durch das Tierheim für eine Gruppe bis 10 Personen ■ Logo auf der TBB-Webseite ■ ½-Seite Inserat im Magazin «tier&schutz» Nach Ihrer Kontaktaufnahme erhalten Sie von uns eine Anmeldekarte für Ihre Firmen-Gönnerschaft zum Preis von CHF 1‘500 im Jahr. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und für Ihren Beitrag an das Wohl der Tiere.

Kontakt Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann melden Sie sich bei uns! Daniel Bader (Fundraising & Kommunikation), Telefon 061 378 78 46, daniel.bader@tbb.ch TBB | Birsfelderstrasse 45 | Postfach | 4020 Basel | Telefon 061 378 78 78 | info@tbb.ch | www.tbb.ch


© Dokumentationsstelle der Gemeinde Riehen, RIE B.1. 10133-00, Foto: Adrian Stückelberger

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Grenzzaun zwischen Deutschland und der Schweiz, vermutlich im Rotengraben in Riehen, zwischen 1942 und 1945. BUCHTIPP

GRENZFÄLLE – BASEL 1933 – 1945 DIE IM CHRISTOPH MERIAN VERLAG ERSCHIENENE PUBLIKATION «GRENZFÄLLE» WIDMET SICH, 75 JAHRE NACH DEM ENDE DES ZWEITEN WELTKRIEGES, DER VIELSCHICHTIGEN ROLLE DER REGION BASEL ZWISCHEN 1933 UND 1945.

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renzfälle oszillieren zwischen Möglichkeiten oder geniessen einen Sonderstatus. In der Tat kam Basel als Grenz­ region während der nationalsozialistischen Jahre in Deutschland eine Sonderrolle zu. Wie sehr Nationalsozialismus und Krieg das Leben in der Grenzregion Basel veränderten, arbeiten die Autorinnen und Autoren in ihren reich bebilderten Beiträgen fundiert heraus. Seit geraumer Zeit werden die damaligen Beziehungen der Basler Bevölkerung, der Behörden und der Wirtschaft zu den nationalsozialistischen Nachbarn intensiv erforscht und kontrovers besprochen. Die historischen Fakten zur Schweizer Flüchtlingspolitik, zu anti­semitischen Strömungen, zur Rolle der Wirtschaft oder zum sogenannten jüdischen «Opfergold» sind Themen, über die von den Schweizer Behörden jahrzehntelang lieber geschwiegen wurde. Die Zeitzeugen werden rar, die Erinnerungs- und Forschungskultur verändert sich. Heute fordern Geschichtswissenschaft und Öffentlichkeit eine selbstkritische Auseinandersetzung. Sie fragen nach der bedrohlichen Lage der Schweiz angesichts des übermächtigen und aggressiven Nachbarn und wie sie dennoch auf unterschiedlichen Ebenen Mittel und Wege der Hilfe fand. Die Publikation versammelt kompakte Beiträge von 14 Autorinnen und Autoren zu diesen Themen. Sie vertiefen aber auch persönliche Schicksale und Alltagsbeobachtungen. Basel als Finanzzentrum, die Rolle der Chemie-Unternehmen oder die Museumspolitik sind wichtige Einzel­ aspekte, während ein letztes Kapitel anhand von Objekten und Fotos

GESCHÄFTSFÜHRER WINTER 2020 / 21

über 30 kurze «Geschichten» erzählt. Herausgeber von «Grenzfälle» sind Patrick Moser, Kurator, und Alexandra Heini, wissenschaftliche Assistentin für Zeitgeschichte am Historischen Museum Basel, die auch gemeinsam die Sonderausstellung über Basel in der Zeit des Nationalsozialismus im Historischen Museum in der Barfüsserkirche, welche noch bis 28. März 2021 dauert, realisierten. Der Blick der Ausstellung richtet sich auf die Flüchtlinge und die Flüchtlingspolitik, das politische Klima, die wirtschaftliche Vernetzung, die Herausforderungen für die jüdischen Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt, die sogenannte Geistige Landesverteidigung und den Alltag während des Kriegs. Die Ausstellung greift persönliche Schicksale auf, rückt geografische, menschliche, rechtliche und moralische Grenzfälle ins Zentrum und regt zum Nachdenken über den Umgang mit der Vergangenheit an. ■

GRENZFÄLLE – BASEL 1933 – 1945 HISTORISCHES MUSEUM BASEL; ALEXANDRA HEINI, PATRICK MOSER (HG.) 284 Seiten, 2020, Christoph Merian Verlag


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45 %

BVG Aktien 80**

BVG-Zukunft BVG-Nachhaltigkeit BVG-Wachstum BVG-Rendite /-Nachhaltigkeit Rendite BVG-Ertrag

Risiko p.a.

Konto 2. + 3. Säule

0% kurzfristig

+ 1 Jahr

+ 5 Jahre

Anlagehorizont

+ 10 Jahre

+ 15 Jahre

Performance 30.09.2020 BVG-Ertrag BVG-Rendite BVG-Nachhaltigkeit Rendite BVG-Wachstum BVG-Nachhaltigkeit

Year-to-date Tranche A* 1,19 % 1,18 % 0,28 % 0,89 % 0,43 %

Tranche B* 0,79 % 0,78 % –0,07 % 0,56 % 0,07 %

5 Jahre p.a. Tranche A* 2,34 % 3,16 % 3,16 % 3,85 % 4,08 %

Tranche B* 1,83 % 2,65 % 2,64 % 3,33 % 3,56 %

10 Jahre p.a. Tranche A* 2,53 % 3,11 % 3,20 % 3,55 % 3,99 %

Tranche B* 2,00 % 2,59 % 2,68 % 3,02 % 3,46 %

Lancierung 02.05.2006 20.12.1999 19.12.2007 01.11.1991 18.12.2000

BVG-Zukunft BVG Aktien 80**

0,88 % –0,87 %

0,43 % –1,41 %

4,46 % n.a.

3,91 % n.a.

4,13 % n.a.

3,60 % n.a.

02.05.2006 12.12.2018

* Tranche A für institutionelle Kunden, Tranche B für Kunden von Freizügigkeits- und Säule 3a-Stiftungen ** nicht BVV2 konform

J. Safra Sarasin Freizügigkeitsstiftung / J. Safra Sarasin Säule 3a-Stiftung, Elisabethenstrasse 62, Postfach, 4002 Basel, Schweiz, Frau Anna Rita Peroncini, Telefon +41 (0)58 317 49 48, www.jsafrasarasin.ch/vorsorge Wichtiger Hinweis Diese Marketingpublikation der J. Safra Sarasin Anlagestiftung (nachfolgend «SAST») ist ausschliesslich für schweizerische Personalvorsorgeeinrichtungen bestimmt und dient nur zu Informationszwecken. Als direkte Anleger in die in diesem Dokument erwähnten Produkte sind nur in der Schweiz domizilierte steuerbefreite Vorsorgeeinrichtungen zugelassen. Dieses Dokument stellt keinerlei Anlageberatung, kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung zum Kauf oder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Finanzinstrumenten bzw. von sonstigen Produkten oder Dienstleistungen dar und ersetzt nicht die individuelle Beratung und Risikoaufklärung durch einen qualifizierten Finanz-, Rechts- oder Steuerberater. Das Dokument enthält ausgewählte Informationen, und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen und Daten («Informationen»), die als richtig, zuverlässig und vollständig erachtet werden. Die SAST hat die Richtigkeit und Vollständigkeit der dargestellten Informationen jedoch nicht überprüft und kann diese nicht garantieren. Mögliche Fehler oder die Unvollständigkeit der Informationen bilden keine Grundlage für eine vertragliche oder stillschweigende Haftung seitens der SAST für direkte-, indirekte- oder Folgeschäden. Insbesondere sind weder die SAST noch deren Anleger oder die Geschäftsführung haftbar für die hier dargelegten Meinungen, Pläne und Strategien. Die in diesem Dokument geäusserten Meinungen und genannten Zahlen, Daten sowie Prognosen können sich jederzeit ohne Vorankündigung ändern. Eine positive historische Wertentwicklung oder Simulation stellt keine Garantie für eine positive Entwicklung in der Zukunft dar. Es können sich Abweichungen zu eigenen Finanzanalysen oder anderen Publikationen der J. Safra Sarasin Gruppe ergeben, die sich auf dieselben Finanzinstrumente oder Emittenten beziehen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein erwähntes und analysiertes Unternehmen mit Gesellschaften der J. Safra Sarasin Gruppe in Geschäftsverbindung steht, wodurch sich ein potentieller Interessenkonflikt ergeben könnte. Weiterhin sind die Bank J. Safra Sarasin AG wie auch deren Konzerngesellschaften berechtigt, in die in diesem Dokument erwähnten Produkte zu investieren. Die SAST lehnt jede Haftung für Verluste, die sich aus der Weiterverwendung der vorliegenden Informationen (oder Teilen davon) ergeben, ab. Finanzprodukte und Kapitalanlagen sind grundsätzlich mit Risiken behaftet. In manchen Fällen können Kapitalanlagen nicht ohne Weiteres liquidiert werden. Anlagewerte können sowohl positiven wie negativen Wertschwankungen unterworfen sein, so dass der Investor gegebenenfalls weniger zurück erhält als er ursprünglich investiert hat. Weitere wichtige Dokumente und Informationen sind unter www.jsafrasarasin.ch/sast oder über J. Safra Sarasin Anlagestiftung, Postfach, 4002 Basel, kostenfrei erhältlich. Weder das vorliegende Dokument noch Kopien davon dürfen in die Vereinigten Staaten von Amerika versandt oder dahin mitgenommen werden oder in den Vereinigten Staaten von Amerika oder an eine US-Person (im Sinne von Regulation S des US Securities Act von 1933 in dessen jeweils gültigen Fassung) abgegeben werden. Das vorliegende Dokument darf ohne die vorherige schriftliche Genehmigung der J. Safra Sarasin Anlagestiftung weder teilweise noch vollständig vervielfältigt werden. © Copyright J. Safra Sarasin Anlagestiftung. Alle Rechte vorbehalten.


70 KOLUMNE

«HERZHAFT» INVESTIEREN, GERADE JETZT FÜR MORGEN von Martin Dätwyler

D

ie aktuelle wirtschaftliche Situation stimmt nachdenklich. Kaum haben wir über den Sommer wieder etwas Tritt ge­ fasst, rollt die zweite Coronawelle auf uns zu. Verunsiche­ rung macht sich breit: Kommt es wieder zum Lockdown? Sind die Spitäler bereit? Wie reagieren die Unternehmen? Braucht es erneut Hilfspakete? Bricht der Welthandel weiter ein? Wer investiert noch in die Zukunft? Unsicherheit resultiert auch aus den Umfragen bei den Unternehmen. Unsicherheit ist Gift für das Konsum­ verhalten und für die Investitionsbe­ reitschaft. Daher müssen wir den In­ vestitionsstau verhindern und die Chancen dafür stehen gut. Mit den günstigen Krediten aus den COVID-­ Soforthilfen steht den Unternehmen Liquidität zur Verfügung, auch um dringende Investitionen zu tätigen. Die öffentliche Hand ist bereit, die kurzfristigen, in den laufenden Bud­ gets eingestellten Investitionen zu tätigen. Soweit so gut. Um die Wirtschaftskrise nachhal­ tig zu überwinden, gilt es jedoch den Blick speziell auch auf die mit­ tel- bis langfristigen Investitionen zu richten. Sie sichern in Zukunft Produktivität, Innovation und da­ mit Arbeitsplätze. Die öffentliche Hand kann dabei wichtige Impulse leisten, indem sie Planungen und Projektierungen vorantreibt, da­ mit Klarheit schafft und für attraktive Rahmenbedingen sorgt.

Doch wo stehen die Arbeiten dazu? Das Bundesamt für Verkehr hat den SBB einen Auftrag erteilt, das Herzstück zu projektieren. Nach 18 Monaten entsteht der Eindruck, dass nur kleine Fortschritte ge­ macht werden. Ja, die Komplexität des Projekts ist hoch und genau darum ist es angebracht, ausreichend personelle Ressourcen einzu­ setzen. Das Projekt bedarf zusätzlicher Dynamik, indem die Projek­ torganisation gestärkt und damit eine Verzögerung der Arbeiten aus­ geschlossen werden kann. Die fi­ nanziellen Mittel dafür sind vor­ handen. Je rascher Klarheit über die Linienführung, die Haltestel­ len und die Bahnhofssituation herrscht, desto einfacher können Folgeinvestitionen in betroffenen Entwicklungsarealen, wie zum Bei­ spiel Klybeck oder Bahnhofs­areal ebenfalls vorangetrieben werden. Das Projekt Herzstück zeigt exem­ plarisch, wie wichtig zusätzliche Dynamik bei Infrastrukturprojek­ ten  – bei denen die Mittel bereits gesprochen sind – in der aktuellen wirtschaftlichen Situation sein kann. Gleiches gilt für den Rheintunnel, das Gebäudesanierungsprogramm, hof­ fentlich bald für das Hafenbecken3 oder die Veloschnellrouten. ■

MARTIN DÄTWYLER

Direktor Handelskammer beider Basel

Gross war die Freude als im Frühjahr  2019 das Parlament in Bern den 100 Millionen Franken- Projektierungskredit für die Durchmes­ serlinie der Regio S-Bahn – für das Herzstück  – gesprochen hat. Finanzielle Mittel, die bereitstehen, um das Jahrhundertprojekt im Ausbau der Regio S-Bahn bis ins Jahr  2025 zu projektieren. Ein dop­ pelter Glücksfall: Mittel um künftig ein leistungsfähiges S-Bahn­ system betreiben zu können und Mittel, die jetzt in der Krise inves­ tiert werden können, um Stabilität und Klarheit zu schaffen.

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72 AKTUELL

DR. IUR. BERNHARD MADÖRIN

«DIE KREATIVITÄT IST IN MIR» ZURZEIT SETZT DER BASLER JURIST BERNHARD MADÖRIN VOLL UND GANZ AUF KUNST: EIN KONZEPT, DAS EIN EIN-, ZWEI- ODER DREIFARBIGES BILD DARSTELLT, WELCHES AUS EINER GRUND- UND EINER SCHRIFTFARBE BESTEHT. DIE SCHRIFT BESCHREIBT DIE FARBE IN WORTEN, DIE AUS GRUNDFARBE UND SCHRIFTFARBE ENTSTEHT, WOBEI DIE GESCHRIEBENE FARBE SELBST NICHT ERSCHEINT. «DIESE VARIANTE LÖST BEI DEN BETRACHTERN EINEN KOMPLEXEN GEDANKENPROZESS AUS», SAGT MADÖRIN.» TEXT UND INTERVIEW VON FREDI KÖBEL, WWW.ARTANDBOOKS.CH

B

ereits über ein Dutzend Fachbücher hat Dr. iur  Bernhard Madörin (geb. 1959 in Basel) geschrieben. Vor zwölf Jahren erregte er zusammen mit Dr. med. Hanspeter Braun für Aufsehen mit einem Buch über die Traditionelle Chinesische Medizin (Preis für Alternativmedizin 2008) – und mit den Ermittlungs­romanen «Tödliche Gene» und «Tanja» (mit Co-Autor Robert Gloor) wagte er sich auch erfolgreich ins Krimifach. Jetzt startete er mit dem grafischen Konzept «Colorwor(l)d» ein neues Projekt, welches gross eingeschlagen hat und trotzdem noch über ein Steigerungspotenzial verfügt. Übrigens: «Colorwor(l)d» ist beinahe schlafwandlerisch entstanden …

EIN UNENTDECKTES FARB- UND WORTSPIEL Das Zusammenspiel von Farbe und Wort ist das Grundprinzip von «Colorwor(l)d» unter Anwendung eines Stroop-Effekts (vgl. John

GESCHÄFTSFÜHRER WINTER 2020 / 21

Ridley Stroop, Studies of intereferences in serial verbal reactions), einem Phänomen, das auf Farberkennung und Leseprozessen basiert  – Madörin präsentiert ein unentdecktes Farb- und Wortspiel. Beim Konzept «Colorwor(l)d» wird eine physikalische Farbmischung angewandt: Bei den Betrachtern löst die Darstellung der Farben ein reaktives Verhalten aus. Die im Programm «Colorwor(l)d» mitarbeitenden Personen zeigen denn auch nach kurzer Zeit eine rasch wachsende Kreativität, da die Anwendung und Kombination von additiver und subtraktiver Farbdarstellung reichhaltige Varianten ermöglichen  – und das mit einigen Überraschungen. Im Gegensatz zur einfachen Farbdarstellung löst die hier gewählte Variante bei den Betrachtern einen komplexen Gedankenprozess aus – einen mehrstufigen Gedankenprozess, der Partizipation des Betrachters unabdingbar macht. Die Grundidee des Konzepts besteht darin, dass der Betrachter ein Bild sieht, welches aus ein, zwei oder drei Farben und einem


AKTUELL 73 Schriftzug besteht. In Schrift wird die Farbe in Worte geschrieben, die aus Grundfarbe und der Schriftfarbe entsteht, wobei die geschriebene Farbe selbst nicht erscheint.

habe jedoch höchst selten an den Wochenenden gearbeitet und immer Ferien genommen. Der Erfolg: Ich bin seit 36 Jahren mit der gleichen Frau verheiratet!

VIELSEITIG EINSETZBARE KUNSTFORM

Sie sind kein Grafiker – eigentlich spielen bei Ihnen eher Zahlen und Worte im beruflichen Alltag eine Rolle. Woher kommt diese zusätzliche Fähigkeit? Braucht es da einfach eine «zusätzliche» Be­ ziehung zu anderen Kunstformen? Die Kreativität ist in mir. Sei es im Beruf mit innovativen Ideen, sei es als Krimiautor, sei es als Künstler.

Madörins variable und vielseitig einsetzbare Kunstform wurde in Zusammenarbeit mit einem Grafikbüro realisiert – mit Denise Barth fand der Künstler die richtige Partnerin für eine optimale Realisierung. Gemeinsam wurden die ersten Kunstwerke entworfen; 2018 konnten die Ergebnisse öffentlich präsentiert werden – der äusserst kreative Jurist fasste nun auch Fuss in der Kunstwelt. Im Interview mit Dominique Zahnd (www.regio-info.ch) präzisierte Madörin seinen künstlerischen Einstieg: «Ich bin vielseitig interessiert und in meiner Freizeit lebe ich meine kreative Seite aus. Die zündende Idee kam mir vor einem Jahr, und ein paar Tage später habe ich mich darüber mit einem Kunstprofi unterhalten.» Es gab bisher keine anderen Künstler, die eine ähnliche Idee hatten. «Ich musste natürlich sichergehen, dass mein Konzept einmalig ist», sagt Madörin im Interview. Der Basler freut sich: «Mein Kunstkonzept war tatsächlich eine Weltneuheit!»

«ICH SETZE MIR KEINE GRENZEN» Zuerst stellte sich natürlich die Frage, wo die Bilder überall hängen sollten. Im Interview mit Dominique Zahnd hat Bernhard Madörin klare Vorstellungen: «Ich setze mir keine Grenzen, alles ist möglich. Das Spannende an meiner Idee ist, dass wir grössere Bereiche und Räume mit poppigen Grafiken zu moderaten Preisen ausschmücken können. Und Madörins Kunst sind (noch) keine Grenzen gesetzt. «Schon damals wusste ich, dass dieses Konzept über die Grundidee hinaus noch ganz andere Möglichkeiten bietet», verrät Bernhard Madörin. Und ergänzt: «Jedes Bild ist anders, die Grundkomponenten Farbe und Schriften bleiben jedoch gleich.» Apropos Sprachen: In einem weiteren Schritt kamen dann weitere Sprachen dazu – auch aussereuropäische, die den Bildern eine ausserordentliche Lebendigkeit verleihen.

TOLL ILLUSTRIERTES BUCH Über das Kunstkonzept «Colorwor(l)d», das erstmals im November  2017 an der Weltkonferenz von Morison KSi einem breiteren Publikum als Preview vorgestellt wurde, ist beim Münster Verlag auch ein Buch erschienen. Das Buch beschreibt das Kunstprojekt «Colorwor(l)d» und zeigt eine reichhaltige Auswahl an Grafiken und Gemälden. Illustriert wird das künstlerische Wirken Madörins durch einen erläuternden Text von Maria Becker sowie Fotos von Dominique Zahnd. Dominique Zahnd: Herr Madörin, bevor wir über Ihr neues Kunstkonzept «Colorwor(l)d» sprechen, sei folgende Frage gestellt: Neben Ihrem Hauptjob als CEO einer Unternehmensberatungsgruppe, Poli­ tiker, Experte auf verschiedenen Gebieten sowie als Autor zahlreicher Publikationen und jetzt Ihr neustes Projekt – wie bringen Sie das alles unter einen Hut? Hat Ihr Tag mehr als 24 Stunden? Und was sagt Ihre Familie dazu? Dr. iur. Bernhard Madörin: Ich bin ein erfolgreicher Unternehmer. Das heisst, man baut ein gutes Team auf und gibt den Menschen im Betrieb Vertrauen und Kompetenzen. Damit werden Arbeiten und Aufgaben delegiert, was Freiraum gibt. Dies war natürlich nicht von Anfang an so, sondern musste hart erarbeitet werden. Entsprechend habe ich jetzt auch mehr Zeit für die Familie, was früher weniger war. Ich

Wie entstand die Idee für dieses neue Kunstkonzept «Colorwor(l)d»? In einem Interview sagten Sie einmal, dass Ihnen vom Grenzzustand zwischen Bewusstsein und Schlaf Ideen und Geschichten einfallen. Und wie selbst bringen Sie dieses Konzept auf einen Nenner? Ich schlafe fünf bis sechs Stunden und liege anschliessend noch ein – zwei Stunden im Bett. Hier bin ich wach oder im Halbschlaf. In dieser Zeit denke ich über viel nach, ohne Struktur. Da ist man kreativ. Darf man von Ihnen in Zukunft noch weitere Kunstformen in dieser Art erwarten? Oder schweben Ihnen bereits andere, neue Ideen im Kopf herum? Im Bereich Kunst beschränke ich mich auf das Konzept «Colorwor(l)d». Es sei denn, mir käme eine neue explosive Kunstidee. Wo sind Ihre Bilder zurzeit zu sehen? Leider leidet die Kunst unter Corona. Eine komplette Ausstellung ist an der Gartenstrasse 95 in Basel (bei artax) zu sehen. Apropos Bilder, die an Wänden hängen: Schwebt Ihnen im Hinter­ kopf, dass Ihre Kunst auch bald andere Designmöglichkeiten aus­ schöpfen könnte? Zum Beispiel auf Taschen oder auf Uhren – etc.? Absolut. Das Kunstkonzept ist ausbaubar. Bei den Taschen habe ich auch schon an die «Freitag»-Taschen gedacht. Weitere Möglichkeiten sind LED-Wände mit variierenden Farbkompositionen und dreidimensionale Objekte. Schlussendlich liessen sich auch noch Darstellungen mit Früchten ausbauen. Eine rote Orange auf gelbem Hintergrund mit dem Text: «this Orange is orange» oder eine rote Nuss auf grünem Hintergrund mit dem Text «this nut is brown». ■

INFOS ZUM AUTOR Dr. iur. Bernhard Madörin (*1959 in Basel) ist CEO der Unternehmens­beratergruppe Artax Fide Consult, Politiker und Experte auf den Gebieten Recht, Steuern und Rechnungslegung. Neben zahlreichen Publikationen in seinem Fachgebiet schrieb er 2008 ein preisgekröntes Buch über Traditionelle Chinesische Medizin und widmete sich in den vergangenen Jahren auch der Prosa.

COLORWOR(L)D Bernhard Madörin Münsterverlag November  2020 ISBN: 978-3-905896-92-3

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74 AKTUELL

DESINFEKTION DURCH LICHT

LICHT REINIGT DEN RAUM LICHT WIRKT POSITIV AUF DEN MENSCHEN UND SEINE UMGEBUNG – IN VIELERLEI HINSICHT. ES BESTIMMT DEN NATÜRLICHEN RHYTHMUS UND MACHT GLÜCKLICH. LICHT IST DIE BASIS VIELER INNOVATIVER TECHNOLOGIEN, DIE DEM MENSCHEN HELFEN UND SEIN WOHLBEFINDEN STEIGERN. ALS REAKTION AUF DIE AKTUELLEN GESCHEHNISSE UNSERER ZEIT, WURDE NUN EINE NEUE LICHTTECHNOLOGIE ENTWICKELT, WELCHE DIE UMGEBUNG DURCH BELEUCHTUNG DESINFIZIERT. VON GEORG LUTZ

K

önnen Räume durch Licht desinfiziert werden? Diese Frage beschäftigt Lichthersteller bereits seit geraumer Zeit, die Corona-Pandemie beschleunigte diese Forschung nun aber deutlich. Das Ergebnis ist, dass speziell gesteuertes Licht, Krankheitserreger tatsächlich bekämpfen kann. Hier gilt es zwei Technologien zu unterscheiden: Erstens werden dem sichtbaren Licht violette Anteile zugefügt, was dazu führt, dass Bakterien, Pilze und Schimmel vollständig abgetötet werden. Hierbei handelt es sich um eine schonende Keimreduktion, die für Menschen, Tiere und Pflanzen völlig ungefährlich ist. Die UVC-Methode geht zweitens noch einen Schritt weiter, hier werden im Bereich des nicht sichtbaren Lichts neben Bakterien, Pilzen und Schimmel auch Viren zuverlässig per UV-Licht abgetötet. Da UV-Licht bekanntlich für den Menschen schädlich ist, berücksichtigt das intelligente System, dass diese hoch effektive Desinfektion in Abwesenheit von Personen durchgeführt wird.

NEUE PERSPEKTIVEN Das Ergebnis intensiver Lichtforschung und technologischen Fortschritts und zeichnet sich durch eine perfekte Balance zwischen Effizienz, Farbwiedergabe und Desinfektion aus. Das Licht reinigt den Raum und gibt Sicherheit überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen und maximale Hygiene gefordert ist: in Krankenhäusern und Arztpraxen, Altenheimen, Fitnessstudios, Hotels und Restaurants, Büros, Geschäften oder Schulen. Es gibt zusätzlich die Möglichkeit den Wirkungsgrad und die Anwendungsdauer bequem per App zu steuern. Diese Produktneuheit strahlt ein Licht aus, welches das höchste Gut des Menschen schützt: seine Gesundheit. ■

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76 AKTUELL

DER FALSCHE WEG von lic. phil. Frank Linhart

A

m 29. November stimmt die Schweiz über eine für die Wirt­ schaft höchst gefährliche Initiative ab, über die Volksinitia­ tive «Für verantwortungsvolle Unternehmen – zum Schutz von Mensch und Umwelt». Die Initianten haben mittlerweile zwar den medienwirksamen Titel «Konzernverantwortungsinitiative» für ihr Vorhaben etabliert, dieser ist jedoch schlichtweg falsch, denn – wie es der eigentliche Name ja sagt: Unternehmen (auch KMU) ganz generell wären betroffen, nicht nur grosse Konzerne. Schon heute engagieren sich Schweizer Firmen weltweit an vorderster Front für die Verbesserung von Menschen­ rechten und Umweltschutz. Auch in Ländern, in denen beispielsweise Kin­ derarbeit oder ungenügend umge­ setzte Umweltschutzregulierungen vorkommen, arbeiten sie eng mit loka­ len Partnern zusammen und suchen nach Lösungen, um die Verhältnisse zu verbessern. Die Unternehmens-­ Verantwortungs-Initiative zerstört diesen konstruktiven Weg. Sämt­liche Schweizer Unternehmen könnten künf­ tig haftbar gemacht werden für be­ hauptete Verstösse von Dritten, zum Beispiel  von Lieferanten. Unsere Fir­ men werden so weltweit erpressbar  – und quasi gezwungen, sich aus riskan­ ten Ländern zurückzuziehen und die Zusammenarbeit mit lokalen Geschäftspartnern zu beenden. Damit stellt die Initiative nicht nur die gesamte Schweizer Wirtschaft vor massive Komplikationen, son­ dern schadet auch den Menschen in den Entwicklungsländern  – also denjenigen, denen sie ja angeblich helfen will … Gemäss der Initiative müssten Schweizer Unternehmen künftig über eine Sorgfaltspflichtprüfung sicherstellen, dass von ihnen kontrollierte Unternehmen und sämtliche Geschäftsbeziehungen weltweit  – dar­ unter fallen auch Kunden und Lieferanten – international anerkannte Menschenrechte und Umweltstandards einhalten. Die Schweizer Fir­ men müssen dies auch jederzeit beweisen können. Gelingt ihnen die­ ser Beweis nicht, dann haften sie für den Schaden aufgrund einer Verletzung von Menschenrechten oder Umweltstandards – auch wenn dieser durch ein Drittunternehmen verursacht wurde, welches für das Schweizer Unternehmen oder seine Tochtergesellschaften im Ausland Leistungen erbracht hat. Bei Verstössen im Ausland können künftig Schweizer Gerichte angerufen werden. Falls die Kläger die

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Gerichtskosten und die eigenen Anwaltskosten nicht aus eigener Kraft zu finanzieren vermögen, haben auch ausländische Kläger Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege in der Schweiz. Bundesrat, Parlament und die Wirtschaft lehnen die völlig übers Ziel hinausschiessende Initiative klar ab. Die berechtigten Anliegen der Initianten wurden von den Politikern aber nicht einfach überhört. Das Par­ lament nahm sie auf und verabschie­ dete einen indirekten Gegenvorschlag, der automatisch in Kraft tritt, wenn das Volk die Initiative ablehnt. Dieser Ge­ genvorschlag nimmt den international erprobten Ansatz auf, welcher von vie­ len Staaten und Territorien in den letz­ ten Jahren implementiert worden oder derzeit in Planung ist. Er schafft über neue Offenlegungs- und Transparenz­ pflichten sowie die Einführung spezifi­ scher Sorgfaltspflichten zu Kinderarbeit und Konfliktmineralien die Basis für eine international abgestimmte und sachgerechte Regulierung  – und somit einen Weg der Zusammenarbeit, nicht des Gegeneinanders. Das ist besser für alle, in der Schweiz und in den ärmsten Ländern. Der Gegenvorschlag sorgt auch dafür, dass die Schweiz ihre Ge­ setzgebung im Gleichschritt mit ihren wichtigsten Partnerländern weiterent­ wickeln kann. Eine solche international koordinierte Herangehens­ weise ist für den Schweizer Wirtschaftsstandort essenziell. Machen wir also den Weg dazu frei – und sagen am 29. November NEIN zur radikalen Unternehmens-Verantwortungs-Initiative! ■

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78 BAUEN & WOHNEN

VISION KLYBECKPLUS

EIN MEHRWERT FÜR BASEL DAS KLYBECKAREAL, JAHRZEHNTELANG PRODUKTIONSORT DER CHEMISCHEN INDUSTRIE, SCHAUT EINER NEUEN ZUKUNFT ALS VIELFÄLTIGES STADTQUARTIER ENTGEGEN. FÜR DIE NÄCHSTEN PLANUNGSSCHRITTE STELLEN DIE DREI PLANUNGSPARTNER CENTRAL REAL ESTATE BASEL AG, SWISS LIFE – ALS NEUE GRUNDEIGENTÜMERINNEN DER EHEMALIGEN AREALE VON NOVARTIS UND BASF IM KLYBECK – SOWIE DER KANTON BASEL-STADT NUN DIE «VISION KLYBECKPLUS: EIN MEHRWERT FÜR BASEL» VOR.

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G

Bereits 2017 formulierte Beat Aeberhard, Kantonsbaumeister und Leiter S & A, im Interview mit dem «Geschäftsführer», wie man sich das neue Stadtquartier vorstellen könnte: «Rund 300’000 m², das sind mehr als 40 Fussballfelder, oder ca. 285’000 m² Werkareal plus angrenzende Grünflächen, Freiräume und Strassen können als eine grosse, zusammenhängende, bisher abgeschlossene Fläche entwickelt werden. Daraus soll ein lebendiges Quartier wachsen – mit allen entsprechenden Angeboten, öffentlichen Einrichtungen und der Verkehrserschliessung, die es dazu braucht. Die Basler Bevölkerung profitiert von zusätzlichen Wohnungen, neuen Arbeitsplätzen – zum Beispiel für das Gewerbe oder den Detailhandel – von Einkaufsmöglichen, Freizeitangeboten und öffent­ lichen Grün- und Freiflächen.» >

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leichzeitig startet die städtebauliche Planung, welche diese Leitideen konkretisiert. Die Vision wurde in Zusammen­ arbeit mit den Zukunftsforscherinnen von «kühne wicki» erarbeitet. Die Vision nimmt auch Wünsche und Anliegen auf, die in der öffentlichen Beteiligung in Planungsphase 1 geäussert worden sind. Das Klybeckareal hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Vier prägende Charakteristika ziehen sich durch die Vergangenheit: Das Areal als Reserve­land, das grosses Denken ermöglicht, die Kraft von Experimenten im Labor, der Ort des produktiven Schaffens und neue Wirklichkeiten, die nach sozialer Innovation verlangen. Diese bisherigen Kernthemen sollen nun auch das Fundament für die weitere Entwicklung des Areals bilden.

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80 BAUEN & WOHNEN

VIER STOSSRICHTUNGEN Unter Einbezug von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mega­ trends sowie der Ergebnisse und Impulse aus Planungsphase 1 haben die Planungspartner nun vier Stossrichtungen formuliert: § Mehr Mut zu grossem Denken. klybeckplus ist gross und bietet Raum für grosses, wegweisendes Denken. Die Fläche lädt ein, über bestehende Grenzen hinauszublicken und festgefahrene Muster zu hinterfragen. Baulich und räumlich, sozial und wirtschaftlich, im Zusammenspiel von Lebensbereichen und Nutzungen. § Mehr Experimentierfreude. klybeckplus sucht spielerisch und lustvoll nach neuen Lösungen, dort wo die Stadt der Zukunft vor beispiellosen Herausforderungen steht: Klima, Bebauung und Energie, Mobilität und Freiraum. Neue Aufgaben verlangen nach aktivem Ausprobieren und Dazulernen. § Mehr Produktionsstätten für die Zukunft. klybeckplus denkt in lokalen Kreisläufen. Hier lebt der schöpferische Geist, hier wird erschaffen

und wiederverwendet  – dank einem nachhaltigen, sauberen Ineinandergreifen von Entwicklung, Produktion und Nutzung. § Mehr soziale Innovation. klybeckplus ebnet den Weg für eine Durch- statt Entmischung, für ein Mit- statt Nebeneinander, für neue Formen des Zusammenlebens und der Nachbarschaft. Verschiedene Wohnformen und verbindende Frei- und Zwischenräume schaffen Gemeinschaft.

IMPULSE SETZEN UND DIE VISION ERLEBBAR MACHEN klybeckplus ist ein Generationenprojekt. Die Vision bildet einen Orientierungspunkt für den Dialog unter den Beteiligten und Interessierten wie auch für die städtebaulichen Planungsarbeiten. Um die Entwicklung sichtund greifbar zu machen, werden die Planungspartner in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren in den nächsten Monaten Initialprojekte und -prozesse anstossen, die den Ort und die Vision schrittweise mit Leben füllen.

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AUSBLICK AUF PLANUNGSPHASE 2 Mit dem Vorstellen der Vision haben die Planungspartner Planungsphase  2 von klybeckplus beziehungsweise die Erarbeitung eines städtebaulichen Leitbilds und eines städtebaulichen Vertrags eingeläutet. In dieser Phase spielt die fachübergreifende Zusammenarbeit eine zentrale Rolle. Für die Leitbild­entwicklung haben sie ein interdisziplinäres Planungsteam zusammengeführt, welches aus Diener & Diener Architekten aus Basel, Vogt Landschafts­architekten aus Zürich und Gruner Verkehrsplaner aus Basel besteht. Ein Begleitgremium unter Leitung und Moderation von Rainer Klostermann (Feddersen & Klostermann) unterstützt das Planungsteam zusammen mit Vertretern der kantonalen Fachstellen. Die Arbeiten wurden im August  2020 aufgenommen und dauern ungefähr bis Mitte  2021. Anschliessend wird der städtebauliche Vertrag ausgearbeitet, der die weitere Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und den privaten Grundeigentümerinnen regelt und gegenseitige Rechte und Pflichten definiert.

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© klybeckplus / BASF / Novartis

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MITWIRKUNG DER ÖFFENTLICHKEIT UND VON BEVÖLKERUNGSGRUPPEN Wie in den bisherigen Planungsschritten wird die Bevölkerung auch in Planungsphase  2 eingebunden. Nach einer im Herbst 2020 stattfindenden öffentlichen, virtuellen Infoveranstaltung wird es zwei analoge Dialog­gefässe in kleinerer Runde geben. Hierzu sollen auch Vertreterinnen und Vertreter von Interessengruppen eingeladen werden, die bisher im Projekt noch wenig zu Wort gekommen sind. Dies betrifft zum Beispiel die Jugendlichen, also jene Generation, die im zukünftigen Stadtteil leben und arbeiten wird. Ebenfalls noch vor Abschluss der Leitbildentwicklung sind weitere öffentliche Massnahmen vorgesehen wie zum Beispiel eine analoge Beteiligungsveranstaltung und eine analoge Informationsveranstaltung. ■

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Fotografie: Thomas Rauch, Kreativbude Basel

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APS DESIGN – ANDRÉ SCHNEIDER

SEIT 20 JAHREN IM DIENSTE DER INNENARCHITEKTUR DIE REGION BASEL HAT MIT IHM EINEN AUSGEZEICHNETEN UND INNOVATIVEN INNENARCHITEKTEN. EIN INNENARCHITEKT DER GARANTIERT IMMER EINE KREATIVE IDEE HAT. ANDRÉ SCHNEIDER IST MIT APS DESIGN SEIT ÜBER 20 JAHREN ERFOLGREICH UNTERWEGS. DIES AUS GUTEM GRUND.

GESCHÄFTSFÜHRER WINTER 2020 / 21


K

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urz und Bündig: Seine Arbeiten begeistern! Und darüberhinaus sind die Arbeiten von André Schneider erstklassig, durchdacht und immer präzise ausgeführt. Verspielte Details sind ihm ebenso wichtig wie Funktionalität. «Die kreativste Idee nützt nichts, wenn sie nicht Anwenderfreundlich ist», meint der sympathische Reinacher. Mit APS Design hat der Kunde einen Partner, der das ganze Projekt plant, koordiniert und realisiert.

GASTROPLANUNG Eine beeindruckende Referenzliste hat André Schneider im Gastro­ bereich. Zahlreiche Restaurants, davon auch einige in Basel, haben ihre Räume durch ihn gestalten lassen. In diesem Segment übernimmt er auch gleich die Planung der Gastroküche und die Gestaltung der Bar­a nlagen.

SEIN NEUSTES PROJEKT: RESTAURANT SOUVENIR BASEL Wer durch die Steinenvorstadt in Basel schlendert, entdeckt dabei das neue Restaurant Souvenir. Ein Referenzprojekt das André Schneider zu Recht mit Stolz erfüllt. Die freundlichen Innenräume, mit den teilweise kunstvollen Elementen, wurden von Grund auf neu konzipiert und gestaltet. Ein Highlight ist mit Sicherheit die Rooftop-Bar im 6. Ober­ geschoss, mit gemütlichen Terassen und fantastischem Blick auf Basels Dächer. Kurz: Ein beeindruckendes Gesamtwerk. ■

APS DESIGN – ANDRÉ SCHNEIDER Im Baumgarten 11 CH-4144 Arlesheim Telefon +41 (0) 61 701 24 93 a.schneider@apsdesign.ch

Fotografie: Thomas Rauch, Kreativbude Basel

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GESCHÄFTSFÜHRER WINTER 2020 / 21


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FRED SENN AG

HOLZFEUERUNGSANLAGEN ALS ECHTE ALTERNATIVE DIE FRED SENN AG HAT SICH VOM KLASSISCHEN KAMINFEGERBETRIEB IN EINEM SICH WANDELNDEN ENERGIEMARKT ZU EINEM MODERNEN DIENSTLEISTER FÜR GANZHEITLICHE LÖSUNGEN RUND UM DIE THEMEN HEIZEN, FEUER UND ENERGIE GEWANDELT. INSBESONDERE IM BEREICH HOLZFEUERUNG ENTWICKELT SICH DAS UNTERNEHMEN IMMER MEHR ZUM DIESBEZÜGLICHEN KOMPETENZZENTRUM, DAS SEINE MITARBEITENDEN AUCH ENTSPRECHEND WEITERBILDET. INTERVIEW MIT FRED SENN

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ach wie vor warten und kontrollieren die ausgebildeten Kaminfeger der Fred Senn AG mit grossem Know-how sorgfältig und zuverlässig Heizungs- sowie Feuerungsanlagen und sorgen für den entsprechenden Brandschutz, aber das Traditionsunternehmen – dessen Anfänge auf das Jahr 1902 zurück­ gehen und das Fred Senn vor genau 30 Jahren von seinem Vater übernommen hat  –, bietet vor allem auch Hausbesitzern, Bauherren und Architekten bei der Wahl einer neuen Feuerungsanlage – ob Holz-, Gas- und Ölheizungen  – kompetente sowie neutrale Beratung und erarbeitet den optimalen Mix zwischen Anschaffungs-, Betriebs-, Unterhaltskosten und Umweltschutz oder Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung durch Subventionen. Die Fred Senn AG ist zudem in der Region Basel amtlicher Feuerungs­kon­trolleur der Gemeinden Birsfelden, Kilchberg, Münchenstein, Muttenz, Rünenberg, Therwil und Zeglingen. Im Gespräch mit dem «Geschäftsführer» informiert Fred Senn über den wachsenden Trend zu Heizungsanlagen, welche mit Holzpellets befeuert werden, und deren herausragenden Merkmale. «Geschäftsführer»: Was sind die Vorteile von Pelletheizungen? Fred Senn: Energie aus Holz ist erneuerbar. Holzpellets sind preisstabil und günstiger als fossile. Automatische Pelletheizungen reduzieren den Betriebsaufwand auf ein Minimum. Der Einbau von Pelletanlagen ist einfach und problemlos. Bestehende Radiatoren- oder Fussbodenheizungen können weitergenutzt werden, und man kann die Heizung mit Solaranlagen kombinieren. Mit Pelletheizungen ist eine sehr saubere Verbrennung möglich und sie benötigen für den Betrieb sehr wenig Strom. Pelletheizungen sind also eine veritable Alternative zu Wärmepumpen, Fernwärme oder Gas?

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Absolut. Hausbesitzer, welche ihre alte Ölheizung ersetzen müssen, können oft nicht darauf warten, bis sie endlich an das Fernwärmenetz angeschlossen werden – die IWB sprechen davon, dass in vielen Quartieren die Fernwärme erst in zehn Jahren kommt – Ausnahmebewilligung für den Einbau einer Gasheizung werden nicht telquel erteilt, und Wärmepumpen liefern bei kalten Temperaturen je nachdem zu wenig Leistung. Was kann die Fred Senn AG den Kunden in Bezug auf Holzfeue­ rungsanlagen anbieten? Wir führen die Kontrollen von Holzfeuerungsanlagen durch, welche – gesetzlich vorgeschrieben – alle vier Jahre durchgeführt werden müssen und warten die Anlagen regelmässig mindestens ein Mal pro Jahr. Nach erfolgreich abgeschlossener Weiterbildung und Prüfung können wir unseren Kunden auch eine Holzfeuerungskontrolle, beziehungsweise Messung des Standards MT3 / AB 3 / AT 3, anbieten. Dabei handelt es sich um eine spezialisierte Kontrolle für kleine Holzfeuerungsanlagen bis 70 kW Leistung. Wir sind zudem bislang der einzige Kaminfeger-­Betrieb in Basel-Stadt, der in Sachen Holzfeuerung berät. ■

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Lieben Sie es, nach Hause zu kommen? Diese Frage wird hoffentlich jeder mit JA beantworten. Wie die Menschen, die sich so gern in ihren eigenen vier Wänden aufhalten, weil sie absolut glücklich sind mit ihrer Wohnsituation. Harmonische Farben, stilvolle Möbel, eine funktionale Küche, wo man sich gern mit Freunden trifft.... Falls da doch ein kleines NEIN in Ihnen lauert, dann können Sie mich gern kontaktieren und wir finden gemeinsam heraus, was es braucht für ein 100 %iges JA. Soforthilfe (2 Stunden vor Ort) Gesamtkonzepte für Neu- u. Umbauten, Business Neubauberatung (Grundrissoptimierung) Materialberatung (Wandbelege, Böden, Farben) Einkaufsberatung & Möblierung Terrassen- und Gartenplanung Gern können wir einen Termin vereinbaren. Ich freue mich auf Sie! Nicole Bahc

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86 BAUEN & WOHNEN

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D

ie Ansprüche an Einfamilienhäuser sind heutzutage vielseitig. «Es ist spannend zu sehen, wie lebendig sich die Architektur entwickelt. Neue Herausforderungen werden von den Architekten mit viel Kreativität und Mut in Angriff genommen und es entstehen dadurch überraschende neue Lösungen. Jenseits von formalen Ansätzen steht meist ein starkes Konzept im Vordergrund, welches der Beständigkeit von Architektur und der

Ein- und Mehrfamilienhäuser, Umbau oder Gewerbebauten

sich oft über die Zeit verändernden Nutzung gerecht wird. Diese Entwicklung wurde mit den diesjährigen ausgezeichneten Projekten gewürdigt», sagt Tobias Schwarzer, der Initiator des best architects award.

TEAMWORK FÜR QUALITÄT Bei den vielen Einsendungen ist es schwierig, Richtlinien festzulegen, an denen die unterschiedlichen Ansätze gemessen werden sollen, weiss

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der Juror Patrick Schmid. «Lassen sich überhaupt Kriterien fest­legen, anhand derer unterschiedliche Interventionen vergleichbar werden? Und wessen Leistung soll denn honoriert werden? Gewiss, der best architects award richtet sich in erster Linie an Architekten. Aber jeder Architekt weiss, dass für ein gutes Gebäude sein eigenes Zutun allein nicht ausreicht: Mindestens ebenso entscheidend ist immer auch die Rolle, welche etwa Bauherrschaften und Behörden spielen. Ein Bauwerk von ausserordentlicher Qualität zeugt also immer auch von einem besonders konstruktiven Zusammenwirken aller beteiligten Akteure. Wenn wir nun vor den Resultaten unserer Jurierung stehen, dann wird klar, dass sich die prämierten Projekte durch genau jenes Zusammenspiel der Beteiligten auszeichnen. Sie schaffen es, über starke Ideen auf einer höheren Ebene etwas zu bewirken: Sie leisten einen Beitrag zu unserer Gesellschaft.» Ein Einfamilienhaus, das heisst also schon lange nicht mehr vier Wände mit einem Dach und im besten Fall einem kleinen Garten. Neben Ästhetik werden auch Nachhaltigkeit und Regionalität immer wichtiger. Dabei wird besonderer Wert auf die Materialien und deren Verarbeitung gelegt. Bei den Einsendungen in der Kategorie Einfamilienhaus überrascht es daher wenig, dass bei neuen Häusern Holz und Glas dominieren.

INNOVATION UND NACHHALTIGKEIT Moderne Einfamilienhäuser sind schon lange keine Serienprodukte oder auffällige futuristische Bauten ohne jeden Alltagsbezug mehr. Vielmehr liegt der Fokus darauf, das Gebäude wie auch das Leben der Bewohner mit den natürlichen Bedingungen zu verflechten.

© Eligio Novello

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Der Neubau soll nachhaltig und anpassungsfähig sein.

In der Kategorie «Einfamilienhäuser» schaffte es das Büro Aretz Dürr Architekten aus Köln (D) mit dem Projekt «Haus D // 6», den Goldrang zu erreichen. Sie kreierten ein Wohnhaus, das vor allem kostengünstig und nachhaltig ist, dabei jedoch wertig und beständig bleibt. Die Umgebung wird fliessend in den Wohnraum einbezogen, sodass ein einladendes Miteinander entsteht. Dieses Einfamilienhaus ermöglicht so das Wohnen im Einklang mit der Umgebung und der Natur. Seine Gestaltung beschränkt sich auf das Notwendige und demonstriert, dass es keinen grossen Prunk braucht, um komfortabel zu leben. >

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Aus einer alten Remise wurde ein modernes kleines Wohnhaus mit drei Ebenen.

Ähnlich präsentiert sich auch das Projekt «Kleines Haus» aus dem Büro Lukas Lenherr Architektur aus Zürich (CH). Hier wurde in einer Remise Platz für drei Zimmer geschaffen, die Öffnungen im Inneren verknüpfen die Räume und schaffen Durchblicke nach draussen. Korridore gibt es auf den so entstandenen knapp 100 Quadratmetern nicht, das Haus besteht aus Sequenzen von Räumen, die auf diese Weise erfahrbar werden. Alle verwendeten Materialien sind natürlich belassen, das Erscheinungsbild ist klar und reduziert. Die Holzfassade aus regionalem Bestand wird sich im Laufe der Jahre mit der natürlichen Witterung verfärben, auch die Montagetechniken sind absichtlich sichtbar belassen worden. Auf dieseWeise ist ein zurückhaltender Bau entstanden, der sich in den historischen Kontext der umliegenden Gebäude einfügt und den Ort nachhaltig prägt.

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Das restaurierte Haus erstrahlt wieder in seiner originalen Farbgebung.

BEWUSSTES WOHNEN Im Mittelpunkt steht also das Zusammenspiel mit der Natur und den historischen wie auch aktuellen Gegebenheiten, um ein harmonisches Gesamtkonzept zu erreichen. Die Einfamilienhäuser sollen (Wohn-)Raum schaffen und trotzdem verankert sein. Ein modernes Zuhause bedeutet schon lange nicht mehr auf Hochglanz polierte Marmor- oder Metallflächen und geometrische Strukturen. Vielmehr soll im Grundriss, in den Materialien und natürlich in der Lage eine Nähe zur Natur bewahrt und ein Zugang dazu ermöglicht werden. Auch der traditionelle Grundriss mit abgeschlossenen Räumen und fester Aufteilung rückt immer mehr in den Hintergrund, stattdessen gibt es fliessende Übergänge und grosszügige Strukturen. Neubau-

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Die Sanierung älterer Gebäudestrukturen ist ein Balanceakt zwischen Tradition und Innovation.

ten begegnen unter den Einsendungen in einer Bandbreite von opulent bis sparsam, doch immer kommt es auf Nachhaltigkeit und Natürlichkeit an. Natürlichkeit nicht nur im Sinne der Materialien, sondern auch in der Art, wie sich das Gebäude in die Umgebung einfügt und schliesslich auch in der Entstehung. Die Rückbesinnung auf vergangene Zeiten und Werte zeigt sich auch in der Bauart der einzelnen Gebäude: Man setzt sich auf einer zeitgenössischen Ebene mit dem Handwerk auseinander, es geht darum, etwas Dauerhaftes zu erschaffen und verantwortungsvoll mit der Grundfläche und den Gegebenheiten umzugehen. Die Sieger haben sich durchgesetzt aufgrund ihres kreativen Umgangs mit den zeitgenössischen Anforderungen und Präferenzen. Zeit­gemässes Wohnen, das heisst heute

auch bewusstes Wohnen. Bewusster Bezug zur Natur, zur Vergangenheit und schliesslich auch zu sich selbst.

RESPEKTVOLLER UMGANG MIT DER VERGANGENHEIT Doch nicht nur Neubauten konnten die Jury überzeugen. Auch jahrhundertealte Gebäude, die eine Restaurierung oder Sanierung erfahren haben, gehören zu den Preisträgern. Wer hier an schiefe Fachwerkhäuser mit niedrigen Decken und winzigen Fenstern denkt, liegt falsch: In einem Balanceakt zwischen Tradition und Innova­t ion entstehen hier Lebensräume, die den modernen Bauten in nichts nachstehen. >

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© Gustav Willeit

Das asymmetrisch strukturierte Bauvolumen bietet maximale Wohnfläche auf zwei Ebenen.

Ein Beispiel ist das Projekt «Jurastrasse 58» (siehe Bild auf vorheriger Seite) von den Architekten Kast Kaeppeli aus Bern (CH). Vor dem Umbau befand sich das Haus mit seinen drei kleinen Zwei-­ Zimmer-Wohnungen in einem schlechten baulichen Zustand. Im Zuge der baulichen Sanierung und der energetischen Optimierung konnten dank einer räumlichen Erweiterung daraus zwei zeitgemässe Familienwohnungen geschaffen werden. Dank der über­ einanderliegend konzipierten Wohnungen wird die restaurierte Laubentreppe auch weiterhin genutzt und bleibt somit als wichtiges ortstypisches Element erhalten. Zusätzlich wurde Wert darauf gelegt, die Strukturen des Altbaus zu erhalten. In einem Anbau befindet sich ein offen gestalteter Raum zur Wohnnutzung, die ehemalige Fachwerkfassade wird nun zum innenliegenden Detail, das an die Geschichte des Hauses erinnert. Auch der Aussenfassade wird Tribut gezollt: Sie wurde fachkundig mit zeittypischer Gestaltung saniert. So bleibt der historische Charakter des Gebäudes erhalten. Der Anbau ist absichtlich zurückhaltend gestaltet und greift nicht in die Strukturen des Haupthauses ein, er ergänzt sie lediglich. Fenster und Dachkonstruktion sind an die Hanglage angepasst und sorgen somit für helle und offene Strukturen. Das Ergebnis dieser Sanierung ist eine detailreiche Architektur, die auf Bestand und Topografie spezifisch reagiert und den gegebenen Platzverhältnissen qualitätvolle Wohnräume abgewinnt, ohne den Wert des historischen Gebäudes zu schmälern. So geschehen auch an einem Haus aus dem Jahr 1908 an den Hängen über dem Zürichsee. Hier wurden markante Originalelemente nicht nur bei­b ehalten, sondern dienten darüber hinaus als Leitmotive für den weiteren Entwurf. Aus einem geschlossenen Grundriss wurde ein fliessendes Wohnkonzept, das Wert auf Offenheit und Grosszügigkeit legt und dennoch genug Rückzugsorte für die Bewohner bietet. Dazu gehört ein neu geschaffener Raum unter dem Dach mit verglaster Giebelwand, die den Ausblick über den Zürichsee auf die Alpen freigibt. Für ausreichend Privatsphäre sorgt ein aussen liegendes Holzgitter, das aus den ursprünglichen Entwürfen von 1908 stammt. Die Umgestaltungen werden als Dialog mit dem Gebäude und seiner Vergangenheit verstanden, auch das Farbschema greift die Originalfarben wieder auf. Sie waren bei der Restaurierung unter alten Farbschichten wieder aufgetaucht. Doch nicht nur auf die Vergangenheit wird Rücksicht genommen: Durch die Modernisierung der Haustechnik, den Einbau neuer Fenster und die Isolierung des Daches konnte die Umweltbilanz des Hauses deutlich verbessert werden. ■

Die Architekten setzen auf lokale und regionale Materialien wie Holz. Auf synthetische Materialien wird verzichtet.

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92 BAUEN & WOHNEN

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EINFACH GLÜCKLICH & STILVOLL WOHNEN … … IST DAS ERKLÄRTE ZIEL BEI DEN EINRICHTUNGSKONZEPTEN VON NICOLE BAHC. ES GEHT NICHT DARUM, WIE IN EINER MÖBELAUSSTELLUNG MIT MÖGLICHST VIELEN TEUREN DESIGNMÖBELN ZU LEBEN, SONDERN MIT GEZIELT IN SZENE GESETZTEN «ZEITLOS UND FUNKTIONALEN DESIGN-ELEMENTEN» EINE WOHLFÜHLATMOSPHÄRE ZU SCHAFFEN.

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eshalb legt die engagierte Innendesignerin viel Wert auf individuelle Wandbelege, modulare Möbel und Lichteffekte. Sie setzt gezielt auf erdige Töne, die in der Natur vorkommen, kombiniert mit Beton, Holz, Leder und Stein. Ihre grosse Motivation ist es, dass sie für den Bewohner ein Daheim schafft, wo man Kraft und Energie tanken kann und sich zu Hause wie im Urlaub fühlt. Konventionelle Ausstellungen für Platten, Parkett, Küchen und Möbel versucht Nicole Bahc zu vermeiden. Oft sind die Kunden danach völlig überfordert und noch verunsicherter in der Materialauswahl. Deshalb hat sie auch davon geträumt, ihre Einrichtungsideen nicht in einem angemieteten Ladengeschäft mit ihren Kunden zu teilen. Sie will die Menschen davon überzeugen, dass bei einer ineinandergreifenden Planung zwischen Architekt und Innendesigner der Mehrwert so überzeugend ist – wie in ihrem Musterhaus, welches 2019 fertiggestellt wurde. Seit fast zwei Jahren hat sich dieses unkonventionelle Konzept bewährt. Mit Leidenschaft, Empathie und Einfühlungsvermögen berät sie seither Menschen in diesen Räumlichkeiten und kann damit zeitsparend und sehr effizient Kunden helfen bei der Orientierung und Entscheidungsfindung. Nicht zu unterschätzen ist die enorme Aufwandsreduzierung und das Ablauf- und Zeitmanagement.

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BAUEN & WOHNEN 93 WAS IST DAS KONZEPT VON WOHNWERK2? Nach einem ersten Kennenlerntermin wird geprüft, ob und in welchem Umfang eine Zusammenarbeit stattfinden wird. Die Kundenwünsche und Träume stehen natürlich im Vordergrund, gepaart mit den Gegebenheiten und dem Budget werden diese in ein Erstkonzept umgesetzt. Egal, ob Neugestaltung eines einzelnen Raumes oder eines kompletten Wohnhauses, es geht in erster Linie darum, die Bewohner widerzuspiegeln. Focus ist nicht, ein «Ausstellungsflair» zu erschaffen, sondern mit persönlichen Gegenständen und neuen Ideen einen Ort zu kreieren, der massgeschneidert, individuell und ZU HAUSE ist und sich so anfühlt. DESIGN ist schön, aber die Funktionalität muss überwiegen. Kunden, die bereits mit Nicole Bahc gearbeitet haben, erwähnen oft die Multifunktionalität vieler Gegenstände, die sie einplant. Sie kreiert nicht nur zeitnah, sondern überlegt sich auch immer, wie könnten sich Umstände in fünf bis zehn Jahren ändern, WAS könnte WIE angepasst werden. Sie hinterfragt genau die Lebensumstände und Wünsche, um Erleichterungen und Harmonie zu schaffen.

«Es kann schon mal passieren, dass bei der Parkettwahl die Kunden barfuss laufen müssen, um sich richtig zu entscheiden. Aber darum geht es! Es soll langfristig glücklich machen.» Es muss kein übersteigerter Wert auf unbezahlbare Labels gelegt werden, es muss der Fachfrau einfach gefallen und die Qualität überzeugen. Sie sucht Möbel und Accessoires von überall her zusammen, die ideal ins Konzept und Budget passen. Die Lieferanten- und Geschäftsunabhängigkeit sind ihr deshalb wichtig, weil sie so frei arbeiten und gestalten kann. Somit kann sie auch offen auf die unterschiedlichsten Stile eingehen, und von der zweistündigen Soforthilfe bis hin zum Gesamtkonzept kann sie alles anbieten, was die Kunden sich wünschen.

FÜR WEN IST ES WAS? Eigentlich für ALLE, die ihr Zuhause verschönern wollen, eine Sanierung planen, für Neubauprojekte im Ein- und Mehrfamilienbereich, aber auch für Officekonzepte, Restaurants und Empfangsräume. ■

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er Hauseigentümerverband Schweiz ist die Dachorganisation der Wohneigentümer und Vermieter in der Schweiz. Der Verband zählt rund 340’000 Mitglieder. Mit unseren über 100 Regionalsektionen und Kantonalverbänden sind wir überall nahe bei unseren Mitgliedern – auch bei Ihnen. Seit mehr als 100 Jahren setzt sich der HEV konsequent und erfolgreich für die Förderung und Erhaltung des Immobilieneigentums ein. Dazu gehören die Eigentumsgarantie, nur so viel Bürokratie wie nötig, wirtschaftlich tragbare Vorschriften sowie auch massvolle Steuern, Gebühren und Abgaben.

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LAKRIDS BY BÜLOW Johan Bülow ist dafür bekannt, eine völlig neue Produktkategorie geschaffen zu haben: das Gourmetlakritz – eine inspirierende Kombination aus Schokolade und Süssholz, verfeinert mit erlesenen Aromen. Jetzt plant der Lakritz-Connaisseur das nächste skandinavische Geschmackskunstwerk in flüssiger Form. Mit FORTIFIED LIQUORICE ROOT & COCOA hat LAKRIDS BY BÜLOW einen eleganten und authentischen Lakritz-Schokoladen-Likör kreiert. Für das nachtschwarze Getränk wurden ausschliesslich natürliche Bio-Zutaten verwendet, die für ein ikonisches Geschmackserlebnis sorgen. Cremig-zarte Schokolade, Gewürzaromen aus dem Mittleren Osten und rohes Lakritz treffen auf karamellisierte Bourbon-­ Vanille und feinsten Rum.

PRUNIER French Caviar gilt mit einer Jahresproduktion von fast 40 Tonnen als einer der besten Kaviare der Welt. Um die Legitimität des französischen Kaviars zu würdigen, hat sich Prunier zur Vorbereitung seines bevorstehenden 100-jährigen Bestehens dazu entschlossen, die erste französische Kaviardose erneut herauszugeben. Die Kaviar­dose, die in Paris eine neue Welt­ industrie eröffnete. ■

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ENERGIEEFFIZIENZ UND WIRTSCHAFT IM EINKLANG von Christoph Buser

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it dem Baselbieter Energiepaket macht der Kanton Basel-­ Landschaft einen tollen Job. Erst vor wenigen Monaten wurde das ursprünglich bis 2020 konzipierte Förderpro­ gramm bis Ende 2025 verlängert. Neu stehen im Kanton Baselland für energetische Gebäudesanierungen und erneuerbare Energien im Gebäu­ debereich inklusive Bundesbeiträge jährlich rund 18 Millionen Franken zur Verfügung – und damit erheblich mehr als in den Vorjahren. Die Wirtschafts­ kammer Baselland unterstützt die Wei­ terführung und die Stärkung des Basel­ bieter Energiepakets. Was haben wir in den vergangenen Jahren dank dieses Förderprogramms alles erreicht? Eine ganze Menge. Es konnten rund zehn Prozent des jähr­ lichen Raumwärmebedarfs im Kanton gespart werden. Um es zu veran­ schaulichen: Das sind insgesamt 510 mit Heizöl gefüllte Bahnwaggons. Die Energiewirkung entspricht dem Heizenergieverbrauch von 16’500 Ein­ familienhäusern mit Baujahr 1970. Zum nachhaltigen Erfolg des Basel­ bieter Energiepakets trägt nebst dem Engagement der Hauseigentümerin­ nen und -eigentümer auch die starke Partnerschaft des Kantons mit dem Hauseigentümerverband Ba­ selland (HEV BL), der Basellandschaftlichen Kantonalbank, den beiden grossen Baselbieter Energieversorgungsunternehmen EBL und Primeo Energie sowie der Wirtschaftskammer Baselland bei. Das Baselbieter Energiepaket schafft eine Win-win-win-Situation. Ne­ ben der Umwelt profitieren auch sanierungsbereite Liegenschaftsei­ gentümerinnen und -eigentümer dank des finanziellen Zustupfs. Und das Energiepaket leistet einen grossen Nutzen für die regionale Wirt­ schaft. So werden mit Unterstützung des Energiepakets zahlreiche Aufträge zugunsten des regionalen Gewerbes ausgelöst. Gerade in der anspruchsvollen Corona-Zeit ist für die KMU jeder Auftrag wichtig.

GESCHÄFTSFÜHRER WINTER 2020 / 21

Aufgrund des Baselbieter Energiepakets und den damit verbunde­ nen energetischen Sanierungen wurden bislang Investitionen von beeindruckenden rund 780 Millionen Franken ausgelöst. Diese Aufträge kommen grossmehrheitlich – zu gut 80 Prozent – den Baselbieter Bauunternehmen und dem hiesigen Gewerbe zugute. Auch die Basel­bieter Unternehmen haben bei der energetischen Sanierung ihrer eige­ nen gewerblichen Immobilien Anrecht auf Fördergelder, genau wie dies Pri­ vate bei ihren Wohnbauten haben. Im Rahmen des «neuen» Baselbieter Energiepakets wurden die Anreize für energetische Sanierungen deut­ lich erhöht. Dadurch werden auch die Investitionen zugunsten der KMU weiter zunehmen. Im vergangenen Jahr wurden dank des Energiepakets rund 1 600 Bauaufträge ausgelöst. Im Jahr 2020 waren es bis Ende Sep­ tember bereits über 1 700. Bis Ende Jahr werden es rund 2 000 sein. Die Wirtschaftskammer engagiert sich als Partnerin des Energiepakets auch in Zukunft für einen pragmatischen, zielführenden und wirtschaftsverträg­ lichen Klima- und Umweltschutz. ■

CHRISTOPH BUSER

Direktor Wirtschaftskammer Baselland Haus der Wirtschaft Altmarktstrasse 96 CH-4410 Liestal Telefon +41 (0) 61 927 64 64 info@kmu.org WWW.KMU.ORG


100 KULINARIK

DIE KETOGENE DIÄT

NO CARB STATT LOW CARB SEIT JAHRHUNDERTEN WIRD VON ÄRZTEN, GESUNDHEITSDIENSTLEISTERN UND SOGAR ERNÄHRUNGSWISSENSCHAFTLERN GEPREDIGT, DASS FETT DAS HAUPTPROBLEM IN UNSERER ERNÄHRUNG IST. DIE KETOGENE DIÄT ZEIGT JEDOCH AUF, DASS DAS ESSEN VON GUTEN FETTEN NICHT SCHLECHT, SONDERN IN DER TAT GUT FÜR DEN KÖRPER IST UND IM KERN EIN GESUNDES LEBEN FÖRDERT. VON SWENJA WILLMS

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rnährungstrends kommen und gehen, aber es scheint, dass die Mehrheit auf ein Low-Carb-Programm setzt. Die ketogene Ernährung ist ein Teil dieser Bewegung und steht derzeit ganz oben auf der Liste. Die ketogene Diät, auch Keto-Diät genannt,

konzentriert sich darauf, den grössten Teil der benötigten Kalorien aus Fett und Eiweiss zu gewinnen und gleichzeitig die Kohlenhydrate drastisch zu reduzieren. Bei einer typischen gesunden Ernährung stammen 45 bis 65 Prozent der Kalorien aus Kohlenhydraten, wohingegen mit


KULINARIK 101 der ketogenen Diät nur fünf bis zehn Prozent erreicht werden. Wenn dem Körper Kohlenhydrate entzogen werden, verwendet er stattdessen gespeichertes Fett zur Energiegewinnung. Zu diesem Zweck wandelt die Leber das Fett in Säuren um, die als Ketone bezeichnet werden. Die Ketone werden von Muskeln und Geweben als Brennstoff verwendet. Dieser Vorgang wird als Ketose bezeichnet und beginnt normalerweise drei bis vier Tage nach der Einschränkung der Kohlenhydrate. Gewichtsverlust im Rahmen einer ketogenen Ernährung ist letztendlich nicht die Folge einer komplizierten Körperchemie. Der anfängliche Gewichtsverlust ist das Wassergewicht, das mit dem Verlust des im Körper gespeicherten Kohlenhydrats verbunden ist. Danach ist der Gewichtsverlust der gleiche wie bei jeder Diät, meistens Fett. Auch bei der Keto-­Diät gilt derselbe Grundsatz wie bei jeder anderen Diät: Der Schlüssel zum Abnehmen ist, mehr Kalorien zu verbrennen, als aufgenommen werden, unabhängig von der Quelle dieser Kalorien. Ein weiterer positiver Effekt der ketogenen Ernährung ist die natürliche Senkung des Blutzuckerspiegels. Dadurch, dass der Körper keine grossen Mengen an Kohlenhydraten aufnimmt, produziert er auch weniger Glukose. Da eine Keto-Diät dem Körper hilft, Fett in eine Energiequelle umzuwandeln, hilft sie automatisch auch dabei, das Energieniveau zu erhöhen. Zudem lässt uns die Aufnahme von Fett länger in einem gesättigten Zustand zurück. So greift man im Zuge der Keto-Diät weniger zu Junkfood und zu weniger Zwischenmahlzeiten.

SANFTEN EINSTIEG WÄHLEN Um Nebenwirkungen vorzubeugen, wird bei der Keto-Diät empfohlen, seinen Körper Schritt für Schritt umzustellen. Während dieser Umstellungsphase treten teilweise Symptome wie Schlappheit, ein verstärktes

Hungergefühl, Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Verdauungsprobleme auf. Diese Beschwerden sind aber meist nach ein paar Tagen überstanden. Um dies zu vermeiden, sollte man bei der Nahrungs­ zufuhr darauf achten, so lange zu essen, bis man satt ist. Eine gezielte Einschränkung der Kalorienaufnahme ist nicht nötig, da der Körper durch die Ketose automatisch Fett und Eiweiss verbrennen wird. Da jeder Mensch anders auf Ketose reagiert, ist eine ärztliche Konsultation vor Beginn der Keto-Diät dringend empfohlen. Eine fettreiche Ernährung kann zu Ablagerungen an den Gefässen führen, was wiederum das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko erhöhen kann. Ausserdem steigt durch die Steigerung der Harnsäureproduktion das Risiko einer Gicht-Erkrankung. Daher sollte der Arzt regelmässig auch die Harnsäure kontrollieren. Wie bei jeder Diät >

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102 KULINARIK gilt es auch bei der Keto-Diät, die Vor- und Nachteile abzuwägen. Bei richtiger Anwendung wirkt die ketogene Ernährung energie- und somit auch konzentrationssteigernd und sorgt für einen raschen Abnehmeffekt. Doch auch hier lauert nach Ende der Diät die Jo-Jo-Falle. Ausserdem fehlt ein Grossteil der bunten Gemüse- und Obstauswahl auf dem Ernährungsplan. Wer also langfristig Gewicht verlieren möchte, der kommt an einer ausgewogenen Ernährung in Kombination mit Sport nicht herum. ■

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ZUCCHININUDELN MIT MARINIERTEN GARNELEN UND PESTO Zutaten für das Pesto:

§ Drei Bund Basilikumblätter § Acht Esslöffel Olivenöl § Eine Knoblauchzehe § Eine Prise Salz Zutaten für die marinierten Garnelen:

§ 18 Stück frische Garnelen § Zwei Knoblauchzehen § Eine unbehandelte Zitrone § Eine Prise Salz § Eine Prise Piment dʼEspelette § Drei Esslöffel Olivenöl § 200 Gramm Honigtomaten Zutaten für die Zucchini-Spaghetti:

§ Sieben frische Zucchini § Drei Esslöffel Olivenöl § Eine Knoblauchzehe § Salz und Pfeffer Zubereitung

1. Für das Pesto das frische Basilikum, circa drei Bund, acht Esslöffel gutes Olivenöl, eine Prise Salz und eine Knoblauchzehe in einem hohen Gefäss mit dem Mixer zerkleinern. Danach in einem verschraubbaren Glas dicht verschliessen. 2. Für die Garnelen zwei Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Die Schale von einer Bio-Zitrone abreiben und den Saft auspressen. Die Hälfte des Knoblauchs mit drei Esslöffeln Olivenöl, Salz, Piment d’Espelette und der Zitronenschale zu einer Marinade mischen. 18 rohe Garnelen schälen, reinigen und marinieren und zehn Minuten ziehen lassen. Die Tomaten waschen und halbieren (Strunk entfernen). 3. Sieben grosse Zucchini waschen und mit einem Spiralschneider schneiden (sehen dann wie Spaghetti aus). Inzwischen im Wok (oder ähnlich grosser Pfanne) drei Esslöffel Olivenöl erhitzen. Den restlichen Knoblauch und die Zucchini-­Spaghetti darin bei starker Hitze zwei Minuten dünsten. 4. Mit Salz und Pfeffer würzen und aus dem Wok nehmen – beiseitestellen. 5. Nun die Garnelen in den Wok geben, kurz und kräftig anbraten und ebenfalls kurz zur Seite stellen. Dann die Tomaten kurz in etwas Öl anbraten und mit Zitronensaft und zwei Esslöffeln Wasser ablöschen. Zum Schluss kommen wieder alle Zutaten zurück in den Wok und werden noch einmal erhitzt. Danach auf einem Pasta-Teller anrichten und mit Basilikum-Pesto beträufeln.

GESCHÄFTSFÜHRER WINTER 2020 / 21


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104 KOLUMNE

NEIN ZUR UNTERNEHMENSVERANTWORTUNGSINITIATIVE von Dr. Gabriel Barell

D

ie Initianten der Unternehmens-Verantwortungs-Initiative  (UVI) legen einen unklar formulierten Initiativtext mit ungewis­ sen Folgen für die Schwei­ zer Wirt­schaft vor. Der Text lässt er­ heblichen Interpretationsspielraum offen. Das fördert die Rechtsunsi­ cherheit und ist unverantwortlich. Konkret fordern die Initianten eine «angemessene Sorgfaltsprüfung» für «sämtliche Geschäftsbeziehun­ gen». Was «angemessen» genau be­ deutet und welche neuen Kontroll­ pflichten Schweizer Unternehmen beachten müssten, würde Gegen­ stand langwieriger parlamentari­ scher und letztlich auch juristischer Debatten. Wie auch immer dies im Detail umgesetzt würde, die Kont­ roll- und Dokumentationspflichten werden an Aufwand kaum zu über­ bieten sein. Für kleine Unterneh­ men, mit kleiner oder gar nicht vor­ handener Rechtsabteilung, ein Ding der Unmöglichkeit. Zwar sieht der Initiativtext vor, dass bei der Um­ setzung «Rücksicht» auf KMU ge­ nommen wird. Nur: Rücksichtnahme ist ein schwammiger Begriff. Er bedeutet keinesfalls, dass KMU von den gesetzlichen Folgen der UVI ausgenommen sind. Im Gegensatz zur Sorgfaltspflicht sieht die Initiative bei der Haftung keine Rücksichtnahme und schon gar keine Ausnahmen für KMU vor. So würden bei Annahme der Initiative alle Schweizer Unterneh­ men für das Verhalten unabhängiger Dritter geradestehen, sobald sie «wirtschaftliche Macht» auf diese ausüben. Der Begriff wäre ein Novum im Schweizer Rechtssystem und müsste erst noch ausgear­ beitet werden. Der Bundesrat hält fest, dass sich eine solche bei­ spielsweise aus Alleinbezugsverträgen, Alleinvertriebsverträgen, Darlehens- oder Sicherungsverträgen wie Bürgschaften oder Ga­ rantien ergeben könne. Konkret: Käsereien wären für die Einhaltung von Umweltschutzstandards ihrer Milchbauern verantwortlich, da

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viele Bauern nur eine einzige Käserei beliefern. Die Käserei müsste also überwachen, wie der Bauer seine Felder düngt. Die Annahme der Initiative hätte somit zur Folge, dass eine grosse Rechtsunsicherheit unter allen Schweizer Firmen herrschen wird. Von den Firmen wird eine systema­ tische Kontrolle der ausländischen Firmen erwartet. Die Kontrolle be­ zieht sich nicht nur auf Verstösse gegen die Gesetze vor Ort, sondern muss auch internationale Stand­ ards berücksichtigen, die oft einen erheblichen Interpretationsspiel­ raum beinhalten. Gewerbedirektor Gabriel Barell fügt hinzu: «Es droht nicht nur die Abwanderung von Fir­ men aus der Schweiz, sondern zeit­ gleich werden auch Unternehmen bestraft, die im Ausland investieren oder Geschäftstätigkeiten inneha­ ben.» Bundesrat und die eidgenös­ sischen Räte haben einen klar for­ mulierten und sofort umsetzbaren Gegenvorschlag erarbeitet. Dieser tritt bei Ablehnung der UVI in Kraft. Sagen Sie deshalb am 29. November NEIN zu diesem riskanten Ex­ periment und unterstützen Sie so den Gegenvorschlag. ■

DR. GABRIEL BARELL

Direktor Gewerbeverband Basel-Stadt Elisabethenstrasse 23 Postfach 332 CH-4010 Basel Telefon +41 (0) 61 227 50 50 g.barell@gewerbe-basel.ch WWW.GEWERBE-BASEL.CH


KULINARIK 105

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106 KULINARIK

BUSINESS-DINNER

ERFOLGREICH GESCHÄFTE ABSCHLIESSEN IN ENTSPANNTER ATMOSPHÄRE GESCHÄFTLICHE THEMEN BESPRECHEN – SO STELLT MAN SICH EIN ERFOLGREICHES BUSINESS-DINNER VOR. OFT FÜHLEN SICH KLIENT / INNEN UND GESCHÄFTSPARTNER/INNEN WOHLER, WENN MEETINGS NICHT IMMER NUR IN STERILEN BÜRORÄUMEN STATTFINDEN. UND WENN DOCH, DANN GIBT ES IMMER EINEN WEG, DIESEN TERMIN ANGENEHM ZU GESTALTEN. VON CHARLES STAUBACH

I

mmer mehr Geschäftsleute lassen sich ihr Essen ins Büro oder generell an den Arbeitsplatz bringen. Essen online zu bestellen ist ein weltweiter Trend, der auch in der Schweiz angekommen ist. Auch die Post liefert online bestellte Lebensmittel – sogenanntes E-Food. Dennoch ist der klassische Businesslunch nach wie vor ein beliebtes, unschlagbares Networking-Instrument.

einen geeigneten Tisch zu reservieren und kann seinen Geschäftspartnern Gerichte oder Getränke empfehlen. Einen Tisch zu wählen, der ruhige Gespräche ermöglicht, ist sicherlich ebenfalls sinnvoll. Ob modern oder traditionell hängt vom Business-Dinner ab. Sollte man sein Gegenüber noch nicht gut kennen, ist es wichtig eine Location auszusuchen, die weder ein zu modernes noch ein altmodisches Gastronomie­ konzept anbietet.

Ein gepflegtes Restaurant oder eine Bar sind neutrale Orte, die Gespräche auf Augenhöhe ermöglichen, weil niemand einen «Heimvorteil» hat. Trotzdem sollte man wenn möglich bei einem Geschäfts­ essen wenig dem Zufall überlassen. Denn auch wenn es sich beim Essen und Trinken leichter verhandelt, so geht es immer noch ums Geschäft und nicht darum über Kleinigkeiten zu Plaudern. Auch mit einem kleinen Glas Rum oder Wein lässt sich beim Networking gut Smalltalk betreiben, solange es sich in einem angemessenen Rahmen bewegt und nicht ausartet.

Um dann schlussendlich vom Smalltalk zum Geschäftlichen überzugehen, sollte man nicht mit der Tür ins Haus fallen, sondern den richtigen Moment abpassen. Wenn der Kunde gerne noch etwas über Privates reden möchte, sollte man deshalb darauf eingehen, damit der Abend nicht zu verkrampft verläuft und dann zum Business-Talk überleiten. Es verhandelt sich leichter, wenn sich die Gesprächsteilnehmer zumindest ein wenig kennen und auch sympathisch sind. So gelingt ein erfolgreiches Business-Dinner. ■

Es kann trotzdem nicht schaden, wenn ein Lokal ausgewählt wird, welches man selbst auch gerne besucht. So hat man die Möglichkeit,

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108 KULINARIK SPECIAL

VERPFLEGUNG AM ARBEITSPLATZ JEDE / R WEISS ES, ABER DENNOCH WIRD DEM THEMA IM HEKTISCHEN ARBEITSALLTAG NICHT GENÜGEND AUFMERKSAMKEIT GESCHENKT: MIT EINER AUSGEWOGENEN ERNÄHRUNG UND VIEL ZUFUHR VON FLÜSSIGKEIT WIRD DEM ORGANISMUS UND SPEZIELL DEM GEHIRN GEHOLFEN, DEN ARBEITSTAG GUT ZU MEISTERN. VON CHARLES STAUBACH

E

rnährung und Arbeit – das ist ein ganz spezielles Thema. Viele reduzieren es auf das Mittagsessen – oder vielmehr den Mittagslunch. Aber es gibt bei diesem Thema noch mehr zu beachten.

Zum Beispiel ist das Trinkverhalten enorm wichtig: Wasserflasche öffnen, an den Mund setzen, Wasser trinken. Das Prinzip ist so einfach. Dennoch trinken viele Menschen gerade im Arbeitsalltag zu wenig. Gründe dafür gibt es viele. Einer der wichtigsten davon ist Stress. Wer beruflich oder auch privat unter Druck steht, vergisst häufiger mal den Griff zum Wasserglas. So kommt es, dass die wenigsten die empfohlene

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Tagesmenge von eineinhalb bis zwei Litern zu sich nehmen. Folgen sind Konzentrationsmangel, Kopfschmerzen, trockene Augen bis hin zu Müdigkeit. In dieser Rubrik geben wir Ihnen Tipps zu den besten Trink- und Essgewohnheiten. Wir legen ein besonderes Augenmerk auf den nicht mehr ganz so neuen, aber immer stärker auftretenden Trend zu den Auswirkungen einer ökologischen und nachhaltigen Lebensweise auf die Art unserer Ernährung im Arbeitsalltag. Denn theoretisch wissen wir, wie man sich gesund ernährt. Dennoch finden wir bei der Arbeit nur selten Gelegenheit, uns an die guten Vorsätze zu halten. ■


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110 KULINARIK

Die gemeinsame Mittagspause ist eine tolle Möglichkeit das interne Netzwerk und die Teamchemie zu intensivieren.

VERPFLEGUNG AM ARBEITSPLATZ

(GESUNDE) ERNÄHRUNG AM ARBEITSPLATZ WIR VERBRINGEN DEN GROSSTEIL DER WOCHE AM ARBEITSPLATZ. DA IST ES NUR NATÜRLICH, DASS GERADE DAS MITTAGESSEN ZUM ARBEITSTAG GEHÖRT. GLEICHZEITIG LIEGT EINE ÖKOLOGISCHE UND NACHHALTIGE LEBENSWEISE IM TREND UND WIRKT SICH AUCH AUF DIE ERNÄHRUNG AUS. THEORETISCH WISSEN WIR, WIE MAN SICH GESUND ERNÄHRT: DENNOCH FINDEN WIR BEI DER ARBEIT NUR SELTEN GELEGENHEIT, UNS AN DIE GUTEN VORSÄTZE ZU HALTEN. STATTDESSEN IST FAST FOOD IN DIE BÜROS EINGEZOGEN UND DROHT, SICH IM ALLTAG EINZUNISTEN. VON ELISA BECK

N

ur grosse Arbeitgeber verfügen über eine Kantine und sind damit eher die Ausnahme in der Schweiz: Immer öfter bringen die Mitarbeiter Essen mit oder essen in der Mittagspause auswärts. Dabei birgt die zweite Option auch Risiken. Ein schnelles Sandwich zwischen zwei Besprechungen oder der Gang zur Schnellimbissbude um die Ecke haben kaum Vorteile ausser den paar Schritten, die dabei gemacht werden. Diese können aber auf keinen Fall die eingenommenen Kalorien und den Mangel an Vitaminen und Nährstoffen ausgleichen. Es scheint die beste Lösung, selbst etwas zur Arbeit mitzubringen. Vorgekochtes vom Vortag, ein gesundes Sandwich mit Vollkornbrot und in jedem Fall mehrere Portionen Obst und Gemüse. Das setzt Eigeninitiative, Können und Zeit voraus, die viele Arbeitnehmer nicht haben. Entgegen den verlockenden Versprechungen

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von Kochshows und Foodblogs ist gesunde Ernährung noch immer mit einem Aufwand verbunden, der oftmals den Zeitrahmen und die Fertigkeiten des Publikums übersteigt. Statt selbst zubereiteten Gerichten wird dann doch schnell eine Tüte vorgewaschener Salat geöffnet und mit einem Fertigdressing garniert. Salat ist schliesslich gesund, oder? Diese Situation fordert auch Angebote der Arbeitgeber, denn das Wohlbefinden der Angestellten trägt massgeblich zur Effizienz am Arbeitsplatz bei. Wer mittags so fettig isst, dass der Döner ihm schwer im Magen liegt, ist kaum noch leistungsfähig. Die herkömmliche Kantine ist da eine bequeme Variante. Wer hier bei den Beilagen auf Pommes oder Kroketten verzichtet und häufiger zum Salat mit Essig-Öl Dressing greift, kann sich ohne viel Aufwand ein gesundes Mittagessen zusammenstellen. Auch


KULINARIK 111 willkommene Seelentröster. Zusätzlich lassen sie sich einfach in der Schreibtischschublade lagern und sind immer schnell zur Hand. Wer besonders in Stresssituationen zu Süssigkeiten greift, kann mit etwas Kreativität auf andere Rituale ausweichen: Ein kurzer Spaziergang, eine Hand voll Nüsse oder eine kurze Meditationseinheit können genauso entspannend wirken. Doch um eine gesunde Ernährung zu ermöglichen, muss der Arbeitgeber nicht unbedingt auf externe Anbieter zurückgreifen: Oft hilft es bereits, einen Kühlschrank, eine Mikrowelle oder im besten Fall eine kleine Küchenecke mit Herd bereitzustellen, die das Mitbringen sowie Zubereiten von Speisen ermöglichen. Auch diese Variante kann für den Zusammenhalt der Mitarbeiter förderlich sein: Wer nicht jeden Abend vorkochen mag, kann sich zum Beispiel mit Kollegen zu einer Koch-Gruppe zusammentun. Dabei kocht eine Person gleich für mehrere andere mit. Im besten Fall muss der Einzelne auf diese Weise nur einmal die Woche für ein gesundes Essen sorgen, die Gruppe bekommt jedoch jeden Tag ein frisches, ausgewogenes Mittagessen. Supermärkte und Lieferdienste haben in diesem Zustand eine Marktlücke mit Verkaufspotenzial entdeckt. Bei Migros bequem online bestellen und die gewünschten Produkte nach Hause oder in die Firma liefern lassen ist kein Problem mehr. Lieferdienste wie Lieferando bringen fertige Gerichte direkt ins Büro. Auch hier ist es möglich, gesunde Optionen zu finden: Reis mit Gemüse, Vollkornsandwiches oder Obstsalate. Doch die Entscheidung fällt schwer, wenn Burger, Schnitzel und Co. ebenfalls zur Auswahl stehen und dabei noch so gut aussehen.

das Fleisch kann ein- bis zweimal pro Woche durch Fisch ersetzt werden. Doch nicht jedes Unternehmen verfügt über eine eigene Kantine. Gerade kleinere Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter anderweitig versorgen. Ein einfaches Angebot ist der klassische Obstkorb, an dem sich die Kollegen bedienen können. Fünf Portionen Obst oder Gemüse werden als Tagesmenge empfohlen. Egal ob von einem externen Anbieter geliefert oder selbst organisiert, gilt hier: Jeder ist seines Glückes Schmied. Ein Obstkorb ist eine gute Ergänzung zur Ernährung und kann zu einer bewussteren Verpflegung anregen. Zugreifen muss der Mitarbeiter noch selbst. Dieses Prinzip hat unter Anderem das Unternehmen Felfel ausgebaut: Am Arbeitsplatz wird ein Kühlschrank installiert, der von Felfel-Mitarbeitern täglich mit frischen, abwechslungsreichen Speisen aufgefüllt wird. Dabei kann auf verschiedene Ernährungskonzepte eingegangen werden, egal ob vegetarisch, vegan oder traditionell. Auch Snacks und Desserts stehen im Kühlschrank bereit. Es ergibt sich damit eine Mischung zwischen den Möglichkeiten, das Mittagessen selbst mitzubringen und dem Essen in der Kantine: Zwar muss nicht selbst gekocht werden, doch die Auswahl findet individuell statt. Die in recycelbaren Behältern verpackten Speisen regen zum Zusammensitzen an. Gesichert ist der Kühlschrank mit einem Schloss, das sich per Chip öffnen lässt. Dieser Chip ist gleichzeitig das Bezahlmittel, von dem die Kosten für das jeweilige Gericht abgebucht werden. Felfel setzt im Sinne der heutigen Zeit auf regionale Produktion in Familienbetrieben und Nachhaltigkeit, kann also bei vielen Abnehmern punkten. Snacks und Süssspeisen sind gerade im Büroalltag gefährliche Verführungen. Ein Stück Schokolade zur Belohnung nach einem anstrengenden Meeting oder ein paar Guetzli gegen den kleinen Hunger sind

Am Ende des Tages ist gesunde Ernährung eine individuelle Angelegenheit. Sich an aktuellen Trends zu orientieren ist nicht für jeden das Richtige, ein Quinoasalat oder eine Poke Bowl führen nicht auf magische Weise zum Erfolg. Denn was für den einen Körper passt, muss nicht unbedingt gut für den anderen Körper sein. Es gilt, auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und die eigenen Gewohnheiten zu beobachten. Mit etwas Eigeninitiative ist es möglich, sich so zu organisieren, dass die Ernährung über den ganzen Tag ausgewogen ist. Vom Unternehmen muss dieser Aufwand ermöglicht werden. Übrigens: Eine ausgewogene Ernährung bedeutet keinesfalls strenge Regeln und Verzicht. Ab und an ein Stück Schokolade oder ein Stückchen Kuchen heben nicht nur den Zuckerspiegel, sondern auch die Laune. ■

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Auch gesunde Snacks für Zwischendurch gehören zu einem guten Lunch-Paket.


112 KULINARIK SV GROUP

LANGWEILIGES MITTAGESSEN WAR GESTERN GESUNDE UND ZUFRIEDENE MITARBEITENDE SIND DAS KERNSTÜCK JEDES UNTERNEHMENS. DABEI SPIELT DIE VERPFLEGUNG EINE WICHTIGE ROLLE. EMIL FRÖHLICH BRINGT GENUSSVOLLES UND QUALITATIV HOCHWERTIGES ESSEN DIREKT ZU DEN MITARBEITERINNEN UND MITARBEITERN INS BÜRO. OB FÜR KMU ODER GROSSUNTERNEHMEN – DER INTELLIGENTE KÜHLSCHRANK EIGNET SICH FÜR JEDES BUDGET UND JEDE UNTERNEHMENSGRÖSSE. VON ELISA BECK

E

s ist kein Geheimnis, dass eine gute Bürokultur die besten Arbeitskräfte anzieht. Die Möglichkeit, sich vor Ort frisch und ausgewogen ernähren zu können, ist für viele Angestellte ein wichtiger Benefit. So wird ein sinnstiftender Job durch ein attraktives Essenangebot optimal ergänzt. Tatsächlich wünschen sich Mitarbeitende, dass ihr Unternehmen auch in Sachen Ernährung nachhaltig handelt. Damit führt das Thema Essen zu einem willkommenen Effekt: mehr zufriedene Mitarbeitende, weniger Fluktuation und damit geringere Kosten. Was aber kann man als Arbeitgeber tun, wenn kein eigenes Mitarbeiterrestaurant besteht oder umsetzbar ist, die Mitarbeitenden aber dennoch eine frische und gesunde Verpflegung geniessen sollen?

TÄGLICH FRISCH, GESUND UND FEIN Es gibt sie, die einfache und schnelle Lösung – EMIL Fröhlich. Der digitale Kühlschrank präsentiert eine vielseitige Auswahl an köstlichem

Essen. «Unser Angebot ist abwechslungsreich, fein und gesund. Zudem ist das Handling höchst einfach», sagt Tobias Lang, Marketingleiter von EMIL Fröhlich. Das kulinarische Angebot reicht vom veganen, proteinreichen Birchermüesli über erfrischende Salate bis zu Sandwiches. Und von währschaften Klassikern bis zu würzigen Currys und den trendig-kreativen Bowls. Klar, dass da auch die verführerischen Desserts von eigenen Patissiers gemacht werden.

FÜR MENSCH UND UMWELT Das Essen kommt aus der hauseigenen Manufaktur in Wallisellen und wird von erfahrenen Köchinnen und Köchen täglich frisch zubereitet. «Unsere Speisen entstehen aus hochwertigen und regionalen Zutaten. Nachhaltigkeit hat dabei einen hohen Stellenwert, das zeigt sich auch in unserer Partnerschaft mit dem WWF Schweiz. So stammt das Fleisch zu 100 Prozent aus der Schweiz, der Fisch ist MSC / ASC-zertifiziert und

Gemeinsam die Mittagspause geniessen war noch nie so einfach.

GESCHÄFTSFÜHRER WINTER 2020 / 21


Gemüse und Früchte sind wenn immer möglich aus der Region», führt Tobias Lang weiter aus. Apropos Fleisch: Das entspricht zu einem Grossteil dem BTS- und RAUSProgramm («Besonders tierfreundliche Stallhaltung» und «Regelmässiger Auslauf im Freien»). Zudem ist auch Fairtrade ein Thema. Vor allem bei Produkten, die in grossen Mengen eingekauft werden, wie etwa Reis, Bananen und Zucker. Das alles für Klima, Mensch und Tier.

EINFACH PER APP BESTELLEN EMIL Fröhlich setzt auf intelligente Technologie: Das Angebot wird durch Algorithmen auf die Vorlieben der Mitarbeitenden abgestimmt. Jedem EMIL-Kühlschrank können die Gerichte unkompliziert per Smartphone-App entnommen und digital bezahlt werden. «Sobald wir wissen, wie viel von welchem Produkt gekauft wird, beliefern wir unsere Kunden ganz nach Bedarf. Damit reduzieren wir auch den Foodwaste.» Die Montage von EMIL Fröhlich ist denkbar einfach. «Alles, was es braucht, ist eine Steckdose», sagt Lang. «Wir liefern den EMIL direkt ins Büro, bestücken ihn mit einem Basisangebot und laden das ganze Mitarbeiter-Team zum Degustations-Apéro ein.»

FOOD-TEAM ENTWICKELT NEUE REZEPTUREN Das hauseigene Food-Team kümmert sich um die stete Weiterentwicklung der Menüs und Rezepturen. Im FOODlab der SV Group werden neueste kulinarische Trends und spannende Zutaten getestet, zum Beispiel Fleischalter­n ativen wie Planted oder Beyond Meat. Besonders angesagt sind zurzeit die Bowls. Die Idee ist, dass für jeden etwas drin ist, und

zwar zu bezahlbaren Preisen: Ob Allergiker, Veganer oder Fleischliebhaber, bei EMIL finden alle etwas. Auch für Caterings oder Zwischenverpflegungen ist EMIL Fröhlich ideal: Dank des attraktiven Angebots an Snacks und Brainfood können Teams vor Ort schnell eine gesunde Pausenverpflegung für ein Meeting zusammenstellen oder einen spontanen Apéro organisieren. So sorgt EMIL im Handumdrehen für mehr Zufriedenheit am Arbeitsplatz. ■

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114 KULINARIK SCHWEIZER LUNCH-CHECK

MITARBEITERVERPFLEGUNG IM HOME OFFICE UNBESTRITTEN FÜHRTE DIE CORONA-PANDEMIE ZU EINEM PERMANENTEN AUFSCHWUNG DES HOME OFFICE. FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE HEISST ES NUN, DEN MITARBEITENDEN DEN WEG IN EINE GESÜNDERE UND NACHHALTIGERE ARBEITSUMGEBUNG AUFZUZEIGEN. VON MANUELA GEHRIG

Viele Menschen brauchen Strukturen, daher sind Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit essenziell – zum Beispiel mit klaren Anfangs- und Schlusszeiten, einer gesunden und erholsamen Mittagspause oder auch mit regelmässiger Bewegung. Gerade wenn man das Arbeiten zu Hause nicht gewohnt ist, kann sich das Essen vor dem Bildschirm in Kombination mit weniger Bewegung negativ auswirken. Ein Spaziergang ins nahe gelegene lokale Restaurant vereint Bewegung und eine ausgewogene Ernährung mit gleichzeitiger Unterstützung der lokalen Wirtschaft. Die Pause von den eigenen vier Wänden hilft ausserdem, sich von der Arbeit abzugrenzen und trägt zu einer aktiven Erholung bei. Somit können die Mitarbeitenden am Nachmittag mit frischer Energie wieder konzentriert und produktiv loslegen.

EINHEITLICHE VERPFLEGUNG MIT SPARPOTENZIAL Während Angestellte am Hauptsitz oftmals von Kantinen oder Verpflegungs-Kühlschränken profitieren, gehen Mitarbeitende im Home Office oder an Aussenstellen meist leer aus. Mit Lunch-Check-Beiträgen werden für alle Mitarbeitenden dieselben Voraussetzungen geschaffen: Die Mitarbeitenden am Hauptsitz können die Verpflegungsbeiträge auch ausserhalb des Firmenareals nutzen, die Angestellten an Aussenstellen sind nicht auf eine Betriebskantine angewiesen und Beschäftigte im Home Office können das lokale Verpflegungsangebot nutzen.

Auch im Home Office müssen Mitarbeitende nicht auf das Verpflegungsangebot verzichten.

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ährend des Lockdowns ist die Zahl der Schweizer Beschäftigten, die von zu Hause arbeiten, von 25 Prozent auf 50 Prozent angestiegen. Experten erwarten, dass sich dieser Wert nach der Krise bei ungefähr 34 Prozent einpendeln wird. Weitere Umfragen zeigten, dass die Arbeitsproduktivität zu Hause nicht abgenommen hat und viele Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden zukünftig flexiblere und ortsunabhängigere Arbeitsmodelle anbieten möchten. Doch auch das Arbeiten in den eigenen vier Wänden hat seine Schattenseiten: Die fehlende persönliche Interaktion mit Kollegen und Kunden ist einer der grössten Nachteile des Home Office. Einige sehen sogar ihr mentales Wohlbefinden gefährdet, fühlen sie sich im Home Office doch oft isoliert.

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Mit 8 000 angeschlossenen Restaurants ist für eine vielfältige Verpflegung gesorgt und ein Angebot für jeden Geschmack sichergestellt. Zudem können hohe Fixkosten für den Betrieb und die Unterhaltung des Personalrestaurants eingespart werden. Die Auslastung der betriebseigenen Kantine ist nicht mehr länger Aufgabe des Arbeitgebers und ermöglicht es, sich wieder gezielter auf die eigenen Kernkompetenzen zu konzentrieren. Nebst der Einsparung der Kosten für das Personalrestaurant sind die Verpflegungsbeiträge für Arbeitgeber und Mitarbeitende bis 180 Franken pro Monat von sämtlichen Sozialversicherungen befreit und müssen nicht als steuerbarer Lohn ausgewiesen werden. ■

SCHWEIZER LUNCH-CHECK Gotthardstrasse 55 Postfach CH-8027 Zürich Telefon +41 (0) 44 202 02 08 info@lunch-check.ch WWW.LUNCH-CHECK.CH


116 KULINARIK GETRÄNKE AM ARBEITSPLATZ

NICHT AUF DEM TROCKENEN SITZEN JEDER WEISS, WIE WICHTIG ES IST, DOCH DIE WENIGSTEN SCHAFFEN ES: GERADE BEI DER ARBEIT VERGESSEN VIELE BESCHÄFTIGTE, GENUG WASSER ZU TRINKEN. WICHTIG IST VOR ALLEM, REGELMÄSSIG ÜBER DEN TAG VERTEILT ZU TRINKEN, DAMIT DIE KONZENTRATION NICHT LEIDET ODER KOPFSCHMERZEN ENTSTEHEN. DOCH NICHT JEDES GETRÄNK IST FÜR EINEN AUSGEWOGENEN FLÜSSIGKEITSHAUSHALT GEEIGNET. VON ELISA BECK

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asserflasche öffnen, an den Mund setzen, Wasser trinken: Das Prinzip ist so einfach. Dennoch trinken viele Menschen gerade auf der Arbeit zu wenig. Gründe dafür gibt es viele. Einer der wichtigsten davon ist Stress. Wer beruflich oder auch privat unter Druck steht, vergisst häufiger mal den Griff zum Wasserglas. So kommt es, dass die wenigsten die empfohlene Tagesmenge von eineinhalb bis zwei Litern zu sich nehmen. Folgen sind Konzentrationsmangel, Kopfschmerzen, trockene Augen bis hin zu Müdigkeit. Mineral- oder Leitungswasser sollte die Grundlage bilden, mit welcher der Durst gelöscht und der Wasserhaushalt ausgeglichen wird. Das prinzipiell allgemeingültige richtige Trinkverhalten im Büro gibt es allerdings nicht. Jede Sekretärin, jeder Assistent, jede Officekraft hat unterschiedliche Bedürfnisse und Präferenzen bezüglich der Getränke sowie ein individuelles Trinkverhalten. So bleibt es jedem selbst überlassen, was und wie viel er trinken möchte. Neben Wasser zählt Kaffee zu den beliebtesten Getränken am Schreibtisch. Viele Personen brauchen morgens erst einmal einen Kaffee, um in den Tag zu starten. Kaffee bewirkt die Besetzung bestimmter Rezeptoren im Gehirn, die Müdigkeit schwindet als Folge, der Arbeitstag kann beginnen. Zusätzlich steigt mit der Aufnahme von Koffein die Konzentration, die bei geistiger Arbeit im Büro unverzichtbar ist. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Grosse Mengen an Kaffee führen zu innerer Unruhe und Nervosität. Doch Heissgetränke wie Kaffee oder Tee sind aus vielerlei Hinsicht wichtig im Arbeitsalltag. Neben der belebenden Wirkung nehmen die Wärme des Kaffees oder Tees Einfluss auf unsere Stimmung: Sie vermitteln Gemütlichkeit und Entschleunigung, die beide im Arbeitstag zu kurz kommen. Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, Getränke für seine Mitarbeiter bereitzustellen. Kaffeeautomaten, an denen Mitarbeiter für einen kleinen Betrag das gewünschte Heissgetränk erhalten, sind allerdings weit verbreitet. Oftmals fungieren sie darüber hinaus als sozialer Treffpunkt, der zu kurzen Pausen einlädt. Dabei wird das Miteinander gefördert. Eine kurze Pause, ein Kaffee mit den Kollegen, ein paar Minuten weg vom Bildschirm tragen zur Entspannung bei, damit anschliessend wieder fokussiert gearbeitet werden kann.

Wasser erfrischt und belebt.

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In manchen Betrieben gibt es zusätzliche Wasserspender, welche die Angestellten mit stillem oder kohlensäurehaltigem Wasser versorgen. Bei diesen Spendern wie auch den Automaten ist ein wenig Einsatz des Arbeitgebers gefragt: Ohne regelmässige Wartung und Reinigung


KULINARIK 117

Beim Gang zur Kaffeemaschine lässt sich gut plaudern.

werden diese kleinen Helfer schnell zu regelrechten Bakterienherden. Eine schöne Ergänzung ist frisches Obst am Arbeitsplatz, egal, ob vom Arbeitgeber gestellt oder selbst mitgebracht. Früchte wie Orangen, Melonen oder Äpfel enthalten besonders viel Flüssigkeit und tragen so zur Grundversorgung bei. Zusätzlich eignen sie sich wunderbar, um in Scheiben geschnitten das Glas Wasser optisch wie auch geschmacklich aufzuwerten. Wem Wasser immer noch zu langweilig ist, der greift zu Kräuter- oder Früchtetees. Wichtig ist in diesem Fall, das Getränk ungezuckert zu geniessen. Ein wenig Zucker ist natürlich kein Vergehen, allerdings kommen bei mehreren Gläsern schnell grössere Zuckermengen zusammen, als man denkt. Dasselbe gilt für Saftschorlen, die möglichst im Verhältnis ein Teil Saft und drei Teile Wasser gemischt werden sollten. In beiden Fällen ist man am besten beraten, sich selbst um die Zubereitung zu kümmern. Fertige Schorlen und auch Tees aus dem Supermarkt enthalten oft unnötige Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker und sind noch dazu um einiges teurer. Auch Fruchtsäfte oder Eistees erscheinen nur auf den ersten Blick als gesunde Alternative: Oft kommen schon auf ein einzelnes Glas mehrere Zuckerwürfel. Dafür liegt der Fruchtgehalt bei einem Grossteil der Getränke weit unter 50 Prozent, erschreckend häufig fällt er sogar noch niedriger aus. Auch Smoothies vermitteln den Ein-

druck, in der Flasche stecke eine geballte Ladung Frucht. Doch hier ist ebenfalls Vorsicht geboten: Neben den grossen Mengen natürlichen Fruchtzuckers, der in moderatem Ausmass durchaus vertretbar wäre, versteckt sich auch hier zusätzlicher Zucker. Im Laufe des Tages rückt das Trinken häufig in den Hintergrund. Um trotzdem den Bedarf zu decken, helfen kleine Gedankenstützen. Ein grosses Glas Wasser gleich nach dem Aufstehen, bei der Ankunft im Büro und in der Pause. Am besten steht die Wasserflasche immer im Blickfeld und erinnert so daran, häufiger mal zuzugreifen. Wenn es darum geht, am Arbeitsplatz ausreichend zu trinken, gilt trotzdem keinesfalls das Motto «Viel hilft viel». Wasser steht an erster Stelle und sollte den grössten Teil des Bedarfs decken. Wer sich mehr Geschmack wünscht, gibt etwas Zitrone oder Minze hinzu oder wählt die selbst gemachte Schorle. Auch Kaffee als Konzentrationshilfe ist nicht verkehrt – in Massen und zur rechten Zeit. So lässt sich die Getränkeauswahl abwechslungsreich gestalten und bleibt gleichzeitig kalorienarm: Auf diese Weise fällt es leicht, genug Flüssigkeit aufzunehmen, ohne dass sich unnötige Zusätze einschleichen. ■

WWW.BASELRUNDSCHAU.CH

GESCHÄFTSFÜHRER WINTER 2020 / 21


118 KULINARIK FRANKE KAFFEEMASCHINEN AG

KLEINES FORMAT – GROSSER GENUSS FÜR VIELE MENSCHEN BEGINNT DER TAG ERST RICHTIG MIT EINER GUTEN TASSE KAFFEE, DESSEN DUFT SICH LANGSAM IM RAUM AUSBREITET. DAS IST BEREITS MIT EINEM EINFACHEN KNOPFDRUCK MÖGLICH: DIE FRANKE KAFFEEMASCHINEN AG AUS AARBURG ERWEITERT NUN IHR PORTFOLIO. MIT DREI BASIS-MODELLEN UND IHREM MODULAREN AUFBAU IST DIE NEUE A300 EIN OPTIMALER EINSTIEG IN DIE WELT DER PROFESSIONELLEN KAFFEE-VOLLAUTOMATEN. VON ELISA BECK

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Getränkequalität – Tasse für Tasse. Dabei ist jede Tasse ein neues Geschmackserlebnis. Mit der FoamMasterTM-Option steht ein in der Einstiegsklasse einmaliges, professionelles Milchsystem zur Verfügung, mit dem warme Milch sowie Milchschaum mit einer individuell einstellbaren Konsistenz produziert werden können. So gibt es je nach Laune

© Franke

enig Platz, aber hohe Ansprüche an die Kaffeequalität? Mit der neuen A300 präsentiert Franke einen kompakten Vollautomaten, der sich im professionellen Segment vor den grös­seren Modellen nicht verstecken muss. Wie die übrigen Modelle der A-Linie steht auch die A300 für exzellente

Kleiner Automat mit grosser Auswahl.

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KULINARIK 119 und Getränk immer die passende Milchschaumhaube. Auch für die Sauberkeit ist gesorgt: Das integrierte Reinigungssystem EasyClean sorgt für perfekte Hygiene mit nur wenigen Handgriffen.

INTERAKTIV UND INDIVIDUELL Auf einem interaktiven 8-Zoll-Touchscreen wird der Endkunde mit fotorealistischen Getränkebildern ganz einfach durch das Getränkemenü geführt. Mit dem Quick-Select-Bedienmodus können sechs bis zwanzig Getränke je Seite abgebildet werden. Die Optionen sind vielfältig: Grösse, Aromastärke und Bohnenauswahl lassen sich auf die Vorwahltasten programmieren und erleichtern damit die Getränkeauswahl zusätzlich. Mit bis zu 100 verschiedenen Getränkespezialitäten bietet die A300 eine enorme Auswahl für jeden Anspruch – alle in altbewährter Franke-Qualität. Dank des patentierten Heizsystems lassen sich zum Beispiel unterschiedliche Brühtemperaturen für verschiedene Getränke einstellen, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

EIN ECHTES ALLROUNDTALENT Zahlreiche Ausstattungsoptionen und Konfigurationsmöglichkeiten machen die A300 zu einem Anpassungskünstler. Ob Festwasseranschluss oder Wassertank-Version, ein oder zwei Bohnenbehälter oder noch eine zusätzliche Bohnenbehälter-Erweiterung – die A300 bleibt jederzeit kompakt und flexibel. Wahlweise kann die Maschine mit oder ohne Pulverbehälter ausgestattet werden – so lässt sich die Maschine optimal für den Einsatz an den verschiedensten Standorten anpassen. Mit optionalen Beistellgeräten wie einer Kühleinheit oder einem Abrechnungssystem für den Selbstbedienungsbetrieb wird aus der kompakten Maschine ein überall einsetzbarer Verwandlungskünstler.

Dank ihrer Anpassungsfähigkeit kann die A300 problemlos in eine Kaffeemaschinenflotte integriert werden. Werksseitig ist sie bereits für Frankes IoTLösung – ­Digital Services – vorbereitet. Damit erhält der Betreiber volle Kontrolle und einen klaren Überblick über alle Getränkeverkäufe und Maschinendaten der A300. Software- und Konfigurations-Updates per Fernwartung ersparen kosten- und zeitintensive Vorort-Einsätze. Ob in der Mitarbeiterversorgung, der Bäckerei, dem Café oder in kleineren Restaurants – die A300 macht dank Schweizer Spitzentechnologie, optimaler Zubereitung und einfacher Bedienung in jeder Lage die gewünschte Tasse Kaffee. ■

FRANKE KAFFEEMASCHINEN AG Franke-Strasse 9 CH-4663 Aarburg Telefon +41 (0) 62 787 34 00 info@franke.com WWW.FRANKE.COM


120 BEAUTY & GESUNDHEIT

ZAHNKLINIK RENNBAHN

IHR ZAHNARZT FÜR MODERNE ZAHNMEDIZIN DIE ZAHNKLINIK RENNBAHN BIETET SEINEN KUNDEN DEN KOMFORT UND DIE MEDIZINISCHE QUALITÄT, DIE DIESE VON AKTUELLER ZAHNHEILKUNDE ERWARTEN. DURCH DR. MED. MED. DENT. ANDREAS GRABER, DER DAS TEAM SEIT KURZEM ERGÄNZT GIBT ES EINEN GRUND MEHR, SICH AUF SCHWEIZER WERTARBEIT ZU VERLASSEN. INTERVIEW MIT DR. MED. MED. DENT. ANDREAS GRABER

medizin abschloss. Die folgenden drei Jahre nach dem Studium arbeitete ich als Arzt in der Inneren Medizin und Chirurgie. Aufgrund etlicher Notfallpatienten mit intraoralen Verletzungen, welche ich im Kantons­s pital Liestal während meiner chirurgischen Dienste behandelte, entwickelte sich mein Interesse auch an der Zahnmedizin. Ich wollte ursprünglich Mund-Gesicht-Kiefer-Chirurg werden, wozu man eben noch zusätzlich das Zahnmedizinstudium benötigt. Dieses absolvierte ich dann erfolgreich in Zürich. Die Herausforderungen und Tätigkeiten der Zahnmedizin faszinieren mich so sehr, dass ich nun als Allgemein-­Zahnarzt tätig bin und nicht wieder zurück in den Spitalalltag ging.

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ie Zahnklinik Rennbahn bietet seinen Patienten moderne Zahnmedizin in ruhiger, entspannter Atmosphäre. Wir sprachen mit Dr. med. med. dent. Andreas Graber über seinen bisherigen Werdegang und darüber was ihn motiviert.

«Geschäftsführer»: Sie unterstützen seit Neuestem das Team der

Zahnklinik Rennbahn. Möchten Sie uns erzählen, wie es dazu kam? Dr. med. med. dent. Andreas Graber: Ich freue mich sehr, bei der Zahnklinik Rennbahn eine neue Herausforderung gefunden zu haben. Aufgewachsen bin ich im Kanton Aargau, wo ich meine Schulzeit absolvierte. Danach zog es mich in den Kanton Basel-Stadt, wo ich das Studium der Human-

GESCHÄFTSFÜHRER WINTER 2020 / 21

Was sind Ihre Ziele bei Ihrer täglichen Arbeit? Patientenorientiertes und qualitativ hochwertiges Arbeiten sind meine höchsten Ziele. In der Zahnklinik Rennbahn fand ich damit den perfekten Arbeitgeber mit der gleichen Arbeitsphilosophie. Ich freue mich sehr, Sie womöglich bald kennenlernen zu dürfen. ■

ZAHNKLINIK RENNBAHN Birsfelderstrasse 3 CH-4132 Muttenz Telefon +41 (0) 61 826 10 10 info@zahnklinik-rennbahn.ch

WWW.ZAHNKLINIK-RENNBAHN.CH


KOLUMNE 121

ORTHOPÄDIETECHNIK AUF DER HÖHE DER ZEIT von Thomas Ruepp

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ie Basler Orthopädie René Ruepp AG hat sich seit den 70er-Jah­ ren auf ihre Kernkompetenz konzentriert und verstärkt auch in Zukunft diese Fachkompetenzen. Dazu gehören die ganzen Versorgungen, im Speziellen der zereb­ ralen Bewegungsstörungen, wie die Un­ terschenkelschienen, Korsette, Sitzscha­ len und die dazugehörenden Rollstühle und deren Herstellung. Die Zusammen­ arbeit konzentriert sich auf das UKBB (Universitäts-Kinderspital beider Basel) und das REHAB (Klinik für Neuroreha­ bilitation und Paraplegiologie) sowie auf die in der Nordwestschweiz bestehenden Wohn- und Schulheime. Für unser Haus ist dies erneut eine He­ rausforderung, die Innovationen in allen Bereichen verlangt. Innovation ist unser Business, und aus diesem Grund arbei­ ten wir daran unsere Kernkompetenzen weiter auszubauen. Es geht um die Hilfs­ mittel und ihre Anpassungen, nicht zu­ letzt für behinderte Menschen, die damit ein unbeschwerteres Leben führen kön­ nen. Das ist schlicht eine Notwendig­ keit – trotz des politischen Widerstands wegen der Kostenfrage. Wir sind ge­ rade in der heutigen Zeit überzeugt, dass die notwendigen The­ rapien, die infolge von Sparmassnahmen unter Druck stehen, trotz­ dem genützt werden sollten. Als Beispiel habe ich den kleinen Jungen, der gerne Fussballstar werden will. Was muss er machen: Trainieren! Was wenn behinderte Menschen mehr Therapien hät­ ten und somit noch mehr Trainingsmöglichkeiten? Sie wären als Erwachsene viel besser trainiert und könnten dann einem Beruf nachgehen – wie wir alle auch. Das hätte zur Folge, dass die Ren­ ten im Gesamten sinken würden, und bei 20 Prozent weniger Ren­ ten wären das Einsparungen von 1.5 Milliarden Franken. Dabei würden eventuell 50 Millionen Franken nötig sein, um die Thera­ pien zu maximieren. Dies ist eine rein volkswirtschaftliche Be­ trachtungsweise, die nur von Volkswirtschaftlern verstanden wird und leider nicht von der Politik. Die Innovation geht heute nach der Idee von vor 30 Jahren mit ei­ nem Messstrumpf digitaler Art voran. Diese Innovation hat so lange

gebraucht, seit 1991, bis eine mögliche Lösung gefunden wurde, zu­ sammen mit der Fachhochschule NWS in Muttenz. Diese Methode ersetzt die 100-jährige Methode, mit einem Gipsmodell das Mass zu nehmen für den Bau einer Prothese oder einer Orthese (Schiene oder Korsett). Diese digitale Art kommt auch bei uns auf, da alle digitalen Massnahmen zu einer wirtschaft­ lichen Verbesserung führen. Nebener­ scheinungen sind Genauigkeit, weniger Handarbeit und Hilfsmittel, die von An­ fang an besser passen. So können wir auch unseren Kunden ohne Behinderun­ gen bessere Produkte anbieten, wie Ein­ lagen mit Ganganalysen, oder digital ge­ messene Kompressionsstrümpfe, die mit unserem Know-how verknüpft werden. Mit Analyse modernster Art sollen alle Schuhwünsche oder Fusssorgen gelöst werden. Und dies mit einem kompetenten Team, für Ski- oder Golfschuhe nach Mass, Tennis-, Wander- und Theaterschuhe auf Ihre Füsse eingestellt, Knie- und Knöchel­ bandagen nach Ihren Bedürfnissen, sowie Kompressionsstrümpfe für Ihren Sport. Wir agieren in der 4. Generation, schon seit zwei Jahren selbstständig, in der Geschäftsleitung mit Frau Fabienne Ruepp, gelernte Betriebswirtschaftlerin, als Geschäfts­ führerin in der Administration. Ihre Schwester, Frau Florence Ruepp, gelernte Orthopädie-Meisterin mit Master in Neuroorthopädie, ist Geschäftsführerin der operativen Orthopädie. ■

THOMAS RUEPP

Verwaltungsratspräsident der Basler Orthopädie® René Ruepp AG. Austrasse 109 CH-4051 Basel Telefon +41 (0) 61 205 77 77 info@rene-ruepp.ch WWW.RENE-RUEPP.CH

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PURE URBAN RETREAT

PURE URBAN RETREAT HAIR, SPA, BEAUTY BEAUTY AND WELLNESS WITH THE POWER OF NATURE – SEIT 2007 IST PURE EIN TEIL DES LEBENS IN BASEL UND WURDE MIT DER ABSICHT GEGRÜNDET, EINEN GANZHEITLICHEN, URBANEN RÜCKZUGSORT ZU SCHAFFEN, DER EINE GROSSE AUSWAHL AN SCHÖNHEITS- UND WELLNESSBEHANDLUNGEN UNTER EINEM DACH BIETET.

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as Jahr 2020 stellte und stellt uns alle vor Herausforderungen, die wir in dieser Form noch nie erlebt hatten. Wir schätzen uns glücklich, dass wir unsere Dienstleistungen entsprechend unserer Philosophie nach wie vor anbieten können. Unsere multikulturelle, gemeinschaftliche Atmosphäre respektiert lokale Traditionen und führt die Gäste in die neuesten Produkte und Behandlungen in den Bereichen Haar, Schönheit und Wellness ein. Wir sind auf Marken spezialisiert, die ethisch, natürlich, umweltbewusst und ergebnisorientiert sind, um die Bedürfnisse unserer Gäste zu erfüllen.

HAIR Unser erfahrenes und talentiertes Team bietet massgeschneiderte Erlebnisse, indem es Kreativität, Geschick und Intuition in allen unser Haarund Farbservices in Einklang bringt; Ihr Aussehen steht in Harmonie mit Ihrer Persönlichkeit. Alle Haardienstleistungen von Pure werden von einer AVEDA-Sinneserfahrung begleitet, die Aromen verwendet, welche die Seele ausgleicht und den inneren Geist erneuert.

SPA & BEAUTY Unsere Spa-Dienstleistungen konzentrieren sich auf einen integrierten, langfristigen Ansatz zur Wiederherstellung, Verjüngung und Verbesserung der natürlichen Schönheit. Wir begleiten unsere Dienstleistungen mit leistungsstarken, natürlichen Marken, die sichtbare Ergebnisse liefern. Ausgehend von individuellen Wünschen und Bedürfnissen der heutigen Gesellschaft hat sich Pure dazu entschlossen, massgeschneiderte Pflegekonzepte zu kreieren, wie zum Beispiel die unten aufgeführten. Ihre individuellen Bedürfnisse und Erwartungen besprechen wir gerne anlässlich Ihres persönlichen Besuchs bei Pure, und unsere Therapists erstellen für Sie einen massgeschneiderten Masterplan.

PURE SWISS PERSONALISIERTES REJUVENATION TREATMENT Diese Behandlung kombiniert die Verwendung von Seren und Boostern höchster Qualität mit Mikronadeln, Ultraschall und Gleichstrom, um effektiv und sicher das Eindringen von aktiven und wirksamen Inhaltsstoffen zu gewährleisten. Die Produktion von Kollagen und Elastin und der Regenerationsprozess der Haut werden stimuliert, was zu einer sichtbar pralleren und gesünderen Haut führt.

PURE SWISS PERSONALISIERTES GLOW TREATMENT Diese Behandlung kombiniert die Verwendung von Seren und Boostern höchster Qualität mit manueller Massage und Ultraschall zur Stimulation des Blutflusses und der gesamten Hautfunktionen. Dies gewährleistet das tiefere Eindringen von aktiven und wirksamen Inhaltsstoffen in die Haut. Der Regenerationsprozess der Haut wird stimuliert und erzeugt einen sichtbaren Lifting-Effekt. ■

ÖFFNUNGSZEITEN Montag – Mittwoch 9 –19 Uhr Donnerstag – Freitag 9 – 20 Uhr Samstag 8 –18 Uhr

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BEAUTY & GESUNDHEIT 123

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124 BEAUTY & GESUNDHEIT HOME-TRAINING

ERSTE LIGA WER DEM GANG INS FITNESSSTUDIO NOCH EHER SKEPTISCH GEGENÜBERSTEHT, DER IST GUT BEDIENT, SICH SEIN EIGENES INDOOR-GYM EINZURICHTEN. DANK HOCHWERTIGER SPORTKLEIDUNG UND DEM PASSENDEN EQUIPMENT ERLANGT DAS HOME-TRAINING SEIN DESIGNER-SIEGEL. NACH DEM TRAINING WIRD MIT WOHLTUENDEN KOSMETIKPRODUKTEN ENTSPANNUNG UND REGENERATION ERZIELT. VON SWENJA WILLMS

VERSACE Wer auf der Suche nach einzigartigem Equipment für seinen Lieblingsballsport ist, wird beim italienischen Modeunternehmen Versace fündig. Der ikonische Barocco-Print ziert neben Kleidung und Accessoires auch gelegentlich aussergewöhnliche Einzelstücke wie diesen Rugby-Ball. Optisch ein absoluter Treffer.

ELISABETH WEINSTOCK «Objet d’Art»-Boxhandschuhe für alle, die das Boxen lieben und Kunst schätzen. Ein handgefertigtes und einzigartiges Meisterstück, das die inspirierende Vision der Marke Elisabeth Weinstock veranschaulicht. Gefertigt aus verschiedenen exotischen Leder­varian­ ten wie beispielsweise Schlangenleder, können die Boxhandschuhe auch nach kundenspezifischen Farbspezifikationen individualisiert oder massgeschneidert werden.

BURBERRY Nicht nur das Equipment, auch die Kleidung für sportliche Betätigungen ist mit Bedacht zu wählen. Dieser Ganzkörperanzug von Burberry aus Stretch-Jersey legt sich wie eine zweite Haut an den Körper und animiert dank Monogrammdruck und der Farbblockverkleidung zu einem ausgiebigen Work­out. Diskret untergebrachte Steckfächer bieten Platz für Mobiltelefon und nötige Kleinutensilien.

VALMONT Die regenerierende Kollagen-Maske verspricht eine frische und strahlende Haut. Das All-in-one-Treatment, das auf medizinischen Innovationen aus der Schweiz beruht, bietet eine intensiv glättende, beruhigende und feuchtigkeitsspendende Wirkung.

ACQUA DI PARMA Im Colonia-Universum von Acqua di Parma gibt es einen neuen Stern: «Colonia Futura» ist eine Liebeserklärung an die Natur mit wunderbar kombinierten und natürlichen Inhaltsstoffen Ein Produkt, das zu 99 Prozent aus Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs sowie einer umweltbewussten Verpackung besteht und einem positiven sozialen Einfluss auf unsere Wertschöpfungskette hat. Eine Hingabe zum Bewahren all dessen, was wir an Italien lieben. Die Kombination aus Vetiver-­A kzenten, Bergamotte, Zitrone und Grapefruit, unterstützt von den würzigen Rosa-Pfeffer-Nuancen, vibriert vor Leben. ■

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126 AUTO & MOTO PORSCHE ZENTRUM BASEL

«DER TAYCAN VERSPRÜHT EMOTIONEN PUR.» DER WELTKLASSE-EISHOCKEYTORWART JONAS HILLER HAT WÄHREND EINER WOCHE DEN PORSCHE TAYCAN AUF HERZ UND NIEREN GEPRÜFT. IM INTERVIEW ERZÄHLT ER ÜBER SEINE ERLEBNISSE MIT DEM ERSTEN VOLLELEKTRISCHEN PORSCHE.

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Geschäftsführer»: Wie bist du zur Marke Porsche ge­ kommen? Jonas Hiller: Die erste Berührung mit der Marke Porsche hatte ich in den USA, als mir ein Kollege einen Porsche 964 auslieh, da direkt nach meiner Einreise noch kein Wagen auf mich zugelassen werden durfte. Ich war sofort vom Porsche Virus infiziert. Einige Jahre später konnte ich durch einen Bekannten, der als General Manager bei Porsche in Newport arbeitete, für ein Wochenende einen Panamera Probe fahren. Ich war so begeistert, dass ich das Fahrzeug gar nicht mehr zurückbrachte. Was fasziniert dich an der Marke? Die Alltagstauglichkeit und die Sportlichkeit in einem Fahrzeug. Ich habe bereits jede Generation des Elfers mein Eigen nennen dürfen. Die Begeisterung für dieses einzigartige Fahrzeug ist bei mir nach wie vor sehr gross. Einen Porsche 911 kann man ebenso im Alltag fahren wie auf der Rennstrecke. Die Ansprüche an die Qualität eines Automobils werden immer grösser. Und Porsche kann diesem Anspruch in jeglicher Hinsicht standhalten. Diese Leistung ist unvergleichlich.

Erzähl etwas über deine ersten Fahreindrücke im Taycan. Die Beschleunigung des Taycans ist brachial. Besonders in den Kurven stellt man die grossen Stärken des Fahrwerkes fest. Keinerlei Wank-­ Bewegungen in Verbindung mit hohem Komfort. Der Taycan kommt einem sehr vertraut vor und doch sitzt man in einem Auto, dass es so noch nie gab. Was ist dir im Cockpit aufgefallen? Die Technik hat mich enorm beindruckt. Ich muss gestehen – ich habe beinahe zwei Stunden in meiner Garage verbracht und an allem gedreht und gedrückt, um herauszufinden, wie es funktioniert. Durch die digitalen Funktionen hat man die Möglichkeit, Einstellungen sehr individuell auf sich anzupassen. Schlussendlich ist aber dennoch alles auf das Fahrerlebnis ausgerichtet. Wie gefällt dir das Design? Ich fand die Konzeptstudie mit dem Mission-E damals schon cool. Der Taycan entspricht dieser Konzeptstudie vollkommen. Mit bekannten Designelementen ist der Taycan klar als Porsche erkennbar. Du kennst auch Tesla, wo siehst du den Vorteil des Porsche Taycan? Es macht einfach riesig Spass, den Porsche Taycan zu fahren. Besonders die hohe Verarbeitungsqualität und Haptik der Materialien beindrucken mich. Die Technologie ist sehr fortschrittlich. Die Leistung des Antriebes und des Fahrwerkes sind herausragend. Das Fahrzeug versprüht Emotionen pur. Wo hast du das Fahrzeug in dieser Woche jeweils geladen? Da ich keine langen Routen gefahren bin, habe ich den Taycan jeweils über Nacht zu Hause an meiner 380 Volt Ladestation geladen. Ein richtiger Porsche? Definitiv! Porsche hat die ganze Marke ein Stück näher an die Zukunft gebracht. Was ich wichtig finde, denn mit den kommenden Anforderungen und Werten werden sich für Porsche neue Wege öffnen. Porsche Fahrer und Fahrerinnen müssen also keine Angst haben, dass es einmal langweilig wird. ■

PORSCHE ZENTRUM BASEL Nef Sportwagen AG Florenz-Strasse 1B CH-4142 Münchenstein Telefon +41 (0) 58 5 911 911 info@porsche-basel.ch

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JONAS HILLER Der Schweizer Jonas Hiller, geboren am 12. Februar 1982, ist ein Weltklasse-Eishockeytorwart. Während neun Jahren war er in der nordamerikanischen National Hockey League unter Vertrag und absolvierte insgesamt 437 NHL-Partien für die Anaheim Ducks und die Calgary Flames. Mit dem HC Davos wurde er in den 2000erJahren dreimal Schweizer Meister und gewann zweimal den Spengler Cup. Zudem hat er für die Schweizer Nationalmannschaft dreimal an den Olympischen Spielen sowie an vier Weltmeisterschaften erfolgreich das Tor gehütet. Zuletzt spielte Hiller beim EHC Biel und trat per Ende der Saison 2019 / 20 als Aktiver zurück. Jonas Hiller lebt mit seiner Familie in der Region Bern und ist ein grosser Porsche Fan.


© Maserati

128 AUTO & MOTO

MASERATI 3500 GT

DER RENNSPORTLER IM SMOKING WIE KANN MAN EINEN HOCH ENTWICKELTEN RENNWAGENMOTOR UND EIN LUXURIÖSES AUTOMOBIL MITEINANDER KOMBINIEREN? MIT DEM SCHÖNSTEN ALLER MASERATI-MODELLE, DEM 3500 GT, GELANG DEM UNTERNEHMEN DER WANDEL VOM RENNWAGENPRODUZENTEN ZUM HERSTELLER VON STRASSENFAHRZEUGEN. VON LONE K. HALVORSEN

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© Maserati

AUTO & MOTO 129

I

m Jahr 1914 gründeten die Maserati-Brüder in Bologna eine kleine Autowerkstatt und legten damit den Grundstein für die Marke Maserati, die in die Automobilgeschichte eingehen sollte. In den 1920er und 1930er Jahren verkaufte das Unternehmen weltweit Rennwagen, für den Strassenverkehr zugelassene Fahrzeuge wurden lediglich aufgrund von Einzelbestellungen hergestellt. Die drei Brüder Alfieri, Ernesto und Ettore waren technisch versiert, Mario hingegen hatte keine Ahnung von Motoren, doch besass er eine künstlerische Ader. Er bekam den Auftrag, ein Logo für die Firma zu entwerfen, und er wählte eines der Wahrzeichen der Stadt Bologna als charakteristisches Element: den Dreizack der Neptun-Statue auf der Piazza Maggiore als Symbol für Stärke und Vitalität. Das Dreizack-­ Logo symbolisierte für Alfieri Maserati die Stärke seiner Familiengeneration, bestehend aus sechs Brüdern – und bis in die Gegenwart sollte dieses Logo für Autoaffine weltweit legendär bleiben. 1937 übernahm die Familie Orsi die Geschäftsleitung, und das Unternehmen zog von Bologna nach Modena – bis heute der Maserati-Hauptsitz.

VOM RENNWAGEN ZUM STRASSENAUTO Mitte der 1950er Jahre gab der Chef von Maserati, Omer Orsi, dem Chefingenieur Giulio Alfieri die Aufgabe, einen schnellen, zuverlässi-

gen Gran Turismo für die Strasse zu entwerfen. Es war genau diese Strategie, die das Schicksal von Maserati verändern sollte. Der 3500 GT wurde nicht nur zu einem der schönsten Modelle von Maserati, sondern mit ihm gelang dem Unternehmen auch der Wandel vom Rennwagenproduzenten zum Hersteller von Strassenfahrzeugen. Die Bedeutung dieser Modellserie spielte für Maserati eine elementare Rolle. Womöglich würde es ohne diese zeitlosen Klassiker das Traditionsunternehmen nicht mehr geben, denn nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stand es kurz vor dem wirtschaftlichen Ruin. Doch es war Alfieri, der die Erfolgsgeschichte mit viel Geschick in die entscheidenden Bahnen lenkte. Der 3500 GT war ein Sportwagen der Oberklasse mit einem vom Rennwagen 350S abgeleiteten Motor – jedoch für den Strassen­ betrieb erheblich modifiziert. Die legendäre Eleganz gepaart mit der Sportlichkeit war bereits von Beginn an ein Markenzeichen von Maserati, und auch beim 3500 GT blieb das Unternehmen diesem Ruf treu. Mit ihm gelang den Konstrukteuren und Autobauern rund um Alfieri ein Voll­t reffer – 1957 wurde der feudale Gran Turismo auf dem Genfer Autosalon präsentiert. Der Prototyp ging wegen seiner weissen Lackierung als «Dama Bianca» in die Geschichte ein – mit geringfügigen Unterschieden zu der Serien­version, deren Produktion im selben Jahr aufgenommen wurde. >

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130 AUTO & MOTO

© Maserati

Ende 1957 hatte Maserati sich vom Rennsport zurückgezogen. Umso wichtiger war der Erfolg des 3500 GT. Das Magazin «Automobil Revue» schrieb 1958: «Zu den Aktivposten von Maserati ist ein Automobil zu zählen, das erst vor Jahresfrist zusammengebaut wurde und nun binnen dieser relativ kurzen Zeit einen beachtlichen Reifegrad erreicht hat, nämlich der Dreieinhalb-Liter-Gran-Turismo. Dieser imponierende Sechszylinder ist ein luxuriöser zwei- bis viersitziger Wagen für schnelle Reisen.» Der elegante Sportwagen war eine Kreation der Carrozzeria Touring und wurde aus Aluminium hergestellt. Als Chassis diente ein Rohrrahmen, wie er vom Prinzip her auch bei den Rennwagen eingesetzt wurde. Klassisch waren die lange Motorhaube, die relativ kurze Fahrbehausung und der grosse Überhang hinten. Abgeleitet vom Rennsportmodell 350S war es natürlich auch hier zu erwarten, dass der Motor zum Herzstück des Modells gehört. Das Resultat gefiel auch dem Publikum, und die «Automobil Revue» fügte hinzu: «Trotz seiner Abstammung aus einem Stall der Grand-Prix- und Rennsportfahrzeuge ist das elegante Superleggera-Coupé ein Gebrauchsfahrzeug für den Alltag. Es schaltet sich leicht, obwohl der starke 3.5-Liter-­Sechszylinder – nebenbei bemerkt der grösste Serienmotor der Gegenwart – auch im direkten Gang ein unerhörtes Durchstehvermögen besitzt.» Mindestens ebenso wichtig für den Erfolg war die optische Erscheinung. Den 3500 GT gab es in den zwei Karosserievarianten Coupé und Spyder. In Genf wurden zwei Arten von Coupés präsentiert: Eine Version war von Allemano karossiert worden, die zweite von Touring in Mailand. Nach dem Ende der Ausstellung entschied sich die Unternehmensleitung für die Serienproduktion mit Touring. Ein Jahr später folgte die offene Variante, und die beiden ersten Cabrios entstanden 1958 ebenfalls bei Touring. Für die Serienproduktion der Spyder entschied sich jedoch Maserati für den Karosseriebauer Vignale, womöglich aufgrund der modernen und sportlichen Optik. Der führende Designer des renommierten Karosseriebauers Vignale, Giovanni Michelotti, verkürzte das Fahrgestell um zehn Zentimeter und schaffte durch einen geschmeidigen Hüftschwung eine Dynamik in der Seitenlinie, welche auffällig über die Hinterräder verlief. Das Fahrzeug war ein Meisterwerk der Proportion und wurde von der Presse als «rollendes Kunstwerk» beschrieben. Einige Jahre später wurden an allen vier Rädern Scheibenbremsen eingebaut – was als ein Novum im damaligen Italien galt. Wenngleich die grösste Neuerung mit der Lucas-­Benzineinspritzung einherkam, die eine Höchstgeschwindigkeit von über 220 km / h ermöglichte.

© Maserati

DAS STREBEN NACH INNOVATION UND GESCHWINDIGKEIT

UNTERWEGS MIT DER PROMINENZ Der Zustand des Strassennetzes wurde – sowohl in quantitativer wie qualitativer Hinsicht – nach dem Zweiten Weltkrieg immer hochwertiger. Wo früher die holprigen Strassen schnelles Fahren verhinderten, konnte in den 50er Jahren wieder Gas gegeben werden. Als Resultat dieser Entwicklung entstand ein neues Segment von Sportwagenkäufern, denn Promi­nente, gut situierte Unternehmer und andere Erfolgreiche dürsteten nach schnellen luxuriösen Sportwagen. Diesen Trend hatte Alfieri bereits erkannt und setzte dafür die nötigen Massnahmen um, als er den 3500 GT schuf. Maserati war in jener Epoche die innovativste der norditalienischen Sportwagenmarken, und kaum ein anderes Fahrzeug hat das italienische Flair so gekonnt präsentiert. Die Prominenz griff gerne zum Maserati 3500 GT, und man kann es ihr nicht verübeln. Zu den stolzen Besitzern zählten Fürst Rainier III. von Monaco, Dean Martin, Tony Curtis, Anthony Quinn, Rennfahrer Luigi Taramazzo oder auch der mexikanische Staatspräsident Adolfo Lopez. Gerne wurde der offene Maserati auch in Filmen genutzt  –  so hatte der Vignale Spyder etwa Auftritte in «Love is a Ball» (1962), «La bella di Lodi» (1963) oder «La vita difficile» (1963). Als Sportwagen der Oberklasse begeisterte der 3500 GT schon damals zahlreiche Käufer, und auch heute noch sind der GT wie auch der Vignale Spyder begehrte Sammlerobjekte. ■

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© Aston Martin

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ASTON MARTIN

MIT DER SEELE EINES SPORTWAGENS ES IST DER ERSTE SUV IN DER 106-JÄHRIGEN TRADITION VON ASTON MARTIN. ENTSPRECHEND SEINER BEDEUTUNG ERHIELT DER DBX DAS FACETTENREICHSTE DESIGN IN DER GESCHICHTE DER BRITISCHEN LUXUSMARKE. SELBSTREDEND VERFÜGT ER ÜBER EIN BREITES LEISTUNGSSPEKTRUM VON SPORTWAGENDYNAMIK BIS HIN ZU OFFROAD-TAUGLICHKEIT. VON PATRICK FREY

M

it dem DBX, dessen Entwicklung bereits 2015 begann, drängt Aston Martin in ganz neue Welten. Denn im Gegensatz zu anderen Herstellern von Luxussportwagen ist dieses Segment für die Briten absolutes Neuland. Umso mehr setzten sie sich zum Ziel, durch Vielseitigkeit und sportlichen Fahrspass einen neuen Standard in der Klasse der Luxus-SUV zu setzen. Dazu wurde auch die Hilfe von externen Beratern in Anspruch genommen – unter anderen dem «Female Advisory Board». Gebaut wird der DBX in einem eigens errichteten Werk in St Athan (UK). Basis ist eine neue SUV-Plattform. Unter Verwendung von Verbundaluminium, einer Bauweise, die Aston Martin durch die Entwicklung seiner Sportwagen beherrscht, ist die Karosserie des neuen Modells leicht und zugleich steif, was dem DBX zu einer herausragenden Dynamik verhilft. Der leer 2245 Kilogramm wiegende SUV misst in der Länge 5039 Millimeter. Kompakt ist das nicht, denn schon von Anfang an wurde der DBX so konzipiert, dass er im Innenraum so geräumig wie möglich ist. Dabei wurde besonders viel Wert auf Details und auf eine optimale Platznutzung gelegt, sowohl für die Passagiere in der vorderen als auch in der hinteren Reihe. Mit Blick auf China wurde dieser Luxus-SUV auch für jene Kunden entwickelt, die sich lieber chauffieren lassen, als selbst hinter dem Volant zu sitzen.

NUR DAS BESTE IST GUT GENUG Bezüglich Technologie schöpfte Aston Martin aus dem Vollen. Die adaptive Dreifach-Luftfederung wurde mit dem neuesten elektrischen 48V-Anti-Roll-Kontrollsystem (eARC) und mit elektronischen adaptiven Dämpfern kombiniert. Sie ermöglicht, die Bodenfreiheit um 45 Millimeter zu erhöhen oder um 50 Millimeter abzusenken, um das Fahrzeug an verschiedenste Geländetypen optimal anzupassen, aber auch um das Ein-

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und Aussteigen sowie das Beladen des Autos zu vereinfachen. Angetrieben von einer neuen Version des Vier-Liter-Twin-Turbo-V8-Motors, der bereits im DB11 und Vantage zu finden ist, beeindruckt der DBX mit 550 PS Leistung und 700 Nm Drehmoment. Das aktive Auspuffsystem sorgt dafür, dass dieser Luxus-SUV edel und fein, aber bereits im nächsten Moment aggressiv und berauschend klingen kann. Zur Optimierung des Verbrauchs verfügt der V8-Turbo über eine Zylinderabschaltfunktion. Hat es der Fahrer eilig, beschleunigt ihn der DBX in 4,5 Sekunden von null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 291 km / h.

SPORTLICH IM GELÄNDE, FREUNDLICH IM ALLTAG Für die Übertragung von Leistung und Drehmoment auf den Boden ist ein Neun-Gang-Automatikgetriebe mit Drehmomentwandler verantwortlich, zusammen mit einem Allradantrieb mit einem aktiven Zentraldifferenzial und einem elektronisch gesteuerten hinteren Sperrdifferenzial (eDiff). Dadurch kann das Drehmoment auf präzise Art und Weise sowohl zwischen Vorder- und Hinterachse als auch entlang der Hinterachse verteilt werden. Mit 632 Liter Stauraum und mit 40:20:40 aufgeteilten, umklappbaren Rücksitzen verfügt der DBX über eine flexible Ladekapazität. Abgesehen von der bemerkenswerten Standardausstattung mit allen aktiven Sicherheitssystemen werden auch optionale Zubehörpakete angeboten. So beinhaltet zum Beispiel das Pet Pack unter anderem eine mobile Waschanlage, damit der Hund nach dem Spaziergang sauber nach Hause kommt. Alternativ liefert das Snow Pack Stiefelwärmer, um einen Skiausflug noch angenehmer zu machen.■

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134 AUTO & MOTO

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VON BARBARA KUSENBERG

Ihr BMW ist bei uns in den besten Händen» erzählt Dominic Hollenstein stolz. Er ist Mitinhaber und Leiter After Sales der Garage Hollenstein AG. Stolz ist er auch auf sein Team. Jeden Tag geben die Jungs aus der Werkstatt alles –alles für Ihren BMW und Alpina, egal ob Neu-, Gebrauchtwagen oder Oldtimer. In der hellen, mit modernster Technik ausgerüsteten Werkstatt arbeiten 23 Männer, welche sich jeden Tag mit grösster Motivation in das graue Übergewand werfen um sich bestens um Ihren BMW oder Alpina zu kümmern. Darunter sind aktuell acht Lernende: vom Reifenpraktiker über den Automobilfachmann bis zum Automobilmechatroniker – die Ausbildung von jungen Menschen haben wir uns gross auf die Fahne geschrieben. Aus- und Weiterbildung bedeutet Domi-

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AUTO & MOTO 135 nic Hollenstein auch sonst sehr viel: «Alle unsere Leute, vom Reifenspezialisten bis zum Diagnostiker, sind top ausgebildet und erhalten regelmässig Schulungen  – sei dies intern oder seitens Importeur.» Service-, Carrosserie- und Garantiearbeiten sind nur ein Bruchteil aller Dienstleistungen welche hier in Aesch an der Therwilerstrasse 2 angeboten werden. Ihr BMW hat einen Steinschlag in der Frontscheibe oder stand der Alpina im Hagel? Kein Problem für unsere Spezialisten: Scheibenwechseln und Drücktechnik gehören ebenfalls zu unseren angebotenen Dienstleistungen. Auch für Young- und Oldtimer haben wir die passende Wartungsausrüstung. Wussten Sie schon, dass im hauseigenen Reifen­hotel die Sommerräder ihres BMW oder Alpina zu einem attraktiven Preis überwintern? «Natürlich beraten wir Sie gerne auch bei Spezial­w ünschen – aber alles im Rahmen der Legalität», fügt Dominic Hollenstein mit einem Augenzwinkern hinzu. Den Spirit der Familienunternehmung spürt man auch beim Werkstatt-­ Team  – fragt man die Mitarbeiter, bezeichnen Sie sich als Familie. «Das Klima ist super, wir sind ein tolles Team» sagt ein langjähriger Mit­ arbeiter. Dies nimmt man auch als Kunde wahr – durch Erfahrung und Know-how, Freude am Arbeiten und kollegialen Zusammenhalt klappt alles Geplante und dies mit kurzen Wartezeiten für unsere Kundschaft. Die abschliessende Endkontrolle durch den Werkstattchef beendet unseren prozessgesteuerten Ablauf. Sie sehen, Ihr Fahrzeug ist bei uns in besten und insbesondere in der aktuellen Situation auch in sichersten Händen. In Ihrem Fahrzeug werden gerade jetzt während der Corona-­Zeit strikt die Kontaktpunkte fachmännisch eingepackt und desinfiziert. Sie sehen, Sauberkeit liegt uns sehr am Herzen. Werfen wir doch zum Schluss noch einen Blick in unsere «Verschönerungsabteilung». Hier können Sie ihr Fahrzeug innen und aussen reinigen lassen. Die drei

hochmotivierten Mitarbeiter des Auf bereitungsteams verbringen tagtäglich Wunder. Wir versprechen Ihnen: So glänzend und sauber haben Sie Ihren BMW oder Alpina schon lange nicht mehr gesehen. Wetten, dass Sie und auch Ihr BMW sich bei uns zu Hause fühlen werden? Überzeugen Sie sich gleich selber – rufen Sie noch heute an und vereinbaren Sie einen Termin. ■

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136 SPORT & FREIZEIT

ADRIAN KNUP

VIEL FÜR DEN NACHWUCHS GELEISTET DIE SCHWEIZER U-21 HAT SICH FÜR DIE KOMMENDE EM-ENDRUNDE 2021 IN UNGARN UND SLOWENIEN QUALIFIZIERT UND WIRD IM NÄCHSTEN JAHR ZUM VIERTEN MAL IN DER VERBANDSGESCHICHTE UM DEN TITEL MITSPIELEN. DAS LETZTE MAL HATTE SIE SICH 2011 IN DÄNEMARK FÜR DAS FINALTURNIER QUALIFIZIERT. DAMALS WURDE DIE SCHWEIZER AUSWAHL ERST IM FINAL VON SPANIEN GESTOPPT. SPORTLICHER LEITER DER SCHWEIZER U-21 IST DIE BASLER FUSSBALL-LEGENDE ADRIAN KNUP, SEIT 2017 CHIEF SPORTS OFFICER BEI DER SWISS FOOTBALL LEAGUE UND SEIT 2019 ZUSÄTZLICH DELEGIERTER FÜR DAS U-21-NATIONALTEAM. INTERVIEW MIT ADRIAN KNUP VON NIGGI FREUNDLIEB

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SPORT & FREIZEIT 137

A

ls «Torminator» ging Adrian Knup in die Schweizer Fussballgeschichte ein. 26 Tore in 48 Spielen für die Nationalmannschaft, erfolgreiche Engagements im In- und Ausland oder Fussballer des Jahres 1991 – als Aktiver gehörte Adrian Knup zu den ganz Grossen des Schweizer Fussballs. FC Basel, FC Aarau, Luzern, Stuttgart, Karlsruhe und Galatasaray Istanbul waren die Stationen des wegen seiner Kopfballstärke gefürchteten Torjägers, ehe er seine aktive Karriere beim FC Basel ausklingen liess. Und wie er im Sport viel seinen Kopf brauchte, setzte er diesen auch nach dem Karrieren­ende effektiv ein. Mit seiner Eloquenz war er ein gefragter Gesprächspartner für die elektronischen Medien, denen er seine Analyse­ fähigkeiten auch als beliebter Co-Kommentator zur Verfügung stellte. Er war Teamberater der Schweizer Fussballnationalmannschaft während der EURO 08, Stürmer-Trainer beim FC Basel, nahm 2009 Einsitz im FCB-Verwaltungsrat und war von 2012 – 2017 FCB-Vizepräsident. Im Interview mit dem «Geschäftsführer» spricht Adrian Knup über die

aktuellen Erfolge der U-21 und beschreibt seine Tätigkeiten als Chief Sports Officer bei der Swiss Football League (SFL). «Geschäftsführer»: Zum ersten Mal seit 2011 nimmt die Schweizer U-21 wieder an einer EM-Endrunde teil – wie kommentieren Sie diese Leistung? Adrian Knup: Dies ist ein bedeutender Erfolg für das Schweizer U-21-Nationalteam, welcher für die sehr gute Ausbildungsarbeit beim Schweizerischen Fussballverband und in den Clubs der Swiss Football League spricht. Mit acht Siegen in acht Spielen und der vorzeitigen Qualifikation für die Endrunde ist es nicht übertrieben zu sagen, dass das Schweizer U-21-Nationalteam damit Geschichte geschrieben hat. War dieser Erfolg zu erwarten? So – oder zumindest die Art und Weise, wie das Team die Qualifikation gespielt hat – war dieser Erfolg nicht unbedingt zu erwarten. Andererseits >

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138 SPORT & FREIZEIT haben wir mit dieser Spielergeneration seit November 2018 sehr fokussiert auf diese Qualifikation hingearbeitet. Es wurde viel in die Zusammenarbeit mit den Clubs, welche die Spieler ja primär ausbilden, investiert, aber auch in den Staff rund um Trainer Mauro Lustrinelli, der einen brillanten Job macht und perfekt in unsere Strukturen passt. Die Schweizer Nachwuchsarbeit hat international einen sehr guten Ruf, dennoch gelingt vielen jungen, talentierten Spielern oft nicht der Sprung in die absolute Spitze oder in das A-Nationalteam – was sind die Gründe? Was die jungen Spieler anbelangt, mit denen 2018 begonnen wurde zu arbeiten, haben immerhin schon vier den Sprung in die A-Nationalmannschaft geschafft, was eine gute Quote ist, und den Intentionen des Verbandes entspricht, so viele junge Spieler wie möglich zur A-Nationalmannschaft zu führen. Der Schritt zur absoluten Spitze wird aber enorm unterschätzt. Spieler so rund um die 20 sind körperlich und mental noch in Entwicklung, aber gerade diese beiden Komponenten sind im modernen Fussball, neben den technisch- und taktischen Elementen, enorm wichtig und machen vielfach den Unterschied von einem guten zu einem absoluten Spitzenspieler aus. Der Delegierte für die U-21 ist vom Organigramm her beim Schwei­ zerischen Fussballverband angesiedelt, Sie sind aber als Chief Sports Officer bei der SFL angestellt – was sind dort Ihre Tätigkeitsfelder? Als Chief Sports Officer bin ich der Sportchef der Liga, und gemäss meinem Pflichtenheft bin ich gleichzeitig Delegierter für die U-21. Dies macht insofern Sinn, weil ich in meiner Position in der Geschäftsleitung der SFL diverse Schnittstellen zum Schweizerischen Fussballverband betreue, beispielsweise in der Nachwuchsförderung, die wir in den beiden höchsten Spielklassen konsequent weiterentwickeln. Weitere Bereiche sind die Zusammenarbeit mit den Clubs im sportlichen Bereich, die Professionalisierung des Schiedsrichterwesens oder die Thematik «Video Assistant Referee»  (VAR). Ebenfalls in mein Ressort gehören technische Entwicklungen, wie die Ausstattung der Stadien mit Kamerasystemen. Alle Spiele werden nun mit zwei Kameras aufgezeichnet. Daraus ergibt sich das taktische Spielbild. So werden zahlreiche Daten wie Laufwege, Ballbesitz, Passgenauigkeit oder taktische Varianten ermittelt, welche wir als Dienstleistung der SFL den Clubs und ihren Trainern für ihre Arbeit zur Verfügung stellen können. Das Thema Corona lässt sich nicht vermeiden – ich nehme an, Sie waren stark in die entsprechenden Analysen und Beschlussfassungen der SFL involviert und werden dies auch weiterhin sein müssen? Leider ist das so. Wir konnten mit einer Mehrheit der Clubs dafür sorgen, dass die letzte Saison zu Ende gespielt werden konnte und entwickelten in enger Abstimmung mit dem Bundesamt für Gesundheit tragfähige Schutzkonzepte, welche die Basis für den Beschluss des Bundesrates bildete, Spiele mit mehr als 1 000 Zuschauern durchführen zu können. Laufende Entwicklungen der Corona-Pandemie können wir als SFL allerdings nicht beeinflussen, ebenso wenig kantonale Entscheidungen, welche von denen des

Bundesrates abweichen können. Immerhin gehen wir davon aus, dass die Clubs nun bald die Bundesdarlehen beantragen können beziehungsweise die Verordnung zum Covid-19-Gesetz, in dessen Formulierung die SFL stark involviert war, ausgearbeitet und vom Bundesrat genehmigt wird. Alles in allem steht nicht nur der professionelle Fussball, sondern der Fussball allgemein vor den schwierigsten Herausforderungen seiner Geschichte. Sie galten vor einiger Zeit als einer der aussichtsreichen Kandidaten für den Posten des Managers der Schweizer Nationalmannschaft – schlussendlich haben Sie abgesagt, weshalb? Ich habe mir das schon überlegt, aber weil ich damals kurz zuvor meine neue Stelle bei der SFL angetreten hatte – und mit dem Wissen, dass ich bald auch Delegierter der U-21 werden würde –, habe ich abgesagt. Ausserdem stehe ich nicht so gerne in der Öffentlichkeit, wie man das wohl als Manager der Fussball-Nationalmannschaft tun muss. Ein letztes Wort zum FC Basel – schlägt Ihr Herz noch rot-blau? Natürlich! Ich habe als Zehnjähriger beim FCB angefangen, hatte unter Trainer Helmut Benthaus meine ersten Einsätze in der damaligen NLA mit dem Club als Spieler und war Vizepräsident in einer der erfolgreichsten Phasen des Clubs – das vergisst man nicht. ■

ADRIAN KNUP Alter: 52 Zivilstand: verheiratet; Drei Kinder Erlernter Beruf: Kaufmännischer Angestellter Heutige Position: Chief Sports Officer Swiss Football League (SFL); Delegierter für das U-21-Nationalteam Hobbies: Fussball, Tennis, Ski, Familie

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140 FIRMENVERZEICHNIS & IMPRESSUM Adelbrecht Jeans-Freizeit-Berufskleidung e. K.    18 – 19 Adrian Knup    136 – 138 Alltech Installationen AG    25, 136 Andreas Kopp AG    52 AnLu    17 Antonio Stefanelli Architektur und Planung GmbH    8 – 11 Anton Saxer AG    137 APS Design  –  André Schneider    82 – 84 Arbeitgeberverband Basel    76 Asmallworld AG    109 Aston Martin    132 Auto Götte AG    131 Autohaus Wederich, Donà AG    7 Barbara Gutzwiller    30 – 32 Basler Kantonalbank    57 Basler Orthopädie René Ruepp AG    121 BauTech Personal AG    90 Bawa AG    25 BELLWALD-TEC GmbH    50 – 51 Belmot Swiss BRG AG    133 best architects 21 award    86 – 90 Betten-Haus Bettina AG    140 Buchtipp «Grenzfälle»    68 Business-Dinner    106 Bütler Men›s Fashion    2 Caffé Moda & Pizza Moda    99 Catering Services Migros Basel    107 Centro am Barfi    103 Chronometrie Spinnler + Schweizer AG    4 colourkey    35 Deck AG    87 Degussa Goldhandel AG    46, 59 Desinfektion durch Licht    74

Die ketogene Diät    100 – 102 Dr. iur. Bernhard Madörin    72 – 73 eezy tool Ltd.    34 Emil Frey AG Basel-Dreispitz    47 Emil Frey AG Münchenstein    5 ERNE AG Bauunternehmung    14 – 15 Food Trends    96 Franke Kaffeemaschinen AG    118 – 119 Fred Senn AG    84, 91 Fringilla GmbH    48 Füürparadies GmbH    75 Garage Roland Affolter SA    77 Garage B. Schmid AG    131 Garage Hollenstein AG    1 – 2, 134 – 135 Garage Nepple AG    3 Gasthof zum Rebstock    105 Germanier    25 Getränke am Arbeitsplatz    116 – 117 Gewerbeverband Basel-Stadt    104 Glencairn Scents & Senses AG    36 – 37 Glückliche Füsse AG    39 Goldboerse    33 Götschi AG    91 Grieder Schliess + Sicherheitstechnik GmbH    25 Grosspeter AG    23 Handelskammer beider Basel    64 – 66, 70 HEV Schweiz    94 Home-Training    124 Hommage 2021    38 – 40 Hotel Odelya    105 H. P. Gerber Pannendienst AG    129 Hundeferienheim Forellenbach    32 HYPERION Hotel Basel    139 IC Unicon AG    56

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Verkauf & Marketing

Editorial AG Talstrasse 20 CH-8001 Zürich info@editorial.ag www.editorial.ag

Marco Bernasconi m.bernasconi@rundschaumedien.ch

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Immooffice    74 Irides AG    91 J. Safra Sarasin Anlagestiftung    24, 69 KanaNda GmbH    66 Kleinbasler Zeitung    16 Krebsliga beider Basel    49 Landgasthof Hirschen    103 LeasePlan (Schweiz) AG    45 Lederfärberei & Autosattlerei Schmid AG    33 madörin der erste AG    71 Magne Treuhand    65 Maserati 3500 GT    128 – 130 Melye Beauty Salon    122 Mercedes-Benz Schweiz AG    61 Migros Bank    60 Möbel Roth AG    3 Möbeltransporte WALDIS AG    88 Mohramar    41 Moritz Hunziker AG    89 nemensis ag & jobboxx ag    55 Oberjoch Familux Resort    53, 62 Optik Burkart    123 Parkett Studio Ganter    95 Plüss Sanitär-Technik    25 Porsche Zentrum Basel    126 – 127 Pro Engineering AG    49 Psychatrie Baselland    29 Pure Urban Retreat    122 Qualis Vita AG    25 René F. Müller AG    25 Restaurant Kronenhof    105 Restaurant Linde    103 Restaurant Murano    107 Restaurant Pisco    107

Manuela Gehrig Lone K. Halvorsen Miriam Hersche Hanspeter Kämpf Fredi Köbel Barbara Kusenberg Volker Küchler Lic. Phil. Frank Linhart Georg Lutz Manuela Olgiati Thomas Ruepp Charles Staubach Christoph Steiner Swenja Willms

Restaurant Seegarten im Park im Grünen    97 Rhytaxi Basel    41 Riedel Metallbau und Schlosserei AG    42 – 44 Rieflex Lift GmbH    138 Sautter Malerarbeiten AG    25 Sawadee Traditionelle Thai Massage    125 Schnyder Group Holding AG    63 Schweizer Lunch-Check    114 Schweizer Salinen, Salzladen    101 Securiton AG    80 Special – Verpflegung am Arbeitsplatz    108 Stiftung Blutspendezentrum SRK beider Basel    54 Stiftung TBB Schweiz    67 Stilobjekt    55 Stöcklin Logistik AG    30 SV (Schweiz) AG    112 – 113 Switzerland Innovation Park Basel Area    56 – 57 Top-Haus AG    86 Top Immobilien AG    86 UBS Switzerland AG    20 – 22 Urs Schaub AG    33 UWP Sammelstiftung    12 Valiant Bank AG    31 Verpflegung am Arbeitsplatz    110 – 111 Vision klybeckplus    78 – 81 Vögtli Mode    13 Wagner Haushaltgeräte    64 Waterboy GmbH    115 Wiesner Immobilien    81 WIR Bank Genossenschaft    26 – 28 Wirtschaftskammer Baselland    98 WohnWerk2 Architektur & Design GmbH    85, 92 – 93 Wylaade KLG    58 Zahnklinik Rennbahn    120

klybeckplus / BASF / Novartis, Aston Martin, Maserati, Simon Menges, Eligio Novello, Simon Menges, Eligio Novello, Rolf Siegenthaler, Barbara Sorg, Gustav Willeit Bei allen übrigen Bildern liegen die Bild­rechte bei den jeweiligen Inserenten.

Jahresabo Vier Ausgaben CHF 19.–, Einzelpreis CHF 6.–, info@rundschaumedien.ch ISSN 1662-1263 A PRODUCT OF PRESTIGE MEDIA GROUP SA

Titelbild Barbara Sorg, Diefotowerkstatt

Bilder Florian Amoser, Dokumentationsstelle der Gemeinde Riehen, RIE B.1. 10133-00, Foto: Adrian Stückelberger, Franke, Philippe Hubler, Hannes Henz,

Wiedergabe von Artikeln und Bildern, auszugs­weise oder in Ausschnitten, erfolgt nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangte Zusendungen wird von der Redaktion und dem Verlag jede Haftung abgelehnt.

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