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SAAT - Ferienzeitung 2026

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in Österreich

Kirche A

Liebe Urlauberinnen und Urlauber,

herzlich willkommen im schönen Österreich. Egal ob, Musikverein, Feuerwehr oder Kirche ‒ alle leben vom Ehrenamt. Die Begrüßung am Kircheingang, das Kirchen-Café nach dem Gottesdienst, der Chor, Hilfe und Unterstützung für andere, die wirklich vielen Feste ‒ das alles macht die evangelischen Gemeinden zu kleinen, aber sehr lebendigen Kirchengemeinden. Das ist nur möglich, weil sich viele Menschen ehrenamtlich engagieren und damit wirklich Großartiges schaffen. Schauen Sie doch mal in der nächsten evangelischen Kirche vorbei und lassen Sie sich willkommen heißen!

Herzliche Grüße,

Prof.in Dr.in Cornelia Richter Bischöfin der Evangelischen Kirche A.B.

Dear holidaymakers,

Welcome to beautiful Austria. Whether it’s the music association, the fire brigade, or the church—they all rely on volunteers. The warm welcome at the church entrance, the church café after the service, the choir, helping and supporting others, and the many celebrations—all of this makes the Protestant congregations small but very vibrant church communities. This is only possible because so many people volunteer their time and, in doing so, accomplish truly remarkable things. Why not stop by the nearest Protestant church and let them welcome you!

Warm regards,

Prof.in Dr.in Cornelia Richter Bishop of the Protestant Church of Augsburg Confession

Grüß Gott in Österreich

Das Ehrenamt in der Evangelischen Kirche ist vielfätig. Auch Freizeiten auf Burg Finstergrün leben stark vom Engagement Freiwilliger.

Hohe kirchliche Verantwortung

Sie habe sich drei Schwerpunkte in der Ausübung ihres Amtes gesetzt, erzählt Margarethe Prinz-Büchl, seit 2024 Superintendentialkuratorin der Diözese Kärnten-Osttirol. Erstens gehe es ihr um den Nachwuchs,

mat, eine besondere Art von Zugehörigkeit, die den Kleinsten mit ihren Eltern Erlebnisse der ganz besonderen Art bietet, die sie sonst nirgends erfahren“. Ganz wichtig danach die Arbeit mit Konfirmandinnen und

beginnend bei den ganz Kleinen. Ihnen möchte sie vermitteln, „was Kirche bieten kann: spirituelle Hei-

Konfirmanden. „Eine lebendige Kirche begegnet der Jugend nachhaltig mit der Botschaft, sie durch ihr

Beglückender Dienst als Lektorin

Seit 2018 ist Claudia Mitscha-Eibl ehrenamtlich als Lektorin in der Pfarrgemeinde Korneuburg (NÖ) tätig. „Für die Vorbereitung eines Gottesdienstes nehme ich mir mindestens zwei Wochen Zeit“, erzählt sie. So habe sie Zeit, die Predigt ein paar Mal durchsprechen und Gebetstexte so auszuwählen, „dass sie mir aus dem Herzen kommen“. Neben der Predigt sind der Lehrerin im Ruhestand bei ihren Gottesdiensten die Lieder besonders wichtig. „Als Musikerin mit Gesang und Gitarre von der neueren geistlichen Musik herkommend, wünsche ich mir den Liedtext verständlich und nachvollziehbar, die Melodie gut singbar und die Tonlage angenehm.“ Nicht immer lassen sich die Ansprüche erfüllen, Kompromisse sind notwendig.

Das Abendmahl ist für sie ein besonderes Erlebnis. „Es hat mir viel bedeutet, nach den grundlegenden

Kursen der Lektor*innen-Ausbildung den Abendmahlskurs zu absolvieren“, erzählt sie. Sie fühle sich in Brot und Wein „zutiefst verbunden mit Jesus Christus, mit den Ursprüngen unseres Glaubens, mit Christinnen und Christen in aller Welt“.

Und wie läuft die Planung für kommende Monate ab? „Bei vierteljährlichen Treffen des Lektor*innenKreises mit unserer Pfarrerin teilen wir die Gottesdienste jeweils für ein Quartal ein“, berichtet Claudia Mitscha-Eibl. Bei aller Freude an diesem Ehrenamt finde sie es aber auch gut, „dass jede und jeder in diesem Zeitraum nicht mehr als ein bis zwei Termine übernehmen muss“. Lektorin zu sein, das ist für sie geistige Herausforderung und spirituelle Vertiefung, bringt sie es auf den Punkt. Es ist „ein anspruchsvoller und oft beglückender Dienst an der Gemeinschaft“.

Leben zu begleiten“, betont Prinz-Büchl.

Einen weiteren Schwerpunkt ihres ehrenamtlichen Engagements auf diözesaner Ebene sieht sie in den Gemeinden. „Jede einzelne Gemeinde in ihrer Besonderheit mit ihrer Gemeindevertretung und dem Presbyterium braucht Motivation und Unterstützung in schwierigen Situationen“, weiß sie. Auch die deutliche Positionierung der Pfarrgemeinden nach außen, „nämlich in der Landeskirche in allen entscheidenden Gremien“, sehe sie als wichtige Verantwortung.

Als dritten Schwerpunkt bezeichnet die Superintendentialkuratorin das gute Miteinander der einzelnen Superintendenzen in Österreich. „Die Zusammenarbeit mit meinen Kolleg*innen aus den Diözesen ist ausgezeichnet“, zeigt sie sich erfreut. Ebenso dankbar ist sie über den Zusammenhalt der Kärntner Pfarrgemeinden und in der Ökumene. Mit diesem Netzwerk werde es gelingen, „dass wir uns mit unserer Kirche entwickeln, aktiv und lebendig bleiben“.

Ehr E namt in d E

Mitwirken im Gottesdienst, Mithilfe beim rung, Geburtagsbesuche bei Gemeindegliedern Engagement, im Kontext der Kirche „Ehrenamt“ normal und andererseits etwas ganz Besonderes. häufig das öffentliche Bild von Kirche, Aktiven besteht aus freiwillig Engagierten. Berufung und bringen ihre Gaben ein, die nander der unterschiedlichsten Menschen

In der evangelischen Kirche in Österreich bestehen die Gemeindeleitungen aus etwa Presbyter:innen, etwa 550 Lektor:innen fen. Dazu kommen viele Engagierte in Chören, tung, Öffentlichkeitsarbeit oder diakonischen

Gleichzeitig erleben viele Kirchengemeinden, zurückgegangen ist. Für viele wird es immer tisch und verbindlich empfunden. Ehrenamtliches wohl vermehrt flexibel und punktuell ablaufen.

r Evang
Margarete Prinz-Büchl möchte auch schon den Kleinsten vermitteln, was Kirche zu bieten hat.

Begeisternde Kinder- und Jugendarbeit

Jakob Dantine (18) und Maya Geißelbrecht (20) aus Innsbruck engagieren sich seit Jahren in der Kinderund Jugendarbeit der dortigen Christuskirche. „Wir sind jetzt ein großes Team, das auch zu einer Familie geworden ist“, erzählen sie über ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Wie waren die Schritte dahin? „Bei uns ist es so, dass man nach der Konfirmation die Ausbildung zum/zur Mitarbeitenden machen kann und im darauffolgenden Jahr in die Kinderund Jugendarbeit mit eingebunden wird.“

Neben manchen Herausforderungen gibt es viel Schönes, betonen die Beiden. „Für uns ist jede Konfirmation ein sehr positives Erlebnis. Wir haben die Konfis an diesem Punkt etwa neun Monate lang intensiv begleitet, und jedes Jahr sind dann einige beinahe schon zu einer Art kleinen Geschwistern geworden“, erzählt Maya, die in Wien Mathematik studiert und auch als Jugendreferentin in der Pfarrgemeinde Perchtoldsdorf (NÖ) tätig ist. Jakob, Absolvent des BG/BRG Innsbruck Sillgasse, ergänzt: „Und wir freuen uns immer, wenn wir im darauffol-

Evang E lisch E n Kirch E

beim Kirchenkaffe, Planung der TurmsanieGemeindegliedern und vieles andere: Freiwilliges „Ehrenamt“ genannt, ist einerseits ganz Besonderes. Zwar prägen Hauptamtliche doch die überwiegende Mehrheit der Engagierten. Hier entdecken viele Leute ihre die christliche Gemeinde wird im MiteiMenschen gestaltet und bereichert.

Österreich mit ihren rund 200 Pfarrgemeinden etwa 5.400 Gemeindevertreter:innen und sind zur Feier des Gottesdienstes beruChören, Jugend, Kursen, Projekten, Beradiakonischen Initiativen.

Kirchengemeinden, dass ehrenamtliches Engagement immer mehr als zu langfristig, bürokraEhrenamtliches Engagement wird in Zukunft ablaufen.

genden Jahr einige als Mitarbeitende bei uns im Team willkommen heißen dürfen.“

Neben Ausflügen in die Berge gibt es auch „coole“ Indoor-Events für die Jugendlichen, etwa den Casino Abend. „Den haben wir zu zweit mit ein klein wenig Hilfe unserer Hauptamtlichen von Grund auf geplant“,

erzählt Jakob. „Wir haben uns Spiele überlegt, eine Playlist erstellt, Flyer designt und andere Mitarbeitende zur Unterstützung gesucht“, so Maya. „Und dann sind auch schon die ersten Gäste gekommen und haben ihren Einsatz – Zuckerl - und einen Begrüßungs-Mocktail bekommen. Den Rückmeldungen nach zu urteilen, war der Abend ein Erfolg!“

„Ehrensache“ Gemeindevertreter

„Für mich ist Ehrenamt Ehrensache“, bringt es Jens Parsch auf den Punkt. Seit vielen Jahren ist er als Gemeindevertreter der Pfarrgemeinde A. und H.B. Feldkirch aktiv. „Mit der Geburt meiner Kinder begann mein Weg in die Pfarrgemeinde – und damit mein ehrenamtliches Engagement“, blickt er zurück. Das Ehrenamt gebe ihm das Gefühl, „einen guten Dienst an der Gemeinschaft“ zu leisten und ist damit gelebtes Zeichen der Zusammengehörigkeit. Zusätzlich „wollte ich meinen Kindern vorleben, wie wichtig Verantwortung und Miteinander sind“.

Ob bei der Mitgestaltung von Gottesdiensten oder der Mithilfe beim Kirchenkaffee: Parsch hat miterlebt, wie sich mit jedem neuen Pfarrer auch die Aufgaben und Herausforderungen verändern. „Die Zusammenarbeit im Team erfordert oft Finger -

spitzengefühl, Geduld und Offenheit“, sagt er ganz offen. Doch gerade diese Vielfalt „macht das Ehrenamt lebendig und wertvoll“.

Zurzeit ist er im Bauausschuss tätig, bei der Planung von Renovierungen am Kirchengebäude und Umbauideen fürs Küsterhaus. Dieses ehrenamtliche Gremium kümmert sich auch um den Friedhof samt Kapelle. „Ehrenamt bedeutet für mich, einen kleinen Teil zur Gemeinschaft beizutragen“, unterstreicht Parsch. Es sei Ausdruck sozialer Verantwortung, es verbinde, bewege und hinterlasse Spuren: „Zarte vielleicht, aber nachhaltige.“

Besuchen Sie uns auf www.evang.at

Maya Geißelbrecht (erste Reihe, links) und Jakob Dantine (neben ihr) bei einer Konfi-Startfreizeit am Obernbergersee am Brenner.

Evangelische Kirchenzeitung Urlaubsheft

Grüß Gott!

Herzlich Willkommen in einem der beliebtesten Urlaubsländer Europas!

Berge, Seen, Kultur, Geschichte - Österreich bietet für jede/n etwas, um auszuspannen, zu sportl’n oder um „Land & Leute“ zu entdecken. Zu den „Leuten“ gehören auch die Evangelischen zwischen Boden- und Neusiedlerseemit ihrer Geschichte von Vertreibung, Duldung und Gleichberechtigung. Wobei immer noch gilt: ohne engagierte Ehrenamtliche gäbe es uns gar nicht (mehr)! Wenn Sie also ein solches ‚Exemplar‘ am Berg, im Wasser oder im Gottesdienst treffen, wird es Sie vielleicht überraschen, was ‚es‘ so zu erzählen hat …

Ich wünsche Ihnen erholsame Urlaubstage!

Goedendag!

Hartelijk welkom in een van de populairste vakantielanden van Europa!

Bergen, meren, cultuur, geschiedenis – Oostenrijk biedt voor iedereen wat wils om te ontspannen, te sporten of om “land & mensen” te ontdekken. Tot de “mensen” behoren ook de protestanten tussen de Bodensee en de Neusiedler See – met hun geschiedenis van verdrijving, gedoogbeleid en gelijkberechtiging. Waarbij nog steeds geldt: zonder betrokken vrijwilligers zouden wij (allang) niet meer bestaan! Als u dus zo’n ‘exemplaar’ in de bergen, in het water of tijdens een kerkdienst tegenkomt, zal het u misschien verrassen wat ‘hij/zij’ zoal te vertellen heeft …

Ik wens u een ontspannen vakantie!

Ohne Ehrenamt wäre kirchliches Leben nicht möglich. Auch keine Events wie das Arkadenfest in Oberwart.

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