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Programm September-Oktober 2019

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Programm September–Oktober 2019


vorwort

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Mag. Rafał Sobczak

Liebe Freundinnen und Freunde des Polnischen Instituts Wien! Wir beenden die Sommerferien und starten unser Herbstprogramm gleich am 1. September mit einer Ausstellungseröffnung: „Poland First To Fight“. Die Ausstellung, die im Heeresgeschichtlichen Museum anlässlich des 80. Jahrestags des Kriegsausbruchs gezeigt wird, wurde vom Museum des Zweiten Weltkriegs in Gdańsk zusammen mit dem Außenministerium der Republik Polen erarbeitet. Vor 80 Jahren widersetzte sich Polen als erstes Land Europas dem verbrecherischen Sturmangriff des Dritten Reichs und der Sowjetunion. Die Folgen des heroischen Kampfes für die Wiedererlangung der unabhängigen Heimat sind in Polen bis heute spürbar. Die Ausstellung „Poland First to Fight“ ist eine Erzählung der Kriegserfahrungen, in der, das Leiden und der Kampf des polnischen Volkes während des Zweiten Weltkriegs, sowie die Tragik des Krieges in den Mittelpunkt rückt, und sie drückt die Wertschätzung des Heldentums unserer Vorfahren aus. Sie können sich auf viele interessante und vielfältige Veranstaltungen freuen, die wie gewohnt die Bereiche Geschichte, Literatur, Kunst, Musik und Film thematisch abdecken. Darunter befinden sich auch echte Highlights, die wir Ihnen besonders empfehlen möchten. Die Vienna Design Week: Wie jedes Jahr sind wir auch heuer bei der bedeutenden Designmesse anwesend. Diesmal werden wir die Ausstellung „Graduation Projects 2018“ präsentieren. Sie besteht aus 30 ausgezeichneten Diplomarbeiten von Designstudenten aus den Visegrád-Ländern Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakei. Für Jazzfans haben wir Ende September etwas Spezielles vorbereitet. Um den 50. Todestag der Jazzlegende Krzysztof Komeda zu begehen, organisieren wir in Zusammenarbeit mit dem Jazz & Music Club Porgy & Bess ein zweitägiges Konzert mit dem Sextett EABS und Leszek Możdżer.

titelbild: Krzysztof Komeda © Ośrodek Karta

Im Oktober wird der herausragende polnische Regisseur Krzysztof Zanussi anlässlich der Filmschau zu seinem 80. Geburtstag nach Wien kommen und seine neueste Arbeit, „Eter“ (2018), vorstellen. Zusätzlich wird eine Auswahl an seine Karriere bestimmenden Filmen aus den 1970er-Jahren in brandneuen Restaurierungen gezeigt. Besuchen Sie auch unser Profil auf Facebook und Twitter, wo Sie nicht nur Foto berichte und Ankündigungen unserer Veranstaltungen finden, sondern auch viele sehenswerte Beiträge über die Kultur und Geschichte Polens. Zu allen kommenden Events darf ich Sie recht herzlich einladen. Wir hoffen, dass jede und jeder etwas für sich findet.

Mag. Rafał Sobczak Erster Botschaftsrat, Direktor des Polnischen Instituts Wien


a Programm September–Oktober

1.9.

geschichte

Poland First to Fight Ausstellung zum 80. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs

Heeresgeschichtliches Museum / Wien

s. 6

29.9.

musik

Leszek Możdżer „Komeda“ Remember Krzysztof Komeda

Porgy & Bess / Wien

s. 15

17.9.

film

„Das Massaker von Katyń“ von Andrzej Wajda Geschichte im Kino

Polnisches Institut / Wien

s. 8

4.10. bis 31.10.

kunst

„A portrait without a face“ von Krzysztof Gierałtowski Fotoaustellung

Fotoforum West / Innsbruck

s. 16

17.9.

kunst

Jarek Polański „Gerechtigkeit” – Illustration eines Gedichts 6. Welser Kulturmeile

Dragonerstraße / Wels

s. 9

3.10. bis 6.10.

film

Krzysztof Zanussi – Eine Hommage Filmschau zum 80. Geburtstag

METRO Kinokulturhaus / Wien

s. 17

18.9.

kunst

Agnieszka Polska „The Burrow“ Eröffnung der Ausstellung

Neuer Kunstverein / Wien

s. 10

10.10. wissen

„Eine Jude spricht Jiddisch“ – zur Geschichte der jiddischen Kultur und Bildung / Vortrag

Polnisches Institut / Wien

s. 18

23.9.

sprache

Polnischkurse am Polnischen Institut Wien Informationsabend

Polnisches Institut / Wien

s. 11

17.10.

„Mein Herz ruft immer nur nach Dir“ Jan Kiepura & Marta Eggerth

Polnisches Institut / Wien

s. 19

24.9.

film

„Julius Madritsch – Ein Gerechter unter den Völkern“ Filmvorführung & Gespräch

Polnisches Institut / Wien

s. 12

17.10. film und 22.10.

„Wie Hund und Katz“ von Janusz Kondratiuk

Salzburg Wien

s. 20

27.9.

design

Vienna Design Week „Graduation Projects 2018“ Eröffnung der Ausstellung

p_art. Galerie Polnisches Institut / Wien

s. 13

29.10. geschichte

Präsentation des Museums der Polnischen Heimatarmee

Polnisches Institut / Wien

s. 21

28.9.

musik

EABS „Repetitions – Letters to Krzysztof Komeda“ Remember Krzysztof Komeda

Porgy & Bess / Wien

s. 14

musik


geschichte

6

7

2. bis 13. September 2019

© N. Meister / HGM

Poland First To Fight Ausstellung zum 80. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs So., 1. September 17.00 Uhr

Ort: Heeresgeschichtliches Info und Karten: Eintritt Museum, Ruhmeshalle, frei. Anmeldung erforderlich: Arsenal, 1030 Wien einladungen@hgm.at, 01/795 61 106 01 10

Im Jahr 2019 begehen wir den 80. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs. Vor 80 Jahren hat sich Polen als erstes Land Europas dem Angriff des Dritten Reichs und der Sowjetunion widersetzt. Die Erinnerung an diese Tragödie wird zu einer geschichtlichen Brücke, die alle Generationen von Polen verbindet und zum Ausdruck der gesellschaftlichen Wertschätzung für das Heldentum unserer Vorfahren geworden ist. Aus diesem Anlass präsentiert das Polnische Institut Wien in Zusammenarbeit mit dem Heeresgeschichtlichen Museum Wien und dem Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig die Ausstellung „Poland First To Fight“. Die Exposition erzählt von polnischen Kriegserfahrungen, in denen

die Tragik des Krieges sowie der Kampf der polnischen Soldaten wąhrend des Zweiten Weltkriegs für die Wiedererlangung eines unabhängigen Vaterlands in den Mittelpunkt rücken. Die Ausstellungseröffnung wird von einer Lesung von Gedichten der bedeutendsten polnischen Dichter der damaligen Zeit, u. a. Krzysztof Kamil Baczyński, Tadeusz Różewicz und Czesław Miłosz, begleitet. Lesung: Marta Bizoń und Fritz von Friedl.

Sonderausstellung

Poland First To Fight www.hgm.at Medieninhaber und Hersteller: Bundesminister für Landesverteidigung, BMLV, Roßauer Lände 1, 1090 Wien

Für die musikalische Umrahmung wird das Apetrus Quartet sorgen, das Werke von Aleksander Tansman aufführen wird.

Veranstalter: Polnisches Institut Wien, Heeresgeschichtliches Museum Wien, Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig, Botschaft der Republik Polen in Wien

Druck: Heeresdruckzentrum 19-00000


film

kunst

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© TVP

„Das Massaker von Katyń“ von Andrzej Wajda Geschichte im Kino Di., 17. September 18.30 Uhr

Ort: Polnisches Institut, Am Gestade 7, 1010 Wien

Anlässlich des 80. Jahrestags des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs erinnern wir an eines der tragischsten Kapitel der Kriegsgeschichte. Im Frühjahr des Jahres 1940 ermordete der sowjetische Geheimdienst NKWD 22.000 Offiziere und Angehörige der intellektuellen Elite Polens. Im seinem für den Oscar nominierten Drama „Das Massaker von Katyń” erzählt der Regisseur Andrzej Wajda von dem Kriegsverbrechen aus der Perspektive der Opfer und Angehörigen – Ehefrauen, Mütter, Töchter und Schwestern. Im September 1939 wird Polen von Deutschland aus dem Westen und von Russland aus dem Osten angegriffen. Tausende sind auf der Flucht, die Krakauer Universität wird geschlossen, Professoren werden ins KZ Sachsenhausen deportiert. Die Veranstalter: Polnisches Institut Wien

Info und Karten: Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: 01/533 89 61

Rote Armee und der Geheimdienst NKWD treiben polnische Offiziere zusammen und schicken sie in Arbeitslager. Anna, eine junge Frau, ist verzweifelt auf der Suche nach ihrem Mann, dem Offizier Andrzej. Sie findet ihn kurz vor seinem Abtransport in ein Konzentrationslager. Danach werden sie einander nie wieder begegnen. Nach dem Krieg kämpfen Anna und andere Witwen um das Andenken an ihre Männer – und werden deshalb von der kommunistischen Führung verfolgt. Regie: Andrzej Wajda Drehbuch: Andrzej Wajda, Przemysław Nowakowski und Władysław Pasikowski Darsteller: Andrzej Chyra, Maja Ostaszewska, Artur Żmijewski, Danuta Stenka, Jan Englert, PL 2007, OmU, 118 Min.

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© J. Polański

Jarek Polański „Gerechtigkeit” – Illustration eines Gedichts 6. Welser Kulturmeile Di., 17. September 18.30 Uhr

Ort: Dragonerstraße (Höhe Dragonerkaserne), 4600 Wels

Das Gedicht „Gerechtigkeit” von Pfarrer Jan Twardowski inspiriert seit Jahren die polnische (Pop)Kultur. In Zeiten rascher gesellschaftlicher Veränderungen betonen die schlichten Verse Twardowskis die Bedeutung der Vielfalt und menschlicher Unterschiedlichkeit mit einer besonderen Kraft. Twardowskis Gedankenexperiment – was wäre, wenn alle das Gleiche zur Verfügung hätten – wurde zur Hauptachse der Ausstellung. Als Ausgangsmaterial für die visuelle Umsetzung des Gedichtes dienten dem Küstler Jarek Polański Fotos von polnischen und österreichischen Fotografen. Die ergänzenden Comic-Elemente bilden eine Klammer, die die teilweise sehr unterschiedlichen Bildmotive zu einer homoge-

Info und Karten: Eintritt frei.

nen Bilderserie zusammenfassen. Diese Comic-Ästhetik ist nicht bloß ein Stilelement, sondern erweitert den Interpretationskontext und eröffnet einen Dialog mit der modernen Popkultur. Die Serie besteht aus 13 handkolorierten Holzschnitten, die auf einer über 50 Meter langen Mauer für ein Jahr der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Eine besondere Erweiterung der Serie bilden Arbeiten der SchülerInnen des integrativen Schulzentrums Porzellangasse/Wels, die sich ebenfalls mit den Versen Twardowskis auseinandergesetzt haben. Ihre Präsentation auf der gleichen Ausstellungsfläche spannt einen Bogen zwischen heutiger und zukünftiger Sicht auf die Gerechtigkeit.

veranstalter: Austria Plastics Partner: Polnisches Institut Wien, Stadt Wels, Kulturverein A Quadrat, W+K Photo


kunst

sprache

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© Agnieszka Polska, „The Happiest Thought“, 2019, Filmstill

Agnieszka Polska „The Burrow“ Eröffnung der Ausstellung Mi., 18. September 19.00 Uhr

Ort: Neuer Kunstverein Wien, Goethegasse 1, 1010 Wien

Agnieszka Polska ist bildende Künstlerin. In ihrer Arbeit reflektiert sie mithilfe computergenerierter Medien über den Einzelnen und seine soziale Verantwortung. Polskas Werke wurden international in renommierten Institutionen ausgestellt, darunter im New Museum, MoMA, in New York, Centre Pompidou und Palais de Tokyo in Paris, in der Tate Modern in London, im Hirshhorn Museum in Washington, D.C., und jüngst im Hamburger Bahnhof, Berlin. Im Jahr 2018 wurde sie mit dem Deutschen Preis der Nationalgalerie ausgezeichnet. Die Ausstellung „The Burrow“ präsentiert eine ihrer zentralen und neuesten Arbeiten: „The Happiest Thought“ ist ein poetischer, visuell-musikalischer Essay, der die Biosphäre der Erde erforscht, wie sie vor einem veranstalter: Neuer Kunstverein Wien Partner: Polnisches Institut Wien

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© pixabay

Polnischkurse am Polnischen Institut Wien Informationsabend Info und Karten: Eintritt frei.

der größten bekannten Massenaussterben der Erdgeschichte, jenem an der PermTrias-Grenze, bei dem bis zu 90 Prozent der Vegetation des Planeten ausgestorben sind, ausgesehen hat. Polska schreibt dazu: „Meine Arbeit konzentriert sich nicht auf das Massenaussterben und den Faunenwechsel sowie die Ereignisse, die dazu geführt haben. Sondern mein Schwerpunkt liegt auf der Schönheit der unterirdischen und marinen Lebewesen. Im visuellen Essay, der an eine Hypnosesitzung erinnert, wird der Betrachter eingeladen, die Atmosphäre des Waldes zu erleben und sich von Klängen und einfachen visuellen Elementen umgeben zu lassen.“

Mo., 23. September 18–20 Uhr

Ort: Polnisches Institut, Am Gestade 7, 1010 Wien

Wie jedes Jahr finden am Polnischen Institut Wien auch heuer wieder Polnischkurse für Anfänger und Fortgeschrittene statt. Ob Sie Polnisch von Grund auf erlernen oder nur verschüttete Kenntnisse freilegen möchten: Wir bieten wie gewohnt die Gelegenheit, bei einem

Zu sehen bis 30. Oktober 2019. veranstalter: Polnisches Institut Wien

Info und Karten: Eintritt frei. Tel 01/533 89 61

Informationsabend über Ziele, Inhalte und Termine der Polnischkurse im Institut zu sprechen. Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird die Kursleiterin, Mag. Barbara Kowalewska, die Kurse individuellen Bedürfnissen und Vorkenntnissen anpassen.


film I Geschichte

design

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© Wiener-Krakauer Kultur-Gesellschaft

„Julius Madritsch – Ein Gerechter unter den Völkern“ Filmvorführung & Gespräch Di., 24. September 18.30 Uhr

Ort: Polnisches Institut, Am Gestade 7, 1010 Wien

Zwischen 1941 und 1944 führte der Wiener Julius Madritsch im besetzten Polen Textilbetriebe, in denen er an die tausend Juden beschäftigte. Mithilfe österreichischer Mitstreiter gelang es ihm, einigen Hundert Menschen das Leben zu retten. Er sorgte für humane Arbeitsbedingungen sowie erhöhte Nahrungsmittelrationen für die jüdischen Zwangsarbeiter, ermöglichte einigen von ihnen die Flucht aus dem Krakauer Ghetto und schmuggelte Nahrung hinein. Julius Madritsch und seine Helfer Raimund Titsch und Oswald Bouska sowie der Pole Roman Zbroja wurden im Jahre 1964 mit der Medaille „Gerechter unter den Völkern“ von Yad Vashem ausgezeichnet. Der Dokumentarfilm Julius Madritsch – ein Gerechter unter den Völkern von

Info und Karten: Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: 01/533 89 61

Piotr Szalsza porträtiert anhand von Aussagen der Zeitzeugen und deren Nachfahren sowie zahlreicher Dokumente, Fotos und Archivfilme das Leben des österreichischen Retters von Juden und Polen. Nach der Filmvorführung findet ein Gespräch mit Stefan Landau statt, der Julius Madritsch persönlich kannte und dessen Mutter von Madrtisch gerettet wurde. „Julius Madritsch – Ein Gerechter unter den Völkern“ Dokumentation, AUT 2018, DF, 72 Min. Regie: Piotr Szalsza Eine Produktion der Wiener-Krakauer Kultur-Gesellschaft.

veranstalter: Polnisches Institut Wien, Wiener-Krakauer Kultur-Gesellschaft

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© Zamek Cieszyn

Vienna Design Week „Graduation Projects 2018“ Eröffnung der Ausstellung Fr., 27. September 17.00 Uhr

Ort: p_art. Galerie des Polnischen Instituts, Am Gestade 7, 1010 Wien

Die Ausstellung Graduation Projects 2018 präsentiert 30 ausgezeichnete Diplomarbeiten von Designstudenten aus den Visegrád-Ländern: Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakei. Im Rahmen des internationalen Wettbewerbs hat eine hochkarätige Fachjury die besten Abschlussarbeiten in zwei Kategorien prämiert: in 2D, Grafikdesign (einschließlich Web-, Activ- und Applikationsdesigns), und in 3D, Produktdesign (einschließlich Stoff-, Kleidung-, Glasund Keramikdesigns).

Info und Karten: Eintritt frei.

wird vom Designzentrum beim Zamek Cieszyn in enger Kooperation mit dem Magazin „2+3D“ (PL), dem Czechdesign (CZ), Hungarian Design Council (HU) und dem Slovak Design Center (SK) organisiert. Der Wettbewerb und die Ausstellung der ausgezeichneten Arbeiten sollen die kreative Industrie popularisieren, junge Designschaffende fördern und sie mit Werkstätten und Unternehmen zusammenbringen. Zu sehen bis 24.10.2019

Das Projekt wurde 2002 von Redakteuren des polnischen Designmagazins „2+3D“ initiiert. Seit 2010 hat der Wettbewerb internationalen Charakter. Es veranstalter: Veranstalter: Polnisches Institut Wien, Zamek Cieszyn, Wojewodschaft Schlesien, Visegrad Fund. Partner: Vienna Design Week


musik

musik

14

© H. Misiaczyk

EABS „Repetitions – Letters to Krzysztof Komeda“ Remember Krzysztof Komeda (1931-1969) Sa., 28. September 20.30 Uhr

Ort: Porgy & Bess, Riemergasse 11, 1010 Wien

Krzysztof Komeda gehört zu den herausragendsten Komponisten und Pianisten in der Geschichte des polnischen Jazz. Er begann zuerst eine Karriere als Arzt, doch anstatt diese weiter zu verfolgen, widmete sich Komeda sehr bald der Jazzmusik. In den 1960er-Jahren begann er Filmmusik für die Filme von Roman Polański zu komponieren, darunter „Rosemary’s Baby“ – mit dem genialen Schlaflied, das im Film von Mia Farrow gesungen wird. Komedas Todestag jährt sich heuer zum 50. Mal. Anlässlich des von der UNESCO ausgerufenen Krzysztof-Komeda-Jahres widmen wir ihm zu Ehren einen zweitägigen Schwerpunkt: Remember Krzysztof Komeda (1931–1969).

Info und Karten: www.porgy.at

Der erste Abend wird vom Breslauer Sextett EABS gestaltet. EABS steht für „Electro-Acoustic Beat Sessions“ – eben solche improvisierten Sessions im Breslauer Klub „Puzzle“ waren der Beginn des Projekts. Die Bandmusiker sprechen auch selbst von einer Ursprungsidee, die auf der „Wiederherstellung der Dekonstruktion“ basierte sowie die Verehrung der Klassiker schwarzer Musikkultur unterstreichen sollte. Mittlerweile setzt EABS zwar die Tradition der polnischen Jazzschule fort, was die Band auf ihrem Debüt-Album „Repetitions (Letters to Krzysztof Komeda)“ beweist. Die Musiker widmeten es der polnischen Jazzlegende, deren Werk aus den Jahren 1962 bis 1967 sie erkunden.

Veranstalter: Polnisches Institut Wien, Jazz & Music Club Porgy & Bess

15

© Ł. Gawronsk

Leszek Możdżer „Komeda“ Remember Krzysztof Komeda (1931-1969) So., 29. September 20.30 Uhr

Ort: Porgy & Bess, Riemergasse 11, 1010 Wien

Das Soloalbum „Komeda“ ist eine Hommage von Leszek Możdżer an Krzysztof Komeda, den 1969 im Alter von knapp 38 Jahren verstorbenen Komponisten und Pianisten. Komeda komponierte die Musik für die frühen Roman-Polański-Filme und emanzipierte sich somit als einer der ersten Europäer von den amerikanischen Vorbildern. In diesem Album wirft Możdżer einen ehrerbietenden, aber eigenständigen Blick auf die Musik des legendären Komponisten und schwärmt zudem von dem „enormen Raum für einen improvisierenden Musiker“ in Komedas Werk.

Info und Karten: www.porgy.at

besonders wegen seiner wegweisenden Grenzgänge zwischen Klassik und Jazz. Er gilt auch als der große Romantiker unter den europäischen Jazzpianisten. Nicht zuletzt begründete er mit Improvisationen über Themen von Frédéric Chopin seinen Ruf. Erst mit 18 Jahren kam Możdżer zum Jazz, erspielte sich aber schnell Rang und Namen und konzertierte bald schon mit den wichtigsten Jazzern des Landes wie Tomasz Stańko oder Michał Urbaniak. Sein ACT-Debüt „Komeda“ wurde zum besten Album des Jahres gewählt – und der Künstler zum besten Pianisten wie auch zum besten Musiker.

Leszek Możdżer ist einer der brilliantesten Pianisten der internationalen Szene, Veranstalter: Polnisches Institut Wien, Jazz & Music Club Porgy & Bess


kunst

film

16

© K. Gierałtowski

„A portrait without a face“ von Krzysztof Gierałtowski Fotoaustellung Fr., 4. – Do., 31. Oktober

Ort: Fotoforum West, Adolf-Pichler-Platz 8, 6020 Innsbruck

Krzysztof Gierałtowski, einer der führenden Vertreter der zeitgenössischen polnischen Fotografie, wurde am 10. August 1938 in Warschau geboren. Er studierte an der Medizinischen Akademie in Danzig und Warschau sowie an der Staatlichen Hochschule für Theater und Film in Łódź. 1964 begann sich Gierałtowski mit der Fotografie zu beschäftigen, und bald schon arbeitete er mit vielen bedeutenden Zeitschriften und Verlagen zusammen. Seit über 40 Jahren porträtiert er die polnische Intelligenz samt der individuellen Ausprägung ihrer Protagonisten. Lange Jahre

Info und Karten: Eintritt frei.

fotografierte Krzysztof Gierałtowski in Schwarz-Weiß. Seit einigen Jahren bringt er Farbe in seine oft sehr intensiven und energiegeladenen Bilder. Seine Arbeitsweise ist aber immer ein Infragestellen des Menschenbildes, mit allen ihm zur Verfügung stehenden gestalterischen, technischen und philosophischen Mitteln. Insofern ist sein Werk ein Befund von der Unmöglichkeit des Porträts. Eröffnung der Ausstellung: Do., 3. Oktober, 18.30 Uhr

Veranstalter: Fotoforum West, Partner: Adam-Mickiewicz-Institut, Polnisches Institut Wien

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© Filmarchiv Austria

Krzysztof Zanussi – Eine Hommage Filmschau zum 80. Geburtstag Do., 3.– So., 6. Oktober

Ort: Info und Karten: METRO Kinokulturhaus, www.filmarchiv.at, Johannesgasse 4, 1010 Wien reservierung@filmarchiv.at

„Kino der moralischen Unruhe“ – dieses Schlagwort fasst die Arbeiten einer ganzen Generation an polnischen Filmemacherinnen und Filmemachern zusammen, die ab den ausgehenden 1960er-Jahren weit über ihre Landesgrenzen hinweg bekannt wurden. Einer der exponiertesten von ihnen ist Krzysztof Zanussi, der in seinen formal wie inhaltlich präzisen und ausdrucksstarken Filmen den Zwiespalt zwischen Wissenschaft und Ethik, Individuum und Gesellschaft verhandelt und dabei stets die Frage nach dem Wesen des Menschen stellt. Der mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnete Regisseur wird anlässlich der Filmschau zu seinem 80. Geburtstag nach Wien kommen und hier seine neueste Produktion, „Eter“ (2018), als ÖsterreichVeranstalter: Filmarchiv Austria Partner: Polnisches Institut Wien

Premiere präsentieren. Zusätzlich wird eine Auswahl an seine Karriere bestimmenden Filmen aus den 1970er-Jahren in brandneuen Restaurierungen gezeigt. Programm: Do., 3.10./19.30 Uhr Eter (PL 2018, OmeU, 118 min) – Anschließend Filmgespräch Fr., 4.10./19.00 Uhr, 21.00 Uhr Struktura Krysztalu (PL 1969, OmeU, 74 Min.) Iluminacja (PL 1973, OmeU, 91 Min.) in Anwesenheit von Krzysztof Zanussi So., 6.10./19.00 Uhr, 21.00 Uhr Barwy Ochronne (PL 1977, OmeU, 97 Min.) Constans (PL 1980, OmeU, 91 Min.)


wissen

musik

18

© Yedidia Klein auf Pixabay

„Eine Jude spricht Jiddisch“ – zur Geschichte der jiddischen Kultur und Bildung Vortrag Do., 10. Oktober 18.30 Uhr

Ort: Polnisches Institut, Am Gestade 7, 1010 Wien

Jiddisch, die Muttersprache der meisten Juden im östlichen Europa, erlebte seit dem Ende des 19. Jahrhunderts einen rasanten Aufstieg: Aus dem zuerst bloßen „Jargon“ wurden eine vollwertige Kultursprache und ein wichtiger Identitätsfaktor. Bildung spielte dabei eine entscheidende Rolle. Doch über deren Entwicklung ist bisher wenig bekannt. Dr. Evita Wiecki nutzt als Quelle ihrer Forschung Lehrbücher, die für den muttersprachlichen Unterricht des Jiddischen zwischen 1886 und 1964 in Polen herausgegeben wurden. An ihrem Beispiel lässt sich die Geschichte des modernen Jiddisch gut nachzeichnen. Es ist eine Geschichte, die trotz zahlreicher Brüche und Umbrüche durchaus Kontinuitäten aufweist.

Info und Karten: Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: 01/533 89 61

Dr. Evita Wiecki, geboren in Warschau, ist seit 2010 Lektorin für Jiddisch am Historischen Seminar der LMU München, Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur. Sie beteiligt sich an zahlreichen Forschungs- und Übersetzungsprojekten, die mit jiddischer Sprache und Kultur zu tun haben. Wiecki hat unter anderem Yankev Glatshteyns auf Jiddisch verfassten Jugendroman „Emil und Karl“, der 1938 in Wien spielt, herausgegeben. Einführung: Univ.-Prof. Dr. Gerhard Langer, Institut für Judaistik der Universität Wien

Veranstalter: Polnisches Institut Wien, Institut für Judaistik der Universität Wien

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M. Eggerth und J. Kiepura © Wikimedia Commons

„Mein Herz ruft immer nur nach Dir“ Jan Kiepura & Marta Eggerth Do., 17. Oktober 18.30 Uhr

Ort: Polnisches Institut, Am Gestade 7, 1010 Wien

Wer kennt nicht den Schlager „Mein Herz ruft immer nur nach Dir“ („Manuella, me serce wzywa cię“) oder „Ob Blond, ob Braun ich liebe alle Frau’n“ („Brunetki, blondynki“). Jan Kiepura, der polnische Tenor der Zwischenkriegszeit, hat diese Lieder, die von keinem Geringeren als dem österreichischen Komponisten Robert Stolz geschrieben wurden, weltbekannt gemacht. Doch Kiepura war auch über mehr als ein Jahrzehnt der ungekrönte Tenor der Wiener Staatsoper vor dem Zweiten Weltkrieg. Sein Leben, die Legenden und Anekdoten um ihn sind genauso interessant und fesselnd wie seine Verbindung mit der ungarischen Sopranistin Marta Eggerth. Das Ehepaar Kiepura-Eggerth sollte nach der erzwungenen Emigration nach Amerika im veranstalter: Polnisches Institut Wien

Info und Karten: Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: 01/533 89 61

Jahr 1938 zum Traumpaar des Broadways avisieren. An ihrer Seite war aber auch stets der österreichische Komponist Robert Stolz: eben eine polnisch-ungarisch-österreichische Erfolgsgeschichte. Tourneen führten die drei Künstler auch nach Kanada, Mexiko, Südamerika und Kuba, wo sie im Auftrag der polnischen Exilarmee und des amerikanischen „Polish Relief Committee“ bei Wohltätigkeitskonzerten mitwirkten. Durch den Abend führt Dr. Michael Macek (Kulturmanager, MAK) Musik: Aleksandra Zamojska (Sopran), Wojciech Parchem (Tenor), Dagmara Dudzińska (Klavier)


film

geschichte

20

© Akson Studio

„Wie Hund und Katz“ von Janusz Kondratiuk Do., 17. und Di., 22. Oktober

Ort: Salzburg und Wien

Die Brüder Andrzej (Olgierd Łukaszewicz) und Janusz (Robert Więckiewicz) sind anerkannte Filmregisseure, deren Wege sich vor langer Zeit getrennt haben: Seit Jahren haben sie keinen Kontakt mehr zueinander. Als jedoch Andrzej schwer erkrankt, lässt sein jüngerer Bruder die Unterschiede und Missverständnisse, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben, beiseite und beschließt, Andrzej in der Not zu helfen. Das autobiografische Familienporträt „Wie Hund und Katz“ ist ein bittersüßer Film über komplizierte Familienbeziehungen. Regisseur Andrzej Kondratiuk verfilmte hierin seine eigene Geschichte, er zeigt eine unkonventionelle Familie mit all ihren Höhen und Tiefen. Aleksandra Konieczna wurde für die Rolle der Iga Cembrzyńska,

Info und Karten: www.daskino.at, www.polnisches-institut.at

der Schwägerin des Regisseurs, als beste Nebendarstellerin beim Filmfestival in Gdynia ausgezeichnet. Regie: Janusz Kondratiuk Drehbuch: Janusz Kondratiuk, Dominik Wieczorkowski-Rettinger Mit Robert Więckiewicz, Olgierd Łukaszewicz, Bożena Stachura, Aleksandra Konieczna u. a., PL 2018, 102 Min., OmeU Do., 17. Oktober, 18.00 Uhr Das Kino, Giselakai 11, 5020 Salzburg Karten: www.daskino.at Di., 22. Oktober, 18.30 Uhr Polnisches Institut Wien, Am Gestade 7, 1010 Wien Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: 01/533 89 61

Veranstalter: Universität Salzburg – Fachbereich Slawistik, Das Kino, Polnisches Institut Wien

21

© M. Zak

Präsentation des Museums der Polnischen Heimatarmee Di., 29. Oktober 18.30 Uhr

Ort: Polnisches Institut, Am Gestade 7, 1010 Wien

Das Museum der Polnischen Heimatarmee befindet sich in den Gebäuden der Festung Krakau. Es ist ein besonderer Ort, an dem man die Geschichte des polnischen Untergrundstaats kennenlernen kann. Erinnerungsstücke und persönliche Gegenstände aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, die von Veteranen aufbewahrt wurden, sind der Grundstein der Dauerausstellung des Museums. Das Museum soll das Wissen über die Geschichte des 20. Jahrhunderts, über den Zweiten Weltkrieg, den polnischen Untergrundstaat sowie die Heimatarmee verbreiten – und es soll dem Gedenken an die Widerstandskämpfer dienen. Darüber hinaus sind die Mitarbeiter des Museums veranstalter: Polnisches Institut Wien Partner: Museum der Polnischen Heimatarmee

Info und Karten: Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: 01/533 89 61

ständig bemüht, die Sammlungen der Geschichte des polnischen Untergrundstaats weiter auszubauen und zu sichern wie auch wissenschaftliche Forschungen auf diesem Gebiet durchzuführen.


Wir bedanken uns bei unseren Partnern

Polnisches Institut Wien Das Polnische Institut Wien erfüllt die Aufgaben der polnischen öffentlichen und kulturellen Diplomatie in Österreich. Es vermittelt die reichhaltigen Facetten Polens, eines innovationsfreudigen, dynamischen und fortschrittlichen Landes im Herzen Europas und fördert den regen polnisch-österreichischen Austausch. Das thematische Spektrum der Projekte, die das Institut im gesamten Bundesgebiet zumeist in Kooperation mit österreichischen und polnischen Partnern organisiert, reicht von Gesellschaft, Geschichte, Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft bis hin zu Musik, Literatur, Film und Kunst. Zudem organisiert das Institut regelmäßig Studienfahrten mit Künstlern und Journalisten und steht allen an Polen Interessierten als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Die hauseigene Bibliothek mit mehr als 16.000 Publikationen bietet ihren Lesern einen einzigartigen Fundus an Fachwissen, Filmen und Belletristik. Weltweit gibt es 25 Polnische Institute. Zu den Instituten im deutschsprachigen Raum zählen neben jenem in Wien auch das Polnische Institut in Berlin, dessen Filiale in Leipzig sowie das Polnische Institut in Düsseldorf. Bitte, beachten Sie, dass alle Veranstaltungen fotografisch dokumentiert werden. Mit der Teilnahme an unseren Veranstaltungen stimmen Sie der Veröffentlichung von Fotomaterial zu.

direktor Rafał Sobczak Sekretariat / Bildungsprojekte Justyna Sienkiewicz team Magdalena Bielecka Film, Kunst, Design, öffentliche Diplomatie Magdalena Kopycińska Geschichte, U-Musik, Theater, Tanz, Literatur Olga Matyjaszczyk Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Wissen Alina Mazur Klassische Musik, Wissen, Bibliothek adresse Polnisches Institut Wien Am Gestade 7, 1010 Wien Tel.: +43 1 533 89 61, Fax: +43 1 532 45 91 sekretariat.wien@instytutpolski.org www.polnisches-institut.at öffnungszeiten Büro: Montag–Freitag 10–16 Uhr Bibliothek: Dienstag–Mittwoch 15–19 Uhr Galerie: Montag, Mittwoch 11–16 Uhr Dienstag, Donnerstag 11–19 Uhr impressum herausgeber Polnisches Institut Wien Am Gestade 7, 1010 Wien

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Am Gestade 7, 1010 Wien Tel.: +43 1Â 533 89 61 www.polnisches-institut.at

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