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Programm September-Oktober 2017

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a Programm September–Oktober 2017


6.9.

musik

Konzert der polnischen Band „Dikanda“

Sargfabrik / Wien

s. 4 –5

10.9.

musik | geschichte

Die Krönung der Bildkopie der Schwarzen Madonna von Tschenstochau

Kirche St. Josef auf dem Kahlenberg / Wien

s. 6

10.9.

musik

Die Entdeckungen der polnischen Oratorienmusik

Rochuskirche / Wien

s. 7

12.9.

geschichte

„Vertriebene 1939“

Polnisches Institut / Wien

s. 8

14.9.

musik

ii. Internationaler Pianomasterkurs Altes Rathaus, Barocksaal / Wien

19.9.

fotografie

Krzysztof Gierałtowski „Polnische Individualitäten“

Polnisches Institut / Wien

s. 10

25.9.

sprache

Polnischkurse am Polnischen Institut Wien

Polnisches Institut / Wien

s. 11

26.9.

literatur

Sprachen sind unsere Stärke – Pippi Langstrumpf und die Sprachenvielfalt Europas

Haus der Europäischen s. 12 Union / Wien

titelbild: A. Gwiazda © K. Gierałtowski

s. 9


a3 Programm September–Oktober 2017

26.9.

musik

Anna Kaluza (d), Rafał Mazur (pl), dd Kern (a). Melomaniac Corner in der Strengen Kammer

Porgy & Bess / Wien

s. 13

28.9.

wissen

Erinnerung und Wahrheit in der Geschichtserzählung über die Verbrechen des ns-Regimes

Polnisches Institut / Wien

s. 14

28.9.

fotografie

Sputnik Photos: Lost Territories (lta 5). Fotoausstellung

Fotohof / Salzburg

s. 15

2.10.

design

IT FEELS! DESIGN FOR THE SENSES Polnisches Institut / Vienna Design Week Wien

s. 16 –17

4.10.

wissen

Europäische Kulturhauptstädte: Essen & Wrocław Zum Tag des Kaffees

Café Korb / Wien

s. 18

9.10.

musik

nfm Wrocław Philharmonic Orchestra. Internationales Brucknerfest Linz

Brucknerhaus / Linz

s. 19

17.10.

musik | geschichte

Zum Tadeusz-Kościuszko-Jahr. Vortrag und Konzert

Polnisches Institut / Wien

s. 20 –21

via qr-Code direkt auf www.polnisches-institut.at


musik

4

Dikanda © Dikanda

Konzert der polnischen Band „Dikanda“ Mi., 6. September 19.30 Uhr

Ort: Sargfabrik, Goldschlagstraße 169, 1140 Wien

Seit 20 Jahren bezaubert die polnische Weltmusik-Band Dikanda mit sowohl selbstkomponierten als auch geborgten Texten und Melodien aus Mazedonien, der Sinti und Roma, aus dem jüdischen, ukrainischen, polnischen, russischen, griechischen, bulgarischen und arabischen Kulturraum sowie der Hohen Tatra das Publikum auf allen Kontinenten. Freude am Singen und Spielen, Leidenschaft, Spontaneität und jede Menge Energie – Dikanda hat dank ihres einzigartigen Musikstils treue Fangemeinden in Polen, Tschechien, den usa, Österreich, der Schweiz, Schweden, Griechenland, Ungarn, Russland und Deutschland gewonnen. Nun kommt die charismatische Livegruppe wieder nach Wien.

Info und Karten: www.sargfabrik.at

besetzung: Anna Witczak (Gesang, Akkordeon), Katarzyna Bogusz (Gesang), Dominik Bieńczycki (Violine), Szymon Bobrowski (Trompete), Piotr Rejdak (Gitarre), Grzegorz Kolbrecki (Kontrabass), Daniel Kaczmarczyk (Perkussion)

veranstalter: Sargfabrik – Verein für integrative Lebensgestaltung. partner: Polnisches Institut Wien


musik

5

Dikanda © E. Stępień

Dikanda © Lichtseelen


musik | geschichte

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© Wikimedia Commons

Die Krönung der Bildkopie der Schwarzen Madonna von Tschenstochau – Mutter Gottes vom Kahlenberg So., 10. September 10.00 Uhr

Ort: Kirche St. Josef auf dem Kahlenberg, Josefsdorf 38, 1190 Wien

In der Josefskirche auf dem Kahlenberg findet heuer die Krönung der Bildkopie der Schwarzen Madonna von Tschenstochau – Mutter Gottes vom Kahlenberg statt. Zum 334. Jahrestag der Zweiten Wiener Türkenbelagerung sowie zum 34. Jahrestag des Papstbesuchs auf dem Kahlenberg wird am zweiten Septembersonntag um 10.00 Uhr eine mit der feierlichen Krönung des Bildes verbundene Messe abgehalten. Die Messe wird von Pfarrer Wiesław Śpiewak cr, Bischof des Bistums Hamilton in Bermuda, Pfarrer P. Łukasz Mirosław Buzun osppe, Hilfsbischof des Bistums Kalisz, P. Bernhard Backovsky CanReg, Generalabt und Propst des Stifts Klosterneuburg, gehalten. Für

Info und Karten: Eintritt frei.

den musikalischen Rahmen sorgt der Chor der erzbischöflichen Hauptkirche in Katowice (Chór Archikatedry Katowickiej) unter der Leitung von Krzysztof Kaganiec. Anlässlich des Festes Mariä Namen findet nach der Messe ein Erntefest statt, das mit einem Auftritt der Volksmusikgruppe Podhalanie aus Wien und einer Präsentation von Teilnehmern des Historischen Laufs („Biegi Historyczne“) bereichert wird. Moderiert werden die Festlichkeiten von Liliana Niesielska.

veranstalter: Kirche St. Josef auf dem Kahlenberg. partner: Botschaft der Republik Polen in Wien, Konsularabteilung der Botschaft der Republik Polen in Wien, Büro des Verteidigungs-, Militär- und Luftattachés, Polnisches Institut Wien, Wiener-Krakauer Kultur-Gesellschaft


musik

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Musica Sacromontana © P. Maćkowiak

Die Entdeckungen der polnischen Oratorienmusik Konzert So., 10. September 19.30 Uhr

Ort: Rochuskirche, Info und Karten: Landstraßer Hauptstraße 56 Eintritt frei. 1030 Wien

Ein einmaliges Konzert steht allen Lieb„Aria – Mio Jesu – Oratorio la morte di san habern der Kirchenmusik bevor: Die bei Filippo Neri“ von Alessandro Scarlatti. der Kongregation des Oratoriums des Hl. Filippo Neri auf dem Heiligen Berg in solisten: Marzena Michałowska (Sopran), Gostyń (Großpolen) tätige Musikkapelle Sławomir Bronk (Countertenor) und präsentiert das musikalische Erbe vom Tomasz Krzysica (Tenor) Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts, das in der Bibliothek des Philippinen- Das Konzert findet unter der Schirmklosters aufbewahrt wird. Zur Aufführung herrschaft des Direktors des Polnischen gelangen Musikstücke von Komponisten, Instituts Wien Rafał Sobczak statt. die mit der Kongregation eng verbunden waren. Das Programm des Konzerts umfasst u. a. die die Loblieder „Amor senza misura“ und „Vanità di vanità“ sowie „Offertorium“, „Regenlied“ und „Pastorella Brevis“ von Józef Zeidler, der oft als polnischer Mozart bezeichnet wird, sowie veranstalter: Józef-Zeidler-Verein der Anhänger der Heiligberger Musik, Festival Musica Sacromontana. partner: Polnisches Institut Wien, Botschaft der Republik Polen in Wien


geschichte

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© Institut für Nationales Gedenken, Außenstelle Posen

„Vertriebene 1939“ Ausstellung Di., 12. September 19.00 Uhr

Ort: Polnisches Institut, Am Gestade 7, 1010 Wien

Die aus zirka 400 Fotografien, Plakaten und Unterlagen bestehende Ausstellung „Vertriebene 1939“ dokumentiert die traumatischen Erlebnisse und Erfahrungen der polnischen Zivilbevölkerung, die während des Zweiten Weltkriegs aus den an das Dritte Reich angegliederten Teilen Polens deportiert wurde. Diese ersten Zwangsaussiedlungen im Zweiten Weltkrieg waren zugleich ein Teil des großen Plans, ein „Versuchsgelände“ für die nationalsozialistische Bevölkerungspolitik, deren extremste Ausformungen in der Errichtung von kzs und im Holocaust gipfelten. Das Ziel des Besatzers war die völlige Germanisierung der Territorien – anstelle der polnischen

Info und Karten: Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: 01/533 89 61

Bürger wurden deutsche angesiedelt. Zu den betroffenen Gebieten gehörten u. a. die Provinz Posen, ein Teil des Lodzer Gebiets, Pommern, das nördliche Masowien, Schlesien. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Nationales Gedenken, dem Großpolnischen Unabhängigkeitsmuseum und dem Polnischen Städteverband konzipiert. einführung: Dr. Jacek Kubiak, Kurator der Ausstellung, Journalist, Dokumentarist und Oppositioneller während der Zeit der Volksrepublik Polen

veranstalter: Polnisches Institut Wien. partner: Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen, Polnischer Städteverband, Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Stadt Posen, Woiwodschaft Großpolen, Polnische Akademie der Wissenschaften, Großpolnisches Unabhängigkeitsmuseum, Institut für Nationales Gedenken, Außenstelle Posen


musik

A. Jaroń © A. Jaroń

J. Zielińska-Padjas © J. Zielińska-Padjas

9

M. Herbowski © M. Herbowski

II. Internationaler Pianomasterkurs Galakonzert Do., 14. September 19.00 Uhr

Ort: Altes Rathaus, Barocksaal, Wipplingerstraße 6–8, 1010 Wien

Der II. Internationale Pianomasterkurs richtet sich an junge, vielversprechende Pianisten und hat zum Ziel, ihre Fähigkeiten zu vertiefen und zu erweitern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses u. a. aus der Klavierschule Padjas Wien, aus den Musikschulen in Kielce, Łańcut und Rzesz-ów sowie Studenten aus Polen, Dänemark und Georgien werden ein beliebiges Solo- oder Kammermusik-Repertoire einstudieren und dann im Rahmen von zwei Galakonzerten dem Publikum präsentieren. Der Kurs wird heuer von Mirosław Herbowski (Krakau), Artur Jaroń (Kielce) und Jadwiga Zielińska-Padjas (Wien) in vier Sprachen (Polnisch, Deutsch, Englisch und Russisch) geführt.

Info und Karten: Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: 01/533 89 61

Auf dem Programm des Galakonzertes im Bank-Austria-Salon im Alten Rathaus in Wien stehen u. a. Werke von Moritz Moszkowski, Franz Liszt sowie Frédéric Chopin.

veranstalter: Klavierschule Padjas Wien, Verein „Gloria Artis“. partner: Polnisches Institut Wien, Bank-AustriaSalon im Alten Rathaus


fotografie

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Z. Zapasiewicz © K. Gierałtowski

Krzysztof Gierałtowski „Polnische Individualitäten“ Finissage Di., 19. September 19.00 Uhr

Ort: p_art Galerie des Polnischen Instituts, Am Gestade 7, 1010 Wien

Polnische Individualitäten ist eine Porträtsammlung des renommierten polnischen Fotografen Krzysztof Gierałtowski. Diese subjektive Auswahl von 44 bekannten Persönlichkeiten aus den Bereichen Kunst, Musik, Theater, Film, Literatur, Wissenschaft und Politik vermittelt ein spannendes Bild der polnischen Intelligenz. Durch inszenierte oder manchmal sogar provozierte Situationen gelang es dem Künstler, unerwartete Charaktereigenschaften seiner Modelle zu zeigen. Am besonderen atmosphärischen Gehalt der Fotos lassen sich die unkonventionellen Lebenseinstellungen dieser außergewöhnlichen Künstler erkennen wie zum Beispiel ihre Kompromisslosigkeit, ihre Aufgeschlossenheit im Denken, ihre Vielseitigkeit und ihr unbändiges Temperament. veranstalter: Polnisches Institut Wien

Info und Karten: Eintritt frei.

Die Finissage bietet nochmals eine Möglichkeit, den Künstler persönlich zu treffen und ihn nach Entstehungssituation der Porträts, nach Techniken oder Plänen zu fragen.


sprache

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© Polnisches Institut Wien

Polnischkurse am Polnischen Institut Wien Informationsabend Mo., 25. September 18–20 Uhr

Ort: Polnisches Institut Wien, Am Gestade 3, 1010 Wien

Seit einigen Jahren finden am Polnischen Institut Wien Polnischkurse für Anfänger und Fortgeschrittene statt. Für alle, die darüber nachdenken, Polnisch zu lernen oder ihren Polnischunterricht fortführen möchten, bieten wir auch heuer die Gelegenheit, bei einem Informationsabend über Ziele, Inhalte, Termine und Konditionen der Polnischkurse im Institut zu sprechen. Die Kursleiterin, Mag. Barbara Kowalewska, wird gemeinsam mit den Teilnehmern die Kurse, die Anfang Oktober beginnen werden, an deren individuelle Bedürfnisse und Vorkenntnisse anpassen.

veranstalter: Polnisches Institut Wien

Info und Karten: Eintritt frei. Tel. 01/533 89 61


literatur

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© eunic Austria

Sprachen sind unsere Stärke – Pippi Langstrumpf und die Sprachenvielfalt Europas Di., 26. September ab 16.00 Uhr

Ort: Haus der Europäischen Info und Karten: Union, Wipplingerstraße 35, Eintritt frei. 1010 Wien

„Am Rand der kleinen, kleinen Stadt lag ein alter verwahrloster Garten. In dem Garten stand ein altes Haus und in dem Haus wohnte Pippi Langstrumpf“ – mit diesen Worten beginnt das beliebte Kinderbuch Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren. Dieses Debütwerk erzählt von einem frechen neunjährigen Mädchen mit zwei möhrenroten abstehenden Zöpfen und vielen Sommersprossen, das in sich viele Eigenschaften, die sich Kinder ersehnen, vereinigt. Zum Europäischen Tag der Sprachen am 26. September werden auch heuer auf Initiative von eunic Austria Passagen des Buchs in zirka 30 Sprachen vorgelesen. Zudem wird die Ausstellung Pippi Langstrumpf in 30 Sprachen (4. bis 26. September, Mo.–Fr. 9–17 Uhr) präsentiert.

16.00–17.30 Uhr Nachmittagsprogramm für Kinder und Jugendliche: Kunterbunte Sprachenspiele, Schmink-Atelier, Musik für Kinder, Wir basteln Pippi-Langstrumpf-Puppen 19.00 Uhr Abendveranstaltung für Erwachsene: Dr. Eva Vetter: „Pippi Langstrumpf – ein Vorbild für Europas Jugend?“, Mehrsprachige Lesung aus „Pippi Langstrumpf“, Intermezzo „Theater trifft Kunst“ (EtArcadia und La Giostra Compagnia Teatrale) moderation: Achim Braun und Arianna Medoro

veranstalter: eunic Austria, Europäische Kommission, Europäisches Parlament, EtArcadia. partner: Polnisches Institut Wien


musik

A. Kaluza © W. Krepper

R. Mazur © A. V. Cascallo

13

dd Kern © M. Panciera

Anna Kaluza (d), Rafał Mazur (pl), dd Kern (a) Melomaniac Corner in der Strengen Kammer Di., 26. September 19.00 Uhr

Ort: Strenge Kammer im Porgy & Bess, Riemergasse 11, 1010 Wien

Mit der Eröffnung des damals neuen Konzertraums „Strenge Kammer“ im Porgy & Bess im Jahr 2011 startete auch das Polnische Institut eine neue, zyklische Konzertreihe. Melomaniac Corner sollte polnische und österreichische Improvisationsmusiker zusammenbringen, bisher fanden mehr als 13 Konzerte statt. Nach einer kleinen Pause wird die Reihe nun fortgesetzt. Nach zwei Probentagen kommt es zum gemeinsamen Auftritt und zur Konzertaufnahme mit Anna Kaluza (d, Saxofon), Rafał Mazur (pl, Bassgitarre) und dd Kern (a, Schlagzeug). Anna Kaluza studierte in Köln, Wien und London, wo sie Mitglied des London Improvisers Orchestra war. In Berlin gründete sie

Info und Karten: www.porgy.at, Eintritt: „pay as you wish“

das Berlin Improvisers Orchestra, das die wichtigsten Musiker der Berliner Free-Jazzund Impro-Szene vereinigte. Rafał Mazur ist in Krakau geborener Musiker und Philosoph, der einen ganz eigenen Zugang zu seinem Instrument gefunden hat. Dabei widmet er sich bevorzugt frei improvisierter, zeitgenössischer Musik. Außergewöhnliche Techniken, Wohlklang und gestenreiche Darbietungen vereint Mazur mühelos in einer nicht alltäglichen Performance. dd Kern ist ein österreichischer Jazzmusiker, der auch im Bereich der elektronischen Musik arbeitet und obendrein ein gefragter dj ist.

veranstalter: Polnisches Institut Wien, Jazz & Music Club Porgy & Bess


wissen

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Auschwitz-Birkenau © Wikimedia Commons

Erinnerung und Wahrheit in der Geschichtserzählung über die Verbrechen des ns-Regimes Mi., 28. September 19.00 Uhr

Ort: Polnisches Institut, Am Gestade 7, 1010 Wien

Fehlerhafte Gedächtnis-Codes sind eine Art historischer Narration, die zur Verfestigung eines falschen Bildes geschichtlicher Ereignisse beiträgt. Beispiele für falsche Begriffe, die mit den Orten der Verfolgung und Tötung von Juden durch das nationalsozialistische Deutschland auf besetzten polnischen Gebieten zusammenhängen, sind u. a. „polnische Konzentrationslager“ oder „polnische Todeslager“. Um das österreichische Publikum für die noch allzu oft in den Medien im Ausland vorkommenden Entstellungen der historischen Wahrheit über den Holocaust zu sensibilisieren, lädt das Polnische Institut zu einer Diskussion ein.

Info und Karten: Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: 01/533 89 61

Darüber, wie fehlerhafte GedächtnisCodes entstehen, worin ihre geschichtlichen, politischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Aspekte bestehen und wie man ihnen vorbeugen kann, diskutieren Prof. Dr. Artur Nowak-Far (Professor für Rechtswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität SGH in Warschau), Dr. Krzysztof Strzałka (Politikwissenschaftler, Historiker, stellvertretender Direktor des Departements für öffentliche und kulturelle Diplomatie des polnischen Außenministeriums) sowie Dr. Winfried Garscha (Vertreter des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands).

veranstalter: Polnisches Institut Wien. partner: Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen, Witold-Pilecki-Zentrum für Totalitarismusstudien in Warschau, Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands


fotografie

15

© Sputnik Photos

Sputnik Photos: Lost Territories (lta 5) Fotoausstellung Do., 28. September 19.00 Uhr

Ort: Fotohof, Inge-MorathPlatz 1–3, 5020 Salzburg

Die Ausstellung Lost Territories Archive (lta) präsentiert die Arbeit des internationalen Fotografenkollektivs Sputnik Photos, das in einem Zeitraum von acht Jahren (2008–2018) das Leben, die Landschaft und die politischen und soziokulturellen Aspekte ehemaliger Sowjetrepubliken erforscht und dokumentiert. Aus mehreren Tausend Fotos und Dokumentarfilmen ist ein faszinierendes Projekt entstanden, das nun in der Galerie Fotohof in Salzburg präsentiert wird. Sputnik Photos ist ein internationaler Zusammenschluss von Fotografen aus Polen und anderen Ländern Ost- und Mitteleuropas, mit dem authentische Erfahrungen seiner Mitglieder als Aus-

Info und Karten: Eintritt frei.

gangspunkt für Untersuchungen der gesellschaftspolitischen Prozesse und soziokulturellen Phänomene genutzt werden. fotografen: Andrej Balco, Jan Brykczyński, Andrej Liankevich, Michał Łuczak, Rafał Milach, Agnieszka Rayss, Adam Pańczuk konzept: Sputnik Photos und Gordon MacDonald einführung: Gordon McDonald, Kurator der Ausstellung Zu sehen bis 11. November 2017

veranstalter: Fotohof Salzburg. partner: Polnisches Institut Wien


design

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miko+ © E. Dulcet, M. Świerczyńska

IT FEELS! DESIGN FOR THE SENSES Vienna Design Week Mo., 2. Oktober 18.30 – 21.00 Uhr

Ort: p_art Galerie des Polnischen Instituts, Am Gestade 7, 1010 Wien

Our bodies tell stories worth listening to Die Ausstellung „It Feels! Design for the Senses“ versammelt Diplomprojekte der School of Form in Posen, denen trotz unterschiedlicher Spartenzugehörigkeit – Domestic Design, Communication Design, Industrial Design und Fashion Design – ein konziser thematischer Zugang gemein ist: Die ausgewählten Arbeiten der Absolventinnen und Absolventen aus den Jahren 2015 bis 2017 widmen sich allesamt dem menschlichen Körper als Zentrum von Erfahrungen, Emotionen und unserer Kenntnis der Welt. Und obwohl die Projekte vorrangig auf Aspekte des Empfindens und Wahrnehmens fokussieren, weisen sie dennoch auch formale, funktionale

Info und Karten: Eintritt frei.

und utilitaristische Qualitäten auf. Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten – eine Ausstellung für alle Sinne! kuratiert von Agata Kiedrowicz Zu sehen bis 7. November 2017 Öffnungszeiten während der Vienna Design Week: Di., Do. 11–19 Uhr Mi., Fr.–So. 11–16 Uhr Öffnungszeiten von 9. Oktober bis 7 November 2017: Di., Do. 11–19 Uhr Mi., Fr. 11–16 Uhr

veranstalter: partner: Polnisches Institut Wien. partner: School of Form, Vienna Design Week


design

17

Soma © A. Szreder

Ebenso veranstaltet die Vienna Design Week am 2. Oktober um 16 Uhr in der Festivalzentrale Süd am Sparkassaplatz (Sparkassaplatz 4, 1150 Wien) einen Talk zum Thema „Global Tools – Design Education Today“. Agnieszka JacobsonCielecka (School of Form Poznań), Christian Paul Kaegi (École Cantonale d’art de Lausanne), Herbert Grüner (New Design University St. Pölten), James Tooze (Royal Collage of Art London) und ein Vertreter der Universität für angewandte Kunst diskutieren über die Frage, wie sich Universitäten in einer von Digitalisierung, Open Design und New Work veränderten Designlandschaft positionieren wollen.

Movement vs Movement © A. Bloich


wissen

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Café Korb © Polnisches Institut Wien

Europäische Kulturhauptstädte: Essen & Wrocław Zum Tag des Kaffees Mi., 4. Oktober 19.00 Uhr

Ort: Café Korb, Brandstätte Info und Karten: 7–9, 1010 Wien www.cafekorb.at, Eintritt frei.

Zum sechsten Mal lädt eunic Austria, die Gemeinschaft der Kulturinstitutionen europäischer Länder in Wien, zu Veranstaltungen anlässlich des internationalen Tages des Kaffees ein. Rund um den 1. Oktober finden in ausgewählten Wiener Kaffeehäusern zahlreiche Themenabende statt – das Motto lautet heuer „Europäische Kulturhauptstädte“. Im berühmten Café Korb in der Wiener Innenstadt stellen das Polnische Institut und die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland die Europäischen Kulturhauptstädte Essen (2010) und Wrocław (2016) vor. Die gezeigten multimedialen Präsentationen werden durch persönliche Kommentare der zuständigen Koordinato-

ren ergänzt. Zudem werden ausgewählte Fragmente aus den Werken der bedeutenden Schriftsteller Nicolas Born (aus Essen) und Tadeusz Różewicz (aus Wrocław) szenisch dargeboten. lesung: Christian Reiner (liest Gedichte, Prosa und experimentelle Texte) musikalische umrahmung: Laura Pudelek (Cello, d) und Krzysztof Kasprzyk (Saxofon, pl) Durch den Abend führt Franz Schubert (Café Korb).

veranstalter: Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Polnisches Institut Wien. partner: eunic Austria, Café Korb


musik

19

© nfm Wroclaw Philharmonic Orchestra

nfm Wrocław Philharmonic Orchestra Internationales Brucknerfest Linz Mo., 9. Oktober 19.30 Uhr

Ort: Brucknerhaus, Untere Donaulände 7, 4020 Linz

Aus der Europäischen Kulturhauptstadt 2016 Wrocław gastiert erstmals das nfm Wrocław Philharmonic Orchestra im Brucknerhaus. Dieser formidable Klangkörper wurde bereits 1945 konstituiert, als Polen noch kaum die Schrecken des zweiten Weltkrieges verwunden hatte. Sein musikalisches Zuhause ist das Nationale Musikforum (nfm), der neue Konzertsaal Wrocławs. Auf dem Programm stehen bei der heutigen Darbietung vornehmlich Werke des us-amerikanischen Dirigenten und Komponisten Leonard Bernstein, die sich durch Leidenschaft und eine große Formenvielfalt auszeichnen. Dirigent Eiji Oue war jahrelang Assistent von Bernstein und wird mit dem Programm den bevorstehenden 100. Geburtstag einer der inter-

Info und Karten: www.brucknerfest.at

essantesten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts würdigen. Doch auch der Opfer Hiroshimas wird mit Krzysztof Pendereckis Stück Threnos gedacht. Die 1944 uraufgeführte Ballettmusik Appalachian Spring des us-amerikanische Tondichters Aaron Copland, wird ebenfalls in einer Fassung als Orchester-Suite zur Aufführung kommen. Ergänzt wird das Ensemble heute um die herausragende Violinistin Midori Gotō.

veranstalter: nfm Wroclaw Philharmonic Orchestra, ikw (Internationales Kultur- und Wirtschaftsforum), Raiffeisenlandesbank oö. partner: Polnisches Institut Wien


musik | geschichte

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Schlacht bei Racławice, J. Matejko, 1888 © Wikimedia Commons

Zum Tadeusz-Kościuszko-Jahr Vortrag & Konzert Di., 17. Oktober 19.00 Uhr

Ort: Polnisches Institut, Am Gestade 7, 1010 Wien

Anlässlich des 200. Todestages von Tadeusz Kościuszko hat der Senat der Republik Polen das Jahr 2017 zum Tadeusz-Kościuszko-Jahr erklärt. Tadeusz Kościuszko, Anführer und Oberbefehlshaber der nach ihm benannten Insurrektion im Jahr 1794, war General, standhafter Unabhängigkeitskämpfer und polnischer und amerikanischer Nationalheld. Die von ihm vertretenen Ideale sowie seine Leistungen gereichten nicht nur dem polnischen Volk zur Ehre, sondern auch der ganzen Menschheit, da er zur Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten einen wichtigen Beitrag leistete. Zum Auftakt des Abends erzählt Prof. Dr. Bogusław Dybaś, Direktor des Wissen-

Info und Karten: Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: 01/533 89 61

schaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien, über das Leben und die Leistungen des polnischen Nationalhelden. Nach dem kurzen Vortrag findet ein Konzert von Jakub Kościuszko statt, dem jungen polnischen Gitarristen, der Perlen der polnischen Musikgeschichte präsentieren wird. Die Transkriptionen der Musikstücke von Tadeusz Kościuszko nehmen darin eine besondere Stellung ein. Auf dem Programm stehen zudem Werke angesehener Komponisten wie Fryderyk Chopin und Aleksander Tansman sowie junger Gegenwartsmusiker wie Marek Pasieczny und Leszek Zaleski.

veranstalter: Polnisches Institut Wien. partner: Polnische Akademie der Wissenschaften – Wissenschaftliches Zentrum in Wien


musik | geschichte

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Tadeusz Kościuszko Der polnische und amerikanische Freiheitskämpfer und Nationalheld Tadeusz Kościuszko, wurde 1746 in Mereczowszczyzna in Polesien, heute Weißrussland, geboren. Nach ihm wurde der höchste Berg Australiens benannt, in Polen und Amerika stehen zudem zahlreiche TadeuszKościuszko-Denkmäler. Als Sohn einer adeligen Familie besuchte er die Militärakademie in Warschau. Nach dem Abschluss wurde er zur Weiterbildung in den Fächern militärische und zivile Architektur sowie Malerei nach Paris geschickt. Als er 1774 heimkehrte, war die erste Teilung Polens bereits vollzogen. In der Zeit gab kaum Beschäftigung für einen hochqualifizierten Artilleristen. Kościuszko zog ins Ausland, zuerst nach Frankreich, dann nach Nordamerika, wo er am Unabhängigkeitskrieg teilnahm. Er erwarb sich große Verdienste als Befehlshaber der Ingenieurtruppen (heute als Pioniere bekannt) und verteidigte erfolgreich Saratoga gegen die Briten. George Washington, Benjamin Franklin und Thomas Jefferson kannte er persönlich. Nach seiner Rückkehr in seine Heimat Polen 1784 fand der Veteran des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs wegen seiner Nähe zu einer zum König in Opposition stehenden Familie keine Anstellung in der Armee und verschwand für Jahre in die Provinz. Die republikanische Bewegung, die von 1788 bis 1792 durchgeführten Reformen und die am 3. Mai 1791 verabschiedete Verfassung begrüßte Kościuszko sehr. Als die Republik nach der zweiten Teilung auf eine Katastrophe zusteuerte, nahm er den Kampf um die Unabhängigkeit auf. Er ging nach Paris, um Unterstützung für die polnische Sache zu bekommen. Es ging um nichts weniger als die Rückeroberung des Vaterlands, von dem sich Russland, Preußen und Österreich große Teile ein-

T. Kościuszko © Wikimedia Commons

verleibt hatten. Mit seinen überschaubaren Truppen erzielte Kościuszko mehr als einen Achtungserfolg, doch am Ende waren die anderen stärker. Am 4. April 1794 besiegte Kościuszko den russischen General Tormasow bei Racławice im preußisch besetzten Polen. Diese Schlacht brachte zwar keine Wende zugunsten Polens, wurde jedoch berühmt. Russland, Österreich und Preußen nahmen den Aufstand zum Anlass für die dritte Teilung Polens 1795. Damit war Polen von der europäischen Landkarte für mehr als 123 Jahre verschwunden. Die Insurrektion im Jahr 1794 gegen die Gewaltherrschaft der feindlichen Nachbarn erlitt eine Niederlage, aber sie bewahrte die Würde und die Ehre der Nation. Tadeusz Kościuszko starb 1817 in Solothurn. Seine sterblichen Überreste wurden 1818 ins Krakauer Königsschloss überführt.


Polnisches Institut Wien Das Polnische Institut Wien erfüllt die Aufgaben der polnischen öffentlichen und kulturellen Diplomatie in Österreich. Es vermittelt die reichhaltigen Facetten Polens, eines innovationsfreudigen, dynamischen und fortschrittlichen Landes im Herzen Europas und fördert den regen polnisch-österreichischen Austausch. Das thematische Spektrum der Projekte, die das Institut im gesamten Bundesgebiet zumeist in Kooperation mit österreichischen und polnischen Partnern organisiert, reicht von Gesellschaft, Geschichte, Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft bis hin zu Musik, Literatur, Film und Kunst. Zudem organisiert das Institut regelmäßig Studienfahrten mit Künstlern und Journalisten und steht allen an Polen Interessierten als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Die hauseigene Bibliothek mit mehr als 16.000 Publikationen bietet ihren Lesern einen einzigartigen Fundus an Fachwissen, Filmen und Belletristik. Weltweit gibt es 25 Polnische Institute. Zu den Instituten im deutschsprachigen Raum zählen neben jenem in Wien auch das Polnische Institut in Berlin, dessen Filiale in Leipzig sowie das Polnische Institut in Düsseldorf.

Sie finden uns auch auf:

direktor: Rafał Sobczak stellvertretender direktor: Bogdan Wrzochalski sekretariat / bildungsprojekte: Anna Maciej verwaltung: Janusz Wiaterek team projektmanager: Magdalena Bielecka (Film, Literatur, Kunst, Design, öffentliche Diplomatie) Alina Mazur (klassische Musik, Geschichte, Bibliothek) Anna Moser (Unterhaltungsmusik und andere Musikgattungen, Tanz, Theater, Kunst) Kornelia Wróbel (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Wissen) adresse Polnisches Institut Wien Am Gestade 7, 1010 Wien Tel.: +43 1 533 89 61, Fax: +43 1 532 45 91 sekretariat.wien@instytutpolski.org www.polnisches-institut.at öffnungszeiten Büro: Montag–Freitag 10–16 Uhr Bibliothek: Dienstag–Mittwoch 15–19 Uhr Galerie: Dienstag, Donnerstag 11–19 Uhr, Mittwoch, Freitag 11–16 Uhr impressum herausgeber Polnisches Institut Wien Am Gestade 7, 1010 Wien graphische gestaltung Tomasz Bierkowski, tomasz@bierkowski.pl druck Drukarnia Archidiecezjalna www.drukarch.com.pl


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