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Ratgeber: Hilfe bei Allergien

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Hilfe bei Allergien inklusive

RÄTSELSEITEN

Infos & Tipps: zu Ursachen, Linderung und Vorbeugung


Allergien sind kein Mythos! WARUM WIR ALLERGISCH REAGIEREN Hatschiii: Die Pollen fliegen, die Katze streicht um die Beine, die Hausstaubmilben haben es sich in der Matratze gemütlich gemacht. Auch der Stich einer Wespe oder der genüssliche Biss in eine Birne kann dafür sorgen, dass etwa die Mund- und Rachenschleimhäute anschwellen. Auslöser für Allergien gibt es viele. In Deutschland sind laut Robert Koch-Institut jedes fünfte Kind und mehr als jeder dritte Erwachsene betroffen.

Sie auch? Dann kann unser Ratgeber Sie unterstützen.

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WAS IST EINE ALLERGIE? Wie eine Allergie genau entsteht, ist noch nicht vollständig geklärt. Experten gehen davon aus, dass mehrere Faktoren, wie zum Beispiel Vererbung, eine Rolle spielen. Was definitiv feststeht: Im Grunde reagiert das Immunsystem auf körperfremde Substanzen, die sogenannten Allergene, über.

WAS PASSIERT IN UNSEREM KÖRPER? Treffen Allergene wie Pollen, Gräser oder Nüsse auf unsere Haut oder Schleimhäute, lösen sich winzige Eiweißverbindungen. Docken diese bei Antikörpern namens IgE an, löst dies sofort eine Abwehrreaktion aus und unser Körper setzt Histamin und andere Botenstoffe frei. Die Mission: Uns schützen, so wie bei einer Grippe oder Erkältung. Nur ist unser Immunsystem in diesem Fall überaktiv: Unsere Haut schwillt an, ein Juckreiz setzt ein, die Nase läuft, die Augen tränen oder die Atemwege verengen sich.

WIE WERDEN ALLERGIEN UNTERSCHIEDEN? Je nachdem, auf welche Weise unser Immunsystem auf einen Stoff reagiert, unterscheiden wir zwischen vier Allergietypen. Da Typ I und Typ IV am häufigsten vor­ kommen, betrachten wir sie näher.

Typ I

Typ IV

Definition

Rund 90 Prozent aller Allergien zählen zum Typ I. Sie werden auch als Soforttyp-Allergie bezeichnet, denn die Reaktion nach dem Allergen­kontakt setzt sehr schnell ein.

Dieser Typ wird auch als Spättyp-Allergie bezeichnet, weil zwischen ­Kontakt und Beschwerdebeginn bis zu 48 Stunden vergehen können.

mögliche ­A llergene

• • • • • • •

• • • • •

Pollen Nahrungsmittel Tierhaare Schimmelpilze Hausstaubmilben Insektengifte Berufsallergene (Mehl, Epoxidharze etc.)

Metalle Reinigungsmittel Latex Pflanzen Duftstoffe

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KÖNNEN WIR VORBEUGEN? (Werdende) Eltern können definitiv etwas tun, um bei ihrem Kind das Risiko auf die Entwicklung einer Allergie zu senken. Besonders wichtig ist das, wenn bereits ein Elternteil oder Geschwisterkind unter Heuschnupfen, Neurodermitis oder Asthma leidet. Aber auch Erwachsene können ihr Allergie-Risiko senken.

Vor der Geburt / Babys und Kinder • • • •

ausgewogene, vielfältige Ernährung während der Schwangerschaft rauch- und schimmelfreie Umgebung keine Katzen für Kinder mit erhöhtem Allergierisiko Stillen

Erwachsene • • • •

nach Möglichkeit Allergieauslöser meiden Stärkung des Immunsystems ballaststoffreiche Ernährung (mehr auf S. 18) Übergewicht verhindern


WENN DIE POLLEN FLIEGEN Heuschnupfen ist die häufigste Allergie

Birke, Hasel, Erle, Gräser, Beifuß & Co: Blütenstaub ist meist der Auslöser für Heuschnupfen. Die sogenannte allergische Rhinitis steht Umfragen zufolge auf Platz eins der Allergien in Deutschland, denn wir leiden meist schon in Kindertagen darunter. Sobald die Pollen mit den Schleimhäuten in Berührung kommen, läuft im Immun­ system eine Entzündungsreaktion ab – und es geht los: Augentränen und -jucken, Fließschnupfen, entzündete Nasenschleimhaut oder später unter Umständen sogar Asthma bronchiale.

Juckende Kopfhaut ade

Trockene Kopfhaut: Sie juckt, brennt und rötet sich. Das ­Herz­samen SENSITIVE-SHAMPOO Hypoallergen hilft. Es pflegt besonders mild und beruhigt, befeuchtet und entspannt hochsensible Kopfhaut. Es mildert dabei Rötungen und Juckreiz, ohne Farbstoffe, dafür mit wertvollem Herzsamen-Extrakt. Tipp: Eine haselnussgroße Menge mit Wasser aufschäumen und ins nasse Haar und die Kopfhaut einmassieren. Danach gründlich ausspülen. Das Shampoo eignet sich auch für Allergie-Geplagte, um zum Beispiel Pollen auszuwaschen. Herzsamen Sensitive-Shampoo Hypoallergen • 200 ml • PZN: 09289516

Sanfte Pflege für empfindliche Haut:

Beanspruchte, allergie-gestresste Haut reagiert besonders ­irritiert auf Umweltreize. Die Folge: Spannungen und Rötungen. Das Eucerin pH5 Duschgel reinigt Gesicht und Körper mild ohne Seife. Der natürliche pH-Wert und das enthaltene Dexpanthenol unterstützen nachgewiesenermaßen die natürliche Schutzfunktion sowie die Widerstandskraft der Haut gegen äußere Einflüsse. Tipp: Das Duschgel ist für Babys, Kinder und Erwachsene ­geeignet und kann beliebig oft verwendet werden. Eucerin pH5 Duschgel • 200 ml • PZN: 13889245

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Dass uns die Pollenallergie an manchen Tagen weniger zu schaffen macht als an anderen, liegt an der Allergenmenge. Sie schwankt und ist abhängig von den Umgebungsbedingungen der Pflanzen wie Temperatur, Witterung, Windverhältnissen oder Luftschadstoffen. Stickoxide oder Ozon können die Intensität noch erhöhen.

Lindernde Tipps für die Pollensaison:

Waschen Sie abends die Haare, lüften Sie, nachdem es geregnet hat, und lassen Sie getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer liegen. Staubsauger mit HEPA-Filter halten Feinstaub und allergene Partikel zurück.

ACHTUNG! KREUZALLERGIE Warum uns Birke und Apfel Ärger machen

Nase, Augen, Haut, Atemwege, Ohren und Mund: Sind wir allergisch, kann sich die Reaktion auf vielfältige Weise an unterschiedlichen Stellen unseres Körpers zeigen. Beim oralen Allergiesyndrom sind in erster Linie Lippen, Haut, Schleimhäute oder Kehlkopf betroffen. Sie kribbeln, jucken, schwellen an. In besonders schweren Fällen kann es sogar zu einer Anaphylaxie kommen. Der allergische Schock kann zu einem Herz-Kreislauf-Versagen führen, ausgelöst durch eine sogenannte Kreuzreaktion.

Was ist eine Kreuzallergie?

Bei dieser Form handelt es sich meist um eine pollenassoziierte Lebensmittelallergie. Sprich, sie steht mit Pollen in Zusammenhang. Das liegt daran: Unser Immunsystem bildet zum Beispiel Antikörper gegen Birkenpollen. Dieses Allergen ähnelt in seiner Struktur dem eines Apfels: Reagieren wir auf Birke, kann es also sein, dass wir Symp­ tome zeigen, wenn wir ins runde Paradiesobst beißen. Übrigens kann es auch bei Allergien gegen Hausstaubmilben oder Tierhaaren aufgrund ähnlicher Eiweiß-Moleküle in Lebensmitteln zu einer Kreuzreaktion kommen.

UNSERE EMPFEHLUNG Auch wenn der Allergietest positiv war: Gerade bei Pollenallergenen lässt sich keine pauschale Diät ableiten. Deshalb gibt es eine allergologische Ernährungstherapie. Nutzen Sie diese Beratungsmöglichkeit. Und informieren Sie am besten Ihr Umfeld über eine Kreuzallergie, falls es zum Beispiel zu einem allergischen Schock kommt. 6


HÄUFIGE KREUZALLERGIEN HAUPTALLERGIE

MÖGLICHE KREUZALLERGIE

Gräser- und Getreidepollen

Erdnuss, Soja, Erbse, Bohne, Linse, Tomate, Banane, Melone, Mango, Cashewnuss, Pistazie, Getreidemehle und -produkte (v. a. Weizen), Lupinenmehl

Baumpollen (Birke, Hasel, Erle, Buche)

Hasel-, Wal-, Para- und Cashewnuss, Mandel, Apfel, Birne, Pfirsich, Nektarine, Kirsche, Zwetschge, Kiwi, Marille, Karotte, Sellerie, Tomate, Soja, Anis, F ­ enchel, Kümmel, Koriander, Petersilie, Dill, ­Basilikum, Oregano, Chili

Kräuterpollen (zum Beispiel Beioder Gänsefuß)

Sellerie, Karotte, Fenchel, Artischocke, Tomate, ­Paprika, Kamille, Anis, Kümmel, Koriander, Curry, Petersilie, Knoblauch, Basilikum, Oregano, Pfeffer, Muskat, Zimt, Ingwer, Sonnenblumenkerne

Latex

Avocado, Banane, Kiwi, Ananas, Mango, Honigmelone, Feige, Papaya, Pfirsich, Passionsfrucht, Sellerie, Tomate, Paprika, Maroni, Buchweizen

Hausstaubmilben

Krabbe, Garnele, Hummer, Scampi, Krebs, Muschel, Auster, Tintenfisch, Schnecke

Quelle: GESUNDHEIT.GV.AT


KLEINES TIER, GROSSE WIRKUNG Sie sind so winzig, dass wir sie mit bloßem Auge nicht erkennen. Trotzdem bedeuten sie für viele großen Ärger: Hausstaubmilben. Sie leben gerne in unserer Nähe, denn ihre bevorzugte Nahrung sind unsere Hautschuppen. Ein Allergiker kann den Auslöser somit nicht meiden. Aber: Das Leid lässt sich lindern.

Die Milbe liebt das Bett

Das Mitglied der Familie der Spinnentiere vermehrt sich zwischen Mai und Oktober, am liebsten in unserem Bett. Die Allergene befinden sich vor allem im Milben-Kot. Wird er trocken, zerfällt er in sehr kleine Teile. Diese verbinden sich mit dem Hausstaub: Bewegen wir Decke, Kissen oder Matratze, wird allergenhaltiger Staub aufgewirbelt und gelangt in die Atemluft. Der Luftzug tut sein Übriges – der Allergiker reagiert.

Welche Symptome treten auf?

Grundsätzlich leiden Betroffene das ganze Jahr über unter dieser Allergie. Nachts und nach dem Aufstehen sind die ­Beschwerden ­besonders stark.

Tipp

Zu den häufigsten Symptomen zählen: • entzündete Nasenschleimhaut • dauerhaft verstopfte Nase • Niesen • Husten •  anhaltende Atemwegsinfekte, erhöhtes Risiko für Asthma bronchiale • Haut- und Augenreaktionen • gestörter Schlaf

Die Lieblingsstofftiere der Kinder können bei Bedarf für ca. zwei Tage ins ­Tiefkühlfach.

Tipps für Haustaubmilben-Allergiker

Im Fokus steht das Bett. Verwenden Sie allergikerfreundliche MatratzenÜberzüge, sogenannte Encasings. Waschen Sie das Bettzeug regel­ mäßig bei mindestens 60 °C oder nutzen Sie entsprechende Zwischen­ bezüge. Die spezielle Bett­wäsche wird teilweise auch von Krankenkassen erstattet. 8


DETEKTIVARBEIT Mit Testungen auf der Spur der Allergie

Allergisch oder nicht allergisch? Herauszufinden, ob wir an einer Allergie leiden, gleicht schon ein wenig der Arbeit eines Detektivs. Denn der Weg zur Diagnose führt über verschiedene Untersuchungen.

Schritt 1

Schritt 2

Die Anamnese

Das Arzt-Patienten-Gespräch bildet die Grundlage, um Hinweise auf mögliche Auslöser zu bekommen. Allergische Beschwerden sollten immer abgeklärt und behandelt werden – sie sind keine Bagatelle. Achten Sie bei der Wahl Ihres Arztes auf den Zusatz „Allergologie“.

Verschiedene Tests

Der Pricktest ist der häufigste Hauttest. Der v ­ erdächtige Auslöser, zum Beispiel Birkenpolle, Katzenhaar oder Hausstaubmilbe, wird auf die Haut getropft, dann wird gepikst. Bildet sich an einer gepiksten Stelle eine Quaddel, kann dies für die entsprechende Allergie sprechen. Ergänzend oder alternativ kann das Blut auf spezifische IgE-Antikörper untersucht werden.

Provokationstestung

An dieser Stelle werden die Ergebnisse abgeklopft. Der Patient bekommt den Auslöser in Form eines Extrakts in die Nase. Das Ziel: Eine allergische Reaktion nachzustellen. Erst dann ist die Diagnose A ­ llergie oder Nicht-Allergie sicher.

UNSERE EMPFEHLUNG Nehmen Sie Medikamente gegen Allergiebeschwerden und wollen einen Hauttest zur Abklärung machen? Das könnte das Ergebnis verfälschen. Sprechen Sie deshalb vorab mit Ihrem Arzt. 9


NICHT MEHR SO SENSIBEL Die spezifische Immuntherapie bekämpft die Allergie-Ursache

Desensibilisierung, Hyposensibilisierung oder spezifische Immuntherapie: Sie alle meinen dasselbe – die einzige Behandlungsmethode, die bei der Ursache einer Allergie ansetzt. Die Ziele: Den Patienten gegen den Allergieauslöser unempfindlich zu machen, weniger Medikamente zu brauchen und das Risiko für allergisch bedingtes Asthma zu senken.

Für wen macht eine Hyposensibilisierung Sinn?

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) gibt folgende Orientierungshilfe, wann eine ­De­­sensibilisierung ein Weg sein kann: •  Sie können „Ihr“ Allergen nicht oder nur schwer meiden, zum Beispiel im Fall einer Pollenallergie. •  Der Allergieauslöser ist eindeutig ­diagnostiziert. •  Es liegen keine Erkrankungen vor, die gegen eine Desensibilisierung sprechen. •  Sie nehmen keine Medikamente, wie beispielsweise Beta-Blocker, dauerhaft ein.

Schon gewusst? An allergisch bedingtem Asthma leiden 40 % der nicht sorgfältig behan­delten ­Heuschnupfenfälle. Quelle: Deutscher Allergie- und ­A sthmabund (DAAB)

Wie funktioniert eine Desensibilisierung?

Bei der spezifischen Immuntherapie bekommt der Allergiker das jeweilige Allergen unter die Haut gespritzt – in allmählich steigender Konzentration, in der Regel über drei Jahre. Anfangs werden Sie noch unter Beschwerden leiden, die aber zusätzlich mit Anti­ histaminika behandelt werden. Mittlerweile gibt es die Hyposensibilisierung auch in Form von Tabletten und Tropfen für Zuhause.

UNSERE EMPFEHLUNG Ihr Medikament für die Hypersensibilisierung auf dem Rezept des Allergologen können wir nicht nur fachgerecht für Sie beschaffen, sondern auch temperaturkontrolliert lagern – und liefern. Nutzen Sie unseren Botendienst, damit ihr Medikament sicher zu Ihnen kommt. 10


Atopische Dermatitis SOS: ES JUCKT! ALLERGIKER SIND HÄUFIG BETROFFEN Neurodermitis gehört – wie Heuschnupfen und allergisches Asthma – zu den „­atopischen Erkrankungen“. Warum Menschen daran erkranken, ist bislang noch nicht geklärt. Experten gehen davon aus, dass die erbliche Veranlagung eine wesentliche Rolle spielt. Das Immunsystem und eine Hautbarriere, die aus dem Gleichgewicht geraten ist, sind weitere Faktoren.

Kinder sind häufiger betroffen

Die Zahlen variieren stark, was aber feststeht: Unter der atopischen Dermatitis, wie die Krankheit auch genannt wird, leiden deutlich mehr Mädchen und Jungen als Frauen und Männer. In jüngeren Jahren sind die Symptome häufig auch stärker ­ausgeprägt als im Erwachsenenalter.

Wussten Sie,

dass es um 20 % wahrscheinlicher ist, dass ein Kind Neurodermitis entwickelt, wenn bereits ein Geschwisterkind unter dieser oder einer anderen allergischen Erkrankung leidet. Sind beide Elternteile betroffen, liegt das Risiko sogar bei 60 bis 80 %. 11


Schutzschild ist nicht intakt

Die Hautbarriere wirkt wie ein Schutzschild. Bei Neurodermitikern ist er durchlässiger als normal, denn der Hornschicht fehlen Fette und Feuchthaltefaktoren. Die Haut ist trocken, rau und schuppig. Allergene, Schadstoffe oder Krankheitserreger dringen leichter ein – und unser Immunsystem reagiert. Es kann zu einem akuten Schub kommen: Hautpartien sind gerötet, jucken, bilden Schuppen, nässen und verkrusten.

Allergene

dicht aneinanderliegende Zelle bilden eine natürliche Barriere

Entzündung (Juckreiz)

Feuchtigkeitsverlust

Immunzelle

Immunzelle

Hautzellen liegen weniger dicht aneinander

NORMALE HAUT

Allergene dringen ein

DERMATITIS

ZUM AUS-DER-HAUT-FAHREN Die richtige Pflege bei Neurodermitis

Neurodermitis hat viele Gesichter. Die entzündliche Hautkrankheit ist chronisch und kehrt phasenweise wieder. Hauptmerkmale sind trockene Haut und ein quälender Juckreiz. Heilbar ist die sogenannte atopische Dermatitis bislang nicht, aber stufenweise therapierbar. Dazu gehört auch die richtige Pflege.

Zwei Säulen der Hautpflege

Mediziner teilen den Verlauf einer Neurodermitis in drei Phasen ein: akut, subakut, chronisch. Bei einer atopischen Dermatitis gilt: Je eher Sie die Symptome bekämpfen, desto besser lässt sich die Krankheit in Schach halten. Grundsätzlich sind Pflege­ produkte für Neurodermitiker frei von Duft- und Konservierungsstoffen.

UNSERE EMPFEHLUNG Ohne ärztliche Hilfe geht es nicht! Werden Ekzeme zum Beispiel nicht behandelt, ­f ühren sie zu größeren Hautschäden. Und auch wenn’s schwer fällt: Bitte nicht ­k ratzen! Unterstützung finden Sie unter anderem bei einer zertifizierten Neuro­ dermitis-Schulung – und in der Apotheke. 12


Helfer bei akuten Schüben

Wenn Sie der Juckreiz verzweifeln lässt: Die AtopiControl AKUTPFLEGE CREME von Eucerin durchbricht mit beruhigender Pflege den Teufelskreis von juckenden Schüben. Eine dermatologische Studie zeigt die hohe Pflegewirksamkeit auf das Hautbild bei leichter Neurodermitis. Die Creme regeneriert, reduziert den Feuchtigkeitsverlust der Haut, ist juckreiz­lindernd, antibakteriell und kühlend. Tipp: So oft wie nötig auf die betroffenen Stellen auftragen. AtopiControl Akutpflege Creme • 100 ml • PZN: 15623422

Wirkt schnell gegen den Juckreiz

Bei sehr trockener und juckender Haut kann das AtopiControl Anti-Juckreiz Spray von Eucerin den quälenden Reiz bereits nach 60 Sekunden lindern – und das für bis zu sechs Stunden. Dank der 2-fachen Pflegeformel wird die Haut gekühlt und erfrischt. Das gut verträgliche Spray zieht schnell ein, fettet und klebt nicht. Tipp: So oft wie nötig aus einer Entfernung von 15 – 20 cm auf die betroffenen Hautpartien sprühen, aber nicht direkt ins Gesicht. AtopiControl Anti-Juckreiz Spray • 50 ml • PZN: 15210513

Effektiv, schnell und kühlend

Soventol® HydroCortisonACETAT 0,5 % Cremogel kühlt wie ein Gel, pflegt wie eine Creme und gilt als sehr ­w irksam. Das Cremogel wirkt entzündungslindernd, juckreizstillend und antiallergisch. Tipp: Bis zu 3x täglich dünn auf die erkrankten Hautstellen ­auftragen. Soventol® HydroCortisonACETAT 0,5 % Cremogel • 15 g • PZN: 10714350

Regeneration und Stabilisierung der Hautbarriere

Eine parfumfreie, rückfettende Spezialpflege für empfindliche und (sehr) trockene Haut, die zu Juckreiz und Schuppenbildung neigt: Dermasence Vitop forte und für Babys ab drei Monaten Vitop forte Junior. Die feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften und hoch­wertigen pflanzlichen Öle schützen vor dem Austrocknen, stärken die Hautbarriere und bieten so einen zusätzlichen Schutz vor mechanischen Reizen. Tipp: Nach der milden Reinigung zweimal täglich (nach Bedarf) ­auftragen – eine Langzeitanwendung ist möglich. Dermasence Vitop forte / Vitop forte Junior • 200 ml • PZN: 14294620 13


Hilfreiche Therapien WEIL ALLERGIEN KEINE BAGATELLE SIND Nehmen Sie eine Allergie nicht auf die leichte Schulter. Vor allem, wenn die Atemwege betroffen sind, kann es später zu Asthma, einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis oder Herzinsuffizienz kommen. Deshalb macht eine weitsichtige Therapie Sinn – nicht nur, um die akuten Symptome zu bekämpfen, sondern auch um Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Allergie – was tun?

Allergiker können zwischen verschiedenen Maßnahmen wählen. Wichtig ist, dass die Ursachen beziehungsweise Auswirkungen behandelt werden.

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1.

Allergen-Karenz: Das heißt, den Auslöser der Allergie meiden. Ist er nicht da, bleibt das Immunsystem ruhig. Zugegeben: Bei Lebensmitteln, Reinigern, Duftstoffen und Co. lässt sich die Allergen-Karenz gut umsetzen. Reagieren Sie auf Pollen, wird das schwierig.

2.

Spezifische Immuntherapie: Sie setzt an der Ursache an. Mehr dazu auf Seite 10.

3.

Medikamente: Die sogenannten Antihistaminika hemmen die allergische Reaktion, die der Botenstoff Histamin beim Kampf gegen das Allergen auslöst. Eine unterstützende Lokaltherapie mit antiallergischen Augentropfen, Nasensprays oder Cremes kann ebenfalls hilfreich sein.

4.

Ergänzende Unterstützung: Es kann sinnvoll sein, die Nase regelmäßig mit einer isotonischen Salzlösung zu spülen, um die Schleimhäute feucht zu halten.


Helfer für die Nase

Pollen und Gräser – Auslöser für Heuschnupfen, auch bekannt als saisonale allergische Rhinitis. Dagegen kann Mometason-­ ratiopharm® Heuschnupfenspray helfen. Es vermindert die Schwellung und Reizung in Ihrer Nase und lindert so Niesreiz, Jucken und eine verstopfte oder laufende Nase und macht trotz längerer Anwendung nicht abhängig. Bis das entzündungshemmende Nasenspray vor Ort ganz wirkt, kann es ein paar Tage dauern. Tipp: In der Startphase, maximal sieben Tage, zusätzlich ein abschwellendes Nasenspray verwenden. Mometason-ratiopharm® Heuschnupfenspray • 10 g PZN: 12457963

Hilft direkt vor Ort

Heuschnupfen, Hausstaub-, Tierhaar- und Schimmelpilzallergie: Bei allergischen Nasen- und Augenbeschwerden mildern die Vividrin Azelastin®-Präperate die Beschwerden verlässlich und langanhaltend. Tipp: Zweimal täglich anwenden. Kontaktlinsen-Träger sollten mindestens 15 Minuten nach dem Verwenden der Augen­tropfen warten, bis sie die Linsen einsetzen. Vividrin Azelastin®-Präparate • 6 ml • PZN: 12910546

Schnelle Hilfe für gereizte Augen

Wenn die Augenlider jucken, trocken, gerötet und schuppig sind, kann ALLERGIKA® - AUGENLIDCREME MED helfen. Das anti-irritative Medizinprodukt mit seinem 4-fach-Wirkkomplex aus Glycerin, Allantoin, Bisabolol und P ­ ro-Vitamin E kühlt, beruhigt und regeneriert die geschädigte Hautbarriere. Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden klinisch geprüft. Tipp: Ein Pumpstoß ergibt genau die Menge einer Anwendung für beide Augenlider, mehrmals täglich anwenden. ALLERGIKA® - AUGENLIDCREME MED • 15 ml • PZN: 16789751

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Klassiker mit ganzheitlicher Wirkung

Sie sind die Klassiker unter den Antihistaminika. Die Tabletten lindern Nasen- und Augensymptome bei saisonaler und ganzjähriger allergischer Rhinitis sowie bei Nesselsucht (Urtikaria). Sie wirken also akut und dauerhaft. Tipp: Eine Tablette täglich. Cetirizin-ratiopharm® • 50 Stück • PZN: 02158159 Loratadin-ratiopharm® • 50 Stück • PZN: 00142906

Unterstützt doppelt und direkt

Levocetirizin-ratiopharm® gehört zur neueren Generation der Antiallergika und ist nicht mehr verschreibungspflichtig. Die Tabletten gelten als gut verträglich und haben ein geringes Wechselwirkungspotential. Das Präparat mildert die Reaktionen von Histamin und Entzündungen. Tipp: Hilft schnell und effektiv bei Heuschnupfen, ganzjährigen Allergien wie Hausstaub- oder Haustierallergien und chronischer Nesselsucht – und macht weniger müde. Levocetirizin-ratiopharm® • 50 Stück • PZN: 15197741

Auflösung Rätsel S. 18/19 Schwedenrätsel: BESCHWERDEFREI Mosaik: „Der Mann, der zu beschäftigt ist, sich um seine Gesundheit zu kümmern, ist wie ein Handwerker, der keine Zeit hat, seine Werkzeuge zu pflegen.“ Spruch aus Spanien Schlangenwort: Empfindlichkeit Ausschnitträtsel: A


Ein fitter Darm als Allergie-Schutzschild 300 Quadratmeter, die auf unser persönliches Wohlbefinden entscheidend Einfluss nehmen – unser Darm. Gerät der Verdauungskanal aus dem Gleichgewicht, leiden wir unter seiner Trägheit. Forscher vermuten nun, dass auch die Ursache für viele Allergien im Darm liegen könnte.

TRÄGES VERDAUUNGSORGAN, TRÄGES IMMUNSYSTEM Kann der Verdauungskanal nicht gut arbeiten, wird die Immunabwehr geschwächt. Vielfältige Entzündungsreaktionen und Infekte können die Folge sein.

Je größer die mikrobielle Vielfalt, desto geringer das Allergierisiko Forscher aus Melbourne fanden kürzlich zwischen der Mischung und Menge der Bakterienstämme im Darm einen direkten Zusammenhang zum Immunsystem. Der Schlüssel liegt dabei in kurzkettigen Fettsäuren. Dazu zählen Essig-, Butter- und Propionsäure. Sie stecken in pflanzlichen Ballaststoffen und sorgen für mikrobielle Vielfalt. Diese Säuren könnten demnach dazu beitragen, Heuschnupfen, Neurodermitis und Asthma zu ­therapieren oder zu verhindern, so die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie.

Schon gewusst? Der Darm umfasst eine Fläche von 300 m2, besitzt 100 Millionen Nervenzellen und ­beheimatet 100 Billionen Darmmikroben.

Das freut den Darm

• Bewegung •  ausreichend Flüssigkeit (empfohlen werden 1,5 bis 2 Liter pro Tag) •  Ballaststoffe (Obst, Leinsamen, Salat, Gemüse, Sauerkraut)

Extra-Tipp

Tun Sie sich etwas Gutes und sanieren Sie Ihren Darm. Denn für jedes Jahr, in dem unser Immunsystem beispielsweise durch eine Allergie beansprucht wurde, sollten wir für einen Monat eine Aufbau-Kur einplanen.

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RÄTSELSPASS Mosaik

In der richtigen Reihenfolge zusammengesetzt und mit Satzzeichen versehen, ergeben die Buchstaben­gruppen einen Spruch. Die mit dem Pfeil markierte Buchstabengruppe bildet den Anfang.

SICH

UGE

NDHE

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ZUP

Sudoku

Die Buchstaben des Rätselgitters ergeben eine Allergiefolge. Sie sind schlangenförmig zu lesen, das heißt, der nächste Buchstabe kann waagrecht, aber auch senkrecht folgen. Den Anfang müssen Sie selbst finden.

C

EINE

GEN.

Schlangenwort

H

ST WI

Die Zahlen von 1 bis 9 sind so einzutragen, dass sie in jedem Neunerblock, jeder Reihe und jeder Spalte genau ein Mal vorkommen.

4

6 7 2

E

5

8

3

4 1

9 1

8

2 3

8

7

6

3

9 3

18

3

5 9

F I

8

5

2

6

5


Schwedenrätsel Hund von Tim (Comic) landwirtsch. Fahrzeug

griechische Unheilsgöttin

fleißiges Insekt

brutal

schweiheißes zerischer RumUrgetränk kanton

Göttergabe

S T R B U P P E I

gallertartige Substanz griech. Vorsilbe: bei, daneben

Metropole am Tiber

7

Nichtgefallen laut ausdrücken

einsam

südamerikanisches Haustier

10

wohliges Gefühl

griech. Muse der Geschichte

Weissagerin

Hast längere Fahrt übers Meer

Krieg gegen ‚Heiden‘ im MA.

3 Lärm um nichts Pastenbehälter

kleiner Teich

Mühsal, Last

2

3

8

persönliches Fürwort

12

Motorradfahrerschutz

4

Antitranspirant (Kw.)

9

Teil der Ritterrüstung jordanische Münze

Fußglied weibl. Adligenbedienstete italienischer Artikel

1 5

4

Urzeitechse (Kw.)

US-Autor † (Mark)

franz.rumän. Dichter † (Tristan)

Symbol des Christentums

Ausdruck d. Überraschung

Autor von ‚Der Name der Rose‘

13

6

7

8

9

BES

Kfz-Z. Neuß

kleines Nagetier

6

S WE H E K R I I N

2

Strom durch Moskau

14

Leute, Personen

Hauptstadt Togos

Heißwasserbereiter

Pfarrer

1

Orientierungskarten

10

5

11

12

11

13

DEIKE-PRESS-2

14

19


Ulme

Birke

Hainbuche

Esche

Weide

Pappel

Erle

Hasel

Jan.

Feb.

POLLENFLUGKALENDER

Sporadische Belastung Mäßige Belastung Starke Belastung Buche Platane

Eiche

Linde

Gräser Wegerich Roggen Brennnessel

Beifuß

Gänsefuß

Biene

Ambrosia

Wespe

Hummel

Hornisse

März April

Mai Juni

Juli

Quelle: ALK-Abelló Arzneimittel GmbH / Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst

Aug.

Sept.

Okt.

Nov.

Dez.


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