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Jubla Hosesack 1/19

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Hosesack 1/19

Der Wert des Risikos

Jungwacht Blauring Schweiz


Inhalt Titelgeschichte

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Das Risiko beginnt jetzt!

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Schreiber vs. Schneider: Risikofaktor Jubla?

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Wie fest ist das Seil noch, wenn…

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Hey Coach! Ich wollte schon immer von dir wissen, ...

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Wie du Kinder in Risikosituationen unterstützt

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Risiken verbieten oder minimieren – eine Haltungsfrage

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Digitale Welten: Sich der Chancen und Risiken bewusst sein

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Wie risikofreudig bist du?

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Volles Risiko: Wer bietet mehr?

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«Ich würde es wieder tun»

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Danke, für diesen Hosesack

Nachgefragt

Kennen & Können

Blickwinkel teilen

Liess dich schlau

Aus dem Verband

Sozial & Digital

Spassbox

Spielkatapult

Man munkelt, dass…

Würdigungen


Titelgeschichte

Das Risiko beginnt jetzt! Risiko. Ein in der Gesellschaft oft und breit diskutierter Begriff. Woran liegt’s? Am Wagnis selbst? An dessen Konsequenzen? Oder aber an der individuellen und sich über Zeit wandelnden Wahrnehmung? Lass es uns gemeinsam herausfinden. Das Risiko beginnt jetzt! Ich beschäftige mich viel mit Fragen rund um Risiko. Als ehemaliger Leiter und heutiger Präses, als Vater, als Fachperson, als Mensch. Ich beobachte, wie sich die Bedeutung von Risiko über die Jahre hinweg verändert – für mich persönlich, für meine Familie, für die Gesellschaft. Und ich wage hier zu behaupten, dass auch für Jungwacht Blauring die Frage nach dem «Umgang mit Risiko» seit Jahren wichtiger wird. Ein paar Gedanken dazu:

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Titelgeschichte

Ich will kein Risiko für mein Kind Eine nachvollziehbare Reaktion von Eltern. Doch wohin führt uns diese Haltung? Klar, das Streben nach einem möglichst hohen Risiko ist sicherlich wenig zielführend. Aber gilt dies nicht auch im umgekehrten Fall? Meine persönliche Antwort lautet: Das gesunde Mittelmass ist entscheidend. Denn gehe ich ein Risiko ein, hat das immer zwei Seiten. Erstens: Ich wage. Zweitens: Ich erfahre. Vielleicht im Positiven, vielleicht im Negativen. So oder so bringt es mich im Leben weiter – und das ist gut so. Es passiert nie nichts Ein Beispiel: Als Vater will ich nicht, dass sich mein 9-jähriges Kind mit dem Sackmesser verletzt. Ihm deswegen den Umgang damit verbieten – Chabis! Nutzt mein Kind das Sackmesser gibt es zwei mögliche Konsequenzen: Es verletzt sich, es verletzt sich nicht. Verletzt es sich, ist etwas passiert – ein Fingerschnitt und ein daraus resultierender Lerneffekt. Verletzt es sich nicht – und JETZT kommt der springende Punkt – ist auch etwas passiert: Mein Kind hat gelernt, mit einem scharfen Messer umzugehen. Gehe ich ein Risiko ein, lerne ich also immer dazu. Ganz nach dem Motto «Ich wage, ich erfahre.» 2


Loslassen & vertrauen Heisst das jetzt, dass ich mein Kind immer und überall ins Wagnis stürzen lasse? Wohl kaum. Es gilt, von Situation zu Situation abzuwägen. Es ist ein Unterschied, ob mein Kind mit 3 Jahren oder erst mit 9 Jahren lernt, mit einem Messer zu hantieren. Es ist auch ein Unterschied, ob ich mein Kind dabei begleite oder nicht. Für Aktivitäten in Jungwacht Blauring muss ich als Vater darauf vertrauen, dass mein Kind in guten Händen ist. Dass die Leitenden sich mit den Einflussfaktoren, die das bevorstehende Risiko bestimmen, auseinandersetzen. Und dass sie entsprechend handeln. Vertraue ich darauf, schenke ich meinem Kind wunderbare Erfahrungsschätze für sein Leben.

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Nachgefragt

Schreiber vs. Schneider sind Jubla-Eltern und wahre Fans. So kommt Jungwacht Blauring auch immer mal wieder in ihrer Kultkolumne im Coop-Magazin vor. Wir fragten bei den beiden nach, wie sie eigentlich zum Thema Risiko in der Jubla stehen. 4

jubla.ch /blog

Risikofaktor Jubla?


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Kennen & Können

Wie fest ist das Seil noch, wenn…

Welchen Einfluss haben Alterung, UV-Strahlung, Temperatur, mechanische Belastungen und Knoten auf die Zugfestigkeit von Seilen? Um Risiken zu minimieren, sind solche Fragen beim Aufbau einer Seilbahn, Seilbrücke oder Lagerbaute zwingend. Outdoorsolutions liefert Antworten. 6


Mechanische Belastung Seile altern durch die mechanische Belastung des Gebrauchs enorm. Das Kantenarbeitsvermögen und die Anzahl bruchfrei ertragener Stürze von Kletterseilen sinken unter Umständen bis auf 10% vom Neuwert. Auch bei Statikseilen ist eine beträchtliche Reduktion der Zugfestigkeit durch den Gebrauch gegeben. Alte Seile weisen mitunter nur noch die Hälfte der Höchstzugkraft (HZK) im Neuzustand auf. UV-Strahlung UV-Strahlung hat auf textile Ausrüstungsgegenstände wie Seile, Bänder usw. im Verhältnis zur Schädigung durch normalen Gebrauch einen vernachlässigbar geringen Einfluss. Temperatur Temperaturen bis zu 100° C beeinflussen Bergseile und Statikseile in ihren dynamischen Eigenschaften nicht. Seile, die in einem sonnenbeschienenen Auto liegen, nehmen aufgrund der Temperatur keinen erkennbaren Schaden.

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Feuchtigkeit und Nässe Mehrere Untersuchungen berichten von einer Verringerung der HZK bei nassen Statikseilen von ca. 10%. Feuchtigkeit verändert die Gebrauchseigenschaften und Schmutzpartikel werden leichter in das Seilinnere transportiert. Natürliche Alterung Tests ergaben eine leichte Abnahme der bruchfrei ertragenen Normstürze, die bei einem Kletterseil bei einer Lagerungszeit von 17 Jahren ca. –20% betrug. Bei den statischen Eigenschaften von Statikseilen dürfte es sich ähnlich verhalten. Die meisten Hersteller empfehlen, dass Seile nicht älter als 10 Jahre sind. Diese Empfehlung gilt als «vorsichtig» zu betrachten, solange die Seile ungebraucht, kühl, trocken, luftig und vor allem ohne Kontakt zu aggressiven Medien gelagert werden. Knoten Bänder reagieren sensibler auf Knoten als Seile; statische Seile sensibler als dynamische Seile. Ein geknotetes Band hält ca. noch die Hälfte der aktuellen HZK, eher weniger. Ein geknotetes Seil büsst ca. 20 – 50% seiner aktuellen HZK ein. 8


Fazit Knoten und mechanische Belastung ergeben eine Reduktion der HZK von bis zu 75%. Für den Aufbau von Seilbrücken sollten daher ausschliesslich Statikseile mit einer HZK von mindestens 30 kN im Neuzustand eingesetzt werden. Die maximale Belastung sollte 7.5 kN nicht übersteigen.

Wir liefern dir Lösungen für dein Pioniertechnikprojekt! Falls du dich fragst, welche Belastungen bei der Benutzung einer Seilbahn oder beim Sturm in einem Sarasani auftreten, besuche unseren Sarasani- und Seiltechnikkurs! → outdoorsolutions.ch

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Blickwinkel teilen

Hey Coach! Ich wollte schon immer von dir wissen, ... Sali. Ich bin Matthias. Über acht Jahre war ich aktiver Jubla-Leiter. Heute engagiere ich mich als Lagercoach. In dieser Rolle teile ich meine Blickwinkel – auch was Risiken anbelangt.

jubla.ch /begleiten

… wieso du Lagercoach bist.

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In meiner Zeit als Lagerleiter durfte ich immer auf die Unterstützung meiner Lagercoachs zählen. Diesen Halt möchte ich heute der jungen Generation weitergeben. Mich motivieren aktive und kreative Ehrenamtliche. Ihnen unterstützend im Rücken zu stehen, bereitet mir Freude. … worin deine Aufgaben bestehen. Ich unterstütze nach den Bedürfnissen der Schar – dort wo es mich braucht, berate ich und bringe meine Erfahrungen ein. Weiter gebe ich Rückmeldungen zum Lagerprogramm. Die Kriterien dabei sind die Anforderungen von J+S, Sicherheit und Abwechslung. Zusätzlich fallen administrative Aufgaben an.


… was für dich wichtig ist. Erwartungen klären – und diesen gerecht werden. Ich schätze es sehr, wenn sich das Lagerteam Ziele setzt und diese dann erreicht. … welche Ausbildung du hast. Ich habe diverse Kurse besucht und mehrere Lager und Kurse geleitet. Im Coachkurs lernte ich die spezifischen Aufgaben eines Lagercoachs kennen: fördern, begleiten, Lagerprogramm beurteilen und Lager administrieren. … wie man dich unterstützen kann. Von Anfang an verständlich formulierte Programmblöcke erleichtern mir die Arbeit enorm. Ein klares Erwartungsmanagement und die Kommunikation auf Augenhöhe sind mir ebenfalls sehr wichtig. … wie du zu «Risiko» stehst. Meine Aufgabe ist, die Schar dabei zu unterstützen, Risiken zu erkennen, einzuschätzen und zu minimieren. Dieses Begleitsystem ermöglicht, dass wir in der Jubla mit Unterstützung von Erfahrenen Schritt für Schritt lernen, Verantwortung zu übernehmen. Ich finde dieses Prinzip der Lebensschule grossartig.


Lies dich schlau

Wie du Kinder in Risikosituationen unterstützt Risiko gehört zum Alltag – auch bei Kindern. Doch anders als wir Erwachsenen können Kinder Risikosituationen weniger gut einschätzen. Das liegt an ihrer noch nicht vollständig ausgereiften körperlichen und kognitiven Entwicklung. Auch Wissen und Erfahrung fehlt. Umso wichtiger ist es, dass sich Kinder in brenzligen Situationen auf Vorbilder verlassen können.

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Was zur Risikoeinschätzung gehört Was brauchst du, um das Risiko «im Fluss schwimmen» einzuschätzen? Fundiertes Wissen: über Flussläufe, Strömungen, Flutwellen und vieles mehr. Aufmerksamkeits- und Impulskontrolle: Wer müde ist, schwimmt nun halt mal weniger sicher. Erfahrung: Sie steigert die Risikoeinschätzung – in Sachen Tempo und Genauigkeit. Wieso ein Kind Risiken kaum einschätzen kann Kinder suchen Risiko, um Erfahrungen zu sammeln. Risiken einzuschätzen, ist für sie aber noch schwierig. Zum Beispiel: Für Kinder scheinen grosse Lastwagen weniger weit weg, als kleine Autos. Die Geschwindigkeit beider Fahrzeuge ist für sie kaum einzuschätzen. Erst mit 9 Jahren ist das räumliche Sehvermögen und damit ihre visuelle Wahrnehmung ausgereift. Wenn Angstreaktionen Stresshormone ausschütten In Stresssituationen werden Stresshormone ausgeschüttet. Das kann die Wachsamkeit und Leistungsfähigkeit steigern und dazu führen, dass wir schnell handeln. Stresshormone können aber auch belastend, in extremen Fällen sogar traumatisierend wirken. So kann eine Per13


son, die auf einer Wanderung ungeschützt einem heftigen Gewitter ausgesetzt ist, eine anhaltende Angst vor Gewittern entwickeln. Betreuung in Risikosituationen ist das A und O In Risikosituationen ist Bewertung entscheidend. Ist die Situation herausfordernd oder bedrohlich? Je nach Bewertung begegne ich ihr mit mehr Ruhe und Sicherheit. Bleibe ich ruhig, überträgt sich das auf die Kinder. Gebe ich klare Anweisungen, schenke ich ihnen Sicherheit und Orientierung. Beides wirkt sich positiv auf das Stresserleben von Kindern aus. Auch der Austausch ist wichtig. Kinder stellen Fragen. Diese muss ich ernst nehmen und beantworten. Vorbereitung lohnt sich Sich einer Situation ausgeliefert zu fühlen, ist besonders schlimm für Kinder. Gute Vorbereitung und Sicherheitsvorkehrungen führen dazu, dass es in einer Risikosituation zu keinem Kontrollverlust kommt. Dann ist die Situation für alle weniger bedrohlich. Neben Sicherheitsund Notfallkonzepten, ruhigem Handeln und einer guten Kommunikation ist auch die Beziehung zum Kind entscheidend. Es lohnt sich also, in die Leitenden-Kind Beziehung, eine fundierte Ausbildung und eine solide Vorbereitung von Aktivitäten zu. 14


Aus dem Verband

Risiken verbieten oder minimieren – eine Haltungsfrage «So junge Leitende und so viel Verantwortung – ist das nicht ein zu grosses Risiko?» Das höre ich oft, wenn ich Jubla-fernen Personen die Welt von Jungwacht Blauring erkläre. Ja, unsere Aktivitäten sind mit Risiken verbunden. Kindern deshalb fürs Leben bleibende Abenteuer verbieten – das kann nicht die Antwort sein. Als Verband sagen wir: Zu unvergesslichen Erlebnissen gehören sichere Bedingungen – möglich wird dies dank starken Kompetenzen unserer Leitenden und einem soliden Begleitsystem. In der Aus- und Weiterbildung von Jungwacht Blauring ist das Thema «Verantwortung» Pflicht. Leitende lernen, wie sie Risiken erkennen, einschätzen und minimieren. Diese Fähigkeit heisst «Risikokompetenz». Jubla-Mitglieder lernen durch Erfahrung. Schritt für Schritt wachsen sie in ihre Verantwortung rein. Sie setzen sich mit ihren 15


Stärken und Schwächen auseinander, lernen ihre persönlichen Grenzen kennen. In herausfordernden Situationen stehen ihnen erfahrene Begleitpersonen zur Seite. All diese Faktoren machen abenteuerliche Aktivitäten unter sicheren Bedingungen möglich.

jubla.ch /haltungen

Als Vollblut Jubla-Mitglied habe ich diese «JublaPhilosophie» genau wie du voll und ganz verinnerlicht. In Gesprächen mit Aussenstehenden merke ich aber immer wieder, dass unsere Selbstverständlichkeit nicht für alle gilt. Deshalb erarbeite ich zusammen mit weiteren erfahrenen Aktiven ein Haltungspapier zu diesem Thema. Dieses soll sensibilisieren – sowohl bei unseren Mitgliedern als auch bei externen Personen. Es soll aufzeigen, dass sich die Jubla ihrer Verantwortung bewusst ist und dank solider Ausbildung und Begleitung auf pauschale Verbote verzichten kann. Es soll präventiv wirken und das Ehrenamt stärken.

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Die Grundlage für das Haltungspapier diskutierten wir 2018 mit Vertretenden der Kantone. Die Anwesenden waren sich einig: 100%iger Risikoausschluss gibt es nicht – das darf im Fall der Fälle aber auch keine Entschuldigung sein. Die Jubla setzt auf Erkennen, Einschätzen, Minimieren – und sieht die Aneignung der persönlichen Risikokompetenz als Prozess. Diesen Herbst findet die Vernehmlassung unseres ersten Entwurfs statt. Mehrere Gremien sind involviert. Im Frühling 2020 stimmt die Bundesversammlung darüber ab.

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Sozial & Digital

Digitale Welten: Sich der Chancen und Risiken bewusst sein Jahr 2019: Wir leben im digitalen Zeitalter und Soziale Medien sind Teil unseres Alltags. Kaum sinnvoll oder gar möglich also, Kinder vor digitalen Medien abzuschirmen. So soll das Digitale auch in der Jubla seinen Platz finden. Wie, wo und wann – das entscheidest du zusammen mit deiner Schar. Es lohnt sich dafür, die Chancen und Risiken von Sozialen Medien zu kennen und für den Jubla-Alltag klare Regeln zu definieren. Denn auch in der digitalen Welt bist du Vorbild. Zwei Beispiele.

jubla.ch /blog

Die Macht der Bilder

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Der Einsatz von Bildern ist ein brennendes Thema rund um die Sozialen Medien. Damit sind aber nicht nur Schlagworte wie Bildrecht und Urheberrecht gemeint. Die Macht der Bilder reicht weiter. So spricht jedes Bild für sich selbst. Was auf den ersten Blick harmlos


wirkt, kann – wenn unglücklich inszeniert – schlagartig zu einem Shitstorm führen. Sei dir als Leitungsperson also bewusst, welche Bilder du veröffentlichst oder in privaten Chats weiterverbreitest. AGB, die irgendwie niemand ernst nimmt WhatsApp erleichtert unsere Jubla-Kommunikation enorm – untereinander im Leitungsteam, mit Eltern, mit Kindern und mit vielen mehr. Doch geht oft vergessen, dass WhatsApp gemäss ihren AGB Kindern unter 16 Jahren die Nutzung nur mit der Einwilligung ihrer Eltern erlaubt. Ohren auf also, denn als Leitungsperson trägst du auch in diesem Punkt eine gewisse Verantwortung. Weitere Beispiele präventiv angehen Es gibt X weitere Beispiele – chancen- und risikoreiche zugleich. Als Schar tut ihr gut darin, mögliche Risiken zu erkennen und präventiv anzugehen. Ob in der Gruppenstunde mit den frischen Oberstüfler/innen oder an einem Hock mit neuen Jungleitenden – in der Diskussion findet ihr gemeinsame Haltungen und Regeln heraus. Der Prozess lohnt sich: Es geht dabei nämlich nicht nur um den Schutz der Kinder, sondern auch um deinen eigenen. 19


Spassbox

Wie risikofreudig bist du? Mutig, zögerlich oder eher schüchtern – wie reagierst du in bestimmten Situationen deines Jubla-Alltags? Unsere sieben Fragen verraten dir, wie es um deine Bereitschaft zum Risiko steht. So gehts: Wähle bei jeder Frage eine der nachfolgenden Antwortmöglichkeiten. Die Auflösung findest du auf der nächsten Seite. Stimmt

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Könnte sein

Stimmt überhaupt nicht

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Beim Aufbau eines Lagerturms bin ich an vorderster Front dabei.

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Wenn meine Schar eine Seilbahn bauen will, kommt sie zu mir.


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Ich war auch schon Lagerleiter/in oder werde es wohl mal werden.

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Ein heftiges Gewitter im Sommerlager macht mir überhaupt nichts aus.

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Ein Kind muss mit einer Verletzung ins Spital. Mir macht es nichts aus, das Kind ohne Begleitung selber dorthin zu fahren.

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Ich schaue ganz ruhig zu, wenn ein Kind meiner Gruppe zum ersten Mal mit einem Sackmesser hantiert.

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Eine Leitungsperson schlägt vor, das nächste Lager am Meer durchzuführen. Ich unterstütze die Idee sofort mit Feuer und Flamme.

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Wie risikofreudig bist du? Zähle deine Antworten zusammen, das meist gewählte Symbol weist dir deine Kategorie. Risikobereitschaft ist eine Eigenschaft von dir Du gehst darin auf, immer wieder neue Herausforderungen anzugehen und zu bestehen. Nichts ist für dich schlimmer als Langeweile, Unfreiheit und der Alltagstrott. Du bist geradezu dafür geschaffen, als Pionier/in neue Wege zu entdecken. Du solltest bei all deiner Risikofreude nur sorgfältig darauf achten, dass du mit deiner Begeisterung andere Menschen nicht überforderst und in etwas hineinziehst, das ihnen schadet. Risikofreude gepaart mit rein egoistischen Zielen kann zur Untugend werden.

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Deine Risikobereitschaft ist durchschnittlich stark ausgeprägt In manchen Bereichen bist du begierig nach Herausforderungen und hast ein enormes Selbstvertrauen. Aber es gibt durchaus auch Situationen, in welchen du lieber in die zweite Reihe zurücktrittst und die Verantwortung abgibst. Deine Risikobereitschaft hat durchaus noch Reserven. Du kannst deinen Mut stärken, indem du genauer analysierst, welche negativen Einstellungen dich daran hindern, ein Risiko einzugehen und diese durch motivierende Einstellungen ersetzen.

Risikobereitschaft ist keine stark ausgeprägte Eigenschaft von dir Du bist ein Mensch, der eher vorsichtig handelt. Aktive Verantwortung zu übernehmen und auf eigene Faust vorzugehen, das überlässt du lieber anderen. Überlege dir doch in Zukunft, ob es sich nicht auch lohnen könnte, deine Vorsicht zu überwinden. Wer Neues wagt und stetig zum Dazulernen bereit ist, dessen Selbstvertrauen und Kompetenzen werden wachsen.

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Spielkatapult

Volles Risiko: Wer bietet mehr?

jubla.ch /spika

Unter jubla.ch/spika findest du unzählige Spielideen für deine nächste Gruppenstunde. Darunter auch ein Spiel rund um Risiko. Probiere es doch mal aus und kommentiere deine Erfahrungen damit direkt auf der Webseite.

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Und so funktioniert’s Zwei Gruppen setzen sich in einer Art «Spielversteigerung» durch. Die Spielleitung stellt eine Aufgabe. Diese soll von beiden Gruppen in möglichst kurzer Zeit gelöst werden. Die erste Gruppe schätzt, wie schnell sie sein wird. Die zweite Gruppe kann diesen Zeitvorschlag unterbieten oder aber die Aufgabe der ersten Gruppe überlassen. Die risikofreudigere Gruppe löst danach die Aufgabe und erhält bei Zeiteinhaltung und korrektem Resultat einen Punkt. Verliert die Gruppe, geht der Punkt an die anderen.

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Man munkelt, dass…

«Ich würde es wieder tun» Ein Wagnis eingehen. Sich aus dem Fenster lehnen. Aufs Ganze setzen. Geschichten dieser Art mag ich. Wenn die Funken springen, wenn alle am gleichen Strick ziehen, wenn Stolz die Herzen erfüllt – dann wird Neues gewagt, dann ist Jungwacht Blauring am Werk. 2016 sattelte die Jubla Gelterkinden von ihrem traditionellen Hauslager aufs Zelt um. Eine Risikogeschichte mit Erfolg. Schar- und Lagerleiter Severin erzählt mir, wie aus einer Idee Realität wurde. Seine Geschichte beeindruckt. Als Jungleiter lernt er im GLK andere Leitende kennen, die mit ihrer Schar ins Zeltlager ziehen. Er besucht die Lager, fängt sofort Feuer. Seine Schar aber scheint noch nicht bereit. Die Idee von Haus- auf Zeltlager umzusatteln wird von den «alten Hasen» abgeschmettert. Erst einige Zeit später greift eine weitere Person im Team die Idee erneut auf. Die einstige Zurückhaltung schwappt ins Positive über. Die Schar entscheidet sich «pro Zeltlager», es gründet sich ein OK. Die Zeit scheint reif. 26


Es folgen zwei Jahre Vorbereitung. Im ersten «Strategiejahr» trifft das Team viele Abklärungen: Finanzen, Material, Know-how und mehr. Die Schar findet vielseitige Unterstützung bei umliegenden Scharen, Ehemaligen und erfahrenen Mitgliedern im Kantonalverband sowie bei der Stiftung pro jungwacht blauring. Ein Bauingenieur im Leitungsteam hält die Fäden zusammen. Das Projekt kommt ins Rollen. Im zweiten Jahr geht es um die Detailplanung, um viel Operatives. Kinder, Leitende, Eltern, Ehemalige – sie alle werden auf die Stunde der Wahrheit vorbereitet. Neben Sicherheitskonzepten gehören auch Werbung und Infoabende dazu. Diese zeigen Wirkung: Positive Rückmeldungen und Mitgliederzuwachs erfreuen die Schar. Und dann endlich geht es los. Zwei Wochen inmitten der Bündner Natur errichtet die Jubla Gelterkinden ein Zeltlager mit Sauna, Sarasani und Pizzaofen. «Ich würde es wieder tun», sagt Severin. Der Mehraufwand habe sich gelohnt, das kreative Wirken mache allen Freude. Was er Jungleitenden mit ähnlichem Ideenreichtum auf den Weg geben würde? «Einfach machen. Nicht zu scheu sein, andere um Unterstützung zu bitten. Und dranbleiben.» 27


Autoren & Quellen

Danke für diesen Hosesack S. 1– 3 S. 4 – 5 S. 6 –9

S. 10 –11 S. 12 –14

S. 15 –17 S. 18 –19 S. 20 –23 S. 24 – 25 S. 26 – 27

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Text: Claudio Spescha, Jubla Schweiz Text: Vinzenz van den Berg, Jubla Schweiz Bild: Fotoarchiv Schreiber vs. Schneider Text: Christof Baeriswyl, Jubla-Mitglied und Mitglied Outdoorsolutions Quelle: Dipl. Ing. Klaus Kunigham, «spannende seile», bergundsteigen 3/06 Bild: Fotoarchiv Jubla Schweiz Text: Andrea Pfäffli, Jubla Schweiz Illustration: grafisk, Daniel Misteli Text: Rahel Fähndrich und Judith Rupf, Jubla-Mitglieder und Psychologinnen Bild: Fotoarchiv Jubla Schweiz Text: Christina Schibli, Mitglied Verbandsleitung Jubla Schweiz Illustration: grafisk, Daniel Misteli Text: Vinzenz van den Berg, Jubla Schweiz Text: Claudio Spescha, Jubla Schweiz Text: Claudio Spescha, Jubla Schweiz Bild: Fotoarchiv Jubla Schweiz Text: Andrea Pfäffli, Jubla Schweiz Illustration: grafisk, Daniel Misteli


Impressum

Herausgeber Jungwacht Blauring Schweiz Redaktion Andrea Pfäffli & Claudio Spescha, Jubla Schweiz Gestaltung grafisk — visuelle kommunikation — daniel misteli, 6015 Luzern grafisk.ch Druck Brunner Medien AG, 6010 Kriens bag.ch Auflage 2500 Exemplare


Jungwacht Blauring Schweiz St. Karliquai 12 | 6004 Luzern | 041 419 47 47

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info@jubla.ch | jubla.ch jublaschweiz

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CH-6004 Luzern

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