Das Genussmagazin
BodenseePerlen

Füger Handmade
Vom Teig bis zur Krone
«Erlebnis Waldegg»
Hackbraten
statt Hype und Hashtags
![]()
BodenseePerlen

Füger Handmade
«Erlebnis Waldegg»
Hackbraten
statt Hype und Hashtags
Die Einführung eines umfassenden Programms für die Handpflege in Ihrer Arbeitsumgebung kann dazu beitragen, die Verbreitung von Krankheiten unter Mitarbeitern und Besuchern zu verhindern. Ecolab hat ein umfassendes Angebot für die Händehygiene entwickelt mit Handseife und Desinfektionsmitteln, um die die Handreinigung effizient, sicher und einfach zu gestalten.

Silonda Care
Gibt der Haut wichtige Lipide zurück, pflegt mit Glycerin und Vitamin E.
500 ml, Karton à 24 Flaschen Art. 21922

System


Silonda Protect Pflegelotion zum Schutz der Haut.
500 ml, Karton à 6 Flaschen Art. 22580

System
Weniger Emissionen
Weniger Wasserverbrauch
Weniger Energieverbrauch
Weniger Abfall

Epicare DES Wirksames, parfüm- und farbstofffreies Händedesinfektionsmittel.
500 ml, Karton à 6 Flaschen Art. 50833

System

Skinman Soft Protect FF Voll viruzides flüssiges Händedesinfektionsmittel mit Vitamin E, Glycerin und Panthenol.
500 ml, Karton à 24 Flaschen Art. 22582

System
Epicare 5 Foam
Flüssig-Handwaschmittel mit breitem Wirkungsspektrum.
750 ml, Karton à 6 Stück Art. 42720
Soap 2
Schonende Hand-Waschlotion ohne Duft- und Farbstoffe.
750 ml, Karton à 6 Stück Art. 44676

Foam 1
Milde Waschlotion, parfümfrei, ohne künstliche Farbstoffe.
750 ml, Karton à 6 Stück Art. 44672
Foam 2
Duft- und farbstofffreie Waschlotion für häufiges Händewaschen.
750 ml, Karton à 6 Stück Art. 44673
ECOLAB (Schweiz) GmbH Kägenstrasse 10 4153 Reinach
www.ecolab.com

"Voll verknallt am Bodensee."
Ich schreibe nicht nur beruflich: Unter anderem habe ich früher viel gebloggt. Vor zehn Jahren schrieb mich eine Leserin an, und aus dem Chat wurde mehr: Heute sind wir verheiratet und haben einen kleinen Sohn. Ich erinnere mich gut an eines unserer ersten Treffen in Konstanz. Da meine Frau aus Deutschland kommt, war die Stadt am Bodensee ein idealer Treffpunkt zwischen unseren Wohnorten. Als Süddeutsche kannte sie den Bodensee als das «schwäbische Meer», in dem sie als Kind immer wieder einmal badete. Für mich ist die breiteste Stelle des Rheins nun primär verbunden mit der Erinnerung an unser Treffen vor romantischer Kulisse. Die Bodensee-Region ist aber mehr als eine Kulisse: Sie bietet nicht zuletzt zahlreiche charakteristische kulinarische Highlights, die in der ganzen Schweiz beliebt sind. Mit dieser «AROMA»Ausgabe bringen wir ein wenig Ostschweizer Inspiration in Ihre Küchen und Backstuben. Was davon probieren Sie aus?

Raphael Dorigo Redaktion «AROMA»

Zeitreise im Appenzellischen
Das «Erlebnis Waldegg» in Teufen AR verbindet Tradition und Innovation auf spannende Weise. Im Restaurant Schnuggebock dreht Gastgeber Patrick Eugster die Zeit zurück und serviert Hackbraten und «Chäshörnli» statt Pommes mit Cola. Wie das Konzept ohne digitale Reservation und Kartenzahlung funktioniert, lesen Sie ab Seite 22.
Titelbild: Jürg Waldmeier
06 Auftakt in die Ostschweiz.
08 Kurzfutter zu See und Berg.
10 Zu Besuch bei Raphael und Fabian Füger, die ihren Familienbetrieb in der 6. Generation führen.
16 Zu Tisch Feines aus Ribelmais.
18 Im Einkaufswagen liegen Ostschweizer Perlen.
22 Zu Besuch in Teufen AR, wo man im «Erlebnis Waldegg» in der Zeit zurückreist.
28 Wissensdurst Fischarten, Böllewegge und Apfelstrasse.
30 Im Gespräch mit Elisabeth Federer, der Co-Geschäftsführerin des Trägervereins CULINARIUM.
33 Amuse-Bouche Birne.
34 Auf Reisen von Rorschach bis nach Stein am Rhein.
40 Innereien mit einem Blick auf die Pistor IT, ein neues Mitglied der Geschäftsleitung und den Nachhaltigkeitsbericht 2025.
42 Brandneu in Bronschhofen SG, wo im Hotel von Rotz Auto- und Kulinarik-Fans auf ihre Kosten kommen.
BRONSCHHOFEN SG
Herausgeberin Pistor AG, Hasenmoosstrasse 31, 6023 Rothenburg, Tel. +41 41 289 89 89, info@pistor.ch, pistor.ch Redaktion Sara Hübscher (Leitung), Raphael Dorigo, Magdalena Schawohl, Franziska Dubach (Agentur Text-Gipfel) E-Mail aroma@pistor.ch
Konzept Agentur Guido Von Deschwanden / Art Direction Anne Hinz / Inserate pistor.ch/werbung Druck von Ah Druck AG / Bildnachweis S. 3, 10 – 14, 18 – 19, 22 – 27, 35, 40 – 41 Pistor AG; S. 6 – 7 Getty Images: credit Westend61; S. 8 Insel Mainau / Peter Allgaier; S. 9 Bruckmann Verlag; ardmediathek; chocolarium; S. 16– 17 ribelmais.ch / ribelmaisbuch.ch; S. 30 – 31 CULINARIUM, S. 42 von Rotz Gesamtauflage 7 800 Exemplare / Erscheinungsweise 6 × jährlich in D und F / Copyright Pistor AG
in der Bäckerei Füger Handmade, wo das Brot nach 16 Stunden Teigruhe an der Front gebacken wird.


33 Amuse-Bouche
Der Unterschied zwischen Äpfeln und Birnen? Äpfel schwimmen. Was die Birne alles kann, lesen Sie hier.


bei Patrick Eugster und seinem Erlebnisbetrieb Waldegg. Er erzählt, wie Tradition zum innovativen Geschäftsmodell wurde.
TEUFEN AR
KREUZLINGEN TG
am Ufer des Bodensees. Die Redaktorin reist von der Mosterei Möhl über die Hundertwasser-Markthalle Altenrhein und den Gottlieber Hüppen nach Stein am Rhein.


April 2026
Sie sind der Inbegriff für den Nordosten der Schweiz: der Bodensee und der Alpstein. Auf dessen höchstem Gipfel, dem Säntis, beginnt derzeit ein neues Kapitel: Ende Jahr bringt eine neue Schwebebahn Gäste bis ganz nach oben. Während der Bauzeit ist der Gipfel jedoch nur zu Fuss erreichbar – und vielleicht gerade deshalb eine Wanderung wert.




Gerade jetzt ist die Insel Mainau einen Besuch wert.
Im Mai blüht die Insel Mainau. Die Blütenpracht ist überwältigend. Während die Orchideenschau gerade zu Ende geht (21. März bis 10. Mai 2026), sorgen die Rhododendren für das «Mai-light». Auch der Dahliengarten erstrahlt jetzt im farbenfrohen Blütenmeer. Bis Ende
Mai können sich Blumenfans ihre Lieblingspflanze mit nach Hause nehmen. Der Mainau-Pflanzenmarkt bietet Beetund Balkonpflanzen für sonnige, halbschattige und schattige Standorte.
mainau.de
Den Appenzellerinnen und Appenzellern liegen Freundschaften und herzliche Begegnungen am Herzen. So sehr, dass sie diese auch allen Besucher:innen wünschen. Darum gibt es auf dem Hohen Kasten kein normales Gipfelbuch, sondern ein «GipfelTinder-Buch». Wanderinnen und Wanderer hinterlassen hier eine persönliche Botschaft, sei es «ein Gruss, eine Beschreibung von sich selbst oder ein kleiner Wink an andere Gipfelstürmerinnen und -stürmer». Auf der Website heisst es: «Mit ‹Mountain Tinder› möchten wir Menschen verbinden, die nicht nur die Aussicht, sondern auch gemeinsame Erlebnisse in der Natur schätzen.»
hoherkasten.ch

Am Bodensee begann die Geschichte der Wanderserie «Vom See zum Berg». Von Rorschach geht es über St. Gallen und Appenzell zum Hohen Kasten. Zwischen dem Start am See und dem Ziel auf dem Berg liegen stolze 45 Kilometer und 2300 Höhenmeter. Das Abenteuer findet am 20./21. Juni 2026 statt, am Wochenende der längsten Tage. Im Startpaket inbegriffen sind unter anderem die Strecken- und Zielverpflegung sowie die Bahnfahrt zurück ins Tal. Wer mit der Anmeldung für die Ostschweizer Edition zu spät ist, hat weitere Routen zur Auswahl: von Spiez auf die Schynige Platte, von Unterterzen über sieben Gipfel auf den Maschgenkamm (beide 29 Kilometer) oder der epische Gang von Luzern via Alpnach auf den Pilatus (31 Kilometer).
vomseezumberg.ch
45 Kilometer 2300 Höhenmeter
Hundwiler Höhe
Start: Rorschach
Gäbris
Ziel: Hoher Kasten
Säntis
Seit dem 19. Jahrhundert heisst der Thurgau wegen des Apfelanbaus und seiner Form, die an Indien erinnert, volkstümlich «Mostindien».
Quelle: Schweiz Tourismus
Alle kennen den Bodensee als landschaftliches Urlaubsidyll. Dieses Buch zeigt die andere Seite: Gasthäuser ohne Gäste, verwaiste Klöster, verrottende Bahnhöfe, verfallene Burgen, ungeklärte Morde. Die verlassenen, gruseligen und unheimlichen Orte des Bodensees leben vom Kontrast zu dessen Schönheit. Das Buch ist eine Einladung zur Entdeckung vergessener Stätten um den Bodensee.
Lost & Dark Places Bodensee
ISBN-Nr.: 978-3-7343-2152-8 Bruckmann Verlag 168 Seiten

«Wie kommt das Glück in die Schokolade?», fragt das Chocolarium Besucherinnen und Besucher auf seiner Website. Die Antwort erhalten sie auf dem rund einstündigen interaktiven Erlebnisrundgang durch die Fabrik von Munz und Minor in Flawil. Von der Galerie aus beobachtet man, wie die Schoggiprodukte entstehen. Ein Highlight ist der Raum für individuelles Glück. Verschiedene Schokoladenbrunnen
laden dazu ein, die Sorten Weiss, Milch, Dunkel, Himbeere und vegane Gianduja zu probieren und zu bewerten. Eine süsse Erinnerung rundet den Rundgang ab: Die Show-Confiseurin giesst eine Schoggitafel oder zwei Schokoladenherzen, die Besuchende nach Herzenslust verzieren.
chocolarium.ch

Die Dokumentation «Ein Sommer am Bodensee» zeigt das vielfältige Leben im und um den bedeutendsten Trinkwasserspeicher Europas. In der Luft mit dem Zeppelin, dessen Geschichte eng mit der Region verbunden ist, oder ein Tauchgang zur Erforschung der «Jura», des Wracks des versunkenen Raddampfers aus dem 19. Jahrhundert – die verschiedenen Facetten beeindrucken. Auch die Kulinarik kommt mit dem Besuch auf der Gemüseinsel Reichenau oder den preisgekrönten Weinen auf dem Hohentwiel auf ihre Kosten.
ardmediathek.de

9323 Steinach SG fueger.ch
Sechs Generationen, eine Philosophie: Bei Füger Handmade reifen langgeführte Teige in Barrique-Fässern, das Frühstück kommt auf der Etagere, Altbrot wird zum Praliné – und das Wasser stammt aus dem Bodensee. «Landmade» nennen sie ihren Pioniergeist und zeigen regionale Verantwortung.
Text: Franziska Dubach Bilder: Holger Jacob
Ein Freitagmorgen im Frühling. Der Bodensee gleitet vorbei wie ein stilles Versprechen. Am Zugfenster zieht das glitzernde Wasser vorbei – Romanshorn liegt hinter mir, Steinach vor mir. Vom Bahnhof ins Dorfzentrum gehe ich die vier Minuten zu Fuss. Ein paar Passanten, sonst ist es noch ruhig im St. Galler Dorf. Kurz nach halb neun erreiche ich die Bäckerei Füger Handmade. Auf einen Schlag ist es vorbei mit der Ruhe: Znünizeit. Die Bäckerei läuft auf Hochtouren. Hinter der prall gefüllten Theke bearbeitet das Verkaufspersonal mit ruhiger Präzision Bestellung um Bestellung.
Frühstück: vom Bodensee bis Appenzell
Auf der Suche nach meinem Interviewpartner bahne ich mir einen Weg durchs Gedränge in den hinteren Teil des Cafés. Fast jeder Platz ist besetzt. Stimmengewirr, feine Frühstücksleckereien, Gäste, die an Kaffeetassen nippen. Raphael Füger und der Fotograf Holger winken mir von

«Wellness» für die Brote: Die Teige ruhen 16 Stunden in Holzfässern.
einem Tisch aus zu. Wir setzen uns zu Handwerkern an einen der grossen Holztische – einen der wenigen, die nicht besetzt oder reserviert sind. Raphael schmunzelt: «Am Freitagvormittag läuft viel, aber heute sind besonders viele Gäste da.» Viele Tische sind mit einem Frühstück belegt: einem Korb mit Brot und Gipfel, hausgemachten Konfitüren, Fügella – einem hausgemachten Schokoladenaufstrich – und Butter, dazu ein Heissgetränk und ein Glas hausgemachten Fruchtsaft. Andere geniessen Porridge, Waffel mit Beerenkompott oder ein Handmade-Birchermüesli. Dann gibt es Tische mit Etageren: darauf Gemüsestreifen mit Kräutersauce, verschiedene Sorten Käse und Fleisch, Früchte und Birchermüesli im Weckglas. «Das Bodenseefrühstück ist beliebt», bestätigt Raphael. «Wir haben es zur Eröffnung dieser Filiale lanciert –wegen der Nähe zum See. 500 Meter sind es bis zum Steinacher Hafen. Der Erfolg war so gross, dass wir das Bodenseefrühstück auf alle unsere Standorte ausweiteten, obwohl nur die Filialen Steinach und Rorschach in Seenähe sind.»

«Das Bodenseefrühstück haben wir zur Eröffnung lanciert – wegen der Nähe zum See. Der Erfolg war so gross, dass wir es auf alle Standorte ausweiteten.»
Raphael Füger Mitglied der Geschäftsleitung


FrÜchte u nd n Üsse. das ist a lles.
Ebenfalls grosser Beliebtheit erfreut sich der «Freundinnen Zmorge», der die Chance bietet, mit einem besonderen Frühstück in den Tag zu starten. Nach dem Flechten eines Brotherzens geniessen die Freundinnen (auch für Männer) ein reichhaltiges Frühstück, bevor das gebackene Brotherz überreicht und mit einem Glas Prosecco darauf angestossen wird.
Pionierarbeit: 16 Stunden im Barrique
Die Steinach entspringt östlich von St. Gallen, fliesst vorbei an Mörschwil und mündet in Steinach in den Bodensee, an dem die Filiale Rorschach liegt. «Der Fluss verbindet mit dem Bodensee alle unsere Standorte», sagt Raphael. «Das hat uns zur Landmade-Philosophie bewogen: Landmade heisst für uns bewusst handeln, mit Liebe backen und wissen, wo unsere Zutaten herkommen. Wir arbeiten mit Partnern aus der Region vom Bodensee bis ins Appenzellerland zusammen, die wir persönlich kennen – bereits in sechster Generation.»

Raphaels Bruder Fabian, verantwortlich für die Produktion, gesellt sich zu uns an den Tisch. «Diesen Mai ist es zehn Jahre her, seit wir hier in Steinach eröffnet haben», erzählt er. Die Eröffnung war ein Wendepunkt: «Da die Produktionskapazität in Mörschwil ausgeschöpft war, entschieden wir uns für das Frontbaking. Die Teige werden am Vortag in Mörschwil vorbereitet, nach Steinach geliefert und reifen dort 16 Stunden lang in zylindrischen Holzfässern – im ‹Wellnessraum› für die Teige. Dann formen unsere Fachleute die Brote direkt im Laden – vor den Augen der Kunden gelangen die bekömmlichen Brote ofenfrisch in die Theke.»
2017 wurden sie dafür mit der «Bäckerkrone» ausgezeichnet. Pionierarbeit, die Füger vor zehn Jahren mit langgeführten Teigen leistete und die während der Pandemie boomte. «Ich bin stolz auf unser Frontbaking-System, das wir täglich in Steinach und seit 2021 auch in St. Gallen umsetzen und das uns ermöglicht, weiter zu wachsen», so Fabian. Sieben Brotsorten reifen in den Barrique-Fässern, darunter

9402 Mörschwil
Gegründet: 1850 beginnt die Geschichte der Familie Füger mit der Bäckerei und dem Restaurant Ochsen am Kirchplatz in Mörschwil (Hauptgeschäft). Filialen: in Rorschach, Steinach und St. Gallen. 2025 feierte das in der Bodenseeregion fest verankerte Familienunternehmen bereits sein 175-Jahr-Jubiläum. Familienbetrieb: seit 2019 bereits in 6. Generation geführt von den Brüdern Raphael und Fabian Füger und Fabians Frau Simone.
Mitarbeitende: 80 Mitarbeitende, davon viele in Teilzeit und 5 Lernende. Bestseller: Kafi und Gipfel / Fügella / Frühstücksangebote.
Lernende: finden Fügers mühelos –das Frontbaking verschafft Einblicke, die es in anderen Bäckereien oft nicht mehr gibt. Und auch Fügers Branding zieht bei den Jungen.

Teige.
Der sündhaft gute HaselnussBrotaufstrich. Macht sich nicht nur auf einem feinen Stück Brot gut, sondern passt genauso auf eine Frühstücksbowl oder als Zutat in ein Gebäck!
das «Bodenseebrot»: ein Weizen-Roggen-Mischbrot mit Mehl aus der Bruggmühle Goldach, Hefe, Salz –und Wasser aus dem Bodensee.
Resteverwertung: Switchel und Praliné
Wer jetzt denkt, das sei alles, täuscht sich, denn in den letzten Jahren ist noch einiges dazugekommen: «In allen Cafés stehen Wasserstationen mit Trinkwasser aus dem Bodensee. Nach dem Umbau unseres Hauptgeschäfts werden sich unsere Gäste auch in Mörschwil kostenlos bedienen können», verrät Raphael.
Dazu kommt die «Switchel»Frühstückslimonade – hergestellt aus Wasser, Ingwer, Apfelessig, Honig und saisonalem Fruchtpüree. «Die Abfallberge von Orangenschalen für unseren frisch gepressten Jus haben uns gestört. Mit ‹Switchel› konnten wir unseren ökologischen Fussabdruck verbessern», sagen die Brüder. Mit tiefgekühlten Knoblauchbroten aus unverkauften Butterzöpfen, Paniermehl aus getrocknetem Brot und Pferdeleckerli aus Altbrot setzt Füger weitere Zeichen gegen Verschwendung. Dazu das Birebrötler-Praliné mit einer Ganache aus Birebrötler-Likör: ein Brotbrand, u.a. gegärt aus getrockneten Bodenseebroten, veredelt mit feinstem Williams und auserlesenen Gewürzen von der Destillerie Brunner in St. Gallen. Keine Schnapsidee, sondern konsequente Resteverwertung.
Mittagsangebot: Alles aus dem Ofen
Gegen Mittag verwandeln die Bäcker den Frontbaking-Bereich der Theke in eine Schöpfstation. Drei Menüs stehen täglich zur Wahl: ein Snack – heute Rindsgulasch mit Spätzli –, ein Monatshit – Gerstensuppe, vegi oder mit Schweinswürstli – sowie Fleisch am Stück aus dem Ofen, angerichtet auf einer Scheibe Handmade-Holzfassbrot mit Krautsalat, Cocktailsauce, belegt



«Alles kann von unseren Bäckern selbstständig im Ofen hergestellt oder gewärmt werden.»
Fabian Füger
Produktionsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung
mit ofenfrischem, tranchiertem Fleisch –heute Fleischkäse –, serviert mit Feldsalat. «Die Idee: Alles kann von unseren Bäckern selbstständig im Ofen hergestellt oder gewärmt werden», erklärt Fabian. In der Theke daneben gibt es hausgemachte Sandwiches, verschiedene Salate, Fruchtund Käsefladen sowie Ofenkartoffeln.
Der blosse Anblick des Mittagsangebots lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen – wie die Warteschlange vor der Schöpfstation beweist. Holger und ich wollen uns dieses Highlight nicht entgehen lassen. Wir teilen uns eine Handmade-Brotscheibe mit Fleischkäse, bevor wir uns auf den Heimweg machen. Die Portion ist gross – und die Mägen haben noch Bodenseefrühstück intus. ▪

Mit Leidenschaft Genuss leben, durch Tradition und Innovation weiterkommen
vielseitig und kundenorientiert
Wir leben Genuss und geben diesen an unsere Kunden und Partner weiter. Das zeigt sich, indem wir…
• Produktqualität als oberste Devise pflegen
• ökologische Technologien anwenden
• aktive Innovationstätigkeit betreiben
• ein umfassendes Leistungsangebot anbieten
• unsere Kunden fachgerecht beraten
Eine einwandfreie Produktqualität, moderne Produktionsmethoden ist uns wichtig. Dadurch bieten wir Ihnen genussvolle Produkte, eine individuelle und fachmännische Kundenberatung sowie eine zuverlässige Logistik an. Stets nach unserem Motto „genuss leben“.

Vorteile:
• Einfaches Handling
• MHD Sicherheit
• Produktsicherheit
• Verfügbarkeit
• gleichbleibende Qualität

Entdecken Sie unsere vielfältigen, hochwertigen Convenience-Produkte, die Ihre Küchenabläufe vereinfachen und Ihre Gäste begeistern.
Vertrauen Sie auf die Qualität und den Geschmack von Traitafina und entlasten Sie Ihr Küchenteam –ohne Kompromisse.
Ribelmais war Jahrhunderte lang eines der wichtigsten Nahrungsmittel des Rheintals. Er schmeckt nussig und bringt wertvolle Nährstoffe mit. Was man daraus Feines machen kann, zeigen diese vier raffinierten Rezepte.

Feinen Rheintaler Ribelmais (original AOP) in kochendem Salzwasser einrühren, auf niedriger Stufe köcheln. Herd abschalten, darauf nachquellen und anschliessend abkühlen lassen. Randenwürfel mit dem Ribel, etwas Olivenöl, ganzen Haselnüssen und frischem Meerrettich pürieren.
Tipp: Passt wunderbar zu Ribelknäckebrot oder Ribelmais-Tortilla-Chips.


Ribelmais mit Halbweiss- oder Weissmehl und Salz mischen. Frischen oder gefrorenen Blattspinat mit Wasser pürieren und ein verquirltes Ei unterrühren. Spinatmasse zur Mehlmischung geben und zu einem zähflüssigen Teig verarbeiten. Bis zu einem halben Tag quellen lassen und anschliessend ins Salzwasser hobeln.
Tipp: Je grösser der Anteil Mehl, desto feiner die Knöpfli. Mehr Ribel ergeben eine körnigere Textur.

Milch mit einer Prise Salz erhitzen, Ribel einrühren, köcheln lassen. Für den Boden zerbröselte PetitBeurre-Guetzli, weiche Butter und Zitronenschale mischen. Zwei Drittel der warmen Ribelmasse unterrühren, in eine belegte Cakeform drücken, kaltstellen. Für die Füllung Frischkäse, Zucker, Vanillezucker, Maizena, Eier und Salz mit restlichem Drittel Ribelmasse pürieren. Die Himbeeren dazugeben und alles in die Cakeform füllen. Backen und lauwarm servieren.
Tipp: Statt Himbeeren funktionieren auch andere Beeren oder ein Beerenmix.

Ribelmais
Alle Rezepte im neuen Ribelmais-Buch oder auf ribelmais.ch

Rheintaler Ribelmais köcheln und ziehen lassen. Mandeln, Baumnüsse, Haselnüsse, Cranberries und getrocknete, saure Aprikosen grob hacken und in eine Schüssel geben. Leinsamen und Haferflocken dazugeben. Mit warmem Ribel, Honig, Zitronenschale und -saft zu einer homogenen Masse kneten. Diese gleichmässig auf ein eingefettetes Backblech streichen und bis zur gewünschten Bräunung backen. Noch warm in Stücke schneiden.
Tipp: Riegel nach dem Auskühlen mit dunkler Couverture veredeln.

Mild, fest, leicht pfeffrig und mit einer Muskatnote: Die St. Galler Bratwurst gehört unbestritten zu den beliebtesten und berühmtesten Würsten der Schweiz. Das Label IGP bestätigt die Herkunft aus der Gegend am Bodensee. Zeit, den Grill anzufeuern!
St. Galler Bratwurst hochpasteurisiert, vakuumiert, IPS, IGP, Suttero, 10 × 140 g (CH), Pack à 1,4 kg, Art.-Nr. 22572

Fünf Monate reift dieser Käse in einem Reifungskeller in der Bodensee-Region. Dort entwickelt er eine einzigartige, temperamentvolle Würze und zartschmelzende Cremigkeit, die ihn von anderen Käsesorten unterscheidet.
Probieren Sie ihn aus!
Der Scharfe Maxx ½ Laib, Suisse Garantie, Stück à 3,5 kg, Art.-Nr. 37340

Auch als Flussbarsch bekannt und einer der beliebtesten Anglerfische im Bodensee: Egli ist der meistkonsumierte Speisefisch der Schweiz. Die Fische, aus denen dieses Filet hergestellt wird, werden in der Ostschweiz gezüchtet und fangfrisch verarbeitet.
Eglifilet 30 – 50 g mit Haut, tiefgekühlt, Culinarium ZH, Localfish, 10 × 500 g (CH) (schockgefrostet), Karton à 5 kg, Art.-Nr. 46455

Bestellen rund um die Uhr
Eine Übersicht über die neusten ProduktHighlights finden Sie im Online-Shop: shop.pistor.ch
Die Lütolf AG in St. Margrethen steht für traditionelle Produkte aus dem Rheintal. Der vielseitig einsetzbare, nachhaltig produzierte und streng kontrollierte Maisgriess gibt es in drei Feinheitsgraden für jeden Verwendungszweck.
Maisgriess mittel, glutenfrei, Lütolf, Sack à 5 kg, Art.-Nr. 50341
Andere Sorten: Maisgriess fein, Maisgriess grob

Ich bin gelernter Metzger und arbeite bei Pistor täglich mit Produkten, die das Schweizer Fleischhandwerk prägen. Und obwohl ich selbst Zürcher bin, empfinde ich die Ostschweiz als das Mekka der Schweizer Fleischindustrie. Viele der namhaftesten Betriebe sind hier beheimatet, die handwerkliche Tradition und die Innovationskraft sind einzigartig. Deshalb pflegen wir enge Beziehungen zu den dortigen Betrieben – etwa mit gemeinsamen Besuchen der Messen OLMA und OFFA. Mit der Möfag in Zuzwil haben wir den Profit-Vorderschinken (Art.-Nr. 2726) entwickelt, den ich gerne unterwegs zwischen zwei Brotscheiben geniesse. Danke, Oschtschwiiz!
Filip Kuth Product Manager

Sour Mix
ohne Zucker, Damel, 90 g, Karton à 18 Beutel, Art.-Nr. 52477
Andere Sorten: Gummy Bears ohne Zucker

Saurer Halbrahm 15 % laktosefrei, good day, 450 g, Stück à 1 Becher, Art.-Nr. 52485

Matcha Latte Classic Becher, Caffè Latte, 2,3 dl, Pack à 10 Becher, Art.-Nr. 52409

Glacelöffeli, Papier, L 95 mm, weiss (naturesse Prägung), Pack à 150 Stück, Art.-Nr. 52641

Rinds-Huft Gastro tiefgekühlt, zertrennt, entvliest, vakuumiert, Suisse Garantie, ca. 2 kg / St. (CH), Stück à 2 kg, Art.-Nr. 52391

Sirup Lavendel Monin, 7 dl, 1 Flasche, Art.-Nr. 52548

Peach getrocknet, Sunshine Delights, 100 g, Karton à 14 Beutel, Art.-Nr. 52448
Andere Sorten: Ananas, Mango

Kräuterschweins-Stotzen
Cordon bleu natur, vakuumiert, IPS, Gewicht nach Wunsch (CH) (mit Vorderschinken und Bergkäse) (ab 100 g), Stück à 0,15 kg, Art.-Nr. 50465

Alpsteiner mild-würzig ganzer Laib, ca. 6 kg (Halbhartkäse, Ostschweiz), Stück à 6 kg, Art.-Nr. 50574
SCAN & WIN
einen freshen Musiksommer






Das Geheimnis eines guten Hackbratens? Wenig Brät.
Das Appenzeller «Erlebnis Waldegg» verbindet Genuss mit Zeitreise.
Gastgeber Patrick Eugster zeigt, wie er Gäste mit dem Konzept der Urchigkeit begeistert. Werfen Sie mit uns einen Blick in Grossmutters Stube.
Text: Sara Hübscher Bilder: Jürg Waldmeier
Zwanzig Prozent Steigung signalisiert das Schild kurz vor dem «Erlebnis Waldegg». An meinem Ziel auf knapp tausend Meter über Meer geniesse ich den Rundblick über den Bodensee im Norden und den Alpstein mit Säntis und Hohem Kasten im Süden. Die Lage ist Erlebnis genug – doch da kommt noch mehr, wie ich von Geschäftsleiter und Küchenchef Patrick Eugster erfahre.
Keine Cola, kein E-Mail
Patrick empfängt mich herzlich und führt mich über die voll besetzte Terrasse durch das Restaurant Waldegg in den «Schnuggebock», das Bauernhaus aus Grossmutters Zeiten. Hier setzen wir uns an einen Tisch und ich bestelle einen Espresso. «Das ist eine Ausnahme, normalerweise servieren wir hier nur Filterkaffee», sagt Patrick, «der ‹Schnuggebock› ist unser Erlebnisrestaurant, in dem wir die Zeit einige Jahrzehnte zurückdrehen. Hier bist du Omas Gast und deckst den Tisch selbst. Als Erstes bekommst du eine Suppe, ob bestellt oder nicht. Du wählst zwischen
dem Vegi- und dem Fleischmenü. Das Essen servieren wir dir in einer grossen Schüssel und du schöpfst selbst. Pommes frites oder Coca-Cola gibt es – wie damals –nicht. Statt aus einer Weinkarte suchst du im Weinkeller eine Flasche aus.» Während Patrick erzählt, fühle ich mich vierzig Jahre jünger und sehe mich in Grossmamis Stube.
Das Konzept geht so weit, dass man nur bar zahlen und auch nur telefonisch reservieren kann. «Als ich vor acht Jahren hier angefangen habe, überlegte ich mir, ob ich die E-Mail-Korrespondenz nicht doch einführen sollte. Ich merkte aber schnell, das verkompliziert alles. Am Telefon kann ich alle Fragen innerhalb weniger Minuten klären. Voraussetzung dafür ist Personal, das gut und gern telefoniert, was heute leider nicht mehr selbstverständlich ist. Via E-Mail geht das Pingpong ewig.» Eine Menübestätigung flattert beim Kunden nicht digital, sondern als Päckli ein, süsse Überraschung inklusive. «Positive Post ist selten geworden, wir aber sorgen beim zukünftigen Gast für Vorfreude», ergänzt Patrick.

Patrick Eugster führt das «Erlebnis Waldegg» seit acht Jahren. Er übernahm den Betrieb von seinem Götti.

Alte Werte erlebbar machen
Was mich beim anschliessenden Gang durch den museumsähnlichen Betrieb am meisten verblüfft: Das alles ist erst 25 Jahre alt! Patrick erzählt mir die Geschichte: «Mein Götti, Chläus Dörig, hat den Betrieb von seiner Mutter übernommen und aus der Besenbeiz ein Restaurant gemacht. Zusammen mit seiner Frau Anita hat er ihn laufend erweitert. Um das Jahr 2000 spürte er, wie ihm wichtige Werte verloren gingen. Werte wie zusammen plaudern, essen, arbeiten. So kam er auf die Idee dieser Zeitreise. Seine Nachbarn hielten ihn für verrückt, seine Überzeugung belehrte sie eines Besseren. Die Leute lieben die Atmosphäre, in der die Gemeinschaft zählt. Hier soll das Handy in der Tasche bleiben, stattdessen spielt man ein ‹Eile mit Weile›.»
Nach dem «Schnuggebock», dessen Name auf eine Schafrasse zurückgeht, erweiterte Dörig die Erlebniswelt mit der
«Beim Holzofen ist viel Know-how und Fingerspitzengefühl gefragt.»
Patrick Eugster
Bäckerei Ziträdli. Der Holzofen, die Teigmaschinen, das Buffet – alles wirkt uralt. «Das ist es ja auch», informiert Patrick schmunzelnd, «mein Götti trug die Sachen aus der ganzen Schweiz zusammen und achtete bei Boden und Decke auf ein altes Erscheinungsbild.» Hier backen zwei Bäcker Brot und Desserts für den Eigenbedarf und Mitbringsel wie Biberfladen und weitere Süssigkeiten. Als Gruppe kann man seinen eigenen Biber backen. «Der Umgang mit dem Holzofen will gelernt sein», schiebt Patrick nach, «da ist viel Know-how und Fingerspitzengefühl gefragt.» Weitere Erlebnisräume sind das Tante-Emma-Lädeli und der «Tintelompe». In Letzterem finden für Gruppen unterhaltsame Schulstunden statt. Bevor mich Patrick in den Stall mitnimmt, zeigt er mir die Käserei. «Neben pensionierten Mitarbeitenden werden hier Lernende aus der Küche zu Käsern, was ihnen grossen Spass bereitet.»


Auch die Bäckerei und das Tante-Emma-Lädeli gehören zur Zeitreise.
Erlebnis Waldegg 9053 Teufen AR
Team: Patrick Eugster beschäftigt 42 Mitarbeitende (total 28 Vollzeitstellen). Patricks Vorgänger Chläus Dörig kümmert sich um die Umgebung.
Lage: 3,5 Kilometer ausserhalb von Teufen. Zu Fuss erreicht man St. Gallen in einer halben Stunde (abwärts).
Gruppenevents: Schultag in der Klasse 4a, Biber backen, «LandsgmendEsse», Jodelkurs und mehr.

Hier bleibt das Handy in der Tasche; stattdessen spielen die Gäste eine Runde «Eile mit Weile».

Im Stall findet sich, was nicht nur Kinderherzen höherschlagen lässt: Zwergziegen mit einwöchigem Nachwuchs, zwei Esel, Kaninchen, Meerschweinchen und die namensgebenden Heidschnucken-Schafe. Neben dem «Schnuggebock» liegt eine DurocSau mit sechs Ferkeln. Durocs sind ein Kernpfeiler der schweizerischen Schweinezucht. Sie wachsen langsam, das Fleisch ist hochwertig, ihre rotbraunen Borsten wirken wie flauschiges Fell.
Saisonal, regional, innovativ Zurück am Tisch im «Schnuggebock» spreche ich Patrick auf das Erlebniskonzept an. Was bedeutet es für den Betrieb? «Zentral ist: Wir sind ein Restaurant für alle. Es heisst oft, man müsse sich auf eine Zielgruppe spezialisieren. Das können und wollen wir nicht.


Lassen nicht nur Kinderherzen höherschlagen: Die Tiere auf dem Betrieb bereichern das Waldegg-Erlebnis zusätzlich.
«Wir kochen, was die Leute nicht selbst kochen.»
Patrick Eugster
Wir freuen uns über die Familien am Wochenende und die Pensionierten unter der Woche. Die Business-Leute, die ihren ausländischen Geschäftspartnern Schweizer Kultur zeigen, sind ebenso willkommen
wie die Vereine aus der Nachbarschaft. Wir brauchen sie alle, besonders Gruppen. Sie kommen auch, wenn der Himmel nicht wolkenlos ist. Aufgrund unserer Lage beeinflusst das Wetter unsere Auslastung nämlich stark.» Für Patrick Eugster ist klar: Will er weiterhin erfolgreich sein, muss er innovativ sein wie sein Götti. Dass dafür andere Aspekte zählen als damals, liegt auf der Hand. «Er flog thailändische Köche ein und organisierte eine Thai-Woche. Das zieht heute nicht mehr. Mein Credo lautet: Wir kochen, was die Leute nicht selbst kochen und nicht an jeder Ecke bekommen. Einen Hamburger
findest du nicht auf meiner Karte, dafür einen Hackbraten.» Wichtig ist dem Gastgeber die Saisonalität. Spargeln gibt es dann, wenn er sie aus dem Rheintal bekommt. Vieles produziert die Waldegg selbst, weitere Rohstoffe stammen, wenn immer möglich, von Betrieben im Radius von weniger als fünfzig Kilometern. «Was Saisonalität anbelangt, müssen wir die Gäste teilweise erziehen und ihnen erklären, warum es im Winter keinen Coupe Romanoff gibt. In Bezug auf Regionalität schätze ich die umfassenden Lebensmittelkontrollen. Die Herkunft muss durch die Lieferscheine bestätigt werden können.»


Im Service trägt Corina das spezielle «Schnuggebock»-Tenü.
Das Schöpfen überlässt sie den Gästen.
«Uufeine» Geheimnisse
Während ich Patrick noch stundenlang zuhören könnte, treffen die ersten vier Gäste zum Essen ein. Doris ist langjährige Mitarbeiterin, jetzt aber verletzt und darum mit Bekannten zu Gast. Sie wählen das Menü mit Fleisch: Hackbraten mit Kartoffelstock und Bohnen. Dass dem Quartett das traditionelle Gericht schmeckt, ist unüberhörbar, «uufein» sei der Braten. Ich frage Patrick nach dem Geheimnis des perfekten Hackbratens: «Wenig Brät! Auf zwanzig Kilo Fleisch nehme ich nur ein Kilo Brät. Meine ehemaligen Lernenden nehmen das Rezept gern mit, wenn sie
weiterziehen. Darum bekommt man ihn auch andernorts.» Das störe ihn nicht, im Gegenteil, es mache ihn stolz. Für mich und fürs Foto kocht Patrick ein weiteres Geheimnis, das er jedoch für sich behält. So geniesse ich die typischen «WaldeggChäshörnli», ohne zu wissen, wie der Koch diese einzigartige Käsemischung zubereitet.
Satt und mit zwei Portionen «Chäshörnli» in der Tasche mache ich mich auf den Heimweg. Der Besuch war ein Erlebnis, das zeigt: Wer innovativ unterwegs ist und seine Ideen konsequent durchzieht, darf mit Erfolg rechnen. ▪

Typisch Ostschweiz, typisch Waldegg: die «Chäshörnli» nach Patricks Geheimrezept.
Maschinengängigkeit des Teigs, Dehnbarkeit und Formgebung
Ein gleichmässig, wohlgeformtes Produkt beweist in den Augen des Verbrauchers nicht nur seine Qualität, sondern auch die fachliche Kompetenz des Bäckers
Schutz vor Abblättern der Brotkruste
Durch Einfrieren wird die Brotkruste meist brüchig Wir verfügen über verschiedene Möglichkeiten, diesen Mangel zu reduzieren
Die Weichheit
von Toastbroten, BriocheSpezialitäten, Donuts ist ein wichtiges Kaufkriterium für den Verbraucher, für den Backwaren nicht geschmeidig und zart genug sein können



Beim kontrollierten Gären können Blasen auf der Oberfläche entstehen Ein Effekt, der bei stark gereiften Teigen noch intensiver wird Wir bieten Lösungen an, dies zu vermeiden
Toleranz & Volumen

Bei seinem ersten Blick auf ein Brot bewertet der Verbraucher es nach Form, Farbe und Volumen Instinktiv assoziiert er ein voluminöses, ausbundstarkes Produkt mit Attributen wie gutem Geschmack und hoher Qualität




Die sanfte, langgezogene Landschaft rund um den Bodensee gilt schon seit langem als bodenständiger Rückzugsort. Es ist eine Region geprägt durch Obstbau und Landwirtschaft, aber auch durch Herrenhäuser und Schlösser. Entdecken Sie auf diesen Seiten, woher der Apfel stammt und wem der Bodensee gehört.
Mehr als 30 Fischarten leben heute im Bodensee. Typisch sind die Felchen, mit dem Blaufelchen als Hauptvertreter.
Barsch / Kretzer / Egli
Der Wels ist der grösste Bodenseefisch. Er kann über zwei Meter lang und rund 80 Jahre alt werden.
Ein anderer wichtiger Fisch für die Fischerei ist der Barsch, am Bodensee Kretzer oder auf Schweizer Seite Egli genannt.
27 561 t stammten aus dem Kanton Thurgau, dazu 4092 t Bio.
14 926 t stammten aus dem Kanton St. Gallen, dazu 991 t Bio.
Jahr 2025
Suure Most ist vergorener Apfelsaft mit 4 – 8 Vol.-% Alkohol. In der Ostschweiz gehört er bis heute zur traditionellen Getränkekultur.
Die Seidenstrasse war auch eine Apfelstrasse.
Die wilden Äpfel im zentralasiatischen Tian-Shan-Gebirge gehören zu den wichtigsten Vorfahren unserer heutigen Äpfel. Über Handelswege gelangte der Apfel nach Europa; im Alpenraum wurde er ab dem 13. Jahrhundert gepflanzt.
"Am Bodensee liegt mein
Hermann Hesse Schriftsteller und Dichter
Ein festliches Hefeteiggebäck mit Zwiebel-SpeckFüllung, das traditionell in der Weinfelder Bochselnacht vor Weihnachten gegessen wird.
Seit 1928 stellt die Gottlieber Spezialitäten AG die Waffelspezialität her.
Das Schweizer Bodenseeufer ist 72 Kilometer lang. Davon liegen 62 Kilometer im Thurgau und 10 Kilometer in St. Gallen.
Wem gehört der Bodensee?
Die verblüffende Antwort lautet: Niemandem. Für den Obersee zwischen Konstanz und Bregenz gibt es bis heute keine abschliessend festgelegte Grenze.
«Es ist wichtig, regionale
anzubauen»
Was macht die Bodensee-Region optimal für den Lebensmittelanbau, und wie kann die Gastronomie davon profitieren? Der Verein CULINARIUM kennt die Antworten. Wir haben uns mit Co-Geschäftsführerin Elisabeth Federer unterhalten.
Interview: Raphael Dorigo

Seit elf Jahren ist Elisabeth Federer Co-Geschäftsführerin des Trägervereins CULINARIUM, der sich für die Ostschweizer Regionalität einsetzt. Daneben war sie von 2019 bis 2025 Geschäftsführerin im Haus des St. Galler Weins in Berneck.
• Frau Federer, welches Produkt aus der Bodensee-Region darf in Ihrer Küche nicht fehlen?
Der Ribelmais. Das ist ein weisser Mais, ein traditionelles Produkt aus dem St. Galler Rheintal. Er lässt sich sehr vielseitig einsetzen; etwa als Beilage, für asiatische Gerichte wie «Fried Rice», zum Frühstück und für vieles mehr. In der Gastronomie wird er sehr oft als salzige Beilage zu Gerichten mit Fleisch mit der Sauce serviert. Er erinnert mich an meine Kindheit – ich bin im St. Galler Rheintal aufgewachsen, und für meine Generation war Ribelmais fast schon ein Grundnahrungsmittel. Jetzt, im erwachsenen Alter, ist er für mich ein Festessen zum Frühstück, wenn ich mir die Zeit nehme, ihn lange zu braten.
• Der Trägerverein CULINARIUM setzt sich seit 26 Jahren für den Genuss aus der Bodensee-Region ein. Was ist die Mission des Vereins?
CULINARIUM wurde mit folgender Idee gegründet: Wir wollen die Wertschöpfung, die Arbeitsplätze und die Rohstoffe der Ostschweiz hier erhalten. Die Rohstoffe sollen hier in der Region verarbeitet werden, damit hier zusätzliche Arbeitsplätze entstehen und wir die Infrastruktur nutzen, die hier vorhanden ist. Auch die Transportwege sollen kurz bleiben – eine Erdbeere muss zum Entkelchen nicht in die Westschweiz gefahren werden und wieder zurück. Sie kann in Diepoldsau wachsen, in Salez-Sennwald entkelcht und dann in Bischofszell zu Konfitüre verarbeitet werden. Solche Prozesse fördern wir, und eine unabhängige Zertifizierungsstelle kontrolliert dies. Wir sind überzeugt, dass echter Genuss und Verantwortung untrennbar verbunden sind.
• Mit welchen Massnahmen begeistern Sie die Konsumentinnen und Konsumenten für die Ostschweizer Regio-Produkte? Wir arbeiten in der Kommunikation mit
«Am Bodensee herrscht ein mildes Klima mit genug Niederschlag und Föhn.»
Elisabeth Federer Co-Geschäftsführerin CULINARIUM


Plakatkampagnen, Social-Media-Posts, Newslettern, Netzwerk-Anlässen sowie Präsenz an Messen wie der OLMA, der OFFA oder der Gastia und auf Regio-Märkten in St. Gallen und Rapperswil. Damit wollen wir den Produzierenden Sichtbarkeit verschaffen, damit die Konsumentinnen und Konsumenten sehen: Hier kann ich Produkte aus der Region beziehen. Laut unserer letzten Umfrage zur Markenbekanntheit ist das bekannteste Regio-Label in der Schweiz das Label «Aus der Region» von der Migros, gefolgt von «Miini Region» von Coop – und an dritter Stelle folgt bereits CULINARIUM. Es ist eines von vier übergeordneten Regio-Labels der Schweiz, neben «regio garantie Romandie», «Das Beste der Region» im Mittelland und «alpinavera» in der Südostschweiz.
• Mit welchen drei Adjektiven würden Sie die Vorzüge der Bodensee-Region beschreiben?
Mild, feucht und windig. Am Bodensee herrscht ein mildes Klima mit genug Niederschlag und Föhn, das dem Anbau vieler Früchte- und Gemüsesorten sehr zuträglich ist: Es erwärmt den Boden früh im Jahr und beschleunigt so die Reifezeit, sorgt für weniger Frostschäden und weniger ausgetrocknete Keimlinge. Die Bedingungen sind nicht für alle Produkte ideal, aber vielen hilft es. Darum ist die Bodenseeregion ein besonderes Gebiet für den Anbau von Lebensmitteln.
• Laut Ihrer Website sind Sie überzeugt, dass Netzwerken zu den wertvollsten Arbeiten Ihres Geschäfts gehört. Warum ist das so? Unsere Aufgabe ist es, produzierende Betriebe mit Grossverteilern und der Gastronomie zusammenzubringen. Wir veranstalten jährlich im März den «regio tag», um diese Gruppen stärker miteinander zu vernetzen. Es ist wichtig, dass Gastronominnen und Gastronomen mit guten Lieferanten und guten Produkten in Kontakt kommen und die Leute einander kennen-

lernen. Das fördert die Nutzung regionaler Rohstoffe und regionaler Wertschöpfungsketten.
• Was macht aus Ihrer Sicht Regionalität bei Lebensmitteln besonders schützenswert? Zunächst einmal müssen die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen in der Region bearbeitet werden. Wenn wir das nicht tun, verwalden und verwildern sie – das geht sehr schnell. Weiter hat sich etwa während der Corona-Zeit gezeigt, wie wichtig regionale Versorgung ist. Wir müssen uns dessen bewusst sein und dürfen keine Mühe scheuen, sie zu bewahren – wir können nicht immer alles importieren. Die Schweiz ist stark abhängig von Importen, was vor allem in Krisenzeiten nicht förderlich ist: Unser Selbstversorgungsgrad, der das Verhältnis der Inlandproduktion zum inländischen Gesamtverbrauch beschreibt, liegt gerade einmal um die 50 Prozent. Wir können die Schweizer Bevölkerung kaum nur damit ernähren, was wir selbst produzieren. Darum ist es so wichtig, dass wir bei uns regional Lebensmittel anbauen.
«Wir glauben, dass echter Genuss und Verantwortung untrennbar verbunden sind.»
Elisabeth Federer Co-Geschäftsführerin CULINARIUM

Der Trägerverein CULINARIUM ist das Kompetenzzentrum für Regionalprodukte aus der Ostschweiz für den Detailhandel, die Gastronomie und die Direktvermarktung. Er vernetzt Partner und engagiert sich für den Ausbau von regionalen Produkten. culinarium.ch
kaufen, können Partnerbetriebe von CULINARIUM werden und dürfen dann mit unserem Label werben. Bei uns gibt es rund 4800 zertifizierte Produkte aus der Region zu entdecken. Über uns kann man sich mit anderen Betrieben vernetzen, die auf Regionalität setzen, und wir bieten auch Unterstützung im Marketing. Hinzu kommen eine Erwähnung des Betriebs im Magazin «CULINARISCH» und auf unserer Website.
• Was ist Ihr Eindruck – werden Produkte aus der Bodensee-Region in der Gastronomie schon häufig genutzt?
Genaue Zahlen habe ich dazu nicht, aber mein Eindruck ist: Sie schwanken. Es gibt Zeiten, in denen wir mehr Zulauf aus der Gastronomie haben. Dann kommen wieder Zeiten, in denen manch ein Betrieb findet, es bringe ihm doch nicht so viel, auf Regionalität zu setzen.
• Was macht CULINARIUM für die Gastronomie interessant? Gastrobetriebe, die mindestens ein Viertel ihrer Produkte hier in der Region ein-
• Wie sieht es mit Bäckereien aus? Wir organisieren Kooperationen mit Bäckereien über das Label St. Galler Kalbsbratwurst IGP, das CULINARIUM angegliedert ist. Damit soll die Zusammenarbeit zwischen Metzgereien und Bäckereien gefördert werden. Wir haben bisher nicht viele Partnerbetriebe aus der Bäckerei-Confiserie-Branche – aber es gibt tolle Beispiele wie die Bäckerei Lichtensteiger in St. Gallen, die stark auf Regionalität setzt. ▪
Von den Römern nach Europa gebracht, als saloppes Synonym für den Kopf im Sprachgebrauch verankert: Die Birne ist bestens bekannt. Lernen Sie die süsse Frucht auf dieser Seite neu kennen.
Text: Raphael Dorigo Illustration: Konrad Beck
Man kann Birnen sehr wohl mit Äpfeln vergleichen: Sie enthalten gleich viel Zucker, aber bis zu viermal weniger Fruchtsäure. Daher schmecken sie süsser.
Mythologisch galt der Birnbaum mal als Schutz vor dem Bösen, mal als Zeichen für Hexen, Geister oder Drachen.
Der grösste Birnbaum der Schweiz steht in Hugelshofen TG. Er ist 30 Meter hoch und gegen 300 Jahre alt.
Pro 100 g enthält eine rohe Birne 54 Kalorien und 9 g Zucker. Ihre Ballaststoffe sättigen und fördern die Verdauung – das macht sie zur idealen Zwischenmahlzeit. B-Vitamine und Folsäure unterstützen Wachstum und Blutbildung. Der hohe Kaliumgehalt der Birne wirkt entwässernd und kann Nieren- und Blasenprobleme lindern. Zudem enthält sie Karotin, Vitamin C, Magnesium, Kalzium, Eisen, Zink, Kupfer und Jod.
"Es gibt nur zehn Minuten im Leben einer Birne, in denen sie perfekt für den Verzehr ist."
Ralph Waldo

Emerson
Das Dessert «Birne Helene» ist nach der Operette «La belle Hélène» benannt, die um 1870 grossen Erfolg hatte.
Aus Birnen, Wasser, Zucker, Zitronensaft und einer Vanilleschote wird im Sommer ein erfrischendes Sorbet.
Zimt, Kardamom, Muskat oder Sternanis passen hervorragend zu Birnen.
Birnen stammen vermutlich aus dem Kaukasus und Anatolien. Bereits in der Antike waren sie hochgeschätzt.
Am Bodensee werden hauptsächlich die Birnensorten Alexander Lucas, Conference, Williams Christ und Xenia angebaut.

Von Rorschach nach Stein am Rhein führt die Route durch die grösste Schweizer Mosterei, vorbei an aussergewöhnlicher Architektur bis hin zu kulinarischen Einkehrperlen direkt am See. Bei Wind und Wetter habe ich mich auf den Weg gemacht.
Text / Bilder: Sara Hübscher
Ich starte meine Tour in der Mosterei Möhl in Stachen bei Arbon. Etwas skeptisch erwarte ich die Führung durch die Mosterei. Doch Guide Max belehrt mich eines Besseren. Zwei Stunden führte er durch den Betrieb und berichtete viel Spannendes. Das Familienunternehmen ist die einzige Mosterei, die ihren Saft in Eichenfässern lagert. Ein solches fasst über 22 000 Liter! Im Herbst ergeben 1000 Kilo Äpfel rund 800 Kilo Saft. Max informiert, dass die gigantische Infrastruktur nur im Herbst auf Hochtouren laufe, dann aber 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Dank ausgeklügelter Zeitmodelle beschäftigt Möhl seine 85 Mitarbeitenden trotzdem ganzjährig. Zum Schluss kosten wir uns durchs Sortiment. Mein Fazit: Wem es gelingt, sein Produkt so attraktiv in Szene zu setzen, macht Kunden zu Fans!
Farbentupfer im Industriegebiet
Von Arbon reise ich mit Bus und Zug ins Grenzgebiet zu Österreich. Dort steht die Markthalle Altenrhein – das einzige Gebäude des Architekten und Künstlers Hundertwasser auf Schweizer Boden. Rund, bunt und eigenwillig präsentiert es sich im Kontrast zur Umgebung mit Tankstelle, Fastfood-Kette und Discounter. Ein Markt findet hier nicht regelmässig statt, die aussergewöhnliche Halle ist aber direkt mit dem öffentlichen Bistro verbunden. Über der Halle befindet sich das Zwei-Zimmer-Appartement, in dem ich übernachte. Viel Platz für mich allein und in jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Der Blick durchs Panoramafenster geht auf den Parkplatz. Aussen trüb – innen pure Gemütlichkeit!
Am nächsten Morgen gönne ich mir als Erstes das «Handwerkerznüni», ein Käsebrötli mit Kaffee für neun Franken. Die Variante mit heissem Fleischkäse scheint bei Dutzenden Bauarbeitern die erste Wahl zu sein.
Zu Fuss über die «Kunstgrenze»
Im Hotel in Kreuzlingen deponiere ich mein Gepäck und fahre in Sportkleidern

zurück nach Romanshorn. Es ist wenig los. Ausser mir trotzt kaum jemand dem Niesel- und Schneeregen. Statt wie hier üblich mit dem Rad, laufe ich lieber und bin so ein Stück näher am Wasser. Unterwegs liegen mehrere Museen für Motoren- und Technikfans (siehe Info). Vorbei an schnuckeligen Bootshäusern und imposanten Villen komme ich am Nachmittag in Kreuzlingen an. Hier zieht mich die «Kunstgrenze» in ihren Bann. 22 Einzelskulpturen aus Edelstahl, die die Trümpfe des Tarots darstellen, markieren seit 2007 die Grenze zwischen Konstanz (D) und Kreuzlingen (CH).
Vorbei an Hüppen und Napoleon
Nach dem Frühstück im Bäckerstübli der Bäckerei Bürgin folgt die zweite Etappe. Das Wetter bleibt rau, der Gegenwind bläst hartnäckig. Nach vier Kilometern stoppe ich für einen Espresso in Gottlieben, Heimat der berühmten Hüppen. Der Kaffee motiviert und ich meistere beim Arenenberg zusätzliche Höhenmeter, um die Aussicht beim bekannten Napoleonmuseum zu geniessen. Durchnässt und mit 30 Kilometern in den Beinen verzichte ich in Stein am Rhein auf den Altstadtbummel. Ich komme im Sommer wieder, wenn in all den Beizli das Leben pulsiert und ich spontan in den See hüpfen kann. ▪

Entdecken, geniessen und träumen in der Markthalle Altenrhein.
"Ich komme im Sommer wieder."

Redakteurin Sara Hübscher vermisste am Bodensee die Sonne.

Der Pflanzen- und Lebensmittelwissenschaftler Hermann Müller-Thurgau (1850 – 1927) kreuzte einst die Riesling-Rebe mit der «Madeleine Royale». Die entstandene Pflanze entwickelte sich hervorragend, war jedoch in Deutschland nicht gern gesehen. Von den Qualitäten überzeugt, hat ein deutscher Gutsbesitzer vor 100 Jahren 400 Pfropfreben per Boot auf die andere Seeseite geschmuggelt. Dort hat er die Rebe ohne das Wissen seiner Vorgesetzten angebaut – und erfolgreich geerntet.
bodensee.eu/mts100
vinum.eu/2025/wandern-bodensee

Die «Autobau» in Romanshorn ist mehr Erlebniswelt denn Automuseum. Das Saurer Museum zeigt Nutzfahrzeuge, Motoren sowie Stick- und Webmaschinen aller Generationen, die in Arbon hergestellt wurden.
autobau.ch saurermuseum.ch


Dort, wo 1938 ein Zaun errichtet und in den 70erJahren das Seegelände um 300 Meter verlängert wurde, steht heute die «Kunstgrenze». Der Konstanzer Künstler Johannes Dörflinger hat 22 Motive geschaffen, die die Tarot-Trümpfe «Magier», «Liebe» oder «Glücksrad» und weitere zeigen.
thurgau-bodensee.ch


Naturnahes Übernachten an speziellen Orten ist gefragter denn je. Für ein solches sportliches Abenteuer ist man im speziell entwickelten Cargo-E-Bike mit integriertem Zeltaufbau perfekt ausgerüstet. Es stehen zwei verschiedene Touren zur Auswahl. velosafari.ch

Herziges Café direkt am See und damit ein Muss für einen süssen Stopp. Die Gottlieber Hüppen gehören zum kulinarischen Erbe der Schweiz –erste Rezepte stammen aus dem 16. Jahrhundert!
Espenstrasse 9, 8274 Gottlieben gottlieber.ch

Das neu renovierte Restaurant KUNOS befindet sich in einem ehemaligen Klostergebäude aus dem Jahr 1252. Auf der Speisekarte stehen Klassiker, die kreativ und modern interpretiert werden.
Im Feldbach 10, 8266 Steckborn hotel-feldbach.ch
sonst wo.

Appenzeller Bärli-Biber
Bischofberger, 75 g Art.-Nr. 38428
Unsere cremige, pflanzliche «Mayonnaise» überzeugt mit vollem Geschmack und perfekter Konsistenz – speziell für die hohen Ansprüche der Gastronomie entwickelt.

Küchenchefin Monika Huber (Jahrgang 1997 und ehemalige Souschefin von Christian Kuchler) kocht mediterran und ist 2026 Gault-Millaus «Entdeckung des Jahres».
Seestrasse 50, 8598 Bottighofen schloessli-bottighofen.ch

Süssmost, PET
Culinarium Ost, Möhl, 5 dl Art.-Nr. 1273















Ricola Drink Cubes: Warum Trinken manchmal mehr braucht als Wasser
Im Alltag kommt eines oft zu kurz: Trinken. Wasser ist gesund, wird aber oft als eintönig empfunden, besonders im Büro, unterwegs oder zwischen zwei Terminen. Oft vergisst man es schlicht. Dabei ist regelmässige Flüssigkeitszufuhr eine der einfachsten Routinen für mehr Wohlbefinden.
Genau hier setzen die Ricola Drink Cubes an. Die auflösbaren Würfel geben Wasser im Handumdrehen eine feine Geschmacksnote und machen Trinken unkompliziert und abwechslungsreich. Die Anwendung ist dabei denkbar einfach, ein Cube wird in 400 bis 600 Milliliter Wasser aufgelöst. Eine Packung mit zwölf Würfeln ergibt so bis zu sechs Liter aromatisiertes Getränk, ideal für den Schreibtisch, den Rucksack oder unterwegs.
Entwickelt in Zusammenarbeit mit waterdrop®, verbinden sie funktionalen Nutzen mit Genuss, ganz ohne Zucker, mit Stevia gesüsst und kalorienarm. Herzstück sind dabei die bekannten Ricola Schweizer Alpenkräuter, ergänzt durch natürliche Inhaltsstoffe sowie funktionale Vitamine. Je nach Sorte enthalten die Drink Cubes abgestimmte Vitaminkombinationen mit gezielten Benefits für den Alltag, wie zum Beispiel bei unserem Ricola Drink Cube Himbeere Melisse B12 und B6–passend zu individuellen Bedürfnissen und Momenten.
Geschmacklich bewegen sich die Ricola Drink Cubes in der vertrauten Ricola-Welt zwischen feiner Kräuternote und Frische: spritzig mit Zitrone und Minze, fruchtig mit Himbeere und Melisse, sanft und floral mit einer Mischung aus Verveine und Zitrone, oder süss-säuerlich mit Granatapfel und erfrischender Minze. Für Abwechslung im Glas ist damit gesorgt.
Dabei lassen sich die Drink Cubes ganz nach persönlichem Geschmack einsetzen, nicht nur mit Leitungswasser, sondern auch mit stillem oder sprudelndem Mineralwasser. So wird Trinken individuell, flexibel und alltagstauglich.
Denn am Ende zählt: Mehr trinken, besser fühlen – ganz ohne Kompromisse.





Florian Jirat, Verkaufsberater
• Was braucht es, um erfolgreich als Verkaufsberater in der Ostschweiz zu arbeiten?
Einen entsprechenden Dialekt (lacht). Ohne unsere Fahrer:innen, den charmanten und kompetenten Innendienst, die Lagermitarbeitenden und alle anderen wäre kein Erfolg möglich.
• Was gefällt dir an deiner Arbeit?
Ich bin unterwegs und jeder Tag ist anders. Die Vielfalt der Kundschaft und der Themen macht den Job sehr abwechslungsreich.
• Was ist dein verstecktes Talent?
Pizza backen und kochen im Allgemeinen kann ich auf einem guten Niveau.
Wie ein Nervensystem durchzieht die IT-Infrastruktur alle Bereiche von Pistor. Die Fachmänner Christian Deyerl und Erwin Portmann erzählen, wie die Zuverlässigkeit dieses Netzwerks gesichert wird.
Text: Raphael Dorigo
Logistik, Beschaffung, Marketing, Verkauf, HR – alle Abteilungen arbeiten mit Daten. Unsere IT-Systeme verwalten und transportieren diese Daten, ohne die unser Tagesgeschäft nicht möglich wäre. Christian Deyerl und Erwin Portmann betreuen die Systeme. «Online-Shops, Produktund Kundendatensysteme, Lkw-Telematik – insgesamt gibt es über 200 Schnittstellen, zwischen denen täglich eine Million Datensätze verkehren», erklärt Erwin. Zuverlässigkeit ist zentral: «Unsere Hauptsysteme müssen täglich 20 bis 24 Stunden verfügbar sein», erklärt Christian. «Ein Ausfall von mehr als zwei Stunden macht es schwer, am Folgetag zuverlässig zu liefern.» Darum hat Pistor zahlreiche Vorkehrungen getroffen.
«Wir verfügen über moderne, schnelle, zuverlässige Systeme von Oracle», erzählt Erwin. «Von vielen gibt es eine Zweitversion, die binnen kürzester Zeit synchronisiert wird und bei einem Ausfall der Hauptversion ohne Datenverluste einspringen kann. Von der zentralen Daten-
bank gibt es sogar eine dritte Version, die zeitversetzt synchronisiert wird. Sollte sich in den ersten beiden Versionen ein Virus einnisten, können wir die Synchronisierung stoppen und haben eine vollständige Datenbank ohne Virus.» Für den Datenaustausch zwischen den Systemen gibt es geteilte Speicherorte statt Direktverbindungen: «Fällt ein System aus, kann das andere mit den geteilten Daten weiterarbeiten», erklärt Christian. Auch die physische Sicherheit der Systeme ist wichtig: Das Pistor Rechenzentrum liegt im 2. Stock, damit es bei einer Überschwemmung nicht betroffen wäre. Leitstand und IT überwachen die Systeme laufend und greifen bei Fehlern sofort ein. Notfalls hilft die Intralogistik-Firma SSI Schäfer 24 Stunden am Tag. Über 90 Prozent der Bestellungen werden heute elektronisch übermittelt, und in den Warenumschlagszentren wird weitgehend automatisch eingelagert und bereitgestellt – wir sind froh, dass unsere IT so engagiert für unverzichtbare Zuverlässigkeit sorgt.



Zum 1. Juni 2026 übergibt Logistikleiter Richard Betschart nach 19 Jahren in der Geschäftsleitung sein Amt an Thomas Gasser. Gasser bringt Abschlüsse von der Universität St. Gallen, dem IMD Lausanne und der Harvard Business School mit und war zuletzt für die Logistik der Unternehmensgruppe brack.alltron ver-
PISTOR 1×1 567 NEUES
In so vielen Medienbeiträgen wurde Pistor 2025 erwähnt.

antwortlich. «Thomas ist Experte für automatisierte Logistiksysteme und SupplyChain-Management, hat breite Führungserfahrung und lebt unsere Werte. Ich bin überzeugt, dass er hervorragend zu unserer Firma passt», so Pistor CEO Patrick Lobsiger. Wir wünschen Thomas Gasser einen erfolgreichen Start!


PISTOR NACHHALTIGKEIT
Nachhaltigkeitsbericht
2025 haben wir uns wieder gezielt für ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit in unserem unternehmerischen Handeln eingesetzt. Eine Übersicht über die wichtigen Zahlen finden Sie auf unserer Website.
pistor.ch/geschaeftsbericht-2025







Restaurant Cabrio & Hotel von Rotz
9552 Bronschhofen hotel-vonrotz.ch

Das Hotel von Rotz in Bronschhofen verbindet Genuss und Design mit der Leidenschaft für Motoren. Das neue Restaurant Cabrio serviert hochwertige Klassiker, und in den aussergewöhnlichen Themenzimmern übernachten Gäste mit ihrem Fahrzeug.
Text: Sara Hübscher
Seit November 2025 weht im 2019 eröffneten Hotel von Rotz in Bronschhofen SG ein frischer Wind. Das Restaurant Cabrio und die erweiterten Hotelangebote ziehen Geniesser:innen und Autofans gleichermassen an. Die grossartige Panoramasicht begeistert, und auf der Karte stehen Klassiker wie das Tatar vom heimischen Rind, das Schweinefilet vom Thurgauer Apfelschwein sowie eine feine Auswahl an veganen und vegetarischen Gerichten. In der offenen Showküche arbeitet die Kochequipe vor den Augen der Gäste. Der Restaurantname ist Programm: Liebhaber:innen starker Motoren kommen hier voll auf ihre
Kosten. Wer für sein Auto nur das Beste möchte, mietet eine der verglasten AutoSuiten.
Ein besonderes Erlebnis bietet die Suite 007: Sie verbindet Hotelzimmer und Garage. Für das spezielle Agenten-Feeling fahren Gäste ihr eigenes Fahrzeug über den Autolift direkt in ihr Zimmer und parken neben dem Bett. Fünf Themenzimmer tragen Namen wie Jaguar, Alte Scheune, Werkstatt, Waschanlage und Tankstelle. In diesen aussergewöhnlichen Doppelzimmern schlafen Gäste im Auto – ein sonst unbequemes Abenteuer wird hier zur bequemen Realität.

365 Tage offen 90 Sitzplätze im Innenbereich 2 Private-Dining-Räume 85 Zimmer in verschiedenen Kategorien 5 Themenzimmer
Der Bestseller: Das Rindstatar zählt zu den Favoriten. Um die Wünsche der Gäste zu berücksichtigen, erfolgt die Zubereitung direkt am Tisch.

Zuckerrüben bestehen bis zu 15% aus natürlicher Süsse. Nur sie steckt in Schweizer Zucker – sonst nichts.
Für die Verwertung werden die Zuckerrüben kleingeschnitten, aufgekocht und ausgepresst. Übrig bleiben entzuckerte Pressschnitzel – ein natürliches und schmackhaftes Futter für Hoftiere.
Im Schleudergang trennt sich der auskristallisierende Zucker von der Melasse. Dieser dickflüssige Sirup findet vielseitige Verwendung, hauptsächlich als energie- und nährstoffreiches Tierfutter.
Durch Destillation entsteht aus der Melasse zudem erstklassiges Ethanol – in Form von zwei hochwertigen Produkten. CH11® ist feinstes, samtig-mildes Trinkethanol für die besten Schweizer Spirituosen, wie Gin oder Absinth. Und CH15® ist hochreines, von Swissmedic zugelassenes GMPEthanol in Pharmaqualität für Schweizer Heilmittel, Kosmetika und Spezialprodukte. schweizer-ethanol.ch
In der Zuckerfabrik wird wirklich alles verwertet. An der Rübe anhaftende Erdreste verarbeitet die RICOTER AG auf dem angrenzenden Areal zu hochwertiger Pflanzenerde für den Hausgebrauch. ricoter.ch



