Effiziente Energieanwendungen im Gebäudesektor – vernetzt, praxisnah, zukunftsorientiert
Impressum
Herausgeber
HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e. V.
Reinhardtstraße 32 10117 Berlin
Telefon: 030 300199-0
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Internet: www.hea.de
Redaktionsschluss
Februar 2026
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Vorwort
Impulsgeberin für eine zukunftsfähige Energieanwendung
Die HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e. V. ist seit über 70 Jahren als starker Marktpartnerverbund der Energiewirtschaft, der Industrie und des Elektro- und SHKHandwerks aktiv. Sie vernetzt die zentralen Akteure entlang der Wertschöpfungskette und gestaltet den fachlichen Austausch zu anwendungstechnischen Fragestellungen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene aktiv mit.
Als Impulsgeberin für eine zukunftsfähige Energieanwendung verfolgt die HEA das Ziel, die effiziente Nutzung von Energie –mit besonderem Schwerpunkt auf Stromanwendungen – voranzubringen. Damit leistet sie einen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende im Gebäudebereich und zu einer sicheren, klimaverträglichen und wirtschaftlichen Energieversorgung von morgen.
Geleitwort
Positiver Trend im Gebäudemarkt trotz politischer Ungewissheit
Das Geschäftsjahr 2025 der HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e. V. war wie schon 2024 geprägt von Ungewissheit sowie zahlreichen Fragen von Herstellern, Fachhandwerk, Verbraucherinnen und Verbrauchern zur zukunftstauglichen Energieversorgung von Gebäuden. Dies galt und gilt insbesondere hinsichtlich der angekündigten Anpassungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und der Förderlandschaft.
Während die politischen Ungewissheiten und die insgesamt eher gemischte wirtschaftliche Lage die Dynamik eher dämpften, waren 2025 im Gebäudemarkt trotzdem verhalten positive Entwicklungen zu verzeichnen: So wies das Auftragsvolumen im Baugewerbe in 2025 erstmals seit 2023/2024 wieder einen positiven Wachstumstrend auf, auch wenn das Niveau von 2021 noch nicht wieder erreicht wurde. Zugleich setzte sich der strukturelle Wandel im Wärmemarkt fort: Nachdem bereits 2024 über zwei Drittel der neu errichteten Wohngebäude auf Wärmepumpen als primäre Heizquelle setzten, wurden 2025 in Deutschland erstmals insgesamt mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft. Studien zeigen, dass Wärmepumpen auch im Gebäudebestand effizient arbeiten und erhebliche CO₂-Einsparungen ermöglichen.
Auch der Trend zur Elektrifizierung von Gebäuden setzte sich 2025 deutlich fort: Laut Marktstammdatenregister stieg die Anzahl an Heimspeichern mit einer Leistung von unter 30 Kilo -
wattstunde bis Ende Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahr von 1,7 auf 2,3 Millionen Anlagen an (+35 % Zuwachs). Ebenso war eine Zunahme bei den Aufdach-PV-Anlagen mit einer Leistung unter 25 Kilowatt-Peak zu verzeichnen, deren Anzahl von 3,6 auf 4,0 Millionen stieg (+11 % Zuwachs). Hohe Zahlen bei Energieberatungen und Förderanträgen unterstrichen schließlich das anhaltend hohe Interesse an moderner, effizienter Gebäudetechnik. Der deutsche Gebäudemarkt, der größte für Haus- und Gebäudetechnik in Europa, zeigt sich also in einer Phase der Neuausrichtung.
In dieser Gemengelage ist die Rolle der HEA als neutrale Übersetzerin der Energiewende unverändert zentral. Fundierte Fachinformationen und Analysen, digitale Tools sowie wertschöpfungsübergreifende Netzwerke sind wichtiger denn je, um moderne Gebäudetechnik verständlich zu erklären, ihre Vorteile sichtbar zu machen und neue rechtliche Anforderunggen praxisgerecht zu übersetzen. Mit ihren vielfältigen Angeboten für Verbraucherinnen und Verbraucher, Fachhandwerk, Energieversorgungsunternehmen und Industrie wird die HEA auch 2026 dazu beitragen, die Mehrwerte moderner Gebäudetechnik sichtbar zu machen und effiziente Energieanwendung voranzubringen.
Aufbau und Organisation der HEA
Selbstverständnis, Aufgaben und Zielsetzungen
Die HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e. V. ist Marktpartnerverbund für Akteure der Energiewirtschaft, der Geräteindustrie sowie des Elektro- und SHK-Handwerks. Die HEA arbeitet eng zusammen mit den Spitzenverbänden der Branche: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI), Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) und Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Das Mitgliederkonsortium der HEA umfasst derzeit über 40 Mitgliedsunternehmen. Seit 2007 ist die Geschäftsstelle der HEA beim BDEW in Berlin-Mitte angesiedelt. Die enge Anbindung an politische Institutionen, wirtschaftliche Akteure und Interessenvertretungen ermöglicht es der HEA, aktuelle Entwicklungen im Gebäudesektor frühzeitig aufzugreifen und für die Praxis zu übersetzen.
Aufgabe der HEA ist es, als neutrale Wissensvermittlerin effiziente Energieanwendung im Gebäudesektor voranzubringen. Als netzwerkbasierte Wissensplattform und anerkannte Fachinstanz unterstützt die HEA Verbraucherinnen und Verbraucher, Fachhandwerk, Energieversorgungsunternehmen und Industrie mit hochwertigen, kostenfreien Fachinformationen, Marktanalysen und praxisnahen Lösungen bei Fragen und Entscheidungen rund um effiziente Energieanwendungen im Gebäudebereich. Darüber hinaus bringt sie ihre fachliche Expertise aktiv in Normen- und Expertengremien zur Gebäudeenergieeffizienz ein und fördert den fachlichen Austausch auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene.
Die inhaltliche und organisatorische Arbeit der HEA liegt in der Verantwortung ihres Vorstands, der zuletzt am 7. März 2024 von der Mitgliederversammlung für drei Jahre gewählt wurde. Er setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der HEA-Mitgliedsunternehmen zusammen und bestimmt die strategische Ausrichtung der Fachgemeinschaft.
Danksagung an
Herrn Dr. Jan Witt
Zum 31. August 2025 wechselte der HEA-Geschäftsführer, Herr Dr. Jan Witt, nach über 30 Dienstjahren bei der HEA in den wohlverdienten Ruhestand. Er etablierte die Arbeit der Fachgemeinschaft mit großem persönlichem Engagement, fachlicher Tiefe und strategischem Weitblick und die HEA als unabhängige, glaubwürdige Fachinstanz für effiziente Energieanwendung sowie als Scharnier zwischen Energiewirtschaft, Industrie und Handwerk im Sinne gemeinsamer, praxistauglicher Lösungen und neutraler Informationen.
Mit der Kampagne „ENERGIEEFFIZIENZ
– gefällt mir!“ machte er das komplexe Thema einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Und auch der Bildungsbereich – insbesondere die (Schul-)Bildung – lag ihm am Herzen: Als ausgebildeter Physiklehrer brachte er didaktische Kompetenz und Leidenschaft für Wissensvermittlung in die Arbeit der HEA ein – ein Ansatz, der bis heute nachwirkt.
Die HEA dankt Herrn Dr. Witt für seinen langjährigen Einsatz, seine Integrationskraft und seinen nachhaltigen Beitrag zur heutigen Rolle der Fachgemeinschaft. Sein Wirken hat die HEA geprägt und ein starkes Fundament für ihre zukünftige Entwicklung geschaffen.
Seit dem 1. September 2025 wird die HEA von Herrn Dr. Jan Strobel als Geschäftsführer geleitet, der zugleich die Abteilung „Energieeffizienz, Vertrieb und Mobilität“ beim BDEW verantwortet.
Die HEA-Fachgremien im
Detail
Zentrale Arbeitsgremien der HEA sind ihre drei Fachausschüsse „Elektro- und Informationstechnische Gebäudeinfrastruktur”, „Effiziente Gebäude-Energieversorgung“ und „Energieeffiziente Haushaltsgeräte“. Ihre Mitglieder werden durch den Vorstand berufen und bestehen aus Vertreterinnen und Vertretern der Energieversorgungsunternehmen, der Geräteindustrie und der Trägerverbände. Sie entwickeln die Leitlinien und die Struktur der Facharbeit und berichten regelmäßig an den Vorstand, um eine koordinierte und praxisnahe Umsetzung der Zielsetzungen der HEA sicherzustellen.
Der Fachausschuss „Effiziente Gebäude-Energieversorgung“ widmet sich den ökologischen, technologischen und wirtschaftlichen Vorteilen elektrischer Hauswärme- und Lüftungssysteme und vermittelt diese sowohl an die Fachöffentlichkeit als auch an Endkundinnen und Endkunden.
Über die reine Anlagentechnik hinaus engagiert sich der Fachausschuss für die Integration Erneuerbarer Energien in Gebäudesysteme und die damit verbundene Sektorkopplung. Dabei begleitet er Veränderungen in energiewirtschaftlichen, gesetzlichen und normativen Rahmenbedingungen.
Die Mitglieder des Fachausschusses bringen die Interessen der HEA-Mitglieder in relevante Diskussionen ein und informieren die Unternehmen gleichzeitig über aktuelle Entwicklungen – etwa durch praxisorientierte Anwendungshilfen zu neuen Gesetzen und Vorschriften.
Einen Schwerpunkt der Facharbeit bildete die im Mai 2024 in Kraft getretene EU-Gebäudeenergieeffizienz-Richtlinie (EPBD), die bis Ende Mai 2026 national umzusetzen ist. Fachausschuss und Projektgruppen beschäftigten sich insbesondere mit der Umstellung der Hauptanforderungsgröße vom nicht-erneuerbaren auf den gesamten Jahresprimärenergiebedarf sowie mit der erstmaligen Einführung von Anforderungen an die Innenraumluftqualität von Wohngebäuden.
Fachausschuss „Elektro- und Informationstechnische Gebäudeinfrastruktur“ (FA EIG)
Der Fachausschuss beschäftigt sich mit der fachlichen Beschreibung und normativen Begleitung der elektrischen Ausstattung von Wohngebäuden – sowohl im Neubau als auch bei der Bestandsmodernisierung. Technologische Entwicklungen sowie Produkte zur Versorgung, Ausstattung und Installation elektro- und informationstechnischer Systeme werden praxisnah aufbereitet und in Fachinformationen für die Mitgliedsunternehmen verfügbar gemacht.
Fachausschuss Elektro- und Informationstechnische Gebäudeinfrastruktur (EIG)
Der Fokus der Arbeiten des FA EIG lag auch im Jahr 2025 auf der Umsetzung der BNetzA-Festlegungen zum § 14a EnWG. Neben den Informationsmaterialien zur technischen Umsetzung wurde ein Informations-/Onlinetool zu steuerbaren Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG entwickelt und veröffentlicht, das Letztverbraucherinnen und -verbraucher sowie Anlagenbetreiber umfassend über die neuen Regularien und ihre Teilnahmeverpflichtung informiert sowie Empfehlungen für die individuelle Netzentgeltmodulauswahl gibt. Komplettiert wird die Thematik um eine umgesetzte Aktualisierung der Broschüre zu Energiemanagementsystemen (HEMS).
Darüber hinaus wurde ein neues Kooperationsprojekt mit der Forschungsstelle für Energiewirtschaft München (FfE) zur Entwicklung eines Vergleichs-/Informationsportals zu zeitvariablen und dynamischen Tarifen angestoßen. Im Jahr 2025 erfolgte die Konzeption und Entwicklung des Front- und Backends. Eine Veröffentlichung wird im ersten Quartal 2026 angestrebt. Ziel-
gruppen sind Endkundinnen und -kunden mit Interesse an dynamischen Tarifen, Nutzende des BDEW § 14a-Infotools sowie Energieberatende. Ziel ist die Bereitstellung einer nutzerfreundlichen, transparenten und einfach zugänglichen Informationsquelle über dynamische/variable Stromtarife inkl. variabler Netzentgelte. Letztverbraucherinnen und -verbraucher sollen auf Basis ihrer Angaben zur Kundenanlage Empfehlungen über die Vorteilhaftigkeit eines dynamischen Stromproduktes erhalten, in dem mögliches Lastverschiebungspotenzial mitberücksichtigt wird.
Darüber hinaus erfolgten eine fachliche Begleitung und ein Branchenaustausch im Rahmen der derzeitigen Novellierung der Technischen Anschlussregeln VDE-AR-N 4100 sowie VDEAR-N 4105. Es wurden zudem Arbeitsgruppen gebildet, die bestehende Informationsmaterialien zur elektrotechnischen Gebäudeausstattung überarbeiten werden und begleitend zur Novellierung beider TAR veröffentlicht werden sollen.
Fachausschuss „Energieeffiziente
Haushaltsgeräte“ (FA HH)
Der Fachausschuss „Energieeffiziente Haushaltsgeräte“ bündelt Fachwissen rund um den Energieverbrauch im Haushalt. Er vermittelt Informationen zur Funktionsweise, Ausstattung und effizienten Nutzung von Haushaltsgeräten und unterstützt damit sowohl Fachleute als auch Verbraucherinnen und Verbraucher bei energieeffizienten Entscheidungen. Der Fachausschuss hat im Jahr 2025 die vielfältigen Informationsangebote zum neuen Energielabel um Wäschetrockner ergänzt.
Fachausschuss Energieeffiziente
Haushaltsgeräte (HH)
Schwerpunkte und Aktivitäten der HEA im Jahr 2025
Im Jahr 2025 hat die HEA ihre Rolle als Dialogpartnerin, Impulsgeberin und Wissensvermittlerin im Gebäudebereich weiter gestärkt.
HEA im Dialog mit Fachwelt und Öffentlichkeit
In einem von technologischen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen geprägten Umfeld standen der fachliche Austausch, die praxisnahe Information und die Unterstützung der Marktpartner im Mittelpunkt der Arbeit.
Mit Veranstaltungen, Netzwerkformaten, digitalen Tools, Studien und Fachinformationen trug die HEA dazu bei, aktuelle Entwicklungen einzuordnen, innovative Lösungen sichtbar zu machen und die Umsetzung effizienter, klimafreundlicher Gebäudetechnik zu fördern.
Die nachfolgenden Abschnitte richten den Blick auf herausragende HEA-Aktivitäten im Jahr 2025. Vorgestellt werden ausgewählte Veranstaltungen, Tools, Studien sowie weiterführende Fachinformationen und Projekte, mit denen die HEA Orientierung bietet, Wissen vermittelt und den Dialog im Gebäudesektor fördert.
Besuch und Messerundgang auf der Weltleitmesse ISH 2025
Am 20. März 2025 nutzte der HEA-Vorstand im Rahmen der Internationalen Sanitär- und Heizungsmesse (ISH) in Frankfurt am Main die Gelegenheit, die neuesten Entwicklungen in der Gebäudetechnik in den Bereichen Wasser, Wärme und Luft zu erkunden. Die HEA organisierte hierfür einen moderierten Messerundgang für den Vorstand und interessierte Mitgliedsunternehmen. Der Rundgang bot zahlreiche Einblicke in innovative Raumluft- und Klimasysteme, smarte Luftreinigungstechnologien, modulare Heizlösungen, nachhaltige Werkstoffe und intelligente Steuerungstechnologien. Im Fokus standen dabei stets Energieeffizienz, Wohnkomfort und digitale Vernetzung – die zentralen Themen der HEA. Der Messerundgang endete mit einem Besuch des Viessmann-Stands, an dem die Teilnehmenden spannende Gespräche über aktuelle Markttrends und Innovationen führten. Die ISH 2025 machte eindrucksvoll deutlich, wie eng innovative Technik, nachhaltige Energielösungen und engagierte Branchenakteurinnen und -akteure miteinander verbunden sind.
Individuelle Heizlösungen für die klimafreundliche Sanierung –
HEA auf den Berliner ENERGIETAGEN 2025
Im Rahmen der Berliner ENERGIETAGE 2025 veranstaltete die HEA am 6. Mai unter der Überschrift „Einfach effizient – klimafreundliche Heizsysteme auch in der Sanierung“ ein digitales Fachforum. Vier Expertinnen und Experten präsentierten innovative Technologien zur energetischen Modernisierung von Bestandsgebäuden und zeigten praxisnahe Lösungsansätze jenseits standardisierter „One fits all“-Konzepte.
Zentrale Erkenntnis des Fachforums war, dass individuelle Heizkonzepte und qualifizierte Baubegleitung für die erfolgreiche Sanierung entscheidend sind.
Des Weiteren zeigte sich im Rahmen der Veranstaltung, dass Wärmepumpen, elektrische Durchlauferhitzer, Warmwasserbereiter oder Direktheizungen je nach Gebäudetyp effiziente, klimafreundliche und kosteneffektive Lösungen bieten. Darüber hinaus kann die Entkopplung von Raumwärme und Warmwasserbereitung die Systemeffizienz zusätzlich steigern.
An der Veranstaltung nahmen knapp 200 Fachinteressierte teil. In der abschließenden Q&A-Session wurden spezifische Fragen aus der Praxis beantwortet. Die HEA unterstrich damit erneut die Bedeutung maßgeschneiderter Lösungen für den klimafreundlichen Gebäudebestand.
Video zur HEA-Veranstaltung auf den Berliner Energietage 2025: „Einfach effizient – klimafreundliche Heizsysteme auch in der Sanierung“
HEA auf dem
BDEW Kongress 2025
Der BDEW Kongress stand ganz im Zeichen der fortschreitenden Transformation des Energiesystems. Unter dem Leitmotiv „Mehr als Energie“ diskutierten am 4. und 5. Juni in der STATION-Berlin Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über zentrale Weichenstellungen auf dem Weg zur Klimaneutralität. Die HEA war mit einem eigenen Stand aktiv in den fachlichen Austausch vor Ort eingebunden. Begleitet wurde der Auftritt durch die Präsenz des HEA-Vorstands, der die Aktivitäten vor Ort unterstützte und die Themenschwerpunkte mitvertrat.
Im Fokus der zweitägigen Veranstaltung standen der beschleunigte Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie die damit verbundenen Fragen der Finanzierung, der infrastrukturellen Voraussetzungen und der sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen. Deutlich wurde, wie eng technische Entwicklung, Marktgestaltung und regulatorische Entscheidungen miteinander verflochten sind.
Der BDEW Kongress bestätigte erneut seine Bedeutung als zentrales Forum der Energiewirtschaft. Für die HEA bot er eine wertvolle Plattform, den Dialog mit Branchenakteurinnen und -akteuren dem Vorstand und zahlreichen Mitgliedsunternehmen zu vertiefen und Impulse für die gemeinsame Weiterentwicklung effizienter Energieanwendungen zu setzen.
HEA-Vorstandssitzung und Kaminabend auf dem EUREF-Campus
Am 6. November traf sich der Vorstand der HEA zur Sitzung auf dem EUREF-Campus Berlin, um über aktuelle Projekte, politische Entwicklungen und strategische Leitplanken zu diskutieren. In Workshops wurde dafür die Arbeit der HEA überprüft und es wurden Ideen für zukünftige Kooperationen und Themenschwerpunkte entwickelt.
Am Nachmittag fand, anknüpfend an die Vorstandssitzung, zum zweiten Mal in Folge der HEA-Kaminabend als exklusives Format für Vorstandsmitglieder und eingeladene Gäste unter dem diesjährigen Themenschwerpunkt „E-Mobilität“ statt, mit einem besonderen Fokus auf dem Thema Depotladen. Zu Beginn erhielten die Teilnehmenden im Rahmen einer 1,5-stündigen Führung Einblicke in die Umsetzung effizienter Energiesysteme: im Showroom der Schneider Electric GmbH zur intelligenten Vernetzung und Automatisierung, bei der zeemobase der inno2grid GmbH zu Microgrids als Vorbild für weitere Anwendungen und in der Energiewerkstatt der GASAG zu Biogasanlagen und Pufferspeichern für eine stabile Energieversorgung.
Anschließend hielten Kristiane Schmidt vom Unternehmen Contargo sowie Johannes Hauck von der Hager Group jeweils einen Impulsvortrag. Frau Schmidt sprach über die Integration nachhaltiger Logistik und Elektromobilität entlang der Wertschöpfungskette und erläuterte, wie Contargo die Depots schrittweise für E-Lkw elektrifiziert. Herr Hauck stellte anschließend die Chancen bidirektionalen Ladens für die intelligente Verknüpfung von Gebäuden, Energiespeichern und Mobilität dar. Die Veranstaltung machte deutlich, dass die strategische Positionierung der Unternehmen, Innovationsfreude bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie eine genaue Analyse der Elektrifizierungsbedarfe entscheidend sind, um vernetzte Energiesysteme in Depots und für elektrifizierte Flotten effizient und praxisnah zu realisieren.
14. Forum Wohnungslüftung
Unterstützt von einem breiten Bündnis von 17 Kooperationsund Medienpartnern, luden die HEA und das Umweltbundesamt am 26. November zum digitalen Forum Wohnungslüftung ein. Rund 300 Expertinnen und Experten aus Fachplanung, Energieberatung, Architektur, Handwerk und Industrie folgten der Einladung.
Die als Fortbildung für EE-Fachleute anerkannte kostenfreie Veranstaltung adressierte beide Hauptthemenfelder der Wohnungslüftung: die Wohngesundheit und die Energieeffizienz durch Wärmerückgewinnung. Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft und Praxis gaben dabei einen Ausblick auf die wachsende Bedeutung der kontrollierten Wohnraumlüftung in Zeiten des Klimawandels. Konkrete Praxisfragen zur richtigen Verknüpfung von Wärmepumpe und Lüftungssystemen wurden beantwortet sowie Einblicke in neue Wege der (seriellen) Sanierung gezeigt.
Dass politische Fragestellungen auch mit der Wohngesundheit verknüpft sein können, zeigte die Podiumsdiskussion „EU-Gebäudeenergieeffizienz-Richtlinie: Ausblick auf die neuen Anforderungen an die Innenraumluftqualität“. In der Fortsetzung der Veranstaltungsreihe wird diese Umsetzung von Innenraumluftqualitätsanforderungen eine wesentliche Rolle spielen.
14. Forum Wohnungslüftung 2025
HEA erklärt moderne Gebäudetechnik
Interaktives Tool
zu § 14a EnWG:
Digitale Unterstützung für Endkundinnen und -kunden, Anlagenbetreiber
und Installationsunternehmen
Seit März 2025 steht Mitgliedsunternehmen des BDEW und der HEA ein interaktives Onlinetool zur Verfügung, das praxisnah über die Neuregelungen des § 14a EnWG informiert. Zielgruppe des Tools sind Endkundinnen und -kunden, Anlagenbetreiber und Installationsunternehmen. Unternehmen der Energiewirtschaft und des Elektrohandwerks können das Tool als iFrame direkt auf ihren Unternehmenswebseiten einbinden.
Interaktives Tool zu § 14a
Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
Das Tool strukturiert komplexe Regelungen in einem interaktiven Informations- und Entscheidungsprozess. Auf Basis gebäudeindividueller Angaben – etwa der Angabe steuerbarer Verbrauchseinrichtungen, des Jahres der Inbetriebnahme und weiterer technischer Ausstattung – werden relevante Informationen berechnet und in einem herunterladbaren PDF zusammengefasst. Nutzerinnen und Nutzer erfahren so, ob die Neuregelungen für ihre Anlagen gelten, wie eine netzorientierte Steuerung funktioniert und welche Vorteile sich durch Netzentgeltreduzierungen ergeben. Mit seiner intuitiven Eingabemaske festigt das digitale Angebot seine Rolle als praktisches Instrument für Mitglieder und zeigt den Anspruch des BDEW und der HEA, digitale Lösungen für die Branche kontinuierlich auszubauen.
Fördermitteltool von HEA und BDEW:
Digitale Unterstützung für Investitionen und Kundenprojekte
Mit dem neuen, gemeinsam von der HEA und dem BDEW entwickelten Fördermitteltool steht seit April 2025 für Mitgliedsunternehmen ein zentrales digitales Angebot zur Verfügung. Das Onlinetool erleichtert die Suche nach passenden Förderprogrammen für Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und innovative Technologien – von Bundesüber Landes- bis hin zu kommunalen Programmen.
Dank intelligenter Filter, darunter Unternehmensgröße, Projektart, Bei-
hilferegelungen und branchenspezifische Kriterien, können Nutzerinnen und Nutzer schnell präzise Ergebnisse abrufen. Funktionen wie PDF-Export und die Anbindung an die EnergieeffizienzExpertenliste unterstützen die direkte Verwendung in Beratung und Projektplanung.
In zwei Webinaren im Sommer und Herbst erhielten Mitglieder Einblicke in praktische Anwendungsbeispiele und die Weiterentwicklung des Tools. Die überarbeitete Benutzeroberfläche, erweiterte
Filter und verbesserte Suchfunktionen machen die Anwendung heute noch intuitiver und zielgenauer. Damit festigt das Fördermitteltool seine Rolle als wichtiges Instrument für die Fördermittelrecherche und zeigt den Anspruch der HEA und des BDEW, digitale Lösungen kontinuierlich für die Branche auszubauen.
Fördermitteltool
WärmerückgewinnerCheck von HEA und VdZ online
WärmerückgewinnerCheck
Mit dem WärmerückgewinnerCheck stellen die HEA und die VdZ ein kostenfreies Onlinetool bereit, das den Nutzen moderner Wohnungslüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung einfach verständlich macht. Haus- und Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer erhalten nach Eingabe weniger Gebäudedaten eine grafische Einschätzung möglicher Heizwärmeeinsparungen durch die Wärmerückgewinnung – im Vergleich zu einem unsanierten Altbau und einem GEG2024-Neubau.
Der Check zeigt, wie Lüftungssysteme zur Verbesserung von Raumluftqualität und Energieeffizienz beitragen und erläutert Funktionsweise, Installation sowie zentrale Vorteile im Alltag. Das Ergebnis umfasst eine ausführliche PDF-Analyse mit weiterführenden Informationen. Das wissenschaftlich durch das ITG Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden Forschung und Anwendung GmbH begleitete Tool kann zudem per iFrame in externe Webseiten eingebunden werden.
Effizienzpotenziale
im Fokus
Energieflussbild der Bundesrepublik Deutschland 2023 in TWh
Mit der Veröffentlichung der aktualisierten
Nutzenergiebilanz für das Jahr 2023 liegt ein zentrales Instrument zur Analyse der Energieeffizienz in Deutschland vor. Die Bilanz zeigt detailliert auf, wie sich Energie über die Sektoren Industrie, Verkehr, Gewerbe/Handel/Dienstleistungen (GHD) sowie private Haushalte verteilt – und welcher Anteil der eingesetzten Endenergie letztlich als Nutzenergie ankommt. Ein interaktives Energieflussbild ermöglicht erstmals einen besonders anschaulichen Blick auf diese Zusammenhänge.
Die Ergebnisse verdeutlichen: Industrie und private Haushalte arbeiten vergleichsweise effizient, beide erreichen einen Nutzenergiefaktor von rund 80 Prozent. Deutlich schlechter schneidet hingegen der Verkehrssektor ab.
Mit einem Nutzenergiefaktor von lediglich 32 Prozent bleibt er eine der größten Herausforderungen auf dem Weg zu einer klimafreundlichen und ressourcenschonenden Energieversorgung. Effiziente Antriebstechnologien – etwa die Elektromobilität – bieten hier erhebliches Verbesserungspotenzial.
Die Nutzenergiebilanz bildet den gesamten Weg der Energie ab: von der Primärenergie über Umwandlungs- und Verteilungsprozesse bis hin zum tatsächlichen Verbrauch in den einzelnen Sektoren. Damit liefert sie wichtige Daten für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, um Effizienzmaßnahmen gezielt weiterzuentwickeln.
Die Analyse zeigt klar, wie groß die Bedeutung weiterer Effizienzsteigerungen in allen Bereichen bleibt. Gemeinsam mit unseren Partnern aus Energiewirtschaft, Industrie und Handwerk arbeitet die HEA daran, diese Potenziale zu identifizieren, sichtbar zu machen und in die Praxis zu überführen.
An dem Projekt waren neben der HEA die Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE), der BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. sowie die AG Energiebilanzen beteiligt.
Energieflüsse von Primärbis Nutzenergie
Praxisnahes
Wissen für die Energiewende im Zuhause:
HEA veröffentlicht aktualisierte Fachbroschüren zu
Wärmepumpen und
Energiemanagementsystemen
Wie gelingt der Umstieg auf eine zukunftssichere und effiziente Energieversorgung im eigenen Zuhause? Diese Frage beschäftigt viele Endkundinnen und -kunden – und ebenso die Energiebranche. Die HEA bietet hierzu fundierte Orientierungshilfe und hat 2025 zwei zentrale Fachbroschüren umfassend überarbeitet.
Im Fokus stehen zwei Schlüsseltechnologien der Energiewende: Wärmepumpen sowie Energiemanagementsysteme (HEMS). Beide Publikationen wurden von der HEA-Fachgemeinschaft gemeinsam mit der von der HEA unterstützten Initiative WÄRME+ aktualisiert und vermitteln praxisnahes Wissen zu Einsatzmöglichkeiten, technischen Grundlagen und Nutzenpotenzialen.
Die Broschüren richten sich sowohl an Fachleute als auch an interessierte Laien. Verständlich aufbereitete Inhalte, konkrete Anwendungsbeispiele und Hinweise zur Umsetzung erleichtern den Einstieg in moderne, effiziente Gebäudetechnik. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag, um Haushalte beim Umstieg auf klimafreundliche Lösungen zu unterstützen und technische Entwicklungen transparent zu machen.
IINAS-Studie veröffentlicht:
Energieverbrauch und Emissionen im deutschen Strommix 2024 weiter rückläufig
Das Internationale Institut für Nachhaltigkeitsanalysen und -strategien (IINAS) untersuchte im Auftrag der HEA die Nachhaltigkeit der deutschen Stromproduktion. Für 2024 zeigt die Auswertung, dass der nicht-erneuerbare kumulierte Energieverbrauch (KEVne) erstmals unter 1 und bei 0,92 kWhprimär/kWhel lag, die Treibhausgasemissionen betrugen 343 g CO₂-Äq/kWhel.
Der KEVne gibt an, wie viel Primärenergie für die Bereitstellung einer Kilowattstunde Strom (Endenergie) für Kundinnen und Kunden aufzuwenden ist. Der Rückgang ist vor allem auf den Ausbau Erneuerbarer Energien, den Wegfall der Kernenergie und geringere Anteile von Braun- und Steinkohle zurückzuführen.
Der KEV bildet die Grundlage für die Primärenergiefaktoren (PEF), die in der energetischen Bilanzierung nach Gebäudeenergiegesetz (GEG) und DIN/TS 18599:2025-Reihe verwendet werden. Mit der Umsetzung der Gebäudeenergieeffizienz-Richtlinie (EPBD) soll künftig der gesamte Jahresprimärenergiebedarf als zentrale Bewertungsgröße herangezogen werden.
Fachinformation zur Bilanzierung von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung aktualisiert
Die HEA hat die kostenfreie Fachinformation „Wohnungslüftung – Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung energetisch korrekt bilanzieren“ grundlegend überarbeitet. Anlass ist die Veröffentlichung der neuen DIN/TS-18599-Reihe, die zentrale Bewertungsmaßstäbe für die energetische Gebäudeanalyse setzt.
Die aktualisierte Fachinformation erläutert die normativen Ansätze zur Bewertung der Wärmerückgewinnung, zeigt den Einfluss konkreter Produktdaten im Vergleich zu Standardwerten und behandelt kombinierte Lüftungslösungen sowie Kühlfunktionen. Praxisbeispiele und Beispielrechnungen GEG verdeutlichen die Effizienzpotenziale für Ein- und Mehrfamilienhäuser.
Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch das ITG Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden. Ergänzend enthält die Fachinformation druckfähige Dokumentationshilfen für Inbetriebnahme und Übergabe der Anlagen.
Download Broschüre: „Wohnungslüftung –Energetische Bilanzierung und Heizlastberechnung“
HEA unterstützt die Kommunikation der Marktpartner
Initiative ELEKTRO+
Sicher, effizient, zukunftsfähig
Die Initiative ELEKTRO+ setzt sich seit 20 Jahren dafür ein, dass Elektroinstallationen in Wohngebäuden modern, energieeffizient und zukunftsfähig geplant und umgesetzt werden. Besonders im Bestand und teilweise auch in Neubauten fehlt es oft an ausreichender Ausstattung – von Steckdosen über Beleuchtung bis hin zu Kommunikationsanschlüssen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen durch immer mehr Elektrogeräte und digitale Anwendungen.
ELEKTRO+ liefert praxisnahe Informationen, Fachbroschüren und Tipps für Bauherrinnen und -herren, Modernisiererinnen und Modernisierer, Fachhandwerk, Planende sowie Architekturbüros. So werden Vorteile wie höhere Sicherheit, verbesserte Energieeffizienz und gesteigerter Wohnkomfort verständlich vermittelt und Investitionsentscheidungen unterstützt.
Die Initiative ELEKTRO+ ist ein Zusammenschluss führender Hersteller und Verbände der Elektrobranche. Durch enge Vernetzung mit Fachhandwerk, Energiewirtschaft und Wohnungswirtschaft bietet die Initiative eine zentrale Plattform für zeitgemäße und zukunftssichere Elektroinstallationen – und trägt damit aktiv zur Energiewende bei.
Spotlight ELEKTRO+:
Erklärvideos rund um die Elektroinstallation
Elektroinstallation einfach und anschaulich erklärt – mit den ELEKTRO+-Clips auf YouTube. Die kurzen, meist einminütigen Clips wurden bereits über 500.000-mal angesehen. Thematisiert werden beispielsweise Erdungsanlagen, erhöhte Brandgefahr durch alte Installationen und elektrische Schutzgeräte. Die neusten Videos behandeln die Themen „Mindestausstattung“ und „Leerrohre“. Die gesamte Videoreihe finden Sie auf der Website der Initiative.
ELEKTRO+
Videoreihe
Webseite
ELEKTRO+
Initiative WÄRME+
Smart, elektrisch, effizient
Die Initiative WÄRME+ bündelt das Fachwissen der Branche, langjährige Erfahrungen und wertvolle Kontakte zu Geräteherstellern sowie zum Fachhandwerk. Sie bietet umfassende Orientierung für all diejenigen, die Wohngebäude komfortabel, wirtschaftlich und zukunftsfähig mit Energie versorgen möchten.
Ob Raumheizung, Warmwasserbereitung, Lüftung, Klimatisierung oder Stromversorgung – WÄRME+ liefert praxisnahe Ratschläge, informiert über aktuelle Entwicklungen in Politik und Verwaltung, stellt technologische Innovationen vor und unterstützt mit fundierten Entscheidungshilfen bei Investitionen.
Webseite WÄRME+
Die Partner der Initiative decken die zentralen Technologien rund ums Haus ab: Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, Systeme für Warmwasserbereitung sowie Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Die Initiative WÄRME+ wurde 2003 gegründet und wird seitdem von der HEA koordiniert. Sie bündelt herstellerunabhängige Informationen rund um energieeffiziente Gebäudetechnik. Partner sind AEG Haustechnik, CLAGE GmbH, Danfoss GmbH, STIEBEL ELTRON GmbH & Co. KG, Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG und ZVEI e. V.
Spotlight WÄRME+: Zu Gast beim
Podcast „Hurra-wir-bauen“
In der Podcastfolge unter der Überschrift „Nur für Kurzund Kaltduscher? Elektrischer Durchlauferhitzer als Alternative“ sprach Monika Läufle, Chefredakteurin bei Family Home, mit Lea Sophie Welzel, Expertin der Initiative WÄRME+ und Referentin für Energie und Politik bei der CLAGE GmbH, über den elektrischen Durchlauferhitzer – eine effiziente und oft unterschätzte Alternative zur zentralen Warmwasserbereitung.
Im Gespräch wurden gängige Vorurteile entkräftet, Unterschiede zwischen elektronischen und hydraulischen Modellen erläutert und praktische Hinweise zur Installation und Förderung gegeben. Damit richtet sich die Folge sowohl an Fachleute als auch an interessierte Endnutzerinnen und -nutzer, die sich praxisnah über moderne, strombasierte Warmwasserlösungen informieren möchten.
#69: Nur für Kurz- und Kaltduscher? Elektrischer Durchlauferhitzer als Alternative
Video
HAUSGERÄTE+
Gerätetausch lohnt sich
Kühlschrank, Waschmaschine, Geschirrspüler & Co. sind unverzichtbare Helfer im Haushalt: In Deutschland stehen in jedem der rund 40 Millionen Haushalte durchschnittlich vier Elektro-Großgeräte. Zusammen verursachen sie etwa ein Drittel des privaten Stromverbrauchs.
Moderne Haushaltsgeräte sind deutlich energieeffizienter als ihre Vorgänger. Ein Austausch lohnt sich nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel. Zudem bieten neue Geräte zahlreiche Extras, die Kühlen, Gefrieren, Waschen, Trocknen, Geschirrspülen oder Kochen komfortabler und einfacher machen.
Die Initiative HAUSGERÄTE+ der HEA unterstützt über ihre Website Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Auswahl von Geräten – neutral und herstellerübergreifend. Sie liefert praxisnahe Tipps zur effizienten Nutzung, zum Energielabel und zur Ausstattung von Haushaltsgeräten, um den Energieverbrauch im Alltag zu reduzieren.
Spotlight HAUSGERÄTE+:
Positive Presseresonanz und Reichweite
Mit ihrer Pressearbeit und ihren Infografiken erreicht die Initiative eine hohe Aufmerksamkeit.
Insbesondere Ratgeberthemen, beispielsweise zu richtiger Reinigung und Pflege von Geräten sowie zur energiesparenden Nutzung, werden vielfach abgedruckt. Ein weiterer Schwerpunkt war das neue Energielabel für Wäschetrockner.
Webseite
HAUSGERÄTE+
Onlineplattform „Ganz einfach Energiesparen“
Praxisnahes Wissen für Haushalte, Gewerbe und Industrie
Die von der HEA und dem BDEW betriebene Onlineplattform „Ganz einfach Energiesparen“ bietet ganzjährig aktuelle, anbieterneutrale Informationen, Berechnungstools und Tipps zum Energiesparen. Sie richtet sich gleichermaßen an private Haushalte, Gewerbe und Industrie und unterstützt dabei, Energie effizient zu nutzen und Kosten zu senken.
Die Inhalte sind praxisnah und saisonal aufbereitet. Die Plattform enthält zahlreiche Factsheets, die regelmäßig auf den aktuellen Stand gebracht werden. So beispielsweise „Heizkörper-Thermostat richtig einstellen – Heizenergie effizient nutzen!“, „Heizungs-Check im Sommer spart Energie im Winter“ oder auch „Streaming, TV & Co: Energieeffizienter Medienkonsum“, die allesamt unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit aktualisiert wurden.
Ein besonderes Plus: Nutzerinnen und Nutzer erhalten auf der Plattform auch eine Übersicht unabhängiger Energieberatungen in ganz Deutschland – ein praktisches Serviceangebot, um die Tipps direkt vor Ort umzusetzen.
Webseite GANZ EINFACH ENERGIESPAREN
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ENERGIELABEL
KOMPASS
Neue Energielabel?
Schnell informiert mit dem Energielabel-Kompass der HEA
Ein niedriger Energie- und Wasserverbrauch und gute Gebrauchseigenschaften sind die wichtigsten Kriterien beim Kauf von Hausgeräten. Genau hierüber informiert das europäische Energielabel seit 1996. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen die sparsamsten Geräte anhand der Einstufung in Energieeffizienzklassen auf den ersten Blick erkennen und Geräte einfach vergleichen können.
Doch welche Geräte im Privathaushalt tragen ein Energielabel? Was ist die beste Energieeffizienzklasse? Und welche Infos liefert das Energielabel noch? Diese und weitere Fragen beantwortet das HEA-Onlinetool „Energielabel-Kompass“ kurz und verständlich.
Das neue Energielabel für Wäschetrockner wurde im Frühjahr ergänzt. Neu aufgenommen wurde das Energielabel für Smartphones. Als Besonderheit weist es als erste Gerätegruppe eine Reparierbarkeitsklasse aus.
Netzwerk
Energiegemeinschaften 2025
Kooperation als Schlüssel zur Energiewende
Das Jahr 2025 stand für das Netzwerk Energiegemeinschaften im Zeichen des partnerschaftlichen Aufbruchs: Energieversorger, Handwerk, Industrie und Dienstleister, die in lokalen Energiegemeinschaften zusammengeschlossen sind, nutzten die Plattform intensiv, um Erfahrungen zu bündeln, Wissen aufzubauen und sich zu praxisnahen Lösungen auszutauschen.
Bereits im April 2025 startete das Netzwerk mit einem zweistündigen Onlineaustausch in das Veranstaltungsjahr. Der Fokus lag auf Kooperation statt Konkurrenz. Gemeinsam wurden Strategien, Tools und Best Practices besprochen, um Energiegemeinschaften effektiv weiterzuentwickeln. Vorgestellt wurden unter anderem das interaktive neue Kundenberatungstool zu § 14a EnWG sowie das BDEW-/HEA-Fördermitteltool, das Fachbetriebe und Versorger gleichermaßen unterstützt.
Im Juni folgte das Onlineformat „Chancen für KMU – Jetzt mitgestalten!“, das gezielt neue Energiegemeinschaften und interessierte Unternehmen ansprach. Hier wurde deutlich, wie Netzwerkarbeit zur Sichtbarkeit beiträgt, neue Marktchancen eröffnet und Impulse für praxisorientierte Kooperationen liefert. Die Resonanz war gut – neue Unternehmen nutzten das Format, um sich erstmals aktiv in die Struktur des Netzwerks einzubringen.
Mit dem Webinar „Angebote und Dienstleistungen – Erfahrungsaustausch“ im September setzte die HEA den Dialog weiter fort. Vertreterinnen und Vertreter von Energieversorgern, aus Planungsbüros und Handwerksbetrieben diskutierten innovative Serviceansätze und die Verknüpfung von Produkten und Dienstleistungen rund um Energiegemeinschaften.
Am 4. Dezember 2025 fand abschließend für das Jahr das Webinar zum Thema „ZFU-Zulassung für Onlineweiterbildungen in Energiegemeinschaften“ statt. Die Veranstaltung beleuchtete praxisnah die BGH-Rechtsprechung (III ZR 109/24), nach der strukturierte, entgeltliche Onlinekurse mit Lernerfolgskontrolle – auch im B2B-Bereich, Handwerk und für Installateur-Nachweise – eine ZFU-Zulassung erfordern und Verträge andernfalls nichtig werden können. Teilnehmende erhielten wertvolle Informationen zum Thema und zur eigenen Betroffenheit sowie Leitplanken für das weitere Vorgehen in der selbstständigen Prüfung des Handlungsbedarfs.
Das Netzwerk Energiegemeinschaften hat in 2025 über die Reihe der Veranstaltungen hinaus einige Optimierungen an der Webseite durchgeführt. Seit Dezember gibt es u. a. die Möglichkeit, über einen Newsletter zu aktuell relevanten Studien und News der Energiegemeinschaften informiert zu bleiben. Mehr Informationen dazu finden sich im Newsletter des Netzwerks.
Den Schwung aus 2025 wird das Netzwerk nutzen, um auch in 2026 viele praxisrelevante Formate für Mitglieder zu schaffen und neue Austauschmöglichkeiten – auch in Präsenz – zu ermöglichen.
Angesichts anstehender Anpassungen politischer Rahmenbedingungen sowie technologischer Entwicklungen und neuer Anlagenarten bleibt die HEA auch 2026 in ihren Kernaufgaben gefordert. Dazu zählt insbesondere, moderne Gebäudetechnik verständlich zu erklären, ihre Vorteile sichtbar zu machen und neue rechtliche Anforderungen praxisgerecht zu übersetzen.
Im Fokus steht für die HEA, die Weiterentwicklung und Umsetzung des GEG für die Fachpraxis sowie für Endkundinnen und -kunden aufzuarbeiten, insbesondere mit Blick auf die fristgerechte nationale Umsetzung der EPBD bis Mitte 2026. Die damit verbundenen Anforderungen – etwa zu energetischen Mindeststandards, zum Primärenergiebedarf, zu digitalen Nachweisen und zur Innenraumluftqualität – werden den Gebäudesektor nachhaltig prägen. Eng damit verknüpft bleibt die Förderlandschaft, insbesondere die Bundesförderung für effiziente Gebäude, als zentraler Hebel für Investitionsentscheidungen im Neubau wie im Bestand.
Zugleich gewinnen die Elektrifizierung von Gebäuden, die stärkere Vernetzung von Erzeugung, Verbrauch, Speicherung und Ladeinfrastruktur sowie digitale Anwendungen für Energiemanagement, Laststeuerung und Planung weiter an Be -
deutung. Auch datenbasierte und KI-gestützte Ansätze halten zunehmend Einzug in den Gebäudesektor. Die Modernisierung von Heizsystemen, die Nutzung erneuerbarer Wärmequellen und die Umsetzung kommunaler Wärmepläne prägen dabei die Rahmenbedingungen für energieeffiziente Gebäudelösungen mit Mehrwert.
Vor diesem Hintergrund entwickelt die HEA ihre Marktbegleitung gezielt weiter – unter anderem durch den Ausbau digitaler Werkzeuge wie des Fördermitteltools, kurzer und prägnanter Erklärformate wie Videos z. B. zu § 14a EnWG, einer KI-orientierten sowie barrierefreien Aufbereitung von Inhalten mit großer Breitenwirkung sowie durch die Durchführung von bewährten und neuen Veranstaltungsformaten, um auch weiterhin den Austausch fachübergreifend zu fördern.
Auch 2026 wird die HEA politische, technische und wirtschaftliche Entwicklungen kontinuierlich beobachten, einordnen und fachlich neutral aufbereiten. Mit fundierten Fachinformationen, digitalen Tools und dem Dialog zwischen Energiewirtschaft, Industrie, Handwerk und weiteren Akteuren leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Orientierung im Transformationsprozess.
Dr. Selma Lossau (Vorsitzende) Netze BW GmbH
Adalbert Neumann (1. Stellvertreter) ABB AG (Busch-Jaeger)
Oliver Bolay EWE VERTRIEB GmbH
Matthias Braun Stadtwerke Neuss Energie und Wasser GmbH
Dr. Frank Voßloh (2. Stellvertreter) Viessmann Deutschland GmbH
Frank Senger Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK)
Dr. Philipp Dehn DEHN SE
Vorstand der HEA
Dr. Charlotte Beissel Stadtwerke Düsseldorf AG
Dr. Claudia Häpp E.ON Energie Deutschland GmbH
Jörg Feddern Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH)
Alexander Grams ABB AG (Stotz-Kontakt)
Harald Mauch Siemens AG
Kerstin Wolff Glen Dimplex Deutschland GmbH
Volker Korten BSH Hausgeräte GmbH
Sebastian Treptow ZVEI e. V.
Matthias Trunk GASAG AG
Dr. Kirsten Westphal BDEW Bundesverband der Energieund Wasserwirtschaft e. V.
Friedrich Reinhard Wilke Stadtwerke Arnstadt GmbH
HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e. V. | Reinhardtstraße 32 | 10117 Berlin www.hea.de