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Kundeninformation – Die moderne Messeinrichtung (mME)

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Kundeninformation

Die moderne Messeinrichtung (mME)

Mit UnterstĂźtzung von


Neue Technologien und Digitalisierung für Klimaschutz und Energiewende Im Zuge des Klimaschutzes will die Europäische Union die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 gegenüber dem Basisjahr 1990 um mindestens 40 Prozent reduzieren. Die Bundesrepublik Deutschland bestärkt dieses Vorhaben mit den nationalen Klimazielen und geht sogar einen Schritt weiter. Ziel der Bundesregierung ist die Senkung der Treibhausgasemis­ sionen um mindestens 55 Prozent bis 2030. Dabei leistet der Energiesektor einen erheblichen Beitrag und befindet sich in einem kontinuierlichen Transformationsprozess hin zu erneuer­ baren Energien. Die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien erfordert dabei ein Kommunikationsnetz, das Erzeugung, Ver­ brauch und Stromnetz miteinander verknüpft. Denn in Zeiten, in denen weniger Strom aus erneuerbaren Energien in das Netz eingespeist als verbraucht wird, muss ein Ausgleich geschaffen werden. Dann muss beispielsweise Strom aus anderen Kraft­ werken oder Speichern bezogen werden. Die Koordination des Stromflusses passiert dabei innerhalb von Sekunden. Das geht nur, wenn Erzeugungsanlagen (z. B. Photovoltaik­ anlagen) und flexible Verbraucher eine sichere, schnelle und standardisierte Kommunikationsverbindung nutzen können. Aus diesem Grund wurde vom Gesetzgeber die Umrüstung auf digitale Messtechnik festgelegt. Um den neuen Anforderungen zu entsprechen, werden bis Ende 2032 die bekannten analogen Stromzähler durch digitale Zähler ausgetauscht. Dieser Prozess wird im Allgemeinen als „Smart Meter Rollout“ bezeichnet. Die neuen Zähler bilden dabei die Grundlage für kommunikations­ fähige Messsysteme, die bei Bedarf nachgerüstet werden kön­ nen. In diesem Fall handelt es sich um eine moderne Messein­ richtung in Verbindung mit einer Kommu­nikationseinheit. In diesem Faltblatt wollen wir Sie über die Neuerungen infor­ mieren, die im Zuge der Digitalisierung der Energiewende auf Sie als Energiekunde zukommen. Denn Sie sind Teil des größten IT-Projektes Deutschlands, der Energiewende.


Die moderne Messeinrichtung (mME) Bei modernen Messeinrichtungen handelt es sich um digitale Stromzähler mit einer detaillierten Verbrauchsdarstellung. Sie bestehen aus einem elektronischen Messwerk und aus einer digitalen Anzeige. Zusätzlich zum aktuellen Zählerstand zeigen moderne Messeinrichtungen auch tages-, wochen-, monats- und jahresbezogene Stromverbrauchswerte für die letzten 24 Monate am Gerätedisplay an. Diese Daten werden nicht an den Netzbetreiber oder einen Dritten übertragen.

Die Verbrauchsansicht kann über die optische Schnittstelle durch Lichtimpulse einer Taschenlampe verändert bzw. aus­ gewählt werden. Alternativ bieten Hersteller auch Zähler mit einem Mikrotaster zum Abruf der Verbrauchswerte an. Darüber hinaus können (z. B. bei Auszug) die historischen Verbrauchs­ werte mit Ausnahme des Zählerstandes gelöscht werden.

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Hinweis: Ihre Daten verlassen somit nicht das Haus.


Ansprechpartner Mit der Liberalisierung der Energiewirtschaft in Deutschland wurde die Trennung zwischen dem Netzbetreiber und dem Energielieferanten vorgeschrieben, um einen transparenten Wettbewerbsmarkt mit freiem Netzzugang für alle Energie­ lieferanten zu schaffen. Daraus ergeben sich unterschiedliche Marktrollen und somit verschiedene Ansprechpartner für Sie.

Verteilnetzbetreiber (VNB) Der Verteilnetzbetreiber ist Ihr Vertragspartner für den Netz­ zugang. Er ist verantwortlich für die Durchleitung von Elek­ tri­zität sowie für den Betrieb, die Wartung und den Ausbau seines Netzes.

Messstellenbetreiber (MSB) Der Messstellenbetreiber ist Ihr Vertragspartner für den Betrieb der Messstelle (z. B. den Stromzähler) sowie für Messung und Ab­ lesung der Stromverbrauchswerte. Er ist somit auch für den Einbau und Betrieb von modernen Mess­einrichtungen verantwortlich. Der Netzbetreiber, der an Ihrem Wohnort für den Betrieb der Strom­ netze zuständig ist, führt in der Regel auch den Messstellen­ betrieb durch. Als Stromverbraucher oder Anlagenbetreiber haben Sie das Recht, den Messstellenbetreiber frei zu wählen.

Energielieferant Der Energielieferant ist Ihr Vertragspartner für die Beliefe­ rung mit Energie. Dies kann Ihr örtlicher Grundversorger oder ein anderes Energieversorgungsunternehmen sein.

Datenschutz und Datensicherheit Bei dem Einsatz der neuen Technik werden die höchsten Sicherheitsanforderungen angewendet. Die vom Zähler er­ hobenen und abrechnungsrelevanten Daten werden nur lokal auf dem Zähler abgespeichert und nicht an den Netzbetreiber oder einen Dritten übertragen.


Datenschnittstellen für den Kunden Optische Schnittstelle Die optische Datenschnittstelle auf der Vorderseite der mo­ dernen Messeinrichtung funktioniert in zwei Richtungen und hat folgende Funktionen:

• S teuerung der Displayanzeige durch Lichtimpulse einer Taschenlampe. Alternativ bieten Hersteller auch Zähler mit einem Mikrotaster zum Abruf der Verbrauchswerte an. Somit können der aktuelle Zählerstand sowie tages-, wochen-, monats- und jahresbezogene Stromverbrauchswerte für die letzten 24 Monate am Gerätedisplay angezeigt werden. • Nach der Freischaltung mittels einer PIN ist der Abruf historischer Zählerstände auf dem Display möglich. Durch zusätzliche Technik können die Zählerstände dann vi­ sualisiert und ausgewertet werden. So haben Sie den Strom­ verbrauch immer im Blick und können Energie sparen.


Smart Meter Rollout – wann kommt meine moderne Messeinrichtung? Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass bis Ende 2032 jeder Haushalt mit einer modernen Messeinrichtung ausgestattet wird. Dieser Umstellungsprozess hat bereits begonnen und erfolgt schrittweise für jeden Haushalt. Der Messstellenbetrei­ ber, der in der Regel der Netzbetreiber ist, ist dabei verpflichtet, Sie drei Monate vor Einbau der modernen Messeinrichtung zu informieren und Sie auf die freie Wahl des Messstellenbetrei­ bers hinzuweisen.

Seit Inkrafttreten des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) im Jahr 2016 wird mit dem Einbau moderner Messeinrichtungen begonnen. Seit dem Jahr 2020 erfolgt auch der schrittweise ver­pflichtende Einbau, der sogenannte Rollout, intelligenter Messsysteme (Smart Meter). Dabei handelt es sich um eine moderne Messeinrichtung in Verbindung mit einer Kommunikationseinheit. Ob und inwiefern Sie vom Rollout betroffen sind, erfahren Sie unter www.hea.de/projekte/ digitalisierung-energiewende.


Schritt für Schritt zur modernen Me Schritt 1: Informationsschreiben EINBAUTERMIN

INFO

POST

EINBAUTERMIN

INFO POST vor dem Einbau Ihrer modernen Mindestens 3 Monate Messeinrichtung geht Ihnen auf dem Postweg ein Infor­ mationsschreiben des grundzuständigen Messstellenbe­ treibers zu. Dieses informiert Sie darüber, dass Ihr analo­ ger Stromzähler durch eine moderne Messeinrichtung ersetzt wird.

Schritt 3: Montage

KW/h

PIN XXXX

Es ist soweit: Der Monteur kommt zu Ihnen nach Hause. Er prüft den Zählerplatz auf Eignung und baut am verein­ barten Termin die moderne Messeinrichtung ein. Sie er­ KW/h halten von Ihm eine Kurzeinweisung sowie ausführliches PIN XXX Montage ist Ihre moderne Informationsmaterial. Nach Xder Messeinrichtung startklar.


esseinrichtung

EINBAU TERMIN

INFO POST

Schritt 2: Einbautermin

EINBAUTERMIN

NFO

KUNDENPORTAL VERBRAUCHSDATEN

Im einem zweiten Schreiben wird Ihnen mitgeteilt, an welchem Termin die moderne Messeinrichtung bei Ihnen eingebaut wird. Dieses Schreiben erhalten Sie vom grund­ zuständigen Messstellenbetreiber mindestens zwei Wochen vor dem geplanten Einbautermin. Sollten Sie am Einbauter­ min keine Zeit haben, vereinbaren Sie einen neuen Termin. KUNDENPORTAL VERBRAUCHSDATEN

KUNDENPORTAL VERBRAUCHSDATEN

Schritt 4: Freischaltung Display KW/h PIN XXXX

Fordern Sie jetzt Ihre PIN zum Abruf historischer Zähler­ stände bei Ihrem Mess­stellenbetreiber an. Nachdem Sie die PIN auf dem Postweg erhalten haben, können Sie Ihren aktuellen Zählerstand sowie Ihre tages-, wochen-, monats- und jahresbezogenen Verbrauchsdaten direkt an der modernen Messeinrichtung ablesen.


Mehrwert durch Digitalisierung Eine moderne Messeinrichtung verschafft Ihnen volle Trans­ parenz über Ihren Stromverbrauch. Sie haben die ideale Voraussetzung, Ihren Stromverbrauch effizienter zu gestalten. Das schont Ihren Geldbeutel und dient dem Klimaschutz. Ihr Energieversorger und/oder Ihr Elektrofachbetrieb (z. B. www.elektrohandwerk.de) kann Sie mit maßgeschneiderten Angeboten dabei unterstützen.

HINWEIS: Ein Umbau des Zählerplatzes ist in der Regel nicht erforderlich, kann in seltenen Fällen jedoch notwendig sein, wofür Sie einen Elektrohandwerker Ihrer Wahl beauftragen können. In jedem Fall muss der Umbau durch einen Elektrofachbetrieb erfolgen, da hierbei ein Eingriff in die elektrische Anlage stattfindet. Das Elektrofachhandwerk empfiehlt die Sicherheit der gesamten elektrischen Anlage in regelmäßigen Abständen (z. B. durch einen E-CHECK) überprüfen zu lassen.


Impressum Herausgeber: HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e. V. Reinhardtstraße 32 10117 Berlin Fachliche Bearbeitung und Redaktion: Fachausschuss Elektro- und Informations­technische Gebäudeinfrastruktur (EIG) der HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e. V., Berlin Bildnachweis: Hager, Irina Strelnikova/shutterstock.com, AI Studio/shutterstock.com Copyright: © HEA 2020 1. Auflage April 2019 2. Auflage Juli 2020 Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung. Die gesamte Broschüre oder Teile der Broschüre dürfen in jeglicher Form nicht ohne schriftliche Genehmigung des Heraus­ gebers reproduziert, vervielfältigt oder verbreitet werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Bearbeitung der Broschüre ist jegliche Haftung für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts ausgeschlossen.


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