PFA
behutsamer fischfang
Die PFA: Behutsamer Fischfang Unsere Ozeane beherbergen eine Vielzahl von Fischarten und Meeresfrüchten, die einen wesentlichen Beitrag zur Ernährung einer Weltbevölkerung von 7 Milliarden Menschen liefern. Sie sichern gleichermaßen den Lebensunterhalt der Fischer und der Beschäftigten in der Fischerei mit ihren Familien. Die Mitglieder der Pelagic Freezertrawler Association PFA (Vereinigung von in der pelagischen Fischerei tätigen Reedern und Fischereibetrieben) fangen ihren Fisch auf verantwortungsvolle und nachhaltige Weise, ohne den Meeresboden zu schädigen, ohne das ökologische System zu stören und basierend auf wissenschaftlich fundierten Fangempfehlungen. Dies bedeutet, gerard van balsfoort, vorsitzender der pelagic freezer-trawler association
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dass auch künftige Generationen von dieser wertvollen Nahrungsund Einkommensquelle profitieren können. Die Möglichkeit, für die Nahrungsmittelerzeugung in der Zukunft einen bedeutenden Beitrag zu liefern, ist für diese Branche von wesentlicher Bedeutung, weil für das Jahr 2050 eine Weltbevölkerung von rund 9 Milliarden Menschen erwartet wird. Um diese Zielsetzung auch wirklich realisieren zu können, müssen nicht nur die Fangmethoden in der Fischerei und die Fischlagerungsverfahren nachhaltig sein, sondern auch die Kosteneffizienz muss erhöht werden, sodass Fisch erschwinglich bleibt. Einigen Menschen wird die Fischfangkapazität der Fischereibetriebe, die Mitglied der PFA-Flotte bzw. der
PFA sind, enorm groß erscheinen, aber das Fangvolumen aller der PFA angeschlossenen Fischer und Fischereibetriebe zusammen entspricht nur etwa 1,5 % des weltweiten Fangvolumens pelagischer Fische. Diese Fischereibetriebe und die PFA sind sich ihrer Möglichkeiten bestens bewusst. Die PFA arbeitet eng mit international tätigen Wissenschaftlern, Umweltschutzorganisationen, Regierungen und Fischereibehörden zusammen, um sicherzustellen, dass mit Hilfe genauer Forschungsergebnisse die Daten und Erkenntnisse gewonnen werden können, die notwendig sind, um nachhaltige Fischfangverfahren und eine effektive Fischlagerung zu gewährleisten sowie ungewollten Beifang in allen Gewässern, in denen wir aktiv sind, zu vermeiden. Wir sind stolz darauf, dass für zwei Fischprodukte, die von Mitgliedern unserer Vereinigung erzeugt werden, das namhafte MSC-Label für nachhaltige Fischerei vergeben wurde: für den nordatlantischen Hering und den Nordseehering. Unsere Bemühungen sind eine Reaktion auf die Forderungen, die die Öffentlichkeit gegenüber der Fischindustrie gestellt hat, nachdem die Gefahren der Überfischung auf der Umweltkonferenz der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro im Jahr 1992 und auf dem Weltgipfel der Vereinigten Nationen für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg 2002 erörtert worden waren. Seitdem haben Regierungen, Umweltschutzorganisationen und die breite Öffentlichkeit die internationale Fischwirtschaft und deren Verfahrensweisen sorgfältig untersucht und überprüft. Die
PFA legt großen Wert auf die öffentliche Debatte, da ein solcher Dialog mit Beobachtern auch unser Bewusstsein weiter schärft. In den nächsten Jahren werden wir unsere Stellung und unseren Einfluss in den internationalen Märkten weiter festigen und ausbauen und auch weiterhin eine führende Rolle spielen, wenn es um nachhaltige und verantwortungsvolle Geschäftsgepflogenheiten geht. Dies umfasst viele Bereiche. So wurden beispielsweise die kältetechnischen Anlagen auf den Schiffen der PFA-Mitglieder in umweltfreundliche Anlagen umgewandelt und einige Innovationen helfen, den Kraftstoffverbrauch zu senken und den Anteil des selektiven Fischfangs weiter zu erhöhen. Ein weiteres wichtiges Thema, auf das die PFA-Mitglieder ihre Bemühungen konzentrieren, ist die kontinuierliche Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Schiffsbesatzungen. Für die Fischerei in fremden Gewässern stellen wir häufig einheimische Mitarbeiter ein, was wiederum die heimische Wirtschaft ankurbelt. In dieser Mitteilung setzen wir den Schwerpunkt auf unsere Zukunfts richtlinie und schauen auf unsere letzten Bemühungen auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit zurück. Wir nehmen auch Kommentare von Vertretern mehrerer wichtiger Organisationen auf, mit denen wir zusammenarbeiten und die sich zu unseren Aktivitäten und ihren Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft äußern. Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen und Aktivitäten der PFA auf www.pelagicfish.eu. Gerard van Balsfoort, Vorsitzender der Pelagic Freezer-trawler Association
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5.500.000 fischmahlzeiten pro tag in afrika
Fischfang für die Lebensmittelkette Der qualitative hochwertige Fisch, den die PFAMitglieder fangen und noch auf dem Schiff direkt einfrieren ist ausschließlich für den menschlichen Verzehr bestimmt und nicht für die Verarbeitung zu
Fischarten Die Fangschiffe der PFA-Mitgliede r konzentrieren ihre Fischfangaktiv itäten hauptsächlich auf kleine pela Hering, Makrelen, Stöcker, Sardellen gische Fische wie , Blauer Wittling, Sardinen und Gold lachs.
Fischmehl für die Fischzucht oder die Nutztierhaltung vorgesehen. Rund 90 Prozent unseres Fisches wird auf Märkten außerhalb von Europa angeboten, insbesondere in Ländern, in denen niedrige Durchschnittslöhne gezahlt werden, wie beispielsweise in Ghana, Ägypten und Nigeria. Unser Fisch ist erschwinglich und gesund und zudem reich an hochwertigem Eiweiß und wertvollen Omega-3-Fettsäuren, die für eine gesunde Ernährungsweise unentbehrlich sind. Der von den PFA-Mitgliedern gelieferte Fisch reicht für gut 6 Millionen Fischmahlzeiten am Tag aus, wovon etwa 5,5 Millionen auf Afrika entfallen. Dies wiederum entspricht 2,5 Milliarden Fischmahlzeiten im Jahr und von diesem Standpunkt aus betrachtet, leisten die PFA-Mitglieder einen bedeutenden Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherung.
Blauer Wittling
Hering
Stöcker
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Makrelen
Sardellen
Sardinen 5
Unsere Wahl – eine nachhaltige Nahrungsgewinnung auf See Pelagische Fische wie beispielsweise der Nordseehering leben in großen und dichten Schwärmen. Dies bedeutet, dass die von uns anvisierten Bestände in bestimmten Gewässern zu bestimmten Zeiten der Saison sehr groß sind und große Mengen dieser Fischarten vorhanden sind. Daher werden die Fische in kontrollierbaren Mengen zum optimalen Zeitpunkt und am richtigen Ort in einem verhältnismäßig kurzen Zeitraum gefangen. Die Reeder, die Mitglied in der PFA sind, haben sich bewusst dafür entschieden, ihre Fischfänge noch auf dem Schiff einzufrieren, sodass unsere Kühlanlagen mit an Bord genommen werden müssen. Die beachtliche Größe der Schiffe ist daher auf die Verarbeitung und Lagerung des Fisches an Bord der Schiffe zurückzuführen und hat nichts mit den möglichen Fangleistungen der Schiffe zu tun. Die Vorteile dieser Strategie liegen darin, dass der Fisch sofort eingefroren wird, um ihn optimal frisch zu halten. Der effiziente Verarbeitungs- und Lagerungsprozess an Bord der Schiffe gewährleistet zudem ein qualitativ hochwertiges, eiweißreiches Endprodukt, das sich beispielsweise auch Verbraucher in ärmeren Ländern Afrikas leisten können. Als weiterer Vorteil wäre zu nennen, dass wir nicht ständig zwischen den verschiedenen Fischfanggebieten hin- und herfahren müssen. Hierdurch werden sowohl die Zahl unnötiger Fahrten, als auch unser Kraftstoffverbrauch sowie unser ökologischer Fußabdruck insgesamt verringert. 6
Niedriger CO2-Fußabdruck
Verarbeitung an Bord
Die Produktion von Nahrungsmitteln aller Art belastet unseren Planeten im Hinblick auf den CO2-Ausstoß. Alle Nahrungsmittelerzeuger stehen unter großem Druck, ihren CO2Ausstoß möglichst gering zu halten.
Die Schiffe der PFA-Mitglieder haben eine Länge zwischen 60 und 140 Metern. Rund 80% des Decks eines Trawlers werden für das Sortieren, Verarbeiten, Einfrieren und der Kühllagerung an Bord benötigt.
dank unserer effizienten fischerei methoden ist der co2-fußabdruck für den fang von pelagischen fischen sehr klein Verglichen mit anderen Produktionsverfahren zur Erzeugung tierischer Eiweiße wie beispielsweise von Eiweißen in Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel und Zuchtfisch, besitzt wild gefangener pelagischer Fisch einen bedeutend kleineren CO2-Fußabdruck, da die pelagischen Fische nicht künstlich gefüttert werden müssen und auch der Gebrauch von häufig knappem Wasser hierfür nicht erforderlich ist. Zudem wird pelagischer Fisch auf sehr effiziente Weise gefangen.
CO2-Fußabdruck von wild gefangenen Fischen, Zuchtfisch, Geflügel, Schweinefleisch und Rindfleisch (Quelle: RIVM)
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Aufgrund unserer effizienten Fischerei- und Produktionsmethoden ist der CO2-Fußabdruck der Eiweißerzeugung aus pelagischem Fisch bedeutend kleiner wie der CO2-Fußabdruck, der durch die Produktion aller anderen tierischen Eiweiße entsteht.
Durch die Unterbringung der Kühllagerung ist die Fangleistung unserer Schiffe innerhalb von 24 Stunden beschränkt. Mit Schiffen
ohne Kühllagerung können also täglich sehr viel größere Mengen gefangen werden – in einigen Fällen sogar bis zu 1.000 Tonnen. Es herrschen sichere Arbeitsbedingungen auf unseren großen Schiffen. An Bord der Schiffe arbeiten in der Regel 35 bis 50 Personen in Vier-Stunden-Schichten. Je nach Fang und Wetter dauern die Fischfangaktivitäten auf See 3 bis 4 Wochen an.
die größe unserer schiffe wird für die fischverarbeitung- und lagerung an bord benötigt
1. fang in kaltem meerwasser von 0˚C 2. sortieren & einfrieren 3. verpacken & lagern (bei -20˚C) 4. unterbringung
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Bedeutung von pelagischem Fisch für die weltweite Lebensmittelversorgung In den entwickelten Ländern wird Fisch in weit größeren Mengen konsumiert als in unterentwickelten Ländern. Fisch – wie überhaupt tierische Eiweiße – ist einfach zu teuer. Hinsichtlich des Nahrungsmittelanteils je Dollar schneidet pelagischer Fisch im Vergleich zu den meisten anderen Tierarten günstig ab, insbesondere im Vergleich zu anderen Meeresfischen. Die Belieferung der Märkte ärmerer Regionen mit billigeren pelagischen Fischarten stellt also ein wirkungsvolles Mittel dar, um den Fischverzehr in den ärmeren Ländern zu erhöhen und ärmeren Menschen hierdurch eine
interview mit árni mathiesen welternährungsorganisation, assistent des generaldirektors für fischerei & aquakultur 10
ergänzende Komponente für ihr tägliches Essen zu bieten, welche eine gesunde und wertvolle Ernährungsweise unterstützt. Weltweit werden durchschnittlich 3,4 kg pro Kopf und Jahr an pelagischem Fisch verzehrt, entsprechend einem Anteil von rund 18% des gesamten weltweiten Fischverzehrs, während rund ein Viertel des weltweit erzeugten Fischproteins aus pelagischen Fischarten stammt. Ziehen wir nur Länder mit geringem Einkommen und Nahrungsmittelknappheit in
in ländern mit geringen einkommen und nahrungsmittelknappheit steigt der anteil des pelagischen fisches am gesamten verzehr auf 29% Betracht, so steigt der Anteil pelagischer Fischarten am gesamten Fischverzehr auf 29% und der Anteil des erzeugten Fischproteins erhöht sich dann auf 32%. Der durchschnittliche Anteil der aus pelagischen Fischarten gewonnenen Eiweiße an den insgesamt weltweit erzeugten tierischen Eiweißen beträgt rund 4%, in Bezug auf Länder mit geringem Einkommen und Nahrungsmittelknappheit steigt dieser Anteil auf 8%. Diese Zahlen unterstreichen erneut die große Bedeutung der pelagischen Fischerei für die Abdeckung der weltweiten Ernährungsbedürfnisse und heben die Schlüsselrolle des pelagischen Fisches als Fischquelle für arme und unterernährte Menschen hervor. Insbesondere könnte weiteres Wachstum möglich sein aufgrund der Tatsache, dass ein beachtlicher Anteil des Fischfangvolumens pelagischer Fische derzeit zu Fischmehl verarbeitet wird. Kurz: die kontinuierliche Entwicklung dieses Industriezweiges muss weiter angeregt und gefördert werden, solange wir uns nach besten Kräften dafür einsetzen, zugleich dafür zu sorgen, dass die Nutzung dieser Nahrungsquellen auf lange Sicht nachhaltig erfolgt. Der Handel mit pelagischem Fisch hat sich zunehmend ausgeweitet und durch erhebliche Investitionen in Verarbeitungsverfahren, Lagerungs- und Transporttechniken haben sich die Versorgungsketten immer weiter globalisiert. Darüber hinaus zeigt sich die positive Entwicklung auch in der Tatsache, dass im Zeitraum zwischen 1990-2010 das Gesamtvolumen importierten pelagischen Fisches für den menschlichen Verzehr um 140% (Zahlen von 2009) insgesamt und um 261% in den Entwicklungsländern gestiegen ist. Dies spiegelt die wachsende Bedeutung
fao welternährungs organisation Die Abteilung für Fischwirtschaft und Aquakultur der Welternährungs organisation der Vereinten Nationen ist der Auffassung, dass die Fischerei und Aquakultur das Potential besitzen – sofern reguliert und auf umweltgerechte Weise betrieben und entwickelt – einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung des Lebensstandards armer und benachteiligter Lebensgemeinschaften in den Entwicklungsländern und zur Realisierung einiger der Millenium-Entwicklungsziele zu liefern, insbesondere der Ziele, die sich auf Armutsreduzierung und Ernährungssicherheit, Umweltschutz und Artenvielfalt beziehen. Die Abteilung möchte spürbar dazu beitragen, dass die MillenniumEntwicklungsziele sowie die auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung (World Summit on Sustainable Development) und dem Welternährungsgipfel (World Food Summit) formulierten Ziele verwirklicht werden.
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pelagischer Fische für den direkten menschlichen Verzehr wider, insbesondere in Entwicklungsländern, in denen kostengünstige kleine pelagische Fischarten wie Makrelen und Heringe eine erschwingliche und wertvolle Nahrungsquelle darstellen.
Zukunftspläne Die PFA setzt sich auch weiterhin nach Kräften für ihre Strategie ein, nachhaltige und verantwortungsvolle Produktionsweisen wirkungsvoll zu unterstützen und zu fördern.
weltproduktion pelagischer fischarten In den vergangenen 20 Jahren pendelte sich die Welt produktion pelagischer Fischarten mit 37 bis 41 Millionen Tonnen im Jahr auf ein verhältnismäßig stabiles Niveau ein. Diese Zahl entspricht rund 43% des weltweiten Fangvolumens und 31% der gesamten Weltproduktion einschließlich der Aquakultur. Die vier wichtigsten Regionen für den pelagischen Fischfang sind Südamerika, Ostasien, Südostasien und Nordeuropa. In diesen Regionen werden durchweg rund 70% des gesamten Volumens pelagischer Fische gefangen (Quelle: FAO).
Unser Ziel ist die weitere Verstärkung unserer Zusammenarbeit mit Meereswissenschaftlern, indem auch wir selbst aktiv wissen schaftliche Daten sammeln, ohne die eine weitere Forschung nicht möglich wäre. Ferner möchten wir mitwirken an der Erforschung des Zusammenhangs zwischen dem Meeresökosystem und unseren Fischereimethoden und in diese Forschungsarbeiten investieren sowie durch kontinuierliche Entwicklung neuer, noch zweckmäßigerer Fischereiausrüstung, Techniken und technischer Ausstattung Wege finden, um unser bereits niedriges Niveau ungewollten Beifangs noch weiter zu reduzieren. Wir möchten gerne die MSC-Zertifikate, die wir schon besitzen, behalten und – nach Möglichkeit – neue für EU-Gewässer und darüber hinaus erlangen. Unser Ziel ist es, bei allen unseren Aktivitäten einen Mittelweg zwischen Wirtschaftlichkeit und Ökologie zu finden, sodass auch künftige Generationen vom Meer als Nahrungs- und Einkommensquelle profitieren können. Sicherheit an Bord wird auch weiterhin oberste Priorität haben und eines unserer Schwerpunktthemen sein.
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Zusammenarbeit mit der Wissenschaft
interview mit martin scholten leiter der wageningen
ur/imares
Die PFA genießt im Hinblick auf ihre Zusammenarbeit mit der Wissenschaft einen ausgezeichneten Ruf und ist der festen Überzeugung, dass der Austausch von Daten für die Erhaltung der Fischbestände von wesentlicher Bedeutung ist. Die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft ist auch wichtig, um die Fischfangtechniken zu verbessern und somit selektiver zu fischen bzw. ungewollten Beifang zu vermeiden.
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Martin Scholten, Leiter der Wageningen UR/IMARES, erklärt, dass die PFA sich enorm für die Entwicklung von Managementplänen eingesetzt und Forschungsprojekte in beachtlichem Umfang unterstützt habe.
In den letzten zehn Jahren hat die PFA zahlreiche Forschungsprojekte initiiert und (mit) finanziert, die unter anderem folgende Bereiche und Themen betrafen: - pelagische Fischbestände in Mauretanien - Vermeidung von Beifang oder von größeren Fischen wie beispielsweise Haie in Mauretanien - Stöckerbestände außerhalb der EU-Gewässer - umweltfreundlichere Schiffsmotoren - selektivere Fischfangtechniken mithilfe spezieller Schallmessgeräte - Erstellung des DNA-Profils verschiedener Stöckerarten - Herbeiführung eines Übergewichts des Nordseeherings in der nördlichen Nordsee - Sammlung wissenschaftlicher Daten durch Industrieschiffe
“Es ist von essentieller Bedeutung, das Meer und die Fischfangverfahren zu verstehen und es ist äußerst wichtig, dass Wissenschaft und Fischwirtschaft gut zusammenarbeiten, auch wenn sie nicht immer einer Meinung sind! Die Produktion von aus dem Meer gewonnenem Fisch und Meeresfrüchten ist unentbehrlich, um die weltweit steigende Nachfrage nach eiweißreicher Kost bedienen zu können. Die PFA-Mitgliedsunternehmen zählen in der Welt zu den Gesellschaften mit den effizientesten und nachhaltigsten Arbeitsabläufen. Sie fischen zur Gewinnung von Nahrungsmitteln und nicht zur Erzeugung von Tierfutter! Die Organisation ist sich darüber im Klaren, dass die Fischerei ein dynamischer, sich ständig verändernder Industriezweig ist und verfolgt daher entsprechende Strategien. So rief die Organisation beispielsweise ein wichtiges Forschungsprojekt über den Blauen Wittling ins Leben, wodurch wir einen tieferen Einblick in die vorhandenen Bestände dieser Fischart und deren Zustand erhielten. Dies wiederum führte dazu, dass ein EU-Projekt gestartet wurde, das jedes Jahr entsprechende Untersuchungen durchführt.
In Mauretanien hat die PFA investiert in: - den Erwerb von technischer Ausrüstung für die Forschungsanstalt IMROP - die Einrichtung wissenschaftlicher Beobachtungsprogramme für die pelagische Fischerei - die Errichtung eines Daten-Informations-Projektes über Fangstatistiken
Ferner nimmt die PFA auch an einem neuen Forschungsprojekt teil, in dem ihre Schiffe Daten sammeln und diese direkt an IMARES schicken. Auf diese Weise helfen sie uns dabei, die ökologischen Auswirkungen unterschiedlicher Fisch-fangmethoden besser zu verstehen,” so Martin Scholten.
imares Das Forschungsinstitut IMARES befasst sich mit dem nachhaltigen Schutz und der verantwortungsvollen Nutzung der Weltmeere sowie der küstennahen Brackwassergebiete. Es führt strategische wissenschaftliche Untersuchungen durch und erforscht die Zusammenhänge zwischen ökologischen und ökonomischen Entwicklungen in der Fischerei. IMARES ist der ideale Ansprechpartner für Regierungen, Unternehmen und zivile Behörden, die mehr wissen möchten über die Reichtümer des Meeres.
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Wer ist PFA? Die PFA, Pelagic Freezer-trawler Association (Vereinigung von in der pelagischen Fischerei tätigen Reedern und Fischereibetrieben) vertritt die Interessen von 9 europäischen, in der pelagischen Fischerei tätigen Reedern und Fischereibetrieben, die für den menschlichen Verzehr fischen.
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Die PFA-Mitglieder sind verantwortungsvoll agierende, zumeist familiengeführte Unternehmen, die größtenteils bereits im späten 19. Jahrhundert gegründet wurden und die seit Generationen in der Fischerei tätig sind. Zusammen kommt die PFA auf eine Flotte von 23 Schiffen. Es handelt sich hierbei um vertikal integrierte Unter nehmen, die im Fischfang, der Fischverarbeitung, der Auslieferung und im Export von pelagischem Fisch tätig sind.
PFA-Mitglieder
Unsere Mitgliedsunternehmen fischen hauptsächlich im nordöstlichen Atlantik: Hering, Makrelen, Stöcker und Blauer Wittling. Alle Fischfangaktivitäten richten sich nach den erlaubten Fangquoten, die aufgrund wissenschaftlich begründeter Managementpläne festgelegt wurden. Der von uns in Europa betriebene Fischfang erfüllt die Vorschriften und Regularien der Fischereipolitik der EU und entspricht rund 80% unseres globalen Fangvolumens (Durchschnittswert der letzten 10 Jahre bis 2011). Der größte Teil wird von den PFA-Mitgliedsunternehmen in Entwicklungsländer außerhalb der Europäischen Union exportiert.
• Cornelis Vrolijk’s Visserij Maatschappij BV – Niederlande • Doggerbank Seefischerei GmbH – Deutschland • France Pélagique s.a.r.l. – Frankreich • Interfish Ltd – Vereinigtes Königreich • Jaczon BV – Niederlande • North Atlantic Fishing Company Ltd – Vereinigtes Königreich • Parlevliet & Van der Plas BV – Niederlande • UAB Atlantic High Seas Fishing Company – Litauen • W. van der Zwan & Zn BV – Niederlande
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Sichere Arbeitsbedingungen
interview mit nico bogaard union secretariat at cnv
Über 1500 Menschen aus 8 verschiedenen Ländern arbeiten an Bord der Schiffe der PFA-Mitgliedsunternehmen und wir sind ständig darum bemüht, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern durch: - Einführung einer systematischen Risikobewertung an Bord jedes Schiffes und Aufstellung eines Aktionsplans für sichereres Arbeiten - Anbieten gesunder Mahlzeiten an Bord - Anregung zur Absolvierung einer Aus- oder Weiterbildung sowie zum Besuch von Auffrischungskursen und Schaffung von Erleichterungen, um dies zu realisieren - weitere Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Die PFA-Mitgliedsunternehmen bemühen sich, lokale Mitarbeiter auf den Schiffen der Flotte zu beschäftigen. So arbeiteten 2012 über 200 Mauretanier an Bord unserer Schiffe.
wir setzen uns stark für die sicherheit an bord ein. hierfür ist die pfa u.a. bekannt 18
Nico Bogaard, Sekretär des Gewerkschaftsbundes CNV Vakmensen (der dem Verband der European Transport Workers’ Federation (Europäische Transportarbeiter-Föderation) angeschlossen ist) erklärte, dass seine Organisation ausgezeichnete Beziehungen zur PFA unterhält, die als guter Arbeitgeber bekannt ist. “Wir vereinbaren Tarifverträge in Bezug auf die Arbeitsbedingungen europäischer und außereuropäischer Arbeitnehmer, an die die PFA sich auch hält und lassen sie Vorschläge zum Lohngefüge machen,” sagte er. “Wir setzen uns zudem stark für die Sicherheit an Bord ein. Hierfür ist die PFA u.a. bekannt. Das Leben an Bord eines Schiffes ist hart und beansprucht die Mitarbeiter in hohem Maße. Daher suchen wir nach Wegen und Möglichkeiten, um die Sicherheit zu verbessern. So einfache Maßnahmen wie verschiedene Beladungsmethoden, Hub- und Schleppverfahren sowie das vorgeschriebene Tragen von Schutzhelmen machen einen enormen Unterschied. Wir machen den Fischern auch bewusst, dass es notwendig ist, für sichere Arbeitsabläufe stets die Sicherheitsvorschriften zu befolgen, insbesondere beim Auswerfen und Schleppen von Fischernetzen. Darüber hinaus beraten wir Schiffskapitäne und deren Mitarbeiter, genau auf die Handlungsweise der Schiffsmannschaft zu achten. Eine weitere Sorge ist die Gesundheit der Schiffsmannschaft – wie jeder würde auch ich persönlich es gerne sehen, dass Frittiergeräte von den Schiffen verschwinden, denn die Fischer werden immer schwerer. Ein Besatzungsmitglied, das nicht mehr ohne Probleme bequem durch eine Bodenluke passt, ist eine Gefahr für sich selbst!”
cnv Der Gewerkschaftsbund CNV (der dem Verband der European Transport Workers’ Federation (Europäische Transportarbeiter-Föderation) angeschlossen ist), wirkt am Abschluss von Tarifverträgen für die Fischerei mit und berät sich hierfür regelmäßig in sozialem Dialog auf europäischer Ebene. Die PFA und ihre Mitglieder arbeiten in diesen Bereichen eng mit dem CNV zusammen.
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Regionaler Beirat für pelagische Fischerei AC Der Beirat für pelagische Fischerei AC (Pelagic Advisory Council, P-AC) ist einer der Beiräte, der die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten der EU bezüglich des Managements der Fischbestände berät. Die Beiräte werden von der EU, den beteiligten Mitgliedstaaten, den betreffenden Bereichen der Fischindustrie, von Naturschutz organisationen und von öffentlichen Behörden finanziert. “Die Mitglieder sind zwar nicht immer einer Meinung, aber wir nehmen unsere Arbeit ernst und müssen hinnehmen, dass wir uns manchmal auf halber Strecke treffen,” so Christine Absil.
Selektiver Fischfang Um Fische einer bestimmten Fischart zu fangen, die zudem auch die richtige Größe haben, und dabei den Beifang möglichst gering zu halten, sind ständige Forschungsaktivitäten notwendig, um noch selektivere Fischernetze, bessere Schallmessgeräte und 3D-Bildverarbeitungstechnologien zu entwickeln. Hierdurch kann
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sowohl in der Gegenwart, als auch in der Zukunft Nachhaltigkeit gewährleistet werden.
Pelagische Fischerei Pelagische Fischschwärme werden durch Echoortung lokalisiert. Diese Sonargeräte geben auch Hinweise auf die Größe der Fischschwärme und deren Tiefe. Pelagische Fische schwimmen im mittleren Teil der Wassersäule, sodass die Netze mit denen sie gefangen werden, den Meeresboden nicht berühren.
interview mit christine absil north sea foundation (nordsee-stiftung) Christine Absil von der North Sea Foundation erklärt, dass die PFA einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat, als sie den ersten größeren Fischereibetrieb durch das MSCZertifizierungsverfahren begleitete, und dass andere Fischereibetriebe diese Initiative der PFA schnell aufgegriffen haben. “Ich gehe von einer ähnlich proaktiven und innovativen Einstellung seitens der PFA aus, wenn es um die Entwicklung und Realisierung weiterer nachhaltiger Aktivitäten geht,” so ihre Worte. Der Beirat für pelagische Fischerei AC gibt Empfehlungen und Ratschläge im Hinblick auf die Entwicklung von Managementplänen für die langfristige Fischerei und hinsichtlich der Bestimmungen zur Kontrolle von pelagischen Fischbeständen. Zu seinen Mitgliedern zählen unter anderem auch die Naturschutzstiftung World Wide Fund for Nature und die North Sea Foundation. Die PFA war maßgeblich an der Gründung des regionalen Beirats für pelagische Fischerei AC im Jahre 2006 beteiligt. Sie beherbergt jetzt das Sekretariat, finanziert Projekte oder sichert diese finanziell ab und ist aktives Mitglied der Leitung des AC. Ferner ist die PFA auch aktiv in dem Long Distance AC, dem Beirat für pelagische Fischerei, der sich mit der Fischerei in außereuropäischen Gewässern befasst.
north sea foundation (nordsee-stiftung) Die North Sea Foundation, eine unabhängige Umweltschutz organisation, befasst sich mit der nachhaltigen Nutzung der Nordsee. Christine Absil hat im Jahre 2004 einen Führer mit dem Titel ‚Fish to Eat‘ mit Ampelsystem zur Fischkennzeichnung entwickelt, der dem Verbraucher eine genaue Übersicht darüber vermittelt, welche Fischarten auf nachhaltige Weise gefangen und verarbeitet wurden.
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Marine Stewardship Council Der Marine Stewardship Council (MSC), eine unabhängige, international tätige gemeinnützige Organisation, hat ein unabhängiges Zertifizierungs programm für nachhaltige Fischerei und Fisch wirtschaft entwickelt und vergibt ihr Umweltsiegel für nachhaltige Fischerei an Betriebe, die die Gewässer nicht überfischen, zur Erhaltung gesunder Fischbestände beitragen, das Meeresleben nicht oder kaum beeinträchtigen und die gut geführt sind.
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interview mit camiel derichs regional director europe marine stewardship council „Die PFA war eine der ersten großen europäischen Fischereien, die 2006 die MSCZertifizierung erhalten haben. Die Zertifizierung für den Nordseehering wurde 2011 erneuert und bestätigte erneut den gesunden Heringbestand in der Nordsee, die moderaten Auswirkungen auf das Ökosystem durch diese Fischerei der PFA-Flotte und das allgemeine gute Managementsystem, das die Fischereien für Nordseehering unterstützt. PFA hat als Vorreiter die MSC-Zertifizierung in europäischen Heringfischereien vorangetrieben, was vielen anderen fischverarbeitenden Betrieben, zum Beispiel in Deutschland, Polen, Schweden und den Niederlanden, ermöglicht hat, Verbraucherprodukte zu entwickeln, die das MSC-Ökosiegel tragen. Heute nimmt die Marktnachfrage nach Fisch, der die MSCZertifizierung besitzt und damit die nachhaltige Fischerei bestätigt, stetig zu. In einigen Ländern, wie zum Beispiel in Deutschland, in den Niederlanden oder in Schweden, wird dieser Bedarf zunehmend vom Verbraucher gesteuert. Die MSC-Zertifizierung verleiht zertifizierten Fischereien – abgesehen vom Reputationsgewinn – einen deutlichen Mehrwert. Der MSC hofft, dass die PFA in den kommenden Jahren ihr MSC-Programm auf Fischereien in Europa sowie in anderen Teilen der Welt, in denen sie tätig ist, ausweitet. Damit dies möglich ist, müssen die Fischbestände von PFA-Schiffen in einem guten Zustand und fortpflanzungsfähig sein. Fischbestände dürfen nur so weit abgefischt werden, dass ihre Art erhalten bleibt. Darüber hinaus müssen die Auswirkungen auf das Ökosystem nachweisbar begrenzt werden. Ein solides Management- und Kontrollsystem ist erforderlich, um die MSCStandards zu erfüllen“.
the marine stewardship council Der Marine Stewardship Council (MSC), eine unabhängige, international tätige gemeinnützige Organisation, hat ein unabhängiges Zertifizierungsprogramm für nachhaltige Fischerei und Fischwirtschaft entwickelt.
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Zur Entwicklung der sich entwickelnden Wirtschaften beitragen Durch Beschäftigung einheimischer Mitarbeiter und anderer Arbeitnehmer in Entwicklungs ländern fördern die PFA-Mitgliedsunternehmen den dortigen Lebensstandard und unterstützen das Wirtschaftswachstum und die gesellschaftliche Entwicklung in diesen Ländern. So beschäftigen PFA-Mitgliedsunternehmen beispielsweise in Nigeria einheimische Männer und Frauen, um den Fischfang abzuladen und das örtliche Kühlhauslager-Netz zu nutzen, um die einheimische Bevölkerung mit hochwertigem und nahrhaftem Fisch zu versorgen. Unsere Mitgliedsunternehmen sind außerordentlich gut positioniert, um beurteilen zu können, ob Länder, in denen Reformen durchgeführt werden, bereit sind, auf die Erfordernisse der Wirtschaft bzw. des Geschäftslebens vor Ort einzugehen. In dieser Hinsicht können wir die EU dabei unterstützen, die richtigen Verträge mit den Partnerstaaten auszuhandeln. Wir hoffen, dass unsere beratende Rolle mit dazu beitragen kann, nachhaltigere, für beide Seiten vorteilhafte und realisierbare Verträge mit guten Langzeitperspektiven zustande zu bringen.
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Aktivitäten außerhalb der EU Wo auch immer wir fischen, unterstützen und bekennen wir uns zu den anspruchsvollen Umweltauflagen, den hohen Sicherheitsstandards und den Sozialnormen der EU. Seit Mitte der Neunziger Jahre fischen unsere Schiffe auch in außereuropäischen Gewässern unter Fischereiabkommen, die zwischen der EU und Drittländern abgeschlossen wurden. Wir fischen auf transparente, legale und verantwortungsvolle Weise und stützen uns dabei auf die jeweiligen wissenschaftlichen Empfehlungen. Einheimische Fischer haben dabei immer Vorrang und durch unsere Anwesenheit können wir ihre Aktivitäten nur ergänzen. Wir konzentrieren uns auf verschiedene andere Fischarten, die in größerer Tiefe mehr als 12 Seemeilen vor der Küste leben. Ferner fördern wir auch die lokale wissenschaftliche Fischereiforschung, um den Datenmangel zu beheben und Erkenntnisse zu gewinnen, die notwendig sind, um die Fischbestände der einzelnen Fischarten zu beurteilen. Unsere Bemühungen nutzen der gesamten Wertschöpfungskette und haben positive sozioökonomische Effekte. In den Regionen außerhalb der EU bedarf es eines höheren Engagements und verstärkter Anstrengungen seitens der 26
Regierungen und Behörden dieser Drittländer – um durchzusetzen bzw. sicherzustellen, dass alle Schiffer sich an die gesetzlichen Bestimmungen halten und dass Drittländer nicht in verschiedenen Verträgen widersprüchliche Vereinbarungen treffen. Leider halten sich nicht alle international tätigen und in Drittländern bzw. in internationalen Gewässern agierenden Akteure an die Sicherheitsbestimmungen und Umweltauflagen der EU, was unsere Bemühungen bedroht bzw. konterkariert, nachhaltige Fischereipraktiken in diesen Regionen zu fördern. Es wäre nicht im Sinne und Interesse der Entwicklungsländer, wenn verantwortungsbewusste EU-Schiffer durch international aktive Reeder ersetzt würden, die wenig bis gar keine Rücksicht auf die Umwelt nehmen. Auf lange Sicht können wir einen wertvollen Beitrag dazu leisten, Umweltrichtlinien und nachhaltige Fischereipraktiken an einheimische Fischer in Entwicklungsländern heranzutragen und mithelfen, dort gleichwertige Standards zu etablieren.
we need stronger enforcement by third country authorities
PFA und Mauretanien Fischfangaktivitäten in Mauretanie
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PFA-Mitgliedsunternehmen Von 1996 bis 2012 waren einige niens unter dem Fischereiin den Hoheitsgewässern Maureta Mauretanien aktiv. mit Partnerschaftsabkommen der EU des von den PFAent Dabei stammten rund zwanzig Proz en Gewässern. dies Mitgliedern gefangenen Fisches aus EU und Mauretanien Im neuen Abkommen zwischen der den technische wur (seit Dezember 2012 rechtskräftig) ziell ausgerichtete mer kom Bedingungen festgelegt, die eine unkt der Zeitp Zum Fischerei sehr schwierig machen. Besprechungen die rten Fertigstellung des Schriftsatzes daue ige etwa über zwischen der EU und Mauretanien sind keine 2 201 l Apri Vertragsänderungen noch an. Seit nischen reta mau in r Mitgliedsunternehmen der PFA meh Gewässern aktiv.
die PFA-Mitglieder von Mitte der Neunziger Jahre wurden ten, in den Gewässern der mauretanischen Regierung gebe betreiben und zu Mauretaniens pelagische Fischerei pelagischen Fisch zu fischen.
die westafrikanischen Als die sowjetische Trawler-Flotte die pelagischen Fisch Gewässer verlassen hatte, waren biologischer Sicht gab bestände nicht genutzt worden. Aus pelagische Fischerei in es also keine Einwände gegen die diesen Gewässern. verantwortungsvolle Seit dieser Zeit betreibt die PFA eine anischen Länder, wodurch Fischerei in einigen dieser westafrik Ländern gestiegen ist die Beschäftigungsquote in diesen Mauretanien fortgeführt und die biologische Forschung in -Mitgliedsunternehmen werden konnte. Die dort tätigen PFA igten durchschnittlich und Eigentümer der Trawler beschäft rund 200 mauretanische Besatzungsmitglieder an Bord ihrer Schiffe. Darüber hinaus waren Ausbilder, Prüfer, Handelsvertreter und Fischereibiologen an den pelagischen Fischerei aktivitäten beteiligt.
interview mit ad corten forscher Der Forscher Ad Corten ist seit 1998 intensiv in die pelagische Fischerei in Mauretanien eingebunden. “PFA-Mitgliedsunternehmen und Eigentümer der Trawler hatten gerade mit dem Fischen vor der Küste von Westafrika begonnen. Auf ihre Bitte hin erstellte ich Studien über die dortigen Fischbestände. Auf diese Forschungsanfänge folgten im Laufe der Zeit viele weitere Untersuchungen und entwickelten sich darauf aufbauend zahlreiche weitere Forschungsaktivitäten. Zuvor hatten bereits die Russen und Franzosen ein Forschungsinstitut gegründet und Menschen ausgebildet. Jedoch hat diese Einrichtung ihre Aktivitäten schon in den frühen Neunziger Jahren eingestellt. Jetzt gibt es ein neues Institut mit mehreren Gebäuden und insgesamt 200 Menschen, die dort beschäftigt sind – einschließlich Fahrern und Reinigungskräften. Wir haben Fachwissen, Computer, Internet und ausgebildete Fachkräfte eingebracht und Detektionstechniken eingeführt. Heute verfügt Mauretanien über gute Statistiken, eine ausgezeichnete Datenbank und kann wie jedes andere Land dieser Region unabhängig Echo-Ortungen durchführen. Dank der Investitionen der PFA-Mitgliedsunternehmen und der niederländischen Regierung! Nach all den Jahren nennen sie mich hier Mister Pelagic... Seit 2012 beteiligt sich auch Europa finanziell. Nach den europäischen Bestimmungen müssen Fischereibetriebe aus europäischen Ländern Beobachter an Bord ihrer Fangschiffe zulassen, in welchen Gewässern auch immer sie aktiv sind. Da wir gut ausgebildete Beobachter haben, sind nun mauretanische Beobachter an Bord der niederländischen Trawler. Und es gibt noch weitere Beispiele internationaler Zusammenarbeit. Ein gutes Beispiel für eine Privatinitiative sind die Hilfsprojekte der Stiftung „Katwijk-Mauritania“. Einige Trawler-Eigentümer haben Geldmittel für eine Kinderklinik und eine Schule bereitgestellt. Positiv sowohl für das arme Land Mauretanien, als auch für das Ansehen der Trawler-Eigentümer selbst!’
‘in mauretanien bin ich mister pelagic.’
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Louis Braillelaan 80 2719 EK Zoetermeer The Netherlands info@pelagicfish.eu www.pelagicfish.eu