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Physiologie des Regenbogenkörpers

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peter gienow ———

Physiologie in der Gienowmethode ———

Husum 2015 —


Kontaktadresse Autor: Peter Gienow · Immenweg 5 · 25813 Husum · www.gienowmethode.de Lektorat: Barbara Asbeck, Birgit Schell-Lüngen Layout & Satz: Peter Gienow Umschlaggestaltung: Peter Gienow 4. verbesserte Auflage 2015 © 2015 Peter Gienow Alle Rechte, auch die des auszugsweisen Nachdrucks, der fotomechanischen oder digitalen Wiedergabe und der Übersetzung vorbehalten.

Hinweis Die Informationen und Ratschläge in diesem Buch wurden vom Autor mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt und überprüft. Eine Garantie für ihre fachliche Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität kann er jedoch nicht übernehmen. Bei Anwendung der Informationen und Ratschläge sollte jeder Leser daher besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit walten lassen. Eine Haftung des Autors und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen.


Inhaltsverzeichnis 1 Vorwort

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2 Physiologie

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3 Regenbogenkörper

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4 Vorher

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5 Die Ur-Karzinogenie 15 Der Ich-Keim . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Die Materie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Die Satellitenschüssel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Im Anfang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Ur-Karzinogenie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Akzeptanz des Karma . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Der Mikrokosmos . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Die Merkaba . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Die Verdauung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 6 Ur-Skrophulose 34 Der Lymphkreislauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 Erster Abschnitt (Gesetz der Anziehung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 Zweiter Abschnitt (Gesetz des Ausgleiches) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Dritter Abschnitt (Gesetz der Abstoßung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Der Sympathikus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48 Kreislauf der nervösen Erneuerung – Das Kleinhirn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54 7 Die Ur-Psora 58 Gehirn und Rückenmark . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58 Das alte Rückenmark . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 8 Ur-Sykose 3 65 Die Funktion der Niere . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Die Funktion der Haut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 Der Parasympathikus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72

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Inhaltsverzeichnis 9 Die Ur-Sykose 75 Das Zwischenhirn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 Thalamus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76 Epithalamus und Epiphyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77 Hypothalamus und Hypophyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 Hormone . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 Die Funktion der Leber . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86 Essigsäure . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 10 Die Ur-Syphilinie 92 Das limbische System . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92 Das Horus-Auge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95 11 Die Ur-Parasitose 97 Die Funktion der Milz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97 Der Blutkreislauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98 Die Funktion des Herzens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107 12 Die Ur-Tuberkulinie 108 Der Nervenkreislauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108 Kreislauf der Empfindungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124 Die Funktion der Lunge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129 13 Der Platz des Menschen 130 Die Schlangenkräfte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130 Die Regenbogenbrücke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 133 Das Regenbogentor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134 14 Widerstand 137 Allgemeine Absonderungszentren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139 15 Denken – Wollen – Fühlen

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1 Vorwort Menschen waren nicht immer, wie sie heute sind, und sie werden auch nicht so bleiben. Einer der Schritte, die die Menschen heute und in unserer Zukunft gehen dürfen, ist die Entwicklung des Regenbogenkörpers. Für die Entwicklung des Regenbogenkörpers ist bereits alles in uns angelegt, so wie Gott immer schon für unsere Entwicklung Vorsorge getroffen hat. Es gibt also schon jetzt, in uns, eine Physiologie des Regenbogenkörpers, die wir nur entdecken müssen. Zur Entwicklung des Regenbogenkörpers hilft es nicht, die Dinge so zu betrachten, wie wir es bisher getan haben und immer noch tun. Schauen wir uns die Körpervorgänge an, so sehen wir viele geheimnisvolle Dinge, in uns ablaufen. Ein großer Teil dieser geheimnisvollen Dinge hilft, uns auf das Unaussprechliche vorzubereiten, den Regenbogenkörper zu erschaffen und eventuell wie Jesus Christus wiederaufzuerstehen oder wiederzukehren. Möge uns das eines Tages gelingen. Liebe Grüße Peter Gienow

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2 Physiologie Das Wort Physiologie ist eine Zusammensetzung aus Physis ≈ Natur und Logos ≈ Lehre, Vernunft. Man könnte daher Physiologie auch einfach Naturkunde nennen, aber Physiologie hört sich irgendwie cooler an. Die Naturkunde beschreibt die physikalischen und biochemischen Vorgänge in den Zellen, Geweben und Organen verschiedener Lebewesen. Uns interessiert vor allem die Naturkunde des Menschen und wie sie genutzt werden kann, um den Regenbogenkörper zu entwickeln.

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3 Regenbogenkörper Der Regenbogenkörper ist ein Begriff, der aus dem Buddhismus stammt. Hier wird die Verwirklichung des Regenbogenkörpers als höchstes Resultat der LEHREN angesehen. Der Regenbogenkörper wird nicht zu Lebzeiten sichtbar, sondern erst nach dem Tod. Ist der Regenbogenkörper entwickelt, stirbt und verwest der Mensch nicht auf die übliche Weise. Nach dem Tod kann man über einen Zeitraum von einer Woche Lichterscheinungen wahrnehmen, während sich der Körper des Verstorbenen langsam auflöst. Üblicherweise bleiben Haare und Nägel zurück, aber auch sie können sich bei vollständig durchlichteten Wesen auflösen. Der Regenbogenkörper wird immer wieder beobachtet, ist daher kein neuzeitliches Phänomen. • Jesus Christus ist in seinem Regenbogenkörper auferstanden. • Don Juan, der Lehrer von Carlos Castaneda, wurde durch ein »Feuer von Innen« erfasst und aufgelöst. • Der bekannte Meister Tashi Gyaltsen hat seinen Regenbogenkörper um das Jahr 1930 realisiert. • Der Lama Khenpo Achung bei seinem Tod im Jahr 1998. Carlos Castaneda beschreibt in seinem Buch »Das Feuer von Innen« wie Don Juan seinen Regenbogenkörper entwickelte und schlussendlich von ihm erfasst wurde. Eines der Hauptprobleme, die Don Juan zu überwinden hatte, war, dass die Welt nicht so ist, wie sie zu sein scheint, sondern, dass wir die Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen, gelernt haben. Das Beibringen einer Weltsicht nennt man Konditionierung. Um frei zu werden und den Regenbogenkörper zu entwickeln müssen wir diese Konditionierungen hinter uns lassen. Da diese Konditionierungen aber auch darüber entscheiden, wie wir den Menschen und uns selbst betrachten, müssen wir auch das hinter uns lassen. Diesen Prozess nennt man »die menschliche Form verlieren«.

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3 Regenbogenkörper Die Welt der Konditionierung nennen wir morphogenetisches Feld, die Arbeit mit und am morphogenetischen Feld nennen wir morphen. Die Entwicklung des Regenbogenkörpers kann daher auch morphen genannt werden (erste Übungen zur Beeinflussung des morphogenetischen Feldes, finden Sie im Buch »Die Fingerapotheke«. Hinter all diesen wundersamen Erscheinungen, die wir Leben nennen, arbeitet eine sprudelnde Quelle des Lebens, die uns ständig mit Lebenskraft versorgt. Diese unbeschreibliche Quelle allen Daseins wurde, nicht nur von unseren Vorfahren, in der Form eines Adlers gesehen. Ob das die einzige Form ist, in der diese Quelle in Erscheinung treten kann, wissen wir nicht, aber es scheint ein allgemein gültiges Bild zu sein, mit dem sich arbeiten lässt. Dieser Adler schafft alle lebendigen Wesen und mit ihnen ein Bewusstsein, das diese Wesen bereichern soll. Nachdem unsere Vorfahren das gesehen hatten, kamen sie zu dem Schluss, dass es der Grund unserer Existenz ist, zu lernen und unser Bewusstsein zu vertiefen. Eine Vertiefung des Bewusstseins entsteht, indem wir uns mit den Emanationen des Adlers gleichschalten. Emanation ist ein seltsam widersprüchliches Wort und gerade deshalb scheint es hier angemessen zu sein. Es kommt vom lateinischen Wort emanatio, das »ausfließen« oder »Ausfluss« bedeuten kann. Es beschreibt einen Prozess, indem ein Ursprung etwas aus sich selbst heraus produziert, das heißt sich selbst nach außen ergießt. Da der Ursprung aber niemals sich selbst in alle Ewigkeiten ausgießen kann, muss das Ausgegossene zwangsläufig wieder zum Ursprung zurückkehren und sich wieder mit ihm vereinen. So kann man sagen: • Emanationen sind das Ausgießen einer Quelle, in dem das Ausgegossene wiederum die Quelle selbst ist und sich nach einer bestimmten Zeit wieder mit dem eigenen Ursprung vereint. Wenn also der Adler Emanationen produziert, dann fließen sie nicht nur von ihm weg, sondern beinhalten ihn vollkommen und kehren in verwandelter Form wieder zu ihm zurück, damit sie sich mit ihrem Ursprung vereinigen können. Die Emanationen des Adlers sind daher verständlicherweise schwer zu beschreiben und nur flüchtig wahrzunehmen.

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Auch der Mensch besteht aus diesen Emanationen des Adlers. Er ist ein Teil des göttlichen Ursprungs, das ausgesandt wurde und nach einer bestimmten Zeit wieder zur Quelle zurückkehren muss. Diese Emanationen sehen aber nicht aus wie Wasser, an das wir vielleicht denken, wenn wir das Wort gießen hören, sondern wie lebendige, sich selbst bewusste Lichtfasern. Jede Spezies besteht aus einem bestimmten Spektrum dieser sich selbst bewussten Lichtfasern. Es gibt Überschneidungen zwischen den Lebewesen, zum Beispiel Gemeinsamkeiten in Körperbau und Form, aber auch Trennungen, also Eigenschaften, die nur eine Spezies alleine hat (nicht alle können fliegen). Wir Menschen können diese Emanationen wahrnehmen und interpretieren sie als Realität. Wie wir die Realität aber interpretieren sollen, das wird uns durch unsere Eltern und die Gesellschaft beigebracht. Wir sollten daher klar unterscheiden zwischen der Wirklichkeit und der Interpretation dieser Wirklichkeit. Um von der gelernten Weltbeschreibung wegzukommen ist das Anhalten der inneren Stimme (Das ist ein Stuhl, das ist ein Tisch, der sieht aber doof aus, komm ich zu spät, habe ich noch Zeit für einen Kaffe, habe ich einen Fleck auf dem Hemd, warum gucken die mich so an, mein Gott, hat der sich nicht gewaschen?, warum muss immer ich solche Menschen sehen, oh, da liegt je ein 50 ct. Stück, nee, doch nicht, war nur ein Kronkorken, was die Leute so alles fallen lassen, kein Wunder, dass es unserer Wirtschaft so schlecht geht …) essentiell. Daneben brauchen wir eine neue Weltbeschreibung, die die alte ersetzt und näher an der Wirklichkeit dran ist, als das alte Gefasel. In Momenten, in denen der Dialog aufhört (entweder durch einen Schock oder bewusst herbei geführt), kann die neue Weltsicht die alte ablösen, und ab einem bestimmten Punkt, wird sie die normale Weltsicht. Sie hat nur ein Problem in sich, die anderen Menschen verstehen uns nicht mehr, weil unser Inventar (neue Weltsicht) anders aussieht, als das der anderen. Anders ausgedrückt, kreieren wir ein anderes morphogenetisches Feld. Da die meiste Kommunikation aber im Vergleichen von Inventaren besteht, kann das zu Problemen führen. Dafür ist die so genannte »kontrollierte Torheit« da. Damit unser Inventar nicht negativ auffällt, lernen wir das andere Inventar

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3 Regenbogenkörper und tun so, als würden wir an die gleichen Dinge glauben (eine Zwiebel ist eine Zwiebel). Wir haben gehört, dass unsere Vorfahren glaubten, dass unser Ziel die Bewusstwerdung ist. Das gilt nicht nur für den Menschen, sondern auch für die göttliche Quelle, den Adler. Wenn der Adler eine Emanation hinausschleudert (und wir zufälligerweise diese Emanation sind), so kann sie Gottes Bewusstsein erweitern, wenn diese Emanation wieder zurückkehrt. Normalerweilse kehrt die Emanation wieder zur Quelle zurück und vereinigt sich mit ihr. Das wurde von unseren Vorfahren so beschrieben, als würde der Adler den Menschen fressen. Doch im Gegenteil zu anderen Herren hat Gott keine Lust auf unsere Seelen, sondern auf unsere Bewusstheit. • Was hast du in deinem Leben erkannt? Das ist eine Frage, die wir uns stellen müssen. Eine andere ist: • Wieviel Liebe hast du in deinem Leben gegeben? Knifflige Fragen also. Wahrscheinlich besser, als herauszufinden, wieviel Pommes wir im Leben gegessen haben. Seltsamerweise ist die Liebe eng an das Bewusstsein gekoppelt. Wir können uns nicht die Schönheit dieser Welt bewusst machen, ohne sie auch gleichzeitig zu lieben. Liebe und Bewusstsein sind zwei Seiten derselben Medaille (Liebewusstsein). Wenn wir also am Adler vorbeifliegen wollen, dann nehmen wir das sehr ernst mit Liebe und Bewusstheit. Je mehr wir davon vorzuweisen haben, desto größer ist die Chance, dass wir am Adler vorbeifliegen können. Dazu brauchen wir nur unsere Liebe und unser Bewusstsein zu opfern, das ist schließlich das Einzige, das Gott wirklich interessiert. Wenn er das bekommen kann, interessiert ihn der Rest nicht mehr. Aus dem Grunde durchforsten die Lehrlinge Don Juans ihr ganzes Leben aufs Intensivste, sie nennen das Rekapitulation. Wenn sie sich alles im Leben bewusst gemacht haben, dann machen sie sich frei davon.

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Sie verlieren dann ihre menschliche Form und das Bewusstsein wird frei und kann als Futter für den Adler dienen. Das sind die Jod-S-11-Körnchen der Adler. Sind wir nicht mehr an unser Leben und unsere Geschichte gebunden, dann werden wir schon zu Lebzeiten frei und das hat einen Einfluss auf unsere Weltwahrnehmung. Mittlerweile scheint sich noch ein dritter Weg für uns Menschen aufzutun, das Wiederkehren. Es scheint, als könnten wir nunmehr nach dem Tod entscheiden, ob wir wiedergeboren werden, am Adler vorbeifliegen, oder wiederkehren. Das hat Jesus gemacht, als er auferstand und damit allen Wiederkehrern die Pforten geöffnet. Wir haben gesagt, dass alles eine Emanation des Adlers ist. Jedes Lebewesen, jedes Mineral weist dabei ein unterschiedliches Spektrum dieser Emanationen auf. Auch wir Menschen haben diese Emanationen in uns. Sie werden herausgeschleudert wenn unsere Merkaba sich oberhalb der Lichtgeschwindigkeit dreht und die Emanationen als kleine sich selbst bewusste Fäden herausgeschleudert werden. Das Erreichen einer Geschwindigkeit, die schneller als das Licht ist, ist notwendig, um das morphogenetische Feld zu verlassen (Siehe Ur-Zelle des Seins). Die Drehungen der Merkaba erschaffen ein Gravitationsfeld, sodass sich eine Art äußere Grenze bildet, die die Lichtfasern nicht verlassen können. Dieses Gravitationsfeld wird als eine Art Kokon beschrieben, in der Form eines Eis. Obwohl dieser Kokon existiert sind die Emanationen innerhalb des Kokons doch identisch mit einem Teil der Fasern außerhalb des Kokons. Richten wir nun die Fasern im Inneren des Kokons auf die Fasern außerhalb des Kokons und bringen die Fasern in Übereinstimmung, so findet Wahrnehmung statt. Es ist, als würden wir das Radio solange einstellen, bis wir den für uns richtigen Sender gefunden haben. Diese Form der Wahrnehmung gilt für den gesamten Kokon. Inmitten dieses Kokons gibt es aber eine besondere Stelle die durch unsere Weltsicht bestimmt wird, und auf diese Weise die Welt wahrnimmt, wie wir sie wahrnehmen.

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3 Regenbogenkörper Diesen besonderen Punkt nennen wir Glut der Bewusstheit oder Montagepunkt. Die Position des Montagepunktes wird durch unseren Inneren Dialog bestimmt und damit durch die Art und Weise wie uns die Welt beschrieben wurde, und wieviel wir davon annahmen. Aus dem Grunde kommt es vor, dass Menschen die Welt aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten können, weil ihre Montagepunkte ein klein wenig anders positioniert sind, und schon gibt es Missverständnisse. Könnten wir lernen den Montagepunkt bewusst zu verschieben, so könnten wir ihn deckungsgleich positionieren und dadurch die Welt unseres Gegenübers mit seinen Augen betrachten. Im Traum befreit sich der Montagepunkt aus seiner erlernten Position und beginnt durch unseren Kokon zu tanzen. Dadurch können wir so seltsame Dinge träumen. Da im Traum eine natürliche Verschiebung des Montagepunktes stattfindet, war einer der Ausgangspunkte der Lehre des Don Juan, die Kunst des Träumens. Abbildung 3.1: Glut der Bewusstheit

Don Juan unterscheidet in seinen Lehren drei Bewusstseinszustände: • Das erste Bewusstsein entspricht unserem Tagesbewusstsein.

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• Das zweite Bewusstsein entspricht unserem Traumbewusstsein, nur dass wir dabei hellwach sind, wie am Tag. • Das dritte Bewusstsein stellt sich ein, wenn sich die Glut der Bewusstheit in das Feuer von Innen verwandelt und alle Emanationen des Adlers gleichzeitig in Brand setzt. Das ist die Geburt des Regenbogenkörpers. • Der Sinn des Regenbogenkörpers ist es am Adler vorbeizufliegen und die Freiheit im Leben zu erlangen oder nach dem Tod wiederzukehren.

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4 Vorher Bevor wir uns Gedanken über die Physiologie des Regenbogenkörpers machen, sollten wir uns ein wenig mit dem Ur-Sprung der Welt beschäftigen. Die Welt, so sagen unsere Vorfahren, entstand aus dem NICHTS. NICHTS ist in diesem Fall ein anderer Name für Gott. Damit Gott die Welt schöpfen konnte, musste er sie aus sich herausschleudern, das heißt er musste das Gesetz der Abstoßung in sich aktivieren, um die Welt auszustoßen. • Am Anfang war das ewige NICHTS Damit das gelingen konnte, wurde er gleichzeitig zu einem Gefäß, das das, was er auszustoßen beabsichtigte, auffangen konnte. Dieses Gefäß nannten die Alten Unendlichkeit. • dann kam das unendliche NICHTS Die Unendlichkeit gehorchte dem Gesetz der Anziehung. Das Gesetz der Abstoßung dagegen wurde gebildet durch die Ewigkeit. Weil das Gesetz der Anziehung und das Gesetz der Abstoßung sich ausgleichen, wurde noch etwas dazwischengeschaltet. Das, was dazwischengeschaltet wurde, wird vom Gesetz des Ausgleiches regiert und kann strahlen, weshalb man es das unendliche, strahlende NICHTS nannte. • zum Schluss kam das unendliche, strahlende Nichts. Die für uns nicht mehr wahrnehmbare Ebene der Göttlichkeit bestand nun aus: • ewiges NICHTS – unendliches NICHTS – unendliches, leuchtendes NICHTS.

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5 Die Ur-Karzinogenie Danach wurde die erste Hierarchie geschaffen. Das ewige NICHTS verwandelte sich in die All-Liebe und wurde gehütet von den Geistern der All-Liebe, den Seraphim. Das unendliche NICHTS verwandelte sich in die Geister der Harmonie, die Cherubim. Das unendliche, strahlende NICHTS verwandelte sich in die Geister des Willens, die Throne. Versuchen wir, uns ein Bild dieser Hierarchie zu machen, so sähe das in etwa so aus: Abbildung 5.1: Erste Hierarchie

Wir sehen im Zentrum die Seraphim und an den Rändern die Cherubim. Zwischen Seraphim und Cherubim und außerhalb dieses Gebildes finden wir die Throne. Wir kennen dieses Bild von der Eizelle. Auch wenn wir Pflanzen betrachten, vor allem wenn es Pflanzen des Ursprungs sind, haben wir das gleiche Bild. Der Lauch wird in der germanischen Mythologie als die erste Planze bezeichnet. Im Goldenen Zweig von Frazier wird er gar mit Leben übersetzt.

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5 Die Ur-Karzinogenie

Abbildung 5.2: Eizelle nach Gray

Abbildung 5.3: Lauch

Skizziert könnte der Lauch so aussehen: Im Lauchgewächs ist die menschliche Gestalt angelegt. Die Zwiebel entspricht dem Kopf und die Strahlen bilden Wurzeln und Blätter. Im menschlichen Körper ist der Schädel diese Zwiebel. Die Haare entsprechen den Wurzeln und unser Skelettsystem den Strahlen. Wir könnten demnach sagen: • unser Gehirn ≈ den Seraphim • die Schädelkalotte ≈ Cherubim • Haare und Skelett ≈ Throne

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Der Ich-Keim Noch anders ausgedrückt: • unser Gehirn ≈ Liebe • die Schädelkalotte ≈ Harmonie • Haare und Skelett ≈ Willen Ordnen wir diese Hierarchie den Gesetzen zu, so kämen wir auf folgendes Ergebnis: • Seraphim ≈ Gesetz der Abstoßung • Cherubim ≈ Gesetz der Anziehung • Throne ≈ Gesetz des Ausgleiches Wir können den Körper daher einteilen in eine Kugel und in Strahlen. Diese Einteilung würde der Einteilung der Ur-Karzinogenie entsprechen. Die Ur-Karzinogenie hat vor allem die Aufgabe, den Ich-Keim aus dem ungeformten Himmelreich mit dem physischen Körper zu verbinden. Die Ur-Karzinogenie ist verantwortlich für die Schaffung des physischen Körpers, dessen härteste Strukturen Knochen und Zähne sind. Die beiden Strukturen • Ich-Keim • Materie laufen zunächst getrennte Wege, bis sie wieder zusammenfinden. Die Verteilung der Knochen hilft uns weiter, den Regenbogenkörper in uns zu finden. Die Betrachtung des Ich-Keimes hilft uns, das Ich zu finden.

Der Ich-Keim Der Ich-Keim wird beim Menschen an das Hämoglobin, das im Zentrum ein Eisenatom enthält, gebunden. Hier eine Darstellung:

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5 Die Ur-Karzinogenie

Dieses Hämoglobin ist aber nicht von vorneherein da, sondern muss erst erzeugt werden. So findet, neben der Evolution des menschlichen Organismus auch gleichzeitig eine Evolution des Hämoglobins statt. Die erste Ausprägung des Hämoglobins findet in der (noch nicht) materiellen Welt statt, aber außerhalb eines physischen Organismus. Leitmetall ist zunächst das Aluminium, das drei Stufen durchläuft, die die späteren Hämoglobin-Entwicklungsphasen vorbereiten. Die erste Entwicklungsstufe nennt man Smaragd. Smaragd ist das Pendant zum Chlorophyll. Sollte es hier zu einer Entwicklungsstörung gekommen sein, so kann das Aluminium-metallicum-Pegeminat oder das Smaragd-Pegeminat hilfreich sein. In der zweiten Phase entwickelt sich Aluminium zum Aquamarin.

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Die Materie Der Aquamarin entspricht der Hämocyaninstufe der Hämoglobinentwicklung. In dieser Phase kann das Aquamarin-Pegeminat hilfreich sein. Danach entwickelt sich Aluminium zum Rubin. Rubin entspricht der Hämoglobinphase der Hämoglobinentwicklung. In dieser Phase kann das Rubin-Pegeminat hilfreich sein.

Die Materie Die materielle Entwicklung mündet in unser Knochensystem. Da die Geister des Willens ihre Lebenssubstanz gespendet haben, entspricht das Knochensystem dem Ausdruck des Willens. Betrachten wir den Menschen von außen, so sehen wir die Haut, die den Menschen einhüllt. Die Form, die sich dabei ergibt, ist die Summe aller inneren und äußeren Kräfte, die durch die Haut begrenzt werden. Maßgeblich an dieser Formbildung beteiligt ist unser Skelettsystem. Das Skelett besteht aus Knochen und Knorpel. Fragen wir, woher Knochen und Knorpel stammen, so müssen wir gestehen, dass es umgewandelte Nahrungsprodukte sind, die das Knochensystem aufgebaut haben. Sehen wir den Menschen von einer Haut umhüllt, so gibt es manche Tiere, die von einer Art Knochen umhüllt sind. Haben wir Menschen ein Skelett innen, so haben diese Tiere ihre Knochen außen (Exoskelett). Manchmal nimmt dieses Außenskelett die Form eines Panzers an. Das Skelett des Menschen befindet sich nicht mehr außen, sondern ist nach innen gewandert und gibt die Form aus dem Inneren. Es gibt allerdings noch Bereiche, in denen die Außenskelettbildung noch erkennbar ist. Das sind: • Schädel • Wirbelsäule • Schulterblätter • Beckenschaufeln.

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5 Die Ur-Karzinogenie Das Außenskelett war nicht immer so hart, wie wir es heute kennen, sondern hatte Zeiten, in denen seine Konsistenz viel weicher war. So sind bei einem Kind die Knochen noch viel weicher und verformbarer als bei einem Erwachsenen. Auf diese Weise wird eine weiche Substanz allmählich verdichtet und verhärtet. Der Knorpel bildet dabei die Vorstufe des Knochens. Zu Beginn ist daher die Knochenbildung eine Art Hautbildung, aus der sich der Knorpel bildet, der wiederum zu Knochen erstarrt. Erst der Knochen vermag unserem Körper eine angemessene Form und Struktur zu geben. Der Knochen ist nahezu die dichteste Form, zu der der Mensch in der Lage ist (abgesehen von den Zähnen). Ebenfalls im Inneren des Körpers fließt das Blut als bestimmbarste und wandelbarste Substanz im Körper. Der Knochen dagegen ist die unbestimmbarste und unwandelbarste. Noch einmal zum Mitschreiben: • Das Blut ist die bestimmbarste Form im Menschen • das Nervensystem schon etwas weniger • das Drüsensystem noch weniger • das Knochensystem am wenigsten. Ohne das Knochensystem könnte aber solch ein wandelbares Organsystem wie das Blut in unserem Körper gar nicht funktionieren. Auch Flüsse, die in Richtung Meer fließen, brauchen ein Bett, in dem sie sich bewegen können, das heißt eine starre Struktur. Das heißt, das Knochensystem trägt seinen Teil dazu bei, dass das Blut durch unseren Körper fließen kann. Ebenso gibt es dem Nervensysten und dem Drüsensystem einen Halt. Wir könnten daher sagen, • dass der menschliche Organismus im Knochensystem seinen Abschluss gefunden hat, während im Blutsystem der Anfang aktiv ist. Da die Strukturen der Knochenbildung sehr alt sind (Ur-Karzinogenie), ist die Beeinflussbarkeit durch unser persönliches Dasein sehr gering. Wir können uns zwar den Knochen brechen, aber nicht bestimmen, wie er auszusehen hat. Dennoch haben sich viele unserer Vorfahren im Knochensystem verewigt, weshalb wir sagen können, dass unser Knochensystem ein Abbild der Entwicklung unserer Vorfahren ist.

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Die Materie Genauer gesagt: • Unser Knochensystem ist ein Abbild des Stammes-Ich unserer Vorfahren. Man kann anhand des knöchernen Skeletts erkennen, ob jemand männlich oder weiblich ist, schwarz oder weiß, grün oder gelb. Man kann am Knochensystem die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Menschengruppe erkennen. Wenn wir unser Knochensystem als Stütze und Formgeber betrachten, so betrachten wir auf die gleiches Weise unsere Vorfahren. Sich neue Knochen zu schaffen, hieße aus dem Grunde, gegen die Stütze und Erfahrung der Vorfahren zu kämpfen. Im Blut, als Gegenpol zum Skelett, als dem beweglichsten und beeindruckbarsten Organ, ist das individuelle Ich aktiv, nicht mehr das Stammes-Ich, das aber unter Umständen in den Blutgruppen wieder auftaucht. Während das Skelett unsere Vergangenheit ist, ist das Blut unsere Gegenwart und unsere Zukunft. • Blut und Knochensystem sind das A und O, der Anfang und das Ende. • Blut ist die Kammer des Lebens • Skelett ist die Kammer des Todes So finden wir eine Polarität: • Blut – Skelett Es gibt eine Zeit in unserem Leben, da gelten wir als ausgewachsen, als erwachsen. Das ist die Zeit, in der unser Knochensystem sein Längenwachstum einstellt. In den ersten sieben Lebensjahren, in denen der physische Körper am meisten Reife erfährt, findet die Hauptentwicklung unseres Knochensystems statt. Störungen in der Ernährung, in diesem Lebensabschnitt, können nie mehr ganz korrigiert werden. Es gibt Erkrankungen wie Rachitis, eine Vitamin-D-Mangelkrankheit, es gibt Störungen der Zahnbildung zum Beispiel durch ungesunde Nahrung. All die Ernährungsfehler oder -mangelzustände lagern sich vermehrt im Knochensystem ab. Zwischen sieben und vierzehn ist dann der Ätherkörper aktiv. Hier wird vor allem das Drüsen- und Lymphsystem ausgebildet. Zwischen vierzehn und einundzwanzig ist der Astralkörper aktiv, hier wird vor allem das Rückenmarksnervensystem ausgebildet. Mit einundzwanzig könnten wir als erwachsen gelten.

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5 Die Ur-Karzinogenie Hier ist das Zentrum der Reifung des Gehirns, angeregt durch den Mentalkörper, der die Ich-Keim-Aufnahme vorbereitet. Wir können daher sagen, der körperliche Wachstumsprozess hört auf, sobald unser indivuelles Ich sich beginnt zu entwickeln. So findet eine Verlagerung vom Stammes-Ich des Skelettsystems zum individuellen Ich des Blutsystems statt. Die Beeinflussung des Blutsystems durch das Ich lässt sich leicht beobachten, indem wir Menschen aus Scham rot oder aus Angst blass werden sehen. Beides hat mit einer Umverteilung des Blutes zu tun. Das Ich kann also akut die Blutverteilung beeinflussen, und was es akut kann, das kann es auch chronisch. Das heißt: • Alle ungesunden Elemente des Ich-Erlebens kommen im Blutsystem zum Audruck (Rudolf Steiner). Eli Jones, einer der größten Krebsheiler aller Zeiten, sagte, dass er Krebs vor allem dadurch heilen könne, indem er den Krebs als eine Erkrankung des Blutes auffasst wie die Eklektiker es gelehrt haben. Wenn also Krebs eine Erkrankung des Blutes ist, dann ist der Schluss naheliegend zu sagen: • Krebs ist eine Erkrankung des Ichs. Damit schließt sich wieder der Kreis, denn die Knochen gehören zur UrKarzinogenie, die die Voraussetzung für die Karzinogenie darstellt. So kann eine Knochenstörung auf die Ur-Karzinogenie hinweisen, eine Störung des Blutes (Ich-Träger) auf die Karzinogenie. Wir können weiterhin sagen: • Die Ur-Karzinogenie kann eine Störung des Stammes-Ichs sein • Die Karzinogenie eine Störung des individuellen Ichs Bei einer Knochenmetastasierung wird das individuelle Ich des Menschen dann quasi vom Stammes-Ich absorbiert. Die Arbeit des Blutsystems ist auf der einen Seite von der Ernährung abhängig wie auch das Knochensystem, auf der anderen aber auch von seelischen Prozessen. Stimmungen, Leidenschaften, Affekte zeigen sich im Blut. Ob es die Chlorose (Blutarmut) junger Mädchen ist, mit Neigung zur Ohnmacht, ob es das »Rot-Sehen« eines außer Kontrolle geratenen Cholerikers ist, ob es das verschämte Erröten ist, oder der »Sex-Flush«. Immer sehen wir, wie innerliche Befindlichkeiten sich auf das Blut übertragen.

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Die Satellitenschüssel Das Knochensystem reagiert nicht auf diese Weise. Es gibt jedoch eine Ausnahme, und das ist der Kopf. Vor allem der obere Teil des Schädels wird durch die Arbeit des Ichs geprägt. • Ist im allgemeinen Knochenbau die Ahnenreihe, so sind im Schädel die vergangenen Inkarnationen des derzeitigen Ichs abgebildet. So wird die Beschaffenheit des Blutes von der derzeitigen Inkarnation des Ichs bestimmt, die Konfiguration des Schädels von den vergangenen Inkarnationen des derzeitigen Ichs. • Unser Schädel ist der Tempel, an dem unser Ich seit vielen Inkarnationen arbeitet. Wenn wir in das Gesicht eines Menschen schauen, sehen wir daher niemals die Gegenwart, sondern immer die Vergangenheit dieser Person.

Die Satellitenschüssel Dass unser Knochensystem sehr alt ist, zeigt sich auch in der Struktur des Makrokosmos, den das Skelettsystem annimmt. Abbildung 5.4: Makrokosmos

Die Zuordnungen sind folgende: • Orange ≈ Atlas • Rot ≈ linkes Schulterblatt • Gelb ≈ rechtes Schulterblatt • Magenta ≈ linke Beckenschaufel

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5 Die Ur-Karzinogenie • Grün ≈ rechte Beckenschaufel • Blau ≈ Heiliges Bein (Os sacrum) Den Mikrokosmos finden wir nach Auffassung von Johannes W. Rohen eher im Schädel. Hier eine Grafik aus seinem Buch »Morphologie des menschlichen Organismus«. Abbildung 5.5: Mikrokosmos

Das entspricht den Beobachtungen aus diesem Kapitel: • Skelettsystem ≈ Makrokosmos ≈ Ahnen-Ich • Schädelsystem ≈ Mikrokosmos ≈ Vergangenheit des derzeitigen, individuellen Ichs. Betrachten wir den Makrokosmos, so können wir ihn in zwei Dreiecke unterteilen: 1. Schulterblätter – Heiliges Bein 2. Beckenschaufeln – Atlas Das Heilige Bein hat einen kleinen Fortsatz, der wie eine Antenne nach unten gerichtet ist, während der Atlas eine Antenne aufweist, die nach oben in den Kopf gerichtet ist, auf der der gesamte Schädel auch noch beweglich ruht. • Schulterblätter und Beckenschaufeln sind geformt wie Satellitenschüsseln, die Informationen aufnehmen, um sie an den zuständigen Receiver weiterzugeben. Die Energie von Schulterblättern über das Heilige Bein ist nach unten in Richtung Erde gerichtet.

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Die Satellitenschüssel Die Energie von Beckenschaufeln in Richtung Atlas ist nach oben in den Kosmos gerichtet. Auf diese Weise entsteht ein statisches elektromagnetisches Feld, das durch die Mineralsalze, die zum Teil im Gewebe sitzen, zum Teil im Blut schwimmen, gelenkt werden kann. Dieses elektromagnetische Feld formt eine Merkaba. Die Mer-Ka-Ba ist ein Wort, das eigentlich aus drei Wörtern besteht: Mer - Ka - Ba. Die Merkaba besteht aus drei ineinander geschachtelten, rotierenden Tetraedern (Vierflächner; vier Flächen bestehend aus Dreiecken). Mer bedeutet laut Drunvalo Melchizedek gegenläufig rotierendes Lichtfeld und war in Ägypten das Wort für Pyramide, Ka steht für die feinstofflichen Körper und Ba bedeutet Seele. Die Merkaba entsteht durch gegenläufige Rotation von zwei der drei Sterntetraeder, die wir um den Körper haben. Der dritte Sterntetraeder entspricht dem physischen Körper und bleibt dabei stehen. Abbildung 5.6: Merkaba

Ist der Makrokosmos in Disharmonie, kann es einen Versuch wert sein, diese Imbalance mit dem Merkaba-Pegeminat auszugleichen. Eine gut funktionierende Merkaba ist eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung des Regenbogenkörpers. Die Entwicklung der Merkaba können wir uns wie folgt vorstellen:

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5 Die Ur-Karzinogenie

Im Anfang Im Anfang, so glaubten unsere Vorfahren, gab es NICHTS. Sie symbolisierten das NICHTS auf folgende Weise.

Dieses NICHTS war auch gleichzeitig ein Symbol für den Wärmekörper und den Vollmond.

Ur-Karzinogenie In der Ur-Karzinogenie wurde deutlich, dass die Wärme nicht einheitlich verteilt war, es entstanden warme und kalte Zonen. Unbemerkt richteten sich die Elemente nach den drei existierenden Gesetzen aus: • Gesetz der Anziehung (–) • Gesetz des Ausgleiches (o) • Gesetz der Abstoßung (+)

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Akzeptanz des Karma

Die Gesetze schufen auch eine Bewegung in der Zeit: • Wir werden von der Zukunft angezogen (Gesetz der Anziehung ≈ –) • Wir sind in der Gegenwart (Gesetz des Ausgleiches ≈ o) • Wir werden von der Vergangenheit abgestoßen (Gesetz der Abstoßung ≈ +)

Akzeptanz des Karma Mit der Akzeptanz des Karmas schuf der Mensch ein eigenes Zentrum inmitten des Makrokosmos. Dadurch verwandelte sich der göttliche Sechs-Stern zum menschlichen FünfStern.

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5 Die Ur-Karzinogenie Die untere Zacke klappte nach innen, sodass der Mensch inmitten der göttlichen Welt sein eigenes kleines Nichts schaffen konnte.

Der Mikrokosmos Aus dieser Struktur entwickelte sich der Mikrokosmos:

Die Merkaba Aus der Vereinigung von Mikro- und Makrokosmos entwickelte sich das Ihnen bekannte Miasmatische Modell und die Merkaba (unser Energiefeld).

Eine ausgereifte Merkaba sieht dann so aus:

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Die Verdauung

Doch nicht nur die Vorstufen des Hämoglobins und die Merkaba werden in der Ur-Karzinogenie angelegt, sondern auch das Verdauungssystem. Aus dem Verhalten flüssiger Kristalle, die den Übergang der mineralischen Welt zur Pflanzenwelt darstellen, wissen wir, dass auch Mineralien über einen Stoffwechsel verfügen, aus dem sich das Verdauungssystem entwickelt.

Die Verdauung Betrachten wir einen Bissen Brot, den wir zerkaut und heruntergeschluckt haben. Dieser Bissen Brot landet irgendwann im Blut. Dazu muss er zerkleinert werden, nicht nur durch unsere Zähne, sondern auch durch den Speichel, der in unserem Mund gebildet wird.

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5 Die Ur-Karzinogenie In unserem Speichel arbeitet ein Enzym namens Amylase, das die ersten chemischen Verbindungen aufbrechen kann, vor allem Kohlenhydrate, zu denen auch unser Brot gehört. Da das Brot zur äußeren Welt gehört, können wir also die äußere Welt in uns aufnehmen, zerkleinern, zerspeicheln und dann herunterschlucken. Der Schluckakt wird unterstützt durch den Aufbau unserer Zunge, die uns auch beim Sprechen hilft. Auch das Zerkleinern der Speisen geschieht unter Zuhilfenahme der Zunge, die die Stoffe immer wieder unter die Beißerchen schiebt. Dafür sorgen die Zungenpapillen, die auch beim Schmecken hilfreich sind. Lecker! Portionsweise, wenn man den Hals nicht zu voll bekommen hat, wird dann die Speise in die Speiseröhre transportiert (geschluckt). Damit wir die Sache nicht in den falschen Hals bekommen, gibt es zwei Wächter, der eine ist das Gaumensegel, das verhindert, dass wir nichts in die Nase oder den Rachen schlucken, der andere Aufpasser ist der Kehlkopfdeckel, der dafür sorgt, dass das Geschluckte nicht in die Lunge abrutscht. Er verschließt sich automatisch beim Schluckakt, wir brauchen uns darum also nicht zu kümmern. Kippen wir aber Dinge ohne zu schlucken in uns hinein (zum Beispiel die Sangria auf Mallorca), dann können sie schon einmal in der Lunge landen. Husten ist die Antwort! Hilft der Husten nicht die Speise wieder auszuwerfen, dann ersticken wir, und erleiden auf diese Weise den typischen mallorkinischen Sangriatod auf Ballermann 6. Nicht schlucken kann also lebensgefährlich sein. Auch wenn wir einen Tadel nicht schlucken wollen, kann das unweigerlich zur Erstickung führen. Wellenförmig bewegt sich die Speise dann durch die Speiseröhre in den Magen. Wir können das nicht beeinflussen. Ist die Speise im Magen angekommen, öffnet sich der auch schon und verschließt sich, sobald die Speise darinnen ist. Dieser Verschluss ist wichtig, denn im Magen wartet ein Säurebad auf die Speise. Wenn diese Säure frei werden würde, würde sie die Speiseröhre verätzen. Es käme zu Sodbrennen oder saurem Aufstoßen.

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Die Verdauung Der Magen ist wie eine Obstschale geformt, sodass die letzte Speise immer in der Mitte zu liegen kommt. Hier kann sie schön vom Magensaft durchtränkt werden, damit sich das Eiweiß auflösen kann. Damit der Magen sich nicht selbst verdaut, wird die Magenschleimhaut regelmäßig erneuert. Der Magen trennt dann die verdaulichen Sachen von den unverdaulichen. Ist der Brei gut mit Säften vermischt, dann beginnt sich der Magen ringförmig einzuschnüren. Auch er bewegt sich wellenförmig. Die Speise bleibt nun sechs Stunden im Magen. Je mehr Fett die Nahrung enthält, desto länger. Liegt viel Fettes im Magen wird die Wellenbewegung träger. So kann Fett wie ein Stein im Magen liegen. So wie der Eingang verschlossen werden kann, kann es auch der Ausgang, hier wacht der Magenpförtner. Der Pförtner achtet darauf, dass nicht mehr aus dem Magen herauskommt, als der Dünndarm verarbeiten kann. Der Dünndarm besteht aus drei Abteilungen: • Zwölffingerdarm • Leerdarm • Krummdarm Nach der Kontrolle durch den Pförtner gelangt die verdauliche Speise in den Zwölffingerdarm. Der Zwölffingerdarm produziert in den Drüsen und Drüsenzellen die Enzyme zur Verdauung (Zersetzung) der hier ankommenden Nährstoffe (Peptidasen, Lipasen, Amylasen, Maltasen). Zusätzlich münden in den Zwölffingerdarm etwa drei Zentimeter unter dem Magenausgang die Ausgänge zweier wichtiger Drüsen: • Bauchspeicheldrüse • Leber (Galle) Der Zwölffingerdarm ist also ein großes chemisches Labor. Er steht in Beziehung zum gesamten Sternenkreis, besonders aber zur Jungfrau, die ein Auge darauf hat, weil die Angelegenheit hier sehr gefährlich ist und schnell aus dem Ruder laufen kann. Insgesamt wirken die Säfte des Zwölffingerdarmes alkalisch (basisch) und neutralisieren so den aus dem Magen ausgetretenen sauren Nahrungsbrei.

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5 Die Ur-Karzinogenie Da der mit Magensäften vermischte Nahrungsbrei im Dünndarm noch immer sehr aggressiv ist, besitzt der Dünndarm tief sitzende Becherzellen, aus denen unaufhörlich Schleim quillt. Der Schleim schützt die Darmwand und sorgt dafür, dass die Nahrung gut flutscht. Auch der zweite Teil des Dünndarms, der Leerdarm (Jejunum) produziert Enzyme, um die restlichen Nahrungsbestandteile noch in die Grundbausteine zu zerlegen. Aber bereits in ihm beginnt auch die Wiederaufnahme der Grundbausteine. Das ist ein aktiver Stofftransport, den die Zellen der Mikrovilli (kleine Fasern an Seeanemonen erinnernd) vornehmen. Diese nehmen aus dem Dünndarmbrei die Grundbausteine der Nährstoffe aktiv auf und schleusen sie in das Innere der Villi. Dort verlaufen kleinste Kapillaren der Pfortader und der Lymphgefäße. An diese geben die inneren Zellen die Grundbausteine. Dabei werden die Monosaccharide (zerteilte Zucker), die Aminosäuren und Nukleotide (zerteilte Eiweiße), sowie Vitamine und Mineralstoffe an das Blutsystem abgegeben. Von dort gelangen sie in die Leber, wo sie verarbeitet werden. Die Fette dagegen werden in Form ihrer Grundbausteine (Fettsäuren, Glycerin) an Lymphkapillaren übergeben, die in ein Chylusgefäß münden und von dort aus in den venösen Blutkreislauf gelangen. Im Krummdarm schließlich erfolgt die Wiederaufnahme der Grundbausteine. Jetzt sind etwa 90 Prozent der Nahrungsmittel verdaut und in Blut und Lymphe verschwunden, es bleibt noch ein Rest Unverdaubares (aus Zellulose, Wasser und jede Menge Bakterien, die sich in der Zwischenzeit gewaltig vermehrt haben). Im Dickdarm zersetzen diese Darmbakterien den unverdaulichen Rest. In einer Landschaft aus schlauchähnlichen Gebilden verbleibt der Rest noch weitere zwölf Stunden, um auch noch die allerletzten verwertbaren Nährstoffe herauszuholen. Wasser wird entzogen und die Konsistenz des Breis wird fester. Noch mal wird Schleim zugesetzt, damit ein weicher Abtransport sicher ist. In langsamen Wellenbewegungen wird der Darminhalt ständig bewegt und eingedickt. Alles wird zu einer Wurst geformt. Damit sie herauskommen kann, setzt eine reflexartige Zusammenziehung des Muskels am Darmende ein und gleichzeitig erschlafft der Schließmuskel, der

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Die Verdauung sonst alles gut unter Verschluss hält. Unterstützt wird dieses Zusammenspiel schließlich noch durch Pressen im Bauch. Was für eine Geburt!

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6 Ur-Skrophulose In der Ur-Skrophulose wird der Ich-Keim aus dem geformten Bereich der Anziehung mit dem Ätherkörper verbunden. Die Abbildung zeigt einen Mann mit seinem Ätherkörper:

Mit diesem Ätherkörper wird der Ich-Keim der Anziehung verschränkt.

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Die Entwicklungsphase entspricht der Entwicklung des Pflanzenreiches. Unsere Hämoglobinentwicklung verlässt jetzt das mineralische Reich und tritt als Chlorophyll in die Pflanze ein. Das Metall, das diese Phase der Entwicklung leitet, ist Magnesium. Das Säftesystem der Pflanze wird das spätere Lymphsystem. Analog entwickeln sich zwei Strukturen des Nervensystems: • das sympathische Nervensystem • das Kleinhirn Die Pflanze produziert auch die ersten Fette in Form von Wachsen. Das heißt, der Wille aus der Ur-Karzinogenie verwandelt sich in die Absicht. Aus Knochen wird Fett (dieser Zusammenhang wird deutlich, wenn ein Mensch nach einem Knochenbruch oder einer Operation am knöchernen System eine Fettembolie bekommt).

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6 Ur-Skrophulose

Der Lymphkreislauf

An das Verdauungssystem schließt sich das Lymphsystem an, das verdaute Anteile aufnehmen und weiter transportieren kann. Das Lymphsystem ist eine Summe von Kanälen, die durch den Körper ziehen. Es sieht ein bisschen aus wie Venedig. Das Lymphsystem übernimmt die verdauten Anteile aus dem Verdauungssystem und gibt sie an das Blut weiter. Damit das geschehen kann, muss der Mensch die Nahrung, die von außen kommt (Fremdkörper) erst durch einen langwierigen Prozess in etwas Körpereigenes verwandeln, das heißt, dass nach der Nahrungsaufnahme eine Umwandlung der Nahrungsstoffe stattfinden muss. Es handelt sich um eine Art Kochvorgang, nicht mit dem Ziel eine Speise zu schaffen, sondern eine Speise abzubauen. Das nennen wir Verdauung (siehe Ur-Karzinogenie). Die erste Berührung mit der Nahrung findet im Mund statt, in dem der Speichel gebildet wird. Die Wirkung des Speichels ist nicht rein physisch zu denken, sondern trägt bereits Anteile der feinstofflichen Kräfte des Menschen in sich. Diese feinstofflichen Kräfte, die im Menschen sich der Begegnung mit einem Außen entgegenstellen, nannten unser Vorfahren »die menschliche Form«. Die menschliche Form wird in der zweiten Ebene des Himmelreiches gebildet. In der ersten Ebene des Himmelreiches ist der Mensch noch formlos. In dieser wird der Ich-Keim des Ausgleiches geboren. In der geformten Ebene des Himmelreiches spaltet sich der Ich-Keim des Ausgleiches in seine beiden polaren Kräfte auf, es entsteht der Ich-Keim der Anziehung und der Ich-Keim der Abstoßung. Das sieht in etwa so aus:

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Der Lymphkreislauf

Nimmt der Mensch Nahrung zu sich, so begegnet dieses geformte Himmelreich der Nahrung, und damit setzen sich die Ich-Keime der Anziehung und Abstoßung mit der Nahrung auseinander. Auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass die Nahrung so aufgenommen (Ich-Keim der Anziehung) und ausgeschieden (Ich-Keim der Abstoßung) wird, wie es dem heranwachsenden Ich zuträglich ist. Die Ich-Keime leiten also von vornherein die Aufnahme und Ausscheidung der Nahrung, die dann gemäß der menschlichen Form einen Körper schaffen kann. Ohne die Beteiligung der Ich-Keime wäre dieser Prozess nicht möglich. Dass der Mensch eine physische Form annehmen kann, ist diesem Bereich des Himmelreiches zu verdanken, in dem die Grundlage des Formprinzipes zu Hause ist. Die Formbildung, zum Beispiel der Kristalle, findet ebenfalls in diesem Bereich des Himmelreiches statt. Erst diese formenden Kräfte sorgen für die Vielfalt unseres Daseins, indem sie allem was ist, die ihm gebührende Form verleihen. Im Unterschied zum Kristall besitzt der Mensch Ich-Keime, die die menschliche Form bewahren helfen. Um jedoch den höchsten der Ich-Keime zu erreichen, der bei der Bildung des Regenbogenkörpers aktiv wird, muss der Mensch seine menschliche Form verlieren, er wird dann formlos. Damit er formlos werden kann, muss er lange Zeit ein Pseudo-Image von sich aufgebaut haben, dass ihm dann zur Stütze wird. Dieses Pseudo-Image nennt Don Juan die »kontrollierte Torheit«.

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6 Ur-Skrophulose Im Kristall ist die Bildung der Individualität noch nicht auf die gleiche Weise möglich, wie im Menschen, weil beim Kristall eine Art Gruppen-Ich die »Gattung« Kristall leitet. Betrachten wir Kochsalz, so haben wir gelernt, dass unser Kochsalz aus Chlor, einem Gas, und Natrium, einem Metall, besteht. Wo sind in diesen beiden Substanzen die Formen zu finden, in denen Kochsalz erscheint? Wir werden sie vergeblich suchen. Kommen aber diese beiden Substanzen zusammen, dann findet eine Verbindung zum geformten Himmelreich statt, wo die entsprechenden Formkräfte abgerufen werden können. Das geformte Himmelreich ist wie eine riesige Datenbank, in der alle möglichen und unmöglichen Formen auf Abruf bereit stehen. Auf diese Weise hat jeder Prozess eine Matrix, auf die er zurückgreifen kann. Wie bereits gesagt, wenn die Nahrung in unserem Mund aufgenommen wird, stehen die Ich-Keime bereit und entscheiden, was zu tun ist. Der entsprechende Speichel wird produziert, und der Verwandlungsprozess kann beginnen. Beginnt die erste Verwandlung im Mund, so finden weitere im Verlauf der Verdauungspassage statt. Auf diese Weise sorgen die formenden Kräfte dafür, dass sich aus der Materie, die wir zu uns nehmen, lebendige Organe entwickeln können. Die Aufgabe, die Nahrungsmittel zu transformieren, übernimmt der Ätherkörper unter Anleitung der Ich-Keime. Der Ätherkörper bearbeitet die Nahrung, transformiert sie und verleibt sie dem physischen Körper in verwandeltem Zustande ein. Der Ätherkörper wurde in der Ur-Skrophulose geschaffen und wird auch Lebenskörper genannt. Er ist verantwortlich für unsere Lebendigkeit. So gehört der Prozess der Nahrungsverarbeitung heute zur Skrophulose, der Nachfolgerin der Ur-Skrophulose. Sind die Nahrungsmittel erst einmal umgewandelt, dann müssen sie weiter verarbeitet werden, sodass sie nach und nach den lebendigen Organen dienen können. Damit dieser Prozess ohne Komplikationen abläuft, müssen auch die höheren Körper, die vielleicht ebenfalls etwas Nahrung benötigen, ihre Finger bis in den Ätherkörper hineinstrecken, um den Prozess zu überwachen.

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Der Lymphkreislauf Gleichzeitig muss die Nahrung an unserem Inneren Planetensystem vorbei, an den geheimnivollen sieben Planeten Gehirn, Leber, Gallenblase, Milz, Herz, Lungen und Nieren. Das sympathische Nervensystem sorgt dafür, dass wir keinen Schimmer von diesem geheimnisvollen Prozessen haben. • Wenn Nahrung in den Körper kommt, muss sie sich zunächst mit den Kräften auseinandersetzen, die der menschlichen Form entsprechen. Das geformte Himmelreich besteht aus vier Bereichen: 1. Quelle der urbildlichen Gesetze (Saturnsphäre; Akasha) 2. Urbilder der Seele (Jupiter) 3. Urbilder des Geistes (Mars) 4. Urbilder der mineralischen Welt (Sonne) Das obere Himmelreich spiegelt sich vor allem im Mond. Der Mond spiegelt sich im Gehirn und an der Nasenwurzel. Geht die Nahrung durch die sieben heiligen Organe, so wird sie zwar transformiert, aber sie kann nicht als Quelle des Bewusstseins dienen, denn das sympathische Nervensystem verhindert das, und auch das Gehirn hilft uns wenig weiter, weil es mit dem ungeformten Bereich des Himmelreiches verschränkt ist. Es ist daher notwendig eine Verbindung zwischen den Inneren Organen und dem Rest des Körpers zu schaffen, der uns Bewusstsein schenken kann. Diese Aufgabe erfüllt das Gewebe. Das Gewebe ist ein Stoff, aus dem sich alle Organe entwickeln können. Es kann Muskeln bilden, Zähne, Knochen. Dieses bildungsfähige Gewebe entspricht dem Dasein der Pflanzen, die ohne Grenzsetzung ins Unendliche wachsen könnten. Pflanzenhaftes Wachstum bringt aber noch keine Bewusstheit. Damit der Mensch Bewusstsein erwerben kann, muss er etwas entwickeln, das in der Lage ist, die Inneren Prozesse zu spiegeln, damit er sie sich anschauen und erleben kann. Erlebnisse kommen zustande durch Absonderungsprozesse. So muss das Gewebe, wenn es bewusst werden will, Absonderungsprozesse produzieren. Die Auffangstationen der Absonderungen aus den Geweben nennen wir Lymphgefäße. In das Lymphsystem münden alle Prozesse, die mit einem dumpfen Bewusstsein zu tun haben.

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6 Ur-Skrophulose Finden wir im Blut Bewusstseinsprozesse höherer Art, so sind die Bewusstseinsprozesse der Lymphe noch primitiv und dumpf. In der Lymphe fühlt der Mensch seinen eigenen physischen Körper. Durch die Lymphe kann der Mensch also auch Zugang zu den Bereichen bekommen, die ihm ansonsten verborgen blieben. Das Bewusstsein, das die Lymphe vermittelt, ist allerdings so dumpf, dass es vom Tagesbewusstsein leicht übertönt und überstrahlt wird. Diese Form des Bewusstseins kann auch das sympathische Nervensystem nutzen. Würde der Mensch nur in seinem Inneren leben, wäre das der Zustand, in dem er leben würde. Ein Leben als Auster vielleicht. Damit sich das Ich-Bewusstsein entwickeln kann, reicht diese Form des Insich-selbst-versunken-seins nicht aus. Der Mensch muss sich nach außen öffnen. Dadurch, dass der Mensch Nahrung von außen aufnehmen muss, ist schon eine gewisse Öffnung nach außen gegeben. Noch mehr geschieht es allerdings durch den Atmungsprozess. Auch hier tritt der Mensch in Kontakt mit seiner Außenwelt. Das Bewusstsein des Menschen ist daher eine Paarung aus einem dumpfen Lymphbewusstsein und der Fähigkeit, mit seiner Welt in Kontakt zu treten. Dadurch erst verlässt der Mensch sein Pflanzendasein und kann beginnen ein Ich aufzubauen. Das Ich entwickelt sich durch die Widerstände im eigenen Inneren und die Widerstände, die ihm außen entgegengesetzt werden. Wenn also die Nahrung in den Körper gelangt, so kommt sie mit der Kraft des Ätherkörpers in Berührung, was zur Folge hat, dass die Nahrung lebendig wird (Ätherkörper = Lebenskörper). Nach der Begegnung mit dem Ätherkörper steht die Nahrung vor dem Inneren Weltensystem, den heiligen sieben Organen. Diese Begegnung ist notwendig, damit der Mensch über sein Pflanzendasein (Ätherkörper) hinauswachsen kann. Diese heiligen Organe haben einen Bezug zu den Planeten und damit zur Sternenwelt (Astral). Wir können daher sagen, dass die Nahrung dann in Berührung kommt mit dem Astralkörper, dem Sternenkörper in uns. Durch die Arbeit des Astralkörpers wird die Nahrung immer mehr dem eigenen Organismus angepasst.

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Der Lymphkreislauf Ziel ist, dass auch das Ich seinen Anteil am Verdauungsprozess hat, und das geschieht durch Begegnung der Nahrung mit dem Blut. Dazu wird das Blut in die Organe geleitet, die vom Inneren Weltensystem gebildet werden. Als rotes Blut ernährt es die Organe und verwandelt sich dadurch in blaues Blut, das aber die Erfahrung der Begegnung mit der Nahrung mit sich nimmt. Wichtig bei der Erkenntnis sind immer Widerstände, die auch dem Blut entgegengestellt werden. Das Blut tritt durch das Pfortadersystem in die Leber ein. Dort erfährt es einen großen Wandlungsprozess, an dessen Ende die Galle steht. Die Galle wiederum fließt in das Verdauungssystem zurück und hat Anteil an der Verdauung der Speisen. Man könnte sagen, dass hier verwandeltes Blut wieder verwandeln hilft. Im Verdauungssystem wird die Welt langsam verwandelt, damit sie mit dem Ich in Kontakt treten kann. So gesehen trifft die Welt in der Galle bereits auf ein verwandeltes Ich, und trifft auf diese Weise das eigene Schicksal. • Es trifft das zukünftige Ich auf das gegenwärtige Ich. Wir kennen diese Problematik auch von der Hämoglobinbildung. In seiner pflanzlichen Stufe ist das Hämoglobin noch Chlorophyll. Doch dieses Blattgrün kann nur arbeiten, wenn irgendwo Eisen in der Nähe ist, obwohl Eisen beim Atmungsprozess des Chlorophylls keine Rolle spielt. Es muss da sein, überwachen und leiten. • Auch hier trifft das zukünftige Ich auf das Gegenwärtige, oder aus unserer Sicht vergangene. Diese Ereignisse sind kein Sonderfall, wenn wir uns die Lebensgeschichte eines Menschen anschauen. Immer wieder müssen wir feststellen, dass unser zukünftiges Ich unser jetziges anleitet, seine Entwicklung voranzubringen. Das ist die Begegnung der Galle mit dem Verdauungssystem oder von Clorophyll und Eisen. Wir sprachen von verschiedenen Zeiten, die der Mensch durchläuft. Wir unterscheiden göttliche Zeiten von menschlichen. In den göttlichen Zeiten wird der Mensch durch Gott geleitet, in den persönlichen Zeiten leitet er sich selbst.

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6 Ur-Skrophulose In dem Buch »Brücke über die Zeit« erzählt Richard Bach, der Autor der Möwe Jonathan, mehrmals über die Begegnung eines zukünftigen Ichs mit dem vergangenen oder gegenwärtigen Ich. Wenn wir also ein Gefühl für diese Art der Begegnung bekommen wollen, lohnt es sich, das Buch zu lesen. Wir haben in der persönlichen Zeit Jahre, die der Zukunft gewidmet sind Jahre des Übergangs und Jahre der Vergangenheit. In diesen Zeiten ist es daher kein Problem, dass die Zukunft die Vergangenheit anleitet. Das gleiche Phänomen treffen wir in der Gallenblase. Für die aufgenommene Nahrung wirken durch die Gallenblase Kräfte der Zukunft auf das zu Verdauende ein. So ist der Mensch in einem Kreislauf zwischen Vergangenheit und Zukunft eingewoben, in dem die Zeit auch einmal rückwärts laufen kann. Das ist vor allem in den so genannten weiblichen Sternzeichen der Fall: • Stier, Widder, Fische, Wassermann Auch hier läuft die Zeit rückwärts. Der Widder wiederum, wird genauso von Mars regiert, wie die Gallenblase, sodass wir auch hier ähnliche Kräfte vermuten können. Wenn die Zeit rückwärts läuft, sprechen wir von einer »Absichtserkrankung«, weil rückwärtslaufende Zeit für die Absicht normal ist. Der Wille hat eine in die Zukunft laufende Zeit, er baut die Vergangenheit ab, und baut aus deren Materialien unsere Zukunft auf. Die Absicht hat eine in die Vergangenheit laufende Zeit, sie baut die Zukunft ab und formt daraus die Vergangenheit. Die Gallenblase ist ein Absichtsorgan, sie baut die Zukunft ab und kümmert sich um ihre eigene Vergangenheit. Schwierigkeiten bekommt die Gallenblase immer dann, wenn sich der Absicht etwas in den Weg stellt. Dann entsteht ein Rückstau der Galle, wodurch Gelbsucht entstehen kann. Die Gallenblase ist ein Organ, in dem das umgewandelte Ich, direkt den Verdauungsprozess beeinflussen kann. Will die Galle dieser lebendigen Nahrung entgegentreten, so kann sie das nur, wenn sie ebenfalls lebendig ist. Die Gallenblase steht mit der Leber (Leben) in Verbindung, diese wiederum mit der Milz (Gallenblase - Mars, Leber - Jupiter, Milz - Venus).

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Der Lymphkreislauf Diese drei Organe haben die Aufgabe, den Ernährungsstrom so umzuarbeiten, dass er fähig wird, zu höheren Stufen der menschlichen Organisation aufzusteigen. Sie versorgen zudem die Organe im Weltensystem, die sich der Außenwelt gegenüber aufschließen. Vor allem das Herz, die Lungen, das Verdauungssystem selber und die Sinnesorgane des Kopfes (Herz - Sonne, Lungen - Merkur, Gehirn - Mond. Alles innere Erleben ist mit einem Absonderungsprozess verbunden. Leber, Galle und Milz haben aber zunächst nicht viel mit Absonderungsprozessen zu tun, sie sondern zwar Stoffe ab, diese aber haben wiederum mit der Ernährung zu tun. Sie vermitteln vielmehr das aufsteigende Leben, die Milz die Vergangenheit, die Leber die Gegenwart und die Galle die Zukunft. Diesen drei Organsystemen gliedert sich das Herz als viertes an. Durch den Blutkreislauf, der sich nach außen öffnet, erhält der Mensch sein Ich-Bewusstsein. Der Mensch könnte aber dieses Bewusstsein nicht mit sich selbst in Beziehung setzen, hätte er nicht in seinem Inneren ein dumpfes Bewusstsein, repräsentiert durch das Lymphsystem. Damit dieses Ich-Bewusstsein sich aber als Ich erkennen kann, braucht es als Basis der Ich-Erkennung das dumpfe Lymphsystem und die Ausscheidungsorgane Lunge (Kohlensäure) und Niere (Harnstoff) (Merkur, Saturn). Wir könnten daher einen aufsteigenden Prozess unterscheiden: • Milz, Leber, Galle (Venus, Jupiter, Mars) und einen absteigenden Prozess • Lunge, Niere (Merkur, Saturn). Das Herz steht als Sonne im Mittelpunkt zwischen dem inneren Menschen (Milz, Leber, Galle ) und dem äußeren Menschen (Lunge, Niere). So wie die Leber sich als Galle äußern kann, kann die Lunge sich als Kehlkopf äußern. So sind sowohl die Galle als auch der Kehlkopf »Äußerungsorgane«. Die Leber verhält sich zur Gallenblase, wie die Lunge zum Kehlkopf. Die Galle steht in Beziehung zum vorderen Teil des Gehirns (Mond) (Hypophysenvorderlappen), wie auch die Leber (Hypophysenhinterlappen). Die Milz steht in Beziehung zum Hinterkopf (Mond) (Epiphyse). Im menschlichen Organismus trifft Altes auf weniger Altes. Im Blutsystem sehen wir ein weiterentwickeltes altes Lymphsystem.

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6 Ur-Skrophulose

Abbildung 6.1: 7 Heilige Organe

Das Lymphsystem hat keine Beziehung zur Außenwelt, und kann daher nicht die Form von Bewusstsein entwickeln, die das Verdauungssystem oder das Blut haben. Wäre das Lymphsystem nicht so von der Außenwelt abgeschottet, dann würde es sich weiter zum Blut entwickeln können. Durch diese geringe, aber vorhandene Bewusstheit kann unser heutiges Bewusstsein erkennen, dass es schon viel bewusster geworden ist. Es ist, wie in der Fotographie, indem ein weißes Blatt Papier als »Weißabgleich« dient, auf den alle anderen Farben sich beziehen, setzt sich unser BlutBewusstsein mit dem Lymph-Bewusstsein in Beziehung, um sich selbst zu erkennen. So wie ein Fisch das Wasser nicht erkennen kann, wenn er im Wasser schwimmt, würden wir unser Bewusstsein nicht erkennen können, gäbe es das Lymphbewusstsein nicht. Das Lymphsystem ist eng verbunden mit dem materiellen Stoff, der unter der Anleitung unserer Ich-Keime nach den verschiedenen Aufschlüsselungen vor allem in der Lymphe landet. Wie auch das Blutsystem ist die Lymphe ein echter Kreislauf, mit all seinen Verzweigungen. Wird der Blutkreislauf aktiv vorangetrieben, so ist der Kreislauf der Lymphe eher passiv. Wir können den Lymphkreislauf grob in zwei Teile teilen: 1. Der eigentliche Lymphkreislauf. Er beginnt in den Organen und fließt

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Der Lymphkreislauf durch Lymphgefäße, bis er im linken Venenwinkel ins Blutsystem mündet. 2. Danach verbirgt sich der Lymphkreislauf im Blutkreislauf und kommt auf diese Weise wieder zu den Organen. Wenn die Nahrungsstoffe die erforderliche Wandlung durchgemacht haben, heißen sie Chylus. Dieser läuft durch den Dünndarm und wird von seinen Zotten aufgesogen, geht dann in die Chylusgefäße und von da in den Brustkanal (Ductus thoracicus). Darauf wandelt sich der Chylus zum Lymphkreislauf, durch den er später in den Blutkreislauf gelangt. • Der Lymphkreislauf kann auch Kreislauf des Stoffes genannt werden oder der Kreislauf der materiellen Erneuerung. Betrachten wir den Luftkreislauf, so haben wir es mit einem zweiten Kreislauf zu tun, wenn der Organismus Eindrücke empfängt, entsteht ein dritter Kreislauf. Der materielle Kreislauf findet sich im Bauch, der Kräfte-Kreislauf in der Brust und der Sinnes-Kreislauf im Kopf. Damit der Stoff sich in Chylus verwandeln kann, sind drei Schritte notwendig, die von den drei Gesetzen gesteuert werden, die wir bereits kennen, 1. Nahrungsaufnahme (Gesetz der Anziehung). 2. Nahrungsumwandlung; während dieser erleiden die Substanzen bestimmte Verwandlungen mit dem Zwecke, sie alle in Chylus zu verwandeln. Dieser scheidet die Fremdstoffe aus, um selbst aufgenommen (assimiliert) werden zu können. Die assimilierbaren Substanzen werden durch die Eingeweide und die Chylusgefäße absorbiert (Gesetz des Ausgleiches). 3. Ausscheidung; die nicht verdaubaren Stoffe werden ausgeschieden (Gesetz der Abstoßung). Diese drei Perioden entsprechen genau der Ein- und Ausatmung. Tatsächlich sind die Nährstoffe der eingeatmeten und die Auswurfstoffe der ausgeatmeten Luft analog. Erster Abschnitt (Gesetz der Anziehung) Der erste Abschnitt des Kreislaufes erstreckt sich vom Mund bis zum Zwöffingerdarm, und die Nährstoffe durchlaufen allmählich die folgenden Organe: 1. Mund. Die Stoffe verändern sich (Beginn der Verdauung)

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6 Ur-Skrophulose 2. Schlund und Speiseröhre 3. Magen und Zwölffingerdarm (Verwandlung in Chylus) Zweiter Abschnitt (Gesetz des Ausgleiches) Im Dünndarm findet die Verteilung des Chylus statt. Die Fettstoffe sind verschmolzen. Die Chylusbildung kommt zustande. Dann beginnt die Aufsaugung (Absorption) der assimilerbaren Stoffe. Sie gehen zu den Chlylusgefäßen. Dritter Abschnitt (Gesetz der Abstoßung) Das Verdauungssystem zerfällt in drei Pole mit unterschiedlicher Funktion. Der Mund nimmt auf, der After scheidet aus. Die Speiseröhre führt die Stoffe zum Magen, der Dickdarm führt die Stoffe zum After. Der Weg geht also folgendermaßen weiter: 1. Blinddarm (Hüter der Schwelle) 2. Mastdarm 3. After Wir finden also keinen einheitlichen Organismus vor, sondern Organsysteme die älter sind und andere, die jünger sind. Die älteren hatten früher oft eine andere Funktion und sind in ihre neue erst hineingewachsen. Wir finden diese Entwicklungen, wenn wir ein Embryo betrachten. Wenn wir unsere äußere Begrenzung, die Haut und auch die Funktion der Sinnesorgane anschauen, dann sind diese sehr kompliziert, sodass wir davon ausgehen müssen, dass diese eine lange Zeit der Reife brauchten, also sehr alt sind. Daher ist das, was wir außen haben, bereits eine Umwandlung von etwas anderem. Die äußere Haut scheint etwas umgewandeltes Anderes zu sein, wie das Gehirn ein umgewandeltes Rückenmark, und das Blutsystem ein umgewandeltes Lymphsystem. Das Rückenmark und Lymphsystem früherer Abschnitte hatte eine aufsteigende Tendenz, das heutige Rückenmark und Lymphsystem haben eine absteigende.

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Der Lymphkreislauf Die Umwandlung von Ernährungs- und Blutsystem kommt durch den Kontakt nach außen zustande. Die Keimanlage des Embryo besteht zunächst aus drei Keimblättern einem äußeren, Ektoderm, einem Inneren – Entoderm und einem mittleren – Mesoderm. Das Mesoderm hat wiederum eine Doppelstruktur, es zeigt eine äußere und eine innere Lage. Das äußere Keimblatt (Hautsinnesblatt) geht durch Umwandlung aus dem äußeren mittleren Keimblatt hervor. Das äußere mittlere Keimblatt wäre das Analogon zum alten Rückenmark, oder zum alten Lymphsystem. Das innere Keimblatt entwickelt sich aus dem inneren Mesoderm zum Darmdrüsenblatt. In der Entwicklung des Embryos haben wir daher eine Umwandlung der beiden Blätter des Mesoderms zu ausgereifteren Stadien zu sehen, zu Endo- und Ektoderm. Das Mesoderm stellt daher den ursprünglichen Zustand dar, Endo- und Ektoderm sind die Weiterentwicklungen. Die menschliche Keimanlage fließt aus der weiblichen und der männlichen Keimanlage zusammen. Eine Neuentwicklung kann nur durch den lebendigen fruchtbaren Austausch dieser beiden Keimanlagen geschehen. Wir können daher davon ausgehen, dass in den Keimanlagen das getrennt vorhanden ist, welches gemeinsam die Grundlage des menschlichen Organismus darstellt. Würde nur die weibliche Keimanlage existieren, könnte sich nur das Innere des Menschen entwickeln, würde nur die männliche Keimanlage existieren, nur das Äußere. Beide Keimanlagen sind daher nur lebensfähig, wenn sie zusammenwirken, jede einzelne würde nur den Tod bringen. Wir haben gehört, dass das Knochensystem das härteste, irdischste der Organsysteme ist, während das Blut das regsamste darstellt. Im Blut waltet die Wärme, die den unmittelbarsten Ausdruck des Ich darstellt. • Der Erwärmungsprozess ist das Höchste. In den Wärmeprozess greift unser Ich unmittelbar ein. An den Wärmeprozess sind Wille und Absicht direkt gebunden. Wir fühlen daher, dass wir anders werden, wenn sich unsere innere Wärme ändert.

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6 Ur-Skrophulose An der Wärmebildung hat nicht nur die Wärme im Blut Anteil sondern auch die Verdauungswärme. Der Erwärmungsprozess steigt aus dem physischen Körper bis in das Ich hinein, ist demnach ein aufsteigender Prozess. Die Wärme geht bis hinauf in das Seelische, in das Geistige und verwandelt diese. Nur aufgrund dieser Wärmeentwicklung kann sich auch der Regenbogenkörper entwickeln. Der Regenbogenkörper ist das Höchste, das Schönste, das der Mensch entwickeln kann. Wird die Wärme im Menschen auf die rechte Weise umgewandelt, dann entsteht aus der inneren Wärme Mitgefühl und Interesse für andere Wesen. Wenn wir durch die Prozesse des menschlichen Organismus hindurchgehen und aufsteigen, bis zum höchsten Punkt, so schreiten wir durch das Tor, in dem die menschliche Form aufgelöst wird, bis hinein an den Punkt, wo die Wärme des Blutes verwandelt wird zu Mitgefühl und Interesse, bis wir teilhaben am gesamten Universum. Der Adler gab uns die Wärme, um sie umzuwandeln und durch die Wärme frei zu werden, frei durch unser lebendiges Mitgefühl. Die Tätigkeit des menschlichen Organismus ist dabei nichts anderes als eine Heizdecke für den Geist. Alle physischen Prozesse finden ihre Vollendung in der Blutwärme, die in lebendigem Mitgefühl in die Welt strahlt und dabei alles verwandelt. Nichts in der Welt geht verloren. Was wir als Früchte auf der Erde errungen haben, wird weitergetragen in die Ewigkeit. Auf diese Weise wird Physiologie zur Ewigkeit.

Der Sympathikus Betrachten wir unsere Wirbelsäule, so erscheint auf jeder Seite eine Reihe Nervenganglien, die von oben nach unten eine ununterbrochene Kette bilden. In diese Ganglien münden Nervenfäden ein, die aus dem Mark entspringen, während Verzweigungen mit neuen Ganglienkörpern von da zu den Organen gehen, das heißt zu den Eingeweiden und Gefäßen. Auf diese Weise setzt sich der große Sympathikus anatomisch betrachtet zusammen: eine Reihe von Ganglien, die durch Verbindungsfäden zusammenhängen.

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Der Sympathikus

Abbildung 6.2: Großer Sympathikus nach Alavoine

1. Herzgeflecht 2. Vordere Nervenfäden der Hirnganglien 3. Unteres Hirnganglion 4. Mittleres Hirnganglion 5. Oberes Hirnganglion 6. – 11. Rückenmarksganglien 7. Halbmondförmiges Ganglion 8. Eingeweidegeflecht 9. Bauchgeflecht 10. Eingeweidegeflecht

Wie sich in den einzelnen Lymhknoten der Stoff speichern kann, so kann sich in den Ganglien Energie speichern, die dann kontinuierlich an zum Beispiel das Verdauungssystem abgegeben werden kann. • Die Ganglien des Sympathikus sind Reservezentren, die eine ununterbrochene Enervierung ermöglichen. Vor allem die Ganglien die in einen Plexus zum Beispiel das Sonnnengeflecht münden, sind dabei von entscheidender Bedeutung, sie sind die Assistenten

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6 Ur-Skrophulose des Plexus. Abbildung 6.3: Nervöser Kreislauf des großen Sympathikus

1. Vordere graue Markmasse 2. Fäden aus dem großen Sympathikus 3 – 3 – 3. Ganglien 4. Plexus 5. Fäden, die zu den Organen gehen 6. Glattfaserige Organe 7. Empfindungsfäden des großen Sympathikus, die zur hinteren grauen Markmasse gehen Anatomisch gesehen ist der große Sympathikus kein genau abgegrenzter Teil des Nervensystems, weil jedes Ganglion wiederum mit vielen anderen in Beziehung steht und es wiederum Fäden gibt, die Informationen an das Gehirn weiterleiten. Man weiß, dass der Sympathikus vorübergehend die Funktion des Gehirnes übernehmen kann, aber das ist nicht als Dauereinrichtung gedacht, eher in

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Der Sympathikus Notsituationen, zum Beispiel, wenn jemand im Koma liegt. Die Abbildung 6.3 auf der vorherigen Seite zeigt die verschiedenen Eigenschaften, die der große Sympathikus hat. Die Zahlen und Pfeile geben die Stromrichtung an. Die punktierte Linie, die in der grauen hinteren Wirbelsäule endet, bezeichnet schematisch die Empfindungsvermittlungen im großen Sympathikus. Der Sympathikus kann zum Hauptnervensystem werden, wenn sich das normale Nervensystem aus dem Blut zurückzieht. Das Nervensystem, gibt normalerweise seine Eindrücke an das Blut ab. Dazu muss es in das Blut eintauchen. Durch eine Verschiebung des Montagepunktes kann sich aber das Nervensystem aus dem Blut herausheben. Wenn dies geschieht, kann das Nervensystem seine Eindrücke nicht mehr an das Blut weitergeben, die Eindrücke stauen sich im Nervensystem zurück, und der Mensch bekommt Zugang zur Anderswelt. Der Körper wird plötzlich nicht mehr als Ich empfunden, sondern als Du. Der Mensch ist sich plötzlich selber fremd. Das ist der Moment, in dem der Mensch beginnen kann seinen Doppelgänger aufzubauen. Normalerweise nimmt das Ich seine Eindrücke aus dem Blut und hier vor allem aus dem Eisen des Hämoglobins. Wenn der Mensch außerhalb seines Körpers leben will, muss dafür ein Ersatz geschaffen werden. Das geschieht zunächst durch eine enge Beziehung zur anorganischen Welt. In der Terminologie Don Juans müssen wir mit dem »Verbündeten« ringen. Der Verbündete ist ein anorganisches Wesen und gehört daher zur anorganischen Welt. Dadurch führen wir eine Art Doppelleben. Um den Doppelgänger ins Leben zu bringen ist vor allem das Träumen geeignet, unter Umständen unterstützt von unserem Homunkulus-Pegeminat. Wenn der Doppelgänger zum Leben erweckt werden kann (denken Sie in diesem Zusammenhang an das magische Quadrat der 19) kann er für eine Zeit als Heim für unser Ich dienen, bis wir die nächste Stufe erreichen, die Bildung eines Eisen-Zentrums (Gurdjieff spricht hier von einem magnetischen Zentrum), an das sich unser Ich heften kann. Dieses Eisen-Zentrum bildet sich außerhalb des physischen Körpers und dient als Anhaftungsstelle für das heimatlose Ich.

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6 Ur-Skrophulose

Abbildung 6.4: Magisches Quadrat der hintergrundstrukturen.de

19

von

der

Seite

Auf diese Weise kann der Mensch beginnen die geistige Welt kennenzulernen, in der Trennungen oft nur Illusionen sind. Hat sich die Welt der äußeren Sinne vom physischen Organismus entfernt, so bleiben aber noch die inneren Sinne, repräsentiert durch die Organe Milz, Leber und Gallenblase. So bekommt die innere Welt gegenüber der äußeren ein Übergewicht, da die Ausbalancierung durch die äußere Welt nicht mehr gegeben ist. Stattdessen macht sich die innere Welt über die üblichen Maße bemerkbar. Betrachten wir die Bereiche im oberen Teil der Grafik (Gehirn, Sinnesorgane ≈ Sinneseindrücke), so ist die Verbindung nicht mehr so intensiv zu den unteren Bereichen (Milz, Leber, Galle ≈ innere Eindrücke), sodass sich das System nach unten verschoben hat, dadurch dicker wirkt als der obere Bereich. Die Innenwelt ist eine gestauchte Außenwelt, die aber nicht nach außen gucken kann, weil ihr dazu die Sinnesorgane fehlen. Das Blut bekommt also nicht mehr die volle Breitseite an Informationen von Außen- und Innenwelt, sondern nur noch die Informationen der Innenwelt und das, was die Innenwelt von der Außenwelt denkt (Blinde und Taube sprechen stumm über die Welt!). Damit sich die innere Welt dem Blut mitteilen kann, braucht sie ebenfalls ein Nervensystem, denn die innere Welt muss zunächst auf ein Nervensystem wirken, das seine Eindrücke dann dem Blut mitteilt, wie es ursprünglich auch beim Gehirn war. Diese Aufgabe übernimmt das sympathische Nervensystem.

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Der Sympathikus

Abbildung 6.5: Die Welten

Das sympathische Nervensystem läuft zunächst parallel zum Rückenmark. Von dort aus breitet es sich netzförmig aus, um den gesamten Organismus zu durchziehen. Ein wichtiger Teil dieses Netzes, das mit Milz, Leber und Galle in Verbindung steht, nennen wir »Sonnengeflecht«. So bekommt das sympathische Nervensystem bei einem sich entwickelnden Menschen eine viel größere Bedeutung, vor allem das Sonnengeflecht, als bei einem normalen Menschen. Der Mensch beginnt vermehrt von Innen heraus zu leben, da die Informationen aus dem Gehirn nicht mehr 100%ig auf das Blut übertragen werden können. So beginnt der sich entwickelnde Mensch die Welt über das Sonnengeflecht wahrzunehmen, er wird »sympathischer«. Während seiner Entwicklung ist sich der Mensch daher seiner Fortschritte im Bereich des Gehirns nicht bewusst, weil sich nur noch wenige seiner Erfahrungen im Blut wiederfinden. Andererseits aber drängt sich die Arbeit des Sonnengeflechtes in den Vordergrund, und der Mensch beginnt die Welt über seine inneren Organe wahrzunehmen.

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6 Ur-Skrophulose Der Sympathikus ist nicht für kurzfristige Erlebnisreize konzipiert worden, sondern für langwierige Aufgaben. Daher brauchen diese Zellen eine besondere Struktur. Wie im Lymphsystem die Lymphknoten, arbeiten im Sympathikus auch Knotenbildungen, die wir Ganglien nennen, Man könnte meinen, dass diese Ganglien kleine Mini-Gehirne sind, die direkt in den Nervenfaden eingeschleust wurden. Wir finden diese Ganglien überall, wo eine ständige Bewegung notwendig ist, zum Beispiel im Verdauungssystem. Der Sympathikus arbeitet netzartig. In dieses Netz sind viele Schaltstellen eingebaut, es hat hier noch keine Zentralisierung (Gehirn) stattgefunden. Vergleichbar ist das sympathische Nervensystem mit dem Internet, das ebenfalls ein Netzwerk darstellt, die Ganglien sind dann die verschiedenen Server.

Kreislauf der nervösen Erneuerung – Das Kleinhirn Das Nervensystem hat eine ähnliche Beziehung zur Kraft, wie das Lymphsystem zum Stoff. Wo aber kommt diese Nervenkraft her? Eine vielpolige Nervenzelle besitzt als Charakteristikum eine besondere Erregbarkeit. Kraft und Stoff werden im Blut transportiert und sorgen unter anderem dafür, dass diese besondere Erregung nicht unterbrochen wird. Die Stofferneuerung findet durch die Ernährung statt, die dann über das Lymphsystem ins Blut gelangt. Ein Teil der Krafterneuerung durch Sauerstoff findet durch die Lungen statt, der direkt ins Blut gelangt. Wir sehen hier einen aufsteigenden Prozess: • Verdauung findet im Bauch statt • Sauerstoffaustausch findet in der Brust statt Gehen wir den Weg weiter hoch, müsste die Nervenkrafterneuerung im Kopf stattfinden. Im Kopf finden wir den bewussten und den psychischen Kreislauf. Die Hirnhälften, das Zwischenhirn, das limbische System, die Hirnbasis sind daran beteiligt.

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Kreislauf der nervösen Erneuerung – Das Kleinhirn Ganz hinten in der letzten Ecke gibt es noch einen Teil des Gehirns, der uns interessieren sollte – das Kleinhirn. Das Kleinhirn weist Nervenzellen auf, die ganz verschieden von der gewöhnlichen grauen Substanz sind. Sie haben Ähnlichkeit mit den Nervenzellen der Ganglienzellen. Sie werden Purkinje-Zellen genannt. Purkinjezellen sind multipolar und verwenden die Gamma-AminoButtersäure (GABA ≈ Gamma Amiono Butter Acid) als Neurotransmitter. Sie befinden sich in der Kleinhirnrinde. Sie sind die größten Zellen des Kleinhirns, und einige der größten Nervenzellen überhaupt. Ihr Zellkörper ist groß, und sie sind einschichtig angeordnet. Der Dendritenbaum, der von ihnen ausgeht ist weit verzweigt. Durch diese Anordnung lässt sich die Kleinhirnrinde in drei Zonen unterteilen: • Molekularschicht (Stratum molekulare) ≈ Äste • Purkinjezellschicht (Stratum purkenjense) ≈ Körper (Stamm) • Körnerzellschicht (Stratum granulosum) ≈ Wurzeln Betrachten wir das System des Kleinhirns, dann ist die Wortwahl erstaunlich: Baum; Kletterfasern; Moosfasern. Das alles klingt nach Pflanzenwelt. Wenn wir im Reptiliengehirn unsere Vorfahren erkennen können, die zum Hämocyanin-System gehören, und im Säugetierhirn die Evolution zu den Hämoglobinwesen, so haben wir im Kleinhirn die Welt des Chlorophylls. Chlorophyll ist in der Lage Sonnenlicht in Energie umzuwandeln und etwas analoges geschieht hier im Kleinhirn. Seit 1865 betrachtete Luys1 das Kleinhirn als ein die Nervenkraft erzeugendes Becken und gründete diese Behauptung auf zahlreiche Beweise aus der 1 Dr. Jul. Bernh. Luys wurde am 17. August 1828 in Paris geboren und starb am 21. August 1897 in

Divoune. Seit dem Jahre 1857, in welchem er das Doktorat erwarb, veröffentlichte er wichtige Arbeiten, darunter eine sehr bedeutende über die erblichen Krankheiten (1863). Lange Jahre war er Chefarzt der Salpétriere (berühmtes Hospital in Paris) und stellte als Frucht dieser Tätigkeit eine Reihe von Lehrsätzen über Erkrankungen des Nervensystems auf. Ein Magnetiseur veranlasste ihn in Lyon, Experimente über den Magnetismus anzustellen. Auf diese Weise wurde der Anstoß zu einer unermesslichen Zahl höchst bedeutsamer Entdeckungen gegeben, die er in Lehrsätzen formulierte. Mittels Suggestion und unter Anwendung von Magneten wies er wissenschaftlich nach, dass es möglich sei, Krankheiten in den Hypnotisierten zu übertragen. Dr. Luys hinterließ eine große Zahl wichtiger Werke über den Bau und die Verrichtungen des Gehirns und Nervensystems, sowie verschiedene andere über den Magnetismus, die großen Ruf erlangt haben.

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6 Ur-Skrophulose Physiologie. Außerdem wurden sie durch die Versuche unterstützt, die verschiedene Gelehrte über das Kleinhirn anstellten. Hier ein Zitat von Luys: Bis jetzt sahen wir im Kleinhirn einen Apparat, welcher einen eigenartigen nervösen Strom erzeugt; derselbe sammelt sich ununterbrochen und verteilt sich gegen die Bewegungszentren der Spinalachse hin in einer Form eines konstanten Stromes mit Hilfe ausführender Kleinhirnfasern; er ist gleichmäßig über beide Körperhälften verteilt, und die Einheit der Bewegungen leitet sich lediglich daher; es genügt, seinen Lauf auf einer Seite des Körpers zu unterbrechen, und man wird plötzlich entweder Bewegungen eines Reiters oder einer rotierenden Achse gewahr, oder ähnliche Erscheinungen, die einzig auf die ungleiche Verteilung der Seitenkräfte als Ursache zurückzuführen sind, welche sich in die Bewegungszentren der Spinalachse verzweigen, und auf das Übergewicht der einen von ihnen zeigen. Durch die nervliche Pflanze wird der Nervenstrom erzeugt. Somit haben wir drei Zentren und ihre Organe: • Stoff: Verdauungssystem – Lymphe – Blut • Sauerstoff: Lunge – Blut • Energie: Blut – Kleinhirn Das Zusammenspiel mit dem Kleinhirn zeigt die Grafik. 1. Verwandlung der allgemeinen Kraft des Blutes im Kleinhirn in Nervenkraft. 2. Verteilung dieser Kraft in den grauen Bewegungszentren des Hirns und Rückenmarks; obere und untere Ansätze im Kleinhirn. 3. Verdichtung dieser Kraft in den Ganglien des großen Sympathikus.

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Kreislauf der nervösen Erneuerung – Das Kleinhirn

Abbildung 6.6: Erneuerungskreislauf der Nervenkraft (nach Dr. Luys’ Theorie)

1. Kleinhirn 2. Oberes Kleinhirn-Stielchen 3. Ganglion des großen Sympathikus 4. Vorderes Mark (graue Substanz) 5. Vorderhirn 6. Hinterhirn 7. Blutkreislauf 8. Unteres Kleinhirn-Stielchen

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7 Die Ur-Psora In der Ur-Psora wird der Ich-Keim aus dem geformten Himmelreich (Abstoßung) mit dem Astralkörper verbunden. Es ist die Phase der Meerestiere, der Schalentiere, die Phase von Muscheln und Krebsen. Diese Tiere haben die Weiterentwicklung des Chlorophylls in sich, das Hämocyanin (die Weiterentwicklung des Aquamarins). Es ist die Zeit des Exoskeletts. Es ist die Zeit des Fühlens und der damit verbundenen Eiweißproduktion. Es bildet sich das Nervensystem als reflexhaftes Nervensystem, das bei uns vor allem im Rückenmark lokalisiert ist.

Gehirn und Rückenmark Betrachten wir das Skelett des Menschen, so können wir eine Zweiheit erkennen. Es gibt Bereiche in unserem Körper, die vollkommen abgeschlossen sind, andere sind es nicht. Abgeschlossen sind das Gehirn (a) und das Rückenmark (b). Das Rückenmark ist geschützt durch die Wirbelkörper, das Gehirn durch die Schädelknochen. Die wichtigsten Bereiche unseres Daseins scheinen sich von der Welt abzuschotten wie die Perle in einer Auster. Diese Bereiche bilden eine in sich geschlossene Ganzheit. Alles Übrige steht mit dieser Ganzheit in lockerer Verbindung, die erst diesen Panzer durchbrechen muss, um Zugang zum Allerheiligsten zu finden. Wir könnten den Menschen also einteilen in Bereiche • innerhalb des Panzers • außerhalb des Panzers Das, was innerhalb des Panzers liegt, kann wiederum unterteilt werden in • Gehirn • Rückenmark

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Gehirn und Rückenmark

Abbildung 7.1: Gehirn und Rückenmark

Betrachtet man das Gehirn, so scheint dieses eine Weiterentwicklung des Rückenmarks zu sein, so wie die Blüte einer Pflanze aus differenzierten Blättern besteht. Auch die Schädelknochen scheinen spezialisierte Wirbelkörper zu sein. Diese Tatsache war schon Goethe bewusst und wurde durch Rudolf Steiner noch bewusster gemacht. Wir können also sagen, dass das Gehirn ein Rückenmark auf einer neuen Stufe ist und der Schädel eine erhobene Wirbelsäule. Das Gehirn ist eine Weiterentwicklung eines Rückenmarkes, das wir aber heute nicht mehr haben, denn das Rückenmark, das wir heute haben, hat nicht die Tendenz sich zum Gehirn weiterzuentwickeln, sondern seine Entwicklung abzuschließen. Bei einer Schlange könnte sich das Rückenmark endlos weiterbilden, weil es einen nahezu identischen Aufbau hat. Beim Menschen geht das nicht mehr. Der Bereich, der Richtung Kopf zeigt, schließt sich immer dichter zusammen, der untere Bereich wird immer dünner bis er in die Cauda equina (Pferdeschwanz) ausläuft. Bei der Schlange gibt es die Möglichkeit das Rückenmark zu verlängern, beim Menschen fehlt die Möglichkleit, da das Rückenmark an seinem Ende degeneriert ist. Das Werkzeug für die mehr bewussten Tätigkeiten ist das Gehirn, die mehr unbewussten Tätigkeiten werden vom Rückenmark und den sich anschließenden Nerven gesteuert.

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7 Die Ur-Psora Im Rückenmark findet zum Beispiel die Reflexbildung statt. Würden wir hier nachdenken müssen, dann käme die Reaktion oft zu spät, zum Beispiel wenn wir einem auf uns zu fliegenden Gegenstand ausweichen müssen. Betrachten wir aber die Natur und versuchen alle Eindrücke auf uns wirken zu lassen, so ist das Gehirn gefragt. Überall, wo der Mensch nicht aus einem Reflex heraus handelt, hat das Gehirn mitgearbeitet. Daher kann man das Gehirn als Werkzeug der Seele und des Geistes bezeichnen. Durch unsere Sinne findet die Welt Zugang zu uns, und das Gehirn verarbeitet die Eindrücke und leitet sie weiter. Wenn wir Glück haben, dann geschieht das auf vernünftige Weise. Das Gehirn ist also eher sensitiv, das Rückenmark eher tatbetont. Wenn wir schlafen und normale Träume haben, dann entspricht diese Tätigkeit der Arbeit des Rückenmarks. Wir sprechen dann von Verarbeitungsträumen. Doch Träume können auch zur Erweckung eines ätherischen Doppelgängers (das ätherische Doppel) genutzt werden. Diese Träume gehen über die reinen Rückenmarksträume hinaus. Die normalen Träume werden produziert vom alten Rückenmark, aus dem sich das Gehirn gebildet hat. Dieses geheimnisvolle Rückenmark sehen Sie stilisiert als schraffierten Bereich im nächsten Bild. Wir haben also im Gehirn, das im Tagesbewusstsein aktiv ist, ein geheimnisvolles altes Rückenmark liegen, dass dann tätig wird, wenn der Mensch schläft und träumt. Da es sich aber nicht in Handlungen äußern kann, webt es nur Bilder. Aus diesen Beobachtungen heraus können wir sagen, dass auch das Gehirn aus zwei Bereichen besteht.

Das alte Rückenmark Das alte Rückenmark wird heute als Hirnstamm bezeichnet. Es ist natürlich der älteste Teil des Gehirns und liegt am tiefsten im Gehirn verborgen. Das alte Rückenmark enthält Kerne, aus denen Nerven entspringen.

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Das alte Rückenmark

Abbildung 7.2: Altes Rückenmark

Hier werden auch die wichtigen Funktionen Atmung, Herzschlag, Nahrungsaufnahme und Darmtätigkeit geregelt. Man könnte es als Rückenmark der Grundfunktionen bezeichnen, alles, was uns am Leben hält. Alle Wirbeltiere (Tiere, die auch das neue Rückenmark haben) haben dieses alte Rückenmark. Weil es ein Basisbetriebssystem ist, ist der Aufbau überall gleich. Bei Wirbeltieren, die nicht säugen oder stillen, ist dieses Gehirn alles, was vorhanden ist, daher heißt es auch Reptiliengehirn. Aus dem alten Rückenmark entspringen einige Nerven, die paarweise angeordnet sind. Als Hirnnerven werden die zwölf Nerven, oder besser gesagt zwölf Hirnnervenpaare (ein Nerv für jede Körperseite) bezeichnet, die nicht über das neue Rückenmark laufen, sondern direkt aus dem Gehirn kommen, die meisten aus dem alten Rückenmark. Der 11. Hirnnerv entspringt zwar direkt aus dem neuen Rückenmark, läuft aber parallel zum neuen Rückenmark (wie ein Hirnnerv), weshalb man ihn auch zu den Hirnnerven zählt. Alle Hirnnerven gehören nicht zum zentralen (Haupt-)-, sondern zum peripheren (Rand-)Nervensystem. Die Hirnnerven können bewegen, aber auch fühlen. Bezeichnet werden sie mit römischen Ziffern von I bis XII und lateinischen Namen, die auf ihre Funktion schließen lassen (sollen).

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7 Die Ur-Psora 1. Riechnerv ≈ Geruch, Geschmack 2. Sehnerv ≈ Sehen 3. Augennerv ≈ steuert die Bewegung der Augen und die Anpassung an die Entfernung 4. noch ein Augennerv ≈ steuert den oberen schrägen Augenmuskel 5. dreigeteilter Nerv ≈ empfindet Gesichtshaut und bewegt Kaumuskeln, Gaumen und Schlund 6. und noch ein Augennerv ≈ steuert den äußeren geraden Augenmuskel 7. Gesichtsnerv ≈ empfindet den vorderen Teil der Zunge und macht unsere Mimik 8. Gehör und Gleichgewichtsnerv 9. Zungennerv ≈ empfindet den hinteren Teil der Zunge, den weichen Gaumen, den Rachen und den Schlund. Bewegt den Schlund. 10. Vagabundennerv ≈ empfindet die Eingeweide und bewegt Kehlkopf, Rachen und Eingeweide 11. zusätzlicher Nerv (ergänzt den Vagabunden) ≈ dreht den Kopf und bewegt die Achsel 12. Zungenschlundnerv ≈ bewegt Zunge und Schlund Der Nervenkreislauf ist der dritte unserer Kreisläufe, der vor allem mit der Verarbeitung von Sinneseindrücken zu tun hat, die er dann in den Blutkreislauf weitergeben kann. In den Nerven fließt etwas, das unsere Vorfahren als »Nervenfluidum« bezeichnet haben (Nervenflüssigkeit). Das Nervenfluidum kann sich sehr schnell ausbreiten und unterscheidet sich dadurch von den anderen Kreisläufen Das Nervenfluidum unterscheidet sich auch von Wärme oder Elektrizität. In den Blut- und Lymphgefäßen bewegen sich die Blutkörperchen unter dem Einfluss des durch die vasomotorischen Nerven übertragenen Antriebes. Die roten Blutkörperchen sind beweglich, während die Nervenzellen fest mit dem Gefäß verbunden sind. Wir können • Bewegungsnerven von • Empfindungsnerven unterscheiden. Die Bewegungsnerven würden unseren Arterien entsprechen (sie breiten sich von einem zentralen Punkt aus = zentrifugal), während die Empfindungsnerven den Venen entsprechen (sie laufen auf eine zentrale Instanz zu = zentripetal).

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Das alte Rückenmark Auch im Nervensystem können wir einen alten von einem neuen Teil unterscheiden. Das alte Nervensystem hat noch wenig Kontakt zum Bewusstsein, es hat vielmehr die Aufgabe, das Leben des Lebewesens zu schützen. Das ginge vielmals nicht, wenn das Bewusstsein eingeschaltet würde. Aus dem Grunde hat sich eine große Welt jenseits des Bewusstseins gebildet. Dieses Nervensystem beginnt im neuen Rückenmark, wo sich reflexhafte Handlungen vollziehen können, ohne das Gehirn einzuschalten. Wenn wir gehen, bewegen sich die Beine automatisch, wir wissen nicht, wie wir das tun, es entzieht sich unserer Bewusstheit. Wir können sogar gehen und mit ganz anderen Gedanken beschäftigt sein, auch das geht, wir laufen dann auf Autopilot. Jedesmal, wenn ein solcher Nerv das Rückenmark verlässt, gibt es eine Art Verdickung. An dieser Verdickung entspringen die Nerven und laufen von dort aus zu den Organen, die sie innervieren. Diese Verdickung ist interessant, weil sie drei Verhaltensweisen zulässt, denn sie schafft Verbindungen untereinander durch ganz besondere Fasern, aber auch zum Gehirn durch andere, ganz besondere Fasern. Jedes dieser Zentren hat also folgende Entscheidungsbefugnisse: 1. Ich mach es allein 2. Ich mach es zusammen mit anderen 3. Ich mach es zusammen mit dem Gehirn. Der schnellste Weg ist »ich mach es allein«, dann können Reflexe sehr schnell zum Tod einer Mücke führen, oder gerade noch verhindern, dass der geschossene Ball ins Nachbarfenster fliegt. Auch wenn wir etwas riechen, das sehr, sehr unangenehm ist – allein. Wenn der Geruch nicht eindeutig ist, fragt man vielleicht die Kumpels um Rat. Wenn die auch nichts wissen, geht die Frage ans Gehirn: »Was ist das? Riecht komisch! Kann man das essen?«. Auf diese Weise kann das Gehirn seinen Senf dazugeben, und wenn es sich um ein Würstchen handelt, kommt dieser Senf gerade recht. Nervenzellen, so glauben wir mittlerweise herausgefunden zu haben, sind leicht erregbar. Die Erforschung der Reflexhandlungen, wie auch der komplizierteren Phänomene aus dem Gehirn hat uns eine wichtige Eigenschaft der Nervenzelle offenbart: ihre Erregbarkeit.

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7 Die Ur-Psora Jedes Ereignis kann eine Nervenzelle in Schwingung bringen und in Stimmung. Ist der Reiz im Außen gelegen, wird er ins Innere gesandt (Empfindungsstrom). Kommt der Reiz aus dem Inneren (zum Beispiel eine begeisternde Idee), so wird der Impuls von Innen nach Außen getragen (Bewegungsstrom). Charakteristisch in beiden Fällen ist, dass die Ereignisse nur eine kurze Zeit dauern. Der Mückenstich juckt zwar noch, aber die Mücke ist schon lange weg, wir können sie daher nicht mehr erschlagen. Die Idee war doch nicht so gut, und so kann sich die Begeisterung wieder beruhigen. Ganz anders läuft die Arbeit des Sympathikus ab, den wir in der UrSkrophulose kennenlernten.

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8 Ur-Sykose 3 Das ist die Zeit, in der der Mensch zum Menschen wird. Die Position des Montagepunktes in dieser Zeit nennt man Platz der Akzeptanz des Karma oder kürzer Platz des Karma. Durch die Akzeptanz des Karma beginnt sich die Merkaba zu drehen und formt durch ihre immens hohe Geschwindigkeit das leuchtende Ei, das Don Juan in seinen Büchern beschrieb. In der Ur-Sykose 3 wird das Nierensystem angelegt. Das Hämocyanin hat sich weiterentwickelt zum Hämoglobin. Das Reptiliengehirn entwickelt sich weiter zum Säugetierhirn.

Die Funktion der Niere Das perfekte Leben und die perfekte Harmonie ist oft nur ein Wunschtraum, sodass der Mensch für seine innere Harmonie selber sorgen muss. Harmonie schafft unsere Niere. Durch die Nieren hat der Organismus die Chance Überschüssiges abzugeben und Giftiges aus dem Organismus auszuschleusen. Wenn die drei Kreisläufe (Stoff, Kraft, Nervenkraft) also nicht harmonisch miteinander arbeiten, dann entstehen Schlacken, die die Niere entsorgen muss. Die Organsysteme sehen skizziert etwa so aus: Das Gehirn hat hier noch eine besondere Funktion. Unser Gehirn kann über die Sinnesorgane die Außenwelt wahrnehmen. Gleichzeitig ist es aber auch in der Lage, sich über die Wahrnehmung Gedanken zu machen. Dadurch, dass das Gehirn besonders mit Blut versorgt wird, werden die Sinneseindrücke und Gedanken in das Blut abgegeben. Gleichzeitig gibt es im Gehirn eine Art Lymphsystem (Liquor cerebrospinalis) und Verbindungen zwischen Blut und Lymphe in den Virchow-Robinschen Räumen. Wir können Blut und Lymphe als Strömungen des Äthers auffassen. Diese Ätherströmungen kulminieren in zwei Punkten, die daher von besonderer Bedeutung sind.

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8 Ur-Sykose 3

Abbildung 8.1: Die sieben inneren Organe

Der eine Punkt steht stärker in Verbindung mit den Sinneseindrücken aus der Außenwelt und hat mit der Gedächtnisbildung zu tun. • Diesen Punkt nennen wir Zirbeldrüse oder Epiphyse. Der andere Punkt steht mehr in Verbindung mit der Lymphe und filtert die Informationen, die aus unserer Innenwelt kommen. • Diesen Punkt nennen wir Hirnanhangsdrüse oder Hypophyse. Dieses System scheint in Korrespondenz mit gewissen Planetenaktivitäten zu stehen, zumindest sahen unsere Vorfahren das so. • Das Herz repräsentiert die Sonne • Das Gehirn den Mond • Die Lungen Merkur • Die Leber Jupiter • Die Gallenblase Mars • Die Milz Venus • Die Nieren Saturn. Das ergibt folgende Grafik:

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Die Funktion der Haut

Abbildung 8.2: Die sieben inneren Planeten

Die Funktion der Haut Auch Knochen und Knorpel sind nichts anderes als umgewandelte Nahrungsstoffe, aber sie wurden anders umgewandelt, als die Nahrungsstoffe, die zum Beispiel die Haut bilden. Die Hautbildung, die aber selber keine Stütze produzieren kann, liefert den äußeren Abschluss des Menschen. Dieser äußere Abschluss produziert zwar eine Grenze, aber keine Form. Gehen wir davon aus, dass die formbildenden Kräfte älter sind, so müssen die Abgrenzungskräfte der Haut jüngeren Datums sein. Es scheint hier eine analoge Situation zu der von Gehirn und Rückenmark vorzuliegen. So wie wir gesagt haben, dass es ein Rückenmark gegeben haben muss, das sich zum Gehirn spezialisiert, aber das heutige Rückenmark diese Fähigkeit verloren hat, so können wir sagen, dass ein ursprünglicher Hautprozess das Knochensystem bildet, das jetzige Hautsystem ist wiederum nicht zur Knochenbildung fähig (es gibt allerdings Krankheiten, in denen die Haut verknöchert). Die Haut entspricht der Cherubim-Hülle. Die Cherubim sind Wesenheiten, die als halb Tier, halb Gott dargestellt werden. Das charakteristische eines Tieres einer bestimmten Entwicklungsstufe ist das Fell. Dieses Fell spielt eine wichtige Rolle in der Schöpfungsgeschichte.

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8 Ur-Sykose 3 Je mehr Fell, desto tierhafter ein Mensch. Haare entsprechen der Strahlenkraft der Throne. Die Haut besteht aus mehreren Schichten. Die Haut ist nicht tot, sondern lebt und wird auch durch unser Blut versorgt, das seine feinsten Gefäße bis in die Haut hinein erstreckt. Im Blut, so sagten unsere Vorfahren, ist unser Ich zuhause, weshalb es ganz wichtig zu sein scheint, dass das Blut bis knapp unter die Oberfläche gehen kann, um Informationen von der Außenwelt zu erhalten, die durch die Nerven in das Blut geleitet werden. Durch das Zusammenspiel aus Haaren (Sinneshaaren), Nerven und Blut kann die Haut sich auf gewisse Weise selbst erleben, selbst bewusst werden. Das wird noch dadurch unterstützt, dass die Haut auch ein wichtiges Ausscheidungsorgan ist. Wir finden in der Haut Drüsen, Um den inneren Widerstand zu erzeugen, den das Leben braucht um sich seiner selbst bewusst zu werden, trägt die Haut Ausscheidungsorgane – Drüsen (Schweißdrüsen, Talgdrüsen). Dann haben wir noch Zonen in der Haut, die rein dem Stofftransport dienen. Bei diesem Nahrungstransport findet keine Bewusstwerdung, sondern nur eine Verlagerung statt. Die Nahrungsaufnahme ist ein lebendiger Prozess, durch den die Welt in uns eindringt. In der Nahrungsausscheidung wird sich dann das Leben seiner selbst bewusst. Wir können alle Bewusstseinserscheinungen im Namen »Astralkörper« zusammenfassen (hierzu gehört auch der Mentalkörper, der aus dem Astralkörper hervorgegangen ist). Die Drüsentätigkeit können wir auffassen als Tätigkeit des »Ätherkörpers«. Die reine Nahrungsumverteilung als Ausdruck des »physischen Körpers«. In der Haut findet sich alles vereint. Das wichtigste Organsystem im Menschen ist das Blut, das in der Lage ist Träger eines Ichs zu sein. Sowohl der physische Körper, als auch Äther- und Astralkörper müssen so gestaltet sein, dass sie in der Lage sind, dieses Blutsystem in sich aufzunehmen. Es muss also alles stimmen, damit das geschehen kann. Diese schier unglaubliche Feinabstimmung aller Organe, diese Durchplanung bis ins kleinste Detail kann kein Produkt des Zufalls sein.

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Die Funktion der Haut Das Blut ist so empfindsam, dass es gleich andere Wege einschlägt, wenn wir uns zum Beispiel stechen. So leicht kann das Blut beeinflusst werden. Das muss auch so sein, denn sonst könnte das Ich nicht seine Eindrücke von der Welt und sich selbst an das Blut abgeben. So können die Eindrücke dafür Sorge tragen, dass der Mensch vor Angst erblasst oder ihm die Schamesröte ins Gesicht steigt. Das Blut strömt, im Gegensatz zum physisch festen Nervensystem, das zwar sehr beeindruckbar ist, aber seinen Ort nicht verlassen kann, oder zum noch statischeren Drüsensystem. Das Ernährungssystem des Menschen befindet sich vor allem im unteren Bereich des Organismus. Auch das Ernährungssystem muss so gestaltet sein, dass es zuletzt der Aufnahme eines Ich dienen kann. Dazu muss das Transportsystem funktionieren, die äußere Form des Organismus muss dazu passen. So trägt die Haut Anteile an allen Bereichen des Menschseins in sich, doch sie kann alleine dem Menschen nicht seine Form geben. Ohne Unterstützung wäre die Haut nur die Hülle eines leeren Ballons. So reicht es nicht, die Haut zu ernähren, es müssen noch weitere Faktoren erfüllt sein. Das größte Absonderungsorgan, das wir haben, ist die Haut. Die Haut ist die Kontaktfläche mit dem Außen. An ihr erleben wir unsere körperlichen Grenzen. Hier können wir körperlich berührt werden, aber auch verletzt. Hier können wir gestreichelt werden, aber auch geschlagen. Die Haut kann uns Wohlgefühle schenken, aber auch Schmerzen. Zu alledem gibt uns die Haut die Grenze, die wir haben. Wenn der menschliche Organismus sich durch die Haut erlebt, dann muss die Haut wiederum ein Ausdruck des Inneren sein. Dennoch haben wir bewusst keinen Einfluss auf die Gestaltung der Haut. Wir können zwar Löcher hineinstechen oder Bilder darauf eintätowieren, aber wir können nicht von innen heraus bestimmen, wie die Haut beschaffen sein sollte. Dennoch können wir aber sehen, dass zum Beispiel Schicksalsschläge sich durchaus auf der Haut zeigen können. In Grenzen haben wir scheinbar doch einen Einfluss auf unsere Haut. Dennoch:

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8 Ur-Sykose 3 • Das Hauptsächlichste in der menschlichen Gestalt ist nicht durch unsere Bewusstheit und unsere Willkür bestimmt. Wenn wir also wenig Einfluss haben auf die Beschaffenheit unserer Form, dann müssen es andere gestaltgebende Kräfte sein, die die Gestalt schaffen. Wenn also diese Kräfte unsere Form schaffen, so hört ihre Wirkung an unserer körperlichen Grenze auf, und hier finden wir wieder die Haut. Abbildung 8.3: Haut von außen

Diese Grenzenbildung betrifft aber nicht nur die Haut. Auch Organe haben Grenzen, das heißt, wir finden auch im Inneren unseres Organismus solche Abschlüsse. An diesen Abschlüssen sind wir genauso unbeteiligt wie an der Schaffung der Haut. Im Inneren ist die Situation jedoch ein wenig anders. Die Kräfte, die in den Nahrungsmitteln sitzen, strömen in den Organismus ein. Diesen Kräften setzen unsere Organe (vor allem Milz, Leber, Galle) einen Widerstand entgegen, aber dieser Widerstand ist keine harte Grenze wie die Haut, sondern ein Ort der Umgestaltung. Der Nahrungsstrom dringt in den Organismus ein, durchläuft die Kette unserer bekannten Organe, um in in verwandelter Form weitertransportiert zu werden. Die Umwandlung geschieht vor allem durch die Organe, die sich als inneres Weltsystem bezeichnen lassen (Gehirn, Milz, Leber, Galle, Lunge, Herz, Niere).

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Die Funktion der Haut

Abbildung 8.4: Haut von Innen

Die Kräfte der Umänderung sind keine statischen Kräfte, sondern mobile Bewegungskräfte. Damit wir keinen Zugang zu diesen Abläufen haben, ist unser sympathisches Nervensystem vorgeschaltet. Das sympathische Nervensystem verhindert, dass Informationen über diese Abläufe bis in unser Blut gelangen. Wir haben daher zwei Nervensysteme, die eine entgegengesetzte Rolle spielen: 1. Das Zentralnervensystem leitet Eindrücke aus der Außenwelt in unser Blut. 2. Das sympathische Nervensystem verhindert, dass Eindrücke aus unserem Inneren ins Blut gelangen. In der Kopfzentrale wird dieses Spiel noch einmal gespielt: 1. Die Zirbeldrüse ist der Ort, in dem sich die Außenwelt mit der Innenwelt vereinigen möchte. 2. Die Hirnanhangdrüse verhindert, dass sich die Innenwelt mit der Außenwelt vereinigt. Ist das Verhältnis zwischen Zirbeldrüse und Hirnanhangdrüse gestört, dann können Informationen aus der Innenwelt ungefiltert ins Blut gelangen und zu

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8 Ur-Sykose 3

Abbildung 8.5: Haut und sympathisches Nervensystem

seltsamen Weltwahrnehmungen führen, oder Informationen von außen schaffen ihren Weg ins Blut nicht. Ein Zwischending, zwischen Zentralnervensystem und sympathischem Nervensystem, ist der Parasympathikus.

Der Parasympathikus Der Parasympathikus gehört wie der Sympathikus zum vegetativen Nervensystem. Das vegetative Nervensystem heißt auch autonomes Nervensystem, weil es vielfach ohne unser Zutun funktioniert, ja unser Zutun oft gar nicht erwünscht ist, damit wir nichts durcheinanderbringen. Würde das nicht so sein, würden wir vielleicht vergessen zu atmen und plötzlich aus Vergesslichkeit tot umfallen. Es ist wichtig für die Steuerung unserer Organe und Drüsen. Der Parasympathikus ist an vielen Stellen der Gegenspieler des Sympathikus. Im Gegensatz zum Sympathikus lässt sich aber der Parasympathikus bewusst beeinflussen. Wenn wir im Autogenen Training Wärme in unsere Körperteile leiten und uns

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Der Parasympathikus dadurch stärker entspannen, haben wir einen Einfluss auf den Parasympathikus. Daher wird er meist als Ruhepart des vegetativen Nervensystems bezeichnet im Gegensatz zu seinem hyperaktiven Bruder. Wenn er aktiv ist: • senkt sich der Blutdruck • vermindert sich die Herzfrequenz • vermindert sich die Pumpleistung des Herzens • verengen sich die Atemwege • verengen sich die Pupillen • vermindert sich die Schweißabsonderung • steigert sich der Speichelfluss • steigert sich die Verdauungsaktitivität Um das tun zu können, ist der Parasympathikus über eine große Fläche verteilt. Sein Ursprung ist im Kopf und im Kreuzbein. Die Ursprungszellen des Parasympathikus sind Nervenzellen mit langen Fortsätzen. Der Teil des Parasympathikus, der aus dem Kopf kommt, wird zu den Hirnnerven gezählt. Es gibt vier Hirnnerven, die einen parasympathischen Anteil haben: • Nr. 3 • Nr. 7 • Nr. 9 • Nr. 10 Der parasympathische Anteil bildet einen Kern, die Fortsätze der Nervenzellen laufen dann durch ein Ganglion (eine Art Bahnhof mit Schienenweichen), wo sie umgeschaltet werden und zu ihrem Bestimmungsort gelangen. Der Bestimmungsort kann eine Drüse oder ein Organ sein. Die elektrischen Reize werden über so genannte Neurotransmitter (eine Art Nerven-Bote) weitergeleitet. Man unterscheidet dabei erregende Boten und hemmende Boten. So ist das normalerweise. Der Parasympathikus arbeitet aber nur mit einem Botenstoff, dem AcetylCholin. Wir können daher unser Nervensystem in drei Teile einteilen:

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8 Ur-Sykose 3 • Zentralnervensysten (Gesetz der Anziehung – nimmt durch die Sinnesorgane die Umwelt wahr) • Parasympathikus (Gesetz des Ausgleiches – vermittelt zwischen Zentralnervensystem und sympathischem Nervensystem) • Sympathikus (Gesetz der Abstoßung – hält unsere Innenwelt von uns fern) Im Hypothalamus verschwinden diese Grenzen und der Mensch wird dort zu einer zentralen-parasympathisch-sympathischen Einheit. Sympathisch nicht?

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9 Die Ur-Sykose Der Montagepunkt, der mit der Ur-Sykose verbunden ist, nennt sich Ort des aufkeimenden Bewusstseins oder kurz – Platz des Bewusstseins. Die Ur-Sykose steht in Beziehung zum Schöpfungswort, das sich auch als Chromosomensatz äußert. Hier beginnen Erkrankungen genetisch übertragbar zu werden und die Miasmatik beginnt. Hier wird auch die Anlage des Geistkörpers aus den vorhergehenden Elementen Chlorophyll, Hämocyanin und Hämoglobin geformt. Die Hirnstruktur, die sich hier aufbaut, ist das Zwischenhirn, das in enger Beziehung zur Verbannung in Ägypten steht. Das Organsystem ist die Leber.

Das Zwischenhirn Gehen wir zurück zu unserem Beginn. Der Adler sendet Emanationen aus. Um diese Emanationen wahrzunehmen muss der Mensch die Glut der Bewusstheit so lenken, dass die im Kokon eingeschlossenen Emanationen mit den äußeren synchronisiert werden. Mit anderen Worten, er muss seine Empfangsstation auf die Frequenz einstellen, die er wahrnehmen möchte, zum Beispiel NDR 1, Welle Nord. Wenn das geschieht, so findet laut Don Juan Wahrnehmung statt. Hierbei helfen drei Organsysteme: • die Epiphyse nimmt die Emanationen des Adlers wahr. • die Hypophyse nimmt die Emanationen innerhalb des Kokons wahr. • der Hypothalamus verschiebt den Montagepunkt. Diese Organsysteme sind Bestandteil des Zwischenhirns. Im Zwischenhirn sind eine Menge hormoneller Zentren vereint, es gibt hier den Thalamus, den Hypothalamus, die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse), den Epithalamus, die Epiphyse (Zirbeldrüse) und den Subthalamus.

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9 Die Ur-Sykose

Thalamus Der Thalamus ist unser Schlafzimmer, denn so wurde er genannt (Thalamus ≈ Schlafzimmer). Er sieht aus wie eine Bohne und ist in beiden Hirnhälften vorhanden. Hinter dieser Bohne sitzt die Zirbeldrüse. Unter der Bohne saß einmal der Subthalamus (unter dem Schlafzimmer), der aber nur noch einen Kern übriggelassen hat. Unter dem vorderen Teil der Bohne sitzt der Hypothalamus mit der Hirnanhangsdrüse. Diese Hirnanhangsdrüse besteht aus einem Drüsenteil und einem Gehirnteil. Der Thalamus ist ein Filter, der nicht alles aus dem Unbewussten alten Rückenmark ins Bewusstsein dringen lässt. Die Bohne entscheidet selbständig, was für uns wichtig ist, oder nicht. Wenn jemand sagt, »das interessiert mich nicht die Bohne!«, dann hat er vermutlich Recht. Wegen seiner Funktion als Torwächter bezeichnet man ihn auch als »Tor zur Bewusstheit«. Alles, was bewusst werden will, muss an ihm vorbei. Im Thalamus laufen die Emanationen des Adlers zusammen, wie auch die Emanationen aus dem Inneren des Kokons. Um die Verarbeitung leichter zu bewerkstelligen werden die Bereiche in Kerne zusammengefasst (Die Orte, an denen der Montagepunkt bisher positioniert war). Wenn wir den Montagepunkt verschieben wollen, müssen wir irgendwie den Thalamus dazu bringen genau das zu tun. Da uns aber nur das zu Bewusstsein kommt, was er zulässt, beißt sich spätestens hier die Schlange in den eigenen Schwanz. Ein Teil der Kerne hält uns im Tiefschlaf oder weckt uns auf, weshalb wir von denen, die den Regenbogenkörper entwickeln konnten, als Erwachte sprechen. Sie leben nicht mehr im Thalamus als Schlafzimmer, sondern haben ihn so weit überlisten können, dass er ihnen alle Informationen bereitwillig ins Bewusstsein spiegelt. Hierbei spielen so genannte Neurotransmitter (Nervenüberträger) eine wichtige Rolle. Der eine macht wach (Noradrenalin), der andere schläfert ein (Serotonin).

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Epithalamus und Epiphyse Die Arbeit dieser Weck- und Schlafstoffe kann vom Thalamus gesteuert werden, wie wir von übermüdeten Müttern (und Vätern) kennen, die den vorbeidonnernden ICE nicht wahrnehmen, aber den kleinsten Mucks ihres Säuglings. Hierbei spielt vor allem die gefühlsmäßige Bindung eine große Rolle.

Epithalamus und Epiphyse Der Epithalamus, an dem die Zirbeldrüse hängt, ist mit zwei Zügeln an den Thalamus gebunden, der ihn quasi wie ein Kutscher seine Pferde lenkt. Die Zirbeldrüse heißt so wegen ihres Aussehens nach der Zirbelkiefer und der Form ihrer Zapfen. Epiphyse ist griechisch und heißt in etwa »Auf-Wuchs«. Die Zirbeldrüse hat sich aus dem Wärme- und Befruchtungsorgan des Menschen der Ur-Syphilinie und Ur-Parasitose entwickelt. Die Sonne stand damals im Sternbild Skorpion. Der Mensch war damals in den oberen Bereichen noch ein Lichtwesen in den unteren Bereichen bereits materiell. Zuvor stand die Sonne im Sternbild Schütze, da hatte der Mensch eine Lichtgestalt als Oberkörper und einen sich geschlechtlich differenzierenden materiellen Unterkörper, sodass er insgesamt an das Bild eines Zentauren erinnerte. Der Rest dieser Lichtgestalt war schlussendlich eine Art Laterne, die über dem Kopf schwebte und sowohl Wärme wahrnehmen konnte aber auch als Hellseherorgan fungierte (Polyphemauge). Nachdem auch dieser Rest im Körper verankert wurde, entwickelte sich aus dieser Laterne die Epiphyse. Durch dieses Auge konnte der Mensch nicht nur Wärme wahrnehmen, sondern auch die Kräfte, die ihn befähigten seinesgleichen hervorzubringen. Es war also eine Art sexuelles Erkennungsorgan. Die Befruchtung stammte damals noch von der Erde, die bei bestimmten Sonnenkonstellationen in der Lage war eine Substanz hervorzubringen, die das Organ zum Leuchten brachte. Auf diese Weise konnte sich der Mensch selbst befruchten. Im Laufe der Inkarnationen wandelt sich das Herz der letzten Inkarnation in die Zirbeldrüse dieser Inkarnation um, das heißt unsere heutige Zirbeldrüse ist unser Herz von gestern.

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9 Die Ur-Sykose Beim Durchgang durch das Leben zwischen Tod und Wiedergeburt wandelt sich kräftemäßig das Herz der vorangegangenen Inkarnation in die Zirbeldrüse der folgenden Inkarnation um. Die Zirbeldrüse spielt heute während des irdischen Lebens eine wesentliche Rolle bei der Gedächtnisbildung. • Die Epiphyse ist die höhere Oktave der Milz. Auch die Epiphyse ist eine Mischung aus Drüse und Gehirn. Wenn sie nicht richtig funktioniert, entsteht ein gestörter Tagesryhthmus, sexuelle Frühreife oder Hemmung der Geschlechtsentwicklung. Riechen und Sehen wird durch die Zirbeldrüse gefiltert und kann zum Hellhören und Hellsehen führen. Die Zirbeldrüse wird in Verbindung mit dem dritten Auge gesehen, ein Energiezentrum zwischen den Augenbrauen. Es soll helfen Hellsichtigkeit oder andere seherische Kräfte zu entwickeln. Damit sich Hellsichtigkeit einstellen kann, muss die Hypophyse die Glut der Bewusstheit auf die Frequenzen verschieben, die es uns ermöglichen die Anderswelt oder die Regenbogenbrücke wahrzunehmen. Die Zirbeldrüse war einmal ein richtig ausgewachsenes Organ, heute ist sie nur noch drei bis fünf Millimeter lang. Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass sie für den Wach- und Schlafrhythmus zuständig ist. Dazu erzeugt sie ein interessantes Hormon namens »Melatonin«. Einen Teil ihrer Informationen bekommt sie aus dem Hypothalamus, die dazu führen, dass die Zirbeldrüse Melatonin ausschüttet. Melatonin ist schwarz und reguliert die Zeit, vor allem die Rhythmik von Tag und Nacht und der Jahreszeiten. Es wird als »Zeitgeberhormon« bezeichnet, weil es teilhat an der Entwicklung unserer Zukunft. Dieses Melatonin wird nur dann hergestellt, wenn die Zirbeldrüse feststellt, dass von außen keinerlei Licht mehr auf den Körper fällt, es also stockdunkel ist. Das heißt, die Hormonproduktion findet überwiegend nachts statt. Über das Melatonin werden der Schlaf-Wach-Rhythmus und andere zeitabhängige Rhythmen des Körpers gesteuert. Babbitt, dessen Zeichnung des Ur-Atoms uns schon eine Zeitlang begleitet, lebte lange Zeit in einem abgedunkelten Zuhause, nachdem seine Frau gestorben war.

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Epithalamus und Epiphyse Plötzlich bekam er Farben zu sehen und konnte auch das Ur-Atom genau erkennen. Die Struktur des Ur-Atoms wurde von Alice Bailey und Charles Leadbeater bestätigt. Das geschieht also, wenn wir im Stockdunklen leben. Der kleinste Lichtstrahl reicht schon aus, um die Melatoninproduktion einzustellen. In unserer hell erleuchteten Welt wird demnach viel weniger Melatonin produziert, als bei unseren Vorfahren, die noch echte Dunkelheit kennengelernt haben. Die Melatonin-Produktion bei Kindern ist wesentlich höher als bei Erwachsenen. Der Mensch stoppt mit 45 Jahren seine Melatonin-Produktion vollständig. Der Zusammenhang mit dem Tod von Babbits Frau ist insofern interessant, weil unter bestimmten Bedingungen in der Epiphyse das stark halluzinogene DMT (Dimethyltryptamin) ausgeschüttet wird, das die Seele aus dem Körper entlässt und wieder hineinleiten kann. DMT spielt auch eine wichtige Rolle bei der Produktion von Träumen, Nahtoderfahrungen und Erlebnissen während der Meditation. Wire bereits angedeutet hat die Zirbeldrüse einen großen Einfluss auf unser hormonelles System. Sie beeinflusst: • das Wachstum und die körperliche Entwicklung • die Fortpflanzung • die Körpertemperaturkontrolle • die Nierenfunktion • den Schlaf-Wach-Rhythmus • das Immunsystem • die Kontrolle und Vernichtung so genannter »Stressoren« (Stressauslösender Substanzen wie die in den Nebennieren produzierten Corticosteroide) • den Schutz der DNA in den Körperzellen vor Veränderungen durch Viren und Karzinogene (krebsauslösende Substanzen) • die Vernichtung so genannter »freier Radikale« (Moleküle mit einem freien Sauerstoffatom, die eine Schädigung der Zellmembran verursachen und Krebs hervorrufen können) als eines der wirksamsten »Antioxidanzien« und

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9 Die Ur-Sykose • die Energieerzeugung in den Zellen und den Energiefluss im ganzen Organismus durch die Umsetzung des Schilddrüsenhormons T4 zu T3, einer hochenergetischen Form der in der Schilddrüse produzierten Thyreoidhormone • das Immunsystem, sodass es »Feinde« sofort und zielsicher entdeckt und vernichtet • Steuerung des Alterungsprozesses

Hypothalamus und Hypophyse Der Hypothalamus liegt im Zwischenhirn direkt unter (hypo ≈ unter) dem Schlafgemach. Der Hypothalamus ist die Steuerzentrale des inneren Milieus, das heißt der Homöostase. Er reguliert: • die Schilddrüsenfunktion • die Körpertemperatur • das Wachstum • den Schlaf-Wach-Rhythmus • die innere Uhr • den Appetit • die Sättigung • den Energiehaushalt • das Körpergewicht • den Salz- und Wasserhaushalt • den Sexualtrieb • Herz und Kreislauf. Wow!!!! Um das alles tun zu können hat der Hypothalamus seine Fühler im Blut und in der Gehirnflüssigkeit. Sie können über das vegetative Nervensystem und Hormone entsprechend eingreifen. Dazu kann die Hypophyse »Releasing-Hormone« (Freilasshormone) ins Blut abgeben, die dafür sorgen, dass die entsprechenden Drüsen ihre Hormone produzieren. Der Hypothalamus produziert die Gegenwart und ist die Schaltstelle zur Arbeit des limbischen Systems.

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Hormone

Hormone Adrenocorticotropin, ACTH) VV (m,w) Adrenocorticotropin ist ein Peptidhormon, das unter Einfluss von Corticoliberin in Zellen des Hypophysenvorderlappens aus Vorstufen gebildet wird. Es reguliert die Synthese von wichtigen Enzymen für die Steroid-Synthese. Unter anderem wird die Synthese von Pregnenolon stimuliert, dem limitierenden Schritt der Steroid-Synthese. Adrenalin UF (m,w) Adrenalin (lateinisch ad »an« und ren »Niere«) ist ein im Nebennierenmark gebildetes und ins Blut ausgeschüttetes Stresshormon. Als Solches vermittelt Adrenalin eine Herzfrequenzsteigerung, einen Blutdruckanstieg, eine Bronchiolenerweiterung, eine schnelle Energiebereitstellung durch Fettabbau (Lipolyse) sowie die Freisetzung und Biosynthese von Glucose. Es reguliert die Durchblutung (Zentralisierung) und die Magen-Darm-Tätigkeit (Hemmung). Im Zentralnervensystem kommt Adrenalin als Neurotransmitter vor. Aldosteron FU (m,w) Aldosteron wird aus Cholesterin gebildet. Es wird in der Nebennierenrinde gebildet. Aldosteron wird als Dursthormon bezeichnet, da es bei Flüssigkeitsmangel vermehrt ausgeschüttet wird. Calcitonin ÖJ (m,w) Das Calcitonin ist ein Protein, das zur Gruppe der Peptidhormone gehört. Es wird bei den Säugetieren in den C-Zellen der Schilddrüse gebildet. Calcitonin ist der Gegenspieler zum in den Nebenschilddrüsen gebildeten Parathormon. Beide Hormone regulieren den Calcium- und Phosphathaushalt des Körpers. Calcitonin hat eine calciumsenkende Wirkung. Corticoliberin EJ (m,w) Ein Hormon aus dem Hypothalamus. Es bewirkt die Freisetzung von Adrenocorticotropin (ACTH). Cortisol (Hydrocortison) ÄU (m,w) Cortisol, das abbauende Stoffwechselvorgänge aktiviert und so dem Körper energiereiche Verbindungen zur Verfügung stellt. Seine dämpfende Wirkung auf das Immunsystem wird in der Medizin häufig genutzt, um überschießende Reaktionen zu unterdrücken und Entzündungen zu hemmen. Cortisol wird zur Gruppe der Glucocorticoide gerechnet. Seine Bildung in der Neben-

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9 Die Ur-Sykose nierenrinde wird durch das so genannte adrenocorticotrope Hormon (ACTH) aus dem Hypophysenvorderlappen stimuliert. Cortison ÖF (m,w) Cortison (von lateinisch cortex »Rinde«), wurde als erster Wirkstoff in der Nebennierenrinde des Menschen gefunden. Cortison ist die durch Oxidation inaktivierte Form des Glucocorticoids Cortisol, das im Kohlenhydrathaushalt, dem Fettstoffwechsel und dem Proteinumsatz Bedeutung besitzt. Estradiol JV (m,w) Estradiol ist ein Sexualhormon. Bei Frauen wird der größte Teil des Estradiols in den Eierstöcken produziert. Daneben wird Estradiol in geringeren Mengen auch in der Nebennierenrinde und bei Männern in den Hoden gebildet. Estron ÜJ (m,w) Estron ist ein natürliches Estrogen. Bei Frauen in den so genannten fruchtbaren Jahren, stammt das Estron im Blut zu 45 % aus dem Eierstock, zu 5 % aus der Nebenniere und zu 50 % aus anderen Quellen, vor allem dem Unterhautfettgewebe. Dort wird es chemisch aus einem männlichen Hormon umgewandelt. Estron und Estradiol werden im Körper ständig ineinander umgewandelt. Bei Männern ist die Blutkonzentration von Estron höher als von Estradiol. Follikelstimulierendes Hormon VJ (m,w) Das follikelstimulierende Hormon (FSH) ist ein Sexualhormon (Gonadotropin) aus der Gruppe der Glykoproteine, das bei beiden Geschlechtern in bestimmten Zellen des Vorderlappens der Hypophyse (Adenohypophyse) gebildet wird. Glomerulotonin UF (m,w) Stimuliert die Sekretion des Hormons Aldosteron in der Nebennierenrinde. Glukagon VJ (m,w) Glucagon ist ein Peptidhormon, dessen Hauptaufgabe die Erhöhung des Blutzuckerspiegels ist. Es wird in den Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse (α-Inselzellen) gebildet. Bei Blutzuckerabfall, aber auch nach einer proteinreichen Mahlzeit wird Glucagon von der Bauchspeicheldrüse in die Blutbahn abgegeben und dort frei transportiert. Dieses Hormon ist in seiner Wirkung auf den Glucose-, Protein- und Fettsäurestoffwechsel ein Gegenspieler des Insulins. Glucagon wird von der Leber aufgenommen und durch Spaltung inaktiviert.

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Hormone Gonadoliberin VJ (m,w) Ein Hormon aus dem Hypothalamus, es bewirkt die Freisetzung des Follikelstimulierenden Hormons (FSH) und des Luteinisierenden Hormons (LH). Hormone YJ (m,w) Hormone der Bauchspeicheldrüse (LangerhansInseln) VF (m,w) Hormone der Eierstöcke JJ (m,w) Hormone der Epiphyse XV (m,w) Hormone der Hoden VV (m,w) Hormone der Hyphophyse: YJ (m,w) Hormone der Hypophyse, hinten (Neurohypophyse) ÖF (m,w) Hormone der Hypophyse, vorne ÖV (m,w) Hormone des Hypothalamus FJ (m,w) Hormone der Nebenniere YF (m,w) Hormone des Nebennierenmarks ÜJ (m,w) Hormone der Nebennierenrinde FJ (m,w) Hormone der Nebenschilddrüsen YF (m,w) Hormone der Schilddrüse JV (m,w) Insulin JJ (m,w) Insulin ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon, das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich nur in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name »Insulin« ab (lateinisch insula). Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es andere Körperzellen dazu anregt, Glukose aus dem Blut aufzunehmen. Luteinisierendes Hormon XJ (m,w) Das luteinisierende Hormon (LH) (gelbfärbendes Hormon) zählt zu den Hormonen, die die Fortpflanzung regeln. Bei der Frau fördert es den Eisprung und die Gelbkörperbildung. Beim Mann wird es auch zwischenzell stimulierendes Hormon genannt. Es ist bei beiden Geschlechtern gemeinsam mit

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9 Die Ur-Sykose dem follikelstimulierenden Hormon (FSH) für die Reifung und Produktion der Geschlechtszellen zuständig: Ovulation (Eisprung) bei der Frau bzw. die Spermienreifung beim Mann. Gebildet wird das LH im Hypophysenvorderlappen nach Stimulation durch das Releasing-Hormon Gonadoliberin. Melatonin EJ (m,w) Melatonin ist ein Hormon, das in der Zirbeldrüse (Epiphyse) aus Serotonin produziert wird und den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers steuert. Noradrenalin ÜJ (m,w) Noradrenalin ist ein Neurotransmitter und ein Hormon. Es wird vom Körper im Nebennierenmark produziert. Es ist dem Adrenalin verwandt und regt das Herz-Kreislauf-System an. Noradrenalin trägt gegenüber dem Adrenalin keine Methylgruppe (-CH3) an seiner Aminogruppe. Daher zeigen Noradrenalin und Adrenalin zum Teil physiologisch unterschiedliche Wirkungen. Oxytocin JV (m,w) Oxytocin (okytokos »leicht gebärend«) hat eine wichtige Bedeutung beim Geburtsprozess. Gleichzeitig beeinflusst es nicht nur das Verhalten zwischen Mutter und Kind sowie zwischen Geschlechtspartnern, sondern auch ganz allgemein soziale Interaktionen. Parathormon FV (m,w) Das Parathormon ist ein Peptidhormon, das in den Hauptzellen der Nebenschilddrüsen gebildet wird. Die Hauptfunktion des Parathormons ist die Erhöhung der Calcium-Konzentration im Blutplasma. Progesteron ÜV (m,w) Progesteron ist der wichtigste Vertreter der Gestagene (Gelbkörperhormone). Die Verbindung gehört zur Gruppe der Sexualhormone. Bei Frauen wird es hauptsächlich vom Corpus luteum (Gelbkörper) in der zweiten Phase des Menstruationszyklus und in wesentlich höheren Mengen während der Schwangerschaft von der Plazenta gebildet. Bei Männern bilden die LeydigZwischenzellen in den Hoden den Hauptanteil. Geringe Progesteronmengen werden bei Frauen und Männern auch von der Nebennierenrinde synthetisiert. Im humanen Organismus wird Progesteron aus Cholesterin synthetisiert. Progesteron regt das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut an und bereitet diese auf die Einbettung einer befruchteten Eizelle vor. Kommt es zu einer Befruchtung der Eizelle, verhindert Progesteron eine weitere Follikelreifung.

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Hormone Prolaktin JJ (m,w) Prolaktin ist ein Hormon, das im Hypophysenvorderlappen gebildet wird und vor allem für das Wachstum der Brustdrüse im Verlauf der Schwangerschaft und für die Milchsekretion (Laktation) während der Stillzeit verantwortlich ist. Sexualhormone VV (m,w) Zum Beispiel Östrogene, Gestagene, Androgene. Somatoliberin XV (m,w) Wird im Hypothalamus gebildet und bewirkt die Freisetzung von Somatotropin (Wachstumshormon). Somatostatin ÄJ (m,w) Somatostatin wird von der Bauchspeicheldrüse während der Verdauung ausgeschieden. Es hemmt die Bildung von Somatotropin im Hypothalamus. Somatostatin hemmt die Absonderung von Verdauungsenzymen. Somatotropin (Wachstumshormon) ÄJ (m,w) Somatropin ist ein Proteohormon, das als Wachstumshormon im menschlichen und tierischen Organismus vorkommt. Testosteron UV Testosteron ist ein Sexualhormon (Androgen), das bei beiden Geschlechtern vorkommt, sich dabei aber in Konzentration und Wirkungsweise bei Mann und Frau unterscheidet. Die Vorläufer des Testosterons sind die Gestagene. Testosteron ist ein Kunstwort, das von testis (Hoden) und Steroid abgeleitet ist. Bei Männern wird Testosteron zum größten Teil unter dem Einfluss des LH (Luteinisierendes Hormon) in den Leydigschen Zwischenzellen im Hoden produziert. Die Nebennierenrinde bildet zwar kleine Mengen anderer Androgene, jedoch nur in sehr geringem Maße Testosteron. Bei Frauen produzieren die Eierstöcke und die Nebennierenrinde geringe Mengen an Testosteron. Thyreotropin VU (m,w) Thyreotropin ist ein Hormon, das in Zellen des Hypophysenvorderlappens produziert wird und stimulierend auf das Wachstum, die Iodaufnahme und die Hormonbildung der Schilddrüse wirkt. Geregelt wird die TSHProduktion der thyreotropen Zellen des Hypophysenvorderlappens zum einen von der Schilddrüse über die Konzentration der Schilddrüsenhormone (negative Rückkopplung), zum anderen vom Hypothalamus.

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9 Die Ur-Sykose Thyreoliberin ÜJ (m,w) Ein Hormon aus dem Hypothalamus, bewirkt die Freisetzung von Thyreotropin (TSH) und Prolaktin. Thyroxin XJ (m,w) Thyroxin ist ein Hormon, das in der Schilddrüse bei Säugetieren gebildet wird. Thyroxin ist ein Hormonvorläufer zu Trijodthyronin. Trijodthyronin XV (m,w) Triiodthyronin ist das wirksamste Hormon der Schilddrüse. Schilddrüsenhormone sind essentiell für den Energiestoffwechsel sowie wichtige Partner für viele andere Hormone wie z. B. Insulin, Glukagon, Somatotropes Hormon und Adrenalin. Das übergeordnete Regelhormon ist das Thyreotropin. Vasopressin YV (m,w) Vasopressin ist ein Peptidhormon. Der Name Vasopressin bezieht sich auf seine gefäßverengende Wirkung bei höheren Dosen (von lateinisch vas = (Blut)Gefäß und lateinisch pressus = Druck). Es reguliert den Urinfluss.

Die Funktion der Leber Jeder Stoff im Universum hat innere Kräfte, innere Gesetzmäßigkeiten, die wir beachten müssen. Das gilt auch für unsere Nahrungsmittel. Das bedeutet auch, dass sich unser Organismus mit den inneren Kräften und Gesetzmäßigkeiten der Nahrung auseinandersetzen muss. Und nicht alles gefällt ihm. Das erste, was wir tun, ist die Nahrung als Eindringling zu betrachten, und ihr unsere körperlichen Kräfte und Gesetze überzustülpen. Bei manchen Stoffen mag das gehen, bei anderen ist das nicht so einfach, sodass wir diese Stoffe zerstören müssen, um sie uns einverleiben zu können. Das bedeutet, dass unser Organismus gegen die inneren Kräfte der Nahrung anarbeiten muss. Das macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn der Mensch ein starkes Gift zu sich genommen hat. In diesem Fall ist die Eigengesetzmäßigkeit der Nahrung stärker als die des Menschen, und der Mensch wird überrollt und stirbt. In kleinem Maße passiert das aber mit jeder Nahrung (denken Sie an die vielen Nahrungsmittelallergien).

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Die Funktion der Leber • Nahrung hat ihr eigenes Wesen, ihr eigenes Kräftespiel, ihren eigenen Rhythmus. Diesem Rhythmus muss der Mensch entgegenarbeiten. Das heißt, dass der Mensch nicht nur Baumaterialien, wie Ziegelsteine, verarbeiten, sondern auch die Natur der Nahrung selbst überwinden muss. Die Organe, die der Nahrung zuerst entgegentreten, haben das Zeug dazu. Die Milz hat teil an der Umrhythmisierung, kommt aber nicht mit der Nahrung in Berührung, wohl aber Leber und Gallenblase, sodass wir davon ausgehen müssen, dass alle drei Organsysteme zusammen an dieser Umrhythmisierung arbeiten. • Verdauung bedeutet, die Eigennatur des Stoffes in die Eigennatur des Menschen umzuwandeln Verdauung beginnt aber nicht erst im Zwölffingerdarm, sondern im Mund. Die ersten Kontaktzonen sind Mund, Speiseröhre und Magen. In Mund, Speiseröhre und Magen beginnt also bereits die Umrhythmisierung, das Auslöschen der Eigenschwingung unserer Nahrung, um dann durch Leber, Galle und Milz vollendet zu werden. Erst wenn die Nahrung den Weg vom Mund zum Dünndarm gegangen ist und durch alle beteiligten Organe entrhythmisiert und neu rhythmisiert wurde (mit der Eigenschwingung des Menschen), darf die Nahrung in die Lymphe und von da aus ins Blut, wo sie dem Ich begegnet. • Milz, Leber und Galle passen die Gesetze der äußeren Welt an die Gesetze der inneren Welt an. Dazu nutzen sie die Wirkung von Mund, Speiseröhre und Magen. Hieran ist vor allem die Leber beteiligt, die die Umrhythmisierung der Nahrung leitet. Die Leber hat im Wesentlichen die Aufgabe, die heute bekannten physikalischchemischen Gesetzmäßigkeiten aufzuheben. Die Unterschiede zwischen Eiweiß, Kohlehydraten und Fetten verwischen im Körper, weil sie alle zu einer Grundsubstanz abgebaut werden können, um dann vollständig verwandelt wieder aufgebaut zu werden. So kann ein Fett verdaut werden, um einen Zucker daraus aufzubauen. Ein Eiweiß kann verdaut werden, um ein Fett daraus aufzubauen. So scheinen ab einem bestimmten Punkt im Körper die Unterschiede sich aufzuheben, und die Aufgabe der Leber ist es, zu sehen was der Körper braucht und die entsprechenden Substanzen zu transformieren. Die heutige Biochemie spricht daher von einem »metabolischen Pool« oder von einem »Stoffwechsel-Reservoir«, aus dem die Leber schöpfen kann.

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9 Die Ur-Sykose So wie sich eine Substanz in die andere umwandeln kann, können sich auch Bakterien im Körper ineinander umwandeln. Auch hier kann die Leber maßgeblich steuern, welchen Bakterienbesatz wir brauchen, um gesund zu sein. So arbeiten Leber, Gehirn, Nervensystem und Drüsen perfekt zusammen, um die Materie so umzugestalten, wie wir sie brauchen.

Essigsäure Der Stoff, der diese Umwandlung möglich macht, der eigentliche metabolische Pool, ist die Essigsäure. Essigsäure finden wir in Essig. Essig entsteht, wenn Alkohol durch Essigsäurebakterien vergoren wird. Die Essigherstellung ist ein uraltes Verfahren, das sich in den Urgründen der Zeit verliert. Essig enthält zwischen 5 und 15,5% Essigsäure. Essigsäurebakterien finden wir auch im Zitronensäurezyklus, weil hier Essigsäure weiter zu Kohlendioxid und Wasser abgebaut werden kann. Essigsäurebakterien finden sich in der Natur immer in der Nähe von Hefepilzen, die Zucker zu Akohol vergären. Sie wachsen zum Beispiel auf beschädigten Früchten, Apfelwein und Bier. Einige der Arten können auch Stickstoff verstoffwechseln, daher spielen sie eine wichtige Rolle beim Eiweißabbau, bei dem Stickstoff frei wird. Essigsäure, beziehungsweise das Acetat, bildet eines der Zentren unseres Stoffwechselgeschehens. Wir sprechen dann von aktivierter Essigsäure. Aktiviert wird sie durch Phosphor und Schwefel und bekommt dann den Namen Essigsäure-Coenzym A oder Acetyl-CoA. Das Coenzym A hilft bei vielen enzymabhängigen Reaktionen mit. Als CoA kann die Essigsäure nun Wunder vollbringen. Viele Menschen verwenden Essig als Schlankmacher, obwohl Essig in der Lage ist Fett aufzubauen. • Essigsäure entsteht beim Abbau von Zuckern, Eiweißen und Fetten. • Essigsäure CH3 COOH = 50 = ÄJ Aus dieser Essigsäure (bzw. Acetyl-CoA) können dann wieder Zucker, Eiweiße und Fette aufgebaut werden.

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Essigsäure Aber im Unterschied zu den Nahrungs-Zuckern, -Eiweißen und -Fetten, sind das jetzt unsere eigenen. Folgen Grafik soll das veranschaulichen: Abbildung 9.1: Essigsäure im Stoffwechsel

Zucker, Eiweiße und Fette sind eng gekoppelt an das menschliche Er-Leben. • Zucker an das Denken • Fette an das Wollen • Eiweiße an das Fühlen Wir können daher auch sagen, dass Essigsäure Gedanken in Gefühle, Gefühle in Wollen und Wollen in Gedanken umwandeln kann und natürlich umgekehrt. Sollten bei diesen Umwandlungen Probleme auftauchen, dann sollten Sie an das Essigsäure-Pegeminat denken oder an die aktivierte Form Acetyl-CoA. Grafisch ließe sich das so darstellen: Doch Essigsäure wirkt nicht nur in diesen Bereichen als Transformator sondern auch beim Aufbau des Regenbogenkörpers. Der Regenbogenkörper wird geleitet durch den Geist-Menschen. Der Geist-Mensch stellt eine Verbindung zwischen dem Ich-Keim aus dem ungeformten Himmelreich und dem physischen Körper (Materie) her, um letzteren in den Regenbogenkörper umzuwandeln. Dieser Prozess ist die Überwindung der Ur-Karzinogenie, einer Phase der Menschheits-Entwicklung, in der der Ich-Keim, aus dem ungeformten Himmelreich an die Materie gekoppelt wurde.

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9 Die Ur-Sykose

Abbildung 9.2: Essigsäure im Er-Leben

In der Geist-Mensch-Phase wird die Ur-Karzinogenie aktiviert und soll überwunden werden. Viele Menschen können das aber nicht, und so entsteht der typische AltersKrebs. Da der Regenbogenkörper eine Umwandlung des physischen Körpers in Licht darstellt, wird die Materie abgebaut und in Licht verwandelt. Die Materie verschwindet also aus unserem Blickfeld. Genau das hat Eli Jones, der Meister der Krebsheilung, ein Eklektiker, beobachtet, wenn er Essigsäure einsetzte. Er behauptete, dass die Essigsäure die einzige Substanz ist, die er kennengelernt habe, die in der Lage wäre Krebszellen aufzulösen. Da hier nur die materielle Ebene beobachtet wurde, könnten wir aus unserer Erfahrung ergänzen »… und in Licht zu verwandeln.« Wie Sie wissen, hat Jesus Christus den Regenbogenkörper manifestiert und ist darin »auferstanden« nachdem sein physischer Körper vollkommen verzehrt worden ist. Um diesen Verwandlungsprozess in Gang zu setzen, geschah folgendes (es handelt sich hier um eine Szene der Kreuzigung Jesu): Danach, als Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet. Da stand ein Gefäß voll Essig.

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Essigsäure Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und steckten ihn auf ein Ysoprohr und hielten es ihm an den Mund. Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht!, und neigte das Haupt und verschied. Sie sehen in dieser Szene, dass Essig der Initalzünder war, der den Regenbogenkörper-Prozess in Gang setzte, möglicherweise als aktivierte Essigsäure. Denken Sie daher bei Alterskrebsen an eine Fehlentwicklung des Regenbogenkörperprozesses und lassen das entsprechende Pegeminat riechen.

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10 Die Ur-Syphilinie Aus dem Schöpfungswort entwickeln sich die Botenstoffe, vertreten durch das Boten-Pegeminat. Der Ort, den der Montagepunkt einnimmt, ist der Platz ohne Erbarmen, auch Platz der Rücksichtslosigkeit genannt. Es entwickelt sich das Säugerhirn, dass immer noch unter dem Einfluss der Verbannung in Ägypten steht. Das Organsystem dieser Phase ist die Gallenblase.

Das limbische System Das limbische System wird auch als »Säugerhirn« bezeichnet. Es reguliert nicht die Basisfunktionen wie das Reptiliengehirn, sondern die sozialen Aspekte des Säugetierlebens, und damit die typischen Empfindungen wie Sorge um den Nachwuchs, Angst, Liebe, Lust, Spieltrieb und die Imitation, also das Spiegeln zu Lernzwecken. Den Namen bekam es es 1878 von Paul Broca, der es zum ersten Mal beschrieben hat. Das limbische System ist eigentlich kein anatomisch einheitliches Gehirnareal sondern eher bestimmt durch seine Funktionen. Im Zentrum des limbischen Systems arbeitet der Papez-Kreislauf (1937 von James Papez entdeckt), der vor allen Dingen mit unserer Vergangenheitsschaffung beschäftigt ist. Aus der Vergangenheit erzeugen wir Gefühle, und so können vor allem unbearbeitete vergangene Gefühle zu einem Aufwühlen des limbischen Systems führen. Hier ist auch der geheime Sinn der Rekapitulation verborgen, denn nur wenn das Großhirn Zugriff auf den Thalamus bekommt, kann der Montagepunkt bewusst verschoben werden. Ansonsten wird er durch heftige Gefühlsaufwallungen aus dem PapezKreislauf verschoben, ohne dass wir uns dessen bewusst werden. Der wichtigste Vergangenheitsbildner und damit wichtigstes Zentrum der Absicht ist der Hippocampus (Seepferdchen).

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Das limbische System Ohne Seepferdchen keine Erinnerung. Seepferdchen haben drei Besonderheiten 1. sie werden benannt nach dem Ungeheuer Hippokamp (Pferde-Schlange oder Pferde-Raupe) 2. sie schwimmen, indem sie den Schwanz nach unten (Oben-UntenBewegung) und nicht wie sonst üblich zur Seite bewegen 3. die Männchen werden schwanger, das bedeutet, dass hier die raumbildende Kraft auf den Mann übergeht Wir besitzen zwei davon, auf jeder Seite des Gehirns ein eigenes Seepferdchen. Der Hippocampus ist aus Platten aufgebaut, allerdings besitzt er nur drei Schichten (das neuere Gehirn hat sechs). Diese drei Schichten sind beim Hippocampus wie Biskuitrollen ineinander gerollt. Der Hippocampus weiß immer, was im Bewusstsein gerade vor sich geht und er weiß auch, wo etwas vor sich geht, denn im Hippocampus findet sich auch das Raumbewusstsein. Da der Hippocampus Vergangenheit schafft, weiß er genau, wo etwas lag, nicht wo etwas liegt. Der Ort wird in so genannten Pyramidenzellen (sehen aus wie ein Tetraeder) gespeichert. Tiere, die ihr Fressen verstecken (Eichhörnchen) haben aus dem Grunde einen besonders großen Hippocampus. Das Gleiche gilt für Taxifahrer und Scouts. Der Hippocampus steuert den Übergang vom Kurz- zum Langzeitgedächtnis. In der Fachsprache heißt das Gedächtniskonsolidierung, also die Vergangenheit wird einzementiert. Sind beide Seepferdchen gestört, können zwar alte Erinnerungen noch abgerufen werden aber neue nicht mehr gespeichert. Der Hippocampus vergleicht neue Inhalte mit seinem Inventar. Wenn etwas Neues ins Leben des Menschen kommt, was noch nie da war, wird das vom Seepferdchen registriert und für die Speicherung vorbereitet. Ist es ein alter Hut, spart es sich diese Arbeit (ähnlich arbeiten heutige BackUp-Systeme in Computern, die inkrementelle Back-Ups erzeugen, in denen nur gespeichert wird, was sich verändert hat). Es macht dann nur ein Lesezeichen zu den alten Inhalten, stellt aber keine neue Erinnerung her. Das Seepferdchen ist eng verbunden mit dem Mandelkern, der auch Furchtzentrum genannt wird.

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10 Die Ur-Syphilinie Er kann zum Beispiel den Hypothalamus dazu bringen Angsthormone auszuschütten. Durch diese Zusammenarbeit schafft das Seepferdchen ein furcht-bares Gedächtnis. Hierbei kann die Schlangenkraft aktiv werden (Gegenkraft), denn heftige Traumata verkleinern den Hippocampus, genauso wie Depressionen und Angst- oder Essstörungen. Der Hippocampus hat ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit mitbekommen, er ist der Gestaltwandler unter den Gehirnarealen (wie die Syphilinie der Gestaltwandler unter den Krankheiten ist). Generell können wir sagen, dass oft abgerufene Informationen bleiben und nicht oft genutzte verblassen. Damit der Hippocampus seine Gestalt wandeln kann, hat er die Fähigkeit neue Hirnzellen zu bilden. Neben einer Region im Riechhirn ist das die einzige Stelle im Gehirn, die das kann. Das bedeutet, dass im Hippocampus tatsächlich eine neue Vergangenheit auch substantiell geschaffen werden kann, während alte Erinnerungen allmählich verblassen. • Der Hippocampus ist also das wichtigste Werkzeug der Absicht. Der Gyrus cinguli (Gürtel) teilt sich in einen vorderen und hinteren Bereich. Er reguliert die visuell-räumliche Orientierung und damit die räumliche Vergangenheit (in Zusammenspiel mit dem Seepferdchen). Der vordere Teil ist in der Nähe des Mandelkerns und hat vor allem die Aufgabe widersprüchliche Informationen abzuwägen und eine Entscheidung zu treffen. Menschen, die sich nicht entscheiden können, haben dort eine Schwäche. Hier wird auch der Schmerz, den wir empfinden, bewertet. Damit das alles sich in Mimik und Gestik ablesen lässt, ist auch diese eingebunden. Der Mandelkern, das Zentrum von Furcht und Angst, hat die Fähigkeit emotional besetzte Erinnerungen abzuspeichern. Er besteht aus dreizehn Kernen (13 Geister). Viele Informationen erreichen den Mandelkern erst, wenn sie durch den Thalamus gefiltert wurden. Das gilt nicht für das Riechen, das geht direkt durch. So gelangen auch unsere Pegeminate direkt in den Mandelkern, ohne vom Thalamus weggefiltert zu werden.

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Das Horus-Auge Damit das Angstzentrum uns nicht alle beherrscht, wurde es unter Kontrolle des Stirnhirns gestellt. Im Stirnhirn ist der Wille zuhause, weshalb wir Ängste willentlich überwinden oder unterdrücken können. Durch das Zusammenspiel von Hippocampus und Mandelkern entsteht unsere gefühlsmäßig interpretierte Vergangenheit. Es scheint uns manchmal so, als sei der Mandelkern nur negativ, aber in allererster Linie soll er unser Leben retten. Dass wir uns erschrecken, dass wir zurückschrecken, das ist sein Verdienst. Die Reaktion des Mandelkerns ist schneller als die bewusste Wahrnehmung des Auslösers, ein extrem wichtiger Zeitgewinn. Zusammengefasst: • die Furchtreaktion ist schneller als die bewusste Wahrnehmung des Auslösers – ein oftmals lebenswichtiger Zeitgewinn! Manche sehen auch im Nucleus accumbens einen Teil des limbischen Systems. Er reagiert auf Belohnung und erzeugt Glücksgefühle. Hier arbeitet Dopamin als Glücksbote und kann durch Amphetamine, Kokain, Cannabis, Ketamin angeregt werden und sowohl euphorisieren als auch süchtig machen.

Das Horus-Auge Das limbische System zeigt eine große Ähnlichkeit mit dem Symbol des Horus-Auges. Horus war ein Hauptgott in Ägypten. Er war ein Himmelsgott, Königsgott, Weltengott, Lichtgott (Regenbogenkörper) und Beschützer der Kinder. Horus wird als Falke dargestellt, oder als Gott mit Falkenkopf. Manchmal trägt er eine Doppelkrone. Die Sonne und der Mond waren seine Augen. Das rechte Auge war das Sonnen-, das linke das Mondauge. Er gilt als Sohn von Erde und Nacht wie auch sein Bruder Seth. Seth ist ein Wüstengott. der Stürme und Unwetter bringen soll. Er gilt auch als Gott des Chaos und des Verderbens. Er ist eine Schutzgottheit der Oasen. Sein Planet soll der Merkur (Thoth) sein. Er gilt als Gott des Südens.

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10 Die Ur-Syphilinie

Abbildung 10.1: Horus-Auge

Das Eisenerz wird als Knochen des Seth bezeichnet, er gilt daher auch als Gott der Metalle. Er wird mit dem Seth-Tier als Kopf dargestellt, das auch mit Typhon, einem schlangen- oder drachenähnlichen Monster verglichen wird. Er wird manchmal auch als Krokodil oder Schlange dargestellt. Es entbrennt ein Kampf zwischen Horus und Seth um die Nachfolge auf dem Königsthron. Seth repräsentiert das Reptiliengehirn und das Unterbewusstsein, Horus das Bewusstsein und das Großhirn. Es zeigt sich im Kampf, dass keiner gegen den anderen gewinnen kann. Seth wurde mehrmals nahezu tödlich verletzt, erholte sich aber immer wieder. So entschieden sie, dass das Gericht Recht sprechen sollte. Doch das Gericht wechselte immer wieder seine Meinung, mal gab es dem einen, mal dem anderen Recht. Schlussendlich nimmt Seth Horus das Augenlicht, doch Toth heilt ihn und so entsteht das limbische System aus dem Auge des Horus. Horus als Himmels-Stier repräsentiert den Planeten Saturn. Als roter Horus wird der Planet Mars bezeichnet. Hora ist im Lateinischen die Stunde und so ist das limbische System auch mit Zeitfragen befasst.

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11 Die Ur-Parasitose In der Ur-Parasitose (Platz des Allwissens) steht der Rhythmus im Vordergrund. Es entwickeln sich die Milz und das Herz. Das Blut entwickelt sich.

Die Funktion der Milz Die Milz ist ein sehr bedeutungsvolles Organ für die Entwicklung des Regenbogenkörpers. Sie erscheint als leuchtender Weltenkörper, der wie ein Sieb das Blut filtert. Der Milz zueigen ist eine beständige rhythmische Bewegung, die allerdings nicht so rhythmisch ist, wie wir vielleicht vermuten würden. Das liegt daran, dass die Milz eng an den menschlichen Ernährungsapparat gekoppelt ist. Die menschliche Ernährung ist nicht ganz so regelmäßig, wie sie sein könnte. Daher muss der un-rhythmische Rhythmus der menschlichen Nahrungsaufnahme in die exakte Rhythmik des menschlichen Organismus überführt werden. Diese Funktion übernimmt die Milz. Die Milz ist ein Umschalter, um Unregelmäßigkeiten im Verdauungssystem auszugleichen, damit sie an die rhythmische Blutzirkulation angepasst werden können. Dies geschieht durch Ausdehnung und Zusammmenziehung der Milz. So ist die Milz eingeschaltet zwischen menschlicher Willkür (willkürlicher Nahrungsaufnahme) und exakter, göttlich vorgegebener Rhythmik. Auf diese Weise hilft sie, den Menschen unabhängig von seiner Umgebung zu machen. Der Mensch kann unbeschadet willkürlich sein, weil die Milz diese Willkür in die Rhythmik des Körpers einbinden kann. • Die Milz ist ein Puffer der Willkür

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11 Die Ur-Parasitose So wird der Mensch unabhängig von seiner Umwelt, und kann anfangen etwas selbst zu gestalten, etwas, das er von den Geistern der Persönlichkeit gelernt hat, die ihm halfen »Nein« zu sagen. Ohne Milz könnten wir nichts Willkürliches machen, weil wir alles dem göttlichen Rhythmus anpassen müssten. Die Milz ist eng gekoppelt an das »willkürliche Fühlen«, denn das willkürlich Fühlen breitet sich beginnend in der Parasitose horizontal durch den Körper aus. Die Milz, als Organ der Parasitose, hat eine enge Beziehung zu dieser Form des Fühlens, wie auch zur Empfindungsseele, der diese Form des Fühlens als Nahrung dient. Das willkürliche Fühlen wird regiert vom Sumpfgas (Methan), weshalb das Methan-Pegeminat ein wichtiges Mittel für die Unterstützung der Milz ist (neben dem Venus-Pegeminat). Auf diese Weise muss sich nicht der Blutkreislauf umstellen, sondern die Milz übernimmt die Anpassungen. Dadurch bekommt der Mensch zwar mehr Freiheit, hat aber noch mehr Möglichkeiten, sich gegen den Rhythmus der Welt zu stellen. Aus diesem Grunde sollte der bewusstwerdende Mensch die bewusste Entscheidung fällen, sich absichtlich diesem kosmischen Rhythmus unterzuordnen und auf die Freiheit zu verzichten, die ihm zugestanden wird. Auf diese Weise löst sich der Widerspruch zwischen Willkür und göttlichem Plan auf.

Der Blutkreislauf Wir alle lernen unseren Blutkreislauf spätestens dann kennen, wenn wir uns geschnitten haben und die ganze Kleidung voll Blut ist, welches kaum auszuwaschen ist. Das ist natürlich nicht der Normalzustand. Das Blut fließt normalerweise in einem Gefäßsystem, das aus zahllosen Röhren besteht, die durch den gesamten Organismus ziehen. Das Zentrum dieses Blutgefäßsystems ist das Herz, welches im Brustkorb sitzt. Vom Herzen gehen die Arterien ab, die das rote Blut auch in die entferntesten Winkel unseres Körpers tragen. Das Blut macht dann an den Orten seiner Wirkung einen Prozess durch und kehrt verwandelt über die Venen (Adern) als so genanntes blaues Blut zum Herzen zurück.

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Der Blutkreislauf Dieses blaue Blut wird dann wiederum durch Arterien in die Lunge geleitet, wo es mit dem von außen aufgenommenen Sauerstoff in Berührung kommt. Dadurch wird das Blut erneuert und kehrt als rotes Blut zum Herzen zurück. Von dort aus beginnt der Kreislauf von Neuem. Hier eine vereinfachte Grafik dieser Zusammenhänge: Abbildung 11.1: Blukreislauf

Das menschliche Herz besteht aus vier Kammern, die durch Innenwände so abgegrenzt sind, dass man zwei größere, unten liegende und zwei kleinere, oben liegende unterscheiden kann. Die größeren Kammern nennt man Herzkammern, die kleineren Vorhöfe. Das Blut, das vom linken Vorhof in die linke Herzkammer geflossen ist, gelangt von dort aus in eine große Schlagader, die das Blut in den gesamten Körper bringt. Das Blut wird dann vom Organismus verbraucht und kehrt als blaues, verbrauchtes Blut zum Herzen zurück. Hier gelangt es in den rechten Vorhof, von dort aus in die rechte Herzkammer, um von dort aus in die Lungen gepumpt zu werden. Aus den Lungen fließt es als rotes Blut zurück zum linken Vorhof und der Kreislauf beginnt von vorne. Wenn dann das Blut über die Hauptschlagader das Herz verlässt, zweigt sich früh ein Nebenast ab, der das Blut ins Gehirn bringt (Arteria carotis).

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11 Die Ur-Parasitose Wir können diese Gefäße fühlen, wenn wir uns seitlich an den Hals fassen und etwas drücken. Auch im Gehirn wird das Blut verwandelt. Wir haben also einen kleinen Nebenkreislauf der vom großen Hauptkreislauf getrennt ist und neben ihm als eigenständiger Kreislauf existiert. In den großen Blutkreislauf ist zunächst die Milz eingeschaltet (hier vor allem durch die Milzarterie, die den größten Teil des Truncus coeliacus ausmacht, der aus einer Magenarterie, einer Leberarterie und der besagten Milzarterie besteht, die fast den gesamten Oberbauch versorgt). Weiterhin ist die Leber eingeschaltet. Die Leber wiederum bereitet die Galle, die von der Gallenblase aufgefangen wird. Von dort aus fließt sie in den Verdauungskanal, um an der Verdauung der Nahrungsmittel mitzuwirken. Diese verdauten Lebensmittel gelangen dann in die Lymphe und von dort aus ins Blut. Manche Nahrungsmittel gehen direkt ins Blut (siehe Dünndarm), so können sich bestimmte Nahrungsstoffe direkt dem Blut mitteilen. Die Gesamtheit der drei Bauchorgane Milz, Leber und Gallenblase sind in den großen Blutkreislauf so eingeschaltet, wie das Gehirn in den kleinen. Das Gehirn hat die Aufgabe äußere Sinneseindrücke wahrzunehmen und zu verarbeiten. • Das Gehirn verarbeitet die Außenwelt Diese Sinneseindrücke verändern das Blut und schicken es verwandelt wieder zum Herzen zurück. Milz, Leber und Gallenblase verarbeiten das, was durch die Nahrung ins Innere gelangt ist. So nehmen sie vor allem Eindrücke aus dem eigenen Inneren wahr. • Milz, Leber und Gallenblase verarbeiten die Innenwelt Beide Welten, die Obere und die Innere, geben ihre Informationen an das Blut ab, wie die nächste Grafik zeigen soll: • Auf diese Weise kann sich das Außen und das Innen dem Blut einprägen. Wir haben also zunächst folgende Organe, die in der Lage sind das Blut zu verwandeln: • Gehirn • Milz • Leber • Gallenblase

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Der Blutkreislauf

Abbildung 11.2: Abgabe an das Blut

Betrachten wir den unteren Körperbereich, so ist es zunächst die Milz, die in den Blutkreislauf eingebettet ist. Die Milz zeigt ein blutreiches Gewebe mit zahlreichen kleinen weißen Körnchen, sie erinnert daher ein wenig an unseren Kosmos mit dem Sternenhimmel. Die Milz scheint wie ein Sieb, durch das das Blut erst einmal hindurchgehen muss. Die wesentliche Arterie ist die Arteria lienalis (Milzarterie). Die Milzarterie, wie bereits gesagt, gehört zu einem Dreigespann bestehend aus: • Milzarterie • Magenarterie • Leberarterie Die Milzarterie teilt sich in mehrere Äste auf, die zum Beispiel folgende Organe versorgen: • Bauchspeicheldrüse • Teil des Magens • das große Netz Dann erreicht das Blut die Leber. Betrachten wir die Reihenfolge der Organe, so ist die Milz dem Blut sehr nahe, die Leber hat eine Mittelstellung und die Gallenblase ist das Tor zum Verdauungssystem.

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11 Die Ur-Parasitose Diesen Organsystemen könnten wir Planetennamen geben, wie unsere Vorfahren das getan haben: • Milz ≈ Venus • Leber ≈ Jupiter • Gallenblase ≈ Mars Wir haben gesagt die inneren Welten würden durch Milz, Leber und Gallenblase wahrgenommen, die äußeren Welten durch das Gehirn. Der Mensch erkennt relativ früh seine äußeren Welten, aber die inneren bleiben ihm lange Zeit verborgen. Wir könnten daher die äußere Welt mit dem Gehirn »Bewusstheit« nennen, die innere Welt mit den drei Planeten »Un-Bewusstheit«. Damit wir uns etwas bewusst machen können, brauchen wir das Nervensystem. Es stellt sich also die Frage: »Was hat das Blut mit dem Nervensystem zu tun?« Betrachten wir die Beziehung zwischen Blut und Nervensystem, so stellen wir fest, dass Blut und Nervensystem immer in engem Kontakt miteinander stehen. Das Nervensystem ist eine Offenbarung des Astralkörpers, das Blut offenbart das Ich. Wenn wir in die belebte Natur gehen, dann sehen wir, dass das Beleben der Natur durch den Ätherkörper stattfindet. Die mineralische Welt besitzt keinen Ätherkörper. Der Ätherkörper wird erst in der Ur-Skrophulose geschaffen und belebt zunächst vor allem das Pflanzenreich. Wenn zu dem Lebendigsein noch ein Empfindungsleben kommen soll, dann brauchen wir einen Astralkörper. Dieser findet vor allem Kontakt zum Nervensystem, das die Pflanzen noch nicht haben, daher finden wir den Astralkörper in der Tierwelt. Der Mentalkörper als nächste Stufe braucht ein ausgereiftes Gehirn, das die Tiere noch nicht haben. Zuletzt brauchen wir einen Geistkörper, der für unsere Bewusstheit sorgt und den Kontakt zum roten Blut herstellt (das Gehirn ist das am meisten durchblutete Gewebe mit dem höchsten Sauerstoffverbrauch schon in Ruhe [etwa ein Fünftel]). Damit die Durchblutung sichergestellt ist, hat das Gehirn vier Zuflüsse, die Karotiden, über die wir bereits sprachen und noch zwei Wirbelarterien, die hinten gelegen sind).

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Der Blutkreislauf Das Blut ermöglicht uns, Träger eines selbstbewussten Ichs zu werden, das die Tiere auch nicht besitzen. Sie haben meist ein Gruppen-Ich, das nur zum Teil im Blut zu finden ist. (Die Pflanzen haben ebenfalls ein Gruppen-Ich, das aber nicht im Körper sitzt). Als Ich-Träger dient das Eisen, das erst in den Tieren mit rotem Blut seinen richtigen Platz findet. Wir könnten das so zusammenfassen: • Das mineralische Ich ist an Feldspat gebunden, Träger: Aluminium • Das pflanzliche Ich ist an Chlorophyll gebunden. Träger: Magnesium • Das tierische Ich ist an Hämocyanin gebunden. Träger: Kupfer • Das menschliche Ich ist an Hämoglobin gebunden. Träger: Eisen Wenn die Pflanze also empfindungsfähig werden will, braucht sie einen Astralkörper. Dieser ist an Hämocyanin gebunden und findet seinen äußeren Ausdruck im Nervensystem. Wenn der Mensch ein Ich entwickeln will, braucht er einen Geistkörper. Dieser ist an Hämoglobin gebunden und findet seinen Ausdruck im roten Blut. • Das Nervensystem ist das äußere Werkzeug des Astralkörpers • Das Blut ist das äußere Werkzeug des Ich. Das Nervensystem ist ein sehr komplexes Gebilde, äußerst vielgestaltig. Das Blut sieht dagegen überall gleich aus. Wenn Blut auf Nervensystem trifft, haben wir also eine Begegnung von Einheit und Vielheit. Blut ist zwar überall Blut, doch wandelt es sich auf seinem Weg durch den Körper (rot zu blau; blau zu rot). Auch unser Ich ist relativ einheitlich (oder soll es werden), sammelt aber im Leben eine Menge Erfahrungen, Vorstellungen, Empfindungen. Dazu muss das Ich in Berührung kommen mit äußeren Ereignissen, die ihm die Sinnesorgane vermitteln, und inneren Ereignissen, die ihm die besprochenen Organe vermitteln. Damit diese Erfahrungen dem Blut mitgeteilt werden können, braucht es das Nervensystem. Folgende einfache Grafik soll das veranschaulichen: Es ist, als würde durch unser Nervensystem die »Tafel« unseres Blutes vollgeschrieben: Über das Nervensystem bekommt das Blut Eindrücke aus der Außenwelt und Eindrücke aus der Innenwelt präsentiert.

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11 Die Ur-Parasitose

Abbildung 11.3: Erfahrungen

Abbildung 11.4: Innen und außen

Diese Entsprechungen gelten auch für unser Ich. Das Ich nimmt Eindrücke aus der Außenwelt auf, und kann Empfindungen aus dem eigenen Inneren aufsteigen lassen. So gesehen hat das Blut viel Ähnlichkeit mit der Funktion des Ichs. Es gibt aber Situationen, in denen der Nerv nicht mehr in Kontakt mit dem Blut steht und das Ich keine Eindrücke mehr wahrnehmen kann. In diesen Fällen findet kein Austausch zwischen Astralkörper und Blut mehr statt und das Ich kann keine Erfahrungen mehr sammeln. Es ist, als würden die Eindrücke abprallen und keine Wirkung im inneren Er-

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Der Blutkreislauf

Abbildung 11.5: Blut und Nerv

leben mehr zeigen. Diese Abkehr von den äußeren Reizen kann zum Beispiel in der Hypnose geschehen oder in tiefster Konzentration, indem die äußere Welt nicht mehr wahrgenommen wird. Durch Hypnose kann das Schmerzempfinden so ausgeschaltet werden, dass eine Schmerzempfindung nicht mehr auftritt. Man kann daher sagen, dass der Mensch in seinem Alltagsbewusstsein, in dem Blut und Nerv auf normale Weise interagieren, die äußeren Eindrücke auf sein Ich bezieht. Wenn er aber durch Meditation, Hypnose oder innere seelische Reifungsprozesse abgelenkt ist, hebt sich der Nerv aus dem Blut heraus und produziert keine Eindrücke auf das Blut mehr. Dadurch fühlt sich der Mensch aus sich herausgehoben und kann beginnen Dinge wahrzunehmen, die er normalerweise nicht wahrnehmen kann, wenn der Nerv in das Blutsystem getaucht ist. Der Astralkörper wird durch diese Art der Arbeit bewusst aus dem Blut gezogen. Während im Normalzustand der Nerv seine Eindrücke an das Blut abgibt, reflektieren sich jetzt die Eindrücke in den Nerven zurück. Das Ich wird dadurch frei von den Eindrücken des Nervensystems und eine übersinnliche Welt kann sich im Blut bemerkbar machen. Noch einmal: • Wenn das Nervensystem in das Blut hineingetaucht ist, dann werden die Eindrücke der äußeren Welt an das Blut weitergegeben.

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11 Die Ur-Parasitose

Abbildung 11.6: Bluttafel

• Ist aber das Nervensystem aus dem Blut herausgehoben, dann fließen die Eindrücke der äußeren Welt nicht in das Blut sondern kehren in das Nervenystem zurück. Das wird als Rückstoß oder Schlag erlebt, den Carlos Castaneda beschrieben hat, wenn sein Lehrer Don Juan ihn in die »Anderswelt« wechseln ließ. Don Juan nannte das • die Verschiebung des Montagepunktes. Dadurch erlebt der Mensch seinen eigenen physischen Körper als fremd, als etwas äußerliches und kann sich nicht länger mit ihm identifizieren. Durch diesen Rückstoß wird er in die Anderswelt geschleudert und die Eindrücke, die der Mensch dann hat, sind Eindrücke, die zwar im Blut gespeichert werden können, aber nicht durch das Nervensystem ins Blut gelangten. Aus dem Grunde gehen uns diese Eindrücke wieder verloren, wenn das Nervensystem wieder ins Blut eingetaucht ist. Im Blut sind es vor allem die Salze, die diese Eindrücke kristallisieren. Das heißt, dass die Eindrücke in die anorganische Welt geschrieben werden. Vor allem Silicium metallicum spielt dabei eine wesentliche Rolle, bis es vom Eisen abgelöst wird. Eindrücke haben eine natürliche Affinität zum Silicium beziehungsweise zum Eisen. Deswegen lässt sich ein Bergkristall auch wunderbar programmieren, und aus dem Grunde suchen die Eindrücke den Kontakt zum Eisen, das sie in unserem Blut finden.

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Die Funktion des Herzens Wir können daher Welten in unserem Blut transportieren, die sich am Nervensystem vorbeigeschlichen haben. Das kann das Blut überfordern und zu Anämie oder Blutungen führen. Daher kann es eine gute Idee sein, nicht alle Eindrücke in das Blut gelangen zu lassen. Dazu müssen wir eine Alternative für das Bluteisen schaffen, was durch die drei Persönlichkeitspegeminate möglich ist. Die Entwicklung des Blutes kann nur schrittweise geschehen und geht zunächst in die Entwicklung einer Silicium-Phase, die die alten Alchemisten Albedo-Phase nannten (Albedo = weiß), über. Nach der Albedo-Phase kommt die Rubedo-Phase (rote Phase), die durch das Eisen geprägt ist, aber nicht durch das Bluteisen, sondern durch feinstoffliches Eisen jenseits des Blutes, das wir durch die Tätigkeit unseres Ichs erschaffen. Die Albedo-Phase betrifft das Denken und das Fühlen, es gibt daher zwei Phasen. Die Rubedo-Phase betrifft die drei Ich-Keime, daher gibt es auch drei RubedoPhasen. Welche Konsequenzen die Verschiebung des Montagepunktes auf das sympathische Nervensystem haben kann, haben wir dort beschrieben.

Die Funktion des Herzens Im Herzen treffen drei Welten aufeinander. • Die Innenwelt durch den großen Körperkreislauf • Die Außenwelt trifft auf die Innenwelt durch den Lungenkreislauf (Austausch durch Ein- und Ausatmen) • Die Außenwelt durch den kleinen Körperkreislauf. Würden diese drei Kreisläufe in Harmonie miteinander arbeiten, so wäre unser Leben perfekt. Unsere Innenwelt würde sich perfekt im Außen ausdrücken und die Außenwelt würde sich perfekt in unser Inneres ergießen.

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12 Die Ur-Tuberkulinie In der Ur-Tuberkulinie entwickelt sich das Großhirn. Der Montagepunkt bewegt sich auf den Platz des reinen Denkens. Das Denken entwickelt sich und damit die Bedeutung der Kohlehydrate in Form des Zuckers. Mit der Aktivierung des Kehlkopfes findet eine Anbindung an die Ur-Sykose statt, und durch diesen Kreisschluss aktiviert sich die Ouroborus-Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt. Durch die Aktivierung der Ouroboros-Schlange bekommen Moleküle die Fähigkeiten sich zurückzubinden und auf diese Weise zyklische Verbindungen (teils mit sich selbst) zu formen.

Hexosen als Ausdruck des Makrokosmos entstehen und Pentosen als Ausdruck des Mikrokosmos. Beide Formen treffen wir in den Zuckern wieder. Die Lunge entwickelt sich.

Der Nervenkreislauf Wenn wir das Nervensystem betrachten, ist es sinnvoll, die Aufgabe des Organismus noch einmal zu unterteilen.

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Der Nervenkreislauf Man könnte sagen, dass ein Teil des Organismus der Verwertung des Stoffes dient: • Verdauungssystem – Lymphe – Blut Ein anderer Teil des Organismus hat mit der Verarbeitung von Eindrücken zu tun, die uns Kraft geben: • Lunge – Sinnesorgane – Blut Die Nahrungsaufnahme und -verarbeitung bis zum Lymphsystem, und von dort aus ins Blut, dient der stofflichen Erneuerung des Menschen. Die Atmung, die Verarbeitung von Sinneseindrücken, die dann ins Blut gelangen, dienen der energetischen Erneuerung des Menschen. Sowohl der Stoff, als auch die Energie muss irgendwo gespeichert werden, damit sie uns zur Verfügung stehen können. Der Speicherung des Stoffes dienen vor allem die Lymphknoten, Leber und Milz. Bei der Kraft ist das nicht so einfach. Das Nervensystem nimmt die im Organismus zirkulierende Kraft und modifiziert sie auf zweifache Weise. Ein Teil dieser Kraft speichert sich in den Nervenzellen der grauen Substanz des Markes und erzeugt so die Erregbarkeit der Zellen und folglich den Ursprung der psychischen Phänomene (Erscheinungen). Ein anderer Teil bleibt in den Ganglien des großen Sympathikus in Reserve für besondere Fälle. Die Nervenganglien erfüllen in Hinsicht auf die Kraft dieselbe Aufgabe, wie die Lymphganglien in Hinsicht auf den Stoff. Durch den Blutkreislauf kreisen zwei Klassen von Körpern, die für uns von Interesse sind: • die roten Blutkörperchen • die weißen Blutkörperchen. Letztere sind für die Lymphe charakteristisch. Auch in den Nervenzellen begegnen wir zwei Klassen von Zellen, die aber unbeweglich sind: • die vielpoligen Zellen des Markes und der Gehirnzentren • die einpoligen Zellen der Ganglien des großen Sympathikus. Auch hier sehen wir die Entsprechungen, wie wir sie bereits kennen: • Das Blut steht in Beziehung zum Gehirn, wie das Lymphsystem zum Sympathikus.

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12 Die Ur-Tuberkulinie Betrachten wir das Gehirn näher, so fällt uns das Grau des Markes auf, das sich vom Weiß der Hirnrinde absetzt. Da, wo die graue Farbe dominiert liegen Hirnzentren, dort wo die weiße Farbe dominiert eigentlich nur Leitungen. • Graue Struktur der Zentren. • Weiße Substanz der Leitungsdrähte. Die Nervenzentren können wir wieder unterteilen in Bewegung erregende Zentren im Gehirn und Bewegung erregende Zentren im großen Sympathikus. 1. Bewegung erregende (motorische) Zentren, vorzugsweise aktiv, verbreitet durch Rückenmark und Gehirn. 2. Ganglienzentren des großen Sympathikus (Kraftaufspeicherungsknoten), von denen wir schon gesprochen haben. Das Rückenmark hat Leitungen, die zu den Organen gehen, damit sie sich bewegen können, aber auch Leitungen, die von den Organen zum Rückenmark gehen, die Empfindungen mit sich tragen. Das Rückenmark besteht aus einer Reihe einzelner Zentren (Segmente), die von der bewussten Gehirntätigkeit nicht abhängig sind (Reflexe). Wir könnten uns das Rückenmark daher aus einer Vielzahl kleiner Gehirne zusammengesetzt vorstellen, wie auch den Sympathikus. Diese Untergehirne kommunizieren mit den entsprechenden Regionen. Das Gehirn aber ist das Zentrum der Leitung und bewussten Erregung des ganzen Körpers; es ist das wahre Nervenzentrum, und in ihm liegt der Ursprung der wichtigsten menschlichen Funktionen, der psychischen (seelischgeistig). Somit haben wir zwei Kreisläufe zu erforschen: 1. Den bewussten Kreislauf des Gehirns, welches das Generalzentrum ist. 2. Den unbewussten Kreislauf des Rückenmarkes, das ein anderes Zentrum bildet und sich einer in gewisser Hinsicht unabhängigen Lebenstätigkeit erfreut. Die weiße Substanz besteht fast ausschließlich aus leitenden Fäden. Die Mitte eines jeden einzelnen dieser Fäden bildet die gerade Verlängerung einer Nervenzelle (Zylinderachse), und die Nerven sind durch Vereinigung einer großen Anzahl solcher Fäden zu einer einzigen Schnur zusammengefast, wie das Glasfaserkabel einer modernen DSL-Leitung. Müssten wir die graue Substanz und die weiße vergleichen, so würde die graue Substanz den Arterien und Venen entsprechen, die weiße dem Lymphsystem.

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Der Nervenkreislauf Die Nervenzellen, die das Rückenmark verlassen, können noch einmal unterschieden werden in vordere und hintere. Die vorderen Nervenzellen führen vom Rückenmark weg (zentrifugal) an die Oberfläche, die hinteren führen von der Oberfläche zum Rückenmark (zentripetal). Die Vorderen sind daher eher motorisch, die Hinteren empfindsam. Die Vorderen entsprechen daher den Arterien, die Hinteren den Venen. Zusätzlich ist das Nervensystem noch auf eine andere Weise doppelt angelegt. Wir unterscheiden ein • rechtes und • linkes Nervensystem. Diese Unterscheidung treffen wir deshalb, weil jedes Nervensystem von einer anderen Hirnhälfte gesteuert wird. Die Vereinigung der beiden Systeme geschieht durch Kreuzungen. • Die rechten Leitungen gehen zur linken Hirnhälfte (Hemisphäre). • Die linken Leitungen gehen zur rechten Hemisphäre. Nur einige verbindende Fasern machen eine Ausnahme. Verbindende Fasern existieren zwischen den beiden Hirnhemisphären (Corpus callosum) und zwischen der rechten und linken Hälfte des Rückenmarkes. Da beide Systeme den gleichen Bau haben, so genügt es, eines von ihnen zu betrachten, um beide kennenzulernen. Die schematische Abbildung 12.1 auf der nächsten Seite zeigt, wie das Nervenfluid in seinem Laufe die folgenden beiden Wege zurücklegen kann, indem es vom peripherischen Empfindungsorgan ausgeht: 1. Es durchläuft die Empfindungsnerven, gelangt zum hinteren Rückenmarksganglion, dem allgemeinen Durchgangspunkt, und dann geraden Weges zum hinteren Gehirn. Hier enwickelt sich dann eine Wahrnehmung. Von da aus wandert der Reiz nach vorne zum Vorderhirn, dem Sitz des Willens. Der Wille sendet dann seine Antwort wieder über ein Ganglion an den Bewegungsnerv. 2. Das Fluid durchläuft die Empfindungsnerven, gelangt zum Rückenmarksganglion, passiert das Mark und geht zu den Bewegungsnerven über. Dieser Vorgang spielt sich in den Reflexnerven ab. Das Gehirn arbeitet als Zentrale, die die eingegangenen Eindrücke verarbeitet und weiterleitet. Ein psychischer Kreislauf entsteht.

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12 Die Ur-Tuberkulinie

Abbildung 12.1: Bewusster (dicke Striche) und reflexer Kreislauf (punktierte Linie)

1. Vorderhirn 2. Ganglien der Hirnbasis 3. Bewegender Strang 4. Bewegungsnerv 5. Periphere Organe 6. Vordere graue Marksubstanz 7. Hintere graue Marksubstanz 8. Empfindungsnerv 9. Hinteres Markganglion 10. Empfindender Strang 11. Vorderhirn 12. Psychische Funktionen

Das Ergebnis des psychischen Kreislaufes ist die Bildung (mit Hilfe der Einbildungskraft, des Gedächtnissen, der Urteilskraft usw.) einer dem Gehirn eigenen Erscheinung, einer Idee. Die Idee ist für die Zellen des Vorderhirns das, was zum Beispiel ein materieller Gegenstand ist, den das Auge wahrnimmt. Der Denkprozess ist im wahren Sinne des Wortes eine »Verdauung«, und so,

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Der Nervenkreislauf wie durch die Verdauung durch den Darm in den Organismus neue Zellen eingebracht werden, die den der Außenwelt entnommenen Nährstoffen enstammen, führt auch die Gehirn-Verdauung Ideen in den Verstand und besonders in das Gedächtnis ein, die den von außen her aufgenommenen Empfindungen bzw. Wahrnehmungen entspringen. Der Denkprozess zerfällt in drei große Vorgänge: 1. Aufnahme der Empfindungen bzw. Wahrnehmungen; dieser Vorgang gehört in des Gebiet des Fühlens. 2. Umformung der Empfindung in Ideen, Festhalten oder Weiterleiten derselben zu den Willenszentren: Denken. 3. Abgabe nach außen in Form von Handlungen oder Worten, das Ergebnis der Umformung der Idee in den Willenszentren: Wollen Mit dem Durchlaufen dieser »Dreifaltigkeit« gelangen die Empfindungen aus der Außenwelt zum Gehirn, wie die Nahrungsmittel zum Magen. Die Ideen dagegen sind das Ergebnis innerlicher Arbeit. Unsere bewussten Regungen: unser Blick, unsere Worte, unsere Gesten und unsere Taten sind das Resultat der durch den Willen vollzogenen Umwandlung der Ideen in Bewegungen. Damit diese drei Elemente so ablaufen können, wie bisher besprochen, wurde das Gehirn in drei Stufen unterteilt. 1. Eine erste erhöhte Stufe sitzt hinter dem Stirnknochen, wo die Vorderwindungen des Gehirns, die den Willen beherrschen, ihren Sitz haben. 2. Eine mittlere Stufe, unterhalb der vorhergehenden, in der in großen Gruppen, die Ein- und Ausgangsöffnungen der zwölf Nervenpaare liegen und der mittlere Teil des Gehirns ruht, ist der Träger des Denkens. 3. Schließlich gibt es unter dieser zweiten noch eine tiefere Stufe, in der das Hinterhirn, das Organ des Empfindungsvermögens, des Fühlens und der Sensibilität sich befindet. Das Gehirn ist – wie alle anderen physischen Organe – ein leitendes, stützendes – aber kein bildendes Organ1 . Es liefert für alle seelischen Funktionen eine immer gleichbleibende organische Grundlage. Diese Grundlage sind die Neuronen2 , die mit Dendriten3 und zylindrischer Achse versehenen Nervenzellen. 1 Es gibt glaubhaft überlieferte Fälle, in denen Menschen ohne große Auffälligkeiten bis zum

Ende Ihres Lebens existieren konnten, obwohl das Gehirn sich in Wasser oder Eiter verwandelt hatte, wie die Obduktion unzweifelhaft beweisen konnte. 2 Neuronen = Nervenzellen 3 Dendriten = baumartige Verästelungen

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12 Die Ur-Tuberkulinie • Die Neuronen sind Übermittler, sie können Botschaften weitergeben, aber keine Botschaften erzeugen. Ein Neuron arbeitet umso besser, je weniger es sich selbst in den Funkverkehr einschaltet. Damit die Botschaft weitergegeben werden kann, durchläuft ein Strom von Nervenkraft die Nervenzentren und verleiht ihnen die nötige Spanung. In den Sinnesorganen verläuft er zentripetal, in den Bewegungsorganen zentrifugal; aber seine Richtung spielt hier zunächst keine Rolle. Wir müssen vor allem feststellen, dass er besteht, und das ist die Hauptsache. Wir stellen fest, dass, wenn das Gehirn den leitenden Nervengrundstoff bildet, die Blutzirkulation hierzu den Strom, die »nervöse Kraft« liefert. Diese »nervöse Kraft« ist im ganzen Organismus und für alle Organe des Nervensystems die gleiche. Sie ist ebenso bei den hohen Funktionen des Gedankens, als auch bei den einfacheren Aufgaben der Assimilation4 oder der Betätigung der verschiedenen Drüsen beteiligt. Wenn dem Organismus eine schwere Gefahr droht, z. B. durch den Angriff von Bakterienkolonien5 auf die Eingeweide, so wird die gesamte verfügbare nervöse Kraft auf dieses Angriffsfeld gerichtet, um Phagozytose6 oder eine andere Art der Abwehr zu erzeugen, und die psychischen Funktionen – ihrer Kraft beraubt – setzen aus und werden unwirksam. Diese Erscheinung geht im Falle einer schweren Erkrankung im menschlichen Körper vor sich. Dieses Phänomen lässt sich auch in weniger dramatischen Fällen beobachten. Gilt jemand als »nervös«, ist er also in der Lage nervöse Kräfte leicht zu entwicklen, so kann sich die nervöse Kraft bei einer heftigen Aufregung plötzlich zum Herz-Nervengeflecht zurückströmen. Darauf erfolgt ein plötzlicher Erguss des Nervenstromes in das Gehirn hinein und – Ohnmacht ist die Folge. Die Neuronen und die »nervöse Kraft« sind also Werkzeuge, die anderen Kräften zur Erzeugung der psychischen Handlungen zur Verfügung gestellt werden. Das diese Empfangsorgane in Bewegung setzende Moment ist im Menschen die Empfindung (E-Motion). 4 Assimilation = Umwandlung und Verarbeitung aufgenommener Stoffe im menschlichen Kör-

per. 5 Bakterienkolonien = zusammenhängende Bakterienkulturen. 6 Phagozytose = Aufnahme von Bakterien durch weiße Blutkörperchen.

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Der Nervenkreislauf Die Empfindung ist das Mittel, durch das sich der denkende Organismus mit der Außenwelt in Verbindung bringt. Sie tritt mit verschiedenen bestimmten Kennzeichen auf: 1. Sie ist nach Klassen geordnet, das heißt sie wird getrennt aufgenommen nach den verschiedenen Empfangsorganen, den so genannten Sinneswerkzeugen, die die Empfindungen in verschiedene »Befehle« auflösen, und zwar nach Gefühl (= Erfassung des Gewichts, Wärmegrades, der Form usw.), Geschmack (In-Berührung-Bringen mit dem Munde), Geruch, Gehör oder Gesicht. Demnach empfängt das Gehirn Form-, Geschmacks-, Geruchs-, Licht- und Tonwahrnehmungen, die alle durch ein besonderes Sinneswerkzeug aufgenommen und hiernach verschiedenartig behandelt werden. 2. Nachdem die Empfindung – wie das Licht durch das Prisma – zerstreut worden ist, wird sie wieder in einem bestimmten Bereich der Nervenzentren gesammelt. Sowohl die Sehnerven, als auch die Geruchs-, Geschmacks-, Gefühls- und Gehörnerven konzentrieren sich in Neuronen-Anhäufungen oder -Knoten, die ihren Sitz auf dem Grunde des 4. Ventrikels in der Höhe des allgemein als Nacken bezeichneten Körperteils haben. Nicht durch die Augen selbst empfangen wir eine Gesichtswahrnehmung wirklich, sondern durch den hinteren, in der Nackengegend gelegenen Teil des Gehirns; das gleiche gilt für alle anderen Empfindungen bzw. Wahrnehmungen. 3. Die durch ihren Aufnahmepunkt eingedrungene Empfindung wird von den verschiedenen Nervenorganen erfasst, verdichtet und »verdaut«. Daraufhin dient sie dann zum Aufbau der »Geistesbilder«, der Ideen, der Endergebnisse der psychischen Arbeit, – das »Eidolon« der Griechen. Mit volkstümlich einfachsten Worten könnte man zusammenfassend sagen: • Die Idee ist das Ergebnis der Gehirnverdauung (zerebrale Verdauung). Wie die Darmverdauung (abdominale Verdauung) das Endziel gesetzt hat, die von außen aufgenommenen Nährstoffe in menschliche Substanz umzuformen, hat die Gehirnverdauung das Ziel, die von der Außenwelt empfangenen Empfindungen in persönliche seelische Bestandteile oder »Ideen« umzuwandeln. Die Idee bildet ein Betätigungsfeld der menschlichen Persönlichkeit, das die Merkmale des individuellen Charakters eines jeden Einzelnen trägt. »Das Gehirn erzeugt den Gedanken, wie die Nieren den Harn ausscheiden.« Eine Eiche entsteht nicht in einem Augenblick! Ein Samenkorn dieses Baumes muss hierzu in ein günstiges Erdreich gesenkt werden, und die Einwirkungen

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12 Die Ur-Tuberkulinie der Sonne, der atmosphärischen Luft und die erforderliche Spanne Zeit müssen hinzukommen, damit der herrliche Baum entsteht, den wir bewundern. Und auch die Erde kann ohne das erforderliche Samenkörnchen weder einen Baum noch auch nur die kleinste Pflanze erzeugen. Der unbekannte Philosoph Claude de St. Martin war es, der in seiner hervorragenden Denkschrift diese Frage der »angeborenen« Idee gelöst hat. • Im Gehirn existieren »Ideen-Samen«, seelische Keime, die von der Empfindung genährt, von der nervösen Spannung erwärmt und von der inneren Sonne bzw. dem Selbstbewusstsein (Geist) ihre Färbung und Leuchtkraft erhalten. Erst aus all dieser Arbeit ensteht die Idee. Die Vererbung wirkt verhängnisvoll und schicksalsgleich auf den Verstand ein; das persönliche Temperament, die Folge des Vorherrschens eines Keimblättchens über die anderen, beeinflusst die Nervenkraft und ihre Zirkulation. Die innere seelische Verfassung (Liebe oder Hass; Wahrheit oder Irrtum, Freude oder Schmerz) wirkt ihrerseits auf die Färbung der Ideen im Augenblick ihrer Assimilation oder ihrer intellektuellen Festsetzung ein. Eines der Merkmale der abdominalen7 Verdauung ist die Auflösung des Verdauungsvorganges in verschiedene Verrichtungen (Aktionen). Die Mehlprodukte, Fleischstoffe und Fette werden in aufeinander folgenden Zentren umgebildet und zum Schluss übernehmen die Därme eine letzte, endgültige synthetische8 Revision (Sichtung). Auf den ersten Blick scheinen die Empfindungen bei ihrer Aufnahme, an Stelle eines einheitlichen Aufnahmemittels der Empfindungen, fünf verschiedene zentrale (Sinne) zu besitzen, die die vielartigen Gefühlswahrnehmungen, sowie die des Geschmacks, des Geruchs, die feineren des Gehörs und des Gesichts in den 4. Ventriculus leiten, dessen Kern seine Wurzeln in das mittlere Gehirn, den Träger der Verstandeskraft leitet. Das ist in der Tat das Wesentlichste der Gehirnfunktion. Das Rückenmark hält keinerlei Eindrücke fest. Die hintere graue Substanz nimmt eine Empfindung auf, die automatisch zur vorderen grauen Substanz befördert und in Bewegung umgesetzt wird. Das ist die rein automatisch, maschinell funktionierende Reflexerscheinung. Wenn die Markstränge nicht bis ins Gehirn führen, bleibt alles nur »Reflex«, nichts von dem, was als Empfindung eintritt, bleibt hier zurück, und die Empfindung tritt aus dem Menschen als Bewegung, als Handlung, wieder aus. Im Gehirn jedoch bildet sich als erste grundlegende Eigenschaft die Möglichkeit der Konservierung jeder wahrgenommenen Empfindung aus. 7 Abdominal = den Unterleib (Bauch) betreffend. 8 Synthetisch = zusammenfassend.

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Der Nervenkreislauf Diese Empfindung kann deutlich erkennbar als zentrifugale Bewegung – wie im Mark – zurückgestrahlt werden, aber sie kann auch in irgend einem Teil des mittleren Gehirns, als in das Gedächtnis eingeordnete Idee festgehalten werden, um erst sehr viel später einmal als Bewegung, sei es nun in Worten oder sonstwie, zur Äußerung zu kommen. Neben dem Zentrum der Empfindungsaufnahme und dem die Bewegungsbefehle aufgebenden Zentrum, verfügt das Gehirn über eine ganze Reihe ihm eigener Organe, die der Betätigung der so genannten Verstandeskräfte dienen. Der Verstand beherrscht die Umwandlung der Empfindung in seelische Bilder, in Ideen, ferner die Einordnung der Ideen in das Gedächtnis, alles Arbeiten, die von der Phantasie, dem Vorstellungsvermögen, an diesen Ideen vollzogen werden, und endlich auch die Erschließung dieser Ideen gegenüber den Bewegungsorganen des Vorderhirns. Jede zur Idee gewordene Empfindung kann also einen vollkommen selbständigen Teil der individuellen seelischen Veranlagung bilden. Der gleiche Vorgang geht in den Bauchzentren vor sich, wo jede verdaute und aufgenommene Substanz dazu berufen ist, einen unabhängigen Teil des physischen Organismus zu bilden, sei es nun, dass sie sich sofort in eine aktive Zelle umformt, sei es, dass sie eine »Reservestellung« in einer Lymphganglie oder einer Fettschicht bezieht, wo sie gleich der im Gedächtnis in Reserve gehaltenen Idee verbleibt, bis sie später zur gegebenen Zeit nutzbar gemacht wird. Was bemerken wir bei der Verdauung einer kleinen Menge Faserstoff durch den Magen, bei der Peptonisation9 oder der Humanisation10 , wenn wir diese Erscheinungen in großen Zügen studieren? Wir sehen, dass neben dem durch die Magendrüsen erzeugten Magensaft auch die durch die Blutzirkulation hervorgerufene organische Wärme und verschiedene Bewegungen, die vom Nervensystem – besonders vom großen Sympathikus11 – ausgehen (abgesehen von den Ausscheidungsprozessen der Drüsen), erforderlich sind. Damit dieses dem Tierreich entstammende Faserstoffteilchen in menschliche Zellen umgewertet werden, müssen zwei höheren Gebieten entstammende Kräfte hinzutreten: • die vom Brustkorb ausgehende Blutwärme und der nervöse Anreiz, der vom Kleinhirn durch den inneren Nervenstrang kommt. 9 Peptonisation = Verdauung des Eiweißes. 10 Humanisation = Umwertung von tierischen in eine menschliche Zelle. 11 Großer Sympathikus = der beiderseits des Rückenmarkes gelegene Nervenknotenstrang.

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12 Die Ur-Tuberkulinie Dieser Nervenstrang geht bis in die vordere graue Substanz, in der der große Sympathikus seine Quelle hat. Sollte für die Idee nicht das Gleiche gelten? Für die Umwandlung von Empfindungen in Ideen, braucht es eine örtliche nervöse Spannung, die die Welt der Natur mit der göttlichen Welt verbindet. Jeder Aufstieg, jede Entwicklung, wenn man sie von ihrem wahren Gesichtspunkt aus betrachtet setzt die Unterstützung zweier höherer Kräfte voraus: zwei Opfer, zwei Rückbildungen (Involutionen), und dass kein Grund vorhanden ist, dieses Gesetz, das überall Gültigkeit hat, nicht auch auf die Psychologie anzuwenden. Ziehen wir hierbei nur einen unserer volkstümlichen Vergleiche: Nehmen wir ein Holzscheit, ein kleines Teilchen eines ehemals herrlichen Baumes. Dieses Scheit ist gebildet aus: 1. Ein wenig Erde, die mit vieler Mühe von der Wurzel eines Baumes aufgenommen und bis in die Zweige hinaufgetrieben worden ist. 2. Ein wenig Erd-Atmosphäre, die durch das Chlorophyll in die Blätter und in die anderen Atmungsorgane der Pflanze aufgenommen und von da aus durch das ganze Gebilde verteilt worden ist. 3. Ein wenig Sonne, die gleichfalls in der Baummasse festgehalten wurde. Stellen wir nun ein alchemistisches Experiment an: Wir legen das Holzscheit ins Feuer! Sogleich wird die aufgenommene Sonne als Licht und Wärme entweichen, die Atmosphäre in vielartiger Gasform aufgehen und die Erde als Asche zurückbleiben. Um diese Erde zum Baum werden zu lassen, bedurfte es des Opfers, der Abgabe, der Involution zweier höherer Kräfte: 1. der Erd-Atmosphäre und 2. der Sonnenstrahlen. Das Gleiche gilt auf allen Gebieten der Natur. Das veranlasst uns nun, der Auswirkung anderer als der rein physischen Kräfte in unserem rein stofflichen Gehirn (= in unserem Bespiel der Erde im Baum) nachzugehen, und wir können sagen, dass der Mensch mit der physischen Welt durch die Empfindung verbunden ist, und dass er weiter auch mit anderen Bereichen in Fühlung steht: 1. durch das Gefühl 2. die Intuition oder innere Erleuchtung. Diese Empfindung bietet sich der aus einem höheren Bereich herabkommenden Kraft dar, die das Gehirn ausschließlich als Ruhepunkt benutzt, und die wir »Geist« nennen.

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Der Nervenkreislauf Der Geist oder das Selbstbewusstsein gibt der Empfindung – neben der Umwandlung in die Idee – die persönliche Note desjenigen Individuums, in dem die Umwandlung vor sich geht. Der erzeugte Gedanke wird, entsprechend dem Wesen des Geistes, der das Gehirn beherrscht, seine besondere Färbung haben. Der Gedanke wird andererseits auch eine eigene »Energie« aufweisen, entsprechend der »Spannung« des Verstandes, der die Empfindung transformiert, der sie, verbifiziert = versprachlicht (in Laute, Worte, Gesten usw. umsetzt). Die Empfindung wird also auf dreierlei Weise umgewandelt: 1. Sie wird unter dem Einfluss der Nervenspannung, die in den rein physischen Organen, den Neuronen, besteht, ins Leben gerufen. 2. Die Empfindung wird vom Verstand »verdaut«, der addiert, subtrahiert, multipliziert, schließlich die Brüche ausmerzt und mit Ausgleich des Quotienten, der zum Geistesbild, zur persönlichen Idee wird, dividiert; die Empfindung wird in Handlung umgesetzt = verbifiziert, sie erfährt den Einfluss der Kraft, die jeden auf die Welt kommenden Menschen erleuchtet. 3. Endlich wird die Empfindung noch in den Bereich des Geistkörpers geleitet und erfährt die Erleuchtung des Geistes. Ihre Färbung erhält sie durch das dem fleischlichen Menschen eigene Licht, in das ein Funke des göttlichen Geistes inkarniert ist. Die Idee ist von violettem, dunklen Farbton, wenn der Geist das Gehirn eines in Zweifeln befangenen Wesens zum physischen Träger hat; sie ist von hellem, weißen oder sonnenhaften Licht, wenn es sich um ein Gehirn handelt, das von der Gegenwart des wahren Gottes oder vom Strom der großen Weltenliebe erfüllt ist. • Vita – Verbum – Lux (Leben – Wort – Licht): das sind die Schlüssel zu den drei Kräften, die aus der Höhe zu uns herabsteigen, um einen aus der Außenwelt eindringenden Anreiz in eine kleine, zitternde Flamme, die menschliche Idee zu verwandeln. Die Mehrheit der Philosophen des Altertums dachte sich die Idee als Bild. Dieser Gedanke kommt in dem Begriff »Eidolon« zum Ausdruck. Wenn uns irgendein Ereignis vom »Unsichtbaren«, vom Jenseits gezeigt werden soll, so geschieht dies meistens durch eine ganze Reihe »lebender Bilder«, die uns im Traume, während des natürlichen Schlafes, erscheinen. So haben viele göttlich inspirierte Kunstwerke in diesen Bildern, Erscheinungen oder Klängen ihren Ursprung.

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12 Die Ur-Tuberkulinie Diese Sprache in Bildern ermöglicht die Verständigung mit jedem Menschenhirn, ohne dass hierzu die Anwendung der dem angeredeten Menschen eigenen Sprache erforderlich ist. Beweise hierzu liefert uns der Film, der, wenn er gut aufgenommen ist, von jedem Menschen gleichermaßen verstanden wird. Es ist dies im wahren Sinne des Wortes eine Weltsprache, eine genaue Nachahmung der Sprache des »Unsichtbaren« oder – wenn man diesen Ausdruck nicht gelten lassen will – eine Imitation der Traumsprache und auch der der Empfindung entnommenen Geistesbilder. • Jede Empfindung wird also zunächst in ein Geistesbild oder eine Idee umgewandelt. Diese Idee kann unmittelbar von der Kraft gebildet werden, die die Gedanken formt, sie vereinigt, trennt und gruppiert: die Fantasie, das Vorstellungsvermögen. Die Idee kann aber auch im Gegensatz hierzu sofort im Gedächtnis festgehalten und immobilisiert (stillgelegt) werden, aus dem die Fantasie sie eines Tages wieder hervorsuchen wird. Aus dem Bereich des Verstandes hervorgegangen, durchläuft die Idee den Bereich des Willens und wird zur gedanklichen Kraft, zum dynamischen Bild, das fähig ist, die Bewegungsorgane des Körpers zu beeinflussen, und das durch diese an die Außenwelt weitergegeben werden kann. Die anatomische Physiologie einerseits, die anatomische Pathologie andererseits haben lange den Bewegungszentren der artikulierten Sprache, der Verbindung der hierzu erforderlichen Ideen und einer Unzahl diesbezüglicher Tatsachen nachgeforscht. Wir brauchen hier nur in Erinnerung zu bringen, dass das Neuron einfach eine Leitung, ein Träger ist, der in gewissen Ausnahmefällen auch von jedem anderen Organ ersetzt werden kann. Man konnte erleben, dass Gelähmte, von Feuer bedroht, unter dem Einfluss der Todesgefahr plötzlich wieder laufen konnten. Man muss also mit dem Studium der zerebralen Ortsbestimmung, wie auch mit jeder anderen Forschung dieser Art, sehr vorsichtig sein. Der Bewegungsreiz geht von seinem Zentrum, dem Gehirn, zur Peripherie. Was bedeutet denn tatsächlich die Bewegung, die ich unter dem Einflusse meines Willens ausführe? Schließlich doch nur den graphischen Ausdruck des in meinem Gehirn gebildeten Begriffs und nichts weiter. Wenn ich schreibe oder spreche, so verstoffliche ich nur das Bild des in meinem Hirn aufsteigenden Wortes mit der Hand bzw. dem Kehlkopf, und einige

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Der Nervenkreislauf Formen von Sprachlähmung zeigen aufs deutlichste, dass ein Ausdrucksmittler bestehen bleibt, wenn der andere zerstört ist. So kann ein der Sprache Beraubter das gedachte Wort trotz aller Mühe nicht aussprechen, aber es niederschreiben, und umgekehrt. In beiden Fällen, Empfindung und Bewegung, ist zweifellos ein Bild vorhanden als Ursprung des Nervenreizes; doch im ersten Falle ist das Bild physischer Natur und beeinflusst den peripheren Gefühlssinn, im zweiten psychischer und wirkt auf die Nervenzentren. Es ist also kein Grund erfindlich, dass das Nervenfluid, welches beide Zentren erregt, verschiedenartig sei: es wechselt die äußeren Umstände der Bewegung, sonst nichts. Die Abbildung 12.2 auf der nächsten Seite stellt bildlich die bezeichnete Theorie dar. Wir sehen auf dieser Abbildung vor den Augen einen dreieckigen Punkt, der ein beliebiges Objekt der Sinnenwelt darstellt. Das besagte Objekt ruft eine Empfindung hervor, die durch die nervöse Leitung läuft und das rezeptive Hirnzentrum beeinflusst. Dann tritt das Gehirn in Tätigkeit und ruft als Gegenwirkung den psychischen Kreislauf hervor; durch diesen Vorgang weckt der Eindruck die im Gedächtnis enthaltenen Ideen, der Vergleich kommt zustande, und der geometrische Gedanke z. B. bekommt intellektuelles Leben. Die Einbildungskraft verbindet diese verschiedenen Bestandteile, bildet den Gedanken einer geometrischen Figur, eines Quadrates usw. Dieses Quadrat ist ein Gedanke, ein rein psychisches Gebilde, übt aber nichtsdestoweniger eine Einwirkung auf die Bewegungsorgane aus, gleich der, die ein sinnlicher Gegenstand auf die Sinnesnerven ausübt; ebenso, wie der Blick das Bild aufnimmt und es in seinem Hintergrunde abmalt zur Aufnahme durch den inneren Sinn, bedient der vom Willen gelenkte Kehlkopf sich des Wortes, um den Gedanken eines Quadrates zu beschreiben, zu äußern. Betrachten wir nunmehr den Weg, den das Nervenfluid durchläuft, unter dem Gesichtspunkte des bewussten Kreislaufes (siehe Abbildung 12.3) und nehmen als Ausgangspunkt das Vorderhirn, das man gemeinhin als Ursache der Bewegung ansieht. Alle motorischen Nervenbündel gehen zuerst zu den Hirnganglien (gestreifter Körper und linsenförmiges Mark). Von da begibt sich das Fluidum zum Vordermark, durchläuft es und gelangt schließlich zu den Organen der Bewegung.

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12 Die Ur-Tuberkulinie

Abbildung 12.2: Psychisch-nervöser Kreislauf

1. Stofflicher Gegenstand 2. Die Augen 3. Empfindungsnerv 4. Ganglion 5. Empfindung 6. Rezeptionszentrum (Gehirn des Hinterkopfes) 7. Intelligenz 8. Gedächtnis 9. Urteilskraft, Unterscheidungsvermögen 10. Einbildungskraft 11. Psychischer Kreislauf 12. Wille 13. Ganglion der Hirnbasis 14. Bewegungsnerv 15. Ausdruck des Gedankens mittels des Wortes. Kreislauf der Bewegung Man muss wissen, dass alle Nervenfasern, die dem Gehirn entspringen, mögen sie zu den peripheren Organen gehen oder nicht, zuerst die Ganglien der Hirnbasis durchkreuzen; bekanntlich ist das mit dem Empfindungsnerven nicht der Fall; wir werden bald sehen warum. Zusammengefasst ist der Weg für den Kreislauf des Bewegungsreizes (siehe Abbildung 12.4 auf der nächsten Seite): 1. Nerven, die vom Gehirn zum Ganglion gehen

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Der Nervenkreislauf

Abbildung 12.3: Bewusster Kreislauf (1. Teil)

V Vorderhirn (Vorstellungswille) 1. Leitung dazu 2. Hirnganglion 3. Vordermark 4. Motorische Faser 5. Bewegungszentrum (Äußerung)

Abbildung 12.4: Kreislauf des Nervenfluids

1. Empfindungsnerv 2. Hinteres Markganglion 3. Hinterer Strang daselbst 4. Fasern, die direkt vom Mark zum Hirn gehen 5. Kleinhirn

2. Ganglion 3. Nerven, die vom Ganglion zum Mark gehen 4. Nerven, die vom Mark zu den Organen gehen (der so genannte eigent-

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12 Die Ur-Tuberkulinie liche Nervenmotor) 5. Aufnahme des Nervenreizes (Bewegungszentrum) Kreislauf der Empfindungen • Die Empfindung, das Fühlen ist von außen nach innen gerichtet (zentripetal). • Das Denken verarbeitet die Prozesse im Inneren • Das Wollen ist als Bewegung nach außen gerichtet (zentrifugal). Ehe Empfindungsnerven ins Rückenmark eintreten können, durchlaufen sie ein Ganglion und gelangen dann ins Gehirn ohne sich zu verzweigen. Das hinten gelegene Ganglion hat für die Empfindung die gleiche Bedeutung wie das vorne gelegene für die Bewegung. Alle Empfindungsnerven könnten daher als Vorrückenmarksganglien bezeichnet werden. Der Empfindungskreislauf umfasst folgende Gegebenheiten: 1. Ein Empfangs- oder Spezialorgan 2. Einen Empfindungsnerv 3. einen hinteren Markstrang 4. Direkt vom Mark zum Kleinhirn verlaufende Nervenfasern Zusammengefasster Kreislauf des Nervenfluids Wir kennen zwar die verschiedenen Abschnitte, die die Kraft im Nervensystem durchläuft, wollen aber noch einen Blick darauf werfen, indem wir diese Frage im Zusammenhange betrachten. Die Abbildung 12.5 auf der nächsten Seite bringt alle hier besprochenen Theorien (es handelt sich übrigens um kabbalistische) zur Darstellung. Die im Blute befindliche Kraft geht zum Kleinhirn, verfeinert sich dort und verwandelt sich in Nervenfluid. Diese Nervenkraft breitet sich durch das ganze System der grauen Zentren aus, hauptsächlich in den vorderen motorischen Teilen. Die Nervenzellen treten in Tätigkeit entweder unter dem Einfluss eines äußeren Reizes, hervorgerufen durch einen beliebigen Gegenstand der Sinnenwelt (zentripetaler Empfindungsstrom), oder unter der Einwirkung einer Idee, die von Innen nach Außen wirkt (zentrifugaler Bewegungsstrom). Zwischen den Kreisläufen der Empfindung und Bewegung gibt es noch einen dritten, den psychischen Kreislauf.

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Der Nervenkreislauf

Abbildung 12.5: Allgemeine Zusammenfassung

1. Gedächtnis 2. Einbildungskraft 3. Wille 4. Psychischer Kreislauf 5. Intelligenz (Verstand) 6. Vorderhirn 7. Hinterhirn 8. Obere Hirnbrücke 9. Untere Hirnbrücke 10. Blutkreislauf 11. Kleinhirn 12. Empfindungs-Leitung 13. Gefühlsnerv 14. Bewegende Hinterganglien 15. Bewegende Leitung 16. Großer Sympathikus 17. Vordermark 18. Hintermark 19. Bewegungsnerv 20. Reflexe 21. Stillingscher Knoten 22. Geflecht 23. Nervengeflecht 24. Organe mit glatten Fasern 25. Organe mit rauen Fasern 26. Empfindungsorgan.

Der Empfindungskreislauf nimmt folgenden Verlauf:

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12 Die Ur-Tuberkulinie

 1. Empfangende Organe der Empfindung (Herstellung)      2. Empfindungsnerv 3. Hinteres Markganglion (Verdichtung) Vorwärtsbewegung   4. Empfindungsstrang    5. Hinterhirn (Umwandlung) Zwischenteil. Verwandlung der Empfindung in Denken und des Gedankens in Bewegung. Psychischer Kreislauf.  6. Der wie ein sinnlich wahrnehmbarer Gegenstand     tätig wirksame Gedanke (Herstellung)    7. Leitung vom Vorderhirn zur Ganglienmasse Rückwärtsbewegung  8. Hirnganglienmasse; Bewegungsfeld (Verdichtung)    9. Bewegender Strang und Bewegungsnerv    5. Empfangsorgan. Bewegungsstelle (Umwandlung) Der reflexive Kreislauf legt einen weniger verschlungenen Weg zurück, wie wir jetzt sehen werden.  1. Empfindungsorgan      2. Empfindungsnerv 3. Hinteres Ganglion Vorwärtsbewegung   4. Leitung vom Ganglion zum Mark    5. Hintere Nervenzelle des Markes Umformung der Empfindung in Reflexbewegung. Übergang vom hinteren zum vorderen Teil.   6. Bewegungsorgan (vordere Nervenzelle) 7. Bewegungsnerv Rückwärtsbewegung  8. Bewegungsstelle Zu den Ausführungen schauen Sie sich die Abbildungen 12.6 auf der nächsten Seite und 12.7 auf der nächsten Seite an. Der Wille ist oft gekoppelt an die Impulskraft, die von den Seraphim gelenkt wird. Nicht alle Organe können diese stoßweisen Impulse verkraften.

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Der Nervenkreislauf

Abbildung 12.6: Bewusster Nervenkreislauf

1. Vorderhirn 2. Vorderer Nervenfaden 3. Hirnganglion 4. Bewegungsstrang und -nerv 5. Bewegungsnerv 1’. Empfindungsorgan 2’. Empfindungsnerv 3’. Hinteres Markganglion 4’. Empfindungsstrang 5’. Hinterhirn Abbildung 12.7: Reflexer Nervenkreislauf

1. Vordere graue Markmasse 2. Bewegungsnerv 3. Bewegungsorgan 1’. Empfindungsorgan 2’. Empfindungsnerv 3’. Leitung vom Ganglion zum Mark 4’. Hinteres Markganglion.

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12 Die Ur-Tuberkulinie Es sind vor allem die Organe mit quergestreifter Muskulatur, die Stöße abkönnen. Bei den Eingeweideorganen und den Gefäßen ist das nicht der Fall. Sie arbeiten unaufhörlich; ihre Innervation (Nervenkraftbeeinflussung) vollzieht sich auch nach einer besonderen Anlage, und sie bestehen aus glatten Fasern. Sie können stoßweise Impulse nicht gut vertragen, sondern arbeiten besser in einer Art Gleichmaß. Damit das gewährleistet ist, geht die Nervenkraft durch eine Reihe von Ganglien, wo sie sich verdichtet, um sich in ununterbrochene Nervenkraft umwandeln zu können. Von diesen Ganglien geht sie zum Plexus (eine Art Geflecht), hört da auf weiter vorzudringen, und speichert sich auf. Nun kann sie einem doppelten Zwecke dienen: 1. Der ununterbrochenen Tätigkeit der glattfaserigen Organe. 2. Als allgemeiner Sammelplatz der im Organismus überschüssigen Kraft. Abbildung 12.8: Kreislauf der nervösen Verdichtung und Leitung

1. Vorderes Mark 2. Ganglion des großen Sympathikus 3. Plexus 4. Großer Sympathikus 5. Glattfaserige Organe 6. Riffelfaserige Organe. Zum Vergleich Abbildung 12.8. Die Kraft des Markvorderteils geht durch das System des großen Sympathikus, um in der Folge bei den glatten Organen anzulangen. So sehen wir, dass ein und dieselbe Kraft (in diesem Fall die Nervenkraft) durch Modifikationen unterschiedliche Arbeit leisten kann.

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Die Funktion der Lunge

Die Funktion der Lunge Neben dem Prozess, der in unserem Inneren abläuft (Milz – Leber – Galle), haben wir auch eine Außenwelt mit ihrer eigenen Rhythmik. Die Außenwelt tritt an uns in Form der Atemluft heran. Insofern sind es die Lungen, die die Beziehung zur Außenwelt gestalten (besonders intensiv wird das beim Küssen und der Mund zu Mund Beatmung). Durch die Lungen lassen wir die Außenwelt im Einatmen in uns einströmen und geben die Resultate unserer Innenwelt an die Außenwelt im Ausatmen wieder ab. Die Lungen stehen daher in einem rhythmischen Austausch mit der Außenwelt. Wir können daher sagen: • Milz, Leber und Galle sind der Arbeit der Lungen entgegengesetzt. Dadurch dass das Blut mit der Welt der Nahrungsmittel in Berührung kommt, die durch die genannten Organe aufbereitet wurden, lernt der Mensch seine eigene Innenwelt kennen. Dadurch dass das Blut über die Lungen mit der Atemluft in Berührung kommt, tritt die Innenwelt in den Austausch mit der Außenwelt. Dadurch, dass unser Gehirn die Welt dort draußen spiegelt, erfährt der Mensch die Außenwelt. • Essen und trinken erklären uns die Innenwelt. • Im Atmen tritt die Außenwelt (einatmen) in Wechselwirkung mit der Innenwelt (ausatmen) • Das Gehirn spiegelt die Außenwelt (Sinnesorgane) Mit der Lunge haben wir ein weiteres großen Organ kennengelernt: In der Arbeit der Lunge tritt ein neues Element in unser Leben, das wir bisher noch nicht kennengelernt haben. • Die Atmung lässt sich ohne große Schwierigkeiten willkürlich beeinflussen. Somit ist die Lungen-Atmung und deren bewusste Steuerung zum Beispiel durch Atemtherapie oder Prana Yamas, eine Eintrittspforte in die geheimnisvolle Welt der Willkür, die uns noch einige Zeit beschäftigen wird.

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13 Der Platz des Menschen Nach all diesen Entwicklungsschritten, wird der Mensch an den Platz des Menschen gestellt, der gegenüber dem Platz des Karma liegt. So steht der Mensch geschützt unter dem Dach seines Karma und hat hier die Aufgabe sich weiterzuentwickeln, eventuell bis zur Entwicklung seines Regenbogenkörpers. Dazu wird er unter bestimmte Zeiten gestellt: • göttliche Zeit • menschliche Zeit (Zukunft, Übergang, Vergangenheit) Seine Aufgabe ist es nun Denken – Fühlen – und Wollen in Harmonie zu bringen, was nicht so ganz einfach zu sein scheint. Wurden wir schon im Paradies von der Schlange verführt, so spielt sie bei der Entwicklung des Regenbogenkörpers ebenfalls eine große Rolle.

Die Schlangenkräfte Wie Sie sich sicher noch erinnern, wurden wir im Paradies von einer Schlange verführt vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen zu essen. Bevor wir den Regenbogenkörper entwickeln können, müssen wir es daher noch mit der Regenbogenschlange aufnehmen. Wir kennen aus der Miasmatik eine Schlangenkraft, die in der Syphilinie zu Hause ist und sich unter anderem als Spirochäte oder Borrelie äußern kann. Aus der Astrologie kennen wir eine andere Schlange, die sich über die Sternzeichen Jungfrau, Waage und Skorpion erstreckt. Um diese beiden Schlangen auszugleichen, bekamen wir die Bauchspeicheldrüse. Die Bauchspeicheldrüse heißt auch Pankreas (Pan ≈ Alles; Kreas ≈ Fleisch), es ist die »Alles-Fleisch« Drüse, die materiellste unserer Drüsen. Sie liegt quer im Bauch und verbindet letztlich die beiden Schlangen, sodass

H

der Buchstabe entsteht. Dieser Buchstabe ist sehr wichtig, da er uns in Beziehung setzt mit unserer Schöpfungsgeschichte.

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Die Schlangenkräfte

Abbildung 13.1: Regenbogenschlange

Sie erinnern sich, dass es sechs Raum-Elohim gab, deren Namen aus einer Kombination der Buchstaben

J H V bestanden.

Der siebte Elohim, der Zeit-Elohim, ergänzte diese drei Buchstaben um genau

JHVH

dieses H der gebändigten Schlangenkraft, sodass der Name entstand. Dass der Name »Alles-Fleisch« berechtigt ist, zeigt sich bei der Verdauung. Die Bauchspeicheldrüse produziert Enzyme, die stark an die Wirkung von Schlangengiften erinnern. Diese Gifte gelangen über ein oder zwei Ausführungsgänge in den Zwölffingerdarm (eine Schlange hat meist zwei Giftzähne). Da diese Gifte nach außen abgegeben werden, spricht man hier von einem »exokrinen (nach außen abgebend)« Teil. Diese Gifte spalten Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette in ihre Grundbestandteile, ein sehr analytischer Prozess ganz im Vergleich zu mancher Art des Den-

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13 Der Platz des Menschen kens (Analyse). Dadurch werden die Nahrungsstoffe so verkleinert, dass sie von der Darmschleimhaut aufgenommen werden können. Der andere Teil der Bauchspeicheldrüse ist eine »endokrine (nach innen abgebende)« Drüse. Dieser teilhat Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, der vom Gehirn für seine Akrobatik gebraucht wird. Eine Störung kann zur Zuckerkrankheit führen. Entzündet sich die Bauchspeicheldrüse, so kann das Freiwerden der Gifte dazu führen, dass die Drüse sich selbst verdaut, ähnlich dem Mythos des Skorpions, dem unentwickeltsten unserer Schlangenkräfte. Bei der Bauchspeicheldrüse werden drei Teile unterschieden: 1. der Kopf ≈ Skorpion 2. der Körper ≈ Schlange 3. der Schwanz ≈ aufsteigender Adler (geflügelte Schlange oder Drache) Die Bauchspeicheldrüse hat kleine Läppchen, die an Wolken erinnern. Die Drüse liegt hinter dem Bauchfell zwischen Magen, Milz und Leber. Sie wird größtenteils durch die Milzarterie ernährt. Der Zwölffingerdarm umschließt den Skorpionanteil der Bauchspeicheldrüse. Im Gegensatz zu anderen Organen darf die Bauchspeicheldrüse sich nicht bewegen, ist daher von der Atmung nicht beeinflusst (anders die Leber). Der Nervus vagus (Parasympathikus) versorgt die Bauchspeicheldrüse nervös ebenso wie der Sympathikus. Da die Schlangenkraft für den Menschen so gefährlich ist, haben wir zunächst keine komplette Bauchspeicheldrüse, sondern eine Art Puzzle, das zunächst zusammengesetzt werden muss. Der gefährlichste Teil der Bauchspeicheldrüse ist der Kopf (vorderer Pankreas), der in der Art des Gehirns zunächst paarweise angelegt ist (zwei Gehirnhälften) aber vom Rest des Pankreas getrennt ist. Das sieht so aus: Durch mehrmalige Drehungen der inneren Organe gelangt die Bauchspeicheldrüse in eine Position, in der die Teile zusammenwachsen können. Durch diese Entwicklungsgeschichte kann es zahlreiche Fehlbildungen geben, unter anderem ein geteiltes Pankreas oder ein ringförmiges (Schlange hat sich zum Schlafen eingerollt). Damit die Bauchspeicheldrüse sich nicht selbst verdaut, sind die Gifte zunächst inaktiv und werden erst am Wirkort aktiv. • Bevor wir den Regenbogenkörper entwickeln müssen wir die Regenbogenschlange besiegen.

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Die Regenbogenbrücke

Abbildung 13.2: Bauchspeicheldrüse mit getrenntem Kopf

Abbildung 13.3: Bauchspeicheldrüse vereint

Die Konstellation der Bauchspeicheldrüsengänge ist als altes Symbol immer mit der Regenbogenbrücke in Verbindung gebracht worden. Wir können daher sagen, dass • die Bauchspeicheldrüse die Regenbogenschlange erweckt und den Weg zur Regenbogenbrücke ebnet.

Die Regenbogenbrücke Die Regenbogenbrücke verbindet diese Welt mit der Anderswelt.

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13 Der Platz des Menschen In der keltischen Tradition nennt sie sich Bifröst und wird gehütet von Heimdall, den wir auch als kleinen Hüter der Schwelle bezeichnen können. Um den Regenbogenkörper zu entwickeln, ist es wichtig in die Anderswelt reisen zu können und die Erinnerungen an diese Welt nicht zu verlieren. Wegen der vielen Farben nennt man diese Brücke »Regenbogenbrücke«. Hinter der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem Gras, das Regenbogenland genannt wird. Wenn wir diesen Ort aufsuchen, werden wir eine Atmosphäre des Friedens finden. Es scheint warmes Frühlingswetter zu herrschen, Alter und Krankheit gibt es dort nicht. Um den Übergang in die Anderswelt zu erleichtern haben wir drei Regenbogenbrücken-Elixiere komponiert, die unter den bekannten Gesetzen des Ausgleiches, der Anziehung und der Abstoßung stehen. Als Grundlage für diese Elixiere stand das Antakharana Pate, mit dem schon unsere Vorfahren den Kontakt zur Anderswelt pflegten. Abbildung 13.4: Antakharana des Ausgleiches

Das Regenbogentor Nicht jeder darf in das Regenbogenland reisen, und nicht jeder, der es dennoch versucht geht gesund aus dieser Erfahrung hervor. Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Pankreaskopfzysten, Diabetes mellitus können die Folge sein.

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Das Regenbogentor

Abbildung 13.5: Antakharana der Anziehung

Abbildung 13.6: Antakharana der Abstoßung

Damit wir nicht ohne Passierschein die Regenbogenbrücke betreten können, gibt es ein Tor, das es zunächst zu durchschreiten gilt. Dieses Tor dreht sich mit hoher Geschwindigkeit. Die Drehrichtung des Tores entscheidet darüber, ob wir angesaugt oder weggeblasen werden. Regiert wird dieses Tor durch die Jungfrau, die dazu Kontakt mit allen Sternzeichen aufnimmt (Zwölffingerdarm) und den Einlass regelt. Wir können dieses Tor daher auch als Sternentor bezeichnen. Bekannt ist es als Torus.

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13 Der Platz des Menschen Mit dem Toruselixier können Sie das Tor öffnen. Abbildung 13.7: Regenbogentor

Sollte Ihr Tor ständig geöffnet sein und Sie möchten es schließen, verwenden Sie das Anti-Torus-Elixier. Abbildung 13.8: Anti-Regenbogentor

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14 Widerstand Zur Entwicklung des Regenbogenkörpers bekamen wir zwei große Hilfen mit auf den Weg: • Widerstände • Ausscheidungen Unsere physisch wahrnehmbaren Organe sind nicht unser gesamtes Organsystem. Jedes Organ besteht aus einem physischen Anteil, einem ätherischen und einem astralen (möglicherweise gibt es noch Anteile des Mentalkörpers und des Geistkörpers). Das physische Organ ist also nur die Spitze des Eisberges. Wenn wir daher dem Organ einen Namen geben, sprechen wir nicht rein von der physisch wahrnehmbaren Materie, sondern beziehen die feinstofflichen Anteile mit ein. Die physischen Organe sind meist nicht viel mehr als der Kern in einem Pfirsich. Das Fruchtfleisch des Pfirsichs ist uns allerdings nicht wahrnehmbar, der Kern, wegen seiner Dichte, schon. Wir haben bei jedem Organ aus dem Grunde Kräfte und Kraftlinien anzunehmen, die im physischen Organ ihre größte Dichte erreichen. Der physische Körper schwimmt in einem ätherischen, dieser wiederum in einem astralen, der in einem mentalen und der schwimmt in einem Geistkörper, der in der Lage ist, den Ich-Keimen eine Heimat zu bieten. Das hat Konsequenzen: • Der ätherische Körper kann sich erst richtig eingliedern, wenn der physische Körper eine Grundreife erreicht hat. • Der astrale Körper kann sich erst eingliedern, wenn der physische und der ätherische Körper eine gewisse Grundreife erreicht haben. • Der Mentalkörper kann sich erst eingliedern, wenn der physische, der ätherische und der astrale Körper eine gewisse Grundreife erreicht haben. • Der Geistkörper kann sich erst eingliedern, wenn der physische, der ätherische, der astrale und der mentale Körper eine gewisse Grundreife erreicht haben.

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14 Widerstand Wenn wir unsere verschiedenen Organe betrachten, dann können wir feststellen, dass diese feinstofflichen Körper nicht überall gleich verteilt sind. So ist zum Beispiel das Blut, das wir mehrfach erwähnt haben vor allem durch den Geistkörper beeinflusst, da es zur Aufnahme unserer Ich-Keime dient. Der physische Körper selbst wird aus den Kräften der Erde aufgebaut, und kann aus diesem Grunde, durch seine Erdkräfte wiederum auf die feinstofflichen Körper wirken. Die Organe, die vor allem durch die physischen Kräfte bestimmt werden, bezeichnen wir als Absonderungsorgane. Hierzu gehören auch alle drüsigen Organe. • Alle Organe und Organsysteme, die zur stofflichen Ausscheidung dienen, werden durch die stoffliche Welt maßgeblich beeinflusst. Sind solche Organsysteme geschädigt, haben sie einen massiven Einfluss auf den physischen Körper und dessen Überleben, Solche Organsysteme können nicht entfernt werden, ohne dass der Organismus großen Schaden nimmt. Für die Milz gilt das zum Beispiel nicht. Sie kann entfernt werden, ohne dass der Organismus stirbt. Die Schilddrüse dagegen darf nicht vollständig entfernt werden, ebenso gilt das für die Leber und die Nieren. Das sind zwar alles Organsysteme, die einem starken Einfluss aus der feinstofflichen Welt unterliegen, aber eingebunden sind in eine stoffliche Grundorganisation. • Organe, die der stofflichen Grundorganisation dienen, müssen viel gesünder sein, als Organe, die das nicht tun. Ein großer Teil unserer aufgenommenen Nahrung wird bereits vom Verdauungskanal abgesondert. Durch die Lungen scheiden wir Kohlensäure aus. Weitere Absonderungsprozesse geschehen über die Nieren und die Haut. Ausscheidungen über die Haut geschehen zum Beispiel über den Schweiß oder diverse Hauterscheinungen. Ausscheidungen stehen eng in Beziehung mit einem Prozess, den wir »Gewahrwerden unserer Selbst« nennen können. Wir werden uns zum Beispiel selbst gewahr, wenn wir uns stoßen. Durch den Schmerz lernen wir unsere körperlichen Grenzen kennen. Der Schmerz selbst ist ein rein innerer Prozess, der durch einen Stoß aus der Außenwelt angeregt werden kann.

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Allgemeine Absonderungszentren • Durch ein äußeres Ereignis wird sich der Mensch innerlich gewahr. Wir könnten auch sagen, dass das Erleben eines Widerstandes dem Menschen hilft, sich seiner selbst bewusst zu werden. Wenn wir einen Stoff aufnehmen muss eine Differenzierung stattfinden zwischen Stoffen, die wir verwerten können und Stoffen, die wir nicht verwerten können. Diese Stoffe müssen dann ausgeschieden werden. Die Stelle an der die Ausscheidung stattfindet, ist vergleichbar mit der Stelle, an der wir uns gestoßen haben, auch sie hilft uns beim Gewahrwerden unserer Selbst. Auch hier wird ein Widerstand des Organismus gegen den Stoff, den er nicht verwerten kann, aufgebaut. Solche Widerstände finden sich überall. Dadurch, dass der Mensch ausscheiden kann, können wir überhaupt so etwas entwickeln wie eine eigenständige Persönlichkeit, denn auch dazu brauchen wir Widerstände. Die Ausscheidungen werden regiert vom Gesetz der Abstoßung, ähnlich wie auch der Stoß, den wir erhalten haben, vom Gesetz der Abstoßung regiert wird. Auch die Arbeit der Geister der Persönlichkeit, die uns das Nein-Sagen lehrten, die uns helfen eine Persönlichkeit aufzubauen, werden regiert vom Gesetz der Abstoßung. • Das Gesetz der Abstoßung ist essentiell bei der Entwicklung einer eigenen Persönlichkeit. • Eine Persönlichkeit kann sich als solche erst erleben, wenn sie auf Widerstände stößt. • Was den menschlichen Organismus in sich selbst erlebbar macht, das sind die Absonderungen.

Allgemeine Absonderungszentren Wir können für die drei Teile des menschlichen Körpers (Bauch, Brust, Kopf) drei allgemeine Absonderungszentren erkennen. • Schlacken des Bauches werden über den Mastdarm augeschieden • Schlacken des Brustkorbes über die Nieren • Schlacken des Kopfes über die Genitalien Das heißt andererseits aber auch:

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14 Widerstand

Abbildung 14.1: Absonderungskreisläufe

1. Nervengeflecht vom sympathischen Ganglion bis zum Hoden 2. Hoden 3. Samenbläschen 4. Harnröhre 5. Harnblase 6. Niere 7. Nierenschlagader 8. After 9. Mastdarm (peritonealer Teil) 10. Bauchfell • Der Bauch wird sich über den Stuhlgang bewusst. • Der Brustkorb wird sich über den Urin bewusst. • Der Kopf wird sich über Menstruation, Ausfluss und Sperma bewusst. Der Bauch umschließt Organe, die sich innerhalb des Bauchfells befinden. Diese Organe dienen der Erneuerung des Stoffes (Verdauungssystem, Lymphkreislauf). Das Ausscheidungsorgan liegt außerhalb des Bauchfells. Die Brust enthält Organe, die für den Kreislauf der Kraft und des Stoffes erfor-

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Allgemeine Absonderungszentren derlich sind (Sauerstoff- und Stickstoff-Einatmung, Kohlensäure-Ausatmung). Die stofflichen Bereiche werden durch die Nieren gefiltert und dort ausgeschieden. Die Lungen sind eingebettet in ein Rippenfell, die Auscheidungsorgane (Mundraum und Nieren) befinden sich außerhalb eines solchen Fells. Im Kopf befindet sich das Aufnahmezentrum der Eindrücke. Hier ist vor allem das Gehirn für die Bearbeitung zuständig. Auch das Gehirn ist umschlossn von einer Art Fell (Meningen). Das Ausscheidungsorgan befindet sich wiederum außerhalb eines Fells. Wir können zusammengefasst sagen: • Die Verarbeitungszentren von Stoff und Energie sind immer eingebettet in eine Art Fell. • Die Auscheidungsorgane befinden sich dagegen immer außerhalb des Fells. Absonderungsorgan des Bauches Die nicht verwertbaren Stoffe und die Ausscheidungsprodukte des Unterleibes (Galle usw.) häufen sich im Mastdarm an, um von da nach außen zu gelangen. Der ausscheidende Teil des Mastdarmes befindet sich dabei außerhalb des Bauchfells, wie die Abbildung 14.1 auf der vorherigen Seite veranschaulicht. Zweifellos ist der Mastdarm das Absonderungsorgan des Bauches. Absonderungsorgan der Brust Die gasigen Produkte des Blutkreislaufes werden durch die Lunge in der Ausatmung nach draußen befördert. Die aufgelösten Substanzen verfolgen aber einen anderen Weg. Unter dem Einflusse eines besonderen Kreislaufes (Nierenkreislauf), der beim Durchgang des Blutes durch die Nieren stattfindet, sondern die Nieren mittels des Blutes und einer besonderen Vorrichtung eine eigene Flüssigkeit ab, den Urin. Der in den Nieren erzeugte Urin durchläuft die Harnleiter, sammelt sich in der Blase und geht von da nach außen durch die Harnröhre. Zwei erzeugende Organe, die Nieren. Zwei Leiter, zwischen dem Entstehungs- und Sammelpunkt, die Harnleiter. Ein Sammelorgan, die Blase. Ein Verteilungsorgan, die Harnröhre (siehe Abbildung 14.2).

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14 Widerstand

Abbildung 14.2: Organ der Brustabsonderung

1. Niere (Erzeugung) 2. Blase (Sammlung) 3. Harnröhre (Verteilung) 4. Harnleiter 5. Blutkreislauf Bemerken wir noch nebenbei, dass die Nieren-Schlagadern aus der Brust kommen, ungeachtet der damit verbundenen bedeutenden Entfernung. Absonderungsorgan des Kopfes Es ist nicht schwer nachzuweisen, dass der Mastdarm das Absonderungsorgan des Bauches ist. Es ist auch nicht schwer nachzuweisen, dass die Nieren das Ausscheidungsorgan der Brust sind. Viel schwieriger ist es allerdings nachzuweisen, dass die Geschlechtsorgane Ausscheidungsorgane des Kopfes sind. In den Geschlechtsorganen wird die in den Ganglien gespeicherte überschüssige Nervenkraft abgesondert. Embryologen haben festgestellt, dass der Aufbau der Geschlechtsorgane bei Frauen und Männern zunächst vollkommen gleich verläuft. Wir brauchen also nicht zwischen männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen zu unterscheiden. Die Abbildung 14.3 zeigt die Beziehungen auf, die z. B. zwischen den Hoden und dem großen Sympathikus bestehen.

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Allgemeine Absonderungszentren

Abbildung 14.3: Absonderungsorgan der Nervenkraft

Männlicher Teil 1. Hoden 2. Samenbläschen 3. Vorsteherdrüse 4. Glied 5. Samenstrang 6. Blut

Weiblicher Teil 1. – 2. Eierstöcke 3. Gebärmutter 4. Scheide 5. Trompeten

Wir können einen Teil des Hodens (der Eierstöcke) als Nervennieren bezeichnen, die die Aufgabe haben überschüssige Nervenkraft abzusondern. Diese Nervenkraftabsonderung wird von einer Vibration begleitet, die eine charakteristische, angenehme Empfindung auslöst. Jedes Mal wenn eine Absonderung nervösen Fluidums stattfindet (durch Freude, Begeisterung, sexuelle Lust, Liebe usw.) treffen wir auf diese vibrierende Energie (Kribbeln im Bauch, Schmetterlinge im Bauch, Flugzeuge im Bauch) mit der nachfolgenden Empfindung. Die Hoden und Eierstöcke erinnern an unsere Ganglien aus dem großen Sympathikus. Hoden und Eierstöcke beginnen ihre Entwicklung als Ganglien entlang der Wirbelsäule, wie die übrigen Ganglien des sympathischen Nervensystems, bis sie sich bewegen und in den Unterleib wandern und den ihnen angestammen Bestimmungsort erreichen. . Wir könnten daher sagen, dass Spermien und Eizellen eigentlich Nervenzellen sind, die aber mit einer Eigenbewegung ausgestattet sind. Auf diese Weise können auch Gedächtnis, Instinkt und Krankheiten des Nervensystems über die Befruchtung weitergegeben werden. Da das Nervensystem auch ein Filter des Geistes ist, der bis in die höchsten

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14 Widerstand göttlichen Sphären reichen kann, können wir auch Störungen der Geisteskraft in den Spermien und Eizellen finden. Vergleichen wir den Aufbau von Spermien und Eizellen mit den Beschreibungen zu Beginn des Buches, so finden wir in den Spermien den Aufbau des Lauches, in der Eizelle den Aufbau der ersten Hierarchie bestehend aus: • Seraphim • Cherubim • Throne Exakt den gleichen Aufbau zeigt unser Schädel. Bringen wir Nervenzellen und Spermien mit salpetriger Säure zusammen, so zeigen beide dieselbe Bewegung. Auch das Geschlechtssystem ist nach dem typischen Aufbau eines Kreislaufes gestaltet: Wir finden: • Einen Erzeuger (Hoden und Eierstöcke) • Einen Leiter (Samenstrang und Fallopische Trompete) • Einen Sammler (Vorsteherdrüse und Sammelbläschen oder Gebärmutter) • Einen Verteiler (Harnröhre oder Scheide)

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15 Denken – Wollen – Fühlen Der menschliche Organismus ist ein Gesamtsystem, an dem alle seine Teile einen wesentlichen Einfluss haben. Wir konnten sehen, dass das Ich des Menschen sehr mit dem Blutkreislauf verbunden ist. Wir konnten sehen, dass die Bewusstseinsentwicklung ein Nervensystem braucht. Wir konnten sehen, dass das Zentralnervensystem eine andere Aufgabe wahrnimmt als das sympathische Nervensystem. Wir konnten sehen, dass das Zentralnervensystem durch die Zirbeldrüse repräsentiert wird, das sympathische Nervensystem durch die Hirnanhangsdrüse. Wir konnten sehen, dass der Organismus die Außenwelt über das Zentralnervensystem ins Bewusstsein bringt, aber die Arbeit, der inneren Organe und des Knochensystems durch das sympathische Nervensystem unter Verschluss hält. Die Einlagerung des Knochensystems in unseren Körper schuf die Voraussetzung für die menschliche Form, und dass sich das Blutsystem entwickeln konnte. Wir haben die inneren Organe kennengelernt, die mit bestimmten Planeten in Beziehung stehen. Wir haben gesehen, dass die Milz uns vor unverwandelten äußeren Einflüssen schützt, und wir konnten sehen, dass alles, was in unseren Organismus hineinkommt, gehemmt wird. Diese Hemmung ist wichtig, damit das fremde Äußere abgebaut, und das eigene Innere aufgebaut werden kann. Die Blutwärme hält sich in gewissen Grenzen konstant, sodass wir noch nicht einmal abhängig von der äußeren Wärme mehr sind. Wir haben Möglichkeiten geschaffen uns gegenüber dem Kosmos abzuschließen, dazu mussten Ausscheidungsreaktionen entwickelt werden, sodass wir die Möglichkeit bekamen zu etwas wirklich Individuellem, zu einem Individuum heranzuwachsen. Betrachten wir noch einmal die Bewusstwerdungsprozesse in Blut und Nervensystem.

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15 Denken – Wollen – Fühlen Wenn wir ein bewusstes Leben betrachten, so ist es notwendig auch auf unsere Fähigkeit zu denken und den damit verbundenen Mentalkörper einzugehen. Wir können im Menschen drei Bereiche unterscheiden: • Denken • Fühlen • Wollen Das Denken ist vergleichbar mit einem Prozesse aus dem Mineralreich, mit der Kristallbildung, der Kristallisation oder der Salzbildung. Deswegen spricht man auch von kristallklarem Denken. Wenn wir denken, dann bilden sich kleine Kristalle an der Grenze des Blutes und des Nervensystems. Das Fühlen produziert keine Salze, sondern ein halbflüssiges Medium das sehr stark an Eiweiße oder Gelatine erinnert. Es findet eine Art Gerinnung statt, oder eine Art Koagulation. Es bilden sich kleine Flöckchen. Der Willensprozess ist gekoppelt an eine Wärmebildung. Es kommt zur Temperaturerhöhung, zum Heißwerden, zur Erwärmung des Blutes. Wir könnten also folgende Korrelation finden: • Denken ≈ Kristallisation • Fühlen ≈ Quellung • Wollen ≈ Erwärmung Entsteht nun aus diesen drei Bewegungen im Menschen Bewusstheit, so gibt es drei unbewusste Kräfte, die an die Unbewusstheit gekoppelt sind und durch das sympathische Nervensystem von unserer Wahrnehmung abgeschottet werden. Wenn wir uns als Menschen wahrnehmen, dann ist unsere Wahrnehmung nur auf einen Teil unserer Wirklichkeit gerichtet, der andere Teil wird »bewusst« von uns ferngehalten. So ist das Skelett, das die Grundlage unseres Daseins darstellt zum Beispiel unserer Wahrnehmung nicht zugänglich. Dennoch trägt das Skelett die Grundlage für die Ausformung eines Ich bereits in sich. • Wir können daher sagen, dass die Bewusstheit allmählich aus der Unbewusstheit herauswächst, in ihr aber bereits angelegt ist. Entspricht das Blutsystem dem Leben, so ist das Skelettsystem der Tod.

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Abbildung 15.1: Bewusstsein – Unbewusstsein

• Man könnte daher auch sagen, dass die lebendige Bewusstheit auf dem Tod aufbaut. Ist das Knochensystem ganz vor unserer Wahrnehmung verborgen, so sind es Milz, Leber und Galle, das Lungen- und Herzsystem auch zum großen Teil, aber nicht so komplett wie das Skelett. Werden wir krank, dann heben sich die Organe in unser Bewusstsein und verlangen unsere Aufmerksamkeit. Manchmal wird aus dem Grunde bereits als Krankheit empfunden, wenn die Organe einfach mal mit uns sprechen wollen. Da sie zunächst nur die Sprache der Symptome sprechen und wir nur die Sprache der Symptome verstehen, scheint alles krank zu sein, was sich unserem Bewusstsein mitteilen möchte. Das kann sich als eine Art Hypochondrie darstellen. Das Knochensystem bietet die Struktur, an der sich die Organe, die unsere innere Welt darstellen, anheften können. Diese inneren Organe zeigen aber nicht so deutlich eine Form, wie das Knochensystem. Das innere Weltensystem steht in enger Beziehung zu unserem Astralkörper, der beginnt Träger des Bewusstseins zu werden.

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15 Denken – Wollen – Fühlen Ist das Knochensystem also maßgeblich für die menschliche Form zuständig, so sind es die inneren Welten beim Aufbau des Astralkörpers. Wir können sagen, dass tief im Knochensystem unser Ich schläft, und tief in unseren inneren Welten der Astralkörper. Beide Bereiche (Knochensystem, inneres Weltensystem) liegen aber unterhalb unseres Bewusstseins verborgen. Da es nicht unserem Bewusstsein zugänglich ist, muss ein anderes Bewusstsein dafür Sorge tragen. Da das Ich noch nicht verantwortlich für die Struktur sein kann, muss es ein anderes Ich sein, das die Strukturen lenkt. Dieses Bewusstsein nennt man »kosmisches Bewusstsein« oder »kosmisches Ich«. Unser Skelettsystem und unsere inneren Planeten wurden so aus dem kosmischen Bewusstsein geboren und zunächst einmal gelenkt, bis unser Ich so gestärkt ist, dass es die Kontrolle dieser Bereiche selbst übernehmen kann. So spiegelt sich zunächst der Makrokosmos in Knochensystem und den inneren Welten, bis der Makrokosmos vom Mikrokosmos verdrängt wird. Wir haben weiter oben gehört, dass der Denkprozess mit einer Salzbildung einhergeht. Es finden sich feinste Salzablagerungen im Blut, und wenn der bewusste Gedanke Salze im Blut entstehen lässt, so muss der kosmische Gedanke Salz in den Knochen hinterlassen. Tatsächlich finden wir phosphor- und kohlensauren Kalk in unseren Knochen, also abgelagerte Kalksalze. So können wir sagen, dass die Knochen Gedanken Gottes sind, und dass unsere Denkprozesse im Laufe der Zeit immer stärker zur Verkalkung führen. An dieser Stelle könnten wir vielleicht ein paar interessante Zusammenhänge einflechten. In der obigen Grafik sehen Sie die Zusammenhänge von Denken, Wollen und Fühlen. Wenn diese drei Elemente in Harmonie zusammenfinden, dann erzeugt das Liebe. • Liebe ist demnach unter anderem die perfekte Harmonie von Denken, Wollen und Fühlen. Die gleiche perfekte Harmonie findet sich auch in der Bildung der Gravitation, nur in anderer Zusammensetzung. Betrachten wir das Wollen, so ist das Wollen auf dem Willen aufgebaut.

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Es waren die Geister des Willens, die uns die Substanz zur Verfügung gestellt haben, aus denen heute unsere Körper geformt sind. Begonnen hat die Entwicklung jedoch als Wärmekörper. Dieser Wärmekörper ist die Grundlage der Sterne, die wir im Weltall leuchten sehen. In der Astronomie finden wir die Wärmekörper als »Brennen« wieder. Der erste Wärmekörper ist ein Wasserstoffkörper, der das Wasserstoffbrennen produziert. Hier ist die Reihenfolge des Brennens: • Wasserstoffbrennen • Heliumbrennen • Kohlenstoffbrennen • Neonbrennen • Sauerstoffbrennen • Siliziumbrennen • Eisenbrennen Im Eisenbrennen entwickelt sich eine Supernova und der Stern hat seinen Regenbogenkörper erreicht. Die Willensentwicklung des Menschen ist an diese Elemente gekoppelt. Der Willensentwicklung entgegengesetzt ist die Absicht. Der Wille hat die Aufgabe aus unserer Vergangenheit eine Zukunft zu formen. Das heißt die Vergangenheit wird hinter uns abgebaut und »vorne« als Zukunft wieder aufgebaut. Da hier die Zukunft so aussieht wie die Vergangenheit, passiert nicht wirklich etwas. Es gibt einen Gegenpol zum Willen, den wir Absicht nennen. Die Absicht baut die Zukunft ab und baut dafür eine Vergangenheit auf. Zwischen Absicht und Wille gibt es etwas, das wir »freien Willen« oder »Willkür« nennen können. Die Willkür ist nur gegenwartsorientiert, kann aber zwischen Willen und Absicht hin und her wechseln. Hier noch einmal das Wechselspiel: Betrachten wir das willkürliche Denken, so braucht das vor allem Kohlensäure, die oft auch nur als Kohlenstoffdioxid oder Kohlenmonoxid in Erscheinung tritt. Das heißt wir haben eine Verbindung von Kohlenstoff und Sauerstoff.

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15 Denken – Wollen – Fühlen

Abbildung 15.2: Willkür

Kohlenstoff entspricht der Stufe drei der Willensentwicklung, Sauerstoff der Stufe fünf. Die Stufe Neon erscheint hier nicht, ist aber in der Verbindung verborgen enthalten. Fallen durch das Denken Salze aus, so handelt es sich beim willkürlichen Denken, vor allem um Carbonate (Calcium carbonicum, Magnesium carbonicum usw.) Entwickelt sich das Denken weiter, so wird der Sauerstoff an die nächste Stufe gebunden, damit an Silizium und es entsteht Siliziumdioxid (Silicea), der wichtigste Steinbildner auf unserem Planeten. Findet das Sauerstoffbrennen seinen Abschluss, so entwickelt sich daraus Silizium. Das willkürliche Fühlen ist zunächst an Methan gebunden (Sumpfgas). Erreicht der Sumpf die nächste Quellungsstufe, so wird kieselige Säure gebildet, daraus entwickelt sich die Kieselsäure. Die Kieselsäure mündet schließlich in Silizium. Wir sehen, dass Silizium eine Schlüsselstellung innehat in der Vereinigung von Denken, Wollen und Fühlen. Silizum ist gleichzeitig ein Symbol für die Albedo-Phase (weiße Phase), die von den Alchemisten beschrieben worden ist, die nächste Stufe unserer Menschheitsentwicklung. Das noch einmal grafisch: In Silizium fließen also Denken, Fühlen und Wollen zusammen.

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Abbildung 15.3: Die drei Strömungen

Damit hätten wir den nächsten Schritt unserer Entwicklung gemacht und die ominöse Albedo-Phase unserer Entwicklung erreicht. Wie bereits beschrieben produzieren Gedanken Salze, Kristalle, während Gefühle eiweißartige Strukturen, Quellungen produzieren und das Wollen sich in Form des Brennens zeigt. Ist es Zufall, das Silizium in allen drei Linien eine Schlüsselstellung inne hat? Der Salzbildungsprozess des Denkens entsteht daher in zwei Bereichen unseres Daseins, einmal im Blut durch unser bewusstes persönliches Ich, einmal im Knochensystem durch das unbewusst wirkende kosmische Ich. Damit die Salzablagerungen nicht zu einem Problem im Inneren des Menschen werden, werden sie in der Nacht wieder beseitigt. Das Denken ist, wie wir es am Beispiel des Skelettes sehen, ein Todesprozess, im Schlaf, dem kleinen Tod, wird dieser große Tod wieder rückgängig gemacht. Morgens sollten wir erfrischt sein für einen neuen Tag »zerstörerischer« Gedanken.

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15 Denken – Wollen – Fühlen Auch der Gefühlsprozess, der Quellungs- oder Flockungsprozess hat seinen Gegenpol. Dieser Gegenpol findet sich ebenfalls im Knochen und anderen Geweben, als Glutinleim. Glutinleim ist in Wasser löslich. Es ist eine Art natürlicher Klebstoff, der durch Auskochen gewonnen werden kann. Der Hauptbestandteil ist Glutin (C13 H20 N4 O5 ). Wir finden also die wichtigsten Lebensstoffe in einer Substanz vereint (Wasserstoff, Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff). Je nach Herkunft werden verschiedene Glutinleime unterschieden z.B. Knochenleim, Lederleim usw. Besonders gereinigter Glutinleim ist unter dem Sammelbegriff »Gelatine« bekannt und findet bei der Ver- und Bearbeitung von Lebensmitteln Verwendung. Die Impulse unseres Wollens drücken sich als Wärmeempfindung aus, als Verbrennungs-, oder Oxidationsprozesse. Das gilt für unser bewusstes aber auch unbewusstes Leben. So besteht unser Leben aus bewussten und unbewussten Prozessen, die in den meisten Fällen Analogien haben, die nicht immer so einfach zu finden sind, wie die erwähnten Beispiele. In unserer heutigen Zeit sind die Prozesse nicht mehr so getrennt voneinander, wie es früher einmal war. Um diese Prozesse näher zueinander zu bringen, können Mediatoren hilfreich sein, wie sie unsere Mittel darstellen. Wir haben aus diesem Grunde Mittel zusammengestellt, die in jeder Phase unseres Daseins hilfreich sein können. Wichtig ist dabei die Reife eines Menschen zu erkennen, ohne abwertend oder aufwertend zu sein, denn nur die richtige Schwingung in der richten Entwicklungsstufe kann wirklich hilfreich sein. So steht uns für den Nigredo-Prozess: • Fühlen 1 • Wollen 1 • Denken 1 • Lieben 1 • Schwerkraft 1 zur Verfügung, für den Albedoprozess

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• Fühlen 2 • Wollen 2 • Denken 2 • Lieben 2 • Schwerkraft 2 und für den Rubedo-Prozess • Fühlen 3 • Wollen 3 • Denken 3 • Lieben 3 • Schwerkraft 3 An vielen Orten unseres Organismus begegnen sich die Elemente des Fühlens, Wollens und Denkens (die in Harmonie das Lieben ergeben), wie zum Beispiel im Blut, das Salzbildungen aufweist, eine Quell- und Gerinnbarkeit zeigt und natürlich warm ist. Auf ähnliche Weise stehen diese Prozess in anderen Organsystemen in Beziehung. Wenn wir zum Beispiel Nahrung zu uns nehmen, so hat die Nahrung noch die ihr innewohnende Energie. Im Mund und durch unseren Kauprozess wird die Nahrung durchgewalkt und kommt in Berühung mit den ersten Verdauungsenzymen. Im Magen angelangt, werden sie unter dem Einfluss der Organe, die wir den inneren Weltenprozess nannten, umgewandelt und zu etwas Körpereigenem umgestaltet, bis sie vom Blut aufgenommen werden können. Die Kette der Verdauungsinstrumente raubt der Nahrung ihre Eigenständigkeit und prägt ihr den körpereigenen Stempel auf, bis sie ein Teil von uns geworden ist. Dieser Prozess läuft unter Abschottung von der Außenwelt ab. Wichtige Träger dieser Erfahrungen sind die weißen Blutkörperchen. Hier spielt die bereits beschriebene Arbeit des sympathischen Nervensystems eine wichtige Rolle. Auf der anderen Seite wird das Blut durch das Zentralnervensystem, durch Gehirn und Sinnesorgane mit der Außenwelt angefüttert, sodass im Blut eine Begegnung von Innen und Außen stattfinden kann. Die Begegnung zwischen der Außenwelt und dem Blut wird vor allem durch die roten Blutkörperchen möglich gemacht. Dass wir auch Mineralsalze im Blut finden können, das erleben wir bei jeder Blutuntersuchung.

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15 Denken – Wollen – Fühlen Die Quellungsfähigkeit unseres Gefühllebens zeigt sich in der Gerinnbarkeit des Blutes, das in der Lage ist Wunden zu verschließen und dadurch Verletzungen auszuheilen. Eine Entwicklung des Regenbogenkörpers ist nur möglich, wenn unsere Liebe makellos wird. Wenn wir in jedem Moment unseres Daseins das natürliche Gleichgewicht zwischen Wärme, Quellung und Salzbildung halten können. Dazu ist es wichtig, unsere Liebesfähigkeit zu entwickeln. Wir beginnen mit der Liebe einer anderen Person (Eltern, Freunde, Lebenspartner, Kinder). Aus diesen Erfahrungen des Liebens und Geliebt-Werdens können wir beginnen uns selbst zu lieben. Wenn wir diesen großen Sprung geschafft haben, hat sich unsere Liebesfähigkeit so weit entwickelt, dass die nächste Stufe, die Liebe zu allem, was ist, nicht mehr weit ist. Sie zeigt sich zunächst als grenzenloses Mitgefühl. Dieses Mitgefühl entzündet das Feuer von Innen, das wir dann unter Kontrolle halten müssen. Erst wenn unsere Liebesfähigkeit so groß ist, dass wir von All-Liebe sprechen können, dann haben wir die Fähigkeit erreicht am Adler vorbeizufliegen. Wir sind dann bis an die Spitze der ersten Hierarchie geklettert und Seraphim geworden. Als Seraphim werden wir dann Metathron begegnen. Und wenn wir dann die Kontrolle fallen lassen, die wir aufbrachten um das Feuer von Innen in Schach zu halten, wird es sich ausbreiten und alles verzehren, was wir sind, was wir waren und was wir jemals sein werden. Metathron wird dann die Pforte zum Allerheiligsten öffnen, und wir können eintreten und am Adler vorbeifliegen. Unser Leben als Mensch hat sich erfüllt.

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Physiologie des Regenbogenkörpers by Peter Gienow - Issuu