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PerioDeGing

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Perio De Ging Von Peter Gienow


1. Auflage, 2017 © 2017 Alle Rechte vorbehalten.


Inhaltsverzeichnis 0. Vorwort 1. Wasserstoff 2. Helium 3. Lithium 4. Beryllium 5. Bor 6. Kohlenstoff 7. Stickstoff 8. Sauerstoff 9. Fluor 10. Neon 11. Natrium 12. Magnesium 13. Aluminium 14. Silicium 15. Phosphor 16. Sulphur 17. Chlor 18. Argon 19. Kalium 20. Calcium 21. Scandium 22. Titan 23. Vanadium 24. Chrom

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25. Mangan 26. Eisen 27. Kobalt 28. Nickel 29. Kupfer 30. Zink 31. Gallium 32. Germanium 33. Arsen 34. Selen 35. Brom 36. Krypton 37. Rubidium 38. Strontium 39. Yttrium 40. Zirkon 41. Niob 42. Molybdän 43. Ruthenium 44. Rhodium 45. Palladium 46. Silber 47. Cadmium 48. Indium 49. Zinn 50. Antimon 51. Tellur 4

33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59


52. Jod 53. Xenon 54. Cäsium 55. Barium 56. Lanthan 57. Cer 58. Praseodym 59. Neodym 60. Samarium 61. Europium 62. Gadolinium 63. Terbium 64. Dysprosium 65. Holmium 66. Erbium 67. Thulium 68. Ytterbium 69. Lutetium 70. Hafnium 71. Tantal 72. Wolfram 73. Rhenium 74. Osmium 75. Iridium 76. Platin 77. Gold 78. Quecksilber

60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 5


79. Thallium 80. Blei 81. Wismuth

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0. Vorwort Es gibt mittlerweile viele Publikationen, die das Periodensystem als Thema haben. Warum also noch ein Buch? Die Frage ist verständlich, wenn nicht etwas Gravierendes in den anderen Publikationen fehlen würde. Egal, ob wir die homöopathischen Arzneimittelprüfungen des Periodensystems betrachten oder eine Einteilung in Gruppen und Zeilen vornehmen, allen ist eines gemein, sie beschreiben das Periodensystem aus der Welt des morphogenetischen Feldes, das wir Raumzeit nennen. Faktisch gesehen, gibt es nur wenige Schriften, die sich mit der anderen Seite (Zeitraum) oder beiden Seiten gleichzeitig (Double-Bubble-Universe) beschäftigen. Die ältesten dieser Schriften stammen aus dem Osten und wurden von Richard Wilhelm für westliche Augen und Ohren umgeschrieben. Das eine Buch ist das I Ging, das in unserer Fassung Fing Ging heißt, und demnächst das Licht der Welt erblicken wird, das andere heißt Dao De Ging und wird Lao Tzu zugeschrieben. Dao beschreibt die Welt des Zeitraumes. De beschreibt das morphogenetische Feld. Ging könnten wir als Buch übersetzen. Das Dao De Ging könnte also als Buch des Zeitraumes und der Raumzeit übersetzt werden. Lao Tzu beschreibt in seinen 81 Versen die 81 Elemente des göttlichen Periodensystems. 7


So lernen wir die Elemente aus beiden Welten kennen, aus Zeitraum und Raumzeit. Viel Spaß dabei Peter Gienow

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1. Wasserstoff Das NICHTS, das sich aussprechen lässt, ist nicht das ewige NICHTS. Der Name, der sich nennen lässt, ist nicht der ewige Name. »Nichtsein« ist der Anfang von Himmel und Erde. »Sein« ist die Mutter der Einzelwesen. Darum führt Wasserstoff zum Nichtsein, zum Schauen des wunderbaren Wesens. Und nicht zum Sein, zum Schauen der räumlichen Begrenztheiten. Beides ist eins dem Ursprung nach und nur verschieden durch Namen. In seiner Einheit ist es Geheimnis, des Geheimnisses noch tieferes Geheimnis. Wasserstoff ist das Tor, durch das alle Wunder hervortreten.

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2. Helium Wir erkennen auf Erden all das Schöne als schön, weil es Hässliches gibt. Wir erkennen auf Erden all das Gute als gut, weil es Nichtgutes gibt. Sein und Nichtsein erzeugen einander. Schwer und Leicht vollenden einander. Lang und Kurz gestalten einander. Hoch und Tief verkehren einander. Stimme und Ton vermischen einander. Vorher und Nachher folgen einander. Helium verweilt im Wirken ohne Handeln. Übt Belehrung ohne Reden. Alle Wesen treten hervor, und es verweigert sich ihnen nicht. Es erzeugt und besitzt nicht. Es wirkt und behält nicht. Ist das Werk vollbracht, so verharrt es nicht dabei. Und eben weil es nicht verharrt, bleibt es nicht verlassen.

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3. Lithium Tüchtige nicht zu bevorzugen, bringt keinen Streit. Kostbarkeiten nicht schätzen, verhindert Diebstahl. Nichts Begehrenswertes zeigen, schürt kein Verlangen. Lithium leert die Herzen und füllt den Leib. Es schwächt den Willen und stärkt die Knochen. Lithium macht wunschlos, ohne Verlangen nach Wissen und sorgt dafür, dass die Wissenden nicht handeln. Lithium macht das Nichtmachen, so kommt alles in Ordnung.

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4. Beryllium Das Nichts ist immer strömend und läuft doch nicht über. Beryllium ist ein Abgrund, wie der Ahne aller Dinge. Es mildert die Schärfe. Es löst Verwirrung. Es mäßigt den Glanz. Es vereinigt sich mit dem Staub. Tief ist es und doch wirklich. Niemand weiß, wessen Sohn es ist.

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5. Bor Himmel und Erde sind nicht gütig, die Menschen sind ihnen wie stroherne Opferhunde. Bor ist nicht gütig. Ihm sind die Menschen wie stroherne Opferhunde. Der Zwischenraum zwischen Himmel und Erde ist wie eine Flöte, leer und fällt doch nicht zusammen; bewegt kommt immer mehr daraus hervor. Aber viele Worte erschöpfen sich daran. Besser ist es, das Innere zu bewahren.

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6. Kohlenstoff Kohlenstoff, der Geist des Tals, stirbt nie. Man nennt ihn auch die dunkle Frau. Das Tor der dunklen Frau, nennt man die Wurzel von Himmel und Erde. Ununterbrochen und stetig, wirkt er ohne Mühe.

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7. Stickstoff Der Himmel ist ewig und die Erde dauernd. Sie sind dauernd und ewig, weil sie nicht sich selber leben. Deshalb können sie ewig leben. Stickstoff setzt sein Selbst hintenan, und sein Selbst kommt voran. Er entäußert sich seines Selbstes, und sein Selbst bleibt erhalten. Weil er nichts Eigenes will, wird sein Eigenes vollendet.

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8. Sauerstoff Höchste Güte ist wie Wasser. Des Wassers Güte nützt allen Wesen. Es weilt an Orten, die alle Menschen verachten. Drum steht es nahe dem NICHTS. Sauerstoff ist Teil des Wassers. Beim Wohnen zeigt sich die Güte an dem Ort. Beim Denken zeigt sich die Güte in der Tiefe. Beim Schenken zeigt sich die Güte in der Liebe. Beim Reden zeigt sich die Güte in der Wahrheit. Beim Walten zeigt sich die Güte in der Ordnung. Beim Wirken zeigt sich die Güte im Können. Beim Bewegen zeigt sich die Güte in der rechten Zeit. Wer sich nicht selbst behauptet, bleibt frei von Tadel.

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9. Fluor Festzuhalten, um zu horten, das lohnt der Mühe nicht. Etwas schnitzen und das Messer scharf halten, das geht nicht lange gut. Ein mit Gold und Edelsteinen gefüllten Saal kann niemand beschützen. Reich und vornehm und hochmütig sein, das zieht von selbst das Unglück an. Ist das Werk vollbracht, dann lass es los. Das ist der Weg den Fluor lehrt.

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10. Neon Können wir unsere Seele so bilden, dass sie das NICHTS umarmt, ohne sich zu zerstreuen? Können wir unsere Kraft einheitlich machen, um die nötige Weichheit zu erreichen, dass wir wieder wie Kinder werden? Können wir unser geheimes Schauen so reinigen, dass es frei von Flecken wird? Können wir die Menschen lieben und unsere Geschicke so lenken, dass wir ohne Wissen bleiben? Können wir die Pforten des Himmels spielerisch öffnen und schließen? Können wir mit innerer Klarheit und Reinheit alles durchdringen, ohne das Handeln notwendig wäre? Neon kann erzeugen und ernähren, erzeugen und nicht besitzen, wirken und nicht behalten, vermehren und nicht beherrschen, das ist sein geheimes Leben. Zu Recht ist Neon ein Mysterium.

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11. Natrium Dreißig Speichen umgeben eine Radnabe: In ihrem Nichts besteht des Rades Sinn. Wir höhlen Porzellan aus und bilden daraus Gefäße, in ihrem Nichts besteht der Sinn der Gefäße. Wir meißeln Türen und Fenster, um ein Zimmer zu öffnen, in ihrem Nichts besteht der Sinn der Türen und Fenster. Natrium als Stoff scheint zweckdienlich zu sein, das Unstoffliche aber gibt ihm den Sinn.

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12. Magnesium Fünferlei Farben machen unsere Augen blind. Fünferlei Töne machen unsere Ohren taub. Fünferlei Gewürze machen unsere Gaumen schal. Rennen und jagen machen unser Herz krank und uns verrückt. Seltene Güter machen uns wirr. Verlust und Gewinn mit Geld und Gut, verderben unseren Charakter. Magnesium ernährt uns, es lebt nicht von Erwägungen. Es verlässt die Spekulation und wählt die Wahrheit.

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13. Aluminium Ehre ist ein großes Übel für die Persönlichkeit. Was heißt das: »Ehre ist ein großes Übel für die Persönlichkeit«? Der Grund, warum wir Übel erfahren, ist, weil wir eine Persönlichkeit haben. Haben wir keine Persönlichkeit, was für Übel könnten wir dann erfahren? Aluminium ehrt die Welt ohne Persönlichkeit, darum können wir ihm die Welt anvertrauen. Aluminium liebt die Welt ohne Persönlichkeit, darum können wir ihm die Welt übergeben.

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14. Silicium Wir schauen Silicium an und sehen es nicht. Silicium ist wie ein Keim. Wir horchen und wir hören es nicht. Silicium ist sehr fein. Wir fassen nach ihm und fühlen es nicht. Silicium ist sehr klein. Diese drei können wir nicht trennen, sie bilden eine Einheit. Das Obere ist nicht licht, das Untere nicht dunkel. Ununterbrochen quellend, können wir es nicht nennen. Es kehrt wieder zurück zum Nichtwesen. Es wird zu einer gestaltlosen Gestalt, ein dingloses Bild. Es heißt das Dunkle, das Chaotische. Wenn wir ihm entgegengehen, sehen wir nicht sein Gesicht. Wenn wir ihm folgen, sehen wir nicht seinen Rücken. Wenn wir das Vergangene festhalten, um das Heutige zu gestalten, dann können wir den Anfang erkennen. Dann erkennen wir den durchgehenden Faden.

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15. Phosphor Die alten Weisen waren im Verborgenen mit den unsichtbaren Kräften verbunden. Tief waren sie, sodass man sie nicht kennen kann. Weil man sie nicht kennen kann, können wir nur mit Mühe ihr Äußeres beschreiben. Zögerlich, als würden sie im Winter einen Fluss durchwaten, vorsichtig, als würden sie von allen Seiten Nachbarn fürchten, zurückhaltend wie Gäste sind sie. Sie sind vergänglich wie Eis, das schmilzt, einfach, wie unbearbeiteter Stoff, weit wie das Tal, undurchsichtig wie eine Trübung. Phosphor kann durch Stille die Trübung klären. Phosphor kann die Ruhe durch Dauer allmählich erzeugen. Wenn wir das NICHTS bewahren, begehren wir nicht die Fülle. Wenn wir keine Fülle haben, können wir gering sein, das Neue meiden und Vollendung erreichen.

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16. Sulphur Wenn wir Leere bis zum Höchsten schaffen, Stille bis zum Völligsten, dann können sich alle Dinge zugleich erheben. Sulphur schaut, wie sie sich wenden, die Dinge all in ihrer Menge, ein jedes kehrt zurück zur Wurzel. Rückkehr zur Wurzel nennt sich Stille. Stille nennt sich Wendung zum Schicksal. Wendung zum Schicksal heißt Ewigkeit. Erkenntnis der Ewigkeit nennt sich Klarheit. Wenn wir das Ewige nicht erkennen, kommt es zu Wirrnis und lieblosen Taten. Erkennen wir das Ewige, so werden wir duldsam. Duldsamkeit führt zu Gerechtigkeit, Gerechtigkeit zur Herrschaft. Herrschaft führt zum Himmel, Himmel führt zum NICHTS. NICHTS führt zur Ewigkeit. Auf diese Weise ist das Leben nicht bedroht.

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17. Chlor Herrscht ein ganz Großer, so wissen wir kaum, dass er da ist. Weniger Große werden geliebt und gelobt. Noch weniger Große werden gefürchtet. Noch weniger Große verachtet. Chlor weiß um das Geheimnis der Worte, darum wie Werke getan werden und Geschäfte ihren Lauf nehmen und doch denken alle Menschen: »Wir sind frei.«

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18. Argon Wenn das NICHTS zugrunde geht, gibt es nur noch Gesetze und Pflicht. Kommen Klugheit und Wissen auf, dann gibt es nur noch Lügen. Argon kennt den Weg ins NICHTS, zu echter Geist-Beschaffenheit. Das Denken wird zum Wort des Geistes. Und Weisheit und Geistreichtum können wieder erstehen.

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19. Kalium Wenn wir die Heiligkeit ablegen und das Wissen wegwerfen, werden wir hundertfach gewinnen. Wenn wir die Sittlichkeit abtun und die Pflicht wegwerfen, werden wir zurückkehren zu Spiel und Liebe. Wenn wir die Geschicklichkeit abtun und den Gewinn wegwerfen, sind Diebe und Räuber nicht mehr nötig. In diesen Dingen reicht der schöne Schein nicht aus. Kalium sorgt, für unseren Halt, zeigt Einfachheit und Tugend. Es mindert Selbstsucht und Begierden. Es nimmt uns die Gelehrsamkeit und macht uns frei von Sorgen.

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20. Calcium Zwischen Anteilnahme und Schmeichelei, was ist da für ein Unterschied? Zwischen Gut und Böse, was ist da für ein Unterschied? Was wir ehren, muss man ehren. Wir sind so strahlend, als gingen wir zum großen Opfer. Als stiegen wir im Frühling auf die Türme. Calcium zögert, es hat noch kein Zeichen. Wie ein Säugling, der noch nicht lachen kann. Unruhig und umtriebig, als hätte es keine Heimat. Wir leben stets in Überfluss, nur Calcium scheint vergessen. Sein Herz ist närrisch, wirr und dunkel, wir dagegen ach so hell. Calcium ist trübe, wir sind klug. Es ist tief verschlossen in sich, unruhig wie das Meer. Wir Menschen haben unsere Zwecke, nur Calcium scheint leer. Es allein ist anders als wir, doch nährt es uns durch die Muttermilch.

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21. Scandium Der Lebensinhalt folgt ganz dem NICHTS. Das NICHTS bewirkt die Dinge, so chaotisch, so dunkel. Chaotisch und dunkel sind in ihm Bilder. Chaotisch und dunkel sind in ihm Dinge. Unergründlich finster, ist in ihm Same. Dieser Same ist ganz wahr, ganz Zuverlässigkeit. Von Alters bis heute ist Scandium nicht zu entbehren, es überschaut alle Dinge. Woher weiß es diese Dinge? Eben durch sie.

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22. Titan Was halb ist, wird ganz werden. Was krumm ist, wird gerade werden. Was leer ist, wird voll werden. Was alt ist, wird neu werden. Wer wenig hat, wird bekommen. Wer viel hat, wird benommen. Titan umfasst das NICHTS und ist ein Vorbild für die Welt. Es will nicht selber scheinen, darum wird es erleuchtet. Es will nichts Selber sein, darum wird es herrlich. Es rühmt sich selber nicht, darum vollbringt es Werke. Es tut sich nicht selber hervor, darum wird es erhoben. Denn wer nicht streitet, mit dem kann niemand auf der Welt streiten. Vollkommene Wahrheit bleibt immer wahr.

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23. Vanadium Machen wir selten Worte, geht alles von selbst. Ein Wirbelsturm dauert keinen Morgen lang. Ein Platzregen keinen Tag. Und wer wirkt diese? Himmel und Erde. Was nun selbst Himmel und Erde nicht dauernd vermögen, wie viel weniger kann das der Mensch? Darum spricht Vanadium: Wenn wir an unser Werk gehen mit dem NICHTS, so werden wir mit denen, die NICHTS haben, eins im NICHTS. Mit denen, die das Leben haben, eins im Leben. Mit denen, die nur Armut kennen, eins in der Armut. Sind wir eins mit ihnen im NICHTS, so kommen uns die, die NICHTS haben, freudig entgegen. Sind wir eins mit ihnen im Leben, so kommen, die das Leben haben, uns freudig entgegen. Sind wir eins mit denen, die arm sind, so kommen die, die arm sind, uns freudig entgegen. Wenn aber unser Glaube nicht stark genug ist, finden wir auch keinen Glauben.

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24. Chrom Wer auf Zehenspitzen steht, steht nicht fest. Wer mit gespreizten Beinen geht, kommt nicht voran. Wer selber scheinen will, wird nicht erleuchtet. Wer selber sein will, wird nicht herrlich. Wer sich selber rühmt, vollbringt keine Werke. Wer sich selber hervortut, wird nicht erhoben. Das alles ist für Chrom wie Küchenabfall und Eiterbeulen. Alle Geschöpfe hassen das. Darum sagt Chrom: Wer das NICHTS hat, weilt nicht dabei.

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25. Mangan Es gibt etwas, unterschiedslos vollendet. Still und einsam ist es da, bevor Himmel und Erde erschienen. Allein steht es und ändert sich nicht. Im Kreis läuft es und gefährdet sich nicht. Wir können es nennen, die Mutter der Welt. Wir kennen nicht seinen Namen. Wir nennen es NICHTS. Wenn wir ihm einen Namen geben wollten, dann Mangan. Mangan ist immer bewegt. Immer bewegt, das heißt fern. Fern das heißt zurückkehrend. So ist das NICHTS Mangan, der Himmel Mangan, die Erde Mangan und auch der Mensch Mangan. Vier Mangane gibt es in Raumzeit und Zeitraum: Der Mensch richtet sich nach der Erde. Die Erde richtet sich nach dem Himmel. Der Himmel richtet sich nach dem NICHTS. Das NICHTS richtet sich nach sich selbst.

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26. Eisen Das Schwere ist die Wurzel des Leichten. Die Stille ist der Herr der Unruhe. Eisen wandert den ganzen Tag, ohne sich vom schweren Gepäck zu trennen. Mag es auch alle Herrlichkeiten vor Augen haben, es weilt zufrieden in seiner Einsamkeit. Durch Leichtnehmen verlieren wir unsere Wurzeln. Durch Unruhe unsere Herrschaft.

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27. Kobalt Ein guter Wanderer lässt keine Spur zurück. Ein guter Redner braucht nichts zu widerlegen. Ein guter Rechner braucht keinen Taschenrechner. Ein guter Schließer braucht weder Schloss noch Schlüssel, und doch kann niemand öffnen. Ein guter Binder braucht keinen Strick oder Bänder, und doch kann niemand lösen. Kobalt versteht, die Menschen zu retten, es gibt keine verworfenen Menschen. Kobalt versteht, die Dinge zu retten, es gibt keine verworfenen Dinge. Kobalt heißt, die Klarheit zu erben. So sind die Guten die Lehrer der Nichtguten, und die Nichtguten Stoff für die Guten. Wer seine Lehrer nicht wertschätzt und seinen Stoff nicht liebt, der ist bei allem Wissen in schwerem Irrtum. Das ist das große Geheimnis.

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28. Nickel Kennen wir unser Männliches und bewahren unser Weibliches, sind wir die Schlucht der Welt. Sind wir die Schlucht der Welt, verlässt uns das ewige Leben nicht, wir werden wieder wie ein Kind. Kennen wir unsere Reinheit und wahren unsere Schwäche, sind wir Vorbild für die Welt. Sind wir Vorbild für die Welt, weicht das ewige Leben nicht von uns und wir werden wieder ungeworden. Kennen wir unsere Ehre und bewahren unsere Schmach, sind wir das Tal der Welt. Sind wir das Tal der Welt, haben wir genügend ewiges Leben und kehren zurück zur Einfachheit. Nickel nutzt die Einfachheit, um uns zu »brauchbaren« Menschen zu machen. Großartige Gestaltung braucht keine Beschneidung.

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29. Kupfer Wollen wir die Welt erobern und behandeln, besteht die Möglichkeit, dass das misslingt. Die Welt ist ein geistiges Ding, das man nicht behandeln darf. Wer sie behandelt, verdirbt sie. Wer sie festhalten will, verliert sie. Dinge gehen mal voran, mal hinterher. Mal hauchen sie warm, mal blasen sie kalt. Mal sind sie stark, mal sind sie schwach. Mal schwimmen sie oben, mal stürzen sie ab. Kupfer meidet das Zusehr, Zuviel und Zugroß.

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30. Zink Wenn wir im richtigen Sinn einer Regierung helfen, dann vergewaltigen wir nicht durch Waffen, denn die Handlungen kommen zu uns zurück. Wo Heere gelagert haben, wachsen Disteln und Dornen. Wo Kämpfe geherrscht haben, folgen bald die Hungerjahre. Zink sucht nur Entscheidung, nichts weiter. Es wagt nicht, durch Gewalt zu erobern. Es entscheidet, ohne sich zu brüsten. Es entscheidet, ohne stolz zu sein. Es entscheidet, weil es nicht anders geht. Es entscheidet auf friedliche Weise.

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31. Gallium Waffen sind unheilvolle Geräte, alle Wesen hassen sie. Haben wir die richtige Einstellung, wollen wir nichts von ihnen wissen. Gallium verabscheut Waffen. Nur wenn es nicht anders geht, nutzt es sie. Ruhe und Frieden, sind ihm das Höchste. Gallium siegt, aber freut sich nicht daran. Wenn wir uns daran freuen, dann freuen wir uns am Menschenmord. Wenn wir uns am Menschenmord erfreuen, können wir unser Ziel nicht erreichen. Glücksfälle gehören zur linken Seite. Unglücksfälle zur rechten. So steht Gallium stets auf der linken Seite und vermeidet dadurch Unglücksfälle.

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32. Germanium Auf ewig lebend, sind wir namenlos einfältig. Obwohl klein, macht die Welt uns nicht zum Diener. Germanium hat die Welt zu Gast. Himmel und Erde vereinen sich. Es kommt von selbst ins Gleichgewicht. Erst wenn die Form erschaffen wird, gibt es einen Namen. Es spürt die Grenze ganz genau, so gibt es keine Gefahren. Germanium steht zur Welt des NICHTS, wie ein Bergbach zu den Flüssen, die sich in Ströme und Meere ergießen.

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33. Arsen Kennen wir andere, sind wir klug. Kennen wir uns selbst, sind wir weise. Besiegen wir andere, haben wir Kraft. Besiegen wir uns selbst, sind wir stark. Setzen wir uns durch, sind wir willensstark, Genügen wir uns, sind wir reich. Verlieren wir unseren Platz nicht, haben wir Dauer. Gehen wir auch im Tod nicht unter, leben wir.

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34. Selen Das NICHTS ist überströmend, es ist rechts und es ist links. Alle Dinge verdanken ihm ihr Dasein, es verweigert sich ihnen nicht. Ist das Werk vollbracht, betrachtet es das nicht als Besitz. Es kleidet und nährt alle Dinge und spielt nicht den großen Herrn. Da es nicht ewig begehrt, können wir es klein nennen. Da alle Dinge von ihm abhängen, können wir es groß nennen. Selen macht sich niemals groß, darum bringt es Großes zustande.

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35. Brom Wenn wir das große Urbild festhalten können, kommt die Welt zu uns. Sie kommt und wird nicht verletzt, in Ruhe, Gleichheit, Seligkeit. Brom kann den Wanderer vom Weg ablenken, das NICHTS sprudelt aus seinem Mund hervor, mild und ohne Geschmack. Wir schauen und sehen nichts Sonderliches. Wir horchen und hören nichts Sonderliches. Wir handeln und finden kein Ende.

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36. Krypton Was wir zusammendrücken wollen, sollte sich ausdehnen. Was wir schwächen wollen, sollte stark sein. Was wir nehmen wollen, müssen wir geben. Klarheit siegt über Unsichtbarkeit. Weiches über das Harte. Schwaches über das Starke. Krypton darf sich uns nicht zeigen.

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37. Rubidium Das NICHTS ist ewig ohne Tun und dennoch bleibt nichts ungetan. Rubidium versteht zu wahren, drum wird sich alles von selbst gestalten. Gestaltet es sich und es kommen Begierden, so bannt es sie durch namenlose Einfachheit. Namenlose Einfachheit bewirkt Wunschlosigkeit. Wunschlosigkeit macht still und Himmel und Erde regeln sich selbst.

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38. Strontium Wenn wir das Leben hochhalten, wissen wir nichts vom Leben, darum haben wir Leben. Wenn wir das Leben nicht hochhalten, haben wir kein Leben. Wenn wir das Leben hochhalten, handeln wir nicht und haben keine Absicht. Wenn wir das Leben nicht hochhalten, handeln wir und haben Absicht. Wenn wir die Liebe hochhalten, handeln wir, haben aber keine Absicht. Wenn wir die Gerechtigkeit hochhalten, handeln wir und haben Absicht. Wenn wir die Sitte hochhalten, handeln wir, und wenn wir keine Resonanz bekommen, fuchteln wir mit den Armen. Ist das NICHTS verloren, dann das Leben. Ist das Leben verloren, dann Gerechtigkeit. Ist Gerechtigkeit verloren, dann die Sitte. Die Sitte ist ein Mangel an Treue und an Glauben und der Anfang der Verwirrung. Strontium ist voll und ganz, hält nichts von Halbherzigkeit. Es wohnt im Sein und nicht im Schein.

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39. Yttrium Wir erlangten einst das Eine. Der Himmel erlangte das Eine und wurde rein. Die Erde erlangte das Eine und wurde fest. Die Götter erlangten das Eine und wurden mächtig. Das Tal erlangte das Eine und er-füllte sich. Alle Dinge erlangten das Eine und entstanden. Könige und Fürsten erlangten das Eine und wurden zum Vorbild der Welt. Das alles kam durch das Eine. Wäre der Himmel nicht rein, so würde er bersten. Wäre die Erde nicht fest, so würde sie wanken. Wären Götter nicht mächtig, so würden sie erstarren. Wäre das Tal nicht erfüllt, würde es sich erschöpfen. Wären alle Dinge nicht entstanden, so würden sie erlöschen. Wären alle Könige und Fürsten nicht erhaben, so würden sie stürzen. Yttrium hat das Geringe zur Wurzel, das Niedrige als Grundlage. Ohne Schrauben und Nägel, gäbe es keinen Wagen oder Häuser. Yttrium wünscht nicht das glänzende Gleißen des Juwels, sondern die rohe Rauheit des Steins.

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40. Zirkon Zurückzukehren ist die Bewegung des NICHTS. Schwachheit ist die Wirkung des NICHTS. Alle Dinge unter dem Himmel entstehen im Sein. Das Sein entsteht im Nichtsein.

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41. Niob Hören wir vom NICHTS, richten wir uns danach. Hören wir vom NICHTS, glauben wir halb, halb zweifeln wir. Hören wir vom NICHTS, lachen wir uns kaputt. Lachen wir uns nicht kaputt, war es nicht das NICHTS. Niob sagt: Der klare Sinn scheint dunkel. Der Sinn des Fortschritts Rückschritt. Das höchste Leben scheint ein Tal. Der glatte Sinn viel zu rau. Die höchste Reinheit erscheint als Schande. Das weite Leben scheint ungenügend. Das starke Leben erscheint verstohlen. Das wahre Wesen veränderlich. Ein großes Quadrat hat keine Ecken. Ein großes Talent erscheint erst spät. Die große Stimme hat keinen Laut. Das große Bild hat keine Form. Das NICHTS ist verborgen, ohne Namen. Und doch ist dieses NICHTS sehr gut, im Spenden und vollenden.

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42. Molybdän Das NICHTS erzeugt die Eins. Die Eins erzeugt die Zwei. Die Zwei erzeugt die Drei. Die Drei erzeugt alle Dinge. Die Dinge verlassen den Schatten und umarmen die Sonne. Im Ozean des Geistes genießen wir ein Dasein in Ruhe. Molybdän spricht: Das Leben des Menschen ist dürftig, einsam, verlassen, bedürftig. Wir verlieren etwas und gewinnen dabei und gewinnen etwas und verlieren dabei. Die Starken unter uns, besiegen nicht den Tod. Darum sollten wir Menschen, unbeugsam wie ein Firstbalken sein.

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43. Ruthenium Das Allerweichste überholt das Allerhärteste. Das NICHTS dringt auch noch in das ein, was keinen Zwischenraum hat. Ruthenium lehrt durch Nicht-Handeln. Durch Belehrung ohne Worte. Den Wert des Nicht-Handelns erreichen nur wenige auf Erden.

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44. Rhodium Der Name oder die Persönlichkeit, was ist wichtiger? Die Persönlichkeit oder der Besitz, was zählt mehr? Gewinnen oder verlieren, was ist schlimmer? Rhodium lehrt: Je teurer etwas ist, desto teurer musst du es bezahlen. Wer viel sammelt, verliert viel Wichtiges. Wenn wir genügsam sind, gibt es keine Schande. Wenn wir mäßig sind, keine Gefahr. So kann das Leben ewig dauern.

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45. Palladium Große Vollendung erscheint unzulänglich und ist doch unendlich in ihrer Wirkung. Große Fülle erscheint wie strömend und ist unerschöpflich in ihrer Wirkung. Große Geradlinigkeit erscheint krumm. Große Begabung dumm. Große Beredsamkeit stumm. Für Palladium überwindet Bewegung die Kälte, Stille die Hitze. Reinheit und Stille sind das Richtmaß der Welt.

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46. Silber Wenn das NICHTS auf Erden herrscht, werden Rennpferde zum Düngen gebraucht. Wenn das NICHTS abhandenkommt, züchten wir Kriegsrosse. Es gibt keine größere Sünde als viele Wünsche. Nicht zu wissen, wann es genug ist. Es gibt keinen größeren Fehler als haben zu wollen. Darum spricht Silber: Das Genügen der Genügsamkeit ist dauerndes Genügen.

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47. Cadmium Wir brauchen nicht durch die Tür zu gehen, um die Welt zu kennen. Wir brauchen nicht aus dem Fenster zu schauen, um das NICHTS des Himmels zu sehen. Je weiter wir hinausgehen, desto geringer wird unser Wissen. Cadmium braucht nicht zu gehen, und weiß doch alles. Es braucht nicht zu sehen, trotzdem ist alles klar. Es braucht nichts zu tun, um Dinge zu vollenden.

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48. Indium Wenn wir Lernen üben, nehmen wir täglich zu. Wenn wir NICHTS üben, nehmen wir täglich ab. Indium nimmt ab und nimmt ab, bis schließlich NICHTS mehr zu tun ist. Beim NICHTS-Tun bleibt nichts ungetan. Das Reich erreichen wir nur, durch Freiheit von Geschäftigkeit. Die Vielbeschäftigten sind nicht geschickt darin, das Reich zu erlangen.

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49. Zinn Zinn hat keine eigene Absicht, es macht die Absicht der Menschen zu seiner. Zu den Guten ist es gut, zu den Nichtguten ist es auch gut, denn das Leben ist die Güte. Zu den Treuen ist es treu, zu den Untreuen ist es auch treu, denn das Leben ist die Treue. Zeigt Zinn sich in der Öffentlichkeit, ist seine Absicht unsichtbar. Beachten wir seine Gesten und Worte, nimmt es uns an, als seine Kinder.

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50. Antimon Gehen wir aus, leben wir, gehen wir ein, sterben wir. Drei Menschen von zehn, verstehen es, zu leben. Drei Menschen von zehn, verstehen es, zu sterben. Drei Menschen von zehn, entgehen den Fängen des Todes. Der Grund ist ihre Unwissenheit. Antimon wandert übers Land und trifft nicht Nashorn noch Tiger. Es schreitet durch ein großes Heer, doch treffen nicht Lanzen noch Messer. Das Nashorn findet nichts, wo es sein Horn hineinschlagen kann. Der Tiger findet nichts, wo er seine Krallen hineinschlagen kann. Die Lanze findet nichts, dass sie stechen kann, das Messer findet nichts, was es schneiden kann. Warum wohl mag das nur so sein? Es ist keine sterbliche Stelle da.

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51. Tellur Das NICHTS erzeugt, das Leben nährt. Die Umgebung gestaltet, die Einflüsse vollenden. Tellur ehrt das NICHTS und schätzt das Leben. Einfach aus sich selbst heraus. Das NICHTS erzeugt, das Leben nährt, lässt wachsen, pflegt, vollendet. Leben hervorbringen, ohne zu nehmen. Bauen, ohne sich darauf zu stützen. Leiten, ohne zu beherrschen. Das ist der Weg von Tellur.

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52. Jod Die Welt hat einen Anfang, die Mutter der Welt. Wer die Mutter findet, den nennt sie ihr Kind, und hält es sanft geborgen. Erkennen wir diese Geborgenheit, dann sterben wir nicht, was auch geschieht, nicht heute und nicht morgen. Iod schließt unseren Mund, verschließt unsere Pforten, für ein unbekümmertes Leben. Öffnen wir den Mund, bleiben stets geschäftig, dann ist uns nicht mehr zu helfen. Wenn wir das Kleinste sehen, sehen wir klar. Wenn wir die Weisheit wahren, dann sind wir stark. Nutzen wir unser Licht, und werden ganz klar, dann sind wir niemals in Gefahr. Das nennt man die Hülle der Ewigkeit.

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53. Xenon Wenn wir wirklich wissen, was es heißt, im großen NICHTS zu leben, dann wandern wir auf breitem Weg auf Straßen schön und eben. Doch Xenon sieht die Welt ganz anders, wir schleichen auf winzigen Pfaden. Die Gesetze streng, die Felder verdorrt, die Früchte voller Maden. Die Scheunen sind leer, die Kleidung schmuck und jeder trägt eine Waffe. Die Bücher zerfetzt, besoffen und fett, ertrinken wir im Überfluss. Das nennt man Verwirrung, Chaos und mehr, wir sind zu wenig bewusst.

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54. Cäsium Pflanzen wir gut, wird nichts ausgerissen. Halten wir gut fest, wird nichts entgehen. Hinterlassen wir unser Gedächtnis, dann hören wir nicht auf. Gestalten wir unsere Persönlichkeit, wird unser Leben wahr. Gestalten wir unsere Familie, wird unser Leben voll. Gestalten wir unser Dorf, wird das Leben wachsen. Gestalten wir unser Land, wird unser Leben reich. Gestalten wir die Welt, wird unser Leben weit. Cäsium beurteilt die Persönlichkeit des anderen nach seiner Persönlichkeit. Die Familie der anderen nach seiner. Das Dorf der anderen nach seinem. Das Land der anderen nach seinem. Die Welt der anderen nach seiner. Wie erkenne ich die Beschaffenheit der Welt? Durch Cäsium.

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55. Barium Wenn wir die Fülle des Lebens festhalten, gleichen wir neugeborenen Kindern. Giftige Schlangen beißen uns nicht. Reißende Tiere packen uns nicht. Raubvögel stoßen nicht nach uns. Unsere Knochen sind schwach, unsere Sehnen weich und doch können wir fest zugreifen. Wir wissen nichts von Mann und Frau und doch regt sich unser Blut, weil es die Fülle des Samens hat. Wir können den ganzen Tag schreien und werden nicht heiser, weil wir die Fülle des Friedens haben. Barium erkennt den Frieden, darum ist es ewig. Die Ewigkeit erkennen, heißt klar zu sein. Das Leben zu mehren heißt glücklich zu sein. Setzen wir die Kraft für unser Begehren ein, nennt man uns stark. Sind die Dinge stark geworden, altern sie. Das ist Nicht-NICHTS und Nicht-NICHTS ist schon fast tot.

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56. Lanthan Wenn wir wissen, reden wir nicht. Wenn wir reden, wissen wir nicht. Wir müssen unseren Mund schließen, unsere Pforten zumachen, unseren Scharfsinn abstumpfen, unsere wirren Gedanken auflösen, unser Licht mäßigen, unser Irdisches gemeinsam machen. Lanthans Gemeinsamkeit ist verborgen. Wer die hat, kann nicht durch Liebe beeinflusst werden, nicht durch Kälte, nicht durch Gewinn, nicht durch Schaden, nicht durch Herrlichkeit und nicht durch Nichtigkeit. Das ist das Herrlichste auf Erden.

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57. Cer Zur Leitung eines Staates braucht es Regierungskunst. Zur Führung von Waffen braucht es Kriegskunst. Um die Welt zu gewinnen, müssen wir frei sein von Geschäftigkeit. Woher wissen wir dann, wie es um die Welt steht? Je mehr Dinge es gibt, die wir nicht tun dürfen, umso ärmer sind wir. Je mehr Schärfe wir in den Händen halten, desto größer ist unser Verderben. Je mehr wir Kunst und Schlauheit pflegen, desto mehr gibt es böse Zeichen. Je mehr Gesetze und Befehle es gibt, desto mehr Übeltäter gibt es. Cer sagt: Wenn wir nichts tun, wandelt sich der Mensch von selbst. Wenn wir die Stille lieben, wird der Mensch von selber gut. Wenn wir nichts unternehmen, wird der Mensch von selber reich. Wenn wir keine Begierden haben, wird der Mensch von selber einfach.

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58. Praseodym Wenn die Regierung still und unaufdringlich ist, ist das Volk aufrichtig und ehrlich. Wenn die Regierung scharfsinnig und streng ist, ist das Volk hinterlistig und unzuverlässig. Das Glück beruht auf dem Unglück. Wo Glück ist, lauert das Unglück. Wie erkennen wir das Höchste, wenn nichts geordnet wird? Verkehrt sich nicht die Ordnung in Unordnung, das Gute in Aberglaube, Klarheit in Verblendung? Praseodym ist Vorbild ohne zu beschneiden. Gewissenhaft, ohne zu verletzen. Echt, ohne Willkürlichkeit. Licht, ohne zu blenden.

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59. Neodym Leiten wir Menschen und dienen im Himmel, dann sollten wir uns beschränken. Nur durch Beschränkung können wir frühzeitig handeln. Durch frühzeitiges Handeln verdoppeln wir die Kräfte des Lebens. Durch verdoppelte Kräfte des Lebens sind wir jeder Lage gewachsen. Wenn wir jeder Lage gewachsen sind, kennt niemand unsere Grenzen. Wenn niemand unsere Grenzen kennt, können wir die Welt besitzen. Besitzen wir die Mutter der Welt, gewinnen wir die Ewigkeit. Neodym wurzelt tief im ewigen Dasein des festen Grundes und des unendlichen Schauens.

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60. Samarium Ein großes Land müssen wir so führen, wie wir kleine Fische braten. Wenn wir die Welt nach dem NICHTS verwalten, können Verstorbene nicht als Geister umherwandeln. Samarium sorgt dafür, dass Verstorbene keine Geister werden, die uns schaden. Samarium sorgt dafür, dass die Lebendigen den Geistern nicht schaden. Wenn beide Welten sich gegenseitig nicht schaden, dann vereinigen sich ihre Lebenskräfte und wir werden Bewohner zweier Welten.

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61. Europium Fließen wir stromabwärts, vereinigen wir die Welt. Es ist das Weibliche in der Welt, das immer siegt. Das Weibliche siegt durch seine Stille über das Männliche. Durch seine Stille hält es sich unten. Wenn ein großes Reich sich unter ein kleines stellt, gewinnt es das kleine Reich. Wenn das kleine Reich sich unter das Große stellt, wird es vom großen Reich gewonnen. Das, was sich unten hält, gewinnt immer. Europium will nichts anderes als Menschen vereinigen und nähren. Europium will nichts anderes, als sich am Dienst der Menschen beteiligen. Um das zu erreichen, bleibt Europium unten.

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62. Gadolinium Das NICHTS ist die Heimat aller Dinge, der Schatz der guten Menschen, der Schutz der nichtguten Menschen. Mit schönen Worten können wir glänzen, mit ehrenwertem Handeln uns hervortun. Was geschieht aber mit denen, die das nicht können? Gadolinium vertritt die Stelle des NICHTS. Er gibt denen, die bitten und vergibt denen die sündigen. Darum ist Gadolinium das Kostbarste auf Erden.

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63. Terbium Wenn wir das Nicht-Tun tun, uns mit Beschäftigungslosigkeit beschäftigen, Geschmack finden am geschmacklosen, dann sehen wir das Große im Kleinen und das Viele im Wenigen. Wir haben keinen Ärger im Leben. Planen wir das Schwierige, solange es noch leicht ist. Tun wir das Große, solange es noch klein ist. Alles Schwere auf Erden, beginnt als Leichtes. Alles Große auf Erden, beginnt als Kleines. Terbium tut nie etwas Großes, so kann es seine Taten vollenden. Terbium bedenkt die Schwierigkeiten und hat deshalb nie welche.

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64. Dysprosium Was noch ruhig ist, können wir leicht ergreifen. Was noch nicht da ist, können wir leicht bedenken. Was noch zart ist, können wir leicht zerbrechen. Was noch klein ist, können wir leicht zerstreuen. Dysprosium wirkt auf das, was noch nicht da ist. Dysprosium ordnet, was noch nicht in Unordnung ist. Ein riesiger Baum entsteht aus einem haarfeinen Halm. Ein hoher Turm aus einem Häufchen Erde. Eine Reise von tausend Kilometer, beginnt mit dem ersten Schritt. Wenn wir handeln, verderben wir es. Wenn wir festhalten, verlieren wir es. Dysprosium handelt nicht, so verdirbt nichts. Es hält nicht fest, so verliert es nichts. Dysprosium wünscht sich Wunschlosigkeit, hält schwer zu erlangende Güter nicht für wert. Dysprosium lernt das Nichtlernen. Wendet sich an den, an dem die Menge vorübergeht. Es fördert den natürlichen Lauf der Dinge, indem es nicht wagt zu handeln.

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65. Holmium Es gab tüchtige Menschen, die lebten im NICHTS. Sie lehrten nicht, sondern liebten. Beginnen wir zu viel zu denken, ist es schwer zu lenken. Holmium lenkt ohne Wissen und lebt daher im Glück. Leben im Glück ist verborgenes Leben. Verborgenes Leben ist tief, reicht weit, ist anders als alle Dinge. Verborgenes Leben wirkt im Glück und bringt dadurch Gelingen.

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66. Erbium Ströme und Meere sind Könige der Bäche. Sie sind die Könige der Bäche, weil sie sich unten halten können. Erbium stellt sich unter die Menschen und ans Ende der Schlange. Obwohl es in der Höhe weilt, werden wir von ihm nicht belastet. Obwohl es den ersten Platz einnimmt, werden wir von ihm nicht verletzt. Erbium ist nie im Wettbewerb, darum wetteifert niemand mit ihm, wir wollen es nur unterstützen.

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67. Thulium Wir sagen, das NICHTS ist groß, aber unbrauchbar. Wäre es brauchbar, wäre es längst klein geworden. Thulium hat drei Schätze: 1. die Liebe 2. die Genügsamkeit 3. nicht wagen voranzustehen. Durch Liebe können wir mutig sein. Durch Genügsamkeit können wir weitherzig sein. Wenn wir nicht wagen voranzustehen, können wir das Haupt der Menschheit sein. Wenn wir ohne Liebe mutig sein wollen, ohne Genügsamkeit weitherzig, und ohne zurückzustehen vorankommen wollen, sterben wir. Haben wir jedoch Liebe im Kampf, so siegen wir. Wen der Himmel retten will, den schützt er durch die Liebe.

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68. Ytterbium Wenn wir gut zu führen wissen, sind wir nicht kriegerisch. Wenn wir gut zu kämpfen wissen, sind wir nicht zornig. Wenn wir unsere Feinde besiegen können, kämpfen wir nicht mit ihnen. Wenn wir gut Menschen leiten können, halten wir uns unten. Ytterbium ist das Leben, das nicht streitet. Ytterbium ist die Kraft, die Menschen leitet. Ytterbium ist der Pol, der bis zum Himmel reicht.

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69. Lutetium Lutetium ist nicht gerne Herr, sondern lieber Gast. Lutetium rückt keinen Zoll vor, lieber einen Fuß zurück. Lutetium geht ohne Beine, ficht ohne Arme, wirft, ohne anzugreifen, hält, ohne Waffen zu gebrauchen. Lutetium schätzt, aber unterschätzt nicht. Lutetium siegt, weil es schweren Herzes kämpft.

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70. Hafnium Hafnium wird so selten verstanden, dass genau das seinen Wert ausmacht. So geht es in billiger Kleidung, in der Brust ein Juwel.

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71. Tantal Nichtwissenheit wissen ist das Höchste. Nicht wissen, was Wissen ist, ist Leiden. Tantal leidet unter diesem Leiden, darum leidet es nicht.

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72. Wolfram Wenn wir das Schreckliche nicht fürchten, kommt der große Schrecken. Wir sollten nicht in der Enge leben in einem verdrießlichen Leben. Wolfram erkennt sich selbst, will aber nicht scheinen. Es liebt sich selbst, sucht aber keine Ehre für sich.

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73. Rhenium Wenn wir mutig sind in Waghalsigkeiten, kommen wir darin um. Wenn wir mutig sind, ohne waghalsig zu sein, bleiben wir am Leben. Rhenium streitet nicht und ist doch gut im Siegen. Es redet nicht und findet doch gute Antworten. Es winkt nicht und alles kommt von selbst. Es ist gelassen und doch gut im Planen. Das Netz des Himmels ist weitmaschig, aber es verliert nichts.

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74. Osmium Wenn wir den Tod nicht scheuen, wie will man uns dann einschüchtern? Wenn wir in ständiger Furcht vor dem Tod leben, und jemand etwas Seltsames macht, sollen wir ihn ergreifen und töten? Es gibt immer eine Todesmacht, die tötet. Osmium tötet nicht an deren Stelle. Es gibt immer ein Zimmermann, der eine Axt führt. Osmium führt nicht dessen Axt. Wenn wir die Aufgabe eines anderen erfüllen, kommen wir selten ohne Schaden davon.

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75. Iridium Dass wir hungern, liegt an den Steuern. Dass wir schwer zu leiten sind, an der Kompliziertheit der Gesetze. Dass wir den Tod nicht leicht nehmen, an der Völlerei der Oberen. Iridium handelt nicht um des Lebens willen, das ist besser, als wenn ihm das Leben teuer wäre.

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76. Platin Wenn wir ins Leben treten, sind wir weich und schwach. Wenn wir sterben, sind wir hart und stark. Wenn Pflanzen ins Leben treten, sind sie weich und zart. Wenn Pflanzen sterben, sind sie dürr und starr. Die Harten und Starken sind Gesellen des Todes. Die Weichen und Zarten, Gesellen des Lebens. Sind die Waffen stark, dann siegen sie nicht. Sind die Bäume stark, dann werden sie gefällt. Bei Platin ist das Starke und Große unten, das Weiche und Schwache oben.

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77. Gold Das NICHTS des Himmels gleicht einem Bogenspanner, das Hohe drückt es nieder, das Tiefe erhöht es. Was zuviel ist, wird verringert, was nicht genug ist, ergänzt. Das NICHTS des Himmels verringert, was zu viel ist und ergänzt, was zu wenig ist. Wir handeln anders, wir verringern das, was zu wenig ist, um es dem zu geben, der zu viel hat. Wer kann das, was zu viel ist, der Welt darbringen? Nur derjenige, der das NICHTS hat. Gold erwirkt und behält nicht. Ist das Werk vollbracht, so geht Gold. Es wünscht nicht, seine Bedeutung vor anderen zu zeigen.

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78. Quecksilber Auf der ganzen Welt ist Wasser das Weichste und Schwächste. Und doch gibt es nichts, das dem Harten genauso zusetzen könnte. Es kann durch nichts verändert werden, dass Schwaches Hartes besiegt und Weiches das Harte. Das wissen wir alle, handeln aber nicht danach. Quecksilber nimmt den Schmutz der Welt auf sich und ist doch Herrscher über die Opfer. Quecksilber nimmt das Unglück der Welt auf sich und ist doch der König der Welt. Wahre Worte wirken verkehrt.

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79. Thallium Versöhnen wir großen Ärger und es bleibt noch Groll übrig, was hat das für einen Sinn? Thallium hält sich an seine Pflicht. Wer Leben hat, hält sich an seine Pflicht. Wer kein Leben hat, an sein Recht.

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80. Blei Ein kleines Dorf, abgeschieden, es gibt Werkstätten mit Handwerkern, doch haben sie nichts zu tun. Es sterben Menschen, doch niemand wandert aus. Obwohl es Boote und Wagen gibt, fährt niemand irgendwo hin. Obwohl es Waffen und Rüstungen gibt, greift niemand das Nachbardorf an. Auch wenn das Leben doppelt so schwer wäre, wir nähmen es trotzdem hin. Das Essen schmeckt lecker, die Kleidung ist sauber, die Wohnungen gemütlich und wir sind fröhlich. Wir sehen den Rest der Welt, wir hören den Rest der Welt. Wir sterben uralt, aber besuchen einander nicht. Es ist, als hätten wir Blei an den Füßen.

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81. Wismuth Wahre Worte sind nicht schön, schöne Worte nicht wahr. Tüchtigkeit überredet nicht, Überredung ist nicht tüchtig. Der Weise ist nicht gelehrt, der Gelehrte nicht weise. Wismuth häuft keinen Besitz an. Je mehr es für andere tut, desto mehr besitzt est. Je mehr es anderen gibt, desto mehr hat es. Des Himmels NICHTS ist zu fördern, ohne zu schaden. Wismuths NICHTS ist zu wirken, ohne zu streiten.

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