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Mysterien der Wandlung als Grundlage der Miasmatik

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Peter Gienow ———

Mysterien des Ursprungs als Grundlage der Miasmatik ———

Husum 2010 —


Liebe Leserinnen und Leser Wir glauben, dass wir in der Welt der Erscheinungen leben, die aus der Welt der Ursachen hervorgegangen ist. In der Welt der Erscheinungen treten Standpunkte an Stelle der Wahrheit. Wir bitten daher beim Gebrauch dieses Werkes zu beachten, dass auch das hier Niedergelegte nur der Standpunkt des Autorenteams sein kann. Sollten daher in diesem Werk Arzneimittel und Dosierungen erwähnt werden, handelt es sich um die speziellen Erfahrungen der Autoren. Daraus lässt sich nicht folgern, dass der Einsatz der Arzneien bedenkenlos geschehen kann. Auch die Applikation einer homöopathischen Arznei sollte immer unter größter Sorgfalt geschehen. Die Autoren sehen sich daher gezwungen darauf hinzuweisen, dass weder eine Garantie, noch eine juristische Verantwortung oder irgendeine Haftung für Folgen, die auf fehlerhafte Angaben oder Anwendungen zurückgehen, übernommen werden kann.

c 2010 Verlag Peter Irl 3. Auflage. Autor: Peter Gienow - Markt 13 - 25813 Husum (www.tsoraat.de) Jeder Nachdruck, jede Wiedergabe, Übersetzung, Vervielfältigung und Verbreitung, auch von Teilen des Werkes oder von Abbildungen, jede Abschrift, auch auf fotomechanischem Wege oder im Magnettonverfahren, in Vortrag, Funk, Fernsehsendungen, Internet, Telefonübertragung, sowie Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen, bedarf der ausdrücklichen Genehmigung des Autors. Umschlagbild: »Ur-Knall« von Gertie Gienow (www.geegee-art.de). Dieses Bild ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung bedarf einer Zustimmung der Künstlerin. Geschrieben mit Linux, LYX, XFig LATEX. Lektorat: Barbara Asbeck, Peter Irl, Birgit Schell-Lüngen.


All denen, die ihre Sinne geschult haben, um den Vorhang der Gestaltungen zu durchdringen. Mögen sie das, was sie sahen, zu unser aller Wohl anwenden.


Inhaltsverzeichnis 1 Vorwort zur 3. Auflage

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2 Ein-heit

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3 Zwei-heit

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4 »Aller guten Dinge sind drei« 5 Ma-Shanta - Nichts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Ma Ka Shanta Mea . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Ma Ka Shanta Mea Manan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Das Gesetz der Drei . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Die drei Gesetze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Die Miasmen und die Drei-heit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9 Die versöhnende Kraft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 5 Vier-heit 15 Das Gefäß . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Das Brot der Schande . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Der Vorhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 6 Drei-Vier-heit 19 Die hermetischen Gesetze und die zwei Welten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Die Miasmen und die zwei Welten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 7 Sieben-heit

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8 Drei-Sieben-heit 29 Das Enneagramm. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .31 Der Satz des Pythagoras . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 Sechs-heit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 9 Zwölf-heit

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Inhaltsverzeichnis 10 Schöpfung 43 Elohim . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 Der Ur-Konflikt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 Binah . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Die Echtroy . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47 Lebenswogen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49 Der neue Zyklus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 Samael . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51 Rebellion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52 Schlange. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .53 Raum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 11 Exkarnation 61 Aufbau des Körpers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62 Das Uratom des menschlichen Körpers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64 Die Silberschnur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Die Wunschwelt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 Der Hüter der Schwelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 Die Gesetze der Drei und der Sieben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 Die drei unteren Regionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69 Die vierte Region . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72 Die drei oberen Regionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72 Die Mentalwelt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76 Die sieben Welten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78 12 Inkarnation 81 »Wie sie den Anfang träumten . . . « . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83 »Wünsche sollen in Erfüllung gehen« . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 Die Hüter des Karma . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85 Der Aufbau des Vitalkörpers. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .88 13 Schluss

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Nachwort von Gertie Gienow

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1 Vorwort zur 3. Auflage Im ersten Band dieser Schriftenreihe beleuchteten wir die Beziehung der hermetischen Wissenschaft zu den Wirkweisen der Homöopathie. In diesem Band beleuchten wir die Miasmatik vor dem gleichen Hintergrund. Da die Miasmen hinter dem Vorhang der Gestaltung verborgen sind, den wir mit unserem reinen Verstand nicht durchdringen können, haben wir Geschichten gewählt, die es uns ermöglichen sollen, einen Blick hinter den Vorhang zu riskieren. In der hermetischen Philosophie befinden wir uns in einem zersplitterten Gefäß diesseits eines Vorhanges, der gezogen wurde, um nicht in die al-chemistische Küche eines lebendigen Gottes zu schauen. Zersplittert in Sein und Wahrnehmung fällt es schwer, einen Blick in die Anderswelt, das Nagual oder die 99%-Wirklichkeit tun zu können, wie die Welt hinter dem Vorhang in einzelnen Kulturen und Lehren genannt wurde. Wollen wir die Struktur der Miasmatik wirklich begreifen und sinnvoll in unsere therapeutische Arbeit integrieren, so erscheint es uns wichtig, gerade diesen Blick hinter den Vorhang zu wagen, um in die Wirklichkeit einzutauchen. Eine Beschränkung auf das, was wir verstehen können, ließe uns hinter unseren Möglichkeiten bleiben, weil viele Dinge, auch wenn wir sie nicht verstehen können, sich dennoch in Heilungen verwandeln lassen. Das braucht einen offenen Geist und eine gewisse Grundakzeptanz von allem was ist. Für die Homöopathen und Homöopathinnen, die sich in die Behandlung der Syphilinie einarbeiten wollen, bietet dieses Büchlein die Grundlagen, auf denen die Behandlung der Syphilinie aufbaut. Im fortführenden Band über die Zeitenwende, wird auf diese Grundlagen zurückgegriffen, um sie dann in einen aktuelleren Kontext zu stellen. Viel Spaß beim Lesen.

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1 Vorwort zur 3. Auflage

Peter Gienow

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2 Ein-heit Im Anfang war das Nichts und das Nichts war bei Gott und das Nichts war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott.

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2 Ein-heit

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3 Zwei-heit In seiner Weisheit und in seiner Allmacht schuf der Herr in der ganzen Welt alles zu zweien, und es ist allenthalben das eine auch ein Gegenstück des anderen . . . und wäre nicht das eine da, so könnte auch das andere nicht da sein . . . es hat alles sein Gegenstück auf der Welt; aber nur einer ist allein, und dies sollen alle wissen: der Herr ist allein, und ist kein zweites neben ihm! [6, S. 32] Die Lichtgötter berichten vom Lande Ur, welches der Ur-Heber, der Ur-Schöpfer geschaffen hatte – das Universum. Das Entstehen des Universums, des Landes Ur, nennt man den Ur-Sprung. Damals war Ur noch eins. Dann erschuf der Ur-Heber das Licht und teilte Ur in Licht und automatisch auch in Dunkelheit (daher spricht man auch von ur-teilen). Ur wurde polar, wurde geteilt. Wir sollen aber nicht ur-teilen und die Schöpfung getrennt sehen, denn beide Hälften gehören zusammen, beide sind ‘gut,. Denn wir sind all-ein mit allem eins. Deswegen geht es uns so gut, wenn wir mit uns alleine und im Geiste mit allem eins sind und uns in der Stille mit dem Ur-Heber, dem Schöpfer, verbinden. Als der Schöpfer das Licht geschaffen hatte, entstand also automatisch auch die Dunkelheit. Sie ist nicht böse oder schlecht, Dunkelheit ist einfach der Bereich, in dem kein Licht ist. Doch Licht ist auch Liebe, daher ist Dunkelheit auch der Bereich ohne Liebe. Der Schöpfer hat alle Wesen aus Licht erschaffen. Das Böse hat er jedoch nicht erschaffen, genausowenig wie das Schlechte oder einen ‘Teufel,. Manche Wesen, die erschaffen wurden, haben sich jedoch dazu entschieden, das Licht abzulehnen, haben diesen lichtlosen Bereich als neues Zuhause für sich entdeckt und fühlen sich dort auf ihre Weise ‘wohl,. Das ist deren freie Entscheidung gewesen. Das Licht beziehungsweise der Schöpfer wendet sich von niemandem ab, aber hält auch niemanden zurück, der sich von ihm ab-

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3 Zwei-heit wenden will. Der Schöpfer wußte, daß die Existenz des Lichts und die damit einhergehende Eigendynamik der Schöpfung die ZweiTeilung voraussetzt, die wir heute als Polarität bezeichnen. Und diese gibt den Wesen die Möglichkeit, eine Ent-Scheidung zu treffen. Und so entstand der Zustand, den wir heute kennen – Licht oder Dunkelheit, Engel oder Dämonen, Liebe oder Haß.[8, S. 268269]

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4 »Aller guten Dinge sind drei« Drei Dinge waren noch vor der Welt da: das Wasser, der Wind und das Feuer. Das Wasser wurde schwanger und gebar die Finsternis, das Feuer ward schwanger und gebar das Licht, der Wind wurde schwanger und gebar die Weisheit. [6, S. 37]

Ma-Shanta - Nichts Ich stand am Strand und wartete. Wellen kräuselten sich sanft. Möwen schrien. Ein sanfter Wind durchkämmte mein Haar. Mein Blick war auf Großmutter Ozeans unendliche Schönheit gerichtet. Ich wusste nicht worauf ich wartete, doch ich wartete. Nach einer Zeit, die mir endlos schien, öffnete sich der Leib von Großmutter Ozean und eine Rose wurde geboren. Sie erschien inmitten eines Strudels lebendigen Wassers und öffnete sich aus den Tiefen dem Licht. Diamanten glänzten wie Tautropfen auf den zarten roten Blättern. Die Zeit schien stillzustehen. Die Himmel öffneten sich und es erschien ein Regenbogen, um die Rose zu begrüßen, Chöre sangen: »Ma Shanta«. Fragen wir die alten Kulturen woher das Universum kommt, so sagen sie: »Aus dem Nichts.« Fragen wir die modernen Wissenschaftler woher das Universum kommt, so sagen sie: »Aus dem Nichts.« Wieviel Zeit musste vergehen, um zu diesen grundsätzlich anderen Erkenntnissen zu gelangen. Oder sind die Erkenntnisse vielleicht gar nicht so verschieden, wie uns der erste Anschein glauben macht? Stellen Sie sich vor, sie würden ein Stück Butter mit einem Messer zerteilen. Stellen Sie sich weiter vor, dass Ihr Messer so fein wäre, dass Sie nicht nur die Butter zerteilen könnten, sondern auch die Bestandteile, aus denen die Butter

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4 »Aller guten Dinge sind drei« aufgebaut ist. Die Moleküle, Atome, Protonen, Neutronen, Elektronen, Tohus und Wabohus, Quarks und wie die ganzen Mikroteilchen der neuzeitlichen Physik heißen mögen. Was bliebe dann übrig von Ihrer Butter? »Nichts!« sagen die alten Kulturen. »Nichts!« sagt die moderne Wissenschaft. Können Sie sich gegensätzlichere Meinungen vorstellen? Es wundert daher nicht, dass die moderne Wissenschaft mit den altertümlichen Religionen auf Kriegsfuß steht. Aus diesen beiden Aussagen ließen sich wunderbare Glaubensgebäude basteln, man könnte Kriege für sie führen. Man könnte versuchen, die eigene Meinung den Menschen aufzuzwingen, die andersgläubig sind. Es ließe sich so wunderbar um Nichts streiten. Aber wissen Sie wohin das führt? Es führt zu Nichts. Warum nehmen wir uns daher nicht einfach an den Händen und feiern das Nichts, als etwas Willkommenes, als die Mutter allen Seins, denn aus diesem Nichts wurde alles geboren. Diesem Nichts wurden verschiedene Namen gegeben, ich bevorzuge den Namen Ma Shanta, denn so hat sich mir das Nichts vorgestellt. »Dieses Nichts ist der Ur-Grund allen Seins«, sagen die alten Kulturen. »Dieses Nichts ist der Ur-Grund allen Seins«, sagen die modernen Wissenschaftler. Doch die alten Kulturen gehen noch ein Stückchen weiter als die modernen Wissenschaftler.

Ma Ka Shanta Mea - unendliches Nichts Ich stand am Strand und wartete. Wellen kräuselten sich sanft. Möwen schrien. Ein sanfter Wind durchkämmte mein Haar. Mein Blick war auf Großmutter Ozeans unendliche Schönheit gerichtet. Ich wusste nicht worauf ich wartete, doch ich wartete.

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Ma Ka Shanta Mea Manan Nach einer Zeit, die mir endlos schien, öffnete sich der Leib von Großmutter Ozean und eine Rose wurde geboren. Sie erschien inmitten eines Strudels lebendigen Wassers und öffnete sich aus den Tiefen dem Licht. Diamanten glänzten wie Tautropfen auf den zarten roten Blättern. Die Zeit schien stillzustehen. Die Himmel öffneten sich und es erschien ein Regenbogen, um die Rose zu begrüßen, Chöre sangen: »Ma Shanta – Ma Ka Shanta Mea«. Das Nichts begann sich in alle Richtungen auszudehnen und schuf so die Unendlichkeit. Es war dunkel in dieser Unendlichkeit, da das Licht noch nicht geschaffen war. Alles war in diesem Urraum bereits enthalten, aber nichts war manifest. Alles war in vibrierender Erregung, da die Manifestation allen Seins unmittelbar bevorstand. Doch etwas fehlte noch . . .

Ma Ka Shanta Mea Manan - unendliches leuchtendes Nichts Ich stand am Strand und wartete. Wellen kräuselten sich sanft. Möwen schrieen. Ein sanfter Wind durchkämmte mein Haar. Mein Blick war auf Großmutter Ozeans unendliche Schönheit gerichtet. Ich wusste nicht worauf ich wartete, doch ich wartete. Nach einer Zeit, die mir endlos schien, öffnete sich der Leib von Großmutter Ozean und eine Rose wurde geboren. Sie erschien inmitten eines Strudels lebendigen Wassers und öffnete sich aus den Tiefen dem Licht. Diamanten glänzten wie Tautropfen auf den zarten roten Blättern. Die Zeit schien stillzustehen. Die Himmel öffneten sich und es erschien ein Regenbogen, um die Rose zu begrüßen, Chöre sangen: »Ma Shanta – Ma Ka Shanta Mea – Ma Ka Shanta Mea Manan«. Als das Licht begann die Unendlichkeit zu füllen, war es dann soweit. Die Schaffung unserer Welt konnte beginnen . . .

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4 »Aller guten Dinge sind drei«

Das Gesetz der Drei Das Gesetz der Drei besagt, dass nichts in diesem Universum existieren kann, das nicht aus den drei Grundkräften besteht. Alles besteht aus dem Nichts, dem unendlichen Nichts und dem unendlichen leuchtenden Nichts. Um es mit anderen Worten zu sagen: »Alles in unserem Universum besteht aus der heiligen Bejahung, der heiligen Verneinung und der heiligen Versöhnung. Oder um es mit anderen Worten zu sagen: »Alles in diesem Universum besteht aus männlicher Kraft, weiblicher Kraft und versöhnender Kraft.« Oder um es mit anderen Worten zu sagen: »Alles in diesem Universum besteht aus Gott, Christus und heiligem Geist.« Oder um es mit anderen Worten zu sagen: »Alles in diesem Universum besteht aus Brahma, Shiva und Vishnu.« Oder um es mit anderen Worten zu sagen: »Alles in diesem Universum besteht aus Wotan, Wili und Weh.« Oder um es mit anderen Worten zu sagen: »Alles in diesem Universum besteht aus Urs, Werdandi und Skuld.« .. . Mit anderen Worten, die heilige Dreiheit war vielen Kulturen bekannt. Aus ihr, glaubten sie, entstünde das Universum. Auch das bekannte Tao Te King geht auf diese Drei-Heit ein: Das Tao gebiert Eins, Eins gebiert Zwei, Zwei gebiert Drei, Drei gebiert alle Dinge. Alle Dinge haben im Rücken das Weibliche und schauen auf das Männliche. Wenn männlich und weiblich sich verbinden atmen alle Dinge Harmonie.[10, Vers 42]

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Die drei Gesetze In der Psora formulierten wir aus diesem Grunde, dass es drei Grundgesetze der Heilung geben müsse: 1. Heilung durch Ausbalancierung 2. Heilung durch die Ähnlichkeit 3. Heilung durch das Gegenteil Auch auf andere Weise ist die Drei-Heit in die Homöopathie eingeflossen, indem Samuel Hahnemann drei Miasmen erkannte. So wie auch Paracelsus drei chronische Krankheiten postulierte, so wie auch die indische Medizin drei Tattwas erkannte. Wir können das natürlich als Zufall bezeichnen, als zufällige Anhäufung in einem grotesken Universum. Vielleicht ist es das aber nicht, und wir finden im Gesetz der Drei-Heit einen faszinierenden Plan. Eine Ur-Matrix zum Aufbau unseres Universums.

Die drei Gesetze Aus dem Gesetz der Drei sind drei Gesetze entstanden, die einen großen Teil der Aktivitäten in unserem Universum beeinflussen, sie wurden folgendermaßen genannt: 1. Das Gesetz des Ausgleiches 2. Das Gesetz der Anziehung 3. Das Gesetz der Abstoßung Diese drei Gesetze stehen in enger Verbindung mit den konstituierenden Kräften unseres Universums wie Sie in Abbildung 4.1 auf der nächsten Seite sehen können.

Die Miasmen und die Drei-heit Samuel Hahnemann hatte schon längst die Homöopathie geschaffen, er hätte sich zur Ruhe setzen können, doch er arbeitete unermüdlich weiter, um auch noch das Rätsel der chronischen Krankheiten zu lösen. Das, was er fand, schien

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4 »Aller guten Dinge sind drei«

Abbildung 4.1: Die drei Gesetze Nichts

unendliches Nichts

unendliches leuchtendes Nichts

Gesetz der Anziehung

Gesetz der Abstoßung

Gesetz des Ausgleiches

abenteuerlich zu sein. Miasmen, giftige Dünste, die die Arbeit der Lebenskraft verzerrten und Gegenregulationen notwendig machten. Gegenregulationen, die wir gelernt haben, Krankheit zu nennen. Samuel Hahnemann formulierte drei Miasmen, die Störungen der aufbauenden Kräfte unseres Universums zu sein scheinen, wie wir in Abbildung 4.2 auf der nächsten Seite sehen können. So sind unsere bekannten drei Miasmen Störungen der unser Universum konstituierenden Ur-Kräfte und deren drei Gesetze, die sich auch in der Arbeit der Lebenskraft widerspiegeln. Die Psora Die Psora ist eine Störung des Nichts, aus dem alles entstanden ist und eine Verzerrung des Gesetzes des Ausgleiches. Sie äußert sich als Mangel. Die Sykose Die Sykose ist eine Störung des unendlichen Nichts und eine Verzerrung des Gesetzes der Anziehung. Sie äußert sich als Überschuss.

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Die versöhnende Kraft

Abbildung 4.2: Die Miasmen und die Drei-heit Nichts

unendliches Nichts

unendliches leuchtendes Nichts

Sykose

Syphilinie

Psora

Die Syphilinie Die Syphilinie ist eine Störung des unendlichen leuchtenden Nichts und des Gesetzes der Abstoßung. Sie äußert sich als Zerstörung. Fassen wir diese Erkenntnisse in einer Tabelle zusammen:

Unendliches Nichts

Nichts

Gesetz der Anziehung Sykose

Gesetz des Ausgleiches Psora

Unendliches, leuchtendes Nichts Gesetz der Abstoßung Syphilinie

Die versöhnende Kraft Sollten wir wählen, welche der drei Kräfte die wichtigste sei, so wäre es die versöhnende Kraft. Die versöhnende Kraft hat den Nachteil, dass sie im menschlichen Erleben nicht direkt erfahren werden kann. Wie erkennen sie oftmals

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4 »Aller guten Dinge sind drei« eher an ihrem Fehlen, als an ihrem Vorhandensein. Lassen Sie uns daher einige Beispiele anschauen, in denen die versöhnende Kraft eine tragende Rolle spielt. Als erstes Beispiel möchte ich Ihnen eine Geschichte erzählen, die aus dem Umgang mit Göttlichem von Karl Kerenyi stammt. Diese Geschichte wurde uns von Barbara Asbeck zur Verfügung gestellt. Im Anbeginn, als die Reihe in der Arbeit des Schöpfergottes auf die Erschaffung der Frau kam, bemerkte er, daß er seinen Stoff bei der Erschaffung des Mannes verbraucht hatte und kein festes Element ihm übrigblieb. In seiner Verlegenheit, nach tiefer Meditation, verfuhr er folgendermaßen: Er nahm die Runde des Mondes und die Biegsamkeit der Schlingpflanzen, die Schmiegsamkeit der Ranken und das Zittern des Grases, die Schlankheit des Schilfrohrs und das Blühen der Blumen, die Leichtheit der Blätter und die Zuspitzung des Elefantenrüssels, den Blick der Hindin und das Anhängen der Bienenschwärme, die spielerische Heiterkeit der Sonnenstrahlen, das Tränen der Wolken und die Unbeständigkeit des Windes, die Furchtsamkeit des Hasen und die Eitelkeit des Pfaus, die Weichheit einer Papageienbrust und die Härte des Diamanten, die Süße des Honigs und die Grausamkeit des Tigers, das Brennen des Feuers und die Kälte des Schnees, die Geschwätzigkeit der Elster und das Singen des Kuckucks, die Falschheit des Kranichs und die Treue der Wildenten, und all das vermischend schuf er die Frau und gab sie dem Mann. Aber nach einer Woche kam der Mann und sprach: »Herr, das Geschöpf, das du mir gegeben, macht mein Leben unglücklich. Unaufhörlich schwätzt es und unausstehlich quält es mich und läßt mich nie in Ruhe. Es wünscht, daß ich mich kümmere und vergeudet meine ganze Zeit. Wegen jeder Kleinigkeit schreit es und faulenzt ewig. Ich kam um es zurückzugeben, da ich mit ihm nicht leben kann.« Der Schöpfer sprach: »Gut.« Und er nahm es zurück. Nach einer Woche kam der Mann wieder zu ihm und sprach: »Herr, ich finde, mein Leben ist ganz öd geworden, seitdem ich das Geschöpf zurückgab. Ich denke daran, wie es mir tanzte und sang, wie es mich aus der Ecke seines Auges anblickte, mit mir plauderte und sich mir anschmiegte. Und sein Lachen war Musik, und es selbst war schön anzuschauen und weich anzurühren. Gib es mir

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Die versöhnende Kraft also wieder.« Der Schöpfer sprach: »Gut.« Und gab es zurück. Nach drei Tagen schon kam der Mann wieder zu ihm und sprach: »Herr, ich weiß nicht, wie das ist, aber ich bin nach all dem doch zu dem Ergebnis gelangt, daß es mir eher Störung als Genuß ist. Ich bitte dich, nimm es wieder zurück.« Aber der Schöpfer sprach: »Mach, daß du fortkommst, geschwind, denn mir ist es genug! Lebe so, wie du kannst!« Darauf sprach der Mann: »Aber ich kann mit ihm nicht leben!« Und der Schöpfer antwortete: »Auch ohne es kannst du nicht leben!« Und wandte dem Mann den Rücken zu und setzte seine Arbeit fort. Darauf sprach der Mann: »Was soll ich tun? Denn weder mit ihm, noch ohne es kann ich leben!« Eine andere Geschichte stammt aus der mündlichen Überlieferung, ich kann daher keine Quelle angeben. Nennen könnten wir sie Himmel und Hölle. Es war einmal ein weiser Mann, der in einem verzweigten Höhlensystem unterhalb der Wüste Gobi wohnte. In diesem Höhlensystem besaß er Zugang zu allem Wissen der Welt, wie sie war, wie sie ist und wie sie sein wird. Zahllose Menschen suchten den Rat des Mannes, aber nur wenigen gelang es, seinen Aufenthaltsort aufzuspüren. Eines Tages verirrte sich ein Mann zu ihm, mit einer brennenden Frage auf den Lippen. »Vater,« hastete er »Bitte erkläre mir den Unterschied zwischen Himmel und Hölle.« »Das kann ich nicht«, erwiderte der alte Mann. »Ich muss es aber wissen. Mein Leben gleicht der Hölle und ich möchte gerne wissen warum.« »Erklären kann ich dir den Unterschied nicht, aber zeigen, wenn du mich begleiten würdest.« Der Mann willigte ein und so machten sie sich auf den Weg. Nach Tagen der Wanderung kamen sie an eine Stelle von der sie in eine Höhle hinabblicken konnten.

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4 »Aller guten Dinge sind drei« Im Zentrum dieser Höhle war ein riesiger Kessel mit köstlich duftendem Essen. An den Höhlenwänden aber lehnten abgemagerte Menschen mit einem Holzlöffel in der Hand, der etwa drei Meter groß war. Wann immer ein ausgemergelter Mensch sich erhob, weil der Hunger zu groß geworden war und in die Mitte der Höhle trat, sah der Mann, was die Hölle zur Hölle machte. Was auch immer dieser Mensch tat, um an Essen zu gelangen, es funktionierte nicht. Er schöpfte sich heiße Suppe über den Kopf, verlor fast alles im Sand. Es war nicht möglich etwas zu essen, obwohl der Topf voll gefüllt war. Vor Erschöpfung brach der Mensch zusammen und kroch zurück in seinen Winkel, bis sich jemand anderes erhob und das Schauspiel von Neuem begann. »Das ist wahrlich die Hölle«, sagte der Mann. »Gut, dann besuchen wir jetzt den Himmel.« Sie gingen wieder eine Weile, bis sie an eine Stelle kamen, von der sie in eine Höhle hinabblicken konnten. Im Zentrum dieser Höhle war ein riesiger Kessel mit köstlich duftendem Essen. An den Höhlenwänden aber lehnten wohlgenährte, zufriedene Menschen mit einem Holzlöffel in der Hand, der etwa drei Meter groß war. »Ich verstehe nicht«, stammelte der Mann. »Schau hin«, sagte der Weise. Sie mussten eine Weile warten, aber dann schien eines der Wesen Hunger zu bekommen. Es klopfte seinem Nachbarn auf die Schulter, der nahm seinen Holzlöffel und ging mit ihm zum Topf, tauchte seinen Holzlöffel in die Suppe und gab dem anderen zu essen, bis dieser satt war. Dann wurden die Rollen getauscht. Als beide satt waren, gingen sie zurück an ihre Plätze und hielten erst einmal ein Verdauungsschläfchen. »Ich verstehe«, sagte der Mann.

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5 Vier-heit Das Gefäß Ich stand am Strand und wartete. Wellen kräuselten sich sanft. Möwen schrien. Ein sanfter Wind durchkämmte mein Haar. Mein Blick war auf Großmutter Ozeans unendliche Schönheit gerichtet. Ich wusste nicht worauf ich wartete, doch ich wartete. Nach einer Zeit, die mir endlos schien, öffnete sich der Leib von Großmutter Ozean und eine Rose wurde geboren. Sie erschien inmitten eines Strudels lebendigen Wassers und öffnete sich aus den Tiefen dem Licht. Diamanten glänzten wie Tautropfen auf den zarten roten Blättern. Die Zeit schien stillzustehen. Die Himmel öffneten sich und es erschien ein Regenbogen, um die Rose zu begrüßen, Chöre sangen: »Ma Shanta – Ma Ka Shanta Mea – Ma Ka Shanta Mea Manan. In der Tiefe des Meeres entstand ein Strudel, der bereit war, alles in sich aufzunehmen. Aus dem Strudel wurde ein Kelch, aus dem Kelch der Heilige Gral.« Es gab noch kein Gegenüber, in das sich die Schaffung der Welt hätte ergießen können, und so entstand aus dem göttlichen Wunsch, zu geben – der Wunsch, zu empfangen. Aus der ersten Ur-Sache entstand die erste Wirkung. Das Gefäß des Empfangens, das Geschöpf, setzte sich aus den gleichen drei Grundkräften zusammen, die wir schon kennengelernt haben. Einer männlichen, einer weiblichen und einer vermittelnden. Den männlichen Teil des Gefäßes nannten die alten Kulturen Adam, den weiblichen Eva. Aus der dritten Kraft entstand der heilige Geist. So entstand aus jedem Energiepol auch sein Gegenüber, nur aus dem Nichts entstanden zwei (siehe Abbildung 5.1 auf der nächsten Seite).

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5 Vier-heit

Abbildung 5.1: Kelch Nichts

unendliches leuchtendes Nichts

unendliches Nichts

Eva

Adam

Heiliger

Geist

Der Kelch setzte sich aus vier Aspekten zusammen, zwei waren Spiegelungen der Unendlichkeit und des unendlichen Lichts. Zwei waren Spiegelungen des Nichts. In diesen Kelch konnte sich die ganze Göttlichkeit in einem ekstatischen Strom ergießen. Das Gefäß empfing das göttliche Licht.

Das Brot der Schande Nachdem das Gefäß für Äonen das göttliche Licht empfangen hatte, wies es plötzlich das Licht zurück, widersetzte sich ihm und sagte: »Genug!« Es setzte eine große Kraft ein, um dem süßen, göttlichen Licht zu widerstehen. Das Licht zog sich zurück und das Gefäß zerbarst. Der Urknall.

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Der Vorhang Nach einer gewissen Zeit war das Gefäß nicht mehr zufrieden mit seiner Situation, immer nur empfangen zu dürfen. Vor allem das Licht in diesem entstandenen Gefäß drängte danach, selber Schöpfer zu werden. Es wollte selbst zur Ur-Sache werden und nicht nur als Wirkung sein Leben fristen. Die Kabbalisten und Hermetiker empfanden dieses »nur genährt zu werden« ohne selbst Quelle einer neuen Schöpfung zu sein, als Schande. Daher kam der Ausdruck »jemand isst das Brot der Schande«, der sinnbildlich für einen Zustand steht, in dem jemand nur genährt wird, aber nichts zurückgibt. Da das Gefäß das Brot der Schande nicht essen wollte, hörte es auf, das göttliche Licht in aller Fülle zu empfangen. Es widersetzte sich dem göttlichen Licht. Als das göttliche Licht das merkte, zog es sich zurück und ließ einen winzigen Punkt im unendlichen, dunklen Raum zurück. • Zimzum nennen die Kabbalisten diesen Rückzug Gottes aus der Welt seiner/ihrer Schöpfung. Das Gefäß, unter dem Druck des Widerstandes, den es zu leisten hatte, zerbarst in Zeit und Raum. Das Unendliche hatte das Begrenzte geboren. • Unser Universum war geboren.

Der Vorhang Geborsten war, was einstmals eins. Getrennt, was einst zusammenhörte, selbst Zeit war gestern, morgen, heut, und Raum war hier, war da und dort. Ein Vorhang schob sich zwischen Welten, zu verbergen, was noch immer eins, jetzt scheinbar nur zersplittert war. Es begann sich ein Vorhang zwischen die Welt der Ur-Sachen und der Welt der Erscheinungen zu schieben und es entstanden zwei Welten. Die Welt der UrSachen in der Sprache Don Juans das Nagual1 und die Welt der Wirkungen

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5 Vier-heit in der Sprache Don Juans das Tonal. Versuchen wir uns das anhand einer Grafik vorzustellen. (Siehe Abbildung 5.2) Durch den Vorhang kann das Licht sich nur noch gebrochen im Gefäß spiegeln. Die Möglichkeit der Verzerrung ist gegeben. Ist die Welt des Ur-Sprungs eine Welt der Fülle, so wird aus der Welt der Wirkungen, durch Zurückweisung des göttlichen Lichts, eine Welt des Mangels. • Die Tsoraat (!‫ )צרעת‬ist geboren. Abbildung 5.2: Die zwei Welten Nichts

Welt der Ursachen unendliches leuchtendes Nichts

unendliches Nichts

Welt der Wirkungen

Vorhang

Tsoraat Eva

Adam

Heiliger Geist

Vervollständigen wir daher unsere Tabelle weiter: Unendliches Nichts

Nichts

Gesetz der Anziehung Vorhang Sykose

Gesetz des Ausgleiches Mangel Psora

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Unendliches, leuchtendes Nichts Gesetz der Abstoßung Weigerung Syphilinie


6 Drei-Vier-heit Aus der Ur-Polarität von Schöpfer und Geschöpf sei unsere Welt geschaffen worden, behaupten die Hermetiker und Kabbalisten. Doch kann man hier von Polarität eigentlich gar nicht sprechen, da das Geschöpf sich im Inneren des Göttlichen Universums befindet. Es ist kein wirkliches Gegenüber, sondern eher ein Ineinander. Aus diesem Grund musste Gott sich verschleiern, da er/sie nicht als Gegenüber in Erscheinung treten wollte. Für unseren Geist eine schwierige Vorstellung. Alles was wir hier besprechen, findet in der ersten Welt statt, der Welt des Ursprungs, nur durch Schleier verborgen. Auf diese Weise entsteht eine Polarität, die keine echte Polarität ist. (Siehe Abbildung 6.1.)

Abbildung 6.1: Die beiden Universen göttliches Universum

Universum

Im Zentrum dieser scheinbaren Polarität, finden wir den Punkt, den Gott zurückließ, als das Gefäß zerbrach. Auf diese Weise ist garantiert, dass, egal in welche Richtung wir uns bewegen, wir Gott finden. Über diesen Zusammenhang sprachen wir bereits in der Sykose [4].

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6 Drei-Vier-heit

Die hermetischen Gesetze und die zwei Welten

In Band 1 der miasmatischen Schriftenreihe lernten wir die sieben hermetischen Gesetze kennen. Betrachten wir die verschiedenen Grafiken, die wir bisher kennenlernten, so erkennen wir auch hier eine Siebener-Struktur. Genauer betrachtet baut sich diese Siebener-Struktur aus einer Dreier-Struktur, die der Welt der Ursachen zu Eigen ist und einer Vierer-Struktur, die die Welt der Wirkungen repräsentiert, auf. Auch die hermetischen Gesetze zeigen diesen Aufbau. Wir finden drei Gesetze für die Welt der Ur-sachen und vier Gesetze für die Welt der Wirkungen. Schauen Sie sich Abbildung 6.2 an.

Abbildung 6.2: Die hermetischen Gesetze Alles ist Geist

Welt der Ursachen Alles schwingt Wie oben so unten

Vorhang

Tsoraat

Welt der Wirkungen Alles ist männlich und weiblich

Alles ist Rhythmus

Aktion = Reaktion

Alles ist polar

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Die Miasmen und die zwei Welten

Die Miasmen und die zwei Welten Die Miasmen, die Samuel Hahnemann fand, sind unserer Meinung nach, Störungen der konstituierenden Kräfte unseres Universums. Wir können unser Universum einteilen in eine Welt der Ur-Sachen und eine Welt der Wirkungen. In der Sprache Don Juans: »Die Welt teilt sich auf in Nagual und Tonal.« Alles, was wir benennen können, gehört zur Welt des Tonal. Es ist die kleinere Welt, weshalb Don Juan sie auch Insel nennt. Er sagt sinngemäß, dass die Insel des Tonal im Meer des Naguals schwimmt. Das Nagual ist das Un-Nennbare, das Ur-Sprüngliche, die Welt der UrSachen. Manche nennen die Welt der Ur-Sachen wegen ihrer Größe und Bedeutung auch 99%-Welt[2] und die Welt der Erscheinungen 1%-Welt. Die Welt der Ur-Sachen, so konnten wir sehen, bestand aus drei Kräften. Die Welt der Wirkungen zeigt aber vier Manifestationen. Diese Gesetzmäßigkeit nennen wir das Gesetz der 3-4-Beziehung. Die Miasmen haben ihren Ursprung in der Welt des Naguals. Aus diesem Grunde sind es nur drei. Sie sind Störungen der Prinzipien, die geschehen mussten, damit unser Universum geboren werden konnte. Erinnern Sie sich daran, dass das Gefäß, der Kelch sich weigerte, weiterhin das Brot der Schande zu essen. Er wollte selber auch schöpferisch tätig sein, und verweigerte das göttliche Licht. • Diese Weigerung ist der Ur-Sprung der Syphilinie. Erinnern Sie sich daran, dass ein Vorhang zwischen die Welt der Ur-Sachen und die Welt der Er-Scheinungen gezogen wurde. • Dieser Vorhang ist der Ur-Sprung der Sykose. Nachdem der Kelch sich weigerte, das göttliche Licht anzunehmen und nachdem der Vorhang um die Welt der Ur-Sachen gezogen wurde, zersplitterte die Welt in Raum und Zeit. • Diese Zersplitterung war der Ur-Sprung der Tsoraat (!‫)צרעת‬. Nachdem die Welt der Erscheinungen entstanden war, zeigte sich rasch, dass die Fülle der Welt des Ur-Sprungs hier nur bedingt zu finden ist. Durch die Weigerung, das göttliche Licht anzunehmen und durch den Vorhang, der

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6 Drei-Vier-heit die Gestaltungen von der Ur-Sache trennt, entstand eine Welt, in der Mangel möglich wurde. • Dieser Mangel war der Ur-sprung der Psora. Betrachten wir noch einmal unsere Grafiken, so können wir drei Säulen erkennen, die in Verbindung miteinander stehen. Die mittlere Säule repräsentiert die Psora. Die linke Säule repräsentiert die Sykose. Die rechte Säule repräsentiert die Syphilinie. Betrachten wir dazu Abbildung 6.3. Abbildung 6.3: Der Ursprung der Miasmen

Welt der Ursachen

Nichts

Alles ist Geist

unendliches Nichts

unendliches leuchtendes Nichts Alles schwingt

Wie oben so unten

Vorhang

Tsoraat

Alles ist männlich und weiblich

Alles ist Rhythmus Sykose

Welt der Wirkungen

Syphilinie Aktion = Reaktion Alles ist polar Psora

Wenn wir jetzt die Elemente sammeln, die zu den jeweiligen Säulen der Miasmatik gehören, könnte sich etwa folgende Zusammenstellung ergeben: (Siehe Tabelle 6.1 auf der nächsten Seite) Die Psora In den hermetischen Gesetzen[5] sprachen wir von der Schwierigkeit, das Universum aus dem Nichts zu schaffen. In Anwendung des Gesetzes der Analogie,

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Die Miasmen und die zwei Welten

Tabelle 6.1: Die Grundcharakteristika der drei Miasmen Unendliches Nichts Nichts Unendliches, leuchtendes Nichts Gesetz der Anziehung Gesetz des Ausgleiches Gesetz der Abstoßung Wie oben, so unten Alles ist Geist Alles ist Schwingung Vorhang Mangel Weigerung Sykose Psora Syphilinie Alles ist weiblich Aktion = Reaktion Alles ist Rhythmus und männlich (Karma) Alles ist polar kamen die alten Hermetiker auf die Idee, dass das Universum nur aus dem Geist geschaffen sein kann. Hier erkennen wir die Beziehung zwischen dem Nichts und dem Geist. Im Gesetz von Aktion und Reaktion finden wir die Wurzeln dessen, was wir Karma nennen können, dem Gesetz von Ur-Sache und Wirkung. Im nächsten Gesetz finden wir die Materialisierung in die Form. Auf unserer Ebene der Existenz scheinen männlich und weiblich getrennt zu sein. In der Ebene der Ur-Sachen sind sie nur die zwei Seiten der gleichen Medaille. In der Psora finden wir das Gesetz des Ausgleiches. Durch die Weigerung, das göttliche Licht anzunehmen und durch den Vorhang, der zwischen der Welt des Ur-Sprungs und der Welt der Erscheinungen gespannt wurde, erwachen wir in einer Welt des scheinbaren Mangels. Es ist die Welt nach der Verstoßung aus dem Paradies. Doch nach wie vor sind wir nur durch einen Vorhang vom Paradies getrennt und da alles aus dem Nichts mit Hilfe des göttlichen Geistes geschaffen wurde, können wir den Vorhang leicht mit unserem Geist durchdringen, um die Welt der absoluten Fülle dahinter zu betreten. Die Sykose Die Sykose ist eine Störung der Expansion, die bis in die Unendlichkeit geht. Wenn sich das Nichts ausdehnt, um den Raum und die Zeit für die Entstehung des Universums zu schaffen, haben wir es mit der gesunden Form der

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6 Drei-Vier-heit Expansion zu tun. In der Sykose ist dieses Muster der Ausdehnung verzerrt und es kann zu Über-Ausdehnungen kommen. In der Sykose wurde das »Über« geschaffen. Das Gesetz der Anziehung gehört zur Sykose. Den Vorhang erleben wir in der Sykose als Trennung zwischen der wirklichen Welt und einer Scheinwelt. Alles verschwindet hinter einem Schleier, wie auch die Sykose selber immer wieder hinter einem Schleier verschwinden kann. Das Element der Täuschung und der Lüge wurde durch die Sykose erfunden. Die Syphilinie Mit der Syphilinie kommt die Störung des göttlichen Lichts hinzu. Die Syphilinie arbeitet mit der Feuer- oder Lichtenergie. Die Erzengel, die eng an die Syphilinie gekoppelt sind, wurden Luziferen genannt, Licht-Träger. In der Syphilinie wird dieses göttliche Licht verzerrt. Die Luziferen wären gerne selber Schöpfergötter gewesen. Sie erfanden das Element der Weigerung, das zur Grundlage für viele spätere Widerstände gegen die bestehende göttliche Weltordnung wurde. Auch das Gesetz der Gegenkraft oder Abstoßung gehört in diesen Bereich. Licht wird oft auch als Schwingung gesehen, weshalb die Gesetze des Rhythmus und der Schwingung zu diesem Bereich gehören. Im Organismus finden wir syphilitische Störungen oft gepaart mit einer Rhythmik zum Beispiel in periodisch wiederkehrenden Erscheinungen.

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7 Sieben-heit Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde; er errichtete oben Gewölbe und machte unten Abgründe; wie er oben sieben Wohnstätten aufschlug, so machte er unten sieben Tiefen. [6, S. 22] Gelobt sei der Name des Herrn, welcher schuf sieben Gewölbe und sieben Erden und sieben Meere, und hängte alles an seinem Arm auf. Auf sieben Pfeilern ruht die Erde, und diese Pfeiler stehen im Wasser, und das Wasser ist über Bergen, und die Berge hängen am Wind, und der Wind hängt an dem Sturm, und der Sturm hängt an dem Arme des Herrn Sieben Gewölbe schuf der Herr, das allerunterste ist Wilon, der Vorhang. Er hat keine Bestimmung, als die allein, daß er am Morgen aufgeht und am Abend sich wieder verzieht, aber dadurch erneuert er gleichsam täglich das Werk der Schöpfung. Gleichwie ein Vorhang eines Hauses Eingang verhüllt, daß die, welche drinnen sitzen, die draußen Vorbeigehenden sehen können, die aber draußen sind das, was drinnen ist, nicht sehen können, so verdeckt auch der Wilon die inneren Gewölbe. In dem Wilon sind Fenster, und die himmlischen Heerscharen schauen hindurch und sehen die Menschenkinder, wie sie auf Erden wandeln; der eine geht auf gerechtem Pfade; aber sie lassen auch die Bösen ruhig ihres Weges gehen und lassen auch ihr böses Beginnen von Glück bescheinen, bis der Tag der Gerechtigkeit kommt. Über dem Wilon ist der Rakia. Rakia ist der Himmel, daran die Sonne, der Mond, die Sterne und die Planeten haften. [In ihm] sind die Sterne und die Planeten und noch zwölf Fenster sind dort gegenüber den zwölf Stunden des Tages. Dreihundertfünfundsechzig Engel stehen im Dienste der Sonne und führen sie bedächtig von Fenster zu Fenster, auf daß die Welt nicht in einer Stunde umkreise. An denselbigen Fenstern führen sie in der Nacht bedächtig den

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7 Sieben-heit Mond vorbei; wenn der Mond am Gewölbe erscheint, tun sie ihren Mund auf und singen Lieder, und nicht eher hört ihr Gesang auf, als bis die Sonne am Himmel aufgeht. Wenn aber die Sonne am Abend untergeht, dann bücken sie sich vor ihr und sprechen: Wir haben getan, wie du uns geboten hast. Über dem Rakia ist der Schechakim, der Wolkenhimmel. [In ihm] steht die große Mühle, darin das Manna für die Gerechten gemahlen wird. In Schechakim liegt auch das obere Jerusalem und der heilige Tempel; an einer feurigen Kette hängen sie zwischen Schechakim und Sebul, und ihr Glanz erstrahlt von der Ferne wie der Glanz des Sonnenballs. Auch steht eine hohe Leiter in Schechakim, die führt bis zu Sebul, und Engel und Fürsten sind die Machthaber über diesen Himmel. Über dem Schechakim ist Sebul . In Sebul sind sieben Hallen in Feuer gebaut, und sieben Heere von Engeln stehen da, und sieben feurige Altäre sind dort aufgerichtet, da steht der oberste Fürst Michael an der Spitze der Scharen; wie ein Hohepriester, in Priesterkleider angetan, opfert er Feueropfer auf dem Altar des Herrn, und räuchert auf dem Rauchaltar, und läßt die Rauchsäulen emporsteigen auf dem Altar der Brandopfer. Heilige Engel sind die Wächter des Sebul. Hoch über dem Sebul liegt der Maon. Darin sind Heere von Engeln und Schwärme von Dienern und Legionen von Kriegern und feurigen Scharen mit ihren Fahnen und flammenden Schlachtreihen; und aus ihren Kehlen ertönen am Tage Lieder und am Morgen Lobgesänge und Hymnen zu Mittag und fromme Weisen am Abend. Wie es aber Nacht wird, hören sie auf zu singen und stehen stille an ihrem Ort. Und auch in Maon steht eine hohe Leiter, ihr Ende reicht bis zu Makhon, und heilige Engel und Fürsten sind die Aufseher des Makhon. Über dem Maon ist der Makhon; in dem Makhon fließen die Bäche von Balsamöl, die noch von der Schöpfung her für die Gerechten vorbereitet sind. In Makhon sind [auch] die Schneespeicher und Hagelscheunen, da werden die schwülen Dünste gehalten, und Becken voll trüben Wassers stehen überall; dort sind auch die Kammern, darin der Wirbelwind und das Ungewitter eingeschlossen sind, und Höhlen voll Dampf, deren Türen von Feuer sind. Eine

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Leiter steht in Makhon deren Ende reicht bis zu dem Araboth, und heilige Engel und Fürsten walten darüber. In dem Araboth weilen die Seraphim; dort sind auch die heiligen Räder und die Cherubim und die heiligen Tiere; aus Feuer und Wasser sind ihre Leiber gemacht, und doch bleiben sie ganz, denn das Wasser verlöscht nicht das Feuer, und das Feuer saugt nicht das Wasser auf. Und die Engel verkünden das Lob des Heiligsten, gebenedeit sei sein Name. Dies ist der Himmel darin Recht und Gerechtigkeit geübt werden; dort sind die Schatzkammern des Lebens und die Schatzkammern des Friedens und die Schatzkammern des Segens. Und die Seelen aller Gerechten und die Seelen aller, die da kommen sollen, wohnen in dem Araboth. Auch der Tau, damit der Herr dereinst die Toten erwecken wird, ist dort aufbewahrt. Aber fern von der Herrlichkeit des Herrn stehen die Engel, einen Raum von sechsunddreißigtausend Meilen sind sie von ihm entfernt, und sehen nicht den Ort, da seine Herrlichkeit weilt. Und sie heiligen den Namen dessen, der auf dem erhabenen Throne sitzt, von »Anan« und »Arapel« umgeben. Wolken und Dunkel sind um ihn her; Recht und Gerechtigkeit sind seines Stuhles Festung.[6, S. 38-41] Ziehen wir die Welt der Ur-Sachen und die Welt der Wirkungen zu einer Welt zusammen, so erhalten wir eine Welt, die auf sieben Säulen steht. Drei der Säulen stammen aus der Welt der Ur-Sachen, vier der Säulen aus der Welt der Wirkungen. Aus der Bibel wissen wir, dass Gott unser Universum in sieben Tagen erschuf. Diese sieben Tage wiederum sind aufgeteilt in drei Abschnitte. Sie bestehen aus den ersten drei Tagen, den zweiten drei Tagen und dem siebten Tag .  3  3 7  1 Die beiden Drei-Tage Abschnitte tragen in sich verborgen wiederum die sieben, wenn wir Schöpfungstage und Schöpfungstaten zusammen betrachten [4, S. 22] (siehe Tabelle 7.1 auf der nächsten Seite), denn an jedem dritten Tag geschehen zwei Schöpfungen, an den anderen beiden Tagen jeweils nur eine, am siebten Tage keine. Es heißt, dass Gott am siebten Tag ruhte.

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7 Sieben-heit

Tabelle 7.1: Die erste Schöpfungsgeschichte Schöpfungstage Schöpfungstaten 1. Tag Licht ⇔Finsternis 2. Tag Wasser oben ⇔ Wasser unten 3. Tag Wasser ⇔ Land Samengebende Pflanzen ⇔ Fruchttragende Pflanzen 4. Tag Sonne ⇔ Mond und Sterne 5. Tag Leben im Wasser oben ⇔ Leben im Wasser unten 6. Tag Vieh ⇔ wilde Tiere Mann ⇔ Frau Fassen wir Schöpfungstage und Schöpfungstaten zu einer neuen Einheit zusammen, so ergibt sich folgendes Bild: 3 T age + 4 T aten = 7 3 T age + 4 T aten = 7 7ter T ag + 0 T aten = 7 Wir können leicht erkennen, dass die Sieben drei mal auftritt und auf diese Weise eine Verbindung zwischen dem Gesetz der Drei und der Sieben geschaffen wird. Dieser Kombination aus dem Gesetz der Drei und dem Gesetz der Sieben werden wir in den kabbalistischen und hermetischen Texten sehr oft begegnen.

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8 Drei-Sieben-heit Allgemein betrachtet ist unser Universum aus der Drei-Heit entstanden. Um es zu manifestieren, brauchte es aber sieben Schritte. Das ist die Beziehung zwischen der Drei und der Sieben. Um die Verbindung zwischen der Drei und der Sieben noch genauer zu verstehen, ist es notwendig, ein wenig Mathematik einfließen zu lassen. Was geschieht, wenn die Einheit zersplittert? Was geschieht, wenn die Einheit durch einen bestimmten Faktor zersplittert? Das sind Fragen, die uns die Mathematik auf sehr einfache Weise beantworten kann. Suchen wir ein Symbol für die Einheit, so nutzen wir die Zahl 1. Suchen wir ein Symbol für die Zwei-heit so nutzen wir die Zahl 2. Auf solch einfache Weise können wir die verschiedenen Energiemuster in Beziehung setzen. Wollen wir herausfinden, was geschah, als die Einheit zersplitterte, so nutzen wir die Division. Wir teilen die Eins einfach durch die Energiequalität, die uns interessiert, und bekommen das Ergebnis. Aber vorher noch ein Gedanke: Unser Universum erscheint uns unendlich. Um ein Universum dieser Art zu schaffen, muss das Ergebnis etwas Unendliches sein. In der Mathematik wird das durch Zahlen ausgedrückt, die nicht enden, deren genauen Wert man nur schätzungsweise bestimmen kann, aber keine Angst, das ist keine große Kunst. Fangen wir doch einfach an: Teilen wir die Einheit durch sich selbst, entsteht wieder die Einheit. Mathematisch: 1 =1 1 Das war einfach, oder?

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8 Drei-Sieben-heit Jetzt etwas Schwierigeres. Was geschieht, wenn die Einheit mit der Polarität konfrontiert wird? 1 = 0, 5 2 Nicht sonderlich aufregend, oder? Was aber geschieht, wenn wir die Einheit mit der Dreiheit konfrontieren? 1 −→ = 0, 333 3 Plötzlich haben wir eine Zahl, die kein Ende nimmt, eine unendliche Zahl, deren Wert man nicht genau bestimmen kann. Der Pfeil über den drei Dreien soll andeuten, dass diese Sequenz immer so weiter geht und zu keinem Ende kommt. Betrachten wir noch andere Zahlen: 1 1 = 0, 25; = 0, 2 4 5 Alles nicht sehr aufregend, oder? Was aber geschieht, wenn wir die Einheit durch Sechs teilen? 1 −→ = 0, 1666 6 Interessant oder? Auch hierbei soll der Pfeil über den drei Sechsen andeuten, dass die Sequenz immer weiter, bis in die Unendlichkeit geht. Auffällig ist bereits hier, dass die Zahlen, die ein Vielfaches der Zahl Drei sind, dieses seltsame periodische Verhalten zeigen. Zu vermuten wäre, dass auch die Neun, ein weiteres Vielfaches der Drei, ein ähnliches Verhalten zeigt. Probieren wir es doch einfach aus. 1 −→ = 0, 111 9 Erstaunlich nicht?

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Das Enneagramm Vergessen haben wir noch die Zahlen Sieben und Acht. Die Zahlen jenseits der Zehn sind nicht mehr so wichtig, weil sie nur noch einen Zyklus auf einer anderen Ebene beleuchten, der in den Grundzahlen bereits angeklungen ist. Was also ist mit der Sieben, über die wir schon so viel gesprochen haben? 1 −−−−→ = 0, 142857 7 Auch hier haben wir eine Zahl, die gegen die Unendlichkeit strebt, mit einer sehr komplizierten Zahlenfolge, die sich immer wiederholt. Machen wir noch ein letztes Experiment mit der Zahl Acht, dann wären wir fertig. 1 = 0, 125 8 Keine unendliche Zahl, sondern ein einfacher Wert. Wir können also feststellen, dass nur die Zahlen von Eins bis Neun eine unendliche Zahlenfolge ergeben, die sich entweder auf die Drei oder auf die Sieben zurückführen lassen. Dies zeigt wiederum die große Bedeutung dieser beiden Gesetze an. Versuchen wir daher eine Grafik zu entwerfen, die diese Erkenntnisse zusammenfasst (siehe Abbildung 8.1 auf der nächsten Seite).

Das Enneagramm Das Enneagramm wurde von G.I.Gurdjieff in den Westen gebracht. Seine tatsächlichen Wurzeln sind unbekannt. Viele Mythen ranken sich um dieses schöne Symbol. Leider wurde es zu einer Persönlichkeitskartografie umfunktioniert, ohne den tieferen Sinn behalten zu können. Das Zentrum dieses Symbols sind die beiden Gesetze der Drei und der Sieben, die auf sehr subtile Weise in dieses Symbol eingearbeitet wurden. Wir sehen einen Kreis (Symbol für die Einheit) der durch neun Punkte unterteilt wurde. Drei dieser Punkte sind durch ein Dreieck verbunden. Es sind genau die Punkte, die mit dem Gesetz der Drei in Beziehung stehen (9,3,6). Das Dreieck weist mit der Spitze nach oben. An der Spitze sitzt auch die Zahl Neun.

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8 Drei-Sieben-heit

Abbildung 8.1: Enneagramm 9 8

1

7

2

6

3

5

4

Die restlichen Punkte sind durch eine komplizierte Figur miteinander verbunden, die sich aus der Zahlenfolge ergibt, die wir erhalten haben, als wir die Einheit durch Sieben teilten. Diese Figur repräsentiert das Gesetz der Sieben. Sie ist spiegelbar, wenn wir eine gedachte mittlere Achse als Spiegelachse nehmen würden. Das wollen wir auch tun, denn um dieses Enneagramm mit der Miasmatik in Beziehung zu setzen, ist das ein notwendiger Schritt. Es ergibt sich dann folgendes Symbol (siehe Abbildung 8.2) Abbildung 8.2: Gespiegeltes Enneagramm 9 8

1

2

7

3

6

4

5

Lassen Sie uns dieses Symbol noch ein wenig tiefer betrachten. Wir sehen, wie das zentrale Dreieck von der Sequenz umspielt wird, die sich durch Teilung der Einheit durch die Sieben ergibt. Wir erkennen, dass in dieser Umspielung

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Das Enneagramm die Drei und die Sechs durch den Strich zwischen 2 – 4 und 5 – 7 scheinbar ausgegrenzt werden. Die Neun dagegen, wird in eine Art Kelch eingebettet. (Siehe Abbildung 8.3.) Abbildung 8.3: Gespiegeltes Enneagramm mit Grenzen 9 8

1

2

7

3

6

4

5

Warum ist das so? Schauen wir uns noch einmal an, welche Ergebnisse wir bekamen, als wir die Teilungen der Einheit durchführten. 1 −→ 1 −→ 1 −→ = 0, 333; = 0, 1666; = 0, 111 3 6 9 Wir sehen, dass die Drei nur in der Lage ist sich selbst zu spiegeln. Die Sechs beginnt nicht direkt mit einer periodischen Zahl, sondern zeigt zuerst die Einheit, danach eine Sequenz, die nur aus Sechsen besteht. Diese nur aus Sechsen bestehende Sequenz erinnert an das große Tier aus der Apokalypse des Johannes, das den Namen 666 trägt. Die Neun spiegelt sich in der Einheit. Kommentar Da die Drei nur sich selber spiegeln kann, wird sie ausgeschlossen. Sie ist ein Sinnbild für jemanden, der in seiner eigenen Scheinwelt lebt und nichts anderes erkennen kann, als sich selbst. Für sie hat Heraklit einst den Spruch getan: »Erkenne Dich selbst!« Ordnen wir diesem Problem ein Miasma zu, so ist das die Sykose.

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8 Drei-Sieben-heit Die Sechs wird ebenfalls ausgeschlossen, weil sie ein kosmisches Drama spiegelt, das nicht so einfach zu lenken ist, die Auseinandersetzung zwischen Gott (1) und Luzifer (666). Es ist die Sprache der Syphilinie, die hier gesprochen wird. Nur die Psora und das Gesetz des Ausgleiches hält alles in der Waage und spiegelt auf diese Weise die Einheit der göttlichen Welt wider. Aus diesem Grunde wird die Psora auch nicht ausgeschlossen. 1-4-2-8-5-7 Betrachten wir die Sequenz, die uns die Teilung der Einheit durch die Siebenheit gibt, so scheint auch diese Zahlenfolge nicht ganz zufällig zu sein. Vor allem, wenn wir auch andere Zahlen ebenfalls durch sieben teilen, schält sich eine Konstante heraus, die in immer wieder derselben Sequenz auftritt (Siehe Tabelle 8.1). Tabelle 8.1: Das Gesetz der Sieben 1 −−−−→ = 0, 142857 7 2 −−−−→ = 0, 2857142857 7 3 −−−−→ = 0, 42857142857 7 4 −−−−→ = 0, 57142857 7 5 −−−−→ = 0, 7142857 7 6 −−−−→ = 0, 857142857 7 7 =1 7 Wir können erkennen, dass auf dem Weg zur Einheit, eine Teilung durch das Gesetz der Sieben immer wieder die gleiche Zahlenfolge erzeugt. Dieses Verhalten ist mir in der Mathematik nur von der Zahl Sieben bekannt. Wir können daraus folgern,

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Das Enneagramm • dass das Gesetz der Sieben eine Konstante ist, die unser Universum durchzieht. Aus diesem Grunde sollten wir uns die Zahlenfolge noch ein wenig näher anschauen. Als wir die Sykose besprachen, trafen wir gehäuft auf 1–4–Beziehungen. Wir sahen in ihr die Materiewerdung der Einheit [4] (siehe Tabelle 8.2). Tabelle 8.2: Die 1-4 Beziehungen Zahlen Bedeutung Zahlen Bedeutung 1-4 Dunst 1-4-40 Mensch 4-40 Blut 1-40-400 Wahrheit 40-400 Tod Die 8-5-Beziehung haben wir ebenfalls schon erwähnt, als wir die Zahlen der Schlange besprachen (siehe Tabelle 8.3). Die Acht ist die Zahl der Luziferen, während die Zahl Fünf die Zahl des sich entwickelnden Menschen (als Kind) darstellt. In unserer Siebenersequenz steht die Acht vor dem Menschen, da die Entwicklung aus der Materie (1-4) kommt und nicht wie im Sündenfall (50-80-3) in die Materie geht. Tabelle 8.3: Der Sünden-Fall Zahlen Bedeutung 50-80-30 Fall 50-8-300 Schlange 50-80-300 Nephesch In der Waage gehalten wird die Materialisierung Gottes und der Sündenfall durch die Zwei, die Polarität. Beendet wird die Sequenz durch die Sieben, ähnlich wie der siebte Tag uns in die Welt entlässt. Die Acht wird noch erklärt werden, wenn wir uns den Aufbau der luziferischen Welt anschauen. Dass die Zahl Fünf dem sich vollendenden Menschen (dem Kind) zugeordnet wird, scheint im Moment etwas spekulativ. Aus dem Grunde lassen Sie uns noch einen weiteren Ausflug in die Mathematik unternehmen.

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8 Drei-Sieben-heit

Der Satz des Pythagoras Pythagoras formulierte einmal folgenden Satz: a2 + b 2 = c 2 Diese Sequenz kann mathematisch, aber auch philosophisch betrachtet werden. Was bedeutet a2 philosophisch gesehen? In der Sykose [4] erzählten wir, dass die Zwei an den Anfang der Bibel gesetzt wurde, und dass die Zwei größer geschrieben wurde, als alle anderen Zahlen. Wir leben in der Welt der Zweiheit (siehe auch Kapitel 3). Hat jetzt jemand, oder etwas die Welt der Zwei vollständig erfahren, dann erhöht sich die Zwei auf eine neue Ebene. Er oder es ist zur Vollkommenheit gelangt. Setzen wir jetzt in die Formel von Pythagoras unsere bekannten Zahlen 3 (für die Welt des Ursprungs; männlicher Schöpfungsakt) und 4 (für die Welt der Wirkungen; weiblicher Schöpfungsakt) ein, so bekommen wir als Ergebnis die Zahl 5. 32 + 4 2 = 5 2 Oder 9 + 16 = 25. Verbindet sich die Welt des Ursprungs mit der Welt der Wirkungen auf vollkommene Weise so entsteht die Zahl Fünf2 für den vollkommenen Menschen (= 25 = 7) (siehe Abbildung 8.4 auf der nächsten Seite). Die Zahl 5 selber steht für den noch nicht vollkommenen Menschen, der aus dem Gesetz der Drei-Vier-Beziehung geboren wurde, dem Kind.

Sechs-heit Die Sechsheit kann auf verschiedene Weise in Erscheinung treten, und es ist schwierig die göttliche Sechsheit von der luziferischen zu unterscheiden. Die göttliche Sechsheit ist die Trinität, die polar als Hexagramm in Erscheinung tritt (siehe Abbildung 8.5 auf Seite 38 ).

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Sechs-heit

Abbildung 8.4: Satz des Pythagoras

4x4 3x3

5x5

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8 Drei-Sieben-heit

Abbildung 8.5: Hexagramm

Die luziferische Sechs-heit hat aber als Basis die Zwei ohne verbindende Kraft. Ein Beispiel für diese Form der Verknüpfung ist die Schaffung des Raumes (siehe Abbildung 8.6 ) durch drei Polaritäten. Es erstaunt daher auch nicht, dass die Syphilinie, eine luziferische Erkrankung, so eng mit dem Raum verknüpft ist. Abbildung 8.6: Raum Oben Hinten

Links

Rechts

Vorne Unten

Es gibt jedoch noch eine Sechs-heit, die ebenfalls der göttlichen Natur entspringt, die allerdings keine echte Sechs-heit ist, sondern eine verborgene Sieben-heit. Kehren wir noch einmal zurück zu dem Schöpfungsmythos, den uns die Bibel erzählt. Sie erinnern sich sicherlich, dass jeder Tag mit folgenden Sätzen

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Sechs-heit abgeschlossen wurde: »Und es wurde Abend, und es wurde Morgen der x-te Tag.« Dies gilt zumindest für die Tage eins bis sechs. Der siebte Tag wird nicht abgeschlossen, es folgt kein Abend und kein Morgen, was viele Philosophen zu der Meinung brachte, dass wir uns im siebten Tag befinden. Wenn wir uns also im siebten Tag befinden, können wir nur die abgeschlossenen sechs Tage erkennen. Und genau das erzählt uns auch das Enneagramm, indem die Teilung durch die Zahl sieben uns eine Sequenz von genau sechs Zahlen −−−−→ beschert: 71 = 0, 142587, die sich immer wiederholen. Das bedeutet dass etwas, das als Sechs-heit in Erscheinung tritt, eigentlich eine verborgene Sieben-heit darstellen kann. So kann unsere Sexualität, ein Ausdruck der Sechs, als göttlicher Sex, als luziferischer Sex und als verborgene Siebenheit in Erscheinung treten. Zusammenfassung Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Sechs-heit in drei Formen auftreten kann, zwei sind göttlicher Natur, die dritte ist luziferischer Natur. Die göttlichen Sechs-heiten lassen sich unterteilen in eine echte Sechs-heit, wobei auf einer Dreier-Basis das Gesetz der Polarität zur Anwendung kommt, und in eine unechte Sechs-heit, die eine Spiegelung der Sieben-heit auf unsere Ebene der Wahrnehmung ist. Die luziferische Sechsheit hat als Basis die Polarität, die drei mal zur Anwendung kommt und so unsere Dimensionen des Raumes schafft. Abschluss Wir können jetzt unsere Erkenntnisse aus dem Enneagramm in die Tabelle der Miasmen einfügen (siehe Tabelle 8.4 ).

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8 Drei-Sieben-heit

Tabelle 8.4: Die Grundcharakteristika der drei Miasmen Unendliches Nichts Nichts Unendliches, leuchtendes Nichts Gesetz der Anziehung Gesetz des Ausgleiches Gesetz der Abstoßung Wie oben so unten Alles ist Geist Alles ist Schwingung Vorhang Mangel Weigerung Sykose Psora Syphilinie Alles ist weiblich und Aktion = Reaktion Alles ist Rhythmus männlich (Karma) Alles ist polar spiegelt sich selbst spiegelt die Einheit Gott ⇔ Luzifer Raum

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9 Zwölf-heit Zwölf Sternbilder schuf der Herr und ordnete sie im Himmel, sie und all ihr Heer, und dies sind die Sternbilder: der Widder, der Stier, die Zwillinge, der Krebs, der Löwe, die Jungfrau, die Wage, der Skorpion, der Bogen, der Wassermann, die Fische; all die Sternbilder umkreisen die Welt Tag und Nacht zwölf Monde des Jahres hindurch. Aber sieben Begleiter gab ihnen Gott, und dies sind: Saturn, Jupiter, Mars, Sonne, Venus, Merkur, Mond; ein jeder von ihnen bewegt sich in seinem eigenen Kreise. Nicht wie das Haus des einen ist das Haus des anderen; das Haus des Saturns ist der Ziegenbock und der Wassermann, das Haus des Jupiters der Bogen und die Fische; das Haus des Mars ist das Lamm und der Skorpion; das Haus der Sonne ist der Löwe; das Haus des Mondes ist der Krebs; das Haus der Venus ist der Stier und die Wage; das Haus des Merkurs ist die Sonne, die Zwillinge und die Jungfrau. Du siehst, fünf der Häuser sind männliche Sternbilder, sieben von ihnen sind weibliche Sternbilder. Das Lamm, die Zwillinge, der Löwe, die Wage, der Bogen und der Wassermann, das sind männliche Sternbilder, der Stier, der Krebs, die Jungfrau, der Skorpion, der Ziegenbock, die Fische, das sind weibliche Sternbilder.[6, S. 46-47] Eine andere Form der Drei-Vier-Begegnung, ist die Zwölf-heit, die ebenfalls bei der Schaffung unseres Universums eine große Rolle spielt und dem Jahr seinen Rhythmus gegeben hat, wie die Sieben-heit unserer Woche ihren Rhythmus gab. Die wohl bekannteste Zwölfheit ist der Zodiak, der Tier- oder Tyr-Kreis, der in der Astrologie Anwendung findet. Wir kennen folgende Sternzeichen (siehe Tabelle 9.1 auf der nächsten Seite) Im Zodiak zeigen sich die vier Elemente des Gefäßes in ihren drei Wandlungsphasen und schaffen so den bekannten astrologischen Kreis.

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9 Zwölf-heit

Widder à Löwe ä Schütze è

Tabelle 9.1: Sternzeichen Stier á Zwillinge â Jungfrau å Waage æ Steinbock é Wassermann ê

Krebs ã Skorpion ç Fische ë

Zusammenfassung Wir haben die wichtigsten Zahlen und Gesetze gestreift, die nach hermetischer und kabbalistischer Sicht unser Universum formen. Wir wollen jetzt ein wenig mehr in die Mythologien der alten Kulturen eintauchen, um anhand der Erkenntnisse, die wir gewonnen haben, ihre Vorstellungen vom Aufbau unserer Welt kennenzulernen.

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10 Schöpfung Unser Sonnensystem ist ein lebendiger Organismus, der in der makrokosmischen Welt das ist, was der Mensch in der mikrokosmischen Welt darstellt. Jedes Sonnensystem ist ähnlich individuell, wie jeder Mensch individuell ist, und so wie alle Menschen zusammen die Menschheit formen, so formen alle Sonnensysteme den göttlichen Körper (Wie oben so unten). Diesen Gott, dessen Körper aus der unendlichen Vielzahl der Sonnensysteme besteht, nennen die Hermetiker, das »Höchste Wesen«. Im Vergleich dazu, sprechen wir meist von »Gott«, wenn wir den Gott unseres Sonnensystems meinen. Zwischen Gott, dem »Höchsten Wesen« und dem Gott unseres Sonnensystems (Jahwe, Allah, Manitu usw.) bestehen aber große Unterschiede, die mit menschlichen Maßstäben nicht zu messen sind. Gott, das »Höchste Wesen« hat keinen Anfang und auch kein Ende. Der Gott unseres Sonnensystemes schon, auch wenn seine/ihre Geburt schon lange zurück liegt. Ähnlich wie im Leben des Menschen, gibt es auch für Gott, das »Höchste Wesen«, Tage und Nächte. In den Tagen manifestiert es sich, in den Nächten assimiliert es sich. Wenn Gott, das »Höchste Wesen« erwacht, erwacht mit ihm/ihr, das gesamte Bewusstsein der letzten Manifestationsperiode. Jedes einzelne Teil nimmt den Platz wieder ein, den es vorher inne hatte. Ähnlich geht es dem Gott unseres Sonnensystemes. Auch er/sie manifestiert und assimiliert im Wechsel. Über oder neben dem Gott unseres Sonnensystems gibt es noch andere Götter, auch wenn sie sich unserem Verständnis entziehen. Auf diese Weise gibt es Gott und Götter, Monotheismus und Pantheismus gleichzeitig. Jeder dieser Götter arbeitet und schöpft auf ähnliche Weise. Tritt er in eine Schöpfungsperiode ein, so werden zunächst Raum und Zeit geschaffen, sodass die Welt sich manifestieren kann.

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10 Schöpfung Unser Schöpfungsraum wird begrenzt durch den »Zodiak«, den Tier-Kreis, den Tyr-Kreis. Der Tierkreis besteht aus zwölf Kategorien geistiger Wesenheiten, die wir als Sternzeichen (siehe Tabelle 9.1 auf Seite 42) kennen. Jedes dieser Sternzeichen repräsentiert eine geistige Wesenheit, die in früheren Manifestationsperioden bereits ihre Schöpferkräfte erworben hat. Wie das möglich ist, werden wir noch sehen. Wichtig ist, dass diese Wesenheiten dem jungen Schöpfergott alle Erfahrungen zur Verfügung stellen, damit der junge Gott seine schwere Aufgabe meistern kann.

Elohim Die schaffenden Kräfte unseres Universums bestehen aus Milliarden von einzelnen Zellen, die in früheren Evolutionszyklen bereits ihre volle Individualität erreicht haben und dann zu einem einzigen Willen zusammenschmolzen. Diese Kräfte meinen wir meist, wenn wir von »Gott« sprechen. Sie wurden Elohim genannt, der-Gott-die-Götter. Ein- und Mehrzahl zugleich. Als die Elohim ihre Schöpfungsarbeit aufnahmen, hatten die zodiakalen Kräfte bereits einen abgeschlossenen Wirkungskreis erschaffen und diesen Raum mit ihrer Substanz angefüllt. Aus dieser Substanz wurde unsere Erde geschaffen. Die ersten Arbeiten der Elohim bestanden darin, die zodiakalen Substanzen zu assimilieren, um aus ihnen unser Sonnensystem zu schaffen. Doch die zodiakalen Kräfte waren sehr hoch entwickelt, höher als die Kräfte der Elohim. Daher bestand die besondere Herausforderung der Elohim darin, diese hoch entwickelten Kräfte unter Kontrolle zu bringen. Um diese Prüfung zu bestehen, verfielen die Elohim auf einen besonderen Trick. Sie ummantelten die Energien des Zodiak mit ihrer eigenen Materie. Um dies tun zu können, entwickelten sie ihre eigene empfangende Weiblichkeit. Aus dieser Weiblichkeit heraus schufen sie Hüllen, die die Energien des Zodiak in sich aufnahmen. Es entstand eine Art zodiakaler Materie mit Elohim-Hülle. Dieser Trick ist besonders wichtig bei der Schaffung des späteren Menschen, bei dem ebenfalls eine hoch schwingende Seele durch einen materiellen Körper ummantelt wurde. Als der ganze Raum des Tierkreises von diesen Hüllen erfüllt war, konnten die Elohim den Strahl ihrer Männlichkeit freisetzen, um den jungfräulichen Körper zu befruchten.

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Der Ur-Konflikt Die erste Arbeit der Elohim war also weiblicher Natur, denn die Ummantelung der zodiakalen Energien war ein weiblicher Akt. Erst später, als das Weibliche bereit war zu empfangen, bildete sich das Männliche aus. Durch Vereinigung dieser beiden Kräfte entstand das, was später im Universum als aktive und handelnde Kraft bekannt wurde. Es entstand die Kraft, die eine Schöpfung überhaupt erst ermöglichte. Auf diese Weise hatten die Elohim drei Kräfte manifestiert, die die Basis ihrer Schöpfung darstellten. Diese drei Kräfte werden durch viele Symbole der Dreifaltigkeit repräsentiert, wir kennen sie als Vater, Sohn und Heiliger Geist, Wotan, Wili und Weh, Brahma, Vishnu und Shiva, um nur einige Beispiele zu nenne. Diese drei Kräfte sind nichts Anderes, als die Gesichter eines einzigen. Aus diesen drei Kräften entstand das ganze uns bekannte Sonnensystem. (Das Gesetz der Drei). Um die Schöpfung, wie wir sie kennen zu realisieren, musste, obwohl eine Einheit, jede dieser drei Kräfte eine besondere Funktion ausüben, und genau in dieser Ausübung entstand der erste Konflikt, den die Elohim zu meistern hatten.

Der Ur-Konflikt Das erste der drei Kraftzentren wird von den Kabbalisten Krone (Kether) genannt. Die Krone stellt das zeugende Prinzip dar, ihr Attribut ist der Wille. Von dieser Instanz geht das Licht aus, das alle Dunkelheit vertreibt. Dieses Licht wird von Chochmah, die Weisheit aufgefangen. (Siehe Abbildung 10.1 auf der nächsten Seite). Das Attribut von Chochmah ist die Vorsehung. In Chochmah wird das Licht von Kether verinnerlicht. Von Chochmah wird das Licht an Binah, das Schicksal weitergeleitet. Um zu verstehen, warum gerade hier der Ur-Konflikt des Da-Seins stattfand, erscheint es notwendig die Aufgabe, die Binah auf sich zu nehmen bereit war, ein wenig klarer zu umreißen. Würde aus den bereits vorhandenen Kräften ein Universum geschaffen, so wäre dieses so hoch schwingend, dass nur Leben göttlicher Art möglich wäre. Es könnte keine Materie geschaffen werden, wie wir sie kennen. Um diese Materie zu schaffen, um auch Lebensformen unterhalb der göttlichen Art zu

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10 Schöpfung

Abbildung 10.1: Kether - Chochmah - Binah

Kether

Binah

Chochmah

ermöglichen, musste eine energetische Ebene das Opfer auf sich nehmen und ihre Schwingung soweit heruntertransformieren, dass auch Leben unterhalb der Göttlichkeit möglich sein konnte. Es war notwendig, eine Zone der Dunkelheit zu schaffen, damit das neue Leben in diesem Schatten heranwachsen konnte.

Binah Wegen ihrer Liebe zu den Wesenheiten war Binah bereit, dieses Opfer aus freien Stücken auf sich zu nehmen. Binah fühlte kein Bedauern. Doch in der Ebene von Binah gab es eine Gruppe von Wesenheiten, die nicht bereit war, dieses Opfer mit zu tragen. Wir werden sie hier die Echtroy nennen. Die Echtroy waren stolz auf ihr Licht und hatten nicht die Bereitschaft in sich, dieses Licht verdunkelt zu sehen. Es entstand daher eine Rebellion auf der Binah-Ebene, die nichts Gutes verhieß. Kampfunerfahren hatten die Elohim ihre erste große Auseinandersetzung zu bestehen. Das Ende der Rebellion wurde dadurch eingeleitet, dass die Rebellen in den Abgrund geworfen wurden, eine Ebene, die ein noch tieferes Energieniveau hatte, als die, die Binah bereit war einzugehen (Siehe Abbildung 10.2 auf der nächsten Seite). Es entstand eine Welt unter der Welt, der Untergrund. Die Kellipoth waren geboren.

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Die Echtroy

Abbildung 10.2: Abyss

Kether

Binah

Chochmah

Abgrund

Aus ihr wirkten die Echtroy auf die Schöpfung ein, und wann immer ein Wesen zu sinken bereit war, schlossen die Echtroy es willkommen in ihre Arme. So entstand unterhalb unserer Welt eine Brutstätte dessen, was wir »Böse« nennen könnten. Erstaunlich ist, dass es gerade Binahs Opferbereitschaft war, die die Entstehung dieses »bösen« Keimes ermöglichte.2 Nachdem die Abtrünnigen verbannt waren, verdunkelte sich Binah, um Zeit und Raum für eine neue Welt zu schaffen. Binah wird in anderen Mythologien Saturn genannt, »der Hüter des Karma« und »der Schaffer der Form«. Ein anderer Begriff für Binah ist Chronos der »Gott der Zeit«. So beinhaltet Binah sowohl den Raum, als auch die Zeit und ist die Voraussetzung für die Raum- und Zeitwerdung des Menschen. Damit bildet Binah auch die Grundvoraussetzung für die Tsora-at (!‫)צרעת‬, die Erkrankung der Raumund Zeitwerdung des Menschen.

Die Echtroy Die Echtroy waren unterhalb des Abgrundes nicht untätig. Sie begannen ihre Schöpfungskräfte zu nutzen, um ein Duo-Versum zu schaffen, das dem

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10 Schöpfung göttlichen Uni-Versum aufs Haar glich, bis auf einen einzigen Unterschied. Doch schauen Sie selbst. (Siehe die folgenden Abbildungen:) Entwicklung der göttlichen Schöpfung

Erster Schritt

Zweiter Schritt

Dritter Schritt

Entwicklung der Echtroy-Schöpfung

Erster Schritt

Zweiter Schritt

Dritter Schritt

Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Echtroy-Schöpfung zwar die göttliche Schöpfung simulieren kann, aber ihr die dritte, die versöhnende Kraft fehlt. Die göttliche Welt, so haben wir gelernt, basiert auf dem Gesetz der Drei, während die Echtroy-Welt auf dem Gesetz der Zwei aufgebaut ist. Sie ist eine Welt des Zwei-fels und daher auch unendlich spaltbar, ohne je zur Einheit kommen zu können. Die Echtroy-Welt stellt einen Kontrast zur göttlichen Welt dar. Das all-sehende Auge Gottes/der Einheit wandelt sich zu den beiden Augen der Echtroy. (siehe folgende Abbildung:)

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Lebenswogen Göttliche und Echtroy-Schöpfung im Vergleich

Auge Gottes

Die Augen Luzifers

Lebenswogen Um ein weiteres wichtiges Kapitel der göttlichen Geschichte zu beleuchten, ist es notwendig, auf die Lebenswogen, und damit auf das Gesetz der Sieben, einzugehen. Sie haben sich sicher gefragt, woher die zodiakalen Kräfte kommen, wenn das Universum noch nicht geschaffen ist? Die Antwort der Hermetiker ist bestechend einfach. Am Anfang ist Gott, das »Höchste Wesen«. Dieses »Höchste Wesen« schafft während seiner/ihrer Wachzeit das gesamte Universum in sieben Tagen, die auch Lebenswogen genannt werden. In der ersten Lebenswoge wird die Welt der Mineralien geschaffen. Hier lernen die Mineralien alles, was notwendig ist, um chemische und physikalische Reaktionen zu ermöglichen. Wenn sie all das gelernt haben, beginnt die große Nacht des »Höchsten Wesens« in der es alles assimiliert, was der Tag an Erfahrungen gebracht hat. Am zweiten Tag oder in der zweiten Lebenswoge, wird wieder eine Welt der Mineralien geschaffen, und die bereits existierenden Mineralien evolutionieren zu Pflanzen. Diese Pflanzen lernen mit den Mineralien einen Stoffwechsel aufzubauen und können ihrerseits ihre Erfahrungen an die junge Welt der Mineralien weitergeben. Haben die Pflanzen ihre maximale Entwicklung erreicht, gehen sie mit dem »Höchsten Wesen« in einen Schlaf, in dem die Erfahrungen assimiliert werden.

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10 Schöpfung Am dritten Tag oder in der dritten Lebenswoge, werden neue Mineralien geschaffen. Die bisherigen Pflanzen evolutionieren zu Tieren, die Mineralien zu Pflanzen. Die weiter entwickelten Wesen können ihre Erfahrungen an die jüngeren Wesen weitergeben. Am vierten Tag oder in der vierten Lebenswoge, wird eine neue Mineralienwelt geschaffen. Die bereits vorhandenen Tiere entwickeln sich zu Menschen, die Pflanzen zu Tieren, die Mineralien zu Pflanzen. Die älteren Wesen leiten die jüngeren. Am fünften Tag oder in der fünften Lebenswoge, wird eine neue mineralische Welt geschaffen. Die Menschen entwickeln sich zu Engeln, die Tiere zu Menschen, die Pflanzen zu Tieren, die Mineralien zu Pflanzen. Jedes ältere Wesen hilft den jüngeren Wesen bei der Entwicklung. Am sechsten Tag oder in der sechsten Lebenswoge, wird eine neue Welt der Mineralien geschaffen. Die Engel entwickeln sich zu Erzengeln, die Menschen zu Engeln, die Tiere zu Menschen, die Pflanzen zu Tieren, die Mineralien zu Pflanzen. Alle älteren Wesenheiten helfen den jüngeren Wesenheiten bei ihrer Evolution. Am siebten Tag oder in der siebten Lebenswoge, wird eine neue mineralische Welt geschaffen. Die Erzengel entwickeln sich zu Göttern, die Engel zu Erzengeln, die Menschen zu Engeln, die Tiere zu Menschen, die Pflanzen zu Tieren, die Mineralien zu Pflanzen. Alle älteren Wesen helfen den jüngeren Mitwesen bei ihrer Evolution (siehe Tabelle 10.1).

Der neue Zyklus Wie Sie sehen konnten, steht laut hermetischer Lehre am Ende eines Entwicklungszyklus eine Gruppe von neuen Göttern. Diese Götter verfügen über ähnliche schöpferische Kräfte, wie das »Höchste Wesen«. Was aber geschieht mit den Wesenheiten, die nicht bis zum Ende evolutionieren konnten? Auch die Antwort darauf war den Hermetikern sehr einfach, sie ließen sie die jungen Schöpfungsgötter bei ihrer Arbeit unterstützen. So konnten den jungen Schöpfungsgöttern ganze Hierarchien von Wesenheiten zur Seite gestellt werden, um ihre Schöpfungsarbeit effektiv leisten zu können.

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Samael

Evolution

Tabelle 10.1: Die Schöpfung nach hermetischer Vorstellung Tag 1 Mineralien Pflanzen Tiere Menschen Engel Erzengel Götter

Tag 2

Tag 3

Tag 4

Tag 5

Tag 6

Tag 7

Min. Pfla. Tie. Men. Eng. E-Eng.

Min. Pfla. Tie. Men. Eng.

Min. Pfla. Tie. Men.

Min. Pfla. Tie.

Min. Pfla.

Min.

Die zodiakalen Kräfte sind erfahrene Schöpfungsgötter, die schon mit Erfolg ganze Universen kreiert haben, die Engel und Erzengel, Wesen des zweiten und dritten Tages eines anderen Schöpfungszyklus. Wir sind also die Erstgeborenen eines Zyklus, den die Elohim ins Leben gerufen haben. Und als Erstgeborene haben wir besondere Rechte, aber auch Pflichten. Doch zunächst ein anderes Thema.

Samael Am dritten Schöpfungstag ging Gottes höchster Erzengel, ein Cherub namens Luzifer, der Sohn des Morgenrotes, inmitten flammender Edelsteine in Eden spazieren; sein Körper gleißte vor Karneol, Topas, Smaragd, Diamant, Beryll, Onyx, Jaspis, Saphir und Karfunkel, die alle in reinstem Gold gefaßt waren. Eine Weile verhielt sich Luzifer, den Gott zum Hüter aller Völker gemacht hatte, besonnen, doch bald verdrehte ihm der Stolz den Kopf. »Ich will mich über die Wolken und Sterne erheben«, sagte er, »und mich auf dem Tsafon, dem Berg der Versammlung, auf den Thron setzen und so Gott gleichkommen.« Gott, der Luzifers ehrgeizige Bestrebungen beobachtete, warf ihn aus Eden auf die Erde und von der Erde in die Scheol. Im Sturz schien Luzifer wie ein Blitz, aber er zerfiel zu Asche, und jetzt flattert sein Geist blind und ruhelos durch die tiefe Finsternis der Bodenlosen Hölle.[13, S. 70]

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10 Schöpfung Spricht man von Samael so fallen einem gleich Beinamen ein: der Große, der Leuchtende, der Strahlende. Samael war der beste Erzengel seiner Schar und als Bester seiner Klasse hatte er immer schon besondere Privilegien genossen. Samael war seinen Mit-Erzengeln so weit überlegen, dass die göttlichen Hierarchien daran dachten, ihn zum Gott zu erheben. Doch die Dinge kamen anders. Als das göttliche Tribunal zusammentrat, um über das Schicksal Samaels zu verhandeln, zogen dunkle Wolken am Horizont auf. Als man die Entscheidung des Tribunals an Samael weitergab, verfinsterte sich der Himmel endgültig. Keiner stellte in Frage, dass Samael über außergewöhnliche Talente verfügte, doch eine Eigenschaft machte dem göttlichen Tribunal ein großes KopfZerbrechen. Samael war zu stolz. Um diesen Stolz zu beugen, der sich mit einem demütigen Schöpfergott nicht versteht, stellte man ihn als Adjutant den Elohim zur Seite. Diese waren nicht sehr erfreut über die Entwicklung, aber beugten sich dem göttlichen Beschluss. Samael dagegen konnte die Entscheidung nicht akzeptieren und stiftete von Beginn an Unfrieden. Und nicht nur das allein, er begann auch andere Engel auf seine Seite zu ziehen. Vor allem die Luziferen hingen an ihm, als die Krone all dessen, was sie selbst zu erreichen wünschten. Spannung lag in der Luft. Eine endgültige Lösung des Konfliktes wurde herbei gesehnt. Doch vorher eskalierte die Geschichte noch mehr, bis das Feuer endgültig geschürt war.

Rebellion Einige behaupten, die Schlange von Eden sei Satan in anderer Gestalt gewesen, nämlich der Erzengel Samael. Er empörte sich am sechsten Tag, aufgehetzt von einer übermächtigen Eifersucht gegenüber Adam, den zu verehren Gott allen himmlischen Heerscharen befohlen hatte. Der Erzengel Michael fügte sich, ohne zu zögern, doch Samael sagte: »Ich will kein geringeres Wesen verehren! Als Adam erschaffen wurde, hatte ich bereits meine vollkommene Gestalt. Lieber soll er mich verehren!« Samaels Engel pflichteten ihm bei, aber Michael warnte sie: »Nehmt euch vor Gottes Zorn in

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Schlange acht!« Samael erwiderte: »Wenn er seinen Zorn kundtun sollte, werde ich über den Sternen einen Thron errichten und mich selbst zum Höchsten erklären.« Da stieß Michael Samael aus dem Himmel und auf die Erde herab, wo er unbeirrt fortfuhr, sich gegen Gottes Willen zu verschwören.[13, S. 102] Samael hatte sich wiederholt geweigert, den Menschen zu dienen, die er für eine unreife Rasse hielt. In alten Schriften werden die Konflikte mit Samael in verschiedenen Variationen erzählt. Der wohl wichtigste Widersacher war der Erzengel Michael, der mehr als einmal versuchte, den Menschen gegen Samaels Übergriffe zu schützen. Doch der Konflikt geriet erst dann außer Kontrolle, als die Elohim ihre Erzengel baten, den Umgang mit dem Wasser-Element zu üben. Man muss wissen, dass im ersten Schöpfungstag die Feuer-Energie das maßgebliche Element der Schöpfung ist. Ähnlich ist auch die erste Schöpfungsgeschichte der Bibel vom Feuer dominiert. Am zweiten Schöpfungstag und in der zweiten Schöpfungsgeschichte, ist es das Wasser. Am dritten Schöpfungstag geht es um die Kombination beider Elemente, damit sie sich wieder vereinen, statt gegensätzliche Kräfte zu bleiben. (Siehe auch Kapitel 7 auf Seite 27 ) Samael und die Luziferen weigerten sich, an dieser Lernstunde teilzunehmen. Sie waren Meister des Feuers und wollten ihr Feuer nicht verwässern. Eine Revolution brach unter den Erzengelscharen aus und nur mit Mühen gelang es, Samael und seine Luziferen zu bändigen. Das göttliche Tribunal entschied, dass die Luziferen ihre ehrenhafte Stellung als Adjutanten der Elohim aufgeben mussten. Sie wurden in den bereits bekannten Abgrund geworfen, wo sie auf das Universum der Echtroy trafen und sich mit ihnen verbrüderten. Diese erneute Weigerung mit den Elohim zusammen zu arbeiten, brachte diesmal auch Konsequenzen für den Menschen mit sich.

Schlange Erinnern wir uns daran, dass der Ausgangspunkt der Rebellion der Luziferen ihre Weigerung war, mit dem Wasser-Element zu arbeiten. Feuer ist ein höheres Element als Wasser. Die Luziferen wollten sich nicht erniedrigen, weshalb sie erniedrigt wurden.

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10 Schöpfung Erinnern Sie sich an den Stolz Samaels? Im Menschen erzeugt die Feuer-Energie Enthusiasmus und Wissensdurst. Doch die Menschen können das Feuer-Element nicht direkt aufnehmen. Sie nehmen es über das Wasser-Element auf. Das war der Grund, warum die Erzengel die Aufgabe bekamen, das Wasser-Element zu meistern. Wasser steht in Beziehung zu unseren Gefühlen und Emotionen und über diese Gefühle und Emotionen können wir zur Spiritualität erwachen. Der Ausschluss der Luziferen aus der Engellebenswoge und ihre Weigerung das Wasser-Element zu meistern, führte dazu, dass die Luziferen nie die Fähigkeit erwarben, einen Vitalkörper zu bewohnen. Leider waren sie aber auch nicht in der Lage, einen physischen Körper zu bewohnen, was sie in eine ziemlich schwierige Ausnahmesituation brachte. Denn sie brauchten für ihre Evolutionsarbeit einen physischen Körper, und so tat man das Vernünftigste, was in solch einer Situation zu tun war, man ließ die Luziferen in das Nervensystem des Menschen inkarnieren, um von dort aus dessen geistige Entwicklung zu lenken. Da man sich nicht sicher war, wie sich die Luziferen im Menschenleib verhielten (es war ja bekannt, wie sie zum Menschen allgemein standen), bat man den Heiligen Geist zwischen den paarig angelegten Luziferen-Energien zu vermitteln. Auf diese Weise wurde das menschliche Energie-System erheblich komplexer und komplizierter. Zur Sicherheit wurden noch zwei Blocks in das energetische System des Menschen eingebaut, um sicher zu gehen, dass die Luziferen kein Unheil anrichten. Diese Blocks wurden später wieder entfernt, als sich herausstellte, dass das System gut funktionierte. In Abbildung 10.3 auf der nächsten Seite sehen Sie ein Symbol dieses neuen energetischen Systems. Im Zentrum das ur-sprüngliche Energiesystem als Stab. Es existiert noch heute und läuft in der Form eines Ovals an der Rückseite des Rückens hinauf, und an der Vorderseite des Körpers hinunter. Die Schlangenkräfte winden sich um diese zentrale Energiebahn, beginnen im Sakralbein und enden an der Epiphyse. Durch die Wirkung der Schlangenkräfte veränderte sich auch die Form unseres Gehirns. Der früher eher einheitliche Aufbau des Gehirnes wurde zu der seltsam gespaltenen Form, die wir heute vorfinden. Die vermittelnde Energie des Heiligen Geistes ist als die zwei Schwingen zu erkennen, die schützend über das energetische System ausgebreitet sind.

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Schlange

Abbildung 10.3: Caduceus

Als die späteren Seher sich die Energie-Bahnen des Menschen anschauten, gaben sie den Luziferen den Namen Schlange. Mit diesen Worten werden sie auch in der Biblischen Geschichte beschrieben, wobei der Aufbau des Wortes Schlange noch einige Besonderheiten zeigt. Dazu schauen wir uns Tabelle 10.3 an. Tabelle 10.3: Die Zahlen der Schlange Zahlen Bedeutung 50-80-30 Fall 50-8-300 Schlange 50-80-300 Nephesch Wie wir in der Tabelle erkennen können haben die Worte für Fall, Schlange und Nephesch einen ähnlichen Aufbau. Sie bestehen aus der Zahlenfolge 5 – 8 – 3. Die Zahl 5 haben wir bereits im Satz des Pythagoras kennengelernt. Sie wird dem Menschen in Entwicklung (dem Kind) zugeordnet, die Zahl 8 lässt sich zerlegen in 2 · 2 · 2. Die Zahl 3 kennen wir aus dem Gesetz der Dreiheit. Versuchen wir das Zahlengewirr zu enträtseln. Wir können drei Zahlen erkennen, die nach dem Gesetz der Dreiheit aufgebaut sind. Wir finden einen aktiven Pol (3), einen ausgleichenden Pol (8) und einen passiven Pol (5).

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10 Schöpfung Der aktive Pol wird von der göttlichen Drei symbolisiert, die passive und aktive Kräfte vereint. Der passive Pol entspricht dem Kind, das die Informationen von der göttlichen Instanz erhält. Der eigentliche ausgleichende Pol wird aber durch die Zahl acht repräsentiert. Die Zahl acht trägt auch die Drei in sich, jedoch in besonderer Weise als 23 . So ist auf diese Weise die Zahl drei vorhanden, jedoch nicht als versöhnende Kraft, sondern als exponierende. Die Basis bleibt die Zahl zwei, die zwar die zwei Seiten einer Medaille spiegeln kann, sie aber nicht versöhnt. Auf diese Weise wird die Zahl zwei zur Basis der luziferischen Welt, indem sie die Rolle der versöhnenden Kraft übernimmt. Wir erkennen das gleiche Prinzip wie in Abbildung ?? auf Seite ??. Auf diese Weise werden göttliche Informationen durch die Luziferen gefiltert. Die Zahl fünf, als passive, empfangende Kraft in dieser Triade, ist dem Menschen in Entwicklung zugeordnet, Ihre Herleitung haben wir bereits besprochen. Auch trägt die Zahl fünf (2 + 3 = 5) in der Addition, sowohl die Möglichkeit, die göttliche Welt zu erkennen (3), als auch die luziferische (2) und ist auf diese Weise durch beide Zahlen lenkbar. Erst in ihrer Erfüllung, wenn der Mensch vollständig geworden ist (52 = 25) hört die Verführbarkeit auf, was wir an der Quersumme (2 + 5 = 7) erkennen können, die das Gesetz der Sieben spiegelt. In der Konstellation des Sündenfalls ist der Mensch aber leicht durch die Luziferen verführbar und muss sich sehr in acht nehmen. Die Zahl Acht Auf interessante Weise hat sich die Zahl acht in unsere Sprache geschlichen. Wir finden sie in Worten, wie z.B. • Acht-ung • N-acht (Nicht-acht) Achtung kann hierbei wieder auf verschiedene Weise aufgefasst werden. Es ist die Achtung der Vorsicht und des Respektes. Die Nacht hieße ausgesprochen eigentlich Nicht-acht. Es ist die Zeit, in der wir schlafen, nicht auf alle Dinge achten, die Zeit, in der sich die Welt, ohne dass wir es unbedingt merken müssen verändert. Es ist die Zeit der Lagerfeuerwachen, in der Menschen mit Bedacht auf unser Wohlergehen achten. Es ist die Zeit, in der die luziferische Welt

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Schlange deutlicher zu sprechen beginnt. Die Welt wird un-heim-lich. Unser Heim wird zu etwas Fremdem, Bedrohlichem. Orte können ihren Charakter verändern oder sie selbst bleiben. »Ein Golfplatz wird nachts zu einem anderen Ort, finden Sie nicht? Bestimmt bin ich schon tausend davon abgelaufen. Ein paar kehren zurück zur Natur, kaum dass die Sonne untergeht. Sie verlieren ihren Charakter als Gebilde von Menschenhand. Rehe äsen auf den Fairways und die Bunker wirken absolut künstlich.« »Es gibt aber auch andere Plätze, die großartigen, wie ich finde, die selbst unter dreißig Zentimetern Schnee noch sie selbst bleiben; so sehr ist ihnen ihr Wesen aufgeprägt.«[12, S. 73] Nephesch ist der körperliche Anteil der Seele. In der hebräischen Philosophie besteht die Seele aus drei Teilen, aus Neschamah, Ruach und Nephesch. Nephesch ist, wie gesagt der körperliche Anteil der Seele, Neschamah der göttliche. Verbunden werden die beiden Seelenteile durch Ruach, den Wind, den Hauch, das verbindende Prinzip, die dritte Kraft. Die Luziferen nutzten ihre Position im menschlichen Organismus, um den Menschen aus der eigenen Mitte zu beeinflussen. Insbesondere die Beeinflussung über die Imagination begann die Menschen anzutreiben, und da der Mensch die Stimme der Luziferen aus dem eigenen Inneren hörte, glaubte er, die Einflüsterungen der Luziferen kämen aus ihm selbst. Doch je mehr der Mensch den Einflüsterungen der Luziferen Glauben schenkte, desto mehr verlor er sich in der Welt der Teilung (2). Die paradiesische Schlange versprach Eva, sie so weise wie die Götter zu machen, und tatsächlich schafft sie über ihre Köpfe eine Stimulation der Gehirnfunktionen. Gleichzeitig aber stimulieren die Schwänze der Schlangen unsere Sexualfunktionen. Durch diese Intensivierung der Sexualfunktionen ließen die Luziferen den Menschen die innere Vision der Gottheit verlieren und brachten sie in Kontakt mit ihrer eigenen Schöpferkraft, die sie oft genug zum Schaden für ihr eigenes Leben nutzten. Der Kontakt zu den Engeln und Erzengeln ging allmählich verloren und das Schicksal des Menschen wurde unter das eherne Gesetz der Notwendigkeit gestellt. Die Symmetrie der Acht Die Zahl acht hat die Neigung, eine Symmetrie zu produzieren, die sehr ungewöhnlich ist, weshalb ich Sie gerne an dieser Stelle einfügen möchte. Dieses

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10 Schöpfung Beispiel stammt aus dem Buch »Von Eins bis Zehn« von Frater Albertus[1]. Tabelle 10.4: Die Symmetrie der Acht 1 x 8 + 1 = 9 12 x 8 + 2 = 98 123 x 8 + 3 = 987 1234 x 8 + 4 = 9876 12345 x 8 + 5 = 98765 123456 x 8 + 6 = 987654 1234567 x 8 + 7 = 9876543 12345678 x 8 + 8 = 98765432 123456789 x 8 + 9 = 987654321 Rekapitulation Zu Beginn der Arbeit eines Schöpfungstages findet etwas statt, was »Rekapitulation« genannt werden könnte. Die Rekapitulation dient dazu, das alte Wissen, die erlernten Erfahrungen, in den eigenen Bestand aufzunehmen. Wir erinnern uns dazu an die gemachten Erfahrungen. Wir wiederholen unsere Erkenntnisse des ersten Tages, unsere Erlebnisse als Mineralien, wir erleben in ihnen eine Art archaisches Bewusstsein, das sich noch nicht wirklich von unserem Schöpfergott trennte. Wir fühlen uns noch eins mit der Schöpfung. Als Pflanze erleben wir ein mystisches Bewusstsein, wir lernen die Wege des Ausgleichs kennen, wir sind eingebunden in die Rhythmen der Natur, in das Yin und Yang (Y) des Lebens. Als Tiere lernen wir die Macht und die Magie kennen, wir sind nicht mehr nur Teil der Natur, wir sind auch Macher, Mächtige. Wir lieben das Gebrüll, das wir ausstoßen können, wenn wir ein anderes Wesen töten, um es uns einzuverleiben. Wir erleben die Distanz und lernen den Raum kennen, der uns von unserer Beute trennt. Wir sind Jäger und Gejagte. Jetzt aber holt uns die Zeit ein, und wir erleben das Aufkeimen unseres Intellektes, der sich in so viele Richtungen seine Bahnen sucht. Und wir beginnen, alte Erkenntnisse zu rekapitulieren, zu verarbeiten und reflektieren, um unseren Bewusstseinssprung in die nächste Dimension zu wagen. Wir beginnen die

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Raum Rätsel der Zeit zu lösen und ihre Vernetzungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wir erleben aber auch ihre Schattenseiten, das Fehlen der Zeit, das Fehlen der Seele, der tiefen Gründe unseres Da-Seins. Je mehr wir rekapitulieren, je mehr wir Revue passieren lassen, je mehr wir uns mit den Erfahrungen unserer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen, um so mehr werden wir in der Lage sein, den Sprung in die nächste Dimension zu schaffen, die auf uns wartet. Eine abendliche Rekapitulation kann eine gute Hilfe dazu sein. Wir werden in einem anderen Zusammenhang noch darauf eingehen. Lassen Sie uns jetzt den Raum betreten.

Raum Für die Hermetiker bestand der Raum nicht nur aus drei Dimensionen, sondern auch aus sieben Sphären, denen sie folgende Namen gaben: 1. Welt Gottes 2. Welt der jungfräulichen Geister 3. Welt des göttlichen Geistes 4. Welt des Lebensgeistes 5. Welt des Gedankens 6. Welt des Wunsches 7. Welt des Körpers Nur die untere dieser Welten zeigt unsere üblichen drei Dimensionen, wobei die Ebenen von oben nach unten immer dichter werden. Am ersten Schöpfungstag wurden der dritte, der vierte und fünfte Raum beseelt. Am zweiten Schöpfungstag der vierte, fünfte und sechste. Am dritten Schöpfungstag beseelten die Elohim den fünften, sechsten und die obere Hälfte des siebten Raumes. Das bedeutet, dass in unserer heutigen Situation, in der die Welt sehr dicht geworden ist, wir nahezu die größte Entfernung vom göttlichen Geist und der göttlichen Quelle erreicht haben.

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10 Schöpfung

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11 Exkarnation Bald darauf kam die Pest in den kleinen Ort, in dem Mantaos Eltern lebten. Sie war ein grausiger Gast. Dürr und hager ging sie mit hüpfenden Schritten durch die Gassen und rief die Menschen zum Totentanz mit ihrer wimmernden Flöte. Alles versteckte sich vor ihr, denn wen sie ansah aus ihren hohlen Augen, der mußte ihr folgen, bis er leblos niederfiel. Sie sah nicht alle an, denn auch sie ist ein Gesandter des Erhabenen und sieht nur jene, die sie sehen darf. Als ihr aber gar zu viele folgen mußten, da sammelten sich die Letzten und verließen das Dorf und gingen hinaus auf die Landstraße, viele, viele Tage weit, um einen Ort zu suchen, durch dessen Gassen die Pest nicht tanzte. Unter diesen Letzten waren auch Mantaos Eltern. Der Mann schob einen kleinen Karren vor sich her mit seinen wenigen Habseligkeiten, und die Frau trug das Kind auf den Armen, von dem sie glaubte, dass es ein Königssohn wäre. Aber die Pest tanzte ihnen nach und rief zuerst den Mann, bis er ihr folgte und leblos niederfiel. Da ließ die Frau den Karren stehen und ging alleine weiter mit ihrem Kinde. Am Tage darauf aber sah die Pest sie an und sie setzte sich an den Grabenrand, um zu sterben. Sie drückte ihr Kind noch einmal an sich und bat die anderen, sie mögen es mit sich nehmen und pflegen. Aber alles fürchtete sich vor der Pest und der Frau, die sie gezeichnet hatte, und sie ließen die Sterbende allein mit dem Kind in ihrem Armen. Da streckte die Frau flehentlich ihre Arme der Pest entgegen und bat: »Nimm mich dem Kinde nicht weg, das ohne mich verhungert, laß mich leben.« Die Pest sah plötzlich anders aus als sonst. Sie war kein dürres, hageres Gerippe mehr mit hohlen Augen – und sie neigte sich freundlich zu der Frau im Straßengraben. »Das kann ich nicht«, sagte sie traurig, »ich muß rufen, wie es mir befohlen wurde. Aber dein Kind wird nicht verhungern, du wirst es

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11 Exkarnation noch lebend einem anderen in die Arme geben. Dich aber werde ich dann rufen, so sanft wie ich noch niemand gerufen habe.« Und die Pest neigte in Liebe und Frieden ihr Haupt und ging von dannen. Seht ihr, Leben und Tod haben oft ein verschiedenes Angesicht und die Pest war barmherziger als die Menschen. Als die Frau aber wieder aufsah, da erblickte sie auf jener Stelle, auf der die Pest gestanden hatte, einen alten Mann in der ärmlichen Kleidung der Bettelmönche und mit einem spitzen sonderbaren Hut auf dem Kopf, wie ihn die Lamas in Tibet tragen. »Gib mir dein Kind«, sagte er, »ich will es in meine Heimat, in die heiligen Berge von Tibet tragen und will es großziehen in aller Weisheit des Erhabenen.« Da gab ihm die Frau ihr Kind. – aus Mantao der Königsgaukler von Manfred Kyber –

Aufbau des Körpers Als Menschen besitzen wir, gemäß der hermetischen Tradition, einen physischen Körper, der aus Mineralien, Spurenelemente, kurz gesagt aus den Bestandteilen der physischen Welt aufgebaut wird. Wir besitzen aber auch einen Wunsch- und einen Mental-Körper. Diese Körper bestehen aus den Bestandteilen der Welt des Wunsches und der Welt der Gedanken. Diese beiden höheren Körper sind subtiler als der physische Leib und aus diesem Grunde nicht ohne Weiteres sichtbar. Diese beiden Körper durchdringen unser physisches Vehikel und reichen gleichzeitig darüber hinaus. Von den drei Körpern ist der physische Körper der älteste (Mineralien, Spurenelemente usw.) und als einziger reif genug, Lebensträger zu sein. Dies ist deshalb so, weil uns das Ur-Atom des physischen Körpers während des ersten Schöpfungstages durch die geistigen Hierarchien, die in jener Periode aktiv waren, eingepflanzt wurde. Sie werden »Hüter der Flammen« genannt. Da der physische Körper der älteste ist, hat er an diesem vierten Tage seine volle Reife erlangt. Die Idee der Ur-Atome oder des Ur-Atoms klingt vielleicht befremdlich, weshalb ich das Konzept ein wenig erläutern möchte.

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Aufbau des Körpers Die Ur-Atome Wenn wir einen physischen Körper beseelen, sozusagen in ihn hinabsteigen, inkarnieren, Fleisch werden, wird dazu das Ur-Atom oder Saat-Atom reaktiviert. Es handelt sich dabei um ein konzentriertes Energiefeld, das seinen Sitz in der Ventrikelspitze des linken Herzens oder im Herz-Chakra haben soll. Es beinhaltet einen vollständigen Abriss der gesamten Geschichte dieses Lebewesens. Alle irdischen und nicht-irdischen Erlebnisse der Seele sind darin abgespeichert. Es beinhaltet sozusagen die Essenz aller unserer Inkarnationen. Die Quintessenz unseres Daseins. Das Saat-Atom ist angeschlossen an die silberne Schnur, die unsere Seele mit dem Körper verbindet. Diese Schnur erscheint als geflochtenes Band mit den drei Farben Gold, Silber und Kupfer die gemeinsam aber als silbern in Erscheinung treten. Diese silberne Schnur steht auch in Kontakt mit unserem Lebensplan und kann so Informationen in uns leiten, die uns helfen, unser Leben nach dem einstmals gewählten Lebensplan zu gestalten. Dieses Saat-Atom arbeitet mit dem Gesetz der Anziehung und beginnt mentale und astrale Kraftfelder um sich aufzubauen, die helfen, unsere physische Matrix zu gestalten. »Man geht davon aus, dass sich das Saat-Atom zum Zeitpunkt der Empfängnis mit der Zygote beziehungsweise dem Embryo verbindet und dass damit der Inkarnationsprozess beginnt.«[11, S. 111] Am zweiten Schöpfungstag wurde uns der »Vitalkörper« durch die »Hüter der Weisheit« eingepflanzt. Er hat die Aufgabe, die höheren Körper mit dem physischen zu vernetzen. Manchmal wird er auch »ätherisches Doppel« oder »ätherischen Fluidum« genannt. Er ist also nach dem physischen Körper der älteste. Am dritten Schöpfungstag wurde uns das Ur-Atom des Wunschkörpers durch die »Hüter der Individualität« eingepflanzt. Dieser Körper hat daher noch nicht die Reife des physischen Leibes. Er wird auch Emotional- oder Astralkörper genannt. Am vierten und letzten Schöpfungstag unserer Schöpfungsperiode, wurde uns das Ur-Atom des Gedankenkörpers durch die »Hüter des Intellekts« eingepflanzt. Dieser Körper wird auch Mentalkörper genannt.

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11 Exkarnation Die Fähigkeit zu denken, da sie recht neu ist, ist noch nicht sehr entwickelt und bei einer Konfrontation zwischen Denken und Fühlen gewinnt oft der Emotional- oder Wunschkörper. Wie bereits gesagt, ist der physische Körper der einzige, der lebensfähig ist, daher nutzen alle höheren Körper das physische Vehikel, um sich darüber auszudrücken. Verbunden sind die höheren Körper durch die erwähnte Silberschnur, die ein Teil des ätherischen Fluidums und der Lebenskraft ist. Wie wir sehen können, erinnert dieses Bild an die Gesundheitsdefinition Samuel Hahnemanns. »Im gesunden Zustand des Menschen waltet die geistartige, als Dynamis den materiellen Körper (Organism) belebende Lebenskraft (Autokratie) unumschränkt und hält alle seine Theile in bewundernswürdig harmonischem Lebensgange in Gefühlen und Thätigkeiten, so daß unser inwohnende, vernünftige Geist sich dieses Werkzeugs frei zu dem höhern Zweck unseres Daseins bedienen kann.«[7, § 9] Der »vernünftige inwohnende Geist« entspricht dem Wunsch-, und Mentalkörper, das »Werkzeug«, dem physischen Gefährt, und die Lebenskraft, der dritten Kraft (ätherisches Doppel, Silberschnur).

Das Uratom des menschlichen Körpers Stirbt der menschliche Körper, so zieht sich unser Leben, unsere Lebenskraft in den Wunschkörper zurück und setzt in ihm die Evolution fort. Von entscheidender Bedeutung ist hierbei das permanente Atom oder Uratom, das in der Ventrikelspitze links des Herzens zu finden ist. Im Moment des Todes steigt dieses permanente Atom zum Gehirn auf und verlässt den Körper über die Furchen des parietalen und okzipitalen Gehirnbereiches. Im permanenten Atom sind, wie bereits erwähnt, alle Eindrücke der Erfahrungen, die wir in diesem und anderen physischen Leben gemacht haben, gespeichert. Es folgt uns durch die Kette der Inkarnationen. • Erst der Weggang des permanenten Atomes aus dem Herzen bewirkt den Herzstillstand.

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Aufbau des Körpers Die Silberschnur Verlässt das permanente Atom oder Saat-atom das Herz, bleibt die Silberschnur3 aber noch mit dem Herzen verbunden, entsteht ein Zustand, den wir Scheintod nennen, da die letzte Brücke zwischen Leben und Tod noch nicht gekappt ist. Durch die Silberschnur bewegen sich die Bilder zwischen den verschiedenen Anteilen des Menschen hin und her. Im Falle des Todes sammelt die Silberschnur die Eindrücke aus dem Leben des Menschen, um sie in die höheren Bereiche des Da-Seins zu transportieren. Diese Bilder stammen aus unserem Blut, in das sich die Geschehnisse zu Erd-Zeiten eingebrannt haben. Doch nicht nur das, im Blut sind auch die Reaktionen gespeichert, die wir in anderen ausgelöst haben. • Über die Silberschnur werden die Eindrücke aus dem Blut in den Wunschkörper transportiert. Dieser Prozess dauert im Falle eines Todes etwa ein bis drei Tage. Da die Seele ihre Eindrücke im Wunschkörper sammelt, ist Stille um den Verstorbenen von großer Wichtigkeit, da sonst eventuell Eindrücke des Lebens verloren gehen. Solange die Silberschnur nicht durchtrennt ist, ist der Körper auch noch in gewissen Grenzen empfindungsfähig. Aus meiner Zeit in der Pathologie weiß ich, dass es immer ein wenig problematisch war, Obduktionen innerhalb dieser drei Tage durchzuführen. Die Seelen der Verstorbenen meldeten sich meist, um ihren Unmut auszudrücken, da sie nicht in der Lage waren, ihre Eindrücke aus dem Blut zu ziehen. In einigen wenigen Fällen war aber auch ein gewisses Interesse an der eigenen Todesursache mancher Verstorbenen durchaus zu verspüren. Grundsätzlich kann die Seele, solange die Silberschnur nicht durchtrennt ist, in den Körper zurückgezogen werden. Dies ist durch einen speziellen Gesang möglich, aber nicht unbedingt empfehlenswert. Auf diese Weise kann ein Wachkoma erzeugt werden, da die Seele sich nicht vom Körper zu trennen vermag. Will man verhindern, dass sie den Körper zu weit verlässt, ist es wichtig die großen Zehen der Verstorbenen zu umfassen, da auf diese Weise die Silberschnur nicht so ohne Weiteres durchtrennt werden kann. • Auch wenn es möglich sein kann, eine Seele »nach ihrem Tod« in den Körper zurück zu zwingen, so sollte das unterbleiben, da es oft mit erheblichen Schäden des Organismus verbunden ist.

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11 Exkarnation Das Übertragen der Bilder kann auch durch heftige Gefühlsausbrüche, Wehgeschrei, Klagegesang gestört werden, aus dem Grunde soll noch einmal darauf hingewiesen werden, dass der/die Tote • drei Tage in respektvoller Stille bleiben sollte. In manchen Kulturen ist es gebräuchlich, während dieser Zeit eine Orientierungshilfe für den/die Verstorbene/n vorzulesen, z.B. das Tibetische Totenbuch. Nach den drei Tagen bleibt nur die materielle Hülle übrig und der Körper kann beerdigt werden.

Die Wunschwelt Mit dem Durchtrennen der Silberschnur ist der Mensch Bürger einer neuen Welt, der Wunsch- oder Astral-Welt. Diese Welt hat große Ähnlichkeit mit unserer physischen Erde, nur dass sie aus subtilerem Material geformt wurde, und daher den physischen Augen nicht sichtbar erscheint. Sie besteht aus sieben Ebenen (Gesetz der Sieben): 1. Region der Leidenschaften und niederen Wünsche 2. Region der Beeindruckbarkeit 3. Region der Sehnsucht 4. Region der Gefühle 5. Region des Lebens der Seele 6. Region des Lichts der Seele 7. Region der Kraft der Seele[9, S. 35] Als Bürger dieser neuen Welt, wird der Mensch genauso empfangen wie einst bei seiner Geburt. Auch hier gibt es friedliche Helfer, Verwandte, Geliebte, die den Verstorbenen oder die Verstorbene in Empfang nehmen. Mittlerweile sind viele Beschreibungen dieser Begegnungen zugänglich, wie zum Beispiel in den »Jenseitswelten« von James van Praagh. Hinweisen möchte ich auch auf die Bücher von Rosina Sonnenschmidt, in diesem Zusammenhang vor allem auf »Exkarnation – der große Wandel«[14], das zum Verständnis von Leben und Tod vieles beitragen kann.

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Die Wunschwelt Die Erfahrungen, die in dieser Ebene gemacht werden, sind stark beeinflusst von dem Bewusstseinszustand, den der oder die Verstorbene im Laufe des Lebens erreicht hat. Nicht alle sehen oder erkennen die Wesenheiten, die sie in Empfang nehmen. Hing der Verstorbene sehr an der Erde, an Geld, Leidenschaften usw., kann es sein, dass er lange Zeit braucht, bis sich die Augen auf diese neue Welt eingestellt haben. Die Sinnesorgane für die Wahrnehmung dieser Welt können versperrt sein. Stattdessen erwartet diesen Menschen ein selbst geschaffenes Trugbild, eine Art Spiegelung dessen, was diesen Menschen an der Erde festhaften lässt. Es fehlt jedoch der Körper um die Spiegelung der eigenen Wünsche real werden zu lassen. Mancher versucht daher, andere Organismen zu besetzen, um sein Ziel doch noch zu erreichen. Hier erkennen wir erstmals sehr deutlich, wie die Scheinwelt der Sykose sich in der Besessenheit der Parasitose spiegeln kann. Diese Form des Besetzens, die Besessenheit erzeugt, ist eine der übelsten Formen der Parasitose die wir kennen. Es ist schwierig, diese Besessenheit homöopathisch zu behandeln, obwohl es einige Mittel gibt, die dazu in der Lage sind, z.B. Besessenheit: anac., ange-s., calo., hell., lach., manc., plat., puls., stram., syph., zinc. Da es in dieser Ebene schwer fällt, an die gewohnte Befriedigung zu kommen, sehen sich die Verstorbenen irgendwann gezwungen, doch die Augen für die andere Welt zu öffnen. Dann erkennen auch sie die Wesen auf der anderen Seite, entfernen sich von der materiellen Welt und setzen damit ihre Evolution fort. Bleiben Personen auf der materiellen Ebene zurück, zu denen starke Bande existieren, können auch diese den Fortgang der Evolution behindern. Fallbeispiel Ein Vater konnte seinen Sohn, der durch einen Autounfall verstarb, nicht loslassen. Immer wieder spielte sich die letzte Szene im Hause der trauernden Familie ab. Der Sohn kam die Treppe hinunter, sagte kurz etwas zu seinem Vater, nahm seine Jacke und fuhr weg. Kurz darauf war er verunfallt. Diese Szene kehrte regelmäßig wieder. Seine Mutter war in der Lage, durch die Blütenessenzen White Chestnut, Red Chestnut und Star of Bethlehem, ihren Sohn loszulassen. Sein Vater,

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11 Exkarnation der das bei seiner Frau bemerkte, weigerte sich aber standhaft, die Blütenessenzen zu nehmen, da er sich jeden Abend auf ein Wiedersehen mit seinem Sohn freute. Sie wechselten dabei immer wieder die gleichen Worte, taten immer wieder die gleichen Dinge, aber er hielt an diesem Geschehen fest, und damit auch seinen Sohn in einer Endlos-Warteschleife. »Eine derartig besitzergreifende Liebe einer lebenden für eine gestorbene Person ist im hohen Grade nachteilig für den Entkarnierten«[9, S. 32] schreibt Kabaleb in seinem Buch Einweihung. Der Hüter der Schwelle Die erste nachtodliche Begegnung hat der verstorbene Mensch, wenn er weiter aufgestiegen ist, mit dem Hüter der Schwelle. Er ist wie der blinde Fährmann Vasudeva, der den Menschen über den See in die andere Welt trägt. Die Art und Weise, wie der Hüter der Schwelle gesehen wird, hängt sehr stark von den Dingen ab, die der Mensch zu Lebzeiten getan hat. Hat er freundliche Dinge getan, wird das Bild freundlich sein, hat er unfreundliche Dinge getan, wird das Bild unfreundlich sein. Der Verstorbene muss sich der Prüfung unterziehen, die der Hüter der Schwelle für ihn bereit hält. Natürlich ist der Mensch in dieser Phase nicht allein, auch wenn er es zu sein glaubt. Hilfe wird ihm stets zuteil. Die Gesetze der Drei und der Sieben Die Hermetiker teilten ihr Universum immer wieder gemäß der Gesetze ein, die wir bereits besprochen haben, vor allem gemäß der Gesetze der Drei und der Sieben. Sie erkennen bereits, dass das Universum der Hermetiker immer in sieben Stufen eingeteilt ist, die wiederum eine Drei-Teilung zeigen. Das sieht in etwa folgendermaßen aus: 3 1 3 Die unteren drei Ebenen, die ebenfalls nach dem Gesetz der Drei arbeiten, werden vom Gesetz der Abstoßung regiert. Hier geht es oft um Reinigungsarbeiten, und Dinge kehren zu uns zurück, um zerstört zu werden. Das Miasma, das für diese Ebenen zuständig ist, ist die Syphilinie.

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Die Wunschwelt Die mittlere Ebene trennt die oberen drei Ebenen von den unteren. Sie wird vom Gesetz des Ausgleiches regiert. Hier regiert die Psora. Die oberen Ebenen sind wieder nach dem Gesetz der Drei organisiert, arbeiten aber mit dem Gesetz der Anziehung, das heißt Dinge kehren zu uns zurück, um sich in uns zu vermehren, kennzeichnende Erscheinungen der Sykose. Die drei unteren Regionen Die drei unteren Regionen werden von den Luziferen regiert. Die Luziferen helfen den Menschen, sich von ihren Sünden zu reinigen, sie durch das Fegefeuer zu leiten usw.. Es sind die Regionen, in denen der Mensch Leiden in sich und anderen erfährt. Da der Mensch fehlbar ist, wird ein großer Teil seiner Handlungen unter das Gesetz der Abstoßung gestellt, und auch die Luziferen arbeiten hier unter diesem Gesetz. Dessen Aufgabe ist es alle falschen Gedanken, Gefühle und Taten wieder zu zerstören, damit daraus neues Material für neue Gedanken, Gefühle und Tätigkeiten gebaut werden kann. Die Gegenkraft zerstört eine Hülle nach der anderen. In den drei unteren Regionen herrscht Dunkelheit, in der ersten ist sie total. Es gibt kein Licht, keine Farbe. Nicht nur verstorbene Menschen finden Zugang zu diesen Reichen, sondern auch Elementale, künstliche Elementale und verkörperte Menschen während des Schlafes. Elementale »Elementale werden die Korpuskel genannt, aus denen sich die Elemente bilden: Feuer, Wasser, Luft und Erde.«[9, S. 43] Man könnte sagen, dass sie Mikroorganismen ohne eigenes Bewusstsein sind, das heißt sie stehen demjenigen zur Verfügung, der mit ihnen umzugehen weiß. Da die Elementale der unteren Regionen mit der Kraft der Abstoßung oder der Gegenkraft arbeiten, ist ihre Aufgabe die Zerstörung. Künstliche Elementale Künstliche Elementale sind menschliche Schöpfungen. Jeder Wunsch, den eine lebende Person aussendet, erschafft eine Form, ein Wunschgefäß. Wird dieser

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11 Exkarnation Wunsch ständig wiederholt, löst dieses Wunschgefäß sich nicht mehr auf, sondern wird zu einem künstlichen Elemental, einer Schöpfung aus dem Wunsch eines Menschen. Die künstlichen Elementale, die sich in dieser Region befinden sind aus Hass, Rachsucht, Habgier und Ähnlichem geboren. Verkörperte Menschen im Schlaf Diese Regionen werden auch von Menschen besucht, deren Seele im Schlaf dorthin wandert. Da das Gesetz der Schwingung alles im Universum regelt, können hoch schwingende Wesen diese Regionen kaum besuchen. Doch Menschen die in Wut, Hass, Niedertracht usw. existieren, haben auch die Möglichkeit, diese Regionen im Schlaf aufzusuchen. Hoch schwingende Wesen können während des Schlafes in diese Bereiche gelangen, wenn sie tagsüber Dinge erlebt oder getan haben, die sie in diese Bereiche führen können. Exzesse jeglicher Art können dazu führen, dass sich Träume aus diesen Bereichen zeigen. In Erinnerung geblieben ist mir ein Traum, der gekommen ist, nachdem ich abends ein Schweinefilet gegessen hatte, und nachts davon träumte, von einer Horde Zombies verfolgt zu werden. Sie drängten mich in eine Ecke, und bei dem Versuch über eine Mauer zu fliehen, bissen sie sich in meiner Lendenregion fest und versuchten, mir mein Filet herauszureißen. Ich esse seitdem ungern Schweinefilet. Wir können auch in diesen Bereichen Familienangehörige treffen, die dabei sind, sich von den Verfehlungen ihres Lebens zu reinigen. Die Hölle, Region der Leidenschaften und niederen Wünsche Nach der Prüfung durch den Hüter der Schwelle stehen die Phasen der Läuterung und Reinigung auf dem Programm. Da die Verstorbene die höheren Bereiche nur mit einer höheren Schwingung betreten kann, muss sie sich zunächst vom Ballast der Untaten aus ihrem letzten Leben rein waschen. Diese Aufgabe haben die unteren drei Regionen der Wunschwelt. Die unterste Region wird als Region der Beeindruckbarkeit und niedrigen Wünsche oder kurz als Hölle (Scheol) bezeichnet. Gelenkt durch das Gesetz der Abstoßung und das Gesetz der Resonanz kehren in dieser Ebene die Irrtümer der Menschen zurück, um zerstört zu werden.

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Die Wunschwelt Die Szenen, die der Verstorbene erlebt, gleichen, ähnlich wie in der Homöopathie, einem rückwärts ablaufenden Film, der allerdings nur die Irrtümer zurückspult, damit der Mensch sie wieder erleben kann, bevor sie zerstört werden. Bestimmte Elementale, die eine zu starke Zerstörungskraft im Leben des Menschen hatten, als dass man sie ohne Schaden hätte zurückkehren lassen können, wurden in der Hölle deponiert, damit sich der Mensch jetzt, wo ihm kein Schaden mehr droht, damit auseinander setzen kann. Danach erlebt der Mensch sein Leben erneut in umgekehrter Reihenfolge, jedoch wird jetzt der Fokus auf die Leiden gelegt, die er in anderen schuf. Wie Buddha unter seinem Bodhi-Baum, erlebt der Mensch das Karma am eigenen Leibe, das er verursacht hat. In der Hölle herrscht vollkommene Dunkelheit. Es riecht dort nach Verfall, nach verwesender Materie. »Die Kraft der Abstoßung sammelt die Abfälle, um sie zu verbrennen und erneut der Urmaterie dieser Region einzuverleiben.[9, S. 36]« Die Auflösung der ersten Hülle geht mit Schmerzen einher, die in unser Bewusstsein ein Gefühl für Rechtschaffenheit einprägen sollen. Nachdem die erste Hülle sich aufgelöst hat bewegen wir uns in die zweite Region. Das Fegefeuer, Region der Beeindruckbarkeit Erneut läuft der Film unseres Lebens ab, um uns zu reinigen. Diesmal erleben wir unsere Untreue, unsere Intoleranz, unsere kleinen allzu menschlichen Fehler, die aber uns und unseren Mitmenschen das Leben schwer machten. Auch hier erkennen wir unsere Irrtümer und beginnen zu korrigieren. Nachdem wir das Fegefeuer hinter uns haben, reinigen wir uns von dem Bösen, das wir unabsichtlich oder aus Unachtsamkeit taten. Region der Sehnsucht In der letzten Region zeigt sich unser Lebensfilm im Hinblick auf unsere ungerechten Launen. Es geht hierbei um das Böse, das wir aus Unbewusstheit taten. Hier finden wir die Geschehnisse unseres Lebens, in denen wir Anderen unabsichtlich Schaden zufügten.

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11 Exkarnation Zusammenfassung Fassen wir die Aufgabe der drei unteren Bereich der Wunschwelt zusammen, so handelt es sich alles in allem um einen reinigenden Bereich, in dem wir etwa ein Drittel der letzten Lebenszeit verbringen dürfen, um uns zu läutern. Die Arbeit in diesen Bereichen ist sehr wichtig, da wir dort die Charakterstärke und das Bewusstsein entwickeln, im nächsten Leben nicht in die gleichen Fallen zu stolpern. Für diese Arbeit ist daher eine klare Übertragung der Bilder durch die Silberschnur notwendig, da ansonsten diese Arbeit nur unter erschwerten Umständen stattfinden kann. Eine Störung dieser Ruhe kann verheerende Folgen für die Verstorbene mit sich bringen. Der Durchgang durch die unteren drei Welten ist nur dann vonnöten, wenn wir Materie in unserem Energiefeld angesammelt haben, die zum Schwingungsbereich dieser unteren Regionen gehört. Wenn wir abends vor dem Schlafengehen allerdings eine Rekapitulation des Tages machen, eine Rückschau, auch mit der Absicht, sich das getane Böse anzuschauen, reduziert sich der Aufenthalt in diesen Welten um ein Erhebliches, kann sogar ganz entfallen. Denken wir noch einmal daran, dass die unteren drei Welten durch das Gesetz der Abstoßung regiert werden, das heißt jedes Elemental, das wir ausgesandt haben, kehrt zu uns zurück, um zerstört zu werden. Die vierte Region Die vierte Region ist die Ebene der Gefühle. Sie wird vom Gesetz der Neutralität oder des Ausgleiches regiert. Sie ist ein neutraler Bereich. In dieser Ebene finden wir die Elementale der Gleichgültigkeit, der Empfindungslosigkeit. Es sind die Bereiche, in denen wir uns nicht begeisterten, in denen wir nichts Gutes, aber auch nichts Schlechtes taten. Sie hat das Aussehen einer Wüste, in der nichts geschieht. Die drei oberen Regionen Die drei oberen Regionen der Wunschwelt sind die natürlichen Wohnstätten der Engel und Erzengel, dennoch ist es schwer sie in diesen Bereichen wahrzunehmen, da ein Evolutionsunterschied sie vor unseren Augen verbirgt. Wer im

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Die Wunschwelt Leben gelernt hat, ihre Existenz zu erkennen, der wird sie auch hier sehen und hören können. Es ist alles Licht und Farbe in diesen Bereichen, es existiert nur der Tag, keine Nacht. Auch Elementale, künstliche Elementale, unsere Seelen während des Schlafes und die Gruppenseelen der Tiere finden sich auf diesen Ebenen. Die Elementale können genutzt werden, um Harmonie, Frieden, Glückseligkeit, Gesundheit und Wohlergehen im Allgemeinen zu schaffen. Gebete der Gläubigen nehmen hier ihre Form an und können Botschaften weitergeben, die die Frommen in sie gelegt haben. Auch die für die Heilung von Kranken Betenden schaffen hier sehr starke Elementale. Künstliche Städte lassen sich hier finden, Schamballah, Atlantis usw. Träumt ein Mensch und geht in diese Bereiche, so wird er farbige Träume haben. Er kann dort auf günstigere Weise mit Verstorbenen kommunizieren, als in den unteren Regionen, da sie hier schon ihre Schulden beglichen haben. Es herrscht tiefer Frieden und Wohlgefühl in diesen Regionen. Die Gruppenseelen der Tiere, die sich in diesen Bereichen aufhalten, können als so genannte Krafttiere bezeichnet werden. Sie leben hier in friedlicher KoExistenz, keine Jagd aufeinander findet statt. Sie sammeln und bewahren die Erfahrungen, die ihre jeweilige Spezies gemacht hat. In diese Regionen gehen auch Kinder, die sterben, bevor sie ihr dreizehntes Lebensjahr vollendet haben. Sind sie eines gewaltsamen Todes gestorben, so bemühen sich Lehrer-Engel, ihnen die Erfahrungen zu vermitteln, die ihnen durch den Verlust des Blutes bei einem gewaltsamen Tod abhanden gekommen sind. Andere Bewohner dieser Region konstruieren alle erdenklichen Spielsachen aus der Wunschmaterie, um mit ihnen zu spielen. So leben sie in Erwartung einer neuen Inkarnation in einem wahrhaften Paradies. In den drei oberen Regionen herrscht das Gesetz der Anziehung, das den Wunschkörper zusammenhält. Erster Himmel, Region des Lebens der Seele Die fünfte Region wird auch als »Erster Himmel« bezeichnet. Auch hier läuft der Lebensfilm ab, aber nicht, um uns vom Übel rein zu waschen, sondern um die positiven Elementale zu betrachten. Wir betrachten all die guten Aspekte unseres Lebens, all das Gute, das wir getan haben, all die Dankbarkeit, Liebe und Zuneigung, die wir in unserem Leben empfunden und gegeben haben.

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11 Exkarnation Damit diese Elementale auch bei uns bleiben, und sich sogar vermehren, wurden diese Regionen unter das Gesetz der Anziehung gestellt. Haben wir all das Gute in unserem Leben angeschaut, empfunden und assimiliert, geht es weiter in den nächsten Bereich. Das Zuhause, Region des Lichts der Seele In dieser sechsten Region kann die Seele ihr Haus bauen. Das Wunschmaterial ist extrem verformbar und die Vorstellung des Individuums reicht aus, um aus der Materie alles zu formen, was gewünscht ist. Es ist auch die Ebene des Lichts, der Farben, der Blumen. Wunderbare Gärten sind hier zu sehen. In dieser Wohnung wird die Seele mit all den Menschen leben, die sie im vergangenen Leben liebte, mit denen, die auf sie schon warteten, und jenen, die später kommen, wenn ihre Lebenszeit beendet ist. Die Seelen werden auf dieser Ebene in Gruppierungen zusammengefasst. Manche sprechen von Clans. Die Lebensbereiche entsprechen dem gemeinsamen Fühlen zu Lebenszeiten. Außerdem ist hier auch die Wohnung der Liebe und die Wohnung der Freundschaft. Je härter das Leben war, desto größer ist das Glück, das auf dieser Ebene, dem gelobten Land, erlebt wird. Die siebte Region, Region der Kraft der Seele In der siebten Region wird all das notwendige Material für Inspiration und Kontemplation gefunden. Es ist der Bereich, der sich auszeichnet durch Meditation, Gebet, durch Suche nach dem Höchsten. Hier bekommen Maler und Schriftsteller ihre Inspiration, hier finden sich alle Bücher wieder, die je geschrieben wurden, hier bereitet die Seele ihre Zukunft vor und prägt dem Ur-Atom ihres Wunschkörpers die faszinierenden Erfahrungen des Lebens ein. Jeden Tag kommt der Gott unseres Sonnensystems um Mitternacht in diesen Bereich, um mit den Seelen zu sprechen. In dieser Region leben wir in Bruder-/Schwesternschaft mit Engeln und Erzengeln, können mit ihnen reden und von ihnen unterwiesen werden. Der Tod des Wunschkörpers Hat die Seele alle Erfahrungen assimiliert, die auf den verschiedenen Ebenen des Wunschkörpers gemacht werden können, so verlässt sie auch diese Bereiche

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Die Wunschwelt und zieht ihr Leben in den Mentalkörper zurück. Der Körper löst sich jedoch nicht auf, wie wir es von unserem materiellen Körper kennen, sondern schwebt als »Hülle« oder »Larve« weiter. Diese Larven oder Hüllen, können die Gefühle der Person übermitteln, die sie benutzte. Verspielte Elementale können solche Hüllen in Bewegung versetzen, sodass wir den Eindruck bekommen, sie seien lebendig. Dies geschieht vor allem mit bekannten Persönlichkeiten der Weltgeschichte. Es kann daher sein, dass in einer Trancearbeit nicht Kontakt mit den verstorbenen Seelen aufgenommen wird, sondern mit den scheinbar belebten Hüllen. Diese Hüllen können jedoch nur wiederholen, was sie in ihrem Leben bereits gelernt und gesagt haben, sie können nichts wirklich Neues produzieren. Der Übergang der Seele in den Mentalkörper findet ohne Bewusstseinsverlust statt, er ist, ganz im Gegenteil, begleitet von einem Gefühl der Glückseligkeit. Dieser Übergang wird »das große Schweigen« genannt, weil alles um die Seele herum schweigt, die sich alleine fühlt, gleichzeitig aber in den Harmonien des Universums badet. Der Mensch kommt aus einem langen Exil, endlich in die Heimat zurück. (Siehe Tabelle 11.1).

Tabelle 11.1: Die Grundcharakteristika der drei Miasmen Unendliches Nichts Nichts Unendliches, leuchtendes Nichts Gesetz der Anziehung Gesetz des Ausgleiches Gesetz der Abstoßung Wie oben so unten Alles ist Geist Alles ist Schwingung Vorhang Mangel Weigerung Sykose Psora Syphilinie Alles ist weiblich und Aktion = Reaktion Alles ist Rhythmus männlich (Karma) Alles ist polar spiegelt sich selbst spiegelt die Einheit Gott ⇔ Luzifer Raum obere Regionen des mittlere Region des untere Regionen Wunschkörpers Wunschkörpers des Wunschkörpers

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11 Exkarnation

Die Mentalwelt Nach dem großen Schweigen, erwacht der Mensch in einer Region, die »zweiter Himmel« genannt wird. Sie befindet sich im unteren Bereich der Gedankenwelt, in der Region des konkreten Gedankens. Die Welt der Gedanken, ist nach dem Gesetz der 3-4-Beziehung aufgeteilt. Wir finden vier Ebenen, die den Archetypen und drei Ebenen, die den Ur-Ideen zugeordnet werden. Die Regionen der Archetypen nennt man auch Region des konkreten Gedankens, die drei Ebenen der Ur-Ideen Region des abstrakten Gedankens. Region des konkreten Gedankens Die Region des konkreten Gedankens wird aufsteigend folgendermaßen benannt: 1. Region der Archetypen der Form. 2. Region der Archetypen der universalen Vitalität. 3. Region der Archetypen der Wünsche und Emotionen. 4. Region der Archetypen des Intellekts. Der erste Eindruck der Seele, die im zweiten Himmel erwacht, ist das Empfinden, in einem Meer der Harmonie zu baden. Die Klänge der Sphärenmusik, die entsteht, wenn die Sterne sich durch den Zodiak bewegen, dringen zu ihm durch. Es entsteht ein Gefühl, als wenn man vor Glück weinen müsste. Diese Sphärenmusik hält die Materie zusammen. Würde sie auch nur für einen Bruchteil von Sekunden aufhören zu erklingen, würde die Existenz verschwinden. Hier begreift die menschliche Seele das höchste Mysterium der Harmonie, ohne die nichts existieren könnte. Der Mensch, der diese Lebenssphäre betritt, hat allen Egoismus abgelegt. Er ist sich bewusst geworden, ein Teil der Lebenswelle zu sein, die wiederum ein Teil des Ganzen ist. Da der Egoismus verschwunden ist, ist auch das Wissen, das hier zugänglich ist, Allgemeingut. Das universale Wissen steht hier zur Verfügung, die so genannte »Akasha-Chronik«. In der Akasha-Chronik findet der Mensch auch die Geschichte seines Lebens vor, so wie alle Geschichten, die das Leben bisher durch andere Menschen schrieb. Darin darf er lesen.

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Die Mentalwelt Auch in dieser Ebene setzt der Mensch sich mit den Inhalten seines Lebens auseinander, doch nicht nur das, es wird auch an der Zukunft der Erde gearbeitet. Mentale Irrtümer lösen sich auf und gute Lösungen können gefunden werden. In der ersten Region der Gedankenwelt befinden sich die Archetypen der Form. Alle Formen, die in unserer physischen Welt existieren, liegen hier als Schema vor. Ein Leben in dieser Ebene bedeutet, den geistigen Hierarchien zur Hand zu gehen, die den Rahmen planen, in dem sich das nächste physische Leben entwickeln soll. In der zweiten, dritten und vierten Region lernt der Mensch, sich einen Vital-, Wunsch-, und Gedankenkörper zu bauen. Jeder Körper braucht geeignete Organe, um bestimmte höhere Fähigkeiten auszudrücken. Wenn der physische Körper dieses Organ nicht hat, fällt es dem inkarnierten Menschen schwer, ein vielleicht vorhandenes Talent in einem defizienten Körper auszudrücken. Auf diesen Ebenen lernt der Mensch, ein Organ zu produzieren, das ihm erlaubt sein Talent auszudrücken. Da es des Menschen Bestimmung ist, ein schaffender Gott zu werden, verbringt er in der Gedankenwelt seine Lehrzeit damit, das Kreieren zu beherrschen. Auf der Erde nutzt er dann die geschaffenen Vehikel, um ihre Tauglichkeit zu überprüfen. Diese Erfahrungen erlauben, das Gefährt beim nächsten Aufenthalt in der Gedankenwelt zu perfektionieren. Ist die Arbeit an der Vervollkommnung und Vorbereitung der physischen Welt für die nächste Inkarnation abgeschlossen, stirbt auch der Mentalkörper. Der Mensch legt seine materiellen Hüllen endgültig ab und ist nur noch reiner Geist, ausgestattet mit einem Uratom, das ihm hilft, einen neuen Körper für ein neues Leben aufzubauen. Er erhebt sich dann in die oberen Regionen der Gedankenwelt, wo er in Kontakt mit seiner Ur-Seele tritt. Die Region der abstrakten Gedanken Die drei oberen Regionen der Gedankenwelt tragen gemeinsam den Namen Region der abstrakten Gedanken. Sie sind unter folgenden Namen bekannt: 5. Die Uridee des Wunsches und der Emotion in Tier und Mensch. 6. Die Uridee des pflanzlichen, tierischen und menschlichen Lebens. 7. Die Uridee der mineralischen, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Form.

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11 Exkarnation In diesen Regionen der Schöpfung »gibt es keine Formen, alles ist lebendiges, leuchtendes Magma, reiner schaffender Hauch«[9, S. 57]. Hier residiert unsere Ur-Seele. Die Ur-Seele ist derjenige Teil von uns, der im Anbeginn geschaffen wurde. Der materielle Körper, den wir besitzen ist nur ein Vehikel für diese Ur-Seele, die sich in der materiellen Existenz ausdrücken möchte. Nach der Auflösung des materiellen Körpers gehen die Erfahrungen auf unsere Ur-Seele über. Die Ur-Seele ist unsterblich, sie kennt keinen Tod, nur eine unendliche Kette neuer Gestaltungen. Es gibt Fälle, die bekannt geworden sind, in denen sich die Ur-Seele viermal zur gleichen Zeit inkarniert hatte, das heißt, dass wir unter Umständen uns selbst im Leben begegnen können, ohne zu ahnen, dass die andere Person von der gleichen Ur-Seele gespeist wird. Seit der Erschaffung als jungfräulicher Geist verweilt die Ur-Seele in den Bereichen, die folgende Namen tragen: 1. Welt des göttlichen Geistes 2. Welt des Lebensgeistes 3. Welt des menschlichen Geistes Die letzte dieser Welten steht in Kontakt mit den höheren Regionen der Gedankenwelt. Wenn unser physischer Körper einen bestimmten Reifegrad erreicht hat, steigt die Ur-Seele hinab, um ihren Willen auszuüben. Wenn die drei Körper sterben (physischer-, Wunsch-, und Gedankenkörper), werden die jeweiligen Uratome in der Ur-Seele deponiert. Dieser Übergang findet in der Grenzregion statt, die die untere Gedankenwelt von der oberen trennt. Auf diese Weise gehen die Erfahrungen in die Ur-Seele über, deren Erfahrungsschatz zunimmt. Die Ur-Seele wiederum überträgt auf ihre späteren Körper die Erleuchtung, die sie durch ihr Leben in den höheren Sphären erworben hat. Himmel und Erde werden vereint. Die sieben Welten Wir können sieben Welten von der physischen bis zur göttlichen Welt unterscheiden, deren Namen folgendermaßen lauten: 1. physische Welt 2. Welt des Wunsches 3. Welt des Gedankens

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Die Mentalwelt 4. Welt des Lebensgeistes 5. Welt des göttlichen Geistes 6. Welt der jungfräulichen Geister 7. Welt Gottes Jede dieser Welten ist sphärisch. Die Materie jeder dieser Sphären verliert in dem Maße an Dichtigkeit, wie sie sich der Welt Gottes nähert. Jede dieser Sphären durchdringt die niedere und reicht hunderte, bis tausende von Kilometern über diese hinaus. Diese Welten bilden eine Art Ring mit der Sonne als zentraler Sphäre, welche die Welt Gottes darstellt. Das Ganze erinnert an die Sombrero-Galaxie, wie sie in Abbildung 11.1 dargestellt ist. Abbildung 11.1: Sombrero Galaxie

Ähnliches gilt für unser Sonnensystem. Die Sonne hält in ihrer Rotation alle Planeten in ihrer Umlaufbahn. Jeder dieser großen planetarischen Arme bewegt sich mit einer eigenen Geschwindigkeit, sodass sich zu einem bestimmten Zeitpunkt zwei planetarische Arme im Raum überlappen können. Bei dieser Überlappung sprechen Astronomen von einer »Konjunktion«. Bei dieser Konjunktion durchdringen sich die oberen Sphären zweier Planeten, und es kommt zu einer Verschmelzung und zum Austausch von Elementen beider Planeten. Unsere Ur-Seele ist der Anteil unseres Da-Seins, der in der spirituellen Welt verblieben ist, in der wir noch nicht mit Bewusstsein leben können. Daher hat die Ur-Seele sich Vehikel geschaffen, die in die Welt gesandt wurden, um Erfahrungen zu sammeln. Das Resultat dieser Erfahrungen wird der Ur-Seele in der vierten Region der Gedankenwelt einverleibt.

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11 Exkarnation Zu Beginn war ein Kontakt der Ur-Seele mit seinen Verkörperungen kaum möglich, da der Körper in seinem Bereich des Da-Seins lebte, während die Ur-Seele in ihrer Welt blieb. Erst mit den Jahrhunderten und regelmäßigen Inkarnationen begannen die Ebenen sich zu durchmischen, und die Ur-Seele konnte mehr Einfluss auf unser Leben bekommen. Eines Tages wird die UrSeele direkt die Inkarnationen leiten können. Ab diesem Zeitpunkt können wir davon sprechen, dass der Himmel auf die Erde gekommen ist. Unser bewusstes Leben entwickelt sich in den drei Welten: 1. physische Welt 2. Wunschwelt 3. Gedankenwelt. Unsere Ur-Seele lebt in drei weiteren Welten: 1. den oberen Regionen der Gedankenwelt 2. der Welt des Lebensgeistes 3. der Welt des göttlichen Geistes. Es verbleibt noch eine Welt, die Welt der jungfräulichen Geister, zu der wir keinen Zugang haben. In dieser Welt entwirft Gott an jedem neuen Schöpfungstag eine Lebensform, die in den Fluss der Evolution eintaucht. Stirbt der Gedankenkörper, gehen alle Atome auf die Ur-Seele über. Die materiellen Existenzen finden ihr Ende. Bekommt die Ur-Seele den Wunsch nach einer neuen Inkarnation, so beginnt die Geschichte von vorn.

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12 Inkarnation Denkt euch, es wäre heute. Die Nacht breitete ihren Sternenteppich aus über Indiens heiliges Land, und auf dem Teppich der Sterne stieg langsam und feierlich ein Engel auf die Erde nieder, und dieser Engel trug Mantaos Seele in den Armen, um sie behutsam und liebreich in den Kelch der Lotosblume zu legen. Wenn ich sage, daß er Mantaos kleine Seele trug, so müßt ihr das nicht so verstehen, als wenn Mantao eine kleine Seele gehabt hätte, arm an Tiefe des Gefühls und schwach an geistigen Kräften. Mantaos, des Königsgauklers, Seele war groß und stark und reich, und wenn sie oben über den Sternen ihre Schwingen regte, dann klang es, als wenn Glocken läuteten in Frieden und Feierabend. Aber es war doch nur eine Menschenseele – und seht ihr, wenn der Engel, den jede Menschenseele zum Hüter hat, seine anvertraute Menschenseele aus der Welt über den Sternen hinabträgt auf diese Welt, dann wird die Menschenseele schwach und müde, wie ein kleines Kind, denn es ist ein weiter Weg und es dauert lange, bis sich die Menschenseele an die Erde gewöhnt hat und an den fremden Boden, der mehr Dornen als Rosen trägt. Ihr alle kennt das, denn ihr seid alle geboren auf dieser Erde und euer Engel hat euch auf dem Sternenteppich hinabgetragen, wenn ihr es auch vergessen habt. Aber ihr werdet euch gewiß erinnern, wenn ich es euch wieder beschreibe. Es ist, als wäre man sehr schwer geworden, als habe man Flügel gehabt, klingende tragende Schwingen – und diese seien einem genommen worden, so daß man nicht weiß, wie man sich bewegen soll. Es ist, als sei die Luft dick und trübe geworden und man könne nicht mehr gut sehen und hören, man müsse das alles noch einmal ganz von neuem lernen – man müsse von neuem atmen und leben lernen, aber langsamer, schwerer und schleppender. Es ist wie ein dickes Kleid, das man angezogen hat, die geschmeidigen Glieder sind wie in Watte gewickelt, und man ist müde, müde und benommen. Die Lotosblume aber dreht sich, dreht sich immer schneller und schneller, so daß man ganz schwindlig wird – und viele fei-

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12 Inkarnation ne Fäden spinnen sich vom Kelch der Blume zu dem Boden hinüber, auf dem wir nun leben sollen und der mehr Dornen als Rosen trägt. Die Fäden halten immer fester und fester, und man fühlt nun deutlich, daß man sie alle erst wird lösen müssen in einer langen mühseligen Arbeit, ehe man wieder aufsteigen darf zu den lichten Fernen, aus denen man gekommen, zu der Welt über den Sternen. Nicht wahr, ihr erinnert euch jetzt und werdet nun auch verstehen, warum Mantaos Seele so klein war, daß es aussah, als trüge der Engel ein kleines Kind auf den Armen. Leise und behutsam legte der Engel Mantaos Seele in den Kelch der Lotosblume. Er sah ernst und traurig dabei aus, denn er wußte, daß er Abschied von ihm nahm, wenn er auch stets unsichtbar um ihn sein würde, und er wußte, daß Mantao, der Königsgaukler, einen schweren und einsamen Weg wandern würde, ehe er wieder heimfand in die Welt über den Sternen. Es ist kein leichter Gang für einen Engel, wenn er seine anvertraute Menschenseele zur Erde geleitet, besonders wenn es eine große und starke Seele ist, an die sich die anderen anklammern – die ihren Weg nicht nur für sich, sondern auch für andere geht und die ihren Schild halten soll über allem, was atmet. Es ist schon schöner, diese Seele wieder zu empfangen, wenn sie heimkehrt in die Welt über den Sternen. »Der Erhabene segne deinen Pfad«, sagte der Engel, »und er segne deinen Pfad allen, für die du ausgegangen bist, Menschen, Tieren und allem Leben. Ich werde für dich auf die Kette der Dinge achten, ich werde den Fäden deines Lebens folgen und deinen Stern über dir halten im Tempel Brahmas und im Schmutz der Gosse. So werde ich immer bei dir sein, und doch ist es eine Trennung, denn Himmel und Erde sind ineinander verflochten und doch getrennt. Nun nehme ich Abschied von dir. Es ist ein harter Weg, den du wandern wirst. Nicht oft werden solche Seelen in den Kelch der Lotosblume gesenkt. Denn du wirst ein Königsgaukler sein, und du wirst sehr, sehr traurig werden, wenn du das begreifst, und doch wirst du sehr froh werden, denn dein Weg ist ein Weg, auf dem die Dinge ineinander übergehen. Der Erhabene segne deinen Pfad. Mehr als andere braucht dein Pfad den Segen des Erhabenen, denn er ist der Pfad der Königsgaukler.« Die Lotosblume drehte und drehte sich. Zahllose Fäden kamen aus

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»Wie sie den Anfang träumten . . . « ihr hervor und klammerten sich immer fester und fester an den Boden der Erde, der mehr Dornen als Rosen trägt und auf dem Mantao nun leben und seinen Pfad wandern sollte. Da neigte sich der Engel und nahm Abschied von Mantao, dem Königsgaukler. Einer der vielen Fäden aber, die sich von der Lotosblume zur Erde spannen, zog Mantao zu seinem Elternpaar hin. Es waren arme Leute, und sie gehörten zur verachteten Kaste der Paria. Aber seine Mutter glaubte, daß sie einen Königssohn geboren habe. – aus Mantao der Königsgaukler von Manfred Kyber –

»Wie sie den Anfang träumten . . . « Zum Anfang einer neuen Inkarnation beginnt die Ur-Seele ihr neues irdisches Leben zu träumen, sie beginnt die Bilder der Erfahrungen zu sehen, die sie in ihrer neuen Existenz erleben möchte. Diese Wunschträume bringen die UrSeele dazu, das Ur-Atom des Gedankenkörpers auf die Region des konkreten Gedankens zu übertragen. Dann beginnt der Weg des Abstieges in umgekehrter Reihenfolge, das heißt das Ur-Atom des Gedankenkörpers durchquert die vierte Region, in der sich die archetypischen Kräfte des Intellektes befinden und zieht wie ein Magnet die Materie dieser hohen Region an sich. Je nach Anziehungskraft des Ur-Atoms, wird es entsprechend viel oder wenig Materie aus diesem Bereich binden können. Das ist entscheidend für die Kraft des zukünftigen Intellektes. Die Stärke der Anziehungskraft für die Mentalmaterie ist auch abhängig von der Aktivität, die der Intellekt im vorigen Leben hatte. Die Kraft des Intellektes steigert sich durch die Lösung der menschlichen Probleme. Im Besitz von Materie aus der vierten Region, wird es dann Materie aus der dritten Region, aus der zweiten Region und aus der ersten Region erwerben. Diese Ansammlung von verschiedener Materie geschieht durch das Gesetz der Anziehung (Sykose). Die Materiehüllen haben die Form einer Glocke, sie sind offen an ihrer Basis und geschlossen an der Spitze. Die Hülle, die zur vierten Region der Gedanken gehört, bleibt außen, während sich die anderen Hüllen im Inneren plazieren. Der neue Mentalkörper ist ein Resultat des Vorlebens, aber auch der Erfahrungen und Eindrücke, die in der nachtodlichen Sequenz gewonnen wurden. Die Struktur des Mentalkörpers wird in großem Maße das

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12 Inkarnation zukünftige Wirken der Person in der Welt beeinflussen. Die Erfahrungen werden je nach Vorherrschen der bestimmten Gedanken-Körper gefiltert. Herrscht ein Gedankenkörper aus der Ebene der Archetypen des Intellektes vor, wird der Mensch sehr intellektuell, ist der Mental-Körper aus der Region der Archetypen der Wünsche und Emotionen vorherrschend, wird der Mensch sehr emotional. Herrscht ein Mentalkörper aus der Region der Archetypen der universalen Vitalität, geht ein Mensch daraus hervor, der die Gesetzmäßigkeiten des Lebens erforschen wird, herrscht ein Gedankenkörper aus der Region der Archetypen der Form vor, entstehen ein physisch orientierter Mensch.

»Wünsche sollen in Erfüllung gehen« Ist der Mentalkörper der zukünftigen Existenz einmal geformt, tritt das UrAtom des Wunschkörpers in Aktion und beginnt Materie aus der siebten Region des Wunschkörpers zu sammeln. In dieser Region befindet sich die Substanz, die der Mensch für ein kontemplatives Leben braucht. Aus dieser Region erhalten Mystiker ihre hohen Visionen. Kann der Mensch eine starke Hülle aus diesem Bereich aufbauen, wird er Zeit seines Lebens immer in sehendem und fühlendem Kontakt mit der Göttlichkeit bleiben. Danach beginnt die Sammlung aus dem sechsten Bereich, dem Licht der Seele. Auf dieser Ebene gewinnen wir die Klarheit der Gefühle und sind in der Lage, das Gute und das Schlechte zu unterscheiden. In der fünften Region wird die Hülle aus der Materie geschaffen, die Leben der Seele genannt wird. Sie ermöglicht es, tiefe emotionale Erfahrungen zu machen und daraus zu profitieren. In der vierten Region wird die Fähigkeit zum Fühlen geschaffen, dieser Bereich entscheidet über Interesse oder Gleichgültigkeit bestimmten Themen gegenüber. Interesse verleibt Erfahrungen in unser Leben ein, Gleichgültigkeit hält die Erfahrungen von unserem Leben fern. Danach fängt das Ur-Atom an, Materie aus den drei unteren Regionen der Wunschwelt zu sammeln. Wurden im vergangenen Leben Leidenschaften und niedere Wünsche genährt, so wird dieser Körper auch im zukünftigen Leben sehr stark sein. Wir besitzen jetzt einen Mental- und einen Wunschkörper, geformt wie eine Glocke, an deren Äußerem sich der Gedankenkörper und im Inneren sich der Wunschkörper befindet. Wir stehen vor dem Tor zum physischen Leben, auf der Suche nach einem physischen Körper, der uns die Manifestation erlaubt. An dieser Stelle beginnen die Dinge komplexer zu werden, weil unsere geschaffenen Körper noch keine Glieder haben, sondern nur Hüllen darstellen. Der

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Die Hüter des Karma physische Körper ist sehr diffizil, und das Ur-Atom muss für die neue Existenz die Materialien nehmen, die ihm zur Verfügung gestellt werden. Es muss also ein mütterlicher Schoß gesucht werden, der die notwendigen Materialien bereitstellen kann.

Die Hüter des Karma Hier treten die Hüter des Karma in Funktion, die der Engelgeneration angehören und in Zusammenarbeit mit den Archivengeln einen Körper suchen, der die notwendigen Erfahrungen bereitstellen kann. In seinem Traum vom Leben sah die Ur-Seele das Bündel an Erfahrungen, die es gerne machen möchte. Mit Hilfe der Archivengel werden jetzt die noch nicht abgeschlossenen Erfahrungen in das Lebensbündel eingeschnürt. Die Ur-Seele entscheidet sich dann bewusst für den Teil der Schulden, den sie abarbeiten muss, das heißt für die schicksalhaften Begebenheiten, die zur Abzahlung der Schulden notwendig sind. Kommen die Archivengel und die Ur-Seele zu einer Einigung, übergeben sie das ausgearbeitete Dossier an die Hüter des Karma, die dann nach dieser Vorgabe eine geeignete Umgebung für die Inkarnation suchen. Sie beginnen ihre Arbeit mit der Konstruktion eines Vitalkörpers, der das Gegenstück zum physischen Körper darstellt und in der physischen Welt die Fähigkeiten des Wunsch- und Mentalkörpers auszudrücken erlaubt. Sowohl Vital- als auch physischer Körper bekommen ein Schwingungsspektrum mit auf den Weg, das in Resonanz steht mit der Schwingung des Wunsch- und des Mentalkörpers. Der Vitalkörper wird zum Vehikel, durch das die geistigen Kräfte in den physischen Körper eindringen und ihn zur Tätigkeit veranlassen. Der Vitalkörper ist unsere Lebenskraft. Oft bestehen zwischen dem Menschen, der inkarnieren möchte und bereits inkarnierten Menschen karmische Bande, die es zu berücksichtigen gilt. Die Hüter das Karma suchen also bevorzugt nach unaufgelösten karmischen Verstrickungen, um die Personen zusammenzubringen, die eine Lösung erlauben. Auch Adoptivkinder können gemäß dieser karmischen Verflechtungen ihre Eltern finden. Eine kleine Patientin von uns, sie war damals drei Jahre alt, schlief, weil sie in ihrem Bettchen nicht schlafen konnte, im Bett ihrer Adoptiveltern. Mitten in der Nacht wachte sie plötzlich auf und sprach zu ihren Eltern in klarer Erwachsenenstimme: »Wisst ihr eigentlich wie sehr wir uns alle anstrengen mussten, damit ich zu euch kommen konnte?« Die Eltern fragten, »Wen meinst Du mit ‘wir,?«. »Na, die Engel und mich.« Drehte sich um und schlief weiter.

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12 Inkarnation Am nächsten Morgen wusste sie nichts mehr davon. Das Erlebnis hat sich nicht wiederholt, und auch sonst schien das Kind über keinerlei außergewöhnliche Fähigkeiten zu verfügen. Ein anderes Kind sorgte für Aufsehen, weil es, geboren in einer streng christlichen Familie, sich nicht davon abhalten ließ, gen Mekka zu beten, noch bevor es sprechen konnte. Manchmal werden ganze Familie exportiert, weil die Bedingungen in einem anderen Land besser sind, als in dem Land, in dem die Familie jetzt lebt. So träumte eine Patientin von uns, dass ihre Vorfahren nach Amerika auswandern mussten, damit ihre Schwester und sie in Amerika geboren werden konnten. Dort allein schien das nötige Feld für die Entwicklung ihrer beider Seelen zu sein. Doch die Arbeit der Hüter des Karma hört mit der Geburt nicht auf, wie folgende Geschichte zeigt. Es ist die Geschichte eines jüdischen Jungen, der sich im Winter 1942 im Konzentrationslager der Nazis befindet. Gedanken an die unaussprechliche Kälte und die Gefahr der Gaskammer bestimmen sein Leben. Er läuft neben dem Stacheldrahtzaun auf und ab, als sein Leben eine schicksalhafte Wendung nimmt. Neben dem Stacheldrahtzaun laufe ich auf und ab und versuche, meinen ausgemergelten Körper aufzuwärmen. Ich habe Hunger, aber das ist hier ein Dauerzustand, und ich will nicht mehr daran denken. Ich habe immer Hunger. Etwas Essbares gibt es scheinbar nur im Traum. Die glückliche Vergangenheit scheint – je mehr von uns Tag für Tag verschwinden – ebenfalls ein bloßer Traum zu sein, und meine Verzweiflung wird jeden Tag größer und größer. Plötzlich bemerke ich ein junges Mädchen, das auf der anderen Seite des Stacheldrahts herumläuft. Sie bleibt stehen und schaut mich mit traurigen Augen an, Augen, die zu sagen scheinen, dass sie versteht, dass auch sie nicht begreifen kann, warum ich hier bin. Ich möchte wegschauen, seltsam beschämt, dass diese Fremde mich so sieht, aber ich kann meinen Blick nicht von ihr abwenden. Dann steckt sie die Hand in ihre Tasche und holt einen roten Apfel hervor. Einen schönen, leuchtenden roten Apfel. Wie lange mag es her sein, dass ich einen gesehen habe? Sie schaut vorsichtig nach rechts und nach links, wirft den Apfel dann schnell mit einem triumphierenden Lächeln über den Zaun. Ich laufe um ihn aufzuheben, und halte ihn in meinen zitternden, halb erfrorenen Händen.

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Die Hüter des Karma In meiner Welt des Todes ist dieser Apfel ein Ausdruck des Lebens, der Liebe. Als ich wieder aufschaue, sehe ich das Mädchen gerade noch in der Ferne verschwinden.[3, S. 24 - 25] Sieben Monate lang treffen sich die beiden jeden Tag, tauschen Apfel, Blicke und Gespräch, bis Herman Rosenblat, der Erzähler dieser Geschichte in ein anderes Lager deportiert wird. Der Abschied fällt schwer, aber die Erinnerung an die Begegnung mit diesem Mädchen hält ihn am Leben. Er überlebt den Krieg und wandert nach Amerika aus, wo er im Jahre 1957 in New York City eine schicksalhafte Begegnung hat. Ein Freund drängt mich zu einer Verabredung mit einer Bekannten von ihm, die er mir noch nicht vorgestellt hat. Widerstrebend willige ich ein, doch sie ist nett, diese Frau namens Roma. Sie ist eingewandert, so wie ich, und somit haben wir wenigstens etwas gemeinsam. »Wo warst du während des Krieges?«, fragte Roma mich sanft in dieser vorsichtigen Art, in der Einwanderer einander Fragen über jene Jahre stellen. »Ich war in einem Konzentrationslager in Deutschland«, erwiderte ich. Romas Blick schweift in die Vergangenheit, so als erinnere sie sich an eine schmerzliche, aber schöne Begebenheit. »Was ist?«, frage ich. »Ich denke nur gerade an etwas aus meiner Vergangenheit, Herman«, erklärt Roma mit einer plötzlich sehr weichen Stimme. »Weißt du, als ich ein kleines Mädchen war, lebt ich in der Nähe eines Konzentrationslagers. Es gab dort einen Jungen, einen Gefangenen, und lange Zeit besuchte ich ihn regelmäßig, jeden Tag. Ich erinnere mich daran, dass ich ihm immer einen Apfel brachte. Ich warf den Apfel über den Zaun, und er freute sich sehr darüber.« Roma seufzt tief und fährt fort: »Es ist schwer zu sagen, was wir füreinander empfanden – wir waren schließlich jung und wechselten nur ein paar Worte, wenn es möglich war –, aber ich kann dir sagen, wir waren sehr liebevoll zueinander. Ich nehme an, er wurde wie so viele andere ermordet. Doch ich kann diesen Gedanken nicht

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12 Inkarnation ertragen und versuche mir den Jungen deshalb so vorzustellen, wie er in jenen Monaten war, die wir geschenkt bekommen haben.« Mit laut klopfendem, fast zerspringendem Herzen schaue ich Roma direkt in die Augen und frage: »Sagte der Junge eines Tages zu dir: ‘Bringe mir morgen keinen Apfel mehr. Ich werde in ein anderes Lager geschickt?,« »Ja, warum?«, fragte Roma mit zitternder Stimme. »Aber, Herman, woher um Himmels willen weißt du das?« Ich nehme ihre Hände in die meinen und erwidere: »Weil ich dieser Junge war, Roma.«[3, S. 26 - 27] Existieren keine karmischen Bande, so können die Hüter die bestmögliche Existenz für die Lernaufgaben der inkarnierenden Seele suchen. Mit wenigen Worten ausgedrückt, • wo, wann und mit wem die Seele inkarniert, ist kein Zufall, sondern untersteht dem Gesetz der Notwendigkeit (Karma).

Der Aufbau des Vitalkörpers Bevor die Suche nach günstigen Bedingungen beginnen kann, muss aber erst einmal der Vitalkörper geschaffen werden, der Körper, den wir in der Homöopathie als Lebenskraft bezeichnen. Der Vitalkörper wird aus den vier oberen Regionen der physischen Welt erschaffen. Diese Regionen werden wegen ihrer Feinheit als Äther bezeichnet. Die Äther umgeben die Materie, können aber nicht im Labor analysiert werden. Sie sind sichtbar, weil sie ein paar Zentimeter über den physischen Körper hinausreichen. Von oben nach unten werden sie folgendermaßen bezeichnet: 4. reflektierender Äther 3. leuchtender Äther 2. Lebensäther 1. chemischer Äther Durch den Vitalkörper werden die höheren Körper mit dem physischen Körper verbunden. Ohne den Vitalkörper würden wir nicht auf die Weise leben, die wir kennen.

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Der Aufbau des Vitalkörpers Der reflektierende Äther Er spiegelt die vierte Region der Gedankenwelt, in der sich die archetypischen Kräfte des Verstandes befinden, in unser Gehirn. Dieser Äther besitzt zwei Pole (wie auch unser Gehirn zwei Hälften hat). Ein Pol reflektiert unsere Sterblichkeit, der andere unsere Unsterblichkeit. Ist der reflektierende Äther schwach, so können sich gedankliche Leistungen schlecht in unserem Gehirn manifestieren. Der leuchtende Äther Der leuchtende Äther verbindet die dritte Region der Gedankenwelt, in der sich die Archetypen der Wünsche und Emotionen befinden, mit dem physischen Herzen. Auch er besitzt zwei Pole. Der aktive Pol produziert die Wärme des Blutes, der passive Pol verleiht unseren Sinnen Leben. Mit ihm wird Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken überhaupt erst möglich. Der leuchtende Äther oder Lichtäther, entspricht unserer inneren Sonne. Jede Störung dieses Äthers wirkt sich auf unsere Sinnesorgane aus. Der Lebensäther Der Lebensäther verknüpft die zweite Region der Gedankenwelt, in der sich die Archetypen des universalen Lebens befinden mit unseren Sexualorganen. Der aktive Pol kann männliche Individuen hervorbringen, bei Frauen hilft er, ein neues Wesen entstehen zu lassen. Der passive Pol kann weibliche Individuen erzeugen oder leitet beim Mann die Samenproduktion. Störungen in diesem Bereich zeigen sich auch als Störungen in der sexuellen Sphäre. Der chemische Äther Der chemische Äther verbindet die erste Region der Gedankenwelt, in der die Archetypen der Form gespeichert sind, mit unserer Milz. Die Milz ist die Pforte, in der der ätherische Körper in den physischen eintritt. Die Milz ist auch das System, das als Energiepumpe die Energien in unserem Körper verteilt. Der aktive Pol steuert die Nahrungsaufnahme, der passive die Nahrungsausscheidung. Wird dieser Äther gestört, zeigt sich eine allgemein schlechte Gesundheit. Ist der Vitalkörper gebildet und funktionsfähig, so vereinigt sich sein Ur-Atom mit dem des Wunschkörpers und des physischen Körpers, um die Silberschnur zu formen, die alle Körper miteinander verbindet. Dieser neue Vitalkörper, der mit Hilfe der Hüter des Karma geschaffen wurde, ist oft eine Kopie des früheren Vitalkörpers. Jetzt gilt es die Eltern und eine

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12 Inkarnation passende Sternenkonstellation zu finden, damit dem Geborenen die Energien zur Verfügung gestellt werden, die er für die Durchführung seines Lebensplanes brauchen kann. Wenn diese Sternenkonstellation erreicht ist und die Eltern gefunden sind, legen die Hüter des Karma das Ur-Atom des physischen Körpers in den Samen des Vaters. Bevor die Seele etwa achtzehn bis einundzwanzig Tage nach der Empfängnis in den sich neu gestaltenden Körper eintritt, inkarniert der Zeuge, der unablässig unser Leben protokolliert. Von der Geburt bis zum Tod. Mit Hilfe den von der Mutter bereitgestellten Materialien wird der zukünftige Körper gebaut. Bei der Geburt stehen dem Baby seine höheren Körper noch nicht zur Verfügung, es lebt daher im Wunsch- und Mentalkörper der Eltern. Der Vitalkörper wird im Alter von sieben Jahren (Gesetz der Sieben) aktiviert und das Kind beginnt schnell zu wachsen. Mit etwa vierzehn Jahren wird der Wunschkörper aktiv und das Kind wird geschlechtsreif. Mit etwa einundzwanzig Jahren aktiviert sich der Mentalkörper und das Kind wird erwachsen. Jetzt steht der Mensch im Leben und sollte lernen, sein Leben nach dem Gesetz der Drei auszurichten, indem er lernt Wille, Vorsehung und Schicksal zu einem Lebensteppich zu weben. Zusammenfassung Die Inkarnation wird vor allem durch das Gesetz der Anziehung geleitet und gehört dadurch zum Wirkungskreis der Sykose. Vervollständigen wir daher unsere Tabelle auch um diese Erkenntnis (siehe Tabelle 12.1 auf der nächsten Seite).

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Der Aufbau des Vitalkörpers

Tabelle 12.1: Die Grundcharakteristika der drei Miasmen Unendliches Nichts Nichts Unendliches, leuchtendes Nichts Gesetz der Anziehung Gesetz des Ausgleiches Gesetz der Abstoßung Wie oben so unten Alles ist Geist Alles ist Schwingung Vorhang Mangel Weigerung Sykose Psora Syphilinie Alles ist weiblich und Aktion = Reaktion Alles ist Rhythmus männlich (Karma) Alles ist polar spiegelt sich selbst spiegelt die Einheit Gott ⇔ Luzifer Inkarnation Raum obere Regionen des mittlere Region des untere Regionen des Wunschkörpers Wunschkörpers Wunschkörpers

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12 Inkarnation

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13 Schluss Zum Abschluss möchte ich Ihnen noch gerne den Bericht von Flavio ans Herz legen. Flavio war neun Jahre alt, als er folgendes sagte: »Ich erinnere mich besser an die Zeit vor meiner Geburt als an die ersten drei Jahre meines Lebens. Mein vorgeburtliches Leben überschaue ich aus allen Blickwinkeln. Meine Sicht hat keine Grenzen, da ich nicht mit meinen physischen Augen sehe. Auf diesem Planeten, der so dicht ist, bin ich zum erstenmal. Ich war schon vorbereitet, auf anderen Planeten, wo ich das Körperliche üben konnte. Das war so, wie wenn man in der Luft ohne Bleistift Schreiben lernt. Aber das ist hier doch ganz anders, sehr eigenartig; ich habe einen physischen Körper. Die wenigen Grundregeln, die ich mitbringe, um hier existieren zu können, lauten: Ja und Nein, Zeit und Raum. Dies hier ist die Welt der Gegensätze [. . . ] Ich erinnere mich an hunderte von leuchtenden Kugeln; alles Lebendige ist eine leuchtende Kugel. Einige von ihnen können mir behilflich sein, mich auf diesem schwierigen Planeten zurechtzufinden. Ich sehe zwei Mütter, die für mich in Frage kämen, eine mit einem starken Ego, die andere von feinerer Art, also genau richtig. Diese zweite ist mit einer Kugel verbunden, die sehr hell leuchtet [. . . ] Sie ziehen mich an, weil sie durch Liebe verbunden sind. Sie werden meine Eltern sein. Ich weiß, daß ich gehen muß und fühle mich mehr und mehr zu ihnen hingezogen. Dann kommt ein leuchtender Tunnel, rundum ist es finster. Als ich eintrete, fühle ich mich sehr beengt, sehr eingesperrt.«[8, S. 351] Hiermit wären wir am Ende dieses Büchleins angelangt, und, wie ich hoffe, wieder vollständig inkarniert. Ich hoffe die Reise durch die Welt der Hermetik hat Ihnen Spaß gemacht und Sie können die Früchte, die sich für die Miasmatik ernten lassen, produktiv in Ihrer Praxis umsetzen.

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13 Schluss Auf Wiederlesen

Peter Gienow

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Nachwort von Gertie Gienow Musik besteht aus Tönen und Klängen. Stimmst du sie an, erklingen Weisen, Lieder und Rhythmen. Die Gesänge, aus Tönen gemacht, erfüllen das Universum, und somit schwingt es harmonisch in sanften Wellen und Rhythmen. Töne sind Buchstaben, sie bilden Sätze – Ge-Setze, die durch Zahlen verborgen in den Schriften wachen. Gottes Gesetze. Sterne am Himmel erzählen uralte Geschichten von ihnen. Befolgen wir sie? Du machst dich auf die Suche und liest Bücher, hörst Musik, um das Verborgene zu entschlüsseln, welches nicht verborgen ist. Hüten wir diesen Schatz! Der liebe Gott war sehr weise und verbarg es in ihr – dem weisen Weibe. Hast du je eine Frau wirklich berührt? Du würdest die Töne fühlen. Hast du schon einmal dein Ohr auf die zarten Häute gelegt?

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Nachwort von Gertie Gienow Dann würdest du die universelle Energie schwingen hören. Wundersame Klänge und Reigen wurden dort geboren, um neue Welten und Sterne zu gebären. Sie ist die Hüterin. Sie, die Frau, gebärt die Welten, sie lässt dich die allumfassende Liebe erfahren, denn sie wiegt uns alle im Arm. Ein Kuss von ihr, wird deine Säfte reinigen und dich in den Himmel heben, dich rein und jungfräulich schauen lassen. Die Zweierverbindung und Ekstase macht Eins. Euer Streicheln wird Blumen auf der Erde zum wachsen bringen, und selbst die Tiere der Nacht werden den Tag besingen. Die Erde wird schwingen wie noch nie und der Lebensbaum wird neu erblühen. Zwei wird Eins.

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Literaturverzeichnis [1] Albertus, Frater: Von Eins bis Zehn. Turm Verlag, 1973 [2] Berg, Yehuda: Die Macht der Kabbalah. Arkana - Goldmann, 2003 [3] Canfield, Jack (Hrsg.) ; Hansen, Mark V. (Hrsg.): Hühnersuppe für die Seele – für Partner. Arkana, 2000 [4] Gienow, Peter: Homöopathische Miasmen: Die Sykose. 2. überarbeitete Auflage. Sonntag-Verlag, 2005 [5] Gienow, Peter: Miasmatische Schriftenreihe Band 1 – Die hermetischen Gesetze als Grundlage der Homöopathie. Peter Irl, 2005 [6] Gorion, Micha J. (Hrsg.): Die Sagen der Juden. Parkland Verlag, 1997 [7] Hahnemann, Samuel: Organon der Heilkunst. 6. Auflage. Haug Verlag, 1987 [8] Helsing, Jan van: Hände weg von diesem Buch. Ama Deus-Verlag, 2004 [9] Kabaleb: Einweihung in die Mysterien des göttlichen Werkes. Knaur, 1991 [10] Laotse: Tao Te King [11] Praagh, James van: Jenseitswelten. Arkana Goldmann, 2002 [12] Pressfield, Steven: Die Legende von Bagger Vance. Rohwolt Taschenbuch Verlag, 2001 [13] Ranke-Graves, Robert von ; Patai, Raphael: Hebräische Mythologie. Rowohlt, 1994 [14] Sonnenschmidt, Rosina: Exkarnation – Der große Wandel. Verlag Homöopathie und Symbol, 2002

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