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FingGing

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FingGing

VON PETER GIENOW

Autor: PeterGienow – Immenweg 5 – 25813 Husum Cover: © Uratom von GertieGienow © Copyright 2019 – Alle Inhalte, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, einschließlich der Vervielfältigung, Veröffentlichung, Bearbeitung und Übersetzung, bleiben vorbehalten.


Inhaltsverzeichnis 1. Vorwort 1. Himmlische Energie – Zeitraum – Qian 2. Erde – Raumzeit – Kun 3. Schwierig – Sprießen – Zhun 4. Dunkel – Verhüllen – Meng 5. Brauchen – Warten – Xü 6. Wort – Auseinandersetzen – Song 7. Morphofeld – Drehmoment – Shi 8. Intimität – Einklang – Bi 9. Kleines Werk – Kleines Sammeln – XiaoChu 10. Weg – Gehen – Lü 11. Ja – (Ge)-Lassen – Tai 12. Nein – Weigern – Pi 13. Sonne – MenschenZunge – TongRen 14. Mond – Begreifen – DaYou 15. Bescheiden – Abwägen – Qian 16. Entzücken – Geben – Yü 17. Erst Folgen - Dann Folgen– Sui 18. Notwende – Degeneration – Gu 19. Kümmern – Übersehen – Lin 20. Wachen – Beobachten – Guan 21. Ausmerzen – Beißen – ShiHe 22. Anmut – Stylen – Bi 23. Schnitzen – Gravieren – Bo 24. Wiederkehren – Phönix – Fu 25. Ehrlich – Fehlerlos – WuWang 26. Groß nähren – groß bewahren– DaXü 27. Mund – Nähren – Yi 28. Wille – Größe – DaGuo 29. Fallen – Grube – Kan 30. Erleuchtung – Feuer – Li

3 5 19 27 35 44 50 55 61 68 73 79 85 92 98 103 108 113 120 127 134 142 150 157 165 175 180 186 193 199 206


Inhaltsverzeichnis

31. Empfinden – Weben – Xian 213 32. Durchhalten – Herzführung - Heng 222 33. Unnahbar - Opfern - Dun 229 34. Große Stärke – Große Macht - Da Zhuang 236 35. Gedeihen – Vorwärtskommen – Jin 243 36. Schwarze Sonne – Verborgene Erleuchtung - MingYi 251 37. Haushalt – Zuhause – Jia Ren 259 38. Perspektive – Standpunkt – Kui 266 39. Krankheit – Hinken – Jian 275 40. Befreien – Lösen - Xie 284 41. Ausgießen – Reduzieren - Sun 291 42. Eingießen – Vermehren - Yi 299 43. Scheiden – Segnen – Guai 308 44. Paaren – Treffen – Guo 316 45. Sammeln – Bündeln - Cui 323 46. Er-Wachsen – Raum ermessen – Shen 332 47. Sackgasse – Erschöpfung – Kun 339 48. Wellness – Quelle – Jing 347 49. Wandeln – Häuten – Ge 353 50. Schmieden – Stand – Ding 363 51. Donner – Zeitverdichtung – Zhen 371 52. Berg – Sichtweise – Gen 380 53. Allmählich – Zeitverdünnung – Jian 388 54. Identinfizieren - Krankheitsursache– GuiMei 396 55. Reichtum – Fülle – Feng 405 56. Tanzen – Vergänglich – Lü 412 57. Caduceus – Atem – Xun 419 58. Singen – Freude – Dui 427 59. Schmelzen – Zerstreuen – Huan 433 60. Gliedern - Maßnehmen – Jie 442 61. Kernschmelze – Brüten – ZhongFu 449 62. Zu klein – Landen – XiaoGuo 457 63. Fertig – Fähre – JiJi 465 64. Unfertig – Zyklus – WeiJi 474 -1-


Inhaltsverzeichnis

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Vorwort

1. Vorwort Das FingGing ist eine Kombination vieler Einflüsse. Der erste Einfluss ist Jahrtausende alt und allen als I Ging oder I Ching bekannt. Es ist einer der Grundpfeiler der chinesischen Kultur. Der andere Einfluss stammt aus der Gienowmethode und nennt sich Fingerapotheke. Wenn wir mit dem Daumen unsere anderen Finger berühren, erzeugen wir ein Möbiusband, das innere Energieströme freisetzt, die unsere Energien transformieren. Das passt gut zusammen, denn die Hexagramme des I Ging (sechs Linie) bilden ebenfalls Möbiusbänder. Wandeln wir daher die Möbiusbänder des I Ging in die Möbiusbänder der Fingerapotheke um, dann haben wir ein gutes Handwerkszeug, um das jeweilige Hexagramm und die jeweilige Wandlungslinie zu beeinflussen. Das I Ging wird oft als Orakelsystem benutzt, diesen Zweck hat es im FingGing nicht. Im FingGing hat es die Aufgabe unsere Transformationen zu lenken, damit wir das NICHTS leben können und damit Bewohner beider Welten werden können, der Welt des SEINS und der Welt des NICHTSEINS. Die Welt des SEINS wird auch oft als Raumzeit bezeichnet und wird durch die unteren drei Striche (Trigramm) des Hexagramms dargestellt. Die Welt des NICHTSEINS wird als Zeitraum bezeichnet und durch die oberen drei Striche des Hexagramms dargestellt. Nach der Philosophie der Gienowmethode wurde alles, was wir bisher beschrieben haben, von Gott erschaffen. Gott erschuf auch den ersten Menschen - Adam Kadmon, ein mannweibliches Wesen.

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Vorwort

Adam Kadmon soll die nährende Kraft Gottes zurückgewiesen haben und die Welt zersplitterte in das, was wir heute wahrnehmen. Diese zersplitterte Welt ist nicht mehr die Welt Gottes, sondern das Morphofeld, das durch die Glaubensüberzeugungen Adam Kadmons und all seiner Nachfahren, daher auch von uns, am Leben gehalten wird. Das geht nur durch Erschaffung eines hypnotischen Rhythmus und dem unterscheidenden Bewusstsein. Wollen wir in die Welt des Ursprungs, der göttlichen Welt zurückkehren, müssen wir das Morphofeld hinter uns lassen. Wie das geht wurde vor allem von Taoisten erklärt, die schon früh wussten, dass der Mensch eigentlich unsterblich ist, und ein Bewohner beider Welten werden kann. In zahllosen Überlieferungen wurde ihre Philosophie dargestellt. Liu Yiming war einer dieser Taoisten, der den Weg des I Ging beschrieben hat. Ein anderer ist Alfred Huang, der in seinem vollständigen I Ging, Ideogramme entworfen hat, die wir hier nachempfunden haben. Sie vervollständigen das Gesagte. Liu Yiming soll gesagt haben: »Das Tao der spirituellen Alchemie ist nichts anderes als das Tao des I Ging. Das Tao der Weisen ist nichts anderes, als das Tao der Unsterblichkeit.« Durch die Fingerapotheke aktivieren wir die innere Alchemie und können über unsere Fingerhaltung die verschiedenen Prozesse steuern. In der Qothalchemie werden wir beschreiben, welche alchemistischen Prozesse in den einzelnen Hexagrammen ablaufen, die über die Fingerapotheke und Qodes gesteuert werden können. Zögern wir nicht und steigen ein in die Zauberwelt des FingGing. Alles Gute Peter Gienow -4-


Himmlische Energie – Zeitraum – Qian

1. Himmlische Energie – Zeitraum – Qian

Das Ideogramm Qian ist das Bild einer aufsteigenden Sonne und ihren Lichtstrahlen. Die Sonne ist auf der linken Seite. Über der Sonne ein Büschel Gras. Unter der Sonne reichen die Wurzeln tief in den Boden. Auf der rechten Seite verbreitet sich die Lebenskraft Qi in den Himmel. Qian heißt auch Gesundheit und Vitalität. Element: Metall Monat: Mai Das Hexagramm dazu sieht so aus:

Der Himmel ist himmlisch. Er ist sehr kraftvoll. In diesem Hexagramm haben wir Himmel oben und Himmel unten (☰) das heißt, die Energie des Himmels ist vereint. Sie fließt endlos, oben wie unten, im Zeitraum und der Raumzeit. Wir Menschen stammen vom Himmel ab, und haben daher diese unendliche kraftvolle Energie. Die ursprüngliche Energie des Himmels fließt immer, es gibt keine Unterbrechungen.

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Himmlische Energie – Zeitraum – Qian

Durch die Erschaffung des Morphofeldes durch Adam Kadmon wird diese Energie verschleiert. Wir haben unsere ursprüngliche Natur verlassen und sind in die Künstlichkeit des Morphofeldes gelangt. Auf diese Weise machen wir die Erfahrung, dass der ursprüngliche Quell zeitweise versiegen kann. Wären wir weise, würden wir die himmlische Energie stark werden lassen und die künstliche Welt des Morphofeldes vorübergehend nutzen, um das Wahre zu kultivieren. Wir würden das ursprüngliche in der Welt des Morphofeldes suchen und würden uns unablässig selbst stärken. Im Sinne der himmlischen Energie ist stärken, unbeugsam und stark zu werde, sodass die Myriaden Dinge des Morphofeldes uns nicht bewegen können. Wenn wir uns unablässig selber stärken würden, würde die gesamte Energie immer präsent sein und wir besäßen innere Autonomie. Reichtum würde uns nicht dekadent werden lassen und Armut nicht verzweifelt. Autorität und Macht würden uns nichts anhaben können. Wir würden nicht grundlos handeln und nicht in Unwahrheit abgleiten. Ob wir in schönen oder unschönen Situation stecken würden, die himmlische Energie wäre immer da. Sie würde nie versiegen und wir könnten handeln, wie es der Himmel tut. Die Arbeit der Selbststärkung sollte nie aufhören. Nur unaufhörliche Arbeit an sich selbst, kann in Verbindung zum unaufhörlichen Strom der himmlischen Energie treten. Nur in der Unaufhörlichkeit kann der Himmel uns aufnehmen und integrieren. Nur in der Unaufhörlichkeit werden wir so unbesiegbar und unzerstörbar wie der Himmel. Der Himmel schafft die Ordnungen des Lebens. Das Leben ist ein Ausdruck dieser originalen, gewaltigen, wahren Energie. -6-


Himmlische Energie – Zeitraum – Qian

Die himmlische Energie hat keinen Schatten und keine Form. Sie ist lebendig, aktiv, fließt endlos und wird Energie genannt. Im Leben ist sie die Lebensenergie. Weil sie sehr stark und so groß ist, dass sie das gesamte Universum ausfüllen kann, wird sie Kraft genannt. Im Leben kennen wir sie als Lebenskraft. Als Vorfahre von Yin und Yang hat sie die Myriaden Dinge geschaffen, und ist die Wurzel aller Schöpfung. Im Leben kennen wir sie als Lebensordnung. Energie, Kraft, Ordnung, Leben, alles ist dieselbe Stärke. Wenn wir uns unablässig selbst stärken, folgen wir dem Pfad des Himmels. Die Linien aus dem das Hexagramm Himmel aufgebaut ist, sind alle ungerade. Ungerade Linien können in einer stabilen Form auftreten als 1 und einer instabilen als 3. Die Zahlen 1 und 3 sind mit dem Morphofeld verbunden, weshalb dieses Hexagramm, dem Morphofeld näher steht, als der Wirklichkeit. Da alle Linien gleich sind, haben wir 6 Linien, was wiederum die Vollkommenheit repräsentiert. Das Hexagramm Himmel repräsentiert daher die Erfüllung der 1. Die 1 ist stark, nichts ist stärker als die 1. Das Hexagramm Himmel baut auf die 1 und darauf seine Stärke auf. Wir wissen wie stark die Einheit sein kann und wenn wir alle eins sind. Diese Stärke erleben wir im Frühling, wenn das Leben mit aller Kraft durchbricht. Der Frühling repräsentiert die Kreativität der Stärke. Wenn positive Energie geboren wird, sprießt alles. Das ist die Stärke der Kreativität. Im Sommer entwickelt sich der Spross, das ist das Wachstum der Stärke. -7-


Himmlische Energie – Zeitraum – Qian

Entwicklung heißt Ausdehnung, Expansion. Wenn positive Energie sich ausdehnt, entwickelt sich alles und erblüht. Das ist die Stärke des Wachstums. Im Herbst reift die Kraft, sie treibt Früchte. Früchte zu entwickeln, heißt, seine Erfüllung zu finden, etwas Gutes zu tun, sodass alle von der positiven Energie profitieren können. Das ist die Stärke der Erfüllung. Im Winter wird die Kraft gespeichert. Das ist die Vollendung der Stärke. Vollendung ist Stille, das Ruhen der positiven Energie. Wenn positive Energie in Stille ruht, kehrt alles zur Wurzel zurück. Das ist die Stärke der Vollendung. Kreativität, Wachstum, Erfüllung, Vollendung ist der Kreislauf der Stärke. Die Stärke ist der Ursprung, die Einheit, die vier Errungenschaften ihre Funktion. Der Körper führt die Funktionen aus, die Funktionen komplettieren den Körper. Körper und Funktion sind eine Einheit. Die nicht versiegende Energie des Himmels bringt uns in die Form. Die nicht versiegende Energie des Himmels sorgt auch in uns dafür, dass wir Kreativität, Wachstum, Erfüllung und Vollendung besitzen. Die Qualität der Stärke ist unser eingeborenes Wissen, Wissen, das wir nicht erlernen müssen, die gesunde ursprüngliche Energie. Dieses innere Wissen nennt sich das ursprüngliche Yang. Es ist die ursprüngliche, vereinte Vitalität oder Energie. Diese Energie wurzelt im Ursprünglichen und verbirgt sich im Morphofeld. -8-


Himmlische Energie – Zeitraum – Qian

Diese Energie ist spontan und bringt Kreativität, Wachstum, Erfüllung und Vollendung ohne Anstrengung, ohne, dass wir daran denken müssen. Sie kommt spontan aus unserer Natur, nicht kraftvoll aber stark, stark, obwohl sie nicht kraftvoll ist. Stärke, die keine wahrnehmbare Form hat oder Spuren hinterlässt, nennen wir den himmlischen Menschen. Mischt sich dieser himmlische Mensch mit dem Morphofeld, erscheint das Temperament und er wird verführbar. Die ursprüngliche Intimität von Himmel und Menschheit, verfremdet sich durch die Angewohnheiten. Wir verlassen das Wahre und richten uns im Künstlichen ein, sodass das innere Wissen sich vernebelt. An diesem Punkt angekommen ist Kreativität nicht mehr kreativ, Entwicklung nicht mehr entwickelnd, Erfüllung nicht mehr erfüllend und Vollendung nicht mehr vollendend. Die Qualität der Stärke nimmt ab, sodass auch die Früchte nicht mehr das sind, was sie sein sollten. Durch diese Veränderungen wird unsere Seele dumpf, die Energie ist verschmutzt, die Lebensessenz ist gestört, das ganze Leben ist erschüttert, obwohl der Körper sich bewegt, die positive Energie verstreut sich und der Tod ist unvermeidlich. Aus dem Grunde haben die Weisen die Wissenschaft erfunden, das Ursprüngliche inmitten des Morphofeldes wiederherzustellen, und wir können unbeschadet zu unserer ursprünglichen Energie zurückkehren und nie zu verwesen. Dabei nutzen sie nichts anderes, als die beschriebenen Funktionen der Stärke. Wenn wir tief in uns hineinschauen und unsere Lebensessenz betrachten, dann wird sich inmitten dieser Schau ein kleiner Punkt eines lebendigen Potenzials bemerkbar machen. Das ist die Kreativität der Stärke. Wenn wir diesen kleinen Punkt bewahren und nähren können, dann ist das die Entwicklung der Stärke. -9-


Himmlische Energie – Zeitraum – Qian

Wenn wir in der Lage sind diese Stärke zu halten und gegen Widerstände zu behaupten, und Leben und Tod eins werden, dann erreichen wir die Erfüllung der Stärke. Wenn wir dann in der Lage sind tief in uns zu untersuchen, was richtig und falsch ist und die Spreu vom Weizen trennen, dann erreichen wir die Vollendung der Stärke. In der Kreativität wird die Stärke geboren, in der Entwicklung ausgedehnt, in der Erfüllung vervollkommnet und in der Vollendung verfestigt. Wenn wir dann in der Lage sind, uns mit unserer ursprünglichen Natur wieder zu vereinigen, erreichen wir das wahre Gesicht inneren Wissens. Wir beginnen mit Bemühungen und enden in Spontaneität. Wir können die Funktionen des Himmels teilen und auch seine Ewigkeit. Dieser Prozess bildet eine Substanz, die wir medizinisch nennen können, sie entsteht durch einen Feuerungsprozess, durch Übungen, die wir machen sollten, durch Intensivierung und Entspannung, durch Stoppen und Angemessenheit. Wir können uns nur in die Wunder hineinbewegen, wenn wir den Pfad kennen und das angemessene Timing entwickeln. Die Fingergeste, die zu diesem Hexagramm gehört ist Himmel – Himmel, das heißt, die rechte Daumenspitze berührt die Fingerspitze des rechten Mittelfingers und die linke Daumenspitze berührt die Fingerspitze des linken Mittelfingers.

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Himmlische Energie – Zeitraum – Qian

Kommen wir zu den einzelnen Linien.

1.1 Die erste Linie

Die Linien des Hexagramms Himmel werden mit Drachen verglichen und wir sollten herausfinden, was die Drachen so tun und wo sie sich verbergen oder zeigen.

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Himmlische Energie – Zeitraum – Qian

Um die erste Linie zu halten führen sie folgende Fingergeste aus.

Bei dieser Geste berührt die rechte Daumenspitze das Grundglied des kleinen Fingers rechts. In der ersten Linie ist der Drache versteckt. Die Stärke ist noch nicht wirklich da, und muss erst noch entwickelt werden. Wir können in dieser Zeit die gesunde Energie in uns reifen lassen und nähren. Etwas Besseres können wir im Moment nicht tun.

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Himmlische Energie – Zeitraum – Qian

1.2 Die zweite Linie

Um diese Linie zu halten führen wir folgende Geste aus:

Diesmal sehen wir den Drachen im Feld. Unsere Stärke hat eine Balance gefunden. Sie ist nicht nur fest, sondern genauso biegsam und nachgiebig. Das ist schön, denn die zweite Linie steht für den Menschen, wie die erste Linie für die Erde stand. Die dritte Linie steht für den Himmel. Das ist, als ob wir einen Drachen auf dem Feld sehen würden. Die lebendige Energie ist immer da, wie in einem fruchtbaren Feld. Die natürliche Güte ist nicht versteckt. Der spirituelle Embryo nimmt eine Form an. Wir könnten auf Menschen treffen, die ihren natürlichen, unschuldigen Geist nicht verloren haben.

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Himmlische Energie – Zeitraum – Qian

1.3 Die dritte Linie

So halten wir die dritte Linie:

Die dritte Linie ist der Himmel in der Raumzeit, in der wir normalerweise leben. Wenn die dritte Linie sich hier wandelt, wird der aktive Himmel passiv. In der Raumzeit ist die aktive Energie mittlerweile ziemlich satt geworden. Erde, Mensch und Himmel sind aktiv. Dadurch, dass sich diese Linie wandelt, wird der Himmel empfänglich für Einflüsse aus dem Zeitraum, einmal durch die Erde des Zeitraums (4. Linie, die nach der Wandlung aktiv gegenüber dem Himmel der Raumzeit ist) und durch den Himmel des Zeitraumes. Die Zeit für Yin ist die Nacht, deswegen rät das I Ging nachts vorsichtig zu sein. Wir können diese Wandlungszeit nutzen, um nachts unser Leben zu rekapitulieren, und nach Fehlern suchen, die wir eventuell gemacht haben könnten. Tagsüber können wir wie gewohnt arbei-

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Himmlische Energie – Zeitraum – Qian

ten, dadurch reißt die Unermüdlichkeit, die wir im Hexagramm Himmlische Energie haben, nicht ab.

1.4 Die vierte Linie

Die Linien vier bis sechs werden mit der linken Hand gehalten.

Mit der vierten Linie bewegen wir uns in den Zeitraum. Die vierte Linie ist die Erde des Zeitraums, die fünfte Linie der Mensch und die sechste Linie der Himmel. Wenn wir hier angekommen sind, dann hat sich unser spiritueller Embryo gut entwickelt. Er wartet jetzt auf seine Häutung und Wandlung. Ohne eine schützende Haut ist der Embryo sehr verletzlich, wir sollten daher genau die Umgebung sondieren, in der wir uns befinden, angemessene Kleidung tragen, damit unserem Embryo nichts passiert. Auf diese Weise geht alles gut. Übrigens wird das symbolisiert durch einen Drachen, der aus dem Abgrund geschossen kommt.

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Himmlische Energie – Zeitraum – Qian

1.5 Die fünfte Linie

Die fünfte Linie wird so gehalten:

Unser Drachen fliegt jetzt im Himmel herum. Die fünfte Linie ist das Menschsein im Zeitraum. Die feste Stärke ist gut ausbalanciert, Yin und Yang verbinden sich und wandeln sich. Wir haben ein ätherisches Doppel aufgebaut und uns physisch und geistig sublimiert. Wir vereinen uns mit dem NICHTS und vervollkommnen nicht nur uns allein. Wir fliegen mit den Drachen durch die Lüfte, erscheinen und verschwinden aus Raumzeit und Zeitraum. Wir dienen Menschen, wann immer sich die Gelegenheit bietet.

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Himmlische Energie – Zeitraum – Qian

1.6 Die sechste Linie

Um die sechste Linie zu halten, nutzen wir folgende Geste:

In der fünften Linie hatten wir unser Ziel erreicht. In der sechsten es wieder aus den Augen verloren, weil wir nicht gelernt haben, die Dinge gut sein zu lassen. Yang muss sich zu Yin wandeln, wenn das Ziel erreicht ist. Wenn wir die sechste Linie erreicht haben, dann haben wir zu lange denselben Kurs beibehalten, den Kurs der Stärke. Dadurch können wir, was wir aufgebaut haben, wieder verlieren. Ein bisschen Schwäche zu zeigen, wäre jetzt nicht schlecht. Halten wir die FingergesteHimmelHimmel und die sechste Linie. Generell können wir sagen, dass der Weg der Stärke ein exaktes Timing braucht. Kreativität, Wachstum, Erfüllung und Vollendung können dann überall stark sein und Stärke kann nirgendwo verletzt werden. Mit der Stärke nutzen wir die Kraft der Drachen, Drachen, die nach Belieben erscheinen und verschwinden können. Drachen - 17 -


Himmlische Energie – Zeitraum – Qian

beschreiben eine strahlende Form des Bewusstseins, unergründlich sich wandelnd, können sie klein und groß sein, dick und dünn, da und nicht da. Wenn wir das richtige Timing haben, dann sind wir da, wenn wir da sein müssen, wir verschwinden, wenn wir verschwinden müssen, wir sind hilfreich, wenn wir helfen müssen und bedürftig, wenn wir Hilfe annehmen müssen. Dazu brauchen wir eine klare Sicht und wahrhaftige Einsicht. Wir müssen das Formlose in der Form erkennen und die Funktion des Funktionslosen. Wenn wir uns bemühen, wo wir uns nicht bemühen sollten, machen wir etwas falsch, dann haben wir die sechste Linie erreicht und sind übers Ziel hinausgeschossen. Sein und Nicht-Sein wollen beide gelebt sein, für und wider sollten uns nicht binden, wahre Stärke ist nur sinnvoll, wenn wir sie nutzen und sie nicht uns, dazu müssen wir stärker sein, als jede Stärke, oder schwächer, die Entscheidung liegt bei uns, wo sie schon immer gelegen hat.

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Erde – Raumzeit – Kun

2. Erde – Raumzeit – Kun

Das chinesische Schriftzeichen für Erde (Tu) steht links. Rechts haben wir einen vertikalen Strich, der durch ein Feld schneidet. Sinn dieser Handlung ist eine Ausdehnung zu schaffen. Die Bedeutung könnte daher Ausdehnung der Unterwerfung sein, denn die Erde steht für Unterwerfung, weil wir ständig auf ihr herumtrampeln. Soll die himmlische Energie des Zeitraums die Natur erforschen, so soll die Energie der Raumzeit den Menschen erforschen. Der Zeitraum setzt Impulse, die Raumzeit antwortet. Das Göttliche setzt Impulse, der Mensch antwortet. Es ist seine Verantwortung und seine Berufung. Wurde der Zeitraum durch den Drachen symbolisiert, so die Raumzeit durch die Stute. Schöpfung und Empfängnis, ausatmen und einatmen, Yang und Yin, sind das Spiel, in das wir eingetreten sind. Das ist das Spiel des NICHTS, das sich als ZWEI offenbart. Um wahrhaft zu gestalten brauchen wir beide Kräfte die schöpferischen und die empfangenden. Eins ohne das andere geht nicht. Raumzeit ist die reinste Form des Yin. Element: Erde Monat: November

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Erde – Raumzeit – Kun

Das Hexagramm Raumzeit hat oben Erde und unten Erde (☷). Die obere Erde steht für den Zeitraum, die untere Erde für die Raumzeit. Menschen wurden aus dieser Energie der Erde geboren, tragen daher die Fähigkeit der Empfänglichkeit in sich. Das kann zu einem Problem werden, wenn der Verstand erwacht. Da die wahre Welt im Morphofeld nicht mehr zu erkennen ist, sucht der Verstand nach Führung im Morphofeld und lernt, den falschen Dingen zu folgen. Durch die Konditionierung unseres Inneren Dialogs, der jetzt begeistert vom Verstand aufgenommen wird, verlieren wir unsere natürliche Unschuld und die himmlischen Augen schließen sich. Durch das Vollstopfen mit Wissen und unwichtigen Details, füllen wir uns auf und verlieren die Fähigkeit leer zu werden. Das können wir nach außen nicht zugeben, halten das Künstliche für das Wahre, Kummer für Freude, und am Ende akzeptieren wir gar Krankheit und Tod. Die Weisheit der Erde ist eine Weisheit der Wärme und obwohl wir uns von dieser Weisheit entfernen und ein pünktlich zahlendes Mitglied des Morphofeldes werden, umschließt sie uns auch weiterhin mit ihrer Wärme. Wärme ist ein Charakteristikum der Empfänglichkeit, sie ist innere Offenheit und äußere Natürlichkeit. Nur durch Empfänglichkeit können wir offen sein, nur durch Wärme echt. Innere Offenheit heißt, den Geist zu leeren. Wenn wir den Geist leeren, können wir andere akzeptieren. Äußerliche Natürlichkeit heißt authentisch zu sein, durch authentische Handlungen, können wir auf andere reagieren.

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Erde – Raumzeit – Kun

Andere Menschen zu akzeptieren und auf sie zu reagieren, bedeutet anderen Menschen mehr helfen zu können und damit dem Ziel unseres Lebens näher zu kommen. Da kein Ende der Menschheit in Sicht ist, ist auch kein Ende unseres Dienstes an der Menschheit in Sicht. Je mehr wir geben, je mehr wir unterstützen, desto wärmer werden wir. Es ist die Wärme in uns, die wahrhaft hilfreich ist. Man nennt sie auch Herzenswärme. Herzenswärme bildet sich, wenn wir wirklich echt sind, und anderen helfen wollen, sei es Menschen, Tiere, Pflanze, Naturgeister, Genien, Planeten, Galaxien oder Universen. Diese Wärme hilft es der Erde, uns zu ertragen, so sollten auch wir die Widrigkeiten ertragen lernen, die die Erde ertragen kann, sei es Umweltverschmutzung, Katastrophen oder der Mundgeruch eines Gesprächspartners. Die Empfänglichkeit der Erde zeigt sich in ihrer Nachgiebigkeit und Biegsamkeit. Alle Linien im Hexagramm sind unterbrochen. Die Linie ist unterbrochen und zeigt zwei feste Stücke und in der Mitte ein Loch. Die zwei Striche stehen für die Zahl 2, die Offenbarung der 0. Das Loch in der Mitte stellt die ungeoffenbarte 0 dar. Während Yang die Welt des Morphofeldes darstellt, zeigt die YinWelt die Welt unseres Ursprungs. Wollen wir durch den Pfad der Raumzeit die wirkliche Essenz bewahren, können wir den Weg der Erde gehen und ihrer Empfänglichkeit und Nachgiebigkeit. Die Raumzeit ist reines Yin und kann eigentlich nichts selber. Dass trotzdem die Myriaden Dinge produziert werden, liegt an ihrer Empfänglichkeit dem Zeitraum gegenüber. Die Raumzeit produziert eigentlich nicht selber, sie muss befruchtet werden. - 21 -


Erde – Raumzeit – Kun

Grundlage für diesen Schöpfungsprozess ist ihre Ergebenheit und Treue. Die Empfänglichkeit dem Himmel gegenüber können wir nicht sehen, so wie die NULL sich in unserer Existenz versteckt. Menschen bekommen ihre Form von der Erde, sie werden quasi in Erde gekleidet, also haben wir auch die Ergebenheit und Nachgiebigkeit der Erde. Wenn wir geboren werden, ist diese Empfänglichkeit alles, was wir haben. Sie ist unsere Fähigkeit. Wenn diese Fähigkeit sich mit dem Morphofeld mischt, nutzt sie den hypnotischen Rhythmus, um einen Charakter und Gewohnheiten zu formen. Wir folgen dann eher unserem Verlangen, als den kosmischen Gesetzen und verlieren unsere inneren Fähigkeiten und erlangen dafür künstliche. Wenn wir den Pfad der Empfänglichkeit folgen wollen, wandeln wir zunächst unsere künstliche Empfänglichkeit in wahre um. Statt auf die Stimme unseres Bosses hören wir auf die Stimme Gottes. Wenn wir das lange genug üben, kommen wir in einen Zustand, in dem wir automatisch den kosmischen Gesetzen folgen. Die Festigkeit haben wir im Zeitraum kennengelernt. Sie ist normalerweise in der Lage die Nachgiebigkeit zu führen. In bestimmten Phasen unseres Lebens müssen wir das tun, denn wenn wir selber die Führung übernehmen, gehen wir in die Irre. Auf diese Weise können wir Fehler vermeiden. Wenn wir unseren Verlangen nicht nachgeben, friedlich und ruhig sind, ist das eine gute Grundlage. Wenn wir dann um Reinigung, innere wie äußere und Heilung bemüht sind, ist das schon sehr gut. Auf diese Weise können wir kosmische Signale gut wahrnehmen und in Offenheit und Akzeptanz dem Universum zur Seite stehen. Die Fingergeste für das Hexagramm Raumzeit ist: - 22 -


Erde – Raumzeit – Kun

Wir berühren dazu mit dem Endglied des Daumens, das jeweilige untere Glied des Mittelfingers. Wir halten die Stellung, solange wir möchten.

2.1 Die erste Linie

Die Fingerstellung für die Linien können Sie aus dem Zeitraum übernehmen. Wir kommen gerade aus dem Morphofeld und wissen noch nicht Bescheid. Es besteht die Gefahr, dass das Morphofeld in uns eindringt, darum sollten wir möglichst oft die Fingergeste und die erste Linie halten, bis unsere Energie stark genug geworden ist.

2.2 Die zweite Linie

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Erde – Raumzeit – Kun

Die flexible Empfänglichkeit ist ausbalanciert. Wenn diese Balance erreicht ist, ist der Geist in die Zukunft gerichtet, und fähig in Voraussicht und Sorgfalt zu arbeiten. Wir sind korrekt, haben unsere Dinge in Ordnung gebracht. Innerlich schauen wir nach vorne, äußerlich sind wir korrekt. Wir folgen den Regeln und handeln in Übereinstimmung mit den göttlichen Gesetzen. Auf diese Weise können wir gute Arbeit großartig machen. Dazu halten wir die FingergesteErdeErde und die zweite Linie.

2.3 Die dritte Linie

Die Natur ist nachgiebig, der Wille ist es nicht. Wir verbergen das, was wir erreicht haben und zeigen Rechtschaffenheit nach außen. Auf diese Weise sorgen wir dafür, dass das Morphofeld draußen bleibt und unserem Inneren nicht schaden kann. Wenn wir gezwungen sind mit anderen zu arbeiten, sollten wir dies im Einklang mit den anderen tun, aber im Inneren unsere Unabhängigkeit bewahren. Halten wir die FingergesteErdeErde und die dritte Linie.

2.4 Die vierte Linie

Wir bleiben flexibel, indem wir nachgeben. Gedanken kommen nicht von außen in uns herein und gelangen aus unserem Inneren nicht nach außen. - 24 -


Erde – Raumzeit – Kun

Wir sind im Einklang mit der Zeit. Wir unterwerfen uns dem Dekret des Schicksals, verursachen keine Probleme aber suchen auch nicht nach Glück. Auf diese Weise schnüren wir unser Bündel zu, innerlich und äußerlich leer. Halten wir die FingergesteErdeErde und die vierte Linie.

2.5 Die fünfte Linie

Wir sind empfänglich, flexibel und offen. Unsere Tugenden in der Spiritwelt (spirituelle Welt) reichen aus, dass Menschen auf uns hören. Uns wird vertraut, ohne das wir sprechen müssten, wir können ein Beispiel sein, ohne zu lehren. Wir sind wie die Sonne in der Dunkelheit. Unsere innerliche Verfeinerung und unser Seelenstatus, zeigt sich auf natürliche Weise. Das ist eine natürliche Manifestierung des Wegs der Empfänglichkeit. Halten wir die FingergesteErdeErde und die fünfte Linie.

2.6 Die sechste Linie

Wie im vorigen Hexagramm können wir auch hier über das Ziel hinausschießen. Wenn wir uns zu weit vorwagen wird Weichheit hart und kann anderen Menschen nicht mehr dienen, weil in uns eher der Wunsch entsteht, dass andere Menschen uns dienen. Auf dem Weg der Empfänglichkeit ist das nicht richtig. Wir verlieren die Harmonie in uns und damit unsere Balance. Es ist gut die sechste Linie zu halten, um das zu korrigieren. - 25 -


Erde – Raumzeit – Kun

Halten wir daher die FingergesteErdeErde und die sechste Linie. Wenn wir den Pfad der Empfänglichkeit durch die sechs Linien verfolgen, sind die Aufgaben der Linien sehr unterschiedlich. Betrachten wir uns selbst, dann ist nur die zweite Linie von Vorteil für uns. Wahrscheinlich, weil diese Linie der Platz des Menschen in der Raumzeit darstellt. Empfänglichkeit, die eine Wirkung auf andere Menschen ausübt, gibt es nur in der fünften Linie, die Linie des Menschen im Zeitraum. Der Pfad der Empfänglichkeit ist nicht einfach, weil jeder Fehler sich bemerkbar macht. Aus dem Grunde sagen die Weisen, dass wir immer korrekt sein sollten, ein schwer zu erreichendes Ziel. Wenn wir diesen Pfad gehen, sollten wir bemüht sein, den Pfad zu verbreitern, damit andere Menschen uns leichter folgen können. Wenn der Pfad der Empfänglichkeit breit genug wäre, würden wir weniger irregehen können. Wir können allein dadurch den Pfad verbreitern, dass wir die Fingergeste der Raumzeit halten und auch die sechs Linien durcharbeiten. Das öffnet den Pfad der Empfänglichkeit für alle. Dieser Pfad hat zum Ziel das NICHTS durch die Leere erreichen zu wollen, die Wahrheit durch Offenheit und das Sein durch das Nicht-Sein. Wie alle Pfade, die zum NICHTS führen, ist auch dieser nicht einfach, vor allem legt er viel Wert auf Korrektheit, es heißt »korrektes Befolgen für immer« und das ist sicher kein leichtes Ziel. Wenn wir das realisieren sollten, gibt es Festigkeit in der Flexibilität ohne Verbergen oder Verstecken. Essenz und Leben passen perfekt zusammen. Essenz und Leben sind Eins.

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Schwierig – Sprießen – Zhun

3. Schwierig – Sprießen – Zhun

In diesem Ideogramm sehen wir einen kleinen Spross von frisch gewachsenem Gras mit einer langen Wurzel. Die horizontale Linie im oberen Drittel des Ideogramms, stellt die Erde dar. Der Spross hat gerade die Erde durchbrochen. Das Ganze ergibt das Bild von neuem Leben. Neues Leben ist nicht immer einfach, weshalb dieses Hexagramm auch Anfangsschwierigkeit genannt wird. Das neue Leben verfügt über eine lange Wurzel, und damit ein Übermaß an Lebenskraft für das Wachstum. Der Spross muss die harte Erde durchdringen, dazu braucht es viel Willenskraft und Durchhaltevermögen. Wie Zeitraum und Raumzeit verfügt auch dieses Hexagramm über die vollständigen vier Phasen von Kreativität, Wachstum, Erfüllung und Vollendung. Es gibt nur sechs Hexagramme, die die vollständige Sequenz beinhalten, drei haben wir jetzt kennen gelernt. Vier Hexagramm bilden den Anfang und den Schluss, Zeitraum und Raumzeit haben wir bereits kennen gelernt. Sie bilden den Anfang. Dieses dritte Zeichen ist daher auf gewisse Weise eigentlich das erste. Element: Wasser. Monat: Januar.

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Schwierig – Sprießen – Zhun

Die Schwierigkeit des Sprießens liegt darin, dass wir zurückgehalten werden. Ein Spross muss den Widerstand der Erde überwinden und wir den Widerstand des Morphofeldes. Oben ist Wasser (☵), unten Donner (☳). Das Wasser im Zeitraum wird symbolisiert durch Wolken. Der Donner rüttelt an diesen Wolken, aber der Regen will nicht fallen. Yin und Yang haben noch nicht realisiert, zu was sie wirklich imstande sind, das ist das Bild der Schwierigkeit. Weise Menschen sagen, dass es daran liegt, dass die ursprüngliche himmlische Energie durch das Morphofeld eingefangen wurde. Obwohl sie sich ab und zu manifestiert, ist sie gebremst und kann nicht frei handeln. Ohne Bemühungen diese himmlischen Energien zu hegen und pflegen, ist es schwer Zugriff auf diese Energien zu bekommen und leicht sie zu verlieren. So würde ein Weiser diese Energien ordnen und arrangieren, sie kultivieren und unterhalten. Sie ordnen heißt, sie mit den himmlischen und irdischen Kräften zu harmonisieren. Zu arrangieren heißt, ihnen den richtigen Raum und die richtige Zeit zu geben. Zu dem Zeitpunkt, wenn Yang aus dem Wasser (☵) aufsteigt, haben sich Himmel und Erde verbunden und eine Regenbogenbrücke gebildet, die Leben und Tod miteinander verbindet. Das ist der Moment, wo Katastrophe und Glückseligkeit direkt nebeneinanderliegt. Das ist der Moment, wo wir unsere FingergesteDonnerWasser halten sollten. Wenn wir die himmlische Energie sammeln können, wenn sie wächst, wenn wir ununterbrochen ordnen und arrangieren, das - 28 -


Schwierig – Sprießen – Zhun

Wahre fördern und das Falsche eliminieren, wenn wir den Zeitpunkt finden, wann es genug ist, und wir dann halten, dann wird sich die himmlische Energie wie Donner in uns ausbreiten und süßer Regen fällt ganz von selbst. Nach langer Dunkelheit ist das Licht strahlend. Wenn wir uns am Anfang befinden ist der Fortschritt zunächst einmal nicht einfach. Oben haben wir Wasser (☵) unten ist der Donner (☳). Das Trigramm (drei Striche) Wasser wird oft in der Darstellung des Hexagramms als Problem oder Gefahr gesehen. In diesem Hexagramm liegt die Gefahr im Zeitraum und ist uns daher meist nicht bewusst. Die Raumzeit in diesem Hexagramm zeigt eine durchgezogene Linie in der Position der Erde. Wir lernen hier, wie sich die YangEnergie seine Wege bahnt, daher folgt dieses Hexagramm dem Zeitraum. Zeitraum hat die Qualität der Stärke. Ein Vorschreiten von Yang ist ein Vorschreiten dieser Stärke. Die Qualität der Stärke ist das ursprüngliche Yang, bevor es durch das Morphofeld korrumpiert wurde. Wird sie durch das Morphofeld beeinflusst, verbirgt sie sich. Obwohl sie sich nicht mehr manifestiert, verlieren wir sie jedoch nie. Es gibt Momente, da erscheint sie plötzlich. Wenn das geschieht, nennen wir das »Lebendige Mitternacht« in unserem Körper. In diesen Momenten sind wir eins mit Himmel und Erde, Sonne und Mond und den zahllosen Sternen, Galaxien und Universen. Das ist das Tor von Yin und Yang, von Leben und Tod, die Quelle von Essenz und Leben, die Wurzel von Stärke und Empfängnis, der Schmelztiegel in dem wir Leben schöpfen können, der alchemistische Ofen. In diesem alchemistischen Ofen liegt das ursprüngliche Yang. Wir können es sorgfältig kultivieren und das Ursprüngliche im Zeitlichen wiederherstellen. - 29 -


Schwierig – Sprießen – Zhun

Aus dem Vagen des Ursprünglichen erscheint es und formt ein Yang, das wachsen kann, bis es sechs Yang erreicht hat. In jedem Spross steckt dieser Pfad der Entfaltung und Erfüllung. Aber er kann sich nicht mit einem Mal entfalten, es braucht Zeit und Geduld. Durch unser Temperament, den Einflüssen unseren angehäuften Gewohnheiten, ist die ursprüngliche Energie tief vergraben. Auch wenn es eine Zeit für die Wiederherstellung geben würde, ist die wahre, gesunde Energie noch sehr schwach und die Energie des Morphofeldes sehr stark. Solange die ursprüngliche Energie nicht stärker ist, als die Energie des Morphofeldes, kann die Energie sich nicht sofort spontan ausbreiten. Daher ist es eine Frage des sorgfältigen Bewahrens und sicheren Verwahrens, wir sollten das lebendige Potenzial hüten und nicht zulassen, dass es durch äußere Einflüsse verletzt wird, damit es die Basis der Wiederherstellung werden kann. Wir sollten die Energie derzeit nicht anrühren, können sie aber durch die Fingergeste halten und unterstützen, denn es gibt einen Ort, an den wir noch gehen müssen. Wenn wir lange von der Gedankenwelt des Morphofeldes angesteckt worden sind, braucht es einige Zeit das zu klären. Wir sollten die Fingergeste daher möglichst oft halten. Als Erstes sollte sich dann der Verstand klären und sich der Geist des NICHTS wieder melden. Hat dieser Geist des NICHTS unser Denken übernommen, haben wir den ersten Schritt hinter uns gebracht. Wir haben damit eine Wurzel installiert, die dafür sorgt, dass sich die Energie nicht auflöst, sondern beständig durch unsere Fingergeste genährt wird. Haben wir das erreicht, können wir die Energie vorantreiben, wieder durch unsere Geste. Das nennt sich »Vorantreiben des Feuers«. Mit der Zeit wird sich alles zu unserem Nutzen entwickeln und wir können die ursprüngliche Energie wiederherstellen. - 30 -


Schwierig – Sprießen – Zhun

Jetzt aber erst einmal die Fingergeste:

Wir berühren mit der rechten Daumenspitze das untere Glied des Ringfingers rechts, und mit der linken Daumenspitze das mittlere Glied des linken Zeigefingers. Wir können durch die Fingergeste den Geist bändigen und eine gesunde Wurzel erzeugen. Die ursprüngliche Energie verschwindet nicht mehr, und wir können langsam mit der Zeit arbeiten. Auf diese Weise können wir das, was wir verloren haben, wieder aufbauen. Wir halten zunächst die FingergesteDonnerWasser so lange und oft wir können, danach die Geste für aktiven Linien, falls notwendig. Die Gesten für die Linien finden Sie unter Zeitraum. Halten – Halten – Halten. Danke – Danke – Danke.

3.1 Die erste Linie

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Schwierig – Sprießen – Zhun

Die erste Linie ist wie das Fundament eines Hauses. Damit das Haus nicht wackelt, sollte es stabil sein. Mit dem Halten der ersten Linie setzen wir das Fundament. Je länger wir die Linie halten, desto stärker das Fundament. Halten wir daher die FingergesteDonnerWasser und die erste Linie.

3.2 Die zweite Linie

In der zweiten Linie würden wir gerne handeln, können es aber noch nicht. Es gibt im Moment keine schnellen Lösungen, aber wir können die zweite Linie halten, wann immer es geht. Dann warten wir auf den richtigen Zeitpunkt. Halten wir die FingergesteDonnerWasser und die zweite Linie.

3.3 Die dritte Linie

Mit dieser Linie betreten wir den Himmel der Raumzeit. Dieser Himmel ist sehr nah am Zeitraum, der beherrscht wird vom Wasserelement. Wir sollten daher sehr vorsichtig sein und die Geste der dritten Linie halten. Wenn wir schnell nach einer Lösung unseres Problemes suchen, wird es nicht gut gehen. Halten wir in Geduld die FingergesteDonnerWasser und die dritte Linie.

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Schwierig – Sprießen – Zhun

3.4 Die vierte Linie

Wir befinden uns jetzt im Zeitraum und jede Linie wandelt das Trigramm Wasser (☵) in ein anderes. Durch eine Wandlung dieser Linie wandelt sich Wasser zu See (☱). Diese Wandlung bewirken wir durch Halten der vierten Linie. Dadurch kommt das wahre Yang in Sicht. Jetzt gilt es nur noch das rechte Timing zu finden und das bringt eine Synchronisierung der Zeit mit sich, die wir durch die Fingergeste auslösen. Halten wir daher die FingergesteDonnerWasser und die vierte Linie.

3.5 Die fünfte Linie

Durch eine Wandlung der fünften Linie wandelt sich Wasser zur Erde (☷). Das Trigramm Erde hat den größten Hohlraum, wie eine Gebärmutter. In diesem Hohlraum kann sich der spirituelle Embryo bilden und entwickeln. Wir sollten diesen Embryo noch weiter schützen, indem wir die fünfte Linie halten, damit kein Einfluss des Morphofeldes den Embryo schädigen kann. Halten wir die FingergesteDonnerWasser und die fünfte Linie.

3.6 Die sechste Linie

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Schwierig – Sprießen – Zhun

Wir haben jetzt die letzte Wandlungslinie des Sprossens erreicht und das Wasserelement wandelt sich zu Wind oder Holz (☴). Jetzt sollten wir das Sprießen verlassen und die Schwierigkeiten, die damit verbunden waren. Sollten wir immer noch an etwas festhalten, wäre das ein Anhaften an Schwierigkeiten, die wir eigentlich loslassen sollten. Wenn wir diese Tendenz haben, sollten wir die sechste Linie etwas länger halten. Halten wir die FingergesteDonnerWasser und die sechste Linie. Allgemein gesprochen kommt es beim Sprießen darauf an, das richtige Timing zu entwickeln. Obwohl das Sprießen eine Sache des Raumes ist, ist doch die Zeit der entscheidende Punkt. Wir können dabei das Zeitliche (Morphofeld) nutzen, um die ursprüngliche Energie wiederherzustellen und Schwierigkeiten zu überwinden oder sogar auflösen. Timing – Timing – Timing. Danke – Danke – Danke.

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Dunkel – Verhüllen – Meng

4. Dunkel – Verhüllen – Meng

Das Ideogramm zeit Gras auf einem Dach. Bei dieser Pflanze soll es sich um Flachsseide (Cuscuta sinensis) handeln. Später wandelte sich die Bedeutung. Tong meng bedeutet Kind und Qi meng war die Erziehung eines Kindes, indem der Deckel gelüftet wird, der vorher die Bildung des Kindes verhindert hat. In diesem Bild ist die Weisheit noch zugedeckelt oder zugewachsen, also verhüllt. Das verursacht Dunkelheit. Element: Erde Monat: Februar

Dunkelheit hilft uns in einer Welt der Gedanken Nahrung zu finden. Oben ist Berg (☶) darunter ist Wasser (☵). Dieses Wasser entspricht einer Quelle, die uns nähren kann. Wenn eine Quelle einem Berg entspringt, wird diese Quelle vom Berg genährt. Sie besitzt alle Mineralien, die auch der Berg hat. Durch den Fluss kommen die Informationen, die der Berg uns geben kann sehr weit ins Land. Damit wir Informationen so weit ins Land tragen können, müssen wir erst unser Inneres entwickeln. ZHI GANG SHA sagt: »Nähre zuerst die Seele und Geist und Körper werden folgen.« - 35 -


Dunkel – Verhüllen – Meng

Das ist das Bild der Dunkelheit. So kann der Berg (Seele) uns über das Wasser (GeistKörper) nähren. Der Yang-Strich im Element Wasser (☵) steht in Beziehung zur Himmlischen Energie, der ursprünglichen schöpferischen Energie, die allen Dingen zur Geburt verhilft. Das ist die Himmlische Tugend, oder die Himmlische Kraft. Diese Tugend ist versteckt im Morphofeld, weil wir Menschen dem zeitlich Bedingten (Morphofeld) und unseren Konditionierungen folgen, und dadurch vergessen haben, wie wir die ursprüngliche Energie entwickeln, erhalten, kultivieren und bewahren können. So verschwindet sie allmählich und greift sich, wie bei einer Autoimmunkrankheit sogar selber an. Diejenigen, die innere Alchemie praktizieren, können das Morphofeld beiseitelegen und ihre Handlungen nutzen, um zu testen, wie weit sie schon gekommen sind. Auf diese Weise ist es möglich sich innerlich und äußerlich gleichermaßen zu entwickeln und zu kultivieren. Den eigenen Charakter durch die Quelle zu nähren heißt, keine Qualität unentwickelt zu lassen. Unser Charakter sollte so weit veredelt werden, dass er stabil wie ein Berg wird. So wie die Quelle Tag und Nacht fließt, sollten auch wir selber sein. Das ist bedingungsloser universeller Dienst, die beste Möglichkeit, um negatives Karma abzubauen. Unsere Handlungen werden dann sehr fruchtbar sein. Fruchtbare Handlungen, entwickelter Charakter, die Vervollständigung der eigenen Natur, die Bedeutung des Lebens verstehen, das himmlische Design zu tragen, unbewusst Gottes Gesetze zu befolgen, ist der Pfad der Dunkelheit. Verhüllung bedeutet, dass etwas verborgen ist. Oben haben wir Berg (☶) unten Wasser (☵), das uns im vorigen Hexagramm schon beschäftigt hat. Das Wasser fließt unter einem Berg, ist daher oft nicht zu sehen. Es fließt im Dunkeln und ist durch den Berg verhüllt. - 36 -


Dunkel – Verhüllen – Meng

Nehmen wir an, dass Wasser wieder Gefahr bedeuten soll, so stoppt der Berg die Gefahr, denn er repräsentiert die Stille. Dieses Hexagramm beschreibt den Weg der Yin-Angleichung, es folgt auf das Hexagramm Raumzeit. Die Raumzeit war ein Muster an Nachgiebigkeit und Empfänglichkeit. Dunkelheit ist da schon widerspenstiger. Nachdem das ursprüngliche Yang in uns sein Maximum erreicht hatte, wandelte es sich zum Yin des Morphofeldes. Es ist normal, dass sich im Kreislauf der Yin-Yang Wandlungen, Yang in Yin umwandelt und Yin in Yang. Das Besondere an dieser Stelle ist, dass sich Ursprungs-Yang in Morpho-Yin umwandelt. Das bedeutet, dass das Wahre und Wahrhafte eingetauscht wird gegen die Lüge und künstliche Wahrheit des Morphofeldes. Auf der Oberfläche eines brillanten glitzernden Verstandes ist alles Licht, aber im Inneren herrscht Dunkelheit. Wir haben hier also eine Lichtumhüllung, die Dunkelheit erzeugt. Das ist riskant. Wenn wir uns der Gefahr bewusst sind, können wir den Verstand abschalten. Das hat zur Folge dass wir für das Morphofeld ignorant und dumm erscheinen, aber im Inneren haben wir Wissen. Auf diese Weise können wir uns von der falschen Dunkelheit, die durch einen brillanten Verstand erzeugt wurde, entfernen und zur echten Dunkelheit gelangen. Diese Dunkelheit kann unserer Entwicklung dienen. Die größte Entwicklungschance der echten Dunkelheit besteht in der Unschuld. Die Dunkelheit der Unschuld (Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…) folgt automatisch den göttlichen Gesetzen. Sie ist ruhig und unbewegt und trotzdem empfindsam und effektiv. Alle Handlungen fließen aus der fundamentalen Essenz unseres Seins. Das ist der ehrwürdige Status eines Weisen, ein Aspekt des himmlischen Menschen. - 37 -


Dunkel – Verhüllen – Meng

Diejenigen, die den Pfad der Dunkelheit gewählt haben, sollten ihm bis zur Unschuld folgen. Dann befinden sie sich auf einem Pfad, der zum Ursprung zurückführt. Wir sollten auf diesem Pfad nicht nach der Unschuld suchen, die Unschuld wird uns finden. Wir brauchen dafür keine Form und keine formale Anstrengung. Dass die Unschuld uns sucht, kommt automatisch auf natürliche Weise und führt uns nicht in den Abgrund, der im Wasserelement als Schlucht angedeutet ist. Wir befinden uns in einem seltsamen Zustand, in dem wir weder an Formen anhaften, noch in die Schlucht stürzen, weder materiell sind, noch leer. Wir suchen nicht das Wahre und Wahrhaftige vermeiden aber auch nicht das Morphofeld. Wir sind wie eine Katze, immer entspannt und reagieren trotzdem blitzschnell, wir sind immer aufmerksam und trotzdem entspannt. Wir befinden uns in einer Dunkelheit, die keine Dunkelheit ist. Äußere Dinge des Morphofeldes können in diese formlose Form der Dunkelheit nicht eindringen, Gedanken können nicht aufsteigen. Wir suchen nicht nach der Realität und befinden uns mitten in ihr. Dieser Pfad der weder Form noch Leere kennt, besitzt zwei grundlegende Methoden. 1. Das Nähren der Dunkelheit 2. Das Öffnen der Dunkelheit

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Dunkel – Verhüllen – Meng

Beide Wege werden aktiviert durch die FingergesteWasserBerg

Wenn Yin und Yang vermischt sind, aber die natürliche Realität noch nicht verletzt wurde und äußere Einflüsse noch nicht in den Organismus eingedrungen sind, gehört die Dunkelheit zur Wirklichkeit. Dann sollten wir offen, ruhig, sicher und wahrhaftig sein und den Pfad des Nicht-Tuns wählen. Das heißt, wir halten einfach die Geste und lassen die Dinge geschehen. Wenn Yin und Yang getrennt wurden, dann gibt es einen Mangel an natürlicher Wirklichkeit, äußere Einflüsse können eindringen und Dunkelheit verwandelt sich in Falschheit. Wenn das geschehen ist, sollten wir den Pfad des Tuns wählen. Wir halten die Fingergeste wie auch im obigen Fall, müssen aber aktiv werden. Eines der segensreichsten Hilfen, die wir bekommen können, ist das Element Pegeminum. Wir können Pegeminum um Hilfe bitten und schließen dabei die Augen: Liebe SeeleGeistKörper von Pegeminum. Ich liebe Dich. Du hast die Kraft mich zu schützen und die Wege zu scheiden. Bitte tu das für mich. Danke. - 39 -


Dunkel – Verhüllen – Meng

Dann singen wir vor uns hin: Pegeminum – Pegeminum – Pegeminum … so lange wir wollen. Wir stellen uns vor, wie in der Dunkelheit ein Licht erscheint. Wenn wir mit unserer Arbeit zufrieden sind, verabschieden wir uns von Pegeminum und dem Licht und bedanken uns. Danke – Danke – Danke Zum Schluss lassen wir die Fingergeste wieder los. Durch diese Arbeit können wir den Pfad des Tuns, in den Pfad des Nicht-Tuns wandeln. Beide Pfade können sich abwechseln, auch der Pfad des NichtTuns, kann durch den Pfad des Tuns vollendet werden. Auf diese Weise erfahren wir das Höchste Gut ohne Böses. Wir können die Natur vollkommen in uns aufnehmen und zum Ursprung des Seins zurückkehren. Wir erleben unser Fundament in aller Unschuld, das ist die korrekte Variante, den Weg der Dunkelheit zu wählen.

4.1 Die erste Linie

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Dunkel – Verhüllen – Meng

Wenn die Dunkelheit beginnt sich auszubreiten, heißt das oft, dass der Verstand zu viel arbeitet. Die Aufgabe des Verstandes ist es Informationen, die von der Seele kommen und durch das Herz aufgenommen werden zu interpretieren, um Wege zu finden, die in der Materie gegangen werden können. Wenn der Verstand sich aber selber zum Macher aufschwingt, haben wir Probleme. Aus dem Grunde sollte jedes Empordringen des Verstandes gleich im Keim erstickt werden. Das können wir durch die FingergesteWasserBerg machen, in Kombination mit der ersten Linie (siehe Zeitraum).

4.2 Die zweite Linie

Wenn die zweite Linie aktiv ist, können wir die Dunkelheit nähren durch die FingergesteWasserBerg und die zweite Linie.

4.3 Die dritte Linie

War es in der ersten Linie der Verstand, der Probleme machte, sind es hier übermäßige Gefühle und Verlangen. Das können wir in den Griff bekommen, wenn wir die FingergesteWasserBerg in Kombination mit der dritten Linie halten.

4.4 Die vierte Linie

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Dunkel – Verhüllen – Meng

Es gibt Momente im Leben eines Menschen, da tut man sich mit den falschen Leuten zusammen. Dies ist so ein Moment. Manchmal erkennen wir nicht, dass wir mit Leuten zusammen sind, die uns nur runterziehen. Das ist das Schwierige an dieser Situation. Durch die Fingergeste wird sich das klären. Wir halten die FingergesteWasserBerg und die vierte Linie.

4.5 Die fünfte Linie

Auf dieser Linie haben wir gelernt, »Stop« zu sagen. Wir wissen, wem wir vertrauen können und wem es sich lohnt zu folgen, wir nutzen die Stille des Berges, um Dinge in die Balance zu bringen, wir suchen Stärke um unsere Schwächen auszugleichen. So ist die Dunkelheit keine Dunkelheit mehr, sondern der Pfad der Unschuld, der zu Gott führt. Wir halten die FingergesteWasserBerg und die fünfte Linie und wissen, dass die Dunkelheit keine Dunkelheit mehr ist.

4.6 Die sechste Linie

In dieser Linie haben wir gelernt unseren Ärger, unsere Wut und unser Verlangen zu kontrollieren und äußere Einflussnahme erfolgreich abzuwehren. Wir haben gelernt, die Dunkelheit anzugreifen. Auf dem Pfad der Yin-Annäherung ist unser Verstand nicht nur nicht hilfreich, sondern unser größter Feind. Es ist der Geist des NICHTS, der hilfreich ist. - 42 -


Dunkel – Verhüllen – Meng

Wenn wir den menschlichen Verstand wegnehmen, kommt automatisch der Geist des NICHTS ins Spiel, so wie das Licht automatisch in der Dunkelheit erscheint. Dann verschwinden negative Energien und positive erscheinen auf unserem Schirm. Sie komplettieren und reinigen den Pfad der Dunkelheit. Dann können wir uns plötzlich so sehen, wie wir wirklich sind. Wir dürfen dennoch auch hier die FingergesteWasserBerg halten in Kombination mit der sechsten Linie. Betrachten wir die sechs Linien des Hexagramms Dunkelheit, so bemerken wir einen großen Unterschied zwischen wahr und falsch. Wenn wir das Wahre nähren und das Falsche reduzieren, können wir Yin annähern und haben unser Ziel erreicht.

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Brauchen – Warten – Xü

5. Brauchen – Warten – Xü

In diesem Hexagramm ergibt sich die Notwendigkeit SeeleGeistKörper zu nähren. Dazu braucht es vor allem Wasser für die Ernte und das Wasser kommt vor allem durch den Regen. Ohne Regen kein Essen, kein Trinken. Das alte Ideogramm von XÜ zeigt das Warten auf Regen, den wir brauchen. Es zeigt Regentropfen die aus Wolken fallen. Der Himmel ist die horizontale Linie. Unten ist ein Mensch, der um Regen bittet. Das Ideogramm beschreibt die Situation etwas zu brauchen, aber nicht sofort bekommen zu können. Und so ist die Geduld gefragt. Element: Wasser Monat: März

Wir erwarten etwas. Wir haben oben Wasser (☵) und unten Himmel (☰). Wasser verdunstet, kondensiert und zeigt sich im Himmel als Wolke. Wenn sich Wolken im Himmel formen, erwarten wir Regen. Das ist das Bild des Wartens. Weise Menschen sehen in diesem Bild, dass unser Temperament und unsere unausgegorenen Handlungen dazu führen, das wir uns nicht mit dem universalen NICHTS verbinden können. - 44 -


Brauchen – Warten – Xü

Himmel und Erde sind nicht in Harmonie. Weise Menschen essen und trinken, um das Irdische auszubalancieren, und balancieren mit dem Irdischen den Himmel aus. Sie nutzen den Frohsinn, die Freude, um dem Himmel näher zu kommen und den Himmel dazu zu bringen, sich mit der Erde zu verbinden. Wenn Erde und Himmel in gemeinsamer Harmonie sind, wird Lebenskraft gespeichert. Dann entsteht Sein aus dem Nicht-Sein, ganz spontan ohne Anstrengung. Das passiert, weil der süße Regen des Lebens natürlich durch die Verschmelzung von Himmel und Erde fließt. Die Sprosse unseres lebendigen Potenzials sprießen, wenn die Energien von Yin und Yang sich vereinigen. Essen und Trinken nähren den physischen Körper, sodass der Körper gesund und stark wird, die Freude nährt die Seele, sodass sie frei und unbeschwert ist. Wenn Körper und Seele genährt sind, ist es einfach, das erholsame Elixier zu kristallisieren. Auf diese Weise verfeinern wir uns selbst und warten auf die richtige Zeit. Warten heißt auch erwarten. Oben haben wir Wasser ( ) unten den Zeitraum (☰). Wasser wird oft als Fallgrube oder Schlucht übersetzt und repräsentiert Gefahr, der Zeitraum gilt als gesund und stark. Wenn wir gesund und stark sind inmitten der Gefahr, können wir ganz cool sein, und abwarten. In diesem Hexagramm geht es darum seine Stärke zu nähren und die richtige Zeit abzuwarten. Nach Liu Yiming folgt dieses Hexagramm auf das Sprießen. Sprießen ist Bewegung und Aktion inmitten der Gefahr. Unsere Aufgabe war es, das Ursprüngliche inmitten des Morphofeldes wiederherzustellen. Das machten wir, indem wir den Pfad der Stärke gewandert sind, und den wahren Yang-Strich, der ins Wasser gefallen ist, herauszuholen. - 45 -


Brauchen – Warten – Xü

Wenn dieser Yang-Strich schon lange im Wasser liegt, ist es nicht möglich, ihn einfach so herauszuholen, wir müssen ihn ganz allmählich herausführen und auf die richtige Zeit warten, zu der wir ihn schnappen können. Wir können also nicht auf unsere Stärke setzen und einfach zugreifen, das würde uns in Gefahr bringen. Um aus der Gefahr herauszukommen, müssen wir erst einmal wahrnehmen, dass sie existiert. Um wahrzunehmen, dass sie existiert ist es zunächst einmal wichtig, zu glauben, dass wir in Gefahr sind. Wenn wir erst einmal glauben, in Gefahr zu sein, haben wir die innere Kontrolle erlangt. Wir sind dann vorsichtig und arbeiten an uns selbst und warten auf den richtigen Zeitpunkt. Jede Aktion wird am richtigen Ort zur richtigen Zeit ausgeführt und die äußeren Einflüsse des Morphofeldes können uns nichts anhaben. Wenn wir korrekt arbeiten, ernten wir großes Glück. Wenn wir ehrlich sind und an die Gefahr glauben, finden wir auch Möglichkeiten der Gefahr zu entkommen. Das Erste, das wir tun können, ist die FingergesteHimmelWasser zu halten.

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Brauchen – Warten – Xü

Wenn wir auf dieser Weise der Situation korrekt begegnen, können wir die Gefahr abwehren und die Gefahr nutzen, um unsere Stärke und Festigkeit zu nähren. Wir warten auf den richtigen Zeitpunkt, zu handeln, lassen dann unsere Fingergeste los und legen los. Wir sind dann nicht nur vor dem Morphofeld geschützt, sondern können auch den Yang-Strich aus dem Morphofeld stibitzen und ihn in den Palast des Himmels zurückbringen. Wasser ist deswegen so gefährlich, weil es nach unten fällt und Yang-Striche gefangen nehmen kann. Glauben wir an die Gefahr, sehen wir die Gefahr und schützen uns vor der Gefahr, nähren gleichzeitig unsere Stärke mit der FingergesteHimmelWasser, bis der Zeitpunkt zum Handeln gekommen ist. Dann handeln wir. Dadurch bringen wir uns aus der Gefahrenzone.

5.1 Die erste Linie

Auf dieser Linie sind wir bescheiden, haben Stärke, ohne sie zu nutzen. Wir sind im Morphofeld, aber wissen genau, wie wir es verlassen können und machen uns nichts aus Status und Profit. Hier ist es gut, konstant zu sein und in Ruhe zu warten. Dazu halten wir die FingergesteHimmelWasser und die erste Linie.

5.2 Die zweite Linie

Auf dieser Linie ist es schwierig sich aus Kritik oder Angriffen - 47 -


Brauchen – Warten – Xü

herauszuhalten, weil das kleinste Moment von Stärke direkt eine Gegenreaktion hervorruft. Hier heißt es, Reue zu zeigen und die FingergesteHimmelWasser in Kombination mit der zweiten Linie zu halten.

5.3 Die dritte Linie

Auf dieser Linie brauchen wir nicht einmal etwas zu tun, um Ärger und Kritik anzuziehen. Also halten wir uns möglichst still und halten die FingergesteHimmelWasser und die dritte Linie.

5.4 Die vierte Linie

Auf dieser Linie sind wir von der Gefahr geschwächt und ziehen uns in eine schützende Höhle zurück. Wenn wir nachgiebig sind können wir der Stärke folgen, obwohl wir sie selbst nicht besitzen und auf diese Weise die Höhle wieder verlassen. Dazu können wir die FingergeseHimmelWasser in Kombination mit der vierten Linie halten.

5.5 Die fünfte Linie

Wir haben die Kontrolle wieder und können das Morphofeld nutzen die Wirklichkeit zu kultivieren. Obwohl Gefahr da ist, ist es so, als wäre sie nicht da. Wir können unseren Verstand besänftigen und unseren Bauch füllen. Mit dieser Linie können wir - 48 -


Brauchen – Warten – Xü

unser Alter verändern. Dazu halten wir die FingergesteHimmelWasser und die fünfte Linie.

5.6 Die sechste Linie

Mit der sechsten Linie sollten wir die Gefahrenzone verlassen. Das gelingt uns, wenn wir uns verfeinert haben. Das können wir auch jetzt durch die FingergesteHimmelWasser und der sechsten Linie tun. Wenn es uns gelungen ist, unser Selbst hinter uns zu lassen, taucht aus der Leere ein Licht auf. Wir werden erleuchtet. Wenn wir noch nicht so weit sind, dann begegnen wir drei Unsterblichen, die repräsentiert werden durch UrKarzinogenie, UrSkrophulose und UrPsora. Sollte das der Fall sein, sollten wir diese drei Qodes in der angegebenen Reihenfolge betrachten, um diese Blockade aufzulösen und danach die FingergesteHimmelWasser und die sechste Linie halten. Auf diese Weise machen wir diese drei Gäste zu den Gastgebern und geben uns ihnen hin. Wenn wir das tun, verschmelzen Yin und Yang und formen das goldene Elixier. Leben und Gesundheit werden vollständig, was ein großer Segen nicht nur für uns ist. Wenn wir den Pfad des Wartens wandeln, der auch Pfad des vorrückenden Feuers genannt wird, nähren wir manchmal die Stärke, manchmal nutzen wir sie und manchmal ignorieren wir sie. Manchmal müssen wir Stärke ausbalancieren. Alles hat seine Zeit. Wenn wir mit der jeweils richtigen Haltung auf die richtige Zeit warten, wird alles gut.

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Wort – Auseinandersetzen – Song

6. Wort – Auseinandersetzen – Song

Song ist ein eher unangenehmes Wort, weil es mit Gerechtigkeit, Streit, Auseinandersetzung und Gericht zu tun hat. Das Ideogramm besteht aus zwei Teilen, Worte und öffentlich. Es gibt da eine Person mit offenem Mund, der andere Teil zeigt zwei Striche von oben nach unten, die zur Linken und zur Rechten gehen. Sie gehen in unterschiedliche Richtungen. Der untere Teil rechts ist das Ideogramm für Selbst. Element: Metall Monat: April

Das Hexagramm Wort besteht aus Wasser unten (☵) und Himmel oben (☰). Der Himmel ist das Höchste, Wasser fließt generell nach unten. Die Richtungen sind also unterschiedlich. Wann immer, wir es mit zwei Richtungen oder zwei Interessen zu tun haben, haben wir es mit diesem Hexagramm zu tun. Es kann also geschehen, dass unsere Innere Welt im Konflikt mit dem Morphofeld steht, oder die Wirklichkeit hat eine andere Meinung als das Morphofeld. Dieser Konflikt kann bis in das eigene Innere gehen, wo Überzeugungen im Konflikt miteinander stehen, und wir nicht wissen, wie das zu lösen ist. Wie kommen wir da jetzt raus? - 50 -


Wort – Auseinandersetzen – Song

Wenn wir handeln, bewirken wir Dinge, wenn wir unbewusst handeln, haben wir eine unbewusste, manchmal unwillkommene Wirkung. Aus dem Grunde sollten wir, bevor wir handeln, einen Plan entwickeln. Wenn wir nicht von Anfang an planen, blicken wir nach ein paar Schritten schon nicht mehr durch, weil alles in gegenteilige Richtungen zieht. Zudem haben wir es hier mit Wasser zu tun, was in den meisten Fällen eine Gefahr darstellt. Wenn wir einen Plan haben, haben wir auch Handlungsanweisungen, was zu tun ist. Das heißt, wir können das tun, was für den Plan richtig ist, und lassen alles andere sein. Das Tun bringt uns dem Ziel näher, der Plan verhindert Gefahren. Auf diese Weise kann alles getan werden. Dasselbe gilt für unsere Worte, auch unsere Worte sollten geplant werden, damit uns nicht irgendetwas herausrutscht, was wir hinterher bereuen könnten. Mit unserem Plan im Kopf und im Rücken, können wir dem Morphofeld begegnen, ohne dass uns Gefahr droht. Menschen werden sogar unsere Pläne unterstützen. Wenn wir unseren Plan zugrundelegen, können wir entscheiden was richtig (entspricht dem Plan) oder falsch (entspricht nicht dem Plan) ist. Dieses Hexagramm folgt nach Liu Yiming der Dunkelheit, wir können also nicht besonders gut sehen, wenn wir unseren Plan machen. Wir können unseren Plan auch nutzen, um uns selbst zu verändern, indem wir unsere eigene Veränderung planen und nicht von diesem Plan abweichen. Es mag Modifikationen geben, die den Plan selbst aber nicht infrage stellen dürfen. Wenn wir einen Plan haben, umschiffen wir die Gefahren und gelangen in den Himmel. - 51 -


Wort – Auseinandersetzen – Song

Um einen Plan durchhalten zu können, müssen wir äußerlich nicht stark sein, sondern innerlich, und da hilft uns der Himmel. Wenn wir das Hexagramm so betrachten, dass das untere Trigramm die Außenwelt repräsentiert, das Morphofeld, dann repräsentiert das obere die Innenwelt und die wirkliche Welt. Wenn wir also innerlich stark sind und äußerlich nicht aggressiv und unsere Worte im Zaum halten können, kann uns nichts geschehen. Und wir haben immer die Chance unsere Fingergeste zu halten:

Es kann trotz aller Vorsicht geschehen, dass wir verletzt werden. Dann sollten wir sofort die FingergesteWasserHimmel halten, bis das Gefühl der Verletzung vorbei ist. Das gilt für körperliche und seelische Verletzungen. Auch wenn wir frustriert sind, weil unsere Pläne nicht so einfach umzusetzen sind, wie wir gedacht haben oder weil Gegenwind da ist und uns aufhalten möchte, halten wir einfach die Fingergeste. Vorsicht und Mäßigkeit haben meist guten Erfolg, weil dann negative Gedanken verschwinden und gute auftauchen können, die uns unserem Ziel näherbringen.

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Wort – Auseinandersetzen – Song

6.1 Die erste Linie Sollte eine Auseinandersetzung sich anbahnen, sollte sie gleich zu Beginn gewandelt werden. Wir halten die FingergesteWasserHimmel und die erste Linie.

6.2 Die zweite Linie Wenn die Kluft zu groß ist, können wir nicht gewinnen und es ist günstiger den Rückzug anzutreten und die FingergesteHimmelWasser und zweite Linie zu halten, damit sich die Situation klärt.

6.3 Die dritte Linie Unser Leben wird von vergangenen Tugenden bestimmt. Das nennen wir gutes Karma. Wir haben Blümchen auf der SpiritBank, die für unsere Tugenden stehen. In Gefahr besinnen wir uns auf diese Tugenden und verursachen keine Auseinandersetzung. Das kann gut werden, vor allem wenn wir die FingergesteHimmelWasser halten und die dritte Linie. Auch wenn andere in einen Disput geraten bleiben wir bei unseren Tugenden und halten die Geste. Wir sollten erst einmal nichts aus eigener Initiative tun.

6.4 Die vierte Linie Wenn es hart auf hart kommt, gibt es Krach. Um Krach zu vermeiden, sollten wir weich und nachgiebig sein. Auch wenn wir selbst auf Krach aus sind, sollten wir eine Kehrtwendung machen und die FingergesteHimmelWasser in Kombination mit der vierten Linie halten. Das erweckt unsere himmlische Natur und die liebt die Stille.

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Wort – Auseinandersetzen – Song

6.5 Die fünfte Linie Mit dieser Linie sind wir in der Lage Menschen, die unter innerem Streit und Zwist leiden, zu beruhigen und in den Frieden zurückzuführen. Zur Unterstützung können wir dabei die FingergesteHimmelWasser in Kombination mit der fünften Linie halten.

6.6 Die sechste Linie Vorsicht vor Beförderungen, Ehrungen, Gunstbezeugungen, sie können den inneren Frieden kosten. Halten wir lieber die FingergesteHimmelWasser und die sechste Linie, wenn wir in Versuchung geraten.

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Morphofeld – Drehmoment – Shi

7. Morphofeld – Drehmoment – Shi

Dieses Ideogramm besteht aus zwei Teilen. Links haben wir eine Menge, rechts einen Zirkel, der umhergehen bedeutet. Wenn eine Menge sich im Kreis bewegt, gibt es meist eine Drehund Angelpunkt. Dieser Dreh- und Angelpunkt kann eine Person, ein Ding oder irgendetwas von Interesse sein. Element: Erde Monat: Mai

Wir haben oben Erde (☷) und unten Wasser (☵). Dieses Wasser, können Seen, Flüsse und eine Vielzahl anderer Gewässer sein. Und es kann das Morphofeld darstellen, das sich auf der Erde ausbreitet. Betrachten wir den Menschen, dann ist das Morphofeld unser Körper und der Dreh- und Angelpunkt ist unsere Seele. Repräsentant dieser Seele ist das Herz, das die unendlichen Ströme des Wassers durch unseren Körper pumpt. Wir könnten aber auch sagen, dass das Morphofeld die Erde, die Raumzeit ist, während der Dreh- und Angelpunkt den Zeitraum darstellt. Die Raumzeit ist die Basis unseres Lebens. Diese Basis gilt es zu beschützen und zu stärken. Silicium ist der Regent dieses Hexagramms. Silicium herrscht über alle Hüter der Zellmembran, die - 55 -


Morphofeld – Drehmoment – Shi

wiederum dafür sorgen, dass das System der drehenden Masse um ein Zentrum, nicht zum erliegen kommt. Hält die Drehung an, dann stoppt die Bewegung und der Mensch versinkt im Schlamm der Raumzeit. Das Drehmoment entsteht durch eine Spannung zwischen dem Mittelpunkt und der Peripherie. Um diese Spannung erzeugen zu können, war das vorige Hexagramm, Auseinandersetzung gut, denn die erzeugt eine Spannung. Was wir tun müssen ist hier, den Mittelpunkt zu stabilisieren und die Masse zu nähren. Dafür müssen wir zunächst einen Dreh- und Angelpunkt in uns schaffen damit wir die Raumzeit nähren können. Die Schaffung eines inneren Zentrums ist daher unsere vordringliche Aufgabe. Dieses magnetische Zentrum im eigenen Inneren ist das Drehmoment unserer Entwicklung. Die Mengen der Raumzeit tauchen oft als Gruppen auf. Diese Gruppen haben oft eine Führungsperson. Nach Liu Yiming folgt dieses Hexagramm auf Brauchen. In dem Hexagramm Brauchen haben wir gelernt, Yang zu entwickeln, indem wir das Timing nutzten. Ein entwickeltes Yang treibt Yin zurück. In diesem Hexagramm lernen wir, Yin zurückzuhalten, indem wir das Falsche durch das Richtige überwinden. Da nur reife, entwickelte Menschen, das beherrschen, ist es zunächst einmal wichtig, reif und entwickelt zu werden. Diese Entwicklung unseres Charakters und unseres Menschseins, macht uns zu einer Führungsperson, um die sich das Yin der Massen automatisch dreht. Wir sollten an unserer Wahrnehmung der Wahrheit arbeiten, denn nur eine klare Wahrnehmung der Wahrheit hilft uns hier weiter. Wenn wir uns in der Welt des Ursprungs aufhalten, ist alles klar. Im Morphofeld ist alles verwaschen und das Erkennen von wahr und falsch ist erschwert. - 56 -


Morphofeld – Drehmoment – Shi

Mithilfe der FingergesteWasserErde gelingt es uns allmählich, den verwirrenden Schmutz des Morphofeldes zu durchdringen und zur Wahrheit in unserem Herzen zurückzufinden. Dann werden wir der Dreh- und Angelpunkt des Morphofeldes sein und bestimmen, in welche Richtung sich alles dreht.

7.1 Die erste Linie In dieser Linie lernen wir den Feuerungsprozess kennen, der notwendig ist, um die Schlacken des Morphofeldes zu verbrennen und das Zentrum aufzubauen, dass das Drehmoment werden soll. Halten wir die FingergesteWasserErde daher möglichst oft in Kombination mit der ersten Linie.

7.2 Die zweite Linie Wir haben jetzt durch die vorige Übung gelernt, ein Zentrum aufzubauen, das in der Lage ist die Schlacken des Morphofeldes zu verbrennen und uns zu reinigen. Wir haben sogar schon angefangen, Teile der ursprünglichen Wirklichkeit wiederherzustellen. Wir haben begonnen einen Glückspunkt aufzubauen, der dafür sorgt, dass unsere Bemühungen Früchte tragen.

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Morphofeld – Drehmoment – Shi

Damit das so bleibt, sollten wir die FingergesteWasserErde und die zweite Linie halten und gleichzeitig den Glücksqode betrachten.

Bild 1 Glücksqode

7.3 Die dritte Linie Wenn wir nur an uns selber denken und handeln, wie es uns beliebt, verlieren wir den Glückspunkt wieder und müssen ihn neu aufbauen. Halten wir die FingergesteWasserErde und die dritte Linie und betrachten dabei den Glücksqode.

7.4 Die vierte Linie In dieser Linie wird uns bewusst, dass wir noch nicht in der Lage sind ein neues Leben aufzubauen. Wir wollen aber auch nicht so handeln, dass es dem Morphofeld gefällt. - 58 -


Morphofeld – Drehmoment – Shi

Daher müssen wir erst einmal warten und die FingergesteWasserErde in Kombination mit der vierten Linie halten.

7.5 Die fünfte Linie Durch die Arbeit an uns selbst haben wir uns geöffnet und reagieren immer richtig, auf was auch immer kommt. Um das zu stabilisieren halten wir die FingergesteWasserErde in Kombination mit der fünften Linie.

7.6 Die sechste Linie In der sechsten Linie haben sich alle Energien des Morphofeldes aufgelöst. Frieden hat sich eingestellt. Wir sind so weit gekommen, dass wir einzelne schlechte Gedanken einfach auflösen können. Jetzt können wir uns daran machen auch die Wurzeln der Jahrhunderte zu jäten. Dazu halten wir die FingergesteWasserErde und die sechste Linie. Zur Unterstützung können wir den RaumclearingQode betrachten.

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Morphofeld – Drehmoment – Shi

Die sechs Linie des Hexagramms haben unterschiedliche Techniken mit dem Morphofeld umzugehen. Die zweite Linie ist eine besondere Linie, die in der Lage ist, einen Glückspunkt aufzubauen und zu halten. Dieser Glückspunkt besitzt große Eigenschaften im Umgang mit dem Morphofeld, indem er Negativität verwandeln kann und uns Glück schenkt. Diese Linie zu erhalten ist daher ein großer Segen.

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Intimität – Einklang – Bi

8. Intimität – Einklang – Bi

Bi ist die Umkehrung des vorherigen Hexagramms. Führte uns Shi in die Vielheit des Morphofeldes, bringt uns Bi näher zusammen und erzeugt Intimität. Menschen, die zusammen leben, sollten einander lieben und füreinander da sein. Dann werden sie intim und stehen sich nahe. Gegebenenfalls vereinigen sie sich zu einer Einheit. Das Ideogramm ist daher sehr einfach, zwei Menschen stehen dicht zusammen. Element: Wasser Monat: Mai

Intimität heißt familär sein, verbunden und nah. Oben ist Wasser (☵) unten ist Erde (☷). Wasser schenkt uns Feuchtigkeit mit der Erde zusammen produziert Wasser Myriaden Dinge und nährt sie. Wasser reist auf der Erde, fließt ohne Hindernisse. Die Erde ist grenzenlos und so verteilt sie das Wasser grenzenlos. Ist die Erde auch grenzenlos, als einzelner Mensch sind wir es nicht. Wir können nicht intim mit allen Menschen dieser Erde sein. Aus diesem Grunde sind Vertreter und Netzwerke zwischengeschaltet. Auf diese Weise können wir auch mit noch so entfernten Bereichen intim werden. - 61 -


Intimität – Einklang – Bi

Diese Netzwerke arbeiten auch in unserem Organismus, wir haben Himmlisches und Irdisches in uns, die werden vernetzt durch die fünf Elemente und ihre fünf Tugenden (Wohlwollen, Gerechtigkeit, Höflichkeit, Wissen und Wahrhaftigkeit). Auch jedes Element aus dem göttlichen Universum besitzt 5 Genien, die dieses Netzwerk aufbauen. Wenn Yin und Yang harmonisieren, sind die fünf Elemente eine einheitliche Kraft, und die fünf Tugenden werden kombiniert. Wenn die fünf Elemente vereint und die fünf Tugenden miteinander verbunden sind, lösen sich alle Verflechtungen auf und alles Gute erreicht das gleiche Ziel. Im Körper des Hexagramms ist Yang im Zentrum des Wassers (☵) an einer besonderen Stelle der korrekten Balance. Das repräsentiert den Geist des NICHTS, der Bewusstheit unserer Realität. Wenn der Geist des NICHTS manifest ist, dann manifestieren sich Wohlwollen, Gerechtigkeit, Höflichkeit, Wissen und Wahrhaftigkeit und verwurzeln sich im Herzen, die Wirrnis der Myriaden Dinge ordnet sich entlang des himmlischen Designs. Die Sprosse lebendiger Potenziale schießen aus dem Boden und füllen die Welt, die goldenen Blüten der spirituellen Tugenden blühen, wir können sie einfach so pflücken, sie sind spirituelle Medizin. So ist es, wenn Wasser frei über die Erde fließt und alles nährt. Die Urzeiten begegnen sich in der Gegenwart. Sind wir intim miteinander, lernen wir voneinander. Die fünfte Linie in einem Hexagramm nennt sich »Platz der Ehre«. In diesem Platz der Ehre ist der einzige Yang-Strich, alle Yin-Linien folgen diesem Yang-Strich. Wir haben also ein Hexagramm, in dem 5 Yin-Striche einem Yang-Strich folgen. In dem Hexagramm zuvor hatten wir eine ähnliche Konstellation, nur stand der Yang-Strich nicht auf dem Platz der Ehre, sondern auf dem Platz des Beamten, der seine Befehle von der fünften Linie erhält. Aus diesem Grunde können die Yin-Striche nicht dieser Linie folgen, sondern überwältigen - 62 -


Intimität – Einklang – Bi

sie. Nehmen wir die 5 Yin-Linien als die 5 Elemente, dann regiert in diesem Hexagramm die Yang-Linie auf dem 5. Platz die 5 Elemente, während im vorigen Hexagramm die 5 Elemente uns beherrschen. Die 5 Elemente entsprechen auch den 5 Hütern eines Elementes. Bei Don Juan, dem Lehrer von Carlos Castaneda heißt es, dass wir mit den Hütern ringen müssen, das ist die Position des 2. Platzes. Wenn wir die Position des 5. Platzes innehaben, folgen sie von ganz alleine. In diesem Hexagramm werden wir intim mit der Wirklichkeit. Die Basis dieses Hexagramms ist der Yang-Strich inmitten des Wasserelementes (☵) im Zeitraum. Dieser Strich wurde direkt von der Himmlischen Energie produziert (☰). Das ist die Vitalität des Wahren, damit auch das Wasser des Wahren und die Energie des Wahren. In der Alchemie gibt es das alchemistische Wasser, Aqua pura, das dieses Wasser des Wahren darstellt. Diese Energie ist in der Lage Dinge zu produzieren. In uns Menschen ist es die Basis-Energie der Menschheit, die eine Vereinigung von Yin und Yang darstellt. Aber diese Basis-Energie wird vom Morphofeld geschluckt, wenn sie in die Welt des Yin fällt. Nach diesem Fall ist sie nur noch schwer zu entdecken, dazu müssen wir leer sein, sanft, aufmerksam, standhaft und willensstark. Ansonsten ist es schwer, sie wiederzuentdecken und zu -erwecken. Daher ist es wichtig die Basis, die Grundlagen, sorgfältig zu erforschen. Wenn wir gründlich geforscht haben und fehlerfrei handeln, steigt die ursprüngliche Energie auf, wie der Phönix aus der Asche. Wenn diese Energie einmal da ist, wird sie von Yin unterstützt, denn das ist das fehlerlose, unbeeinflusste, integrale Muster der Natur. Makellos. Original. Um makellos und original zu sein, müssen wir leer werden und still. Damit das möglich ist, sollten wir unseren Geist verfeinern. - 63 -


Intimität – Einklang – Bi

Das wahre Yin in uns, wird sich nicht manifestieren können, wenn wir nicht vollkommen leer und still sind. Und wenn wir nicht vollkommen still und leer sein können, wird das äußere wahre Yang nicht kommen. Wenn wir unsere Gefühle beherrschen wollen, müssen wir zunächst die Essenz beherrschen, dann kommt das Unbehagen von allein. Durch dieses Unbehagen können wir unseren Geist verfeinern und auf die Zeit warten, in der wir in der Lage sind, nach Wiederherstellung zu suchen. In dem Wort Unbehagen stecken verschiedene Prozesse. Vor allem beinhaltet es die richtige Synchronisierung mit der Zeit und das Abwehren von Gefahr. Wenn uns das gelingt, liegen wir immer richtig. Wenn wir uns unbehaglich fühlen, wenn jemand auf uns zukommt, sollten wir zuerst geben, das heißt, wir folgen zunächst den Wünschen des anderen, werden intim mit diesen Wünschen und machen sein Vergnügen zu unserem. Wen wir ehrlich sind, können wir Menschen bewegen. Andere kommen, um mit uns intim zu werden. Wenn das geschieht, haben wir die Erlaubnis ihre Lebensenergie zu nehmen. Mithilfe dieser Energie können wir das wiederhergestellte Elixier in uns entstehen lassen.

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Intimität – Einklang – Bi

Um diesen Prozess zu begünstigen halten wir folgende Fingergeste:

8.1 Die erste Linie Wenn wir bescheiden sind und mit der Wahrheit intim werden, können wir fehlerlos handeln. Das liegt daran, dass, wenn wir wirklich wahrhaftig sind, auch in der Lage sind, leer zu werden. Wenn wir unseren Geist leeren können, dann können wir auch unseren Bauch füllen. Dann haben wir nicht nur Wahrhaftigkeit ohne Fehler, sondern auch ein schlichtes Gefäß, mit dem wir viel Segen in die Welt bringen können. Auf diese Weise werden wir mit dem ultimativen Guten intim. Wir können die FingergesteErdeWasser halten und die erste Linie.

8.2 Die zweite Linie Bevor wir mit der Außenwelt intim werden, sollten wir das mit unserem Inneren tun. Intimität im eigenen Inneren heißt, uns selbst zu verfeinern und den Geist zu meistern. Dann können wir die heilige Medizin der Lebenskraft sammeln, immer im Einklang - 65 -


Intimität – Einklang – Bi

mit der Zeit. Wenn uns das gelungen ist, können wir auch von anderen etwas bekommen ohne uns selbst zu verlieren. Wir halten die FingergesteErdeWasser und die zweite Linie.

8.3 Die dritte Linie In dieser Linie ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir intim mit den falschen Leuten sind. Wir sollten daher unbedingt die FingergesteErdeWasser halten und die dritte Linie.

8.4 Die vierte Linie Wir haben die richtigen Vorbilder gefunden und das ist gut. Auf diese Weise kann selbst der Schwächste stark und weise werden. Halten wir die FingergesteErdeWasser und die vierte Linie.

8.5 Die fünfte Linie Wir haben die richtige Balance gefunden. Positive Energie wächst und negative Energie wird weniger. Das ist manifestierte Intimität. In dieser Linie haben wir die Chance, das Wahre vom Falschen zu trennen, sodass das Wahre zu seinem Ursprung zurückkehrt und das Falsche zu seinem. Auf diese Weise trennen sich wahr von falsch ganz ohne unser Zutun. Ach ja, die FingergesteErdeWasser und die fünfte Linie, sollten wir trotzdem halten. Dadurch öffnen wir die Pforte zum ultimativen Guten, in dem es nichts Böses geben kann.

8.6 Die sechste Linie Wenn wir die sechste Linie erreicht haben, kann es passieren, dass wir das Zentrum der Intimität verlieren.

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Intimität – Einklang – Bi

Wir haben gelernt, mit denen intim zu sein, die das NICHTS bereits verwirklicht haben, aber auch mit denen, die das NICHTS nicht verwirklicht haben. Sie gehören zum Morphofeld. Um hier die Balance halten zu können, müssen wir unser selbst konstant gewahr sein. Wenn unsere Aufmerksamkeit nachlässt, können sich Fehler einschleichen. Wenn wir immer aufmerksam sind, gibt es einen Punkt, indem sich die Intimität ausbalanciert und den Zugang zu einem Zentrum freigibt. Dieses Zentrum liegt im Mund und das goldene Elixier breitet sich dort aus. Wir erkennen es an seinem besonderen Geschmack. Wenn das geschieht, wird alle Negativität transformiert. Wenn wir soweit gekommen sind, brauchen wir unsere Blasebälge, um uns selbst zu verfeinern, und wir brauchen wahres Blei. Damit wir in den Genuss dieser Erfahrung kommen sollten wir die FingergesteErdeWasser und die sechste Linie halten.

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Kleines Werk – Kleines Sammeln – XiaoChu

9. Kleines Werk – Kleines Sammeln – XiaoChu

Das Ideogramm zeigt oben das Zeichen für klein. Es besteht aus drei Strichen. Hier wird ein Akt des Teilens angedeutet. Das zweite Zeichen bedeutet, einen Lebensunterhalt ansammeln. Hierbei ist nicht klar, ob es sich um Tugend, Stärke oder Nahrung handelt. Es besteht aus einem Feld, worauf zwei Heuballen gestapelt sind. Obendrauf ein schützendes Dach. Man könnte das einen Heuschober nennen mit Futter für das Nutzvieh. Element: Holz Monat: Mai

Kleine Nahrung ist auch kleine Entwicklung. Oben ist der Wind (☴) unten der Himmel (☰). Der Wind weht über den Himmel. Der Wind bringt eine Luftzirkulation mit sich. Auf der Erde nährt er Myriaden Wesenheiten, im Himmel kann er nur Hitze verteilen, aber er nährt nicht. Das große Ziel unseres Lebens ist es Yin und Yang wieder zu vereinen und zum NICHTS zu werden. Das können wir, indem wir den Schöpfungsprozess umdrehen, umgekehrte Schöpfung oder rekursive Schöpfung genannt. Dazu müssen wir nahe heran an - 68 -


Kleines Werk – Kleines Sammeln – XiaoChu

die zentrale Steuerung des Lebens. Das geht, mithilfe seelischer Transmissionen. Das wird das große Werk genannt. Das große Werk ist möglich und somit auch das kleine Werk, das Werk der kleinen Schritte. Der Weg der kleinen Schritte, macht uns zu schöneren Wesen. Schönheit schmückt uns, aber sie macht uns nicht spiritueller. Aber spirituelle Menschen sollten über Schönheit und gute Manieren verfügen. Wir sollten Menschen gleich behandeln und mit Respekt. Wir sollten ehrlich sein, sorgfältig und aufrichtig. Unsere Handlungen sollten präzise sein. Wir sollten unsere Worte sorgfältig und besonnen wählen. Wir sollten unsere Stärke verbergen und flexibel handeln. Wir sollten beobachten, was vor sich geht und uns der Konsequenzen bewusst sein. Wir sollen gelassen und ohne Eile sein, wir sollten unser Ungestüm und unsere Charakterlosigkeit sein lassen. Dann sind wir, wie der Wind, der die Hitze vertreibt. Wenn wir uns so weit entwickeln können, dass Jähzorn und Impulsivität verschwinden, sind wir auch fähig das kleine Werk auszuüben. Und wenn wir das kleine Werk hinkriegen, dann auch das Große. In diesem Hexagramm nähern wir uns dem kleinen Werk, wir nähren uns durch das Kleine. Oben ist der Wind (☴) unten der Himmel (☰). Der Wind gibt nach, der Himmel ist stark. Die Bedeutung dieses Hexagramms ist, dass wir das Große durch das Kleine nähren müssen, oder auf der anderen Seite durch Kleinigkeiten behindert werden. Nach Liu Yiming folgt es auf das Morphofeld. Der Pfad des Morphofeldes ist, durch Yang das Yin zurückzutreiben. Dazu müssen wir zuerst Yang nähren. Wenn wir in der Lage sind, Yang zu nähren, dann bleiben wir bei uns selbst im Kleinen. Wir sind voll, aber nicht überflüssig. Wir sind fest, aber nicht aggressiv. Wir sind voll und scheinen leer. - 69 -


Kleines Werk – Kleines Sammeln – XiaoChu

Unser Herz wird jeden Tag bescheidener, während unsere Tugenden jeden Tag größer werden. Wir können uns auf diese Weise in die Welt der Weisen hineinentwickeln. Schritt für Schritt. Der Weg der kleinen Schritte kann uns also zum Erfolg führen, aber nur langsam und allmählich. Wir können keine großen Sprünge machen. Unsere Handlungen sind nicht weitreichend und das große NICHTS in weiter Ferne. Die Yin-Energie wird als Wolken beschrieben, die über unseren Köpfen hängen. Solange die Wolken nicht regnen, ist die YinEnergie vorherrschend, währen die Yang-Energie schwach ist. Unsere Lebensenergie ist dann auch schwach. Wir müssen daher den Weg der kleinen Schritte lernen, um dennoch zum Ziel zu kommen. Dazu verwenden wir die FingergesteHimmelWind und die verschiedenen Linien.

9.1 Die erste Linie Wir sind stark aber bleiben bescheiden. Wir verbergen unser Licht und nähren es heimlich. Wir lassen nicht zu, dass unsere innere Wahrheit durch das Morphofeld verletzt wird. - 70 -


Kleines Werk – Kleines Sammeln – XiaoChu

Auf diese Weise können wir zurück auf den Pfad kommen, der uns zum NICHTS führt. Durch das kleine Nähren wächst unsere Energie an, Tag für Tag. Wir halten Tag für Tag die FingergesteHimmelWind und die erste Linie.

9.2 Die zweite Linie Wir sind stark und flexibel. Wir sind scharfsinnig und lieben es zu lernen. Wir haben keine Probleme damit uns zu erniedrigen, zu erforschen und uns mit weiseren Menschen zu umgeben. Wir haben alle etwas davon. Durch das Verständnis des Guten finden wir unseren Weg der rekursiven Schöpfung. Der Weg der rückläufigen Schöpfung steigert nach außen hin unsere Leere und lässt in unserem Inneren die Erfüllung wachsen. Klein, aber mit guten Resultaten. Halten wir die FingergesteHimmelWind in Kombination mit der zweiten Linie.

9.3 Die dritte Linie Wenn Stärke aus sich heraus handelt und nicht mehr das Gemeinwohl im Sinn hat, ist sie schädlich. Wir bewegen uns aus der Harmonie und werden unharmonisch. Dinge laufen nicht mehr rund. Damit das nicht geschieht, halten wir die FingergesteHimmelWind und die dritte Linie.

9.4 Die vierte Linie Wir fühlen uns schwach inmitten starker Menschen. Aus dem Grunde sollten wir von ihnen lernen, und von ihrer Stärke profitieren. Nutzen wir ihre Anregungen, sei es Kritik oder Korrektur von Fehlern, um uns selbst zu verfeinern. Wenn wir uns selbst verfei- 71 -


Kleines Werk – Kleines Sammeln – XiaoChu

nern und dem Druck des Verstandes aus dem Weg gehen, entkommen wir dieser Linie. Halten wir die FingergesteHimmelWind und die vierte Linie.

9.5 Die fünfte Linie Die Yang-Energie ist in dieser Linie ausbalanciert. Sie sitzt sogar in unserem Zentrum, aus dem auch die Wahrheit hervorkommt. Wir sind daher wahrhaftig, wenn wir in Gesellschaft sind. Dadurch errichten wir eine stabile Basis, auf die wir aufbauen können. Jetzt ist die Gelegenheit günstig, Charakterschwächen zu transformieren, zur Essenz wahren Wissens. Wenn wir nicht wissen, wie das geht halten wir einfach die FingergesteHimmelWind in Kombination mit der fünften Linie.

9.6 Die sechste Linie Es hat geregnet und wir konnten Dinge regeln. Die Yang-Energie ist herabgeregnet und hat den Boden fruchtbar gemacht. Die extreme Trockenheit ist vorbei. Wenn sich die Dinge erst einmal geregelt haben, braucht es keinen weiteren Regen mehr. Jetzt können wir wahre Yin-Energie nutzen, um künstliches Yang zu kontrollieren. Wenn das künstliche Yang im Boden versiegt, steigt echtes Yang auf. Wenn das geschieht, ist die kleine Nahrung vorbei und wir sollten zur großen Nahrung wechseln. Wenn wir dazu nicht in der Lage sind, wird Yin Yang verletzen. Um das zu vermeiden halten wir die FingergesteHimmelWind und die sechste Linie. Wir haben jetzt alle Linien besprochen. Wichtig in jeder Linie ist, auf welche Weise wir klein sind. Wenn die Kleinheit angemessen ist, können wir das Große durch das Kleine nähren. Daher sollten wir den Prozess der Kleinheit genau studieren. - 72 -


Weg – Gehen – Lü

10. Weg – Gehen – Lü

Das Ideogramm von LÜ ist sehr kompliziert. Es ist ein vierteiliges Bild, das jemanden zeigt, der in seinen Schuhen läuft. Wir haben oben eine horizontale Linie, die von links nach rechts geht, dann wieder zurück und auf der linken Seite vertikal herunter. Das ist der Anfang eines Möbiusbandes, und stellt zu Beginn den Kopf dar, der Rest der Linie ist eine Darstellung des Körpers. Die Rückführung der Linie entspricht auch der rückläufigen Schöpfung, die wir brauchen, um uns zu verjüngen und um dem Ursprung näher zu kommen. Neben dem Möbiusmenschen gibt es drei Linien, die Fußspuren darstellen. Rechts oben ist das Bild eines Schuhs. Unter dem Schuh ist ein Ideogramm, das Laufen darstellen soll. Die Originalbedeutung von LÜ ist, ein paar Schuhe. Diese Schuhe brauchen wir, um unseren Weg zu gehen. Element: Metall Monat: Juli

Gehen heißt, sich durch die eigenen Beine fortzubewegen. Oben ist der Himmel (☰) unten der See (☱). Der Himmel bedeckt den See, der Himmel spiegelt sich im See, der See betrachtet den Himmel. - 73 -


Weg – Gehen – Lü

Oben und unten sind fixe Positionen, die sich nicht mischen können. Das Metaphysische nennen wir NICHTS, das Physische, Gefäß. Auf diese Weise haben wir oben und unten, größer und kleiner. Das sollte nicht verwechselt werden. Der See spiegelt den Himmel, aber der Himmel nicht den See. Der Himmel ist der Herrscher, auf der Erde sind die Menschen. Wenn wir in der Lage sind das Obere vom Unteren zu scheiden, können wir eventuell auch das Richtige vom Falschen unterscheiden. Wir sollten das Himmlische unterstützen und das Irdische kontrollieren. Wir sollten das Richtige stärken und das Falsche auflösen. Im Hexagramm repräsentiert der See das Morphofeld, das Künstliche. Der Himmel ist die Wirklichkeit, das Wahre. Wenn der Himmel über unseren Köpfen ist, und der See zu unseren Füßen, dann können künstliche Gefühle nicht auftreten und die Wahrheit ist immer präsent. Der wahre Sinn ist ohne Gefühle. Diese gefühllose Wahrheit können wir nutzen, um unsere Gefühle zu kontrollieren. In kürzester Zeit werden dadurch Probleme gelöst. Auf diese Weise ist die reine, unverfälschte Vitalität der festen Stärke in der richtigen Balance. Der Nutzen ergibt sich aus unserer Kenntnis, was richtig und was falsch ist. Je mehr wir unterscheiden können, desto größer der Nutzen, den wir daraus ziehen können. Reine Klarheit schenkt uns Stabilität. Gehen heißt, sich fortzubewegen. Oben ist der Himmel (☰) unten ist der See (☱). Der Himmel bringt uns Stärke, der See bringt uns Freude. Wir empfinden Freude angesichts des Himmels. Das Yin erfreut sich am Yang. Der eine unterbrochene Strich im Trigramm See schreitet fort und wird zu Yang. Das Hexagramm symbolisiert das Fortschreiten von Yang bei gleichzeitiger Vermeidung von Gefahr. - 74 -


Weg – Gehen – Lü

Nach Liu Yiming folgt es der Intimität. In der Intimität folgt Yin Yang. Damit Yin uns folgen kann, müssen wir zuerst Yang entwickeln. Wenn das Fortschreiten des Yang eine natürliche Balance erreicht hat, folgt Yin ganz automatisch. Das ist die richtige Art seinen Weg zu gehen, den Weg des fortschreitenden Yang. Das wahre Yang ist uns angeboren, es braucht nicht in anderen gesucht oder gefunden zu werden. Wenn es sich mit dem Morphofeld mischt, werden unsere wahren Gefühle obskur, und künstliche Gefühle tauchen auf. Dann flieht das wahre Yang in die Außenwelt des Morphofeldes. Das ist, als würde unser Tiger fliehen und es sich woanders häuslich einrichten und obwohl unser Tiger jetzt woanders wohnt, gehört er doch uns. Aber aus welchen Gründen auch immer, wollen wir ihn nicht mehr zurückhaben. Der Weg ihn zurückzufordern kann nicht im Himmel geschehen, auch nicht auf der Erde, oder im Feuer oder Wasser, es kann nur im See geschehen. Der See ist in der Lehre der Trigramme die jüngste Tochter. Die jüngste Tochter geht den Pfad der empfänglichen Demut anstelle von Mutter Erde und ist in der Lage Yang zu werden, durch Kulmination von Yin. Die Natur des Sees ist harmonisch und freudig. Durch die Harmonie kann der See entspannen, durch die Freude kann er Vertrauen. Durch die Entspannung kann er allmählich weitergehen, durch das Vertrauen kann er lange durchhalten. Fähig zu sein, zu entspannen und zu vertrauen ist eine kraftvolle, unerbittliche Praxis und in der Lage das Stadium der unzerstörbaren Festigkeit und Stärke zu erreichen, das Gesicht des Himmels wiederzusehen, ohne durch falsches Yin oder Yang verletzt zu werden. Dann können wir unserem Tiger auf den Schwanz treten, ohne dass er uns etwas tut. - 75 -


Weg – Gehen – Lü

Ein Tiger kann Menschen beißen und man sollte ihm daher nicht auf den Schwanz treten. Wenn wir in Harmonie und Freude gehen ohne Grausamkeit und Wildheit, ist das, als ob wir auf den Schwanz des Tigers treten. Yin kann in Yang verwandelt werden, wenn wir vor und hinter uns schauen, eine Balance zwischen Obsession und Gleichgültigkeit entwickeln, wenn wir langsam fortschreiten, Gefahren verhindern, uns der Gefährlichkeit bewusst sind und den Feuerungsprozess richtig ausführen. Wenn wir Yang wiederhergestellt haben, können wir die Lebensenergie, die im Töten des Tigers steckt, in uns aufnehmen und das Leben bewahren und wieder ganz zu werden. Das ist der Pfad des Fortschreitens von Yang. Wir erreichen ihn, wenn wir die FingergesteSeeHimmel halten.

10.1 Die erste Linie Wenn wir stark sind und über eine robuste Energie Geist verfügen, wenn der Weg eben ist, und wir sicher beim Gehen unseres Weges sind, mit Selbstvertrauen bei jedem Schritt, können wir keinen Fehler machen. Wir halten die FingergesteSeeHimmel und die erste Linie. - 76 -


Weg – Gehen – Lü

10.2 Die zweite Linie In dieser Linie lernen wir die wahre Freude kennen, denn die Freude ist ausgewogen. Wir werden von künstlicher Vergnügung nicht angezogen. Wir haben keine Gier, kein Verlangen, der Geist ist friedlich und die Seele zur Ruhe gekommen. Nur eine zurückhaltende Person, die immer aufrichtig ist, kann den Pfad der Fröhlichkeit wandern und die Jahre vergessen. Damit auch wir in den Genuss kommen, halten wir die FingergesteSeeHimmel und die zweite Linie.

10.3 Die dritte Linie In der dritten Linie können wir den Pfad, den wir zu gehen haben, nicht wirklich klar sehen. Es ist, als würden wir schielen, wir sehen alles doppelt oder verschwommen. Oder es ist, als würden wir Hinken, wie wir es, seit Jakobs Zeiten tun. So ist es nicht einfach, den Pfad zu gehen. Um das zu verbessern, sollten wir unbedingt die FingergesteSeeHimmel halten und die dritte Linie.

10.4 Die vierte Linie Wenn wir fest sind, aber nicht ungestüm, klar sehen können, Gefahren vorbeugen, aber der Gefährlichkeit unserer Unternehmen bewusst, ist es, als würden wir achtsam und vorsichtig auf den Schwanz des Tigers treten. So kann der Tiger uns nicht beißen und wir können auf dem Boden der Realität landen. Auf dem Boden reinsten Yangs und reinster Glückseligkeit. Es ist daher wert die FingergesteSeeHimmel zu halten und die vierte Linie.

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Weg – Gehen – Lü

10.5 Die fünfte Linie In der fünften Linie folgen wir entschieden unserem Herzen, ohne etwas zu übersteigern. Auf diese Weise kann der Pfad eine Balance erreichen, die das goldene Elixier formen hilft. Dazu müssen wir aufrichtig sein von ungeteilter Aufmerksamkeit. Wir müssen uns selbst in Gefahr meistern können, damit wir der Gefahr entgehen, das zu verlieren, was wir erreicht haben. In diesem Pfad sind nur wir selbst wichtig. Halten wir die FingergesteSeeHimmel und die fünfte Linie.

10.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist normalerweise eine flexible Linie. Von hier aus können wir den Feuerungsprozess beobachten, wie wir ihn zu gehen haben. Wir müssen die Schwerkraft berücksichtigen, und die Energie, die wir brauchen, um die medizinischen Substanzen zu formen. Wir brauchen die richtige Reihenfolge, um den Zyklus von Anfang bis Ende zu vollenden. Wenn wir Anfang und Ende verknüpfen können, erreichen wir die Verschmelzung von Yin und Yang, um die ursprüngliche Ganzheit wiederherzustellen. Das ist der Pfad von Anfang bis Ende. Der Pfad des vorschreitenden Yang braucht Flexibilität innerhalb der Festigkeit und Festigkeit innerhalb der Flexibilität. Es ist sehr wichtig, dass sich Festigkeit und Flexibilität in der Balance halten, und wir weder zu schnell noch zu langsam sind, sondern harmonisch, freudig, heiter und gelassen.

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Ja – (Ge)-Lassen – Tai

11. Ja – (Ge)-Lassen – Tai

Tai ist ein sehr positives Wort in der Drachensprache. Es heißt mehr und am meisten. Es beschreibt einen Zustand, der mehr ist als großartig. Tai heißt auch Friede, Sicherheit. Gute Gesundheit. Oder es suggeriert Fortschritt, Vorwärtskommen. Das Ideogramm besteht aus zwei Teilen. Der obere Teil steht für die Größe. Früher glaubte man, dass Himmel und Erde groß sind und dass Menschen auch groß sind. So scheint auch das Ideogramm eine Person zu sein, die ihre Arme ausbreitet und auch ihre Beine gespreizt hat. Unter den Beinen ist das Ideogramm für Wasser. Dieses Ideogramm zeigt das ideale Fließen des Wassers, ohne Widerstand, ohne Blockade. Das ist die ursprüngliche Bedeutung von Tai. Element: Erde Monat: Februar

Gelassenheit heißt Erfolg. Oben ist Erde (☷), unten Himmel (☰). Die Energie des Himmels steigt auf. Die Energie der Erde sinkt herab. So mischen sich Wirklichkeit und Morphofeld auf natürliche Weise. - 79 -


Ja – (Ge)-Lassen – Tai

Dadurch werden die Myriaden Dinge erschaffen. Wenn Himmel und Erde in uns sich mischen, erscheint der Friede. Wir Menschen wurden mit dieser Energie geboren. Yin und Yang und die fünf Elemente. Wenn diese fünf Elemente gesund in uns sind, erscheinen die fünf Tugenden. Die fünf Tugenden in ihrer Essenz haben einen natürlichen Verlauf, der keine Einmischung und keine Unterstützung braucht. Dieser Pfad wird der Pfad der Natur genannt. Wenn wir diese Prinzipien verstehen, dann bewirkt das, dass Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Höflichkeit, Wissen und Wahrhaftigkeit als eine Energie zusammenfließen. Das ist der natürliche Weg des Himmels und der Erde, der den Menschen Leben gibt. Die Funktionen haben ein angemessenes Gleichgewicht. Klammern wir uns an eine Tugend zu sehr, geraten alle aus der Balance. Das ist die Lehre des NICHTS. Überwinden wir die fünf Elemente, dann erscheinen stattdessen Wohlwollen, Gerechtigkeit, Höflichkeit, Wissen und Wahrhaftigkeit und sie erreichen eine angemessene Balance, das richtige Gleichgewicht zwischen Himmel und Erde in uns Menschen. Den Weg zu pflegen, sein Gleichgewicht herzustellen, ist das Mittel, den Willen der Welt und die Arbeit der Welt zu erreichen. Auf diese Weise können wir jedem Menschen helfen, den Weg des Himmels und der Erde als Weg zu erkennen und zu gehen. Wir können die Balance zwischen Himmel und Erde verwenden, um Himmel und Erde in uns auszubalancieren. Wenn wir das universelle Gleichgewicht von Himmel und Erde erhalten, bleibt die universelle Harmonie intakt, und jeder kann seine wahre Natur und seinen wahren Sinn im Leben verwirklichen. Wenn wir den Weg und das Gleichgewicht von Himmel und Erde verwalten und unterstützen, ist es möglich, das Ursprüngliche - 80 -


Ja – (Ge)-Lassen – Tai

vollständig zu erhalten und die erlangte Konditionierung aufzulösen. Wenn das Ursprüngliche abgeschlossen und die Konditionierung aufgelöst ist, ist das Sein natürlich und das Handeln ist angemessen. Die fünf Elemente sind dann eine Energie, die fünf Tugenden verschmelzen, Natur und Leben werden stabilisiert. Darüber hinaus teilen wir die Funktionen des Himmels und der Erde und teilen die Ewigkeit des Himmels und der Erde. Das ist Gelassenheit. Gelassenheit heißt in Harmonie zu sein. Dieses Hexagramm ist eine Mischung aus Yin und Yang. Nach Liu Yiming folgt es dem kleinen Werk. Im kleinen Werk nährte ein Yin fünf Yangs. Die Yin-Energie ist am Drücker und die Yang-Energie nicht aktiv. Nur wenn Yin und Yang harmonisch kombiniert sind, können sie Dinge bewirken. Im Weg der Gelassenheit geht das Kleine und das Große kommt. Mit Yang im Morphofeld und Yin in der Wirklichkeit, kann sich das Morphofeld verwandeln und die Form der Wirklichkeit annehmen. So kann das reine Yang entstehen, ohne Yin. Wenn wir die Essenz verstehen, indem wir das Leben verstehen, wenn wir das Nicht-Tun erreichen, indem wir Tun, dann erreichen wir das wahre NICHTS und vervollständigen den Großen Weg.

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Ja – (Ge)-Lassen – Tai

Halten wir die FingergesteHimmelErde.

11.1 Die erste Linie Wenn ein Yang-Strich erscheint, haben alle anderen Yangs eine Motivation. Wenn jemand Gelassenheit bringen will, sollte er seine ganze Kraft auf das Erscheinen des ersten Yang-Strichs konzentrieren. Er sollte sich allmählich sammeln und die positive Energie verfeinern, von subtil zu manifest, sodass kein Yang nicht stark ist und kein Yin nicht nachgiebig. Das können wir machen, indem wir die FingergesteHimmelErde halten und die erste Linie. Damit sorgen wir dafür, dass Yang wächst und sich Gelassenheit ausbreitet.

11.2 Die zweite Linie Wenn diese Linie aktiv ist, sind wir gut ausbalanciert, sodass wir auch Menschen in unserer Umgebung haben können, die das nicht sind. Wir sind mutig, neue Unternehmungen zu wagen. Wir beobachten und untersuchen alles in Ruhe, das ist die Vollendung der Flexibilität. Wir können Falsches stoppen und Wahrhaftiges dagegensetzen. - 82 -


Ja – (Ge)-Lassen – Tai

Wir können Festes und Biegsames nach Belieben einsetzen, in einer sanften, kultivierten Form. Wir können uns selbst in den Einklang mit einer Aktion bringen, und sie von innen heraus lenken. So balancieren sich Festigkeit und Biegsamkeit zur Gelassenheit. Wir halten die FingergesteHimmelErde und die zweite Linie.

11.3 Die dritte Linie Wenn alle drei Yang-Striche vollständig sind, müssen sie sich in ihr Gegenteil verwandeln. Wenn wir lange Zeit gelassen waren, ist jetzt Zeit für etwas anderes. Es gibt kein Kommen ohne Gehen, kein Schwarz ohne Weiß. An diesem Punkt müssen wir entscheiden, ob es sinnvoll ist, nach vorne zu gehen oder sich zurückzuziehen. Nur wenn wir aufrecht, aufrichtig sind, können wir Fehler vermeiden. Wenn wir also aufrecht, aufrichtig, auch inmitten von Gefahr, Ärger, oder was es sonst noch gibt, sind, erreichen wir alles in der Gesellschaft und unsere Tugenden geben ein Echo im Himmel. Wir sind dann gesegnet mit Wohlstand und guter Gesundheit. Bis in alle Ewigkeit. Damit wir das schön üben, halten wir die FingergesteHimmelErde und die dritte Linie.

11.4 Die vierte Linie Wenn Yang aufsteigt und sich mit Yin mischt, können wir das Ergebnis nicht vorhersagen und uns auch nicht davor schützen. Halten wir die FingergesteHimmelErde und die vierte Linie und hoffen das Beste.

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Ja – (Ge)-Lassen – Tai

11.5 Die fünfte Linie Wenn wir grundsätzlich gelassen sind, gebrauchen wir Yin, um Yang zu nähren, sodass die Yang-Energie solide und verlässlich wird. Durch diese Yang-Energie entsteht eine Glut, die unser Feuer am Leben halten kann. So sind wir gelassen und haben gleichzeitig die Glut des Anfangs in uns. Das erreichen wir durch die FingergesteHimmelErde und die fünfte Linie.

11.6 Die sechste Linie Am Ende der Gelassenheit steht die Unterwerfung. Wenn die Gelassenheit unterworfen wird, kann es geschehen, dass wir sie verlieren. Wir sollten daher vorher etwas tun, damit das nicht geschieht. Die einfachste Sache ist, die FingergesteHimmelErde zu halten und die sechste Linie. Wir haben jetzt einige Zeit mit der Gelassenheit verbracht. Es gibt Zeiten, da können wir Gelassenheit entwickeln, zu anderen Zeiten sollten wir sie bewahren. Tun und Nicht-Tun kommen beide zum Einsatz. Stärke können wir nutzen, um die Gelassenheit zu beeinflussen. Nachgiebigkeit können wir nutzen, um die Gelassenheit zu bewahren. Wenn wir beides beherrschen, kann nichts geschehen. Wir können gelassen in die Zukunft schauen.

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Nein – Weigern – Pi

12. Nein – Weigern – Pi

Pi ist die Umkehrung von Tai. Was uns an dieser Stelle beruhigen soll, ist der Satz, dass aus der Tiefe des Unglücks, der Segen aufsteigt. Tai und Pi repräsentieren Glück und Unglück. Beide gehören zusammen und bedingen einander, wie Himmel und Erde. Wenn Tai das Fließen ohne Widerstand darstellt, so muss auch irgendwann ein Widerstand kommen. Der nennt sich Pi. Das Ideogramm hat oben eine horizontale Linie. Sie stellt den Himmel dar. Darunter ist das Bild eines fliegenden Vogels. Der kleine Halbkreis ist der Kopf des Vogels. Darunter befinden sich die Flügel. Zwischen den Flügeln ist ein kleiner Mund, der »Nein« sagt. Stehen Himmel und Erde für die Geburt des Kosmos, so stehen Tai (Ja) und Pi (Nein) für die Geburt des Schicksals. PiJiTaiLai = aus der Tiefe des Unglücks kommt der Segen, aus dem Ende der Behinderung der Fortschritt. Element: Metall Monat: August

Nein ist Ablehnung. Oben ist Himmel (☰) unten ist Erde (☷). - 85 -


Nein – Weigern – Pi

Eigentlich ist das der Zustand, den wir uns immer vorstellen, oben der Himmel zu unseren Füßen die Erde. Was soll daran falsch sein? Die Energie der Erde, im Gegensatz zum Wasser, steigt nach oben. Die Energie des Himmels sinkt nach unten. Weise Menschen sehen darin einen Zustand, in dem sich Wirklichkeit und Morphofeld nicht mischen können, und Myriaden Dinge geraten in die Schockstarre. Das ist der Punkt, an dem Adam Kadmon das Universum zum Gefrieren brachte, er sagte »Nein« und alles gefror. Jetzt braucht es nur noch eine falsche Bewegung und das Eis zersplittert. Genau das hat es getan. Es zersplitterte in die Myriaden Dinge. Das ist das Bild von »Nein«. Wenn sich Himmel und Erde nicht mischen, dann mischen sich auch Yin und Yang nicht und die Myriaden Dinge geraten in die Schockstarre, nichts bewegt sich mehr. Wenn das Himmlische und Irdische im Menschen nicht kommuniziert, ist die natürliche Realität beschädigt. Aus dem Grunde sollten wir vorsichtig mit unseren Kräften sein, sie zurückhalten, verbergen, bis die richtige Zeit gekommen ist. Auf diese Weise vermeiden wir Ärger und bleiben empfänglich für Erhebungen durch den Nutzen, den wir haben. Mit der Kraft, sparsam umzugehen, heißt, den Intellekt zu bannen. Stattdessen die Erleuchtung zu verbergen und im Geheimen zu nähren. Wir borgen dazu aus dem Morphofeld, um das Ursprüngliche zu bewahren. Wir lassen nicht zu, dass äußere Einflüsse an diesem Zustand etwas ändern. Kein Hindernis ist so stark wie das Eindringen des morphogenetischen Feldes. - 86 -


Nein – Weigern – Pi

Es gibt kein Problem, das größer ist, als das. Sparsam mit der Kraft zu sein, sind Worte, mit denen wir schwanger gehen sollten. Sie bedeuten sehr viel und dringen tief ein. Was auch immer wir für Talente oder Fähigkeiten besitzen, wir sollten sie hüten, wie einen Schatz. Wir sollten darüber verfügen, aber uns ihrer nicht bewusst sein. Wenn wir uns unserer Kräfte bewusst werden, können wir nicht mehr sparsam damit umgehen. Dann können wir auch nicht mehr durch unseren Nutzen erhoben werden. Wenn das der Fall ist, und wir nicht mehr erhoben werden können, verschwinden die Probleme oft von ganz allein. Obwohl Erde und Himmel zunächst nicht miteinander kommunizieren, reden sie am Ende doch miteinander. Das Vermeiden von Ärger durch Sparsamkeit mit den eigenen Kräften ist nicht geringzuschätzen. In diesem Hexagramm arbeiten Yin und Yang nicht gut zusammen. Dadurch entstehen Widerstände und Hindernisse. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Weg. Einen Weg zu gehen, heißt Stärke durch Harmonie und Freude zu unterstützen. Das führt dazu, dass Yin und Yang sich verbinden, also sind Stärke und Schwäche vereint. Allgemein gesprochen, wenn Yin und Yang sich nicht vereinen, dann wandelt sich das wahre Yin in das falsche Yin und das wahre Yang in das falsche Yang. Das Ursprüngliche verschwindet und die falsche Energie nimmt überhand. Dann verleugnen wir unsere Menschlichkeit. Ein weiser Mensch verleugnet seine Menschlichkeit nicht, ganz im Gegenteil, er strebt danach, soviel Mensch zu werden, wie er nur kann, aber er ist die wahre Energie.

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Nein – Weigern – Pi

Das ist der Zustand, wenn das wahre Yang nicht verletzt wurde, und es immer noch in uns ist. Diese Masse aus wahrem Yang ist der Weise. Wenn das Ursprüngliche verloren gegangen ist, und das wahre Yang verstreut wurde, dann ist alles, was unser Körper hat, falsche Energie. Dem falschen Yin zu folgen, den Gefühlen und seinem Verlangen, ohne sich selbst Grenzen zu setzen, ist Verleugnung der Menschlichkeit. Dass verleugnete Menschlichkeit nicht gut für einen Weisen ist, bedeutet, dass falsche Energie nicht gut für richtige Energie ist. Zu diesem Zeitpunkt sollte der Praktikant des NICHTS seinen Intellekt loswerden, Energie und Spirit im Inneren sammeln, um das wahre Yang zu bewahren. Halten wir die FingergesteErdeHimmel.

12.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine schwache Linie. Wenn sich eine Yin-Linie anschleicht, ist das Dach der Probleme bereits errichtet, und das Potenzial der Behinderung wird sicher wachsen. - 88 -


Nein – Weigern – Pi

An diesem Punkt, die Yin-Energie hat sich gerade erst bemerkbar gemacht und die Yang-Energie ist noch nicht verletzt, wenn wir schnell in der Lage sind, eine Balance herzustellen, ist es möglich eine Behinderung zu verhindern und zur Gelassenheit zurückzukehren. Generell lässt sich sagen, dass wir durch Korrektheit Behinderungen vorbeugen können und wir erhalten ein gutes Verhältnis von Sinn und Wachstum in unseren Handlungen. Halten wir die FingergesteErdeHimmel und die erste Linie.

12.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist eine schwache Linie. Wenn die Yin-Energie sich langsam vorarbeitet, dann wird die tödliche Energie sich bald ausbreiten. An diesem Punkt hat die Yin-Energie Yang noch nicht geschadet, aber ist gerade dabei das zu tun. Wenn wir ernsthafte Praktiker des NICHTS sind, virtuos in Gefahr und Schwierigkeiten vermeiden, finden wir immer einen Weg durch die Hindernisse. Halten wir die FingergesteErdeHimmel und die zweite Linie.

12.3 Die dritte Linie Auch die dritte Linie ist eine schwache Linie. Wenn Yin-Energie sich zusammenballt und wir unseren eigenen Bedürfnissen folgen, nehmen wir das Falsche und denken, es wäre das Richtige. Wir halten das für eine gute Strategie. Wir sind uns dessen vollkommen unbewusst. Um das Bewusstsein zu heben, sollten wir die FingergesteErdeHimmel und die dritte Linie halten.

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Nein – Weigern – Pi

12.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist die erste von drei starken Linien. Wenn Yin kulminiert und sich mit Yang mischt, dann ist inmitten des Widerstandes verborgene Gelassenheit, und das lebendige Potenzial zeigt sich. Die ursprüngliche Ordnung ist wiederhergestellt. Die Qualität der Stärke in uns, ist der eingeborene Geist, die natürliche Ordnung, das himmlische Kommando. Dieser Geist ist in jedem von uns vollkommen, er ist in Weisen nicht mehr vorhanden, als in allen anderen Menschen. Aber wenn er durch unser Temperament eingeengt wird und durch unser Verlangen verschüttet, dann kehrt er erst einmal nicht zurück. Wenn wir aber zu dieser Ordnung zurückkehren, dann wird das natürliche Gute erscheinen. Eine gute Tat kann hundert böse Taten zerstreuen und wir können sofort die Küste des NICHTS erklimmen. Dieser Pfad wandelt Schwierigkeit in Wohl und auch unsere Mitstreiter werden gesegnet sein. Halten wir die FingergesteErdeHimmel und die vierte Linie.

12.5 Die fünfte Linie Wenn Stärke korrekt ausbalanciert ist, und wir den Geist des NICHTS bewahren, den Verstand loswerden, dann hört die Behinderung auf, auch wenn wir es nicht wollen. Dieses Auflösen geschieht durch unseren gelassenen Geisteszustand, der jeder Widrigkeit vorbeugen kann. Wenn wir inmitten der drei Yang-Striche des Himmels ruhen können, ist das eine gute Gelegenheit. Genießen wir das und halten die FingergesteErdeHimmel und die fünfte Linie, dadurch wehren wir Yin automatisch ab.

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Nein – Weigern – Pi

12.6 Die sechste Linie Die letzte Yang-Linie. Das Ende der Weigerung ist gekommen, negative Energie sollte verschwunden sein und positive gekommen. Das ist präzise die Zeit in der wir die Weigerung über Bord werfen können. Praktiker des NICHTS tun das, und so sind Himmel und Erde gleichzeitig aktiv. Wir unterdrücken Yin und fördern Yang. Zunächst gibt das Widerstände, doch am Ende Freude. Es ist alles so leicht, als würden wir die Hand wenden. Halten wir die FingergesteErdeHimmel und die sechste Linie. Dadurch können wir in die Umkehrschöpfung wechseln, und die Weigerung Adam Kadmons Gottes Liebe zu empfangen rückgängig machen. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, die medizinischen Substanzen zu erkennen und den Feuerungsprozess zu beherrschen. Wir müssen wissen, wann wir voranschreiten können und wann wir uns zurückziehen müssen, wir sollten weder eilen noch trödeln, wir sollten im Einklang mit der Zeit handeln, was wir Timing nennen.

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Sonne – MenschenZunge – TongRen

13. Sonne – MenschenZunge – TongRen

In der Drachensprache heißt Tong = Gleich. Ren = Mensch. GleichMensch kann heißen Menschen gleich zu behandeln, oder gleiche Menschen, das ist eine Gruppe von Menschen mit gleichen Interessen. Manchmal tun Menschen sich zusammen, um eine besonders schwierige Zeit zu überbrücken, was alleine nicht machbar wäre. Im Ideogramm haben wir oben eine Art Rechteck, dem der Boden fehlt. Das könnte eine Tür oder ein Dach sein. Dann haben wir einen Yang-Strich, der die 1 repräsentiert. Darunter haben wir einen Mund. Wir könnten also denken, dass hier mit einem Mund gesprochen wird. Der untere Teil repräsentiert einen stehenden Menschen. Wir haben hier also das Ideogramm für eine Sprache und Mensch. Das ist die Situation vor dem Turmbau zu Babel, als alles nur eine Sprache sprach, wie immer noch die Genetik eine Sprache spricht. Das ist die Situation der Ursprache, die immer noch als Seelensprache in uns wirkt, hier in Bezug auf den Menschen. Wenn wir die Seelensprache sprechen, sprechen wir in Zungen. Der Begriff Tong heißt im Englischen Tongue und das heißt Zunge. Element: Metall Monat: August - 92 -


Sonne – MenschenZunge – TongRen

MenschenZunge heißt dass wir eine Sprache besitzen. Oben ist der Himmel (☰) unten das Feuer (☲). Wir haben Feuer am Himmel und das ist die Sonne. Der Himmel überdeckt alles. Die Sonne bescheint alles. Sonne und Himmel sind am selben Ort, unteilbar und leuchtend. Eins. Wenn wir mit Menschen sprechen, sollten wir sein wie Sonne und Himmel. Wir sollten eine gemeinsame Sprache sprechen. Die gemeinsame Sprache sollte die gesamte Menschheit einbeziehen, nicht kleinliche Gruppen, die ihre Sprache pflegen, um sich von anderen Gruppen abzugrenzen. Hier soll Sprache aber keine Waffe sein, sondern Einheit erzeugen. Wenn wir die Position der Sonne im Himmel einnehmen, gibt es keinen Menschen, der nicht von uns beschienen werden kann. Es interessiert nicht Persönlichkeit oder Karma, sondern nur die Seele und die ist ein einzigartiges Geschöpf Gottes. Wir alle sind ein Geschöpf Gottes, wir alle sprechen die gleiche Zunge. Darin sind wir alle gleich. Der Himmel ist stark, das Feuer erleuchtet. Wir können Stärke durch Erleuchtung bewirken und die Erleuchtung effektiv machen durch Stärke. Wir können wahr in uns drin sein und draußen eingeweiht. Wir können uns selbst und andere gleichermaßen entwickeln. Dieses Hexagramm beschreibt die Vermischung mit dem Morphofeld, durch Verbergen der eigenen Erleuchtung und geschickte Anpassung an andere. Nach Liu Yiming folgt dieses Hexagramm der Gelassenheit. In der Gelassenheit sind Yin und Yang gleich verteilt, Stärke und Empfänglichkeit sind vereint. - 93 -


Sonne – MenschenZunge – TongRen

Wenn wir erreicht haben, dass Stärke und Empfänglichkeit ausgewogen sind, formt sich der spirituelle Embryo. In diesem Hexagramm können wir den spirituellen Embryo mit in das Morphofeld nehmen. Wir können unsere Erleuchtung verbergen und fortgeschrittene Praktiken erlernen. Um uns mit dem Morphofeld zu mischen, braucht es eine große Unteilbarkeit und Unpersönlichkeit. Das ist ein Teil der Selbstlosigkeit, den wir lernen müssen. Sind wir selbst-los, sind wir unser Selbst los. Wenn wir kein Selbst haben, gibt es auch die anderen nicht. Wenn das Selbst und andere nicht da sind, verschwindet auch der Sinn des Selbstes und der anderen. Dann sind wir die anderen, und die anderen sind wir. Das ist wie der Himmel, der alles überspannt und die Sonne, die alles bescheint. Wir können dann selbst zum NICHTS zurückkehren und andere mitnehmen. Wir befinden uns dann gemeinsam in einer Wildnis. Die Wildnis ist riesig und wir haben die Bilder von uns selbst nicht mitgenommen. Diese Selbstlosigkeit sollte in guten wie in schlechten Zeiten gelten, in Gesundheit und Krankheit, in Reichtum und Armut, sonst ist sie nicht selbstlos. Haben wir diese Form der Selbstlosigkeit erreicht, gibt es keine Widerstände mehr, keine Gefahr, keine Krankheit und keinen Tod. Um ins NICHTS zurückzukehren, müssen wir das, was wir an das Morphofeld verloren haben, zurückgewinnen. Das sollte von den richtigen Leuten unter den richtigen Umständen geschehen, nicht aus Sentimentalität, sondern aus der Wahrheit heraus. Wenn wir aus der Wahrheit heraus, das zurückbekommen, was das Morphofeld uns genommen hat, gibt es keine Sentimentalität und damit auch kein Selbst und keine anderen mehr. Die Idee des Selbstes und der anderen wurde transformiert. - 94 -


Sonne – MenschenZunge – TongRen

Nur die Wahrheit wurde bewahrt und darum können wir uns selbst und andere zum NICHTS zurückbringen. Wenn wir uns die Welt aus der Sicht der Erleuchtung anschauen und aus der Stärke heraus handeln, dann bedingen sich Erleuchtung und Stärke gegenseitig. Stärke und Nachgiebigkeit harmonisieren einander, innerlich verlieren wir uns nicht, äußerlich verletzen wir niemanden, wir sind rund und hell, klar und nackt, wir stehen inmitten der Myriaden Dinge und sie können uns nicht berühren, wir sind inmitten von Yin und Yang, ohne von Yin und Yang eingeengt zu werden. Wir sind frei. Die Geste für dieses Hexagramm sieht folgendermaßen aus:

13.1 Die erste Linie Wenn wir im Anfang dieses Hexagrammes sind, sind wir stark und leuchtend. Wir können die Tür verlassen und andere in uns aufnehmen, weil wir richtig und falsch bereits unterscheiden können, wenn wir aus der Tür gegangen sind. Wir wissen auch sofort, welche Menschen zu uns gehören und welche nicht. Fehler sind daher ausgeschlossen. Wir halten die FingergesteFeuerHimmel und die erste Linie. - 95 -


Sonne – MenschenZunge – TongRen

13.2 Die zweite Linie In dieser Linie können wir zwar mit Familienmitgliedern eine Einheit bilden, aber nicht mit Fremden. Das müssen wir noch üben. Wir halten die FingergesteFeuerHimmel und die zweite Linie.

13.3 Die dritte Linie Durch die dritte Linie sind wir zu stark geworden. Dadurch werden wir mit Ehrungen überschüttet und auf ein Podest gehoben. Da klappt das mit dem Einswerden nicht so gut, zumal wir Kritik nicht gut haben können. Üben! FingergesteFeuerHimmel und dritte Linie.

13.4 Die vierte Linie In dieser Linie kann es geschehen, dass wir zu fest sind, zu feste Ansichten haben, zu feste Regeln, wie auch immer, wir sind nicht flexibel genug und Menschen krachen an unsere Wand. Wir sollten hier versuchen flexibler und nachgiebiger zu sein und natürlich die FingergesteFeuerHimmel halten und die vierte Linie.

13.5 Die fünfte Linie Auf dieser Linie haben wir es geschafft. Wir sind in der Balance und haben die richtige Richtung. Der Pfad ist vollendet und voller Spirit-Blümchen. Wir haben angefangen, als noch keiner mit uns war. Wir kannten nur wenige, die uns verstanden haben. Aber mit Beendigung des Pfades und der harten Arbeit an uns selbst, haben wir es geschafft. Wir haben uns selbst perfektioniert. - 96 -


Sonne – MenschenZunge – TongRen

Um jetzt andere auch zu perfektionieren, müssen wir den Pfad weitergehen. Wir halten unsere FingergesteFeuerHimmel und die fünfte Linie.

13.6 Die sechste Linie Wenn Stärke und Flexibilität ausgewogen sind, können wir in der Welt leben und gleichzeitig außerhalb der Welt sein. Wir können ein Bewohner beider Welten sein. Umstände können uns nicht bewegen und wir verspüren kein Bedauern. Um die MenschenZunge zu lernen, ist es notwendig, sich an die Gegebenheiten anzupassen, sie zu schmecken und sie gegebenenfalls einzuverleiben. Wir sollten die Zeitqualität schmecken und bestimmen, was getan werden sollte. Wir sollten dafür sorgen, dass die Aufnahme korrekt funktioniert, dafür haben wir eine Zunge bekommen, die Sprechen und Schmecken kann. Wenn die Aufnahme korrekt funktioniert, können wir gehen, wohin wir wollen. Die Anpassung ist immer natürlich, nie erzwungen und die Aufnahme, die daraus erfolgt ebenso.

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Mond – Begreifen – DaYou

14. Mond – Begreifen – DaYou

Da heißt groß. You heißt besitzen. Früher hieß es auch ernten. Das Ideogramm besteht aus mehreren Teilen. Oben finden wir einen aufrecht stehenden Menschen. Arme und Beine geöffnet. Nach alter Vorstellung sind Himmel, Erde und Mensch groß. Das ist das Zeichen für groß. Der untere Bereich besteht aus zwei Teilen. Ein Bereich scheint eine Hand mit drei Fingern zu sein. Sie scheint etwas greifen zu wollen. Darunter befindet sich der Mond. Wir haben also eine Hand, die den Mond ergreift. Element: Feuer. Monat: Juni.

Den Mond ergreifen zu wollen, heißt etwas besitzen zu wollen. Oben ist Feuer (☲), darunter der Himmel (☰). Wir haben die Sonne im Himmel. Wenn die Sonne weit scheint, ist unsere Ernte gut. Die himmlische Ordnung integriert viele Prinzipien zu einer Einheit. Diese Ansammlung von großartigen Prinzipien, können wir als großen Besitz ansehen. Dadurch, dass sich das Morphofeld einmischt, kommt unsere Erkenntnis-Logik ins Spiel und vernichtet das Ursprüngliche. - 98 -


Mond – Begreifen – DaYou

Durch diesen Mix aus gut und schlecht, bekommen diejenigen, die im großen Besitz sind wenig Besitz und diejenigen, die wenig Besitz haben, bekommen gar nichts. Wenn schlechte Gedanken sich erheben, stoppen weise Menschen diese sofort. Wenn gute Gedanken auftreten, unterstützen sie diese sofort. Das bedeutet, dem Himmel zu folgen und Glück in seiner Ordnung zu finden. Wenn wir das Böse stoppen können und das Gute fördern, kommen wir irgendwann in einen Zustand, in dem es Gutes ohne Böses gibt, wo wahre Vernunft existiert. Wir können auf diese Weise zum unberührten Zustand der Vollständigkeit zurückkehren, die die himmlische Ordnung ist. Dann gehen wir von Armut zu Reichtum, von Reichtum zur Größe. Das menschliche Leben hat eine Mission, die allein wichtig ist. Gehen wir mit dieser Mission, erleben wir Leben, gehen wir dagegen, erleben wir Tod. Wenn wir in Richtung dieser Mission gehen, erleben wir Lebensglück. Gehen wir dagegen, nicht. Die Richtung des Himmels gehen zu können, ist der größte Besitz. Das Finden dieser Richtung geht nur durch Stoppen des Bösen und Unterstützen des Guten. Diesen Prozess nennen wir Erleuchtung. Finden wir dabei das Lebensglück, ist das Stärke. Stärke ist die Substanz, Erleuchtung die Funktion. Dazu ist eine offene und klare Bewusstheit notwendig. Durch Klarheit können wir das ultimative Gute erreichen und uns in das himmlische Design integrieren. Natur und Leben sind dann stabil. Kein Besitz hat mehr Substanz. Keine Größe ist größer als diese. Kein äußerer Besitz in der Welt kann da mithalten. Mithilfe von Feuer im Himmel können wir Begreifen erleben, das jenseits unserer Vorstellungskraft liegt. - 99 -


Mond – Begreifen – DaYou

Unser Reichtum erneuert sich täglich. Es folgt nach Liu Yiming auf das Nein. In Nein agiert die YinEnergie, während die Yang-Energie sich zurückzieht. Wir akzeptieren das Falsche und verlieren das Wahre. Die Offenheit unserer Bewusstheit schließt sich und unsere Wahrnehmung wird dunkler und dunkler. Wir wandern Richtung Neumond. Im Neumond verlieren wir den Blick auf den Himmel ganz. Wenn wir dann die himmlischen Qualitäten wiederherstellen wollen, etwas produzieren, wo nichts ist, kann es nur durch den Pfad des Mondes gehen. Die Stärke dieses Pfades ist die diamantene Stärke des Himmels. Die Erleuchtung ist die ungedimmte Offenheit des Bewusstseins. Wenn wir stark sind, strahlt unser Geist weit. Wenn wir erleuchtet sind, können wir das Gute besser vom Bösen unterscheiden. Wenn wir stark und leuchtend sind, haben wir innere Autonomie und können durch nichts bewegt werden. Das ist wie die Sonne im Himmel. Das beleuchtet alles und jeden, das umspannt alles und jeden. Überall ist das NICHTS. Hier die FingergesteHimmelFeuer:

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Mond – Begreifen – DaYou

14.1 Die erste Linie Am Anfang des Mondes haben wir nichts Großartiges. Aus dem Grunde sollten wir im Verborgenen uns selbst kultivieren. Wir sollten unser Inneres nicht durch das Morphofeld verletzen. Wir sollten aber auch darauf achten, dass schlechte Gedanken nicht aufsteigen. Wir müssen damit ringen und können dazu die FingergesteHimmelFeuer halten und die erste Linie.

14.2 Die zweite Linie In der zweiten Linie haben wir eine innere Fülle. Wir können Verletzungen durch das Morphofeld abwehren. Wenn wir unsere innere Tugend erreicht haben, sollte sie nach außen sichtbar werden. Nur wenn wir wissen wohin wir gehen wollen, geht das reibungslos über die Bühne. Damit das gut klappt, halten wir die FingergesteHimmelFeuer und die zweite Linie.

14.3 Die dritte Linie Wir können jetzt die himmlischen Tugenden erreichen und vervollständigen. Dazu brauchen wir eine feste Wahrhaftigkeit. Wir werden auf diese Weise ein natürlicher Partner des Himmels, wenn wir keine Barrieren gegen den Einfluss des Himmels errichten. Halten wir voller Demut die FingergesteHimmmelFeuer und die dritte Linie.

14.4 Die vierte Linie In der vierten Linie besitzen wir die Stärke des Himmels und die Erleuchtung des Feuers. Wenn wir uns nichts darauf einbilden, ist das eine gute Sache. Was wir haben, wächst weiter. Was schon groß ist, wird noch größer. Wir können das, was wir erreicht - 101 -


Mond – Begreifen – DaYou

haben, nicht mehr verlieren. Es ist in unsere Natur übergegangen. Wir halten aus Dank die FingergesteHimmelFeuer und die vierte Linie.

14.5 Die fünfte Linie Auf der fünften Linie müssen wir lernen unserer Wahrnehmung zu vertrauen. Wir nehmen Menschen wahr, die nach Stärke suchen, um ihre Nachgiebigkeit auszubalancieren. Auch sie hatten ursprünglich keine Kraft, aber durch die Verbindung zu einem Großen, haben sie ihre Schwäche überwunden. Aus arm wurde reich, aus unglücklich glücklich. Halten wir die FingergesteHimmelFeuer und die fünfte Linie.

14.6 Die sechste Linie Zuletzt sind Stärke und Erleuchtung vereint, integriert im Himmel. Das goldene Elixier ist auskristallisiert, unser Schicksal hängt nunmehr von uns selbst ab. Aus dem Grunde ist die Hilfe durch den Himmel immer hilfreich. Der Himmel regiert uns durch die Stärke, wir antworten durch unsere Erleuchtung. Wenn wir Stärke durch Erleuchtung bewahren können, ist die Ordnung des Himmels immer anwesend. Wenn die Ordnung des Himmels präsent ist, ist Hilfe immer vorhanden. Im Studium des Mondes lernen wir innerlich Stärke in Erleuchtung umzuwandeln. Wenn uns das gelungen ist, können wir haben, obwohl wir vorher nichts hatten, können reich werden, obwohl wir arm waren. Wenn Stärke und Erleuchtung gleichermaßen genutzt werden, füllt sich unser Bauch und leert sich unser Geist. Das ist der Pfad von unendlichem Reichtum. - 102 -


Bescheiden – Abwägen – Qian

15. Bescheiden – Abwägen – Qian

Bescheidenheit ist in der chinesischen Philosophie sehr fruchtbringend. Wir hatten das Wort Qian bereits bei der himmlischen Energie, dem Zeitraum. Dieses Qian ist anders. Das Ideogramm besteht aus zwei Teilen. Links finden wir einen Menschen mit geöffnetem Mund. Es ist eine Art sprechen. Auf der rechten Seite stehen zwei Getreidegarben und eine Hand mit drei Fingern in der Mitte der Garben. Es wird etwas gleichmäßig verteilt. Wir haben einen Akt des Abwägens und der gerechten Verteilung in Kombination mit der Sprache. Aus dem Unterscheiden wird das Bescheiden, dazu brauchen wir eine gerechte Abwägung. Element: Erde Monat: Januar

Bescheidenheit heißt, Dinge zu besitzen, sie aber nicht festzuhalten. Oben ist die Erde (☷), darunter ein Berg (☶).

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Bescheiden – Abwägen – Qian

Wir haben einen Berg in der Erde. Normalerweise ist ein Berg auf der Erde, das heißt, der Berg ist hoch, die Erde niedrig. Das Hohe der Berge verbirgt sich nun in der Erde. Nach außen scheint der Berg nicht da zu sein, doch im Inneren ist er vollkommen. Dieses Hexagramm arbeitet gegen Stolz und Hochmut an, und versucht die Dinge bescheiden und angemessen anzugehen. Vor allem ist es wichtig, die relative Unwichtigkeit der Dinge zu erkennen. Wenn wir einen Berg in uns tragen, haben wir Talent, aber geben nicht damit an. Wir haben Tugenden, aber ruhen uns auf ihnen nicht aus. Wir haben kein Konzept von uns selbst und kein Bild von den anderen. Aller Stolz, alle Arroganz ist von uns gewichen und unser Geist ist immer gelassen. Wenn der Geist gelassen ist, sind wir auf natürliche Weise unteilbar in dem, was wir tun. Innerlich gelassen, äußerlich unteilbar wachsen unsere Tugenden immer mehr. Unser Herz reagiert darauf und wird immer bescheidener. Nach außen scheinen wir wenig zu haben, aber innerlich haben wir mehr als genug. In diesem Hexagramm wird Yang durch Yin bewahrt. Nach Liu Yiming folgt es auf die MenschenZunge. In der MenschenZunge konnten wir uns unauffällig unter das Volk mischen. Wir konnten Stärke mit Klarheit nutzen, sodass Stärke nicht auf künstliche Weise durch das Morphofeld genutzt werden kann. Nur wenn die eigene Entwicklung eine gewisse Reife, Tiefe und einen Reichtum erreicht hat, können wir das machen. Der Weg der Vertiefung eigener Entwicklung ist genau der Weg auf dem wir Yang durch Yin bewahren können. Yang durch Yin zu bewahren ist der Weg, auf dem Offenheit vollendet wird, und Gelassenheit rein. - 104 -


Bescheiden – Abwägen – Qian

Auf dem Berg töten wir unser Selbst, in der Erde machen wir unser Selbst lebendig. Diejenigen die noch nicht gestorben sind, lernen zu sterben, das ist das Stillen des Yang. NichtGeburt ist das ewige Leben, die Unterordnung von Yin. Das Stillen von Yang stoppt das falsche Yang und nährt das wahre Yang. Die Unterordnung von Yin nutzt das wahre Yin, um das falsche fernzuhalten. Wenn das falsche Yang stoppt und das wahre Yang bleibt, nennen wir das Nähren. Wenn wir in der Lage sind zu nähren und uns unterzuordnen, regieren wir uns selbst streng und sind anderen gegenüber offen. So wird der Geist immer bescheidener und unser Weg wird immer erhabener. Wir ordnen uns der Wahrheit unter und können intim mit anderen Menschen werden. So können wir, wie der Berg, in den höchsten Höhen ruhen und uns nicht bewegen. Schlussendlich erreichen wir die Höhe der ursprünglichen Leere, die aus dem NICHTS kommt und das goldene Elixier gerinnen lässt. Hier die Fingergeste, mit der wir alles unterstützen können.

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Bescheiden – Abwägen – Qian

15.1 Die erste Linie Wenn wir natürlicherweise bescheiden in einer bescheidenen Position sind, sind wir in guten und schlechten Situationen bescheiden. Bescheiden können wir alles erreichen. Wir halten die FingergesteBergErde und die erste Linie.

15.2 Die zweite Linie Auf dieser Linie drücken wir aus und tun, was für uns machbar ist. Wir sind bescheiden und drücken uns selbst aus. Wir zeigen vielleicht auf diese Weise unsere Schwächen, aber ehren auf der anderen Seite das Können der anderen. Wenn wir unseren Geist leeren, können wir unseren Bauch füllen und Glück dadurch ernten, dass wir bescheiden bleiben. Wir halten die FingergesteBergErde und die zweite Linie.

15.3 Die dritte Linie Wir befinden uns auf der einzigen Yang-Linie des Berges und des ganzen Hexagramms. Wir können diese Yang-Linie durch Bescheidenheit in Yin verwandeln. Seien wir bescheiden, arbeiten wir hart, das ist bescheidene Arbeit. Dadurch wächst unsere Tugend Tag für Tag und unser Bewusstsein darüber schrumpft Tag für Tag. Nur ein Mensch mit einem wahrhaften Herzen und einem ursprünglichen Geist kann das. Dadurch können wir Dinge zu Ende bringen. Wir halten die FingergesteBergErde und die dritte Linie.

15.4 Die vierte Linie Wir sind bescheiden den Menschen gegenüber, die höhergestellt scheinen und den Menschen gegenüber, die tiefergestellt scheinen. Auf diese Weise können wir unsere Bescheidenheit aus- 106 -


Bescheiden – Abwägen – Qian

dehnen. Ausdehnen können wir sie auch, indem wir die FingergesteBergErde und die vierte Linie halten.

15.5 Die fünfte Linie Wir in der vorigen Linie kann auch hier unsere Bescheidenheit andere Menschen beeinflussen. Wenn unsere Bescheidenheit den Punkt erreicht hat, in der sie nicht mehr abhängig davon ist, ob uns jemand nahe steht oder nicht, ob jemand für uns ist, oder nicht, dann haben wir die fünfte Linie erreicht. Auf diese Weise ist unsere Bescheidenheit ein Segen, wo auch immer wir hingehen. Wir halten die FingergesteBergErde und die fünfte Linie.

15.6 Die sechste Linie Es gibt Menschen, die ihre Bescheidenheit nutzen, um andere Menschen zu verletzen. Sie vor sich hertragen, wie ein Schild. Diese Linie kann eine solche Gefahr aufzeigen. Sollten wir das nicht wollen, sollten wir intensiv die FingergesteBergErde halten und die sechste Linie. Bescheidenheit erscheint klein zu sein, ihre Auswirkung ist jedoch groß. Der Effekt ist, dass Yin und Yang im Inneren sich in Harmonie bringen, während wir nach außen mit Menschen in Kommunikation treten können. Für uns ändert sich das Morphofeld und die Wirklichkeit manifestiert sich zusehends. Die lebens-gebende Energie wird immer da sein. Daher brauchen wir uns keine Sorgen um das goldene Elixier zu machen. Es wird sich kristallisieren.

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Entzücken – Geben – Yü

16. Entzücken – Geben – Yü

Yü heißt Entzücken, Friede, Glück. Das Ideogramm besteht aus zwei Teilen, links eine Hand, die etwas weggibt, der rechte Teil ist ein Elefant. Die Bedeutung ist Entzücken durch oder am Geben. Element: Holz Monat: April

Oben ist Donner (☳) unten Erde (☷), das heißt, Donner kommt aus der Erde und steigt auf. Wenn positive Energie vorhanden ist und sie sich in Harmonie befindet, steigt sie durch den Donner auf und es gibt Entzücken. Tugend wird durch den Himmel verliehen und ist die Wurzel des menschlichen Lebens. Aus dem Grunde sollte es ein Entzücken sein, sie zu kultivieren, und zu praktizieren. Wir machen Musik, um die Tugend zu ehren. Wir zelebrieren sie. Wenn wir Entzücken oder gar Verzückung erleben, bringen wir die Tugenden in Harmonie. Wenn wir Tugenden haben, ist das Entzücken, das, was die Tugenden komplettiert. Wenn Entzücken und Tugenden zusammenkommen, erleben wir Verzückung und Glückseligkeit. - 108 -


Entzücken – Geben – Yü

Der Reichtum der Musik von Glück und Freude ist eine Opfergabe für Gott und unsere Vorfahren. Beide mögen die Gabe von Tugenden. Wenn wir Vergnügen und Fröhlichkeit erleben, ohne unsere Tugenden zu verlieren, gehorchen wir Gott und erinnern uns an unsere Ahnen. Gott zu gehorchen, heißt, dem Himmel zu antworten. Manche nennen das Berufung. Sich der Ahnen zu erinnern heißt, seine Schuld zu begleichen. Wenn wir geboren werden, erhalten wir unser Leben von Gott und unsere Körper von den Ahnen. Der Körper ist der Träger des Lebens, durch das Leben wird unser Körper komplettiert. Körper und Leben sind untrennbar. Wenn wir unsere Schulden abtragen, antworten wir dem Himmel. Wenn wir dem Himmel antworten, bauen wir unsere Schulden ab. Wenn wir unsere Schulden abbauen und dem Himmel antworten, sind wir glücklich. Dieses Hexagramm repräsentiert das Beschwören von Yang durch Yin. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Mond. Im Hexagramm Mond gehören Stärke und Verstehen zusammen. Es ist der Pfad des Wohlstandes und der täglichen Erneuerung. Wenn der Wohlstand sich täglich erneuern soll, müssen wir mit der Zeit gehen, anders ist das nicht möglich. Wenn wir mit der Zeit gehen, können wir Yang auf die richtige Weise vorwärtsbringen und der Einsatz unserer Intelligenz ist angemessen. Der Feuerungsprozess kann dann nicht fehlgehen. Das Maß der Elemente ist reguliert, Hast und Entspannung sind ausgeglichen, Vordringen und Rückzug sind im Einklang mit Zeit und Raum. Wir erreichen die Anstrengungslosigkeit über Anstrengung und verlieren nicht, was wir geschaffen haben.

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Entzücken – Geben – Yü

Um das zu erreichen sollten wir unseren Verstand ausrichten, den Körper trainieren und uns den Gegebenheiten von Zeit und Raum unterwerfen. Dann folgt Entzücken auf dem Fuß. Die Fingergeste für Entzücken ist folgende:

16.1 Die erste Linie Auf der ersten Linie, wissen wir noch nicht, was Entzücken ist, und wie wir es erreichen können. Wir befinden uns am Anfang von drei Yin-Linien, daher können wir mehr auch nicht erwarten. Halten wir die FingergesteErdeDonner und die erste Linie.

16.2 Die zweite Linie Auf der zweiten Linie sind wir solide wie ein Fels. Wir haben keine Gier, keinen Ehrgeiz, sind zufrieden mit unserem Wissen von der göttlichen Ordnung. Das Morphofeld kann uns nicht verletzen und wir fallen nicht auf Vergnügungen des Morphofeldes herein. Wir halten unsere FingergesteErdeDonner und die zweite Linie. - 110 -


Entzücken – Geben – Yü

16.3 Die dritte Linie Wir schauen zu viel auf die Vergnügungen anderer Leute. Wenn wir erkennen, dass das keinen Sinn macht, ist alles gut. Halten wir unsere FingergesteErdeDonner und die dritte Linie.

16.4 Die vierte Linie Wir sind das einzige Yang in einer Gruppe von Yins. Wenn wir davon nicht verwirrt sind, gelingt es uns, die Yins dazu zu bringen uns zu folgen. Wir können Dinge bündeln, wie wir unser Haar zu einem Zopf flechten können. Dann fließt die Yang-Energie und die Yin-Energie transmutiert spontan. Wir halten die FingergesteErdeDonner und die vierte Linie.

16.5 Die fünfte Linie Auf dieser Linie fühlen wir das Fehlen der Yang Linie (vierte Linie). Es ist, als ob wir krank wären. Wir ruhen uns ein wenig aus, halten die FingergesteErdeDonner und die fünfte Linie, und schon bald geht es uns besser.

16.6 Die sechste Linie Am Ende der Verzückung wissen wir jetzt, wie wir mit Glück und Freude umzugehen haben. Jetzt müssen wir nur noch die rückläufige Verzückung lernen. Sie geht einher, mit dem Gefühl die Freude wieder zu verlieren, was aber nicht der Wahrheit entspricht. Es ist nur die rückläufige Verzückung. Wir halten FingergesteErdeDonner und die sechste Linie. Der Weg der Verzückung ist ein Weg der Regeleinhaltung. - 111 -


Entzücken – Geben – Yü

Um Freude, Entzücken oder gar Verzückung in die Welt zu bringen, bedarf es einer Übereinstimmung mit den raumzeitlichen Gegebenheiten. Wenn wir in Übereinstimmung mit den raumzeitlichen Gegebenheiten arbeiten, dehnt sich Yang aus wie Donner in der Erde, der zum Himmel aufsteigt, und ein Gebiet von 100 Kilometern mit seinem Grollen erschüttert, sodass alle Dämonen fliehen. Das lebenspendende Potenzial steigert sich immer mehr, und die Welt ist voller Tugendblumen, der Währung unserer Spiritbank. Die Welt bringt lauter goldene Blumen hervor. Wo immer wir hingehen, ist das NICHTS. Keine Freude ist entzückender als diese.

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Erst Folgen - Dann Folgen– Sui

17. Erst Folgen - Dann Folgen– Sui

Dieses Ideogramm zeigt auf der linken Seite ein Bild für gehen. Ganz oben sind drei Striche, die Fußstapfen andeuten sollen. Unterhalb der Fußstapfen ist ein Symbol das Stop! heißt. Daneben gibt es drei Wimpel mit Troddeln. Auf der rechten Seite ist ein Wächter, der die Waffe über seinen Kopf hält. Ein Fuß steht auf dem Grund, der andere Fuß folgte den Wimpeln, die eine Standarte darstellen können. Wie das Hexagramm Zeitraum und das Hexagramm Raumzeit hat auch dieses Hexagramm alle vier Phasen eines Jahres. Kreativität, Wachstum, Erfüllung, Vollendung. Element: Metall Monat: März

Folgen heißt, sich an die Zeit anzupassen. Folgen heißt, einer Idee oder einem Menschen zu folgen. Oben ist der See (☱) unten der Donner (☳). Es gibt also Donner in einem See. Der Donner ist aktiv, der See still. Wenn die Aktivität in die Stille fließt, hört die schöpferische Energie für einen Moment auf zu strömen und kommt zur Ruhe. Unsere ursprüngliche positive Energie wurde durch das Morphofeld überdeckt. Seither lenken unsere Gefühle die Natur. - 113 -


Erst Folgen - Dann Folgen– Sui

Das ist das Bild von Donner (ursprüngliche Kraft) in einem See (Morphofeld). Aus dem Grunde müssen wir uns ins Dunkle wagen und vorübergehend unsere Kreativität durch Stille nähren. Wir warten auf den richtigen Zeitpunkt. Wir handeln nicht auf künstliche, Morphoweise, sondern warten auf den richtigen Zeitpunkt, zu dem unsere Kreativität erwacht. Wenn wir etwas bekommen wollen, müssen wir geben. Um Kreativität zu bekommen, müssen wir Ruhe geben. Donner wird auch mit der Kraft zu töten in Verbindung gebracht. Wenn wir diese Kraft nicht zur Ruhe bringen, erwacht sie und gerät außer Kontrolle. Also sind wir gelassen, ruhig und halten die FingergesteDonnerSee.

Wir gehen nach innen, wenn die Sonne untergegangen ist, und kommen zur Ruhe. Bevor wir handeln, ruhen wir. Das Aktive folgt zunächst der Passivität. Dann folgt das Passive dem Aktiven. Dieser Mechanismus kann von anderen Menschen nicht wahrgenommen werden. Wenn wir dann handeln, handeln wir aus der Freude heraus (der See steht für Freude) und zum Entzücken anderer Menschen. - 114 -


Erst Folgen - Dann Folgen– Sui

In diesem Hexagramm versuchen wir die Essenz, durch unsere Gefühle zu finden. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Bescheidenheit. Bescheidene Menschen machen sich nichts aus den Dingen, die sie besitzen und offenbaren, was sie nicht haben. Sie benutzen Yin, um Yang zu vervollständigen. Das ist die Art und Weise, bevor Yang zurückgekehrt ist. Wenn Yang noch nicht zurückgekehrt ist, muss es hervorgerufen und absorbiert werden. Hervorrufen und absorbieren ist Aufgabe dieses Hexagramms. Im Morphofeld wird Donner mit dem Südosten in Verbindung gebracht. Er repräsentiert die Essenz, das Selbst. Der See wird wiederum mit dem Nordwesten in Verbindung gebracht. Der Nordwesten repräsentiert die Gefühle im Morphofeld. Zu Beginn des Lebens bilden Gefühle und Sein eine Einheit. Das ursprüngliche Yang steht für uns selbst. Wenn wir in das Morphofeld fallen, gehört dieses Yang nicht mehr uns, sondern dem Morphofeld. Das ist der Sündenfall, von dem die Bibel spricht. Wir gehören nicht mehr uns, sondern den anderen. Wenn wir wieder zurück zu unserem ursprünglichen Sein kommen wollen, müssen wir uns von den anderen zurückholen. Wir müssen uns sozusagen selbst stehlen. Dieser Prozess ist kompliziert. Zunächst einmal müssen wir dafür den anderen folgen und langsam eine Führung durch das Morphofeld bekommen. Wenn wir unserem Verlangen nachgeben, folgen wir den anderen und tun ihnen etwas Gutes. Wenn wir anderen etwas Gutes tun, folgen sie uns. So entsteht eine Situation, dass die anderen und das Selbst einander folgen. Erst folgen – Dann folgen. - 115 -


Erst Folgen - Dann Folgen– Sui

Wenn sie uns dann folgen, bringen sie unsere Essenz zu uns zurück, weil unsere Essenz unsere Gefühle sucht, von denen sie einst getrennt wurde. Dann folgt die Essenz unseren Gefühlen und die Gefühle der Essenz. So kommt sie zurück zu uns. Auf diese Weise kann das, was verloren ging, wiederhergestellt werden. Das ist ein schwieriges Unterfangen, da wir es mit falschen und wahren Dingen zu tun haben, die wir unterscheiden müssen. Aus dem Grunde ist die Korrektheit hier so wichtig. Wir müssen unser Selbst korrekt erkennen können. Wir müssen die Zeiten erkennen, wann wir ruhig sein müssen und wann wir handeln. Wir müssen erkennen, wann wir vorangehen dürfen und wann wir uns zurückziehen müssen. Wenn wir richtig sind, und das Morphofeld richtig ist, dann wandeln sich künstliche Gefühle in wahrhaftige um und künstliche Essenz wandelt sich in echte um. Die Essenz mag Empfänglichkeit und Aufrichtigkeit in den Gefühlen. Die Gefühle mögen Mitgefühl und Wohlwollen in der Essenz. Wenn Gefühle und Essenz sich gegenseitig anziehen und verbinden, kehren wir zurück zur makellosen Reinheit. Vollständig integriert in die Natur erscheint das goldene Elixier. Gelassen und unbeeindruckt aber sensitiv und effektiv. Sensitiv und effektiv aber gelassen und unbeeindruckt. Wir beginnen fehlerhaft und erreichen doch das reine Sein. Das ist der Weg des Folgens. Dazu müssen wir wissen, was richtig und falsch ist. Dafür halten wir die FingergesteDonnerSee.

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Erst Folgen - Dann Folgen– Sui

17.1 Die erste Linie Zu Beginn des Folgens, wissen wir noch nicht, was richtig und was falsch ist. Wir müssen lernen, was angemessen ist, und was nicht. Wenn wir gewohnt sind zu folgen, müssen wir erst einmal das verlernen. Nur wenn wir korrekt folgen, haben wir auch Glück. Wenn wir erst einmal wissen, was richtig ist, können wir ins Morphofeld gehen, uns unter die Leute mischen, das Morphofeld nutzen um unser NICHTS zu verfeinern, und uns die Essenz aus dem Morphofeld zurückholen. Dazu halten wir die FingergesteDonnerSee und die erste Linie.

17.2 Die zweite Linie Wenn wir dem Yin folgen, das erst später aufsteigt, verlieren wir das ursprüngliche Yang. Wir folgen dem Kind und verlieren den Erwachsenen. Damit das nicht geschieht, halten wir die FingergesteDonnerSee und die zweite Linie.

17.3 Die dritte Linie In der dritten Linie ist es umgekehrt, wie in der zweiten. Unser Wille ist stark und wir können dem Yang der anderen folgen, aber nicht dem Yin uns selbst. Das heißt, wir verkehren mit Erwachsenen, aber verlieren das Kind. Wenn wir mit Absicht etwas verfolgen, können wir es auch erreichen. Leider sind viele Menschen nicht in der Lage, diese Absicht aufrecht zu erhalten. Sie verlieren ihren Fokus. Daher ist es wichtig, im Richtigen zu verweilen und sich nicht zu bewegen, damit das stärker wird. Nur dann können wir das Yang der anderen bekommen und zu uns selbst zurückführen. Halten wir die FingergesteDonnerSee und die dritte Linie, damit uns das gelingt. - 117 -


Erst Folgen - Dann Folgen– Sui

17.4 Die vierte Linie Wenn wir auf der vierten Linie angelangt sind, sind wir stark. Und es ist für den Starken einfach, anderen Starken zu folgen. Das führt insgesamt zu zuviel Stärke. Stärke sollte mit Sanftheit und Flexibilität gepaart werden, damit sie erfolgreich sein kann. Halten wir die FingergesteDonnerSee und die vierte Linie, damit wir sanft werden, wie ein Lamm und auf das NICHTS vertrauen können.

17.5 Die fünfte Linie Auf der fünften Linie sind wir in der glücklichen Lage das Schlechte zu meiden und das Gute zu erheben. Wir folgen der Stärke und der Flexibilität, haben beide gemeistert und halten sie in der Balance. Jede Handlung ist korrekt, jede Angelegenheit günstig. Folgen wir unserem Herzen, verlassen wir diese Linie nicht. Wir vertrauen auf das Gute und halten die FingergesteDonnerSee und die fünfte Linie.

17.6 Die sechste Linie Wir haben Schwierigkeiten den ersten Schritt zu wagen und folgen anderen, obwohl sie eigentlich uns folgen sollten. Wir versuchen, Dinge zu erzwingen, und das wird nicht funktionieren. Wir schaffen es nicht, die Dinge aus dem Nord-Westen in den Süd-Osten zu bewegen, und so bleibt alles beim alten. Halten wir lieber die FingergesteDonnerSee und die sechste Linie in der Hoffnung, dass sich das ändert. Der Pfad des Folgens hilft unserer Entwicklung, wenn er korrekt ausgeführt wird. Um zu bekommen, müssen wir zuerst geben.

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Erst Folgen - Dann Folgen– Sui

Wenn wir unser Yang zurückbekommen wollen, folgen wir zunächst dem Morphofeld. Wenn unser Selbst erst anderen folgt, dann folgen andere auch unserem Selbst. Auf diese Weise verbinden sich wahres Yin mit wahrem Yang. In der Begeisterung ist Form und in Ekstase Vitalität. Die ursprüngliche Energie kommt aus dem NICHTS und bildet eine Perle. Vage zunächst, aber dann sehr klar und deutlich. Kreativität wächst, Wachstum kreiert Früchte, auf diese Weise kann das große NICHTS erreicht werden.

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Notwende – Degeneration – Gu

18. Notwende – Degeneration – Gu

Das Wort Gu heißt Wurm. Normalerweise ist damit ein Parasit im Darm gemeint. Dieses Hexagramm ist komplementär zum Hexagramm Folgen. Wenn wir schlechten Menschen folgen, kann das das Resultat sein, daher sollten wir mit diesem Hexagramm die Not wenden. Das Piktogramm zeigt Würmer in einer Büchse. Wenn wir Dinge für lange Zeit nicht benutzen, zeigt sich Verfallserscheinungen durch Schimmel oder Würmer. Element: Erde. Monat: April.

In der Notwende haben wir unten Wind (☴) und oben Berg (☶). In der Notwende fallen Dinge auseinander. Ein Berg kann uns nähren, der Wind kann uns aufwühlen. Aufwühlen und nähren ist das Bild der Notwende. Die Lebenskraft belebt uns und die Tugenden erhöhen uns. Tugenden sind die natürliche Realität. Wenn diese Tugenden degenerieren, können wir auch die Lebenskraft nicht mehr erheben. Wir wissen dann auch nicht mehr, wie wir sie kultivieren sollten und wie sie zu nähren sind. Daher ist es wichtig, die Lebenskraft anzuregen, wie es der Wind tut und die Tugenden zu erheben, wie es der Berg macht. - 120 -


Notwende – Degeneration – Gu

Die Anregung der Lebenskräfte sollte langsam geschehen, der Wind sollte sanft wehen, nicht wie ein Orkan. Er kann uns langsam den Berg hinauf geleiten. Das Nähren unserer Tugenden sollte wie die Stabilität eines Berges sein, wie ein Berg alle Lebewesen nährt mit Reichtum und Wärme. Wenn wir in der Lage sind unsere Lebenskraft auf diese Weise zu nähren, werden wir immer aktiver. Wenn wir in der Lage sind unsere Lebenskraft zu beleben, stärkt das unsere Entwicklungsmöglichkeiten, die aus unserer Natur kommen. Wenn wir uns aufwecken und nähren kann das, was gesund ist, bewahrt werden und das, was krank ist, repariert. Durch sanftes Eindringen, immer stärker werdend durch unsere Beharrlichkeit, können wir allmählich den Zustand des ultimativen Guten erreichen, in dem es kein Böses mehr gibt. Wenn es kein Böses gibt, gibt es auch keine Degeneration und keine Notwende. Degeneration meint einen Verfall. Der Berg setzt einen Stopp, der Wind schafft ein feines Eindringen. Yin dringt ein und Yang stoppt. Das Stoppen des Eindringens ist eine korrekte Antwort auf den Verfall. In diesem Hexagramm lernen wir, das Falsche zu verlassen und zum Wahren zurückzukehren. Nach Liu Yiming folgt es dem Entzücken. Entzücken ist im Einklang mit der Zeit und mit der Wahrheit, sodass keine Handlung unharmonische ist. Auf diese Weise wird der Degeneration vorgebeugt. Wenn wir geboren werden, sind wir nur gut. Wir haben nichts Böses an uns und sind eins mit der Natur. Hier gibt es nichts zu korrigieren, nichts zu kultivieren, nichts zu realisieren, da es keinen Defekt gibt, ist alles korrekt. - 121 -


Notwende – Degeneration – Gu

Wenn wir in die Pubertät kommen, hat Yang seine Spitze erreicht und schlägt um in Yin. Durch die Entwicklung von Gewohnheiten und dem inneren Dialog, den wir gelernt haben, entfernen wir uns von unserer Natur und werden ein künstliches Wesen. Das ist wie der eine Yin-Strich im Hexagramm Wind (☴) der nach oben aufsteigt und die Yang-Striche beeinträchtigt. Wenn diese negative Energie aufsteigt, beginnen wir zu degenerieren. Das himmlische NICHTS kann allerdings nicht Yang werden, wenn es kein Yin hat. Der Mensch kann nicht gesund werden, wenn er nicht krank ist. Der Pfad die Degeneration zu korrigieren, zu notwenden, ist wie ein Berg, der den Wind aufhält. Der Berg hat eine Yang-Linie, die sich von den zwei Yin-Linien nicht beeindrucken lässt (☶). Dieses eine Yang zu nutzen, um zur Wurzel zurückzukehren, und die Lebenskraft wieder zu erwecken, ist der Trick dieses Hexagramms. Dafür müssen wir an unserer Grundlage arbeiten und die grundlegende Lehre begreifen. Wenn die Grundlage gelegt wurde, entwickelt sich der Pfad. Wenn wir einmal unser Potenzial wiedererweckt haben, ist es, als wäre es nie weggewesen. Das ist die große Entwicklung in der Notwende. Die Entwicklung liegt nicht in der Degeneration selber, sondern in der Notwende der Degeneration. Durch dieses Hexagramm können wir auch das negative Erbe Kains hinter uns lassen. Dazu brauchen wir vor allem unsere FingergesteWindBerg.

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Notwende – Degeneration – Gu

Um die Notwende herbeizuführen, arbeiten wir inmitten der Gefahr und inmitten von Schwierigkeiten. Wir arbeiten inmitten von Drachen (Zeitraum) und Tiger (Raumzeit). Nur inmitten dieser Gefahren sind wir in der Lage etwas aufzubauen, was unzerstörbar ist. Den Unsterblichkeitskörper oder auch Regenbogenkörper genannt. Daher ist es gut das große Wasser zu Überqueren (siehe Geheimsprache). Um das große Wasser zu Überqueren, darf es keine große Abweichung von unserem Weg geben. Wir haben sechs Tage (Striche) für die Notwende Zeit. Drei Tage vor dem Start und drei Tage nach dem Start. Vor dem Start ist Yang, die Begrenzungen des ursprünglichen und des Morpho- Yin und Yang. Wir müssen genau wissen, ob Dinge degeneriert, sind oder nicht. Wenn die Yang-Energie dabei ist rein zu werden, müssen wir Yin abwenden, um das Yang zu bewahren, Nachdem Yin sich erhoben hat, müssen wir Yin zurückstoßen, damit Yang wiederhergestellt werden kann. Wenn wir Yin abwenden können, bevor sie aufsteigt und zurückstoßen können, nachdem sie aufgestiegen ist, kann die Yang- 123 -


Notwende – Degeneration – Gu

Energie bewahrt werden, die noch nicht degeneriert ist, und diejenige, die degeneriert ist, kann wiederhergestellt werden. Das ist die Wissenschaft des Fundamentes.

18.1 Die erste Linie Zu Beginn der Degeneration ist das Fundament noch komplett. Wenn wir schon da Yin abwehren, das ist, als ob wir die Degeneration des Vaters abwehren. Wenn jetzt das Kind, dem dahingeschiedenen Vater folgt, ist es ohne Schaden. Nichtsdestotrotz sollten wir auf Hinweise von Degeneration suchen und unsere FingergesteWindBerg halten gefolgt von der ersten Linie. Dadurch vermeiden wir, dass fremde Energien aufsteigen, und schützen dadurch unser Fundament.

18.2 Die zweite Linie Wenn Stärke auf flexible Weise genutzt wird, ist Flexibilität die Wurzel und Stärke der Ast. Wenn wir nicht sehr fest sind und die Flexibilität nicht verletzen, dann können Festigkeit und Flexibilität vereint werden und wir können angemessen auf äußere Umstände reagieren. Das ist die Methode, um die Degeneration der Mutter zu korrigieren. Wir sollten dabei auf keinen Fall selbstgerecht werden. Halten wir lieber die FingergesteWindBerg und die zweite Linie.

18.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist fest, sie repräsentiert wieder den Vater. Wenn wir auch fest sind, kann es Krach geben, und wenn es Krach gibt, gibt es auch Bedauern. Wenn wir das durch die FingergesteWindBerg und die dritte Linie vermeiden können, gibt es kein Bedauern und alles ist gut. - 124 -


Notwende – Degeneration – Gu

18.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist eine Yin-Linie, wir sind demnach nachgiebig. Wenn wir zu nachgiebig sind, wenn eine Degeneration auftaucht, und wir nicht sofort reagieren, ist das nicht gut, wenn wir uns auf dem Weg ins NICHTS befinden. Besser sofort die FingergesteWindBerg halten und die vierte Linie, dadurch lässt sich die Degeneration leicht korrigieren.

18.5 Die fünfte Linie Auch diese Linie ist nachgiebig und empfänglich. Wir leeren unser Herz, während wir preisen, was andere haben. Das ist, als würden wir Lob und Gebet nutzen, um die Degeneration des Vaters oder der Mutter zu korrigieren. Wenn wir Lob nutzen, und dadurch die Stärke und Klarheit in anderen aktivieren können, können wir durch uns selbst durchbrechen und die Degeneration in einen Zustand der Nicht-Degeneration verwandeln. Das ist die außerordentliche Fähigkeit Flexibilität zu nutzen, um eine Degeneration zu verwandeln. Nutzen wir dazu die FingergesteWindBerg und die fünfte Linie.

18.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist eine starke Linie. Wenn Stärke in Flexibilität wohnt und weder Gier noch Ehrgeiz da sind, gibt es keine Degeneration und auch keinen Schaden an der Gesundheit. Wir brauchen nicht nach Dingen zu streben, sollten aber trotzdem höhere spirituelle Ziele wertschätzen. Wenn wir höhere spirituelle Ziele wertschätzen, und nicht nach Ruhm und Ehre trachten, sind wir selbst erhaben und unsere Sorge um andere, groß.

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Notwende – Degeneration – Gu

Wenn wir in diesem höchsten Gut bleiben können, ohne zu wackeln, schauen wir auf alles – und alles ist leer. Wenn die Basis fest ist und nicht kultiviert, selbst dann gibt es natürlicherweise keine Degeneration. Daher brauchen wir nichts korrigieren, dürfen aber gerne die FingergesteWindBerg halten und die sechste Linie. Der Pfad der Notwende arbeitet an der fundamentalen Basis und steht trotzdem im höchsten Guten durch die Kombination von Yin und Yang. Wenn wir nicht das ultimative Gute erreicht haben, ist es schwer, kleine Degenerationen zu vermeiden. Wenn wir es geschafft haben, das ultimative Gute zu erreichen, können wir ohne Schaden den großen Fluss überqueren und in den Zeitraum wechseln. Dann können wir vom Streben ins Nicht-Streben wechseln. Essenz und Leben wurden beide realisiert und wir sind körperlich und seelisch sublimiert und können uns mit dem NICHTS in die Wirklichkeit mischen. Wenn wir das erreicht haben, sind wir auf immer unzerstörbar. Dann ist der Pfad der Notwende vollendet.

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Kümmern – Übersehen – Lin

19. Kümmern – Übersehen – Lin

Lin hat eine große Anzahl von Bedeutungen, zum Beispiel Übersehen, im Sinn von »von oben auf etwas herabschauen«. Im Ideogramm oben links haben wir einen Führer. Ein Halbkreis symbolisiert den gebeugten Körper. Rechts oben steht eine Person. Unter den beiden Personen gibt es drei Münder. Ein Mund scheint die anderen aufzufordern oder zu befehligen. Element: Erde Monat: Januar

Dieses Hexagramm hat unten See (☱) und oben Erde (☷). Übersehen heißt sich einen Überblick zu verschaffen. Der See macht Dinge feucht, die Erde unterstützt alle. Erziehung und Ausbildung sollten unterstützt werden, und das Leben stabilisiert. Wir sollten unermüdlich Menschen ausbilden, an sie denken und sie lehren, sie durch Tugenden führen, sie auf den gleichen Stand bringen und zart beeinflussen. Die Ausbildung ist endlos und Gedanken sind ebenfalls endlos. Ziel ist es die Moral und Bräuche der Menschen zu verbessern.

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Kümmern – Übersehen – Lin

Eine grundlegende Ethik gibt uns ein erfülltes Leben, umarmt Menschen ohne Grausamkeit, schützt, minimalisiert Kriminalität, senkt die Steuern, sorgt für Essen und Kleidung, sorgt dafür, dass Kinder aufwachsen können, umarmt und schützt ohne Grenzen. Wenn Erziehung und Schutz gut ausgeführt werden, herrscht Harmonie zwischen Regierung und Volk, eine Einheit des Willens, die eine Atmosphäre von Licht und Frieden erzeugt. Wenn entwickelte Menschen in der Regierung sind, ist das toll, weil sie Menschen lehren und schützen, aber entwickelte Menschen, die keine Position haben, tun das auch. Entwickelte Menschen lehren unermüdlich, halten Vorträge, schreiben Bücher und hoffen, dass jeder Mensch weise wird. Auch das ist unerschöpfliches Lehren und Denken. Die Seele entwickelter Menschen umarmt das ganze Universum, betrachtet andere und sich selbst als gleich, akzeptiert jedes Wesen, liebt jedes Wesen, auch das ist umarmen und schützen ohne Grenzen. Unabhängig von der Position sind entwickelte Menschen ein Segen für alle. Sie inspirieren und hegen und pflegen alles Leben. Übersehen heißt auch Kümmern. Dieses Hexagramm hat unten See (☱) und oben Erde (☷). Der See ist Freude, die Erde Wahrheit, so können wir freudvoll der Wahrheit folgen und im Einklang mit dieser Freude arbeiten. Das nennt sich Kümmern. Kümmern müssen wir uns auch um den alchemistischen Ofen, in dem das goldene Elixier vor sich hin brodelt. In erst Folgen, dann folgen, suchte der Donner den See und der See antwortete. Das bedeutete, dass die Gefühle zurück zur Essenz fanden. Das nannten wir wiedergewonnenes Elixier. Wenn die positive Energie erst einmal manifest geworden ist, dehnt sie sich aus. An diesem Punkt müssen wir den Ofen überwachen. Jetzt beginnt unsere Arbeit. Wir müssen das Positive fördern und das Negative zurückdrängen. - 128 -


Kümmern – Übersehen – Lin

Dann wächst die positive Energie, und die negative Energie schwindet. Darum besitzt das Kümmern Kreativität und Entwicklung. Kreativität ist die erste Wiederkehr eines Yang. Entwicklung ist die Steigerung und das Aufsteigen des zweiten Yangs. Wenn wir den Ofen beobachten und unsere Arbeit tun, dann wählen wir diese beiden Yang aus. Aber obwohl diese beiden Yang wachsen, ist die Yin-Energie noch vorherrschend und die Yang-Energie sehr schwach. Daher müssen wir jede Gefahr abwehren, die sich zu nähern droht. Seien wir nicht nachlässig, aber auch nicht zu eifrig. Setzen wir Harmonie für Substanz ein und Intimität als Funktion. Werden wir intim mit der Zeit, dann können wir von anderen nehmen ohne selbst zu verlieren, das ist gut und korrekt. Korrekt heißt richtig, das heißt, in Bezug auf die Zeit, dass wir nichts forcieren, wenn die Zeit noch nicht reif ist und sie nicht vorbeigleiten lassen, wenn die Zeit gekommen ist. Wenn der Prozess richtig ist und das Maß auch, dann verschwindet die ursprüngliche Energie nicht wieder, und der Mechanismus des Lebens stoppt nicht. Das ist Kreativität und Entwicklung ohne Blockade. Wenn wir Fehler machen, verschwinden die zwei Yang-Striche wieder, als hätten sie nie existiert. Dann wandelt sich übersehen in beobachten. Der Pfad des Übersehens verlangt eine enge Tuchfühlung mit der Zeit und ein Kümmern um den Feuerungsprozess, sonst geht es leicht schief. Die Fingergeste für das Kümmern geht so:

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Kümmern – Übersehen – Lin

19.1 Die erste Linie Auf dieser Linie taucht die positive Energie kurz auf, und wir können sie fest handhaben. Alle Aufmerksamkeit ist rein auf die Wirklichkeit gerichtet. Wenn wir die Wahrnehmung der Wirklichkeit erreicht haben, sollten wir nicht abschweifen, solange unsere Aufmerksamkeit hält, ist alles gut. Halten wir die FingergesteSeeErde und die erste Linie.

19.2 Die zweite Linie Wenn die positive wächst und Stärke und Flexibilität sich vereinen, sind wir ruhig und gelassen, aber gleichzeitig empfindsam und effektiv. Yin und Yang hängen aneinander, klein und groß sind nicht verletzt und der Mechanismus des Lebens geht ohne Unterbrechungen weiter. Zunächst vage, aber zusehends Klarer und Manifestierter. Eventuell erreicht er bereits den Zustand der reinen Ganzheit positiver Energie. Zur Unterstützung halten wir die FingergesteSeeErde und die zweite Linie.

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Kümmern – Übersehen – Lin

19.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist, wie alle folgenden Linien eine Yin-Linie, immer als schwach bezeichnet. Wenn diese Linie aktiv ist, besteht die Gefahr, dass wir die richtigen Dinge sagen wollen, aber nicht mit dem Herzen dabei sind. Wir sind nach außen gerichtet und verlieren dabei das Innere aus dem Blick. Dabei kann das Übersehen überheblich werden, darin besteht die Gefahr. Wenn das der Fall ist, können wir zwar sprechen, aber nicht demgemäß handeln, daher bringt das keinen Nutzen. Wenn kein Nutzen da ist, wird aus der Überheblichkeit schnell Bitterkeit und aus Bitterkeit Kummer. Wenn wir dadurch Probleme bekommen und bescheidener werden, ist das Problem schon fast gelöst. Wenn wir zu einem Nichts werden und die Führung durch andere erbitten, ist das Ziel nicht weit weg. Wenn wir uns von der Überheblichkeit abwenden, lehnen wir das Falsche ab, und suchen das Richtige. Halten wir die FingergesteSeeErde und die dritte Linie.

19.4 Die vierte Linie Auch hier ist die Linie schwach und trotzdem bewahren wir unsere Rechtschaffenheit, verfeinern uns selbst und meistern unseren Verstand. Wir warten, darauf, dass die neugeborene positive Energie sich zeigt. Wir kümmern uns um die Quintessenz und wenn die große Medizin, das goldene Elixier auf natürliche Weise erscheint, können wir es nicht verpassen. Zur Unterstützung halten wir die FingergesteSeeErde und die vierte Linie.

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Kümmern – Übersehen – Lin

19.5 Die fünfte Linie In der fünften Linie ist unsere Empfänglichkeit ausbalanciert und richtig ausgerichtet. Wir suchen das Sein durch das Nichtsein und Erfüllung durch die Leere. Das ist wissendes Übersehen. Wenn wir wissend übersehen ist der Verstand ruhig, klar und friedlich. Das spirituelle Licht scheint in uns. Wenn die anderen kommen, werden sie vom Selbst erwartet. Wenn Yang kommt, wird es durch Yin empfangen. Intensität, Entspannung und Stoppen, wenn es genug ist, sind alles, was wir tun müssen, damit sich die ursprüngliche Energie aus dem Nichts manifestiert. Das ist Übersehen und mischen von Yin und Yang. Dazu halten wir die FingergesteSeeErde und die fünfte Linie.

19.6 Die sechste Linie Am Ende des Übersehens kommen wir vom Tun ins Nicht-Tun. Wir kehren zurück zur makellosen Reinheit, total gut, kein Böses. Wir folgen automatisch den Gesetzen Gottes in aufmerksamem Übersehen. Wir sind in Frieden mit dem Sein an sich. Es gibt kein Sein und kein Nicht-Sein mehr. Die anderen und wir selbst sind ein Gefäß der Absolutheit geworden. Das ursprüngliche Gesicht manifestiert sich vollkommen und vollständig. Das ist das Übersehen, das den Anfang und das Ende vervollständigt, supergut und unzerstörbar. Wenn wir uns die sechs Linien anschauen, finden wir einen Weg, uns um alles zu kümmern. Alle Linien sind gut, nur die dritte Linie nicht, weil wir überheblich werden könnten. Aber auch da ist die Lösung offensichtlich. Bei den anderen Linien brauchen wir das richtige Timing. Müssen vorwärtsgehen oder zurückweichen, je nachdem, was die - 132 -


Kümmern – Übersehen – Lin

Zeit von uns fordert. Drängen und Entspannen sind gleichermaßen notwendig. Alle Linien haben eine Wunder-Funktion. Dieses Hexagramm ist die Lehre im Feuerungsprozess, um den wir uns kümmern müssen. Alle Linien brauchen wir und alles kann durch die Fingergesten gelenkt werden. Wenn wir dieses Hexagramm verstanden haben, dann wissen wir, wie das goldene Elixier gebraut werden muss.

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Wachen – Beobachten – Guan

20. Wachen – Beobachten – Guan

Guan heißt sehen, beobachten und untersuchen. Beim Übersehen schauen wir von oben nach unten. Hier schauen wir von unten nach oben. Beide Hexagramm kümmern sich oder wachen über etwas nur aus unterschiedlichen Perspektive. Sie ergänzen einander. Im Ideogramm haben wir links einen Vogel mit zwei geöffneten Augen. Dieser Vogel heißt Guan. Rechts oben haben wir ein Auge. Unter dem Auge ist eine Person. Vogel und Mensch schauen sich an. Element: Holz. Monat: September.

In diesem Hexagramm ist der Wind oben (☴) und die Erde (☷) unten. Beobachten ist schauen, gucken. Der Wind weht über die Erde. Wo immer der Wind hingeht, tanzt und schwankt alles, genauso wie Menschen durch ihre Beobachtungen bewegt und beeinflusst werden.

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Wachen – Beobachten – Guan

Jeder einzelne Bereich der Welt hat seine eigene Atmosphäre. Jede Region hat ihren eigenen Charakter. Aus diesem Grunde funktionieren wir noch nicht als Einheit. Durch Beobachtung der Atmosphäre und dem Charakter der Menschen, kann herausgefunden werden wie und auf welche Weise eine Ausbildung möglich ist. So werden wir jeder Person gerecht. Unsere Lehre sollte sein wie der Wind, der über die Erde weht, über Berg und Tal, nach Norden, Süden, Osten, Westen, ungehindert, wo immer er hin will. Beobachten heißt mit Aufmerksamkeit etwas anschauen, sorgfältig zu sein. Der Wind dringt ein, die Erde empfängt. Wir schreiten allmählich fort, im Rhythmus der Zeiten, schreiten fort ohne ungestüm zu sein, mit aufmerksamer Beobachtung. Um aufmerksam wachen zu können, braucht es einen klaren Geist. Nach Liu Yiming folgt dieses Hexagramm auf die Notwende. In der Notwende stoppt der Wind und stoppt auf diese Weise die Yin-Energie, sodass sie nicht eindringen kann. Auf diese Weise wird Degeneration korrigiert. Die Korrektur einer Degeneration ist allerdings nicht möglich, ohne die aufmerksame Beobachtung erreicht zu haben, und die Klarheit des Geistes. Das Erreichen der aufmerksamen Beobachtung beruht auf der Wiederherstellung des Ursprünglichen inmitten des Morphofeldes, und die Erzeugung der rückläufigen Schöpfung, während wir mitten im Zeitlichen stehen. Wenn das Yin stark ist und das Yang schwach, ist es wie in diesem Hexagramm, vier Yins steigen auf und versuchen zwei Yangs zu verdrängen. Die Stärke der Yangs wird durch die Kraft der Yin-Striche ausradiert. - 135 -


Wachen – Beobachten – Guan

Aufmerksames Wachen und die Klarheit des Geistes sorgen für eine Umkehr der schwachen Yang-Striche, sodass sie nicht durch die Yin-Energie verletzt werden können. Wenn unser Temperament bereits fixiert wurde und die angehäuften Gewohnheiten sich unter die Macht des hypnotischen Rhythmus gestellt haben, kann die Yin-Energie nicht mit einem Mal unterworfen werden. Also müssen wir uns allmählich kultivieren und unser Verlangen sanft vermindern und führen, bis es sich auf natürliche Weise auflösen kann, sich auf natürliche Weise transformiert, auf natürliche Weise unterordnet, sich auf natürliche Weise zurückzieht. Das bedeutet, dass, wenn die Wirklichkeit kommt, sich das Falsche automatisch zurückzieht. Wenn wir innerlich wahrhaftig sein können, dann verschwinden die erworbenen Einflüsse auf natürliche Weise. Yang entwickelt sich aufwärts und Yin steigt ab. Yang regiert Yin und Yin gehorcht Yang. Yin und Yang sind in Harmonie und Raumzeit und Zeitraum sind verschwunden. Das ist wie ein Gebet, wenn wir unsere Hände gewaschen haben, aber unser Opfer noch nicht dargebracht. Es entsteht eine andachtsvolle Wahrheit. Wann immer wir beten, sollten wir zuerst unsere Hände waschen und unseren Glauben wahrhaftig werden lassen. Danach bieten wir Opfergaben an, andachtsvoll. Durch den langsamen Effekt der Aufrichtigkeit können wir mit allen Wesenheiten kommunizieren. Wir beobachten eine Gottheit oder das Universum, oder was immer wir wollen. Der Pfad der Kultivierung der Realität ist wie ein Gottesdienst. Erst machen wir unsere Seele aufrichtig und wahrhaftig, dann praktizieren wir das im Körper.

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Wachen – Beobachten – Guan

Spirituelle Klarheit arbeitet still, flink ohne Hast, flexibel, dringt in die Barriere zwischen Yin und Yang ein und produziert ein Licht in der Offenheit in uns. Durch beobachten der Seele erreichen wir das Beobachten des Großen und Ganzen. Eine schwarze Perle hängt im NICHTS und erleuchtet unsere ganze Welt, als ob sie in unserer Handfläche wäre. Dann ist jeder Schritt im Einklang mit dem Sublimen, jedes Yin ordnet sich unter und jedes Yang kehrt wieder. Das Verstehen unserer Seele braucht klares Wissen der subtilen Bedeutung dieses Hexagramms. Seien wir empfänglich und schreiten fort wie der Wind, das Fortschreiten auf der Empfänglichkeit basierend. Wenn wir das wissen, und die Seele und das Große und Ganze beobachten, bewahren wir das Wahre und eliminieren das Falsche. Das ist unsterbliches Leben. Die Fingergeste geht so:

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Wachen – Beobachten – Guan

20.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine weiche Linie. In dieser Linie können wir geneigt sein, materielle Dinge zu betrachten, denn wir befinden uns auf der Erdlinie in der Raumzeit. Für Menschen des Morphofeldes ist das vollkommen in Ordnung, wenn wir uns in Richtung Unsterblichkeit entwickeln wollen, nicht. Menschen, die die Unsterblichkeit erreichen wollen, sollten das Große beobachten, nicht das Kleine. Materielle Beobachtung ist die unterste Stufe der Beobachtung. Halten wir die FingergesteErdeWind und die erste Linie.

20.2 Die zweite Linie In der zweiten weichen Linie sind wir in der Mitte der Raumzeit und ausbalanciert. Wir sind inmitten des Morphofeldes, aber werden von ihm nicht beeinflusst. Wenn wir unser eigenes Yin entwickeln wollen, ist das ok. Aber wir bekommen kein Yang der anderen, daher ist unsere Vision nicht weitreichend genug. Es ist, als über wir durch einen Türspalt gucken und uns nicht trauen das Haus zu verlassen. Das ist, als würden wir unsere Keuschheit verteidigen. Halten wir die FingergesteErdeWind und die zweite Linie, damit wir die Verteidigungshaltung aufgeben können.

20.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine weiche Linie im Himmel der Raumzeit. Wir stehen an der Grenze zum Zeitraum. Von dieser Linie aus, sehen wir unser persönliches Wachstum. Wir können erkennen, ob wir gut oder schlecht sind, ob wir das Gute unterstützen und das Schlechte ablehnen.

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Wachen – Beobachten – Guan

Wir können auch das Gute in anderen sehen und es nutzen, um unser eigenes Gutes zu stärken, wo es uns zu schwach erscheint. Wenn wir etwas in uns beobachten, was nicht gut ist, können wir uns davon zurückziehen und es ablehnen. Wir sollten das Gute in anderen erst beobachten, wenn wir das Schlechte in uns losgeworden sind. Auf diese Weise wissen wir, wann wir vorangehen sollten und wann uns zurückziehen. Halten wir die FingergesteErdeWind und die dritte Linie.

20.4 Die vierte Linie Mit der vierten Linie haben wir den Zeitraum erreicht. Sie ist die letzte weiche Linie. Von hier aus können wir die Glorie sehen, die über uns Menschen liegt. Wir können auch die großen Visionen anderer Menschen sehen und sie ausborgen, wenn uns unsere Visionen zu klein erscheinen. Auf diese Weise kann das Kleine groß werden. Wenn wir dies tun, machen wir den anderen zum Gastgeber und uns selbst zum Gast. Auf diese Weise borgen wir uns das Große durch Bescheidenheit. Halten wir die FingergesteErdeWind und die vierte Linie.

20.5 Die fünfte Linie Mit der fünften Linie befinden wir uns in der Position des Ausgleiches im Zeitraum. Wir befinden uns auf der ersten harten Linie. Weich und hart sind ausgeglichen. Wenn wir hier das persönliche Wachstum beobachten, sehen wir, wie die große Medizin erscheint und sich das Juwel des Lebens auskristallisiert. Das persönliche Wachstum beobachten heißt hier, die Produktion der großen Medizin zu betrachten, die in uns selbst produziert wird und sie in die richtige Balance zu bringen. - 139 -


Wachen – Beobachten – Guan

Wenn die Medizin perfekt ausbalanciert wurde, ist die Medizin selbst das Feuer, das Feuer selbst die Medizin. In einer Stunde können wir beobachten wie das Elixier Form annimmt. Die Vervollkommnung des Elixiers in dieser Stunde zu beobachten ist schwer. Leicht geht es verloren. Wir brauchen viel persönliches Wachstum und eine große Vision, um das über die Bühne zu kriegen, ansonsten sind wir nicht frei von Fehlern. Das ist großes Beobachten mit Tun. Halten wir die FingergesteErdeWind und die fünfte Linie.

20.6 Die sechste Linie Wir befinden uns am Ende des Wachens, der spirituelle Embryo ist bereits geformt und wir können uns erlauben Flexibilität mit Stärke zu kombinieren. Durch das Beobachten des großen Werkes können wir beginnen die Seele zu beobachten und unser Streben aufzugeben, um zum Nicht-Tun und Nicht-Streben zu wechseln. Diese Form des Beobachtens beobachtet heimliches Wachstum des Morphofeldes, um es abzuwehren. Wenn die Yin-Energie des Morphofeldes ganz verschwunden ist, und die Yang-Energie rein und ganz ist, erscheint die wahre Person, die nicht durch die Schöpfung gefesselt ist. Nur dann praktizieren wir wirklich das NICHTS. Diese Art der Beobachtung beendet auf makellose Weise Anfang und Ende. Das ist nichtstrebende spirituelle Beobachtung. Der Pfad der aufmerksamen Beobachtung oder des Wachens, schließt die Beobachtung der Seele genauso ein, wie die Beobachtung des Morphofeldes. Diese Beobachtungen sollten nie getrennt werden.

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Wachen – Beobachten – Guan

Wir beginnen mit Bemühungen und extensiven Beobachtens, und endet im Nicht-Bemühen der spirituellen Beobachtung. Wenn spirituelle Beobachtung und große Beobachtung eine Einheit bilden, ist die Medizin real, der Feuerungsprozess in Ordnung. So können wir über Beobachtung das goldene Elixier formen. Danke. Danke. Danke. Wir sind gesegnet. Wir sind gesegnet. Wir sind gesegnet.

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Ausmerzen – Beißen – ShiHe

21. Ausmerzen – Beißen – ShiHe

Shi heißt beißen. He heißt schließen. Das heißt den Mund schließen, um zu beißen. Gedacht ist hier eine Situation, in der wir etwas durch beißen ausmerzen können. Das Ideogramm des ersten Wortes besteht aus zwei Teilen. Links ist ein offener Mund. Die rechte Seite ist der Klang Shi, der einen Weg zum Göttlichen eröffnet, denn es zeigt eine Szene, in der weisgesagt wird. Das zweite Zeichen besteht ebenfalls aus zwei Teilen. Auf der linken Seite ist ein zweiter Mund. Rechts ist ein Bronzegefäß, dessen Deckel geschlossen wird. Element: Feuer. Monat: November.

Oben ist das Trigramm Feuer (☲) unten Donner (☳). Wenn der Mund sich schließt, kauen und essen wir etwas. Das, was vorher da war, Apfel, Gurke oder Ei wird vollständig vernichtet, was ausmerzen heißt. Wenn Feuer und Donner zusammenkommen, haben wir ein Gewitter mit Blitz und Donner. Der Donner erschüttert die Dinge, der Blitz erleuchtet die Dinge. - 142 -


Ausmerzen – Beißen – ShiHe

Wenn wir kauen und die Dinge ausmerzen, kommen wir in den Geschmack der Dinge. Durch das Essen und Kauen vermischen sich Grenzen. Schlussendlich wird das Gekaute und Aufgenommene in etwas Eigenes umgewandelt. Den gleichen Prozess haben wir beim Mahlen von Getreide und beim Mahlen der Mühlen des Gesetzes. Wenn wir falsche Ideen vom NICHTS haben, und den Prozessen, die dorthin führen, können wir auf falsche Spuren geraten und einen Prozess von Mühlen in Gang setzen, an die wir nicht gedacht haben. Dies Mühlen kauen uns und wir haben oft selbst nichts zu beißen. In dem Hexagramm gibt es zwei Yang-Striche oben und unten. Diese beiden Striche könnten Lippen oder Zähne darstellen. Dann gibt es noch einen Yang-Strich auf der vierten Linie, der könnte das Essen darstellen. Wenn wir in Klarheit handeln, kauen wir hoffentlich nur etwas, was wir auch verdauen können. Dieses Hexagramm beschreibt den Vorgang des Untersuchens von Dingen und das Herausfinden ihrer Prinzipien. Beim Kümmern hatten wir zwei fortgeschrittene Yang-Striche die vier Yin-Stricke übersahen. Auf diese Weise konnten wir das goldene Elixier gewinnen. Die medizinischen Substanzen, die wir erzeugen können, unterscheiden sich in der Energie. Der Feuerungsprozess, der bei der Erzeugung eine Rolle spielt, hat Pausen, Intervalle. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, falsch handeln zu können. Wenn wir exzellent in der Erforschung sind, oder nur Banausen, alles hat einen Einfluss auf das Verständnis der Essenz und des Lebens. Je größer unser Verständnis, desto genauer können wir die Prinzipien erforschen, und herausfinden, wie sie schmecken.

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Ausmerzen – Beißen – ShiHe

Wenn wir einen Teil verstehen, können wir auch nur einen Teil umsetzen. Wenn wir zehn Teile verstehen, können wir zehn Teile umsetzen. Wenn wir die Essenz kennen, aber nicht das Leben, oder das Leben, aber nicht die Essenz, wenn wir das Streben kennen, aber nicht das Nicht-Streben oder das Nicht-Streben, aber nicht das Streben, wenn wir die Medizin kennen, aber nicht den Feuerungsprozess, wenn wir den Anfang kennen, aber nicht das Ende, sind das alles unvollständige Untersuchungen und sie werden uns nicht schmecken. Bevor wir handeln, sollten wir verstehen. Wenn wir erst verstehen, dann handeln, geschieht alles nach unserem Willen. In dem Hexagramm Beißen ist nur Handeln mit Verständnis sinnvoll. Klare Aktionen haben immer ein Verständnis im Hintergrund. Sie werden geprüft durch die Gesetze Gottes. Gerechtigkeit kann es da nur geben, wenn wir uns gemäß den göttlichen Gesetzen verhalten und das braucht Verständnis. Wenn wir keine Klarheit über diese Gesetze haben, halten wir leicht richtig für falsch und falsch für richtig, weil wir mutmaßen, statt wissen. Wenn wir dem Pfad des Beißens folgen, müssen wir falsch von richtig unterscheiden können, sonst können wir auch Unschuldige durch unsere Aktionen schaden. Es ist dann wie bei einer Chemotherapie bei der gesunde und kranke Zellen gleichermaßen geschädigt werden. Die Praxis des NICHTS ist manchmal wie eine Gerichtsverhandlung. Das Falsche sollte ausgemerzt und das Richtige erhalten werden, damit wir Essenz und Leben bewahren können. Wenn wir untersuchen und die wahren Prinzipien herausfinden, ist das Klarheit des Geistes und Evidenz in der Praxis. Wir realisieren die Essenz voll und perfektionieren das Leben. Dann sind wir unfehlbar. - 144 -


Ausmerzen – Beißen – ShiHe

Die Fingergeste geht so:

21.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine harte Linie, aber wir sind mit dem Prozess des Beißens noch nicht vertraut. Aus dem Grunde sollten wir nicht zu hart handeln, sondern lieber Socken anziehen, die unseren Tritt sanfter machen. Wenn wir zu Beginn keinen Fehler machen, wird alles leichter. Der erste Schritt ist wichtig. Halten wir die FingergesteDonnerFeuer und die erste Linie, damit wir auch ganz klar werden.

21.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist eine schwache Linie, steht aber im Zentrum der Raumzeit. Es besteht die Gefahr, dass unsere Untersuchungen noch nicht zur Wirklichkeit vorgestoßen sind. Wir haben wahrscheinlich erst einmal nur die Haut angeknabbert und sind noch nicht zu den Knochen gelangt. Das ist nur dann schlimm, wenn wir zu forsch an die Sache herangehen. Üben wir uns daher in Geduld. - 145 -


Ausmerzen – Beißen – ShiHe

Wenn wir uns in Geduld üben, kann unsere Nase riechen, ob uns etwas wirklich schmecken wird. Halten wir die FingergesteDonnerFeuer und die zweite Linie.

21.3 Die dritte Linie Im Himmel der Raumzeit ist die bewusste Wahrnehmung ein bisschen besser und tiefer. Jetzt kauen wir nicht die Haut, sondern das Fleisch. Allerdings ist das Fleisch getrocknet und hat daher wenig Geschmack. Wenn wir das Fleisch zerreißen, schmeckt es besser. Wir sind zwar weitergekommen, aber haben noch nicht die Wirklichkeit erreicht. Es scheint richtig zu sein, ist es aber nicht. Wenn wir daraufhin handeln, wird es uns in Schwierigkeiten bringen. Es ist, als ob wir getrocknetes Fleisch essen und dabei auf Gift stoßen. Wenn unser Wille stark ist, aber unser Fleisch schwach, werden wir nicht viel erreichen können. Halten wir die FingergesteDonnerFeuer und die dritte Linie, dann wird alles besser.

21.4 Die vierte Linie Mit der vierten Linie verlassen wir den Donner und befinden uns im Feuer. Die vierte Linie ist die Erde des Zeitraums und das trockene Fleisch wird zu knochigem, trockenen Fleisch. Wir rutschen also eine Stufe tiefer in den Körper hinein. Das Fleisch um den Knochen herum ist voller Sehnen, Knorpel und Knochenstücke, nicht leicht zu beißen. Wenn das Messer unseres Verstandes nicht scharf genug ist, können wir das Fleisch nicht von den Knochen lösen, das heißt wir können nicht zur Wirklichkeit durchdringen. Im Leben kann uns das Notwendige für unseren Erkenntnisprozess fehlen, hier ist es notwendig, hart zu arbeiten, und zwar auf korrekte Weise. - 146 -


Ausmerzen – Beißen – ShiHe

Wenn wir nicht hart und korrekt arbeiten, sind wir nicht in der Lage, die Prinzipien aus dem, was wir untersuchen herauszulesen. Wir müssen mit dem Seziermesser das Falsche vom Richtigen lösen. Das Falsche gibt sich oft als Richtiges zu erkennen, wir brauchen eine luzide Klarheit, um hier in die Tiefe zu dringen und uns nicht hinters Licht zu führen. Wenn wir in aller Klarheit unsere Arbeit verstehen, erreichen wir auch die Wahrheit. Halten wir die FingergesteDonnerFeuer und die vierte Linie.

21.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine flexible, weiche, offene Linie. Nachdem wir in der vierten Linie alles klar und säuberlich seziert haben, das Richtige vom Falschen trennen konnten, können wir nun das getrocknete Fleisch essen und wenn wir es jetzt kauen, hat es sich in reines Gold verwandelt. GOLD ist Gehorsam, Ordnung, Liebe und Demut. Wenn wir diese Qualitäten nicht besitzen, können wir Gold auch nicht erkennen. Um Gold zu erzeugen, müssen wir das Alte und das Neue kennen. Wir sollten zu neuen Erkenntnissen auf der Basis alter Fähigkeiten kommen. Gold ist ein Verständnis, das unendlich ausbalanciert ist. Wir sollten korrekt und vorsichtig sein, was heißt, dass wir das wir auf der richtigen Spur sind und trotzdem wachsam und achtsam bleiben. Offen, in der Balance, wachsam und achtsam können wir wirklich erkennen, dass es ein ursprüngliches Prinzip gibt. Wenn wir danach handeln und es in unserem Leben überprüfen, werden wir feststellen, dass alle Handlungen sich dem NICHTS unterwerfen und dass das Ergebnis immer positiv ist. Das ist eine Erkenntnis, die alle Zweifel beseitigt. Halten wir die FingergesteDonnerFeuer und die fünfte Linie.

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Ausmerzen – Beißen – ShiHe

21.6 Die sechste Linie Wir befinden uns wieder auf einer starken Linie. Wenn wir stark sind, aber nicht erleuchtet, tragen wir ein Joch. Wenn wir nicht wissen, wie wir richtig von falsch unterscheiden sollen, wenn wir unsere Intelligenz missbrauchen, wenn wir uns vom eigentlichen Lebensthema ablenken lassen, müssen wir dieses Joch tragen, was dazu führt, dass wir nicht mehr zuhören können. Wenn unsere Augen scharf und unsere Ohren klar sind, wir aber nicht zuhören wollen, dann verstehen wir die Wahrheit nur, wie unsere Augen sie sehen und Augen können geblendet werden. Wir sollten daher unsere Augen schließen und horchen, denn wir haben aller Wahrscheinlichkeit nach, falsch studiert, falsch untersucht, auf blinde Menschen gehört, und können daher die Realität vom Morphofeld nicht unterscheiden. Wir kleben entweder an der Leere oder an Erscheinungen. Das Problem entsteht dadurch, dass wir nicht richtig zuhören, sondern uns blenden lassen. Das Gesetz des Karma besagt, dass das, was wir aussenden, auch zu uns zurückkommen wird. Wenn wir unklar sind, kommt auch die Unklarheit zu uns zurück. Wir sollten die Augen schließen, in uns hinein horchen und die FingergesteDonnerFeuer halten und die sechste Linie, dann löst sich der Spuk wieder auf. Wenn wir uns auf den Pfad des Beißens begeben, müssen wir Schicht für Schicht abbeißen, um zur Wahrheit zu gelangen. Dann gelangen wir zum Knochenmark des NICHTS. Dort gibt es keine Zweifel mehr, keine Konfusion. Nur dort ist eine klare Vision, die in der Wahrheit wurzelt. Wenn wir nicht bis zum Knochenmark durchgedrungen sind und alle Widerstände ausgemerzt haben, können wir die Wahrheit nicht sehen. Auch wenn wir glauben, alles erkannt zu haben, werden wir trotzdem versagen. Wir können das Elixier nicht formen. - 148 -


Ausmerzen – Beißen – ShiHe

Deswegen ist der Prozess des Beißens so wichtig.

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Anmut – Stylen – Bi

22. Anmut – Stylen – Bi

Stylen ist eine Reminiszenz an die Etikette. In alten Kulturen sollte das Böse ausgelöscht werden und das Gute geschmückt. Ausmerzen und Stylen bedingen einander. Im Ideogramm sind oben drei Grasbüschel. Der untere Teil ist eine Kauri-Muschel. In früheren Zeiten wurde diese als Geld genutzt. Element: Erde. Monat: September.

Oben ist Berg (☶) unten Feuer (☲). Wir haben Feuer unter einem Berg. Wenn wir Feuer unter einem Berg sehen, ist alles in Licht getaucht. Das ist Schönheit. Das Feuer, das einen Berg beleuchtet, mag nicht groß sein. Vielleicht ist auch unsere Vision klein. Dann sollten wir die Dinge einfach halten und nicht kompliziert werden.

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Anmut – Stylen – Bi

Wenn wir urteilen sollten wir nicht anmaßend sein. Wir brauchen absolute Klarheit, wenn wir ein Urteil zu fällen haben, und den Schein des Feuers. Immer sollten wir das Leben respektieren. Soziale Beziehung und tägliche Aktivitäten sind die Sprache des menschlichen NICHTS. Unsere Natur zu erfüllen und die Bedeutung des Lebens zu erkennen, sind die himmlische Natur des NICHTS. Das menschliche NICHTS ist einfach zu sehen, das himmlische NICHTS nicht. Wenn wir das himmlische NICHTS wahrhaftig realisiert haben, was immer dann passiert ist NICHTS. Wir können selbst davon profitieren, oder andere davon profitieren lassen. Wenn wir das kleine Licht nutzen wollen, um den großen Berg des Verständnisses zu erreichen, dürfen wir nicht anmaßend sein, sonst können wir die Größe des Berges niemals ermessen, denn schon ein kleines bisschen Wissen, kann dafür sorgen, dass wir Dinge falsch einschätzen. Der Berg ist Stille, das Feuer Erleuchtung. Dieses Hexagramm gilt, wenn wir Klarheit bekommen, wo wir ruhen sollten, und ruhen, wo wir Klarheit finden. Natürlicherweise klären wir unsere Erleuchtung und ruhen in unserem höchsten Guten. Das Hexagramm repräsentiert versteckte Praktiken und geheime Kultivierung. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Wachen. Beim Wachen lernten wir den Pfad der spirituellen Klarheit und der aufmerksamen Beobachtung. Beobachten schreitet langsam fort, im Rhythmus der Zeit. Aufmerksam und beobachtend, drehen wir unsere Bewusstheit um, um in uns hineinzuschauen. Wir sind weise und erscheinen ignorant, fähig und erscheinen unfähig. - 151 -


Anmut – Stylen – Bi

Auf diese Weise stabilisieren wir unsere Klarheit, sodass die Klarheit sich entwickeln kann und wir den Prozess des Stoppens und Stillens verstehen können, damit wir am angemessenen Ort ruhen können. Klarheit und Stille stylen einander, sodass die Klarheit nicht missbraucht wird und die Stille nicht zu etwas Nichtssagendem degeneriert. Klarheit ist der Körper der Stille. Stille ist die Funktion der Klarheit. Wenn Klarheit nicht gestört wird, und Stille korrekt ist, sind Klarheit und Stille entwicklungsfördernd. Obwohl Klarheit und Stille einander stylen, sollten wir die stille Klarheit wertschätzen. Stille Klarheit ist keine leere Nichthandlung, die keine Erleuchtung benutzt. Die Erleuchtung findet im Inneren statt und zeigt sich nicht dort draußen. Wir ruhen in der Klarheit. Wir ruhen nicht, wenn es nicht klar ist. Klarheit ist in der Stille. Wir nutzen nicht leichtherzig die Klarheit der Erleuchtung. Wir minimalisieren uns selbst. Wenn wir uns selbst minimalisieren, sind wir vernünftig und vorsichtig, lassen unseren Intellekt los und bewahren im Inneren die Klarheit der Seele, mit einer offenen Bewusstheit, die keine Wolken kennt, können wir durch nichts bewegt werden. Die Selbst-Minimalisierung muss in der Balance gehalten werden, wird sie zum Selbstzweck, verlieren wir die Erleuchtung. Stille heißt, im höchsten Guten zu ruhen, gelassen und unerschütterlich. Klarheit heißt, die Qualität der Erleuchtung zu klären, empfindsam und effizient zu sein. Ungekünstelt, wenn wir still sind, kreativ, wenn wir aktiv sind, klar, wenn wir in der Stille sind, gelassen, wenn wir unsere Erleuchtung gebrauchen, sie im Geist behalten und in den Handlungen ausprobieren. - 152 -


Anmut – Stylen – Bi

Nur das ist wahre Stille und wahre Klarheit. Wenn wir still sein können, durch die Tugend der Klarheit und dabei unsere Erleuchtung nähren können, und wenn wir klar durch die Tugend der Stille sein können und unsere Erleuchtung meistern, dann sind Klarheit und Stille nicht begrenzt, sondern können im Rhythmus der Zeit genutzt werden, wir können Lotusse im Feuer pflanzen, ein Boot durch Matsch und Wasser führen, das unbeschreibliche Sein einer Seele durchdringt das Universum, klar in der Stille und ruhend, wo es einen Ort der Rast gibt. Die Fingergeste geht so:

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Anmut – Stylen – Bi

22.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine feste Linie. Wir stehen auf der Erde der Raumzeit. Wir sind klar, bescheiden und zurückhaltend. Wir umarmen das NICHTS. Das ist das schönen der Füße. Wir lassen nicht zu, dass das Morphofeld uns verletzt, aus dem Grunde fahren wir auch nicht mit dem Auto, sondern gehen zu Fuß. Das ist das Schönen des Festen, das die Rechtschaffenheit bewahrt. Halten wir die FingergesteFeuerBerg und die erste Linie.

22.2 Die zweite Linie Wir sind auf der Stufe des Menschseins in der Raumzeit und sind weich inmitten von zwei harten Linien. Wie ein Sandwich. Wir leeren uns und suchen das Verständnis bei anderen. Das persönliche Verständnis hat Grenzen, das Verständnis vieler Leute ist endlos. Bevor unser Wissen und unsere Vision sich ausdehnen können, suchen wir zunächst. Das ist das Stylen der Schwäche, die nach Stärke sucht. Halten wir die FingergesteFeuerBerg und die zweite Linie.

22.3 Die dritte Linie Der Himmel der Raumzeit ist eine starke Linie. Wenn die feste Klarheit zu stark ist und wir nur Verständnis nutzen, ohne zu wissen, wie wir unser Verständnis öffnen können, wir die Klarheit des Verständnisses nicht weit reichen. Das Beste wäre, wenn unser Verständnis immer korrekt ist, sich nicht ändert und konstant bleibt. Auf diese Weise können wir zwar nicht das Äußere stylen, aber das Innere. Das ist ein Weg sein Glück zu finden. Das ist das Stylen des Festen, das Klarheit bringt. Halten wir die FingergesteFeuerBerg und die dritte Linie. - 154 -


Anmut – Stylen – Bi

22.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist die erste Linie des Zeitraums, eine schwache Linie. Die vierte Linie steht mit der ersten Linie in Beziehung. Beide gehören zur Erde. Die erste Linie ist stark. Wenn wir aus dem Zeitraum Antworten in der Raumzeit suchen, besteht die Gefahr, dass wir überheblich werden können, was dazu führt, dass wir unaufrichtig werden. Es ist daher wichtig, sich auf die Schwäche zu besinnen, nicht auf die Stärke der ersten Linie. Das Richtige wartet in der Schwäche auf uns. Das wahre Herz und die ursprüngliche Absicht, können auf diese Weise spontan hervorbrechen. Wenn es keine Feindschaft und keine Verletzungen gibt, wäre es gut Partnerschaften einzugehen. Das ist das Stylen der Schwäche, die nach Klarheit sucht. Halten wir die FingergesteFeuerBerg und die vierte Linie.

22.5 Die fünfte Linie Die menschliche Linie des Zeitraums ist schwach. Wir können uns allein und einsam fühlen, versuchen, still zu sein. Wir befinden uns in einem weiten, offenen Land, aber es sind keine Leute da. Es gibt wenig Verantwortung im Moment, wir können für andere nicht viel tun. Wir üben uns in Selbstgenügsamkeit, halten still unsere FingergesteFeuerBerg und die fünfte Linie, um das NICHTS zu erreichen.

22.6 Die sechste Linie Die sechste Linie, der Himmel des Zeitraums ist eine starke Linie. In Kombination mit der weichen fünften Linie sind wir ausbalanciert und die Natur klärt unsere Erleuchtung und lässt uns im höchsten Guten ruhen.

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Anmut – Stylen – Bi

Wenn das Stylen die Farblosigkeit erreicht, ist das das Stylen der Einfachheit. Wenn das Styling schmucklos ist, sind Klarheit und Stille vereint, Energie und Materie transmutieren beide, und integrieren sich nahtlos in die himmlischen Prinzipien. Das ist das Stylen, das Festes und Weiches vereint. Halten wir die FingergesteFeuerBerg und die sechste Linie. Wenn das Stylen ein Pfad ist, dann ist er bestimmt durch die gleichzeitige Notwendigkeit von Klarheit und Stille. Das Verständnis von Stille und Ruhen am richtigen Ort, stabilisiert die Erleuchtung, sodass die Klarheit nicht wolkenverhangen ist. Das Nutzen von Klarheit und Stille im Einklang mit der Zeit ist die Arbeit der versteckten Kultivierung und der geheimen Praxis.

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Schnitzen – Gravieren – Bo

23. Schnitzen – Gravieren – Bo

Bo heißt je nach Aussprache Schälen oder Abfallen. Das Ideogramm besteht aus zwei Teilen. Der rechte Teil symbolisiert ein Messer. Auf der linken Seite war das eigentliche Bo, der Klang. Später wurde das ersetzt durch Lü, dem berühmten Schwert von King Wen. Diese beiden Bilder ergaben einen Akt des Schnitzens und Gravierens, den wir aus dem Sepher Yetzirah, dem Buch der Formgebung kennen. Element: Erde. Monat: Oktober.

Oben ist Berg (☶) unten ist Erde (☷). Gravieren heißt etwas wegnehmen. Der Berg ist an die Erde gebunden. Berge sind hoch, die Erde ist niedrig. Verbinden sich Berge mit der Erde, dann kann der Exzess der Höhe weggenommen werden, um Mangelzustände der Erde auszugleichen. Berge können nicht stabil sein, wenn sie nicht mit der Erde verbunden sind. Wir können vom Hohen etwas wegnehmen, um es dem Niedrigen zu geben. - 157 -


Schnitzen – Gravieren – Bo

Wenn die Hohen den Niedrigen etwas geben, stabilisieren sie ihre Basis. Wenn die Basis stabil ist, ist alles in Frieden. Wenn wir die Menschen betrachten, die das NICHTS praktizieren, dann sind diejenigen mit Aufnahmefähigkeit und Wissen die Hohen, diejenigen ohne Aufnahmefähigkeit und Wissen die Niedrigen. Wenn wir Aufnahmefähigkeit haben und uns nichts darauf einbilden und Wissen haben, aber nicht davon abhängig sind, können wir es an die weitergeben, die einen Mangel an Aufnahmefähigkeit und Wissen haben. Dadurch verbinden wir das Hohe mit dem Niedrigen und werden erfüllt, obwohl wir dem NICHTS zustreben. Dann ist eine Erhöhung eine wahre Erhöhung, Erfüllung wahre Erfüllung. Wir transformieren das Morphofeld in die Wirklichkeit, ruhen im Guten ohne Böses, in unseren sicheren Häusern, unverletzbar durch äußere Einflüsse. Das sichere Zuhause ist Güte. Wenn wir von oben nehmen um unten zu füllen, ist das eine Umkehrung dessen, was normalerweise passiert. Wenn eine Umkehrung geschieht, wandelt sich Gravieren in Wiederkehr oder Wiederauferstehung. Wenn wir wiederauferstanden sind, können wir uns auf die Güte verlassen, der Mechanismus der Belebung arbeitet und Natur und Leben sind sicher. Die Absicherung der Häuser durch Freundlichkeit nach unten, offenbart den himmlischen Mechanismus. Berge können nicht stabil stehen, wenn sie nicht mit der Erde verbunden sind. Regenten, können nicht stabil regieren, wenn sie nicht mit dem Salz der Erde, dem Volk verbunden sind. Wir können nicht hoch hinauf reichen, wenn wir nicht mit den Füßen auf der Erde stehen. Wie hoch auf immer wir steigen wollen, es ist wichtig, freundlich zu denen zu sein, die zurückbleiben. - 158 -


Schnitzen – Gravieren – Bo

Auf diese Weise wird aus der Höhe genommen, um der Tiefe zu geben. Auf diese Weise kann die Tiefe ihren Platz finden. Wir sollten daher dafür sorgen, dass die Tiefe auch ihren Platz finden kann, bevor wir aus der Höhe etwas abgeben. Unter den Praktizierenden des NICHTS sind diejenigen mit Aufnahmevermögen und Wissen die Höhe. Diejenigen ohne Aufnahmevermögen und Wissen die Tiefe. Wenn diejenigen mit Aufnahmevermögen nicht anmaßend sind und diejenigen mit Wissen nicht daran festhalten, und von ihrem Überschuss an die ohne Aufnahmevermögen und Wissen weitergeben, dann sind sie erfüllt, aber in der Leere, dann ist die Erhöhung eine wahre Erhöhung, Erfüllung wahre Erfüllung. Auf diese Weise wird die künstliche Welt des Morphofeldes übertragen in die natürliche Welt der Wirklichkeit, wir ruhen fest im ultimativen Guten ohne Böses, wir sind glücklich in unseren Häusern, unverletzlich durch äußere Einflüsse. Die Häuser zu sichern ist gut, wenn wir von oben nehmen, und der Tiefe geben, dann kehren wir den Weg der Schöpfung um uns aus Gravieren wird Wiederkehren. Wenn wir wiedergekehrt sind, können wir uns auf die Güte verlassen, denn der Mechanismus des Lebendigwerdens ist in Kraft getreten und das Leben ist abgesichert. Das eigene Heim zu sichern durch Freundlichkeit der Tiefe gegenüber, offenbart den himmlischen Mechanismus. Gravieren nimmt etwas weg. Yin wächst und wird durch Yang gestoppt. Wir haben fünf Yin und ein Yang, es sieht so aus, als hätte dieses eine Yang keine Chance mehr und würde durch die Yin-Striche überrannt. Es ist wie der Prozess des Aushöhlens, den wir vom Gravieren kennen. Nach Liu Yiming folgt dieses Hexagramm auf Beißen. In Beißen brauchten wir erst Verständnis, also haben wir erst einmal untersucht, wie ein Baby die Welt untersucht. - 159 -


Schnitzen – Gravieren – Bo

Dabei lernten wir die Prinzipien des Wachsens und Schwindens von Yin und Yang kennen. Wir wurden mit fünf Elementekombinationen aus Yin und Yang, Himmel und Erde geboren. Dadurch bekamen wir Leben und Essenz. Leben und Essenz sind innerhalb unseres Körpers. Kurz nach unserer Geburt gibt es keinen Unterschied zwischen Essenz und Leben. Morphofeld und Wirklichkeit bilden eine Einheit. Yin und Yang sind noch nicht getrennt, falsch und richtig können noch nicht unterschieden werden. Das ist das Bild der Ganzheit, das auch das Sepher Yetzirah beschreibt. Wenn wir heranwachsen und unsere Energie voll wird, kulminiert das ursprüngliche Yang und mischt sich mit dem Morphofeld. Ein Yin erscheint. Dann, wenn die Tage vorbeiziehen, wächst die Yin-Energie, und die Yang-Energie wird schwächer. Bis sie gänzlich verschwindet, hält die Yang-Energie den Prozess nicht auf, dieses Bild haben wir in diesem Hexagramm. Es ist nur noch ein Yang-Strich übrig. Yang wurde durch Yin nahezu vollständig graviert. An diesem Punkt angelangt kann Yang Yin nicht mehr überwinden. Wir haben nur noch ein schwaches, dünnes Yang. Wir müssen aufpassen, dass uns nicht auch noch dieses bisschen Yang in der Morphowelt verloren geht. Es hat demnach keinen Sinn auf Stärke zu spielen. Damit würden wir uns den Gnadenstoß versetzen. Ziel ist es eher, das vollständige Gravieren das Yangs zu unterbinden. Das geht nur, wenn die Energie des Yang noch nicht erschöpft ist. Wir gehen in Einklang mit diesem Yang und stabilisieren es. Das geschieht durch Verzicht auf den Verstand und wir müssen die Einflüsse des Morphofeldes ausschließen. - 160 -


Schnitzen – Gravieren – Bo

Dadurch können wir zum ursprünglichen Yang zurückkehren. Was dem Yang erlaubt, nicht zu Yin graviert zu werden, ist der Energiekreislauf von Himmel und Erde. Was es möglich macht, Yang zu bewahren, ist eine Umkehrung der Schöpfung. Weise Menschen kennen einen Pfad, der noch vor der Zeit liegt und durch die Natur noch nicht verletzt wurde. Sie können diesen Pfad gehen, die Schöpfung ergreifen und den Prozess von Leben und Tod umkehren. Das können wir auch durch eine Umkehr der fünf Elemente und diese Fingergeste:

23.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine weiche Linie. Wenn eine weiche Linie die Basis darstellt, ist es, als ob unser Bett weiche Füße hätte. Bevor wir uns hineinlegen, sollten wir das korrigieren, indem wir die FingergesteErdeBerg halten und die erste Linie.

23.2 Die zweite Linie Wenn die zweite Linie schwach ist, dann ist es, als ob unser Bettrahmen weich wäre. Bevor wir ganz auf dem Boden liegen sollten wir die FingergesteErdeBerg halten und die zweite Linie. - 161 -


Schnitzen – Gravieren – Bo

23.3 Die dritte Linie Diese Linie ordnet sich der sechsten Yang-Linie unter, wir haben daher nicht dasselbe Problem, wie bei den beiden vorigen Linien. Diese Yin-Linie nennt sich Yin der Stille und des Friedens. Selbst wenn hier graviert wird, geschieht das ohne Schaden. Halten wir die FingergesteErdeBerg und die dritte Linie.

23.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist die erste Linie des Berges. Auch sie ist weich. Wenn die Yin-Energie so weit gekommen ist, dann hat sie die Matratze des Bettes erreicht und wir verlieren auch diese. Wenn wir das nicht wollen, halten wir die FingergesteErdeBerg und die vierte Linie.

23.5 Die fünfte Linie Die letzte weiche Linie des Hexagramms. Nachdem sich unser Bett mittlerweile fast aufgelöst hat, kommt es hier zu einer Wendung. Dadurch, dass diese Linie so nah an einer Yang-Linie ist, erscheint das wahre Yin. Das wahre Yin schadet dem Yang nicht, ist aber in der Lage alle anderen Yin-Linien zu befehligen. Es kann daher allen anderen Yin-Linie befehlen, der Yang-Linie zu folgen. Wenn wir das wissen, können wir die Yang-Linie auf diese Weise, vor dem Übergriff der Yin-Linien schützen und die umgekehrte Schöpfung einleiten. Wenn diese Yin-Linie sich mit allen anderen Yin-Linien vereint, sodass sie wie eine Einheit fungieren, kann sie sich unter die Führung der Yang-Linie stellen und so den Prozess des aufsteigenden Yin, umkehren. Wenn alle Yins vereint sind, werden alle Yin-Linien zu wahren Yin-Linien, da die fünfte Linie eine wahre Yin-Linie ist. - 162 -


Schnitzen – Gravieren – Bo

Wahre Yin-Linien vertreiben Yang nicht, sondern ergänzen es. Halten wir die FingergesteErdeBerg und die fünfte Linie.

23.6 Die sechste Linie Wir sind bei der letzten Linie der Gravur angelangt. Es handelt sich um eine harte Linie. Wenn wir diese Linie stabilisieren können, dann kann sie keinen Schaden nehmen. Sie ist dann, wie eine harte Frucht, die niemand essen will. Inmitten der Frucht ist ein harter Kern. Wenn wir diesen Kern behalten, werden wir leben, verlieren wir ihn, sterben wir. Es ist also eine Frage von Tod oder Leben, diesen Kern zu behalten oder zu verlieren. Leben wir ein Leben des Morphofeldes, verlieren wir diesen Kern. Leben wir nach den Lehren des NICHTS, behalten wir diesen Kern. Dieser Kern ist die Basis der immer wieder notwendigen Erneuerung, die Unsterbliche zu leisten haben. In ihm steckt auch der Keim zukünftiger Evolution. Es ist also gut ihn zu bewahren und zu schützen. Wenn wir diesen Kern halten, sind wir geschützt vor dem Morphofeld, da wir die letzte Yin-Linie nutzen können, um alle Yin-Linien unter Kontrolle zu bringen, wir können auch die letzte Yin-Linie nutzen um dieses Yang zu vervollständigen und dadurch die ursprüngliche Einheit von Yin und Yang wiederherzustellen. Mithilfe dieser Vereinigung können wir in die Zeit zurückreisen und uns verjüngen, was ein Mensch des Morphofeldes nicht kann, da seine Zeit kontinuierlich vorwärtsschreitet. Wenn wir im Morphofeld leben, ist irgendwann die Yang-Energie aufgebraucht und wir kehren zurück in den Strom der Zeit, der uns alle verbindet.

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Schnitzen – Gravieren – Bo

Wenn wir diesen Kern nutzen können, muss das nicht unser Schicksal sein. Halten wir daher die FingergesteErdeBerg und die sechste Linie. Die sechs Linie des Hexagramms Gravieren, ist ein Hexagramm des Wegnehmens durch das Morphofeld. Dieses Wegnehmen kann die einzige Yang-Linie in diesem Hexagramm schädigen. Sogar soweit schädigen, dass wir unser Leben verlieren. Damit das nicht geschieht, brauchen wir die letzten beiden Linien um den Prozess zu stoppen und umzukehren. Dadurch kommen wir in den Prozess der Schöpfungsumkehr. Durch die Schöpfungsumkehr wird aus dem Gravieren ein Prozess der Wiederkehr, vorausgesetzt die Yang-Linie ist nicht erschöpft. Wenn sie nicht erschöpft ist, finden wir einen Weg, die ursprüngliche Welt inmitten des Morphofeldes wiederherzustellen.

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Wiederkehren – Phönix – Fu

24. Wiederkehren – Phönix – Fu

Fu spielt eine wichtige Rolle im FingGing. Wir können an ihm den Wechsel der Jahreszeiten erkennen, wann etwas verschwindet und wieder neu beginnt. Fu ist der Monat Dezember, nach dem ein neues Jahr beginnt. Im Chinesischen heißt es: »Wenn Yang zurückkehrt, heißt es Fu.« Dieses Yang ist die untere harte Linie inmitten weicher Linien. Wenn die obere Linie von Gravieren (䷖) umgewandelt wird, wird sie zur Erde (䷁). Erde ist reines Yin und gehört zum Monat November. Im November scheint Yang vollständig verschwunden zu sein. In Wirklichkeit arbeitet es unter der Oberfläche, um zur Wintersonnenwende zurückzukehren. Wenn wir aufmerksam sind, können wir die Rückkehr der Energie fühlen. Wenn die Yang-Energie zurückkommt, beginnt ein neuer Zyklus. Dieses Hexagramm ist das vorige nur auf den Kopf gestellt. Beide Hexagramme komplettieren einander. Das Ideogramm besteht aus zwei Teilen. Links haben wir drei Striche, die Fußstapfen repräsentieren, die weggehen. Auf der rechten Seite ist das Ideogramm Fu, das Klang und Form repräsentiert. Rechts unten haben wir drei Fußstapfen, die wiederkommen. Oben gibt es zwei Kreise für zwei Monde, ein schwarzer und ein normaler. Der obere Mond ist Lilith, sie zeigt, wie Yang wegbricht.

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Wiederkehren – Phönix – Fu

Der untere Mond ist der wiederkehrende Mond, der symbolisiert werden kann durch den Phönix. Der obere horizontale Strich entspricht der Zahl 1, für die Einheit. Das ganze Bild der rechten oberen Hälfte zeigt das Wegfallen und Wiederkehren von Yang, in einer endlosen zyklischen Bewegung. Das ist der Weg des FingGing. Element: Erde Monat: Dezember

Die Wiederkehr besteht unten aus Donner (☳) oben aus Erde (☷). Wiederkehr bedeutet Wiedergeburt, Wiederherstellung und Umkehrung. Es ist Donner in der Erde. Donner ist sehr aktiv. Wenn der Donner die Erde aufrührt, arbeitet der Belebungsmechanismus, und Myriaden von Dingen werden geboren. Alles belebt sich, wenn es mit dieser Energie in Berührung kommt, auf diese Weise kommt das lebende Potenzial zu den Menschen zurück, wenn die lebendige Energie sich manifestiert. Damit dieses lebendige Potenzial sich entfalten kann, schließen wir die Tore zur Wintersonnenwende und bleiben an dem Ort, an dem wir uns gerade befinden. Auf diese Weise ehren wir das lebendige Potenzial und sorgen dafür, dass es nicht verletzt wird. Das lebendige Potenzial ist der natürliche, unschuldige Geist, der in uns Menschen wohnt. Er ist der Vorläufer des Lebens, die Quelle von Yin und Yang. Wenn dieser Geist ins Morphofeld fällt, wird er durch unser Temperament zugedeckt, und kann nicht mehr beständig - 166 -


Wiederkehren – Phönix – Fu

manifestiert werden. Wenn er sich ab und zu manifestiert, ist das die Zeit, zu der das Himmlische in die Welt zurückkehren kann. Diese Zeit ist selbst von den Menschen kaum zu ergreifen, die darüber Bescheid wissen, allen anderen entgleitet sie. Dann wächst das Morphofeld kontinuierlich und das Himmlische schwindet. Wenn das Himmlische ganz verschwunden und das Morphofeld komplett ist, gibt es nur noch den Tod. Wenn wir unsere Pforten zur Wintersonnenwende schließen, sorgen wir dafür, dass die positive Energie zurückkehrt und von uns genährt werden kann. Nicht zu reisen, bedeutet, dass wir keinen äußeren Einflüssen erlauben, unsere innere Realität zu verletzen. Wir hören auf uns um andere Menschen zu kümmern und kultivieren erst einmal uns selbst. Sind die Pforten erst einmal geschlossen, sind wir sorgfältig und streng. Innere Gedanken tauchen nicht auf, äußere Dinge dringen nicht ein. Auf diese Weise gibt es kein Leck, wo die positive Energie austreten könnte. Wenn wir das NICHTS trainieren, uns selbst verfeinern und unseren Geist meistern, erscheint Erleuchtung aus der inneren, Offenheit und das lebende Potenzial wird aktiviert. Wir sollten es sofort sammeln, sobald es da ist und in den Ofen der Evolution stecken. Wir sollten dabei Gefahren vorhersehen und den Ofen sorgfältig versiegeln und es sicher verstauen. Wir sollten es pflegen, damit es sich von der Unbestimmtheit zur Klarheit entwickeln kann, bis die himmlische Energie zur reinen Vollkommenheit zurückkehren kann. Die Zeit, wenn die positive Energie zum ersten Mal zurückkehrt, ist die Passage zu Leben und Tod. Wenn wir sie nutzen, betreten wir die Straße des Lebens, lassen wir sie ungenutzt verstreichen, bewegen wir uns auf der Straße zum Tod. Die Pforten zu schließen heißt hier die Pforten des Todes zu schließen. - 167 -


Wiederkehren – Phönix – Fu

Wenn die Pforten des Todes geschlossen sind, öffnen sich die Pforten des Lebens. Der Himmel borgt sich menschliche Kraft, der Mensch borgt sich himmlische Kraft. Wenn Mensch und Himmel zusammenarbeiten, kristallisiert das Elixier der Unsterblichkeit in kürzester Zeit, ohne dass wir Jahre der Bemühungen bräuchten. Wiederkehr ist zurückkommen. Wir haben eine Yang-Linie, die in die Welt aus lauter Yin-Linien aufsteigen möchte. Nach Liu Yiming folgt dieses Hexagramm auf Stylen. Stylen ist klaren Geistes und ruht im richtigen Ort. Nebenbei nährt es die Klarheit und operiert die Feuer-Energie um das ursprüngliche Yang zu erzeugen. Das Erzeugen des ursprünglichen Yang ist der Pfad dieses Hexagramms. Erzeugen des Yang inmitten von Yin, bedeutet, seine persönlichen Angelegenheiten in Ordnung zu bringen. Dadurch nähern wir uns der Kreativität der Natur an und verstehen wie Leben und Tod funktionieren. So betrachtet ist Wiederkehren förderlich. Das Problem liegt darin, dass das wahre Yang innerhalb des Morphofeldes kaum auffällt und daher leicht der Aufmerksamkeit entgeht. Sind wir zu viel mit eigenen Dingen beschäftigt, können wir es auf keinen Fall erkennen. Wenn wir aber wissen, dass es kommt, dann können wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten. Gleichbedeutend mit dem Erscheinen des Yang-Strichs erscheint der Geist des NICHTS. Wenn das geschieht, sollte sich unser menschlicher Verstand zurückziehen. Dadurch können wir in das Wechselspiel von Yin und Yang eintauchen, ohne davon absorbiert zu werden.

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Wiederkehren – Phönix – Fu

Es ist ganz wichtig, den Zeitpunkt des Wiederkehrens zu kennen. Wir können es nicht finden, bevor es da ist, auch wenn wir uns noch so sehr bemühen. Wenn es aber erscheint, sollten wir sofort zugreifen, nur so können wir die Wirklichkeit finden. Wenn wir geboren werden, sind wir alle gut ohne Böses. Wenn wir uns mit dem Morphofeld mischen, verletzt Yin Yang und wir verlieren unsere originale ursprüngliche Realität. Aber auch, wenn wir es verloren haben, ist es nicht weg, es existiert auch weiterhin. Es gibt immer noch einen Hauch von Leben darin. Dieser Hauch erscheint ab und zu, meist aber erkennen wir ihn nicht, wenn er erscheint, weil wir zu sehr mit uns selbst und der Welt um uns herum beschäftigt sind. Wenn wir diese ursprüngliche Energie wiederherstellen wollen, müssen wir sie in der Zeit fangen. Nur so kann sie wieder zu uns gehören. Nehmen wir an, das ursprüngliche Yang wäre noch nicht erschienen, wir warten also, in Ruhe und leerer Stille. Der Yang-Strich taucht auf, wenn Gesellschaft kommt. Und nur dann kann uns kein Fehler unterlaufen. Diese Gesellschaft ist die Konjunktion zweier Monde, der eine ist Yang, der andere Yin. Diese Mondkräfte erscheinen, wenn Yin kulminiert, das heißt, wenn es voll wird, dann wechselt Yin zu Yang und der YangStrich erscheint. Das nennt sich Yang im Yin. Wenn Yang im Yin erscheint, haben wir die Gesellschaft, die wir brauchen. Wenn Yin nicht kulminiert, kann es kein Yang geben, und die Gesellschaft erscheint nicht. Wenn die Gesellschaft nicht erscheint, wie sollen dann Yin und Yang interagieren und wo sollte die kreative Energie herkommen? Das Ideogramm für Gesellschaft, besteht aus zwei Monden, ein Mond ist Yang und ein Mond ist Yin. - 169 -


Wiederkehren – Phönix – Fu

Wenn Yin kulminiert wird Yang geboren. Das ist Yang im Yin, das heißt, die Gesellschaft kommt. Wenn Yin nicht kulminiert, kann Yang nicht kommen, daher auch keine Gesellschaft. Wenn die Gesellschaft nicht da ist, können Yin und Yang nicht interagieren. Damit das lebendige Potenzial erscheinen kann, ist es notwendig, dass Gesellschaft kommt. Das lebendige Potenzial erscheint in der Interaktion von Yin und Yang, das müssen wir sammeln, und in den Schmelztiegel der Schöpfung schmeißen. In diesem Moment wandeln sich Schwierigkeiten in Segen, Bestrafung in Belohnung. Wenn wir vorher Fehler machten, weil wir das wahre Yang verloren hatten, sind wir jetzt makellos, weil wir das wahre Yang wiederhergestellt haben. Auch wenn wir durch die Wiederherstellung makellos werden, braucht der Weg dorthin doch Arbeit in einer gewissen Ordnung von Abläufen. Wir können das Yang nicht sofort herstellen, wenn wir es sofort herstellen könnten, würde es instabil sein. Wir müssen zunächst uns verfeinern unseren Verstand meistern und auf die richtige Zeit zu handeln warten. Wir müssen den umgekehrten Pfad betreten, der der Schöpfung zuwiderläuft, dann erscheint die Realität in sieben Tagen. Wir müssen durch die Umkehrschöpfung arbeiten, weg von der Vielheit, zurück zur NULL-Heit. Die Zahl 7 ist die Zahl der Vollkommenheit und die Zahl des Yang-Feuers. Die Harmonie der Essenz und dem Fühlen von uns Menschen, ist das Yang-Feuer. Das ist die Realität. Die Ruhelosigkeit der erworbenen Energie des Morphofeldes ist das Yin-Feuer. Das Reale komplettiert das Leben, das Morphofeld verletzt es. - 170 -


Wiederkehren – Phönix – Fu

Den Pfad umkehren heißt, das falsche Feuer umzudrehen, um zum wahren Feuer zu gelangen. In sieben Tagen kann das Yang-Feuer entflammen und aufsteigen und das Yin-Feuer verschwindet. Vollständig leer und still, ist innerhalb des Schwarzen das Weiße. So manifestiert sich die ursprüngliche Energie aus dem NICHTSein. Sammeln wir sie allmählich und verfeinern sie, können wir das wiederhergestellte goldene Elixier kristallisieren. Dieser Pfad ist nicht schwer zu erkennen, aber schwer zu praktizieren. Wenn wir ihn kennen, ist es notwendig, ihn zu praktizieren. Wenn wir das tun, können wir aus einem einzelnen Yang-Strich sechs Yang-Striche erzeugen, rein und komplett. Dazu ist die FingergesteDonnerErde hilfreich:

24.1 Die erste Linie Am Anfang des Wiederkehrens ist das wahre Yang noch nicht verloren. Wenn Einflüsse des Morphofeldes hineinkriechen, können sie schnell abgewehrt werden. Der Geist des NICHTS ist immer präsent, weil der menschliche Verstand noch nicht erwacht ist. Aus dem Grunde machen wir natürlicherweise keine Fehler. - 171 -


Wiederkehren – Phönix – Fu

Wir halten die FingergesteDonnerErde und die erste Linie.

24.2 Die zweite Linie Unser Wissen ist eingeschränkt, wir können nicht verstehen, wie wir zum Ursprung zurückgelangen können. Wir sind aber auf die richtige Weise flexibel, darum können wir von weiseren Menschen borgen, was uns fehlt. So können wir zurückkehren, obwohl wir nicht wissen wie und werden dazu in die Lage versetzt. Halten wir die FingergesteDonnerErde und die zweite Linie.

24.3 Die dritte Linie Wenn wir mehrmals wiedergekehrt sind oder die Wiederkehr nicht stabil ist, solange die Natur flexibel ist und der Wille stark, und wir nur auf die Wiederkehr ausgerichtet sind, und uns selbst inmitten einer Gefahr managen können, wenn wir bereits einmal wiedergekehrt sind, können wir es hundert mal tun, und wenn wir es hundert mal getan haben, können wir es tausendmal tun. Auch wenn wir vielleicht nicht genau wissen, wie es geschehen ist, werden wir Erfahrungen sammeln und auch wenn wir uns schwach fühlen, werden wir Kraft sammeln. Halten wir die FingergesteDonnerErde und die dritte Linie.

24.4 Die vierte Linie Wir sind flexibel und finden das Richtige, auch wenn wir inmitten kleinlicher Menschen sind, werden sie uns nicht beeinflussen können. Wir können die Dinge der Welt nutzen, um unser NICHTS zu kultivieren. Wir klären selbst unseren Geist und kehren auf geschickte Weise zum Anfang zurück. Halten wir die FingergesteDonnerErde und die vierte Linie.

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Wiederkehren – Phönix – Fu

24.5 Die fünfte Linie Wir sind auf einer weichen Linie, die in der richtigen Balance ist und die richtige Führung hat. Wir handeln danach, was in uns angelegt ist und nicht nach den Bedürfnissen des Morphofeldes. Wir kehren zurück zur Achtsamkeit, verschwenden keine Gedanken und erreichen ohne Mühe unser Ziel. Das kommt durch die Realisation der Natur, und weil wir nichts verloren haben, brauchen wir auch nichts zurückzugewinnen. Wir sind frei von Bedauern und halten die FingergesteDonnerErde und die fünfte Linie.

24.6 Die sechste Linie Wenn wir diese Linie erreichen, folgen wir dem Morphofeld und verpassen das ursprüngliche Yang. Wir handeln nach dem Verstand und haben den Geist des NICHTS vergessen. Wir streben nach äußerem Sieg und äußerer Macht und unsere Seele ist entstellt. Anstatt uns weiter nach Macht und Ruhm zu sehnen, sollten wir die FingergesteDonnerErde halten und die sechste Linie, damit wir wieder zurück in die Spur kommen. Es gibt ein Wiederkehren natürlicher Zeit und ein Wiederkehren menschlicher Angelegenheiten. Die Wiederkehr natürlicher Zeiten manifestiert das wahre Yang. Die Wiederkehr menschlicher Angelegenheiten stabilisiert das wahre Yang. Nur wenn natürliche Zeit und natürliche Angelegenheiten im Einklang sind, kann Vollkommenheit erreicht werden. Das geht nur über Bemühungen. Bis auf die sechste Linie haben alle Linien ihren Prozess der Wiederkehr. - 173 -


Wiederkehren – Phönix – Fu

In allen liegt die Möglichkeit, zum wahren unsterblichen Selbst zurückzukehren.

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Ehrlich – Fehlerlos – WuWang

25. Ehrlich – Fehlerlos – WuWang

Wu heißt nicht und Wang heißt unehrlich. WuWang könnte demnach ehrlich heißen. Diese Ehrlichkeit war ursprünglich die Natur des Menschen. Im Ideogramm sehen wir oben eine gebeugte Person, die eine schwere Last trägt, sie ist außer Atem. Es ist das Ideogramm für Wu. Das untere Ideogramm stellt Wang dar. Der obere Teil ist der Klang und das Zeichen für Weglaufen. Darunter ist das Ideogramm einer Frau. Wir könnten daher sagen, dass Mann und Frau ihre Bürde auf sich nehmen und nicht weglaufen. Die Ehrlichkeit ist das NICHTS des Himmels. Davor nicht wegzulaufen heißt, sein negatives Karma zu akzeptieren und als Bürde auf sich zu nehmen. Element: Metall Monat: Oktober

Oben ist der Himmel (☰) unten der Donner (☳). Donner ist eine Aktivität, die unter dem Himmel stattfindet, wir handeln nach den Gesetzen des Himmels.

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Ehrlich – Fehlerlos – WuWang

Wenn der Donner aktiv ist und sich unter das Diktat des Zeitraumes stellt, wirbelt er Myriaden Dinge auf. Solange dem Donner keine Fehler unterlaufen, sind auch die Myriaden Dinge fehlerlos. Wenn die Natur gebiert, tut sie das unter dem Diktat des NICHTS, daher sind die Schöpfungen der Natur absolut fehlerlos. Wenn Wachstum und Entwicklung unter dem Zeitraum stattfindet, findet alles seinen Raum, und seine Jahreszeit, sich zu entfalten. Wachstum und Jahreszeiten befinden sich in Harmonie. Wenn wir keine Fehler im Prozess und den Proportionen machen, im Vorwärtsbewegen und Zurückziehen, in der Eile und der Langsamkeit, ist unser Verhalten fehlerlos. Wenn wir die unterschiedlichen Energien zu einer bündeln können, dann verschmelzen die Myriaden Prinzipien zu einem und wir können die Myriaden Dinge auf diese Weise nähren. Wenn wir Dinge dann im Sinne des Zeitraums entwickeln, sind alle Dinge mit Realität getränkt, und ultimativ frei von Fehlern. Das liegt daran, dass Himmel und Donner fehlerlos sind. Der Weg, sich von Fehlern zu befreien liegt darin sein Bündel zu tragen und mit dem Zeitraum zu synchronisieren. Das Hexagramm beschreibt ein energisches Vorantreiben von Yang. Nach Liu Yiming folgt es dem Hexagramm Gravieren. In diesem Hexagramm besteht die Gefahr, dass wir dem Morphofeld nachgeben und dies unser Yang graviert. Der Grund, warum das Yang graviert wird, ist der, dass wir nicht wissen, wie wir Yang vorantreiben können, das lernen wir in diesem Hexagramm. Wenn wir das gelernt haben und 24 Stunden am Tag anwenden, kann uns das Yin des Morphofeldes keinen Schaden zufügen. Wir können ungehindert voranschreiten und uns mit dem Rhythmus des Himmels vereinigen. In diesem Hexagramm findet die Handlung in der Raumzeit statt. Der Wille des Zeitraumes wird auf diese Weise auf die Raumzeit übertragen. - 176 -


Ehrlich – Fehlerlos – WuWang

Wenn unser Herz sich dem NICHTS zugewandt hat und unser lebendiges Potenzial aktiviert wurde, kommt die ursprünglich kreative Energie zurück. Wenn wir ehrlich an uns arbeiten kann die himmlische Energie kultiviert werden und die ursprüngliche kreative Energie kann wachsen. Kreativität und Wachstum sind nur dann sinnvoll, wenn Handlungen und Stärke korrekt ausgerichtet sind. Wenn die Handlung korrekt ausgerichtet ist, wird die kreative Energie nicht geschädigt. Wenn die Stärke korrekt ausgerichtet ist, steigert sich die ursprüngliche kreative Energie. Wenn beide zusammenarbeiten, ist der Geist des NICHTS immer da, der menschliche Verstand verschwindet und wir können unser ursprüngliches Selbst erkennen, wie es wirklich ist, in Frieden und unbewegt durch die Myriaden Dinge des Morphofeldes. Halten wir die FingergesteDonnerHimmel.

25.1 Die erste Linie Zu Beginn der Ehrlichkeit befinden wir uns auf einer festen Linie. - 177 -


Ehrlich – Fehlerlos – WuWang

Diese Linie steht in enger Beziehung zu aufkeimenden Gedanken. Ist der Gedanke korrekt, ist die Handlung korrekt. Wenn wir uns innerlich dem NICHTS zugewandt haben, dann finden wir es auch im Außen. Halten wir die FingergesteDonnerHimmel und die erste Linie.

25.2 Die zweite Linie Wir befinden uns auf einer weichen Linie. Hier sollten wir lieber still sein, statt zu handeln. Wenn wir offenen Geistes sind, können wir in der Lage sein unser Yin durch ein geborgtes Yang aus dem Morphofeld zu ergänzen. Wenn wir unseren Geist leeren, können wir unseren Bauch füllen. Gehen wir auf diese Weise vor, können wir überallhin gehen. Halten wir die FingergesteDonnerHimmel und die zweite Linie.

25.3 Die dritte Linie Unsere Weisheit reicht noch nicht aus, um die Schätze des Himmels zu suchen. Im Moment haben wir leider Pech. Halten wir die FingergesteDonnerHimmel und die dritte Linie, damit sich das ändert.

25.4 Die vierte Linie Wir sind auf der ersten Linie des Zeitraumes, eine feste Linie. Hier können wir Stärke (vierte Linie) mit Weichheit (dritte Linie) nutzen, sodass wir korrekt sein können und sogar Korrektheit bewahren. Wir können uns auf diese Weise gegen die Gefahren des Morphofeldes schützen und auf die Handlung warten. Wir nutzen Yin, um Yang zu nähren, so sind wir frei von einem drohenden Verlust dessen, was wir angesammelt haben. Halten wir die FingergesteDonnerHimmel und die vierte Linie. - 178 -


Ehrlich – Fehlerlos – WuWang

25.5 Die fünfte Linie Inmitten des Zeitraumes auf einer starken Linie ist diese ausbalanciert. Wir können unseren Herzenswünschen folgen, ohne in Gefahr zu geraten. Der spirituelle Embryo wurde geformt und wir können jetzt von der Mühe zur Nicht-Mühe wechseln, die ursprüngliche Energie wurde wiederhergestellt. Wir sind frei von Krankheit geworden. Wenn wir noch Krankheit spüren sollten, sind das Überbleibsel von erworbenem Yin, das noch nicht transformiert wurde. Halten wir die FingergesteDonnerHimmel und die vierte Linie, um die Transformation zu vollenden, damit wir frei von Krankheit werden. Wir stehen auf einer gesunden Basis, Friede ist eingekehrt und wir kehren auf natürliche Weise zurück zum Frieden ohne Fehler.

25.6 Die sechste Linie Wir befinden uns im Himmel des Zeitraums auf einer starken Linie. Wir sind bereits stark und brauchen unsere Stärke nicht mehr auszuspielen. Wir sollten uns zurückziehen. Wir halten die FingergesteDonnerHimmel und die sechste Linie. Der Pfad der Ehrlichkeit zur Fehlerlosigkeit ist eine Frage der korrekten Balance und der richtigen Orientierung. Wenn alles gut läuft, werden uns Geheimnisse in unseren Geist übertragen. Das vorwärtsdrängende Yang hat seine Zeit, die Aktivierung des Yin durch ein vollendetes Yang im Himmel, hat seinen Tag.

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Groß nähren – groß bewahren– DaXü

26. Groß nähren – groß bewahren– DaXü

Da heißt groß und Xü heißt ansammeln, aber auch hegen und in sich bewahren. Das erste Ideogramm heißt groß. Das Zweite stellt die Pflege des Lebensunterhaltes dar. Das erste Ideogramm stellt einen Menschen dar, das zweite ein Feld, mit zwei Grasbüscheln. Element: Erde Monat: September

Oben ist Berg (☶) unten Himmel (☰). Der Himmel ist in den Bergen. Im Vergleich zu den Bergen ist der Himmel groß, das heißt, wir haben eine Größe in unserem Inneren, die nicht unbedingt nach außen sichtbar ist. Das ist das große Bewahren. Wenn wir unsere Talente nach außen bringen, wie es im Morphofeld gang und gäbe, ist, erhöhen wir uns selbst und verlieren dabei die Weisheit des Ursprungs. Wenn wir uns mit der Vergangenheit beschäftigen, dann, um Worte und Taten der Menschen von früher zu bewahren, damit sie uns helfen können unser Bewusstsein zu steigern und unsere Vision zu leben. Dabei bewahren wir automatisch große Tugenden. - 180 -


Groß nähren – groß bewahren– DaXü

Die Lebenslinien der Weisen ist in Büchern bewahrt, ihre Reden und Handlungen waren Ausdruck ihrer Tugenden. Wenn wir diese studieren, stehen wir unseren Vorfahren von Angesicht zu Angesicht gegenüber und wir werden das sagen, was die Weisen sagten und das tun, was die Weisen taten. Wenn unsere Sprache und unsere Handlungen frei von Defekten sind, werden wir Tag für Tag Tugenden ansammeln und bewahren. Auf diese Weise können wir unsere Natur leben und die Bedeutung des Lebens erreichen. Wenn Natur und Leben verstanden werden, sind wir ewig, wie der Himmel und stabil wie der Berg. Das ist die Größe des Bewahrens. Das Große zu nähren, bedeutet, für das Große zu sorgen. Dieses Hexagramm repräsentiert das Ausbrüten des spirituellen Embryos. Nach Liu Yiming folgt es auf die Wiederkehr oder die Wiedergeburt. Wenn die ursprüngliche Energie zurückkehrt, zunächst vage und leicht, dann klar und deutlich wahrnehmbar, bringt es das ursprüngliche Selbst zurück. Die Basis des Lebens ist stabil. Der spirituelle Embryo ist geformt und wir bewegen uns vom TUN zum NICHT-TUN. Dann sollten wir ihn sorgfältig versiegeln und sicher aufbewahren. Ihn von Gefahren fernhalten, bebrüten und baden, und auf die große Transformation vorbereiten, die unergründliche spirituelle Sublimation, die ihn unzerstörbar und unverweslich macht. Auf diesem Pfad ist es gut, die Stärke zu stillen, statt sie zu gebrauchen. Das Stillen der Stärke ist das Nähren der Stärke. Die Arbeit, die Stärke zu nähren ist die Arbeit im Zentrum zu verweilen, das NICHTS zu umarmen. - 181 -


Groß nähren – groß bewahren– DaXü

Stille bewahrt die Stärke. Aktion verletzt sie. Stillen heißt nicht, die Welt zu verlassen, und ist auch keine leere Nicht-Aktion. Es ist der Weg der Anpassung, der Addition und der Subtraktion. Wir müssen unseren Schmelztiegel an das Morphofeld anpassen und innerlich das Feuer schüren. Wir sind still mit und still ohne. Wir machen subtil weiter, vergessen nicht und forcieren nicht. Wenn wir einer Gefahr begegnen, bleiben wir unbewegt. Nur dann ist es das wahre Stillen. Wir können den großen Fluss überqueren. Durch das Überqueren des großen Flusses und Wechsel ins Jenseits und wieder zurück, wird das innere Nähren und die Anpassung an das Morphofeld vervollständigt. Dieser Zustand wird beschrieben als »Neun Jahre eine Wand anstarren.« Wir betrachten die Wand zwischen den Welten, unglaublich hoch, und losgelöst von allen Neigungen und Extremen, können wir im NICHT-Bekannten stoppen und die Wand durchbrechen. Wenn wir die Wand durchbrechen, befreien wir unser spirituelles Potenzial, Körper und Seele werden sublimiert und vermischen sich mit dem NICHTS in Wirklichkeit. Mit groß nähren und groß bewahren werden wir ein Begleiter des Himmels. Wir halten folgende Geste:

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Groß nähren – groß bewahren– DaXü

26.1 Die erste Linie Wenn wir auf der ersten Linie Stärke pushen wollen, geht das nicht gut aus, wenn wir Stärke stoppen, ist das gut. Halten wir die FingergesteBergHimmel und die erste Linie. Damit sind wir gut gerüstet, die Stärke zu stoppen.

26.2 Die zweite Linie Wenn wir Stärke flexibel nutzen und unser spirituelles Potenzial schützen, brauchen wir nur noch auf den richtigen Zeitpunkt zu warten. Der spirituelle Embryo hat sich geformt, daher sollten wir schnell den Feuerungsprozess und das Vordringen der Stärke stoppen. Halten wir die FingergesteHimmelBerg und die zweite Linie.

26.3 Die dritte Linie Mit der dritten Linie wurde Stärke solange genährt, bis sie vollständig geworden ist. Die Energie ist voll, die Seele komplett, die Wahrheit im Inneren ist bereit nach außen ins Morphofeld geteilt zu werden.

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Groß nähren – groß bewahren– DaXü

Der spirituelle Embryo wurde geformt, wenn es noch Anteile von Morphofeld in uns selber gibt, sollten die noch transformiert werden. Dazu sollten wir auf der richtigen Spur sein und aufrichtig in unseren Bemühungen. Wir sollten uns nicht ablenken lassen und unsere täglichen Fingergesten üben. In diesem Fall sind das FingergesteHimmelBerg und die dritte Linie. Wenn die Arbeit vollendet ist, gibt es eine spontane Mutation.

26.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist die erste des Zeitraums. Sie selber ist weich, korrespondiert aber mit der harten ersten Linie der Raumzeit. Das bedeutet, dass die Qualität der Stärke anwächst und wir sie nähren können. Wenn wir das hinkriegen, dann zerstreut sich die Yang-Energie auch nicht. Wenn wir das Wachstum allmählich nähren, können wir es bis zum Punkt der Vollständigkeit schaffen. Wir sollten die FingergesteHimmelBerg und die vierte Linie halten.

26.5 Die fünfte Linie Nutzen wir auch hier Yin, um Yang zu nähren, wandelt sich unsere ganze Energie. Wir leeren den Verstand und füllen unseren Bauch. Wir können unsere Yin-Energie nutzen, um die YangEnergie zu nähren. Wenn die Stärke durch Weichheit genährt wird, gibt es keine Probleme. Halten wir die FingergesteHimmelBerg und die fünfte Linie.

26.6 Die sechste Linie Zum Ende der großen Nährung sind unsere Errungenschaften komplett, die Praxis ist erfüllt. Mit einem Donnerknall erscheint die wahre Person. - 184 -


Groß nähren – groß bewahren– DaXü

Sie erschreckt die Ignoranten und erstaunt das Morphofeld. Wir begannen mit Bemühungen, die keiner gesehen hat. Jetzt, wo wir den Punkt des NICHT-TUN erreicht haben, bemerkt man uns. Wenn Praktizierende des FingGing die Freiheit erreicht haben, dann haben sie einen Körper außerhalb des Körpers geschaffen, der zwischen Himmel und Erde steht. Wir können durch diesen Körper nicht nur uns vervollständigen, sondern auch andere. Durch die große Nährung kommt die große Manifestation. Halten wir zur Belohnung die FingergesteHimmelBerg und die sechste Linie. Der Pfad des Bebrütens des Embryos braucht klares Wissen, wie wir das Große nähren und bewahren können. Die Stärke wird unter Kontrolle gehalten. Wenn wir erst einmal stark und still sind, beginnen wir mit unseren Bemühungen und enden mit NICHT-BEMÜHUNG. Wir sind stark und gesund und ruhen im ultimativen Guten ohne Böses. Wir sind im Absoluten integriert. Eine einzige Energie zirkuliert, die sich nicht in SEIN und NICHT-SEIN unterscheiden lässt. Wir Selbst und die Anderen kehren zurück zur Leere und der Pfad der zweifachen Kultivierung von Essenz und Leben wird in uns aufgenommen.

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Mund – Nähren – Yi

27. Mund – Nähren – Yi

Zu Beginn stand Yi für das Kinn, den Unterkiefer. Später weitete sich die Bedeutung aus. Links im Ideogramm haben wir einen Blick in die Mundhöhle. In der Mundhöhle ist ein Objekt, es könnte etwas zu essen sein. Das rechte Ideogramm macht den Klang Yi. Früher war es ein Kopf. Die zwei Querstriche stellten den Mund dar. Element: Erde Monat: Dezember

Wir haben unten Donner (☳) oben Berg (☶). Es donnert unter einem Berg. Der untere Yang-Strich und der obere Yang-Strich könnten Lippen repräsentieren, dann währen die Ying-Striche dazwischen ein Mund. Der Donner unter dem Berg ist aktiv, der Berg ist still. Der Unterkiefer ist beweglich, der Oberkiefer ist still. Nutzen wir Stille, um Aktivität zu ernähren, haben wir den Mund. Der Mund ist eine Passage, durch Dinge hinein- und herauskommen können. Es ist das Tor von richtig und falsch, die Wurzel von Segen und Unheil. - 186 -


Mund – Nähren – Yi

Darum sollten wir sorgfältig abwägen, was wir sagen, essen und trinken. Die Sprache ist die Stimme der Seele. Ist die Stimme korrekt, ist die Seele korrekt. Wenn die Stimme inkorrekt ist, ist die Seele inkorrekt. Ein Wort sollte nur ausgesprochen werden, wenn es dem Segen der Welt dient. Sprache sollte geführt werden und sollte kein Zufallsprodukt sein. Essen und Trinken sind wichtig für unseren Körper. Wenn Essen und Trinken angemessen sind, sind sie ein Segen für den Körper, wenn sie nicht angemessen sind, schaden sie dem Körper. Essen und Trinken sollten wir nur nach sorgfältiger Abwägung zu uns nehmen. Wir sollten nicht zu gierig sein, sondern moderat essen und trinken. Wenn wir sorgfältig sprechen, dann nähren wir unsere Seele. Wenn wir moderat essen und trinken, nähren wir den Körper. Wenn Seele und Körper ihre Nahrung haben, sind innen und außen frei von Verletzungen. Dann können Natur und Leben kultiviert werden. Wenn wir zur richtigen Zeit essen, ist der Körper gesund. Wenn wir zur richtigen Zeit handeln, läuft unser Leben glatt. Der Unterkiefer bewegt sich, wann immer wir etwas essen, darum nährt die Bewegung uns die Bewegung des Unterkiefers. Im Mund sind Stille (Berg) und Bewegung (Donner) untrennbar verbunden. Wenn Stille und Bewegung verbunden werden, nennen wir das »Nähren«. Das Hexagramm lehrt uns, gut zu wählen und daran festzuhalten, leer zu werden und nach Erfüllung zu streben. Nach Liu Yiming folgt es auf die Ehrlichkeit. Ehrlichkeit fordert starke Handlungen. Ohne kümmern und nähren, können Handlung und Stärke nicht angemessen sein und die Ehrlichkeit irrt. - 187 -


Mund – Nähren – Yi

Aus dem Grunde ist nähren so wichtig, es nährt, was richtig ist und lässt los, was nicht richtig ist. Was richtig ist, nutzt Körper und Seele, aus dem Grunde ist der Pfad des Nährens gut, wenn er korrekt ist. Um das herauszufinden, müssen wir erst einmal herausfinden, ob die Art des Nährens korrekt ist. Beobachten reicht hier nicht aus. Wir müssen das Nähren wirklich durchdringen, um zur Wahrheit zu gelangen. Wenn die Wahrheit klar ist, können wir mit wirklichem Wissen und eine luziden Wahrnehmung, durch unsere Handlung das kultivieren, was richtig ist. In Stille nähren wir dann, was richtig ist. Wenn wir in Handlung und Stille richtig nähren, können wir Erfüllung suchen. Wir suchen nicht Nahrung, wir suchen Erfüllung. Was wir suchen, ist richtig, und was wir finden erfüllt uns. Was uns erfüllt ist wichtig. Es ist nicht die Nahrung, die uns erfüllt, sondern Güte, Gerechtigkeit und Qualitäten, die aus der Erleuchtung kommen. Doch Güte, Gerechtigkeit und Erleuchtung kommt nur, wenn wir selber danach suchen. Wir sollten uns nicht auf das Urteil anderer verlassen. Eines Tages, wenn wir uns selbst besiegt haben und zurückgekehrt sind zu unserem wahren Selbst, wird es auch die Welt können. Wenn wir Erfüllung suchen, finden wir Erfüllung. Wenn wir Essen suchen, finden wir Essen. Es ist eine simple Entscheidung von uns, wonach es uns verlangt. Der Mund ist an sich leer und möchte gefüllt werden. Wenn wir den Verstand leeren und den Bauch füllen, korrespondieren Leere und Fülle. Wenn die Zeit verlangt zu handeln, handeln wir. Wenn die Zeit verlangt, still zu sein, sind wir still. - 188 -


Mund – Nähren – Yi

Wir kultivieren das Morphofeld durch Handlungen und unser Inneres durch Stille. Innen und Außen können auf diese Weise mit dem NICHTS verschmelzen. Die Stille nährt, die Handlung nährt und wenn Handlung und Stille korrekt sind, können wir das NICHTS erreichen und es vervollständigen. Wenn wir denken Hunger und Durst würden uns schädigen, sind wir auf dem falschen Dampfer. Wenn wir nur nach Nahrung suchen, werden wir die Erfüllung nicht finden. Die Fingergeste für dieses Hexagramm ist:

27.1 Die erste Linie Die erste Linie ist stark, aber sie hat die Neigung dem Irrtum zu verfallen. Sie nährt nicht das Innere, sondern sucht Nahrung im Morphofeld. Auf diese Weise verlässt sie das Wahre und akzeptiert das Falsche. Die heilige Schildkröte wird verlassen, um die Bewegung des Kiefers zu beobachten. Die Nahrung betrifft nur den Mund und führt nicht zur Erfüllung. Damit das nicht geschieht, halten wir die FingergesteDonnerBerg und die erste Linie. - 189 -


Mund – Nähren – Yi

27.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist eine weiche Linie. Es entsteht aus ihr der Wunsch Tugenden zu besitzen und zu nähren, aber sie leider nicht zu haben. Wenn wir dann so tun, als hätten wir sie, machen wir uns selbst größer, als wir sind. Wenn wir so tun, als hätten wir, was wir bräuchten, können wir nicht genährt werden. Wir schaden uns also selber. Halten wir die FingergesteDonnerBerg und die zweite Linie, um diesen Zustand zu bessern.

27.3 Die dritte Linie Auch die dritte Linie ist eine weiche Linie. Sie läutet den Wechsel in den Zeitraum ein. Diese Linie bringt mit sich, dass wir uns nur für materielle Dinge interessieren, wie Essen oder Kleidung, nicht aber für die spirituellen Belange unseres Menschseins. Daher können wir die Wahrheit nicht nähren. Selbst, wenn wir korrekt essen und trinken sollten, ist es der falsche Weg. Durch die Beschäftigung mit dieser Form der Nahrung, kann uns die wahre Form der Nahrung entgehen. Damit uns das nicht geschieht, halten wir die FingergesteDonnerBerg und die dritte Linie.

27.4 Die vierte Linie Wir sind im Zeitraum angekommen, aber immer noch schwach. Wir stehen aber in Beziehung zur ersten Linie, die stark ist. Aus dem Grunde können wir von dieser Linie borgen, was uns fehlt. Das nennt sich rückläufige Ernährung, sie ist vergleichbar der rückläufigen Schöpfung, die wir bereits kennengelernt haben. - 190 -


Mund – Nähren – Yi

Das Problem kann hier allerdings sein, dass wir zu stolz sind, diese Geschenke aus dem Morphofeld anzunehmen. Wenn wir allerdings nachgiebig und flexibel sind, aufmerksam wie ein Tiger, bewegen wir uns allmählich, auf natürliche Weise voran. Bevor wir aus dem Morphofeld etwas nehmen, schauen wir in uns selbst hinein. Wenn wir die Wahrheit suchen, werden wir sie auch finden. So können wir fehlerhaft beginnen und fehlerlos enden. Halten wir die FingergesteDonnerBerg und die vierte Linie.

27.5 Die fünfte Linie Wen wir uns nähren und die Erfüllung finden wollen, ist es wichtig innere und äußere Ernährung und Erfüllung zu verstehen. Auf dieser Linie sind wir meist nach innen gerichtet, es fehlt das Außen, daher können wir uns zwar selbst ernähren, aber nicht erfüllen. Wir können aber unser Inneres leeren und die Offenheit nähren. Das bringt gute Resultate, auch wenn wir das goldene Elixier auf diese Weise nicht herstellen können. Halten wir die FingergesteDonnerBerg und die fünfte Linie, damit uns auch das noch gelingt.

27.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist eine starke Linie am richtigen Ort. Handlung und Stille vereinen sich. Wir können das Innere und das Äußere nähren, wir können uns und andere nähren. Das ist die Quelle dieses Hexagramms. Hier können wir das, was wir angefangen haben, auch zu Ende bringen. Da wir die Ernährung unter diversen Umständen gelernt haben, können wir jetzt unter guten Umständen das Nähren beginnen, ohne dass uns jemand etwas sagen müsste. Wenn das Nähren den Punkt erreicht hat, wo es unbeeinflusst ist, von widrigen oder günstigen Umständen, unbeeinflusst von - 191 -


Mund – Nähren – Yi

Schwierigkeit und Leichtigkeit, dann wandelt sich sowohl die Energie, als auch die Konstitution. Yin und Yang verschmelzen und wir gelangen an den nicht-polaren Ort, in dem es nur Gutes gibt und kein Böses. Der spirituelle Embryo formt sich und der Weg ist vollendet. Diese Form des Nährens beinhaltet Leere und Fülle, Anfang und Ende. Auf jeder der sechs Linien gibt es etwas, das genährt werden soll. Es gibt aber Unterschiede bei richtig und falsch. Wenn wir darauf achten, dass Festigkeit und Weichheit sich ausgleichen, sowie Bemühung und Nicht-Bemühung, Anfang und Ende, können wir das nur auf der obersten Linie finden. Wenn wir das NICHTS praktizieren, sollten wir genau beobachten, sanft aber unter dem Mikroskop, wir sollten Erfüllung durch die Leere suchen, das nähren, was richtig ist und zu dem Zustand zurückkehren, wo es nur Gutes gibt und kein Böses.

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Wille – Größe – DaGuo

28. Wille – Größe – DaGuo

Da ist groß. Guo ist Exzess. Dieses Hexagramm scheint das Gegenteil des Vorherigen zu sein, da alle Linien das Gegenteil zueinander sind. Das Ideogramm besteht aus zwei Teilen. Der Erste heißt Da. Er stellt einen Menschen dar, mit gespreizten Armen und Beinen. Es scheint ein Duell zu geben. Der Mensch macht Eindruck. Das zweite Ideogramm besteht aus zwei Teilen, Links sehen wir drei Fußspuren, die vorwärtsgehen, darunter das Zeichen für Stop. Rechts haben wir das Zeichen Guo, das den Klang darstellt. Oben ist ein Strahl mit einer seltsamen Kappe. Darunter ein offenes Rechteck mit einem Mund darin. Da wir nur ein Mäulchen zu stopfen haben, scheint genug da zu sein. Element: Metall Monat: November

Unten ist Wind (☴) oben ist See (☱). Der See spendet Feuchtigkeit, der Wind kann auch als Bäume in Erscheinung treten. Wasser hat die Tendenz nach unten zu gehen. Bäume haben die Tendenz nach oben zu wachsen. - 193 -


Wille – Größe – DaGuo

Wenn Wasser sich oberhalb der Bäume befindet, sind die Bäume unter Wasser und können verrotten. So wie zuviel Wasser Bäume zerstören kann, kann zuviel Talent den Charakter zerstören. Ein See ist allein und ohne Furcht. Ein Baum verdichtet sich selbst und hat genug Wasser, um zu überleben. Ist ein Baum unter Wasser, verbirgt er sich und hat daher keinen Stress mit dem Morphofeld. Auf diese Weise können Wille und Charakter zur Größe perfektioniert werden. Natur und Leben sind das Wichtigste in der Lehre des NICHTS. Alle Existenz scheint dabei leer von der Absolutheit, wie ein spiegelnder See, der alles so zeigt, wie es ist. Wir können die Phänomene der Welt nutzen, um die Prinzipien des NICHTS zu trainieren. Wir können ein einzigartiges Lied auf einem einzigartigen Instrument spielen. Wenn wir der Bedeutung von Leben und Tod ledig sind, können wir ohne Furcht über den Wechselfällen des Lebens stehen. Wie die Bäume haben wir Talent, aber geben damit nicht an. Wie der See sind wir intelligent, aber verlassen uns nicht darauf. Obwohl wir einfach erscheinen, bergen wir doch ein Geheimnis. Wir haben unsere Erleuchtung verborgen und nähren sie im Geheimen. Wir sehnen uns nicht danach, von anderen erkannt zu werden. Wir sind in unserer Privatsphäre untergetaucht und haben auf diese Weise keinen Stress. Wenn wir keine Furcht haben, können wir auch nicht gegängelt werden. Wir besitzen Wille und Energie, die weit über der anderer Menschen liegt.

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Wille – Größe – DaGuo

Keinen Stress zu haben bedeutet, dass sich keine Gedanken einschleichen können und wir uns so weit kultiviert haben, dass uns niemand etwas anhaben kann. Ohne Furcht und ohne Stress können wir etwas entwickeln, das sehr selten in dieser Welt ist und das Wahrnehmungsvermögen der Morpho-Menschen weit überschreitet. Der Überschuss an Willensenergie ist ein Überschuss an YangEnergie. Der See ist freudig, der Wind eindringlich. Wenn wir nur unserem Verlangen folgen würden, würde aus großem Vergnügen, großer Kummer folgen. In dem Hexagramm sind vier Yang-Linien zwischen zwei YinLinien eingeschlossen. Dieses Hexagramm beschreibt das harmonische Mischen der medizinischen Substanzen, bei der Fülle Leere braucht. Nach Liu Yiming folgt es auf groß nähren – groß bewahren. In diesem Hexagramm sind wir groß, aber können auch stoppen und still sein. Auf diese Weise konnten wir die Stärke stillen, die Yang-Energie wurde nicht zu exzessiv, was dazu führte, dass wir die Stärke gut nähren konnten. In der spirituellen Alchemie, dem Pfad des goldenen Elixiers, nehmen wir zwei mal acht Unzen der polaren Energie und lassen sie sich zu einem Embryo formen. Wichtig ist, dass das Große und das Kleine in Ordnung sind und beide Reiche sollten komplett sein. Wenn Yang-Energie zu stark ist und Yin-Energie zu schwach, sind beide nicht in Harmonie und wir verlieren den Pfad der kontinuierlichen Wiederherstellung. Wenn Yin kulminiert, kommt es zur Verwesung. Wenn Yang kulminiert, kommt es zum Verfall. Auf beiden Wegen biegt sich die Stange, die unser Zelt hält, bis sie zerbricht. - 195 -


Wille – Größe – DaGuo

Wenn die Stange zerbrochen ist, fällt unser Dach über uns zusammen. So ähnlich geht es uns, wenn wir nur auf Stärke aus sind, und Schwäche versuchen zu vermeiden, unser Lebenszelt kracht einfach zusammen. Wenn wir zart vorangehen, ohne zu intensiv zu werden, harmonisch sind, leichtfüßig ohne zu klammern, wenn wir Meister darin werden uns an die Veränderungen anzupassen, wenn wir Gefahren vorbeugen und einen siebten Sinn in puncto gefährlicher Situationen entwickeln, dann korrespondieren Stärke und Schwäche, Festigkeit und Weichheit, Yang und Yin und balancieren sich gegenseitig aus. Obwohl wir groß werden, können wir Exzesse vermeiden und überall hingelangen. Wir können die Essenz in uns aufnehmen und unser Leben perfektionieren, wir können uns ohne Behinderung weiterentwickeln. Dazu können wir die FingergesteWindSee halten und die entsprechende Linie.

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Wille – Größe – DaGuo

28.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine schwache Linie und liegt auf dem Boden, das heißt, dass die Schwäche exzessiv sein kann. Das kann zur Folge haben, dass extreme Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden. Besser ist es, die FingergesteWindSee zu halten und die erste Linie.

28.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist stark, aber biegsam, wie eine junge Gerte. Sie hält die Balance zwischen Yin und Yang. Auch alte Weidenzweige können frische Knospen produzieren. Wie alte Menschen junge Gefährten haben. Yin und Yang entsprechen sich, und so ist das lebendige Potenzial immer präsent. Fest und stark, aber nicht verletzend, das geht auf natürliche Weise gut zusammen. Besser noch, wenn wir die FingergesteWindSee halten und die zweite Linie.

28.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine starke Linie. Sie grenzt an den Zeitraum. Wenn wir über zu viel Stärke verfügen, kann einiges auf der Strecke bleiben. Um das zu vermeiden, halten wir die FingergesteWindSee und die dritte Linie.

28.4 Die vierte Linie Auch hier ist die Linie stark. Sie steht auf dem Boden des Zeitraumes. In diesem Fall sind unsere Handlungen von Erfolg gekrönt. Wir sind groß, können aber auch klein sein. - 197 -


Wille – Größe – DaGuo

Wenn unsere Bemühungen zu dem Punkt gekommen sind, wo Größe zur Kleinheit fähig ist, dann verbinden sich bereits Yin und Yang. Wir sollten aber nicht zu nachgiebig werden, wenn wir erfolgreich sein wollen. Halten wir die FingergesteWindSee und die vierte Linie.

28.5 Die fünfte Linie Wir stecken mitten im See. Ein See bedeutet Freude. Um Freude wahrhaft genießen zu können, braucht es Nachgiebigkeit, die haben wir aber nicht. Wenn Yang zu hoch hinaus will, wird es zu Yin. Wenn Yin auftaucht, kann die Wirklichkeit verletzt werden. Es ist gut, wenn Stärke ausbalanciert ist und wir unsere innere Autonomie gewonnen haben und auf diese Weise nicht von äußeren Einflüssen abhängig sind. Halten wir die FingergesteWindSee und die fünfte Linie.

28.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist eine weiche Linie, und sie gibt uns der Zerstörung preis. Wenn wir die medizinischen Substanzen nicht kennen und nichts vom Feuerungsprozess verstehen, dann geschieht das. Wir sollten uns von Illusionen nicht blenden lassen und stattdessen die FingergesteWindSee halten und die sechste Linie. Wenn wir uns die sechs Linien anschauen, dann ist Exzess nicht gut für uns. Inmitten des Exzesses gibt es aber die Möglichkeit es nicht zu weit zu treiben, wenn wir geschickt in der Lage sind, Yin und Yang auszubalancieren. Wir können uns hier nicht leisten einseitig zu sein oder uns in Details zu verlieren. - 198 -


Fallen – Grube – Kan

29. Fallen – Grube – Kan

Kan wird als Fallgrube bezeichnet. Das Ideogramm zeigt eine sehr alte und schöne Form. Das linke Ideogramm ist ein Symbol für die Erde. Das rechte Symbol besteht aus zwei Teilen. Der obere Teil zeigt eine Person, die auf einem Bein steht, das andere Bein ist in der Luft. Das kann ein Symbol dafür sein, dass die Person fällt. Unter der Person ist eine Grube. Die Person scheint in die Grube hineinzufallen. In der traditionellen Sichtweise ist Qian der Himmel, Kun die Erde, Li die Sonne und Kan der Mond. Der Mond wird als das größte Yin bezeichnet, weil er kein eigenes Licht besitzt. Die Sonne ist das größte Yang. Element: Wasser. Monat: Wintersonnenwende.

Wir haben in diesem Hexagramm Wasser in der Raumzeit (☵) und Wasser im Zeitraum (☵). Wasser fließt überall hin. Wenn wir uns entwickeln, denken wir nicht nur an uns selbst, sondern wollen auch anderen helfen, sich zu entwickeln. - 199 -


Fallen – Grube – Kan

Die Entwicklung seiner selbst, ist die Bildung von Tugenden. Die Entwicklung anderer, nennt sich Lehre. Wenn unsere Tugenden nicht entwickelt sind, können wir das NICHTS nicht erreichen. Wenn das Lehren nicht gelernt wurde, werden Studenten nicht begreifen. Aus dem Grunde ist die Arbeit an den Tugenden so wichtig. Tag für Tag. Monat für Monat. Auf diese Weise werden wir mit dem Alten vertraut und können das Neue entwickeln. Wir steigern unsere Bemühungen, wenn die Zeit fortschreitet, und entwickeln auf diese Weise eine maximale Selbstverwirklichung. Wenn wir dann lehren, erhalten wir Führung, machen klare Präsentationen und geben subtile Hinweise. Wir führen unsere Studenten weiter und weiter, bis sie einen Durchbruch erleben und frei von Zweifel sind. Die Praxis der Tugend ist das Studium von Körper und Seele. Es ist eine sehr feine und subtile Wissenschaft, bei der kleine Abweichungen große Folgen nach sich ziehen. Das Ziel kann nur doch Konstanz und noch einmal Konstanz erreicht werden. Wir müssen die Prinzipien genau unter die Lupe nehmen, unseren Lebensplan erfüllen und die Bedeutung des Lebens erkennen. Das Lehren ist eine Art von Vorfahren zu bekommen und Nachfahren zu lehren. Das ist sehr wichtig. Wenn die Instruktionen unklar sind, werden Menschen fehlgeleitet. Wir können andere nur dann instruieren, wenn wir zu lehren lernen. Das bedeutet die Basis zu erkennen und das Obskure klar zu sehen. Die Arbeit des Lehrens basiert auf der Praxis der Tugendhaftigkeit. - 200 -


Fallen – Grube – Kan

Lehren heißt, die Praxis der Tugend zu lehren. Nur wenn wir beharrlich und konstant in der Praxis der Tugend sind, können wir lernen und Lehren praktizieren. Wenn wir die Tugendhaftigkeit nicht lehren können, ist unsere Lehre ohne Basis und ohne Sinn. Wenn wir beharrlich im Studium der Tugend sind, uns später das Lehren lernen, dann lehren wir unsere eigene Beharrlichkeit und Konstanz, und andere können es von uns lernen. Auf diese Weise fließt das Wasser überall hin. Eine Fallgrube bezeichnet Gefahr. Die Fallgrube meistern heißt, die Gefahr zu überwinden. Das Hexagramm repräsentiert das Weiße (⚊) inmitten des Dunklen (⚋). Nach Liu Yiming folgt es auf das Nähren. Das Nähren sucht Erfüllung durch Leere, es sucht das wahre Yang, das in die Fallgrube gefallen ist. In uns Menschen, nachdem Himmel und Erde interagiert haben, gibt es einen Punkt, wo das ursprüngliche Yang in den Palast der Erde zurückkehrt, wenn die Erde (☷) gefüllt und zu Wasser (☵) wird. Auf die gleiche Weise wandelt sich der Himmel (☰) zu Feuer (☲). An diesem wichtigen Punkt fängt Yin Yang ein, die himmlische Wurzel verdunkelt sich und der Verstand fängt an, sich überall einzumischen. Obwohl wir unserer Natur nach, nahe am Himmel sind, werden wir durch die Gewohnheiten des Verstandes davon ferngehalten. Und durch den hypnotischen Rhythmus gelangen wir immer tiefer in die Gefangenschaft, bis wir in der Fallgrube festsitzen. Wenn wir das Gute zur Gewohnheit werden lassen, dann werden wir gut. Das ist ein simples Ergebnis unserer Angewohnheiten. Das Praktizieren des Guten ist ein Weg aus der Gefahr. Um aus einer Gefahr zu entkommen, müssen wir glauben, dass es eine Gefahr ist. - 201 -


Fallen – Grube – Kan

Der Glaube überschreibt den Verstand. Er regiert über den Verstand. Wenn wir an eine Gefahr glauben, dann werden wir durch das Morphofeld nicht verführt. Praktizieren wir das Gute, werden wir gut. Wir meistern die Fallgrube durch Wahrheit, auf diese Weise kann sich unser Verstand entwickeln. Wenn wir Wahrheit erleben, entwickelt sich der Verstand. Verstand und Wahrheit ist der Geist des NICHTS. Wenn dieser Geist manifest wird, dann kann sich der menschliche Verstand nicht erheben. Gesunde Energie breitet sich aus, negative Energie verschwindet. Wir kommen aus der Fallgrube von Yin und Yang, ohne von ihnen eingeengt zu werden. Wenn wir an eine Gefahr glauben, müssen wir auch dementsprechend handeln, ohne Scheinheiligkeit und Täuschung. Wenn wir Wahrheit praktizieren, bessern wir uns von Tag zu Tag. Wir kommen aus der Tiefe und gehen in die Höhe. Wir lernen allmählich einen Zustand von Erleuchtung kennen. Wir entwickeln unsere wahre Natur in aller Fülle und realisieren unser Lebensziel. Wir kehren ohne Schwierigkeiten zu unserem Fundament zurück. Dazu halten wir die FingergesteWasserWasser.

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Fallen – Grube – Kan

29.1 Die erste Linie Wenn wir den hypnotischen Rhythmus falsch einsetzen, geraten wir immer tiefer in das Netz unserer Gewohnheiten. Deshalb sollten wir positive Gewohnheiten entwickeln und halten unsere FingergesteWasserWasser und die erste Linie.

29.2 Die zweite Linie Wir stecken, wie in einem Sandwich zwischen dem Morphofeld. Wenn wir wahrhaftig bleiben und zu uns selber stehen, kann uns das allerdings nichts anhaben. Wir halten die FingergesteWasserWasser und die zweite Linie, sooft wir können.

29.3 Die dritte Linie Wenn wir unsicher sind, können wir von einer Fallgrube in die nächste stolpern, von einem Fettnäpfchen zum nächsten. Wir müssen erkennen, dass das unsere Gewohnheit ist, damit wir da raus kommen.

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Fallen – Grube – Kan

Daher sollten wir die FingergesteWasserWasser und die dritte Linie sooft halten, wie wir können.

29.4 Die vierte Linie In dieser Linie hängt es wirklich davon ab, was wir tun. Aus Gut wird gut. Aus Böse wird böse. Wir haben es in der Hand. Die vierte Linie steht unter der Schirmherrschaft der fünften. Wir können uns daher an weise Menschen, Führer, Engel halten und ihr luzides Wissen borgen, um unsere eigenen Gewohnheiten zu durchbrechen. Wir brauchen nur Einfachheit, Aufrichtigkeit und Offenheit. Halten wir die FingergesteWasserWasser und die vierte Linie.

29.5 Die fünfte Linie Zwischen zwei negativen Linien ist die positive Linie gut ausbalanciert und der Boss. Wir sehen das Gute in anderen Menschen und sind trotzdem distanziert. Wir fühlen uns nicht ganz wohl, aber auch nicht ganz unwohl. Halten wir die FingergesteWasserWasser und die fünfte Linie, damit das besser wird.

29.6 Die sechste Linie Menschen sind nicht schlecht. Sie lassen sich nur von schlechten Gewohnheiten fesseln. Damit wir selbst nicht dazu gehören, sollten wir die FingergesteWasserWasser und die sechste Linie halten. Auch wenn es schwierig zu sein scheint, der Macht der Gewohnheit zu entkommen, ist es doch ganz einfach. - 204 -


Fallen – Grube – Kan

Wir müssen nur glauben und üben. Wenn wir glauben und üben, kommen wir aus jeder Fallgrube heraus. Dann können wir das Gute ohne Böses erreichen und uns im Himmel einfinden und integrieren.

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Erleuchtung – Feuer – Li

30. Erleuchtung – Feuer – Li

Li ist in vielerlei Hinsicht das Gegenteil von Kan (Wasser). Li repräsentiert Feuer, Licht und die Sonne. Li hieß früher verlassen, sich trennen, aber auch anhaften. Die linke Seite des Ideogramms ist ein vorzeitliches Tier namens Li. Die rechte Hälfte ist ein Vogel mit hellgelbem Gefieder, Zhui genannt. Chinesische Zeichen werden oft aus zwei Teilen aufgebaut. Ein Teil stellt den Klang dar, der andere die Bedeutung. Das Tier auf der linken Seite gibt den Klang, während der Vogel auf der rechten Seite die Bedeutung gibt. Die helle Farbe des Vogels repräsentiert Li. Element: Feuer. Monat: Sommersonnenwende.

Feuer hat eine enge Beziehung zur Sonne. Oben und unten ist Feuer. Wir haben demnach zwei Sonnen. Die Sonne geht in der Nacht unter und erhellt den Tag. Dieses Muster repräsentiert die innere und äußere Erleuchtung. Ein Licht hat eine zweifache Funktion und gehört damit zur NULL-Welt. - 206 -


Erleuchtung – Feuer – Li

Wenn wir das Innere nicht erleuchten können, können wir auch das Äußere nicht erleuchten. Wenn wir den Zeitraum nicht erleuchten können, können wir auch die Raumzeit nicht erleuchten. Wir sind dann gefangen im Morphofeld. Wir sollten uns also um unsere innere Erleuchtung kümmern, der Rest folgt von selbst. Licht ist innere Erleuchtung. Kontinuierliches Licht ist äußere Erleuchtung. Das Licht erleuchtet unsere innere Offenheit ohne Verschleierung. Wenn wir offen und bewusst sind, ist diese innere Qualität bereits erleuchtet und die innere Wahrheit reicht nach außen. Wir können dann die vier Ecken der Raumzeit erleuchten und nichts bleibt uns verborgen. Gelbe Blüten des lebendigen Potenzials bedecken die Erde und goldene Blumen spiritueller Energie blühen überall auf der Welt. Wohin auch immer wir blicken, überall ist NICHTS. Wenn wir innerlich wahrhaft luzid geworden sind, erreichen wir eine Erleuchtung, die nie versiegt. Wir ruhen im höchsten Guten ohne Böses. Um das kontinuierliche Licht zu erreichen können wir nicht faul und träge sein. Es erfordert eine Anpassung durch Anstrengung. Dazu brauchen wir eine klare Wahrnehmung. Wenn wir die vier Ecken nicht erleuchten können, reicht unsere Erleuchtung nicht aus. Wenn es irgendeinen Schatten gibt, ist unsere Wahrnehmung nicht klar. Nur dann, wenn das Licht alles durchdringt, jeden Winkel, jede schmutzige Ecke, kann das Licht kontinuierlich werden. Feuer braucht Brennholz, es haftet an und leuchtet. Schauen wir das Hexagramm an, so ist ein Yin-Strich zwischen zwei Yang-Striche geraten. Das repräsentiert Erleuchtung mit innerer Offenheit. - 207 -


Erleuchtung – Feuer – Li

Da diese Erleuchtung Zeitraum und Raumzeit gleichermaßen erreicht, können wir unser Inneres erleuchten, aber auch unser Umfeld. Die innere Erleuchtung perfektioniert die äußere und die äußere die innere. Wenn beide Erleuchtungen zusammenkommen, nennen wir das Feuer. Dieses Feuer umarmt das Weibliche im Inneren, so wie das Hexagramm Yin in Yang repräsentiert. Nach Liu Yiming folgt dieses Hexagramm auf den Willen. Im Hexagramm Wille gibt es zu viel Yang und hat die Kreativität unter Willen zum Thema. Dadurch kann es geschehen, dass das Licht missbraucht wird. Erleuchtung ist dagegen die Energie der offenen Bewusstheit im Palast des Feuers (dem Herzen). Es ist die Seele des Menschen, die den Geist regiert. Wenn der Geist offen und bewusst ist, dann regiert die Seele unsere Angelegenheiten und die Erleuchtung wird gut gehandhabt. Auf diese Weise können wir Yang ausbalancieren. Wenn der Geist nicht beherrscht wird, wandert er. Die diskriminierende Bewusstheit regelt unsere Angelegenheiten und die Erleuchtung ist nicht richtig ausgerichtet. Dadurch kann Yang verletzt werden. Feuer dient unserer Korrektheit und Entwicklung. Dazu sollten wir lernen die Erleuchtung zu nähren. Erleuchtung gebrauchen, meint die äußere Erleuchtung. Erleuchtung zu nähren, meint die innere Erleuchtung. Die äußere Erleuchtung sollte der inneren folgen, das heißt, wenn wir Erleuchtung gebrauchen wollen, sollten wir zuerst lernen, sie zu nähren. Das geschieht, wie wir eine Kuh aufziehen. Eine Kuh aufzuziehen, heißt sie zu nähren. - 208 -


Erleuchtung – Feuer – Li

Eine Kuh ist sehr nachgiebig und daher Yin. Sie gebraucht die Stärke, die sie hat nicht. Wenn wir auf dieselbe Weise unsere Erleuchtung nutzen, sie nach innen wenden, Abweichungen ausschalten und die Wahrheit bewahren, dann erleuchten wir unser Inneres. Danach erst können wir das Morphofeld erleuchten. Auf diese Weise erleuchten wir innen und außen gleichermaßen. Die offene Bewusstheit ist klar, nichts kann sie beeinflussen oder vom Weg abbringen, sie erleuchtet auf natürliche Weise das Gute ohne Böses. Dieser Pfad folgt einem Prozess, einer Arbeit, die wir zu leisten haben. Nur wenn die Erleuchtung innen und außen erreicht hat, haben wir unser Ziel erreicht. Dazu halten wir die FingergesteFeuerFeuer.

30.1 Die erste Linie Auf dieser Linie sind wir noch unerfahren, zu eilig und wissen noch nicht, wie wir die Erleuchtung zu nähren haben.

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Erleuchtung – Feuer – Li

Nur wenn wir die Prozesse genau studieren, sehr sorgfältig sind, unterlaufen uns keine Fehler. Wir halten die FingergesteFeuerFeuer und die erste Linie.

30.2 Die zweite Linie Wenn wir wissen, dass wir noch nicht erleuchtet sind und unseren Geist öffnen können und den Weisheiten lauschen die andere uns erzählen, dann erwecken wir das gelbe Feuer. Die Farbe gelb ist mit unserem Zentrum verbunden. Wenn die Farbe des Zentrums sich öffnet und wir voller Respekt unseren Mangel offenbaren, dann werden wir stark, obwohl wir schwach sind und erkennen, obwohl wir nichts wissen. Wir verlieren unsere Flexibilität nicht und können unseren Geist weiter öffnen. Halten wir die FingergesteFeuerFeuer, um das zu unterstützen.

30.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine Yang-Linie. Hier besteht die Gefahr, dass wir zu viel Stärke besitzen und daher nicht wissen, wie die Erleuchtung zu nähren ist. Das ist, wie die Nachmittagssonne, die unweigerlich untergeht, nachdem sie ihr Maximum erreicht hat. Um das zu vermeiden halten wir die FingergesteFeuerFeuer und die dritte Linie.

30.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist wieder eine Yang-Linie, aber wir befinden uns im Zeitraum. Das Problem ist ähnlich, wie das der dritten Linie. Hier ist das Verständnis der Raumzeit groß, aber das Verständnis des Zeitraumes hinkt.

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Erleuchtung – Feuer – Li

Das hat zur Folge, dass die Erleuchtung abrupt in Wellen kommt, und kaum kontrollierbar ist. Sie ist impulsiv und ihre Aktion ist einseitig. Es kann sein, dass wir uns für erleuchtet halten, aber wir sind es nicht. Halten wir die FingergesteFeuerFeuer und die vierte Linie, damit sich die Energie stabilisiert.

30.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine schwache Linie. Die innere Erleuchtung ist schwach. Diese Schwäche ist spürbar, darum handeln wir nicht. Wir könnten weinen und klagen. Dadurch, dass wir nicht handeln, wird dennoch alles gut. Halten wir die FingergesteFeuerFeuer und die fünfte Linie.

30.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist eine starke Linie. Wir sind in der Lage uns innerlich und das Morphofeld zu erleuchten. Wir sind in der Lage die Schöpfung und die reverse Schöpfung (Umkehrschöpfung) zu erkennen. Es ist die Seele, die strahlt. Sie erweckt den wahren Geist des NICHTS. Auf diese Weise können wir das Morphofeld erobern, das aus den Glaubensüberzeugungen unseres Verstandes aufgebaut wurde. Wir dürfen dem Verstand erlauben, ab und zu aufzutauchen, den unsere Erleuchtung ist stabil. Wir sind ruhig und unerschütterlich und gleichzeitig empfindsam und effektiv. Wir sind innerlich erleuchtet und tragen die Erleuchtung nach außen ohne die geringste Spur einer falschen Wahrnehmung. Diese Form der Erleuchtung ist ultimativ gut ohne Böses. - 211 -


Erleuchtung – Feuer – Li

Der Pfad der Erleuchtung setzt voraus, dass wir die Aktivität kennen, aber auch die Empfänglichkeit in uns tragen. Wir sind flexibel innerhalb des Starren, weich innerhalb des Harten. Das ist wichtig, damit die Erleuchtung wirklich funktioniert. Das Allerwichtigste ist es, zunächst die Erleuchtung zu nähren, dann kann alles gut werden.

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Empfinden – Weben – Xian

31. Empfinden – Weben – Xian

Xian heißt gemeinsam und beschreibt das Feld, das wir gemeinsam aufbauen, das morphogenetische Feld oder kurz das Morphofeld. Wir haben das Morphofeld bereits bei Hexagramm 7 kennen gelernt. Hier lernen wir, wie es zusammenhält durch ein gemeinsames Weben. Das Ideogramm zeigt zwei Bilder, die eng zusammengehören. Das Obere ist Xian. Das Linke ist Gan. Wenn das Herz (Xin) unterhalb von Xian erscheint, wird es zu Gan. Gan bedeutet Einfluss nehmen, oder im westlichen Bereich (Garn) – weben, nähen. Wir erzeugen den Lebensfaden, den früher die Nornen für uns gesponnen haben aus unserem eigenen Herzen und weben mit allen anderen Menschen zusammen, das morphogenetische Feld. Element: Metall. Monat: Juni

Oben haben wir See (☱) unten Berg (☶). Daraus entsteht das Bild eines Bergsees. - 213 -


Empfinden – Weben – Xian

Empfinden ist eine Wahrnehmung durch das Gefühl. Der Bergsee liegt hoch und ist nach oben geöffnet, das ist die Empfindung, die wir anstreben, hoch und doch offen. Es kann keinen See auf einem Berg geben, wenn es keine offene Fläche gäbe. Menschen können nicht sensitiv sein, wenn ihre Seele nicht offen wäre. Darum leeren wir uns selbst und erhöhen uns durch andere. Es gibt Praktiken, die die Energien des Morphofeldes nutzen, aber nicht darüber hinausführen. Diese Praktiken nennen wir künstliche Praktiken, weil sie nicht zur Unsterblichkeit führen. Es ist die Methode des »Anderen«, die zur Unsterblichkeit führen. »Der Andere« ist eine andere Person, aber keine normale Person in der Welt. Es ist die einzige wahre unsterbliche Person in uns selbst. Weil wir uns mit dem Morphofeld eingelassen haben, den anderen »Anderen«, ist diese Person geflohen und hat uns allein gelassen. Wir haben sie verloren und begraben. Sie ist verloren und kommt nicht mehr wieder. In wesentlichen Momenten im Leben taucht sie allerdings wieder auf, doch meistens erkennen wir sie nicht, wenn wir in den Netzfäden des Morphofeldes zu sehr gefangen sind. Das alles liegt an unserer Unfähigkeit, uns selbst zu verfeinern. Wenn wir nicht in der Lage sind, uns selbst zu verfeinern, dann werden wir von persönlichen Wünschen und Verlangen erfüllt und ihre Ableger verkleben unsere Offenheit der Bewusstheit. Gefüllt zu sein und nicht offen, gibt es keinen Raum für den Anderen. Wir sollten daher das NICHTS üben, uns selbst verfeinern und unseren Verstand meistern. Wir sollten alle Verschmutzungen durch das Morphofeld loswerden und dafür sorgen, dass wir offen bleiben. - 214 -


Empfinden – Weben – Xian

Wenn wir offen bleiben, kommt die ursprüngliche Energie aus dem NICHTS. Auf diese Weise kann der »Andere« uns unterstützen und dafür sorgen, dass wir erfüllt werden. Die Reaktionen auf die Arbeit des »Anderen« können sehr unterschiedlich sein. Wenn wir offen werden, wird er uns erfüllen. Das kann verschiedene körperlich, geistig, seelische Reaktionen mit sich bringen. Das Kleine geht und das Große kommt. Das goldene Elixier der Unsterblichkeit kristallisiert plötzlich aus. Das ist wie die Spitze eines Berges, die oben offen ist und die Feuchtigkeit des Sees empfängt. Es geschieht spontan ohne Absicht. Empfinden ist Fühlen bei gleichzeitiger Einflussnahme. Der obere See ist Freude. Der Berg ist die Stille. Wir haben also stille Freude. Die Raumzeit ist stabil, der Zeitraum offen. Stille ist die Substanz der Offenheit und Offenheit, die Funktion der Stille. Dieses Hexagramm zeigt uns, wie Yin und Yang miteinander korrespondieren. Diese Korrespondenz nennen wir Empfindsamkeit. In diesem Hexagramm harmonisieren Yin und Yang einander. Betrachten wir die einzelnen Trigramme, so stellen sie Spiegel füreinander dar (☱☶). Was bei dem einen Yin ist, ist bei dem anderen Yang und umgekehrt. Das Harmonisieren von Yin und Yang braucht Spontaneität und kein Drängen. Spontaneität ist eine unbewusste Empfindsamkeit, während Drängen bewusste Empfindsamkeit ist. Sind wir unbewusst empfindsam, harmonisieren Yin und Yang einander. - 215 -


Empfinden – Weben – Xian

Sind wir bewusst empfindsam, trennen sich Yin und Yang und Harmonisierung hat ihre Grenzen. Empfindsamkeit ist ein Pfad der Entwicklung. Auf diesem Pfad gibt es Falsch-Richtig-Nicht-Bewusstheit und Falsch-Richtig-Bewusstheit. Empfindsamkeit ist die subtile Kommunikation zwischen Yin und Yang. Sie sind wie Mädchen und Jungen, die miteinander spielen. Kommen sie in die Pubertät erwacht plötzlich ein neues Gefühl füreinander und tritt in ihr Bewusstsein. Die Unschuld von Mädchen und Jungen ist die Falsch-RichtigNicht-Bewusstheit. Die sexuellen Gefühle, die in der Pubertät wach werden, die Falsch-Richtig-Bewusstheit. Nicht-Bewusstheit heißt, dass der Verstand nicht beteiligt ist. Der Geist des NICHTS ist aktiv. Der Geist des NICHTS begeistert und entgeistert nicht. Begeistern und Entgeistern kommen aus dem Verstand. Der Verstand gehört zum Morphofeld und ist nicht die Wirklichkeit. Der Geist des NICHTS ist real. Der menschliche Verstand ist künstlich. Wenn der menschliche Verstand aktiv ist, ist das Empfinden nicht korrekt. Yin und Yang trennen sich. Wenn der Geist des NICHTS aktiv ist, ist das Empfinden korrekt. Yin und Yang vereinigen sich. Es spielt keine Rolle, ob Yin empfindet und Yang reagiert oder ob Yang empfindet und Yin reagiert. Beide werden durch den Geist des NICHTS regiert. Wenn die Empfindsamkeit im Geist das NICHTS fußt, was kann da falsch sein? Wenn wir keusch sind und mit unserem Herzen empfinden, dann lauschen wir dem Geist des NICHTS. - 216 -


Empfinden – Weben – Xian

Wenn wir Verlangen spüren und mit dem Kopf denken, dann verfallen wir dem Morphofeld. Folgen wir dem Hexagramm dann sollte zuerst die Stille da sein, dann die Freude. Nicht umgekehrt, denn Freude kommt aus der Stille und nicht aus der lauten Welt. Wenn wir die Keuschheit einer Jungfrau entwickeln und auf unser Herz hören, dann lauschen wir dem Spiel von Yin und Yang, und was immer wir wahrnehmen, ist richtig. Wir sind empfindsam und gleichzeitig effektiv. Wir sind still und unerschütterlich. Wir ruhen in der Freude des richtigen Ortes. Von dort aus können wir die Schöpfung und die Umkehr-Schöpfung wahrnehmen. Das ist das Gute am Empfinden.

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Empfinden – Weben – Xian

Damit uns das gelingt, halten wir folgende Fingergeste:

31.1 Die erste Linie Wir stehen am Anfang des Empfindens. Das Empfinden hat gerade unseren dicken Zeh erreicht. Wir sind in der Lage zu stehen, aber nicht zu gehen. Bleiben wir stehen und halten die FingergesteBergSee und die erste Linie.

31.2 Die zweite Linie Mit der zweiten Linie hat das Empfinden unsere Wade erreicht. Wir haben noch nicht den Geist des NICHTS in uns, sondern werden vom Verstand gesteuert, und der reagiert auf das Morphofeld. Die Wade sollte still wie der Berg sein. Bewegt sie sich gibt es leicht einen Krampf. Wenn wir still halten, ist alles gut. Wenn wir uns bewegen, gibt es Krämpfe. - 218 -


Empfinden – Weben – Xian

In beiden Fällen können wir von der FingergesteBergSee und der zweiten Linie profitieren.

31.3 Die dritte Linie Die Empfindsamkeit hat die Oberschenkel erreicht. Wir sollten fest mit den Oberschenkeln stehen, versunken im Geist des NICHTS. Wenn unsere Oberschenkel nicht gut reagieren, dann können wir nicht stoppen, wo es notwendig wäre. Wir sollten am Geist des NICHTS festhalten und nicht in den menschlichen Verstand mit seinem Morphofeld abdriften. Halten wir die FingergesteBergSee und die dritte Linie.

31.4 Die vierte Linie Wir befinden uns im Zeitraum auf einer starken Linie. Eine starke Linie kann bedeuten, wir leben den Geist des NICHTS. Dazu bedarf es, dass wir aufrichtig sind, dann haben wir Glück. Diese erste Linie des Zeitraums steht mit der ersten Linie der Raumzeit in Verbindung, dadurch haben wir auch eine Verbindung zur Nachgiebigkeit und Flexibilität. Schwappt diese Nachgiebigkeit aus der Raumzeit über, kann es geschehen, dass unser Geist ins Wanken gerät und wir aus dem Geist des NICHTS in der Verstand wechseln. Das kann unter Umständen hin und her gehen. Wir befinden uns im unteren Rücken, der durch dieses Hin und Her schwach werden kann. Er sollte stabilisiert werden. Zur Stabilisierung halten wir die FingergesteBergSee und die vierte Linie.

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Empfinden – Weben – Xian

31.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist selber stark und kontrolliert die vierte (stark) und die sechste (schwach). Auf diese Weise können Yin und Yang ausbalanciert werden. Der Geist des NICHTS ist ständig präsent. Der Verstand zeigt sich nicht. Wir befinden uns im oberen Rücken, hinter dem Herzen. Dieser Teil des Rückens befindet sich in der Nähe des Herzens, ist aber nicht das Herz. Dies ist die Haaresbreite, die den menschlichen Verstand vom Geist des NICHTS trennt. Der Geist des NICHTS ist unsere Seele. Sie ist der wahre Geist, der durch die Empfangszentrale unseres Herzens wirkt. Die Seele hat keinen Ort. Sie ist reine, offene Bewusstheit, ohne Blockierungen. Aus dem Grunde kann sie auch NICHT-GEIST genannt werden. Der NICHT-GEIST ist immateriell aber kein Loch. Er besitzt keinen Ort und ist doch hier. Wenn wir den Geist mit diesem NICHT-GEIST wahrnehmen, verwandelt sich der Geist in NICHT-GEIST. Der NICHT-GEIST ist NICHT-BEDAUERN. NICHT-BEDAUERN ist ohne Karma. Ohne Karma sind wir im Himmel, im höchsten Guten ohne Böses.

31.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist die Kulmination des Hexagrammes Empfinden und gleichzeitig die Kulmination der Freude. Wenn wir Worte des Morphofeldes sprechen, dann werden Kiefer und Sprache zu einem Ausdruck des Morphofeldes. Wir spüren das in Kiefer und Zunge. Die bewegen sich, wenn der Mund lacht oder spricht. - 220 -


Empfinden – Weben – Xian

Wenn der Mund sich bewegt, bewegt sich der Verstand. Wenn wir die Worte und die Freude auf diese Weise benutzen, verlieren wir den NICHT-GEIST und kehren zum menschlichen Verstand des Morphofeldes zurück. Damit das nicht geschieht, halten wir die FingergesteBergSee und die sechste Linie. Der Pfad der Empfindsamkeit zeigt das Wechselspiel zwischen menschlichen Verstand und NICHT-GEIST. Wir können den NICHT-GEIST haben und trotzdem Wahrnehmungen aus dem Morphofeld spüren. Nur wenn wir im höchsten Guten ohne Böses ruhen, ist der NICHT-GEIST ständig bei uns und der menschliche Verstand verschwindet für immer. Das ursprüngliche Yin kommuniziert mit dem ursprünglichen Yang uns schließt langsam die Lücke, wie Magnete die Eisen anziehen. Wenn das geschieht, sprudelt plötzlich die goldene Quelle der Unsterblichkeit aus dem NICHTS.

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Durchhalten – Herzführung - Heng

32. Durchhalten – Herzführung - Heng

In dem Ideogramm gibt es zwei horizontale Linien, oben und unten. Die Linien repräsentieren die beiden Ufer eines Flusses. Zwischen den beiden Ufern gibt es links ein Herz und rechts ein Boot. Drei Leute fahren über den Fluss. Damit die drei Leute über den Fluss setzen können, müssen sie zusammenarbeiten. Damit das geschieht, ist das Herz da. Durch das Herz kommt auch die Zeitdimension der Ewigkeit ins Spiel. Diese Ewigkeit verbindet Himmel und Erde und sollte auch Mann und Frau in der Ehe verbinden. Element: Holz. Monat: August.

Durchhalten ist Beharrlichkeit. Oben ist der Donner (☳) unten der Wind (☴). Wenn der Donner in Bewegung gerät, folgt der Wind. Donner und Wind ergreifen einander. Wenn der Wind weht, reicht der Klang des Donners weiter. Wenn Donner da ist, weht der Wind heftiger. Die Natur des Donners ist stark, die Natur des Windes sanft. - 222 -


Durchhalten – Herzführung - Heng

Stärke und Sanftheit ergänzen einander und rühren das Morphofeld und seine vieltausenderlei Gestaltungen auf. In uns Menschen gibt es auch Stärke und Sanftheit, die beide notwendig sind, um unseren Weg zu gehen. Sie stehen uns bei, ohne je ihre Position zu wechseln. Stehen heißt, entscheidungsfreudig zu sein, eine Stabilität in der Konzentration zu besitzen. Position ist der Pfad, den wir gehen wollen. Das Durchhaltevermögen zu besitzen, den eigenen Pfad zu gehen, ist nicht selbstverständlich. Betrachten wir Natur und Leben von Seele und Körper, so sind das sehr wichtige Dinge. Die Unveränderlichkeit des NICHTS finden wir dann in einem unveränderlichen Willen. Wenn wir Stärke und Sanftheit nachahmen wollen, können wir das Gute vom Schlechten trennen, und daran festhalten. Auf diese Weise können wir vorangehen und immer stärker werden und wir werden umso stärker, je länger wir durchhalten. Reichtum und Rang bringen uns nicht von unserem Weg ab, auch Armut und Schande nicht. Autorität und Waffen können uns nicht unterdrücken. Alles, was existiert aber keine Absolutheit besitzt, wird auf seinen Platz gestellt und wir können auf diese Weise lernen uns selbst zu vervollkommnen. In uns vereinigen sich dann Himmel und Erde zu einer unauflöslichen, unaufhörlichen Partnerschaft. Dieses Hexagramm repräsentiert ursprüngliche Anwendung in realer Praxis. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Erleuchtung. Erleuchtung ist die innere und äußere Erleuchtung. Sie zielt auf das maximale Erreichen der persönlichen Realisation, sodass die Erleuchtung allgegenwärtig ist. Dieses Ziel ist nicht erreichbar, wenn wir nicht über eine Seele und einen Geist verfügen, der in der Lage ist durchzuhalten. - 223 -


Durchhalten – Herzführung - Heng

Eine durchhaltende Seele hält ihr Ziel im Herzen und erreicht es auch, komme, was wolle. Faulheit und Verwirrung bringen sie nicht vom Weg ab. Währen wir diesen Weg gehen, können wir Essenz und Leben studieren, und so ist dieser Pfad ein Pfad der Entwicklung, der uns zur Makellosigkeit führt. Wichtig ist nur, dass unser Ziel die Wirklichkeit ist und nicht das Morphofeld. Wenn unser Ziel das Morphofeld ist, werden wir die Unsterblichkeit nicht erreichen können, sondern unseren Tod beschleunigen. Wenn die Zeit dann abgelaufen ist, gibt es kein Entkommen mehr. Wenn wir aber beharrlich auf unserem Weg ins NICHTS sind, ist alles gut. Wir müssen nur der Wahrheit folgen und dem Ewigen und nicht dem Unwahren, Vergänglichen des Morphofeldes. Was wahr ist, ist das NICHTS von Seele und Körper, von Essenz und Leben. Dieser Pfad ergreift Yin und Yang, übernimmt die Schöpfung, stößt Leben und Tod ab und flieht der Routine. Es muss große Arbeit in Hinblick auf Konstanz und Beharrlichkeit geleistet werden. Dieser Pfad kann nicht innerhalb eines Tages und einer Nacht bewältigt werden. Er braucht flexible, sanfte, allmähliche Anpassung, ein Aufsteigen von unten nach oben, von flach zu tief, Schritt für Schritt, immer in der Spur der Wirklichkeit, sonst kann er nicht gegangen werden. Es ist der Pfad einer großen Aufgabe, die lange braucht, um erfüllt zu werden, die ein langes unaufhaltsames Bemühen braucht, um schlussendlich Erfolg zu haben. Voraussetzung für diesen Pfad ist, dass wir die Richtung und das Ziel kennen und wahr von falsch unterscheiden können. Die Arbeit, die Essenz und die universelle Ordnung des Lebens zu verstehen ist eine Frage des Durchdringens eindringlicher Wahrheiten. - 224 -


Durchhalten – Herzführung - Heng

Die Fingergeste für dieses Hexagramm ist:

32.1 Die erste Linie Zu Beginn des Durchhaltens haben wir oft noch keinen klaren Blick für die Unterscheidung von Wirklichkeit und Morphofeld. Daher sollten wir versuchen uns ganz sicher zu sein, dass wir den richtigen Pfad eingeschlagen haben. Halten wir die FingergesteWindDonner und die erste Linie, damit das klarer wird.

32.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist eine starke Linie. Die Stärke ist in der Balance und wir verstehen den Feuerungsprozess auf einer tiefen Ebene. Wir sind in der Lage uns anzupassen, unser Timing ist korrekt, wir sind auf dem Pfad. Alles ist gut. Um das zu stabilisieren halten wir die FingergesteWindDonner und die zweite Linie.

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Durchhalten – Herzführung - Heng

32.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist auch eine starke Linie, wie die zweite. Wenn wir korrekt handeln, ist diese Stärke gut, wenn unsere Stärke zur Eile wird, nicht mehr. Im Hexagramm Durchhalten sollte Eile keine Rolle spielen. Wenn wir unsere Herzführung korrekt ausrichten, spielt Zeit keine Rolle mehr, spielt sie das doch, kommen wir vom Weg ab. Wenn wir eilig werden, durchbricht das die Konstanz unseres Weges, die wir unbedingt brauchen. Wir sollten daher die FingergesteWindDonner halten und die dritte Linie.

32.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist die erste Linie im Zeitraum und die letzte starke. Wenn die starke Linie in den Zeitraum gelangt ist, ist es Zeit zu handeln, daher sollten wir nicht in einer Schwäche verweilen und das Feld ungepflügt lassen. Diese vierte Linie lässt keine Zeit zur Beobachtung, sondern nur Zeit zur Handlung. Damit wir handeln können, halten wir die FingergesteWindDonner und die vierte Linie.

32.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine weiche Linie. Wenn wir ausbalanciert sind, können wir weich sein und gleichzeitig beharrlich. Ohne Gedanken oder Anstrengung, wahrhaftig und korrekt ausgerichtet, können wir beharrlich in dieser einen Richtung sein. Auf ein Ziel ausgerichtet zu sein, ist gut geeignet Stille zu entwickeln, weit weg vom Lärm des Morphofeldes aber nicht um die

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Durchhalten – Herzführung - Heng

Essenz des Lebens zu begreifen und den Sinn des Lebens zu erreichen. Für Frauen ist sie eher geeignet, als für Männer. Halten wir die FingergesteWindDonner und hoffen auf das Beste.

32.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist wieder eine weiche Linie, wie die fünfte. Wenn wir glauben, etwas zu haben, was wir nicht haben, dass wir erfüllt, aber eigentlich leer sind. Wenn wir uns über andere erheben und uns größer fühlen, als wir sind, wenn wir zu sehr mit uns selbst beschäftigt sind, ist das nicht gut. Donner ist Erregung, auf der sechsten Linie haben wir den Höhepunkt der Erregung erreicht. Wenn wir den Höhepunkt erreicht haben, wird die Erregung umkippen. Daher sollten wir es nicht zu dieser Erregung kommen lassen, denn sie schadet unserer Beharrlichkeit und unserem Durchhaltevermögen. Wir sollten die FingergesteWindDonner halten und die sechste Linie, damit die Erregung unter Kontrolle gebracht werden kann. Wenn wir uns in Richtung NICHTS bewegen und die Tugend des NICHTS lernen wollen, ist es wichtig, konstant und beharrlich zu sein, anderweitig können wir unser Ziel nicht erreichen. Wir können auf diesem Weg die Essenz verstehen und den Sinn des Lebens erreichen und wir können die große Arbeit leisten, die die Alchemie verspricht, indem wir Unendlichkeit und Unsterblichkeit erreichen. Dazu ist es wichtig, die medizinischen Substanzen zu kennen, den Feuerungsprozess zu lenken und zu wissen, wann wir voranschreiten sollten und wann wir uns zurückziehen müssen. Auch die Geschwindigkeit, in der das geschieht, spielt eine entscheidende Rolle. - 227 -


Durchhalten – Herzführung - Heng

Wenn wir das alles Beherrschen ist das Ziel in erreichbarer Nähe.

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Unnahbar - Opfern - Dun

33. Unnahbar - Opfern - Dun

Dun heißt Verstecken oder Rückzug. Das Ideogramm zeigt auf der linken Seite drei Fußspuren, darunter den Befehl Stop! Auf der rechten Seite haben wir drei Symbole, ein Schwein, ein Stück Fleisch und eine Hand. Das sind alles Symbole einer Opferzeremonie, wie sie früher abgehalten wurde. Wir könnten sagen, dass wir inmitten unseres Lebensweges innehalten, um ein Opfer darzubringen. Element: Metall Monat: Juli

Wir haben oben Himmel (☰) und unten Berg (☶). Das ergibt vier starke Linien, die auf zwei schwachen Linien ruhen. Das ergibt ein Bild, des nicht Greifen-Könnens. Es gibt Berge unter dem Himmel, aber die Berge können den Himmel nicht greifen und begreifen. Das hat zur Folge, dass unser wahres Wesen unbekannt oder unzugänglich ist.

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Unnahbar - Opfern - Dun

Wenn wir durch das Morphofeld verletzt werden, dann liegt es daran, dass wir das Morphofeld zu nah an uns herangelassen haben. Wir sollten daher streng sein, ohne böse Absichten zu hegen. Um Menschen von uns fernzuhalten, müssen wir sie nicht meiden, sondern dafür sorgen, dass sie den Wunsch hegen, uns fernzubleiben. Keinen bösen Willen haben, heißt, tolerant und großzügig zu sein. Streng zu sein, heißt sich selbst zu kontrollieren. Innezuhalten. Wenn wir das NICHTS erreichen, haben wir eine Seele, die so weit ist, wie der Himmel. Wir umarmen die gesamte Schöpfung und sind doch distanziert und unnahbar. Wir tolerieren alles und leben inmitten der Welt, ohne sie zu zerstören. Wir leben inmitten des Morphofeldes und können das Morphofeld transzendieren. Wir werden von Menschen gemocht, obwohl wir viel disziplinierter sind, als die meisten Menschen. Weil wir pflichtbewusst sind, werden wir von denen gemieden, die weniger pflichtbewusst sind, als wir. Wir leben wie Berge unter dem Himmel. Egal wie hoch die Berge werden, sie können den Himmel nicht erreichen. Nur wenn wir es erreichen können, Berge in uns aufzunehmen, können wir den Himmel erreichen. Wir können erreichbar sein, ohne uns zu verstecken, weil wir nahezu unverletzbar geworden sind. Der Himmel ist Stärke, der Berg ist Stille. Stärke über Stille ist dieses Hexagramm. Stärke basiert auf der Stille. Wenn wir Stärke zurückhaltend nutzen, besitzen wir diese Stärke, nutzen sie aber nicht täglich für das Leben im Morphofeld. - 230 -


Unnahbar - Opfern - Dun

Dieses Hexagramm lehrt uns, wie wir Energie sammeln und unsere Energie zähmen. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Empfinden. Empfinden lehrt uns Freude durch Stille zu produzieren. Es harmonisiert Yin und Yang. Das Wichtigste ist, zunächst die Energie zu zähmen. Energie zu zähmen heißt, Stärke zu stillen und sie nicht als gegeben hinzunehmen. Die Qualität unserer Stärke ist verbunden mit der ursprünglichen wahren Energie. Wenn ein Yin kommt, und sich damit vermählt, wächst die YinEnergie kontinuierlich und die Yang-Energie schwindet. Wenn wir diesen Prozess erleben, erkennen wir, dass das Wachsen der Yin-Energie als natürlicher Prozess kaum bekämpft werden kann. Daher macht es keinen Sinn Yin abzuwehren wir müssen erst einmal unser Yang bewahren. Yang bewahren heißt, den vitalen Geist zu sammeln und an seinem Ort zu stabilisieren und gleichzeitig die ursprüngliche Energie zu bezwingen. Wenn wir diese Energie bezwingen können, ist die Yang-Energie nicht verletzt und die Yin-Energie sublimiert spontan. Unnahbarkeit als Pfad bedeutet nicht, Yin zu vermeiden, noch heißt es zu sitzen, um zu sehen, wie die Dinge ausgehen werden, es heißt Yin zu nutzen, um Yang zu komplettieren. Wenn wir Yin nutzen wollen, um Yang zu komplettieren, muss der Rückzug prompt geschehen. Wenn er prompt ist, ist die Yang-Energie stark und die Yin-Energie schwach. Auf diese Weise ist das Zurückhalten einfach. Wenn wir zu langsam sind, ist die Yang-Energie schwach und die Yin-Energie stark, dann ist das Zurückhalten schwierig. Wir müssen daher lernen das richtige Timing zu entwickeln. In diesem Hexagramm gibt es zwei Yin-Linien und vier YangLinien. Die Yin-Energie ergibt sich der Yang-Energie. - 231 -


Unnahbar - Opfern - Dun

Der Akt der Unnahbarkeit, das Zurückziehen geschieht in diesem Fall vorsorglich, damit der Pfad der Unnahbarkeit aufgebaut werden kann, solange Yin noch gut ist und korrekt. Dieser Punkt ist dann erreicht, wenn das Yin Yang noch nicht verletzt hat. Wenn die dritte Yin-Linie aufsteigt, ist dieser Zeitpunkt vorbei. Dann ist Yin nicht mehr gut und auch nicht mehr korrekt. Yin gerät außer Kontrolle und kann durch den Weg der Unnahbarkeit nicht mehr beherrscht werden. Darum muss der Akt der Unnahbarkeit erfolgen, wenn sich das zweite Yin gerade so zeigt. Dann werden weder Yin noch Yang verletzt und Yin folgt dem Rückzug des Yang. Auf diese Weise ist der Vorteil und die Korrektheit des Kleinen auch gleichzeitig Vorteil und Korrektheit des Großen. Um diesen komplexen Prozess zu begünstigen sollten wir folgende Fingergeste halten:

33.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine schwache Linie. Es ist, als würden wir uns nicht trauen und wir ziehen den Schwanz ein. Dadurch kann uns das Morphofeld nichts anhaben. - 232 -


Unnahbar - Opfern - Dun

Das ist gut. Wenn wir aber in dieser Haltung verweilen, schädigen wir uns selbst aus dem eigenen Inneren heraus und das gilt es zu vermeiden. Wir halten die FingergesteBergHimmel und die erste Linie.

33.2 Die zweite Linie Wir befinden uns in der Mitte der Raumzeit. Der Ort der Balance. Wir stehen auf einer weichen Linie. Äußere Einflüsse können uns nichts anhaben. Das Innere schädigt uns auch nicht, weil es in Balance ist. Wir können hier getrost die FingergesteBergHimmel und die zweite Linie halten.

33.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist zwar eine starke Linie, doch verliert sie Energie durch die beiden Yin-Linien darunter. Das hat zur Folge, dass wir uns nicht prompt zurückziehen. Die wahre Energie in uns, ist wie ein Meister. Die erworbene Energie in uns, ist wie ein Diener. Wenn der Diener sich mit dem Morphofeld einlässt, kann es geschehen, dass er dem Meister nicht mehr dienen kann und der Meister dadurch vernachlässigt wird. Damit das nicht geschieht, halten wir die FingergesteBergHimmel und die dritte Linie.

33.4 Die vierte Linie Wir befinden uns auf der ersten Linie des Zeitraumes, eine starke Linie. Wir sind hier in der Lage, diese starke Energie zu sammeln, weil Yin gerade erst im Aufsteigen begriffen ist.

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Unnahbar - Opfern - Dun

Wir sollten ohne Beziehung zum Morphofeld bleiben und das Leben wie einen Juwel hüten. Wir sollten darauf achten, dass keine Yin-Energie eindringen kann. Für manche Menschen ist das schwierig, darum sollten wir die FingergesteBergHimmel und die vierte Linie halten.

33.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine ausbalancierte Linie. Sie ist stark. Sie ist positiv, das Negative wird auf Distanz gehalten. Wenn wir das Gute erkennen und halten können, ist das Ziel dieser Linie erreicht. Wir halten die FingergesteBergHimmel und die fünfte Linie.

33.6 Die sechste Linie An der Spitze der Unnahbarkeit mischen sich Stärke und Flexibilität. Die Myriaden Dinge des Morphofeldes lassen uns kalt, die Schöpfung kann uns nicht binden. Wir sind unabhängig und frei. Das nennt sich reiche Unnahbarkeit. In diesem Zustand gibt es innerlich keine Verletzung und äußerlich keinen Verlust. Ohne Energien bezwingen zu müssen wird die Energie bezwungen. Bei den sechs Linien der Unnahbarkeit gibt es nur auf der sechsten Linie keinen Schaden oder Verlust. Aus diesem Grunde brauchen wir hier auch keine Energie mehr aufzuwenden. In den anderen Linien sind Yin und Yang gemischt und unser Körper ist bereits geschädigt. Darum ist es hier wichtig zunächst die Energie zu bezwingen, und danach darauf zu achten, dass das Morphofeld nicht eindringen kann. - 234 -


Unnahbar - Opfern - Dun

Wir können den Pfad des NICHT-TUNS gehen, wenn das wahre Yang noch nicht geschädigt wurde. Wenn der Körper des wahren Yang nur ein bisschen beschädigt wurde, müssen wir lernen die Energie zu bezwingen und das Morphofeld draußen zu halten. Die Körper sind nicht dieselben und funktionieren auf unterschiedliche Weise, der Unsterblichkeitskörper arbeitet anders als der physische Körper. Das ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Jeder muss für sich einen Weg daraus finden.

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Große Stärke – Große Macht - Da Zhuang

34. Große Stärke – Große Macht - Da Zhuang

Da ist groß. Zhuang ist Stärke. Das Ideogramm besteht aus zwei Teilen. Das Erste ist eine aufrecht stehende Person, die die Größe darstellen soll. Darunter haben wir links eine Waffe, die in früheren Zeiten aus Bambus oder Holz hergestellt wurde. Rechts haben wir das Zeichen für Shi, das Zeichen für einen kraftstrotzenden Menschen. Element: Holz Monat: März

Dieses Hexagramm besteht oben aus Donner (☳) unten aus Himmel (☰). Große Stärke ist die Ausdehnung einer Befähigung. Donner ist stark und intensiv. Seine Energie ist sehr kraftvoll. Wenn der Donner in den Himmel klettert, erschüttert er alle mit seinen Vibrationen. Seine ohnehin kraftvolle Energie dehnt sich noch weiter aus. Im Donner wird die Fähigkeit gesehen, Leben zu erwecken. Das soll auch auf Menschen zutreffen, die ihren Charakter entwickelt haben und ihre Aktivitäten ausführen, wenn sie sinnvoll sind. - 236 -


Große Stärke – Große Macht - Da Zhuang

Menschen, die das erkannt haben, führen nie etwas aus, was nicht sinnvoll wäre. Anstand ist eine Mäßigung von Aktivität und Ruhe, eine Ordnung von Engagement und dem Gegenteil davon. Im Morphofeld ist es aber gang und gäbe den Impulsen nachzugeben. Wenn wir das tun, werden wir bei aller Stärke, die wir besitzen nicht das Wahre erreichen können, sondern nur im Künstlichen steckenbleiben. Wenn wir es vermeiden können, Dinge anzuschauen, die nicht angeschaut werden sollen, Dinge zu hören, die wir nicht hören sollten, es vermeiden Dinge zu sagen, die nicht gesagt werden sollten und vermeiden Dinge zu tun, die nicht getan werden sollten, wenn wir uns auf diese Weise vom Unangemessenen fernhalten, können wir nur angemessen handeln. Angemessenheit ist Vernunft. Vernunft ist himmlisch. Wenn irgendjemand himmlische Vernunft praktiziert, taucht menschliches Verlangen nicht auf. Dann ist jeder Schritt im Einklang mit dem sublimen NICHTS. Wir sind dann Begleiter des Himmels, mit der gleichen Gabe, die auch der Donner besitzt. Wir können Leben erwecken. Während wir inmitten aller Element sind, werden wir doch von den Elementen nicht beschränkt. Wir können inmitten der vieltausenderlei Erscheinungen des Morphofeldes leben, ohne durch sie Schaden zu nehmen. Das ist große Stärke. Große Stärke ist Yang-Energie, stark und lebhaft. Dieses Hexagramm erzählt vom Vorantreiben der Lebensenergie des Yang. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Durchhalten. Durchhalten erfordert eine starke Praxis in unserem Körper. Die Seele sollte fest und stabil sein, der Wille weitreichend. Wir sollten für keinen einzigen Moment zurückblicken. Wir reichen auf diese Weise tief in die Selbstrealisation hinein. - 237 -


Große Stärke – Große Macht - Da Zhuang

Das können nur Menschen mit großer Stärke. Menschen mit großer Stärke, haben eine außergewöhnliche Richtung im Leben. Sie beobachten alle Dinge mit Distanz, können sie vorbeiziehen lassen oder ergreifen. Einen starken Willen besitzend, können sie kraftvolle Dinge tun. Sie können tun, was andere nicht können. Sie können das Morphofeld transzendieren und so zu Weisen werden. Sie tun im allgemeinen Dinge, die sehr selten sind auf dieser Erde. Wie die plötzliche Bewegung eines Blitzes, der in den Himmel aufsteigt, können sie das Morphofeld erschüttern und der Welt ein Staunen schenken. Der Weg der großen Kraft, braucht große Kraft. Wenn diese Kraft nicht da ist, kann einiges schief gehen. Wenn der Pfad der großen Kraft korrekt ist und die Kraft ausreichend, dann ist er klar orientiert und nach der Vernunft ausgerichtet. Geordnete Kraft bedeutet, innere Autonomie und Selbstkontrolle zu besitzen. Der Wille ist aufrecht und richtig ausgerichtet. Nach außen hin, handeln wir nicht künstlich und so gelten wir als aufrichtig und vertrauenswürdig. Wenn der Wille korrekt ausgerichtet ist, ist er fest und stark und unbezähmbar. Unbewegt durch die Myriaden Dinge des Morphofeldes sind wir innerlich lebhaft und kraftvoll. Wenn wir handeln, handeln wir effektiv und entschieden. Wir sind in der Lage schwere Aufgaben zu bewältigen und wirken auch nach außen lebhaft und kraftvoll. Der Wille macht die Handlung fest, das Handeln vollendet den Willen.

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Große Stärke – Große Macht - Da Zhuang

Wenn wir das Innere und Äußere gleichermaßen kultivieren, dann können Menschen ohne Kraft kraftvoll werden und Menschen mit Kraft werden groß. Es gibt keine Grenzen für die richtig angewandte Kraft. Halten wir die FingergesteHimmelDonner.

34.1 Die erste Linie Bevor wir die große Stärke anstreben, sollten wir uns leeren und nach Leuten suchen, von denen wir lernen können. Wir sollten die Prinzipien, nach denen die Essenz und das Leben aufgebaut sind, verstanden haben, bevor wir handeln. Würden wir nur auf unsere Stärke bauen, hätten wir zwar Kraft in den Füßen, die würden uns aber nirgendwohin tragen. Also halten wir die FingergesteHimmelDonner und die erste Linie.

34.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist in der Regel eine ausbalancierte Linie. In diesem Fall haben wir eine Balance zwischen dem eigenen Inneren und dem Morphofeld. - 239 -


Große Stärke – Große Macht - Da Zhuang

Dem eigenen Inneren begegnen wir mit Festigkeit, dem Morphofeld mit Flexibilität. Wenn wir auf diese Weise die Balance halten können, ist das gut. Halten wir die FingergesteHimmelDonner und die zweite Linie.

34.3 Die dritte Linie Wären wir normale Menschen, würden wir unsere Kraft nach außen tragen, aber als Schüler des NICHTS haben wir etwas anderes vor. Wir haben erkannt, dass der Gebrauch von Stärke im Morphofeld nutzlos ist. Sie würde nur verletzen und das wollen wir nicht. Wir halten die FingergesteHimmelDonner und die dritte Linie.

34.4 Die vierte Linie Wir befinden uns im Zeitraum auf einer festen Linie. Wir sind stark, aber auch fähig flexibel zu handeln. Yin und Yang verbinden sich und das goldene Elixier kristallisiert. Das ist der Zeitpunkt, wo wir es wagen können, andere Menschen zu verbessern, da wir uns selbst bereits verbessert und verfeinert haben. Korrigieren ist gut, heißt, dass wir uns selbst korrigiert haben, Bedauern verschwindet, heißt, dass wir andere korrigiert haben. Wenn wir mit Menschen zusammen sind, die einen offenen Geist und eine offene Seele haben, was durch Yin auf der fünften Linie repräsentiert wird, sind wir in der Lage das Bewusstsein anderer Menschen zu erweitern. Es ist, als würden Schranken gehoben und Zäune geöffnet. Wir halten die FingergesteHimmelDonner und die vierte Linie.

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Große Stärke – Große Macht - Da Zhuang

34.5 Die fünfte Linie Wir befinden uns inmitten des Zeitraumes und erleben die erste schwache Linie. Wir können nicht stark sein, selbst wenn die Situation es verlangen würde. Was wir aber tun können, ist unsere Seele zu öffnen und die Stärke von anderen zu borgen, um unsere eigenen Widerstände zu überwinden. Wenn wir unsere Seelen nicht öffnen können, dann sollten wir zumindest unsere Bäuche füllen. Auf diese Weise werden die Schwachen stark. Halten wir die FingergesteHimmelDonner und die fünfte Linie.

34.6 Die sechste Linie Wir befinden uns auf der zweiten schwachen Linie. Im Hexagramm der großen Stärke kann es geschehen, dass wir unsere eigene Schwäche nicht wahrnehmen und so handeln, als wäre sie nicht da. Das ist wie ein Widder, der mit voller Wucht in einen Zaun gerannt ist, und seinen Kopf aus eigener Kraft nicht mehr freibekommt. Wir brauchen Hilfe und die FingergesteHimmelDonner gepaart mit der sechsten Linie. Die Linien der großen Stärke zeigen uns den Pfad zur Stärke, den wir zu gehen haben. Jede einzelne Linie hat da ihre eigene Aufgabe. Die Kraft sich selbst zu korrigieren hat nur die zweite Linie. Die Kraft andere zu korrigieren hat nur die vierte Linie. Wenn wir das NICHTS zu studieren beginnen, sollten wir zunächst uns selber verfeinern so gut wir das können. Erst, wenn uns das gelungen ist, haben wir einen Einfluss auf das Morphofeld. - 241 -


Große Stärke – Große Macht - Da Zhuang

Sich selbst zu korrigieren ist eine Praxis des NICHTS. Um andere korrigieren zu können, müssen wir erst Tugenden aufgebaut haben. Nur wenn Beides zusammenkommt, das Üben des NICHTS und die Tugenden, die wir dadurch erlangen, können wir von der großen Stärke sprechen, die uns dann große Macht verleiht.

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Gedeihen – Vorwärtskommen – Jin

35. Gedeihen – Vorwärtskommen – Jin

Jing heißt voranschreiten, vorwärtskommen oder Fortschritte machen. Das Ideogramm zeigt einen Sonnenaufgang. Unten sehen wir die Sonne. Darüber sehen wir zwei Linien für den Horizont. Auf dem Horizont sprießen zwei Pflanzen durch die feurige Energie der Sonne. Element: Feuer. Monat: März.

Vorwärtskommen ist Fortschritt. Oben ist Feuer ( ). Feuer steht in Zusammenhang mit der Sonne. Unten ist Erde ( ). Die Sonne geht über der Erde auf. Die Sonne repräsentiert das Licht, die Erde die Dunkelheit. Wenn die Sonne über der Erde aufgeht, dann entsteht Licht aus Dunkelheit. Das ist das Bild des Gedeihens. So wie die Sonne auf- und untergehen kann und dabei ihr Licht erstrahlen lässt oder verbirgt, so können auch wir unser Licht erstrahlen lassen oder verbergen. - 243 -


Gedeihen – Vorwärtskommen – Jin

So können wir auch die Entscheidung fällen, uns selbst zu erleuchten. Zu erleuchten heißt zu manifestieren. Die Qualität der Erleuchtung ist die spirituelle Natur unseres eingeborenen Wissens und unser eingeborenes Aufnahmevermögens, das fundamental für die Menschheit ist. Unsere Natur ist ursprünglich wahrhaft offen, subtil existierend, hell strahlend, ohne Verschleierung. Wenn wir uns mit dem Morphofeld mischen, verlieren wir die Offenheit, Klarheit und unsere ursprüngliche Natur. Wie die Unklarheit durch und von uns selbst kommt, kommt auch die Klarheit durch und von uns selbst. Es ist nur die Frage, ob wir uns selbst erleuchten wollen, oder nicht. Wenn wir uns selbst erleuchten wollen, sollten wir uns an die Arbeit machen, uns selbst zu kultivieren. Wir sollten alle angesammelten Blockaden loswerden, alle Gefühle irgendwelcher Dinge gegenüber abstreifen und am Fundament der Realität arbeiten. Sorgfältig und wachsam, sollten wir jede Knospe heimtückischer Überfälle der Konditionierung durch das Morphofeld abkneifen. Der menschliche Verstand verschwindet dadurch automatisch und der Geist des NICHTS zeigt sich automatisch. Das Temperament sublimiert spontan und die wahre Natur offenbart sich spontan. Das ist dann das ursprüngliche, offene Gewahrsam ohne Verschleierung. Rund, hell, sauber, nackt, entblößt und ungehindert. Wir nutzen das Verstehen durch Empfänglichkeit und nutzen das Verstehen, um Empfänglichkeit zu üben. Im Einklang mit der Zeit und im Einklang mit der Wahrheit wächst die Erleuchtung Tag für Tag, darum wird das Fortschritt genannt. - 244 -


Gedeihen – Vorwärtskommen – Jin

Dieses Hexagramm repräsentiert die Aufrichtigkeit und Klarheit des Geistes, um das Feuer voranzutreiben. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm »Unnahbar«. Unnahbarkeit nutzen wir, um durch Stärke zu stillen und sie nicht leichtfertig zu nutzen. Wenn wir Stärke nicht leichtfertig nutzen, ist der Geist leer und offen. Wenn der Geist leer ist, kann er gut beobachten und er ist sorgfältig. Er lässt sich nicht durch das Verlangen Dingen gegenüber aus der Ruhe bringen. Inmitten der Dunkelheit ist das Licht. Spirituelle Erleuchtung kommt von allein. Die ursprüngliche Natur des eingeborenen Wissens und der eingeborenen Aufnahmefähigkeit ist hell und strahlend. Diese Qualitäten sind grundsätzlich erleuchtet. Wenn wir uns mit dem Morphofeld mischen, übernimmt das unterscheidende Bewusstsein die Vorherrschaft, und der menschliche Verstand taucht auf. Der Geist des NICHTS verbirgt sich. Dadurch wandelt sich die Stärke des eingeborenen Wissens in ein anmaßendes Durchsetzungsvermögen und die Empfänglichkeit der eingeborenen Aufnahmefähigkeit wandelt sich in eine krankhafte Biegsamkeit. Wenn der Verstand sich mit Dingen mischt, werden Offenheit und Bewusstheit abgeschaltet und die spirituelle Leuchtkraft verborgen. Wenn wir die Aufforderung bekommen, das Feuer voranzutreiben, meint es nichts anderes, als dass wir unsere Erleuchtung aus der Nicht-Erleuchtung wiederherstellen müssen. Das Hegen der Erleuchtung kann nicht ohne Gehorsam vonstattengehen, Gehorsam gegenüber dem richtigen Timing und im Einklang mit der Wahrheit. - 245 -


Gedeihen – Vorwärtskommen – Jin

Wenn wir nur den Geist des NICHTS aufrechterhalten und den menschlichen Verstand nicht nutzen, können Wissen und Aufnahmefähigkeit in einen guten Zustand versetzt werden. Was der Himmel uns geschenkt hat, ist gut. Und Menschen, die dem Himmel folgen, sind auch gut. Wenn Himmel und Mensch zusammenspielen, gibt es spontane Wahrheiten und Erleuchtungen. Die Erleuchtung wächst täglich von der Subtilität zur klaren Sichtbarkeit. Das Resultat ist ein erhabenes Verständnis und eine weitreichende Vision. Sind wir so weit, sollten wir drei Mal täglich in Ruhe und Frieden eine Sprechstunde abhalten. Um die Mittagszeit ist die Kraft der Sonne am stärksten. Das gilt auch für unsere Erleuchtung. Die Erde schenkt uns eine Vielzahl, und so wird uns auch bei diesem Unterfangen die Erde vielzählig unterstützen. Am Tag ist die Erleuchtung am besten zu sehen. Drei mal täglich eine Sprechstunde abhalten schult die Empfänglichkeit der Erde. Unsere wahre Seele mit unsrem eingeborenen Wissen und unserer eingeborenen Aufnahmefähigkeit ist der Meister des Körpers. Er regiert wie ein sicherer Herrscher. Der wahre Geist wendet sich niemals vom eingeborenen Guten ab, er nutzt Erleuchtung und Empfänglichkeit gleichermaßen. Er regiert, wie ein sicherer Herrscher mehrere Pferde gleichzeitig lenken kann. Verstehen, durch Empfänglichkeit zu produzieren, Verstehen zu nutzen, um Empfänglichkeit zu üben, ist dasselbe wie drei Mal täglich eine Sprechstunde zu geben. Drei Sprechstunden heißt wiederholte Empfänglichkeit, so dass auch das, was nicht empfänglich ist, empfänglich gemacht werden kann. Dort hinein fällt auch die Befreiung von Falschheit und die Unterstützung des Wahren. - 246 -


Gedeihen – Vorwärtskommen – Jin

Wenn wir Falschheit beseitigen und Wahrheit unterstützen, verschwindet der menschliche Verstand, wird empfänglich und erlaubt dem Geist des NICHTS, zu erscheinen. Wahrhaftigkeit führt zur Erleuchtung und Erleuchtung zur Wahrhaftigkeit. Wenn Wahrhaftigkeit und Erleuchtung gleichermaßen aktiv sind, klären wir die Reinheit der Erleuchtung und ruhen im höchsten Guten, das kein Böses kennt. Dann ist die Arbeit des Vorantreibens des Feuers beendet. Um dieses Hexagramm zu aktivieren halten wir folgende Fingergeste:

35.1 Die erste Linie Im Beginn des Gedeihens, wenn wir noch nicht genau wissen, wie alles funktioniert, halten wir besser still. Wir sollten danach trachten alles richtig zu machen und richtig auszurichten. Dazu halten wir die FingergesteErdeFeuer und die erste Linie.

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Gedeihen – Vorwärtskommen – Jin

35.2 Die zweite Linie Wir befinden uns in der Mitte von drei weichen Linien, die zunächst einmal nur dunkel sind. Für die meisten eine unangenehme Situation, weil kein Licht zu sehen ist. Wenn wir uns hier in Verzweiflung fallen lassen, ist das nicht gut. Es scheint keinen Fortschritt zu geben. Wenn wir aber Fassung bewahren, trotz unserer Schwäche, kann das ganz andere Konsequenzen haben, wenn wir vollkommen rein sind. Unsere Reinheit kann die Leere beeinflussen, wenn wir ruhig bleiben. Das wahre Yin erscheint plötzlich und das falsche Yin verschwindet. Es fühlt sich an, wie ein Segen durch unsere Großmutter. Aus dem Grunde sollten wir uns auch in der Dunkelheit nicht beeilen. Halten wir lieber die FingergesteErdeFeuer und die zweite Linie.

35.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist der Himmel der Raumzeit. Hier kann es geschehen, dass wir nicht demütig genug sind. Wir sind nicht stark, sondern schwach und eigentlich sollten wir uns durch andere führen lassen, wenn nicht dieses gehorchen wäre. Wenn wir es schaffen, trotz unserer Schwäche einen starken Willen auszubilden, ändert sich die Situation. Wir können dadurch die Erleuchtung anderer Menschen nutzen, um unsere eigene Schwäche zu heilen. Wir borgen Energie, um uns selbst zu helfen. Wir gehen im Einklang mit dem Morphofeld und das Morphofeld im Einklang mit uns. Wenn wir als Gruppe kooperieren, können wir aus unserer Schwäche herauskommen und das Licht sehen. - 248 -


Gedeihen – Vorwärtskommen – Jin

Wir folgen der Erleuchtung eines anderen, wenn unsere eigene nicht da zu sein scheint. Halten wir die FingergesteErdeFeuer und die dritte Linie.

35.4 Die vierte Linie Die vierte Linie befindet sich im Zeitraum und damit im Lichtkörper. Die vierte Linie steht mit der ersten Linie in Korrespondenz. Da die erste Linie eine Yin-Linie ist und die fünfte ebenfalls, ergibt das, das Trigramm Wasser (☵). Wasser ist dunkel und so kann die Erleuchtung sich nicht wirklich ausbreiten. Falsch und wahr können hier noch nicht eindeutig getrennt werden, wir bewegen uns durch die Nacht und sehen nicht viel. Halten wir lieber die FingergesteErdeFeuer und die vierte Linie.

35.5 Die fünfte Linie In der Mitte zwischen zwei Yang-Strichen haben wir unsere eigene Nicht-Erleuchtung verstanden und die Erleuchtung anderer. Wir borgen uns diese Erleuchtung, um die eigene Schwäche zu heilen. Wir haben ein Bedauern empfunden, als uns die ursprünglichen Energien vom Morphofeld gestohlen wurden. Jetzt schwindet das Bedauern. Wenn wir gelernt haben, uns zu leeren und offen zu sein, sind wir auch in der Lage unseren Bauch zu füllen. Wenn wir erst einmal unseren Bauch gefüllt haben, liegt das Schicksal in unseren Händen. Wir können uns freimachen von Sorgen über Gewinn und Verlust und können einfach voranschreiten. Wir können den Feuerungsprozess vorantreiben und unsere Arbeit tun. Halten wir dazu unsere FingergesteErdeFeuer und die fünfte Linie. - 249 -


Gedeihen – Vorwärtskommen – Jin

35.6 Die sechste Linie Auf dieser Linie ist es unsere Aufgabe uns selbst zu überwinden. Um uns selbst zu überwinden, müssen wir zunächst unseren menschlichen Geist leeren. Können wir das nicht, haben wir nur die diamantene Stärke uns selbst zu zerbrechen. Daher wird es erst schlecht, bevor es gut werden kann. Um das zu tun, müssen wir sehr viel Mühe aufbringen und Erleuchtung geschieht nicht spontan, sondern ist as Resultat brachialer Gewalt, die wir vermeiden sollten. Halten wir lieber still und die FingergesteErdeFeuer mit der sechsten Linie. Auf dem Pfad der fortschreitenden Erleuchtung und dem Feuerungsprozess müssen wir zunächst nach der Erleuchtung suchen. Wenn wir die Erleuchtung gefunden haben, sollten wir sie leeren. Damit öffnen wir sie. Wenn Leere und Fülle zusammenarbeiten. balancieren sich Festigkeit und Biegsamkeit aus. Wenn wir spontan, sicher und klar im Geiste sind, wenn unsere Erleuchtung auf der Wahrheit beruht, wird sie täglich etwas mehr, erhebt sich und kann unendlich oft gebraucht werden. Sie erschöpft sich nie, die Erde trägt immer gelbe Sprossen und ist angefüllt mit goldenen Blüten. Überall können wir diese Erleuchtung nutzen und nirgendwo kann sie Schaden nehmen.

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Schwarze Sonne – Verborgene Erleuchtung - MingYi

36. Schwarze Sonne – Verborgene Erleuchtung MingYi

Ming ist Helligkeit, Brillanz. Yi hat viele Bedeutungen unter anderem verletzen. Ming Yi kann daher heißen verletzte Brillanz. Brillanz bezieht sich hierbei auf den Verstand, die Intelligenz und die Tugend. Das Ideogramm zeigt oben links die Sonne und rechts den Mond. Der untere Teil besteht aus einem Mann mit einem Bogen. Das kann ein Bild für Verletzung sein. Element: Erde. Monat: Oktober

Verborgene Erleuchtung heißt, erleuchtet zu sein, aber es zu verstecken. Oben ist die Erde (☷) unten das Feuer (☲). Es ist also die Umkehr des Gedeihens. Wir haben oben die Erde und unten die Sonne, das ergibt das Bild der schwarzen Sonne. Wenn wir uns inmitten der Massen des Morphofeldes bewegen und unsere Erleuchtung offenkundig wird, erschrecken wir Men-

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Schwarze Sonne – Verborgene Erleuchtung - MingYi

schen oder erstaunen sie. In beiden Fällen kann es zu Beleidigung und Verleumdung kommen. Aus dem Grunde ist es weiser, die Erleuchtung nicht erscheinen zu lassen, sie zu verbergen. Damit gehen wir der Gefahr aus dem Weg, dass sie verletzt wird. Wir betrachten das Morphofeld aus der Position des Erleuchteten. Wir verhalten uns unauffällig, was bedeutet, dass wir unsere Erleuchtung verbergen müssen und sie auf diese Weise nähren. Die Wesenheiten, die Himmel und Erde hervorgebracht haben, sind nicht gleich. Es gibt eine Mischung von Geistesverwirrung und gesundem Menschenverstand. Jeder ist ein Individuum, daher individuell. Nicht jedes Individuum kann vollkommen gut sein. Wenn wir uns unauffällig verhalten, dann begegnen wir Menschen in ihrem eigenen Umfeld und passen uns dem an. Wir sehen die Gesamtheit als ein Organismus an. Als Kind der Erde besitzen wir die breitgefächerte Fähigkeit der Erde, jeden zu unterstützen und alles zu akzeptieren. Wir können auf alles in einer anpassenden Art und Weise reagieren. Unauffällig zu sein, heißt aber nicht die Erleuchtung nicht doch ab und zu zu nutzen. Es bedeutet, dass wir im Morphofeld zwar nicht glänzen, aber dennoch innerlich frei von Verschleierungen sind. Auf diese Weise strahlt unser inneres Licht in der Dunkelheit. Wir sind die schwarze Sonne. Wir sind immer in der Lage zu unterscheiden wer weise und wer ein Narr ist, wer geistig verwirrt und gesund. Obwohl wir mit anderen in Harmonie treten können, werden wir nicht beeinflusst. Obwohl wir uns mit anderen zusammentun können, bilden wir keinen Clan. - 252 -


Schwarze Sonne – Verborgene Erleuchtung - MingYi

Unsere Muster von Aktivität und Passivität, Abwesenheit und Anwesenheit, sind für andere Menschen nicht wahrnehmbar. Wir sind die schwarze Sonne, wir scheinen am Tag, aber auch in der Nacht. Wenn wir das geschafft haben, können wir unerkannt in einer großen Stadt leben, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Der Name dieses Hexagramms hat zwei Bedeutungen, verbergen und verletzen. Wir sind ein Licht in der Dunkelheit, verborgen und verletzt. Dieses Hexagramm beschreibt die persönliche Erleuchtung und Wahrheit, das Zurückziehen des Feuers. Nach Liu Yiming folgt es auf große Stärke. Große Stärke heißt Stärke in Aktion. Wenn wir große Stärke ausagieren brauchen wir das Wissen, wann wir vorangehen können und wann wir uns zurückziehen müssen. Wenn wir nur voranschreiten, ohne uns zurückzuziehen, wird die Stärke unsere Erleuchtung verletzen. Wenn unsere Erleuchtung verletzt wurde ist unsere Stärke dahin. Aus dem Grunde ist der Pfad des Zurückziehens des Feuers, so wichtig. Zurückziehen des Feuers heißt Verbergen des Lichts. Wir verstecken das Licht im tiefsten unergründlichsten Ort, und nutzen es nicht leichtfertig. Wenn wir das NICHTS üben, dann ist der Grund dafür das Feuer voranzutreiben und die Erleuchtung zu nutzen alleine dafür da, die Erleuchtung anzufachen, weil wir selbst nicht erleuchtet sind. Wenn wir die Erleuchtung erlangt haben und das eigene Innere luzid und klar ist, dann verbergen wir die Erleuchtung und nähren sie, ohne dass andere das merken. Auf diese Weise können wir den Ort erreichen, der nur Gutes kennt und kein Böses. Dann ist unsere Erleuchtung frei von jedem Schaden. - 253 -


Schwarze Sonne – Verborgene Erleuchtung - MingYi

Erst dann können wir sagen, dass das Feuer zum Ursprung zurückgekehrt ist, eine Masse harmonisierender Energien, die nur Energie und keine Substanz besitzt, der ursprüngliche Seelenfunke des eingeborenen Wissens und der eingeborenen Aufnahmefähigkeit, nicht materiell und nicht leer, sowohl materiell als auch leer. Er wird durch Materie oder Leere nicht beeinflusst. Innen und außen, alles ist erleuchtet. Eine Erleuchtung, die nicht offenbart wird, ist besser, als eine Erleuchtung, die sich offen zeigt. Die verborgene Erleuchtung hat keine Form und hinterlässt keine Spuren, denen wir folgen können. Nur wenn es keine Form und keine Spur mehr gibt ist die Erleuchtung verborgen und das Feuer kehr zu seinem Ursprung zurück. Dieser Pfad des Zurückziehens des Feuers, der Pfad zum Ursprung zurückzukehren ist ein Pfad der Umkehrschöpfung. Die Erleuchtung, die wir produzieren, wird dabei zurück ins eigene Innere geführt. Wir sind dann erleuchtet, nutzen sie aber nicht. Erleuchtet zu sein und sie nicht zu nutzen heißt nicht, dass wir in eine leere Nicht-Aktion eintreten, die dann den Pfad vollenden soll. Wir treten ein in den Pfad der Abwehr von Gefahren und konstanter Wiedererinnerung (Rekapitulation). Der essenzielle Punkt ist, dass wir in Gefahr zurückkehren müssen, in Zeiten, in denen wir nicht frei sind. Wenn wir nur in günstigen Situationen zurückkehren, aber nicht in schwierigen, wird das Feuer nicht zu seinem Ursprung zurückkehren können und das Licht wird die Wirklichkeit nicht durchdringen. Was hier sicher ist, ist eine Verletzung. Aus dem Grunde ist es auf dem Pfad der Schwarzen Sonne wichtig, aufrecht in Schwierigkeiten zu sein. - 254 -


Schwarze Sonne – Verborgene Erleuchtung - MingYi

Wenn wir in Schwierigkeiten aufrecht bleiben können und uns zurückziehen, wie es die Zeit befiehlt, dann erleidet die Erleuchtung keine Verletzung und die Basis des Elixiers hat kein Leck. Das Wichtigste in der spirituellen Alchemie ist der Feuerungsprozess. Zu wenig Feuer und das Elixier formt sich nicht. Zu viel Feuer und das Elixier wird geschädigt. Wenn das Elixier vollständig geformt wurde, sollten wir sofort den Feuerungsprozess anhalten, zur Ruhe kommen und das Elixier sanft nähren. Wir sollten es im Zentrum behalten, den Einen umarmen, die Erleuchtung so tief in uns verbergen, dass keine Spur mehr zu erahnen ist, bis hin zur Unwahrnehmbarkeit, sodass nicht einmal ein Funken des Feuers an die Öffentlichkeit tritt. Dazu halten wir die FingergesteFeuerErde.

36.1 Die erste Linie Auf der ersten Linie, im Beginn des Verbergens der Erleuchtung, sehen wir keine manifeste Form einer Verletzung, aber wir sehen ihre drohende Gefahr.

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Schwarze Sonne – Verborgene Erleuchtung - MingYi

Aus dem Grunde sollten wir das Feuer so schnell wie möglich verbergen, um einen möglichen Schaden zu vermeiden. Das Zurückziehen des Feuers geschieht normalerweise erst, wenn der spirituelle Embryo geformt wurde. Dann ist das wahre Feuer bereits da und nicht das künstliche Feuer des Morphofeldes. Wenn wir unser Feuer zurückziehen, wirken wir nach außen dumm und töricht. Das mag das Morphofeld nicht, und so gibt es garantiert Kritik und Verletzungen. Das kann zur Folge haben, dass wir äußerlich verletzt werden, aber nicht in unserem Inneren, wenn wir schnell genug waren. Wir haben das Feuer verborgen, bevor es verletzt werden konnte. Um den Prozess des Zurückziehens zu beschleunigen, halten wir die FingergesteFeuerErde und die erste Linie.

36.2 Die zweite Linie Wenn das Zurückziehen der Erleuchtung zu langsam war, gibt es hier eine Verletzung des linken Beines. Wenn wir flexibel, empfänglich und offen sind bezüglich der Verletzung, können wir uns schnell aus der Gefahrenzone bringen und damit den Fehler des späten Rückzuges ausgleichen. Dazu halten wir die FingergesteFeuerErde und die zweite Linie.

36.3 Die dritte Linie Wir haben Zugang zur Stärke und zur Erleuchtung gleichermaßen. Wir arbeiten mit dem ursprünglichen Feuer, das den menschlichen Verstand wegbrennen soll. Der menschliche Verstand ist der größte Feind, den wir haben. Wenn der menschliche Verstand uns verlassen hat, verschwindet verirrtes Feuer von allein.

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Schwarze Sonne – Verborgene Erleuchtung - MingYi

Der menschliche Verstand basiert auf dem unterscheidenden Bewusstsein, was wiederum die Routine produziert, die im hypnotischen Rhythmus mündet. Der hypnotische Rhythmus kreiert das Morphofeld. Dieser hypnotische Rhythmus wird von den Anderen okkupiert, es ist daher nicht leicht, ihn loszuwerden. Wenn wir ihn zu sehr loswerden wollen wird das irrende Feuer angefacht und wird dem wahren Feuer Schaden zufügen. Wir sollten also auf keinen Fall hastig agieren, im Unterschied zur ersten Linie. Wenn wir den hypnotischen Rhythmus allmählich auflösen, wird der menschliche Verstand allmählich verschwinden. Das bedeutet, das wahre Feuer zu lenken. Halten wir dazu die FingergesteFeuerErde und die dritte Linie.

36.4 Die vierte Linie Wenn wir unsere Erleuchtung tief in uns verbergen und nähren, nennt sich das »den linken Bauch betreten«. Die Erleuchtung im linken Bauch kann von niemandem gesehen oder wahrgenommen werden. Das erzeugt den Geist, in dem die Erleuchtung verborgen ist. Mit dieser Erleuchtung können wir das Haus verlassen, ohne dass uns Schaden droht. Wir verlassen das »Sorgen« und betreten das »Nicht-Sorgen«. Kein Funke dringt mehr an die Oberfläche. Halten wir die FingergesteFeuerErde und die vierte Linie.

36.5 Die fünfte Linie Sammeln wir uns im Zentrum, umarmen die NICHTS-HEIT und gebrauchen unsere Erleuchtung überhaupt nicht. Die Erleuchtung ist zwar immer da, aber sie liegt im Papierkorb. Nach außen erscheinen wir, wie ein Depp, aber im Inneren ist unsere Fülle. - 257 -


Schwarze Sonne – Verborgene Erleuchtung - MingYi

Auf diese Weise kann die Erleuchtung nicht verletzt werden. Halten wir die FingergesteFeuerErde und die fünfte Linie.

36.6 Die sechste Linie Für diese Linie ist es wichtig, dass wir Erleuchtung nicht nur nutzen können, sondern sie auch verbergen. Wenn wir sie nicht verbergen können, können wir auch nicht in den Prozess der Umkehrschöpfung eintreten. Auf diese Weise steigen wir auf zum Himmel, nur um wieder zur Erde zurückzufallen. Das goldene Elixier wird gewonnen und wieder verloren. Viele gefallene Engel haben diesen Prozess mehr als einmal erlebt, daher sollten wir versuchen ihn zu vermeiden, indem wir die FingergesteFeuerErde und die sechste Linie halten. Feuer nähren heißt Erleuchtung nähren. Feuer zurückziehen heißt, die Erleuchtung zu verbergen. Wenn die Erleuchtung verborgen ist und in unserem Inneren gelagert wird, kehrt Feuer zum ursprünglichen Feuer zurück. Das hat zur Folge, dass unser Bewusstsein offen wird ohne dass Wolken unseren Blick behindern und wir sublimiert werden können bis zur Formlosigkeit. Dazu ist notwendig, den Feuerungsprozess zu beherrschen, vor allem das Zurückziehen des Feuers, um dadurch die Erleuchtung zu nähren.

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Haushalt – Zuhause – Jia Ren

37. Haushalt – Zuhause – Jia Ren

Jia ist Familie und Ren heißt Person. Wir bezeichnen das als Haushalt. Das Ideogramm besteht aus zwei Teilen, einem Haus mit einem Schwein darin und einer Person. Element: Holz Monat: Juni

Das Hexagramm besteht oben aus Holz oder Wind (☴), unten aus Feuer (☲). Der Wind weht im Zeitraum, das Feuer flackert in der Raumzeit. Wenn ein Feuer brennt, kommt es automatisch zu Windbewegungen. Ein Feuer flackert. Wind und Feuer gehören zum selben Haushalt. Wenn viele Menschen unter einem Dach leben, bilden sie einen Haushalt und formen ein Zuhause. Auch Wind und Feuer kommen aus demselben Ort. Sie haben einen gemeinsamen Haushalt. Was der Wind für das Feuer tun kann, kann das Feuer für den Wind tun. Was wir für den Haushalt tun können, kann der Haushalt für uns tun. - 259 -


Haushalt – Zuhause – Jia Ren

Wenn wir eine aufrechte Haltung haben, wird das eine Einwirkung auf andere Menschen desselben Haushaltes haben. Wenn wir daher sprechen, sollte es einen Grund zu sprechen geben. Ansonsten bleiben wir still. Wenn wir handeln, dann sollten wir nicht zufällig handeln, sondern mit Absicht. Wenn wir unsere Worte und Handlungen sorgfältig wählen, werden auch die anderen Mitglieder des Haushaltes faktisch in Sprache und Handlungen sein und werden auf diese Weise Teil einer Familie. Familienmitglieder sind nicht nur die Menschen desselben Haushaltes, es sind alle Menschen, mit denen wir zusammenleben und -arbeiten. Wenn wir Kontakt aufnehmen, weil es einen aktuellen, faktischen Anlass gibt, dann ist auch unsere Sprache im Einklang mit diesen Gründen. Wenn wir eine Konsistenz in unseren Handlungen haben, haben wir auch eine Konsistenz im Ergebnis. Das ist die wahre Praxis und die ursprüngliche Anwendung. Diese Taten haben eine Wirkung. Wenn wir basierend auf Fakten (faktisch) sprechen und konsistent handeln, ohne Unzulänglichkeit in Wort oder Tat, dann verlieren wir uns innerlich nicht, und verletzen das Morphofeld nicht. Auf diese Weise wird der Haushalt beeinflusst, ohne dass etwas gesagt werden muss, ganz genau wie der Wind auftaucht, wenn Feuer brennt. Worte sind die Stimme der Seele und Taten die Stimme des Körpers. Wenn Übende des NICHTS auf Fakten basierend sprechen und konsistent handeln, wird die Seele aufrichtig sein und der Körper diszipliniert. Natur und Leben haben eine gemeinsame Wohnung, einen gemeinsamen Haushalt. - 260 -


Haushalt – Zuhause – Jia Ren

Zusätzlich werden wir unter dem Einfluss vom Himmel oben und der Erde unten stehen und werden Mitglieder einer Familie mit Himmel und Erde sein. Der Pfad des Haushaltes ist ein Pfad des Inneren. Wenn wir erleuchtet sind, können wir dem NICHTS folgen und wenn wir dem NICHTS folgen können wir unsere Erleuchtung entwickeln. Empfänglichkeit und Verständnis sind dabei sehr wichtige Faktoren. So wie der Wind das Feuer anfacht und es durch den Wind größer wird. Auf die gleiche Weise können wir unseren Haushalt führen. Dieses Hexagramm repräsentiert das Verfeinern des eigenen Selbstes, das Meistern des Verstandes und die Aufmerksamkeit, die nach innen gewandt wurde. Nach Liu Yiming folgt es dem Hexagramm Gedeihen. Im Gedeihen erwächst die Erleuchtung aus der Empfänglichkeit. Um das Feuer voranzutreiben und die Erleuchtung zu verwenden ist es wichtig zunächst das Innere zu erleuchten. Das Erleuchten des Inneren ist die Verfeinerung des Selbstes. Sich selbst zu verfeinern heißt nichts anderes, als das Yin in uns Selbst zu verfeinern. Dieses Yin ist der menschliche Verstand. Der menschliche Körper, Vitalität, Spirit, Seele, Psyche, Absicht, welche Worte wir auch immer gebrauchen, gehören zu Yin und können Befehle vom menschlichen Verstand annehmen. Wenn der Verstand ruhig ist, sind alle ruhig. Wenn der Verstand aufgeregt ist, sind alle aufgeregt. Wenn der menschliche Verstand verfeinert wurde, erscheint der Geist des NICHTS spontan. Wenn der Geist des NICHTS sich manifestiert, ist der Geist erleuchtet, dann wandeln sich Körper, Vitalität, Spirit, Seele, Psyche und Absicht, hilfreiche Geister der Wahrheit. Der menschliche Körper ist wie ein Zuhause. - 261 -


Haushalt – Zuhause – Jia Ren

Vitalität, Spirit, Seele, Psyche und Absicht sind wie Bewohner dieses Zuhauses. Wenn wir den menschlichen Verstand verfeinert und den Geist des NICHTS produziert haben, nehmen Vitalität, Spirit, Seele, Psyche, Absicht ihre angestammten Plätze ein und alle kümmern sich um ihre Angelegenheiten. Freude, Wut, Traurigkeit und Fröhlichkeit sind alle harmonisch und ausbalanciert. Wie eine geordnete Familie. Diesen Zustand nennen wir Unschuld oder Keuschheit. Wenn wir keusch sind, gehen wir keine Beziehungen ein, dann wird das wahre Yin in uns manifest. Die offene Bewusstheit des Geistes ist unbewölkt. Dann können wir uns aufmachen und Yang suchen gehen und alle davon profitieren lassen. Im Körper des Hexagramms ist die zweite Linie leer, und die fünfte manifest. Der Nutzen der Keuschheit besteht genau in dieser Konstellation. Wenn wir den Geist leeren, können wir den Bauch füllen. Der Nutzen der Keuschheit liegt in ihrer Leere und Gelassenheit. Das ist eine Strategie den Haushalt und seine Geschäfte zu führen. Wenn wir das NICHTS üben, lassen wir es nicht zu, dass irgendein Yin sich in unser Herz schleicht, auch unbewusst nicht und sei es auch noch so nett.

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Haushalt – Zuhause – Jia Ren

Halten wir die FingergesteFeuerWind, damit das so bleibt.

37.1 Die erste Linie Der Anfang das Pfades Haushalt wird von einer starken Linie gebildet. Wenn wir Stärke dabei zeigen uns selbst zu verfeinern, ist das, als würden wir den Haushalt schützen. Durch diese Arbeit schützen wir das Selbst und erobern das Herz, sodass es leer und rein ist. Was auch immer als Bedauern hier gespeichert war, wird verschwinden. Halten wir die FingergesteFeuerWind und die erste Linie.

37.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist eine weiche Linie. Wir sind sanft und ausbalanciert. Durch unsere innere Forschungsarbeit ist das Herz leer geworden und der Geist ruhig. Wir konzentrieren uns nicht auf die Außenwelt, sondern auf unser eigenes Inneres. Wir kontrollieren Bewegung durch Stille, vermeiden Zerrissenheit durch Einheit. - 263 -


Haushalt – Zuhause – Jia Ren

Wir tragen keine äußeren Dinge in unseren Haushalt und sind unempfindlich gegen äußere Einflüsse. Es ist, als ob wir in der Küche kochen und unempfindlich gegen die Welt sind, die da draußen tobt. Halten wir die FingergesteFeuerWind und die zweite Linie, damit wir gute Gerichte auf den Tisch zaubern.

37.3 Die dritte Linie Wenn wir gewissenhaft an unserer Verfeinerung arbeiten, dann tauchen keine zufälligen Gedanken aus dem menschlichen Verstand auf. Das ist, als ob der Haushalt streng regiert wird und alle bewusst und unnachgiebig mitarbeiten. Sorgfältig und darauf achtend keine Fehler zu machen. Halten wir die FingergesteFeuerWind und die dritte Linie.

37.4 Die Vierte Linie Die vierte Linie ist eine schwache Linie, die unter der Schirmherrschaft einer starken steht. Auf diese Weise können sich Festigkeit und Nachgiebigkeit ausbalancieren. Wir hängen nicht an Dingen fest und vernachlässigen sie auch nicht. Langsam kommt eine Führung in unser Leben und wir können unseren Verstand leeren, um unseren Bauch zu füllen. Reichtum erneuert sich täglich, und wir erlangen spirituelle Reichtümer und himmlische Schätze. Das große Glück stoppt nicht bei unserer Selbstlosigkeit. Halten wir als Dank die FingergesteFeuerWind und die vierte Linie.

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Haushalt – Zuhause – Jia Ren

37.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine starke, ausbalancierte Linie. Der Geist funktioniert korrekt, der Körper ist diszipliniert. Wir funktionieren wie ein Herrscher oder eine Herrscherin in unserem eigenen Haushalt. Glück kommt von alleine und wird nicht erzwungen. Halten wir zum Dank die FingergesteFeuerWind und die fünfte Linie.

37.6 Die sechste Linie Fest an der Spitze der Sanftheit des Windes zu stehen, zeugt von unserer Würde. Wenn wir streng begonnen haben, dann können wir würdevoll enden. Wir haben das Ziel unseren Haushalt zu erleuchten, erreicht. Halten wir die FingergesteFeuerWind und die sechste Linie. Wenn die Verfeinerung unseres Selbst unreif ist, dann kann die Wiederherstellung des Elixiers nicht kristallisieren. Der erste Schritt der spirituellen Alchemie, ist die Verfeinerung des Selbst. Wenn die Verfeinerung Selbstlosigkeit erreicht, dann erscheint ein Licht im leeren Raum. Die ursprüngliche Energie kommt aus dem NICHTS und manifestiert sich in einer kleinen Perle, deren Licht Himmel und Erde durchdringt.

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Perspektive – Standpunkt – Kui

38. Perspektive – Standpunkt – Kui

Kui bedeutet, »dagegen angehen«. Die ursprüngliche Bedeutung war »Augen, die sich nicht gegenseitig ansehen«. Das bedeutet, dass unsere Perspektiven unterschiedlich sind. Wenn Perspektiven unterschiedlich sind, nehmen wir einen unterschiedlichen Standpunkt ein. Im Ideogramm ist daher auf der linken Seite ein Auge vertikal gezeichnet. In der Mitte des Auges sind zwei kleine Striche, früher war hier eine Pupille. Oben rechts sind zwei Hände, Rücken an Rücken, die Handflächen zeigen in verschiedene Richtungen. Darunter finden wir Pfeil und Bogen. Die Federn am Pfeil zeigen, dass der Pfeil fliegt. Der Pfeil saust durch den Zwischenraum zwischen den Händen und trennt sie noch mehr. Element: Feuer Monat: Januar

Das Hexagramm besteht oben aus Feuer (☲) unten aus See (☱). Standpunkte treten auf zwischen Menschen, die eine unterschiedliche Perspektive haben. - 266 -


Perspektive – Standpunkt – Kui

Oben ist Feuer, das die Eigenschaft hat, nach oben zu flackern, unten der See, der gerne nach unten wegtröpfelt. Dadurch ergeben sich zwei unterschiedliche Perspektiven. Das Feuer kann den See nicht wärmen, der See kann das Feuer nicht löschen. Trotzdem befinden sich beide am selben Ort, und das ergibt die Perspektive. Wir sollten lernen andere Sichtweisen in uns aufzunehmen und trotzdem sollten wir lernen unsere Perspektive beizubehalten. Wenn wir andere Sichtweisen nicht aufnehmen können, werden wir schnell ausgegrenzt. Wenn wir zu ähnlich werden, verlieren wir unseren eigenen Standpunkt. Machen wir die Art und Weise der Feuchtigkeit nach, so benetzen wir alle Dinge. Auf diese Weise durchdringt sie das Morphofeld und harmonisiert dessen Illusionen. Es antwortet den Menschen harmonisch, ist anpassungsfähig ohne Restriktion, und nimmt alles in sich auf. Wasser kann zu Tee, Kaffee, Suppe werden, ohne große Probleme. Wenn wir das Feuer nachahmen, dann erleuchten wir die Menschen. Das Feuer kann klar falsch von richtig unterscheiden und kommuniziert mit Menschen ohne Verwirrung, innerlich autonom mit außergewöhnlicher Selbstkontrolle. Wenn wir außen wie andere scheinen, aber innerlich nicht, innerlich unterschieden sind aber äußerlich nicht, sind wir auf der einen Seite, wie alle Menschen und auf der anderen Seite wiederum nicht. Die äußere Gleichheit bezieht sich auf dieselben Gesetze, die wir befolgen, die Unterschiede sind in den Prinzipien des NICHTS. Wenn wir auf diese Weise das NICHTS üben, dann gehen wir konform mit dem Morphofeld und befinden uns in Harmonie mit ihm. - 267 -


Perspektive – Standpunkt – Kui

Doch niemand kann erahnen, wie es in unserem Inneren aussieht. Verschiedene Perspektiven zu haben, bedeutet unterschiedliche Standpunkte zu besitzen. Das Feuer oben leuchtet, der See unten ist freudig. Freude erscheint in der Raumzeit, das Feuer ist im Zeitraum. Unsere Freude hat andere Wurzeln, als das Morphofeld und unser Licht beleuchtet andere Dinge. Das nennen wir Perspektive. Dieses Hexagramm repräsentiert die Versöhnung und Anpassung, die wir brauchen, wenn Yin und Yang getrennt sind. Nach Liu Yiming folgt es auf die Schwarze Sonne. Die verborgene Erleuchtung der Schwarzen Sonne bedeutet, dass die wahre Erleuchtung verborgen wird und wir nach außen anders scheinen, als wir im Inneren sind. Das erzeugt unterschiedliche Perspektiven in uns. Diese Perspektiven sollten vereint werden. Dazu ist es notwendig, den Verstand zu leeren und dadurch das echte Licht wiederherzustellen. Wenn Wünsche in uns entstehen oder ein Verlangen sich entzündet, wenn wir in der Lage sind, unseren Bauch zu füllen, haben wir eine Chance die Wünsche nach außen zu fegen. Wenn die Erleuchtung wiederhergestellt wurde und die Wünsche nach draußen gefegt, ist die Seele am richtigen Ort und die Gefühle sind vergessen. Dadurch sind wir in die Barriere, die Yin und Yang trennt eingedrungen und die Perspektive kann verändert werden. Dadurch können wir kleine Veränderungen in der Wahrnehmung schaffen. Kleine Veränderungen betreffen das Yin. Wenn der menschliche Verstand schon lange Zeit unser Leben regiert und der Geist des NICHTS sich schlafen gelegt hat, ist das Große bereits verschwunden. - 268 -


Perspektive – Standpunkt – Kui

Wenn wir eine Vereinigung wünschen und die Dinge von allen Seiten betrachten wollen, ist es notwendig, dass der menschliche Verstand verschwindet. Wenn das geschehen ist, erwacht der Geist des NICHTS. Nur wenn der Geist des NICHTS erwacht ist, können wir das Große Werk vollenden, von dem die Alchemisten sprechen. Damit wir hierbei Erfolg haben, halten wir die FingergesteSeeFeuer.

38.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine starke Linie. Wir befinden uns im See in der Raumzeit. Das ist die Situation, in der sich der menschliche Verstand das erste Mal regte. Damals war es ein Leichtes, den menschlichen Verstand abzuwehren. Dann hätte sich der Geist des NICHTS nicht schlafen gelegt. Wenn wir Monty Roberts, den Pferdeflüsterer kennen, dann wissen wir, dass es keinen Sinn macht, einem Pferd hinterherzulaufen, es ist schneller und ein Fluchttier. Wenn wir dem Pferd den Rücken zuwenden, kommt es zu uns. - 269 -


Perspektive – Standpunkt – Kui

So auch der Geist des NICHTS. Wenden wir dem menschlichen Verstand den Rücken zu, erscheint der Geist des NICHTS ganz von selbst. Der menschliche Verstand ist eine Diebesande, die sich darauf spezialisiert hat, uns zu stehlen. Dazu hat sie fünf Diebe ausgebildet: 1. Freude 2. Wut 3. Fröhlichkeit 4. Traurigkeit 5. Lust

Wenn wir dem menschlichen Verstand den Rücken kehren, werden wir die fünf Diebe nie kennenlernen. Wenn wir ihm in die Augen schauen, schon. Halten wir die FingergesteSeeFeuer und die erste Linie.

38.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist eine starke Linie. Als Yin und Yang aus der Harmonie getreten sind, wurde unsere abweichende Energie stark und unsere wahre gesunde Energie schwach. Der Geist des NICHTS wurde immer schwerer zu treffen. Wenn wir vorsichtig sind, und die Stärke der Linie mit Schwäche mischen, und ganz kleine Schritte gehen, kann es geschehen, dass wir den Geist des NICHTS in irgendeiner Gasse treffen. Damit wir diese Chance bekommen, halten wir die FingergesteSeeFeuer und die zweite Linie.

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Perspektive – Standpunkt – Kui

38.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine schwache Linie. Sie ist die obere der Raumzeit. Da der See die Freude repräsentiert, kann es sein, dass Feind Nr. 1 uns verführen konnte und wir die Verführungen des Morphofeldes zu sehr zu schätzen wissen. Wir suchen Freude bei anderen und verlieren uns dabei selbst. Das nennt man »Hörner abstoßen«. Wenn wir unsere Hörner abgestoßen haben, werden wir erkennen, dass wir uns von uns entfernt haben. Wenn wir anfangen die FingergesteSeeFeuer zu halten und die dritte Linie, ist das ein guter Anfang zu uns selbst zurückzukehren.

38.4 Die vierte Linie Wir befinden uns auf der ersten Linie des Zeitraums, eine starke Linie. Oberhalb dieser starken Linie haben wir eine schwache Linie, unterhalb ebenfalls. Das ist das Zeichen für Wasser (☵). Die starke Linie zwischen zwei schwachen, ist der Geist des NICHTS, der ins Morphofeld gefallen ist. Der menschliche Verstand läuft Amok, während der Geist des NICHTS still geworden ist. Die einzelne Yang-Linie ist isoliert, wie in der Wüste. Die größte Gefahr im Moment ist das Wissen, das wir glauben zu besitzen, wenn wir aber dumme Fragen stellen und uns verhalten wie ein Idiot, keinen Moment auslassen uns selbst zu erniedrigen, dann kann es sein, dass wir den Geist des NICHTS wecken können. Bleiben wir weiter naiv und dumm, dann kann der Geist des NICHTS wachsen.

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Perspektive – Standpunkt – Kui

Nach einer langen Zeit wird er so stark geworden sein, dass der menschliche Verstand verschwindet und der Geist des NICHTS wird übrig bleiben. Yin und Yang können sich vermischen und die Einsamkeit und Isolation hat ein Ende. Das Fehlerhafte ist fehlerlos geworden. Die Perspektive ist mit dem menschlichen Verstand verschwunden. Halten wir zur Unterstützung die FingergesteSeeFeuer und die vierte Linie.

38.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine schwache Linie inmitten des Zeitraums. Wir befinden uns zwischen zwei starken Yang-Strichen und haben das reine Yin schon lange geklärt. Wir brauchen nur noch den menschlichen Verstand zu leeren und das NICHTS zu suchen. Der Geist des NICHTS ist ein Verbündeter des menschlichen Verstandes. Er kann die Künstlichkeit des menschlichen Verstandes so schnell ändern, wie wir in einen Apfel beißen können. Halten wir die FingergesteSeeFeuer und die fünfte Linie.

38.6 Die sechste Linie Wenn wir in extremer Disharmonie leben und unsere Standpunkte mit denen anderer Menschen nicht mehr vereinbar sind, dann ist der Geist des NICHTS schon sehr lange vergraben worden. Auf diese Weise haben wir uns selbst in die Isolation begeben. Die Isolation ist die schwierigste aller Perspektiven. Halten wir daher voller Hoffnung die FingergesteSeeFeuer und die sechste Linie, damit wir bald Freunde finden, die uns aus der Isolation holen. - 272 -


Perspektive – Standpunkt – Kui

Wenn wir den Geist des NICHTS wiederherstellen wollen, dann müssen wir zunächst den menschlichen Verstand verstehen. Um ihn zu verstehen, sollten wir ihn aber erst einmal sehen. Von unseren drei Widersachern Luzifer, Ahriman und die Asuras, haben es vor allem die Asuras auf den Verstand abgesehen. Die Asuras können wir uns als Fliegenschwarm vorstellen. Ein großer Fliegenschwarm, gesteuert durch den Herrn der Fliegen. Oft dargestellt durch einen Schweinskopf, ist auch das ein gutes Bild. (Hier ein kleines Beispiel aus der Kulturwerkstatt Kaufbeuren).

Wenn wir den menschlichen Verstand als Schweinskopf sehen, verstehen wir vielleicht, wie gefährlich er wirklich ist. Erinnern wir uns an das Ideogramm der Perspektive. Wenn wir den menschlichen Verstand benutzen, spannen wir den Bogen. Wenn wir den Geist des NICHTS benutzen, legen wir den Bogen nieder. Ohne den menschlichen Verstand können wir den Geist des NICHTS nicht erkennen und ohne den Geist des NICHTS können wir nichts über den menschlichen Verstand wissen. Wir brauchen den menschlichen Verstand um vorübergehend den Geist des NICHTS aufzuwecken, obwohl der menschliche Verstand der König der Diebe ist. - 273 -


Perspektive – Standpunkt – Kui

Darum unterstehen sowohl der Geist des NICHTS, als auch der menschliche Verstand dem Götterboten Merkur. (Der Geist des NICHTS wird eher repräsentiert durch Uranus). Der menschliche Verstand ist ein Dieb und ein Segen. Er kann ein echter Partner sein, wenn er seinen Platz kennt. Wenn wir den menschlichen Verstand sehen können und der Geist des NICHTS erwacht ist, an diesem Punkt sollten wir den menschlichen Verstand leeren und den Geist des NICHTS aktivieren. Wir sollten damit weitermachen und alle Standpunkte auflösen, dann werden Yin und Yang sich vereinen. Es ist wie der Regen, der all unsere Sünden wegwäscht. Der Pfad der Versöhnung oder Wieder-Versöhnung, kann nur gegangen werden, wenn wir bereit sind auf Standpunkte zu verzichten. Standpunkte bauen eine Perspektive auf, und perspektivisches Sehen ist falsches Sehen. In kleinen Schritten werden wir Erfolg haben und dann kommen die großen. Wenn alle Standpunkte verschwunden sind, vereinen sich Yin und Yang.

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Krankheit – Hinken – Jian

39. Krankheit – Hinken – Jian

Jian bedeutet Hinken. Wir kennen das Hinken von Jakob, als Ursache von Krankheit. Das Ideogramm zeigt oben das Dach eines Hauses mit einem Kamin. Unten ist eine Person dargestellt, umsäumt von Grasbündel, als Symbol für eine Schütte. Ganz unten ist das Ideogramm eines Fußes. Links und rechts vom Fuß stehen zwei Krücken. Element: Wasser Monat: Dezember

Oben haben wir Wasser (☵) und unten den Berg (☶). Es gibt Wasser auf einem Berg. Hinken heißt, dass es schwierig ist, seinen Weg zu gehen. Ein Berg ist sehr hoch und sehr erdverbunden. Wenn Wasser auf diesem Berg ist, dann ist die Erdkraft stark, die himmlische Energie schwach. Wenn wir Schwierigkeiten haben auf dem Weg weise zu werden vorwärtszukommen, kann es daran liegen, dass wir zu sehr konkurrieren, zu streitsüchtig, zu emotional oder zu gierig sind.

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Krankheit – Hinken – Jian

Wenn wir diese Charaktereigenschaften haben, dann wissen wir oft nicht, wie wir weitermachen sollten und wie wir unsere Fehler korrigieren. Aus dem Grunde halten weise Menschen ständig eine Rekapitulation, untersuchen sich selbst und kultivieren ihre Tugenden. Wenn wir nicht in der Lage sind uns selbst zu untersuchen, dann können wir uns auch nicht selbst meistern. Wir können dann leicht manipuliert werden und jeder Schritt durch das Morphofeld ist begleitet von Gefahr und Schwierigkeit. Daraus kann eine Verletzung des Lebens entstehen. Nur wenn wir uns selbst untersuchen, können wir das Falsche verlassen und das Wahre betreten. Nur dann können wir nicht durch das Morphofeld verwirrt werden und vom Weg abkommen. Mit jedem Schritt wandeln wir dann auf dem Boden der Realität und Tugenden können kultiviert werden. Wenn unsere Tugenden kultiviert wurden, ist die eigene Natur stabil und Gefühle gehören der Vergangenheit an. So werden wir unerschütterlich und stabil wie ein Berg. Widerstände können uns nicht aufhalten und wir können durch Schwierigkeiten oder Problemen nicht verletzt werden. Die Arbeit der Selbst-Erkundung und Kultivierung der Tugend, verlangt klares Wissen über das Bild des Hexagramms. Wir sollten uns daran erinnern, dass Wasser oben ist und Berg unten. Dass Wasser oben ist, bedeutet, dass die Gefahr aus dem Zeitraum kommt, während der Berg die Kultivierung im Morphofeld beschreibt. Wir können die Gefahr nutzen, um unseren Charakter zu kultivieren. Auf diese Weise können wir zwar in Gefahr schweben, aber unser Geist ist nicht in Gefahr. Auch wenn Gefahr aus dem Morphofeld droht, gibt es in uns keine Gefahr. - 276 -


Krankheit – Hinken – Jian

Die Gefahr liegt woanders, aber die Fähigkeit der Kultivierung von Tugend und Charakter, liegt in uns selbst. Wenn wir Tugend und Charakterstärke nutzen, um Gefahr abzuwehren, verschwindet die Gefahr. Wenn wir Gefahr nutzen, um unseren Charakter zu kultivieren, wächst unsere Tugend Tag für Tag. Widerstände können uns nicht behindern, sondern sie helfen uns unseren Charakter und unsere Tugend zu kultivieren. Wenn wir den Wert der Selbst-Erforschung erkannt haben, brauchen wir uns keine Sorgen um Krankheiten zu machen und keine Sorgen, dass Widerstände uns daran hindern können, unsere Tugenden zu entwickeln. Hinken heißt, dass das Vorwärtskommen schwierig ist. Dasselbe gilt auch für Krankheit. Dieses Hexagramm repräsentiert das Ursprüngliche inmitten des Morphofeldes. Nach Liu Yiming folgt es auf den Haushalt. Im Haushalt wird die Erleuchtung nach außen nicht genutzt. Die Arbeit an uns selbst steht im Vordergrund. Die Verfeinerung des Selbst ist die Verfeinerung des Morpho-Yin. Zu der Zeit, als wir das Ursprüngliche verloren haben und durch das Morphofeld eingefangen wurde, ist der menschliche Verstand eine Gefahr geworden. Eingefangen zwischen zwei Yin-Strichen, ist der Geist des NICHTS schwach geworden (☵), wie der Yang-Strich, der zwischen die beiden Yin-Striche gefallen ist. Als der Geist des NICHTS zwischen die Yin-Striche gefallen ist, verlor er seine Kraft und der menschliche Verstand bekam die Oberherrschaft. Er kann sich nicht mehr befreien, weil er vom menschlichen Verstand unter Kontrolle gehalten wird. Das ist höchste Gefahr. Wenn wir in beständiger Gefahr durch den menschlichen Verstand leben, dann muss es etwas geben, das zum Stoppen zu bringen. - 277 -


Krankheit – Hinken – Jian

Wenn wir inmitten der Gefahr anhalten können, verschwindet der menschliche Verstand, und der Geist des NICHTS kann sich erheben. Ist er stark genug geworden, können wir uns in Gefahr begeben, ohne darin umzukommen oder verletzt zu werden. Wir können auch das Morphofeld durchschreiten, ohne dass es uns etwas anhaben könnte. Wenn wir in der Gefahr anhalten wollen, sollten wir uns in Richtung Süden wenden, denn hier ist die Erde (☷). Die Erde ist die Heimat der kompletten Stille und der äußersten Leere. Äußerste Leere ruft danach gefüllt zu werden. Vollendete Stille ruft danach in Aktion zu treten. Die ursprüngliche Energie kommt aus dem leeren NICHTS. Wenn der Geist dieses NICHTS erwacht, verschwindet der menschliche Verstand. Das ist der Ort an dem unser Selbst, sein Leben bekommt. Im Zeichen Berg, hat die Yin-Energie fast alle Yang-Striche erobert, bis auf den letzten (☶). Wenn Yin-Energie Yang angreift, dann folgen wir den Vergnügungen des Morphofeldes und dessen Wünsche. Wenn wir das tun, nimmt der menschliche Verstand die Zügel in die Hand und der Geist des NICHTS verschwindet. Das ist der Ort, an dem das Selbst getötet wird. Es ist daher gut, den Geist des NICHTS zu beleben und den menschlichen Verstand zurückzuziehen. Wenn wir den Geist des NICHTS erweckt haben, können wir auch mit Schwierigkeiten umgehen. Umgeben wir uns mit Menschen, die den kindlichen Geist nicht verloren haben, dann kommen wir aus jeder Gefahrenzone. Der kindliche Geist kann noch nicht unterscheiden. Das unterscheidende Bewusstsein ist wiederum die Grundlage des menschlichen Verstandes. Der kindliche Geist hat auch keine Gier oder will etwas Böses. - 278 -


Krankheit – Hinken – Jian

Das ist der Geist des NICHTS. Wenn wir den Geist des NICHTS entwickelt haben, sind wir große Menschen, obwohl wir uns kindisch verhalten. Ohne den Geist des NICHTS zu erkennen, können wir den menschlichen Verstand nicht loswerden, sondern entwickeln stattdessen Alzheimer. Wenn wir erst einmal den Geist des NICHTS gesehen haben, bei uns selbst oder bei anderen, dann können wir richtig und falsch unterscheiden. Wir sind dann in Frieden, im Einklang, die Essenz ist stabil und Gefühle gehören der Vergangenheit an. Wir werden nicht länger vom menschlichen Verstand verführt. In Stille können wir Gefahr kontrollieren, und durch Handlung können wir Gefahr auflösen. Stille und Handlung sind Funktionen des Geistes des NICHTS. Wenn wir Gefahr in Aufrichtigkeit begegnen, und Aufrichtigkeit inmitten der Gefahr bewahren, können wir unter Umständen die Gefahrenzone verlassen, Gefahren auflösen und unseren großen Pfad zu Ende gehen. Halten wir dazu die FingergesteBergWasser.

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Krankheit – Hinken – Jian

39.1 Die erste Linie Die erste Linie der Krankheit ist eine weiche Linie. Im Beginn einer Krankheit, wenn der menschliche Verstand sich noch nicht erhoben hat und wir noch im Geist des NICHTS sind, ist die Krankheit leicht zu heilen. Halten wir einfach die FingergesteBergWasser und die erste Linie.

39.2 Die zweite Linie Auch die zweite Linie ist eine weiche Linie. Die zweite Linie steht in Korrespondenz mit der fünften Linie. Die fünfte Linie ist die einzige wahre Yang-Linie inmitten das Trigramms Wasser. Die Yin-Linie auf der wir uns jetzt befinden ist die einzige wahre Yin-Linie im Trigramm Berg. Wenn es Gefahr für das wahre Yang gibt, gibt es auch Gefahren für das wahre Yin. Wenn beide in der Lage sind Ruhe zu bewahren und sich ihres Platzes bewusst sind, können sie den Verstand leeren und den Geist des NICHTS suchen. Schwierigkeiten und Probleme können ihnen dann nichts anhaben. Halten wir die FingergesteBergWasser und die zweite Linie.

39.3 Die dritte Linie Dies ist die erste feste Linie in der Raumzeit. Wenn wir zu hart sind, an der Grenze zum Zeitraum, bedeutet das Ärger. Wenn die Festigkeit korrekt ist, und wir stoppen können, bevor es zu Problemen kommt, und eher zurückweichen als voranzugehen, wenn wir den menschlichen Verstand wegfegen können

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Krankheit – Hinken – Jian

und am Geist des NICHTS festhalten, haben wir selbst in Problemen keine Schwierigkeiten. Halten wir die FingergesteBergWasser und die dritte Linie.

39.4 Die vierte Linie In der vierten Linie verlieren wir die Stärke der dritten,. Ohne Stärke sind wir in Gefahr. Wenn wir versuchen aus der Gefahr zu kommen, machen wir es nur noch schlimmer. Wenn wir in der Lage sind und zurückzuhalten und andere um Hilfe zu bitten, keine Probleme damit haben Fragen zu stellen, wenn wir uns mit Menschen zusammenschließen, die vom NICHTS erfüllt sind und dadurch unseren Horizont erweitern, wir der Geist des NICHTS langsam wachsen und der menschliche Verstand wird uns langsam verlassen und wir können aus der Gefahrenzone kommen, ohne dass uns ein Haar gekrümmt wurde. Halten wir die FingergesteBergWasser und die vierte Linie.

39.5 Die fünfte Linie Yang ist zwischen die beiden Yin-Linien gefallen. Der Geist des NICHTS wurde vom menschlichen Verstand begraben. Wenn unsere Stärke gut ausbalanciert ist, und wir den menschlichen Verstand nur ab und zu nutzen, um das NICHTS zu kultivieren, dann transformiert sich der menschliche Verstand, sobald der Geist des NICHTS in die Nähe kommt. Stärke und Flexibilität kombinieren sich und die ursprüngliche Energie kristallisiert sich aus dem NICHTS. In großen Problemen haben wir daher die Möglichkeit große Lösungen zu finden. Das ist der große Sinn der Krankheit. Halten wir die FingergesteBergWasser und die fünfte Linie. - 281 -


Krankheit – Hinken – Jian

39.6 Die sechste Linie Wir sind am Ende der Krankheit. Der menschliche Verstand ist ruhig und der Geist des NICHTS erscheint. Wenn wir versuchen, den menschlichen Verstand zu kontrollieren, wird da Gegenteil passieren. Er wird den Geist des NICHTS verschleiern. Wenn wir auf diesem Weg weitermachen, schaffen wir Probleme. Wenn wir beginnen den Geist das NICHTS zu nähren ohne zu versuchen, den menschlichen Verstand zu kontrollieren, dann ist das ein Segen. Wichtig ist, in Gesellschaft von Menschen zu kommen, die das NICHTS leben. Die selbst die Wirklichkeit verstehen und sich selbst aus der Gefahrenzone gebracht haben. Menschen die das Heilmittel kennen und wissen, wie es produziert wird, und damit jeden Schritt kennen, wie wir aus der Gefahrenzone gelangen können. Das Ende der Gefahrenzone ist das Tor des Todes. Es ist der Punkt, wo Glück und Un-Glück gleichermaßen möglich sind. Wenn wir das Leben inmitten des Tötens finden wollen, brauchen wir Menschen, die sich darin auskennen. Wir brauchen Menschen, die uns erklären können, wie es funktioniert und die uns Energie übertragen können. Diese Energieübertragung kann zum Beispiel in Form von Pegeminaten, Qodes for Health, GertieGanen, GertieGenen oder der GertieGraphie geschehen. Auf diese Weise können wir das Leben inmitten des Todes finden, aus der Gefahrenzone gelangen, die Gefahr selber auflösen und nicht mehr durch Yin und Yang bestimmt werden. Halten wir die FingergesteBergWasser und die sechste Linie.

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Krankheit – Hinken – Jian

Um Krankheit wirklich auflösen zu können, braucht es einen guten Lehrer, der das Leben und der den Tod kennt und beide überwunden hat. Es braucht die Instruktionen eines authentischen Lehres um durch das Tor des Lebens und des Todes zu brechen. Nur mit dieser Hilfe können wir Krankheit überwinden. Wenn wir das Tor des Lebens genauso wenig wie das Tor des Todes kennen, dann kennen wir den Geist des NICHTS nicht, noch nicht einmal den menschlichen Verstand. Wenn wir den Geist des NICHTS nicht ins Leben bringen können und den menschlichen Verstand nicht verlieren, wenn wir uns nur mit verirrten Therapiemethoden behandeln, bringen wir nur Probleme dahin, wo vorher keine waren. Das hilft der Essenz nicht und auch nicht dem Leben. In Wahrheit ist das schädlich für uns.

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Befreien – Lösen - Xie

40. Befreien – Lösen - Xie

Das Ideogramm bedeutete früher trennen oder wegnehmen. Links ist ein Horn. Rechts unten ein Ochse. Über dem Ochsen ist ein Messer. Wir können uns vorstellen, dass das Horn mithilfe eines Messers entfernt wurde. Element: Holz Monat: März

Wir haben oben Donner (☳) unten Wasser (☵). Donner grollt, Regen fällt, Donner und Regen agieren miteinander, der ganze Himmel ist im Aufruhr. Himmlische und irdische Energien kommunizieren miteinander. Wenn das Morphofeld in solch einem Zustand ist, sollten wir alls in unserer Kraft stehende versuchen, das wegzubrennen und wenn die himmlische Energie zurückkehrt, sollten wir sie sanft nähren. Jede Phase hat seine richtige Zeit und wir sollten nicht zu oft danebenliegen oder uns verspäten. Wenn der Tumult des Morphofeldes gelöst wurde, lassen wir den Dingen ihren natürlichen Verlauf, ohne Zwang auszuüben. - 284 -


Befreien – Lösen - Xie

Wir Menschen haben Fehler und vergehen sogar Verbrechen. Das liegt nur daran, dass wir dem Morphofeld und seinen Hütern folgen. Das Morphofeld sorgt dafür, dass wir unsere ursprüngliche Natur vergessen. Wenn wir in Gefühlen schwelgen und jedem Verlangen nachgeben können, werden wir zu Sklaven des Morphofeldes. Um daraus zu entkommen, braucht es Anstrengungen in Form von Selbst-Meisterschaft und Selbst-Kontrolle. Meisterschaft und Kontrolle heißt, Fehler zu korrigieren und Missetaten zu eliminieren. Dazu gebrauchen wir Energie, um unser Temperament zu wandeln. Wenn unser Temperament sublimiert wurde, kehrt das Ursprüngliche zurück. Der Geist des NICHTS ist dann immer anwesend und der menschliche Verstand kehrt nicht zurück. Wenn wir unsere Fehler und Missetaten vergeben und verziehen haben, brauchen wir keine Energie mehr für Meisterschaft und Kontrolle. Vergeben heißt, vergangene Fehler zu vergeben. Verzeihen heißt vergangene Missetaten zu verzeihen. Wenn wir vergeben und verzeihen wächst die gesunde Energie und widernatürliche Energie verschwindet spontan. Das Wahre erscheint und das Falsche geht. Wenn wir dennoch weiterhin über Fehler und Missetaten nachdenken, dann ist es immer noch der menschliche Verstand, den wir zu bekämpfen haben. Was gelöst wurde, wurde nicht wirklich gelöst und die Gefahr durch das Morphofeld ist noch nicht gebannt. Es kann wieder Fehler und Missetaten herbeirufen, die wir gerade losgeworden sind. Die himmlische Energie ist noch nicht rein. Aus dem Grunde sollten wir negative Gedanken nicht bekämpfen, weil die Gefahr besteht, dass sie zurückkommen. - 285 -


Befreien – Lösen - Xie

Befreien heißt, freiwerden. Oben ist der aktive Donner, und unten das gefährliche Wasser. Wenn positive Energie sich aus der Gefahr begibt, geschieht das durch den Willen. Das nennen wir Befreien. Dieses Hexagramm beschreibt die richtige Zeit, um das Elixier zu sammeln. Nach Liu Yiming folgt es auf die Perspektive. In der Perspektive sind Yin und Yang nicht in Harmonie. Begeisterung und Aufmerksamkeit sind nicht angemessen, negative Energie lenkt unser Leben, während die positive Energie gefangen ist. Aus dem Grunde ist die Arbeit, die positive Energie zu befreien essenziell. Das Befreien der positiven Energie nennen wir »sammeln der Medizin«. Beim Sammeln der Medizin ist die Kenntnis über die richtige Zeit essenziell. Es heißt: »Wenn Blei auf den Winter trifft, beeile Dich es zu sammeln. Nach dem Vollmond ist es wertlos.« Wenn der erste Yang-Strich aus dem Leib der Erde (☷) geboren wurde (☳), erscheint die ursprüngliche Energie aus dem Nichts, und das Herz von Himmel und Erde dreht sich. Dies geschieht in der Wintersonnenwende, wenn die Nächte nicht mehr länger werden, sondern der erste Sonnenstrahl die Tage zurückbringt. Zu dieser Zeit beginnt der Geist des NICHTS aktiv zu werden und der menschliche Verstand ist still. Diese spontane Befreiung, die hier stattfindet ist die Ursache für mögliches Glück. Die Wiederkehr der Tage ist nicht das Werk von Menschen, sondern ist göttlicher Natur und geschieht zu einer bestimmten Zeit. Hier zur Wintersonnenwende. - 286 -


Befreien – Lösen - Xie

Normalerweise, wenn die Zeit in der Natur gekommen ist, braucht es menschliche Anstrengung, um Dinge zu bewirken. Wir sollten daher immer über einen Vorrat positiver Energie verfügen und möglichst wenig negative Energie. Wenn Himmel und Mensch zusammenarbeiten, können wir dieses bisschen positive Energie nutzen, um die positive Energie ganz zurückzubringen. Dann ist der Geist des NICHTS immer präsent und der menschliche Verstand verschwunden. Nur dann sind wir frei von Gefahr und Schwierigkeiten und in der Lage unseren Weg zu gehen, wie wir es wollen. Dabei ist es wichtig, dass wir prompt reagieren können. Wenn wir prompt reagieren, sobald die medizinische Energie sich zeigt, dann können wir das Ursprüngliche daraus erzeugen. Wenn wir zu langsam sind, züchten wir das Morphofeld. Wenn wir prompt die medizinische Energie sammeln, wenn sie sich gerade zeigt, dann können wir sie stabilisieren und das Ursprüngliche wiederherstellen. Wenn wir sie gerade verpasst haben, erzeugen wir wiederum nur das Morphofeld. Also: Greifen wir zu, wenn das Yang sich zeigt. Dazu halten wir die FingergesteWasserDonner.

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Befreien – Lösen - Xie

40.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine schwache Linie. Wir befinden uns in der Raumzeit und in Gefahr. Wir sind zu schwach, um auf die Gefahr zu reagieren, also brauchen wir Menschen, die das können. Wir borgen uns Wissen und Weisheit von anderen und halten die FingergesteWasserDonner und die erste Linie.

40.2 Die zweite Linie Wir sind auf einer starken Linie, zwischen zwei schwachen. Wir haben Stärke und Flexibilität. Wenn wir in unserem eigenen Zentrum bleiben kann uns niemand etwas anhaben. Wir sind präzise, haben eine Richtung und können unseren Verstand lenken. Wir lassen uns nicht treiben und verletzten niemanden. Auf diese Weise kann unsere Natur aufgelöst werden, ohne dass wir es beabsichtigen. Wir befreien uns, ohne es zu beabsichtigen. Das ist die schönste Form der Befreiung. Halten wir die FingergesteWasserDonner und die zweite Linie.

40.3 Die dritte Linie Wir befinden uns auf der letzten Linie der Raumzeit, einer schwachen Linie. Wir sind dem Zeitraum so nah, dass wir uns Vorstellungen machen, wie es dort ist. Diese Vorstellungen kommen aus dem menschlichen Verstand und haben nichts mit dem Geist des NICHTS zu tun. Dadurch verlassen wir die menschliche Natur nicht, sondern laden sie ein. Wir können das nur durchbrechen, wenn wir Hilfe von anderen bekommen, deren Natur der Geist des NICHTS geworden ist. Halten wir die FingergesteWasserDonner und die dritte Linie. - 288 -


Befreien – Lösen - Xie

40.4 Die vierte Linie Die erste Linie des Zeitraumes ist fest. Wir sind fest und stehen gleichzeitig mit der Negativität in Verbindung (erste Linie). Das hat zur Folge, dass der Geist des NICHTS mit dem menschlichen Verstand vermischt ist. Um uns von der Negativität zu befreien, müssen wir unseren dicken Zeh befreien. Der dicke Zeh hat die Fähigkeit sich zu bewegen, aber er kann nicht laufen. Der menschliche Verstand ist stark und der Geist des NICHTS schwach. Stärke wird durch Schwäche heruntergezogen. Halten wir die FingergesteWasserDonner und die vierte Linie.

40.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine schwache Linie in der Mitte des Zeitraumes. Wenn wir den menschlichen Verstand leeren und den Geist des NICHTS suchen, ist das der erste Weg zur Befreiung. Der Geist des NICHTS gehört zu einer entwickelten Person, der menschliche Verstand zu einer unentwickelten. Nur wenn der menschliche Verstand vollständig sublimiert wurde, kann sich der Geist des NICHTS zeigen. Wenn auch nur ein Hauch vom menschlichen Verstand übrig ist, können wir uns nicht aus den Schwierigkeiten befreien. Wir sollten daher unbedingt eine Balance zwischen locker und stramm anstreben, befreit von allen Giftstoffen. Dafür halten wir die FingergesteWasserDonner und die fünfte Linie.

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Befreien – Lösen - Xie

40.6 Die sechste Linie Am Ende der Befreiung sollten alle Morphoenergien aufgelöst sein. Wenn noch etwas menschlicher Verstand übriggeblieben ist, der nicht gestorben ist, dann haben wir unseren größten Feind noch nicht besiegt und er wird sich wie ein Falke auf jede Schwäche stürzen. Zum Glück ist aber die gesunde Energie stark und die kranke Energie schwach. Wenn wir gewohnt sind den Geist des NICHTS zu nutzen, hat der menschliche Verstand keine Chance. Der Geist des NICHTS kann den menschlichen Verstand selbst auslöschen. Das ist dann der Adler, der den Falken jagt. Halten wir die FingergesteWasserDonner und die sechste Linie. Der Pfad der Befreiung aus Schwierigkeiten und Gefahr lebt vom richtigen Timing und der Balance zwischen stark und schwach. Wir sollten nicht voranschreiten, aber auch nicht zurückbleiben. Wir sollten nicht angespannt sein und auch nicht schlaff. Wir sollten den Vorteil der richtigen Zeit nutzen, um unsere Arbeit zu tun. Damit wir die richtige Arbeit leisten können, brauchen wir den Süden, die Erde. Die Medizin kommt aus dem Süden.

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Ausgießen – Reduzieren - Sun

41. Ausgießen – Reduzieren - Sun

Sun heißt mindern, verlieren oder zerstören. Das Ideogramm besteht aus drei Teilen. Links ist eine Hand, die etwas hält. Rechts unten ist ein heiliges Gefäß. Oft ist in diesem heiligen Gefäß ein heiliges Öl. Rechts oben ist ein offener Mund. Eine Möglichkeit das Ideogramm zu deuten ist, dass etwas aus dem Mund des Gefäßes ausgegossen wird. Daher nennen wir das Hexagramm - ausgießen oder reduzieren. Element: Erde Monat: August

Das Hexagramm besteht oben aus einem Berg (☶) unten aus einem See (☱). Es befindet sich ein See in oder unter einem Berg. Bedingt durch die Feuchtigkeit des Sees, kann der Berg nicht so hoch hinaus, wie er möchte. Bedingt durch die Grenzen des Berges, kann der See sich nicht so ausdehnen, wie er möchte. Das ist das Bild des Reduzierens. Wenn in Menschen Gewalt erwacht, dann zeigt sie sich als Zorn. - 291 -


Ausgießen – Reduzieren - Sun

Wenn Selbstinteresse in Menschen erwacht, zeigt sie sich als Habgier. Wenn Zorn und Habgier erscheinen, dann zerfressen sie die natürliche Realität und ihr Schaden ist groß. Aus dem Grunde sollten wir Zorn und Habgier kontrollieren, damit wir einen harmonischen Charakter entwickeln, mit natürlichen Gefühlen von Harmonie und Frieden, der so still und unbewegt ist, wie ein Berg. Wir sollten versuchen Gier und Habgier zu unterdrücken und uns bemühen, umherwandernde Gedanken nicht aufkommen zu lassen. Auf diese Weise stirbt unser Verstand, und unsere Seele lebt, still und klar wie ein See, auf dem sich keine Welle regt. Zorn verhindert unseren Weg. Habgier ist ein Bandit, der unseren Weg stiehlt. Wenn wir Zorn und Habgier in uns nicht vollständig ausgeleert haben, können wir den Weg nicht zu Ende gehen, auch wenn das Ziel direkt vor uns liegt. Darum ist der erste Schritt dieses Hexagramms Zorn und Habgier zu eliminieren. Wenn wir Zorn, Habgier und Verlangen ausgegossen haben, wird unsere Arbeit keine Widerstände mehr erleben. Konfuzius hat empfohlen das Selbst zu besiegen und zum Anstand zurückzukehren. Buddhisten lehren das Leeren. Taoisten die Selbstverfeinerung. Alle drei Wege sind sich einig, dass das Loswerden von Zorn und Gier der erste Schritt sein sollte. Wenn wir das stärkende Elixier zur Perfektion kultivieren wollen, dann müssen wir zunächst uns selbst verfeinern und unseren Verstand meistern. Uns zu verfeinern heißt, Zorn und Habgier loszuwerden. Den Verstand zu meistern heißt, den Verstand zu kontrollieren und dafür zu sorgen, dass Zorn und Habgier nicht aufkommen. - 292 -


Ausgießen – Reduzieren - Sun

Wenn wir in der Lage sind, inmitten einer reduzierten Wirklichkeit, uns selbst umzukehren und Falschheit zu reduzieren, dann wird es nicht schwer sein, das NICHTS zu üben. Reduzieren bedeutet Exzess loszuwerden. Wir haben oben einen stillen Berg und unten einen freudigen See. Wenn wir uns über etwas freuen und es sofort stillen, dann gibt es keine herumirrenden Gedanken. In diesem Hexagramm sind die zweite und fünfte Linie in der Balance. Leere und Fülle sind im Einklang. Stärke wird nicht ungestüm und Flexibilität nicht schwach. Wenn wir von etwas wegnehmen, was zu viel ist und es dahin gießen, wo es zu wenig ist, ist das das Hexagramm Ausgießen. Das Hexagramm repräsentiert die Existenz der Steigerung inmitten der Minderung. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Krankheit. In Krankheit stoppen wir, wenn wir in Gefahr sind und schützen auf diese Weise das ursprüngliche NICHTS inmitten des Morphofeldes. Wenn wir das Ursprüngliche bewahren wollen, ist es notwendig, unsere erworbene Konditionierung loszuwerden. Damit wir die erworbene Konditionierung loswerden können, gehen wir den Pfad des Ausgießens. Ausgießen als Pfad heißt, dass wir darauf Verzichten unseren Begierden zu folgen. Wenn wir wahrhaftig darin sind, dann ist jeder Gedanke wahrhaftig und die Sicherheit unserer Geisteshaltung zeigt sich auch im Alltag. Dann haben wir Glück, auch wenn wir es nicht beabsichtigen, und Fehler machen wir einfach nicht mehr. Sie existieren nicht. Die Sicherheit und die Ausgießung müssen allerdings korrekt sein. - 293 -


Ausgießen – Reduzieren - Sun

Es gibt Menschen, die sich zurückgezogen haben, ihre Sinne ausgeschaltet, dem Körper kaum Nahrung geben und ganz sicher glauben auf dem richtigen Weg zu sein, doch der ist hier nicht gemeint. Wenn wir eine korrekte Sicherheit gewonnen haben und richtig von falsch unterscheiden können, wenn wir den Verstand verstanden haben, dann wird sich das in unseren Handlungen zeigen. Wir sollten täglich nachsinnen, ob wir noch etwas ausgießen können, wenn wir nicht vollständig leer geworden sind. Erst wenn wir alles ausgeleert haben und alles gesteigert haben, erreichen wir das Land wo nur Gutes existiert, kein Böses. Stärke und Weichheit sind in Harmonie, Zeitraum und Raumzeit ebenso. Erst dann ist der Pfad des Ausgießens nicht mehr nötig. Nach Katya Walter leben wir in einem DoppelBlasen-Universum. Jede Blase entspricht einer Schale. Wenn wir ein Bewohner dieser beiden Schalen geworden sind, können wir Stärke und Schwäche ausbalancieren. Das wird repräsentiert durch die zweite und fünfte Linie in diesem Hexagramm, sie sind ausbalanciert und agieren als eine Einheit. Wenn die Energien der zweiten und fünften Linie sich mischen, gerinnen sie und bilden den spirituellen Embryo, den Bewohner zweier Welten. Dann haben wir den Segen der Freiheit und der Nicht-Anstrengung erreicht. Unser Schicksal liegt dann in unserer Hand, kein Karma bindet uns mehr. Wenn wir sicher im Ausgießen geworden sind, sind wir auch sicher in der Steigerung, dann Minderung und Steigerung bedingen einander. Inmitten der Minderung ist Steigerung und inmitten der Steigerung Minderung. - 294 -


Ausgießen – Reduzieren - Sun

Halten wir die FingergesteSeeBerg, um das zu verstehen:

41.1 Die erste Linie Die erste Linie in der Raumzeit ist eine starke Linie. Wenn wir stark und entschieden sind, frech und kraftvoll, wollen wir natürlich sofort loslegen. Das kann dazu führen, dass uns beim Ausgießen Fehler unterlaufen. Bevor wir etwas ausgießen, sollten wir genau wissen was. Darum sollten wir zuerst die FingergesteSeeBerg halten und die erste Linie.

41.2 Die zweite Linie Auch die zweite Linie ist eine starke Linie. Diese Linie ist gut ausbalanciert. Der Geist des NICHTS ist immer da. Der menschliche Verstand taucht nicht auf, Yin und Yang sind in Harmonie und das goldene Elixier formt sich. Jetzt haben wir die Aufgabe es zu stabilisieren und dabei können Probleme auftreten, wenn wir nicht wissen, wann genug ist. Wenn wir den Zeitpunkt verpassen, dann gießen wir wieder aus, was erschienen ist. - 295 -


Ausgießen – Reduzieren - Sun

Das wiederum reaktiviert den menschlichen Verstand und der Geist des NICHTS verblasst. In dieser Linie sollten wir überhaupt nicht ausgießen und steigern, da die Linien schon ausbalanciert sind. Halten wir lieber die FingergesteSeeBerg und die zweite Linie.

41.3 Die dritte Linie Wir sind auf einer schwachen Linie in der Raumzeit. Die dritte Linie repräsentiert die drei Gesetze. Gesetz der Anziehung Gesetz des Ausgleiches Gesetz der Abstoßung Diese drei Gesetze können als drei Personen gesehen werden. Wenn wir hier zu viel Gefühl investieren, und nicht auf unsere Erfahrung zurückgreifen, verlieren wir eines der Gesetze. Wenn wir wissen, dass es im Verlust einen Gewinn gibt, dann mindern wir den menschlichen Verstand und der Geist des NICHTS zeigt sich. Wenn wir diesen Geist steigern können, dann gleichen sich Yin und Yang aus und wir finden inmitten des Verlustes den Gewinn. Halten wir die FingergesteSeeBerg und die dritte Linie.

41.4 Die vierte Linie Die erste Linie des Zeitraumes ist eine weiche Linie. Reine Negativität ohne Positivität sind wir sehr krank. Wir können von Glück sagen, wenn wir uns noch aufrecht halten können. Wenn wir ernsthaft die Lehre der Unsterblichkeit suchen, dann sollten wir die Unsterblichkeit in anderen suchen, um die Krankheit unseres Selbstes zu reduzieren. - 296 -


Ausgießen – Reduzieren - Sun

Wenn wir das tun, sind selbst die, die es nicht mehr vermögen, in der Lage gesund zu werden, und die die dazu noch in der Lage sind, werden es schnell. Wir finden Gewinn im Verlust und unsere Freude. Halten wir die FingergesteSeeBerg und die vierte Linie.

41.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine ausbalancierte weiche Linie. Wenn wir unseren Verstand leeren, können wir unseren Bauch füllen. Leere und Erfüllung sind zwei Seiten derselben Medaille. Festigkeit und Flexibilität balancieren einander aus. Die Vitalitäten der zweiten und fünften Linie, kombinieren sich auf subtile Weise und manifestieren sich. Wir gewinnen, ohne dass wir gewinnen wollen. Der Gewinn geschieht spontan, natürlich, und braucht keine Anstrengung. Das ist der Pfad der Rückkehr zu unseren Wurzeln, der Pfad der Umkehrschöpfung. Dadurch erreichen wir Unsterblichkeit. Halten wir die FingergesteSeeBerg und die fünfte Linie. Auf diese Weise erhalten wir unsere Lebenskraft zurück und unsere Schwäche verschwindet.

41.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist eine starke Linie. An diesem Punkt kann es sein, dass nichts mehr auszugießen ist, weil wir den letzten Tropfen bereits ausgegossen haben. Auch gesteigert kann nichts mehr werden, da alles sein Maximum erreicht hat. Durch Klären unserer Erleuchtung befinden wir uns im höchsten Guten, wo es kein Böses gibt. Daher gibt es kein Ausgießen und kein Steigern mehr. - 297 -


Ausgießen – Reduzieren - Sun

Es gibt kein fehlerhaftes Tun mehr, nichts was inkorrekt wäre, wir haben zu Ende gebracht, was wir begonnen haben. Wenn unsere Übungen uns an diesen Punkt gebracht haben, ist der Geist des NICHTS immer präsent und das goldene Elixier kristallisiert. Auf diese Weise wird unser Menschsein transformiert. Wenn der Geist des NICHTS die Führung übernommen hat, ist alles, was wir tun, himmlisch. Persönliche Bedürfnisse tauchen nicht mehr auf und selbst der menschliche Verstand wandelt sich zum Geist des NICHTS. Jede Vergiftung verlässt uns, angesammelte Morphofeld-Fetzen können einfach abgestreift werden. Das Elixier ist perfekt. Wir verlassen den Käfig des Gewöhnlichen und treten in ein Leben von Myriaden von Jahren. Die Funktion des Ausgießens ist sehr fein und subtil. Sie besteht nicht aus festen Regeln, sondern wandelt sich mit der Zeit, wenn sie effizient sein soll. Allgemein betrachtet ist das ultimative Ziel die Vereinigung von Stärke und Flexibilität und das Ruhen in höchsten Guten ohne Bösem. Diejenigen die den Pfad des Ausgießens gehen wollen, sollten sich ganz sicher sein, dann können sie den Anfang und das Ende vervollkommnen.

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Eingießen – Vermehren - Yi

42. Eingießen – Vermehren - Yi

Yi heißt Profit, Gewinn, Steigerung. Es ist das Gegenteil des Ausgießens. Im Ideogramm finden wir unten einen Haushaltscontainer, darüber ist ein altes Symbol für Wasser. Wasser über einen Container heißt, dass Wasser in diesen Container gegossen wird. Dadurch wird das Wasser im Container mehr. Element: Holz Monat Februar

Oben haben wir Wind (☴) unten Donner (☳). Eingießen ist vermehren und ausdehnen. In diesem Hexagramm treffen Wind und Donner aufeinander. Wenn der Donner grollt erhebt sich der Wind. Der Klang des Windes steigert den Donner. Der Donner gießt sich in den Wind. Wenn wir Gutes vermehren wollen, ist es wichtig Fehler, zu vermindern. Um Fehler zu reduzieren ist es wichtig, Gutes zu vermehren. Eingießen verlangt Ausgießen und Ausgießen Eingießen. Auf diese Weise hat Vermehrung kein Ende. - 299 -


Eingießen – Vermehren - Yi

Wenn wir Gutes sehen, sollten wir zugreifen. Wenn wir Fehler sehen, sollten wir sie korrigieren. Wenn Menschen geboren sind, sind sie vollkommen gut, ohne Böses. Das Gute ist den Menschen inhärent, während des Böse zum Morphofeld gehört. Fehler sind in uns Menschen normalerweise nicht vorhanden. Wir machen nur Fehler, wenn wir das Gute übersehen. Wenn wir aber das Gute nehmen, wenn wir es sehen, und uns in Richtung Gutes bewegen, bis nichts mehr übrigbleibt als Gutes, dann landen wir im ultimativen Guten. Wenn wir die Fehler, die wir haben korrigieren, und immer weiter korrigieren, bis nichts Falsches mehr übrigbleibt, werden wir schlussendlich makellos. Das Gute anzunehmen erfordert Festigkeit. Fehler zu korrigieren erfordert Flexibilität. Festigkeit sollte sein wie die direkte Handlung des Donners. Flexibilität sollte sein, wie das sanfte, allmähliche Vordringen des Windes. Sind wir lebendig, können wir das Gute betreten. Sind wir locker und gechillt können wir ohne Fehler sein. Stärke und Schwäche sind komplementär zueinander. Was vorher war kehrt zurück und was nachher kam verschwindet. Das Ursprüngliche ist wiederhergestellt und das Morphofeld verschwindet. Durch diese Form des Eingießens erreichen wir das ultimative Gute ohne Böses. Das ist die Stufe der kompletten Integration ins göttliche Design. Eingießen heißt, das hinzuzufügen, was noch gefehlt hat. Wir sollten dabei ohne Hast handeln, nicht eilen und nicht trödeln. Dieses Hexagramm lehrt uns das Ausgießen inmitten des Eingießens. - 300 -


Eingießen – Vermehren - Yi

Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Befreien. Bei der Befreiung ist Yang aktiv und geht aus der Gefahrenzone. Dabei wächst es allmählich und wird reifer. Auf diese Weise kommt Gutes zu dem, voran es mangelt, dennoch können wir das Gute nicht vermehren, ohne gleichzeitig zu vermindern, was nicht gut ist. So gießen wir aus und ein, bis nichts mehr da ist, was ein- oder ausgegossen werden kann. Dann haben wir den Zustand des Guten ohne Böses erreicht, und wir sind fertig mit unserem Job. Seit Anbeginn der Zeit waren wir fleißig darin Fehler und Defekte zu sammeln um sie in das Morphofeld einzuverleiben. Die Samen gewohnheitsmäßiger Getriebenheit wurden gesät und wuchsen tiefer, als die Zeit verstrich. Aus dem Grunde können wir nichts Gutes für unsere Essenz und unser Leben tun, wenn wir nicht zunächst die ersten Samen aus unserer gewohnheitsmäßigen Getriebenheit entfernen. Die Samen der gewohnheitsmäßigen Getriebenheit werden gespeist durch den harmonischen Rhythmus, der durch unsere Gewohnheiten das Morphofeld aufbaut. Das sie schon so lange existieren liegen sie tief in der Zeit verborgen und sind schwer zu entfernen. Sie können nicht alle auf einmal entfernt werden, da sie die Struktur des Morphofeldes bedingen. Wir können sie nur allmählich entfernen und durch Samen des NICHTS ersetzen. Bei diesem Ersetzen sollten wir uns möglichst wenig Fehler erlauben. Jeder einzelne Schritt ist bedeutsam, um den Geist des NICHTS ins Leben zurückzubringen und gleichzeitig auf der anderen Seite den menschlichen Verstand zu reduzieren. Wir bauen gesunde Energie auf und ungesunde ab. Nur wenn beide Prozesse Hand in Hand gehen, haben wir die Möglichkeit, Erfolg zu haben. - 301 -


Eingießen – Vermehren - Yi

Damit wir diese Aufgabe erfüllen können, brauchen wir ein Anfang und ein Ende. Das braucht wiederum einen konzentrierten Willen, da wir ansonsten die Strecke von Anfang bis Ende nicht schaffen können. Erst wenn wir die Samenkörner der gewohnheitsmäßigen Getriebenheit aufgelöst haben, sind wir in der Lage unser ursprüngliches Sein wiederherzustellen. Dazu sollten wir den großen Fluss überqueren. Der große Fluss ist extrem gefährlich. Unser Leben hängt dort in der Balance. Wir sind nicht ganz in der Raumzeit und auch nicht ganz im Zeitraum. Wenn wir diesen gefährlichen Ort überqueren ist es gut, Stellen zu finden, die nicht ganz so gefährlich sind. Wenn wir lernen können harmonische voranzugehen ist das ein großer Gewinn. Wir sollten weder zu langsam sein, noch zu schnell, wenn wir vorhaben diesen Pfad zu beschreiten. Es ist der Pfad des Ausgießens und Eingießens im Rhythmus der Zeit. Halten wir die FingergesteDonnerWind.

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Eingießen – Vermehren - Yi

42.1 Die erste Linie Am Anfang des Eingießens können wir gerade auf unser Ziel zusteuern. Mit lebhafter Kraft können wir großes Bewirken. Das liegt daran, dass, wenn der initiale Gedanke wahr ist, können wir schon im Beginn eingießen und auch bis zum Ende erfolgreich sein. Halten wir die FingergesteDonnerWind und die erste Linie.

42.2 Die zweite Linie Die zweite Linie des Eingießens ist eine weiche Linie. Die Flexibilität dieser weichen Linie ist korrekt ausbalanciert. Wir haben ein Gewahrsein für gut und richtig entwickelt, unser selbst verfeinert und unseren Verstand kontrolliert. Wir haben ausgegossen und ausgegossen, bis die ursprüngliche Energie aus dem NICHTS erschien und Yin und Yang sich vermischen. In den alten Texten heißt es, dass wir 10 Schildkrötenpanzer gewinnen. Früher wurde aus den Schildkrötenpanzern gelesen, und die Zahl 10 ergibt sich aus der zweiten und fünften Linie, die zusammen agieren müssen. Die zweite und fünfte Linie vereinigen sich subtil, als würden sie einen Schildkrötenpanzer aufbauen, und sich darin verbergen. Die Seele sammelt die Energie und der spirituelle Embryo nimmt eine Form an. Zu diesem Zeitpunkt ist es wichtig, ungeteilte Korrektheit über 10 Monate bereitzustellen, damit der spirituelle Embryo den Leib verlassen kann und Wirklichkeit werden kann. Dabei sollten wir vollkommen gelassen und entspannt sein. Wenn himmlischer Edelmut zur Perfektion gebracht wurde, dann folgte der menschliche Edelmut auf dem Fuß. Halten wir die FingergesteDonnerWind und die zweite Linie. - 303 -


Eingießen – Vermehren - Yi

42.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine weiche Linie. Sie ist nicht ausbalanciert wie die zweite und es können sich Fehler einschleichen. Daher können wir nicht nur positive Ereignisse nutzen, um einzugießen, sondern vor allem unglückliche Ereignisse. Die unglücklichen Ereignisse dienen dazu uns selbst zu polieren. Wir sollten sorgfältig und achtsam sein und unsere Innenschau kultivieren. Wir sollten sicher und wahrhaftig sein und in Balance und Ausgleich handeln. Wenn wir wahrhaftig sind, ist das Herz sicher. Wenn die Durchführung einer Handlung balanciert und moderat erfolgt, dann ist die Handlung sorgfältig. Wenn das Herz sicher ist und die Handlung sorgfältig, dann sind wir unparteiisch und selbstlos. Wir selber sind dann wie ein Gütesiegel. Alle vertrauen uns. Inmitten des Ausgießens gibt es ein Eingießen und unvorteilhafte Ereignisse können sich in vorteilhafte wandeln. Wir können zwar Fehler gemacht haben, aber das Ende ist gut. Halten wir die FingergesteDonnerWind und die dritte Linie.

42.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist eine weiche Linie im Beginn des Zeitraumes. Wir befinden uns im Wind und haben den Donner verlassen. Wir haben bisher selbst profitiert, jetzt profitieren andere von uns. Daher ist eine balancierte Handlung sehr wichtig, damit alle davon profitieren können. Diese Handlung kann von uns ausgehen oder von Ereignissen, die nichts mit uns zu tun haben.

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Eingießen – Vermehren - Yi

Auf jeden Fall haben wir es mit einem unpersönlichen Ereignis zu tun, das Freude bringt, ernsthaft akzeptiert wird, und dem Menschen gerne folgen. Da der Weg weit nach oben führt, kann es zu Kritik kommen gerade gegen diejenigen, deren Tugend außerordentlich weit entwickelt ist. Es ist daher notwendig, sich auf jemanden zu verlassen der über große Kraft oder Macht verfügt, bevor es möglich sein wird, in die Öffentlichkeit zu treten und zu lehren, vor allem wenn wir Menschen in Richtung Gutem bewegen wollen und ihnen helfen ihre Fehler zu reformieren. Wenn wir keinen eigenen Status haben ist es notwendig den Status von jemand anderem zu borgen, um Erfolg zu haben. Halten wir die FingergesteDonnerWind und die vierte Linie.

42.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine starke Linie, sie arbeitet mit der zweiten Linie zusammen. Wenn positive Stärke korrekt in der Balance ist, der große Weg vollendet, und wir in das göttliche Design integriert wurden, können wir darauf vertrauen, dass ein wohlwollendes Herz in uns wohnt und dass wir Glück und fundamentale Güte erleben. Das wohlwollende Herz ist das uns eingeborene gute Herz. Wenn das uns eingeborene gute Herz immer aktiv ist, schauen wir auf die Myriaden Dinge, als wären sie ein Körper und sehen andere als unsere Familie an. Dann ist jedes Wort von uns und jede unserer Handlungen ein Segen für die Welt. Auch unser Geist hat ein charismatisches Wohlwollen für die Menschheit. Wenn wir ein wohlwollendes Herz entwickelt haben, kommt das wohlwollende Charisma automatisch. Es weht wie der Wind. - 305 -


Eingießen – Vermehren - Yi

In dieser Linie können wir Gutes für die Welt tun, ohne uns Kraft oder Macht borgen zu müssen. Halten wir die FingergesteDonnerWind und die fünfte Linie.

42.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist eine starke Linie. Stärke die missbraucht wurde, kann nichts Gutes bewirken. Wenn wir trotzdem darauf beharren Gutes für andere Tun zu wollen, werden sie uns angreifen. Wenn wir für andere von Nutzen sein wollen, müssen wir selbst unsere Fehler reduzieren. Das Eliminieren eigener Fehler gießt Gutes ein. Erst wenn wir selbst gut geworden sind, können wir für andere Gutes tun. Das ist eine konsistente, konstante Bestimmung, die sich allmählich in einer geordneten Weise entwickelt. Wenn die Bestimmung nicht konstant ist, können wir anderen Menschen auch nicht helfen. Aus dem Grunde sollten wir anderen Menschen nicht helfen, bevor wir uns nicht selbst entwickelt haben. Halten wir die FingergesteDonnerWind und die sechste Linie Nehmen wir das Eingießen als Pfad, so sollten wir dafür sorgen, dass wir zunächst uns selbst entwickeln, solange der Pfad nicht vollendet wurde. Wenn wir den Pfad zu Ende gegangen sind, können wir anderen dabei helfen zu wachsen. Selbstentwicklung und die Entwicklung anderer hat jeweils seine eigene Zeit. Wir können andere Menschen nicht bei ihrem Wachstum helfen, wenn wir es selbst noch nicht erreicht haben. Beides verlangt aber von uns, dass wir zunächst unsere Fehler beseitigen. - 306 -


Eingießen – Vermehren - Yi

Wenn wir unsere eigenen Fehler gelöscht haben und makellos geworden sind, können wir uns selbst und anderen helfen. Auf diese Weise spenden wir Wohltaten, wo auch immer wir sind.

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Scheiden – Segnen – Guai

43. Scheiden – Segnen – Guai

Guai ist ein altes Zeichen. Es bedeutete scheiden oder teilen. Später kam die Bedeutung »eine Lösung finden« hinzu. Das Ideogramm hat oben zwei horizontale Linien, die von zwei vertikalen Linien durchkreuzt werden. Dieses Zeichen ist ein Objekt. Darunter ist eine Hand, die das Objekt hält und damit scheidet oder segnet. Element: Metall Monat: April

Oben haben wir einen See (☱), darunter den Himmel (☰). Scheiden ist eine auseinandertreibende Kraft. Feuchtigkeit steigt zum Himmel, wandelt sich zum Regen und wässert Myriaden von Kreaturen. Es ist, als ob der Himmel selbstlos wäre und sich teilt, damit die Flüssigkeit ausfließen kann. So wie der See im Himmel Myriaden von Kreaturen Leben schenkt, so sollten Menschen, die uns begegnen sicher und friedvoll sein, weil wir wohlwollend sind. Wir segnen jeden Menschen mit unserer Freundlichkeit. Um Menschen zu erreichen, sollten wir sie segnen. - 308 -


Scheiden – Segnen – Guai

Wenn unser Segen selbstlos ist, dann ist die Gabe groß, die Großzügigkeit ist real. Das ist, wie der Himmel, der alles überspannt und allen Lebewesen ihr Leben gibt. Menschen mit solch einer großartigen Tugend halten sich nicht für etwas Besonderes, sie sind einfach Gefährten des Himmels. Wenn wir bewusst segnen, ohne dabei selbstlos zu sein, kommt der Segen nicht von Herzen und ist nicht von Dauer. Wir sollten andere Menschen so betrachten wie uns selbst, wenn wir segnen und ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Auf diese Weise haben wir eine Tugend, aber bilden uns nichts darauf ein. Auf diese Weise wächst die Tugend Tag für Tag, während der Verstand bescheidener und bescheidener wird. Wir teilen mit aller Selbst-Befriedigung und Selbst-Wichtigkeit. Das erinnert an die Feuchtigkeit, die vom Himmel fällt und Leben spendet. Wenn wir am NICHTS arbeiten, Erfahrungen sammeln und unsere Praxis verbessern, dann teilen wir ab und zu etwas, was anderen Menschen guttut. Das ist, wie andere Menschen zu segnen. Wenn der Himmel uns segnet, erwartet er keine Gegenleistung. Er tut es einfach und bildet sich nichts darauf ein. Wenn wir Gutes tun und dabei den Himmel kopieren, ist das eine gute Sache und wird viel Gutes in die Welt bringen. Teilen ist unterscheiden, trennen und verlassen. Im Körper des Hexagramms ist eine Yin-Linie an der Spitze von fünf Yang-Linien. Yang ist auf dem Weg rein zu werden, während Yin auf dem Weg ist zu verschwinden. Die Qualitäten des Hexagramms sind Stärke und Harmonie. Harmonisch mit Stärke agieren, stark, aber nicht gewalttätig. Es hat auch die Bedeutung Yang zu nutzen, um Yin zu überwinden. - 309 -


Scheiden – Segnen – Guai

Nach Liu Yiming repräsentiert dieses Hexagramm das Abwehren von Yin durch Yang. Es folgt auf das Ausgießen. Im Ausgießen stillen wir die Freude und versuchen Freude nicht künstlich werden zu lassen. Dadurch fördern wir Yang und stoßen Yin ab. Wir nutzen die in uns angeborene gesunde Energie, um die schädliche Energie des Morphofeldes abzuwehren. Die Energie der äußeren Einflüsse des Morphofeldes wird durch das unterscheidende Bewusstsein eingeladen. Wenn wir äußere Einflüsse abwehren wollen, ist es das Beste sich zunächst vom unterscheidenden Bewusstsein zu trennen. Nachdem wir uns mit dem Morphofeld vermischt haben, übernimmt das unterscheidende Bewusstsein die Kontrolle über unser Leben. Sex, Drugs and Rock’n Roll, trennen uns von der Realität. Die Verlockung von Reichtum unterminiert unsere Natur, Gefühle und Begierden treiben uns an, Gedanken und Grübeleien erscheinen in einem Wirrwarr, und der Verstand ist in Konfusion verloren. Wenn wir Gewohnheiten über lange Zeit pflegen, werden sie zu unserer zweiten Natur. Das hat zur Folge, dass wir sie nicht einfach entfernen können. Es ist notwendig, über eine lange Zeit gelassen und gleichmütig zu arbeiten, immer im Einklang mit der Zeit. Irgendwann wird das Unterscheiden nachlassen und der ursprüngliche Spirit kehrt zurück. Der menschliche Verstand sublimiert und der Geist des NICHTS ist komplett. Wieder sehen wir das ursprüngliche Selbst. Der menschliche Verstand liebt das unterscheidende Bewusstsein. Wenn wir uns davon scheiden wollen, ist es am besten zunächst den Geist zu klären.

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Scheiden – Segnen – Guai

Wenn der Geist geklärt ist, erscheint der Geist des NICHTS und dem unterscheidenden Bewusstsein kann ganz leicht gekündigt werden. Wenn erst der Geist des NICHTS die Herrschaft übernommen hat, dann können richtig von falsch sehr leicht unterschieden werden. Wenn der Geist klar wahr und falsch unterscheiden kann, dann ist er nicht vom unterscheidenden Bewusstsein getäuscht und kann leicht von ihm unterschieden werden. Aber da das unterscheidende Bewusstsein so lange das Kommando hatte, sind seine Wurzeln tief und seine Autorität ist gewaltig. Wir können es nicht stürmisch attackieren, sondern müssen den richtigen Weg zwischen Angespanntheit und Entspanntheit finden, bevor es überhaupt möglich ist, etwas zu bewegen. Wir brauchen die Wahrheit des wahren Geistes und der ursprünglichen Absicht, um gesunde Energie anzusammeln. Wir müssen vorsichtig sein und aufpassen, damit wir irrende Energie abwehren können. Wir müssen an uns selbst denken und dürfen nicht in den Kampf ziehen, sondern müssen auf die richtige Zeit warten. Wenn wir erst die gesunde Energie angesammelt haben und die falsche Energie abgewehrt, wenn wir uns selbst verfeinert haben und auf die richtige Zeit gewartet, sind Myriaden Dinge leer, und es gibt nur noch das unterscheidende Bewusstsein allein, dann sollten wir den Vorzug der richtigen Zeit nutzen und dem unterscheidenden Bewusstsein die Kündigung überreichen. Die Qualitäten dieses Hexagramms sind Stärke und Harmonie. Gleichmütig, ohne Druck auf die richtige Zeit zu warten, ist das Geheimnis, wie wir uns vom Morphofeld trennen können. Halten wir die FingergesteHimmelSee.

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Scheiden – Segnen – Guai

43.1 Die erste Linie Die erste Linie, wie auch die nächsten fünf, ist eine starke Linie. Am Anfang, wenn wir uns von Yin trennen wollen, stark und wenig flexibel sind, ungeduldig vorwärts preschen, können wir uns nicht von Yin trennen, ganz im Gegenteil wir nähren es. Das hat zur Folge, dass der Himmel nicht über die Erde herrscht, sondern die Erde über den Himmel. Das macht keinen Sinn. Lassen wir uns die FingergesteHimmelSee halten und die erste Linie.

43.2 Die zweite Linie Wir sind zwar immer noch stark, aber vorsichtig und können nachgeben. Wir treffen alle Vorkehrungen und selbst, wenn es Ärger geben sollte, haben wir ihn lange erkannt und er kann uns nichts anhaben. Wir sind stark aber sanft. Halten wir die FingergesteHimmelSee und die zweite Linie.

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Scheiden – Segnen – Guai

43.3 Die dritte Linie Wir sind hastig unsere Ziele zu erreichen, aber das Vorhaben explodiert uns direkt ins Gesicht. Wenn wir weise wären, würden wir lassen, was nicht zu ändern ist, uns alleine in den Regen stellen, das ist zwar nervig, aber fügt uns keinen Schaden zu. Der Regen wird uns schon aufweichen. Halten wir die FingergesteHimmelSee und die dritte Linie.

43.4 Die vierte Linie Die erste Linie des Zeitraums. Unsere Stärke ist nicht richtig ausbalanciert, der Geist des NICHTS leidet unter dem menschlichen Verstand. Es ist, als ob wir kein Sitzfleisch hätten. Das Sitzen fällt schwer, und wir machen keine Fortschritte. Wir sind nicht erfolgreich darin uns vom Yin zu trennen. Wir können uns glücklich schätzen, dass der Geist des NICHTS noch nicht abgehauen ist. Aus dem Grunde hätten wir alle Voraussetzungen uns vom Morphofeld zu trennen. Wir glauben das aber nicht, weil unser Verstand noch immer aktiv ist. Halten wir die FingergesteHimmelSee und die vierte Linie.

43.5 Die fünfte Linie Wir befinden uns in der Nähe der weichen Linie über uns. Die Erde regiert immer noch den Himmel. Der Geist des NICHTS wird vom menschlichen Verstand zum Narren gehalten. Wir müssen die starken Wurzeln kappen. Das ist erstens nicht einfach, weil sie sehr stark sind, und zweitens können wir sie nicht auf einmal durchschneiden.

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Scheiden – Segnen – Guai

Der menschliche Verstand klebt förmlich am unterscheidenden Bewusstsein. Der Geist des NICHTS unterscheidet sich vom menschlichen Verstand nur um eine Haaresbreite, und das müssen wir unterscheiden. Wenn wir in der Lage sind uns von der Erdhaftung zu lösen, dann ist das der Geist des NICHTS. Wenn wir uns von der Erdhaftigkeit nicht lösen können, dann ist das der menschliche Verstand. Der Verstand ist der Wohnsitz des Bewusstseins. Das unterscheidende Bewusstsein ist verkettet mit dem menschlichen Verstand. Es ist daher unsicher, ob sie voneinander getrennt werden können. Wir können uns daher glücklich schätzen, wenn Yang so rein wird, dass das irdische Yin von alleine verschwindet. Wir können dann das Morphofeld nicht ohne Anstrengung einfach abstreifen, aber mit Anstrengung kann es gelingen. Durch die Balance der fünften Linie können wir makellos werden. Halten wir die FingergesteHimmelSee und die fünfte Linie.

43.6 Die sechste Linie Die einzige schwache Linie in unserem Kampf der Trennung vom Morphofeld. Das gesamte Morphofeld hat sich zurückgezogen, allein das unterscheidende Bewusstsein ist noch da. Es hätte sich mit dem Morphofeld ablösen sollen, das ist aber nicht geschehen. Wir müssen uns also noch einmal anstrengen, damit sich auch das unterscheidende Bewusstsein auflöst. So kann die himmlische Energie doch noch rein werden und das Morphofeld kann sich vollständig auflösen. - 314 -


Scheiden – Segnen – Guai

Halten wir die FingergesteHimmelSee und die sechste Linie. Unterscheiden nennt sich der Pfad der Ablösung vom Morphofeld. Segnen ist dabei sehr hilfreich. Auf diesem Pfad dürfen wir nicht zu stark sein, aber auch nicht zu schwach. Wir brauchen Flexibilität in der Standhaftigkeit und Weichheit in der Härte. Um sich langsam vom Morphofeld zu lösen, brauchen wir eine Portion himmlischer Energie, die sich allmählich in das Morphofeld schiebt. Haben wir erst einmal einen Fuß in der Tür, kann die himmlische Energie anwachsen und das Morphofeld verdrängen. Wenn die himmlische Energie des Regenbogenkörpers vollständig geworden ist, verschwindet das Morphofeld. Wenn wir nicht die Geduld besitzen den Prozess des Aufbauens von Intensität gefolgt von Erschlaffung durchzuführen, und stattdessen eilig voranschreiten, nähren wir das Morphofeld und zerstören die himmlische Energie. Zum Schluss werden wir noch tiefer vom Morphofeld versklavt werden. Der Pfad des Unterscheidens braucht Geduld und ein tiefes Verständnis des Prozesses.

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Paaren – Treffen – Guo

44. Paaren – Treffen – Guo

Guo ist ein altes Zeichen, das heute keine Verwendung mehr findet. Guo beschreibt ein Paar, vor allem ein verheiratetes Paar. Später wurde es zu einem Paar, das sich paart. Es stellt das Treffen der Geschlechter dar. Das Ideogramm besteht aus einer Frau und einer Königin. Die Frau steht links, die Königin rechts. Unter der Königin ist ein offener Mund, und über dem Mund ein Strich, der die Eins darstellen soll. Dahinter verbirgt sich der König, den die Königin zu treffen beabsichtigt. Element: Metall Monat: Juni

Wir haben oben den Himmel (☰), unten den Wind (☴). Das ist Wind unter dem Himmel. Der Himmel kann Myriaden Dinge schöpfen, aber sie nicht in aufrühren. Das übernimmt hier der Wind. Auf diese Weise kommt der Himmel mit den Myriaden Dingen durch den Wind in Berührung. Das nennt sich treffen. - 316 -


Paaren – Treffen – Guo

Der Himmel und die Myriaden Dinge des Morphofeldes sind weit voneinander entfernt. Sie können nicht leicht zusammenkommen. Durch das Wehen des Windes können sie sich aber treffen. Dasselbe Problem haben Königin und König aus unserem Ideogramm. Sie können sich nicht einfach mit normalen Menschen treffen. Dafür brauchen sie Boten, wie den Wind. Der Wind kann in alle vier Himmelsrichtungen wehen. Die vier Himmelsrichtungen sind weit weg. Wie kommen unsere Botschaften also dahin, wenn nicht über Wind oder in heutiger Zeit über Telefon und Internet. Nutzen wir Telefon und Internet, dann ist es dieses Hexagramm, das aktiv wird. Auf dieselbe Weise, wie heute das Internet funktioniert, haben in früheren Zeiten weise Menschen gelehrt. Sie haben die so genannten klassischen Schriften verfasst, die heutzutage überall zugänglich sind. So ist die Bibel entstanden, das I Ging, der Koran, das Tao Te Ching, um nur einige zu nennen. Wichtig ist dabei, dass die Weisen früher Zeiten sich selbst in diesen Schriften verewigen mussten, damit sie als persönlicher Lehrer dienen konnten. Daher waren auch in früheren Zeiten die Bücher immer schon an Links gekoppelt, die eine direkte Energieübertragung möglich machen. Auf dieselbe Weise funktionieren die Downloads von Zhi Gang Sha, unsere Qodes for Heath oder GertieGane und GertieGene. Wenn wir in der Lage sind, den Wind in den Schriften zu wecken, können wir den Inhalt jeder noch so fernen Schrift downloaden. Durch diese Möglichkeit durchweht der Wind nicht nur die Räume, sondern auch die Zeiten, und viele Informationen haben auf diese Weise überlebt. - 317 -


Paaren – Treffen – Guo

Wenn wir Dinge wahrhaft lieben, sorgt der Wind dafür, dass diese Dinge von uns erreicht werden. Treffen ist auch Begegnung, unerwartete Begegnung. Im Körper des Hexagramms gibt es ein Yin, unter fünf YangLinien. Dieses Hexagramm beschreibt, wie wir das Morphofeld abwehren können und die himmlische Energie bewahren. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Eingießen. Eingießen verbessert unzureichende himmlische Energie. Etwas zu verbessern heißt, wenn etwas zu wenig vorhanden ist, etwas hinzuzugießen, aus einem Yang 6 Yang zu machen. Sodass schlussendlich die positive himmlische Yang-Energie rein und komplett ist. Wenn Yang kuliminiert, ist es unausweichlich, dass sich diese sechs Yang in Yin verwandeln. Das hat zur Folge, dass plötzlich ein Yin erscheint, wie in diesem Hexagramm. Wenn Yin erscheint, wird Yang verletzt. Wenn das Morphofeld erscheint, wird die Wirklichkeit verletzt. Oder in früheren Schriften: Wenn die Frau erscheint, wird der Mann verletzt. Doch sollten wir uns bewusst machen, dass Yin erscheinen muss, wenn Yang kulminiert. Wenn zu viele Männer da sind, wird die Frau erscheinen, das ist unvermeidlich. Wenn die Wirklichkeit kulminiert, wird das Morphofeld erscheinen, das ist unvermeidlich. Die einzige Chance, die wir hier haben, ist die Schöpfungsumkehr, das heißt, wir müssen von der Erde borgen, um den Himmel zu vollenden. Wenn wir das hinkriegen, wird die zweite Linie schwach und die zweite und fünfte Linie sind in Harmonie. Stärke und Flexibilität sind dann in Balance. - 318 -


Paaren – Treffen – Guo

Wenn wir das erreicht haben, können wir durch Wirklichkeit und Morphofeld laufen, ohne davon beeinträchtigt zu werden, wir können durch Mann und Frau gehen, ohne uns zu paaren. Yin oder Yang können uns nicht fesseln. Wenn wir Yin nutzen, ohne selber benutzt zu werden, ist das eine Begegnung mit einer Frau ohne sich zu paaren. In alten Worten, ohne sie zu heiraten, oder im Morphofeld zu leben, ohne vom Morphofeld verschlungen zu werden. Das geborgte Erd-Yin hat eine starke Energie, aber sie muss sich doch dem Himmel beugen, so wie die Erde sich dem Himmel beugen muss, um befruchtet zu werden. Dadurch wird die Yang-Energie nicht verletzt und die Yin-Energie wird sich allmählich sublimieren. Das ist der Wert der Abwehr des Morphofeldes. Halten wir die FingergesteWindHimmel.

44.1 Die erste Linie Wir sind auf der einzigen weichen Linie des Hexagramms in der Erde der Raumzeit.

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Paaren – Treffen – Guo

Wenn ein Yin sich in eine Gruppe von Yang hineinschleicht, ist seine Stärke groß genug um gegen die Gruppe von Yang anzugehen. Eine Bremse muss auch nicht sehr groß sein, um ein Rad anzuhalten. Wenn wir das NICHTS üben, sollten wir unsere Korrektheit bewahren, ohne sie zu verlieren. Dadurch vermeiden wir Ärger. Wir sollten uns bewusst sein, dass ein Yin eine Menge Ärger bringen kann, also bleiben wir cool. Halten wir die FingergesteWindHimmel und die erste Linie.

44.2 Die zweite Linie Wenn wir Stärke mit Flexibilität paaren (erste Linie), dann sind wir vorsichtig, aufmerksam und können den ersten Vorstoß des Morphofeldes abfangen. Der Vorteil, den wir haben, ist, dass wir die Gastgeber sind, und das Morphofeld der Gast. Wir sehen ihn schon kommen, bevor er an unsere Tür klingelt. Halten wir die FingergesteWindHimmel und die zweite Linie.

44.3 Die dritte Linie Diese Linie hat die Neigung stark und selbstgefällig zu sein, daher sind wir nicht in der Lage uns gegen das Morphofeld zur Wehr zu setzen. Wenn das Morphofeld erst einmal handelt, ist es schwer, es wieder zu stoppen. Wenn der menschliche Verstand sich mit dem Geist des NICHTS mischt, haben wir nicht genügend Kraft zu laufen, weil unsere innere Autonomie verunsichert wurde. Wenn wir Glück haben, besitzen wir soviel Stärke aufrecht zu bleiben. Dann sollten wir tagsüber arbeiten und nachts vorsichtig sein. - 320 -


Paaren – Treffen – Guo

Wenn wir uns selbst in dieser Gefahr meistern, können wir vermeiden, dass das Himmlische durch das Morphofeld zerstört wird. Halten wir die FingergesteWindHimmel und die dritte Linie.

44.4 Die vierte Linie Wir sind zwar stark, aber haben unsere Achtsamkeit verloren. Wir können das Morphofeld nicht abwehren. Der Geist des NICHTS ist umwölkt und unser Verstand springt herum wie ein wildgewordener Affe. Wir können die Gefahr derzeit nur bannen, indem wir die FingergesteWindHimmel und die vierte Linie halten.

44.5 Die fünfte Linie Auf der fünften Linie ist die Stärke korrekt ausbalanciert. Himmel und Mensch mischen sich. Der menschliche Verstand ist unter Kontrolle des Geist des NICHTS. Dadurch wird der Intellekt gebremst und wir können unsere Erleuchtung verstecken. Auf diese Weise können wir durch unsere menschliche Kraft in den Himmel kommen. Die himmlische Energie ist nicht zerstört und die irdische Energie sublimiert spontan. Wir vermeiden negative Morphofeld-Energie durch positive himmlische Energie und es kommt zu keiner Verletzung. Halten wir die FingergesteWindHimmel und die fünfte Linie.

44.6 Die sechste Linie Wenn wir stark aber arrogant sind, können wir den Einfluss des Morphofeldes nicht früh genug abfangen. Wenn Yang extrem geworden ist, muss es sich zu Yin wandeln. Wenn Stärke ihr Maximum erreicht hat, muss sie besiegt werden.

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Paaren – Treffen – Guo

Wir landen auf dieser Linie, wenn wir zu langsam reagiert haben. Halten wir die FingergesteWindHimmel und die sechste Linie. Zusätzlich sollten wir den Qode VergangenheitSchnell(Männlich oder Weiblich)-Pg nutzen, damit der Astralkörper in Zukunft schneller reagieren kann. In den sechs Linien des Hexagramms Paaren, lernen wir, das Morphofeld zu vermeiden. Eine Paarung mit dem Morphofeld führt zu einigen Verwicklungen, die unsere geistige Klarheit kosten kann. Wenn wir früh genug handeln (VergangenheitSchnell) können wir das Morphofeld abwehren. Wenn wir schnell genug sind, dann steigt der Yin-Strich nur bis zur zweiten Linie auf. In dieser Linie übernimmt das Yang der fünften Linie die Kontrolle über dieses Yin, sodass es spontan sublimiert. Eine gute Balance finden wir nur in der fünften Linie. Hier können wir das Morphofeld durch eine gute Balance abwehren und es sogar benutzen ohne selbst benutzt zu werden. Wir können es ausleihen, um unser Yang zu bewahren.

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Sammeln – Bündeln - Cui

45. Sammeln – Bündeln - Cui

Cui ist von der Bedeutung her, ein Bündel von dickem Gras. Das Ideogramm hat aus dem Grunde an der Spitze zwei Grasbüschel. Der untere Teil ist der Klang. Gräser können gesammelt und gebündelt werden. Dasselbe gilt für die Erfahrungen, die wir machen. Das Hexagramm hat Ähnlichkeit mit dem Hexagramm Nr. 8. Hier haben wir oben einen See (☱) unten die Erde (☷). Im Hexagramm Nr. 8 haben wir oben Wasser (☵) und unten Erde (☷). In beiden Fällen ist Wasser mit Erde kombiniert. In diesem Hexagramm wird gebündelt und im Hexagramm Nr. 8 Intimität erzeugt. Im Hexagramm Nr. haben wir eine Yang-Linie, in diesem Hexagramm gibt es zwei. Bündeln ist die Intimität einer Gruppe, während Intimität, die Verbindung zweier Menschen darstellt. Element: Metall Monat: September

Im Bündeln gelangt Feuchtigkeit auf die Erde. - 323 -


Sammeln – Bündeln - Cui

Wenn Feuchtigkeit in der Erde ist und auf die Erde herabregnet, ist alles genährt, kann gedeihen und wachsen. Da oben ein See ist, ist die Menge an Wasser begrenzt. Der See kann nicht alles für alle Zeit nähren. Manchmal wachsen Dinge, und manchmal nicht. Aus dem Grunde sollten wir das, was gewachsen ist, sammeln und bündeln. Wenn wir das NICHTS üben kommen wir unweigerlich an den Ort, wo die fünf Elemente gebündelt und zur Quelle zurückgegeben werden. Das geschieht, nachdem alles Erworbene unter die Absicht gelangt ist. Wenn wir nicht gelernt haben, Gefahren zu vermeiden und an mögliche Risiken zu denken, kann das, was gebündelt wurde, auch wieder zerstreut werden. Aus dem Grunde sollten wir lernen, Waffen gegen das Unerwartete zu schmieden. »Waffen« bestehen auf Weisheit und die stillen Operationen spirituellen Gewahrseins. Wenn das Usprüngliche geronnen ist, kann es durch das Morphofeld nicht mehr verletzt werden, aber es ist notwendig, die persönliche Geschichte zu löschen, bevor Natur und Leben stabilisiert werden können. Wenn es noch Kontaminierungen oder Konditionierungen durch das Morphofeld gibt, wird es wieder seine Autorität behaupten wollen, und die ursprüngliche Absicht fragmentiert sich wieder. Aus dem Grunde ist der Schutz unverzichtbar. Wenn wir in der Lage sind, die Waffen der Weisheit zu schmieden, um nicht unvorhergesehen angegriffen zu werden, werden wir immer eine autonome Präsenz haben und das Juwel des Lebens wird nicht geschädigt werden. Nach einer langen Zeit, werden die fünf Elemente verschmelzen und sublimieren, Körper und Seele werden beide verfeinert sein. - 324 -


Sammeln – Bündeln - Cui

Sie verschmelzen mit dem NICHTS in der Wirklichkeit und werden auf ewig unbestechlich. Der Prozess des Bewahrens unserer Integrität ist sehr wichtig. Der See steht für die Freude. Die Erde ist empfänglich. Wenn wir uns mit anderen im Einklang befinden, freuen sie sich. Wir können Freude sammeln und bündeln. Dieses Hexagramm repräsentiert das Sammeln der heiligen Medizin. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Scheiden. Das ist Teil eines alchemistischen Prozesses, der aus Scheiden, Reinigen und Sammeln besteht. Im Scheiden trennen wir uns vom Morphofeld durch die himmlische Energie. Der Pfad des Scheidens sollte erst gegangen werden, wenn wir das Elixier hergestellt haben. Das Elixier wiederum wird sich erst formen können, wenn wir es gesammelt und gebündelt haben. Nachdem wir geboren wurden, entwickelten wir Gewohnheiten, die uns von unserer Natur entfernten. Sie entstanden unter dem Einfluss des inneren Dialogs und der Macht des hypnotischen Rhythmus. Dadurch wurden Geist und Seele instabil und unsere Lebenskraft und Energie zerstreute sich. Es ist in den meisten Fällen nicht mehr möglich, die Energie und Lebenskraft wiederherzustellen, zu sammeln und zu bündeln. Es ist daher wichtig, beharrlich zu sein, in Harmonie zu handeln und allmählich voranzugehen auf ordentliche und angenehme Weise. Dabei sollten wir darauf achten, nicht vom Weg abzukommen und den Prozess zu verlassen. Wenn wir unsere Absicht auf ein Ziel fokussieren, je länger desto stärker, können wir das, was wir verloren haben wieder zurückgewinnen. - 325 -


Sammeln – Bündeln - Cui

Was wir verloren haben, können wir auf natürliche Weise wiederfinden, was zerstört wurde, kann wiederhergestellt werden. Auf diese Weise stellen wir unsere starken Wurzeln wieder her, zu unserem Erbgut und unserer Ahnenreihe, die uns unseren Körper geschenkt haben. Unsere ursprüngliche Natur ist, wie diese Wurzeln. Wenn wir ins Morphofeld gleiten, vergessen wir diese Wurzeln. Wenn wir unsere Seele und Energie sammeln und bündeln, Essenz und Leben kultivieren und die ursprüngliche natürliche Realität wiederherstellen, dann ist das, als ob wir unsere Wurzeln nie vergessen hätten. Wenn wir unsere Wurzeln nicht vergessen haben, dann können wir Herzen sammeln und bündeln. Wenn wir unsere Basis nicht vergessen haben, dann können wir die große Medizin der Essenz und des Lebens sammeln und bündeln. Wenn wir nicht vergessen wollen, brauchen wir Menschen, die in der Lage sind, das alte Wissen zu bewahren und weiterzugeben. Menschen, die sammeln und bündeln. Eine große Person ist eine Wesenheit, die in der Lage ist, sich selbst und andere zu korrigieren. Wenn wir uns selbst korrigieren, gibt es kein Ego, Seele und Energie zerstreuen sich nicht und Aufrichtigkeit wird das Selbst. Wenn wir andere korrigieren, gibt es keine Persönlichkeiten, Charakter und Konstitution sind sublimiert und Aufrichtigkeit wird Mensch. Wenn wir uns selbst und andere korrigieren, tauchen keine inneren Gedanken auf und das Morphofeld kann nicht eindringen. Das Innere und das Äußere sind eine einzige Aufrichtigkeit. Wohlwollen, Gerechtigkeit, Höflichkeit und Wissen, basieren auf Wahrhaftigkeit. Wenn das Ursprüngliche gesammelt und gebündelt wurde, ist die Essenz stabil und das Leben solide. - 326 -


Sammeln – Bündeln - Cui

Sammeln und Bündeln was richtig ist, ist keine kleine Angelegenheit. Was der Himmel an uns Menschen mag, ist unsere Aufrichtigkeit. Und so sollten wir mit Aufrichtigkeit einer Berufung folgen. Dem Himmel mit Aufrichtigkeit zu antworten, die Wurzel unserers Daseins nicht vergessend, ist ein großes Opfer, dem Himmel gegenüber. Es bringt uns viel Glück. Dieses Opfer und das daraus folgende Glück ist keine Sache eines kurzen Momentes der Leere, es ist notwendig das Pflaster der Realität Schritt für Schritt abzulaufen, bevor wir sie erreichen können. Wenn wir wissen, aber nicht dementsprechend handeln, ist so, als wüssten wir nicht. Der Wert des Wissens besteht allein in seiner Anwendung. Halten wir die FingergesteErdeSee.

45.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine schwache Linie in der Erde der Raumzeit. Wenn wir hier schwach sind, sind wir oft auch unentschlossen.

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Sammeln – Bündeln - Cui

Wir können falsch und richtig noch nicht unterscheiden und wenden uns mal hierhin, mal dahin. Weil wir nicht wissen, was wir tun, bündeln wir uns in Gruppen und bilden einen Mob. Wir mobben. Wir können ganz vom Morphofeld eingefangen werden, was unsere Meinung diktiert. Glücklicherweise steht diese Linie mit der ersten starken Linie des Zeitraums in Korrespondenz. Wenn wir herausfinden, dass Mobbing nicht unser Ding ist, dann beginnt es zu regnen. Der Zeitraum weint. Wir auch. Suchen wir uns wissende Menschen und halten uns an sie. Wenn wir erst einmal von ihnen unterrichtet werden und einen Weg durch die Dunkelheit gezeigt bekommen, werden wir verstehen, dass das NICHTS nicht weit entfernt ist, aber was Menschen für das NICHTS tun, macht sie zu Fremden. Erst weinen wir, dann lachen wir. Wenn in uns das wahre Verständnis erwacht, dann können wir direkt darauf zusteuern. Wir können die fünf Elemente Bündeln und mit den vier Zeichen kombinieren. Wir sollten uns keine Gedanken darüber machen, dass wir noch nicht makellos sind. Halten wir die FingergesteErdeSee und die erste Linie.

45.2 Die zweite Linie Auch hier eine schwache Linie. Inmitten von drei Yin-Linien, sind wir voll im Morphofeld gefangen. Wenn wir in der Lage sind unseren Bedürfnissen zu folgen und gleichzeitig allmählich die Führung zum NICHTS anzuziehen. Wenn wir in der Lage sind unsere Natur als materialisierte Energie zu betrachten und diese zu wandeln.

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Sammeln – Bündeln - Cui

Wenn wir in der Lage sind unsere Natur des wahren So-Seins zu bündeln, ist das wie eine heilige Zeremonie im Frühling, um die Geister zu ehren. Ihnen unsere Aufrichtigkeit zu bezeugen. Auf diese Weise können wir unser Schicksal wenden. Halten wir die FingergesteErdeSee und die zweite Linie.

45.3 Die dritte Linie Die letzte weiche Linie der Raumzeit. Wenn wir glauben allein zu handeln und uns an unserer Morphofeld-Ignoranz festhalten, und nur Vorstellungen des NICHTS in uns bewegen, ist das reine Imagination. Keine Realität ist zu sehen, und was wir sammeln und bündeln ist nichts wert. Wenn wir das erkennen und weise Leute in der Nähe sind, sollten wir uns ihnen anschließen. Wir können ihre Stärke borgen, um unsere eigene Schwäche zu überwinden. Auf diese Weise können wir den eingeschlagenen leidvollen Weg verlassen. Halten wir die FingergesteErdeSee und die dritte Linie.

45.4 Die vierte Linie Die erste starke Linie in diesem Hexagramm. Wenn wir stark und flexibel sind, mit Yin und Yang in Balance, kann das goldene Elixier sich ausformen und das große Elixier befindet sich in unserer Nähe. Wir können es durch unsere Absicht einsammeln und bündeln. Dadurch können wir makellos werden. Halten wir die FingergesteErdeSee und die vierte Linie.

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Sammeln – Bündeln - Cui

45.5 Die fünfte Linie Die zweite starke Linie. Wenn die Stärke korrekt ausbalanciert ist, was auf der fünften Linie oft der Fall ist, und unser Wissen unerschütterlich, ohne Kultivierung oder Verifizierung, ohne Anstrengung, dann sind die fünf Elemente eine Energie. Von Haus aus, sind wir ohne Fehler. Trotzdem ist es nicht günstig in der Freude dieses Hexagramms zu baden. Wir könnten dadurch selbstgefällig und selbstzufrieden werden. Wenn wir aber unseren Bauch füllen können und unseren Geist leeren, das NICHT-TUN praktizieren, das spirituelle Embryo inkubieren, immer korrekt und immer mit ungeteilter Aufmerksamkeit, können wir das natürliche wahre Feuer nutzen, um den Rest des Morphofeldes in uns wegzuschmelzen. Dann sind wir ein menschliches Wesen ohne Tsoraat. Wir haben die Tsoraat hinter uns gelassen. Halten wir die FingergesteErdeSee und die fünfte Linie.

45.6 Die sechste Linie Eine weiche Linie. Auf der sechsten Linie kann es geschehen sein, dass wir falsche spirituelle Praktiken ausgeübt haben und davon Schaden genommen. Wir haben uns selbst diesen Schaden zugefügt, es gibt niemandem, dem wir die Schuld dafür in die Schuhe schieben können. Halten wir die FingergesteErdeSee und die sechste Linie. Jede der sechs Linie zeigt eine besondere Form des Sammelns und Bündelns. Sie unterscheiden sich darin, was richtig und falsch ist. - 330 -


Sammeln – Bündeln - Cui

Sie unterscheiden sich darin, was Korrektheit und Unkorrektheit ist. Wenn wir nach der Balance zwischen Yin und Yang suchen, die Einheit von Stärke und Flexibilität, gibt es die nur auf der vierten Linie. Wenn wir nach der Leere suchen, um die Erfüllung zu nähren, wenn wir das Leben und die Essenz verstehen wollen, geht das nur auf der fünften Linie. Wenn wir das Wirkliche akkurat erkannt haben, dann sind wir Adepten.

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Er-Wachsen – Raum ermessen – Shen

46. Er-Wachsen – Raum ermessen – Shen

Shen bedeutet nach oben wachsen. Das Ideogramm besteht aus zwei Teilen. Der obere Teil ist die aufgehende Sonne. Der untere Teil liefert den Klang. Gleichzeitig ist es ein Raummaß von etwa einem Liter. Ein Liter ist ein Raummaß. Element: Erde Monat: Januar

Aufgehen ist aufsteigen bei gleichzeitigem Wachstum. Oben ist Erde (☷) unten Wind, der auch Holz sein kann (☴). Wir können darin eine Wurzel sehen, aus der Pflanzen emporwachsen und erblühen. Wenn wir nicht in der Lage sind unsere Tugend erhaben und groß werden zu lassen, dann liegt das daran, dass wir einfach nicht wissen, wie wir das anstellen sollen und gehen stattdessen dagegen an. Wenn wir unserer Tugend nicht folgen, und das vernachlässigen, was in der Nähe ist, stattdessen Ziele verfolgen, die weit entfernt sind, ohne eine substanzielle Basis zu haben, können wir nicht wachsen und nicht aufgehen. Besser ist es, der Tugend zu folgen und aus dem Kleinen ein erhabenes Großes zu machen. - 332 -


Er-Wachsen – Raum ermessen – Shen

Ansammlung ist allmähliches aufgehen. Das Kleine ist der Weg zum Großen. Wenn wir uns im Einklang mit der Zeit bewegen, und im Einklang mit dem Raum, und im Einklang mit der Vernunft, dann folgen wir der Tugend. Wenn wir dieser Tugend vorsichtig und bewusst folgen, und wenn wir nur ein kleines bisschen Gutes tun und nur einen kleinen Fehler berichtigen und wenn wir beharrlich am Ball bleiben, durch unsere Beharrlichkeit allmählich stärker werden, dann sammeln wir beständig Bemühungen an und aus dem Kleinen wird allmählich erhabene Größe. Das ist der gleiche Prozess, den Bäume durchmachen. Zunächst sind sie in der Erde, langsam erheben sie sich. Langsam wachsen sie und schieben einen Ast hinaus. Mit der Zeit werden sie groß und stark. Wenn sie groß genug geworden sind, können ihre Stämme als Bauhölzer dienen. Diese Stämme können nicht über Nacht heranwachsen, genauso wenig, wie unsere Tugend. Um den Zustand der erhabenen Größe zu erreichen empfiehlt das Hexagramm einen allmählichen Prozess gepaart mit einer harmonischen Entwicklung. Das nennen wir die fundamentale Errungenschaft der Selbst-Verwirklichung. Wachsen heißt vom Kleinen aufwärts zu klettern. Wenn wir uns in einem angenehmen Tempo im Einklang mit der Zeit bewegen, nicht anhaften, aber auch nicht nachlässig sind, betreten wir die wahre Ewigkeit. Dieses Hexagramm lehrt uns, sorgfältig den Feuerungsprozess zu beachten. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Paaren. Im Hexagramm Paaren kommt Fügsamkeit in die Stärke.

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Er-Wachsen – Raum ermessen – Shen

Wenn Yang kulminiert, erscheint Yin und die Energie des Morphofeldes wird täglich stärker, während die Energie der Wirklichkeit täglich abnimmt. Der Einfluss des hypnotischen Rhythmus durch die Macht der Gewohnheit, wird zur zweiten Natur. Das liegt daran, dass Yang seine Stärke verloren hat und Yin nicht mehr länger fügsam ist. In der spirituellen Alchemie ist es wichtig, Yin fügsam zu machen, bevor Yang wiederhergestellt werden kann. Wenn Yin fügsam wird, dann entsteht in uns kein Verlangen und das richtige Gewahrsein ist immer da. Ein langsames Fortschreiten auf eine systematische ordentliche Weise macht es möglich, vom Sein aus, das Nicht-Sein zu erreichen, die Erfüllung aus der Leere. Unten lernen und oben ankommen, verstehen wir, wie elegant wir die ursprüngliche Energie ohne Schwierigkeit wiederherstellen können. Dieses große Wachstum, ist nur durch Verwendung von Yin und Yang und der Übernahme einer kreativen Evolution möglich, die das Gewöhnliche transzendiert und das Heilige betritt. Dazu kommt ein subtiles Überwachen des Feuerungsprozesses, und eine langwierige Arbeit. Am besten funktioniert der Prozess durch verbale Unterweisung eines echten Lehres und durch Energieübertragungen. Da es so wenig echte Lehrer gibt, ist es so wichtig, dass wir GertieGane, GertieGene, GertieGraphie, Pegeminate und Qodes for Health haben, die diese Aufgabe übernehmen. Wahres Wissen und echte Einsicht sind erforderlich, bevor es möglich sein wird, ohne Widerstände und Hindernisse voranzugehen. Es heißt, »es ist empfehlenswert eine große Person zu sehen«. Eine große Person ist jemand, der den Pfad vollendet hat, Frau oder Mann, Mensch oder andere Wesenheit, im Körper oder ohne Körper. - 334 -


Er-Wachsen – Raum ermessen – Shen

Große Menschen entwickeln sich selbst und andere. Alles, was sie sagen, hat einen Grund. Wie der Wind in alles hineingehen kann, können sie den Geist und die Seelen der Menschen öffnen und sich das anschauen, was sich darin befindet. Wie der Erde nähren sie alles und jeden. Sie können Menschen aus großen Schwierigkeiten retten. Wenn wir einen solch großen Menschen getroffen haben, ist das Elixier, was wir herstellen, real. Der Feuerungsprozess läuft so, wie er sollte und wir vergessen unseren Kummer. Die weite Reise ins Licht, bringt mit jedem Schritt eine neue Offenbarung, jeder Tag hat sein eigenes Wunder. Er-Wachsen aus klein zu groß, vom Seichten in die Tiefe, werden wir vielleicht eines Tages das Reich der Weisen erreichen. Was für ein Glück! Damit das Glück und hold ist, halten wir die FingergesteWindErde.

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Er-Wachsen – Raum ermessen – Shen

46.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine weiche Linie. Wenn wir flexibel sind und einen starken Willen haben, können wir unseren Geist und unsere Seele öffnen und demütig sein. Wir begegnen anderen Menschen, erfüllt vom NICHTS und sind von Licht erfüllt. So erleuchtet können wir nicht fehlgehen, und wahrhaft wachsen und die Wahrheit bekommen. Halten wir die FingergesteWindErde und die erste Linie.

46.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist eine starke Linie. Wir sind stark und haben eine Balance erreicht. Tief in unserem Inneren verstehen wir die Medizin und den Feuerungsprozess. Wir sind aufrichtig in unserem Bemühen und können uns gut anpassen. Wir erledigen unsere Arbeit allmählich. Das ist als würden wir alles segnen und die Geister ehren. Wir nutzen unsere Aufrichtigkeit, um ein Band der Kommunion herzustellen. Wenn wir so handeln, werden wir ganz sicher die Makellosigkeit erreichen. Halten wir die FingergesteWindErde und die zweite Linie.

46.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine starke Linie. Die dritte Linie hat immer den Hang zum Hochmut, wenn wir nicht aufpassen. Wenn wir uns selbst für weise halten und einen Lehrer für unnütz, wenn wir uns in Mutmaßungen und Spekulationen stürzen, wenn wir impulsiv nach vorne hasten, werden wir zurückfallen. - 336 -


Er-Wachsen – Raum ermessen – Shen

Halten wir die FingergesteWindErde und die dritte Linie, um das zu verhindern.

46.4 Die vierte Linie Eine schwache Linie, die erste des Zeitraums. Wenn wir flexibel sind und das behalten, was richtig ist, uns im Einklang mit der Zeit voranbewegen, uns selbst verfeinern und den Verstand kontrollieren, steigen wir von der Tiefe zu den Höhen und kommen allmählich in die Ebene der Schönheit. Dieser Aufstieg ist verheißungsvoll. Halten wir die FingergesteWindErde, damit es auch verheißungsvoll bleibt.

46.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine schwache Linie. Wenn wir den menschlichen Verstand leeren und den Geist des NICHTS suchen, dann können wir den Verstand leeren und den Bauch füllen. Es wird gesagt, dass im Moment, wenn wir unser wahres Potenzial wiederherstellen, ist es, als hätten wir es nie verloren. Die Steigerung der Tugenden ist so leicht, wie eine Treppe hinaufzugehen. Halten wir die FingergesteWindErde und die fünfte Linie.

46.6 Die sechste Linie Wenn wir lieber dem Morphofeld folgen, und lieber glauben zu wachsen, als es tatsächlich zu tun, und glauben Leben und Essenz verstanden zu haben, dann wird es umso dunkler, je weiter wir vorangehen. Wenn wir aus der Dunkelheit wieder herausfinden wollen, brauchen wir einen Lehrer. Und wir müssen seinen Instruktionen folgen. - 337 -


Er-Wachsen – Raum ermessen – Shen

Der Erfolg ist eine unerschütterliche Aufrichtigkeit. Wir können Zorn und Habsucht überwinden, Falschheit stoppen und die Wahrheit leben. Wir werden mit der Zeit immer stärker. Und dann können wir auf die Ebene gelangen, wo wir das Gute reinigen und das Ursprüngliche wiederherstellen. Das geschieht, wenn wir schwach und anmaßend sind, aber zur Wahrhaftigkeit zurückkehren. Halten wir die FingergesteWindErde und die sechste Linie Er-Wachsen als Pfad nutzt Festigkeit und handelt flexibel. Entsprechend dem Hexagramm braucht es eine nachgiebige Durchführung. Wir sind nach außen anpassungsfähig, aber innerlich fest. Wir schreiten langsam fort auf eine ordnungsgemäße Weise. Wir eilen nicht und wir trödeln nicht. Wenn wir zu den Tiefen unserer Selbst-Realisierung gekommen sind, werden wir in das Innere Sanctum der Weisen erhoben. Gut für den Prozess ist eine mündliche Unterweisung und Energieübertragung durch einen echten Lehrer.

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Sackgasse – Erschöpfung – Kun

47. Sackgasse – Erschöpfung – Kun

Kun bedeutet Schwierigkeit, Problem. In alten Zeiten war das die Situation, in der wir von Feinden umzingelt waren. Das Ideogramm zeigt einen Baum, der mitten in einem großen Mund wächst. Der Mund bedeutet hier Einzäunung, Umgrenzung, Einengung, Sackgasse. Haben wir im letzten Hexagramm Holz aus der Erde wachsen sehen, so wird hier Holz eingesperrt. Zum Schluss erschöpft sich der Baum und stirbt. Element: Metall Monat: Oktober

Oben ist ein See (☱), darunter findet sich Wasser (☵). Erschöpfung bedeutet, zu einem Ende kommen. Der See leckt und das Wasser fließt weg, sodass der See trocken läuft. So wie der See leer sein kann, können auch wir leer sein, wenn wir kein Ziel haben. Es gibt ein Leben, das aus einer Bündelung von Energie besteht. Es gibt ein Leben, das seinen Sinn aus dem NICHTS bezieht. - 339 -


Sackgasse – Erschöpfung – Kun

Das Leben, das aus einer Bündelung von Energie besteht, wurde vom Universum kreiert und gehört zum Morphofeld. Das Leben, das den Sinn des NICHTS repräsentiert, wurde vom Universum kreiert und gehört zum Ursprung. Das ursprüngliche Leben ist etwas Himmlisches (☰). Wenn es sich mit dem Morphofeld mischt, dann betritt es das Königreich der Erde (☷) und wandelt sich zu Wasser (☵). Wenn das himmlische Yang zwischen die beiden Yin-Striche gefallen ist, verbirgt sich das Juwel des Lebens, und der ganze Körper wird zum Morphofeld. Es gibt keine größere Er-Schöpfung als diese. Um das Leben aus vollen Zügen genießen zu können, müssen wir die Morphowelt beenden. Sein Ziel zu erreichen, heißt die Ursprünglichkeit zu erreichen. Dieses Ziel im Leben zu haben, heißt, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Das Leben in vollen Zügen zu genießen, heißt, dieses Ziel zu erreichen. Während wir dieses Ziel erreichen, hängt die Energie von anderen Dingen ab. Leben zu schöpfen, liegt nur an uns selbst. Wir können das Morphofeld nutzen, um den Ursprung wiederherzustellen. Wir können das falsche Leben beenden und das wahre Leben etablieren. Wir können inmitten des Nichts produktiv sein. Wir können das Leben inmitten des Todes suchen. Durch eine Erschöpfungssackgasse zu gehen, ist, als ob ein See ohne Wasser wieder mit Wasser gefüllt wird.

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Sackgasse – Erschöpfung – Kun

Erschöpfung heißt eine Sackgasse zu erreichen. Im Körper des Hexagramms ist unten Wasser (☵), wobei ein Yang-Strich zwischen zwei Yin-Striche gefallen ist und oben See (☱), wo ein Yin-Strich an der Spitze zweier Yang-Striche steht. Beide Bilder zeigen die Morphowelt, die in den Himmel eindringt, sodass die himmlische Energie nicht durchkommen kann. Darum heißt es Erschöpfung. Betrachten wir die Qualitäten der Trigramme, so wird inmitten der Gefahr (☵) die Freude (☱) geboren. Freude kommt aus der Gefahr., sie löst Erschöpfung und die Sackgasse auf. Dieses Hexagramm repräsentiert die Politur und Verfeinerung des Verstandes. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Bündeln. Bündeln erreicht Freude durch Einklang, während wir die Medizin sammeln und bündeln. Dadurch gehen wir zurück zur Basis, zu unserem Fundament, zum Original. Aber wenn wir nur im Einklang sammeln können und nicht in Schwierigkeiten, dann haben wir immer noch Probleme den Einklang herzustellen und sind unfähig glücklich zu sein. Menschen, die im Leben Übungen praktizieren, können mit sich im Einklang sein, wenn die Lebensumstände es erlauben. Viele aber hadern, wenn sie in unglückliche Lebensumstände abgleiten, wenn sie in Schwierigkeiten oder Gefahr stecken. Sie können ihren Verstand wegen des Druckes der auf ihnen lastet ändern, oder sie zweifeln daran gesund werden zu können, weil sie so schwer krank sind, ihre Seelenkraft mag nachlassen, weil sie alt geworden sind, oder sie hören auf zu arbeiten, weil es zu viele Widerstände und Hindernisse gibt. In all diesen Fällen sind wir nicht in der Lage den Geist des NICHTS herbeizurufen, und werden durch Erschöpfung daran gehindert, das NICHTS zu erleben. - 341 -


Sackgasse – Erschöpfung – Kun

Wenn der Verstand noch nicht erschöpft ist, obwohl der Körper es ist, ist der Pfad keine Sackgasse, obwohl es so zu sein scheint. Wir können immer noch Freude aus der Schwierigkeit entwickeln, und so gibt es etwas, was wir aus der Erschöpfung lernen können. Dazu müssen wir korrekt handeln, sonst können wir sogar Erschöpfung da erleben, wo keine sein sollte. Wenn wir Erschöpfung korrekt umgehen, korrekt wachsen, dann sind wir trotz Erschöpfung im Einklang mit der Zeit. Mit der Zeit zu gehen, mit der Zeit in Harmonie zu sein, vermögen nur große Wesenheiten, die durchtränkt sind von der korrekten Balance. Große Wesenheiten, obwohl sehr weise, erscheinen oft ignorant zu sein. Obwohl sie über große Fähigkeiten verfügen, scheinen sie tollpatschig. Sie haben keine zufälligen Gedanken und können nicht von Umgebungen und Umständen beeinflusst werden. Ihre Führung ist unbeeinträchtigt und kümmert sich nicht um Äußerlichkeiten. Sie haben nicht nur Glück, wo immer sie sind, sie sind sogar im Einklang mit der Ordnung des Lebens und damit tadellos. So sollten auch wir tadellos in einer Sackgasse sein und Freude finden. Halten wir die FingergesteWasserSee.

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Sackgasse – Erschöpfung – Kun

47.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine schwache Linie. Im Beginn einer Erschöpfung, ist sie noch nicht groß. Wir sind in der Nähe eines Yang-Striches und sollten uns der Erschöpfung nicht hingeben. Das ist keine Erschöpfung, sondern Schwäche und ein Hang zur Selbstzerstörung, indem wir uns anderen unterwerfen. Menschen, die erschöpft sind, wenn sie nicht erschöpft sein sollten, kommen nicht aus der Gefahrenzone. Halten wir lieber die FingergesteWasserSee und die erste Linie.

47.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist eine starke Linie. Yang ist zwischen zwei Yin gefallen, darum ist Ernährung oder Lebensunterhalt nicht ausreichend. Glücklicherweise ist die Festigkeit hier aber in der Balance. Wenn wir uns und unser Schicksal selbst vergessen würden und nach dem NICHTS streben, würden wir feststellen, dass unsere Erschöpfung keine Erschöpfung ist, denn unser Körper mag erschöpft sein, aber nicht unser Geist. Eines Tages wird die Bitterkeit ein Ende haben und die Süße des Lebens wird sich zeigen. Das große NICHTS wird sich vervollständigen, wir werden dann himmlische Kleidung tragen und himmlische Speisen essen. Wenn wir himmlische Tugenden kultivieren, werden menschliche Tugenden folgen. Erst gibt es harte Zeiten, dann Erfolg. Das ist ein kosmisches Gesetz und wir können uns dessen sehr sicher sein. - 343 -


Sackgasse – Erschöpfung – Kun

Das Bild von Erfolg nach einer harten Lebensphase, kann uns helfen Opfer für den Himmel zu bringen, sodass wir den Himmel sicher erreichen, wenn es auch eine lange Zeit dauern möge. Wenn wir schnell aus dieser harten Zeit aussteigen wollen, bringt das nur noch mehr Schwierigkeiten mit sich. Halten wir die FingergesteWasserSee und die zweite Linie.

47.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist anfällig für Selbstüberhebung. Wenn das geschicht, dann handeln wir gemäß dem Morphofeld und wissen nicht genug, um Lehrer oder Gesellschaften zu respektieren. Es kann geschehen, dass wir aufrechte Personen missachten und so geraten wir in eine Sackgasse. Wenn wir so sind, dann erschöpfen wir uns selbst ohne Grund. Wir erschaffen eine Sackgasse, wo keine war. Halten wir lieber die FingergesteWasserSee und die dritte Linie.

47.4 Die vierte Linie Das ist die erste Linie außerhalb der Gefahrenzone. Eine starke Linie. Wir befinden uns im Zeitraum im Körper der Freude. Wir haben die Erschöpfung überwunden, sind aber noch von Schwäche gezeichnet. Diese Schwäche lässt sich nicht schnell überwinden. Es fühlt sich fast so an, als würde die Schwäche die Festigkeit verletzen. Wir können nicht schnell die Schwäche überwinden und das Manövrieren aus der Sackgasse ist auch schwerfällig. Wenn wir am Ball bleiben, wird uns das dennoch gelingen. Halten wir dafür die FingergesteWasserSee und die vierte Linie.

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Sackgasse – Erschöpfung – Kun

47.5 Die fünfte Linie Auf der fünften Linie ist unsere Stärke korrekt ausbalanciert, doch wir treffen keinen erleuchteten Lehrer. Wir haben große Fähigkeiten, aber keine Gelegenheit sie zu nutzen. Es ist schwierig sowohl spirituelle Arbeit, als auch Arbeit im Morphofeld zu leisten. Wir können daher nicht das tun, was wir gerne wollen. Unsere Möglichkeiten sind beschnitten. Wir befinden uns in der großen Sackgasse, in die alle geraten, die das NICHTS umarmen. Wenn wir einmal in der Sackgasse gelandet sind, können wir nicht so leicht einen Weg hinaus finden. Wir müssen uns fügen und unsere Schätze verbergen. Wir leiden alleine und arbeiten alleine. Dann allmählich, zeigt sich Freude. Diese allmähliche Freude ist wie ein Gottesdienst, den wir mit Ernsthaftigkeit begehen sollten. Nach einer langen Zeit der Vertiefung unserer Errungenschaften, kommt eine Zeit, in der das große NICHTS erfüllt wurde. Das ist Freude in einer Sackgasse, die allmählich aus der Sackgasse führt.

47.6 Die sechste Linie Wir haben zwar keine Ahnung und besitzen kein Wissen, aber wir tun wenigstens so. Wir befinden uns in einer Welt der Rätsel und Spekulationen. Es ist, als hätten wir mitten in der Sackgasse angehalten. Wir versuchen den Weg der Weisen zu finden, glauben uns selbst in der Wirklichkeit, und flattern ziellos umher. Wir können nicht vor, wir können nicht zurück, wir stecken fest. Wir sollten uns jemanden suchen, der den Weg aus der Sackgasse kennt und dem wir vertrauen. - 345 -


Sackgasse – Erschöpfung – Kun

Wir sollten nur noch handeln, wenn wir auch wirklich verstehen, was wir tun. Obwohl wir vom Wege abgekommen sind und nun in der Sackgasse stecken, wenn wir das wirklich bedauern, werden wir die richtigen Stimmen hören, die uns auf den Pfad zurückbringen. Halten wir die FingergesteWasserSee und die sechste Linie. Wir haben verschiedene Ausprägungen der Erschöpfung und der Sackgasse kennen gelernt. Wenn wir eine große Person sind, haben wir trotz Schwierigkeiten Freude, wir haben vertrauen, wenn wir erschöpft sind und werden beizeiten makellos. Wir warten auf die rechte Zeit und bewahren unsere Aufrichtigkeit.

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Wellness – Quelle – Jing

48. Wellness – Quelle – Jing

Jing ist ein Brunnen, ein Ort der Wiederherstellung, ein Wellnestempel. Das Ideogramm zeigt einen Baum, der eingeschränkt wurde und daher trocknet. Der Brunnen ist dazu da, diesen Baum zu wässern. Element: Wasser Monat: Juni

Wir haben oben Wasser (☵) unten Wind (☴). Eine Quelle hat die Aufgabe zu bewässern und zu nähren. Der Wind kann auch als Holz in Erscheinung treten, daher haben wir auch Wasser über Holz. Wenn Wasser sich über das Holz erhebt, wird das Holz feucht und geschmeidig. Es wird durch das Wasser genährt. Wir Menschen brauchen Nahrung und Ausbildung. Daher ist es gut, zu lernen, damit wir uns selbst nähren können. Wir können auf diese Weise warmes Essen und warme Kleidung bekommen. Wir sollten auch Höflichkeit lernen, und wie wir unseren Verpflichtungen nachkommen. Dadurch können wir in Harmonie mit anderen leben und wir können uns gegenseitig unterstützen. - 347 -


Wellness – Quelle – Jing

So nähren wir auch unsere Seelen und unseren Geist. Wenn Seele und Körper genährt wurden, kehren wir automatisch zu einer unverdorbenen Einfachheit und Reinheit zurück. Wir werden eine Einheit und betreten das Königreich der unbewussten Hingabe an die Gesetze Gottes. Der menschliche Körper ist ein Land, die Seele sind die Menschen, die in diesem Land wohnen. Der Seele Anweisungen zu geben und das NICHTS Tag und Nacht zu leben, ist, um Menschen zu besänftigen. Das Gute anzunehmen, Fehler zu korrigieren, Falschheit loszuwerden und sich an die Wahrheit halten, das kombiniert Vitalität, Energie und Seele und verbindet unser irdisches Dasein mit dem himmlischen. Das ist ein innerer Drang des wechselseitigen Gebens und Nehmens. In dieser Form der Besänftigung vergessen wir die Falschheit. Dieser Drang ist der, der die Realität kultiviert. Wenn die Falschheit geht und die Wirklichkeit bleibt, das ist die Vollkommenheit der Wellness. Eine Quelle ist Wasser mit einem Ursprung, der Menschen unerschöpflich nähren kann. Oben ist Wasser, die Gefahr. Unten ist Wind, das Eindringliche. Wenn wir uns allmählich entwickeln, können wir durch Gefahren hindurchgleiten, als wären sie nicht da. Das Hexagramm repräsentiert die Ansammlung von Bemühungen, um Tugenden zu kultivieren. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Er-Wachsen. Er-Wachsen heißt, harmonische Fortschritte in der Praxis zu machen, ein Weg um spirituelle Tugenden auszubilden. Wenn spirituelle Tugenden ausgebildet werden, und wenn wir dadurch einen immer besseren Zugang zu den Bereichten bekommen, in denen keine Gefahr herrscht, dann haben wir eine gesunde Basis. - 348 -


Wellness – Quelle – Jing

Da wir selbst frei von Gefahr sind, können wir anderen Menschen helfen, ihre Probleme zu lösen. Dadurch sammeln wir Tugenden an und kultivieren sie, und wir nutzen das, um die Entwicklung anderer zu nähren. Ursprünglichkeit im Inneren lässt sich auf andere übertragen. So profitieren andere von uns und wir selbst erleiden keinen Schaden. Das ist wie Wellness, gespeist von einer unversieglichen Quelle. Wenn wir anderen bei ihrer Entwicklung helfen, ist das, als ob wir in eine andere Stadt ziehen, aber die Quelle dieselbe bleibt. Die Entwicklung anderer Menschen muss auf der Selbstentwicklung basieren, sonst hat es keinen Sinn. Wie die Selbstentwicklung ist auch die Entwicklung anderer. Wenn wir anderen durch unsere Selbstentwicklung bei ihrer Entwicklung helfen, dann werden wir alle genährt. Wir leben ständig in einem Wellnestempel. Wir können anderen Menschen erst dann wirklich helfen, wenn wir unseren Pfad vollendet haben, dessen sollten wir uns bewusst sein. Wenn der Pfad vollendet ist, dann sind Körper und Seele autonom. Nur aus dem Grunde können wir anderen Menschen helfen, ohne uns selbst zu schaden. Aus dem Grunde ist das Hauptthema dieses Hexagramms die Selbstentwicklung.

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Wellness – Quelle – Jing

Halten wir die FingergesteWindWasser.

48.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine schwache Linie. Wenn wir selbst nicht wissen, wie wir einen Lehrer finden können, der unsere Selbstentwicklung unterstützt, trotzdem aber anderen bei ihrer Entwicklung helfen wollen, ist das zwar gutherzig, produziert aber viel Schlamm und Vergiftungen. Halten wir die FingergesteWindWasser und die erste Linie, bis wir besseres wissen.

48.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist eine starke Linie. Wir sind inmitten der Selbstentwicklung. Wenn wir wünschen sollten anderen zu helfen, bevor unsere Entwicklung abgeschlossen ist, werden wir anderen nicht gut tun und uns selbst Schaden zufügen. Wir sollten die FingergesteWindWasser halten und die zweite Linie.

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Wellness – Quelle – Jing

48.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine starke Linie. Die Quelle ist klar, aber es hat noch niemand getrunken. Unsere Entwicklung ist abgeschlossen und wir könnten anderen helfen. Doch wir treffen nur auf Leute, die das nicht verstehen oder uns keinen Glauben schenken. Da wir klar sind, reicht unsere Anwesenheit aus, anderen zu helfen. Es liegt jetzt an uns, ob wir warten können, dass sich jemand traut, von unserer Quelle zu trinken. Halten wir die FingergesteWindWasser und die dritte Linie.

48.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist eine schwache Linie. Wir befinden uns im Zeichen der Gefahr im Zeitraum. Wir haben derzeit nicht die Kraft anderen bei der Entwicklung zu helfen. Dennoch sollten wir uns bemühen aufrichtig zu sein. Auf diese Weise legen wir unsere Quelle mit Fliesen aus. Wir haben unsere Quelle abgesichert, damit niemand sich verletzt und keiner hineinfällt. Halten wir die FingergesteWindWasser und die vierte Linie, damit unsere Schwäche besser wird.

48.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine starke Linie. Yang ist in Yin. Nach außen sind wir leer, doch innerlich erfüllt. Leere und Fülle sind vereint. Festigkeit und Flexibilität sind kombiniert. Der große Pfad ist zu Ende. - 351 -


Wellness – Quelle – Jing

Wir sind eine klare, reine Quelle geworden. Wir sind reine Nahrung, tief und reichhaltig, und können ohne Schaden zu nehmen, für immer gebraucht werden. Halten wir die FingergesteWindWasser und die fünfte Linie.

48.6 Die sechste Linie Die letzte Linie ist eine schwache Linie. Wenn wir unsere Selbst-Entwicklung anstreben, ist das, als ob wir den Bau der Quelle vollenden wollten. Die Quelle hat keinen Deckel. Wenn wir einen Menschen leiten, im Einklang mit ihm selbst, können wir anderen Menschen helfen, ohne uns selbst Schaden zuzufügen. Halten wir die FingergesteWindWasser und die sechste Linie. Die Arbeit der Selbstentwicklung sollte geschehen, nachdem wir das NICHTS erreicht haben. Wir können anderen nicht wirklich helfen, wenn wir selbst nicht das NICHTS erreicht haben. Wenn wir das trotzdem versuchen, werden wir Schaden nehmen. Diejenigen, die sich um andere kümmern, müssen erst lernen sich um sich selbst zu kümmern.

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Wandeln – Häuten – Ge

49. Wandeln – Häuten – Ge

Ge ist das Fell eines Tieres. Wenn das Fell eines Tieres gegerbt wurde, verwandelt es sich in eine Haut. Aus diesem Grund heißt Ge auch Wandlung. Das Ideogramm ist die rohe Haut eines Tieres. Die Haut wurde über drei Zweige gespannt, die durch die horizontalen Linien dargestellt wurden. Die Haut wurde der Sonne zum Trocknen ausgesetzt. Element: Metall Monat: April

Wandlung ist Transformation. Oben ist See (☱), unten ist Feuer (☲). Wir haben Feuer in einem See. Ein See ist feucht, Feuer ist heiß. Wenn zu viel Feuchtigkeit da ist, wird das Feuer gelöscht. Ist zu viel Hitze da, wird die Feuchtigkeit verdampfen. Wenn Feuchtigkeit und Hitze am selben Ort sind, balancieren sie sich gegenseitig aus. Wenn wir im Geschäftsleben stehen, wenn wir Karrieren anstreben, ist es notwendig unsere Karrieren den Gegebenheiten von Zeit und Raum anzupassen. Wenn unsere Karrieren nicht fruch- 353 -


Wandeln – Häuten – Ge

ten, kann es daher sein, dass wir Zeit und Raum nicht richtig eingeschätzt haben. Das mag daran liegen, dass wir nicht gelernt haben wie der Wandel im himmlischen NICHTS vonstattengeht. Wir haben Zeiten, in denen Yin und Yang vorangehen und Zeiten in denen sie sich zurückziehen. Aus dem Grunde haben die alten Weisen die Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter mit ihren 24 Energien in Verbindung gebracht und den 72 Perioden. Sie haben einen Kalender angefertigt, um die Arbeit der Energien anschaulich darstellen zu können und die fünf Elemente. Auf diese Weise können wir uns nach den himmlischen Gegebenheiten richten und uns mit der Zeit verbinden. Wir können jedes Element wandeln, das exzessiv ist, um so zur korrekten Balance zurückzukommen. Der Himmel hat seine Zeit der Handlung, Menschen haben Zeiten, in denen sie handeln sollten. Wenn die Zeit sich wandelt, wandelt sich der Weg. Wenn wir uns mit den Gegebenheiten der Zeit anfreunden und uns nach ihnen richten, verlieren wir nicht unsere Balance. Handlung und Nicht-Handlung, Bewahrung und Auslöschung sind in Harmonie. Das ist eine Art himmlischer Praxis. Wandlung kann als Revolution in Erscheinung treten und uns befreien. Der Grund für eine Revolution ist Überalterung. Im Hexagramm repräsentiert der See die Freude und das Feuer das Leuchten. Freude basiert auf Erleuchtung, während die Erleuchtung unsere Freude kontrolliert. Freude kennt eine Illusion. Erleuchtung kennt keine Verschleierung. Im Hexagramm steht der See für das Element Metall im Nordosten. - 354 -


Wandeln – Häuten – Ge

Feuer gehört zum Feuerelement im Osten. Im Osten ist auch die Parasitose zuhause. Die Parasitose verfeinert und wandelt uns. Wenn Metall mit Feuer in Berührung kommt, wird es hell und schmilzt. Wenn Feuer auf Metall trifft, wird es gespeichert und kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Dieses Hexagramm beschreibt die Verfeinerung der Yin-Energie. Nach Liu Yiming folgt es auf die Sackgasse. In der Sackgasse wird Freude inmitten von Gefahr produziert. Wir nehmen das wahre Yang aus dem Wasserelement und bringen uns aus der Gefahrenzone. Wir können zwar das wahre Yang aus dem Wasser retten, aber nicht das wahre Yin aus dem Feuer. Wenn uns das nicht gelingt, dann kann sich das goldene Elixier nicht formen und nicht kristallisieren. Dann werden wir auch keine Freude erleben. Aus dem Grunde ist der Pfad, Freude aus der Erleuchtung zu erzeugen, unverzichtbar. Freude aus der Erleuchtung zu beziehen heißt, die Yin-Energie zu verfeinern. Yin-Energie verfeinern heißt, die eigenen persönlichen Wünsche zu verfeinern, um selbstlos zu werden. Wir Menschen sind die bewusstesten Wesenheiten, geboren mit der wahren Energie und den Mustern von Yin und Yang von Himmel und Erde. Wenn wir geboren werden, folgen wir automatisch den Gesetzen des Himmels und der Erde. Wir sind vollständig gut ohne Böses. Die wahre Essenz ist hell und klar. Die offene Bewusstheit ungetrübt. Gefühle kleben nicht an unserem Herzen, Reichtum und Armut stören nicht unseren Verstand. - 355 -


Wandeln – Häuten – Ge

Wilde Tiere können uns nicht verletzen, Waffen können uns nicht bedrohen, Wasser und Feuer können uns nicht überwinden, Leben und Tod sind keine Last. Wenn wir hungrig sind, essen wir. Wenn uns kalt ist, ziehen wir Kleidung an. Ohne Gedanken oder Reflexionen ist unsere Aufnahmefähigkeit rein und klar. Wenn wir 16 Jahre alt werden, kulminiert Yang und produziert Yin, das Morphofeld. Wir entwickeln unsere charakteristischen Eigenarten und unser intellektuelles Wissen. An diesem Punkt sind nur große Weise in der Lage, ihre Natur zu behalten, wenn sie der ursprünglichen Natur nicht entgegentreten und der Natur im Morphofeld dienen. Nur dann sind wir in der Lage die ursprüngliche Realität zu bewahren und durch das Morphofeld nicht verletzt zu werden. Aber diese Menschen sind selten. Wenn das Morphofeld uns allerdings überrollt hat, werden wir manipuliert und beherrscht vom Morphofeld. Unser Verstand wird verwirrt und tausend Ängste dringen in uns ein. Myriaden Angelegenheiten prügeln auf unseren Körper ein, bis wir die künstliche Welt des Morphofeldes für die Wirklichkeit halten. Dann verlassen wir das Wahre und treten ein in Lug und Trug. Wenn die Jahre ins Land ziehen, führen uns unsere Gewohnheiten von unserer eigentlichen Natur weg, und die Klarheit unserer Wahrnehmung wird zerstört. Das Neue baut sich auf und wird alt und das Reine wird beschmutzt. Daher kommen Verschmutzung, Befleckung und Überalterung auch in unsere Welt und Umwelt.

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Wandeln – Häuten – Ge

Wenn wir die Gründe für die Verschmutzung, Vergiftung, Überalterung, Stagnation und Befleckung suchen, dann kommen sie alle von unserem Ego. Wenn wir ein Ego haben, verschleiert sich der Geist des NICHTS, und der menschliche Verstand erwacht. Wir folgen unserem Verlangen und tun Dinge, die wir nicht tun sollten. Haben Freude an Dingen, die keine Freude bringen. Revolution, Wandel, Häuten, heißt nur, dass wir die Ignoranz des Egos loswerden sollten, um die Erleuchtung wiederherzustellen. Wenn wir erst einmal das Ego verstanden haben, können wir uns sicher in unserer Wandlung sein, und das Ego kann abgestreift werden. Dann scheint die Sonne unseres Selbst wieder auf uns. Die Sonne des Selbst ist die Wahrheit. Die Sonne ist ein Symbol für Erleuchtung. Wahrheit bedeutet Wahrhaftigkeit. Wenn wir verstehen, werden wir wahrhaftig. Mit Verstehen und Wahrhaftigkeit, und dem ersten wahrhaften Gedanken, können wir das Ego unterwerfen und uns wandeln. Wandlung ist ein Pfad der Kreativität und Entwicklung. Nur wenn das korrekt abläuft, ist es sinnvoll. Wir müssen unser Ego abstreifen, genauso wie die Falschheit des Morphofeldes und zu Anstand und Wahrheit zurückkehren. Wir sollten alle Spuren des Morphofeldes wegbrennen und die wahre Essenz ans Licht bringen, das ursprüngliche NULL-Bewusstsein. Wenn wir diesen Zustand erreicht haben, wenn wir die Basis wiederhergestellt haben, wenn wir uns in die Natur integriert haben, wenn wir rein und klar ohne Fehler sind, kann das Bedauern ein Ego zu haben, verschwinden. Diesen Pfad kennt kaum jemand und deswegen ist er auch so schwer zu gehen. Es braucht Menschen, die sich wandeln wollen und aufrichtig sind. - 357 -


Wandeln – Häuten – Ge

Halten wir die FingergesteFeuerSee.

49.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine starke Linie. Wenn wir stark sind, aber nicht erleuchtet, dann können wir unserem Inneren nicht entgegentreten und es auch nicht wandeln. Also folgen wir den Veränderungen im Morphofeld. Unsere Ahnen nannten das »in ein gelbes Ochsenfell gehüllt sein«. Gelb symbolisiert das Herz. Der Ochse ist ein Symbol für Nachgiebigkeit und Unterwerfung. Wenn wir mit der Außenwelt zu sehr verbandelt sind, verlieren wir unsere Innenwelt. Wenn wir dann an der Außenwelt festhalten, können wir nicht mehr flexibel sein. Halten wir die FingergesteFeuerSee und die erste Linie.

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Wandeln – Häuten – Ge

49.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist eine weiche Linie. Wir sind in der Lage unseren Verstand zu leeren und uns selbst zu verwalten. Wenn wir Wandlung verstehen, dann wollen wir zuerst unser persönliches Verlangen wandeln. Wenn wir unser persönliches Verlangen abstreifen können, gibt es kein Ego. Wenn wir kein Ego haben, können wir andere Menschen klar sehen und uns Führung suchen. Dan können wir unseren Bauch füllen. Wenn der Bauch gefüllt ist, dann wird unser Selbst immer erleuchteter und unsere Entdeckungsreise ins Leben steht unter einem guten Stern. Diese Wandlung leert den Verstand, um Erleuchtung zu finden. Halten wir dafür die FingergesteFeuerSee und die zweite Linie.

49.3 Die dritte Linie Wenn wir stark sind und die Stärke zu extrem, wenn wir nur wissen, was an anderen Menschen geändert werden sollte, aber nicht an uns selbst, dann zieht das Unglück an, auch wenn wir Recht haben. Wenn wir uns selbst nicht wandeln wollen, aber andere sollen das tun, dann nehmen sie unsere Vorschläge nicht an, sondern wollen, dass wir erst vor unserer Tür kehren. Es gibt Worte der Wandlung, aber die müssen drei Mal ausgesprochen werden, damit sie wirken. Wenn wir allerdings diese magischen Worte drei Mal ausgesprochen haben, dann müssen wir uns wandeln. Also sollten wir uns das gut überlegen, denn es gibt kein Zurück. Halten wir lieber die FingergesteFeuerSee und die dritte Linie.

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Wandeln – Häuten – Ge

49.4 Die vierte Linie Die erste Linie des Zeitraumes. Eine starke Linie. Wir sind stark, aber behaupten uns nicht, das kann zu Bedauern führen. Bedauern kommt aus der Unsicherheit, bei der Wandlung des Egos. Wenn wir sicher sind, dass wir uns wandeln wollen, können wir stark und trotzdem nachgiebig sein. Dadurch können wir unser Temperament, unseren Charakter wandeln und sind kein Sklave von Yin und Yang mehr. Das Bedauern ein Ego zu haben verschwindet dadurch und wir können unser Schicksal zum Besseren wenden. Halten wir die FingergesteFeuerSee und die vierte Linie.

49.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine starke Linie, inmitten des Zeitraumes. Wir sind gut in der Balance, innerlich autonom, nähren wir Yang und unterdrücken Yin, wir öffnen das Tor des Lebens und schließen das Tor des Todes. Alle Einflüsse des Morphofeldes verdampfen von selbst. Wir wandeln uns, ohne uns zu wandeln. Wir brauchen keine Wahrsagung, um zu erkennen, dass ein Wandel stattfindet. Halten wir die FingergesteFeuerSee und die fünfte Linie.

49.6 Die sechste Linie Die letzte Linie ist eine schwache Linie. Am Ende der Wandlung angekommen sind wir flexibel und korrekt. Fleißig in unserer Selbst-Verfeinerung. Innerlich leer und gelassen. - 360 -


Wandeln – Häuten – Ge

Wir sind wahrhaftig im Innen und Außen. Charakter, Temperament und Konstitution sind verwandelt. Verschmutzung unserer Sinne beseitigt. Wir sind nackt, bloß, klar, ungehindert. Körper und Seele sind sublimiert und haben sich in die Welt des NICHTS eingegliedert. Das ist die sanfte, unspektakuläre Wandlung einer großen Wesenheit. Diese sanfte, unspektakuläre Wandlung ist nur großen Wesenheiten vorbehalten, die einen starken Glauben haben. Viele Menschen suchen nach Veränderung, aber verändern nicht ihr Herz. Große Menschen wandeln zuerst ihr Herz, deswegen sind sie immer korrekt und höflich und ihr Wille wird mit der Zeit immer stärker. Deswegen erreichen sie das NICHTS und den damit verbundenen Segen. Das ist die Form der Wandlung, in der sowohl wahr, als auch falsch, ihre Früchte ernten. Halten wir die FingergesteFeuerSee und die sechste Linie. Der Pfad der Wandlung hat sechs Linien. Sie sind nicht gleich in der Beziehung zwischen falsch und richtig. Der Punkt, der überall gleich ist, ist der, dass nirgendwo Selbstsucht auftritt. Selbstsucht, Egoismus verhindern die Wandlung. Das Morphofeld kann dann nicht abgestreift werden und das Himmlische nicht gereinigt und wiederhergestellt. Die alten Texte behaupten, dass das goldene Elixier in uns ist. Um es zu aktivieren müssen wir uns zunächst reinigen, dann auf den richtigen Zeitpunkt warten.

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Wandeln – Häuten – Ge

Das heißt dass wir eine konsequente Selbstreinigung durchführen müssen, aller Vergiftungen durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das bedeutet intensive Selbst- und DNA-Reinigung. Der Selfclearing-Qode ist eine Möglichkeit. Es dürfen keine dunklen Flecken in unserem Herzen übrig bleiben.

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Schmieden – Stand – Ding

50. Schmieden – Stand – Ding

Ding ist ein altes Opfergefäß mit zwei Handgriffen und drei oder vier Füßen. Später repräsentierte das Gefäß die Erneuerung. Element: Feuer Monat: Juli

Oben ist Feuer (☲), unten Wind (☴). Dieses Hexagramm steht für die Verfeinerung durch Feuer. Der Wind kann auch für Holz stehen. Wenn Holz und Feuer an einer Stelle sind, schmieden sie etwas neu. Ohne Feuer und Holz kann Metall nicht umgeschmolzen werden. Das NICHTS hat das Leben geboren, aber die Stabilisierung des Lebens kann ohne Feuer und Holz nicht stattfinden. Im menschlichen Leben wird das repräsentiert durch die Arbeit des Eintretens (Feuer) und Verstehens (Wind). Aus dem Grunde sollten wir unsere Praxis allmählich kultivieren, indem wir im Leben die richtige Standfestigkeit finden. Richtig heißt, nicht teilweise oder einseitig zu sein, nicht heucheln oder unehrlich zu sein.

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Schmieden – Stand – Ding

Unser Stand, Standfestigkeit gepaart mit dem richtigen Standpunkt ist die Öffnung zum mysteriösen Pass, dem Tod zum Himmel und zur Erde. Stabilität heißt hierbei Konzentration ohne Fragmentierung. Leben bedeutet hier die ursprüngliche schöpferische Energie. Wenn unser Stand korrekt ist, unser Standpunkt angemessen, können wir allmählich das NICHTS betreten und es mit Verständnis, Wohlwollen, Gerechtigkeit, Höflichkeit, Wissen, das im Geist wurzelt, Vitalität, Seele, die irdische und himmlische Seele kombinieren sich dabei, die Elemente von Vitalität, Energie, Geist, Essenz und Absicht integrieren sich, die Energie wird voll, die Seele komplett und Leben stabilisiert sich. Der Pfad der Stabilisierung des Lebens liegt allein in den Händen der Arbeit am richtigen Ort. Wenn wir nicht den richtigen Standpunkt einnehmen können, können wir den mysteriösen Pfad nicht erkennen. Falls das der Fall sein sollte, sollten wir das Hexagramm Standpunkt bearbeiten. Wenn wir den mysteriösen Pfad nicht erkennen können, können wir auch das Leben nicht erkennen. Wenn wir das Leben nicht erkennen können, hängen wir uns an die Leere oder an die Form und nehmen das Falsche für das Richtige an. Wenn das der Fall ist, können wir das Leben nicht stabilisieren, sondern schädigen es. Leben ist die ursprüngliche gesunde Energie. Leben ist, was korrekt ist. Korrekt ist, was Leben ist. Der korrekte Stand, der korrekte Standpunkt, bewahrt diese gesunde Energie auf sorgfältigste Weise, auf dem mysteriösen Pfad. Sie wird dort zur Reife gebracht, verfeinert, sowohl durch sanfte, als auch durch unsanfte Methoden, tagsüber wird gearbeitet, - 364 -


Schmieden – Stand – Ding

nachts dafür gesorgt, dass das Morphofeld nicht eindringen kann. Das Ziel ist, das zu korrigieren, was noch nicht korrekt ist. Das zu stabilisieren, was noch nicht stabil ist. Wir mühen uns ab, bis wir Spontaneität erreicht haben. Dann kehren wir zurück, von Konfusion zu Ordnung. Die Arbeit an der Stabilisierung des Lebens durch den richtigen Stand ist vollendet. Die Schmiede ist ein Gefäß, das durch Feuer wandelt. Sie besteht aus Feuer und einem Blasebalg. Feuer und Wind. Das Feuer erleuchtet, der Wind dringt ein. Wenn wir Erleuchtung, durch einen Initiationsprozess anheizen, werden wir täglich bescheidener und demütiger, während die Erleuchtung immer mehr wird. Im Körper des Hexagrammes entsprechen sich die zweite und fünfte Linie, korrespondieren Leere und Fülle. Inmitten der Erleuchtung sind wir in der Lage, leer und offen zu sein. Inmitten der Hingabe gibt es die Möglichkeit der Erfüllung. Wenn wir leer sind, und gleichzeitig erleuchtet, dann erleuchtet unsere Erleuchtung alles und der Verstand kann nicht ins Wanken geraten durch Reichtum und Status. Wenn wir erfüllt und gleichzeitig sanftmütig sind, können sich alle Tugenden entwickeln, und weder Glück noch Unglück kann unsere Seelenruhe stören. Wenn wir Erleuchtung durch einen Initiationsprozess anregen, gefolgt von offenem Gewahrsein, balancieren sich Leere und Fülle gegenseitig aus. Das Licht des Feuers nährt sich vom Holz, und die unentwickelte Energie des Holzes verfeinert sich durch das Feuer. Die verfeinerte Hitze finden wir in der Schmiede. Dieses Hexagramm beschreibt die Verfeinerung der großen Medizin. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Wellness. - 365 -


Schmieden – Stand – Ding

Wellness ist ein Prozess, der einer Gefahr folgt und uns durch die Gefahr bringt. Wenn wir die Gefahr überwunden haben, wird das wahre Yang, das im Morphofeld gefangen war, frei, und die große Medizin wird geboren. Dann können wir sie weiter erleuchten und durch den verfeinernden Feuerungsprozess der Schmiede leiten. Die Verfeinerung besteht darin, die Erdenergie zu sublimieren und die himmlische Energie zu stabilisieren. Das Rohe reift und das Alte erneuert sich. So ist es möglich den Verstand zu erleuchten und das Leben solide zu machen. Eine Schmiede ist gut, sie erfüllt ihren Zweck und entwickelt uns für den nächsten Schritt. Sie schafft eine Basis für die Unsterblichkeit im Guten. Das Zubereiten der großen Medizin in der Esse ist der Feuerungsprozess des lebendigen Potenzials, um es permanent und unverweslich zu machen. In diesem Prozess und der Prozedur sollten uns keine Fehler unterlaufen, sonst kann das goldene Elixier sich nicht formen. Daher sollten wir zuerst die grundlegenden Prinzipien studieren. Halten wir die FingergesteWindFeuer.

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Schmieden – Stand – Ding

50.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine schwache Linie. Wir befinden uns auf dem Boden der Esse. In dieser Position ist es oft gut, nichts Neues zu starten, sondern das Alte loszuwerden. Wenn das Alte weg ist, dann kann es nicht mehr umkippen oder sauer werden. Dadurch bleibt unsere Basis stabil. Wenn wir beginnen mit der sauberen Basis zu arbeiten, können wir etwas in Bewegung setzen. Ziel ist, dass wir uns selbst verfeinern, bevor wir mit der Arbeit an diesem Pfad beginnen. Halten wir die FingergesteWindFeuer und die erste Linie.

50.2 Die zweite Linie Wir sind stark, das wahre Yang ist zurückgekommen und hat den Bauch gefüllt. Wenn der Bauch gefüllt ist, ist das NICHTS immer da und der menschliche Verstand muckt sich nicht. Halten wir die FingergesteWindFeuer und die zweite Linie.

50.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine starke Linie. Wenn wir stark sind, aber nicht über genügend Flexibilität verfügen, wenn wir zwar unseren Bauch füllen, aber unseren Verstand nicht leeren können, dann verstehen wir zwar das Leben, aber nicht die Essenz. Unsere Handlungen werden blockiert. Wir fliegen bereits in der Vorrunde raus, und haben keine Chance weiterzumachen.

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Schmieden – Stand – Ding

Doch wir können durch die Stärke dieser Linie zumindest aufrichtig sein und wenn wir ganz stark sind, können wir bereuen, was wir getan haben. Wenn wir bereuen, leeren wir den menschlichen Verstand und die Blockade verschwindet. Dann können wir durch Verständnis des Lebens auch die Essenz verstehen und unseren Weg fortsetzen und vervollständigen. Halten wir die FingergesteWindFeuer und die dritte Linie.

50.4 Die vierte Linie Wir befinden uns jetzt in der Erleuchtung auf einer starken Linie. Unser Initiationsprozess hat bereits stattgefunden und das goldene Elixier nimmt Form an. Darum sollten wir es beschützen. Wir können einen Schutzwall aufbauen, übervorsichtig sein und mit der Feuerenergie Reste des Morphofeldes wie mit einem Flammenwerfer wegbrennen. Wenn sich in dieser Phase Schwäche breitmachen sollten, kann sich der menschliche Verstand erhaben und das NICHTS schädigen. Damit das nicht geschehen kann, sollten wir die FingergesteWindFeuer halten und die vierte Linie. Zwischendurch kann es notwendig sein, die Sackgasse zu bearbeiten.

50.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine schwache Linie, die aber korrekt ausbalanciert ist. Wir haben den menschlichen Verstand geleert und nutzen den Geist des NICHTS. Stärke und Flexibilität balancieren einander, Leere und Fülle korrespondieren. Feuer ist die Medizin. - 368 -


Schmieden – Stand – Ding

Die Medizin ist das Feuer. Zu diesem Punkt unserer Entwicklung ist es wichtig, auf einen Punkt fokussiert zu sein. Wir sollten keine Ablenkung oder Abschweifung erlauben. Wir sollten Probleme voraussehen und keine großen Schwankungen zulassen. Dadurch leeren wir den Verstand und nähren das NICHTS. Halten wir die FingergesteWindFeuer und die fünfte Linie.

50.6 Die sechste Linie Wir schließen unsere Arbeit an der Esse ab. Das Werk der Erneuerung ist beendet. Es bleibt weder SEIN noch NICHT-SEIN übrig. Dinge und wir selbst kehren zurück in die Leere. In der Stille sind wir ungekünstelt, in der Handlung spontan. Stärke ist flexibel, Flexibilität stark. Ohne dass wir Kraft aufbringen müssten, ist die Stärke komplett. Ohne aufmerksam sein zu müssen, ist unsere Aufmerksamkeit durchdringend. Wir haben den Zustand der vollständigen Aufrichtigkeit erlangt, in dem wir die Zukunft erkennen können. Festigkeit und Flexibilität sind eins geworden. Temperament und Konstitution wurden transformiert. Körper und Seele sind verfeinert. Wir verschmelzen mit der Realität des NICHTS, das absolute Ziel unserer Übungen. Wir sind Weise geworden. Wir haben Yin und Yang transformiert und werden nicht mehr davon bestimmt. Alles ist gut. Das ist die komplette Assimilation und Integration des menschlichen Verstandes durch den und in dem Geist des NICHTS.

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Schmieden – Stand – Ding

Wenn wir in der Schmiede arbeiten, gibt es Festes und Weiches, es gibt vordringen und zurückweichen, dazugeben und wegnehmen. Wenn wir nicht den Zustand erreicht haben wo SEIN und NICHT-SEIN keinen Stand haben und die spirituelle Kreativität unkalkulierbar geworden ist, haben wir nicht das Ultimative erreicht. Wenn wir die Methoden von Festigkeit und Nachgiebigkeit, vordringen und zurückziehen, addieren und subtrahieren, nicht kennen, fallen wir zurück auf Linie 3 oder 4. Darum sollten wir der Erleuchtung Zeit und Raum geben sich zu entfalten, langsam und im Einklang mit dem Initiationsprozess sorgfältig das Feuer beobachten.

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Donner – Zeitverdichtung – Zhen

51. Donner – Zeitverdichtung – Zhen

Zhen heißt schütteln oder erbeben. Es ist das Symbol für Donner. Das Ideogramm stammt von Bronze-Objekten der Zhou-Dynastie. Die ursprüngliche Form war sehr kompliziert mit Regen und Blitz. Hier ist die vereinfachte Variante. Der obere Teil ist Regen. Die horizontale Linie ist der Himmel. Darunter finden sich Wolken. Der vertikale Strich heißt Fallen. Unten ist das Symbol Chen. Heute heißt Chen Zeit, früher hieß es Schock. Element: Holz FrühjahrsTagundNachtGleiche.

Dieses Hexagramm hat oben und unten Donner (☳). Donner bedeutet Bewegung. Wir haben Bewegungen im Zeitraum und der Raumzeit. Wenn der Donner irgendwo anhält, geht er irgendwo anders weiter. Wenn wir wie der Donner denken, dann gibt ein Gedanke den anderen. Ein Strom von Gedanken. - 371 -


Donner – Zeitverdichtung – Zhen

Wenn wir nicht in der Lage sind Innenschau zu praktizieren, mag es an dieser Situation liegen. Wenn unsere Gedanken Amok laufen, dann verletzen wir unsere Natur und unsere Logik. Wir verlassen die Wirklichkeit und finden uns in der Scheinwelt des Morphofeldes wieder. Aus dem Grunde sollten wir sehr vorsichtig mit der Innenschau beginnen. Wir wollen wahrhaftige Geistesfreiheit erreichen, doch das ist zu Beginn nicht möglich. Wir lassen die Gedanken also zunächst laufen. Wenn ein Moment der Gedankenlosigkeit erscheint, dann verlängern wir diesen Moment. Auf diese Weise können wir die Zeiten der Gedankenlosigkeit trainieren, sollten aber die aufkommenden Gedanken niemals kontrollieren wollen. Lassen wir sie geschehen, wie sie kommen, und kümmern uns nur um die Gedankenlosigkeit. Auf diese Weise werden die Zeiten der Gedankenlosigkeit länger und die Zeit der wirren Gedanken-Donner weniger. Je länger wir still sein können, desto mächtiger wird jeder einzelne Gedanke, der danach auftaucht. Er entscheidet über wohl und übel, Glück und Unglück, dieser einzelne Gedanke macht den Unterschied zwischen Himmel und Hölle. Wir können versuchen die guten Gedanken zu verlängern, dann werden die schlechten automatisch weniger. Wir sollten vorsichtig sein, bevor Gedanken auftreten, weil wir nie wissen, welcher Gedanke sich zeigt, und uns gegen Gefahr wappnen, die negative Gedanken mit sich bringen. Das heißt, dass wir leider bei der Innenschau nicht abflauen dürfen, daher ist sie zunächst bärenanstrengend. Wenn wir weiter innenschauen, dann unterstützen wir gute Gedanken und werden schlechte Gedanken los. Wenn alle schlechten Gedanken verschwunden sind, sind wir im Bereich des Guten, das kein Böses kennt. - 372 -


Donner – Zeitverdichtung – Zhen

Wenn wir diesen Zustand erreicht haben, dann können wir unseren Gedanken freien Lauf lassen, denn sie denken nur noch Gutes. Durch diese Form der Gedanken können wir uns und das himmlische Design vollkommen integrieren. Schauen wir uns das Hexagramm an, so sehen, wir das ein YangStrich geboren wird und sich unter zwei Yin-Strichen befindet. Das gilt für den Zeitraum und die Raumzeit. Diese Struktur repräsentiert Bewegung in der Stille. Es regt sich etwas. Da wir in beiden Hemisphären unseres Daseins die gleiche Struktur haben, kann die Bewegung in einer Sphäre eine Bewegung in der anderen auslösen. Das führt zu einer Zeitverdichtung. Eine Zeitverdichtung führt zum Phänomen eines Jets, der die Schallmauer durchbricht, es donnert. Nach Liu Yiming folgt dieses Hexagramm auf Wandeln. In der Wandlung haben wir Freude durch Erleuchtung erzeugt. Dabei wurde Metall durch Feuer verfeinert. Alte Unreinheiten wurden beseitigt. Alte Unreinheiten zu beseitigen, heißt nicht, sie zu vergessen. Es ist notwendig, diese Unreinheiten auch inmitten einer Handlung zu beseitigen, damit diese Aufgabe, als erledigt betrachtet werden kann. Das NICHTS ist lebendig in der Bewegung. Es ist nicht materiell, aber auch nicht leer. Wir nutzen Realitäten der Welt, um die Realität des NICHTS zu üben. Und nutzen menschliche Verhaltensweisen, um himmlische Tugenden zu kultivieren. Wir nutzen TUN und NICHT-TUN. Wir wollen die Essenz verstehen, aber auch das Leben. Diese endlose Arbeit muss mitten in einer Handlung geschehen können. Das ist der Pfad des Donners. - 373 -


Donner – Zeitverdichtung – Zhen

Wir haben innere Aktivitäten und äußere Aktivitäten. Innere Aktivitäten sind die Bewegungen unserer Gedanken. Äußere Aktivitäten sind unsere menschlichen Angelegenheiten, die wir zu erledigen haben. Die innere Aktivität betrifft uns selbst, die äußeren Aktivitäten betreffen andere. Wenn unsere innere Aktivität authentisch ist, ist unsere äußere Aktivität authentisch. Wenn unsere innere Aktivität künstlich ist, ist es auch die äußere. Wir sollten daher aufmerksam sein, den Dingen gegenüber, die wir nicht sehen oder hören. Das ist Aufmerksamkeit bezogen auf die innere Aktivität. Wenn wir keine zufälligen Aktivitäten in unserem Inneren haben, dann sind wir authentisch. Die Bewegung unserer Authentizität kann Ewigkeiten andauern, ohne eine Störung zu verursachen. Wir können auf diese Weise gut mit dem Morphofeld zurechtkommen. Wenn das nicht der Fall ist, dann gibt es eine Zeitverdichtung und -kollision und es donnert. Donner entsteht, wenn in der Stille plötzlich eine Bewegung stattfindet. Wenn wir einen guten Moment in unserem Inneren haben, kann der Geist des NICHTS erscheinen. Das ist der Himmel auf Erden. Wenn wir einen schlechten Moment in unserem Inneren haben, dann erscheint der menschliche Verstand und wir haben die Hölle auf Erden. Himmel und Hölle gibt es nirgendwo. Sie werden allein durch den menschlichen Verstand oder den Geist des NICHTS erschaffen. Es sind gute oder schlechte Gedanken, falsche oder wahre, die den Unterschied ausmachen. - 374 -


Donner – Zeitverdichtung – Zhen

Wenn wir Gedanken haben und wenn wir die Innenschau üben, dann verschwinden allmählich die schlechten Gedanken und es bleiben die guten. Nach langer Zeit der Übung kehren allmählich alle Gedanken zu einer korrekten Ausrichtung zurück. Dann ist der Geist des NICHTS immer da und der menschliche Verstand kehrt nicht zurück. Gefüllt mit lebendiger Energie, sitzt dann das wahre Selbst friedlich in unserem Zentrum. Gelassen und ungestört und trotzdem sensitiv und effektiv. Was immer auch passiert, sind wir ruhig und friedlich, freudig und still. Wir antworten auf alles mit gutem Humor. Wir sind so gelassen und humorvoll, dass wir kein Essen und Trinken verschütten. Egal wie auch immer die Umstände sein mögen, sie können unsere innere Gelassenheit nicht stören. Weil wir unserer inneren Aktivitäten bewusst sind, haben wir keine Angst vor äußeren Aktivitäten. Wenn wir unserer inneren Aktivitäten gewahr sind, dann nähren wir die Energie. Wenn wir die äußeren Aktivitäten nicht fürchten, dann versetzten sie uns nicht in Erregung. Wenn wir innerlich die Energie nähren können und nach außen nicht erregt werden können, dann handeln wir, wenn es Zeit ist zu handeln, dann handeln wir nicht, wenn es keinen Handlungsbedarf gibt. Zeit staut sich nicht auf und wir bleiben im Fluss der Zeit. Das ist der Segen, den der Donner bringt. Halten wir die FingergesteDonnerDonner.

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Donner – Zeitverdichtung – Zhen

51.1 Die erste Linie Wir stehen auf der ersten Linie der Raumzeit, der einzigen starken Linie in diesem Universum. Wenn wir aufmerksam und wachsam auf das Lauschen, was noch nicht da ist, können wir vielleicht den Donner hören, der sich aufbaut. Er mag uns erschrecken, aber er hilft uns auch richtig von falsch zu unterscheiden. Erst erschrecken wir uns, aber nachher lachen wir. Unser Geist wird aufgewühlt, aber ist am Ende komplett. Halten wir die FingergesteDonnerDonner und die erste Linie.

51.2 Die zweite Linie Wir reiten mit unserer Schwäche auf der Stärke der ersten Linie. Dadurch werden unsere Vorstellungen zu groß und wir überschätzen uns leicht. Wir versuchen, Dinge zu tun, die wir nicht bewältigen können. Wir sollten versuchen zu unserer Aufrichtigkeit zurückzukehren, wir sollten unseren Gedanken nicht nachgeben, die würden uns nur ins Morphofeld führen. - 376 -


Donner – Zeitverdichtung – Zhen

Warten wir sieben Tage ab, dann kommt das, was wir wünschen, von ganz allein. Halten wir in dieser Zeit die FingergesteDonnerDonner und die zweite Linie.

51.3 Die dritte Linie Wir befinden uns auf einer schwachen Linie, unter einer starken im Zeitraum. Wenn es Schwäche gibt, sollte es auch Stärke geben. Wir fürchten unsere eigene Unfähigkeit, und dass Handlungen zu Problemen führen. Da wir uns so sehr fürchten, kriegen wir uns nicht unter Kontrolle. Unsere Gedanken laufen Amok. Wenn unser Wille allerdings stark ist, können wir das überwinden. Wir können uns Menschen nähern, die vom NICHTS erfüllt sind und deren Stärke borgen. Dann können wir Dinge tun, die wir vorher nicht tun konnten. Wir können daher durch vorsichtige Aktionen Ärger vermeiden. Eine vorsichtige Aktion ist, die FingergesteDonnerDonner zu halten und die dritte Linie.

51.4 Die vierte Linie Wir sind auf der einzig starken Linie des Zeitraums. Wenn unsere Stärke nicht richtig ausgerichtet ist und auch noch unter dem Einfluss des Morphofeldes steht, kann es sein, dass wir unsere guten Gewohnheiten nicht ausführen. Führen wir wenigstens die Gewohnheit aus, die FingergesteDonnerDonner und die vierte Linie zu halten.

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Donner – Zeitverdichtung – Zhen

51.5 Die fünfte Linie Wir befinden uns auf einer zentrierten schwachen Linie. Wir sind zu nachgiebig und haben keine Festigkeit. Wenn es Zeit ist zu handeln, tun wir das nicht. Wenn wir nur über unsere Pläne nachgrübeln, tragen sie keine Früchte. Furchtsame und gefährliche Gedanken, haben noch nirgendwo hingeführt. Wenn wir uns in der Balance befinden, dann wagen wir nicht, m Morphofeld zu handeln. Wenn es keine äußere Aktion gibt, gibt es auch keinen Verlust zu beklagen. Das ist gut für unser inneres Gleichgewicht. Damit uns das erhalten bleibt, halten wir die FingergesteDonnerDonner und die fünfte Linie.

51.6 Die sechste Linie Auf der sechsten Linie gibt es nur Furcht und keine wirkliche Handlung. Die Bewegungen sind ungeschickt und der Gang torkelnd. Unwohlsein und Unsicherheit heißt Schwäche und Unfähigkeit. Wenn wir nur aus Angst handeln, kommen wir nicht weit. In der Kulmination der Handlungen sind sie schlussendlich nicht mehr in uns, sondern werden von anderen ausgeführt. Das kann unsere Rettung sein, denn wir sind nicht mehr für diese Handlungen verantwortlich. Die Furcht der Menschen ist Gift und wir sollten uns aus diesem Gift befreien. Wenn wir nur einen weisen Menschen in unserer Umgebung finden, dem wir uns anvertrauen können. Der kann uns aus diesem Gift lösen. Bis wir ihn gefunden haben, halten wir die FingergesteDonnerDonner und die sechste Linie. - 378 -


Donner – Zeitverdichtung – Zhen

Auf allen sechs Linien müssen wir uns mit der Furcht auseinandersetzen. Es kann innere Furcht sein oder eine Furcht, die im Morphofeld zuhause ist. Da das Morphofeld hauptsächlich durch Sex und Furcht regiert wird, ist die Wahrscheinlichkeit groß, die Furcht zu finden. Wenn wir uns nach innen wenden, werden wir erkennen, ob es unsere eigene Furcht ist, oder nicht. Wenn wir nur unsere innere Furcht sehen, ohne von einer äußeren Furcht beeindruckt zu werden, sollten wir sorgsam die Innenschau üben und werden über kurz oder lang erfolgreich sein. Das gelingt uns nur auf der ersten Linie. Wenn wir sehr vorsichtig mit unserem inneren Zustand umgehen, können wir es schaffen von der Morphowelt unbeeinflusst zu bleiben. Dann können wir auch unser Ziel erreichen. Wir können die Essenz erkennen und das Leben komplettieren, unbeeinflusst von Höhen und Tiefen.

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Berg – Sichtweise – Gen

52. Berg – Sichtweise – Gen

Im nordchinesischen Dialekt heißt Gen, geradeheraus. In der Schriftsprache wird es nur im I Ging benutzt. Im Ideogramm ist oben ein Auge. Der untere Teil ist Bi, was »nahe zusammen« bedeutet. Das könnte man als begrenztes Sichtfeld interpretieren. Element: Erde Monat: November

Der Berg (☶) ist das Gegenteil von Donner (☳). Einmal ist der Yang-Strich oben, einmal ist er unten. Das Eine verursacht Bewegung, das andere Stillstand. Berge bewegen sich nicht. Sie sind stabil. Das Bild Berg ist das Inbild von Stabilität. Wenn wir geboren werden, haben wir einen Ort, an dem sich das eingeborene Gute sammeln. Aus diesem Ort leben und handeln wir. Wenn wir an diesem Ort bleiben würden, hätten wir keine Probleme. Wenn wir das Bild des Berges nehmen, repräsentiert er diese Welt, aus der sich unsere Sichtweise ableitet.

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Berg – Sichtweise – Gen

In unserem sozialen und spirituellen Leben, wenn wir die Wahrheit untersuchen und richtig und falsch unterscheiden, können wir nicht auf das Denken verzichten. Wenn unser Denken richtig ist, dann sind wir immer noch auch dem Berg, wenn unser Denken falsch ist, verlassen wir ihn. Es ist wichtig, dass alle Gedanken an ihrem Ort bleiben, auf diese Weise können wir verhindern durch Gedanken verletzt zu werden. Wenn wir lernen, von diesem Ort aus zu denken, dann ist der Geist des NICHTS immer anwesend und der menschliche Verstand ist immer ruhig. Keine äußeren Dinge können ihn beeinflussen und so gibt es keinen Schaden durch Gedanken. Die richtige Sichtweise zu besitzen, heißt unbewegt am richtigen Ort zu sein und stabil zu sein, durch den Weg, den wir dann sehen. Gedanken, die richtig stabilisiert wurden, umfassen alle Ursachen, und reagieren auf alle Dinge. Wenn Gedanken an ihrem richtigen Ort entstehen und ihn nicht verlassen, ist es, als ob wir keine Gedanken hätten. Wenn wir das NICHTS kennen, sind alle Dinge getan. Wenn wir das NICHTS nicht kennen, sind alle Gedanken aus der Ordnung geraten. Berge repräsentieren ein Stop, Stille. Im Körper des Hexagramms ruht eine Yang-Linie auf zwei YinLinien. Yang ist oben, Yin ist unten. Yang regiert Yin und Yin gibt sich Yang hin. Auf diese Weise wird das Himmlische nicht durch das Morphofeld beeinträchtigt. Innerlich still und äußerlich still, sind wir in der Lage, überall stop zu sagen. Die Stille, die das Himmlische und das Morphofeld durchwebt, nennt sich Berg. - 381 -


Berg – Sichtweise – Gen

In diesem Hexagramm lernen wir, Energie durch Stille zu nähren, das Gute zu erkennen und daran festzuhalten. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Schmieden und folgt dem Einweihungsprozess aus dem Erleuchtung entsteht. Erleuchtung entsteht, wenn wir dem Procedere der Esse folgen. Erleuchtung reicht überall hin, ohne geschädigt zu werden, sie verfeinert das große Elixier. Wenn wir das große Elixier verfeinern wollen, können wir das nur, wenn wir Gutes unterscheiden können und daran festhalten und die richtige Sichtweise beibehalten. Die richtige Sichtweise entsteht automatisch auf der Spitze eines Berges bei ungetrübtem Blick. Auf dem Berg zu stehen, ist keine leere NICHT-HANDLUNG, sondern eine Mischung aus Handlung und Stille. So stoppt dieses Hexagramm die Stille am richtigen Ort und die Handlung am richtigen Ort. Dadurch entsteht eine richtige Sichtweise. Durch Stille bauen wir der Ruhe ein Haus. Durch Handlung testen wir das Haus der Ruhe. Wenn wir stoppen, erreichen wir den nächsten Stop, durch den nächsten Stop meistern wir den ersten. Handlung und Stille sind eins. Stille über Stille endet in einer einzigartigen Stille. Stille über Stille ist Stoppen über Stoppen. Dann kommt die Handlung aus der Stille und Handlung und Stille werden zu einem Kontinuum. Stille wird dadurch nicht nur die Abwesenheit von Lärm und handeln wird nicht zu einem Schwelgen in Aktivität. Handlung ist nichts anderes als Stille, Stille nichts anderes als Handlung. Stille ist natürlich still, aber Handlung ist auch still. Wenn wir in der richtigen Position sind, ohne uns zu bewegen haben wir keinen Körper und wenn wir durch den Garten gehen, werden wir niemanden treffen. - 382 -


Berg – Sichtweise – Gen

Keinen Körper zu haben, bedeutet kein Selbst zu haben. Im Garten niemanden zu treffen, heißt, dass es auch keinen anderen gibt. Normale Menschen unterscheiden zwischen selbst und anderen, zwischen innen und außen, das ist die Aufgabe unseres unterscheidenden Bewusstseins. Wenn es ein Bewusstsein gibt, dann gibt es ein Selbst. Wenn es ein Selbst gibt, dann gibt es andere. Wenn es ein Selbst und andere gibt, dann wissen wir nicht mehr, wo wir halten müssen. Wenn wir in der Lage sind zu stoppen, dann sublimiert das Bewusstsein vom Selbst und anderen. Wenn das Bewusstsein vom Selbst und anderen verschwunden ist, gibt es keinen menschlichen Verstand und der Geist des NICHTS erscheint. Es gibt nur eine Wahrheit, handeln und ruhen im Einklang mit der Wahrheit. In der Ruhe bewahren wir Korrektheit. Stille wird erreicht durch die Realisation der Wahrheit, nicht durch den Körper, der sich in der richtigen Position befindet. Wenn wir Handlungen ausführen, sind sie korrekt. Wir handeln im Sinne der Wahrheit, nicht weil andere Menschen es möchten. Innerlich sind wir uns nicht bewusst einen Körper zu haben. Wenn wir handeln, handeln wir korrekt. Wir handeln nach der Wahrheit, nicht nach der Meinung anderer Leute. Wir stoppen am richtigen Ort. Ohne selbst und ohne andere, können wir sowohl innerlich, als auch äußerlich stoppen. In der Raumzeit, sowie im Zeitraum. Aktiv oder still, je nachdem, was die Zeit verlangt, innerlich und äußerlich in Kommunion mit dem NICHTS. Sowohl unsere Handlungen, als auch unsere Stille kommen aus der Geistlosigkeit. - 383 -


Berg – Sichtweise – Gen

Durch dieses eine Prinzip können alle Fehler beseitigt werden. Wenn Lernende dieses Prinzip verstehen, am richtigen Ort zu stoppen, ohne zu wanken, können wir durch eine Verwirklichung alle Aufgaben meistern. Halten wir die FingergesteBergBerg.

52.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine schwache Linie. Wir sind bescheiden und trauen uns nicht im Morphofeld zu handeln. Das ist, als würden wir unsere Füße anhalten. Wenn wir unsere Füße stoppen, können wir keinen Schritt in die falsche Richtung gehen. Da der erste Impuls oder Gedanke immer aus der Wirklichkeit kommt, können wir ohne Fehler sein. Manchmal kann es auf dieser Linie geschehen, dass ein Mangel an Autonomie vorhanden ist. Dann können wir nicht rechtzeitig stoppen. Aus dem Grunde ist es immer gut, aufrichtig zu sein und auf dem Pfad zu bleiben. Dann können wir von Anfang bis Ende fehlerlos sein.

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Berg – Sichtweise – Gen

Damit uns das gelingt, halten wir die FingergesteBergBerg und die erste Linie.

52.2 Die zweite Linie Auch die zweite Linie ist eine schwache Linie. Wir sind ein bisschen instabil, daher gelingt uns das Stoppen nicht so gut. Wir stoppen erst in den Waden. Die Waden bewegen sich nicht von selbst, sie folgen den Füßen. Wenn wir erst in den Waden stoppen, haben wir keinen festen Grund. Es wäre gut, jemanden in der Nähe zu haben, der fester ist, als wir, und einen stabilen Untergrund bietet, sonst wird das Herz unglücklich. Halten wir die FingergesteBergBerg und die zweite Linie, damit das Herz nicht unglücklich werden muss.

52.3 Die dritte Linie Eine starke Linie und die letzte der Raumzeit. Wir sind zwar stark, aber es mangelt uns an Flexibilität. Wir sind impulsiv und können uns nicht beherrschen. Das bringt Probleme in unserem Becken mit sich. Wenn wir nur vorwärts preschen können und nicht wissen, wie wir uns zügeln sollen, dann gibt es nichts, was uns stoppen könnten. Nur das Becken wird es versuchen. Außerdem kann es zu einer Entzündung des Herzens kommen, wenn wir unbedingt einen Sieg oder schnellen Erfolg erringen wollen, und nicht davon ablassen. Halten wir lieber die FingergesteBergBerg und die dritte Linie, damit uns das erspart bleibt.

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Berg – Sichtweise – Gen

52.4 Die vierte Linie Eine schwache Linie, die erste des Zeitraums. Wenn wir aufrichtig sind, obwohl wir die Schwäche verspüren, wenn wir unsere Richtung nicht ändern, ist das so, als würden wir den ganzen Körper stoppen. Wenn wir den Körper stoppen können, und für uns selber sorgen und die Verantwortung dafür nicht an andere weitergeben, dann sind wir weit entfernt von irgendeiner Feindseligkeit und darum in Ordnung. Halten wir die FingergesteBergBerg und die vierte Linie, um uns weiter zu schützen.

52.5 Die fünfte Linie Auch die fünfte Linie ist eine schwache Linie, allerdings ist sie in der Balance. Wir können uns innerlich stoppen und auch äußerlich, das ist, als könnten wir die Klappe halten. Der Kiefer bewegt sich, wenn der Mund sich öffnet. Wenn wir die Kiefer stoppen können, also die Klappe halten, dann öffnet sich der Mund nicht unwillkürlich. Das bedeutet auch, dass wir nicht unwillkürlich sprechen. Wenn wir sprechen, dann bewusst, und wir können eine Sprache wählen, die der Allgemeinheit dienlich ist. Auch wenn wir selbst nicht so viel über Essenz, Leben, NICHTS erzählen können, können wir durch unsere Sprache andere inspirieren und das ist gut so. Wenn wir in der Lage sind, andere zu inspirieren, wird das unserem Tugendkonto gutgeschrieben, also kein schlechter Deal. Wenn es etwas zu bedauern gab, wird das jetzt verschwinden. Wir können also trotz unserer Schwäche, anderen Menschen helfen. Halten wir die FingergesteBergBerg und die fünfte Linie. - 386 -


Berg – Sichtweise – Gen

52.6 Die sechste Linie Wir sind auf einer starken Linie im Zeitraum. Wir haben gelernt, unsere Innenwelt zu stoppen und auch unsere Außenwelt. Wenn wir sehr sorgsam mit unserer Fähigkeit umgehen, sehr gründlich sind, dann werden Stärke und Schwäche sublimiert, unsere Essenz ist stabil und Gefühle sind vergessen. Wir ruhen uns aus im Königreich des ultimativen Guten, wo kein Böses Zutritt hat. Wir bewegen uns hier nicht mehr weg, haben unsere Sichtweise gewonnen, wir sind wie ein erhabener Berg ohne Geburt und ohne Tod, immerwährend wie auch Himmel und Erde. Der Pfad des Stoppens am richtigen Ort verlangt von uns das TUN und das NICHT-TUN. Handlung und Stille müssen zu Einswerden, Yin und Yang verschmelzen und sublimieren. Das letzte Ziel erreichen wir, wenn wir zum Königreich des Guten ohne Böses zugelassen werden und hier unser Haus erbauen.

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Allmählich – Zeitverdünnung – Jian

53. Allmählich – Zeitverdünnung – Jian

Jian heißt allmählich. Das Ideogramm besteht aus drei Teilen. Jian war ursprünglich der Name eines Flusses. Wir sehen ihn auf der linken Seite. Der restliche Teil des Ideogramms produziert den Klang. Element: Holz Monat: Februar

Oben ist Holz oder Wind (☴), unten Berg (☶). Allmählich heißt langsam bewegen. Bäume, die auf einem Berg wachsen, können sehr groß werden, aber sie erreichen das nicht an einem Tag, das ist mit allmählich gemeint. Tugend ist die Wurzel allen Seins. Das Gute ist der kostbarste Schatz in diesem Universum. Wenn wir unsere Tugend nicht bewahren können, sind wir nicht weise, und wenn wir unseren Charakter nicht wandeln können, werden wir nicht groß. Darum braucht es die Stabilität eines Berges, um die Unbeweglichkeit der Weisheit hervorzubringen.

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Allmählich – Zeitverdünnung – Jian

Das langsame Wachstum der Bäume, die nicht eilen, aber auch nicht trödeln, sublimiert allmählich die Kräfte des Morphofeldes, sodass wir zum ultimativen Guten zurückkehren können. Weisheit ist die fundamentale Natur des ultimativen Guten. Gewohnheit ist die gewöhnliche Kraft des Morphofeldes. Mit Gewohnheit sind hier alle gewöhnlichen Gefühle und Gedanken gemeint, dazu gehören Gier, Angst und Torheit. Wenn wir weise sind und unsere täglichen Angelegenheiten mit Weisheit regeln, sind wir weise in allem und tugendhaft in jeder Situation. Wenn wir uns in der Weisheit einrichten werden wir eins mit der Tugend der Weisheit. Auf diese Weise ruhen wir unbewegt und ohne zu wanken, im ultimativen Guten. Wenn unser Charakter gut ist, verschwinden alle angesammelten Einflüsse des Morphofeldes. Sie wandeln sich in Wahrheit ohne Scheinheiligkeit oder Falschheit. Auf die Weise kehrt die gewöhnliche Welt zum Guten zurück. Alles wird gut! Wenn das Wirkliche wiederhergestellt wurde, verdunstet das Morphofeld von ganz alleine. Das bedeutet, dass die Wirklichkeit innerhalb des Morphofeldes ist, das Morphofeld aber nicht außerhalb des Wirklichen. Mit Weisheit sollten sich Gewohnheiten verbessern. Der einzige Grund, warum »Allmählich« genutzt wird, um die Wohnung in der Tugend aufzubauen und die Gewohnheiten zu verbessern, ist der, dass der menschliche Verstand so lange unsere Geschicke gelenkt hat, und der Geist des NICHTS verborgen wurde. Auch wenn wir eine Wohnung in der Welt der Tugend besitzen, können wir nicht sofort einziehen. Auch wenn sich unsere Gewohnheiten schon verbessert haben, können wir sie nicht komplett übernehmen. - 389 -


Allmählich – Zeitverdünnung – Jian

Wenn unsere Wohnung in der Welt der Tugend noch unsicher ist, dann kann das noch nicht Weisheit genannt werden. Wenn unsere Gewohnheiten noch nicht vollständig gut geworden sind, konnen wir das nicht nicht gewohnheitsmäßiges Gutes nennen. Wenn wir unsere Wohnung in der Welt der Tugenden einrichten, erreichen wir irgendwann den Punkt, wo wir in allen Aspekten des Lebens weise geworden sind. Erst dann ist unsere Wohnung sicher. Wenn die Verbesserung unserer Gewohnheiten den Punkt erreicht haben, wo all unsere Gewonheiten gut sind, dann ist die Verbesserung abgeschlossen. Wenn unser Charakter weise geworden ist, und unsere Gewohnheiten gut, ist das Ursprüngliche komplett und das Morphofeld sublimiert. Es gibt nur ein Gutes und sonst nichts. Wen wir zurückkehren zur makellosen Reinheit, beständig, wie ein Berg, aufrecht, wie ein Baum, dann ist das Geschäft des TUNS zu Ende, und das Geschäft des NICHT-TUNS beginnt. Von jetzt an, werden wir das NICHTS auf andere Weise üben. Wir nutzen das natürliche Feuer und inkubieren den spirituellen Embryo, wobei es möglich ist, das wir das unermessliche Königreich der spitiruellen Transformation erreichen. Allmählich heißt, langsam zu strömen, nicht zu rauschen. Oben ist der eindringliche Wind, unten der beständige Berg. Am richtigen Ort zu stehen und langsam einzudringen ist allmählich. Dieses Hexagramm repräsentiert den allmählichen Fortschritt in einer angemessenen Ordnung. Dach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Donner. Donner braucht die Innenschau in einer Handlung, damit wir nicht künstlich handeln. Wenn wir nicht künstlich handeln, sind wir achtsam und sorgsam. - 390 -


Allmählich – Zeitverdünnung – Jian

Eine starke Energie befindet sich in unserem Inneren. Der Geist ist fest und unsere Absicht reicht sehr weit. Das hat zur Folge, dass wir den Pfad des Tuns nutzen können, um das goldene Elixier herzustellen. Der Pfad des Tuns ist der Pfad, der das Ursprüngliche inmitten des Morphofeldes wiederherstellt. Auf diese Weise wird die NICHT-EXISTENZ in der EXISTENZ wiederhergestellt. Das, was verschwunden war, kommt zurück. Das NICHT-EXISTENTE in die EXISTENZ zurückzubringen, kann nicht an einem Tag geschehen. Der Prozess braucht einen allmählichen Fortschritt, der nach geordneten Prinzipien ablaufen sollte. Der Pfad ist lang, die Arbeit dauert lange, es ist notwendig langsam voranzuschreiten, es ist notwendig die richtige Ordnung einzuhalten, bevor wir die tiefe Verwirklichung unserer Selbst-Ralisation erreicht haben. Die Stille des Hexagramms findet in der Raumzeit statt. Das langsame Eindringen im Zeitraum. Wir nähren Festigkeit durch Flexibilität. Wir nutzen Stärke mit Offenheit. Wir praktizieren Offenheit durch Stärke. Festigkeit und Nachgiebigkeit sind ausgeglichen, Offenheit und Solidität kombinieren. Das ist wie Yin und Yang in der zweiten und fünften Linie, die sich entsprechen. Das wahre Yin und das wahre Yang bilden normalerweise ein Paar. Es ist nicht vergleichbar mit der Kraft, die wir im Morphofeld aufbringen müssen, um falsches Yin und falsches Yang zu vereinen. Gegenseitige Anziehung produziert Kinder. Darauf können wir vertrauen. - 391 -


Allmählich – Zeitverdünnung – Jian

Aus dem Grunde arbeiten wir langsam und suchen keinen schnellen Erfolg. Wenn Festigkeit auf Nachgiebigkeit trifft, dann wird es Kinder geben, doch wir sollten auf die richtigen Umstände warten. Wir eilen nicht, wir trödeln nicht, wir gehen nach geordneten Gegebenheiten vor, stärker, wenn die Zeit voranschreitet. Haben wir unser Ziel erreicht, fällt die Anstrengung weg und Spontaneität stellt sich ein. Yin und Yang vereinen sich, Festigkeit und Nachgiebigkeit verschmelzen, und eine Perle des spirituellen Elixiers erscheint aus dem Nichts und bekommt eine Form. Das ist die Geburt. Wir können also sehen, dass der Pfad der Zeitverdünnung funktioniert, wenn wir ihn auf die richtige Weise gehen. Aus dem Grunde brauchen wir den korrekten Ablauf, ein tiefes Verständnis der Wahrheit, ein komplettes Realisieren der Essenz, damit wir die Lebensquelle in ihrer Bedeutung erfassen können. Vom TUN kommen wir ins NICHT-TUN. Von der Mühe zur Spontaneität. Jeder kann das große NICHTS erreichen. Halten wir die FingergesteBergWind.

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Allmählich – Zeitverdünnung – Jian

53.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine schwache Linie. Wir befinden uns am Anfang der Zeitausdünnung, und es besteht die Tendenz auf dieser Linie unsere Bemühungen zu zerstreuen. Wir sollten gerade Am Anfang sehr sorgfältig sein, weil sorglosigkeit sich nicht auszahlen wird. Wir sollten nicht kritisieren, das würde uns nur selbst Schaden zufügen. Halten wir lieber die FingergesteBergWind und die erste Linie.

53.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist auch eine schwache Linie. Wir sind still und ausbalanciert. Wir stehen auf einem Felsbrocken. Der ist zwar stabil, aber nicht auf Dauer eingerichtet. Wir arbeiten so lange an uns selbst, bis es Zeit wird weiterzuziehen. Wir leeren unseren Geist und füllen unseren Bauch. Halten wir zusätzlich noch die FingergesteBergWind und die zweite Linie.

53.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine starke Linie. Wir sind zwar stark, aber es fehlt uns die Ausgeglichenheit. Wir wollten zu hoch hinaus. Wir stehen auf einem Plateau. Ein Plateau ist ein Berg mit einem flachen Top. Wir haben eine Ebene erreicht und können nicht weiter nach oben klettern. Weil wir schnell versucht haben, dieses Plateau zu erreichen, sind Yin und Yang aus der Balance geraten. Wenn wir uns mit dem Morphofeld einlassen, verletzen wir die Wirklichkeit.

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Allmählich – Zeitverdünnung – Jian

Wenn wir mit diesem Hexagramm arbeiten, ist es wichtig, im richtigen Moment Stop zu sagen. Wenn wir das nicht können, werden Räuber kommen, oder wir selbst werden zu Räubern. Halten wir die FingergesteBergWind und die dritte Linie.

53.4 Die vierte Linie Wir befinden uns im Zeitraum auf der ersten Linie. Wir sind flexibel durch unsere Nachgiebigkeit. Wir können hier unser Lager aufschlagen, auch wenn es nicht von Dauer ist. Wir werden still und ruhig und warten auf die Rückkehr des Yang. Wenn wir ruhig und still sind und wissen, worauf wir warten, werden wir es auch nicht verpassen. Halten wir die FingergesteBergWind und die vierte Linie, damit wir nicht einschlafen, während wir warten.

53.5 Die fünfte Linie Wir sind auf einer starken Linie, die korrekt ausbalanciert ist. Der Berg ist hoch, die Bergspitze zentriert. Während die Stärke versucht die Spitze auszubalancieren, zerstreut sich die Hitze und wahres Yin und wahres Yang finden einander. Essenz und Gefühl kommen zusammen, nicht länger blockiert durch falsches Yin und falsches Yang. Wenn die Wirklichkeit zurückkommt und das Morphofeld sich auflöst, formen die polaren Energien des wahren Yin und Yang das Elixier. Dann findet Empfängnis statt, wo vorher keine Empfängnis möglich war. Eine Perle des goldenen Elixiers wird in den Bauch eingeführt. Wenn das geschieht wissen wir das erste Mal in unserem Leben, dass unser Schicksal nicht vom Himmel bestimmt wird. - 394 -


Allmählich – Zeitverdünnung – Jian

Halten wir die FingergesteBergWind und die fünfte Linie.

53.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist eine starke Linie. Wir sind am Ende des Prozesses der Zeitverdünnung. Stärke und Flexibilität sind komplett verdaut. Wir sind von unten nach ganz oben geklettert und sind selbst dort noch weitergegangen, wo es nicht mehr ging. Der spirituelle Embry ist vollständig entwickelt. Wir haben uns zu Frieden und Sicherheit entwickelt, es ist Zeit auszuruhen und die Arbeit Arbeit sein zu lassen. Wir sollten weiter unsere Praxis kultivieren, damit wir mit Menschen in Kontakt kommen können und sie anleiten können, wenn sie zu uns kommen, um zu lernen. Jeder der sechs Linien der Zeitverdünnung ist notwendig, wenn wir einen allmählichen Prozess durchlaufen, um unser Ziel zu erreichen. Die erste Linie ist zu schwach und die dritte Linie zu stark, um besonders dienlich für diesen Prozess zu sein. Alle anderen vier Linien zeigen unsere Verwirklichung des allmählichen Prozesses in der richtigen Reihenfolge. Manchmal nachgiebig, manchmal bestimmt, alles zu seiner Zeit, der ganze Körper und die großen Funktionen der Zeitverdünnung, zeigen sich schlussendlich.

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Identinfizieren - Krankheitsursache– GuiMei

54. Identinfizieren - Krankheitsursache– GuiMei

Gui heißt ursprünglich heiraten einer Jungfrau oder Magd. Später wurde daraus Wiederkehr. Mei ist ein junges Mädchen oder eine jüngere Schwester. Die Wirklichkeit ist alt. Das Morphofeld wurde durch Adam Kadmon, einem unserer Vorfahren geschaffen. Das Morphofeld ist jung und im Vergleich zur Wirklichkeit weiblich. Dieses Hexagramm kann daher auch eine Wiederkehr des Morphofeldes bedeuten. Nachdem wir geboren wurden, bekommen wir eine Beschreibung der Welt durch unsere Eltern, Lehrer und andere Institutionen, bis wir diesen Dialog verinnerlicht haben und uns mit ihm identifizieren, oder genauer gesagt ident-infizieren. Wenn wir erst einmal identinfinziert sind, kommt es zu einer Identifickation, sodass wir vom Morphofeld nicht mehr getrennt werden können. Das Ideogramm besteht aus zwei Charakteren. Das Ideogramm des ersten Charakters besteht aus zwei Teilen. Links oben ist ein Stock mit einer Troddel, der bei Prozessionen gehalten wurde. Unten ist das ideogramm Zhi für »Stop«. Oben rechts ist eine Hand. Unten rechts ein Besen. Links unten ist eine Frau dargestellt, rechts der Klang. - 396 -


Identinfizieren - Krankheitsursache– GuiMei

Wir haben die Elemente Feiern, Stop, Fegen, Frau. Statt feiern, fegen. Element: Holz Monat: Oktober

Wir haben oben Donner (☳), unten See (☱). Es ist Donner über einem See. Donner steht für Bewegung, der See für Ruhe und Stille. Wenn der Donner einen See bewegt, dann bekommen wir eine aufgewühlte Oberfläche. Die Bewegung stört die Stille, und das Wasser des Sees kann überlaufen. Die Begegnung von Donner und See ist zunächst einmal nicht gut. Es gibt ein falsches Yang und ein falsches Yin. Es gibt ein wahres Yang und ein wahres Yin. Das wahre Yang und das wahre Yin kommen aus der Wirklichkeit. Die Wirklichkeit ist eine Schöpfung Gottes. Das falsche Yang und das falsche Yin ist eine Kopie der Wirklichkeit, aber nicht die Wirklichkeit selber. Diese Kopien stammen von Adam Kadmon, dem Erfinder des Morphofeldes. Daher gibt es auch eine wahre und eine falsche Praxis. Wenn das wahre Yin und das wahre Yang sich treffen, dann findet auf natürliche Weise eine Befruchtung statt. Wenn das falsche Yin auf das falsche Yang trifft, dann ist Anstrengung nötig um eine Befruchtung zu erzeugen. Die Befruchtung des wahren Yin durch das wahre Yang ist ewig. Die Befruchtung des falschen Yin durch das falsche Yang ist endlich. - 397 -


Identinfizieren - Krankheitsursache– GuiMei

Wenn wir die erste Form der Befruchtung erreichen wollen, bis zum Ende aller Tage, müssen wir erst einmal wissen, was schief läuft. Bis zum Ende aller Tage ist die Ewigkeit. Zu wissen, was falsch läuft, bedeutet die Degeneration zu erkennen. Wenn wir die Wahrheit erkennen und unsere Natur erfüllen, erreichen wir den Sinn des Lebens. Das NICHTS der Natur und des Lebens zu erkennen ist alles eine Frage, ob wir richtig von falsch unterscheiden können. Richtig und falsch herauszufinden, heißt die Prinzipien der Kommunion von Yin und Yang herauszufinden. Die Trennlinie zwischen der wirklichen Welt und dem Morphofeld ist nur eine Haaresbreite. Auf der einen Seite sehen wir die Wirklichkeit, auf der anderen Seite das Morphofeld. Yin und Yang des Morphofeldes interagieren immer miteinander, aber ihr Verkehr ist nicht korrekt. Der Fehlverkehr des Morphofeldes hat keinen Abschluss und geht daher in die Irre. Es gibt viele Übungen, die Herz und Genitalien zusammenbringen sollen, die Kanäle hinauf- und hinunterspülen, Atemkontrolle zu betreiben, Energie aus dem Geschlechtsverkehr ziehen, Merkur und Blei gleichzeitig erhitzen, diese Praktiken führen nicht zur Wirklichkeit. Sie versuchen, eine Kommunion zwischen Yin und Yang zu erzwingen. Sie verlängern nicht unser Leben, sondern verkürzen es. Diese Form der Übungen, fördern unsere Degeneration. Oben ist Bewegung, unten Freude. Im Zeitraum findet eine Bewegung statt, in der Raumzeit Freude. Darum können wir feiern und tanzen. Wir richten uns nach unseren Gefühlen und unseren Launen. Zuerst kommt Yin, das Morphofeld, danach Yang, die Wirklichkeit. - 398 -


Identinfizieren - Krankheitsursache– GuiMei

Diese Reihenfolge ist nicht gesund. Dieses Hexagramm sucht die Wirklichkeit im Morphofeld. Nach Liu Yiming folgt es auf Berg. Berg hat uns gelehrt, am richtigen Ort zu stoppen. Stop zu sagen, heißt keine inkorrekten Vergnügungen und keine inkorrekten Handlungen zuzulassen. Bevor die ursprüngliche Energie in uns Menschen verdroben wurde und sich mit dem Morphofeld mischen konnte, waren Yin und Yang eine Einheit. Yang kontrolliert Yin, Yin folgt Yang, die Energie fließt, das lebende Potenzial ist wach und vollkommen im Design des Himmels integriert. Sie verbinden sich auf natürliche Weise und brauchen keine menschliche Anstrengung dazu. Als das Morphofeld begann unsere Handlungen zu übernehmen, verloren wir das wahre Yang und das wahre Yin. Unser unterscheidendes Bewusstsein, begann Illusionen zu produzieren und so verloren wir Yin und Yang im Feld der Illusionen, dem Morphofeld. Die Energie der Elemente vermischten sich, Verlangen erhob sich und rüttelte die Gefühle auf, unser Verstand mischte sich mit den Dingen des Morphofeldes. Wir suchten unser Vergnügen im Außen wurden innerlich durch das Außen bewegt, und unser eingeborenes wahres Yang verpuffte im Morphofeld. Unser Selbst wird durch den Donner repräsentiert. Der Donner ist im Südosten. Das Morphofeld wird durch den See repräsentiert, der im Nordosten zu Hause ist. Der Osten repräsentiert die Parasitose, den Ort der größten Transformation. Wenn der See den Donner ruft, versinkt das Selbst im Morphofeld. Das war die Situation, die Jakob, der Zwillingsbruder von Esau erkannte, und eine Lösung dafür wollte. - 399 -


Identinfizieren - Krankheitsursache– GuiMei

Gott gab ihm die Krankheit als Geschenk. Im Hexagramm Nr. 39 haben wir die Krankheit kennengelernt, hier lernen wir ihre Ursache kennen. Manchmal muss man, bevor eine Krankheit geheilt werden kann, erst deren Ursache beseitigen und die ist hier zu finden. Erst fegen dann feiern, ist hier die Lösung. In der hebräischen Philosophie ist die Krankheitsursache die Tsoraat. Fehlverkehr ist die Ursache der Tsoraat. Wenn der See den Donner sucht, wird die Essenz durch Gefühle gestört, die äußere Energie verletzt die innere Energie. See wird mit Metall assoziiert, Donner mit Holz. Es ist leicht für ein Beil, Holz zu zerhacken, also sollten wir sehr vorsichtig sein. Wenn wir Menschen uns so entwickeln, das Strafe und Töten, wichtiger werden als Leben und Verdienst, dann verschwindet die positive Energie Tag für Tag und negative Energie wächst, Tag für Tag. Wenn das dazu führt, dass nur noch negative Energie existiert und keine positive mehr, dann können wir das Sterben nicht mehr vermeiden, auch wenn wir es noch so sehr wollten. Wenn ein See den Donner sucht, oder Gefühle die Essenz, selbst wenn sie interagieren, ist das falsch. Weise Menschen kennen Wege, die ursprüngliche Energie im Morphofeld wiederherzustellen. Wenn Donner See sucht, wenn Essenz Gefühl sucht, dann werden wir nicht nur nicht von Emotionen überwältigt, sondern können sogar das wahre Yang innerhalb der Gefühle schnappen und es zur Essenz restaurieren. Das ist eine wirkungsvolle Art und Weise der Umkehrschöpfung. Wenn Gefühle zur Essenz zurückkehren, dann wird Bestrafung zu Verdienst.

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Identinfizieren - Krankheitsursache– GuiMei

Hiar kann das Methan-Pegeminat oder der Methan-Qode sehr hilfreich sei. Welche alchemistischen Prozesse sich hier verbergen, lernen wir in der Qothalchemie. Die Essenz liebt die Rechtschaffenheit von Gefühlen. Gefühle lieben das Gute der Essenz. Essenz und Gefühle vereinigen sich. Das ist die Rückkehr zur Korrektheit. Wenn wir zu unserem Ursprung zurückkehren, zu unserer Basis zurückkehren, wird der spirituelle Embryo solide und selbst wenn wir Unglück begegnen wird es sich wandeln zu Glück. Dann wird es Segen geben, wo vorher keiner war. So können wir inmitten der Inkorrektheit korrekt sein. Halten wir die FingergesteSeeDonner.

54.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine starke Linie. Auf dieser Linie haben wir gute Voraussetzungen, aber ein schlechtes Timing. Wir haben nichts Schlechtes getan, kommen aber trotzdem im Moment nicht zum Ziel.

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Identinfizieren - Krankheitsursache– GuiMei

Verlieren wir unsere Fröhlichkeit nicht und halten die FingergesteSeeDonner und die erste Linie, damit wir Fortschritte machen können.

54.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist eine feste Linie. Wir sind stark, können aber auch flexibel sein. Wenn wir das NICHTS umarmen können, dann können wir darauf ausgerichtet sein und uns zurückziehen, um über Essenz und Leben nachzusinnen. Das wird natürliche Freude mit sich bringen und wir brauchen keine künstliche Freude. Wir sind allzeit aufrecht und effizient, in allem, was wir tun. Dadurch, dass wir korrekt sind, vermeiden wir es, ins Morphofeld abzurutschen. Halten wir die FingergesteSeeDonner und die zweite Linie.

54.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine schwache Linie. Wir sind schwach und desorientiert. Wir suchen unser Glück im Morphofeld und verlieren unsere inneren Werte. Wir degradieren uns dadurch selber. Wenn wir dem, was wir gerade tun den Rücken zudrehen können und aufwachen, dann können wir das Ruder noch herumreißen. Wir könnten uns mit weisen Menschen zusammentun, die mehr Orientierung haben, als wir. Wir können im Moment zwar nicht den Pfad der Weisen betreten, aber machen zumindest keine Dummheiten mehr. Halten wir die FingergesteSeeDonner und die dritte Linie.

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Identinfizieren - Krankheitsursache– GuiMei

54.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist eine starke Linie im Trigramm Donner im Zeitraum. Wir sind zwar stark, aber auch nachgiebig. Wir haben die Geduld uns selbst zu verfeinern und auf die richtige Zeit zu warten. Solange die Zeit noch nicht reif ist, handeln wir nicht, wenn die richtige Zeit gekommen ist, handeln wir. Warten können ist wichtig, wenn sich das NICHTS wiederherstellen soll. Wir sollten versuchen unseren menschlichen Verstand loszuwerden und stattdessen den Geist des NICHTS installieren. Das würde helfen. Dann kommen wir zu einer Leere und werden ganz still, bleiben dabei aber zielgerichtet, egal wieviel Lärm um uns herum braust. Auf diese Weise können wir die Wiederkehr des Ursprünglichen beobachten. Halten wir die FingergesteSeeDonner und die vierte Linie, damit wir die Zeichen der Zeit erkennen.

54.5 Die fünfte Linie Wir befinden uns auf einer weichen Linie, sind daher flexibel und offenen Geistes. Wir sind bescheiden und respektvoll, wenn wir Fehler gemacht haben, versuchen wir sie zu korrigieren. Wir können uns mithilfe anderer Menschen ausbalancieren und auf diese Weise erleuchtet und stark werden. Wir handeln so, wie der Mond sich gegenüber der Sonne verhält. Wir können auf diese Weise scheinen und die Fülle erreichen. Das Licht ist unermesslich günstig für unser Leben. Wir sind zwar nicht auf der richtigen Spur gewesen, aber andere haben uns den Kopf geradegerückt. Jetzt ist alles gut. Halten wir die FingergesteSeeDonner und die fünfte Linie. - 403 -


Identinfizieren - Krankheitsursache– GuiMei

54.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist eine Linie, die beherrscht wird vom Morphofeld. Das liegt vor allem an unserer Selbstbezogenheit. Wenn wir die nicht ablegen können, kann es für uns erst einmal nicht weitergehen. Halten wir die FingergesteSeeDonner und die sechste Linie und hoffen auf das Beste. Wenn wir dem Morphofeld anhängen, dann gehen wir ins Nichts. Wenn wir der Wirklichkeit anhängen, dann gehen wir ins NICHTS. Der zweite Weg führt zur wahren Erlösung. Wenn wir den Weg der Schöpfung gehen, werden wir ein gewöhnlicher Sterblicher. Wenn wir den Weg der Umkehrschöpfung gehen, werden wir ein Unsterblicher. Aber der Pfad des Herumdrehens und rückläufig zu arbeiten ist nicht einfach zu erkennen.

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Reichtum – Fülle – Feng

55. Reichtum – Fülle – Feng

Feng bedeutet Fülle. Im Ideogramm finden wir Bohnen, die wachsen, als Ausdruck der Fülle. Der untere Teil ist ein Kochtopf. Der obere Teil stellt Stängel und Blätter der Bohnen dar. Das ganze Bild strahlt Blüte und Fülle aus. Element: Holz Monat: Juli

Oben ist Donner (☳) und unten Feuer (☲). Das sind Blitz und Donner. Der Donner erschüttert, der Blitz erleuchtet. Donner und Blitz ergänzen einander. Kraft und Intelligenz arbeiten zusammen. Wenn wir das Morphofeld akzeptieren und dafür die Wirklichkeit verlassen, wenn wir Mis-Vergnügen wählen statt Vergnügen, wenn wir nach Besitztümern verlangen und sinnliche Stimulation, ruinieren wir unseren Charakter und unser Benehmen und geraten in einen Zustand der Unwissenheit. Der Grund dafür ist, dass wir richtig und falsch nicht unterscheiden können. - 405 -


Reichtum – Fülle – Feng

Wir machen die Erleuchtung des Blitzes nach und erforschen genau die Prinzipien der unergründlichen Natur und des Lebens. Dazu müssen wir genau zwischen richtig und falsch unterscheiden, um das klar beurteilen zu können. Nachdem wir das Wahre im Falschen erkannt haben, trennen wir auch das Falsche im Wahren. Dazu brauchen wir unser ursprüngliches Wissen und gewisse Einsichten, damit wir nicht den Schein für das Sein halten. Wenn wir die Kraft des Donners nachmachen, können wir unsere Seelen reinigen und dafür sorgen, dass Einflüsse des Morphofeldes ausgetrieben werden. Wenn wir entschieden und direkt handeln, können wir die Unschuldigen befreien und die Schuldigen austreiben, damit wir kein Opfer schleichender Krankheit werden. Um korrekt urteilen zu können, brauchen wir eine Flexibilität, die sich minütlich an die Zeit anpassen kann und ein effizientes Wissen. Um korrekt handeln zu können, brauchen wir eine Entschiedenheit, die sich mit unserer Stärke paart. Die Wissenschaft der Weisheit ist ein zweischneidiges Schwert, wenn es um Natur und Leben geht, um Körper und Seele, es braucht Weisheit und Aktion. Wenn wir wissen, aber nicht handeln, können wir das NICHTS nicht erreichen. Wenn wir handeln, aber nicht wissen, machen wir Fehler in der Beurteilung von Natur und Leben. Erst wissen, dann handeln, ist der Weg, der zum Erfolg führt. Eines Tages, werden wir uns selbst gemeistert haben und zurückkehren, zu dem, was richtig ist und die Welt wird zurückkehren zum Guten. Wenn wir richtig urteilen und effektiv handeln, kommen wir in die Fülle des NICHTS, wo Reichtum jeden Tag erneuert wird. Reichtum ist Fülle und Größe, Erleuchtung und Handlung balancieren einander. - 406 -


Reichtum – Fülle – Feng

Erleuchtung ist groß und Handlung ist groß. Dieses Hexagramm repräsentiert den Umgang mit dem Feuer und dem Schutz vor Gefahren. Nach Liu Yiming folgt es auf die Zeitverdünnung. In der Zeitverdünnung lernten wir die Stabilisierung kennen und wie wir unsere Übungen gestalten, nach einem initiatorischen Prozess. Wenn wir uns nach dem initiatorischen Prozess richten, schreiten wir allmählich, auf geordnete Weise fort, und sorgen dafür, dass der Feuerungsprozess, nicht außer Kontrolle gerät. Feuer ist ein Symbol für Erleuchtung. Den Feuerungsprozess zu lenken, heißt die Erleuchtung zu lenken, bis wir zum Feuer von innen gelangen, das Don Juan uns beschrieben hat. Erleuchtung hat die Qualität von Bewusstheit und Wahrnehmungsfähigkeit. Wenn wir bewusst sind, haben wir den Geist des NICHTS. Die Bewusstheit können wir trainieren in »Bewusstseinsentwicklung in der Fingerapotheke«. Die Seele repräsentiert das eingeborene Wissen. Wenn wir wahrnehmen, dann gibt es keinen menschlichen Verstand, und der Geist ist klar. Wenn die Seele weiß und der Geist klar ist, wenn wir uns innerlich kultiviert und subtil verfeinert haben, wenn wir aus dieser Klarheit handeln, und mit Klarheit handeln, dann wächst unsere Erleuchtung Tag für Tag und unsere Handlungen werden jeden Tag größer. Wenn Erleuchtung und Handlung zusammenarbeiten, ist die Praxis des NICHTS eine Leichtigkeit. Dennoch müssen wir wissen, wann wir vorstoßen können und wann wir uns zurückhalten sollten. In anderen Worten müssen wir groß und klein sein können, damit wir Gefahren vorhersehen und Situationen einschätzen können, nur dann kann Reichtum dauerhaft werden. - 407 -


Reichtum – Fülle – Feng

Wenn die Entwicklung der Erleuchtung abgeschlossen ist, wenn sie reich und voll geworden ist, und der Feuerungsprozess abgeschlossen wurde, dann ist die große Medizin erzeugt worden. Wir sollten schleunigst das Feuerholz wegnehmen, damit das Feuer stoppt. Wenn wir stoppen können, wenn es notwendig ist, dann wird die Erleuchtung nicht verbraucht. Wenn wir die Erleuchtung nicht überbeanspruchen, wenn wir vorangehen oder uns zurückziehen, je nachdem, was die Zeit von uns will, wenn Stärke und Flexibilität sich ausbalancieren und es keine Spaltung oder Einseitigkeit gibt, dann wird das, was noch nicht reich ist, reich werden und das, was bereits reich ist, kann bewahrt werden. Halten wir die FingergesteFeuerDonner.

55.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine starke Linie. Am Anfang des Reichtums ist unsere Erleuchtung noch nicht besonders groß. Wir sollten trotzdem unseren Reichtum unterstützen. Das geht am besten, wenn wir einen Weisen kennen, der ähnliche Fähig- 408 -


Reichtum – Fülle – Feng

keiten besitzt, wie wir, und uns helfen kann, sie richtig einzusetzen. Das kann für uns beide von Vorteil sein und wir können unser Verständnis vertiefen. Bis der weise Mensch auftaucht, halten wir die FingergesteFeuerDonner und die erste Linie.

55.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist eine schwache Linie. Wenn wir uns mit den falschen Leuten einlassen, ist es schwer beziehungsweise unmöglich unsere Erleuchtung zu steigern. Die falschen Menschen steigern den Schatten in unserer Umgebung. Es ist, als ob wir mittags Sterne sehen würden, weil die Sonne nicht mehr die Kraft hat, die Sterne zu überstrahlen. Die Erleuchtung ist blockiert und kommt nicht durch. Wenn wir so weitermachen, kann alles nur noch schiefgehen. Wir müssen uns Erleuchtung borgen. Wenn es einen weisen Lehrer in der Nähe gibt, sollten wir ihn kontaktieren. Er kann uns die Erleuchtung borgen und unsere Seelen erheben. Sollte so ein Mensch nicht zur Verfügung stehen, dann borgen wir von der FingergesteFeuerDonner und der zweiten Linie.

55.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine starke Linie. Auf der dritten Linie kann es geschehen, dass wir die Erleuchtung zu viel benutzt haben, anstatt sie zu verschleiern. In diesem Fall schimmert Sternenstaub durch. Wenn wir Sternenstaub sehen können, ist die Kraft der Sonne nicht stärker als die Kraft des Mondes. Der Einfluss auf die Erleuchtung ist immens. - 409 -


Reichtum – Fülle – Feng

Das Problem ist, dass wir nur Stärke kennen, aber keine Schwäche zulassen wollen. Wir wissen, wie wir Erleuchtung zur Schau stellen können, aber nicht, wie wir sie nähren müssen. Wenn wir uns zu schnell entwickeln wollen, werden wir uns zu schnell zurückentwickeln. Das ist, als würden wir unseren rechten Arm brechen. Halten wir die FingergesteFeuerDonner und die dritte Linie, bevor das passiert.

55.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist eine starke Linie. Sie ist die erste im Zeitraum. Sie ist in der Nähe der schwachen fünften Linie, und es ist daher nicht möglich die Erleuchtung zu bereichern. Wenn wir aber unsere Erleuchtung nicht aktiv nutzen, sondern sie verbergen, dann können wir unsere Erleuchtung nähren und treffen den verborgenen Meister. Viele Meister wandeln unerkannt durch die Welt. Sie verbergen ihre Erleuchtung, damit sie von anderen Menschen nicht erkannt werden. Auf dieser Linie haben wir die Chance, dass wir einen verborgenen Meister treffen. So kann die Erleuchtung gerettet und genährt werden. Halten wir die FingergesteFeuerDonner und die vierte Linie, bis sich der verborgene Meister zeigt.

55.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine schwache Linie. Sie befindet sich in der Balance. Durch leeren des Geistes können wir unseren Bauch füllen. Klarheit erscheint in der Offenheit unseres Geistes. Spirituelle Erleuchtung kommt ganz von alleine. - 410 -


Reichtum – Fülle – Feng

Unser Streben kann vom Morphofeld nicht gesehen werden, sobald wir aber zum NICHT-STREBEN wechseln, wird das offenbar. Diese fünfte Linie ist die Linie in der Leere und Reichtum sich entsprechen. Erleuchtung und Handlung geschehen spontan. Das goldene Elixier ist kristallisiert und so ist es gut, den Pfad des NICHT-TUNS zu wandeln und das kulturelle Feuer für die Inkubation zu nutzen. Halten wir die FingergesteFeuerDonner und die fünfte Linie.

55.6 Die sechste Linie Auch die sechste Linie ist eine weiche Linie. Wenn wir schwach und ohne Wissen sind, das große NICHTS nicht verstehen, wenn wir uns in die Einsamkeit zurückgezogen haben, selbstzufrieden, denken, dass das, was wir erreicht haben, genug ist, untätig zum Schmuck unseres Hauses werden, ist das, als wäre das Haus nicht bewohnt. Wenn wir Reichtümer angehäuft haben, ist das trotzdem für die Katz, denn wir haben unsere Erleuchtung verloren. Das ist wie eine Buddha-Statue, in der kein Buddha wohnt. Halten wir die FingergesteFeuerDonner und die sechste Linie. Wenn wir den Pfad des Reichtums gehen wollen, ist es notwendig, Reichtümer zu produzieren, wenn wir noch keine haben. Wenn wir reich geworden sind, müssen wir die Anstrengung aufgeben und den Reichtum bewahren. Reichtum produzieren und Reichtum bewahren, hat jeweils sein eigenes Timing. Gefahren voraussehen, Umstände abschätzen, das Feuer leiten, Erleuchtung benutzen oder verbergen, das alles müssen wir wissen auf dem Weg zum Reichtum. Es ist gut immer eine gute Balance zu halten. - 411 -


Tanzen – Vergänglich – Lü

56. Tanzen – Vergänglich – Lü

Lü heißt Bewegen von Ort zu Ort, Reisen. Das Ideogramm zeigt auf der linken Seite eine tanzende Person. Auf der rechten Seite sind drei Personen. Oben gibt es einen Führer, dem zwei Personen folgen. Element: Feuer Monat: Mai

Oben ist Feuer (☲), unten ein Berg (☶). Vergänglich heißt, dass etwas vorbeigeht. Wir haben Feuer auf einem Berg. Das Feuer auf einem Berg hat die Aufgabe das Richtige vom Falschen zu unterscheiden. Wir machen daher das Feuer nach, um das zu fördern, was richtig ist, und das zu verbrennen, was falsch ist. Wir machen auch die Wärme eines Berges nach, damit wir sorgfältig und besonnen bei der Anwendung dessen sein können, was das Feuer uns lehrt. Wir erleichtern das Leben, wo es möglich ist, und können reduzieren, was wir können. Wenn wir mit Verständnis und Besonnenheit arbeiten, dann können wir die Umstände schaffen, in der es sich gut leben lässt. - 412 -


Tanzen – Vergänglich – Lü

Wenn wir das NICHTS üben, ist es wichtig durch die Illusionen zu brechen, die das Morphofeld aufgebaut hat. Wenn wir besonnen sind und das Verstehen nicht über die Maßen gebrauchen, finden wir einen Weg, die Realität zu nähren. Durch Verständnis und Besonnenheit können wir die Falschheit entlarven und uns an der Wahrheit orientieren. Nach einer gewissen Zeit können wir dann vom TUN zum NICHT-TUN wechseln. Wenn wir diesen Wechsel nicht vollziehen, sondern weiter TUN, dann wird die Illusion zurückkehren und geistige Krankheiten produzieren. Im Bild des Hexagramms ist Feuer auf dem Berg. Berg ist Substanz und Feuer Funktion. Wenn wir verstanden haben, was verstanden werden muss, wenn wir stoppen, wo wir stoppen müssen, dann ist Klarheit von der Stille nicht zu trennen. Wir klären die Qualität der Erleuchtung und rasten im höchsten Guten. Wir nutzen Erleuchtung mit Stabilität. Erleuchtung basiert auf Stabilität. Wir stabilisieren die Erleuchtung und nutzen sie nicht willkürlich. Dieses Hexagramm repräsentiert das Nähren des Feuers und Transzendieren der Welt. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Identinfizieren, wo wir uns dem Morphofeld hingegeben haben, sodass die wirkliche Energie begraben wurde. Bevor wir dem NICHTS begegnen können, müssen wir erst das Morphofeld durchschauen. Wir schauen uns alle Zu- und Umstände an, die es gibt. Wenn wir tanzen, dann tanzen wir am Morphofeld vorbei, ohne dass die Wirklichkeit durch das Morphofeld verletzt werden kann. Wenn wir Stille verstehen und am rechten Ort verweilen können, können wir unsere Erleuchtung so stabilisieren, dass sie keinen Schaden nimmt. - 413 -


Tanzen – Vergänglich – Lü

Wenn Stille und Erleuchtung zusammenarbeiten, können wir das Morphofeld transzendieren, auch wenn wir noch mitten darin sind. Tanzen ist gut, wenn es klein ist, und Tanzen führt uns zum Glück, wenn es korrekt ist. Kleines Tanzen heißt, die Erleuchtung an die Stille anzupassen, sodass sie nicht auf Morphofeld-Weise genutzt wird. Das Glück winkt uns, wenn die Erleuchtung auf der Stille basiert, wenn wir im ultimativen Guten ruhen. Wenn wir Erleuchtung mit Stille verwenden, dann vergessen wir unsere Gefühle, angesichts der Objekte. Wenn Erleuchtung auf der Stille basiert wird unser Intellekt ausgeschieden. Unbewegt wie ein Berg, der auf der Erde ruht, und strahlend wie die Sonne, die am Himmel scheint. Wenn wir etwas tun müssen, nutzen wir die Klarheit, um es zu erledigen. Wenn es nichts zu tun gibt, nutzen wir die Klarheit um still zu sein. Wir sind frei von Gier und Verlangen, wir erwarten nichts, verfolgen keine Ziele, wir trödeln nicht, aber verweilen auch nicht. Tanzen ist ein Pfad, der keine Anhaftung kennt. Wenn unsere Erleuchtung gefordert ist, sollten wir aufmerksam sein, aber während wir aufmerksam sind, sind wir gelassen. Wenn unsere Stille verlangt wird, sind wir still, aber während wir still sind, sind wir aufmerksam. Wenn Erleuchtung und Stabilität, Bewusstheit und Stille vereint sind, kann es keine Fehler geben.

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Tanzen – Vergänglich – Lü

Tanzen wir oder halten die FingergesteBergFeuer.

56.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine schwache Linie. Wir fühlen uns schwach und unklar, wir können die weltlichen Dinge nicht wirklich durchschauen, wir wissen nicht, wo wir halten sollten, wenn wir jetzt tanzen würden, wäre das nicht gut. Also halten wir die FingergesteBergFeuer und die erste Linie.

56.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist ebenfalls schwach, aber ausbalanciert. Dadurch können wir im richtigen Moment und am richtigen Ort halten. Wir haben Substanz, unter Umständen in Form von Geld, und können uns im Morphofeld bewegen, ohne Schaden zu nehmen. Wir können uns gut anpassen, ohne anderen Menschen zu zeigen, was hinter unserer Fassade verborgen ist. Halten wir die FingergesteBergFeuer und die zweite Linie.

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Tanzen – Vergänglich – Lü

56.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine starke Linie. Die letzte der Raumzeit. Wir sind fest, aber ohne Flexibilität, aus dem Grunde können wir im Inneren nicht still sein, Verlangen es aber vom Morphofeld. Wir können uns fühlen, als ob wir alle sozialen Kontakte abbrechen müssten, und treten dabei anderen Menschen, auch Freunden auf die Füße. Unsere Reise zu uns selbst und zum NICHTS ist dennoch korrekt, auch wenn wir Missgunst, Misstrauen und Hass auf uns ziehen. Halten wir die FingergesteBergFeuer und die dritte Linie.

56.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist eine starke Linie, die erste des Zeitraumes. Wenn wir stark und gleichzeitig erleuchtet sind, fühlt sich das an, als würden wir den richtigen Tanz tanzen. Wir haben das Gefühl, die Kontrolle zu haben. Wenn wir uns selbst vervollständigt haben, dann können wir anderen Menschen helfen. Wir können daher in Beziehung treten, mit wem wir wollen, und ihm das Tanzen beibringen. Wir können unsere Tugenden aufbauen und gute Taten ansammeln. Die vierte Linie korrespondiert mit der ersten, und so kann es geschehen, dass wir nicht bei allen gut ankommen. Es kann sein, dass wir niemanden finden, der unseren Tanz wirklich versteht. Das ist zu allen Zeiten immer schon so gewesen, dass diejenigen, die wirklich etwas zu geben hatten, keine Schüler gefunden haben. Sie hatten alle Fähig- und Möglichkeiten und trotzdem hörte ihr Pfad irgendwann auf. Halten wir die FingergesteBergFeuer und die vierte Linie.

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Tanzen – Vergänglich – Lü

56.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine offene, ausbalancierte schwache Linie. Auf dieser Linie nutzen wir unsere Erleuchtung nicht. Dadurch wird unsere Erleuchtung komplett. Wir nutzen unsere Stärke nicht, dadurch wird unsere Stärke komplett. Unser ganzes Sein wird dadurch sublimiert und wir lassen die Dinge, wie sie sind. Wir verlieren uns nicht und wenden uns auch nicht von anderen ab. Unsere Tugend ist ausreichend, um Menschen zu bewegen, und eventuell erkennt das jemand und möchte von uns das Tanzen lernen. Halten wir die FingergesteBergFeuer und die fünfte Linie.

56.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist eine starke Linie. Wenn wir uns auf unsere Stärke verlassen und unseren Intellekt benutzen, wenn wir wissen, wie wir andere kritisieren, aber selbst Kritik nicht zulassen, verlieren wir unsere Klarheit, zerstören sie sogar. Bevor das passiert, halten wir lieber die FingergesteBergFeuer und die sechste Linie. Wir haben sechs Linie durchtanzt. Manchmal tanzen wir im Inneren, manchmal im Morphofeld. Manchmal ist unser Tanz fest, manchmal nachgiebig. Die beste Verbindung aus Stille und Erleuchtung finden wir auf der zweiten Linie. Wenn wir uns selbst leeren können und zu anderen tanzen, dann sind wir auf der fünften Linie.

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Tanzen – Vergänglich – Lü

Wenn wir den Pfad des Tanzens wirklich beherrschen, dann können wir mit der Welt umgehen, ohne sie zu zerstören, und wir können die Welt transzendieren, auch wenn wir in ihr sind.

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Caduceus – Atem – Xun

57. Caduceus – Atem – Xun

Xun repräsentiert Wind oder Holz. Das Ideogramm zeigt oben zwei Schlangen, die sich vereinigen. Unten ist das Ideogramm Gong, was zusammen bedeutet. Die beiden Schlangen sind ein Symbol für den Caduceus-Stab, Gong steht für Merkur, dem Heilmittel der Syphilinie.

Element: Holz Monat: September

Wir haben oben und unten Wind (☴). Wind symbolisiert eindringen. Wenn ein Wind sich erhebt, dann folgt der andere automatisch. Wenn Wind auf Wind folgt, ist das ein harmonischer Prozess.

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Caduceus – Atem – Xun

Wind kann als Flügel dargestellt werden, die wir im CaduceusStab finden. Wind repräsentiert auch Prana, die Lebenskraft. Wind auf Wind kann dann auch als Einatmen und Ausatmen repräsentiert werden. Wenn wir das NICHTS üben, dann leben wir normalerweise mitten im Morphofeld. Das Morphofeld stellt Bedingungen und Aufgaben, die wir auszuführen haben. Diese Aufgaben zu erfüllen, erfordert Gelassenheit ohne Eile. Wenn wir die Aufgaben in Eile erledigen, ohne eine Richtung anzugeben, dann können Menschen, die uns folgen wollen, nicht folgen. Wenn Menschen uns nicht folgen können, können die Aufgaben auch nicht erledigt werden. Daher sollten wir zunächst unser Ziel artikulieren und dann erst unsere Aufgaben erledigen. Das Ausdrücken des Ziels verlangt Klarheit. Richtungen sind Instruktionen. Aufgaben, sind allles, was der Mensch auf sich nehmen kann. Er kann Tugenden und Taten ansammeln, Lasten auf sich nehmen, damit es anderen Menschen besser geht. Richtungen sind Befehle, die wir an andere Menschen weitergeben. Wenn Befehle artikuliert werden, bevor die Aufgaben erfüllt sind, wissen Menschen, die diese Befehle empfangen, dass die Aufgaben erfüllt werden müssen. Eine Person übernimmt die Führung und andere Menschen folgen. Das ist wie der Wind, der dem Wind folgt. Diese beiden Winde bilden zusammen eine gemeinsame Interferenz. Wind dringt ein und hält sich unten. - 420 -


Caduceus – Atem – Xun

Das heißt, Wind macht allmählichen Fortschritt durch flexible Hingabe. Im Körper des Hexagramms liegt ein Yin unter zwei Yang, das heißt, wir gehen den Pfad der Stärke durch Nachgiebigkeit. Wir sollten uns nicht beeilen und auch nicht trödeln. Wir sollten langsam weiterkommen. Wind ist auch Denken. Damit das Denken nicht jedes Mal von Neuem stattfinden muss, produziert der menschliche Verstand Salze. Bei Menschen, die Wind-Wind repräsentieren, können auch diese Salze wieder verwehen. Das Element Niobium hilft diese Salze zu halten. Auch bei der Beharrlichkeit, die Wind erfordert, kann Niobium helfen. Auf diese Weise kommen wir in alle Ecken, durch die der Wind fegen kann. Dieses Hexagramm folgt nach Liu Yiming auf das Hexagramm Reichtum. In Reichtum sind Verstehen und Handeln eine Einheit. Dadurch können wir unsere Angelegenheiten gut regeln. Passiv und aktiv, je nach Aufgabe. Das führt dazu, dass Essenz und Leben von uns abhängig werden und keine Sache des Schicksals sind. Der Pfad des Reichtums ist nicht leicht zu bewältigen. Im Endeffekt kann er nicht gegangen werden, wenn wir nicht vorher den allmählichen Fortschritt durch flexible Hingabe gelernt hätten. Wenn wir flexibel und hingabefähig sind, dann können wir lange durchhalten. Durch allmählichen Fortschritt können wir überall hingelangen. Durch unsere Beharrlichkeit werden wir immer stärker, und wenn wir ohne Unterlass an uns arbeiten, können wir eventuell die tiefen Ebenen der Selbst-Verwirklichung erreichen. - 421 -


Caduceus – Atem – Xun

Diese Hingabefähigkeit sollte so entwickelt werden, dass sie sich dem Hohen genauso hingeben kann, wie dem Niedrigen, dem Angenehmen, genauso, wie dem Unangenehmen, dem Anfang, genauso wie dem Ende. Wenn wir die Hingabe betrachten, in der sowohl Wissen, als auch Handlung effektiv sind, dann arbeiten hier Festigkeit und Flexibilität zusammen. Sie können oben oder unten sein. Es spielt keine Rolle, ob etwas leicht oder schwer ist. Sie bilden von Anfang bis zum Ende eine Einheit. Nur Menschen mit außergewöhnlicher Balance und der richtigen Orientierung, können das leisten. Wenn wir dazu nicht in der Lage sind, brauchen wir Menschen, die uns diese Eigenschaften borgen. Wir betrachten die Essenz und das Leben als bedeutsam. Wir halten das NICHTS und seine Qualitäten für wertvoll. Unser vergänglicher Körper ist wie ein toter Baum. Reichtum und Status nicht mehr als vorbeiziehende Wolken. Wir sind innerlich erfüllt und erscheinen im Außen als unfähig. Wenn wir wahrhaftig die richtigen Schritte unternehmen, um allmählichen Fortschritt zu erreichen, wird der Geist fest und weitreichend. Wir setzten uns zum Ziel, das große Ziel zu erreichen und den Pfad bis zu Ende zu gehen. Durch die Windkraft haben wir die nötige Beharrlichkeit dazu. Wir hören nicht eher auf, als bis wir am Ziel sind. Nur, wenn wir groß sind, können wir das Ziel erreichen. Bleiben wir klein, werden wir hin- und hergeweht wie ein Blatt.

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Caduceus – Atem – Xun

Halten wir die FingergesteWindWind.

57.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine schwache Linie. Wir sind schwach und zögerlich. Wir ziehen uns zurück, sobald jemand anderes vorangeht. Auf diese Weise können wir nicht tief dringen. Das einzige Problem, das wir haben, ist ein Mangel an Willenskraft. Wenn wir zielgerichtet sein könnten, dann könnten wir uns einen wahren Lehrer suchen, der uns persönlich unterrichtet und ausbildet. Mit seiner Hilfe könnten wir das NICHTS erreichen. Bis dieser Lehrer auftaucht, halten wir die FingergesteWindWind und die erste Linie.

57.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist eine starke Linie. Wir können Stärke mit Flexibilität gemischt nutzen. Wir sind nicht selbstgefällig oder aufgeblasen und können anderen dienen. - 423 -


Caduceus – Atem – Xun

Wir gehen mit uns selbst auf günstige Weise um und sind auch makellos im Umgang mit anderen. Halten wir zur Belohnung die FingergesteWindWind und die zweite Linie.

57.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine starke Linie. Auf dieser Linie haben wir die Fähigkeit selbstgefällig, und mehr an uns selbst, als an anderen interessiert zu sein. Wir können unseren Geist nicht für Befehle öffnen. Wir können auch nicht akzeptieren, dass jemand über uns steht. Und so nutzen wir unseren Verstand, um uns mit diesen Menschen zu messen. Wir machen uns selbst dadurch überflüssig. Wir können zwar mit den Menschen gehen, die uns beipflichten, aber nicht mit denen, die das nicht tun. Halten wir die FingergesteWindWind und die dritte Linie, damit sich das änder.

57.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist eine schwache Linie. Wenn wir schwach und nachgiebig sind, aber keine Stärke und Festigkeit besitzen, scheinen wir zu schwach zu sein, um eine tiefe Selbstverwirklichung zu erreichen. Wenn eine schwache Linie sich in der Nähe einer starken befindet, kann die Nachgiebigkeit und Schwäche korrekt ausgerichtet werden. Wenn Nachgiebigkeit der Stärke folgt, balanciert sie sich aus. Diese Form der Nachgiebigkeit ist ein Grad der Nachgiebigkeit. Wenn wir in einer schwachen Position sind, und der Stärke folgen, um uns auszubalancieren, ist das der untere Grad der Nachgiebigkeit. - 424 -


Caduceus – Atem – Xun

Wenn wir schwach sind, inmitten zweier Yang, und dort nicht unsere Korrektheit verlieren, trotz der übermächtigen Umstände, ist das der mittlere Grad der Nachgiebigkeit. Wenn wir oberhalb zweier Yang schwach sind, und uns trotz unserer gehobenen Position unterwerfen ist das der höchste Grad der Erniedrigung. Wenn alle drei Grade zurück zu ihrem Zentrum finden, dann verschmelzen Yin und Yang und das goldene Elixier formt sich. Dieses Samenkorn können wir in die Erde pflanzen und alles wird erblühen. Halten wir die FingergesteWindWind und die vierte Linie.

57.5 Die fünfte Linie Wir sind auf einer starken Linie. Wenn wir stark sind und trotzdem nachgiebig. Wenn wir genau und zielgerichtet sind und uns voller Vertrauen an unserem Zentrum festhalten, sind wir in der Lage zu folgen, aber auch zu führen. Diese Situation erleben wir um den Neumond herum. Wir sehen Yang verschwinden und nach dem Neumond erneut wieder auftauchen. Die spirituelle Alchemie folgt diesem Pfad. Zunächst erniedrigen wir uns, bis wir uns selbst vollkommen erfahren haben und so zur Selbstverwirklichung gekommen sind, dann folgen wir einem Weisen, um unsere Stärke zu vervollständigen. Wir nehmen Yang ins Yin auf, nutzen Yin inmitten von Yang, groß und klein sind unbeschädigt und korrekt ausbalanciert. So kann sich das goldene Elixier formen. Halten wir die FingergesteWindWind und die fünfte Linie.

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Caduceus – Atem – Xun

57.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist eine starke Linie. Wir haben das Ende der Nachgiebigkeit erreicht und sollten nun die Arbeit verlassen und uns dem Pfad der Stärke zuwenden. Dabei transmutieren wir alle Negativitäten. Wenn wir weiter nachgiebig bleiben, kann die Transmutation der negativen Energie nicht stattfinden. Halten wir die FingergesteWindWind und die sechste Linie. Der Pfad des Fortschrittes durch Nachgiebigkeit und allmählichem Eindringen, verlangt zu erkennen, wann wir uns beeilen müssen und wann wir uns entspannen sollten. Auch sollten wir erkennen, was zum Erfolg führen wird und was nicht. Nicht zuletzt, müssen wir wissen, wann wir zu stoppen haben. Wir müssen stark sein, wenn die Notwendigkeit es verlangt und flexibel, wenn das von uns verlangt wird. Wir nutzen daher Stärke und Schwäche gemäß ihrer Zeit, immer die Balance im Auge behaltend.

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Singen – Freude – Dui

58. Singen – Freude – Dui

Dui ist die Wurzel des chinesischen Charakters für »Sprechen«. Im Ideogramm sehen wir einen offenen Mund, der spricht und lächelt. Dui hat viele Bedeutungen unter anderem auch Austausch. Im Ideogramm finden wir eine Person, die singt und tanzt vor Freude. Element: Metall HerbstEquinox

Wir haben einen See oben und einen See unten (☱). Freude ist die Freude der Harmonie, wie auch das Singen. Die zwei Seen sind verbunden und geben sich gegenseitig Wasser. Das NICHTS von Natur und Leben ist sehr tiefgreifend und leichte Verletzungen dieser natürlichen Gesetze, können weitreichende Folgen haben. Aus dem Grunde fällt es am leichtesten, das NICHTS mit Gefährten zu üben. Gefährten sind Menschen eines Geistes, die sich auf demselben Pfad befinden. Prinzipien sind oft nicht klar, bis man sie erklärt, Erklärungen sind nur durch die Praxis verständlich. - 427 -


Singen – Freude – Dui

Gefährten erklären einander und praktizieren, was erklärt wurde. Durch diese gemeinsamen Gespräche und das gemeinsame Üben kommen sie immer tiefer in die Welt des NICHTS. Zum Schluss erreichen sie ihr Ziel. Der Grund dafür ist, dass das Wissen einer Person nur begrenzt sein kann, während die Sichtweise vieler Menschen endlos ist. Wenn wir etwas nicht selber wissen, brauchen wir Gesellschaft, die uns etwas erklärt und mit uns übt. Durch das gemeinsame Erklären kommen diejenigen ohne Verständnis zum Verständnis und die Handlungen geschehen durch dieses Verständnis und gemäß diesem Verständnis. Daher gibt es keinen Zweifel daran, dass wir das Stadium der tiefen Selbst-Verwirklichung erreichen. Freude ist Entzücken. Im Körper des Hexagramms sind zwei Yang unten und ein Yin oben. Diese Struktur wird als ein Wasserkörper beschrieben und seine Qualität ist Freude. Da Wasser Feuchtigkeit für Myriaden von Wesenheiten bereitstellt, entwickelt Freude Myriaden von Wesenheiten. Freude im Zeitraum und Freude in der Raumzeit ohne Trennung dazwischen ist reine Freude. Dieses Hexagramm repräsentiert die Freude im Praktizieren des NICHTS. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Tanzen. Tanzen fordert Verständnis in Kombination mit Stabilität. Der Grund ist der, dass das Verständnis nicht missbraucht wird, sodass der eigene Wille auf das NICHTS gerichtet sein kann, damit keine Bewegung des Morphofeldes diese Ausrichtung stört. Wenn wir unseren Willen auf das NICHTS gerichtet halten, beginnen wir zu singen. Der Klangäther breitet sich aus und wir haben teil an den Sphärenharmonien: »Hallelujah«. - 428 -


Singen – Freude – Dui

Wenn wir auf diese Weise durch das NICHTS bewegt werden, können wir es Tanzen. Freude ist natürlich nur segensreich, wenn sie korrekt ist. Wir haben oben und unten das Trigramm See oder Freude. Die untere Freude bezieht sich auf die Raumzeit und daher auf das Morphofeld, die obere Freude bezieht sich auf den Zeitraum und daher die Wirklichkeit. Wahre Freude entsteht wenn sowohl die Freude der Raumzeit, als auch des Zeitraums erfüllt sind. Erfüllung bedeutet hier die Wirklichkeit der Freude. Wenn die Freude anhält, erschafft sie Realität, wenn die Freude nicht anhält, kann sie auch keine Realität erschaffen. Wenn wir das NICHTS üben, beziehen wir unsere Freude nicht aus dem, was unsere Sinne uns senden, auch nicht aus Wohlstand und Gewinn, sondern aus Wohlwollen, Gerechtigkeit und den Qualitäten des NICHTS. Wir haben eine natürliche Freude und sehnen uns nicht nach künstlicher Freude. Das bedeutet, dass wir jeden Schritt, den wir gehen, unsere Freude an die Essenz und das Leben von Körper und Seele weitergeben. Wenn wir am Anfang der Freude stehen, dann wird auch das Ende Freude sein. Das ist ein ganz natürlicher Prozess ohne Anstrengung. Aus diesem Grunde entwickelt Freude immer und die Entwicklung ist immer gut.

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Singen – Freude – Dui

Halten wir die FingergesteSeeSee.

58.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine starke Linie. Wenn Stärke und Festigkeit immer korrekt und wir aufrichtig sind, kommt Freude von allein, ohne Anstrengung. Das ist die Freude der Harmonie. Sie kann groß oder klein sein ohne unsere Stärke zu schädigen. Sie produziert auf natürliche Weise gute Ergebnisse. Halten wir die FingergesteSeeSee und die erste Linie.

58.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist ebenfalls eine starke Linie. Wir sind wahrhaftig, autonom, erfreuen uns am Wahren und nicht am Morphofeld, sind unbeeindruckt von Illusionen. Wir halten die FingergesteSeeSee und die zweite Linie.

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Singen – Freude – Dui

58.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine schwache Linie. Wenn wir schwach sind und keine richtige Ausrichtung haben, dann haben wir eher Freude am Morphofeld, als der Wirklichkeit. Das kann ein Hindernis auf dem Weg zum NICHTS sein. Halten wir die FingergesteSeeSee und die dritte Linie, um dieses Hindernis zu beseitigen.

58.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist eine starke Linie. Wir nutzen unsere Stärke mit Nachgiebigkeit unsere Festigkeit mit Flexibilität. Wir sprechen nur, wenn wir nachgesonnen haben, und handeln nur, nachdem wir alles betrachtet haben. Wenn Freude ein Prozess des Nachsinnens und Betrachtens ist, dann besteht keine Gefahr, sich der Freude zu unterwerfen. Wir erleben dann keine selbstgefällige Freude, die wie eine ernste Krankheit ist, sondern eine Glückseligkeit, die aus der vollkommenen Freude erwächst.

58.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine starke Linie, aber auch eine Linie, die Freude in der Stärke findet. Das kann zur Folge haben, dass wir die selbstgefällige Freude erleben, die wir in der vierten Linie vermeiden konnten. Wenn wir brillant sind, können wir nur Gutes erfahren, wenn unser Geist offen und wir den Menschen, die dem NICHTS dienen mit Demut begegnen. Vergessen wir unseren Status und die Rolle, die wir in der Morphowelt spielen.

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Singen – Freude – Dui

Halten wir die FingergesteSeeSee und die fünfte Linie und üben uns in Bescheidenheit.

58.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist eine schwache Linie. Auf der sechsten Linie legen wir viel Wert auf unsere äußere Erscheinung. Wir nutzen clevere Worte und benutzen einen Kommandoton. Wir lieben andere Menschen nicht, wollen aber von ihnen geliebt werden. Wir haben daher die Neigung eine Rolle zu spielen und vorzugeben, zu sein, was wir nicht sind. Wir geben vor, voll zu sein, sind aber leer. Wir denken ungern an unsere Fehler. Am Ende können wir nicht einmal mehr dem Morphofeld Freude schenken. Halten wir lieber die FingergesteSeeSee und die sechste Linie und ersparen uns das Ganze. In der Freude gibt es Unterschiede zwischen Wahrheit und Lüge, richtig und falsch, gut oder schlecht. Sie sind nicht unbedeutend, wenn wir gute Resultate erzielen wollen. Das wichtigste in der Freude ist es, korrekt zu sein.

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Schmelzen – Zerstreuen – Huan

59. Schmelzen – Zerstreuen – Huan

Huan heißt Eisschmelze und verschwinden. Erst später wurde daraus trennen und versprengen. Das Ideogramm zeigt noch seine ursprüngliche Bedeutung. Das Bild auf der linken Seite zeigt Wasser. Es repräsentiert das Symbol für Wasser nur vertikal. Auf der rechten Seite gibt es ein Messer und zwei Hände und Arme, die es halten. In der Mitte sind zwei Eisstücke. Element: Holz Monat: Juli

Wir haben oben Wind (☴) und unten Wasser (☵). Der Wind bläst auf das Wasser. Schmelzen heißt in Konfusion versprengt zu sein. Die Natur des Windes ist es, eindringlich zu sein. Aber der Wind kann nicht in das Wasser eindringen. Die Natur des Wassers ist es, nach unten zu fließen, aber es nimmt keinen Wind auf. Beide können sich nicht verbinden und so findet eine Trennung oder Zerstreuung statt. Die Zerstreuung ist verantwortlich dafür, dass Eis schmilzt. - 433 -


Schmelzen – Zerstreuen – Huan

Der Wind kann zwar nicht in das Wasser eindringen, aber er kann mit dem Wasser wehen. Auch wenn das Wasser Wind nicht aufnehmen kann, kann der Wind Wasser empor tragen. Das Hexagramm zeigt uns, wie wir dieses Schmelzen verhindern können. Wir bekommen unsere Natur und unser Leben vom Himmel. Unsere Körper bekommen wir von unseren Eltern. Wir bestehen also im Grunde genommen aus Gott und unseren Ahnen. Unsere Vorfahren stellen unsere Wurzeln dar. Wenn unsere Wurzeln gut sind und nicht vergessen wurden, haben wir eine gesunde Basis für unseren Pfad. Wenn wir unsere Fehler, auch die unserer Ahnen korrigieren und nach dem Guten streben, wenn wir unsere Manieren und Moral verändern, können wir die Schmelze verhindern, und das was getrennt wurde wieder vereinigen. Wenn wir wissen, wie wir die Schmelze, die Desintegration, den Verfall, verhindern können, wenn wir den Himmel respektieren und nicht gegen den Himmel anarbeiten, wenn wir uns unserer Wurzeln bewusst sind und sie nicht vergessen, wenn wir Leben inmitten des Todes suchen, wenn wir Segen in einer Verletzung suchen und Heil in einer Krankheit, dann können die vier Formen kombiniert werden und die fünf Elemente gesammelt, daraus entsteht das wahre Selbst ohne Schmelze, wie ein Schwert in der Esse aus der Schmelze entstehen kann. Zerstreuen heißt Desorganisation und Unordnung. Im Körper des Hexagramms finden wir unten Wasser (☵), in dem das wahre Yang zwischen zwei Yin verborgen ist, Yang gefangen von Yin. Oben ist der Wind (☴), wo sich ein Yin unter zwei Yang geschoben hat. Dadurch wird Yang durch Yin zerstört. Yang und Yin interagieren nicht, Essenz und Sinn sind getrennt, das nennt sich Zerstreuung. - 434 -


Schmelzen – Zerstreuen – Huan

Das Hexagramm zeigt uns, wie Yin und Yang verloren gehen können, und wie wir sie wiederherstellen. Nach Liu Yiming folgt es auf den Caduceus. Im Caduceus haben wir beschrieben, wie der Wind sich allmählich in die wahre Ewigkeit schleichen kann. Wenn Yin und Yang in Unordnung sind, ist es gut, sie zu ordnen und auszubalancieren. Wenn Yin und Yang in Unordnung geraten sind, dann verschieben sich die Essenz und der Sinn des Lebens. Das hat zur Folge, dass der Geist des NICHTS getrübt wird und der menschliche Verstand sich erhebt. Die ursprüngliche, gesunde Energie wird verletzt und die falsche, irregeleitete Energie des Morphofeldes wächst. Das ist wie das eine Yang, das in die Falle des Yin geraten ist. Die ursprüngliche Energie wird innerhalb des Morphofeldes verborgen. Wenn die ursprüngliche Energie erst einmal verborgen ist, dann ist ihre unermessliche Energie blockiert und Yin übernimmt unser Leben. Dadurch verlieren wir die Unschuld und unsere himmlischen Augen schließen sich. Das ist wie der Wind, der sich erhebt, ein Yin unter zwei Yang, das kontinuierlich wächst und unser Leben übernimmt. Auf subtile Weise wird Yang zerstreut und so bekommen wir die Zerstreuung. Lernen wir, die Zerstreuung wieder rückgängig zu machen und unsere Kern-Schmelze aufzuhalten. Der Pfad, den wir dazu gehen müssen ist der Pfad des Fortschreitens durch Gehorsam. Wer nicht gehorchen kann, kann diesen Weg nicht gehen. Wenn wir den normalen Weg gehen, dann gehorchen wir dem Morphofeld und zerstreuen dadurch unser Yang. Wenn wir den Weg der Umkehrschöpfung gehen und allein auf die Wirklichkeit hören, sammeln wir Yang und nähren wir Yang. - 435 -


Schmelzen – Zerstreuen – Huan

Wenn wir unseren Gehorsam dem Morphofeld gegenüber aufgeben können und ihn auf die Wirklichkeit umlenken können, dann können wir Yang sammeln und aufbauen. Wir schreiten dabei langsam fort ohne eilig zu sein und ohne zu trödeln. Wir stoppen die Falschheit und bewahren die Wahrheit. Wenn wir uns selbst meistern können und zur göttlichen Ordnung zurückkehren, kann das, was zerstreut wurde wieder eingesammelt werden, und das, was in Unordnung geraten ist, kann wieder in Ordnung gebracht werden. Auf diese Weise können wir zurückkehren zu dem Zustand, wie wir gemeint waren, unserem Original. Erst zerstreut, dann nicht mehr zerstreut, ist der Weg des Schmelzens, ein Weg, der unsere Entwicklung fördert. Diejenigen von uns, die das entwickeln konnten, haben keine Gefahr mehr in ihren Herzen, selbst, wenn sie in Gefahr sind. Gemeint ist damit, dass wir in Gefahr schweben können, doch innerlich droht uns selbst dann keine Gefahr. Wir nutzen Flexibilität, um den Pfad der Festigkeit zu gehen, und positive Energie, um negative umzuwandeln. Wir können auf diese Weise dem Weg des Wassers folgen, es überqueren, ohne dass uns Gefahr droht. Wenn Yin und Yang geschmolzen oder zerstreut sind, dann ist immer der Gebrauch des menschlichen Verstandes daran schuld. Wir haben den Geist des NICHTS verlassen, und so wurde jeder Schritt, den wir gehen und gegangen sind, ein Schritt in immer noch größere Gefahr. Wir laufen auf gefährlichem Boden. Wenn wir uns wieder für den Geist des NICHTS entscheiden sollten, können wir das Juwel des Lebens im Unterschlupf eines Tigers finden und die Perle der Erleuchtung in einer Drachenhöhle. Wenn wir harmonisch in die Gefahr gehen, können wir auch harmonisch durch die Gefahr gehen. - 436 -


Schmelzen – Zerstreuen – Huan

Mit der richtigen Kontrolle der Ereignisse, egal, ob sie angenehm oder unangenehm sein mögen, ist der Geist des NICHTS immer präsent, der menschliche Verstand verschwindet, die fünf Elemente schmelzen, genauso wie die vier Zeichen. Damit wir den Pfad des Gehorsams wirklich gehen können, sollten wir darauf achten, dass es einen bestimmten Ablauf gibt, eine Phase der Intensivierung, eine Phase der Entspannung und ein Halten, wenn es genug ist. Die kleinste Abweichung führt uns ins Königreich »WeitWeitWeg«, wir sollten sie daher vermeiden. Nur Gutes ist korrekt. Wenn wir unsere Arbeit gut machen, nicht hasten und nicht trödeln, wenn es an der Zeit ist, vorrücken und uns zurückziehen, wenn das an der Zeit ist, dann erreichen wir sicher unser Ziel. Halten wir die FingergesteWasserWind.

59.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine schwache Linie. Auf der ersten Linie ist der Geist des NICHTS noch nicht weit weg und der menschliche Verstand noch nicht sehr stark. Wenn wir also angestrengt versuchen, den Geist des NICHTS zu halten, wird uns das gelingen. - 437 -


Schmelzen – Zerstreuen – Huan

Das Ziel ist in unserer Hand und der Schatz vor unseren Augen. Es ist nur eine Frage unserer Lebenskraft, ob wir schnell zugreifen können oder nicht. Halten wir deshalb schnell die FingergesteWasserWind und die erste Linie.

59.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist eine starke Linie. Wenn Yang zwischen die beiden Yin gefallen ist und wir durch den menschlichen Verstand handeln, sind wir bereits im Zustand der Zerstreuung. Doch solange wir starke und ausbalanciert sind, ist der Geist des NICHTS stabil, obwohl der menschliche Verstand aufgewacht ist. Das ist, als würden wir der Zerstreuung entgegenarbeiten. Halten wir zur Unterstützung die FingergesteWasserWind und die zweite Linie.

59.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine schwache Linie. Wir hängen zwar am Abgrund, haben aber immer noch Kontakt zum Yang. Wir folgen immer noch ein wenig dem Geist des NICHTS und nicht dem menschlichen Verstand. Das ist, als würden wir das Ego zerstreuen. Bedauern folgt auf das Nutzen des menschlichen Verstandes. Wenn der menschliche Verstand da ist, gibt es auch das Ego. Wenn wir das Ego zerstreuen, werden wir selbstlos, ohne Verstand. Wenn wir ohne Verstand arbeiten, ist der Geist des NICHTS nicht bewölkt, wir verursachen kein Bedauern und haben selbst auch keines. Halten wir die FingergesteWasserWind und die dritte Linie. - 438 -


Schmelzen – Zerstreuen – Huan

59.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist eine schwache Linie. Wir sind nachgiebig und versuchen korrekt zu handeln, unser Selbst zu verfeinern, den Geist zu meistern und auf diese Weise Leere und die ruhige Zufriedenheit zu erreichen, die eine korrekte Ausrichtung mit sich bringt. Wir zerstreuen die Wolke negativer Gedanken und warten darauf, dass positive Energie zu uns zurückkehrt. Wenn wir das falsche Yin zerstreuen können, können wir uns sammeln und wieder zusammensetzen, das was in Unordnung war, kann zur Ordnung zurückkehren. Nach großer Zerstreuung gibt es eine große Integration, so können wir das wahre Yang fangen und das falsche Yin austreiben. Wahres Yin und wahres Yang können sich dann vereinigen, die fünf Elemente verschmelzen, wie auch die vier Zeichen, und was zerstreut war, fügt sich wieder zusammen. Das Morphofeld kann diesen Prozess nicht wahrnehmen. Halten wir die FingergesteWasserWind und die vierte Linie.

59.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine korrekt ausbalancierte, starke Linie. Wir nehmen genau wahr, wann wir uns beeilen müssen und wann wir entspannt abwarten können. Wir nehmen wahr, was gut für uns ist und was nicht. Wir können die Zerstreuung auflösen, indem wir das Wahre wiederherstellen und das Falsche zerstreuen. Auf diese Weise werden wir makellos. Der Grund, warum wir überhaupt Fehler machen können ist der, dass wir die Form favorisieren und nicht das Formlose. Wenn wir durch die Form auf die zeitliche Begrenzung schauen könnten, würde uns das vielleicht nicht passieren. Wir hätten dann zumindest keine zeitliche Last zu tragen. - 439 -


Schmelzen – Zerstreuen – Huan

Die zeitliche Last, ist wie eine Entehrung. Wenn wir diese Entehrung zerstreut haben, verkündigen wir eine größere Direktive. Wir entfernen Falschheit durch Wahrheit und können direkt auf dem Pfad der Zerstreuung weitergehen. Wenn wir in der Lage sind, uns selbst zu meistern, können wir zu dem zurückkehren, was proper ist und sind in der Lage menschlich zu sein. Der Geist ist friedlich und ruhig, er hat sich in die Natur integriert und ruht im Königreich allen Gutes ohne Böses. Das ist die Erfüllung der Wahrheit. Wir halten die FingergesteWasserWind und die fünfte Linie.

59.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist eine starke Linie, sie steht am Ende der Zerstreuung. Stärke und Flexibilität haben sich gemischt. Wir zerstreuen unser Blut und gehen weit weg. Durch das Zerstreuen des Blutes kann der Verstand den Geist des NICHTS nicht mehr verletzen. Durch das Weggehen kann der Geist des NICHTS den menschlichen Verstand in die Schranken weisen. Wenn der Geist des NICHTS präsent ist, und der menschliche Verstand geht, dann sublimiert der Verstand in den Geist des NICHTS. Das goldene Elixier kristallisiert und der spirituelle Embryo bekommt eine Form. Zunächst waren Yin und Yang fragmentiert und zerstreut. Schlussendlich sind Yin und Yang verschmolzen und es gibt keinen Fehler mehr. So löst die Verschmelzung die Zerstreuung auf. Halten wir die FingergesteWasserWind und die sechste Linie.

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Schmelzen – Zerstreuen – Huan

Wenn der Verstand kommt, geht der Geist des NICHTS. Wenn der Geist des NICHTS kommt, geht der Verstand. Der Verstand zerstreut Yin und Yang. Der Geist des NICHTS verschmilzt Yin und Yang. Wenn wir in der Lage sind, das, was zerstreut wurde, zum Ursprung zurückzuführen, dann erfahren wir erneut unser fundamentales Sein. Das ist die Kulmination des Hexagramms Schmelzen – Zerstreuen.

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Gliedern - Maßnehmen – Jie

60. Gliedern - Maßnehmen – Jie

Jie hat viele Bedeutungen. Zuerst bedeutete es Gelenk oder die Verbindung in einem Bambusstab. Später wurden daraus Grenzen, limitieren, sparen oder haushalten. Das Ideogramm hat seine ursprüngliche Bedeutung bewahrt. Oben haben wir zwei Bambusblätter. Darunter ist der Klang Ji. Links haben wir eine Saat, rechts eine Sichel. In früheren Zeiten wurde die Sichel aus Bambus gefertigt. Bambus wurde dazu in zwei Teile gebrochen. Zwei gebrochene Bambus-Stücke können dann wieder zusammengelegt werden und bilden wieder ein Stück. So dienten einzelne Bambus-Stücke auch als Identifikation, wie ein Siegel. Element: Wasser Monat: August

Oben ist Wasser (☵) unten See (☱). Regulieren heißt Grenzen zu haben. Ein See hat Grenzen, wie viel Wasser er halten kann. Wenn er zuviel Wasser bekommt, fließt er über. Wir sollten soviel Tugenden erreichen wollen, wie wir können. Tugenden sind die Basis von allem, was wir tun. - 442 -


Gliedern - Maßnehmen – Jie

Tugenden regulieren, ob unsere Handlungen in der Wirklichkeit stattfinden oder im Morphofeld. Dennoch, müssen wir lernen uns an Situationen anzupassen. Wenn wir nicht flexibel genug in der Anpassung sind, dann schaden wir mehr, als wir nutzen. Regulationen sollten an die Situation angepasst werden, und so wurden Maßnahmen erfunden, die dabei helfen sollen. Die 365 Tage des Jahres sind eine Form der Maßnahmen. Wir können ein Jahr in vier Jahreszeiten teilen, in acht Einheiten und 72 Perioden. Jede dieser Einteilungen hat ihre Grenzen. Das nennen wir Maße oder Maßnahmen, von Maßnehmen. Wir sind geboren mit bestimmten irdischen und himmlischen Maßen, die wir leicht aus der AstroChingChart ablesen können. Wir haben die fünf Elemente in uns und besitzen daher ihre Tugenden. Wenn wir handeln, ohne diese Tugenden zu verlieren, nennen wir das, tugendhaftes Handeln. Wenn wir das Anwachsen und Schwinden der irdischen und himmlischen fünf Elemente betrachten und die fünf tugendhaften Handlungen wie Wohlwollen, Gerechtigkeit, Aufmerksamkeit, Wissen und Wahrhaftigkeit, so können wir erkennen, wann welche dieser Tugenden angewandt werden sollte. Seien wir wohlwollend, wenn wir wohlwollend sein sollten, gerecht, wenn wir gerecht sein sollten und so weiter. Diese fünf Tugenden sind Ausdruck einer Energie, in der Himmel und Erde zusammenarbeiten, ohne einseitig zu werden. Wir sollten die fünf Tugenden von Himmel und Erde verkörpern und sie dann in den Jahreszeiten einsetzen. Die Wissenschaft der Natur und des Lebens ist eine Arbeit, der das Maßnehmen zugrunde liegt. Wenn wir die richtige Regulation zur richtigen Maßnahme ausführen, können wir himmlische Qualitäten kultivieren. Das nennt sich tugendhafte Handlung. - 443 -


Gliedern - Maßnehmen – Jie

Wenn wir das Maß verlieren und uns von den himmlischen Maßnahmen entfernen, verlieren wir unsere Tugenden. Handlungen, durch die wir unsere Tugenden verlieren, sind ohne Regulation. Das kann auch geschehen, wenn wir uns an nur einer Regulation festhalten und sie für alles benutzen. Dann haften wir zu sehr am Morphofeld und finden nicht die geeigneten Maßnahmen. Disziplin heißt sich willkürlich zu begrenzen. Im Hexagramm haben wir oben Wasser und unten See, was heißt, dass wir in der Gefahr Freude empfinden können. Freude in der Gefahr nennt sich Disziplin. Dieses Hexagramm repräsentiert Gehorsam in ungünstigen Umständen. Wir sollten auch in solchen Situationen dem NICHTS folgen, ihm gehorsam sein. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Tanzen. Im Hexagramm Tanzen wurde die Freude nach außen gerichtet und dadurch das NICHTS begeistert und praktiziert. Wenn wir nur in glücklichen Umständen freudig sein können, dann ist die Freude nicht real, sondern morphofeldinduziert. Wenn wir in der Gefahr Freude empfinden, dann ist das die wahre Freude. Wenn wir also wirklich am NICHTS interessiert sind, können wir unseren Verstand nicht durch Schwierigkeiten beeinflussen lassen, sonst hat das zur Folge, dass unser Wille durch Gefahr und Probleme beeinflusst wird. Zeiten können gefährlich sein, aber das NICHTS ist nicht gefährlich. Wenn wir dem Himmel wohlgesonnen sind und unsere Aufgaben im Leben nicht vernachlässigen, sind wir im Frieden, was auch immer geschieht. Wir können Gefahr nutzen, um Freude zu erleben, und unsere Freude, um Gefahren abzuwenden. Die Situation mag an anderen liegen, aber die Schöpfung des Schicksals liegt an uns selbst. - 444 -


Gliedern - Maßnehmen – Jie

Yin und Yang können uns keine Grenzen setzen, das geschöpfte Universum kann uns nicht binden. Egal, ob wir Glück oder Unglück erleben, verlieren wir nicht unsere Orientierung. Aus dem Grunde ist Disziplin hilfreich. Die Disziplin und Gliederung des Lebens kann hilfreich sein, aber nur, wenn wir das auf die richtige Weise tun. Wenn wir uns an der Disziplin festhalten und auf Veränderungen nicht reagieren, dann kann uns die Disziplin auch schaden. Wenn wir auf die richtige Weise dem NICHTS folgen und Tugenden aufbauen, dann handeln wir immer gerecht und jeder Schritt den wir Tun hat seine eigene Ordnung und sein Maß. Jedes Wort, das wir aussprechen, ist sinnvoll und der Zeit gemäß. Wir sind ruhig, wie ein See ohne Wellen. Wir verhalten uns wie Wasser, das sich seiner Umgebung anpasst. Unsere Ruhe führt nicht dazu, dass wir unsere Aufmerksamkeit verlieren und unsere Handlungen bringen uns nicht von der Essenz weg. Wir haben eine Konsistenz in unserer Bewegung und unserer Stille, die an die Ereignisse angepasst ist und kein einzelnes Muster darstellt. Wenn die Zeit anhält, halten auch wir an, wenn wir Gefahren begegnen, gehen wir damit um. Wenn wir mit der Zeit gehen und mit allem auf die richtige Weise umgehen, gelangen wir in einen Bereich jenseits von Yin und Yang, der nicht von Yin und Yang kontrolliert wird. Das liegt daran, dass Himmel und Erde nur das zwingen können, was eine Form hat, nicht aber etwas Formloses. Sie können den Verstand zwingen aber nicht den Unverstand. Disziplin hat nichts mit dem Verstand zu tun, sondern mit der Zeit. Disziplin arbeitet mit den Möbiusbändern der Zeit und kann Elemente überschreiben. - 445 -


Gliedern - Maßnehmen – Jie

Disziplin arbeitet wie die Abteilungen des Bambus. Alles hat seinen Raum, seine Zeit, seine Passage und alles hat sein Maß und sein eigenes Möbiusband. Halten wir die FingergesteSeeWasser.

60.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine Yang-Linie. Wir stehen am Anfang des Gliederns, wir sind aufrecht und in der Lage richtig und falsch zu unterscheiden. Danach handeln wir. Wenn wir auf diese Weise unser Leben gestalten, werden wir erfolgreich sein. Halten wir die FingergesteSeeWasser und die erste Linie.

60.2 Die zweite Linie Auch die zweite Linie ist eine starke Linie. Wenn Stärke von Schwäche regiert wird, können wir uns innerlich disziplinieren, aber es wird uns im Morphofeld nicht gelingen. - 446 -


Gliedern - Maßnehmen – Jie

Wir können zwar nicht nach draußen gehen, aber innerlich üben. Wir sind zwar diszipliniert, aber nicht effektiv. Halten wir die FingergesteWindWasser, damit das besser wird.

60.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine schwache Linie. Wir sind aus der Balance geraten und desorientiert. Wir streben nach Dingen aus dem Morphofeld, wollen Freude erleben, ohne zu wissen, dass Freude ein Maß und Disziplin von uns verlangt. Der Grund zur Klage wurde von uns selbst herbeigeführt und ist kein Fehler anderer. Halten wir die FingergesteSeeWasser und die dritte Linie.

60.4 Die vierte Linie Die erste Linie des Zeitraums ist eine schwache Linie. Wenn rezeptive Empfänglichkeit korrekt ausgerichtet ist, können wir Stärke von anderen borgen, um diese Schwäche auszugleichen. Auf diese Weise erlangen wir die Fähigkeit zur Gliederung und Disziplin. Das nennt sich friedvolle Disziplin. Wenn Disziplin diesen Punkt erreicht hat, wird sie spontan und braucht keine Anstrengung mehr. Das ist die Disziplin der Schwachen, die Förderer gefunden haben. Halten wir die FingergesteSeeWasser und die vierte Linie.

60.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine starke Linie. Wenn wir die innere Meisterschaft in gefährlichen Situationen erreicht haben, zufrieden mit uns sind, auch wenn es brenzlig wird, dann können wir auch in alltäglichen Situationen diszipliniert sein. - 447 -


Gliedern - Maßnehmen – Jie

Wenn wir auf angemessene Weise in Gefahr und Nicht-Gefahr reagieren können, dann entwickeln wir uns das unergründliche Stadium der Spiritualität hinein, die extrem ausbalanciert und korrekt ist. Das ist die Disziplin der anpassungsfähigen Starken. Halten wir die FingergesteSeeWasser und die fünfte Linie.

60.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist eine schwache Linie. Wir sind schwach und unsicher und leben die schmerzhafte Disziplin oder Regulation. Wenn Disziplin schmerzhaft wird und keine Süße in der Bitterkeit mehr vorhanden ist, können wir uns zurückhalten, aber nicht nach außen gehen. Wenn wir diese Disziplin durchhalten, und durch menschliches Verhalten und weltlichen Angelegenheiten nicht heruntergezogen werden, wird sie dennoch erfolgreich sein. Das ist die Disziplin der Schwachen, die nicht sonderlich erfolgreich sind. Von den sechs Linien ist nur die Dritte eine Ignoranz des Maßnehmens, alle anderen Linien haben ihren Pfad der Disziplin. Sie alle sind nicht gleich in Bezug auf richtig und falsch. Manches mal haben wir eine expressive Gliederung, manchmal eine Unzureichende. Eine Disziplin, die das Außen mit einbezieht, finden wir nur auf der ersten Linie, eine korrekte und balancierte nur in der fünften. Wir sollten uns daher immer zuerst anschauen, was maßgenommen werden soll, bevor wir eine Gliederung und Disziplin entwickeln.

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Kernschmelze – Brüten – ZhongFu

61. Kernschmelze – Brüten – ZhongFu

Zhong heißt Kern oder Zentrum. Fu heißt Aufrichtigkeit. Zusammen ist das der Kern der Aufrichtigkeit. Das Ideogramm von Zhong ist ein Pfeil, der das Zentrum trifft. Das zweite Ideogramm ist das Bild einer Henne, die ihre Eier ausbrütet. Element: Holz Monat: Dezember

Wir haben in diesem Hexagramm oben Wind (☴) unten See (☱). Der Kern unseres Seins, der Kern unserer Zelle ist Wahrhaftigkeit. Wir haben einen Wind, der über dem See weht. Der See schaut nach oben, der Wind ist eindringlich. Der Wind bläst auf den See. Der See empfängt den Wind. Es ist, als gäbe es Gefühle zwischen ihnen. Wenn wir das NICHTS üben wollen, müssen wir lernen zwischen den Zeilen zu lesen. Wir müssen lernen, das Unergründliche zu lesen und das Verborgene zu erkennen. - 449 -


Kernschmelze – Brüten – ZhongFu

Wir fischen in der Tiefe und langen nach dem Entfernten. Wir untersuchen das Abstruse ganz genau und suchen nach subtilen Wahrheiten. Das verlangt von uns ursprüngliches Wissen und eine klare Vision, ohne auch nur die leichteste Spur von Konfusion in unserem Gehirn. Wenn wir die Wahrheit erkennen und anwenden können, stirbt der Verstand und die Seele kommt ins Leben zurück. Wir sollten das kultivieren und nie nach einer schnellen Lösung suchen. Abwägen ist die Suche nach dem Leben inmitten des Todes. Wenn das Abwägen nicht tief genug geht, dann haben wir keine unabhängige Wahrnehmung und nicht genügend Selbstvertrauen. Der Weg des Lebens ist unweigerlich schwierig. Der Weg des Todes ist es nicht weniger. Im Hexagramm haben wir oben Wind, mit der Fähigkeit überall einzudringen. Darunter ist der See, ein Ausdruck harmonischer und freudvoller Handlungen. Mit diesen Trigrammen können wir Hast vermeiden und in Harmonie abwägen, was richtig und was falsch ist, uns dem Weg des Lebens oder dem Weg des Todes zuwenden. Mit Erwägung und Entspannung können wir die innere Wahrheit im Morphofeld anwenden und all unsere Bemühungen führen dazu, dass der innere Dialog und die Verschmutzung durch den hypnotischen Rhythmus von uns abfallen und das ursprüngliche Selbst zum Vorschein kommt, sodass wir uns aufmachen können das Reich des ewigen Lebens zu suchen. Vertrauen ist Wahrheit. Vertrauen im Kern ist Wahrheit im Kern. Der Körper des Hexagramms hat vier Yang-Striche außen und zwei Yin-Striche innen (䷼). Wir sind innerlich offen und äußerlich fest. Offenheit und Solidität balancieren einander aus. - 450 -


Kernschmelze – Brüten – ZhongFu

Im Inneren sind wir Freude und nach Außen im Einklang. Auf diese Weise können wir unseren Weg gehen, im absoluten Vertrauen auf unseren inneren Kern – unserem Zellkern. Dieses Hexagramm sucht Erfüllung durch Leere. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Schmelzen. In der Schmelze ist Yang durch Yin eingesperrt. Yin schleicht sich ein und Yang löst sich allmählich auf. Wenn wir wollen, dass Yin Yang nicht einfängt, sondern im Einklang mit Yang arbeitet, sodass Yin und Yang verschmelzen ist das nur möglich, wenn wir wirklich voller Vertrauen an das NICHTS glauben. Dann sind wir in der Lage die Schmelze zu nutzen, um einen Kern zu erzeugen. Das ist die wahre Kernschmelze. Dazu bedarf es den langen Weg der Selbst-Realisation. Spirituelle Alchemie ist die Wissenschaft des goldenen Elixiers. Diese Wissenschaft nutzt die »Gelbe Frau« als Mittler zwischen Yin und Yang. Diese gelbe Frau ist unsere wahre Absicht. Wenn unsere wahre Absicht den Kern erreicht, dann wird unsere Wahrhaftigkeit mit der Erde verbunden. Diese Verbindung nennt sich »Gelbe Frau«. Wenn die gelbe Frau in den Kern, auch den Zellkern geht, ist es möglich, Yin und Yang zu harmonisieren und unser Erbgut zu verwandeln. Die gelbe Frau kann mit unserem Selbst und dem Morphofeld kommunizieren. Sie kann auf die Myriaden Dinge antworten und nichts kann nicht beeinflusst werden. Wenn die wahre Absicht, selbst Fische und Schweine erreichen und harmonisieren kann, Symbole für diejenigen ohne Bewusstsein, dann kann sie erst recht diejenigen erreichen, die ein Bewusstsein besitzen. Wenn wir unsere wahre Absicht nutzen, um Essenz und Leben zu kultivieren, werden wir nicht fehlgehen. - 451 -


Kernschmelze – Brüten – ZhongFu

Wenn Glaube und Vertrauen nur in leichten Zeiten aufgebracht werden kann, ist es kein wahrer Glaube. Glaube, der keine Prüfung überstehen kann, ist kein wahrer Glaube und kann keine Fische und Schweine bewegen. Wenn unser Glaube aufrichtig ist, können wir das große Wasser überqueren. Große Wasser sind gefährlich, sie stellen Widerstände und Hindernisse in unserem Leben dar. Wenn wir in der Lage sind, das große Wasser in Schwierigkeiten und Problemen überqueren können, können wir das auch in seichten Lebenslagen. Wenn wir in schwierigen und einfachen Situationen das große Wasser überqueren können, ist unser Glaube ausreichend gefestigt und er kann uns hinführen, wo immer er will. Auch Glaube ist nur dann wirksam, wenn er eine korrekte Basis hat. Beruht er auf Scheinwahrheiten, wird er leicht zum Irrglauben. Korrekter Glaube, korrekte Handlung führen zur Wahrheit und zur Kernschmelze. Dann können wir vom TUN zum NICHTTUN wechseln und dabei Essenz und Leben perfektionieren. Wir vollenden Anfang und Ende, dessen können wir uns sicher sein.

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Kernschmelze – Brüten – ZhongFu

Halten wir die FingergesteSeeWind.

61.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine starke Linie. Auf dieser Linie haben wir nur Vertrauen, wenn wir uns Gedanken über die Zukunft machen, die wir verstehen können. Wenn wir hier sehr sorgfältig sind, können wir bis zum Ende durchkommen und die Kernschmelze erreichen. Wenn wir in unserer Meinung schwankend sind, wird sich kein Glaubenszentrum aufbauen können, das die Grundlage der Kernschmelze ist. Aus dem Grunde sollten wir die FingergesteSeeWind und die erste Linie halten, um dieses Zentrum aufzubauen.

61.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist eine starke Linie. Wir waren in der Lage ein Vertrauenszentrum in unserem Inneren aufzubauen. Wir können weiß und schwarz voneinander unterscheiden. Wir können anfangen die subtile Barriere, die es zwischen Yin und Yang gibt, zu durchdringen. - 453 -


Kernschmelze – Brüten – ZhongFu

Spirituelle Erleuchtung kommt von ganz alleine, ohne dass wir uns anstrengen müssen. Dieser Zustand wird mit einem Kranich verglichen, der mit uns seinen Becher teilt. Gemeinsam mit ihm können wir viel erreichen. Halten wir die FingergesteSeeWind und die zweite Linie.

61.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine Yin-Linie. Auf dieser Linie kann es geschehen, dass wir uns zu sehr mit unserem physischen Körper identifizieren. Wir fordern unseren Körper über die Maßen und wenn er nicht will, wie wir wollen, drangsalieren wir ihn nur noch mehr. Wir können aber Erleuchtung nicht erzwingen. Erleuchtung kommt zu Menschen, die frei geworden sind, nicht zu Sklaven, auch wenn die Sklaverei selbstinduziert wurde. Wenn wir nicht aufpassen, werden wir auch unser Vertrauen zerstören. Halten wir lieber die FingergesteSeeWind und die dritte Linie.

61.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist eine schwache Linie. Wir sind in dem Raum, wo oben Yang ist und unten Yin. Wir sind nachgiebig, aber aufrichtig. Wir folgen dem Yang und nicht dem Yin. Das ist der Zustand des Mondes, bevor er zum Vollmond wird. Der menschliche Körper ist reines Yin ohne Yang. Der Mond ist reines Yin ohne Yang, denn er hat kein eigenes Licht, sondern wird von der Sonne beschienen. Der Mond borgt das Licht von der Sonne, um zum Vollmond zu werden. So müssen wir Gaben anderer Menschen borgen, um das Elixier zu schöpfen. - 454 -


Kernschmelze – Brüten – ZhongFu

Wenn wir Neumond haben, dann steht der Mond in einer Linie mit der Sonne. Die ersten drei Tage nach dem Neumond, kehrt das Licht auf den Mond zurück. Am 15. Tag schaut der Mond der Sonne ins Gesicht und es ist Vollmond. Das ist die Zeit, wo Yin Yang folgt. Der Mond folgt der Sonne. Am 16. Tag erscheint Yin wieder und bemächtigt sich des Mondes am 30. Tag. Wir haben wieder Neumond. Am Neumond hat sich der Mond von der Sonne abgekehrt und will nichts mehr mit ihr zu tun haben. Yin hat sich von Yang abgewandt. Die Wissenschaft des goldenen Elixiers beginnt, wenn Yin Yang sucht, um zum Himmel zurückzukehren, das heißt am ersten Tag nach Neumond. Wenn der Mond seine Fülle erreicht ist das goldene Elixier in greifbarer Nähe. Wenn wir Yang folgen und Yin eliminieren, dann erscheint eine kostbare Perle im Raum. Sie ist rund und hell, klar und bloß. Sie erleuchtet alles. Niemand kann diese Perle betrügen. Das ist das Resultat, wenn wir uns schwach fühlen und Stärke suchen. Halten wir die FingergesteSeeWind und die vierte Linie, um unsere Perle zu produzieren.

61.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine starke Linie. Wenn wir stark und ausgewogen sind und die richtige Orientierung haben, mischen sich Yin und Yang, Essenz, Gefühl, Vitalität und Spirit kehren zurück zum Zentrum. Wohlwollen, Gerechtigkeit, Aufmerksamkeit, Wissen und Wahrhaftigkeit kehren zum Kern zurück.

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Kernschmelze – Brüten – ZhongFu

Die fünf Elemente schmelzen, vereinigen sich in Wahrhaftigkeit ohne Unterscheidung. Das unterscheidende Bewusstsein ist überwunden. Dieser Glaube ist fest, sicher und kann nicht aufgelöst werden. »Wenn wir das erste Mal ein Körnchen des goldenen Elixiers in unseren Bauch schlucken, wissen wir, dass unser Schicksal von uns alleine abhängt und nicht vom Himmel.« Wenn unsere Arbeit diesen Punkt erreicht hat, haben wir uns in die Natur integriert, das himmlische Design und alle Verstrickungen haben sich aufgelöst. Das ist der Glaube in der Flexibilität und Stärke eins geworden sind. Halten wir die FingergesteSeeWind und die fünfte Linie.

61.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist eine starke Linie. Wenn wir unsere Intelligenz nutzen und in Raterei und persönlicher Mutmaßung abgleiten, wenn wir nicht in der Lage sind uns so weit zu erniedrigen, dass wir von anderen Ratschläge annehmen, wenn wir nicht in der Lage sind die wahren Prinzipien wahrhaft zu erforschen, dann klettern wir nicht nach oben, sondern fallen. Der Glaube missbraucht in diesem Fall unseren Intellekt. Halten wir die FingergesteSeeWind und die sechste Linie. Der Pfad der Kernschmelze braucht einen ausbalancierten Glauben und die Wahrheit. Wenn der Glaube korrekt ist, können wir richtig und falsch leicht unterscheiden und die Praxis des NICHTS ist sehr einfach. Wenn wir das NICHTS praktizieren, erreichen wir es auch. In diesem Fall ist Glaube in Kombination mit Wahrheit von Glück gesegnet.

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Zu klein – Landen – XiaoGuo

62. Zu klein – Landen – XiaoGuo

Xiao heißt klein. Guo hat eine Vielzahl an Bedeutungen. Xiao wird im Ideogramm durch drei Striche dargestellt. Die Striche weisen in unterschiedliche Richtungen, daher können wir an verschiedene Wege denken. Das Ideogramm für Guo besteht oben aus drei Fußabdrücken. Darunter ist das Ideogramm für Stopp. Daneben ist ein Symbol für den Klang. Der Klang sieht aus wie ein Haus. Unter dem Haus ist ein Mund, der eine Person symbolisiert. Die Geschichte dieses Ideogramms ist eine Geschichte des Abwägens. Zu viel oder zu wenig. Hier ist es eher ein bisschen viel. Guo soll einen Vogel repräsentieren. Im vorigen Hexagramm lernten wir das Brüten kennen, Für eine Henne ist es nicht günstig nach oben zu fliegen, deswegen fliegt Guo nach unten. Element: Holz Monat: Februar

Wir haben oben Donner (☳), unten Berg (☶). - 457 -


Zu klein – Landen – XiaoGuo

Donner über den Bergen. Wenn der Donner im Himmel ist, reicht sein Klang weit. In den Bergen wird sein Klang gebremst. Praktizierende des NICHTS sollten ihre täglichen Aktivitäten bremsen und nicht zu groß werden wollen. Es ist zulässig zu klein zu sein, aber wir sollten nicht zu groß werden. Wir sollten respektvoll sein, wenn wir etwas ausführen. Wir sollten nicht zu respektvoll sein, aber wenn wir respektvoll sind, besteht nicht die Gefahr, arrogant oder hochnäsig zu sein. Aus dem Grunde besteht keine Gefahr darin, zu respektvoll zu sein. Wir sollten nicht zu traurig sein, aber wenn wir traurig sind, gibt es einen Kummer im Herzen und wir wertschätzen Natur und Leben, daher ist es nicht gefährlich zu traurig zu sein. Wir sollten nicht zu bescheiden im Genuss sein, aber wenn wir bescheiden sind, verschwenden wir nicht die natürlichen Resourcen und sind zufrieden, mit dem, was wir haben. Es ist daher nicht gefährlich, zu bescheiden zu sein. Alle drei sind Beispiele für exzessive Kleinheit, die nicht zu extrem wird. So verhält sich das mit der Kleinheit. Wenn es um die großen Dinge im Leben geht, müssen wir wissen, wann wir voranschreiten können und wann wir uns zurückziehen müssen, wann wir unterstützen und wann wir unsere Unterstützung entziehen, wann wir füllen und wann wir leeren müssen, wann wir vernichten und wann wir erhalten sollten. Wenn wir hier auch nur einen kleinen Fehler machen, kann ein enormer Schaden entstehen. Hier ist kein Exzess ratsam. Im Bild des Hexagramms gibt es Donner auf einem Berg. Der Berg ist still, der Donner bewegt. Handlungen erfolgen auf der Grundlage der Stille. - 458 -


Zu klein – Landen – XiaoGuo

Es ist offensichtlich, dass das Kleine manchmal exzessiv sein kann, das Große sollte es niemals sein. Zu klein heißt, dass Yin Yang überwiegt. Wir handeln mit Zurückhaltung basierend auf der Stille. Stille ist stabil und die Handlung nicht weitreichend. Im Körper des Hexagramms befinden sich zwei Yang-Striche inmitten von vier Yin. Wir sind im Inneren fest und außen flexibel, innerlich erfüllt und außen leer. Wir nutzen das Kleine, um das Große zu nähren. Dieses Hexagramm repräsentiert das Erfülltwerden und leer handeln. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm Gliedern. Im Hexagramm Gliedern können wir Freude inmitten der Gefahr empfinden. Wir sind innerlich autonom und nutzen die Dinge des Morphofeldes, um die Prinzipien des NICHTS zu praktizieren. Wir nutzen soziale Kontakte, um himmlische Energien herzustellen. Unser Lebensfundament ist stabil und wir können vom TUN zum NICHTTUN wechseln. In der spirituellen Alchemie, bevor das wahre Yang restauriert werden kann, sollten wir unseren Verstand leeren und den Bauch füllen. Wenn das ursprüngliche Yang zurückgekehrt ist, sollten wir den Bauch füllen und den Geist leeren. Das Leeren des Verstandes, wird »Lenken des natürlichen wahren Feuers« genannt. Dadurch werden Überreste des Morphofeldes weggebrannt, bis wir frei davon sind. So hilft uns das Hexagramm »Zu klein«, uns zu entwickeln, aber nur, wenn es korrekt ausgeführt wird. Das bedeutet, dass Handlungen nicht aus der Ruhe kommen, sondern mit Ruhe ausgeführt werden, sodass Stille und Bewegung eins sind. Dadurch landet die wahre Person in ihrer Tiefe. - 459 -


Zu klein – Landen – XiaoGuo

Sie flattert herum, aber bleibt in einem begrenzten Kreis, sie ist nicht gleichgültig aber auch nicht besessen, sondern besitzt eine sehr subtile Beständigkeit. Das ist gut für kleine Angelegenheiten, aber nicht für große. Eine kleine Angelegenheit kann durch NICHTTUN ausgeführt werden, eine große durch TUN. TUN ist der Weg Yang zu finden, NICHTTUN ist der Weg Yang zu nähren. Wenn wir unseren Bauch gefüllt haben, ist es gut, Yang zu nähren. Wenn wir nur zu großen Dingen fähig sind, aber nicht zu kleinen, sind wir nicht in der Lage Yang zu bewahren. »Zu klein« ist gut, wenn es korrekt ausgeführt wird, aber nur für kleine Dinge, nicht für große. Gut in kleiner Stille, nicht in großer. Wenn wir handeln und in der Lage sind, still zu sein, wenn wir in der Stille aktiv sind, wenn wir in der richtigen Position anhalten können, dann landen wir korrekt. Selbst, wenn wir handeln, verlassen wir nicht die Stille. Wenn ein Vogel nach oben fliegt, so geht doch sein Schrei nach unten. Das bedeutet, dass die Handlung die Stille nicht verlässt. Eine Handlung, die die Stille nicht verlässt, sollte nicht aufsteigen, sondern landen. So kann das Kleine das Große nähren. Blei kann extrahiert werden, Merkur hinzugefügt, das Ganze brütet für 10 Monate, bis der spirituelle Embryo komplett ist, und mit einem Donnerschrei das Kind geboren wird. Wenn die Nahrung ausreicht, wird alles gut. Wir haben zwar zu viel Kleines, aber das Gute, was da herauskommt, ist groß. Das zu Kleine ist sehr subtil und sublim.

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Zu klein – Landen – XiaoGuo

Halten wir die FingergesteBergDonner.

62.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine schwache Linie. Am Anfang von Landen sollten wir den korrekten Platz suchen, um uns zu verfeinern, aber wir sind zu schwach und nicht konsequent genug in unserer Zurückhaltung. Wir sind in Eile, versuchen in die Höhe zu fliegen ohne uns auszuruhen, wollen uns niederlassen, ohne dass es Stabilität gibt, wollen zu schnell nach vorne und fallen deshalb zurück. Wir sollten landen und die FingergesteBergDonner und die erste Linie halten.

62.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist eine schwache Linie. Unsere Konstitution ist normalerweise Yin. Wenn wir Yang verlassen und auf Yin reagieren, ist das, als wenn wir den Großvater überspringen und unsere Mutter treffen. Yin ist dann extrem dominant über Yang. Wenn wir korrekt ausgerichtet sind, obwohl schwach, und wenn wir Yin nicht exzessiv nutzen, sondern es verwenden um Yang - 461 -


Zu klein – Landen – XiaoGuo

kleiner zu machen, ist das, als würden wir einen Vorschuss bekommen. Yin übersteigt dann nicht Yang. Wenn wir eine Balance zwischen Yin und Yang herstellen können, sodass Festigkeit und Flexibilität eine Energie werden, dann kommen keine Gedanken aus dem Inneren und von Außen kann das Morphofeld nicht eindringen, dann verlieren wir nicht, was wir gewonnen haben. Halten wir die FingergesteBergDonner und die zweite Linie.

62.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine Yang-Linie. Wenn die Yang-Energie erfüllt ist und es an der Zeit ist, Gefahren vorzubeugen, sollte sie ausbalanciert sein, ansonsten kann sie Gefahr nicht verhindern. Dazu müssen wir lernen, das Große und das Kleine zu beherrschen. Halten wir die FingergesteBergDonner und die dritte Linie.

62.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist die zweite Yang-Linie. Wir sind stark und flexibel, was gut ist. Yin und Yang sind zu einer Einheit geworden, die fünf Elemente sind verschmolzen. Jetzt ist es an der Zeit darauf zu warten, dass sich Sein und Nicht-Sein transzendieren, daher sollten wir nicht mehr zu nachgiebig sein. Wenn wir nicht stoppen, wenn es genug ist, laden wir fremde Energien ein und das ist nicht gut. Wenn also die Zeit sich erfüllt hat, hören wir auf und ändern unsere Strategie.

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Zu klein – Landen – XiaoGuo

Wir sollten stoppen, wenn es an der Zeit ist, die Arbeit einfach liegenlassen. Wir sollten nur dann handeln, wenn wir wirklich handeln sollten. Dadurch durchbrechen wir die Schale für die spirituelle Transformation. Wir schreiten weiter von der Entwicklung zum Loslassen, wir durchbrechen den Raum, erst dann können wir Verwirklichung erfahren. Halten wir die FingergesteBergDonner und die vierte Linie.

62.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine Yin-Linie. Reines Yin ohne Yang ist eine dichte Wolke, aus der es nicht regnet. Der Pfad der Kultivierung der Wirklichkeit formt ein Elixier aus polaren Energien, das wahre Yin und das wahre Yang. Wenn eine dichte Wolken entsteht, die nicht regnet, grenzt diese Wolke uns von anderen ab. Wir sind von anderen getrennt. Die fünfte Linie liegt nahe an der vierten. Ein Weiser ist in Sicht, aber wir können uns nicht so weit erniedrigen, seinen Rat einzuholen. Wir versuchen, das NICHTS durch die Leere allein zu erreichen, das geht aber nicht. Holen wir uns Hilfe. Halten wir die FingergesteBergDonner und die fünfte Linie.

62.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist eine schwache Linie, auf der wir nicht bleiben sollten. Wir sind exzessiv in künstlichem Verhalten geworden und haben den falschen Leuten zugehört. - 463 -


Zu klein – Landen – XiaoGuo

Wir haben sinnlose Techniken gelernt, die uns vom wahren Weg abhalten. Wir sind zu hoch geflogen. Wir sollten landen. Halten wir die FingergesteBergDonner und die sechste Linie. Der Pfad des zu Kleinen verlangt von uns, Yang durch Yin zu suchen, bevor das Elixier erreicht wurde. Dann sollten wir für eine kurze Zeit Yin nutzen, um Yang zu nähren, nachdem das Elixier sich geformt hat. In beiden Fällen müssen unsere Handlungen korrekt sein. Für das Kleine ist es nicht gut im Übermaß vorhanden zu sein oder zu fehlen. Nur dann kann die Entwicklung glatt über die Bühne gehen.

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Fertig – Fähre – JiJi

63. Fertig – Fähre – JiJi

JiJi wurde übersetzt als »Nach der Vervollständigung«. Das erste Zeichen des Ideogramms ist eine Mahlzeit, die beendet wurde. Das zweite Ji heißt, den Fluss zu überqueren. Element: Wasser Monat: November

Fertig sein heißt, etwas beendet zu haben. Oben ist Wasser (☵) unten Feuer (☲). Wasser ist kalt, Feuer ist heiß. Wenn Feuer Wasser erwärmt, verliert es seine Kälte. Wenn Wasser Feuer löscht, verliert es seine Hitze. Wenn Feuer und Wasser am selben Ort auftauchen, sind wir fertig. Praktiker des NICHTS arbeiten mit Himmel (☰) und Erde (☷). Wird der Himmel in die Erde eingewickelt, entsteht das Element Feuer (☲). Wird die Erde in den Himmel eingewickelt, entsteht das Element Wasser (☵).

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Fertig – Fähre – JiJi

Wenn die irdische Lebenskraft sich transformiert, gibt sie das Yang des Himmels wieder frei und die wahre Vitalität wird wieder freigesetzt. Der Spirit des Morphofeldes stirbt ab und der wahre Spirit bleibt. Wenn wir die Vitalität nutzen, um Spirit zu nähren, und Spirit nutzen, um die Vitalität zu konzentrieren, dann kleben Vitalität und Spirit aneinander und verschmelzen auf untrennbare Weise. Wir kehren dann zurück zum Ursprung, zum Original, das was unfertig war, wird jetzt fertig. Zurück zum Ursprung zu kommen und zu unserem Fundament komplettiert das Vorspiel unserer Arbeit. Wenn wir das natürliche Feuer der Realität nicht nutzen, um diese Errungenschaft zu schmieden, dann kulminiert »Fertig« und zerfällt zu »Unfertig«. Aus dem Grunde sollten wir Probleme vorhersehen und vorbeugen. Probleme entstehen dann, wenn Himmel und Erde noch nicht fertig sind. Im Moment des »Fertigseins«, vereinigen sich die wahre Erde und der wahre Himmel. Sie sind gegen äußere Einflüsse immun. Solange aber der innere Dialog und damit das Morphofeld in uns noch nicht gelöscht wurde, das heißt, dass wir noch zu unrein sind und die spirituelle Energie noch nicht auf sanfte Weise nähren können, kann es geschehen, das in einem sorglosen Moment, diese Energie des Morphofeldes wieder auftaucht, und die Ursache für Probleme in der Zukunft sein kann. Wenn wir an die Existenz von Problemen denken und ihnen vorbeugen wollen, wenn wir unser wachsendes spirituelle Bewusstsein für die Lösung von Problemen verwenden wollen während wir das Morphofeld kleiner werden lassen, müssen wir das Unkraut, das durch den Gebrauch unseres Verstandes und unsere Lebensgeschichte gewachsen ist, jäten. - 466 -


Fertig – Fähre – JiJi

Dadurch stirbt das Morphofeld und der himmlische Wille wird rein und und unzerstörbar. Dann können wir die Schranken des Raumes durchbrechen und ein Bewohner beider Welten werden. Um die große Ruhe erreichen zu wollen, müssen wir durch die Raumzeit brechen und den wahren Körper befreien. Dann sind wir zur Fähre geworden, die die beiden Welten miteinander verbindet, und das Durchqueren des großen Wassers ist genauso einfach geworden wie auf die Toilette zu gehen. Halten wir die FingergesteFeuerWasser.

»Fertig-Sein« heißt, dass Yin und Yang gemeinsam komplettiert wurden. Es ist Ausdruck der gemeinsamen Vervollständigung von Yin und Yang. Unten ist Feuer, oben ist Wasser. Wir nutzen die Gefahr des Wassers, um unsere Erleuchtung zu nähren und nutzen unsere Erleuchtung, um uns vor der Gefahr zu schützen. Verstehen wurde aus der Schwierigkeit geboren und das Verstehen ist eine Fähre durch das Meer der Schwierigkeit. Erleuchtung und Gefahr, Verstehen und Schwierigkeit schaffen gegenseitig ein NULL-Potenzial. - 467 -


Fertig – Fähre – JiJi

Dieses NULL-Potenzial nennt sich »Fertig«. Dieses Hexagramm hilft uns Gefahren vorherzusehen und vorzubeugen und schafft eine stabile Basis für das Elixier. Nach Liu Yiming folgt es auf die Kernschmelze. Die Kernschmelze arbeitet mit der Freude und ihre harmonische Praxis führt zur Selbstverwirklichung, sodass alle Restfäden von Yin und Yang ihr Ende finden. Solange wir uns noch nicht vollständig fühlen, sollten wir weiterhin nach Vervollständigung suchen. Wenn wir sie erreicht haben, geht es nur noch darum, sie auch zu bewahren. Damit das geschehen kann, lernen wir, die Erleuchtung gegen Gefahren einzusetzen. Dadurch stabilisieren wir unsere Basis, halten Gefahren fern und nähren die Erleuchtung. Erleuchtung zu nähren heißt, sie im Inneren zu verbergen. Wir verfügen über Wissen, nutzen es aber nicht. Wir verfügen über Fähigkeiten, gebrauchen sie aber nicht. Wir klären die Qualität der Erleuchtung noch mehr und ruhen im ultimativen Guten. Gefahren vorzubeugen bedeutet, sich im Morphofeld sehr sorgsam zu bewegen, nichts tun, was ungehörig wäre, nichts tun, was ungerecht wäre, wir leben nach unseren Überzeugungen und wünschen uns nichts anderes. Wenn wir gelernt haben unsere Erleuchtung im Inneren zu nähren, können wir äußere Gefahren abwenden. Die Erleuchtung wird genährt und kann deshalb keinen Schaden nehmen. Jede Gefahr löst sich in der Gegenwart der Erleuchtung auf. Erleuchtung ist die Qualität des Feuers (☲). Sie steht auch für die Seele. Feuer ist im Osten. Gefahr ist die Qualität des Wassers (☵), es steht im Westen. Wenn die Seele zur Aktivität drängt, entstehen Flammen. Wir nutzen unsere Vitalität, um die Seele zu nähren. - 468 -


Fertig – Fähre – JiJi

Wasser reguliert Feuer. Wenn unsere Vitalität einen Schaden hat, fließt sie wie Wasser nach unten. Wenn unsere Vitalität durch die Seele geleitet wird, dann wird Wasser mit Feuer behandelt und der Schaden verbrennt. Dadurch wird unsere Seele friedvoll, der Verstand kann sich leeren, unsere Vitalität ist voll und damit auch unser Bauch. Wenn der Verstand leer ist, ist der menschliche Verstand nicht vorhanden und der Geist des NICHTS erscheint spontan. Mit ihm erscheint das wahre Yang aus dem Wasserelement. Yin folgt dem wahren Yang. Wenn das geschieht, können Yin und Yang verschmelzen und aus der Ekstase entsteht eine Form. In der Trance ist Vitalität, die zu einer Perle kristallisiert. Schlucken wir diese Perle, ist das der Beginn des ewigen Lebens. Wenn Yin und Yang vervollständigt wurden, kann es sein, dass die Erleuchtung sehr stark wird, und wenn sie sehr stark ist, kann es sein, dass wir sie voraussetzen und dadurch bereits wieder morphomäßig zu handeln beginnen. Wenn wir nicht sehr sorgfältig sind, nicht auszurutschen, wird die Kulmination der Erleuchtung zur Dunkelheit. Der Geist des NICHTS verdunkelt sich und der Verstand erhebt sich wieder. Das bedeutet, dass wir inmitten der Fertigstellung, plötzlich wieder unfertig sind. Allgemein schützen wir unsere Erleuchtung, solange sie noch nicht vollständig ist. Und nutzen sie, um Gefahren abzuwenden. Doch sobald wir fertig sind, vergessen wir die ganzen Vorsichtsmaßnahmen und laufen in Gefahr, dass das Morphofeld sich wieder anschleicht. Wenn wir die Erleuchtung wieder verlieren sollten, ist das der Hauptgrund. Daher sollten wir die Korrektheit bewahren. Wir sollten unsere Erleuchtung korrekt nähren. - 469 -


Fertig – Fähre – JiJi

Wir sollten uns korrekt vor Gefahren schützen. Dann wird unsere natürliche Klarheit keinen Schaden nehmen und Gefahr wird nicht auftreten. Erleuchtung zu nutzen, um uns vor Gefahren zu schützen, sollte eher in den ersten Zeiten des Hexagramms »Fertig« notwendig sein. Der Beginn ist daher gut, das Ende aber konfus. Das heißt, dass wenn wir unsere Erleuchtung von Anfang an nähren, ist das gut. Wenn wir aber unsere Klarheit, die wir daraus beziehen exzessiv nutzen, laden wir wiederum Gefahr ein. Das ist nicht gut. Wenn wir unsere Klarheit nähren, gibt es keine Gefahr. Wenn wir unsere Klarheit nutzen, gibt es sie. Wir sollten daher den Gefahren vorbeugen und unsere Klarheit möglichst wenig nutzen. Halten wir stattdessen die FingergesteFeuerWasser.

63.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine starke Linie. Am Anfang des Fertigseins sind wir stark und halten uns an dem fest, was richtig ist. Wenn wir am Anfang diese Haltung haben, kann uns nichts geschehen. Halten wir die FingergesteFeuerWasser und die erste Linie.

63.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist eine schwache Linie. Wir sind schwach und unsicher. Yin und Yang sind unvollständig. Wir verlieren unseren Schutz. Wenn wir trotz dieser Schwäche aufrichtig und ausbalanciert sind, können wir uns verfeinern und abwarten. - 470 -


Fertig – Fähre – JiJi

Licht erscheint dann im leeren Raum und Erleuchtung kommt von allein. Wenn wir uns verfeinern, kehrt das Feuer zurück zur Realität. Durch seine Erleuchtung bricht es durch die Gefahr und nutzt Schwierigkeiten, um Verständnis zu entwickeln. Wir nehmen das Yang des Wassers (☵) und füllen das Yin des Feuers (☲). Yin und Yang beruhigen einander. Das passiert ganz von alleine, ohne dass wir das forcieren. Wir halten nur die FingergesteFeuerWasser und die zweite Linie.

63.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine starke Linie. Es droht keine Gefahr. Dennoch sollten wir uns anstrengen, um unsere Bereitschaft aufrechtzuerhalten. Es kann zu einer Belagerung kommen, und darauf sollten wir vorbereitet sein. Wir sollten es vermeiden, mit Menschen, die uns schaden könnten, in Kontakt zu treten. Halten wir die FingergesteFeuerWasser und die dritte Linie.

63.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist eine schwache Linie. Wir sind fertig, wir haben unserem Intellekt gekündigt und schützen uns vor Gefahren. Wir achten auf jedes Leck, das wir finden und stecken einen Stopfen hineine. Wir halten die FingergesteFeuerWasser und die vierte Linie.

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Fertig – Fähre – JiJi

63.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine starke Linie. Wenn wir fertig sind, wenn voll bleiben, der Bauch voller Energie ist, wir aber nicht wissen, wie wir den Geist zu leeren haben, dann gibt es etwas latent Unfertiges innerhalb das Fertigen. Wir sollten daher den Geist leeren. Halten wir die FingergesteFeuerWasser und die fünfte Linie.

63.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist eine schwache Linie. Wenn wir den Feuerungsprozess nicht beherrschen, sondern immer nur Gas geben, auch wenn wir bremsen sollten, bringen wir Gefahr auf die Fähre. Der Kopf geht unter und wir sehen kein Land mehr. Yin und Yang sind fragmentiert und wir verlieren vieles, was wir schon erreicht haben. Halten wir die FingergesteFeuerWasser und die sechste Linie, um den Feuersturm zu bremsen. Wenn Praktiker des NICHTS zu dem Stadium gelangen, in dem Yang vom Wasser genommen wird, um es dem Feuer zu geben, sodass Wasser und Feuer sich gegenseitig vervollständigen, können wir uns glücklich schätzen, bis hierher gelangt zu sein. Wenn wir diesen Zustand versiegeln und gegen Gefahr schützen, komplettieren wir gleichermaßen das, was TUN genannt wird. Wenn wir uns hier eine Pause gönnen würden, würde der Feuerungsprozess fehlschlagen, und alles, was bereits fertig war, würde wieder unfertig. Aus dem Grunde müssen wir genau wissen, wann wir TUN und wann wir NICHTTUN. Das Timing ist entscheidend. Wir haben unser ultimatives Ziel erreicht, wenn SEIN und NICHTSEIN verschwimmen und wir ein Bewohner beider Welten geworden sind. - 472 -


Fertig – Fähre – JiJi

Wir haben dann teil an Leere und Fülle und haben Leben und Essenz verstanden.

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Unfertig – Zyklus – WeiJi

64. Unfertig – Zyklus – WeiJi

Das Ideogramm von Wei ist sehr sorgfältig durchdacht. Es sieht einfach aus, aber die Bedeutung ist sehr tiefgreifend. Der Stamm ist ein Baum. Wir haben unten einen gebogenen Strich für die Wurzeln, einen aufwärts gebogenen Strich für die Äste. Ein zusätzlicher aufwärts gebogener Strich macht aus Baum Wei. Der Bereich des Baumes, der unter der Erde liegt, ist lebendig und sorgt dafür, dass der Baum seine volle Größe erreichen kann. Das Ideogramm vermittelt den Eindruck sein Ziel erreicht zu haben, aber noch nicht fertig zu sein. Es sieht eher so aus, als würde ein neuer Zyklus beginnen, so wie auch der Monat Dezember ein neues Jahr einleitet. Ji haben wir im vorigen Hexagramm kennengelernt. Element: Feuer Monat: Dezember

Wir haben oben Feuer (☲) unten Wasser ( ). Wir sind noch nicht fertig, deshalb sind wir unfertig. Feuer ist über dem Wasser. Wenn Feuer über dem Wasser ist, kann es das Wasser nicht erwärmen. - 474 -


Unfertig – Zyklus – WeiJi

Wenn Wasser unter dem Feuer ist, kann es das Feuer nicht kontrollieren. Feuer und Wasser sind an unterschiedlichen Orten, das ist das Bild für »Unfertig«. Wenn wir ins Morphofeld gelangen, vermischen wir uns normalerweise damit. Das Wirkliche ist uns kaum noch zugänglich und die künstliche Welt des Morphofeldes wird zur »Realität«, wie wir sie wahrnehmen. Körper und Geist sind instabil, Lebenskraft und Spirit sind umwölkt, Flüchtigkeit erscheint und Gier. Wir beginnen Übel für Vergnügen zu halten, müssen große Anstrengungen unternehmen und werden extrem unfertig. Trotzdem haben Weise einen Weg gefunden, das Ursprüngliche inmitten des Zeitlichen wiederherzustellen. Es ist so, dass Menschen nie an eine Fertigstellung geglaubt haben. Wenn sie eine Fertigstellung wünschten, wären sie auch in der Lage dazu. Aus dem Grunde unterscheiden wir Dinge ganz genau und halten sie an ihrem Ort. »Dinge« heißt hier Dinge in Wirklichkeit und Morphofeld, das reale und das falsche Irdische und Himmlische. Es ist dazu notwendig, vollkommen klar im Kopf zu sein, ausgestattet mit ursprünglichem Wissen frei von Zweifeln oder Konfusion. Das ist die Arbeit, die wir zu leisten haben, um Dinge zu untersuchen und Wissen zu produzieren. Das bedeutet, dass wir die Dinge der Wahrheit und des Morphofeldes in ihren eigenen Orten lassen, wir dürfen sie nicht vermischen. Wir müssen lernen, das Wahre als das Wahre zu erkennen und das Falsche als das Falsche.

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Unfertig – Zyklus – WeiJi

Wenn wir die Wissenschaft des Ausrichtens des Geistes betreiben wollen, dürfen wir die beiden nicht vermischen und müssen von aufrichtiger Absicht sein. Wenn wir Dinge unterscheiden und die Wahrheit verstehen und die Dinge an ihrem Platz lassen und nicht leichtsinnig handeln, mischen sich die Wirklichkeit und das Morphofeld nicht. Das Wahre und das Falsche lassen sich unterscheiden, und so können wir inmitten des Unfertigen unsere Fertigkeit erreichen. Das ist, als würde Wasser Feuchtigkeit spenden und Feuer Hitze, beide erreichen, was sie erreichen können, aber auf unterschiedlichen Wegen. Die Wirklichkeit ist das, woraus unser wirklicher Körper besteht. Das Morphofeld ist das, woraus unser Phantasiekörper besteht. Bevor das Ursprüngliche und das Zeitliche nicht fertig sind, sind sie vermischt und wahr und falsch ist eine einzige Konfusion. Wenn jemand das Wahre vom Falschen unterscheiden kann, kennt er auch ihre Plätze. Das Morphofeld hat seinen Platz im Morphofeld, was offensichtlich ist, so wie etwas Zeitliches nicht den Platz der Ewigkeit einnehmen kann, kann das Morphofeld nicht den Platz der Wirklichkeit einnehmen. Aus dem Grunde sollten wir auch keine Fehler machen. Wir sollten beides sorgfältig auseinanderhalten. Auseinanderhalten erfordert Erforschung und Eindringen in die tiefste Subtilität, ohne dass Oberflächlichkeit erlaubt wäre. Das liegt daran, dass sich die Wirklichkeit und das Morphofeld so ähnlichsehen, dass sie leicht verwechselt werden können. Nur wenn wir ganz genau hinschauen und es sorgfältig untersuchen, werden wir die Unterschiede bemerken können. Mit dieser Sorgfalt können wir auch die Orte bestimmen, an denen sie sich aufhalten und können sie an diesen Orten halten. Wenn wir in der Lage sind, sie an ihren Orten zu halten, können wir die Wirklichkeit bewahren und das Morphofeld wird nicht aufmucken. - 476 -


Unfertig – Zyklus – WeiJi

Dann kann das Unfertige fertig werden und aus Unfertigkeiten werden Fertigkeiten. Die wahre Erde kann sich mit dem wahren Himmel vereinen, Wasser und Feuer vermischen sich und der spirituelle Embryo formt sich. In vielen I Ging Büchern steht dieses Hexagramm am Ende, sodass Menschen, die noch nicht fertig sind, die Wahrheit erkennen können, um fertig zu werden. Halten wir die FingergesteWasserFeuer.

Unfertig sein, heißt dass Yin und Yang noch nicht vollendet sind. Unten haben wir die Fallgrube, oben das Licht. Die Fallgrube ist dunkel, aber das Licht beleuchtet sie nicht. Wenn Licht durch Dunkelheit entsteht und die Dunkelheit nicht erhellt wird, dann stimmt etwas nicht, etwas ist nicht fertig geworden. Die Aufgabe des Hexagrammes ist es, das Selbst zu verfeinern und Yin abzuwehren. Wir warten auf die richtige Zeit, während Yang unterdrückt ist. Nach Liu Yiming folgt es auf das Hexagramm »Zu Klein«. In »Zu Klein« sind Aktivität und Stille eine Einheit. Durch Kleinheit wird der Pfad des NICHTTUNS kultiviert. - 477 -


Unfertig – Zyklus – WeiJi

Das geschieht, nachdem Yin und Yang komplett geworden sind und sich gegenseitig fertigen. Bevor sie sich fertigen können ist es notwendig alle Yins zu erreichen, die Yang gefangen halten. Nur dann kann das wahre Yang zurückkehren und sich das wahre Yin manifestieren. So balancieren sich Yin und Yang aus und das goldene Elixier kristallisiert. Die Schritte dazu sind: • Tun • Verfeinerung des Selbst • Timing (die richtige Zeit. Wenn wir 16 Jahre alt werden, vermischen sich Himmel und Erde. Das Yang in der Mitte des Himmels (☰) dringt in den Palast der Erde ein (☷). Die Erde wird erfüllt und es entsteht Wasser (☵). Das Yin inmitten der Erde, dringt in den Palast des Himmels ein, der Himmel wird ausgehöhlt und es entsteht Feuer (☲). Das Yin im Feuer empfängt die Yang-Energie des Himmels. Yin und Yang sammeln sich und es entsteht Feuer. Das Yang in Wasser empfängt die Yin-Energie der Erde, Yin und Yang verdampfen und es entsteht Wasser. Dieses Feuer und dieses Wasser sind zeitliche Mischungen von Yin und Yang, die das Morphofeld aufbauen. Himmel und Erde formen die Wirklichkeit. Feuer und Wasser formen das Morphofeld. Das ist die Konfusion, die wir im Morphofeld erleben. Das warme sanfte Feuer wird zum heißen Feuer. Und das Wasser der wahren Einheit wird zum Wasser ungezügelter Lust.

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Unfertig – Zyklus – WeiJi

Wenn die Natur des Feuers ausbricht, übernimmt das unterscheidende Bewusstsein die Kontrolle über unser Leben und der ursprüngliche Spirit zieht sich zurück. Wenn die Natur das Wasser sich ausbreitet, verschmutzt sie unsere Vitalität und bringt Probleme in die Welt, wie eine Sintflut. Unsere wirkliche Lebenskraft wird platt gemacht. An diesem Punkt beginnen wir nach Ehre und Ruhm zu streben, wir plündern die Erde aus, aus reiner Profitgier, wollen Siege einheimsen und suchen dafür die Macht. Wir nutzen andere aus, um uns selber zu bereichern, nutzen unseren brillanten Intellekt, schwelgen in Gefühlen, lockern unsere Zügel und leiden in einer Welt der Illusionen und Täuschungen. Wir verwüsten und verlassen uns selbst, die Gefahr des Morphofeldes wird zu unserem eigenen Inneren, wir begraben das Wahre und feiern das Unwahre. Der menschliche Verstand zeichnet sich auf gefährliche Weise ab und der Geist des NICHTS wird immer schwächer. Unsere Essenz ist gestört, unser Leben erschüttert, Yin und Yang geraten außer Harmonie und die fünf Elemente verletzen einander. Alle Arten von Emotionen und Verlangen haben das Szepter in der Hand, alle Arten von Schemen und Listen machen sich breit. Das ist der Grund, warum unfertig unfertig ist. Wenn wir unfertig sind, haben wir unsere Fertigkeit noch nicht erreicht. Das heißt aber nicht, dass die Fertigkeit nicht möglich wäre, nur, dass wir noch nicht nach ihr gesucht haben. Wenn wir nach der Fertigkeit suchen, wird sie immer für uns möglich sein. Das ist der Grund, warum unfertig sein förderlich ist. Dennoch sind wir lange auf diesem Planeten und lange im Morphofeld versunken, sodass es nicht möglich ist, uns sofort da herauszuholen. Wir brauchen Geduld und Timing. - 479 -


Unfertig – Zyklus – WeiJi

Vor allem aber steht der Prozess der Selbstverfeinerung an allererster Stelle bevor wir irgendeinen Effekt unserer Arbeit sehen können. Selbstverfeinerung heißt in diesem Fall unseren Verstand zu verfeinern. Der menschliche Verstand ist der Urheber alles Zeitlichen und damit auch des Morphofeldes. Wenn der menschliche Verstand kündigt, löst sich das Morphofeld in Luft auf. Licht erscheint im leeren Raum und die himmlische Energie beginnt sich zu regenerieren und wiederherzustellen. Bevor die Verfeinerung des eigenen Selbstes nicht vollendet wurde, ist der Verstand nicht leer und das Licht ist nicht wahr. Negativität und Morphofeld haben sich noch nicht vollständig zurückgezogen und wir können ihr Ende nicht in Eile herbeisehnen. Wenn wir den Feuerungsprozess nicht beherrschen und eilig in Richtung Fertigstellung arbeiten, arbeitet der menschliche Verstand mit einem falschen Verständnis zusammen. Dann wird das Unfertige niemals fertig. Wenn der menschliche Verstand nicht weg ist, der Geist des NICHTS nicht an der Macht, ist das Erreichen der Fertigung aussichtslos. Aus diesem Grunde müssen wir eine vollständige Leere erreichen, wenn wir uns selbst verfeinern, Leere und Gelassenheit. Das Yin, das Yang gefangen genommen hat, muss sich vollkommen zurückgezogen haben, bevor das ursprüngliche Yang aus dem NICHTS auftauchen kann und sich das wahre Yin und das wahre Yang wieder vereinen. Dann erst kann fertig werden, was noch unfertig ist. Ein alter Spruch sagt: »Wenn die Verfeinerung des Selbst unfertig ist, kann sich das wiederhergestellte Elixier nicht kristallisieren.« Das Verfeinern des Selbst ist der erste Schritt ins NICHTS. - 480 -


Unfertig – Zyklus – WeiJi

64.1 Die erste Linie Die erste Linie ist eine schwache Linie. Wenn wir nur niedere Qualitäten besitzen und dazu noch in Gefahr sind, ist der einzige Weg hinaus, die Verfeinerung des Selbst und Verstandeskontrolle. Wir sollten langsam beginnen, wir können das Problem nicht in einem Rutsch beenden. Wenn wir uns zu schnell bewegen, landen wir im Treibsand und jede Bewegung wird uns noch tiefer sinken lassen. Halten wir still, die FingergesteWasserFeuer und die erste Linie.

64.2 Die zweite Linie Die zweite Linie ist eine starke Linie. Wenn wir Stärke mit Nachgiebigkeit mischen, dann erscheint ein Weiser wie ein Depp, der Experte scheint unfähig zu sein. Wir sollten uns selbst verfeinern und abwarten. In der Zwischenzeit können wir unsere Stärke nähren, denn auch in einer unfertigen Zeit kann es fertige Momente geben, auf die wir vorbereitet sein sollten. Halten wir die FingergesteWasserFeuer und die zweite Linie.

64.3 Die dritte Linie Die dritte Linie ist eine weiche Linie. Am Kulminationspunkt des Unfertigseins ist das Fertigsein in unsere Nähe gerückt. Doch wenn wir uns auf das Yin alleine verlassen, driften wir ab in Imaginationen und verlieren die Bodenhaftung. Wir sollten daher Menschen suchen, die das NICHTS bereits verwirklicht haben, um uns zu helfen. Durch die Hilfe anderer können wir uns vervollständigen und Yin kann umgewandelt werden und Yang wiederhergestellt. Dann können wir sogar die Fähre über den großen Fluss nutzen. - 481 -


Unfertig – Zyklus – WeiJi

Halten wir die FingergesteWasserFeuer und die dritte Linie.

64.4 Die vierte Linie Die vierte Linie ist eine starke Linie. Wenn eine starke Linie in der Position der Schwäche ist, scheint sie die Korrektheit verloren zu haben. Das scheint nichts Gutes zu verheißen. Doch wenn wir uns sehr anstrengen und aufrichtig sind, uns selbst im Privaten verfeinern, und Nachgiebigkeit nutzen, können wir das Blatt wenden. Wir können die ursprüngliche Energie wiederherstellen. Wir werden Schwierigkeiten damit haben, das Morphofeld loszuwerden, es erfordert eindringliche hart Arbeit, bis uns das gelingt, aber es kann uns gelingen. Halten wir die FingergesteWasserFeuer und die vierte Linie.

64.5 Die fünfte Linie Die fünfte Linie ist eine schwache Linie. Wenn wir den Verstand leeren und den Geist des NICHTS suchen, wenn wir durch falsche Brillanz nicht auf Abwege geraten, sollte es gute Resultate bringen. Die fünfte Linie korrespondiert mit der zweiten Linie. Das ist die gefangene Yang-Linie des Wassers. Wenn wir Zugang zu dieser Linie bekommen und die Fülle des Wassers nutzen, um die Leere des Feuers zu füllen, können wir den Geist leeren und den Bauch füllen. Korrektheit bringt uns Erfolg. Yin und Yang verbinden sich, der falsche brillante Intellekt verschwindet und die wahre Erleuchtung erscheint. Ruhig, ungestört, empfindsam und effektiv. Das ist das Licht eines Weisen. Wir begannen unfertig und enden fertig. Das Gute steckt bereits in einem leeren Geist. - 482 -


Unfertig – Zyklus – WeiJi

Halten wir die FingergesteWasserFeuer und die fünfte Linie.

64.6 Die sechste Linie Die sechste Linie ist eine starke Linie. Das ist das Ende des Unfertigseins. Wenn Fertigkeiten hier übernehmen, dann fertigen Yin und Yang einander. Das ist ein ganz natürlicher Prozess und braucht keine Anstrengung. Also können wir Wein trinken, Parties feiern, ohne Schaden zu erleiden. Das ist das vollständige Fertigsein im Hinblick auf die himmlische Zeit, aber menschliche Angelegenheiten sollten dennoch nicht vergessen werden. Wir geben unser Bestes für die Menschheit und folgen auf diese Weise dem Weg des Himmels. Dann arbeiten Himmel und Mensch zusammen und wir werden zu einem menschlichen Menschen. Haben wir Vertrauen in unsere Fertigung. Dieses Vertrauen ist gerechtfertigt. Der Pfad der Fertigung aus dem Unfertigen hat zwei Aspekte. Wenn die Yang-Energie gefangen ist, müssen wir uns selbst verfeinern, das braucht seine Zeit. Wenn die Yang-Energie aus der Falle befreit wurde, sollten wir unsere Erleuchtung nutzen, um die Dunkelheit zu vertreiben. Dadurch verwandeln wir Yin. Nur wenn Intensität und Entspannung, vordringen und zurückziehen, das richtige Timing haben, komplettiert der Pfad der Zwillingskultivierung von Essenz und Leben, in denen Yin und Yang wohnen, sich selbst. Also sollten wir mit der Selbstverfeinerung beginnen.

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