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Halberstädter Tageblatt

Volksstimme

Montag, 28. Juni 2010

Teil

II

SPD-Stammtisch diskutiert über:

Sport in Halberstadt

Hallo, liebe Leser!

Halberstadt (je). Der nächste Stammtisch der Halberstädter Sozialdemokraten findet am Donnerstag, dem 1. Juli, um 18.30 Uhr zum Thema „Sport in Halberstadt“ in Bollmanns Gaststätte, Bakenstraße 63, statt. Als Gäste können der Präsident des VfB Germania Halberstadt, Olaf Herbst, der Cheftrainer der Oberligamannschaft, Andreas Petersen, und mit Manfred Bergmann ein ehemaliger Spieler von Lokomotive Halberstadt begrüßt werden. In gemütlicher Runde soll über den Verein informiert werden.

Wollen Sie mit uns sprechen? Über Themen, die wir aufgreifen sollten, Erfreuliches oder Unerfreuliches? Dann rufen Sie uns an:

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LEUTE, LEUTE Anlässlich des 125jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Rodersdorf wurde unter anderem Ehrenmitglied Hermann Ohlendorf (Foto) ausgezeichnet. Der

88-Jährige gehört bereits seit 75 Jahren zum „Inventar“ der örtlichen Wehr, wie deren Leiter Herbert Stibane nach dem Festumzug betonte. Zwölf auswärtige Mannschaften gratulierten mit ihrer Teilnahme an den Kreismeisterschaften in der Disziplin „Löschangriff nass“ den Rodersdorfern. (dku)

NOTIERT Ton am Dom

Erster Ton wird am Freitagabend zu hören sein Halberstadt (je). Das zweite Stadtfest „Ton am Dom“ erwartet am 3. und 4. Juli wieder seine Gäste mit zahlreichen attraktiven Angeboten.

Gütesiegel der Musikbranche Der erste Ton wird allerdings schon am Freitagabend, dem 2. Juli, ab 18 Uhr am Dom, genauer gesagt auf dem Grundstück des Städtischen Museums zu hören sein. Magic Minds spielt, eine 2004 in London durch Madge Conacher und Eric Hager gegründete Band. Wenn bei Lebensmitteln das oberste Gütezeichen das „Biosiegel“ ist, so ist das das „Biosiegel der Musikbranche“ das, was als „Hand Made“ beschrieben wird. Das Markenzeichen von Magic Minds, keine Einspieler, kein Play-

back und kein elektronisches Hokuspokus. Nur life gespielt, folgen die Instrumente der „guten alten Schule“. Zum vielseitigen Repertoire der British-Deutschen Musikgruppe gehören irische, schottische und amerikanische Folklore sowie klassische Balladen. Vielseitige Musikstile sind eine Selbstverständlichkeit für die Multiinstrumentalisten. Die Band kann mit mehr als 100 Eigenkompositionen ebenso unterhalten, wie mit den eingestreuten Kommentaren von Eric Hager. Während Madge sehr von FolkMusic beeinflusst ist, spürt man bei Eric die tiefe Verwurzelung im Rock´n Roll. Eine Kombination, die den typischen Sound von Magic Minds ergibt. Also, Musik zu „Ton am Dom“ schon am Freitag, bei schönstem Sommerwetter, so die feste Zuversicht der Organisatoren.

Stadtentwicklung

123 Kinder geboren Halberstadt (je). In der Kreisstadt klafft die Schere zwischen Geburten und Sterbefälle immer noch weit auseinander. In den ersten fünf Monaten wurden in

Halberstadt 123 Kinder geboren, dem stehen jedoch 266 Sterbefälle gegenüber, wie Oberbürgermeister Andreas Henke während der Stadtratssitzung berichtete.

ZUM TAGE

Alt und Neu Das Alt und Neu sich gut gesellt, sieht man in Halberstadt nicht nur am Domschatz. Nun soll es auch auf dem Markt für private Bauherren in der Altstadt endlich wieder Bewegung geben. Das dies möglich und durchaus gewollt ist, zeigt „Mein Haus in der Altstadt“. Angesichts schrumpfender Kleinstädte, hat die Stadtplanung hier klug reagiert und

abschreckende Hürden beseitigt, um Bauherren in die Altstadt zu locken. Hoffen wir, dass die Leere in der Stadt weiter kultiviert wird und die grüne Wiese grün bleiben darf. Und vielleicht bleibt dann auch mal ein Auto stehen, da man als Bewohner der Altstadt zur Arbeit zu Fuß gehen kann. So profitieren Stadt und Umwelt. Peter Althaus

Weiterhin wird diskutiert, welche Lösungsmöglichkeiten es für anstehende Probleme gibt und wie der Verein selbst seine Zukunft sieht. Selbstverständlich kommt auch die derzeitige Fußballweltmeisterschaft und speziell das Abschneiden der Nationalelf zur Sprache. Die Moderation übernehmen der SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Gerhard Miesterfeldt und der Stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Wolfgang Purpus. Alle interessierten Bürger sind eingeladen.

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Als glühender Fußballfan und aktiver Torwart der VfB Germania Halberstadt (F II-Jugend) ist die WM 2010 natürlich das Größte in diesem Sommer für den 8-jährigen Lukas Fenner. Gemeinsam mit seinen Eltern und vielen anderen Fans feuerte er gestern die Nationalelf an. Es hat geholfen! Foto: privat

WM-Fankurve Petershof jubelt über Sieg der Löw-Mannschaft

Hunderte feuern Nationalelf an Halberstadt (je/mos). Schon gut zwei Stunden vor dem Anpfiff des Fußballspiels Deutschland gegen England hörte man gestern in der Kreisstadt die Fans zum Petershof ziehen, um sich dort die besten Plätze in der FanKurve zu sichern. Die Fußballfans brachten gute Laune, reichlich Deutschlandfahnen und Tröten, besser auch als Vuvuzelas bekannt, mit, um ihre Elf im historischen Petershof anzufeuern. Einem tollen Fußballerleb-

nis versuchte nur die Sonne einen Strich durch die Rechnung zu machen, sie stand so ungünstig, dass auf der großen Leinwand fast nichts vom Spiel zu sehen war. Das beeindruckende Spiel der Nationalelf und der klare 4:1 Sieg ließen diesen Wehrmutstropfen jedoch schnell vergessen. „Wir werden Weltmeister“, riefen die ersten Optimisten. Der Jubel im Petershof und auf den Straßen Halberstadts war groß. Vor dem Siegestaumel

spielten sich aber bange und angespannte Szenen bei den rund 500 Fans im Petershof ab. So richtig wollte sich keiner auf den Spielausgang festlegen, wie Susi Seifert und Daniela Gerloff, die mit ihrer Familie das dramatische Spiel verfolgten. Susi Seifert freute sich über das Weiterkommen der deutschen Nationalmannschaft. „Es war ein tolles Spiel, auch wenn wir natürlich etwas Glück hatten“, freute sich die Halberstädterin.

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6783 „Knöllchen“ im Stadtgebiet verteilt

Verkehrssünder „geblitzt“ Halberstadt (je). In den ersten fünf Monaten des Jahres stellten die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes in der Kreisstadt im Bereich des ruhenden Verkehrs insgesamt 8838 Ordnungswidrigkeiten fest, informierte Oberbürgermeister Andreas Henke während der jüngsten Sitzung des Stadtrates Halberstadt. Davon wurden 6783 Verstöße mit einem Verwarngeld geahndet. Dem gegenüber stehen 2055 mündliche Ver-

warnungen. In der Zeit von Januar bis Mai wurden aber auch 1043 Bußgeldbescheide erlassen. Die „Flitzerblitzer“ stellten in den ersten fünf Monaten 3664 Verkehrssünder fest, die im Stadtgebiet zu schnell unterwegs waren. Davon wurden 2840 Verwarngelder erlassen. Schwerpunkt sei unter anderem die Harmoniestraße gewesen, wo in einem Fall bei erlaubten 50 km/h 85 km/h festgestellt wurden.

Stadtentwicklungsprojekt „Mein Haus in der Altstadt“ vorgestellt

Das Gegenmodell zum Abriss

Bisher herrscht an der Ecke Tannenstraße und Unter der Tanne Tristesse. Die Entwürfe, hier der des Architekturbüros Dietzsch und Weber, sehen vor, die „mittelalterliche Enge“ wiederherzustellen. Entwurf: Architekturbüro Dietzsch und Weber Nach dem Willen der Stadtverwaltung sollen in der Tannenstraße vier Eigenheime entstehen. Mit dem Projekt „Mein Haus in der Altstadt“ will Halberstadt sein Zentrum für Eigenheimbauer interessanter machen. Von Peter Althaus Halberstadt. Die Halberstädter Altstadt war früher bekannt für Verfall, nach der Wiedervereinigung für Abriss und Sanierung. Doch nach dem Willen der Stadtverwaltung soll sich das nun wenigstens teilweise ändern. „Wir wollen die Altstadt Jens Klaus wieder zu einem Baugebiet umfunktionieren und für Bauwillige attraktiv machen“, so Jens Klaus, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung der Stadtverwaltung. Dabei will man sich auf die Brachflächen konzentrieren und ihnen neues Leben verleihen.

„Es gibt hier sehr viel Potenzial und das soll in die Altstadt gelenkt werden“, so Matthias Kuplich, zuständiger Bearbeiter für das Projekt „Mein Haus in der Altstadt“ bei der Sachsen-Anhaltinischen Landesentwicklungsgesellschaft. Die SALEG hat im Auftrag der Stadt Halberstadt sieben Planungsbüros aufgefordert, Modelle für eine Neubebauung am Standort Tannenstraße/ Unter der Tanne/ Steinhof zu entwickeln. Dabei geht es ausschließlich um eine Wohnnutzung.

Gegend lebt von der mittelalterlichen Enge Die neuen Gebäude sollen jedoch die Vorgaben der Gestaltungssatzung der Stadt Halberstadt einhalten. Diese besagt: „Bauliche Anlagen sollen sich nach Art, Form, Dimension, Gliederung, Gestaltungselementen, Material und Farbe in den durch ihre Umgebung und Nachbarbebauung vorgegebenen Rahmen einfügen.“ Kurzum sie müssen sich dem Stadtbild an der je-

weiligen Stelle anpassen. Auf einer Zwischenpräsentation am Mittwoch hatten die sieben Planungsbüros die Möglichkeit, ihre Entwürfe vorzustellen. Andreas Weber vom Architektenbüro Dietzsch und Weber in Halle setzt auf die Integration der Gebäude in die Umgebung. „Die Gegend dort lebt von der mittelalterlichen Enge und mit diesem Bau kann man sie wiederherstellen“, so Weber. Trotz der teilweise attraktiven Lage, gibt es jedoch Gründe, warum andere Lagen nahezu boomen und die Altstadt weiter schrumpft. „Abschreckend wirken für viele Bauinteressenten die möglichen Zusatzkosten und bürokratische Hürden, wie Genehmigungsverfahren, welche sich bei einer Erschließung eines Altstadtbaugrundes ergeben können“, so Stefan Korn, Beisitzer im Vorstand der Interessengemeinschaft für Hausbesitzer, Haus und Grund in Halberstadt. So müssen mitunter Ausgrabungen gemacht oder der Boden ausgetauscht werden. „Das Bauen auf der sprichwörtlichen grünen Wiese ist zumeist billiger, da man dort mit wenigen

Folgekosten rechnen muss“, so Korn. Die Stadtverwaltung wollte es hier den Interessenten einfach machen. „Die Baugründe sind vollständig archäologisch untersucht und der Boden wurde ausgetauscht“, so Chefstadtentwickler Klaus. In Bezug auf etwaige Förderungen meint er: „Die Möglichkeiten der Förderung sind hier zwar sehr begrenzt aber diese Erschließung ist schon eine Art davon.“ Stefan Korn von Haus und Grund begrüßt dies: „Das ist definitiv ein Anreiz für Leute, die bauen möchten“, sagt er.

Altstadt mit Kulturangebot als Wohnort entdecken Die Stadtverwaltung hat zudem eine Preisobergrenze für die Einfamilienhäuser gesetzt. Nicht mehr als 175 000 Euro dürfen die Eigenheime ohne Grundstücke kosten. „Wir haben uns hierfür bei Bauträgern über Durchschnittspreise erkundigt“, erklärt Jens Klaus. PD Dr. Christine Hannemann, Stadt- und Regionalso-

ziologin an der Berliner Humboldt-Universität, die sich mit der Zukunft von Kleinstädten beschäftigt, weist darauf hin, dass die Attraktivität der Flächen von der Lärmbelastung abhängt. „Studien zeigen, dass auch zentrale Flächen attraktiver sind, wenn sie ruhig sind“, sagt sie. Stefan Korn von Haus und Grund meint: „Ein Garten und eine Garage steigern zudem die Attraktivität von Häusern.“ Beides wird es laut Planung geben. Jens Klaus hofft auf den Erfolg der Projekte. „Es wäre schön, wenn Leute wieder die Altstadt mit ihren Kulturangeboten als Wohnort entdecken. Schrumpfende Städte sollen sich nicht nach außen entwickeln“, sagt er. Klaus stellt das Projekt zudem in den Kontext der Internationalen Bauausstellung „Das ist ein kleiner Beitrag für die Kultivierung der Leere“, sagt er. Die Modelle und Konzepte müssen bis Ende Juli fertiggestellt und den Auftraggebern präsentiert werden. Die Ergebnisse werden im August dem Stadtentwicklungsausschuss und der Öffentlichkeit vorgestellt.


Stadtumbau Halberstadt