PATRICIA JEGLITSCH
27/08/1991, Graz, Österreich
+49 176 87943703
patricia.jeglitsch@gmail.com
Grellstraße 36, 10409 Berlin, Deutschland
AUSBLIDUNG
Gymnasium
Sep 2001 - Jun 2009
BG/BRG Kirchengasse
Graz
Bachelor Architektur
Sep 2009 - Feb 2016
Technische Universität
Graz
Master BaseHabitat
Sep 2018 - Okt 2021
Kunstuniversität
Linz
/// Matura
/// Bachelor of Science
/// Master of Architecture
PRAKTISCHE ERFAHRUNG
Praktikum
Mär 2016 - Sep 2016
Critical Concrete
Porto
Junior Architektin
Mär 2017 - Aug 2018
Skrei Arquitetos
Porto
Architektin Wettb.
seit Mär 2023
Love architecture
Berlin
SONSTIGES
Naturbaustoffe
Okt 2012
Weiterbildung
Cape Peninsula
University of Technology
Kapstadt
KOMPETENZEN
Digital Autocad
Archicad
Rhino
Adobe (PS // ID // AI)
Wordpress
Ms Office
Praktikum
Okt 2016 - Mär 2017
Skrei Arquitetos
Porto
Projekt Architektin
Mär 2022 - Jul 2022
Rundzwei Architekten
Berlin
ZT Forschungspreis
Jun 2022
Preis Masterarbeit
Bundeskammer der Ziviltechniker*innen
Wien
Analog
Tischlerarbeiten Lichtbogenhandschweißen
Material Produktion (Lehm // Bambus // Hanf)
Fotografie
Projektentwicklung
Nov 2016 - Mär 2017
Qualive Real Estate
Porto
Architektin Wettb.
Okt 2022 - Feb 2023
Burckhardt+Partner
Berlin
Triennale Lissabon
Okt - Dez 2022
Ausstellung Masterarbeit
Museu Nacional de Arte
Contemporânea
Lissabon
Sprachen
Deutsch - Muttersprache
Engisch - Fließend
Portugiesisch - B2
VISION
Architektur ist ein Werkzeug, das zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen und Gesellschaften verändern kann. Es bedarf einer ganzheitliche Vision um regenerative Entwürfe zu schaffen und somit zu einer nachhaltigen, gerechten und resilienten Stadt beitragen. Das Streben nach sozial- und umweltgerechtem Bauen, die Wertschätzung für den Bestand sowie die Anwendung partizipativer Entwurfsmethoden sind für mich zentrale Aspekte bei der Schaffung zukunftsfähiger Architektur.
Mit meiner Arbeit möchte aktiv dazu beitragen, dass Diversität zelebriert wird, indigenes Wissen geschätzt wird und eine Klimawende stattfindet.
CASA PARAÍSO
Projektentwicklung
// Projektleitung // LP 1-6
Skrei Arquitetos
Porto /// 2016 - 2018
Porto ist aufgrund des Mangels an bezahlbarem Wohnraum in der Stadt mit einer Wohnungskrise konfrontiert. Der boomende Tourismus und die vielen leer stehenden und schlecht erhaltenen Häuser in der Altstadt ziehen ausländische Investoren an und kurzfristige touristische Unterkünfte stellen derzeit die lukrativsten Immobilienentwicklung dar. Dies wiederum führt zu steigenden Wohnpreisen und viele Portugies*innen können sich den Wohnraum nicht mehr leisten.
Ziyou Tian, eine Stadtplanerin und ich gründeten das Immobilienunternehmen Qualive, um ein leer stehendes Haus im Zentrum zu sanieren und auszubauen. Die Intention war es, mittels ausländischer Investitionen für das fehlende Geld für Sanierungen in der Stadt zu kompensieren und somit einen dauerhaften sozialen Nutzen für die lokale Bevölkerung zu bringen. Ein Teil der Wohnungen wurden an lokale Bewohner*innen zu sozial gerechten Preisen verkauft.
Das im historischen Viertel von Lapa gelegene Grundstück umfasst eine Gesamtfläche von 1888m2. Das Projekt Paraíso besteht aus einem Bestandsgebäude aus dem späten 19. Jahrhundert, ein Garten mit einer Vielzahl seltener und exotischer Bäume und Pflanzen, sowie eine kleine Steinscheune mit einem separaten Gartenteil im Hinterhof, welcher einen funktionstüch-
tigen Brunnen impliziert. Ziel des Projekts war es, das Haupthaus zu sanieren, seine Räume neu zu organisieren und durch einen Aufbau von zwei zusätzliche Geschossen insgesamt sieben Wohnungen zu schaffen. Der Garten sowie die Scheune wurde erhalten und sieben neue Ateliereinheiten zur flexiblen Nutzung geschaffen. Straßenansicht
Erdgeschoss
1. Geschoss
NEUBAU
2. Geschoss
3. Geschoss
Der Hauptbaustoff für den Neubau ist Hanfbeton, eine Mischung aus Hanffasern und Naturkalk. Casa Paraíso ist das erste städtische Gebäude in Portugal, das mit Hanfbeton gebaut wurde. Skrei war vollständig für die Materialherstellung und
Konstruktion verantwortlich und arbeitete ausschließlich mit lokalen Handwerkern und Bauarbeitern zusammen. Die Maschinen zur Herstellung der Fließen und den des Hanfbetons wurden von Skrei eigens angefertigt.
© Lara Jacinto
vorgefertigte Hanfbetonblöcke
in-situ Hanfbeton
gepresste Lehmfliesen
Holzfenster
vorgefertigte Hanfbetonblöcke
recycelte Holzfenster
recyceltes Holz
Granitsteine
recycelte Holztüren
© Lara Jacinto
Schnitt
© Qualive
© Qualive
Die Oberflächen der Innenräumen sind ausschließlich aus natürlichen Materialien hergestellt und wurden projektspezifisch entwickelt. Gepresste Lehmfliesen und recycelter Holzdielen wurden als Boden-
©
02
LEHMPUTZ
Praktikum
Skrei Arquitetos
Porto /// 2017
Während meines Praktikums in dem Architektur Skrei in Porto habe ich einen passenden Lehmputz für ein Renovierungsprojekt entwickelt. Die lehmhaltige Erde am Flussufer von Porto war ideal für die Herstellung. Ich habe drei verschiedene Erdproben verwendet und die genaue Zusammensetzung der Erde durch einen Sedimentationstest bestimmt. Verschiedene Mengen natürlichen hydraulischen Kalks wurden hinzugefügt, um ein starkes und dauerhaftes Ergebnis zu erzielen. Es wurden insgesamt 32 Testplatten mit Putz in unterschiedlichen Anteilen von Lehm, Naturkalk und Sand erstellt. Die beste Mischung wurde dann als Innenputz verwendet und teilweise mit Leinöl gehärtet.
©
Lara Jacinto
© Lara Jacinto
© Lara Jacinto
03 BAAN DOI
PERMAKULTURZENTRUM
Entwurf / Konstruktion
BaseHabitat
Linz / Mae Sai /// 2018 - 2019
BASEhabitat wurde beauftragt ein Permakulturzentrum für die NGO Baan Doi, ein Pflegeheim für benachteiligte Kinder und Waisen in Nordthailand zu entwerfen. Ein Landwirtschaftszentrum soll geschaffen werden, um die Lebensmittelversorgung des Pflegeheims sicherzustellen und Beschäftigungsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung zu bieten. Unser Team, eine Gruppe von sieben Student*innen, näherte sich diesem Projekt mit einer umfassenden Recherche über lokale Baupraktiken, Bedürfnisse der lokalen Gemeinschaft und Permakulturprinzipien. Wir entwickelten einen Masterplan für ein 4 ha großes Areal, einschließlich der Anlage von drei Teichen,
landwirtschaftlichen Nutzungszonen, einem Gemeinschaftszentrum, Gebäude für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung, einem Familienhaus und Gästehäusern. Das Projekt wurde in zwei Semestern entwickelt, gefolgt von einem Semester vor Ort.
Meine Aufgaben umfassten die Planung der tragenden Bambusstruktur und die Detailplanung des Gemeinschaftszentrums. Darüber hinaus war ich an der Planung der Erdarbeiten, der Wassernutzungsanlage, der elektrischen Anschlüsse und des Masterplans beteiligt.
© Paul Eis
Die erste Bauphase des Permakulturzentrums Baan Doi begann im Oktober 2019. Sie umfasste den Bau eines zweistöckigen Einfamilienhauses und einer Garage. Unser Team bestand aus zehn Studenten und acht lokalen Arbeitern. Die Gebäudestruktur setzt sich aus einem Mauerwerk recycleter Ziegelsteinen und Beton im Erdgeschoss, Bambus und Leichtlehmwände im Obergeschoss zusammen. Aufgrund des tropischen Klimas ist das Gebäude im offen gestaltet, um eine natürliche Belüftung
des Gebäudes zu gewährleisten. Mit dieser gestalterischen Geste wird die Integration von Außenräumen artikuliert, die eine offene Beziehung zur Umwelt darstellt.
Während der vier Monate auf der Baustelle war ich an allen Aufgaben beteiligt, arbeitete aber hauptsächlich mit Bambus. In Zusammenarbeit mit einem Kommilitonen haben wir die gesamte Bambuskonstruktion im Obergeschoss vorgefertigt und anschließend montiert.
© Paul Eis04
MEET ME AT INFINITY
24h Entwurf
Kunstuni Linz Linz /// 2020
Ziel dieses 24h-Entwurfprojekts war es, eine Struktur zu schaffen, die sich in eine Reihe bestehender Skulpturen am Linzer Donauufer eingliedert und sich dabei mit Dreidimensionalität und Dichte auseinan-
dersetzt. Ich habe eine skulpturale unendliche Treppe entworfen, von der aus sich Aussichten auf die Stadt Linz sowie die umliegende Landschaft ergeben.
BasHabitat
Linz /// 2021
Der Amazonas- Regenwald in Brasilien verschwindet; Brände, Extraktivismus und intensivierte Landwirtschaft gefährden die Lebensgrundlage der lokalen Gemeinschaften und haben katastrophale Folgen für die Biodiversität und den Klimawandel. Daher müssen die verbleibenden Bestände des Amazonas-Regenwaldes geschützt und regeneriert werden, um den vorherrschenden Missständen in der Region entgegenzuwirken.
Das Ka´akyr Gemeinschaftszentrum in der Dorfgemeinde São João do Carú strebt eine Integration regenerativer agroforst-wirtschaftlicher Methoden in die lokalen landwirtschaftlichen Praktiken an um eine langfristige Verbesserung auf so-
zio-ökonomischer, ökologischer und menschenrechtlicher Ebene in der Region zu unterstützen. Der Schutz und die Wiederaufforstung des Regenwaldes sowie die Stärkung indigener Gemeinschaften sind zentrale Aspekte des Projekts. Das Zentrum bietet Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in den Bereichen nachhaltige landwirtschaftliche Nutzung und Schaffung von Sekundärwäldern. Eine öffentliche Bibliothek soll dazu beitragen, das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Regenwäldern und indigenem Leben zu stärken und Rassismus gegen indigene Völker einzudämmen. Die Herstellung und Verwendung von komprimierten Lehmsteinen (CEB) unterstreicht den ökologischen Aspekt des Projekts.
Einheimische Vegetation im Amazonas 3 951 598 km2
Entwaldung des Amazonas 1 022 055 km2
Restliches Brasilien
Agroforstwirtschaft
Bewirtschaftungdes experimentellenWaldes
Bewirtschaftungder Waldflächen
Verkaufdererwirtschafteten Produkte
Schaffung von Sekundärwäldern nach 5- 10 jähriger Bewirtschaftung
Wissenstransfer Agroforstwirtschaft
Verkaufim Zentrum
Verkaufingrößeren Städten
Sekundärwälder
Aufklärungsarbeit
Aufklärungsarbeit
Ertraggehtzurückan dieGemeinde
R$
São Luís / Santa Inês
Übergabe an
indigene Gemeinschaften
Indigene Gemeinschaften
Gemeinschaftsräume
Lernräume
Bibliothek
Wirtschaftsräume
Service
Überdachte Freiräume
Vegetation
10m
06
KRANICHSBERGE
Rundzwei Architekten
Berlin /// 2022
Mit dem Projekt Kranichberge in Alt Rüdersdorf soll eine CO2- neutrale Wohnsiedlung, mit insgesamt 350 Wohneinheiten in der Berliner Peripherie geschaffen werden. Die Häuser variieren in Dimension, Ausrichtung und Fassadengestaltung und umfassen jeweils 1- 6 Wohneinheiten. Durch ein unterirdisches Parkhaus sind die meisten Straßen autofrei. Innenliegend von jedem Reihenhausblöcken befinden sich gemeinsam genutzte Grünoasen mit kleinen privaten Gärten und großen Gemeinschaftsflächen. Trotz der Vielfältigkeit der Gebäudetypen, wird versucht die Grund-
risse immer nach einem ähnlichen Schema aufzubauen. Offen gestaltete Aufenthaltsund Bewegungsflächen orientieren sich um geschlossene Räume. Somit werden Korridore vermieden und die tatsächliche Wohnfläche maximiert.
Meine Mitarbeit an diesem Projekt umfasste die Ausarbeitung der Grundrisse für die verschiedenen Wohnhäusern in der Vorplanung. Auf der folgenden Seite sind das Grundrisskonzept sowie die Grundrisse eines Reihenhaustypen dargestellt.
LP 1 / LP 2
GRUNDRISSKONZEPT MEANDER
Erdgeschoss
Reihenhaus 2 Wohneinheiten
1. Obergeschoss 2. ObergeschossBerlin /// 2023
Diesen Fasadenschnitt habe ich im Rahmen einer Wettbewerbsbeteiligung in dem Architekturbüro LOVE architecture erstellt. Das Projekt ist ein Neubau einer Bankfiliale, die Räumlichkeiten werden vorwiegend für Bürozwecke genutzt.
Meine Mitarbeit in diesem Projekt umfasste konstruktive Überlegungen zu den
Wand- und Deckenaufbauten und der anschließenden Erstellung eines Fassadenschnitts. Dem Budget entsprechend, habe ich versucht das Gebäude, in Hinblick auf Nachhaltigkeit zu optimieren. Ein Holzhybridbau ist dabei entstanden, die Außenwände setzten sich aus Holzriegelwänden mit vorgehängter Kalksteinfassade zusammen.
08 VOLKSSCHULE WIEN
Wettbewerb Projektleitung
Love architecture and urbanism
Berlin /// 2024
Die Gebäudekubatur sowie das äußere Erscheinungsbild leiten sich aus der Umgebung ab. Während die ruhige, geradlinige und städtische Fassade im Westen der Urbanität der Straßenseite folgt, bildet die Ostfassade mit begrünten Terrassenflächen eine Brücke zum angrenzenden Park. Die Nordfassade schafft den Übergang zwischen Stadt und Park und umfasst den Eingangsbereich.
Bildungsräume, die Konzentration und Ruhe erfordern sind an der Westfassade angeordnet, Projekt- und Multifunktionsflächen orientieren sich zur Ostfassade und somit zu den Terrassen. Im nördlichen Bereich befinden sich Infrastruktur und Verwaltungsräume.
Die Faserzement Fassadenplatten stammen aus der Überproduktion für andere Bauvorhaben. So wird keine zusätzliche graue Energie und Emission dafür aufgebracht. Das Dach wird als extensives Gründach mit Retentionskörper geplant, um Oberflächenwasser zurückgehalten und das Gebäude aktiv zu kühlen. Das überschüssige Wasser wird im Freiraum aufgefangen und als Brauchwasser wieder in das Gebäude eingespeist.
Für diesen Wettbewerb wurde mir die Projektleitung zugeteilt. Meine Aufgabenbereiche umfassten unter anderen die Konzeption, den Entwurf und das Nachhaltigkeitskonzept. Die Ausarbeitung erfolgte in einem Team von 3 Leuten.
Erdgeschoss 1. Obergeschoss
Das Herzstück der Schule bildet das verglastes, lichtdurchflutetes Atrium, um das sich Aufenthalts- und Kommunikationsflächen anordnen. Die innen liegende Erschließung grenzt an das Atrium und führt im Erdgeschoss über die großzügig ausformulierte Treppe mit Sitzflächen. Verbunden mit der Eingangshalle kann diese auch als kleines Auditorium genutzt werden.
Die begrünten Terrassen mit Hochbeeten, Insektenhotels und Pflanzentrögen bieten nicht nur eine natürliche Beschattung für
die dahinter liegenden Innenräume, sondern können auch für Schul- und Lernprojekte genutzt werden.
Für die Konstruktion wurde ein Holztragwerk als Skelettbau gewählt. Im Innenraum werden Fußböden, Innenwände und der Putz aus Lehm hergestellt. Diese ökologische Materialwahl bringt Wärmespeichermasse in das Gebäude und sorgt für ein gesundes Raumklima. An der Deckenuntersicht bleiben die sekundären Holzträger sichtbar und fungieren als Akustik-Baffeln.
2. Obergeschoss
“Eine Architektur, die in einer sinnlichen Verbindung zum Leben stehen soll, erfordert ein Denken, das über Form und Konstruktion weit hinausgeht.”
// Peter Zumthor //