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Passeirer Blatt

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Sportzentrum St. Martin wird seiner Bestimmung übergeben

Sporthalle für das ganze Tal ,.

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INHALT 2

AUS DEN GEMEINDESTUBEN

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PASSEIER

6

KULTUR

15

VEREINE

23

GESUNDHEIT

28

NATUR

31

AUS DEN SCHULEN

VOR 100 JAHREN &GESELLSCHAFT & VERBÄNDE &SOZIALES

& UMWELT

& BIBLIOTHEKEN 35

GRATULATIONEN

38

PSEIRER

40

SPORT

LEIT

Im Herbst 2002 wurden die ersten sportlichen Tätigkeiten in der neuen Sporthalle von St. Martin aufgenommen, so dass ihre Praxistauglichkeit bereits zur Genüge festgestellt werden konnte. Am Samstag, den 4. Oktober, soll das Sportzentrum nun im Rahmen einer Feier offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Nach dem Festakt, der um 10 Uhr beginnt und dem unter anderem Landeshauptmann Luis Durnwalder beiwohnen wird, finden am Nachmittag ab 14 Uhr verschiedene interessante Sportveranstaltungen in den Räumen statt: so z.B. ein Meisterschaftsspiel im Kegeln,

Simultan-Schachspiel, ein Schauklettern und ein Volleyballspiel, bei dem die Mannschaften Trentino Südtirol und SC Passeier aufeinandertreffen. Als Ende 1999 mit den Bauarbeiten begonnen wurde, war bereits klar, dass die ursprüngliche Absicht, nämlich eine Turnhalle für die Mittelschule St. Martin zu errichten, zu kurz gegriffen war. Geplant von den Architekten Bauer und Delugan entstand daher ein übergemeindliches Sportzentrum, das den Bedürfnissen verschiedenster Gruppen von Sporttreibenden im Tale gerecht werden sollte. So vereint das Zentrum eine Kletterhalle, einen Schießstand, eine Kegelbahn, einen Schachraum, Räume für den Alpenverein und den Bergrettu ngsd ienst und als Pru n kstück eine große Sporthalle, welche mit ihren Ausmaßen für nationale Turnierballspiele genormt ist. Die Kosten für den Bau betrugen ca. 3,8 Millionen Euro. Davon, dass diese Summe durchaus sinnvoll angelegt worden ist, kann sich jede(r) Interessierte am Tag der offenen Tür, am Sonntag, den 5· Oktober, überzeugen. Bei dieser Gelegenheit kann man sich auch gleich in den verschiedenen Sportarten versuchen. Einen Höhepunkt bildet die Passeirer Volleyballmeisterschaft, zu der sich interessierte Mannschaften (acht Spieler) bis zum 2. Oktober anmelden können. Detaillierte Informationen zur Ausstattung des Sportzentrums und zur Eröffnungsveranstaltung können Sie unserer Beilage entnehmen. Alle Bürgerinnen des Tales sind recht herzlich eingeladen.

Rosmarie Pamer


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AUS DEN GEMEINDESTUBEN GEMEINDE

MOOS

Rutschung in Platt Bereits im jahre 1990 wurden im Auftrag des Landes geologische Untersuchungen der Massenbewegung durchgeführt, bei denen es vor allem um die Stabilisierungsmaßnahmen für die Landesstraße bei der Dorfeinfahrt von Platt ging.

Impressum Erscheintdreimonatlich. - Eingetragenbeim LandesgerichtBozenmit Dekret Nr.11/87vom 29.05.1987. Eigentümer und Herausgeber: GemeindenMoos,St. Leonhardund St. Martin in Passeier.Vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard,Dr.KonradPtitscher. Redaktionskomitee: Arnold Marth, [osefine Schwarz,Heinrich Hofer,TanyaPamer,Siglinde[aitner, Arnold Rinner,ElfriedeGufler;Karl Lanthaler, RosmariePamer,Gottfried Zagler,Kurt Gufler, Brigitte Spergser,Vigil Rafft Korrektur: ErnstRinner Druck: Hauger-Fritz, Schlanders-Meran Verantwortlich für den Inhalt im Sinnedes Pressegesetzes: OswaldWaldner Redaktionsschluss für die Dezember-Ausgabeist: Samstag, 1. November 2003 SpätereingereichteTextewerden in Zukunft nicht mehr berücksichtigt! Text-und Bildbeiträgekönnenbei den Redaktionsmitgliedernoder in den BibliothekenSt. Leonhardund St, Martin abgegebenwerden. Werbebeiträge müssenbei Arnold Marth, Papierproti- st. Leonhard,abgegebenwerden. Die Redaktion

Der Bereich, der von der Rutschung betroffen ist, reicht von 925 m Meereshöhe bis auf 1140 m. Bei den erwähnten Messungen wurden 1998 unter anderem sogenannte Kriechbewegungen mit offenen Zugrissen festgestellt. Ausgelöst durch die starken und anhaltenden Niederschläge in den Monaten Oktober/November 2000 kam es vor allem durch die beträchtlichen Mengen an oberflächlichen und unterirdischen Gewässern zu bedrohlichen Hangbewegungen. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Landesämtern wie dem Amt für Zivilschutz, Geologie und dem Amt für Wildbachverbauung wurde ein Maßnahmenkatalog ausgearbeitet. Dabei wurden die gesamten Maßnahmen in drei Phasen eingeteilt: Die erste Phase betraf Arbeiten, die schnell und ohne Zeitverzögerung durchgeführt werden mussten, um schlimmere Folgen zu vermeiden. Dabei wurde der Hang in der Nähe des Haus Kneissl und des Wohnhauses der Familie Reinstadler mit Drainagen versehen. Die Phase drei, welche vom Amt für Wildbachverbauung durchgeführt wurde, betraf die Zusammenführung der verschiedenen Gewässer im Gebiet Tasach, oberhalb von Platt. Mit der Phase zwei, welche noch nicht vollkommen realisiert ist, wird das in einem Speicher zusammengefasste Wasser mit einer Rohrleitung DN 400 bis in die Passer abgeleitet. Mit diesen Arbeiten sollen die oberflächlichen und unterirdischen Gewässer dem Rutschhang "entnommen" werden und direkt in die Passer abgeleitet werden. Damit soll eine Stabilisierung des gesamten Rutschhanges in Platt erreicht werden. Die Gemeindeuerwaltung

Moos

"Neuhaus" und "Barti" sowie zu einem Familienhaus eine neue Trinkwasserleitung errichtet werden. Gleichzeitig mit der Trinkwasserversorgung wird auch die Löschwasserversorgung sowie die Verlegung der bestehenden Telefon-Luftleitung in Rohre realisiert. Weiteres wurde es für sinnvoll angesehen, eine Stromleitung in diesem Bereich mit einzugraben.

Die Trinkwasserversorgung der Weiler Hahnebaum mit den zwei Einzelhöfen, der Forststation und der jagdschule ist derzeit noch unzureichend und es fehlt die erforderliche Feuerlöschwasserleitung mit Hydranten. Für diese Wasserleitung soll zusätzlich zum bestehenden Behälter, ein Behälter mit 160 m3 Nutzinhalt errichtet werden. Die Zuleitung zu diesem Behälter kommt von der Sticklbergquelle. Die Gemeindeuerwaltung

GEMEINDE

Moos

MOOS

Wasserversorgung in Hahnebaum Im jahr 2001 wurde der Auftrag für die Projektierung der Trink- und Löschwasserleitung in Rabenstein/ilimach gegeben. Dieses Projekt stellt eine Erweiterung der bestehenden Trinkwasserleitung Rabenstein dar, welche bereits in den achtziger jahren realisiert wurde. Damit sollen zu den Höfen in der Siedlung 111mach,zu den Höfen "See",

ST. LEONHARD

- PASSEIER

Landwirtschaft in Entwicklung Wie erklärt sich die Tatsache, dass im gesamten Alpenbogen Italiens die Abwanderung aus den Bergen anhält, nicht aber in Südtirol? An der Agrarpolitik im Allgemeinen kann es nicht liegen, gelten doch inzwischen überall die Vorgaben der EU. Eher wohl


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sind es das Durchhaltevermögen unserer Bauern und die Förderpolitik des Landes, welche großzügig die bäuerlichen Infrastrukturen fördert wie den Bau der Hofzufahrten, die Versorgung mit Strom und Wasser, den Bau und die Sanierung der Gebäude sowie den Bau von Beregnungsleitungen, von Wiesenund Forstwegen usw. Ist den Bauern ein zufriedensteliendes Wohnen gesichert, wird ihnen die Arbeit am Hof erleichtert und die Verbindung mit der Außenwelt garantiert, bleibt er mit seiner Familie am Hof, obwohl viele einem Nebenerwerb nachgehen müssen und gerade deswegen auf gute Verbindungen angewiesen sind. Bedenkt man, dass vor 10 - 15 jahren allein in der Gemeinde St. Leonhard fast 30 Höfe ohne Hofzufahrten waren wie die Gufl- und Lenzhöfe, Höfe in Schlattach, Glaiten, Unteregg, Karlegg und Fartleis, erkennt man die Fortschritte auf diesem Gebiet. Fast alle wurden in der Zwischenzeit asphaltiert, nachdem man erkennen musste, dass Schotterwege im Sommer bei Gewittern kaum instand zu halten und im Winter kaum zu räumen waren. Daneben wurden viele Forstwege, Alm- und Wiesenwege gebaut ebenso wie Trink- und Löschwasserleitungen. Wenn in diesem jahrhundertsommer Passeier trotz der Trockenheit weitgehend das "grüne Tal" geblieben ist, als das es oft bezeichnet wird, so ist dies auf die vielen Beregnungsleitungen zurückzuführen, die gebaut und fleißig genutzt worden sind. Einen entscheidenden Beitrag bei der Verwirklichung vieler Vorhaben haben die Bodenverbesserungskonsortien geleistet, wovon es in der Gemeinde St. Leonhard vier gibt: Gomion/Schlattach/ Glaiten unter Obmann josef Gögele (Pinter), Mehlegg/Walten unter Anton Augscheller (Troter), Prantach unter Werner Platter (Unterbrunn) und Schweinsteg/ Mörre unter johann Gilg (Lahner). Ihnen und ihren Ausschüssen ist es gelungen, die unzähligen Vorhaben zu verwirklichen, die Zustimmung der Anrainer zu erhalten und umzusetzen, wo meist dem Einzelnen sowohl die finanziellen wie organisatorischen Voraussetzungen fehlen. Für die Finanzierung hat bei den Gebäuden Landesrat Hans Berger gesorgt, bei allen anderen Vorhaben der Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder. Im Sinne des Allgemeininteresses sind aus diesem Grunde auch die zusätzlich notwendigen Gemeindebeiträge vertretbar. Der Landeshauptmann will sich auch ein Bild davon machen, ob die Gelder gut ausgegeben worden sind. Am 18. Sep-

tember hat er in Glaiten an der Einweihung der Trinkwasser-, Löschwasser- und Beregnungsleitung teilgenommen und am 30. September wird er in Schweinsteg bei der Einweihung des Almweges in die Schießgruben und der Hofzufahrt zu den Grubhöfen dabei sein. Zwar ist vieles getan, trotzdem bleibt ebenso noch viel zu tun, so auch die letzten zwei Höfe mit einer Zufahrt zu versorgen.

Konrad Pfitscher

ST. LEONHARD

- JAUFEN

Straßen zum Land 1998 - Übergang der Straßen zum Land - eine vollkommen neue Situation. Wie würde sich die Zusammenarbeit gestalten? Die Befürchtungen waren unbegründet, das größte Projekt, die Umfahrung St. Leonhard, wurde sofort angegangen und verwirklicht und damit das Dorf vom Durchzugsverkehr, vor allem dem Schwerverkehr, entlastet. Anders am jaufen. Im November 2000 stand man vor dem Nichts, fast ein Meter schwerer Neuschnee hatte die Lawinenverbauung zu 90% zerstört und in den folgenden Wintermonaten war der jaufenpass mehr oder weniger geschlossen, der Wintertourismus in St. Leonhard und vor allem in Walten litt schwer darunter. Seither ist viel geschehen: Im Dreijahresplan 2001 - 2003 wurden über 1,5 Mio. Euro für die Wintersicherung ausgegeben, wobei über 1.100 Laufmeter Lawinenverbauungen errichtet wurden und Dämme auf Sterzinger Seite die Straße absichern. Im Scheitel bereich des jaufenpasses wurden über 2,5 km Baukette erneuert, Leitplanken angebracht und talseitig die alten, störenden Betonmauern mit Naturstein verkleidet. Die Straßenverwaltung selbst gestaltete die Böschungen neu und begrünte sie, zusätzlich wurden 6 km asphaltiert. Zwischen Walten und St. Leonhard lagen die größten Engstelien, deshalb wurde im Bereich Mehlegg durch neue Mauern und Baukette die Straße auf Regelbreite gebracht, im Bereich Glaitner Wald wurden auf 1,5 km Länge die Felsen abgetragen und die Straße verbreitert und zwischen Glaiten und St. Leonhard weitere 2,5 km neue Baukette und Leitplanken angebracht.

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Der jaufenpass ist kaum mehr wiederzuerkennen, man muss nicht mehr ständig befürchten, einen Spiegel oder mehr zu verlieren, sowohl im Sommer wie im Winter ist der jaufen ein offenes Tor nach Norden. Auch auf der Straße nach Meran hat sich vieles zum Besseren gewandt, durch die Verbreiterungen bei Melaun, im Finiletal, im Riffianer Wald und durch die Hangsicherungsarbeiten im Bereich Passer Bar wurde die Taistraße verbreitert und gesichert. Doch sind weiterhin Verkehrsprobleme in Passeier zu lösen, weshalb wir von Landesrat Dr. Florian Mussner wissen wollten, wie er heute die Lage sieht und welche Vorhaben anstehen.

"Vieles ist in diesen 5 jahren erreicht worden, vieles muss aber noch in Angriff genommen werden, was auch möglich ist, weil efftziente Strukturen bestehen und eine beachtliche Quote des Landeshaushaltes dafür verwendet wird. Mehr Projekte als anderswo sind in der westlichen Landeshälfte verwirklicht worden wie in Naturns, Schnals, an der MeBo, in Ulten, Proveis und in St. Leonhard, wo die Umfahrung das Dorf zu 70% entlastet. Der Verkehr vom jaufen geht derzeit noch durch das Dorf, doch dieses Problem soll in einem zweiten Moment gelöst werden. In Passeier wurden aber weitere wichtige Vorhaben realisiert wie die Sanierung der Brücken über die Passer in Moos, über den Gspellerbach und bei Breiteben sowi~ Verbesserungen der Straßen zum jaufen und zum Timmelsjoch. Zur Zeit wird geplant, die Brücke nach Schweinsteg neu zu errichten, der Zuschlag dazu erfolgt am 23. September. Ebenso läuft die Ausschreibung für die Brücke über den Schneebergbach bei Saltnuss und nächstes jahr erfolgt die Ausschreibung für den Bau der Lawinengallerie im Falkental. Geplant ist weiters die Sanierung der Brücken im Fineletal, bei Saltaus, der Gerlosbrücke und eine Gallerie am Satlegg auf der Straße nach Stuls. Wir dürfen aber nicht nur die Hauptverkehrswege Südtirols ausbauen, genauso wichtig sind für die Bewohner der Täler, Dörfer und Fraktionen ihre Straßen und die Straßen über die Pässe, welche im Sommer wie im Winter passierbar sein müssen, um den Pendlern, Gästen oder für Transporte zur Verfügung zu stehen. Ein besonderes Anliegen der Passeirer ist die direkte Anbindung an die MeBo und ich nehme das Anliegen ernst und intensiv wird nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Vieles ist noch zu tun, gemeinsam kann es gelingen." Konrad pfitscher


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PASSE/ER VOR 100 JAHREN

Interessante und kuriose Zeitungsnotizen aus dem Passeiertal vor 100 Jahren. Aufgelesen und kommentiert von Gottfried Zagler Übers Wetter: Oktober: Das schöne Herbstwetter dauert bis zum 10. an. Dann folgt ein Temperatursturz. In der Folge wechseln sich schöne Tage mit Regentagen ab. Ende des Monats ist es wieder schön und windstill. Die Statistik verzeichnet 9 Regentage. Diesesjahr wird von den Bauern bezüglich Heu und Fütterung mit zu den besten gerechnet. Esgibt auch etwas Schwarzplenten. November: Zum Monatsbeginn Regen,dann bleibt es bis zum 10. schön. In der Folge wird es kälter. Zur Monatsmitte gibt es Regen.Vom 21. bis 25. ist es wiederum schön. Ab 26. gibt es abwechselnd Regen und Schnee. Am 30. ist der kälteste Novembertag seit Menschengedenken. Dezember: Bis zum 11. heiteres Wetter. In Nordtirol und am Brenner große Lawinenabgänge. Danach wird es veränderlich, mit einigen Wolkentagen. Ab 18. ist es wieder schön, mit milden Temperaturen. Das milde Wetter dauert mit einer Unterbrechung bis Ende des jahres an. Abschied eines beliebten Arztes - 2. Arzt in St. Leonhard - Verschönerungsverein St. Leonhard

"Dr.josef Zeiger hat kürzlich Abschied genommen und tritt eine Stelle am Spital in Wels an. Die Bewohner von St. Martin sehen ihn nur ungern ziehen." BGv. 5.12.1903

"Dr.johann Haller aus St. ieonhard hat nun als 2. Arzt seine Praxis in st. Leonhard eröffnet." BGv. 21.10.1903

"Der Verschönerungsverein st. Leonhard wählte Kaufmann johann Delucca wiederum zum Obmann." BGv. 25.12.1903

Michaelimarkt - Diebstähle

in St. Leonhard

"Am Michaelimarkt in St. leonhard ist viel gehandelt worden.

Sogar aus Ungarn waren Fremde gekommen. Allerdings war das Vieh sehr teuer. Aufregung hat der Diebstahl eines 2 jährigen Kalbes aus dem Stall des Wannserbauern in Walten verursacht." BGv. 7.10.1903

"Bei einem Einbruch in Weingart in st. Leonhard ist etwas Geld gestohlen worden." BGv. 25.12.1903

Erster Schitourismus am Jaufen - Tierquälerei

"Der jaufen hat noch nie eine solche Weihnachten erlebt wie heuer. Die Wiener Bergsteigerriege, 20 Mann hoch, hatte sich angekündigt, und ließ von Gasteig aus Vorräte für einen 3 tägigen Aufenthalt auf das [aufenhaus hinaufschaffen. Sie selbst bestiegen per Skier den jaufen, um dort den Skisport auszuüben." "Eine besonders üble Art von Tierquälerei hat sich kürzlich in Riffian zugetragen. Der Hund des Herrn Kristanell aus Saltaus kam zu seiner Flamme auf Besuch nach Riffian. Dort wurde das selten schöne Tier von drei gewissenlosen Kerlen aufgehalten und demselben wurden die Geschlechtsteile fortgeschnitten, sodass das arme Tiere verbluten musste. Die drei hatten aus reiner Mordlust gehandelt. Sie sind bereits verhaftet und eine exemplarische Bestrafung wäre gewiss am Platze." MZ v. 3.1.1904

Schildhöfler ersteigern sich Fischereirecht aus Konkursmasse - Abschaffung einer Prostituierten

"Das Fischereirecht an der Passer wurde vorgestern in Saltaus für 12.]00 Kronen von den 12 Schildhöfen ersteigert. Das Fischereirecht war bisher Eigentum des settauserhofbesitzer J. Königsrainer bzw. seiner Konkursmasse. Die Schildhöfler besaßen nur ein beschränktes Fischereirecht für ihren Hausbedarf innerhalb ihrer Gutsgrenzen und standen mit Königsrainer im Prozess. Vor 14 Tagen fiel ein vom Kreisgericht Bozen gefälltes Urteil zu ihren Ungunsten aus und so entschlossen sie sich das Hauptfischereirecht selbst aus dem Konkurs herauszusteigern."

Eswar damals häufig angewandte rechtliche Praxis, Vorbestraften den Aufenthalt in bestimmten Gebieten zu untersagen. Das Schicksal wurde auch einer in St, Martin geborenen Dienstmagd und Prostituierten zuteil, der aufgrund ihrer Vorstrafen der Aufenthalt im Gerichtsbezirk Passeier und Meran untersagt wurde. MZ v. 4.12.1903 Verbauungsprojekte im Passeiertal - Aufteilung der Mehrkosten für die Passeirerstraße

"Der Straßen- und Wasserbauausschuss des Tiroler Landtag beantragt die Verbauung der Hahnebaummure. Die Kosten von 65.400 Kronen sollen zu 50% vom staatlichen Meliorierungsfond, zu 30% vom Land und der Rest von Forstverwaltung und Passeirer Straßenkonkurrenz getragen werden. Für das Ansuchen von fünf Hofbesitzern betreffend die Verbauung des Tramutzgrabens in St, Leonhard wird ein Verbauungsprojekt beantragt. Der Bau der Passeirertalstraße hatte 336.000 Kronen mehr gekostet als ursprünglich veranschlagt. Nun stellte das Straßenkonsortium den Antrag 30% dieser Mehrkosten vom Land ersetzt zu bekommen. Der Landausschuß stimmte zu 100.000 Kronen als Unterstützung zu gewähren, wenn sich auch der Staat mit 40% beteiligt." MZ v. 8.11.1903

Wie Passeier zu einer Telefonverbindung kam

"Vor einem jahr war die Telefonverbindung Meran - st. Leonhard eingerichtet worden. Seitdem erfreut sie sich großer Beliebtheit und regen Zuspruches. Damit es dazu kam, bedurfte es gar einige Wiederstände zu überwinden. Verschiedene Personen haben sich darum gekümmert, aber erst als Bezirksrichter Delago und Dekan Perntner sich der Sache annahmen kam Schwung in die Angelegenheit. Sie verhandelten mit den Gemeinden und der k.k. Post- und Telegrafendirektion. Alles schien jedoch an der Kostenfrage zu scheitern. Die Gemeinden mußten nämlich die Kosten für die Stangen, ihre 10 jährige Unterhaltung und

pro Sprechstelle 100 K aufbringen. Die Gemeinden zeigten dazu wenig Bereitschaft. Erst als man auf den Gedanken kam, auch Privatpersonen und Geschäftsleute um Beiträge und Lieferung von Stangen anzugehen, kam die Sache ins Rollen. Diese schwierige Aufgabe hatte der Lehrer und Straßenaufseher Alois Haller aus Saltaus übernommen. Innerhalb kurzer Zeit gelang es ihm eine Liste von Beitragsspenden aus Passeier, Riffian und Kuens vorzulegen. Am 22. 2. 1902 wurde daraufhin der Vertrag zwischen den Gemeinden und Post- und Telegrafendirektion abgeschlossen und in kürzester Zeit konnte die Telefonlinie mit öffentlichen Sprechstellen in den Postämtern von St, Martin und St, Leonhard eingerichtet werden. Sie hatten die Verpflichtung telefonische Meldung anzunehmen. Da die Post jedoch werkstags von 8 - 12 und 15 - 18 Uhr und Sonntags 2 Stunden geöffnet ist, kann das Telefon außerhalb dieser Zeit nicht benutzt werden, außer, so wie in St, Martin, der Postexpeditor, nimmt diese freiwillig entqegen." Dieser Zustand, fordert der Korrespondent aus St, Martin, müsse sich schleunigst ändern. BGv. 12.9.1903

Baukosten der Passeirerstraße noch immer nicht bekannt Der Korrespondent des "Burggräfler" aus St, Martin beklagt sich, dass sechsjahre nach Bau der Passeiertalstraße noch immer nicht geklärt ist, wie hoch die Erbauungs- und Erhaltungskosten sind. Die federführenden Meraner Herren der Straßen baukonkurrenz sollten doch nicht die PasseierSteuerzahler für so dumm halten, dass sie nicht wüssten, dass irgendwann eine große Summe zu blechen sei. Im Tal sei deshalb die Meinung vorherrschend, dass vorerst eine klare Rechnung vorzulegen sei, bevor man sich an den Bau der jaufenstraße heranwage. BGv. 2.9.1903 MZ = "Meraner Zeitung"; BG = "Burggräfler"


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KULTUR

& GESELLSCHAFT besonderen Höhepunkt der Feier stellte die im Anschluss an den Gottesdienst abgehaltene Veitsprozession dar. Beim Festakt berichtete Fraktionsvorsteher Pichler Robert in gestraffter Form über Anfänge und Werdegang der dem heiligen Korbinian geweihten Bergkirche:

"Es war vor genau 100 Jahren als die 12 Hofbesitzer auf Ulfas auf eigene Kosten eine Kapelle für 60 Leute am sogenannten ,Schönen Platz' /' errichteten, damit die Bewohner an den Sonn- und gebotenen Festtagen den hl. Rosenkranz und Kreuzweg abbeten können, da sie wegen der zu großen Entfernung von der See/sorgskirche den Nachmittagsgottesdienst dort selbst nicht besuchen können." Weiters

informierte Pichler Robert über Neuerungen und umfangreiche Sanierungen im abgelaufenen jahrhundert: "Dass die

SOSTER GEBURTSTAG

Jahrgang 1923 feiert Ende Mai trafen wir uns, um gemeinsam unseren runden Geburtstag zu feiern. P. Benedikt hielt uns die Dankesmesse, wofür wir ihm noch ein herzliches Vergelt's Gott sagen. Die Fahrt ging nach Maria Trens, wo wir bei der Gnadenmutter auch unserer jahrgangskollegen gedachten, die leider nicht mitkommen konnten. Auf dem Heimweg machten wir noch kurze Rast beim Gasthof Innerwalten, wo wir ganz vorzüglich bewirtet wurden. Gut gelaunt fuhren wir mit Hubert und seiner Frau Elisabeth wohlbehalten nach Hause und beschlossen den Tag in der Hoffnung, dass es in zwei jahren noch einmal so schön sein wird!

Anna Winkler

ULFAS

100 Jahre

Pfarrkirche

Farbenprächtig und klangvoll ging es am Veitstag (15. juni) bei einem jubiläum in der Fraktion Ulfas zu. Die BewohnerInnen von Ulfas feierten nämlich das wo-jährige Bestehen ihrer Pfarrkirche. Nachdem die Vorbereitungen für den runden Geburtstag viel Zeit in Anspruch genommen hatten, waren die Ulfaser froh, dass das freudige Ereignis bei herrlichem Wetter über die Bühne gehen konnte. Der tüchtige Fraktionsvorsteher

Robert Pichler begrüßte die zahlreichen Gläubigen, die sich zur Feldmesse vor dem Ulfaser Kirchlein eingefunden hatten. Einen besonderen Willkommensgruß richtete er an den Abt von Marienberg, Bruno Trauner, an den Dekan von Mals, Hans Pamer, an den Pfarrer von Platt, Siegfried Pfitscher, sowie an die Ordensleute aus der Pfarrei. Die jubelmesse zelebrierte Abt Bruno Trauner von Marienberg. "Ob Dom oder

kleines Bergkirchlein, Gotteshäuser sind religiöse und geistige Mittelpunkte einer jeden ooriqememscnat:", unterstrich der

Abt in seiner Festpredigt. Mitgestaltet und feierlich umrahmt wurde der Gottesdienst von der Musikkapelle Platt und dem Kirchenchor. Einen

Ulfaser Kirche ein idealer Nährboden für geistliche Berufe ist, kann daraus ersehen werden, dass in den vergangenen 100 Jahren aus den Reihen der Ulfaser eine stattliche Zahl von Priestern und Ordens leuten hervorgingen. " Bürgermeister Wilhelm Klotz überbrachte die Glückwünsche im Namen der Gemeinde und gratulierte der Bevölkerung von Ulfas zu ihrem schmucken Kirchlein. Nach der kirchlichen Feier nutzten viele die Gelegenheit altbekannte Gesichter zu begrüßen. Bei Speis und Trank sowie ein paar flotten Weisen der Musikkapelle Platt, die zu Frohsinn und Geselligkeit einluden, fand die Feier am späten Nachmittag ihren Abschluss.

Arnold Rinner


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BILDUNGSAUSSCHÜSSE UND

ST. LEONHARD

ST. MARTIN

Kulturfahrt nach Graz

Graz wurde zur Kulturhauptstadt Europas 2003 ernannt. Aus diesem Grund haben sich die Bildungsausschüsse von St. Martin und St. Leonhard entschlossen, eine Kulturfahrt nach Graz zu veranstalten. Am Samstag, den 26.07.2003 starteten 29 Personen mit einem Reisebus nach Graz. Am Ziel angelangt konnte jeder den Tag für seine persönlichen Interessen nutzen. Man konnte sich die verschiedensten Ausstellungen anschauen, in den Einkaufsstraßen bummeln gehen, die verschiedenen Kulturprojekte, die eigens für dieses jahr entworfen wurden, anschauen oder einfach nur den Tag in der schönen Innenstadt von Graz mit seinen unzähligen Restaurants und Terrassencafes genießen. Als Kulturhauptstadt Europas wurden in Graz viele einmalige Projekte realisiert. Besonders spannend war, dass viele Kunstinstallationen auch im öffentlichen Raum stattfanden. Zu den bedeutendsten davon zählt die spektakuläre Murinsel, die ein Schiff darstellt und auf welcher sich eine moderne Bar sowie eine Freilichttribüne befinden. Auf der Murinsel werden Aufführungen verschiedenster Art wie z. B. Theater, Konzerte usw. angeboten. Ein weiteres Projekt ist der gläserne Marienlift, von dem aus man auf derselben Höhe wie die Marienstatue die Stadt betrachten kann. Graz ist voller Geschichte. Wo einst auf kargen Felsen eine Festung thronte, erhebt sich heute der idyllisch begrünte Schlossberg über die Ziegeldächer der inneren Stadt. Napoleon ließ die uneinnehmbare Burg schleifen, den Uhrturm konnten sich die Grazer als Wahrzeichen bewahren. Neu hinzugekommen für das heurige [ahr ist der "Uhrturmschatten", der als besonderes Kulturprojekt genehmigt worden ist. Vom Schlossberg aus hat man einen wunderschönen Ausblick über die ganze Stadt. Ein Spaziergang auf den höchsten Punkt von Graz hat sich auf jeden Fall gelohnt. Mehrere schöne Wege führten uns hinauf zum Schlossberg. Wer nicht zu fuß gehen wollte, konnte sich von der Standseilbahn hinaufbringen lassen. Bei einem Rundgang durch die Innenstadt konnten wir diese Highlights hautnah erleben. Graz hat viel Grün zu bieten. In den verschiedenen Gärten und Innenhöfen kann man sich wunderbar erholen und

ausruhen. Überhaupt ist Graz eine sehr gepflegte Stadt. Im Stadtbild vereinen sich neu und alt - nicht erst heute. Unter der einzigartigen Dachlandschaft sind Zeugnisse der Romanik, der Renaissance, des Barock wie des jugendstils zu einem harmonischen Ganzen verschmolzen, welches die UNESCO 1999 zum Weltkulturerbe erklärt hat. Nicht nur die Architektur verströmt in Graz einen Hauch italienischen Flairs. Hier, im Südosten von Österreich, ist von Obst- und Weinland umgeben eine Stadt gewachsen, die sich in Kultur und Erscheinungsbild das Lebensgefühl südlicher Nachbarländer durch die jahrnunderte erschlossen hat. Für den Samstagabend wurde es den Teilnehmenden selbst überlassen, welche Abendveranstaltung sie besuchen möch-

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ten. Dabei hatte man die Qual der Wahl, das Angebot reichte vom Sommerjazzfestival mit AI di Meola, ein internationales Chorfestival - Vokal total-, Styriarte, über ein Open-Air-Filmfestival bis hin zu einer Theateraufführung "Versuch über den geglückten Tag" von Peter Handke. Es war für jeden etwas dabei, wobei man auch einfach nur auf einer gemütlichen Terrasse das bunte Treiben bei einem erfrischenden Getränk genießen konnte. Auch was das Kulinarische anbelangt, so konnte jede/r aus einer Vielfalt von Restaurants auswählen und ist dabei sicherlich zufriedengestellt worden. Am Sonntag, den 27.07.2003, stand eine dreistündige Stadtführung mit örtlicher Reiseleitung auf dem Programm. Die Fremdenführerin brachte uns an schöne historische Plätze und konnte uns viele Geschichten über Graz erzählen. So gibt

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es in Graz viele prunkvolle Häuser, die mit schönen Innenhöfen ausgestattet sind und natürlich nicht zu vergessen, der sehenswerte Dom von Graz sowie das Mausoleum. Die Fremdenführerin gestaltete den Vormittag sehr spannend und interessant. Wir erfuhren viel über die verschiedenen Kulturprojekte und die Hintergründe, die damit zusammenhängen. Am Nachmittag machten wir noch einen Abstecher nach Velden am Wörthersee. Dort konnten wir uns noch einmal so richtig erfrischen, entweder beim Schwimmen im See oder bei einem kühlen Eis. Auf der Heimfahrt hatten wir noch die Gelegenheit in einem schönen Weingut in Neustift die zweitägige Fahrt bei einem guten Glas Wein und sonstigen kulinarischen Köstlichkeiten ausklingen zu lassen.

Carmen Kofler

HEIMATPFLEGE

Stelen für die Urwege Schon seit jahren werden die Urwege im Passeiertal von Informationssäulen gesäumt. johann Raich vom Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier errichtete vor einigen Wochen die letzten drei Stelen dieses Projektes.

Fernwanderweg Nr. 5 nahe der Brücke am Zugang zum ehemaligen Seehof. Die dritte Stele wurde auf dem Strizonjoch in Platt errichtet. Die Texte in deutsch, italienisch und englisch wurden von Dr. Heinrich Hofer, Cristina Labriola und Waltraud Raich erarbeitet. Vigil Kuprian, Pfelders, hat sich um die Hubschrauberhilfe gekümmert und Siegfried Pfitscher, Rabenstein, hat am Errichten der Stele am Seehof mit Hand angelegt.

Hofer Heinrich

BILDHAUER

UND ALTARBAUER

300 Jahre

Anton Ferner

Der Bildhauer und Altarbauer Anton Ferner lebte von 1703 bis 1788. Im Rahmen der Passeirer Kunstschule der Familie Auer, vom Kuraten aus St. Martin, Michael Winnebacher, begründet, eröffnete Ferner kurz vor 1730 eine Werkstatt in St. Martin und entfaltete eine vielfältige Tätigkeit als Altar- und Kanzelbauer, Bildhauer, Figuren- und Ornamentschnitzer. Zu seinen Hauptwerken zählen vor allem der Hochaltar und die im gleichen Zeitraum (1764 bis 1771) vollständig erneuerte Kirchenausstattung in St. Martin, die Ende des 19. jahrhunderts zerstörten Seitenaltäre der Pfarrkirche von St. Leonhard Passeier und die erhaltenen barocken Altarteile in der Herz-jesu-Kirche von Rabenstein. Auch in der Umgebung von Meran und im Wipptal befinden sich Werke von Anton Ferner: der Kreuzaltar in Algund

Im Bild u.l.n.r.: Albin Pixner, Andreas Röll,

Die Stele uom Kummersee in Rabenstein abgebildet

Eine Stele steht nun am Spronserjoch, dem alten Übergang zwischen pfelders und Dorf Tirol. Die zweite Stele kennzeichnet die Ausbruchsteile des Kummersees in Rabenstein unmittelbar am

und der Michaelsaltar in der Friedhofskirche in Lana. Der Altar in Vellau existiert nicht mehr. In Sterzing steht das 1739 von ihm geschaffene johann-Nepomuk-Denkmal vor dem Rathaus in der Neustadt und einige schöne Grabsteine in der Pfarrkirche. Auf Vorschlag des Vereins für Kultur und Heimatpflege Passeier beschloss der Gemeinderat von St. Martin am 11. April 1988 zum 200. Todesjahr die neue Straße im Widumanger nach dem bedeutenden Künstler zu benennen: Anten-FernerStraße. Im jahr 2003 feiern wir den 300sten Geburtstag des Bildhauers, indem wir ihm anlässlich der Ausstellung der Chronistenarbeiten vom 27- bis 29. September im Vereinshaus von St. Leonhard einen Teil der Ausstellung widmen.

Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier

MUSEUM

PASSEIER-ANDREAS

HOFER

Leonharder Volksbank unterstützt Ankauf von Bienenstand Nach dem Beispiel der Bienen, die Honig sammeln und diesen dann den Imkern "spenden", handelte kürzlich die Volksbank in St. Leonhard: Ein Teil der Gelder, die für Sponsorzwecke zur Verfügung stehen, sind einem unterstützungswürdigen Vorhaben des MuseumPasseier zu Gute gekommen. Für den Freilichtbereich war nämlich schon seit längerem


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geplant, einen Bienenstand zu errichten, so wie man ihn eben von früher her kannte. Fündig geworden ist man nach eingehendem Suchen beim Eschentalerhof in Rabenstein, der über einen typischen und farbenprächtigen Bienenstand von etwa sechs Meter Länge verfügte. Allerdings ist das ursprüngliche Schindeldach im Laufe der vielen jahrzehnte arg in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass es einer grundlegenden Erneuerung bedurfte. Hier ist dann die heimische Volksbank eingesprungen und hat alle anfallenden Spesen für den Ankauf, den Flug, den Transport und das Wiederaufstellen im erwähnten Freilichtbereich des MuseumPasseier übernommen. Der Generaldirektor johannes Schneebacher und der Meraner Niederlassungsleiter Andreas Röll, zusammen mit dem Filialleiter Roland Scandolera von der Volksbank, ließen es sich nicht nehmen, dem MuseumPasseier einen kurzen Besuch abzustatten, und konnten sich dabei von dem überaus gelungenen Projekt des Vereins .Andreas Hofer TaImuseum Sandhof" persönlich überzeugen.

Der Film versucht, das heutige "AndreasHofer-Verständis" zu skizzieren: Historiker, Künstler und Literaten sind ebenso zu Wort gekommen wie Politiker und Schützen - eine Palette von Ansichten, Thesen, Klischees, von Überzeugungen und Ablehnungen. Stefan Nicolini hat weiters aus der unüberschaubaren Menge von AndreasHofer-Artikeln aus Literatur, Politik, Werbung, Kunst und Alltagskultur einen interessanten Querschnitt zusammengestellt. Es geht darum, was heute von Andreas Hofer gehalten wird, wofür und wie er genutzt und benutzt wird: Der Film ist ein Puzzle aus Stellungnahmen und Interviews, gespickt mit einer Auswahl an .Andreas-Hofer-Produkten" zwischen Originalität und Kitsch. Am 1. Dezember 2003 wird die 4s-minüti ge Dokumentation im RAI-Sender Bozen ausgestrahlt.

MuseumPasseier - Andreas Hafer

RÜCKBLICK FILMPREMIERE

IM MUSEUMPASSEIER

"Mythos Andreas Hofer" Am 14. August 2003 fand im MuseumPasseier die Premiere der neuen Fernsehdokumentation "Mythos - Andreas Hofer" statt: Idee und Gestaltung stammen von Stefan Nicolini aus Bozen, Produzent ist jochen Unterhofer von Taenia

P&C.

Zahlreiche Besucher bei der Filmpremiere im

- VORSCHAU

pfelderer Krippeleschaugn Auch dieses jahr findet das pfelderer Krippeleschaugn statt und zwar vom 6. Dezember bis zum 6. jänner. Dieses jahr werden selbstgebastelte Krippen jeder Art aus dem Tal ausgestellt. Interessierte Aussteller oder Mitwirkende bei den Veranstaltungen und beim Christkindlmarkt an den Adventssamstagen melden sich bitte im Hotel Pfeldererhof unter der Nummer 0473/64 67 06.

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Letztes jahr konnten die vielen handgemachten Krippen des Nordtiroler Krippenbauers Herbert Schwitzer und der große Stall vorm Haus, mit den altertümlich bekleideten Figuren, unzählige Interessierte und sogar das Team von Südtirol Heute nach pfelders locken. Die Veranstaltungen an den Adventssamstagen fanden neben den Krippenspielen der Grundschüler, dem Besuch von Sankt Nikolaus und dem Verkauf von Selbstgebasteltem, Glühwein und Weihnachtsbäckereien großen Anklang bei den Besuchern. Bleibt zu hoffen, dass die Veranstaltung auch heuer ein solcher Erfolg wird!

Marlene Gufler

Fan hoassn Summer! Huire homer kob an hoassn Summer hatmer nit olm fescht giwassert war olz verbrennt ummern Haus ummer: Die schian Wiesn fan die Bauern werd sicher der uane oder andere drum trauern. Ganz braun schaugse oar fa die Heachn wia ba die oltn Leit in Gsicht die Feachn. Huire hot der Herrgott nit oft bigossn hot's sicher viele um als verdrossn. Die Bluamen, die Wiesn und der Gortn, tatn sicher af a bissl Rem wortn ober iez werd nor der Herbseht inzug holtn und des Wetter ganz sicher onderscht gschtoltn. In Winter wenn mer hobm olle zikolt denkt sicher a jeder, der nächschte Summer kimb bold. Judith Hofer PichIer


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SCHWARZ-WEISSE

EINDRÜCKE

Namibia Ein Reisebericht Reiseberichte gibt es wie Sand am Meer. Von daher bestünde für einen weiteren keinerlei Notwendigkeit. jedoch, jede Reise ist einzigartig, und es liegt in der Natur des Menschen, einzigartige Ereignisse, soweit dies möglich ist, mitzuteilen. Deswegen, für jene Leser und Innen, die's interessiert, die folgenden Zeilen. Am 7. juli dieses jahres bestieg unsere kleine Reisegruppe in München das Flugzeug nach Windhoek (Hauptstadt von Namibia), voller Vorfreude, mehr oder weniger aufgeregt und im Prinzip ohne eine Vorstellung, was das folgende Monat mit sich bringen würde. Wir, das waren acht Reiselustige, die ich kurz vorstellen möchte. Organisiert hatte das ganze Unternehmen der Norbert, ein Biologe und Fotograf mit Leib und Seele, der sein bürgerliches Dasein als Lehrer im Pädagogischen Gymnasium in Meran fristet. Unterstützt hatte ihn dabei seine bessere Hälfte, die Verena, welche den Mortiner Mitteischülerinnen

Ofen bauer: Josef Prünster

als Lehrerin bekannt sein dürfte. Um bei der Mortiner Schule zu bleiben: Mit an Bord war auch die Pamer Rosmarie (talein und talaus bekannt) und meine Wenigkeit, der Knox (nicht so bekannt, wos obr eh Wurscht isch). Ebenso mit dabei waren der Gernot, unser technisch

versierter Selfmademan aus Meran, die Edith, die normalerweise Pollenanalysen und ähnliches im biologischen Labor des Landes durchführt und mustergültig unsere Finanzen verwaltete, weiters die Angelika aus Brixen, welche unseren diversen Wehwehchen mit ebenso diversen "Heilmitteln" zu Leibe rückte und zu guter Letzt die Irene aus dem Ultental, die dafür Sorge trug, dass unsere Entscheidungen auch immer demokratisch gefällt wurden. Mit zwei im Voraus gemieteten Fahrzeugen, die wir in Windhoek übernahmen, legten wir in knapp vier Wochen an die 5000 Kilometer zurück, durch die roten Dünen der Kalahari, vorbei an Köcherbäumen, dem Fish-River-Canyon (dem zweitgrößten der Erde), entlang der Wüste Namib (einen der trockensten Orte auf Gottes Erdboden), zur Atlantikküste, vorbei an grandiosen Inselbergen zum Etosha-Nationalpark (einem der ältesten und größten Afrikas) und zurück nach Windhoek. Afrika - doch nicht Afrika? Schon der Nachtflug über den afrikanischen Kontinent zeigt, dass sich hier eine andere Welt auftut. Während sich Europa von oben als Haufen von erleuch-


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Dejori, Albert Mair, Rosmarie Pamer, Irene Staffler und Edith Bucher.

teten Ortschaften in einem Netz von Lichtfasern präsentiert, bleibt Afrika, von einigen Buschfeuern abgesehen, nahezu vollständig in Dunkelheit gehüllt. Kein Strom, keine Straßenbeleuchtung. Vor dem Flughafen dann, ungewohnt für uns, feilschen mit einigen Taxifahrern um den Preis für die Fahrt in das 40 Kilometer entfernte Windhoek. Bis zum Ende der Reise ergeben sich noch viele Gelegenheiten zu feilschen, wobei bald nicht nur Geld, sondern auch Kleidungsstücke den Besitzer bzw. die Besitzerin wechseln. Die Stadt wirkt auf den ersten Blick klein, provinziell, verschlafen, beschaulich, irgendwie europäisch. Immer wieder deutschsprachige Straßenschilder, Aufschriften - Überbleibsel aus der Zeit, als Namibia deutsche Kolonie war. Zäune mit Stacheldrahtverhauen und Stromdrähten, kläffende Wachhunde und Warnschilder an jedem Haus bilden einen krassen Widerspruch dazu. So zeigen sich die Nachwehen von Jahrzehnten südafrikanischer Apartheidpolitik: großes soziales Gefälle zwischen schwarzer, armer Mehrheit und weißer, wohlhabender Minderheit, hohe Arbeitslosigkeit und niederer Bildungsgrad, einherghend damit: Kriminalität. Trotzdem, Namibia ist eines der politisch stabilsten und sichersten Länder Afrikas, das den Versuch des Miteinanders trotz vieler Ewiggestrigen wagt.

Zäune und Staub Kaum geht die Fahrt hinaus aus der Stadt, bestimmen Zäune entlang der Pads (Straßen) das Bild. Untypisch für Afrika. In weiten Teilen des Landes wird extensive Landwirtschaft betrieben. Farmen mit 50.000 - 70.000 Hektar Fläche sind die Regel, natürlich umzäunt. Weiters typisch: der Staub. Namibia ist ein äußerst niederschlagsarmes Land. Trinkwasser muss aus Tiefbrunnen geschöpft werden (welche am Rande der Namib bis zu 250 m tief gebohrt werden müssen). Die Wasserversorgung der wenigen Städte erfolgt über Staudämme, die das Wasser der Regenzeit speichern, und über Abwasseraufbereitung. Dementsprechend wertvoll ist das Wasser. Vom Staub bekommen auch wir notgedrungen einiges ab. Bei der Fahrt auf den Schotterpisten entstehen oft kilometerlange Staubfahnen, die dafür sorgen, dass es sich lohnt, abends Nase und Ohren gründlich zu putzen. Die Weite und die Farben Zweierlei wird uns von Namibia wohl auf ewig in Erinnerung bleiben. Zum einen die für uns Talbewohner ungewohnten, unendlich anmutenden Weiten, die einem das Gefühl geben in der Landschaft zu schweben. Zum anderen all die erdigen, kräftigen Farben, welche das Land durchziehen und denen kein Abbild jemals gerecht werden kann. Genau diese Farben sind es, die auch in der afrikanischen Kunst bestimmend

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etlichen hundert jahren erbaut worden ist. Als die Kaser restauriert war, hat Klara sie auch ausgestattet. Sie hat der Küche, Kammer und Stube die Gemütlichkeit wiedergegeben. Denn Klara sieht, was viele andere nicht sehen. Sie hat so manches gerettet, was sonst im Sperrmüll gelandet wäre. Naturverbunden wie sie ist, findet sie auch geeignete Steine und Wurzeln zur Dekoration. Blumen und Trockensträuße geben innen und außen Zeugnis von Klaras Liebe zur Natur. In der alten Kaser wird so manches Fest gefeiert. Da kocht sie dann in bodenständiger Kleidung bodenständige Kost auf dem offenen Herd. Klaras Mann, dem Larcher Sepp, der Hirte ist auf der Pfistrad Alm, ist die alte Kas.er schon vor 53 jahren zur zweiten Heimat geworden, hat er doch auf deren "Solder" die ersten Gehversuche gemacht, denn sein Vater hat 18 jahre die Alm bewirtschaftet. Heuer im Spätherbst haben der Sepp und die Klara im engsten Familienkreis ihr dreißigstes Hochzeitsjubiläum gefeiert. Dem jubelpaar die allerbesten Glückwünsche für einen noch langen, gemeinsamen Lebensweg und der Klara weiterhin viel Freude mit dem Kirchlein und der alten Kaser, dem kleinen AImmuseum im idyllischen St. Anna zu Pfistrad. Anna Lanthaler

GRENZÜBERSCHREITENDE

VOLKSMUSIK

Musikantenhuangart auf dem Timmelsjoch Am 1. September 2002 fand bereits zum fünften Male das jochfest in den Gasthäusern an der Timmelsjoch-Straße statt.

Unter dem Motto "Musik ist die einzige Sprache, die nicht übersetzt werden braucht, um verstanden zu werden" übernahmen "D'Huangartler aus dem Tiroler Oberland" gemeinsam mit den Organisatoren der .Alpentöne" Kulturtourismus Gurgl (Hubert Koler) und pro vita alpina (Dr, Gerlinde & Dr. Hans Haid) die Organisation des musikalischen Stammtisches an der Timmelsjoch-Straße.

In Zusammenarbeit mit dem Kulturassessor der Gemeinde St. Leonhard, [osef Wilhelm, und dem Sandwirt, Christian Hofer, fand der Auftakt heuer erstmals bereits um 10 Uhr mit einem Frühschoppen beim Sandwirt statt. Die Huangartler aus dem Raum Landeck und Albert's Musikanten aus Längenfeld unterhielten Einheimische und Gäste. Ab 14 Uhr ging es weiter in den Gasthäusern Saltnuss, Schönau und Hochfirst. Volksmusikanten aus dem Ötz- und dem Passeiertal sorgten für den grenzüberschreitende Musikantenhuangart. Mit viel Eigendynamik ist das jochfest zu einem jährlichen musikalischen und menschlichen Treffpunkt beider Täler an der Timmelsjoch-Straße geworden. Alle Volksmusikanten, die auch im kommenden [ahr mitmachen möchten, sind herzliehst zur Mitwirkung eingeladen.

Vorankündigung Heimatkundliche Tagesfahrt des Heimatpflegevereins Am 30. März 2003 nach Nonsberg,in die äußeren judikarien und zum Gardasee. Abfahrt von Platt um 6.30 Uhr.Anmeldung und Information im TourismusbüroSt, Leonhard


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Universität für angewandte Kunst in Wien bei Professor Frohner erfolgreich a bgesch lossen. Für ihr künstlerisches Wirken wurde Pia im letzten Studienjahr mit dem Preis des Landes Tirol, dem Preis der Kunsthalle in Wien und einem Stipendium nach London ausgezeichnet. Ihre Arbeiten hat sie seit 1999 bei mehreren Gruppenausstellungen in Wien präsentiert. In der Galerie art dependent in Meran hat sie im Dezember 2000 mit einer Einzelausstellung ihr Können zum Thema "Fremd in Mir" unter Beweis gestellt. Zu der Porträt-Serie, die ihre Abschlussarbeit darstellt, sagt die Künstlerin selbst:

- auch sie aus Mailand - organisiert hat. Der Proviant, das Gepäck und das gesamte Hochzeitszubehör wurden im Vorfeld mit dem Hubschrauber von Schönau aus zur Hütte am Schneeberg geflogen. Auch wenn der Aufstieg am Vortag der Hochzeit für einen Teil der Hochzeitsgesellschaft mit Gästen aus den USA, aus Mexiko, Irland, Frankreich, Australien und Italien recht beschwerlich war und mehrere Stunden dauerte, gab es am Freitagabend noch einen heftigen und deftigen Junggesellenabschied. Die Hochzeitsgäste aus dem Passeier kamen bei wunderschönem Hochzeitswetter erst am Samstagvormittag. Die Messfeier mit P. Benedikt wurde von einem Freund des Bräutigams mit Gitarrenklängen umrahmt. Nach dem Hochzeitsessen mit einheimischen Spezialitäten gab es noch Kuchen, Kaffe und Sekt. Die Hochzeitsreise führte das junge Ehepaar nach Amerika. Tutti gli amici augu-

rano a Massimo e Sofia tutto il bene per il loro futuro e tanti altri incontri in vallei

Siglinde jaitner

KÜNSTLERIN

MARIA

PIA LATTANZI

Ta pete ntü re n zu Menschenbildern Zu diesem Thema gestaltete Maria Pia Lattanzi insgesamt 24 Bilder mit Portraits von zwölf Personen. Die inzwischen Dreißigjährige hat damit ihr 1997 begonnenes Studium an der

"In der Serie "Tapetentüren zu Menschenbildern" habe ich versucht das klassische Sujet Portrait in mehrschichtigen Prozessen und Darstellungen auf Personen aus meinem Umfeld anzupassen. Abstrakte und figurative Bildebenen werden erarbeitet, durchdringen sich und verschmelzen zu komplexen Menschenbildern. Eine Festlegung von Hintergrund und Darstellung wollte ich bewusst vermeiden um unterschiedliche Aus der Serie "Tapetentüren zu Menschenbildern": barbara 2, 2003, eitempera/

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Zugänge, Durchdringungen und Lesearten zu ermögliche, auch um auf das jeweilige Portrait besser eingehen und meiner subjektiven Ausdrucksarbeit Spannung geben zu können. Ich habe mir vorgenommen die realistischen Darstellungen meiner Freunde zu verfremden und zu abstrahieren, und im Gegenzug Ornamentik, in Form von traditionellen Tapetenmustern als Teil der Portraits zu integrieren. Dazu habe ich die Dargestellten eingeladen sich in meinem Maisessei im Atelier fotografisch portraitieren zu lassen. Diese Bilder wurden digital verändert und nach mehreren Auswahlschritten auf die Leinwand gebracht. Über die ornamentalen Strukturen habe ich versucht die einzelnen Charakter subjektiv zu beschreiben und ihre Individualität zu zeigen. Ob diese Annäherung, dieser Weg durch Tapetentüren zu Menschenbildern gelungen ist, mögen die Betroffenen und Betrachter entscheiden. Auch ob sich ein Blick auf das allgemeine Menschenbild in unserem postmodernen Zeitalter ergibt mit seinen Möglichkeiten und Zwängen ..., für Allgemeinheiten und jeden Einzelnen." Siglinde Jaitner


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für Rentenvorsorge entspricht 12 % des Einkommens bis max. ¤ 5.165,00

Bei einem Einkommen von ¤ 25.000,00 beträgt der Steuersatz 29%. Der steuerfreie Jahresbeitrag in einem Rentenfonds von ¤ 2.500,00 erzielt daher ein Steuerersparnis von ¤ 725,00. (N.B.: Das Steuerersparnis für denselben Beitrag, bei einer innerhalb 2000 abgeschlossenen Lebensversicherung, beträgt nur ¤ 245,31.)

Bei der Ausschöpfung der gesamten ¤ 5.164,56 und einem Steuersatz von 45% (entspricht einem Einkommen von über ¤ 70.000,00) wird der Unterschied eklatanter: das Steuerersparnis beträgt sogar ¤ 2.324,05. 3. Eine Zusatzrente für die gesamte Familie Auch für zu Lasten lebende Familienmitglieder (Hausfrauen und Kinder).

kann steuerbegünstigt

eine Zusatzrente aufgebaut werden

4. Steuervorteile bei den Erträgen Die Besteuerung der Erträge der Rentenfonds und der individuellen Vorsorgeformen weniger als z. B. die BOl) und soll weiter gesenkt werden.

beträgt nur 11 % (1,5%

5. Steuervorteile bei der Rente Die Renten werden nur zu einem Teil besteuert. 6. Möglichkeit sich eine zusätzliche Abfertigung zurückzulegen Bis zu einem Drittel kann man bei der Pensionierung steuerbegünstigt trennte Besteuerung wie bei der Abfertigung angewandt.

das Kapital beheben. Es wird die ge-

7. Fünf verschiedene Investitionslinien stehen Ihnen zu Verfügung @ SummITAS: Erheblicher Kapitalzuwachs auf lange Sicht (> 10 Jahre). @ ActiviTAS: Erheblicher Kapitalzuwachs auf mittel- bis langfristige Sicht (> 10 Jahre). @ SolidiTAS: Kapitalzuwachs auf mittelfristige Sicht (> 5-10 Jahre). @ SereniTAS: Kapitalzuwachs auf kurze bis mittelfristige Sicht (> 2-5 Jahre). @ SecuriTAS: Kapitalzuwachs auf kurze Sicht (> 1-3 Jahre). Liegt die jährliche Zusatzrente unter 50% der Sozialrente, kann die gesamte angereifte Position als Kapital behoben werden. Der Gesetzgeber will, daß das angesparte Geld für die Rente eingesetzt wird und befreit im Gegenzug einen guten Teil der Rente von der Steuer. Je länger die Einzahlungsperiode, desto höher der Ertrag und desto niedriger die Besteuerung der Rente. Weitere Informationen erteilen wir Ihnen gerne persönlich in unserer Agentur.


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VEREINE "AKTIV

HILFE

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& VERBÄNDE

FÜR KINDER"

Hilfe für Rumänien

Nun möchten wir gerne wieder einmal über unsere Arbeit und über anstehende Projekte informieren:

Weiterbildungsmöglichkeiten noch eine Arbeitsbeschäftigung. Somit bleibt ihnen als Möglichkeit nur, eine Arbeit in einer Großstadt zu ergattern oder ins Ausland zu gehen. Osterweiterung in diesem Sinne kann nach unserer Auffassung so nicht funktionieren.

Für diese Kinder werden demnächst Patene/tem gesucht Über die Transporte können wir berichten, dass wir seit November 2002 fünf

Waggons mit Hilfsgütern beladen konnten. Außer Bekleidung und Einrichtungsgegenständen wurden zugleich 36.840 Kilogramm Grundnahrungsmittel, darunter vorwiegend Reis, Mehl, Öl und Zucker nach Rumänien transportiert. Die Hilfsgüter werden nur vertraulichen Personen übergeben, die dann die Aufgabe haben, diese Güter je nach Situation an die Bedürftigen zu verteilen. Problematisch in Rumänien ist vor allem die Situation der staatlichen Institutionen, Anstalten, Krankenhäuser und Heime, welche enorm verschuldet sind und für den Ankaufvon Grundnahrungsmitteln keine Gelder aufbringen können. Von den 20 Millionen Rumänen sind bereits 10 Millionen ins Ausland abgewandert, so eine rumänische Fernsehsendung. Für junge Menschen gibt es außer in den Großstädten keine Möglichkeit zu überleben; es gibt weder

Die einzige funktionierende Waschmaschine in der Psychiatrie in Gataia

Ziel unserer Organisation ist es, jungen Leuten die Möglichkeit einer Aus- oder Weiterbildung zu geben, damit sie die Chance haben, in ihrer Heimat zu bleiben. Wie viele andere Länder Europas wurde heuer auch Rumänien von einer verheerenden Dürre heimgesucht, die Getreideeinbußen von 60 - 80% verursacht hat. Für ein Land wie Rumänien, wo für viele die Landwirtschaft die einzige Ertragsquelle ist, eine Katastrophe. Welche Versorgungsengpässe somit entstanden sind, kann sich sicher jeder und jede vorstellen. Für die nächste Zeit von uns geplant ist der Bau einer kleinen Käserei. Ein Projekt, das bereits zu 80% von Handeiskammerpräsident Benedikt Gramm privat im Voraus finanziert wurde. Des Weiteren werden wir einen Ziegelbrunnen errichten, eine Getreidemühle erweitern sowie eventuell eine kleine Bäckerei bauen. Die Hilfstransporte müssen wir aufgrund von Schwierigkeiten reduzieren. Mit unserer Hilfe unterstützen wir außerdem regelmäßig weitere Institutionen, so das Pater-jordan-Haus (Nachtasyl für Straßenkinder), das Krankenhaus von Frau Dr. Serban in Temeswar, eine Ausspeisung in der Stadt lasi, bei der 600 - 800 Menschen mit einer Mahlzeit versorgt werden. Neu dazu kommt eine Psychiatrie in Gataia im Bezirk Temeswar (siehe Fotos), in der 500 Patientinnen behandelt werden.

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Psychiatrie in Gataia, die 500 Patientinnen uersorgen soll

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Herzlich bedanken möchten wir uns bei allen, die die Aktion Fastensuppe in Moos, Stuls, Rabenstein und St. Leonhard unterstützt haben sowie bei allen großen und kleinen Spendern, die uns ihr Vertrauen schenken. Allen ein herzliches Vergelt's Gott! Unser Ziel ist, dass die Menschen in Rumänien lernen, sich selber zu helfen. Was wir ihnen geben können, ist die Hoffnung dazu und wenn notwendig eine kleine Unterstützung. In diesem Sinne soll unsere Entwicklungsarbeit verstanden werden. Die Kleidersammlung wird wie auch im letzten Jahr wieder stattfinden. Genaue Angaben finden Sie jeweils im Pfarrblatt.

Die Hilfsorganisation "Aktiv-Hilfe für Kinder"

Leonhard und den Gastwirten des Ortes schmackhaft gemacht werden und ist in den heurigen Sommermonaten erfolgreich angelaufen. Gästen für den Urlaub in unserem Tal neue Anreize zu geben und dabei als Zielgruppe die Kleinsten unter ihnen anzusprechen, war neben dem Bemühen, die Besonderheiten unserer Gegend, von der Geschichte bis hin zur landschaftlichen Schönheit des Naturparks Texelgruppe, durch Ausflüge, Exkursionen und Spiele ins rechte Licht zu rücken, einer der grundlegenden Gedanken, die zur Realisierung dieses Projektes geführt haben. Denn neben dem Spaßfaktor sollte den Kindern auch eine Sensibilisierung für den Alpenraum, seinen Tieren und Pflanzen, sowie richtiges Verhalten am Berg, vermittelt werden. Dem klassischen Stadtkind Natur und ländliches Leben in unverfälschter Form nahezubringen und den Urlaub in unserem Tal "It's pizza time" beim Brückenwirt

"PSEIRER

ERLEBNISSOMMER"

So macht Urlaub Spaß! Keine quengelnden Kinder und selbst die Muße haben, etwas Zeit im Urlaub alleine genießen zu können, ohne sich dabei als Rabenvater oder -mutter zu fühlen - das ist wohl der Urlaubstraum aller Eltern. Inspiriert von diesem Gedanken wurde von einem engagierten Projektteam, bestehend aus Susann Pfitscher, Manfred Prünster und Konrad Pamer, im Sommer 2002 ein Unterhaltungsprogramm für die S-14-jährigen Gäste-Kinder im Ort entwickelt. Das Konzept, welches in dieser Form in ganz Südtirol noch nicht zu finden war, konnte dem Tourismusverein St.

gerade für Familien reizvoll zu gestalten, war ein weiteres Ziel des Erlebnissommers. Das Animationsteam bemühte sich mit einem spannenden Fünf-Tage-Programm den Geschmack der Stadtkinder zu treffen und durch stetigen Wechsel im Angebot bzw. durch die Wiederholung von bestimmten Programm-Highlights Langeweile vorwegzunehmen. Viele der Programmpunkte konnten hierbei nur in Zusammenarbeit mit Gastronomie und kulturellen Einrichtungen des Tales und engagierten Einzelpersonen durchgeführt werden: Ob nun beim .Jt's pizza time beim Brückenwirt" mit Florian Fontana, wo die Kinder gekonnt in die Kunst des Pizza-Machens eingeführt wurden, bei der nächtlichen "Geisterstunde" im Laternenlicht mit Carmen Kofler auf der [aufenburg oder beim "EisMachen" mit Max im Schwimmbad - im Angebot war alles, was Kinderherzen höher schlagen lässt. "Erlebnis-Parcours" im Naturpark Texelgruppe, "Insektenkongress" im Biotop, eine abenteuerliche Flussüberquerung an der Passer, Treibholzsuche mit Mini-Schnitzkurs und vieles mehr. Mit Angeboten wie .raucnschufe'; "Raftlng", "Kajak", "Reithof" und "Bogenschießen" kamen auch alle sportbegeisterten Kinder auf ihre Kosten. Besonderer Beliebtheit erfreute sich auch die Popcorn-Nacht mit Freilichtkino im MuseumPasseier Andreas Hofer beim Sandhof oder der Erlebnisspaziergang zum Heiligkreuzhof zu Veronika Haller, wo viele Stadtkinder zum ersten Mal eine Kuh aus nächster Nähe bestaunen und eine waschechte Bäuerin beim Butterschlagen erleben durften. Mit 29. August ging der Erlebnissommer zu Ende und die Organisatoren können


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stolz zurückblicken auf zwei Monate prall gefüllt mit lustigen Begegnungen, spannenden Abenteuern und vielen unvergesslichen Stunden in der freien Natur unseres Tales. Die Begeisterung der vielen kleinen Teilnehmer, knapp 1.000 an der Zahl, konnte den Erfolg der Aktion ebenso bestätigen wie das Lob der zufriedenen Eltern, wobei die schöne Erinnerung an einen erholsamen Urlaub, bei dem endlich auch der Nachwuchs auf seine Kosten gekommen ist, die Urlaubsplanung im kommenden jahr nicht ganz unwesentlich beeinflussen dürfte.

Projektkoordinator

HAFLINGER

Konrad Pamer

PERDERZUCHTVEREIN

PASSEIER

Herbst-Vorschau Passeier lädt zu folgenden Veranstaltungen in den kommenden Monaten herzlich ein:

ST. LEONHARD

- ZIEL

FÜR LANDESTREFFEN

KVW richtet Sommertreffen der Heimatfernen aus Die Arbeitsstelle für Südtiroler Heimatferne, Bozen, hat in Zusammenarbeit mit der KVW Ortsgruppe und der Gemeinde St. Leonhard die Südtiroler Heimatfernen für den 16. juli in das Passeiertal geladen. Für die Ortsgruppe unter dem Vorsitz von Marianne Mayr war dies eine große Herausforderung, die souverän gemeistert wurde. Eine lockere Abfolge von Begegnungen, Besinnung und Unterhaltung wartete auf die 150 Teilnehmerinnen vorwiegend aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Stellvertretend für Südtirol wirkte die Gastfreundschaft des KVW-Teams von St. Leonhard auf die Gemüter der Gäste ein, so dass die Fröhlichkeit spontan auf alle Teilnehmer am Treffen übersprang.

Heimatfernen,

Angereist

waren sie aus Deutschland,

einmal zur Information und der Schweiz.

die sich jährlich

und Geselligkeit

Das Programm beinhaltete einen Messebesuch mit Kaplan josef Stricker, Ansprachen des Vorsitzenden der Heimatfernen, Dr. Erich Achmüller, des Landeshaupmannes Dr. Luis Durnwalder und des Bürgermeisters Dr. Konrad Pfttscher. Direktor Ignaz Gruber zeigte den Gästen mit seinen Lichtbildern die landschaftliche Schönheit und die Lebensweise der Passeirer. Ein eigens ausgearbeitetes Quiz bot den Gästen Gelegenheit, sich intensiver mit dem gastgebenden Tal zu beschäftigen, worauf den Siegern schöne Preise winkten. Im festlich geschmückten großen Saal des Vereinshauses wartete ein Mittagessen, das Adolf Pirpamer und seine Helfer sorgsam zubereitet und serviert hatten. Das Nachmittagsprogramm bot Gelegenheit für Geselligkeit und den Marktflecken mit seiner näheren Umgebung zu erkunden (Bergfried der jaufenburg und das MuseumPasseier am Sandhof). Mit einem dicken Lob für die KVW-Ortsgruppe und einem herzlichen Vergelt's Gott an die Geldgeber verabschiedeten sich die Südtiroler Heimatfernen unter den Klängen der Hausmusik der Familien Fauner - Prünster.

Am 16. juli war St. Leonhard Zielort uon Südtiroler

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treffen.

Österreich

Hofer Heinrich

Foto: Heinrich Hafer

Freitag, 26. September - Fohlenbrennen Sonntag, 12. Oktober - 1. Psairer Gesch ickl ich keitsreit- und Fah rkom bi na-

tion Donnerstag, 6. November: Leonardiritt in St. Leonhard Dienstag, 11. November: Martiniritt in St. Martin

Der Verein freut sich auf viele Anwesende und hofft, eine gute Unterhaltung bieten zu können.

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AVS-Jugend am Gardasee Bei wunderschönem Wetter brachen 16 Mitglieder der AVS-jugend St. Martin, begleitet von drei jugendführern, am 8. August mit zwei Kleinbussen und einem Privatauto zum Gardasee auf. Alle waren bester Laune und ließen sich von der schweißtreibenden Fahrt keineswegs aus der Ruhe bringen. Auf dem Campingplatz in Peschiera angekommen, begann so mancher Kopf zu rauchen: "Bi der Hitze die Zelte austeiin!". Doch nach anfänglichen Startschwierigkeiten standen binnen weniger Minuten alle sieben Zelte in Reih und Glied und die harte Arbeit wurde mit einem wohlverdienten Sprung ins kühle Nass belohnt. Der Abend klang bei einem gemeinsamen Strandspaziergang aus. Nach einer mehr oder weniger schlaflosen Nacht wurden die Zelte in Rekordzeit abgebrochen, denn nun ging es in den Vergnügungspark Gardaland, wo die jugendlichen keine Attraktion ausließen. Nach circa fünfstündigem Aufenthalt kam eine abschließende Abkühlung im

See gerade recht. Todmüde aber zufrieden kamen die jugendlichen gegen Abend zuhause an und man war sich einig: Die zwei Tage am Gardasee bleiben für alle unvergesslich! Vorschau: Demnächst werden für Grundschüler einmal wöchentlich Gruppenstunden abgehalten. Es wird geklettert, gewandert, gespielt, gekocht, fotografiert,

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Martin

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musiziert, gebastelt, aber auch auf unsere wunderschöne Bergwelt aufmerksam gemacht. Das Vortreffen für die Eltern fand bereits am 18. September statt, nähere Informationen sind der Anschlagtafel beim Unterwirt zu entnehmen. Auf ein zahlreiches Kommen freuen sich die jugendführer!

39010st. Martin in Passeier - jaufenstraße 19 T 0473 64 11 98 - F 0473 65 06 12

Sp.nnlelnticller. 8elldeclten. Tepplclle...

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19 PasseirerBlatt-NR.

V.1.n.r.:Patin Annelies Holzeisen, KOT Franz

Haller, V.KOTManfred Öttl; Patin Petra Pichler

FREIWILLIGE

FEUERWEHR

PLATT

Fahrzeugweihe Am Sonntag, den 25. Mai, wurden in Platt im Rahmen der Florianifeier zwei neue Mannschafts-Transportfahrzeuge und ein Anhänger mit Pumpe ihrer Bestimmung übergeben. Die Feier begann mit dem Einzug der Musikkapelle Platt, der Ehrengäste, der Abordnungen der Nachbarwehren und der Feuerwehr Platt zum Festplatz, wo Pfarrer Siegfried pfitscher den Festgottesd ienst zelebrierte. Bei seiner Ansprache begrüßte der Kommandant die anwesende Dorfbevölkerung, die Ehrengäste, die Vertreter der Abschnittswehren, die Feuerwehrkameraden und besonders die Patinnen Petra Pichler und Annelies Holzeisen. Anschließend begründete er den Ankauf der zwei Fahrzeuge. Eines dient als Ersatz für eine über zwanzig jahre alte Campagnola samt Anhänger und Pumpe, das zweite als Mannschaftstransportfahrzeug beim Zug Pfelders. Beide Fahrzeuge vom Typ Land Rover - Defender wurden von der Firma Brandschutz in Eppan ausgebaut. Finanziert wurden die Fahrzeuge durch Landes- und Gemeindebeiträge, Beiträge der Raiffeisenkasse Passeier, Eigenmittel der Wehr und Spenden aus der Bevölkerung, wofür sich der Kommandant bei allen recht herzlich bedankte. Nach den Ansprachen der Ehrengäste segnete Pfarrer Siegfried die Mannschaftsfahrzeuge mit Anhänger und Pumpe. Anschließend wurde allen Anwesenden die Möglichkeit geboten, die Fahrzeuge zu besichtigen.

Bei einem gemütliche Frühschoppen, organisiert von der Schützenkompanie Platt, und einer Probefahrt mit den Patinnen nahm der Tag einen gemütlichen Ausklang. FF Platt

AVS-SEKTIONEN

PASSEIER

UND

ST. MARTIN

Neue Broschüre "Wandern ohne Auto - Passeier" Pünktlich zu den Mittsommerfeiertagen und vor Beginn der Herbstwandersaison erschien vom Alpenverein das neue Wanderbüchlein. Die Broschüre "Wandern ohne Auto Passeier" wurde von den AVS-Sektionen Passeier und St. Martin in mühevoller Kleinarbeit recherchiert und zusammengestellt. Koordiniert und herausgegeben wurde die Broschüre vom Referat für Natur und Umwelt des Alpenvereins Südtirol. Insgesamt enthält die Broschüre 15 ausgewählte Wandervorschläge. jeder einzelne Wandervorschlag wird auf einer farbigen Doppelseite mit detaillierter Wegbeschreibung, eindrucksvollen Bildern und einem Hinweis zur Gehzeit, Höhendifferenz, Einkehrmögl ichkeiten, Schwierigkeiten und Familienfreundlichkeit erläutert. Eine ausklappbare Übersichtskarte vermittelt einen schnellen Überblick zur Lage der einzelnen Wanderungen im Gebiet. Die meisten Wanderungen können auch in umgekehrter Richtung begangen werden. Die

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Wandervorschläge - wenn sie auch nur eine Auswahl der vielen Möglichkeiten darstellen - decken das ganze Passeiertal von Riffian bis jaufen und Hinterpasseier ab. Der Alpenverein möchte sein erfolgreiches Konzept der Förderung eines ökologisch verträglichen Tourismus mit der Veröffentlichung der Broschüre "Wandern ohne Auto - Passeier" fortsetzen und somit einen aktiven Beitrag zur Stärkung des öffentlichen Verkehrs in Passeier und Südtirol leisten. Darüber hinaus wird bei den Touristen für die Schönheit und Einzigartigkeit der Passeirer Gebirgslandschaft geworben. Das ökologische Bewusstsein der Touristen und der Passeirer Bevölkerung wird durch die Initiative "Wandern ohne Auto" des Alpenvereins gestärkt. Aufgrund des handlichen .rucksacktauglichen" Formates und des geringen Gewichtes stellt die Broschüre einen praktischen Wegbegleiter für jedermann/ frau dar. Die zwei AVS-Sektionen von Passeier laden mit diesem nützlichen Wegbegleiter zum Probieren und Weiterexperimentieren ein und wünschen viel Spaß beim Wandern in Passeier - diesmal ohne eigenes Auto. Wir danken den Autoren der Fotos und allen Sponsoren für die finanzielle Unterstützung. Erhältlich ist die Broschüre beim AVS, beim Papierprofi und in den Tourismusbüros für 3 Euro.

Siegfried Innerhofer


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im Versicherungssektor gelernt und zu meiner

Berufsphilosophie

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Und alt das kommt bei der persönlichen Beratung, maßgeschneiderten

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viduellen Lösungen, bei der Zeit die ich mir nehme um auf das einzelne Anliegen einzugehen, ganz deutlich herüber.

Ein aufrichtiges "vergelt's Gott" an alle jene, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Gleichzeitig ein herzliches "Grüß Gott" an alle, die noch nicht zu der RAS-Familie und vielleicht Lust auf ein persönliches Informationsgespräch die RAS alles anzubieten

gehören

haben ... um mal zu hören was

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beraten, besser bedient in Sachen Versicberung


21 PasseirerBlatt-NR.

KVW ORTSGRUPPE

ST. MARTIN

Einmal Rabenstein und retour Nunmehr seit 30 jahren organisiert die KVW-Ortsgruppe St. Martin jeweils am 1. Sonntag im Mai eine Fahrt für unsere älteren Mitmenschen. Heuer war das Ziel Rabenstein, wobei freiwillige Fahrer für eine angenehme und reibungslose Fahrt sorgten. Der Aufenthalt begann mit einer Andacht in der Kirche, welche von den Frauen von Rabenstein mit viel Sorgfalt gestaltet wurde. Danach ging es zum Gasthof Trausberg, wo das gemütliche Beisammensein von Karl Marth musikalisch umrahmt wurde. Gar mancher schwang das Tanzbein, aber auch das Kartenspielen kam nicht zu kurz. Einige waren noch nie zuvor in Rabenstein gewesen und hatten so die Gelegenheit ein Stück Passeiertal neu zu erleben. Bei anderen rief der Aufenthalt jugenderinnerungen wach, die in geselliger Runde erzählt wurden. Gruppenfoto mit freiwilligen

Fahrern und

Wir bauen für Sie

Fazit - ein äußerst gelungener Tag, für den besonders der Vorsitzenden, Frau Eisa Niederkofler und dem KVW-Ausschuss zu danken ist. Den 60 Personen, u.a. aus dem Altersheim St. Martin, die ansonsten wenig Möglichkeiten haben, irgendwo hinzukommen, wird die Fahrt in positiver Erinnerung bleiben. Hermann Pirpamer

JUNGSCHAR

ST. MARTIN

30-jähriges Bestehen Die Katholische jungschar Südtirols, die größte Kinderorganisation unserer Diözese, gibt es nun schon seit 50 jahren. Im Februar wurde mit einem Festakt der 50. Geburtstag gebührend gefeiert und auch während des Arbeitsjahres wurde mit verschiedenen Aktionen immer wieder darauf aufmerksam gemacht. Auch die jungschar St. Martin beteiligte sich, wie viele andere Ortsgruppen auch, an den Feierlichkeiten. Doch hatte man in der eigenen Pfarrei gleich doppelten Grund zur Freude: man feierte zudem

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das 3o-jährige Bestehen der eigenen jungschar-Ortsgruppe. Mit einer schlichten Feier, einem gemeinsam gestalteten Gottesdienst mit unserem Pfarrer Michael Pirpamer und einem anschließenden Umtrunk, schaute man froh und dankbar auf diese jahre zurück. Zur Feier kamen erfreulicherweise auch ehemalige Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter. Laut Informationen soll es in St. Martin schon vor 30 jahren Buben- und Mädchengruppen gegeben haben, die u.a. vom damaligen Gruppenleiter Florian Platter, heute Pfarrer von Graun und Penon, geleitet wurden. Doch zur offiziellen Gründung der jungschar St. Martin kam es im jahre 1973 durch den damaligen Kooperator [osef Profanter, der mittlerweile schon 26 jahre Pfarrer der deutschsprachigen Pfarrei zum hl. johannes Bosco in Bozen ist. Anfänglich gab es nur eine Mädchenjungschar, mit der Zeit gesellten sich auch Bubengruppen hinzu. Treffpunkt war zunächst ein Gruppenraum im Widum, bevor man im Laufe der jahre einen eigenen, von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Raum im Haus der jugend zur Nutzung gewinnen konnte, indem man sich auch noch heute befindet. Der Gründungseinladung von Kooperator Profanter vom jahre 1973 ist zu entnehmen, dass sich das Programm der jungschar bis heute nicht verändert hat: Im Mittelpunkt stehen die Kinder in einer Gruppe, die von freiwilligen, ehrenamtlichen Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern betreut werden. Die Gruppenstunden beinhalten Spiel und Spaß, Kreativität, Handarbeit, Gebet, Gesang, Gottesdienst und vieles mehr. Und wie schon von Anfang an bildet auch heute noch das Hüttenlager einen Höhepunkt. Die jungschar St. Martin konnte in den vergangenen jahren immer auf gute Führung und Unterstützung bauen und darf deshalb, auch wenn sich die Zeiten um einiges geändert haben, voll Zuversicht in die Zukunft schauen. Allen, die in >

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irgendeiner Weise die jungschar St. Martin unterstützt und gefördert haben, sei auf diesem Wege nochmals recht herzlich gedankt, v. a. der Gemeindeverwaltung, der Pfarrgemeinde mit ihren Seelsorgern Alois Wallnöfer, josef Profanter, P. Pius Rabensteiner, Thaddäus Gasser, josef Gschnitzer und dem derzeitigen Pfarrer Michael Pirpamer, allen Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern und besonders auch den Eltern für das entgegengebrachte Vertrauen.

Diejungscharleitung

WEISSES

KREUZ

Neubau statt Sanierung Wenn im Oktober mit dem Abbruch und dem Neubau des Weißen Kreuz-Sitzes in St. Leonhard begonnen wird, werden einige ungläubig den Kopf schütteln. Nach etwas mehr als zehn jahren schon wieder neu bauen! Welche Gründe liegen dafür vor?

Die Heilige Ursula - Skulptur uom Bildhauer

Anton Ferner (1703 bis 1788) - am Hauptaltar

der

Die Einsätze des Weißen Kreuzes haben sich von 1.850 im jahre 1998 auf 2.850 im jahre 2002 erhöht, bei über 55.000 Einsatzstunden. Diese Zunahme erfordert logischerweise auch mehr Personal. Die Zahl der freiwilligen Helfer hat sich von 45 auf über 90 verdoppelt und die vorhandenen Betten reichen nicht mehr aus, zudem gibt es keine getrennten Duschen und WCs für weibliches und männliches Personal. Neue Gesetzesbestimmungen verlangen außerdem bestimmte Zusatzräume, so einen Umkleideraum mit je einem Spind pro Person für Privat- und Dienstkleidung, einen Raum, wo die Einsatzkleidung gewaschen werden kann, einen Hygieneraum, wo die Geräte desinfiziert werden, einen Schulungsraum, ein Lager für Sanitätsmaterial, getrennte Duschen und WCs und mindestens acht Betten. Anfangs hat man an eine Sanierung gedacht, doch dazu hätte man das Gebäude turmartig aufhöhen müssen und da die Lagerräume und die Einsatzräume heute auf verschiedenem Niveau liegen, wäre es trotzdem nur ein Flickwerk geblieben. Die heutigen Lagerräume und teilweise auch die Schlafräume sind zudem aufgrund unzureichender Isolierung derart nass und von

Schimmel befallen, dass man sie trotzdem mit hohem Aufwand hätte sanieren müssen. Die hohen Kosten, ästhetische Bedenken und vorhandene Bauschäden sprachen also gegen eine Sanierung und für einen Neubau. Nichtsdestotrotz hat man aber versucht, das heutige Gesamtbild zu erhalten, zumal die Garage für die Autos davor unberührt bleibt. Die Belastung für die Anrainer ist unbestreitbar, doch soll der Bau bis zum Frühjahr weitgehend abgeschlossen sein und der Kindergarten mit Spielplatz von den Bauarbeiten nicht betroffen sein. Schlussendlich aber ist das Weiße Kreuz und ein dem Gesetz entsprechender Sitz unverzichtbar für das ganze Tal.

Konrad Pfitscher/Gottlieb Oberprantacher

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23 PasseirerBlatt-NR.

GESUNDHEIT GESUNDHEITSSPRENGEL

2003

& SOZIALES PASSEIER

Eine Zwischenbilanz Im jahre 1998 wurde der neue Sprengelsitz für Passeier in St. Leonhard eingeweiht, womit für die Sprengeldienste im sanitären und sozialen Bereich erstmals ein zentrales Gebäude zur Verfügung stand. Vorher waren die verschiedenen Dienste provisorisch untergebracht und auf mehrere Gebäude verteilt. Die Frage 1998 war vor allem, wie die Bevölkerung das Angebot annehmen würde. Würde es gelingen, der Bevölkerung die weiten Wege nach Meran zu ersparen und die Patientinnen zu Hause zu betreuen? Sieht man sich die Ergebnisse im jahre 2002 an, kann man zufrieden sein: In den drei Krankenpflege-Ambulatorien in St. Leonhard, St. Martin und Platt wurden 5.000 Ambulanzbesuche gezählt. Zusätzlich wurden 4.000 Haus-Besuche gemacht 4.000 mal wurde im Ambulatorium oder bei Patientinnen zu Hause Blut abgenommen Vom Frauenarzt wurden über 300 gynäkologische Visiten durchgeführt

Der Zahnarzt nahm fast 1.000 Behandlungen vor Die Diätistin führte über 200 Beratungsgespräche und Kontrollen durch Viele Mütter nahmen den Dienst der Mütterberatung rege in Anspruch Der Rehabilitationsdienst betreute Kinder und Erwachsene, wobei die Physiotherapie, Ergo- und Logopädie im Mittelpunkt standen. Allein bei den Erwachsenen waren es über 380 Patientlnnen Schließlich wurde der psychologische Dienst und das Zentrum für psychische Gesundheit häufig in Anspruch genommen Die finanzielle Sozialhilfe konnte 440 Personen über die Runden helfen Der Hauspflegedienst ASOD betreute 46 Personen, meist ältere, und stellte fast 2.500 Mahlzeiten zu Die sozialpädagogische Grundbetreuung kümmerte sich um 77 Kinder und führte Nachmittags- und Sommerprogramme mit ihnen durch. 17 Kinder fanden in Pflegefamilien oder in Heimen eine Betreuung, 28 Erwachsene wurden begleitet und betreut.

Wie nun aber Landesrat Dr. Otto Saurer

über die Entwicklung der Südtiroler Sprengel

und insbesondere über den Sprengel Passeier denkt,

wollten wir in dem folgenden Interview von ihm wissen: Landesrat Dr.Saurer, Sie werden am 15. September 2003 unseren Sprengel besuchen. Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit unserem Sprengel gemacht?

Landesrat: Der Sprengel St, Leonhard in Passeierist relativ jung. Man hat mir gesagt, dass ihn die PasseirerBevölkerung akzeptiert hat. Engagierte Leute gewährleisten die angebotenen Dienste.

Wie sehen Sie rückblickend die Sprengel

im Allgemeinen und welche Tendenzen tun

sich auf?

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Landesrat:Die Sprengelideeist, wenn man so sagenkann, eine Südtiroler Ideeder Gesundheits- und Sozialpolitik. Darin haben wir eine über io-jährige Erfahrung. DasHerausragende ist, dass man verschiedensteDienste territorial anbieten kann. Ins Krankenhaus sollte nur derjenige oder diejenige hin müssen,der/die sich hoch spezialisierten Eingriffen unterziehen muss.UnsereSprengelidee ist im In- und Auslandzum Vorbild geworden.

Wie kann man die Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern uerbessern?

Landesrat:Vor allem durch eine bessere Zusammenarbeit der Hausärztinnen mit den Krankenhausärztinnen. Dies wollen wir durch die sogenannte "geschützte Entlassung" verbessern,was bedeutet: Wird ein Patient vom Krankenhausentlassen, so wird der Hausarzt von den Krankenhausärzten informiert und gemeinsam machen sie eine Betreuungsstrategie aus, wie der Patient zu Hausebetreut werden kann. So passiert ein nahtloser Übergang zwischen Krankenhaus und Hausbetreuung. Zur Zeit laufen in verschiedenen Sprengeln in Südtirol solche Projekte.

Die Fachärztinnen sind extrem gefragt. Kann man die bestehenden Dienste wie Gynäkologie, Zahnarzt und Rehabilitation ausbauen und ist es möglich, neue Dienste anzubieten? Landesrat: Ein Ziel ist sicherlich der Ausbau neuer Dienste.Auch will man z.B. die zahnärztliche Betreuung in den Sprengeln poten-

Wie viele Fahrten nach Meran wurden überflüssig, wie viele Patientinnen konnten in der Familie betreut werden! Damit kommt der Sprengel seinem Ziel nahe, dem Patienten und der Patientin die Vorsorge, die Betreuung und Pflege an seinem Heimatort zu ermöglichen und die Krankenhäuser zu entlasten.

Sommer-Sonne Es bleibt ein noch so heißer Sommer cool, mit Sonnenschirm und Liegestuhl! Man kann sich bräunen oder nicht, ab jetzt herrscht "Lichtschutzfaktorpf/icht"! Genüsslich quält man sich und seine Glieder; und hofft beharrlich immer wieder, dass man den Sonnenbrand umgeht, und ihn ja bloß nicht liue erlebt. Wer klug genug, der wird oerstenn, auch helle Haut, die lässt sich sehn. ERZ

zieren. Dazu bedarf es einer guten Organisation innerhalb des Gesundheitsbetriebs, der gewährleisten soll, dass mehr Ärzte aufs Territorium kommen, um dort ihre Dienste anzubieten. Diesbezüglich läuft im Sprengel Neumarkt ein Experiment, wo man Leistungen in Dermatologie, HNO oder etwa Onkologie anbietet. Das Prinzip sollte sein, dass nicht-komplexe Leistungen im Territorium durchgeführt werden können und laut Statistik betragen die nicht-komplexen Leistungen im Krankenhausbereich immerhin 30%.

Kommt der Infopunkt im Sprengel, der die Bürger besser informiert?

Der Infopunkt im Sprengel ist geplant: jeder Sprengel soll die bestmögliche Lösungselber finden, dann wird er eingerichtet.

Herr Landesrat, wir bedanken uns für das Interuiew und uor allem dafür, dass mit dem Sprengel eine Einrichtung geschaffen wurde, die zu den Bürgerinnen in die Täler "hinausgeht" und uor allem älteren und kranken Menschen den weiten Weg in die Stadt erspart! Konrad pt1tscher/Maria Oberprantacher


24 ST. MARTIN

Zum "Aus" für den Jugendservice Passeier Stellungnahme von Pfarrer Siegfried pfitscher - Platt: Der 13. [uni 2003 war ein trauriger Tag für die jugendarbeit in Passeier, denn an diesem Freitag wurde nach längeren Verhandlungen das endgültige "Aus" für den jugendservice Passeier beschlossen. Kurz zur Geschichte des jugendservice Passeier und des jugendtreffs St. Martin, die ja eng miteinander verknüpft waren. In St. Martin gab es schon seit 1980 den Wunsch, für die Dorfjugend einen "offenen Ort" einzurichten. 1990 bildete sich eine Gruppe, die sich für die Errichtung eines jugendtreffs einsetzte. 1991 gelang es dann die organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen. Die zentral gelegene alte Volksschule in St. Martin wurde von der Gemeindeverwaltung für das Projekt "jugendtreff" zur Verfügung gestellt. Zur Übernahme des jugendhauses bedurfte es aber eines Trägervereins, dessen Gründung im November 1991 erfolgte. Nach aufwendigen Umbauten wurde 1993 der Treff für die jugendlichen des Tales geöffnet. Die jugendassessoren des Tales Erich Kofler, Albin Pixner und Karl Lanthaler arbeiteten zudem ein Konzept für die Einrichtung eines jugendservices aus. Dieses wurde dann von den drei Gemeinderatsversammlungen genehmigt. Die Aufgabe des neu geschaffenen Dienstes war die Organisation von Aktionen und Projekten für nicht vereinsgebundene jugendliche. Diese Angebote sollten vorwiegend im jugendtreff St. Martin stattfinden und für die jugendlichen des gesamten Passeiertales offen sein. Weiters sollte der jugendservice Passeier auch Anlaufsteile für jugendgruppen und Vereine sein. Die Finanzierung wurde je zur Hälfte vom Land und den Passeirer Gemeinden getragen. Damit nicht ein zusätzliches Büro für den Dienst errichtet werden musste, wurde der jugendservice im jugendtreff untergebracht. Der hauptamtlich geführte jugendservice hat in den letzten zehn jahren Kinder- und jugendarbeit im gesamten Passeiertal geleistet. Das war nicht immer leicht, doch wurde versucht, sich den Anforderungen von Seiten der jugendlichen, der Eltern, der Pfarreien und der öffentlichen Hand zu stellen. Damit diese noch vernetzter stattfinden hätte können, wäre es wichtig gewesen, dem jugendservice, nach dem Vorbild der kirchlichen jugenddienste in Südtirol, eine Struktur zu

geben. Und damit hat die "Krise" beim jugendservice begonnen, bis zum endgültigen "Aus" im juni dieses jahres. Der letztendlich ausschlaggebende Grund dafür war wohl, dass man die Notwendigkeit des jugendservices in Frage stellte, weil er für das, was er leistete, zu teuer erschien. Auch meinten die verantwortlichen Gemeindepolitiker, dass es an der Zeit sei, nach anderen Möglichkeiten zu suchen, wie die jugend im Tal begleitet und unterstützt werden könnte. Ich bedauere dieses Ende sehr, weil der jugendservice mit seiner hauptamtlichen Leiterin in St. Martin für die Katholische jugendarbeit so etwas wie die dritte tragende Säule war. Die wichtigste Säule für die kirchliche jugendarbeit sind aktive Ortsgruppen. Unterstützt werden diese vom Bezirksteam, einer kleinen Gruppe von jugendlichen, die bei überpfarrlichen Veranstaltungen mithelfen. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen den SKj - Ortsgruppen, dem Bezirksteam und dem jugendservice Passeier konnten eine Reihe von interessanten Veranstaltungen durchgeführt

JUGENDSERVICE

PASSEIER

Leiterin Tanja Schweigl nimmt Abschied

Mit diesen Zeilen möchte ich mich bei all jenen verabschieden, mit denen ich in den letzten zwei [ahren im jugendservice Passeier zu tun hatte, gewiss nicht wenige. Im Rückblick war es eine sehr interessante und abwechslungsreiche Zeit. Ich nütze somit auch die Gelegenheit, um allen Menschen zu danken mit denen ich zusammengearbeitet habe. Manches gemeinsame Projekt gelang gut, aber es waren auch einige Enttäuschungen dabei, die uns aber am Weitermachen nie gehindert haben. So verabschiede ich mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Mit einem lachenden Auge, da ich sehr flexibel bin und somit neugierig auf das, was mich erwartet. Mit einem weinenden Auge, da mir die Arbeit sehr fehlen wird, und es mich besonders traurig stimmt, dass es nun im Passeiertal keinen jugendservice mehr gibt. Die drei Gemeinden und Pfarreien haben sich im Mai 2003 gegen einen jugenddienst in Passeier ausgesprochen. Und an diesem Punkt möchte ich Kritik anbringen, denn für eine gut

werden. Zum Beispiel die jugendwoche 2000, die Geistlichen-jugendkonzerte in Moos, das Preiswatten für einen sozialen Zweck in St. Leonhard, die Open Air-Konzerte in St. Martin, die Bezirksjugendwallfahrten, die Mitarbeiterlnnenschulungswochenenden im Gasthof jägerhof in Walten usw. Den Passeier Gemeinden gebührt für die Unterstützung des jugendservices ein aufrichtiges Dankeschön, verbunden mit der Hoffnung, dass sie auch für die Förderung der kirchlichen jugendarbeit ein offenes Ohr haben. Wenn die große Bedeutung der kirchlichen Kinder- und jugendarbeit wirklich von vielen Menschen ernstgenommen, unterstützt und gefördert wird - nicht nur finanziell - hat sie bei uns hier gute Überlebenschancen. Wir brauchen die kath. jugend. Sie ist für die gesamte Bevölkerung gerade in unserer Zeit, in der das Weltliche und Materielle überbetont wird, von größter Bedeutung. Denn letztlich ist es doch der Glaube an Gott und eine lebendige Beziehung zu jesus Christus, die dem Leben ein Fundament und einen Sinn geben.

funktionierende jugendarbeit ist meiner Meinung nach ein jugenddienst oder eine ähnliche Institution erforderlich. Hiermit möchte ich keinesfalls sagen, dass ein jugenddienst ein Allheilmittel gegen alle Probleme ist, aber betonen, dass er im Aufbau und in der Unterstützung von jugendgruppen eine sehr große Hilfe sein kann. Dieser Service ist im Moment nicht gegeben und hinterlässt eine große Lücke. Und um diese zu stopfen, wünsche ich den Verantwortlichen, dass sie neue Strukturen bzw. Übergangslösungen finden. Hierbei erhoffe ich mir eine Zusammenarbeit mit den jugendgruppen und Vereinen, damit die jugendarbeit im Passeiertal weiter Früchte tragen wird. Denn es wäre enorm wichtig, dass die jugendlichen, die sich ehrenamtlich engagieren, einen kompetenten Ansprechpartner für alle anfallenden Probleme und Schwierigkeiten haben. Meine Arbeit hat mich fasziniert und daher bin ich seit August 2,003 Mitarbeiterin bei der Katholischen jugendstelle in Bozen und somit Ansprechpartnerin für die SKj-Ortsgruppen, aber trotzdem kein Ersatz für einen jugenddienst! Allen, die jugendarbeit im Passeier leisten, wünsche ich alles Gute und frohes erfolgreiches Schaffen ...

Tanja Schweigl


25 PasseirerBlatt-NR.

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Zeit ist wertvoll. Schenken Sie diesen Wert. In der freiwilligen, sozialen Arbeit ist geschenkte Zeit gewonnene Erfahrung. Geschenkte Stunden können bereichernde Erlebnisse bringen, geschenkte Augenblicke können unbezahlbar sein. Wer ist also der Beschenkte? Zeit ist wertvoll. Keiner hat viel überflüssige freie Zeit. Schenken Sie nur ein wenig davon! Keine Angst vor dem Ehrenamt: es bringt weder Würde noch Bürde. Schenken Sie nur ein wenig Ihrer freien Zeit. Viele brauchen Hilfe und Unterstützung und sind dankbar dafür. Ab Herbst sucht der ASOD-Hauspflegedienst in diesem Sinne Personen, die abwechselnd mittags ihre freie Zeit zur Verfügung stellen. Eine Aufwandsentschädigung ist zugesichert. Interessierte wenden sich bitte von Montag bis Freitag (vormittags) an die Einsatzleiterin Wally Brugger Kuen (Telefon: 0473-659019) oder an das Sozialsekretariat (Telefon: 0473-

659263)

VERBRAUCHERZENTRALE

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Auto günstig versichert? Nachdem die Regierung das Hinspiel bezüglich zu hoher Autoversicherungsprämien eindeutig zu Ungunsten der Kfz-Versicherer entschieden hat (die Rekurse vor dem Friedensrichter wurden durch das Gesetzesdekret, welches am 7-4.2003 in Gesetz umgewandelt wurde, fast gänzlich blockiert), startet die Verbraucherzentrale jetzt das Rückspiel. Daher fordern wir in unserer Aktion "Rückspiel" die Verbraucherinnen auf, bei der nächsten Gelegenheit zum günstigsten Versicherer zu wechseln. Zwischen den günstigsten und teuersten Anbietern können nämlich Unterschiede von bis zu 300% liegen! Die AußensteIle der Verbraucherzentrale Meran bietet in Zusammenarbeit mit der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt all jenen, die sich die Suche nach dem günstigsten Versicherer nicht selbst antun wollen, die Möglichkeit die günstigste Autoversicherung herauszufinden. Gegen einen kleinen Spesenbeitrag berechnet und empfiehlt die Beraterin die jeweils günstigste Versicherung.

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FREIZEIT

unter der

KREATIV

Projekt Nachmittagsbetreuung Gemeinsam mit den Verantwortlichen im Schulsprengel St. Leonhard begann im Herbst 2000 die Tätigkeit im Rahmen des Projektes .freizeit kreativ". Mit Vertretern sozialer Einrichtungen auf Gemeindeebene und den zuständigen Gemei ndeverantwortlichen orga n isierte der Sozialsprengel Passeier im Auftrag der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt diese Form von Nachmittagsbetreuung, bei der Minderjährige zwischen 6 und 13 jahren an den Schultagen von Montag bis Freitag nachmittags eine AnlaufsteIle im jugendraum fanden. Die Finanzierung erfolgte dabei über einen öffentlichen Beitrag (Gesetz 285/

Auf der Schellroudl sein gogit betearn (Die) Geawoadl forchit Toagloabm . bleade Schommesock ungiewarl weisln Poss

97). Mit denselben Mitteln konnten auch vier Wochen Sommerprogramm angeboten werden. Die Nachmittagsaktivitäten mit den Kindern gliederten sich deutlich in zwei Bereiche: die Aufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung, wobei die Gruppe der Mittelschüler mehrheitlich nur die Aufgabenbetreuung beanspruchte. Das Freizeitprogramm wurde vom Betreuerinnenteam anhand der Interessen und Bedürfnisse der Kinder gesetzt. Die Eltern waren für das Angebot dankbar und haben auch die Möglichkeit zu Einzeigesprächen gern genutzt. Im Herbst 2001 erfolgte die räumliche Ausdehnung auf die Gemeinde St. Martin: Im jugendtreffwurde den interessierten Schülerinnen die Tätigkeit zweimal wöchentlich angeboten. Im Rahmen ihrer zeitlichen Verfügbarkeit war auch die Leiterin des jugendservice mit dabei. Im letzten Schuljahr wurden die Kinder an fünf Nachmittagen im jungscharraum und im jugendraum in St. Leonhard und an zwei Nachmittagen im jugendtreff in St. Martin betreut. Landesweit wurde die Finanzierung für vergleichbare Tätigkeiten nicht mehr gewährleistet. Durch einen Beitrag der Gemeindeverwaltung von St. Leonhard kann trotzdem auch im heurigen Schuljahr die Tätigkeit hier fortgesetzt werden. Mehr Informationen dazu jeweils vormittags im Sozialsprengel unter der Telefonnummer 0473-659263.

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Für die Mithilfe bei der Suche nach Passeirer Dialektwörtern möchte ich mich bedanken. Alle die Lust haben mitzuhelfen, bitte ich, mir weiterhin Wörter zuzusenden oder persönlich in der Bibliothek St. Martin abzugeben. Adresse: 39010 St. Martin Öffentliche Bibliothek - Dorfstraße Tel.0473 64 1676

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28

NATUR HEIMISCHE

& UMWELT

VOGELWELT

Verletzter Hennengeier Eine ungewohnte Begegnung machte am 5. juli 2003 Anton Schweigl (Mortiser) auf den Bergwiesen des Gornp ' n (1850 m) über Ulfas, als er nur wenige Meter vor sich einen im Gras sitzenden, verletzten Greifvogel aufschreckte. Der Anblick des flugunfähigen und leidenden Tieres bewog ihn unverzüglich über das Handy Hilfe bei der örtlichen jägerschaft

Hennengeier genannt anzufordern. Unter den Regieanweisungen des jungjägers josef Hofer gelang es schon kurze Zeit später den verletzten Greif einzufangen. Der ausgewachsene Habicht, im Volksmund auch als Hennengeier bekannt, hatte die rechte Flügelschwinge gebrochen. Das Tier war wohl beim jagen auf einen Heuschießdraht aufgeflogen. Der verletzte Vogel wurde daraufhin ins Vogelpflegezentrum nach Dorf Tirol transportiert. Die Erstversorgung des ca. 700 Gramm schweren Greifvogels übernahm der Leiter des Pflegezentrums Willy Campei. Er desinfizierte die Wunden, verband die stark zersplitterten Knochen der rechten Handschwinge und befreite den Vogel

von etlichen Zecken. Um das Zusammenwachsen der Knochen zu ermöglichen, wurde der Habicht für vier Tage in eine sogenannte Erste-Hilfe-Box gesetzt. Als Mahlzeit erhielt das ruhiggestellte und vor Aasfliegen geschützte Tier "tiefgefrorene" Wachteln. Nach zwanzig Tagen konnte der völlig ausgeheilte fünf jahre alte Habichtterzel dann unter behördlicher Aufsicht wieder in die Freiheit entlassen werden. jährlich werden etwa 250 verletzte oder hilflose aus dem Nest gefallene Vögel in das Pflegezentrum für Vogelfauna nach DorfTirol gebracht. Etwa die Hälfte der

Vögel kann wieder frei gelassen werden. Diejenigen Vögel, deren Verletzungen so schwerwiegend sind, dass ein Überleben in der freien Natur nicht mehr möglich ist, finden im Pflegezentrum eine neue Heimat. In 24 geräumigen Volieren können die Tag- und Nachtgreife beobachtet werden. Höhepunkt beim Besuch der Vogelklinik sind die täglich um 11.15 und um 15.15 Uhr stattfindenden Flugvorführungen. Mit dem bezahlten Eintritt beim Besuch des Pflegezentrums können zu einem großen Teil die enormen Kosten der Pflegestation abgedeckt werden. Nicht zuletzt tragen auch Patenschaften (Firmen, Schulklassen, Privatpersonen usw.) zur Finanzierung dieser tollen Einrichtung bei.

Der Habicht ist ein regelmäßig im Raum Passeier brütender Greifvogel. Mit Vorliebe legt er seine Horste an Waldinnenrändern (Lichtungen), in Altholzbeständen von Fichte und Lärche an. Zum jagen braucht er die WaIdrandzone, die an deckungsreiche Hecken, Baumgruppen angrenzt. Er jagt seine Beute in schnellem wendigem Fluge. Seine Nahrung ist je nach Region sehr unterschiedlich. Mit Vorliebe schlägt er mittelgroße bis große Vögel wie Stare, Drosseln, Tauben, junge Krähen und Eichelhäher. Gelegentlich macht er auch jagd auf Eichhörnchen und Hasen. Für viel Ärgernis sorgt der Hennengeier, wenn er im Überraschungsangriff ein freilebendes Haushuhn am Boden greift und sich damit auf und davon macht. Wegen seiner Besuche an Hühnerhöfen war der Vogel bis in jüngster Zeit immer wieder Nachstellungen ausgesetzt. Wie der Hennengeier in früheren Zeiten bejagt wurde, berichtet in treffender Art und Weise der langjährige jäger johann Lanthaler (Lexn Hans) aus Moos: "Im jahre 1938 begleitete ich als Zwölf-

jähriger meinen Bruder Luis bei einem jagdgang. Dabei erlegte er unterhalb der Moosersäge mit seinem neuen Kleinkalibergewehr einen Hennengeier, der sich im Geäst eines Laubbaumes niedergelassen hatte. Zeitig am nächsten Morgen nahm ich einen Korb und zog dann voller Stolz mit dem erlegten Hennengeier von Hof zu Hof, zuerst über Pill nach Hütt und dann bis nach Ulfas hinauf Bereitwillig gaben mir die Bauersleute, gemäß einem alten Brauch, beim Anblick des toten Hennengeiers etliche Eier in meinen Korb. Hatte man keine Eier, so erhielt ich vielerorts 20 - 30 Centesimi. Vielfach zupften die Bauersleute auch eine Feder von dem Greifvogel, so dass er am Ende der Sammelaktion beinahe nackt war. Die Freude über den unverhofften "Reichtum" in einer Zeit größter Not war bei uns zu Hause natürlich groß. Vielfach war es früher auch üblich den Hennengeier einzufangen. Hatte ein solcher Geier eine Henne geschlagen und vertragen, beobachtete man, wo er seinen Fressplatz hatte. Oft hat er nur das halbe Huhn gefressen und ließ die andere Hälfte zurück. Genau an dieser Stelle richtete man ein Tellereisen (Renntroppl) auf, weil man wusste, dass der Geier nach zwei, drei Tagen wieder zurückkommen würde um die andere Hälfte des Huhnes zu holen." Arnold Rinner


29 PasseirerBlatt-

MOOS

Die Kristallschätze der Gostwand Der Zufall hat Regie geführt, als die beiden Mineraliensammler Toni Kiem und Florian Mair im Frühjahr 1980 in der Gastwand oberhalb von Moos auf riesige Hornblendekristalle stießen. In einem waagerechten, rund 1 x 3 Meter messenden Glimmerschieferband fanden sich bis 20 cm lange Kristalle der gemeinen Hornblende. Darüber hinaus konnten

Gostwand/Moos. Länge der größten

der Folge wie ein roter Faden durch die einschlägige Literatur. In den steilen Felswänden westlich von Moos stehen Paragneise und mineralreiche Glimmerschiefer an, die zur sog. "Zone der Alten Gneise" gehören. Diese beginnt nördlich von Meran und reicht bis Moos, gegen Osten erstreckt sie sich über Sterzing bis weit in das Pustertal. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich hauptsächlich um sehr alte Paragneise und Glimmerschiefer. Der tektonische Bau und die radiometrischen Alterszahlen lassen keinen Zweifel daran, dass hier das gleiche Altkristallin vorliegt wie im Bereich der Ötztal-Masse. Die sedimentären Ausgangsgesteine des Altkristallins sind mindestens 500 Millionen jahre alt und wurden teilweise durch drei Gebirgsbildungsphasen intensiv durchbewegt: vor ca. 4S0 Millionen [ahren durch die kaledonische Gebirgsbildung, vor ca. 300 Millionen jahre durch die variskische und schließlich vor ca. 80 Millionen jahren durch die alpidische. Während dieses unvorstellbar langen Zeitraums türmten sich Gebirge auf

Kristalle ca. 15 cm. Sammlung Mair, Foto Aspmair

auch noch seltene Pseudomorphosen von Granat nach Biotit geborgen werden. Der Mineralreichtum der Gostwand ist schon lange bekannt: So berichten die Bozner Nachrichten vom 16. jänner 1903 über einen Fund großer mit Sphen und Glimmer überzogenen Albitkristalle am Fuße der Felswand. Auch Ilmenit, Rutil, Skapolith, Epidot und Axinit wurden nachgewiesen. Hinweise auf die Mineralfunde der Gostwand ziehen sich in

Biotit. Gostwand/Moos.

Durchmesser

der Aggregate ca. 2,5 cm. Sammlung Mair, Foto Aspmair

Christian Aspmair, Lana und Florian Mair, Meran

ettgChelftt lftftetthaQb 10. COeoembett lft aQQeft CPaggelltett ffiaughaQteft.

2003

und wurden wieder eingeebnet, traten Ozeane und tropische Meeresbecken an ihre Stelle, um erneut zu einem Gebirge emporgehoben zu werden. Die gemeine Hornblende gehört zu einer Gruppe von magnesium-, eisen- und kalziumreichen Aluminiumsilikaten, den sog. Amphibolen. Ihre chemische Zusammensetzung ist äußerst kompliziert. Die Hornblende der Gostwand ist in einem Biotitglimmerschiefer eingebettet. Die dunkelgrünen bis schwarzen Kristalle besitzen keine Endflächen und einen rautenförmigen Querschnitt, häufig sind die Kristalle verzwillingt und gebogen. In den Hornblendekristallen eingewachsen finden sich bisweilen schöne rote Almandingranate. Ganz besonders selten und interessant sind die bis drei cm großen Pseudomorphosen von Granat nach Biotit. Die Form dieser Mineralaggregate erinnert noch sehr deutlich an den ursprünglich vorhandenen Granat (Rhombendodekaeder), während sie stofflich aber durch und durch in Biotitglimmer übergegangen sind. Kleinere Stücke besitzen häufig noch einen Kern aus rotem Granat, die größeren aber sind vollständig in Biotit umgewandelt. Auf der vom Club der Mineralienfreunde Meran organisierten Herbstbörse im jahr 1980 wurden die von Kiem und Mair geborgenen Stufen aus der Gostwand als "Fund des [ahres" prämiert. Kontaktadresse: Dr. Christian Aspmair, Meranerstr. 19, 39011 LANA. Handy 333/244 0 414

cAfutoml gle dlegetl CPQato bÜft 9htte CWeiChftachtggttüße Uftd CWettbebotgchaMeft. CUftgette COeoembett-c..Auggabe

NR. 64, SEPTEMBER


30

PROJEKT

"ZUKUNFTSENTWICKLUNG

PASSEIERTAL"

Arbeitsgruppe "U mwelt-Energie" Der Auftrag "Zukunftsentwicklung Passeiertal" wurde von den drei Gemeinden des Passeiertales im jahr 2002 in Auftrag gegeben. Projektträger ist die Gemeinde St. Mar.. tin. Finanziell EUROPAISCHE UNION wird Europäischer Sozialfonds unterstützt das Projekt vom Europäischen Sozialfond, der 80% der AusgaAutonome Provinz Bozen - Südtirol ben trägt. Die restlichen 20% werden von den drei Gemeinden des Tales getragen. Für die Moderatorenausbildung, Gruppenarbeit, Lehrfahrten und für die Verwaltung des Projektes wurde um einen Beitrag von 59.045 ¤ angesucht, von denen 38.776 ¤ ausgegeben wurden. Am 29. April 2003 wurden die fünf Gruppenergebnisse im Vereinshaus von St. Martin der Öffentlichkeit vorgestellt, die in dieser und den kommenden Ausgaben des Passeirer Blattes veröffentlicht werden.

,

Gruppenergebnis der Projektgruppe "Umwelt-Energie": Teilnehmerinnen: Berta Pfitscher, Imma Hecht, Bertl Prünster, josef Pichler Moderatoren: Andreas Kofler, Willi Stricker

Die Projektgruppe hat sich mit dem Thema .Emeuerbare Energien" beschäftigt. Man nennt sie auch regenerative oder alternative Energien, da es Energieträger sind, die sich ständig erneuern bzw. nachwachsen und somit nach menschlichem Ermessen unerschöpflich sind. Hierzu zählt z.B. die Sonnenenergie mit den indirekten Formen: Biomasse, Wasserkraft, Windenergie, Biogase ... Die Projektgruppe hat sich "die Schaffung der Möglichkeit zur Nutzung einer erneuerbaren Energie im Tal" zum Ziel gesteckt. Beim ersten Zusammentreffen wurde eine Bestandsaufnahme gemacht. Es wurde erörtert, was es in unserem Tal an erneuerbaren Energien gibt, die noch nicht genutzt werden. Es wurde auch recherchiert, welche Ressourcen besser genutzt werden könnten, dabei kamen in Betracht: Sonnenenergie Windkraft Wasserkraft

Holz Gülle als Biogas Energieei nspa ru ng Aufklärung jede Möglichkeit wurde unter den Prinzipien der Natur beleuchtet. Letztlich entschieden wir uns für die Nutzung der Gülle als Biogas. Hier nur einige Begründungen: Im Passeiertal gibt es ein großes Biogaspotential, was nur die Viehhaltung angeht Mit Biogas können fossile Energien (Erdöl, Kohle ...) eingespart werden Durch die Biogasnutzung werden die Methanemissionen von Misthaufen und Güllegruben vermindert Die Verunreinigung des Grundwassers durch Gülle wird vermieden Die Düngung mit der verbleibenden Biogasgülle wirkt sich sehr positiv auf das Bodenleben und die Wasserrückhaltefähigkeit des Bodens aus Arbeitsplätze werden geschaffen Was ist Biogas? Biogas ist ein Gasgemisch, das energetisch verwertbar ist, d.h., es wird zum überwiegenden Teil in Blockheizkraftwerken zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt. Biogas besteht hauptsächlich aus Methan (55-70%), Kohlendioxid (29-43%) und Resten von Schwefelwasserstoff (ca. 1%).

runde Behälter ist der Fermenter, in ihm findet die Verrottung statt

Im Herbst 2003 wird die Arbeitsgruppe einen Fachvortrag mit Spezialisten organisieren. In diesem Rahmen können sich interessierte Bauern genauer zum Thema informieren. Unser Ziel ist es, Interessierte zu finden, die bereit sind das Projekt "Biogasanlage" umzusetzen.


31 PasseirerBlatt-NR.

Vorschau: Im Rahmen der Gruppenarbeiten wurden weitere Projektvorschläge präsentiert, die es nun umzusetzen gilt. So das Projekt "Zukunftssicherung des Bauernstandes im Passeiertal" ein Projekt für das im zweiten Anlauf beim Europäischen Sozialfond um Beihilfe angesucht wurde. Ziel dieses Projektes ist unter anderem die Schaffung einer zentralen Vermarktungsstelle im Tal, wofür folgende Vorarbeit geleistet werden muss: Bestandsaufnahme aller landwirtschaftlichen Produkte des Passeiertales (der letzten 50 jahre) und deren Veredelung bzw. Weiterverarbeitung Schulung der Bauern und Bäuerinnen (wie baue ich traditionelle Produkte an, wie verarbeite ich sie weiter, wie stelle ich kundengerechte Endprodukte her?) Fachvorträge für die Bevölkerung zum Thema gesunde Ernährung, um die

AUS WIR

DEN

STELLEN

SCHULEN

SEPTEMBER

2003

Di Mortinr Brat/toge Bratltoge - juhee sell/otse hearn, do muaßmin ausn, schun lai wöign dr Souß. Dr Much isch ausn in Erchtig zi Mittog, obr kuan Brat/ ummr, des isch kurious. Er frogg hin und er frogg her und nochr kriagr zi hearn; dass di Mortinr Brat/toge olm eart di Nachte weern. Brat/toge? Ojöi ojöi ameart zi olle h/. Zeitn. Brat/toge di Nachte iatz? Dr Much frogg: "Wos hot des zi

bidaitn?

Anna Lantha/er

Andreas Kofler

& BIBLIOTHEKEN

VOR:

Neue Bücher und COs ausdemTal Gufler, Elisabeth/lnnerhofer, josef: Yaah. Eine Südtirolerin wird afrikanische Stammeskönigin. Erinnerungen aus dem abenteuerlichen Leben der Missionsschwester Maria Elisabeth Gufler. 168

S., Athesia

Nachfrage nach einheimischen Produkten zu fördern Fachvorträge für die Bauersleute, um alte Tradition wissenschaftlich aufarbeiten zu lassen Fachvorträge für die Gastronomie und Tourismusbetriebe, um die Sinnhaftigkeit einer Zusammenarbeit mit den Bauern anhand von Fallbeispielen zu unterstreichen Gründung einer Genossenschaft Erstellung einer professionellen Internetplattform inklusive E-Shop Werbekampagne für die Lancierung der zentralen Vermarktungsstelle In der nächsten Ausgabe des Passeirer Blattes soll die Projektarbeit der Arbeitsgruppe "Landwirtschaft" ausführlich vorgestellt werden.

64,

2003.

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Lebendig und anschaulich weiß Sr. Elisabeth von den vielen Stationen ihres abenteuerlichen Lebens zu erzählen. Vor 81jahren wird sie als Rosa Gufler auf dem

Kuntnerhofin St. Leonhard geboren. Nach Kindergarten und Volksschule - damals nur in italienischer Sprache - arbeitet sie zu Hause mit. 1944 wird die ganze Familie ins KZ Bozen verschleppt, da sich zwei Brüder der Einberufung in die Wehrmacht entzogen hatten. Mit viel Glück übersteht die Familie diese bittere Zeit. Ab 1945 ist Rosa fürvier jahre im Dienst der Gemeinde Ulten beschäftigt. Nach ihrer Rückkehr nach St. Leonhard arbeitet sie im Sozialdienst des KVW mit und eröffnet ein kleines Strickwarengeschäft. Doch es war nicht das, was sie wollte. Schon mit 16jahren hatte sie der Gedanke fasziniert Missionsschwester zu werden, und dieses Ansinnen hatte sie die ganzen jahre nie losgelassen. Rosa war fest entschlossen, ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen und trat deshalb im April 1951 bei den Tertiarschwestern in Brixen ein. Nach Noviziat, Profess und Ausbildung war es Ende 1957 soweit. Von England aus ging es mit einem Frachtdampfer nach Kamerun. In Shisong, einer Missionsstation mit Waisenhaus, Krankenhaus, Gebärklinik und Landwirtschaft, wurde sie zuerst eingesetzt. 1959 ging sie nach Njinikom. 1965, nach dem ersten Heimaturlaub, wurde sie nach Nkambe in die dortige Missionsschule berufen, und dann endgültig nach Djottin, wo sie ein Vierteljahrhundert in der Schule und im Sozial- und Pastoraldienst tätig war. Danach wurde sie Verwalterin des Sankt-Augustinus-Institutes bei Kumbo. Nach 43jahren Einsatz in Kamerun waren ihre Kräfte im juni 2000 aufgebraucht und sie musste Abschied von ihrem geliebten schwarzen Erdteil nehmen. Diese Autobiografie, die unter Mithilfe des bekannten

journalisten und langjährigen Redakteur des Katholischen Sonntagsblattes josef Innerhofer verfasst wurde, verdient es in vielen Haushalten bei uns Eingang zu finden. Erzählt sie doch ein Stück Passeirer Heimatgeschichte und dokumentiert den Lebensweg einer ungewöhnlich mutigen Frau, die unbeirrbar ihren Weg geht. Sie mag auch für das Lebenswerk vieler anderer Passeirer Missionare stehen, deren Leistungen leider nie aufgeschrieben wurden. Trio Kristall: Musik verzaubert

Sommer

2003

Herzen.

Das Trio Kristall aus St. Martin überrascht auch dieses jahr mit einer neuen CD. 14 Lieder, zum größten Teil Eigenkompositionen in bewährter Trio Kristallmischung, sind darauf zu hören. Die Liebhaber der volkstümlichen Musik werden vom Gebotenen sicher nicht enttäuscht sein.

Gottfried Zag/er


32

GRUNDSCHULE

SALTAUS

Dank an einen engagierten Lehrer Ein Arzt beklagte sich kürzlich in den Medien, dass viele Kinder durch falsche Ernährung und mangelnde Bewegung immer unsportlicher werden. Die Schulen

sollten hier gegensteuern, doch der Sport, meinte er, friste an den Schulen bedauerlicherweise noch immer ein Schattendasein. Der Mann mag ja recht haben, doch auf die Grundschule Saltaus trifft dieser Vorwurf ganz sicher nicht zu. Seit Lehrer Kurt Gufler in Saltaus unterrichtet, wird Sport an dieser Schule groß geschrieben. Lehrer Kurt, der selbst ein begeisterter Sportler ist, hat die Saltauser Kinder mit

seiner Passion angesteckt. Auf seine Initiative wurde vor einigen jahren ein Volleyballnetz angekauft und seitdem ist die ganze Schule vor und nach dem Unterricht, in der Pause, bei schulergänzenden Tätigkeiten und in der Freizeit unter seiner kundigen Anleitung mit Feuereifer im Volleyballtraining. Die Erfolge ließen nicht auf sich warten. Im jugend-Volleyball sind die Salta user Grundschüler in Südtirol einsame Spitze und Meistertitel auf Meistertitel konnten in den letzten jahren nach Saltaus geholt werden. Lehrer Kurt scheut es nicht, das ganze jahr lang seine Freizeit für die Volleyballschüler zu opfern. Mit Unterstützung einiger Eltern fährt er seine Schützlinge an den Wochenenden zu den Meisterschaftsspielen. Vorbild haft sind seine Ruhe und Geduld mit den Kindern. Bisher hat er nur die Grundschüler trainiert, er hat aber angedeutet, dass er die Volleyballschüler bei Bedarf auch über die fünfte Klasse Grundschule hinaus betreuen würde. Die Schülereltern, denen es ein großes Anliegen ist, Lehrer Kurt Gufler für seinen jahrelangen Einsatz zum Wohle der Schüler öffentlich zu danken, würden dies freudig begrüßen.

Gottfried

Zag/er


33 PasseirerBlatt-NR.

GRUNDSCHULE

RABENSTEIN

ÖFFENTLICHE

BIBLIOTHEK

ST. LEONHARD

Spaß im Schwimmbad

Mal dein Lieblingsbuch

Für unsere Schüler war es auch heuer wieder ein besonderes Erlebnis, mit dem Bus als Gruppe ins Schwimmbad zu fahren. Einige der 26 Badefreudigen waren noch nie im Schwimmbad, einige kommen öfters hierher, für manche bleibt es ein seltenes Ereignis. Obwohl der Himmel sich gegen Abend etwas bewölkte und ein Gewitter heranbrach, machte das Spielen im Wasser mit den Freunden großen Spaß. Die Pfarre Rabenstein bedankt sich hiermit bei den Schülern für ihre Mitarbeit im Laufe des jahres und bittet auch wieder, dass die Schüler fleißig ministrieren, aber auch bei den Gottesdiensten gut mittun.

Von juni bis September konnten die Grundschüler in St. Leonhard schmökern und lesen. jetzt muss

Name:

Klasse

64, SEPTEMBER

2003

jedes Kind entscheiden, welches Buch sein Lieblingsbuch im Sommer 2003 war. Heuer galt beim Lesen: jedes Kind nach seinem Geschmack und jeder so viel wie er mag - ob nun Schulgeschichte, Gruselkrimi oder Sachbuch, ob drei Bücher oder dreißig. Das Motto der heurigen Leseaktion, die in Zusammenarbeit mit Lehrerinnen der Grundschule St. Leonhard durchgeführt wurde, war: einen Anreiz zum Lesen schaffen, ohne Vorgaben und ohne "Lese-Druck". Ein Gedanke, mit dem sich die Kinder sichtlich anfreuen konnten. Einmal ermittelt, sollte das Lieblingsbuch von den Kindern bildnerisch umgesetzt werden: Mit dem Malwettbewerb "Mal dein Lieblingsbuch" konnten die Kinder ihre Leseeindrücke wiedergeben, der Phantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt. Abschluss Malwettbewerb: Die Zeichnungen und Bilder können noch bis 31. September in der Bibliothek St. Leonhard abgegeben werden. Jedes Bild muss mit Name und Alter des Teilnehmers und Titel des abgebildeten Buches versehen sein. Die schönsten und einfallsreichsten Bilder werden im Oktober ermittelt - auf die Gewinner warten schöne

LieblingSbll.

heißt:

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Waltraud Gufler Tanya Pamer BIBLIOTHEK

STULS

Blumensteckkurs Am 29. April 2003 organisierte die Bibliothek Stuls einen Blumensteckkurs mit Frisch bl u men. Mütter der Erstkommunionkinder und interessierte Frauen gestalteten, unter der Leitung von Verena Schmerling, Tischgestecke für den Festtagstisch. Nach fleißigem Werkeln und mit guten Tips von Verena waren alle Teilnehmerinnen von ihren Tischgestecken begeistert. Die Bibliotheksleitung


34

LESETIPPS

AUS

DEN

BIBLIOTHEKEN

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Ammaniti, Niccolö: Die Herren des Hügels. Roman, C. Bertelsmann 2003, 252 S,

Röhrig, Tilman: Wir sind das Salz von Florenz. Roman, RM Buch und Medienvertrieb 2002, 895 S.

An einem heißen Tag im August endet die Kindheit des neunjährigen Micheie aus einem kleinen Ort in Süditalien. In einem verfallenen Haus auf dem Hügel entdeckt er einen halbtoten jungen. Micheie findet heraus, dass der junge entführt wurde und fast alle im Dorf, auch seine eigenen Eltern, in dieses Verbrechen verwickelt sind. Etwas scheint schiefgelaufen zu sein und der junge schwebt in höchster Lebensgefahr. Hin- und hergerissen zwischen Familienloyalität und moralischem Empfinden entscheidet sich Micheie dem entführten jungen zu helfen.

Florenz im Mai 1470. Halb Italien ist in den Kampf zwischen Lorenzo dem Prächtigen und seine Gegner verwickelt. Mitten in diesen Kampf pflanzt Tilman Röhrig - ein bekannter jugendbuchautor - seine Hauptdarsteller: die schöne, willensstarke Laodomia und den asketischen Sinnesfeind Fra Savonarola, der Florenz zum Gottesstaat machen will. Ihre Lebenswege kreuzen sich immer wieder.

Absolut fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite, bewegt die Geschichte Micheies tief Ammaniti versteht es zudem meisterhaft Charaktere zu zeichnen und Landschaften zu beschreiben. Ein großartiges Buch, das in Italien eine literarische Sensation war und mehr als ein jahr auf den Bestsellerlisten stand. Das Buch ist auch für den ARGE-ALPLeserpreis nominiert.

Hayden Herrera

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Dem Autor gelingt es in diesem leicht lesbaren, farbenprächtigen Roman das Florenz der Renaissance wieder lebendig werden zu lassen und den Leser mitzunehmen in diese turbulente Zeit. Man kann philosophischen Disputen der Gelehrten am Hofe der Medici lauschen, Botticelli beim Malen zusehen, sich unter den Predigthieben Savonarolas ducken ... In Form, Inhalt und Sprache zeigt uns der Autor sein großes erzählerisches Talent. Ein wirklich guter Historienroman, der keinen Vergleich mit den Meisterwerken dieses Genres zu scheuen braucht.

Wachtier, Michael/abwegs, Günther: Dolomiten. Krieg in den Bergen. Athesa Touristik-FerrariAuer 2003, 207 S. Bücher über den 1. Weltkrieg in den Dolomiten gibt es zuhauf. Doch dieses Buch ist anders. Es erzählt nicht von den Heldentaten an der Front, sondern in vielen bisher nie gezeigten, schockierenden Bildern von der Brutalität dieses (und jeden) Krieges. Mit gar einigen Tabus der Tiroler Geschichte wird aufgeräumt.

Vieles, was die beiden Autoren zeigen, ist richtig und notwendig: Das Dahinschlachten einer ganzen Generation, die Unvernunft und Karrieregeilheit der Generäle, der Missbrauch der Wehrbereitschaft, die Behandlung der Kriegsgefangenen ... Trotzdem hinterlässt das Buch einen zwiespältigen Eindruck. Einiges in diesem Buch - die Bilder; die Aufmachung, die Titel, die Sprache - ist zu sehr auf Effekthascherei ausgerichtet. Den Autoren kann auch der Vorwurf einer zuweilen doch irritierenden Parteilichkeit nicht erspart werden. Dass historische Fakten nicht stimmen, ist zudem ärgerlich.

Herrera, Hayden: Frida Kahlo. Ein leidenschaftliches Leben. Knaur 2002, 489 S. Auch 50 jahre nach ihrem Tod fasziniert die mexikanische Malerin Frida Kahlo (1907 - 1947). Sie war die Ehefrau von Diego Rivera, Freundin von Trotzki und Andre Breton, eine Rebellin und Revolutionärin. Durch Kinderlähmung und einen Unfall ist sie zeitlebens körperlich beeinträchtigt. Doch das hinderte diese lebensbejahende Frau nicht daran intensiv ihr Leben, ihre Kunst zu leben.

Hayden Herrera gelingt es in meisterhafter Art uns an diesem Leben voll Kunst, Liebe, Träume, Schmerzen und Politik teilhaben zu lassen. Die bebilderte Biografie mit vielen Zitaten und Tagebuchausschnitten ist ein besonderes Leseerlebnis auf den Spuren eines einzigartigen Menschen voller Leidenschaft. Basierend auf dieser Biografie wurde ihr Leben mit einem Superstaraufgebot an Schauspielern verfilmt. Der Film läuft seit einigen Wochen mit viel Erfolg in verschiedenen Kinos in Südtirol. Vorgestellt von: Gottfried Zagler; Bibliothek st. Martin

Gedankensplitter Wer nicht genießt, wird ungenießbar (Konstantin Wecker; Liedermacher) jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und jedes Genie gewissermaßen ein Kind. (Arthur Schopenhauer; Philosoph)


35 PasseirerBlatt-NR.

64, SEPTEMBER 2003

GRATULATIONEN 70. GEBURTSTAG

VERDIENSTMEDAILLE

DES LANDES

TIROL

Eine Geburtstagsfeier der besonderen Art

[ohann Raich ausgezeichnet

Am 2. Mai 2003 war es soweit. Die Oberhosler Zwillinge Anna und Katharina Pixner feierten ihren 70. Geburtstag! Ihre Kinder überraschten sie mit einer Feier beim Gasthaus Ungericht in Kuens. Als die Freudentränen getrocknet waren und der erste Überraschungsschock überwunden war, genossen sie die Anwesenheit der vielen Gäste. Neben gemütlicher Musik und reichhaltigem Buffet feierten die Geschwister, die Kinder und gute Freunde mit den bei den rüstigen jubilarinnen. Anwesend waren auch gute Freunde, so die Familie Dr. Andreas Schlotterrose, die extra aus Deutschland für dieses Zusammentreffen angereist war. Der Neffe der beiden Geburtstagskinder, Hochwürden Dekan Albert Pixner, umrahmte die Veranstaltung mit ein paar ergreifenden Worten und spendete den Segen. Es wurde viel gelacht, getanzt und Erinnerungen ausgetauscht, bis spät in die Nacht. Wir wünschen den beiden noch viele gesunde, glückliche jahre im Kreise ihrer Lieben!

Am 15. August, dem Tiroler Nationalfeiertag, erhielt in der Hofburg zu Innsbruck der Martiner johann Raich aus den Händen der beiden Landeshauptleute von 5taa und Durnwalder die Verdienstmedaille des Landes Tirol überreicht. Er hat sich diese redlich verdient. Der

Monika und Tanja Pixner

Pfeiftoler Hans, wie er im Tal genannt wird, hat in seiner jugend das Maurerhandwerk gelernt und war landauf landab als geschickter Maurer begehrt. Seine eigentliche Liebe galt jedoch seit jeher der Kultur und dem Brauchtum. 1966 hat er in St. Martin die Ortsgruppe der Urania gegründet und manch Vortrag und Filmvorführung vor großem Publikum sind ihm zu verdanken. Er war auch im Verschönerungsverein tätig und für kurze Zeit hat er sich sogar als Bibliothekar "hergegeben". Im ganzen Tal bekannt ist er jedoch als Sachbearbeiter des Heimatpflegeverbandes. Die fachgerechte Pflege und Restaurierung von unzähligen Zäunen, Schindeldächern, Kapellen und anderen bäuerlichen Kleindenkmälern hat er angeregt und die Ausbezahlung von Beiträgen vermittelt. Ein geliebtes Hobby ist für den Krippenbaumeister der Bau von Tiroler Krippen. Seit vielen jahren hält er schon Krippenbaukurse im Tal und auswärts und beim Aufstellen der großen Weihnachtskrippe in St. Martin ist er immer mit Feuereifer dabei. Das Engagement des Hans fand allge-

Gedenktafel an Kardinaljohann Greinwald/St.

Eu. Haller in

Martin. Foto: Heinrich Hafer

meine Wertschätzung und so nimmt es auch nicht Wunder, dass ihn die Martiner Bevölkerung dreimal in den Gemeinderat entsandte. Seit ein paar jahren ist er nun in Pension, doch wer meint, dass der Hans in seinem Elan nachgelassen hat, täuscht sich gründlich. Früh am Morgen ist er unterwegs, zu Hause jedenfalls ist er nur selten anzutreffen. Im Sommer findet man ihn oft in Fartleis, wo er einen Gaden besitzt und allerlei Arbeiten zu tätigen sind. In seiner kargen Freizeit liest der Hans gerne,

besonders geschichtliche Werke haben es ihm angetan. Auch einem Viererkarterle ist er durchaus nicht abgeneigt. Alle an der Kultur interessierten Passeirer freuen sich über diese Auszeichnung und wünschen dem Hans noch viele jahre Spaß und Freude an seiner Arbeit.

Gottfried Zagler

Mitn Pemsl in dr Hond Afn leschtn grian Pichl honne in Summr drwuschn mit beade Hente honnin inkepp: Baiin iatz pußt nou di Puschn, uourse dr Herbischt mitn Raif gonz drkait, afn leschtn grian Pichl, es isch niamr wait. Afn Joch oubn hucktr; dr Herbischt, mitn Pemsl in dr Hond obr i sunn mi nou in Summr untrn huamitlichn Horizont. Anna Lanthaler


36

VERDIENSTMEDAILLE

DES LANDES

TIROL

Albert Ploner ausgezeichnet Am Hochunserfrauentag, 15. August, konnte Albert Ploner aus St. Leonhard in der Hofburg in Innsbruck aus den Händen der Hauptleute Herwig von Staa und Luis Durnwalder die Verdienstmedaille des Landes Tirol entgegennehmen. Es ist dies ein sichtbares Zeichen der Dankbarkeit der Öffentlichkeit gegenüber den ehrenamtlichen Leistungen des Geehrten. Über jahrzehnte hat sich Albert bemüht, bei verschiedenen Vereinen mitzuarbeiten und seine vielen guten Ideen einzubringen. Nach dem Zweiten Weltkrieg, den Albert als blutjunger Frontkämpfer miterleben musste, war er in St. Leonhard die treibende Kraft bei der Wiedergründung verschiedener Vereine, denen er später teilweise jahrelang als Obmann oder Vorstandsmitglied vorstand. So zum Beispiel beim Alpenverein und beim Heimatpflegeverein. Im Rahmen des Heimatpflegevereins hat Albert 1950 eigenhändig geholfen, dem heute als Museum dienenden Bergfried der jaufenburg ein wasserdichtes Schindeldach aufzusetzen, ohne das das altehrwürdige Gebäude sicher zerfallen wäre. Zugleich hat sich Albert mit Sepp Dona und anderen bemüht, den Franzosenfriedhofvon St. Leonhard zu sanieren, was ihnen vollauf gelungen ist. jahrzehntelang hat sich Albert als Kurator dieser kulturellen Einmaligkeit Albert Planer (links an der Fahne des Kriegsund Frontkämpferuerbandes) bei einer Gefallenenfeier am Friedhof in St. Leonhard. Foto: Heinrich Hafer

verdient gemacht. Diesen Dienst versieht Albert heute noch mit viel Einsatzfreude und Begeisterung. Wir gratulieren dem Albert zu seiner hohen Auszeichnung und wünschen ihm noch viel Freude und Kraft bei seiner Arbeit im Dienste der Öffentlichkeit. Heinrich Hafer

ZUR

GOLDENEN

HOCHZEIT

Fünfzigjahre in Freud und Leid auf Hochasp jakob pfitscher - Bauer und leidenschaftlicher jäger auf Hochasp in Stuls, hat vor mehr als fünfzig jahren, als er einmal auf die Pirsch ging, statt eines Rehbockes ein hübsches Mädchen gesichtet. Als der "joggl", wie er allgemein genannt wird, das Mädchen fragte, ob es mit ihm das Leben auf Hochasp teilen wollte, konnte es dem feschen jägersmann nicht widerstehen. Am 21. Mai 1953 hat Pfarrer Wallnöfer Barbara GraßI und jokob pfitscher in der Stullerkirche getraut. Gleichzeitig trat die Schwester der Braut, Anna GraßI, mit josef Pflug vom Eggerhof in Stuls zum Traualtar. Gefeiert wurde im Widum von Stuls. Der Widum war damals noch das Gasthaus, anderes Gastlokal gab es keines; Wirt war der Pfarrer. Der joggl und die Barbe fingen dann auf Hochasp zu hausen an. Sie wurden echte, tüchtige und fleißige Psairer Bauersleute. Der joggl, als guter Mäher immer schon bekannt, hat die Sense noch schneller

geschwungen und die Barbe als Bäuerin, wusste auch was sich gehört. Kreuz und Leid blieben ihnen nicht erspart. Aber sie standen immer mit bei den Füßen auf dem Boden. Ihre Ehe blieb kinderlos. Eine Nichte der Braut wurde Ziehtochter auf Hochasp. 1991 wurde das Haus ein Raub der Flammen. Sie hatten nur mehr, was sie am Leibe trugen. Gott sei Dank, Stall und Stadel blieben verschont sowie auch der "Kasten". In dem Kasten haben sie dann gewohnt, bis das neue Haus bezugsfertig stand. 1996 konnten sie dort einziehen. Heuer im Mai, als sie die Goldene feierten, hat der Neffe, Siegfried Pfitscher, Pfarrer von Platt, in Bildern einen Weg dargestellt. Einen Weg auf dem so mancher Stein lag, auf dem aber auch so manches Röslein blühte und wo der joggl öfters neben einem erlegten Wild zu sehen war.

Gefeiert wurde im Stullerhof inmitten eines großen Verwandten- und Bekanntenkreises. Gedichte aus Kindermund und Musik sorgten für eine fröhliche Feier. Vergebens heißt der Hof nicht Hochasp, denn er thront hoch über Stuls. Aber es finden sich doch so manche Wege dorthin. Der joggl und die Barbe sind selten allein. Zum Watten braucht es nämlich Vier und einem Watter ist das jubelpaar nie abgeneigt. Einen guten Zelten hat die Barbe auch immer bereit und so geht manche Stunde allzu schnell vorbei. Der joggl geht aber auch dem jungen Bauer, dem Sohn der Ziehtochter Anna, noch überall zur Hand, ob es der Stall oder die Weite ist. Auch "WeidmannsHeil" ist ihm noch hold, hat er doch am zweiten August schon einen Rehbock, einen Sechser, erledigt. Weidmannsheil weiterhin und viele glückliche, sonnige jahre auf Hochasp möge Gott dem allseits beliebten jubelpaar noch schenken. Anna Lanthaler


37 PasseirerBlatt-NR.

Am Erker blühte wie immer die leuchtende brennende Lieb die Treue zur Heimat war stärker wie jauchzen wir, dass sie uns blieb.

90. GEBURTSTAG

Auf der Platte wurde gefeiert Der Hof auf der Platte in Moos, Eigentum der Anna Platter, geborene Reich, war einst Eigentum der Grafen Fuchs von der jaufenburg. Der Hof stand von Blüten und Knospen umgeben da, als Anna ihren 90. Geburtstag feierte. 1914 kam die Storchentante auf den Öttlerhof in Pill und brachte nach drei Buben das ersehnte Mädchen zur Welt. Anna war eine außergewöhnlich fleißige Schülerin. Sie hatte eine saubere Schrift, fast wie gestochen, wie man in der Abbildung ersehen kann. Obwohl der Unterricht nur in Italienisch war.

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64, SEPTEMBER 2003

Im Alter von 34 jahren kam sie auf den Platterhof und da die Ehe ihres Onkels, des Platterbauern, kinderlos geblieben war, wurde sie Erbin des Hofes. Als die Option kam, fiel es ihr nicht leicht eine Entscheidung zu treffen. Fanatische Hitler-Anhänger legten ihr die Auswanderung ans Herz. Doch Anna sah:

••

Im jahre 1948 trat sie mit Hans Platter von Oberwege auf Breiteben vor den Traualtar. Sie schenkte einem Buben und einem Mädchen das Leben. Im jahre 1954 starb ihr Mann. Tochter Luise zählte fünf jahre und Sohn Hans wurde gerade an dem Tag vier jahre alt. Nun lag die ganze Last auf den Schultern der Mutter. Der Hof warf nicht allzuviel ab. Sparsamkeit war stets geboten. Aber im starken Gottvertrauen - der Besuch der täglichen Messe gab ihr die Kraft - hat Anna es geschafft. Hat den Sohn Hans und die Tochter Luise mustergültig erzogen und den Hof auch als tüchtige Bäuerin geführt. Anna, die Platterbäuerin, hatte aber stets eine freigiebige Hand und ein offenes Herz für die Nöte und Sorgen der anderen. jeder Bettler fand Unterschlupffür die Nacht und bekam eine warme Mahlzeit. Oft schliefen drei bis vier Obdachlose im Stadel. Aber auch im Haus fand so manches Bettelweibele ein gutes Lager für die Nacht. Das Haus, wie schon erwähnt, einst jagdhaus der Grafen Fuchs, ist sehr geräumig, darum wohnten im unteren Stock des Öfteren etliche Parteien. Es gab zwar nur eine gemeinsame Kochstelle, aber wenn die Köpfe Platz haben, dann ... Wer aber sonst etwas brauchte, ob es Eier, Milch, Butter, Kartoffeln, eine Pfanne, ein Möbelstück, Bank oder Stuhl waren, Anna konnte nie nein sagen. Das wissen die Kinder der "Klotz Trese Caneva" am besten zu bezeugen. Als ihnen in Moos niemand Unterkunft gab, die Platterbäuerin gab ihnen nicht nur Quartier, sondern ein Zuhause, ein "Daheim". Dafür möchten ihr die Kinder der "Klotz Trese", besonders Martina, aufrichtig und öffentlich ein großes Vergelt's Gott sagen.

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Nun blüht der jubilarin ein wohlverdienter Lebensabend, den sie auch genießt. Sie ist der Mittelpunkt ihrer Lieben und wird treu umsorgt von der Tochter Luise, die in allem in den Fußstapfen der Mutter steckt. Und wenn die jubilarin vom Söller über das Dorf blickt, so sieht sie manchen Neubau. Auch so manchen Neubau, der auf ihrem Grund erbaut ist - wofür sie sich auch etliche Vergelt's Gott verdient. Und wenn sie des Abends einen Gang durch den Stall macht, um den Kühen liebevoll über den Rücken zu streicheln, gibt sich auch oft die Gelegenheit mit den Milchkundschaften "a bißI zi huangortn". Die jubilarin ist immer gut informiert, ob es die Politik, oder die Prominenz der Königshäuser ist, sie ist an allem interessiert. Die Dolomiten liest sie gründlich von vorne bis hinten, aber auch so manche Illustrierte. Mit einer Wallfahrt nach Trens und einem Abstecher nach Ridnaun wurde ihr hoher Geburtstag gefeiert. Die Mooser, aber auch viele andere, wünschen der "Plottrmuatr", dass ihr der schönste Lebensabend noch lange blüht! Anna Lanthaler

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38

PSEIRER "DER

SPIELPLATZ

LEIT IST MEIN

LEBENSINHALT"

Vom ungewöhnlichen Hobby eines Pensionisten in St. Martin St. Martin besitzt in der Dorfmitte gegenüber der Raiffeisenkasse einen schönen, großzügig angelegten Spielplatz. Tagtäglich wird er von einer großen Schar von kleinen Kindern und den Mamis, die sie beaufsichtigen, aufgesucht. Während die Kinder die Spielgeräte in Beschlag nehmen, lassen es sich

Interview mit dem

Spielplatzopa Luis Raich:

die Erwachsenen auf den Bänken bei einem Plausch wohlergehen. In dieser Beschreibung unterscheidet sich der Martiner Dorfspielplatz wohl nicht wesentlich von vielen anderen Spielplätzen. Eines fällt jedoch auch dem flüchtigen Beobachter sofort auf. Dieser Spielplatz ist stets sauber aufgeräumt und alle Geräte sind in einwandfreiem Zustand. Auf die neugierige Frage, wer denn mit solcher Sorgfalt diesen Platz pflege, erhält man von den Kindern wie aus der Pistole geschossen die Antwort: "Das sei das Werk des Spielplatzopas." Neugierig geworden, wer sich denn hinter dieser Bezeichnung versteckt, bedeutet man mir, ich solle nur am Vormittag vorbeikommen, da sei der "Opa" jeden

Tag anwesend. Pünktlich um 8 Uhr morgens begegne ich ihm. Herr Luis Raich, 67 jahre alt und seit 10 jahren in Pension, ist gerade dabei seinen "Dienst" anzutreten. Der sympathische Pensionist ist sofort bereit dem Passeier Blatt über sein ungewöhnliches Hobby Rede und Antwort zu stehen.

mähen, Geräte kontrollieren, Kleinigkeiten reparieren usw. So um 11 Uhr, wenn das Wichtigste getan ist, gehe ich wieder nach Hause.

gegangen. Seit meiner Pensionierung vor 10 jahren gehe jeden Tag und bei jedem Wetter auf den Platz.

Passeirer Blatt: Die Kinder berichten auch, dass Sie ihnen oft helfen?

Passeirer Blatt: Sie mögen Kinder sehr gerne?

Herr Raich: Wenn ich die wichtigsten Aufräumarbeiten getan habe, beobachte ich die Kinder; damit nichts passiert und ob sie meiner Hilfe bedürfen. Den Kleinen helfe ich ab und zu sogar beim Sandkuchen machen. Die kennen mich nämlich gut und gehen mich auch immer wieder an: "Opa, hilf mir Kuchen machen", heißt es da. Gern helfe ich den Kleinen in die Schaukel, "schupfe" sie an oder unterstütze schüchterne Kinder beim .Bahnlfahren". Wenn Kinder sich weh tun, dann muss ich sie auch ab und zu verbinden.

Passeirer Blatt: Gibt es manchmal auch "Probleme" auf dem Spielplatz?

Passeirer Blatt: Herr Raich, stimmt es, dass Sie buchstäblich jeden Tag auf dem Spielplatz anzutreffen sind?

Herr Raich:ja, das stimmt. Da ich direkt neben dem Platz wohne, gehe ich immer um 8 Uhr auf den Platz, jeden Tag.Da gibt es für mich immer etwas zu tun: Laub zusammenräumen, Unrat aufheben und beseitigen,

Herr Raich: Eigentlich wenige, aber ich passe schon auf. Wenn z.B. größere auf kleinere Kinder losgehen, dann trenne ich sie. Ab und zu muss ich auch durchgreifen, wenn Kinder Geräte zerstören. Hunde muss ich öfters vom Platz vertreiben, damit sie nicht den Platz verunreinigen oder den Kindern Angst machen. Traurig finde ich die Tatsache, dass einige jugendliche im Sommer noch zu Mitternacht auf dem Platz anzutreffen sind und dort Alkohol konsumieren.

Passeirer Blatt: Was hat sie eigentlich bewogen, sich so für den Spielplatz einzusetzen?

Herr Raich: Ich habe sechs Enkel und als ich vor [ahren den Dreck auf dem Platz gesehen habe, da habe ich mir gesagt, das geht nicht; und so hat es angefangen. Als ich noch gearbeitet habe, bin ich abends nachschauen

Gedankensplitter Zufriedenheit ist eine Form der Klugheit. (Sidonie-Gabrie/le Coiette, Schriftste/lerin)

Herr Raich:ja, natürlich. Ich bin in einer Familie mit 12 Kindern aufgewachsen und habe selbst fünf Kinder. Ich mag Kinder halt gern und sie danken mir auch durch ihre Freude, wenn ich ihnen helfe. Ins Gasthaus zu gehen würde mich nur langweilen.

Passeirer Blatt: Sie tun ihre Arbeit ganz unentgeltlich?

Herr Raich: Sicherlich, und ich habe großen Spaß dabei. Dass mir die Gemeinde zu Weihnachten einen "Fresskorb" schenkt, freut mich. Manchmal erhalte ich auch von dankbaren Eltern ein Flaschl guten Wein. Das freut mich dann riesig und ist für mich ein großer Ansporn weiterzumachen.

Passeirer Blatt: Und was sagt Ihre Frau zu Ihrer Nebenbeschäftigung?

Herr Raich: Die hat großes Verständnis. Ab und zu begleitet sie mich auf den Spielplatz und wir sitzen zusammen auf der Bank und beobachten die Kinder. Das sind dann schon Momente des Glücks.

Passeirer Blatt: Viele Rentner langweilen sich, was würden Sie denen raten?

Herr Raich: Denen sage ich: Tiat eppis Nützliches, bis ins Grob dauerd es noa long. Leider habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass viele nur etwas tun wollen, wenn sie dafür bezahlt werden.

Das Gespräch führte Gottfried Zagler


39 PasseirerBlatt-NR.

64, SEPTEMBER 2003

INFO-ECKE ASSESSORAT

FÜR SOZIALFÜRSORGE

Die Neuerungen zum Familienpaket Mit dem Regionalgesetz vom 16. juli 2003, Nr. 4, konnte endlich ein großer Mangel des "Familienpakets" behoben werden. Für das Geburtengeld und die Betreuungszulage waren bisher zwölfVersicherungsmonate erforderlich. Bei nicht geplanten Schwangerschaften konnte deshalb kein Anspruch auf regionale Unterstützung der Mutterschaft geltend gemacht werden. Seit dem 23. juli 2003 genügt hingegen eine Versicherungszeit von drei Monaten. Eine neue Regelung fand sich auch für Adoptivkinder, außerdem wurde das Familiengeld erhöht. Mit diesen Neuerungen zum regionalen Familienpaket wurde den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung getragen und die Familien können somit noch gezielter gefördert werden. • Geburtengeld Worum handelt es sich? Das Geburtengeld besteht in einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.286,00 Euro anlässlich der Geburt eines Kindes. Dieser Zuschuss gebührt ebenso im Falle einer Adoption oder einer Anvertrauung zur Betreuung vor der Adoption. Wer hat Anrecht auf den Zuschuss? Der Zuschuss gebührt sämtlichen Frauen, die nicht im Rahmen einer selbständigen oder abhängigen Arbeitstätigkeit rentenversichert sind bzw. keine entsprechende Versicherung bei Fürsorgekassen abgeschlossen haben (demzufolge sämtliche Frauen, die keine entlohnte, versicherte Tätigkeit ausüben). Bezieherinnen einer direkten Rente erhalten die Beihilfe nicht. Sie kann allerdings von denjenigen beantragt werden, die lediglich eine Hinterbliebenenrente beziehen. Die Interessentinnen müssen seit mindestens drei jahren im Gebiet der Region ansässig bzw. mit einem Partner verheiratet sein, der diese Vorraussetzungen erfüllt. Versicherung Wer den Zuschuss erhalten will, muss bei der Geburt des Kindes oder am Tag, an dem die Maßnahme betreffend der Adoption oder Anvertrauung erlassen wird, seit mindestens drei Monaten eine entsprechende Versicherung abgeschlossen haben. Wie hoch sind die Beiträge? In der neuen genehmigten Verordnung wird der jährliche Beitrag auf mindestens 26,00 Euro bis höchstens 785,00

Euro festgelegt, und zwar je nach der finanziellen Lage der Familiengemeinschaft der antragstellenden Person. • Betreuungszulage Worum handelt es sich? Es handelt sich hierbei um eine Beihilfe in Höhe von 183,00 Euro monatlich, die für die Erziehung der Kinder vom vierten Monat bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres des Kindes entrichtet wird. Im Falle einer Adoption oder einer Anvertrauung zur Betreuung vor der Adoption wird die Betreuungszulage ab dem vierten Monat nach dem Tag des Erlassens der Maßnahme betreffend die Adoption oder die Anvertrauung zur Betreuung vor der Adoption bis zum Ablauf des zweiten jahres nach der Adoption oder Anvertrauung gewährt. Um diese Zulage in Anspruch nehmen zu können, muss das Kind am Tag des Erlasses der Maßnahme betreffend die Adoption oder die Anvertrauung weniger als zwölf jahre alt sein. Wer hat Anrecht auf die Beihilfe? Die Betreuungszulage gebührt sämtlichen Personen, die nicht im Rahmen einer selbständigen oder abhängigen Arbeitstätigkeit rentenversichert sind oder keine entsprechende Versicherung bei Fürsorgekassen abgeschlossen haben (demzufolge sämtliche Bürgerinnen und Bürger, die keine entlohnte, versicherte Tätigkeit ausüben). Die Betreuungszulage steht auch Arbeitstätigen im Wartestand ohne Bezüge und ohne Versicherungsdeckung zu. Wer eine direkte Rente bezieht, erhält keine Betreuungszulage. Es kann allerdings von denjenigen beantragt werden, die lediglich eine Hinterbliebenenrente beziehen. Die Antragsteller müssen seit mindestens drei jahren im Gebiet der Region ansässig bzw. mit einer Person verheiratet sein, die diese Vorraussetzungen erfüllt. Ausnahmen Die volle Betreuungszulage steht auch Familien mit nur einem Elternteil zu sowie Bäuerinnen und Bauern. Halb- und Teilpächterinnen, die in Betrieben tätig sind, welche sich im Regionalgebiet in Patronate

einer besonders ungünstigen Lage befinden sowie denjenigen, die im ersten und zweiten Lebensjahr des Kindes eine selbständige Erwerbstätigkeit oder lohnabhängige Tätigkeit von jeweils nicht mehr als 72 Tagen ausüben. Über diese Anzahl von Tagen hinaus wird der Betrag in den Monaten, in denen gearbeitet wird, für jeden zusätzlichen Arbeitstag um zehn Prozent vermindert. Versicherung Wer die Betreuungszulage erhalten will, muss mindestens drei Monate vor der Geburt des Kindes eine entsprechende Versicherung abgeschlossen haben. Im Falle einer Adoption oder Anvertrauung zur Betreuung vor der Adoption kann der Beitritt auch am Tage vor dem Erlass der entsprechenden Maßnahme erfolgen. Wie hoch sind die Beiträge? In der neuen genehmigten Verordnung wird der jährliche Beitrag auf mindestens 52,00 Euro bis höchstens 1.570,00 Euro festgelegt, und zwar je nach der finanziellen Lage der Familiengemeinschaft oder antragstellenden Person. • Familiengeld Worum handelt es sich? Das Familiengeld wird ergänzend zu den in den staatlichen Bestimmungen vorgesehenen Beihilfen entrichtet und auf der Grundlage der Zusammensetzung der Familie und des jeweiligen Einkommens und Vermögens anhand einer speziellen Tabelle errechnet. Wer hat Anrecht auf Familiengeld? Im Haushalt tätige Personen, unselbständige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder in den Verzeichnissen der Arbeitsämter eingetragene Arbeitslose, Rentnerinnen und Rentner, in Handel und Handwerk Tätige, Bäuerinnen und Bauern mit mindestens drei unterhaltspflichtigen Kindern. Im Falle von Familien mit nur einem Elternteil wird die monatliche Zulage bereits bei zwei unterhaltspflichtigen Kindern entrichtet. Im Falle von Familien mit Behinderten wird der monatliche Betrag bereits bei einem unterhaltspflichtigen Kind ent-

in der Provinz Bozen Meran

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Tel 0473 220 381 13

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Tel 0471 271 706 Tel 0473 236 162

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Tel 0473 230 242 Tel 0473 203418 Tel 0473 277 595

Tel 0473 237 189

>


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richtet. Zur Familie zählen auch nichtverheiratete Eltern, die effektiv zusammenleben. Der bzw. die Antragsteilende muss in jedem Falle seit mindestens drei Jahren im Gebiet der Region ansässig bzw. mit einer Person verheiratet sein, die diese Voraussetzungen erfüllt. Wie hoch sind die Beiträge? Wer Familiengeld erhalten will, muss keine eigenen Beiträge entrichten.

Quelle: Broschüre der Autonomen Region Trentino-Südtirol, Assessorat für Sozialfürsorge: Die Neuerungen zum Familienpaket, August 2003

WER

IST MEIN

VATER?

Anerkennung und Adoption unehelicher Kinder Laut Zivilgesetzbuch kann das uneheliche Kind vom Vater und von der Mutter anerkannt werden.

In vielen Fällen erfolgt die Anerkennung eines unehelichen Kindes nur seitens der Mutter und dies aus verschiedenen Gründen. Sehr oft drücken sich die Väter vor ihrer Verantwortung und fühlen sich für ihren "Nachwuchs" nicht zuständig. Sie schieben die Verantwortung für die Schwangerschaft der Frau zu und glauben, sich dadurch aus der "Affäre" zu ziehen. Was dies für das Kind bedeutet, wird nicht in Betracht gezogen. Obwohl vom Gesetz die Möglichkeit einer Vaterschaftsklage besteht, wird auch dadurch nicht immer das gewünschte Ziel erreicht. Nicht selten entscheiden aber auch die Mütter, den Vater nicht in die Pflicht zu nehmen. Aufgrund erlebter Enttäuschungen wollen sie ihn aus ihrem und dem Leben des Kindes ausschalten. In dem erlittenen Schmerz durch den Vater des Kindes wie z. B. Verlassenwerden, das Gefühl, ausgenutzt und belogen worden zu sein usw. vergessen Mütter oft das Recht des Kindes auf seinen Vater. Lernt die Mutter einen neuen Partner kennen, wird häufig das Kind von diesem "anerkannt" und nicht selten wächst das Kind in der Meinung auf, dass dies sein "richtiger" Vater sei.

Wenn die Entscheidung auch im guten Glauben für das Kind getroffen wird, verbirgt sich dahinter nicht selten eine Form des Selbstschutzes, Selbstschutz im Sinne sich nicht mit den Gefühlen wie Schmerz, Enttäuschung, Ärger, Wut, Trauer auseinandersetzen zu müssen. Sie wollen dem Kind zwar nicht die Wahrheit vorenthalten, aber damit bis zum "richtigen" Zeitpunkt warten. Manche Mutter rechtfertigt ihre Entscheidung, "es" dem Kind noch nicht gesagt zu haben, damit, dass es dem Kind sehr gut gehe und dass es bisher nie nach dem Vater gefragt oder den "jetzigen" Vater nie in Frage gestellt hätte. Kinder spüren und ahnen etwas, aber sie vermeiden zu fragen. Sie fühlen, dass ihre Fragen Angst auslösen. "Menschen, die aufwachsen, ohne ihren Vater zu kennen, tragen ein Gefühl von Verlust in sich. Ihnen fehlt eine entscheidende Bezugsperson. Sie können ihre Herkunft nicht vollständig erfassen und rekonstruieren" (Irmela Wiemann). Für weitere Informationen können Sie sich an die für den Bereich Adoption beauftragte Sozialassistentin der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt wenden (Tel. 0473/673140).

Zulauf; der Bestand eines Golfplatzes sei zudem auch für den Fremdenverkehr von äußerster Wichtigkeit und letztlich habe auch die Raiffeisen mit der neu getroffe-

nen Vereinbarung die Wichtigkeit eines derartigen Projektes bestätigt, so Pichler.

SPORT ST. MARTIN

Golfplatz Passeier und Raiffeisen Kürzlich haben die Raiffeisenkassen des Burggrafenamtes und der Raiffeisenverband Südtirol mit der Golf Passeier GmbH eine langjährige Vereinbarung für werbliche Zusammenarbeit getroffen und damit die bislang bestandene Sponsorisierung erneuert. An Stelle des bisherigen Greens N r. 9 steht nun das Green Nr. 1 unter der Flagge Raiffeisens. Unternehmer Karl Pichler ist Bauherr des Golfplatzes im Passeiertal, der zur Zeit von 9 auf 18 Loch erweitert wird. Es werde einer der schönsten Golfplätze im Alpenraum, so der Bauherr Pichler. Anlässlich des Treffens in der Raiffeisenkasse Marling berichtete Pichler, dass die Anpachtung der Gründe den Besitzern gutes Geld einbringe und dass zudem einige von ihnen beim Golf eine Arbeitsstelle gefunden hätten. Da der Golfsport bis ins hohe Alter ausgeübt werden kann, finde diese Sportart immer mehr

(u.l.n.r.) Bei der Unterzeichnung Vertreter

der Obmänner

und Direktor Wolfgang

Golf Passeier GmbH

der Werbeuereinbarung:

des Bezirkes

Burggrafenamt

Obmann Manfred

und

Leiner

Rudig (Raika Marling), Bauherr Karl Pichler,

Direktor Walter Pichler und Obmann Albert Pichler (Raika St. Martin in


41 PasseirerBlatt-NR.

64, SEPTEMBER

2003

am Samstag, 18. Oktober 2003 im Vereinshaus von St. Leonhard Programm

18 - 19 Uhr

Einlass und Autogrammstunde

mit Sportlern

aus nah und fern

(als Ehrengäste begrüßen wir Sportler aus dem Passeiertal mit herausragenden Leistungen - Italienmeister, Europameister, Weltmeister, weiters Frau Denise Karbon und Freddy Schwienbacher, Dr. Luis Durnwalder, Sportarzt Dr. Max Regele, Miss Südtirol 2003 Katrin Morandell und viele andere mehr) 19 - 21 Uhr 21 Uhr

Begrüßung und multimedialer mit Show und Theatereinlagen I

Rückblick ,,35 Jahre S.c. Passeier"

Sportlermenü

Anschließend

Gala-Abend

mit den Condors

Verlosung

1. Preis: Wellness-Wochende Schöne Sachpreise

Kartenvorverkauf

Ab Montag, 22. September, bei der Raika Passeier in St. Leonhard und Moos (begrenzte Anzahl von Karten!)

Eintritt nur gegen Vorlage der Einladungskarte in der Zeit von 18 - 19 Uhr Informationen

Beim Organisationskomitee:

Tel. t4~8/ 733116 rj Tel.~4871b6 559 3 Tel. 338/ 9~8 713 0

Der S.c. Passeier lädt alle Sport-Interessierten recht herzlich ein und wünscht einen informativen und unterhaltsamen Abend!

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RANGGlERVEREIN

PASSEIER

Große Erfolge für die Passeirer Ranggier Genau wie vor zwei jahren fuhr Heini Haspinger auch heuer mit den drei Passeirer Rangglern Benjamin Pichler (Klasse 8-10 jahre), Alexander Bortolotti (Klasse 10-12 jahre) und Florian Haspinger (Klasse 12-14 jahre) am jakobisonntag zum traditionellen Hundsteinranggeln (größtes Salzburger Ranggeln auf 2.100 Meter). Bei herrlichem Sommerwetter und einer Fahrt von 620 Kilometern, mit Start um fünf Uhr in St. Martin, kamen alle drei Ranggier als stolze Hundsteinsieger mit handgefertigter Medaille wieder gesund nach Hause. Am 10. August fuhr Oswald Öttl mit Florian Haspinger und Siegmar Lamprecht nach Mayerhofen im Zillertal zum Alpenländerkönig-Ranggeln. Florian Haspinger siegte beim Preisranggeln und bei den anschließenden Kämpfen zum Alpenländerkönig, Siegmar Lamprecht wurde Dritter bei den Senioren. Gleichzeitig waren sieben Ranggier in Mühlwald im Ahrntal im Einsatz - alle Im Bild u.l.n.r.: Fabian Pichler, Benjamin Pichler,

Klaus Raffl, Florian Haspinger, Peter Öttl, Christof

Pichler, Siegmar Lamprecht, Veranstalter Helli

Gufler. Hinten links: Passeirer Ranggierobmann Gottfried Pichler.

das Alpencup-Abschlussranggeln am 21. September - ein Ranggeln, das nur alle vier jahre an Südtirol vergeben wird und bei dem die besten fünf Seniorenranggier ausgezeichnet werden. Und das Abschluss-Länderranggeln zwischen Bayern, Salzburg, Tirol und Südtirol am 26. Oktober.

konnten einen Preis mit nach Hause nehmen. Am 15. August wurde auf der Gampen Alm bei Tall ein Pokal-Ranggeln und die Passeirermeisterschaft im Ranggeln ausgetragen. Beim Pokalranggeln konnten sich unsere Passeirer Ranggier folgende Plätze erkämpfen: Klasse 6-8 jahre:

1. Marco Hofer, 2. Fabian Pichler

Klasse 8-10 jahre:

1. Benjamin

Klasse 10-12 jahre:

1. Klaus Rafft

Pichler, 3. Daniel Cava

Klasse 12-14 jahre:

1.

Klasse 14-16 jahre:

1. Peter ätti

Florian Haspinger, 3. Simon Rafft

Klasse 16-18 jahre:

1. Christof

Senioren:

1. Siegmar Lamprecht,

Passeirer-Meister

Pichler 5. Hubert Prünster

2003 wurden:

Klasse 6-8 jahre:

Fabian Pichler

Klasse 8-10 jahre:

Benjamin

Klasse 10-12 jahre:

Klaus Rafft

Klasse 12-14 jahre:

Florian Haspinger

Pichler

Klasse 14-16 jahre:

Peter ätti

Klasse 16-18 jahre:

Christof Pichler

Senioren:

Siegmar Lamprecht

Vorschau: Zwei große Ranggelveranstaltungen werden heuer noch auf der überdachten Festwiese in St. Martin ausgetragen:

Der Rangglerverein Passeier wünscht allen Mitgliedern auch weiterhin eine verletzungsfreie Saison und allen Interessierten gute Unterhaltung!

Ranggleruerein Passeier

5. SAlEWA-CUP

Berglauf Stettiner-Hütte Am 27. juli wurde der Berglauf von Pfelders auf die Stettiner-Hütte (5. SalewaCup) bei relativ guten Wetterbedingungen ausgetragen. Die Strecke vom Parkplatz in pfelders auf die StettinerHütte weist eine Länge von genau 100405 m und einen Höhenunterschied von 1.255 m auf. Für die Einschreibung und die Startnummernvergabe wurde wieder das Skiliftbüro zur Verfügung gestellt. Der Start erfolgte pünktlich um 10.00 Uhr. Obwohl an diesem Tag noch andere Bergläufe (im Pustertal, im Trentino und im Ausland) stattfanden, konnten die Organisatoren dennoch einen kleinen Teilnehmerzuwachs registrieren. Der amtierende Europameister im Berglauf Marco Gaiardo hatte Interesse an einer Teilnahme am Berglauf gezeigt,


43

musste jedoch einen bedeutenden internationalen Berglauf im Ausland vorziehen. 63 Männer und fünf Frauen gingen an den Start. Die meisten Teilnehmerinnen stammten aus dem Südtiroler Raum. Zwei Urlaubsgäste aus Deutschland, ein Sportler aus Nordtirol sowie vier Athleten aus dem Trentino haben außerdem am Berglauf teilgenommen. Die Spitzenläufer aus dem Passeiertal Peter pfitscher und Michael Fischer konnten heuer die Tagesbestzeit leider nicht beeinträchtigen, welche von Harald Gamper (S.V.jenesien) mit einer Zeit von 1.04,53 Stunden erzielt wurde. Dennoch gelang es den beiden Passeirer Athleten in der jeweiligen Kategorie einen eindeutigen ersten Platz zu erringen. Die Bergrettung Moos, welche für die Austragung des Berglaufes verantwortlich ist, möchte allen Freunden, Helfern und Sponsoren herzlich für die Unterstützung danken. Bürgermeister Willi Klotz, Vizebürgermeister Hubert Brunner und Sportassessor Alois Pichler gilt ein besonderer Dank, da sie durch die Anwesenheit am Berglauf und bei der Siegerehrung der Veranstaltung eine besondere Bedeutung verliehen haben. Die Organisatoren haben sich auch heuer wieder bemüht, für ein gelungenes Rennen zu sorgen und beizutragen, dass den vielen Teilnehmerinnen und Begleitpersonen das Passeiertal in positiver Erinnerung bleibt. Die Cesamtschnellsten:

Harald Camper

(Mitte), Martin Obexer (links) und Harald

PasseirerBlatt-NR.

64,

SEPTEMBER 2003

und Peter Pßtscher (rechts). Foto: Isidor Plangger

Ergebnisse Frauen 01

Brigitte

Prackwieser Vasselai

02

Rosy Pattis

03

Annemarie

Lauffreunde

Sarntal

L.G. Schiern Gross

Lauffreunde

Sarntal

1962

1.28,23

1952

1.32,58

1969

1.36,09

Männer 1974 und jünger 01

Michael Fischer (Moos)

S.V.Mölten

1980

1.09,05

02

Martin

S.V.Niederdorf

1978

1.15,25

03

Willi Gerstgrasser

LLZ Tirol

1978

1.17.37

Grüner

Reichegger (rechts). Foto: Kassian Plangger.

Männer 1964 - 1973 01

Harald Gamper

S.V.Jenesien

1972

1.04,53

02

Martin Obexer

S.V.Mölten

1964

1.06,51

03

Harald Reichegger

I.C, Kaltern

1972

1.07,02

Männer 1952 - 1963 01

Peter pfitscher (St. Martin)

S.V.Mölten

1.07.45

02

Karl Höller

S.V.Mölten

1.10,40

Eduard Wörndle

L.G. Schiern

1.10,55

03

Männer 1951 und älter Luciano Spinazze

A.S. Meran

1946

1.25,27

02

Giancarlo Pedrazza

Fullsport

1938

1.27,07

03

Franz Andergassen

1951

1· 32,14

01

Ma n nschaftswertu

Kaltern

ng:

1. S.V.Mölten (Martin 2.

i.c.

Naturafit

Obexer, Peter Pfitscher, Michael Fischer)

L.c. Kaltern (Haraid Reichegger, Norbert

3. Fullsport Naturafit

Morandell,

(Reinhold Schwienbacher,

Reinhard Lindner)

Thomas Wolf, Damiano Mirelli)


Aus den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin Termine & Veranstaltungen

Öffnungszeiten -.T'

Das Gemeindeamt ist Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr geöffnet, Samstag von 9 bis 12 Uhr und montags außerdem von 14 bis 16 Uhr. Die Arztpraxis von Dr. Mair ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitagvon 8 bis 12Uhr geöffnet und mittwochs von 15bis 18 Uhr. Das Krankenpflegeambulatorium, Sitz Platt Nr. 28, ist immer mittwochs von 10 bis 11 Uhr geöffnet. Die Mütterberatung, Sitz Platt Nr. 28, ist jeden 2. Mittwoch im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Die Bibliothek in Platt ist immer sonntags nach dem Hauptgottesdienstgeöffnet und freitags nach der Schülermesse.

Das Gemeindeamt ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12und von 15 bis 16 Uhr geöffnet, Freitagvon 8 bis 12.30Uhr und Samstag von 9 bis 12 Uhr. Die Öffentliche Bibliothek ist Montag von 9 - 12 und von 15 -18 Uhr, Dienstag von 15-18 Uhr, Mittwoch von 9 -12 Uhr, Donnerstag von 15-18 Uhr und Freitag von 9 -12 und von 15 -18 Uhr geöffnet. Die Arztpraxis von Dr. Sölder ist Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 8 bis 12Uhr und Dienstag von 15bis 19 Uhr. Die Arztpraxis von Dr. Zuegg ist Montag bis Freitag von 8 bis 12Uhr und mit Vormerkung Montag bis Freitag nachmittags von 15 bis 16 Uhr geöffnet.

Das Gemeindeamt ist von Montag bis Freitag von 8 bis 13Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Die Öffentliche Bibliothek ist Montag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag von 14 bis 16 Uhr, Mittwoch von 9 bis 12 und 15 bis 18 Uhr, Donnerstag von 17bis 19 Uhr, Freitag von 15 bis 18 Uhr und Samstag von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Die Arztpraxis von Dr.lnnerhofer ist von Montag bis Freitag von 8 bis 12Uhr geöffnet. Das Krankenpflegeambulatorium, Garberweg I, ist Dienstag ab 8 Uhr geöffnet. Die Mütterberatung, Sitz Garberweg I, ist donnerstags von 8 -12 Uhr geöffnet. Der Diätdienst, Sitz Garberweg I, ist nur mit Vormerkung (Mi und Da von 9 -12 Uhr, Tel: 0473/659620) geöffnet. SPRENGELSITZ

PASSEIER

DerVerwaltungsdienst ist Montag bis Freitag von 7.30bis 12.30 und Dienstagvon 14.30 bis 16 Uhr geöffnet. Die Blutentnahme ist Mittwoch und Donnerstag von 7.30bis 8.45 Uhr geöffnet. Ohne Vormerkung. Das Krankenpflegeambulatorium ist Montag, Dienstag und Freitag von 8 bis 11 Uhr und Mittwoch und Donnerstag von 9· 30 bis 11 Uhr geöffnet. Die Mütterberatu~g ist am Dienstag von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Der Diätdienst ist Mittwoch von 9 bis 12 und von 13bis 15 Uhr geöffnet, donnerstags von 9 -12.30 Uhr. Das Zahnarztambulatorium ist Mittwoch von 9 bis 12.30Uhr und Donnerstag von 9 bis 12.30und IBO -16.30 Uhr geöffnet. Vormerkung unter Tel. 0473/65 95 02, von 7.30- 9.00 Uhr, montags.

27· 28.

6.

7· 8. 12. 1. Psairer Ceschicklichkeitsreit- undFahrkombinatioii Haflinger pferdezuchtverein Passeier

beim Sandwirt,

14. ~Vereinshaus St. Leo[lh~rd~18lQd:lh~sm&-mein si. ~onhard 18. Sport-Gala ,,35Jahre S.C.Passeier", Vereinshaus St. Leonhard, ab 19 Uhr, sc Passeier - Kartenvorverkauf 20. Start Wein~mina~Gasfha~s-Mit~rwirtSt. Martin~ 20 - 23 Uhr, Bildungsausschuss st. Martin 21. Tagung fürSenioren, vereiiiStiaus st. Leonhard, 14 Uhr, KVW-Seniorenclub - Bäuerliche Seniorenvereinigung 21. Unterhaltungsabend, v:"e~n~aus st, Leo";,hard,_20.30Uhr, TVst. Leonhard 22._ K.!lnzert,~h!U~~t. Martin, 19,30 Uhr, Tourismusverein st. Martin -r-~-.-. -:-.-:-:--:_-:-:--:24.--- . 28.

4. 6.

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12. Start Tanzkurs, V~reinshaus S!._Ma_rtin,1~ ... 14. Beginn der dreitä'gigen Leonhärds-AussteITung, Vereinshaus St, Leonhard, pfarrei/Gemeinde 15· 16. 21.

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Bildungsausschuss st. Martin

Termine für den Veranstaltungskalender können innerhalb Redaktionsschluss in den Bibliotheken St. Leonhard und St, Martin abgegeben bzw. per E-Mail 7110pcrhirlrt werden: biblio.st.leonhard®rolmail.net


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