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Passeirer Blatt

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50-jährige Passeirer Volksmusiktradition:

Heinrich Gufler, loset Pitschieler und Hermann Gufler I N HALT 5

PASSEIER

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AUS DEN GEMEINDESTUBEN

VOR 100 JAHREN

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KULTUR

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VEREINE

&. GESELLSCHAFT

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GEsUNDHEIT&.sOZIALEs

&. VERBÄNDE

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GRATULATIONEN

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AUS DEN SCHULEN &. BIBLIOTHEKEN

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PsEIRER

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SPORT

LEIT

D"ie"PSeirer

Dass das Passeiertal schon von alters her als musikalisches Tal gilt, ist bekannt. Aber nur wenigen Passeirern ist bewusst, dass ihr Heimattal einstmals eine blühende Tanzgeigerlandschaft war. Nach dem Zweiten Weltkrieg sind von dieser einzigartigen Tradition nur mehr zwei Gruppen übrig geblieben: eine davon ist die .Pseirer Schramm I". Seit über fünfzig jahren besteht die Gruppe schon, und sie gilt weit über die Talgrenzen hinaus als Aushängeschild der bodenständigen Volksmusik. Ihre

schrammt"

Musik hat "Seele" und bei öffentlichen Auftritten ist die Musikgruppe meist rasch von Zuhörern umringt. Besonders die Touristen schätzen das Temperament, mit dem die vier schon gesetzteren Herrn aufspielen, und lauschen ergriffen der in ihren Ohren wohl etwas fremdländisch klingenden Musik. Gründungsvater und musikalischer Leiter ist von Anbeginn der Hermann Gufler aus St. Martin. Er hatte von seinem Vater etwas Ziehorgelspielen gelernt und das genügte für ein Engagement den ganzen Sommer des jahres 1946 im Gasthaus am Schneeberg. Dass das musikalische Naturtalent anfangs nur wenige Stücke beherrschte, fiel nicht weiter auf. Der Hermann lernte auch ohne Notenkenntnisse rasch dazu. Er wurde zu einem gefragten Ziehorgelspieler, der bei vielen Anlässen in Gasthäusern und auf Almen aufspielte. Alleine zu musizieren, das stellte den Hermann jedoch nicht zufrieden und so sah er sich bald nach Gleichgesinnten um. In josef Pitschieler (Messner Sepp) - mit der Geige - und Alois Wank - mit der Gitarre - fand er Musikanten, die seine musikalischen Vorlieben teilten. Damit - es war Anfang der fünfziger jahre - war die .Pseirer Schrammi" geboren. Das Trio, das sich 1955 mit dem Eintritt von Heinrich Gufler (Bassgeige) zum Quartett weitete, hatte von Beginn an Erfolg. Die lustigen Musikanten in Passeirer Tracht, die überall Schwung hineinbrachten, wurden bei vielen Bällen, Hochzeiten und Geburtstagen engagiert. Sie traten in ganz Südtirol auf und sogar im bekanntesten Ballsaal des Landes, dem Kursaal von Meran, heimsten sie immer wieder Beifall für ihre Landler, Märsche und Boarischen ein. Es gab [ahre, in denen sie an jedem Wochenende - ausgenommen die Fasten- und

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Adventszeit - zum Tanz aufspielten. Auch nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz (hier besonders die Tiroler Bälle der Passeirer Arbeiter in Davos) wurden sie eingeladen. "Das Ballspielen" war damals noch eine schweißtreibende Arbeit. Nicht selten wurde von 20 Uhr abends bis morgens um fünf durchgespielt und es konnte auch vorkommen, dass nach einer Pause tagsüber weitergespielt wurde. "Wenn mier a Hetz kopp hobm unds Essen und Trinken gi passt hot, nocher hot ins des gor nix ausgimocht", erinnert sich der Hermann. "Lei bei der Orbit in neggschtn Tog, do sein mier schun ab bissl miede giwesn", gibt er dann doch zu. Besonders stolz waren die vier über die Auszeichnung als beliebteste Gruppe beim Volksmusikwettbewerb des Rai Sender Bozen im jahre 1962. Ihre Beliebtheit hatten sie nicht zuletzt der in Südtirol seltenen Besetzung mit der melodieführenden Geige zu verdanken. Es waren goldene [ahre für die Gruppe, sie verdienten dabei recht gut, doch im Vordergrund standen immer der Spaß an der Musik und die Treue zur Passeirer Tradition. Dass sie beim Neujahranwünschen in den Fünfzigern - zu Fuß und von Hof zu Hof - mitmachten, war für die vier Musikanten Ehrenpflicht.

Impressum Erscheintdreimonatlich. - Eingetragenbeim LandesgerichtBozenmit DekretNr. 11/87vom

29.05· 1987· Eigentümer und Herausgeber: GemeindenMoos,5t. Leonhardund 5t. Martin in Passeier.Vertreten durch den Bürgermeister von St, Leonhard,Dr.KonradPfitscher. Redaktionskomitee: Kurt Gufler(kg),Arnold Marth (arn),Tanya Pamer(tp), Karl Lanthaler(kl), Brigitte Spergser(bs),Vigil Rafft(vr), Gottfried Zagler (gz),Siglindejaitner (sj), Dr. Heinrich Hofer (hh),[osefine Schwarz(js), Arnold Rinner(ar), ElfriedeGufler(eg), Dr. RosmariePamer(rp) Korrektur: Ernst Rinner Druck: Hauger-Fritz, Schlanders-Meran Verantwortlich für den Inhalt im Sinnedes Pressegesetzes: OswaldWaldner Redaktionsschluss für die September-Ausgabeist: Samstag, 30. August 2003 SpätereingereichteTextewerden in Zukunft nicht mehr berücksichtigt! Text-und Bildbeiträgekönnenbei den Redaktionsmitgliedernoder in den BibliothekenSt. Leonhardund St, Martin abgegebenwerden. Werbebeiträge müssenbei Arnold Marth, Papierprofi- St. Leonhard,abgegebenwerden. Die Redaktion

Die folgenden sechziger jahre waren für die Gruppe Umbruchjahre. Zwei Mitspieler mussten ersetzt werden: Für Heinrich Gufler sprang [osef Marth (Kelderer Sepp) ein, Alois Wank wurde zuerst von Konrad Heel und seit Mitte der sechziger jahre von Karl Königsrainer (Steger Karl) abgelöst. Auch begann sich der "Geschmack" des Ballpublikums zu ändern. Es verlangte zunehmend modernere Stücke und die Schrammln konnten und wollten diesen Bitten nur in beschränktem Maße entgegenkommen. Sie blieben ihrem Repertoire treu und lehnten es ab mit Verstärker und Lautsprecher "laut" und "modern" zu spielen. "Lieber schmeiß i die Ziechorgl in Boch", pflegte der Hermann zu solch einem Ansinnen voll Ingrimm zu sagen und die Folge war, dass sie zu Bällen nur mehr selten eingeladen wurden. Anstelle der Bälle bestritten die Musi-

kanten vermehrt Heimatabende bzw. Bunte Abende, vor allem für Touristen. Hochzeiten, Geburtstage und ähnliche Feste blieben jedoch ein fester Bestandteil ihrer Auftritte. Gespielt wurde auswendig und gemeinsam geprobt wurde - was vielen eigentümlich anmuten muss - auch nicht. Hermann Gufler spielte die zu probenden Stücke den anderen vor oder gab ihnen ein Tonkassette mit. Das genügte, dass sich jeder vorbereiten konnte. 1980 schieden Karl Königsrainer und [osef Pitschieler aus der Gruppe aus. Während ersterer durch Alberich Weger ersetzt werden konnte, musste die "Pseirer Schrammi" in den folgenden jahren ohne die geliebte charakteristische Geigenmelodiestimme auftreten. Erst nach intensivem Bemühen konnte 1991 mit Andreas Pixner (Hienderer Ander) aus Saltaus ein neuer Geiger

Im Zuge der Neugestaltung des Passeirer Blattes wurde die Richtigkeit der Nummern- und jahrgangszählung überprüft und festgestellt, dass bei der März-Ausgabe im jahr 1995 mit der fortlaufenden Nummerierung (Nr:5) ohne Rücksicht auf die vorhergehende Zählung begonnen wurde. Beginnt die fortlaufende Nummerierung 1987 mit der ersten Ausgabe des Blattes, resultiert die juni-Ausgabe 2003 mit der Nummer 63· Diejahre 1995 und 1996 liefen fälschlicherweise gemeinsam unter dem 9· jahrgang, weshalb die aktuelle Zählung jeweils ein jahr in Verzug war: Die richtige jahrgangszählung für die aktuelle juni-Ausgabe 2003 lautet deshalb: 1J.jahrgang, Nr: 6].


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gewonnen werden und die Gruppe konnte wiederum in voller Besetzung bei Heimatabenden, Musikantentreffen und ähnlichen Gelegenheiten (Mortiner Bratltoge, Helener Kirchtig usw.) auftreten. 20 bis 30 Auftritte im jahr kamen so zusammen und wenn der eine oder andere krankheitsbedingt eine Zeit lang ausfiel, musste halt in kleinerer Besetzung aufgetreten werden. Der Hermann Gufler ließ es sich sowieso nicht nehmen, immer wieder solo oder zu zweit zu spielen. Immer wenn es galt das traditionelle Passeiertal musikalisch zu vertreten, wurde die .Pseirer Schrammi" angefordert. Ein Höhepunkte war sicherlich der Auftritt bei der ORF-Sendung "Mei liabste Weis" im jahre 2001. Mit ihrem schneidigen Spiel stellten die vier Senioren manch junge Gruppe in den Schatten. In den beiden letzten jahren sind die Auftritte der Gruppe allerdings rarer geworden. Der Grund ist nicht in mangelnder Spielfreude zu suchen, daran ist einzig und allein die leidige Steuerbürokratie schuld.

"Spielen mocht mir nou olm a Freid" Interview

mit Hermann Gufler Passeirer Blatt: Nach 50 Jahren noch nicht spielmüde?

Hermann Gufler: Überhaupt nicht. Für mich ist das Spielen ein Lebenselixier.Meine Frau

Alle Liebhaber der Pseirer Geigenmusig hoffen jedoch, dass sich die Schramml nicht allzu sehr von den Steuerzettln ins Bockshorn jagen lässt, damit die Leute

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noch oft in den Genuss der bodenständigen Passeirer Volksmusik kommen können.

Die "Pseirer Schrammi" mit Anton Scherer an der Bassgeige

sagt immer, wenn ich krank bin und wieder zu spielen anfang, erst dann bin ich wieder gesund.

Vom Nachspielen der Oberkrainer halte ich allerdings nicht viel.

Hermann Gufler: Ich bedaure das schon, aber es ist halt eine Zeiterscheinung, dass sich bei den jungen die laute Musik durchsetzt. Ein kleiner Kreis wird aber immer die bodenständige Volksmusik pflegen. Eine andere Sache ist aber, dass es in Passeierkeine Geigenmusik mehr geben wird.

Hermann Gufler: Wir haben gespielt und das andere war uns unwichtig. Wir haben gar keinen Wert darauf gelegt besonders bekannt zu werden, z. B. Tonbänder oder CDsvon unsere Gruppe nach einem Auftritt zu verkaufen, das hätten wir nie getan.

Passeirer Blatt: Stimmt es dich nicht traurig, dass es für eure Art Musik in Passeier keine Nachfolger gibt?

Passeirer Blatt: Woran mag es liegen?

Hermann Gufler: DasGeigenspielen lernen ist sehr schwer. Denjungen ist das zu mühevoll. Früher hat man zu dritt und zu viert gelernt und das ging leichter. Abgesehendavon, dass wir früher nicht so viel Ablenkung hatten.

Passeirer Blatt: Was hältst du uon der modernen Musik?

Hermann Gufler: Siegefällt mir halt nicht. Besondersdas Laute und die Verstärker mag ich nicht. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Passeirer Blatt: Und die uolkstümliche Musik?

Hermann Gufler: Die eine oder andere volkstümliche Gruppe, wie z. B. die Oberkrainer, mag ich schon. Weil die gut spielen können.

Passeirer Blatt: Die uolkstümlichen Gruppen uersuchen sich heute alle gut zu uermarkten. Wie habt ihr für euch geworben?

Passeirer Blatt: In 50 jahren erlebt man beim Spielen einiges?

Hermann Gufler: Da könnt ich stundenlang erzählen und manch lustige Begebenheit wäre darunter. Wir Musikanten sind allerdings Kavaliere und müssen schweigen...Aber Spaß beiseite, am meisten beeindruckt hat mich, dass ich kürzlich auf einer goldenen Hochzeit in Tirol gespielt habe; und genau für dieses Paar habe ich vor einem halben jahrhundert auf der Hochzeit zum Tanz aufgespielt. Auch der Auftritt bei einem 65. Hochzeitsjubiläum in Ulten war uns eine besondere Ehre.

Passeirer Blatt: Wünsche?

Hermann Gufler: Gsund bleibn und nou a bissl spielen.

Das Interuiew führte Gottfried Zagler


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PASSE/ER

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VOR 100 JAHREN

Interessante und kuriose Zeitungsnotizen aus dem Passeiertal vor 100 jahren. "Aufgelesen" und kommentiert von Gottfried Zagler Übers Wetter juli: Anfangjuli war es kühl mit wenig Niederschlag. In der Mitte des Monats wurde es schwül. Am 21.kommt Regenund es ist für die jahreszeit ausgesprochen kühl. August: Anfang des Monats ist es schwül, einige heftige Niederschläge. Diese Wetterlage dauert bis zum 18.an. Vom 19.bis 21. heftige Unwetter. Danach wurde eswieder schön, aber nicht heiß. Erst gegen Endedes Monats gibt es herrliches Sommerwetter mit sehr warmen Tagen. September: Das warme und schöne Wetter dauerte bis zum 11. an. Danach kam Regenund einige kühle Tagemit Schnee auf den Bergeshöhen. Ab dem 16.wurde es wieder schön. Das schöne Wetter dauerte mit einer Unterbrechung bis zum Monatsende an. .Burggräfler" und "Meraner Zeitung" vom 1.juli bis zum 30. September 1903 Feierliche Eröffnung der Essener-Hütte

"Am 18. August fand bei guter Witterung die Eröffnung der Essener Hütte im Seebertal statt. Die Beteiligung der Alpenvereinsmitglieder, der Bevölkerung des Passeiertales, des oberen Ötztales, des Ridnauntales und Merans war sehr stark. Die Segnung nahm Pfarrer Egger von Rabenstein vor und der Sektionsvorsitzende Dr. Radner aus Essen übergab die Hütte, deren prachtvolle Lage von allen bewundert wurde, der alIgemeinen Benützung. Im Anschluß an die Reden einer ganzer Reihe von Alpenvereinsvertretern fand innerhalb und außerhalb der Hütte ein fröhliches Leben und Treiben statt:"

"Meraner Zeitung" vom 21.8.1903 Erstes Radfahrerfest in Saltaus

"Über Veranlassung des Radfahrervereins "Burggräfler" wurde ein Radfahrerausflug nach Saltaus veranstaltet. DieAbfahrt erfolgte nachmittags in Meran.

Voraus die Passeyrer Radfahrerkompagnie, unter Führung des Herrn Kristane/l, die in Passeirertracht in die Passerstadt gekommen war. In Saltaus entwickelte sich bald ein fröhliches Leben, wozu die vorzügliche Bewirtung bestens beitrug. Es konzertierten die Vernuerer Kapelle und der Mandolinenklub." "Meraner Zeitung" vom 3.7.und .Burggräfler" vom 1.7.1903 Segnung der Kirche in Hütt

"Am Montag 19. August fand die Segnung des vor 21 jahren erbauten Kirchleins zum hl.josef in Hütt, mit gleichzeitiger Weihe der zwei Glöcklein, statt. Trotz des Werktages und dringender Feldarbeiten hatten sich viele Leute zur Feier eingefunden." "Burggräfler" vom 22.8.1903

Requiem für Papst LeoXIII. - Aufruf für das Tragen der Passeirertracht Wie in vielen anderen Orten Tirols wurde auch in St, Martin des kürzlich verstorbenen Papstesfeierlich gedacht. "Trotz des Werktages

erschien eine außergewöhnlich große Anzahl Leute, auch von den entlegenen Bauernhöfen. DieFeuerwehr und die Schützenkompanie nahmen in großer Anzahl mit Fahnen und Trauerabzeichen Aufstellung." Ein großes Anliegen war dem Schreiber aus St. Martin die Erhaltung der Passeirertracht. "Früher': wusste er zu berichten, "war es

bei diesen Gelegenheiten immer Brauch gewesen, daß die Schützen in Tracht ausrücken. Allmählich war dieser Brauch aber ganz abgekommen. Seit Fronleichnam vor zwei jahren beteiligt sich wieder eine stattliche Anzahl von Schützen in Tracht. Dadurch kommt unsere alte schöne Tracht wieder zu Ehren. Die Tracht ist eine wertvolle Erinnerung an die Zeit Andreas Hofers und niemand soll sich schämen, sie wenigstens bei feierlichen Anlässen zutragen." "Burggräfler" 1.8.1903

Bau der Ulfaser Kirche - Sommerfrischidylle in Platt - Kreuzgang der Ratschingser

"Die Kirche des hl. Korbinian, die in Ulfas mit großem Eifer und zäher

Ausdouer von der Fraktion gebaut wird, ist zum großen Teilunter Dach. Man hofft noch heuer diese benützen zu können. Seit Anfang juli gibt es in Platt wieder ein reges Sommerfrischleben. Alte Bekannte aus Meran haben das ausgewählte Klima von Platt gewählt, um sich von den Strapazen auszuruhen. Am 3.juli hielten die Ratschingser ihren Kreuzgang nach Moos ab. Schon in der Früh waren eine größere Anzahl Männer in Ratschings aufgebrochen und über das Kreuzjoch nach Moos gelangt. Dort erneuerten sie ihr Gelöbnis und kehrten am nächsten Tag wieder in ihre Heimat zurück."

Gemeinde zur ausgezeichneten Wahl. "Burggräfler" vom 26.8.1903 Kaiserjägerbataillon in Passeier

"Gestern kam auf einem Marsch das Kaiserjägerbataillon nach st. Leonhard. Die Mannschaft hat selbst abgekocht und die Nacht in Städeln verbracht. Die Off1ziere waren in Gasthäusern untergebracht."

"Meraner Zeitung" vom 26.7.1903

Anlässlich des Delegiertentages des Feuerwehrbezirkes Meran in St. Leonhard hatten die Passeirer Feuerwehren eine Schauübung abgehalten. Dabei scheint jedoch einiges schief gelaufen zu sein. "Meraner Zeitung" vom 3. 7. 1903

bei Schau übung

Högger joggele aus Vernuer feiert 104. Geburtstag Eine Berühmtheit war damals das Högger joggele aus Vernuer, der am 20. juli unter großer Anteilnahme der Presse den 104. Geburtsstag feierte. Als neunjähriger Bub hatte er angeblich Andreas Hofers Gefangenenabtransport nach Meran miterlebt. 1899 war er dem Kaiser vorgestellt worden und er erhielt seitdem eine jährliche kaiserliche Pension von 200 Kronen. "Meraner Zeitung" vom 12.7.1903

So nimmt es nicht wunder, dass die Presseschrieb, dass "das Feuer-

Schwere Unwetterschäden in Passeier

.Burggräfler" vom 8.7.1903

Passeirer Feuerwehren versagen

wehrwesen Passeiers emsigster Förderung bedürfe': Außerdem wurde

St. Martin als der Tagungsort für das nächstjährige Feuerwehrdelegiertentreffen bestimmt, damit die Passeirer Feuerwehren Gelegenheit bekommen konnten, die Scharte vom letzten jahr auszuwetzen. .Burggräfler" vom 1.7.1903

Neuer Schulleiter für St. Leonhard Die Gemeinden Tirols hatten damals das Recht die Lehrer selbst zu ernennen. Auch die Kirche hatte bei solchen Ernennungen naturgemäß ein gewichtiges Wort mitzureden, wobei natürlich die religiöse Einstellung der Kandidaten ein entscheidendes Kriterium darstellte. Bei dem vom Gemeindeausschuss neu ernannten Schulleiter Stefan Wurzer, Lehrer in Riffian, scheint in dieser Beziehung alles gepasst zu haben. Das konservative Kirchenblatt, der .Burggräfler", jedenfalls lobte den neuen Leiter in höchsten Tonen und beglückwünschte die

"Am 10. August ging ein schweres Unwetter über Passeier nieder. Überall wo man hinblickte, sah man Muren. Sogar die alte Kehlmure, die schon lange nicht mehr ausgebrochen war, verschüttete einen großen Teil der Wiesen. Am ärgsten aber wütete die KeIlerlahn, welche soviel Schuttmassen mit sich führte, dass dadurch die Passer aufgestaut wurde, und unter Baumkirch auf den Straßendamm geschleudert wurde. Die Straße wurde auf 150 Meter total weggefegt."

"Meraner Zeitung" vom 12.8.1903 In den darauffolgenden Tagen führte eine größere Anzahl von italienischen Arbeitern die allernotwendigsten Reparaturarbeiten durch. "Meraner Zeitung'" vom 2.9.1903 Aber auch damit hatte man Pech. Als ab Mitte September starker Regen einsetzte, fegte die hochgehende Passer einen Gutteil dieses Straßenprovisoriums wieder hinweg. "Meraner Zeitung" vom 16.9.1903


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DAS

BESONDERE

BILD

Diejägerschule Hahnebaum feiert 2003 ihr 20-jähriges Bestehen: ein Haus, das seit 20 jahren erfolgreich Wild- und Naturschutz uermittelt und für Lehre und Forschung uiel Zeit und Begeisterung inuestiert. Die Redaktion des Passeirer Blattes gratuliert zum runden Geburtstag!

AUS DEN

GEMEINDESTUBEN

MOOS

Neue Erweiterungszone in Rabenstein Letztes Jahr konnte die seit längerer Zeit von den ortsansässigen Bürgern der Fraktion Rabenstein geforderte Erweiterungszone in Angriff genommen werden. Wenn man die geologische Situation in Rabenstein betrachtet, war es kein leichtes Unterfangen eine Wohnbauzone in der Größenordnung von 3.300 m2 auszumachen. Einige Male musste hierfür der Standort gewechselt werden, da die jeweiligen geologischen Gutachten eine Verwirklichung des Projektes nicht zuließen. Schließlich konnte man sich darauf einigen, die Wohnbauzone zwischen dem .Locherhof" und der Siedlung "Im Pichl" zu errichten. Im Spätherbst des vergangenen Jahres konnten die


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Erschließungsarbeiten vergeben werden, welche mit einem beträchtlichen finanziellen Aufwand verbunden sind. Mit einem Sonderbeitrag der Landesregierung für die Zufahrtsstraße zur Wohnbauzone konnten jedoch die Kosten für die Gemeindeverwaltung in Grenzen gehalten werden. Es wird angenommen, dass die Arbeiten für die Erschließung dieser Zone so weit fortgeschritten sind, dass mit der Bebauung dieser Zone im Sommer begonnen werden kann. Insgesamt können in dieser Zone, welche ausschließlich dem geförderten Wohnbau zur Verfügung steht, acht Reihenhäuser errichtet werden. Die Gemeindeuerwaltung

Moos

STULS

Einweihungsfeier des Festplatzes Am 18. Mai 2003 konnte der neu errichtete Festplatz in Stuls feierlich seiner Bestimmung übergeben werden. Um 10 Uhr war eine feierliche Messe in der Kirche, welche vom Frauenchor Stuls und einer Zithergruppe mitgestaltet wurde. Anschließend begaben sich die Versammelten auf den Festplatz unterhalb der Kirche. Die Segnung nahm der Kooperator von St. Leonhard, P. Benedikt Hochkofler, vor. Als Ehrengäste konnten Bürgermeister Wilhelm Klotz, die Gemeindeassessoren Alois Pöhl, Luis Pichler und Hubert Brunner und Senator Dr. Alois Kofler begrüßt werden. Anwesend waren auch Vertreter der verschiedenen Bau- und Ausstattungsfirmen. Die Planung des neuen Festplatzes hatte am 4. Januar 2002 ihren Anfang genommen, als bei einer Versammlung über den Bau eines Festplatzes beraten wurde. In der Folge wurde dann ein Komitee gegründet, welches mit Planung, Organisation und Durchführung des Projektes beauftragt wurde. Errichtet werden sollten: eine Festküche samt Einrichtung, ein Tanzboden, eine Musikbühne und eine Überdachung für den Teil des Festplatzes, der nicht bereits durch die Tiefgarage überdacht wird. Die Arbeiten wurden soweit möglich in Eigenregie durchgeführt, wobei den 15 beteiligten Vereinen für ihren Fleiß und Einsatz an dieser Stelle ein herzliches Vergelt's Gott gesagt sei. Ohne die bereitwillige Mitarbeit aller Beteiligten wäre das Vorhaben wohl kaum zu realisieren gewesen. Gedankt sei auch den

Das Organisationskomitee

verschiedenen Firmen, die bei Bau und Einrichtung beteiligt waren. Die Finanzierung erfolgte größtenteils über die Gemeindeverwaltung von Moos. Ein kleiner Teil konnte auch durch Sponsoren gedeckt werden, namentlich sind dies: die Raiffeisenkasse Passeier, die Firma Maico, Senator Dr. Alois Kofler, die Firma Getränke Prünster und die Firma Edilval. Allen sei vielmals gedankt, besonders der Gemeindeverwaltung von Moos mit dem Bürgermeister an der Spitze. Als eine schöne Geste und Ausdruck der Gemeinschaft ist auch die Kostenbeteiligung der Gastronomie und des Handels von Stuls zu erwähnen. Wir hoffen für die Zukunft, dass der schöne Festplatz von Vereinen und Organisationen rege genutzt wird und als gemeinnützige Einrichtung eine Bereicherung für die gesamte Dorfgemeinschaft darstellt. Das Komitee

MOOS

Neubau Busparkplatz, Minirecyclinghof und Bauhof

Im Rahmen dieses Projektes ist es möglich drei dringende und notwendige Vorhaben gemeinsam zu realisieren. Der Standort des seit Jahren geforderten Buswendeplatzes wird in Moos an der Abzweigung der Landesstraße nach Platt zur Handwerkerzone sein. Dieser Parkplatz wird das Abstellen von sechs Autobussen ermöglichen. Zurzeit ist die Situation diesbezüglich untragbar: Um ein Wendemanöver durchzuführen, müssen die Linienbusse derzeit bis nach Platt fahren, da dies in Moos aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist. Weiters soll in diesem Gebäude der Minirecyclinghof untergebracht werden, welcher so endlich einen geeigneten

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Standort haben wird. Laut Aussagen von Vertretern der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt soll somit einer der modernsten Minirecyclinghöfe im Bezirk entstehen. Der geplante neue Bauhof soll den Gemeindearbeitern endlich die Möglichkeit bieten, ihre Geräte entsprechend zu warten und das benötigte Material zu lagern. Kostenpunkt dieses Gesamtprojektes ist die Summe von 895.000.- Euro, wobei die Finanzierung großteils von einem Beitrag aus dem Strukturfond Ziel 2 (EU-Maßnahme) stammt. Die Gemeindeuerwaltung

Moos

ST. LEONHARD

Unwetter 2000

und 2002

Die starken Niederschläge im Spätherbst der jahre 2000 und 2002 haben der gesamten Bevölkerung Sorgen bereitet, und als sich das Wetter wieder besserte, war die allgemeine Erleichterung groß. Die Spätfolgen der Unwetter aber zeigten sich hinterher erst langsam und bereiten bis heute Kopfzerbrechen. Auf dem Gemeindegebiet von St. Leonhard sind mehrere Gefahrenbereiche aufgetreten: Die etwa um 1900 letztmals aktive Greinwalder Mure hinter Saltaus kam wieder in Bewegung und stellte den Bau der neuen Schweinsteger Brücke in Frage. Letztendlich aber konnten die Geologen Entwarnung geben: Der Hang ist stabil und damit kann jetzt der Bau der Brücke in Auftrag gegeben werden. Unterhalb von Schweinsteg sind im Waldhang oberhalb der Passer vier große Rutschungen aufgetreten und nach einer Lösung in Zusammenarbeit zwischen Wildbach und Forst wird erst gesucht. Endlich begonnen wird die Verbauung des Riffi-Felssturzes oberhalb von Prantach, wobei ein Damm errichtet und eine Senke ausgehoben wird, um die abgehenden Felsbrocken aufzuhalten. Ebenfalls neu angebrochen ist die Kehlmure unter der Plattner Spitze. Im juni 1998 hatte ein Unwetter etwa 70.000 Kubikmeter Geröll abrutschen lassen, die Passer verlegt und teilweise die Handwerkerzone überflutet. Dabei wurden viele Rückhaltesperren der Wildbachverbauung zerstört und damit die Seitenhänge der Mure geschwächt. jetzt ist im oberen Teil der Kehlmure ein neuer Anbruch aufgetreten, der zurzeit von

Geologen untersucht wird. Unverzichtbar ist daher der weitere Ausbau des unteren Murenbereiches, ebenso die Verstärkung der Dämme. Erfolgreich verbaut wurde die Mure, welche ein Abrutschen von .Linas Hofschenke" in Walten möglich erscheinen ließ und auch die jaufenstraße und den Waltnerbach bedrohte. Die Wildbachverbauung hat diese Sicherung mit Hilfe armierter Erde mustergültig durchgeführt, ebenso wie bereits vorher die Anbrüche bei der Nesselgrube hinter St. Leonhard und bei Tramutz in Schlattach. Aus diesem Grund gilt der allgemeine Dank der Wildbachverbauung mit Dr. Spagnolo und Dr. Schweitzer sowie allen Arbeitern, ebenso der Forstbehörde mit Dr. Klotz, Dr. Tirler und unseren Stationsförstern, welche die vielen Schäden an den Hofzufahrten und Waldwegen erhoben und die Schadensbehebung finanziert haben. Ebenso konnten sich die Bauern bei Muren im Wiesenbereich an das Landwirtschaftsinspektorat, mit Dr. Herz an der Spitze, wenden. Ihnen unser besonderer Dank. Was aber ist die Ursache dieser gehäuften Unwetter und Schäden? Sind es starke Niederschläge, wie sie schon immer aufgetreten sind? Ist es die Klimaveränderung, wie oft gemutmaßt wird? Oder ist es der Mensch, der durch Wegebau und Planierungen den natürlichen Abfluss beeinflusst? Noch ist keine

Antwort möglich, sicherlich aber gilt es, in Zukunft bei unseren Eingriffen in der Natur sorgsam auf die Wasserableitung zu achten, um bei starken Niederschlägen, unabhängig von der Ursache, gerüstet zu sein. Konrad Pfitscher

ST. MARTIN

Obersteinwandhöfe wieder sicher

Auch im Gemeindegebiet von St. Martin haben die starken Niederschläge im Spätherbst 2002 Schäden angerichtet, die auch heute noch sichtbar sind. Am schwersten hat es wohl vier Familien im Kalmtal getroffen, die evakuiert werden mussten und bei Nachbarn unterkamen. Drei Familien konnten nach einigen Wochen wieder in ihr Haus zurückkehren. Beim Lokalaugenschein, unmittelbar nach den Steinabgängen, mit dem Amt für Zivilschutz, den Geologen Dr. Nössing und Dr. Maria Schmidt wurde entschieden, als Sofortmaßnahme einen Damm zu bauen, ein zweiter wurde zu einem späteren Zeitpunkt errichtet. Weiters wurde eine Felssäuberung von der Firma Unirock durchgeführt. Bei den Unter-


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steinwandhöfen muss die Verbauung erst noch gemacht werden. Die Kosten von ca. 60.000 Euro wurden zu 70% vom Land finanziert, der Rest von der Gemeinde St. Martin. Erwähnenswert ist der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr von St. Martin, die über einen längeren Zeitraum zweimal täglich während der Stallarbeit das Gelände wegen der Steinabgänge kontrollierten. Ein Dank gilt auch dem Bürgermeister Hermann Pirpamer, welcher mit großem Einsatz im Kalmtal, aber auch bei allen anderen Murenabgängen und Anbrüchen, stets sein Möglichstes versuchte. Aber auch die betroffenen Familien

KULTUR

selbst zeigten sehr viel Verständnis und Geduld für die schwierige Situation.

ST. LEONHARD

Bürgerversammlung

Fast 400 Bürgerinnen und Bürger haben an der diesjährigen Bürgerversammlung in St. Leonhard teilgenommen. Zahlreich wie selten haben sie sich Rechenschaft über vergangene Projekte ablegen und über

& GESELLSCHAFT

MOOS

Psairer Ziachorgeltreffen 1.

Am 26. April 2003 fand im Vereinssaal von Moos das 1. Psairer Ziachorgeltreffen statt. Aus dem gesamten Passeiertal kamen Freunde und Liebhaber der Ziachorgelmusik zusammen. Einundzwanzig junge und ältere Semester spielten an diesem Abend zünftig auf und sorgten für eine gute Stimmung. Es wurde gesungen, getanzt und der Abend war für alle ein schönes Erlebnis. Der Reinerlös dieser Veranstaltung von 1.330 Euro ging zugunsten der Südtiroler Krebshilfe, Sektion Burggrafenamt. Allen, die zum Gelingen dieses schönen Abends beigetragen haben, sei auf diesem Weg nochmals ein herzliches Vergelt's Gott gesagt. Helmuth Halbeisen

Bei der Scheckübergabe: Helmut und iuis, sowie

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zukünftige Vorhaben Bericht erstatten lassen. Der Gemeindeausschuss von St. Leonhard versuchte dem anhand von Dias gerecht zu werden. Fertig gestellt wurden der Parkplatz oberhalb der Schweinsteger Kirche, die Gewerbezone Schweinsteg, der Recyclinghof, viele Wege- und Asphaltierungsprojekte, der Fußball platz, die Teilsanierung des Kindergartens in St. Leonhard, der Gehsteig in Gomion sowie die Trink-, Lösch- und Beregnungsleitung in Glaiten. Im Bau oder geplant sind der Bau der Brücke nach Schweinsteg, die Sanierung der Mülldeponie, die Umfahrung am Sandhof, die Sanierung der Kohlstatt, der Ausbau der jaufenburg als Museum, eine Trinkwasseraufbereitungsanlage für St. teonhard, der Bau der Feuerwehrhalle in Walten, die Verbauung der Wohnbauzonen Schweinsteg und Mairhof, der Abschluss der Lawinenverbauung am jaufen usw. Wie man sieht, stehen viele Projekte an, wobei sich noch viele kleinere dazugeseilen. Vor der Bürgerversammlung in St. Leonhard hat eine Bürgerversammlung in Schweinsteg stattgefunden, eine weitere folgte in Walten. Hervorzuheben ist auf jeden Fall das Interesse der Bürgerinnen und Bürger am Gemeindegeschehen und der Wunsch der Verwaltung nach einer weiterhin guten Zusammenarbeit. Die Gemeindeuerwaltung


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PLATT

Anders und doch

wie ich

"Herr, wann haben wir dich gesehen?", lautet das jahresthema der Diözese im heurigen Kirchenjahr. Bezugnehmend auf diesen Auftrag des Bischofs lud die Pfarrgemeinde von Platt am 6. April 2003 Menschen vom Blindenapostolat St. Raphael und Menschen mit Behinderungen nach Platt ein.

perbehinderte nicht nur als Meister im Lesen von Texten, sondern zeigten auch Talent als Prediger. Im Anschluss an die heilige Messe führte Frau Elfi die Kinder und andere Interessierte in die Technik der Blindenschrift ein. Andere nutzten die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit den Gästen. Zu einer Begegnung der besonderen Art gestaltete sich das Mittagessen, welches die Gäste bei verschiedenen Familien des Ortes einnehmen konnten. Anschließend trafen sich Familien, Pfarrgemeinderäte und Blinde im Bürgersaal

zeigte das wahre Miteinander. Wir waren beeindruckt vom Mittun der Bevölkerung und wie die Leute Zeit hatten für uns. Ihr könnt stolz auf euch sein."

Auch den Platter Bürgern wird dieser Tag als ein besonderer Tag der Freude in Erinnerung bleiben, ein Tag an dem das Gefühl entstand, dass gerade durch die Verschiedenheit der Menschen das Leben lebendig, vielfältig und bereichernd wird.

STULS

Jäger der Nacht

Siegfried Pfitscher und Mariedl Fischnaller Dieser Einladung liegt die Überzeugung zugrunde, dass ein gemeinsamer Erfahrungsaustausch helfen kann, sich gegenseitig besser zu verstehen. Beim Betrachten von einem anderen Standpunkt aus, beim Sich-Einfühlen in den Anderen, kann es uns gelingen Vorurteile abzubauen und auf diese Weise zu einem positiven Erleben des Anderen beizutragen. Der Tag der Begegnung begann um 9045 Uhr mit dem Hauptgottesdienst. Bei der Messfeier erwiesen sich Blinde und Kör-

Tag + Nacht

TAXI

Bahnhöfe Flughäfen'

und feierten bei Musik, Kuchen und Kaffee. In einem Dankesschreiben an Pfarrer Siegfried bedankt sich Mariedl Fischnaller, die Präsidentin des Blindenapostolates Südtirol, ganz herzlich. Unter anderem schreibt sie: "Eine so schöne und

herzliche Atmosphäre wie bei euch in Platt haben wir selten erlebt. Das muss ich euch aus lauter Freude und Dankbarkeit einfach sagen. Die gemeinsame Gestaltung des Gottesdienstes von Körperbehinderten, Blinden und der Pfarrgemeinde

Zu einer Rarität unter den zahlreichen im Passeier getätigten Zugvogelbeobachtungen des heurigen Frühjahres zählt zweifelsohne eine Sumpfohreule. Diese Eulenart, deren auffälligste Kennzeichen große, gelbe nach vorne gerichtete Augen, ein großer runder Kopf und kaum sichtbare Federohren sind, kommt in Südtirol als Brutvogel nicht vor. Die Eule lebt während der Wintermonate bevorzugt im Mittelmeerraum und an der Atlantikküste. Im Sommer brütet sie in ausgedehnten Schilf- und Moorgebieten nördlich des Alpenhauptkammes. Entdeckt wurde der unscheinbare Nachtvogel am Nachmittag des 6. April 2003 von Alois Hofer ( Lenz Muchn Luis) in Stuls in der Nähe des Hochasphofes. "Das verletzte Tier mit ungewöhnlich schönen, gelben Augen saß zusammengekauert am Straßenrand. Vermutlich war die Eule auf den über dieser Stelle verlaufenden Heuschießdraht geprallt und hatte sich dabei einen Flügel gebrochen. "Behutsam trug ich den Vogel zum nahegelegenen Hochasphof und gab ihn in die Obhut des Osper jogg (Pfitscher jakob), der als jäger wohl mehr Erfahrung im Umgang mit derlei Getier haben

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11 VOLKSBEGEHREN DEMOKRATIE

ZUR

PasseirerBlatt-NR.

38.JUN12003

DIREKTEN

IN SÜDTIROL

Heute unterschreiben - morgen mitentscheiden

runden Kopf und den kaum sichtbaren Federohren würde': weiß Alois Hofer zu berichten. Der Osper jogg bemühte sich zuallererst dem abgemagerten Tier eine kräftige Mahlzeit zukommen zu lassen. "Und weil zi Mittog a Stuck Scheiterhaufn übrig giibliebn isch, hon i der Aile a großis Stuck Scheiterhaufn und aSchoie Wosser firgstellt," erzählte der jogg. Anschließend verwahrte er das Tier unter einer Obstkiste und verständigte den jagdaufseher Anton Ploner. Als dieser am nächsten Tag in der Frühe kam, hatte die Eule zur Freude vom jogg den Scheiterhaufen "sauber olln augfressn unds gonze Wosser ausgsoffn." Noch am sei ben Vormittag lieferte Revierleiter Christoph Gögele den kranken Kauz in das Vogelpflegezentrum von Dorf Tirol ein. Walter Campei, Raubvogelexperte und Leiter des Pflegezentrums, identifizierte die Eule einwandfrei als Sumpfohreule. Dem 380 Gramm schweren Eulenweibchen wurde die gebrochene Flügelschwinge operativ entfernt. Aufgrund einer bereits fortgeschrittenen Infektion und einer sehr schwachen Körperkonstitution überlebte die jägerin der Nacht jedoch nicht. Wegen ihrer nächtlichen Lebensweise sind Eulen sehr selten zu sehen. Entdeckungen an Tagesrastplätzen zählen zu Ausnahmen. Am ehesten verraten sich die Nachtraubvögel mit ihren großen nach vorn gerichteten Augen während der Balzzeit (Februar bis April) durch ihre Stimme. Die Kenntnis der Stimme ist besonders wichtig, denn während die eine Art sich durch pfeifähnliche Töne verrät, lässt die andere eher ein Gekreische vernehmen und wieder eine andere Art verständigt sich mit wohlklingenden Tönen. Zu den Arten, die im Passeier mit Sicherheit brüten, zählen der Uhu, der Rauhfußkauz, die Waldohreule, der Waldkauz und der Sperlingskauz.

Seit April liegen in allen Gemeinden Südtirols der Gesetzestext und die Unterschriftenbögen zur Unterstützung eines Volksbegehrens auf, das einen Vorschlag zur Regelung der Direkten Demokratie beinhaltet. Innerhalb September kann auch jeder Bürger den Vorschlag mit seiner Unterschrift unterstützen. Ein Volksbegehren für Direkte Demokratie in Südtirol? Was auf den ersten Blick gar ungewohnt für unser Land erscheinen mag, ist nun tatsächlich aktuell: Eigentlich sind wir es gar nicht gewohnt, uns Gedanken über unsere eigene Demokratieform zu machen. Wozu auch? Schließlich wählen wir unsere politischen Vertreter für eine Legislaturperiode; den Rest erledigen sie dann stellvertretend für uns. Dies nennt sich indirekte Demokratie, in der wir, das Volk, nach abgegebener Stimme keinen direkten Einfluss mehr auf Entscheidungen nehmen. Bis zum nächsten Wahltermin. Dass uns die gewählten Mandatare die alltägliche politische Arbeit abnehmen ist natürlich gut und recht. Auch in Zukunft soll dies so bleiben, indem wir weiterhin Parteien und Politiker wählen. Zusätzlich dazu brauchen wir jedoch die Möglichkeit, als souveränes Volk, gelegentlich selbst Beschlüsse zu fassen. Direkt, ohne Vertretung! Volksinitiativen und Referenden, wie wir sie beispielsweise von unseren Schweizer Nachbarn kennen, sind auch hierzulande eine notwendig gewordenen Ergänzung der Politik. Es hat sich nämlich unser durchschnittliches Bildungs- und Informationsniveau dermaßen verändert, dass die bloße indirekte, ausschließliche Vertretungsdemokratie den Wünschen und Kompetenzen der Bevölkerung nicht mehr gerecht wird. Zudem müssen die Sachkenntnisse und Anregungen der vielen Vereine und Verbände Südtirols stärker zur Geltung kommen. So wird das Volksbegehren in der Tat schon von über 30 kleinen und großen Vereinen und Verbänden getragen. Volksinitiativen und Referenden zeitigen erfahrungsgemäß eindeutige, positive Auswirkungen auf die Gesellschaft: Sie mehren den öffentlichen Dialog, bieten Übungsgelegenheiten für Toleranz und stärken das allgemeine Verantwortungsbewusstsein.

Ein kleiner Schritt für Sie - ein großer für unser Land Bürgerinnen und Bürger, welche der Meinung sind, dass uns die Einführung der Direkten Demokratie gut tut, sind also eingeladen, ihren Beitrag dafür zu leisten. jede Unterschrift beim Gemeindeamt ist wichtig! Innerhalb September kann jeder Bürger den Vorschlag mit seiner Unterschrift unterstützen. Als Baustein für eine erfolgreiche Initiative und zugleich als ganz persönliche Stellungnahme zur Sache. Informieren Sie sich über die konkreten Aspekte des Volksbegehrens, unterhalten Sie sich mit anderen darüber, kontaktieren Sie die Initiative für mehr Demokratie! Womöglich kommen wir gemeinsam zum Schluss: heute unterschreiben - morgen mitentscheiden. Initiative für mehr Demokratie, gasse 15, Bozen Tel. 0471324987, e-mail: i nfo@dirdemdi.org www.dirdemdi.org

Silber-

Kaum ein Schaden ohne Nutzen

Ich weiß nicht, was die Leute haben, die stets den Euro hinterfragen! Dabei ist es doch offenSichtlich er ist so praktisch, schön und handlich. Muss nicht mehr rechnen mit Millionen, kann viele graue Zellen schonen. Auch entfällt die blöde Frage: "Wie reicht das Geld für 30 Taget Denn spätestens nach 2-3 Wochen "muss" man auch nichts mehr Warmes kochen. Und was man so beim Gas sich spart, reicht später zur Seniorenfahrt. ERZ


12

ST. LEONHARD

Abschied des Chorleiters Roland Moosmair, begeisterter Chorleiter und Kirchenmusiker aus St. Leonhard, hat vor Ostern schweren Herzens Abschied vom Chorleben in St. Leonhard genommen. Er hat den Kirchenchor die letzten fünf [ahre mit jugendlicher Begeisterung und mit Elan geführt und beachtliche Leistungen erzielt. Höhepunkte waren die Orchestermessen zu Weihnachten und Ostern, wo es auch gelang Messen in voller Orchesterbesetzung aufzuführen, das Chorkonzert im Mai letzten [ahres und die CD-Aufnahme in Zusammenarbeit mit dem Landeskapellmeister Professor Gottfried Veit. Nach länger andauernden Differenzen hat er den schweren Entschluss gefasst sein Amt niederzulegen.

Zur Zeit studiert Roland - übrigens als erster Passeirer - Kirchenmusik am Konservatorium. Gleichzeitig führt er mit seiner ihm eigenen Begeisterung den Dirigentenstab für die Musikkapelle Rabenstein. Mit Engagement will er sich in Zukunft intensiv der Orgelmusik widmen. Bereits im letzten [ahr führte er an der großen Orgel im Dom zu Bozen die Toccata in C von johann Pachelbel unter der Leitung von Prof. Herbert Paulmichl erfolgreich auf. Daher versteht sich auch der Wunsch des Pfarrgemeinderates, dass Roland an der Restaurierung der Orgel in der Pfarrkirche von St. Leonhard mitwirkt. Die Dorfbevölkerung bedauert den Rücktritt, wünscht ihm aber weiterhin Erfolg bei seiner Ausbildung, für seine musikalische Karriere und für seinen weiteren Lebensweg. Und möchte ihm an dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank für seinen Einsatz für St. Leonhard aussprechen.

Vogtland bei uns im Passeiertal. Als einen Höhepunkt erlebten die Gäste den Empfang beim Bürgermeister Dr. Konrad pfitscher und bei der Kulturassessorin von St. Leonhard, Frau josefine Schwienbacher. Das Programm mit Museumsbesuch, Vorträgen, Rezitationen und Tischreden wurde vom Männerchor St. Leonhard unter der Leitung von Albin Hofer bereichert. Passende Lieder, allen voran das Andreas-Hofer-Lied, brachten Freude und Begeisterung unter die Festteilnehmer. Betreut wurde die Gruppe von Vertretern des Vereins für Kultur und Heimatpflege Passeier, die mit Unterstützung der Marktgemeinde St. Leonhard ein ansprechendes Programm bieten konnten.

Der Bildungsausschuss

Gerichtskreuzgang nach Trens

TIROLER

uon St, Leonhard

NATIONALHYMNE

Jahre Dichter [ullus Mosen 200

Den Spuren des Dichters der Tiroler Nationalhymne "Zu Mantua in Banden" folgend, waren in der letzten Aprilwoche über sechzig Freunde und Mitglieder der julius-Mosen-Gesellschaft aus dem Rolands musikalische Karriere begann schon im Kindesalter. 1990 erreichte er in Klarinette das Leistungsabzeichen in Gold und spielte viele [ahre in der Musikkapelle von St. Leonhard, wo er auch einige Zeit als Vizekapellmeister wirkte. Unter Professor Hans Obkircher gelang ihm die Kapellmeisterausbildung. Bei viele Projekten im Land hat er als Musiker, aber auch als Tenor, sein Können unter Beweis gestellt. Nach dem Abtritt des langjährigen Chorleiters Albin Hofer konnte Roland davon überzeugt werden, dass er der Richtige sei, den Kirchenchor in eine neue Ära zu führen. Nach einem so fähigen und erfahrenen Chorleiter dieses Amt zu übernehmen, war eine sehr große Herausforderung. Roland gelang es jedoch mit seiner Ausstrahlung und Zuversicht den Chor zusammenzuhalten, neue Mitglieder zu gewinnen und erfolgreich weiterzuführen, ohne jedoch das Erbe und die vielen Verdienste seines Vorgängers zu vergessen.

Ku/turassessorin josefine Schwarz Schwienbacher, Bürgermeister Konrad Pfitscher, Chor/eiter Albin Hofer und Mitglieder des Männerchores St. Leonhard beim Absingen der

Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier

PILGERGANG

ZUM

MARIENHEILIGTUM

Bereits seit jahrhunderten ziehen Männer aus dem Gericht Passeier im Frühjahr über den jaufenpass zum Marienheiligtum nach Trens, "wenigstens sechshundert Mann stark", wie Beda Weber vor 150 jahren schrieb. Nach dem 11. Weltkrieg hat nur das [ahr 1946 die stolze Zahl von 600 Teilnehmern erreicht, wie uns [osef Mangger vom Freisegghof erzählte. Heuer waren 140 Teilnehmer - der Großteil Männer mit einigen Frauen - mit Dekan Michael Pirpamer von der Sterzinger Pfarrkirche ausgehend auf dem Pilgerweg nach Maria Trens. Die Gläubigen


13 PasseirerBlatt-NR.

38,JUN12003

FF PLATT/PFELDERS

Eine lobenswerte Kulturtat

Die Freiwillige Feuerwehr Platt/Pfelders stellt nicht nur beim Brandschutz ihre Männer, sondern macht sich auch verdient durch das jährliche Auspumpen und Reinigen der berühmten Gletschermühle von Platt. Solange der wohl einmalige Gletschertopfvoll Morast und Wasser war, hat sich niemand um dieses Naturwunder gekümmert. Nachdem beherzte Männer sich um die Freilegung der Sehenswürdigkeit verdient gemacht haben, kommen jährlich viele Naturliebhaber aus nah und fern und bestaunen diese Laune der Natur.

140 Mann stark war der Pilgerzug nach Trens. Foto: Heinrich Hofer feierten mit Dekan Pirpamer eine Singmesse mit Segen, worauf wieder betend bis zur Sterzinger Pfarrkirche gegangen wurde. Heuer erfolgte die Pilgerschaft erstmals ohne Einsatz von Omnibussen von Passeier bis Sterzing, die Pilger kamen in Fahrgemeinschaften mit dem PKW nach Sterzing.

KULTURFAHRT

Passeirer fahren durch das historische Tirol Am 30. März 2003 fuhren 50 Passeirer über den Gampenpass nach judikarien, Ein musikalischer Ohrenschmaus Foto: Heinrich Hafer

für unterwegs,

um die schönen Landschaften zwischen dem Nonstal und dem Gardasee samt ihrer abwechslungsreichen Geschichte kennen zu lernen. Wir staunten nicht schlecht, als wir überall auf Spuren unseres Landsmannes Andreas Hofer stießen. Christi, Toni und Richard sorgten für die gute Stimmung und so verlebten wir einen unvergesslichen Frühlingstag bei unseren südlichen Nachbarn, die uns mit viel Sympathie begegneten. Am Sonntag, 21. September 2003, nehmen wir das Pustertal bis Lienz unter die Lupe, damit wir bis zum Gedächtnisjahr 2009 alle Landesteile Tirols durchreist haben werden. Abfahrt um 6.30 von Platt. Anmeldungen nimmt der Tourismusverband St. Leonhard entgegen. Tel.

0473/65 61 88

Heimatp{legeuerein

Passeier

Feuerwehrkommandant Franz Haller Dank gebührt dem Feuerwehrkommandanten Franz Haller und seinen Wehrmännern, dem Waldbesitzer josef Pamer, Untermagfeld, der interessierte Naturliebhaber in verständnisvoller Weise zur Gletschermühle wandern lässt, und dem Tourismusverein Hinterpasseier, der in der Person von Gotthard Hofer, Platterwirt, immer wieder hinter dem Projekt steht

Lernen ist wie das Rudern im Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück. Martin Luther King


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ST. MARTIN

6. Runde für die "Mortiner Bratltoge" Bereits in gut einem Monat ist es wieder soweit: Die Gastwirte von St. Martin laden an vier aufeinanderfolgenden Dienstagen, nämlich am 15./22./29. juli, sowie am 5. August, zu den "Sommerveranstaltungen" im Herzen von St. Martin

ein. Die "Mortiner Bratltoge" sind in den letzten jahren zum Geheimtipp für Genießer geworden, da sie von den üblichen Standardfesten abweichen und sich zu einem gemütlichen Treff der Passeirerund Burggräfler Bevölkerung entwickelt haben. Dabei sind die "Mortiner Bratltoge" nicht nur für die Einheimischen, sondern auch für die Gäste ein Hochgenuss. Angeboten werden neben kulinarischen Spezialitäten aus einheimischer Küche auch Südtiroler Spitzenweine und Natursäfte, serviert in vernünftigem Ausmaß und zu erschwinglichen Preisen. Umrahmt wird das ganze von "Stubenmusigern" und alter, teils fast vergessener Handwerkskunst. An den Ständen wird kein Bier angeboten - für die allzu Durstigen gibt es aber einen eigenen Bierstand. Von St. Leonhard bis Saltaus wird ein Shuttledienst eingesetzt, welcher für eine sichere Anreise und eine gute Heimreise sorgen

wird. Die Mortiner Wirte möchten an dieser Stelle alle Pseirer recht herzlich einladen, die "Mortiner Bratltoge" zu besuchen, die bunten Stände zu bewundern, ihr "Brati" zu verkosten und unbeschwerte Stunden in gemütlicher Gesellschaft zu verleben.

Die Wirte der "Mortiner Brat/toge"

PFELDERS

Gottfried Schweigl seit 35 Jahren Organist Am Ostersonntag vor 35 jahren spielte der Organist Gottfried Schweigl das erste Mal auf der pfelderer kirchenorgel. Sein Organisten-Dasein hat 1964 seinen Anfang genommen, als Gottfried von seinen Eltern zum Studieren zu den Eucharistinern nach Meran gebracht wurde, wo er unter der Voraussetzung Priester zu werden, aufgenommen wurde. Sein Vater, der selbst immer mit

Leib und Seele gesungen hat, erwartete von seinem Sohn, dass er ein Instrument erlerne. Obwohl Gottfried sich eigentlich für die Ziehharmonika interessierte, bestand bei den Eucharistinern nur die Möglichkeit Klavier oder Harmonium zu erlernen. Für Gottfried war es nicht leicht, immer wieder zu üben, während die Mitschüler frei hatten oder Fußball

spielten. Ab 1966 spielte er manchmal bei den HI. Messen in seinem Heimatdorf; der damalige Pfarrer von Pfelders, Pater Paul, zeigte sich dabei nicht besonders begeistert. Am Ostersonntag 1968 gestaltete Gottfried zum ersten Mal mit einigen Chorsängern die Messe. Neben der vielen Arbeit war es für Gottfried nicht immer leicht, Zeit für die vielen Proben zu finden und den Chorverein zusammenzuhalten. Luis Hofer, Obmann des Chores, war ihm in all diesen jahren eine große Stütze. Sein Bruder Alberich übernahm Gottfrieds Arbeiten, während dieser bei den Proben und HI. Messen war. 1997 wurde die Pfarrkirche in Pfel-

ders gründlich renoviert. Dabei wurde auch der Chorraum in der Kirche vergrößert und für die Chormitglieder mehr Platz geschaffen. Am heurigen Ostermontag wurde Gottfried Schweigl für seine 35-jährige Tätigkeit als Organist geehrt. Pfarrer Siegfried pfitscher gestaltete den festlichen Gottesdienst und dankte dem Organisten und dem Chor für die fleißige Mitgestaltung der HI. Messen. Vigil Kuprian, Präsident des Pfarrgemeinderates, übergab Gottfried im Namen der Pfarrgemeinde als Zeichen des Dankes für seinen langjährigen, ehrenamtlichen Dienst an der Orgel eine schöne Madonna. Pater Urban Stillhart, Vorsitzender des Vereins der Kirchenchöre Südtirols, überreichte ihm eine Ehrenurkunde und ein Abzeichen. Die Pfarrgemeinde von pfelders möchte auf diesem Wege ihrem Organisten Gottfried danken und ihm weiterhin viel Freude beim Orgelspielen wünschen. Gott möge es ihm mit seinem Segen belohnen.

Siegfried Pfitscher

ABGELICHTET

Die luschtign Mousr Herzbuabm mit ihre Madlen Wer kennt sie nicht, diese tollen Tanzda-

men? - Sind sie doch zu jedem Spaß bereit. Zum Tanzsport ist es nie zu spät, jung bleibt, wer sich bewegt!

Antonia Raich


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DIE TRACHT: NEU

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Die Passeirer Frauenjoppe In einer Gesprächsrunde ist mir aufgefallen, dass viele nicht unterUniuersal scheiden könLodenjoppe nen, wann man (schwarz) die Sommertracht und wann man die Wintertracht tragen sollte. Früher hat man niemals im Winter die Sommertracht (weiße Ärmel) getragen. Ab dem Hochunserfrauentag (15. August) bis zum Mai trugen die Frauen den Tschoap und Kittl aus Loden oder zumindest das Passeirer [oppele über den Hemdärmeln; die Männer trugen immer die lange Lodenhose. Also: Allerheiligen, Leonhardstag, Martinstag, Weihnachten, Lichtmesstag, Ostern, Weißer Sonntag, josefitag, erste Maienprozession (Verlöbnis in St. Martin) bis Christi Himmelfahrtstag ist die Wintertracht zu tragen. Heute, im Zeitalter der Zentralheizungen, kann man auch bei Konzerten zur Winterszeit die Sommertracht tragen. Zur Passeirer joppe für Frauen: Es wäre

jj

schön, wenn Frauen in Gruppen, Vereinen oder auch einzeln die zur Männertracht dazu passende Passeirer joppe tragen würden. Privatpersonen können auch die schwarze Tschoapjoppe ohne Borten mit den handgezogenen weiten Ärmeln tragen. Niemals aber trägt man zur Passeier Sommertracht das Meraner joppele mit dem weinroten Bortele um den Ausschnitt - es gehört zum Meraner Dirndl! Die Gefahr der Vermischung zwischen zwei selbständigen Trachtenkleidern ist vorhanden. Tragen wir bewusst die Passeirer Tracht: Das Burggrafenamt hat seine Tracht - Passeier aber die nicht weniger schöne und ebenso wertvolle Pseirer Tracht.

Waltraud Götsch Pauiolo

MUSEUMPASSEIER

Eröffnung der Jaufenburg als AußensteIle Am Sonntag, 25. Mai 2003, wurde die jaufenburg als Außensteile des MuseumPasseier eröffnet. Zahlreiche Schautafeln erzählen von der einst mächtigen Burg-

anlage und welche Rolle die Bewohner der jaufenburg in der Geschichte des Tales gespielt haben. Hier lag über [ahrhunderte ein Zentrum der Macht, dessen Fäden weit über das Passeiertal hinaus reichten. Als Landeshauptleute und Bischöfe bekleideten Vertreter der Grafen Fuchs für kurze Zeit sogar die höchsten weltlichen und geistlichen Ämter des Landes. Wie klein mögen sich die Bauern gefühlt haben, wenn sie den mächtigen Herren von Passeier oder den Grafen Fuchs von Fuchsberg die Abgaben ablieferten, ihnen Frondienste leisteten oder ihnen als Gerichtsherrn auf Gedeih und Verderb ausgeliefert waren. Andererseits zeugen viele Kirchen und Kapellen der Umgebung heute noch von der Freigiebigkeit dieser Adeligen, die als oberste Vögte auch das kirchliche Leben entscheidend mitbestimmten. In der jaufenburg liegen auch die Anfänge der Gemeinde begründet, die sich in enger Zusammenarbeit, oftmals aber auch in zähen Kämpfen mit der Obrigkeit, entwickelte. Es ist von großem kulturellem und geschichtlichem Wert, wenn nun anhand dieser Ausstellung in der restaurierten und als Außensteile des MuseumPasseier konzipierten jaufenburg allen Interessierten ein weiteres Stück Geschichte anschaulich vor Augen geführt wird. Ein Dank gilt hier allen, die zum Gelingen beigetragen haben, allen voran dem Landesrat für Kultur, Dr. Bruno Hosp, der die Sanierung der Burganlage und die vorliegende Broschüre großzügig unterstützt hat. Für die Betreuung und Begleitung der Burgsanierung gebührt dem Landesdenkmalamt, insbesondere Landeskonservator Dr. Helmut Stampfer und seinen Mitarbeitern Dr. Roberto


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Trentini und Dr. Martin Laimer, Anerkennung. Nicht vergessen werden darf der Kultur- und Heimatpflegeverein, der bereits Anfang der 50er-jahre durch die Eindeckung des Bergfrieds die wertvollen Fresken vor dem Verfall gerettet hat. Ein abschließender Dank gilt dem Burgherrn Luis Haller, der die Burganlage in den nächsten 25 jahren unentgeltlich der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Öffnungszeiten: Di 10 - 12 Uhr, Do 16 - 18 Uhr, So 16 - 18 Uhr, Eintrittspreis: 1 ¤ pro Person. Für Führungen ist eine Voranmeldung im MuseumPasseier (Tel. 0473 659086) erforderlich (2 ¤ Aufpreis pro Person). Eine reich bebilderte Broschüre zur jaufenburg ist um 7,50 ¤ erhältlich. Die Marktgemeinde St. Leonhard und das MuseumPasseier wünschen allen Besuchern ein schönes Museumserlebnis. MuseumPasseier

ST. MARTIN

Tschernobylkinder

auf Besuch

Fünf Wochen lang, vom 31. März bis zum 3- Mai, haben vier Mädchen und ein junge aus einem Waisenhaus Weißrusslands eine aufregende Erholungszeit in St. Martin genossen. Untergebracht waren sie bei vier Gastfamilien, wo die Kinder für kurze Zeit ihren tristen Alltag vergessen konn-

ten. Doch nicht nur "Freizeit" stand auf dem Programm, die Kinder mussten auch ganz normal zur Schule gehen. Sie waren nämlich in Begleitung einer Lehrerin und einer Dolmetscherin gekommen, die ihnen im alten Altersheimgebäude von 8 bis 15 Uhr Schulunterricht erteilten. Frau Elisabeth Ilmer hat ihnen dazu noch ein bis zwei Stunden täglich spielerisch Deutsch beigebracht. Für das leibliche Wohl zu Mittag sorgte die Kindergartenköchin. Wenn um Punkt 15 Uhr die Gasteltern ihre Schützlinge von der Schule abholten, gab es für die fünf kein Halten mehr. Sie wollten ihre neu erworbenen Spielsachen, Fahrräder und Roller ausprobieren. Der Tag war viel zu kurz, um all die neuen aufregenden Spiele und Sachen "unterzubringen", ihre Neugierde war schier unersättlich. Andrej z.B. hat sich für alles Technische begeistert. Während einer Radfahrt wollte er unbedingt die Passeirer Kläranlage besichtigen. Tanja und Aksana, zwei Geschwister, haben am liebsten mit Erde und Blättern mehrgängige Menüs gezaubert. Veronika hat sich besonders für Musik interessiert und selbstvergessen dazu getanzt. Die tz-jährige Olga hat ihre neue Bekleidung fasziniert. Sie genoss es, sich dreimal am Tag hübsch an- und umzuziehen. Auch dem Gemeindearzt und dem Zahnarzt wurde ein Besuch abgestattet. Tanja wurde endlich ihre Zahnschmerzen los, die sie schon länger plagten. In den Waisenhäusern fehlt wahrscheinlich das Geld, die schlechten Zähne der Kinder zu reparieren. Am 25. April unternahmen alle einen Ausflug auf den Hirzer. Da staunten die

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Kinder, wie schnell die Seilbahn den Berg hochfuhr. Für die Gastfamilien waren diese Wochen eine schöne aber auch anstrengende Zeit. Es galt, so gut es eben ging, die Kinder in das normale Familienleben zu integrieren. Das war nicht immer leicht für die Kinder. Die ungewohnte Freiheit, die neue Sprache, die neuen Geschwister, der materielle Überfluss mussten erst einmal verdaut werden. "In den Augen der Kinder leben wir hier im Schlaraffenland, wo es alles gibt und man alles bekommt. Dass es nicht so ist, mussten wir ihnen ab und zu klarmachen", meinte dazu eine Gastmutter. Die Kinder hatten aber auch ein großes Bedürfnis ihre Dankbarkeit zu zeigen. Beinahe täglich brachten sie mit strahlendem Gesicht aus der Schule selbst gebastelte Geschenke mit. Veronika hat sogar Tulpen in Nachbars Garten gepflückt, um sie auf das Bett der Gasteltern zu legen. Auch die Solidarität unter den Kindern war bewundernswert. Süßigkeiten oder Erdnüsse - die ihnen besonders schmeckten - wurden immer gerecht untereinander aufgeteilt. Am 3. Mai, dem Abreisetag, fiel der Abschied nicht leicht. Die Kinder wären gern noch länger geblieben, freuten sich aber gleichzeitig ihre Freunde im Waisenhaus wiederzusehen. Mit ihnen wollten sie ihre Freude über ihre neuen Spielsachen, Kleider und Geschenke teilen. Für die Gasteltern war die bange Frage, wie es ihrem neuen Familienmitglied wohl in den nächsten Monaten im Waisenhaus ergehen möge, allgegenwärtig. Alle Gastfamilien waren sich darin einig, dass die Kinder eine große Bereicherung für sie waren und haben deshalb beschlossen, auch im nächsten jahr wieder ihren Schützling aufzunehmen. Sie hoffen, dass sich noch einige Familien dieser Aktion anschließen. Die Chancen dafür stehen gut, denn das Echo der Dorfbevölkerung war sehr positiv. Ganz spontan hatten viele Martiner ihre Unterstützung angeboten. Die Lehrer der Grundschule haben sich bemüht, die Kinder am Schul leben teilnehmen zu lassen, z.B. beim Turnunterricht und in den Gesangsstunden. Ein großes Anliegen der Gastfamilien ist es, der Firma Hoppe, der Gemeinde St. Martin, der Raika St. Martin, der Sparkasse, dem KVW, der Frauenbastelgruppe St. Martin und allen Spendern für ihre Unterstützung zu danken. Ohne ihre Hilfe hätte dieses Projekt nicht verwirklicht werden können.


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ST. LEONHARD

Geschäftserweiterung Am 28. Mai 2003 wurde im C & C Euromarkt, 5t. Leonhard, die Geschäftserweiterung im Obst- und Gemüsebereich und der Wein- und Likörabteilung bei einem kleinen Umtrunk gefeiert.

ST. MARTIN

Kinderfest im Zeichen der Indianer

u.l.n.r. Dr. Walter Baumgartner, Hermann Thaler,

Lothar Delucca und Buergermeister

Dr. Konrad

Pfitscher.

Schon zum dritten Mal fand am Sonntag den 18. Mai auf dem Festplatz von 5t. Martin ein großes Kinderfest statt. Geladen hatten dazu der Familienverband und die Öffentliche Bibliothek 5t. Martin, die sich für dieses Jahr ein besonderes Motto, nämlich die Indianer Nordamerikas, ausgedacht hatten. Als um 14 Uhr der Festbetrieb begann, konnten es eine große Schar von Kindern aus ganz Passeier und auswärts kaum erwarten, sich auf die vielen Attraktionen zu stürzen. Den ganzen Nachmittag wurden Indianerschmuck angefertigt, Pfeile und Bogen geschnitten, auf indianisch geschminkt, auf Pferden geritten, Trommeln gebastelt, Indianermärchen vorgelesen und vieles andere mehr. Wer gesehen hat mit welcher Begeisterung Kinder sich in ihre Arbeit vertieften, stellt

erfreut fest, dass auch heutzutage nicht nur Gameboy und Fernsehen Kinder zu begeistern vermögen. Erfreulich viele Mamis und Papis ließen es sich nicht nehmen, ihren Kindern tatkräftig beim Basteln beizustehen. Als um 18.30 Uhr der Festbetrieb eingestellt wurde, konnten sich viele Kinder nur schwer von ihrer Arbeit trennen. Zum rundum gelungenen Fest hatte auch das ideale Wetter beigetragen. Ein großer Dank gebührt den vielen freiwilligen Helfern und der Raika 5t. Martin für ihre Unterstützung.


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VEREINE KVW SENIORENCLUB

& VERBÄNDE ST. LEONHARD

Senioren lassen sich verzaubern Bei der heurigen Geburtstagsfeier ließen sich die Senioren des KVW Seniorenclubs von St. Leonhard im wahrsten Sinne des Wortes verzaubern. Zu Gast war nämlich der Zauberer Habicher, der mit seinen vielen Zaubertricks die Senioren zum Staunen brachte. Ob mit dem Seil, dem Hut, den Tüchern oder den Karten, seine Kunststücke waren bemerkenswert. So manche Seniorin brachte es ganz schön ins Schwitzen, wenn er ihren 50 EuroSchein vor den Augen aller verbrannte oder einer anderen mit einem langen Dolch beide Ohren durchputzen wollte. Da die Senioren bei allen Zaubertricks assistierten, ging es überaus ausgelassen und lustig zu. Auch die zwei Vertreter der Gemeinde, Daniel Gufler und [osefme Schwarz, waren mit von der Partie. Am Ende der gelungen Vorstellung meinte eine der begeisterten Damen: "Und ich dachte immer, Zauberei wäre nur etwas für Kinder!". Bei Kaffee und Kuchen und einem Karterle wurde dann noch weitergefeiert, zwischendurch wurden lustige Texte vorgelesen. So verbrachten alle in geselliger Runde einen ganz besonderen Nachmittag.

FF ST. LEONHARD

Eine Wehr mit Vergangenheit und Zukunft Neben den Einsätzen, Übungen und Schulungen hatte die Freiwillige Feuerwehr von St. Leonhard im ersten Halbjahr schon zweimal Grund zum Feiern.

Anlässlich der jahreshauptversammlung im januar wurden acht Mitglieder der jugendgruppe mit der traditionellen Angelobung in den "Aktiven Dienst" aufgenommen. Damit verpflichteten sich Michael Folie, Norbert Königsrainer, Stefan Pfitscher, Andre Schiefer, Michael Schwarz, Daniel Staschitz, Robert Tschöll und Manuel Winkler jederzeit im Dienste des Nächsten ihren Einsatz zu leisten. Dies bedeutet neben Einsätzen jeder Art, sich in den technischen und taktischen

Die Mitarbeiter des KVW Seniorenclubs Bereichen weiterzubilden, an Übungen und Veranstaltungen teilzunehmen, sowie das kameradschaftliche Zusammensein zu pflegen. Für den 2s-jährigen Einsatz wurden bei der Florianifeier im Mai die Wehrmänner, johann Gufler, Elmar Holzknecht, Oswald Tschöll, Werner Ennemoser, Karl Eschgfäller, Kurt Staschitz, mit dem Verdienstkreuz in Silber geehrt. Das Verdienstkreuz in Gold, für 40-jährigen vorbild haften Dienst, wurde an johann Karlegger verliehen. Eine außergewöhnliche Ehrung für seinen unermüdlichen Einsatz in den letzten 50 jahren erhielt johann Öttl. Er scheidet aus Altersgründen aus dem aktiven Dienst aus, wird der Wehr aber als "Wehrmann außer Dienst" weiterhin erhalten bleiben. Die Ehrenurkunde der Freiwilligen Feuerwehr wurde vom Bürgermeister und dem Kommandanten überreicht. Bei der Überreichung der Verdienstkreuze bedankten sich der


21 PasseirerBlatt-NR.

Im Bild die geehrten Wehrmänner, johann Gufler fehlt

Bürgermeister Konrad Pfitscher, Bezirksfeuerwehrpräsident Hubert Eisendie und Abschnittsinspektor Michael Schwarz bei der Feuerwehr für den unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Bevölkerung und gratulierten den geehrten Wehrmännern.

Feuerwehr St, Leonhard

VOLKSTANZGRUPPE

PASSEIER

ac-jähriges Bestehen

O

Am 26. April des heurigen jahres feierte die Volkstanzgruppe im Vereinssaal von St. Martin ihr zwanrigjähriges jubiläum. An die fünfzig Volkstänzer und Volkstänzerinnen aus dem ganzen Passeiertal fanden sich bei Tanz, flotter Musik und einem köstlichen Abendessen ein, um gemeinsam zu feiern. Die Gelegenheit wurde außerdem genutzt, um die Gründungsmitglieder Christine Gufler, Andreas Auer und Sepp Ennemoser für ihre zwanzigjährige Tätigkeit - Irene Lahner, Rosi Sartori, Michael Auer, Arnold Marth und Hubert Prünster für ihre zehnjährige Tätigkeit - im Dienste des Volkstanzes zu ehren. Die Passeirer waren schon immer ein lustiges und tanzfreudiges Volk. Schon in den jahren vor dem Zweiten Weltkrieg gab es in unserem Tal eine Volkstanzgruppe. 1982 entwickelte sich erneut die Idee, eine Tanzgruppe zu gründen.

Es waren vor allem Rudolf Gögele, Feldbauer, und Margareth Tschöll, Kammerveit, die die Initiative ergriffen und eine junge Volkstanzgruppe gründeten. Die Gründungsversammlung fand am 5. November 1982 statt. Tänzerisch wurde die Volkstanzgruppe von Leitern der Volkstanzgruppen Riffian, Dorf Tirol und Algund unterstützt. Der erste öffentliche Auftritt fand in der Tennishalle von St. Leonhard im Oktober 1983 statt. In den vielen jahren seither hatte die Volkstanzgruppe ungefähr 300 Auftritte, einige davon auch in Österreich, in der Schweiz und in Deutschland. Höhepunkt war ohne Zweifel der Fernsehauftritt beim Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) für das Sonntagskonzert, aufgeVorne u.I.: Christine Gufler, Rosi Sartori, Dandler

38, JUNI 2003

zeichnet auf der pfandler Alm. In den zwanzig jahren des Bestehens der Gruppe umfasste die Mitgliederzahl an die sechzig Tänzerinnen aus allen drei Gemeinden des Passeiertales. Zurzeit wird die Gruppe von Irene Lahner, Christa Gögele, johann Schwarz (Ausschuss) und Sepp Ennemoser (Tanzleiter) geführt. Musikalisch begleitet wird die Tanzgruppe schon seit 1984 von Ermin Gufler aus Stuls, der ein hervorragender Musikant ist und außerdem immer da ist, wenn man ihn braucht. Die VTG Passeier besteht aktuell aus siebzehn aktiven Mitgliedern, neun Männern und acht Frauen. Zielsetzung ist es, den Volkstanz in unserem Tal zu erhalten und zu verbreiten, zugleich eine sinnvolle Freizeitgestaltung für jugendliche anzubieten und die Gemeinschaft zu fördern. Neben den öffentlichen Auftritten (Volkstanz- und Tirolerabende, Folkloreumzüge, Hochzeiten ...) wird vor allem auf die Kameradschaftlichkeit und Unterhaltung großer Wert gelegt. So werden in regelmäßigen Abständen gemeinsame Veranstaltungen wie Ausflüge, Wanderungen, Grillabende usw. durchgeführt. Zusätzlich wird auch bei Lehrgängen der Kontakt mit ausländischen Tanzgruppen gesucht, um so auch anderen Kulturen und deren Gewohnheiten und Gepflogenheiten näher zu kommen. Die Volkstanzgruppe wünscht sich, das kulturelle Erbe im Passeiertal auch weiterhin zu pflegen und zu erhalten und sucht deshalb ständig junge Menschen, die sich für diese Art der Freizeitgestaltu ng interessieren. Interessierte si nd deshalb herzlich eingeladen sich bei Irene Lahner, St. Martin, Tel. 0473/65 00 14, zu melden, die gerne Auskunft und Informationen erteilt.

Volkstanzgruppe

Passeier

Stehend u.I.: Ermin Gufler, Sepp Ennemoser,

o Mensch lerne tanzen Sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit dir anzufangen

Arnold Marth, Hauser Peter, Andreas Auer, Hofer

HI. Augustinus

Annemarie, Christa Gögele, Anna Pamer, Irene Lahner, Annelies Lahner, Benedikta Haller

johann Schwarz, Michl Auer, Hubert Prünster, Harald


22

BAUERNJUGEND

BÄUERINNENORGANISATION

PASSEIER

Dabei sein ist alles! Die Bauernjugend Passeier wurde im jahr

1982 gegründet. Das Besondere an dieser

jugendvereinigung ist, dass die Mitglieder aus allen drei Gemeinden des Tales kommen. Nicht nur Hoferben, sondern alle jugendlichen zwischen 15 und 35jahren, die dem Bauernstand freundlich gesinnt sind, haben die Möglichkeit, dem Verein jederzeit beizutreten. Zurzeit zählt die Bauernjugend Passeier an die 100 Mitglieder. DerVerein organisiert neben Weiterbildungskursen in den Bereichen Sport, Kultur und Wirtschaft auch einiges an Unterhaltungsmöglichkeiten. So treffen sich die Mitglieder der Bauernjugend monatlich zu verschiedenen Veranstaltungen wie zum Beispiel zum Mondscheinrodeln, Schwimmen, zum "Houlerpfonne" anzünden, Grillen, für Wallfahrten usw. Sehr beliebt bei den Mitgliedern sind die jährliche Lehrfahrt ins Ausland, der Winter- und Sommerausflug, Bergwanderungen, das Entzünden des Herz-jesu-Feuers, der bereits zur Tradition gewordene Bauernjugendball im Herbst und diejahreshauptversammlung mit jahresrückblick. Der Verein pflegt weiters auch den Kontakt zu anderen Ortsgruppen. Sofand beispielsweise erst vor kurzem ein Freundschaftskegel n mit der Ortsgru ppe Meran statt. Ein besonderes Ereignis ist stets das Wettmähen auf Bezirks- und Landesebene, wo unsere Wettmäher meistens den Ton angeben. Heuer sind endlich wieder wir Passeirer an der Reihe das Bezirkswettmähen zu organisieren, welches am 22. juni 2003 beim .Lahnerhof" in St. Martin stattfinden wird. Stets auf der Tagesordnung bei all diesen Veranstaltungen sind jedoch die Freude, der Humor und die herzhafte Begeisterung junger Menschen nach dem Motto: Dabei sein ist alles!

Bauernjugend Passeier Der Ausschuss der Bauernjugend

Passeier: u.l.n.r.

Melanie Hofer, Thomas Verdorfer, Norbert Pichler, Heidi Tschö/I, Ursula Pixner, Karina Heel, Edith

ST. LEONHARD

Ausflug nach Ridnaun und Sterzing Am 9. Mai dieses jahres haben die Bäuerinnen von St. Leonhard ihren traditionellen Ausflug unternommen. Dieser führte heuer nach Ridnaun und Sterzing. Morgens traf sich die Gruppe in St.

Leonhard und schon ging die Fahrt mit Busfahrer Peter los. Die erste Rast sollte jedoch schon in Saltaus sein, hatte sich doch eine Bäuerin morgens zu lange bei Kühen und Hennen aufgehalten und den Bus versäumt. Aber praktisch, wie es Bäuerinnen halt sind, ist sie kurz entschlossen per Autostopp nachgefahren. Die kurze Pause konnte der guten Laune der Teilnehmerinnen jedoch keinen Abbruch tun. Es ging fröhlich weiter. Ziel des Ausfluges war das Schaubergwerk in Ridnaun. Zuerst wurde ein Rundgang durch die Bergwerksanlagen in Maiern gemacht, welcher einen umfassenden Einblick in 800 jahre Bergbau gab. Im Schaustollen konnte man hautnah die unvorstellbar harte und gefährliche Bergmannsarbeit erleben. Besonders beeindruckt hat natürlich auch die Ridnauner Riesin, welche im Museum

bewundert werden konnte. Mit vielen neuen Eindrücken wurde in Maiern das Mittagessen eingenommen, bei welchem natürlich ein Tänzchen auch nicht fehlen durfte. Anschließend ging es weiter nach Sterzing, wo die Besichtigung einer Gärtnerei auf dem Programm stand. Manche konnten der blühenden Pracht nicht widerstehen und machten sich selbst ein Geschenk zum bevorstehenden Muttertag. Zum Ausklang des Tages durfte ein

Stadtbummel in Sterzing natürlich nicht fehlen. Die Heimfahrt über den jaufenpass verging mit Witzen und lustigen Anekdoten der Teilnehmerinnen wie im Flug. Alle verabschiedeten sich fröhlich und gaben das Versprechen, auch im nächsten jahr wieder dabei zu sein.

Die Bäuerinnenorganisation

EINE

ROSE FÜR

DAS LEBEN

Rosen-Verkaufsaktion Ein wenig Duft bleibt immer an den Händen derer haften, die Rosen schenken. Asiatisches Sprichwort Im Rahmen der diesjährigen Rosen-Verkaufsaktion wurde in ganz Passeier, in Kuens, Riffian, Vernuer, Saltaus, Schweinsteg, Tall, St. Martin, St. Leonhard, Stuls, Moos, Platt, pfelders und in Rabenstein, eine großzügige Summe für die Südtiroler Krebshilfe gesammelt. Ein großes Vergelt's Gott allen, die auf diese Weise krebskranke Mitmenschen u nte rstützen!


23 PasseirerBlatt-NR.

WALTEN

Neuer Kirchenchor aktiv

Anfang des jahres 2002 hat man am Wiederbeginn der Tätigkeit des Kirchenchors gearbeitet. Die Neugründung gestaltete sich insofern schwierig, da die Männerstimmen fehlten. So entstand eine singfreudige Frauengruppe - der

Die Wahl des Ausschusses am 13· 02.2003 erbrachte folgendes Ergebnis: Chorleiter: Albrecht Lanthaler, Obfrau: Maria Lanthaler Pfitscher, Kassiererin: Zilli Haller, Schriftführerin: Edith Lanthaler Haller. Beim gemeinsamen Winterausflug nach pfelders im März dieses jahres und beim anschließenden Pizzaessen in Moos, zusammen mit P. Benedikt, herrschte eine freudige und gemeinschaftliche Stimmung, und die Freude am Singen wurde wieder einmal unter Beweis gestellt.

38,JUN12003

Aufgrund des motivierten Einsatzes durch den Chorleiter werden hier Menschen zusammengeführt, die im Zeichen des Singens eine besondere Freude an den Tag legen und in dieser Tätigkeit eine besondere, gemeinschaftliche Förderung erfahren dürfen. Der Ausschuss

WEISSES

KREUZ

PASSEIER

Jahreshauptversammlung Mitte April waren alle Helfer des Weißen Kreuzes Passeier zur alljährlichen [ahreshauptversammlung im Vereinshaus von St. Leonhard in Passeier geladen. Zurzeit besteht die Sektion Passeier aus 97 eingetragenen freiwilligen Helfern, sechs Festangestellten, drei Zivildienern und vier jugendgruppenmitgliedern. Diese wurden im vergangenen jahr 2.558 mal zu verschiedenen Einsätzen gerufen, das sind im Tagesschnitt ca. sieben Einsätze, wobei jeden dritten Tag ein Notarzt erforderlich war. Die Helfer legten mit ihren fünf Ambulanzfahrzeugen ca. 160.000 km zurück und transportierten 2.843 Patienten/Patientinnen zu verschiedenen 5anitätsstrukturen. Dabei ist nicht außer acht zu lassen, dass 38.000 Stunden (das sind 70%) der insgesamt 54.000 Dienststunden (Angestellte, Zivis Frauenchor von Walten. Für die Leitung dieses Chores konnte ein Musiker des Ortes, nämlich Albrecht Lanthaler vom Wanserhof, gewonnen werden. Die Präsenz dieser Singgruppe ist zwar nicht zahlreich, aber jung, dynamisch und offen für Innovatives. Bereits für Ostern war der erste Auftritt geplant. Mit einiger Aufregung wurden einfache aber ausdrucksvolle Lieder und Weisen zum Besten gegeben. Gespannt lauschte man in Walten dem Klang der neugegründeten Singgruppe. Zu Pfingsten waren die Stimmen bereits sicherer und weitere kirchliche Anlässe wurden durch die Klänge des Frauenchors verschönert. Als zündelnder Ohrwurm, höchst animiert zusammen mit Männerstimmen dargeboten, erklang nach der Prozession in Wans das johannislied. Mit viel Engagement hält der Chorleiter die Gruppe zusammen. Dank seines Einsatzes gelang es erstmals wieder nach 9 jahren, dass zu Weihnachten 2002 der gemischte Chor (Männer konnten zum Singen angeregt werden) zum Einsatz kam.

Statistik der 784 Rettungseinsätze im Jahr 2002

•

Intervention 55

7%

~

Internistischer

m

Übergabe RTH 29

4%

~

Kindernotfall 27

~

IHH •

Krankentransporte

LNZ 160

20%

D

Notfall 210

Psychiatrischer

3% Notfall 9

7%

•

Gynäkologischer

Arbeitsunfall 32

4%

~

Sonstige Notfälle 112

Freizeitunfall 88

11%

Verkehrsunfall

54

28%

Notfall 8

1% 1% 14%

>


24

>

und Ehrenamtliche), sei es bei Tag als auch bei Nachtdiensten, von ehrenamtlichen Helfern absolviert wurden. Dies verdeutlicht, wie notwendig der freiwillige Dienst bei dieser Organisation ist. Ein besonderes Augenmerk galt der Ausund Weiterbildung aller Helferinnen und Helfer. Es wurden insgesamt 3· 100 Ausbildungsstunden absolviert, das sind 1200 Stunden mehr als im Vorjahr. Die Bevölkerung zeigte großes Interesse bei den zahlreich angebotenen Erste-HilfeKursen, die speziell für die Bürger der drei Talgemeinden abgehalten wurden. Sehr positiv zu bewerten ist die Einführung der AED-Geräte (halbautomatischer Defibrillator), mit welchem am Tag vor der jahreshauptversammlung ein Menschenleben in Passeier gerettet werden konnte. Geehrt wurden Guido Pichler und Michael Rafft für 10 Dienstjahre, Alois Spiess und Günther Zöschg für 15 Dienstjahre. Der seit längerem notwendige Neubzw. Umbau des WK-Gebäudes ist aus finanziellen Gründen zurzeit leider nicht möglich. Die Sektion hofft jedoch, dass mit Hilfe der Gemeinden das geplante Projekt doch noch in naher Zukunft über die Bühne gehen wird. Abschließend bedankten sich die Bürgermeister des Tales und der Sektionsleiter bei allen freiwilligen Helfern, die viel Freizeit opfern, sei es für Einsätze als auch für Weiterbildung, um den hilfsbedürftigen Personen schnelle und kompetente Erste Hilfe zu leisten. Weißes Kreuz Passeier

RABENSTEIN

Zwei Wochen später, am 05. Oktober, wurde das Gipfelkreuz feierlich von Hochwürden johann Lahnbacher eingeweiht. Der Bergrettungsdienst Rabenstein bedankt sich bei allen Helfern und Sponsoren für die Unterstützung. Danke!

Gipfelkreuzerrichtung auf dem Plattnerspitz

BRD Rabenstein

Wie fast allen bekannt ist, war das [ahr 2002 als internationales jahr der Berge ausgerufen. Zu diesem Anlass hat der Bergrettungsdienst Rabenstein am 21. September 2002 auf dem Plattnerspitz ein hölzernes Gipfelkreuz errichtet. Am Freitagabend wurden bereits die einzelnen Teile des Kreuzes per Seilbahn in die Rabensteiner Mahder befördert. Von hier aus musste am Samstag alles Material etwa 1,5 Stunden zum Gipfel getragen werden. Nach mehreren Stunden intensiver Arbeit konnte am späten Nachmittag das neu errichtete Kreuz schließlich von Rabenstein aus bewundert werden.

Versammlung der HGV-Ortsgruppen

ST. MARTIN

Die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Frage "Wer bringt uns den neuen Gast?" standen im Mittelpunkt der gemeinsamen Ortsversammlung der Ortsgruppen des Hoteliers- und Gastwirteverbandes von Riffian, St. Martin, Moos und St. Leonhard. Im Rahmen der Versammlung wurde gesagt, dass die Hoteliers und Gastwirte zufrieden auf die vergangene Saison im Passeiertal zurückblicken können, die Buchungen aber immer kurzfristiger

erfolgen würden, weshalb eine neue Form der Kundenpflege angebracht sei, um auch weiterhin erfolgreiche Saisonen zu erzielen. Ein weiteres Thema der Versammlung war die verkehrsmäßige Anbindung des Passeiertales an Meran durch den Küchelbergtunnel. Hier wurde gesagt, dass endlich eine klare Entscheidung gefällt werden müsse und dabei alle Betroffenen - vom Wirtschaftsring über die Bezirksgemeinschaft bis hin zu den einzelnen Gemeinden - gefordert seien. Auch über die Wichtigkeit einer guten Ausbildung und guter Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb der Betriebe wurde gesprochen und darauf hingewiesen, dass dies die beste Garantie für eine erfolgreiche betriebliche Zukunft sei. Auch müsse auf das geänderte Konsum- und Reiseverhalten der Gäste eingegangen werden, so der HGV-Direktor, da Kundenbindung und Stammkundenbindung immer noch der bedeutendste Weg für eine erfolgreiche Betriebsführung seien. Abschließend wurde noch über die Bestimmungen bezüglich HACCP, Rauchverbot und Steuerstrafnachlässe informiert. HGV Pressedienst


25 PasseirerBlatt-NR.

VERBRAUCHER-

UND

BUDGETBERATUNG

MERAN

Spartipps im Haushalt Wer träumt nicht davon, am Monatsende noch Geld übrig zu haben, ohne sich groß einschränken oder auf wichtigen Komfort verzichten zu müssen? Mit ein wenig Übersicht und ein paar Tricks ist das gar nicht so schwer. Nutzen Sie die angeführten Spartipps, sie werden sehen, es funktioniert. Haushalt: Wenn Sie ein Haushaltsbuch führen, werden Sie staunen, für was sie alles Geld ausgeben. Und so manches ist überflüssig. Allein schon die Tatsache, dass jeder Posten notiert wird, zwingt zur Überlegung. Kriege ich das auch billiger? Wenn eine Familie täglich zwei Flaschen Mineralwasser trinkt, gibt sie dafür im jahr 235 Euro aus. Mit selbstgemachtem Sprudel sind es nur noch 36 (!) Euro. Für die eigene Herstellung muss zwar die Maschine angeschafft werden, aber es lohnt sich. Übrigens: In vielen Südtiroler Gemeinden schmeckt das "Wasser des Bürgermeisters" besser als jenes aus der Flasche.

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26

LVH

Neues vom Handwerk Moos:

Wie in allen Gemeinden Südtirols wählten auch in den drei Gemeinden des Passeiertales die Handwerker/innen bei der diesjährigen Vollversammlung ihre jeweiligen Ortsausschüsse mit Ortsobmann bzw. Ortsobfrau neu. Die jahresversammlung in Moos fand am 6. Februar 2003 im Vereinshaus statt. Markus Volgger, der Ortsobmann, berichtete den Mitgliedern unter anderem über die Aktionen mit den Schülern der dritten Klassen der Mittelschule in St. Leonhard (Vorstellen der Handwerksberufe, Schülerbesuche in verschiedenen Handwerksbetrieben). Er wünscht sich auch weiterhin eine fruchtbringende Zusammenarbeit innerhalb der versch iedenen Wi rtschaftssektoren unter dem Motto: "Gemeinsam sind wir stark". Ehrengast dieser Vollversammlung war der Präsident des LVH Herber Fritz. Dieser informierte über die Initiative des Verbandes "Energie in guten Händen". Der Bezirksobmann Horst Rufinatscha berichtete über verschiedene Neuerungen und Angebote innerhalb des LVH. Markus Volgger wurde bei der anschließenden Wahl als Obmann wieder bestätigt, er bekam zudem für seinen langjährigen Einsatz die Ehrennadel des LVH in Bronze überreicht. Im neu gewählten Ausschuss stehen ihm Hannes Raich, Markus Gögele, Roland Graf und Andreas Fontana zur Seite.

St. Leonhard:

Auch in St. Leonhard fand die jährliche Vollversammlung der Handwerker/innen statt und zwar am 7. März 2003 im Vereinshaus. Ortsobfrau Luise Hofer und Ortsobmann Karl Hofer begrüßten die Anwesenden und berichteten gemeinsam über gestartete Aktionen, über Weiterbildung, Schulbesuche, Neues aus der Gemeinde und gesellschaftliche Veranstaltungen. Dann wurde das Wort an die Ehrengäste weitergegeben. Bezirksobmann Horst Rufinatscha hob die gute Zusammenarbeit im Bezirk hervor und lobte die gute Arbeit des Bezirksbüros mit dem Büroleiter Georg Gamper. Hanspeter Munter, LVH Direktor und Landtagsabgeordneter, betonte die bereits erreichten wirtschaftspolitischen Ziele, wies aber auch auf das noch Anstehende hin. Das Handwerk hat sich durch seine intensive politische Arbeit und vor allem durch

seine Dialogbereitschaft, insbesondere durch den LVH, als zuverlässiger Partner erwiesen und somit auch Erfolge verzeichnen können (z.B. die Erweiterung der Betriebswohnungen). Der Bezirksobmann und Landtagskandidat des oberen Vinschgaus, Robert Koch Waldner, berichtete über das Leaderprogramm, das er vorbildlich vorantreibt. Schwerpunkt dieser Initiative bleibt weiterhin die Weiterbildung und Eingliederung unserer jugend in die Arbeitswelt sowie die Verbesserung der Betriebe selbst. Im Passeiertal haben einige interessierte Personen ebenfalls ein ähnliches kleineres Projekt gestartet. Es nennt sich: "Zukunft Passeier". Auch hier wird das Handwerk seinen Beitrag leisten. Bürgermeister Konrad pfitscher informierte über geplante Vorhaben der Gemeindeverwaltung und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Karl Hofer wurde als Ortsobmann bestätigt, in den Ortsausschuss wurden Hans Haller, Karl Eschgfäller, Raimund Marth und Wolfram Hofer gewählt. Hans Hofer hat nach vielen jahren vorbildlicher Arbeit sein Amt abgegeben, dafür konnte sein Sohn Wolfram zur Mitarbeit gewonnen werden. Die Ehrennadel in Bronze bekamen Hans Haller, Schiefer Alfred und Hans Hofer überreicht.

St. Martin:

Neuer Obmann der Handwerker in St. Martin ist Karl Heel. Er löst den langjährigen Obmann Siegfried Unterthurner ab. Dieser wurde bei der diesjährigen Delegiertenversammlung in Bozen mit dem Abzeichen in Gold geehrt. Mit Karl Heel arbeiten im Ausschuss für das Handwerk: Wilhelm Egger, Gottlieb Oberprantacher, Georg Pfitscher, [osef Pamer und Siegfried Unterthurner. Mittelpunkt der jahresversammlung bildete das Thema "Arbeitssicherheit". LVH Direktor Hans-

peter Munter betonte dabei immer wieder das Prinzip "Beraten statt strafen". Herbert Fritz, Präsident des LVH, hob die Pflicht der Aufsichtsbehörden auf Sicherheitsmängel hinzuweisen, hervor. Erst nach weiteren Kontrollen dürften bei Nichtbehebung der Mängel Strafmaßnahmen gesetzt werden. Dies gilt natürlich nur bei nicht unmittelbaren Gefahrenquellen. Die staatlichen Aufsichtsbehörden fühlen sich jedoch nicht an dieses Prinzip gebunden, wodurch es immer wieder zu hohen Strafen kommt.

FRAUEN

IM LVH

Vollversammlung mit Neuwahlen Im April 2003 fand im Rahmen eines Spargel koch kurses die Vollversammlung der Frauen im LVH St. Leonhard mit Neuwahlen statt. Die Obfrau Luise Hofer, die die letzten fünf jahre für die Frauen tätig war, stellte sich nicht mehr der Wahl. Unter ihrer fachkundigen Leitung und in Zusammenarbeit mit dem Ausschuss wurden zahlreiche Veranstaltungen und Kurse durchgeführt. Ihr und dem alten Ausschuss gilt ein besonderer Dank! Der neugewählte Ausschuss hat sich für die Zukunft vorgenommen, den Frauen Kurse sowohl im Bereich Weiterbildung für sich selbst als auch für die Handwerksbetriebe, anzubieten. Der Ausschuss setzt sich wie folgt zusammen: Dora Maier (Obfrau), Isabella Wilhelm (Vize), Daniela Hofer, Claudia Freitag, Luise Pirpamer und Helene Walzl. In den Ausschuss kooptiert wurden außerdem Hofer Annemarie und Lanthaler Herta.

Die Gruppen der ehrenamtlichen Ausschussmitglieder mit Ortsobfrau bzw. Ortsobmann an der Spitze werden sich auch in Zukunft für das Handwerk stark machen und dessen Sprachrohr sein, auf lokaler Ebene sowie auf Landesebene.


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29 Passeirer Blatt-

SÜDTIROLER

SENIORENVEREINIGUNG

10 Jahre

Ortsgruppe St. Martin

10 Jahre und kein bisschen leise. so kann

man treffend die Arbeit der Südtiroler Seniorenvereinigung. Ortsgruppe St. Martin, beschreiben. An der Feier zum re-jährigen Bestehen des Vereines nah-

men zahlreiche Ehrengäste teil. darunter auch Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder sowie Landtagsabgeordneter Seppl tamprecht. die Präsidentin der Südtiroler Seniorenvereinigung Maria Bertolini, der Direktor vom Patronat Sepp Kirchler und Bürgermeister Hermann Pirpamer. Dekan Michael Pirpamer segnete anlässlich dieser Feier eine Kerze für die Verstorbenen Mitglieder. Der Verein wurde im März 1993 gegründet und zählte damals bereits 67 Mitglieder. Heute sind 150 Senioren im Verein eingeschrieben. Hans Pichler. Obmann. und Anna Pinggera sind als Gründungsmitglieder heute noch im Ausschuss tätig und Heinrich Bortolotti, ebenfalls Gründungsmitglied. hat erst kürzlich den Ausschuss verlassen. Während der Feier wurde auf die vielfältige Tätigkeit des Vereins zurückgeblickt. Ca. 38 Treffen finden jährlich statt: dabei stehen Kartenspielen. Geburtstags-. Faschings- und Weihnachtsfeiern. Wallfahrten bis hin zum Seniorenturnen und vieles mehr auf dem Programm. Der Obmann bedankte sich auch bei den vielen Sponsoren. in erster Linie der Gemeindeverwaltung von St. Martin und den Banken des Tales.

Der Landeshauptmann würdigte in seiner Ansprache das arbeitsreiche Leben der Senioren und hob die wichtige Funktion von solchen Vereinigungen hervor. Da die Lebenserwartung immer länger wird. ist es wichtig. sich nicht auf das Abstellgleis stellen zu lassen. sondern selbst aktiv zu bleiben. Er wünschte den Anwesenden ein langes Leben. Gesundheit. Zufriedenheit und dass sie lange in ihren Familien bleiben können.

..Das Leben ist eine große Scheune. in die ein Leben lang Ernte eingebracht wurde. oft auch unter Blitz und Donner, manchmal auch auf abschüssigen Wegen ..'; mit

diesen Worten beschrieb die Präsidentin der Südtiroler Seniorenvereinigung Frau Maria Bertolini das Leben von Senioren. Auch sie bedankte sich bei allen Ausschussmitgliedern für ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von den Brüdern Reiterer aus Mölten und Anna Lanthaler sorgte für lustige Einlagen mit ihren Mundartgedichten.

PENSION

HAUPOLD/SALTAUS

Eine besondere Schachpartie Haben Sie schon einmal im Urlaub Besuch bekommen? Wir - eine rs-köpfige Gruppe Schachspieler/innen mit Freunden und Familienanhang aus Groß-

N R. 38,

J UNI 2003

lehna in Sachsen und aus Berlin - haben uns vom 3. bis zum 10. Mai dieses Jahr in der Pension Schild hof Haupold in Saltaus einquartiert. Tagsüber wandern und ausruhen und nach ausgiebigem Abendessen entweder bei einem Gläschen Wein oder beim Schachspielen zusammensitzen - so verliefen die meisten unserer Urlaubstage. Am Mittwoch. J. Mai. kam nun der Besuch:

Der Schachverein aus St, Martin hatte sich zu einem Freundschaftsspiel angekündigt. und da wir uns ausgeruht und trainiert fühlten. fürchteten wir uns vor den unbekannten Gegnern nicht. Schon die Begrüßung war angenehm zwanglos. dann nahmen die Spieler an den Brettern auf der Terrasse Platz. die Uhren wurden auf jeweils 20 Minuten gestellt und los ging es. St, Martin war mit Erich Kofler, Siegfried Kofler,Alexander Pfitscher, Hannes Kofler, Karl Ennemoser und Gustav Heel vertreten. Alle waren konzentriert bei der Sache. am Ende stand es 9:3 für die "Flachländer': Während an den vorderen Brettern das Team Sachsen/Ber/in stärker besetzt war, zeigten sich Gustav Heel und die zwei Nachwuchsspieler Alexander Pfitscher und Hannes Kofler (in ihren Altersklassen jeweils Südtirol-Meister) als harte Gegner. Es waren spannende Partien. bei denen es Punkte für die ehrgeizigen Schachjungs aus st. Martin hagelte. Obwohl alle konzentriert bei der Sache waren. war dennoch nebenbei so manches Kennenlern-Gespräch zu vernehmen . Nach den Schachpartien gab es noch ein üppiges Nachtmahl. das der Hausherr spendierte. Ohne Frage eine tolle Urlaubserinnerung und wer weiß, vielleicht ergibt sich ja im nächsten Urlaub wieder die Gelegenheit? Martina Skogvall, Berlin


30

STULS

Bäuerinnenortsgruppe neugewählt Am 23. Oktober 2002 wurde in Stuls die neue Bäuerinnenortsgruppe gewählt, wobei der neue Ausschuss sich folgendermaßen zusammensetzt: judith Hofer (Pichl-Hof) als Ortsbäuerin, Waltraud

Pöhl und Landtagsabgeordnete Rosa Thaler und die ehemalige Bezirksbäuerin wieder Leben in den Verein gebracht wurde. Die neugewählte Ortsgruppe hofft nun auf eine gute Zusammenarbeit und hat schon einiges geplant, so zum Beispiel das Tragen der Passeirer Tracht an allen Festtagen zu pflegen. Verschiedene Aktionen wurden bereits erfolgreich durchgeführt: Am josefstag haben die Bäuerinnen zum Mittagessen

RAlFFElSENKASSE

ST. MARTIN

Mitgliederversammlung Ende April fand im Vereinssaal von St. Martin in Passeier die Mitgliederversammlung der örtlichen Raiffeisenkasse statt. Nach den Grußworten des Obmannes Albert Pichler ergriff der Bürgermeister Hermann Pirpamer das Wort. Er wies auf die Bedeutung und den Stellenwert der örtlichen Raiffeisenkasse als eigenständige und unabhängige Ortsbank hin, und dass es gilt, diesen Status beizubehalten. Der Bürgermeister berichtete, dass die Unterzeichnung des Vertrages mit der Raiffeisenkasse über die Führung des Gemeindeschatzamtsdienstes bevorsteht. Schließlich dankte er für die gute Zusammenarbeit und dafür, dass die Raiffeisenkasse den örtlichen Vereinen alljährlich große Unterstützung zukommen lässt. Daraufhin behandelte die Versammlung die Tagesordnung, darunter die Genehmigung der Bilanz zum 31.12.2002.

Dandler Gufler (Untereggen-Hof) als Stellvertreterin, Anna Gögele Hofer (jogglander-Hof) als Kassiererin und Andrea Hofer Pöhl (Zipperhof-Hof) als Mitarbeiterin. Hier ein kurzer Rückblick auf die Geschichte der Bäuerinnenorganisation in Stuls: Vor 20 jahren wurde die erste Bäuerinnenorganisation in Stuls gegründet. 12 jahre lang waren Rosa Raich Pöhl, Maria Pichler Hofer und Maria Widmann Raff] im Ausschuss. Dann folgte eine Pause von acht jahren bis im Herbst letzten jahres durch den Ortsobmann Alois

mit Musik eingeladen. Alle Mitglieder erschienen schneidig in der Tracht. Nach der gemeinsamen Messfeier fand man sich im Gasthof Stullerhof zum gemeinsamen Mittagessen ein. Bei der Grauviehausstellung in Moos am 26. April hat die Bäuerinnen-Ortsgruppe Stuls zusammen mit anderen Ortsgruppen des Hinterpasseier für das leibliche Wohl der Anwesenden gesorgt. Am Muttertag wurde Kuchen verkauft.

}udith Hafer

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Die Raiffeisenkasse verwaltete zum [ahresende rund 37 Millionen Euro an Einlagen und anderen Sparformen (+ 1%); die Ausleihungen an Kunden betrugen rund 31 Millionen Euro (+ 11%). Der erwirtschaftete Reingewinn von rund 520.000 Euro wurde zum Großteil den Reserven, zur Aufstockung des Eigenkapitals, zugeführt. Dieses beträgt nun rund 8,5 Millionen Euro. Die zahlreichen örtlichen Vereine wurden im vergangenen jahr tatkräftig von der Raiffeisenkasse in mannigfaltiger Weise finanziell unterstützt, und zwar durch Spenden, Beiträge und andere Werbemaßnahmen. Die Ausgaben dafür betrugen rund 71.000 Euro. Die Anzahl der Mitglieder ist inzwischen auf 665 angestiegen. Die Raiffeisenkasse beschäftigt zur Zeit 15 Mitarbeiter und eine Teilzeitkraft.

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31 Passeirer Blatt -

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N R. 38,

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ST. LEONHARD

Erste Passeirer Grand Prix Woche

Pflug, Alois Zipperle, Michael Verdorfer, Obmann Albert Pichler, Bürgermeister Hermann Pirpamer, Aufsichtsrat-Präsident Dr. Rudolf Raich, Obmannstelluertreter Anton Pircher Mit Genugtuung stellte der Direktor Walter Pichler fest, dass die für das [ahr 2002 gesteckten Ziele zum Großteil erreicht werden konnten. Die Neuwahl des Vorstandes brachte keine Veränderungen: Obmann ist weiterhin Albert Pichler; ihm zur Seite steht als Obmannstellvertreter Anton Pircher und die weiteren drei Vorstandsmitglieder sind Walter Fleischmann, Karl Heel und Arthur Pabst. Der Obmann dankte allen Mitgliedern und Kunden, dem Vorstand, dem Aufsichtsrat und den Mitarbeitern für den großen Einsatz und die geleistete Mitarbeit. Im Rahmen der Versammlung wurde folgenden Mitgliedern zur 30-jährigen Mitgliedschaft gratuliert und eine Erinnerungsmedaille überreicht: Michael Verdorfer (Obergereuth), josef Pflug, [osef Heel und Alois Zipperle. Nach Erledigung der Tagesordnung umrahmte die bekannte "Hochwilde Böhmische" den gemütlichen Teil der Veranstaltung. Raiffeisenkasse Passeier

SCHÜTZENKOMPANIE

ANDREAS

HOFER

Hauptmann Anton Auer geehrt Im vergangenen Februar fand im Schießstand von St. Leonhard die jahreshauptversammlung der Schützenkompanie Andreas Hofer statt. Dabei wurde an 10 Schützen die Langjährigkeitsurkunde verliehen.

Anton Auer, der diesen Verein mit geschickter Hand und viel Einsatz mehr als 30 jahre hindurch als Hauptmann durch gute und schlechte Zeiten führte, wurde zum Ehrenhauptmann der Kompanie ernannt. Als kleines Andenken wurde ihm von Bezirksmajor Helmut Gaidaldi eine bemalte Holztafel überreicht. Vergelt's Gott, Toni! Für 25 jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Florian Auer, Hans Peter Auer, Klaus Gögele, Walter Hofer, Alois Pixner und Vigil Pixner. Für 15 [ahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Christian Dandler, Magnus Fauner, Roland Lanthaler und josef Raffl. Hauptmann

Lorenz Hafer

Vom 30. April bis 3. Mai 2003 fand beim Sandwirt in St. Leonhard die "Erste Passeirer Grand Prix Woche statt". Die vier Tage mit abwechslungsreichem Programm für jung und Alt kamen bei Talbevölkerung und Gästen gut an: Am Mittwoch sorgten die Kastelruther Spatzen für gute Stimmung im Zelt. Am Donnerstag fand der traditionelle Hengstauftrieb beim Sandwirt statt und anschließend moderierten Hans Kutscherer und Radio Tirol mit verschiedenen Musikgruppen durch den Nachmittag. Am Abend feierte die Musikgruppe "Die Psayrer" ihr 25-jähriges Bestehen. Die jugend des Tales kam am Freitag mit der Ö3-Disko-Party und tollen Showeinlagen voll auf ihre Kosten. Das Fest klang am Samstag mit dem "Ersten internationalen Grand Prix der Blasmusik" aus. Die Musikgesellschaft Scheuren aus der Schweiz konnte den Sieg für sich entscheiden und die Wandertrophäe .Andreas Hofer" von Swarowski Kristallwelten mit nach Hause nehmen. Da der Grand Prix der Blasmusik von einem Fernsehteam aufgezeichnet worden war, beginnen nun die Verhandlungen mit den Fernsehanstalten, welche diese Aufzeichnungen zu einem späteren Zeitpunkt ausstrahlen werden - eine für das Naturparadies Passeiertal sicherlich unbezahlbare Werbung. Finanziert wurden die Veranstaltung und auch

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33 PasseirerBlatt-NR.

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Leonhard bewiesen, dass es möglich ist, eine Veranstaltung in dieser Größenordnung kostendeckend zu organisieren, parallel dazu eine Fernsehaufzeichnung zu produzieren und dem Tal - neben Medieninteresse und Imagesteigerung - auch zusätzliche Nächtigungen in einer eher ungelegten Zeit zu verschaffen. Sicherlich kann der Wertzuwachs für das Tal und die einzelnen Gemeinden in Zukunft durch solche Veranstaltungen wesentlich gesteigert werden - vorausgesetzt, dass die Zusammenarbeit zwischen Politik, Tourismusvereinen, Wirtschaft und Kultur weiter ausgebaut und vorangetrieben wird.

Tourismusuerein

St. Leonhard

Zuber, Werner Albrecht und die InternetGewinnerin der Reise ins Passeiertal.

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die Fernsehaufzeichnungen durch das Inkasso der vier Veranstaltungstage. Die "Erste Passeirer Grand Prix Woche" konnte sich über ca. 10.000 Besucher freuen, wobei die Freiwillige Feuerwehr St. Leoohard, der Sportclub, die Musikkapelle Andreas Hofer und das Weiße Kreuz mit ca. 600 gestellten Mitarbeitern den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung garantierten. Die Freiwillige Feuerwehr St. Leonhard, der Sportclub und die Musikkapelle Andreas Hofer erhielten für die Mitarbeit und für den an den Tag gelegten Einsatz jeweils eine angemessene Entschädigung, der Rettungsverein Weißes Kreuz erhielt eine Spende für den Bereitschaftsdienst. Bei allen mitwirkenden Vereinen, den Gemeinden, bei der Raiffeisenkasse Passeier und bei allen Personen, die zum guten Gelingen der Veranstaltung bei-

DJAlex List sorgte bei der Ö3-Disco-Party für

Tätigkeit als Musiker uon der Gemeinde ausgezeichnet. getragen haben, möchte sich der Tourismusverein St. Leonhard an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bedanken. Mit der "Ersten Passeirer Grand Prix Woche" hat der Tourismusverein St.

Di Bauerai Gibaut wert in gonzn Tal, do a Haus zem a Stodl, obr ischis nor fertig nor siggmin an Todl. Werts obr nia fertig man kennt sich nit aus, wert des lai a Praggn, odr gor ament a Haus? Wia af St. Lianrt, zem aooure, zem oubr di Gontelln, wellnse zem eppr gor nou in Turm zu Pabl erstelln? Drai}oor schun Bauwereh, obr fertig nou nia. Keart eppr wos hintn isch gor ament uourahia? Anna Lanthaler


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Sozietät Rainer - Steckholzer - Tschöll 1-39015 St. Leonhard i.P. - Andreas-Hofer-Str. Tel. 0473 65 66 55 - Fax 0473 65 69 24 E-Mail: passeier@rst.bz.it

Wir sind ein junges und stark expandierendes Gemeinschaftsbüro mit Schwerpunkt Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Arbeitsrechtsberatung. Wir suchen für unser neues Büro im Passeiertal eine/n Mitarbeiter/in.

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dem ist er/sie mit den Microsoft Office Programmen vertraut.

und des Sekretariats.

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Ab September finden Sie uns in der neuen Gewerbezone Lahne 9/h 39010 St. Martin i.P. (oberhalb Firma Hoppe)

Große

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2003

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Sessellift - Grünboden - Almhütte Panorama-Weg - Faltschnal-Alm

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17.30 Uhr Die Paldauer

Salzburg-Quintett Mooser- Viergesang

Die Liftgesellschaft und die Vereine heißen alle herzlich willkommen!

20.30 Uhr Spielen zum ersten Mal in Südtirol die Murztaler

u.s.w.

INFO: www.pfelders.info

Die Vereine: Freiwillige Feuerwehr Platt Pfelders, der Alpenverein IM SfPTEMBfR:

Böhmische

12.30 Uhr Original Südtiroler Spitzbuam

Hochwilde-Böhmische Vernuerer-Böhmische

Passeirer-Jäger-Chor Passeirer Zirchorgelfreunde

I 1.00 Uhr Frühschoppen-Hoch-Wilde

GROSSfR PASSE/RfR-ALM-ABTR/fB

aus Österreich

Einlagen: Pseirer Herzplattler Pseirer Goaselschnöller Großer Glückstopf

zum Tanz auf

und die Bergrettung laden herzlich ein.

LAZINSfR

ALM (siehe Plakatierung)


35 PasseirerBlatt-NR.

MUSIKKAPELLE

RABENSTEIN

50-jähriges Jubiläum Man schrieb das [ahr 1953, als einige musikbegeisterte Rabensteiner die Idee hatten, eine Musikkapelle zu gründen. 25 Mitglieder sollte die Kapelle anfangs zählen. Als Erstes galt es, den Musikanten Instrumente zum Musizieren zu verschaffen. 26 Instrumente (ohne Hülle) der Firma ORSI wurden angekauft. Da die Musikkapelle noch über keine eige-

nen Mittel verfügte, musste jeder Musikant dafür einen Beitrag von 13.000 Lire leisten, was dem damaligen Wert einer Kuh entsprach. Aber auch mit dem Musizieren hatte die neugegründete Musikkapelle anfangs ihre liebe Not, da nur zwei der angehenden Musikanten Noten lesen konnten, und schon die richtige Anwendung der Instrumente so manchem arge Probleme bereitete. Zwei Mitglieder der Untermaiser Musikkapelle, die Brüder Hermann und Luis Gögele, waren es schließlich, die jede Woche den weiten Weg nach Rabenstein kamen, um den jungen Musikanten den richtigen Umgang mit Musikinstrumenten und Noten zu lehren. Da man damals noch über kein eigenes Probelokal verfügte, mussten die Proben in den Bauernstuben abgehalten werden und so mancher der Musikanten legte einen Fußmarsch von bis zu zwei Stunden zurück, um ins Dorf zu kommen. Für sämtliche Spesen musste die Kapelle aufkommen. Kurze Zeit nach der Gründung unternahm die Musikkapelle Rabenstein eine Wallfahrt nach Maria Trens. Zu diesem

Anlass trat die ganze Musikkapelle schneidig in der von Obmann Alfons Gufler entworfenen Tracht auf, mit brauner Lodenjacke und grünem Kragen, brauner Lodenhose mit grüner Seitennaht, weißem Hemd mit grüner Krawatte und einem Hut mit Gamsbart. Alle Instrumente wurden auf die Ladefläche eines Lastwagens geladen, die Musikanten setzten sich dazwischen und auf ging's Richtung Trens. Nach der feierlichen Messe gab man die ersten eingelernten Stücke zum Besten, drei an der Zahl:

den Marsch Flott, das Stück Auf, Förster Liesel und den Schneewalzer. Voller Stolz und Tatendrang und in Erwartung eines kräftigen Applauses seitens des Publikums gaben die Musikanten aus Rabenstein eine erste Kostprobe ihres Könnens. Doch der Applaus blieb aus. Nach längeren Schweigeminuten stand ein Mitglied der Musikkapelle Rabenstein schließlich auf, es war der Strasser Franz, und verkündete: "Mein liabs Publikum, letzer sein

mir niemer".

Im jahre 1955 beschloss man das heutige Probelokal zu errichten. Es gab damals keine Straße nach Rabenstein und Sand und Steine mussten von der Passer unter der heutigen Brücke zum elektrischen Werk und von dort mittels Materialseilbahn zum Strasser Bichl transportiert werden. Das Haus wurde von den Musikanten in Tagschichten aufgestellt - manchmal wurde auch nachts durchgearbeitet; Bauherr war Franz Fröhlich. Obwohl die Arbeit nicht ohne Zwischenfälle verlief - einmal brach dabei das Gerüst zusammen- herrschte stets eine gute Zusammenarbeit. Als man den First

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aufstellte, wurde zur Feier des Tages sogar geböllert. Da man das Lokal ohne Genehmigung errichtet hatte, musste mit dem Grundstückbesitzer ein Pachtvertrag abgeschlossen werden. Bereits 1956 war das Lokal bezugsfähig Es maß sechs mal fünf Meter und bestand aus einem Raum ohne jegliche sanitäre Einrichtungen. Noch heute hält die Musikkapelle Rabenstein ihre Proben in diesem Raum ab, ganz nach dem Sprichwort ,je gleimer,

desto feiner':

Wie bei so vielen Vereinen kam es auch im Laufe der Zeit unter den Mitgliedern der Musikkapelle Rabenstein zu einigen Unstimmigkeiten, die sogar zur Auflösung der Kapelle führten. 1969 bei der Schutzengelsonntag-Prozession ma rsch ierten zwar noch einige Musikanten mit, hatten allerdings keine Instrumente dabei. Als 1972 im September ein Pfarrerwechsel in Rabenstein bevorstand, beschloss der damalige neu gegründete Pfarrgemeinderat, die Mooser Böhmische um die musikalische Umrahmung der Feier zu bitten. Nach der Feier wurde in den Wirtshäusern noch bis spät in die Nacht gefeiert und einige der alten Rabensteiner Musikanten waren sich einig, dass es nun endgültig wieder an der Zeit wäre, einen Neubeginn der Kapelle zu starten und nach zwei missglückten Anläufen konnte noch im sei ben jahr am ersten Adventsonntag die erste Probe abgehalten werden. Dass es Rabenstein als kleiner Ort mit nur 230 Einwohnern geschafft hat, eine Musikkapelle aufzubauen und über 50 jahre durch gute und schlechte Zeiten zu führen, ist sicherlich eine beachtliche Leistung. In diesem jahr hat die Musikkapelle Rabenstein nun die Ehre dieses runde Bestandsjubiläum gebührend zu feiern und zugleich die Aufgabe, die Kapelle noch viele weitere jahre zu erhalten und das musikalische Erbe der Gründungsmitglieder weiterzuführen.

Musikkapelle Rabenstein

ST. LEONHARD

Katholische Frauenbewegung aktiv Wir möchten kurz zwei Aktivitäten unserer Gruppe im letzten Halbjahr vorstellen. Einige Frauen aus unserer Gruppe haben am 29. März 2003 an der landesweiten KFB Wallfahrt von Klausen nach Kloster Säben teilgenommen. Es zogen ca. 300 Frauen singend und betend zur Kloster-

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kirche. In der Klosterkirche konnten wir eine besinnliche Frauenliturgie miterleben. Die Äbtissin stellte uns kurz ihren Orden vor. Zum Schluss haben einige Frauen Brot und Tee als Symbol der Zusammengehörigkeit verteilt. Es war ein schöner, besinnlicher Frühlingsnachmittag für uns Frauen. Die Pfarrkirche von St. Leonhard wurde auch heuer wieder von uns Frauen für das Osterfest geschmückt. Am Karfreitag nach der Liturgiefeier haben wir gemeinsam Kränze aus Efeu gewunden und Sträuße aus selbstgepflückten Blumen gebunden. Im Anschluss haben wir die ganze Kirche gemeinsam dekoriert. Es ist für jede Mitarbeiterin jedes jahr ein schönes vorösterliches Erlebnis, für die Dorfgemeinschaft etwas Sinnvolles zu bewirken! KFB

GESUNDHEIT

& SOZIALES

NACHLESE

Ernüchtert fahren

Ans Steuer gehört ein Fahrer mit klarem Kopf. Autolenken in angetrunkenem Zustand ist eine der häufigsten Unfallursachen. Mit dem Projekt "Nüchternheit am Steuer" will das Landesassessorat für Verkehrswesen dem Fahren in alkoholisiertem Zustand entgegenwirken. Diese Aktion wurde in mehreren Landesteilen vorgestellt, unter anderem auch bei uns im Passeier. Unter Aufsicht der ACI-Mitarbeiter und der Beteiligung der Straßenpolizei und der Gemeindepolizisten haben neunzehn vorwiegend junge Autofahrer am 17. Mai 2003 im bereitgestellten Hoppe-Areal an diesem Projekt teilgenommen. Die Freiwilligen wurden zuerst durch einen Alkoholtest auf ihre Nüchternheit überprüft und danach auf einen eigens dafür abgesteckten Slalom-Parcours geschickt. Dasselbe wurde noch einmal nach Genuss einer festgehaltenen Alkoholmenge durchgeführt. Während der Testfahrt wurde mit Hilfe technischer Geräte die Fahrweise ( Bremsverhalten, Gasgeben, Reaktionszeit) gemessen. Die Teilnehmer/innen machten dabei die Erkenntnis, dass einerseits die Alkoholaufnahme von vielen Faktoren und immer von individuellen Gegebenheiten abhängt, andererseits aber auch schon geringe Mengen Alkohol das Fahrverhalten entscheidend verändern und die

Fah rtüchtigkeit ei nsch rä n ken. jeder der Teilnehmer erhielt als "Erinnerung" ein Messgerät. Bleibt also nur zu hoffen, dass Autofahrer aus dieser Erkenntnis Nutzen ziehen und wenn möglich überhaupt nüchtern fahren.

VERBRAUCHER-

UND

BUDGETBERATUNGSSTELLE

MERAN

Minderjährige und frisierte Scooter Die Situation ist absurd: Wenn ein 16jähriger in betrunkenem Zustand mit 30 km/h und einem gesetzeskonformen Motorrad einen Unfall baut, dann ist er von der Versicherung voll gedeckt. Wenn der junge Mann in nüchternem Zustand einen Unfall verursacht, aber mit einem frisierten Motorrad unterwegs war, dann kann die Versicherung in den meisten Fällen von der Familie Regress fordern. Wenn nämlich ein Minderjähriger sein Motorrad frisiert, also an seiner gesetzlich vorgeschriebenen Beschaffenheit etwas verändert, fällt er aus dem Versicherungsschutz hinaus. Damit ist der Großteil der motorisierten Minderjährigen ohne Versicherungsschutz unterwegs.

Kleinmotorräder mit einem Hubraum von So Kubikzentimetern sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h zugelassen. Die Motorräder werden aber von vielen Händlern schon in einem Zustand ausgeliefert, in welchem sie bis zu 70 km/h und mehr schaffen. Durch eine einfache Manipulation jagen die jugendlichen die Leistungsfähigkeit ihres Scooters dann noch oft auf gO-100 km/h hinauf. Es ist anzunehmen, dass kaum ein Scooter unterwegs ist, der noch den gesetzlichen Vorschriften von 45 km/h entspricht. Derzeit ist die Situation so, dass die Versicherungen zwar die Prämien kassieren und für kleinere Schäden auch aufkommen. Aber im Falle eines Unfalles mit Personenschaden, den ein minderjähriger Fahrer verursacht, muss man damit rechnen, dass die Versicherung das Regressrecht in Anspruch nimmt. Das heißt dann, dass die Familie den Schaden zurückerstatten muss. Und das kann ins Geld gehen. Was ist also zu tun? Machen Sie zumindest den Versuch, ihr Kind davon zu überzeugen, mit einem unfrisierten Motorrad zu fahren. Es wäre auch im eigenen Interesse das Vernünftigste. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Motorrad unfrisiert ausgeliefert wird, also mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 krn/h. Treten Sie mit Ihrer Versicherung in Kontakt und versuchen Sie, einen passenden


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Vertrag auszuhandeln, natürlich kostet so ein Vertrag dann mehr, aber das muss es Ihnen wert sein. Es gibt einige Familienhaftpflichtversicherungen, die auch das Risiko, wenn Minderjährige mit dem frisierten Scooter unterwegs sind, abdecken. Teilen Sie das Ihrer Versicherung mit und machen Sie Druck, damit sie sich so ein Angebot überlegt. Wenn Sie minderjährige Söhne oder Töchter haben, die mit auffrisierten Motorrädern unterwegs sind, sollten Sie das Problem nicht auf die lange Bank schieben, morgen kann es schon zu spät sein, und Sie könnten unguten Zeiten entgegen gehen. Lassen Sie sich auch nicht von Ihrer Versicherung einfach abwimmeln.

schaften im jetzt und in der Vergangenheit reflektiert. Am zweiten Abend sollten sie sich Gedanken zu den Geschlechterrollen machen und darüber diskutieren: Was macht Mädchen sein aus, was darf ich als Mädchen, was nicht? Am dritten und letzten Abend wurde ausführlich über Verhütungsmittel und methoden gesprochen und ihre Vor- und Nachteile aufgedeckt. Die drei Abende wurden durch das Einbringen verschiedener Methoden und abwechslungsreicher Spiele aufgelockert. Den beiden Referentinnen aus der jugendarbeit war und ist es wichtig, die jugendlichen weiterhin zum Thema zu informieren.

Weitere Informationen zu Versicherungsfragen erhalten Interessierte bei der Verbraucher- und Budgetberatungsstelle in Meran, Freiheitsstrasse Nr. 62 unter der Tel. 0473/27 02 04·

jugendseruice Passeier

Öffnungszeiten: Mo- Fr g.oo bis 12.30 Uhr und Mittwoch von 16.00 bis 18.00 Uhr.

JUGENOSERVICE

PASSEIER

Mädchen sein - Frau werden

Die Tatsache, dass die Zahl der jugendlichen, die ohne Verhütungsmittel miteinander schlafen, laut jugendstudie, im Passeiertal rund 20% beträgt, war für den jugendservice Passeier Anlass im Mai diesen jahres drei Abende für Mädchen ab 14 jahren anzubieten, bei denen zu verschiedenen Themen gearbeitet werden sollte. Es erschien sinnvoll im Vorfeld für Eltern einen Informationsabend anzubieten, um die Beweggründe, die Inhalte, Themen und Methoden zu präsentieren und gemeinsam mit den Eltern abzusprechen. Die Vorschläge der teilnehmenden Eltern - auch am Thema Identität zu arbeiten, mit den einzelnen Themen flexibel umzugehen und in jedem Fall vorerst eine Vertrauensbasis aufzubauen -, konnten in der Umsetzung bei der Arbeit mit den Mädchen berücksichtigt und eingebaut werden. Die sieben angemeldeten Mädchen trafen sich daraufhin dreimal im jugendtreff St. Martin. Am ersten Abend beschäftigten sich alle Anwesenden vorwiegend mit sich selbst, mit den eigenen Ängsten, Wünschen und Gefühlen. Ebenso wurden die Freund-

JUGENOSERVICE

PASSEIER

Jugendwallfahrt nach Mörre "Keine Straße ist lang, mit einem Freund an der Seite"

Mit Freunden an der Seite wurde am Sonntag den 18. Mai 2003 die jugendwalifahrt der Bauernjugend und Katholischen jugend abgehalten. Bei sehr warmen Temperaturen stiegen 30 jugendliche und junggebliebene den Kreuzweg nach Mörre hinauf bis hin zur Kapelle, wobei bei jeder Station haltgemacht und Gedanken und Gebete verlesen wurden, die die Teilnehmer vorbereitet hatten. Mit Pater Georg, der uns schon vor der Kirche erwartete, gestalteten wir eine gemeinsame Abschlussfeier. Anschließend gab es noch für alle eine

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Kleinigkeit zur Stärkung und bei strahlendem Sonnenschein konnte der Nachmittag gemütlich ausklingen.

jugendseruice Passeier

STU 01 E N PRÄSENTATION

Jung und Alt in Passeier Verstehen, was die jungen wollen und die Älteren sich wünschen, das ist - auf den Punkt gebracht - das Anliegen der großen Befragung, mit der sich der Sozialsprengel Passeier, der jugendservice und die Gemeinden St. Leonhard, St. Martin und Moos eine Datenbasis für ihre künftigen Aufgaben bezüglich der beiden Zielgruppen zu schaffen hofften. jeder dritte jugendliche zwischen 12 und 18 jahren und jeder vierte Senior über 60 wurden befragt. Zusätzlich wurden über 100 telefonische Interviews mit Personen geführt, die persönlich oder beruflich intensive Kontakte mit den Zielgruppen haben.

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> Bei den jugendlichen kamen folgende

Themen zur Sprache: Freizeitgestaltung, gesellschaftliches Engagement, Neigung zu sogenannten risikoreichen Verhaltensweisen, soziale Beziehungen, Freundschaften Partnerschaft und Sexualität, Lebenswerte und Lebensorientierung, Familie, Glaube und Religion, Aussichten für die Zukunft. Bei den Senioren ging es um folgende Themen: Alltag, Freizeitgestaltung, gesellschaftliches Engagement, soziale Beziehungen, Lebensqualität und

Lebenswerte, Familie, Glaube und Religion. Am Donnerstag, 22. Mai 2003, wurden im Vereinshaus von St. Leonhard den anwesenden Behördenvertretern und interessierten Eltern die wichtigsten Ergebnisse präsentiert. Die detaillierten Antworten liegen in einer ausführlichen Version auf, die nur in einer reduzierten Auflage gedruckt und den zuständigen Assessoren der drei Gemeinden, dem jugendservice und dem Sozialsprengel übergeben wurden. Wer darin Ein-

Auszüge aus dem Radiointerview: Rai Sender Bozen: Frau jaitner, sehen wir uns die interessantesten Ergebnisse aus der Sicht des Sozialsprengels an, was fehlt den jugendlichen in Passeier?

Siglinde jaitner: Eshat uns gefreut, dass die meisten jugendlichen mit ihrem Leben zufrieden sind. Trotzdem gibt es natürlich ein breites Spektrum an Wünschen. In allen drei Gemeinden sind die drei am häufigsten genannten Einrichtungen diesbezüglich ein Kino, eine Diskothek und organisierte Feste und Partys. Die befragten jugendlichen wollen "besser verstanden" und "ernst genommen" werden. Esist ihnen wichtig die Möglichkeit zu haben, unabhängig von der Erwachsenenwelt, sich persönlichen Themen zuzuwenden und sich eigene Gedankenzu machen.

Rai Sender Bozen: Tanja Schweigl, jugenddienstleiterin, was bedeutet für Sie dieses Ergebnis: jugendtreff und jugendraum wird je nach Dorf uon 12 - 17% als Ort genannt, um sich mit Freunden oder Freundinnen zu treffen. Der Pub dagegen ist bei 32 bis 360/0, also gut einem Drittel, einer der beliebtesten Treffpunkte; Bar, Cafe, Gasthaus, sogar uon mehr als 40%.

Tanja Schweigl: Für uns war dieses Ergebnis nicht besondersüberraschend, da die jugendräume in den Fraktionen alle ehrenamtlich geführt werden und somit keine durchgehenden Öffnungszeiten gewährleistet werden können. Aber wir werden als jugenddienst weiterhin diese Ehrenamtlichen so gut es geht unterstützen.

Rai Sender Bozen: Frau Schweigl, helfen Sie uns die folgende Situation zu interpretierent Einerseits zeigen jugendliche eine niedrige Bereitschaft, "gerne" Drogen auszuprobieren, andererseits ein hoher Anteil derer, die mit Drogen in Berührung gekommen sind, Kenntnis dauon besitzen.

Tanja Schweigl: Dabei sollte man aber von Gemeinde zu Gemeinde unterscheiden, denn die Zahl der jugendlichen, die gerne Drogen ausprobieren würden, sind in St. Martin wesentlich höher als in den zwei anderen Gemeinden. Dr. Walter Paris führt diese Unterschiede auf die Nähe St, Martins zur Stadt Meran zurück. uns zeigen diese Werte, dass die Mehrheit der jugendlichen Kontakt und Nähe zu illegalen Drogen und zu den drogenkonsumierenden jugendlichen haben, aber nicht wagen die Grenzender Illegalität zu überscheiten, indem sie Drogen nehmen.

Rai Sender Bozen: Wie sieht es mit der legalen Droge Alkohol aus?

Tanja Schweigl: Diese Werte waren für uns nicht überraschend, da wir bereits wussten bzw. ahnten, dass mehrere jugendliche zwischen 16 und 18 jahren regelmäßig Alkohol trinken. Doch ich glaube, dass der übermäßige Konsumvon Alkohol ganz Südtirol betrifft. Man kann auch den Medien entnehmen, dass im Allgemeinen Maßnahmen getroffen werden, um diesem Problem entgegenzuwirken.

Rai Sender Bozen: Frau Schweigl, Stichwort Sexualität. Die aufschlussreichsten Erkenntnisse?

Tanja Schweigl: Die aufschlussreichsten Erkenntnisse bezüglich Sexualität waren, dassjugendliche immer früher sexuelle Erfahrungen machen. Aber ganz besonders überrascht hat uns, dassjeder fünfte jugendliche beim Geschlechtsverkehr nicht verhütet.

Rai Sender Bozen: Schauen wir uns die wichtigsten Ergebnisse bei den Senioren an, Frau jaitner, wo drückt den Senioren der Schuh?

Siglinde jaitner: Im Gegensatz zu den jugendwünschen sind die der Älteren

sicht nehmen möchte, kann dies nach Absprache im Sozialsprengel tun. Dr. Alessandra Ockl, Leiterin des Sozialsprengels und Dr. Walter Paris, Leiter des Instituts Morgenstern, stellten zudem die schriftlichen Ergebnisse vor, die in einer Kurzfassung zusammengefasst in den Gemeinden, im jugendservice und im Sozialsprengel aufliegen und in Form einer Broschüre an Interessierte abgegeben werden.

minimal und beschränken sich auf den unmittelbaren Lebensraum (Zebrastreifen, stolperfreie Wege, sicherheitstechnische Maßnahmen ...). Als Einrichtungen wünschen sie sich ein Kino, hier treffen sich die Vorstellungen von Alt und jung, aber auch Beratungsstellen und jeder zweite Senior aus der Gemeinde Moos wünscht sich eine Apotheke im Dorf. Daneben wird oft auch die Befürchtung ausgesprochen, dass die finanziellen Mittel zur pflege oder für einen Heimaufenthalt nicht reichen könnten.

Rai Sender Bozen: Welche Schlussfolgerungen wird der Sozialsprengel für die eigene Arbeit ziehen?

Siglinde jaitner: Bei den jugend bezogenen Inhalten werden wir unsere Präventionsprojekte weiter durchziehen, dabei ist uns die Zusammenarbeit mit den Schulen, dem jugendservice und mit anderen jugendvereinen wichtig. Wir denken daran, in einer Arbeitsgruppe mit Interessierten an der Umsetzung der aus der Studie gewonnenen Erkenntnisse weiterzumachen. Genauso wichtig sind für uns auch die Kontakte zu den Gemeindeverantwortlichen, weil auch sie für beide Zielgruppen einiges werden umsetzen können. Die Aussage "Sich für ältere Menschen Zeit zu nehmen, ist viel wichtiger als das schönste Altersheim", sollte uns allen bezüglich unserer Senioren ein Auftrag sein.

Rai Sender Bozen: Und die Konsequenzen für Ihre Arbeit im jugendseruice Passeier?

Tanja Schweigl: Die Maßnahmen aufgrund der Ergebnisse werden sein, dass weiterhin im Bereich Suchtprävention und zu den Themen der Sexualpädagogik geerbeitet wird. In Zusammenhang mit den legalen Drogen werden wir versuchen jugendliche zu stärken und in verschiedene Projekte einzubinden.


39 PasseirerBlatt-NR. 1. PASSEIRER

38, JUNI 2003

MILLIONENSHOW

Show erfolgreich abgeschlossen

Die letzten beiden Shows fanden am 14. März 2003 im Pub Forelle in St. Martin und am 28. März 2003 in der Schmiedbar in St. Leonhard statt. Die Kandidaten waren beiderorts gut vorbereitet und das Publikum interessiert dabei. Als Organisationsteam haben wir uns die Frage gestellt, ob diese Form der Präventionsarbeit etwas gebracht hat. Wir glauben, dass es ein Teil in einem großen Puzzle ist, ein Impuls, dem auch andere folgen sollten. jedenfalls hat es uns gefreut, dass an jedem der vier Orte ein so großes Interesse gezeigt wurde, und sich so viele Kandidaten gemeldet haben. Danken möchten wir auf diesem Weg nochmals allen, die in irgendeiner Weise zum guten Gelingen beigetragen haben. Hier einige Meinungen aus St. Martin: Dr. Pamer Rosmarie - jugendassessorin:

Es ist wichtig, dass bei uns im Passeiertal Präventionsarbeit geleistet wird. Um jugendliche zum Thema Drogen und Alkohol anzusprechen, ist es wichtig, wenn man Trends bezüglich ihrer Bedürfnisse wahrnimmt und entsprechend darauf reagiert.

Assessorin josefine Schwarz

beitragen. Dass auch die Gemeindeverantwortlichen diese Präventionsarbeit wertschätzen, zeigt sich im Bereitstellen des Preisgeldes. Als Projektidee für die Schule sollte es weitergehen. Ich denke da zum Beispiel an die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Diensten die Millionenshow

jugendlichen nicht so recht getraut haben sich anzumelden, weil es auch darum ging in der Show vor Publikum Frage und Antwort durchzustehen. Ich fand die Millionenshow toll, sie regt zum Nachdenken an. Ich selbst hätte aber nicht mitgemacht. Gestört hat mich das Einsagen im Publikum, da oft die falschen Antworten herausgeschrien wurden.

julia (19):

Claudia (17): Ich war überrascht, dass die beiden Mittelschüler so weit nach oben gekommen sind. Die haben sich richtig gut vorbereitet. Ich hätte nicht den Mut gehabt bei der Show mitzumachen. Auch bei mir sind einige Sachen hängengeblieben.

Mit diesem Projekt hat das Organisationsteam eine Möglichkeit geschaffen, mit den jungen Menschen hier im Passeiertal über Suchtthemen zu diskutieren. Prävention muss dahin zielen den Selbstwert aufzubauen, das sollte primär in der Familie geschehen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist meiner Meinung nach die Information, hier kann die Schule einiges dazu

für die Mittelschulen des Passeiertales fortzusetzen. Engelbert (Kellner Forellen-Pub): Mir hat dieser Abend gut gefallen, ich glaub auch, dass die Infos, die in der Show rüber gekommen sind, so manchen zum Nachdenken angeregt haben. Was mir im Vorfeld aufgefallen ist: Dass sich die

Luis (Barbesitzer): Ich kann sagen, dass auf jeden Fall interessierte Gäste hier waren, von denen manche noch gerne mitgemacht hätten. Auch wird jetzt schon am Pudel zum Thema diskutiert. Ich finde diese Millionenshow ( indem Lokale gesucht werden, wo sich jugendliche gerne aufhalten) eine gute Methode, um über Alkohol und Drogen zu reden. Ansonsten wird es schwierig sein die jungen Leute zu erreichen. Martin und Michael (Abendsieger): Wir finden es super, dass so etwas gut Organisiertes und Geiles im Passeiertal gemacht wird. Wir haben uns die Broschüre ein paarmal gut durchgelesen. Manches uiuss- >


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> ten wir schon, teils auch durch eigene Erfahrungen. Aber vieles, vor allem im Bereich Drogen, haben wir durch die Literatur erfahren.

halb gesprächsbereiter, weil ihre Eltern nicht dabei waren; ich habe bemerkt, dass auch das Publikum die Fragen und Antwortmöglichkeiten diskutiert hat.

Dieter (Vorsitzender jugendtreff): Mir hat es nicht gefallen, dass eine Präventionsshow in einer Bar abgehalten wird. Vor allem die Mittelschüler sollte man so lange wie möglich von den Bars fern halten. Ich meine, dass hier ein Ort wie der jugendtreff günstiger wäre. Auch wir werden in nächster Zeit einige Veranstaltungen ohne Alkohol organisieren.

Pet ra (Schmied haus-Bat): Ich finde das Konzept gut, damit werden sicherlich viele jugendliche angesprochen, was bei Vorträgen nicht der Fall ist. Bei den jungen Leuten ist die Millionenshow gut angekommen. Auch die Älteren haben sich im Vorfeld interessiert. Die Fragen fand ich persönlich anspruchsvoll und zum Teil auch schwierig, man lernt immer was dazu. Ich finde halt, dass die Kandidaten mit 11 jahren zu jung sind, weil sie dann auch in die Bar gehen müssen und das sollte man womöglich doch vermeiden. Andreas (Schmied baus-Bar}: Mir hat dieses Projekt gut gefallen. Es war informativ und den jungen hat es sichtlich gepasst. Mir ist aufgefallen, dass viele das eigene Wissen unterschätzt haben. Ich fände es toll, wenn man diese Idee weitermachen oder ausbauen könnte.

Und noch einige Meinungen Leonhard:

aus St.

Dr. Fauner Claudia, Direktorin der Pflichtschule: Das Organisationsteam

hat gute Arbeit geleistet. Die Kandidaten in der Endrunde waren hier in St: Leonhard, weil es sich vorwiegend um Studenten beziehungsweise Oberschüler handelte, bei der Vorbereitung vermutlich privilegiert. Im gesellschaftlichen Denken muss sich etwas ändern, vor allem im Hinblick auf das Konsumverhalten. In der heutigen Zeit, die von stark wirtschaftlichem Denken geprägt ist, kommt die Familie oft zu kurz. Anstelle von gemeinsam verbrachter Zeit wird der io-Euro-scbein oft zum bequemen Ersatz. Dadurch wird das Problem allerdings nicht gelöst. Wir haben uns schnell gemeldet; das Preisgeld war für uns als Studenten ein Motivationsfaktor, wir möchten uns bei den Organisatoren dafür auch bedanken. Bei der Vorbereitung haben wir die Inhalte aus der Mappe themenspezifisch geteilt und uns auch überlegt, welche Fragen kommen könnten. Wir haben schwierigere Fragen erwartet und deshalb auch viel gelernt, was dann nicht gefragt wurde. Im Gegensatz zu anderen Teilnehmern hätte es uns nichts ausgemacht, wenn auch Eltern im Publikum gewesen wären. Philipp und Michael (Abendsieger):

Die Idee diese Themen in dieser Form anzugehen finde ich gut, weil es den Alltag der jugendlichen spiegelt. Hätte man diese Veranstaltung im Vereinshaus gemacht, hätten sich sicher nicht so viele jugendlichen angesprochen gefühlt. Diejugendlichen haben sich mit der Literaturmappe gut vorbereiten können und waren neugierig und begeistert.

SOZIALSPRENGEL

PASSEIER

Jahresbericht 2002 Der Sozialsprengel umfasst räumlich die drei Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin. Die Dienstleistungen des Sozialsprengels betreffen die finanzielle Sozialhilfe, die sozialpädagogische Grundbetreuung und die Hauspflege. Die Büros sind von Montag bis Donnerstag vormittags und nachmittags offen, zusätzlich am Freitagvormittag. Leiterin des Sozialsprengels ist Frau Dr. Alessandra Ockl, weiters gibt es drei Mitarbeiter/innen im Sozialsprengel und acht Angestellte im angeschlossenen Hauspflegedienst. 77 Minderjährige und 28 Erwachsene sind vom Sozialdienst und 46 Personen

vom Hauspflegedienst betreut worden, wobei die häufigsten und zeitintensivsten Leistungen dieses Dienstes die Körperpflege betreffen. Im abgelaufenen jahr 2002 war es möglich mit der Erwachsenenarbeit zu beginnen. 28 Personen sind von der Erzieherin begleitet worden, ein Teil davon im Zuge der Arbeitseingliederung am Arbeitsplatz. Ein wesentlicher Teil der Leistungen waren die der finanziellen Sozialhilfe. Ausbezahlt wurden rund 203.000 ¤. Die größten Anteile davon sind Kosten für Minderjährige in Heimen (38,5%) und soziales Mindesteinkommen (22%). Unterteilt nach Gemeinden entfallen 62% auf die Bürger von Moos, 22% auf die von St. Leonhard und 16% auf die von St. Martin. Die häufigsten Leistungen, die vom diesbezüglichen Mitarbeiter/in erbracht wurden, waren die Berechnungen zur Ticketbefreiung und Anträge zum sozialen Mindesteinkommen. Im abgelaufenen jahr gab es 17 neue Meldungen bzw. Fälle zu Minderjährigen. Hier gab es vor allem Erziehungsschwierigkeiten, schwerwiegende Probleme mit einem Elternteil und Schulprobleme. Vom Sozialsprengel wurden im abgelaufenen jahr vier Projekte durchgeführt, davon zwei (Nachmittagsbetreuung und Kinderferien ) in Eigenregie. Gemeinsam mit dem jugendservice und dem Mitwirken des Psychologen Ulrich Gutweniger wurde das Präventionsprojekt der Millionenshow für die jugendlichen des Tales entwickelt und durchgeführt. Das vierte Projekt betrifft eine Situations- und Bedarfsanalyse der Sozialpolitik im Passeiertal. Der jahresbericht erwähnt schließlich auch die Einrichtungen, Dienste und Institutionen, mit denen vorrangig zusammengearbeitet wurde, so z.B. die drei Gemeindeverwaltungen des Tales, der psychologische Dienst, die Logopädin, der Dienst für Abhängigkeitserkrankungen, die Schulen, sozialpädagogische Einrichtungen und viele andere.

josefine Schwarz - jugendassessorin:

Solche Veranstaltungen schaffen die Möglichkeit, dass jugendliche zu diesen Themen ins Gespräch kommen. Vermutlich waren die jugendlichen desErwin - Vater:

MITTEILUNG

der Zahnarztpraxis Dr. Thomas Offermann: Wehrte Patienten/Patientinnen, unsere neuen Öffnungszeiten, gültig ab juni 2003, lauten wie folgt:

8-12 Uhr Montag 8-15 Uhr Dienstag 8-14 Uhr Mittwoch 8-12 Uhr Donnerstag 8-12 Uhr Freitag oder nach Vereinbarung!

+

14-30 - 20 Uhr

+

14.30 - 18 Uhr


41 Passelter Blatt-

N R. 38,

J UNI 2003

G RAT U LA TI 0 NE N Wenn dann einst nachjahren UnserName wird genannt So denke Dirund sage: Diehab ich auch gekannt. Undwie die Zeit verschwindet UndDu auch uns vergisst, so kannst Du hier noch sehen wer auf dem Bildeist

Bild

uom 9. Mai

1943: im Bild

links, Marianna, heute 81

jahre, Bildmitte, Luis, heute

80 jahre und rechts im Bild,

Sepp, heute 79 jahre.

Den lieben Verwandten noch viele jahre in Gesundheit und Zufriedenheit wünscht Familie Prünster, St. Leonhard

ZIACHORGLKLÄNGE

STATT DISKOMUSIK

Jugendliche mit der Steirischen erfolgreich Dass wir Passeirer ein lebhaftes Völkchen sind, Musik und Unterhaltung lieben und gerne ausgelassen feiern, ist weithin bekannt. Dass sich aber auch bei der jungen Generation jungen und Mädchen finden, die sich durchaus auf alte Werte besinnen und mit dem Passeirer Brauchtum und der althergebrachten Volksmusik etwas anfangen können, mag den einen oder anderen erstaunen. Wenn nun ein jugendlicher im Grund- oder Mittelschulalter Ziachorgel spielt und dies mit Begeisterung tut,

wird er nicht selten von Schulkollegen und Altersgenossen wegen dieser nicht ganz zeitgemäßen Leidenschaft gehänselt und als "altmodisch" abgestempelt. Was einen richtigen Musikfreund vom Spielen aber nicht abhalten kann, das beweisen Alexander Pamer, 14 [ahre, aus Platt und Franz Pircher, 12 jahre, aus St. Martin, die sich bei der dritten Südtiroler Landesmeisterschaft der Ziehharmonikaspieler am 5. April 2003 in Mühlbach den Landesmeistertitel in der jeweiligen Kategorie holen konnten. Magdalena Haller, 12 jahre aus St. Leonhard, spielte sich bei dieser Landesmeisterschaft auf den sehr guten dritten Platz vor. Auf die bemerkenswerten Leistungen dieser drei jungen Musikanten wurde auch die ORFRedaktion von Südtirol Heute aufmerksam, die den drei jugendlichen mit einer kurzen Reportage, Ausstrahlung am 11. April 2003 im ORF 2, gratulierte. Anlass genug auch für die Redaktion des Passeirer Blattes sich den Glückwünschen anzuschließen und kurz einen Rückblick auf den musikalischen Werdegang der drei passionierten, jungen Harmonikaspieler zu geben:

Alexander Pamer aus Platt kam zum Ziehharmonikaspielen eher rein zufällig. Im Alter von acht jahren konnte er bei einem Familienausflug zur Egger Grubalm bei Stuls den Pflug Peter auf der Steirischen in Aktion erleben, wie dieser an einem

Sonntagnachmittag seine Gäste wieder einmal mit flotten "Stickten" unterhielt. Von dem Tag an war dem Alex klar, er wollte diese Fingerfertigkeit auch lernen und eines Tages so spielen wie der Pflug Peter. Den darauffolgenden Sommer verbrachte Alexander auf der Egger Grubalm, wo neben dem Mithelfen abends immer noch Zeit blieb, mit dem Peter im urigen Stübele Seite an Seite die ersten Griffe und bald schon "Stickten" auf der Harmonika zu lernen. In der vierten Klasse Grundschule begann Alexander mit der alten Orgel vom Pflug Peter die Musikschule in St, Leonhard zu besuchen. Er lernte zuerst vier jahre bei Norbert Aster, dann ein jahr bei Herbert Pixner und seit dem Beginn der Oberschule wiederum bei seinem Lieblingslehrer Norbert Aster in der Musikschule Meran. Mit der Notenlehre hatte Alexander am Anfang seine Schwierigkeiten. Dass es galt eine Stunde Noten zu lernen und nur 30 Minuten zum Spielen blieben, wollte er nicht verstehen. Dies ist bis heute so geblieben. Alexander spielt alles - mittlerweile beherrscht er ein Programm von über 70 Harmonikasticklen - frei aus dem Kopf, hört sich das eine oder andere von seinen Mihelic-Kassetten ab oder komponiert auch schon einmal etwas selbst. Mittlerweile besitzt er zwei Ziachorglen, die er sich zum Teilselbst mit seinen Ersparnissen finanziert hat. Natürlich ist das Spielen und tägliche Üben neben dem Oberschulbesuch, neben Fußballtraining und Rennradelsport im Winter nicht immer einfach unterzubringen, aber am Spielen hat sich in den ganzen [ahren nichts geändert, die Begeisterung ist höchstens noch gewachsen und dass sich sein Können mittlerweile durchaus hören lassen kann, hat er schon bei Wettbewerben oder kleinen Vorspielabenden bewiesen. Nun stehen die Schulferien wieder vor der Tür und im Gegensatz zu vielen anderen jugendlichen freut sich Alexander nicht so sehr auf den ersten Schwimmbadbesuch, sondern vielmehr darauf, auf der Egger Grubalm wieder mit seiner Ziachorgl für flotte Stimmung zu sorgen. Franz Pircher vom Valtelehof in Matatz bei st. Martin kommt aus einer musikalischen Familie und zeigte seine Begeisterung fürs Musikmachen bereits als kleiner junge. Als er dann im Alter von vier jahren seine erste Harmonika vom .Christnindt" geschenkt bekam, sollte dies wegweisend für die Zukunft sein. Die ersten "Stickten" lernte er bei Günther Marth aus st. Martin und dem Franz war bald klar, dass die Musik sein Ein und Alles werden sollte. >


42

MITTELSCHULE

ST. LEONHARD

"Are hä 0 Iogi se he" Grabung

~

Der schräge Vogel Zwitscherditsch (Reporter von Beruf) hat sich über die Aktivitäten an der Mittelschule St. Leonhard gewundert und führte ein Interview mit den Schülern der Klasse 1 C: Zwitscherditsch: Dienstag, den 8.10.2002, hielt ich wie üblich am Nachmittag auf meinem Posten beim Klosterdach Ausschau nach dem Schulgeschehen. Da sah ich euch in der Sandkiste - Pardon - im Weitsprungfeld mit einem Stock herumstochern! Wolltet ihr nach Würmern graben, oder was habt ihr da gemacht?

Daniel: Nein, nein! Wir haben nicht nach Würmern gegraben, sondern eine archäologische Grabung gemacht! Zwitscherditsch: So, so? Was ist denn das, eine "archäologische Grabung"?

Barbara: Das waren vier Grabungsteams, die zusammen Funde gesucht haben, wir haben eine Grabung nachgespielt! Einer war der Archäologe, ein anderer der Gehilfe, einer spielte den schriftführer und zwei waren Restauratoren. Sie sollten "alte" Funde suchen, die die Lehrerin im Sandkasten vergraben hatte. Zwitscherditsch: ein Stock?

Und was war das für

johannes: Das war ein Metalldetektor, mit dem konnten wir Metall orten. Dadurch haben wir die FundsteIlen gefunden! Zwitscherditsch: Und dann habt ihr gegraben? Das kann doch jeder!

johannes: Nein, wir mussten viel lernen vorher und bei der Grabung durften wir nichts falsch machen! Magdalena: Man muss ja aufpassen, dass man die Funde nicht beschädigt! Zwitscherditsch:

Was? Aufpassen?

Martha: Die oberste Erdschicht musste vorsichtig abgetragen werden! ...wenn wir auf den Fund gestoßen sind, durften wir nur noch mit Pinsel oder Zahnbürsten arbeiten. Barbara: ... den Fund mussten wir genau abmessen und in den Fundzettel eintragen, auf Millimeterpapier die Lage festhalten, eine Skizze machen und den Fund fotograjieren! Aus welchem Material der Fund bestand, musste beschrieben werden. Der Restaurator musste den Fund sauber machen und den Fundzettel mit dem Fund vorsichtig in eine Schachtel geben. Natürlich in einem nummerierten Säckchen verpackt! So geht das! Zwitscherditsch: Hm?

Ist das denn Unterricht?

Daniel:ja, wir hatten normalen Unterricht, nur dass wir außerhalb der Schule gearbeitet haben und uns das viel Spaß gemacht hat! Bettina: ...ich lernte, wie man mit der digitalen Kamera umgeht! Benjamin P.: Das war Unterricht! Wenn wir einmal zufällig einen Fund machen, wissen wir, was wir zu tun haben! Zwitscherditsch: gefunden?

Und was habt ihr

Nadine: Wir haben Nüsse, eine zerbrochene chinesische Vase, einen Wecker, ein Kettchen und eine alte Ski karte von Pfelders gefunden!

Valerian:... mehr als 20 Funde haben wir gemacht! Seltene Münzen ...! julia P. ja, sehr viel haben wir gefunden! ...eine kaputte Schale und Fliesen! Muscheln, Scherben und einen großen Knochen! Konrad: ... Einen Bieröffner! Tonscherben, eine Holzjigur, Schlüsselanhänger! Beat: johannes sagte: "Komm mal rüber! Schreib auf: Steinplatte gefunden und eine Münze!" Ich war Schreiber und schrieb alles auf! johannes grub weiter. Er fand drei Münzen und schrie .Hurrau! Zwitscherditsch: Wer waren die Schüler mit den blauen Schürzen?

Andreas: Das waren die Archäologen. Sie mussten anschaffen, was die anderen zu tun hatten!

Zwitscherditsch: Es hat euch also insgesamt Spaß gemacht?

Benjamin H.: Es war sehr aufregend, wenn wir etwas gefunden haben! Franziska: ... und wir konnten im Freien arbeiten! Barbara: Es hat Riesenspaß gemacht, weil ich die kostbaren Funde putzen durfte. Wir hatten viel Stress, aber wir waren in Toppform und es war sehr toll! johannes: ja, beim ersten Fund habe ich mich sogar wie unser Landesarchäologe Dr. Notdurfter gefühlt! Zwitscherditsch: Na so was, habe ich doch auch noch etwas dazu gelernt! Will mich also herzlichst bei der Klasse 1C bedanken und hoffe, bald wieder etwas von euch zu hören!

Tschüss, euer schräger Vogel Zwitscherditsch!


43 PasseirerBlatt-NR.

ST. LEONHARD

WIR

Hochzeitsglocken

Die Puachrmuatr hat 90 Jahre vollendet

Am Samstag, 24. Mai 2003, bei wunderschönem Hochzeitswetter gaben sich Tanya Pamer - Redaktionsmitglied und Bibliothekarin von St. Leonhard - und Alexander Ploner - Bäcker aus St. Leonhard - in der Pfarrkirche von St. Leon-

GRATULIEREN

Wollte man 90 jahre eines Lebens niederschreiben, so würden wohl einige Passeirer Blätter dazu nicht ausreichen. Die Biographie der Puachrmuatr (wie sie seit dreißig jahren genannt wird) erzählt von 14 Kindern, von Almen und Höfe pachten, vom Schintn und Raggern aber trotzdem, von Zufriedenheit. Filomena Gufler, geborene Ilmer, erblickte als drittes Kind von sieben am 4. juni 1913 am Nonthof auf Prantach das Licht der Welt. Da Prantach kirchlich zu St. Leonhard gehört, konnte das Menele schon auf dem Weg zur Taufe stundenlang Frischluft atmen. Vom Nonthof zog die Familie bald einmal auf "Hof" auf Prantach. Der Vater wurde 1916 zum Krieg eingezogen, kam wieder heim, verstarb aber, als das Menele erst fünf jahre alt war. Die Not war nun groß, die Mutter allein mit sieben Kindern, das jüngste zählte kaum ein jahr. Noch schulpflichtig mussten die Kinder sich selbst das Brot verdienen. Mena besuchte die Schule in Prantach und bald musste auch sie das Ränzlein schnüren und fremdes Brot essen. Von Zimmerstund und Freizeit hat sie ihr ganzes Leben nichts gehört. Nur immer:

"Mena, seil war nou zi tian und seil isch nou nit qitont".

hard das ja-Wort. Nach der Trauung, die von Pater Benedikt festlich gestaltet und von einem Frauenchor aus Lana musikalisch umrahmt wurde, lud das strahlende Brautpaar zum Quellenhof, wo man sich nach einigen kurzen Wegsperren schließlich einfand, um im Kreis von Verwandten und Freunden ausgiebig zu feiern. Liebe Tanya und Alexander, das Redaktionskomitee des Passeirer Blattes gratuliert herzlich und wünscht euch für euren neuen gemeinsamen Lebensabschnitt alles Gute!

Mitteilung: Ab der nächsten Ausgabe werden auf Wunsch Hochzeitsfotos veröffentlicht. Zusendungen: Bibliothek St. Leonhard - Kirchweg 36

38.JUNI2003

Sie hat aber das Nähen gelernt und das kam ihr später zu Gute. 1938 hat sie dem Unteregger Max das jawort gegeben und sie zogen ins Eafele Häusl in St. Martin ein. Da betätigte sich Mena als Näherin und verdiente so manche Lira hinzu, aber nur im Winter. Im Sommer ging es auf die Almen. Der Max war Hirte und die Mena Sennerin. Sie weiß von Donner und Blitz, von Sturm und Wind und herrlichen Sonnentagen zu erzählen, aber vor allem von Sparsamkeit und immerwiederkehrender "Struutzerai". Sie waren auf verschiedenen Almen. Lazins, Timmls, Glanegg und Fartleis waren noch nicht durch eine Straße erschlossen. Die Kinder musizierten wie die Orgelpfeifen und eines, oft kaum ein jahr alt, musste auf einer Kraxn getragen werden. Der Max hat dann Luimes gekauft, aber es bald wieder verkauft. Anschließend hat er 1950 den Sixenhof gepachtet. Dort hat Mena noch sechs von ihren insgesamt 14 Kindern das Leben geschenkt. Drei starben allerdings im Kindesalter. Mena hat neben der ganzen Arbeit als

Bäuerin auf dem Sixenhof für die Familie alles genäht. Die Tage waren lang und schwer, die Nächte für die Mutter und Bäuerin zu kurz, denn die Mena hatte als Sixen-Bäuerin Freude an der Schweinezucht und da hieß es oft Nachtwache halten. Aber wie ein Sprichwort sagt: Die Arbeit ist die Quelle der Gesundheit! Das muss wohl so sein, sonst hätte die jubilarin nicht das alles so meisterhaft hinter sich gebracht. Vom Sixenhof, den sie zehn jahre bewirtschafteten, zogen sie auf den Unterpuacherhof, den sie wieder als tüchtige Bauersleut bearbeiteten. Nach zehn jahren bauten sie sich dort ein Eigenheim. Die Mena und der Max zogen, nachdem die Pacht zu Ende war, mit den noch ledigen Kindern dort ein. Das Schicksal hat die jubilarin schwer getroffen, als der Sohn Hans im Blütenalter von 18 jahren tödlich verunglückte. 1986 verstarb der Max. Seitdem hat die Mena nur mehr sich selbst zu versorgen. Die Kinder, die mit beiden Füßen fest im Leben stehen, sind verstreut im ganzen Land. Die jubilarin, nun als Puachrmuatr bekannt, ist glücklich und zufrieden. Wenn etwas fehlt, sind der Sohn Hubert und die Schwiegertochter, die im Hause wohnen, hilfsbereit zur Stelle. Als Näherin betätigt sich die Mena jetzt nicht mehr. Sie genießt den wohlverdienten Lebensabend und vertreibt sich die Zeit mit lesen. Ihre Lektüre ist vielfältig und umfangreich. Am Dreifaltigkeitssonntag hat die jubilarin in voller Rüstigkeit mit ihren Kindern und 24 Enkeln und den neun Urenkeln einem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche zu St. Martin beigewohnt. Dann wurde die gute Puachrmuatr auf dem Torgglerhof gebührend gefeiert und geehrt. Gott möge ihr die Gesundheit erhalten und ihr in zehn jahren den Hunderter schenken, das ist der Herzenswunsch all ihrer Lieben!

Anna Lanthaler


44 GEBURTENIM ERSTENHALBJAHR2003

Wir gratulieren unseren Kleinsten und ihren Eltern! St. Leonhard 11.01.2003

25· 01.2003 26.01.2003

30.01.2003

09.02.2003 12.02.2003 17.02.2003 23.02.2003 25.02.2003 28.02.2003 28.02.2003

12.03.2003 17.03.2003 28.03.1003 16.04.2003 19.04.2003 22.04.2003

25.04.2003

05.05.2003 19.05.2003

Felix Hofer, Weingartweg Lea Hofer, Schlattach Marie Raffl, Schlossweg Marisa Pamer, Im Schaffeid Lisa Pichler, Karlegg Maria Hofer, Andreas-Hofer-Straße Albin Aljii, Im Schaffeid Luis Pichler, Schweinsteg jonas cufter, Kohlstatt Fabian Haller, Schweinsteg Thomas cufler, In der Kellerlahn Noah Waldner, Gomion julian Moosmair, Im Schaffeid Viktoria Öttl, Mörre Alex Pfitscher, Walten Alex Raich, Kammerland Noah Hofer, Kohlstatt Thea Pixner, Schlossweg Sara + Simone Haspinger, Passeirerstraße Letizia Marth, Mörre

02.04.2003

11.04.2003 21.04.2003 27.04.2003 02.05.2003

06.05.2003 15.05.2003 19.05.2003 22.05.2003

26.05.2003

Dominik Gerstl, Gruberstraße Andreas Oberhollenzer, Flon-Matatz-Straße Sonja Fiegl, Kalmtalerstraße Gregor Ilmer, Kalmtalerstraße Milena Haller, Prantacherweg Sandra Gufler, Dorfstraße Philipp Hofer, Malerweg Christoph Pixner, Beda-Weber-Straße Lea Kofler, Dorfstraße Melanie Ennemoser, Ritterweg

Gemeinde Moos Moos - Dorf

10.01.2003

22.03-2003

30.05.2003

Manuel Gufler Tobias Widmann Milena Marth

Platt

08.01.2003 30.01.2003

23.04.2003

pfelders

Larissa Cufler Sabrina Ennemoser 07· 03· 2003 09· 03· 2003 Hannes Pixner 18.05· 2003 Alexander cufler 19· 02.2003

Rabenstein

22.01.2003 24.01.2003

Stuls

St. Martin 17.01.2003

Yannik Brugger, Garberweg Devid Pfi ug, KaImta lerstra ße

02.01.2003

Patrick Messner, Riederbergstraße Katharina Platter, Flon-Matatz-Stra ße Natascha Tschöll, Wiesenweg Linda Pixner, Angerweg Martin Oberprantacher, Fernerweg

25.01.2003

02.01.2003 02.01.2003 12.01.2003

26.01.2003

12.03.2003 15.03.2003 18.03.2003 26.03.2003 28.03.2003

jonas Oberhofer, Kalmtalerstraße Emma Köck, Garberweg Monika Platter, Riederbergstraße Annalena Raffl, Peter Mitterhofer-Straße Magdalena Tschöll, Riederbergstraße

Lisa Hofer Melanie Pixner Petra Prugger

13· 01.2003 04.04.2003

21.05· 2003

Christof Ennemoser Sandra Etschmann

Alexander Thaler Tobias Peter cufler Martin Hofer

Wir gratulieren herzlich unserem Reda ktionsmitglied Kurt Gufler und seiner Freundin jolanda Hofer, die am 6. Mai eine kleine Tochter bekommen haben. Den stolzen Eltern alles Gute und der kleinen Sandra viel Erfolg auf ihrem Lebensweg, wünscht das Redaktionskomitee!

Die Redaktion

Nachbar in Not Mancherorts, nicht überall, auf Autos, Wänden, Kästen, Schränken und auch anderswo, der kleine Aufkleber klebt, "Der Nachbar ist in Not"! Wir alle wissen, lesen es, darüber nachgedacht - es ist ärger als der Tod! Die Bilder;die sie uns zeigen, vom Ausmaß der Wirklichkeit ganz zu schweigen. Verzweiflung, Angst und große Not, Tränen auf zarten, verschmierten Kinderwangen, Tränen auf der zerfurchten alten Lederhaut. Bitterkeit aus jedem Antlitz spricht, der Ruf nach Hilfe, ist der in Sicht? "Nachbar in Not" groß und klein gedruckt. Auf dem Bildschirm Flieger;Bomben, Flammen und Flüchtlinge ganze haufenweis. Ohne Hab und Gut vertrieben nur das, was sie am Körper tragen, nur das bissehen ist geblieben. Mord an Menschen jung und alt, Gewalt an Frauen ohne Halt. "Bitter': aber es ist weit weg von unserem Land, denken wir manchmal fast entschuldigend, aber fast nur das kleine Wasser; trennt der Länder Strand. "Nachbar in Not': eine Bitte, ein Hilfeschrei, jedem sein eigen Bedürfnis, braucht's diese Helferei? Jeder gebe was er geben mag, oder ist es fast wie eine Pflicht? Am täglich Brot fehlt's uns wohl kaum, wir leben im Überfluss, wir brauchen nicht alles was wir haben. Darum liegt es nur an unserer Gesinnung, ob wir helfen den Armen, sie auch zu laben. Nachbar in Not, ist das nicht ärger als der Tod?

Teresa Hafer Schaffler


45 PasseirerBlatt-NR.

AUS

DEN

SCHULEN

38.JUN12003

& BIBLIOTHEKEN Bei der gemeinsamen Übernachtung in der Schule am Freitag wurde gemeinsam gekocht, gespielt, gesungen und auch etwas geschlafen. Allen Schüler/innen und Lehrer/innen hat es Spaß gemacht, an diesem Projektthema zu arbeiten.

ABGELICHTET

Waltraud Gufler

GRUNDSCHULE

SALTAUS

Aktion "Kinder für die Umwelt"

In einheitlichen neuen Trikots präsentierten sich die Schülerinnen der Mittelschule St. Martin in Passeier. Ein herzlicher Dank gilt dafür der Raiffeisen kasse St. Martin in Passeier!

GRUNDSCHULE

RABENSTEIN

Lauter Milchtüten Das heurige Schuljahr stand in Rabenstein ganz unter dem Motto "Gesunde Ernährung". Immer wieder gestalteten

Schüler/innen und Lehrer/innen unter Mithilfe der Eltern Projekttage, um den Schüler und Schülerinnen das Anliegen nahe zu bringen. Den Höhepunkt erreichte man in der letzten Februarwoche: Milchwoche, wurde sie genannt. Bei der Bäuerin wurde Butter gemacht, mit einer Sennerin bereiteten die Kinder Frischkäse zu und stellten Joghurt und Milchmixgetränke her. Sehr aufregend war die Fahrt mit dem Bus und dem Zug zur Mila in Bozen. Auch die Faschingskostüme richteten sich ganz nach diesem Thema: Die Kinder verkleideten sich als Milchtüten.

Die Sensibilisierung der Kinder auf unsere Umwelt ist eine der wichtigsten Aufgaben der Schule geworden. Mehr denn je zeigt sich die Notwendigkeit die Schüler/innen in diesem Bereich auf die Wichtigkeit einer sauberen, intakten Umwelt hinzuweisen. In diesem Sinne beschloss die Grundschule Saltaus dieses Thema auch praktisch anzugehen und eine Müllsammel-Aktion zu starten. Am 17. Mai 2003 war es dann soweit! Mit Handschuhen und Müllsäcken ausgerüstet ging es auf die Suche. Wie überrascht waren die Kinder, als bereits zur Jause, welche die Gemeinde spendierte, alle Müllsäcke aufgebraucht waren; Reifen, Windeln, Papier ... alles wurde gefunden. So freudig die Schüler diese Aktion auch begonnen hatten, um so nachdenklicher stimmte sie das Ergebnis. Seitens der Eltern wurde die Aktion sehr befürwortet und mitgetragen. Den Schüler/ innen wurde die Müllproblematik sprichwörtlich "vor Augen" geführt. Das Ziel, die Sensibilisierung für die Umwelt, sei es Müll, Wasser, Wald, konnte den Kindern somit nachhaltig vermittelt werden. Als Anerkennung für ihren selbstlosen Einsatz erhielten die Kinder ein I-Shirt, spendiert von der Forstbehörde, mit der passenden Aufschrift" Mein Freund, der Waid". Zum Abschluss verfassten die Schüler/ innen der 5. Klasse dieses Gedicht: Fast alle Kinder der Grundschule Saltaus zogen zur Müllsammelaktion aus. Das Ergebnis aber - oh Graus und oh Schreck waren viele Säcke mit Abfall und Dreck! Uns stellte sich die Frage: Wie gibt es das? Macht die Umwelt verschandeln manchen Leuten Spaß? Da müssen halt die Kinder mit gutem Beispiel vorangehen,

>


46

ler, regelmäßig besuchen. Dazu packt er für uns die interessantesten Bücher, Kassetten und CDs in zwei Körbe ein, steckt alles in sein Auto und transportiert die Medien zu uns in die Schule. Meistens kommt er bei der Pause und wir helfen ihm, die Bücher in der Klasse zu verteilen. Danach dürfen wir Bücher ansehen und ausleihen. Natürlich müssen wir ihm das nächste Mal die Bücher wieder zurückgeben. Die restlichen Bücher legen wir wieder in die Körbe und tragen sie zu seinem Auto. Sobald der Bibliothekar abgefahren ist, machen wir mit dem Unterricht weiter. Wir bedanken uns für die wunderbare Reise - Bibliothek! Die Schüler/innen und Lehrpersonen der Grundschule Abi

> damit Spazierwege,Wald und Böschung

wieder sauber aussehen. Denn vielleicht wird uns von der Natur irgendwann nicht mehr verziehen, die Welt gehört uns nicht, sie wurde uns nur geliehen! Paula Hofer/kg

GRUNDSCHULE

ABL

Die Reise - Bibliothek

Wir sind die Schüler/innen der Grundschule AbI. Weil wir nur wenige Bücher in unserer Schulbücherei haben, kommt uns der Bibliothekar von St. Martin, Herr Gottfried Zag-

Kleinanzeiger Begegnung Nicht immer; wenn Menschenwege sich kreuzen, kommt es zu einer Begegnung. Oft bleibt es bloß ein Zusammentreffen. Man spricht wohl miteinander. Man geht auch ein Stück Weges nebeneinander her. Doch dann geht man wieder auseinander und weiß: Wir haben einander nichts gegeben. Begegnung ist anders! Begegnung - das heißt: miteinander teilen. So uieles im Leben lässt sich miteinander teilen: Freuden und Beschwernis.

Sorgen und Glück. Gaben und Pflichten. Tage und Stunden. Augenblicke und Jahre. Teilen - so, dass man gibt und nimmt. Begegnung ist Geschenk uon Gott. Es ist Gnade, wenn ein Zusammentreffen unter Menschen zur Begegnung wird. Wir können nur bemüht sein um Offenheit füreinander. Um den Willen, miteinander zu teilen. Die Begegnung selbst ist immer Gabe uon Ihm. Ernst Wiedemann

Cewerbeobjekte im Passeiertal in verschiedenen Größen mit Betriebswohnung und Büro in zentraler Lage in planungsphase. Interessierte können sich unter der Nummer 348 6423477melden Wohnung,l1o rn', mit Garage und großem Balkon in Hütt bei pfelders zu verkaufen. Tel. 340 054 28 96 Wir, ein deutsches Ehepaar,suchen 3- bzw. 4-Zimmerwohnung zum Mieten im Raum St. Martin - St. Leonhard. Späterer Kauf nicht ausgeschlossen. Tel.!Fax0049/9221 878508 Tel. privat: 0049/9254 961761 E-Mail goldruth@msn.com Bei Anfragen rufen wir sofort zurück.


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LESETIPPS

AUS DEN

Kinder-Uni .IJm:hJ,Ulß<· 1l

UI!.J"lt'lJl· rn,.~d

BIBLIOTHEKEN

I DOJma Leon

I/)ie dUl/kle Stunde I

Steuernagi, Ulla, janssen, Ulrich: Die Kinder-Uni. Forscher erklären die Rätsel der Welt. Kinder können einem ein Loch in den Bauch fragen. Welcher Erwachsene hat das nicht schon erlebt und dabei kapituliert? Gesagt, getan. Auf der Grundlage von acht Vorlesungen an der Tübinger KinderUni ist nun ein wunderschönes Buch entstanden, wo sich Professoren alle Mühe geben Kindern komplizierte Zusammenhänge in verständlichen Worten näher zu bringen. Fragen, die kleine Menschen bewegen und im Schulunterricht nirgendwo behandelt werden, finden hier in der Regel sehr gute Antworten.

Wenn sie das Buch zusammen mit ihrem Kind lesen, werden sie über die eine oder andere Antwort erstaunt sein...

Passeirer Blatt- N R. 38, J UNI 2003

der Serenissima

Leon, Donna: Die dunkle Stunde der Serenissima. Commissario Brunettis elfter Fall. Roman.

Dates, joyce Carol: Unter Verdacht. Die Geschichte von Big Mouth & Ugly Girl. jugendroman.

In Donna Leons neuem VenedigKrimi ist Italiens beliebtester Commissario wieder dunklen Machenschaften auf der Spur: Eine von Paolas Studentinnen an der Uni will die Ehre ihres Großvaters wiederherstellen und wendet sich erst an die Dozentin selbst und dann an Brunetti, um Informationen einzuholen. Das Verbrechen liegt jahre zurück und führt in die dunkle Zeit des Faschismus. Keiner erkennt den Ernst der Lage, bis das junge Mädchen kaltblütig erstochen in seiner Wohnung aufgefunden wird. Brunettis Ermittlungen führen in die Welt von Kollaboration und Schieberei und zu Gegnern, die nicht zu unterschätzen sind...

"Wenn mein Theaterstück nicht aufgeführt wird, gehört die Schule in die Luft gejagt", hat Matt in der Cafeteria herumgetönt. Nur zum Spaß und weil er eben eine große Klappe hat. Doch dann wird aus dem Spaß bitterer Ernst: Zwei FBI-Beamte holen den jungen aus dem Unterricht. Er steht unter Verdacht ein Attentat auf die Schule verüben zu wollen; Zeugen bestätigen dies. Matts Welt gerät aus den Fugen: Wieso wird er auf einmal wie ein Verbrecher behandelt? Wieso glaubt ihm keiner? Er braucht Hilfe - und bekommt sie schließlich von Ursula Riggs, dem unnahbaren Ugly-Girl aus dem BasketballTeam...

Spannender Krimi in gewohnt leicht lesbarem Ton - ein Muss für alle Brunetti-Liebhaber!

Hochaktuelles jugendthema und zugleich sensible Liebesgeschichte - sehr lesenswert!

Blobel, Brigitte: Liebe wie die

Hölle. Roman für jugendliche.

Till und Marcia sind ein Paar, heißt es. Weder Schulkollegen noch Eltern können hinter die Fassadesehen: Till verfolgt Marcia. Till lässt Marcia nicht in Ruhe. Till macht ihr Angst. Till redet ständig von Sex.Till versucht dauernd sie zu betatschen... Harmlose Nachhilfestunden entwickeln sich für das verschlossene 13-jährige Mädchen zusehends zum Alptraum. Schließlich eskaliert die Situation und Till versucht Marcia zu vergewaltigen ...

Brigitte Blobel hat wieder ein sensibles jugendbuch geschrieben, das realistisch über falschuerstandene Liebe, Wahn und Terror erzählt und schließlich doch einen Ausweg aus einer scheinbar ausweglosen Situation aufzeigt. Vorgestellt uon Tanya Pamer und Gottfried Zagler

Gedankensplitter Lerne auf Erden tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen. Augustinus Erwachsene uerstehen nie etwas uon selbst, und es ist ermüdend für Kinder ihnen immer wieder alles erklären zu müssen. Der kleine Prinz Männer sind anders - Frauen auch! johnGray


48

PSEIRER

LEIT

ALS STRAFGEFANGENER

IM

KZ DACHAU

Die Lebensgeschichte des Erich Pichler

Als der Erich Pichler am 14. Oktober 1926 auf der Nesslgrube in St. Leonhard geboren wurde, war die Südtiroler Welt politisch gesehen schon ziemlich in Unordnung geraten. Der italienische Faschismus mit seiner harten Entnationalisierungspolitik hielt nämlich das

Land fest im Griff. Doch davon bekam der schmächtige junge, der mit acht Geschwister auf dem elterlichen Hof aufwuchs, bis zur Einschulung in die italienische Volksschule nur wenig mit. Der Vater hatte alle Hände voll zu tun, um die Familie über die Runden zu bekommen. Wenn auch Zuhause nur wenig über Politik geredet wurde, war dieser Vater jedoch kein unpolitischer Mann. Vier jahre Kriegsgefangenschaft in Russland hatten ihn gelehrt die Freiheit zu schätzen. Er verabscheute Hitler und Mussolini und versuchte auch die Kinder dahingehend zu beeinflussen. Als 1939das Optionsabkommen abgeschlossen wurde, behielt die ganze Familie die italienische Staatsbürger-

schaft bei. "Wir fühlten uns nämlich als Tiroler und Österreicher und nicht als Reichsdeutsche': erinnert sich Erich an die damalige Gefühlslage. Mit dieser Entscheidung war die Familie in St. Leonhard zu Außenseitern geworden, doch hielten sich die Anfeindungen in Grenzen. 1942 erhielt der älteste Bruder die Einberufung zum italienischen Heer. 1944 traf es dann auch Erich und seinen um ein jahr älteren Bruder Kar!. Am 2. juni mussten sie nach Schlanders zum Polizeiregiment einrücken. Schon nach zwei Tagen waren sie jedoch zur Überzeugung gelangt, nicht für das Hitlerregime zu kämpfen. Vor allem bedrückte sie der Gedanke, gegen den eigenen Bruder, der bei den Badogliotruppen in Süditalien war, eingesetzt zu werden. Am 6. juni machten sich beide Brüder aus SchIanders davon und marschierten zu Fuß bis nach Saltaus. Dort wurden sie von einer S.o.D.(Südtiroler Ordnungsdienst) Streife erkannt, doch nicht verraten. Zu Hause angekommen versteckten sie sich vorerst im Hause und dann abwechselnd im Hochwald. Als Gendarmen auf dem elterlichen Hof auftauchten, konnten sie sich verbergen. Zum Verhängnis wurde den Brüdern allerdings die Einführung der Sippenhaft. Der Familie wurde angedroht im Lager Kaiserau bei Bozen eingesperrt zu werden, sollten sich die beiden jungen nicht innerhalb kürzester Frist stellen. Der Vater, der eine solche Haft nach vier jahren Gefangenschaft während des 1. Weltkrieges in Sibirien psychisch nicht durchzustehen glaubte, riet daraufhin schweren Herzens den beiden aufzugeben. Am 19.August stellten sie sich in SchIanders. Zuerst durften sie normalen Dienst leisten, am 22. August brachte man sie jedoch in das Gerichtsgefängnis in Schlanders. Dort verblieben sie, bis im Oktober das Urteil in Bozen vor dem Sondergerichtshof gesprochen wurde. Das Urteil, dreieinhalb jahre Zuchthaus, war für die damaligen Verhältnisse eher mild ausgefallen. jetzt geschah jedoch das Unglaubliche. Da das milde Urteil einigen Verantwortlichen führender Stellen nicht passte, wurde es wegen angeblicher Formfehler kassiert und rasch ein neuer Gerichtstermin festgesetzt. 11 jahre erhielten nun beide Brüder. Mit ihnen wurden übrigens auch fünf weitere Passeirer,die ebenso in Schlanders geflüchtet waren, zu hohen Haftstrafen verurteilt.

Als beide Brüder am 16. November gut bewacht und ohne Essen mit dem Zug von Bozen abfuhren, wussten sie nicht, wohin die Reise gehen würde. Als sie am Abend des darauffolgenden Tages in Dachau bei München einlangten, ahnten sie, dass ihnen eine sehr harte Zeit bevorstand. Das KZ Dachau war zwar kein Vernichtungslager wie Auschwitz, doch galt auch hier das menschliche Leben wenig. Am schlechtesten behandelt wurden die eigentlichen "KZler", meist politische Gefangene. Den Strafgefangenen, darunter auch die Deserteure, erging es etwas besser. Die Brüder Pichler wurden kaum bekleidet mit 23 Mann für zwei Tage in einen Bunker eingesperrt. Als man sie dann schließlich in die Strafgefangenenbaracke brachte, die mit rund 3S0 Männern belegt war, bekamen sie seit Tagen das erste Essen.Am nächsten Tag ging es dann erst "richtig" los mit den Schikanen. Den Gefangenen wurde stundenlanges Exerzieren bis zur totalen Erschöpfung im Dachauer Moos abverlangt. Ihr eigener Wille sollte ein für allemal gebrochen werden. Am Morgen um 5 Uhr und am Abend vor dem Schlafengehen um 22 Uhr gab es immer einen Zählappell, der abends eine ganze Stunde dauerte. Manche haben ihn nicht lebend überstanden. Die Ernährung war äußerst karg. Am Morgen ein Tee,zu Mittag eine magere Suppe und abends ein Stück Brot mit Margarine und Tee,das war alles. Kein Wunder, dass die Gefangenen bald nur mehr Haut und Knochen waren. Der Hunger, die Erniedrigung und Hoffnungslosigkeit waren oft nicht mehr zu ertragen. "In meiner Verzweiflung habe ich oft gebetet in jener Zeit und Gott hat mir geholfen", erzählt Erich. Glücklicherweise war Dachau für Erich und Karl nur eine Durchgangsstation. Am 3. Dezember wurden sie per Bahn ins Außen lager Moosbach in BadenWürttemberg gebracht. Sie sollten dort in hastig in den Fels gesprengten Hallen für die Rüstung arbeiten. Das Lager Goldfisch, in dem sie untergebracht wurden, war erst im Aufbau und so wurde Erich dem Baustab zugeteilt. Das hieß den ganzen Tag für den Barackenbau Beton mischen, Dächer bauen usw. Hunger und grausame Strafen waren ihre ständigen Begleiter. Anfang jänner war diese Arbeit fertig und so musste Erich, wie schon vorher Bruder Karl, 12 Stunden in den unter-


49 PasseirerBlatt-NR.

irdischen Hallen in der Rüstungsproduktion arbeiten. Sie mussten Löcher in Aluminiumplatten bohren. Die Brüder waren zwar nicht gemeinsam untergebracht, doch gelang es ihnen immer wieder sich heimlich zu treffen und sich gegenseitig aufzurichten. Zermürbend waren für die Gefangenen die häufigen nächtlichen Fliegeralarme. Nach einem Alarm mussten sie in einen äußerst feuchten Bunker rennen und dort zwei Stunden verbleiben. An Schlaf war nicht zu denken, und die Gefangenen mussten am Morgen völlig übermüdet zur Arbeit. Mitte Februar, die Front rückte immer näher, beschloss die SSdie Strafgefangenen aus der Fabrik zu nehmen. Sie wurden nun 14 Tage militärisch ausgebildet und sollten rasch an die Front geworfen werden. Doch dazu kam es nicht mehr. Erich, auf 40 Kilo abgemagert, erkrankte und kam für 20 Tage ins Krankenrevier. Dort konnte er sich etwas erholen. Am 27. März, die Amerikaner war schon ganz nahe, wurde das Lager aufgelöst und die 1500 Strafgefangenen mussten zu Fuß in höchster Eile und unter strenger Bewachung den weiten Weg nach Dachau bzw. Heeresbrück zurücklegen. Gegangen wurde wegen der Fliegerangriffe nur bei Nacht, jeden Tag zwischen 20 und 40 km. Bei dem körperlichen Zustand vieler war das natürlich eine Tortur. Alles war desorganisiert und für das Essen mussten die Gefangenen unter Bewachung in den Dörfern betteln gehen. Einigen gelang die Flucht, doch Erich und Karl war das Risiko, dabei erschossen zu werden, zu groß. Am 22. April traf ihre Kolonne in Dachau ein, wo sich alles schon in Auflösung befand. Die Freude war groß, als sie einen Landsmann, den Sarner Franz Thaler, begrüßen konnten. Die Front rückte immer näher, Tieffiieger waren allgegenwärtig und Tag und Nacht war der Gefechtslärm zu hören. Alle hatten Angst, dass man sie im letzten Moment vor der Befreiung noch umbringen würde. Unvergesslich bleibt Erich, was er in jenen Tagen sah. Auf zwei Lastwagen wurden die nackten zu Skeletten abgemagerten Leichen von "KZlern" verladen, die noch schnell im Krematorium verbrannt werden sollten. Am 28. April wurden alle, die irgendwie gehfähig waren, eingekleidet und an die Front geschickt. Erich und Karl Pichler, Franz Thaler und einige Italiener waren nicht darunter. Sie warteten im weitgehend verlassenen KZ - von der SS-Wachmannschaft waren nur wenige zurückgeblieben - auf die

Ankunft der Amerikaner und stöberten im SS-Lager nach Essbarem und Bekleidung. Dies sollte ihnen beinahe zum Verhängnis werden. Als am 29.4. die Amerikaner in das Lager kamen, hielten sie sie für "SSler" und stellten sie ohne

viel Federlesens an die Wand. Unweit einer Gruppe erschossener SS-Männer sollten wohl auch sie erschossen werden. Zum Glück kamen dann einigen amerikanischen Offizieren wegen ihres erbärmlichen körperlichen Zustandes doch Bedenken und das rettete ihnen das Leben. Sie wurden in ein Gebäude außerhalb des KZ gebracht und zusammen mit 150 gefangenen Soldaten eingesperrt. Zu essen gab es dort nichts. Nach drei Tagen brachte man sie nach Fürstenfeldbruck, wo sie mit vielen Tausend gefangenen Soldaten auf offenem Feld ohne Schutz kampieren mussten. Als es am nächsten Tag kälter wurde und es abwechselnd zu schneien und zu regnen begann, wurde die Lage für die geschwächten Strafgefangenen lebensbedrohlich. Die Kälte, vor allem aber der Hunger, war nicht mehr auszuhalten. Erst nach 8 unendlich langen Tagen bekamen sie von den Amerikanern eine Konserve... Mit großen Lastwagen wurden sie nach Ulm und dann nach Heilbronn gebracht. Dort, mit hunderttausenden Soldaten zusammengepfercht, war die Verpflegung wiederum miserabel. Einen halben Liter wässrige Suppe und ganz wenig Brot waren die Tagesration. Nach acht Tagen wurden sie weiter nach Böhl-Iggelheim gebracht und auch hier litten sie wieder Hunger. Erich war - wie

38, JUNI 2003

viele andere Gefangene - so schwach, dass er mehrmals bewusstlos wurde. Die Kriegsgefangenschaft hätte ihm beinahe das Leben gekostet. Die Rettung war dann die Verlegung in ein großes, geordnetes Gefangenenlager nordöstlich von Paris. Dort fing ein neues Leben an. Esgab genügend zu essen und schlafen konnten sie auf Stroh in einem Zelt. Das Schicksal der fünf Dachauer - die Brüder Pichler, Franz Thaler und die Brüder Heinrich und Franz Haller aus Walten, die im Gefangenenlager in Fürstenfeldbruck zu ihnen gestoßen waren -, wurde im Lager sogleich bekannt und so bekamen sie Sonderrationen. Mitte August tauchte ein italienischer Colonello im Lager auf und verkündete, dass alle Italiener - und damit auch die Brüder Pichler - sofort entlassen würden. Erich blieb zwar skeptisch, doch es stellte sich tatsächlich als Wahrheit heraus. Nun ging alles rasch vor sich. Sie wurden aus dem Lager entlassen und unter amerikanischer Bewachung bis zur Schweizer Grenze gebracht. Nach einem Aufenthalt in Domodossola ging's schließlich nach Novara. Dort angekommen, bekamen sie den Entlassungsschein und bald waren beide Geschwister wieder zu Hause in St. Leonhard. Wie groß war die Freude, als alle Geschwister sich am 23.August 1945 in die Arme schließen konnten. Trotz aller Wiedersehensfreude gab's für Erich kein Happy End. Die Hölle des Konzentrationslagers, die Kriegsgefangenschaft, die Strapazen und der Hunger hatten seine Gesundheit ruiniert. Eine ärztliche Untersuchung ergab eine schwere Lungenkrankheit. Nach einem Sanatoriumsaufenthalt und einer vierjährigen Behandlung konnte er 1951 soweit gesunden, dass er wieder auf dem elterlichen Hof arbeiten konnte. Schmerzen blieben aber bis heute. Die seelischen und körperlichen Wunden konnten Erich aber nicht davon abhalten, wieder nach vorne zu schauen. Er übernahm den elterlichen Hof, heiratete 1960 und wurde noch sechsfacher Vater. SechsJahrzehnte sind seitdem schon fast vergangen und Erich möchte seine Lebensgeschichte vor allem als Mahnung verstehen. "Die heutige Jugend': meint er, "lebt in Frieden und Wohlstand und tut sich verständlicherweise schwer meine Geschichte zu verstehen. Trotzdem, auch heute heißt es gegen Krieg und Diktatur wachsam bleiben, damit sich so etwas nicht mehr wiederholt':


50

SPORT SC-PASSEIER

- SEKTION

SKI

Erfolgreiche Skisaison zu Ende

Die Skisaison in pfelders wurde auch heuer wieder mit dem traditionellen Vereinsrennen beendet, das heuer aber ausnahmsweise nicht am Ostermontag veranstaltet wurde, sondern bereits am 30. März stattfand. Als Vorläufer konnte man

Luis Hofer machte die Anwesenden in seinen Worten darauf aufmerksam, dass Michael Gufler große Leistungen vollbracht hat, vor allem am Saison beginn, wo er 16. beim 1. Super-G in Lake-Loise/ Kanada wurde und gegen Saisonende, wo er 10. im Riesentorlauf in Süd korea wurde, mit Laufbestzeit im zweiten Lauf. Nach einer kleinen Krise im Winter (mehrere Ausfälle) wurde er zwar von einigen belächelt, jedoch ist es bei der heutigen Leistungsdichte und den

Die jungen Athleten nahmen mit Erfolg an verschiedenen Rennserien des Landes teil. Hervorzuheben sind dabei Debora Pixner, die mehrere erste Plätze erzielte, Annamaria Hofer, die den dritten Platz bei der Landesmeisterschaft im Riesentorlauf erzielte und Sara Pixner. Nach der Sommerpause beginnt die Ski-Saison mit dem Gletschertraining und dem Trockentraining im September.

Sektion Ski

SCHNEEBERG

Wöchentlicher Zubringerbus zum Erlebnisbergwerk

den frischgebackenen Italienmeister im Riesentorlauf Michael Gufler bewundern, der sich den Titel einen Tag zuvor auf dem Tonalepass geholt hatte. Das Rennen fand bei herrlichem Wetter und guten Pistenverhältnissen statt, die diesjährigen Vereinsmeister sind: Thomas Haller aus Prantach, St. Leonhard, - er wurde im heurigen Winter auch Super-G-Landesmeister im Sarntal - und Magdalena Hofer aus Pfelders. Ältester Teilnehmer war Max Karlegger, jahrgang 1929, aus St. Leonhard und jüngster Teilnehmer war Norbert Pamer, jahrgang 1997, aus St. Martin. Im Anschluss an die Preisverteilung fand die Ehrung des neuen Italienmeisters Michael Gufler statt. Zuerst begrüßte der Sektionsleiter Thomas Gufler die Ehrengäste: Bürgermeister Wilhelm Klotz, Bürgermeister Konrad Pfitscher, Vizepräsident des Sportclubs Passeier Karl Lanthaler, Sportassessor von Moos, Luis Pichler, sowie Luis Hofer von der Skiliftgesellschaft Pfelders, die anschließend eine kurze Ansprache hielten.

hohen Startnummern sehr schwierig, gute Resultate zu erreichen, betonte Luis Hofer. Luis Hofer und Werner Heel, die sich nach Sponsoren für Michael Gufler umgesehen hatten, bedankten sich an dieser Stelle herzlich bei den Gemeinden des Tales, den Raiffeisenkassen, den Tourismusvereinen des Tales und bei [akob Rohrer. Als Anerkennung für den Italienmeistertitel wurde Michael anschließend von den Bürgermeistern ein geschnitzter Schrank mit der Aufschrift "Michael Gufler - Italienmeister im Riesentorlauf 2003" - überreicht. In der Sektion Ski wurden im Winter 2002/03 ca. 35 Athleten zwischen 6 und 16 jahren trainiert. Viermal wöchentlich wurde in pfelders von den Trainern Gotthard Gufler sen. und Gotthard Gufler jun. ein Training abgehalten. Im Anschluss an den Weihnachtsskikurs für alle Passeirer Kinder wurde eine weitere Gruppe an 10 Samstagen von Walter Pixner und Oswald Hofer trainiert.

Durch Initiative von Dr. Thomas Pircher aus Saltaus (Tourismusverein St. Martin) und mit Hilfe finanzieller Unterstützung durch die Tourismusvereine des Passeiertales und Riffian/Kuens, den drei Gemeinden des Tales und des Bergbaumuseums Schneeberg wird heuer in der Zeitperiode vom 2. juli bis 15. Oktober 2003 jeweils mittwochs ein Zubringerbus für Gäste und Einheimische eingesetzt. Der Preis von 10,00 ¤ pro Person (jugendliche bis 15 jahren: 5,00 ¤) beinhaltet Hin- und Rückfahrt mit dem Bus, geführte Wanderung zum Schneeberg, Schauraum und kleine Führung im Himmelreich. Die Teilnehmer werden den ganzen Tag über von einem Museumsführer begleitet und über Geschichte, Geologie, Mineralogie und Flora des Bergbaugebietes am Schneeberg im Hinterpasseier informiert. Zusteigemöglichkeiten sind an allen gewünschten Haltestellen zwischen Riffian und den Aufstiegswegen 29 und 31 zum Schneeberg. Auf- und Abstieg erfolgt auf verschiedenen Wegen. Fahrplan: Riffian: 8aoh, Saltaus: 8.35h, Quellenhof: 8AOh, St. Martin: 8.50h, St. Leonhard: 9.00h, Moos: 9.15h - Abstieg: 15.00 h - Rückfahrt 16.30 h - bei jeder Witterung - jeden Mittwoch vom 2. [u!i bis 15. Oktober 2003. Anmeldung notwendig (in allen Tourismusbüros oder am Schneeberg). Weitere Informationen: www.schneeberg.org, neue Prospekte in allen Tourismusbüros.

Heinz Widmann


51 PasseirerBlatt-NR.

3-Hütten-Trophäe Name des Teilnehmers

38,JUN12003

2002 Wohnort

Moos St. Martin Moos

1.

8.

20

1.

4

7·

6

1.

7

1.

24

4

3·

2.

43 44

6

3

2

1.

7

Villanders

2.

5

2003

Schneeberg (2.355 m): gültige Zeitperiode vom 31. Mai bis 16. Oktober (139 Tage). Stettiner Hütte (2.875 m): gültige Zeitperiode vom 1. [uli bis 30. September (92 Tage). Zwickauer Hütte (2.989 m): gültige Zeitperiode vom 1. juli bis 30. September (92 Tage). Da sich bis Redaktionsschluss (24. Mai 2003) für die Zwickauer Hütte noch kein Pächter gefunden hat, kann im schlimmsten Falle aus der 3-Hütten-Trophäe eine z-Hütten-Trophäe werden. Einzelwertungen: Gezählt werden die zu Fuß durchgeführten Besuche während der genannten Zeitperioden (getrennt für jede Hütte; maxirnal i-rnal pro Tag; der Ausgangspunkt ist nicht vorgeschrieben). jeder Teilnehmer muss jedes Mal seine Ankunft an der Theke melden! Kombination: jede Hütte muss mindestens 4-mal besucht werden! Es zählt die Summe der Einzelwertungen (die Besuche auf der Zwickauer und Stettiner Hütte zählen wegen des größeren Zeitaufwandes doppelt). Die Preisverteilung (getrennt für Passeirer und Gäste, Damen und Herren) findet am Samstag, 18. Oktober 2003 um 16 Uhr am Schneeberg nach einer gemeinsamen Messfeier statt. Außerdem werden unter den anwesenden Teilnehmern zahlreiche Sachpreise und Gutscheine verteilt, wobei die Punktezahl berücksichtigt wird. Wertung 2002: An der 3-Hütten-Trophäe 2002 nahmen 127 Personen teil, die insgesamt 1.139.142 Höhenmeter (im Aufstieg) und 14.848 km Wegstrecke zurück-

legten. In der folgenden Tabelle sind jene Teilnehmer aufgelistet, die mindestens 10 Punkte aufweisen oder den 1., 2. oder 3. Platz belegen.

TIMMELSJOCH

F.C.

Seifenfußballturnier

am

3·

60

37

Ridnaun

3-Hütten-Trophäe

131

61

2 1.

2.

26. Juli 2003

Die Zeit der Freizeitfußballer ist wieder gekommen und so mancher Freizeitverein des Tales hat sein Kleinfeldturnier bereits geplant und bestens organisiert. Natürlich wollen auch wir als höchstgelegenster Freizeitfußballverein des Tales

19

5

nicht zu spät kommen. Erstmals wird in diesem jahr die bis noch einzige Pseirer Meisterschaft im Seifenfußball ausgetragen: Auf dem Fußballplatz in Rabenstein am Samstag, 26. juli 2003. Gespielt wird auf einer 19 m x 8 m großen, mit Luft gefüllter Plastikfläche, welche mit Seifenwasser benässt wird. jede Mannschaft, die sich dieser Herausforderung stellen will und sich als erster Seifenfußball-Pseirermeister küren will, kann sich unter der Telefonnummer 0473/647055 melden. Auch Frauenmannschaften sind herzlich willkommen! Auf eine rege Teilnahme und ein spannendes, nasses Duell freut sich der Timmelsjoch F.C.! Timmelsjoch

rc.


52

liUii"U.mi"M"iidih _ am 26. und

..

•

21. Juli 2003

Die Bildungsausschüsse

st. Leonhard

laden zur Wochenendfahrt nach Graz

und

st. Martin

mit folgendem Programm ein: Samstag, 26.7-2003

Uhr;Abholstelle ca. 7 Stunden, mit Kaffeepause gegen Mittag, einchecken im Hotel, gemeinsames Mittagessen Besuch einer Ausstellung nach Wahl und/oder Shopping Freies Abendessen Besuch einer der Kultur-High-Lights der Stadt: .Styriarte (Tanzfest: ein Ball mit Big Band und johann Strauß- Kapelle, Chili-out und allem, was dazu gehört; vom Wiener Walzer bis zum Rhythmus Lateinamerikas erklingt alles, was Füße in Bewegung setzt) Troubadour (Der O-Ton der Troubadours - als die Troubadours über Europas Straßen zogen, war Belcanto noch nicht gefragt. Sänger waren musizierende Botschafter; politische Presse und singende Dichter in einem. Natürlich und unverblümt wie Rene Zosso sangen sie den Mächtigen die Wahrheiten ins Gesicht und umschmeichelten die Frauen mit ihrer Minne) Vokal total (uerschiedene Konzerte den ganzen Tag über - am Abend findet das internationale Chorfestival 2003, ein Abschlusskonzert mit den internationalen und steirischen Chören statt) Grazerjazz-Sommer (Patti Austin BBC-BigBand - Musik & gastronomische Schmankerln im jazz-Zelt) Openair-Filmfestival (Diagonale Open Air Filmfestiual - Crossing Europe: eine filmische Reise quer durch Europa - regionale Besonderheiten und europäische Gemeinsamkeiten. Ein Streifzug durch verschiedene Genres und Themen, aktuelle europäische Filme zum Leben in Europa. Findet unter freiem Nachthimmel im Grazer Stadtpark statt) Uraufführung: Versuch über den geglückten Tag - ein "Spaziergang mit Peter Handke" (Der Spaziergang führt von der Graz-Dichterwohnung Handkes im Literaturhaus über befahrene Straßen und dunkle stille Wege zum Hilmteich in eine sommerliche Winterlandschaft· Der Spaziergang beginnt mit dem Einbruch der Nacht)

Abfahrt: Fahrtzeit: Ankunft in Craz: Nachmittag: Samstagabend:

Sonntag,

27.

Vormittag:

Abfahrt: Heimfahrt:

4.00

Juli

gemeinsames Frühstück Stadtführung mit örtlicher Reiseleitung: Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der Stadt (besonders spannend ist, dass uiele Kunstinstallationen auch im öffentlichen Raum stattfinden: die spektakuläre Murinsel, der gläserne Marienlift, der Uhrturmschatten und natürlich die gespiegelte Stadt werden uns begeistern. Bei einem Rundgang durch die Innenstadt erleben Sie diese Highlights im öffentlichen Raum hautnah). Mittagessen nach dem Mittagessen, Fahrt zum Millstätter See mit zweistündigem Aufenthalt Rückkehr gegen 22-30 Uhr

AUSKÜNFTEUNO ANMELDUNC BEI:

Carmen Koffer;Gemeinde st. Martin: Tel. 0473 64 12 36 od. Mobil Tel.349 600 978 1, oder Siglinde jaitner; Mobil Tel.338 44 72 11 2

DieAnmeldung erfolgt bei Einzahlung des Betrages uon 65,00 ¤! Bei Anmeldung muss auch bereits die gewünschte Abendveranstaltung angegeben werden und sofern dafür ein Eintrittsgeld verlangt wird, bezahlt werden.

SPORTLICHE

LEIT

Beobachtungen auf dem Passerdammweg

Spitzenathleten, wollen uns die Medien glaubhaft machen, sind unsere sportlichen Vorbilder. Doch Hand aufs Herz, wer möchte sich mit solchen Ausnahmeerschei nungen vergleichen. Viel eher sind uns "Bewegungsmuffel" doch wohl jene Mitbürger ein Ansporn, die sich trotz widriger Wetterverhältnisse nicht davon abhalten lassen, täglich ihre Fitnessrunde zu absolvieren. Vor allem auf dem Passerdammweg kann man einige dieser Sportsfreunde erleben. Alberich Pichler ist bei der Polizei in Meran beschäftigt. Kaum klettert die Quecksilbersäule in verträgliche Höhen, besteigt er früh am Morgen in 5t. Martin sein Mountainbike und fährt, wann immer es das Wetter zulässt, direkt zu seinem Arbeitsplatz am Kornplatz in Meran. Nach Arbeitsschluss, meist am frühen Nachmittag, zieht es ihn wieder heim. Wohl über 100 mal, bis tief in den Oktober hinein, hat er letztes jahr seine ca. 30 km lange Hausstrecke absolviert. Ähnlich oft ist auf dieser Strecke auch josef Heel aus 5t. Leonhard unterwegs. Der Physiotherapeut, der in 5t. Leonhard wohnt und in Obermais Dienst tut, ist ein rasanter Radler. Im März und April, in aller Herrgottsfrühe, muss er sich tief vermummen, um den noch beträchtlich niedrigen Temperaturen zu trotzen. Letztes [ahr musste er aufgrund einer Verletzung einige Zeit pausieren; doch heuer ist er wieder in alter 5pritzigkeit unterwegs. Per Rad zur Arbeit nach Meran fährt auch Norbert Pircher aus 5altaus. Die weiteste Radstrecke vor sich hat sicherlich Günther Fischer aus Moos. Ab und zu lässt es sich der passionierte Sportler nicht nehmen zur Arbeit von Moos nach Meran zu fahren. Der Lehrer Kurt Gufler, der in der Grundschule 5altaus unterrichtet, ist ein passionierter Läufer. Nahezu jeden Nachmittag ist er auf der Strecke zwischen Riffian und 5t. Leonhard unterwegs. Der Kurt, der sich um die sportliche Fitness der Salta user Grundschüler sehr bemüht, ist auch ein begeisterter Berggeher. Peter Plitscher aus 5t. Martin ist schon seit vielen jahren ein exzellenter Bergläufer. In letzter Zeit lässt er es zwar etwas gemütlicher angehen, doch sieht man ihn täglich seine Trainingskilometer sammeln. Aktive Läufer sind auch Robert Pircher, Hubert Schiefer, Helmut Gufler, 5imon Pichler, Heinrich Dorfer, Albert

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PIoner, Klaus Moosmair, Elmar Trompedeller, Anton Ennemoser und Ernst Rinner. Sportlich unterwegs auf dem Passerdammweg sind auch einige Frauen: Maggi Kneissl, Christine Kofler, Helga Dorfer, Gertraud Pamer und Manuela Theiner absolvieren mehrmals in der Woche ihre Fitnesslaufstrecke. Frau Luise Dorfer fährt vom Quellenhof per Rad häufig talaufwärts und zurück. Ausgesprochene Radenthusiasten sind Blasius Marth, josef Kofler, Andrea PaceIla, Helmut Zipperle, Walter Pixner und Franz Schiefer. Schon im Februar/März trainieren sie an warmen Tagen auf Passerdammweg und Taistraße. Im Sommer - nach vielen Trainingskilometern im Flachen - werden Sonntag für Sonntag die Pässe der Umgebung "erobert". Die Aufzählung der Freizeitsportier auf dem Passerdammweg ist naturgemäß unvollständig. An schönen Tagen sind es oft Hunderte von Radlern, Läufern und Spaziergängern, die diesen Weg bevölkern. Die .Passeirer Naherholungszone" lockt inzwischen immer mehr Menschen von auswärts an. Am Sonntag kann man Familien aus ganz Südtirol antreffen, die eine gemütliche Radtour ins Passeiertal unternehmen. "Um diesen Weg beneiden wir euch", heißt es da oft, wenn man mit diesen ins Gespräch kommt. Sogar einige Anbieter von geführten Radtouren aus Österreich und Deutschland haben die Fahrt von Meran nach St. Leonhard inzwischen in ihr Programm aufgenommen. Der Dammweg ist eine wichtige Touristenattraktion geworden und allen Passeirern sollte bewusst sein, welch tolle Sportmöglichkeit sich vor ihrer Haustür anbietet.

sc

PASSEIER

- SEKTION

FUSSBALL

Passeirer Jugend erfolgreich

Abgesehen von der erfolgreichen Saison der ersten Mannschaft des SC Passeier, die sich nach anfänglichen Schwierigkeiten zu einem echten Favoritenschreck entwickelt hatte, war die SC jugend wie gewohnt, sehr erfolgreich. Über 100 jugendspieler wurden unter die Fittiche der drei geschulten Trainer genommen. Nach wochenlangen, anstrengenden Vorbereitungen fiel der Startschuss in die neue Fußballsaison und mit viel Selbstvertrauen und Einsatz

Robert Santomaso, F/orian Reinstad/er, Hannes Wieser, Martin Hainz, Armin Schwarz, Phi/ipp Ho/zknecht, Mirko A/ber, Thomas Lantha/er, Trainer Stefan Brunner; Stehend, u./.n.r.: Manue/ Wink/er, Andreas Tschöll, josef Righi, Erich Reinstad/er, Lukas Zag/er, A/exander Pamer, Robert Kofler, Stefan Pfitscher, Stefan Gufler und Gernot Brugger. stellte sich bald heraus, dass alle Mannschaften um den Titel spielen können. Die E und F jugend, also die jüngsten Sportler, wurden von Stefan Brunner trainiert und beide Mannschaften spielten so stark, dass sie mit allen Gegnern mithalten konnten und von Beginn an um den Meistertitel spielten. Die nächsten jahrgänge, die U-10, wurde von Stefan Brunner und johann Haller trainiert und konnten in der ersten und dritten Leistungsklasse große Erfolge feiern. Die Kategorie B-jugend bzw. U-13 wurde aufgeteilt. Eine Mannschaft spielte in der starken "Giovanissimi" Liga der Regionalmeisterschaft. Verletzungspech und die Integration von vielen sehr jungen Spielern warf die Mannschaft, nach hervorragendem Start, auf die hinteren Plätze zurück. Trotzdem sind die Burschen gereift und haben wertvolle Erfahrungen gesammelt. Die gleichaltrigen U-13 Boys spielten hingegen um die vorderen Plätze und boten frischen Fußball gegen die stärksten Gegner aus dem Raum Burggrafenamt, Etschtal und Vinschgau. Der Trainer Luis Pamer verstand es wiederum eine gute Mannschaft um sich zu formieren. Die A-jugend hatte einen unerwarteten, unglücklichen Start und konnte erst in der Rückrunde zeigen, dass sie keinen Gegner fürchten brauchen. Als Trainer wurden johann Haller und Stefan Brunner beauftragt.

Das Aushängeschild im jugendbereich waren heuer die junioren. Spieler des jahrgangs 1987/86/85/84 bis hin zu den sogenannten .fuori quota" der [ahrgänge 1982/83 fanden keinen ebenbürtigen Gegner und haben ihren Kreis mit riesengroßem Vorsprung und einem imponierendem Torverhältnis vorzeitig gewonnen. Die Erfolge im jugendbereich waren Dank der guten Arbeit der Trainer johann Haller, Luis Pamer und allen voran Stefan Brunner und eines fleißigen Betreuerstabes zu verdanken, von denen in ersten Linie Roland Lanthaler, Hermann Schiefer, Christi Pamer, [osef Pamer, Michl Karlegger, Karl PIoner, Adriana Kofler, Maria Auer, Ulrike Ilmer, Heidi Prünster und Gaby Brunner zu nennen sind. Allen Genannten sei ein anerkennendes Lob für die erfolgreiche Arbeit auszusprechen. Die Begeisterung um den Fußball kosten dem SC Passeier jährlich viele tausend Kilometer Fahrtspesen, zum Training bzw. zu den Spielen, sowie viele hundert Stunden Aufopferung und Idealismus für die verantwortlichen Trainer und Betreuer/innen. Der ganze Aufwand kommt der jugend zugute und die Ergebnisse zeigen, dass sich der Einsatz auf mehrfache Weise lohnt. SC Passeier

Termine und Veranstaltungen Heimatpflegeverein Passeier: 21. September: 6,30 Uhr ab Platt landeskundliche Fahrt ins Pustertal bis Lienz.


55 Passeiter Blatt-

GRUNDSCHULE

SALTAUS

ST. LEONHARD

/ PFELDERS

Grundschüler Südtiroler Meister im Volleyball

Ein Hoch auf großartige Sporterfolge!

Dass die Saltauser Grundschüler im Jugend-Volleyball Südtiroler Spitze sind, hat sich inzwischen bei den Freunden dieses Sportes herumgesprochen. Auch heuer wurden die Hoffnungen mit zwei neuen Meistertiteln nicht enttäuscht. Lehrer Kurt Gufler hatte die Schüler wiederum blendend vorbereitet. In den Schulpausen und in den Turnstunden sind die Saltauser Schüler nämlich das ganze [ahr über mit Feuereifer im Training. Das Meisterschaftsfinale fand am 1. [uni 2003 in Kastellbell vor großer Zuschauerkulisse statt. Tausend Zuschauer, darunter viele Familien, verfolgten mit Begeisterung und Freude die spannenden Spiele. Die Saltauser Mädchen wurden in der zweiten Altersstufe Südtiroler Meister, die Buben in ihrer Kategorie. Die Saltauser Mädchen erkämpften in der ersten Altersstufe gegen die übermächtigen Gegnerinnen einen beachtlichen fünften Platz. Seit nunmehr vier jahren nehmen die Saltauser Grundschüler an diesen Wettbewerben teil und sie konnten nicht weniger als sechs Titel von insgesamt zwölf möglichen erkämpfen. Komplettiert wurde der Passeirer Erfolg durch den zweiten Platz des SC Passeier St. Leonhard K in der zweiten Altersstufe und den dritten Platz des SC Passeier St. Leonhard H bei den Buben.

Der Sport wird in Passeier großgeschrieben, viele Erfolge sind zu verzeichnen. Besonders groß aber sind Stolz und Freude, wenn besondere Ergebnisse zu verzeichnen sind. Letzthin haben sich weit über das Tal hinaus ins Rampenlicht geschoben: Christian Kobler, zweifacher Weltmeister im Full-Contact gegen Daniel "jordan" Gomez Michael Gufler, zweifacher Militärweltmeister und Italienmeister im Riesentorlauf sowie in der Abfahrt, erfolgreicher Teilnehmer im Ski-Weltcup. Angehörige und Freunde, Gemeinden, der Sportclub Passeier, Sponsoren und Fanclubs sowie die Redaktion des Pas-

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J UNI 2003

seirer Blattes möchten ihnen auf diesem Wege gratulieren und weiterhin viel Erfolg wünschen!

Der glückliche

mit Töchterchen

Sieger

Annalena

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Die beiden Meistermannschaften

Kulturfahrt nach Verona: Die Bildungsausschüsse St. Leonhard und st, Martin haben für den heurigen Sommer wieder eine Kulturfahrt zu einer Opernaufführung nach Verona geplant. Nähere Informationen werden zur gegebenen Zeit in den Mitteilungsblättern der Gemeinden veröffentlicht.


Aus den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin Termine & Veranstaltungen

Öffnungszeiten

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Das Cemeindeamt ist Montag bis Freitag von 8 bis 12Uhr geöffnet, Samstag von 9 bis 12 Uhr und montags außerdem von 14 bis 16 Uhr. Die Arztpraxis von Dr. Mair ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr geöffnet und mittwochs von 15bis 18 Uhr. Das Krankenpflegeambulatorium, Sitz Platt Nr. 28, ist immer mittwochs von 10 bis 11 Uhr geöffnet. Die Mütterberatung, Sitz Platt Grundschule, ist jeden 2. Mittwoch im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Der Diätdienst, Sitz Gemeindehaus, ist jeden 1. Dienstag im Monat vormittags geöffnet. Die Bibliothek in Platt ist immer sonntags nach dem Hauptgottesdienst geöffnet und freitags nach der Schülermesse.

Das Cemeindeamt ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 und von 15bis 16 Uhr geöffnet, Freitag von 8 bis 12.30Uhr und Samstag von 9 bis 12Uhr. Die Öffentliche Bibliothek ist im Sommer Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 10 -12 Uhr und von 16-19 Uhr, mittwochs von 9 -12 Uhr geöffnet. Die Arztpraxis von Dr. Sölder ist Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 8 bis 12Uhr und Dienstag von 15

14· 15· 16. 16. 20. 22. 23· 26.

bis 19 Uhr. Die Arztpraxis von Dr. Zuegg ist Montag bis Freitag von 8 bis 12Uhr und mit Vormerkung Montag bis Freitag von 15bis 16 Uhr geöffnet.

Das Cemeindeamt ist von Montag bis Freitag von 8 bis 13Uhr und samstags von 9 bis 12Uhr geöffnet. Die Öffentliche Bibliothek ist im Sommer Montag, Dienstag Mittwoch, Freitag und Samstag von 9 bis 12Uhr und Dienstag und Freitag von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Die Arztpraxis von Dr.lnnerhofer ist von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Das Krankenpflegeambulatorium, ab 8 Uhr geöffnet. Die Mütterberatung, Garberweg

Garberweg

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ist Dienstag

ist donnerstags von 8 -12

6. 8.+9. 12. 13. 18.

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l\og.zEl:l;' .lU.UU um, YCICIII~II"''!.'' _,• • ,.. 'uv • •~ ~ J' Zeltfest beim Sandwirt. a~ 20.00 Uhr, SKJ Unterhaltungsaben~, 20· 30 Vereinshaus St. Leonhar..... Konzert. 20.00 Uhr. Vereinshaus St. Martin. Tourismusverein St.I\I........ = '. Konzert. 1.9.30Uhr, Vereinshaus St, Marti . . - _. .

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Uhr geöffnet. Der Diätdienst, Garberweg I, ist Donnerstag von 8 bis iz Uhr und Dienstag und Donnerstag von 14.30bis 17Uhr geöffnet. SPRENGELSITZ

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DerVerwaltungsdienst ist Montag bis Freitag von 7.30bis 12· 30 und Dienstag von 14.30bis 16 Uhr geöffnet. Die Blutentnahme ist Mittwoch von 7.30- 8045 Uhr und Donnerstag von 7.30bis 8.15Uhr geöffnet. _-Das Krankenpflegeambulatorium ist Montag, Dienstag und Freitag von 8 bis 11 Uhr und Mittwoch'und Donnerstag von 9· 30 bis nUhr geöffnet. Die Mütterberatung ist am Dienstag von 8 bis 12Uhr geöffnet. Der Diätdienst ist Montag und Mittwoch von 8 bis 13und von 14 bis 17Uhr geöffnet, freitags von 8 bis 12Uhr.

Termine für den Veranstaltungskalender können innerhalb Redaktionssdlluss in den Bibliotheken St. Leonhard und St. Martin abgegeben bzw. per E-MaIl zugeschicktwerden. biblio.st.leonhard@rolmail.net


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