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Passeier Blatt

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Spedizione in a.p. – 70% – Filiale di Bolzano Spedizione

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MITTEILUNGEN AUS MOOS, MOOS, Sr. ST. LEONHARD LEONHARD UND UND Sr. ST. MARTIN MARTIN MITIEILUNGEN UND UND NACHRICHTEN NACHRICHTEN AUS 15. Nr. 22 35 12. Jahrgang Jahrgang – - Nr.

September 2002 Juni 1999

Ein Buch von Passeirern über das Passeier Im Jahre 1852 schrieb Beda Weber: "Die verehrten Leser machen gewiß gerne einen Ausflug ins Tal Passeier, das für aufmerksame Beobachter so viel Merkwürdiges hat." Das ist bis heute so geblieben und deshalb haben vier unserer Landsleute, nämlich: Dr. Christoph Gufler, Karl Lanthaler, Isidor Plangger und Kassian Plangger, das Angebot des Verlagshauses Athesia aufgegriffen, einen Bildband über das Passeiertal herauszugeben. Der Textautor Christoph Gufler gibt in seinen geographischen, geschichtlichen und kulturgeschichtlichen Ausführungen einen Einblick in die wechselvollen Ereignisse der Vergangenheit und Gegenwart des Passeiertales. Die Brüder Isidor und Kassian Plangger, sowie Karl Lanthaler haben auf Wanderungen im Tal und über die weiten Almen und auf unzähligen Berg- und Skitouren, Besonderheiten und Einmaliges in eindrucksvollen Aufnahmen festgehalten. Kraftvolle, bunte Bilder führen dem Leser die Schönheiten und Reize des Tales vor Augen und laden dazu ein, die malerischen Dörfer zu entdekken und das mühevolle Leben der Bergbauern kennenzulernen. Sie regen dazu an, die weitgehend unberührte Bergwelt rund um unser Tal fernab von den breiten Wegen zu erwandern und erleben. Das Buch ist ein Tip für alle Landsleute und Gäste und ein Muß für alle Bergfreunde und Naturliebhaber.


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Energieberatung in der Gemeinde St. Leonhard Die Gemeinde stellt den Bürgern ab Herbst kostenlos einen Energieberater zur Verfügung. Einen Vormittag im Monat (Termin wird noch bekannt gegeben) können sich die Bürger Informationen über alle möglichen Energieeinsparungen beim Energieberater holen.

Sonnenenergienutzung Heizen mit Holz Energieträgerwahl Förderungen Schimmel Energiesparende Verhaltensweisen

Themen der Energieberatung: Wärmedämmung Baustoffe Fenster und Türen Heizungssysteme Warmwasserbereitung

Energiesparen tig?

Kehlmure Als im Juni des letzten Jahres die Kehlmure schätzungsweise 150.000 rn" Material zu Tal schob und die Passer verlegte und staute, entging die Handwerkerzone und nicht nur diese, um Haaresbreite einer Katastrophe. Seither arbeitet die Wildbachverbauung fast ununterbrochen an dieser GefahrensteIle, etwa 1,8 Milliarden sind bisher ausgegeben worden. Lange Zeit schien es, als werde nur Material in angrenzende Wiesen abgelagert, dahinter aber verbirgt sich ein Plan, der langsam Form annimmt. Beabsichtigt ist, die Handwerkerzone sowohl vor der Kehlmure wie vor der Passer zu schützen. Um dies zu erreichen, wurde an der Mündung der Kehlmure in die Passer ein Becken angelegt, welches fast 300 m lang und zwischen 15 und 60 m breit ist. Dieses Becken ist von einer Böschung aus Zyklopensteinen eingefaßt. Diese Böschungsmauer ist besonders gegen die Handwerkerzone hin hoch, um diese zu schützen. Umgekehrt wurde der Passerdamm tiefergesetzt, um der Passer bei Hochwasser einen Auslauf zu schaffen. Zugleich wird der untere, etwa 200 m lange Teil der Kehlmure verbaut, wobei 7 Quersperren das Bett der Kehlmure verfestigen. Die Mure wird leicht nach Süden verlegt. Diese Arbeiten werden im Laufe des Monats Juni abgeschlossen sein. Und dann? Geplant ist, in der Folge auch den oberen Teil der Kehlmure zu verbauen und das Bett auszuheben und zu erweitern. Was dann noch bleibt, sind die Sperren,

- Haben wir das nö-

Energiesparen schont die Geldtasche - ist aktiver Umweltschutz - schont knappe Ressourcen

- stärkt unsere Volkswirtschaft - steigert den Komfort - ist der entscheidende Schritt Kreislaufwirtschaft

zur

Unser Energieverbrauch und unsere Umweltsituation sind sehr eng miteinander verknüpft. Letztendlich lassen sich viele unserer Umweltprobleme auf einen gemeinsamen Nenner bringen unseren Umgang mit Energie. Die Gemeindeverwaltung von St. Leonhard

Arbeit für ein Jahrzehnt welche bis an den Abbruch der Wand des Korberecks - Plattners reichen. Die Kehlmure hat durch viele Jahrhunderte hindurch die Höfe am Fuße des Plattners bedroht, akut wurde die Situation, als am 7. Juli 1933 die wald bewachsene Wand abbrach und sich am Fuße ein riesiger Murenkegel bildete. Ein Augenzeuge - der damals 8-jährige Albert Ploner - erzählt, daß der Felssturz nicht bei Regen, sondern bei schönem Wetter eintrat und sich eine Staubwolke erhob, "daß man in Meran glaubte, ein Großbrand wüte im Tale." Dieser Murenkegel unter dem Plattner blieb in den Folgejahren locker und ohne Bewuchs, so daß bei jedem Unwetter Steine und Kleinmaterial bis zu den Höfen am Fuß und bis zur Passer getragen wurden. Der Murenverlauf im Talboden veränderte sich ständig und bedrohte einmal Scheiber und Gerlos, einmal Kammerveit. Der Graben im Berghang, der sich dabei bildete, wurde immer tiefer und breiter, weitere Abbrüche drohten. Aus diesem Grunde beschloß man, durch Sperren den Graben zu sichern, eine Arbeit, die 1948 begonnen wurde. Man kann sich heute kaum mehr vorstellen, unter welchen Gefahren diese Arbeit vor sich ging. Zuerst mußte von Hand der Grund für die Sperre ausgehoben werden. Der Sand wurde gewaschen, die Steine wurden an Ort und Stelle zugehauen und in Zement gelegt. Dieser Zement aber wurde anfangs von den Arbeitern selbst hinaufgetragen, erst spät wurde eine Seilbahn errichtet. Dabei stürzten

immer wieder Steine zu Tale, oft rettete nur ein Sprung zur Seite vor dem sicheren Tod. Tagsüber brannte die Sonne in diesen fast quellenlosen Graben, sobald sie unterging, kamen bitterkalte Winde auf. Trotzdem gaben nur wenige diese Arbeit auf. In jenen Jahren war jeder zufrieden, der Arbeit hatte, obwohl der Vorarbeiter zusätzlich das Leben schwer machte. Ein Mitbürger hat einmal dazu bemerkt: "Diese Arbeiter haben mehr getan als viele Heilige, die heute im Himmel sind!". Das muß man allen daran beteiligten Arbeitern hoch anrechnen und ihnen dankbar sein, wie auch heute der Wildbachverbauung. Diese Sperren haben sich bewährt und den Graben verfestigt, teilweise ist er wieder zugewachsen. In den 70er Jahren errichtete die Wildbachverbauung zusätzlich die Dämme im flachen Talboden. Das Unwetter vom letzten Jahr aber hat viele dieser Sperren vollständig zerstört, andere nur teilweise. Dr. Mauro Spagnolo von der Wildbachverbauung und seine Mitarbeiter arbeiten zur Zeit ein Projekt aus, um die Sperren wiederzuerrichten - er selbst befürchtet, daß sich diese Arbeiten bis zu 10 Jahren hinziehen können. Man kann heute Maschinen und Seilbahnen einsetzen, trotzdem bleibt es ein schwieriges, aber notwendiges Unterfangen. Es ist ein Versuch, den Murenabgang in Grenzen zu halten und einen neuen Rückstau der Passer zu verhindern, der auch wieder ein böses Ende nehmen könnte. Ein Kummersee Der Bürgermeister reicht.


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100 Jahre Zwickauerhütte Nachdem 1862 der Österreichische und 1869 der Deutsche Alpenverein gegründet worden waren, schlossen sich 1874 beide Vereine zum 0 & ÖAV zusammen. Bereits am 17. Mai desselben Jahres wurde die Sektion Zwickau unter dem Namen "Erdgebirgisch - Vogtländische Sektion" g~gründet. Ab dem 12. Dezember 1886 wurde sie nur noch unter dem Namen "Sektion Zwickau des 0 & ÖAV" geführt. Die vielen neugegründeten Sektionen in Deutschland und Österreich wetteiferten bald, irgendwo in den Alpen "ihre" Schutzhütte zu bauen. So beschloß auch die Sektion Zwickau am 17. Dezember 1893 auf Anregung des Lehrers Karl Adolf Meyer, eine Unterkunftshütte im Gebiete des östlichen Gurgier Hauptkammes zu erbauen. Nach Ablehnung anderer Projekte wurde der Vorschlag, die Hütte auf dem "Weißen Knott" im Planferner, unweit vom Rotmoosjoch im Pfelderertal zu bauen, am 12. Mai 1895 zum Beschluß erhoben. Der erste Vorsitzende, Professor V. H. Schnorr, mußte nun langwierige Verhandlungen mit Behörden, Gemeinden, Führern und Baumeistern führen. Die Arbeiten wurden an den Zimmermanns-

meister Josef Platter, Walderschuster in Platt, übergeben. Ende Juli 1898 begann der Bau der Hütte, und am 2. September fand sie der Vorsitzende bereits unter Dach. Innen wurde sie ver-

1899 gleichzeitig mit der Weihe ihrer neuen Hütte feiern. Am Vortage hatte bereits in St. Leonhard in Passeier eine gelungene Vorfeier stattgefunden, der eine Festfeier in Pfelders folgte, bei der

täfelt, und es wurden zunächst sechs Betten, ein Matratzenlager für sechs Personen und ein Proviantlager eingerichtet. So konnte die Sektion Zwickau ihr 25-jähriges Bestehen am 25. Juli

festliche Reden und fröhliche Musik nicht fehlten. Am Festtag selbst stiegen über 70 Personen zur Hütte auf, wo nach den Festreden der Kurat von Pfelders die Weihe vornahm. Alle waren vom gut gelungenen Werk und von der herrlichen Lage der Hütte in 2.989 m Höhe begeistert. Die anfangs unbewirtschaftete Hütte erhielt 1900 eine Wirtschafterin. Für die Sektion gab es aber immer wieder Sorgen mit der Hütte. Der Herd streikte oft mit "verkehrtem Rauch". 1909 schlug der Blitz ein.

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Mit dem Ende des 1. Weltkrieges wurden 73 Schutzhütten des 0 und ÖAV südlich des Alpenhauptkammes vom italienischen Staat beschlagnahmt und gingen so für die Erbauersektion für immer verloren, auch die Zwickauerhütte. Im Juli 1920 konnten die Mitglieder der Sektion Zwickau die Hütte nochmals besuchen und fanden sie in "schauderhaftem Zustand, beraubt aller Einrichtung und Wäschestücke" vor. Im Dezember 1921 traf in Zwickau ein Bericht des Hüttenwirtes Pixner ein, daß die Hütte geschützt und von Italienern an den Wirt Andre Hofer in Pfelders verpachtet sei. Pixner wurde von der Sektion aufgefordert, in Zukunft über die Hütte Bericht zu erstatten, was aber nie geschah. Am 23. Oktober 1933 spielte sich auf der Zwickauerhütte die tragische Geschichte zwischen zwei Grenzgängern


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(Hans Gufler und Paul Brunner) und drei Finanzern ab, wobei diese umgekommen sind. Nach dem Krieg übernahm ein Mann aus Dorf Tirol die Hütte. 1953 und 1954 waren Sepp Pixner und Luis Pöhl als Hüttenwirte tätig. Wegen des geringen Tourismus lohnte sich der Betrieb nicht. Von 1961 bis 1963 versuchten sich die Brüder Gufler, Veit und Nazner, als Hüttenwirte, wobei sie von Februar bis nach Ostern für Skitourengeher (besonders aus dem Ötztal) und dann natürlich auch im Sommer, die Hütte offen hatten. 1964 und 1965 bewirtschaftete

Zwickau Wie bereits bekannt, feiert die Zwickauer-Hütte am Planferner in Pfelders am 17. und 18. Juli diesen Jahres ihr 100jähriges Bestehen. An einer anderen Stelle dieser Ausgabe berichten wir über die Geschichte dieser Schutzhütte. Hier sei an die westsächsische Stadt erinnert, die dieser Hütte ihren Namen gab. Heute zählt die Industrie- und Kunststadt an der Mulde ungefähr 118.000 Einwohner. Will man die Stadt ihrer Bedeutung gemäß mit einigen Sätzen beschreiben, so sei auf den Komponisten Robert Schumann, auf die Automobilwerke Horch, AUDI, DKW und TRABANT verwiesen. Der Musiker Schumann wurde 1810 in Zwickau geboren. Viele kennen ihn als Komponisten vieler Gedichte von Goethe. Die obengenannten Autowerke gibt es seit 1904, wobei zu erwähnen ist, daß der letzte "Trabi" am 30. April 1991 das Montageband verlassen hat und sofort im großartigen Automobilmuseum der Stadt einen Ehrenplatz erhielt. Seitdem werden im Automobilwerk wieder Erscheint dreimonatlich. - Eingetragen beim LandesgerichtBozenmit DekretNr. 11/87 vom 29.05.1987. Eigentümerund Herausgeber: GemeindenMoos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier.Vertreten durch den Bürgermeistervon St. Leonhard,Dr. Konrad Pfitscher. Redaktionskomitee: Kurt Gufler (K.G.), Robert Haniger(R.H.),TanjaPamer(T.P.), Josef Kofler (J.K.), Karl Lanthaler (K.L.), Dr. Albin Pixner (A.P.), Dr. Karl Spergser (K.S.),Sepp Öttl (S.O.),Gottfried Zagler (G.Z.). Druck: Hauger-Fritz, Schlanders-Meran Verantwortlichfür den Inhaltim Sinnedes Pressegesetzes:Oswald Waldner

Alois Öttl, Kratzegger Luis, die Hütte, bis sie 1966 vom Militär besetzt wurde. Am 1. Mai 1968 wurde sie gesprengt, wohl nicht vom Militär, wie oft angenommen. Die CAI-Sektion Meran plante den Wiederaufbau der Hütte. Mit viel Unternehmungsgeist wagte sich Leo Fontana an dieses Unternehmen. Das Baumaterial wurde über die 1959 erbaute Materialseilbahn von Pfelders hinaufbefördert. 1984 konnte die neue Hütte eingeweiht werden, in der sich neben einer modernen Küche und gemütlichen Stube auch 80 Schlafplätze befinden. Die Feier zum hundertjähri-

gen Bestehen der Hütte findet am 17. und 18. Juli diesen Jahres statt. Dazu werden auch mehrere Vertreter der DAV-Sektion Zwickau und eventuell auch eine Knappenkapelle aus Zwickau erwartet. Am Abend des 17. Juli wird in Pfelders gefeiert. Am 18. Juli findet um 11.00 Uhr auf der Hütte ein Gottesdienst und anschließend ein Festakt statt. Die musikalische Gestaltung der Feier hat die "Hochwilde Böhmische" übernommen. Die Hütte wird seit der Neueröffnung von der Familie Martin Fontana zur vollen Zufriedenheit der Besucher geführt. KL

Zentrum von Westsachsen Volkswagen hergestellt. Die sehr alte Berwerkstradition Zwickaus - es wurden im nahen Schneeberg Silbererze und Steinkohle geschürft - bringt es mit sich, daß der Alltagsgruß in Zwikkau "Glück auf" heißt.

Das Gewandhaus

stattliche

Zwickau Großartiges geleistet. Gleichsam als Produkt dieser Geschichte begegnet man dem heutigen Bürger von Zwickau, der als freundlich, offen und sehr realistisch gilt. Es ist zu hoffen, daß die alten Bindungen zwischen

(links im Bild) gilt als Wahrzeichen

Rathaus der Stadt.

Im Stadtteil "Alter Steinweg" ist der Brunnen der Tuchmacher zu finden. Er erinnert an die sächsische Hochburg des Tuchmachergewerbes. Das rote Tuch aus Zwickau war in der nahen Handelsstadt Leipzig sehr gefragt. Heute ist das Gewandhaus mit seinem schönen Staffelgiebel das Wahrzeichen der Stadt. Überraschend ist die Wucht und Schönheit des Domes "St. Marien zu Zwickau", liebevoll betreut vom evangelisch-lutherischen Dompfarramt. Dicht nebenan befindet sich der quicklebendige Hauptmarkt, das Zentrum der großräumigen Stadt. Die Geschichte der Stadt Zwickau ist faszinierend: sie hat alle Höhen und Tiefen deutscher Geschichte hautnah miterlebt. Besonders im sozialen Bereich haben Frauen und Männer von

der Stadt Zwickau.

Rechts im Bild das

der sympathischen westsächsischen Großstadt im Norden des Erzgebirges und dem Passeiertal neu belebt werden. Vor hundert Jahren war es die Eisenbahn, welche die Menschen deutscher Landschaften miteinander verband, heute - nach dem Wegfall des Eisernen Vorhanges - sind es überraschend gut ausgebaute Autobahnen, welche die ungefähr 670 km (via Jaufen) entfernte Stadt an einem Tag leicht und mühelos erreichen lassen. Glück auf! Nähere Auskünfte erteilt sicherlich gerne die Tourist-Information Zwickau: Hauptstraße 6, 08056 Zwickau - Telefon: 0375 835270 Dr. Heinrich Hofer


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Passeter vor 100 lahren Kuriose und interessante

Zeitungsnotizen aus dem Passeiertal (Vom 1. 6. 1899 bis 31. 8. 1899) "Aufgelesen" von Gottfried Zagler

Übers Wetter Im A"gemeinen ein schöner, angenehmer Sommer. Niederschläge un. ter dem Durchschnitt. "MERANER ZEITUNG" vom 1. 6. bis 31. 8. 1899. Am 23. Juli ging allerdings über Walten ein heftiges Hagelwetter nieder. Im Wansertal hagelte es so sehr, daß die Höhen mit Schnee bedeckt schienen. Glücklicherweise nur wenig Hagel gab es in den TaIniederungen, so daß kaum Schäden in den Roggenfeldern entstanden. "MERANER ZEITUNG" 28. 7. 1899 Feierliche Eröffnung der Zwickauerhütte Am 25. Juli fand die feierliche Eröffnung der Zwickauerhütte statt. Viele Mitglieder der Zwickauer Sektion, aber auch Gäste aus Meran und anderen Sektionen hatten sich eingefunden. Schon am frühen Morgen gab es eine endlose Karawane von Touristen, Damen und Herren, Führern, Trägern und Tragtieren, die sich den Berg hinaufschlängelte, während von oben die schwarz-weiß-rote Flagge grüßte und Böllerschüsse mit ihrem Echo das Tal dröhnen ließen. Die Segnung wurde bei leichtem Schneegestöber vom Pfelderer Kuraten vorgenommen. Die vom Platter Zimmermeister Platter errichtete Hütte ist praktisch eingerichtet mit Küche, Speisezimmer, Matratzenlager und separaten Damen- und Herrenzimmern. Sie hat ohne Einrichtung 5000 Gulden gekostet, die ausschließlich von der Sektion Zwickau aufgebracht wurden. Mit Ansprachen verschiedener Alpenvereinsvorstände und einem gutem Essen wurde das Ereignis gebührend gefeiert. "MERANER ZEITUNG" 28. 7. 1899 Unglück am Schneeberg Am 22. Juli verunglückte in St. Martin am Schneeberg der bekannte Violinvirtuose August Herber aus Frankfurt/M., als die Drahtseilbahn, die vom Stollen zum Gasthaus hinaufführt, entgleiste. Dieser starb an Ort und Stelle, während die übrigen Passagiere, darunter ein Geistlicher aus St. Martin, nur leichte Verletzungen davontrugen. "MERANER ZEITUNG" 28.7. 1899

Straßenbau Sand-St. Leonhard Landesingenieur Julius Mittempergher weilte kürzlich im Tal für die Ausarbeitung eines ausführlichen Planes für den Straßen bau St. Leonhard-Platt-Moos. Auch die Straßenstrecke Sand-St. Leonhard so" unter seiner Leitung fertiggestellt werden. "MERANER ZEITUNG"

4. 6. 1899

Der Besuch des Kaisers beschleunigte den Fortgang der Arbeiten ungemein. Am 1. August trafen 100 Mann einer Pionierabteilung ein, die für einen raschen Weiterbau sorgten. "MERANER ZEITUNG" 26. 7. 1899 und 14. 8. 1899 Thronfolger Erzherzog Ferdinand in Passeier Wie erst jetzt bekannt wurde, weilte im April 1897 der Erzherzog inkognito als Tourist im Passeier und trug sich beim Schildhof Saltaus mit folgenden Zeilen ins Gästebuch ein: Ziel erkannt, Kraft gespannt, Pflicht getan - Herz obenan. "MERANER ZEITUNG" 30. 8. 1899 Högger Joggel feiert 101. Geburtstag Am 12. Juli feiert das Högger Joggele aus Vernuer seinen 101. Geburtstag. Das besondere an ihm ist, daß er sich noch genau an die Ereignisse von 1809 erinnert und den Sandwirt Andreas Hofer mit eigenen Augen gesehen hat. "MERANER ZEITUNG" 9. 7. 1899 Passeirer Volkstrachten-Erhaltungsverein ist sehr aktiv Im Jahre 1892 wurde vom k.k. Bezirksrichter Dr. Alois WÖ", dem der starke Rückgang, ja fast schon totale Mangel an Trachtenträgern in Passeier zu Herzen ging, der "Volkstrachten-Erhaltungsverein für Passeier" gegründet. (Es war übrigens der erste Verein dieser Art in ganz Osterreich). Damit begann wieder eine "Ära" der kurzen Hosen. Es gelang, die Passeirer wieder für die Tracht zu begeistern, und insbesondere in Meran Freunde für den Verein zu werben, die bei der Anschaffung der Tracht beisteuerten. "MERANER ZEITUNG" 16. 7. 1899 Eine prominente Förderin fand der Verein in der Fürstin Pauline von Metternich-Sandor. Sie war von der Erscheinung der Passeirer so begeistert, daß sie ihnen den namhaften Betrag von 200 fl zukommen ließ. "MERANER ZEITUNG" 13. 8. 1899

vor 100 Jahren.

Die 1896 zu der Hofer-Enthüllungsdenkmalfeier in Innsbruck über den Jaufen gezogene Schützen kompanie von nicht weniger als 192 Mann hätte wohl nie so viel Aufmerksamkeit erregt, wenn diese nicht die alte Tracht - getreu bis zum letzten Knopf - getragen hätte", schrieb voll Stolz der Passeirer Korrespondent der Meraner Zeitung. Auch Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand hatte im letzten Jahr bei der Schießstanderöffnung in Dorf Tirol seine helle Freunde an den Passeirer Bübeln in ihrer Tracht. "MERANER ZEITUNG" 16. 7. 1899 Generalversammlung Am 30. Juli fand beim Sandwirt die Generalversammlung statt. Zum Vorstand wurde wiederum Bezirksrichter Wöll gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder waren: Josef Tschöll, Stroblwirt; Johann Raffl, Schulleiter in St. Martin; Karl Paregger, Schulleiter in St. Leonhard; Johann Tschöll, Gerloserbauer; Johann Raich, Schildhofbauer Baumkirch. "MERANER ZEITUNG" 23. 8. 1899 Kaiserbesuch in Passeier - Vorbereitungen Preisschießen Für das Landesfest beim Sandwirt haben sich bisher schon 8.000 Schützen aus ganz Tirol gemeldet. Auch aus Bayern kommen Anfragen, so von der Münchner Schützengesellschaft. "MERANER ZEITUNG" 29.

6. 1899

Große Anziehungskraft übte natürlich das große Preisschießen aus, das vom 16. bis 25. September stattfand. Geschossen wurde auf 2 Scheiben, die Festscheibe "Andreas Hofer" mit 60 Best und einem Hauptpreis (Silbergegenstand) im Werte von 500 Gulden und die Schleckerscheibe "Passeier" mit 50 Best und einem Hauptpreis von 50 Kronen. "MERANER ZEITUNG" 27. 8. 1899 Gestiftet wurden die wertvollen Preise von höchst prominenten Personen. So von einigen Erzherzögen, den Tiroler Stiften, von Kardinal Haller, den Bischöfen von Brixen und Trient und vielen anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. "MERANER ZEITUNG" 27.8. 1899


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Eindrucksvoll war auch das umfangreiche Ladschreiben, mit dem die Schützen aus ganz Tirol geladen wurden. "MERANER ZEITUNG" 27. 8.

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Bauten

Eine so wichtige Sache wie ein Kaiserbesuch mußte natürlich gründlichst vorbereitet werden. Die höchsten zivilen und militärischen Dienststellen waren damit betraut. Mitte August weilte deshalb der höchste Beamte und politisch maßgebliche Mann des Landes Tirol, k.k. Statthalter Freiherr von Spiegelfeld, in Passeier, um persönlich die Vorbereitungen zu überwachen. "MERANER ZEITUNG" 28.8.1899 Auch der höchste Baubeamte Landeskommissär Bauer aus Innsbruck kam, um die Arbeiten zu beschleunigen. Sehr kooperationsbereit war die Gemeinde St. Leonhard, die unter anderem eine größere Anzahl von Fahnenstangen gratis lieferte. "MERANER ZEITUNG". 30. 8. 1899 Großes Kopfzerbrechen machte die Verproviantierung tausender Festgäste, auch mußte ein großer Parkplatz für 200 Kutschen angelegt werden. Nicht nur beim Sand hof, sondern

auch zwischen Sand und St. Leonhard werden deshalb eine größere Anzahl von Holzbuden von Passeirer Zimmerleuten aufgestellt, in denen Verpflegung angeboten wird. "MERANER ZEITUNG". 25. 8 und 28.8.1899

Eigenes Postamt

In St. Leonhard soll während des Festes ein eigenes Postamt eingerichtet werden, welches auch die Beförderung von Telegrammen per Rad nach Meran übernehmen kann. "MERANER ZEITUNG" 30. 8. 1899

Telefon ins Passeiertal

Die langersehnte Telefonverbindung soll nunmehr bis zur Einweihungsfeier der Hofer-Kapelle hergestellt werden. Sprechstellen sind geplant beim: Postamt St. Martin, beim Postamt St. Leonhard, Schild hof Saltaus, Quellenhof, Schildhof Baumkirchen und Sandhof. "MERANER ZEITUNG" 25. 6. 1899

Geplanter Ablauf der Feiern beim Sandhof - Segnung der Passeirerstraße- Besuch von Kardinal Haller

Am Mittwoch, 20. September, Ankunft des Kaisers in Meran mit Empfang durch Behörden, Militär und Geistlichkeit, darunter die Fürstbischöfe von

Brixen und Trient und Kardinal Haller, Erzbischof von Salzburg. Abends Bergfeuer im ganzen Burggrafenamt, Vorstellung der Meraner Volksschauspiele mit Andreas Hofer. Am nächsten Tag 8 Uhr Segnung der Passeirerstraße, und Beginn der Weihezeremonie in der Hofer-Kappelle, um 9 Uhr Fahrt des Kaiser nach Passeier mit Empfang durch die Gemeindevertretungen von Tirol, Kuens, Riffian und St. Martin an den jeweiligen Gemeindegrenzen. 11 Uhr Ankunft beim Sand hof und erste heilige Messe durch Kardinal· Halier. Militärische Defilierung beim Sandhof vor dem Kaiser. Frühstück des Kaisers beim Sandhof mit 160 Gästen. 13 Uhr Abfahrt des Kaisers nach St. Leonhard, Besuch des dortigen Bezirksschießstandes. 13.30 Uhr Abfahrt nach Meran. "MERANER ZEITUNG" 13. 8.

1899

Ganz besonders freuen sich die Passeirer natürlich über den Besuch ihres Landsmannes Kardinal Haller. Er war nach seiner Wahl zum Erzbischof nicht mehr in Passeier gewesen und plant deshalb, schon am Vortag in sein Heimattal zu reisen, wo er in allen Dörfern feierlich empfangen wird. "MERANER ZEITUNG" 10. 8. 1899

SEPP PLATTER Im Gedenken an einen lieben Menschen Am 24. Februar 1999 verstarb in Platt nach kurzer Krankheit im Alter von 76 Jahren Josef Platter (Bauern Sepp). Geboren war Sepp "in der Hiene" in Hütt 1923, in einer Zeit, die seiner Generation alles andere als günstig gesinnt war. Hunger und große Not auf der einen Seite und die Härte der faschistischen Machthaber andererseits, prägten seine Kindheit und Jugend. Nach der erfolgten Option für Deutschland entschied sich die achtköpfige Familie Platter ins Ausland abzuwandern. "Im Juni 1940 packten wir unsere bescheidenen Habseligkeiten in gezimmerte Holzkisten. Auch die Hobelbank wurde verladen. Ein kleiner Lastwagen brachte unseren gesamten Besitz nach Meran zum Bahnhof. Wir übernachteten beim Parthanes und fuhren am Tag darauf mit dem Zug nach Bozen. Von hier aus setzten wir die Reise in einem mit Auswanderern überfüllten Zug, nach Innsbruck fort und landeten schließlich nach längerem Hin und Her am achten Tag in Zell am See, wo wir in einem aufgelassenen Gasthaus Unterkunft

fanden. In der Folgezeit arbeitete ich hier mit meinem Vater bei einem Zimmermannsbetrieb. Aber schon nach wenigen Monaten übersiedelten zuerst meine Eltern und später auch ich nach Prutz, in die Nähe von Landeck. Hier hatte ich soeben eine Lehre als Tischler begonnen, als ich die Einberufung zur deutschen Wehrmacht erhielt", erzählte Sepp bei einem Interview mit dem Autor im Jahre 1998. Als Soldat kämpfte Sepp Platter anfangs an verschiedenen Fronten in Norwegen und später vor den Toren Moskaus. Als Pionier, der immer an vorderster Front marschierte, lernte er hier sämtliche Schrecken des Krieges kennen. Unglaubliche Strapazen bei den Fußmärschen in den Weiten Rußlands, klirrende Kälte in den Wintermonaten und die unvorstellbaren Schmerzen von Hunger und Durst formten die Persönlichkeit von Sepp tiefgreifend und blieben ihm Zeit seines Lebens Erinnerung und Mahnung. Mit Kriegsende fand sich der zweiundzwanzigjährige Sepp wieder bei seinen

Eltern in Prutz ein, beendete seine Lehre als Tischler und kehrte im Jahr 1949 mit seinen Angehörigen wieder nach Platt zurück. In der Folgezeit übte er nicht nur seinen Beruf als Tischler zur Zufriedenheit aller aus, er engagierte sich auch ungemein für das Gemeinschaftsleben in seinem Heimatort. Er war Gründungsmitglied des KVW-Platt im Jahr 1949, gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Feuerwehr Moos/ Platt im Jahre 1954 und der im Jahre 1957 gegründeten Musikkapelle Platt. Maßgeblich war er am Aufbau der Schützenkompanie Platt im Jahre 1954 beteiligt, zu deren ersten Hauptmann er ernannt wurde. Im Jahre 1962 entwikkelte sich eine Partnerschaft zwischen dem Südtiroler Kriegsopfer - und Frontkämpferverband der Ortsgruppe Platt und dem Verband der Heimkehrer Hattersheim. Dieser Partnerschaft stand Platter Sepp bis zu ihrer Auflösung Anfang der Neunzigerjahre als Obmann vor. Eine Legislaturperiode betätigte er sich im Gemeinderat. Dreißig Jahre war er aktives Mitglied der Musikkapelle, bis


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zum Jahre 1971 war er Feuerwehrmann, von 1965 - 70 Vizekommandant der Freiwilligen Feuerwehr. Auch auf religiösem Gebiet engagierte sich der Bauern Sepp in vielerlei Hinsicht. Dies kann man nicht nur daraus ersehen, daß er im Jahre 1949 die sogenannte "Bubenmesse" nach Platt brachte. Auch in seinem Amt als Burschenvorsteher, das er über mehrere Jahre bekleidete, kam sein religiöser Eifer zum Ausdruck. Er gehörte zu den wenigen im Orte, die die Courage aufbrachten dem energischen Pater Franz hin und wieder"Paroli zu bieten". Mit Rat und Tat zur Seite stand der Bauern Sepp der Pfarrei Platt immer auch dann, wenn Erneuerungsarbeiten, bzw. Flickund Reparaturarbeiten in der Kirche oder im Widum anstanden. Verläßlich meisterte Sepp die vielfältigsten Basteleien: das eine Mal versetzte er die Beichtstühle, das andere Mal bastelte er das Tabernakeltürchen am rechten Seitenaltar. Wieder ein anderes Mal fertigte er Schränke für die Sakristei, ein neues Lesepult oder Stühle für die Ministranten an. Auch zahlreiche Wegkreuze, die entlang von Straßen und Wegen stehen, tragen die unverkennbare Handschrift vom Bauern Sepp. In der Freizeit galt seine große Liebe den Bergen. Sein Lieblingsberg war der Seelenkogel, den er mehr als dreißig Mal bestieg. Auf seine Initiative hin wurde am Seelenkogel ein Gipfelkreuz aufgestellt. Über dieses Unterfangen steht in der Pfarrchronik: "Am 4. August 1954 sind 16 Burschen unter der Leitung des Tischlermeisters Josef Platter (Bauernannen Sepp) mit einem 8 m langen Gipfelkreuz aufgebrochen und

zum Seelen kogel hinaufmarschiert. Das Hinaufbringen auf den Seelenkogel geschah unter den schwersten Verhältnissen und bestand aus stundenlangem

"Schau ins Weite - und Dein Herz wird weit" Sepp Platter beim Aufstieg zur Liebenerspitz. Im Hintergrund die Gipfelpyramide des SeeFoto: Arnold Rinner lenkogels.

"Stufen hacken" auf dem Gletscher und bei Regen". Mit besonderer Freude organisierte Sepp auch über Jahre hinweg das Entzünden des Herz Jesu Feuers auf dem Weißspitz ... Im Jahre 1958 vermählte sich Sepp mit Mena Hofer. Der Ehe entsprossen fünf Kinder. Furchtbare Zeiten erlebte das junge Familienglück anfangs der Sechzigerjahre. "Wenige Tage nach der so-

genannten Feuernacht wurde ich wie aus heiterem Himmel in den Nachtstunden von einer Carabinieristreife festgenommen und gemeinsam mit Brugger Franz (Pusterer Franz) nach Meran gebracht und eingesperrt. Drei Tage und Nächte wurden wir beide auf rüde Art und Weise verhört. Mit dem Rücken zur Wand stehend, ohne Essen und ohne Getränk, mußten wir in einem Verhörsaal die ganze Zeit ausharren. Nach der Entlassung aus der Kaserne am vierten Tag beanspruchten wir aufgrund der uns zugefügten Verletzungen ärztliche Hilfe. In der Folgezeit mußte ich noch zwei weitere nächtliche Festnahmen und anschließende Kurzverhöre in einer Kaserne in Meran bzw. in Moos über mich ergehen lassen," schilderte Sepp zu Lebzeiten dem Autor. Trotz dieser schwierigen Zeit ließ sich der Tischlermeister nicht aus der Bahn werfen. Er arbeitete und schuftete von morgens bis abends um seiner Familie den Lebensunterhalt zu gewährleisten. Zeit seines Lebens zeichnete er sich durch seinen tiefgründigen Glauben, seine Dankbarkeit für alles, was das Leben bot und seinen ausgeprägten Gemeinschaftssinn aus. Allseits beliebt war er wegen seiner humorvollen Art, einer Erzählgabe, die seinesgleichen sucht und der stoischen Ruhe, die er ausstrahlte. Sinnbild hierfür waren die rauchende Pfeife, deren zwanzig er täglich anzündete, ein spannender Krimi und ein Gläschen, manchmal auch zwei, Rotwein. Abschließend kann gesagt werden, daß mit Sepp ein liebenswerter Mensch von uns gegangen ist - ein Helfer, vor allem aber: ein Freund. Arnold Rinner

Handyfieber Es begab sich vor rund zwei Wochen in Meran, die entscheidende Wende in meinem Leben begann. Ich traf einen Jugendfreund, hatte ihn lange nicht mehr gesehen, wir unterhielten uns angeregt, und ich war gerade beim Gehen, wie ein Blitz traf mich da seine Frage nach meiner Handynummer, ich verlegen herum und oh stotterte Schreck, oh Kummer! Er sah mich mitleidig an, als sei ich zutiefst verdorben, eines war klar, für ihn war ich als Freund gestorben. Die Enttäuschung saß tief und mit letzter Kraft, habe ich es in das nächste Elek-

trogeschäft geschafft. Der Verkäufer, für mich eine engelsgleiche Lichtgestalt, überreichte mir den neuesten "NokiaHandy" alsbald. Wie neugeboren lief ich raus auf die Gasse, denn nun gehörte auch ich zur edelsten Menschenrasse, die mit einem Handy am Ohr die "HighSociety" anführt und der ganz ohne Zweifel höchste Anerkennung gebührt. Siegessicher betrat ich eine Bar und stellte mich an den Tresen, gefolgt von den bewundernden Blicken weiblicher Wesen. Gekonnt drückten meine Finger die schwarzen Tasten, ein Gespräch nach dem anderen, ich wollte nicht

mehr rasten. Eines ist klar, ich bin nun offensichtlich ein Mann von Welt, mindestens auf einer Stufe mit Gianni Agnelli und Karl Lagerfeld. Nur manchmal ein beunruhigender Gedanke durch mein Köpfchen streicht, ob nur EIN Handy auf die Dauer für einen "VIP" wie mich wohl reicht? Nach einwöchiger Klausurtagung in meinem Schrebergarten, ließ die Ideallösung logischerweise nicht lang auf sich warten: ich verzichte für heuer auf meinen Traumurlaub am Jaufen und werde mir dafür mindestens fünf neue Handys kaufen! DER SELL UANE


Passeirer Blatt / Juni 1999

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Maria Fischer und Roman Kofler: Herz und Seele des Mooser Seniorenclubs Der Seniorenclub von Moos, der im Herbst 1988 gegründet wurde, hat sein zehnjähriges Bestehen bereits gefeiert. Die Pionierarbeit für den Verein geleistet haben: Anna Gasser Lanthaler und Waltraud Graf. Beide. sind nach zehnjähriger Tätigkeit für die Senioren noch immer im Einsatz. Roman Kofler, Obmann des KVW, hält dabei die ganze Seniorengruppe zusammen. Ihm zur Seite steht Maria Fischer als die treibende Kraft des Vereins, sie lenkt und leitet und organisiert. Für die Senioren von Moos werden die besten Referenten eingeladen und zur Verfügung steht ihnen ein Programm, das sich sehen lassen kann. Treffpunkt des Seniorenclubs ist immer mittwochs im Kultursaal von Moos. Von 13.00 bis 14.00 Uhr bringt dann Antonia Haller mit dem Seniorentanz Schwung in die Gruppe oder auch Waltraud Lanthaler mit gezielten Turnübungen. Natürlich steht bei den Treffen das Kartenspielen - das Watten, im Vordergrund, bei dem mit Kraftausdrükken und temperamentvollen Gesten

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nicht gespart wird. Aber nicht alle Senioren vergnügen sich beim Watten, etliche spielen "Mensch ärgere dich

über Pill nach Hause. Die Senioren sind nicht enttäuscht, wenn der Tag zu Ende ist, denn sie wissen: die kommende

Im Bild zu sehen: Maria Fischer und Roman Kofler

nicht", wobei es hierbei aber nicht weniger lebhaft zugeht. Für das leibliche Wohl der Mitglieder ist immer bestens gesorgt und so gehen die gemütlichen Stunden immer all zu schnell vorbei. Für jene Senioren, die nicht mehr so gut bei Fuß sind, organisiert Roman Kofler die Heimfahrt. Er chauffiert sie zuerst zur Kirche, da meistens um halb sieben - gegen Ende der Treffen - eine HI. Messe stattfindet und fährt sie dann

Woche hat auch einen Mittwoch! Alle Mitglieder des Seniorenclubs von Moos möchten sich bei Maria und Roman mit einem herzlichen "Vergelt's Gott" bedanken. Daß aber ein aber ein alter Dank auch gleichzeitig eine neue Bitte ist, daß hoffentlich wissen sie die Organisatoren der Seniorenrunde in Moos. Im Auftrag des Seniorenclubs von Moos Anna Lanthaler

Pseirer Fliegenfischer Der Pseirer Fliegenfischerverein möchte sich vorstellen! • Gegründet am: 11.12.98 • Obmann: Kofler Robert, Tel. 0473 645653 Stellvertreter: Schiefer Stefan Tel. 0473641231 oder 0338 4027561 Kassier: Pichler Walter Tel. 0339 2890499 Schriftführer: Kofler Michael Tel. 0473 645488 Beiräte: Ennemoser Matthias Tel. 0473 656721 Reiterer Helmut Tel. 0473 641496 • Eingeschriebene Mitglieder: 24 • Was ist das Ziel des Pseirer Fliegenfischervereines?-

Das Ziel des Vereines ist es, die Marmorierte Forelle wieder mehr zu schützen und deren Aufzucht zu ermöglichen. • Wie kann man das Fliegenfischen erlernen? Der Pseier Fliegenfischerverein wird im Laufe des Jahres einige Kurse im Bereich Wurftechnik - Bindetechnik anbieten. Erster Termin: Sa, 19. Juni 1999 ab 13.00 Uhr auf dem Sportplatz in Saltaus. Für diesbezügliche und weitere Fragen steht der Ausschuß gerne zur Verfügung! Der Pseirer Fliegenfischerverein


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Passeirer Blatt / Juni 1999

Jahreshauptversammlung des Weißen Kreuzes - Sektion Passeier Am 26.03.1999 fand im kleinen Saal des Vereinshauses von St. Leonhard die Jahreshauptversammlung des Weißen Kreuzes statt. Wie der Tätigkeitsbericht zeigt, hat die

..

Sektion Passeier auch dieses Jahr wieder eine Zunahme der Fahrten zu verzeichnen. So wurden im Jahr 1998 104 Fahrten mehr gemacht, als im Vorjahr. Insgesamt wurden: 3.368 Einsätze mit

Die Geehrten: v.l.n.r. Planer Dietmar, Gerstl Bernhard, lieb

Fauner Inga und Oberprantacher

Gatt-

Südtiroler Seniorenvereinigung St. Martin Die Seniorenvereinigung St. Martin wurde im März 1993 gegründet und zählte damals 40 Mitglieder. Heute besteht der Verein aus 126 Mitgliedern. Dieser Zuwachs ist sicher nicht zuletzt dem Ausschuß, dem die Obfrau Anna Pinggera vorsteht, zu verdanken, der es vortrefflich versteht, mit den unterschiedlichsten Ideen und Veranstaltungen seine Mitglieder zu unterhalten und zu erheitern. Die Organisatoren bemühen sich mit Erfolg, den Jahreszeiten entsprechende, unterhaltsame und sinnvolle Freizeitbeschäftigungen zu gewährleisten. So gibt es unter anderem: Wanderungen, Ausflüge, Törggelefeiern, Preiswatten, Seminare und vieles mehr. Besonders gut kommen die Geburtstagsfeiern der Mitglieder an: dabei werden jeden zweiten Monat all jene gefeiert, die in der besagten Zeit ein Jährchen zugelegt haben. Bei diesem Anlaß wird ihnen ein kleines Geschenk überreicht, und gemeinsam mit allen Mitgliedern werden die Köstlichkeiten verzehrt, die eigens hierfür mit Liebe zubereitet wurden. Sehr beliebt sind auch die wöchentlichen Treffen (ieweils am Donnerstagnachmittag) im Vereinshaus von St. Martin. Hier wird mit Leib und Seele

"blind" gewattet, und wer dazu keine Lust hat, kann sich an anderen Gesellschaftsspielen erfreuen, oder er kann sich ganz einfach durch eine angenehme Plauderei den Nachmittag versüßen. Das Wichtigste aber ist, daß es nie langweilig wird! Neben den Organisatoren tragen auch noch einige Freiwillige liebevoll dazu bei, daß es den Mitgliedern an nichts fehlt. Sei es durch neue Vorschläge und Ideen oder auch ganz einfach

305.277 km gefahren. Da zwei Ausschußmitglieder zurückgetreten waren, gab es wieder Neuwahlen. Dabei erhielten Zöschg Günther als Vize-Sektionsleiter und Thaler Veronika als Schriftführerin die meisten Stimmen. Weiters wurde Gögele Christian als Vertreter der neugegründeten Jugendgruppe in den Ausschuß gewählt. Fünf freiwillige Helfer wurden für 10 und 15 Jahre Dierist in der Sektion Passeier geehrt: Für 10 Jahre: Ploner Dietmar und Oberprantacher Gottlieb Für 15 Jahre: Gerstl Bernhard, Fauner Ingo und Wilhelm Ehrenreich Außerdem konnte der Sektionsleiter 14 Zertifikate für den Basis-Reanimationskurs und 43 Zertifikate für den bestanden B-Kurs (Erste-Hilfe-Ausbildung) an die aktiven Helfer und Helferinnen verteilen. Ein Beweis dafür, daß die Ausund Weiterbildung sehr ernst genommen wird. Nach dem formellen Teil der Jahreshauptversammlung wurde noch gemütlich beisammen gesessen und diskutiert. Erika Gumpold, Rita Haller

ein aktiver Verein

durch die liebevolle Gestaltung des Raumes, in dem die Treffen stattfinden. Erst sorgt die herzliche Aufnahme, dann die entspannte Atmosphäre dafür, daß man den Verein nicht mehr missen möchte. Den Organisatoren, sowie all jenen, die diese angenehmen Treffen ermöglichen, sei bei dieser Gelegenheit von ganzem Herzen gedankt. Im Namen der Mitglieder Anna Buchschwenter


Passeirer Blatt / Juni 1999

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Geburtstagsfeier beim KVW-Seniorenclub St. Leonhard Am 04. Mai 1999 lud der KVW-Seniorenclub St. Leonhard seine Mitglieder zu einem fröhlichen Nachmittag mit Geburtstagsfeier ein. Von der Gestalterin dieser Feier - Frau Christi Maffei - waren alle sehr begeistert. Mit ihren liedern und Gedichten, der lockeren Gymnastik und dem Gedächtnistraining brachte sie sehr viel Schwung und Heiterkeit in die Seniorenrunde. Bei der anschließenden Kaffeepause ließ man sich die selbstgebackenen Kuchen schmecken und jeder freute sich über sein Geschenk: eine blühende Geranie. Natürlich durfte zum Abschluß ein "Karterle" nicht fehlen.

Die Senioren bedanken sich bei der Leiterin Olga Gufler und ihren Mitarbeitern recht herzlich, denn alle waren einstimmig der Meinung: So eine Feier müßte es öfters geben! Christine Pamer

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Passeirer Blatt / Juni 1999

Bibliothek St. Leonhard ÖFFNUNGSZEITEN IM SOMMER (gültig ab 14. Juni bis 13. September) Montag 10-12 Uhr und 16-19 Uhr Dienstag

Unsere Tips für den "Urlaubskoffer" ... Mittwoch Donnerstag

10-12 Uhr und 16-19 Uhr Freitag

10-12 Uhr 10-12 Uhr und 16-19 Uhr 16-19 Uhr

"Bestseller" in der Bibliothek Folgende 10 Romane (ausgenommen Heimatromane) wurden im Zeitraum 1.1.1998 bis 30.4.1999 von den Lesern der Bibliothek St. Leonhard am häufigsten ausgeliehen: Kevin J.: Akte X - Ruinen

1.

Anderson,

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Cook, Robin: Pharmakon

3.

Fielding, Joy: Schau dich nicht um

4.

Merkle-Riley,

Judith: Die Vision

Donald: Diana

5.

Spoto,

6.

Gordon,

7.

Martin, Les: Akte X - Der Kokon

8.

Wesson, Marianne:

9.

Follet, Ken: Der dritte Zwilling

10.

Noah: Der Rabbi

Fredriksson,

Sein letztes Wort

Marianne: Hannas Töchter

Historisches ... Park, Jacqueline: Das geheime Buch der Grazia dei Rossi Vandenberg, Philipp: Der Spiegelmacher Zeitgeschichtliches ... McGrail, Anna: Fräulein Einsteins Universum Morton, Andrew: Monika Lewinsky Spannendes ... Cornwell, Patricia: Der Keim des Verderbens Harris, Robert: Aurora Über Liebe und Freundschaft ... Clayton, Victoria: Das Haus der Freundin Danella, Utta: Die andere Eva Über die Selbstfindung ... Freud, Esther: Marrakesch Abraham, Pearl: Die Romanleserin Kurioses ... Benacquista, Tonino: Das SeifenopernQuartett Harris, Joanne: Himmlische Verführung Ab sofort in Deiner Bibliothek! TP

Bibliothek St. Martin ÖFFNUNGSZEITEN IM SOMMER (gültig ab 7. Juni bis 4. September) Montag 9-12 Uhr Dienstag 9 -12 Uhr und 16-18 Uhr Mittwoch 9 -12 Uhr

Donnerstag 18 -20 Uhr Freitag 9-12 Uhr und 17-19 Uhr Samstag 9 -12 Uhr

"Bestseller" in der Bibliothek Folgende 10 Romane (ausgenommen Heimatromane) wurden im Zeitraum 1. 1. 1998 bis 30. 4. 1999 von den Lesern der Bibliothek St. Martin am häufigsten ausgeliehen: 1.

Leon, Donna: Venezianisches Finale

2.

King, Stephen: Nachtschicht

3.

Follet, Ken: Die Pfeiler der Macht

4.

Evans, Nicholas: Der Pferdeflüsterer

5.

Steel, Danielle: Doch die Liebe bleibt

6.

French, Marilyn: Tagebuch einer Sklavin

7.

Baer, Anne: Die Farben des Jahres

8.

McCourt,

9.

Faschinger, Lilian: Magdalena

10.

Frank: Die Asche meiner Mutter

Roy, Arundhati:

Sünderin

Der Gott der kleinen Dinge

Unsere "besonderen" Angebote: • Unterhaltungsliteratur: Erwachsene spannende Krimis, Heimatromane, "wahre Geschichten" (Erfahrungslitertur für Frauen), Thriller (wie Männer sie gerne mögen) • Sachbücher: Erwachsene Historisches, Biografien, Naturmedizin • Unterhaltungsliteratur: Kinder/Jugendliche Erstlesebücher, Vorlesebücher, Comics, Detektivgeschichten • Italienische Bücher für Kinder und Jugendliche • Videos große Auswahl an Kindervideos große Kinohits vergangener Jahre für Erwachsene • CD eine sehr große Auswahl (800 Cds) in den Bereichen Rock, Pop, Liedermacher, Volksmusik, Klassik u.a.m. • CD-Rom gewaltfreie Spiele für Kinder und Jugendliche • Internet und Scannen Möglichkeit zum Internetsurfen und GZ Scannen von Vorlagen


Passeirer Blatt / Juni 1999

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Passeirer Blatt / Juni 1999

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LLOYD ADRIATICO

seit einem Jahr unter neuer Führung Oswald Ennemoser und Werner Kneissl ziehen positive Bilanz Die Versicherungsgesellschaft Lloyd Adriatico verfügt seit nunmehr einem Jahr über eine neue Führungsstruktur. Biszum Jahr 1998 waren die Agenturen St. Leonhard und Algund Filialen der Hauptagentur Meran und standen somit unter der Leitung von Kurt Hochrainer. Seit März 1998 haben die Passeirer Oswald Ennemoser und Werner Kneissl die neue Generalagentur in Algund mit der Zweigstelle St. Leonhard und Naturns gegründet. Diese Umstellung im Führungsbereich brachte natürlich auch Veränderungen in der Besetzung der einzelnen Filialen mit sich. Für die Unterstützung der beiden Agenturen konnten die zwei langjährigen Bankangestellten Gerald Pichler aus St. Martin in Passeier und Georg Reiterer aus Meran als Subagenten für die Filialen St. Leonhard und Naturns gewonnen werden. Zusätzlich sind in den drei Versicherungsbüros vier Lloyd Adriatico Versicherungen Sektretärinnen beschäftigt. Somit besteht das Team der Lloyd Adriatico Ver- Oswald Ennemoser & Werner Kneissl sicherungen mit der Hauptagentur in Iltl"e- .rtal'le-I( PaJ'tl(e-1' Algund aus acht ständigen Mitarbeifir aflel( {le1".rielte-I"a.Ifj.f{I'OJM tern. Die beiden Agenten Oswald und Hauptagentur Algund Tel. 0473221955 Fax 0473 220048 Werner pendeln zwischen den drei FiAgentur St Leonhard Tel./Fax 0473 656206 lialen und kümmern sich sowohl um Agentur Naturns Tel./Fax 0473 668211 die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kunden, als auch um die Bewältigung interner Belange. Nach einem Jahr der selbständigen Arbeit können die beiden Agenten zufrieden zurückblicken. Durch zuverlässige Arbeitsweise und stete Bereitschaft, sich für ihre Kunden einzusetzen, gelang es der neuen Agentur, die Serviceleistungen auszubau-

1.

en. Das junge Team der Lloyd Adriatico Versicherungen steht ihren Kunden auch weiterhin in allen Versicherungsangelegenheiten zur Verfügung und wird versuchen, durch Einsatz und Kompetenz die Belange der Kunden bestmöglich zu vertreten.


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Raiffeisenkasse St. Martin in Passeier Mitgliederversammlung

Aufsichtsratspräsident

Dr. Rudolf Raich

Kürzlich fand im Vereinssaal von St. Martin in Passeier die Mitgliederver-

sammlung der örtlichen Raiffeisenkasse statt. Nach den Grußworten des Obmannes Albert Pichler behandelte die Versammlung die Tagesordnung, darunter die Genehmigung der Bilanz zum 31.12.1998. Die Raiffeisenkasse verwaltete zum Jahresende 57 Milliarden Lire an Einlagen und andere Sparformen, die Ausleihungen an Kunden betrugen 36 Milliarden Lire. Der erwirtschaftete Reingewinn von 880 Millionen Lire wurde zum Großteil den Reserven, zur Aufstockung des Eigenkapitals, zugeführt. Dieses beträgt nun rund 12,5 Milliarden Lire. Die zahlreichen örtlichen Vereine wurden im vergangenen Jahr tatkräftig von der Raiffeisenkasse in mannigfaltiger Weise finanziell unterstützt und zwar durch: Spenden, Beiträge, Sponsorierungen und andere Werbemaßnahmen. Die Ausgaben dafür betrugen rund 70 Millionen Lire. Die Anzahl der Mitglieder ist von 482 auf 521 angestiegen. Mit Genugtuung stellte der Direktor

Walter Pichler fest, daß die für das Jahr 1998 gesteckten Ziele zum Großteil erreicht worden sind. Bei der Neuwahl des Aufsichtsrates wurde die bisherige Besetzung einstimmig bestätigt: Präsident ist Dr. Rudolf Raich, effektive Mitglieder sind Arthur Pabst und Manfred Ennemoser, Ersatzräte sind Roman Raffl und Nikolaus Gufler. Obmann Pichler dankte allen Mitgliedern und Kunden, dem Vorstand und dem Aufsichtsrat und, allen voran, den zwölf Mitarbeitern für den großen Einsatz und die geleistete Mitarbeit. Schließlich ergriff der Vizebürgermeister Rudolf Gögele das Wort. Er hob den hohen Stellenwert, den die Raiffeisenkasse als örtliche Bank einnimmt, besonders hervor und richtete die Bitte an den Vorstand, den Vereinen weiterhin eine angemessene Unterstützung zu gewähren. Die Versammlung endete mit einem gemeinsamen Essen. Raiffeisenkasse

St. Martin

Informationsnachmittag für Senioren zum Thema Pensionskonto und Euro Das Pensionskonto und der Euro waren kürzlich das Thema des Vortrages, zu dem die Südtiroler Seniorenvereinigung und der Seniorenclub St. Martin in Passeier alle Interessierten in den Vereinssaal von St. Martin eingeladen haben. Den Vortrag hielten Mitarbeiter der Raiffeisenkasse St. Martin in Passeier, nämlich Karl Schiefer (Vizedirektor) und Hans Angerer (Kunden berater). Die rege Veranstaltungspalette beider Seniorenclubs hat bereits lange Tradition und wird von den jeweiligen Mitgliedern mit sehr viel Interesse wahrgenommen. Die treibenden Kräfte der Seniorenclubs, Frau Anna Mairginter Pinggera der Südtiroler Seniorenvereinigung St. Martin, sowie Herr Josef Raich des Seniorenclubs St. Martin, befanden die Themen unserer Zeit, sprich den Euro und das Pensionskonto, für sehr wichtig und beschlossen darüber an einem

"Seniorennachmittag" zu sprechen und zu diskutieren. Mit einem Tageslichtprojektor ausgestattet, erklärten die Berater der Raiffeisen kasse St. Martin die verschiedenen Vorteile des Pensionskontos und zwar: 1. Kein Anstehen bei der Renten- oder Pensionsauszahlung 2. Pünktliche und automatische Gutschrift auf dem Konto, ohne persönlich vorzusprechen 3. Kontounfallversicherung bei Todesfolge oder bleibender Invalidität 4. Keine Angst um die Sicherheit des Geldes, sprich Diebstahl 5. Behebungsbevollmächtigung: auf Wunsch kann eine Person des Vertrauens an Stelle des Pensionsberechtigten das Geld abholen 6. Bequeme Schalteröffnungszeiten: Montag-Freitag: 8.00-13.00 Uhr und 15.00-16.30 Uhr

7. Beratung nach Vereinbarung auch außerhalb der Schalteröffnungszeiten 8. Dauerauftragserteilung und damit Zeitersparnis durch automatische Zahlungen wie Telefon, Strom usw. 9. Gutschrift der Pension aus dem Ausland (Antrag ist über die Raiffeisenkasse zu stellen) Diskutiert wurde auch über weitere Anlagemöglichkeiten, sowie über die Zweifel der Anleger, daß die Erträge der risikoarmen Anlagen (Staatspapiere, Obligationen usw.) kaum noch reizvoll sind und die Alternative (sprich: die Börse) sehr gefährlich ist, da viele Aktionen als überbewertet gelten. Folglich ist guter Rat teuer. Faustregel gibt es keine, außer der, daß Investitionen gestreut werden sollten. Jede Geldanlage und deren Ertrag hängt stark von der Risikobereitschaft des Anlegers (Sparers) ab. Wer also langfristig anlegt und breit gestreut in europäische Werte investiert,


Passeirer Blatt / Juni 1999

fährt sicherlich gut. Zum Thema Euro wurde gesagt: die 11 Mitgliedsländer (Deutschland, Italien, Österreich, Luxemburg, Niederlande, Belgien, Frankreich, Spanien, Portugal, Finnland, Irland), welche die erforderlichen Konvergenzkritiken erfüllt haben, stehen nun fest. Somit gilt in diesen Ländern ab dem 01. Jänner 1999 der Euro als Einheitswährung. Zum Stichtag 31. Dezember 1998 wurde definitiv und unwiderruflich der Umtausch kurs des Euro gegenüber den einzelnen nationalen Währungen festgelegt - ein Euro beträgt somit 1.936,27 Lire. In der Übergangszeit bis zum 31. Dezember 2001 gelten weiterhin die nationalen Währungen. Kursspekulationen unter den 11 Mitgliedsländern sind somit ausgeschlossen. Ab dem 01. Jänner 2002 werden die nationalen Währungen eingezogen und die Euro-Banknoten und -Münzen werden als einzig gültiges Zahlungsmittel in diesen 11 Mitgliedsländern eingeführt. Es wird Euro-Geldscheine mit Werten von 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 und Münzen in der Stückelung 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent,

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......

Oie zwei Vortragenden: Karf Schiefer

Hans Angerer

und

sowie 1 und 2 Euro geben. Die LireBanknoten und Münzen können gebührenfrei im ersten Halbjahr 2002 umgetauscht werden. Die nationalen Währungen können aber weiterhin bei der Banca d'ltalia eingetauscht werden und verlieren ihre Gültigkeit somit nicht. Das Ziel der Einheitswährung ist vor allem die Wettbewerbssteigerung und die Stabilität der Preise unter den Mitgliedsstaaten. Der Euro soll aber auch eine Marktwettbewerbssteigerung der

Mitgliedsländer gegenüber den großen Weltmärkten USA und Japan mit sich bringen. Die gemeinsame Währung garantiert die Stabilität der Preise und Dienstleistungen unter den einzelnen Mitgliedsstaaten. Ein Hauptgrund der europäischen Währungs- und Staatseinheit ist es, den Frieden in Europa zu festigen und zu gewährleisten. Die Berater der Raiffeisenkasse St. Martin haben mit ihrem Vortrag versucht, die Senioren mit sehr viel Einfühlungsvermögen auf den Euro vorzubereiten, denn gerade sie haben in den 30iger Jahren eine verheerende Währungsreform erlebt, die mit der jetzigen jedoch nichts gemeinsam hat. Aber genau das ist der Grund, weshalb die Senioren noch mehr Aufklärung und Informationen über die kommende Währungsumstellung brauchen. Sie sollen wissen, es gibt keinen Verlust! Bei Kaffee und Kuchen und beim Watten wurde noch lange weiterdiskutiert. Wichtig für uns alle ist ein gesunder und optimistischer Blick in das nächste Jahrtausend! Raiffeisenkasse St. Martin

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Besuch bei der Staatspolizei In Meran Am 24.03.1999 machte die Klasse 2D der Mittelschule St. Leonhard mit den Professoren Dr. Lydia Pfitscher, Dr. AIfred Haller und Dr. Anna Bignotti einen Ausflug zur Staatspolizei. St. Leonhard, am 07.04.1999 Wir fuhren um 8.00 Uhr von der Bushaltestelle in St. Leonhard mit dem Linienbus nach Meran. Gegen 9.00 Uhr waren wir bei der Staatspolizei (am Komplatz). Dort empfing uns der VizeInspektor, Herr Alberich Pichler. Er erklärte uns vieles über die Aufgaben der Staatspolizei, u.a. was mit den Gefangenen passiert. Er zeigte uns die Zeilen, wo die Gefangenen nur 48 Stunden bleiben dürfen und einige Abteilungen und wichtige Ämter, sowie den Überwachungsraum. Eine Mitschülerin machte Fingerabdrücke. Der Mann von der Spurensicherung erklärte uns, daß es verschiedene Formen von Fingerabdrücken gibt und, daß jeder Mensch einen anderen Fingerabdruck hat. Deshalb nehmen sie bei jedem Verbrechen die Fingerabdrücke ab, was ein wichtiger Beweis ist. Zum Schluß lud uns der Direktor des Kommissariates, Herr Arcangelo Di Paola, in sein Büro ein. Nach einer kurzen Ansprache gingen wir hin-

aus auf den Hof. Zwei Polizisten fuhren das neue Auto vor und zeigten uns die

vielen Extras (z.8. die Panzerung, Signale...) des Fahrzeuges. Zum Schluß verabschiedeten wir uns von den Polizi-

sten und sie dankten uns für unseren Besuch.

Doris, Martina, Andrea P und Barbara, Klasse 20 - Mittelschule St. Leonhard


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Die Gruppe Lebensmuet startet mit einer Telefonaktion Wer Sorgen hat, wer sich einfach einmal aussprechen will, wer Hilfe sucht und möchte, daß seine Informationen vertraulich behandelt werden, der hat ab Juni die Gelegenheit über eine grüne Nummer eine telefonische Beratung zu erhalten. Der Dienst wird vorerst nur an den Wochenenden angeboten. Genauere Infor-

mationen sind über die Mitteilungsblätter zu erfahren. Acht Personen aus den drei Passeirer Gemeinden haben sich von zwei Psychologen betreut, mehrere Monate lang darauf vorbereitet und leisten diesen, von den drei Gemeinden mitgetragenen Dienst ehrenamtlich. Die Gruppe Lebensmuet

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Schülercharta Am 29. April wurde den Schülervertretern, Lehrern der Arbeitsgruppe, der Direktorin der Mittelschule, der Assessorin für Schule, Kultur und Jugend, einer Vertreterin des Elternrates und dem Direktor der Raiffeisenkasse St. Martin die Schülercharta der Pflichtschule St. Martin vorgestellt. Sie ist damit die erste Schule des Landes, die eine eigene Schülerfassung in gedruckter Form besitzt. Schon seit Herbst arbeitete eine Gruppe aus Grund- und Mittelschullehrern an der Schülercharta, welche die Rechte und Pflichten der Schüler beinhaltet. Ausgangspunkt war ein Entwurf, der auf Landesebene derzeit von verschiedenen Gremien wie Landesbeirat der Eltern, Landesbeirat der Schüler und dem Landesschulrat begutachtet wird, ehe die Landesregierung eine entsprechende Bestimmung erläßt. Eine Schülercharta ohne Beteiligung der Schüler zu erstellen, war für die Arbeitsgruppe ein Widerspruch. Daher konnten sich von jeder Mittelschulklasse interessierte Schülerinnen und Schüler melden, die dann in zwei Stunden intensiver Arbeit und mit großem Eifer Vorschläge brachten und anschließend

ausformulierten. Schließlich sollten die Rechte und Pflichten in einer für Schü-

Im Bild zu sehen die Arbeitsgruppe

lerngemeinschaft

Zusammenleben Ich

habe

das

respektvoll

Recht.

behandelt

als

allen anderen

die gleichen

Ich erwarte.

dass

zusammenarbeiten die anderen

Rechte

Mitschüler

Unterrichtsbesuch

das Recht.

zu können. Wir müssen

Lehrer

die Schule.

uns an die Schulordnung

mit

mir

ist für mich Pflicht.

helfen,

mich

machen,

die

die notwendigen

habe

informiert

das Recht.

beim

mitarbeiten über

alles.

Lernen zu

Hausaufgaben

Schulsachen

das Recht auf einen

Ich muss im Unterricht und

den anderen

vorzubereiten.

zu

mitzubringen,

guten

Unterricht.

und ihn mitgestalten was mich

betrifft.

zu werden.

und Pünktlichkeit

wenn

mitzugestalten.

Es ist meine Aufgabe,

und ich habe

und ich bin bereit,

mir aber auch Ordnung

und den Schulalltag

und auch

zu.

und

und mir helfen,

und kann die Schule verlassen,

Wir haben

anerkannt und erkenne

zu unterstützen.

Ein regelmäßiger ich erwarte

Person

zu werden

mir schlecht

ist.

die Schulordnung um uns wohlfühlen halten.

Ich darf jederzeit

meine

äußern. Ich habe Anrecht

auf eine begründete

Bewertung.

Meinung

Zweck einer Schülercharta ist, daß Schüler sich bewußt werden, welche

der Schülercharta

ler lesbaren Form verfaßt sein! Die Arbeitsgruppe erstellte auf dieser Grundlage die Endfassung:

in höflicher

Form

und gerechte

uir~

der Pflichtschule

St. Martin

Rechte und Pflichten sie in der Schule haben, daß sie Rechte einfordern können, aber auch für ihr Verhalten und ihr Lernen verantwortlich sind. Wichtig ist aber auch, daß eine solche Schülercharta ansprechend gestaltet wird. Die Raiffeisenkasse St. Martin übernahm dankenswerterweise die Druckkosten, sodaß die Charta farbig und in handlicher Form jedem Schüler überreicht werden kann. Diese Aufgabe übernehmen jene Schüler, die an der Charta mitgearbeitet haben. Sie werden jede Klasse der Grund- und Mittelschule besuchen, mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern darüber reden und ihnen die Rechte und Pflichten erklären. Nach der Vorstellung befragten die Schüler den Direktor der Raiffeisenkasse, einige Lehrer, die Frau Direktor sowie andere Schüler ... Veronika Rieder


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Einige Kurzinterviews zum Thema Schülercharta zwischen: • SCHÜLERN UND SCHÜLERN: 1) Was hälst Du von der Schülercharta? Stefanie Gögele: Ich finde sie ist gut aufgebaut, hat schöne Farben und einen guten Inhalt. Es ist eine gute Idee, daß so viele Schüler an dieser Schülercharta mitarbeiten durften. 2) Was sagst Du zum Inhalt der Schülercharta? Iwan Gögele: Ich finde, daß sie sehr gut aufgebaut ist, es ist nur wenig geschrieben, doch das Geschriebene ist sehr verständlich und ich kann keine Fehler feststellen. 3) Was sagst Du zum Projekt Schülercharta? Helene Platter: Es ist eine sehr gute Idee, daß die Lehrer uns vertrauen. • SCHÜLERN UND DER DIREKTORIN DER MITTELSCHULE ST. MARTIN, FRAU DR. VERONIKA RIEDER: 1) Frau Direktor, sind Sie selbst auf die

Idee gekommen, eine Schülercharta zu machen? Rieder: Ich habe in der Arbeitsgruppe des Schulamtes für die Schülercharta mitgearbeitet, die Idee selbst aber stammt von Professor Ernst Rinner. 2) Seit wann planen Sie die Schülercharta zu machen? Rieder: Ich plane sie seit Herbst 1998, die Arbeitsgruppe mit den Lehrern hat im September mit dem Projekt begonnen. • SCHÜLERN UND DEM DIREKTOR DER RAlFFElSENKASSE ST. MARTIN, HERRN WALTER PICHLER: 1) Herr Pichler, war die Raiffeisenkasse sofort bereit uns zu unterstützen, als die Frau Direktor anfragte oder hatten Sie Bedenken? Wenn ja, welche? Pichier: Nun, wir waren sofort damit einverstanden, weil wir die Schule seit Jahren schon unterstützten, was wir auch sehr gerne tun - allerdings muß auf der

Schülercharta der Werbeabdruck unserer Bank sein. 2) Herr Pichler, war die Finanzierung der Schülercharta sehr teuer? Pichier: Na ja, der anfängliche Kostenvoranschlag belief sich auf 1.700.000.Lire, die effektiven Druckkosten lagen dann aber doch nur bei 500.000.- Lire. • SCHÜLERN UND DEN LEHRERN: 1) Warum haben Sie sich bereit erklärt, diese Schülercharta mit den Schülern zu gestalten? Lehrer: Wir waren sehr interessiert, weil die Schüler auch um ihre Rechte wissen sollen. Die Pflichten kennen sie ja bereits! 2) Fanden Sie, daß die Mitarbeit der Schüler in Ordnung war? Lehrer: Die Schüler haben sehr gut mitgearbeitet und haben versucht, ihre Meinungen zu integrieren. Für einige ist die Schülercharta aber auch nicht mehr als ein Blatt Papier.

Schule einmal anders

Musicalprojekt der Mittelschule St. Leonhard Wie sehr Schule Spaß machen kann, zeigt das Projekt der Mittelschule St. Leonhard/Passeier: Gemeinsam haben Schüler und Lehrer ein Musical selbst konzipiert - sie entpuppten sich als

setzt. Hauptdarsteller sind natürlich die Schüler, welche tanzend, rappend, singend und sprechend Einblick in Schule, Familie und den Freundeskreis geben. Probleme, Ängste, aber auch Lie-

Liedtext: Leben Manchmal begreife ich es kaum, warum ich leben darf, warum es mir so gut geht, und ich bedanke mich, daß ich so leben darf, für all die schönen Dinge der Welt. Ich habe jeden Tag aufs Neue meinen Spaß und zähl auf meine Freunde, denn wir verstehen uns und geben uns viel Kraft, ja weil wir gerne leben. Ich danke Gott dafür, daß ich leben darf, doch ich habe auch Angst, jemanden zu verlieren und in der Natur find' ich meinen Trost, ich habe einen, der mir Mut geben kann. Leben, nur leben, leben mag ich gern, ich hab allen Grund, froh zu leben.

kleine Goethes und Mozarts und bastelten an Texten und Liedern. Entstanden ist ein Werk, das sich hauptsächlich mit dem Schüleralltag auseinander-

be und Freude - kurz gesagt das LEBEN steht im Vordergrund, und diesem Motto entsprechend wurde daraus das Musical "Leben".

Das Musical wurde in der ersten Juniwoche im Theatersaal der Grundschule aufgeführt - mit Erfolg, wie die Besucherzahl und der Applaus bewiesen. Judith


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1. Heubad Im Passeiertal Mit viel Liebe zum Detail hat Familie Fleischmann vom "Untersaltaushof Marteller" in Saltaus, ein Heubad mit Sauna-Anlage, das für jeden zugänglich ist, eingerichtet und es nach eigenem künstlerischem Empfinden ausgestattet. Walter Fleischmann, Absolvent

schelle, Arnika, Primeln, Hahnenfußgewächse usw. Mit dem Heubad kann man dem Körper etwas wirklich Gutes tun - es ist eine natürliche Vorbeugung von Gesundheitsproblemen wie: Rheuma, Ischias, Arthritis, Hexenschuß, Schlaf-

Im Bild zu sehen das Heubad der Famile Fleischmann

des Bader-Lehrganges und ausgebildeter Bader, betreibt somit als erster ein Heubad in Passeier. Das Heubad kann auf langjährige Tradition zurückgreifen. Das Heu für die Heubäder wird von den ungedüngten Almwiesen (Mahder) von über 1.500 m Meereshöhe gewonnen. Die wichtigsten Heilkräuter, die im Heu vorkommen sind: Frauenmantel, Bergschafgarbe, Brunelle, Enzian, Ehrenpreis, Küchen-

und Verdauungsstörungen und nervösen Störungen, seelischen und körperlichen Erschöpfungszuständen. Es regt den Stoffwechsel an, stärkt das Immunsystem, verbessert die Hautfunktion als ergänzendes Ausscheidungsorgan (Umweltgifte, Medikamente). Ein Heubad wirkt rheumaschmerzlindernd, der Körper wird in seiner Durchblutung angekurbelt, verspannte Muskeln und Sehnen werden entspannt. Es verhindert

chronisch-entzündliche Prozesse, hilft bei gravierenden Erkrankungen des Bewegungsapparates. Es ist eine wunderbare Entschlackungsmöglichkeit für den Körper und aufgrund einer Reihe von medizinisch-wissenschaftlichen Arbeiten unumstritten (Prof. Dr. med. Hentschel). Im Saltauser Heubadl werden die eigens für das Heubad geschaffenen Badewannen verwendet. So eine Wanne besteht aus zwei Teilen: der untere Teil gleicht einer herkömmlichen Badewanne und wird mit warmen Wasser gefüllt, der obere Teil ist vom unteren durch eine wasserundurchlässige Schicht - einem Spezialtuch - getrennt. Auf dieses wird das erwärmte, feuchte Heu gegeben. Darauf legt sich der Heubade-Gast, wird noch zusätzlich mit Heu bedeckt und langsam in das warme Wasser hinabgesenkt. Auf diese Weise ruht er wie auf einem Wasserbett. Die für die Entspannung und Wirkung notwendige Wärme, wird dem Körper über das warme Wasser der Badewanne (unterer Teil) zugeführt. Die empfohlene Aufenthaltsdauer beträgt etwa 20-30 Minuten bei ungefähr 42° C. Die in den Alpenkräutern enthaltenen ätherischen Öle und Wirkstoffe (Cumarine) können sich so am besten entfalten. Anschließend folgt die Ruhepause im Liegeraum, wo man in Decken eingehüllt noch nachschwitzen und sich ausruhen kann. Diese Methode des Heubadens bietet allen Interessierten die Möglichkeit, das ganze Jahr über Heubäder genießen zu können. Familie Fleischmann

Zirkus "Alfabetikus" in St. Leonhard Am Freitag, den 9. April, luden uns die Schüler der zweiten Klassen der Grundschule von St. Leonhard zu einer Zirkusvorstellung ein. Erwartungsvoll und gespannt auf das, was uns bevorstand, fuhren wir mit dem Bus hin. Kaum hatten wir im Saal Platz genommen, begann das Spektakel! Zuerst trug man uns das lustige "Lied mit dem Zylinderhut" vor.

ken Supermänner, die mit den geschickten Akrobaten Kunststücke aufführten. Danach trugen uns mehrere Kinder mit verschiedenen Instrumenten ein nettes Spiellied vor. Der schlaue Zauberer Zwackelmann verzauberte alle großen Gegenstände in kleine Dinge.

Danach erzählte uns der Zirkusdirektor von einem kleinen Zauberer und bald darauf schwebte die Hexe Wackelzahn über unseren Köpfen. Ganz toll fanden wir die star-

Hiermit möchten wir uns bei unseren Freunden in St. Leonhard für die Einladung bedanken und ihnen zu ihrer tollen Show gratulieren!

Nachher zeigte uns der Zirkusdirektor einige verblüffende Kartentricks! Leider verging die Zeit wie im Fluge und die Vorführungen waren zu Ende.

Die Grundschüler

von Saltaus


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Reinigungsaktion rund um die Passer Getreu dem Motto, daß sinnvolle Traditionen beibehalten werden sollten,

Müll, Müll, Müll ...

wurde heuer die bereits vierte Säuberung der Passer durchgeführt. Diese Aktion im Sinne der Umwelt wurde erneut von den Möselfischern organisiert und am 27. März 1999 durchgeführt. Dabei wurde die Strecke von Saltaus bis zur St. Anna - Brücke von allem anfallenden Unrat befreit. Erfreulicherweise waren heuer trotz unsicherer Witterung 30 Helfer zur Stelle, sodaß die Arbeiten ziemlich zügig vonstatten gingen. Es ist immer wieder erstaunlich, wieviel Abfall Jahr für Jahr anfällt und wie gedanken- bzw. rücksichtslos so manche Zeitgenossen mit ihrer Umwelt umgehen. Dabei umfaßt der gesammelte Müll das gesamte Spektrum, das man sich ungefähr vorstellen kann: von Auspuffen bis zu Tierkadavern, von Tele-

fon büchern bis zu Eisengerüsten. Der Abfall mußte zum Teil unter sehr schwierigen Bedingungen geborgen werden, was die Arbeit nicht gerade erleichtert hat. Letztendlich mußte der Gemeindewagen einige Male die Passerdamm-Strecke entlang fahren, um all die prall gefüllten Müllsäcke zu entsorgen. Als Lohn für die Mühen organisierte die Gemeindeverwaltung von St. Martin eine Marende auf der "Gransteiner Ranch", wobei alle Beteiligten einhellig beschlossen, nächstes Jahr wieder eine Reinigungsaktion rings um die Passer vorzunehmen. Die Organisatoren möchten allen freiwilligen Helfern danken, die ihre Freizeit opfern, um im Sinne aller für eine saubere Umwelt zu sorgen! Möselfischer / KG

Abschiedsfeier für Altdirektor Dr. Heinrich Hofer Am Freitag, 4. Juni 1999 fand in der Mittelschule St. Leonhard eine Abschiedsfeier zu Ehren von Altdirektor Dr. Heinrich Hofer statt. Die Schulgemeinschaft organisierte in Zusammenarbeit mit dem Schulrat, Elternvertretern und Schülern einen Vormittag zur Verabschiedung von Heinrich Hofer, der sich seit dem laufenden Schuljahr im Ruhestand befindet. Die Feierlichkeiten begannen mit dem Besuch des Musicals "Leben", das von Schülern der Mittelschule aufgeführt wurde. Herr Direktor Hofer und seine Frau zeigten sich von den Darbietungen der Schüler begeistert. Anschließend fand die Feier ihre Fortsetzung im Mittelschulgebäude: Direktor Dr. Luis

Gufler würdigte in einer Ansprache die 28jährige Tätigkeit Hofers als Direktor und hob besonders dessen Einsatz hervor, dem unter anderem der Neubau der Mittelschule zu verdanken ist, die 1980 bezogen werden konnte. Weiters kamen auch Hofers leutselige und gemütliche Art, sowie sein Verständnis für menschliche und soziale Probleme von Schülern und Lehrern zur Sprache. Auch die Liebe zur Heimat, zur heimischen Kunst und Chronik des Landes zeichnen Hofer aus. Im Anschluß wurden einige Gedichte vorgetragen, die von der Klasse 2 B in den Fächern Deutsch und Italienisch verfaßt wurden und auf anschauliche und humorvolle Weise Hofers Leben Revue passieren

lassen. Professor Albin Pixner bedankte sich im Namen der Gemeindeverwaltung für die jahrelange Arbeit und den Einsatz Hofers. Unter der Leitung von Professor Alfons Raich und Professorin Luisa Pamer gab auch noch der Schulchor eine musikalische Kostprobe zu Ehren Hofers. Abschließend wurde dem Altdirektor ein Fotoalbum mit Eindrükken aus drei Jahrzehnten Schulleben überreicht, welches als Erinnerung an die vielen, an der Mittelschule St. Leonhard verbrachten Jahre, gelten soll. Die Schulgemeinschaft wünscht dem Altdirektor nochmals alles Gute, viel Gesundheit und Freude in seinen Pensionstagen. Die Mittelschule St. Leonhard

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40 Jahre Mesner In Saltaus Ein seltenes Jubiläum feierten unlängst die beiden Brüder Alois und Helmut Platter vom Haupolder-Hof: beide sind seit 40 Jahren als Mesner in Saltaus tätig. Dabei teilen sie sich die Aufgabe sozusagen brüderlich: Luis versieht den Dienst mittwochs bei der Schülermesse, während Helmut den Sonntagsgottesdienst betreut. Helmut ist Bauer am Oberkehrerhof, der Haupolder Luis ist vor allem im Saltauser Vereinswesen bereits seit Jahrzehnten sehr rührig und

übernahm auch den Mesnerdienst bezeichnenderweise bereits mit 13 Jahren. Um das seltene Brüderjubiläum gebührend zu würdigen, trafen sich am 28. Februar 1999 an die 35 Gäste im Rahmen einer schlichten Feier in der Pension Haupold. Neben Verwandten und engen Bekannten waren die Pfarrer von St. Martin und Riffian, der Bürgermeister von St. Martin, Vertreter des Pfarrgemeinderates und der Saltauser Ver-

eine, der Gebietsvorsteher der Mesner im Bezirk Meran und der geistliche Mesnerassistent anwesend. In seiner kurzen Anrede betonte Bürgermeister Hermann Pirpamer, daß er es besonders schätzt, wenn Menschen selbstlos und uneigennützig einen Dienst übernehmen und diesen zum Wohle der Nächsten bzw. der Kirche ausführen. Hochwürden Michael Pirpamer hob hervor, daß es mit dem Mesnerdienst in Saltaus sehr gut klappt


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und verlieh der Hoffnung Ausdruck, daß die beiden Jubilare ihr Amt noch lange bekleiden mögen. Anschließend erhielten Helmut und Luis das goldene Mesnerabzeichen und das Buch "Nicht nur Glockenläuten" . Beim gemütlichen Beisammensein, vom erst 13 Jahre alten Michael Kofler mit seiner Ziehharmonika gekonnt musikalisch umrahmt, klang die Feier gemütlich aus. Die Saltauser Bevölkerung schließt sich den Glückwünschen an die beiden Jubilare an und hofft, daß es ihnen die Gesundheit noch lange erlaubt, den Mesnerdienst zur Zufriedenheit aller auszuführen! KG

Christian Kobler ist Italienmeister im Fullcontact

Viele mühevolle Stunden hat Christian Kobler im Fit- und Fightingclub Lana verbracht. Seit mehreren Jahren wird er dort von seinem Trainer Karl Walzl aus Lana auf den Italienmeisterkampf im Fullcontact vorbereitet. Besondere Unterstützung findet Christian bei seinem Freund Toni Oberprantacher, der ihn nun schon seit längerer Zeit zum Training begleitet und mittlerweile die Sportart auch selbst

ausübt. Doch die Mühe und mancher Verzicht haben sich gelohnt! Beim Kampf um die Italien meisterschaft am 28. März 1999, im Kulturhaus von Lana, hat Christian den Titel "Italienmeister im Fullcontact" gewonnen! Wir gratulieren herzlichst! Die Familie, besonders Gabi mit Annalena

Im Bild die zwei Jubilare Alois und Helmut Platter

Die Fußballjugend im SC Passeier, erfolgreich wie noch nie! Alle drei Jugendmannschaften des SC Passeier und beide des FC Moos stehen heuer in den Endspielen um den Titel eines Südtiroler Fußballmeisters. Die Juniorenelf, mit Trainer Stefan Brunner, gehört zu den drei besten Südtiroler Mannschaften und hat das

gelöst und bereitet sich bereits für die letzten Begegnungen vor.

Finale in Reischach bereits gebucht. Genauso setzt Florian Fontana mit der B- Jugend zum Endspurt der vier Besten an und wird bei der Siegerehrung in Reischach kräftig mitreden, wenn es um die Krönung der Jahrgänge 84/85 geht. Die C- Jugend von Trainer Pamer Luis schloß ihre Qualifikationsrunde ungeschlagen ab und wird versuchen, an die absoluten Erfolge der letzten beiden Jahre anzuknüpfen. Die C- Jugend des FC Moos von Trainer Brugger Klaus im VSS Wettbewerb hat die Eintrittskarte zum Finale schon

Fußballexperten zum Trotz, gewonnen und wird in Eyrs an den Finalspielen teilnehmen.

Auch die D- Jugend von Brugger Luis hat die schweren Entscheidungsspiele gegen Naturns und Lana, allen pessimistischen Vorhersagen auswärtiger

Egal, ob und wie viele Landesmeistertitel sich der SC Passeier bzw. FC Moos heuer ins Tal holen wird, so erfolgreich war noch kein Südtiroler Tal und der Erfolg ist den verantwortungsvollen und qualifizierten Trainern zuzuschreiben, die während der Saison den jungen Sportlern alle Voraussetzungen schaffen, die gute Fußballer eben brauchen.

RH


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55 Jahre Im Platter Kirchenchor gesungen Der Südtiroler Sängerbund feierte am 24. und 25. April 1999 sein 50-jähriges Bestehen. Mit einem "Dreiklang" besonderer Art hat man den goldenen Geburtstag gefeiert: nämlich mit einem Festkonzert im Waltherhaus, einem Dankgottesdienst im Bozner Dom und einem anschließenden Festakt. Einen Höhepunkt der Feierlichkeiten stellte zweifelsohne die Ehrung der Sängerinnen und Sänger dar, die seit wenigstens 50 Jahren in einem Chor singen. Auch drei Jubilare aus Platt befanden sich unter den 1.80Geehrten und wurden für ihren Einsatz mit einem Ehrenbrief ausgezeichnet, auf dem der Vermerk geschrieben steht: "Durch ein Leben für die Musik im Dienste der Allgemeinheit haben sie mit ihrem Singen als aktives Mitglied im Chor dem Herrgott die Ehre gegeben und den Mitmenschen Freude bereitet". Mena Hofer Platter begann ihre "Karriere" als Sängerin mit 14 Jahren unter dem Chorleiter und Organisten Alois Hofer (Brischer). Am 1. Adventsonntag des Jahres 1944 sang sie erstmals beim Rorateamt die Altstimme in einer vierstimmigen Messe. Seit dieser Zeit wirkte die talentierte und äußerst singbegabte Mena im Chor mit. Da der damalige Chorleiter gleichzeitig auch Organist war, hatte sie über etliche Jahrzehnte, beim Singen die zusätzliche Aufgabe den Taktstock zu schwingen. Pünktlichkeit, Pflichtbewußtsein und Freude am Gesang bildeten die Triebfedern in der langen Sängerkarriere von Mena Platter Hofer. Obwohl sie in den letzten Jahren wiederholte Male ans Aufhören dachte, war sie immer wieder bereit im Chor auszuhelfen und mitzusingen, wenn Not am Mann war. Seit dem Herbst 1998 steht sie dem Gesangsverein nicht mehr zur Verfügung. In ihre Fußstapfen trat ihr Sohn Thomas, welcher mit allen musikalischen Gaben ausgestattet und mit sehr viel pädagogischem Feingefühl den Kirchenchor von Platt seit zwei Jahren leitet. Alois Prugger trat im Advent 1945 als Vierzehn jähriger gemeinsam mit sieben anderen Burschen dem Chor bei. Vorausgegangen war eine einjährige gründliche Theorie- und Gesangsschulung durch den Chorleiter Alois Hofer. "In den ersten Jahren als ich beim Chor sang, war meine Stimme noch nicht gebrochen und ich sang Tenor. Anfangs hatte ich beim Tenorsingen schon meine liebe Not und ertappte mich hin und wieder, wie ich wider Erwarten eifrig die Sopranstimme sang", erzählt schmunzelnd der Jubilar. "Mit dem Fortschreiten der Jahre wechselte ich dann zum Bass über." Der sehr gewissenhaf-

Ein erhebender Augenblick für die Jubilare aus Platt war die Ehrung im Bozner Waltherhaus. V.1.n.r.: Prugger Alois, Prugger Richard und Platter Maria. Foto: Arnold Rinner

te und sangesfreudige Luis zählt nach wie vor zu den wichtigen Stützen im Verein. Besonders hervorzuheben sind seine humorvolle Art und sein ausgeprägter Gemeinschaftssinn. Richard Prugger trat im Advent 1945 dem Kirchenchor bei. Ab dem Herbst 1946 besuchte er das Johanneum in Dorf Tirol und erfuhr in den sechs Studienjahren eine gediegene musikalische Ausbildung. Die ersten Jahrzehnte sang Richard als Tenor, ehe er zum Bass überwechselte. Die Freude am Gesang und am gemeinsamen Musizieren nehmen in seinem Leben nach wie vor einen zentralen Stellenwert ein. Pflichtbewußtsein, Fleiß und Einsatz für das Chorwesen sind dem ausgezeichneten Musikkenner stets oberstes Gebot. In seiner Tätigkeit als Lehrer bemühte er sich in besonderem Maße im Ort bei den Heranwachsenden die Freude am Lied und an der Musik zu wecken und den Sängernachwuchs zu fördern. Vieles hat sich in den vergangenen fünfzig Jahren beim Kirchenchor verändert, wissen die Jubilare zu erzählen. Es gab

in dieser langen Zeitspanne Höhen und Tiefen zu überwinden. Mit besonderer Strenge wurde früher darauf geachtet, daß nur Mädchen im Chor sangen, verheirateten Frauen und solchen mit unehelichen Kindern wurde der Zutritt zur Empore nicht gestattet. Die Singproben wurden regelmäßig nach dem Rosenkranz in der Widumstube abgehalten. Nach den Proben wurde dann oft beim Unterwirt gekegelt oder sonst etwas unternommen. An Festtagen sang der Chor regelmäßig beim Hauptgottesdienst vierstimmige, lateinische Messen. Auch gestaltete der Kirchenchor sämtliche Rorateämter in der Adventszeit vierstimmig. Bei den Rosenkränzen sang man an gewöhnlichen Sonntagen ein vierstimmiges Lied und an hohen Festtagen die Vesper. Einen wichtigen Stellenwert hatte früher auch das Singen im Choral. Die Pfarrgemeinde Platt gratuliert und bedankt sich bei den Jubilaren und wünscht ihnen weiterhin Freude an der Musik, Gesundheit und Gottes Segen. Arnold Rinner


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Passeirer lenkt als erster Südtiroler ein Sechsgespann Eine besondere Leistung vollbrachte Anton Haller, besser bekannt als "Hofner Tonig", im Rahmen der 125 Jahre-Ausstellung des Haflinger Zuchtverbandes in Meran. Es gelang ihm nämlich einen Pferde-Sechsspanner zu lenken, etwas, was noch keinem Südtiroler zuvor geglückt war. Zur Erklärung für Nichtfachleute: je zwei Pferde werden in Dreierformation vor den Wagen gespannt, wobei natürlich sehr viel Geschick erforderlich ist, um alle sechs Pferde zu lenken und optimal unter Kontrolle zu haben. Haller Anton hat sich nun schon seit längerer Zeit auf den Umgang mit mehreren Pferden spezialisiert. Bisher lenkte er ein Einhorn, wobei drei Pferde angespannt sind und des äfteren auch einen Vierspanner. Eine Woche vor der Veranstaltung in Meran bereitete er sich gezielt auf das Unterfangen "Sechsspanner" vor und verwendete dafür zwei eigene und vier fremde Pferde. Franz Benischek und

Claudio Martini standen ihm dabei helfend zur Seite. Dank zweier guter Führungspferde und umsichtiger Zügelhaltung war es

Anton Haller schließlich vorbehalten, als erster Südtiroler überhaupt, einen Sechsspanner zu lenken! KG

Erfolg bei "Prima la Musica" Wie jedes Jahr fand auch heuer wieder unter Schirmherrschaft der Ministerien der österreichischen Bundesländer, der

Jugendmusikwettbewerb "Prima la Musica" statt. Der Landeswettbewerb für Nord- und

Südtirol wurde heuer von Montag, 15. März 1999 bis Sonntag, 21. März 1999 in Schwaz veranstaltet. Es musizierten Schülererinnen und Schüler der Musikschulen aus beiden Landesteilen, und sie stellten ihr Können einer großteils mit auswärtigen Fachleuten besetzten Jury unter Beweis. Als Musikschule des Tales freut es uns besonders, daß auch diesesmal wieder Passeirer Schülerinnen und Schüler Preise gewinnen konnten: • Veronika Haller, 1. Preis mit Teilnahme am Bundeswettbewerb (Kammermusik Klavier/Cello - Lehrerin: Margit Schi(d, Musikschule Meran) . • Krimhild Fischer, 1. Preis (Querflöte - Lehrer: Alexander Veit, Musikschule Meran) • Norman Klotz, 2. Preis (Trompete - Lehrer: Günther Graber, Musikschule Passeier) Allen Schülern mit ihren Lehrern ist ganz herzlich zu diesem Erfolg zu gratulieren. Stefan Gstrein Musikschule Passeier


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3-Hütten- Trophäe 1999 Schneeberg (2.355 m): gültige ZeitperiAn der 3-Hütten-Trophäe 1998 nahmen sind jene Teilnehmer aufgelistet, die minode vom 29. Mai bis 14. Oktober (139 106 (87) Personen teil, die insgesamt destens 10 Punkte aufweisen oder den Tage). 876.721 (681.753) Höhenmeter (im Auf1., 2. oder 3. Platz innehaben. Stettiner Hütte (2.875 m): gültige Zeitstieg) und 11.184 (7.336) km Wegstrecke periode vom 1. Juli bis 30. September zurücklegten. In der folgenden Tabelle Heinz Widmann (92 Tage). Wohnort Stettiner Hütte Zwickauer Hütte Schneeberg Gesamtergebnis Zwickauer Hütte (2.989 m): gül- Kate- Name des gorie Teilnehmers Platz Aufstiege Platz Aufstiege Platz Aufstiege Kombination Punkte tige Zeitperiode vom 1. Juli bis Raich Albert Moos 2. 11 1. 1 74 1. 156 30 30. September (92 Tage). Pircher Leonhard SI. Leonhard 3. 10 2. 20 3. 40 2. 100 Brunner Andreas Moos Einzelwertungen: Gezählt wer2. 45 3. 57 8. 3 7. 3 ~ Schweigl Engelbert Platt 8. 3 4. 5 5. 31 4. 47 den die zu Fuß durchgeführten i!! Pion er Albert Moos 13. 2 9. 2 4. 37 5. 45 'ijj Hafer Kilian Moos 8. 3 9. 2 6. 24 6. 34 Besuche während der genannten Roland 32 Rabenstein 13. 2 3. 7. 13 29. 2 '"Q.'" Graf Zeitperioden (getrennt für jede Helmut Moos 13. 2 6. 24 28 '" Brugger Marth Hansjörg Moos 6. 4 9. 2 9. 14 8. 26 Hütte; maximal 1 x pro Tag; der Raffl Johann Platt 4. 9 12. 26 8 e" Sepp SI. Martin Ausgangspunkt ist nicht vorge9. 2 8. 21 25 ~ Haller Ploner Anton Moos 1. 12 24 :r schrieben). Jeder Teilnehmer muß Plangger Isidor SI. Martin 6. 4 4. 5 15. 6 9. 24 Plangger Kassian SI. Martin 8. 3 6. 4 11. 9 10. 23 jedesmal seine Ankunft an der Karlegger Ulrich SI. Leonhard 5. 5 7. 3 16 Theke melden! MairArmin Mühlbach 1. 11 1. 11 1. 35 1. 79 Kombination: Jede Hütte muß Plieger Christian Sarntal 2. 4 2. 8 4. 11 2. 35 "" Schölzhorn Dieter Ridnaun mindestens 4 x besucht werden! 2. 23 23 ~'"~ 4i: m Rainer Andreas Ridnaun 3. 22 22 :rCl Es zählt die Summe der EinzeIKlotz Albin Ridnaun 4. 11 11 wertungen (die Besuche auf der Haller Waltraud SI. Leonhard 1. 8 2. 1. 23 1 51 6 Zwickauer und Stettiner Hütte Hofer Jolanda SI. Martin 2. 4 1. 7 2. 16 2. 38 " i!! - Gufler Bernadette SI. Leonhard 2. 4 4. 2 5. 7 3. 19 zählen wegen des größeren ZeitE51 SI. Leonhard 5. 2 3. 3 5. 7 4. 17 ",,,, Hofer Ulrike Pixner Silvia SI. Leonhard 4. aufwandes doppelt). 3 4. 2 7. 5 5. 15 C'"Q. Prünster Elisabeth SI. Martin 4. 4. 10 14 Die Preisverteilung (getrennt für Pfitscher Berta SI. Martin 3. 11 11 Passeirer und Gäste, Damen und GruberWally Völlan 1. 4 57 1. 5 1. 39 1. Herren) findet am 16. Oktober Petra Villanders 2. 2 2. 3 5. 5 2. 15 ""~ Untermarzoner E,~ Brunner Irmgard Girlan 13 2. 13 1999 um 16 Uhr am Schneeberg ~Cl Amrain Helga Ridnaun 3. 8 8 statt. Aufstiege insgesamt: 1025 134 106 140 751 Teilnehmer: Wertung 1998 (in Klammern die Höhenmeter (im Aufstieg) insgesamt: 876.721 Hm Zurückgelegte km insgesamt: 11.184 km Ergebnisse 1997)

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11. Lockenfest am Kronplatz im Pustertal: The Psayrer waren mit ihrem Beetle dabei! Erstmals nahm am traditionellen Lokkenfest am Kronplatz, am Sonntag, den 25.04.99, eine Mannschaft aus dem Passeiertal teil. Vor einem Jahr noch, waren sie unter den Zuschauern, heuer wagten Arnold Marth, Dorian Wilhelm, Roman Pfitscher und Andreas Gufler selbst den Sprung ins kalte Wasser ganz nach dem Motto: "Es gibt nichts wos a Pseirer nit konn!". Im Februar diesen Jahres begannen die Vorbereitungen: unter der technischen Leitung von Raimund Marth versuchten sich die vier im Bau eines Spezialgefährtes und dachten sich: "A Flieger der oschtirzt oder a Roudl vom Nikolaus kannts sein, ober na, dr New Beetle isch ietz dr Hit. In seil mochn mir!". Die technischen Zeichnungen erledigte Dorian, koordiniert wurde gemeinsam, die Rundungen am Gefährt verbesserte Raimund. Am Anfang glich der Beetle eher

dem Schlitten von Santa Claus, erst nach mehreren Versuchen und Korrek-

turen bekam er so langsam sein Gesicht. HA schneidig's Trappele ischis


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gewes'n!, hergestellt aus: 6 Paar Ski, einem Holzgestell mit Styrodurplatten, zusammengeklebt mit Bauschaum und abgerundet mit der Motorsäge. Die Lenkung war vom Schmied, die Bremse eine Eigenkonstruktion und eine Probefahrt in Pfelders hat gezeigt, daß wir ein super Gefährt konstruiert und gebaut haben. Pappmasche für den kosmetischen Teil und darüber zuerst eine gelbe, danach eine rote Lackfarbe. Wie Künstler haben wir die Pinsel geschwungen, um Blumen auf unseren Beetle zu zeichnen ( für Kleckse war Arnold zuständig) und weil "Beetle" auf Englisch ja "Käfer" bedeutet, kostümierten wir uns passend zum Auto: als Marienkäfer (die Kostüme wurden von Arnold und Andreas einen Tag vor der Vorstellung eigenhändig gemacht). Auf dem Kronplatz wars dann die reinste Gaudi. Von 19 Vehikel startete unser Beetle als 11. ("und dr Reis isch ins bin orfohrn gongen!"). Untergegangen ist der Beetle ja nicht - aber: reingekommen in die Lacke, hinüber zum anderen Ufer, reingesprungen ins 4 - 6 Grad kalte Wasser, das konnten wir uns nicht verkneifen! Ressonanz von der Gschichte: Platz 4 von 19. Gewonnen

hat wie im letzten Jahr eine Mannschaft aus St. Lorenzen, mit einem mega-großen Panzer, der zwar super aussah, aber außerhalb jeglicher Bestimmungen war. Es gibt nämlich ein Reglement, das besagt, die Gefährte dürften nicht länger als 5 m, nicht höher als 2 mund nicht schwerer als 200 kg sein. Unter anderem müssen sie lenkbar und mit einer Bremse (um die Sicherheit der Zuschauer zu gewährleisten) ausgerüstet sein. Die Siegermannschaft hat keine der Bestimmungen eingehalten und einen Panzer mit 650 kg Gewicht gebaut..." Wie sollten unsere 4 Psayrer mit ihrem Beetle da mithalten? Für Idee, Ausführung, Bau, Sicherheit und Kostüm wurde ihnen vom Organisationskomitee aber ein super Kompliment gemacht. Sie lassen sich also nicht aus der Ruhe bringen und haben bereits Pläne für das kommende Jahr. Einig waren sie sich über das Lockenfest am Kronplatz alle: Eine solche super Fete lassen wir uns von keinem verderben! Noch kurz ein Überblick über das Fest: Lockensieger: 1. Platz: Panzerknacker mit dem "Leo-

pard-Panzer" 2. Platz: Crew NCC 1701 mit dem "Raumschiff Enterprice" 3. Platz: Olanger Organisationskomitee mit der Rodel der WM-2000 in Olang (Werbung für die Rodel-Weltmeisterschaft in Olang oder wirklich ein Spezialgefährt?) Allgemein: Zuschauerzahl: 12.000.-, Jury für die Benotung: Landesrat Werner Frick, Miss Südtirol, Miss TrentinoSüdtirol, Marion Pasch, Andreas Schönhuber, Hansjörg Raffl, Barbara Hilber, Kristian Ghedina und Thomas Brugger; TV-Stationen: Lokale Sender, Eurosport, DSF, ZDF, SAT 1 und TMC. Teilnehmer: aus 30 Spezialgefährten wurden 19 von einer Jury ausgewählt und zugelassen. Bedanken möchten sich die vier Psayrer ganz herzlich bei: Autohaus Beikireher in Bruneck und bei Folien/Schriften Folia in St. Martin für die Unterstützung und außerdem bei allen Freunden und Bekannten, die ihnen während der Vorbereitungen zur Seite gestanden haben. Allen ein herzliches Vergelt's Gott! Für das Psayrer Team Andreas Gufler

Ein Tag im Zeichen des Sports Am 08. Mai 1999 veranstaltete der Sport- und Fitnessclub Passeier zum zweiten Mal einen "Nachmittag der offenen Tür" - eine gute Gelegenheit für viele, die verschiedenen sportlichen Aktivitäten des Vereins kennenzulernen. Eingeleitet wurde der Nachmittag mit der Gürtelprüfung im Kinder-Karatekontakt, wobei jedes Kind erfolgreich war und sich über einen rang höheren Gürtel freuen konnte. Es besitzen nun den gelben Gürtel: Nadine Bortolotti, Natalie Haller, Isabell Bortolotti und Fabian Frötscher. Den orangen Gürtel:Barbara Tschöll, Jenny Planer, Katharina Hafer, Alexander Bortolotti und Philip Hafer. Den grünen Gürtel: Christoph Planer, Rene Pornare, Robert Haller und Stefan Spat. Als besondere Anerkennung für ihren Fleiß erhielt Bortolotti Nadine eine Kick-Box-Ausrüstung geschenkt. Unter den gestrengen Augen der Prüfungskommission, bestehend aus Robert Santer, Christian Kobler und Luis Schwienbacher, traten anschließend die Kickboxer zur Prüfung an. Dabei erhielten Luis Birkner, Carmen Pichier und Martin Papst den gelben und Toni Oberprantacher den blauen Gürtel. Sichtlich beeindruckt waren die Zu-

schauer, vor allem aber die Nachwuchssportler, anschließend, von der Schlagpolster-Vorführung des Italien-

Herbst letzten Jahres trainieren die Damen der Aerobic-Gruppe konstant zweimal in der Woche und boten mit

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meisters Robert Santer, sowie von dem Fullcontact - Schaukampf zwischen Toni Oberprantacher und dem Amateuritalienmeister Christian Kobler. Mit einer Aerobic- und Step-AerobicTanzeinlage wurde der Nachmittag dann schwungvoll aufgelockert. Seit

ihrer Darbietung einen kleinen Einblick in ihre sportlich-tänzerischen Aktivitäten. Zum Abschluß und zu einem weiteren Höhepunkt des Samstagnachmittages kam es dann gegen 18.00 Uhr: die Passeirermeisterschaft im Bankdrük-


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Passeirer Blatt / Juni 1999

ken wurde nun schon zum 2. Mal im Sport- und Fitnesscenter Passeier ausgetragen. Bemerkenswert dabei, daß die Vorjahressieger ihre Erfolge bestätigen konnten und sich auf den glei-

chen Plätzen wiederfanden. plazierung lautete: 1. Platz: Alexander Pecoraro 2. Platz: Helmut Haller mit 3. Platz: Daniele Brancato

Die Siegermit 152 kg 140 kg mit 106 kg

Der Sport- und Fitnessclub Passeier bedankt sich bei allen Besuchern für das Interesse an der Veranstaltung. Sport-

und Fitnessc/ub

Passeier

Tätigkeitsbericht der Sektion Langlauf Auf Erfolg und ein umfassendes Trainingsprogramm im Winter 1998/99 kann die Sektion Langlauf zurückblicken. Der Verein zählt 45 Mitglieder: 15 Rennläufer, 25 Sonntagsläufer, 3 Betreuer und 2 Trainer.

desmeisterschaft der Pfarrer im Langlauf, die auf der Loipe in Innerhütt abgehalten werden soll. Außerdem soll in der Saison 1999/2000 anläßlich der 20Jahrfeier der Loipe ein Staffelrennen mit großer Verlosung stattfinden.

landesmeister im klassischen Stil und Gesamtsieger der Kategorie Junioren bei der Volksbanktrophäe. Beim weiblichen Nachwuchs konnte sich Sara Widmann für den 3. Platz bei der Landesmeisterschaft im Freistil klassifizieren. Pseirer-Meisterschaft 1999 Zusammenfassung der Ergebnisse

Oie Sektion Langlauf ...

Das Trainingsprogramm für die Langläufer begann im Herbst 98 mit dem Trockentraining, das je nach Witterung im Freien oder in der Turnhalle der Grundschule in Moos durchgeführt wurde. Da der Schnee im Passeiertal selbst heuer lange auf sich warten ließ, mußte das Schneetraining über Weihnachten, in Schnals und Ridnaun abgehalten werden. Erst nach dem 15. Jänner 99 gab es auch in Hinterpasseier die Möglichkeit zum Schneetraining. Die Kinder und Jugendlichen konnten dann 2-3 mal in der Woche auf den Loipen von Hütt und Pfelders trainieren, die jeweilige Hinfahrt erfolgte entweder mit dem VW-Bus des Herrn Pfarrer oder mit dem Ski bus. Dank des neu angekauften Loipengerätes und den von Josef Maier täglich bestens präparierten Spuren, bietet die Loipe "Innerhütt" hervorragende Trainingsmöglichkeiten für Anfänger und Rennläufer. Seit nunmehr zwei Jahren bietet die Sektion Langlauf dort auch Langlaufkurse an, die sehr gut besucht sind. Außerdem wird die Loipe auch von anderen Vereinen zu Rennzwecken genutzt, wie zum Beispiel von den Handwerkern oder vom SC Meran. Als fester Termin für Februar 2000 gilt die Lan-

Die Sektion Langlauf hat im Winter 1998/2000 zwei interne Rennen veranstaltet: die Pseirer-Meisterschaft am 28.02.99 und das traditionelle Staffelrennen am 14.03.1999, an dem 42 Langläufer teilnahmen und das sehr viele Zuschauer anlockte. Neben diesen Rennen nahmen die Mitglieder der" Sektion Langlauf aber auch an auswärtigen Rennen teil, so an insgesamt 6 Rennen der Volksbank-Trophäe auf verschiedenen Loipen im ganzen Land und an 2 Rennen der Coppa Italia, die in Santa Caterina und in Toblach stattfanden. Michael Fischer, erfolgreicher Nachwuchssportler der Sektion Langlauf, hat außerdem noch an vier weiteren nationalen Rennen, den Landesmeisterschaften im freien und klassischen Stil in Martell und Rain in Taufers und an der Landesmeisterschaft der Schüler in Ridnaun, teilgenommen. Bei den 5 Rennen zur Italienmeisterschaft konnte er folgende Plazierungen erreichen: 19. Platz: 10 km klassisch, 10. Platz: 30 km klassisch, 13. Platz: 15 km Freistil, 16. Platz: 15 km Freistil, 1. Platz: mit der Staffel Südtirol 1, zusammen mit Egon Hoffmann aus Gsies und Florian Kostner aus Gröden, Außerdem: Vize-

• KATEGORIE DAMEN Sara Widmann Veronika Pixner Marlies Haller

14.25.80 15.04.06 18.08.19

• KATEGORIE KINDER Florian Reinstadler Alexander Raffl Alex Maier Fabian Ploner Roland Zipperle Christina Widmann Laura Ennemoser

08.48.31 09.25.65 11.38.65 15.21.17 16.07.09 17.33.37 17.40.68

• KATEGORIE ANWÄRTER Daniel Dissertori Christian Ennemoser Fredy Zipperle

21.03.89 22.52.47 24.10.77

• KATEGORIE JUNIOREN Alexander Schweigl Helmut Ploner Roland Lanthaler Urban Raich

22.48.08 25.02.75 26.11.75 29.09.23

Der Sektions/eiter A/bin Lantha/er

Michael Finler, erfolgreicher sportler der Sektion Langlauf

Nachwuchs-


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Passeirer Blatt / Juni 1999


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