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MITIEILUNGEN UND UND NACHRICHTEN NACHRICHTEN AUS MOOS, Sr. UND Sr. MARTIN MITTEILUNGEN AUS MOOS, ST. LEONHARD LEONHARD UND ST. MARTIN
März 2002 1995 September
9. Jahrgang 15. Jahrgang- –Nr. Nr.5 35
Pioniergeist im Hinterpasseier
Aus der Geschichte der Platterstraße Der Aufstieg Merans zum großen Kur-
ort Alt-Österreichs wirkte auch belebend für das Passeiertal. Merans Bür-
germeister, Dr. Weinberger, war die treibende Kraft für den Bau der neuen Taistraße Meran-St. Leonhard, die 1899 im Beisein Kaiser Franz Josefs beim Sandwirt offiziell eröffnet wurde. Noch vor dem Bau der Jaufenstraße, die 1912 eröffnet wurde, wurde die Straße St. Leonhard-Breiteben-Platt gebaut und 1902 feierlich eröffnet. Bei einer der vielen Tischreden beim Festmahl in Platt unterstrich der Pfarrer von Platt, P. Florian Salutt, den Wunsch der Bevölkerung von Pfelders und Moos, daß der Straßen bau fortgesetzt werden möge. Ein maßgebender Befürworter des Straßenbaues Platt-Moos war der Meraner Kurarzt Dr. Matthias Felderer,
dem das um 1912 wiedererrichtete und modernisierte Gasthaus Bad Sand gehörte. Dieses schon damals beliebte Bad war nur durch einen Saumweg mit Platt bzw. mit Moos verbunden. Da die Weiterführung des Straßenbaus von offizieller Seite einzuschlafen drohte, legte Dr. Felderer 1911 der zuständigen Kommission das auf eigene Kosten erstellte Straßen bauprojekt PlattMoos zur Genehmigung vor. Bereits 1912 stellte Dr. Felderer das Teilstück Platt-Bad Sand mit seinen tüchtigen
Arbeitern fertig. Grundablöse und Straßenbau zusammen kosteten ihm ganze 21.500 österreich ische Kronen. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 brachte das Todesurteil für alle gemeinnützigen Bauvorhaben, und so blieb auch der Ausbau des Teilstückes Bad Sand - Moos auf der Strecke. Nach der Angliederung Südtirols an Italien nach dem Ersten Weltkrieg wa-
ren derlei öffentliche Bauvorhaben ebenso lahmgelegt. Erst in den späten 20er Jahren begann sich die italienische Militärbehörde aus strategischen Gründen um die Fertigstellung der Straße zu kümmern und kopierte das Projekt Dr. Felderers, für das die inzwischen Witwe gewordene Frau Anna Felderer keine Entschädigung erhielt, obwohl das seinerzeit erstellte Projekt eine schöne Stange Geld gekostet hatte. Das Teilstück Bad Sand - Moos wurde dann 1933/34 von den Militärs ausgebaut.
/m Bild der Kurarzt und Tourismuspionier
Matthias Fe/derer, Meran-P/att,
Dr. *1861 t1922
In alten Berichten wird der Teilabschnitt der Straße Platt - Bad Sand auch .Felderer-Straße" genannt, eine Ehre, die dem pionierfreudigen Kurarzt aus Meran sicher zu Recht zukam. Heinrich
Hofer
Passeirer Blatt / März 1995
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"Gestatten, Dein Computer ..."
Seit knapp einem Jahr gibt es mich den Computer, der in der Öffentlichen Bibliothek St. Leonhard zu Deinen Diensten steht. Mein großer Bruder, der die Entlehnungen registriert, behauptet sich schon seit längerer Zeit als nicht mehr wegzudenkender BuchHalter. Ich aber löse den traditionellen Karteikasten ab und stehe für die Bibliotheksbesucher zur freien Verfügung. Einige scheinen mich noch nicht zu kennen, und deshalb möchte ich mich und den Zweck meines Daseins hiermit ein wenig näher beleuchten. Als ich die ersten Tage still auf meinem Plätzchen gleich hinter dem Eingang zur Bibliothek hockte und gespannt die Reaktionen der Bibliotheksbesucher abwartete, erntete ich recht unterschiedliche Blicke: Manche musterten mich neugierig, andere warfen mir einen skeptischen Blick zu, wieder andere zollten mir Respekt... auf jeden Fall wahrten die Bürger von St. Leonhard den Sicherheitsabstand. Niemand trat mir zu nahe. Allmählich aber wurde ich im wahrsten Sinne des Wortes begriffen und betastet; besonders die jungen Bibliotheksbesucher verloren rasch ihre Scheu. Mittlerweile bin ich ein voll integrierter und akzeptierter Partner, ein Freund und Helfer beim Aufspüren der gewünschten Bücher, Kassetten, CD's, Zeitschriften, Spiele und Videos. Wie ich die Herzen der Leser und Leserinnen gewonnen habe, fragst Du? Ganz einfach. Ich bin nämlich schlau. Die Leute dürfen mir verschiedene Aufgaben stellen, z.B. suche ich für sie nach einem bestimmten Autor, Titel oder Sachbereich. Ich weiß zwar keine direkte Antwort darauf, wie man am besten seine Schwiegermutter beseitigt oder wie man den verschütteten Kaffee aus der Schreibmaschine bekommt, aber ich kann Dir weiterhelfen, wenn Du ein Buch zu einer be-
stimmten Thematik suchst (bitte bring mich nicht mit "Schwiegermutter" in Verlegenheit - hierzu haben wir wohl keinerlei Literatur...!). Angenommen, Du tippst das Schlagwort "Astronomie" in mich hinein, dann wirst Du wahrlich eine Sternstunde erleben: Ich präsentiere Dir nämlich im Handumdrehen eine Liste von in der Bibliothek vorhandenen Büchern, die dieses Thema zum Inhalt haben. Bist Du ein Freund von Krimis, verrate ich Dir im Nu, was wir an atemberaubenden Schauergeschichten anbieten können bzw. womit Du Deine Nächte künftig schlaflos verbringen kannst. Aber das ist noch nicht alles: Zu jedem vorhandenen Buch kann ich Dir auf Knopfdruck detaillierte Angaben machen, z.B. über
Der Klügere schaut nach...
Verlag, Erscheinungsjahr, Seitenzahl und den Standort in der Bibliothek. Und damit Du nicht vergebens unsere Regale durchforsten mußt, sage ich Dir sofort, ob das gewünschte Buch entliehen, reserviert oder verfügbar ist. Wer mich allerdings zu Computerspielen mißbrauchen will, der wird enttäuscht sein: Ich bin ein reines Nachschlagewerk, wenn auch ein ganz modernes, eines ohne Seiten. Halt, nein - Seiten habe ich natürlich, sogar eine besonders positive: Ich glaube nämlich, daß ich ein guter Erzieher bin. Ein Erzieher zu exaktem, folgerichtigem Denken. Mein Gehirn arbeitet nur dann, wenn Du mir zum richtigen Zeitpunkt die richtige Anweisung
gibst. Dabei ist die Handhabung denkbar simpel. Auf dem Bildschirm gebe ich sogar visuelle Hilfen für den nächsten "Tipp", und insofern kannst Du gar nichts falsch machen. Du mußt Dir keine Sorgen machen, daß ich bei einer falschen Berührung in die Luft fliegen könnte. Ich sprühe noch nicht einmal Funken und werfe keine Blitze, wie das in Science-Fiction-Filmen geschieht. Das Schlimmste, was Dir passieren kann, ist meine für Dich frustrierende Meldung "Keine Daten vorhanden". Das muß nicht unbedingt heißen, daß ich bezüglich Deiner Frage nichts im bzw. auf dem Kasten habe. Es kann genauso bedeuten, daß Du ein Wort nicht korrekt geschrieben hast, ist also mit einem mehr oder weniger bestürzten "Wie bitte?!" gleichzusetzen. Mein Gott, Du hast ja keine Ahnung, was mir an schauderhaften Rechtschreibversionen schon alles untergekommen ist - da stehen einem ja die Kabel zu Berge. Zugegeben, ich bin ein recht penibler Geselle, und der Umgang mit mir erfordert ein wenig Disziplin. Aber gefährlich werde ich nicht. Ehrenwort. Welche Vorteile biete ich sonst noch? Nun ja, ich bin mir sicher, daß ich die Menschen viel besser zur gezielten Bibliotheksbenutzung motivieren kann als mein Vorgänger, der Zettelkatalog, dessen Gebrauch mühevoller war und wohl aus diesem Grund sehr wenig Zuspruch fand. Mir verschlägt es immer wieder die Sprache, wie findig besonders die jungen Leute im Umgang mit mir sind, wie intelligent sie mich benutzen und welchen Spaß sie dabei haben. Nebenbei bekommen sie auf spielerische Art und Weise Einblick in mein Seelenleben, sprich: in die Computertechnologie, wobei es zunächst nicht um theoretische, sondern um ganz praktische Erkenntnisse geht. Tatsache ist, daß wir Computer in zahllose Bereiche des Lebens eingedrungen sind bzw. eindringen werden; wir sind für die Organisation und Abwicklung vieler, vieler Arbeiten unentbehrlich geworden. Früher oder später wird jeder Heranwachsende mit meinen Kollegen Computer konfrontiert werden, und wer mit unsereins auf gutem Fuß steht und Gelegenheit hat, den Umgang mit uns zu üben, hat anderen wahrscheinlich einiges voraus. Wie gesagt, ich weiß bestimmt nicht alles. Aber den doch recht beachtlichen Bestand unserer Bibliothek kenne ich in- und auswendig. Und das soll mir einmal einer nachmachen. G.K.
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Bibliothek St. Martin / Passeier legt Jahresbericht 1994 vor Die Bibliothek St. Martin konnte den zahlreichen einheimischen Besuchern sowie den Gästen im vergangen Jahr ein breitgefächertes Spektrum an Büchern, Zeitungen bzw. Zeitschriften, CD's, Kassetten und Spielen zur Ausleihe anbieten. Zum Jahresende verfügte die Bibliothek über 5924 Bücher. Das sind aufgeteilt auf die einzelnen Buchgruppen: 1010 Bilderbücher und erzählenden Kinderbücher, 615 erzählende Jugendbücher und 2122 Bände der Erwachsenen-Belletristik, 184 Kindersachbüche~ 231 Jugendsachbücher und 1750 Sachbücher für Erwachsene. Nicht weniger als 755 Bücher, weiters 151 neue Medien (CD, MC, Spiele) wurden neu angekauft. Somit ist sichergestellt, daß der Bücher/Medienbestand aktuell bleibt. Den Besuchern stehen auch 34 Zeitungen bzw. Zeitschriften zur Verfügung, die ausgeliehen werden können. Wie überall stellen die Frauen ab zwanzig Jahren die am stärksten vertretene Lesergruppe dar, gefolgt von Mädchen und Buben bis 11 Jahre. Während die Buben in der Altersgruppe bis 11 Jahre noch recht stark vertreten sind, fallen sie mit zunehmendem Alter immer mehr zurück. Die Männer ab 20 sind zwar keine besonders fleißigen Leser, sie bevorzugen die Ausleihe von Sachbüchern und Compact Discs. Die unterschiedliche Verteilung der Interessensgebiete beginnt schon im Volksschulalter. Während die Schülerinnen zum größten Teil erzählende literatur entlehnen, greifen die Jungen verstärkt zu Sachbüchern. Daß der bestehende Buch- und Medienbestand gut genützt wird, und zwar von einem Drittel der Bevölkerung, beweisen die Ausleihzahlen. Es wurden insgesamt 15.113 Bücher/Medien von 988 Jahreslesern (Leser, die im vergangenen Jahr mindestens einmal im Jahr etwas aus der Bibliothek ausgeliehen haben) ausgeliehen. Die Bibliothek St. Martin plant auch für 1995 ein abwechslungsreiches Programm. Neben Autorenlesungen, Konzerten und Vorträgen sollen besonders die Kinder durch gezielte Veranstaltungen dazu animiert werden, die Bibliothek zu besuchen. G.z.
BÜCHERTIPS:
SACHBÜCHER
NICHT NUR FÜR MÄNNER
KNIGHTLEY, PHILLlP: Die Geschichte der Spionage im 20. Jahrhundert. Knightley, ein ausgewiesener britischer Spionagespezialist von internationaler Reputation, legt eine brillant geschriebene Geschichte der großen Geheimdienste vor. BERGDOLT, KLAUS: Der schwarze Tod in Europa: die große Pest und das Ende des Mittelalters. Zwischen 1346 und 1350 erlag etwa ein Drittel der europäischen Bevölkerung der Pest. Bergdolt bietet in seinem Buch ein umfassendes Bild des "Schwarzen Todes", der Europa verändert hat wie danach erst wieder die Weltkriege unserer Zeit. SCHMIDT, MICHAEL: Heute gehört uns die Straße: der Inside-Report aus der Neonazi Szene. Michael Schmidt hat sich mehrere Jahre unter Neonazis begeben, ihre Versammlungen und Aufmärsche besucht, gefilmt, fotografiert und viele offene Gespräche mit den Drahtziehern geführt. Sein Report zeigt, daß längst ein schlagkräftiges Nazi-Netzwerk entstanden ist. MORRIS, DESMOND: Das Tier Mensch. vers diskutierten Fernsehserie des ORF.
Das Buch zur bekannten
und kontro-
SCHMIDT, UDO: Windows 3.1 - Die Einführung. Für jeden der tagtäglich am Computer arbeiten muß, und weil das neue Windows 95 auf sich warten läßt. Leider sind heute viele Heuhütten (Godn) dem Verfall preisgegeben. Aber gerade diese "Gadnder" sind typisch für unsere Berglandschaft. Durch Ansuchen beim Landesverband für Heimatpflege kann durch einen Landesbeitrag mitgeholfen werden, sie herzurichten. Meldung bei Johann Raich, Malerweg 7, St. Marlin - Tel. 641006
Im Bild ein restauriertes Godn auf den Stuller Mahdern.
Foto: Raich Johann
libonnement des Passetrerblaftes
Für Heimatferne
und auswärts wohnende Passeirer besteht die Möglichkeit, das Passeirerblatt zu abonnieren. Abonnementpreise einschließlich Versand: Inland L. 10.000.-; Ausland L. 15.000.Bitte Adresse im Gemeindeamt von St, Leonhard telefonisch bekanntgeben. Tel. (0473) 65 61 13
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Freiwillige Feuerwehr St. Martin in Passeier Tal-Gemeinschaftsübung Voriges Jahr im Herbst war die Freiwillige Feuerwehr St. Martin in Passeier Ausrichter einer Tal-Gemeinschaftsübung, um eine wirksame und rasche Zusammenarbeit für den Ernstfall zu proben. Teilnehmende Wehren waren: F.F. Saltaus, F.F. St. Leonhard, F.F. Walten, F.F. Moos, F.F. Platt, F.F. Rabenstein, F.F. St. Martin. Am Sonntag, den 9. Oktober '94 um 13.00 Uhr, wurde in St. Martin der Alarm ausgelöst und die einzelnen Wehren über Funk alarmiert. Ort der Einsatzübung waren die Matatzer-Wiesen oberhalb der Bergfraktion Matatz auf Gemeindegebiet St. Martin, wobei der Brand einer Almhütte bzw. die Ausdehnung zum Waldbrand simuliert wurde. Die Gesamtleitung der Übung oblag dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr von St. Martin, Franz Gufler. Die anrückenden Mannschaften der Nachbarwehren wurden von ihm und seinen Mitarbeitern zur ÜbungssteIle gelotst und in ihre Aufgaben eingewiesen. Die Übung stellte in mehreren Bereichen erhöhte Anforderungen dar: Im oberen Abschnitt mußten 4 Pumpen und rund 1000 Meter Schlauchmaterial über steile Geländeabschnitte bergan getragen werden, was viel Zeit und Mühe erforderte. Die Außenwehren hatten teilweise einen langen Anfahrtsweg, verfügten zudem nur über eine geringe Geländekenntnis und waren demzufolge auf genaue Lotsenanweisungen angewiesen. Um 13.37 Uhr forderte der Einsatzleiter über Funk den Rettungsdienst "Weißes Kreuz" an und beordnete ihn zum "Valtelehof", zugleich Ende der Zufah rtsstraße. In der Zwischenzeit waren auch Abschnittsinspektor Anton Platter und der Bürgermeister von St. Martin, Hermann Pirpamer, eingetroffen. Gemeinsam verfolgten sie aufmerksam den Übungsablauf und konnten sich von der disziplinierten Funkordnung überzeugen. Um 13.55 Uhr stand die Zubringerleitung bis zum "Valtelehof", und um 14.20 Uhr erreichte man mit der Schlauch leitung den Einsatzort. Mit etwas Verspätung (eine der Pumpen bereitete den Maschinisten unvorhergesehene Schwierigkeiten) traf um 14.53 Uhr das Löschwasser zur Brandbekämpfung ein. Der folgende
Löschangriff erfolgte gezielt und praxisorientiert, sodaß das Feuer alsbald gelöscht werden konnte. Nach Absprache mit allen Einsatzverantwortlichen gab Übungsleiter-Kommandant Gufler um 15.18 Uhr den Befehl "Wasser halt!" und erteilte allen Funkstationen "Übung beendet, Geräte aufnehmen". Weitere taktische und technische Angaben: - Wasserentnahmestelle war ein Oberflurhydrant im Dorf St. Martin - Länge der Druckleitung: ca. 2800 Meter - Höhenunterschied: ca. 800 Meter - dabei wurden 12 Pumpen eingesetzt - insgesamt waren 115 Wehrmänner am Übungsort im Einsatz Wie immer treten gerade bei derart
großen Übungen, wo sämtliche Anweisungen, Befehle, Geräte und Materialien möglichst einsatzgetreu nachvollzogen werden, Mängel und Probleme verschiedenster Art auf, z.B. die Releaseschaltung der Pumpen, abgenütztes Schlauch- und Kleinmaterial, Probleme beim Lotsendienst usw. Aber gerade diese "negative, wichtige Erfahrung" ermöglicht den Verantwortlichen der Feuerwehren, diese Fehler im Ernstfall zu vermeiden. - Nachdem sich alle Übungsgruppen auf der Mortiner-Festwiese eingefunden hatten, nahmen Kommandant Gufler, Abschnittsinspektor Platter und Bürgermeister Pirpamer detailliert zum Übungsablauf Stellung. Eine verdiente Stärkung rundete die zur Zufriedenheit aller verlaufene Talschaftsübung ab. Freiwillige Feuerwehr St. Martin in Passeier, GK/CH
( Ru:) vel'gangenen Xeiten ) Predigt
gehalten in Platt im Jahre 1812 (zur Verfügung gestellt von Ignaz Gruber)
Meine Ib. Grist vo die Plott! Bin sie heute 47 mal auf die Gonsei und hon sie oft sogg der christI. Wahrheit. Hon sie a sogg und viel oft sogg. Du hast sie, meine Ib. Christ vo der Plott, a zerrissene Kirchgeltür, a zerrissene 01tor und wohl a groaße Schond für die gonze Lond - a zerrissene Tschiggernaggl! I sog Dir heut der letztemol meine Ib. Christ - 10ß amol moggen der zerrissene Kirchgeltür, der zerrissene Oltor und der zerrissene Tschiggernaggl! Schau, meine Ib. Christ vo der Plott, Du host zu Hause wohl a groaße gonze Stoll für die liebe Viech und do, wo sein die Haus von die liabe Heargott, ist zerrissen olles. Ist des nit a groaße Schond für die gonze Lond? Wenn du host zu Hause a zerrissene Häuseltür, nimmst schwind a Bröggl Flögg und machst auf die Loch von die zerrissene Äußeltür, und do für die Kirchgeltür hast nit a kloana Bröggl Flögg! 0 mio Dio, die groaße Schond! Kimmt sie da amol va die Tal außi a arme Weibl in die Kirchgel von Platt
und will sie do beten a Pater noster für die Trost der armen Seel. Bei die Loch von die zerrissene Kirchgeltür aber kimmt die kalte starke Wind eini und macht die arme Weibl, weil viel schwitzen, krank und bald krepier. Wer hat die Schuld? Du, meine Ib. Christ von die Plott, weil du nitt lassen moggen der zerrissene Kirchgeltür. A andere Mal kimmt si a geistliche Hear von die Stadt zu die Hear Kurat von Platt und tut sie in Haus schlafen. Der andere Tag geht sie in die Kirchgel, do will sie lesen der heilige Meß. Weil die Kirchgel von Platt tut haben nur wenig Altor, muß die fremde geistliche Hear die hl. Meß bei die zerrissene Altor moggen. Er steigt auf die Altor und kimmt mit die Fuaß in die zerrissene Logg und briggt die Bein. Er ist krump und gonn jetzt nimmer lesen der hl. Meß, und die armen SeeI tut keine Meß mehr kriegen. Perche? Weil du, meine Ib. Christ von die Plott, nit laß moggen deine zerrissene Altor. Ist dir die kleine Bröggl Flögg lieber als der hl. Meß? 0 ma no, ist die
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groaße Sünd von die Platter Christ nit alle sagt; kimmt no viel schlecht. Sitzi amol zu Hause und mach meine Brevieri für die Ib. Herrgott. Kimmt do von die hoache Berg her a guete Baur zu mir und sogg: ,,0 mei liabe Hear Kurat, bring decht schwind die liebe Heargott aufi zu meine arme Weibl, sie ist viel krank und will bald krepier!" I leg schwind meine Brevieri auf die Tisch, laf mit die Baur in die Kirchgel, nimm Stola und Chormantel und steig auf die Altor. I drahn die Tschiggernaggl um und will die liebe Heargott ausnehmen. 0 mio Dio! 0 Madonna dei buon consiglio! Was muß i viele Verdrießen mit meine Gemeinde haben! Ist dö Schond nit für die gonze
Lond! Nicht eine einzige Heargott ist mehr in der Tschiggernaggl! Wo ist die liebe Heargott hin? I drahn die Tschiggernaggl um und um, do siech i eine kleine Loch. Bei die Loch ist kommen der kleine, graue Viech, der Maus, und hat fressen alle 147 Heargott! 0 meine Ib. Christ von die Plott, ist die Schond nit a groaße Sünd für die gonze Lond? Denk dir, der arme Weibl kann i nimmer bringen die liebe Heargott, er muß ohne Heargott krepier. Jetzt, meine Ib. Christ von Platt, i sag dir heute der letztemal. Laß du nit moggen der zerrissene Kirchgeltür, der zerrissene Altor und der zerrissene Tschiggernaggl, weh, i moggen dir keine Herrgott mehr. - Amen.
Rabenstein im schneereichen Winter 1950-51
Es ist nun 44 Jahre her, seit an jenem 21.Jänner 1951 auf Öss, einer Alm am Fuße des Schneebergs, drei Kinder im Grundschulalter unter einer Lawine den Tod fanden. Es gab auf Öss drei Kasern (Almhütten), die den Bauern von Saltnuß gehörten: dem Schnolser, dem Kuntner und dem Oberhauser. Zwei Familien wohnten derzeit auch im Winter dort: Richard Reinstadler mit der Frau Anna Gufler, Ribl Anna, und den fünf Kindern: Siegfried, Theresia, Alois, Karl und dem eineinhalbjährigen Marieie. Er bewohnte die Oberhauser Kaser, da er von seinem Schwager, dem Oberhauser-Bauern, die dazugehörigen Wiesen gepachtet hatte und dort sein eigenes Vieh fütterte. Richard war so glücklich und zufrieden, daß er einmal den Ausspruch getan haben soll: "Noch mehr Glück könnte ich gar nicht vertragen." In der Schnolser Kaser wohnte der Schwager des Richard, Jakob Vantsch mit seiner Frau, Maria Gufler ("Ribl Moide") und den Kindern. Jakob arbeitete im Stollen am Schneeberg und konnte so jeden Abend heimgehen. Maria Vantsch versorgte zuweilen, besonders am Morgen, das Vieh des SchnolserBauern. Auch der Kuntner-Bauer hatte dort Vieh. Dies versorgte der Sohn Heinrich. Mit den nötigen Lebensmitteln wie Mehl, Reis, Nudeln, Zucker und Kraftfutter für das Vieh hatten sie sich schon im Herbst eingedeckt. Das pflegten auch die Bauern von Rabenstein zu tun, solange es noch keine Zufahrtsstraße gab. Milch, Butter, Eier und auch Gemüse hatten sie selber. Dazu wurde auch so manches .Happ'' (Stück Kleinvieh) geschlachtet sowie auch ein
Schwein. Und nun wieder zurück zu jener unglückseligen Nacht vom 20. auf den 21. Jänner 1951: Da wurde die Familie Reinstadler im Schlafe von einer Lawine überrascht. Nach Schätzung des Richard Reinstadler mußte es ca. 2 Uhr nachts gewesen sein, als, von einem starken Wind ausgelöst, eine gewaltige Wind lahne (Staublawine) vom "Himmelreich", dem Berg neben dem Schneeberg in Richtung Schennaer Alm, sich loslöste und die Kaser, darin die Familie Reinstadler schlief, unter sich begrabend, zu Tale stürzte. Richard konnte sich allmählich selbst befreien. Mit gebrochenem Schlüsselbein, in Stallschuhen und dem Stallgewand, die Stallschürze über der Schulter, kam er um 6 Uhr früh zur Schnolser Kaser, zur Familie Vantsch. Jakob Vantsch machte sich sogleich auf, um den Verschütteten zu helfen. Seine Frau Maria nahm sich unterdessen des unter Schock stehenden Schwagers Richard an, der dann auch, nach einer Stärkung, in der warmen Stube alsbald einschlief. Jakob ging nun daran, die Verschütteten zu bergen. Anna konnte er bald befreien und auch das kleine Marieie, das zu ihren Füßen zappelte. Um halb neun Uhr konnte er den Kuntner-Sohn Heinrich Lanthaler lebend bergen. Auch er hatte in jener Nacht bei der Familie Reinstadler übernachtet und in der Kammer zusammen mit den Buben Siegfried und Alois geschlafen. Dieser stand unter dem Schnee wahre Todesängste aus, da Herr Vantsch mit Beil und Säge arbeiten mußte. Es gab so manchen Balken zu durchsägen und Bretter von Nägeln
zu befreien. In seiner Angst rief Heinrich immer wieder: "Na, Joggl, hock mi nit!" Endlich, um halb neun Uhr, konnte er ihn aus den Trümmern und Schneemassen befreien. Ein Bild des Grauens! Die Augen tief in den Höhlen, die Wangen eingefallen, stand er da unter Schock, das Ganze noch gar nicht fassend: das Unglück und die Rettung. Die gute Ribl Moide nahm sich auch seiner an und half ihm in ihrer Güte und Ruhe, in die Wirklichkeit zurückzufinden. Um halb elf Uhr konnte Vantsch auch den dreijährigen Karl lebend bergen. Für ihn war es wohl das größte Glück, in die Arme der Mutter laufen zu können. Nach und nach stieß er auch zu den zwei Buben Siegfried und Luis. Beide tot! Luis hatte das Genick gebrochen und Siegfried war erstickt. Die achtjährige Theresia konnte und konnte er nicht finden. So brach er das Graben ab und machte sich auf den Weg gegen Saltnuß, um weitere Hilfe zu holen. Richard hatte ihm die Stelle angesagt, wo er einen Revolver und Munition versteckt hielt. Mit diesem feuerte er Schüsse ab und rief, in der Nähe von Saltnuß angekommen: "Helft, helft, Öss ischt verlahnt!" Es war gerade Mittagszeit. Der Mesner in Rabenstein ging gerade zum Zwölf-UhrLäuten, als er die Schüsse und die Hilferufe vernahm. Unterdessen waren auch die Kirchleute von Saltnuß, von Hütt, Ilmach und Rain wieder zu Hause, und auf ihren Brettln eilten sie zur Unglücksstätte. So wurde dann nach dem noch verschütteten Thresele gesucht. Alois Zipperle, "Kinig Luis", fand sie dann erst am späten Nachmittag. Auf Schlitten brachte man die Kinderleichen nach Saltnuß, wo sie im "Obern Haus" aufgebahrt wurden. Ein Arzt vom Krankenhaus in Meran konnte für die Leichenschau gewonnen werden, da unser Sprengelarzt, Dr. Romedius Ebner, schon alt und herzleidend, es nicht geschafft hätte. Die Überlebenden der Familie Reinstadler und Heinrich Lanthaler wurden zu einer Untersuchung ins Krankenhaus von Meran gebracht, von wo sie aber bald entlassen werden konnten. Anna Reinstadler zog mit ihren beiden Kindern Karl und Maria zu ihrer Schwester Maria nach Öss zurück, während Richard bis zu seiner Heilung bei seinem Schwager auf dem Riblhof blieb. Das Vieh versorgte Ignaz Reinstadier, "Schnolser Naz". Beispielgebend war das Verhalten der Frau Anna Reinstadler. Sie tröstete sich mit dem Gedanken, daß es noch schlimmer hätte sein können. Wäre die Lawine am Abend gekommen, wo alle in der Stu-
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be versammelt waren, da wäre wohl niemand am Leben geblieben. Ihre Nähmaschine mit eisernem Untergestell war in sieben Stücke zerbrochen. Ja, der Winter 1951 war ein sehr schneereicher Winter. Zwei Wochen nach dem Unglück auf Öss schneite es wieder so stark, daß wir am 5. Februar in Lawinenflucht gehen mußten. Es schneite und schneite, und es lag eine unheimliche Stille über dem Ort Rabenstein. Da hieß es, das Haus zu verlassen und in .Lahnflucht" zu gehen. In aller Eile wurden Obermatratzen zusammengerollt, Kissen und Leintücher heineingepackt, etwas Wäsche zusammengerafft, Lebensmittel und Kochgeschirr zum Mitnehmen bereitgestellt. Und ab ging's, in die Schule hinunter. Die Schulbänke wurden übereinandergesteilt und Platz geschaffen, für unsere Sachen. Es waren unser fünf Familien: Frauen, Männer, Kinder und alte Leute, insgesamt 30 Personen. Gekocht wurde auf Dreifüßen am Eingang zur Schule auf dem Felsen. Geschlafen haben alle im Klassenzimmer auf dem Boden. So mußten wir aushalten vom Montag bis zum Freitag. Da hörte es endlich auf zu schneien, und wir konnten wieder heimgehen. Die Männer bahnten mit Schneereifen an den Füßen den Weg in die Wohnungen. Dort aber galt es erst einmal, die Haustür freizumachen, da sich der Schnee bis weit darüber hinauftürmte. Endlich wieder zu Hause! Welches Glücksgefühl! Aber leider mußten wir bereits drei Tage später wieder fort. Diesmal aber nur von Montag bis Mittwoch. Es gab
so viel Schnee auf den Dächern, daß ihn die Männer mit Blochsägen in Blökken heruntersägten.
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Fast 20 Jahre später, am 24. Jänner 1971, wurde Jakob Vantsch, der Retter von fünf Menschenleben, für den Einsatz des eigenen Lebens zur Rettung anderer geehrt. Der Bürgermeister, Josef Ennemoser, überreichte ihm eine Urkunde der Gemeinde Moos. Eine Tochter des 1951 geretteten Heinrich Lanthaler trug ein dazu verfaßtes Gedicht vor, und Anton Platter, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr und Gemeinderat von Moos, dankte Jakob Vantsch für seine beispielhafte Tat und schloß seine Rede mit den Worten: "Hätten wir nur mehr solcher Männer, die ihr Leben zur Rettung anderer einsetzen!" Nun sind sie beide gestorben: Vantsch und Reinstadler. Heinrich Reinstadler trug man am 5. Jänner 1995 zu Grabe. Um ihn trauern wiederum fünf Kinder: der Karl, die Maria, der Siegfried, die Theresia und der Alois. Rosa Guf/er
haben bald auch entdeckt, daß der Franz zwei geschickte Hände hatte und ein guter Friseur war. Er hat viele Soldaten und auch manch .hoachn Grint" in den fünf Kriegsjahren geschoren. 1945 kam er heil und gesund in die Heimat zurück. Da ihn aber das .Jöidige" Leben nicht mehr freute, heiratete er noch im gleichen Jahre, am 27.12., die Widler-Tochter Anna Kofler. Der Ehe entsprossen fünf Kinder. Das frischgebackene Ehepaar pachtete den Widlerhof und blieb dort fünf Jahre. Dann zogen sie als Pächter zum Elternhaus des Franz auf dem Kronhof, denn der Hans, der Bruder des Franz, starb plötzlich, und die junge Witwe mit dem Kind sah sich nicht in der Lage, den Hof allein weiterzuführen. So wurde der Franz Bauer auf dem elterlichen Hof. Auf dem Widlerhof hatte der Franz von seinem Schwiegervater, dem "Widler", der ein gesuchter und beliebter Bauerndoktor war, das Behandeln von Knochenbrüchen erlernt. Damals waren die Gips-
Der Bauerndoktor Franz Halbeisen am 16. Jänner 1994 unter großer Beteiligung in Stuls zu Grabe getragen
Am 24.09.1916 wurde der Franz am Kronhof im Anger, einem Weiler von Stuls, geboren. Schon bei der Taufe wurde er abgehärtet, denn auf dem Heimweg blies ihm der rauhe Jochwind ins Gesicht. Und der lange Schul- und Kirchweg, den er im Winter durch knietiefen Schnee oder rutschend auf dem Hintern auf dem blanken Eis zu bewältigen hatte, machten aus ihm keinen verwöhnten .Frotzn". Übriges war auf dem Kronhof nicht vorhanden. Der Name der Krone krönt ihn nur, weil der Hof so hoch gelegen ist. Der Franz hatte noch drei Brüder und
vier Schwestern, infolge dessen war Schmalhans ihnen kein Unbekannter, dafür die Arbeit auf dem Bergbauernhof damals noch hart und beschwerlich. Der Hans verdiente alsbald sein Brot als Bauernknecht. Er mußte sodann nach Genua zum Militär. Nachher wurde er Knecht beim Widler auf Schlattach. 1940 wurde er zur Deutschen Wehrmacht einberufen und kam an die Front, aber im großen und ganzen ging es ihm im Krieg gar nicht so schlecht. Die Offiziere und Generäle brauchten einen flotten, verläßlichen Burschen, und da hatten sie am Franz den Richtigen. Aber die hohen Herren
FRANZ HALBE/SEN
haxn noch eine Seltenheit. Wenn ein Bein gebrochen, ein Knochen gesprengt oder ein Muskel gerissen war, ging man zum Franz, und wenn es grob fehlte, holte man ihn ins Haus. Er brachte das verletzte Glied wieder in die richtige Lage; ein Pflaster aus Widler-Salbe, die nun Kronsalbe hieß, wurde darauf gelegt, und mit zwei Brettchen wurde dem Patient der Arm oder das Bein "geprigglt". Das Bein wurde in ein "Trichile" gelegt, und so mußte der Patient drei Wochen lang ruhig im Bett liegen. Aber dann ging es schnell bergauf. Er brauchte keine wochenund monatelange Therapie
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mehr wie heutzutage. Die Orthopädie hat wohl mit der heutigen konkurrieren können, nur die Tarife waren unterschiedlich: Dem Franz genügte ein großes Vergeltsgott oder das, was ihm jemand freiwillig gab. Auch als Tierarzt stellte er seinen Mann. So verhalf er manchem Kälbchen ans Tageslicht, und manches Bein von Schafen und Ziegen oder auch des Rindviehs hat er "geprigglt" und die Tiere wieder auf allen vieren zum Stehen gebracht. Er hatte neben der berühmten Kronsalbe noch eine Pechsalbe und eine Einreibung gegen den Rheumatismus auf Lager, darum war er auch im ganzen Land und darüber hinaus bekannt. Auch das Blutstillen konnte der Franz, hat es oft anwenden müssen, sonst wäre wohl so mancher verblutet. Er war auch noch Zahnarzt. Das hat er ebenfalls bei seinem Schwiegervater gelernt. Die zwei Zangen, eine für die oberen und eine für die unteren Zähne, hatte er gut im Griff, wenn er Stullern oder auch Leuten, die von weiter her kamen, einen faulen "Stacki" oder einen "Weatianitn" herauszog. Seine Frau, die Anna, mußte den Patienten den Kopf halten und dann ging es ruck-zuck. Später, als seine Söhne kräftig genug waren, übernahmen sie diese Assistentenarbeit. Als mehr Wohlstand in die Krankenkassen, Versicherungen und Renten in kraft traten, konnte der Franz die Marterwerkzeuge aus der Hand legen. Die Zahnärzte machen diese Arbeit kostspieliger. Ein Vergeltsgott, wie es dem Franz genügte, wäre denen wohl ein unverständliches Wort. 21 Jahre war er Bauer auf dem Kronhof, doch da seine Söhne nicht gewillt waren, dort oben Pächter zu werden, zog der Franz nach Stuls hinunter, wo die Söhne das Hotel Kronhof erbauten. Er wurde Forstarbeiter, aber er hat nebenbei noch manchem Feriengast und Einheimischen sein gutes Pflaster verpaßt. Das Rezept der Salbe hat er Gott sei Dank nicht mit ins Grab genommen. Sein Sohn Sepp macht sie nach der Art des Vaters und Großvaters, und sie ist immer noch gefragt. Mit dem Franz aber ist ein Bauerndoktor ins Grab gesunken, der den Titel .Bauerndoktor" ehrlich verdient hat. Und jene, denen er geholfen hat, werden seiner im Gebete gedenken, und die vielen "Vergeltsgott" werden ihm Lohn in der Ewigkeit sein. Anna Lanthaler
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(lIUS den Gemeindestuben ) Zum Haushalt der Gemeinde Moos Im Staat und im Land wird viel vom Sparen geredet, und das bekommen auch die Gemeinden zu spüren. Sie können bzw. müssen einige Mittel bei den eigenen Bürgern holen, sind aber immer noch vom Land und vom Staat abhängig und werden daher auch von
deren Sparmaßnahmen betroffen. Durch den Landesraumordnungs- und Entwicklungsplan wurden die strukturschwachen Gemeinden zwar abgegrenzt, aber bei den Finanzbestimmungen dabei nur Gemeinden mit weniger als 1200 Einwohnern berücksichtigt. Dies ist für die Gemeinde Moos nachteilig, da der finanzielle Aufwand in vielen Bereichen im Vergleich zu manch anderen Gemeinden viel höher ist, die Zuweisungen des Landes aber gleich bleiben. Die Einnahmen der Gemeinden setzen
sich zusammen aus: 1.) Zuweisungen des Landes nach Einwohnerzahl. Das ist ein Betrag, der zwischen dem Landeshauptmann und Vertretern der Gemeinden festgelegt wurde und beträgt für Gemeinden bis zu 10.000 Einwohner Lire 512.000.- pro Kopf. Das ergibt für unsere Gemeinde Lire 1.116.672.000.2.) Einnahmen aus Steuern und Gebühren: Lire 308.000.000.- Sie setzen sich zusammen aus der Immobiliensteuer (Lire 140.000.000.-), Gewerbesteuer (Lire 79.000.000.-), Müllabfuhrgebühren (70.000.000), Werbesteuer, Plakatierung u.a. 3.) Beiträge zur Finanzierung öffentlicher Bauten: Aus dem Landesgesetz Nr. 27/1975 Lire 339.948.000.-, vom Konsortium Wassereinzugsgebiet der Etsch für 1995/96 Lire 195.872.000.- Weitere Beiträge wurden vom Land mit dem Nachtragshaushalt e94 gewährt bzw. sind im neuen Landeshaushalt vorgesehen (Beitrag zum Bau des Kraftwerkes in Platt an der übergemeindlichen Trinkwasserleitung, Sanierung der Pillerstra-
ße, Kanalisierung Moos-Platt zur Pumpstation; Jugendraum in Stuls, Feuerwehrhalle in Pfelders, Sanierung der alten Mülldeponie. 4.) Weiters werden Darlehen von ca. 2 Mrd. Lire zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung in Moos und zum Bau der Sportanlage in Moos aufgenommen.
Bei den Ausgaben sind für das Jahr
1995 Lire 2.412.674.000.- für laufende Ausgaben vorgesehen. Diese beinhalten Personalkosten, Verwaltungsspe-
sen, aber auch Beiträge, Zuschüsse, Unterstützungsgelder und Beitragsgewährungen an die örtlichen Vereinigungen. Hohe Kosten entstehen aus den wichtigsten Dienstleistungen der Gemeinde für die Bevölkerung: Trinkwasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Müllentsorgung, ordentliche Instandhaltung der Gemeindestraßen und des ländlichen Straßennetzes, die Stromversorgung, die Führung des Kindergartens und der Schulen. Allein für die ordent-
liche Instandhaltung, die Heizung, die Reinigung und den Ankauf von Schulmaterial für die fünf Grundschulen erüber von wachsen Spesen
230.000.000.- Lire.
Über die wichtigsten Bauvorhaben im laufenden Jahr werden bei einer Bürgerversammlung im April Projekte vorgestellt und über deren Finanzierung und Ausführung eingehend berichtet. K.L.
Erscheint drei monatlich. - Eingetragen beim landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29.05.1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, SI. Leonhard und SI. Martin in Passeier. Vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Dr. Konrad Pfitscher. Redaktionskomitee: Dr. Harald Haller, Robert Haniger, Greti Khuen, Josef Koller, Karl Lanthaler, Dr. Albin Pixner, Dr. Arnold Rinner, Dr. Hans Schwarz, Dr. Karl Spergser, Sepp Öttl, Gottfried Zagler Druck: Hauger-Fritz,
Schlanders-Meran
Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes: Günther Telser
Passeirer Blatt 1 März 1995
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Zum Haushalt der Gemeinde St. Leonhard Zum Beginn eines jeden Jahres entscheidet der Gemeinderat darüber, wie die Haushaltsmittel verwendet werden sollen, dabei kommt aber auch die allgemeine Entwicklung der Gemeinde zur Sprache. Die Bevölkerung hat von 3359 auf 3396 zugenommen, wofür der Geb.urtenüberschuß und die Zuwanderung verantwortlich sind. Vor allem die jungen Bürger sind stark vertreten. So besuchten 75 den Kindergarten, 244 die Grundschule und 140 die Mittelschule. Die Einwohner leben zu etwa 65% im Hauptort St. Leonhard, die restlichen 35% in den Fraktionen und den verschiedenen Streusiedlungen. Die allgemeine Tendenz der Verlagerung in den Hauptort hat sich auch im abgelaufenen Jahr fortgesetzt, und darum ist es besonders wichtig, die Wohnbauzonen in Walten, Gomion und Schweinsteg voranzutreiben sowie auch die Menschen mit den nötigen Infrastrukturen wie Wasser, Abwasser, Strom und Zufahrten zu versorgen. Damit soll auch der Wohnungsmarkt im Hauptort etwas entlastet werden, obwohl dort in der Wohnbauzone Stickl wie auch anderswo geförderte und freie Wohnungen ebenso wie solche des Wohnbauinstitutes gebaut werden. Die Bauwirtschaft wird dadurch einen weiteren Aufschwung nehmen, zumal mehrere Großbauten der Gemeinde anstehen. Dies kommt auch dem Handwerk zugute, welches neben der Landwirtschaft, dem Fremdenverkehr und dem Dienstleistungssektor die wichtigste Einnahmequelle darstellt. Die Fremdenverkehrswirtschaft weist 108 Betriebe auf , wobei 58 davon Vermieter von Privatzimmern und Ferienwohnungen sind. Die Bettenzahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 35 gesunken; trotzdem konnte die Zahl der -bernachtungen leicht erhöht werden (auf 224.924 bei 1743 angebotenen Betten). Jedenfalls müssen auch weiterhin alle Anstrengungen für den Erhalt dieser für die lokale Wirtschaft wesentlichen Bereiche der Fremdenverkehrswirtschaft unternommen werden, und zwar durch die Erweiterung des Angebotes ebenso wie durch die freiwilligen Beiträge der Wirtschaft, der Gemeinde und des Landes für den Tourismusverein. Einen beachtlichen Bestandteil der Erwerbstätigen stellt aber die Landwirtschaft mit 271 landwirtschaftlichen Betrieben, wobei der Anteil der land-
wirtschaftlichen Vollerwerbsbetriebe noch erheblich über dem Landesdurchschnitt liegt. Auf diese kommen durch die Hygienebestimmungen bei der Milcherzeugung und die Vorschriften für die Jauchegruben und Mistlegen neue Belastungen zu. Für den seßhaften Handel bestehen 47 Handeisermächtigungen, viele sind in den letzten Jahren erneuert worden und haben ihr Angebot so erweitert, daß nicht nur die Kunden im Dorf bleiben, sondern mittlerweile viele auch von außen kommen. Im Handwerk gibt es etwa 80 Betriebe; viele davon sind Familienbetriebe. Das wichtigste Zentrum liegt mit 13 Industrie-, HandeIsund Handwerksbetrieben in der Gewerbezone. So sind auch dort etwa 204 Arbeitskräfte beschäftigt, weitere 105 Personen arbeiten in der Hoppe, etwa 150 Personen pendeln täglich zu ihren Arbeitsstellen in Meran und Umgebung, und weitere 180 Einwohner dieser Gemeinde sind dauernd auswärts beschäftigt, vor allem im Ausland. Nicht wenige Menschen aber pendeln inzwischen auch von auswärts ein, besonders zu den Großbetrieben, Banken und Schulen. Die Einnahmen der Gemeinden bestehen aus Zuweisungen des Landes, Gemeindesteuern und Einnahmen aus
Gemeindediensten. Die Beiträge des Landes sind gleich geblieben oder gesunken; durch die Fertigstellung des Umspannwerkes wurde jedoch nicht nur die Stromversorgung stark verbessert - auch die Einnahmen wurden erhöht. Trotz allem ist es gelungen, die laufenden Ausgaben zu senken und den Anteil der Investitionen auf etwa 33% zu steigern. Ein Wermutstropfen sei trotzdem festgehalten: Das Land hat seine Zuweisung an die Gemeinden daran gebunden, daß diese mindestens 90% der Kosten für Wasser, Abwasser und Müll vom Bürger kassieren, anderenfalls fehlt der Gemeinde nicht nur das Geld vom Bürger; vielmehr wird der gleiche Betrag nochmals von der Zuweisung des Landes abgezogen. Dies hat die Gemeindeverwaltung bewogen, im letzten Moment, am Sylvestertag, die Freibeträge für die Erstwohnung bei der ICIGebäudesteuer zu erhöhen, um den Bürgern entgegenzukommen, und der Gemeinderat hat dem einstimmig zugestimmt. Wofür die Investitionsmittel verwendet werden, soll den Bürgern bei der alljährlichen Bürgerversammlung vorgestellt werden, wobei diese die Mög· lichkeit haben, Kritik vorzubringer oder Anregungen zu geben. Konrad Pfitsche
Gemeinderatsbeschlüsse in St. Leonhard Ratssitzung
vom 28.11.94
* Die Verordnung über die Gebühr für
die Besetzung öffentlichen Grundes wird nach einer längeren Diskussion, bei der sich mehrere Räte über die Höhe der Gebühren beklagen, verabschiedet. Es werden die gesetzlich vorgeschriebenen Mindesttarife beschlossen, die sich folgendermaßen zusammensetzen:
- für Dauerbesetzungen Lire 34.000.bzw. Lire 12.000.-/m2 - für Besetzungen durch Leitungen, Kabel und der Privatwege und Gemeindestraßen mit öffentlichem Durchgangsrecht Lire 250.000.- für jeden laufenden Kilometer oder Bruchteil davon - für Gründe der 2. Klasse (= alle
Gründe außer Raiffeisen- und Dorfplatz) sind 30% davon zu bezahlen * Die Gemeindeverordnungen
"Recht auf den Zugang zu den Verwaltungsunterlagen" und "Anwendung der Werbesteuer- und Plakatierungsgebühr" sowie "Gewährung von Beihilfen an Körperschaften und Private" werden genehmigt.
* Ein Beschlußantrag der UFS, der den
Widerruf des Ratsbeschlusses Nr. 41 94 (Abänderung des Gemeindebauleitplanes zur Errichtung eines Golfplatzes in der Kelderlahne) fordert, weil der Landesausschuß diesen Beschluß eigenmächtig abgeändert hat, wird mehrheitlich abgelehnt. Darauf wird eine Konvention mit den betroffenen Grundeigentümern abgeschlossen.
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* Die Mittelspannungsleitung
St. Leonhard-Walten wird unentgeltlich an die Elektrogenossenschaft Walten abgetreten. Ebenso wird das Niederspannungsnetz in Walten an die Elektrogenossenschaft abgetreten.
Ratssitzung
vom 31.12.94
* Der
Gemeinderat beschließt, den Steuerfreibetrag auf die ICI (Gemeindesteuer auf Liegenschaften) für Erstwohnungen zu erhöhen, sodaß viele Bürger in Zukunft weniger ICI bezahlen müssen. - Wer eine Wohnung mit einem Katasterertrag unter Lire 1.200.000.- hat und dessen Einkommen nicht höher als das Zweifache des Lebensminimums beträgt, kann einen Freibetrag von Lire 300.000.- anwenden. - Wer einen Katasterertrag unter Lire 1.500.000.- aufweist und dessen Einkommen nicht höher als das Zweifache des Lebensminimums ist, kann einen Freibetrag von Lire 240.000.- anwenden. Ratssitzung
vom 15.02.95
* Der
Haushaltsvoranschlag für das Finanzjahr 1995, der laufende Ausgaben von Lire 5.287.000.000.- und Investitionen von Lire 2.824.000.000.vorsieht, wird genehmigt.
* Der
Gemeindeausschuß berichtet über seine Tätigkeit im abgelaufenen Jahr.
* Der
Gemeindebauleitplan wird in zwei Punkten abgeändert: Südlich der Parkgarage wird der Grund für eine Carabinieri-Kaserne im Ausmaß von 2300 m2 eingetragen. Bei der .Höllenbrücke" werden ca. 600 m2 für eine Kreisverkehrsregelung für die geplante Umfahrung neu eingetragen.
* Das Ausführungsprojekt
für die Sanierung und Erweiterung der Grundschule St. Leonhard wird vorgestellt. Es sieht eine Erweiterung in Richtung Mittelschule, eine leichte Erhöhung des Dachgeschosses und die Errichtung einer Behindertenwerkstätte im Bereich des heutigen Turnraumes vor.
* Eine Konvention mit dem Tourismus-
verein wird genehmigt. Sie betrifft Arbeiten, welche dieser in Zukunft für die Gemeinde übernimmt.
A.p.
, '"
J
Gratulationen Geburten: Gemeinde Haller Lisa Pixner Sara IImer Rony Haller Fabian Pichler Christian Righi Andreas Tschöll Ulrike Pixner Janine
St. Leonhard 02.11.94 08.11.94 11.11.94 17.11.94 21.11.94 22.11.94 03.12.94 03.12.94
Geburten: Gemeinde Kofler Michael Hofer Anita
Moos 14.11.94 22.12.94
Geburten: Gemeinde Gufler Steffi Pflug Bernadette Pflug Birgit Hofer Alexandra Lanthaler Maximilian
St. Martin 15.11.94 15.11.94 15.11.94 19.12.94 22.12.94
~
Öttl Florian Haller Lena Pixner Michael Ilmer Monika Pichler Evelyn Pirpamer Damian Innerhofer Stefan
06.12.94 16.12.94 25.12.94 30.12.94 02.01.95 19.01.95 06.02.95
Kinigadner Elia Schweigl Tobias Halbeisen .Jessica
17.01.95 17.01.95 31.01.95
Pirpamer Liesa Platter Stefan Pfitscher Dominik IImer Anita Hofer Thomas Gufler Magdalena
24.12.94 28.12.94 14.01.95 15.02.95 19.02.95 23.02.95
Bau eines Fahrweges auf den Schneeberg
Am Schneeberg ist dem Südtiroler Landesbergbaumuseum die Erhaltung eines reichen kulturellen Erbes auferlegt. Das Knappendorf St. Martin am Schneeberg soll auch Vertreter nachfolgender Generationen erfreuen. Die Südtiroler Landesregierung bemüht sich daher unter Einsatz von beträchtlichen Geldmitteln, die Vielzahl vom Zerfall bedrohter Baudenkmäler einer vorbildlichen Instandsetzung und Restaurierung zuzuführen und dieses einzigartige Denkmal menschlicher Arbeit als Museum zu erhalten. Die Sanierungsarbeiten am Schneeberg sind mittlerweile größtenteils abgeschlossen. Die verbleibenden Arbeiten wie die Sanierung der Schmiede, das Anbringen eines Daches beim Krankenhaus und am Stall sowie die Einrichtung einer Mineralienausstellung sollen in diesem Jahr durchgeführt werden. Schon im Laufe des heurigen Jahres wird das Südtiroler Bergbaumuseum auch hier seine Tätigkeit aufnehmen. Über die Führungen von Passeier hinauf zum Schneeberg als auch von Ridnaun aus soll all jenen, die den Schneeberg aufsuchen, diese extreme Arbeitswelt zugänglich gemacht werden. Aus der Presse konnte nun in Erfahrung gebracht werden, daß jetzt auf
Initiative des Amtes für Bauerhaltung und einiger Besitzer das Forstinspektorat Meran I mit der Projektierung eines Fahrweges von der Obergostalm (1990 m) zum Schneeberg (2354 m) beauftragt wurde. Begründet wird dieses Vorhaben mit der Erschließung der Hinteren Obergostalm und der Schneebergalm sowie ca. 22 ha Bergmähder. An den Gebäuden am Schneeberg sind noch einige Ergänzungsarbeiten durchzuführen. Ebenso sollte der Weg für laufende Instandhaltungsarbeiten sowie die Betriebsführung des Gasthauses von Vorteil sein. Trotz aller Vorteile, die der Wegbau mit sich bringt, müssen viele gewichtige Vorbehalte geltend gemacht werden.
Durch den Bau eines Fahrweges würde das Gesamtbild des Bergwerkes am Schneeberg einen nicht wiedergutzumachenden Schaden erleiden. Das einzigartige Bodendenkmal der größten Übertage - Förderstrecke der Welt ist in seiner Eigenart ein Kulturdenkmal von besonderem Wert. Es besitzt einen bedeutenden wissenschaftlichen, ästhetischen, Heimat- und volkskundlichen Wert und bildet in hohem Maße Anreiz und Inspiration für die schöpferische Tätigkeit des Menschen. Die Erhaltung dieses mehr als 800-jährigen Kulturdenkmales mit seiner umliegen-
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den Landschaft ist aufgrund dieser besonderen Werte von öffentlichem Interesse. Der Materialtransport während der mehrjährigen Bauphase am Schneeberg ist mit Hubschraubern erfolgt. Da sich die dafür aufgewendeten Geldmittel auf ca. BOO Millionen Lire beliefen, ist der Weg bau jetzt nach Abschluß der Bauarbeiten mehr als unverständlich und in jeder Hinsicht ein wirtschaftlich sehr fragwürdiges Unterfangen. Die Versorgung der Schutzhütte rechtfertigt den Wegbau in keinster Weise, weil sich am Beispiel anderer Schutzhütten zeigen läßt, daß der Material-
schmelze oder während starker Niederschläge (Jahresdurchschnitt 17002200 mm) den Oberflächenabfluß erheblich. Vermurungen, Bodenwunden und Erosion wären unvermeidbar. Auch sind Begrünungen der Böschungen in dieser Höhenlage durch Aussaat kein Ersatz für die zerstörte, natürliche Pflanzendecke. Pflanzen vermehren sich oberhalb der Waldgrenze bekanntlich nicht durch Samen, sondern vegetativ. Das Argument, die Bauern müßten zur Hinteren Obergostalm bzw. zur Schneebergalm eine Zufahrt haben, mag zutreffen. Trotzdem sollte die starke Betonung des Rechtes auf eine Zufahrt nicht ausschließen, daß im
Stempel aufgedrückt, sie unter extremsten Arbeitsbedingungen geformt und kulturell geprägt. Sind wir nicht geradezu verpflichtet, die Welt am Schneeberg vor der harten Herrschaft der Planierraupe zu verschonen? Arnold Rinner
Raiffeisen kasse St. Martin in Passeier ehrt Mitarbeiter Der Vorstand hat in der Weihnachtswoche zum traditionellen Weihnachtsessen eingeladen. Obmann Albert Pichler hielt Rückblick auf die Tätigkeit im Geschäftsjahr 1994 und stellte mit Genugtuung fest, daß die gesteckten Ziele, sei es bei den verwalteten Mitteln wie auch bei den Ausleihungen, weit überschritten worden sind. Im Rahmen der Feier ehrte der Vorstand Frau Erika Platter und Herrn Vigil Raffl für die 10-jährige Betriebszugehörigkeit und Vizedirektor Karl Schiefer für die 25-jährige verdienstvolle Mitarbeit in der Raiffeisenkasse. Bürgermeister Hermann Pirpamer hob die Verdienste der Raiffeisenkasse für die einheimi-
SCHNEEBERG UM 1910
transport mit Hubschraubern wirtschaftlich günstig und der Umwelt mit Sicherheit zuträglicher ist als der Wegbau bis auf eine Höhe von 2354 m. Als besonders problematisch muß der Eingriff in die sehr sensible Hochgebirgslandschaft gesehen werden. Das Anschneiden eines intakten Hanges über der Waldgrenze mit einer Hangneigung bis zu 70% erfordert große Absicherungsmaßnahmen. Der geplante Bau des 2,3 km langen Fahrweges, der zur Gänze über der Waldgrenze in einer Höhenlage zwischen 2000 m und 2354 m verläuft, würde diesen alpinen Lebensraum zerschneiden und das Landschaftsbild des abgelegenen Bergtales stark beeinträchtigen. Auch ökologische Belastungen des Naturhaushaltes wären bei diesem Eingriff nicht vermeidbar, wenn in Stunden das zerstört wird, was über Jahrhunderte gewachsen ist. Der Abtrag der in Hochlagen besonders dünnen Humusschicht, die Zerstörung der Pflanzendecke, das Festfahren des Bodens durch schwere Raupenfahrzeuge erhöht vor allem während der Schnee-
speziellen Fall .Berqwerkrnuseurn Schneeberg" zwischen den Wünschen und Bedürfnissen der Almbetreiber und der Erhaltung einer intakten Museumslandschaft im Sinne eines Allgemeininteresses abgewogen werden muß. In diesem besonderen Fall müssen wir erkennen, daß Unwiederbringliches auf dem Spiel steht. Sicherlich wäre es auch nicht im Interesse der unzähligen Touristen, die den Schneeberg besuchen, wenn in der alten Knappensiedlung, wo einst das höchstgelegene Bergwerk Europas in Blüte stand, parkende Autos von Besuchern herumstünden. Ihr primäres Ziel dürfte es wohl sein, den Spuren der über BOO-jährigen Bergbaugeschichte zu folgen, die Entbehrungen des Knappensteiges zu erleben und einzudringen in die geheimnisvolle Welt der Stollensysteme, um für kurze Zeit dem Lärm und der Hektik des Alltages zu entfliehen. Seit mehr als BOO Jahren waren am Schneeberg die Bergknappen am Werk und haben dieser Welt ihren
Obmann Albert Schiefer
Pichler mit Vizedirektor Karl
sche Wirtschaft hervor und stellte mit Zufriedenheit fest, daß die Zusammenarbeit zwischen Gemeindeverwaltung und Raiffeisenkasse ausgezeichnet sei. Direktor Walter Pichler gratulierte den geehrten Mitarbeitern für ihren Fleiß und Einsatz. Er hob hervor, daß das Wachsen der Raiffeisenkasse mit dem Wachsen der Gemeinde und der Tätigkeit einer regen und aufgeschlossenen Gemeindeverwaltung verbunden sei und dankte dem Bürgermeister für seinen unermüdlichen Einsatz. Raika St. Martin
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Bildungsausschuß St. Martin neu gewählt Am 18. Jänner fand in der Bibliothek von St, Martin die ordentliche Hauptversammlung des Bildungsausschusses statt. Der Arbeitsausschuß legte einen umfangreichen Rechenschaftsbericht vor, aus dem neben den vielen Fortbildungsangeboten der Mitgliedsvereine vor allem zwei Eigenprojekte hervorragen: Die Spielwoche im Mai und das talweite Theaterprojekt "Weihnachtsgeschichte". Beide Initiativen fanden weit über das Tal hinaus
Anerkennung und auch Nachahmer. Diese fruchtbare Arbeit des Ausschusses war aber nur durch die gute Zusammenarbeit aller Vereine und die großzügige Unterstützung der Gemeindeverwaltung möglich. Dank gebührt auch den Bankinstituten für die gewährte finanzielle Hilfe. Zweiter wichtiger Tagesordnungspunkt war die Neuwahl des Arbeitsausschusses. Frau Margareth Schwarz stellte sich wegen beruflicher Überlastung
SKJ St. Martin von Winterschlaf oder Frühjahrsmüdigkeit keine Spur Auch diesen Winter bot die SKJ St. Martin wieder
gramm,
ein reichhaltiges
welches
auch
gerne
Pro-
bean-
sprucht wurde. Großen Anklang fand
im November das Seminar "Bleib dei-
nen Träumen treu".
Im Dezember gestaltete man mit Ton; Das Ergebnis konnte sich sehen las-
sen: Figuren, Kerzenständer, Aschenbecher, Schüsseln und verschiedenste
Vasen. In der Vorweihnachtszeit
ver-
kaufte man, wie jedes Jahr Advents-
kalender und besuchte die alten Men-
schen im Heim.
Der Bildungsausschuß
bot der SKJ
die Möglichkeit, beim Weihnachtsspiel in
der Pfarrkirche von St. Leonhard
mitzuwirken; eine Gelegenheit, die sich
einige nicht entgehen ließen.
Auch an der Gestaltung der HI. Mes-
se am Stefanstag beteiligten sich viele Jugendliche.
Der Winterausflug
führte dieses Jahr
auf die Schwemmalm
in Ulten und
war so gelungen, daß schon bald darauf ein Eislaufausflug
nach Montiggl
organisiert wurde.
Um den Winter schließlich
doch zu
vertreiben, feierte man den Fasching. Im Partyraum des Jugendtreffs wurde
den Jugendlichen ein gemütliches Zu-
Um de Zait Vrraumin tuat min Hantsche und Stiefl setzn konn min Knoufl und Zwiefl. Und dr Schnittl sticht schun aur. Haufn Vöigl heart min singin wolltin orle d'Oastrgloggn klingin dr Langis lotse sechn und hearn. Anna Lanthaler
nicht mehr zur Verfügung. Mit ihr verliert der neue Ausschuß eine wertvolle Mitarbeiterin, die zu den verschiedenen Problemen engagiert Stellung bezog und an Projekten intensiv mitarbeitete. Die Neuwahlen brachten daraufhin fol-
gendes Ergebnis: Karl Spergser, Öttl Karl, Haller Maria, Hora Erna und Verena Paviolo (koop-
tiert). Für das laufende Jahr plant der neue Arbeitsausschuß eine Aktionswoche zum Thema "Gesundheit". Weiters soll die Zusammenarbeit mit den Bildungsausschüssen des Tales weiterhin ver-
stärkt und gemeinsame Projekte in Angriff genommen werden. K.S.
sammensein
mit
Faschingskrapfen,
Spielen und Tanz geboten. Der absolute
Höhepunkt
im Arbeitsjahr
des
SKJ ist aber die Bildungsreise in den Semesterferien. Sie führte dieses Jahr
nach Laibach in Slowenien; über 20
Jugendliche
machten
sich
auf den
Weg, um neben Unterhaltung
auch
eine neue Kultur und Mentalität, eben
ein neues Land kennenzulernen.
Auch mancher Erwachsene beteiligte sich an den Aktivitäten der Jugendli-
chen,
Abende sich
März
so
fanden
großen
schon
die
"Seidenmal"-
Anklang.
Man kann
auf die Ausstellung
im Vereinsaal
von
St.
im
Martin
freuen, dort sind dann die verschiede-
nen Bilder, Kissen und Schals zu be-
wundern.
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Neuwahlen bei den Feuerwehren Gemeinde Moos
Mit dem Verfall des Gemeinderates geht immer auch die Amtsperiode der Feuerwehrkommandantschaften zu Ende, und so ist das Jahr 1995 ein wichtiges Wahljahr, in welchem wiederum die Weichen für die Zukunft gestellt werden müssen. Was die Gemeindeverwaltung nun aber im Frühjahr (28. Mai) noch vor sich hat, ist in den Feuerwehren in den letzten Wochen bereits über die Bühne gegangen, nämlich die Wahl der Führungsgremien. Es wird dabei immer schwieriger, für den so wichtigen und verantwortungsvollen Feuerwehrdienst - unter Berücksichtigung einer gerechten Mischung zwischen Altbewährtem und neuem Geist - geeignete Führungskräfte zu finden, die bedingungslos und unentgeltlich ihre Freizeit für die Ziele dieser Organisation opfern. Als erste war es die Freiwillige Feuerwehr Rabenstein, die ihre Kommandantschaft neu wählte, wobei Karl Gufler - Rabenstein 13, Tel. 647010, als Kommandant und Michael Ennemoser - Rabenstein 31, Tel. 643794, als Kommandant-Stellvertreter in ihrem Amt für weitere 5 Jahre bestätigt wurden. Die Freiwillige Feuerwehr Moos mit Zug Stuls hatte es da schon bedeutend schwerer, mußte doch der nicht mehr kandidierende Kommandant und Abschnittsinspektor Anton Platter ersetzt werden. Aber mit der Wahl seines bisherigen Stellvertreters Hubert
Brunner - Dorf 6, Tel. 643616 zum neuen Kommandanten und mit Anton Lanthaler - Dorf 82, Tel. 643715 als dessen Stellvertreter ist mit Sicherheit auch für die Zukunft eine fachliche und kameradschaftliche Führung der Freiwilligen Feuerwehr Moos gewährleistet. Auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Platt mit Gruppe Ulfas und Zug Pfelders gab es einen Führungswechsel. Der bisherige Kommandant Andreas Ennemoser stand aus gesundheitlichen Gründen für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung, und so wurde diese verantwortungsvolle Aufgabe in die Hände seines bisherigen Stellvertreters Franz Haller - Platt 132, Tel. 649097, gelegt. Zum neuen Stellvertreter wurde Raimund Öttl - Platt 29, Tel. 649047, gewählt. Umbesetzungen gab es in den einzelnen Wehren natürlich auch bei den übrigen Graden (Zugs- und Gruppenkommandanten) und Funktionen (Gerätewarte, Schriftführer, Kassier). Bezeichnend ist jedoch, daß die Wahlergebnisse durchwegs fast mit Stimmeneinhelligkeit erfolgten, was beweist, daß bei den Feuerwehren die Aufgabe ernstgenommen und nichts dem bloßen Zufall überlassen wird. Wir möchten die Bevölkerung bei dieser Gelegenheit nochmals daran erinnern, daß die Feuerwehren für jede Art von Notfällen über die Bezirksalarmzentrale - Tel. 21 11 11 - alarmiert werden können. J.K.
St. Leonhard Bei den Neuwahlen, die im Rahmen der kürzlich stattgefundenen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr St. Leonhard durchgeführt wurden, wurde der bisherige Kommandant Michael Schwarz mit großer Stimmenmehrheit bestätigt. Ebenso als Kommandant-Stellvertreter erhielt Norbert Holzknecht das Vertrauen der Kameraden. Neu in den Ausschuß gewählt wurden Ennemoser Werner, Ennemoser Peter und Haller Walter. In Anwesenheit des Bürgermeisters Dr. Konrad Pfitscher, des Bezirksfeuerwehrpräsidenten Hubert Eisendie und des Abschnittsinspektors Anton Platter wurde der Jahresbericht vom alten und gleichzeitig neuen Kommandanten
vorgetragen. Neben den statistischen Daten wurde besonders die Wichtigkeit der Übungen und Schulungen, die von den Wehrmännern fleißig besucht wurden, hervorgehoben. Neben einem Stadel brand in Gomion und einer großangelegten Suchaktion in Pfistrad mußten die Männer der Freiwilligen Feuerwehr St. Leonhard noch über zwei Dutzend mal ausrükken, um einen Kaminbrand unter Kontrolle zu bringen, Menschen aus einer Notlage zu befreien, technische Einsätze zu tätigen usw., wobei sie eine große Opferbereitschaft an den Tag legten. Bei den Einsätzen, den 40 Übungen und 38 Brandschutzdiensten, zu denen im Laufe des Jahres ausge-
rückt wurde, haben sich 947 Wehrmänner beteiligt und dabei die stattliche Zahl von 2433 Stunden geopfert. Sehr erfreulich ist, daß sich wieder junge Burschen in den Dienst der Wehr gestellt haben und damit zeigen, daß die Jugend für eine Organisation, wo Hilfsbereitschaft, Gemeinschaftssinn und Kameradschaft im Vordergrund stehen, Interesse hat. Für ihre 15-jährige verdienstvolle Tätigkeit wurden die Kameraden Ennemoser Werner, Gufler Johann, Eschgfäller Karl, Holzknecht Elmar, Staschitz Kurt und Tschöll Oswald mit dem Verdienstkreuz in Bronze ausgezeichnet. Der Bürgermeister dankte allen Wehrmännern für ihre Einsatzbereitschaft und fand anerkennende Worte für die vielfältige Tätigkeit der Wehr und wünschte allen viel Freude bei der Ausübung des Feuerwehrdienstes. Der Bezirksfeuerwehrpräsident überbrachte die Glückwünsche des Bezirksverbandes und wünschte allen eine erfolgreiche Zukunft und eine gute Kameradschaft. Peter Ennemoser
Lawinenübung am Jaufen
Am 29. Jänner 1995 organisierten die Bergrettungsstellen St. Leonhard und Platt am Jaufen eine große Lawinenübung. Daran beteiligten sich alle Bergrettungsstellen des Tales, die Finanzwache Moos, die Feuerwehren Platt, St. Leonhard und Walten und der Rettungsdienst "Weißes Kreuz". Es waren ca. 80 Personen und drei Lawinenhunde im Einsatz. Dabei wurde der Ernstfall eines großen Lawinenabganges mit 14 Verschütteten geprobt. Das Ziel war, die Übung möglichst wirklichkeitsgetreu durchzuführen, wobei darauf geachtet wurde, so wenig wie möglich vorauszuplanen. Nach einer kurzen Besprechung erfolgte um 15.30 Uhr die Alarmierung. Zuerst wurden die Lawinenhunde an den Unfallort geschickt, da sie bekanntlich immer noch die besten und schnellsten Retter sind. Es gelang ihnen auch rasch, drei "Verschüttete" zu finden. Nach und nach trafen die BRD-Männer ein, wobei die Feuerwehr den Personentransport zur Lawine durchführte. Für die Einsatzleitung gab es nun viel zu tun, da ja alle verfügbaren Männer eingeteilt werden mußten. So konnten nun alle gebräuchli-
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Passeirer Blatt / März 1995
chen Rettungsmethoden wie Oberflächensuchen, Pieps-Suche und Sondieren geübt werden. Besonderes Augenmerk wurde auf die Pieps-Suche gelegt, da dies neben den Lawinenhunden die beste und schnellste Möglichkeit ist, einen Verschütteten zu finden. Bekanntlich geht es bei Lawinenverschütteten um Minuten: Wer innerhalb von 15 Minuten gefunden wird, hat große Überlebenschancen, während die Überlebensmöglichkeiten nach Ablauf dieser Zeit rapide sinken. Nach und nach wurden alle "Opfer" gefunden und geborgen. Dabei wurde auch die richtige Bergung geübt, wobei die Männer des "Weißen Kreuzes" wertvolle Hilfe leisteten und Tips gaben. Bei der Bergung von Lawinenopfern ist vor allem auf den sogenannten .Berqetod" zu achten und auch darauf, daß das unterkühlte Opfer nicht zu schnell erwärmt wird und vor
allem, daß sich das kältere Blut der Arme und Beine nicht zu schnell mit dem warmen des übrigen Körpers vermischt. Nachdem inzwischen bereits die Dämmerung eingesetzt hatte, mußte die Feuerwehr für die nötige Beleuchtung der Lawine sorgen. So konnte diese Übung gegen 18.30 Uhr mit einem kleinen Imbiß und heißem Tee erfolgreich abgeschlossen werden. Dabei wurde noch eine kurze Besprechung des gesamten Einsatzes gemacht und auf eventuelle Fehler hingewiesen. Wir möchten bei dieser Gelegenheit auch die Notrufnummern für eventuelle Unfallmeldungen in Erinnerung rufen: Weißes Kreuz St. Leonhard: Tel. 65 65 65 Allgemeine Notrufnummer: Tel. 118 Erwin Karlegger
.
HOPPE hat alles Im Griff "Anders und besser als andere", so der Leitspruch des europaweit führenden Herstellers von Beschlagssystemen für Türen und Fenster. Dem gerecht zu werden, dafür sorgen heute ca. 1.100 qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den HOPPE-Werken Schluderns, St. Martin i.P., Laas, Bruneck und Müstair. Der Standort Südtirol trägt somit wesentlich dazu bei, daß die Produkte in Europa und darüber hinaus sehr gefragt sind und der Markenname HOPPE einen guten Klang hat. Vor etwa einem Jahr beschloß die Geschäftsleitung, sich ein ehrgeiziges Ziel zu stecken. Es galt, die Zertifizierung des eingeführten Qualitätsmanagement-Systems nach der Norm DINISO 9001 (die höchste Nachweisstufe) auf die gesamte HOPPE-Gruppe auszudehnen, nachdem diese Zertifizierung bereits 1992 in den vier Werken in Deutschland erfolgreich durchgeführt worden war. Denn, so haben die Verantwortlichen richtig erkannt, reicht es heute nicht mehr aus, nur ein fehlerfreies Produkt anzubieten. Wirtschaftliche Erfüllung der Qualitätsforderungen, Konformität mit geltenden Vorschriften, kurze Produktlebenszyklen und Kundenorientierung sind nur einige der äußerst wichtigen Kriterien, ohne die in der Industrie und Wirtschaft heute gar nichts mehr läuft. Im Herbst '94 schließlich konnte von den Auditoren der als neutral anerkannten Prüfstelle AGOS das Zertifizierungs-
Audit im gesamten Unternehmen durchgeführt werden: Entwicklung, Konstruktion, Produktion, Montage, Endprüfung, Vertrieb. Auf Grund des hervorragenden Ergebnisses hatten die Prüfer nicht lange zu zögern: HOPPE hat "Qualität mit System im Unternehmen vernetzt" und somit die Zertifizierung DIN-ISO 9001 als erster seiner Branche in Südtirol ohne Auflagen erreicht. Ausschlaggebend war wohl auch das ganzheitliche Qualitätsdenken und -handeln aller Mitarbeiter. Vielleicht ist dies ein Ansporn für andere und der einschlägige Beweis, daß auch hierzulande Standards mit internationaler Anerkennung erziel bar sind. Fa. HOPPE
Faschingsfeier der Senioren Am Donnerstag, 9. Februar, veranstal-
tete die Seniorenvereinigung St. Leonhard im Vereinshaus
der Gemeinde
eine Faschingsfeier. Rund 140 Senio-
ren waren der Einladung gefolgt. Be-
sonders erfreulich war die Anwesenheit
von
etwa
40
Personen
aus
Kortsch, die zusammen mit ihrer Orts-
leiterin,
Frau Margareth
Wellenzohn,
die weite Anreise nicht gescheut hat-
ten. Die Ortsleiterin von St. Leonhard, Frau Anna Öttl,
begrüßte
alle recht
herzlich und wünschte einen fröhlichen Nachmittag.
Das
Pseirertrio
dann für beschwingte
sorgte
Musik, zu der
ein Großteil der Senioren recht eifrig das Tanzbein schwang. Zur Auflockerung und Unterhaltung
trugen
auch
die beiden heiteren Sketche von einer
Wallfahrt bzw. einem Arztbesuch
bei.
Für das leibliche Wohl der Besucher
sorgte
ein kleines
Buffet,
das vom
worden
war. Zum
Ausschuß unter Mithilfe einiger Bäuerinnen vorbereitet
Schluß waren sich alle einig, daß es
eine gelungene
Feier mit viel Spaß
und guter Laune gewesen war.
Von der Ortsgruppe
Kortsch gab es
zum Abschluß eine Einladung für einen fröhlichen Nachmittag im Herbst.
Fernsehfostn?
Dr Fernsehkostn kennt kuan Rostn wia sollsehe nochr fostn?
Fleischfostn?
Des tuat schaisch, Kialtruchn voll Flaisch und es beschte Ingeraisch und nochr sollsche fostn? Nit zidrrichtn. Obr - Haupsoche man konn berichtn daß min in Oastrsunntig hot Halleluia gsungin. Anna Lanthaler
Der Ausschuß der Südtiroler Bäuerlichen Senioren vereinigung St. Leonhard
Der Ausschuß bedankt sich bei allen,
die zum Gelingen der Feier beigetra-
gen haben. Dank auch der Gemeinde
St. Leonhard, die uns für unsere Veranstaltungen
für die Senioren
stets
großzügig das Vereinshaus zur Verfü-
gung stellt.
Anna Öttl
PasseirerBlatt / März 1995
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Die Schuhplattler von Stuls "Mir mit Mir und weil
sein in jedr Stubm, in jedn Wirtshaus drein, unserer /ustign Schuhp/att/erei. singn, jodeln, pfeifn mir trinkn unsern Weih mir echte Pseirerbuam sein. Ho/adrio, ho/adrio ... "
So lautet die dritte Strophe eines Liedes, das. hier im Passeier immer gern gesungen wird. Hier wird nicht die angeblich gute, alte Zeit besungen, sondern das gibt es auch heute noch. Ob Brauchtums- oder bunte Abende, Bälle oder Wiesenfeste, immer wieder kann man sie sehen, die Burschen in den kurzen Lederhosen und mit den roten Wadeln. Ja, die Schuhplattler, lustige Burschen, die auch was können. Da kann unter den Zuschauern schon mal die Frage aufkommen, wer sind denn diese jungen Männer? Oder: Wer hat es ihnen beigebracht? Seit wann wird hier in Stuls eigentlich schuhgeplattelt? Fragen, denen es sich einmal nachzugehen lohnt.
Die Anfänge In den 30er Jahren arbeitete "Goggl" Luis aus Schenna als Knecht auf dem Larchhof in Stuls. Damals war er ungefähr 50 Jahre alt. Dieser Mann kannte nicht nur die harte Arbeit, er hatte auch etwas für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung übrig. Wenn die Zeit es erlaubte, spielte er auf seiner Harmonika. Er kannte nicht nur die verschiedenen Schuhplattlerstücke, sondern wußte auch, wie sie geplattelt werden. Daß er in Stuls damit nicht lange allein blieb, ist zu verstehen. Das wurde ihm bald nachgemacht, und somit hat das Schuhplattlen in Stuls begonnen. "Goggl" Luis lehrte das Schuhplattlen Etschmann Alfons (Schoater), sowie den Brüdern Karlegger Josef und Martin vom Larchhof. Martin soll schon geplattelt haben, noch bevor er zur Schule ging, später entwickelte er sich zu einem ausgezeichneten Tänzer. Karlegger Hans begleitete die Gruppe, bei der auch seine Schwestern Rosa und Maria waren, auf der Ziehharmonika. Der 2. Weltkrieg begann, und auch die Schuhplattler mußten zum Krieg einrücken. Am 15. September 1941 fiel Josef (der erste Stuller) bei St. Petersburg in Rußland. Am 3. September 1944 fiel Alfons in Rumänien. Nur
Martin überlebte den Krieg, kam aber erst am 15. Jänner 1948 von der russischen Gefangenschaft zurück. Ein Jahr vor ihm kam Hofer Josef (Poß) aus Afrika zurück. Im heißen Wüstensand in der ägyptischen Gefangenschaft hat er Schuhplattlen gelernt. Als er nun wieder zu Hause war, tat er sich mit Martin zusammen, war bereit, ein paar Schläge umzulernen und plattelte so, wie es die Karleggers vor dem Krieg vom Luis, ihrem Knecht, gelernt hatten. Auf der Harmonika begleitete sie Karlegger Hans. Zu diesen beiden Buben gesellten sich bald zwei Frauen. Dies waren Pflug Maria (Tuifer) und Karlegger Anna vom Larchhof. Das war die erste Schuhplattlergruppe in den 50er Jahren. Zwischen 1950 und 1960 entstand in Stuls die nächste Schuhplattlergruppe. Zu diesem Dreikleeblatt gehörten Gögele Richard (Jogglander), Prünster Richard (Bernhofer in Glaiten) und Gufler Hans (Raffein). Die letztgenannten haben sich beim Plattlen und Spielen der Stücke auf der Harmonika abgewechselt. In den Jahren 1963/64 formierte sich eine fast neue Schuhplattlergruppe. Von der oben genannten Gruppe war Gufler Hans als Spieler und Gögele Richard von den Plattlern dabei. Hinzu kamen Karlegger Hans (Junior) und Halbeisen Helmut (Kroner). Von den Damen waren Kuprian Rosa (Grondl) und Traudl (Fernblick), Halbeisen Marianne (Kroner) und Hofer Margareth (Lenzmichl) dabei. Wann und wo haben sie geplattelt? Unter anderem am Sonntag nachmittag und abend auf den Bauernhöfen, zum Beispiel am Kroner im Anger. Obwohl es damals keine Straßen und Fahrzeuge gab und die Fußwege besonders im Winter öfters eisig und gefährlich waren, so scheute doch niemand den weiten Weg, um den Hof zu erreichen, auf dem getanzt und schuhgeplattelt wurde. Schön und lustig soll es gewesen sein - und zugegangen soll es manchmal sein ...
Auch wenn einige von den Mitgliedern der Gruppe aus verschiedensten Gründen das Schuhplattlen beenden mußten, so hörte es in Stuls doch nie ganz auf. So wie im ganzen Tal gibt und gab es auch in Stuls bei verschiedenen Bauernhöfen 'lustige Leute, die gerne Musik machten und sich bei Musik und Tanz bestens unterhielten. Stellvertretend für viele andere seien die Geschwister Gufler Josef, Friedrich und Anton (Untereggen) genannt. Sie haben nicht nur musiziert, sondern gelegentlich auch schuhgeplattelt. Einige von diesen genannten Damen und Herren sind auch heute noch gelegentlich auf der Bühne zu sehen. So zum Beispiel im August 1994 in Stuls. Von den jüngeren Schuhplattlern werden sie liebevoll die Veteranen genannt.
Zu Beginn der 70er Jahre wurde in Stuls das Hotel Kronhof erbaut. Beim gemütlichen Beisammensein mit Musik und Tanz wurde unter anderem auch schuhgeplattelt. Wiederum war Hofer Sepp mit Halbeisen Helmut mit von der Partie. Auf der Harmonika wurden sie von Karlegger Hans, einem im ganzen Passeiertal bekannten Musiker, begleitet. Als Tänzerinnen waren Marialuise Gufler und Rosa Mangger dabei. An einem solchen Abend soll Hofer Sepp den Ausspruch getan haben: "Ich plattle so lange, bis wieder andere anfangen." Tatsächlich dauerte es nicht allzu lange, und es ging wieder los.
Die zweite größere Schuhplattler gruppe In den Jahren 1976/77 taten sich in Stuls wiederum junge Burschen zusammen, um das Schuhplattlen zu erlernen. Hofer Sepp, der keine Mühe scheute, nahm sich Zeit und brachte mit viel Geduld diesen manchmal etwas unbeholfenen Männern die Kunst
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PasseirerBlatt / März 1995
des Plattlens bei. Als Lehrer mußte er manchmal fast gleichzeitig Ziehharmonika spielen und Schuhplattlen. Bei dieser Gruppe waren Graf Alfred und Hubert (Joggeler), Pflug Peter (Egger), Widmann Urban (Unterfalkwand) und Pfitscher Siegfried. Zu diesem Männerverein gesellten sich bald auch Damen. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß diese Gruppen, obwohl ihr junge Frauen angehören, keine Volkstanzgruppen sind. Es wird nur geplattelt. Die Damen waren besonders willkommen, einerseits um das äußere Erscheinungsbild zu verbessern, vor allem aber, um die Rundgänge zwischen den einzelnen Teilen bei einem Plattlerstück abwechslungsreich und lebendig zu gestalten. Von den Damen waren dies Widmann Maria und Martha (Ober- und Unterfalkwand), Gufler Maria (Meleher) und Pfitscher Paulina. Die Gruppe wurde von Halbeisen Helmut auf der Harmonika begleitet. Nach vielen Proben war sie bald bei den verschiedensten Veranstaltungen und Festen - nicht nur im Passeiertal - zu sehen. Das Jahr 1978 war für die Gruppe eines der schönsten und erfolgreichsten und kann auch als Gründungsjahr angesehen werden. Als Koch, den es vor allem beim .Holzhocker" braucht, zeigten am Anfang Gufler Gottfried und später sein Bruder Albert (Gedeler) ihre akrobatischen Einlagen. Aus Arbeitsplatzgründen gab es bei den Damen später einen Wechsel. Anstelle von Martha und Paulina kamen die Schwestern Lanthaler Frieda und Irmgard, die, wie die übrigen auch, aus Stuls kommen. Die einzelnen Mitglieder denken heute noch gerne, wenn sie zusammenkommen, an diese Zeit zurück, in der sie viel Gemeinschaft, Freude und Frohsinn erleben durften. Diese Leute werden heute als Senioren bezeichnet und sind ab und zu bei einer Veranstaltung zu sehen.
Die dritte große Gruppe "Aller guten Dinge sind drei" ist manchmal zu hören. Um die Mitte der 80er Jahre entstand - nach einigen Jahren Pause - in Stuls eine neue Schuhplattlergruppe. Mit von der Partie sind Widmann Paul (Unterfalkwand), Widmann Oskar (Marx), Hofer Hans, Karl und Valentin (Toniger), Pöhl Luis und Johann (Zipper), Gufler Florian (Wieser), Pflug Markus (Alpenblick), Gufler Oswald und Ermin (Untereggen), letzterer als Harmonikaspieler. Zur Zeit zieht Widmann Klaus (Unterfaikwand), der sie auf der Harmonika begleitet, mit ihnen durch die Lande. Mit ihren originellen Auftritten gelingt es ihnen immer wieder, alt und jung zum Lachen zu bringen. Am Anfang waren bei dieser Gruppe auch Damen dabei. Dies waren Hofer Josefa (Toniger), Gufler Elfriede (Wieser), Hofer Gerda, Gufler Genoveva (Bar Flora), Raffl Rosa (Lenzer), Pöhl Gabriela (Zipper), Widmann Ulrike (Marx) und Gstrein Manuela. Diese Gruppe sind die Junioren. Sie feierten am Sonntag, den 21. August 1994, in Stuls bei herrlichem Wetter und Bombenstimmung ihr 10-jähriges Bestehen.
schön gesagt. Möge es ihnen gegönnt sein, weiterhin keine Mühe für die Proben zu scheuen und Gemeinschaft, Zusammenhalt und Freude bei ihrer Tätigkeit zu erleben. (Es sei darauf hingewiesen, daß einige der genannten Personen bereits verstorben sind.) Siegfried Pfitscher
Von wegen Bubenjungschar ...
Der Bericht über das Werden der Bubenjungschar von Platt im letzten Passeirerblatt hat die einstigen Jungscharmädchen auf den Plan gerufen. Sie
haben festgestellt, daß sie damals auch schon mit einer guten Organisation auf der Welt waren - nur eben gut getrennt von den Buben, sodaß man voneinander (fast) nichts wußte. Wie sich doch die Zeiten geändert haben ... Die am meisten geplattelten Stücke sind der Haidauer, Miesbocher, Watschinger, Untersberger, Moder, Holzhocker, Trio, Auerhohn und Olmhütt. Bekannt sind auch der Boarische und der Eifersuchtsplattler. Mittlerweile sind an die 60 Jahre vergangen, seitdem in Stuls - einmal mehr, einmal weniger - schuhgeplattelt wird. Daher könnte man Stuls die Hochburg der Schuhplattler in Passeier nennen. Allen Schuhplattlergruppen sei für ihren Beitrag, einen alten Tiroler Brauch im Passeiertal zu pflegen, ein schlichtes aber herzliches Danke-
Die nun veröffentlichten Such bilder von Jugendgruppen aus Platt wollen ein kleines Trostpflaster für unsere vergessenen Mädchen sein! Heinrich Hofer
Passeirer Blatt / März 1995
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40 Jahre sind vergangen Im Spätherbst des letzten Jahres wurde allen 40-jährigen von St. Leonhard eine außergewöhnliche, im Dialekt verfaßte Einladung zugestellt, die zur runden Jubiläumsfeier einlud. An einem Samstag abend trafen sich die Junggebliebenen in einem Passeirer Gasthof, wo für sie Köstlichkeiten aus Küche und Keller zubereitet und kredenzt wurden. Daß in der fröhlichen Runde nicht über Politik und Sport geredet wurde, war nicht zu erwarten, obwohl Gemeinderäte bzw. Sportklubpräsident und hohe Beamte in den Bereichen Gemeinde-, Bank- und Schulverwaltung anwesend waren. Neben den vielseitigen, witzigen Erzählungen hat man sich gerne früherer Begebenheiten erinnert und im nachhinein darüber herzhaft gelacht.
Gar manch Geheimnisvolles aus den längst vergessenen Schuljahren wurde
(~rgebniSSe der vereinsneUWZlhlen) Ausschußmitglieder Kommandant Kommandant -Stellvertreter Zugskommandant Schriftführer Kassier Gerätewarte Gruppenkommandanten
der Freiwilligen Feuerwehr
St. Leonhard Schwarz Michael Holzknecht Norbert Ennemoser Werner Ennemoser Peter Haller Walter Auer Christian Ennemoser Markus Tschöll Oswald Raffl Paul Pichler Karl Königsrainer Emil Auer Andreas
Walten Oberprantacher Albert Haller Karl Königsrainer Walter Pixner Franz Haller Peter Pöll Christian
Pichler Johann Haller Hansjörg
Kirchenchor St. Leonhard Chorleiter und Schriftführer: Obmann: Stellvertreter: Kassierin: Notenwart:
Hofer Albin Hofer Florian Pöhl Sieglinde Gufler Karin Eschgfäller Johann
Musikkapelle St. Leonhard Kapellmeister: Vizekapellmeister: Obmann: Vizeobmann: Schriftführerin: Kassierin: Beiräte:
Gumpold Michael Moosmair Roland Hofer Karl Haller Siegfried Pixner Monika Pixner Petra Ilmer Sepp Hofer Sepp Haller Franz Frank Michaela
• • •
aufgedeckt und nach den verschiedensten Aspekten beleuchtet und aufgeklärt. Die Initiatoren und großartigen Organisatoren mit Namen Rita, Sieglinde und Karl machten allen Beteiligten, egal ob Stier, Fisch oder Jungfrau, ein unerwartetes Geschenk mit schmeichelhaftem Spruch. Unter dem letzten Tagesordnungspunkt wurde der Rest des eingezahlten, stattlichen Betrages der Zweck bestimmung zugeführt und für soziale Bedürfnisse zur Verfügung gestellt. Die Zeit verging schnell, und vor dem großen Aufbruch wurden noch mehrere bekannte Liedstrophen auf den Jubiläumsanlaß umgeschrieben und gemischtstimmig vorgetragen. Das Abschiednehmen wurde mehrmals wiederholt. Dann trat man gruppenweise den Heimweg an, in der Hoffnung, daß die drei rührigen Mitvierziger bald wieder die Initiative ergreifen und zum Feiern einladen mögen. R.H.
Seil isch glaich Hoaßtr Friiling Langis odr Lenz a Griandr ischis man siggs man kennts. Mit dr grian Forbe tuatr klexn und klaan und ibr Nocht nor Puschn saan. Anna Lanthaler
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Firngleiter - Europameisterschaft Vom 3. - 5. März 1995 wurde in Pfelders / Moos in Passeier die 8. Firngleiter-Europameisterschaft ausgetragen. Diese Sportart erfreut sich im Hinterpasseier einer über 10-jährigen Tradition und ist heuer erstmals in die FIS aufgenommen worden. Am Freitag abend wurde die EM mit einer gelungenen Feier in Pfelders eröffnet. Begleitet von den Klängen der Musikkapelle Moos erfolgte der Einmarsch der teilnehmenden Nationen Österreich, Liechtenstein und Italien; die Begrüßung und Eröffnung nahm der Präsident des Organisationskomitees, Andreas Schwarz, vor. Nach Ansprachen des Bürgermeisters Karl Lanthaler, des Sportassessors Benedikt Pamer und des FIS-Delegierten
Franz Kubesch aus Österreich bot die Ski schule Pfelders einen beeindrukkenden Fackellauf. Die Rennen wurden auf den Strecken "Obere Böden" ausgetragen, und zwar am Samstag der Riesentorlauf und am Sonntag der Slalom, jeweils in zwei Durchgängen. Der in der Nacht von Freitag auf Samstag gefallene Schnee bereitete zwar einige Mehrarbeit, präsentierte Pfelders am Sonntag aber in einer traumhafte Umgebung. Die EM wurde am Sonntag im Kursaal von Moos mit einer Preisverteilung, bei der auch Landesrat Dr. Michl Laimer anwesend war, beendet. Maria Raich
3. Schölzhorn Martin 4. Hofer Walter 5. Fontana Andreas Slalom 1. 2. 3. 4. 5.
HERREN
Österreich Österreich Liechtenstein Österreich Italien
HERREN
Kombination
Riesentorlauf
1. Ganahl Ignaz Europameister 2. Hofer Walter 3. Brunnhofer Gerald 4. Platter Roland 5. Graf Roland Riesentorlauf 1. 2. 3. 4. 5.
Österreich
1.23.52
Italien Österreich Italien Italien
1.24.93 1.26.18 1.27.57 1.28.06
HERREN JUGEND
Rohrer Alexander Dettenweitz Markus Seebacher Gerhard Gufler Michael Juen Markus
DAMEN
Riesentorlauf
HERREN
Liechtenstein 1.33.15 Österreich 1.33.26 Österreich 1.33.48 Italien 1.33.64 Österreich 1.33.94
1. Schwarzlmülier Bettina Österreich Österreich 2. Mangeng Sonja Österreich 3. Wilii Daniela Riesentorlauf
Österreich Österreich Österreich
1.09.00 1.20.14 1.27.35
1. Pöhl Günther Europameister 2. Trojer Andreas
Italien
1.26.67
Österreich
1.28.13
Italien Österreich Italien Österreich Italien JUGEND Liechtenstein Österreich Österreich Italien Österreich
DAMEN
1. Schwarzlmüller BarbaraÖsterreich 2. Mengeng Sonja Österreich 3. Schwendinger Beate Österreich Kombination
HERREN
HERREN
Rohrer Alexander Seebacher Gerhard Zauser Christof Gufler Michael Frick Johannes
Kombination
HERREN SENIOREN
1. Stocker Hans 2. Neuner Hans 3. Micheli Artur Slalom
1.09.29 1.10.59 1.11.33
1. 2. 3. 4. 5.
Österreich Österreich Österreich
HERREN
Hofer Walter Brunnhofer Gerald Graf Roland Hohenwarter Josef Gufler Gotthard
Kombination
HERREN
1. Stocker Hans 2. Neuner Hans 3. Micheli Artur
1.12.29 1.14.54 1.16.46
SENIOREN
1. Stocker Hans 2. Kessler Herbert 3. Thorer Manfred
1. 2. 3. 4. 5.
1.38.14 1.38.93 1.38.94 1.39.09 1.42.54
DAMEN
1. Schwarzlmülier Bettina Österreich 2. Mengeng Sonja Österreich 3. Schwendinger Barbara Österreich Slalom
1.29.01 1.30.01 1.30.49
JUGEND
Zauser Christof Seebacher Gerhard Rohrer Alexander Sieder Gernot Gufler Michael
Slalom
Italien Italien Italien
SENIOREN Österreich Österreich Österreich
1.11.02 1.18.44 1.20.37
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Hallo Kinder! Das Passeirerblatt will nicht länger nur für Erwachsene schreiben, jetzt seid Ihr dran! Von nun an sollen in jeder Ausgabe auch Eure Ideen, Zeichnungen, Geschichten, Gedichte und Rätsel drinnen sein. Vielleicht macht Ihr gerade mit Eurer Klasse ein tolles Projekt oder habt Ihr eine interessante Geschichte? Wir stellen sie gerne vor, und Ihr glaubt gar nicht, wieviel Spaß es macht, seine Sachen in einer Zeitung wiederzufinden! Habt Ihr Lust bekommen?
Dann schickt Eure Zeichnungen oder Texte an: Redaktion Passeirerblatt Kinderseite 00. Bibliothek St. Leonhard.
Ich freue mich Eure Post!!!
schon
Euer Klexi
~C><:>0~
Findest Du Unterschiede?
die
kleinen
Zähle sie genau und schicke uns die richtige Zahl! Unter den richtigen Einsendungen verlosen wir tolle Buchpreise!
Einsendeschluß ist der 3D.Aprii Und nun viel Spaß!
auf
Seite 19/ Nr. 5
Passeirer Blatt / März 1995
"Passeirer-Schnöller" im Wettkampf
Am 11. September 1944 fanden in Pichl/Gsies die letztjährigen, die 16. Landesmeisterschaften im Goaßlschnölien statt. Bei zahlreicher Beteiligung - insgesamt 108 Sportler aus 12 Vereinen aus ganz Südtirol - schlugen sich Schnöller aus dem Passeier in den meisten Kategorien recht wacker, wenngleich die 4er-Gruppe heuer zum ersten Mal den Sieg knapp den Rittnern überlassen mußte. Unter den zahlreichen Zuschauern an der Wettkampfstätte waren auch die Landtagsabgeordneten Frau Eva Klotz sowie der Bauernbundobmann Arthur Feichter vertreten, welche beide aufmunternde und anerkennende Worte an die Organisatoren und Schnöller richteten. Ergebnisse: 2er-Gruppe, unter 18 Jahren: ohne Passeirer Beteiligung 2er-Gruppe, normal: Unter acht Gruppen belegten die .Passeirer Hirtenbuabm" den 2. Rang. 3er-Gruppe, unter 18 Jahren: ohne Passeirer Beteiligung Unter fünf Gruppen belegte die Gruppe 3er-Gruppe -B.Kellerlahn" (Sepp Marth, Paul Kuen, Bernhard Kuen) mit 154,5 Punkten den 1. Rang (Landesmeistertitel). 3er-Gruppe -A-
3er-Gruppe Senioren:
4er-Gruppe:
Dabei erzielten die Passeirer Gruppen die Ränge 1,2,3,5,6. Die Siegergruppe setzte sich aus folgenden Schnöllern zusammen: Engl Zwischenbrugger, Luis Raffl, Karl Lahner. Sie erzielten 160 Punkte. Unter fünf beteiligten Mannschaften erzielte die .Fleckner Gruppe Passeier" mit 147,5 Punkten den 3. Rang. Unter sechs Gruppen errangen die vier Schnöller der Mannschaft .Pfandleralm'' (Sepp Verdorfer, Hermann Haller, Sepp Schwarz, Walter Zwischenbrugger) mit 164 Punkten den 2. Rang.
4er-Gruppe - Gsieser Pokal - Unter den zwölf beteiligten Mannschaften erzielte die Gruppe .Pfandleralrn" mit 167, 5 Punkten den 1. Rang (großer Pokal), sowie die "Jochgruppe Passeier" mit 145,5 Punkten den 10. Rang. Seitens aller Schnöllerfreunde aus ganz Passeier herzlichen Glückwunsch den erfolgreichen Sportlern. Sepp Haller
Jugendfestival in Meran 30.04. - 01.05.1995 Nun ist es wieder soweit: Ein Jugendfestival steht vor der Tür, und zwar von Sonntag, 30. April 1995 bis 1. Mai 1995. Es sollen wieder bunte Tage der Begegnung und Gemeinschaft, des Erlebens, der Unterhaltung und Auseinandersetzung sein, mit viel Spaß ... kurzum: ein Höhepunkt im "Jahr der Jugend". Es wird mit mehr als 1.000 Leuten aus ganz Südtirol gerechnet, für weiche auch Unterkunftsmöglichkeiten in Turnhallen, Sälen und Schulklassen organisiert wer~n. Auch für Frühstück, 'Mittäg- und Abendessen ist vorgesorgt.
Zudem ist am Sonntag ein großes Fest geplant, das in drei verschiedenen Formen stattfindet: einmal die Fortführung des Taizeqebetes, ein Konzert sowie eine Party mit Discomusik. Bei der Organisation sowie beim Jugendfestival selbst sind alle Jugendvereine und Jugendreferenten recht herzlich eingeladen. Daher fordert auch die Bezirksjugend Passeier alle Jugendlichen dazu auf, recht zahlreich am Festival teilzunehmen. Die Bemühungen der Organisatoren sollen sich gelohnt haben. Carmen Koffer
Raiffeisenkassen stiften Ausbildungsstation für das Weiße Kreuz Passeier und Naturns Immer größere Ansprüche werden von der Gesellschaft an die Rettungsdienste gestellt. Oft ist die Arbeit des Sanitäters für das körperliche und seelische Befinden des Patienten ausschlaggebend. Es ist daher sehr lobenswert, daß die freiwilligen Helfer des Weißen Kreuzes mit Einsatz und Begeisterung das Angebot der Ausund Fortbildung annehmen. Genauso erfreulich ist es aber auch, daß Banken, Firmen, öffentliche Körperschaften und Private durch ihre Beiträge und Spenden diese besondere Ausbildung ermöglichen. Ohne geeignete Instrumente, Geräte und Lehrmittel verschiedenster Art ist eine Spezialisierung im Rettungdienst unmöglich. So haben die Halffelsenkasse Passeier, Partschins und Tschars den Weißen-Kreuz-Sektionen von Passeier und Naturns den Ankauf einer modernen, computergesteuerten Wiederbelebungsstation ermöglicht; dafür gebührt den Bankverwaltern große Anerkennung und Dank. Im November 1994 organisierte der Ausbilder von Naturns, Hansjörg Prantl, in Zusammenarbeit mit dem Ausbilder Elmar Tschöll aus Passeier und dem Leiter der Johanniterschule Kempten (D), Wolfgang Strahl, ein ganztägiges Herz-Lungen-Wiederbelebungsseminar in Naturns. Am Vormittag wurde den 25 Sanitätern der beiden Rettungsstellen die unerläßliche Notwendigkeit des praxisbezogenen Trainings in den verschiedensten Situationen vorgetragen. In Zusammenarbeit mit den Gemeindeärzten (Dr. Andres - Naturns, Dr. Dona - Tschars, Dr. Gluderer - SchIanders und Dr. Schenk - Moos i.P.) wurden am Nachmittag verschiedene Fallbeispiele an der neuen Übungsstation (MEGA CODE 2000) simuliert und entsprechende Maßnahmen getroffen. Als dann abschließend am Abend die offizielle Übergabe stattfand, waren Ärzte, Ausbilder und Sanitäter äußerst begeistert, eine Einrichtung zu besitzen, die einen praxisbezogenen Ablauf einer Fortbildung ermöglicht. Im Dezember 1994 wurde nochmals
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ein Mega-Gode-Training mit 11 Sanitätern und den Gemeindeärzten Dr. Innerhofer - St. Martin und Dr. von Sölder - St. Leonhard vom Weißen Kreuz Passeier organisiert. Die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen den Rettungsstationen hat sich wieder einmal als äußerst fruchtbrin.gend erwiesen. Mitgliederaktion
1995
Für das Jahr 1995 gibt es folgende Angebote: 1.) Bodenrettung: Begünstigungen im Bedarfsfalle: 10 kostenlose Transporte bis maximal 30 km; 50% Ermäßigung bei Fahrten außerhalb der Wohngemeinde Jahresbeitrag für Einzelperson L. 30.000.Jahresbeitrag für die Familie L. 50.000.2.) Rückholdienst mit Krankenwagen: Kostenloser Rückholdienst aus dem europäischen Ausland bis zu maximal 3 Mio. Lire Jahresbeitrag für Einzelperson L. 30.000.L. 50.000.Jahrsbeitrag für die Familie 3.) Flugrettung: Kostenloser Rettungsflug mit Helikopter bis maximal 3 Flugstunden Jahresbeitrag für Einzelperson L. 30.000.Jahresbeitrag für die Familie L. 60.000.-
Im abgelaufenen Jahr 1994 kann unser Verein auf ein sehr reges Arbeitsjahr zurückblicken. Mit den sechs Ambulanzfahrzeugen wurden 2358 Einsätze gefahren, das sind gegenüber 1993 um 500 Einsätze mehr. Dabei wurden 158.000 Kilometer zurückgelegt. Zu medizinischen Notfalleinsätzen wurde der Notarzt aus Meran 22mal und der Rettungshubschrauber 26mal zu Hilfe ins Passeiertal gerufen. Mit den Freiwilligen Feuerwehren des Passeiertales und dem Bergrettungsdienst wurden insgesamt 10 Übungen veranstaltet.
Tage, Nächte und Feiertage im Dienste des Nächsten stehen. Unser Ausbilder Tschöll Elmar organisierte für die freiwilligen Helfer zwei Grundlehrgänge sowie in Naturns und Passeier je ein Wiederbelebungstraining (Mega-Gode- Training). Weiters wurden im Tal für die Bevölkerung, die Schulen bzw. für die verschiedenen Vereine insgesamt zehn Erste-HilfeKurse abgehalten. Im Mai besuchten vier freiwillige Helfer den Bundeskongreß der Rettungssanitäter in Köln (D). Im August wurde ein neues Einsatzfahrzeug in Betrieb genommen. Der Ausschuß traf sich zu 13 Sitzungen sowie zwei Gruppenführersitzungen. Bei den verschiedenen Veranstaltungen wie Dorftest, Bezirkspreiswatten, Ski- und Rodellandesmeisterschaften, Bromballspiel und Richard-PruggerGedächtnisturnier wurde mit sehr viel Fleiß und Interesse an den Pflichtdiensten mitgearbeitet. Außerdem war unsere Sektion bei allen Wettbewerben sehr erfolgreich. Die Partnerschaft mit dem Roten Kreuz Oberstdorf wurde gepflegt.
Bei 35 Veranstaltungen jeder Art versahen wir einen Bereitschaftsdienst. Nicht zu vergessen die zahllosen Stunden der freiwilligen Helfer/innen und Festangestellten, die während der
Abschließend wünscht sich der Landesrettungsdienst "Weißes Kreuz Passeier" , daß er auch in Zukunft seiner Aufgabe zum Wohle der Bevölkerung des Tales gerecht werden kann.
war wiederum ein Erfolg der Zusammenarbeit aller Sektionen des Weißen Kreuzes im Burggrafenamt. Einen großen Beitrag zum guten Gelingen dieser Veranstaltung trugen die Firmen, Geschäfte und Betriebe des Tales bei, die uns großzügige Preise zur Verfügung gestellt hatten. Wir möchten uns auf diesem Wege recht herzlich bei den Sponsoren, Gönnern und Freunden bedanken. Tätigkeitsbericht
1994
4.) Rettungskarte: Vorteile: umfaßt alle unter den Punkten 1, 2 und 3 angeführten Rettungen Jahresbeitrag für EinzelpersonL. 80.000.Jahresbeitrag für die Familie L. 150.000.-
Der abgebildete Ford Transit Combi 9 ist seit kurzem im Besitz des Bezirksaltersheimes von St. Leonhard. Das neue Fahrzeug konnte zur Gänze durch Mittel des Amtes für Senioren und durch einen ansehnlichen Beitrag der Volksbank Meran angekauft werden. Neben den wöchentlichen Materialtransporten aus dem Meraner Krankenhaus können sich die Senioren nun auch auf kleinere Ausflüge freuen.
Die Familie umfaßt die Eitern,. minderjährige Kinder, Jugendliche, die den Militärdienst leisten oder ein Studium absolvieren und auch Großeltern, sofern sie im gleichen Haus wohnen. Der Mitgliedsbeitrag kann auch bei den Banken oder direkt am Sitz des Weißen Kreuzes in St. Leonhard in Passeier, A.-Hofer-Str. 7, eingezahlt werden. Über Posterlagschein ist es nicht möglich, da unsere Sektion über kein Konto bei der Post verfügt. Wie gewohnt kommen in den Frühjahrsmonaten die freiwilligen Helfer bei Ihnen vorbei, um den Mitgliedsbeitrag einzusammeln. In diesem Zusammenhang ein herzliches Vergelt's Gott im voraus. Das Bezirkspreiswatten, welches von uns organisiert wurde und am 28.01.1995 in St. Leonhard stattfand,
Im Bild das neue Fahrzeug des Bezirksaltersheimes.