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S.I.A.P. GR. IV 70%
Nr.3 MITTEILUNGEN UND NACHRICHTEN AUS MOOS, ST. LEONHARD UND ST. MARTIN MITIEILUNGEN UND NACHRICHTEN AUS
15. Jahrgang – Nr. 35 MOOS, ST. LEONHARD UND ST. MARTIN
Oktober 1991
September 2002 5. Jahrgang
Neues vom Weißen Kreuz - Sektion Passeier
Das Weiße Kreuz, Sektion Passeier, bedankt sich bei den drei Gemeinden des Talesfür die Finanzierung des EKGGerätes Lifepak 10. Dieses neue Gerät (das erste in Südtirol) ist eine wertvolle Ergänzung unserer Ausstattung, und damit kann in vielen Fällen noch besser und schneller geholfen werden. Weiters bedanken wir uns bei folgenden Spendern für ihre Unterstützung zum Ankauf eines Notarztkoffers: Gasthof Frick, Hotel Passeirerhof, Pension Wildschütz, Pension Wiesen hof, Gasthof Alpenrose (Huli), Pension Schloßberg, Dortcate St. Leonhard,
Gasthaus Pfandleralm, Gasthaus Forellenbach und Frau Pichler Annemarie St. Martin.
Passeirer Blatt / Oktober 1991
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Die Grundschulreform Mit Beginn des Schuljahres 1991/92 wurde die staatliche Reform der Grundschule (Staatsgesetz Nr. 148/1990) für Kinder, Eltern und Lehrer Schulwirklichkeit. Was veränderte sich: - Es gibt nicht mehr den/die allein verantwortliche/n Klassenlehrer/in; - für je zwei Grundschulklassen ist ein Team von drei Lehrpersonen vorgesehen, die beide Klassen in gemeinsamerVerantwortung führen; in Ausnahmefällen und bei kleineren Schulen können vier Lehrpersonen für drei Klassen eingesetzt werden; - die Lehrpersonen übernehmen nach Anordnung des Grundschuldirektors/der Grundschuldirektorin und auf Vorschlag des Lehrerkollegiums die verschiedenen Fachbereiche; - um den individuellen Fähigkeiten und Neigungen der Lehrpersonen zu entsprechen und um den Schülern einen möglichst qualifizierten Unterricht zu garantieren, müssen die Fachbereiche »Bildnerisches Gestalten«, »Musikerziehunq- und »Leibeserziehung« unter den drei Lehrpersonen aufgeteilt werden; es ist nicht zulässig, daß ein/eine Lehrer/in den Unterricht in allen drei musischen Fächern übernimmt; - die Lehrpersonen sind nicht -Fachlehrer- im Sinne des MitteIschulgesetzes, sondern Grundschullehrer mit einer einheitlichen Ausbildung; sie sorgen für die Einheitlichkeit des Unterrichts durch eine wöchentliche gemeinsame Planung aller Lernziele, Vorhaben und Tätigkeiten; - die Zuweisung von drei Lehrpersonen für zwei Klassen bzw. bei kleineren Schulen vier für die drei Klassen bewirkt mehr Lehrstunden für die Schüler und ermöglicht zeitweise einen gemeinsamen Unterricht von zwei Lehrpersonen in einer Klasse (f eamunterricht); - diese Stunden können für verschiedene Tätigkeiten genutzt werden, wie z.B. für Gruppenarbeiten, zur Förderung von Einzelschülern, Kleingruppen oder größeren Gruppen innerhalb und außerhalb des Klassenraumes, zur Durchführung von Unterrichtsprojekten, Untersuchungen, Dokumentationen, Lehrgänge usw.; - die zeitweise gemeinsame Anwesenheit von zwei Lehrer/innen in der Klasse soll die Selbständigkeit, Kooperationsfähigkeit und die Kreativität der Schüler fördern;
- die Wochenstunden der Schüler werden auf Staatsebene auf 27 bis 30 Stunden festgelegt, dies bedeutet Nachmittagsunterricht an ein bis zwei Schultagen; - an der Unterstufe der Grundschule (1. und 2. Klasse) werden die Stunden in der Regel so verteilt, daß jeweils eine Lehrperson vorwiegend (z.B. zwei Drittel der Stunden) allein oder in einem geringen Ausmaße gemeinsam mit einem/einer anderen Kollegen/in in derselben Klasse unterrichtet. Vorteile der Schulreform: - mehr Lehrerstunden für die Schüler der Klassen derOrganisationseinheit (2 Klassen - 3 Lehrer/innen oder 3 Klassen - 4 Lehrer/innen); - wissenschaftlich fundierter Unterricht in allen Fächern; - bessere Möglichkeit der Differenzierung im Unterricht (Leistungs- und Neigungsgruppen); - stärkere individuelle Betreuung einzelner Schüler; - Bewertung der Schüler durch drei Lehrpersonen; - detailliertere Planung der Lernziele und genaues Erkennen der Probleme der einzelnen Schüler durch Diskussion und Beobachtung von seiten der Dreiergruppe der Lehrpersonen;
- Möglichkeit der Schüler, sich die Bezugsperson individuell auszuwählen; - größere Kontinuität des Unterrichts bei Abwesenheit einer Lehrperson; - vermindertes Konkurrenzdenken zwischen den Klassen; - engagiertere Lehrpersonen, gründlichere Planung und gegenseitige Anregung (die Gruppe weiß mehr als die Einzeiperson!):; - Aufwertung verschiedener Fächer (der ungerechtfertigte Unterschied zwischen »Haupt- und Nebenfächernfällt weg); - weniger Leistungsdruck für die Schüler durch eine bessere Verteilung der Unterrichtszeit (Unterricht auch an ein bis zwei Nachmittagen); - unterrichtsergänzende Tätigkeiten werden in den Unterricht integriert. Landesgesetz: In Erwartung dieses Landesgesetzes hat der Landesausschuß am 27. Mai 1991 hinsichtlich des Wochenstundenplanes der Schüler folgende Richtlinien für das Schuljahr 1991/92 erlassen: - für die Schüler der 1. bis 3. Klassen ist ein Wochenstundenplan von mindestens 27,5 Stunden vorgesehen; - für die Schüler der 1. Klassen kann die Unterrichtszeit auf 25 Stunden reduziert werden; - für die Schüler der 4. und 5. Klassen muß die Unterrichtszeit mindestens 29 Stunden betragen.
Der »Alleskönner« ... Dieser Lehrer gehört der Vergangenheit an. Wer ist auch schon gleichzeitig ein begabter Musiker, begeisterter Sportler, geschickter Bastler und kreativer Maler.
Der »Team--Lehrer In Zukunft wird der Lehrer in seiner Klasse 2 bis 3 Fächer unterrichten. Dazu gehört in der Regel auch ein musisches Fach. Trotzdem wird er nicht zum Fachlehrer. Durch die gemeinsame Unterrichtsplanung und das Unterrichten im Team behält jeder einzelne den Überblick über das Ganze.
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PasseirerBlatt/ Oktober 1991
Die Grundschulreform in der Direktion St. Leonhard in Pass.
* Schuleaufgelassen. In unseren Schulen - seit September unter der neuen Führung von Dr. Fau-
ner Dandler Claudia - konnte die Reform nur teilweise durchgeführt wer-
den und zwar aus folgenden Gründen: - Die Grundschulreform ist an Bergschulen nicht vorgesehen; bei uns betrifft das Schweinsteg, Mörre, Gomion, Pfelders, Rabenstein und Rabenstein-Hütt. - Die Reform kann nur durchgeführt werden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: - genügend Klassenräume Ue2 Zusatzraum für 2 Klasen); - die Schülerbeförderung muß gewährleistet sein; - Räume und Voraussetzungen für die Schulausspeisung müssen gegeben sein. In St. Leonhard wird die Reform im Schuljahr 1991/92 nur bis zur 3. Klasse durchgeführt, weil nicht genügend Lehrpersonen vorhanden sind. Diese konnten durch die Lehrer ersetzt werden, die derzeit an 2 Bergschulen unterrichten, deren Auflösung im nächsten Jahr zu erwarten ist. In Walten läuft die Reform wie in St. Leonhard nur bis zur 3. Klasse. In den Schulen Moos, Stuls und Platt wird das Reformgesetz in allen Klassen angewandt. In Moos und Stuls haben die Schüler der 4. und 5. Klasse auch an einem Nachmittag Unterricht. In Platt mußte auf den Nachmittagsunterricht verzichtet werden, da sich einerseits große Probleme mit der Schülerbeförderung ergeben haben und man andererseits auf den Schulumbau wartet. Auch in St. Leonhard und in Walten ist ein Umbau der Grundschulen geplant. Die entsprechenden Vorprojekte wurden in der Gemeinderatssitzung vom 20.09.91 gutgeheißen.
SCHULSTELLE
Schüler
Fahrschüler
Reformklassen
Nicht Reformklassen
St. Leonhard Hauptort
179
17
Schweinsteg
11
4 AlB 5 AlB
16
1AlB 2 AlB 3 AlB
Gomion
12
-
Mörre
Walten
9
28
-
-
31
5
Moos
58
9
Platt
66
33
23
-
Stuls
Pfelders
Rabenstein
Hütt/Rabenstein
13 3
-
-
1/2/3. 1/2
alle alle alle 4/5
3/4/5 1/2
3/4/5 1/2
3/4/5 -
-
-
alle alle alle
mit Nachmittagunterricht
Passeirer
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Blatt / Oktober
1991
»Goldenes Mikrophon« für die Passeirer Nachtschwärmer Zeitrebell - Timmel Truck Es sind nun 5 Jahre her, seit sich die Brüder Klaus und Hannes Gurschier mit Sepp Ennemoser und Leo Zipperle zu einer Band zusammenschlossen und mit ihrer Tanzmusik bald zu verschiedensten Anlässen in ganz Südtirol auftraten. Bei der »Liederszene 1987 «, bei der junge Südtiroler Liedermacher ihr Können unter Beweis stellen konnnten, sammelten sie erste Studioerfahrungen, und bei der anschließenden Tournee durch Südtirol steilten sie erstmals ihre eigenen Lieder einem größeren Publikum vor. Der Erfolg blieb nicht aus, und nach einerweiteren Teilnahme bei der »Liederszene 1988« zogen sie heuer erstmals unter dem Namen Zeitrebell mit eigenem Tourneeprogramm durch das Land. Einen Höhepunkte bildete die Veranstaltung des »Goldenen Mikrophons« am Freitag, den 26. April 1991 im Vereinshaus von St. Leonhard. Diese Auszeichnung wird von der Plattenfirma MCP-Records Ötztal für besondere Verdienste um die volkstümliche Musik verliehen. Hans Kutscherer von Radio Tirol, der
Die Musikgruppe
die Musikantengala moderierte und die Verleihung des »Goldenen Mikrophons« vornahm, führte die zahlreichen Gäste in seiner bekannten und sympathischen Art durch den Abend. Aufspielten die Musikkapelle »Andreas Hofer« aus St. Leonhard, das Südtiroler AIpentrio, die Pseirer Volksmusikanten (Stuller Buam), das Ensemble Andreas Terzer, die aus Dasing (Deutschland) mit großem »Nachtschwärrner FanClub« angereisten Companieros und die Pseirer Nachtschwärmer. Als Ehrengäste wurden die Herren Bürgermeister Dr. Konrad Pfitscher und Karl Lanthaler, sowie der Verkehrsverbandspräsident von St. Leonhard, Herr Luis Reiterer, begrüßt. Bei den anschließenden Interviews (der Abend wurde 14 Tage später als Frühschop»Ein Prosit der Gemütpensendung lichkeit« von Radio Tirol ausgestrahlt) wußten die Ehrengäste viel Wissenswertes und Interessantes über das Passeiertal und seine Bewohner zu berichten. Dann war der große Augenblick für die Nachtschwärmer da. Hans Kutscherer überreichte ihnen im Na-
mit den Ehrengästen und mit Moderator
men von Hans Jöchler von MCP-Records das Goldene Mikrophon. Klaus bedankte sich bei seiner Plattenfirma, bei den Ehrengästen und den Gästen im Saal. Ein besonderes »Verqeltsqott« ging an alle Musikanten, die durch ihr Spielen den Abend zu einem Fest werden ließen. Es wurde noch weit bis nach Mitternacht flott aufgespielt und getanzt, die »Pseirer Junghennen« und die Mander vom »Schnullerclub« sorgten dafür, daß keiner der Gäste hungrig oder durstig nach Hause gehen mußte. Die in der Überschrift aufscheinenden Namen der Musikgruppe hängen mit den drei verschiedenen Musikrichtungen zusammen, denen sie sich verschrieben haben. Auf der letzten, soeben erschienenen CD- und MC-Aufnahme findet man lauter Truck- und Countrysongs, daher der Name Timmel Truck. In Vorbereitung ist eine Aufnahme mit gemischten Liedern sowie eine Produktion mit Weihnachtsliedern.
Hans Kutscherer bei der Feier im Vereinshaus von St. Leonhard.
Klaus Gurschier
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Passeirer Blatt / Oktober 1991
Pfarrerwechsel in Moos und Pfelders
Abschiedsgruß und Dankesworte für Pfarrer Franz und seine Mutter kamen auch aus Kindermund. Ende August hat Pfarrer Franz Eberhöfer nach 23 Jahren segensreichem Wirken die Pfarreien Moos und Pfelders verlassen. In beiden Pfarreien wurde ihm eine würdige Abschiedsfeier bereitet. Am Vormittag des 25. August versammelten sich die Gläubigen von Moos in der Pfarrkirche zu einem Dankgottesdienst, der vom Kirchenchor festlich gestaltet wurde. Der Präsident des Pfarrgemeinderates, Alfred Gögele, dankte dem scheidenden Seelsorger für sein langjähriges segensreiches Wirken in Moos und überreichte ihm als äußeres Zeichen des Dankes ein Gemälde. Außer der seelsorgerischen Tätigkeit hat sich Pfarrer Franz für die Durchführung vieler Arbeiten eingesetzt, ja oft auch selbst Hand angelegt. So wurde die Kirchenheizung eingebaut, die
Kirche restauriert, der Turm neu gedeckt, die Leichenkapelle erbaut, der Friedhof neu gestaltet und das Pfarrhaus außen restauriert. Für all dieses Wirken über die eigentliche Seelsorge hinaus und für die gute Zusammenarbeit mit derGemeindeverwaltung dankte der Bürgermeister Karl Lanthaler dem scheidenden Pfarrer und hob dabei auch dessen bescheidene Lebensweise als Beispiel hervor. Besonderer Dank ging auch an die Pfarrermutter, der der Abschied von Moos gar nicht leicht fiel. Am Nachmittag fand die Abschiedsfeier für Pfarrer Franz in Pfelders statt. Nach dem Dankgottesdienst überreichte der Präsident des PGR, Vigil Kuprian, dem Pfarrer eine Uhr als Erinnerungsgeschenk und dankte ihm für den Einsatz in Pfelders. Bei der außenkirchlichen Feier, die von der Dorfgemeinschaft genau so herzlich gestaltet wurde wie in Moos, hatten die Gläubigen Gelegenheit, sich persönlich von ihrem Pfarrer zu verabschieden. Alle Mooser und Pfeldererdanken dem Pfarrer Franz für sein langjähriges Wirken im Hinterpasseier und wünschen ihm viel Freude und Erfolg in seinem neuen Arbeitsbereich in Goldrain und Tarsch. Am Samstag, den 31. August feierte Pfarrer Johann Lanbacher in Moos seinen Einstand. In den Begrüßungsworten brachten der Präsident des PGR und der Bürgermeister ihre Freude zum Ausdruck, wieder einen jungen Seelsorger im Dorf zu haben. Sie versprachen auch ihre Mit- und Zusammenarbeit in den kirchlichen und außer(Fortsetzung
auf Seite 6)
Kinder begrüßen Pfarrer Lanbacher in Pfelders bevor es in der Kutsche zur Kirche geht.
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Pfarrerwechsel (Fortsetzung
in Moos und Pfelders
von Seite 5)
kirchlichen Bereichen. Der Einzug in die Kirche, begleitet von der Musikkapelle Moos, erfolgte in Prozessionsform. Während des Festgottesdienstes führe Dekan Ulrich Gasser von St. Leonhard den neuen Pfarrer offiziell in das Amt ein und erinnerte in seiner Predigt, daß ein neuer Pfarrerauch immer Neuerungen mit sich bringt. Am Sonntag, den 1. September wurde Pfarrer Lanbacher von den Pfelderern ein festlicher Empfang bereitet, den die Musikkapelle Platt musikalisch umrahmte. Auch in Pfelders führte Dekan Ulrich Gasser während des Gottesdienstes den neuen Pfarrer in das Amt ein. Bei einem Umtrunk im Schulhaus hatte der neue Seelsorger Gelegenheit, mit den Pfelderern Kontakt aufzunehmen. Nachdem Pfarrer Lanbacher schon etliche Jahre als Kooperator in St. Leonhard bzw. als Pfarrer von Walten tätig war, kennt er wohl das Passeier und die Passeirer und wird sich so auch im Hinterpasseier bald gut einleben und einarbeiten. Dazu wünschen ihm alle seine Seelsorgskinder viel Glück und Erfolg.
Pfarrer Johann Lanchbacher stellt sich vor Vor gut einem Jahr mußte ich das Passeiertal verlassen - ich tat es schweren Herzens aber doch auch mit der Hoffnung, vielleicht bald wiederzukommen. Und nun ist der Wunsch Wirklichkeit geworden. Ich durfte meinen Landsmann Hw. Herrn Franz Eberhöfer ablösen. Ich bin gerne nach Moos in Passeier gegangen und es freut mich sehr, daß man mich sowohl in Moos als auch in Pfelders mit Wohlwollen aufgenommen hat. So möchte ich nun mit allen meinen Pfarrangehörigen in Moos und Pfelders ein Stück Glaubensweges gehen, mit ihnen Freud und Leid teilen und für sie da sein. Ich wünsche mir, daß das Glaubensleben in den Pfarrgemeinden lebendig bleibt und in mancherlei Hinsicht auch neues Leben sich entfalte. Wirwollen miteinanderglauben, füreinander leben und auf dem Weg sein zu unserem großen Ziel. Wir wollen sorgen, daß wir uns unsere Heimat mit den vielen wertvollen Bräuchen und Werten erhalten und bewahren. Als Priester sehe ich auch meine besondere Aufgabe darin, alle im Guten
zu ermutigen, allen den Weg des Glaubens als einen gangbaren - den richtigen Weg aufzuzeigen, und allen den Segen Gottes und seine Liebe mitzuteilen - zu vermitteln. Ich baue auf die Mitarbeit aller Leute guten Willens, und möchte meinerseits meinen guten Willen und mein Wohlwollen allen versichern, die mit mir zu tun haben. Mit der Gemeindeverwaltung und den verschiedenen Vereinen und Verbänden möchte ich ein gutes Einvernehmen haben, Zusammenarbeit anbieten und erwarten. So wünsche ich mir, daß mir meine Pfarrei eine zweite Heimat wird und daß ich lange hier bleiben kann.
Kurzer Lebenslauf: Bin geboren am 2. Februar 1950 in Kastelbell, Galsaun, Grieswegl. Habe 8 Jahre im Johanneum studiert und 1970 Matura gemacht. Nach 5 Jahren Theologie in Brixen wurde ich von Bischof Josef Gargitter zum Priester geweiht. Habe in Seis ein Jahr Praktikum gemacht, kam für 3 Jahre nach Taufers im Pustertal als Kooperator, dann für 3 Jahre nach Villnöß/2 Layen, dann war ich 8 Jahre Kooperator in St. Leonhard, davon zugleich 6 Jahre Kurat und Pfarrer in Walten. Ein Jahr mußte ich auch ins WeindorfTramin, bis ich endlich hier in Moos landete. J.L.
An ausngschmissns Geld Hausnhöibr braucht'r kuan hot dr Rudl gsogg zu dr Rousn, seil isch an ausngschmissns Geld er kaft'n iatz Hoibrhousn.
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Dr. Otto von Habsburg zu Besuch in St. Leonhard Dr. Otto von Habsburg, Sohn Kaiser Karls I. von Österreich und der Kaiserin Zita, hält als Mitglied des Europäischen Parlaments am Montag, den 4. November 1991, um 20 Uhr im Vereinssaal von St. Leonhard einen Vortrag zum Thema: »Die Veränderungen im ehemaligen Ostblock mit Auswirkungen auf Europa und Südtirol« Die Ereignisse und Veränderungen in den Staaten des ehemaligen Ostblocks (ex DDR, Polen, CSFR, Ungarn, Jugoslawien, Sowejtunion u.a.) werden für Europa und somit auch für Südtirol in vielen Bereichen weitreichende Auswirkungen haben. Dr. Otto von Habsburg ist ein besonders guter Kenner der aktuellen Situation in Osteuropa. Erversteht es ausgezeichnet, seine Vorträge fesselnd und verständlich für jedermann zu gestalten. Feierlich umrahmt wird der Vortrag von der Musikkapelle Andreas Hofer, dem Chor, der Schützenkompanie Andreas Hofer, den Schildhöfern und den Frontkämpfern.
Lebenslauf
Otto von Habsburg Geboren in Reichenau, Niederösterreich, am 20. November 1912, Sohn von Erzherzog Karl von Österreich (dem nachmaligen Kaiser von Österreich, König von Ungarn) und Zita, geb. Prinzessin von Bourbon-Parma. In Österreich bis März 1919, dann in der Schweiz bis Ende 1921, auf Madeira (Portugal) bis Mitte 1922 - wo Kaiser Karl am 1. April 1922 starb dann bis 1929 in Lequeitio, Spanien. Anschließend bis 1939 in Steenockerzeel, Belgien. Die Auslandsaufenthalte waren die Folge des österreichischen Habsburger-Sondergesetzes, das die Familie aus ihrer Heimat, bei Enteignung des Vermögens, verbannte. (Recht auf Rückkehr nach Österreich erst 1966, auf Grund eines Bescheides des Obersten Verwaltungsgerichtshofes). 1939 Aufenthalt in Paris,dann von 1940-1944 in Washingtion DC., USA, 1944-1951, außer einigen Monaten in Österreich 1945, Aufenthalt in Frankreich, dann Spanien, ab 1954 Pöcking, Deutschland. Verheiratet seit 1951 mit Regina, Prinzessin von Sachsen-Meiningen; sieben Kinder, fünf Töchter, zwei Söhne. Studien: Volksschule in der Schweiz und in Portugal, Mittelschule nach dem österreich ischen und ungarischen Programm in Spanien, Universität in Louvain, Belgien. 1935 Doktorat der politischen und sozialen Wissenschaften. Politische Tätigkeit: Ab 1933 Bekämpfung des Nationalsozialismus, daher nach März 1939 steckbrieflich verfolgt. Ab 1936 Mitglied der Paneuropa-Union, ab 1940 deren Vertreter in Washington, mit besonderem Einsatz für die Interessen der Österreicher und ab 1942 Aktionen zur Verhinderung der geplanten Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten. Nach dem Krieg kurzer Aufenthalt in Österreich, Ausweisung auf Verlangen der sowjetischen Besatzungsmacht. Weiterhin Tätigkeit für die europäische Einigung im Vorstand der Internationalen Paneuropa-Union an der Seite des Gründers Richard Graf von CoudenhoveKalergi. Seit 1957 Vize-Präsident der Paneuropa-Union, nach dem Tode Coudenhoves, 1973, deren Präsident. Tätigkeit im Rahmen der Heimatvertriebenen-Verbände, insbesondere der Sudetendeutschen Landsmannschaft und des Bundes der Vertriebenen. (Fortsetzung
auf Seite 8)
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Lebenslauf Otto von Habsburg
(Fortsetzung
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Seit dem 10. Juni 1979 Mitglied des Europa-Parlamentes, gewählt für Bayern auf der Liste der CSU. Im Parlament Mitglied des Politischen Ausschusses, stellvertretendes Mitglied des Haushalts-Ausschusses sowie des Haushalts-Kontroll-Ausschusses, Vorsitzender der Delegation Europäisches Parlament/Ungarisches Parlament. Wissenschaftliche Tätigkeit: Bis heute Veröffentlichung von 27 Büchern in sieben Sprachen zu Themen der Geschichte, Politik und Sozialpolitik unter besonderer Betonung der EuropaPolitik. Zahlreiche Vorträge auf allen Kontinenten, außer Australien, zahlreiche Artikel, darunter seit 1953 eine wöchentliche Chronik zum WeItgeschehen, die in 21 Tageszeitungen in fünf Sprachen erscheint. Mitgliedschaften u.a.: Acadernle des Sciences Morales et Politiques, Institut de France in Paris; Real Academia de Ciencias Morales y Politicas in Madrid; Academia da Cultura Portuguesa in Lissabon; Academia Mejicana de Derecho Internacional in Mexico; Academie du Royaume du Maroc; Professor h.c. der Universität von Bogota (Kolumbien); Ehrenmitglied des Instituto de Estudios da Marinha in Portugal, etc. Orden und Auszeichnungen: Großkreuz des Päpstlichen Gregoriusordens mit Band und Stern; Bayerischer Verdienstorden; Großkreuz Lio d'Or von Luxemburg; Großkreuz des Ordens
Carlos 111. von Spanien; Orden de Africa, etc. Europäischer Karlspreis der Sudetendeutschen Landmannschaft; Ehrenplakette für Verdienste um das Volkstumsrecht und den deutschen Osten des Bundes der Vertriebenen; Medaille du Merite Europeen von Luxemburg; Robert Schuman Goldmedaille 1977; Goldmedaille der Stadt Paris; Konrad
Adenauer Preis 1977; Bundesverdienstkreuz 1987; etc. Wir hoffen, daß viele Bürger des Passeiertales an diesem einmaligen Vortrag teilnehmen, und ersuchen alle, pünktlich um 20.00 Uhr zu erscheinen. Autofahrer werden gebeten, die Tiefgarage am Dorfeingang zu benützen. Der SVP-Ortsausschuß von St. Leonhard
Umfahrungsstraße St. Leonhard »Das Land soll die Umfahrungsstraße von St, Leonhard in den Bauleitplan eintragen und die ANAS möge diese so bald wie möglich finanzieren und bauen.« Das ist in kurzen Worten der Inhalt eines Beschlusses, den der Gemeinderat am 26. September einstimmig gefaßt hat. Die Entwicklung der letzten Jahre hat die Basis für diesen Beschluß gelegt. Der Ausbau der Jaufen- und Timmelsjochstraße hat das Verkehrsaufkommen allgemein und besonders fühlbar im Dorfzentrum ansteigen lassen, wozu noch der Pendlerverkehr und besonders belastend der Schwerverkehr aus dem Hinterpasseier kommt. Nicht nur die einheimische Bevölkerung beklagt diesen Zustand, laut einer landesweiten Umfrage kritisieren die Gäste den Verkehr in ihren Urlaubsorten, wobei der Lärm, die Abgase und die Gefährdung sicher nicht zum Wohlbefinden beitragen. Den letzten Anstoß hat nun die ANAS gegeben, die mit den Sanierungsarbei-
ten an der Timmelsjochstraße beschäftigt ist und als Teil dieses Projektes eine Umfahrung bei Kosten von maximal 4 Milliarden Lire in Aussicht gestellt hat. Von den 15 möglichen Trassenvarianten blieben 3 übrig: die Lösung von der Gerlos-Brücke zum Huli scheitert an den Kosten und an landschaftlichen Bedenken, wenn man an die Überquerung des Gänsbodens mit einem Viadukt denkt, die Tunnelvariante Wiesenhof-Nestl scheitert ebenfalls an den Kosten und besonders am Höhenunterschied - der Tunnel hätte mit einer leichten Neigung zum Vereinshaus geführt werden müssen und von dort mit einer mehr als zehnprozentigen Steigung zur Mooserstraße. Die Variante an der Passer, bereits vor Jahren diskutiert, soll nun zwischen Wiesenhof und Widum-Eck beginnen, um die Gärtnerei in einer Kurve herumgeführt werden, im Passerbett auf der Höhe der Säge verlaufen und dann ansteigend auf die Mooserstraße bei
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der Marienbrücke (Höllenbrücke) einmünden. Dies macht die Verlegung der Passer vor der Staumauer notwendig, was die Wildbachverbauung aber begrüßt, weil damit eine Begradigung und Abschwächung des S-förmigen Flußlaufes erreicht würde. Diese Variante wurde nun Anfang August den Grundbesitzern, Anrainern und Obmännern der Verbände vorgestellt. Die Anrainer äußerten ihre Bedenken und erwarteten den bestmöglichen Schutz vor möglichen Nachteilen, die Grundbesitzer erklärten mit geringer Ausnahme ihr Einverständnis, wobei sie einem Grundtausch den Vorzug vor einer Enteignung geben. Die Verbände haben nach Beratungen mit ihren Mitgliedern, bzw. Vorständen ausnahmslos ihre Zustimmung gegeben. In einem Schreiben an die Gemeinde, das die Obmänner von Bauernbund, Familienverband, Handwerkerverband, HGV, KVW und Kaufleutevereinigung unterzeichnet haben, wird die ANAS um den baldmöglichen Bau ersucht und gefordert, die Bedürfnisse der Anrainer und Grundbesitzer zu respektieren, Lärmschutzmaßnahmen und Geschwindigkeitsbegrenzungen vorzusehen und die Ein- und Ausfahrten »touristengerecht« in Absprache mit den Verbänden zu gestalten. Ebenso haben der Ortsausschuß und Sozialausschuß der SVP ihreZustimmung schrift1ich gegeben. Zu hoffen ist nun nur noch, daß die Umfahrung in nächster Zeit begonnen und fertiggestellt werden kann. K.P.
Die Musikschule Passeier vom Institut für Musikerziehung übernommen Dem unermüdlichen Einsatz der Bürgermeister und der Kulturassessoren des Tales und des Bezirksinspektors für Musikerziehung Hans Obkircher ist es zu verdanken, daß die Musikkurse im Tale mit dem neuen Schuljahr 1991/92 zur Gänze vom Institut für Musierziehung in deutscher und ladinischer Sprache übernommen wurden. Die Zentralisierung der Kurse - Unterrichtsort St. Leonhard - mußte als eine der Forderungen von Seiten des Instituts angenommen werden. Zudem wurde ein Büro für die Musikschule in den Räumen der Mittelschule St. Leonhard eingerichtet, welches von Montag bis Freitag von 14.00 bis 19.00 Uhr geöffnet ist. Unter der Telefonnummer 86717 können Anfragen, Auskünfte usw. erhalten werden. Mit der Leitung der Musikschule Passeier wurde Rosmarie Rieder beauftragt. Sie wurde am 1.12.1959 in Brixen geboren, zog später mit ihren EItern nach Meran, wo sie auch die Volksschule, Mittelschule und die 3-jährige Handelsschule besuchte. Nach dem erfolgreichen Schulabschluß arbeitete sie zwei Jahre bei einem Rechtsanwalt und studierte gleichzeitig am Konservatorium von Bozen Musik. Sie erwarb dort unter der Leitung von Prof. Vea Carpi das Klavierdiplom. Weiterstudium in Lausanne mit Mo. Fausto Zadra. Sie besuchte Kammermusikkurse in Lanciano und an der Accademia Chi-
giana von Siena mit Prof. Antonio Bacchelli und dem Trio di Trieste sowie Kurse für Liedbegleitung mit Prof. Erik Werba und Prof. Norman Shetler in Wien. 1989 gewann sie den 1. Preis für Pianisten beim Bozner Seminar für Liedinterpretation, geleitet von Prof. Erik Werba. Rosmarie Riedergab Konzerte in Österreich, Deutschland und in Italien als Solistin, Liedbegleiterin und in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen. Sie machte Rundfunkaufnahmen für den ORF und die RAI. Sie ist Pianistin des Haydn-Orchesters von Bozen und Trient. Von 1979 bis 1985 und von 1987 bis 1991 unterrichtete sie bei den Musikschulen von Meran, Lana, Naturns und Passeier, sowie von 1984 bis 1987 als Klavierlehrerin an der LBA von Meran. Im laufenden Schuljahrwerden Singen, Musiklehre, Gitarre, Zither, Klavier, hohes und tiefes Blech, Klarinette, Sax, Schlagzeug und Blockflöte unterrichtet. Es haben sich wieder 225 Schüler (53 aus Moos, 118 aus St. Leonhard, 51 aus St. Martin) gemeldet. 32 Schüler haben sich für Ziehharmonika eingeschrieben, welche aber auf privater Basis unterrichtet werden. Der neuen Leiterin und den Lehrer/innen sowie den Schülern wird ein lernfreudiges und erfolgreiches Schuljahr gewünscht. Rudolf Fleischmann
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Im Gedenken an Luis Gufler, Schnittler
Alois Gufler
Am Montag, den 17. Juni, ist Alois Gufler, Schnittier auf Matatz, unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung in St. Martin in Passeier zu Grabe getragen worden. Nach langer Krankheit, die er mit viel Geduld ertrug, und während der ihn seine Gattin Agnes liebevoll pflegte, war er nach einem mit Sorge um die Seinen und für das Gemeinwesen erfüllten Leben imAltervon 69 Jahren verschieden. Luis war ein langjähriger Gemeindepolitiker und bekleidete durch zwei Amtsperioden sogar das Amt des Vizebürgermeisters. Seine besondere Sorge galt dem Bau und der Instandhaltung von Elektroleitungen und Güterwegen zu den Bergfraktionen und Weilern hin. Wenn nun die meisten Berghöfe in der Gemeinde mit elektrischem Strom versorgt sind und beinahe alle mit Zufahrtswegen erschlossen worden sind, so ist dieser Fortschritt zu einem guten Teildem »Schnittler- zuzuschreiben. Als Assessor für öffentliche Arbeiten in der Gemeinde war Luis Tag für Tag im Rathaus zu erreichen und er scheute keine Mühe, wenn es darum ging, den Mitbürgern in ihren vielfältigen Anliegen so gut als möglich und prompt zu helfen. Weiches Problem er auch immer in Angriff nahm, es war von ihm vorher stets wohl-
durchdacht worden, und folglich verlief die Durchführung meist zweckmäßig, kostensparsam und rasch. Auf den Luis war Verlaß in jeder Hinsicht. Sein Wort galt. Er war ein Mann, der den Mitbürgern keine leeren Versprechungen machte. Luis ging die vielen bürokratischen Vorarbeiten in Ämtern und bei Behörden ebenso mutig an und focht sie durch, wie er dann auch die Durchführung der Bauten selbst mit Geschick und Organisationstalent flott zu Ende brachte. Von den vielen erledigten Bauprojekten der Gemeinde, die in seiner langenZeit als Gemeindeausschußmitglied abgeschlossen wurden, hat dem Schnitter besonders das im Jahre 1986 neu errichtete Schulhaus auf Matatz Freude bereitet. Für das Zustandekommen der kleinen, gefälligen Bergschule hatte er sich im besonderem Maße eingesetzt. Es war sozusagen »seine- Schule.
Neben seinen wertvollen Diensten in der Gemeindeverwaltung soll aber auch seines Einsatzes in örtlichen Vereinen gedacht werden. Er war im Ortsausschuß der SVP tätig, stand viele Jahre hindurch als Ortsobmann des Südtiroler Bauernbundes dem Vereine vor, in welcher Stelle er mit viel Erfolg sich für die Belangen der Bergbauern (Luis war selbst Bergbauer) einsetzte. Zudem war er Gründungsmitglied und lange Zeit Obmann der Viehversicherungsinteressentschaft von Matatz und Kalmtal. DernunmehrVerstorbene, der die Kriegsjahre als Soldat und anschließend die harte Zeit der Kriegsgefangenschaft durchgemacht hatte,zeigte später viel Verständnis und Hilfsbereitschaft für die Kriegsopfer und Invaliden. Bis zu seinem Tode bekleidete er die Stelle des Vizeobmannes des SKFV der Ortsgruppe St. Martin. Seine Vereinskameraden bewiesen ihre Wertschätzung für den Toten dadurch, daß sie zahlreich hinter der neuen Vereinsfahne im Trauerzug zum Friedhof betend mitgingen. Als Zeichen der Anerkennung für seinen Einsatz für seine Mitbürger hat ihn das Land Tirol mit der goldenen Verdienstmedaille ausgezeichnet. Die Gemeindeverwaltung sowie die Bürger von St. Martin danken dem lieben Verstorbenen für seine erwiesene Hilfsbereitschaft und die Mühen mit einem aufrichtigen Vergelt's ihm Gott im Himmel. S.H.
Raiffeisenkasse Passeier
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10 Jahre MAICO, 10 Jahre Erfolg
Vor zehn Jahren, also im Jahr 1981 wurde MAICO ITALlA gegründet. Aus der Vision eines Mannes, die darin bestand, dem Dreh/Kipp-Fensterbeschlag in Italien zum Markterfolg zu verhelfen. Seitdem ist viel Wasser die Passer hinausgeflossen, und aus der Einmann-Vision wurde ein stattliches Unternehmen mit knapp 90 Mitarbeitern.
MAICO leitet sich aus MACO ab, der Bezeichnung des österreichischen Mutterhauses. MACO wiederum steht für Mayer & Co., während das I den Bezug zum italienischen Markt herstellen soll. Und gerade diese Nähezum Markt, zum Kunden mit all seinen Problemen, war ein wichtiger Punkt für den Erfolg von MAICO. Denn Erfolg kann nur der haben, der die Probleme seiner Kun-
den sichtbar besser löst als der Wettbewerb. Neben guten, wenn nicht sogar überlegenen Produkten, bedarf es zum Erfolg jedoch auch ganz besonders des Menschen. Nur sie sind in der Lage, Kundenprobleme zu erkennen und Lösungen dafür zu erarbeiten. Und so hat MAICO schon ganz von Anfang an großen Wert auf die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter gelegt. Nicht umsonst lautet ein wichtiger Punkt der MAICOPhilosophie: "Erfolgreiche Unternehmen haben erfolgreiche Mitarbeiter". Dieser einfache Satz ist in dertäglichen Praxis jedoch weit schwieriger durchzuhalten, als es im ersten Moment scheinen mag. Gibt es doch eine ganze Reihe von Schwierigkeiten und Problemen, die überwunden werden müssen, wenn man einen kooperativen Führungsstil pflegen will. Doch der sichtbare Erfolg ist das Zeichen für die Richtigkeit dieses Weges. Wann sind nun Mitarbeitererfolgreich? Bei MAICO glaubt man, daß sie es dann sind, wenn sie ihre Ziele erreichen. Und weil das so ist, ging die gesamte Führungsmannschaft von MAICO zum zehnjährigen Bestehen des Unternehmens in Klausur. Während eines viertägigen Seminars in einem bekannten Marlinger Hotel wurden gemeinsam mit einem deutschen Unternehmensbera(Fortsetzung
auf Seite 12)
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10 Jahre Maico, 10 Jahre Erfolg (Fortsetzung
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terdieZielefürdie nächsten Jahre festgelegt. Anhand dieser gemeinsam gefaßten und schriftlich festgehaltenen Ziele ist es für die Mitarbeiter von MAICO nun möglich, ihren persönlichen Erfolg zu messen. Denn wenn Erfolg "Art und Grad der Zielerreichung" ist, muß jeder Mitarbeiter auch das Ziel kennen das er erreichen soll; und bis wann er es mit welchen Mittel erreichen soll. Durch diese Möglichkeit, das Unternehmenaktiv mitzugestalten, hofft MAICO auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitgeberfür leistungsorientierte Menschen zu sein. Um als Arbeitgeber attraktiv zu sein, bedarf es mehr als Geld und materieller Anreize. Natürlich muß auch das Gehalt stimmen, denn wer gute Arbeit leistet, soll auch entsprechend bezahlt werden. AberGeld allein, das haben anerkannte Personalfachleute herausgefunden, ist auf Dauer zuwenig, um Menschen zu kreativen Leistungen anzuspornen. Hier sind Begriffe wie Selbstverwirklichung oder Freiraum viel eher am Platze. Zur Selbstfindung bietet MAICO seinen Mitarbeitern vor allem zwei Instrumente an: das Struktogramm, das es erlaubt, seine ganz persönliche Gehirnstruktur besser zu verstehen, und das Hirn-Dominaz-Instrument oder HOL Das letztere erlaubt Rückschlüsse auf die eigene Denk- und Arbeitsweise. Neben dem Erkennen der eigenen Persönlichkeit haben diese beiden Instrumente auch noch den Vorteil, daß sie das tägliche Zusammenarbeiten im Unternehmen erleichtern, da man sich bestimmte Verhaltensweisen des Arbeitskollegen plötzlich erklären und damit verstehen kann. Und jedem Besucher des Firmengebäudes werden in Zukunft die Türschilder ins Auge springen, wo neben dem Namen und dem Verantwortungsbereich auch das Struktogramm und das HOl angeführt sind. Dies sind zwei Beispiele dafür, was bei MAICO für die Entwicklung des Mitarbeiters getan wird. Stellenspezifische Weiterbildung, ob es sich um das richtige Verhalten am Telefon für den Verkaufsinnendienst oder Zeitmanagement für den Außendienst handelt, gehören natürlich auch dazu. Aberdies sollte inzwischen schon bei allen modernen Unternehmen so selbstverständlich sein, daß es sich nicht mehr lohnt, darüber Worte zu verlieren. Neben erfolgreichen Mitarbeitern braucht es für Markterfolg auch die richtigen Produkte im richtigen Mo-
ment. Um die richtigen Produkte auf den Markt zu bringen, Produkte also, die Kundenprobleme optimal lösen, wird bei MAICO weit vorausgeschaut. Über 35 Außendienstmitarbeiter in allen Teilen Italiens führen täglich unzählige Beratungsgespräche mit Tischlern, Eisenwarenhändlern und Architekten. So kennen sie jedes Problem des Marktes und können die Produktmanager, das sind die Verantwortlichen für die jeweiligen Produkten, darüber informieren. Und diese Produktmanager werden dann zusammen mit den Entwicklern und Technikern des österreichischen Stammhauses die entsprechenen Lösungen erarbeiten. Um die vielen Produkte, und MAICO hat inzwischen mehr als 10.000 verschiedene Artikel in seinem Sortiment, auch zum Verbraucher zu bringen, bedarf es einer flexiblen Logistik. In erster Linie gehören dazu ein rationelles Lager und ein funktionierender Versand. Als die Nr. 1 der italienischen Fensterbeschlags-lieferanten hat MAICO inzwischen Kunden in ganz Italien und muß diese auch entsprechend schnell und zuverlässig beliefern. Trotz des geographischen Nachteils des Standortes Passeier ist es MAICO in den vergangenen Jahren meist gelungen, die versprochenen Liefertermine zu halten. Doch die Erfordernisse der Zukunft, schneller - umweltgerechter - flexibler, zwingen MAICO die Logistik noch mehr zu optimieren. Ein erster Schritt dazu ist die Umstellung der Lagerverwaltung auf EDV.lm Endausbau wird es dieses System erlauben, daß bei der Kommissionierung der Aufträge der "optimale Weg" zum entsprechenden Teil gefunden und somit wieder wertvolle Zeit gewonnen wird. Nur so, durch moderne Lösungen in der
LEO EGGER
MARKETING
Lagerverwaltung und dem großen Einsatz der Mitarbeiter in Lager und Versand ist es möglich, daß MAICO trotz der teilweise schlechten Straßenverbindungen immer zuverlässig liefern kann. In den 10 Jahren seit der Gründung von MAICO ist vieles passiert. Das 1Mann-Unternehmen hat inzwischen italienweit fast 90 Mitarbeiter, der Jahresumsatz stieg von 0 auf über 30 Milliarden Lire und das Lager hat inzwischen eine Fläche von ca. 2.000 Quadratmetern. Große Veränderungen also, denen es Rechnung zu tragen galt. Und so wurde kürzlich die Änderung des Firmennamens beschlossen: aus MAICO ITALIAwurde MAICO, kurz und bündig. Dies um die Eigenständigkeit des Unternehmens zu untermauern. Gleichzeitig wurde auch das Firmenkapital von 99 Millionen auf 6 Milliarden Lire aufgestockt. Und gerade diese freiwillige Kapitalerhöhung, welche das gesetzlich vorgeschriebene Maß um das sechzigfache überschreitet, ist der Beweis für das Vertrauen von MAICO in seinen Markt. Nach zehn Jahren MAICO läßt sich also eine durchweg positive Bilanz ziehen. Vieles ist erreicht worden und Dank der Vision, optimale Lösungen für Türund Fensterbeschläge zu liefern, konnten auch Rückschläge überwunden werden. Aber wichtig ist nicht das, was war, sondern das was sein wird. MAICO wird in den nächsten Jahren vor neuen Herausforderungen stehen, wird seine Mitarbeiterzahl bis zum Jahr2000 verdoppeln und möchte seinen Jahresumsatz dementsprechend steigern. Große aber realistische Ziele, die von allen Mitarbeitern getragen werden und deshalb erreichbar sind. Denn alles, was sich der Mensch vorstellen kann, wird er auch leichter verwirklichen.
Passeirer
Blatt / Oktober
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Jahresrückblick eines erfolgreichen Vereines
Für den Rodelverein PasseierNolksbank war die Saison 1990/91 eine der erfolgreichsten in der Geschichte des Passeirer Rodelsports, abgesehen von Vizeweltmeistertitel von Christa Fontana bei der WM 1980 in Platt und der Saison 1985/86, wo mit dem WeItmeistertitel von Irmgard Lanthaler bei der WM in Aosta und gleichzeitig der Bronzemedaille von Helga Pichler sowie den Italienmeistertitel von Irmgard Lanthaler bei den Damen und Josef Hofer in der Kategorie Anwärter und der Bronzemedaille in der Kategorie Junioren durch Sigurd Lanthaler Riesenerfolge erzielt wurden. Nun zur Chronologie der Erfolge der abgelaufenen Saison: Italien meisterschaft in Latsch: Bronzemedaille Kategorie Anwärter von Armin Reinstadler. Jugenditalienmeisterschaft in Platt: Meistertitel von Sandra Kofler in der Kategorie Schüler. Meistertitel von Gustav Gögele in der Kategorie Zöglinge. Silbermedaille von Dietmar Reinstadler in der Kategorie Zöglinge. Gewinn der Mannschaftswertung mit Konrad Pamer, Dietmar Reinstadler und Gustav Gögele. Landesmeisterschaften in Gsies: Titel an Gustav Gögele, Sandra Kofler und Stefan Folie;Silbermedaille an Diet-
Italien meister Gustav Gögele
mar Reinstadler. FIL-Jugendspiele in Jugoslawien: 1. Rang von Gustav Gögele. Jugendspiele in Asiago: Goldmedaille durch Gustav Gögele. Silbermedaille durch Dietmar Reinstadier. Mitropa-Cup in Völs: 1. Rang von Gustav Gögele 2. Rang von Dietmar Reinstadler 2. Rang von Stefan Folie 3. Rang von Armin Reinstadler 3. Rang von Sandra Kofler Nationales Rennen in St. Lorenzen: 1. Rang von Gustav Gögele Bei den 6 Raiffeisenrennen um den Raiffeisenpokal: Gustav Gögele hat fünf este Plätze und einen 2. Platz; Gesamterster. Dietmar Reinstadler: Gesamtdritter, zwei zweite und zwei dritte Plätze. Armin Reinstadler: Gesamtzweiter, zwei erste und zwei dritte Plätze. Gotthard Hofer: ein erster Rang. Sandra Kofler: vier erste Plätze ein dritter Platz. Stefan Folie: vier erste und zwei dritte Plätze, Gesamterster. In der Mannschaftswertung konnten wir den zweiten Rang belegen. Ebenfalls der zweite Rang wurde in der Jugendwertung erzielt. Um all diese Erfolge erreichen zu können, ist die gute Arbeit der Teams un-
Italienmeisterin
Sandra Kofler
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ter der Führung des Präsidenten Luis Lanthaler hervorzuheben, der die Voraussetzung geschaffen hat, daß alle Rennrodler optimale Trainingsbedingungen für ihren schönen Sport vorgefunden haben. Im September/Oktober letzten Jahres konnten wir die Rodelbahn beim »Berqkristall« nach neuestem internationalen Stand ausbauen und zur Feuertaufe wurde die Jugend-Italienmeisterschaft organisiert. Organisationskom itee-Präsident Albert Gögele konnte aus diesem Anlaß über 80 Jugendrodler begrüßen, und alle waren voll des Lobes für die neue Rodelbahn und den perfekten Ablauf der Veranstaltung. Am 27.01.1991 wurde die Vereinsmeisterschaft ausgetragen und dabei folgende Ergebnisse erzielt: Kategorie Kinder: 2.35.18 1. Sandra Kofler 2.43.76 2. Stefan Folie 4.03.16 3. Johannes Hofer Kategorie Jugend: 2.17.58 1. Dietmar Reinstadler 2.19.50 2. Gustav Gögele 2.26.30 3. Konrad Pamer 2.45.38 4. Thomas Ramoser 2.48.95 5. Andreas Pöhl Kategorie Senioren: 1. Gotthard Hofer Tagesbestzeit 2.10.58 2. Armin Reinstadler 2.12.04 3. Josef Hofer 2.20.01 Kategorie Amateure: 2.22.42 1. Heinrich Gufler t 2.30.83 2. Christian Lanthaler 2.39.92 3. Robert Kofler An dieser Stelle möchten wir noch einen Nachruf auf den tragischen Tod unseres langjährigen Mitglieds Heinrich Gufler anbringen: Er war beispielgebend bei der Mithilfe im Verein und sportlich ein Vorbild für unsere Jugend. Wir werden ihn für immer in Erinnerung behalten. Organisiert wurden auch vier Rennen für unsere Bockrodler, welche auf drei verschiedenen Bahnen ausgetragen wurden. Für unseren arg gebeutelten Vereinskassier haben wir einen Ballabend im Kulturhaus von St. Leonhard und ein Waldfest in Hütt veranstaltet. Große Hilfe bekam er auch von unserem Hauptsponsor der Volksbank, den Gemeinden des Tales sowie den vielen Freunden und Gönnern im ganzen Tale, welche auf diese Weise die Leistungen der Rodler honoriert haben. Hubert Folie
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30-Meter-Armbrust-Weltmeisterschaft
in Wil (Zürich)
Mike Kofler, St. Martin, kehrte mit der Bronzemedaille heim Vom 3. bis zum 11. August 1991 veranstaltete Wil die diesjährigen Weltmeisterschaften im 30-Meter-Armbrustschießen. Für Italien traten Südtiroler Schützen zum Wettkampf an: Mike Kofler wurde Weltmeisterschaftsdritter und kehrte mit der Bronzemedaille heim. Somit ist in St. Martins Sporthimmel ein neuer Stern aufgegangen. DasSchützenwesen von St. Martin kann in den Bereichen Luftgewehr, Kleinkaliber und Pistole auftüchtige Meister verweisen, doch mit der Waffe Wilhem Teils hat der junge Mike (geboren 1974) viele Konkurrenten in den Schatten gestellt. Die Armbrust wird stehend, knieend und in der Kombination geschossen. Mikeschoß knieend seinen Welterfolg. Was hat sich Mike für die Zukunft vorgenommen? Für die nächsten Weltmeisterschaften (1993) will er Weltmeister werden, wenn er auch zugeben muß, daß die Trainingsmöglichkeiten in St. Martin schlecht und in Meran auch nicht optimal sind.
Wir Passeirer gratulieren dem Meisterschützen zu seinem großartigen Erfolg und wünschen dem Mike weiterhin Augenmaß und Spannkraft - zum Weltmeister!
Aus den Gemeindestuben ~
ST. LEONHARD
Ratssitzung vom 26. September 1991 (wichtige Beschlüsse) - Die Errichtung einer Umfahrungsstraße von der Marienbrücke (Höllenbrücke) bis hinter den Wiesen hof wird befürwortet; - Edith Lanthaler und Franz Ennemoser werden als Vertreter des Gemeinderates für die Kommission zur Aufstellung der Gemeindeverzeichnisse der Laienrichter ernannt; - über den Abschluß einer Konvention mit der KVW-Genossenschaft, welche die Führung des Haus- und Familienpflegedienstes beinhaltet, soll der Ausschuß im Dringlichkeitswege beschließen. Vorher muß die zukünftige Lage der Altenhelferin Maria Prugger geklärt werden; - das Kapital bei der Hirzer Seilbahn GmbH wird um maximal 28 Mio. (Anteil der Gemeinde St. Leonhard) erhöht; - für die Zivilschutzhalle werden fol-
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gende Einrichtungen in Privatversteigerung ausgeschrieben: Lieferung und Montage der Außenund Innenanschlüsse Böden und Verkleidungen Thermosanitäre Anlagen Schmiedarbeiten und Spenglerarbeiten werden in Privatverhandlung vergeben. Die Verputzarbeiten werden an die Fa. Normbau vergeben, sofern der Aufpreis 16,6% nicht übersteigt; die Vorprojekte zur Sanierung der Grundschulen von St. Leonhard und Walten, die durch die Grundschulreform nötig ist, werden gutgeheißen (Kostenschätzung St. Leonhard: L. 2,16 Mrd., Walten: L. 9,6 Mrd.); die Arbeiten zum Bau eines Gehsteiges von der Einfahrt Weingart bis zur Einfahrt Bad Fallenbach werden ausgeschrieben; für das Dach derTennishalle St. Leonhard soll der Ausschuß im Dringlichkeitswege (in Privatverhandlung) die Arbeiten vergepen. A.P.
ST. MARTIN Ratssitzung vom 31. Mai 1991 - Beschlußantrag des Hermann Pirpamer betreffend Schaffung von zusätzlichen Räumlichkeiten für den Kindergarten wurde genehmigt; - Frl. Dorothea Gögele wurde im provisorischen Dienst aufgenommen; - eine Schuldienerstelle in der 111. Gehaltsebene wurde ausgeschrieben; - eine Stelle als Schulaufräumerin und Kindergartenköchin in Saltaus wurde ausgeschrieben; - die Gebühren für das Sammeln und Ableiten der Abwässer wurden erhöht. Ab 01.01.1992 werden für die Reinigung der Abwässer Lire 400 pro m2 Wasserverbrauch berechnet; - der Kindergartenbeitrag wird für das Jahr 1991/92 auf Lire 32.000 angehoben. Ratssitzung vom 24. Juli 1991 - Bau des Sportplatzes in Saltaus. Der Firma DE.CO.BAU wird eine Preisrevision von 15% zuerkannt; - Fr. Brigitte Pixner wird in den provisorischen Dienst alsAltenhelferin aufgenommen; - Frau Johanna Oberprantacher in Eschgfäller wird auf ihren Wunsch hin vom Dienst entlassen; - Frau Theresia Marth in Raich tretet in den Ruhestand; - zur Besetzung einer Beamtenstelle in der V. Gehaltsebene wird ein öffentlicher Wettbewerb ausgeschrieben; - eine Beamtenstelle in der VI. Gehaltsebene wird durch öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben; - die Abschlußrechnung für das Finanzjahr 1990 wird genehmigt; - verschiedene Bilanzänderungen und Fondumbuchungen werden vorgenommen; - derTariffürdas Trinkwasser wird auf Lire 230 angehoben; - die Abgrenzung zur Berechnung der Gewerbesteuer wird neu festgelegt; - die Gemeindekommission für den Wanderhandel wird neu besetzt; - für die Renovierung des Vereinssaaleswerden zusätzlich Lire 14.500.000 genehmigt; - Ausbau und Umbau der Plattenräume für Schulzwecke: Ein Verlustbeitrag von Lire 234 Millionen von seiten Autonomer ProvoBozen wird angenommen;
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- das Projekt zur Sanierung des Tiefbrunnens (Lire 101.000.000) wurde genehmigt; - Umwidmung des öffentlichen Parkplatzes neben der Feuerwehrhalle in Zone für öffentliche Einrichtung für die Erweiterung der bestehenden Feuerwehrhalle in St. Martin wurde gutgeheißen. Ratssitzung vom 28. August 1991 - Frl. ElfriedeGuflerwurde in den prov. Dienst als Gemeindebeamtin in der VI. Gehaltsebene aufgenommen; - für die Sanierung des Tiefbrunnes wurde bei der Depositenbank um ein Darlehen über Lire 100 Mio. angesucht; - Kanalisierung Hoppe Lahn - Ausschreibung der Arbeiten im Privatversteigerungsweg ; - Genehmigung der Konvention zur Führung des Hauspflegedienstes für die Familien-, Einzel- und Altenbetreuung mit der »KVW-Genossenschaft« in Meran.
MOOS Ratssitzung vom 25. Juli 1991: - Für den Bau der Bushaltestelle in Stuls wurde die Endabrechnung mit Gesamtkosten von L. 58.871.000 genehmigt; - für die Erschließung der Erweiterungszone in Pfelders wurde die Vergabe der Arbeiten für einen Beitrag von L. 430.000.000 beschlossen; - für die Elektrifizierung des Lazinserhofes wurde das Projekt zum Bau einer Mittelspannungsleitung mit einem Kostenaufwand von L. 182.000.000 genehmigt; - für den Bau der Kanalisierung von Zeppichl nach Pfelders wurde die Vergabe der Arbeiten für einen Betrag von L. 192.000.000 beschlossen; - mit Wirkung ab 01.01.1992 wurde die Erhöhung des Wasserzinses von L. 801m3 auf L. 100/m3 und der Müllabfuhrgebühr um 20% beschlossen. Ratssitzung vom 18. September 1991 - Bauleitplanänderungen: a) Eintragung einer Zone für öffentliche Einrichtungen in Pfelders zwecks Bau einer neuen Feuerwehrhalle; b) Eintragung der MitteIspannungsleitung Bergkristall-Pfelders;
c) Ausweisung einer Handwerkerzone von ca. 5.500 m2 in Moos, Örtlichkeit »Aus«; - die Arbeiten für den Bau der Infrastrukturen in der Erweiterungszone Pfelders wurden an die Firma DE.CO.BAU übergeben; - die Arbeiten für den Bau der Infra-
strukturen außerhalb der Erweiterungszone Pfelders wurden an die Firma Anton Maier übergeben; - die Kündigung der Angestellten Dorothea Baur wurde angenommen; die provisorische Anstellung von Michaela Pamerals Beamtinab01.1 0.1991 wurde beschlossen.
Mußte das sein
Ungläubiges Kopfschütteln im großen Bekanntenund Freundeskreis. Fragende Kinderaugen: Ist es wahr, daß uns unsere Büchereileiterin Sr. M. Assunta, St. Leonhard, anfangs September verlassen wird? Das waren Ende August 1991 die ersten Reaktionen, als es sich in St. Leonhard und Umgebung in Windeseile herumsprach, die »Schwester Assuntawerde in das Sekretariat des Hochmeisters des Deutschen Ordens nach Wien berufen. Der Schock bei den Verantwortlichen im Kulturbereich des Dorfes und die bangen Fragen der Kinder und Jugendlichen kamen nicht von ungefähr: Nach 34 Jahren erfolgreicher Arbeit in Kindergarten und Schule (26 Jahre in den Kindergärten von Lana, Moos und St. Leonhard und 8 Jahre als Katechetin in der Grundschule St. Leonhard) und nach fast 25 Jahren fruchtbarster Arbeit in der katholischen, später in der öffentlichen Bücherei von St. Leonhard, gehörte Sr. M. Assunta ganz einfach zu den Leuten und besonders
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zu den Kindern von St. Leonhard. Dieser herzliche Kontakt zwischen Schwester Assunta und Jugend wurde auch nicht durch den Umstand geschwächt, als die Schwester vor Jahren anWürde und Bürde stieg, indem sie zur Schwester Oberin des kleinen Ordensklosters von St. Leonhard berufen wurde: leutselig ging sie neben ihrer vielen Arbeit noch vielen Hobbys nach, immer eine Schar Kinder oder Studenten um sich. Wie wird es mit der Bibliothek weitergehen, wie mit den Kinder- und Jugendstunden in der Bibliothek, wie mit den heiligen Drei Königen und ihren kostbaren Gewändern und so fort ... Was sagen die Mitschwestern von St. Leonhard? »Wir haben es schön gehabt in diesen über zwanzig Jahren mit Sr. M. Assunta- lautete der Kommentar. »Ad multos annos- rufen wir Freunde Ihnen nach Wien nach und wissen, daß sie bald auch in Wien unentbehrlich sein werden! h.h.
Für Sr. M. Assunta Innerhofer waren Kinder, Jugend und Bücher Grundbausteine ihrer Tätig(Foto: Heinrich Hafer) keit im Passeiertal.
Passeirer
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Verein der Krippenfreunde St. Martin Das Fernsehgerät, der Radiorekorder und die Stereoanlage haben in den letzten Jahrzehnten in den Passeirer Stuben oft jenen Platz eingenommen, der früher des Familienfotos und den Weihnachtskrippen vorbehalten war. Inzwischen scheint eine gewisse Sehnsucht um sich zu greifen, den Jahresablauf wieder persönlicher zu gestalten. Dies ist eine Chance für die gute alte Tiroler Weihnachtskrippe. Prompt haben sich im Jänner 1990 Krippenfreunde aus St. Martin zu einem Verein zusammengeschlossen, um gemeinsam zu basteln, Kurse zu organisieren und Ausstellungen durchzuführen. 1990 liefen bereits drei Krippenbaukurse, die gut besucht waren und von Herrn Josef Simoncini, St. Leonhard, fachmännisch betreut wurden. Die Krönung der Tätigkeit des Krippenfreundevereins für 1990 war eine gut gelungene Ausstellung in St. Martin im Dezember, die in Anwesenheit
des Herrn Pfarrers Michael Pirpamer und einer Mädchensinggruppe der Katholischen Jugend St. Martin von Obmann Johann Reich eröffnet wurde. Über ein Dutzend teils sehr gut gelungene Krippen zeugten von der handwerklichen Fähigkeitder Krippenfreunde und von der Ideenvielfalt der Bastler und ihres Betreuers. Ziel der Krippenfreunde ist es, Jugend und Erwachsene für den Bau und die Ausstellung der Weihnachtskrippe zu interessieren. Nach derVorstellung des Vereins sollte injeder Familie eine Weihnachtskrippe Platz finden. DerVerein plant auch, schöne Krippen im Passeiertal fotographisch zu erfassen, wobei folgende Personen gerne telefonische Hinweise entgegennehmen: Obmann Johann Raich, Tel. 641006; Obmannstellvertreter Maria Tribus, Tel. 641391; Kassierin Waltraud Götsch Paviolo, Tel. 641293.
Blatt 1 Oktober
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Schwarz Heinrich, 04. März 1991, Im Schaffeid 8 Tschöll Magdalena, 03. Mai 1991, Kammerveiterstraße 15
GEMEINDE ST. MARTIN
Gögele Monika, 13. Juli 1991, Feldbauernweg 27 Hofer Kartin, 18. August 1991, Pseirerstraße 30 Hofer Lisa, 08. Juni 1991, P.-Mitterhofer-Straße 2 IImer Silvia, 09. Juli 1991, Trifterweg 14 Karlegger Sarah, 30. Juni 1991, P.-Mitterhofer-Straße 1 Kofler Julia, 25. September 1991, Pseirerstraße 17 Kuen Elisa, 05. Juni 1991, Ritterweg 17 Lanthaler Daniel, 06. September 1991, Garberweg 7 Libardi Jasmine, 08. August 1991 , Wiesenweg 4 Marth Franziska, 11. August 1991 , Pseirerstraße 77 Martini Nadine, 13. Juni 1991, Angerweg 17 Oberprantacher Erwin, 22. August 1991, Kalmtalerstraße 7 Pichler Claudia, 06. Juli 1991, Steinachweg 15 Pichler Philip, 22. September 1991, Kalmtalerstraße 5 Pixner Julia, 14. August 1991, Dorfstraße 69 Pöhl Phi lipp, 17. August 1991, Saltnerweg 6 Prugger Monika, 12. Juli 1991, Flon-Matatzstraße 28 Raich Hannes, 29. September 1991, Garberweg 30 Rier Tamara, 24. Juni 1991, Steinachweg 16 Schöpf Sara, 21. August 1991, Gransteinweg 4 Tschöll Philipp, 04. September 1991, Dorfstraße 12
GEMEINDE MOOS
Ideenreich und handwerklich nate.
gediegen präsentieren
die Krippenfreunde
St. Martin ihre Expo-
Wir gratulieren zur Geburt GEMEINDE ST. LEONHARD
Ennemoser Armin, 29. April 1991, Kirchweg 40 Gögele Michaela, 18. September 1991, Gerberweg 17 Gufler Katharina, 11. Juli 1991, Kohlstatt 30 Gufler Mark, 25. März 1991, Andreas-Hofer-Straße 8 Gumpold Patrick, 27. Juli 1991, Walten 26 Haller Benjamin Peter, 27. Juni 1991, Walten 40 Haller Bettina, 26. April 1991, Walten 44 Haller Janette, 14. April 1991, Andreas-Hofer-Straße 18 IIlmer Julia, 29. Juni 1991, Prantach 22
Kaufmann Robert, 01. Juni 1991, Mörre 47 Mader Vaerlian Marian, 06. Mai 1991, Kohlstatt 52 Moser Magdalena, 27. August 1991, Mooserstraße 331A Pichler Andreas, 23. Juni 1991, Schlattach 8 Pichler Birgit, 16. Juni 1991, Gomion 13 Pichler Karolina, 17. Juni 1991, Im Schaffeid 19 Pichler Melanie, 23. Juli 1991, Walten 28 Pöhl Karin, 23. April 1991, Gomion 34 Raffl Melanie, 02. September 1991, Gleiten 12 Ramadori Felix Johann, 29. Mai 1991, Stickl 16
Ennemoser Tanja, 06. August 1991, Pfelders 49 Fischer Maria, 25. August 1991, Dorf 59 Gänsbacher Daniel, 10. September 1991, Ulfas 4 Gufler Carmen, 31. Juli 1991, Rabenstein 13 Gufler Michael, 20. September 1991, Stuls 16 Halbeisen Manuel, 16. Juni 1991, Stuls 45/c Hofer Fabian, 30. Juli 1991, Ulfas 18 Holzknecht Dietmar, 21. August 1991, Pil1159 Kneissl Sandra, 12. September 1991, Platt 82 Pfandler Andreas, 05. Juni 1991, Rabenstein 14 Pöhl Martha, 13. September 1991, Stuls 22 Raffeiner Carmen, 01. Juni 1991, Platt 120 Reinstadler Martin, 23. Juni 1991, Platt 56
Eigentümer und Herausgeber: Josef Pichler, TrifterWeg 2/b, St. Martin/Passeier. Druck: Fliridruck, Meran, Goethestraße 93. Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Gerald Fleischmann. Erscheint dreimonatlich. - Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29.05.1987. Redaktionskomitee: Robert Haniger, Dr. Heinrich Hofer, Josef Kofler, Karl Lanthaler, Josef Pichler, Ubald Pichler, Dr. Albin Pixner, Arnold Rinner, Josef Öttl.