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Passeirer Blatt Mitteilungen und Nachrichten aus Moos, St. Leonhard und St. Martin November 2023
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nr. 178 · 37. Jahrgang
Stille Nacht
i. p.
Passeier
Richtlinien für Beiträge im Passeirer Blatt
Weihnachten Alle Jahre wieder – und doch jedes Mal neu! Der geschäftliche Trubel in der Vorweihnachtszeit belastet manchmal und mindert die Vorfreude auf dieses Fest. Und doch wird man jedes Mal überrascht von den Gefühlen, wenn die Bäumchen im Dorf leuchten, die Krippe im Dorf aufgestellt wird und die Weih nachtsglocken läuten. Für ein paar Tage kehrt in den Familien etwas Ruhe ein, die Kinder können das Christkind kaum erwarten und die Erwach senen genießen das Fest, oft in Erinnerung an ihre eigene Kinderzeit, wo der Gabentisch weniger reichlich gedeckt war, die Freude auf das Christkind aber nicht weniger groß war, als heute.
Besonders nahe kommt einem dieses weihnachtliche Gefühl in unserer Kirche, wenn der Chor „Stille Nacht“ anstimmt und der Altar im Kerzenlicht erstrahlt. Viele Freiwillige haben beigetra gen, ihn zu schmücken, mit den roten Weihnachtssternen, den beiden Christbäumen an der Seite und der Krippe oben im Zentrum. Man nimmt so vieles als selbstverständlich hin, und doch ist es oft die Arbeit Freiwilliger, die erst dieses Gemeinschaftsgefühl erzeugt, im Dorf und in der Kirche. Ihnen sei dafür einmal aus drücklich gedankt, denn erst durch sie entstehen Gemein schaft und Zusammenhalt. Dankeschön! Iris Karnutsch Zipperle
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Weihnachten ist
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Weihnacht ist, zur Ruhe kommen. Weihnacht ist, verträumt, und doch besonnen. Hoffen, auf einem Wunschzettel zu stehen, es zu wissen und miteinander zu gehen. Weihnacht ist, zu wünschen und zu hoffen. Weihnacht ist, zu lachen; ein Paket, endlich offen. Weiße Himmelsgrüße auf Lebkuchenzunge, sie zu fangen, wie ein kleiner Junge. Weihnacht ist immer noch zu glauben, An den Zauber, die Magie, an Kinderaugen. Anderen Freude zu schenken, nicht nur an sich selbst zu denken. Weihnacht ist, wenn du es bist. BLACKATIVAPOETRY Melanie Gögele
Impressum Erscheint dreimonatlich. Eingetragen beim Landes gericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29. 5. 1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier; vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Robert Tschöll – Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Ulrich Mayer. Redaktion: Dominik Alber, Annelies Gufler, Leo Haller, Magdalena Haller, Simone Peist, Arnold Rinner; Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Korrektur: Annelies Gufler, Elisa Pfitscher Produktion und Druck: Barbara Pixner, Vera Schwarz Kontakt Passeirer Blatt E-Mail: passeirerblatt@passeier.it Telefon: Barbara Pixner T 340 3942021 und Vera Schwarz T 328 5624255 www.passeirer-blatt.it
Titelseite: Glaitner Kirchl unter Sternenhimmel Foto: Roland Reinstadler
Erinnerungen
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Das Herrichten der „OberkoflerAusschneidekrippe“ war ein Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit.
Adventliche und weihnachtliche Erinnerungen
Die ganze 8-köpfige Familie (6 Kinder mit den Eltern) versammelt vor dem Christbaum bei der Weihnachtsandacht.
Aus der Kindheit von Pfarrer Oswald Kuenzer
Orte und Ereignisse der Kindheit haben nicht zuletzt in emotionalen Zeiten wie Advent und Weihnachten das familiäre, dörfliche, kulturelle und religiöse Leben geprägt und damit auch die eigene Identität, das Selbstbewusstsein und das Weltverständnis gebildet. Der Advent war eine Zeit der freudigen Erwartung des Christkinds. Zu den wichtigsten und aufregendsten Momenten der Vorbereitung auf Weihnachten zählte das Herrichten meiner kleinen „Oberkofler-Krippe“ unter dem Christbaum: Eine Laubsäge-Arbeit, wobei ein dicker Kunstdruckbogen, gemalt vom PriesterKirchen-Maler J. B. Oberkofler aus St. Johann i. A., auf ein dünnes „Sperrbrett“ geklebt, und die einzelnen Figuren mit der Laubsäge sorgfältig ausgeschnitten und auf ausgelegtem Moos aufgestellt wurden. Ins kindliche, vor allem emotionale Gedächtnis ein gebrannt haben sich mir vor allem die NikolausBräuche zu „Nigglas“: die Nikolausbescherung zuhause, in einem Teller im Hausflur, wo wir –
im Laufe der Jahre bis zu sechs Kinder, also in bis zu sechs nebeneinander aufgestellten weiß emaillierten Blechtellern – einige Nüsse und Mandarinen vor fanden. In Erinnerung blieben mir auch die auf eine große Rute geknüpften länglichen, roten, gefüllten „Zuckerlein“ in der Volksschule. Der mit Spannung erwartete schaurige Höhepunkt war aber das „Nigglas-Spiel“, das auch in einigen Dörfern im Pustertal gepflegt wurde und immer noch wird. Auch in meinem Heimatdorf St. Georgen bei Bruneck wurde es in den 1950-Jahren aufgeführt, u. a. auch in unserer Bauernstube daheim, beim „Bartlmair“, im Dorfzentrum, gleich neben der Kirche. Es ist eine Art Welttheater (wie auch „Jedermann“), wo es um Gut und Böse geht, um die Folgen eines auf weltlichen Reichtum, Besitz und Gewinn ausgerichteten Lebenswandels, bei Vernachlässigung der Werke der Barmherzigkeit, sowie der kirchlichen und religiösen Betätigungen. →
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Erinnerungen
Ein schauriger Nikolaus-Brauch war das „Nigglas-Spiel“, hier ein Foto aus meinem Heimatdorf St. Georgen bei Bruneck. Archivfoto: Klaus Graber
Im Advent wurde auch der Brief ans „Christkindl“ geschrieben, mit den kindlichen Wünschen. Diese Briefe wurden dann, schön verziert, zwischen die Fenster und die Winterfenster der Stube gelegt. Der absolute Höhepunkt der kindlichen Gefühle aber war der Heiligabend mit all seinem Drum und Dran: Mittagessen, Spaziergang, Weihnachtsgeschichte, Kerzen am Christbaum entzünden, Christkindl bescherung, ein wenig feiern, und dann noch die Mitternachtsmette in der nahen Kirche. Der Christtag war hochheilig. Da durfte man, außer zu den Weihnachtsgottesdiensten am Vormittag und am Nachmittag, nicht aus dem Haus, nicht zum Rodeln und nicht zum Spielen in die Nachbarschaft. Am Stefanstag gab es manchmal ein Volkstheater der Heimatbühne. Schauspieler waren die Kirchensänger. Gut erinnern kann ich mich noch an ein Stück, das die Entstehung des Liedes „Stille Nacht“ darstellte. Zwischen Weihnachten und Neujahr ging man zum „Krippeleschaugn“ bei Nachbarn und Verwandten. Eine ganz besonders schöne und kunstvolle Krippe hatte der Bruder meines Firmpaten, der „Radmüller Hermann“. Am Heiligabend zu Mittag, am Neujahrs abend und am „Kinigabend“ ging die ganze Bauern familie; Vater, Mutter, die sechs Kinder sowie Knecht (Onkel) und Dirn (Magd) betend zur Hausräucherung in alle Räume und auch um das Haus und Futterhaus.
Ein großes, anstrengendes, aber einträgliches Ereignis war für uns Kinder das „Neujahrschreien“, bei welchem wir am Neujahrstag, von früh bis spät (außer bei den Gottesdiensten) alle Häuser und Wohnungen besuch ten und ein Neujahrsgedicht aufsagten, worauf wir Süßigkeiten und mancherorts auch ein wenig Geld erhielten. Den Tag nach Neujahr verbrachten wir aufgeregt mit dem Aufteilen und Aufstapeln der Kekspaktlan und Münzen und kleinen Geldscheine unter uns Geschwistern. Weihnachten und Neujahr waren Tage, die Kraft spendeten für die kommenden Herausforderungen. Die Feste (Weihnachten, Stefanstag, Neujahr, Drei könig) waren GUT: für den Leib, alle Sinne ansprechend – und SCHÖN: für die Seele und den Geist; dazu FEIN: Familienfeste, Pfarrfeste, Gemeinschaftsbezug – und FROMM, geistlich: sie hatten Gottesbezug. Gott bzw. das Christkind, das Warten darauf, die Feier seiner Geburt, seine Geschenke … gaben dem Leben einen tiefen Sinn, Freude und Kraft – für das ganze Jahr! Man freute sich das ganze Jahr darauf. Weihnachten war der Kristallisationspunkt aller kindlichen Sehnsüchte, Wünsche und Emotionen. Die Welt war bzw. kam wieder in Ordnung. Die Zeit war und wurde geheiligt. Oswald Kuenzer, Pfarrer im Hinterpasseier
Gemeinden
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
St. Leonhard
Hoch lebe die Freundschaft! 35-jährige Partnerschaft mit der Gemeinde Fuchsmühl Wenn am 20. Februar zu Ehren Andreas Hofers, am 23. April im Gedenken an die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde und am 15. August zu Maria Himmelfahrt die Fuchsmühler Fahne in St. Leonhard in Passeier gehisst wird, dann ist dies ein Ausdruck der Freude einer langjährigen Verbindung zweier Gemeinden. Am 30. September kam die Fahne erneut zum Einsatz und zwar zum 35-jährigen Partnerschaftsjubiläum. Die Gemeinde verwaltung von St. Leonhard lud dazu ihre Freunde aus der Oberpfalz nach St. Leonhard ein. Bei einem gemütlichen Umtrunk am frühen Abend auf dem Raiffeisenplatz begrüßten die beiden Bürgermeister aus den jeweiligen Gemeinden ihre Gäste. Anschließend erfolgte ein gemeinsamer Einzug in die Pfarrkirche von St. Leonhard, an dem Vertreter der Vereine, Gemeinde
angestellte, Gemeinderat und natürlich die Freunde aus Fuchsmühl teilnahmen. Die passenden Klänge und den Takt dazu gab die Musikkapelle Andreas Hofer. Nach dem Kirchgang folgte ein Törggelen im Vereinshaus mit Ehrungen für besondere Verdienste für die Gemeinde St. Leonhard. Mit einer Fotorückschau wurde auf die Partnerschaftsaktivitäten zurückgeblickt und in alten Erinnerungen geschwelgt. Den Grundstein für diese Freundschaft legte die Schützenkompanie „Andreas Hofer“ mit der Schützengesellschaft „Andreas Hofer Fuchsmühl“ im fernen Jahre 1973 des ver gangenen Jahrhunderts. Am 23. April 1988 erfolgte unter den Bürgermeistern Matthias Raffl und Gustl Fürst auch die offizielle Unterzeichnung der Partnerschaft auf Gemeindeebene, sodass Fuchsmühl nun zur Partnergemeinde von St. Leonhard wurde. Es blieb nicht nur eine auf Papier
geschriebene Verbindung, es folgten jähr liche Besuche und Gegenbesuche. So fuhren die Leonharder in die Partnergemeinde Fuchsmühl, vor allem zu den Gedenkfeiern der Holzschlacht, die sich im Jahr 1894 ereignet hat, sowie zu den Bürgerfesten, die alle zwei Jahre stattfinden. Die Fuchs mühler Freunde kamen ebenso zu verschie denen Anlässen und viele Jahre zum all jährlichen Zeltlager nach St. Leonhard. Besonders hervorzuheben für die lang jährige Freundschaft sind dafür seitens von St. Leonhard die Familie um Anton Auer und seitens von Fuchsmühl Heinrich und Ingeborg Schärl. An diesem Abend feierte man in ausgiebiger Runde, blickte zurück auf gemeinsam erlebte Momente und hofft auf viele weitere schöne Jahre der Freundschaft. Magdalena Haller
Links: Das letzte Zeltlager im August 2011 auf der Egghof Kaser. Der Grund dafür war der Mangel an Nachwuchs. Organisiert wurde das jährliche Grillen von der Gemeinde St. Leonhard. Mit dabei waren Kinder vom AVS und der Kath. Jungschar.
Unten links: Oktober 2019 – 125. Holzschlachtgedenkfeier in Fuchsmühl. Mit dabei u. a. BM Konrad Pfitscher und der Passeirer Jägerchor. Unten rechts: September 2023 – 35 Jahre Partnerschaft – Feier in St. Leonhard. Für seine Verdienste für die Partnerschaft wurde Heinrich Schärl aus Fuchsmühl geehrt. Fotos: Bernadette Pfeifer
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Gemeinden
Preisgekrönte Architektur Foto: Gustav Willeit
St. Leonhard
Staatspreis an das Architekturbüro Pedevilla für das Seniorenheim St. Barbara Der Rat der Architekten Italiens hat das Architekturbüro von Alex und Armin Pedevilla als beste Architekten Italiens 2023 ausgezeichnet und ihnen den renommierten Preis „Italienischer Architekt 2023“ für das Projekt des Seniorenheimes St. Barbara in St. Leonhard verliehen. Als Begründung wird angeführt, dass es dem Architekturbüro gelungen ist, das Projekt in sich kohärent zu gestalten, es in die Landschaft einzufügen, die Konstruk tionsdetails durchzudenken, moderne Baumaterialien einzusetzen, ohne die traditionellen Materialien zu vernachlässi gen und in der Architektur alt und neu zu verbinden. Das Projekt, das in ländlicher Berglandschaft angesiedelt ist, zeuge von einer besonderen Sorgfalt und Aufmerk samkeit und verbinde ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit. Besonders der Aspekt der Kosten stelle gerade bei öffentlichen Arbeiten eine kaum zu bewältigende Herausforderung dar.
Mit großer Freude haben die Gemeinde verwaltung von St. Leonhard und das Archi tekturbüro Pedevilla die Ehrung zur Kennt nis genommen. Arch. Alex Pedevilla erklärt dazu mit großer Genugtuung: „Wir freuen uns ganz besonders, dass gerade ein Haus für pflegebedürftige Menschen diese Beachtung gefunden hat. Das ist auch das Ergebnis unserer guten Zusam menarbeit, die von Vertrauen und Wert schätzung geprägt war.“ Die größte Anerkennung aber stellt die Zufriedenheit der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner dar, die sich im neuen Seniorenheim wohlfühlen und bestens aufgehoben sind. Die Rückkehr ins neue alte Heim ist für Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen ohne Schwierigkeiten erfolgt und es bleibt nur zu hoffen, dass das Heim für viele Jahre ein Ort der Ruhe und Geborgenheit wird und bleibt. Konrad Pfitscher
Gemeinden
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Moos
Erster fest installierter Blitzer in Südtirol Rasen auf der Timmelsjochstraße? Damit soll jetzt Schluss sein. In der Gemeinde Moos steht seit Mitte September 2023 das erste fest installierte Radargerät in ganz Südtirol. Seit Jahren sind Gruppen von Motorrad- und Sportwagenfahrern, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbeschränkungen halten, auf den Straßen im Passeiertal Ärgernis und Gefahrenquelle zugleich. „Wir möchten die Sicherheit für unsere Menschen verbessern, die sich auf unseren Straßen bewegen,“ unterstreicht Gothard Gufler, Bürgermeister von Moos. Durch sein Gemeindegebiet führt auch die Straße aufs Timmelsjoch. „Die Timmelsjochstraße ist eine Erlebnis straße. Sie wird von allen im Passeiertal genutzt – und das soll auch so bleiben!“ Eine sichere Erlebnisstraße für alle Die Straße teilen sich besonders im Sommer Einheimische und Touristen in den unter schiedlichsten Verkehrsmitteln. Da sind Autos, Busse, Traktoren mit Viehanhängern, Motor- und Fahrräder sowie Menschen zu Fuß unterwegs. Insgesamt nutzten über 200.000 Fahrzeuge die Timmelsjochstraße im Sommer 2023. Dass es nicht ohne gegen seitige Rücksichtnahme geht, liegt auf der Hand. Um gegen diejenigen vorgehen zu
können, die sich trotzdem nicht ans vor geschriebene Tempolimit halten, wurde nun Abhilfe geschaffen. Als das Land anbot, ein Radargerät als Pilotprojekt in einer Passgemeinde zu installieren, sagte Moos sofort zu. Der Blit zer wurde in der Nähe des Gasthauses Hochfirst aufgestellt und verfügt über besondere Kameras, die auch für Motor räder geeignet sind. Das Gerät darf im Gegensatz zu den üblichen orangenen Speedboxen rund um die Uhr und ohne Anwesenheit eines Polizisten blitzen. Möglich macht dies eine Regelung für spezielle Gebiete. Die Gemeindepolizei bearbeitet die „Tickets“ anschließend, so dass auch Fahrer von geliehenen Fahrzeugen erreicht werden können. Lokalaugenschein mit Vertretern von Land und Gemeinde Am 27. September 2023 trafen sich der damalige Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider und Abteilungsdirektor Philipp Sicher mit Vertretern der Gemeinde Moos, der Ortspolizei und der Carabinieri zum Lokalaugenschein. Der Landesrat hatte sich für die Ausnahmegenehmigung des Radargeräts eingesetzt und die Ausfüh rungsarbeiten mit Gemeinde und Straßen dienst unterstützt.
Lokalaugenschein an der Timmelsjochstraße: (V.l.n.r.) Capitano Simone Pellecchia, Bürgermeister Gothard Gufler, Abteilungsdirektor Philipp Sicher und Landesrat Daniel Alfreider Foto: Ingo Dejaco
Gothard Gufler betont: „Dass das Gerät oberhalb des Gasthofes Hochfirst nun der allererste feste Blitzer in Südtirol ist, ist schon etwas Besonderes. Das Wichtigste ist aber für uns als Gemeinde, dass wir damit zu einem besseren Miteinander auf der vielgenutzten Straße beitragen.“ Zurzeit ist der Blitzer in der Winterpause. Im nächsten Jahr bekommt er Verstärkung: Weitere Exemplare sollen auch auf dem Jaufenpass montiert werden. Das Ziel ist, auf unseren Straßen für mehr Sicherheit und weniger Lärm zu sorgen. Simone Peist
Moos
Weg frei für die Sanierung des Dorfplatzes Die Ortsmitte von Moos soll schöner werden: Nachdem ein Teil der ehemaligen Finanzkaserne abgerissen wurde, konnte der Gebäudekomplex mit dem Bürgerhaus neu gebaut werden. Nun wird auch der Dorfplatz neu gestaltet. In der Mitte des Ortes zwischen Geschäft, Bar und Mooserwirt treffen sich Jung und Alt im Vorbeigehen auf einen Ratscher. Bei großen Veranstaltungen kann die Glasfassade des Bürgerhauses zum Platz hin geöffnet werden. Um die Ortsmitte insgesamt architektonisch attraktiver zu machen und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, hat die Gemeinde Moos nun vor, den Dorfplatz neu zu planen und zu gestalten. Ein notwendiger Schritt für die weiteren Gestaltungsmaßnahmen ist, die Haushälfte neben dem alten Geschäft abzureißen. Diese Arbeiten sind schon voll im Gange und sollen bis Ende November 2023 groß teils abgeschlossen sein. Simone Peist
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Gemeinden
Neuer Spielplatz als Treffpunkt für Familien mit Kindern in Rabenstein
Rabenstein
Gelungener Spielplatz in Rabenstein Schon seit Jahren wurde in Rabenstein nach einem geeigneten Platz gesucht, wo ein Spielplatz für unsere Kinder gemacht wer den könnte. Zuerst befasste sich der Pfarr gemeinderat mit dem Anliegen, denn der Widumacker sollte für solche Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Dieser Acker liegt nun in der Gefahrenzone und schied als günstiger Standort aus. Das Vorhaben wurde in den Gemeinderat gebracht, wo nun die jungen Räte Joachim Volgger, Thomas Lanthaler und Nadia Hofer sich dafür einsetzten, dass das Projekt Spielplatz in Rabenstein wieder ins Rollen gebracht wurde.
Aus dem Rathaus von St. martin (vom 22. 8. bis 3. 11. 2023) Beiträge Jugendtreff St. Martin – Weiterleitung eines außerordentlichen Beitrages aus dem staatlichen Fond in Höhe von € 4.241,78 für die begleitete Jugendreise 2022 und eines außerordentlichen Beitrages von € 4.443,20 für die begleitete Jugendreise 2023; Amateursportclub Passeier, Sektion Fußball – € 1.500 für die Organisation des Fußballturniers „1. Timmelsjoch-Cup“ Bibliothek Lieferung von Büchern für die öffentliche Bibliothek: Athesia Buch GmbH, Meran – € 1.410,69; Buchhandlung Alte Mühle KG, Meran – € 1.410,69; A. Weger GmbH, Brixen – € 1.410,69 Kindergarten Austausch von zwei Raffstores im Kindergarten Saltaus – Hella Italien GmbH, Bruneck – € 2.920,30;
Der Gemeindereferent Konrad Pamer organisierte ein Treffen mit der Firma Progart, welche nachhaltige Kinderspiel plätze aus Holz anfertigen. Bei diesem Treffen wurde ein Lokalaugenschein beim Eisturm in Rabenstein gemacht, wo der neue Spielplatz errichtet werden sollte. Im Dezember 2022 gab es ein Treffen der Gemeinderäte von Rabenstein und Moos mit interessierten Eltern, um deren Wünsche und Ideen für den neuen Spielplatz beim Eisturm zu besprechen. Hier beim Eisturm gab es schon mal vor Jahren eine kleine Spielanlage mit Sandkiste, Rutschbahn und kleineren Geräten. Im Laufe der Jahre
Lieferung von pädagogischem Material für den Kindergarten Saltaus – Archplay GmbH, Burgstall – € 2.363,63 Haus der Jugend Rückerstattung der Spesen für die Heizungskosten für den Zeitraum 1.4.2022 – 31.3.2023 an das Pfarramt St. Martin – € 4.209,10 Müllentsorgung Für die Sanierung des Wertstoffzwischenlagers „Tisner Au“ in Lana wurde die Amortisierungsrate für das Jahr 2023 in Höhe von € 16.762 an die Bezirksgemeinschaft Burg grafenamt ausbezahlt Öffentliche Arbeiten Geländevermessung und Erstellung Teilungsplan für das Projekt „Zufahrt zum Minirecyclinghof in Saltaus“ – Planungsbüro Monauni Moser Zöschg, Lana – € 4.782,72
wurde so einiges umgebaut und die Geräte sind veraltet und verschwunden. Nach ein paar Absprachen mit der Firma Progart und der Bereitstellung der Finanzie rung durch den Gemeinderat wurde der neue Spielplatz im September 2023 ver wirklicht und das Projekt abgeschlossen. Die jungen Familien benutzen schon zahl reich die Spielanlage und bedanken sich auf diesem Wege bei der Gemeindeverwaltung für den neuen Treffpunkt unserer Kinder, Mütter und Väter. Nadia Hofer, Waltraud Gatterer
Park- und Gartenanlagen Lieferung von Weihnachtsbäumen für die weihnachtliche Dorfdekoration – Smartflor OHG, St. Martin – € 1.940,40; Lieferung von Hundekotbeuteln – Robi AG – Studio Helmut d. Pollo Juergen, Bozen – € 1.143,40 Sportanlagen Sportplatz St. Martin, Tribüne Kunst rasenplatz – Abänderung der bestehen den Säulen und Rahmen beim Durchgang zum Sportplatz sowie Anbringung eines neuen Maschendrahtzauns – Metall projekt GmbH, St. Leonhard – € 6.075,60 Straßen und Plätze Schneeräumungsdienst für die Winter saisonen 2023/2024, 2024/2025 und 2025/2026, Los 1: Riederberg, Saltaus und Quellenhof – HB Metall KG des Raich Björn & Co., St. Martin – € 92.232; Austausch eines Masten der Straßen beleuchtung beim Dorfhaus – Elektro
Johann Hofer, St. Leonhard – € 5.676,03; Asphaltierungsarbeiten in Quellenhof und im Garberweg – Mair Josef & Co. KG, Prad – € 2.904,16 Zivilschutz Durchführung von Instandhaltungs- und Sicherungsarbeiten an der Hofzufahrt zu den Gruberhöfen – Gebr. Oberprantacher GmbH, St. Leonhard – € 4.938,29; Durchführung von Zivilschutzmaß nahmen an der Flon-Matatz-Straße – Gufler Roland, Moos – € 4.027,59; Lieferung von Brückenholz in Lärche für Reparaturarbeiten an der Brücke auf der Flon-Matatz-Straße – Sägewerk Marth KG, St. Martin – € 2.635,08; Errichtung einer Künette aus Fertigbeton zur Wasserableitung an der Gruberstraße – Gebr. Oberprantacher GmbH, St. Leonhard – € 10.582,32
Beschlüsse
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Aus dem Rathaus von St. Leonhard (vom 23. 8. bis 7. 11. 2023) Beiträge Ordentlicher Beitrag für das Jahr 2023 – Tourismusverein Passeiertal – € 130.000; Ordentlicher Beitrag – Freiwillige Feuer wehr Saltaus EO – € 500; Ordentlicher Beitrag für die Tätigkeit im Jahr 2023 – BVK Gomion-SchlattachGlaiten – € 15.000; Ordentlicher Beitrag für die Tätigkeit im Jahr 2023 – BVK Walten – € 12.400; Ordentlicher Beitrag für die Tätigkeit im Jahr 2023 – BVK Prantach – € 1.600; Investitionsbeitrag für die Sanierung der Hofzufahrt zu den Fartleishöfen – BVK Prantach – € 20.000; Investitionsbeitrag für Investitionen am Lehrbienenstand – Imkerverein St. Leonhard/Moos – € 2.000 Zusammenarbeit Ankauf von Kühlcontainern für Tier kadaver – anteilsmäßige Kosten – Bezirks gemeinschaft Burggrafenamt – € 2.940; Vereinbarung mit der Gemeinde Moos in Passeier – Zusammenarbeit im Bereich der technischen Dienste – Kostenabrechnung für den Zeitraum 1.1.2023 – 31.3.2023 – € 14.363,91 Projektierungsaufträge Neubau Durchlaufbehälter Pfistrad – Anpassung des Honorars für die Bauleitung, Abrechnung und Sicher heitskoordination – von Pföstl & Helfer GmbH – € 9.098,59; Neuverlegung Infrastrukturen Hand werkerzone Lände – Projektierung, Bauleitung, Abrechnung und Sicher heitskoordination – Plan Team GmbH – € 48.525,41; Anpassungsarbeiten am Schießstand – technische Leistungen in Bezug auf ballistische Prüfungen und Planung eines Kugelfangs – Expan Leichtbau GmbH – € 7.149,20
Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Kindergarten Kindergartentransport Fraktion Schweinsteg für das Jahr 2023/2024 – Fa. Lamprecht Martin Heinrich – € 19.473,30; Kindergartentransport Örtlichkeit Prantach für das Jahr 2023/2024 – Fa. Shuttle Wilhelm Christoph – € 15.400; Kindergartentransport Fraktion Walten und Örtlichkeit Gomion für das Jahr 2023/2024 – Gufler Tours OHG – € 33.302,50; Lieferung von Lebensmitteln im Schuljahr 2023/2024: Winkler Karl & Co. OHG – € 1.100; Raffl Manuel & Thomas OHG – € 18.700; Koblerbrot KG – € 3.850; Biokistl Südtirol GmbH – € 2.200; Schnitzer Johann & Co. KG – € 6.600; Fischzucht Schiefer KG – € 4.400; Fa. Schiefer Alois – € 1.650; Meraner Tee-Shop KG – € 440; Lieferung von didaktischem Material für das Schuljahr 2023/2024 – Papier Profi KG – € 2.440; Lieferung von Bastelmaterial im Schuljahr 2023/2024 – Ferstl KG – € 610 Schulen Schulausspeisung Grundschule Walten im Schuljahr 2023/2024 – Gasthaus Alpenrose OHG – maximal € 5.720; Schulausspeisung Mittelschule im Schul jahr 2023/2024 – Fa. Hotel Sonnenhof d. Holzknecht Walter – maximal € 62.400; Schulausspeisung Grundschule St. Leonhard im Schuljahr 2023/2024 – Fa. Kaffee Restaurant Zentral d. Geiser Rosa Maria – maximal € 14.872 Zivilschutz Zivilschutzzentrum – Umbau und Erweiterung der bestehenden Heizzentrale – Eschgfäller Haustechnik GmbH – € 39.681,99; Durchführung von Sicherungsarbeiten am ländlichen Straßennetz im Bereich des Schlossweges und im Bereich des Happergweges – Fa. Ilmer Stefan – € 16.958
Abgeschlossene Projekte Kanalisierung Schweinsteg – Saltaus – Genehmigung Endstand – Mair Josef KG – € 232.849,86; EWZ Schweinsteg II – primäre Erschließungsanlagen – Genehmigung Endstand – Gebr. Oberprantacher GmbH – € 237.606,72; Sanierung Dachstuhl Grundschule Walten – Spenglerarbeiten – Genehmigung Endstand – Fa. Alber Mirco – € 40.954,95; Sanierung Dachstuhl Grundschule Walten – Zimmermannsarbeiten – Genehmigung Endstand – Zimmerei Haspinger GmbH – € 121.527,95; Projekt „Fahr E-Rad im Alltag“ – Lieferung von E-Bikes – Genehmigung Endstand – Pixner Andreas & C. KG – € 124.464
Wasser Reparatur der Gemeindetrinkwasser leitung in der Passeirerstraße im Bereich der Bäckerei Ploner – Profilbau KG – € 6.550,77; Reparatur der Gemeindetrinkwasser leitung in der Kohlstatt im Bereich der Bäckerei Kobler – Profilbau KG – € 6.464; Austausch eines Teilstücks der Abwasser leitung im Bereich des Gerberweges – Gebr. Oberprantacher GmbH – € 9.944,93; Lieferung von Filtermaterial „Akdolit Hydro-Calcit“ für die Trinkwasserauf bereitungsanlage – Angerer Wasser technik KG – € 9.516; Beitrag für die Finanzierung von öffent lichen Trinkwasserversorgungsanlagen in erschwerten Situationen an das Land lt. LG. 8/2002 – Jahr 2022 – € 26.306,40
Energetische Sanierung, Umgestaltung und Erweiterung Vereinshaus St. Leonhard Einrichtung – Lieferung Küche, Bar und Kühlanlagen – Niederbacher GmbH – € 156.833,44; verwaltungstechnische Abnahme der Arbeiten – Dr. Ing. Martin Khuen vom Bauingenieurbüro Dr. Ing. Aribo Gretzer & Partner – € 14.391,49
Allgemeines Kultur – Digitalisierung des Dorfbuches von St. Leonhard in Passeier – Fa. design. buero d. Pinggera Albert – € 13.578,60; Reinigungsdienst für Rathaus, öffentliche Bibliothek, Bauhof, Recyclinghof Mörre, altes Rathaus, KITA und Arzt ambulatorium im Kirchweg für den Zeitraum 22.9.2023 – 31.8.2025 – Fa. Larch Agnes – € 78.448,08;
Gemeindevermögen – Internet-Transport zum Gemeindenverband und zu den Außenstellen sowie Telefoniedienste im Zeitraum 2024-2026 – Telmekom GmbH – € 35.531,28 Feier 35 Jahre Partnerschaft mit der Gemeinde Fuchsmühl und Ehrung ehrenamtlicher Personen: Verpflegung – Fa. Schweigl Martin – € 7.137; Lieferung Urkunden – Staschitz KG – € 746,40; Gestaltung Urkunden – Fa. Pfitscher Jana – € 1.382
Aus dem Rathaus von moos (vom 19. 8. bis 8. 11. 2023) Beitrag Investitionsbeitrag – Ankauf von Baumstämme für Lehrimkerstand – Imkerverein St. Leonhard-Moos – € 600 Außerordentlicher Beitrag – Ankauf von Trachtengurten – Schützenkompanie Moos – € 1.800 Außerordentlicher Beitrag – Veranstal tung 1. Timmelsjoch-Cup – ASC Passeier Sektion Fußball – € 1.000 Außerordentlicher Beitrag – Fortbildung und Vortrag zum Thema Nachhaltigkeit – Bildungsausschuss Moos EO – € 853,72 Gemeinde Rodelbahn „Bergkristall“ – Zielhaus – Dachsanierung – Alber Mirco Spenglerei – € 3.322,06 PNRR M2C4-2.2 – Installation von Photo voltaikanlagen auf den Dächern der gemeindeeigenen Gebäude – Baulos 1 im Sinne des Art. 1, Abs. 29-37, G. 160/2019 – Genehmigung Zuschlag – Firma Obrist GmbH – € 55.540,45 Mehrzweckgebäude Rabenstein – Brandmeldeanlage: Austausch von Rauch- und Druckknopfmeldern – Nicom Securalarm GmbH – € 2.119,68 Friedhofskapelle Platt – Restaurierungs arbeiten und künstlerische Gestaltung – Hofer Karl – € 13.420 Rabenstein: Neubau Kinderspielplatz – Progart GmbH – € 40.650,40 Bunker Museum – automatische Tür – Austausch der auf Grund einer elektrischen Überspannung beschädigten Hauptplatine – Kone Spa – € 2.668,14 Öffentliche Beleuchtung – Ankauf von LED-Ersatzlampen – Selectra AG – € 2.976,80 Verschiedene gemeindeeigene Gebäude – Maler- und Ausbesserungs arbeiten 2023 – Mooler & Grafik KG d. Joachim Lanthaler – € 11.105,78 Ausarbeitung Katastermeldungen im Bereich Wohnbauzone C2 Stuls – Per. Ind. Thomas Marth – € 3.074,40 Abbruch Ex-Kaserne Bp. 293/1, Gebäude Bp. 306/1, Bp. 306/3, Bp. 527 und Gp. 8/6 K.G. Moos – Platzgestal-tung Multifunkti onszentrum Moos: Direktvergabe – Bau unternehmen Roland Gufler – € 93.500,93 Bebauung des ehemaligen Kasernenare als in Moos – Errichtung eines Multifunk tionszentrums – Überdachung Garagen einfahrt – Bauunternehmen Roland Gufler – € 97.786,90 Bergbahnen Pfelders GmbH – Akonto gemäß Dienstleistungsvertag für die Führung des Skigebietes Pfelders – Winter 2023/2024 – € 79.300
Straßen & Wege Gemeindestraßen und Parkplätze – außerordentliche Instandhaltungs arbeiten – Ilmer Stefan Schreitbagger arbeiten – € 10.707,94 Ländliches Straßennetz Ulfas – Asphaltierungs- und Ausbesserungs arbeiten – Varesco GmbH – € 9.470,07 Ländliches Wegenetz – Instand haltungsarbeiten Walderschließungsweg „Herrenwald“ – Moosmair GmbH – € 2.000,01 Ordentliche Instandhaltung Gemeindestraße 54.3 – Ulfas – Übernahme der Spesen – Verwaltungs amt für Straßen – € 9.068,08 Nightliner und Radwegewartung – Kostenbeteiligung Jahr 2023 – Bezirks gemeinschaft Burggrafenamt – € 1.904,39 Schulen/Kindergarten Kindergartentransport Schuljahr 2023/24: > Linie Stuls – Gufler Valentin – € 28.875 > Linie Platt – Raffl Michael – € 16.625 > Linie Pfelders – Taxi Lampe d. Lamp recht Martin Heinrich – € 25.987,50 > Linie Rabenstein – Passeiertal Reisen d. Gufler Hubert – € 28.875 Schulausspeisung pro Mahlzeit € 13 zzgl. MwSt. > Stuls – Metzgerei Hofer d. Hofer Kurt & Co. OHG > Pfelders – Hotel das Lisann d. Pöhl Irmgard > Platt (dienstags) – Gasthof Platterwirt d. Hofer Gotthard & Co. > Platt (donnerstags) – Metzgerei Hofer d. Hofer Kurt & Co. OHG > Rabenstein – Rabenstein KG d. Gufler Edith & Co. > Moos – Mooserwirt d. Mooserwirtshaus GmbH Grundschulen – Ankauf von Schulmöbeln – Cubus GmbH – € 10.440,76 Zivilschutz PNRR – M2C4 I2.2 – Verminderung Steinschlaggefahr im Bereich Pill Nord – Genehmigung Protokoll und definitiver Zuschlag betreffend Vergabeverfahren der Arbeiten – Consolrocce GmbH – € 445.981,53 Neubau Zivilschutzzentrum Moos: > Ausarbeitung grafischer Unterlagen und vereidigte Schätzung der abzulösenden Grundstücke – Dr. Ing. Klemens Raffl – € 2.402,40 > hydrogeologische Kompatibilitäts prüfung und geologische Leistungen in der Planungs- und Ausführungsphase – Dr. Geol. David Wilhelm – € 28.548 Trink- und Abwasser Abwasser – Abwasserreinigung und Hauptsammler – Jahr 2024 – Eco Center AG – € 102.277,54
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Kultur & Gesellschaft
Du Rosmarie, hosch derweil auf an Cappuccino? Über Multitasking, Ein- und Ausblicke und Eva Klotz Nicht nur (noch) amtierende Bürgermeisterin von St. Martin in Passeier, Rosmarie Pamer, darf einen Erfolg feiern, sondern auch ich. Ich habe es geschafft 30 Minuten ihrer Zeit zu erhaschen und habe mich mit ihr auf einen „Ratscher“ getroffen. Doch 30 Minuten von Rosmarie sind nicht einfach 30 Minuten, denn sie verkörpert irgendwie eine andere Zeitrechnung. Aber dazu später mehr. Ganze 12.289 Mal haben Wählerinnen und Wähler im ganzen Land den Namen „Rosmarie Pamer“ auf ihren Stimmzettel geschrieben – ein grandioses Ergebnis! Doch wer ist sie, Rosmarie? Was hat sie zu der gemacht, die sie heute ist und was würde sie anders machen, wenn sie nochmal 18 wäre?
Was wirst du im Landtag am meisten vermissen? „Die Menschen!“ Wer sie bereits kennt, weiß es, und wer sie zum ersten Mal trifft, wird es gleich erkennen: Rosmarie ist gern unter Menschen, offen, kommunikativ, selbstbewusst und bodenständig. Auf die Frage, ob sie glaube, dass die Arbeit im Landtag sie verändern würde, antwortet sie mit einem klaren „Nein“. Sie würde weiterhin die Frau bleiben, die offen ihre Meinung kundtut, für alle ein offenes Ohr hat und einfach gern „unter die Leit“ ist. Ja, genau das werde ihr am meisten fehlen, erzählt sie mir, mit einem bedauernden Lächeln. „Ich bin einfach gern im Dorf, in der Klasse mit meinen Schülern und in der Gemeinde unterwegs!“ Doch wie Rosmarie eben ist, atmet sie einmal kurz durch, blickt mir mit aufmerksamen Augen ins Gesicht und ist gespannt auf die nächste Frage. Ja, so ist sie. Und hier sind wir wieder bei der ganz eigenen Zeitrechnung der Rosmarie Pamer. Ihr Verstand arbeitet blitzschnell, wäre sie Schülerin und nicht Lehrerin, würde man in ihr Zeug nis wohl „schnelle Aufnahmefähigkeit“ schreiben und sie wäre sicher immer die erste, die ihren Test abgibt. Sie scheint gefühlt drei Gehirne und zehn Arme zu haben, so multitasking ist sie und ihr Tag hat meistens 72 Stun den und nicht 24. „Ich weiß, dass ich diese Fähigkeit besitze“, sagt sie von sich selbst, „aber es ist nicht immer zu meinem Vorteil“, verrät sie mit der typischen laut-herzlichen Pamer-Lache. Ihre schnelle Aufnahme
fähigkeit und ihr schnelles Handeln bringe manchmal mit sich, dass sie zu viele Dinge gleichzeitig mache und sich manches Mal zu viel aufhalse. „Aber ich kann nicht anders, ich bin so, das passt schon!“ verrät sie. Genauso wie das Multitasking zu Frau Pamer gehört, gehört auch ihr Mundwerk zu ihr wie der Landtag zum Magnago-Platz.
„Mein Mundwerk hat mich schon oft in brenzlige Situationen gebracht.“ Als sie im letzten Jahr den Parteiobmann öffentlich kritisierte, geriet sie, auch medial, in einen Strudel von Kritiken und Anfeindungen. Ihr sei bewusst, so sagt sie selbst, dass sie künftig noch mehr im Fokus der Öffent lichkeit stehe und natürlich jedes Wort auf die Waagschale käme. „Aber ich bin trotzdem nicht bereit, meine Meinung zurückzuhalten“, betont sie. Das werde sie genauso machen wie eines ihrer Vorbilder: Eva Klotz. Ja, wer hätte das gedacht! „Auch wenn sie politisch anders gesinnt ist, habe ich sie immer bewundert“, verrät Rosmarie. „Eva hat sich innerhalb einer männer dominierten Partei durchgesetzt und behauptet. Dafür bekommt sie meinen vollen Respekt.“
„Ich war ein äußerst schüchternes Kind, das mit niemandem gesprochen hat.“ Rosmarie ist auf einem Bauernhof oberhalb von St. Martin aufgewachsen und hatte somit, wie sie selbst sagt, als Kind wenig Kontakt mit anderen Menschen. Erst als Teenager wurde sie kommunikativer und weltoffener. Doch genau diese Kindheit scheint sie geprägt zu haben: Noch immer kann sie bei der Heuarbeit oder beim Wandern am besten abschalten und einfach „die Rosmarie“ sein. Wenn sie ihrem 18-jährigen Ich im Nachhinein einen Rat geben könnte, wäre es wohl, sich öfter eben genau diese Zeit bewusst zu nehmen und zu gönnen. Zeit für sich selbst und Zeit mit der Familie. Liebe Rosmarie, wir sind stolz auf dich und wünschen dir bei deiner neuen verantwortungsvollen Aufgabe nur das Beste, trotzdem genug Zeit für dich selbst und da dein Mund ja oft genug offen war, konntest du genug Passeirer Frischluft tanken, um der neuen Aufgabe bestens gewachsen zu sein! Melanie Gögele
Kultur & Gesellschaft
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Pr-Info
Warum Mitglied beim Weißen Kreuz werden? Darum! Eine Mitgliedschaft beim Weißen Kreuz sichert dir und deinen Liebsten viele Vorteile und vor allem Sicherheit – sowohl im In- wie auch im Ausland. Gleichzeit ist es deine Chance, die Freiwilligen und Jugendlichen unseres Vereins zu fördern und damit das Ehrenamt im Südtirol zu unterstützen. Für die Mitgliedschaft 2024 haben wir uns für das Motto „Warum? Darum!“ entschie den. Warum man Mitglied beim Weißen Kreuz werden sollte? Wir bieten dir und deinen Liebsten einen Rundumschutz in allen Lebenslagen: Egal ob beim Roadtrip in Italien, beim Schwimmen auf Mallorca oder beim Trampen auf Island – wir sind immer an deiner Seite und sorgen für deine Sicherheit. Gleichzeitig genießt du auch viele Vorteile zu Hause. Warum also Mitglied werden? Ganz einfach: „Darum!“
Du denkst, wir haben zu viel versprochen? Dann schau dir unsere drei Mitgliedschafts angebote an und wähle die für dich pas sende aus: Wählen kannst du zwischen unseren drei Kategorien Südtirol, Weltweit und Weltweit Plus. Neben den Vorteilen, welche du dir und deinen Liebsten mit einer Mitgliedschaft beim Weißen Kreuz sicherst, unterstützt du auch die Arbeit von mehr als 3.800 Freiwilligen und ermöglichst durch deinen Beitrag unter anderem auch die Jugendarbeit in unserem Verein, welche andernfalls nur beschränkt finanziert werden könnte. Weitere Informationen und Details zu deiner Mitgliedschaft findest du entweder auf www.werde-mitglied.it oder in unserem Mitgliederbüro, welches dir zu Bürozeiten unter der Tel. 0471 444 310 oder über E-Mail (mitglieder@wk-cb.bz.it) zur Seite steht.
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MuseumPasseier
Gratulation MuseumPasseier
Fotodetektive gesucht! Wer erkennt Motiv oder Menschen?
95 Jahre So viele Jahre – so viele Jahrzehnte. So viele Erlebnisse und Erfahrungen. So viele Begegnungen und Gespräche. So viele Träume und Hoffnungen. So viele Wünsche und Gebete. So viel Gnade und Dankbarkeit. EINFACH DANKE, dass du bei uns bist! Georg mit Rosmarie deine Enkel Edith, Christian, Horst und Franziska mit deinen Urenkeln Lena, Jonas, Hannes, Barbara, Niklas, Nele, Marcel, Julian und Jaron
Einige Jahre vor dem Ersten Weltkrieg zog ein Fotograf namens Alois Oczlon nach Passeier. Spuren im Tal finden sich in den Passeirer Kirchenbüchern und in einer einfachen Holzkiste mit der Aufschrift „Alois Oczlon Photo graph St. Leonhardt Paseier“ als Absender. „Inhalt: Platten!“ steht als handschriftliche Notiz auf der Kiste. Und tatsächlich lagern in ihr 38 Glas platten-Negative in Mittel- und Großformat, aber auch 13 Film-Nega tive und fünf Abzüge auf Karton. Eine bunt gemischte analoge Fotosamm lung, allerdings in schwarz-weiß. Die Holzkiste reiste vor Jahrzehnten von St. Leonhard in Passeier an Herrn Josef Kaserer, Schmittmer in Tabland im Vinschgau. Zeitweise überließ die heutige Besitzerin die Fotokiste dem Heimatpflegeverein NaturnsPlaus und anschließend dem MuseumPasseier zur Digitalisierung und Recherche. →
Gratulation
Notburga Pfitscher Herzlichen Glückwunsch zum 90. Geburtstag! FAMILIE ist wie ein Fluss, der uns durch’s Leben trägt. Wir alle wünschen dir, liebe Mama, noch viele wunderbare Jahre im Kreise deiner Lieben!
Zitherspielerin mit Begleitung: An der Mauer hinter der fünfköpfigen Gruppe hängt ein Schild mit Abbildung und Benennung der Stettiner Hütte, daher die Vermutung, dass das Foto in einem Gasthaus im Hinterpasseier aufgenommen worden ist.
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Mann in Passeirer Tracht: Weder Mann, noch Ort haben wir bislang enträtseln können. Der Mann mit Hahn feder auf dem Hut und ohne Ehering ist wohl ein Mitglied einer Musikkapelle und posiert in einem Garten, vor ihm der Schnittlauch, hinter ihm ein Obstbaum.
Der Fotograf Alois Oczlon war nach weislich zwischen 1910/11 und 1922 in Passeier ansässig, sein Fotolabor dürfte er im alten Schießstand von St. Leonhard gehabt haben. Wie es den gelernten Optiker aus Znaim über Lausanne, Zürich und Meran/ Schenna nach Passeier verschlagen hat, ist noch ein Rätsel. Auch wo weitere Aufnahmen von ihm aus seinem über 10-jährigen Aufenthalt im Tal sein mögen. Unter den Glas plattennegativen der besagten Kiste finden sich jedenfalls einige Passeirer Motive. Eine Auswahl von vier Fotos ist hier abgedruckt, in der Hoffnung, dass jemand Gesichter oder Orte erkennt bzw. dem MuseumPasseier einen Tipp geben kann. Judith Schwarz
Hier gibt es den Blogartikel mit allen 56 Fotos aus der Holzkiste: www.museum.passeier.it/blog/oczlon-wer
Musikanten auf einer Bühne: Das Schild „Gasthaus Breiteben 1892“ gibt vor, dass es sich um das Wirtshaus vor Platt in Passeier handelt, rechts ist die Eingangstür mit Balkon darüber zu erkennen. Der stehende Geiger mit schwarzer Zipfelkappe und weißer Jacke taucht öfters auf Passeirer Fotografien auf, seinen Namen haben wir bislang aber noch nicht heraus gefunden.
Szene auf einer Wirtshaus-Veranda: Acht Erwachsene und ein kleines barfüßiges Mädchen auf einer Veranda. Manuel Thoma hat das Gebäude als Gasthaus Tirolerhof in St. Leonhard identifiziert, die Form der Ecksteine und die Anzahl der im Verputz angebrachten waagrechten Rillen stimmen mit anderen Aufnahmen überein. Die Frauen könnten Kellnerinnen oder Köchinnen sein.
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Alois Pichler als Gründer, Namensgeber und Mitglied der Michile Muusig mit zwei Hahnfedern am Hut. Von links: Violer Alois Schiefer (Aiserer Luis), Vorgeiger Alois Pichler (Michiler), Begleitgeiger Leonhard Haller (Egger Liërt), Sekundgeiger Martin Schiefer (Aiserer Martl), Begleitgeiger Josef Pichler (Eggnstuëner), Bassgeiger Ignaz Pfitscher. Fotoaufnahme anlässlich der Tonband aufnahmen durch Alfred Quellmalz im Winter 1941/42 in St. Martin in Passeier. Fotoarchiv: Referat Volksmusik in der Landesdirektion Deutsche und ladinische Musikschule, Bozen
Der Michiler Eine Hommage an einen Alleskönner
Alois Pichler, vulgo Michile Luis (1870 – 1954) Fotoarchiv: Helga Holzknecht
Meine erste Begegnung mit einem Doktor, an die ich mich erinnern kann, war eine Visite beim Michiler in St. Martin. Dieser Michiler, mit richtigem Namen Alois Pichler, auch Michile Luis genannt, war einer der bekanntesten Passeirer seinerzeit und gleichsam als Arzt ohne Studium und Titel weitum geschätzt. Mein Vater kannte den Luis sehr gut und hatte großes Vertrauen zu ihm und seiner Heilkunst. So begleitete er mich als Kind 1950 wegen eines Haut problems nicht etwa zum Gemeinde arzt Dr. Wallnöfer, sondern eben zum Michiler. Dieser wohnte im Außerdorf oberhalb der Dorfstraße im alten Festlhaus (heute Dorfstraße 19). Ich erinnere mich noch, wie sich dieser alte freundliche Herr in seiner Stube meinen entzündeten Unterarm ansah. Er nahm eine Salbe aus einem Taatl und sagte zum Vater: A Woche lång jeedn Toog uënmåll schmirbm. Dann unterhielten sich beide noch längere Zeit, bis der Vater ein paar Lire auf den Tisch legte und mit mir nach Hause ging. Bei einem Gespräch im Museum Passeier ging es vor einiger Zeit um Passeirer Persönlichkeiten, die kaum bekannt sind.
Da fiel mir spontan der Michiler ein. Aber wo und wie könnte ich etwas über ihn erfahren? Er war ja schon 1954, also vor bald 70 Jahren, verstorben. Ich hatte Glück. Die zwei Zeitzeugen Max Karlegger (Plåtzer Max, Sohn von Michilers Tochter Anna) und Oswald Egger-Karlegger (Schaiber Oswald, Ehemann von Michilers Enkelin Maria), beide Jahrgang 1929 und zur erweiterten Michile-Familie gehörend, konnten mir einiges über den Luis erzählen. Michilers Enkelin Rosa Pichler (Tochter seines Sohnes Luis) stellte mir wertvolle private und amtliche Dokumente und Fotos zur Verfügung, Tobias Egger-Karlegger versorgte mich mit historischen Zeitungsartikeln und Fotos, das Museumsteam stöberte in den Tauf-, Heirats- und Sterbebüchern und fand musikalische Zeitzeugnisse und Auf nahmen, von Harald Haller bekam ich wertvolle mündliche und schriftliche Infos und Hinweise, u.a. Rezepte. Alois Pichler kam am 2. März 1870 zur Welt. Die Kindheit verbrachte er bei den Eltern Alois und Agatha Raffl im Michile-Häusl beim Eishof. Es ist anzunehmen, dass er sich schon in der Jugendzeit besonders für Tiere
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Kurioses aus der Zeitung
Begräbnis des Alois Pichler am 23. November 1954 in St. Martin. Sämtliche Verbände und Vereine und eine unüberschaubare Menge von Trauergästen aus Passeier und den Nachbartälern nahmen Abschied von dem damals wohl bekanntesten Passeirer, zuerst in der Kirche und auf dem Friedhof, nach der Bei setzung beim Totenmahl beim Oberwirt, Mitterwirt, Unterwirt und im Schießstand. Fotoarchiv: Helga Holzknecht
interessierte. Im Jahre 1900 erwarb er nach dreijähriger Lehrzeit beim Fleischhauer Johann Götsch in St. Martin das Lehrzeugnis „vor schriftsmäßig durch Fleiß und Arbeitsamkeit“. Oswald EggerKarlegger weiß, dass er ein Jahr lang mit einem Tierarzt im Sarntal unter wegs gewesen sein soll. Auf einem Heimatschein von 1901 wird bestä tigt, dass Alois Pichler, Thier-Arzt, in St. Martin das Heimatrecht besitzt. Neben Metzger und Tierarzt war Alois Pichler im Laufe seines Lebens Bauer, Holzhändler, Büchsenmacher, Wirt, Oberschützenmeister, Käufer und Verkäufer von Liegenschaften, Gemeinderatsmitglied, Jäger, Geigenspieler, Bauerndoktor und vermutlich vieles mehr … Hans Schwarz
Was Hans Schwarz noch zum Michiler zusammengetragen hat, gibt es im Blog des MuseumPasseier nachzulesen: www.museum.passeier.it/blog/michiler
Sagen oder kuriose Geschichten niederschreiben, welche in der Familie erzählt wurden, so lautete einst die Aufgabe für Franz Angerer aus St. Martin in Passeier. Diese Ansammlung von Erzählungen aus dem Jahre 1967 von ihm und seinen Mitschülern der vierten Klasse des Gymnasiums im Johanneum, nahm Hans Fink ein paar Jahre später in seinem Buch „Volkserzählungen aus Südtirol“ mit auf. Es war Hl. Abend als sich jemand bei Franzens Onkel „gemaart“ hat. Passeirer Wörterbuch „maarn“= sich bemerkbar machen, sich melden (von Verstorbenen). In der Erzählung wird auch von einem Mörrer Kreuz berichtet. Weder Verfasser noch Nachbarn kennen das Mörrer Kreuz, vielleicht ist es ja sonst jemandem bekannt? Magdalena Haller
Buch „Volkserzählungen aus Südtirol“ von Hans Fink aus dem Jahre 1969. Geschichte 18 Das Mörrer Kreuz Am späten Nachmittag des Hl. Abends bemerkte ein junger Mann von St. Martin in Passeier, daß ihm der Tabak auszugehen drohte. Da er wußte, daß am Christ- und darauffolgenden Stefanstag der Dorfladen gesperrt war, beschloß er, nun, da das Rindvieh versorgt war, noch zum Krämer zu laufen. Sein Heimathof lag eine Gehstunde vom Dorf entfernt, und zwar hoch am Berg oben. Am Weg zum Krämer dunkelt es schon stark, wie er wieder zurückging, war es bereits stockfinster. Und er hatte zum Unglück keine Lampe bei sich. Der größte Teil des Weges führt durch einen dichten Fichtenwald, nur zu Beginn des Waldes stand eine große Birke. Als der Bursch zu diesem Baume kam, vernahm er deutlich lautes Knicken von Lärchenästen. Er kannte dieses Geräusch, das ihn umso mehr wunderte, als es im weiten Umkreis keine Lärche gab. Dieses Knicken folgte nun dem Heimkehrer, ja es kam ihm immer näher, je weiter er sich in den Wald hineinbegab. In der Mitte des Waldes war eine kleine Lichtung, dort stand (es steht heute noch) das Mörrerkreuz. Bis dorthin war es nicht mehr weit. Als der Bursche ganz in seiner Nähe war, wagte er es, einen Blick nach hinten zu werfen. Zu sehen war nichts, nur schwere dröhnende Schritte ließen sich vernehmen. „Ich muss das Kreuz erreichen, ehe mich der Verfolger einholt“, kam es dem zitternden Heimkehrer über die Lippen. Nur noch wenige Schritte, dann ein letzter Sprung – schon fühlte er den heißen Atem des andern im Genick –, da hatte er den Stamm des Kreuzes in den Händen. Dadurch mußte der Geist von ihm ablassen, pfiff aber, dreimal ansetzend, an den Ohren des Bauernbuben vorbei. Dieses merkwürdige Pfeifen vermochte der Junge sein halbes Leben lang nicht mehr zu vergessen. Zu Hause angekommen, erschraken die Eltern über sein verstörtes Aussehen, und als er den Vorfall erzählt hatte, sagte der Vater: „Morgen um dieselbe Stunde, da dich der Geist verfolgt hat, wird ein Mensch aus unserer nächsten Verwandtschaft sterben.“ Und so war es auch. Am folgenden Abend zur gleichen Zeit kam jemand mit der traurigen Nachricht, der Muchenbauer sei unter das Postauto (Linienbus) gekommen und auf der Stelle tot liegen geblieben. Und dieser Muchenbauer war ein naher Verwandter der Leute. Der Geist des Verunglückten hatte sich also schon vierundzwanzig Stunden vorher beim nächtlichen Heimkehrer angemeldet, wie das so oft der Fall zu sein scheint.
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Am 13. Oktober 2023 fand im Gasthaus Mooserwirt in Moos in Passeier die außerordentliche Vollv ersammlung des Museumsvereins MuseumHinterPasseier statt. Wichtigster Tages ordnungspunkt waren die Neuwahlen des Vorstandes. Der bestehende Vorstand wurde einstimmig wieder gewählt und ist damit bis 2026 im Amt. Obmann bleibt der Vereinsgründer Konrad Pamer. Foto: Hubert Gögele
Museumsverein behält bestehenden Vorstand nach Neuwahlen bei Der bisherige und neue Obmann des MuseumHinterPasseier heißt Konrad Pamer. Der Museumsverein Museum HinterPasseier lud am Freitag, den 13. Oktober seine Mitglieder zur außerordentlichen Vollversammlung in das Gasthaus Mooserwirt in Moos in Passeier. Nachdem die letzten Vor standswahlen vor drei Jahren statt gefunden haben, musste der Vereins vorstand neu gewählt werden. Der Obmann Konrad Pamer blickte zunächst auf die drei letzten Jahre zurück. Der Museumsverein konnte dank kluger Entscheidungen und starker Partnerschaften die Museen im Hinterpasseier etablieren. Trotz der Pandemie ist es gelungen, wich tige Projekte umzusetzen und abzu schließen. Im April 2022 wurde am Fuße des Stieber Wasserfalls das alte Mooser Wasserkraftwerk zu einem Museum umfunktioniert, in dem die Stromgeschichte des Hinterpasseiers erzählt wird. In den zwei Jahren seit der Öffnung sind bereits über 10.000 Besucher ins Stieber Mooseum geströmt. Im selben Jahr wurde die Kooperation mit dem Betrieb Landesmuseen/Lan desmuseum Bergbau abgeschlossen.
Das MuseumHinterPasseier – Bunker Mooseum ist seitdem offizi elle Infostelle Bergwerk Schneeberg. Im Rahmen dieses historischen Schrittes wurde der Ausstellungsbe reich Schneeberg neu gestaltet. Neben dem Bergwerk Schneeberg ist das MuseumHinterPasseier auch Infostelle für den Naturpark Texel gruppe. Die Zusammenarbeit wurde um weitere fünf Jahre verlängert und der Naturparkraum im Bunker Mooseum wurde aktualisiert. In den letzten Jahren fanden des weiteren mehrere Auswilderungen und Wiederansiedlungsprojekte in Zusammenarbeit mit dem Amt für Jagd und Fischerei statt. In den Sarn taler Alpen wurden junge Steinböcke freigelassen und im hochalpinen Raum in Stuls wurden erstmals Steinhühner aus der Zucht des Bunker Mooseums ausgewildert. Die Steinhühner erhielten einen Sender und liefern seitdem täglich wertvolle Daten. Konstant erweitert wurde auch das digitale Archiv Hinterpasseier. Letzthin ist es gelungen, Archiv
MuseumHinterPasseier
bestände zur Schutzhütte Stettiner Hütte zur Verfügung gestellt zu bekommen. Daraus kann in den kommenden Jahren eine Sonder ausstellung entstehen. Darüber hinaus wurden etliche kleinere und größere Projekte umgesetzt und Aktionen ausgeführt. Der Museumsverein ist sehr stolz auf die geleistete Kulturarbeit in den letzten Jahren. Lobende Worte überbrachten auch der amtierende Bürgermeister und Vereinsmitglieder Gothard Gufler sowie die Tourismusverein-Orts obfrau Petra Widmann. Der Museumsverein ist in seinen Vorhaben sehr ambitioniert und stellt sich in nächster Zukunft her ausfordernden Aufgaben. Eine Säule für den langfristigen Erfolg und das leidenschaftliche Engagement, sehen die Mitglieder in der Kontinuität und Stabilität im Museumsvorstand und bei den Mitarbeitern. Mit Vertretun gen aus allen Dörfern des Hinter passeiers, politischen Vertretern und Expertise, ist die kulturelle Leitung, der Anker des Vereins. Der scheidende Vorstand informiert die Mitglieder, dass es mit einigen Personen im Vor feld Gespräche um etwaige Kandida turen für den Vorstand gegeben hat, jedoch ohne großen Erfolg. Zu einer Wiederwahl stellten sich alsdann geschlossen alle bisherigen Vor standsmitglieder. Die Vereinsmit glieder wählten den bisherigen Vorstand einstimmig wieder. Zum Obmann gewählt wurde einstimmig für die nächsten drei Jahre Grün dungsmitglied und Initiator Konrad Pamer. Ihm zur Seite stehen der Obmann-Stellvertreter Meinhard Gufler und die Vorstandsmitglieder Regina Gufler, Alexander Pixner und Klaus Pfitscher. „Der Vereinsausschuss des Museum HinterPasseier ist bis Oktober 2026 im Amt und kann sich gemeinsam mit dem Mitarbeiterteam aktuellen Herausforderungen stellen und geplante Projekte umsetzen. Die bereits bestehenden Beziehungen zu den Partnern und die gute Zusam menarbeit sind somit für die kom menden Jahre dank der Zusammen arbeit aller gesichert“, informiert der Obmann Konrad Pamer. Peter Heel
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Am 9. November 2023 fand in Moos in Passeier das jährliche Herbsttreffen des Südtiroler Museumverbandes statt. Nach der Besichtigung des Bunker Mooseums wurde im neuen Vereinssaal zusammen in das kommende Museumsjahr geblickt.
Herbsttreffen des Südtiroler Museumsverband in Moos Der Südtiroler Museumsverband blickt im MuseumHinterPasseier – Bunker Mooseum in das nächste Museumsjahr. Der Südtiroler Museumsverband wurde 2004 für die Museen gegrün det und ist seitdem Interessenver treter aller Mitgliedsmuseen. Zurzeit umfasst der Verband über 50 Mitgliedseinrichtungen. Jedes Jahr treffen sich die Vertreter der Museen beim Herbsttreffen, um sich auszutauschen, neue Mitglieder kennenzulernen und aktuelle The men zu diskutieren. In diesem Jahr durfte der Museumsverein Museum HinterPasseier Gastgeber sein. Am 9. November fand das Herbsttreffen in Moos in Passeier statt. Der kürzlich wiedergewählte Vereinsobmann Konrad Pamer hieß die unterschied lichen Obmänner und Obfrauen, sowie die Museumsleiter*innen und Mitarbeiter*innen bei einem Aperitif im neuen Multifunktionszentrum in Moos willkommen. Begrüßt werden konnte bei dieser Veranstaltung auch die Historikerin und geschäftsfüh rende Direktorin des Betriebes Landesmuseen Angelika Fleckinger. Der Obmann Konrad Pamer stellte den Museumsverein MuseumHinter Passeier und das dahinterstehende Konzept und die drei musealen Strukturen des Hinterpasseier vor. Die Vereinsgeschichte des jungen Museumsvereins wurde aufgezeigt
und anstehende Pläne und Projekte vorgestellt. Im Anschluss wurde das MuseumHinterPasseier – Bunker Mooseum samt Freiwildgehege und neuer Dauerausstellung zum Thema Silberbergwerk Schneeberg besich tigt. Die Fachleute konnten sich direkt vor Ort austauschen und ihre Fragen an den Obmann Konrad Pamer und den Museumsleiter Peter Heel stellen. Zurück im Vereinssaal in Moos sende ten die Ehrengäste Angelika Fleckin ger und der Bürgermeister von Moos Gothard Gufler ihre Grußworte an die Anwesenden. Die Obfrau des Muse umsverbandes Sabine Unterholzner und die Geschäftsleitung Marlene Messner referierten zu aktuellen Themen der Museumslandschaft und stellten einige Projekte für das Museumsjahr 2024 vor. Neben einem reichhaltigen Weiterbildungspro gramm steht ein Gemeinschafts projekt zum Euregio Museumsjahr 2025 im Fokus. Im offenen Austausch wurde Rückmeldung gegeben und über die Herausforderungen der nächsten Jahre diskutiert. Zum Abschluss lud das MuseumHinter Passeier zum Beisammensein bei einer Marende ein. Peter Heel
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Kultur & Gesellschaft
† Karl Lanthaler Foto: Benjamin Pfitscher
Karl (zweiter v. r.) im Kreis des Schneeberg-Komitees 1989
In liebem Gedenken
In dankbarer Erinnerung an Karl Lanthaler Am 5. September dieses Jahres verstarb Karl Lanthaler, Vater von vier Kindern und einem Ziehkind, kultureller Mittelpunkt des Hin terpasseier und ehemaliger Bürgermeister von Moos in Passeier. Das würdige Begräbnis in Moos bestätigte seine Verwurzelung mit der Bevölkerung und ihren kulturellen und wirtschaftlichen Anliegen. Jahrzehntelang waren er und seine Frau Anna Gufler, Schriftstellerin und scharfsinnige Mund artdichterin, kultureller Mittelpunkt der Gemeinde Moos mit den Bergdörfern Platt, Pfelders, Stuls und Rabenstein. Karl war dreißig Jahre lang Lehrer und Schulleiter von Moos, ebenso dreißig Jahre lang Mitglied der Gemeindeverwaltung von Moos, davon fünf Jahre im Amt des Vizebürgermeisters. Von 1990 bis 1995 hatte Karl das Amt des Bürger meisters von Moos inne und stand während dieser Zeit vor großen Herausforderungen: es fehlten Kanalisierungs-, Trink- und Löschwasserleitungen, ebenso Flächen für Sport und Handwerk. Auch die Straßen zu den Dörfern Stuls, Pfelders und Rabenstein
mussten an die neuen Erfordernisse ange passt werden. Karl war der Erhalt der Natur- und der bäuerlichen Kulturland schaft ein großes Anliegen. Karl Lanthaler war fünfzig Jahre lang geprüf ter Bergführer mit teils internationalen Verpflichtungen. In den 1980er Jahren war er Mitbegründer und Mitglied der Alpin schule Passeier & Schnals. In den 1990er Jahren stieg er mit zahllosen Bergsteigern zur Ötzi-Fundstelle am Tisenjoch im Schnalstal auf und belebte so das Bewusst sein für die Jahrtausende alte Lebensweise des Menschen im zentralalpinen Bereich. Im 2020 erschienenen Artikel „Alpine Erinnerung“ erzählte Karl von seinen Anfängen als Bergführer im Berner Oberland im August 1964, wo noch in „grobgenähten Lederschuhen“ die Schweizer 4.000er Berge bezwungen wurden.
Im gleichen Artikel findet sich auch ein lustiges Gedicht von Karl:
Mönch und Jungfrau Ein Mönch stand einer Jungfrau nah, denn er stand hier und sie stand da und sah mit großem Schmerze, zum heißgeliebten Herze. Eines war beiden völlig klar, dass er ein Mönch, sie Jungfrau war und auch, wie die Natur es wollte, der Zustand beider bleiben sollte. So kam es, dass nach tausend Jahren Die zwei noch Mönch und Jungfrau waren Und dass sie, darf man ruhig schreiben, es abertausend Jahre bleiben.
Ferner war Karl achtzehn Jahre lang Präsi dent des Schneeberg-Komitees Passeier, das sich große Verdienste um die Pflege des über achthundert Jahre alten Kulturraumes Bergwerk Schneeberg erworben hat. Ein besonderes Herzensanliegen war dem engagierten Heimatpfleger, zusammen mit dem Bauunternehmer Anton Raich und dem Bergknappen Viktor Caneva, der Wieder aufbau des 1955 abgebrannten Knappen kirchleins „Maria Schnee“ in St. Martin am Schneeberg. Der historische Tabernakel konnte aufgefunden und durch Karls diplomatisches Geschick aus einer Militär kaserne in Sterzing herausgeholt werden, auch neue Glocken wurden beschaffen.
Kultur & Gesellschaft
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
In liebem Gedenken
Zum Abschied von Waltraud Prünster
† Waltraud Prünster geb. Bacher
Am Hochunserfrauentag 1994 würdigte das Land Tirol in Innsbruck Karls kulturelle und wirtschaftliche Verdienste mit der Verleihung des Verdienstkreuzes. Bei DIA-Abenden des örtlichen Tourismus vereins und vieler Hotels und als Autor von Artikeln in verschiedenen Zeitungen und Fachblättern hat sich Karl verdient gemacht. Im Passeirer Blatt war Karl als Redakteur Jahrzehnte lang aktiv und wurde auch von seiner Frau Anna unterstützt, die jede Nummer mit ihren Mundartgedichten gewürzt hat. In den letzten Jahren half Karl der Pfarr gemeinde Moos als freiwilliger Mesner, um die Gottesdienste würdig zu gestalten. Alle, die Karl und seine Verdienste kennen, trauern um den Verlust eines wertvollen Menschen und wünschen der Trauerfamilie Trost im Bewusstsein auf das reichhaltige Leben des Gatten, Vaters und Opas stolz sein zu können. Heinrich Hofer
Am 20. September hat uns die in ganz Passeier bekannte Waltraud Prünster Bacher nach kurzer Krankheit für immer verlassen und wurde von einer großen Trauergemeinde auf ihrem letzten Weg begleitet. Waltraud wurde als ältestes von 11 Kindern am Obersticklerhof in St. Leonhard geboren und musste, wie es seinerzeit üblich war, in ihrer Kindheit und Jugend auf ihre kleineren Geschwister „schaugen“. Später arbeitete sie in Marquartstein (Oberbayern) und in der Folge auch in der Schweiz. 1965 schloss sie mit Franz Prünster den Bund der Ehe und schenkte vier Kindern das Leben. Sie wohnten in der Kohlstatt, dort gründete Franz eine kleine Getränkefirma. 1969 wurde mit dem Bau an der Jaufenstraße begonnen und die Firma dorthin verlegt. In dieser Zeit kochte Waltraud für die Arbeiter. 1990 verstarb ihr Mann und somit führte Waltraud mit ihrem Sohn die Firma. Deshalb war Waltraud viel im Außendienst unterwegs, wo sie jeder Kunde schätzte. 1993 wurde die Vinothek „Pseirer Wein ladele“ eröffnet und auch dort arbeitete Waltraud gewohnt tatkräftig mit. Die Familie war stets der Mittelpunkt in ihrem Leben, alle Familienmitglieder und Freunde waren bei ihr stets willkommen und fühlten sich dementsprechend auch immer bei Waltraud wohl. Auch sonst war sie stets sozial engagiert, besuchte gerne Bekannte im Altersheim und Freunde zu Hause. Als sehr offener Mensch suchte sie auch gerne das Gespräch mit ihren Mitmen schen. Waltraud war zudem auch kulturell interessiert und besuchte gerne Konzerte und Theater. Sehr gerne unternahm sie auch Pilger-, Bus- und Wanderreisen und interessierte sich für Kultur und Landschaft. Ihre große Leidenschaft waren die Blumen und ihr Garten. Waltraud wird vielen Passeier*innen durch ihre offene, ange nehme und stets freundliche Art in positiver Erinnerung bleiben. Kurt Gufler
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Kultur & Gesellschaft
Sicht/Weise 8 Fragen an 2 Generationen Ida Gufler 83 Jahre aus Schweinsteg
Leni Tschöll 14 Jahre aus Schweinsteg
1. Mein Lieblingsort in Passeier? Mein Lieblingsort ist die Tallner Alm.
1. Lieblingsort in Passeier? Eislaufplatz im Winter und Jugendtreff.
2. Was schaust du am liebsten im TV? Fernsehen schaue ich sehr wenig, da ich keine Zeit dafür habe und abends früh ins Bett gehe.
2. Was schaust du am liebsten im TV? Auf Netflix: Serien wie „Wednesday“.
3. Du bist Fan von? Ich bin Fan von der Martiner Musikkapelle.
4. Was wolltest du werden, als du jünger warst? Mein Wunsch war es, Bäuerin zu werden und ich bin es geworden.
5. Was machst du mit einem Lottogewinn? Ich würde den Lottogewinn unter meiner Nachkommenschaft aufteilen.
3. Du bist Fan von? Eishockey Team von Bozen „Foxes“.
4. Was möchtest du später werden? Gerne möchte ich Tierärztin werden.
5. Was machst du mit einem Lottogewinn? Würde als erstes mit dem Geld die Wohnung der Familie abbezahlen und mit dem restlichen Geld eine Weltreise starten. Und meine Tierarztpraxis eröffnen.
6. Was bedeutet für dich Luxus? Luxus bedeutet für mich, sich verwöhnen zu lassen.
6. Was bedeutet für dich Luxus? Eigentlich so wie wir jetzt hier leben, ohne Hunger, Zugang zum Internet und ein Dach über dem Kopf.
7. Was wäre dein Traumreiseziel? Ein Traumziel wäre Lourdes in Frankreich.
7. Was wäre dein Traumreiseziel? Kanada, weil dort die Natur unberührt ist und es dort große Weiten gibt. Nicht so eng wie bei uns.
8. Was bedeutet für dich Heimat? Das Land Südtirol, das Passeiertal. Und daheim fühle ich mich im Altersheim, aber meine echte Heimat ist in den Herzen meiner Kinder.
8. Was bedeutet für dich Heimat? Ein Ort, wo ich geliebt werde und so sein kann wie ich bin.
Die Fragen wurden von Erika Pixner im Seniorenwohnheim St. Benedikt gestellt.
Die Fragen wurden von Dominik Alber im Jugendtreff St. Martin gestellt.
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Seniorenheim St. Barbara
Sommerfest und Olympiade im Seniorenwohnheim St. Barbara Bei herrlichem Sonnenschein und angeneh men Temperaturen fand am 9. September 2023 nach dreijähriger Pause im Senioren wohnheim wieder ein Sommerfest statt. Zum Fest auf dem Parkplatz unseres Heimes waren nicht nur die Heimbewohner*innen, sondern auch Angehörige, Mitarbeiter*in nen, Freiwillige, sowie Mitglieder des Ver waltungsrates und der Vollversammlung eingeladen. Nachdem viele Bewohnerinnen und Bewoh ner bei sportlichen Freizeitaktivitäten im Haus immer wieder großen Ehrgeiz zeigen, entstand die Idee, am Vormittag desselben Tages eine Olympiade für die Heimbewoh ner zu organisieren. Unsere Physiothera peut*innen bereiteten kleine Wettkämpfe in den drei Disziplinen Kegeln, Wettlauf/ Slalom und Schießen/Rollen vor. Bei jeder Disziplin konnten die Teilnehmer*innen Punkte erzielen. Am Ende wurden die ersten drei Plätze mithilfe der Gesamtpunkte aus allen drei Disziplinen ermittelt. Die Beteiligten waren mit sehr großer Begeisterung und Ehrgeiz dabei, wobei der olympische Gedanke „dabei sein ist alles“ natürlich im Vordergrund stand.
Die Preisverteilung mit Pokalen für die drei besten „Olympioniken“ wurde dann im Rah men des Sommerfestes am Nachmittag abgehalten. Das Ergebnis war sehr knapp, wobei die Podiumsplätze in diesem Jahr ausschließlich von Frauen besetzt waren. Für unser leibliches Wohl beim Sommerfest bereitete die Küche ein gesundes und reich haltiges Salatbuffet und eine Gulaschsuppe zu. Abgerundet wurde das Menü mit einer Eisvariation zum Nachtisch. Musikalisch umrahmt wurde das Sommerfest von einem Freiwilligen, der die Veranstaltung mit schönen Ziehharmonikaklängen begleitete. Vergelt’s Gott. Den Abschluss unseres gelungenen Som merfestes bildete ein Glückstopf, bei dem gegen eine freiwillige Spende ein Los erwor ben und tolle Preise gewonnen werden konnten. Unser Dank geht an all jene, die uns die Preise zur Verfügung gestellt haben. Für die Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch für die Mitarbeiter*innen des Hauses war das heurige Sommerfest eine willkom mene Abwechslung und besonders die Olympiade hat Wiederholungscharakter. Tobias Hillebrand
Eindrücke vom Sommerfest und der Olympiade Fotos: Bernadette Pfeifer
Theresia Maria Gufler feierte ihren 104. Geburtstag
Rabenstein/Riffian
Ein besonderer Geburtstag Am 13. Oktober 2023 war ein ganz besonde rer Tag für Theresia Maria Gufler, auch „Riebl Threse“ genannt, denn sie feierte ihren 104. Geburtstag. Den Übernamen „Riebl“ trägt Theresia Maria Gufler vom Erbhof Riebl in Rabenstein, wo sie 1919 geboren wurde. Morgens wurde sie im Seniorenheim Riffian, wo sie seit August letzten Jahres liebevoll betreut wird, gebührend gefeiert. Am Nachmittag feierte sie dann im Kreise ihrer Familie bei Kaffee und Kuchen. Am späten Nachmittag überreichte eine Abordnung des Knappenvereins Passeier der 104-jährigen Geburtstagsglückwünsche, über die sie sich sehr freute, da sie schon seit mehreren Jahrzehnten treues Mitglied ist. Der Schneeberg war schon immer ein schöner Ort für sie. Ihr Mann Alois Kofler arbeitete dort als Bergwerks-Schmied. Gemeinsam lebten sie zehn Jahre lang am Schneeberg, Winter wie Sommer. Vier von sieben Kindern brachte Threse im Knappen dorf zur Welt, wo die ältesten Kinder auch noch zur Schule gingen. Mit 99 Jahren ist die rüstige Threse das letzte Mal zu Fuß zum ehemaligen Knappendorf St. Martin auf über 2.350 m aufgestiegen. Der KVW Orts stelle Rabenstein überbrachte einen Blu menstrauß und herzliche Glückwünsche. Ein Dankeschön an die Vereine und alle Gratulanten! Franz Kofler
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St. Leonhard
50 Jahre Jubiläum der historischen Elektrogenossenschaft Gomion
Der Wollschlåger Franz in seiner Werkstatt, in der schon sein Vater arbeitete Foto: Benjamin Pfitscher
St. Leonhard
Einer spinnt immer Traditionshandwerk seit 75 Jahren SPINNRADL gibt es nun schon seit 75 Jahren. Altbewährt und nach guter alter Hand werksmethode wird einheimische Schaf wolle vom Wollschlåger Franz Haller und seinem Bruder Hansluis verarbeitet. Talein und talaus ist bekannt, dass der Familien betrieb vor fünf Jahren in die 3. Generation übergegangen ist und Franziska Haller behutsam und mit dem nötigen Schwung führt. Mittlerweile sind auch die Schwestern Angelika und Andrea ins Unternehmen ein gestiegen und gemeinsam arbeiten sie an der Zukunftstauglichkeit des Traditions betriebes. Um eine Handwerksfirma am Laufen zu halten und zeitgemäß zu führen, braucht es innovative, kreative Ideen, um die Geschichte und die Philosophie des Betriebes erlebbar zu machen. Der Podcast „Einer spinnt immer“, der seit diesem Jahr hörbar ist, erklärt handwerk liche Prozesse und vermittelt ein Gespür für das Traditionshandwerk. Auch nette Anekdoten von Franz, wie er als Junge mit der Wolle in Kontakt gekommen ist, werden zum Besten gegeben: I konn mi erinnern als Kind hobmer in Tate noch dr Schuale gholfn die Wolle auszulegn, damit sie trucknet und des hot mir et in die Orme inner gebissen obr a poor „Centesime“ hobmer pro Kilo Wolle gekrieg und des wor Onreiz genuag.
Aber auch die mittlerweile etablierte Veran staltung „Wollstraße“ Anfang Oktober, ist eine Möglichkeit für das Wollhandwerk zu sensibilisieren und Menschen mit ähnlichen Interessen zusammenzubringen. Das Woll handwerk und die Eigenschaften von Wolle finden immer mehr Anklang und jene, die sich mit dem natürlichen Rohstoff auseinan dersetzen, sind begeistert von der Super faser Wolle und was sie alles zu bieten hat. 75 Jahre Schafwollverarbeitung im Passeier tal sind Grund zu feiern, Rückschau zu hal ten, weiterzuspinnen und das einheimische Schaf und seine Vorzüge wieder vermehrt ins Bewusstsein zu holen. Andrea Haller
Wolliges Wissen: Wusstest du, dass die Wollfaser bis zu 35% ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen kann, ohne sich klamm anzufühlen? Kunstfasern nehmen im Vergleich dazu unter 10% ihres Trockengewichts auf. Durch die natürliche Struktur ist die Wolle atmungsaktiv und transportiert Feuchtigkeit von der Haut weg. Auch unangenehme Gerüche und Bakterien haben dank der schuppigen Struktur keine Chance, sich an der Faser festzusetzen.
Die Erfolgsgeschichte Im Jahre 1973 wurde die Elektrogenossen schaft Gomion gegründet. Vorher konnte ein kleines Kraftwerk nur wenige Verbraucher und Verbraucherinnen mit Strom beliefern. Die Folge: Bügeleisen, Kocher und Motoren durften früh morgens und abends nicht eingeschaltet werden. Als einziger Ausweg blieb der Bau einer Mittelspannungsleitung nach St. Leonhard in Passeier, wo das Enel für die Strom verteilung sorgte. Am 10. August 1973 wurde im Gasthaus Alpenrose, unter dem Vorsitz von Notar Peter Ehrenstein, in Anwesenheit von 26 Mitgliedern, die Gründung der neuen Elektrogenossenschaft St. Leonhard-Gomion G.m.b.H. vorgenommen. Zum Obmann der Gesellschaft wurde Josef Gögele vom „Pinterhof“ gewählt. Er sollte dieses Amt für 41 Jahre vorbildhaft führen. Das Problem für den Bau der Verbindungs leitung nach St. Leonhard waren dessen Kosten. Um die Finanzierung sicherzustel len, mussten die Genossenschaftsmitglieder einen hohen Mitgliedsbeitrag einzahlen. Das Ergebnis waren hohe Beträge zwischen 83.700 und 554.900 Lire. Wenn man bedenkt, dass im Jahr 1973 ein Arbeiter zwischen 120.000 bis 150.000 Lire verdiente, bedeu tete dies mehrere Monate Einkommen als Mitgliedsbeitrag an die Genossenschaft abzutreten. Außerdem mussten die Mit glieder Arbeitsstunden leisten. Wer dies nicht konnte, musste die Stunden zahlen. 1982 wurde beschlossen, das „Poltwerk“, in Zukunft „Langwieswerk“ genannt, neu zu bauen. Aufgrund der hohen Kosten von 460.000.000 Lire war jedes Mitglied gezwungen, bei der Bank eine Bürgschaft zu unterschreiben. Das erste Mal in der Geschichte der Genossenschaft, konnten durch Lieferung von Strom an das Enel Einnahmen generiert und die Raten bei der Bank zurückgezahlt werden. Im gleichen Jahr konnte den Mitgliedern erstmals ein Preisnachlass auf einen Teil des verbrauchten Stromes gewährt werden. 1986 hat die Gemeinde Moos eine Verbin dungsleitung von Gomion über Stuls nach Moos gebaut. Damit war ein Strom austausch zwischen Moos und Gomion möglich, mit dem Vorteil des zusätzlichen
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Verkaufs von Strom an die Gemeinde Moos. Anfang der neunziger Jahre musste die Gemeinde St. Leonhard eine neue Trink- und Löschwasserleitung für die Fraktionen Schlattach und Gomion bauen. Die Genos senschaft nahm diese Maßnahme zum Anlass, um gleichzeitig ein neues Elektro werk zu bauen. Das Ergebnis war das erste Pumpspeicherkraftwerk in Passeier, das Elektrowerk Gomion. 2001 nimmt die Genossenschaft die Schnee räumung in ihr Tätigkeitsgebiet auf. Das Tätigkeitsgebiet ist mittlerweile auf die Fraktionen Gomion, Schlattach, Glaiten, Hinteregg-Christl und Breiteben erweitert worden. Im selben Jahr übernimmt die Genossenschaft die öffentliche Beleuchtung in Gomion. Weiters wurden alle Strom leitungen unterirdisch verlegt, was die Versorgungssicherheit garantierte. 2002 begannen die Bauarbeiten des Betriebssitzes mit Büro- und Versamm lungsräumen, einem großen Lagerraum mit Werkstatt, Abstellplätze für die Fahr zeuge und eine Zentrale mit dem Netz leitsystem für die Überwachung und Steuerung der Stromverteilungsanlagen, sowie der Kraftwerke. Der erhöhte Strombedarf machte 2004 die Erweiterung des Kraftwerkes Langwies not wendig. Dadurch konnte der Strompreis für die Mitglieder deutlich gesenkt werden. In dieser Zeit nahm der Stromverbrauch
Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Altes Werk um 1970 Archivfoto: Manfred Schwarz
Ehrenobmann Josef Gögele Foto: Hubert Gögele
der Mitglieder, besonders in den Winter monaten, stark zu. Dies veranlasste die Genossenschaft im Jahr 2010, das beste hende Kraftwerk Gomion ebenfalls zu erneuern. Wie immer wurden die techni schen Anlagen von einer Firma aus Sterzing geliefert. Bei der Erneuerung des Verwaltungsrates im Jahr 2014 wurde der jetzige Obmann Josef Pichler (Mangger) gewählt. Bei der Jahreshauptversammlung 2015 wurde Josef Gögele zum Ehrenobmann der Genossen schaft ernannt. Im folgenden Jahr beschließt die Genossen schaft, in Zusammenarbeit mit der EUM Genossenschaft, die Mitglieder mit Glas faser und Internet zu versorgen. Im Jahr 2016 wurde das Elektrowerk Glaiten gebaut. Das Kraftwerk Glaiten ist ein Bereg nungskraftwerk. Es kann nur während der Beregnungszeit Strom produzieren. Im Jahr 2017 wurde das Projekt „Strom sparen“ gestartet. Jedes Haus oder jedes Mitglied konnte eine Stückholz-, eine Pellet-, eine Hackschnitzelheizungsanlage oder einen Wärmetauscher einbauen.
Jubiläumsfeier Am 2. September wurde am Betriebssitz der Genossenschaft das 50-jährige Bestehen gefeiert. Der Obmann der Genossenschaft Gomion, Josef Pichler, hat zum Jubiläum eingeladen. Gekommen sind der Ehrenobmann der Genossenschaft Josef Gögele, Alt-Landes hauptmann Luis Durnwalder, Senator Meinhard Durnwalder, Vertreter des Raiffeisenverbandes mit dem Obmann Herbert von Leon, der Obmann der Raiffei senkasse Passeier und die Bürgermeister der Passeirer Gemeinden. Anwesend waren die Verwaltungsräte der Genossenschaft, die früheren und heutigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie die vielen Inhaber und Vertreter der Bau-, Liefer- und Dienstleistungsfirmen. Im Anschluss hielt der Alt-Landeshaupt mann die Jubiläumsansprache. Die Böhmische St. Leonhard sorgte für den musikalischen Rahmen. Roman Heinrich Schenk
Hier geht es zum Video der Jubiläumsfeier auf YouTube https://www.youtube.com/ watch?v=y4pzwC5HmEg
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Interview
Zwei Jahre lang war Manuel Schwarz Auslandskorrespondent für die Deutsche PresseAgentur (dpa) in Rom.
Interview
Von Päpsten und Jahrhundert-Ereignissen Manuel Schwarz als Auslandskorrespondent in Rom
Manuel Schwarz aus St. Leonhard lebt seit 2002 in Deutschland, er ist in München Sportreporter bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Doch die vergan genen zwei Jahre hat er als Auslandskorrespondent in Rom verbracht, mit seiner Frau Aglaja und seinen beiden Kindern (8 und 10 Jahre). Er berichtete über Italien und den Vatikan und durfte einige historische Momente miterleben.
Vom Sport in die italienische Politik: War das nicht schwierig? Am Anfang schon. Ich hatte natürlich etwas Vorwissen als Südtiroler, was die italienische Politik angeht und kannte einige Akteure wie Silvio Berlusconi von früher. Nach einigen Wochen hatte ich dann einen ganz guten Durchblick und einige Kontakte und war in den Themen drin.
Lieber Manuel, wie kam es dazu, dass ihr nach Rom gegangen seid? Als ich 2021 das Angebot bekommen habe, waren wir auch in Deutschland mitten in der Pandemie. Nach einem Jahr Homeoffice klang es verlockend und abenteuerlich. Wir haben als Familie geklärt, ob wir bereit sind für diesen Schritt. Es ließ sich alles wunderbar regeln, wir konnten zum Beispiel unsere Wohnung in München untervermieten. In Rom gibt es eine Deutsche Schule, wo unsere Tochter einge schult wurde und unser Sohn in die dritte Klasse wechselte. Und meine Frau konnte aus Rom sogar weiterarbeiten für ihre Firma.
Was waren denn die spannendsten Themen, über die du berichten durftest? Das waren ganz unterschiedliche: In der Politik zum Beispiel der Sturz von Mario Draghi und die Wahl von Georgia Meloni. Hat dich das überrascht? Der Sturz von Draghi hat alle überrascht. Ich war damals gerade im Urlaub in Kampanien auf einem Campingplatz. Eine Woche vorher hatten sogar Spitzenpolitiker in Rom uns Journalistinnen und Journalisten gesagt: Fahrt ruhig in den Urlaub, im Sommer passiert hier nichts … Von wegen!
Interview
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Ein unvergesslicher Moment für Manuel Schwarz: Als Journalist begleitete er Papst Franziskus auf seiner Reise in die Demokratische Republik Kongo und den Südsudan im Jänner 2023.
Musstest du dann sofort nach Rom zurück? Zum Glück hat ein Kollege von mir in Rom die Stellung gehalten. Aber ich saß bei 35 Grad in unserem MobileHome, das zum Glück einen Fernseher und eine Klima anlage hatte, und habe von dort mitgearbeitet. Gab es öfter solche Überraschungen? Immer wieder. Eine noch größere kam an Weihnachten 2022. Ich verbrachte die Feiertage in Bayern und saß beim Frühstück, als Papst Franziskus überraschend mitteilte, dass es dem emeritierten Papst Benedikt sehr schlecht ging. Ich ahnte, was das bedeutet und saß vier Stunden später im Flugzeug zurück nach Rom. Drei Tage lang gab es keine nennenswerten Neuigkeiten. Ich entschied, zu Silvester wieder nach München zu fliegen. Kurz nach der Landung hörte ich, dass Benedikt jetzt gestorben sei. Gemütlich Silvester feiern war dann natürlich nicht mehr möglich. Ich habe sofort meine Rückreise nach Rom geplant. Der Weihnachtsurlaub war abrupt beendet. Das klingt turbulent. Wie ging es euch als Familie denn so in Rom? Es war immer mal wieder turbulent. Bei solchen histori schen Ereignissen wie dem Tod eines deutschen Papstes hatte meine Familie aber natürlich volles Verständnis. Dafür haben wir auch zwei Jahre lang eine der span nendsten Städte der Welt genießen dürfen, mit all ihrem Chaos aber vor allem auch dem einmaligen Flair und der lässigen Art der Italienerinnen und Italiener.
Was sind für dich die unvergesslichsten Momente gewesen? Da muss ich nochmal auf den Job zurückkommen. Ich habe zwei Reisen mit Papst Franziskus gemacht, eine nach Zypern und Griechenland, die zweite nach Afrika. Wir Journalisten flogen in seinem Flugzeug mit. Vor allem die Reise in den Kongo und den Südsudan war unglaublich. Die Extreme, die ich dort gesehen habe, konnte ich mir nicht ausmalen: unvorstellbares Leid, von dem die Menschen dem Papst erzählt haben, und gleichzeitig diese wahnsinnige Freude, dass er sie besucht hat. Auf jeden Fall in Erinnerung bleiben werden mir aber auch Reisen wie etwa nach Lampedusa zum Flüchtlingslager, in die Emilia Romagna nach der Jahr hundertüberschwemmung im Mai, die Beerdigung von Silvio Berlusconi in Mailand und die beiden Champions-League-Halbfinals im Stadion von San Siro. Freust du dich denn jetzt auch wieder, als Sportreporter in München zu sein? Wir wären gerne ein bisschen länger in Rom geblieben, aber der Vertrag ließ sich leider nicht verlängern. In München fühlen wir uns aber jetzt auch wieder sehr wohl. Und wir haben es von dort auch wieder näher zur Familie in St. Leonhard. Aglaja Adam
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Kultur & Gesellschaft
WorldSkills Italy
Yannik Ennemoser gewinnt Gold Bei den WorldSkills Italy stellten sich 140 junge Talente in 25 verschiedenen Berufen erfolgreich einem handwerklichen Wettstreit. Im Rahmen einer spannenden Siegerehrung wurden im H1 der Messe Bozen die besten jungen Talente gekürt. Zahlreiche Ehrengäste, Familienangehörige und Freunde der Teilnehmer*innen wohnten der Siegerehrung bei. Bei den Köchinnen und Köchen konnte sich Yannik Ennemoser vom Apfelhotel Torggler hof in Passeier die Goldmedaille sichern. Eindrücke der WorldSkills Italy 2023 unter: https://www.worldskills.it/de/ Leslie Wiss Yannik Ennemoser (erster von links) gewann den 1. Platz bei den Köchinnen und Köchen. Foto: Kathrin Überbacher
Mikropfähle – Verankerungen BaustoffeBaumaterialien - Fertigbeton Mikropfähle – Verankerungen Baustoffe - Fertigbeton Spritzbeton Spritzbeton
Die Firmenleitung ihre Mitarbeiter Die und Firmenleitung und ihre Mitarbeiter bedanken sich bedanken bei allen Kunden sich bei allen Kunden für die gute Zusammenarbeit und das erwiesene für die gute Zusammenarbeit undVertrauen. das erwiesene Vertrau Wir wünschen Wir allenwünschen ein besinnliches Weihnachtsfest allen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch neueRutsch Jahr. ins neue Jahr. und einenins guten Familie Gufler
Familie Gufler
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
V.l.n.r.: Anneliese Weiss Angerer (Sozialreferentin), Carmen Kofler (Bibliothekarin), Veronika Oberbichler (Autorin), und Karl Brunner (geistlicher Assistent KVW)
Bibliothek St. Martin
Gewalt hat viele Gesichter Der Monat November steht in der Bibliothek St. Martin unter dem Zeichen „Gewalt hat viele Gesichter“. Ein Monatsthema, das wachrütteln soll. Eine rote Bank im Schaufenster der Bibliothek weist auf Gewalt hin. Im Leseraum finden verschiedene Veran staltungen statt, damit Gewalt in ihren ver schiedenen Facetten nicht totgeschwiegen wird, sondern offen angesprochen wird. In der 1. Novemberwoche konnte eine Wanderausstellung des KVW besichtigt werden. Über sexuellen Missbrauch darf nicht geschwiegen werden. Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen ist ein weitverbreitetes Verbrechen, über das kaum gesprochen wird. Es betrifft Schule, Kirche, Freizeit, Sport – und die Familie. Umso wichtiger ist eine Auseinan dersetzung mit dem Thema. „Wir sind alle gefragt!“, heißt es in der Ausstellung, die sich auf das Buch „Wir brechen das Schweigen“, der Psychotherapeutin Veronika Oberbichler und des Fotografen Georg Lembergh stützt, das in der Edition Raetia erschienen ist. Es kann über die KVW-Bildung ausgeliehen werden. Die Ausstellung richtet sich an alle Interessierten ab 15 Jahren. Sie konnte in der Bibliothek von St. Martin während der Öffnungszeiten vom 27. Oktober bis 7. November besucht werden. Auf insgesamt 10 Paneelen wurden Begriffe definiert und Zusammenhänge aufgezeigt und Miss verständnisse ausgeräumt.
Zitate aus den einfühlsam geführten Gesprächen mit der Autorin berichteten von Erlebnissen der Betroffenen, wie es zum Missbrauch kam und wie viele oft auf Unverständnis stießen, sobald sie sich jemandem anvertrauten. Betroffene erzäh len aber auch von ihrer Aufarbeitung und einem gelungenen Leben danach. Längere Passagen wurden von Jutta Wieser ein gelesen und sind über einen QR-Code übers eigene Handy abspielbar. Ein Faltblatt zur freien Entnahme listet die wichtigsten Anlauf- und Beratungsstellen auf und liegt in der Bibliothek auf. Am 3. November waren die Autorin Veronika Oberbichler und der geistliche Assistent Karl Brunner zu Gast, die in einem kurzweiligen und berührenden Interview das Buch „Wir brechen das Schweigen“ vorstellten und Einblicke in das Buch über sexuellen Miss brauch gaben. In einfühlsam geführten Gesprächen lässt die Psychotherapeutin Veronika Oberbichler Betroffene über ihre persönlichen Erfahrungen und Phasen der Aufarbeitung sprechen. Besonders aufhorchen ließ die Aussage von Veronika Oberbichler, dass jede dritte Frau mindes tens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen ist und Frauen aller sozialen Schichten betroffen sind. Diese Veranstaltung sollte vor allem Mut machen, soll helfen zu verstehen, zugleich Unterstützung anbieten und
ein gesellschaftliches Wegschauen unmöglich machen. Am Samstag, dem 25. November, fand in der Bibliothek ein Tag der Begegnung statt, bei welchem ukrainische Mitbürger und Mitbürgerinnen sich in deutscher Sprache vorstellten, Einblicke in ihr Herkunftsland gaben und Schicksale erzählten. Zusätzlich wurden Bilder von Melanie Gögele aus gestellt, die auch eigene Gedichte vorlas. Mit besonderer Spannung wurde am 27. November die Lesung von Sepp Mall erwartet, wo er aus seinem bewegenden Roman „Ein Hund kam in die Küche“ vorlas, in welchem er der Trauer eines Kindes um seinen Bruder nachgeht. Sein Buch erzählt über das Kindsein in Zeiten von Krieg, Verrohung und Verbrechen vor dem Hinter grund der Südtiroler „Option“. Der Roman hat es kürzlich in die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft. Sepp Mall zählt zu den bekanntesten Südtiroler Autoren der Gegenwart. „All diese Veranstaltungen sollen wachrütteln. Es soll ein Appell an uns alle sein, dass jeder von uns ein Stück Verantwortung für seine Nächsten tragen sollte: in der Familie, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft, im Alltag. Es soll Schluss sein mit den Entschuldigun gen, mit dem Wegschauen und mit dem Totschweigen!“ Anneliese Weiss Angerer
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Passeirer*innen in der Welt
Portrait
Im Dirndl und mit geflochtenen Haaren reiste Sr. Ivanna mit 19 Jahren im September 1957 gemeinsam mit (Priester-)Studenten mit dem Zug nach Mill Hill (England) und dann weiter mit dem Schiff nach Irland in das Mutterhaus der „Franciscan Missionary Sisters for Africa“, wo sie heute lebt.
Ein Leben für die Anderen Schwester Ivanna Ennemoser aus St. Leonhard
Wie haben Sie Ihre Kindheit erlebt? Ich kann mich daran erinnern, dass nach mir – ich bin das fünfte Kind – noch sechs Geschwister geboren wurden: Das war eine große Freude. Nur verstand ich nicht, warum an dem Tag der Geburt die Mutter immer im Bett blieb und wir sie nicht stören durften. Auf meine Frage bekam ich die Antwort: „Die Mutter ist müde“. Sobald als möglich war dann die Taufe des Neugeborenen. Ich verstand bloß, dass das Kind nun ein Gottes-Kind war, so wie wir, die schon getauft waren. Feier gab es ansonsten keine, es war nur Gott zu danken. Feiern gab es auch an Geburts- und Namenstagen nicht. Wir erhielten aber eine Anerken nung, z.B. in Form eines Spiegelei’s. Bis heute begreife ich nicht, wie uns die Eltern auf dem kleinen Hof aufgezogen haben, vor allem während des Krieges. Es herrschte sicherlich große Not, aber die Eltern wollten uns nie mit ihren großen Sorgen belasten. Von sehr jung auf lernten wir das Helfen. Ich habe oft „Babysitter“ gemacht und nebenbei auf dem Holz boden gespickert. Ich lernte schnell mit Schafwolle Socken und Strümpfe für uns zu stricken. Die Schul jahre waren schön, nur musste ich gleich nach dem Unterricht heim kommen, denn es warteten Dienste. Nach der Volksschule half ich dann ausschließlich zu Hause. Bald aber kamen Leute aus Bozen, welche meine Eltern darum ersuchten, dass ich bei ihnen im Haushalt und mit den kleinen Kindern helfe. Die Eltern befürworteten mein Fortgehen für einige Monate, um etwas zu erleben und zu lernen. Es war zu meinem und ihrem Vorteil.
Getauft auf die Namen Berta und Regina, wanderte die gebürtige Liënrterin im Jahr 1957 aus. Zunächst in das Mutterhaus der FranziskanerOrdensschwestern in Irland, fünf Jahre später brach sie zu ihrer ersten Missionsreise nach Ostafrika auf. Sie wirkte als Missionarsschwester, Hebamme, Pflegerin und Erzieherin in Uganda, Simbabwe, Äthiopien und Kenia. Seit 2019 lebt sie nun ununterbrochen in Irland und hat nicht im Sinn, zurück nach Passeier zu kommen. Warum das für Sr. Ivanna so klar ist, erklärt die bescheidene Ordensschwester im Interview.
Haben Sie die Kriegsjahre noch in Erinnerung? Von Kriegsjahren weiß ich wenig. Von unseren Eltern wurde nie darüber gesprochen. Der Vater musste einrücken, aber ich begriff nicht die Schwere dieser Situation. Einmal an einem Sonntag kamen zwei Finanzer mit einem Gewehr auf der Schulter zu Mittag zu uns ins Haus und nahmen ihn, so wie er gerade war, mit sich. Da hatten wir Kinder alle große Angst. Die Mutter sammelte Kräfte, um uns zu beruhigen. Im Krieg erhielten wir Nahrungsmittel: Polenta und eine Brotkarte (Berechtigungsschein zum begrenzten Bezug von Brot in Notzeiten, Anm. der Redaktion).
Portrait
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Links: Sr. Ivanna hilft wo sie kann, wie hier ihrem Bruder Anton „Gorgis Tondl“ bei der Gartenarbeit.
Unten: Die Auslandspasseirerin schreibt gerne Briefe – hier beschreibt sie ihr Mutterhaus in Irland.
Sr. Ivanna (re.) mit Barbara von Grabmayr: Ihr hatte sie als junges Mädchen ihren Wunsch anvertraut in die Mission zu gehen. Sr. Ivanna arbeitete als Hausmädchen bei Frau Grabmayr, welche ihr half alles notwendige in die Wege zu leiten, damit sich ihr Wunsch erfüllen konnte.
Warum sind Sie so weit weg gegangen? Als ich mit 19 Jahren den oft empfundenen Ruf nun ganz stark verspürte, mein Leben Gott zu widmen und gleichzeitig hörte, dass Menschen in der Mission gebraucht wurden, entschloss ich mich dafür, mich auf den Weg zu machen. Als ich mich erkundigen wollte, ergab es sich, dass zwei Franziskaner Schwestern von Irland im Missionshaus in Brixen für kurze Zeit zu Besuch waren. Ich sprach mit ihnen mit Hilfe von Dolmetschern und so wurde alles geregelt: Ich durfte nach Irland kommen. Ansonsten wusste ich nichts. Ich erhielt die Erlaubnis und den Segen der Eltern und verließ sie, ohne zu wissen, ob ich nochmal Südtirol oder die Familie sehen würde. Alles war aber begleitet von auffallender Gnade und ich war tief glücklich. Was war Glauben damals für Sie? Glauben: Daheim unter den vielen von uns, wurde wenig vom Glauben gesprochen, aber tatkräftig vor gelebt und mitgelebt. Man sollte beten und Gott Vater nicht beleidigen, Gutes tun und zueinander lieb sein. Zudem erhielten wir morgens uns abends von den Eltern mit Weihwasser das Kreuzzeichen. Das hat uns sehr viel bedeutet. Auch die Hl. Messe und die Andach ten in der Kirche waren wichtig, sowie der Rosenkranz.
„Ich erhalte das Passeirer Blatt und staune über so starken Fortschritt in den drei Gemeinden. Aber ich frage mich, ist der Glauben auch so stark?“
Welche Menschen haben Sie auf Ihren Reisen kennengelernt? Ich war immer bei Menschen, welche sich in schwieri gen Situationen befanden, da sie vor allem arm waren. In den letzten 20 Jahren meiner Tätigkeit, betreute ich sehr arme, verlassene, ältere Leute, die in eines unserer Heime aufgenommen wurden. Gegenseitig sind die Armen auch sehr lieb zueinander, gleich welcher Reli gion oder welchem Stamm sie angehören. In meinem Arbeitsumfeld hatte ich nie mit „Reichen“ zu tun, wohl aber mit Gemüseverkäufern, Bäckern, Metzgern usw., die Menschen guten Glaubens und Willens sind. Solche haben uns sehr und mit Liebe geholfen und tun es immer noch. Auch die Studenten, welche zur Mitarbeit in die Heime kamen, waren sehr verständnis voll und mit Güte für die Armen. Solche wurden uns fortan zugeteilt und erschienen mir nie als verwöhnt. Sie wollten alle im weiteren Leben und Handeln weiterhin für Gerechtigkeit eintreten. Hatten Sie je den Gedanken, nach St. Leonhard zurück zu kommen? Vermissen Sie nichts? Ich gehöre zum Orden. Wir haben keine Siedlung in Südtirol. Auch wenn wir eine hätten, ich bin hier im Kloster und bleibe hier. Ich habe einige Urlaube in Südtirol bei meinen Lieben erlebt. Früher habe ich das feierliche Glockenläuten sehr vermisst. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt. Ich habe alles, was ich brauche; habe keine Langeweile und versuche das Leben mit meinen Mitschwestern, 24 zur Zeit, sinnvoll zu leben. Das ist nun meine Mission. Mit der Heimat bin ich in Liebe und im Gebet verbunden. Ein herzliches Vergelt’s Gott an Sr. Ivanna für diesen wertvollen Austausch. Alles Gute für ihren weiteren Weg. Elisa Pfitscher
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Natur & Umwelt
Magischer Moment: Zwei Schwarzstörche überflogen am 20. September die Passhöhe am Rinner Sattel.
In großer Zahl kämpften sich im Herbst Kohlmeisen aus Nordeuropa über den Gebirgskamm am Jaufen.
Foto: Roland Stoll
Foto: Arnold Rinner
Ganz schön beeindruckend: Zugvögel am Himmel über dem Jaufenkamm beobachten ist ein Erlebnis der besonderen Art. Foto: Arnold Rinner
Im Zeitraum vom 2. bis zum 22. Oktober konnte der Höhepunkt des Kleinvogelzugs verzeichnet werden. Bei günstiger Südwest strömung konnten am 2. Oktober mehr als 2.000 Kleinvögel auf ihrer Wanderung in ihre Winterquartiere in Südeuropa aufgezeich net werden, darunter 1.312 Buchfinken, 219 Blaumeisen und 142 Tannenmeisen. Beeindruckend war am 5. Oktober der Durchzug von 757 Blaumeisen.
Bei der Exkursion am Jaufen am 14. Oktober, an der 37 Vogelbegeisterte teilnahmen, passierten in der Zeit von 7 bis 15 Uhr unter anderem 2.351 Buchfinken, 406 Erlenzeisige, 131 Ringeltauben, insgesamt 40 verschie dene Arten den Jaufenkamm. Am 29.10.2023, dem letzten Beobachtungstag, erregten große Starenansammlungen, insgesamt 327, sowie 46 Feldlerchen die Aufmerksamkeit der Vogelgucker.
Herbstzug am Jaufen 2023
Nomaden der Lüfte Vögel zu beobachten ist eine vielschichtige Möglichkeit, sich mit der Natur zu ver binden. Um die Vielfalt der Vogelwelt zu erleben, bieten sich die Herbstmonate bevorzugt an. Besonders das alljährlich wiederkehrende Schauspiel des Vogelzugs, das am Jaufenkamm hautnah erlebt werden kann, ist von hohem Erlebniswert. Um dieses faszinierende Spektakel live mit zuerleben griffen auch heuer wieder viele begeisterte Mitglieder der Arbeitsgemein schaft für Vogelkunde und Vogelschutz Südtirol, besonders aber die Passeirer Peter Hofer, Andreas Lanthaler, Alfred Gufler und Arnold Rinner, sowie Fotograf Oswald Gufler an vielen Tagen zum Fernglas, um im September und Oktober auf der Passhöhe dieses geheimnisvolle Phänomen der zie henden Vögel vor Ort mitzuerleben und zu dokumentieren.
Meisenüberflug Jaufen Anzahl 2500
1500
1000
445
542
701
500
Blaumeise
Kohlmeise
2022
11
2021
17
25
0
2020
0
Tannenmeise
0
2019
0
0
2018
22
1
0
2023
1875
1963
2047
2087
2000
0
Nachfolgend ein paar Eindrücke von unseren 29 Beobachtungstagen im September und Oktober am Jaufen: Bereits im September begannen sich die Zahlen von durchziehenden Vögeln sichtbar aufzubauen. Am 12.9.2023 listeten beispiels weise die „Vogelgucker“ auf ihrem Notiz block Langstreckenzieher, die in Afrika den Winter verbringen, wie 1.112 Mehlschwalben und 233 Alpensegler auf, die den Kamm am Jaufen überflogen. Am 14.9.2023 überquer ten 488 Rauchschwalben die Passhöhe Rich tung Süden. Am 20.9.2023 plagten sich zwei Schwarzstörche über den nebelverhange nen Rinner Sattel. Mehr als 100 Greifvögel überflogen am 25. September den Jaufen, darunter 35 Rohrweihen, 25 Mäusebussarde und 11 Wespenbussarde.
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Natur & Umwelt
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Insgesamt notierten die passionierten Vogelkundler in den beiden Monaten Sep tember und Oktober bei den etwa fünf Stun den und manchmal auch länger dauernden Aufenthalten am Jaufenkamm 33.060 Vögel von 74 verschiedenen Arten. Zahlenmäßig ein Überflieger war mit 16.521 Aufzeichnun gen der Buchfink. Ähnlich stark wie das letzte Mal vor vier Jahren (siehe Grafik) war der Durchzug von Meisen: Blaumeise (1963), Kohlmeise (1875) und Tannenmeise (445). Als besondere Highlights konnten folgende Arten gesichtet werden, die über die Pass höhe zogen oder sich kurzzeitig in Tümpeln und Lacken am Jaufenkamm aufhielten: Bekassine (5), Krickente (4), Schwarzstorch (2), Tafelente (1), Bienenfresser (1), Zwerg taucher (1). Auch die Federn einer von einem Uhu gerupften Wachtel konnten aufgelesen werden. Dank der milden Herbsttage und des häufig blasenden Südwestwindes verliefen die Beobachtungstage am Jaufen wieder sehr erfolgreich. Allen eifrigen Beobachter*innen und allen, die dazu beigetragen haben die Artenvielfalt und Reichhaltigkeit des Vogel zuges zu erheben und zu dokumentieren, sei ein aufrichtiger Dank ausgesprochen. Liste der beobachteten Kleinvögel: Buchfink (16521), Erlenzeisig (2672), Rauch schwalbe (1976), Blaumeise (1963), Kohl meise (1875), Mehlschwalbe (1565), Star (837), Fichtenkreuzschnabel (636), Bergfink (611), Tannenmeise (445), Ringeltaube (351), Bachstelze (318), Stieglitz (305), Wiesen pieper (270), Wacholderdrossel (254), Mistel drossel (247), Alpensegler(233), Feldlerche (220), Rabenkrähe (214), Bergpieper (152), Heckenbraunelle 90, Hänfling (89), Birken zeisig (78), Gimpel (73), Felsenschwalbe (70), Heidelerche (70), Rohrammer (69), Girlitz (68), Kormoran (53), Bergstelze (50), Eichel häher (50), Schafstelze 44, Zitronengirlitz (31), Baumpieper (29), Singdrossel (26), Zilpzalp (26), Grünfink (25), Rotkehlchen (24), Rotdrossel (16), Hausrotschwanz (14), Amsel (13), Uferschwalbe (12), Alpine Ringdrossel (11), Wintergoldhähnchen (7), Zaunkönig (5), Braunkehlchen (5), Hohltaube (5), Klapper grasmücke (4), Steinschmätzer 4, Nebel krähe (3), Kernbeißer (3), Sumpfmeise (2), Mönchsmeise (2), Raubwürger (1). Liste der Greifvögel: Mäusebussard (101), Turmfalke (52), Rohr weihe (48), Wespenbussard (35), Sperber (29), Baumfalke (13), Rotmilan (11), Schwarz milan (5), Gänsegeier (3), Wanderfalke und Habicht je (2), Kornweihe und Merlin je (1). Arnold Rinner
Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
CleanUP Days Südtirol 2023
Gemeinsam für ein sauberes Passeier Seit vielen Jahren gibt es weltweit den „World CleanUp Day“. Die Idee ist simpel: Menschen treffen sich, um zusammen Müll zu sammeln. Erstmals wurde diese Aufräu maktion, die vom gemeinnützigen Verein „Patron“ organisiert wird, heuer auch in Südtirol im Zeitraum vom 14. bis 17. Septem ber durchgeführt. Unterstützung fand die Aktion beim AVS, dem Amt für Naturparke, dem IDM Südtirol und bei acht Südtiroler Tourismus-Destinationen. Gleich bei der Erstauflage war die Ferienregion Passeiertal mit viel Engagement mit dabei. Ausgestattet mit Greifzangen aus Edelstahl und einem wieder verwendbaren Müllbeutel sind viele Naturbegeisterte in Kleingruppen und mehrere Schulklassen der Grund- und Mittelschule am 15. September 2023 viele Wanderwege, Bachufer und Siedlungsräume im Passeier abgegangen und haben herum liegenden Müll und Abfälle gesammelt. Zu den häufigsten Kategorien an Fundstücken gehörten unter anderem unzählige Zigaret tenstummel, haufenweise Taschentücher, Plastikflaschen, Plastikhalme, Papierreste, Trinkflaschenverschlüsse, Nylonreste und vieles mehr. Das achtlose Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfällen in der Landschaft wie etwa entlang von Bachläufen, an Wan derwegen oder in öffentlichen Parks ist eine Unsitte, die immer wieder beobachtet wer den kann. Die Gründe für die Sorglosigkeit mancher Zeitgenossen sind vielschichtiger Natur: sie reichen von Gedankenlosigkeit, Ignoranz, Hass auf das System bis hin zu geringer sozialer Kontrolle. Oft ist es auch pure Bequemlichkeit und das fehlende Bewusstsein für eine intakte Natur.
Mit der Vermüllung ist nicht nur eine ästhe tische Beeinträchtigung verbunden, sie bedeutet oft auch eine Geruchsbelästigung, lockt Ungeziefer an, birgt Verletzungsgefahr für Mensch und Tier, hat teure Entsorgungs kosten zur Folge und vergiftet den Boden. Heute weiß man beispielsweise, dass Ziga rettenkippen besonders schädlich sind: sie enthalten hunderte giftige Chemikalien wie Arsen, Blei, Formaldehyd, Cadmium, Benzol und vieles mehr. Werden Zigarettenkippen weggeworfen gelangen diese Chemikalien in Böden und Gewässer. Eine einzige Ziga rette kann bis 1.000 Liter Wasser verschmut zen. Besonders schädlich wirkt sich das auf Fische und andere Organismen im Wasser aus. Wer raucht sollte sich dessen bewusst sein. Zigarettenstummel gehören in den Aschenbecher (Taschenaschenbecher) oder in den Abfalleimer. Die durchgeführten Aufräumaktionen „CleanUP Days Südtirol“ sollen wachrütteln und die Wegwerf problematik vor Augen führen. Die Natur sauber zu halten ist eine Aufgabe, die die Gemeindeverwaltungen nicht allein lösen können. Auch die Bevölkerung muss mithelfen. Allen verantwortlichen Stellen, die diesen Aufräumtag ausgerufen haben und ganz besonders den vielen Freiwilligen, die an der Aktion mitgewirkt und zum Erfolg der „CleanUP Days Südtirol“ beigetragen haben, sei ein herzlicher Dank ausgesprochen. Das Gefühl, wenn nach getaner Arbeit der Wanderweg, der Freizeitpark oder das Dorf wieder sauber ist, ist einfach großartig. Arnold Rinner
IDM-Mitarbeiter beim Auflesen von Abfällen bei Rabenstein Foto: Tourismusverein Passeiertal/Hubert Gögele
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FF St. Leonhard
Vereine & Verbände Jubiläen Vorträge Veranstaltungen Rückblicke Ausflüge Ehrungen Aktionen →
Vereine
V.l.n.r.: die Patinnen Marlies Lanthaler und Irmi Gufler, Kdt. Roman Pfitscher, Kdt.-Stv. Manfred Haller, Paul Hofer, Fähnrich Raimund Marth und Mirco Alber vor dem neuen SRF-A Foto: Walter Haller
Gründungsjubiläum und Segnung des neuen Schweren Rüstfahrzeugs Das Jahr 2023 steht bei der Freiwilligen Feuerwehr von St. Leonhard in Passeier voll und ganz im Zeichen ihres 125-jähri gen Gründungsjubiläums. Bereits seit Mitte des 19. Jahr hunderts bestand in St. Leon hard eine sogenannte Gemein defeuerwehr, welche durch die neu gegründete Freiwillige Feu erwehr ersetzt wurde. Die offizi elle Gründung der Freiwilligen Feuerwehr von St. Leonhard erfolgte mit dem Gemeinderats beschluss vom 6. Februar 1898. Zum Festakt der „Jubelwehr“ am Samstag, den 2. September um 18 Uhr, fanden sich die aktiven Wehrmänner und jene außer Dienst, die Ehrenmitglie der, die Jugendgruppe und die Patinnen der eigenen Feuer wehr, Kameraden der Partner wehr aus Friesenhofen im Allgäu (D), Fahnenabordnungen der Nachbarwehren des Passeierta les (Abschnitt 7), der Abschnitts inspektor, Vertreter des Bezirksund Landesfeuerwehrverbandes, sowie geladene Ehrengäste und
interessierte Bürger*innen ein. Der Freudentag wurde genutzt, um auch das neue Schwere Rüstfahrzeug (SRF-A) seiner Bestimmung zu übergeben. Zu den Klängen der Musikka pelle Andreas Hofer marschierte der Festzug durch das Dorfzent rum bis zum Gerätehaus. Dort angekommen, nahm Hoch würden Pater Christian Stuefer mit seinem Konzelebrant Pater Philipp Werner die Segnung des neuen Schweren Rüst fahrzeuges vor, für welches Irmi Gufler und Marlies Lanthaler die Patenschaft übernommen haben. Das Fahrzeug ersetzt ein 29 Jahre altes Schweres Rüstfahr zeug, welches nicht mehr den aktuellen Erfordernissen ent sprach. Dieses Stützpunktfahr zeug, welches auch von anderen Feuerwehren des Tales angefor dert werden kann, wurde von einer Firma aus Lana auf einem 18-Tonnen-Fahrgestell der Marke MAN aufgebaut und ist mit modernster Ausrüstung
Vereine
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Ein Teil des Festzuges entlang der Andreas-Hofer-Straße Foto: Hubert Gögele
Jubiläumschronik: Gegen eine freiwillige Spende bei Eisdiele Pichler, Bar Café Theis, ENI-Tankstelle und in der Adventszeit auch beim Weihnachtsstand auf dem Raiffeisenplatz in St. Leonhard erhältlich.
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beladen. Unter anderem verfügt das Fahrzeug über einen Heck kran samt Kranwinde und Vierfachabstützung, eine Rahmenseilwinde, einen 25kvA-Generator, sowie einen pneumatischen Lichtmast. Mit dieser Neuanschaffung ist die Feuerwehr zukünftig für die zahlreichen und anspruchsvollen technischen Einsätze gewappnet. Nach der Segnung des Fahrzeu ges erfolgte der für Jubiläen traditionelle Fahnengruß, bei dem den anwesenden Feuer wehren eine Erinnerungs schleife ausgehändigt wurde. Im Anschluss begab man sich in die festlich geschmückte Fahr zeughalle, wo Kommandant Roman Pfitscher Grußworte an die Anwesenden richtete und die Geschichte der Feuerwehr anhand der von einigen Mitglie dern ausgearbeiteten Chronik vorstellte. Dabei hob der Kom mandant hervor, dass sich in den vergangenen 125 Jahren zwar
die gesellschaftliche und wirt schaftliche Situation im Tal von Armut und Krieg zum heutigen Wohlstand grundlegend geän dert hat, der Grundgedanke der Feuerwehr allerdings immer derselbe geblieben ist, nämlich die Bereitschaft anderen Men schen zu helfen. Weitere Gruß worte und Glückwünsche über brachten Landesrat Arnold Schuler, Bürgermeister Robert Tschöll, Landesfeuerwehrpräsi dent Wolfram Gapp, sowie die Partnerwehr aus Friesenhofen, vertreten durch Abteilungs kommandant Roman Riedle, welcher ein Erinnerungs geschenk überreichen durfte. In geselliger Runde wurde das Jubiläum gebührend gefeiert und es bestand die Möglichkeit, ein Exemplar der reich haltigen Jubiläumschronik gegen eine freiwillige Spende zu erwerben, sowie das neue Fahrzeug zu besichtigen. Gregor Zöschg
Putzfrau für unseren Wellnessbereich ab Anfang März 2024, von 6 bis 11 Uhr, für 5 Stunden gesucht. Freitag & Samstag frei, 10 Monate Saison (März – Januar). Du arbeitest zu zweit im Team, mit einer ganz lieben Mitarbeiterin aus Passeier. Zusätzlich suchen wir zur Erweiterung unseres Serviceteams, einen Servicelehrling sowie einen Servicemitarbeiter in Vollzeit & Teilzeit. 5-Tage-Woche, falls gewünscht 10 Monate Saison (März – Januar), Unterkunft vorhanden, ein tolles Team & gute Entlohnung. ****Apfelhotel Torgglerhof Passeier info@apfelhotel.com T 0473 645 433
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Talschaftsübung der FF St. Martin …
Vereine
… unterstützt durch zahlreiche Nachbarwehren
FF St. Martin Talschaftsübung der Feuerwehr St. Martin Am Samstag, den 14. Oktober 2023, organisierte die Freiwillige Feuerwehr von St. Martin eine Gemeinschaftsübung des Abschnittes 7 – Passeier. Als Übungsobjekt dienten die Land wirtschaftliche Hauptgenossen schaft und der Gemeinde Bauhof in der Industriezone. Angenommen wurde ein Schwelbrand mit starker Rauch entwicklung und eine Ausbrei tung des Brandes konnte zudem nicht ausgeschlossen werden. Daraufhin rückte um 14 Uhr die Feuerwehr St. Martin zur Übung aus. Gleichzeitig wurden über Funk die Nachbarwehren Saltaus, St. Leonhard, Moos, Platt, Walten und Rabenstein alarmiert, sowie das Weiße Kreuz Passeier. Zur Unterstüt zung dieser komplexen Übung wurde das ELF (Einsatzleitfahr zeug) und die Drehleiter der FF Meran mit Besatzung nachalarmiert. Beim Eintreffen der Wehren von St. Martin und St. Leonhard wurde von der Einsatzleitung, bestehend aus Kommandant Roland Gufler und Vize-Kom
mandant Lukas Fahrner, eine Lageerkundung durchgeführt. Sogleich wurde ein Innenangriff unter Atemschutz und mit Wärmebildkamera, um die vermissten Personen zu orten und zu retten, durchgeführt. Gleichzeitig wurde eine Atem schutzüberwachung eingerich tet und das Nebengebäude vor dem Übergreifen der Flammen geschützt. Die Nachbarwehren von Saltaus, Moos, Walten, Platt und Raben stein wurden inzwischen mittels Lotsen eingewiesen und stellten jeweils einen Atemschutztrupp. FF St.Leonhard, FF Saltaus und FF Moos bildeten den Abschnitt Nord, ihre Aufgaben bestanden darin, den Bereich Gemeinde bauhof abzuschirmen, Personen aus dem nicht verrauchten Bereich zu retten und die Was serversorgung aus der Passer zu gewährleisten. FF Walten und ein Fahrzeug der FF St. Martin hatten den Abschnitt Ost über, entnahmen das Wasser aus dem Fartleisbach und sorgten dafür, dass sich der Brand nicht aus breiten konnte.
FF Platt und FF Rabenstein entnahmen das Wasser aus der „Wiere“ mit zwei Pumpen, verlegten eine längere Schlauchleitung bis zum Brand objekt und speisten den Tank wagen der FF St.Martin und die Drehleiter der FF Meran. Letztendlich konnten 11 Perso nen mit verschiedenen Brand verletzungen gerettet werden. Die Geborgenen wurden unverzüglich vom Weißen Kreuz Passeier medizinisch erst versorgt. Die Fotografen Walter Haller, Hubert Gögele und Roman Schenk hielten die beeindruckendsten Szenen dankenswerterweise mit ihren Fotokameras fest. Um 15.15 Uhr erfolgte der Funk spruch der Einsatzleitung: „Übung beendet, Geräte auf nehmen“ und die Übung war damit abgeschlossen. Insgesamt waren 130 Mann der Talwehren bei der Übung beteiligt. Bezirksfeuerwehrins pektor Alex Paternolli und Bezirkspräsident Stellvertreter Erwin Kuppelwieser waren ebenfalls anwesend, um den
Übungsverlauf genau zu verfol gen. Auch Bürgermeisterin Ros marie Pamer lobte die perfekte Organisation der Talschafts übung. Nach einer kurzen Nachbespre chung der Führungskräfte über die gelungene Übung, deren Verlauf beim Einsatzleitfahr zeug detailliert besprochen wurde, lud die FF St. Martin alle Anwesenden zu einem Imbiss am Festplatz von St. Martin ein. Kurt Gufler, Roland Gufler
Beteiligte Einsatzkräfte: FF St. Martin: 1 TLF, 2 KLF, 1, KRF, 2 MTF, 2 Atemschutztrupps FF St. Leonhard: 1 TLF, 1 SRF, 1 KLF, 1 Atemschutztrupp FF Saltaus: 1 KLF, 2 Atem schutztrupps FF Moos: 1 TLF, KLF, Pumpe, 1 Atemschutztrupp FF Platt: 1 KLF mit Pumpe, 1 Atemschutztrupp FF Walten: 1 KLF mit Pumpe, 1 Atemschutztrupp FF Rabenstein: 1 KLF mit Pumpe, 1 Atemschutztrupp FF Meran: 1 ELF und Drehleiter Weißes Kreuz Passeier
Vereine
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft
Die Musikkapelle Rabenstein kann auf 70 Jahre Vereinstätigkeit zurückschauen.
Rabenstein 70 Jahre Musikkapelle Rabenstein Anfang September konnte die Musikkapelle Rabenstein auf 70-jährige Vereinstätigkeit zurückschauen. Anlässlich die ses Jubiläums wurde eine kleine Feier organisiert. Am Vorabend des Sonntags gab es einen Kameradschaftsabend. Hier wurde Rückschau gehalten. 1953 trafen sich Rabensteiner Burschen und Männer, um eine Musikkapelle zu gründen. Die Anfänge waren schwierig: Kaum einer konnte Noten lesen, kein Musiklokal stand zur Verfügung, es gab keine finanziellen Mittel, um Instrumente und Kleidung zu kaufen. Geprobt wurde in verschiedenen Bauernstuben. Die Gelder für die Instrumente musste jeder selbst aufbringen. Eine gemeinsame Kleidung gab es erst nach ein paar Jahren. Die meisten Musikanten konnten von den beiden Brüdern Gögele aus Obermais motiviert werden, die wöchentlich zu Fuß nach Rabenstein kamen, um die angehenden Musikanten zu unterrichten. Im Laufe der Jahre schaffte es die kleine Kapelle, immer wieder
Jugendliche anzusprechen, die dann ein Instrument erlernten und auch für viele Jahre Mitglied der Musikkapelle Rabenstein waren. An diesem Abend wurden wie derum einige für ihre langjäh rige Mitgliedschaft geehrt: Kapellmeister Gilbert Gufler und Bezirksobmann Stellvertreter im VSM Albert Zerzer überreichten an Fabian Gufler das Abzeichen in Bronze für 15-jährige Verein streue, an Claudia Sulser das Abzeichen in Silber für 25 Jahre Mitgliedschaft und an Hubert Gufler das Abzeichen in Gold für 50 Jahre Tätigkeit bei der Musik kapelle Rabenstein. Auf 60 Jahre Mitgliedschaft konnte Josef Guf ler zurückblicken. Neben dem Ehrenzeichen wurde ihm für alle Dienste im Laufe seiner Tätigkeit bei der Musikkapelle gedankt und er erhielt dafür die Ehren mitgliedschaft. Roland Graf wurde für fast 40 Jahre im Vorstand der Musikkapelle Rabenstein geehrt. Am Sonntag zelebrierte der Ortspfarrer Oswald Kuenzer die feierliche Messe beim Eisturm,
nachdem die Jubelkapelle und die Musikkapelle Unsere Liebe Frau im Walde mit den Fahnen abordnungen des Tales und eini gen Ehrengästen einmarschiert sind. Die Obfrau Julia Gufler begrüßte die Gäste und die Fahnenpatin Elisabeth Pfandler verteilte die Erinnerungsschlei fen an die Fahnenabordnungen. Im Anschluss saßen alle gemüt lich beisammen. Die Bäuerinnen gratulierten der Musikkapelle mit einer großen Torte. Alle Anwesenden durften den Jubiläumskuchen verkosten. Mit guter Unterhaltungsmusik klang das Jubelfest aus. Waltraud Gatterer
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Bildungsausschuss Moos Foto: Genoveva Gufler
30 Jahre Bildungsausschuss Moos Ist wirklich ein Grund inne zu halten, einen Rückblick zu wagen und der Bildung eine Stimme zu verleihen, so wie es der Vorsitzende Oswald Gufler bei der Begrüßung formulierte. Die Veranstaltung fand am 27. Oktober im neuen Bürger haus von Moos statt. Es hat sich in den 30 Jahren sehr viel getan und auch verändert, sei es in der Weiterbildung, als auch in der ganzen Organisation und Füh rung des Bildungsausschusses. Die Initiatorin und langjährige Vorsitzende Waltraud Egger ließ nochmals die Entstehung des Bildungsausschusses von Moos Revue passieren. Schon damals bestand das Bedürfnis, auch in unserer Gemeinde Bildungsver anstaltungen durchzuführen. Dazu fehlten aber das nötige Wissen und die Struktur, als auch die finanziellen Mittel. Deshalb wurde nach einiger Vorarbeit am 9. Dezember 1993 im Kultursaal von Moos die Gründungsversammlung abge halten. 53 Vereine traten bei der Gründung dem Bildungsaus schuss bei. Der Ausschuss bestand und besteht aus fünf Mitgliedern, je Fraktion ein*e Vertreter*in. Wie Egger in ihren Ausführungen erklärte, mussten die Rahmenbedingungen über andere Bildungsausschüsse, dem Amt für Weiterbildung und anderen Quellen erst gesammelt werden. Den ersten Landesbei trag gab es 1994, 1.500 Lire pro
Einwohner im Einzugsgebiet des Bildungsausschusses, den die Gemeinde verdoppeln musste. Ab 2006 wurde die Unterstüt zung für die Bildungstätigkeit auf € 1,50/Jahr und Einwohner erhöht. Diese Förderung wurde bis heute so beibehalten, obwohl alles andere viel teurer wurde, so die Aussage des Vor sitzenden. Ab 2007 gab es für die Bildungsausschüsse eine wesentliche Erleichterung mit der Errichtung der Bezirksser vicestelle. Markus Breitenberger war nun erster Ansprechpartner für alle organisatorischen Belange. Wie der Vorsitzende Gufler weiters erklärte, ent schied man sich, die Vereine in den fünf Fraktionen vorwiegend in ihrer Bildungstätigkeit zu unterstützen. Der Bildungsaus schuss steht und stand stets beratend und unterstützend zur Seite, bemühte sich um die Gelder und die rechtlichen Grundlagen. Auch mit dem Bunker Mooseum wurde schon seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit bei den unter schiedlichsten Veranstaltungen gepflegt. Unterstützt wurden auch stets die Schulen, Chöre und Chronisten in ihren viel fältigen Aufgaben. Mit der Zeit wurden auch die organisatorischen und recht lichen Rahmenbedingungen immer genauer und zeitaufwän diger. So wurde der Bildungs ausschuss Moos 2010 in das
Landesverzeichnis der ehren amtlichen Organisationen (Onlus) eingetragen. Ab 2019 erfolgten dann die unterschied lichsten Anforderungen mit dem sogenannten „Dritten Sektor“ bis zur Eintragung in das RUNTS 2022. Da der Arbeitsaufwand immer größer wurde, konnte mit dem Wechsel des Vorsitzes 2014, Waltraud Egger gab diesen nach 20 Jahren ab, auch auf eine Unterstützung von Seiten der Gemeinde gezählt werden. Viel Zeit in Anspruch nahmen auch die zwei durchgeführten Projekte. Die „Dorf- und Kirchen geschichte Stuls“, wurde mit einer Arbeitsgruppe realisiert. Dort ging es vor allem um die Aufarbeitung der Kirchenge schichte. Sowie das Projekt „Die Stuller Mut“, wo es um die Erfor schung der Blumen und Pflan zen am vorgenannten Ort ging. Auch beim Erdüberlastungstag der OEW hat sich der Bildungs ausschuss 2021 beteiligt. Sowie auch einige Folgeveranstaltun gen sind durch die Projekte entstanden. So z.B. mit der höchsten Apothekerkammer Deutschlands ABDA eine Flur wanderung auf die Stuller Maa der mit Erklärungen der Inhalts stoffe der Blumen und Kräuter, oder mit dem Versuchszentrum Laimburg über den Lebensraum Wiese. Bereichernd waren auch die Bekanntschaften mit Histo rikern, Referenten und Fachleu ten, die immer sehr behilflich
Vereine
und unterstützend mitwirkten. In den 30 Jahren konnte eine stolze Geldsumme von Land und Gemeinde, sowie seit 2008 auch von der Genossenschaft EUM in Bildung und Kultur sehr nach haltig investiert werden. Wohl gemerkt werden alle Arbeits leistungen vom Ausschuss und von den Mitgliedsvereinen ehrenamtlich erbracht. Wie im Rückblick ersichtlich, ist der Bildungsausschuss Moos mittlerweile zu einem kleinen Betrieb mit großer Strahlkraft herangewachsen. Auch der Arbeitsaufwand ist mittlerweile nicht mehr mit ein wenig Frei zeit (wie so oft gesagt, „in der Freizeit“) zu erbringen, dazu braucht es schon wesentlich mehr „Passion und Herzblut“. Die Grußworte der Gemeinde überbrachte der Bürgermeister Gothard Gufler. Er bedankte sich beim Bildungsausschuss und bei allen Vereinen für ihren Einsatz zum Wohle unserer Gemein schaft. Auch die Gemeinde lasse sich dies alle Jahre eine recht komfortable Geldsumme kosten. Martin Peer vom Amt für Wei terbildung bedankte sich für die Einladung und verwies auf die Wichtigkeit der Bildungs- und Kulturarbeit vor Ort. Die Bil dungsausschüsse des Landes übernehmen in diesem Bereich eine wichtige Rolle und sind ein Garant für eine vielfältige Wei terentwicklung. Zum Schluss gebührt noch dem Ausschuss ein Dank für den großen und weitsichtigen Einsatz in all den vielen Jahren seiner Tätigkeit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger und unserer Gemein schaft. Zur 30. Jahrfeier hat Waltraud Gatterer unter Mit hilfe der Vereine ein Fotobuch zusammengestellt, sowie eine PowerPoint-Präsentation zum Abschluss vorbereitet. Die musi kalische Mitgestaltung hat die Musikschule Meran-Passeier ausgeführt. Anschließend gab es bei einem gemütlichen Umtrunk noch vieles zu bespre chen. Allen sei nochmals für 30 Jahre Einsatz für Bildung und Kultur ganz herzlich gedankt. Oswald Gufler
Vereine
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Oswald Gufler (li.), Vorsitzender des Bildungsausschusses Moos, und Referent Philipp S. Katz Foto: Hubert Gögele
„Vielleicht finden Sie in Stuls, was Sie suchen!“ Wie sah das Leben in einem Passeirer Bergdörfchen in den 70er Jahren aus? Welche Herausforderungen stellte die alpine Natur damals an die Menschen? Der US-amerikani sche Anthropologe Philipp S. Katz präsentierte am 9. Novem ber 2023 seine Forschungser gebnisse, die er vor 50 Jahren während seiner Aufenthalte in Stuls sammelte. Zum Vortrag eingeladen hatte der Bildungsausschuss Moos, der vor Kurzem sein 30. Grün dungsjubiläum feierte. Der Vorsitzende Oswald Gufler begrüßte den Referenten und mehr als 30 Besucherinnen und Besucher im Stuller Bürgersaal. Von Boston nach Stuls auf der Suche nach dem „perfekten“ Dorf Philipp Katz hatte während seines Studiums bereits auf der karibischen Insel St. Vincent geforscht. Begeistert von berühmten Bergsteigern und Olympiasiegern wollte er für seine Doktorarbeit die besonde ren Herausforderungen alpinen Lebens betrachten. Um das dafür perfekt geeignete Dorf zu finden, führte ihn sein Weg von Boston über Paris und Innsbruck ins Ötztal. Auf der Landkarte schien Sölden geeignet zu sein – vor Ort angekommen stellte Katz enttäuscht fest, dass der
Ort von Touristen überlaufen war und er keine Einheimischen traf. So zog der angehende Anth ropologe weiter ins Passeiertal. Den Ulfassern haben die Stuller zu verdanken, dass ihnen nun zahlreiche Bild-, Film- und Ton dokumente aus den 70er Jahren vorliegen. Diese hatten den jun gen US-Amerikaner nämlich mit den Worten „Vielleicht finden Sie in Stuls auf der Sonnenseite, was Sie suchen!“ höflich, aber bestimmt weggeschickt. Ein Jahr in Stuls im Rhythmus der Natur Im Winter angekommen, hatten die Bergbauern Zeit für Repara turen und die Fragen des wis sensdurstigen Studenten. Sie waren freundlich und neugierig, gleichzeitig vorsichtig. Wie konnte ein Stadtmensch das Leben der Bergbauern schätzen? Die Fragebögen zur Ernährung, die sie trotzdem für den Studen ten ausfüllten, geben heute spannende Einblicke. Auf den Bauernhöfen stand vor allem Muas auf dem Speiseplan, bei Arbeiterfamilien auch Fleisch. Katz nahm an religiösen Feier tagen teil und dokumentierte in Super-8-Filmen die Hochzeit von Geadele Frieda und Melcher Ander Ander, das Backen von Brot (nur bei zunehmendem Mond!) und die Schafschur. Hier griff er auch selbst zur Schere. Eine Feuerwehrprobe hielt er
ebenfalls in bewegten Bildern fest. Auf den Ausbruch eines Feuers schnell zu reagieren, war für die Feuerwehr allerdings schwierig. In den 70ern gab es zu den Berghöfen noch keine Straßen, die Feuerwehrmänner mussten Pumpen und Schläuche selbst den Berg hinauftragen. Beeindruckende Zahlen und persönliche Eindrücke In den 70er Jahren galt Stuls als das kinderreichste Dorf in Südtirol, sogar in ganz Europa! 80 Kinder besuchten damals die Grundschule. Die Kinder mussten früh anfangen zu arbeiten, die Bauern waren bei der Heuernte, dem Dreschen von Getreide und der Holzarbeit davon abhängig. Von der traditionellen Musik bei Dorfbällen und Tänzen, die vor der Ernte alle zwei Wochen in Stuls stattfanden, fertigte Katz Audioaufnahmen an. Da der Staat eine Steuer auf Bälle erhob, fanden sich die Feier willigen nur zufällig zur Musik von Gitarre und Ziehharmonika zusammen, erzählt Katz mit einem Augenzwinkern. Im Vor trag weckt er Erinnerungen an religiöse Traditionen, an Zeiten, wo eine Hochzeit zwei Wochen lang gefeiert wurde, Freizeitbe schäftigungen wie Ranggeln und Kartenspielen, aber auch Volksmedizin und Aberglauben. Katz berichtet, dass 1972 im
Gegensatz zu heute alle Bauern höfe Selbstversorger waren. Heutzutage übernehmen meist die Frauen das Verkaufen der Produkte auf Märkten. Damit, so schließt Katz seinen Vortrag, werben sie gleichzeitig für Stuls und das ganze Passeiertal. Inzwischen reist Philipp S. Katz wieder regelmäßig nach Stuls. Wer sich für das Stuller Leben in den 70ern interessiert, findet seine persönlichen Eindrücke im Buch „Du, Forscher, du!“. Simone Peist
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Vereine
Jugendbüro Passeier: Mädchenaktionen Ein geschützter Rahmen ganz ich selbst zu sein Das Jugendbüro Passeier veran staltet über das Jahr verteilt immer wieder Aktionen speziell für Mädchen. Diese sogenannte Mädchenarbeit ist ein offenes Angebot für Mädchen ab 12 Jah ren und wird vom pädagogi schen Personal des Jugendbüros organisiert und begleitet. Es gibt einerseits spezielle Öff nungszeiten im Jugendzentrum YOU oder im 5er Jugendtreff Hinterpasseier, welche nur für Mädchen zugänglich sind. Andererseits werden immer wieder Ausflüge organisiert, welche mit sehr viel Spaß und guter Stimmung angenommen und umgesetzt werden. Die Aktionen haben sich von Anfang an bewährt und werden gern genutzt. Doch warum ist gezielte Mädchenarbeit so wichtig? Mädchen unterliegen in vielen Fällen geschlechtsspezifischen Rollenbildern oder Anforderun gen, die oft ganz unterbewusst von unserer Gesellschaft ver mittelt werden. Ebenso werden Mädchen (besonders im Jugendalter) oft von verschiede nen Körperbildern oder Idealen beeinflusst und dies wiederum schwächt das Selbstwertgefühl der Heranwachsenden. Und genau diesen Punkten möchten die „Mädelsaktionen“ entgegenwirken, sie abholen und einen Raum schaffen, wel cher für Selbstvertrauen und Selbstwert steht und dies ganz ohne „was denken die Jungs/ Eltern/Lehrer … darüber?“. Vielen Jugendlichen fällt der soziale Druck zwischen Schule und Freizeit schwer und sie suchen einen sicheren Ort, ein offenes Ohr oder einfach nur eine nette Runde, sich zu entfal ten und Neues kennenzulernen. Im Laufe der „Mädelsaktionen“ mischen sich die Mädchen der verschiedenen Dörfer im Tal und lenken die Aufmerksamkeit immer weiter darauf, was uns verbindet, ohne Konkurrenz
Zum Tag der offenen Jugendarbeit besuchte der Vinschger Freerunner Alex den 5er Jugendtreff in Moos.
Jugendbüro Passeier: Tag der offenen Jugendarbeit druck oder dem Gefühl, jeman dem gefallen zu müssen. Im besten Fall gehen die Mädchen gestärkt aus diesen Tagen her aus und können vieles davon in den Alltag mitnehmen. Ganz besondere Highlights im Jahr 2023 waren der Badetag am Kalterer See, der Ausflug zu einer Fotoausstellung im Frauenmuseum Meran oder der Besuch vom Mädelsclub des Jux Jugendzentrum Lana mit Karaoke-Night und Schoko spießchen. Auch im kommenden Jahr 2024 plant der Jugenddienst weitere Aktionen, besonders für Mädchen, anzubieten und freut sich, wenn dieses wichtige Angebot von den vielen Mädels genutzt wird. Raffaela Tschöll
Jugend zwischen Vergangenheit und Zukunft – Jugend jetzt und hier! Am Freitag, den 13. Oktober 2023 feierte Südtirol den landeswei ten Tag der Offenen Jugend arbeit (OJA) und auch wir vom Jugendbüro Passeier waren mit dabei! Da Jugend oft als „unsere Zukunft“ beschrieben wird, Jugendliche aber bereits im „Hier & Jetzt“ unsere Gesell schaft gestalten, hat der landes weite Dachverband Südtiroler Jugendzentren „netz“ genau diesem Tag dieses wichtige Motto gegeben. Offene Jugend arbeit orientiert sich an den Bedürfnissen der Jugendlichen, denn daraus ergibt sich die Chance, eigene Lebensstile und Ausdrucksmöglichkeiten kennenzulernen, zu erproben und anzunehmen. Unsere Kern aufgabe ist deshalb die Bezie hungsarbeit. Diese schafft das erforderliche Vertrauen für die positive Begleitung junger Men schen. Somit entsteht eine gute Basis zur Stärkung von Persön lichkeitsentwicklung, Selbstver trauen und sozialer Kompetenz. Es geht uns deshalb vor allem
darum, den Jugendlichen Alternativen in ihrem Alltag aufzuzeigen. Genau deshalb haben wir uns zusammen mit den Jugend lichen für Freitag, den 13. etwas ganz Besonderes überlegt. Zur Öffnungszeit im talweit belieb ten 5er Jugendtreff in Moos besuchte uns nämlich der Vinschger Freerunner und Influ encer Alex von TeamFlyingArt! Als Anhänger der Randsportar ten Free-Run, Parkour-Lauf und Calisthenics zeigt Alex, der im privaten Leben einfacher Obst bauer ist, den Jugendlichen enorm wertvolle Alltagsalterna tiven auf. Außerdem zeigt er, dass sich Durchhaltevermögen lohnt, um gesetzte Ziele zu erreichen und steht dabei hinter seinen eigenen Werten. Der sympathische junge Sportler ist auf TikTok, Instagram, Snap Chat und weiteren sozialen Netzwerken omnipräsent und landesweit in der Jugendszene sehr bekannt. Normalerweise allerdings „nur“ digital. Oft sind solche Vorbilder aus SocialMedia-Kanälen für Jugendliche sehr weit weg und nicht greifbar – auch wenn sie gerade mal
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im Nachbar-Tal beheimatet sind. Umso spannender war es also, Alex einmal in „echt“ zu treffen, ihm Fragen zu stellen und ein fach nur ein bisschen mit ihm abzuhängen. Wurde der Südtiroler Influencer doch im Vorhinein mit dem Medium, das ihn bekannt machte, nämlich mittels eines öffentlichen Videos von uns selbst eingeladen. Die Jugend lichen hatten sogar eine Heraus forderung für den Freerunner: Da er bereits öfter auf den Händen gehend lange Stiegen meisterte und seine eigenen Rekorde publizierte, forderten wir ihn heraus, die langen Trep pen vom neuen Bürgerhaus in Moos auf Händen hinab zu gehen. Prompt antwortete Alex mit einem lockeren Selfie-Video: Er nahm die Challenge an und versprach uns, am Tag der OJA vorbeizukommen. Gerade in Moos angelangt, meisterte er ziemlich gelassen die 44 Treppen und beendete seine Einlage mit einem Salto – seinem Markenzeichen. Sein eigener Rekord liegt zwar schon bei fast doppelt so vielen Trep pen, allerdings war der Freerun ner von der Mooser „Skyline“ im Hintergrund besonders angetan. Gefilmt wurde die Aktion von seinen jungen Fans – sie waren begeistert! Danach gab es noch viel Zeit für Trainingsübungen beim neuen Calisthenics-Gerüst vor dem 5er Jugendtreff. Alle erkundigten sich eifrig nach Alex’ Trainings-Sessions und probierten die ein oder anderen Tricks selbst aus. Auch das Team vom Dachverband „netz“ wurde neugierig und kam vorbei. Sie besuchten uns im 5er Jugend treff und hielten das Geschehen auf Fotos fest. Alex blieb noch auf einen gemeinsamen Bauern toast und machte sich nach einem Gruppenfoto wieder auf in den Vinschgau. Gemeinsam hatten wir einen legendären Abend, der uns, den Jugend lichen und wahrscheinlich auch dem Vinschger Freerunner noch lange in Erinnerung bleiben wird. David Lanthaler
Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Freundschafts-Preiswatten im Leonhards.Zentrum
KVW St. Leonhard/Jubpa: Freundschafts-Preiswatten für jung und alt Am Samstag, den 4. November, lud der KVW St. Leonhard und das Jugendbüro Passeier alle begeisterten Watter und Watte rinnen zum gemeinsamen Preis watten ins Leonhards.Zentrum ein. Die Veranstalter waren erfreut, dass heuer die erwünschte Anmeldung im Vor aus so gut angenommen wurde und bereits eine Woche vor dem Turnier alle 80 Spiel-Plätze ver geben waren. Pünktlich um 14 Uhr öffneten sich dann die Tore des Leonhards.Zentrum und alle Teilnehmer*innen fan den ihren Tisch. Nach der dar auffolgenden offiziellen Begrü ßung ging das große Südtiroler Kult-Kartenspiel dann auch schon los. Jedes Paar spielte vier Mal gegen ein anderes – die Veranstaltung ist ein freund schaftliches Punktewatten, bei der es um den Spaß am Karten spielen geht. Am Ende wurden die Besten unter ihnen mittels Punktestand und Differenz ermittelt. Um 18 Uhr wurden dann alle Spielerinnen und Spie ler mit tollen Preisen prämiert. Es gab Gutscheine, Geschenk körbe, schöne Sachpreise und vieles mehr! Zudem war im
Nennbetrag ein leckerer Kuchen mit Kaffee inbegriffen, verschie dene Getränke gab es auch – alkoholfrei, wie es das Konzept des Jugendzentrums vorsieht. Alle hatten einen feinen Nach mittag mit viel Austausch zwi schen bis zu drei Generationen. Ein großer Dank gilt den Initia toren vom KVW St. Leonhard, Franz Pichler und Adolf Pir pamer, den Mitarbeiter*innen des Jugendbüro Passeier, David Lanthaler und Anna-Maria Ploner, dem Turnier-Schieds richter Sepp Ennemoser, der für den einwandfreien Spielverlauf sorgte, allen restlichen freiwilli gen Helfer*innen, die sich um das leibliche Wohl der Teilneh menden kümmerten und natür lich allen Sponsoren, die jährlich so viele großzügige Preise zur Verfügung stellen – ohne sie wäre die Veranstaltung nicht möglich. Das Preiswatten findet jährlich am ersten Samstag im November statt, denn „Jung und Alt wattet gern“. Kartenspielen ist eine von vielen generations übergreifenden Angeboten im Leonhards.Zentrum, da hier Generationen im Dialog stehen. Franz Pichler
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Schützenkompanie Andreas Hofer Maibaum am Liënrts-Tag „verplindert“
Die motivierte Gruppe der Bühnenstürmer Schweinsteg
Bühnenstürmer Schweinsteg „Totgeglaubte leben länger“ – lautet ein altbekanntes Sprich wort und so scheint es auch beim alten Kulturgut, der Hei matbühne, zu sein. Zwar ringen diese, wie so manch anderer Verein, mit schwindenden Mit gliederzahlen und trotzdem gibt es immer wieder Idealisten, die voller Herzblut dafür sorgen, dass alte Bräuche einen Fort bestand haben. So auch in Schweinsteg. Eine kleine überzeugte Gruppe hat die Herausforderung angenom men, bürokratische wie auch organisatorische Hürden zu überwinden. Geplant sind Ende Januar und Anfang Februar 2024 fünf Aufführungen des Dreiak ters „Der ewige Junggsell“ im Vereinshaus von Schweinsteg. In diesem humorvollen Stück geht es unter anderem um einen Junggesellen, der seine Freiheit liebt, jedoch von seinem Umfeld dazu gedrängt wird, sich doch noch einer Partnerin hinzuge ben. Durch die jahrelange Bühnenerfahrung einiger Mitwirkender verspricht dieses Theaterstück viele amüsante Momente. Aufgrund der limitierten Plätze im Vereinshaus Schweinsteg wird empfohlen, Karten im Vorverkauf zu reservieren. Es gilt das „Wer zuerst kommt,
mahlt zuerst“-Prinzip. Genauere Details zu den Terminen, den Kartenvorreservierungen, den Spielern und den Rollen werden noch im Laufe der nächsten Wochen bekannt gegeben. Mit Rat und Tat zur Seite steht den Bühnenstürmern Schweins teg die Heimatbühne St. Martin, die mit ihrer Erfahrung, ihren Beziehungen in der Theater szene, aber vor allem bei der Bürokratie einen großen Beitrag zum Gelingen dieser Veranstal tung leisten. Außerdem gibt es Unterstützung vom Bürger meister Robert Tschöll sowie der Heimatbühne St. Leonhard, die einen Teil des Bühnenbildes zur Verfügung stellt. Zudem dürfen die Bühnenstürmer stets auf das Vereinshaus-Team Bernadette und Franz bauen, die für die Sauberkeit, Ordnung und Verfügbarkeit der Aufführungs stätte sorgen. Nicht zuletzt ist man auf private Gönner ange wiesen, um diverse finanzielle Ausgaben abdecken zu können. Allen Förderern dieses Projektes wird ein großer Dank aus gesprochen. Daniel Raffl
Am Sonntag, den 5. November feierte die Bevölkerung von St. Leonhard ihr Patronatsfest. Das Patrozinium nahmen die Freiwillige Feuerwehr St. Leon hard, das Jagdrevier St. Leon hard, die Musikkapelle „Andreas Hofer“ und die Schützen kompanie „Andreas Hofer“ zum Anlass, ein Törggelefest auf dem Raiffeisenplatz aus zurichten. Dabei wurde der Maibaum „verplindert“, bei einem Schätzspiel konnte der Baum gewonnen werden. Der glückliche Gewinner ist Lars Prünster, welcher mit einem Tipp von 753 Kilogramm das Gewicht des Baumes ziemlich genau geschätzt hat (755 Kilogramm). Der 24 Meter hohe Baum wurde mit einem Kranauto der Firma Moosmair zu Boden gelassen und gewogen. Die Vereine bedanken sich für die professio nelle Unterstützung. Die Vereine danken allen, welche am kleinen Fest teilgenommen haben und dieses möglich gemacht haben. Sie hoffen auf ein Wiedersehen beim Aufstellen des Baumes am 1. Mai des kommenden Jahres. Fabian Gufler
Die vier Vereine – Feuerwehr, Jagdrevier, Musikkapelle und Schützen – haben den Maibaum am 1. Mai gemeinsam auf gestellt. Und nun wieder „verplindert“. Foto: Walter Haller
Verlesung des Gewinners des Schätzspiels: Lars Prünster hat mit einem Tipp von 753 kg das Gewicht des Baumes ziemlich genau geschätzt (755 kg). V.l.n.r.: Patrick Wilhelm, Rudi Santoni, Manfred Haller Foto: Walter Haller
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Haflinger Pferdezuchtverein Passeier Fohlenerhebung Die Erhebung des Passeirer Haflingerfohlenjahrganges 2023 fand am 29. September beim Sandhof statt. Bei dieser Veran staltung wurden die 11 Hengstund 11 Stutfohlen an der Seite ihrer Mütter vorgestellt und bekamen zur Identifizierung einen Mikrochip implantiert. Nach der Registrierung wurden die vier schönsten Stutfohlen für das landesweite Fohlen championat am 7. Oktober in Neumarkt ausgewählt: GinaHope von Werner Gostner und Alexandra, G-Oksana von Walter Pichler und Angelika, Giuditta der Floriane Auer, sowie Gaia des Hermann Pircher. Die Fohlenerhebung war wie jedes Jahr ein Zuschauermag net, viele Züchter und Schau lustige, besonders auch viele Kinder, waren gekommen, um die schön herausgeputzten Pferde zu sehen. Petra Bacher
Vier Stutfohlen wurden für das Fohlenchampionat ausgewählt.
Die Jugendarbeit ist für das Weiße Kreuz Passeier sehr wichtig.
Weisses Kreuz Passeier: Jugendarbeit trägt Früchte Das Weiße Kreuz Passeier ist bekanntermaßen Tag und Nacht für den Nächsten im Einsatz, man vergisst dabei aber auch nicht, für die Zukunft gezielt vorzusorgen. Unter diesem Aspekt ist natürlich die Jugend arbeit von enormer Wichtigkeit und dementsprechend ist man bemüht, Jugendliche für den WK-Dienst zu begeistern und zu gewinnen. Man kann in der Jugendgruppe bis zu 30 Jugendliche aufneh men, wobei diese von 14 bis zu 18 Jahre alt sein können. Vorgesehen ist dabei ein freiwil liger WK-Mitarbeitender für sechs Jugendliche, wobei derzeit folgende WK-Mitarbeitende diese verantwortungsvolle Aufgabe übernommen haben:
Deborah Schönegger, Dominik Raffl, Verena Gufler, Evi Pirpa mer, Isabella Halbeisen, Michael Haller und Marian Marth. Man trifft sich während der Schulzeit alle 14 Tage, im Som mer ist Pause. Dabei werden alle wichtigen Szenarien im Bereich Erste Hilfe erprobt, zudem lernt man auch die anderen Rettungs dienste, wie FF und BRD kennen, auch um das gesamte Rettungs wesen im Passeier kennen und verstehen zu lernen. Dabei wird alle zwei Jahre für 24 Stunden auch der Ernstfall geprobt, man isst und übernachtet in der Stelle, wird von der Zentrale in Bozen ausgepiept und muss am „Einsatzort“ Erste Hilfe leisten. Viele Spiele und Übungen befas sen sich auch mit dem Bereich
Gruppenzusammenhalt, dabei werden gemeinsam Regeln fest gelegt, die hierfür unabdingbar sind. Auch diverse Ausflüge stehen auf dem Programm, die für Spaß, Abwechslung und Kurzweil sorgen. Dieses Jahr befasst sich die Weiße-Kreuz-Jugend mit dem Jahresthema „Wir gemeinsam“. Dafür hat die Jugendgruppe Passeier Konrad Fissneider zu einem Vortrag über Drogen und deren Folgen eingeladen. Die Jugendbetreuer des WK-Passeier freuen sich, vielen Jugendlichen das Vereinsleben in all seinen Facetten zu zeigen und sie für den Dienst am Nächsten zu begeistern. Kurt Gufler
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Kinder und Jugendliche konnten sich mit verschiedenen Handwerken befassen.
Ein Lichtermeer zu Ehren des Hl. Martin
SKJ St. Martin: Martini-Tag
Mårtin griësst in Hërbscht Handwerk und Landwirtschaft treffen sich im Dorf und Petrus spielt nicht mit Zum dritten Mal organisierte die Bäuerinnenortsgruppe von St. Martin „Mårtin griëßt …“. Und während immer mehr Vereine, Handwerksbetriebe und bäuer liche Vertreter ihre Produkte anpreisen wollten und die Dorf familien schon von einem klei nen Mårtiner Dorffest schwärm ten, wollte dieses Mal das Wetter nicht mitspielen … Aber St. Martin wäre nicht St. Martin wenn die Bevölkerung nicht doch ihren Wunder freien Lauf lassen würde und so waren besonders am Nachmittag vor allem die Stände mit Kinder programm ein Highlight. Am 23. September grüßt St. Martin zum dritten Mal: nach zwei Mal „Mårtin griëßt in Langis“ folgte nun, auf Anfrage vieler Eltern „Mårtin griëßt in Hërbscht“. Die Bäuerinnenortsgruppe von St. Martin hatte dabei auch die ses Mal als Zielsetzung, ein Familienfest zu organisieren. Während schon bei den letzten beiden Frühlingsausgaben die Zusammenarbeit zwischen Handwerk und Landwirtschaft sehr eng war und sogar durch die Dorf-Spenglerei der Passei rer Krebshilfe gespendet werden konnte, gab es in dieser Herbstauflage ein ganz besonderes
Highlight. Dank der Proaktivität des Bezirksobmannes der JHW Passeier, Simon Volgger, konnte der Generation-H-Bus organi siert werden: Den ganzen Tag über konnten Kinder und Jugendliche sich mit verschiede nen Handwerken befassen. Simon, der gleichzeitig LVH Obmann von St. Leonhard ist, war sich sicher: „Nur wenn wir informieren, aufzeigen und gemeinsam erleben, können wir unsere Mitbürger*innen und Menschen davon überzeugen, dass Handwerk und Landwirt schaft Säulen der Zukunft sind“. Dass neben ihm auch der Ortsobmann des LVH St. Martin, Ewald Ilmer, einen Stand mit seinem Betrieb stellte, war ein mal mehr Beweis dafür, wieviel Zeit unsere Handwerker in eine enkelgerechte Zukunft stecken. „Wenn die Menschen sich in unsere landwirtschaftlichen Erzeugnisse verlieben und den Mehrwert unseres Handwerks erkennen, unsere Arbeit und unsere Hofleidenschaft schät zen, dann wollen sie auch, dass wir weiterhin existieren, Pro dukte anbauen und Handwerk leisten!“, meint die Ortsbäuerin Elisabeth Larcher überzeugt. In der Oktober-Auflage gab es aber noch eine große Neuerung.
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Es wurde verstärkt auf das leib liche Wohl geachtet. Der vegane Stand hatte gleich viel Andrang wie der mobile Truck von den Streetburnern, der Stand der Bäuerinnen mit Bauernburger und Kiachl und sämtlichen anderen Ständen. Die Betrei ber*innen des Mårtiner Genuss Marktl waren natürlich auch wieder dabei! Fast dreißig Stände waren der Einladung gefolgt und hätte Petrus nicht den kalten Regen geschickt, hätten wohl die meisten wieder geglaubt, ein kleines Dorffest zu erleben. Elisabeth Larcher
Am Samstag, 11. November, organisierte die SKJ St. Martin den Ausschank nach der hl. Messe. Dabei beteiligte sich auch die Missionsgruppe mit einem Stand. Die Einkünfte kommen ihrem Hilfsprojekt in Eritrea zugute. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstal tung von der Musikkapelle St. Martin. Um etwa 17.30 Uhr versammelten sich Kinder mit ihren Eltern an den drei verein barten Treffpunkten und zogen Richtung Dorfplatz. Sie wurden begleitet von Abordnungen der Schützen, der Feuerwehr und des Kirchenchors. Der Umzug wurde vom Jugendtreff und vom Familienverband organisiert. Am Dorfplatz angekommen, durften wir die gelernten Lieder der Grundschüler*innen und Kindergartenkinder bestaunen. Anschließend führten die Jugendlichen der SKJ das tradi tionelle Martinsspiel auf. Das Highlight des Abends bildete zum Abschluss der Gänselauf. Unter aufmerksamer Beobach tung hunderter Schaulustiger sprinteten die Gänse regelrecht, mit einer beeindruckenden Rekordzeit von 1:15:00, ins Ziel. Abschließend möchten wir erneut unseren herzlichen Dank allen Sponsoren, Vereinen und Tippern aussprechen! Melanie Ennemoser
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Weihnachtsstimmung im „Stoodl“
Die Sternsinger ziehen in Pfelders …
Foto: Bernadette Pfeifer
St. Leonhard: Liechtr’zeit 2023 Seit Jahren umrahmen die Gemeinde St. Leonhard, der Tourismusverein Passeiertal, die Kaufleute und mehrere Vereine von St. Leonhard die Adventszeit mit Veranstaltun gen und versuchen dabei, jedes Jahr neue Akzente zu setzen. In diesem Jahr freuen wir uns auf viele Veranstaltungen im „Stoodl“ wie den Konzerten der Musikschule Passeier, auf die Ausstellung des Fotoclub Passeier, auf die Lesungen für Kinder, auf die Weihnachtsge schichte bis hin zum Konzert der Krebshilfe mit den Haller’s. Zusätzlich laden an den Wochenenden Live-Musik gruppen auf dem Raiffeisenplatz ein, worunter auch bekannte Musiker wie Michael Aster am ersten Samstag sind. Ein beson derer Höhepunkt wird wieder der Nikolaus mit seinen Engeln sein, die nach einer Andacht in der Kirche mit der Kutsche zum Raiffeisenplatz ziehen und dort für leuchtende Kinderaugen sorgen werden.
pfelders: Sternsinger ziehen von Haus zu Haus Auch heuer wird wieder das Dorf mit den vielen leuchtenden Weihnachtsbäumen, dem Riesen-Adventskranz beim Kreisverkehr, der großen Fichte am Dorfeingang und der Weih nachtsbeleuchtung in den Straßen gestaltet. Und auch die Christbaumaktion der Feuer wehr darf natürlich nicht fehlen. Das vielfältige Programm kann nur dank der finanziellen Hilfe unseres Hauptsponsors und dem Mitwirken von Freiwilligen und Vereinen abgewickelt werden. Dafür ein großes Dankeschön! Konrad Pfitscher
Endlich durften im Jänner 2023 die Sternsinger wieder von Haus zu Haus ziehen, um Spenden zu sammeln. Auch in Pfelders waren sie in zwei Gruppen unterwegs. Sie schrieben mit geweihter Kreide an die Türen, um Frieden und Segen für das kommende Jahr zu bringen und brachten Weihrauch. Es war für alle eine neue und tolle Erfahrung, auch für die Begleiter, da alle zum ersten Mal bei dieser Aktion dabei waren. Ich möchte mich hiermit nochmals bei meinen Sternsinger*innen bedanken und freue mich schon auf das nächste Mal. Bedanken möchte ich mich auch bei allen, die uns die Tür geöffnet und uns mit einer Spende unterstützt haben. Zum Abschluss ließen wir uns eine Pizza schmecken und sahen uns gemeinsam den Film über das Hilfsprojekt in Tansania an, wo die Spenden gelder hinkommen. Die nächste Sternsingeraktion steht unter dem Motto „Gemein-
sam für unsere Erde in Amazonien und weltweit“ und bringt uns nahe, vor welchen Heraus forderungen Kinder und Jugend liche in Amazonien stehen. Die Bewahrung der Schöpfung und der respektvolle Umgang mit Mensch und Natur stehen im Fokus. Wir freuen uns schon,wenn wir wieder im Dorf Pfelders unseren Teil zur Sternsinger aktion beitragen dürfen! Edith Pixner
… von Haus zu Haus.
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Kindergärten
Waldkindergarten Hou-Ruck
PflanzenfärbeWerkstatt im Waldkindergarten Am 5. und 6. Oktober hat uns Maria Jocher im Waldkinder garten besucht. Sie hat auch das Wichtele „Purz inigele“ mitgehabt, welches uns einiges über die Kräfte der Pflan zen erzählt hat. Das Purzinigele hat auch gewusst, dass oben bei der Brücke die kanadische Goldrute gerade in Blüte stand. Diese Pflanze hat uns später ein leuchtendes Gelb geschenkt! Zuerst haben wir alle die von zu Hause mitgebrachten Blüten in rot- und gelb färbende Pflan zen sortiert und vorsichtig die Blütenblätter abgezupft. Wäh renddessen hat eine Gruppe von Kindern, gemeinsam mit Roswitha, das Feuer angezündet und in drei Töpfen Wasser erwärmt. Ein Topf für das Rot, ein Topf für das Gelb und ein Topf für die restlichen Pflanzen, wo auch einige Nussblätter mit
Die Kinder lernten die wunderbare Welt der Pflanzen und des Färbens kennen.
dabei waren. Später wurden das Rot, das Gelb und das Grün durch ein Sieb geleert und wir durften vorbehandelte Stoff streifen in die Farbbäder geben und mit einem lang stieligen Kochlöffel immer wieder umrühren. „Bis zum nächsten Tag dürfen sie drinnen bleiben“, hat uns das Purzinigele gesagt … Wir haben dann mit den rest lichen Blüten und selbstge machtem Leim aus Reismehl angefangen, an einer Collage
zu arbeiten. Am nächsten Tag sind wir gleich mit Maria mit gelaufen und wollten sehen, wie die Stoffe nun aussehen. Wie staunten wir! Die Stoffstreifen hatten die Pflanzenfarben gut angenommen und waren jetzt rosa, gelb und hellgrün. Wir durften sie aus dem Farbbad nehmen und an die Wäscheleine hängen. Aus dem restlichen Farbbad stellten wir nun Natur farbe her und arbeiteten an der am Vortag begonnenen Collage weiter. Auch ein Stückchen von
dem mit Pflanzen gefärbten Stoff klebten wir noch drauf. Wir konnten also wunderschöne Bilder mit nach Hause nehmen, die von der Kreativität der Kin der und von der Schönheit und der Kraft der Pflanzen erzählen. Danke liebe Maria für deinen Besuch. Danke, dass du uns mit so einer Begeisterung und so einer tiefen Achtsamkeit einen kleinen Teil der wunderbaren Welt der Pflanzen und des Färbens gezeigt hast. Roswitha Gumpold
Kindergärten Passeier
Online-Einschreibungen für die Kindergärten von Passeier 2024/25 Nur online möglich vom 8. bis 16. Januar 2024 Die Familien benötigen für die Einschreibung einen digitalen Zugang und sind daher gebeten, sich einen SPID-Account anzulegen oder die Bürgerkarte (blaue Gesundheitskarte) zu aktivieren. Wichtige Informationen zur Online-Einschreibung in den deutschsprachigen Kindergarten Eingeschrieben werden können alle Kinder, die innerhalb Dezember des Jahres, in dem die Einschreibung erfolgt, das dritte Lebensjahr vollenden. Voraussetzung für den Besuch des Kindergartens ist die Erfüllung der
Impfpflicht im Sinne des Gesetzesdekretes vom 7. Juni 2017, Nr. 73. Eingeschrieben werden müssen aber auch all jene Kinder, die bereits den Kindergarten besuchen und weiter besuchen sollen. Die im Online-Formular enthaltenen Daten werden automatisch aus der Datenbank des Schulinformationssystems der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol abgerufen. Die Online-Einschreibung muss innerhalb der angeführten Termine vorgenommen werden: 8. bis 16. Januar 2024. Nachträgliche (begründete) Online-Einschreibungen sind im August möglich. Es gilt jedoch zu unterstreichen, dass diese nur im
Rahmen der verfügbaren Plätze und der bereits zugewiesenen Ressourcen angenommen werden. Am Ende der Online-Einschreibung erhalten die Benutzer eine Mitteilung mit der Bestätigung, dass der Antrag weitergeleitet wurde. Die Mitteilung über die Annahme/ Ablehnung der Einschreibung erfolgt über den Kindergarten. Antrag auf Einschreibung in einen gebietsmäßig nicht zuständigen Kindergarten Für die Einschreibung in einen Kindergarten außerhalb des Einzugsgebietes muss zuerst eine Online-Einschreibung in den gebietsmäßig zuständigen Kinder-
garten gemacht werden. Dann wird der Antrag auf Übertritt über den Kindergartensprengel bzw. den Kindergarten gestellt. Für Fragen zu den Online-Diensten, zu SPID oder zur (aktivierten) Bürgerkarte, steht ihnen das Call Center unter der Grünen Nummer 800 816 836 oder unter der E-Mail-Adresse servicedesk@provinz.bz.it von Montag bis Freitag, von 9 bis 17 Uhr zur Verfügung. Für alle weiteren Fragen können gerne auch die für sie gebietsmäßig zuständigen Kindergärten kontaktiert werden. Sudabeh Kalantari Lun
Schulen
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Grundschule St. Leonhard
Der Schneeberg und die 5. Klassen der Grundschule St. Leonhard In diesem Herbst starteten wir in das Fach GGN mit dem Thema Schneeberg und wanderten bereits am 12. September bei strahlendem Wetter hinauf zum Bergbaugebiet. Dort nahmen wir an einer interessanten Führung mit Franz Kofler teil, der uns viele spannende Fakten erklärte und auch einige Anek doten erzählte. Als krönenden Abschluss besuchte uns der Schneeberger Knappenverein Passeier mit dem ehemaligen, langjährigen Hüttenwirt vom Schneeberg Heinz Widmann in der Grund schule St. Leonhard. Als sich alle in der Aula versam melt hatten, zogen der Obmann des Vereins Josef Wilhelm und sein Vizeobmann Alois Schweigl in der Knappenuniform, beglei tet mit der Musik des Knappen liedes „Glück auf“, der kleinen Fahne und der Grubenlampe ein und begrüßten die Schü ler*innen, die Lehrpersonen und die Direktorin mit dem
Bergmannsgruß „Glück auf“! Anschließend erklärte Josef Wilhelm anhand der mitge brachten Fotos die Tätigkeit des Schneeberger Knappenvereins Passeier und zeigte die verschie denen Bergmannsuniformen der Männer und Frauen. Danach berichtete Heinz Wid mann über das Bergwerk am Schneeberg und beantwortete die vielen Fragen der Schüler*in nen. Er zeigte Fotos, die er noch selbst in Stollen gemacht hatte, die heute nicht mehr erreichbar sind und schilderte, wie die Knappen einst in die Stollen eingestiegen waren. Als Erinnerung an den Besuch der Knappen erhielten die Kinder noch einen „Glücksstein vom Schneeberg“, den das Bunkermuseum Moos liebevoll verpackt hat. Die Begeisterung aller war riesig und zum Schluss gab es noch als Dank einen großen Applaus für die gelungene Veranstaltung.
Besuch vom Schneeberger Knappenverein zusammen mit Heinz Widmann
Anita Gufler
Grundschule St. Leonhard
Unsere tolle Schwimmwoche Die Klassen 4A und 4B der Grundschule St. Leonhard hat ten fünf Tage lang Schwimmkurs im November. Wir gingen von der Schule bis zum Hotel Wiesenhof. Sobald wir uns umgezogen hatten, gingen wir ins Schwimmbad. Dort war teten Frau Lehrerin Nathalie, Schwimmlehrer Klaus und Mae stro Claudio auf uns. Schwimm lehrer Klaus lernte uns die Wassermelone, das Kraulen, den Seestern und das richtige Tauchen. Nach dem Schwimmen ließen wir Mädchen uns von den Müttern föhnen. Anschließend gingen wir in die Schule zurück. Es war soooo toll. Shiva Kuprian
Die Kinder mit ihren „Glückssteinen vom Schneeberg“
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Gruppe „Equilibrium“ gewann den 2. Preis beim Bundeswettbewerb in Wien.
Die Delegation aus Belgien zu Gast bei der Musikschule Meran/Passeier
Musikschule Passeier
Ereignisreicher Start in das Musikschuljahr Das Schuljahr ist noch nicht so alt und trotzdem hat sich in der Musikschule schon einiges getan. Bereits am 13. Oktober 2023 hat die Gruppe „Equilibrium“, beste hend aus Luisa Izer (Gesang), Magdalena Gamper (Gesang), Selina Gumpold (Gesang) und Thomas La Mendola (Klavier) unter der Leitung von Judit Pixner am Bundeswettbewerb „Podium.Jazz.Pop.Rock 2023“ in der Kategorie „popular & more“ in Wien teilgenommen und einen hervorragenden 2. Preis erzielt. Wir gratulieren ganz herzlich zu diesem tollen Erfolg und wünschen weiterhin viel Freude mit der Musik. Die Gruppe hat ein Video auf genommen, das auf YouTube zu sehen ist. In der Woche vom 9. bis 13. Okto ber 2023 hatte die Musikschule Meran/Passeier außerdem eine 8-köpfige Delegation aus Belgien zu Gast. Die Mitar
beiter der Musikakademie der deutschsprachigen Gemein schaft aus Belgien besuchten im Rahmen des europäischen Pro jektes „ERASMUSplus“ Südtirol und konnten sich hier ein Bild des Musikschulwesens machen. Unter anderem besuchten sie die Musikschulen Brixen, Meran und St. Leonhard. Ganz beson ders beeindruckt waren sie von der Musikschule in Moos, die im Jänner 2023 ihre Räumlichkeiten im neuen Bürgerhaus beziehen konnte. Bürgermeister Gothard Gufler führte die Delegation durch das Gebäude und gab Auskunft über Finanzierung und Planung. Wir sind als Musikschule sehr dankbar für die neuen Räum lichkeiten und Schüler*innen und Lehrpersonen fühlen sich dort richtig wohl. Am Donnerstag, den 25. Oktober 2023 gab unser Gitarrenlehrer Saverio Libergoli im Rahmen von „Künstler hautnah“ ein Konzert in der Musikschule St. Leonhard.
Musikschule
Er überzeugte mit seinem wun derbaren und virtuosen Spiel auf seinem Instrument und freute sich über den Applaus des begeisterten Publikums. Vielen Dank Saverio für diesen Hörgenuss. Zum Abschluss darf ich noch alle Interessierten zu unserem Weihnachtskonzert am Mitt woch, 13. Dezember 2023, um 18 Uhr in die Pfarrkirche von St. Leonhard einladen. Wir wünschen allen eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit. Beate Pirhofer
Hier geht es zum Video der Gruppe „Equilibrium“ https://youtu.be/WBVLcr1gdIY
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
3.8. – 4.11.2023
Geburten Gemeinde St. Leonhard Toni Kofler 6.9.2023 Afifa Alam 29.9.2023 Jakob Haller Tschöll 3.10.2023 Veit Ennemoser 12.10.2023 Leonie Pichler 15.10.2023 Annika Lanthaler 19.10.2023 Hannes Haller 25.10.2023 Leo Tschöll 31.10.2023 Jonah Stricker 3.11.2023 Neo Wank 4.11.2023 Gemeinde Moos Marie Brunner Helena Pflug Mia Ilmer Malin Verdorfer Leni Ennemoser Die Schüler*innen zu Besuch im Seniorenheim St. Benedikt
Mittelschule St. Martin
Schule – ein Teil vom Dorf Die 3A der Mittelschule St. Martin besucht das Seniorenheim St. Benedikt Zu Schulbeginn gilt es, sich immer ein bisschen „einzuwär men“, auch im Technikunter richt; so beginnt man schon in den ersten Stunden zu werken, sich mit Materialien, Planung, Organisation und Projektideen auseinanderzusetzen. In der dritten Klasse A ist das Augenmerk verstärkt beim Thema Holz. Die Schüler*innen sollen einen konkreten, prakti schen und vor allem neugierigen Zugang zum Handwerk haben und bekommen. Holz ist dabei ein roter Faden im Passeirer Handwerk und so hat die Klasse, unter Leitung der Technikpro fessorin Elisabeth Larcher, drei Elemente in einem verpackt. Zum Einen den Bezug zum Holz im Passeirer Handwerk (dazu folgen auch Treffen mit ver schiedenen Handwerker*innen aus dem Sektor), zum anderen der „Nationalsport“ Watten und dem sozialen Gefüge „Dorf leben“. Die Schüler*innen haben
Kartenhalter hergestellt, welche jenen Senioren im Altersheim dienen sollen, welche es nicht mehr schaffen die Wattkarten alleine zu halten. Um das Hand werk noch enger an die Schü ler*innen zu bringen, wurde das Sägewerk im Dorf mit eingebun den. Die Schülerinnen und Schü ler haben dabei vom Besitzer das Holz für das Projekt geschenkt bekommen. Larcher ist sich sicher: „Es sind ganz kleine Gesten, aber für die jun gen Leute aus der Klasse ist es etwas ganz besonderes, dass sie von einem Betrieb das Material kostenlos bekommen haben, um etwas ‚Gutes‘ herzustellen. Das tut gut. Das macht glücklich und macht Spaß!“ Die Kartenhalter wurden geplant, gezeichnet, mit dem Holzwerkzeug der Schule bear beitet und am 14. November ins Seniorenheim gebracht. Dabei wurde die Klasse auch von der Direktorin Margit Achmüller
begleitet: „Wenn wir den Schü ler*innen durch ein Unterrichts fach das Dorfleben nahe bringen können, im Bezug auf das Menschliche und die Nächsten liebe, dem Respekt vor dem Altern und jener Menschen, die das Dorf vor ihnen geprägt haben und gleichzeitig einen Einblick in die Talwirtschaft geben, dann haben wir als Schule ein prägendes Puzzle stück unseren Drittklässlern mitgegeben“, sind sich sowohl die Direktorin, als auch die Professorin einig. Die Bewohner von St. Benedikt sind auf jeden Fall glücklich um die kleinen Hilfestellungen, denn Watten ist wie Mathematik, es hält den Kopf fit. Elisabeth Larcher
3.9.2023 23.9.2023 29.9.2023 20.10.2023 3.11.2023
Gemeinde St. Martin Amira Briki 3.8.2023 Lea Pichler 20.8.2023 Elias Gostner 30.8.2023 Klaus Raich 8.9.2023 Heidi Buchschwenter 12.9.2023 Lina Kofler 19.9.2023 Leo Oberprantacher 23.9.2023 Gabriel Pixner 29.9.2023 Yuvraj Sinigh 1.10.2023 Toni Kofler 17.10.2023 Nala Kofler 17.10.2023
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Gratulationen
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Zehn Paare feiern Ehejubiläum in Moos Am 22. Oktober 2023 erneuerten die Ehe leute in der Pfarrgemeinde Moos feierlich ihr Ehegelöbnis im Rahmen der Heiligen Messe. Der Gottesdienst am Weltmissions sonntag wurde von Radio Maria Südtirol übertragen. Pfarrer Oswald Kuenzer zelebrierte die Heilige Messe in der Mooser Kirche mit einem Augenmerk auf die derzeitige weltli che Lage. Mit der Frage „Was gibt Hoffnung in Krisenzeiten – persönlich, aber auch in einer Gesellschaft?“ regte er zum Nachden ken an. Auf der Grundlage des ältesten Schriftstücks im Neuen Testament, dem 1. Brief von Paulus an die Thessalonicher, schlug Oswald Kuenzer vor, neu zu lernen, im Geiste Christi miteinander umzugehen. Die Jubiläumspaare seien dabei große Vor bilder, die Hoffnung schenkten. Allen, auch denjenigen, die allein leben, wünschte der Pfarrer Menschen, die an ihrer Seite stehen und ihnen helfen. Als Andenken überreichte die Arbeitsgruppe Liturgie den Paaren ein Dekolicht. Angelika Piazzi, Leiterin der Arbeitsgruppe, erinnerte daran, dass die Paare mit Gottes Hilfe das Haus ihrer Ehe stark genug gebaut haben, um Stürmen zu trotzen. „Licht bedeutet Leben, Wärme und Orientierung.“
Die Jubiläumspaare in der Mooser Kirche Foto: Hubert Gögele
Sie wünschte sinnbildlich: „Möge dieses Licht und die Liebe Gottes euer Haus mit Hoffnung und Zuversicht erleuchten.“ Die Geschwister Pöll aus Ulfas bereicherten die Messe musikalisch mit den feinen Klängen ihrer Zithern und Ziehharmonika. Über Radio Maria Südtirol konnten Gläubige
Moos
Jahrgang 1943 Die 80-Jährigen der Gemeinde Moos feierten das traditionelle Jahrgangstreffen Mit dem Bus oder auch privat haben wir uns am 12. Oktober 2023 auf den Weg nach Riffian gemacht. In der Pfarrkirche von Riffian durften wir um 15 Uhr gemeinsam mit Pfarrer Oswald Kuenzer einen schönen Gottesdienst feiern, wobei wir auch all jenen gedachten, die nicht bei uns sein durften, besonders den bereits Verstorbenen. Anschließend gab es eine kleine Führung (Traktormuseum) und ein gemütliches Beisammensein mit vielen Leckereien im Gasthof Ungericht in Kuens. Es wurde viel gelacht, gesungen und auch ein wenig getanzt zu den Klängen der Zieh harmonika vom Anderl. In der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen – die 1943er! Agathe Schweigl
Die Mooser 80-Jährigen mit Pfarrer Oswald Kuenzer
außerhalb von Moos den Gottesdienst mit feiern. Auf dem Kirchplatz fand anschlie ßend ein Umtrunk für die acht anwesenden Ehejubiläumspaare statt. Aus gesundheit lichen Gründen konnten leider nicht alle an der Feier teilnehmen. Simone Peist
Gratulationen
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
St. Martin
Jahrgangstreffen der Martiner 1963er Am Samstag, den 28. Oktober 2023 um 8 Uhr eröffnete Diakon Hermann mit einem bewegenden Wortgottesdienst den Tag. Danach machten wir uns auf den Weg ins Sarntal zur Schokoladenmanufaktur Oberhöller. Die Besichtigung war nicht nur informativ, sondern sorgte auch für süße und genuss volle Momente. Nach dem Mittagessen im Restaurant Jägerhof mit malerischer Kulisse am Durnholzer See fuhren wir weiter zur Besichtigung der Latschenkiefer-Brennerei Eschgfeller nach Reinswald. Die interessante Führung gewährte uns Einblicke in die Her stellung von regionalen Naturprodukten. Auf dem Rückweg machten wir einen Über raschungsstopp in Hocheppan/Missian, wo die Musikgruppe „Die Vaiolets“ für die 63er einige ihrer erfolgreichen Lieder aufspielte. Am Abend gesellten sich bei der Haselstaude
Die Mårtiner 1963er
noch weitere Jahrgangskolleg*innen dazu. Mit Musik sorgten unser Ossi und der Sepp für gute Stimmung. Bei diesem gemütlichen Beisammensein ließen wir das gelungene Jahrgangstreffen ausklingen. Arnold Ennemoser
Die 1973er aller drei Gemeinden Foto: Ronny Schwarz
Passeier
Jahrgangstreffen 1973 aller drei Gemeinden Zur gemeinsamen Jahrgangsfeier der „Mårtiner, Liënrter und Mooser“ wurde am 21. Oktober in die Saltauser Kirche ein geladen. Dort hielt unser Jahrgangskollege Pfarrer Christoph Waldner den Wortgottes dienst und schloss auch die vier Ver storbenen des Jahrgangs ein. Nach der besinnlichen Feier in der Kirche gingen
alle gemeinsam zum Sportplatz und stärk ten sich mit köstlichen Häppchen und tauschten Erinnerungen aus. Anschließend marschierte die ganze Gruppe den Damm entlang bis zum „Buschenschank Mitteregg“ in Riffian. Auf dem Weg dorthin konnten die Jahrgangskolleg*innen der jeweiligen Gemeinden bei vorbereiteten Spielen ihr
Können zeigen und mit etwas Glück den begehrten Pokal für die nächsten fünf Jahre ihr Eigen nennen. In diesem Jahr ging der Pokal an die Mooser. Gratulation! Nach dem Törggelemenü spielte eine Live-Band auf und dazu wurde fleißig getanzt. Erst in den frühen Morgenstunden klang die Feier aus. Es war ein gelungenes und harmonisches Wiedersehen. Birgit Pixner
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Sport
Kegeln
Ein begehrter Pott: Kegeln auf Weltklasseniveau
Die erfolgreichen Kegler des KK Neumarkt gewinnen den Weltpokal in Serbien. Mit dabei der Passeirer Georg Righi (hintere Reihe, vierter von links) Georg Righi hatte die Ehre als Erster den Pokal in den Händen zu halten.
Der KK Neumarkt gewinnt im serbischen Apatin erstmals den Weltpokal für Club mannschaften mit der Passeirer Beteiligung durch Georg Righi und somit einen der begehrtesten Trophäen, die es im Kegelsport auf internationaler Ebene gibt! In diesem Wettbewerb spielen die welt besten Club-Mannschaften verschiedenster Nationen. Da dem KK Neumarkt durch sei nen großzügigen Sponsor finanziell alle Möglichkeiten gegeben sind, arbeitete sich der Verein gemeinsam mit dem Trainerstab langsam nach oben. Um mit der Weltelite mithalten zu können, hält der Verein die Augen stets offen, die besten Kegler weltund südtirolweit zu finden, um die Mann schaft zu verstärken und so den Kader stetig zu verbessern. Die Mannschaft des KK Neu markt besteht aus sechs Spielern. Vier italie nische und zwei nicht-italienische Staats bürger. Bei der Qualifikation um den Weltpokal spielten Georg Righi und seine Mannschaft groß auf und zählten somit zu den Favoriten. In der Qualifikation belegten sie den vorerst zweiten Rang hinter dem deutschen Club SKV Rot Weiß Zerbst (3.843 Kegel; Neumarkt: 3.822 Kegel; SK FWT Composites Neunkirchen AUT – 3.815 Kegel; KK Zapresic CRO – 3.804 Kegel;). Die ersten vier Mannschaften konnten sich für das Halbfinale qualifizieren. Hier gilt „Mann gegen Mann“ und das sogenannte „Gesamtholz“ ist ausschlaggebend.
Auch dort war der KK Neumarkt souverän die bessere Mannschaft und gewann klar mit 6:2. Die Mannschaft war voll und ganz motiviert und überzeugt, den begehrten Pokal für sich zu gewinnen. Am nächsten Tag, den 7. 10. 2023, war es dann soweit! Es kam zum großen Finale gegen die kroatische Mann schaft aus Zapresic. In der ersten Runde gingen Armin Egger und Eric Kuna an den Start und teilten die Punkte 1:1, nur im Gesamtholz blieb Neumarkt 49 Kegel in Front. Runde zwei spielten Alex Posch und Villmos Zavarko. Auch dort war ebenfalls Punkteteilung, also stand es 2:2 und das Gesamtholz konnte Zapresic auf 43 Kegel verkürzen. Spannung pur! In der dritten und letzten Runde kamen Tamas Kiss und Georg Righi zum Einsatz. Jetzt hieß es Nerven bewahren und die Kugel in die Gasse spielen. „Als ich die Bahn betreten hatte, wusste ich nicht wie es punktemäßig ausschaute. Aber sofort habe ich auf der Anzeigetafel gese hen, dass es nicht schlecht aussieht und dass wir 43 Kegel Vorsprung hatten. Konzen triert und fokussiert haben Tamas und ich gesagt, heute sei der richtige Zeitpunkt uns diesen Pokal zu schnappen!“, sagte Righi. Und so war es. Tamas und Georg hatten beide den direkten Punkt und somit auch das Gesamtholz klar mit 3.844 zu 3.762 Holz. So gewann der KK Neumarkt das Finale souverän mit 6:2 und einem beachtlichen
Mannschaftsschnitt von 640,6 Kegeln! Der Verein gewinnt erstmals in seiner Vereins geschichte und als Südtiroler Mannschaft den Weltpokal. „Ich hatte die Ehre als Erster den Pokal in die Luft zu stemmen und das war für mich ein einmaliger Moment, den ich sicher nie vergessen werde! Ich bin sehr sehr stolz auf meine Mannschaft, denn das nenne ich wirklich Teamwork von Anfang bis Ende“, erzählte Georg. Für ihn ist es eine Ehre die weltbesten Spieler wie Zavarko und Kiss in den eigenen Reihen zu haben und ein unbeschreibliches Gefühl mit ihnen diesen Moment zu teilen: „Es ist eine einmalige Sache auf der Bahn zu stehen und die Kugel in der Hand zu halten. Von unten bis oben Gänsehaut. Der ganze Saal feuert dich und die Mannschaft an. Da hat man das Gefühl, dass von hinten ein Windhauch kommt, dir das Gefühl gibt, du hast etwas Einzigartiges erreicht. Dieser Weltpokal war eines meiner persönlichen großen Ziele. Eine Erleichte rung und Genugtuung für mich und der Preis für die 13-jährige Zusammenarbeit mit dem KK Neumarkt. Danke an unseren Sponsor, der durch seine finanzielle Großzügigkeit und seine Unterstützung eine so großartige Mannschaft mit herausragenden Spielern ermöglicht hat.“ Sport auf Weltklasseniveau ist nur durch ein systematisches Training, mentaler Stärke und guter Fitness möglich. Durch den hervorragenden Trainer-Stab mit Ludwig Hermann und Bernhard Geisler, sowie den Mentalcoach Martin Volgger ist der Verein bestens aufgestellt und hat ausgezeichnete Chancen auch weiterhin zuzuschlagen, wenn es ums Ganze geht. „In diesen drei intensiven Tagen geht jeder Spieler an seine körperlichen Grenzen.“ Zeit zum Entspannen hat der KK Neumarkt jetzt aber trotzdem nicht. Ende November geht es in der Champions League in die nächste Runde. „Auch dieser Pott ist für mich und meine Mannschaft ein großes Ziel, welches wir bisher noch nicht erreichen konnten. Aber ich bin mir sicher, dass auch dieser Zeitpunkt kommen wird“. Georg Righi
Sport
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Kampfsport „Muay Thai“
Desiree Righi holt Bronze bei den World Combat Games in Saudi Arabien
Desiree Righi gewann die Bronzemedaille …
Die talentierte Kämpferin Desiree Righi aus dem Passeiertal hat bei den World Combat Games in Saudi Arabien vom 20. bis 30. Oktober 2023 teilgenommen. Als erste Südtirolerin jemals trat sie in der Disziplin Muay Thai bei diesen internationa len Spielen an und kehrte mit der Bronze medaille im Gepäck nach Hause zurück. Desiree, die ihre Leidenschaft für den Kampfsport als Kind beim ASC Passeier Sektion Kampfsport entdeckte, hatte vor einigen Jahren wieder zum Kampfsport – besser gesagt zu Muay Thai – gefunden. Dieser erneute Einstieg in den Sport führte sie nun zu den World Combat Games, einem der größten Turniere in ihrer Disziplin. Während des Turniers in Saudi Arabien kämpfte Desiree Righi in insgesamt drei packenden Begegnungen, die jeweils über drei Runden à drei Minuten gingen. Im Halbfinale traf sie auf eine erfahrene türkische Konkurrentin, die bereits sechsmal zuvor an den World Combat Games teilgenommen hatte. Obwohl Desiree knapp nach Punkten geschlagen wurde, zeigte sie beeindruckende Leistungen und sicherte sich die Bronzemedaille. Die Teilnahme an den World Combat Games diente Desiree auch als Generalprobe für ihren bevorstehenden Titelkampf um die Italienmeisterschaft, der am 9. Dezember in Bozen stattfindet. Dort wird sie in einem
intensiven Kampf über fünf Runden à drei Minuten in der Muay Thai Arena im Hotel Sheraton in Bozen antreten, um den begehrten Meistertitel zu gewinnen. Weitere Kämpfe, alles Damen über Profi und Amateur, stehen an diesem Abend auf dem Programm. Die gesamte Familie von Desiree und der Kampfsportverein des ASC Passeiertal sind gespannt auf den bevorstehenden Titel kampf und hoffen, dass sie weiterhin mit beeindruckenden Leistungen auf sich aufmerksam macht. Ihre Teilnahme an den World Combat Games in Saudi Arabien hat bereits bewiesen, dass sie eine bemer kenswerte Kämpferin und eine Inspiration für junge Sportbegeisterte im Tal ist.
… bei den World Combat Games in Saudi Arabien.
Michaela Righi
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Sport
Leichtathletik
Eine erfolgreiche Saison 2023
Die Bahnsaison 2023 ist nun auch für die Leichtathletik Geschichte und wiederum eine erfolgreiche, welche mit der besten Platzierung bei Italienmeisterschaften seit Beginn der Leichtathletik im Passeiertal belegt ist. So erreichte Selma Göller den vierten Platz bei den Italienmeister schaften in Caorle in der Kategorie U16. Wenige Wochen vorher kürte sie sich in Trient mit 43,29 m zur Regionalmeisterin und hätte mit dieser Weite die Bronze medaille in Caorle geholt. Selma konnte sich auch in anderen Disziplinen auf regionaler Ebene toll in Szene setzen und bewies hierbei ihre Vielfältigkeit! Bei den Winterregionalmeisterschaften im Februar wurde das Podium im Speerwurf der Junioren rein von Passeirern belegt. Jakob Göller gewann vor Simon Burgmann und Christoph Öttl den Bewerb. Christoph Öttl qualifizierte sich im Mai für die Landesauswahl in der Lombardei und belegte dort mit 44,22 m den sehr guten dritten Platz. Insgesamt konnte er seine persönliche Bestleistung auf 46,06 m steigern. Simon Burgmann wurde Regionalmeister im Zehnkampf der Junioren und verwies Jakob Göller auf den zweiten Platz. Gewinner des 1000-Meter-Laufs in diesem Jahr in der Kategorie Schüler B wurde Elias Pfitscher aus St. Leonhard. In beeindrucken den 3:40.73 min. konnte er den Landes meistertitel in Brixen an sich reißen!
Selma Göller bei den Italienmeisterschaften in Caorle Foto: FotoGp
Erfolgreiche Passeirer Leichtathleten: Jakob Göller (Mitte) und Simon Burgmann (rechts)
Drei Passeirer auf dem Podium der Winterregionalmeisterschaften im Februar
Elias Pfitscher (Mitte) siegte beim 1000-Meter-Lauf.
Hervorheben möchten wir auch die Trainingsgruppen, welche in St. Martin und St. Leonhard mit Freude am Leicht athletiktraining teilnehmen. Es sind wiederum über 80 Kinder und Jugendliche, welche wöchentlich an den Trainings einheiten teilnehmen und mit Kompetenz und Herzlichkeit begleitet werden. Hier möchte ich mich ganz besonders bei Verena Stolz bedanken, welche in vorbild licher Weise das Projekt „Purzigagele“ und mit Christoph Schwabl die Spiele leichtathletik leitet! Hubert Göller
Kultur & Gesellschaft
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Andreas Kofler und Manuel Grasl im Interview
Besen, Bürsten und Felsen
Bergkristall zählt mittlerweile zu den größten Bouldergärten in Südtirol. Foto: Benjamin Pfitscher
Psairer Kraxler
Bouldergebiet Bergkristall Versteckt im Wald, kurz vor Pfelders, liegt eine Perle für Boulderer. Über einhundert Blöcke mit mehr als dreihundert Boulder linien warten auf Kletterbegeisterte. Die Felsblöcke liegen verstreut zwischen Bäumen und Wurzeln, zum Teil idyllisch in kleinen Gruppen, teils aber auch weit verstreut und nur schwer zugänglich. Man kann nur erahnen, dass auf ihnen geklettert wird. Die Boulderblöcke werden zwar geputzt, zugänglich gemacht und die gekletterten Linien über kleine Pfeile mar kiert, aber es wird dafür nichts Künstliches montiert. Die benötigten Ebenen für die Absprungflächen werden mit dem gebaut, was der Wald hergibt, wie Steine, totes Holz und Wurzeln. Ein Unwissender wird kaum bemerken, dass Menschen etwas verändert haben, jedoch ist das Putzen der Steine mit sehr viel Arbeit verbunden. Über eintausend ehrenamtliche Arbeitsstunden haben das großartige Bouldergebiet Bergkristall entstehen lassen. Alles begann im Jahr 2013, als Joachim Kofler, Boulderer der Psairer Kletterszene, auf die Felsblöcke vor Pfelders aufmerksam machte. Damals gab es bereits einige kleine Boulder gebiete im Passeiertal, allerdings nur mit bis zu zehn Steinblöcken. Die Freunde Johannes Gögele, Manuel Grasl, Andreas Kofler, Benjamin Pfitscher, Daniel Amorth und Hannes Hofer machten sich sofort auf die Suche nach den vielen Blöcken. Sie wurden fündig und staunten über das enorme Potenzial, das im Wald um Bergkristall schlummerte. Inzwischen ist viel passiert. Kletterlinien wurden erschlossen, Namen
dafür gegeben, sogar zwei Boulderführer sind erschienen. Das Gebiet zählt mittler weile zu den größten Bouldergärten in Südtirol. Deshalb finden auch immer wieder namhafte Größen der Südtiroler Kletterszene den Weg ins hintere Passeier tal. Schwierigkeiten bis 8a–8b und offene Projekte noch härterer Grade machen das Gebiet landesweit einzigartig. Auch die Lage der Steinblöcke im Bouldergebiet Berg kristall ist ideal und macht es zu etwas Besonderem. Während es nämlich in vielen Klettergärten im Sommer viel zu sonnig und heiß wird, herrschen in Bergkristall während der Saison von März bis Anfang November angenehme Temperaturen für das Klettern im Freien. Aber auch im tiefsten Winter sieht man Sportler*innen, die bouldern oder einfach nur unter Felsvorsprüngen neben der Straße kurzärmlig auf ihren Matten liegen, den Fels betrachten und Kletterzüge besprechen. Dank des Einsatzes aller Begeisterten, die sich an Feierabenden und Wochenenden im Wald abrackerten, dank aller Grundbesitzer, die sich bereit erklärten, die Nutzungsver einbarung mit dem AVS einzugehen und so die Erschließung des Gebiets überhaupt erst ermöglichten, und nicht zuletzt dank aller Kletter*innen und Boulder*innen, die sich darum bemühen, dass die Felsen und der Wald in Bergkristall sauber und aufgeräumt bleiben, können wir uns auch in Zukunft auf viele Stunden in der freien Natur mit der Lösung von Boulderaufgaben freuen. Heidi Pixner
Wie kann man sich das Putzen von Blöcken vorstellen? Mit einer Stahlbürste werden zuerst Erde, Baumnadeln und Sand vom Stein gebürstet. Danach wird mit einem Hammer loses Material entfernt. Auch werden Kanten abgerundet, damit man sich beim Klettern nicht am Felsen schneidet und verletzt. Anschließend erfolgt der Feinschliff mit feineren Besen und Bürsten. Zugleich muss auch der Boden unter jedem Boulder präpariert werden, da dort die Matte liegt, auf der man im Falle eines Sturzes landet. Pro Kletterlinie werden zirka fünf bis sechs Stunden investiert. Wie kommt man auf die Idee, Steine in einem Wald zu putzen? Es ist interessant, immer wieder neue Linien zu finden und zu klettern, selbst kreativ am Stein nach Lösungen zu suchen und nicht nur vorgegebenen Griffen zu folgen. Auch ist die Zeit, die wir im Wald verbringen, wie Urlaub. Es passierte nicht selten, dass wir uns zum Klettern in Bergkristall trafen, auf dem Weg durch den Wald aber neue Blöcke fanden und diese uns nur kurz anschauen wollten. Dann fingen wir an ein bisschen zu „kraalen“ und stellten nach ein paar Stunden fest, dass es gleich dunkel wurde. Das Klettern haben wir in der Zwischenzeit ganz vergessen. Dafür sind neue Linien entstanden. Beim Putzen und Auschecken der Linien gerät man in einen Flow, der dem des Boulderns selbst ziemlich nahekommt. Die neuen Linien veröffentlichen wir meistens gleich auf unserem BergkristallInstagram-Account, damit sie direkt von anderen Boulder*innen geklettert werden können. Werden euch bei eurem Fleiß bald die Steinblöcke ausgehen? Der ganze Wald vor Pfelders wächst auf einem riesigen Geröllfeld, es gibt Steine ohne Ende. Das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Immer wieder können wir uns, wie kleine Kinder an Weihnachten, über neu entdeckte Blöcke und Linien freuen. Wir kommen mit dem Putzen und Klettern kaum hinterher. Für uns werden die Felsen bis ins hohe Alter reichen! Ideal ist natürlich aber auch, wenn Sektoren, die bereits in Boulderführern veröffentlicht wurden, regelmäßig geklettert werden. Ansonsten müssen auch diese immer wieder nachgeputzt werden. Heidi Pixner
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Vorankündigung
St. Martin
Das Mårtiner Dorffestival im Zelt Treffen der Vereine aus St. Martin
Die Geschenkidee für Weihnachten
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www.mortiner-dorffest.com
Beim Vereinstreffen zur Organisation des Mårtiner Dorffestivals
Zugleich wird auch der Alpencup der Ranggler im oberen Zelt stattfinden. Für das große Finale um 17 Uhr ist die Ziehung der Lotterie und der Auftritt einer bekannten Musikgruppe geplant. Das OK-Team besteht aus Lukas Fahrner (Freiwillige Feuerwehr), Alexander Gufler (Goaßzüchter), Armin Oberprantacher, Anna Raich, Josef Fiegl (alle drei von der Schützenkompanie) und Tobias Egger-Karlegger (Musikkapelle). Alle weiteren Infos sind auf unserer Home page zu finden: www.mortiner-dorffest.com Tobias Egger-Karlegger
26. - 28.04.2024 Verpasst nicht das Event des Jahres im Passeiertal moderiert von Lukas Brunner von Radio U1 Tirol!
Programmänderungen vorbehalten
Am Montag, 30. Oktober trafen sich die Ver treter*innen der Vereine, die der Vereinsge meinschaft St. Martin angehören, um über ein neues Konzept zum Mårtiner Dorffest zu sprechen. Da ein Dorffest, wie es zuletzt im September 2019 stattgefunden hat, aus organisatorischen und sicherheitstechni schen Gründen nicht mehr in Frage kam, wurde die Idee eines gemeinsamen Festes im Zelt auf dem Festplatz in St. Martin aufgegriffen: Das Mårtiner Dorffestival. Die Vereinsgemeinschaft St. Martin fungiert als Träger der Veranstaltung und wird das Mårtiner Dorffestival am Wochenende vom 26. – 28. April 2024 in einem großen Zelt, ähnlich wie beim Alpenregionstreffen der Schützen im Mai 2022, organisieren und austragen. Mitglieder von insgesamt 18 Traditionsvereinen aus St. Martin und Saltaus werden am Fest mithelfen. In Summe werden ca. 420 Helfer*innen zur Verfügung stehen. Das Programm am Freitag und Samstag soll von Volkstümlicher Musik über Schlager bis hin zur Blasmusik reichen. Dabei werden Musikgruppen mit Rang und Namen auf treten. Auf einer separaten Bühne werden Namhafte DJ’s für gute Stimmung im Party zelt sorgen. Der Kartenvorverkauf hierfür startet im Dezember. Der Sonntag steht im Zeichen der Familie. Der Eintritt ist frei. Während des Früh schoppens ab 11 Uhr wird es die Möglichkeit zu Spiel und Spaß für Jung und Alt geben.
Kombitickets gelten für das Fest- und Partyzelt am Freitag & Samstag. Sonntag freier Eintritt. Limitierte VIP-Tickets in Kürze erhältlich!
Infoseite
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Passeirer Blatt – nr. 178, November 2023
Vorankündigungen
Veranstaltungen im Advent in Passeier
Lesung aus dem neuen Kinderbuch von Manfred Schwarz „Entdecke mit Anna, David und Onkel Manni Schloss Ambras Innsbruck“ 9. Dezember 14.30 Uhr, Jugendzentrum YOU in St. Leonhard in Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss St. Leonhard
2. Dezember
9. Dezember
Mooser Advent Pfarrkirche und Dorfplatz Moos
Zommstien auf dem Raiffeisenplatz beim Feuerwehrstand und der Musikkapelle St. Leonhard; Fotoausstellung des Fotoclubs, 13 – 19 Uhr, im „Stoodl“; Livemusik mit „Simple Sound“ mit Theresa & Lea, 17 Uhr, Raiffeisenplatz
Zommstien auf dem Raiffeisenplatz beim Feuerwehrstand; Konzert der Jugendband der Musikschule Passeier, 16 Uhr, im „Stoodl“, St. Leonhard Livemusik mit „Michael Aster“, 17 Uhr, Raiffeisenplatz St. Leonhard
10. Dezember
museumpasseier 26. – 31. Dezember 2023 geöffnet, 10 bis 16 Uhr, letzter Einlass 15 Uhr 29. Dezember Führung „Hofer Highlights“, 11 Uhr 1. Jänner 2024: geschlossen 2. – 7. Jänner 2024 geöffnet, 10 bis 16 Uhr, letzter Einlass 15 Uhr
3. Dezember
Zommstien beim Feuerwehrstand und den Psairer Kraxlern; Lesung „Mutige Herzen“ für Kinder von Isabella Halbeisen, 14.30 Uhr, im „Stoodl“; Livemusik mit „Fabi & Rooftop“ mit Fabienne Runggaldier & Lukas Augscheller, um 15.30 Uhr, Raiffeisenplatz
13. Dezember ab 3. Dezember
5. Jänner 2024 Führung „Hofer Highlights“, 11 Uhr
Volkshochschule Italienisch für die Zweisprachigkeitsprüfung, Niveau B1 und A2 ab Di, 30.1.2024, 18 – 19.30 Uhr, 10 Treffen, jeweils Di. Referentin: Miriam Martina Gortan Ort: Mittelschule, St. Martin Englisch A1.2 – geringe Vorkenntnisse ab Mi, 6.3.2024, 19.15 – 20.45 Uhr, 10 Treffen Referentin: Dagmar Strottner Ort: Mittelschule, St. Leonhard
Musical „3 begegnen sich“ Musical von Mårtiner Kindern und Jugendlichen Premiere am Sonntag, 7. April, Sa/So 13./14. April, Fr/So 19./21. April Vereinssaal von St. Martin (oder auswärts)
Zommstien auf dem Raiffeisenplatz beim Feuerwehrstand und der Musikkapelle St. Leonhard; Fotoausstellung des Fotoclubs, 9 – 18 Uhr, im „Stoodl“; Bläsergruppen über Mittag und Livemusik mit „Simplemen“, mit Thomas & Thomas, 15 Uhr, Raiffeisenplatz
Rorate mit Roratefrühstücke im Vereinssaal St. Martin So. 3.12., Di. 5.12., Do. 7.12., Fr. 8.12., So. 10.12., Di. 12.12., Do. 14.12., So. 17.12., Di. 19.12., Do. 21.12.2023 Rorate: Sonn- und Feiertags um 7 Uhr, werktags um 6.30 Uhr
Konzert der Musikschule Passeier 18 Uhr, Pfarrkirche von St. Leonhard
15. Dezember
Konzert des Jugendchores St. Martin, 20 Uhr, im „Stoodl“
16. Dezember 6. Dezember
Nikolaus-Engele-Umzug in St. Martin Start um 17 Uhr, Jager Hans bis zum Dorfplatz und anschließend Nikolausfeier auf dem Dorfplatz Nikolausfeier in St. Leonhard mit Andacht in der Pfarrkirche von St. Leonhard, 16 Uhr und anschließender Fahrt des Nikolaus in der Kutsche zum Raiffeisenplatz, 17 Uhr und Zommstien am Feuerwehrstand
Zommstien auf dem Raiffeisenplatz beim Feuerwehrstand; Lesung von Weihnachtsgeschichten für Kinder von Isabella Halbeisen, 15 Uhr, im Stoodl; Livemusik mit „Margit Steiner“, 17 Uhr, Raiffeisenplatz
17. Dezember
Zommstien auf dem Raiffeisenplatz beim Feuerwehrstand; Weihnachtsmarkt, 10 – 16 Uhr und Ausschank durch „Young Voices“ im „Stoodl“; Livemusik mit „Judit Pixner Trio“, 14 Uhr, Raiffeisenplatz
8. Dezember
Zommstien auf dem Raiffeisenplatz beim Feuerwehrstand; Konzert der Krebshilfe mit „den Haller’s“, 18 Uhr, im „Stoodl“
23. Dezember
Zommstien auf dem Raiffeisenplatz beim Feuerwehrstand Livemusik mit „LIT“ mit Isabella & Thomas, 17 Uhr, Raiffeisenplatz
Öffnungszeiten
Termine
moos Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14 – 16.30 Uhr; Sa geschlossen, T 0473 861 100 Minirecyclinghof Moos: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr; Pfelders: Mi, 14 – 15 Uhr; Platt: Mi, 8 – 9 Uhr und 1. Sa/Monat, 14.45 – 15.30 Uhr; Stuls: Mi, 10 – 11 Uhr und 1. Sa/Monat, 13.30 – 14.15 Uhr Rabenstein: 1. und 3. Mo/Monat, 10 – 11 Uhr; Rabenstein (Saltnuss – rotes Haus): jeden 1. Mo/Monat, 9 – 9.45 Uhr Rest- und Biomüllsammlung: Dienstag: Moos, Platt, Pfelders (Dorf und Zeppichl), Stuls wöchentlich; Rabenstein, Pill bzw. Sportplatz Sand, Ulfas jede 2. Woche Bibliothek Moos: Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 15 – 16.30 Uhr; Do, 16.30 – 18 Uhr; So, 11 – 12 Uhr Bibliothek Platt: Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 16 – 17 Uhr, Fr, 15 – 16.30 Uhr; Sa/So nach Gottesdienst Bibliothek Pfelders: Mi, 17 – 18 Uhr Bibliothek Rabenstein: So nach Gottesdienst Bibliothek Stuls: Mo, 15 – 16 Uhr Arztpraxis Dr. Beccarello: Mo, Do, Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 10 – 11.30 Uhr, 12 – 13 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; T 0473 643 689 Apotheke RAM: Mo, Do, 9 – 12; Di, 9.30 – 12 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; T 0473 643 508 Eltern-Kind-Beratung Moos: nur mit Vormerkung, T 339 2924051 Ambulatorium Krankenpflegedienst Moos: Donnerstag, 8 – 8.30 Uhr (ohne Vormerkung) 5er Jugendtreff Hinterpasseier: Do, 10 – 12 Uhr; T 0473 861 289
Dezember 2. Mooser Advent, Pfarrkirche und Dorfplatz Moos 2. Konzert Jugendband Musikschule, 16 Uhr, im „Stoodl“; Livemusik „Michael Aster“, 17 Uhr, Raiffeisenplatz 3. Lesung „Mutige Herzen“ für Kinder, 14.30 Uhr, im „Stoodl“; Livemusik „Fabi & Rooftop“, 15.30 Uhr, Raiffeisenplatz 6. Nikolaus-Engele-Umzug in St. Martin, ab 17 Uhr 6. Nikolausfeier in St. Leonhard, ab 16 Uhr 8. Konzert mit „den Haller’s“, 18 Uhr, im „Stoodl“ 9. Sabato Super Samstag, ab 8.30 Uhr, Skigebiet Pfelders 9. Kinderbuch-Lesung von Manfred Schwarz, 14.30 Uhr, Jugendzentrum YOU in St. Leonhard 9. Fotoausstellung Fotoclub, 13 – 19 Uhr, im „Stoodl“; Livemusik „Simple Sound“, 17 Uhr, Raiffeisenplatz 10. Fotoausstellung Fotoclubs, 9 – 18 Uhr, im „Stoodl“; Bläsergruppen über Mittag und Livemusik „Simplemen“, 15 Uhr, Raiffeisenplatz 13. Adventskonzert der Musikschule Passeier, 18 Uhr, Pfarrkirche St. Leonhard 15. Konzert Jugendchor St. Martin, 20 Uhr, im „Stoodl“ 16. Weihnachtsgeschichten für Kinder, 15 Uhr, im „Stoodl“; Livemusik „Margit Steiner“, 17 Uhr, Raiffeisenplatz 17. Weihnachtsmarkt, 10 – 16 Uhr, im „Stoodl“; Livemusik „Judit Pixner Trio“, 14 Uhr, Raiffeisenplatz 23. Livemusik „LIT“, 17 Uhr, Raiffeisenplatz 26. – 31. MuseumPasseier geöffnet, 10 bis 16 Uhr 29. Führung „Hofer Highlights“, 11 Uhr, MuseumPasseier
st. leonhard Gemeindeamt: Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr; zudem Di, 14.30 – 17.30 Uhr; T 0473 656 113; Sa (nur Standesamt), 9 – 11 Uhr, Bereitschaft T 389 8551081 Minirecyclinghof: Fr, 14.30 – 16.30 Uhr, Sa, 7.30 – 9 Uhr; Walten: Mo, 14 – 15 Uhr Restmüllsammlung: Di; Walten, Schweinsteg, Prantach, Mörre, Glaiten, jeden 2. Di; Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Di, Do, Fr, 15 – 18 Uhr; Mi, 9 – 12 Uhr Bibliothek Walten: Mo, 15 – 16 Uhr Arztpraxis Dr. Hannes Stoll: Mo, Fr, 9 – 12 Uhr; Di, 14 – 17 Uhr, Mi, 11 – 13 Uhr, Do 14 – 18 Uhr; telefonische Vormerkung: Di, 9 – 11 und Do, 10 – 12; T 388 8356111 Arztpraxis Dr.in Sili Ludmila: Mo, Do 15 – 18 Uhr; Di, Mi, Fr 9 – 12.30 Uhr; T 389 7911677 Kinderarztpraxis Dr.in Verena Weger: Mo, 14.45 – 18.45 Uhr; Di, 9.15 – 12.30 Uhr; Mi, 9.30 – 12.30 Uhr, Do, 15 – 19 Uhr, Fr, 9.15 – 13 Uhr; T 0473 656 266 Apotheke RAM: Kohlstatt 23; Mo – Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr; T 0473 656 146 Jugendbüro Passeier: Di, 14 – 17 Uhr; Mi, 10 – 12 Uhr, Do, 14 – 17 Uhr; Fr, 10 – 12 Uhr; T 0473 861 289 st. martin Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Melde- und Standesamt zusätzlich am Montag Nachmittag mit Terminvormerkung T 0473 499 300 Minirecyclinghof: St. Martin: Fr, 8 – 10 Uhr, Samstag geschlossen; Saltaus: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr Restmüllsammlung: Montag; Matatz, Breiteben, Kalmtal, jeden 2. Montag Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek lese.werk.statt: Mo, Mi, Fr, 9 – 11.30; Mo, Di, Mi, Do, Fr, 15 – 17.30 Uhr Arztpraxis Dr. Peracchi: Mo, Do, 15 – 18 Uhr; Di, Mi, Fr, 9 – 12 Uhr; T 0473 523 493 Arztpraxis Dr. Dubis: Mo, Do, Fr, 9 – 12 Uhr; Di, 15 – 18; Mi, 12 – 15 Uhr; mit Vormerkung, T 0473 650 167 Apotheke Dr. Rizzo Daniele: Mo – Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr; T 0473 641 950 Eltern-Kind-Beratung: Dorfstraße 25/c (alte Bibliothek) Do, 8 – 12 Uhr, T 0473 641 095 Krankenpflegeambulatorium Garberweg: Di, Fr, 8 – 10 Uhr Jugendtreff: Di – Sa, 10 – 12 Uhr; T 392 5327295 sprengelsitz passeier Verwaltungsdienst: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, 9.30 – 12 Uhr; Do, 9.30 – 12 u. 14 – 15.30 Uhr; T 0473 659 500 Sozialsprengel BZG: Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr, nachmittags mit Terminvereinbarung, T 0473 205 101 Dienst für Pflegeeinstufung: T 848 800 277, Anlaufstelle Pflege- und Betreuungsangebote: Di 9 – 11 Uhr; Do 10 – 12 Uhr; T 0473 659 566 Blutabnahme: Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, mit Vormerkung, T 0473 100 100 oder online: www.sabes.it/vormerken oder oder sanibook.sabes.it Kinderblutabnahme: Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, mit Vormerkung, T 339 2924051 oder 0473 659 510 Krankenpflegeambulatorium: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, Do, 9.30 – 11 Uhr Eltern-Kind-Beratung: Di, 8 – 12 Uhr, nur mit Vormerkung, T 0473 659 518 Dienst für Abhängigkeitserkrankungen: Vormerkung, T 0473 443 299 Rehabilitationsdienst: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr, 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 533 Impfzentrum: Mo, 8.30 – 16 Uhr; T 0473 659 517, impfungen.passeier@sabes.it Gynäkologe: jeden 1., 2. und 3. Di/Monat Hauspflegedienst: Vormerkung Mo – Fr, 8 – 10 Uhr; T 0473 205 109 recyclinghof passeier (mörre) Dienstag, Donnerstag, 14 – 17 Uhr; Samstag, 8 – 11 Uhr
1. 2. – 7. 8. – 16. 5. 30.
Jänner MuseumPasseier geschlossen MuseumPasseier geöffnet, 10 bis 16 Uhr Kindergärten: Online-Einschreibung Führung „Hofer Highlights“, 11 Uhr, MuseumPasseier Italienisch für die Zweisprachigkeitsprüfung, B1 und A2, 18 – 19.30 Uhr, Mittelschule, St. Martin [Volkshochschule]
Februar 8. Unsinniger Donnerstag 10. Mårtiner Fasching 24. Redaktionsschluss Passeirer Blatt märz 6. Englisch A1.2 – geringe Vorkenntnisse, 19.15 – 20.45 Uhr, Mittelschule, St. Leonhard [Volkshochschule] 23. Josefimarkt, St. Leonhard 31. Ostersonntag 31. Umstellung Sommerzeit
Die Redaktion des Passeirer Blattes wünscht allen Leserinnen und Lesern eine schöne Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr!