Passeirer Blatt MITTEILUNGEN UND NACHRICHTEN AUS DEN PA SSEIRER GEMEINDEN
September 2026
Pubblicazione trimestrale. Poste Italiane SpA – Spedizione in Abbonamento Postale – 70% NE/BZ, contiene i.p.
nr. 189 · 40. jahrgang
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Gratulation Adolf Unterthurner erhält die Verdienstmedaille des Landes Tirol
Ein Tal in Bewegung – Zwischen Tradition, Vision und Gemeinschaft
Gemeinden
Liebe Leserinnen und Leser,
Neuigkeiten aus den Gemeinden
wenn wir auf die vergangenen Monate blicken, wird eines besonders deutlich: Das Passeiertal lebt von den Menschen, die es gestalten, pflegen und mit Visionen in die Zukunft führen.
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aus der Geschichte
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Passeirer Museen
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Was uns bewegt
Ein herausragendes Beispiel für dieses unermüdliche Engagement ist die Verleihung der Verdienstmedaille des Landes Tirol an eine Persönlichkeit aus St. Martin. Ein ganzes Leben im Dienste des Vereinslebens und der Dorfgemeinschaft – ein Vorbild dafür, was ehrenamtlicher Einsatz bewirken kann. Dieses Fundament spiegelt sich im gesamten Tal wider: Unsere Vereine sind mit ihren vielfältigen Programmen und Angeboten sehr aktiv. Sogar ein 100-jähriges Vereinsjubiläum einer unserer Feuerwehren durften wir stolz feiern. Auch im Bereich der Kultur und der regionalen Entwicklung blicken wir auf bedeutende Meilensteine zurück. Seit 25 Jahren wird das MuseumPasseier mit verantwortungsvoller und visionärer Leitung geführt – ein Ort, der unsere Geschichte bewahrt und gleichzeitig moderne Akzente setzt. Ebenso feiert der Naturpark Texelgruppe sein 50-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläumsjahr hat gezeigt, dass der Naturpark längst mehr als ein Schutzgebiet ist: Er ist eine zentrale Ressource für Nachhaltigkeit und gibt Orientierung für unsere zukünftige Ausrichtung im Tal. Dass Nachhaltigkeit kein abstraktes Thema ist, hat uns der Sommer 2026 eindringlich vor Augen geführt. Das 20-jährige Jubiläum der Enerpass erinnert uns daran, dass Wasserkraftnutzung weit über die reine Stromerzeugung hinausgeht. Die Ressource Wasser wird in Zeiten des spürbaren Wandels zu einem unserer kostbarsten Güter, mit dem wir vorausschauend umgehen müssen. Zukunftsorientiert zeigen sich auch unsere Gemeinden und Institutionen, die mit großem Tatendrang und neuen Konzepten das Miteinander stärken. Besonders hervorzuheben ist dabei der innovative Ansatz in der Jugendarbeit: Prävention, die auf Augenhöhe passiert – ganz ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit viel Wirkung.
Sechs Chorfrauen aus St. Leonhard singen in der Sagrada Família in Barcelona 27
Passeirerin in der Welt Die Sängerin Ulrike Haller erzählt von ihrem Leben in Barcelona
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Kultur und Gesellschaft
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Bibliotheken
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Natur & Umwelt
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Gesundheit & Soziales
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Jugend
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Schulen
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Vereine und Verbände
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Sport Schwimmen, Beachvolleyball, Klettern
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Veranstaltungskalender Wir laden Euch ein, beim Lesen dieser Ausgabe einzutauchen in die Geschichten, Jubiläen und Initiativen, die unser Passeiertal so einzigartig machen. Viel Freude beim Lesen. Eure Redaktion
titelbild
Die Magie der Wasserspiegelung Das Geheimnis der Wasserspiegelung liegt in seiner flüchtigen Schönheit und der universellen Verbindung, die Wasser mit uns Menschen teilt. Es ist ein Element, das gleichzeitig beruhigt und bewegt, das reflektiert und enthüllt. Der griechische Philosoph Heraklit sagte einst: „Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.“ Jede Begegnung mit Wasser ist einzigartig und voller neuer Möglichkeiten. Vielleicht liegt gerade in diesem Moment eine Botschaft im Wasser verborgen – eine Einladung, innezuhalten, zu lauschen und die Magie des Augenblicks zu spüren. (Das Titelbild entstand aus einer Spiegelung in einer Wasserpfütze.) Foto und Text: Klaus Gufler
Impressum Erscheint dreimonatlich. Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29. 5. 1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier; vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Robert Tschöll – Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Ulrich Mayer Redaktion: Lukas Fahrner, Annelies Gufler, Leo Haller, Magdalena Haller, Simone Peist, Arnold Rinner; Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Korrektur: Stefan Reiterer Druck: Druckwerkstatt Medus Produktion: Barbara Pixner und Vera Schwarz Kontakt Passeirer Blatt E-Mail: passeirerblatt@passeier.it, T 340 3942021 www.passeirer-blatt.it Kontakt Versand und Abonnement Gemeinde St. Leonhard in Passeier, T 0473 656 113 Nächster Redaktionsschluss: 6. November 2026 Informationen zu den Richtlinien für Beiträge und Werbeanzeigen: www.passeirer-blatt.it
Gratulation
Adolf Unterthurner mit Verdienstmedaille ausgezeichnet Das Land Tirol sagt „Vergelt’s Gott“
Autorin Maria Pichler
Am Hochunserfrauentag hat der langjährige Obmann der Vereins gemeinschaft St. Martin Adolf Unterthurner in der Innsbrucker Hofburg die Verdienstmedaille des Landes Tirol erhalten – ein Zeichen der Anerkennung und des Dankes für sein jahrzehnte langes, vielfältiges ehrenamtliches Engagement im Vereinswesen, im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben in seinem Heimatort. Es hat schon Tradition, dass das Land Tirol zu Maria Himmelfahrt am 15. August in der Inns brucker Hofburg verdiente Persönlichkeiten aus Tirol, Südtirol und Trentino für ihr gesell schaftliches Engagement mit dem Verdienst kreuz, der Verdienstmedaille oder der Lebens rettungsmedaille auszeichnet. In diesem Jahr wurden 46 Verdienstkreuze und 140 Verdienst medaillen vergeben, zehn bzw. 29 davon an Südtirolerinnen und Südtiroler. Unter den geehrten Persönlichkeiten ist auch Adolf Unterthurner aus St. Martin. Ein Leben für das Vereinsleben und die Dorfgemeinschaft Der 75-jährige Adolf Unterthurner setzt sich seit jeher für die Vereine und die Dorfgemeinschaft Passeirer Blatt 189 Sep 2026
von St. Martin ein. Er gründete zunächst die Zeltgemeinschaft St. Martin mit, die bis 1987 zahlreiche Veranstaltungen im Dorf organisierte und damit das gesellschaftliche Leben berei cherte. In der Folge engagierte er sich für den Bau des Festplatzes, der bis heute ein beliebter und zentraler Austragungsort für verschiedenste Veranstaltungen ist. Bis heute kümmert er sich ehrenamtlich um die Pflege, die Instandhaltung und die Reinigung dieser wichtigen Gemein schaftseinrichtung. Eine besonders prägende Rolle spielte Adolf Unterthurner in der Ver einsgemeinschaft von St. Martin, dem Zusam menschluss von mehr als 15 örtlichen Vereinen. Ab 1993 bekleidete er zunächst das Amt des Vizeobmannes, von 1997 bis 2025 stand er dem Verein als Obmann vor.
Für seine Verdienste um das Gemeinschafts- und Vereinsleben in St. Martin hat Adolf Unterthurner am Hochunserfrauentag in Innsbruck von Landes hauptmann Arno Kompat scher die Verdienst medaille des Landes Tirols erhalten. Foto: Klaus Gufler
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Gratulation
Damit war er unter anderem die treibende Kraft hinter dem Mortiner Dorffest, das von 1988 bis 2020 jährlich veranstaltet wurde und organisa torisches Geschick und die Fähigkeit, zwischen den Vereinen zu vermitteln, erforderte. Sport, Feuerwehr, Schützen, Pfarrei und Politik Darüber hinaus war Adolf Unterthurner am Bau der Kegelbahn von St. Martin beteiligt, die er gemeinsam mit seiner verstorbenen Frau über viele Jahre führte und die bis heute ein wichtiger Treffpunkt für Kegelsportbegeisterte im Tal und darüber hinaus ist. Bis heute enga giert er sich im kirchlichen Leben, etwa bei der Organisation und Koordination von Beerdigun gen im Dorf und war auch bei anderen Vereinen aktiv dabei: bei der Freiwilligen Feuerwehr seit 1975, bei der Schützenkompanie St. Martin seit 1978 und mit verschiedenen verantwortungs vollen Funktionen wie Leutnant, Hauptmann (1990 bis 2002) und Fahnenleutnant. Unter seiner Führung entstand u.a. 1997 die bis heute bestehende Partnerschaft mit der Schützen kompanie Längenfeld im Ötztal. 4
Seit 2018 ist er zudem Mitglied im Komitee des Alpenregionstreffens, das im Jahr 2022 in St. Martin ausgetragen wurde. Nicht zuletzt war Adolf Unterthurner auch politisch enga giert: seit 1995 als Gemeinderat und von 1999 bis 2015 als Gemeindereferent. Als zuständiger Ansprechpartner für öffentliche Arbeiten und den Bauhof arbeitete er oft sogar mit den Bauhofmitarbeitern mit.
Die Familie von Adolf Unterthurner, Landes hauptmann-Stellvertrete rin Rosmarie Pamer, Gemeindereferent Vigil Raffl, eine Abordnung der Schützenkompanie und der Vereinsgemeinschaft von St. Martin mit lang jährigen und aktuellen
Durch seine große Verbundenheit mit St. Martin, mit seiner Verlässlichkeit und mit seinem per sönlichen Einsatz für die Anliegen der Dorf gemeinschaft hat Adolf Unterthurner das gesellschaftliche Leben nachhaltig geprägt. Dafür hat das Land Tirol am Hochunserfrauen tag „Vergelt’s Gott“ gesagt und dafür dankt ihm auch seine Heimatgemeinde von Herzen.
Weggefährten sind zu diesem Anlass nach Inns bruck gefahren, um die Auszeichnung zu feiern. Foto: Klaus Gufler
Gemeinden
Im Gespräch mit den Menschen vor
Gemeinde St. Martin
Mobilitätskonzept: Bürgerinnen und Bürger bringen sich ein
Ort wurden (und werden bei den Orts begehungen im September) die Heraus forderungen der Gemeinde St. Martin beim Thema Verkehr diskutiert. Als nächster Schritt werden sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe Mobilität gemeinsam mit der interessierten Bevölkerung bei zwei Orts begehungen ein aktuelles Bild von der Verkehrs situation im Hauptort St. Martin machen Fotos: Gemeinde St. Martin
Im Rahmen des Gemeindeentwick lungsplans arbeitet die Gemeinde St. Martin aktuell an einem Mobili tätskonzept. Nach einem ersten Workshop im April haben die Mit glieder der Arbeitsgruppe unlängst verschiedene Lösungen für die Herausforderungen im Bereich Verkehr gesammelt und bei einem Stammtisch im Dorf mit den Bürge rinnen und Bürgern direkt vor Ort über Anliegen, Ideen und Wünsche diskutiert. Ein fundiertes Mobilitätskonzept ist für die Gemeinde St. Martin einer der Kernbestandteile im Gemeinde entwicklungsplan, weshalb sich in diesen Monaten eine Arbeitsgruppe aus engagierten Bürgerinnen und Bür gern, Vertreter*innen der Gemeinde verwaltung und -mitarbeiter*innen sowie des Beratungsunternehmens kylos GmbH intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Bei einem ersten Workshop wurden konkrete Handlungs felder ausgemacht: Parkplatzprobleme, zu schnelles Fahren, schlechte Passeirer Blatt 189 Sep 2026
Anbindung des Radweges an das Dorfzentrum, Nadelöhre für Fuß gänger*innen und unübersichtliche Fußgängerüberwege. Bei einem zweiten Treffen berieten die Mitglieder der Arbeitsgruppe noch ein mal über die gesammelten Themen, ergänzten Informationen und sammel ten durchaus kreative Vorschläge, wie die Gemeinde St. Martin die Mobilität der Zukunft gestalten könnte. Dabei wurde unter anderem über autonom gesteuerte Drohnen, Knotenpunkte und den Einsatz innovativer Personentrans portsysteme von St. Martin nach Meran bis hin zu den Bergfraktionen diskutiert. Am darauffolgenden Tag bot sich den Bürgerinnen und Bürgern die Möglich keit, bei einem Mobilitätstisch am Dorfplatz ihre Anliegen und Wünsche vorzubringen und mit den Fachpla ner*innen zu besprechen. Die mehr als zwanzig interessierten Teilnehmenden zeigten dabei direkt vor Ort gefährliche und unübersichtliche Stellen auf, worunter vor allem Fußgänger*innen, Senior*innen, Familien mit Kindern,
Menschen mit Behinderungen und Schüler*innen leiden. In der Diskussion wurde auch festgestellt, dass die SS44 das gesamte Dorf teilt und es ohne Umfahrung oder Untertunnelung schwierig wird, die beiden Ortsteile links und rechts von der Staatstraße miteinander zu verbinden. Thema waren auch der Anschluss der Fraktionen an den Hauptort und die Lärm- und Luftbelästigung durch Motorräder und Sportwagen, vor allem in den Sommermonaten. Das beauftragte Beratungsunterneh men wird die Eindrücke sammeln und gemeinsam mit der Bevölkerung bei einer Ortsbegehung am Samstag, den 12. September von 8.30 bis 10.15 Uhr mit Treffpunkt am Dorfplatz und Ziel nördlicher Bereich sowie von 10.30 bis 12.30 Uhr mit Treffpunkt bei der Bibliothek und Ziel Dorfzentrum und südlicher Bereich ergänzen und vertiefen. Maria Pichler
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Gemeinden
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Gemeinde St. Martin
Neue Fußballtore für den Sportplatz Saltaus
Ein Bild aus vergangenen Tagen: Den FC Saltaus gibt es seit 1984. Das Bild entstand beim Freundschaftspiel FC Saltaus gegen Moos auf dem Sportplatz St. Martin im Oktober 1984 (im Hintergrund das Festzelt und die Kirche). Hinten v.l.n.r.: Erich Pircher, Hans Braunhofer,
Seit Jahrzehnten heißt es auf dem Sportplatz von Saltaus jeden Donnerstag: Anpfiff. Das runde Leder wird dort nun in neue Tore geschossen.
Martin Schiefer, Albert Königsrainer, Hans Hofer, Jörgl Pichler, Peter Pircher. Vorne v.l.n.r.: Oswald Kofler, Günter Schiefer, Heinrich Dorfer, Alfons Öttl, Stephan Kofler, Sebastian Öttl, Hubert Platter Foto: Archiv FC Saltaus
Es hat mittlerweile Tradition, dass der FC Saltaus jeden Donnerstagabend auf dem Sportplatz trainiert und beim Training kleine und große Fußball begeisterte aus nah und fern mitma chen dürfen. Nicht selten sind es mehr als zwanzig Männer und Frauen zwi schen 14 und 65 Jahren, die sich bei dieser Gelegenheit auf dem Fußballfeld tummeln und aus Spaß an der Sache gegeneinander kicken. Am Wochenende dient der Fußballplatz als beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche aus Saltaus und Quellenhof, die dort einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung nachgehen, sich sportlich betätigen und einander in unbeschwerter Atmosphäre treffen können. Da die alten Tore des Platzes bereits seit geraumer Zeit verrostet und kaputt waren, hatten sich die Fußball begeisterten mit behelfsmäßigen 6
Aluminiumtoren beholfen, die jedoch nicht mehr den Anforderungen entspra chen, weder in Bezug auf ihre Größe noch in punkto Sicherheit. Auf Initiative von Gemeindereferent Lukas Fahrner sind daher nun neue Tore angeschafft worden, die den internationalen Sicher heitsrichtlinien entsprechen. „Nun kön nen sich die Sportlerinnen und Sportler über einen Fußballplatz in einem tadel losen Zustand freuen“, lädt der Referent dazu ein, das Angebot des FC Saltaus zu nutzen und zu den gemeinsamen Trainingseinheiten zu kommen. Wer dazu Lust hat, kann gerne ein Mitglied des FC Saltaus kontaktieren oder ein fach donnerstags ab 19 Uhr direkt zum Sportplatz Saltaus kommen. Den FC Saltaus gibt es übrigens seit dem Jahr 1984, seitdem wird regelmäßig trainiert – im Sommer auf dem Sport platz und im Winter in der Turnhalle. Maria Pichler
2 Die Spieler*innen des FC Saltaus freuen sich über neue Fußballtore. Erich Pircher schreibt dazu: „Der FreizeitFußballverein Saltaus besteht seit nunmehr zirka 45 Jahren und ohne Unterbrechung trifft man sich regelmäßig donnerstags zum Fußball spielen. Das Besondere daran ist, dass alle willkommen sind und das schon seit Jahren. Egal ob jung oder alt, Gast oder sonst jemand, ob guter Fußballer oder weniger guter Fuß baller, alle sind willkommen und können mitspielen. Seit einigen Jahren ist der Fußball platz Saltaus auch Rafting-Stützpunkt und dort arbeiten Guides aus Venezuela und Peru. Sie sind sehr gute Fußballspieler und spielen donnerstags auch bei uns mit. Fußball vereint Kulturen und überbrückt Sprachbarrieren in eindrucksvoller Weise – jeden Donnerstagabend ab 19.30 Uhr am Fußballplatz Saltaus.“ Foto: Gemeinde St. Martin
Gemeinden
Gemeinde St. Martin
Sportplatz St. Martin mit neuem Rasen Wer sich für Fußball interessiert, weiß: Es hängt nicht nur von den Spieler*innen ab, ob und wie der Ball rollt, sondern auch vom Rasen. Der AFC St. Martin Moos kann sich zu Beginn der neuen Saison über einen neuen Rasen freuen. Der Rasen des Fußballfeldes in St. Mar tin hat bereits einiges erlebt: Im Jahr 2014 verlegt, wurde hier ein Stück Geschichte geschrieben, denn der spä tere Fußballweltmeister Deutschland absolvierte hier sein vorbereitendes Trainingslager für die WM in Brasilien. Seitdem wurde der gepflegte Rasen durch zahlreiche Trainingseinheiten und viele Spiele des AFC St. Martin Moos sehr stark beansprucht und zuletzt durch den großen Umbau der Sport anlagen stark in Mitleidenschaft gezogen. Im Zuge dieser Arbeiten ist unter anderem das Fußballfeld
Gemeinde St. Martin
St. Martin schlägt Wurzeln Baumfest am 10. Oktober 2026 von 13 bis 17 Uhr Vielleicht kann sich der eine oder die andere noch an die Baumpflanz-Chal lenge erinnern, die im vergangenen Jahr in den sozialen Medien die Runde machte. Die Gemeinde St. Martin kün digte damals an, aus diesem Trend mehr zu machen und ein traditionelles Baumfest zu organisieren. Nun findet dieses statt und zwar am 10. Oktober 2026 von 13 bis 17 Uhr mit Treffpunkt am Festplatz von St. Martin. Eine Anmeldung ist erwünscht unter www.stmp.passeier.bz.it/baumfest Passeirer Blatt 189 Sep 2026
um einige Meter verschoben worden, sodass Gefälle und Drainagerohre nicht mehr übereinstimmten und nach star ken Regenfällen immer wieder viel Wasser liegen blieb. Trotz intensiver Pflege wurde bald klar: Der Rasen ist nicht mehr zu retten. Nachdem der Gemeinderat von St. Martin die not wendige Sanierung gutgeheißen und die veranschlagten Kosten von 272.566,12 Euro (inkl. MwSt.) genehmigt hatte, erarbeitete der zuständige Refe rent Vigil Raffl, gemeinsam mit dem Ausschuss des AFC St. Martin Moos, ein Projekt mit einer zufriedenstellenden Lösung, sodass die Arbeiten ausge schrieben werden konnten. In den vergangenen Wochen tauschte das beauftragte Unternehmen Dallapè Verde Impianti Srls aus Arco (TN) den Rasen samt Unterbau professionell aus, sodass der Platz seit Mitte August noch vor dem Start der neuen Fußball
Insgesamt 500 Bäume will die Gemeinde St. Martin beim Baumfest am 10. Oktober mit tatkräftiger Unter stützung der Bevölkerung – Familien mit Kindern, Mitglieder von Vereinen und alle, die mithelfen möchten – im Schnittler Wald pflanzen. „Damit wol len wir ein Zeichen der Nachhaltigkeit in unserer Gemeinde setzen“, sagt Bürgermeister Dominik Alber. Der Forst dienst stellt die 500 Bäumchen zur Ver fügung und begleitet die Aktion mit ihrem Fachwissen, die Feuerwehr St. Martin unterstützt die organisa torische Vorbereitung und Logistik und die Bergrettung hilft bei der Durchfüh rung der Aktion mit. Der Ablauf für das Baumfest steht bereits fest: Interes sierte Helferinnen und Helfer treffen sich um 13 Uhr am Festplatz, wo eine kurze Begrüßung und die organisatori sche Einteilung geplant sind. Ein Shuttle bringt die Teilnehmenden – besonders
Pünktlich zu Saisonbeginn rollt der Ball auf dem Fußballplatz des AFC St. Martin Moos wieder. Foto: Gemeinde St. Martin
saison wieder bespielt werden kann. Die Gemeinde St. Martin wünscht den kleinen und großen Spielerinnen und Spielern des AFC St. Martin Moos viele teambildende Trainingseinheiten, erfolgreiche Spiele und einen lang lebigen, neuen Rasen. Die Verwaltung dankt dem Verein bei dieser Gelegen heit für seinen wertvollen Beitrag zum Dorfleben und zur Jugendarbeit. Maria Pichler
Familien mit Kindern – zum Schnittler Hof unter dem Schnittler Wald, von dort sind es ungefähr fünf bis zehn Minuten bis zur Pflanzfläche. Der Forstdienst zeigt dort, wie die Bäumchen richtig gepflanzt werden und dann wird angepackt. Nach getaner Arbeit gibt es auf der ebenen Fläche oberhalb des Waldes für alle Helferinnen und Helfer Getränke und belegte Brote zur Stärkung. Um Shuttle, Organisation und Ver pflegung verlässlich zu planen, ist eine Anmeldung innerhalb 10. September unter www.stmp.passeier/baumfest erwünscht. Maria Pichler
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Gemeinden
Unlängst ist im Freibad von St. Martin
Gemeinde St. Martin
ein neuer Kiosk eröffnet worden.
Neuer Kiosk für das Freibad Bislang mussten Erwachsene und Kinder das Freibad von St. Martin verlassen, um sich in der Bar des Sportzentrums ein erfrischendes Getränk oder ein Eis zu holen. Mit dem neuen Kiosk sind die Wege nun kürzer. Die Gemeinde St. Martin hat unlängst einen neuen Kiosk im beliebten Freibad eröffnet, damit Erwachsene, aber auch Kinder das Schwimmbadgelände nicht mehr verlassen müssen, um sich ein Eis, einen Kaffee, eine Erfrischung oder einen Imbiss zu holen. Die Idee dazu hatte Pächter Hubert Schwarz, der sich immer wieder um qualitative Verbesse rungen der Sportanlagen bemüht und
Fotos: Gemeinde St. Martin
den neuen Kiosk auch betreiben wird. Der Kiosk ist von den Mitarbeitern des Gemeindebauhofes mit Hilfe einiger einheimischer Handwerker aus einem alten Container gestaltet worden, der früher beim Eislaufplatz gestanden hatte. Damit konnte nicht nur altes Material sprichwörtlich recycelt, son dern auch erhebliche Kosten eingespart werden: „Die Umgestaltung ist gelun gen, der Kiosk passt sehr gut hierher“, zeigte sich der zuständige Vizebürger meister Erich Kofler bei der offiziellen Übergabe überzeugt, dass das Angebot von den Schwimmbadbesucher*innen auch gut genutzt wird. Kofler nutzte auch die Gelegenheit, um sich bei den Bauhofmitarbeitern der Nachbarge
meinde St. Leonhard und den Mitarbei tern des E-Werk Gomion für die gute Zusammenarbeit zu bedanken. Dem ehemaligen Gemeindesekretär Fabian Pfeifer, in dessen Amtszeit die Vorberei tungen und die Genehmigung des Pro jektes gefallen waren, dankte Kofler für sein Bemühen und sein Engagement um diese positive Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank der Gemeinde St. Martin gilt den engagierten Bauhof mitarbeitern, „die sich immer wieder für neue Projekte begeistern lassen und solche Initiativen erst ermögli chen“, unterstrich Vizebürgermeister Erich Kofler. Maria Pichler
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50 Jahre Volksbank-Filiale St. Leonhard Ein halbes Jahrhundert Vertrauen und Innovation
1 Der Tortenanschnitt durch das Filialteam war
Mitte Mai wurde das besondere Jubiläum der Volksbank-Filiale gefeiert. Vor 50 Jahren begann ihre Erfolgsgeschichte in St. Leonhard in Passeier. Seitdem hat sie sich als fester Bestandteil des sozialen und wirtschaftlichen Lebens vor Ort etabliert. Was damals in den bescheidenen Räumlich keiten im Gerberweg 2 begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer zentralen Institution für die Gemeinde. 1987 zog die Filiale in die heutigen modernen Räumlichkeiten in der Passeirer Straße um und ist seither ein wichtiger Treffpunkt für Privatkundinnen und -kunden sowie für Unternehmerinnen und Unternehmer. Das Team der Filiale, bestehend aus Filialleiter Reinhard Wohlfarter, der Beraterin Karin Gufler und den Beratern Martin Sanin und Dominik Lanthaler, setzt sich tagtäglich mit Engagement und Fachkompetenz für die finan ziellen Anliegen der Kundinnen und Kunden ein. Der persönliche Kontakt und die individuelle Beratung stehen dabei stets im Vordergrund – ein Ansatz, der das Vertrauen der Bevölkerung seit Jahrzehnten stärkt. Im Laufe der Jahre hat die Filiale ihr Leistungs spektrum kontinuierlich erweitert. Die Kund schaft profitiert heute nicht nur von klassischen Bankdienstleistungen, sondern auch von Passeirer Blatt 189 Sep 2026
digitalen Services und innovativen Produkten. Ob Finanzierungslösungen, Vorsorgemodelle oder Versicherungskonzepte: Die Beraterinnen und Berater nehmen sich Zeit, gemeinsam mit ihren Kundinnen und Kunden maßgeschnei derte Lösungen zu erarbeiten. Zahlreiche Gäste sind der Einladung gefolgt, um das bedeutende Jubiläum der Filiale gemeinsam zu feiern. Nach den Grußworten der Vertreter der Volksbank und der Bürger meister von St. Leonhard und Moos in Passeier wurde die Filiale feierlich von Pater Markus Mur gesegnet. Filialleiter Reinhard Wohlfarter gab in seiner Rede einen kurzen geschichtlichen Rückblick, der durch einige in der Filiale aus gehängte Fotos untermauert wurde. Ein besonderer Höhepunkt des Festtages war der Anschnitt der Jubiläumstorte durch das Filialteam. Mit Stolz blickt die Volksbank-Filiale St. Leon hard auf die vergangenen fünf Jahrzehnte zurück und bedankt sich bei allen Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnern sowie Mit arbeitenden für ihr Vertrauen und die lang jährige Zusammenarbeit. Die Filiale bleibt ihrem Leitbild treu: Nähe, Verlässlichkeit und Professionalität, verbunden mit stetiger Innovation. So bleibt sie auch in Zukunft ein starker Partner in der Region.
ein besonderer Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 50-Jahr-Jubiläum. 2 Hinten v.l.n.r.: Stephan Theiner, Niederlassungs leiter Bozen/Meran der Volksbank; Alberto Naef, geschäftsführender Ver waltungsrat und General direktor der Volksbank; Hannes Wieser, Vertriebs direktor der Volksbank und Robert Tschöll, Bürgermeister von St. Leonhard in Passeier. Vorne v.l.n.r.: Martin Sanin, stellvertretender Filial leiter; Karin Gufler, Beraterin der Filiale; Reinhard Wohlfarter, Filialleiter; Dominik Lanthaler, Berater der Filiale; Horst Sparer, Filialleiter von Meran/ Kornplatz und Stefan Ilmer, Bürgermeister von Moos in Passeier.
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Gemeinden
Gemeinde St. Leonhard
Neuigkeiten aus St. Leonhard
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Rathaus: Innenausbau schreitet voran Beim Umbau des Rathauses in St. Leon hard ist der Innenausbau weiter fort geschritten. Der Trockenbau ist inzwi schen abgeschlossen, derzeit laufen die Vorbereitungen für den Einbau der Fenster. Auch der bestehende Terrazzoboden wurde ausgebessert und bleibt damit erhalten. Der Holzbau oberhalb der Post sowie das oberste Geschoss des Gebäudes sind inzwischen fertiggestellt. Dort entsteht unter anderem der neue Gemeinderatssaal. Das Bauende ist derzeit für Ende 2026 vorgesehen. Die Gemeindeverwaltung soll Anfang 2027 wieder in das Rathaus zurückkehren. Walten: Zwei Kilometer neuer Gehweg In Walten wurde ein rund zwei Kilo meter langer Gehweg fertiggestellt. Der bisherige Feldweg wurde asphal tiert und verläuft auf rund zwei Kilo metern parallel zur Straße vom Rinner hof bis zum Jägerhof. Der Weg kann künftig sowohl im Sommer als auch im Winter als Gehweg genutzt werden. Der Abschnitt von der Alpenrose bis 10
Innerwalten ist weitgehend barrierefrei ausgebaut, besitzt allerdings eine etwas stärkere Steigung. Mit einem Kinderwagen ist der Weg gut begehbar. Die Gemeinde bedankt sich bei den Bauern und Grundbesitzer*innen für ihre Bereitschaft und die gute Zusam menarbeit, durch die die Umsetzung des Gehweges möglich wurde. Trinkwasserversorgung: Arbeiten am Raiffeisenplatz Am Raiffeisenplatz wird derzeit die Trinkwasserversorgung bis zur Bäckerei Kobler neu verlegt. Die Arbeiten sind Teil der laufenden Erneuerung der Wasserinfrastruktur im Ortsbereich. Mit dem zweiten Baulos an der Einfahrt zur Kohlstatt soll Mitte Oktober begonnen werden.
Gemeindeleitstelle: Zweite Sitzung und praktische Vorbereitung Die Gemeindeleitstelle für St. Leonhard ist zu ihrer zweiten Sitzung zusammen gekommen. Dabei wurde die von Secur plan entwickelte App ausführlich vor gestellt. Im Rahmen eines Kurses erhielten die Beteiligten auch eine praktische Einführung in die Bedienung. Die notwendigen Dokumente sowie die digitale Leitstelle sind inzwischen online abgelegt. Als nächster Schritt stellt sich nun die Frage, wo die Leit stelle künftig im Notfall eingerichtet werden soll. Zur Diskussion stehen die Feuerwehrhalle und der Gemeinde ratssaal. Für die Feuerwehrhalle spricht insbesondere die unmittelbare Nähe zur Feuerwehr und zu weiteren Organisationen des Zivil- und Katastrophenschutzes. Die nächste Sitzung der Gemeindeleitstelle ist für Herbst 2026 vorgesehen.
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Sportarena: Erfolgreicher Sommer und neue Angebote für den Winter Die Sportarena St. Leonhard blickt auf einen erfolgreichen Sommer zurück. Erstmals wird sie in diesem Jahr ohne Pächter und mit einem eigenen Team geführt. Die hohen Temperaturen führten zu einer guten Auslastung des Freibads, gleichzeitig konnte kurzfristig engagiertes Personal gefunden werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit viel Einsatz dabei und sorgen gemeinsam dafür, dass der Betrieb gut läuft. Eine von der Sportarena GmbH angestellte Mitarbeiterin kümmert sich um die Koordination der verschiedenen Mitarbeiter*innen, Vereine und Abläufe und unterstützt den Verwaltungsrat bei den organisatorischen Aufgaben. Das laufende Jahr dient auch als eine Art Probejahr. Über die verschiedenen Angebote und die Nutzung der Sport arena werden Daten und Statistiken gesammelt. Diese sollen im kommen den Jahr als Grundlage für die weitere Planung dienen. Auch die neue Küche wird gut ange nommen. Der Koch wird sowohl von Einheimischen als auch von auswärtigen Gästen geschätzt,
die den Freibadbesuch mit einem Essen verbinden. Ab Oktober 2026 soll schritt weise auch ein Mittagsangebot für Arbeiter*innen aufgebaut werden. Damit sollen der Koch und ein weiterer Mitarbeiter auch über die Wintermo nate beschäftigt werden. Gleichzeitig könnte die Sportarena ihre Auslastung über das gesamte Jahr verbessern.
1 Digitale Echtzeit-Darstellung der Trinkwasserreservoire der Gemeinde St. Leonhard 2 Deep Water Contest in der Sportarena Foto: Roman Reichhalter
3 Neu geteerter Gehweg in Walten Foto: Magdalena Haller
4 Zufahrt Weiregg und Lanerhof, Schweinsteg Foto: Roman Reichhalter
Wassersparen: Trinkwasser bleibt eine wertvolle Ressource Die Quellen der Gemeinde liefern derzeit noch ausreichend Wasser. Trotzdem ruft die Gemeinde dazu auf, sparsam mit Trinkwasser umzugehen. Gerade in einem trockenen Sommer kann ein bewusster Umgang mit der Ressource dazu beitragen, die Versor gung auch bei länger anhaltender Trockenheit abzusichern. Dass das Trinkwasserreservoir bei Pfistrad saniert wurde, erweist sich in der aktuellen Situation als Vorteil. Die Gemeinde verfügt damit über eine wichtige zusätzliche Absicherung der Trinkwasserversorgung. Passeirer Blatt 189 Sep 2026
Schweinsteg: Investitionen in das ländliche Wegenetz In Schweinsteg wurden mehrere Arbeiten am ländlichen Wegenetz durchgeführt. Die Zufahrten zu den Höfen Weiregg und Lanerhöfe wurden asphaltiert, Hänge gesichert und neue Leitplanken angebracht. Teilweise wurden auch die bestehenden Weiß wasserleitungen erneuert. Die Kosten für die Arbeiten werden vom Amt für Bergwirtschaft des Landes und der Gemeinde St. Leonhard übernommen. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für einen weiteren wichtigen Schritt in der Infrastruktur: In Schweinsteg sollen die letzten noch fehlenden Glasfaserverbindungen verlegt werden. Simone Peist
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Gemeinden
Gemeinde Moos
Mooser Notizen: Aktuelles aus Hinterpasseier
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Kleinkindbetreuung: Ergebnisse der Umfrage fließen in die Planung ein Wie groß ist der Bedarf an Kleinkind betreuung in Moos? Eine im Frühsom mer durchgeführte Umfrage hat dazu ein klares Bild über den bestehenden Bedarf ergeben. Insgesamt haben sich 85 Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Allen, die sich die Zeit genommen und sich an der Umfrage beteiligt haben, gilt ein herzlicher Dank. Eine Kleinkindbetreuung ist nun konkret in Planung, auch die Stand ortfrage ist bereits geklärt. Im neuen Zivilschutzzentrum in Moos werden dafür eigene Räumlichkeiten vor gesehen. Die Betreuung soll bewusst im Dorfzentrum angesiedelt werden. Als Trägerorganisation ist eine Ein richtung vorgesehen, mit der bereits eine gute und verlässliche Zusammen arbeit besteht.
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Grundschule Platt: Neue Lerninseln schaffen mehr Flexibilität In der Grundschule in Platt wurde in den vergangenen Wochen intern umgestaltet und umgebaut. Flexible Einrichtungskonzepte und neue Möbel ermöglichen nun ein neues pädagogi sches Konzept mit Lerninseln. Besonders positiv ist die Zusammen arbeit zwischen den Vereinen in Platt und dem Schulsprengel. Um einem räumlichen Engpass bei der Musik kapelle Platt entgegenzuwirken, hat der Schulsprengel einen Raum abge geben. Gleichzeitig profitiert die Schule von den Investitionen und den neu gestalteten Räumlichkeiten. Pfelders: Drittes Baulos weitgehend abgeschlossen Das dritte Baulos der Infrastruktur arbeiten in Pfelders ist bis auf einzelne Asphaltierungsarbeiten abgeschlossen. Diese können erst im kommenden Jahr durchgeführt werden. Damit ist der letzte Abschnitt der umfangreichen Erneuerung der Infrastruktur in Pfelders umgesetzt.
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Ländliches Wegenetz: Asphaltierungsarbeiten abgeschlossen Beim ländlichen Wegenetz konnten alle für 2026 vorgesehenen Asphaltie rungsarbeiten abgeschlossen werden. Damit sind die geplanten Arbeiten für dieses Jahr umgesetzt. Mobilitätszentrum: Inbetriebnahme Ende September Beim neuen Mobilitätszentrum in Moos geht es in die Schlussphase. Bis Mitte September sollen die gröbsten Arbeiten abgeschlossen sein. Anschließend stehen noch die Asphaltierungsarbeiten an. Der neue Busbahnhof soll ab Ende September genutzt werden können. Damit entsteht für Einheimische und Gäste künftig ein klar abgegrenzter Bereich für den öffentlichen Nah verkehr. Die neue Situation soll vor allem das Ein- und Aussteigen sowie das Warten auf die Busse sicherer machen.
Gemeinden
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Felssicherungen vor dem Abschluss: Rückstufung der Gefahrenzone folgt Die Zivilschutzmaßnahmen rund um Moos sollen bis Ende September abgeschlossen werden. Mit den letzten Felssicherungen wird ein wichtiger Teil der Schutzmaßnahmen umgesetzt. Danach kann das Verfahren zur Rück stufung des Gefahrenzonenbereichs eingeleitet werden. Für die Bevölkerung bedeutet das langfristig eine wichtige Veränderung: Die betroffenen Gebäude sollen aus dem Gefahrenzonenbereich genommen werden können. Die Rückstufung selbst ist allerdings ein verwaltungstechni scher Vorgang und nimmt voraus sichtlich rund ein Jahr in Anspruch.
Moos kurz vor Fertigstellung
Photovoltaik im Hinterpasseier: Großes Interesse an Informationsabend Wie sinnvoll ist eine Photovoltaikanlage im Hinterpasseier und unter welchen Voraussetzungen lohnt sich die Investi tion? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Veranstaltung der Genossen schaft EUM am Freitag, den 7. August. Der Informationsabend stieß auf großes Interesse und war sehr gut besucht. Als Referent gab Lukas Demetz (EUT) einen Überblick über die Möglichkeiten und Voraussetzungen von Photovoltaik und ging dabei auch auf die konkrete Situation im Hinterpasseier ein. Die rege Beteiligung zeigte, dass das Thema autarke Energieerzeugung auch für die Bevölkerung von großem Interesse ist.
des Mobilitätszentrums
Simone Peist
Zivilschutzzentrum: Nach dem Aushub beginnt der Hochbau Beim neuen Zivilschutzzentrum in Moos ist der Aushub abgeschlossen. In den kommenden Wochen kann die Baufirma nun mit der Errichtung des eigentlichen Bauwerks beginnen. Damit geht das Projekt nach den vorbereitenden Erdarbeiten in die nächste Bauphase.
1+2 Neue Lerninseln in der Grundschule Platt Fotos: Lisa Höchenberger
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Foto: Hubert Gögele
Digitale Amtstafel 4 Informationsabend zum Thema Photovoltaik Foto: Simone Peist
Passeirer Blatt 189 Sep 2026
Beschlüsse der Gemeinden Alle Beschlüsse, auch nach dem Veröffent lichungszeitraum von 10 Tagen, sind jederzeit auf den digitalen Amtstafeln der Gemeinden unter dem Punkt „Archiv – erneute Veröffentlichung im Sinne des Artikels 1 Absatz 1 Buchstabe g) des Regionalgesetzes Nr. 10/2014 einsehbar.
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Gemeinden
20 Jahre Enerpass: Strom aus der Passer
Autorin Simone Peist
Seit 20 Jahren nutzt das Wasserkraftwerk Enerpass die Kraft der Passer, um im Passeiertal erneuerbare Energie zu erzeugen. Hinter der Anlage stehen die drei Gemeinden St. Martin, St. Leonhard, Moos und die Landesgesellschaft Alperia. Am Anfang verlangte das ambitionierte Projekt viel Mut, Verhandlungsgeschick und Durchhalte vermögen. Besonders der Bau des fast sechs Kilometer langen Druckstollens wurde zu einer technischen Herausforderung. Zum Jubiläum am 21. Mai 2026 wurde nun zurückgeblickt und an jene erinnert, die den Grundstein für das Kraftwerk gelegt haben. Was ist die Enerpass? Die Enerpass ist das große Wasserkraftwerk der mittleren Passer. Genutzt wird das Wasserkraft potenzial zwischen der Wasserfassung bei Moos auf rund 930 Metern Meereshöhe und der Rück gabe des Wassers oberhalb von St. Leonhard auf rund 670 Metern. Dabei war eine wichtige Vorgabe der Gemeinden, die Wasserführung der Passer durch die Ortsbereiche von St. Leonhard und St. Martin nicht zu verändern. Die erste Konzession für das Großkraftwerk wurde am 6. Februar 2006 erteilt. Die Bauarbeiten begannen im September desselben Jahres, am 30. Oktober 2008 wurde das Kraftwerk erstmals ans Netz geschaltet. 14
Am 31. Oktober 2008 ging die Anlage offiziell in Betrieb. Heute zählt Enerpass zu den größten Erzeugern von grünem Strom im Passeiertal. Im Regeljahr liegt das Arbeitsvermögen bei rund 95 Millionen Kilowattstunden, die maximale Leistung beträgt 26 Megawatt. Das Besondere: Die Passer bleibt im natürlichen Lauf Das Kraftwerk steht für eine Form der Wasser kraftnutzung, die im Passeiertal bewusst anders gedacht wurde. Statt die Passer mit großen Staubecken und umfangreichen Eingriffen in die Landschaft zu verbauen, setzte man auf eine unterirdische Lösung. Das Kraftwerk nutzt das Gefälle der Passer: Das Wasser wird bei Moos gefasst und über den Druckstollen zum Kraftwerk geleitet. Dort trei ben zwei baugleiche Maschinensätze mit jeweils einer sechsdüsigen Pelton-Turbine die Generatoren an. Die Bruttofallhöhe beträgt 258 Meter, die maximale Ableitungsmenge liegt bei 12 Kubikmetern pro Sekunde. Die beiden Generatoren verfügen jeweils über eine Nenn leistung von 16.500 kVA. Der erzeugte Strom wird über eine 1,8 Kilometer lange unterirdische Hochspannungsleitung zum Umspannwerk in St. Leonhard geführt und dort ins Verbundnetz eingespeist. Die Gesamtinvestition für das Kraft werk belief sich auf rund 55 Millionen Euro.
Gemeinden
Fotos: Hubert Gögele
Fast sechs Kilometer durch den Berg Besonders beeindruckend wird das Projekt beim Blick auf den Druckstollen. Der Abschnitt zwischen der Unterquerung der Passer und dem Wasserschloss ist rund 5.885 Meter lang. Der Ausbruchsdurchmesser beträgt 3,65 Meter, der fertige Innendurchmesser 3,05 Meter. Der Stollen wurde größtenteils mit einer Doppel schild-Tunnelbohrmaschine aufgefahren und mit vorgefertigten Stahlbetonringen ausgeklei det. Das Gestein bestand unter anderem aus Glimmerschiefer, Paragneis und Amphibolit. Vor allem aber sorgten unerwartet starke Wasserzutritte für Probleme. Lokal wurden Wassermengen von bis zu 400 Litern pro Sekunde gemessen. Die Vortriebsarbeiten mit der Tunnelbohr maschine begannen Anfang März 2007. Am 30. März 2008 erfolgte der historische Durchschlag. Hunderte Bürgerinnen und Bürger wollten dieses Ereignis damals mitverfolgen. Sieben Gründungsmitglieder legten den Grundstein Die Geschichte der Enerpass begann allerdings schon vor dem eigentlichen Kraftwerksbau. Die Initiative für das Projekt reicht bis ins Jahr 2001 zurück. In einer Zeit, in der über die Nutzung der Wasserkraft der Passer intensiv diskutiert wurde, entschieden sich die Passeirer Blatt 189 Sep 2026
Verantwortlichen im Tal dafür, die Ressource selbst zu nutzen. Den Gründungsmitgliedern der Enerpass wurde beim Jubiläum besonders gedankt: Konrad Pfitscher, Roman Schenk, Willi Klotz, Herman Pirpamer, Albert Gufler, Hubert Brunner und Josef Gögele. Sie übernahmen damals nicht nur Verantwortung auf politischer und organisa torischer Ebene. Die sieben Gründungsmitglie der bürgten bis zum 3. Juli 2004 sogar persönlich für die Projektierungskosten. Am 31. Mai 2005 übertrugen sie ihre Anteile kostenlos an die drei Passeirer Gemeinden. Neben den Gründungsmitgliedern haben auch Mitarbeiter*innen die Enerpass über die gesamten 20 Jahre begleitet. Franz Schwienbacher war bereits in der Bauphase als Baustellenkoordinator dabei und ist heute als Anlagenverantwortlicher für die technische Betreuung des Kraftwerks zuständig. Helga Gilg arbeitet seit der Gründung als Verwaltungsassistentin für die Enerpass. Konrad Pfitscher: Visionär und Vermittler Beim Jubiläum wurde besonders an Konrad Pfitscher erinnert. Er war Mitbegründer, lang jähriger Präsident und eine der prägenden Persönlichkeiten der Enerpass. Konrad Pfitscher hatte dabei eine Rolle, die weit über die techni sche Umsetzung hinausging. Er musste zwi schen Gemeinden, Partnern und Behörden vermitteln, Verhandlungen führen und immer wieder für das Projekt werben. Gerade in Phasen, in denen Schwierigkeiten auftraten und der Erfolg keineswegs sicher war, habe er den Mut nicht verloren. Sein plötzlicher Tod bei einem Bergunfall am 7. September 2024 hat eine Lücke hinterlassen. Beim Jubiläum wurde deshalb nicht nur an seine Funktion, sondern vor allem an seinen persönlichen Beitrag zur Entstehung des Kraftwerks erinnert. Wem gehört die Enerpass? Die wirtschaftliche Wertschöpfung aus der Nutzung der Passer sollte den Gemeinden und damit der Bevölkerung des Tales zugutekom men. Das entspricht bis heute dem erklärten Ziel der Enerpass: die Wirtschaftskraft der drei Gemeinden zu stärken und gleichzeitig mög lichst schonend mit Natur und Umwelt umzuge hen. Die drei Gemeinden St. Martin, St. Leonhard und Moos halten jeweils 22 Prozent an der Ener pass. Zusammen gehören damit 66 Prozent des Unternehmens den drei Passeirer Gemeinden. Weitere 34 Prozent hält Alperia Greenpower. → 15
Gemeinden
Strom ist nicht die einzige Leistung Zum Projekt gehörten von Anfang an auch Maßnahmen für Umwelt und Bevölkerung. Dazu zählen unter anderem eine Fischtreppe beziehungsweise Maßnahmen an der Wasser fassung, Biotope, Begrünungen, Lehr- und Informationswege sowie die unterirdische Verlegung der Hochspannungsleitung sowie eine Teilfinanzierung vom Bunker Mooseum in Moos. Auch die Abwärme des Kraftwerks wird genutzt: Sie dient dazu, das Wasser des Freibads in St. Leonhard zu erwärmen. Dadurch können rund 40.000 Kubikmeter Erdgas pro Jahr eingespart werden. Besonders sichtbar ist bis heute der Weg durch die Passerschlucht. Im Rahmen der UmweltAusgleichsmaßnahmen beim Bau des Kraft werks entstand 2008 der Plan, einen Weg von St. Leonhard nach Moos durch die Schlucht zu schaffen. Was anfangs kaum realisierbar schien, wurde durch das Zusammenwirken vieler Beteiligter möglich. Der rund 6,5 Kilometer lange Weg führt durch eine eindrucksvolle Land schaft mit Felsformationen, Wasserbecken und Waldabschnitten; auf der Strecke sind rund 320 Höhenmeter zu bewältigen.
Drei Fragen an Gothard Gufler Präsident des Verwaltungsrates der Enerpass
Weniger Wasser, aber ein höherer Strompreis Wie bei jedem Wasserkraftwerk bleibt auch bei Enerpass das Wasserangebot ein ent scheidender Faktor. Das heurige Jahr zeigt das besonders deutlich: Die Wasserführung war bisher nicht so gut wie in wasserreichen Jahren. Weniger Wasser bedeutet grundsätzlich auch weniger Stromproduktion. Auf der Einnahmenseite wirkt sich derzeit allerdings ein anderer Faktor positiv aus. Der höhere Strompreis kann einen Teil der geringeren Produktionsmenge ausgleichen. Nach der aktuellen Einschätzung können sich die Einnahmen deshalb trotz des bisher schwä cheren Wasserjahres annähernd jenen eines Jahres mit deutlich mehr Wasser annähern. Wie es weitergeht Nun sind 20 Jahre seit der Konzessionsvergabe vergangen. Nach insgesamt 30 Jahren laufen die Konzessionen aus. Bis dahin wollen die drei Gemeinden alles daransetzen, auch künftig aus der Kraft der Passer elektrischen Strom erzeugen zu können.
Wenn du auf 20 Jahre Enerpass zurückblickst: Was ist für dich die wichtigste Leistung dieses Projektes? Für mich ist die wichtigste Leistung, dass die drei Gemeinden St. Martin, St. Leonhard und Moos gemeinsam etwas aufgebaut haben, das dem gan zen Tal zugutekommt. Es war damals keine Selbstverständlichkeit. Die dama ligen Gründungsmitglieder haben sehr viel persönliches Risiko und Verantwor tung auf sich genommen. Heute sehen wir, dass sich dieser Mut gelohnt hat. Der Bau des Kraftwerks war technisch alles andere als einfach. Was ist dir aus dieser Zeit besonders in Erinnerung geblieben? Vor allem die Schwierigkeiten beim Bau des Druckstollens. Wenn man einen fast sechs Kilometer langen Stollen durch den Berg baut und plötzlich sehr große Mengen Wasser eintreten, steht man vor einer enormen Herausforderung.
Umso größer war die Erleichterung beim Durchschlag am 30. März 2008. Dass damals Hunderte Menschen gekommen sind, um diesen Moment mitzuerleben, hat gezeigt, wie groß das Interesse der Bevölkerung am Projekt war. Die Konzessionen laufen nach 30 Jahren aus. Was bedeutet das für die Zukunft der Enerpass? Wir müssen uns frühzeitig Gedanken machen. Die Passer ist eine wertvolle natürliche Ressource, deren Wasser wir gern weiterhin zur Stromerzeugung nutzen möchten. Bis zum Auslaufen der Konzessionen 2036 bleibt deshalb einiges zu tun. Unser Ziel muss sein, gemeinsam mit den drei Gemeinden und den Partnern eine gute Lösung zu finden, damit auch kommende Generationen die Wasserkraft der Passer nutzen können. Simone Peist Foto: Hubert Gögele
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Aus der Geschichte
in ehrendem Gedenken 1801 – 1881
Ein berühmter Marienberger Orientalist
Die verstorbenen Bürgerinnen und Bürger 15.5. – 19.8.2026
Vor 225 Jahren kam P. Pius Zingerle OSB zur Welt Gemeinde Moos 9.6.2026 Amalia Menghin, *4.6.1935 20.7.2026
Eduard Hofer, *6.3.1935
21.7.2026
Florian Hofer, *30.7.1965
21.7.2026
Filomena Wilhelm, *9.12.1937
26.7.2026
Frieda Pöhl, *29.6.1946
Gemeinde St. Martin Der berühmte Orientalist Pius (Peter Jacob) Zingerle OSB war ein Gelehrter ersten Ranges, der zu seiner Zeit in der Fachwelt höchstes Ansehen genoss. Er kam am 17. März 1801 als Sohn einer Kaufmannsfamilie in Meran zur Welt. Nach Abschluss der Studien am Benediktinergymnasium in Meran und nach zwei Jahren Theologiestu dium in Innsbruck, trat er gleichzeitig mit dem aus Lienz stammenden Beda Weber 1820 in das Benediktinerstift Marienberg ein; beide kamen nach der Profess zum Weiterstudium der Theologie nach Innsbruck. P. Pius erhielt 1824 aus der Hand von Fürstbischof Karl Franz von Lodron das Sakrament der Priesterweihe und kam im selben Jahr als Kooperator in die Pfarre Platt in Passeier, in der er sich neben der Seelsorgearbeit bemühte, Zugang zu den Werken der syrischen Kirchenschriftsteller zu finden. 1828 wurde er Professor am Gymnasium in Meran. Auch während dieser Tätigkeit befasste er sich mit frühchristlicher orientalischer Literatur und begann, Übersetzungen aus dem Syrischen zu veröffentlichen. Nachdem er 1837 bis 1838 vorüber gehend als Kooperator in St. Martin Passeirer Blatt 189 Sep 2026
in Passeier war, wurde er 1851 Rektor des Gymnasiums in Meran. Das Jahr 1856 brachte ihm, anlässlich einer Reise nach Köln, das Wiedersehen mit Beda Weber, der inzwischen Dompfarrer in Frankfurt geworden war. Einen Wendepunkt in seinem Leben bedeutete für ihn das Jahr 1862, als ihn Papst Pius IX. als Professor der arabischen Sprache an die päpstliche Universität La Sapienza nach Rom berief. Gleichzeitig als Scriptor an der Vatikanischen Bibliothek, hatte er eine einmalige Gelegenheit, seine orientalischen Studien weiter zu betreiben. Weniger günstig wirkten sich allerdings das Klima und der Trubel der „Ewigen Stadt“ auf seine Gesundheit aus; zudem plagte ihn das Heimweh. So sah er sich 1865 gezwungen, nach Marienberg zurückzukehren, um seine Gesundheit wiederherzustellen. Von dort ging er wieder ans Gymnasium in Meran, wo er weitere Arbeiten seiner orientalischen Studien veröffentlichen konnte. 1871 kam er endgültig wieder ins Kloster Marienberg, in dem er am 10. Jänner 1881 in der von ihm sehr geschätzten Abgeschiedenheit und Stille starb.
24.5.2026
Martin Johann Ennemoser, *26.3.1934
26.5.2026
Anna Angela Pichler, *18.9.1928
22.6.2026
Edeltraud Pixner, *10.11.1965
14.7.2026
Paulina Maria Raffl, *11.6.1951
Gemeinde St. Leonhard 15.5.2026 Georg Sebastian Pfitscher, *21.11.1950 27.5.2026
Johanna Heel, *16.11.1931
28.5.2026
Filomena Gilg, *3.2.1943
27.6.2026
Hubert Frener, *14.1.1964
8.7.2026
Alois Hofer, *22.11.1936
16.7.2026
Josef Haller, *8.9.1939
1.8.2026
Josef Marth, *8.6.1940
6.8.2026
Notburga Rosa Hofer, *24.8.1931
10.8.2026
Frieda Kofler, *27.3.1953
14.8.2026
Josef Anton Tschöll, *9.2.1933
19.8.2026
Notburga Rosa Tschöll, *27.1.1932
Heinz Wieser
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Aus der Geschichte
Passeier vor 125 Jahren Berichte aus Zeitungen vom August bis Oktober 1901
Autor Manfred Schwarz für den Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier
Der Stellwagen nach Meran beim Gasthof Theis in St. Leonhard um 1905. Im August 1901 wurde ein überfüllter Wagen kritisiert. Talarchiv Passeier
14. August 1901 3. August 1901
In Rabenstein … … ging eine Bäuerin vom Grasmähen nachhause. Auf dem Wege dahin schlüpfte sie aus und stieß sich dabei die Spitze der Sense tief in den Hals.
Gewagt Sie ist ja wohl eine allseitig sehr freudig begrüßte Ein richtung, die Stellwagenfahrt nach Passeier. Wenn aber, wie dies am letzten Sonntag auf dem nach Meran ver kehrenden Nachmittagswagen zwischen Saltaus und Riffian der Fall war, auf dem leichten, für 14 Personen berechneten Gefährte 22 Personen und Gepäck unter gebracht werden und durch die theilweise einseitige Belastung nicht nur die wiederholte Gefahr des Umstür zens sehr nahe liegt, sondern auch die des Zusammen bruches des seiner Hilfsstützen beraubten Wagendaches zu befürchten steht, so hört denn doch die Gemüthlichkeit auf. Nicht nur die Passagiere, sondern auch andere Passan ten erklärten dieses Beginnen für gefährlich. Muß erst ein Unglück passieren, ehe da eingeschritten wird? Man benutzt den Wagen doch, um schneller an das Ziel, aber nicht gleich an des Lebens Ende zu kommen.
Tiroler Volksbote vom 8. August 1901, Seite 11.
Meraner Zeitung vom 14. August 1901, Seite 3.
In Finele bei Riffian … … gab es gestern unter den bei den Wasserleitungsarbeiten beschäftigten Italienern eine große Rauferei, wobei nach Nationalsitte mehrere Verletzungen mit Messern vorkamen. Tiroler Volksblatt vom 3. August 1901, Seite 5.
8. August 1901
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Aus der Geschichte
26. September 1901 31. August 1901 Kaninchenessen Riffian (…). Am Sonntag fand hier ein vom Kreuzwirt veranstaltetes Kaninchenessen statt, zu dem sich viele Damen und Herren aus Meran einfanden. Die Zubereitung war eine derart gute, dass alle Teilnehmer außerordentlich befriedigt waren und mancher, der mit gewissem Vorurt heil zur Tafel ging, hatte nachbeendetem Schmause wie alle übrigen den Wunsch, es möge recht bald wieder von Hern Spöttl und seiner wackeren Ehehälfte ein derartiges Essen veranstaltet werden. Hinzuzufügen wäre noch, dass der verzapfte Wein vorzüglich war, und zur Erhöhung der Stimmung das Riffianer Streichquartett und Herr Dolesch sehr viel beitrugen. Der Burggräfler vom 31. August 1901, Seite 3.
14. September 1901 Nachtrag Meran, 11. September. Die k. k. Statthalterei Innsbruck hat auf Antrag der Fleischhauer in Meran die Aufhebung der in der Stadt Meran schon seit vielen Jahrzehnten bestehenden Fleischmärkte, welche bekanntlich von den Passeirer-Bauern mit „Schweinernen“ und „Schöpfenen“ beschickt werden, angeordnet. Gegen diesen Erlass ergreift das Stadtmagistrat Meran den Recurs an die nächste Instanz und ist der Ueberzeugung, dass das Kleingewerbe in Meran durch diese Aufhebung einen bedeutenden Schaden (…) erleidet. (…) Der Stadtmagistrat behauptet ferners, dass laut einer aus den früheren Jahr hunderten stammenden Urkunde den Bauern des Burg grafenamtes das Recht eingeräumt worden sei, ihre eigenen landwirtschaftlichen Producte in der Stadt Meran zoll- und gebührenfrei an bestimmten Tagen zu verkaufen; es soll aber jetzt nachgewiesen worden sein, dass die Passeirer nunmehr importierte Schweine als „Passeirer-Schweine“ beziehungsweise „Passeirerspeck“ verkaufen und verkauft haben sollen, sohin obiges Recht umgangen worden sei. Tiroler Volksblatt vom 14. September 1901, Seite 7.
Für Sammler von Martel-Inschriften Auf einer primitiven Marterltafel unterhalb der Mörr in Passeier steht folgende Inschrift: Er war ein frommer Christ, Der plötzlich hier verschieden ist, Er Anton Jäger von Marling war Im 56ten Lebensjahr; Er ging zum Kaiserfest froh und munter Und stürzte abends um 6 Uhr hier hinunter. Wandrer, der Du dahier vorübergehst Und bei diesem Marterl stehst, Bet auch ein Vaterunser, Denn denk es kann so gehen Dir So wie mir. 1899. Bozner Zeitung vom 26. September 1901, Seite 2.
2. Oktober 1901 Am October-Pilgerzug ins hl. Land, … … der am Freitag von Brixen abgeht, betheiligen sich u. a. (…) Gottfried Pernter, Decan, St. Leonhard, Josef Egger, Rabenstein, Josef Delucca, Abiturient, St. Leonhard, Georg Kofler, Bauer, St. Leonhard, Thomas Heel, St. Leonhard, Johann Pichler, St. Martin, (…) Alois Bacher, Bauer, St. Leonhard (…). Der Burggräfler vom 2. Oktober 1901, Seite 7.
3. Oktober 1901 Platt (Passeier), im September. Heuer geht es in unserer Gegend ziemlich lebhaft her; bei 100 italienische Arbeiter sind mit dem Baue einer Zufahrtsstraße von Sanct Leonhard nach Platt beschäftigt; Bauleiter ist der Landesingenieur Mittenberger, Bau unternehmer ist Constantin Nicolussi aus Luserna. (…) Tiroler Volksbote vom 3. Oktober 1901, Seite 10.
18. Oktober 1901 Ein Sträußchen Vergißmeinnicht … … und reife Walderdbeeren wurden uns dieser Tage aus St. Martin in Passeier überbracht. Meraner Zeitung vom 18. Oktober 1901, Seite 5.
Die Berichte stammen aus dem digitalen Archiv der Südtiroler Landesbibliothek „Dr. Friedrich Teßmann“ (digital.tessmann.it).
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MuseumPasseier
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MuseumPasseier
Judith Schwarz – 25 Jahre Leiterin des MuseumPasseier
Judith Schwarz ist seit nunmehr 25 Jahren die rechte Hand des Obmanns bzw. der Obfrau des MuseumPasseier. Die ersten Vorarbeiten für das Museum hat sie sogar schon am 1.8.2000 dokumentiert. Ausstellungen planen, Events organisieren, Projekte voranbringen, Inhalte recherchieren, Texte verfassen, die Homepage aktualisieren, Personalfragen klären, Dienste einteilen, das sind nur einige der Aufgaben, die für Judith zur täglichen Routine gehören. Wenn am Abend im Büro des Museums noch Licht brennt, so steckt meist sie dahinter, die eine Arbeit fertig stellt, in alten Büchern wühlt, Korrekturen ausführt, am Telefon hängt oder im Internet nach Quellen und Informationen sucht. Sprühend vor guten Ideen, stets pünkt lich, gewissenhaft, zuverlässig und als kompe tente Fachkraft oft unauffällig im Hintergrund, so wird sie von ihren Vorgesetzten beschrieben. Als studierte Volkskundlerin und Kunsthistorike rin – kurzzeitig auch Lehrerin – brachte sie von Anfang an beste Voraussetzungen mit, um sich mit den zentralen Themen des Museums aus einanderzusetzen und diese den Besucherinnen 20
und Besuchern, vor allem den Kindern und Jugendlichen, weiterzugeben. „Die Aussage, dass etwas nicht möglich ist, gibt es bei ihr auch heute nicht, sondern sie ist stets für Neues offen“, ergänzt die derzeitige Obfrau Monika Gögele. Um das Jubiläum ihres 25-jährigen Einsatzes nicht unbeachtet verstreichen zu lassen, trafen sich das derzeitige Museumsteam und einige Wegbegleiter*innen aus den Anfangszeiten (darunter auch Harald Haller) bei einer süßen Überraschung, um Erinnerungen auszutauschen und vor allem ein großes Dankeschön für den Einsatz im Museum zu sagen. Judith lebt für die Grundideen der musealen Ausrichtung und hat wesentlich dazu beigetragen, dass das MuseumPasseier einen vorzüglichen Ruf auf Landesebene und über die Grenzen hinaus genießt. Wir hoffen, dass sie als Leiterin noch viele Jahre mit Leidenschaft den Hofer, die Helden und die Talgeschichte weiterträgt und mit neuen Ideen lebendig erhält. Albin Pixner
1 v.l.n.r.: Gründungsmitglied und Obmann bis 2020 des MuseumPasseier Albin Pixner, Museumsleiterin Judith Schwarz, Vor sitzende Monika Gögele, Gründungsmitglied und langjähriges Vorstands mitglied Harald Haller. 2 Herzlichen Glückwunsch an die „Leiter-in“ Judith Schwarz für ihren 25-jährigen Einsatz.
MuseumPasseier
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Wirtschaft, Wandel, Erinnerung Gib Passeirer Stimmen einen Schnitt!
1 Beim Holzen (Anton Haller, „Hoofner“, und Anton Pamer, „Groober“, 1968 nach einem Windwurf in Ratschings) Foto: Privatbesitz. 2 Beim Kellnern (Notburga Gurschler, „Riëfer“, mit Personal und Chefin vom Hotel Nido, Anfang 1970er) Foto: Privatbesitz.
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Seit 2024 haben sich mehrere Ehrenamtliche mit Passeirer Zeitzeuginnen und Zeitzeugen an einen Tisch gesetzt, haben ihnen zugehört und ihre Lebenserinnerungen aufgenommen. In den offenen Interviews geht es um wirtschaft liche Veränderungen ab 1945 im Passeier, die diese Menschen geprägt, erlebt oder mitverfolgt haben. Die Gespräche eröffnen Einblicke in Arbeitsmöglichkeiten, Migrationserfahrungen, Betriebsgründungen, Krisenzeiten, Alltagsleben und vieles mehr. Auf dieses Rohmaterial wartet nun aber nicht nur das Archiv, sondern noch Arbeit. Das Museum sucht deshalb Unterstüt zung beim Schnitt, bei der Bearbeitung und
der Strukturierung: Lange Pausen und Wieder holungen schneiden, störende Hintergrund geräusche entfernen und die Gespräche und Übergänge so strukturieren, dass der Sinn nicht verfälscht wird und fließende Episoden mit Intro und Abspann entstehen. Wer also Audio-Soft ware-Erfahrung und Begeisterung für Passeirer Geschichte und Dialekt hat, sowie auf Honorar basis mithelfen möchte, den Passeirer Zeitzeu ginnen und Zeitzeugen eine Stimme zu geben, mag sich für weitere Informationen mit seinen Kontaktdaten über info@museum.passeier.it ans Museum wenden. Judith Schwarz
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MuseumHinterPasseier
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50 Jahre Naturpark Texelgruppe
Ein Jubiläumsjahr voller Leben Bartgeier, Steinhühner und Steinwild: Das Jubiläumsjahr des Naturparks Texelgruppe zeigt sich in Moos in Passeier besonders lebendig. Rund um das Bunker Mooseum gab es gleich mehrfach Nachwuchs.
Seit 1976 besteht der Naturpark Texelgruppe, heute mit über 31.000 Hektar der größte der sieben Südtiroler Naturparks. Acht Gemeinden haben Anteil am Schutzgebiet, darunter Moos in Passeier. Der Naturpark schützt wertvolle alpine Lebensräume, seltene Tier- und Pflanzen arten sowie die über Jahrhunderte entstandene Kulturlandschaft. Gleichzeitig ist er ein wichti ger Raum für Forschung, Umweltbildung, Erholung und einen respektvollen Umgang mit der Natur. Gerade angesichts von Klima wandel und zunehmendem Nutzungsdruck sind große zusammenhängende Schutzgebiete von besonderer Bedeutung. Wie lebendig Naturschutz sein kann, zeigt sich im Jubiläumsjahr 2026 besonders eindrucksvoll in Moos. Hoch über dem Dorf schlüpfte ein jun ger Bartgeier. Über Wochen wurde er von seinen Eltern versorgt und vom Bunker Mooseum aus regelmäßig beobachtet. Inzwischen hat der Jungvogel den Horst verlassen und seine ersten Flüge unternommen. Die erfolgreiche Brut ist ein starkes Zeichen dafür, dass die Bergwelt rund um Moos geeigneten Lebensraum für diese beeindruckende Alpenart bietet. Auch im Bunker Mooseum selbst gab es Nach wuchs. In der dortigen Zuchtstation wurden 22
Alpensteinhühner aufgezogen. Vier genetisch reine Tiere konnten im Juli in den Laaser Leiten im Vinschgau ausgewildert werden. Damit ver bindet das Museum Wissensvermittlung mit konkreter Artenschutzarbeit. Komplettiert wird der tierische Nachwuchs durch das Steinwild gehege des Bunker Mooseum. Dort kam ein gesundes Steinwildkitz zur Welt. Passend zum 50-jährigen Bestehen des Naturparks erhielt es den Namen „Texi“ – eine direkte Anlehnung an die Texelgruppe und ein bleibender Hinweis auf das Jubiläumsjahr. Bartgeier am Himmel über Moos, ausgewilderte Steinhühner und das junge Steinwildkitz Texi stehen sinnbildlich für das, worum es beim Naturpark geht: Lebensräume zu erhalten, Arten zu schützen und Menschen für die alpine Natur zu begeistern. Zum Jubiläum zeigt eine Bilderausstellung die Vielfalt des Naturparks Texelgruppe. Die Sonder ausstellung „50 Jahre Naturpark Texelgruppe“ ist noch bis Ende September in Pfelders zu besichtigen. Großformatige Aufnahmen machen sichtbar, was in den vergangenen fünf Jahrzehnten bewahrt wurde – und auch in Zukunft geschützt werden soll. Peter Heel
1 Das Steinwildkitz erhielt passend zum Jubiläum den Namen „Texi“. 2 Auswilderung der Alpen steinhühner in Laas Fotos: Hubert Gögele
MuseumHinterPasseier
Die junge Künstlerin Maria Pfitscher aus Rabenstein und ihre eindrucksvollen Naturzeichnungen Fotos: Hubert Gögele
Bunker Mooseum
„Alles im Blick“ – junge Kunst im Bunker Mooseum
Im Rahmen des Programms „Kunst im Glasturm“ bietet der Museumsverein MuseumHinter Passeier jungen Kunstschaffenden regelmäßig eine Bühne für ihre Arbeiten. Im Juli und August stand dabei die junge Künstlerin Maria Pfitscher aus Rabenstein im Mittelpunkt. Unter dem Titel „Alles im Blick“ zeigte sie eine Auswahl ihrer eindrucksvollen Naturzeichnungen. Maria Pfitscher ist eng mit der Landschaft des Hinterpasseiers verbunden. Bei ihren Wande rungen durch Wälder, Almen und die Bergwelt rund um Moos begegnet sie immer wieder den unterschiedlichsten Wildtieren. Diese Beobach tungen nimmt sie mit nach Hause und hält sie später mit außergewöhnlichem Feingefühl auf Papier fest. So entstehen detailreiche und naturgetreue Zeichnungen, in denen nicht nur die äußeren Merkmale der Tiere, sondern auch Passeirer Blatt 189 Sep 2026
ihr Ausdruck und Charakter sichtbar werden. Ihre Begeisterung für die Natur verbindet sich dabei mit einem bemerkenswerten zeichneri schen Talent. Genau darin liegt auch die beson dere Wirkung ihrer Werke. Die Bilder laden dazu ein, genauer hinzusehen und Tiere wahr zunehmen, die in der freien Natur oft nur für wenige Augenblicke zu beobachten sind. Die Ausstellung wurde am 11. Juli im Bunker Mooseum in Moos eröffnet. Mit „Alles im Blick“ setzte das Museum zugleich einen weiteren Akzent im Jubiläumsjahr „50 Jahre Naturpark Texelgruppe“. Das Bunker Mooseum begleitet dieses besondere Jahr mit einer Reihe von Veranstaltungen, Exkursionen und Vermitt lungsangeboten rund um Natur, Landschaft und Artenschutz. Peter Heel
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Was uns bewegt
Ein außergewöhnlicher Auftritt Sechs Passeirerinnen des Kirchenchors St. Leonhard singen bei der Einweihung des welthöchsten Kirchturms in Barcelona.
Autorin Elisa Pfitscher
Barcelona ist für sein mediterranes Flair, die historischen Viertel und vor allem für den Künstler Antoni Gaudì bekannt. Überall in der Stadt kann man seine Werke bewun dern, die durch spezielle und eigensinnige Art auffallen. Bekannte Bauten sind die Casa Batllò und der Park Güell neben dem wohl bedeutendsten und berühmtesten Werk des katalanischen Architekten, dem Wahrzeichen Barcelonas, der Sagrada Família. Die Basilika, deren Planung und Bau Gaudí sein Leben lang begleitete und die zu seinem Tode am 10. Juni 1926 nicht abgeschlossen war. Im Februar dieses Jahres wurde der Hauptturm fertig gestellt und zu Ehren des Bauherren wurde dieser an seinem 100. Todestag in einer prachtvoll inszenierten Messe eingeweiht. Diese Feier hielt niemand geringeres als Papst Leo XIV. Die spanische Königsfamilie war unter den Besucher*innen und die musikalische Umrahmung war sorgfältig ausgewählt und geplant. Daniel Mestre, Chorleiter, Dirigent und Mann der Liërtnerin Ulrike Haller, nahm auch mit seinem Chor, dem Coral Càrmina teil, unter dem sich auch eine kleine Gruppe des Liërtner Kirchenchors mischte. Wie es zu diesem beson deren Erlebnis kam und mit welcher Wendung niemand rechnete, erzählen die Sängerinnen. 24
Vorgeschichte: Daniel fragte bei seinem Besuch zu Weihnach ten, ob wir, der Kirchenchor, Interesse hätten, bei der besonderen Einweihungsfeier in seinem Chor mitzuwirken. Sechs von uns beschlossen, diese einmalige Chance auf ein solches Erlebnis zu nutzen und nach Barcelona zu reisen.
Links Im Bild die Fassade der Sagrada Família des Künstlers Antoni Gaudí – das Wahrzeichen Barcelonas. Die Planung der Basilika im Stil des „Modernisme“
Tag 1: Aufbruch nach Barcelona Wir sind um halb zwei in der Nacht mit einem Kleinbus nach Bergamo zum Flughafen gefah ren. Am Morgen gegen acht Uhr sind wir in Barcelona angekommen und Daniel brachte uns die originalen Noten, um diese kurz durch zugehen und Textstellen anzuzeichnen. Vor unserer Reise haben wir hier bereits die Texte und die Aussprache geprobt. Daniel hat uns Audios von den Stücken gesendet, so konn ten wir uns bereits vor der Reise vorbereiten, denn neben lateinischen Liedern waren einige Stücke in katalanischer Sprache. Wir waren in einer Ferienunterkunft unter gebracht, zehn Gehminuten von der Basilika entfernt. Dort angekommen, machten wir uns gleich fertig für die Generalprobe: Alle Sängerin nen und Sänger waren schwarz gekleidet und mit derselben Liedermappe ausgestattet. Wir mussten uns einer strengen Kontrolle
begann bereits am Ende des 19. Jahrhunderts.
Was uns bewegt
Mitte Von vorne: Friederike Ladurner, Ulrike Moosmair, Dorothea Fauner, Luise Pamer, Martina Pöhl und Barbara Hofer während der Generalprobe. Rechts Die sechs Chorfrauen aus St. Leonhard mit dem Chorleiter Daniel Mestre vor den Toren der Sagrada Família.
„Wir wurden sehr nett von den Chormitgliedern aufgenommen, da Daniel uns vorangekündigt hat und einige der Mitglieder konnten ein bisschen italienisch, sodass wir uns recht gut verständigen konnten. Es war ein sehr herzliches Miteinander.“
unterziehen, um in die Räumlichkeiten der Basilika zu gelangen. Wir bekamen dafür einen Pass, damit ersichtlich war, dass wir zu den Sängerinnen der Chöre gehörten. Dann wurde uns unser Platz zugewiesen. Auch das war alles bis ins Detail geplant und vorgeschrieben, damit alles so reibungslos abläuft wie nur möglich.
Vom Anfang auf den Emporen bis zum Ende, wo alle Chöre durch das Haupttor ins Freie auf die Treppen gehen, um dort das eigens für diesen Anlass komponierte Lied Torre Jesús zu singen, wurde alles geprobt. Stunden ver gingen und gegen 23 Uhr kehrten wir in unsere Unterkunft zurück und konnten uns nach diesem langen Tag ausruhen.
Die Sagrada Família ist wahnsinnig schön und vor allem rießengroß. Die Emporen, auf denen die Chöre stehen, sind hoch in den Türmen und es gibt so viele Abteilungen, dass man einen Plan braucht, um sich zu orientieren. Passeirer Blatt 189 Sep 2026
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Was uns bewegt
„Insgesamt 600 Sängerinnen und Sänger gestalteten die Einweihung des Christusturms am 100. Todestages des Künstlers Antoni Gaudì mit.“
Tag 2: Zu Fuß durch die Stadt Am Dienstag hatten wir keine Probe und trafen uns mit Ulrike, die seit Jahren mit ihrem Mann Daniel und den gemeinsamen drei Kindern in Barcelona lebt. Sie hat uns ihren Arbeitsplatz, den Palau de la Música Catalana gezeigt, danach spazierten wir zum Strand hinunter und gingen am Meer Mittagessen. Wir schlenderten durch die Stadt und genossen unsere freie Zeit im Herzen Kataloniens. An diesem Tag wurde bereits begonnen, die Straßen um die Basilika zu sperren. Es war eine sehr große Polizei präsenz zu spüren. Tag 3: Der Tag des großen Auftritts Am Mittwoch Nachmittag ging es dann auch schon wieder in die Basilika. Über Stunden wurde geprobt und gegen Abend spürten wir immer mehr, wie die Aufregung stieg. Der feierliche Einzug des Papstes und die wundervollen Melodien und Gesänge der Musizierenden schafften eine wundervolle Stimmung. Die Messe dauerte über eine Stunde, bevor es zum Höhepunkt kam, wo alle Chöre sich auf den Treppen versammeln sollten, um das bereits erwähnte Lied darzubieten. Leider kam es nicht dazu. Wie am Montag geprobt, wurden wir vom Sicherheitspersonal aufgefordert, zügig die Treppen hinunter zu gehen und so wurden wir von den Emporen raus ins Freie geführt. Nach kurzem Gedränge fanden wir uns allerdings hinter der Basilika. Es war nicht der Ort, an dem wir geplant hatten, am Schluss des Festaktes zu stehen. Die spanischen Polizisten drängten uns zusammen und ver sperrten jeglichen Ausweg. Wir hörten einen lauten Knall, von dem uns im Nachhinein gesagt wurde, dass es das Feuerwerk gewesen sei. So warteten wir also eine weitere Stunde, bis die Polizei den Weg frei machte und wir uns von dem Gelände der Basilika entfernen sollten. Auf der anderen Seite der Basilika sind inzwischen die Feierlichkeiten zu Ende gegangen. 26
Die Sagrada Família bei
Was war geschehen? Daniel erklärte uns, dass das Sicherheitspersonal in einigen Liedermappen Abbildungen der kata lanischen Flagge fand und einige Sänger aus den Chören haben während der Messe die Katalani sche Hymne angestimmt. Da dies nicht erlaubt war, unter anderem weil sich viele namhafte Personen in der Basilika befanden, die nicht begeistert von dem Bestreben vieler Katalanen nach Unabhängigkeit sind und diese Debatte generell viele Gemüter erhitzt, wurde der gesamte Chor – bis auf den Knabenchor von Montserrat – rigoros aus der Basilika geführt. Das letzte Lied Torre Jesús, welches alle Chöre zusammen auf den Treppen der Kirche singen sollten, wurde somit nur mehr vom Knabenchor von Montserrat interpretiert, da wir anderen Sängerinnen an einem hinteren Ausgang standen und warteten, bis uns die Polizei gehen ließ. Zum Glück wurde die gesamte Messe gefilmt und wir konnten uns den Abschluss auf Video ansehen.
Nacht. Der Christusturm
Am Tag danach Am Donnerstagmorgen schien die Stadt wieder ganz normal und wir traten unsere Heimreise an. Daniel, der Chorleiter, war natürlich sehr enttäuscht, dass der Auftritt abgebrochen wurde und dieses besondere Finale nicht so wie geplant ablaufen konnte. Wir sind aber nochmal mit dem Schrecken davongekommen und können nun auf einen zwar intensiven aber sehr schönen Ausflug zurückblicken, der uns lange in Erinnerung bleiben wird.
Hintergrund
in der Mitte mit dem imposanten Kreuz an der Spitze wurde im Februar dieses Jahres fertiggestellt. Mit 172,5 Metern Höhe überragt die Basilika in Barcelona nun alle anderen Kirchen der Welt.
Katalonien ist eine Region im Nordosten Spaniens, welche seit langem ihre Unabhängig keit anstrebt. Es gab viele Konflikte mit der Regie rung in Madrid, die immer wieder auf flammen. Auch der weltberühmte Künstler Antoni Gaudì war ein
Danke Barbara Hofer und Martina Pöhl für das Gespräch.
Verfechter der Auto nomie Kataloniens.
Passeirerin in der Welt
Ihr Herz schlägt für die Musik Die Sängerin Ulrike Haller aus St. Leonhard erzählt im Interview von der Liebe zur Musik und ihrem Leben in Barcelona. S E I R E *
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D E R Autorin Elisa Pfitscher
Die Liebe zur Musik hat Ulli in die Wiege gelegt bekommen. Seither ist die Sopranistin ihrer Passion treu geblieben. Neben dem Studium jobbte sie als Klavierlehrerin und sang in namhaften Chören Wiens. Dort ver liebte sie sich und folgte ihrem Zukünftigen in sein Heimatland Katalonien. Wie sich ihr Umzug gestaltete und wie sie auf ihr bisheriges Leben in Barcelona zurückblickt, erzählt die Sängerin im Interview. Wie hat deine Laufbahn als Musikerin begonnen? Meine Geschwister und ich haben alle unsere ersten musikalischen Erfahrungen im Chor gemacht. In der Mittelschulzeit nahm ich in Meran Klavierunterricht. Anschließend habe ich die Oberschule „LBA – Lehrerbildungs anstalt“ in Meran besucht, um vielleicht eine Laufbahn als Lehrerin zu starten. Ich habe mich dann aber nach der Matura dazu ent schlossen, in Wien Musikpädagogik zu studie ren. Neben dem Studium habe ich etwas dazu verdient, indem ich Privatschüler unter richtete oder in Chören gesungen habe.
Passeirer Blatt 189 Sep 2026
In Wien hast du deinen jetzigen Mann kennengelernt. Während meiner Zeit im Wiener Kammerchor habe ich meinen jetzigen Mann Daniel kennen gelernt. Mir gefiel der Gedanke sehr gut, einen Musiker als Partner zu haben, der dieselben Interessen hat und die Liebe zur Musik teilt. Daniel ist nach Wien gezogen, um Dirigieren zu studieren. Er kommt aus Katalonien und besuchte als Kind bereits die bekannte Knaben schule von Montserrat, die vor allem für seinen Chor bekannt ist. Daniels Hauptinstrument war die Geige. Das Dirigieren gefiel ihm so gut, dass er 1997 nach Wien zog, um Dirigieren am Konservatorium zu studieren.
Zur Person Ulrike Haller, Jahrgang 1974, wuchs als zweites von sechs Kindern in St. Leonhard auf. Fast alle Geschwister sangen im Kirchenchor oder spielten im Orchester und ver folgen auch heute noch eine musikalische Lauf bahn. Ulrike ist ausgebil dete Musikpädagogin, Pianistin und Lied- und Oratoriensängerin. Heute wohnt sie mit ihrem Mann und ihren
Wie kam es zum Umzug nach Barcelona? Nach seinem Studium hat er einen Job in Kapstadt in Südafrika angenommen. Er musste dort den Opernchor von Capetown auf Auftritte vorbereiten und dirigieren. Ich war zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig mit meinem Studium und blieb deshalb in Wien. Diese zwei Jahre waren sehr herausfordernd für uns als Paar. Die Flüge waren sehr teuer und so sahen wir uns nur alle paar Monate, obwohl es unser gemeinsamer Wunsch war, zusammenzuleben.
drei Kindern in Barcelona und lebt für und von der Musik.
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Passeirerin in der Welt
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Zunächst überlegten wir, ob ich auch nach Kapstadt ziehen und dort als Gesangs- oder Klavierlehrerin arbeiten solle. Dann aber bekam mein Mann ein Jobangebot als Assistenz dirigent für einige Produktionen an der Oper von Barcelona. Viele Gründe sprachen dafür, denn Daniel kam aus dieser Gegend, für mich war es nicht so weit nach Passeier und ich sah Chancen in der Arbeitswelt. So entschieden wir uns dazu, gemeinsam in die Hauptstadt Kataloniens zu ziehen. Ich hatte in Wien eine Wohnung mit einem Flügel. Und der musste mit nach Barcelona. Ich engagierte einen Lieferdienst, der neben dem aufgestellten Flügel auch meine anderen Möbelstücke und Habseligkeiten, darunter auch einen Tisch, welchen mir mein Vater gemacht hatte, in den Lieferwagen packte. Alles wurde in unsere Wohnung ins Zentrum von Barcelona gebracht. Wir selbst reisten mit dem Flugzeug an und begannen uns einzurichten. Mit meinem Mann an meiner Seite habe ich mich sofort in Barcelona eingelebt. Nicht wie in Wien, wo ich niemanden kannte, außer Schwester Assunta, welche lange in St. Leonhard lebte und während meiner Studienzeit im Ordenshaus des Deutschordens in Wien lebte. Wenn mich das Heimweh packte, besuchte ich sie dort. Ich kannte sie schon lange, da sie meine Kindergärtnerin sowie Grundschullehrerin war. 2
„Mein Umzug mit 19 nach Wien war viel schwieriger für mich als der Umzug mit 30 nach Barcelona. Ganz besonders mag ich dieses mediterrane Flair der Stadt.“ Was hielt dich so lange in Wien? In Wien hielt mich meine Klavierlehrerin und die Freude zur Musik, da es zig Möglichkeiten gab und immer boten sich Veranstaltungen, Ausstellungen und Weiterbildungen an. Auch innerhalb des Studiums wurde sehr viel angeboten: Liederabende von Mitstudierenden waren frei zugänglich und Konzerte und Opern konnte man günstig besuchen. Ich denke, ich habe meine Zeit in Wien voll ausgeschöpft und sehr viele Angebote genutzt. Wie war dein Berufseinstieg in Barcelona? Als wir umzogen, habe ich meinen Lebenslauf an alle interessanten Stellen und Musikschulen 28
geschickt und dabei 60 Kuverts zur Post gebracht. Von zwei Stellen habe ich eine Antwort bekommen, wovon eine zu meinem damaligen Job wurde. Es war eine Privatschule, wo ich Klavierunterricht geben sollte. Ich konnte damals noch kaum die katalanische Sprache. Mit meinen Italienischkenntnissen konnte ich die Sprache aber ein wenig verstehen und so kommunizierten wir während des Unterrichts nur das nötigste. Ich lernte täglich neue Wörter und war sehr motiviert, die Sprache möglichst schnell und gut zu lernen. Dazu besuchte ich einen Sprachkurs und kam nach zwei Jahren auf Maturaniveau. In der Oberschule dachte ich, dass ich sprachlich nicht begabt bin. Ich hatte einen Lehrer, der der Klasse das Gefühl gab, dass wir nichts verstehen würden und auch nichts wert sind. Er war ein „Faschist“ und konnte mit uns deutschsprachigen Schüler*innen nichts anfangen. Solche Erfahrungen können einem leider jegliche Freude am Lernen nehmen.
3 1+2 Gemeinsames Konzert von Ulrike und Daniel im Auditori von Barcelona im Mai 2026 Fotos: Jordi Bardajil
3 Ulrike, die aus einer musikalischen Großfamilie stammt, hier mit ihren drei Kindern Alba, Fèlix und Marcel
Passeirerin in der Welt
„Die katalanische Sprache ist eine andere als die spanische und hat ihre ganz eigenen Ausdrücke. Ich habe mich für diese Sprache entschieden, weil sie die Amtssprache von Barcelona ist und die Muttersprache meines Mannes und seiner Familie.“ Bald nach unserer Hochzeit in Südtirol kam unser erster Sohn Marcel zur Welt. Nach etwa einem Jahr Elternzeit suchte ich mir einen neuen Job und unterrichtete Klavier und Gesang an zwei öffentlichen Musikschulen. Als ich mit meiner Tochter schwanger war, ging dieses Arbeitsverhältnis zu Ende und ich kümmerte mich etwa ein Jahr lang voll um die Kinder. Dann bekam ich eine Anstellung beim Chor der Kathedrale. Jeden Sonntag und alle Feiertage gestalteten wir die Messen und unter der Woche probten wir. Da zu Weihnachten die meisten Proben und Messen anstanden, konnten wir leider erst nach den Feiertagen nach Passeier kommen, um mit meiner Familie zu feiern. Das Klavier war nun nicht mehr an erster Stelle. Mit 36 Jahren begann ich ein Gesangsstudium in Barcelona. Ich studierte bei meiner bisherigen Gesangslehrerin am Konservatorium in Barcelona und konnte mir viele Fächer, welche ich in Wien bereits absolviert hatte, anrechnen lassen. In dieser Zeit kam unser drittes Kind auf die Welt. Nach vier Jahren erhielt ich mein Diplom und bewarb mich am Konzerthaus „Palau de la Música Catalana“ als Gesangslehrerin des Mäd chenchores. In diesem Haus werden viele Chöre ausgebildet und ich unterrichte dort seither den Jugendchor der Mädchen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren. Diese Mädchen bekommen von mir und meinem Kollegen wöchentlich Einzelunterricht und ab und zu gibt es Konzert abende, wo sie als Solistinnen auftreten und ihr Können zeigen können. Vor allem aber steht die Ausbildung für Chorgesang im Vordergrund. Mittlerweile bin ich auch Gesangslehrerin von Sängerinnen des Hauptchores. Zudem trete ich immer wieder als Solistin auf und gebe Konzerte als Lied- und Oratoriensängerin.
„An den Wochenenden ist bei uns sehr viel los. Wenn mein Mann nicht gerade eine Probe oder ein Konzert hat, gehen wir zum Fußballspiel unseres Sohnes oder zum Hockeyturnier der Tochter. Manchmal ist dann noch ein Auftritt unseres großen Sohnes Marcel, der im Konzerthaus Palau beim gemischten Jugendchor singt.“
Passeirer Blatt 189 Sep 2026
Wie sieht der Alltag eurer Kinder aus? In Barcelona ist es üblich, dass die Kinder in der Schule auch zu Mittag essen und am Nach mittag Unterricht oder andere Fächer haben. Unsere Kinder besuchten und besuchen eine künstlerische Schule mit Schwerpunkt Musik. Sie alle lernten so auch ein Instrument in der Schule. Alba spielt zudem Hallenhockey und Felix ist Fußballtormann. Sprichst du mit euren Kindern in deiner Muttersprache? Die Kinder verstehen alle Deutsch und Dialekt, aber am besten kann sie bestimmt unser Ältester sprechen, mit dem ich mich am meisten in meiner Muttersprache unterhalten habe. Je besser ich Katalanisch konnte und je mehr wir in der Gemeinschaft integriert waren, desto häufiger sprach auch ich Katalanisch. Aber wenn wir zu Hause in Passeier zu Besuch sind, passen sie sich an und sprechen Dialekt, wie ihre gleichaltrigen Verwandten aus dem Tal. Du sprichst immer von „Katalonien“. Wie steht die Region zu Spanien? Die Unabhängigkeit Kataloniens liegt den Bürger*innen sehr am Herzen, denn das Katalanische Reich war einst sehr groß und die Traditionen weit verbreitet. Die Unter drückung der Sprache und des Brauchtums bewirken Unzufriedenheit und verstärken die Differenzen zur spanischen Regierung. Nach dem Unabhängigkeitsprozess, dem Referendum vom 1. Oktober 2017 und dem harten Vorgehen Spaniens, die bis heute andauern, herrschen unter den Katalanen Frustration und unter der politischen Parteien Uneinigkeit. Dennoch bleiben der Geist der Freiheit und die Verteidi gung der katalanischen Identität bestehen und werden zweifellos wieder aufleben.
„Als die Kinder klein waren, habe ich Passeier mit seiner Natur und das Dorfleben sehr vermisst. Als Musikerin wusste ich aber immer, dass ich mich nur in der Stadt beruflich entfalten konnte. Heute, nach 22 Jahren in Barcelona, kann ich sagen, dass ich mich hier richtig wohl fühle und mir vor stellen kann, hier alt zu werden.“
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Kultur & Gesellschaft
Lange Nacht der Kirchen am 29.5.2026 von St. Leonhard
30 Jahre Kreuzwegstationen nach Gomion
Auch dieses Jahr nahm die Pfarrei St. Leonhard an der Aktion „Lange Nacht der Kirchen“ teil. Sie wurde dieses Jahr unter das Motto „30 Jahre Kreuzweg stationen nach Gomion“ gestellt. Das Motto deshalb, weil sich die Errichtung der Kreuzwegstationen, welche damals von der Katholischen Männerbewegung initiiert wurde, zum 30. Mal jährte und zu diesem Anlass die Bilder der Statio nen vorbildlich restauriert wurden. Vorbereitet und mitgestaltet wurde die Aktion vom Pfarrgemeinderat, der Katholischen Frauenbewegung, der Katholischen Männerbewegung sowie der Lobpreisgruppe St. Leonhard. Trotz des schönen Wetters und der heißen Temperaturen trafen sich ca. 50 Personen, darunter zur Freude aller auch viele Kinder, am späten Nachmit tag bei der 1. Station, um gemeinsam den Kreuzweg nach Gomion zu gehen. Auch der Prior des Deutschen Ordens, P. Christian Stuefer OT hat sich die Zeit genommen, dabei zu sein und mitzu beten. Jede Station wurde unter ein Thema gestellt und einige Gedanken dazu vorgetragen. Auch die herrliche Natur, durch die dieser Kreuzweg führt, wurde mit allen Sinnen wahrgenom men. Entlang des Weges konnten die Teilnehmenden mit Naturmaterialien Laternen gestalten, welche im Anschluss gesegnet mit nach Hause genommen werden konnten. Bei der 10. Station hatte die Kath. Frauen bewegung auch eine Stärkung vor 30
Fotos: Bernardette Pfeifer
bereitet, die alle sehr genossen. Betend, singend und mit den eigenen Gedanken beschäftigt, war der Weg gar nicht so weit und beim Gomioner Kirchl angelangt, wurde der Abend mit einer kleinen Andacht, einigen Worten zur Kirchengeschichte und dem Segen abgeschlossen. Bevor der Heimweg angetreten wurde, konnten sich alle noch im
Hof der ehemaligen Grundschule von Gomion stärken. Die Organisator*innen bedanken sich bei allen, die dabei waren und mitgeholfen haben, damit die Aktion zu einer schönen gemeinsamen Aktion werden konnte. Vergelt’s Gott. Iris Karnutsch Zipperle
Kultur & Gesellschaft
Skizze
St. Leonhard – Gomion
Vom Kreuzweg zum Besinnungsweg
Skizze des Besinnungsweges
Im Jahr 1996 wurde der Kreuzweg von St. Leonhard nach Gomion feierlich eingeweiht. Die Katholische Männer bewegung hatte es sich damals zum Ziel gesetzt, diesen Kreuzweg zu errichten. In den darauffolgenden Jahren entstanden durch die Männer bewegungen in Moos und St. Martin weitere Kreuzwege. Nach 29 Jahren wurde der Kreuzweg nach Gomion im Jahr 2025 umfassend saniert und erstrahlt heute wieder in neuem Glanz. Nun soll dieser Kreuzweg um einen „Besinnungsweg“ ergänzt werden. Das Ziel besteht darin, einen Ort zu schaffen, der Menschen nicht nur zum Betrachten, sondern vor allem zum Innehalten, Nachdenken und persönlichen Besinnen einlädt. Warum ein Besinnungsweg? Vielleicht fragen sich manche: Wir haben doch bereits einen Kreuzweg – warum braucht es zusätzlich einen Besinnungsweg? Wie der Name bereits sagt, möchte ein Besinnungsweg zur „Besinnung“ anregen. In unserem hektischen Alltag nehmen wir uns oft zu wenig Zeit, um stehen zu bleiben und über unser eigenes Leben nachzudenken. Vieles geschieht nebenbei und manchmal gehen wir an wichtigen Dingen vorüber, ohne sie wirklich wahrzunehmen. Genau hier möchte der Besinnungsweg ansetzen. Er lädt uns ein, den Alltag für einen Moment hinter uns zu lassen, Passeirer Blatt 189 Sep 2026
stehen zu bleiben, Gedanken zuzulas sen und vielleicht auch die eigene Lebensrichtung neu zu betrachten. Da der Besinnungsweg teilweise ent lang des Schluchtenwegs verläuft, möchten wir Wanderer aus nah und fern herzlich dazu einladen, diesen besonderen Weg zu entdecken. Ein Weg, der Mut machen möchte Jeder Mensch hat sein eigenes Schicksal und letztlich auch sein eigenes Kreuz zu tragen. Jesus sagt: „Kommt alle zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt; ich will euch Ruhe schenken.“ Was Jesus uns anbietet, kann uns die Welt nicht geben – und es ist zudem kostenlos. Ein Weg für Jung und Alt Mit diesem Besinnungsweg möchten wir insbesondere auch „junge Men schen und die kommenden Generatio nen“ ansprechen. Mit sorgfältig aus gewählten Texten, Impulsen und Gedanken zu den einzelnen Stationen laden wir die Besucher*innen ein, sich mit ihrem eigenen Leben ausein anderzusetzen. Die Texte stammen von Tomislav Ivančić, Priester und Professor aus Zagreb. Die Unmoral hat alle Schichten der Gesellschaft ergriffen, sodass die Stimme der Ehrbaren kaum noch Gehör findet. Dieser Weg soll uns dabei helfen, einen besseren Weg einzuschlagen. Der erste Schritt zu einer besseren
Welt ist die Erkenntnis, dass Gott lebt und dass man ihm begegnen kann. Der wunderschön angelegte Weg mit seinen einzelnen Stationen soll allen Menschen die Möglichkeit geben, innezuhalten, die eigenen Gedanken zu ordnen und neue Kraft, Vertrauen und Orientierung zu gewinnen. „Dieser Besinnungsweg soll allen Menschen offenstehen – ob gläubig oder nicht gläubig – und jedem auf seinem persönlichen Lebensweg eine Hilfe sein.“ Damit dieser Besinnungsweg ver wirklicht werden kann, sind wir auf die Unterstützung vieler Menschen angewiesen. Wer die Errichtung dieses Weges unterstützen möchte, kann gerne eine Spende auf folgendes Konto überweisen: Raiffeisenkasse Passeier Aktiv Hilfe für Kinder EO Stichwort: Besinnungsweg IBAN: IT37 U 08998 58810 0003 0021 8197 Jede Unterstützung, ganz gleich in welcher Höhe, hilft dabei, diesen besonderen Ort zu verwirklichen, an dem Menschen zur Ruhe kommen, neue Kraft schöpfen und einen neuen Blick auf ihr eigenes Leben gewinnen können. Vergelt’s Gott für jede Unterstützung! Peter Lanthaler
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Kultur & Gesellschaft
Gemeinsam mit den Eltern stehen die zehn Geschwister am 9.10.1966 für ein Familienportrait vor der Kamera …
… und treffen sich sechzig Jahre später beim WiedlerTreffen am 9.5.2026 im Seniorenheim St. Barbara.
Familientreffen
777 Jahre Lebenserfahrung Großes Wiedler-Geschwistertreffen
Ein ganz besonderes Familientreffen fand im Frühjahr im Seniorenheim von St. Leonhard statt: Die zehn Geschwister des Wiedlerhofs kamen dort zusammen, um gemeinsam ein außergewöhnliches Jubiläumsjahr zu feiern. Zusammen bringen es die Geschwister heuer auf beein druckende 777 Lebensjahre. Die älteste Schwester wurde 1941 gebo ren, das jüngste Familienmitglied – das „Nesthäkchen“ der Familie – kam 1956 zur Welt. Zwischen dem Ältesten und dem Jüngsten liegen somit 15 Jahre Altersunterschied. Gleich mehrere Geschwister feierten heuer zudem runde Geburtstage: Einer wurde 70 Jahre alt, ein weiterer Bruder 75, einer 80 und eine Schwester 85 Jahre alt. Anlass genug also, die ganze Familie wieder einmal zusammenzubringen. Organisiert wurde das Treffen von 32
Georg Kofler, dem jüngsten der Geschwister, gemeinsam mit seiner Frau Adriana. Das letzte Wiedersehen in dieser großen Runde liegt bereits acht Jahre zurück. Umso größer war die Freude, dass diesmal alle Geschwis ter teilnehmen konnten. „Ich habe mir einfach gewünscht, dass wir uns wieder einmal alle sehen“, erzählt Georg. Besonders schön sei es gewesen, zu erleben, dass noch alle „gut bei Fuß“ sind. Die ganze Familie ist sehr heimat verbunden: Neun der zehn Geschwister sind in St. Leonhard ansässig, lediglich
ein Bruder hat es in die Schweiz ver schlagen. Dass das Treffen überhaupt mit allen stattfinden konnte, verdankt die Familie dem Seniorenheim in St. Leonhard, in dem mittlerweile zwei der Geschwister leben. Georg bedankt sich deshalb ausdrücklich beim Team des Hauses: „Sie waren unglaublich freundlich und hilfsbereit.“ In gemüt licher Atmosphäre verbrachten die Geschwister dort einen gemeinsamen Nachmittag bei Kaffee, selbst mitge brachtem Kuchen und einem Glas Wein zum Anstoßen. Dabei wurde nicht nur über Aktuelles
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Kultur & Gesellschaft
gesprochen, sondern vor allem auch über die gemeinsame Kindheit und die vielen Erinnerungen, die die Geschwis ter bis heute verbinden. Georg erzählte, wie es war, mit so vielen Geschwistern aufzuwachsen – in einer Zeit, die von den schwierigen Nachkriegsjahren geprägt war. Dennoch habe es der Familie an nichts gefehlt. „Es war immer genug zu essen da und die Großen haben auf die Kleinen aufge passt“, erinnert er sich. Gerade dieser Zusammenhalt habe die Familie über all die Jahre hinweg eng verbunden. Besonders lebendig wurden auch die Erzählungen über den damaligen Schulalltag. Täglich mussten die Kinder rund eine halbe Stunde bis nach Gleiten zur Schule gehen – bei jedem Wetter. Vor allem im Winter sei der Weg durch Schnee und Eis oft gefährlich gewesen. „Ich bin heute noch froh, dass immer alle heil nach Hause gekommen sind“, sagt Georg rückblickend. In Spitzenzeiten wurden damals 56 Kinder von der ersten bis fünften Klasse gemeinsam in einem Raum unterrichtet. Manchmal durfte Georg sogar schon mit fünf Jahren mit in die Schule gehen. „Einer mehr hätte es nicht ausgemacht“, erzählt er schmunzelnd. Für ihn bedeutete das oft: morgens eine halbe Stunde Schulweg, mittags wieder nach Hause und manchmal am Nachmittag noch einmal denselben Weg zurück. Trotz dem habe er die Schule immer gerne besucht. Später führte der Weg zur Mittelschule sogar täglich rund 40 Minuten bis nach St. Leonhard. Gerade deshalb bedeuten Georg solche Familientreffen heute besonders viel. „Wenn wir uns treffen, bleiben wir miteinander in Kontakt. Es ist nicht selbstverständlich, dass das heute noch möglich ist“, sagt er. Nach dem gelunge nen Wiedersehen hofft er deshalb, dass es nicht wieder zehn Jahre bis zum nächsten Treffen dauern wird – und dass noch viele gemeinsame Nach mittage mit Erinnerungen, Geschichten und Zusammenhalt folgen werden. Barbara Hofer
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Bibliothek St. Martin
CD-Präsentation mit Albert Mair alias Knox
Wer kennt ihn nicht: Albert Mair alias Knox aus St. Leonhard, der mit vielen Talenten gesegnet ist. Ob beim Zeich nen oder beim Musizieren, Albert Mair ist mit Leib und Seele dabei und weit über das Passeiertal hinaus bekannt. Er spielte bei sämtlichen Bands mit, die bekannteste war wohl die AcousticCoverband „Mama’s Marmalade“. Albert Mair schreibt und komponiert seit Jahren eigene Lieder. Im Frühling 2026 kam sein zweites Album unter dem Titel „Chance to change“ heraus, welches er am Freitag, den 24.7.2026 in der Öffentlichen Bibliothek St. Martin präsentierte. In gemütlicher Atmosphäre im Rahmen eines „Aperitivo lungo“ konnten wir der Gitarrenmusik und Stimme von Albert Mair lauschen und den Sommerabend genießen. Seine englischsprachigen Songs erzählen von Erfahrungen, die wir alle kennen. Vom Abschied und
Neubeginn, von Träumen und Ent täuschungen und von der Suche nach dem eigenen Weg. Ehrlich und nahbar hat uns der Songwriter am Entstehen seiner Texte teilhaben lassen. Der Abend war nicht nur erfüllt von Musik, sondern auch von Inspiration und der Erinnerung daran, dass jede Veränderung eine Chance sein kann – eine „Chance to Change“. Carmen Kofler
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Kultur & Gesellschaft
St. Leonhard
Kinderchor St. Leonhard
Fotos: Iris Karnutsch, Julia Pichler
Ende Mai wurde das Schuljahr 2025/2026 auch für den Kinderchor St. Leonhard mit einer kleinen Abschlussfeier beendet. Der Pfarr gemeinderat lud dazu die Kinder mit den Eltern in den Widumgarten ein. Bei kleinen Knabbereien und einem süßen Eis wurde die lange Probenund Auftrittszeit während des Schul jahres beendet und allen nochmals von Herzen gedankt. Auch eine Vertretung der Raiffeisen kasse Passeier war anwesend, um dem Kinderchor die Anerkennung auszusprechen und zu danken, gleichzeitig wurde die weitere Unterstützung zugesagt. Über 30 Kinder haben im letzten Schuljahr aktiv im Kinderchor 34
mitgesungen, uns bei vielen Festen und Anlässen begleitet und uns allen so das Herz für das Wort Gottes geöff net. Ein Höhepunkt war unbestritten das Patrozinium zum Hl. Leonhard im November letzten Jahres. Gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Leonhard samt Orchester und dem Männerchor St. Leonhard wurde das Hochamt zu einem unvergleichlichen Fest, das allen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Noch viele andere Messen und Feiern wurden durch den Kinderchor zu etwas Besonderem, nicht Alltäglichem. Ein großer Dank gebührt allen voran den ehrenamtlichen Leiterinnen Dagmar Ungerer und Barbara Gufler. Sie verstehen es mit viel Feingefühl, Herzlichkeit und natürlich der nötigen
Ernsthaftigkeit, so viele Kinder zu begeistern und zum Mitmachen zu bewegen. Auch den Eltern sei hier ein aufrichtiger Dank ausgesprochen. Nur durch ihre Mithilfe und sicher auch die nötige Motivation ist es möglich, dass die Kinder diesem schönen Hobby nachgehen können. Für unsere Pfarrei ist dieser Kinderchor auf jeden Fall ein großer Mehrwert und ein unverzichtbarer Teil, auf den wir sehr stolz sind. Macht weiter so, wir freuen uns schon darauf, wenn ihr wieder zur Ehre Gottes und zur Freude für uns alle singt. Iris Karnutsch Zipperle
Bibliotheken
Bibliothek St. Martin
Allerlei Blumiges
Auch dieses Jahr haben die Herzens freunde in regelmäßigen Abständen die Werkstatt Passeier besucht, um im Zuge des institutionsübergreifenden Projektes zu singen, zu tanzen, zu basteln und zu spielen. Auch Geschich ten wurden erzählt oder in Rollen spielen dargestellt. Bei den Herzensfreunden handelt es sich um 17 Kinder des Kindergartens von St. Martin mit drei pädagogischen Fachkräften. Als Abschluss für dieses tolle, gemeinsame Jahr haben die Kinder und die Klienten der Werkstatt für Menschen mit besonderen Bedürf nissen sowie deren Betreuerinnen lauter Blumen gebastelt, die sie dann in der Öffentlichen Bibliothek St. Martin aufhängen durften.
Die lese.werk.statt. freute sich über diese wunderschöne, bunte Dekoration und lud die Herzensfreunde und die Werkstatt Passeier zu einer Abschluss veranstaltung in die Bibliothek ein. Carmen Kofler erzählte ihr frei erfunde nes Märchen „Vom König im Land der Margeriten“. Im Anschluss halfen alle beim Herbeizaubern von Blumen mit. Dabei war das Staunen sowohl in den leuchtenden Augen der Kleinen
als auch der Großen zu sehen. Als kleines Dankeschön erhielten alle Anwesenden eine kleine Samenbombe. Dies ist eine aus Erde und Ton geformte Kugel mit Pflanzensamen. Die Samen bomben konnten an beliebigen Orten platziert werden. Und wer weiß, viel leicht wuchs an so manchen Orten eine wunderschöne Blume hervor. Carmen Kofler
Bibliothek St. Martin
Atmung & Clarity Breathwork mit Manuel Romen Am Dienstag, den 19.5.2026 kam Manuel Romen, Clarity Breathworker, systemi scher Coach, Counselor Professional in Psychoanalyse und Achtsamkeitstrainer aus Kaltern zu uns in die Öffentliche Bibliothek St. Martin, um einen Vortrag zum Thema „Atmung & Clarity Breath work“ zu halten. Nach einer kurzen Einführung erklärte er verschiedene Atemtechniken und deren Anwendung, die Rolle des Atems im Nervensystem, den Zusammenhang zwischen Atmung und Trauma, was Körperwahrnehmung und Atemarbeit bewirkt und natürlich auch, was es mit „Clarity Breathwork“ auf sich hat. Manuels Herzensanliegen ist es, Passeirer Blatt 189 Sep 2026
Menschen auf ihrem Weg zu sich selbst zu begleiten. Zwei Tage darauf konnten sich Interessierte für einen „Clarity Breathwork“-Workshop anmelden und sich auf eine besondere Atempraxis einlassen. In dieser Clarity Breathwork-Gruppen session wurde der Atem genutzt, um im Körper gespeicherte Stresszyklen zu beenden und belastende Erlebnisse aus der Vergangenheit zu bewältigen. Die achtsame Methode wirkt positiv auf den Körper und das Nervensystem. Ähnlich einem hypnotischen Zustand hilft die aktivierende Atemtechnik, begleitet von spezifisch zusammen gestellter Musik, den Körper in einen
erweiterten Bewusstseinszustand zu bringen und somit auf tiefere Ebenen des Unterbewusstseins zugreifen zu können. Besonders wertvoll war die einfühlsame Betreuung von Manuel. So entstand ein geschützter Raum, in dem sich die Teil nehmenden gut aufgehoben fühlten. Es war ein ganz besonderer Abend, der nachwirkt. Carmen Kofler
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Bibliotheken
Bibliothek St. Martin
Gaming in der Bibliothek Kindersoftwarepreis „Tommi Games Award 2026“
In unserer Bibliothek gibt es mehr als Bücher. Die Bibliothek St. Martin ist ein Ort des Wissens – egal, ob wir nach einem spannenden Roman suchen oder ein fach einen ruhigen Platz zum Lernen brauchen. Hier wird aber auch gespielt und entdeckt. Unsere Bibliotheken sind von Haus aus offene, niederschwellige Treffpunkte: Alle haben kostenlosen Zugang und alle sind willkommen, auch zum Spielen und Gamen. Wir wissen, dass das Thema „Gaming“ manchmal bei Eltern Bedenken auslöst. Aber Fakt ist: ein gut ausgewähltes Spiel kann genauso wertvoll sein wie ein gutes Buch. Beim Spielen wird nicht nur unterhalten; es werden wichtige Denkfähigkeiten trainiert – vom Problemlösen bis zum Teamwork. Ob man nun in die epischen Welten von Minecraft eintaucht oder eine Geschichte erlebt, die an große Bücher reihen erinnert (wie Harry Potter), der gemeinsame Nenner ist derselbe: es geht um das Entdecken, Vorstellen und Mitmachen. Das Spielen macht Spaß – aber es kann auch sehr lehrreich sein. Deshalb haben wir eine tolle GamingEcke eingerichtet: Hier gibt es schon seit Jahren einen großen Bildschirm,
Konsolen und Spiele zum Ausprobieren, in einem geschützten Rahmen – perfekt zum gemeinsamen Spielen mit Freund*innen, der Familie oder einfach mal alleine zu entspannen. Die große Neuigkeit: Wir sind dabei Wir freuen uns riesig, euch mitteilen zu können: Unsere Bibliothek nimmt als erste Niederlassung in Südtirol/ Italien am renommierten Kinder softwarepreis „Tommi Games Award“ teil. Das ist eine einmalige Gelegenheit für unser Dorf und unsere Kinder und Jugendlichen. Das Beste daran: die „Spieler“ sind nicht nur Zuschauer*in nen. Der Tommi Games Award bietet den Kindern und Jugendlichen die Mög lichkeit, aktiv in die Jury einzusteigen. Dieser Preis zeichnet seit 25 Jahren die besten digitalen Spiele für Kinder und Jugendliche im gesamten deutsch sprachigen Raum aus – das ist quasi der wichtigste Qualitäts-Stempel für digitale Kinder- und Jugend-Games in Europa. Der Award zielt darauf ab, junge Menschen zu befähigen, Medien kritisch zu hinterfragen. Das bedeutet: Es geht nicht darum, „nur“ die Spiele
zu spielen, sondern zu verstehen, WARUM die Spiele gespielt werden und WIE gut sie gemacht sind. Unsere jungen Teilnehmer*innen können lernen, wie man als Kritiker denkt, Medien analysiert, Argumente sammelt und Inhalte abwägt – Medienkompetenzen, die im Alltag unbezahlbar sind. Wir laden alle Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen acht und 16 Jahren sowie Schulklassen herzlich ein, Teil dieser spannenden Jury zu werden. Alle können selbst Spiele testen, ihre eigenen Meinungen entwickeln und bei der Entscheidung mitwirken, welche digitalen Produkte am besten für junge Köpfe sind. Die Spieltestphase findet zwischen September und November 2026 statt. Das ist die Chance, zu zeigen: Unsere Jugend weiß nicht nur, wie man Spiele spielt – sie weiß auch, wie man ein Spiel beurteilt. Alle weiteren Infos dazu erhält man direkt in der lese.werk.statt. oder auf www.tommi.kids/ kindersoftwarepreis/ Wir freuen uns darauf, euch bei diesem spannenden Event dabei zu haben. Hannes Waldner/Carmen Kofler
jobs@terzer.it +39 0471 812401
Baustoffe R.Terzer sucht ab sofort in Sinich einen
Mitarbeiter Front Office (m/w/d) Deine Aufgaben: Kundenmanagement, Zusammenarbeit mit Verkauf und Einkauf, Auftragsabwicklung, Dokumentenerstellung. Wir freuen uns über deine Bewerbung. Gehalt: laut Kollektivvertrag
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Bibliotheken
gratulation Tag der Bibliotheken
Lyrischer Liederabend mit Pepi Platter Am 24. Oktober 2026 findet der Tag der Bibliotheken statt. Dieses Jahr haben wir einen ganz besonderen Gast bei uns: Pepi Platter
Der aus St. Leonhard stammende Liedermacher Pepi Platter lebt seit vielen Jahren in Meran und stellt seine neue Liedersammlung „Af der åndern Seite“ vor. Er ist vielen von uns sicherlich noch in guter Erinnerung: von 1980 bis 1993 war er Teil der Passeirer Band „Quo Vadis“, in verschiedenen Formationen, zuletzt zusammen mit Peter Santoni, mit dem er von Beginn an zusammenarbeitete und mit Stefan Oberprantacher. Nach der Auflösung der Band schrieb er weiter eine Vielzahl an Liedern und trat verschiedentlich alleine auf, bevor er sich für viele Jahre von dieser Art der Musikszene zurückzog. Die Musik und das Schreiben von Liedern und Texten haben ihn jedoch weiterhin begleitet. Ab den 2000er Jah ren beschäftigte er sich mit Chorgesang und war Mitglied beim Chor „Die Sing flut“, später beim Ensemble „OcTav“ und war immer wieder als Gastsänger beim Meraner Stadtpfarrchor dabei. In den letzten Jahren hat er wieder neue Lieder geschrieben, die Texte sind,
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wie bereits früher, im Dialekt. Daraus ist dann in diesem Jahr ein Album ent standen, die Lieder ganz einfach gehal ten, nur mit Gitarre und Gesang vorge tragen. Es trägt den Titel „Af der åndern Seite“ und beinhaltet neben neuen Liedern auch zwei ältere Lieder, die bereits mit Quo Vadis gespielt wurden. Wir laden alle Interessierten herzlich ein, mit uns den Tag der Bibliotheken zu feiern und mit uns diesen litera risch-musikalischen Abend bei einem guten „Glasl“ Wein zu verbringen, an dem Pepi Platter neben der Vor stellung seines Albums auch einige seiner Prosatexte und Gedichte mit einflechten wird. Die CD „Af der åndern Seite“ enthält 9 Stücke, davon auch ein Instrumental stück und ist in der Buchhandlung „Alte Mühle“ in Meran physisch oder auch online, digital auf verschiedenen Platt formen oder am 24.10.2026 mit Beginn um 19.30 Uhr in der Öffentlichen Bibliothek St. Martin erhältlich.
Rosa und Alois Josef Pichler aus St. Leonhard
Glückwünsche zum 60. Hochzeitstag Wir danken Gott für das große Glück, das ihr miteinander teilt und bitten ihn, dass er euch auch in Zukunft mit seinem Segen umgibt, eure Schritte lenkt und eure Herzen wärmt. Das wünschen euch eure Kinder, Schwiegerkinder, Enkel mit Partner und Urenkel
Carmen Kofler
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Bibliotheken
Hochunser frauentag Der 15. August isch a bsundrer Tog, Hochunserfrauentog hoeßt der ba ins, des isch a Marienfeiertog.
Fotos: Maria Gufler
Bibliothek St. Leonhard
Murmelchen – Eine Lesung der besonderen Art
„Hoch am Berg und auf den Almen, – Zwischen Steinen, Moosen , Halmen – Lebte einst, umzäunt von Beeren, – Eine Schar von Murmeltieren.“
Do gibs an Brauch, an schian, mit Eifer Kraiter und Buschn zomtian! De wern gibundn zin an Strauß, do duftets nor tol in, tol aus. In Strauß drinn solln sein 7 verschiedene Kraiter, de nor helfn an jedn Heiter. In dr Kirche vin Pforrer giweicht kriagn sie a Kroft de fürs gonze Johr reicht. Sie sein a in Summer bei heftige Unwetter von Gott a gesegneter Retter. Deswegen soll a selle Strauß a Platzl hobm in an jedn Haus! Dorothea Pixner, S.B.O. St. Leonhard
So lauten die ersten Zeilen aus dem Bilderbuch von Christoph H. T. Ach müller, das er am 5. August in der Bibliothek den Kindern des Sommer kindergartens und weiteren Besu cher*innen vorgestellt hat. Die Kinder lauschten fasziniert den in Versform vorgetragenen Geschichten von den herzergreifenden und mitreißenden Abenteuern des kleinen Murmeltiers. Sie durften sogar selbst Teil der Geschichte werden, indem der Autor sie ermunterte, der starke, furcht einflößende Adler, das mutig kämp fende Murmeltier oder die Schar der Formenten zu sein, die sich nach dem Murmeltierpfiff hastig unter den Stühlen verkroch. Für Begeisterung sorgten auch eine Murmeltier-Pfeife, ein Stoff-Murmeltier, sowie ein 38
„echtes“ ausgestopftes Murmeltier, dessen Fell die Kinder zum Schluss ganz behutsam streicheln durften. Zusätzlich aufgelockert wurde die Atmosphäre durch ein gemeinsam gesungenes Lied und Achmüllers Jodlereinlagen. Auch der Autor selbst hat die Lesung sichtlich genossen, zumal er einen ganz besonderen Bezug zum Passeier tal hat. Als Kind verbrachte er regel mäßig mit seiner Familie die Sommer frische im Hinterpasseier. Heute lebt der gebürtige Bozner mit seiner Frau und den beiden Kindern auf der Schwäbischen Alb in Deutschland. Maria Gufler
Natur & Umwelt Anschaulich erklärte Landesgeologe Volkmar Mair die verzwickte Geologie der Bergwelt um Pfelders. Foto: Arnold Rinner 50 Jahre Naturpark Texelgruppe
Geologie hautnah Bei herrlichem Sommerwetter fanden sich am 5. Juli 2026 mehr als 30 Perso nen zwischen sieben und 70 Jahren mit Interesse an Gesteinen, Mineralen und Natur in Pfelders ein, um an der geolo gischen Wanderung mit dem Landes geologen Volkmar Mair teilzunehmen. Organisiert wurde die Exkursion vom Amt für Naturparke anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Naturpark Texelgruppe. Als Organisatorin der Wanderung zeichnet Annamaria Gapp, die Leiterin des Naturparkhauses in Naturns, verantwortlich. In ihrer Einführungsrede stellte Frau Gapp kurz den Referenten Volkmar Mair, den „obersten“ Geologen im Land, vor. „Der Fachmann“, so Frau Gapp, „beschäftigt sich schon ein Leben lang mit der Gesteinswelt in Südtirol und im Alpenraum. Er gehört zu den wenigen Personen, die wirklich ganz genau hinschauen, wenn Gesteine uns ihre Geheimnisse offenbaren.“ An der Bergstation des Grünbodenliftes gab Volkmar Mair eine kurze Einfüh rung in die verzwickte Geologie der umliegenden Gesteinseinheiten: der Texeleinheit und dem Schnee bergerzug. Hier treten nämlich mehr als 550 Mio. Jahre alte Gesteine zu Tage, die zwei Gebirgsbildungsphasen hinter
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sich haben. Auf anschauliche Weise und gepaart mit einer Prise Humor erläuterte er die Dynamik und die Hintergründe bewegter Epochen. Bei der anschließenden Wanderung, die vorbei an der Faltschnalalm und weiter zum Lazinshof und zur Lazinsalm führte, machte der Gesteinsexperte immer wieder Zwischenstopps und erklärte die geheimnisvolle Entstehungsgeschichte der umliegenden Landschaft. Anschau lich erläuterte er die im Gebiet vorkom menden Gesteinsarten wie Paragneis, Glimmerschiefer, Amphibolit und Marmor und gab nützliche Tipps zum Bestimmen derselben. Immer wieder bot er den Teilnehmerinnen und Teil nehmern Hilfen an, sich zwischen Gesteinsformationen, Mineralien, geologischen Zeiträumen, geografi schen Details wie die Entstehung der Geländeformen im Hinteren
Pfelderer Tal und dem Hin und Her der europäischen und afrikanischen Plattenbewegung, zurecht zu finden. Nach einer ausgiebigen Mittagsrast bei der Lazinser Alm ging es dann die Forststraße talauswärts nach Pfelders. Und spannend blieb es bis zum Schluss, denn Volkmar Mair las in der Landschaft wie in einem Lesebuch. Er erklärte die Entstehung großer und kleiner Falten im Gestein, zeigte Moränen, Bergstürze, durch langsame Hangrutschungen schief wachsende Bäume, Kare, Geröllhalden und vieles mehr. In Pfelders angekommen bedankte sich Frau Gapp unter dem Applaus der Teil nehmenden bei Volkmar Mair für die abwechslungsreiche Wanderung und die vielen spannenden geologischen Einblicke in die Bilderbuchlandschaft des Naturpark Texelgruppe. Arnold Rinner
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Natur & Umwelt
Foto MONZEC-App: Simone Peist, Foto Zecke: pexels.com
Mithilfe der Bevölkerung
Zeckenmonitoring: Jeder Fund zählt Zecken sind längst nicht mehr nur ein Thema für warme Tallagen. In Südtirol werden die kleinen Parasiten inzwischen auch in Höhen von bis zu 1.800 Metern gefunden. Wer wandert, joggt, mit dem Hund unterwegs ist, im Wald arbeitet oder einfach gern draußen ist, kann deshalb helfen, genauer herauszufinden, wo Zecken vorkommen und wie aktiv sie sind. Mit der kostenlosen App MONZEC wird aus einem zufälligen Zeckenfund eine hilfreiche Meldung für das Zeckenmonitoring.
Ein Spaziergang mit dem Hund, eine Wanderung durch den Wald, eine Runde auf dem Mountainbike oder ein Nachmittag auf der Alm: Wer regelmäßig draußen unterwegs ist, kennt es. Beim Absuchen der Kleidung oder des Hundes entdeckt man eine Zecke. Sie ist winzig, oft nur wenige Millimeter groß. Saugt sie bereits, kann sie Krankheiten übertragen. Doch noch wissen wir erstaunlich wenig darüber, wo Zecken in Südtirol tatsächlich vorkommen, wie stark sie in bestimmten Gebieten aktiv sind und wie sich ihre Verbreitung mit der Höhenlage verändert. Zecken kommen höher hinauf Lange galten Zecken vor allem als Bewohner von Wiesen, Waldrändern und niedrigeren Lagen. Dieses Bild ist inzwischen überholt. In Südtirol werden sie mittlerweile bis in Höhen von rund 40
1.800 Metern nachgewiesen. Auch die Aktivitätszeiten scheinen sich zu verän dern: Meldungen zeigen, dass Zecken teilweise auch außerhalb der klassi schen warmen Monate aktiv sind. Das bedeutet nicht, dass jeder Auf enthalt in den Bergen automatisch gefährlich ist. Zecken sind weder grundsätzlich aggressiver geworden, noch ist jeder Stich ein Grund zur Sorge. Entscheidend ist vielmehr die Aufmerk samkeit: Wer weiß, dass Zecken auch in höheren Lagen vorkommen können, kann sich entsprechend schützen und den eigenen Körper nach einem Auf enthalt in der Natur kontrollieren. Für Südtirol ist das besonders relevant. Das Land lebt von seiner Natur, und die Menschen nutzen sie intensiv: zum Wandern und Bergsteigen, bei der Arbeit in Wald und Landwirtschaft, bei der Jagd, beim Sport oder beim täglichen Spaziergang mit dem Hund.
Zwei Krankheiten stehen im Mittelpunkt Zecken können verschiedene Krank heitserreger übertragen. Für den Menschen sind in unserer Region insbesondere zwei Erkrankungen von Bedeutung: Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningo enzephalitis, kurz FSME. Die Lyme-Borreliose wird durch Bakte rien verursacht. Typischerweise kann, muss allerdings nicht, einige Zeit nach einem Zeckenstich eine sich ausbrei tende, häufig ringförmige Rötung rund um die Einstichstelle auftreten. Die Erkrankung lässt sich mit Anti biotika behandeln. Eine Impfung gegen Borreliose gibt es derzeit nicht. FSME dagegen wird durch Viren verur sacht und kann das Gehirn beziehungs weise die Hirnhäute und das Rücken mark betreffen. Die Erkrankung kann schwer verlaufen. Gegen FSME steht eine Impfung zur Verfügung. Gerade für Menschen, die sich häufig in der Natur aufhalten, ist es sinnvoll, sich über den eigenen Impfschutz zu informieren. Wichtig ist deshalb eine einfache Grundregel: Nach einem Aufenthalt in der Natur den Körper und bei Tier besitzer*innen auch den Vierbeiner auf Zecken kontrollieren. Besonders gerne sitzen die Parasiten beispielsweise in Kniekehlen, Achselhöhlen, im Nacken, am Haaransatz oder hinter den Ohren. Doch Vorsorge beginnt nicht erst beim eigenen Körper. Sie beginnt auch mit der Frage: Wo gibt es Zecken eigentlich? →
Natur & Umwelt
Wer draußen ist, kann mitmachen Ein einzelner Zeckenfund sagt zunächst wenig aus. Viele Meldungen aus unter schiedlichen Orten, Höhenlagen und Lebensräumen ergeben dagegen ein genaueres Bild. Das von der EU über Interreg geförderte Projekt MONZEC wurde gemeinsam mit Partnern aus Südtirol, Tirol und Belluno aufgebaut. Seit Anfang 2026 wird das Monitoring auf ganz Südtirol und Nord tirol ausgeweitet. Die Daten werden langfristig gesammelt, um Entwicklun gen zu erkennen und Verbreitungs gebiete besser einzuschätzen. Dabei sind gerade die alltäglichen Beobachtungen hilfreich: eine Zecke am Hund, eine am eigenen Bein oder mehrere Zecken nach einer Wanderung. Auch wenn bei einer Kontrolle keine Zecke gefunden wird, kann diese Beobachtung für das Monitoring interessant sein.
MONZEC: Melden mit wenigen Klicks Die Teilnahme ist bewusst unkompli ziert. Die MONZEC-App ist kostenlos und für die Teilnahme am Zecken monitoring gedacht. Nach der Registrierung kann ein Fund direkt in der App eingetragen werden. Zunächst wird angegeben, bei wem oder an welchem Tier die Zecke gefun den wurde. Danach wird die Anzahl der Zecken eingetragen. Der Standort wird über das Smartphone erfasst. Falls der Fund erst später gemeldet wird, kann die Position auch nachträglich auf der Karte ausgewählt werden. Anschlie ßend wird die Meldung abgeschickt. Die App führt Schritt für Schritt durch die notwendigen Angaben. Die Zecke braucht von den Nutzerinnen und Nutzern nicht selbst bestimmt werden. Die Meldungen werden in einer gemeinsamen Datenbank gesammelt;
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über eine Karte können die Teilneh merinnen und Teilnehmer sehen, wo bereits Funde gemeldet wurden. Wer draußen ist, kann mitmachen Für alle, die gerne draußen unterwegs sind, lässt sich das Monitoring einfach in den Alltag integrieren. Nach der Wanderung, beim Kontrollieren des Hundes oder nach einem Arbeitstag im Wald gehört der Blick nach Zecken ohnehin dazu. Wird dabei eine gefun den, kann der Fund direkt über MONZEC gemeldet werden. Die App ist kostenlos und in den App-Stores für Android und iOS verfügbar. Mitmachen können alle, die draußen unterwegs sind. Simone Peist
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Natur & Umwelt
Fotos: Simone Peist
Workshop
Neophyten auf der Spur Ein Workshop in Gomion zeigte, welche gebietsfremden Pflanzen sich im Passeiertal ausbreiten, warum manche von ihnen problematisch sind und was man dagegen tun kann.
Sie wachsen am Wegesrand, auf Böschungen und an Stellen, an denen die Natur nicht immer so unberührt ist, wie sie auf den ersten Blick wirkt: soge nannte Neophyten. Damit sind Pflanzen gemeint, die ursprünglich nicht bei uns heimisch waren und sich hier ausbrei ten. Problematisch wird es vor allem bei jenen Arten, die sich stark vermeh ren, heimische Pflanzen verdrängen oder gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Welche Arten im Passeiertal vorkommen, woran man sie erkennt und wann sie für die heimische Pflan zenwelt zum Problem werden können, darum ging es am 28. Mai 2026 bei einem Workshop des Tourismusvereins Passeiertal. Die Einführung fand direkt draußen in Gomion, nahe der Passer, statt. Von dort ging es gemeinsam ein Stück in die Passerschlucht. Teilgenommen haben Mitarbeiter der Gemeinden und Wegearbeiter – also jene, die täglich draußen unterwegs sind und Verände rungen entlang der Wege früh wahr nehmen können. Referentin war Dr. Julia Tonner vom Amt für Forst planung des Landes Südtirol. 42
Als Leiter der Forststation St. Leonhard war auch Florian Lanthaler zu Beginn dabei. Damit waren von Anfang an diejenigen eingebunden, die beim Erkennen und Eindämmen von Neo phyten eine wichtige Rolle spielen: der Forstdienst, die Gemeinden und jene Mitarbeiter, die täglich im Gelände unterwegs sind. Vor Ort wurden Pflanzen wie Drüsiges Springkraut, Kanadische Goldrute, Schmalblättriges Greiskraut, RiesenBärenklau, Japanischer Stauden knöterich, Lupinen und Götterbaum besprochen und genauer unter die Lupe genommen. Die Teilnehmer lernten dabei, die verschiedenen Arten sicher zu erkennen und einzuschätzen, wo besondere Vorsicht geboten ist. Das Drüsige Springkraut etwa kann pro Pflanze mehrere tausend Samen bilden. Die reifen Samenkapseln schleudern sie weit in die Umgebung. Auch die Kanadische Goldrute kann große Mengen an Samen bilden: Bis zu rund 19.000 Samen kann eine Pflanze hervor bringen. Bei anderen Arten sind es vor allem unterirdische Ausläufer oder Rhizome, die ihnen helfen, größere
Flächen zu erobern. So kann etwa der Japanische Staudenknöterich dichte Bestände bilden und heimische Pflanzen verdrängen. Bei manchen Neophyten kommt noch ein anderes Problem hinzu. Greiskraut ist giftig – und zwar nicht nur für Men schen. Seine Giftstoffe bleiben auch im getrockneten Pflanzenmaterial erhal ten und können über das Heu ins Futter gelangen. Für landwirtschaftliche Betriebe ist es deshalb wichtig, die Pflanze frühzeitig zu erkennen und aus den Futterflächen fernzuhalten. Aber auch für Honigbienen kann das enthaltene Gift zum Problem werden. Der Riesen-Bärenklau wiederum kann bei Kontakt mit seinem Pflanzensaft und anschließender Sonneneinstrah lung sehr schwere Hautreaktionen verursachen. Welche Maßnahme sinnvoll ist, hängt von der jeweiligen Pflanzenart ab. Beim Drüsigen Springkraut zählt vor allem der richtige Zeitpunkt: Wer die Pflanzen rechtzeitig vor der Blüte ausreißt, verhindert, dass sie neue Samen bilden. Auch Pflanzenreste sollten sorgfältig eingesammelt →
Natur & Umwelt
Infos: Was kann ich selbst tun? Invasive Pflanzenarten lassen sich leichter verhindern als später wieder zurückdrängen. Auch im eigenen Garten kann man dazu beitragen, dass sich problematische Arten nicht weiter ausbreiten.
Informationen von der Forststation
Beim Pflanzen genau hinschauen: Nicht jede exotische Zierpflanze ist unproblematisch. Wer neue Pflanzen für den Garten kauft, sollte sich deshalb vorher informieren, ob eine Art als invasiv gilt.
Seit Februar sind die Anträge für die folgenden Beiträge online über myCIVIS einzureichen: > Schadholzbringung > Borkenkäferbekämpfung (Fangbäume, Ablängen, Entrinden) > Durchforstungen > Schutzwaldpflege
Den eigenen Garten überprüfen: Haben sich dort bereits problematische Pflanzen angesiedelt, sollten sie fachgerecht entfernt werden. Gartenabfälle gehören nicht in die Natur: Ausgerissene Pflanzen und Schnittgut bitte immer richtig entsorgen und nicht am Waldrand, an Böschungen oder in der freien Natur abladen.
werden, damit sie nicht an anderer Stelle wieder austreiben oder Samen verbreiten. Bei größeren Beständen können gemeinsame Ausreiß aktionen sinnvoll sein. Für die Teilnehmer ging es vor allem darum, die Pflanzen künftig sicherer zu erkennen und ihre Bedeutung besser einschätzen zu können. Gerade wer regelmäßig im Gelände unterwegs ist, kann dadurch Verän derungen früh wahrnehmen und die zuständigen Stellen darauf aufmerksam machen. Der Workshop verband Fachwissen mit praktischer Anschauung und zeigte, dass Naturschutz direkt vor der eigenen Haustür beginnt. Ein herzlicher Dank gilt Dr. Julia Tonner für die fachkundige Begleitung, Florian Lanthaler für die Unterstüt zung, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den Gemeinden des Passeiertals und dem Forstdienst für das gemeinsame Engagement.
Forstliche Förderungen
Grill- und Lagerfeuer Wegen der heurigen Trockenheit sollen hier kurz die wichtigsten Infos zu diesem Bereich gegeben werden: Im Naturpark Texelgruppe sind Grill- und Lagerfeuer verboten. Auch im Wald und in einem Abstand von weniger als 20 Metern vom Wald ist das Anzünden von Feuern verboten. Bei anhaltender Trockenheit gibt der Landesforstdienst die erhöhte Wald brandgefahr bekannt und die vor gesehene Verwaltungsstrafe wird verdoppelt. Bei Brauchtumsveranstaltungen kann der Direktor des Forstinspekto rates Ausnahmen genehmigen. In einem Abstand von mehr als 20 Metern vom Wald sind Grill- und Lagerfeuer erlaubt. Die Gemeinde hat allerdings die Möglichkeit, inner halb der Ortschaften eigene Regeln zu erlassen. Auch wenn solche Feuer nicht verboten sind, wird an den Hausverstand appelliert und bei großer Brandgefahr zu Achtsamkeit aufgerufen!
Drohnenflüge im Naturpark In den sieben Südtiroler Naturparks sowie in den größten Biotopen und Naturdenkmälern gilt ein striktes, generelles Flugverbot für Drohnen jeglicher Gewichtsklasse (auch unter 250 g). Der Grund dafür ist der Schutz von Wildtieren und der alpinen Ruhe. Vor allem sensible Vogelarten und Wildtiere werden durch die Geräusche und tiefen Anflüge von ferngesteuerten Flugsystemen erheblich gestört. Ausnahmegenehmigungen (z.B. für wissenschaftliche Forschungen, technische Erhebungen oder im öffentlichen Interesse) sind beim Amt für Natur zu beantragen. Andreas Hofer
Simone Peist
Passeirer Blatt 189 Sep 2026
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Natur & Umwelt
Felsen-Fingerkraut, Matatz
Weißes Fingerkraut, Riederberg
Blutwurz, Obere Ulfasalm
Schneeweißes Fingerkraut, Seeber Tal
Großblütiges Fingerkraut, Obere Schneidalm
Heimische Flora
Fingerkrautarten im Passeier
Eine Wanderung in der sommerlichen Landschaft ist eine faszinierende Mög lichkeit, die Vielfalt der Pflanzenwelt zu entdecken. Unter den zahlreich blühenden Pflanzen bilden die meist gelb blühenden Fingerkrautgewächse besonders auffallende Farbtupfer in der Landschaft. Fingerkräuter gehören zur Familie der Rosengewächse. Zu erkennen sind die Gewächse an den meist handförmig gefiederten Blättern (daher der Name Fingerkraut, oft 5- oder 7-zählig). Die Blüten sind bei den im Tal vorkommenden Arten 5-zählig, außer bei der Blutwurz 4-zäh lig. In Südtirol sind bisher mehr als 30 Fingerkrautgewächse nachgewiesen. Nachfolgend einige bekannte Vertreter der Fingerkrautgewächse, die im Passeiertal zu finden sind: Mit seinen weißen Blüten erinnert das Felsen-Fingerkraut (Drymocallis rupestris) auf den ersten Blick an eine Wald-Erdbeere. Es wird aber bis zu 60 cm hoch und seine grundständigen Blätter haben zwei nach unten kleiner werdende Fiederpaare. Typischer Lebensraum der Pflanze sind trocken warme, kalkarme Rasen, Felsen, und Gebüschränder von den Tallagen bis in mittlere Höhenlagen. 44
Auf Magerwiesen und in trockenen Laubwäldern in tieferen Tallagen gedeiht zeitig im Frühjahr das 5 bis 20 cm hohe Weiße Fingerkraut (Potentilla alba). Die Blätter sind aus ovalen Blättchen zusammengesetzt, oberseits grün, unterseits seidig behaart. Eine Rarität im Passeier und in Südtirol ist das in Gebirgslagen beheimatete Schneeweiße Fingerkraut (Potentilla nivea). Die grundständigen Blätter dieser Pflanze sind 3-zählig und unter seits dicht weißfilzig. Ein Standort dieser Pflanze befindet sich im höher gelegenen Seebertal. An Weg- und Straßenrändern häufig zu sehen ist das Gänse-Fingerkraut (Potentilla anserina). Leicht zu erkennen ist es an den gefiederten auf der Unter seite auffallend silbrig weißen Blättern. Die auf nährstoffarmen Böden im Passeier häufig wachsende Blutwurz (Potentilla erecta) hat nur vier Kron blätter, während die anderen Vertreter dieser Gattung fünf Kronblätter haben. Das Kriechende Fingerkraut (Potentilla reptans) bevorzugt Wegränder und Schuttplätze. Der Stängel dieser Pflanze
ist bis über einen Meter lang und auf der ganzen Länge niederliegend. Das Großblütige Fingerkraut (Potentilla grandiflora) wächst auf sauren Böden, an felsigen Hängen und auf Weiden in höheren Lagen. Ein gutes Erkennungsmerkmal dieser Art sind die dreizähligen Blätter. Auf sauren nährstoffarmen Böden in höheren Gebirgslagen wächst an weni gen Standorten, unter anderem im Umfeld des Weges Nr. 41, der über die Schafschneide zur Stettiner Hütte führt, das Gletscher-Fingerkraut (Potentilla frigida).Es erreicht eine Wuchshöhe bis zu 10 cm, ist zottig behaart und hat dreizählige Blätter. Kleinwüchsig (2 – 4 cm) ist das ZwergFingerkraut (Potentilla brauneana). Das im Passeier seltene Gewächs mit 3-zäh ligen Blättern bevorzugt kalkhaltige Rasen und Schneetälchen. Unter ande rem ist es in den Geröllhalden am Fuße der Hohen Kreuzspitze anzutreffen. Ein seltener Neophyt im Passeier ist das aus Südosteuropa und Asien stam mende Hohe Fingerkraut (Potentilla recta). Kennzeichnend der bis zu
Natur & Umwelt
Gletscher-Fingerkraut, Schafschneide
Hohes Fingerkraut, St. Leonhard
Gold Fingerkraut, Obere Ulfasalm Fotos: Arnold Rinner
70 cm hoch wachsenden Pflanze sind die rahmgelben Blüten und der lang behaarte Stängel.
dieser im Passeier häufig vorkommen den Art ist der Stängel mit aufrecht abstehenden Haaren.
sauren alpinen Rasengesellschaften. Die fünfzähligen Blätter haben außen einen silbrig glänzenden Rand.
Auf Trockenrasen zu Hause ist das Silber-Fingerkraut (Potentilla argentea). Auffallend an der 14 – 40 cm hohen gelb blühenden Pflanze sind die unter seits weißfilzigen Blätter.
Das auch zeitig im Frühjahr blühende Flaum-Fingerkraut (Potentilla pusilla) hat auf der ganzen Pflanze, besonders auf der Blattunterseite, zwischen den gewöhnlichen Haaren winzige Stern haare. Diese sind mit einer 20er Lupe zu sehen.
Sehr ähnlich wie das Gold-Fingerkraut ist das Crantz’ Fingerkraut (Potentilla crantzii). Das vorwiegend auf Kalkrasen und Weiden bis zu 20 cm hoch wach sende Pflänzchen hat aber einen roten Stängel und keine seidenhaarigen Teilblättchen.
Ein Frühblüher ist das auf Trocken wiesen und Wegrändern 5 – 30 cm hoch wachsende Frühlings-Fingerkraut (Potentilla verna). Ein Kennzeichen
Arnold Rinner
Das häufig anzutreffende Gold-Finger kraut (Potentilla aurea) wächst auf
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Gesundheit & Soziales
Gesundheitssprengel Passeier
Präventive familienzentrierte Hausbesuche Umsetzung der präventiven familienzentrierten Hausbesuche in den Gesundheitssprengeln des Südtiroler Sanitätsbetriebes
Der Südtiroler Sanitätsbetrieb hat im Dezember 2017 in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Aldein ein zweijähriges Projekt zur Begleitung der über 65-jäh rigen Einwohnerinnen und Einwohner durch Familien- und Gemeinschafts krankenpfleger*innen gestartet. Ziel der Familien- und Gemeinschafts krankenpflege ist die Unterstützung der Familien im besseren Umgang mit chronischer Erkrankung, Pflegebedürf tigkeit oder Behinderung. Sie umfasst Begleitung, Betreuung, Beratung und Schulung ebenso wie Wegweiser- und Netzwerkfunktion im Gesundheitsbe reich. Das Projekt in Aldein hatte Pilot charakter für die gesamte Provinz. Ausgehend von der Piloterfahrung wurde ein praxistaugliches Konzept zur Umsetzung des Versorgungsan satzes in allen Sprengeln erarbeitet. Mittlerweile wurde der Ansatz der
familienzentrierten Pflege in fast allen Gesundheitssprengeln umgesetzt, wodurch ein besseres Symptomma nagement bei der pflegebedürftigen Person, sowie eine Verminderung der Belastung der pflegenden Angehörigen erzielt werden kann und die Gesundheit der Familie gefördert wird. Die bisherige Umsetzung der familien zentrierten Pflege hat gezeigt, dass das derzeitige Versorgungskonzept im Sinne der Nachhaltigkeit gezielt um einen präventiven Ansatz ergänzt werden muss. Entsprechend wird in den nächsten drei bis vier Jahren die Umsetzung der präventiven, familien zentrierten Hausbesuche mit Schwer punkt Gesundheitsförderung und Prävention in allen Gesundheitsspren geln des Südtiroler Sanitätsbetriebes erfolgen. Im Gesundheitssprengel Passeier wurde im Frühjahr 2025 mit
der Umsetzung begonnen. Im Rahmen eines Hausbesuches von Seiten des Hauskrankenpflegedienstes des Süd tiroler Sanitätsbetriebes geht es darum, im gemeinsamen Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern Themen zum gesunden Altern zu vertiefen, eventuelle Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen, hilfreiche Informationen zu den Gesundheitsdiensten zu geben und Unterstützung bei Entscheidungs findungen anzubieten. Personen mit 75 Jahren und älter wer den vom Hauskrankenpflegedienst telefonisch kontaktiert, um zu erheben, ob sie den Hausbesuch in Anspruch nehmen möchten und gegebenenfalls einen gemeinsamen Termin dafür vereinbaren zu können. Thomas Niedermair, Pflegekoordinator und Verena Werth, Familienkrankenpflegerin im Gesundheitssprengel Passeier
ISEE
Unterstützungsleistung 65+: ISEE jetzt erstellen Seniorinnen und Senioren mit geringem Einkommen können auch heuer wieder die Unterstützungsleistung 65+ erhalten. Voraussetzung dafür ist eine gültige ISEE-Erklärung, die bereits jetzt bis spätestens Ende September bei den Steuerbeistandszentren (CAF) erstellt werden kann. Anspruch auf die Leistung haben Personen, die innerhalb Dezember 2025 65 Jahre oder älter waren, in Südtirol ansässig sind, eine Früh-, Invaliditäts-, 46
Alters- oder Hinterbliebenenrente, eine Sozialrente oder eine Rente für Zivilin valid*innen, Blinde, Gehörlose oder Hausfrauen von unter 1.000 Euro beziehen und eine gültige ISEE von höchstens 20.000 Euro vorweisen können. Die Kriterien entsprechen jenen des Vorjahres. Die Unterstützungsleistung wurde 2025 erstmals eingeführt und soll ältere Menschen mit niedrigen Renten gezielt entlasten. Im vergangenen Jahr
konnten bereits fast 3.000 Seniorinnen und Senioren davon profitieren. Wer die Voraussetzungen erfüllt, sollte die ISEE-Erklärung möglichst frühzeitig erstellen lassen. Mit dieser Maßnahme unterstützt das Land ältere Menschen dabei, die steigenden Lebenshaltungskosten besser zu bewältigen und ihre finanzielle Situation zu verbessern. Katharina Fleischmann
Gesundheit & Soziales
Aktiv Hilfe für Kinder EO
Bericht unserer Hilfstätigkeiten in Osteuropa
Seit 1999, im Laufe dieser 27 Jahre, hat sich unsere Hilfsarbeit in den Ostblockländern sehr verändert. In Rumänien haben unsere Hilfspro jekte zugenommen, denn auch für die einfachen Bürgerinnen und Bürger hat sich die Situation wieder verschlechtert. Lebensmittel und Treibstoff sind im Verhältnis sehr teuer geworden, was angesichts der Wirtschafts- und Weltkrise nicht überraschend ist. In diesem Jahr haben wir sehr viele Anfragen für Patenschaften erhalten. Oft kann man mit wenig und der richti gen Einstellung Familien gut unter die Arme greifen. Auch die Sammlungen gebrauchter Kleidung über die Ost europahilfe funktionieren sehr gut.
Die nächste Sammlung findet daher wieder am Samstag, den 19. Septem ber statt und endet am Samstag, den 24. Oktober 2026 jeweils von 8.30 bis 11.00 Uhr auf dem Recyclinghof Mörre-Passeier. In Moldawien haben wir derzeit einige Schwierigkeiten. Die alltägliche Korruption bereitet uns vor Ort große Probleme. Seit 2017 haben wir vier Strafanzeigen bei der Polizei und der Anti-Korruptionsstaatsanwaltschaft eingereicht. Auch Präsidentin Maia Sandu haben wir wiederholt darüber informiert. Im Januar 2027 wird das erste Urteil des Berufungsgerichts erwartet. Derartige Erlebnisse sind für uns sehr belastend, aber unser Ziel war von Anfang an, den Menschen dort eine Grundausbildung zu ermöglichen.
Wir sind trotzdem zuversichtlich und hoffen, mit Hilfe der Exekutive eine gute Lösung zu finden. Neu ist auch, dass wir der Bevölkerung von Passeier bei Bedarf gebrauchte Krankenbetten zur Verfügung stellen. Dieser Service wird sehr gut angenom men. Gegen eine kleine freiwillige Spende können die Betten in kürzester Zeit angefordert werden. Das ist für die Betroffenen eine große Erleichterung. Abschließend möchten wir allen, die uns immer wieder großzügig unter stützt haben, ein herzliches Danke schön sagen, als Christen sind wir nicht allein, daher dürfen wir nie die Hoffnung verlieren. Peter Lanthaler
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Gesundheit & Soziales
Family Support Meran/Passeier
Die neue Koordinatorin stellt sich vor
Interview mit einer Monika Gerstl, neue Koordinatorin von Family Support Meran/Passeier
Mein Name ist Monika Gerstl und ich bin seit Juli dieses Jahres die Koordi natorin von Family Support Meran/ Passeier. Meine Aufgabe ist es, die Frei willigen mit den Familien, welche um Unterstützung gebeten haben, zusam menzubringen und beide zu begleiten. Meldet sich eine Familie bei uns, bin ich die erste Ansprechperson und auch die interessierten Freiwilligen bekommen über mich erste Informationen und anschließend eine kleine Einschulung, um vorbereitet und ausgerichtet zu den Familien gehen zu können. Family Support Meran/Passeier ist ein junges Projekt und im Passeiertal noch auszubauen. Ich finde es gut, dass auch hier die Familien die Möglichkeit bekommen, diese Unterstützung in Anspruch zu nehmen, da die Zeit, in der die Kinder noch so klein sind, sehr anspruchsvoll und herausfordernd sein kann. Die ersten Jahre mit kleinen Kin dern sind oft mit vielen Anforderungen verbunden. Wenn wir da als Gesell schaft zusammenschauen und Familien in dieser Zeit begleiten und entlasten, schaffen wir bessere Voraussetzungen für einen gelungenen Start ins Leben unserer Kinder und stärken gleichzeitig das Miteinander in unseren Familien.
Als Freiwillige erleben wir, dass das Geben von Zeit und einer helfenden Hand bereichernd ist und wir Wert schätzung und Dankbarkeit erhalten. Freiwillige beim Family Support brau chen vor allem ein offenes Herz und die Bereitschaft, Familien unvoreinge nommen zu begleiten. Einfühlungs vermögen, Verlässlichkeit, Geduld und Verschwiegenheit sind dabei besonders wichtig. Es geht nicht darum, perfekte Lösungen zu bieten, sondern zuzuhö ren, zu unterstützen und Zeit zu schen ken. Oft sind es kleine Gesten, die eine große Wirkung haben: ein offenes Ohr, praktische Hilfe im Alltag oder einfach das Gefühl, nicht allein zu sein. Genau dieses Miteinander macht den Family Support so wertvoll und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Arbeit als Krankenschwester sowie als Grundschullehrerin hat mich sensi bilisiert für die Herausforderungen der Familien bei der Beziehungs-, Erziehungs- und Pflegearbeit. Somit trage ich gerne meinen Teil dazu bei, dass Familien die Möglichkeit haben, diesen Dienst in Anspruch zu nehmen und freue mich auf viele neue Frei willige, die sich gerne engagieren und in den Einsatz kommen wollen.
Passeirer Freiwilligen bei Family Support Kannst du dich kurz vorstellen und erzählen, wie lange du schon bei Family Support Meran/Passeier als Freiwillige tätig bist? Ich bin Alberta Graf, bin pensionierte Kindergärtnerin und seit Jänner 2023 als Freiwillige bei Family Support tätig. Was hat dich persönlich dazu motiviert, dich bei Family Support Meran/Passeier zu engagieren? Nachdem ich das Rentenalter gesund erreichen durfte, war meine Überle gung, dass ich jetzt der Gesellschaft auch etwas zurückgeben könnte. So habe ich überlegt, was meine Stärken sind und da ich wusste, dass ich gerne mit Menschen und Kindern arbeite und zusammen bin, fiel meine Wahl auf FS. Ich möchte Familien, die in besonderen und oft auch herausfordernden Situati onen sind, weil sie ein Baby bekommen haben, eine Unterstützung geben. Wie bist du auf das Projekt aufmerksam geworden? Das weiß ich nicht mehr genau, aber ich glaube, das Projekt wurde mal im Kindergartensprengel bei einer Sitzung vorgestellt. →
Monika Gerstl
Landesbeirat für Chancengleichheit – Frauenbüro
Kostenlose Rechtsinformation für Frauen Auf Initiative des Landesbeirats für Chancengleichheit für Frauen und des Frauenbüros des Landes stehen Anwältinnen zur Verfügung, die in Rechtsangelegenheiten eine vertrauli che Beratung zu familien- und frau enspezifischen Fragen anbieten. Die meisten Fragen drehen sich erfah rungsgemäß um Eheschließung oder 48
Ehetrennung, um die finanzielle Absi cherung im Zusammenleben in einer Partnerschaft, um die Versorgung der Kinder oder das Erbrecht und Ähnli ches. Es lohnt sich, das kostenlose Ange bot in Anspruch zu nehmen, um über die rechtlichen Möglichkeiten infor miert zu werden. Auch ein telefonisches Beratungsgespräch ist auf Wunsch
möglich. Termine für den Rechtsbera tungsdienst können jeden Dienstag nachmittag in Bozen vorgemerkt werden, alle zwei Monate auch an den Außenstellen in Meran, Brixen, Bruneck und Neumarkt. Vormerkungen: telefonisch im Frauenbüro des Landes (Garibaldistraße 14, Bozen) unter T 0471 414 141 oder per E-Mail frauenbuero@provinz.bz.it
Gesundheit & Soziales
herzlichen Glückwunsch Was genau macht eine Freiwillige bei Family Support Meran/Passeier? Wie sieht eine typische Begleitung einer Familie aus? Es läuft so ab, dass man sich zuerst mit der Koordinatorin und der Familie zusammensetzt, um zu schauen, was die Familie am meisten brauchen könnte, das könnte z.B. sein bei der Aufsicht der Kinder, des Neugebore nen … dass die Mutter einfach mal duschen gehen kann, sich ausruhen oder sich auch mal eine Massage gön nen kann. Die Bedürfnisse sind da sehr unterschiedlich. Welche Voraussetzungen oder Bedingungen muss man erfüllen, um als Freiwillige oder Freiwilliger mitzumachen? Voraussetzung ist, glaube ich, dass man gerne mit Kindern ist. Sicher auch Feingefühl und Verschwiegenheit, vielleicht bei älteren Geschwister kindern braucht es auch manchmal eine gewisse Durchsetzungskraft. Gibt es eine Einschulung oder Vorbe reitung, bevor man Familien begleitet? Bevor man eine Familie begleitet, gibt es eine Einschulung mit der Koordinatorin, wo man wertvolle Tipps und Informationen bekommt. Was hat dir diese Tätigkeit persönlich gegeben? Welchen Nutzen oder welche Bereicherung ziehst du aus deinem Engagement? Die Begleitung von Familien ist für mich persönlich eine sehr große Bereiche rung. Ich erlebe große Dankbarkeit, Vertrauen und auch Wertschätzung. Welchen Mehrwert hat die Begleitung für die Familien? Welche Veränderungen oder positiven Erfah rungen konntest du miterleben? In der Zeit, in der ich eine Familie begleite, das sind im Schnitt drei bis vier Monate, konnte ich oft beobachten, wie sich die Situation in der Familie zum Positiven verändert hat. Die Kinder weinen oft weniger und die gesamte Situation ist inzwischen oft viel entspannter als vorher. Passeirer Blatt 189 Sep 2026
Gibt es einen Moment oder eine Begegnung, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist? Ja, ich kann mich erinnern, dass ich einmal zu einer Familie gekommen bin und das Baby in den Arm nehmen durfte. Ich fragte bei der Mutter nach, ob das Kind jetzt schlafen solle, ob es müde wäre. Ja, das wäre es schon, aber das Baby schläft bei fremden Leuten nicht ein. So habe ich mich trotzdem auf den Weg gemacht und konnte dann der Mutter ein schlafendes Baby überreichen. Die Mutter war so erleichtert und dankbar, da sie nun wusste, dass das Baby auch bei anderen Personen einschlafen konnte und nicht nur bei ihr. Das hat sie sehr entlastet. Wie viel Zeit investierst du durch schnittlich in dieses Ehrenamt und lässt es sich gut mit Beruf und Privatleben vereinbaren? Mit dieser Frage tu ich mich etwas schwer. Ich bin nämlich in der glücklichen Situa tion, dass ich in Pension bin und Zeit habe. Deshalb weiß ich gar nicht, wie das mit dem Beruf zu vereinbaren wäre. Ich bin ein Mal die Woche für zwei bis drei Stunden bei der Familie. Was würdest du Menschen sagen, die überlegen, sich ebenfalls freiwillig zu engagieren, aber noch unsicher sind? Wenn sich wirklich jemand überlegt, zu FS zu gehen, würde ich raten, sich einfach mal bei der Koordinatorin zu melden und es auszuprobieren. Es ist für jemanden, der das macht, ein großer Mehrwert. Das Gefühl, jemandem Zeit geschenkt zu haben, ist eine große Genugtuung und bringt eine persönliche Bereicherung. Wenn jemand Interesse hat, bei Family Support Meran/Passeier mitzumachen oder mehr Informationen möchte: An wen kann man sich wenden und wie kann man Kontakt aufnehmen? Falls sich Interessierte weitere Informationen oder ein Erstgespräch wünschen, können sie sich direkt bei der Koordinatorin Monika Gerstl unter der Telefonnummer 347 2716271 melden oder sich per E-Mail melden.
Geburten 8.5. – 19.8.2026
Gemeinde St. Martin 8.5.2026 Julian Schweigkofler 28.5.2026
Max Fiegl
9.6.2026
Marvin Lamprecht
11.6.2026
Frieda Tschöll
17.6.2026
Emilia Somvi
23.6.2026
Maeve Ebenkofler
2.7.2026
Benni Schwarz
11.8.2026
Eliyah Polonio
Gemeinde Moos 19.5.2026 Samuel Pfandler 22.5.2026
Lea Graf
8.6.2026
Lukas Pfitscher
14.6.2026
Franziska Gufler
14.7.2026
Marilena Gufler
29.7.2026
Hannah Flarer
11.8.2026
Dana Buchschwenter
18.8.2026
Laura Pixner
Gemeinde St. Leonhard 15.5.2026 Ella Ilmer 4.6.2026
Samu Wank
4.6.2026
Rosi Egger-Karlegger
6.6.2026
Juri Hofer
22.6.2026
Emma Hofer
14.7.2026
Aysha Hossain
28.7.2026
Michael Gufler
28.7.2026
Moritz Gufler
29.7.2026
Hanna Pircher
31.7.2026
Lukas Gufler
6.8.2026
Rudi Gufler
9.8.2026
Aurora Hofer
13.8.2026
Sophie Ennemoser
19.8.2026
Johannes Platter
Monika Gerstl, in Zusammenarbeit mit dem Sprengelbeirat Passeier
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Jugend
Die beste Arbeit ist die, die man nicht sieht Wie im Jugendtreff St. Martin täglich Prävention passiert – und was das mit Alkohol, Handys und 1.008 Monaten Lebenszeit zu tun hat
Autorin Anna Pernstich
Es gibt Arbeit, für die man Applaus bekommt. Und es gibt Arbeit, die funktioniert nur dann richtig gut, wenn hinterher niemand merkt, dass sie stattgefunden hat. Prävention gehört in die zweite Kategorie. Sie ist die unauffälligste Grundsäule der Jugend arbeit – und gleichzeitig eine der wichtigsten. Sie passiert in dem Gespräch, das beim gemein samen Aufräumen ganz nebenbei entsteht. In Regeln, die wir gemeinsam aufstellen, statt sie von oben zu verordnen. In einem Flyer, der genau dann im Regal liegt, wenn ihn jemand braucht. In einem „Alles okay bei dir?“, das nach fünf Sekunden Schweigen doch eine Antwort bekommt. Das Problem an guter Prävention: Wenn sie wirkt, passiert nichts. Und über „nichts“ schreibt selten jemand einen Zeitungsartikel. Heute schon. Was Prävention eigentlich ist (und was nicht) Prävention ist nicht der erhobene Zeigefinger. Sie ist nicht die Liste mit Dingen, die man nicht darf. Prävention ist auch nicht das große Krisen gespräch, wenn schon alles schiefgelaufen ist. Prävention heißt: vorbeugen. Man baut das Geländer, bevor jemand stolpert – und diskutiert nicht erst danach, wie steil der Weg eigentlich war. Prävention stärkt junge Menschen, damit sie selbst gute Entscheidungen treffen können. Sie gibt Wissen, schafft Räume zum Nachden ken, sie fragt: Was tut dir eigentlich gut? Sie begegnet Jugendlichen auf Augenhöhe, als Men schen mit eigenem Kopf und eigener Meinung. Bei uns im Jugendtreff wird Prävention jeden Tag gelebt, meist ganz nebenbei. 50
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Und manchmal nimmt sie eine größere Form an: als Projekt, mit Konzept, mit Zeit und mit Partner*innen an unserer Seite. Drei davon möchten wir euch heute vorstellen.
1 Matthias Jud vom Forum Prävention, Anna Pernstich, Martina Ilmer und Anna Bacher bei
1. „All Cool?!“ – ein Vormittag, der beim Thema Alkohol nicht moralisiert „All Cool?!“ ist ein Alkoholpräventions-Parcours, der gemeinsam mit dem Forum Prävention ent wickelt wurde und in Südtirol schon seit vielen Jahren läuft. Durchgeführt wird er von geschul ten Fachkräften der Jugendarbeit. Heuer waren zum ersten Mal die dritten Klassen unserer Mittelschule bei uns – klassen weise, jeweils einen halben Vormittag lang. Was dabei passiert: kein Frontalunterricht, sondern ein Parcours mit verschiedenen Stationen. Spiele, Quiz, Infotafeln, Diskussion. Es geht um Wissen (Was macht Alkohol eigentlich im Körper?), um Risiken und Rausch, aber vor allem um die eigene Haltung: Wo ist meine Grenze? Wer setzt sie – ich oder die Gruppe? Und was brauche ich, um sie auch zu halten, wenn’s ungemütlich wird? Was auffällt: Es wird geredet. Die Jugendlichen diskutieren, sie widersprechen, sie ziehen ihre eigenen Schlüsse. Am Ende steht keine
der Schulung zum Work shop „Primetime“ 2 Jugendliche beim Parcour „All cool“ mit Martina Ilmer 3 Der Parcours „All cool“
Jugend
Bleiben rund 326 Monate, die wirklich dir gehören. Und dann kommt die Zahl, die zum Nachdenken bringt: Wer täglich drei Stunden scrollt, verbringt in diesem Leben rund 121 Monate – über zehn Jahre – mit Scrollen. Bei sechs Stunden am Tag sind es 242 Monate. Von deinen 326 freien Monaten. Das ist keine Anklage. Das ist eine Zahl. Denn der Rest, der übrig bleibt, hat einen Namen: das ist deine Primetime. Die Zeit, in der du wirklich frei entscheidest. Und die Frage des Workshops lautet nicht „Was darfst du nicht?“, sondern: Wie willst du diese Zeit nutzen? Was tut dir gut? Womit verbringst du sie gerne? Und wie fühlst du dich eigentlich danach? Es geht um Selbstwirksamkeit. Um das Gefühl: Ich habe die Wahl – nicht das Gerät. Denn ein Verbot kann man umgehen. Eine ehrliche Frage an sich selbst nicht.
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Belehrung und keine Unterschrift unter einem guten Vorsatz – sondern nur ein paar Fragen mehr im Kopf. Genau das ist der Punkt: Nicht wir sagen den Jugendlichen, was gut für sie ist. Sie finden es selbst heraus. Ein gelungener Auftakt. „All Cool?!“ wird es bei uns auch künftig geben. 2. „Primetime“ – oder: Wie viel Leben bleibt eigentlich übrig? Handy, Bildschirmzeit, Social Media: Kaum ein Thema wird so oft besprochen – und so selten mit den Jugendlichen selbst. Genau hier setzt „Primetime“ an. Der Workshop entsteht in Zusammenarbeit mit dem Forum Prävention, dauert rund drei Stunden, richtet sich an die zweiten Mittelschul klassen und startet bei uns ab Herbst 2026. Er beginnt nicht mit einem Verbot, sondern mit einer Rechnung. Nehmen wir ein durchschnittliches Leben von rund 84 Jahren. Das sind etwa 1.008 Monate. Klingt nach viel. Ziehen wir ab: > 335 Monate Schlafen > 246 Monate Schule und Arbeit > 93 Monate Kochen und Essen > 8 Monate Bad und Hygiene Passeirer Blatt 189 Sep 2026
3. „Erst Kindheit. Dann Smartphone.“ – Schluss mit dem Druck Das dritte Projekt richtet sich nicht an Jugendliche, sondern an die Eltern. Die Idee dahinter – der sogenannte Elternpakt – ist ganz einfach: Die Eltern einer Klasse beschließen gemeinsam, ihren Kindern während der Grundschulzeit kein eigenes Smartphone zu erlauben. Freiwillig, anonym, ohne Zwang – und weil alle mitmachen, wird kein Kind zum Außenseiter. Denn der stärkste Satz in jeder Familie lautet: „Aber alle anderen haben schon eins!“ Alleine „Nein“ zu sagen ist schwer. Gemeinsam „Noch nicht“ zu sagen ist leichter. Was ein Smartphone für Kinder wirklich bedeutet Ein Smartphone bedeutet immer auch unein geschränkten Internetzugang – und im Internet gibt es keinen Nichtschwimmerbereich. Extreme Inhalte sind oft nur einen Klick entfernt: Porno grafie, reale Gewalt, Kriegsbilder, Inhalte, die Selbstverletzung, Suizid oder Essstörungen ver herrlichen. Für viele Kinder ist der Kontakt damit längst „normal“ geworden – nicht, weil sie aktiv danach suchen, sondern weil solche Inhalte in Gruppenchats auftauchen oder von Algorithmen vorgeschlagen werden. Ein Kind, das nach einem harmlosen Video sucht, landet so unbeabsichtigt bei Pornografie oder Gewalt. Und was einmal gesehen wurde, lässt sich nicht mehr ungesehen → 51
Jugend
Jugendtreff St. Martin
Meine erste Zeit im Jugendtreff St. Martin
machen – für ein Kind emotional oft schwer zu verarbeiten. Auch als Erwachsene unterschätzen wir häufig, was frei zugänglich ist. Dazu kommen Risiken wie Mobbing, gezielt eingebaute Sucht mechanismen, oder Cybergrooming – wenn sich Erwachsene mit falscher Identität gezielt an Kinder heranmachen. Gemeinsam statt allein Genau hier setzt der Elternpakt an: nicht um Digitalisierung abzulehnen, sondern um den Zeitpunkt des ersten Smartphones bewusst und altersgerecht zu gestalten. Als Jugendtreff tragen wir das mit. Wir unter stützen alle Eltern, die diesen Weg gehen möchten: mit Infomaterial, mit Begleitung, mit einem offenen Ohr. Ihr holt euch die Unter lagen bei uns, geht damit in die Schule und stellt den Pakt in der eigenen Klasse vor. Nicht, weil wir Handys verteufeln. Sondern weil es einen Unterschied macht, ob ein Kind mit acht oder vierzehn Jahren ins digitale Erwachsenenleben geworfen wird. Entwickelt wurde der Elternpakt von Smarter Start ab 14 e.V. – einem gemeinnützigen Verein, der 2019 in Hamburg von Eltern für Eltern gegründet wurde und in ganz Deutschland aktiv ist. Auch hier gilt: lieber vorher gemeinsam überlegen, als hinterher allein zu reparieren. Und was heißt das jetzt? Drei Projekte, ein Prinzip: Wir warten nicht, bis etwas passiert. Vorbeugen statt reparieren – junge Menschen stärken, bevor es eng wird, und Eltern begleiten, wenn Entscheidungen anstehen. Prävention macht selten Schlagzeilen. Aber sie wirkt. Jeden Tag, meistens leise. Und wer mehr wissen möchte – über „All Cool?!“, über „Primetime“, über den Elternpakt – oder einfach nur vorbeischauen will: Die Tür steht offen. Wie immer. Euer Jugendtreff St. Martin
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Neun Wochen, über 200 Kinder, unzählige Sommermomente: Der Sommer im Jugendtreff St. Martin war erlebnisreich – und mittendrin war ich als neue Mitarbeiterin. Aber der Reihe nach. Mein Name ist Anna Bacher, ich bin 30 Jahre alt und seit Mitte Mai Mitarbeiterin im Jugendtreff St. Martin. Davor habe ich verschiedene Berufe ausprobiert. Ich war Journalistin, Lehrerin und Büroange stellte beim AVS. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bereitet mir in meiner Freizeit schon lange viel Freude. Seit mehr als zehn Jahren bin ich Übungsleiterin im Sportklettern und bringe vor allem Kindern das Klettern bei. Seit rund fünf Jahren bin ich außerdem AVSJugendleiterin – meine große Leidenschaft. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als Kindern und Jugendlichen die eigene Begeisterung für die Berge und die Gemeinschaft weiterzugeben. Dort möchte ich auch im Jugendtreff ansetzen: Kinder und Jugendliche in ihrem Handeln bestärken und ihnen helfen, über sich hinaus zuwachsen – auch wenn offene Jugendarbeit anders ist, als das, was ich aus dem Ehrenamt kenne. Ich freue mich darauf, Neues zu lernen und die Herausforderungen zu meistern, die noch auf mich zukommen. Mein Sommer war mit der Zuständigkeit für die Aktiv-Kreativ-Sommerbetreuung gleich sehr intensiv. In den neun Wochen AktivKreativ-Sommer, die wir als Jugendtreff organisieren, haben wir 147 Kinder begleitet. Die elf Betreuerinnen und Betreuer erlebten mit den Kids zwischen sechs und 13 Jahren bei Waldtagen, im Schwimmbad, beim Minigolf, im Hochseilgarten und bei vielen weiteren Ausflügen unvergessliche Sommermomente. Im Mittelpunkt standen dabei stets die Gemein schaft und ein freundschaftliches Miteinander. Zum guten Gelingen der Sommerwochen haben neben den Betreuerinnen und Betreuern auch einige Vereine beigetragen, die jeweils einen Vormittag für die Kinder gestaltet haben: die Psairer Kraxler, die AVS Jugend St. Martin, der Ranggelverein Passeier und die Musikkapelle St. Martin – herzlichen Dank dafür.
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Jugend
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1 Gruppenfoto „Aktiv Kreativ“ im Schwimmbad Foto: Madlen Kofler
2 „Aktiv Kreativ“ im MuseumPasseier Foto: Anna Bacher
3 Sommerkindergarten bei der Feuerwehr Foto: Martina Ilmer
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Dass die Kinder nicht nur nehmen, sondern auch etwas zurückgeben können, war uns ebenfalls wichtig: An zwei Tagen haben wir auf dem Dorfplatz einen Kuchenverkauf veranstaltet. Die Kinder haben gemeinsam mit ihren Eltern Kuchen und andere Leckereien gebacken, die wir dann gegen eine freiwillige Spende verkauft haben. Der Erlös kommt der Krebshilfe Passeier zugute. Dank der vielen Besucherinnen und Besucher kam die stolze Summe von gut € 1.800 zusammen. Ein weiteres Highlight war für 16 Kinder das Hüttenlager in der Egghof Kaser vom 14. bis 17. Juli. Beim Wandern und Spielen konnten sie die Natur besonders intensiv erleben und Freundschaften stärken. Wenn man mehrere Tage miteinander verbringt, gemeinsam kocht und abends am Lagerfeuer sitzt, entsteht ein Zusammenhalt, den man an einem einzelnen Tag so nicht erlebt. Nicht nur für die Schulkinder, auch für die Kindergartenkinder wurde im Sommer ein tolles Programm geboten. 63 Kinder verbrachten
neun spannende Wochen im Sommerkinder garten. Neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mit ihnen gespielt, gebastelt und Neues gelernt. Dazu kamen schöne Ausflüge, etwa auf den großen Spielplatz oder zum „Bachl“, die den Kindern bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben. Besonders spannend war für die Kleinen die Berufewoche, in der verschiedene Menschen ihren Job vorgestellt haben. Vor allem die Feuerwehr und das Weiße Kreuz sorgten bei den Kids für strahlende Augen. Auch die Jugendlichen ab dem Mittelschulalter kamen im Sommer auf ihre Kosten. Donnerstags gab es spezielle Aktionen: Wir haben gemeinsam Stockbrot gemacht, Beachvolleyball gespielt, Karaoke gesungen oder Hotdogs gegessen. Und auch bei den gewohnten Öffnungszeiten am Freitag konnten die Jungs und Mädels den ganzen Sommer über im Jugendtreff spielen, ratschen, kochen oder einfach nur da sein. Am 14. August stand für elf Jugendliche ein besonde rer Ausflug an: Es ging in den Wasserpark Area 47 ins Ötztal, wo sie vom bis zu zehn Meter hohen Sprungturm ins Wasser hüpfen, verschiedene Rutschen ausprobieren und einen lustigen Parcours über Wasser meistern konnten. Mein Fazit nach drei Monaten: Die Arbeit im Jugendtreff ist sehr abwechslungsreich, oft herausfordernd und noch öfter erfüllend. Ein Sommer wie dieser funktioniert nur, weil viele mit anpacken – das Team an Betreuerinnen und Betreuern, die Köchinnen, die Vereine, die Eltern. Dafür ein herzliches Dankeschön. Und jetzt freue ich mich darauf, die Kinder und Jugendlichen im Herbst und Winter weiter im Jugendtreff zu begleiten. Anna Bacher
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Jugend
Jugendtreff St. Martin
Sprachenprojekt mit Spiel und Spaß – in St. Martin Vom 17. bis 28. August fand in der Mittel schule St. Martin das Sprachenprojekt „Sprache mit Spiel und Spaß“ statt. Rund 30 Grund- und Mittelschüler*in nen mit Migrationshintergrund aus St. Martin, St. Leonhard und Moos verbrachten jeden Vormittag gemein sam die Zeit von 8.00 bis 12.00 Uhr. Das Angebot ergänzt die Sommer sprachkurse der pädagogischen Abtei lung und schlägt eine Brücke zwischen dem direkten Sprachunterricht und einem kreativen, spielerischen Betreu ungsangebot – denn auch beim Singen, Spielen, Malen und Basteln wird neben
bei viel Deutsch geübt. Heuer wurde das Projekt erstmals gemeinsam mit dem Jugendtreff St. Martin durchgeführt, der dafür auch die Trägerschaft übernahm. Begleitet von zwei Betreuerinnen wurde durch den Vormittag gesungen, gespielt, gemalt und gebastelt und
gemeinsam studierten die Kinder ein kleines Theaterstück ein. In den gemeinsamen Vormittagen entstanden dabei auch viele neue Freundschaften und die Kinder konnten spielerisch ihre Deutschkenntnisse stärken.
einiger engagierter Eltern und bereits gefirmten Jugendlichen konnten wir zudem zwei größere Projekte verwirk lichen. Beim Weihnachtsmarkt im Rahmen der „Liechtr’zeit“ wurden selbst gebastelte Arbeiten und frisch gebackene Kekse verkauft. Ebenso beteiligte sich die Firmgruppe an der Fastenaktion „Suppensonntag“, bei der die Jugendlichen beim Kuchen verkauf und bei weiteren Aufgaben tatkräftig mithalfen. Ein herzliches Vergelt’s Gott gilt allen, die uns bei unseren Aktionen unter
stützt haben. Durch die großzügige Mithilfe vieler Menschen konnten wir mit einem Teil des Erlöses bereits zwei Familien, die von schweren Schicksalsschlägen betroffen sind, finanziell unterstützen. Im September starten wir wieder mit einem etwas neu gestalteten Firmweg. Du bist Jahrgang 2012 oder älter und möchtest das Sakrament der Firmung empfangen? Für Infos und Anmeldung melde dich gerne bei P. Markus (347 5754851) oder Anita (348 3933417). Wir freuen uns auf dich.
Martina Ilmer
Firmgruppe St. Leonhard
Viel los in der Firmgruppe St. Leonhard Auf ein ereignisreiches Arbeitsjahr kann die Firmgruppe St. Leonhard zurückbli cken. Gemeinsam mit den Jugendlichen durften wir zahlreiche Ideen umsetzen und wertvolle Erfahrungen sammeln. Im Rahmen der Firmkatechese hatten die Firmlinge die Möglichkeit, die Grundlagen unseres Glaubens aufzu frischen und zu vertiefen. Darüber hinaus organisierten wir verschiedene Aktionen, bei denen die Jugendlichen Einblick in die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten unserer Pfarrgemeinde erhielten. Ziel war es, die Freude am Mitgestalten und Mithelfen zu wecken und die Gemeinschaft aktiv zu erleben. Mit der Unterstützung der Firmlinge,
Anita Gufler
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Jugend
Gefeiert wurde in St. Leonhard …
… und in Moos.
Jahrgang 2007
Volljährigkeitsfeier in St.Leonhard und Moos Die Gemeindeverwaltungen von St. Leonhard und Moos organisierten gemeinsam mit dem Jugendbüro Passeier jeweils einen Abend für die Jugendlichen des Jahrgangs 2007, die im vergangenen Jahr ihren Eintritt ins Erwachsenenalter feiern durften. Die Feier in St. Leonhard fand im Leon hards.Zentrum statt. Vor dem offiziellen Teil konnten es sich die Jugendlichen im Jugendzentrum gemütlich machen oder sich bei Tischtennis, Billard, Calcetto, Darts und weiteren Aktivitäten sport lich betätigen. Anschließend begrüßte Jugendreferentin Andrea Marth die Jugendlichen zum offiziellen Teil. Dabei wurde die Bedeutung dieser jährlichen Feier hervorgehoben, die den Austausch und das gegenseitige Verständnis zwischen Gemeinde und Jugend fördern soll. Im Anschluss infor mierten Thomas Schölzhorn und David Lanthaler vom Jugendbüro die Jung bürger*innen über ihre neu gewonne nen Rechte und Pflichten und stellten ihnen verschiedene interessante Ange bote vor, darunter den Kulturbonus und die neue Südtiroler Jugendapp. Für Unterhaltung sorgte zudem ein Passeirer Blatt 189 Sep 2026
Quiz mit teils kniffligen, teils lustigen Fragen rund um das Dorf und die Gemeinde. Dabei konnten die Jugend lichen ihr Wissen unter Beweis stellen und sich einen Preis erspielen. Bevor der gesellige Teil des Abends begann, erhiel ten alle Jungbürger*innen als Geschenk eine Saisonkarte für die Sportarena St. Leonhard. Ein besonderes Highlight war heuer das anschließende gemein same Pizzabacken: Die Jugendlichen konnten ihre Pizza selbst ausrollen, nach eigenen Wünschen belegen, in den Holzofen schieben und anschließend genießen. Für die musikalische Unter haltung sorgte DJ LUGA. Bei vielen Gesprächen, guter Stimmung und gemütlichem Beisammensein klang der Abend schließlich aus. Auch im Hinterpasseier wurde die Voll jährigkeit gebührend gefeiert. Schau platz der Feier war heuer die Sportbar in Moos. Neben den Informationen und Inputs des Jugendbüros Passeier stan den auch hier vor allem das gesellige Miteinander und der Austausch mit den Gemeindevertretungen im Mittelpunkt. Bei einem großen Fondue-Abend
konnten die Jugendlichen in ent spannter Runde verschiedene FondueSpezialitäten genießen. Die gemütliche Atmosphäre bot dabei die perfekte Gelegenheit, miteinander und mit den Gemeindevertreter*innen ungezwun gen ins Gespräch zu kommen und den Eintritt ins Erwachsenenalter gemein sam zu feiern. Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten Mik & Diego. Jugendreferent Joachim Volgger durfte den Volljährigen als Geschenk außerdem eine Tages-Skikarte für das Skigebiet Pfelders sowie einen Gutschein für ein Fahrsicherheits training im Safety Park Südtirol über reichen. Damit erhalten die Jugend lichen die Möglichkeit, ihre Fahrpraxis zu verbessern und künftig noch sicherer und verantwortungsvoller am Straßen verkehr teilzunehmen. Wir gratulieren allen Jungbürger*innen herzlich zur Volljährigkeit und wün schen ihnen für ihren weiteren Lebens weg alles Gute, viel Erfolg und viele schöne Erfahrungen. Thomas Schölzhorn
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Jugend
Kinder begleiten – Jugendliche stärken Zwei Sommerwelten unter einem Dach: So gestaltet das Jugendbüro Passeier den Sommer für Kinder und Jugendliche
Autor David Lanthaler
Jahr für Jahr erweitert das Jugendbüro Passeier mit dem Sommerferienprojekt „Erlebnissom mer“ seine Zielgruppe von Jugendlichen mit den jüngsten Entdeckerinnen und Entdeckern des Tales. So verwandeln sich das Leonhards.Zent rum im Herzen des Dorfes sowie der Jugendraum Platt und die Sommerkindergärten in St. Leon hard und Moos zu Treff- und Ausgangspunkten voller Abenteuer, Kreativität und gemeinsamer Erlebnisse. Die Kinder können dabei ihre Ferien aktiv gestalten, Neues ausprobieren und gemeinsam unvergessliche Momente erleben. Über einen Zeitraum von acht Wochen werden in den Gemeinden St. Leonhard und Moos an den vier Standorten abwechslungsreiche Pro gramme für Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren angeboten. Woche für Woche nehmen mehr als 100 Kinder am Erlebnissommer teil, der Bewegung, Kreativität, Natur, Spiel und Gemeinschaft miteinander verbindet. Sommer, Sonne, Sonnenschein – unter diesem Motto hätte der Erlebnissommer heuer durch aus stehen können. Doch die anhaltende Hitze stellte das Erlebnissommer-Team des Jugend büros vor große Herausforderungen. Zahlreiche Programmpunkte mussten an die hohen Tempe raturen angepasst werden, um den Kindern auch an besonders heißen Tagen abwechslungsreiche und sichere Ferienerlebnisse zu ermöglichen. Zusätzlich erschwerte die außergewöhnlich hohe Anzahl an Wespen, begünstigt durch den milden Winter und den heißen Sommer, die Planung und Durchführung vieler Aktivitäten im Freien. Gerade unter diesen Bedingungen brauchte es wieder viele engagierte Menschen. 56
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Während der Sommermonate wurde das Team des JUBPA durch rund 25 junge Mitarbeitende verstärkt, die mit viel Einsatz, Ideenreichtum und Verantwortungsbewusstsein die Kinder durch den Sommer begleiteten. Zusätzlich boten Praktikumsplätze jungen Menschen die Möglichkeit, erste Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit zu sammeln. Beim Sozialen Jugendprojekt Passeier (So.Ju.P.Pa) durften sich wieder Jugendliche ab 13 Jahren aktiv einbringen und in verschiedenen sozialen Einrichtungen mithelfen. Die große Nachfrage zeigte, dass viele junge Menschen ihre Sommer zeit nicht nur zur Erholung nutzen, sondern sich auch gerne sozial engagieren und Verantwor tung übernehmen wollen. Heuer beteiligten sich wieder über 50 Jugendliche an diesem Projekt und sammelten dabei wertvolle Erfahrungen. Für einen ganz besonders stimmungsvollen Abschluss des Erlebnissommers sorgte auch heuer die große Talentshow in St. Leonhard. Hier standen die Kinder selbst im Mittelpunkt: Sie präsentierten ihre Talente, zeigten Mut, Kreativität und Begeisterung und erlebten, wie viel Freude es macht, gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Für viele war diese besondere Themenwoche ein unvergesslicher Höhepunkt.
Jugend
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1 Das ErlebnissommerTeam 2026 2 YOUth Summer Hüttenwoche 3 Erlebnissommer 3 Bei der „Cook & Chillout“-Woche
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Gleichzeitig schafft das Jugendbüro Passeier im Sommer auch attraktive Angebote für Jugend liche. Für Mittelschüler und Mittelschülerinnen wurden im Rahmen des „YOUth Summer“ heuer zusätzlich zwei Themen- und eine Hüttenwoche angeboten. Bei der „Cook & Chillout“-Woche wurde der 5er Jugendtreff Hinterpasseier vor mittags zum Entspannen und Genießen geöffnet – dabei wurden verschiedene Gerichte aus aller Welt gekocht. Jeden Tag stand ein anderes Land kulinarisch im Mittelpunkt. Somit wurde auch der Horizont der Jugendlichen in Sachen Gesundheitsbewusstsein, Nachhaltigkeit und Kultur erweitert. Die „Action“-Woche bot vor allem viel Bewegung, förderte Fitness, Koordina tion und ein gesundes Bewegungsverhalten. Bei der legendären Mittelschul-Hüttenwoche sorgten tolle Wanderungen, Gruselabende, Lagerfeuer, Geländespiele und vieles mehr für eine unvergessliche Hüttenatmosphäre und jede Menge Spaß. Ein weiteres Highlight dieses Sommers war die Musikwoche, die heuer zum ersten Mal seit vie len Jahren wieder in St. Leonhard stattfand und vom Jugendbüro Passeier organisiert wurde. Unterstützt von allen fünf Gemeinden des Tales konnten 42 Teilnehmende eine ganze Woche
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lang gemeinsam musizieren und dabei viel Spaß haben. Unter der musikalischen Leitung von Daniela Pichler wurde gemeinsam mit sieben weiteren Lehrpersonen ein tolles Konzert auf die Beine gestellt. Dieses fand am Freitagabend als krönender Abschluss der Musikwoche im Vereinssaal von St. Leonhard vor zahlreichem Publikum statt. Daneben liefen abwechselnd die Sommeröff nungszeiten im YOU und im 5er-Treff von Diens tag bis Samstag von 18 bis 22 Uhr für Jugendliche ab zwölf Jahren. Den Auftakt bildete die „School’s Out Grigliata“: Bei einem gemütlichen Grillnachmittag wurde der Start des Sommers gefeiert. Neben verschiedenen Zusatzangeboten wie Graffiti-, Konzert- und Spiele-Abenden zähl ten auch bei den Abendprogrammen die kulina rischen Angebote zu den absoluten Highlights des Sommers: Sowohl die „Sushi-Night“ als auch „Burger-Night“ waren innerhalb kürzester Zeit restlos ausgebucht und kamen bei den Jugend lichen überaus gut an. Am 29. August wurden dann nicht nur das Ende der Öffnungszeiten im Sommer, sondern auch der Abschied der Mitarbeiterin des Jugendbüros, Valeria, gefeiert. Das JUBPA organisierte eine gebührende Abschiedsfeier und heizte dafür den selbst gebauten Pizzaofen im YOU-Garten ein. Die zahlreich erschienenen Jugendlichen wünschten Valeria zum Abschluss alles Gute und hatten gemeinsam eine tolle „Pizza-Night“. Auch beim größten Sommer-Event des Jugend büros, der „Pizza-Serata“, drehte sich alles um köstliche Pizza, erfrischende Cocktails und lockere Musik. Die Veranstaltung richtet sich jährlich gezielt an Volljährige und bietet jungen Erwachsenen die Möglichkeit, einen gemütli chen, stilvollen und zugleich abwechslungsrei chen Sommerabend zu verbringen. Bei musikali scher Unterhaltung durch einen DJ, eleganten Cocktails und frisch gebackenen Pizzen aus dem holzbetriebenen Steinofen konnten die Gäste ins Gespräch kommen, gemeinsam genießen oder sich bei Tischtennis, Calcetto und Spikeball sportlich betätigen. Für das besondere Flair sorgte neben der liebevoll gestalteten Dekora tion die eigens angelieferte „YOUTH APE“. Das Gefährt diente als origineller Blickfang und DJ-Bühne. So entstand wieder ein stimmungs volles „Stadtpark-Ambiente“, das die PizzaSerata zu einem besonderen Treffpunkt für junge Erwachsene aus dem Passeiertal machte. 57
Schulen
Schulsprengel St. Leonhard
Große Beteiligung am KänguruWettbewerb Der internationale Känguru-Wett bewerb zählt zu den bekanntesten Mathematikwettbewerben weltweit. Am 21. März 2026 stellten sich erneut über fünf Millionen Kinder und Jugend liche – von der 1. Klasse Grundschule bis zur 5. Klasse Oberschule – den abwechs lungsreichen Knobelaufgaben. Allein in Südtirol nahmen rund 8.000 Schüle rinnen und Schüler daran teil. Aus unserem Schulsprengel stellten sich insgesamt 305 Schülerinnen und Schüler der Herausforderung, darunter 111 aus der Mittelschule und 194 aus der Grundschule. Im Mittelpunkt steht beim KänguruWettbewerb nicht nur die Anzahl
Die Gewinnerinnen und Gewinner der 1. Klasse Grundschule des Schuljahres 2025/26 bei der internen Prämierung des Wettbewerbs mit der Direktorin Karin Mazzari (links) und der Koordinatorin Anita Gufler (rechts.)
richtiger Lösungen. Viel wichtiger sind der Mut, sich auf ungewohnte Denk aufgaben einzulassen, sowie die Freude am Tüfteln. Alle Teilnehmenden haben gezeigt, dass sie sich Herausforderun gen stellen und durchhalten – darauf dürfen sie stolz sein. Besonders erfreulich sind zwei heraus ragende Leistungen: Andreas Kofler (1. Klasse Grundschule Platt) und Felix Haller (Klasse 2 B Grundschule St. Leonhard) wurden im Rahmen der
Prämierungsfeier am 27. Mai in Bozen für ihre hervorragenden Ergebnisse auf Landesebene geehrt. Sie erreichten den ausgezeichneten 4. bzw. 5. Platz und gehörten damit zu den besten 73 Teilnehmenden. Die große Beteiligung zeigt, wie beliebt der Wettbewerb ist. Wir hoffen daher, dass sich auch im nächsten Jahr wieder viele Schülerinnen und Schüler dieser spannenden Herausforderung stellen.
Bereits zu Schulbeginn kamen eine neue Sandkiste, eine Tischtennisplatte samt Zubehör, ein Volleyballnetz und mehrere Bälle hinzu. Gemeinsam mit Lehrerin Jasmin wurden im Laufe des Jahres außerdem verschiedene Spiel felder und Linien auf den Teerplatz gemalt. Dort befinden sich nun unter anderem Felder für das Mühle-Spiel, Tempelhüpfen und TicTacToe sowie
ein eingezeichnetes Fußballfeld. Damit ist nun auch endlich eindeutig, wann der Ball beim Fußball tatsächlich im Aus ist. So blickt die Grundschule Rabenstein auf ein Schuljahr zurück, in dem nicht nur viel gelernt, sondern auch gemeinsam gestaltet, gefeiert und erlebt wurde.
Anita Gufler
Grundschule Rabenstein
Ein abwechslungs reiches Schuljahr an der Grundschule Rabenstein An der Grundschule Rabenstein ging ein ereignisreiches Schuljahr zu Ende. Neben dem gemeinsamen Lernen kamen auch Feste, Projekte und viele besondere Erlebnisse nicht zu kurz. Neben zahlreichen Projekten wie dem Lesetag, dem Spieleprojekt und ver schiedenen Theaterprojekten stand in diesem Schuljahr vor allem die Gestal tung des Schulhofs im Mittelpunkt. 58
Claudia Sulser, für die Grundschule Rabenstein
Schulen
Rabenstein
Ein Baumfest für die Rabensteiner
Anfang Juni luden die Bäuerinnen von Rabenstein zu einem besonderen Baumfest ein. Die Idee dazu entstand aus der „Baumchallenge“ vom vergan genen Herbst. Nachdem die S.B.O. Ende November nominiert worden war, beschloss sie, den Aufruf auf sinnvolle Weise umzusetzen und daraus ein gemeinschaftliches Fest für die Kinder des Dorfes zu machen. Alle Klein-, Grund- und Mittelschul kinder aus Rabenstein waren gemein sam mit ihren Eltern eingeladen und beteiligten sich mit großer Freude. Nach der Begrüßung durch BäuerinObfrau Michaela machte sich die Gruppe gemeinsam auf den Weg zu einem lichten Platz im Wald oberhalb der „Hörner“. Dort hatten die Grund schüler*innen ein passendes Wald theaterstück vorbereitet, das sie den Anwesenden vorspielten. Passeirer Blatt 189 Sep 2026
Anschließend wurde gemeinsam das Rabensteiner Lied gesungen. Förster Fabian erklärte den Kindern danach, wie ein junger Baum richtig gesetzt wird und stand ihnen tatkräftig zur Seite. Besonders viel Freude berei tete es den Kindern, die Löcher für ihre Bäumchen selbst graben zu dürfen. Natürlich halfen auch die Eltern fleißig mit. Nachdem die Bäume eingesetzt und sorgfältig mit Erde bedeckt worden waren, wurden sie mit Schafwolle vor Rehverbiss geschützt. Zum Abschluss erhielt jedes Bäumchen noch ein eigenes Namensschild. Eine besondere Überraschung wartete danach auf die Kinder. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit rückte die Freiwillige Feuerwehr an und legte eine Wasserleitung im Wald. Jedes Kind durfte selbst einmal den Feuer wehrschlauch halten und damit
den umliegenden Wald bewässern. Zum Abschluss stärkten sich alle bei den traditionellen belegten Broten, die von der EUM gespendet und von den Frauen und Bäuerinnen vorbereitet wurden. Nach einer kurzen Spielpause löste sich die Gesellschaft langsam auf und die Familien wanderten gemeinsam zurück ins Dorf. So ging ein gelungenes Fest zu Ende, das besonders den jungen Rabenstei ner*innen viele schöne Erlebnisse und Erinnerungen bescherte – und zugleich dafür sorgte, dass im Wald einige neue Bäumchen Wurzeln schlagen können. Claudia Sulser
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Schulen
Grundschule St. Leonhard – Jägerschaft St. Leonhard
Gemeinsam auf der Pirsch
Seit 1990 gehört der traditionelle Jagd ausflug der 5. Klassen der Grundschule St. Leonhard zu den besonderen Erleb nissen im Schuljahr. Ins Leben gerufen wurde er auf Initiative des damaligen Revierleiters Oswald Tschöll, gemein sam mit Jagdaufseher Rudolf Hofer, dem Ausschuss der Jägerschaft St. Leon hard und den Lehrpersonen. Ziel war es, den Kindern die heimische Tierwelt, den Lebensraum Wald und die Aufgaben der Jägerschaft näherzubringen. Der erste Ausflug führte ins Pfeiftal. Seither wurde diese schöne Tradition – mit wenigen Ausnahmen – jedes Jahr weitergeführt. Die Jägerschaft besuchte die Kinder zunächst in der Schule, bevor beim gemeinsamen Tag im Wald Tiere beobachtet, viel Wissenswertes vermittelt, ein kleiner Schießwett bewerb veranstaltet und gemeinsam gegrillt wurde. Heuer konnte der Ausflug – aufgrund der besonderen Situation rund um den Lehrerstreik in Südtirol – leider nicht 60
wie gewohnt im Rahmen der Unter richtszeit stattfinden. Für die Jäger schaft St. Leonhard und einige Eltern war aber schnell klar, dass die Tradition trotzdem weiterleben sollte. Besonders Jagdaufseher Ulrich Tratter und Revierleiter Michael Kofler war es ein Anliegen, den Kindern auch heuer einen schönen Tag in der Natur zu ermöglichen. Mit viel Engagement erklärten sich einige Eltern bereit, den Ausflug gemeinsam mit der Jägerschaft außerhalb des schulischen Rahmens zu organisieren. So machten sich am Samstag, den 13. Juni fast 50 Personen – darunter 18 Kinder der 5. Klassen, ihre Eltern und Geschwister sowie einige Jäger – am frühen Morgen auf den Weg nach Pfistrad zur Jägerhütte. Schon während der Wanderung gab es einiges zu entdecken. Gemeinsam wurde Wild beobachtet und die Jäger erzählten den Kindern Interessantes über die Tiere und ihren Lebensraum.
Bei der Jägerhütte angekommen, blieb Zeit zum Spielen, Plaudern und zum gemütlichen Beisammensein. Auch der traditionelle Schießwettbewerb durfte nicht fehlen und sorgte diesmal nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Eltern für Begeisterung. Mittags wurden alle von der Jägerschaft mit Gegrilltem verwöhnt, bevor am Nachmittag einige Mütter Kaffee und Kuchen servierten und die fröhliche Runde den schönen Tag gemütlich ausklingen ließ. Es war ein heiterer und geselliger Tag, der einmal mehr gezeigt hat, wie schön es ist, wenn sich Menschen gemeinsam für eine gute Sache ein setzen. Auch wenn der Jagdausflug heuer einen etwas anderen Rahmen hatte, konnte dank der Initiative einiger Eltern und der Jägerschaft diese lehrreiche Tradition trotzdem weitergeführt werden. Manuela Gufler
Pseirer Veschpm
Vereine & Verbände
Solidarität Jubiläum Ehrungen Veranstaltungen Danksagungen Rückblicke Traditionen Ausflüge
Spendenübergabe Auch in diesem Jahr war es uns wieder eine große Freude, einen Teil der Ein nahmen unseres traditionel len Frühschoppens einem guten Zweck widmen zu können. So konnten wir jeweils € 500 an das Weiße Kreuz Passeier sowie an die Freiwillige Feuerwehr St. Leonhard überreichen. Mit dieser Spende möchten wir unsere große Wertschät zung und unseren herzlichen Dank für den unermüdlichen Einsatz beider Organisatio nen zum Ausdruck bringen. Tag für Tag stehen die frei willigen Helferinnen und Helfer bereit, um in Notlagen rasch und kompetent Hilfe zu leisten. Ihr Engagement, ihre Einsatzbereitschaft und ihr ehrenamtlicher Dienst sind für unsere Gemein schaft von unschätzbarem Wert. Wir freuen uns, mit unserer Spende einen kleinen Beitrag zur Unter
stützung ihrer wichtigen Arbeit leisten zu können. Gleichzeitig möchten wir uns bei allen Besucherinnen und Besuchern unseres Früh schoppens bedanken. Erst durch ihre Teilnahme und Unterstützung ist diese Spendenaktion möglich. Wir wünschen dem Weißen Kreuz Passeier und der Freiwilligen Feuerwehr St. Leonhard weiterhin alles Gute und bedanken uns herzlich für ihren wert vollen Einsatz zum Wohle unserer Bevölkerung. Verein Pseirer Veschpm, verschriftlicht von Anna Raich
v.l.n.r.: Linda Zeni (Vizesektions leiterin vom Weißen Kreuz Passeier), Franz Kienzl, Georg Hofer (Ausschuss Pseirer Veschpm), Roman Pfitscher (Kommandant FF St. Leonhard), Anna Raich (Ausschuss Pseirer Veschpm) Foto: Raphael Gufler
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Vereine & Verbände
Fotos: Waltraud Gatterer
FF Rabenstein
100 Jahre Feuerwehr Rabenstein Von der Handpumpe zur modernen Feuerwehr
Es war das Jahr 1926. Die Gemeinde Rabenstein war kurz vor ihrer Auflösung, es kam zum Zusammen schluss mit Moos. Eine kleine Summe Geld war übrig und so beschloss man, diese Summe sinnvoll zu verwen den. Zwei größere Stadel brände in den Jahren zuvor, wo nur Blechkannen mit Wasser zur Verfügung standen, bewegten die Rabensteiner, eine von Hand betriebene Spritz pumpe anzukaufen, die auch heute noch voll funktions tüchtig ist. Der damalige Bürgermeister Josef Enne moser, genannt Handl Jous, 62
leitete dies in die Wege und so trafen sich mehrere Männer, um zu üben, um sich mit Technik zu befassen. Die Kriegsjahre, die Option und der Faschismus brach ten auch in Rabenstein das Vereinsleben zum Erliegen. Nach dem Krieg 1946 kam das Üben mit der handbe triebenen Pumpe wieder in Gang. Die Rabensteiner ver suchten, mit einer kleinen Gruppe eine Feuerwehr auf zubauen. 1959 schlossen sie sich gezwungenermaßen der Feuerwehr Moos an und bildeten den Zug Rabenstein. Es gab die erste Einsatz kleidung. Geprobt wurde
im Dorf, zu Versammlungen und Vollproben nach Moos zu gehen, war zeitaufwendig und mühsam war der Fußmarsch. 1967 fanden sich in Raben stein mehrere Männer und unter der Leitung von Alfons Gufler entstand wieder eine selbständige Feuerwehr, so wie sie heute ist. Die Ausrüs tung entwickelte sich und 1983 konnte sogar das erste Einsatzfahrzeug angekauft werden. Mit viel Fleiß und Mühe und tüchtigen Män nern im Ausschuss wuchs unsere Feuerwehr weiter und kann mit 30 aktiven Feuerwehrleuten heuer auf
100 Jahre zurückschauen. Ins große Festzelt beim Eisturm begleitete die Musikkapelle Rabenstein die Jubelfeuerwehr, die Fahnenabordnungen der Talfeuerwehren und die Schneeberger Knappen und geladenen Gäste. Die Feier im Festzelt begann mit einer Messfeier, gut vorbereitet von unserem Pfarrer Florian Öttl. Er wies darauf hin, aufmerksam zu sein, dem Nächsten zu helfen und lobte alle ehrenamtlich Tätigen. Alle erinnerte er daran, dass die Bitte nach Gottes Segen nicht vergessen werden darf.
Vereine & Verbände
Nach der Messfeier begrüßte der Kommandant Kurt Lanthaler die Festgemeinde, ließ die Fahnenschleifen an die anwesenden Fahnen von der Fahnenpatin Johanna Etschmann anbringen und schaute kurz auf die 100 Jahre zurück. Er lobte Katharina Ennemoser und Waltraud Gatterer für das Erstellen der Festschrift, einer ausführlichen Chronik. Auch Bürgermeister Stefan Ilmer und der Bezirkspräsi dent der Feuerwehr, Matth ias Gamper, übernahmen ein paar Grußworte. Dankes worte richtete der Komman dant Kurt Lanthaler an alle Passeirer Blatt 189 Sep 2026
Sponsoren, an die Vereine und Organisationen für die finanzielle Unterstützung, für die Mithilfe beim Organi sieren und an alle, die zum Gelingen der Feier beigetragen haben. Kurt Lanthaler lud nun ein zum gemeinsamen Essen. Etwas später kam es auch zum Fassanstich, dessen Bier eine bekannte Brauerei zur Verfügung stellte. Am Abend wurde dann die Verlosung der vier Hauptpreise vorge nommen unter der Aufsicht von Bürgermeister Stefan Ilmer, der Vizebürger meisterin Edith Lahner und dem Maresciallo Ordi
nario Davide Campestrin. Mit musikalischer Unterhal tung klang der Abend aus. Wir Rabensteiner*innen wünschen der Feuerwehr viele Mitglieder, die bereit sind, sich für unser Dorf und darüber hinaus einzusetzen und allen in Not geratenen Menschen und Tieren zu helfen. Waltraud Gatterer
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Vereine & Verbände
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FF St. Leonhard
Liertner Feuerwehrfest 2026 mit 11. Gaudiwettkampf erfolgreich ausgerichtet Feuerwehr Saltaus I holt sich den Sieg, gefolgt von Friesenhofen II und Team Kommandanten.
Am 18. und 19. Juli 2026 wurde auf dem Raiffeisen platz in St. Leonhard aus giebig gefeiert. Die FF St. Leonhard organisierte wieder das „Liertner Feuerwehrfest 2026“ mit reichhaltigem Rahmenprogramm. Das zweitägige Fest begann am Samstagnachmittag mit der Austragung des 11. Gaudiwettkampfs. Insgesamt waren 15 Mann schaften aus aktiven Feuer wehrmitgliedern, darunter auch drei Jugendmannschaf ten, gemeldet. Die Teilneh mer*innen mussten einen Geschicklichkeitsparcours rund um das Schmiedhaus zurücklegen. Dabei mussten vier Stationen samt 64
Zwischenstationen mög lichst schnell und fehlerfrei bewältigt werden. Die schnellste Mannschaft war das Team „Saltaus I“, gefolgt von der Mannschaft „Friesenhofen II“, bestehend aus Mitgliedern der St. Leon harder Partnerwehr. Platz drei belegte bereits zum dritten Mal hintereinander das Team „Kommandanten“, welches aus Mitgliedern von Kommandanten und Kom mandant-Stellvertretern des Tales bestand. Bei den Jugendmannschaften hin gegen konnte sich „St. Leon hard II „ zur Gewinner mannschaft küren. Die begehrten, handgefertig ten Trophäen konnten im Anschluss durch Bürger meister Robert Tschöll,
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Gemeindereferentin Andrea Marth, Referent Thomas Pichler und Abschnitts inspektor Roland Gufler überreicht werden. Am späten Samstagnach mittag spielte das Duo „Psei rer Schwung“ flott auf und die ersten Paare schwangen bereits das Tanzbein. Im Anschluss an die Passeirer Gruppe heizte die Partyband MeetU – Liveband aus Kärn ten – den zahlreichen Fest besucher*innen ein. Der laue Sommerabend, gemeinsam mit den Schmankerln aus der Küche und den fetzigen Klängen der Musikgruppen, war der Garant für einen tollen und ausgelassenen Abend. Am Sonntagmorgen wurden die Anrainer*innen des
Raiffeisenplatzes durch den Weckruf der „Goaselschnöl ler“ aus den Federn gerissen. Spätestens als die Glocken der Pfarrkirche „zommleite ten“ und zur Messfeier riefen, versammelten sich die zahlreichen Gläubigen zur Feldmesse auf dem Raiffeisenplatz. Traditionell wird am dritten Wochenende im Juli der Schutzpatron der Reisenden, Autofahrer*innen und Pilger*innen begangen. Pfarrer Thomas Jablonka hielt die Heilige Messe, wel che vom Jägerchor St. Leon hard feierlich umrahmt wurde. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde der Christophorus-Segen an die anwesenden Fahrzeuge gespendet. →
Vereine & Verbände
4 Weisses Kreuz Passeier
Passeirer Arbeitgeber als wichtige Stütze des Freiwilligenwesens
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Gaudiwettkampf der
Feuerwehren: Einige Teilnehmer bei der Erklärungsrunde. 2
Belegten bereits zum dritten
Mal Platz drei: Team Kommandan
Im Anschluss an die Mess feier konnten sich die Anwesenden mit verschiede nen Gerichten und kalten Getränken stärken. Die Gruppe „Tiroler Stolz“ spielte zum Tanz auf. Natürlich durften die haus gemachten „Psairer Krapfen“ und das reichhaltige Kinder programm inklusive Hüpf burg nicht fehlen. Die Feuerwehr St. Leonhard möchte sich bei allen, die zum guten Gelingen bei getragen haben, herzlich bedanken. Ein großer Dank gilt den zahlreichen Sponsoren und Unterstüt zer*innen, durch welche eine solche Veranstaltung erst ermöglicht wird.
ten; v.r.n.l.: Kdt. Roman Pfitscher
Roman Pfitscher
Christophorus-Segen bedacht.
(St. Leonhard), Kdt. Stv. Manfred Haller (St. Leonhard), Kdt. Roland Gufler (St. Martin), Kdt. Dietmar Haller (Saltaus) und Moderator
Erstmals wurden heuer südtirolweit Unternehmen als WK-Partnerbetriebe aus gezeichnet. Prämiert wurden drei Südtiroler Unterneh men, in den Kategorien Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitenden, von 11 bis 50 Mitarbeitenden sowie Unternehmen mit über 50 Mitarbeitenden. Für das Weiße Kreuz sind solche Partnerschaften von besonderer Bedeutung. Frei williges Engagement hängt nicht nur von der Motivation der Helferinnen und Helfer ab, sondern auch davon, wie gut sich Ehrenamt und Beruf vereinbaren lassen. Flexible Arbeitszeiten, Freistellungen nach Einsätzen und das Verständnis der Arbeit geber*innen schaffen wichtige Rahmenbedingun gen und tragen dazu bei, das Freiwilligenwesen langfristig zu sichern.
Kdt. Markus Platter (Moos) 3
Die Siegermannschaft
FF Saltaus I bei der Siegerehrung; v.l.n.r.: Gemeindereferent Thomas Pichler, Bürgermeister Robert
Das Weiße Kreuz Passeier möchte diese Gelegenheit nutzen, um nicht nur den ausgezeichneten Betrieben,
sondern allen Unter nehmen und Arbeitge ber*innen im Passeiertal einen besonderen Dank aus zusprechen. Die Zusammen arbeit mit den heimischen Betrieben zeichnet sich seit Jahren durch großes Ver ständnis, Verlässlichkeit und gegenseitige Unterstützung aus. Viele Freiwillige können ihren wichtigen Dienst für die Bevölkerung nur deshalb leisten, weil sie auf die Unterstützung ihrer Arbeit geber*innen zählen dürfen. „Im Passeiertal erleben wir tagtäglich, wie gut das Mit einander zwischen Betrieben und Freiwilligen funktio niert. Dafür möchten wir allen Arbeitgeber*innen herzlich danken. Ihre Unter stützung stärkt nicht nur das Freiwilligenwesen, sondern kommt der gesamten Bevöl kerung zugute“, betont Sekti onsleiter Elmar Walder. Auch in diesem Jahr wird es im Winter wieder die Möglichkeit geben, Betriebe als WK-Partnerbetriebe zu melden. Lara Moosmair
Tschöll, Referentin Andrea Marth, Kdt. Roman Pfitscher, FF Saltaus: Thomas Kuen und David Haller, Abschnittsinspektor Roland Gufler, FF Saltaus: Felix Haller und Thomas Hofer. 4
Feldmesse am Sonntag auf
dem Raiffeisenplatz mit Pfarrer Thomas Jablonka. Auch die Ein satzfahrzeuge wurden mit dem Fotos: Walter Haller
Passeirer Blatt 189 Sep 2026
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Vereine & Verbände
v.l.n.r.: Kommandant Markus Platter, Monika Pichler mit Joachim Gufler, Oskar Widmann mit Ilse Hofer, Sandra Hofer mit Matthias Gufler, Jana Perfler mit Patrick Gufler Foto: Simone Peist
FF Moos
Ehrungen für langjährigen Dienst in der FF Moos
Beim traditionellen Kame radschaftsabend der Frei willigen Feuerwehr Moos am Samstag, den 16. Mai stan den jene Kameraden im Mit telpunkt, die sich über viele Jahre mit großem Engage ment in den Dienst der Feuerwehr gestellt haben. Neben zahlreichen Ehren gästen konnten auch Lan desfeuerwehrpräsident a. D. Wolfram Gapp, Bezirks präsident a. D. Erhard Zuech, BFP-Stellvertreter Erwin Kuppelwieser und Abschnittsinspektor Roland Gufler begrüßt werden. Nach dem gemeinsamen Abendessen richtete KDT Markus Platter einige Worte 66
an die Anwesenden und verlas anschließend die Urkunden. Die Überreichung der Ehrungen übernahmen BFP-STV Erwin Kuppelwieser und Bürgermeister Stefan Ilmer. Das Verdienstkreuz in Bronze für die 15-jährige aktive Dienstzugehörigkeit erhielten Joachim Gufler (nachgeholt), Oskar Widmann, Matthias Gufler und Patrick Gufler. Besonders geehrt wurde Kamerad Franz Hofer aus Stuls für 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr. Bereits bei der Bezirks tagung, die heuer am 28. März in Meran stattfand,
wurde ihm vom Landes verband das Verdienstkreuz in Gold verliehen. Diese Ehrung wurde im Rahmen der Feier wiederholt und Franz nochmals für seinen ehrenamtlichen Dienst und seinen Einsatz mit der Überreichung einer Statue des Hl. Florian gewürdigt. Kamerad Mathias Schweigl erhielt vom Kommandanten Markus Platter ebenfalls eine Statue des Hl. Florian zur Anerkennung seiner aktiven Dienstzeit. Mathias schied mit der Jahreshaupt versammlung im Januar aus Altersgründen vom aktiven Dienst aus. Der Feuerwehr bleibt er jedoch weiterhin
als unterstützendes Mitglied verbunden. Franz Josef Pflug, der ebenfalls vom aktiven Dienst ausgeschie den war, konnte hingegen an dieser Feier leider nicht teilnehmen. Nach dem offiziellen Teil ließ man den Abend in geselliger Runde ausklingen. Bei Musik und Tanz wurde im Mooser Bürgerhaus noch ausgiebig gefeiert; ganz im Zeichen der Kameradschaft, die die Freiwillige Feuerwehr Moos seit jeher prägt. Hubert Gögele
Vereine & Verbände
Foto: Hubert Gögele
FF Walten
Rückblick und Einweihung Tanklöschfahrzeug
Die Freiwillige Feuerwehr Walten blickt auf ein ereig nisreiches Jahr 2025 zurück. Insgesamt 33 Übungen wur den durchgeführt, darunter Voll- und Gruppenproben, Atemschutz- und Maschinis tenübungen sowie gemein same Übungen mit anderen Einsatzorganisationen. Auch bei den Einsätzen blieb die Wehr glücklicherweise von größeren Schadenser eignissen verschont. Insgesamt rückten die Feuerwehrleute zu 17 kleine ren Einsätzen aus. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Weiterbildung: 25 Mitglieder besuchten 17 verschiedene Kurse an Passeirer Blatt 189 Sep 2026
der Landesfeuerwehrschule. Mit Ende 2025 zählte die Feuerwehr Walten 38 aktive Mitglieder. Neben dem Einsatz- und Übungsdienst engagierte sich die Wehr auch bei Ver anstaltungen und für die Dorfgemeinschaft. Gleich zeitig wurde im vergangenen Jahr intensiv an der Beschaf fung des neuen Tanklösch fahrzeugs gearbeitet. Im Dezember konnte das Fahrzeug schließlich in der Feuerwehrhalle in Empfang genommen werden. Am 6. Juni 2026 war es dann so weit: Die Feuerwehr Walten konnte ihr neues Tanklöschfahrzeug bei der
Florianifeier offiziell ein weihen. Gemeinsam mit der Musikkapelle Walten mar schierten die Feuerwehr leute und Ehrengäste zunächst zur Heiligen Messe in die Pfarrkirche. Anschlie ßend wurde das neue Fahr zeug beim Gerätehaus von Pater Markus Mur gesegnet und von den Patinnen offiziell übernommen. Das neue Fahrzeug verfügt über 320 PS, Allradantrieb, Automatikgetriebe und neun Sitzplätze. Der Wasser tank fasst 2.500 Liter. Damit erhält die Feuerwehr eine wichtige Verstärkung für zukünftige Einsätze. Kommandant Paul Haller
blickte bei der Feier auf die intensive Planungs- und Beschaffungsphase zurück und bedankte sich bei den Mitgliedern, Spender*innen und Unterstützer*innen. Bürgermeister Robert Tschöll, Vizebürgermeisterin Magdalena Haller und Bezirkspräsident Matthias Gamper gratulierten zur Neuanschaffung und würdigten den Einsatz der Feuerwehr. Mit einem gemeinsamen Abendessen, Kuchen der Patinnen und der Besichtigung des neuen Fahrzeugs klang die Feier gemütlich aus. Patrick Agostini
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Vereine & Verbände
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1 Die Teilnehmer*innen der
Bildungsausschuss Moos
Kräuter- und Flurnamenexkursion
Sommerliche Exkursion
bei der Oberen Ulfaser Alm. Foto: Genoveva Gufler
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Heilende Kräuter, mundartliche Pflanzennamen und Flurnamen
Arnika ist eine vielseitig wirksame Heilpflanze Foto: Arnold Rinner
Einundzwanzig Interessierte hatten sich auf Einladung des Bildungsausschusses Moos und des AVS – Sektion Passeier, Referat Natur & Umwelt am 11. Juli 2026 bei herrlichem Wetter zur som merlichen Exkursion mit dem Titel „Moeschterwurze, Moschp’r und Zigoure“ am Ulfaser Parkplatz eingefun den. Hier begrüßte Arnold Rinner die zahlreichen Teil nehmer*innen und ganz besonders Johannes Ortner, Experte für Flurnamen und dialektale Kostbarkeiten im Pflanzenbereich. Kurz ver wies er darauf, dass dies eine von mehreren Veranstaltun gen ist, die der Bildungsaus schuss Moos im Rahmen 68
des Projektes „Vielfalt ver bindet 5 Dörfer im Hinter passeier“, heuer geplant hat. Die Rundwanderung führte vom Parkplatz in Ulfas im ersten Abschnitt über die Bergwiesen von Wintritt zur Oberen Ulfasalm hinauf. Beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer*innen auf die sem Wegabschnitt von der Fülle an Heilkräutern, wie etwa Meisterwurz, Arnika, Johanniskraut, Thymian, Breit-Wegerich und ihrer fast vergessenen gesund heitsfördernden Fähigkeiten, die Arnold Rinner fundiert und verständlich vorstellte. Daneben wartete Johannes Ortner voller Wissen und Elan mit einer Fülle von
dialektalen Pflanzennamen, wie beispielsweise Kiem, Rosskiem, Schaismoltn, Moschp’rhegge oder Kloff auf. Klingende Flurnamen wie Sogrit Boudn, Alemoese, Sil berquelle oder bin Kluen Kirchl schüttelte der Experte nur so aus dem Ärmel und erläuterte sie. Spannend war auch der zweite Streckenab schnitt, der Richtung Ulfaser Alm hinunter führte. Schnöllkofl, Saatlplotte, Saatltool, Griebler benannte Johannes Ortner einige der hier vor kommenden Örtlichkeiten. Auch viele Heilpflanzen wie Augentrost, Wald-Ehren preis, Wacholder und die Preiselbeere säumten diesen Streckenabschnitt.
Zum Verkosten luden die blau leuchtenden Heidel beeren am Wegrand ein, deren Heilwirkung gut wissenschaftlich belegt ist. Nach dem schweißtreiben den Abstieg fand sich die Gruppe bei der Ulfaser Alm zu einer kleinen Erfrischung ein, ehe die Wanderung dann am frühen Nachmittag über die Forststraße zum Aus gangspunkt zurückführte. Angetan vom Zauber der vielfältigen Kräuter am Wegrand und der Fülle an mundartlichen Pflanzenund Flurnamen im Gebiet, traten die begeisterten Gäste am frühen Nachmittag den Nachhauseweg an. Arnold Rinner
Vereine & Verbände
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AVS Jugend
Hochtour auf den Wilden Freiger Wir sind am 21. Juli in der Früh mit dem AVS-Bus in St. Leonhard gestartet und bei der Timmelsbrücke los gewandert. Beim großen Schwarzsee haben wir eine kurze Brotpause eingelegt und unsere Energie wieder aufgetankt. Nach dem anstrengenden Stück bis zur Schwarzwandscharte haben wir uns unsere Gletscherausrüstung ange schnallt und unser Berg führer Georg hat uns sicher bis zur Müllerhütte geführt. Dort haben wir eine gemüt liche Zeit verbracht und nach dem leckeren Abendessen sind wir alle müde in die Betten gefallen. Am nächs ten Tag ging es für uns auf Passeirer Blatt 189 Sep 2026
den Wilden Freiger, wo wir die wunderschöne Aussicht auf die umliegenden Berge und den Gletscher genießen konnten. Auf dem Rückweg bestiegen noch manche von uns die Hofmannspitze und etwas später hüpften ein paar Verrückte noch in den Schwarzsee. Nach dieser langen, anstrengenden und aufregenden Hochtour waren wir alle müde, zufrie den und stolz auf das, was wir geleistet haben. Wir möchten unserem Berg führer Georg und unseren tollen Betreuerinnen Hanna und Anna ein riesengroßes Dankeschön sagen. Valentina Stolz
3 1 Auf dem Grat zum Wilden Freiger Foto: Georg Hofer 2 Gipfelfoto auf dem Wilden Freiger Foto: Hanna Hofer 3 Über den Gletscher Foto: Hanna Hofer
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Sport
KFS St. Leonhard
Spielbus Emil macht Halt in St. Leonhard Ein Nachmittag voller Spiel, Spaß und Gemeinschaft Am 17. Oktober ist es soweit: Der KFS St. Leonhard lädt alle Fami lien herzlich ein, gemeinsam einen fröhlichen Nachmittag mit dem Spielbus Emil zu verbringen. Von 14.00 bis 17.00 Uhr verwandelt sich der Raiffeisenplatz in einen bunten Treffpunkt für Groß und Klein. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt. Der Spielbus Emil bringt jede Menge abwechslungsreiche Spiel- und Bewegungsangebote für Kinder jeden Alters mit. Ob Austoben, Neues entdecken oder gemeinsam lachen, hier ist für alle etwas dabei. Während die Kinder nach Herzens lust spielen, haben Eltern die Mög lichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und die gemütliche Atmosphäre zu genießen. Der KFS St. Leonhard freut sich darauf, viele kleine und große Besucherinnen und Besucher begrüßen zu dürfen. Gemeinsam möchten wir einen unbeschwerten Nachmittag voller Spiel, Spaß, Lachen und schönen Begegnungen verbringen. Wir freuen uns schon jetzt auf viele bekannte und neue Gesichter und auf einen fröhlichen Nachmittag am Raiffeisenplatz. Alexandra Mair
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1 Sommerkinderprogramm Schwimmen und BeachVolleyball
Schwimmkurse und Beachvolleyball-Camp begeistern auch 2026 viele Kinder und Jugendliche Heuer erstmals Beachvolleyball-Training auch im Sportzentrum in St. Martin. Die Zusammenarbeit zwischen dem ASC Passeier Volleyball und dem SC Meran Schwimmen wird fortgeführt. Wieder über 100 Kinder bei den Schwimm kursen und über 30 Kinder und Jugendliche beim Beachvolleyball-Camp. Beachvolleyball-Camp mit tollem Team
Über 30 Kinder und Jugendliche haben sich heuer für das zweiwöchige Beach volleyball-Camp Ende Juli angemeldet. Aufgrund der großen Anzahl der Teil nehmenden wurden die Trainings einheiten für die jüngeren Teilneh mer*innen auf dem Beachvolleyballfeld in der Sportarena und für die älteren auf dem neuen Feld im Sportzentrum in St. Martin abgehalten. Ein großer Dank gilt den Betreibern beider Anlagen für die Bereitstellung der Beachvolleyball felder und die gute Zusammenarbeit. Gemeinsam mit dem tollen Betreuer innenteam des ASC Passeier Volleyball erlebten die Kinder auch heuer wieder zwei abwechslungsreiche Wochen voller Spaß, Bewegung, Geschicklichkeit und vieler geselliger Momente
rund ums Beachvolleyballspielen. Das Beach-Camp Passeier wird als Vormittagsbetreuungsprogramm im Sommer von der Familienagentur der Provinz Bozen gefördert. Der ASC Passeier Volleyball bedankt sich herzlich beim Sponsor der BeachCamp T-Shirts für die Kinder. Schwimmkurse über vier Wochen im Juli und August – vormittags und nachmittags Das Angebot der Sommerschwimm kurse für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter in der Sportarena von St. Leonhard ist sehr gefragt. Auch 2026 besuchten wieder über 100 Kinder aus dem gesamten Passeiertal die Kurse, sehr erfreulich war der Zuwachs bei
Sport
1 Abschlussfoto Beachvolleyball-Camp Juli-August 2026 mit den Beachvolley ball-Spielerinnen und -Spielern und dem Betreuerteam bestehend aus Sophie, Sara, Noemi, Pia und der Koordinatorin Janet. Links im Bild: Sponsor der neuen BeachCamp T-Shirts Hans Bacher, Präsident Sport arena und Gemeindereferent Roman Reichhalter und die Organisatorinnen Manuela Öttl und Manuela Gufler 2
vom ASC Passeier Volleyball 2 Gruppe von begeisterten Spieler*innen des BeachCamps mit den Betreuerin nen im Sportzentrum von St. Martin 3 Abschlussfoto einiger Kinder von den Vormittags-Schwimmkursen im Juli-August und den NachmittagsSchwimmkursen im August. Mit den Schwimmtrainerinnen Maya und Kinga vom SC Meran Schwimmen und
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Manuela Öttl vom ASCP Volleyball. 4 Inklusionsschwimmkurs mit Mirja und Schwimmtrainerin Kinga. 5 Laura, Ida, Jasmin und Matilda kommen in die 4. Grundschule und besuchen schon seit mehreren Jahren die Schwimmkurse.
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den Kindern aus den Fraktionen und dem Hinterpasseier. Heuer wurden zwei Wochen vormittags Ende Juli und zwei weitere Wochen nachmittags im August mit jeweils fünf altersgerechten Kursen angeboten. Besonders erfreulich ist, dass auch ein Inklusionsschwimm kurs angeboten werden konnte. Auch heuer vermittelten zwei Schwimmtrainer*innen des SC Meran Schwimmen den Kindern auf spieleri sche Art und Weise Tauch- und Passeirer Blatt 189 Sep 2026
Gleitübungen, Atemtechniken unter Wasser sowie, je nach Kategorie, verschiedene Schwimmtechniken. Äußerst positiv ist, dass viele Kinder die Schwimmkurse bereits seit mehre ren Jahren besuchen. So haben sie die Möglichkeit, entsprechend ihren Fähigkeiten, jedes Jahr in die nächst höhere Kategorie aufzusteigen, neue Schwimmstile zu erlernen und ihre Schwimmtechnik weiter zu verbessern. Danke an die Schwimmtrainer*innen,
an den SCM Schwimmen, an das gesamte Team der Sportarena, an den Präsidenten der Sportarena und Gemeindereferent Roman Reichhalter, an die Gemeinde St. Leonhard, an alle Eltern und alle Beteiligten für das Ver trauen und die gute Zusammenarbeit. Wir hoffen, das Projekt 2027 wieder fortführen zu können. Manuela Öttl, ASC Passeier Volleyball
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Sport
AVS Kletterteam Passeier
Bouldercamp der Klettergruppe nach Val Daone
Am Samstag, den 9. August sind wir aufgebrochen zu einer zweieinhalb stündigen Fahrt bis zu unserer Wiese, wo wir nun drei wundervolle Tage vor uns hatten. Gleich nach der Ankunft stellten wir uns unserer ersten Aufgabe, dem Aufbau der Zelte. Nachdem alle ihre Traumplätzchen gefunden hatten und die Zelte standen, gab es für uns Brote und Nudelsalat. Am Nachmittag haben wir dann unsere Kletterausrüs tung gepackt und sind zu einem Sektor gefahren. Dort haben wir viele Boulder probiert, leichte und schwere, es war für alle etwas dabei. Nach diesem anstren genden Tag haben uns unsere Köche mit Omeletten mit Nutella, Marmelade oder Käse den Abend versüßt. Am nächsten Morgen durften wir ein wenig ausschlafen und ein leckeres Frühstück genießen. An unserem zweiten Tag hieß es wieder „Ab in 72
einen neuen Sektor zum Klettern!“ Wir boulderten alle und hatten jede Menge Spaß. Am späten Nachmittag kamen wir wieder auf unserer Zeltwiese an, wo manche von uns sich eine Abkühlung gönnten und in den Bach sprangen. Es gab auch einen Matschbombenangriff und für wen das nichts war, die konnten immer noch gemütlich auf der Wiese sitzen und das beliebte Spiel „Werwolf“ spielen. Nach köstlichen Pesto- und Gemüsenudeln hockten wir gemeinsam am Lagerfeuer und genossen die Wärme, die das lodernde Feuer umgab. In unserer letzten Nacht durften wir nicht ausschlafen, weil wir an diesem Tag zum Aquapark Caneva fuhren. Nach einem kurzen Stau kamen wir dort zur Mittagszeit an. Alle konnten es kaum noch erwarten, die vielen tollen Rut schen auszuprobieren. Wir rutschten schwarze Tunnelrutschen, Rutschen
mit Matten und mit Reifen, steile Rutschen und langsame Rutschen und das große Highlight war die Freier-FallRutsche. Bei dieser extremen Rutsche klappte plötzlich die Klappe unter unse ren Füßen auf und wir befanden uns kurz im freien Fall, bis wir die Rutsche unter unseren Körpern wieder spürten. Wir hatten im Wasserpark einen Riesenspaß. Und wir möchten unseren tollen Betreuern und Betreuerinnen ein großes Dankeschön sagen für diese wundervollen Tage. Valentina Stolz
Aktuelle Neuigkeiten, Termine und Informationen finden Interessierte direkt auf dem WhatsApp-Kanal des Kletterteams Passeier.
Veranstaltungen und Termine September
Oktober
November
jeden Montag im September Jaufenburg geöffnet, (Eintritt freiwillige Spende), 10 – 13 Uhr, MuseumPasseier
jeden Freitag im Oktober Hofer Highlights, Führung ohne Anmeldung und Aufpreis, 11 – 12 Uhr, MuseumPasseier
1.11.
MuseumPasseier geöffnet, 10 – 16 Uhr
3. – 7.11.
MuseumPasseier 10 – 16 Uhr geöffnet
jeden Freitag im Oktober Hofer Highlights, Führung ohne Anmeldung und Aufpreis, 11 – 12 Uhr, MuseumPasseier
3.10.
11. Wollstraße, 9 – 16 Uhr, Dorfzentrum St. Leonhard
4.11.
3.10.
Mårtiner Genuss Marktl, 8 – 12.30 Uhr, Festplatz St. Martin
Repaircafè, in Zusammenarbeit mit Bildungsausschuss St. Martin, 18 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin
4.10.
Törggelefest der MK St. Martin, 11 – 17 Uhr, Festplatz St. Martin
6.11.
Redaktionsschluss Passeirer Blatt
7.10.
Repair Cafè, in Zusammenarbeit mit Bildungsausschuss St. Martin, 18 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin
6.11.
Hofer Highlights, Führung ohne Anmeldung und Aufpreis, 11 – 12 Uhr, MuseumPasseier
7.11.
10.10.
Baumfest in St. Martin, 13 – 17 Uhr
Leonhardsmarkt, Dorfzentrum St. Leonhard
7.11.
15.10.
Brotbacken mit Verkostung und Miniführungen, 10 – 13 Uhr, MuseumPasseier
Mårtiner Genuss Marktl, 8 – 12.30 Uhr, Festplatz St. Martin
7.11.
Tag der Offenen Tür, 10 – 16 Uhr, MuseumPasseier
7.11.
Passeier und seine Partisanen, Führung durch die Sonderausstellung, ohne Anmeldung und Aufpreis, 14 – 15 Uhr, MuseumPasseier
8.11.
Winterpause MuseumPasseier bis April 2027
11.11.
Martinstag 9 Uhr: Patrozinium mit Festgottesdienst, Pfarrkirche St. Martin; 17.30 Uhr: Martinsumzug und 15. Martiner Gänselauf, Dorfplatz
14.11.
Martinimarkt, 8 – 14 Uhr, Dorfzentrum St. Martin
17.11.
Kleinkindertreff mit Erna Pircher, 10 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin
23.11.
Weihnachtsbasteleien für Schulkinder mit Susanne Mahlknecht, 15 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin
23.11.
Vortrag „Fit im Gehirn“ mit Dr. Christian Wenter, in Zusammenarbeit mit KVW St. Martin, 19 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin
29.11.
Adventssingen, 19 Uhr, Kirche Saltaus
14.9.
15.9.
16.9.
17.9.
19.9.
Buchvorstellung „Das Geheimnis der Kinderstimmenbox“, in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Jugendring, 16 Uhr, Öffentlichen Bibliothek St. Martin Informationsabend zum Gaming in der Bibliothek und Kindersoftwarepreis „Tommi Games Award 2026“ mit Hannes Waldner, 19.30 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin Vortrag: Lost and Found – Neuentdeckte Dokumente zum Bergbau im Hinterpasseier, im Bunker Mooseum Brotbacken mit Verkostung und Miniführungen, 10 – 13 Uhr, MuseumPasseier „Pflanzen lesen – Zeiger pflanzen am Schneeberg“, Sonderführung, Schneeberg
19.9.
Beginn Gebrauchtkleidersammlung für Aktiv Hilfe Für Kinder EO, jeweils samstags bis 24. Oktober 2026, 8.30 – 11 Uhr, Recyclinghof Mörre-Passeier
20.9.
Liertner Dorfmarktl, 10 – 15 Uhr, Dorfbrücke St. Leonhard
22.9.
Mein Rezept – dein Rezept: Hauptspeisen, Austausch und Verkostung von Rezepten mit Geling-Garantie, in Zusammen arbeit mit den Bäuerinnen Ortsausschuss St. Martin, 19.30 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin
24.9.
Vortrag „Geht Sterben wieder vorbei? Mit Kindern über Sterben, Tod und Trauer sprechen“ mit Raphaela Kager, in Zusammenarbeit mit KFS St. Martin, 19.30 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin
25.9.
Beginn Bauernkuchl im Hinterpasseier
26.9.
Passeier und seine Partisanen, Führung durch die Sonderausstellung, ohne Anmeldung und Aufpreis, 9 – 10 Uhr, MuseumPasseier
27.9.
18. Passeirer Höfemarkt, ab 10 Uhr, Freigelände Hotel Torgglerhof, Saltaus
29.9.
Michaelsmarkt, Dorfzentrum St. Leonhard
17.10
Spielenachmittag mit Spielbus Emil, 14 – 17 Uhr, Raiffeisenplatz St. Leonhard, findet bei jeder Witterung statt
17.10.
Konzert mit CD-Präsentation „Knox & Friends“, 20 Uhr, MuseumPasseier
18.10.
Liertner Dorfmarktl, 10 – 15 Uhr, Dorfbrücke St. Leonhard
18.10.
5. Südtiroler Goas Festival, 8 – 18 Uhr, Freigelände Sandhof St. Leonhard
20.10.
Kleinkindertreff mit Erna Pircher, 10 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin
20.10.
24.10.
24.10.
26.10.
Passeier und seine Partisanen, Führung durch die Sonderausstellung, ohne Anmeldung und Aufpreis, 11 – 12 Uhr, MuseumPasseier Passeier und seine Partisanen, Führung durch die Sonderausstellung, ohne Anmeldung und Aufpreis, 9 – 10 Uhr, MuseumPasseier „Lyrischer Liederabend“, CD-Präsentation „Af der åndern Seite“, Texte und Lieder von Pepi Platter, 19.30 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin Herbstbasteleien für Schul kinder mit Susanne Mahlknecht, 15 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin
Vorankündigung: Ende November/Anfang Dezember findet in der Öffentlichen Bibliothek St. Martin ein „Letzte-Hilfe-Kurs“ statt (die „Letzte Hilfe“ begleitet Menschen auf ihrem letzten Weg), in Zusammenarbeit mit dem Sanitätssprengel St. Leonhard. Genauere Infos folgen. 73
moos Gemeindeamt Minirecyclinghof
Rest- und Biomüllsammlung Öffentliche Bibliothek
Apotheke RAM Eltern-Kind-Beratung Moos Ambulatorium Krankenpflegedienst Moos 5er Jugendtreff Hinterpasseier st. leonhard Gemeindeamt Minirecyclinghof Restmüllsammlung Biomüllsammlung Öffentliche Bibliothek Apotheke RAM Jugendbüro Passeier Jugendzentrum YOU st. martin Gemeindeamt Minirecyclinghof Restmüllsammlung Biomüllsammlung Öffentliche Bibliothek lese.werk.statt Apotheke Dr. Rizzo Daniele Eltern-Kind-Beratung Krankenpflegeambulatorium Garberweg Jugendtreff sprengelsitz passeier Verwaltungsdienst Sozialsprengel BZG Dienst für Pflegeeinstufung Anlaufstelle Pflege- und Betreuungsangebote Blutabnahme
Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; T 0473 861 100 Moos Fr, 8.30 – 9.30 Uhr; Platt Mi, 8 – 9 Uhr und 1. Sa/Monat, 14.45 – 15.30 Uhr; Pfelders Mi, 14 – 15 Uhr; Stuls Mi, 10 – 11 Uhr und 1. Sa/Monat, 13.30 – 14.15 Uhr; Rabenstein 1. und 3. Mo/Monat, 10 – 11 Uhr; Rabenstein (Saltnuss – rotes Haus) jeden 1. Mo/Monat, 9 – 9.45 Uhr Dienstag: Moos, Platt, Pfelders (Dorf und Zeppichl), Stuls wöchentlich; Rabenstein, Pill bzw. Sportplatz Sand, Ulfas jede 2. Woche Moos (während Schulmonate) Di, 9 – 11 Uhr, Mi, 15 – 16.30 Uhr, Do, 16.30 – 18 Uhr, Sa/So nach Gottesdienst; Stuls Mo 15 – 16 Uhr; Platt Mi 16 – 17 Uhr, Fr 9 – 11 Uhr und 15 – 16.30 Uhr, Sa/So nach Gottesdienst; Rabenstein So, nach Gottesdienst; Pfelders 1. und 3. Di im Monat, 16 – 17 Uhr; Mo, Do, 9 – 12; Di, 9.30 – 12 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; T 0473 643 508 nur mit Vormerkung: T 339 2924051 Do, 8 – 8.30 Uhr (ohne Vormerkung); T 0473 861 150 Mo, Mi, 15 – 19 Uhr; Fr, 17 – 21 Uhr; T 0473 861 289
Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr; zudem Di, 14.30 – 17.30 Uhr; T 0473 656 113; Sa nur Bereitschaft Standesamt, 9 – 11 Uhr, T 389 8551081 St. Leonhard Fr, 14.30 – 16.30 Uhr, Sa, 7.30 – 9 Uhr; Walten Mo, 14 – 15 Uhr St. Leonhard Di; Walten, Schweinsteg, Prantach, Mörre, Glaiten jeden 2. Di Mittwoch St. Leonhard ab 7.9.2026: Mo, Di, Do, Fr, 14.30 – 18 Uhr; Mi, Do, 9 – 12 Uhr; Walten aktuelle Öffnungszeiten finden sich auf der Webseite der Bibliothek Mo – Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr; T 0473 656 146 Di, Do, 15 – 17 Uhr; Mi, Fr, 10 – 12 Uhr; T 0473 861 289 Di, Do, 15 – 19 Uhr; Sa, 17 – 21 Uhr
Mo – Fr, 8 – 12 Uhr St. Martin Fr, 8 – 10 Uhr; Samstag geschlossen; Saltaus ist während des Winters (ca. bis Anfang April) nur an jedem 1. Freitag im Monat von 8.30 – 9.30 Uhr geöffnet St. Martin Montag; Matatz, Breiteben, Kalmtal jeden 2. Montag Mittwoch ab 7.9.2026: Mo, Mi, Fr, 9 – 11.30 Uhr, 14.30 – 17 Uhr; Di, Do, 14.30 – 17 Uhr; Mo – Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr; T 0473 641 950 Dorfstraße 25/c (alte Bibliothek); Do, 8 – 12 Uhr; T 0473 641 095 Di, Fr, 8 – 10 Uhr; T 0473 650 782 Bürozeiten: Di – Sa, 10 – 12 Uhr; T 342 0065125
Kinderblutabnahme Krankenpflegeambulatorium Eltern-Kind-Beratung Dienst für Abhängigkeitserkrankungen Rehabilitationsdienst Impfzentrum Gynäkologe Caritas – ambulanter Betreuungsdienst
Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, 9.30 – 12 Uhr; Do, 9.30 – 12 u. 14 – 15.30 Uhr; T 0473 659 500 Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr; nachmittags mit Terminvereinbarung: T 0473 205 101 T 848 800 277 Di 9 – 11 Uhr; Do 10 – 12 Uhr; T 0473 659 566 Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, mit Vormerkung, T 0473 100 100 oder online: www.sabes.it/vormerken oder oder sanibook.sabes.it Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr; mit Vormerkung: T 339 2924051 oder 0473 659 510 Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, Do, 9.30 – 11 Uhr Di, 8 – 12 Uhr; nur mit Vormerkung: T 0473 659 518 Vormerkung: T 0473 251 760 Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr; 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 533 Mo, 8.30 – 11.30 und 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 517; impfungen.passeier@sabes.it jeden 1. 2. und 3. Di/Monat, 13.30 – 15.30 Uhr, mit Vormerkung, T 0473 100 100 Vormerkung Mo – Fr, 8 – 11 Uhr; T 0473 205 109
recycling Recyclinghof Passeier (Mörre)
Di, Do, 14 – 17 Uhr; Sa, 8 – 11 Uhr