Mai/Juni 2026
nr. 188 · 40. jahrgang

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Mai/Juni 2026
nr. 188 · 40. jahrgang

MITTEILUNGEN UND NACHRICHTEN AUS DEN PASSEIRER GEMEINDEN
Was uns be W egt
Notfallseelsorgerin Evi Klotz im Portrait
g emeinden
Neuigkeiten aus den Gemeinden
aus der g eschichte
Passeier vor 125 Jahren
MuseumHinterPasseier
MuseumPasseier
in ehrendem g edenken
k ultur und g esellschaft
b ibliotheken
Passeirerin in der Welt
Stefanie Kofler über ihr Leben an der Küste Frankreichs
n atur & u m W elt
k indergärten
Kreativität, Kindergartenküche
Jugend
Vereine und Verbände
Solidarität, Vollversammlungen, Ehrungen, Abschiede, Neuwahlen, Übungen, Konzerte, Traditionen sP
Klettern,
Veranstaltungskalender
Informationen zu den Richtlinien für Beiträge und Werbeanzeigen sind auf der Webseite einsehbar.
www.passeirer-blatt.it
Zusammenhalt durch Engagement und Wandel
Liebe Leserinnen und Leser, unser Tal lebt von Menschen, die anpacken. Ob in der Notfallseelsorge oder im Ehrenamt – helfende Hände sind die Basis unserer Gesellschaft. Doch Engagement braucht Veränderung: Bei den aktuellen Jahresversammlungen wurden vielerorts die Vorstände neu gewählt. Solche Wechsel sind wichtig, um Traditionen zu bewahren und gleichzeitig mit frischen Impulsen die Zukunft zu planen.
Wie aktiv dieser Gemeinschaftsgeist ist, zeigten jüngst zwei Beispiele: Die Fliegenfischer haben durch ihre Müllsammelaktion einen direkten Beitrag zum Naturschutz an unseren Gewässern geleistet. Organisatorisch, mental und körperlich forderte die große Waldbrandübung die Vereine und Verbände der Talschaft. Dass Feuerwehr, Bergrettung und Forstbehörde – unterstützt durch Hubschrauber – so reibungslos zusammenarbeiten, gibt uns allen Sicherheit. Dieses Fundament kann nur durch die Absicherung und ein stabiles Rückgrat von Seiten der öffentlichen Hand und Gemeinden gewährleistet werden.
Was wir hier im Kleinen tun, hat Bedeutung für das Große: Wenn wir gemeinsam – über alle Generationen und Institutionen hinweg – im Alltag zusammenschauen, gelingt das Miteinander bei uns hier im Tal und letztlich auf unserem ganzen Planeten.
Wir wünschen Euch viel Freude beim Lesen dieser Ausgabe und viele inspirierende Momente mit den Geschichten aus unserem Passeier.
Eure Redaktion
Impressum
Erscheint dreimonatlich. Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29. 5. 1987.
Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier; vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Robert Tschöll – Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier.
Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Ulrich Mayer
Redaktion: Lukas Fahrner, Annelies Gufler, Leo Haller, Magdalena Haller, Simone Peist, Arnold Rinner; Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier.
Korrektur: Stefan Reiterer
Druck: Druckwerkstatt Medus
Produktion: Barbara Pixner und Vera Schwarz
Kontakt Passeirer Blatt
E-Mail: passeirerblatt@passeier.it
T 340 3942021
www.passeirer-blatt.it
Kontakt Versand und Abonnement
Gemeinde St. Leonhard in Passeier
T 0473 656 113
Nächste Redaktionsschlüsse: 21. August, 6. November 2026
Titelseite: Artenvielfalt an einem sonnigen Platz in Lazins
Foto: Lea Ennemoser
„Sobald ich meine Dienstkleidung anziehe, bin ich bereit für den Einsatz. Während des Anziehens schlüpfe ich nicht nur in eine andere Kleidung, sondern auch in eine andere Rolle.“
Evi Klotz aus Walten ist 52 Jahre alt und seit drei Jahren als Notfallseelsorgerin tätig.

Die Notfallseelsorge ist ein Dienst des Weißen Kreuzes für Menschen in akuten Notsituationen, ausgelöst durch plötzliche Todesfälle, sei es im häuslichen Bereich, sowie Unfälle oder Katastrophen. Sie wird von der Einsatzzentrale des Weißen Kreuzes angefordert. Manchmal wird die Notfallseelsorge auch von Psycholog*innen begleitet.
Evi Klotz erzählt uns, sie habe das immer schon machen wollen und vor drei Jahren ließ es ihre familiäre Situation erstmals zu. Aber wie wird man zur Notfallseelsorgerin und was macht die Notfallseelsorge eigentlich genau? Wir haben uns mit Evi bei ihr in Walten getroffen und gründlich nachgefragt.
So sympathisch, Ruhe ausstrahlend und zugänglich Evi auch ist, man hofft trotzdem, sie nie im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit anzutreffen. Wenn Evi in ihrer Dienstkleidung an einer Haustür klingelt, hat sie nie gute Nachrichten zu überbringen. Es liegt oft an ihr oder an ihren Kolleg*innen, fremden Menschen mitzuteilen, dass einer ihrer Lieben plötzlich verstorben ist.
„Es braucht schon viel Empathie, Intuition und Mitgefühl bei dieser Tätigkeit“, sagt sie, „wir sollen mitfühlen, aber nicht mitleiden“, betont sie ganz klar. Denn wer mitleidet, könne niemanden unterstützen. Evi Klotz trennt ihre ehrenamtliche Tätigkeit sehr klar von ihrem Privatleben, sie spricht zuhause nicht über ihre Einsätze und es fragt auch niemand – „alles ist klar geregelt und alle zuhause wissen Bescheid, dass ich nach einem Einsatz erst mal kurz für mich sein muss.“ Evi geht nach einem Einsatz oft spazieren oder trinkt in Ruhe eine Tasse Kaffee. Sie ordnet auf diese Weise kurz ihre Gedanken und schließt dann mit dem Einsatz auch ab, so spricht sie über sich selbst. Evi hat ihre Ausbildung zur Notfallseelsorgerin in Brixen gemacht. An vier bis fünf Wochenenden hat sie das nötige Rüstzeug für diese anspruchsvolle Tätigkeit mitbekommen. Anschließend an die Ausbildung fährt man einige Einsätze mit dem Weißen Kreuz mit, um den gesamten Ablauf zu verstehen und willkommene Kontakte zu knüpfen, die einem später während der Einsätze helfen.
Evi Klotz aus Walten, die mittlerweile Gruppenleiterin der Meraner Notfallseelsorge ist, erzählt uns, sie habe die Tätigkeit als Notfallseelsorgerin immer schon machen wollen.
„Wir sind wirklich ein ganz tolles Team, das ist so wichtig“, betont Evi.
Fotos: Passeirer Blatt
Bei einem Einsatz kommt die Notfallseelsorge immer im Team, ein Notfallseelsorger ist „im Vordergrund“ und einer im Hintergrund. Im ersten Jahr bleibt man immer im Hintergrund und kann somit von Kolleg*innen lernen, befindet sich aber gleichzeitig bereits in der Praxis. „Wir sind wirklich ein ganz tolles Team, das ist so wichtig“, betont Evi, die mittlerweile zur Gruppenleiterin der Meraner Notfallseelsorge geworden ist. „Wir teilen uns die Bereitschaftsdienste untereinander auf und man ist auch meistens immer mit jemand anderem im Einsatz.“ Im letzten Jahr hatte Evi zwölf Einsätze.
Wie läuft so ein Einsatz von dir normalerweise ab?
„Wenn ich Bereitschaft habe, halte ich mich meistens hier in der Umgebung auf, damit ich schnell bei meinem Auto bin, um losfahren zu können. Wenn ich gerade bei der Arbeit als Frühstücksbedienung bin, dann bin ich als erstes dankbar für meine netten Kolleg*innen und meine Vorgesetzten, die es ermöglichen, dass ich gleich losstarten kann. Die Einsatzzentrale ruft mich an, nennt mir einige Eckdaten: Was ist passiert, wer sind die Betroffenen, sind Kinder unter den Betroffenen, Geschlecht und Alter der Betroffenen. Es ist wichtig, dass wir so schnell wie möglich losfahren, damit die Betroffenen, z.B. nach einem tödlichen Unfall, die Nachricht von den Behörden und uns gemeinsam erfahren und nicht anderweitig oder gar aus den Medien, die oft schneller sind als wir. Wir klingeln an der Haustür, überbringen die traurige Nachricht und bleiben dann so lange vor Ort, wie es notwendig ist, um die Betroffenen zu unterstützen, in der Regel ungefähr zwei bis drei Stunden. Wenn wir der Meinung sind, dass die betroffenen Familienmitglieder einigermaßen stabil sind und wir sie allein lassen können, ist unser Einsatz beendet. Wir machen immer noch eine kurze Nachbesprechung zu zweit, fahren dann nach Hause und schreiben ein Protokoll, das bereits zur Verarbeitung des Einsatzes beiträgt.“
Die Einsätze sollen nie im eigenen Dorf oder im eigenen Tal stattfinden, in dem Notfallseelsorger*innen wohnen, das heißt,

Evi ist fast immer in Meran, Ulten, Naturns, Proveis/Laurein oder Hafling im Einsatz.
„Das ist wichtig, um sich selbst, aber auch die einheimischen Betroffenen zu schützen, denn ich würde sie ein Leben lang an diesen Moment erinnern, wenn sie mich auf der Straße oder beim Bäcker treffen würden.“
Das klare Ziel der Notfallseelsorge ist es, Ruhe und Struktur in den Haushalt zu bringen, dem sie die traurige Nachricht überbringen mussten. Das heißt, die Notfallseelsorge ist dafür da, möglichst schnell ein gutes Netzwerk für die Betroffenen aufzubauen, ihnen eine erste Hilfestellung zu geben, Bedürfnisse zu erkennen, Verwandte und Freunde ausfindig zu machen, die helfen können oder bei der ersten Kontaktaufnahme mit dem Bestatter zu helfen. Evi zeigt uns ihren Dienstrucksack, den sie immer im Einsatz dabei hat. Darin befindet sich eine Broschüre, in der wichtige Notfallnummern aufgelistet sind, wie zum Beispiel die des psychologischen Krisentelefons, das rund um die Uhr erreichbar ist. Außerdem hat sie Taschentücher dabei, Getränke, einen Weißes-Kreuz-Kuschelbär für die Kinder und ein Päckchen Zigaretten. „Das brauchen wir wirklich oft“, verrät sie mit einem Lächeln.
Anlaufstellen bei belastenden Ereignissen
Psychologisches Krisentelefon 24h
T 800 101 800
Psychologischer Dienst Meran
T 0473 251 960 (zu Bürozeiten)
MERANO TEATRO FESTIVAL FESTIVAL DL TEATER DE MARAN
Das Wichtigste sei, dass das soziale Netzwerk von Betroffenen in so einer Situation funktioniert. „Das war früher etwas einfacher“, stellt Evi fest, „die Familien waren viel größer und wohnten meistens enger zusammen“. Auch deshalb wurde die Notfallseelsorge vor 30 Jahren erstmals ins Leben gerufen.
„Meine Motivation war es eben auch, als Außenstehende helfen zu können, weil Betroffene selbst meistens überfordert sind.“
Es sei ihr auch schon passiert, dass sie wieder weggeschickt wurde, weil Betroffene das Angebot nicht annehmen wollten. „Das ist auch in Ordnung“, sagt Evi „alle reagieren unterschiedlich und das respektieren wir natürlich. Deswegen hilft es auch nichts, wenn ich mir bereits vorab zu viele Gedanken mache, wenn ich zum Einsatz fahre, denn meistens kommt es eh anders, als man dachte.“
Ihren allerersten Einsatz hat Evi immer noch gut in Erinnerung. Gedanken wie „hoffentlich schaffe ich das“ oder „wie werde ich mich wohl schlagen“ sausten durch ihren Kopf. Doch Evi hat sich bewiesen, liebt ihre Tätigkeit und hofft, sie noch lange ausüben zu können, denn sie gebe ihr auch viel. Eine gewisse Dankbarkeit und Zufriedenheit habe sich dadurch eingestellt, erzählt sie. Ihr besonderes Gespür, die Balance halten, zwischen zuviel und zu wenig sprechen, ihr Talent zu den Menschen durchzudringen, zu spüren, was der Mensch gerade braucht, und wenn es manchmal nur eine Tasse Tee ist – das zeichnet Evi aus und wir haben großen Respekt davor.
Danke Evi, dass du diesen Dienst an der Gemeinschaft leistest. Vergelt’s Gott.

Uraufführung Schauspiel von LUIS ZAGLER
Inszenierung: TORSTEN SCHILLING
MERAN – oberhalb der Gärten von Schloss Trauttmansdorff 02.– 20.Juli 2026
Beginn: 21 Uhr
Einlass: 19 Uhr mit Gastro
Ticketpreise: Kat. 1 – 28 € Kat. 2 – 25 € Gratis Parkplätze bei den Gärten von Schloss Trauttmansdorff (P2, P3, P4)
Ticketreservierungen:
+39 0473 428 388 / 389 info@meranerfestspiele.com ticket.meranerfestspiele.com
Gruppenermäßigungen auf Anfrage.
Busdienste: Bequem nach Meran mit dem Festspielbus ab Innsbruck, Lienz und Landeck und retour – Infos unter meranerfestspiele.com/busdienste
www.meranerfestspiele.com

Mobilitätszentrum: Fertigstellung vor der Sommersaison
Die Arbeiten am neuen Mobilitätszentrum in Moos schreiten zügig voran und werden, wie geplant, noch vor Beginn der Sommersaison abgeschlossen. Die klare Trennung von öffentlichem Nahverkehr und Durchzugsverkehr sorgt künftig für mehr Übersichtlichkeit und Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden. Besonders für Schülerinnen und Schüler, Pendlerinnen und Pendler sowie für Gäste bedeutet dies ein komfortableres und geschütztes Warten auf die Busverbindungen.
In der Passerschlucht wird intensiv an der Sicherung des Felsbereichs an der Prantlwand gearbeitet. Im Anschluss daran erfolgt das Setzen der Verankerungen im Fels sowie der Einbau der erneuerten Brücken. Ziel ist es, den beliebten Wanderweg bis Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni wieder zugänglich zu machen. Die Maßnahmen, die mit Kosten von rund 600.000 Euro verbunden sind, werden gemeinschaftlich von den drei beteiligten Gemeinden St. Martin, St. Leonhard und Moos getragen. Der spektakuläre Weg durch die wild-romantische Passerschlucht ist für Moos von großer Bedeutung: Er ist ein zentraler Anziehungspunkt für Gäste und stärkt die lokale Wirtschaft. g

Steinschlagzäune: Moos künftig außerhalb der Gefahrenzone Ein bedeutender Meilenstein wird in diesen Tagen im Bereich Zivilschutz erreicht: Mit dem Start des dritten Bauloses der Steinschlagverbauungen wird das gesamte Dorf Moos künftig nicht mehr in der roten Gefahrenzone liegen. Ein wesentlicher Abschnitt der Schutzbauten verläuft oberhalb der Stuller Straße, wodurch auch die Verkehrswege nachhaltig vor Felsstürzen gesichert werden. 1 2
Zivilschutzzentrum: Baustart im Mai Im Mai beginnen die Bauarbeiten für das neue Zivilschutzzentrum in Moos. Das Projekt, das mit einem Gesamtkostenrahmen von rund 6 Millionen Euro veranschlagt ist, stellt eine wichtige Investition in die Sicherheit und Einsatzbereitschaft der örtlichen Einsatzkräfte dar. Die Bauzeit ist mit rund 1,5 bis 2 Jahren angesetzt.
Künftig werden dort unter anderem die Freiwillige Feuerwehr und die Bergrettung moderne und zweckmäßige Räumlichkeiten erhalten. Das Rendering gibt bereits einen ersten Eindruck der künftigen Struktur.
Passerschlucht: Sicherungs und Wiederherstellungsarbeiten laufen auf Hochtouren


Pfelders: Drittes Baulos planmäßig gestartet
Auch in Pfelders gehen die Infrastrukturmaßnahmen konsequent weiter. Das dritte Baulos ist planmäßig angelaufen und umfasst – wie bereits in den vorangegangenen Abschnitten – die Erneuerung der Trink- und Löschwasserleitungen sowie die Verlegung von Elektro-Leerrohren für zukünftige Anforderungen. Im Anschluss daran erfolgt die Oberflächengestaltung in Abstimmung mit den bestehenden Bauabschnitten.
Moderne Beleuchtung: Umstellung auf LED abgeschlossen Ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft wurde mit der vollständigen Umstellung der öffentlichen Beleuchtung auf moderne LED-Technologie gesetzt. Diese entspricht nicht nur dem aktuellen Stand der Technik und spart Strom, sondern bringt auch weitere konkrete Vorteile. Durch gezielte Lichtlenkung fällt das Licht genau dorthin, wo es tatsächlich gebraucht wird: auf Straßen und Gehwege. Die reduzierte Abstrahlung verringert Lichtverschmutzung und trägt dazu bei, den Nachthimmel möglichst natürlich zu erhalten.
1 Arbeiten am Mobilitätszentrum
Foto: Hubert Gögele
2
Geplante Steinschlagverbauung in Moos, hier rot markiert
3 + 4
Bildrendering vom geplanten
Zivilschutzzentrum in Moos
Nachhaltige Wärmeversorgung für öffentliche Gebäude
In der Sportanlage von Moos wird derzeit ein neues Heizsystem installiert: Eine Hackschnitzelanlage wird künftig sowohl das Sportgebäude als auch den Kindergarten mit Wärme versorgen. Damit wird im Hauptort das letzte öffentliche Gebäude auf eine umweltfreundliche und nachhaltige Energiequelle umgestellt. Besonders hervorzuheben ist dabei die Nutzung regionaler Ressourcen: Das benötigte Holz stammt aus heimischen Wäldern. Für die Versorgung mit Hackschnitzeln ist eine Zusammenarbeit mit der EUM geplant.
Dorfplatz Moos:
Neugestaltung in Vorbereitung
Der Bau der Tiefgarage am Dorfplatz steht kurz vor dem Abschluss, womit der Weg für die weitere Gestaltung frei wird. Die Neugestaltung des Dorfplatzes soll im Laufe des Sommers ausgeschrieben werden. Ziel ist es, das Projekt noch im Jahr 2026 umzusetzen und damit einen attraktiven und zeitgemäßen Treffpunkt für Einheimische und Gäste zu schaffen. Die Wünsche und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger wurden bereits im Winter im Zuge eines Bürgerdialogs aufgenommen und fließen in die Neugestaltung ein.
Simone Peist


Asphaltierungsarbeiten im vergangenen Jahr g emeinde m oos
Ländliches Wegenetz im Hinterpasseier:
Auch in diesem Jahr setzt die Gemeinde Moos die Investitionen in das ländliche Wegenetz konsequent fort. Für 2026 stehen erneut rund 500.000 Euro für Sanierungen, Instandhaltungen und gezielte Verbesserungen zur Verfügung. Gemeindereferent Wolfgang Hofer ist für Landwirtschaft, Trinkwasserund Abwasserversorgung, Müllentsorgung, Kleinkläranlagen sowie Schneeräumung zuständig. Er koordiniert die Projekte zum ländlichen Wegenetz in seinem Ressort.
Im Mittelpunkt stehen heuer mehrere wichtige Zufahrten: In der Aue, in Stuls die Hofzufahrten Hochlarch, Roach und Raffein, sowie im Bereich Platt unter anderem Branter, Unterprischer und Tassach. In der Fraktion Rabenstein die Zufahrten Locher, Brunner und LuisnGuat und in Ulfas die Hofzufahrt Pfeifer. Diese Strecken sind für Landwirtschaft, Anrainer*innen und Lieferanten gleichermaßen von großer Bedeutung und werden laufend instand gehalten.
Neben größeren Sanierungsmaßnahmen spielt die jährliche Pflege eine zentrale Rolle. Dazu gehören das Mähen der Bankette, das Schneiden von Hecken, das Ausputzen von Schächten sowie die Reinigung von Querrinnen entlang der Straßen. Diese Arbeiten werden von den Gemeindearbeitern und den Mitarbeitern des Maschinenring-Services übernommen.
Da die Ressourcen begrenzt sind und nicht überall gleichzeitig gearbeitet werden kann – besonders in den Sommermonaten – richtet sich die Gemeinde auch an die Grundbesitzer*innen. Sie werden gebeten, ihre Zufahrten eigenverantwortlich freizuhalten und kleinere Pflegearbeiten selbst zu übernehmen.
Gerade scheinbare Kleinigkeiten summieren sich im Budget und machen am Ende einen relevanten Anteil der Gesamtkosten aus.
Ein zentrales Thema bleibt dabei der Umgang mit Wasser und Frost. Schäden
entstehen häufig dann, wenn Wasser nicht richtig abfließen kann oder sich im Winter Eis bildet. Auch intensive Schneeräumungen und extreme Witterungsbedingungen setzen den Straßen stark zu. Besonders kritisch ist zudem der Bauverkehr: Wenn größere Bauvorhaben bekannt sind, wird bewusst erst nach der Bauphase asphaltiert, um Folgeschäden zu vermeiden.
Gleichzeitig gilt: Offene Wasserableitungen sind entscheidend, um Muren, Überflutungen oder Kellerprobleme zu verhindern. Viele Bürgerinnen und Bürger tragen hier bereits mit großer Sorgfalt bei und reagieren bei Gewittern rasch und umsichtig.
Wichtig bleibt für die Gemeinde der direkte Austausch: Schäden oder Auffälligkeiten sollen konsequent gemeldet werden. „Am besten direkt an mich“, betont Referent Wolfgang Hofer.
Simone Peist

Fünf
Wolfgang Hofer
Was steht beim ländlichen Wegenetz momentan im Mittelpunkt?
Im Mittelpunkt stehen laufende Sanierungen und die gezielte Instandhaltung von Zufahrten. Uns ist wichtig, dass die Wege sicher bleiben und gleichzeitig für Landwirtschaft, Betriebe und Bevölkerung gut genutzt werden können.
Warum ist das Thema laufende Pflege so entscheidend?
Weil viele Schäden nicht durch große Ereignisse entstehen, sondern durch Kleinigkeiten im Alltag: verstopfte Schächte, zugewachsene Ränder oder nicht ablaufendes Wasser. Genau hier können wir gemeinsam viel verhindern.
Welche Rolle spielen die Grundbesitzer*innen?
Eine sehr wichtige. Wir können nicht überall gleichzeitig sein, besonders im Sommer. Wenn Zufahrten selbst mitbetreut werden, entlastet das die
Gemeinde stark und hilft, Kosten im Rahmen zu halten. Zudem schützen alle damit ja ihren eigenen Grund und Boden vor Schäden.
Wo entstehen die größten Probleme an Straßen und Wegen?
Hauptsächlich durch Wasser und Frost. Wenn Wasser nicht abfließen kann oder sich im Winter Eis bildet, entstehen schnell Schäden. Auch schwere Maschinen und schlechter Unterbau belasten die Straßen zusätzlich stark.
Was ist dir in der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung besonders wichtig?
Dass man offen miteinander spricht. Wenn etwas auffällt oder beschädigt ist, soll das direkt gemeldet werden. Nur so können wir rasch reagieren und größere Probleme verhindern.
Simone Peist
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Foto: Günther Staschitz


Die diesjährige Ehrenamtsfeier der Hinterpasseirer Gemeinde fand am 13. März im Bürgersaal von Moos statt und wurde zu einem rundum gelungenen Abend im Zeichen von Gemeinschaft und Wertschätzung. Über 130 ehrenamtliche Vereinsvertreterinnen und -vertreter, Ehrengäste sowie engagierte Helferinnen und Helfer, die im vergangenen Jahr einen wichtigen Dienst für die Gemeinde geleistet haben, folgten der Einladung.
Mit dieser Veranstaltung möchte die Gemeinde Moos ihre große Anerkennung und ihren herzlichen Dank für den unermüdlichen Einsatz im Ehrenamt zum Ausdruck bringen. Die rund 130 zahlreichen Vereine und freiwilligen Unterstützer*innen sind eine tragende Säule des gesellschaftlichen Lebens in unserer Gemeinde und leisten einen unschätzbaren Beitrag für das Miteinander vor Ort.
Eröffnet wurde der Abend feierlich durch den Bürgermeister Stefan Ilmer und seinem Ausschuss, die in ihren
Worten die Bedeutung des Ehrenamtes besonders hervorhoben. Im Anschluss daran konnten die Gäste ein gemeinsames Essen genießen, das – wie bereits in den vergangenen Jahren – mit viel Liebe und Können vom geschätzten Kindergartenkoch Daniel zubereitet wurde. Neben kulinarischen Genüssen kam auch die Unterhaltung nicht zu kurz: Der Theaterverein Platterwind sorgte mit zwei unterhaltsamen Sketchen für beste Stimmung und viele lachende Gesichter im Saal. In geselliger Runde wurde angestoßen, gelacht und im weiteren Verlauf des Abends auch gemeinsam getanzt.
Die Ehrenamtsfeier zeigte mir, als zuständiger Referent für die Vereine, einmal mehr auf, wie lebendig und stark das Gemeinschaftsgefühl in Moos ist – getragen von Menschen, die sich mit Herz und Engagement für andere einsetzen. Ein Abend, der allen Beteiligten noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird.
Joachim Volgger
oben
Bürgermeister Stefan Ilmer mit den Referent*innen Edith Lahner, Wolfgang Hofer, Joachim Volgger und Gemeindesekretär Alexander Hofer.
unten
Der Ehrenamtsabend fand im Saal des Bürgerhauses in Moos statt. Es wurde gemeinsam gefeiert, gelacht und getanzt.
Fotos: Hubert Gögele
b eschlüsse online
Beschlüsse der drei Gemeinden
Seit dem 1.1.2024 sind alle Beschlüsse, auch nach dem Veröffentlichungszeitraum von 10 Tagen, jederzeit auf den digitalen Amtstafeln der Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin unter dem Punkt „Archiv –erneute Veröffentlichung im Sinne des Artikels 1 Absatz 1 Buchstabe g) des Regionalgesetzes Nr. 10/2014“ einsehbar.
St. Martin ist mehr als nur eine Ansammlung von Häusern und eine schöne Kulisse für Tourist*innen. Wenn ich durch unser Dorf laufe, sehe ich ein lebendiges Netzwerk. Ich sehe den Kirchturm, den gepflegten Sportplatz und die Vorbereitungen für das nächste Fest. Doch als junger Mensch stellt man sich irgendwann die Frage: Wer sorgt eigentlich dafür, dass dieser Motor am Laufen bleibt? Die Antwort ist so einfach wie beeindruckend: Es sind die Menschen, die „einfach machen“ –ohne Rechnung, ohne Bezahlung, aber mit einer riesigen Portion Herzblut.
Das Fundament unserer Gemeinschaft
Das Ehrenamt wird oft als „Arbeit“ bezeichnet, aber das trifft es eigentlich nicht im Kern. In St. Martin ist es vielmehr eine Lebenseinstellung. Ob bei der Freiwilligen Feuerwehr, die Tag und Nacht bereit steht, beim Weißen Kreuz, in der Musikkapelle, bei den Schützen oder in den zahlreichen Sport- und Kulturvereinen: Überall begegnen uns Menschen, die ihre wertvollste Ressource – ihre Freizeit – in den Dienst der Allgemeinheit stellen.
Ohne diese freiwilligen Stunden wäre unser Dorfleben, wie wir es kennen, schlichtweg nicht finanzierbar und auch nicht denkbar. Es gäbe kein Jugendtraining im Fußball, keine feierliche Umrahmung bei Prozessionen
und niemanden, der uns in Notsituationen zur Hilfe eilt. Das Ehrenamt ist das unsichtbare Rückgrat, das St. Martin aufrechterhält.
Die „Generation Z“ und die Verantwortung Oft hört man Vorwürfe, meine Generation würde nur noch vor dem Smartphone sitzen und sich kaum noch für das Dorfleben interessieren. Ich sehe das anders. Ja, die Welt ist digitaler und globaler geworden, aber gerade deshalb brauchen wir einen Ankerpunkt. Und dieser Ankerpunkt ist unsere Heimat.
Mit 17 Jahren stehe ich – wie viele meiner Freund*innen – an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Wir müssen uns entscheiden, welche Werte wir übernehmen wollen. Für mich ist klar: Der Zusammenhalt in St. Martin ist kein Selbstläufer. Er ist ein Erbe, das uns von unseren Eltern und Großeltern übergeben wurde. Wenn wir Jungen nicht anfangen, in die Vereine hineinzuwachsen, riskieren wir, dass dieses wertvolle soziale Gefüge irgendwann wegbricht.
Was man im Verein fürs Leben lernt Ehrenamt ist keine Einbahnstraße. Man gibt Zeit, aber man bekommt unglaublich viel zurück. Nirgendwo sonst lernt man so früh, was Kameradschaft wirklich bedeutet oder wie man gemeinsam ein Ziel erreicht. Im Verein ist es egal, ob man Schüler*in, Handwerker*in
oder Akademiker*in ist – dort zählt der Einsatz für die Sache. Es entstehen Freundschaften, die oft ein Leben lang halten und über Generationen hinweg verbinden.
Das Ehrenamt gibt uns Jugendlichen die Chance, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft unseres Dorfes aktiv mitzugestalten, anstatt nur Zuschauer*in zu sein.
Ein „Vergelt’s Gott“ und ein Aufruf Zum Abschluss möchte ich zwei Dinge loswerden. Erstens: Ein riesiges Dankeschön an alle aktiven Ehrenamtlichen in St. Martin. Ihr seid die Vorbilder, die uns zeigen, dass Gemeinschaft wichtiger ist als Egoismus.
Zweitens: Ein Appell an meine Altersgenoss*innen. Schaut euch um. Unsere Vereine sind offen für alle, die anpacken wollen. Es braucht keinen Profi, um anzufangen – es braucht nur jemanden, dem sein Dorf nicht egal ist. Ein Dorf funktioniert nur dann, wenn viele kleine Rädchen ineinandergreifen.
Lasst uns dafür sorgen, dass St. Martin auch in Zukunft dieser besondere Ort bleibt, an dem man füreinander einsteht. Denn am Ende des Tages ist es genau dieser Zusammenhalt, der uns „Psairer“ ausmacht.
Kevin Pichler


21 Bürgerinnen und Bürger haben sich bei der Gemeinde St. Martin für eine Mitarbeit am Mobilitätskonzept gemeldet. Mitte April fand der erste Workshop statt.
Mobilität und Erreichbarkeit im und um das Dorfzentrum von St. Martin: Das war der Schwerpunkt eines ersten Workshops zur Ausarbeitung eines Mobilitätskonzeptes für die nächsten 10 bis 15 Jahre. Neben 21 interessierten und engagierten Bürgerinnen und Bürgern nahmen Bürgermeister Dominik Alber, Mobilitätsreferent Lukas Fahrner, Bauamtsleiter Thomas Karlegger und Ortspolizist Gerd Regele an der Diskussion teil. Markus Lobis und Maximilian Starke vom Beratungsunternehmen kylos GmbH moderierten das dreistündige Treffen, bei dem eine Reihe von Handlungsfeldern ausgemacht wurden. Konkret ging es dabei unter anderem um Parkplatzprobleme und zu schnelles Fahren, die schlechte Anbindung des Radweges an das Dorfzentrum, eine Reihe von Nadelöhren für Fußgänger*innen und unübersichtliche Fußgängerüberwege. Nach der Themensammlung bewerteten die Teilnehmenden die verschiedenen Problemfelder mithilfe eines Punktesystems und konnten sich persönlich zu einzelnen Themen äußern. s
Die beiden Berater werden nun die Ergebnisse des Workshops aufarbeiten, strukturieren und auswerten. Diese sind die Basis für den nächsten Workshop Mitte Juli, wo es nach einer kurzen Vorstellung und Analyse der erhobenen Ausgangslage in die nächste Runde geht.
Maria Pichler
Helfende Hände gesucht – mach mit!
Die Arbeiten für ein Mobilitätskonzept für St. Martin sind gestartet.
Foto: Gemeinde St. Martin
Der Computer fuchst, das Gras im Garten wuchert, die Waschmaschine streikt oder das Einkaufen fällt immer schwerer: Es gibt in der Gemeinde St. Martin Menschen, die ab und an auf schnellem und unbürokratischen Weg eine helfende Hand gebrauchen können – und Menschen, die die Fähigkeiten und die Zeit dazu hätten, ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern unter die Arme zu greifen und so unter Leute zu kommen. Die Gemeinde St. Martin möchte daher einen Freiwilligenpool ins Leben rufen – für Bürgerinnen und Bürger, die manchmal eine helfende Hand gut gebrauchen können. Ganz klar: Jede und jeder entscheidet dabei selbst, wann und wie oft er oder sie helfen kann und möchte. Lust mitzumachen? Gemeindereferentin Martina Ilmer (T 348 4662790 – auch gerne über WhatsApp) gibt weitere Informationen und sammelt Kontakte.
Maria Pichler
St. Martin sucht helfende Hände zum Aufbau eines Freiwilligenpools.
Foto: Gemeinde St. Martin
DONNERSTAGS
20.30 UHR
DONNERSTAGS
DONNERSTAGS
20.30 UHR
DORFHAUS
20.30 UHR
DORFHAUS
DORFHAUS
Konzert der Blasmusikkapellen
Konzert der Blasmusikkapellen
21/05 MK Moos
Konzert der Blasmusikkapellen
21/05 MK Moos
04/06 MK St. Martin
21/05 MK Moos
04/06 MK St. Martin
18/06 MK St. Martin
04/06 MK St. Martin
18/06 MK St. Martin
18/06 MK St. Martin
02/07 MK Platt
02/07 MK Platt
02/07 MK Platt
09/07 MK St. Martin
09/07 MK St. Martin
09/07 MK St. Martin
16/07 Vernuerer Böhmische
16/07 Vernuerer Böhmische
16/07 Vernuerer Böhmische
23/07 MK Walten
23/07 MK Walten
23/07 MK Walten
30/07 MK Platt
30/07 MK Platt
30/07 MK Platt
06/08 MK St. Martin
06/08 MK St. Martin
06/08 MK St. Martin
13/08 MK Rabenstein
13/08 MK Rabenstein
13/08 MK Rabenstein
20/08 MK Walten
20/08 MK Walten
20/08 MK Walten
27/08 MK Moos
27/08 MK Moos
27/08 MK Moos
03/09 MK St. Martin
03/09 MK St. Martin
03/09 MK St. Martin
10/09 MK Platt
10/09 MK Platt
10/09 MK Platt
17/09 Böhmische Platt
17/09 Böhmische Platt
17/09 Böhmische Platt
10/07
20.00 UHR


Junges Orchester begeistert mit modernem Akkordeon-Sound und einem Mix aus Pop-, Rock- und bekannten Klassikern
Junges Orchester begeistert mit modernem Akkordeon-Sound und einem Mix aus Pop-, Rock- und bekannten Klassikern.
MITTWOCHS
MITTWOCHS
MITTWOCHS
20.30 UHR
20.30 UHR
ÜBERDACHTER SCHULHOF
ÜBERDACHTER SCHULHOF
20.30 UHR ÜBERDACHTER SCHULHOF
13/05 MK Saltaus & Jägerchor
13/05 MK Saltaus & Jägerchor
13/05 MK Saltaus & Jägerchor
27/05 MK Saltaus & Kirchenchor St. Leonhard
27/05 MK Saltaus & Kirchenchor St. Leonhard
27/05 MK Saltaus & Kirchenchor St. Leonhard
10/06 MK Moos
10/06 MK Moos
10/06 MK Moos
24/06 MK Saltaus & Männerchor St. Leonhard
24/06 MK Saltaus & Männerchor St. Leonhard
24/06 MK Saltaus & Männerchor St. Leonhard
08/07 Böhmische Platt & Pseirer Herzplattler
08/07 Böhmische Platt & Pseirer Herzplattler
08/07 Böhmische Platt & Pseirer Herzplattler
15/07 MK Platt & Volkstanzgruppe Riffian
15/07 MK Platt & Volkstanzgruppe Riffian
22/07 MK Saltaus & Pseirer Herzplattler
15/07 MK Platt & Volkstanzgruppe Riffian
22/07 MK Saltaus & Pseirer Herzplattler
29/07 MK Saltaus
22/07 MK Saltaus & Pseirer Herzplattler
29/07 MK Saltaus
29/07 MK Saltaus
05/08 MK Andreas Hofer & Volkstanzgruppe Riffian
05/08 MK Andreas Hofer & Volkstanzgruppe Riffian
12/08 MK Saltaus
05/08 MK Andreas Hofer & Volkstanzgruppe Riffian
12/08 MK Saltaus
12/08 MK Saltaus
19/08 MK Saltaus & Pseirer Herzplattler
19/08 MK Saltaus & Pseirer Herzplattler
26/08 MK Rabenstein
19/08 MK Saltaus & Pseirer Herzplattler
26/08 MK Rabenstein
26/08 MK Rabenstein
02/09 MK Saltaus & Männerchor St. Leonhard
02/09 MK Saltaus & Männerchor St. Leonhard
09/09 MK St. Martin
02/09 MK Saltaus & Männerchor St. Leonhard
09/09 MK St. Martin
16/09 MK Saltaus
09/09 MK St. Martin
16/09 MK Saltaus
23/09 MK Walten & Jägerchor
16/09 MK Saltaus
23/09 MK Walten & Jägerchor
Infos:
Infos:
23/09 MK Walten & Jägerchor
Tourismusverein Passeiertal 0473 656 188
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Tourismusverein Passeiertal


Junges Orchester begeistert mit modernem Akkordeon-Sound und einem Mix aus Pop-, Rock- und bekannten Klassikern. F
UNSERE ZAUBERWESEN
Ein Mitmach-Konzert für die ganze Familie mit Liedern aus einer zauberhaften Welt voller Drachen, Feen und Fabelwesen.
Ein Mitmach-Konzert für die ganze Familie mit Liedern aus einer zauberhaften Welt voller Drachen, Feen und Fabelwesen.
Ein Mitmach-Konzert für die ganze Familie mit Liedern aus einer zauberhaften Welt voller Drachen, Feen und Fabelwesen




UHR MITTWOCH 12/08 20.30 UHR


Akrobaten aus Tansania präsentieren eine spektakuläre Show aus Akrobatik, Tanz und Jonglage voller Energie und Körperkunst.
Akrobaten aus Tansania präsentieren eine spektakuläre Show aus Akrobatik, Tanz und Jonglage voller Energie und Körperkunst.
Akrobaten aus Tansania präsentieren eine spektakuläre Show aus Akrobatik, Tanz und Jonglage voller Energie und Körperkunst.
KONZ RT DER STR ICHER D S HAYDN ORCHEST RS
Klassisches Konzert mit Werken von Mozart und Salieri unter der Leitung von Stefano Ferrario mit Sopranistin Maria Nazarova.
Klassisches Konzert mit Werken von Mozart und Salieri unter der Leitung von Stefano Ferrario mit Sopranistin Maria Nazarova.
Klassisches Konzert mit Werken von Mozart und Salieri unter der Leitung von Stefano Ferrario mit Sopranistin Maria Nazarova.
Volksmusik, Tanzlmusik und Blasmusik in frischer, moderner Interpretation. Bodenständig, modern, ein wenig verrückt.
Volksmusik, Tanzlmusik und Blasmusik in frischer, moderner Interpretation. Bodenständig, modern, ein wenig verrückt.
Volksmusik, Tanzlmusik und Blasmusik in frischer, moderner Interpretation. Bodenständig, modern, ein wenig verrückt.
Alle Veranstaltungen finden beim Dorfhaus in St. Martin und bei jeder Witterung statt. Der Eintritt ist frei.
Alle Veranstaltungen finden beim Dorfhaus in St. Martin und bei jeder Witterung statt. Der Eintritt ist frei.
Alle Veranstaltungen finden beim Dorfhaus in St. Martin und bei jeder Witterung statt. Der Eintritt ist frei.


g emeinde s t. l eonhard

Neues Rathaus: Firstfest gibt Einblick in künftige Räume Mit dem Firstfest wurde kürzlich ein wichtiger Bauabschnitt beim Umbau des Rathauses, gemeinsam mit den ausführenden Baufirmen und den Mitarbeitenden der Gemeinde, gefeiert. Die Mitarbeitenden erhielten dabei erstmals einen Einblick in ihre künftigen Räumlichkeiten.
Die Zimmermannsarbeiten sind bereits abgeschlossen, ebenso sind die beiden oberen Stockwerke über der Post sowie der neue Gemeinderatssaal weit fortgeschritten. Durch die Erweiterung entsteht erstmals ein eigener Sozialraum mit Küche für die Mitarbeitenden. Der Sitzungssaal wird künftig flexibel zu nutzen sein und ermöglicht eine neue Anordnung mit ovalem Tisch. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der neuen Terrasse über den beiden oberen Geschossen: Sie erweitert den Nutzungsbereich nach außen und bietet künftig auch die Möglichkeit, Veranstaltungen oder Hochzeiten unter freiem Himmel zu gestalten. Die Post bleibt während der Bauzeit mindestens bis November 2026 im Postamt in St. Martin untergebracht.
EBikeAktion: 50 Räder erfolgreich versteigert – große Beteiligung aus der Bevölkerung Die Versteigerung der aus dem Leasing zurückgekommenen E-Bikes ist erfolgreich abgeschlossen worden und ist in der Bevölkerung auf großes Interesse gestoßen. Insgesamt standen 50 Fahrräder für Damen, Herren und Kinder zum Verkauf bereit, nachdem das dreijährige Leasing-Modell ausgelaufen war. Die gesamte Bevölkerung hatte die Möglichkeit, sich an der Versteigerung zu beteiligen; ehemalige Leasing-Nutzerinnen und -Nutzer konnten ihr Interesse vorab durch ein Gebot bekunden.
Ziel des Projekts war es, die Menschen in St. Leonhard dazu zu motivieren, im Alltag häufiger vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen und damit einen aktiven Beitrag zu nachhaltiger Mobilität zu leisten. Die Abwicklung des Projekts lag in den Händen von Verena Lanzinger. Initiiert wurde die E-Bike-Initiative von Konrad Pfitscher, die weitere Umsetzung übernahm Peter Moosmair.
Klausurtagung: Weichen für die kommenden fünf Jahre gestellt Im Leonhards.Zentrum hat sich der Gemeindeausschuss gemeinsam mit dem Gemeinderat zu einer Klausurtagung getroffen, um die langfristige Entwicklung der Gemeinde zu erarbeiten. Ziel ist es, die großen Themen und Projekte der kommenden fünf Jahre frühzeitig zu diskutieren, realistisch zu bewerten und finanziell vorausschauend einzuplanen.
Unter der Moderation von Sabina Frei wurden Ideen gesammelt, strukturiert und in einem nächsten Schritt priorisiert. Bereits im Vorfeld hatten die Beteiligten erste Vorschläge eingebracht, die im Rahmen der Klausur vertieft und weiterentwickelt wurden.


Mit dem Firstfest wurde kürzlich ein wichtiger Bauabschnitt beim Umbau des Rathauses gefeiert.
Vize-Bürgermeisterin Magdalena Haller testet eines der E-Bikes, die zur Auktion standen. Foto:

Erste Sitzung der Gemeindeleitstelle
Gemeindeleitstelle:
Erste Sitzung einberufen Ende März ist die Gemeindeleitstelle für St. Leonhard erstmals zusammengekommen. Begleitet von der Firma Securplan wurden die Grundlagen für die künftige Zusammenarbeit im Zivilschutz und Krisenmanagement vorgestellt. Im Mittelpunkt standen die notwendigen Abläufe und Verantwortlichkeiten im Einsatzfall und die Einführung aller Beteiligten in eine digitale App.
TorgglerBrücke:
Bestehende Brücke wird Rad und Fußweg, Neubau für Autos geplant Mit der Neugestaltung der TorgglerBrücke steht ein wichtiges Infrastrukturprojekt im ländlichen Wegenetz an. Die in den 1980er-Jahren errichtete Brücke wurde ursprünglich vom Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung gebaut und später an die Gemeinde übergeben. Da keine vollständigen statischen Unterlagen vorliegen, wurde die Konstruktion umfassend geprüft. Nach eingehender Abwägung setzt die Gemeinde auf eine zukunftsorientierte Lösung: Die bestehende Brücke wird saniert und künftig ausschließlich dem Rad- und Fußverkehr vorbehalten.
Parallel dazu wird taleinwärts eine neue Brücke für den Autoverkehr errichtet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro. Ein Teil der Finanzierung soll über das Programm für das ländliche Wegenetz erfolgen, zusätzlich trägt das Amt für nachhaltige Mobilität rund 400.000 Euro bei. Der verbleibende Betrag wird von der Gemeinde St. Leonhard übernommen. Die Einreichung des Projekts beim Amt für Bergwirtschaft ist bis Ende April vorgesehen, der Baubeginn ist für Spätsommer/Herbst 2027 geplant. Simone Peist
Berichte aus Zeitungen von Februar bis April 1901
Autor Manfred Schwarz für den Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier

19. Juni 1901
Der Burggräfler vom 19. Juni 1901, Seite 10.
Notizen
Von der Passer […]. Die Zeitungen meldeten aus mehreren Orten von stattgefundenen Erdbeben; am 6. April 3 Uhr früh wurde ein solches auch in ganz Passeyer verspürt, die Erde bewegte sich ziemlich stark. – Die letzten Ortschaften im Thale, Walten, Stuls und Rabenstein mussten noch Ende April wegen Masernkrankheit die Schulen schließen. Diese Krankheit hat die ganze Gegend durchzogen. […] Von den 78 Stellungspflichtigen wurden wieder 22 als tauglich befunden; im Verhältnis zum Lande und zur Stadt müssen die Gebirgsbewohner um beiläufig 20% mehr Militär stellen! […] Der Burggräfler vom 4. Mai 1901, Seite 3.
Die Berichte stammen aus dem digitalen Archiv der Südtiroler Landesbibliothek „Dr. Friedrich Teßmann“ (digital.tessmann.it).

Aus Passeier, vom 9. Mai … … schreibt man uns: Gegenwärtig sind die Passeirer Holzhändler Anton Tschöll u. Komp. mit der zweiten […] Brennholz-Trift im Wasser. Diese zweite Trift bringt vom Waltenund Kalmthal recht schönes Holz, meistens ganze Prügel, wenig gespaltenes, frisches und starkes Holz, gutes Heizmaterial; die Meraner können sich auf den Winter zum warmen Ofen freuen. Aber die Arbeiter sind jetzt wahrhaft nicht zu beneiden. Gegenwärtig, 12 Uhr Mittag, während ich diese Zeilen schreibe, bei nur 7 Grad Wärme und dem Schnee sehr nahe, bis an den Leib im Passerwasser und den Oberkörper vom Regen durchnäßt, stehen sie von 6 Uhr früh bis 7 Uhr abends in Arbeit. Zu Halbmittag, Mittagessen und Marend gibt es nur knappe Zeit, keine Pause zum Ruhen, es wäre zu kalt dazu. Die „Trifter“ bekommen guten Wein, nicht Leps, genügend und gute kräftige Kost. Was möchten die Bergbau- oder Hafenarbeiter ec. zu solcher Arbeit sagen, die nur mehr 8 Stunden im Tag im Trockenen arbeiten wollen?
Meraner Zeitung vom 12. Mai 1901, Seite 4.
Vergangene Woche … … wurde in sämmtlichen Schulen von Hinterpasseier die Religionsprüfung durch den hochw. Herrn Decan von St. Leonhard abgehalten; nur in dem höchstgelegenen Orte Pfelders („Am Ende der Welt“) konnte dieselbe noch nicht stattfinden wegen der äußerst miserablen Wege. Dafür soll aber dort einem anderen allgemeinen und schreienden Uebelstande abgeholfen worden sein, indem daselbst am 5. Mai die dritte Gastwirtschaft feierlich eröffnet wurde unter Mitwirkung der sogenannten wilden Pfelderer Bande in türkischer Nationaltracht. Die Bezirkshauptmannschaft Meran ertheilte hiezu bereitwilligst die Concession, obgleich der ganze Gemeindeausschuss, um sein Gutachten gefragt, einstimmig dagegen war, ja, sogar den Recurs ergriff, aber leider vergebens. Die hiesigen Bewohner […] können nicht begreifen, warum in dem kleinen Pfelders ein drittes Wirtshaus notwendig ist. […] Tiroler Volksbote vom 16. Mai 1901, Seite 8.
Malheur
Gestern nachts fuhr ein Kutscher nach Meran. Im Kuenserhof kehrte der Rosslenker zu und ließ die Pferde allein. Dieselben wurden scheu und rasten gegen Meran. Der Wagen wurde beschädigt. Erst in der Passeyergasse blieben die Pferde stehen. Gegen und unvorsichtigen Kutscher wurde die Anzeige erstattet. Der Burggräfler vom 29. Mai 1901, Seite 6.
Obs eintrifft?
Ein alter Passeirer Fischer […] will glauben machen, daß um Peter und Paul oder […] einige Tage früher oder später, die Passer Hochwasser bringt. Es existiere ein alter Spruch, wonach das Vorkommniß bedingt sei, sobald die Passer am 29. Dezember zugefroren sei, was am vergangenen Datum der Fall war. Wir werden es ja sehen!
Meraner Zeitung vom 14. Juni 1901, Seite 3.
Von der Passeirerstraße
Was eine gute Straße für ein Tal bedeutet, das wissen die Passeirer vollauf zu schätzen. Laut dem statistischen Ausweise verkehrten auf der Passeirerstraße im ersten Halbjahr des Jahres 3312 zweispännige, 1908 einspännige Kutschen, 2466 zweispännige, 878 einspännigen Lastwagen, 1232 leere zweispännige, 340 leere einspännige Lastwagen, 122 Reiter, 569 beladene, 361 leere Pferde, 1295 Horn-, 1539 Kleinvieh und 761 Radfahrer. Bozner Nachrichten vom 5. Juli 1901, Seite 4.
Das Lied vom braven Mann
Am 25. des Monats rettete der wackere und beherzte Bergführer von Rabenstein Paul Pfitscher einen gewissen Cassian Swoboda das Leben. Letzter war beim Edelweißpflücken in eine steile Felswand eingestiegen und konnte werden vor-, noch rückwärts. Paul Pfitscher, der mit einem Touristen bei dichtem Nebel und großer Kälte von Gurgl über das Königsjoch kam, hörte das Rufen, gieng dem Rufe nach und fand den Unglücklichen, der bereits 3 Stunden in dieser Stellung gewesen und Hände und Füße vor Kälte bereits erstarrt hatte. Unter eigener Lebensgefahr nahm der die Rettung vor, da sein Begleiter, ein Hirte in der Alpe, wegen Lebensgefahr es nicht wagte, mitzuhelfen.
Der Burggräfler vom 31. Juli 1901, Seite 7.
Der Erfolgsweg wird mit neuem Vorstand fortgesetzt

Der Museumsverein MuseumHinterPasseier feiert heuer sein 10-jähriges Bestehen. Im Rahmen der Vollversammlung, die am 10. April 2026 im Mooserwirt in Moos stattfand, blickte der Verein auf ein erfolgreiches Jahrzehnt zurück. Gleichzeitig wurde ein Generationenwechsel an der Spitze des Vereins vollzogen. Nach zehn Jahren als Obmann stellte sich Konrad Pamer, Gründer des Vereins und prägende Persönlichkeit in der Südtiroler Kulturlandschaft, nicht mehr der Wahl. Unter seiner Führung entwickelte sich das MuseumHinterPasseier Schritt für Schritt zu einer vielseitigen und über die Gemeindegrenzen hinaus sichtbaren Museumslandschaft. Kulturelle, naturkundliche und wissenschaftliche Schwerpunkte prägen heute die Arbeit des Vereins. „Ein Museum ist kein Ort der Vergangenheit – es ist ein Versprechen an die Zukunft. Dieses Versprechen übergebe ich heute mit Dankbarkeit, Vertrauen und großer Freude über das gemeinsam Erreichte“, erklärte Konrad Pamer im Rahmen der Vollversammlung. Die Mitglieder würdigten die langjährige Arbeit des scheidenden Obmanns und sprachen ihm großen Dank für seinen Einsatz aus. Als Zeichen der Anerkennung für seine außerordentlichen Verdienste um die Kulturlandschaft im Hinterpasseier wurde Konrad Pamer die
Ehrenobmannschaft verliehen, die er annahm. Seit seiner Gründung im Jahr 2016 hat der Museumsverein MuseumHinterPasseier zahlreiche museale Strukturen aufgebaut und weiterentwickelt. Dazu zählen unter anderem Timmel_ Transit, das Stieber Mooseum sowie die Infostelle Bergwerk Schneeberg. Auch in den Bereichen Sammlung, Forschung, Digitalisierung, Natur- und Artenschutz, Vermittlung und Jugendarbeit konnten in den vergangenen Jahren wichtige Akzente gesetzt werden. Besonders hervorzuheben sind das digitale Archiv, das Bartgeiermonitoring mit internationaler Anbindung, die Weiterentwicklung des Steinwildgeheges, erfolgreiche Auswilderungsprojekte sowie Initiativen wie „Jugend forscht“ und „Kunst im Glasturm“. Damit hat sich der Verein nicht nur als kulturelle, sondern auch als naturkundliche und wissenschaftlich orientierte Einrichtung im Passeiertal etabliert. Auch wirtschaftlich kann der Museumsverein auf eine stabile Entwicklung verweisen. Allein im Jahr 2025 wurden in den drei Strukturen Bunker Mooseum, Stieber Mooseum und Timmel_Transit insgesamt 21.800 Gäste begrüßt. Der Verein blickt damit auf eine solide und erfolgreiche Aufbauphase zurück.
Der neue Vorstand v.l.n.r: Mathilde Baumgartner, Alexander Pixner, Obfrau Simone Peist und Klaus Pfitscher (es fehlt Meinhard Gufler).

Der Ehrenobmann Konrad Pamer, die neue Obfrau Simone Peist und der Museumsleiter Peter Heel. Fotos: Hubert Gögele
Neben Konrad Pamer verabschiedete sich auch Gründungsmitglied Regina Gufler aus dem Vorstand. Sie hatte dem Gremium ebenfalls zehn Jahre lang angehört und stellte sich nicht mehr der Wahl.
Die Vollversammlung wählte den neuen Vorstand einstimmig. In der anschließenden konstituierenden Sitzung wurde Simone Peist zur neuen Obfrau des Museumsvereins MuseumHinterPasseier ernannt. Meinhard Gufler übernimmt künftig die Funktion des ObfrauStellvertreters. Dem Vorstand gehören außerdem Mathilde Baumgartner, Klaus Pfitscher und Alexander Pixner als Vorstandsmitglieder an. Mit dem neuen Vorstand beginnt für den Museumsverein ein weiteres Kapitel. Dieses baut auf dem starken Fundament auf, das in den vergangenen zehn Jahren geschaffen wurde. „Für das Vertrauen danke ich und freue mich darauf, die Entwicklung des Museums gemeinsam mit dem neuen Vorstand voranzutreiben. Durch die jahrzehntelange erfolgreiche Arbeit steht der Verein auf einem soliden Fundament, das wir konsequent weiter ausbauen wollen“, betonte die neue Obfrau Simone Peist.
Das Jubiläumsjahr 2026 steht damit im Zeichen von Dankbarkeit, Kontinuität und Zukunftsorientierung. Der Museumsverein will seinen
erfolgreichen Weg fortsetzen und auch in Zukunft kulturelle, naturkundliche und regionale Themen mit hoher Qualität und großer Leidenschaft vermitteln. Ein besonderer Schwerpunkt der heurigen Museumssaison liegt auf dem Jubiläum „50 Jahre Naturpark Texelgruppe“. Die offizielle Infostelle des Naturparks ist im MuseumHinterPasseier – Bunker Mooseum beheimatet. Neben einem vielfältigen Führungsangebot sind der Ausbau der Bartgeier-Monitoringstation, Auswilderungsaktionen von Steinhühnern sowie neue Ausstellungen zu verschiedenen Themen im Bunker Mooseum geplant. Ergänzt wird das Jahresprogramm durch Fachvorträge, Kunstausstellungen und eine Festlichkeit zum zehnjährigen Bestehen des Museumsvereins.
Das MuseumHinterPasseier steht heute für lebendige Museumsarbeit, starke regionale Verwurzelung und innovative Vermittlungsformate. Damit ist es aus dem kulturellen Leben im Passeiertal nicht mehr wegzudenken.
Der Historiker und Autor

Carlo, erzähl bitte kurz über dich und wie du vom Passeirer Karl Gufler, der Hauptfigur deines Romans, erfahren hast! Ich bin ein echter „Walscher“ aus Bozen, mein Vater war 1942 während des Krieges von Messina nach Südtirol gezogen. Meine Mutter, die in Frankreich als Tochter einer Familie aus Karnien geboren wurde, war kurz zuvor nach Bozen gekommen. Ich bin also ein Kind vieler Vermischungen, die aus der Migration entstanden sind. Ich bin jedoch von Natur aus ein sesshafter Mensch, „dove lo metti, sta“. So lebe ich in demselben Haus, in dem ich geboren wurde und unterrichte am selben Gymnasium, an dem ich selbst Schüler war. Das erste Mal von Karl Gufler gehört habe ich 1985. Ich studierte an der Katholischen Universität Mailand und schrieb meine Abschlussarbeit über den Zweiten Weltkrieg. Ein wichtiges Kapitel war das über den italienischen und deutschen Widerstand. Mein Vater war Arzt und ein großer Geschichtsliebhaber. Zu seinen Patienten zählte Toni Kaser und Friedl Volgger. Sie versorgten mich dann mit vielen Informationen und Materialien, in denen auch der Wehrmachtsdeserteur Karl Gufler aus Passeier auftauchte.
Wie bist du mit dem Passeiertal in Kontakt gekommen?
Nach meinem Studienabschluss fügte es sich, dass das Priesterseminar Johanneum in Dorf Tirol einen Italienischlehrer suchte. Ich nahm die Stelle an und blieb dort ganze fünf Jahre. Das war meine erste echte Begegnung mit Südtirol. In meiner Freizeit dachte ich hin und wieder an Karl Gufler, weil er mich neugierig gemacht hatte. Damals hatte ich nur sehr wenige Anhaltspunkte. Sehr bewegt hat mich der anonyme Artikel der Dolomiten von 1947 zu Karl Guflers Tod und zur sogenannten GuflerBande. Seit diesem Artikel war viel Zeit vergangen und die Figur von Karl Gufler in Vergessenheit geraten. Mehrere meiner Schüler am Johanneum stammten aus dem Passeiertal und so bat ich sie, mit ihren Großeltern zu sprechen und sie zu fragen, ob sie etwas über Karl Gufler wüssten. Viele berichteten mir Eindrücke, Meinungen und Anekdoten, die zwar nützlich, aber natürlich sehr lückenhaft waren.
Mit welchen Passeirerinnen und Passeirern hast du damals über Karl Gufler gesprochen? Eine Person, die ich unbedingt erwähnen muss, ist Erwin Raffl, mein Kollege am Johanneum.
Das Interview ist ein gekürzter Mitschnitt aus der gleichnamigen Veranstaltung am 24. April 2026 im MuseumPasseier. Carlo Romeo gab Einblicke in die Entstehungsgeschichte seines Romans „Flucht ohne Ausweg. Auf den Spuren des Banditen Karl Gufler“ von 1993. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit den Bildungsausschüssen St. Martin und St. Leonhard organisiert und war Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Was man sehen will –Passeier und seine Partisanen“.
Foto: Klaus Gufler
Er war ein sehr sympathischer Priester und unterrichtete Naturwissenschaften. Er stammte aus St. Leonhard und seine Mutter hatte Karl Gufler gut gekannt. Sie war sogar mehrmals Opfer von Diebstählen durch Gufler geworden. Er sammelte viele Informationen, weil er selbst neugierig auf Karl Gufler geworden war. Es war Erwin Raffl, der unter den Älteren von Passeier die ersten Bruchstücke zu Gufler zusammen trug: Er erzählte mir von Karls Bruder, der Geige spielte, von Karls Leidenschaft für Musik und Tanz, von seinem fröhlichen Wesen, immer zu Späßen aufgelegt. Es war Raffl, der mir zum ersten Mal Guflers typische Redewendung „Schlag an Auge außer“ erzählte. Raffl selbst wusste nicht, was das bedeutete. Es war auch wahres Glück, dass ich zu der Zeit Leopold Steurer kennenlernte, der eine umfangreiche Forschung zu den Deserteuren durchführte, aus der später das Buch „Verfolgt, verfemt, vergessen“ hervorging. Das Glück war also, dass Poldi mir in jenen Jahren jedes Detail weitergab, das er über Gufler ausfindig machte, unter anderem auch die Erzählung von David Dissertori, der gemeinsam mit Gufler aus der Strafkompanie in Ungarn geflohen war.
Wie hast du das Buch geschrieben?
Es war nicht einfach, einen chronologischen Faden zu spinnen. Jemand hatte mir gesagt, der Roman erinnere an ein Drehbuch mit schnellen, abgehackten Szenen. Und das stimmt, die Arbeit bestand vor allem darin, historische Dokumentation und Erzählung miteinander zu verweben. Manchmal wird das Geschehen aus der Perspektive der Figuren betrachtet, doch gleich darauf kommen Zeugenaussagen aus dem „Partisanenprozess“ ins Spiel, manchmal wird dieselbe Szene von verschiedenen Zeugen ganz unterschiedlich geschildert. Eine der Notizen, die ich geschrieben und immer noch aufbewahrt habe, ist zum Beispiel zur Feier der Partisanen am 2. Mai 1945: „Gufler incontra Schiefer a San Martino e lo invita in casa di Hofer Luis, portare vino, ore 19, carne di maiale e vitello.“ Ich nahm all diese Details zusammen, um eine Idee zu bekommen, wie die Szene im Roman sein könnte. Das Kapitel, wie Karl Gufler und Anton Platter festgenommen werden, ist eines der ersten Teile, die ich geschrieben habe. Hier bin ich von einer völlig subjektiven Perspektive ausgegangen, ja geradezu von einem Traum bzw. einem Albtraum, um dann zum dokumentierten Zeugnis zu kommen.
Du hast mal gesagt, du seist kein Schriftsteller, sondern ein Historiker. Warum ist aus der Geschichte von Karl Gufler ein Roman entstanden?
Das habe ich mich damals selbst oft gefragt. Es ist, als wäre der Roman von selbst entstanden. Ich wollte so viele Dinge auf einmal erzählen: Die historische Rekonstruktion, einen Gerichtsfall, eine menschliche und psychologische Geschichte, und schließlich auch die Geschichte meines Interesses an dieser Geschichte. Nur die Form des Romans konnte dies alles fassen. Mein großer Dank gilt Martha Verdorfer, die den Roman gemeinsam mit Dominikus Andergassen ins Deutsche übersetzt hat, das war ein ganz großes Geschenk.
Nach der deutschen Ausgabe „Flucht ohne Ausweg“ heißt das Buch in der Neuauflage von 2025 nun „Der Partisan“.
Warum hast du den Titel geändert?
Das erste, italienischsprachige Buch hat den Titel „Sulle tracce di Karl Gufler, il bandito“. Nachdem alle von Gufler gesagt hatten, er sei ein Bandit, habe ich gesagt: OK, wir verwenden den Begriff Bandit und werden erkennen, dass er ein sehr interessanter Bandit gewesen ist. Dieser Untertitel ist bei allen drei Auflagen gleich geblieben. Für die jüngste Ausgabe habe ich „Der Partisan“ verwendet, weil Erwin Raffl mir mal gezeigt hatte, dass beim Todeseintrag von Karl Gufler im Sterbebuch von St. Martin als Beruf „Partisan“ eingetragen ist. Das klang für mich unglaublich. Auch in den Dokumenten habe ich herausgefunden, dass man im Tal diesen Begriff Partisan verwendete, sowohl positiv als auch negativ: Also habe ich gesagt, nehmen wir Partisan als Titel, denn es ist Teil von Karl Guflers Identität.
Und die letzte Frage: Hatte Karl Gufler tatsächlich einen Schäferhund?
Nein, das ist eine reine Erfindung, aber ich erzähle gerne, wie es dazu gekommen ist. Es gibt eine Zeitspanne im Leben von Karl Gufler, über die es keine Quellen gibt. Vom Mai 1943, als er desertiert ist, bis zum ersten „furto“, den er macht, weiß ich nicht, wo er gewesen ist oder was er gemacht hat. Ich nehme an, dass er sich versteckt gehalten hat, vielleicht auch alleine, und da habe ich an den Ausdruck „solo come un cane“ gedacht. So ist Karl Gufler im Roman „auf seinen Hund gekommen“.
t heresia Pichler „ e ggenstuanerin“ (1934 – 2026)

Am 12. August 1934 kam die Threse als jüngstes von sechs Kindern auf dem Tschagnhof zur Welt. Als Kleinkind erkrankte sie schwer, die Eltern mussten um ihr Leben bangen, aber das Thresele kämpfte und wollte leben. Später verkauften die Eltern den Tschagnhof und mussten sich ein neues Heim suchen, die Kinder wurden bei verschiedenen Bauern in Pflege gegeben. Sobald sie die Größe und die Kraft hatten, mussten sie mithelfen, so war die Threse schon an harte Arbeit gewohnt. Sie war trotzdem ein fröhlicher Mensch, damals wars halt so, was man nicht kannte, vermisste man auch nicht.
1960 läuteten die Hochzeitsglocken für Threse und Hans, Threse wurde Bäuerin am Eggenstuanerhof.
Auf Threse und Hans wartete ein arbeitsreiches Leben, das ihren ganzen Einsatz erforderte, denn damals gab es all die Erleichterungen in Haus und Hof von heute noch nicht. Die Threse schenkte acht Kindern das Leben, zwei davon gingen ihr im Tod voraus, nur ihr starker Glauben gab ihr die Kraft, alles anzunehmen.
Später gab sie auch noch der kleinen Annelies, deren Mutter gestorben war, ein Zuhause.
Ja, die Threse war eine einfühlsame und gute Mutter, sie hatte für alle ein offenes Ohr und ein gutes Wort, trotz ihrer vielen Arbeit stand die Tür für uns immer offen.
58 Jahre gingen Threse und Hans gemeinsam durchs Leben, haben Freud und Leid zusammen getragen, das hat sie stark gemacht. Den 50. Hochzeitstag konnten sie noch bei guter Gesundheit mit ihren Lieben feiern. Vor fast acht Jahren ist ihr Mann im Tod vorausgegangen, damals hatte sie noch die Kraft, ihn liebevoll zu begleiten und mit ihm den Lebensabend zu genießen. Lange hat sie es noch geschafft, sich in ihrem kleinen Heim selbst zu versorgen, darauf war sie sehr stolz. Ihre Kinder und Enkel schauten immer wieder vorbei und schätzten die Mutter bzw. Oma sehr, dass sie noch sieben Urenkel erleben durfte, freute die Threse besonders. Als sie dann ein Herzleiden ins Krankenhaus brachte, erholte sie sich nicht mehr vollständig. Nun schaffte sie es nicht mehr alleine und brauchte Hilfe.
Das war nicht leicht für sie und sie beschloss, schweren Herzens ins Seniorenheim zu ziehen, sie wollte den Kindern keine Last sein.
Den 90. und 91. Geburtstag konnte sie mit ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln feiern, sie war geistig fit und man konnte sich mit ihr über alles unterhalten.
Im Seniorenheim Sterngut in Riffian war ihr zweites Zuhause, sie hatte sich dort gut eingelebt und sehr wohl gefühlt. Sie war ein Mensch, den jeder gerne mochte, durch ihre freundliche und zufriedene Art war sie beliebt, auch bei den anderen Heimbewohner*innen. Sie konnte alle so annehmen, wie sie sind.
Lange war ihr die Zeit nicht mehr vergönnt, sie wurde mit jedem Tag schwächer und müder vom Leben. Am 30. Jänner schloss sie im Beisein ihrer Tochter für immer ihre Augen und wurde nach Maria Lichtmess unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen. Notburga Haller Kaufmann
s erafin a uer (1925 – 2026) o ber W idnerhof in s t. m artin

Serafin Auer, vielen bekannt als „Paulner Serafin“, ein echtes Passeirer Original und Bergbauer mit Leib und Seele, hat seinen Lebensweg am 11. Jänner 2026 im Alter von 100 Jahren in Würde und vollem Bewusstsein vollendet. Sein Leben war geprägt von Bodenständigkeit, Ausdauer und einem stillen, tiefen Verständnis für das Wesentliche. Mit ihm ist ein Stück Passeirer Geschichte gegangen. Noch am 16. August 2025 durfte er seinen 100. Geburtstag feiern – ein seltenes und kostbares Geschenk, auf das er mit Dankbarkeit zurückblicken konnte. Bis zuletzt war er ein Mensch mit klarem Geist und festem Willen. Er wusste, wann es Zeit war zu gehen und diesen letzten Abschnitt seines Lebens hat er bewusst angenommen. Nur eine Woche vor seinem Tod wurde er krank – zuvor war er stets von einer bemerkenswerten Stärke getragen. Seine letzte Zeit verbrachte er im Seniorenwohnheim, das ihm zur Heimat geworden war. Eines aber bleibt dort unersetzlich: Der beste Kartenspieler fehlt. Mit Geschick, Humor und einem wachen Blick für das Leben hat er viele
Runden geprägt. Früher sagte er oft: „Es wird schon wieder.“ Und so war es auch lange Zeit. Doch zuletzt wusste er, dass sein Weg zu Ende ging. Serafin war ein Mann der Arbeit, der Natur und der Familie. Als Bergbauer lebte er im Einklang mit dem, was das Leben ihm gab – und forderte. Seine Familie war ihm stets das Wichtigste. In großer Dankbarkeit blicken seine Angehörigen auf all das zurück, was er für sie getan hat und sind getröstet in dem Wissen, dass er in Frieden gehen durfte. Ein besonderer Dank gilt seiner Tochter Maria und seiner Enkelin Jessika, die ihm über viele Jahre hinweg liebevoll zur Seite standen und ihn begleitet haben. Sechs Wochen nach seinem Ableben folgte ihm überraschend und unerwartet sein 20 Jahre jüngerer Bruder Albert – ein weiterer schmerzlicher Verlust für die Familie. Was bleibt, sind Erinnerungen, Dankbarkeit und das Bild eines Menschen, der seinen Weg aufrecht, ehrlich und in innerem Frieden gegangen ist. Ruhe in Frieden, Paulner Serafin. Hermann Pirpamer
17.2. – 4.5.2026 in ehrendem g edenken
Gemeinde Moos
19.2.2026 Theresia Ploner, *27.2.1933
20.2.2026 Markus Raffl, *26.7.2002
28.4.2026 Luise Filomena Pixner, *23.7.1950
Gemeinde St. Martin
17.2.2026 Alfred Jakob Ilmer, *25.7.1960
24.2.2026 Albert Auer, *25.1.1945
8.3.2026 Karl Anton Pichler, *23.11.1934
23.3.2026 Kreszenz Kaufmann, *4.1.1933
25.4.2026 Michael Pirpamer, *8.5.1937
27.4.2026 Cecilia Barbara Scherer, *26.11.1948
30.4.2026 Anton Alois Gufler, *23.3.1958
4.5.2026 Anton Franz Pichler, *7.1.1934
Gemeinde St. Leonhard
21.3.2026 Rosa Anna Waldner, *16.9.1931
28.3.2026 Valentin Michael Auer, *6.1.1957
30.4.2026 Siglinda Maria Pixner, *3.10.1943


m ichael Pir P amer (1937 – 2026)
St. Martin verabschiedet sich von Pfarrer Michael Pirpamer
Am Vorabend zum Sonntag des Guten Hirten, am 25. April 2026, ist unser langjähriger Pfarrer und Dekan Michael Pirpamer von seinem Leiden erlöst worden und zu Gott, dem himmlischen Vater, heimgegangen.
Hochw. Michael Pirpamer stammt aus Dorf Tirol und ist am Hochfest der Apostelfürsten Petrus und Paulus im Jahr 1965 vom Bischof Joseph Gargitter in Brixen zum Priester geweiht worden.
Danach leistete er elf Jahre lang als Kooperator seinen Dienst in den Pfarreien Lajen, Naturns, Auer und in Bozen/Dom. Anschließend wirkte er als Pfarrer zwölf Jahre lang in der Pfarre Tschars-Staben. 1988 wurde ihm die Verantwortung für die Pfarrei St. Martin anvertraut, die er 24 Jahre lang mit Umsicht, Treue und einem wachen Blick für die Menschen geleitet hat. Zusätzlich trug er noch elf Jahre lang die Verantwortung für die Pfarrei Schweinsteg, vier Jahre für die Pfarrei Tall und 16 Jahre lang war er gleichzeitig Dekan des Dekanates Passeier. Pfarrer Michael Pirpamer war bekannt als korrekter und pflichtbewusster
Priester. Zur großen Verantwortung für mehrere Pfarreien und das Dekanat kamen dann auch noch gesundheitliche Probleme. Es stand ihm aber über Jahrzehnte seine Pfarrhaushälterin Marianna Bonell zur Seite, die ganz unscheinbar und leise im Hintergrund für Pfarrer Pirpamer gesorgt und ihn tatkräftig unterstützt hat.
Im Gebet und in der Verbindung zu Gott, seinem Herrn, fand er in all den Jahren die Kraft für die vielen Feiern der Eucharistie, die Verkündigung und Auslegung des Wortes Gottes, die Begleitung der Menschen in Freude und Leid und die Spendung der Sakramente. Ein großes Herz hatte er immer für arme Menschen.
Zwei Primizfeiern – von P. Michael Ennemoser und Hochw. Christoph Schweigl – durfte er in seiner Amtszeit erleben. Über 500 Menschen hat Pirpamer bei Beerdigungen in St. Martin auf ihrem letzten Weg begleitet und den Hinterbliebenen Trost gespendet. Pfarrer Pirpamer hatte auch ein feines Gespür für die Entwicklung des Dorfes
und der Gemeinde. Sein besonderer Einsatz galt dem Kirchenneubau in Saltaus. Dort wurde sichtbar, wie sehr ihm der lebendige Glaube am Herzen lag: ein Ort der Begegnung zwischen Gott und den Menschen, ein Haus für die christliche Glaubensgemeinschaft, ein Zeichen der Hoffnung. Er setzte sich außerdem dafür ein, dass auf Widum-Grund das Seniorenwohnheim St. Benedikt gebaut werden konnte. Man kann sagen, der schönste freie Platz im Dorf ist zu einem Ort der Würde für die älteren Menschen der Pfarrei geworden. Auch das neue Dorfhaus steht auf dem Grundstück des ehemaligen WidumGartens. Es dient als Bühne für Konzerte sowie verschiedene Veranstaltungen und ist zum Treffpunkt für Jung und Alt geworden. Besonders erwähnenswert ist die große Friedhofserweiterung, auch dafür stellte Pfarrer Pirpamer den Grund der Pfarrei zur Verfügung. Ein letzter Dienst für die Gemeinschaft, auch über den Tod hinaus.
Nach seiner Zeit in St. Martin wirkte
Pfarrer Pirpamer noch 13 Jahre lang als Seelsorger in der Seelsorgeeinheit Hinterpasseier und mit Vorliebe auch in Saltaus.
Die letzten Monate war Pfarrer Pirpamer durch eine schwere Krankheit stark angeschlagen. Nach mehreren Kurzaufenthalten im Krankenhaus hat er beschlossen, ins Seniorenwohnheim zu gehen, um jederzeit Hilfe zu bekommen. Dort hat ihn auch Bischof Ivo Muser besucht, um ihn zu trösten und mit ihm zu beten. Wegen der großen Schmerzen hat Hochw. Pirpamer die letzten zwei Wochen auf der Palliativstation Martinsbrunn gelebt, wo er am 25. April 2026 friedlich und sanft von uns gegangen ist.
Bischof Ivo Muser, Generalvikar Eugen Runggaldier, Prior P. Christian Stuefer OT, Pfarrer P. Markus Mur OT und weitere 20 Priester waren zu seiner Beerdigung gekommen, um in Dankbarkeit Abschied zu nehmen von einem Priester, der treu gedient hat, einem Priester, der Verantwortung übernommen hat für die Menschen in seinen Pfarreien, einem Priester, der Jahrzehnte lang den Weg mit den Gläubigen gemeinsam gegangen ist.
Der Sterbegottesdienst wurde vom Kirchenchor feierlich mitgestaltet, die Musikkapelle spielte zum Abschied auf dem Friedhof. Der Sarg wurde von Schützen und Feuerwehrmännern getragen und von den Schildhöflern begleitet. Die Vereine unseres Dorfes und viele Passeirer, aber auch Leute von auswärts waren zur Beerdigung gekommen, um von unserem langjährigen Pfarrer Michael Pirpamer Abschied zu nehmen, getragen vom Vertrauen, dass alles Gute, das er bewirkt hat, weiterlebt in unserer Glaubens- und Dorfgemeinschaft, in den Zeichen, die geblieben sind und Gott es ihm lohnen wird. Möge unser Herr, der gute Hirte, ihn aufnehmen in seinen Frieden.
Hermann Pirpamer

Ein Garant für gute Laune:
† Hans Pöll mit seiner geliebten Katze

† Paul De Bastiani in seinem Element beim Theaterstück „Die Eisheiligen“
h eimatbühne s t. m artin
Hans Pöll (1934 – 2026)
Paul Max De Bastiani (1946 – 2026)
Über 50 Jahre lang waren die beiden Teil unserer Heimatbühne St. Martin in Passeier. Sie gehörten somit praktisch schon zum Inventar und waren allen Zuschauer*innen ein Begriff.
Hans war ein Garant für gute Laune und seine Liebe zur Musik steckte uns alle an – egal ob bei Ausflügen, beim Törggelen oder Wandern, es wurde mindestens ein Lied angestimmt und alle sangen mit. Wir erinnern uns immer wieder gerne an sein Lächeln, das sich sofort zeigte, als er den Vereinssaal betrat. Man merkte ihm einfach unverkennbar an, dass das Theater, der Verein und die Bühne in seinem Herzen einen festen Platz einnahmen.
Auch Paul war bekannt für seinen Charme und Witz, seine feinfühlige Art und Zuverlässigkeit. Mit seinem handwerklichen Geschick war er vor
allem ein wahrer Alleskönner im Bühnenbau – ohne ihn hätten zahlreiche Stücke sicher nicht stattfinden können. „Do gonz vour af dr Bühne braucht’s eper nou a Kastl ...“ hieß es bei so mancher Probe – und wie von Zauberhand stand genau dieses „Kastl“ am nächsten Morgen bereit.
Mit voller Leidenschaft für das Schauspiel standen die beiden auf der Bühne und sorgten mit ihrer humorvollen Art für lachende Gesichter – im Publikum, aber auch bei ihren Theaterkolleg*innen.
Wir verabschieden uns mit einem letzten Applaus von unseren Vereinsmitgliedern und guten Freunden. Danke Hans. Danke Paul. Den Hinterbliebenen sprechen wir unser tief empfundenes Mitgefühl aus. Verena Bacher

Passeirer m inistratinnen und m inistranten
Am Samstag, den 14. März startete
P. Markus mit einer Gruppe der großen Ministrant*innen seiner Pfarreien St. Leonhard, Walten sowie St. MartinSaltaus und einigen Begleiter*innen zu einem Tagesausflug nach Innsbruck. Zu Beginn der Fahrt spendete uns P. Markus den Reisesegen und Max Zipperle führte uns in die Geschichte des Klosters Wilten und der Diözese Innsbruck ein. Dann bot die Fahrt im Bus schon Gelegenheit, sich auszutauschen und das eine oder andere gemeinsame Spiel zu machen. In Innsbruck angekommen, stiegen wir beim Stift Wilten aus. Dort feierten P. Markus und P. Wolfgang Rick aus Köln, der gerade zu Gast in St. Leonhard war und uns auch begleitete, mit uns die Hl. Messe. Einige unserer Minis übernahmen gerne den Ministrant*innenund Lektor*innendienst. Im Anschluss daran gab uns Herr Nikolaus vom Stift Wilten einen kurzen Einblick in
die Geschichte des Stiftes und in das Leben der Chorherrengemeinschaft der Prämonstratenser.
Gleich darauf ging es weiter zur Glockengießerei Grassmayr, wo P. Markus für uns eine Führung durch das Glockenmuseum organisiert hatte. Sehr eindrucksvoll und anschaulich erzählten uns die Senior-Inhaber des seit über 400 Jahren bestehenden Familienbetriebes den aufwändigen und bis zum Schluss spannenden Weg des Gießens einer Glocke. Ein Kurzfilm vermittelte uns, wie viel Präzision bei der Planung und Ausführung notwendig ist. Beim Gang durch das Museum erfuhren wir einiges über Materialien, Größen, Klang, künstlerische Gestaltung der Glocken und auch über die Namensgebung sowie die Segnung der Glocken. Bekannt war uns die Glockengießerei Grassmayr im Besonderen durch die Glocken in der Saltauser Kirche, die dort gegossen wurden.
Nach diesem interessanten Vormittagsprogramm haben sich am freien Nachmittag kleine Gruppen gebildet, die die Altstadt entdeckten und sich vor allem gut unterhalten und ausgetauscht haben.
Am Abend kehrten wir mit schönen Eindrücken gut in unsere Pfarreien zurück.
Unser Dank gilt vor allem P. Markus, der alles so gut organisiert und uns auf unserem Gemeinschaftsausflug begleitet hat.
Für den Ministrant*innenausschuss St. Martin, Maria Platter
Ministrant*innen-Ausflug mit P. Markus nach Innsbruck

h inter P asseier
Am 21. März machten sich einige unserer Firmlinge aus dem Hinterpasseier gemeinsam mit ihren Eltern, Pat*innen und Geschwistern auf den Weg zum Kirchlein Mörre. Im Rahmen einer Fußwallfahrt beteten sie gemeinsam den Kreuzweg und baten Gott um Begleitung und Segen auf dem Lebensweg unserer Jugendlichen. Die Wallfahrt war ein schönes Zeichen der Gemeinschaft und eine wertvolle Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung. Mögen die Jugendlichen einen Lebensweg finden, der sie erfüllt, mit dem sie zufrieden sind. Es möge auch ein Weg sein, wo die Jugendlichen im Glauben Halt und Stütze finden.
Waltraud Gatterer

Am 21. April trafen sich die Wortgottesfeierleiter*innen der Seelsorgeeinheit Hinterpasseier im Pfarrsaal von Moos. Pfarrer Florian Öttl begrüßte die Anwesenden und dankte ihnen für ihren wertvollen Einsatz in den Pfarreien. Dabei wurde betont, wie wichtig dieser Dienst für das kirchliche Leben ist.
Die Wortgottesfeiern werden in allen Dörfern gut angenommen und sind ein fester Bestandteil geworden. Auch die flexiblen Gottesdienstzeiten werden mittlerweile von den Gläubigen mitgetragen.
Dankbar zeigte sich die Gruppe auch für die Unterstützung von Missionar Adolf Pöll, der bei größeren Festen aushilft. Da dieser aber 85 Jahre bereits überschritten hat, müssen die Wortgottesfeierleiter auch daran denken, größere Festtage abdecken zu können. Demnächst werden besondere Festtage gemeinsam mit professioneller Hilfe vorbereitet.
Ein Thema des Treffens war die Zukunft: Da einige der Leiter*innen bereits älter sind, hofft man auf neue Interessierte, die sich für diese Aufgabe ausbilden lassen möchten. In den Pfarreien soll gezielt nach engagierten Frauen und Männern Ausschau gehalten werden. Der Pfarrer schloss die Sitzung mit einem Gebet, dem Segen und wünschte allen Teilnehmenden viel Kraft und Mut, um das Wort Gottes weiterhin verkünden zu können. Danach ließ man den Vormittag bei einem gemeinsamen Mittagessen gemütlich ausklingen. Waltraud Gatterer
Nun bin ich eine alte Frau den Buckel krumm, die Haare grau. Mich plagt das Rheuma und das Herz, doch viel größer ist der Schmerz der grenzenlosen Einsamkeit. Niemand hat für mich noch Zeit. Täglich fragt man sich nach dem Sinn des Lebens. Ja, solange wir noch flott und rege, taugten noch zur Babypflege, waren wir ein gern gesehener Gast, heute sind wir nur noch Last. Denn, inzwischen sind die Enkel groß, die Kinder ihre Sorgen los. Wir sitzen einsam und allein, in einem tristen Altersheim. Meine Tage sind ja gezählt, aber, was mich plagt und was mich quält, ist die große bange Frage …? Wird in ihren alten Tagen, den Kindern gleiches Leid geschehen, könnte ich sie davor bewahren, dass sie niemals erfahren, was Einsamkeit für ein großer Schmerz, opferte ich dafür mein Herz, gäbe es sogar freudig hin, weil ich ja nur eine Mutter bin!
Klara Kuntner-Raich
Klara Kuntner-Raich, heute 96 Jahre alt, hat vor Jahren aufgrund ihrer Erfahrung, dass manche Menschen in Seniorenwohnheimen sehr einsam sind und manchmal fast vergessen werden, dieses Gedicht verfasst. Sie selbst lebt noch zu Hause und wird von ihrer Familie gut betreut.
Heute werde ich euch etwas über die Reinlichkeit erzählen. Wie ihr wisst, hot de heint an hoachn Stellenwert. Und wenn mir die Ratschläge der Sanität unter die Lupe nehmen, dann sind Reinlichkeit und Hygiene oberstes Gebot und wichtig zu nehmen. Da haben Gottes Gebote deutlich an Wertschätzung verloren. Ein schöner und gesunder Körper scheint denen viel wertvoller zu sein. Ober insre Leit vi frier hobn in Körper gonzheitlich genommen. Obwohl ohne Studium, haben alle begriffen, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit sind. Do wor die Betreuung der Seele genausou wichtig und auch die Erforschung der Haltung des Geistes wurde ins Blickfeld genommen. So waren sie früher über ihr Verhalten ziemlich gut informiert und wussten sich zu helfen, denn man war gewohnt einmal im Monat zu beichten.
Die Passeirer von früher hatten einen guten Draht zu den Kapuzinern. Sie kamen auf die Höfe um Lebensmittel für ihre Studenten zu sammeln. Dafür wurde Haus und Hof gesegnet und wir Kinder wurden beschenkt mit Ringeler, die uns überglücklich machten. Diese Sympathie ist unserem Pfarrer von damals nicht gelegen gewesen. Ich höre es noch, wie er von der Kanzel herab gepredigt und dabei betont hat: „Ich weiß schon, die leichten Sünden lasst ihr hier und mit den schweren geht ihr zu den Kapuzinern!“ Diese unheimliche Stille darauf habe ich bis heute nicht vergessen. Nach geraumer Zeit hat es auch mich einmal interessiert, bei den Kapuzinern a Beichte abzulegen. Der Bus stand damals in Moos, denn weiter schaffte er es bei solchen Wegen nicht. Postauto hat man damals noch gesagt, weil in jedem Dorf die Postsäcke mitgenommen werden mussten. Aber die Leute von damals hatten noch nicht diese Eile und niemand hat sich darüber aufgeregt. Der Kartenzwicker hat sich eifrig bemüht, das geschuldete Geld zusammen zu bringen. Die Männer haben angefangen a Pfeifl zu rauchen. Oub ondere derfir gelittn hobn wor ihnen gleich. Auch der Riffiner Wold wor voller Löcher und der Chauffeur hot sie oft ibersechn, des isch nor niemer hetzig giwesn.
Bei der Riffiner Kapelle hobn nor olle Mander in Huet oer giton und die ibrign Leit hobn a Kreiz gimocht und an Vater Unser gebetet und asou die Mueter Gottes gegrießt. Die heintige Stroße iber Obermoes isch domols nou nit gewesn und deswegen hot der Bus bei der Zenoburg vorbei bei den schmoln Pseirerstraßl zum Pforrplotz ochn gimiest. I sog enk, des wor jedesmol a Erlebnis. I vermuet monche Chauffeure hobn bi der engen Stroße wieder beten gelernt. Das Gasthaus Parthanes wor ollm offn, zem hots nor ollm a guete Suppe geben. Wie I nocher in der Kirche onkemmen bin, hon i in bestn Voursotz kopp a guete Gewissnserforschung zi mochn. Ober zi mein Schreck hot mi mein Gedächtnis total in Stich gelott. Nor hear i a Stimme in mir sogn: wenn du die deinign nit findest suech holt ba an ondern. Jo, de Idee wor meine Erlösung, do hon i mi niemer hort giton und hon ongfongen die Gewissenserforschung zu mochn.
I hon ober nit bei der Reinlichkeit begonnen, sondern beim 1. Gebot, des der Herrgott ins hot geben. Do steat klor und deitlich: Du sollst deinen Gott lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. Do isch schun gschwind ollerhond zommkemmin. Des isch ober nou weiter gongen und die Liste isch olleweil länger geworden. Vorsichtig hon i zi mir gsog: na iatz derfit er sich bold schamen. Do isch mi a groaßer Schreck überkemmen, weil i erkennen hon gimiesst, dass i kuen bissl besser bin. Do bin i kluen gewordn, jo olleweil kliener, nor bin i innen in Beichtstuhl zi den Kapuziner und außer kemmen bin i ringe und leicht und i hon in Himmlvoter gfrog: hosch du epper a Wunder gewirkt? Na, hot er gsogg, i hon dir lei dein Sock ogenommen, long schun hat i ihn dir gearn ogenommen. Ober na, des wer i schun selber dertrogn.
Dass es enkere Schwachheit nit zuegeben wellt, des tuet mi oft verletzen, weil nicht tue i lieber als enk zi helfn. Und wenn es zi mir kemmp, krieg es vi mir, enkern Voter, a nou a weißes Gewandl. Weil i woass jo es seid souvl gearn schien, jo schien, bsunders des im Tirolerlandl.
Maria Prugger
s t. l eonhard
b ibliothek
In Zusammenarbeit mit dem KFS St. Leonhard findet in der Bibliothek St. Leonhard seit einigen Jahren im Zeitraum zwischen März und Juni eine Saatgut-Tauschaktion statt. Es ist schön zu sehen, dass sich auch die Kinder oft mit großer Begeisterung an der Aktion beteiligen. Sie stöbern neugierig im Saatgutkoffer, wollen wissen, welche Pflanze aus den Samen wächst und würden am liebsten gleich alles selbst ausprobieren. Dabei erleben sie ganz praktisch, wie aus einem kleinen Samen eine Pflanze entsteht. Das macht nicht nur Spaß, sondern vermittelt auch wertvolles Wissen.
Die Saatgut-Tauschaktion funktioniert im Kern so:
> Der KFS St. Leonhard stellt Saatguttütchen bereit.
> Diese enthalten ausschließlich samen-

feste Sorten – also Pflanzen, deren Samen man später wieder selbst gewinnen und erneut aussäen kann (anders als bei Hybridpflanzen).
> Besucherinnen und Besucher können die Tütchen kostenlos mitnehmen und im eigenen Garten oder auf dem Balkon aussäen.
> Im Idealfall entsteht daraus eine kleine „Saatgut-Kreislaufkultur“: Man gewinnt später selbst Samen und trägt so zur Vielfalt und Weitergabe alter Sorten bei. Solche Aktionen helfen dabei, alte und

regionale Pflanzensorten zu erhalten, die Biodiversität zu fördern und ein Stück Unabhängigkeit vom kommerziellen Saatgutmarkt zu bewahren.
Maria Gufler
Öffentliche Bibliothek St. Leonhard Sommeröffnungszeiten ab 15.6.2026
Di, Do, 9 – 11 Uhr
Mi, Fr, 8 – 12.30 Uhr Mo, Di, Do, 16.30 – 19 Uhr
ibliotheken
b
„Liesmich Leggimi 2026“
Am 23. April 2026, dem Welttag des Buches, ist die vierte Ausgabe der landesweiten zweisprachigen Sommerleseaktion „Liesmich Leggimi“ der Südtiroler Bibliotheken gestartet. Diese Initiative wird vom Amt für Bibliotheken und Lesen der Deutschen Kulturabteilung und dem Ufficio Educazione permanente, biblioteche e audiovisivi der Italienischen Kulturabteilung getragen und hat sich in den vergangenen Jahren als wichtiger Bestandteil der Förderung von Lesekultur in Südtirol etabliert. Leserinnen und Leser zwischen 11 und 99 Jahren können aus einer umfassenden Auswahl von insgesamt 80 Büchern in deutscher und italienischer Sprache wählen. Die Liste umfasst Thriller, Romane, Sachbücher und Graphic Novels – ein breites Spektrum an Litera-
turgenres, das für jeden Geschmack etwas bietet. Die Bücher sind in allen teilnehmenden Südtiroler Bibliotheken erhältlich, einschließlich Schulbibliotheken sowie in den Online-Bibliotheken Biblio24 und Biblioweb verfügbar. Interessierte können sich zudem auf der Website www.liesmichleggimi.bz.it registrieren und zu jedem gelesenen Buch einen Kommentar abgeben. Damit nehmen sie automatisch an der Verlosung von 200 Sachpreisen teil – ein zusätzlicher Anreiz zur Teilnahme an dieser spannenden Aktion. Die Aktion läuft bis zum 31. Oktober 2026 und bietet eine gute Gelegenheit, die Lesefreude zu fördern sowie den Austausch über Literatur sprachenübergreifend zu stärken.
Maria Gufler

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Eine Duftreise zum Runterkommen
Zu laut, zu viel, zu schnell?
Jugendliche im Alter zwischen 11 und 15 Jahren machten gemeinsam Pause vom ganzen Trubel und der Reizüberflutung im Außen. Mit sanften ätherischen Düften und einer entspannten Duftreise tauchten sie nach innen ab. All die Reize von außen – Lärm, Stress und Gedanken – packten sie symbolisch in einen Koffer und stellten sie beiseite. So konnte der Kopf abschalten, das Herz auftanken und der Körper loslassen. In Ruhe hörten die Jugendlichen wieder ihre eigene Stimme und merkten: Alles, was man braucht, steckt schon in uns. Weniger Außen, mehr Innen – einfach mal chillen.
Als Highlight kreierten sie einen „chill out“-Riechstift. Dieser Riechstift, gefüllt mit selbst ausgewählten ätherischen Ölen, schenkt Momente des Runterkommens. Somit gelang es der Referentin, Duftcoach und Aromaberaterin Sabine Schwienbacher, die Jugendlichen in einen entspannten Zustand zu bringen.
Mit viel neuer Kraft, vielen positiven Impulsen, einem Riechstift und einer „Tut-mir-gut-Liste“ verließen die Jugendlichen am Freitag, den 6.3.2026 nach zwei Stunden Workshop die Öffentliche Bibliothek St. Martin und starteten gut gelaunt in das Wochenende.
Carmen Kofler

b
Mein Rezept –dein Rezept
„Mein Rezept – dein Rezept“ – so lautet die Veranstaltungsreihe der Öffentlichen Bibliothek in Zusammenarbeit mit den Bäuerinnen – Ortsausschuss St. Martin.
Das erste Treffen, bei dem es hauptsächlich um Antipasti, Snacks, Vorspeisen und Jause ging, fand im März in der Bibliothek St. Martin statt. Dabei erschienen alle Interessierten mit einem erprobten Rezept sowie einer Kostprobe. Jede stellte ihr Gericht mit den dazugehörigen Tipps & Tricks vor. Von herzhaft bis süß war alles dabei. Die Teilnehmerinnen erhielten im Anschluss die präsentierten Rezepte, sodass jede mit einer kleinen Auswahl an neuen Rezepten mit GelingGarantie nach Hause gehen konnte. Am 22.9.2026 findet das nächste Treffen statt. Alle Interessierten sind wieder herzlich willkommen, vorbeizuschauen. Im September geht es um „Hauptspeisen“, während sich am Abend im Dezember alles um „Nachspeisen & Kekse“ drehen wird.
Carmen Kofler

Gleich zu Beginn möchte sich die Öffentliche Bibliothek St. Martin beim Amt für Bibliotheken und Lesen bedanken, welches jährlich Leserreisen organisiert und somit die Autorenbegegnung mit der Kinder- und Jugendbuchautorin Tina Blase (D) ermöglicht hat.
Tina Blase hat Kulturwissenschaften studiert und nach Volontariaten und Jobs im Verlagswesen zunächst als freie Lektorin für Kinderbuchverlage gearbeitet. Irgendwann keimte in ihr der Wunsch, selbst Geschichten und Romane für Kinder und Jugendliche zu schreiben. Die Autorin ist Stipendiatin der Akademie für Kindermedien 2020/2021 und lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Anfangs schrieb sie hauptsächlich Auftragsarbeiten unter einem Pseudonym. Mittlerweile sind zehn Romane aus ihrer Feder entstanden. Für ihr Buch „Die Geisterhelfer – Traue sich, wer kann!“ wurde die Autorin mit dem Hamburger Literaturpreis ausgezeichnet. Bisher sind im Verlag cbj drei Geisterhelfer-Bände erschienen.
Die Fantasyromane „Insel der wandernden Flüche“ hingegen sind im Magellan Verlag erschienen. An dieser Trilogie hat Tina Blase fünf Jahre lang gearbeitet. Am 14.4.2026 war es so weit: die Autorin stattete in Begleitung von Barbara Ursino (Amt für Bibliotheken und Lesen) der Öffentlichen Bibliothek St. Martin einen Besuch ab, wo sie von lauter fantastischen Gestalten begrüßt wurde. Die erste Lesung kam den vierten und fünften Klassen der Grundschule St. Martin zugute. Die Bibliotheksleiterin hatte ein Bilderrätsel vorbereitet. Durch das Auflösen desselben erfuhren die Anwesenden den Titel des anschließend vorgestellten Buches.
Tina Blase stellte ihre Reihe „Die Geisterhelfer“ vor und las einige Abschnitte aus dem 1. Band „Trau sich, wer kann!“ vor. Auf der großen Leinwand konnten die Kinder Bilder aus dem Buch begutachten. Zur Auflockerung hatte die Autorin ein Quiz vorbereitet.
Die zweite Besuchergruppe, die ersten Klassen der Mittelschule St. Martin, erwartete ein anderes Programm.

linkes Bild: Autorinnenbegegnung mit der Kinder- und Jugendbuchautorin Tina Blase (Mitte) in Begleitung von Barbara Ursino (rechts)
Dieses Mal präsentierte die Autorin die Jugendbuch-Trilogie „Insel der wandernden Flüche“.
Sowohl die Reihe „Die Geisterhelfer“ als auch die Fantasytrilogie „Insel der wandernden Flüche“ können seit der Buchvorstellung in der Öffentlichen Bibliothek St. Martin ausgeliehen werden. Carmen Kofler



Am Freitag, den 24.4.2026 verwandelte sich die lese.werk.statt. in eine Tanzwerkstatt.
Auf Initiative einiger engagierter Frauen holten wir die 90er Jahre musikalisch in die Öffentliche Bibliothek. Fürs Tanzen bot sich das Untergeschoss an, welches mit Discobeleuchtung für eine gute Stimmung sorgte. Für die Musik war DJ Liko zuständig.
Zu dieser Veranstaltung waren ausschließlich Frauen von jung bis alt eingeladen, die den Abend zum ausgiebigen Tanzen nutzen und dabei den Alltag hinter sich lassen konnten. Gerade Frauen mit Kindern haben wenig Gelegenheiten, sich auszupowern und dabei Spaß zu haben. Vor allem, wenn es sich dann auch noch in der näheren Umgebung abspielt. Stundenlanges Tanzen macht durstig, dagegen halfen spritzige, alkoholfreie Getränke. Tanzen befreit, Musik tut der Seele gut. Daher werden wir dieses Event bestimmt wiederholen.
Carmen Kofler
Dufte Helfer im Alltag
Am Freitag, den 17.4.2026 lud die Öffentliche Bibliothek zu einem Aromapflege-Workshop für Erwachsene ein. Dieser fand großen Zuspruch, sodass leider nicht alle Interessierten daran teilnehmen konnten.
Zu Beginn informierte die Referentin über die Aromapflege, die 100% naturreine ätherische Öle, fette Pflanzenöle und Hydrolate nutzt, um das Wohlbefinden zu fördern und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen.
Am bekanntesten dürfte wohl die Raumbeduftung sein. Doch an diesem Abend ging es um viel mehr. So konnten die Teilnehmerinnen in Rosenhydrolat getränkte Augenpads während einer Pflanzenmeditation auf die Augen legen, ein wohltuendes Fußbad mit ätherischen Ölen genießen, ein Rosenlassi sowie ein aromatisiertes Mineralwasser verkosten, eine Schüttellotion auftragen, einen Roll-on gegen Insektenstiche sowie einen Riechstift
mit dem persönlichen Wohlfühlduft herstellen.
Elisabeth Schwarz stand dabei mit ihrem Fachwissen zur Seite und konnte sehr gut auf alle Fragen eingehen.
Die Zeit verflog im Nu. Begeistert verließen die Besucherinnen mit vielen wertvollen Tipps und neuem Werkzeug die Öffentliche Bibliothek. Carmen Kofler
Öffentliche Bibliothek St. Martin Sommeröffnungszeiten ab 15.6.2026
Montag – Freitag, 9 – 11.30 Uhr und Montag, Mittwoch, Freitag, 16 – 18.30 Uhr
herzlichen g lück W unsch
Am 14.4.2026 lud die Öffentliche
Bibliothek St. Martin die Autorin Barbara Prast zu einem Abend in die lese.werk.statt ein.

Barbara, auch bekannt als „Tasteofbabs“ auf Instagram, erzählte von ihrem Werdegang als Autorin und wie viel Arbeit hinter einem Buch steckt, bis es in Druck gehen kann. Angefangen hatte alles mit ihrer großen Leidenschaft zur Fotografie. Der Verlag Raetia ist auf ihre tollen „Food“-Fotos aufmerksam geworden, hat ihr anfangs Fotoaufträge für ein anderes Kochbuch erteilt, bis der Vorschlag kam, ob sie nicht selbst ein Kochbuch schreiben möchte. Barbara war sofort einverstanden und machte den Vorschlag, ein Kochbuch über Frühstücksrezepte für den gesunden Start in den Tag zu schreiben. Der Verlag war zu Beginn skeptisch, doch die Argumente der Autorin, dass 70% der Weltbevölkerung ein warmes Frühstück zu sich nehmen, überzeugte schlussendlich die Entscheidungsträger*innen des Verlags. So erschien im Jahre 2019 das Buch „Frühstück mal anders: Porridge, Bowls & Oats“, welches ein großer Erfolg wurde. Im Jahre 2021 wurde ihr Buch „Mein Frühstückstisch: Bowls und Powersnacks für zwischendurch“ veröffentlicht, während sie sich beim dritten
Buch Vor-, Hauptspeisen, Beilagen und Desserts widmete.
Bei Letzterem handelt es sich um ein besonderes Kochbuch, in dem alle Rezepte mit Hilfe eines Speiserings geschichtet werden und so zu einem besonderen Blickfang für das Auge werden.
Das Buch „Schicht für Schicht: Kreative Türmchen für jeden Anlass“ ist 2025 im Raetia Verlag erschienen. Für alle Bücher lieferte Barbara sowohl die Texte als auch die wunderschönen Fotos.
Während der Veranstaltung stellte die Autorin einige Rezepte vor und baute im Anschluss Schicht für Schicht aus leckeren Zutaten würzige CheesecakeTürmchen, die verkostet werden durften. Barbara Prast signierte ihre Kochbücher und bot sogar Speiseringe zum Verkauf an. Auch die Öffentliche Bibliothek St. Martin kaufte bei dieser Gelegenheit Speiseringe für ihre Bibliothek der Dinge an. Somit können zum Buch „Schicht für Schicht“ auch die passenden Speiseringe ausgeliehen werden. Carmen Kofler
Gemeinde St. Martin
13.2.2026 Annalena Pixner
17.2.2026 Fiona Thaler
20.2.2026 Leo Thaler
28.2.2026 Janik Pichler
22.3.2026 Marian Pixner
28.3.2026 Samuel Pixner
10.4.2026 Lucas Kofler
15.4.2026 Franziska Karlegger
2.5.2026 Lotta Ennemoser Fontana
Gemeinde Moos
14.2.2026 Mia Plangger
7.3.2026 Toni Haller
8.3.2026 Anton Ennemoser
12.3.2026 Amelie Unterkofler
13.3.2026 Otto Haller
13.3.2026 Emil Haller
1.5.2026 Elisa Prünster
Gemeinde St. Leonhard
7.2.2026 Lina Holzknecht
20.2.2026 Jonas Haller
21.2.2026 Maja Pichler
10.3.2026 Magdalena Klotz
19.3.2026 Luis Tschöll
29.4.2026 Philomena Schiefer 7.2. – 2.5.2026
Warum Stefanie Kofler aus St. Leonhard gerade an der Küste Frankreichs Wurzeln schlagen will, erzählt sie im Interview.
Autorin Elisa Pfitscher
Ein Abenteuer folgt auf das nächste, so ungefähr wirkt der Lebenslauf von Stefanie Kofler:
Ein Jahr in München, Reisen durch Europa und Amerika, Freiwilligenarbeit in Rom, einsam auf einer Insel in der Karibik, die Arbeit an der Küste Frankreichs und im Norden Norwegens, eine Saison in der Schweiz, ein Aufenthalt in Südafrika und viele Länder und Erfahrungen mehr. Zusammenfassend lässt sich sagen: Bei der gebürtigen Liertnerin ist sehr viel los und es wird nicht langweilig. Und das ist auch der Anspruch von Stefanie an das Leben, denn dieses gleicht oft jenem einer Nomadin, aber mit dem Vorteil, „sich überall daheim fühlen zu können“, wie die 38Jährige von sich selbst sagt.
Welche Erinnerungen hast du an deine Kindheit?
In den ersten vier Jahren meines Lebens durfte ich im Vereinshaus von St. Leonhard aufwachsen, da wir dort wohnten. Ich denke sehr gerne an diese unbeschwerte Zeit zurück. Ich besuche das Vereinshaus jedes Mal, wenn ich bei meinen Eltern zu Besuch bin, da ich dort immer so gerne war und um zu sehen, was sich verändert hat.
Sport war schon in meiner Kindheit ein großes Thema. Ich spielte sehr erfolgreich im Volleyball-Verein und habe bei Tanzwettbewerben mitgemacht. Ich kann mich auch an einige Mini-Playback Shows in St. Leonhard erinnern, an denen ich mit meinen Freundinnen teil-

genommen habe. Ich hatte eine wunderschöne Kindheit, mit vielen Freiheiten, vielen Freundschaften, Eislaufen in Pfelders, Wandern auf dem Jaufen und den besten Sommern im Schwimmbad. Nach der Mittelschule habe ich die Berufsschule in Meran besucht, um Schönheitspflegerin und Masseurin zu werden.
Was hat dich immer wieder zu einem Umzug bewegt? Es waren immer verschiedene Gründe, warum ich an einen neuen Ort gegangen bin. Nach München bin ich wegen der Arbeit, da ich Anfang 20 in diesem speziellen Modegeschäft in der Stadt arbeiten wollte. Nach Hossegor in Frankreich wollte ich, weil mir ein Bekannter erzählte, dass man in dieser Gegend surfen könne und dass es ein „besonderer Ort“ mit coolen Menschen sei. Da Bretter eine meiner Leidenschaft waren und ich in meiner Jugend immer gern Snowboard und Skateboard gefahren bin, faszinierte mich auch das Surfen. Vor allem war es aber ein Gefühl, eine Verbindung zum Ort, und vor allem Neugier.
Bei meiner Interrail-Reise – mit dem Zug durch Europa – war Hossegor der letzte Stop und meine Freundin und ich waren in einem
Zur Person Stefanie Kofler, Jahrgang 1988, wuchs als jüngere zweier Schwestern in St. Leonhard auf und besuchte nach der Schulzeit im Dorf die berufsbildende Schule für Schönheitspflege und Massage in Meran. Anschließend arbeitete sie für einige Jahre in Südtirols Hotelwelt, bevor es sie in die Ferne zog, um Erfahrungen zu sammeln und die schönsten Orte der Welt zu entdecken. Viele verschiedene Jobs und Wohnorte später lebt Stefanie heute mit ihrem Partner an der Küste Südwest-Frankreichs, in der kleinen Stadt Hossegor, die auch das „Kleine Australien“ oder „Kleine Kalifornien“ von Europa genannt wird.
„Nach über fünf Jahren als Schönheitspflegerin und Masseurin in verschiedenen Hotels in Südtirol fühlte ich mich eingeengt und begrenzt. Ich kam zur Erkenntnis, dass dieses Umfeld nicht das richtige für mich ist und traf die Entscheidung, an einen anderen Ort zu ziehen, um Neues zu erleben.“


1 Stefanie Kofler in Hossegor, Frankreich.
2 Der Strand in Hossegor –Stefanies Wahlheimat. Ein Leben am Meer und für das Wellenreiten.
3
Unweit von Hossegor liegen das Baskenland und die Pyrenäen –eine Umgebung, um durchzuatmen und frische Bergluft zu tanken.
Surf-Hostel untergekommen. Ich fragte den Besitzer um eine freie Stelle im Gästehaus und er stellte mich sofort an. Ich fuhr nicht mal mehr nach Passeier zurück und blieb für sieben Monate. Ich organisierte alles für das Hostel und deren Gäste. Diese Erfahrung prägt mich immer noch sehr, da es der erste Ort für mich war, wo alles neu und anders für mich war: Die Gäste kamen aus Australien und Neuseeland, waren jung und kamen zum Surfen hierher. Die Gegend, das Meer und die Gelassenheit der Leute gefielen mir sehr und da ich auf mich alleine gestellt war, lernte ich auch mich selbst besser kennen.
„Zurück im Elternhaus plante ich sofort meine nächste Reise: Wo sollte es hingehen und was möchte ich dort arbeiten? Die Welt schien völlig offen zu stehen.“
Ich entschied mich für die Schweiz und arbeitete dort in einem Skiort. Nach einer einmonatigen Ausbildung arbeitete ich dort als Snowboardlehrerin. Eine wunderschöne Erfahrung in der Natur zu arbeiten und Kindern das Snowboarden beizubringen. Anschließend wollte ich es nochmal in einem Hotel in Südtirol versuchen und arbeitete für eine letzte Sommersaison in
einem Sterne-Hotel. Da wurde mir nochmal ganz klar, dass ich nicht in dieser Branche arbeiten will und vielleicht sogar noch weiter weg möchte. So zog es mich nach TromsØ in Norwegen und ich bewarb mich als Führerin für Touren zu den Nordlichtern. Im Nachhinein denke ich, dass es ein innerer Kompass war, der mich zu Orten, Erfahrungen und Menschen führte und mich zu der Person gemacht hat, die ich jetzt bin und auch immer sein wollte. Zudem hat mich die Natur an sich, neue Kulturen und oft einfache Sachen, wie in diesem Fall der norwegische Strickpullover, fasziniert.
Was muss man für solch einen Job mitbringen?
Für diesen Job benötigte ich meine ganzen Fähigkeiten: Zunächst musste ich die Tour festlegen und planen, mit einem Kleinbus die Gäste in ihren Unterkünften abholen und sie dann über schnee- und eisbedeckte Straßen an die Orte bringen, wo man die Nordlichter beobachten konnte. Dort angekommen, hatte ich die Aufgabe, ihre Kameras für Aufnahmen dieses Naturspektakels einzustellen, selbst das Spektakel zu fotografieren, ein Lagerfeuer zu machen und etwas zum Essen zu kochen, damit die Tour trotz bis zu – 30° C angenehm war.
Ich selbst musste gut informiert sein, um die Teilnehmenden über die Natur und die Nordlichter aufzuklären und um sie die gesamte Tour lang zu unterhalten. In diesen sechs Monaten lernte ich sehr gut Englisch, da die Gäste aus allen Orten der Welt kamen und wir unterhielten uns im Englischen. Dieser Job war extrem herausfordernd, aber zugleich eine der schönsten und wichtigsten Erfahrungen meines Lebens.
„Das Fotografieren habe ich von meiner Schwester, die Fotografin ist, gelernt und das Autofahren auf den Pass und Schneestraßen von meinem Vater.
Das Durchhaltevermögen und die Gastfreundschaft habe ich mir von meiner Mutter abgeschaut.“
Wie steht deine Familie zu deinem Lebensstil?
Meine Familie hat mich immer bei meinen Entscheidungen unterstützt. Sie sind sehr offen, was meine Wanderlust angeht und heißen mich immer wieder von Herzen willkommen, wenn ich zu Besuch komme. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander und hören uns täglich. Auch meine Schwester wohnt seit bald 20 Jahren in München. Viele meiner Verwandten sind ins Ausland gezogen, vielleicht liegt es in den Genen.
Wohin ging es für dich nach Norwegen?
Nach der Zeit in Norwegen habe ich mir einen VW-Bus gekauft und wohnte darin, als ich für einen Sommer das Lido in Schenna führte. Ich wollte auch in Südtirol unabhängig und frei sein. Mit einer Freundin habe ich Musikfestivals und Projekte für gute Zwecke organisiert, wie die Sensibilisierung für den Klimawandel oder Projekte für Jugendliche. Ich übersiedelte anschließend nach Innsbruck, arbeitete in einem Büro für eine Snowboardmarke und fragte mich nach drei Jahren auf ein Neues, was ich wirklich will. Ich zog – nach dem überstandenen Lockdown im Elternhaus – wieder an Frankreichs Küste, nach Hossegor, dort wo die Reise einstmals begann.
In Frankreich lernte ich meinen damaligen Partner kennen, der aus Südafrika stammte und mit ihm zog ich in eine kleine Stadt am Strand von Südafrika. Ich lebte dort für ein ganzes Jahr und war nicht auf diesen Kulturschock vorbereitet, auch wenn ich dachte, ich habe bis dahin schon viel erlebt. Die umliegende Natur ist atemberaubend schön, in den Städten ist es hingegen teilweise sehr gefährlich und sogar bei hellichtem Tag wird man von der Polizei zur Vorsicht

gemahnt, wenn man als Frau alleine einkaufen geht. Das Wasser und der Strom wurden teilweise ohne Warnung von der Stadt abgeschaltet, um den Verbrauch besser zu kontrollieren. Ich habe dort gelernt, wie wichtig Sicherheit ist und wie glücklich wir uns schätzen können. Die wilden Giraffen neben der Hauptstraße, die Stärke und die Gastfreundschaft der Menschen, neben Haien zu surfen, das werde ich aber nie vergessen. Ich entschied mich gegen Südafrika und somit auch gegen die Partnerschaft und zog für ein Jobangebot als Hoteldirektorin in ein Skigebiet in den französischen Alpen.
„Mit 34 spürte ich erstmals die Lust, mich irgendwo niederzulassen. Aber es musste weiterhin schön bleiben und Spaß machen, dort wo ich bin.“
Nach der Wintersaison zog ich in die Bretagne, im Nordwesten Frankreichs und arbeitete zwei Jahre als Surf-Hostel-Managerin. Hier lernte ich meinen jetzigen Partner, der selbst aus Frankreich stammt, kennen. Wir beschlossen erstmals zusammen, nach einem kleinen Abstecher für die Wintersaison in den Lofoten, zurück nach Hossegor zu ziehen, was zu meinem Glück auch für ihn ein ganz besonderer und geschätzter Ort war. Wir wohnen jetzt seit zwei Jahren an unserem Wunschort an der Atlantikküste und fühlen uns hier angekommen.

„Für 15 Jahre habe ich an verschiedenen Orten der Welt gelebt und in unterschiedlichen Berufen gearbeitet. Ich hatte bisher nie das Gefühl, Urlaub zu brauchen, weil ich dort leben darf, wo es mir so gut gefällt und ich das tun kann, was ich gerne mache. Ich reise auch gerne an bestimmte Orte, ohne dort zu arbeiten, aber der Ort muss mich schon faszinieren. Ich wünsche mir sehr, dass das Reisen viel bewusster wahrgenommen wird und die Natur und die Einheimischen stets respektiert werden.“
seit zwei Jahren selbstständig und arbeite in mehreren Bereichen. Unter anderem arbeite ich als Concierge für Villas und betreue deren Gäste, ich leite eine Agentur für internationale Musiker*innen sowie Künstler*innen und organisiere ihre Touren und Auftritte in Europa. Zudem arbeite ich als Kundenbetreuerin für eine skandinavische Innenarchitektur-Firma und zu meiner einstigen Ausbildung als Masseurin habe ich mich inzwischen über die letzten Jahre ganzheitlich weitergebildet, auch im Bereich der östlichen Medizin mit Hauptfokus auf die weibliche Gesundheit und persönlichen Entfaltung und biete auch in diesem Bereich Beratungen und Anwendungen an.
Wie sieht dein Plan für die Zukunft aus?
4 Spontane Sichtung in Südafrika
5 Die Magie der Nordlichter
Was gefällt dir an deiner Wahlheimat?
Vor allem, dass ich vor die Tür gehe und direkt am Meer bin. Ein sehr freier Ort, für mich auch mit vielen schönen Erinnerungen verbunden, die ich schon vor zehn Jahren hier machen durfte. Es ist eine kleine Touristen- und Fischerstadt, immer wieder sehe ich neue Gesichter und doch kennt jeder jeden. Ich mag es, dass sich hier Menschen von nah und fern begegnen, weil sie das Surfen verbindet. Auch aus beruflicher Sicht ist es spannend für mich, da ich ständig mit neuen Personen in Kontakt komme und man sich austauschen und vernetzen kann. Wir sind umgeben von Wäldern, Seen und dem Meer. Auch die Berge, die Pyrenäen und das Baskenland sind nicht weit entfernt. Alle Menschen hier sind sehr sportlich, von Jung bis Alt. Frankreich selbst erinnert mich oft sehr an Südtirol und Italien, deren Liebe für gutes Essen, Familie und Zusammengehörigkeit. Es ist eine perfekte Mischung aus Ferne und Heimat. Ich lerne seit zwei Jahren Französisch, da viele hier kein Englisch sprechen und ich mich gut integrieren möchte, um langfristig etwas aufzubauen. Wegen der mangelnden Sprachkenntnis habe ich den ersten Sommer in einer Gästeunterkunft geputzt. Mittlerweile bin ich
Für mich und meinen Partner war es ein gemeinsamer Traum, eine Wohnung zu kaufen und dies ist uns nun endlich gelungen, dank der neu gewonnenen Stabilität. Bald können wir in unser erstes gemeinsames Zuhause einziehen, vielleicht sogar eine kleine Familie gründen und Kind und Kegel am Strand aufwachsen sehen. Vielleicht sogar ein gemeinsames Projekt zu starten, wo wir auf unsere gesammelte Erfahrung aufbauen und all unsere Fähigkeiten zum Einsatz bringen können. Ich kann mir auch vorstellen, im Wellness- und Medizinischen Bereich Workshops anzubieten. Einfach Menschen helfen, verschiedene Seiten von sich kennenzulernen und gerne auch mal dem inneren Kompass anstelle von sozialen Normen folgen. Gesund zu bleiben, weiterhin meinen Weg zu gehen und nie zu vergessen, woher ich komme.
„Seit der Zeit in Norwegen, Südafrika und Frankreich bin ich mir gewiss, dass ich nicht nach Passeier oder Südtirol zurückziehen werde, sondern mir meine Heimat selbst aussuchen kann. Der Urlaub in Passeier steht aber jährlich mit Freude an.“
Liebe Steffi, vielen Dank für dieses spannende und inspirierende Gespräch.
Kennen Sie Passeirerinnen oder Passeirer, welche schon seit vielen Jahren im nicht-deutschsprachigen Ausland leben und für ein Interview in dieser Rubrik zur Verfügung stehen? Dann freuen wir uns über Kontaktdaten per E-Mail an passeirerblatt@passeier.it


m oos
Schatzkammer der Vielfalt
Die Gemeinde Moos beherbergt zahlreiche Naturschätze, als außerordentlich kann man die „Mahder af Imischt“ bezeichnen. Gelegen auf der orographisch linken Seite des Pfelderer Tales, erstrecken sich oberhalb eines steilen Abschnittes weitläufige Almwiesen, welche zum einen von den Obersteinhöfen über den Wanderweg 2 in ca. 50 Minuten erreicht werden können, zum anderen von Innerhütt aus in etwa 90 Minuten (Weg 8a). Schon 1976 wurde das Gebiet in den Naturpark Texelgruppe integriert, heute gehört dieser Teil vom Naturpark auch zum Netzwerk Natura 2000. Das bedeutet, es handelt sich um ein Schutzgebiet mit europäischer Wichtigkeit. Bereits beim Anstieg merkt der aufmerksame Wanderer, welch wunderbares Mosaik von Lebensräumen hier im Laufe der Jahrhunderte entstanden ist. Orchideenwiesen wechseln sich ab mit Feuchtlebensräumen und Wollgraswiesen. Eine solche Fülle an Pflanzenarten spiegelt sich natürlich auch in der Tierwelt wider. Unzählige Klein-
lebewesen bevölkern die Wiesen und ernähren zahlreiche Singvögel, viele angeführt auf der Roten Liste (Goldammer, Zippammer, Steinhuhn, Neuntöter, Braunkehlchen, Steinrötel). Einerseits spielen hier die besondere Lage und Geologie eine Rolle, andererseits aber vor allem die Arbeit der Bauern. Schon seit Jahrhunderten werden die Wiesen gemäht und gepflegt. Die lokale Bevölkerung und Naturliebhaber*innen aus aller Welt finden hier Rückzugsorte. Die vor einigen Jahren gewollte Erschließung der Imstwiesen mittels Forststraße wurde von der Forstbehörde aufgrund der immens schwierigen technischen Umsetzung und starken Beeinträchtigung der Landschaft abgelehnt. In Zeiten von mangelnden Arbeitskräften ist es für die Bauern äußerst schwierig, die Bergwiesen weiterhin zu mähen. Auch die derzeitige Bringung des Heus mittels Helikopter ist keine Ideallösung. Gibt es heutzutage nicht Möglichkeiten, Pflege, Bewirtschaftung und Artenschutz zu verbinden?
Eine ausgezeichnete Alternative stellt eine für den Personentransport ausgerichtete Materialbahn dar. Der Bauer steigt samt Mähmaschine und Material in die Bahn und ist in Minuten kräfteund kostensparend an Ort und Stelle. Der Eingriff in die Landschaft ist minimal. Dieses System funktioniert seit Jahren bei der Schneidalm in Pfelders. Auch die fortschreitende Drohnentechnologie bietet in Zukunft sicher Lösungen an. Lastendrohnen transportieren mittlerweile bis zu 100 kg. Sogar der Personentransport wird diskutiert. Kostenintensive Traktorfahrten können vermieden werden, die Eingriffe in dieses einzigartige Ökosystem bleiben minimal.
Unerschlossene Gebiete mit einer solchen Fülle an Lebensformen sind heute zu einer absoluten Seltenheit geworden. Der Wert dieser unerschlossenen Naturschätze in der Zukunft ist heute kaum absehbar.
Gernot Reich
f rüh J ahrszug am Jaufen
Das Passeiertal liegt im Bereich einer wichtigen Vogelzugstraße im östlichen Alpenraum. Alljährlich fliegen Tausende von Zugvögeln im Herbst über den Jaufenkamm Richtung Süden – und im Frühjahr, aus den Überwinterungsgebieten in Afrika und dem Mittelmeerraum kommend, Richtung Norden bis Skandinavien und Sibirien. Um diese Nomaden zwischen zwei Welten auf ihrem Flug nach Norden hautnah zu erleben und zu beobachten, fanden sich an neun Tagen im März, an zwölf Tagen im April und an zwei Tagen im Mai Vogelkundler*innen der Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde Südtirol, meist von den Morgenstunden bis in den frühen Nachmittag, auf dem Jaufenkamm ein. Warm eingekleidet und ausgestattet mit Bestimmungsbuch, Fernglas und Fotoapparat galt es, möglichst viele Zugvögel zu entdecken und nach Artzugehörigkeit zu bestimmen. Nicht abschrecken ließen sich die begeisterten Beobachter*innen durch die teils winterlichen Verhältnisse und die lang anhaltende Periode mit stürmischem Nordwind im März. Angenehmer gestaltete sich das Wetter mit einer lang anhaltenden Schönwetterfront und teils sommerlichen Temperaturen im April. Bei Hochdruckwetterlagen spielt sich allerdings der Zug in größerer Höhe ab und ist bei Kleinvögeln kaum wahrnehmbar: ein Buchfinkenschwarm, der im Fernglas die Fluglinie eines hoch ziehenden Greifvogels kreuzt, Schwalben am blauen Himmel vor dem Kondensstreifen eines Flugzeuges aufkreuzen und andere Kleinvögel, die im Gegenlicht der Sonne kurzzeitig aufblitzen.
Im Frühjahr folgen viele Kleinvögel den mit Nadelwald bestockten sonnseitigen Hängen des Waltnertales, um erst im letzten Abschnitt über schneebedeckte Hänge zur Passhöhe aufzusteigen. Wegen der großen Entfernung zu unserem Beobachtungsposten auf der

Kammhöhe war mancher Trupp ziehender Vögel auch mit dem Fernglas nicht sicher bestimmbar. Auch konnten bei den entfernt fliegenden Vögeln keine Kontaktrufe vernommen werden, die eine sichere Bestimmung ermöglicht hätten. Die vielen unbestimmten Kleinvögel wurden nicht auf dem Notizblock aufgelistet.
An den insgesamt 23 Beobachtungstagen im März, April und Mai konnte manch interessanter Anblick verbucht werden. Insgesamt zählten die Beobachter*innen 20.806 durchziehende Vögel von 67 verschiedenen Arten. Ein Tag mit sehr starkem Buchfinkendurchzug (3.666) verzeichneten die Vogelbegeisterten am 19. März 2026. Insgesamt zählten wir bei unserer Anwesenheit am Bergkamm 13.149 Buchfinken. Neben dem Buchfink vermerkten wir an den Zähltagen mit 1.187 Exemplaren sehr viele ziehende Ringeltauben. Unverkennbar und sehr zahlreich waren auch die in Formation überziehenden Trupps Kormorane (521). Ebenso konnten beim Frühjahrszug Wiesenpieper, Blaumeise und Rauchschwalben in großer Zahl festgestellt werden. Magische Momente boten 5 überziehende Kornweihen (18.3./3.4.26), 1 Wiesenweihe (10.4.26), 2 Wiedehopfe (10.4./16.4.2026), 2 Steinrötel (20.4./7.5.26), 22 Bienenfresser (7.5./8.5.26) und 1 Pirol (8.5.26). Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass vom Frühjahrszug am Jaufen wieder wertvolle Beobachtungsdaten gesammelt werden konnten. Den Beobachter*innen bescherten die Tage am Jaufen manch unerwartete Begegnung und viele schöne Anblicke.

Liste der beobachteten Kleinvögel: Buchfink (13.149), Ringeltaube (1.187), Wiesenpieper (973), Blaumeise (714), Rauchschwalbe (677), Erlenzeisig (577), Hänfling (549), Kormoran (521), Mehlschwalbe (401), Stieglitz (268), Tannenmeise (223), Bergfink (134), Bachstelze (115), Felsenschwalbe (107), Bergpieper (105), Girlitz (104), Misteldrossel (79), Fichtenkreuzschnabel (67), Mauersegler (47), Wacholderdrossel (37), Eichelhäher (37), Birkenzeisig (33), Kolkrabe (29), Schafstelze (26), Grünfink (25), Bienenfresser (22), Rabenkrähe (19), Star (17), Gimpel (15), Zitronengirlitz (17), Rohrammer (15), Baumpieper (15), Feldlerche (12), Kohlmeise (12), Bergstelze (9), Haubenmeise (6), Singdrossel (5), Hausrotschwanz (4), Heckenbraunelle (4), Mönchsmeise (2), Zippammer (2), Amsel (2), Alpine Ringdrossel (2), Wiedehopf (2), Hohltaube (2), Mönchsmeise (2), Nebelkrähe (11), Steinrötel (2), Zilpzalp (1), Kernbeißer (1), Pirol (1), Wintergoldhähnchen (1), Trauerschnäpper (1), Neuntöter (1), Mauerläufer (1).
Liste der Greifvögel:
Sperber (175), Mäusebussard (147), Turmfalke (63), Rohrweihe (60), Rotmilan (42), Wespenbussard (11), Habicht (7), Schwarzmilan (6), Kornweihe ( 5), Fischadler (1), Wiesenweihe (1), Schlangenadler (1).
Arnold Rinner
oben links
Seltener Anblick am Jaufen: durchziehende Wiesenweihe Foto: Oswald Gufler
oben rechts
Der Rotmilan begeistert und fasziniert durch seine Schönheit. Foto: Andreas Lanthaler
k indergarten s t. m artin

Mit dem Ende dieses Kindergartenjahres blicken wir auf viele wertvolle Monate voller gemeinsamer Erlebnisse, kleiner und großer Entwicklungsschritte sowie fröhlicher Augenblicke zurück. Unser Kindergarten war auch heuer wieder ein Ort, an dem gespielt, gelernt, gelacht und gestaunt wurde. Im heurigen Kindergartenjahr konnten die Kinder erstmals die Öffnung des gesamten Kindergartens erleben. Dadurch hatten die Mädchen und Jungen im Laufe des Tages die Möglichkeit, alle acht verschiedenen Spielräume zu nutzen. Diese neue Form des Kindergartenalltags eröffnete den Kindern vielfältige Erfahrungsräume, förderte ihre Selbstständigkeit und ermöglichte zahlreiche Begegnungen. So konnten neue Freundschaften entstehen, Interessen entdeckt und soziale Kompetenzen weiterentwickelt werden.
Auch heuer haben wir uns wieder mit den sozialen Einrichtungen im Ort vernetzt. Bei mehreren Treffen –
sowohl mit dem Altenheim als auch mit der Werkstatt für Menschen mit besonderen Bedürfnissen – standen gemeinsame Aktionen im Mittelpunkt. In der Weihnachtszeit wurden beispielsweise Sterne gestaltet und zur Verschönerung der Christbäume im Dorf aufgehängt. Darüber hinaus wurde in beiden Einrichtungen gemeinsam gemalt, gespielt, gesungen und geturnt. Diese Begegnungen erleben wir im Kindergarten als besonders wertvoll. Sie ermöglichen den Kindern, Vielfalt bewusst zu erfahren, Berührungsängste abzubauen und wichtige soziale Kompetenzen zu stärken. Für alle Beteiligten sind diese gemeinsamen Aktivitäten eine große Bereicherung. Als Abschluss dieses Kindergartenjahres werden wir im Juni eine Dankesfeier gestalten. Gemeinsam mit den Familien sowie mit den Menschen mit besonderen Bedürfnissen soll dieses Fest stattfinden und Raum bieten, dankbar auf das vergangene Jahr zurückzublicken.
Es wird ein „Fest der Farben“, denn jede unserer vier Kindergartengruppen ist einer Farbe zugeordnet. Diese Farben stehen symbolisch für die Vielfalt, die unser Kindergarten lebt und die unser gemeinsames Miteinander bereichert und bunt macht.
Die Leiterin des Kindergartens St. Martin, Edith Tschöll

Unsere neue Köchin Anna (links) mit Herta
Nach vielen Jahren des engagierten Wirkens heißt es Abschied nehmen: Unsere geschätzte Köchin Herta tritt nach 20 Jahren zuverlässiger und hingebungsvoller Arbeit in ihren wohlverdienten Ruhestand ein. Zwei Jahrzehnte lang hat sie mit viel Herz, Sorgfalt und Liebe zum Detail täglich für gutes Essen und eine warme Atmosphäre im Team gesorgt. Ihre Arbeit ging weit über das Kochen hinaus. Mit Freundlichkeit, einem offenen Ohr und großem Verantwortungsbewusstsein war sie ein fester Bestandteil unseres Alltags. Dafür möchten wir von Herzen Danke sagen – für den Einsatz, die Verlässlichkeit und das große Engagement über all die Jahre. Wir wünschen unserer langjährigen Köchin für den neuen Lebensabschnitt alles Gute, Gesundheit und viele schöne Momente. Dir, liebe Herta – ein herzliches Vergelt’s Gott – sagen dir die Kinder und das Kindergartenteam. Gleichzeitig dürfen wir eine neue Köchin in unserer Mitte begrüßen. Anna übernimmt nun diese verantwortungsvolle Aufgabe. Wir heißen sie herzlich willkommen und wünschen ihr für ihren Start viel Freude an der Arbeit und ein herzliches Miteinander. Das Kindergartenteam von St. Martin, Edith Tschöll
k indergarten s t. l eonhard Kreativität ist mehr als nur Basteln
Wann geht eigentlich Kreativität verloren?
Wir erleben tagtäglich die Kreativität der Kinder im Kindergarten und doch gibt es Fachkräfte und Erwachsene, die behaupten, überhaupt nicht kreativ zu sein. Also wo ist die Kreativität verloren gegangen auf dem Weg vom Kindergartenkind zum Erwachsenen? Aber was ist eigentlich Kreativität? Was begünstigt bzw. was behindert sie? Kreativität kommt vom lateinischen creare, etwas erschaffen, entwerfen, erfinden. Zugleich hat sie auch die Fähigkeit, Probleme zu lösen. Kreativität hat also keineswegs nur damit zu tun, schöne Bilder zu malen oder etwas Originelles zu basteln, der schöpferische Akt kommt ja noch woanders vor. Architekten zum Beispiel erschaffen anhand unterschiedlicher Faktoren (Wünsche des Bauherrn, Grundstückseigenschaften, aktueller Baustil, rechtliche Grundlagen, statische Erfordernisse etc.) das angestrebte Bauwerk. Kreativ sein ist in diesem Fall ein interaktiver und kommunikativer Prozess.
Weitere kreative Berufe sind Designer, Künstler, Komponisten, Fotografen, Floristen, Konditoren und viele mehr. Sie alle haben sich in einem Lernprozess verschiedenste Techniken angeeignet, Erfahrungen gesammelt und probiert, mal mutiger, mal ängstlicher. Bloßes Ausprobieren ist aber noch keine Kreativität, es ist lediglich die Voraussetzung, dass Menschen kreativ werden können. Es braucht Zeit, Raum, Begleitung und Unterstützung, ohne Bewertung sowie Aufmerksamkeit und Neugier. Kinder brauchen Erwachsene als Spiegel, sie sind wissbegierig und wollen lernen, wie etwas geht. Wir Erwachsene müssen den Kindern Techniken zeigen und ihnen die Gelegenheit bieten, diese auszuprobieren, zu variieren
und kombinieren. Man muss sich das „dafür kannst du das aber nicht nehmen“ verkneifen und staunend zusehen, wie Kinder Dinge neu beleben. Im bloßen Erfüllen von Erwartungen entfaltet sich keine Kreativität. In der Bewertung „das ist jetzt aber nicht so schön“ oder einer „sechs minus“ auch nicht.
Kreativität entfaltet sich in der Spielerei und über die Kunst hinaus auch mit Worten, Tönen in Bewegung, dem Bauen und Konstruieren. Langeweile ist häufig ein guter Motor für Kreativität, aber die darf man heute ja nicht mehr haben. Jede Sekunde muss gefüllt sein, keine Pause, kein sich zurücklehnen und langweilen ist erwünscht. Wir packen das Leben unserer Kinder heute so voll, dass für Kreativität nicht viel Raum bleibt. Im Austausch mit anderen, also in sozialen und kommunikativen Prozessen, potenziert sich Kreativität oftmals. Fantasie, Imagination und Kreativität sind ein grandioses Trio. Sie beflügeln sich gegenseitig. Sie gedeihen aber nicht auf den Brachen des Alltags, sondern in den wilden, bunten Gärten des Müßiggangs. Dann, wenn sich Geist und Körper entspannen können und die Seele baumelt. Lust und Vergnügen, aber auch Zufriedenheit sind ihr Dünger.
Kreativität ist eine Schlüsselkompetenz, eine Fähigkeit, die über bloße Fachkenntnis hinausgeht und die lebenswichtig ist im späteren Beruf und im gesellschaftlichen Miteinander. Kreativität ist eine Voraussetzung für unkonventionelles Denken, ein unangepasstes, nichtlineares Denken. Ein Denken, das mehr Fragen aufwirft als Antworten findet. Die Kreativität ist also immer dort bedroht, wo es keinen Spielraum für Fantasie gibt, wo die Seele zwischen Stress, Zeitdruck und Ansagen gepresst wird und eben nicht mehr baumeln kann. Im Kindergarten haben wir die Möglichkeiten, den Kindern und auch uns selbst Spielräume zu öffnen; Zeit geben für die eigenen Interessen statt vorgedachter Programme. Zuhören, offen werden und sein für die vielleicht auf den ersten Blick absurdesten Vorstellungen der Kinder, der Kolleg*innen, der anderen … und dann kreativ werden. Viel Spaß dabei. Sudabeh Kalantari Lun

Die JuKa St. Leonhard – St. Martin – Saltaus stellt sich vor
Auch heuer startet wieder das erfolgreiche Gemeinschaftsprojekt der Jugendkapelle (JuKa) St. Leonhard –St. Martin – Saltaus. Die Kapelle setzt sich aus Jungmusikant*innen aller drei Orte zusammen und bietet ihnen die Möglichkeit, gemeinsam zu musizieren und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.
Mit über 20 Jungmusikant*innen ist die Teilnahme in diesem Jahr besonders erfreulich. Für die jungen Musikant*innen ist das Zusammenspiel in der Gruppe eine spannende und lehrreiche Erfahrung. Gleichzeitig profitieren auch die Musikkapellen von diesem Projekt, denn der musikalische Nachwuchs wird dringend benötigt – hier hilft man sich gegenseitig und stärkt die Zukunft der Blasmusik in der Region.
Das Jahresprogramm der JuKa ist abwechslungsreich und gut gefüllt: Es fanden bereits ein Auftritt beim Familienfest in St. Martin am 17. Mai und ein Auftritt vor dem Konzert der Musikkapelle in St. Leonhard am 26. Mai statt. Weiters ist ein Auftritt
beim Musikfest in St. Leonhard am 30. August geplant. Ebenso wird die Jugendkapelle am 3. September vor dem Konzert der Musikkapelle in Saltaus zu hören sein.
Ein besonderes Highlight im Sommer ist das geplante Hüttenlager vom 1. bis 3. Juli in der Egghof-Kaser, das neben der Musik auch das Gemeinschaftserlebnis in den Mittelpunkt stellt.
Auch bei traditionellen Veranstaltungen wird die JuKa wieder mitwirken: Ein kleiner Auftritt ist beim Martinsumzug in St. Martin vorgesehen. Zudem nimmt die Jugendkapelle – wie bereits in den vergangenen Jahren – an den Nikolausumzügen in St. Leonhard und St. Martin teil. Organisiert wird das Projekt vom JuKa-Ausschuss, bestehend aus den Jugendleiter*innen der Musikkapellen: Stefan Pixner, Simon Ratschiller und Anna Pamer (alle MK St. Leonhard), Emma Pichler und Irina Haller (beide MK St. Martin), Barbara Fleischmann (MK Saltaus) sowie dem Stabführer Tobias Egger-Karlegger (MK St. Martin). Die musikalische Leitung übernehmen,
aufgeteilt auf das Jahr, Anna Schwarz und Emma Pichler (beide MK St. Martin) sowie Daniela Pichler (MK St. Leonhard). Ein großer Dank gilt allen Beteiligten für die engagierte Zusammenarbeit und ihren Einsatz für die musikalische Jugendförderung. Interessierte Jungmusikantinnen und Jungmusikanten sind jederzeit herzlich eingeladen, sich bei den Verantwortlichen zu melden und Teil der JuKa zu werden. Tobias Egger-Karlegger
Jugendtreff s t. m artin
Der Jugendtreff St. Martin hat in den vergangenen
Monaten den jungen Menschen der Gemeinde ein vielfältiges Programm geboten – und hat in den nächsten Monaten noch einiges vor.
In den vergangenen Monaten war im Jugendtreff St. Martin gar einiges los: Neben den regelmäßigen Öffnungszeiten des beliebten Treffpunktes plante das dreiköpfige Team eine Reihe von besonderen Aktionen, allen voran die Vollversammlung mit den Jugendlichen unter dem Motto „Voice & Pizza“. Dabei konnten die jungen Menschen ihre eigenen Ideen und Wünsche für Angebote des Jugendtreffs einbringen, wobei sowohl Mitbestimmung als auch Eigeninitiative im Mittelpunkt standen.
Zwei Aktionen aus dieser Ideensammlung konnten die Mitarbeiterinnen und der Mitarbeiter des Jugendtreffs bereits umsetzen: Mitte April fand ein Sushi-Workshop statt, bei dem sich 16 Jugendliche trafen, um gemeinsam zu kochen – und anschließend zu genießen. Bereits Ende März hatten 18 junge Menschen an einem Hüttenlager im Jugendhaus Hahnebaum teilgenommen und sich dabei ganz dem Spielen und

Gemeinsam kochen und genießen konnten die Jugendlichen beim Sushi-Workshop im April
der Kreativität gewidmet, gute Gespräche und echte Begegnung ermöglicht, gemeinsam gekocht, aufgeräumt und geputzt. Die jungen Menschen nahmen sich dabei bewusst eine Auszeit vom Handy und den Social Media – nur 30 Minuten telefonieren, schreiben und scrollen waren an diesem Wochenende erlaubt.
Neben einer Reihe kleinerer Initiativen und den Angeboten in den Sommermonaten, ist für den Herbst ein Städtetrip nach Barcelona für Jugendliche ab 18 Jahren geplant und zwar vom
24. bis 27. September. Die Reise organisieren dabei nicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendtreffs, sondern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden aktiv die Planung übernehmen, um an dem verlängerten Wochenende die Stadt, ihre Kultur, Geschichte und Architektur hautnah zu erleben, aber auch, um vor Ort eine Jugendeinrichtung zu besuchen und sich mit Gleichaltrigen auszutauschen. Informationen und Anmeldung bei Martina Ilmer (T 348 4662790).
Maria Pichler
Young & Direct
Beratung für Jugendliche –vertraulich und kostenlos
Fragen, Sorgen, Probleme? Wir helfen dir!
Schreib uns Whatsapp +39 345 081 70 56 E-Mail online@young-direct.it Facebook Young+Direct
Ruf uns an T 0471 155 155 1 Insta younganddirect www.young-direct.it
Jugendbüro Passeier
Unser Alltag und verschiedene Lebensbereiche sind zunehmend von digitalen Medien beeinflusst, wenn nicht gar von ihnen abhängig. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene können sich soziale Medien und ihr Smartphone nicht mehr wegdenken. Sie sind integraler Bestandteil ihrer Lebenswelt. Hier kommt das Jugendbüro Passeier ins Spiel: Ein bewusster Umgang mit digitalen Medien aller Art sowie eine reflektierte Sichtweise sollen gefördert werden. Ebenso sollte die Entwicklung eines kritischen Blickes unterstützt und vor allem die Fülle an Möglichkeiten aufgezeigt werden. Jugendliche werden in den meisten Sozialisationsinstanzen mit Verboten in Bezug auf digitale Medien konfrontiert; in den von Offenheit geprägten Strukturen des Jugendbüros Passeier können sie hingegen ihre Interessen erforschen und ihre Bedürfnisse in einem geschützten Rahmen ausleben. Außerhalb der Jugendzentren, Jugendtreffs und Jugendräume basiert die Kommunikation mit Jugendlichen fast ausschließlich auf sozialen Medien wie WhatsApp oder Instagram. Daher ist es wichtig zu verstehen, wie Jugendliche am liebsten kommunizieren. Diese Informationen können z.B. durch Umfragen oder Ähnliches erlangt werden. Die Ergebnisse einer aktuellen, digital erhobenen JUBPA-Umfrage mit über 80 Teilnehmenden verdeutlichen, dass Jugendliche und junge Erwachsene aus den Passeirer Gemeinden ein besonders starkes Interesse an sozialen Medien wie Snapchat, TikTok und Instagram zeigen. Aber auch digitale Games, wie Fortnite oder FIFA, sind von großem Interesse. Andere soziale Netzwerke wie WhatsApp dienen hingegen eher der Kommunikation. Durch eine gute Vernetzung der Jugenddienste im ganzen Land haben die pädagogischen Mitarbeiter*innen des JUBPA die Möglichkeit, stets auf dem Laufenden zu bleiben und sich im medienpädagogischen Bereich weiterzubilden. Einen großen Vorteil bietet die Mitgliedschaft beim „Netzwerk Medien und Jugend“, das regelmäßig Treffen organisiert und somit den Austausch fördert.
Das Amt für Jugendarbeit bietet im Jahr 2026 im Rahmen des Jugendkulturprogramms den Workshop „Game Design“ an, der am 6. Februar

im 5er Jugendtreff in Moos stattfand. Jugendliche ab zwölf Jahren hatten die Möglichkeit, in die Welt des Programmierens einzutauchen und zu erforschen, wie ein Videospiel oder Ähnliches entsteht. Dafür mussten sie bei Null beginnen: In Kleingruppen hatten sie die Aufgabe, einen analogen Prototyp eines Spiels zu erstellen. Dies sorgte zunächst für Irritation, da es sich um ein Brettspiel handelte. Sie sollten begreifen, dass die Idee und Grundlage – vor allem aber die Zusammenarbeit im Team – die Voraussetzung für die Entstehung eines neuen Spiels sind. Bevor ein Spiel überhaupt digitalisiert werden kann, muss eine konkrete und ausgeklügelte Idee entwickelt werden. Der informative Teil des Workshops ermöglichte zudem einen Einblick in die Arbeitswelt und die Tätigkeiten eines Programmierers. Der Workshop „Game Design“ wurde von einem überaus kompetenten Medienpädagogen geleitet, der den Mitarbeiter*innen des JUBPA den Stellenwert medienpädagogischer Perspektiven in der Jugendarbeit aufzeigte. Begründet wurde dies damit, dass die Lebenswelt von Jugendlichen zunehmend von digitalen Anteilen geprägt ist. Am 2. und 3. Mai 2026 organisiert das JUBPA ein „Digital Detox“-Wochenende mit Jugendlichen ab 14 Jahren im Bergheim Egghof Kaser. „Digital Detox“ bedeutet, bewusst eine Pause von digitalen Geräten wie Smartphones, Tablets oder Computern einzulegen, um den Kopf freizubekommen und wieder mehr im echten Leben anzukommen. Man stelle sich vor, das Smartphone sei wie ein Dauerlauf: Es piept ständig mit Nachrichten, TikToks, Snaps oder Games und raubt Energie, ohne dass man es überhaupt merkt. Eine Pause kann helfen, die eigene Nutzung digitaler Medien zu reflektieren und eine gesunde Balance anzustreben. David Falbo
Dem Jugendbüro Passeier ist es überaus wichtig, sich stets an den Lebenswelten und Realitäten der Jugendlichen zu orientieren und ein großer Aspekt davon ist die digitale Welt. Durch verschiedene Aktionen wie Gaming-Turniere, Workshops oder Umfragen können die Interessen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ermittelt werden.
Im Jugendzentrum YOU in St. Leonhard entsteht derzeit ein Medialab mit unzähligen Möglichkeiten: verschiedene Konsolen, ein Greenscreen, Musikund Videobearbeitungsprogramme, ein Tonstudio und vieles mehr.

Jugendbüro Passeier
nachhaltig sein
Drei Aktionen mit großer Wirkung
Zu Beginn des neuen Jahres stand im Jugendbüro Passeier alles im Zeichen der Nachhaltigkeit. Mit viel Engagement wurden drei Aktionen geplant, die sich über die ersten Monate des Jahres erstrecken und verschiedene Bereiche nachhaltigen Handelns aufgriffen. Den Auftakt bildete im Januar ein kreatives Upcycling-Projekt. In den beiden Jugendtreffpunkten wurden, gemeinsam mit Jugendlichen, neue Ideen umgesetzt. Im YOU in St. Leonhard wurde ein Calcetto-Tisch mit Graffiti neu gestaltet, und im 5er Jugendtreff in Moos erstrahlte eine alte Gitarre nach künstlerischer Bemalung in neuem Glanz. Dabei konnten die Jugendlichen ihrer Kreativität freien Lauf lassen und erleben, wie aus alten Gegenständen etwas Neues entstehen kann. Im Februar folgte der gelungene Bücherflohmarkt. Während im Multifunktionsraum des Leonhards.Zentrum Bücher verschiedenster Genres angeboten wurden, die von den Bibliotheken im Passeiertal sowie von Privatpersonen gespendet wurden, fand im Jugendzentrum YOU im Nebenraum eine Buchvorstellung der Autorin Annalena Ganner statt. Diese wurde von einer Verkostung ihrer kulinarischen Köstlich-
keiten begleitet und rundete das Programm auf besondere Weise ab. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, um gebrauchte Bücher zu erwerben und gleichzeitig einen guten Zweck zu unterstützen. Insgesamt konnten dabei 635 Euro gesammelt und an die Krebshilfe Passeier gespendet werden.
Den Abschluss der Nachhaltigkeitsmonate bildete im März ein Kleidertausch im Rahmen der Mädels*-Aktion. Ziel war es, den Jugendlichen zu zeigen, dass Kleidung nicht immer neu gekauft werden muss und dass durch das Weitergeben an andere Menschen
Scheckübergabe an die Krebshilfe Passeier – gemeinsam mit Mitgliedern der Krebshilfe Passeier, Mitarbeiterinnen der Bibliothek St. Leonhard, des Tourismusvereins Passeiertal und des Jugendbüro Passeier.
stellenanzeige
Betreuungsperson gesucht
eine Freude gemacht werden kann. Der Kleidertausch bot eine einfache und wirkungsvolle Möglichkeit, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig den eigenen Kleiderschrank aufzufrischen.
Die verschiedenen Aktionen zeigten eindrucksvoll, wie vielseitig nachhaltiges Handeln im Alltag gelebt werden kann und wie wichtig gemeinsames Engagement ist.
Ein großes Dankeschön gilt allen Jugendlichen, Besucherinnen und Besuchern sowie den Partner*innen und Unterstützenden, die zum Gelingen der Aktionen beigetragen haben. Valeria Glira
Wir suchen für unsere 83-jährige Mutter eine deutschsprachige Betreuungsperson, 24 h/täglich, in Partschins.
T 348 7222920
Jugendbüro Passeier

Mit dem Youth Screen hält im Passeiertal seit Anfang des Jahres eine neue Form der Jugendinformation Einzug –modern, niederschwellig, unverbindlich und auf die Lebenswelt junger Menschen abgestimmt. Doch was steckt dahinter?
Der Youth Screen ist ein digitaler Bildschirm im Dorfzentrum von St. Leonhard, in der Nähe des Jugendzentrums YOU. Er liefert laufend aktuelle und jugendrelevante Informationen: von Veranstaltungen und Freizeitangeboten über Workshops und Beratungsstellen bis hin zu Themen wie Schule, Arbeit und Alltag. Die Inhalte sind visuell ansprechend und leicht verständlich aufbereitet und ermöglichen einen schnellen Überblick im Vorbeigehen. Ein großer Vorteil ist der unmittelbare Zugang: Ohne Anmeldung oder aktive Suche im Internet erhalten Jugendliche genau die Informationen, die für sie relevant sind. So werden auch Angebote sichtbar, die sonst leicht übersehen würden. Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die Südtiroler „Youth App“. Sie bündelt Jugendinformationen übersichtlich für das Smartphone – von Veranstaltungen über Angebote bis hin zu nützlichen Infos – und ermöglicht es Jugendlichen, sich jederzeit und überall zu informieren. Die aktuellen Inhalte
der App werden automatisch vom Youth Info Büro in Bozen auf den Bildschirm übertragen. Dadurch bleiben sie stets aktuell und greifen gezielt Themen auf, die junge Menschen betreffen. Gleichzeitig stärkt das Projekt die Vernetzung der Jugendarbeit im Passeiertal und macht die Vielfalt der Angebote im Tal sichtbar. Auch die Vereine des Netzwerks Jugendarbeit Passeier profitieren davon: Sie können Werbevideos oder Flyer an das Jugendbüro senden, um ihre Jugendangebote das ganze Jahr über zu präsentieren. Diese kontinuierliche Sichtbarkeit bildet einen wichtigen Bestandteil der Bildschirm-Inhalte. Der Gedanke hinter dem Projekt ist klar: Information soll nicht kompliziert oder versteckt sein, sondern präsent, verständlich und attraktiv. Der Youth Screen schafft Orientierung in einer Zeit, in der die Informationsflut oft überwältigend sein kann, und unterstützt Jugendliche dabei, passende Angebote für sich zu finden. Langfristig verfolgt das Projekt das Ziel, junge Menschen im Passeiertal besser zu informieren, stärker einzubinden und in ihrer Lebensgestaltung zu unterstützen. Der Youth Screen ist somit mehr als nur ein Bildschirm – er ist ein sichtbares Zeichen für eine zeitgemäße und lebendige Jugendarbeit im Tal.

Finanziert wurde der Bildschirm zu 80% vom Amt für Jugendarbeit Südtirol, während die Gemeinde St. Leonhard den restlichen Anteil übernommen hat. Jugendreferentin Andrea Marth, die seit knapp einem Jahr im Amt ist, spielte eine wichtige Rolle bei der Umsetzung. Gemeinsam mit dem Jugendbüro begleitete sie Besichtigungen und Planungstreffen und konnte durch ihre Stimme im Gemeindeausschuss die Restfinanzierung rasch sichern. So konnte der Bildschirm bereits nach wenigen Monaten in Betrieb genommen werden.
An dieser Stelle möchte sich der Jugenddienst herzlich für die sehr gute Zusammenarbeit mit der Jugendreferentin bedanken, auch über dieses Projekt hinaus. Ein weiterer Dank gilt den Gemeindearbeitern für ihre Unterstützung bei den Montagearbeiten. Thomas Schölzhorn
oben links Beispiele für aktuelle, jugendrelevante Inhalte auf dem Youth Screen
oben rechts Jugendreferentin Andrea Marth und Thomas Schölzhorn vom Jugendbüro Passeier
Jugendbüro Passeier
Vollversammlung des Jugendbüro Passeier

v.l.n.r.: Giuliano Orempuller, Joachim Volgger, Andrea Marth, Gernot Hofer, Klaus Nothdurfter, Karlheinz Malojer, Valeria Glira; mitte von links: Nicole Haller, Daniela Pöhl, Sandra Fahrner, Maria Hofer, Marina Peter; Vorne, v.l.n.r.: Verena Gufler, Birgit Pixner, David Falbo, Thomas Hofer, Thomas Schölzhorn
Ende April fand die jährliche Vollversammlung des Jugendbüro Passeier statt. Der Jugenddienst, zuständig für die Jugendarbeit in den Gemeinden St. Leonhard und Moos, konnte erneut auf ein insgesamt erfolgreiches, wenn auch herausforderndes Jahr zurückblicken. Unter den Anwesenden waren der Vorstand, Vereinsmitglieder, das Team der Fachstelle sowie Vertreter und Vertreterinnen wichtiger Partnerinstitutionen: Gemeinden, Dachverbände „AGJD“ und „netz“, EUM und InService. Vorsitzender Joachim Volgger eröffnete die Sitzung und führte durch die Tagesordnung. Herzstück der Veranstaltung war die Präsentation der Jahresaktivitäten. Das Team der Fachstelle, darunter die pädagogischen Mitarbeitenden David Falbo und Valeria Glira, gewährte Einblicke in Leitbilder, Aufgabenbereiche sowie die Vielzahl an Projekten und Veranstaltungen, die im vergangenen Jahr umgesetzt wurden. Besonders hervorgehoben wurden neue Workshops und Veranstaltungen sowie die erfolgreiche Weiterentwicklung der digitalen Jugendarbeit und die Gestaltung der neuen „YouBar“ für Jugendliche. Gleichzeitig wurde deutlich, dass das vergangene Jahr für das Team eine besondere Herausforderung darstellte: Von April bis Oktober war die Fachstelle personell
unterbesetzt. Mit außergewöhnlichem Einsatz, großer Leistungsbereitschaft und viel Energie gelang es dem Team dennoch, diese intensive Phase erfolgreich zu bewältigen und die Qualität der Jugendarbeit – besonders auch während der intensiven Sommerprojekte – aufrecht zu erhalten. Geschäftsführer Thomas Schölzhorn ergänzte den Rückblick mit Zahlen und Fakten. Besonders hervorzuheben waren – neben der kontinuierlichen Jahrestätigkeit – erneut erfolgreiche Projekte wie der „Erlebnissommer“ und das Beschäftigungsprojekt „So.Ju.P.Pa.“, die zahlreichen Kindern und Jugendlichen wertvolle Erfahrungen ermöglichten. Auch die erfreulichen Besucherund Übernachtungszahlen der Jugendstrukturen und Jugendhäuser unterstrichen die Bedeutung der Arbeit des Jugenddienstes. Das Leonhards. Zentrum blieb dabei ein zentraler Treffpunkt für Menschen aller Generationen mit einer erneuten jährlichen Besucherzahl über 10.000. Ein Wechsel ergab sich im Bereich der Rechnungsprüfung: Giuliano Orempuller von InService wurde als neuer Rechnungsrevisor benannt. Der Jugenddienst bedankt sich bei ihm für seine Bereitschaft und seine zeitintensive Arbeit bei der Bilanzerstellung.
In diesem Zuge möchte sich das Jugendbüro Passeier auch bei Christoph Hainz für seine langjährige, verlässliche Tätigkeit als Rechnungsrevisor bedanken. Ein besonderes Highlight und zugleich emotionaler Moment des Abends war die Ehrung von Maria Hofer. Seit fünf Jahren ist sie als Hausmeisterin in der Egghof Kaser tätig und sorgt dort mit großem Engagement für den reibungslosen Betrieb. Mit Herz und Seele kümmert sie sich weit über ihre Aufgaben hinaus um die Struktur – bei jedem Wetter und unter oft anspruchsvollen Bedingungen das ganze Jahr über. Für diesen außergewöhnlichen Einsatz wurde ihr großer Dank ausgesprochen. Großer Dank galt zudem allen ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern sowie den Sponsoren und Partnern des Jugendbüros, die die Arbeit für junge Menschen im Passeiertal maßgeblich unterstützen. In mehreren Wortmeldungen wurde die geleistete Arbeit gewürdigt und dazu ermutigt, die zahlreichen Erfolge weiterhin selbstbewusst nach außen zu tragen. Die Jugendarbeit im Passeiertal bleibt damit auch weiterhin gut aufgestellt – getragen von Engagement, Ideenreichtum und viel Einsatz für junge Menschen.
Thomas Schölzhorn
Solidarität
Vollversammlungen
Ehrungen
Abschiede
Neuwahlen
Veranstaltungen
Übungen
Danksagungen
Rückblicke
Feste & Konzerte
Traditionen

g oaslschnöller Pseier
Goaslschnöller Pseier spenden 1.000 Euro
Im Rahmen der „Mortiner Sternstundn“ wurde die Weihnachtszeit 2025 im Passeiertal zu einer besonderen Zeit der Begegnung und des Miteinanders. Auch der Verein Goaslschnöller Pseier beteiligte sich an der Initiative und war an mehreren Wochenenden mit einem Glühweinstandl vertreten.
Bei festlicher Atmosphäre, warmem Glühwein und vielen guten Gesprächen kamen Einheimische und Gäste zusammen, um die Adventszeit gemeinsam zu genießen. Der Einsatz der Vereinsmitglieder sowie die
große Unterstützung der Besucher*innen machten diese Aktion zu einem schönen Erfolg.
Die Goaslschnöller Pseier spenden 1.000 Euro an die Pfarrei zum Heiligen Martin für die Caritas.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die die „Mortiner Sternstundn“ besucht und diese Aktion unterstützt haben. Solche Initiativen zeigen, wie viel durch Zusammenhalt und Engagement bewegt werden kann.
Roman Marth

Wie es sich für echtes Theater gehört, blicken wir auf die Vollversammlung der Heimatbühne St. Martin am 21.2.2026 mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück – Drama und Komödie lagen nah beieinander, ganz wie auf der Bühne.
Bei den Neuwahlen übergab Marianne Zwischenbrugger nach 30 Jahren die Rolle der Vereinsleitung an Viktor Gilg. Marianne bleibt zwar Teil des Ausschuss-Teams, ihr jahrelanger Einsatz für den Verein wurde aber trotzdem gebührend gefeiert – mit Blumen, einer Urkunde im originellen Uhrenformat und einer ganz besonderen Überraschung: vier junge Theaterkolleginnen probten
wohlgemerkt freiwillig in den Faschingsferien – um ein kleines Stück zu Ehren von Marianne aufzuführen. Zwischen Pointen, liebevollen Seitenhieben und großem Applaus blieb kaum ein Auge trocken.
Ein herzliches Dankeschön gilt auch Silvia Raich und Valeria Gufler für ihre langjährige Arbeit im Ausschuss. Keine Sorge – sie verschwinden nicht im Bühnennebel, sondern stehen uns weiterhin mit vollem Einsatz auf der Bühne zur Verfügung. Neu im Ausschuss begrüßen wir Maria Kofler und Viktor Gilg.
Eher hinter der Bühne ist Bürgermeister Dominik Alber anzutreffen, aber für die Ehrung zu „15 Jahre Mitgliedschaft bei der Heimat-

bühne St. Martin“ ist er ins Rampenlicht gerückt. Ein Rückblick auf das vergangene Jahr ließ uns schmunzeln und schwärmen: wunderbare Ausflüge, schöne Feste und natürlich unser letztes Theaterstück – inklusive kulinarischer Highlights. Denn was viele vielleicht wissen: unser Verein hat auch wahre Küchenfeen im Hintergrund. Diese versorgen Ensemble und Helfer*innen so hervorragend, dass bisweilen Hosenknöpfe in akute Gefahr geraten. Und weil ein Theaterverein niemals stillsteht, wagten wir auch den Blick nach vorn. Theater bedeutet Proben, Texte lernen, Wochenendtermine und verständnisvolle Familien.
Aber es bedeutet auch Gemeinschaft, Lachen und diesen magischen Moment, wenn sich der Vorhang hebt. Deshalb unser leidenschaftlicher Aufruf: Wir suchen neue, motivierte Mitglieder. Ganz besonders Männer sind derzeit Mangelware auf unserer Bühne. Also liebe Herren – keine Scheu. Rampenlicht steht jedem gut.
Die Heimatbühne St. Martin bleibt in Bewegung – mit Herz, Humor und einer ordentlichen Portion Theaterzauber.
Lisa Moosmair

oben
Rückblick und Neuwahlen des Schneeberger Knappenvereins
Über fünfzig Mitglieder haben sich zur Jahreshauptversammlung am 7. März 2026 im Bürgersaal in Moos getroffen, um gemeinsam auf die Höhepunkte des vergangenen Jahres zurückzublicken. Unter den Ehrengästen konnte der Obmann
Sepp Wilhelm die Vizebürgermeisterinnen von Moos, Edith Laner und Magdalena Haller von St. Leonhard sowie den Direktor des MuseumHinterPasseier Peter Heel begrüßen. Im Tätigkeitsbericht lobte der Obmann die aktiven Mitglieder des Knappenvereins, die an den Prozessionen am 11. Mai in St. Martin, am 22. Juni in St. Leonhard, am 29. Mai in Rabenstein und am 15. August in Moos teilgenommen haben. Am 15. August, dem Hochunserfrauentag, zelebrierte Pfarrer Florian Öttl um 14.30 Uhr eine Messe in der Knappenkapelle am Schneeberg.
Die Knappen gestalteten die Messe und sangen im Anschluss das Bergmannslied. Mit Unterhaltungsmusik wurde bis zum Abend gefeiert. Die Fahnenabordnung war bei den Prozessionen in Walten nach Wans, in Pfelders, in Platt und in Stuls dabei. Auch bei der Beerdigung des Mitglieds Franz Raich (Tschagen Franz) waren die Knappen anwesend. Des Weiteren haben sie an drei Umzügen teilgenommen: am 7. September in Riffian, am 21. September in Schenna und am 19. Oktober beim Traubenfest in Meran. Am 27. Juli haben die Knappen am Festakt in Ridnaun teilgenommen. Der Schneeberger Knappenverein feierte am Sonntag, den 7. Dezember das bereits zur Tradition gewordene Knappenfest zu Ehren der Hl. Barbara am Heiligbichl in Moos, zu dem Knappen der Knappenvereine von Ridnaun, Villanders und
Gruppenfoto bei der Barbarafeier mit Mitgliedern des Schneeberger Knappenvereins, Terlan, Villanders und Ridnaun
rechts
Ehrungen bei der Jahreshauptversammlung
Fotos: Hubert Gögele
Terlan gekommen waren. Bereits am 2. Dezember fand die Barbarafeier beim Brückenwirt statt. Nachdem in diesem Jahr keine Schulbesuche gemacht werden konnten, hat Walter Innerhofer im MuseumHinterPasseier am 31. Mai einen Vortrag über den Bergbau am Schneeberg gehalten. Am 13. und am 27. Dezember haben die Knappen einen Weihnachtsstand in St. Leonhard und in Moos organisiert. Die Fahrt der Knappen nach Altaussee mit Besichtigung der Stollen und eine Schifffahrt am Grundlsee waren ein Höhepunkt für alle Teilnehmenden. Auch die Törggelefeier am Riederberg, zu der Florian Fontana die Knappen eingeladen hatte, war eine besonders gut gelungene Feier, die das Gefühl der Gemeinschaft stärkte. Der Obmann bedankte sich bei allen Mitgliedern, die mit ihrem Mitgliedsbeitrag von
20 Euro den Verein unterstützt haben. Weiters bedankte er sich bei allen Sponsoren und bei allen Wirten, die die Knappen nach den Prozessionen immer wieder zum Essen einladen. Einen großen Dank richtete der Obmann an Heinz Widmann und an Harald Haller, die trotz großer Schwierigkeiten den Betrieb der Schutzhütte am Schneeberg am 1. August eröffneten und wichtige Instandhaltungsarbeiten durchgeführt haben. Der Obmann lobte die gute Zusammenarbeit mit Peter Heel, dem Direktor des MuseumHinterPasseier und betonte, dass hier das Thema Schneeberg schon beheimatet ist und dass daher vom MuseumHinterPasseier aus neue Projekte am Schneeberg starten könnten. Weiters dankte der Obmann dem neuen Bürgermeister von Moos, Stefan Ilmer, und dem Kulturreferenten Joachim Volgger


für ihr Interesse und ihren Einsatz. Einen großen Dank richtete er an den Koch
Thomas Schweigl, der immer das herrliche Mittagessen bei der Barbarafeier kocht.
Ehrungen: Für die 40-jährige Mitgliedschaft erhält Sepp Gufler (Rabenstein) eine Urkunde, während dem Altobmann Alois Pichler die Ehrenurkunde für zwölf Jahre Tätigkeit als Obmann verliehen wurde.
Bei den Neuwahlen des Vorstandes hat sich der bisherige Vorstand wieder vollzählig der Wahl gestellt. Dieser wurde einstimmig wiedergewählt: Obmann: Josef Wilhelm, Stellvertreter: Alois Schweigl, Beirat: Siegfried Pfandler, Kassierin: Maria Reinstadler Graf, Schriftführerin: Irmgard Pixner. „Glück Auf“. Der Obmann Sepp Wilhelm

i mker V erein s t. l eonhard/ m oos
Obmann und Vorstand neu gewählt
Der Imkerverein St. Leonhard/Moos hielt im Januar seine Vollversammlung im Sonnenhof in St. Leonhard ab. Die Versammlung war gut besucht und auf der Tagesordnung standen unter anderem die Neuwahlen des Vorstandes. Nach vielen Jahren an der Spitze des Vereins stellte sich Johann Pixner nicht mehr der Wahl zum Obmann. Unter seiner Leitung hat sich der Imkerverein in den vergangenen Jahren an zahlreichen Aktivitäten beteiligt. Besonders hervorzuheben sind die vielen Führungen am Lehrbienenstand in St. Leonhard, die für Schulklassen und Jugendgruppen angeboten werden. Diese Führungen
sind kostenlos und sollen Kinder und Jugendliche frühzeitig für das Lebewesen Bienen, ihre Bedeutung für die Natur und die Arbeit der Imker sensibilisieren. Als neuer Obmann wurde Raimund Marth einstimmig gewählt. Dem Vorstand gehören außerdem Albin Hofer (Vize-Obmann), Johann Haller, Bernhard Schweigl, Helmuth Pixner, Peter Heel und Johann Pixner an. Für die Pflege des Bienenstandes ist weiterhin Matthias Haller zuständig. Die Königinnenzucht übernimmt erneut Zuchtwart Ulrich Tratter.
Unter der Leitung von Raimund Marth sollen in den kommenden Jahren
Der neue Vorstand mit Obmann Raimund Marth (vorne rechts).
Teile des Lehrbienenstandes erneuert, das Angebot für die Mitglieder erweitert und die Führungen für Kinder fortgeführt werden. Zudem möchte sich der Imkerverein auch weiterhin aktiv an Veranstaltungen und Initiativen für die Dorfgemeinschaft beteiligen. Der Imkerverein St. Leonhard/Moos zählt derzeit 51 Mitglieder und freut sich auf ein schönes und erfolgreiches Bienenjahr.
Peter Heel


Bekanntermaßen fanden heuer die Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina statt. Da bot sich einigen WK-Helfer*innen die Möglichkeit, diese Olympiade aus nächster Nähe mitzuerleben. Am Mittwoch, den 17. Februar 2026 fuhren fünf freiwillige Helfer*innen nach Antholz, um den Sanitätsdienst bei der Damenstaffel zu leisten. In der Früh fand die Einweisung durch das organisatorische Team statt, bei dem der ganze Tagesablauf erklärt wurde. Im Anschluss wurden Teams gebildet. Die Helfer*innen aus ganz Südtirol wurden in drei Teams mit Notarzt und sieben Fußtrupps eingeteilt. Bei einem Rundgang durch das Stadion wurden die Fußtrupps auf die Posten zugewiesen. Die Passeirer
Helfer*innen befanden sich während des Ereignisses beim Einlass, auf der Hueberalm und auf einem Notarztauto. Während des Einlasses und des Wettbewerbs war für die Helfer*innen primär die Aufgabe, bei eventuellen Notfällen unverzüglich einzugreifen und Erste Hilfe zu leisten.
Verena Gufler
Für das fünfköpfige Team war dieser Sanitätsdienst ein
Dienst der ganz besonderen Art, den man sicher nicht so schnell vergessen wird.
Sektionsleiter Elmar Walder hieß alle Anwesenden herzlich willkommen und zeigte sich erfreut, dass so viele zur JHV des Weißen Kreuz Passeier erschienen sind. Er bedankte sich bei allen Anwesenden für ihr Kommen und betonte, dass das WK Passeier gut dastünde und einen unersetzlichen Dienst für die Passeirer Bevölkerung leiste. Es sei auch sehr erfreulich, dass die Passeirer Gemeinden stets voll hinter dem WK Passeier stehen. Er bedankte sich auch beim Vorstand, Gottlieb Oberprantacher sei für ihn immer ansprechbar und leiste sehr viel für das WK Passeier.
Er betonte, dass der Dienst beim WK Freude machen solle, das Miteinander sei unabdingbar.
Pater Markus Mur segnete alle Anwesenden sowie die Einsatzfahrzeuge und bedankte sich bei allen Mitgliedern des WK Passeier für ihren wichtigen Dienst am Nächsten. DL Martin Ploner bedankte sich ganz besonders beim scheidenden DL Günther Zöschg, der viele Jahre das WK Passeier perfekt geführt hat.
Martin bedankte sich zudem beim Praxisanleiter Armin Folie für die wertvolle Arbeit und lobte die vielen Kursteilnehmer*innen.
In der Folge präsentierte der Dienstleiter Martin Ploner der Vollversammlung die statistischen Daten 2025, dazu einige Schwerpunkte: Transporte insgesamt: 5.229, Rettungseinsätze Landesnotrufzentrale: 1.118.
Knapp 65% der Stunden werden von FRW gemacht. Sehr fleißig war auch die WeißKreuz-Jugend Passeiertal, wobei 19 Jugendliche von sieben Betreuer*innen begleitet werden, davon gehen fünf demnächst zu den FRW über.
Ausbildung/Fortbildung: 3.154 Stunden Ausbildungsstunden wurden geleistet. Der Ausschuss besteht weiterhin aus sechs Mitgliedern und dem DL. Der Vorschlag für die Delegiertenwahl EO bestehend aus: Elmar Walder, Dominik Raffl, Linda Zeni, Jürgen Schwarz und Ersatz Verena Gufler wurde per Akklamation einstimmig angenommen.
Delegiertenwahl Förderverein: Elmar Walder, Ersatz Dominik Raffl wurden per Akklamation einstimmig gewählt.
Als Sektionsleiter wurde mit 53 von 54 Stimmen Elmar Walder wiedergewählt.
Der bisherige Ausschuss bestehend aus: Dominik Raffl, Jürgen Schwarz, Linda Zeni und Verena Gufler wurde wieder gewählt.
Thomas Kuen wurde durch Lara Moosmair ersetzt. Der Bürgermeister von St. Leonhard, Robert Tschöll, bedankte sich bei allen WK-Mitgliedern für ihre Arbeit das ganze Jahr über. Das WK sei als Hilfsorganisation im Passeiertal nicht wegzudenken. Er bedankte sich ebenfalls beim langjährigen DL Günther Zöschg und wünschte dem Nachfolger Martin Ploner alles Gute, des Weiteren wünschte er dem WK wenig Einsätze und viel Kameradschaft. Gottlieb Oberprantacher präsentierte die landesweite Statistik und bedankte sich nochmals bei allen. Er wies darauf hin, dass das WK Passeier sehr gut dasteht, weil alle einen wertvollen Beitrag leisten. Ein großer Dank geht an die Führung.
Anschließend wurden zu den WK-Tätigkeiten Bilder an die Wand projiziert. Er präsentierte einige Zahlen auf Landesebene, dazu einige Eckdaten: Das WK hat derzeit 4.146 FRW, hat 122.872 Krankentransporte durchgeführt, südtirolweit hat man 115.962 Fördermitglieder. Oberprantacher bedankte sich bei allen Mitarbeitenden des WK für ihren wertvollen Dienst und bei den drei Passeirer Gemeinden für ihre Unterstützung. Er bedankte sich bei der Führung und zudem bei jedem Einzelnen für seinen Einsatz beim WK Passeier. Praxisanleiter Armin Folie teilte hernach die Ausbildungsdiplome aus: RDS-Abschluss: Alexandra Almberger, Miriam Kofler, Vera Mösmer, Lara Moosmair, Daniel Palma, Leonie Pichler, Fabian Gufler, Lia Pixner, Kristina Pöhl. KTS-Abschluss: Katrin Kneissl, Laura Pöhl, Elina Schlecht-
leitner, Elisa Pichler, Herta Sparber, Hannah Lechner. Sektionsleiter Elmar Walder gratulierte allen zu den bestandenen Prüfungen.
Danach wurden folgende Mitglieder geehrt:
Armin Folie für 10 Jahre, Armin Pircher für 10 Jahre, Monika Gögele für 10 Jahre, Barbara Folie für 15 Jahre, Jürgen Schwarz für 25 Jahre. Michael Gögele erhielt die Urkunde zum Ehrenmitglied. Der Sektionsleiter würdigte die Geehrten und sprach ihnen einen großen Dank aus.
Abwesend:
Artur Oberprantacher und Jasmin Schönweger für 10 Jahre; FR Tall Helmut Pichler, Stefan Mair, Manuel Mair, Georg Pircher und Philipp Pircher für 10 Jahre; Gerhard Gufler für 40 Jahre. Mit einem Imbiss und angeregten Diskussionen klang die Jahreshauptversammlung aus. Kurt Gufler
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Am 4. März 2026 fand die Jahreshauptversammlung der Bergrettungsstelle im AVS St. Leonhard statt. Im Mittelpunkt der Versammlung standenn neben dem Rückblick auf das vergangene Jahr, auch die Neuwahl des Rettungsstellenausschusses. Nach sechs Jahren engagierter Tätigkeit übergab Erwin Egger-Karlegger sein Amt als Rettungsstellenleiter an seinen Nachfolger Florian Lanthaler. In seiner Amtszeit setzte sich Erwin mit großem Engagement für Ausbildung, Kameradschaft und die Weiterentwicklung der Rettungsstelle ein.
Bereits zuvor war er jahrzehntelang im Ausschuss als Kassier tätig. Ihm wurde im Rahmen der Versammlung ein großer Dank und Anerkennung für seinen langjährigen Einsatz ausgesprochen. Eine besondere Würdigung seiner Verdienste erhielt Erwin Anfang April bei der Vollversammlung der Bergrettung auf Landesebene: Für seine 40-jährige Mitgliedschaft beim Bergrettungsdienst im AVS wurde ihm das Ehrenabzeichen in Gold verliehen. Der bestehende Ausschuss bleibt weiterhin zur Gänze im Amt, neu hinzugekommen ist Felix Hofer.
Derzeit setzt sich die Bergrettungsstelle aus 25 aktiven Männern und Frauen zusammen, davon zwei Anwärter und ein Rettungsstellenassistent. Im Jahr 2025 wurde die Bergrettung St. Leonhard zu insgesamt 14 Einsätzen gerufen, was einer durchschnittlichen Einsatzhäufigkeit entspricht. Der Großteil der Einsätze waren Wanderunfälle. Ein Kletterunfall, ein Paragleiterunfall, eine Suchaktion nach einer vermissten Person, eine Tierbergung, ein Arbeitsunfall im alpinen Gelände und ein Unfall im freien Skiraum gehörten außerdem zu den Herausforderungen des vergangenen
Foto: Günter Staschitz
Philipp Schaffler Neu gewählter Rettungsstellenausschuss, v.l.n.r.: Dieter Bernhart, Manuel Pixner, Martin Schaffler, Erwin Egger-Karlegger (bisheriger Rettungsstellenleiter), Florian Lanthaler (neuer Rettungsstellenleiter), Othmar Haller, Roland Marth, Philipp Schaffler (im Bild fehlt Felix Hofer)
Jahres. Zum Abschluss der Versammlung richteten Bürgermeister Robert Tschöll sowie Bezirksvertreter Franz Haller ihre Dankesworte an die gesamte Mannschaft aus. Beide würdigten die große Einsatzbereitschaft und den starken Zusammenhalt.

Ein starkes Zeichen für saubere Gewässer haben die Passeirer Fliegenfischer*innen und Fischer*innen Mitte März anlässlich des Weltwassertages gesetzt: In Anlehnung an die CleanUp Days im Herbst hatte der Fischereiverband erneut einen River CleanUp Day ausgerufen und dazu eingeladen, gemeinsam die Ufer der Südtiroler Gewässer zu reinigen.
Die Passeirer Fliegenfischer konnten dabei insgesamt 240 kg Müll sammeln.
Eisenstangen, Blech, Plastikteile, Dosen, Flaschen, Plastikröhre, Papier, Autoreifen,
Gießkannen, Zigarettenschachteln, Hundesacklen, Stoffreste und vieles mehr: Die Ufer von Flüssen, Bächen und Seen werden immer wieder als Müllablagerungsplätze missbraucht. Das ist nicht nur unansehnlich, sondern kann auch eine Gefahr für die Tiere am und im Wasser sowie für die umliegende Natur darstellen. Im Rahmen des River CleanUp Day Südtirol an diesem Wochenende haben sich daher auch die Passeirer Fliegenfischer und Fischer an der landesweiten Müllsammelaktion des Fischereiverbandes beteiligt und die Ufer der Passer zwischen
St. Leonhard und Saltaus von Müll und Unrat befreit. Insgesamt sind dabei 240 kg Müll eingesammelt worden, das sind 50 kg mehr als im vergangenen Jahr. Die Aktion hat in enger Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein Passeier, den Schildhöfen und der Gemeinde von St. Martin stattgefunden und war dank der 35 freiwilligen Helferinnen und Helfer ein großer Erfolg. Ein Dank gilt Karl Zuber für die Koordinierung, dem Hotel Martinerhof für die Verköstigung, dem Tourismusverein Passeier für die Übernahme der Spesen für das Mittagessen und für die Bewerbung sowie der

Die Fliegenfischer*innen und Fischer*innen aus dem Passeiertal haben am Ufer der Passer zwischen St. Leonhard und Saltaus an die 240 kg Müll gesammelt.
Foto: Fliegenfischer Passeier
Gemeinde St. Martin in Passeier für die Zurverfügungstellung von Handschuhen und Müllsäcken.
Maria Pichler

Am 18. April wurde mit sieben Feuerwehren, Löschhubschrauber, Forstbehörde und Bergrettung St. Leonhard eine Großübung erfolgreich abgehalten.
Jedes neunte Jahr bekommt eine Feuerwehr des Abschnitts Passeier die Möglichkeit, eine große Waldbrandübung mit einem Löschhubschrauber zu organisieren.
Mit Unterstützung der Forstbehörde stellte sich in diesem Jahr die FF St. Leonhard der Herausforderung. Insgesamt waren mit den Feuerwehren St. Leonhard, St. Martin, Walten, Moos, Platt, Rabenstein und der FF Meran sieben Feuerwehren mit 84 Mann und 15 Fahrzeugen beteiligt. Weitere Unterstützung
erhielten wir von der Bergrettung St. Leonhard mit acht Mann, dem Forstdienst mit vier Mann und dem Feuerwehrbezirk Meran mit sechs Mann. „Starke Rauchentwicklung mit Bodenfeuer bestätigt. Erhöhung der Alarmstufe auf Stufe 3 – Großbrand.“ So lautete der Funkspruch des Einsatzleiters der FF St. Leonhard, als er die Lage am Übungsort erkundet hatte. Übungsannahme war ein Waldbrand beim sogenannten „Schintleregg“ beim Eingang in das Pfistradtal.
Im Bereich der St.-Hubertus-Kapelle war ein Waldstück in Brand geraten. Sogleich rückten die Feuerwehren St. Leonhard und St. Martin aus, um mit ihren Tanklöschfahrzeugen erste Löschmaßnahmen vorzunehmen. Das nötige Wasser wurde zunächst aus dem neu errichteten TrinkwasserUnterbrecherschacht entlang des Forstweges nach Pfistrad entnommen. Nach einem Erkundungsflug mit dem Helikopter kam die Einsatzleitung, bestehend aus Vertretern der Forstbehörde, des Feuerwehrbezirks
Meran und der FF St. Leonhard zum Schluss, dass die Alarmierung von weiteren Feuerwehren notwendig ist. Diese, bestehend aus den Wehren St. Leonhard, Moos, Rabenstein, Platt und Walten, legten eine rund 1200 Meter lange Zubringerleitung von der Mündung des Pfistradbaches bis zum Brandobjekt. Der Höhenunterschied von 180 Metern wurde mit fünf Tragkraftpumpen überbrückt.
Die Einsatzleitung richtete sich gemeinsam mit dem Einsatzleitfahrzeug (ELF)


des Bezirks Meran beim gegenüberliegenden Spitaler Hof ein. Mit Unterstützung der Drohne St. Leonhard gelang es ihnen, sich einen detaillierten Überblick über das Einsatzgeschehen zu verschaffen.
Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte von der Bergrettung St. Leonhard und der FF Meran. Mithilfe der Bergrettung wurden Feuerwehrmänner in sehr steilem und unwegsamen Gelände abgeseilt, um die dortigen Glutnester gezielt ablöschen zu können. Die FF Meran hingegen


transportierte Flächenregner zum Einsatzort. Diese wurden entlang des Forstweges aufgestellt, um ein Übergreifen des Feuers auf weitere Waldgebiete zu verhindern. Weiterhin Unterstützung erhielten wir aus der Luft. Der Hubschrauber unternahm zunächst zwei Transportflüge mit wichtigem Einsatzmaterial. Im Anschluss wurde mittels Bambi Bucket (LöschwasserAußenlastbehälter) Löschwasser abgeworfen. Aufnahmeort war ein Löschwasserbecken, welches die FF St. Leonhard unterhalb
des Winnebacher Hofes aufgestellt hatte. Nach Übungsende trafen sich alle Teilnehmer beim Gerätehaus der FF St. Leonhard, um gemeinsam den Übungsverlauf zu besprechen. Bürgermeister Robert Tschöll hob die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten hervor. Mit einem gemeinsamen Ziel vor Augen gelang es uns, wichtige Erfahrungen zu sammeln, um für den Notfall gerüstet zu sein.
Roman Pfitscher
1
Aufstellung aller Beteiligten vor dem Gerätehaus der FF St. Leonhard
Foto: Walter Haller
2
Einige Mitglieder der Einsatzleitung vor dem Einsatzleitfahrzeug (ELF)
Foto: Simone Peist
3
Mitglieder der FF Rabenstein und der FF Moos beim Pumpenstandort 2
Foto: Roman Schenk
4
Mitglieder der FF St. Martin und St. Leonhard beim Verlegen einer Schlauchleitung
Foto: Walter Haller
5
Gezielter Abwurf von Löschwasser mittels Helikopter
Foto: Walter Haller

ff s t. l eonhard, Jagdre V ier s t. l eonhard, s chützenkom P anie „ a ndreas h ofer“ und m usikka P elle „ a ndreas h ofer“
Zum inzwischen fünften Mal organisierten die Freiwillige Feuerwehr St. Leonhard, das Jagdrevier, die Musikkapelle „Andreas Hofer“ sowie die Schützenkompanie „Andreas Hofer“ gemeinsam das traditionelle Maibaumfest. Längst hat sich die Veranstaltung zu einem festen Bestandteil im Dorfleben entwickelt und steht sinnbildlich für den starken Zusammenhalt der örtlichen Vereine.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus dem gesamten Passeiertal ließen sich das Fest nicht entgehen und sorgten für eine rundum gelungene Stimmung.
Das Organisationskomitee zeigte sich erfreut über den großen Zuspruch und sieht
darin zugleich Motivation, auch in Zukunft an dieser Tradition festzuhalten. Ein besonderer Höhepunkt war erneut der feierliche Umzug durch das Dorf. Begleitet von der Musikkapelle, festlich geschmückten Wägen und Goaslschnöllern zog der Maibaum durch das Zentrum. Auch der Pinzgauer der Feuerwehr Walten war Teil des Zuges. Für Aufsehen sorgte einmal mehr die über vier Meter hohe Statue von Andreas Hofer, die eindrucksvoll mitgeführt wurde. Der offizielle Fassanstich fand auf der Dorfbrücke statt und wurde von Siegfried Öttl vorgenommen, der in diesem Jahr den Maibaum gestiftet hatte. Ein Böllerschuss der Schützenkompanie verlieh


dem Moment zusätzlichen Nachdruck. Im Anschluss wurde der rund 24,5 Meter hohe und etwa 1.200 Kilogramm schwere Baum unter großem Einsatz vieler Helfer am Raiffeisenplatz aufgestellt, wo er nun bis in den Herbst hinein das Dorfbild prägt.
Auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen: Musikalisch führte die Liertner Böhmische schwungvoll durch den Nachmittag und sorgte für beste Unterhaltung. Am Abend fand heuer erstmals ein Dämmerschoppen statt, bei dem „Pseirer Schwung“ und anschließend „Partyvolk“ dem Publikum ordentlich einheizten und für ausgelassene Stimmung sorgten.
Für die kleinen Gäste wurde ebenfalls einiges geboten –mit einer Hüpfburg und einem Kinderkino kam auch bei den Jüngsten keine Langeweile auf. Ein weiteres Highlight war die bereits zum zweiten Mal organisierte Lotterie, die erneut großen Anklang fand. Die Ziehung der Gewinnnummern wurde mit Spannung verfolgt. Die veranstaltenden Vereine bedanken sich herzlich bei den unterstützenden Betrieben, deren großzügige Beiträge diese attraktiven Preise erst möglich gemacht haben. Die Gewinnlose können bis zum 1. Juni 2026 eingelöst werden. Im Rahmen des Festes wurde außerdem eine

Seilziehmeisterschaft ausgetragen, an der mehrere Gruppen teilnahmen. Mit beeindruckender Kraft setzte sich dabei die „Feuerwehrgruppe 2“ durch und sicherte sich den ersten Platz. Ein besonderer Dank gilt neben den Sponsoren vor allem den engagierten Vereinsmitgliedern. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich. Mit Vorfreude blicken die Vereine bereits auf das traditionelle „Verplindern“ im Herbst sowie auf die Neuauflage des Maibaumfestes im kommenden Jahr – ein lebendiges Zeichen für gelebte Gemeinschaft im Dorf.
Fabian Gufler
Die Geehrten des Kirchenchors
St. Martin (v.l.n.r.): Brigitte Kofler, Erna Pircher Marth und Heinrich Prünster
Foto: Gerda Hofer

k irchenchor s t. m artin
Bei der diesjährigen Vollversammlung des Kirchenchores St. Martin konnte Obmann Wilfried Gufler zahlreiche Sängerinnen und Sänger sowie die Ehrengäste Pfarrer Pater Markus und Bürgermeister Dominik Alber im Dorfhaus begrüßen.
Chorleiterin Petra Marth berichtete über die rege Tätigkeit im vergangenen Jahr. Neben den regelmäßigen Proben gestaltete der Chor zahlreiche Messfeiern, begleitete Beerdigungen musikalisch und wirkte bei verschiedenen kirchlichen und kulturellen Anlässen mit. Besonders hervorgehoben wurden der gute Zusammenhalt innerhalb des Chores sowie die Verlässlichkeit und der Einsatz der Mitglieder.
Auch die Ehrengäste würdigten die Arbeit des Kirchenchores und betonten die große Bedeutung der
Kirchenmusik für das religiöse und gesellschaftliche Leben im Dorf. Ein besonderer Dank galt der Chorleiterin, dem Organisten und allen Sängerinnen und Sängern. Hervorgehoben wurde zudem die wichtige Jugendarbeit: Zum Kirchenchor gehören auch ein Kinder- und ein Jugendchor. Ein großes Dankeschön ging dabei an deren Chorleiter Thomas Schwarz.
Ein besonderer Höhepunkt der Vollversammlung waren die Ehrungen verdienter Chormitglieder. Für ihre langjährige Treue zum Chorgesang wurden ausgezeichnet: Erna Pircher Marth für beeindruckende 60 Jahre als Sängerin. Sie erhielt die Madonnenplakette sowie eine Ehrenurkunde.
Brigitte Kofler und Heinrich Prünster wurden für 10 Jahre aktive Mitgliedschaft mit
dem Bronze-Abzeichen und einer Urkunde geehrt. Diese Ehrungen unterstreichen die große Verbundenheit vieler Mitglieder mit dem Kirchenchor und zeigen, wie wichtig Kontinuität und Engagement für das Bestehen des Vereins sind. Nach dem offiziellen Teil gestaltete der Kirchenchor die Abendmesse in der Pfarrkirche. Im Anschluss ließ man den Abend beim Mitterwirt in geselliger Runde bei Speis und Trank ausklingen. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass neben der musikalischen Tätigkeit auch die Kameradschaft und das gemeinsame Feiern einen festen Bestandteil des Chorgeschehens bilden – ganz im Sinne des bekannten Mottos: „Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder.“
Wilfried Gufler

Mit Ostersonntag wird in St. Leonhard alljährlich die Konzertsaison der Musikkapelle Andreas Hofer eröffnet. Und so hatte auch heuer die lange Probezeit für die Musikantinnen und Musikanten ein Ende und das traditionelle Osterkonzert stand vor der Tür. Aufgespielt wurde wie üblich im Konzertsaal des neuen Vereinshauses in St. Leonhard. Für das Programm überlegte sich Kapellmeister Moritz Telser wieder eine vielseitige Mischung mit Stücken aus der traditionellen Blasmusik, modernen Konzertwerken und Klassikern aus der Popmusik. Darunter waren einige Highlights, welche das Publikum in die verschiede-
nen Genres eintauchen ließen. „Die Etsch, ein Urgestein von Sepp Thaler aus dem Jahre 1951 führte mit lieblichen und imposanten Melodien die Zuhörer*innen den Flusslauf der Etsch entlang. Einem Solostück für zwei Querflöten stellten sich Daniela Pichler und Theresa Holzknecht. Sie gaben das anspruchsvolle Werk „Celtic Flutes“ von Kurt Gäble zum Besten. Ebenfalls von den Kelten inspiriert war das Stück „Voice oft he Vikings“ von Michael Geisler. Einen rockigen Abschluss fand das Konzert mit einer Hommage an die Kultband Roxette, arrangiert von Wolfgang Wössner. Für zwei der Musikant*innen
links Osterkonzert
unten
Der Ausschuss, hinten v.l.n.r.: Jakob Hofer, Simon Ratschiller, Michael Pamer, Moritz Telser, Stefan Pixner und Josef Zipperle. Vorne v.l.n.r.: Katharina Ennemoser, Claudia Pircher und Anna Pamer

war der Abend ein besonderes Highlight: Rafael Eschgfäller und Valentina Stolz spielten nämlich das erste Mal in den Reihen der Musikkapelle Andreas Hofer und feierten somit ihr Debüt. Auch aus organisatorischer Sicht war das Konzert ein Debüt für den im Januar gewählten Ausschuss. Die meisten amtierenden Mitglieder wurden dabei in ihrem Amt bestätigt, darunter Michael Pamer als Obmann sowie Stefan Pixner, Claudia Pircher, Jakob Hofer, Josef Zipperle und Katharina Ennemoser. Verstärkt wurde der Vorstand durch Anna Pamer und Simon Ratschiller. Miriam Pamer stellte sich nicht mehr der Wahl.
Die Musikkapelle Andreas Hofer blickt auf ein gelungenes Osterkonzert zurück, das beim Publikum auf durchwegs positive Resonanz stieß. Sie wünscht den Jungmusikant*innen weiterhin viel Freude am Musizieren und dem Ausschuss eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Katharina Ennemoser


links
Musikantinnen und Musikanten der Musikkapelle Moos
m usikka P elle m oos
Am 22. November 2025 feierte die Musikkapelle Moos gemeinsam mit dem Kirchenchor die traditionelle Cäcilienfeier. Nach einer feierlichen Messe, die von der Musikkapelle musikalisch umrahmt wurde, fand im Bürgersaal von Moos ein gemeinsames Abendessen statt, zu dem alle Mitglieder beider Vereine eingeladen waren.
Alle Anwesenden wurden vom Obmann der Kapelle, Thomas Hofer, herzlich begrüßt. In seiner Ansprache richtete er besonders an die Musikantinnen und Musikanten sowie an den Kapellmeister wertschätzende Worte für ihren Dienst in der Musikkapelle.
Auch Pfarrer Florian Öttl und der Kulturreferent der Gemeinde Moos, Joachim Volgger, sprachen kurze Grußworte.
Zum Höhepunkt des Abends wurden die Verdienstzeichen des Verbandes Südtiroler Musikkapellen (VSM) verliehen. In Anwesenheit des Vertreters des VSM-Bezirks Meran, Bernhard Mairhofer, wurden folgende Ehrungen verliehen: Philipp Hofer für 15 Jahre Mitgliedschaft, Christian Gufler für 40 Jahre Mitgliedschaft und Thomas Hofer erhielt das Verdienstzeichen in Gold. Nach dem offiziellen Teil klang der Abend mit einem gemütlichen Beisammensein aus.
Traditionell ging es im Jänner mit dem alljährlichen Wintersporttag in Pfelders weiter, der von der Musikkapelle Moos veranstaltet wurde. Zahlreiche Musikantinnen und Musikanten aus verschiedenen Kapellen nahmen an den Ski- und Rodelrennen teil. Anschließend fand im Vereinssaal von Pfelders die Preisverleihung statt, bei der die Musikkapelle Moos als Gastgeber für das leibliche Wohl sorgte. Für einen stimmungsvollen Ausklang des sportlichmusikalischen Events sorgte die Böhmische Blasmusikkapelle unter der Leitung von Karl Promitzer.
Der Höhepunkt der Konzertsaison, das traditionelle
rechts
Die Geehrten der Musikkapelle Moos
Frühjahrskonzert, fand vergangenen März im Vereinshaus von Moos statt. Der Kapellmeister Michael Gumpold sorgte für ein abwechslungsreiches Programm, das er in den vergangenen Monaten gemeinsam mit der Musikkapelle mit harter Arbeit und viel Fleiß erarbeitet hatte. Nach einem gelungenen Konzertabend klang der Abend in geselliger Runde aus.
Nach diesen erfolgreichen Veranstaltungen freut sich die Musikkapelle Moos auf weitere musikalische und traditionelle Anlässe. Sarah Lanthaler



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Volles Haus beim Kaffeekränzchen
Aktivitäten der Katholischen Frauenbewegung
Die Katholische Frauenbewegung (KFB) ist eine große Gemeinschaft von Frauen, die sich aktiv in Kirche und Gesellschaft engagiert. In St. Leonhard bringt sich die Katholische Frauenbewegung mit einem abwechslungsreichen Programm aus Tradition, Weiterbildung und Kreativität in die Gemeinschaft ein. Zum Fest Maria Lichtmess fand unser Einkehrtag (Jahreshauptversammlung) am 1. Februar 2026 im Vereinshaus statt. Dieser Tag bot vielen Frauen die Möglichkeit, zur Ruhe zu
kommen, im Glauben aufzutanken und sich im gemeinsamen Gebet zu stärken und anschließend gemütlich bei Kaffee und Kuchen den Nachmittag ausklingen zu lassen. Großen Anklang fand auch heuer wieder das beliebte Kaffeekränzchen am Unsinnigen Donnerstag für Groß und Klein. In fröhlicher Atmosphäre wurde gelacht, gespielt und genossen –ein buntes Miteinander der Generationen, das die Gemeinschaft sichtbar stärkt. Mit dem Zeitgeist ging
die KFB mit dem Vortrag am 24. Februar zum Thema „Schutz und Privatsphäre im Internet“. Das Thema digitale Sicherheit richtet sich an alle Altersgruppen. Der Referent Augusto Bernardi zeigte auf, wie man persönliche Daten besser schützen kann und welche Gefahren im Netz lauern.
Kreativ wurde es beim Workshop „Kerzen zieren“. Unter fachkundiger Anleitung von Simone vom „Kerzenstibele“ gestalteten die Teilnehmerinnen individuelle Kerzen mit unterschiedlichen Techniken, die für besondere
rechts oben Stimmungsvoller Einkehrtag an Maria Lichtmess
rechts unten Wunderschöne Einzelstücke aus dem Workshop
Anlässe oder als persönliches Geschenk mit nach Hause genommen wurden. Alle Teilnehmerinnen waren begeistert vom Workshop. Durch diese und weitere vielfältige Aktivitäten gelingt es der KFB, Frauen unterschiedlicher Altersgruppen anzusprechen, sie zu vernetzen und ihnen Unterstützung im Alltag zu bieten. Die positive Resonanz auf die Veranstaltungen und die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen unterstreicht die Wichtigkeit dieses ehrenamtlichen Engagements. Julia Pichler

Der KFS St. Leonhard startet neu und wir freuen uns sehr, diesen Weg gemeinsam gehen zu dürfen. Alexandra, Nathalie, Vanessa und Veronika haben sich bereit erklärt, in den nächsten Jahren den Ausschuss zu übernehmen. Regine unterstützt uns weiterhin im Hintergrund. Zusammen sind wir ein fünfköpfiges Team mit unterschiedlichen Ideen, Erfahrungen und Sichtweisen und genau das macht diesen Neustart für uns so besonders.
Für uns ist es keine Selbstverständlichkeit, dass der KFS weiter besteht. Umso mehr erfüllt es uns mit Freude und auch ein wenig Stolz, dass wir den Verein weiterführen und neu
gestalten dürfen. Es wäre sehr schade gewesen, wenn diese Gemeinschaft verloren gegangen wäre. Jetzt sehen wir darin eine echte Chance für einen frischen Anfang.
Gleichzeitig möchten wir an dieser Stelle den bisherigen Mitgliedern des Ausschusses und allen, die den KFS über die Jahre getragen und geprägt haben, von Herzen danken.
Unser größtes Ziel ist es, den KFS wieder lebendig zu machen und vor allem junge Familien stärker einzubinden. Wir möchten neue Mitglieder gewinnen und besonders die jüngere Generation und ihre Familien ansprechen und willkommen heißen. Der Verein soll
Der neue Ausschuss des KFS St. Leonhard, v.l.n.r.: Veronika Gruber, Alexandra Mair, Nathalie Schweigl, Vanessa Hofer mit Regine Hlawitschka als helfende Hand
wieder ein Ort werden, an dem man sich gerne trifft, sich austauscht und gemeinsam Zeit verbringt.
Gleichzeitig möchten wir neue Ideen einbringen und frischen Wind in unser Dorf und Tal bringen. Uns schwirren viele Gedanken im Kopf, von Veranstaltungen über Kurse bis hin zu kleinen und großen Projekten, die Menschen und Familien zusammenbringen. Dabei ist es uns wichtig, dass jede und jeder seine Ideen einbringen kann, denn wir sehen genau diese Vielfalt als unsere Stärke.
Vor allem aber möchten wir eines sagen: Wir haben immer ein offenes Ohr. Wünsche, Ideen oder auch Kritik sind bei uns jederzeit
willkommen. Und wer Lust hat, sich im Ausschuss einzubringen und den KFS aktiv mitzugestalten, ist bei uns herzlich willkommen.
Wir freuen uns auf die kommende Zeit, auf viele Begegnungen, gemeinsame Erlebnisse und darauf, den KFS St. Leonhard Schritt für Schritt gemeinsam weiterzuentwickeln.
Alexandra Mair


„fir diër“: Regionalität, die verbindet
Was wächst, reift und entsteht eigentlich direkt vor unserer Haustür? Wer im Passeiertal genau hinschaut, entdeckt eine beeindruckende Vielfalt an hochwertigen Lebensmitteln: von frischen Produkten aus der Landwirtschaft bis hin zu sorgfältig verarbeiteten Spezialitäten. Mit dem Qualitätslabel „fir diër“ wird genau diese Vielfalt sichtbar gemacht und zugleich ein starkes Zeichen für gelebte Regionalität gesetzt.
„fir diër“ – also „von uns für dich“ – steht für Produkte, deren Rohstoffe aus dem Passeiertal stammen und auch hier verarbeitet werden. Dahinter steckt eine klare Idee: Die Zusammenarbeit zwischen Produzent*innen, Verarbeiter*innen und Gastronomiebetrieben soll gestärkt und regionale Kreisläufe nachhaltig gefördert werden. So entstehen Lebensmittel, die nicht nur durch ihre Qualität überzeugen, sondern auch durch ihre Herkunft und ihre Geschichte.
Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die Menschen. Es sind die Bäuerinnen und
Bauern, die Verarbeiterinnen und Verarbeiter sowie die Gastronominnen und Gastronomen, die mit viel Erfahrung, handwerklichem Können und Leidenschaft hinter den Produkten stehen. Genau diese persönliche Handschrift macht „fir diër“ so besonders und verleiht jedem Erzeugnis seinen unverwechselbaren Charakter.
Klare Kriterien für echte Qualität Damit Regionalität nicht nur ein Versprechen bleibt, gibt es für jede Lebensmittelkategorie einen eigenen Kriterienkatalog. Dieser definiert genau, welche
Anforderungen erfüllt sein müssen – von der Herkunft der Rohstoffe bis hin zur Verarbeitung. Ein entscheidender Unterschied: Nicht die Produzent*innen selbst werden zertifiziert, sondern ihre jeweiligen Produkte. So wird jedes einzelne Erzeugnis geprüft und ausgezeichnet, was für Transparenz sorgt und die Vielfalt im Tal widerspiegelt.
Regionalität zum Erleben Wie lebendig das Label ist, zeigt sich auch im Dorfleben: An sechs Terminen bis in den Herbst hinein findet in St. Leonhard das Dorfmarktl statt. Dort ist „fir diër“ mit einem eigenen Stand ver-
Eine „Psairer Marend“ mit lokalen Produkten bringt Produzent*innen, Verarbeiter*innen und Gastronomie an einen Tisch. Foto links: Christopher Kröll; Foto rechts: Benjamin Pfitscher
treten und bringt Produzentinnen und Produzenten direkt mit Einheimischen und Gästen ins Gespräch. Die Produkte können verkostet, entdeckt und vor allem in ihrem Ursprung verstanden werden.
„fir diër“ steht damit für mehr als ein Gütesiegel. Es ist ein gemeinsamer Weg, auf dem das Passeiertal seine Stärken bündelt: Kurze Wege, ehrliches Handwerk und ein Miteinander, das vom Feld bis auf den Teller reicht. Oder anders gesagt: Hier zeigt sich, wie viel Qualität entsteht, wenn eine Region zusammenarbeitet und ihre Produkte

Liertner Dorfmarktl:
Pfingstmontag,
25.5., 10 – 15 Uhr
Sonntag, 21.6., 10 – 15 Uhr
Sonntag, 19.7., 10 – 15 Uhr
Samstag, 15.8., 18 – 22 Uhr
Sonntag, 20.9., 10 – 15 Uhr
Sonntag, 18.10., 10 – 15 Uhr

b äuerinnen Platt/Pfelders
Auffrischung von Traditionen: Verteilung von „geweichter Miëte“ und Segenstäfelchen der Bäuerinnen Platt/Pfelders
mit Überzeugung nach außen trägt.
Interessierte Produzentinnen und Produzenten sowie Verarbeiterinnen und Verarbeiter, die ihre Produkte unter dem Label „fir diër“ einbringen und aktiv im Arbeitskreis mitwirken möchten, können sich jederzeit an den Tourismusverein Passeiertal wenden und erhalten dort nähere Informationen. Auch Gastronomiebetriebe, die regionale „fir diër“-Produkte bewusst in ihre Küche integrieren und Teil des Netzwerks werden möchten, sind herzlich eingeladen, sich zu melden.
Simone Peist
Die Bäuerinnenorganisation von Platt/Pfelders bemüht sich stets, tolle Aktionen und Veranstaltungen zu machen, aber es ist ihnen auch wichtig, alte Traditionen weiterzuführen oder auch wieder einzuführen. Gar einige von uns wissen nicht, dass vor Jahren im Frühjahr die Kapuziner von Hof zu Hof gingen, den Hof und die Tiere segneten und den Bauern für die Tiere eine „geweichte Miëte“ mitbrachten und sie dafür im Gegenzug eine Spende erhielten. So eine Miëte haben die Bäuerinnen Platt/Pfelders nun schon zum zweiten Mal allen Bauern und Bäuerinnen, nachdem diese bei der Messe
gesegnet wurde, mitgegeben. Zudem erhielten dieses Mal auch alle ein schönes Segenstäfelchen für den Stall. Früher hing über der Stalltür immer so ein Täfelchen, aber durch Neubau des Stalles oder weil sie ruiniert waren, sind diese verschwunden.
„As Tafele soll enk jeden Tog dron erinnern: Es isch oaner do, der mitgeaht, der af enk schaug und enk Kroft gib –in die guatn und nou meahr in di hortern Zeiten“. So die Worte der Bäuerinnen. Deshalb war es erfreulich, dass am Sonntag, den 3. Mai in Platt und am Sonntag, den 16. Mai in Pfelders sehr viele Bäuerinnen und Bauern der
Einladung zur Messe Folge geleistet haben, um diese zwei geweihten Sachen entgegenzunehmen. 75 Säckchen Miëte und Segenstäfelchen wurden vorbereitet, deshalb haben sich die Bäuerinnen auch bedankt, dass diese Aktion, neben den Bäuerinnen, noch von zwei Genossenschaften der Gemeinde finanziell unterstützt wurde. Mathilde Baumgartner


b ildungsausschuss m oos Geschichte
Der Bildungsausschuss Moos hat sich, nach einer Schaffenspause, heuer wieder an ein größeres Projekt herangewagt. Nach einer intensiven Vorbereitungsphase im Jahr 2025 wurde dieses beim Amt für Weiterbildung im November letzten Jahres eingereicht und auch genehmigt. „Vielfalt verbindet 5 Dörfer in Hinterpasseier“ so der Titel des Projektes. Dabei geht es um die unterschiedlichen Gegebenheiten, sei es in der Erreichbarkeit, über die unterschiedlichen Wirtschaftssituationen bis hin zur Lebensqualität und dies alles mal fünf (die Gemeinde besteht aus fünf Fraktionen, genauso wie das Tätigkeitsgebiet des Bildungsausschusses Moos).
Jede Fraktion hat sich einem spezifischen Thema gewidmet und wird dieses im Laufe des Jahres umsetzen. Der erste gemeinsame Teil über die Arbeitssituation und die vorhandenen Betriebe wurde schon im März erhoben und ausgewertet.
Am 23. April wurde dann ein weiterer, sehr interessanter Vortrag mit dem Historiker
Werner Graf aus St. Leonhard organisiert. „Geschichte trifft Gegenwart“, so der Titel des Abends, wo es um die erste urkundliche Erwähnung im fernen Jahr 1288 bis in die heutige Zeit von Stuls ging. Wenn man davon ausgeht, dass die Kirche einem Dorf den einenden, identitätsstiftenden Charakter gibt, so kann man von Stuls als Dorf mit dem Bau der Kirche im Jahr 1786 sprechen. So die Aussage von Werner Graf. Vorher war Stuls eine Gemeinschaft von zerstreuten Höfen, welche kirchlich zu St. Leonhard gehörten. Nach der Errichtung der Kuratie Moos wurde Stuls kirchlich aufgeteilt. Innerstuls kam zu Moos und Außerstuls blieb bei St. Leonhard. Die Grenze war der Sagbach, ein kleines Rinnsal östlich der Kirche. 1288 gab es die 8 Urhöfe, doch schon um 1300 wurden 13 Höfe erwähnt. Durch die Zunahme der Bevölkerung und die guten klimatischen Bedingungen wurde 1775 die Höchstzahl mit 48 Höfen erreicht. Wie schon Beda Weber um 1850 schrieb:
Die Gegend von Stuls zeigt überall das heiterste Naturleben. Sie liegt ganz im Genusse der reichsten Sonne von Morgens bis Abends und erzeugt viel Weizen, schönen Roggen, aber wenig Gerste. Dadurch wird meistenteils der Jahresbedarf gewonnen, was sonst in Passeier im höheren Gebirge äußerst selten der Fall ist. Zwischenzeitlich ging die Anzahl der Höfe auf 30 zurück und bewegt sich aktuell bei 38 kleineren und mittleren Höfen. Auffallend in Stuls ist auch die Namensgebung der Höfe, diese stammen vielfach von den Vornamen der Besitzer. Wie z.B. Morx (Markus), Geadeler (Gertraud-Geadl), Partler (Bartlmmä), Moritz, Joggeler, Bass (Basilius), Melcher (Melchior), Toniger (Anton) um nur einige zu benennen. Nach Meinung des Referenten waren für Stuls drei wichtige Ereignisse ausschlaggebend, die positive Veränderungen und Entwicklungen gebracht haben.
1. Bau der Kirche 1786, damit wird Stuls und seine Bewohner*innen zu einer
„Geschichte trifft Gegenwart“ im Bergdorf Stuls Fotos: Genoveva Gufler
geeinten Gemeinschaft.
2. Der Einzug der Elektrizität in Stuls (1947) brachte viel Erleichterung und neue Möglichkeiten.
3. Der Bau der Straße (1966 – 68), damit war Stuls an den Rest der Welt angebunden. Das lässt sich auch in der Wahl der Ehepartner*innen nachvollziehen. In den 20 Jahren vor dem Bau der Straße (1948 – 1968) waren 60% der Hochzeitspaare beide Eheleute von Stuls und bei 40% der Eheleute war ein Partner (meistens die Braut) nicht aus Stuls. In den nächsten 20 Jahren ab der Erschließung von Stuls waren von den Brautpaaren nur noch 23% beide Eheleute von Stuls und bei 77% der Hochzeitspaare war ein Ehepartner (meistens die Frau) nicht aus Stuls. Auch die rein bäuerliche Bevölkerung veränderte sich mit dem Bau der Straße. Ab nun war es leichter möglich, einer bezahlten Arbeit auch außerhalb nachzugehen. Somit veränderte sich auch nach und nach das Dorfbild. Es wurden zuerst nur einzelne Arbeiterhäuser


k ultur und h eimat P flege Passeier
errichtet und später folgten dann die Wohnbauzonen, immer in einem Abstand von ca. 10 Jahren ab 1982. Auch die Bevölkerungszahl nahm zu, in den früheren Jahrhunderten von ca. 300 Personen und erreichte in den achtziger Jahren einen Höchststand von 450 und befindet sich heute bei 400 Einwohner*innen. Auch die Tourismuswirtschaft entwickelte sich in den Folgejahren stetig weiter, wobei auf einen sanften Tourismus Wert gelegt wird. Wie der Vorsitzende des Bildungsausschusses von Moos, Oswald Gufler, erklärte, gebe es noch viel zu berichten, doch es soll ja im Laufe des Jahres ein Chronikbuch entstehen, wo viel Wissenswertes festgehalten werden soll. „Stuls – ein Dorf in Wort und Bild“ so der Titel des Buches, wobei die Bevölkerung eingeladen wurde, sich mit Fotos und Beiträgen zu beteiligen. Denn es soll ja etwas lebendiges, identitätsstiftendes für die Bevölkerung von Stuls und darüber hinaus entstehen.
Oswald Gufler
Gemeinsam aktiv für Kultur, Natur und die lokale Lebenswelt
Am 8. Mai veranstaltete der Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier unter dem neuen Obmann Daniel Hofer seine erste Jahreshauptversammlung. Im Vereinshaus von St. Leonhard begrüßte Hofer zahlreiche Ehrengäste. Zu diesen zählten Claudia Plaikner, die Obfrau des Heimatpflegeverbandes Südtirol, Florian Trojer, der Geschäftsführer des Verbandes, Bezirksobmann Georg Hörwarter sowie Heinrich Hofer, der Ehrenobmann des Vereins. Ebenfalls anwesend waren Magdalena Haller, VizeBürgermeisterin von St. Leonhard, Edith Lahner, Vize-Bürgermeisterin von Moos, Dominik Alber, Bürgermeister von St. Martin, Alexander Turato, Bürgermeister von Riffian, Paulina Pircher, Vize-Bürgermeisterin von Riffian sowie Anton Kuen, Vize-Bürgermeister von Kuens. Obmann Hofer präsentierte die ersten Tätigkeiten und
die Pläne des Ausschusses. Demnächst nimmt die Restaurierung der BrandleitKapelle in St. Leonhard konkrete Formen an. Der Verein hatte sie im Jahr 1980 an der Stelle der alten, verfallenen Kapelle wieder aufgebaut. Das Talarchiv Passeier wird weiterhin gemeinsam mit den Chronistinnen und Chronisten betreut. In diesem Archiv werden Quellen und Dokumente über das Tal und seine Bewohner*innen gesammelt und bewahrt. Dazu gehören beispielsweise Nachlässe, Fotos, Zeitungsberichte, Bücher und Festschriften. Der Verein fördert weiters die Verbreitung und das Tragen der Tracht. Er unterstützt das Offene Singen in Moos und die neu gebildete Volkstanzgruppe Passeier. Im Spätsommer steht ein traditionelles Kleidungsstück im Mittelpunkt: der Hut. Der Ausschuss plant einen Kurs zum Flechten von Strohhüten und ergänzt diesen durch ein passendes
Der Ausschuss mit den Vereinsmitgliedern und den Ehrengästen auf der Jahreshauptversammlung. Die Ausschussmitglieder Bernardette Pfeifer und Hubert Gögele fehlen auf dem Bild. Foto: Bernardette Pfeifer
Rahmenprogramm. Im Passeirer Blatt veröffentlicht Manfred Schwarz im Namen des Vereins die Rubrik „Passeier vor 125 Jahren“ mit ausgewählten Zeitungsberichten. In ihren Grußworten gratulierten die Ehrengäste dem Ausschuss. Sie freuten sich über die Aufbruchstimmung und lobten die geplanten Projekte. Auf der Versammlung genehmigten die Mitglieder auch die überarbeitete Satzung. Künftig verfolgt der Verein drei Ziele: die Bewahrung und Pflege des Kulturerbes, den Schutz und die Förderung des Naturerbes sowie die Stärkung des Bewusstseins für die lokale Lebenswelt – mit Blick auf ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der Ausschuss ist sehr motiviert und freut sich über alle, die den Verein unterstützen möchten. Interessierte können sich bei Obmann Daniel Hofer melden (T 338 4715792). Manfred Schwarz


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Vereinsgemeinschaft
Vereinsgemeinschaft St. Martin unter neuem Vorsitz
Die Vereinsgemeinschaft St. Martin koordiniert vereinsübergreifende Aktivitäten und Veranstaltungen auf Gemeindeebene und zeichnet für die Führung und Instandhaltung des Festplatzgeländes „Lenzerwiese“ verantwortlich. Bei der jüngsten Vollversammlung wählten die Mitgliedsvereine einen neuen Ausschuss.
Projekte und Initiativen, Veranstaltungen und Aktionen: In der Gemeinde
St. Martin ist dank der vielzähligen und vielfältigen Vereine immer wieder etwas los. Damit sich Termine nicht überschneiden und vereinsübergreifende Aktivitäten reibungslos ablaufen, gibt es die Vereinsgemeinschaft
St. Martin: Der Ausschuss zeichnet aber nicht nur für die Koordination und die Zusammenarbeit der verschiedenen Vereine verantwortlich, sondern ist auch für den Festplatz „Lenzerwiese“ zuständig.
Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung standen neben Tätigkeits- und Kassabericht des vergangenen
Jahres auch die Neuwahl des Ausschusses auf der Tagesordnung: Obmann Adolf Unterthurner, der 28 Jahre lang an der Spitze der Vereinsgemeinschaft stand, legte sein Amt in jüngere Hände. Ebenfalls nicht mehr für den Ausschuss kandidiert haben Beirat Siegbert Platter, Schriftführer Sepp Öttl und Kassier Hans Angerer. Neuer Obmann der Vereinsgemeinschaft St. Martin ist Armin Karlegger, Vizeobmann bleibt wie bisher Roland Gufler. In den Ausschuss gewählt wurden auch die Beiräte Erwin Marth und Alfred Marth, Martina Ilmer übernimmt das Amt der Schriftführerin und Martin Pabst jenes des Kassiers.
Im Rahmen der Sitzung wurden die Termine für die Veranstaltungen im Jahr 2026 festgelegt und über die anstehenden Arbeiten am Festplatz, wie die Verlegung neuer Fliesen am Tanzboden, informiert. Die Mitgliedsvereine der Vereinsgemeinschaft übernehmen außerdem den Ausschank beim Bauernmarkt am Festplatz. Aus der Vereinsgemeinschaft ausgetreten ist die Freiwillige Feuerwehr Saltaus, der Ranggelverein Passeier konnte als neues Mitglied gewonnen werden.
Maria Pichler
Der neue Ausschuss der Vereinsgemeinschaft St. Martin, hinten v.l.n.r.: Kassier Martin Pabst, Beiräte Erwin Marth und Alfred Marth; vorne v.l.n.r.: Schriftführerin Martina Ilmer, Obmann Armin Karlegger, Vizeobmann Roland Gufler
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Bei einem gemütlichen Abendessen erhielten die ehemaligen Ausschussmitglieder einen Geschenkskorb als Dankeschön für ihre wertvolle Arbeit, im Bild der langjährige Obmann Adolf Unterhurner, sein Nachfolger Armin Karlegger (rechts) und Roland Gufler (links). Fotos: Vereinsgemeinschaft St. Martin

HGVOrtsgruppen im Passeiertal hielten Talschaftsversammlung ab
Kürzlich fand die jährliche Versammlung der Ortsgruppen der Talschaft Passeier des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) im Gasthof „Haselstaude“ in St. Martin statt. Das Gebiet Passeier umfasst die Ortsgruppen Moos, Riffian/Kuens, St. Leonhard und St. Martin. Heinrich Dorfer, Vertreter des Passeiertals im HGVLandesausschuss, ging in seinen Grußworten auf aktuelle tourismus- und verkehrspolitische Entwicklungen im Tal ein. Dabei betonte er den guten Verlauf der vergangenen Wintersaison und die verbesserte Buchungslage für die anstehende Frühlingssaison. Hinsichtlich des Verkehrs im Passeiertal
blickte Dorfer zuversichtlich in die Zukunft. Mit der Öffnung des Küchelbergtunnels Ende 2026 wird die Anbindung des Tales verbessert und der gesamte Meraner Raum entlastet werden. Ein noch nicht gelöstes Thema sei die Unterbringung der Mitarbeitenden. „Wir konnten gemeinsam mit den politischen Vertreter*innen einiges erreichen, trotzdem ist im Bereich Unterkünfte noch viel zu tun“, betonte Dorfer. An der Talschaftsversammlung nahm auch HGV-Direktor Raffael Mooswalder teil. Er informierte über die geänderten Bestimmungen bei den Arbeitssicherheitskursen und die neuen Förderkriterien für die
gastgewerbliche Nahversorgung, bei der auf Vorschlag des HGV eine Nachbesserung erreicht wurde. Der neue Obmann des HGV-Bezirkes Meran/Vinschgau, Florian Obkircher, ging auf zentrale Herausforderungen im Bezirk ein, insbesondere auf wichtige Mobilitätsthemen, wie den Küchelbergtunnel und die zweigleisige Bahnverbindung Meran–Bozen sowie die gewünschte zweckgebundene Verwendung der Ortstaxe für touristische Projekte. Als neuer HGV-Bezirkskoordinator stellte sich Michael Huber den Gastwirtinnen und Gastwirten des Passeiertals vor. Anschließend informierten
Christof Gamper, Leiter der Abteilung Personalberatung und Gabi Widmann, Leiterin des Bereiches Personalberatung im Büro Meran und Schlanders, über arbeitsrechtliche Neuerungen durch das Haushaltsgesetz 2026 sowie Möglichkeiten wie Fringe Benefit und Trinkgeldregelung. Über aktuelle touristische Themen informierte Stefania Pircher, die Präsidentin des Tourismusvereins Passeier. Die Grußworte aus den Gemeinden überbrachten die anwesenden Bürgermeister Manfred Raffl, Kuens, Robert Tschöll, St. Leonhard sowie Dominik Alber, St. Martin. Beate Pachler Jahresversammlung der Talschaft Passeier, v.l.n.r.: BM Robert Tschöll, Andreas Gufler, Ortsobmann Moos in Passeier, Gabi Widmann, HGVPersonalberatung, BM Manfred Raffl, Bezirksobmann Florian Obkircher, Heinrich Dorfer, HGV-Landesausschuss, BM Dominik Alber, Christof Gamper, HGV-Personalberatung und Liephart Hehl, Ortsobmann Riffian/Kuens

Ob hobbymäßig an der Wand oder ehrgeizig im Wettkampf, beim Kletterteam Passeier stehen Freude am Klettern und an der Bewegung sowie Spaß und gemeinsame Abenteuer im Mittelpunkt. Nach einer erfolgreichen Hallensaison zieht es die jungen Sportler*innen nun an den echten Fels – beflügelt von einer ganz besonderen Erfolgsmeldung aus den eigenen Reihen.
Im Kletterteam Passeier geht es um weit mehr als nur Griffe und Tritte. Hier lernen Kinder und Jugendliche, über sich hinauszuwachsen, Verantwortung für ihre Kletterpartner*innen zu übernehmen und sich gegenseitig zu motivieren. Der Verein bietet dabei für alle die passende Möglichkeit. Während im Wettkampfteam gezielt auf Meisterschaften hingearbeitet wird, steht im zweiten Team die Freude am Klettern ohne Leistungsdruck im Vordergrund.
Leonie Hofer –
Vom Passeiertal in den Weltcup Eine besondere Neuigkeit sorgt aktuell für riesige Begeisterung im gesamten Verein: Leonie Hofer hat den Sprung in die internationale Kletterliga geschafft. Sie ist nun fixe Starterin im BoulderWeltcup 2026/27. Für die jungen Talente im Passeiertal ist Leonie das beste Beispiel dafür, was man mit Talent, Ehrgeiz, Fleiß und der richtigen Unterstützung erreichen kann. Sie ist ein echtes Vorbild und zeigt, dass der Weg vom
heimischen Training bis auf die ganz große Bühne möglich ist.
Von regionalen Cups bis zur Jugenditalienmeisterschaft Auch der Nachwuchs gab in der vergangenen Saison ordentlich Gas. Bei den Junior Cups sammelten die jungen Sportler*innen wertvolle Erfahrungen und feierten beeindruckende Erfolge. Besonders hervorzuheben ist die Qualifikation einiger Athletinnen und Athleten für die Jugenditalienmeisterschaft im Juni in Arco. Das ist Beweis für das hohe Niveau und den Einsatz der gesamten Gruppe.
Ein lebendiges Vereinsleben Dass die Gemeinschaft groß geschrieben wird, hat der Teambewerb im Leadklettern (U11 – U13) Mitte Jänner gezeigt. Die Kletterhalle von St. Leonhard verwandelte sich in einen Hexenkessel, als 200 Teilnehmende für eine großartige Stimmung sorgten. Solche Erlebnisse wären ohne unsere vielen freiwilligen
Helfer*innen nicht denkbar. Ein herzlicher Dank gilt daher allen, die die Klettergruppe unterstützen.
Auch die Tradition kommt nicht zu kurz. Das Weihnachtsklettern oder das Würstelklettern zum Saisonabschluss sind fester Bestandteil des Kalenders und stärken das Miteinander abseits der vertikalen Wand.
Abenteuer im Freien und Ausblick auf den Herbst Mit dem Frühling verlagert sich das Geschehen nun nach draußen. Wir haben das große Glück, direkt vor der Haustür tolle Klettergärten zu haben. Die Ausflüge an den echten Fels sind nicht nur sportlich wertvoll, sondern auch Abenteuer in der Natur.
Für unsere Teamkinder steht das Highlight des Sommers auch bereits fest: Trainingslager in Val Daone, wo sicherlich unvergessliche Erlebnisse auf dem Programm stehen.
Zudem erwartet uns im Sommer ein Event der Extraklasse. Am 18. Juli findet im Lido der SportArena in St. Leonhard ein spektakulärer Deep Water Contest statt. Ohne Seil, dafür mit einer sanften Landung im Wasser, wird dieser Psairer Kraxltog ein Erlebnis für Groß und Klein. Organisiert wird dieser Tag von zehn jungen Kletter*innen aus dem Passeiertal, die hier Eigeninitiative und echte Power zeigen. Nach dem sportlichen Teil am Tag steigt am Abend eine große Party.
Wer selbst Lust bekommen hat, in den Klettersport hineinzuschnuppern: Im Herbst startet die neue Saison mit einem breiten Angebot. Von den Kleinen im Kindergartenalter über Grund-, Mittelschüler*innen und Oberschüler*innen bis hin zu Kursen für Erwachsene ist für jede Altersklasse etwas dabei. Heidi Pixner, für das Kletterteam Passeier

Aktuelle Neuigkeiten, Termine und Informationen finden Interessierte direkt auf dem WhatsAppKanal des Kletterteams Passeier.


Eine erfolgreiche Saison geht zu Ende

Hinter uns liegt eine lange, intensive und vor allem richtig gelungene Wintersaison. Gestartet sind wir bereits im August mit dem Trockentraining, wo fleißig an Kraft, Ausdauer und Koordination gearbeitet und gleichzeitig auch der Teamgeist gestärkt wurde. Von November bis April wurde durchgehend auf Schnee trainiert, mit vielen Einheiten und jeder Menge Motivation. Insgesamt waren 42 Athletinnen und Athleten unterwegs. Gemeinsam haben sie rund 40 Rennen bestritten und dabei nicht nur wertvolle Erfahrungen gesammelt, sondern auch zahlreiche Siege und Podestplätze gefeiert, sowohl in der Einzel-, als auch in der Mannschaftswertung. Hervorzuheben sind die Erfolge auf Landesebene: Beim Skicross Landescup in Alta Badia konnten wir einen ganzen Medaillensatz feiern: Jakob Pixner holte sich den Sieg mit großem Vorsprung in der Kategorie U12, in der Kategorie U11 wurde Sofia Schweigl zweite und Heidi Raich fuhr hinter ihr auf den dritten Platz. Im Slalom Landescup in Taisten konnte Sofia ebenfalls den zweiten Platz erreichen. Dazu kommt noch ein Vizelandes-
meistertitel, den Leo Brunner in der U9 auf Meran2000 einholte. Ergebnisse, auf die wir wirklich stolz sein können. Auch über die Landesgrenzen hinaus waren wir vertreten: Jakob Pixner, Marie Gufler, Heidi Raich und Sofia Schweigl konnten sich mit jeweils 150 Kindern pro Kategorie aus ganz Italien für die Italienmeisterschaft der U11 und U12 in Corno alle Scale qualifizieren, wobei Jakob einen hervorragenden fünften Platz im Skicross erreichte. Außerdem konnte sich David Ploner für die Italienmeisterschaft der U16 in Pila qualifizieren und sich dort mit den Besten messen. Gleichzeitig wächst auch unsere Nachwuchsgruppe weiter –besonders schön ist, wie viele Kinder mit Begeisterung dabei sind und Schritt für Schritt an den Skisport herangeführt werden. Zum Saisonabschluss durfte natürlich unser traditionelles Vereinsrennen am 28. März nicht fehlen – ein schöner gemeinsamer Ausklang mit viel Spaß und guter Stimmung. Ein großes Dankeschön geht an alle Trainerinnen und Trainer für ihren Einsatz; den sieben ehrenamtlichen Busfahrer*innen, welche die Kinder aus
1 v.l.n.r.: Sofia Schweigl, Jakob Pixner, Leo Brunner und Heidi Raich bei der Übergabe ihrer Diplome, welche sie für ihre ausgezeichneten Ergebnisse auf Landesebene erhielten.
2 Mannschaftsfoto bei unserem Vereinsrennen, welches wir bei Kaiserwetter mit 67 Teilnehmer*innen austragen konnten.
3 Beim Trockentraining verbessern unsere Athlet*innen Ausdauer, Kraft und Koordination für den Winter. Dabei heißt es geduldig auf den Schnee zu warten.
dem ganzen Passeiertal nach Pfelders brachten; an die vielen Helfer*innen im Hintergrund; an die Eltern für ihr Vertrauen und besonders unseren Athletinnen und Athleten. Danke auch an die Bergbahnen Pfelders für die super Trainingsbedingungen und an alle Sponsoren und Unterstützer, ohne die es unseren Verein so nicht geben würde. Miria Gufler


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3. Platz für Benjamin Graf bei der U18 Landesmeisterschaft Jochgrimm
Nach einem intensiven Sommer- und Herbsttraining konnten unsere Athletinnen und Athleten die ersten Rennen kaum erwarten, um sich auf Bezirksund Landesebene mit der gleichaltrigen Konkurrenz messen zu können. Dabei konnten wieder mehrere sehr gute Ergebnisse eingefahren werden.
Bei den jüngsten Athlet*innen „Finstral Cup“ (8 – 11 Jahre) konnte Vanessa Heel in der Kategorie U9 Baby alle fünf Zonenrennen gewinnen und bei der Landesmeisterschaft auf Meran2000 den hervorragenden 3. Platz erreichen. Mit 310 Punkten gewann sie auch die landesweite Punktewertung. Weiters qualifizierte sich Vanessa als Zweite beim „Gran Premio Giovanissimi“ (Italienmeisterschaft der Skischulen) für das Finale auf dem Passo Tonale, wo sie den hervorragenden 5. Platz belegte Ihr älterer Bruder Felix Heel konnte in der Kategorie U11 Cuccioli auch einige gute Ergebnisse erzielen, unter anderem konnte er zwei 2. Plätze bei Bezirksrennen einfahren.
Bei den älteren Jahrgängen „Grand Prix“ (12 – 15 Jahre) konnte unser Athlet
Juri Gufler in der Kategorie U16 Allievi hervorragende Resultate einfahren. Er gewann den „RaiffeisenTeamCup“ im Parallel-Riesentorlauf in Pichl Gsies, wurde 3. bei der Landesmeisterschaft im Slalom in Schöneben, belegte zwei Mal den 3. Platz bei Landescuprennen und fuhr einen 1. und einen 2. Platz bei Bezirksrennen ein.
Mit Platz 5 und 547 Punkten in der Grand Prix Gesamtwertung qualifizierte sich Juri auch für die Italienmeisterschaften (wo er leider krankheitsbedingt nicht starten konnte), sowie für das „3-Länder-Vergleichsrennen“ im Pitztal (Südtirol, Tirol und Bayern) und das „Alpe Cimbra“ in Folgaria, wo sich die besten Athlet*innen Italiens für die Jugend-Europameisterschaft qualifizieren. Auch Tommy Pichler konnte in dieser Kategorie (U16) gute Ergebnisse erzielen.
Bei den noch älteren Athlet*innen im Bereich „FIS-National Junior Race“ (nach World- und Europacup, die dritthöchste Rennserie) konnte sich heuer Benjamin Graf sehr gut in Szene setzen. Er erreichte in der Kategorie U18 Aspiranti den 3. Platz bei der Landesmeisterschaft im Slalom auf Jochgrimm
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1. Platz für Vanessa Heel beim „Finstral Cup“ Pfelders
und konnte seinen ersten Sieg bei einem „FIS-Entry-League-Rennen“ im Skigebiet Lavarone (TN) einfahren. Mit seinen guten Leistungen im „Marlenecup“ qualifizierte sich Benni auch für die Italienmeisterschaften in Cortina d’Ampezzo und Alleghe. Alle Ergebnisse können auf unserer Internetseite www.skiteampasseiertal.it (unter Ergebnisse) nachgelesen werden. Wir wünschen allen Athletinnen und Athleten weiterhin viel Freude und Erfolg.
Ein großes Dankeschön geht an unsere Trainer*innen Gertrud, Fritz und Gotthard, welche unsere Athlet*innen, von der FUN-Gruppe über „Finstral Cup“- und Grand-Prix-Athlet*innen trainieren und die hauptsächlich für die Erfolge verantwortlich sind. Ein besonderer Dank geht an alle unsere Sponsoren, allen voran unseren Hauptsponsoren sowie den öffentlichen Institutionen des Passeiertales für ihre Unterstützung. Dankeschön. Präsident Roland Graf
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29.5. Mårtiner Dorfrunde, ab 20 Uhr, St. Martin
30.5. Steinadler, der König der Lüfte: Geführte Wanderung im Naturpark Texelgruppe (Eintritt frei), MuseumHinterPasseier
jeden Montag, Juni bis September Jaufenburg geöffnet, (Eintritt freiwillige Spende), 10 – 13 Uhr, MuseumPasseier
jeden Mittwoch, ab Juni Steinwildfütterung, 10 Uhr, Bunker Mooseum
jeden Donnerstag, Juni bis August Führung durch den Freilichtbereich, 11 – 12 Uhr, MuseumPasseier
jeden Freitag, Juni bis September „Hofer Highlights“, Führung zu Andreas Hofer, 11 – 12 Uhr, MuseumPasseier
1.6. Die Jaufenburg öffnet, 10 – 13 Uhr
2.6. Staatsfeiertag MuseumPasseier geöffnet, 10 – 17 Uhr
3.6. Repaircafè, 18 – 21 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin
4.6. Brotbacken mit Verkostung, 10 – 13 Uhr, MuseumPasseier
6.6. Neumarkt, ab 8 Uhr, St. Leonhard
6.6. Mårtiner Genussmarktl, ab 8 Uhr, Festplatz St. Martin
13.6. Open Air „Rock Night“, 20 Uhr, YOU St. Leonhard
21.6. Liertner Dorfmarktl, 10 – 15 Uhr, Dorfbrücke St. Leonhard
27.6. Wildtierbeobachtung: Geführte Wanderung im Naturpark Texelgruppe (Eintritt frei), MuseumHinterPasseier
ab Mitte/Ende Juni, jeden Dienstag und Donnerstag, „Erlebnis Erzrevier“, Schneeberg, Ausgangspunkt Schneeberger Brücke
ab Mitte/Ende Juni, jeden Samstag und Sonntag, „Abenteuer Schneeberg“, Ausgangspunkt Schneeberger Brücke
Juli
ab Juli Sonderausstellung „Mensch und Maschine“, im Schauraum Schneeberg
4.7. Mårtiner Genussmarktl, ab 8 Uhr, Festplatz St. Martin
4.7. „Bergbaugeschichte am Schneeberg“, Sonderführung, Schneeberg
5.7. Südtirol Jazzfestival 2026 am Schneeberg
10.7. Mårtiner Kultursummer: Konzert Urban Accordion Orchestra Leipzig, 20 Uhr, Dorfhaus St. Martin
11.7. „Pilze im Bergwerk“ im Poschhausstollen, Sonderführung, Schneeberg
18.7. Psairer Kraxltog: Deep Water Contest, SportArena St. Leonhard
18.7. „Glitzersteine“ Kinderprogramm, Schneeberg
18. – 19.7. Liertner Feuerwehrfest Raiffeisenplatz St. Leonhard
19.7. Musikfest der Musikkapelle Rabenstein, Hl. Messe mit Christophorussegen um 10 Uhr, anschließend musikalische Unterhaltung, Spezialitäten vom Grill sowie Kaffee und Kuchen, Festplatz Rabenstein
19.7. Liertner Dorfmarktl, 10 – 15 Uhr, Dorfbrücke St. Leonhard
20. – 24.7. juniorCamp, das juniorTeam St. Martin Moos, veranstaltet bereits zum dritten Mal das juniorCamp in St. Martin, Anmeldung auf der Webseite www.afcstmartinmoos.it
21.7. Mårtiner Kultursummer: Familienkonzert Bluatschink Unsere Zauberwesen, 18.30 Uhr, Dorfhaus St. Martin
24.7. CD-Präsentation von Albert Mair (Knox) mit Aperitivo lungo, Öffentliche Bibliothek St. Martin
a ugust
1.8. Mårtiner Genussmarktl, ab 8 Uhr, Festplatz St. Martin
1.8. Mårtiner Kultursummer: Tanzania Acrobatic Show Experience, 20.30 Uhr, Dorfhaus St. Martin
2.8. Stettiner Cup, Pfelders
8.8. „Schicht im Schacht – Montanarchäologie am Schneeberg“, Sonderführung, Schneeberg
12.8. Mårtiner Kultursummer: Konzert der Streicher des Haydn Orchesters, 20.30 Uhr, Dorfhaus St. Martin
15.8. Liertner Dorfmarktl, 10 – 15 Uhr, Dorfbrücke St. Leonhard
15.8. MuseumPasseier geöffnet, 10 – 17 Uhr
21.8. Redaktionsschluss Passeirer Blatt
22.8. „Unter der Erde –Geologie am Schneeberg“, Sonderführung, Schneeberg
22.8. Mårtiner Kultursummer: Tanzl GmbH Live, 20.30 Uhr, Dorfhaus St. Martin
29.8. Das Murmeltier: Geführte Wanderung im Naturpark Texelgruppe (Eintritt frei), MuseumHinterPasseier
s e P tember
5.9. Mårtiner Genussmarktl, ab 8 Uhr, Festplatz St. Martin
9.9. Öffentliche Diskussionsrunde in Moos: Ein Comeback für den Schneeberg?
16.9. Vortrag: Lost and Found –Neuentdeckte Dokumente zum Bergbau im Hinterpasseier, im Bunker Mooseum
17.9. Brotbacken mit Verkostung, 10 – 13 Uhr, MuseumPasseier
19.9. „Pflanzen lesen – Zeigerpflanzen am Schneeberg“, Sonderführung, Schneeberg
20.9. Liertner Dorfmarktl, 10 – 15 Uhr, Dorfbrücke St. Leonhard
22.9. Mein Rezept – dein Rezept: Hauptspeisen, in Zusammenarbeit mit den Bäuerinnen Ortsausschuss St. Martin, 19.30 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin
27.9. 18. Passeirer Höfemarkt, ab 10 Uhr, Freigelände Hotel Torgglerhof, Saltaus
moos
Gemeindeamt
Minirecyclinghof
Rest- und Biomüllsammlung
Öffentliche Bibliothek
Arztpraxis Dr. Beccarello
Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; T 0473 861 100
Moos Fr, 8.30 – 9.30 Uhr; Platt Mi, 8 – 9 Uhr und 1. Sa/Monat, 14.45 – 15.30 Uhr; Pfelders Mi, 14 – 15 Uhr; Stuls Mi, 10 – 11 Uhr und 1. Sa/Monat, 13.30 – 14.15 Uhr; Rabenstein 1. und 3. Mo/Monat, 10 – 11 Uhr; Rabenstein (Saltnuss – rotes Haus) jeden 1. Mo/Monat, 9 – 9.45 Uhr
Dienstag: Moos, Platt, Pfelders (Dorf und Zeppichl), Stuls wöchentlich; Rabenstein, Pill bzw. Sportplatz Sand, Ulfas jede 2. Woche
Moos Di, 9 – 11 Uhr, Mi, 15 – 16.30 Uhr, Do 16.30 – 18 Uhr, Sa/So nach Gottesdienst; Platt Mi 16 – 17 Uhr, Fr 9 – 11 Uhr und 15 – 16.30 Uhr, Sa/So nach Gottesdienst; Rabenstein So, nach Gottesdienst; Pfelders 1. und 3. Di im Monat 16 – 17 Uhr; Stuls Mo 15 – 16 Uhr
Mo, Do, Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 10 – 11.30 Uhr, 12 – 13 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; nur mit Vormerkung: T 0473 643 689
Apotheke RAM Mo, Do, 9 – 12; Di, 9.30 – 12 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; T 0473 643 508
Eltern-Kind-Beratung Moos nur mit Vormerkung: T 339 2924051
Ambulatorium Krankenpflegedienst Moos Do, 8 – 8.30 Uhr (ohne Vormerkung); T 0473 861 150 5er Jugendtreff Hinterpasseier Mo, Mi, 15 – 19 Uhr; Fr, 17 – 21 Uhr; T 0473 861 289
st. leonhard
Gemeindeamt
Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr; zudem Di, 14.30 – 17.30 Uhr; T 0473 656 113; Sa nur Bereitschaft Standesamt, 9 – 11 Uhr, T 389 8551081 Minirecyclinghof
Restmüllsammlung
St. Leonhard Fr, 14.30 – 16.30 Uhr, Sa, 7.30 – 9 Uhr; Walten Mo, 14 – 15 Uhr
St. Leonhard Di; Walten, Schweinsteg, Prantach, Mörre, Glaiten jeden 2. Di Biomüllsammlung Mittwoch Öffentliche Bibliothek
St. Leonhard ab 15.6.2026: Mo, Di, Do, 16.30 – 19 Uhr; Di, Do, 9 – 11 Uhr; Mi, Fr, 8 – 12.30 Uhr; Walten aktuelle Öffnungszeiten finden sich auf der Webseite der Bibliothek Arztpraxis Dr.in Natalia Ivannikova Mo, Mi, Do, 9 – 12 Uhr; Di, Fr, 13 – 16 Uhr; nur mit Vormerkung: T 327 2069505 Arztpraxis Dr.in Sili Ludmila Mo, Do, 15 – 18 Uhr; Di, Mi, Fr, 9 – 12.30 Uhr; nur mit Vormerkung: T 389 7911677
Ambulatorium „Kinderarzt“ Mo, 15.30 – 18.30 Uhr; Di, 14 – 14 Uhr (Dr. Wolfsgruber); Mi, Fr, 9 – 13 Uhr; Do, 13.30 – 17.30 Uhr (Dr.in Weger); Vormerkung: T 0473 656 266, 333 3112387
Apotheke RAM Mo – Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr; T 0473 656 146 Jugendbüro Passeier Di, Do, 15 – 17 Uhr; Mi, Fr, 10 – 12 Uhr; T 0473 861 289 Jugendzentrum YOU Di, Do, 15 – 19 Uhr; Sa, 17 – 21 Uhr
st. martin
Gemeindeamt
Minirecyclinghof
Restmüllsammlung
Mo – Fr, 8 – 12 Uhr
St. Martin Fr, 8 – 10 Uhr; Samstag geschlossen; Saltaus ist während des Winters (ca. bis Anfang April) nur an jedem 1. Freitag im Monat von 8.30 – 9.30 Uhr geöffnet
St. Martin Montag; Matatz, Breiteben, Kalmtal jeden 2. Montag Biomüllsammlung Mittwoch
Öffentliche Bibliothek lese.werk.statt ab 15.6.2026: Mo – Fr, 9 – 11.30 Uhr; Mo, Mi, Fr, 16 – 18.30 Uhr Arztpraxis Dr. Peracchi Mo, Do, 14 – 18 Uhr; Di, 9 – 13 Uhr; Mi, Fr, 9 – 12 Uhr; nur mit Vormerkung: T 0473 523 493 Arztpraxis Dr. Dubis Mo, Do, Fr, 9 – 12 Uhr; Di, 15 – 18; Mi, 12 – 15 Uhr; nur mit Vormerkung: T 0473 650 167
Apotheke Dr. Rizzo Daniele Mo – Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr; T 0473 641 950 Eltern-Kind-Beratung Dorfstraße 25/c (alte Bibliothek); Do, 8 – 12 Uhr; T 0473 641 095 Krankenpflegeambulatorium Garberweg Di, Fr, 8 – 10 Uhr; T 0473 650 782 Jugendtreff Bürozeiten: Di – Sa, 10 – 12 Uhr; T 342 0065125
sprengelsitz passeier
Verwaltungsdienst
Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, 9.30 – 12 Uhr; Do, 9.30 – 12 u. 14 – 15.30 Uhr; T 0473 659 500 Sozialsprengel BZG Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr; nachmittags mit Terminvereinbarung: T 0473 205 101 Dienst für Pflegeeinstufung T 848 800 277
Anlaufstelle Pflege- und Betreuungsangebote Di 9 – 11 Uhr; Do 10 – 12 Uhr; T 0473 659 566
Blutabnahme Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, mit Vormerkung, T 0473 100 100 oder online: www.sabes.it/vormerken oder oder sanibook.sabes.it Kinderblutabnahme
Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr; mit Vormerkung: T 339 2924051 oder 0473 659 510 Krankenpflegeambulatorium Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, Do, 9.30 – 11 Uhr
Eltern-Kind-Beratung Di, 8 – 12 Uhr; nur mit Vormerkung: T 0473 659 518 Dienst für Abhängigkeitserkrankungen Vormerkung: T 0473 251 760
Rehabilitationsdienst Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr; 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 533
Impfzentrum Mo, 8.30 – 11.30 und 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 517; impfungen.passeier@sabes.it Gynäkologe jeden 1. 2. und 3. Di/Monat, 13.30 – 15.30 Uhr, mit Vormerkung, T 0473 100 100 Caritas – ambulanter Betreuungsdienst Vormerkung Mo – Fr, 8 – 11 Uhr; T 0473 205 109
recycling
Recyclinghof Passeier (Mörre)
Di, Do, 14 – 17 Uhr; Sa, 8 – 11 Uhr
