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Passeirer Blatt

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Passeirer Blatt

contiene

i. p.

Foto: Nikolaus Gufler

Passeirer Blatt

Mitteilungen und Nachrichten aus Moos, St. Leonhard und St. Martin Juni 2022

Juni 2022 nr. 171 · 36. JAhrgAng

inhalt 6 Gemeinden 10 Kultur & Gesellschaft 22 Natur & umwelt 24 vereine & verbände 30 Schulen & Bibliotheken 32 Sport 35 Vorankündigungen

Ein Fest der Superlative 26. ALPENREGIONSTREFFEN


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3 Passeirer Blatt – nr. 171, Juni 2022

Die Schützenkompanien boten ein farbenfrohes und buntes Bild Foto: Bernadette Pfeifer


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Die Ehrengäste bei der Festmesse zelebriert durch Diözesanbischof Ivo Muser Fotos: Stefanie Derr

26. ALPENREGIONSTREFFEN

Ein Fest der Superlative „6500 Schützen in St. Martin – Alpenregionstreffen voller Erfolg“ „St. Martin: Tausende Schützen und Marketenderinnen marschieren auf“ „Heimattal Andreas Hofers 3 Tage Mittelpunkt der Alpenregion“

Impressum

Erscheint zweimonatlich. Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29. 5. 1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier; vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Robert Tschöll – Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Ulrich Mayer. Redaktion: Fabian Gufler, Kurt Gufler, Thomas Lanthaler, Elisabeth Larcher, Miriam Maccacaro, Arnold Rinner; Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Korrektur: Ernst Rinner, Kurt Gufler. Produktion und Druck: design.buero Artikel können bei allen Redaktionsmitgliedern und bei design.buero in St. Martin (Dorfstraße 14) abge­geben werden und müssen mit dem Namen und der Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein. Werbebeiträge direkt an das Passeirer Blatt, passeirerblatt@passeier.it, T 0473 656 239. Redaktionsschluss: 5. August, 30. September 2022 E-Mail: passeirerblatt@passeier.it www.passeirer-blatt.it

So lauteten die Schlagzeilen der lokalen Presse anlässlich des 26. Alpenregions­ treffens bei uns in Psair. Mit welchen Problemen, Unsicherheiten und Widerwärtigkeiten man aber bei der Organisation dieses Festes herumkämpfen musste, darüber erzählte mir OK-Chef Lukas Fahrner folgendes: „Unser OK-Team, bestehend aus Schützenhauptmann Armin Oberprantacher, Anna Raich, Pichler Maria (Pressesprecherin) und mir machte sich frühzeitig an die Organisation, wobei wir mit 10.000 Festgästen planten. Wir sahen und hörten uns bei anderen Großveranstaltungen um, die unsere Dimensionen erreichten und erhielten viele wertvolle Tipps. Im Dezember 2019 begannen wir mit den konkreten Planungen, im Februar/März 2020 hatten wir alles organisiert, das Gesamtkonzept stand. Aber dann kam Corona mit all seinen Einschränkungen und wir fassten als neues Datum 2021 ins Auge. Aber wir

merkten, dass es nicht lief und auch uns befielen Zweifel. Aber wir hatten natürlich schon Anzahlungen getätigt und der Tourismusverein, die Psairer Gemeinden und das Land sicherten uns weiterhin ihre Unterstützung zu. Wir ließen die Anmeldungen offen, aber das Interesse war weiterhin gering. Nun reifte in uns der Gedanke, ein kleineres Fest zu organisieren, damit zumindest unsere Spesen gedeckt werden konnten. Aber nach einer Videokonferenz mit Landeshauptmann Arno Kompatscher, der uns seine volle Unterstützung zusagte, waren wir wieder neu motiviert. Bei der Bundessitzung der Schützen stellten sich auch die Südtiroler Schützen voll hinter uns und auch aus dem benachbarten Ausland ermunterte man uns, weiter zu machen. Wir planten das Alpenregionstreffen mit 5.000 Fest­ besuchern, offiziell angemeldet waren 6.400, aber gekommen sind sicherlich mehr. Das Alpenregionstreffen wurde ein riesiger Erfolg, mit dem man sicherlich lange Zeit nicht rechnen konnte. Ein ganz großes Dankeschön ergeht an all unsere freiwilligen Helfer und Helferinnen mit den roten T-Shirts, an die Firmen, die uns beigestanden haben, an die Sponsoren und an die Bürgermeisterin Rosmarie Pamer, die immer hinter uns gestanden ist. Großartiges leisteten auch die Sicherheitskräfte: die FF, das Weiße Kreuz


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Viele Gäste verfolgten begeistert den Festumzug

Passeier, der BRD, die Carabinieri und die Gemeindepolizei. Von vielen Seiten wurde uns auch spontan und unerwartet Hilfe angeboten, wofür wir sehr dankbar sind. Wir Psairer haben wieder einmal zusammengehalten, ein Rad griff ins andere, nur so konnte es funktionieren!“ Das Alpenregionstreffen begann am Freitag, den 13. Mai und es entwickelte sich ein Fest im Zeichen der Freundschaft, der Kameradschaft, der Verbundenheit und des Zusammenhalts. Den Höhepunkt bildete dabei zweifelsohne der Sonntag mit dem Festgottesdienst und dem beeindruckenden, farbenfrohen Umzug durch St. Martin. Es schien beinahe, als sei auch Petrus ein Psairer, denn das traumhaft schöne Wetter bildete einen idealen Rahmen für den Festumzug, der von sehr vielen Schaulustigen verfolgt wurde. „Wenn ich mir heute dieses farbenfrohe und bunte Bild an Schützen und Marketenderinnen aus Nord-, Süd-, Ost- und Welschtirol anschaue, dann komme ich nicht umhin, ein Stück weit stolz darauf zu sein, was unsere Schützenkompanie St. Martin im Zusammenschluss mit vielen Vereinen und Musikkapellen unseres Tales auf die Beine gestellt hat,“ betonte Bürgermeisterin Rosmarie Pamer. Das Pontifikalamt zelebrierte Diözesanbischof Ivo Muser, der dazu aufrief, für das Geschenk des Friedens dankbar zu sein.

Landeshauptmann Arno Kompatscher bezeichnete das Alpenregionstreffen als ein Fest der Heimat und der Volkskultur, aber auch als ein Fest für Frieden, Freiheit, Offenheit und Toleranz. Günther Platter, der Landeshauptmann des Bundeslandes Tirol, meinte, dass man bei so einer Veranstaltung so richtig die Heimatverbundenheit und Tradition spüre. Natürlich wurde auch zünftig gefeiert

Der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti betonte, dass alle zusammen am Frieden und der Freiheit arbeiten müssen. Zum krönenden Abschluss des offiziellen Teils zogen die Schützen und Marketenderinnen, die Vertreter der Traditions­ verbände sowie die Musikkapellen mit klingendem Spiel durch St. Martin und verwandelten das Dorf in ein buntes Trachtenmeer. Im Anschluss wurde noch einmal so zünftig gefeiert, bevor das Fest am späten Abend ausklang. Abschließend noch einmal einige imposante Zahlen: An den drei Tagen waren ca. 20.000 Festbesucher anwesend und allein am Sonntag wurden 10.000 Essen ausgegeben, gewaltig! Zu guter Letzt gebührt wohl ganz besonders dem OK-Team ein Sonderlob: Es wurde definitiv alles Menschenmögliche bedacht, um eine perfekte Organisation zu gewährleisten und man kann sich sehr wohl vorstellen, unter welchem Druck man als Verantwortliche bei so einer Veranstaltung steht. Deshalb ein Kompliment: super gemacht! Zum passenden Abschluss noch die Dankesworte der Schützenkompanie St. Martin: „Die farbenfrohen Bilder des Alpenregionstreffens, die Begeisterung der Teilnehmer*innen und die positive Resonanz in den Medien zeigen deutlich, dass uns mit vereinten Kräften gelungen ist, was wir uns vorgenommen haben: „Psair verbindet!“ Kurt Gufler


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Gemeinden Moos

Das Multifunktions­ zentrum entsteht – ein Zwischenbericht Durch den Erwerb des Kasernenareals in Moos durch die Gemeinde konnte bereits vor einigen Jahren eine notwendige Tiefgarage für den Hauptort des Hinterpasseiers errichtet werden. Im ehemaligen Militärgelände im Zentrum von Moos eröffnete sich dadurch auch die Möglichkeit ein Multifunktionszentrum zu errichten. Am 09. März 2020 wurden die Bau­ arbeiten an die Fa. Arcfactory übergeben. Die Corona-Pandemie hat die Fertigstellung der Bauarbeiten bisher ausgebremst. Die Eröffnung ist im Herbst 2022 geplant. Das zukünftige Multifunktionszentrum besteht aus drei Baueinheiten. In einem Gebäude sind ein Vereinssaal mit ca. 300 Sitzplätzen mit Lagerraum, Garderobe, Bar und Küche untergebracht. In der Baueinheit Ost entstehen Vereinsräume, Mütterberatung, ein Jugendtreff und Räume für die Musikschule Passeier.

Links die Baueinheit mit Geschäft, Wohnungen und Pflegeraum, rechts die Baueinheit mit dem neuen Vereinssaal. Nicht sichtbar: die Baueinheit mit den Vereins- und Nutzungsräumen Foto: Gemeinde Moos

In der Baueinheit West werden Wohnungen und ein Pflegeraum eingerichtet sowie ein Lebensmittelgeschäft, welches bereits von der Familie Trompedeller eröffnet werden konnte. Dabei ist die Tiefgarage direkt mit den Gebäuden verbunden. Auch zwei getrennte Aufzüge sind vorhanden. Der Vereinssaal kann zukünftig auch als Pavillon genutzt werden. Die Gesamtkubatur umfasst 10.200 m³ auf einer Grundfläche von ca. 1.400 m². Geheizt soll die

Gesamtanlage mit Wärmepumpen werden. Alle öffentlichen Räume werden mit WLAN ausgestattet und werden über eine elektronische Zutrittskontrolle verfügen. Die Gemeindeverwaltung wird in den Sommermonaten die Bauarbeiten mit den beteiligten Firmen abschließen und die Übergabe der einzelnen Räumlichkeiten ab diesen Herbst an die zukünftigen Nutzer und Nutzerinnen vorbereiten. Konrad Pamer

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Auch wenn jemand berechtigt ist, eine Forststraße zu befahren, muss er die Geschwindigkeit und das Fahrverhalten anpassen. Dies soll Störungen und Lärm verringern und auch der Sicherheit von Menschen und Tieren dienen. Nimmt der Verkehr in einer bestimmten Zone überhand, dann können zusätzliche Einschränkungen notwendig sein. So darf die Forststraße von Pfelders nach Lazins auch von Durchfahrtsberechtigten nur vor 10 Uhr bzw. nach 16 Uhr befahren werden. Andreas Hofer head_02.indd 2

St. Leonhard

Sicherer Spaß auf den Liërtner Spielplätzen Gesperrte Forststraßen sind mit einem Verbotsschild gekennzeichnet

Forststation

Befahren gesperrter Forststraßen Bereits 1990 wurde diese Thematik mit dem Landesgesetz Nr. 10/1990 geregelt. Im Folgenden soll über einige Details aufgeklärt werden. Gesperrte Forststraßen sind mit einer Verbotstafel gekennzeichnet. Das Vorhandensein einer Schranke ist nicht notwendig. Die Zielsetzung der Bestimmungen ist es, den Verkehr in geschützten Gebieten im öffentlichen Interesse zu reduzieren. Bestimmte, genau festgelegte Kategorien können bei der Forststation eine sogenannte Fahrgenehmigung erhalten. Wer einen Invalidenparkschein hat, braucht keine Genehmigung, sondern kann direkt diesen als solche auslegen. Allerdings ist er auch verpflichtet, sich vorher darüber zu informieren, ob die Grundeigentümer sich nicht gegen ein Befahren geäußert haben. Falls ein Schrankenschlüssel notwendig ist, so ist dieser nach jeder Fahrt wieder abzugeben. Die Möglichkeit einer Fahrgenehmigung aufgrund eines ärztlichen Zeugnisses gibt es bereits seit 2011 nicht mehr.

Auf insgesamt zwölf Spielplätzen können sich Kinder in St. Leonhard austoben – diese wollen jedoch so sicher wie möglich gestaltet werden. Dafür zuständig ist die Gemeindereferentin Magdalena Haller, jährlich führt die Firma Graber STP GmbH Wartungen durch, um ein sicheres Spielen zu ermöglichen. Dass Kinderspielplätze mehr Arbeit erfordern, als man glauben mag, haben die letzten Wochen und Monate gezeigt: Der Spielplatz in Walten wurde beispielsweise durch die enormen Schneemassen im Winter 2020/ 2021 komplett zerstört und sämtliche Geräte wie auch Fallschutzplatten mussten ausgetauscht werden. Gänzlich neu ist dagegen der Kinderspielplatz in der neuen Wohnbauzone in den Gandellen – dieser wurde in Absprache mit den Anrainern gestaltet. Beim Kinderspielplatz in der Carl-Graf-Fuchs-Straße wurde anstelle der bereits seit Jahren abgebauten Kletterwand ein freistehendes Klettergerät montiert – gleichzeitig wurde die Tischtennisplatte entfernt, welche nicht mehr den Sicherheitsstandards entsprach. An ihrer Stelle können sich heute die Kinder an einer Wippe austoben und mittlerweile wurde die Tischtennisplatte an anderer Stelle neu errichtet. Derzeit wird auch auf Wunsch der Anrainer des Weingartwegs ein Sandkasten realisiert. Fabian Gufler

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Beschlüsse

Aus dem Rathaus von Moos vom 1. 4. bis 30. 5. 2022 > Beitrag: Investitionsbeitrag – Umbau Infobüro Moos – Tourismusverein Passeiertal – € 5.000; Investitionsbeitrag – Ankauf eines Vereinsbusses – AFC St. Martin-Moos – € 5.000; Erhöhung außerordentlicher Beitrag – Projekt „Musikwochen 2022“ – Jugendtreff St. Martin – € 250; außerordentlicher Beitrag – 40-jährige Jubiläumsausstellung – Schafzuchtverein Passeier – € 300; außerordentlicher Beitrag – Großübung der BRD und FF Hinterpasseier – Bergrettungsdienst im AVS Platt EO – € 1.550; Bergbahnen Pfelders – Auszahlung des Restbetrages gemäß Dienstleistungsvertrag für die Führung des Skigebietes Pfelders im Winter 2021/2022 – € 79.300. > Gemeinde: Übernahme der anteilsmäßigen Verwaltungs- und Führungskosten an der E-Werk Schmiede Konsortial GmbH – Jahr 2021 – € 6.299,25; Parkplatz Pfelders – Miete Jahr 2022 – € 5.267,65; Parkplatz Pfelders – Auszahlung von Entschädigungen für Grundbesetzungen und Ernteausfall – Jahr 2022 – € 2.000; gemeinsame Führung des Gemeindepolizeidienstes – Beteiligung an den Kosten der Gemeinde St. Leonhard in Passeier – € 26.342,05; gebührenpflichtiger Parkplatz Ulfas – Lieferung Parkscheinautomat – Fuchs Technik GmbH – € 15.571,10; Nightliner – Durchführung des Dienstes der Linie Moos-Stuls-Rabenstein – Jahr 2022 – Raffl Michael – € 3.400; Fraktion Stuls – Brücke über den „Männebach“: hydraulische Berechnung – Dr. Ing. Markus Hesse – € 1.141,92; Hauspflegedienst – Rückvergütung der Spesen an die Bezirksgemeinschaft Burg­ grafenamt – € 21.378,03. > Multifunktionszentrum Moos: Lieferung und Montage Bühnentechnik – Zusatzarbeiten – Larcher Maschinenbau GmbH – € 6.601,42; Lieferung Stapelstühle Jugendraum – Cubus GmbH – € 1.844,64; Zusatzauftrag – technische Unterstützung des EVV in der Ausführungsphase – plan werk stadt – € 3.248,14; Bauendreinigung – Meranese Servizi AG – € 17.482,60. > Müll: Müllentsorgung – Recyclinghof Mörre: Genehmigung und Liquidierung Abrechnung 2021 – Gemeinde St. Leonhard in Passeier – € 10.016,21. > Wasser: Gemeindegebäude – Beglei-

chung der Trink- und Abwassergebühr für das Jahr 2021 – Verpflichtung – € 14.476,85; Trinkwasserversorgung – UV-Anlagen – Lieferung von Ersatzteilen – Angerer Wassertechnik KG – € 1.256,60; Neufassung der Quellen Schneidalm oberhalb von Pfelders – Ausarbeitung hydrogeologisches Gutachten – Dr. Geol. Konrad Messner – € 6.844,20. > Straßen & Wege: Wanderweg „Passerschlucht“: – Instandhaltungsarbeiten – SAM GmbH – Maschinenring – € 1.428,01; – Reparatur der Geländer – Gufler Metall KG – € 15.207,30; - Instandhaltungsarbeiten am ländlichen Straßennetz – Grünraumpflege Jahr 2022 – SAM GmbH – CIG 14.640. > Schulen/Kindergarten: Sommerbetreuung – Reinigung des Kindergartens von Moos – Meranese Servizi SpA – € 3.989,40; Kindergarten Moos und Grundschule Rabenstein – Heizanlage – Lieferung von 10.000 kg Holzpellets – Federer Pellets GmbH – € 3.696,60; Grund- und Mittelschule – Zuweisung für die Finanzierung der Lehrmittel, Verwaltungsausgaben und Schulausflüge im Jahr 2022 – Deutschsprachiger Schulsprengel St. Leonhard in Passeier – € 16.560. > Sport: Fußballplatz Moos: Wartung des Fußballrasens für das Jahr 2022 – Baumpflegezentrale Südtirol Ronny der Gärtner – € 16.270; Sport – Langlaufloipe Innerhütt – Reparatur des Pistenfahrzeuges Prinoth HUSKY 125kW – Sommerrevision 2022 – Prinoht AG – € 4.466,33. > Zivilschutz: Feuerwehrhalle Stuls – Instandhaltungsarbeiten am Fliesenbelag – Fliesenleger Matzoll Daniel – € 3.506,90; Zivilschutzmaßnahme – Wohnbauzone „Sand“: - Felssäuberungsarbeiten – Locher KG d. Locher Günther & Co – € 8.191,81; - Felssäuberungsarbeiten – Abtransport von Material – Bauunternehmen Gufler Roland – € 2.130,68.

Aus dem Rathaus von St. Martin vom 1. 4. bis 26. 5. 2022 > Allgemeine Verwaltung: Der Gemeinderat hat in der Sitzung vom 20.04.2022 beschlossen, Herrn Christian Marth als Vertreter der Gemeinde St. Martin im Verwaltungsrat der Elektrowerk Timmls Konsortial GmbH für die Dreijahresperiode 2022 – 2025 namhaft zu machen. > Bauhof: Lieferung eines Höhensicherungsgerätes – Fa. SKS Südtiroler Kanal Service

GmbH, Terenten – € 2.396,32; Lieferung von 1.000 l Winterdiesel für die Fahrzeuge des Gemeindebauhofes – Fa. Kostner GmbH, Vahrn – € 2.156,96; Lieferung eines Hydranten für Arbeiten in Eigenregie durch den Bauhof – Bautechnik GmbH, Bozen – € 2.427,85. > Beiträge: Schafzuchtverein Passeier – € 1.000 für die Durchführung der Jubiläumsausstellung „40 Jahre Schafzuchtverein Passeier“; Verein Andreas Hofer Talmuseum – Sandhof – € 14.062,50 für die Tätigkeit im Jahr 2022; AFC St. Martin Moos – € 5.000 für den Ankauf eines Vereinsbusses; Tourismusverein Passeiertal – € 5.000 für die Veröffentlichung des Bildbandes „Das Passeiertal“; Tourismusverein Passeiertal – € 57.292 für die Verbandstätigkeit im Jahr 2022; Verein Andreas Hofer Talmuseum – Sandhof – € 1.758 für den Ankauf von Fotoausrüstung; AFC St. Martin Moos – € 52.000 für die Tätigkeit und für die Führung der Sportanlagen im Jahr 2022; Freiwillige Feuerwehr St. Martin – € 60.000 für die Anschaffung und Instandhaltung von Geräten, Ausrüstung und eines Mannschaftstransportfahrzeuges (MTF-A); Pfarrei zum Heiligen Martin – € 100.000 für die Sanierung der Pfarrkirche; Pfarrei zum Heiligen Martin – € 8.000 für die Durchführung von Diensten in Zusammenhang mit dem öffentlichen Kultus für das Jahr 2022. > Familie/Kindergarten/Schule: Lieferung von 50 Mini-Fotoalben für Kleinkinder für die Initiative „Eltern-Box“ – Fa. Folie Petra, St. Martin – 915 €; Lieferung von 20 Gutscheinen für die Initiative „Eltern-Box“ – Fa. Tschöll KG des Tschöll Bernhard & Co., St. Martin – € 2.400; Lieferung von 20 Gutscheinen für die Initiative „Eltern-Box“ – Fa. Platter KG des Platter Dieter & Co., St. Martin – € 2.400; Reparatur des Daches der Mittelschule – Fa. Holka Genossenschaft, Moos – € 6.883,44; Erweiterung des Zeiterfassungssystems HORAS – Lieferung eines Stempelterminals für den Kindergarten von Saltaus – Fa. Infominds AG, Brixen – € 1.112,64; Rückvergütung der Kosten für den Hauspflegedienst an die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt für die Zeit vom 01.01.2021 bis 31.12.2021 – € 20.456,87. > Haus der Jugend/Dorfhaus: Rückerstattung der Spesen für die Heizungskosten für den Zeitraum 31.03.2021 – 31.03.2022 an das Pfarramt St. Martin i.P. – € 2.715,82; Reparatur des Projektors im Dorfhaus – Amonn Office GmbH, Bozen – € 1.028,46; > Glasfaser/Breitband: Wartung des Glas­ fasernetzes für das Jahr 2022 – Elektrogenos-


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senschaft Gomion, St. Leonhard – € 6.100. > Öffentliche Arbeiten: Neubau Sportzentrum: Vergabe der Lieferung von Serienmöbeln an die Fa. Trias OHG des M. Fischer & Co., Brixen – € 75.911,20; Lieferung der Medientechnik – Fa. Flor-R Tech d. Reinstadler Florian, St. Leonhard – € 12.962,50. > Öffentliche Beleuchtung: Lieferung von Erdkabeln für die öffentliche Beleuchtung – Fa. Electro Haller des Haller Markus, St. Leonhard – € 1.672,62. > Sportanlagen: Fußballplatz St. Martin – Verlegung von Rollrasen – Fa. Rasenfix GmbH, Andrian – € 32.433,70; Schwimmbad – Durchführung von Reparaturund Instandhaltungsarbeiten – Fa. Pichler Malerei des Pichler Peter & Co. OHG, St. Martin – € 3.472,38; Lieferung eines Defibrillators für die Kegelbahn – Fa. Ilec KG, Tscherms – € 1.329,80; Schwimmbad – Lieferung von chemischen Produkten für die Wasseraufbereitung – Fa. Acquachiara Gardumi GmbH, Trient – € 5.276,50. > Straßen und Plätze: Lieferung von drei Tisch-Bank-Kombinationen für den Sportplatz St. Martin – Fa. Archplay GmbH, Burgstall – € 3.294; Gehsteigsanierung bei der Brücke in Neuhaus – Fa. Profilbau KG, St. Martin – € 32.778,46; Durchführung von Asphaltierungsarbeiten beim Festplatz – Fa. Varesco GmbH, Neumarkt – € 4.160,20.

Aus dem Rathaus von St. Leonhard vom 30. 3. bis 26. 5. 2022 > Vereine: Außerordentlicher Beitrag an den Tourismusverein Passeiertal für die Herausgabe des Bildbandes „Passeiertal“ – € 5.000; außerordentlicher Beitrag an den Schafzuchtverein Passeier für die Jubiläumsausstellung 40 Jahre – € 1.000; außerordentlicher Beitrag an den Haflinger Pferdezuchtverein Passeier für die Jubiläumsausstellung 70 Jahre – € 1.000; außerordentlicher Beitrag an den Haflinger Pferdezuchtverein Passeier für die Jubiläumsausstellung 70 Jahre – € 750; außerordentlicher Beitrag an den Jugendtreff von St. Martin in Passeier für das Projekt „Musikwoche 2022“- € 1.500; ordentlicher Beitrag an das Jugendbüro Passeier für das Jahr 2022 – € 45.500; Investitionsbeitrag an den Imkerverein St. Leonhard/Moos für den Ankauf von Brutboxen für die Bienenköniginnen – € 1.000; Investitionsbeitrag an den Sportverein „ASC Passeier“ – Sektion Ski Walten für den Ankauf eines Kindermotorschlittens – € 3.500. > Pfarreien: Investitionsbeitrag an den

Pfarrgemeinderat Schweinsteg für den Ankauf einer Lautsprecheranlage – € 5.000; außerordentlicher Beitrag an die Pfarrei Walten für die Erstellung einer Chronik anlässlich des Jubiläums 200 Jahre der Kirche Wans – € 5.000. > Schulen: Beteiligungen an den Betriebs­ kosten der Pflichtschulen – Jahr 2022 – Gemeinde St. Martin – € 16.200; Maßnahmen zur Förderung der Familien – Zuweisung an den Schulsprengel von St. Martin – Jahr 2022 – € 1.350; Beitrag an den deutschsprachigen Schulsprengel St. Martin für die Abdeckung der Ausgaben für den Schulbetrieb im Jahre 2021/22 – € 2.970; Maßnahmen zur Förderung der Familien – Zuweisung an den Schulsprengel von St. Leonhard – Jahr 2022 – € 6.475; Beitrag an den deutschsprachigen Schul­ sprengel St. Leonhard für die Abdeckung der Ausgaben für den Schulbetrieb im Jahre 2021/22 – € 14.245; Beteiligungen an den Investitionskosten der Musikschule Meran – Schuljahr 2020/2021 – Haushaltsjahr 2021 – € 525,60. > Kinderfürsorge: Kindertagesstätte St. Martin – Kostenbeteiligung für das Jahr 2021 – € 4.893,99; Lieferung von 60 Faltbüchern für die Neu­ geborenenaktion im Jahr 2022 – Werkstatt für Behinderte – Bezirksgemeinschaft Burg­ grafenamt – € 780. > Zusammenarbeit: Genehmigung des Abschlusses einer Vereinbarung mit der Gemeinde St. Martin in Passeier betreffend die Zusammenarbeit im Bereich der Ortspolizei im Zeitraum 2022-2027; Haus- und Familienpflegedienst – Kostenanteil für das Jahr 2021 – Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt – € 48.593,17; Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt – Liquidierung des Mitgliedsbeitrages für das Jahr 2022 – € 5.262. > Wasser & Abwasser: Integrierter Wasserdienst – Einbau von elektronischen Wasserzählern im Dorfzentrum von St. Leonhard – Fa. Hydro Hainz d. Hainz Arnold – € 6.000 + MwSt.; Errichtung einer Trinkwasserleitung im Bereich des Gänsbodens – Passeirer Bau GmbH – € 15.080,54 + MwSt.; Lieferung von Filtermaterial „Akdolit HydroCalcit“ für die Wasseraufbereitungsanlage – Atzwanger AG – € 9.500 + MwSt. > Öffentliche Arbeiten: Energetische Sanierung, Erweiterung und interne Umbauarbeiten des Rathauses – Genehmigung des Vorprojektes – € 1.915.870,34; Asphaltierung Carl-Graf-Fuchs-Straße – Varesco GmbH – € 44.901,80 + MwSt.; Wartung der öffentlichen Grünflächen im Zeitraum 2022-2024 – Gärtnerei Bacher OHG d. Bacher Hans & Co. – € 116.420 + MwSt.;

energetische Sanierung, Umbau und Erweiterung Vereinshaus St. Leonhard – Planung und Bauleitung Akustik – NiRA Consulting d. Ramoser Nikolaus – € 16.900 + MwSt.; energetische Sanierung, Umbau und Erweiterung Vereinshaus St. Leonhard – Planung und Bauleitung – BTG von Pföstl & Helfer GmbH / Sozietät Arch. Wilfried Menz & Arch. Claudia Gritsch / M&N Plan Consulting / Dr. Ing. Julian Seifarth – € 277.811,07 + Fürsorgebeitrag + MwSt.; Sanierung Saltauser Brücke – Bestandsaufnahme und Ermittlung der Tragfähigkeit der Brücke – Ing. Oberkofler GmbH – € 5.610 + Fürsorgebeitrag + MwSt.; Fernheizwerk – Lieferung von Brennholz im Jahr 2022 – SAM GmbH – € 25.725 + MwSt.; Lieferung von EDV-Geräten (2 PC’s, 1 Laptop, 5 Monitore, 2 All-In-One PC’s) für das Rathaus – ACS Data Systems AG – € 7.062 + MwSt. > Umbau Seniorenheim: Lieferung von Bodenreinigungsmaschinen – Hygan GmbH – € 10.845,77 + MwSt.; Lieferung von EDV-Geräten (6 PC’s, 11 Bildschirme, 2 Drucker) – ACS Data Systems AG – € 7.180 + MwSt.; Lieferung und Einrichtung einer USV-Anlage – Telmekom GmbH – € 1.780 + MwSt.; Asphaltierungsarbeiten – Varesco GmbH – € 20.866,04 + MwSt. > Sport: Erneuerung Trainingsplatz in der Sportzone – Planung, Bauleitung und Sicherheitskoordination – Dr. Ing. Johann Ennemoser – € 7.600 + Fürsorgebeitrag + MwSt.; Erneuerung Trainingsplatz in der Sportzone – Fa. Roland Gufler – € 77.118,16 + MwSt.; Austausch von Sitzbänken auf der Tribüne des Sportplatzes und Reparaturen am Kassahaus – Auer Anton & Co. OHG d. Auer Hans Peter – € 8.786 + MwSt.; Passeirer SportArena – Austausch der Beleuchtungsanlage im Innen- und Außen­ bereich – Planung und Bauleitung – Per. Ind. Stefan Lochmann – € 5.950 + Fürsorgebeitrag + MwSt. > Straßen & Wege: Lieferung eines Geschwindigkeitsmessgerätes der Marke „Velomatic“ – Eltraff GmbH – € 26.394 + MwSt.; Errichtung und Instandhaltung von Zäunen auf dem Gemeindegebiet im Zeitraum 20222023 – Holz.Construct Pichler Urban GmbH – € 29.100 + MwSt.; Mulchen der Straßenränder des ländlichen Straßennetzes im Jahr 2022 – Fa. Pirpamer Ulrich – € 6.531,25; Lieferung von 18 Fahrradständern für die Dorfbrücke und den Gerberweg – Fa. Pichler Thomas – € 1.409,40 + MwSt.


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Kultur & Gesellschaft Foto-Ausstellung – Nicola Morandini

The Passer River – Assonances

Das neue Passeiertal-Buch Foto: Othmar Seehauser

Buchvorstellung

Das Passeiertal – Landschaften, Kultur und Menschen Ein Buch für Passeirer, für Heimatferne und Zugereiste, für Gäste, für Liebhaber. Ein Tal erzählt in Bildern und in Worten. Seine Landschaften, seine Kultur und seine Menschen. Das ist der neue Bildband des Südtiroler Fotografen Othmar Seehauser, der zusammen mit der Journalistin Nicole Dominique Steiner über ein Jahr lang auf Entdeckungsreise gegangen ist. Jahreszeiten, Ortschaften, Kirchen, Täler und Seitentäler, Höhenwege, Gipfel und Hütten, Museen und das bäuerliche Leben. Geschichten von Tradition und neuen Wegen, von Menschen, von Ziegen und Schafen und immer wieder Natur. 596 Fotos (ausgewählt aus über 80.000), über 70 Texte auf 303 Seiten. Geschichten, Portraits, Beschreibungen, Kuriositäten. Herausgeber des Buches ist der Tourismusverein Passeiertal, der wie Präsident Ulrich Königsrainer in seinem Vorwort vermerkt, das Buch vor allem auch als Geschenk für die Passeirer sieht: „Mit diesem Buch möchten wir zeigen, was wir haben und es in gewissem Sinne festhalten. Der Profi-Blick durch die Kamera und die begleitenden Texte eröffnen auch uns Einheimischen eine neue Perspektive auf das Passeiertal, seine Kultur, seine Land-

schaften und seine Menschen.“ Für alle anderen ist dieser Bildband eine herzliche Einladung, dieses lebendige, abwechslungsreiche und wunderschöne Tal kennenzulernen. Abgelegen, aber nicht aus der Welt. Traditionsbewusst, aber Neuem gegenüber aufgeschlossen. Bäuerlich und innovativ. Lieblich und unerschlossen wild. Einfaches Leben und eine starke Wirtschaft. Weinberge und Wildwasser. Es gäbe noch viele weitere Gegensatzpaare um das Passeiertal zu beschreiben. Dieser Bildband ist ihnen auf der Spur. Das Passeiertal – Landschaften, Kultur und Menschen ist in den Infobüros des Tourismusverein Passeiertals sowie im Fachgeschäft Papierprofi in St. Leonhard erhältlich. Nicole Dominique Steiner

Der rote Faden, der die Bilder dieses Fotoprojekts verbindet, ist nicht der direkte Blick auf den Fluss, sondern das Geräusch, das das Wasser der Passer erzeugt. Wenn man genau hinhört, kann man es immer vernehmen: zunächst leise, manchmal ungestüm und überwältigend, in manchen Fällen gedämpft, in anderen von menschlichem Lärm übertönt. Der Flusslauf war für Nicola Morandini eine Spur, eine Fährte, der er folgen musste, um in ein bereits bekanntes Gebiet einzutauchen, mit dem Geist eines Entdeckers, der sich von festen Regeln und Vorurteilen fernhält. Als er sich im Passeiertal „verirrte“, ohne einen klar definierten Plan zu haben, reaktivierte der Autor einfach seine Neugier und ließ sich vom Zufall überraschen, indem er selbst in den scheinbar banalen und gewöhnlichen Dingen Einsichten und Beobachtungen fand, die von Zeit zu Zeit neue Erkenntnisse, neue Eingebungen und interessante Abweichungen und Umwege nahelegten. Dieses Fotoprojekt ist nur auf den ersten Blick ein Wandern ohne Ziel, ein Schritt nach dem anderen, der Rhythmus bestimmt vom Gelände und vom Augenblick und immer das Rauschen der Passer im Ohr. Vielmehr nimmt er uns mit auf eine Art säkulare – und doch sehr spirituelle – Pilgerwanderung, bei der die zu erkundenden, durch den Bach charakterisierten Talabschnitte in semiologischer Weise porträtiert werden mit ungewohnten Bildkombinationen, die neue Beziehungen The Passer River – Ausstellung in Meran


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offenbaren und ungeahnte Subtexte zuflüstern. Wir heißen sie Assonanzen, Fotos, auf denen die ureigenste Form des Passeiertales verschmilzt mit den menschlichen Einflüssen, manchmal kaum ersichtlich wie der Fischer zwischen den Felsen, manchmal zufällig, manchmal raubgierig, meistens beeinflusst von der umgebenden Natur: eine Abfolge von unvollständigen Reimen, die unserem Vorstellungsvermögen Tür und Tor öffnet. Was verbindet die rostigen Eisenstücke, die über der Gischt des Baches schweben, mit den Furchen, die die Zeit in die Felsen gefressen hat? Warum wird eine Wolke, die sich im Wasser widerspiegelt, einem Kieshaufen mitten in einer Wiese gegenübergesetzt? Welches ist die Logik eines frisch geschorenen Alpakas, das einem monströsen, durch Wasser geformtes Holzwesen in die Augen schaut? Es handelt sich im Grunde um ein Spiel mit einfachen Regeln, es geht darum, die Aufnahmen rhythmisch zu ordnen, Affinitäten zu erkennen im unterschiedlichen Spiel der Materialien, oder – wie im Fall des verlassenen Hotels – die Beziehung zwischen innen und außen durch dasselbe Objekt zu erzählen. Die Fotografie erzählt eine Geschichte, die noch zu schreiben ist, oder besser gesagt, die mit ständig wechselnden Schriftbildern in den Augen der Zuschauer geschrieben wird, die bereit sind, sich vom Rauschen der Passer leiten zu lassen, die nicht weit entfernt fließt. Es ist offensichtlich, dass das Gehen eine ästhetische Erfahrung annimmt, genauso wie der Moment des Innehaltens – der dem fotografischen Festhalten entspricht – ein wunderbarer Moment, in dem sich die Landschaft unserem Auge offenbart, am Höhepunkt einer fluvialen Synästhesie: Der Rhythmus des Wassers, das in rascher Folge die Stauwerke überspringt, die wilden, kristallklaren Laute der Wasserstrudel oder das pfeilschnelle Dahingleiten zwischen den Felsen oder wenn das Wasser zu verdunsten und sich mit seiner Frische auf die Haut des Betrachters zu legen scheint. Die erzählerische Kraft des Wildbachs, vom Timmelsjoch bis in die Stadt, schenkt uns Bilder, die die Fantasie anregen; sogar ein Badeanzug, vergessen in den Büschen, lädt ein zum Weiterdenken, aber das ist eine andere Geschichte… Nicola Morandini Eröffnung und Präsentation des Buches: Donnerstag, 23.6.2022, 19.30 Uhr; Dauer der Ausstellung: 23. Juni bis 28. Juli 2022. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, von 10.30 bis 17 Uhr – Sonntag, Feiertage, von 10.30 bis 13 Uhr; Ort: Palais Mamming Museum, Pfarrplatz 6 – Meran, Kuratiert von Marco Cillis

Nikolaus Kofler mit der Salderner Familie 1928

Nikolaus Kofler

Vor 100 Jahren: Ehrenurkunde für Nikolaus Kofler In der Familienchronik blätternd findet man Ereignisse, die auch die Öffentlichkeit interessieren könnten. Mein Groß­ vater mütterlicherseits, Nikolaus Kofler (1849 – 1944) stammte vom Hienerhof und wurde 1890 Bauer auf Saldern in Platt. Neben seiner Arbeit am Hof und seinen Verpflichtungen als Vater von neun Kindern fand er noch Zeit und Energie, um sich öffentlichen Belangen zu widmen. So engagierte er sich für die Aufgaben der damals noch selbständigen Gemeinde Platt, deren Verwaltung ihm 1922 eine Ehrenurkunde überreichte, die folgenden Wortlaut hat: „Ehren-Urkunde Der Gemeindeausschuss von Platt hat in der Sitzung vom 27. 8. 1922 einstimmig beschlossen, Herrn Nikolaus Kofler, Bauer zu Saldern, in Anerkennung seines mühevollen Amtes, welches er im Dienste der Gemeinde Platt durch 36 Jahre als Gem. Sekretär, davon 12 Jahre als Gemeindeausschussmitglied u. 6 Jahre als Vorsteher versehen hat, den herzlichsten Dank auszusprechen und diese Ehren-Urkunde zu verleihen. Platt, am 10. 9. 1922 gez. Josef Platter Josef Pamer Alois Hofer“. Interessehalber sei eine Niederschrift der Gemeindevorstehung vom 6. Februar 1887 in Originalschrift wiedergegeben, die der damalige Schriftführer Nikolaus Kofler verfasst hat: ein Beispiel, wie im alten Österreich die ländliche Bevölkerung eine solide Schulbildung mit guten Kenntnissen der Schrift und der Rechtschreibung besaß. Es sei noch vermerkt, dass Nikolaus

Kofler einen Bruder hatte, der als P. Vigil (Johannes) Kofler (1847 – 1928) Mathematik- und Physikprofessor am Benediktinergymnasium in Meran jahrzehntelang tätig war und als Meteorologe der Stadt Meran zur Verfügung stand; Nikolaus hatte auch eine Schwester Maria (1851 – 1936), die als Sr. Auxilia bei den Barmherzigen Schwestern in Innsbruck lebte. Ein Saldernersohn, Sebastian Kofler, studierte in Trient Theologie und verstarb in jungen Jahren an Tuberkulose. Eine Enkelin, Annemarie Hofer (1923 – 2018), war die legendäre Hebamme von Dorf Tirol, Martinsbrunn und Tscherms und hat in vierzig Jahren Beruf über 3000 Geburten betreut. Ein Urenkel von Nikolaus Kofler – Peter Höllrigl – war Lehrer und anschließend von 2003 bis 2018 Schulamtsleiter des Landes Südtirol. Ein weiterer Urenkel ist der Amtstierarzt Dr. Helmut Gufler. Nun die Niederschrift der Gemeinde­ vorstehersitzung von 1887: „V. Gemeindesitzung am 6. Februar 1887 unter dem Vorsitze des Gemeindevor­ stehers Johann Hofer, u. in Gegenwart sämtlicher Ausschussmitglieder, auch der Seelsorger von Platt und Pfelders. 1. Gegenstand Statutenberathung des Gerichtsarmenfondes von Passeier wie dieselben vom hochw. Hr. Dekan in St. Leonhard verfasst waren, auch mit Ausnahme einiger Abänderungen, angenommen wurden. 2. Gegenstand Beschlussfassung dass die Fraktion Pfelders ihre Nutzungen nicht mehr wie bisher nach Höfen, sondern nach dem Grundsteuerfuß zu leisten hat. 3. Gegenstand Prüfung u. Liquidierung der Jahresrechnung pro 1886 Johann Hofer Vorsteher Nikolaus Kofler Schriftführer“ Henrich Hofer


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Bei der Buchvorstellung: Markus Breitenberger vom Bezirksservice Weiterbildung, Oswald Gufler (Initiator und Buchautor) und Arnold Rinner (fachkundiger Mitarbeiter)

Buchvorstellung

„Die Stuller Mut“– Kraftplatz mit bunter Vielfalt Der Bildungsausschuss von Moos in Passeier lud am Sonntag 10. April in den Bürgersaal von Stuls zur Abschlussveranstaltung des einjährigen Projektes „die Stuller Mut“ mit Buchvorstellung und Bilderausstellung ein. Der Initiator und Buchautor Oswald Gufler schilderte eindrucksvoll und mit viel Begeisterung den Werdegang dieses Projektes.

In der einjährigen Vorbereitungsphase wurden Ziele definiert, die Veranstal­ tungen geplant, das Projekt inhaltlich beschrieben und eine Kostenaufstellung gemacht. Dies alles wurde dem Amt für Weiterbildung vorgelegt und das Projekt konnte dann nach dessen Genehmigung im Jahr 2021 durchgeführt werden. Motiviert aus dem vorangegangenen Projekt über die Kirchengeschichte von Stuls, wählte der Initiator Oswald Gufler dieses Mal die Stuller Mut als Inhalt aus. Die Stuller Mut ist ein weitum sichtbarer Hügel in den Stuller Mahdern hoch über Stuls in der Gemeinde Moos im hinteren Passeiertal. Sie umfasst ca. 29 Hektar, welche 10 verschiedenen Besitzern gehörten. Diese sowie die gesamten Stuller Mahder werden von der bäuerlichen Bevölkerung bewirtschaftet. Der höchste Punkt liegt auf über 2100 Höhenmeter. Der Hügel ermöglicht einen atemberaubenden 360° Rundumblick und präsentiert sich mit einer vielfältigen Blumen- und Pflanzenvielfalt. Der größte Teil des Projektes und auch des Buches ist genau dieser Vielfalt gewidmet. So wurden im Jahr 2021 zahlreiche Begehungen und Betrachtungen durchgeführt, um möglichst viele Blumen und Gräser abzulichten und zu dokumentieren. Farblich sortiert wurden diese dann in der

Publikation aufgelistet. Besonders interessant sind die unterschiedlichen Kulturflächenarten, die auf der Stuller Mut vorkommen. So gibt es Magerwiesen, karge Kalkböden, ein kleines Sumpfgebiet, eine Fettwiese – infolge von eingezäunter Beweidung von Schafen und an zwei Stellen auch eine leichte Bewaldung. Des Weiteren ist anzumerken, dass der Hügel in alle Himmelsrichtungen ausgerichtet ist und somit auch dies, neben Regen und Sonneneinstrahlung, einen Einfluss auf die Vegetation hat. Im Laufe des Vortrages wurde über die geschichtlichen Hintergründe gesprochen, so war die Stuller Mut bereits 7500 v. Chr. beliebter Rast- und Kultplatz. Schon seit jeher wurden solche Erhebungen und Hügel von Menschen als Siedlungsplätze ausgewählt. Die gute Aussicht bot Vorteile im Erspähen von Nahrungsmittel in Form von Wildtieren und ermöglichte es nahende Gefahren frühzeitig zu erkennen. Ein weiterer wichtiger Aspekt für die bevorzugte Auswahl solcher Standorte war der relative Schutz vor Lawinen und Geländerutschen. Aktuelle archäologische Ausgrabungen lassen darauf schließen, dass die Stuller Mut einer der ersten Plätze im hinteren Passeier war, der von Menschen besiedelt wurde. Ausgrabungen brachten Werkzeuge aus Silex (Feuer-

stein), Bergkristall und Hornstein zum Vorschein, diese sind im Mooseum ausgestellt. Weiter wurden nördlich der Stuller Mut auch Schalensteine gefunden. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Buches ist der historische Teil mit seinen Flurund Ortsnamen. Flur- und Ortsnamen bilden den ältesten Teil unserer Sprache, denn sie sind vom Sprachwandel kaum oder nicht betroffen. Flurnamen haben für die Einheimischen einen hohen emotionalen Wert und sind wichtiger Bestandteil ihres Heimatgefühls. Der Namentyp Mute bzw. Mut bezeichnet in Passeier ganz allgemein einen Hangsporn. So kennt man die Saltauser Mute oberhalb Saltaus, die Stuller Mute, die Mute unterhalb vom Weißspitz im Bereich der Mooser Gostwand. Darüber hinaus finden sich in Dorf Tirol Muthöfe, Mutspitz und Mutkopf, und in Gurgl die Hohe Mut. Der Name Mute entstammt einer vorrömischen, genauer gesagt alpenindogermanischen Sprachschicht. Ausgangspunkt für die Bezeichnung „Mute“ ist nun das indogermanische mut-o-s (gestutzt, stumpf). Und die Passeirer Muten sind in der Tat stumpfe, hügelige Erhebungen, also Hangsporne. Das Mundartwort muttlt (hornlos), a muttlte Goaß oder a muttlte Kua geht natürlich auch auf dieses mutos zurück. Im Zuge dieses Projektes wurden fünf Veranstaltungen durchgeführt, welche regen Zuspruch erhielten und einen Mehrwert für alle Teilnehmer brachten. Dies waren eine Vogelwanderung, ein Fotoworkshop, eine Wildkräuterwanderung mit anschließendem Kochkurs, eine Flurnamenwanderung sowie ein Bläserworkshop. Den Auftakt machte die Vogelwanderung unter der fachkundigen Anleitung von Arnold Rinner. Die Teilnehmer, ausgerüstet mit Feldstechern und Büchern, marschierten vom Parkplatz Hochegg in Stuls Richtung Stuller Mut. Sie lauschten den Erzählungen von Arnold, aber noch viel mehr den gefiederten Sängern. Insgesamt konnten ungefähr 40 verschiedene Vogelarten bestimmt werden. Die nächste Veranstaltung war ein zweitägiger Fotoworkshop mit dem Referenten Sepp Hackhofer. Dieser führte die Teilnehmer am ersten Tag in die Welt der Makrofotografie ein. Am nächsten Tag konnte das Erlernte dann in die Praxis umgesetzt werden. Zahlreiche wunderschöne und kunstvolle Fotografien sind dabei entstanden, wovon einige bei der Präsentation im Bürgersaal ausgestellt wurden. Im Juli fand eine Wildkräuterwanderung mit anschließendem Kochkurs statt. Unter der Anleitung vom Gastronomen und Wildkräuterexperten


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Manfred Pixner erfuhren die Beteiligten viel Wissenswertes über die Wildkräuter, konnten selber entdecken, sammeln und danach gemeinsam verwerten. Die Devise lautete: lernen, indem man es tut. Ein weiteres Ereignis war die Flurnamenwanderung mit Johannes Ortner. Er konnte den Anwesenden über jede Herkunft und Bedeutung der Flurnamen Auskunft geben, wovon es rund um der Stuller Mut gar einige gibt. Ein Beispiel wäre das „Fürhappit“. Es handelt sich dabei um fünf lange, schmale Parzellen an der Südseite der Mut. Das Wort wird aus dem Mittelhochdeutschen „vürehoubet“ abgeleitet und bedeutet so viel wie vor einem Acker liegendes Stück Boden. Im August fand ein zweitägiger Weisenbläserworkshop mit dem Referenten Stefan Neussl statt. Am ersten Tag wurden die Stücke einstudiert und am Tag darauf auf der Stuller Mut vorgetragen. Eine Wortgottesfeier wurde musikalisch mitgestaltet. Danach erklangen immer wieder wunderschöne Klänge weit über die Mut hinaus. Die Bergrettung von Stuls machte außerdem einen Erste-Hilfe-Kurs am Berg, welcher besonders bei der Jugend gut ankam. Bei der Durchführung dieser Veranstaltungen konnte viel Wissenswertes vermittelt werden. Durch die Aufbereitung und Dokumen­ tation in dieser Publikation ist dieses Wissen auch für später nachlesbar. Somit wurde das Ziel vollends erreicht. Nach der Vorstellung des durchgeführten Projektes ging das Wort an Arnold Rinner. Er gratulierte zur gelungenen Publikation und sprach Oswald Gufler ein großes Kompliment aus, der mit großem Einsatz und mit viel Arbeit das Projekt aus dem Boden gestampft und ausgeführt hat. Arnold erzählte über seine eigene Mitarbeit, gewann sogleich die Aufmerksamkeit der Zuhörer und schaffte es in der kurzen Zeit gar einiges Wissenswertes zu vermitteln. Für Arnold ist die Mut einer der interessantesten Lebensräume in Südtirol. Der Vizebürgermeister von Moos, Stefan Ilmer, bedankte sich ebenfalls und betonte die Wichtigkeit für eine solche Arbeit und besonders für die Niederschrift. Insbesondere für die Jugend könnte diese interessant sein, da diese gewisse Wörter bzw. Flurnamen gar nicht mehr kennen. Danach ging das Wort an Markus Breitenberger, Leiter der Bezirksservicestelle der Bildungsausschüsse Burggrafenamt. Er lobte die gute Arbeit und Ausführung des Projektes und freut sich schon auf weitere Aktionen. Die Blumen wurden den ganzen Sommer 2021 hindurch von Genoveva Gufler

erhoben und fotografiert, die Zuordnung und Dokumentation erfolgte durch Arnold Rinner. Viele Begehungen und akribische Betrachtungen waren nötig, um die umfangreiche Blumenvielfalt festzuhalten. Die Blumen wurden farblich sortiert und aufgelistet. Gefördert wurde dieses Projekt vom Land Südtirol – Amt für Weiterbildung, der gesamte Arbeitsaufwand wurde ehrenamtlich erbracht. Ein großer Dank geht an alle Beteiligten und Mitwirkenden, besonders an Markus Breitenberger, der half das Projekt auszuarbeiten, das Mooseum, welches über die geschichtlichen Hintergründe Auskunft gab, Arnold Rinner für die Bestimmung der Blumen, der Landesversuchsanstalt Laimburg für die Bestimmung einiger Gräser, den Referenten, den Vereinen: Musikkapelle Platt und ImFocus-Fotoclub-Passeier (VFG), Freiwillige Feuerwehr Stuls und Bergrettung Stuls, der Hobbyfotografin Genoveva Gufler, welche alle Fotos machte, diese zur Ver­ fügung stellte und stets für das leibliche Wohl der Teilnehmer*innen sorgte, Norbert Gufler für die Luftaufnahmen und Fabian Gufler für die Erstellung der Facebook-Seite sowie der Firma Designverliebt für die grafische Gestaltung und der Firma Medus für den Buchdruck. Und allen, welche zum guten Gelingen dieser Publikation beigetragen haben. Der größte Dank geht jedoch an den Vorsitzenden vom Bildungsausschuss Moos, Oswald Gufler, der mit viel Zeit und Herzblut dieses Projekt ausarbeitete und durchführte. Julia Gufler

Das Buch ist bei Oswald Gufler erhältlich. Entweder mittels E-Mail unter gufler. oswald@rolmail.net oder telefonisch unter 349 2151395.

historische Fotos

Der Berg zog die Psairer seit jeher in seinen Bann und auch Frauen ließen es sich nicht nehmen, waghalsige Touren zu unternehmen


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Frauen im Porträt

„Alles annehmen, was kommt!“ Christl Pabst Fauner „Das ist mein Paradies!“, sagt Christl lächelnd und weist auf ihren Garten und ihr Haus. „In allem Maß halten, leben und leben lassen! Welch ein Glück! Ich darf in meinem Paradies gestalten und arbeiten und mich in der Natur bewegen – die ganze Welt ist eine Turnhalle!“ (Zitat Christl) Christl mit dem Diplom, das ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen dokumentiert. Der Anzug von damals sitzt ihr heute noch genauso perfekt, wie im fernen Jahr 1968. Auch der Renndress ist noch in ihrem Besitz Foto: Bernadette Pfeifer


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Schweden Hammarstrand Februar 1967 – Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Kunstbahnrodeln – Auf dem Weg zur Rodelbahn. V.li. stehend: Erika Prugger aus Gröden, Erika Lechner und Christina Pabst beide aus Meransen; Christa Schmuck und Angelika Dünhaupt aus der BRD Foto: Privatarchiv

Überall im Haus von Christl zeugen Auszeichnungen, Medaillen, Plaketten und Pokale von ihrer erfolgreichen Zeit als Rennrodlerin bis zu ihrem schweren Unfall Foto: Bernadette Pfeifer

Im „Paradies“ befindet sich die Stube, ein ofenbeheizter, gemütlicher Raum. Den Eintretenden begrüßt ein Duft nach Holz und würzigen Kräutern, der von der Täfelung und den Pflanzen auf dem Fensterbrett herrührt. Die Vorhänge aus ungebleichtem, „rupfenem“ Leinen, selbstbestickt mit einem Kreuzstich­ muster, sind eine Erinnerung an Christls Elternhaus. Das ganze Zimmer ist durchwoben von einem Hauch Nostalgie. Eine Ölmalerei zeigt einen behäbigen Bauernhof, den mehr als 300 Jahre alten Unterpranterhof in Meransen im Pustertal. Dort wurde Christina am 12. Dezember 1947 als siebentes der neun Kinder von Maria Kaser und Peter Pabst geboren. Auf 2 ha 60 a wurden nicht nur vielerlei

Meransen kam, wurde mit einer elektrischen Mühle für viele Höfe im Dorf das Mehl gemahlen. Die Kleie diente als Tierfutter. Alles wurde verwendet, alles wurde geschätzt. 1957 wurde eine Kabinen-Seilbahn gebaut, vorher erreichte man das Dorf nur zu Fuß in einem einstündigen Anstieg von der Gemeinde Mühlbach aus. 1975 wurde über schwieriges, felsiges Gelände eine Zufahrtsstraße gebaut. Der Straßenbau brachte große Veränderungen auf das Hochplateau, der Tourismus setzte ein und auch viele verschiedene Arbeitsmöglichkeiten. „Wer imstande ist, mit Freude, Ausdauer, Interesse und Liebe jede Arbeit – ohne Neid – zu verrichten, dem ist der Erfolg sicher!“ (Zitat Christl) Ihrem handwerklich außerordentlich talentierten Vater verdankt Christl ihre erste Rodel. In dem großen Kessel, der sonst für die große Wäsche, das Viehfutter oder das Schlachten verwendet wurde, kochte er die für die gekrümmten Teile bestimmte Holzstücke. Für das Beschlagen der Kufen verwendete er alte Sägeblätter. Mit einer derartigen einfachen Rodel errang Christl im Alter von 10 Jahren den 3. Platz bei einem Schulwettbewerb. Den Preis, ein kleines rotgefärbtes, hölzernes Herz, hat sie noch heute. An ihre Schulzeit – 8 Jahre in der kleinen Zwergschule von Meransen – hat Christl gute Erinnerungen. Zur damaligen Zeit hegte die Bevölkerung ziemliche Vorurteile gegen die Lehrer und Lehrerinnen der italienischen Sprache. Christls Lehrerin hingegen gelang es, sich den Respekt > der Eltern und die Wertschätzung der

Getreidearten, Buchweizen, Kartoffeln und Gemüse angebaut, sondern auch Flachs für die Erzeugung von Leinen. Kühe, Schafe, Ziegen, Hennen und andere Zwei- und Vierbeiner wurden am Hof gehalten. Bis 1985 wurde zweimal im Jahr Brot gebacken. Auch Wolle und Leinen wurden am Hof gesponnen und verarbeitet. Alle Kinder mussten fleißig mitarbeiten, denn auf dem Hof gab es eine Menge zu tun. Der Vater übte auch seinen erlernten Beruf als Steinmetz aus, fertigte aus Holunderholz „Knoschpmsohlen“, Stiele für Sensen und Besen, Kordeln, Bänder und Ketten an. Nebenbei stellte er aus den Borsten, die beim Schlachten der Schweine abfielen, Bürsten her. In einem Zubau am Hof, als 1942 der Strom nach

X. Olympische Wintersiele 1968 – Kunstbahnrodeln ist seit 1964 olympisch. Christina Pabst am Start zum letzten Trainingslauf in Villard-de-Lans – Grenoble. Sie fährt Bestzeit Foto: Privatarchiv


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Familie Pabst – Christl (2.v.re.) wuchs auf dem Unterpranterhof in Meransen mit acht Geschwistern auf Foto: Privatarchiv

> Kinder zu erringen. An ein Krippenspiel in italienischer Sprache, das in mehreren Dörfern aufgeführt wurde und in dem Christl den Mohrenkönig spielen durfte, kann sie sich noch gut erinnern. Da die Mutter kränklich war, musste Christl nach der Schule daheimbleiben. Schließlich durfte sie eine Schneiderlehre machen. Die Unterrichtsstunden in der Berufsschule in Brixen waren eine willkommene Abwechslung zur Arbeit in der Schneiderwerkstätte, wo sie 3 Jahre täglich bis zu 12 Stunden arbeitete. Die Gesellenprüfung bildete den Abschluss der Ausbildung. Oft musste sie mit dem Meister in entlegene Höfe auf die „Stör“ gehen. Dabei wurden direkt am Hof die anfallenden Schneiderarbeiten erledigt.

Das ganze Material samt der Nähmaschine musste mitgeschleppt werden. Christl erinnert sich an Fußmärsche von bis zu 2 bis 3 Stunden. Die Verpflegung auf den Höfen bestand meist aus Brennsuppe, Polenta, Pellkartoffeln oder „schwarzplentenen“ Knödeln und Milch. Schon während ihrer Lehrzeit hatte Christl, wann immer es möglich war, trainiert. Schnell stellten sich die Erfolge für ihre Ausdauer ein. Zuerst gewann sie die Dorf- dann die Talmeisterschaften, mit 17 Jahren wurde sie in die italienische Nationalmannschaft aufgenommen. Von 1964 bis 1968 war sie Mitglied der FISI (Federazione Italiana Sport Invernali). An der Stubenwand hängen große, gerahmte Tafeln, dicht bestückt mit

Musik gehört zu ihrer Leidenschaft und ist für Christl ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens Foto: Bernadette Pfeifer

Christls Auszeichnungen und Medaillen von verschiedenen nationalen und internationalen Rennen. Und auf jedem freien Plätzchen liegt ein Fotoalbum. Viele dieser Alben beinhalten ein Stück Sportgeschichte Südtirols und Italiens. Dreimal wurde sie italienische Vizemeisterin und 1964 war sie als Ersatz für die Olympischen Winterspiele in Innsbruck vor­ gesehen. Eines ihrer unvergesslichen Erlebnisse war ihre Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Hammarstrand in Schweden im Jahr 1967. Mit einem Sonderzug mit Speise- und Schlafwagen wurden die Teilnehmer*innen von Brixen bis Kopenhagen gebracht, von dort mit der Fähre nach Stockholm und weiter mit dem Bus nach Hammarstrand, nördlich von Kiruna. 3 Tage und 2 Nächte dauerte die Anreise und nach der mitternächtlichen Ankunft begann schon um 6 Uhr in der Früh das Training. Die Ausrüstung der Sportler war miserabel und das Rennen wurde bei – 36° gestartet. Christl errang bei dieser Weltmeisterschaft den beachtenswerten 9. Platz. Auf der Heimreise von der Weltmeisterschaft in Schweden geriet das Team bei der Fahrt von Stockholm nach Rostock in einen gewaltigen Sturm. Dies war eine große Aufregung, zum Glück aber haben alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen dieses Abenteuer gut überstanden. Die Ehre an einer Olympiade teilnehmen zu können, wurde ihr 1968 in Grenoble nach Trainingsbestzeiten zuteil. Christl zeigt Interessierten den Rennanzug und das fesche, blaue Kostüm, das sie damals bei der Olympiade trug und auch heute noch zuweilen bei festlichen Anlässen anzieht. Grenoble wurde für Christl zu einem Schicksalsort. Ein kleiner Fahrfehler im 2. Lauf … Bei einer Geschwindigkeit von 110 km/h wurde sie aus der Kurve geschleudert – Schädel-Hirn-Trauma, viele Knochenbrüche, Hüftluxation … Bewusstlos wurde sie in Grenoble ins Spital gebracht und später nach Turin geflogen. Als sie nach einem halben Jahr noch sehr rehabilitationsbedürftig heimkehrte, wurde sie wie eine Siegerin gefeiert. Und Christl hatte tatsächlich einen gewaltigen Sieg errungen: einen über Verlust, Schmerzen, Mutlosigkeit und dunkle Gedanken. Hoffnungsvoll und beherzt wagte sie den Schritt in ein neues Leben. Erwartungen und Ziele nie zu hoch stecken aber auch nicht zu niedrig. Mit Mut, Schwung, Ideen und Neugier das Leben wagen! (Zitat Christl) Christl besuchte in Brixen 1 Jahr die Abendschule, in der sie das Mittelschul­


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diplom erwerben konnte und außerdem weiterbildende Kurse. Ihre Bewerbung bei Stellenausschreibungen hatte Erfolg, sie bekam einen Arbeitsplatz im Grundbuchamt Klausen, den sie 8 Jahre innehatte. Danach arbeitete sie im Grundbuchamt von Meran. Ihren Mann, Toni Fauner, lernte Christl im Sommer 1971 beim Kirchweihfest in Meransen kennen. Christls Bruder war Förster in St. Leonhard und hatte seinen Freund Toni zum Kirchweihfest ins Pustertal mitgenommen. Es scheint Liebe auf den ersten Blick gewesen zu sein, denn Toni wollte nur mit Christl tanzen und schon 1972 haben die beiden geheiratet. Christls Mann stammt aus St.Leonhard. Sein Elternhaus war der Schildhof Happberg. Toni arbeitete als Turnwart in der Mittelschule. Christl und Toni wurden glückliche Eltern von 3 Kindern. Mit großer Freude erzählt Christl von den beiden Söhnen, ihrer talentierten Tochter und den lieben Enkelkindern. Thomas arbeitet in der Stadtgärtnerei von Meran und wohnt mit seiner Frau in St. Leonhard; Arnold, Dipl. Ing. für Vermessungswesen, lebt mit seiner Familie in Graz; Dorothea ist Krankenschwester und betätigt sich nebenbei als Organistin und Chorleiterin. Das Häuschen, Christls Paradies, haben sie und ihr Mann teilweise mit eigenen Händen und mit viel Sparsamkeit und Fleiß aufgebaut. Einen schrecklichen Schicksalsschlag durch einen schweren Arbeitsunfall erlitt Toni in jungen Jahren. Beim Einsturz der Prantacherbrücke wurde sein Bein eingeklemmt und wurde in Folge amputiert. Aber auch Toni ließ sich nicht unterkriegen. Trotz Beinprothese verzichtete er weder aufs Rodeln Christl mit ihrer Familie Foto: Privatarchiv

Seit über 15 Jahren ist Christina Pabst Fauner diplomierte Seniorentanzleiterin Foto: Bernadette Pfeifer

noch aufs Ski- und Radfahren. 2016 starb Christls Mann. Neben ihrer Berufsausübung vermietete Christl fast 20 Jahre lang von Ostern bis Allerheiligen Zimmer an Feriengäste und betätigte sich ehrenamtlich als Turnlehrerin in der Arbeitsgemeinschaft für Behinderte. In Dankbarkeit die Talente stärken, leben, genießen, weitergeben! Gelassenheit üben, Freude verbreiten, Zeit schenken, rücksichtsvoll alles annehmen, was kommt! Bequemlichkeit schränkt auch den Geist ein! (Zitat Christl) Die „Fauner-Kinder“ zeigten schon früh große Begabung für Musik. Christl erlernte Notenlesen, Gitarre und das Harfenspiel und jetzt ist die Musik ein wahrer Freudenquell in ihrem Leben. Sie war Mitglied der Winterspieler Tanzlmusik und organisierte über 70 Huangorte in allen Dörfern des Passeiertales. Christl ist Mitglied des Südtiroler Volksmusikkreises und mehrere Jahre dessen Ausschussmitglied im Burggrafenamt. Seit 1998 trug sie als Mitglied der „Pseirer Vielsaitigen“ zur Freude bei vielen weltlichen und kirchlichen Feiern ehrenamtlich bei. Aus einer Stubenecke holt Christl eine kleine Harfe. Diese und auch eine kleine Bassgeige hatte Toni, ihr Mann, bei einem Seminar der „Klangwerkstatt“ aus der Gegend von Stuttgart gebaut. Bis heute noch werden von der „Klangwerkstatt“ alle 2 Jahre Instrumentenbaukurse in Mals im Vinschgau für interessierte Personen angeboten. Über 30 Jahre beim Alpenverein, war es für Christl eine tolle Abwechslung mit der Wandergruppe in den Bergen unterwegs

zu sein, dabei wurden auch mehrere Dreitausender erklommen. Eine große Freude bereitete es Christl, den Wanderfreunden das Eisack- und Pustertal zu zeigen und sie zu besonders schonen Plätzen zu führen. Beliebt waren vor allem ihre fröhlichen Abschluss-Törggele-Wanderungen. 1988 wurde das Seniorenheim St. Barbara eröffnet und seit dieser Zeit sorgte Christl ehrenamtlich für Bewegung, Gedächtnistraining, Spiel und Spaß für 30 Jahre. 2003 machte Christl eine Ausbildung zur Seniorentanzleiterin. Seitdem trifft sie sich regelmäßig mit ihrer lustigen, fünfundzwanzigköpfigen, junggebliebenen, bewegungsfreudigen Gruppe. In Christls „Paradies“ herrscht Harmonie. Tatkräftig aber mit Gelassenheit steht sie „mit beiden Füßen“ mitten im Leben. Sie ist dankbar und zufrieden. Die bunten Erinnerungen an vergangene Zeiten haben sich freundlich in ihren Gedanken und Räumen eingenistet, die Schatten sind sanfter geworden. Und in der kleinen Harfe schlummern noch viele wunderbare Melodien. In Frieden mit sich selbst leben, sich selbst mögen, mit Mut und Vertrauen in die Zukunft blicken! Eine gute Portion Hausverstand, Natürlichkeit, Genügsamkeit, Ehrlichkeit führen zu einem erfüllten, harmonischen, zufriedenen Leben! (Zitat Christl) Waltraud Holzner Das Frauenporträt ist entstanden in Zusammenarbeit mit Gaby Driever, Bernadette Pfeifer und Miriam Maccacaro vom Bildungsausschuss St. Leonhard


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Am 25. Mai wurde das Stieber Mooseum gesegnet Fotos: Hubert Gögele

Hinterpasseier investiert in die Wissensvermittlung

Museum­HinterPasseier – Stieber Mooseum offiziell gesegnet Am 25.5.2022 wurde das MuseumHinterPasseier – Stieber Mooseum am Fuße des Stieber Wasserfalls gesegnet. Das Museum, welches sich in einem umgebauten Wasserkraftwerk befindet, ist bis Ende Oktober für alle frei zugänglich und beschäftigt sich mit der Stromgeschichte des Hinterpasseiers

Das erste E-Werk im Festland-Europa wurde im Juni 1883 erbaut. Im Vergleich dazu blieb es im hinteren Passeiertal noch einige Zeit dunkel. Während in den Städten um 1900 die elektrische Energie größten Teils verfügbar war, blieb die Umgebung im Hinterpasseier noch eine Weile auf die traditionellen Energiequellen, wie Kerzen oder Fettlampen, angewiesen. In den 1920er Jahren begannen Pioniere in den verschiedenen Dörfern des Hinterpasseiers mit der Inbetriebnahme von Kleinkraftwerken, die ausgewählte Gebäude mit elektrischem Licht versorgen konnten. Ab den 1960er Jahren übernahm die Gemeindeverwaltung in Moos die Initiative, errichtete Kraftwerke, erwarb Wasserkonzessionen und erschloss die gesamte Umgebung mit elektrischem Netz. Viele visionäre Entscheidungen der Verwalter machten es möglich, dass sich heute die Produktion und Verteilung von nachhaltig produzierter Energie in öffentlicher Hand befindet und Überschüsse ins nationale Netz eingespeist werden können. Dadurch kann sich die EUM als Genossenschaft aller Hinterpasseirer im Ausbau und der Entwicklung der Infrastruktur, sowie der gesamten Umgebung engagieren. Die bewegte Energiegeschichte des Hinterpasseiers wird im MuseumHinterPasseier – Stieber Mooseum erzählt.

Das am 25. 5. 2022 eingeweihte Museum im alten Kraftwerk am Fuße des Stieber Wasserfalls wurde in mehreren Phasen zu einem neuen Ort der Wissensvermittlung im Passeiertal umfunktioniert. Das Stieber Mooseum wird vom Museumsverein MuseumHinterPasseier geführt und verwaltet. Die Struktur am Stieber Wasserfall ist über den, im letzten Jahr mit einem neuen Leitsystem versehenen, Stieber Rundweg oder als Verlängerung des Passerschluchtenweges erreichbar. Das Die Besichtigung stieß auf reges Interesse

Museum wurde selbsterklärend aufgebaut und kann mittels moderner Tablets und interaktiven Experimenten eigenständig oder im Rahmen einer geführten Tour besichtigt werden. Abgerundet wird der Museumsrundgang von Zeitzeugen­ interviews und einer Sonderausstellung zur Südtiroler Stromgeschichte. Eröffnet wurde die neue kulturgeschichtliche Attraktion in Moos von den Vertretern der drei Säulenvereine dieses Projektes. Die Gemeindeverwaltung Moos, die Energie und Umweltwerke Moos und der Museumsverein MuseumHinterPasseier begrüßten in Form von Bürgermeister Gothard Gufler, sowie den beiden Obmännern Graf Roland (EUM) und Pamer Konrad (MuseumHinterPasseier) die zahlreich erschienenen Gäste. Zu den Gästen der Eröffnungsfeier zählten unter anderem Protagonisten der Passeirer Stromgeschichte, wie die ehemaligen Bürgermeister Pfitscher Konrad und Wilhelm Klotz oder ehemalige Mitarbeiter des Kraftwerks Stieber, wie Pamer Sepp oder Pfitscher Friedl, welche im Nachgang so manche Anekdote zu erzählen wussten. Der Gemeindepfarrer Oswald Kuenzer segnete die neue Struktur, ehe das neue MuseumHinterPasseier – Stieber Mooseum im Rahmen einer Führung für die Besucherinnen und Besucher geöffnet wurde. Direkt am Museum wurde ein Platz zum Verweilen und Genießen mitsamt Parkbank, öffentlichen Toiletten und Parkplätzen geschaffen. Somit eignet sich das Stieber Mooseum hervorragend als Tummelplatz und Sammelpunkt wissens­ begieriger Einzelbesucher, Gruppen­ besucher und Schulklassen. Das Museum ist bis Oktober, von Dienstag bis Sonntag, von 10 bis 17 Uhr, kostenlos zugänglich. Peter Heel


19 Passeirer Blatt – nr. 171, Juni 2022

Teilnehmer*innen am Vortrag „Glücksgriff Bauernhof“

Bäuerinnen Platt und Pfelders

EINST UND JETZT

„Glücksgriff Bauernhof“

Der Rucksack, uralt und doch immer topaktuell

Nach einer zweijährigen pandemiebedingten Pause war es am Dienstag, den 3. Mai, endlich so weit: Wir Bäuerinnen aus Platt und Pfelders konnten in Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss Moos den Vortrag „Glücksgriff Bauernhof“, mit Referentin und Milchbäuerin Christine Wunsch aus Steinegg, beim Hofschank Michelehof in Ulfas veranstalten. Das Thema wurde uns 23 Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit viel Wissen, Erfahrung und lebensnahen Beispielen der Referentin vor Augen geführt. Wenn die Situation der bäuerlichen Bevölkerung zurzeit auch etwas schwierig und angespannt ist und uns viele Fragen in Bezug auf die Landwirtschaft plagen, ermutigte uns die Referentin immer wieder, an die persönliche Erfüllung und an das Glück im eigenen Zuhause und am Hof zu denken, und versuchen sie immer wieder zu finden! Dadurch ließe sich vieles bewirken und so manche Situation leichter meistern. Am Ende des Vortrages bestand die Möglichkeit eines ihrer selbstgeschriebenen Bücher zu kaufen. „Mit Glück im Kopf geht alles leichter“, signierte Christine Wunsch uns die erworbenen Bücher. Mit dieser Einstellung genossen wir anschließend die Marende, die die Hofbäuerin Evi liebevoll für uns zubereitet hatte. Ein kleines, selbstgemachtes Geschenk durfte sich jeder von uns mit nach Hause nehmen. Es soll uns stets an das Glück erinnern! Edith Pixner

Als ich noch ein Kind war, ergab sich auf unseren Dorfstraßen ein sonntägliches Bild, das es seit geraumer Zeit nicht mehr gibt: Bauern mit einem Rucksack, damit sie dringend benötigte Waren möglichst sicher nach Hause bringen konnten. Zur Erinnerung und zum besseren Verständnis: Seinerzeit waren auch in länd­ lichen Gegenden an Sonntagen die Geschäfte geöffnet und die Bauern von entlegenen Bergweilern, die zu Fuß in die Dörfer kamen, erstanden nach der traditionellen Sonntagsmesse all das, was sie für die darauffolgende Woche benötigten. Übrigens wurde bei uns in Psair ein kleiner „Ruggsåck“ auch „Schnarfer“ genannt. Ich habe noch immer das Bild vor Augen, wie Bergbauernkinder in einer Häuserecke genüsslich einen Weggen verdrückten, während wir Dorfkinder bereits das Privileg genossen, täglich frisches Brot essen zu können. Vergangene Zeiten, aber was sich über viele Jahrhunderte erhalten hat, ist der Rucksack, der nach wie vor zum Alltag bzw. zur Freizeit vieler Menschen dazu­ gehört. Bereits die Kleinsten gehen mit einem Säckchen auf dem Rücken zum Kindergarten. Schulkinder und Studenten verstauen in ihrem Rucksack Bücher und Hefte. Erwachsene nutzen ihn für den Transport von Laptop und anderen Geräten. Paketzusteller, die in den Städten durch die Straßen und Gassen flitzen, verwenden ihn sowieso und auch modebewusste Damen haben als Accessoire

stets ein stylishes Rucksäckchen parat. Auch aus den Freizeitaktivitäten ist der Rucksack erst recht nicht mehr wegzudenken, er hat es praktisch zum Universaltransportmittel geschafft. Während gegenwärtig ständig neue Modelle und gerade für Sport- und Freizeitzwecke immer leichtere Materialien auf den Markt kommen, wurden Rucksäcke ursprünglich aus Leder oder starkem Leinen gefertigt. Neben dem großen Beutel hatten sie zum Teil auch Außen­ fächer mit Riemen und Schnallen. Wann und wo der Rucksack genau entstanden ist, ist nicht bekannt. Im Kostümlexikon wird er als „beutelförmige Tasche mit zwei Gurten“ beschrieben. Zur Verwendung steht folgendes: „Bereits seit der Bronzezeit, unter anderem zum Transport von Salz aus Bergwerken, erhielt er sich besonders bei Jägern und Wanderern.“ Die Liste der einstigen Träger*innen ließe sich stark erweitern. So waren Rucksäcke fester Bestandteil der Ausrüstung von Soldaten. Auch Bauern, die auf den Markt gingen oder Handwerker auf der Stör trugen einen Rucksack auf dem Rücken. Neben diesen Funktionen als Tragegerät war ein Rucksack aber noch weit mehr. Der Inhalt des Sackes, gefüllt mit Wäsche und persönlichen Dingen, war oft alles, was ein Mensch besaß. So fand das Hab und Gut von Dienstboten, die an den „Schlenggltagen“ ihren Arbeitsplatz wechselten, im Rucksack Platz. Übrigens, als Detail am Rande: Der derzeit teuerste Rucksack der Welt der Marke Louis Vuitton kostet schlappe 71.500 Euro, wurde aber natürlich aus bestem, handverlesenen Krokodilleder mit nahtlosem Design angefertigt. Louis Vuitton verwendet dabei nur die Haut besonders gezüchteter Reptilien, die mit Diäten gefüttert werden, die die Haut stärken. Angesichts solcher Tatsachen und Zahlen würde so mancher armseliger Dienstbote, der am „Schlenggltoog“ (am 2. Februar, Lichtmess) seinen Arbeitsplatz wechselte, wohl nicht mehr aus dem Staunen herausgekommen sein! Kurt Gufler


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Der Body-Painting-Workshop von Sarah Pixner war für viele eine tolle Erfahrung

St. Leonhard

Body-PaintingWorkshop im YOU „Body-Painting“ ist eine moderne Art der Gestaltung am Körper durch Körperbemalung. Dabei wird hautfreundliche Farbe mit Pinseln direkt auf die Haut aufgetragen und somit der Körper ganz neugestaltet, interpretiert und erlebt. Die in unserer Gesellschaft aktuell verankerten Schönheitsideale rücken dadurch oft in den Hintergrund und werden aus einem ganz anderen Blickwinkel ersichtlich und erfahrbar – dadurch können Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl gestärkt und gefestigt werden. Mit der Idee eines tollen Workshops zu diesem Thema kam der Bildungsausschuss St. Leonhard zum Jugendbüro – gemeinsam wurde an dieser Idee weiter gefeilt – schließlich wurde ich, Sarah Pixner, als Workshopleiterin gefunden und durfte den Workshop am 7. Mai als Mädchen-Highlight im Jugendzentrum YOU in die Tat umsetzen. Das Bodypainting, die Körpermalkunst, ist für mich mittlerweile ein wichtiger Teil meines Lebens geworden und es ist mir immer eine große Freude, diese Kunstform in einem Workshop mit anderen zu teilen. Die Mädchen haben zum Workshop viel Offenheit und Begeisterung mitgebracht. Nach dem Zeigen der Maltechniken konnten sie diese erstmal ausprobieren und dann am Nachmittag größere Motive und Ideen an einer Freundin umsetzen. Es freute mich zu sehen wie die Mädchen durch das gegenseitige Bemalen sich füreinander öffnen konnten und sich der Kontakt zueinander vertiefte. Die feinen Berührungen mit dem Pinsel auf der Haut sind sehr angenehm und

schaffen die Möglichkeit einer tieferen Entspannung. Es war auch viel Spaß dabei und am Ende des Tages entstanden wunderbare Kunstwerke, die von Selina Theiner fotografiert wurden. Danke Selina für dein Kommen, danke liebes JubPa-Team für die Einladung und Organisation und danke dem Bildungsausschuss St. Leonhard für die freundliche Unterstützung! Es hat mich gefreut, den Mädchen eine neue Art der Körpererfahrung nahe zu bringen. Ich hoffe, dass der Workshop ein bleibendes Erlebnis für die Mädchen ist und sie in Zukunft auch die Freude am Malen leben – bei einem Kinderfest, einer YOU-Party oder bei einer Freundin – es gibt viele Möglichkeiten. Sarah Pixner Zum Download verfügbar

Youth App – Jugendinformation in einem Klick Eine App, die für und mit jungen Menschen aus ganz Südtirol entstand und über jugendrelevante Themen informiert – das ist die „Youth App“. Bereits seit knapp einem Jahr kümmert sich eine eigens für die App ins Leben gerufene Projektgruppe um die Entwicklung – ab 20. Mai ist die zweisprachige „Youth App“ zum Download verfügbar. Die Idee einer südtirolweiten JugendApp entstand im Frühjahr letzten Jahres, als sich mehrere Organisationen der Jugendarbeit dafür aussprachen, eine Informations-App für junge Menschen zu entwickeln. „Der Grundgedanke ist, jugendrelevante Informationen gebündelt, unkompliziert und kostenlos für alle jungen Menschen aus Südtirol zugänglich

zu machen“, so Projektgruppenleiter Thomas Marth. Damit die App zielgerichtet auf die Bedürfnisse von Jugendlichen ausgerichtet werden kann, wurden sie in der Gestaltung miteinbezogen. In den vergangenen Monaten wurden in ganz Südtirol Workshops abgehalten, um mit Jugendlichen die Themen herauszufiltern, die sie interessieren und beschäftigen. Die App soll auf einer partizipativen Beteiligung zwischen Jugendlichen, Projektgruppe und Partnern gründen. „Die Europäische Union hat 2022 das Europäische Jahr der Jugend ausgerufen. Es soll neue Chancen für junge Menschen eröffnen und ihren Meinungen und Ideen mehr Gehör verschaffen. Die neue App ist in Südtirol ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung“, so Landesrat Philipp Achammer. Nun steht die „Youth App“ in den Start­ löchern: anhand von sechs Kategorien wie beispielsweise Events und Arbeit, einer News-Seite und einem eigenen Videoformat, werden jugendrelevante Themen aufgegriffen, erklärt und beschrieben. Für die inhaltliche und finanzielle Unterstützung der App arbeitet die Projektgruppe mit Partnern aus verschiedenen Bereichen zusammen. Die Partner unterstützen auf diesem Wege nicht nur die App, sondern die gesamte Jugendarbeit im Land. Am Inhalt beteiligen sich folgende Insti­ tutionen: HGV, LVH, Landesfeuerwehrverband, Südtiroler HochschülerInnenschaft, Kinder & Jugendanwaltschaft, netz I Offene Jugendarbeit, Südtiroler Jugendring, Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, Schulinspektorat, Forum Prävention, Weißes Kreuz, Amt für Arbeit und Young SGBCISL. Die „Youth App“ wird großteils vom Amt für Jugendarbeit und zusätzlich von Sponsoren finanziell unterstützt. Denise Walter Jugendliche beim Workshop in St. Leonhard


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Workshop in Passeier

Jugendliche entwickeln mit – Youth App Bereits im November 2021 fanden in Bruneck, Passeier, Meran, Bozen und Neumarkt verschiedene Workshops zur neuen Jugend-App statt. Ziel der Workshop war es Jugendliche partizipativ an der Gestaltung der App miteinzubeziehen. Der Workshop in Passeier fand im Jugendzentrum YOU in St. Leonhard statt. Die 10 Jugendlichen konnten bei der Entwicklung der App ihre Ideen und Wünsche einbringen. Auch bei den inhaltlichen Themen wie z.B. Gesundheit, Arbeit, Kultur, Umwelt, Bildung und Gesellschaft konnten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen mitbestimmen und haben zu jedem Überthema die für sie am sinnvollsten Features herausgesucht. Weitere Ideen der Jugendlichen waren ein Event-Kalender, verschiedene Challenges sowie eine Liste über ihre Lieblingsplätze im Tal. Geleitet wurden die Workshops von Thomas Marth, Projektleiter der Youth App. Das Ergebnis der Workshops ist die am 20. Mai erschienene neue App für Jugendliche in Südtirol. Von Jugendlichen – für Jugend­ liche! Das Jugendbüro ist zudem Teil der kleinen Projektgruppe, welche im Vorfeld die Finanzierung, die Entwicklung und die Vermarktung der App geplant hat und dies auch weiterhin zukunftsorientiert weiterführen wird. Wir laden alle Jugendlichen ein, sich die App anzuschauen und sich dieses wertvolle Tool nicht entgehen zu lassen. Thomas Schölzhorn

Max als Lehrling

Max Pfitscher – Locher Max

Alles Gute

Südtirol und lieferte auch schon bald ins Ausland bis nach Übersee. Eine Idee wurde Realität und erfüllte Max nicht nur mit jeder Menge Arbeit, sondern gewiss auch mit Stolz. Begonnen wurde mit allerlei Kunstschmiedearbeiten, wie Grabkreuzen, Postkästen, Kleiderhaken, Tür- und Fensterbeschlägen. In den letzten Jahren lag der Hauptfokus der Fima bei der Produktion von Steck- und Klappkonsolen, die eben nur von der Firma Pfitscher M. KG produziert werden. Es war eine riesige Herausforderung, von Erfolgen gekrönt, aber auch mit wirtschaftlichem Auf und Ab, dennoch ein Aufgeben gab es nie und mit dem Rückhalt seiner Mitarbeiter hat Max vieles geschafft. Mit seiner Fachkompetenz und seinem Talent konnte er Patente entwickeln und seine Ideen verwirklichen. Als Entwickler hat er den Produkten seinen Stempel aufgedrückt. Die „Pfitscher-Schnalle“ an den Haustüren ist unverkennbar. Auch in den letzten Jahren war Max sein Betrieb sehr wichtig. Anton und Erwin halten mit ihm den Betrieb am Laufen und bald gehen sie zusammen in den wohlverdienten Ruhestand. Das Betriebsgebäude wird an Martin Haller übergeben, der seinen KFZ-Fach­ betrieb erweitert. Wir wünschen Max, dass er voller Genugtuung und Freude auf sein Schaffen zurückblickt, sich entspannt auf das Abenteuer Ruhestand einlässt und neue Möglichkeiten für sich entdeckt. Karin Pfitscher mit Roland und Paula

Der Locher Max geht in Pension 1980 eröffnete Max die Kunstschlosserei Pfitscher M. KG des Pfitscher Max Alois & Co. in der Holzlände, nachdem er als technischer Zeichner und Maschinenbautechniker bei der Firma Schaeffler in Herzogenaurach (Deutschland) und bei der Hoppe in St. Martin seine Erfahrungen gesammelt hatte. Voller Tatendrang und Energie startete er sein Unternehmen. Mit ehrgeizigen Zielen, ambitionierten Mitarbeitern und seiner Frau Elga, die sich in den ersten Jahren auch tatkräftig einbrachte, vertrieb die Firma ihre Produkte in ganz

Psairer Låchkåchl-Ëgge

Lai a Uure Ein Mårtiner wollte den beliebten Passer-Schluchten-Weg durchwandern, als er kurz vor St. Liërt einen Gomioner Landsmann traf. Der Wanderer erkundigte sich bei diesem: „Kannsche miër nit pittschiën soogn, wië spaat’s isch, i hån meine Uure fergässn!“ Der Gomioner fühlte sich bemüßigt herablassend zu antworten: „Joa, joa, wië min ålbm sogg, wer’s nit in Grint håt, håt’s in di Fiëße!“ Da erwiderte der Mårtiner Wanderer staubtrocken: „ëppis hoobm’s nit in Grint und aa nit in di Fiëße, di semm hoobm lai a Uure!“, und ließ seinen verdutzten Landsmann mit offenem Mund und hochrotem Kopf zurück. Kurt Gufler


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Natur & umwelt

Im Mai setzt der Zug der Wespenbussarde ein. Sie verbringen den Winter in den tropischen Regionen Afrikas Foto: Peter Hofer

Beobachtungstage zum Frühjahrszug

Frühjahrszug am Jaufen 2022 Ab Februar kehren die ersten Zugvögel aus dem Süden zurück. Viele überqueren auf dem Weg nach Norden die Alpen und überfliegen dann den ganzen europäischen Kontinent, um in ihre Brutgebiete nach Skandinavien zu gelangen. Gar einige wählen dabei die Route durch das Passeier und ziehen über den Jaufenkamm. Hier können die Nomaden der Lüfte auf Augenhöhe beobachtet werden. Auch in diesem Frühjahr zeigte sich der Vogelzug in beeindruckender Manier und bot den Vogelguckern, allen voran den Hauptakteuren Peter Hofer, Andreas Lanthaler und Arnold Rinner manch überraschenden Anblick. Am 27. Februar 2022 fiel der Startschuss der diesjährigen Beobachtungstage zum Frühjahrszug. In der Folgezeit begaben wir uns bis zum 12. Mai, im Gesamten an 23 Tagen auf die Passhöhe und nahmen das Zuggeschehen unter die Lupe. Insgesamt zählten wir in diesem Frühjahr 6911 durchziehende Vögel von 54 unterschiedlichen Arten.

Im Unterschied zu früheren Jahren zeigte sich in beeindruckender Manier, dass an manchen Tagen intensiver Vogelzug herrschte, an anderen Tagen aber nicht Vögel in solchen Massen beobachtet wurden. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass der Wind an den zugstarken Tagen aus Norden wehte und leichte Bewölkung herrschte. Die Vögel steigen dann jeweils bodennahe im Windschatten des S-Hanges gegen den tiefsten

Punkt, also den Passübergang hoch. An sehr vielen Tagen im heurigen Frühjahr herrschte Südwind und wolkenloses Hochdruckwetter. Die Zugvögel ziehen dann nicht beobachtbar hoch über dem Boden und lassen sich weniger durch topografische Strukturen leiten. Ebenso Greifvögel wie Bussarde, Falken, Weihen ziehen zielstrebig über den Jaufenkamm. Auch sie fliegen bei Nordströmung tiefer als bei Südwind. Ziehende Greifvogelarten waren im heurigen Frühjahr der Mäusebussard (155), Sperber (89), Wespenbussard (27), Rohrweihe (23), Turmfalke (22), Rotmilan, (20), Baumfalke (4), Kornweihe (2). Seltenheitswert hatte der Anblick von Fischadler (2), Schlangenadler (1), Schwarzmilan (1), Wanderfalke (1) und Wiesenweihe (1). Ein Highlight war die Beobachtung von Prachttauchern am 21. März (2) und am 6. April (8). Spannend war der Durchzug von mehreren Bienenfresser-Trupps (insgesamt 59 Ex. in der Woche vom 5. 5. – 12. 5.), die sich durch ihre Rufe lange vor ihrer Sichtung bemerkbar machten. Eine Augenweide ist stets der Anblick von in V-Formation ziehenden Kormoranen. Heuer konnten wir insgesamt 388 dieser Wasservögel beobachten. Am 20. April attackierte ein Steinadler einen durchziehenden Trupp Kormorane und erbeutete nach zähem Ringen einen Wasservogel. Nicht zu übersehen waren die Ringel­ tauben, die insgesamt 360 mal über den Bergrücken flatterten. Beobachtete Kleinvögel: Nebst 1126 Mauerseglern, 689 Mehlschwalben und 310 Rauchschwalben zogen auch eine Vielzahl an kleineren Singvögeln über die Kammhöhe. Drei Tage mit starkem Buchfinkendurchzug verzeichneten wir am 19 März (498 Ex.), am 20. März (510 (Ex.) und am 21. März (499 Ex.) Insgesamt zählten wir in diesem Frühjahr 2493 Buchfinken. Neben diesen Vogelarten vermerkten wir folgende Kleinvögel. Hänfling (147), Bergpieper (138), Tannenmeise (107),

Lostage und Bauernregeln Der Monat Juni trägt seinen Namen nach der römischen Göttin Juno, Frau des Göttervaters Jupiter. Sie galt als Göttin der Ehe und Beschützerin von Rom. Im Mittelalter entstand folgender Spruch, der sich wohl auch heute noch bewahrheitet: Menschensinn und Juniwind ändern sich oft sehr geschwind. Auf dass uns der Wind nicht verbläst und der Mensch nicht dreht. Elisabeth Larcher


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Stieglitz (104), Erlenzeisig (86), Bergfink (77), Kohlmeise (56), Girlitz (55), Bachstelze (52), Eichelhäher (47), Wiesenpieper (38), Dohle (38), Rabenkrähe (34), Misteldrossel (30), Felsenschwalbe (26), Schafstelze (24), Star (21), Bergstelze (20), Baumpieper (20), Grünfink (19), Blaumeise (9), Ringdrossel (5), Gimpel (4), Heidelerche (4), Feldlerche (3), Rohrammer (3), Goldammer (2), Zitronengirlitz (2), Mittelmeermöwe (2) sowie Alpensegler, Bruchwasserläufer und Nebelkrähe (1). Herr Maurizio Azzolini meldete am 27. 4. einen überfliegenden, extrem seltenen Rotkehlpieper. Bei der Beobachtung der zahlreichen Bergpieper, Hänflinge und einzelner Greifvögel ohne gerichteten Zug ist es bisweilen schwierig, sesshafte von ziehenden Exemplaren zu unterscheiden. Lokale Standvögel wie Bartgeier, Stein­ adler, Turmfalke, Habicht, Alpendohle und Kolkrabe wurden regelmäßig festgestellt und oben nicht vermerkt. Arnold Rinner

Beobachtung mit Seltenheitswert: Prachttaucher beim Flug über den Jaufenkamm Foto: Andreas Lanthaler

Foto: Maria Weger

ImFocus-FotoclubPasseier VFG


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vereine & verbände

Schmid Alex (Vizepräsident Weisses Kreuz), Egger Benjamin (Vorstand WK), Walder Elmar (Sektionsleiter Passeier), Gufler Hermann, Oberprantacher Gottlieb (Vorstand WK), Gufler Verena, Mair Alexandra, Eschgfäller Michael, Haller Siegfried, Ploner Martin, Tschöll Robert, Zöschg Günther (Dienstleiter Passeier), Tschöll Herbert

WEISSES KREUZ PASSEIER

Jahreshaupt­versammlung mit Neuwahlen Aufgrund der anhaltenden Pandemie war es dem Weißen Kreuz Passeier sowohl im Jahre 2020 als auch 2021 nicht möglich, eine Jahreshauptversammlung abzuhalten. Umso größer war die Genugtuung, als man am 22. April die Jahreshauptversammlung mit den anstehenden Neuwahlen des Sektionsleiters und des WK-Ausschusses durchführen konnte. Vor Beginn der Sitzung segnete Pfarrer Christian Stuefer OT die Einsatzfahrzeuge sowie alle Mitglieder des WK Passeier und bedankte sich bei ihnen für den überaus wichtigen geleisteten, vorbildlichen und unersetzbaren Dienst, wenn es gilt, den Mitmenschen in Not beizustehen. Der Sektionsleiter Elmar Walder konnte anlässlich der Jahreshauptversammlung neben dem Sektionsteam auch Vizepräsident Alexander Schmid sowie Benjamin Egger und Gottlieb Oberprantacher vom Landesvorstand des Weißen Kreuzes sowie den Bürgermeister von St. Leonhard, Robert Tschöll, als Ehrengäste begrüßen. Der Sektionsleiter bedankte sich bei allen für ihren Dienst am Nächsten in einer unglaublichen schwierigen Zeit und ganz besonders bei den scheidenden Ausschuss-Mitgliedern Monika Gögele, Maria Theresa Pfitscher sowie dem abgetretenen VizeSektionsleiter Herbert Tschöll für ihr

Engagement für das WK Passeier. Bei den Neuwahlen wurde Elmar Walder mit überwältigender Mehrheit in seinem Amt als Sektionsleiter bestätigt. In den Ausschuss gewählt wurden zudem Verena Gufler, Dominik Raffl, Thomas Kuen, Jaqueline Gufler, Zeni Linda und Jürgen Schwarz. Elmar Walder freute sich über das entgegengebrachte Vertrauen, bedankte sich bei allen und wünschte dem neuen Ausschuss alles Gute und viele neue Ideen. Das Weiße Kreuz Passeier nützte die Versammlung am Sektionssitz in St. Leonhard auch, um verdiente Helfer zu ehren: Dabei erhielten Verena Gufler und Alexandra Mair die Ehrung für ihre 10-jährige Tätigkeit beim Weißen Kreuz. Martin Ploner, Siegfried Haller und Michael Eschgfäller wurden für ihre 20-jährige Dienstzeit geehrt und Hermann Gufler für 30 stolze Dienstjahre. „2021 haben wir unsere Leistungsgrenze erreicht!“, betonte Dienstleiter Günther Zöschg bei seinem Rückblick. Im Vorjahr verzeichnete die Sektion 5832 Patienten, 4774 Transporte und 255.138 zurückgelegte Kilometer. Im Jahre 2020 waren es 3846 Transporte, 4652 Patienten und 229.409 Kilometer gewesen. Bei seinem Bericht über 2021 wies der Dienstleiter auch auf die 1196 Rettungseinsätze und die 2994 Krankentransporte für den

Sanitätsbetrieb hin und erwähnte die 28 Einsätze des Hintergrunddienstes. Zudem erinnerte Günther Zöschg an die 20 Einsätze der First Responder bzw. Ersthelfer von Tall, die Teil der WK-Sektion Passeier sind sowie an die 455 transportierten Fördermitglieder. Erfreut zeigte sich der Dienstleiter auch über die knapp 2000 Fördermitglieder der Mitgliederaktion. Viel Applaus gab es für die Freiwilligen, die 2021 fast 70 Prozent der knapp 50.000 Personalstunden geleistet haben, was weit über dem Landesdurchschnitt liegt. Etwa 32,5 Prozent der Stunden entfielen auf die Angestellten und Zivildiener, ein großes Lob gab es auch für die Jugendgruppe. „Ich nehme das Wort Stolz nur ungern in den Mund, “ betonte Günther Zöschg, „aber ich bin wirklich stolz auf das, was wir in dieser schwierigen Zeit geleistet haben!“ Auch Bürgermeister Robert Tschöll würdigte in Vertretung aller Passeirer Gemeinden die Leistungen des WK Passeier: „Ihr leistet einen unglaublich wichtigen Dienst für die Psairer Bevölkerung!“ Er dankte dem Weißen Kreuz für den aufopferungsvollen Dienst während der Pandemie: unter anderem bei den Test- und Impfstationen und ganz besonders bei den Einsätzen im Altersheim von St. Leonhard. WK-Vizepräsident Alex Schmid merkte seinerseits an: „Während der CoronaPandemie haben wir bewiesen, dass wir als Weißes Kreuz stark sind! Und Südtirol hat einmal mehr gesehen, dass es ohne das Weiße Kreuz nicht geht.“ Er belegte diese Aussage mit beeindruckenden Zahlen: Südtirolweit hat man 136.294 Mitglieder, laut einer Umfrage bewerten 88 Prozent der Südtiroler Bevölkerung das Weiße Kreuz mit sehr gut. Der langjährigen, scheidenden Jugend­ leiterin und jetzigen Landesjugendleiterin Verena Gufler wurden von ihrer Nach­ folgerin Deborah Schönweger ein Blumenstrauß und ein Erinnerungsfoto überreicht. Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung gab es für alle Anwesenden bei regen Diskussionen einen Imbiss. Kurt Gufler


25 Passeirer Blatt – nr. 171, Juni 2022

Norbert Karlegger, Julia Widmann, Markus Platter, Monika Pichler, Lorenz Raich, Erwin Platter, Thomas Pichler; vorne: Manuela Widmann, Marilena Pöhl

1982–2022

40 Jahre Bauernjugend Passeier – ein Grund zu feiern Die Ortsgruppe Passeier der Südtiroler Bauernjugend wurde am 24. 3. 1982 gegründet. Dem Gründungsausschuss gehörten Pichler Josef, Gufler Haller Christine, Gögele Karl, Pichler Karl, Gögele Rudolf, Ennemoser Heinrich, Platter Josef und Gufler Maria an. Pichler Josef war der erste Obmann und Gufler Haller Christine die erste Ortsleiterin. Heute, 40 Jahre später, steht Karlegger Norbert als Obmann und Widmann Julia als Ortsleiterin dem Verein vor. Ihre Stellvertreter sind Platter Erwin und Monika Pichler. Das Amt des Kassiers übt Platter Markus aus und als Schriftführerin ist Widmann Manuela tätig. Die weiteren Ausschussmitglieder sind Pöhl Marilena, Pichler Thomas und Raich Lorenz. Dem Verein gehören aktuell ca. 80 Mitglieder an, welche im Alter zwischen 14 und 35 Jahren sind. Wenn sich auch im Laufe der Zeit viel verändert hat, bemüht sich die Bauernjugend um den Erhalt von Tradition und Brauchtum, zum Beispiel beim gemeinsamen Entzünden der „Houlerpfånne“ oder des Herz-Jesu-Feuers. Andererseits bietet sie auch die Möglichkeit sich weiterzubilden, durch Vorträge zu aktuellen Themen oder Besichtigungen moderner landwirtschaftlicher Betriebe, um nur einige Beispiele zu nennen. Bei allen Ausflügen und Veranstaltungen, die das ganze Jahr über organisiert werden, darf der Spaß nicht zu kurz kommen. Anlässlich des 40 Jahr Jubiläums veranstaltet die Bauernjugend

Passeier am 02. Juli ab 18:30 Uhr ein Wiesenfest auf dem Festplatz von St. Martin. Für Stimmung sorgen das Duo Flexibel und die jungen Pseirer. Zudem findet die Verlosung der Lotterie beim Fest statt. Markus Platter Moos

Neues Info-Büro des Tourismusvereins in Moos Am 24. Mai lud der Tourismusverein Passeiertal zur Eröffnung der neuen Büroräumlichkeiten in Moos. Das Büro wurde im Winter umgebaut und die Einrichtung erneuert und konnte nun pünktlich zum Saisonbeginn bereits Ende April Das neue Info-Büro in Moos

in Betrieb genommen werden. Das bestehende Infobüro wurde komplett erneuert und mit Möbeln in Altholzoptik ausgestattet. Von der Gemeinde Moos wurde ein zweiter angrenzender Raum zur Verfügung gestellt. Damit konnten weitere Arbeitsplätze im Back-Office sowie ein Platz für Besprechungen gewonnen werden. Neben der kompletten Einrichtung wurden die Sanitäranlagen erneuert und das Büro mit Fußbodenheizung ausgestattet. Der Präsident des Tourismusvereines Ulrich Königsrainer, bedankte sich bei der Eröffnung bei den Handwerkern, welche trotz coronabedingten Schwierigkeiten im Winter äußerst sorgfältig und vor allem flexibel am Umbau gearbeitet haben. Ein großer Dank geht an die Gemeinde Moos, welche die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Der Umbau konnte ohne Fremdkapital vom Tourismusverein realisiert werden und wurde von der Gemeinde Moos sowie durch eine Förderung der Provinz Bozen unterstützt. Der Bürgermeister Gothard Gufler gratuliert dem Tourismusverein zum gelungenen Umbau und unterstreicht die Wichtigkeit den Tourismus vor allem im Hinterpasseier zu fördern. Allen voran hebt er das Projekt Alpine Pearls und die damit verbundene Ausrichtung zu einem sanften und umweltverträglichen Tourismus hervor, welcher mit der Unterstützung der neuen Direktorin vom Tourismusverein, Magdalena Fundneider, vorangetrieben werden soll. Die Direktorin bedankt sich bei allen Beteiligten, die diesen Umbau ermöglicht haben und spricht von den Büroräumlichkeiten als „Visitenkarte“ für Gäste aber auch für Mitarbeiter vom Tourismusverein. Magdalena Fundneider


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den geehrten Kameraden für ihren unermüdlichen Einsatz in den vergangenen Jahrzehnten. Bürgermeister Gothard Gufler, der selbst geehrt wurde, schloss sich den Gratulationen an und dankte abschließend den Wehrmännern für die unbezahlbaren Dienste an der Bevölkerung. Hubert Gögele Rabenstein

EUM – Mitgliedertag Kommandant Markus Platter, AI Roland Gufler, Edith mit Bürgermeister Gothard Gufler, KDT-Sellvertreter Robert Lanthaler, Andrea mit Josef Fontana, Erna mit Martin Fontana, Kurt Hofer, Karl Ennemoser und Albert Gufler Foto: Hubert Gögele

Freiwillige Feuerwehr Moos

Ehrungen in der FF Moos Am Samstag, den 28. Mai 2022, veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Moos in Passeier wieder ihren traditionellen Kameradschaftsabend im Kultursaal von Moos. Dabei konnten langjährige Feuerwehrkameraden für ihre Dienstzeit geehrt werden. „Nach zwei Jahren coronabedingter Pause freue ich mich außerordentlich, dass wir alle wieder zusammenkommen und miteinander feiern können“, meinte Kommandant Markus Platter in seiner Ansprache. Zur Feier konnte er Bürgermeister Gothard Gufler, Abschnittsinspektor Roland Gufler, die Kommandanten der Nachbarwehren von Platt und Rabenstein, Vertreter verschiedener Vereine, die Ehrenmitglieder Josef Kofler und Johann Platter, die Feuerwehrmänner und -frauen mit ihren Partnern sowie die Patinnen begrüßen. Nach dem gemeinsamen Abendessen wurden die Ehrungen von Abschnittsinspektor Roland Gufler vorgenommen. Begonnen wurde mit der Verleihung des Verdienstkreuzes in Bronze. Dieses erhielten Devid Fontana, Gerald Halbeisen, Valentin Gufler, Stefan Lanthaler und Alexander Ilmer. Das Verdienstkreuz in Silber wurde anschließend Lorenz Gufler und Karl Königsrainer verliehen. Mathias Schweigl wird es zu einem späteren Zeitpunkt überreicht, da er an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnte. Kommandant Markus Platter sowie der ehemalige Abschnittsinspektor Josef Kofler erhielten 2021 beim Bezirkstag in

Algund für den zehnjährigen Dienst das Verdienstkreuz in Bronze mit einem Stern. Abschnittsinspektor Roland Gufler gratulierte nochmals dazu und bedankte sich kräftig für ihre aufopferungsvolle Tätigkeit. Alle Anwesenden freuten sich sichtlich mit ihnen. Für vierzig Dienstjahre wurden Martin Fontana und Albert Gufler, Karl Ennemoser, Josef Fontana, Gothard Gufler und Kurt Hofer sowie Robert Lanthaler geehrt. Ihnen wurde bereits beim Bezirksfeuerwehrtag das Verdienstkreuz in Gold verliehen, der 2021 in Algund und heuer in St. Walburg in Ulten stattfand. „40 Jahre ist eine lange Zeit und es bedarf eines langen Atems“, bemerkte Markus Platter. Als Anerkennung für ihre langjährige und hilfsbereite Tätigkeit überreichte Kommandant Platter ihnen eine geschnitzte Statue des hl. Florian. Er lobte die Kameraden für ihren Fleiß und die stete Zuverlässigkeit bei jeglichen Einsätzen und Diensten. Abschnittsinspektor Roland Gufler gratulierte allen herzlich und bedankte sich bei

Am Samstag, den 4. Juni, fand bei strahlendem Sonnenschein für die Mitglieder der EUM ein „Tag der offenen Tür“ in Rabenstein statt. „Offene Tür“ im wahrsten Sinne des Wortes, konnte doch erstmals das E-Werk Rabenstein samt Stollen und Wasserfassung besichtigt werden. Ein Jugendlicher war völlig aus der Puste, als er aus dem Stollen kam. Trotzdem war er total begeistert. Ganz besonders hat ihm die Bläsergruppe aus Platt am Ende des Stollens gefallen. Auch das E-Werk Schönau war für alle Interessierten geöffnet und gar einige konnten sich vor Ort überzeugen, dass hier bauliche Meisterleistungen not­ wendig waren, um das Wasser der Passer zu zähmen und in erneuerbare grüne Energie umzuwandeln. Weiters standen 2 E-Autos nicht nur zur Besichtigung vor Ort, sondern konnten auch für Testfahrten genutzt werden. Mit tatkräftiger Hilfe der Vereine von Rabenstein konnten die mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Mitglieder samt ihren Familienangehörigen) bestens bewirtet werden. Die anwesenden Mitglieder konnten zwischen zwei leckeren Gerichten wählen und der krönende Abschluss des Mittagessens waren die süßen Krapfen, welche die Bäuerinnen von Rabenstein mit viel Der EUM-Mitgliedertag fand viel positiven Anklang


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Können und Liebe zubereitet haben. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Trio „Hou“ und unsere Mitglieder, ob Jung oder Alt, haben ausdauernd das Tanzbein geschwungen. Höhepunkt der Veranstaltung war die Verlosung einiger schöner und toller Preise. Krönender Abschluss dieser Ver­ losung war das strahlende Lächeln der Gewinnerin, welche mit einem E-Bike (Fully) der neuesten Generation nach Hause radeln konnte. Die rundum gelunge Veranstaltung hat der Verwaltungsrat zum Anlass genommen, unsere Mitglieder in zwei Jahren wieder zu einem Tag der „offenen Tür“ einzuladen, wobei sich das gerade im Bau befindliche neue E-Werk „Schmiede“ geradezu ideal anbieten würde. Theo Lanthaler Freiwillige Feuerwehr Saltaus

Florianifeier Am Sonntag, den 22. Mai 2022, lud die Freiwillige Feuerwehr Saltaus nach zweijähriger Pause wieder zur traditionellen Florianifeier ein. Begleitet von der Musikkapelle Saltaus, den Patinnen und den Ehrengästen, erfolgte der Einmarsch der Wehrmänner vom Parkplatz der Hirzer Seilbahn ausgehend bis zur Kirche von Saltaus. Nach dem Festgottesdienst, zelebriert durch Pfarrer Alexander Pixner, wurde die Feier im Beisein der Familienangehörigen im Vereinssaal von Schweinsteg fortgesetzt. Kommandant Dietmar Haller begrüßte alle Anwesenden, besonders die Bürgermeisterin Rosmarie Pamer und den Abschnittsinspektor Roland Gufler. Da es in den vergangenen beiden Jahren leider keinen würdigen Rahmen

für die Verleihung von Ehrungen gegeben hat, wurde im Vorfeld beschlossen, diese zur heurigen Florianifeier nachzuholen. Die Bürgermeisterin und der Abschnittsinspektor verliehen zuallererst dem Kommandanten Dietmar Haller sowie dem Zugskommandanten Thomas Kuen das Verdienstkreuz in Bronze für 15 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr Saltaus. Kassier Herbert Pixner und Wehrmann Fabian Schmidhammer erhielten das Verdienstkreuz in Silber für 25 Jahre Mitgliedschaft. Des Weiteren wurden folgende Ehren­ urkunden an langjährige Ausschuss­ mitglieder verliehen: >> Manfred Haller: seit 1. 1. 1994 aktives Mitglied, Ausschussmitglied von 2005 bis 2020, Gruppenkommandant von 2000 bis 2015 >> Sebastian Hofer: seit 1. 1. 1988 aktives Mitglied, Ausschussmitglied von 1995 – 2020, Gruppenkommandant-Stell­ vertreter von 1995 bis 2015 >> Manfred Pircher: seit 1. 1. 1983 aktives Mitglied, Kommandant-Stellvertreter von 2000 bis 2020 Ein besonderer Moment war die Ernennung des Alt-Kommandanten Martin Kuen zum Ehrenmitglied. Er ist seit 01.01.1980 aktives Mitglied, war von 1985 bis 2000 Kommandant-Stellvertreter und von 2000 bis 2020 Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Saltaus. Der Abschnittsinspektor Roland Gufler bedankte sich bei den Wehrmännern, besonders bei den Geehrten, für ihren geleisteten Einsatz. Auch Bürgermeisterin Rosmarie Pamer gratulierte den geehrten Kameraden und bedankte sich bei den Wehrmännern und der Kommandantschaft der Feuerwehr Saltaus für ihren wertvollen Dienst und die stets gute Zusammenarbeit.

Die geehrten Wehrmänner: (vorne sitzend, von links) Thomas Kuen, Herbert Pixner, Fabian Schmidhammer sowie (hinten, von links) Sebastian Hofer, Abschnittsinspektor Roland Gufler, Ida und Martin Kuen, Bürgermeisterin Rosmarie Pamer, Manfred und Annemarie Pircher, Manfred Haller und Kommandant Dietmar Haller Foto: Werner Spiess

Kommandant Dietmar Haller bedankte sich ebenfalls bei den Geehrten und allen anderen Kameraden für ihren Einsatz, besonders aber auch bei der Bürgermeisterin Rosmarie Pamer für ihre fortwährende Unterstützung. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ließ man die diesjährige Florianifeier bei einem gemütlichen Beisammensein ausklingen. Florian Pixner Interessantes Treffen

Besuch der Schneeberger Knappen in Rabenstein Am Freitag, den 29. April 2022, besuchte der Knappenverein Schneeberg Passeier den Verein Erlebnisbergwerk Rabenstein im Sarntal. Pünktlich um 9 Uhr starteten 13 aktive Mitglieder der Knappen in Moos mit dem Bus. Erste Einkehr war der Martinerhof. Der Gastwirt „Flor“ wartete schon mit Bier zum Mitnehmen für den Tagesausflug. In Lana hat uns Waltraud von der Bar Teiss mit einem Aperitif empfangen. Weiter ging’s dann nach Rabenstein ins Sarntal, wo wir dann zur Mittagszeit ankamen. Der Vizebürgermeister von Sarntal, Josef Mair, und der Obmann des Erlebnisbergwerkes Rabenstein Georg Groß trafen uns vor Ort und informierten uns über das ehemalige Bergwerk. Wir konnten uns einen guten Überblick über das schon im Mittelalter erwähnte Abbaugebiet verschaffen. Im Bergwerk Rabenstein wurden bis 1991 Bleiglanz, Zink und hauptsächlich Fluorit abgebaut. Abnehmer von Fluorit war Zeiss, ein weltweit führendendes Technologieunternehmen der optischen und optoelektronischen Industrie. Eine Mannschaft von Freiwilligen ist zurzeit dabei, die Stollengänge und Schächte, die sich in Privatbesitz befinden, zu sichern und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auch ein Großteil der Maschinen befindet sich noch Untertage. Da es momentan zu gefährlich ist, die Stollen zu begehen, ist es nur möglich den Außenbereich und den Haupteingang zu besichtigen. Es besteht zurzeit großes Interesse auch in Rabenstein einen Knappenverein zu gründen, ausgerüstet mit historischen Uniformen, wie sie auch unsere Schneeberger Knappen bei besonderen Ereignissen und Festtagen tragen. Beim Mittagessen im naheliegenden Gasthaus gab es dann ein Austauschgespräch über die Geschichte > der Bergwerke Schneeberg und Raben-


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Der Knappenverein Schneeberg Passeier unternahm einen sehr interessanten Ausflug ins Sarntal

> stein, wo zum Teil die gleichen Erze abgebaut wurden. Sobald die Führungen am Schneeberg im Juni starten, werden dann umgekehrt Mitglieder und Interessierte des Vereins Erlebnisbergwerk Rabenstein das Bergwerk St. Martin am Schneeberg besichtigen. Wir verabschiedeten uns mit einem dreifachen Knappengruß „Glück auf“! Auf dem Rückweg haben wir noch ein Gastlokal in der Bozner Innenstadt besucht, das zwei Mitglieder unseres Knappenvereins führen. Da wir in der auffallenden schwarzen Knappenuniform unterwegs waren, mussten wir immer wieder den interessierten Leuten erklären, um welche Uniform es sich handelt. Für einige war das auch Anlass ein Foto mit uns zu machen. Anschließend ging es nach diesem sehr interessanten Tag und Ausflug in das Sarntal wieder zurück ins Passeiertal. Franz Kofler „GLANZLEISTUNG – DAS JUNGE EHRENAMT“

Landesauszeichnung für das Jugendbüro Passeier EO Unzählige Kinder und Jugendliche werden landesweit von Jugendorganisationen wie dem Jugenddienst Jugendbüro Passeier (JubPa) in Jugendräumen, Jugendzentren und Projekten begleitet, befähigt und auch für ehrenamtliche Tätigkeiten begeistert. Es beteiligen sich seit Jahren viele junge Menschen an kulturellen, religiösen und gesellschaftlichen Aufgaben und Initiativen des Trägervereins wie z. B. an der Planung von Jugendmessen, in der Durchführung der Sommerbetreuungen für hunderte von Kindern, bei Aktionen für eine saubere Umwelt, bei Konzerten und

Musikveranstaltungen und in den Jugendausschüssen, wenn es um Partizipationsprojekte der Jugend in den Gemeinden geht. Viele Personen tragen jährlich dazu bei, dass die Kinder- und Jugendarbeit gelingen kann und Früchte trägt. Die gelingende Jugendarbeit und die partizipative Arbeitsweise des Jugendbüros sind auch über die Talgrenzen hinaus bekannt geworden. Am 03. Mai diesen Jahres erreichte den Verein ein Schreiben des Landeshauptmannes von Südtirol, in welchem mitgeteilt wurde, dass die Organisation für die Verleihung der Verdiensturkunde auf Euregio-Ebene für das Junge

Ehrenamt 2022 nominiert ist. Diese Auszeichnung wird seit 2017 gemeinsam mit dem Bundesland Tirol vergeben und dieses Jahr erstmals auch gemeinsam mit der Autonomen Provinz Trient an besonders engagierte junge Menschen und Vereine, die sich durch vorbildliches, außergewöhnliches und nachhaltiges Wirken zum Wohle der Allgemeinheit verdient gemacht haben. Am 21. Mai war es dann soweit. In der „Cantina Storica Rotari“ in Mezzocorona TN wurden 6 regionale Projekte, ein grenzüberschreitendes Projekt und 19 Jugendliche gewürdigt. Zwei Südtiroler Vereine wurden mit der Landesauszeichnung „Glanzleistung“ geehrt. Darunter auch das Jugendbüro Passeier als beispielgebende Organisation des Ehrenamts in der Jugendarbeit und in der Tätigkeit als Fachstelle zur Förderung der Jugendarbeit. Der Preis wurde von den Landeshauptmännern von Südtirol und dem Trentino, Arno Kompatscher und Maurizio Fugatti, und der Nordtiroler Vizeobfrau des Landtages, Sophia Kircher an die anwesenden Vereinsvertreter*innen und Mitarbeiter*innen überreicht. Diese nahmen die Auszeichnung entgegen und widmeten sie den Vereinen, Organisationen und Personen, welche zusammen mit Ehrenamtlichen für die Jugend und die Gesellschaft einstehen und wirken. Konrad Pamer

Nahmen die Auszeichnung entgegen: Die pädagogischen Mitarbeiter Thomas Schölzhorn und David Lanthaler, der Vorsitzende Joachim Volgger, Vorstandsmitglied Fabian Gufler und der Leiter der Fachstelle Konrad Pamer


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„Crash-Rettung“ einer verletzten Person aus einem Schacht Fotos: Hubert Gögele

Freiwillige Feuerwehr St. Leonhard

Feingefühl beim Stapeln von Holzklötzchen mit schwerem Rettungsgerät

Freiwillige Feuerwehr St. Leonhard

Rückblick 6. Feuer­ Segnung des neuen wehr-Gaudiwettkampf Kleinlöschfahrzeugs Drei Jahre ist es nun schon her, dass wir den letzten Gaudiwettkampf mit den Feuerwehren des Passeiertales und unserer Partnerwehr aus Friesenhofen ausrichten konnten. Am 20. Juli 2019 stellten sich 18 Vierer-Mannschaften der verschiedenen Feuerwehren den vorbereiteten Stationen und Hindernissen rund um das „Schmiedhaus“ und bewiesen dabei ihr technisches Geschick und ihr Feingefühl. Am besten vorbereitet erwiesen sich dabei die Kameraden aus St. Martin, welche bereits zum zweiten Mal die Wandertrophäe gewannen und mit der FF Walten in der Siegerliste gleichzogen. Heuer ist es endlich wieder soweit. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, um den Kameraden am 23. Juli 2022 wieder alles abzuverlangen und einen spannenden Wettkampf zu bieten. Man kann gespannt sein, ob sich die FF St. Martin oder die FF Walten durchsetzen und die Wandertrophäe endgültig in ihren Besitz reißen werden oder ob sich eine weitere Feuerwehr in die Siegerliste eintragen wird. Umrahmt wird der Gaudiwettkampf auch heuer wieder mit dem zweitägigen „Liertner Feuerwehrfest“ auf dem Raiffeisenplatz. Am Samstagabend sorgen „PARTYVOLK“ und „NoLipstiK“ kräftig für Stimmung. Der Sonntag, 24. Juli 2022, steht traditionell im Zeichen des hl. Christophorus mit hl. Messe auf dem Raiffeisenplatz, Fahrzeugsegnung entlang der Andreas-HoferStraße und anschließendem Frühschoppen mit dem Duo „Tiroler Stolz“. An beiden Tagen wird auch ein tolles Kinderprogramm mit Hüpfburg und vielem mehr für die kleinen Gäste geboten. Gregor Zöschg

Am 7. Mai diesen Jahres wurde im Rahmen der traditionellen Florianifeier das neue Kleinlöschfahrzeug der FF St. Leonhard und gleichzeitig auch das Einsatzfahrzeug der Ortspolizei gesegnet. Deshalb fanden sich die Patinnen und Mitglieder der FF St. Leonhard, der Abschnittsinspektor, Vertreter des Bezirksverbandes, der Nachbarwehren, Vertreter der Partnerwehr aus Friesenhofen, der verschiedenen Rettungsorganisationen, die Carabinieri, Gemeindevertreter, zahlreiche weitere geladene Gäste und die Bevölkerung um 18 Uhr auf dem Raiffeisenplatz ein, um der von Pater Christian zelebrierten hl. Messe

beizuwohnen. Nach der hl. Messe begab man sich gemeinsam zur Feuerwehrhalle, wo Hochmeister Frank Bayard die Fahrzeuge segnete. Anschließend nahmen die Gäste in der Feuerwehrhalle Platz und es folgten die Vorstellung der Fahrzeuge. Beim neuen Feuerwehrfahrzeug handelt es sich um einen Mercedes Sprinter mit Allradantrieb, welcher Platz für sechs Wehrmänner und drei Atemschutzträger bietet. Neben einer Tragkraftpumpe ist im Fahrzeug auch allerhand erforderliche Zusatzausrüstung untergebracht. Es folgten die Ansprachen der Ehrengäste sowie die Auszeichnung verdienter Wehrmänner für ihre langjährige Tätigkeit. Nach Abschluss des offiziellen Teils waren alle Anwesenden noch zu einer Stärkung und gemütlichem Beisammensein in der Feuerwehrhalle eingeladen. Gregor Zöschg

Feuerwehrfahne: Raimund Marth, Paul Hofer und Mirco Alber, KommandantStv. Manfred Haller, Fahrzeug-Patinnen: Paula Hofer Marth und Angelika Hofer Eschgfäller, Kommandant Roman Pfitscher Foto: Bernadette Pfeifer


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Schulen & Bibliotheken

Dauer: 1. Juni bis 10. September 2022. Abgabe Lesepässe: Bibliothek oder Grundschule St. Martin und Saltaus Lil – Lesen im Liegestuhl: für Mittel- und Oberschüler*innen von 12 bis 16 Jahren 20 deutschsprachige Buchhits werden im Jugendleseraum zum Lesen angeboten und müssen dann online auf der Homepage https://www.lilestate.bz.it/ bewertet werden. Dauer: bis 31. Oktober 2022 Preise: Es gibt 100 tolle Preise zu gewinnen. Für besonders Kreative gibt es sechs iPad mini zu gewinnen. Das Bibliotheksteam freut sich über deine Teilnahme. Gottfried Zagler

Frau Halbeisen mit ihren Büchern

Rabenstein Bibliothek St. Martin

Bibliothek St. Martin

Autorenlesung mit Isabella Halbeisen

Sommerlesepreis für Grund-, Mittel- und Oberschüler*innen

Am Dienstag, den 26. April 2022, gingen wir in die Dorfbibliothek von St. Martin i. P., wo wir Isabella Halbeisen kennenlernten. Sie schreibt in ihrer Freizeit Kinderbücher. Mit 34 Jahren hat sie ihr erstes Buch herausgebracht. Inzwischen hat sie schon sechs Bücher geschrieben. Sie sagte zu uns, dass sie uns nicht einfach ein Buch erzählen will, sondern sie möchte uns den langen Weg bis zum Erscheinen eines Buches erklären. Uns hat es sehr fasziniert, wie lange es dauert und wie viel Arbeit dahintersteckt, um ein Buch herzustellen. Deshalb soll man auf die Bücher gut aufpassen und sie wertschätzen. Isabella hat uns berichtet, dass sie auch ihre Bilder selber zeichnet und anmalt. Die meisten anderen Autoren haben einen Illustrator oder eine Illustratorin. Es dauert 8 bis 10 Stunden, um ein Bild zu fertig zu stellen. Isabella schreibt wahre Geschichten, die übers Leben erzählen. Zum Schluss hat sie uns noch ihr Buch „Liebe säen“ vorgelesen. Das war ein interessanter Vormittag! Julia Pabst Marilena Angerer Lilli Marth Sarah Haller Valentina Haller Grundschule St. Martin, 5.A

Die Bibliothek St. Martin möchte wieder interessante und spannende Bücher verleihen. Zwei Sommerleseaktionen werden angeboten: Sommer, Sonne, Leseabenteuer: für Grundschüler und Grundschülerinnen Alle Interessierten können einen Lesepass in der Bibliothek abholen. Sie sollten mindestens 4 Bücher ausleihen, lesen und in den Pass eintragen. Preise: Alle Teilnehmer*innen werden zur Abschlussveranstaltung eingeladen und können sich einen Preis selbst aussuchen.

Groß und Klein in der Bibliothek Fast regelmäßig wird die Bibliothek Rabenstein von jungen Müttern mit ihren Kindern besucht. Kinder und Mütter erfreuen sich beim Spiel und beim Lesen von Büchern mit ihren Liebsten. Auch das Angebot für die Vorschulkinder wird fleißig genutzt. In der Bibliothek finden besonders die Lehrpersonen passende Unterlagen für den Unterricht. Auch kleinere Leseprojekte werden in allen Bibliotheken angeboten. Interessiert daran zeigt sich besonders die Schule. DieBibliothek ist viel mehr als nur ein Ort, wo Bücher ausgeliehen werden können. Deshalb ein Aufruf an alle: Kommt vorbei und schaut das Angebot in eurer Bibliothek an! Waltraud Gatterer In der Bibliothek Rabenstein


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Zwei Monate danach war die Gewissheit da, die 9 Kinder hatten gewonnen. Der Preis: ein Tag auf einem der Südtiroler Bauernhöfe, die „Schule auf dem Bauernhof“ anbieten. Rosina Kuen ist eine jener Bäuerinnen, welche auf ihren Höfen seit Jahren Schüler*innen das tägliche Bauernhofleben nahe bringen. Auch in den Schulen wirkt sie als wichtige Botschafterin Südtiroler Produkte, allen voran der Milch und Milchderivate.

Die Namen der Kinder v.l.n.r. (Foto im Schulhof): Leo Lanthaler, Natalie Hofer, Sofie Haller, Ilara Platter, Janis Platter, Toni Fritz Platter, Jonas Schmidhammer, Martin Gamper, Josef Ploner; rechts neben Elisabeth Larcher, Heidi Pacher, Rosina Öttl Kuen, Elisabeth Schwienbacher

GS Saltaus

Uns ist es wichtig, dass es den Tieren gut geht Danke, dass ihr so brav seid. Anfang April, gleich morgens bei Schul­ beginn, klopfte es an der Klassentür der ersten Klasse Grundschule Saltaus. Es waren Rosina Kuen, Ortsbäuerin von Kuens, und Elisabeth Larcher, Ortsbäuerin von St. Martin, und der Jubel war groß, denn die Kinder hatten ganz schnell verstanden, warum die Bäuerinnen sie besuchen gekommen waren. 41 Schulen aus ganz Südtirol haben beim Wettbewerb der Südtiroler Bäuerinnenorganisation „Ein Tag auf einem Bauernhof“ mitgemacht. Die erste Klasse Grundschule Saltaus gehört zu den Siegerklassen. Ziel des Wettbewerbes war es, etwas über die Bäuerinnen und Bauern des Landes zu schreiben. Die Mädchen und Jungen der Klasse haben sich dabei ganz viel Mühe gegeben, gezeichnet und geschrieben: Hallo liebe Bäuerin und lieber Bauer! Wir sind die erste Klasse Saltaus. Martin und Jonas lieben Traktoren. Maschinen finden wir toll. Die Mädchen mögen Hasen sehr gerne. Wir möchten gerne in den Stall gehen und die Tiere besuchen. Wir möchten die Tiere füttern und ausmisten und melken. Wir finden toll, dass ihr die Tiere füttert und auf sie aufpasst. Der Brief geht und gilt allen Bäuerinnen und

Bauern, geschrieben von „ unserer Zukunft“. Wir können stolz auf diese Kinder sein. Uns ist es wichtig, dass es den Tieren gut geht.

Einen großen Dank überbrachten die Ortsbäuerinnen auch den beiden Lehrerinnen Elisabeth Schwienbacher und Heidi Pacher Kindern die Wurzeln und die Identität unseres Landes nahebringen, sei besonders wertvoll und die bäuerlichen Familien seien Lehrern und Lehrerinnen wie ihnen zu großem Dank verpflichtet. Elisabeth Larcher

Gratulation

Ihr habt ganz viel Arbeit und ihr seid brav. Danke, dass ihr so fleißig seid! Viele liebe Grüße von der 1. Klasse Saltaus Im Februar 2022: Janis, Leo, Sofie, Jonas, Ilara, Martin, Natalie, Josef, Toni

Geburten vom 3. 4. bis 30. 5. 2022 Gemeinde St. Martin 3. 4. 2022 Janni Öttl 14. 4. 2022 Jaron Auer 18. 4. 2022 Emilia Rosa Lanthaler 21. 4. 2022 Sofie Haller 25. 4. 2022 Soley Righi 9. 5. 2022 Felix Lang 11. 5. 2022 Samuel Öttl 23. 5. 2022 Maximilian Pixner Gemeinde St. Leonhard 5. 4. 2022 Anna Hainz 11. 4. 2022 Fabian Pircher 13. 4. 2022 Gabriel Pircher 14. 4. 2022 Ilaria Heel 30. 5. 2022 Gabriel Haller Gemeinde Moos 12. 4. 2022 Finja Gufler 6. 5. 2022 Samuel Pixner 12. 5. 2022 Elias Gufler

Herzlichen Glückwunsch zur Diamantenen Hochzeit, Irma Raffl und Pöhl Luis Auf 60 Jahre Eheglück, schaut ihr mittlerweile bereits zurück. Ihr habt in eurem gemeinsamen Leben so viel uns schon gegeben. Für all die Mühe, die ihr euch gemacht, sei hiermit unser Dank dargebracht. Es möge für euch im weiteren Leben, noch viel Freude und Gesundheit geben

Es gratulieren euch von Herzen eure Kinder mit Familien


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sport

Daniela Augscheller wurde 1. in ihrer Kategorie Fotos: Klettergruppe und Jan Schenk

Klettern

Juniorcup in der SportArena Heuer war unsere Kletterhalle in der SportArena wieder einmal Austragungsort eines regionalen Juniorcups. So fanden sich am Wochenende vom 12. und 13. März insgesamt 182 Kletterkids von 9 bis 18 Jahren aus der Region Trentino-Südtirol in St. Leonhard ein, um sich in der Disziplin Lead, dem Seilklettern, zu messen. Die Organisation des Wettkampfes war ziemlich aufwendig, so musste erstmal ein Großteil der Routen in der Halle abmontiert werden, um Platz für die anspruchsvollen Qualifikations- und Finalrouten zu machen. Schließlich war aber am Samstagmorgen alles bereit, um die Athleten zu empfangen. Die älteren Kategorien, U16-U20, bestritten die Meisterschaft am Samstag. Unsere Psairer Kraxlerinnen und Kraxler konnten sich hier schon 3 Podiumsplätze sichern, Vanessa Kofler belegte, ebenso wie David Grasl, den 3. Platz und Hannes Grasl gewann die Goldmedaille. Nach einem erfolgreichen ersten Wettkampftag ging es am Sonntagmorgen mit den jüngeren Jahrgängen weiter. 64 Athletinnen und Athleten der U12 kraxelten am Vormittag auf 4 Routen und gaben ihr Bestes. Noah Hofer sicherte sich hier den zweiten Platz auf dem Podium. Am Nachmittag schlossen die U14-Athleten den Wettbewerb ab. Nach einem spannenden Finale schaffte es Augscheller Daniela alle Konkurrentinnen hinter sich zu lassen und kletterte auf den 1. Platz. Alles in allem war der Juniorcup in

Der Haflinger begeistert alle Altersklassen Fotos: Hubert Gögele

Passeier ein großer Erfolg und das nicht zuletzt dank der vielen Helfer*innen und Sponsoren. Ein herzliches „Vergelts Gott“ deshalb an alle Mitwirkenden. Ein besonderer Dank gilt dem Despar Winkler, der Bäckerei Kobler und Bar Schmiedhaus, die uns eine super Verpflegung unserer freiwilligen Helfer und Helferinnen ermöglicht haben. Es freut uns sehr, dass auch Vertreter aller drei Gemeinden sich die Zeit genommen haben, um unsere Psairer Kraxler*innen anzufeuern und mit ihnen mitzufiebern. Unseren Athleten und Athletinnen gratulieren wir zu ihren Erfolgen und wünschen ihnen noch eine erfolgreiche Klettersaison! Margit Schwienbacher Noah Hofer belegte den 2. Platz bei den U12m

Haflinger Pferdezuchtverein Passeier

Ein gelungenes Pferdefest zum Jubiläum Tief hingen die Wolken über St.Leonhard und schon in der Früh waren einige Regentropfen zu spüren. Sollte die so lange freudig erwartete und in vielen Arbeitsstunden geplante Jubiläums- Haflingerausstellung zum 70-jährigen Bestehen unseres Vereins am 30.04. wirklich ins Wasser fallen? Wir ließen uns vom Wetter die gute Laune nicht verderben und starteten in der Früh, begleitet von der Musikkapelle Andreas Hofer vom Sportplatz in St.Leonhard mit etwa 60 Pferden zum Einzug durch das Dorf in Richtung Festplatz am Sandhof. Die glänzend herausgeputzten Haflinger mit ihren großteils in farbenfrohe Trachten gekleideten Führern und Reitern sowie die Kutsche mit den Ehrengästen begeisterten die vielen schaulustigen Einheimischen und Gäste am Rand der Strecke. Am Festplatz angekommen, erteilte uns Pater Christian Stuefer den Segen für uns und unsere Tiere und wir hörten die Grußworte der Bürgermeister des Tales. Pünktlich um 10 Uhr begannen die Bewertungsarbeiten. Die 55 teilnehmenden Haflingerpferde an unserer Vereinsschau wurden je nach Alter und je nachdem, ob sie trächtig, mit Fohlen oder leer waren in 8 verschiedene Kategorien eingeteilt. Aus jeder Kategorie wurden die 3 besten Pferde ausgewählt und prämiert.


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Kofler Christine, Tagessiegerin Vanna, Auer Floriane, Hofer Maria Luise, Haflingerkönigin Andrea Aster, Oberkofler Georg, Reservesiegerin Calissa-Charlet, Gufler Klaus, Scheiber Lukas

Die Bewertungskommission bestand aus Scheiber Lukas, Präsident der HaflingerWelt-Zucht-und Sportvereinigung, Kofler Christine, Rasseexpertin des HaflingerNationalverbandes Italien und Oberkofler Georg, Züchtervertreter des HaflingerPferdezuchtverbandes Südtirol. Bis zur Mittagspause war dieser Teil der Veranstaltung beendet und nach der wohlverdienten Stärkung begann die Nachzuchtschau des bekannten Haflingerhengstes Alex R. 15 Nachkommen dieses Hengstes in verschiedenen Altersklassen waren zu diesem Anlass aus ganz Südtirol und auch aus Oberitalien gekommen und wurden in 2 Kategorien bewertet und prämiert. Ein besonderes Highlight war die Vorstellung dieses sehr ausdrucksstarken Hengstes unter dem Sattel.

Nach diesem Programmpunkt warteten alle schon gespannt auf den Höhepunkt des Tages: die Prämierung der Tagessiegerin und der Reservesiegerin. Dazu wurden die 2 erstplatzierten Pferde jeder Kategorie nochmals im großen Endring vorgeführt. Zur Tagessiegerin wurde schließlich die 7-jährige Stute Vanna der Auer Floriane gekürt, Reservesiegerin wurde die 3-jährige Calissa-Charlet des Gufler Klaus. Nach Ansicht der Bewertungskommission verkörperten diese beiden Pferde am besten das Idealbild des modernen Haflingers. Damit war der offizielle Teil der Ausstellung beendet und alle waren erleichtert, dass alles reibungslos abgelaufen war, aber ganz besonders, dass wir den ganzen Tag vom angekündigten Regen verschont

Fast 50 Ausstellerinnen und Aussteller beteiligten sich mit ihren Pferden an der Jubiläumsschau

geblieben waren. Es folgte die Ziehung der Gewinnlose und natürlich wurde noch kräftig auf die Sieger angestoßen. Der Ausschuss des Haflinger Pferdezuchtvereins bedankt sich bei allen, die zum Erfolg dieser Jubiläumsschau beigetragen haben. Ein großer Dank geht an alle Aussteller, für die vorbildliche Vorbereitung und Vorstellung der Pferde und für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Außerdem danken wir allen fleißigen Helfern, dem Weißen Kreuz, der Feuerwehr und der Musikkapelle St.Leonhard sowie natürlich unseren vielen groß­ zügigen Sponsoren, allen voran den drei Gemeinden des Tales, dem Tourismusverein Passeier. Petra Bacher


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Siegerehrung der Mädchen beim Dreiländervergleich

ASC PASSEIER – SEKTION SKI

Rückblick auf die Skisaison 2021/22 Im Sommer ging es mit dem Trockentraining los und ab September trainierten die Kinder und Jugendlichen mit den Trainern Gufler Peter, Gufler Gert, Hofer Ramona und Gufler Sarah fleißig auf Schnee. Im vergangenen Winter wurden wieder einige gute Resultate bei den vielen Rennen erzielt. Gufler Juri aus Pfelders konnte sich unter anderem bei der Landesmeisterschaft behaupten und eroberte dort die Bronzemedaille. Dieses Jahr konnten wir neben einem Skicrossrennen auch den traditionellen Dreiländervergleichskampf zwischen Südtirol, Tirol und Bayern durchführen. Am 09. und 10. April wurden ein Slalom und ein Riesentorlauf ausgetragen. Die besten 10 Mädchen und die besten 15 Buben der Jahrgänge 2006/2007 konnten

sich dabei messen. In besonderer Erinnerung bleibt uns von diesem Wochenende auch der traditionelle Tirolerabend im Vereinshaus von Pfelders, zu dem die Athletinnen und Athleten in der jeweiligen landesüblichen Tracht erschienen und einen lustigen Abend verbrachten. Ganz herzlich möchte ich mich bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass die Rennen und der Tirolerabend gut abgehalten werden konnten. Ebenso wird allen Sponsoren an der Werbetafel gedankt, die uns das ganze Jahr über unterstützen. Ein besonderer Dank gilt den Busfahrern, die unsere Kinder immer sicher zum Training nach Pfelders und zurück gebracht haben. Traditioneller Saisonabschluss war das Vereinsrennen und es freut uns, dass dieses Jahr auch so viele Eltern daran teilgenommen haben. Wir hoffen, dass sich weiterhin so viele Kinder für den Skisport begeistern und freuen uns schon auf den nächsten Winter. Thomas Gufler

Ältester (Brunner Hubert) und jüngster Teilnehmer (Ganterer Laurin) beim Vereinsrennen

Skicrosspiste am 20.02.22 in Pfelders

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Vorankündigungen > Kultursommer 2022 in St. Leonhard Musikabende und Kabarett im Tirolerhof-Stadl 27. 7.: Lucy van Kuhl Die deutsche Pianistin und Kabarettistin verbindet in ihrem Programm „Dazwischen“ ihre Steckenpferde Wort und Musik auf charmante, originelle Weise auf dem Klavier mit Chansons und Kabarett. 3. 8.: Hubert Dorigatti & Band Der Gitarrist und Komponist Hubert Dorigatti und seine Bandmitglieder, Fabrizio Poggi, Giacomo Da Ros und Laura Willeit, nehmen uns mit in ihre Welt des Blues. 10. 8.: Daniel Mestre mit Family Eine musikalische Reise durch die Geschichte von Katalonien mit Daniel Mestre, seiner Frau und seinen Kindern. 3. 9.: Georg Clementi & Ossy Pardeller Die Texte von Georg Clementi sowie die Gitarrenbegleitung von Ossy erschaffen mit einfachen Mitteln „dramatisch schöne Lieder“, die sich thematisch in keinen festen Rahmen fügen lassen – außer in den der Poesie! Eintritt 12 € Kartenvorverkauf ab 1. Juli im Infobüro St. Leonhard Einlass ab 20 Uhr Veranstaltungsbeginn jeweils um 20:30 Uhr Parkmöglichkeit: Gratis parken ab 19 Uhr in der Raiffeisen-Parkgarage www.kultursommer.lima-city.de

> Schwimmbad St. Martin – Schwimmkurse: Schwimmkurse für Kinder und Erwachsene werden den ganzen Sommer durchgehend angeboten. Informationen und Anmeldung beim Bademeister David, Tel. 366 9016788.

> MuseumHinterPasseier – Bunker Mooseum Juni – September jeden Mittwoch um 10 Uhr Steinwildfütterung im MuseumHinter­ Passeier – Bunker Mooseum in Moos. 18. 6. 2022 Eröffnung Ausstellung „Hinterpasseier im Wandel“ von Gögele Hubert und Schwarz Manfred im MuseumHinterPasseier – Bunker Mooseum in Moos. 7. 7. 2022 Buchvorstellung Bergwerk Schneeberg vom Landesmuseum Bergbau im MuseumHinterPasseier – Bunker Mooseum in Moos. > Brotbacken, Hofer-Führungen und Familienmonat im MuseumPasseier Heuer wird endlich wieder Brot gebacken im Museum. Die Sommertermine sind der 9. Juni, der 11. August, der 8. September und der 22. September (10 bis 13 Uhr, ohne Anmeldung, ohne Aufpreis). Bis Ende Oktober gibt es jeden Freitag von 11 bis 12 Uhr die Führung Hofer Highlights durch die Ausstellung Helden & Hofer (ohne Anmeldung, ohne Aufpreis). Von Juni bis September ist die Jaufenburg montags von 10 bis 13 Uhr geöffnet (freiwillige Spende, kostenlose Mini­ führungen). Und im Juli startet unser Familienmonat: Wir bieten Familienwanderungen zur Jaufenburg sowie Familienführungen durch den Freilichtbereich an. Eine Anmeldung bis jeweils einen Tag vor dem Familienprogramm ist notwendig, Kosten pro Familie: 5 Euro (zum Eintrittspreis). www.museum.passeier.it > Mårtiner Kultursummer 2022 > 15.7. Buchvorstellung mit Manfred Schwarz und Georg Schedereit > 23.7. Knox & Band > 11.8. Abschluss der Luftakrobatik-Woche > 13.8. Streichensemble des Haydn Orchesters > 20.8. Multivisions-Show: surreale Natur > 26.8. Abschlusskonzert der Musikwoche > 24.9. Poetry Slam

> 200-Jahr-Jubiläum Kirche Wans Im heurigen Jahr wird das 200-Jahr-Jubiläum der Weihe der Kirche von Wans und der Johannes-Prozession gefeiert. Zu diesem Anlass wird am Sonntag, 3. Juli 2022, die festliche Johannes-Prozession abgehalten und anschließend daran ein Fest organisiert. Die Prozession mit vier Evangelien beginnt um 8 Uhr bei der Pfarrkirche von Walten und wird, nach der Bergung des hl. Johannes von Nepomuk bei der „Gruberbrücke“, um ca. 10 Uhr in Wans enden, wo dann der Festgottesdienst, zelebriert von Pater Christian Stuefer, gefeiert wird. Anschließend kann das neu restaurierte Kirchlein besichtigt werden. Das anschließende Fest zum 200-JahrJubiläum wird beim Auerhof gefeiert und von der Musikkapelle Walten und der Gruppe „Hou“ musikalisch umrahmt. Für Speis’ und Trank ist natürlich bestens gesorgt. Die zu diesem Anlass neu herausgegebene und sehr umfangreiche Festschrift bzw. Chronik wird bei der Jubiläumsfeier zum Verkauf angeboten. Die Straße nach Wans ist während der Prozession (von 8.30 – 10.30 Uhr) für den gesamten Verkehr gesperrt; Parkmöglichkeit gibt es beim Sportplatz, welcher bis 8.30 und ab ca. 9 Uhr wieder erreichbar ist. Der Pfarrgemeinderat von Walten ersucht die Bevölkerung, sich andächtig und betend an der Prozession zu beteiligen und würde sich freuen, viele beim anschließenden Jubiläumsfest begrüßen zu dürfen. Ausweichdatum bei Schlechtwetter: 10. Juli 2022 > 2. Streetfood Festival Passeier Am 13. 8. 2022 veranstalten wir auf dem Festplatz von St. Martin, das 2. Pseirer Streetfood-Festival, auf regionaler Basis. Es werden vers. heimische und traditionelle Speisen und Getränke zum Verkosten und Degustieren angeboten. Sollte jemand (Vereine, Betriebe, Bauern) Interesse haben und mit einem Stand mitmachen wollen, kann er sich gerne bei uns melden. Streetburner: Tel. 340 3369077 oder per E-mail: streetburnerclub@gmail.com

Termine & Veranstaltungen können per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden


Öffnungszeiten moos Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 18 Uhr; Sa geschlossen, T 0473 643 535 Minirecyclinghof Moos: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr; Pfelders: Mi, 14 – 15 Uhr; Platt: Mi, 8 – 9 Uhr und 1. Sa/Monat, 14.45 – 15.30 Uhr; Stuls: Mi, 10 – 11 Uhr und 1. Sa/Monat, 13.30 – 14.15 Uhr; Rabenstein: 1. und 3. Mo/Monat, 10 – 11 Uhr; Rabenstein (Saltnuss – rotes Haus): jeden 1. Mo/Monat, 9 – 9.45 Uhr Rest- und Biomüllsammlung: Dienstag: Moos, Platt, Pfelders (Dorf und Zeppichl), Stuls wöchentlich; Rabenstein, Pill bzw. Sportplatz Sand, Ulfas jede 2. Woche Bibliothek Moos: Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 18.30 – 20 Uhr; Do, 8.30 – 10 Uhr; So, 11 – 12 Uhr (Sommer) Bibliothek Platt: Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 16 – 17 Uhr, Fr, 15 – 16.30 Uhr; Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Pfelders: Mi, 17 – 18 Uhr Bibliothek Rabenstein: Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Stuls: Mo, 15 – 16 Uhr Arztpraxis Dr. Beccarello: Mo, Do, Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 10 – 11.30 Uhr, 12 – 13 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; T 0473 643 689 Apotheke RAM: Mo, 10 – 12; Mi, 16 – 18.30 Uhr; Do, 9 – 12 Uhr; T 0473 643 689 Eltern-Kind-Beratung Moos: nur mit Vormerkung, T 339 2924051 Ambulatorium Krankenpflegedienst Moos: Donnerstag, 8 – 8.30 Uhr (ohne Vormerkung) st. leonhard Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 17.30 Uhr; Sa, 9 – 11 Uhr, T 0473 656 113 Minirecyclinghof: Fr, 14.30 – 16.30 Uhr, Sa, 7.30 – 9 Uhr; Walten: Mo, 14 – 15 Uhr Restmüllsammlung: Di; Walten, Schweinsteg, Prantach, Mörre, Glaiten, jeden 2. Di; Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Di, Do, Fr, 15 – 18 Uhr; Mi, 9 – 12 Uhr (Sommer) Bibliothek Walten: Mo, 15 – 16 Uhr Arztpraxis Dr. Badiolzamani Tari Nazari Hamid: Mo, Fr, 10 – 13 Uhr; Di, Mi, Do, 16 – 19 Uhr; T 348 7593145 Arztpraxis Dr. Sili Ludmila: Mo, 14 – 18 Uhr; Di, 9 – 12.30 Uhr; Mi, Do, 9 – 13 Uhr; Fr, 13 – 15 Uhr; T 389 7911677 Kinderarztpraxis Dr.in Weger: Mo, Fr, 9.15 – 12.30 Uhr; Mi, 9.30 – 12.30 Uhr; Di, 15 – 18 Uhr; Do, 15 – 19 Uhr; T 0473 656 266 Apotheke RAM: Mo – Fr, 8 – 12.30, 15.30 – 19 Uhr; Sa, 8 – 12.30 Uhr; T 0473 656 146 st. martin Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr; Donnerstag, 15 – 17.30 Uhr, T 0473 499 300 Minirecyclinghof: St. Martin: Fr, 8 – 10 Uhr, Samstag geschlossen; Saltaus: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr Restmüllsammlung: Montag; Matatz, Breiteben, Kalmtal, jeden 2. Montag Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Di, Mi, Fr, Sa, 9 – 12 Uhr; Di, Fr, 16 – 19 Uhr (Sommer) Arztpraxis Dr. Peracchi: Mo, Do, 15 – 18 Uhr; Di, Mi, Fr, 9 – 12 Uhr; T 0473 523 493 Arztpraxis Dr. Dubis: Mo, Do, Fr, 9 – 12 Uhr; Di, 15 – 18, Mi, 12 – 15 Uhr, mit Vormerk.; T 0473 650 167 Apotheke Mercurius: Mo, Mi, Do, Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Di, 8 – 12.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr T 0473 650 011 Eltern-Kind-Beratung: Dorfstraße 25/c (alte Bibliothek) Do, 8 – 12 Uhr, T 0473 641 095 Krankenpflegeambulatorium Garberweg: Di, Fr, 8 – 10 Uhr Jugendtreff: Di – Fr, 11 – 12 Uhr; Di und Do, 17.30 – 19.30 Uhr; T 392 5327295 sprengelsitz passeier Verwaltungsdienst: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, 9.30 – 12 Uhr; Do, 9.30 – 12 u. 14 – 15.30 Uhr; T 0473 659 500 Sozialsprengel: Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr, nachmittags mit Terminvereinbarung; T 0473 659 018; Dienst für Pflegeeinstufung: T 848 800 277, Anlaufstelle Pflege- und Betreuungsangebote: Di, Do, 9 – 11 Uhr; T 0473 659 266, Mi mit Vormerk. Blutabnahme: Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, mit Vormerkung, T 0473 100 100 oder online: www.sabes.it/vormerken Kinderblutabnahme: Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, mit Vormerkung, T 339 2924051 oder 0473 659 510 Krankenpflegeambulatorium: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, Do, 9.30 – 11 Uhr Eltern-Kind-Beratung: Di, 8 – 12 Uhr, nur mit Vormerkung; T 0473 659 518 Dienst für Abhängigkeitserkrankungen: Vormerkung T 0473 443 299 Rehabilitationsdienst: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr, 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 533 Impfzentrum: Mo, 8.30 – 16 Uhr; T 0473 659 517, impfungen.passeier@sabes.it Gynäkologe: jeden 1., 2. und 3. Di/Monat Hauspflegedienst: Vormerkung Mo – Fr, 8 – 10 Uhr; T 0473 659 019 Jugendbüro Passeier: Mo – Fr, M 393 0954681

Aus den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin Termine & Veranstaltungen Juni 30. Musig & Genuss, Dorfhaus St. Martin [Tourismusv.] Juli 3. 200-Jahr-Jubiläum Kirche Wans 6. Familienführung im Freibereich, 10 bis 11 Uhr [MuseumPasseier] 9. Familienwanderung zur Jaufenburg, 17 bis 18.30 Uhr [MuseumPasseier] 14. Familienwanderung zur Jaufenburg, 17 bis 18.30 Uhr [MuseumPasseier] 16. Familienführung im Freibereich, 10 bis 11 Uhr [MuseumPasseier] 19. Familienwanderung zur Jaufenburg, 17 bis 18.30 Uhr [MuseumPasseier] 23. Knox & Band, Dorfhaus St. Martin [Kultursummer] 23./24. „Liertner Feuerwehrfest“, Raiffeisenplatz St. Leonhard 27. Lucy van Kuhl, Tirolerhof-Stadl, St. Leonhard [Kultursommer] 28. Familienführung im Freibereich, 10 bis 11 Uhr [MuseumPasseier] 31. Familienwanderung zur Jaufenburg, 17 bis 18.30 Uhr [MuseumPasseier] august 3. Hubert Dorigatti & Band, Tirolerhof-Stadl, St. Leonhard [Kultursommer] 5. Redaktionsschluss Passeirer Blatt 10. Daniel Mestre mit Family, Tirolerhof-Stadl, St. Leonhard [Kultursommer] 11. Brotbacken mit Miniführungen, 10 bis 13 Uhr [MuseumPasseier] 11. Abschluss der Luftakrobatik-Woche, Dorfhaus St. Martin [Kultursummer] 13. Streichensemble des Haydn Orchesters, Dorfhaus St. Martin [Kultursummer] 15. MuseumPasseier geöffnet, 10 bis 18 Uhr 20. Multivisions-Show: surreale Natur, Dorfhaus St. Martin [Kultursummer] 26. Abschlusskonzert der Musikwoche, Dorfhaus St. Martin [Kultursummer] september 3. Georg Clementi & Ossy Pardeller, Tirolerhof-Stadl, St. Leonhard [Kultursommer] 8. Brotbacken mit Miniführungen, 10 bis 13 Uhr [MuseumPasseier] 22. Brotbacken mit Miniführungen, 10 bis 13 Uhr [MuseumPasseier] 29. Michaelsmarkt, St. Leonhard 30. Redaktionsschluss Passeirer Blatt

recyclinghof passeier (mörre) Dienstag, Donnerstag, 14 – 17 Uhr; Samstag, 8 – 11 Uhr Termine & Veranstaltungen können per Telefon (T 0473 656 239) und per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden


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