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Passeirer Blatt

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Passeirer Blatt

contiene

i. p.

Foto: Albert Pinggera

Passeirer Blatt

Mitteilungen und Nachrichten aus Moos, St. Leonhard und St. Martin April 2022

April 2022 nr. 170 · 36. JAhrgAng

inhalt 3 Gemeinden 10 Kultur & Gesellschaft 25 Natur & umwelt 28 Wirtschaft 30 vereine & verbände 39 Gesundheit & soziales 40 Sport 43 Vorankündigungen

Dr. Michael Zuegg – ein Dank zum Abschied

über drei Jahrzehnte Allgemeinmediziner in St. Leonhard


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St. Leonhard

Beliebter Service

Dr. Michael Zuegg – ein Dank zum Abschied

Nightliner – gute Nach­ richten für Passeirer Nachtschwärmer!

Ende 2021 hat Dr. Michael Zuegg seinen Abschied genommen, nach über drei Jahrzehnten als Allgemeinmediziner in St. Leonhard.

Mit großem Bedauern haben es seine vielen Patientinnen und Patienten aus allen Bevölkerungsschichten zur Kenntnis nehmen müssen. Besonders die Älteren haben seine Geduld bei den Gesprächen zu schätzen gewusst, wenn er sich ihre Beschwerden anhörte und den Patienten als Ganzes in seine Diagnose einbezog. Das familiäre Umfeld war ihm für seine Diagnose genauso wichtig wie die körperlichen Beschwerden. Wenn man sich aber gewissenhaft Zeit für die Patientinnen und Patienten nehmen will, werden die bürokratischen Vorgaben der Sanität, der Papierkrieg und die allgemeinen Auflagen immer belastender. Einiges hat ihm seine Sprechstundenhilfe abgenommen, trotzdem blieb viel an ihm hängen. Besonders gestört hat ihn in Zeiten der Pandemie, dass der Besuch beim Arzt aus Sicherheitsgründen erschwert wurde, Diagnosen oft per Fernabfrage gestellt werden mussten und Telefonanrufe und Anfragen per Mail extrem zugenommen haben. Der persönliche Kontakt trat immer mehr in den Hintergrund.

Impressum

Erscheint zweimonatlich. Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29. 5. 1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier; vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Robert Tschöll – Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Ulrich Mayer. Redaktion: Fabian Gufler, Kurt Gufler, Thomas Lanthaler, Elisabeth Larcher, Miriam Maccacaro, Arnold Rinner; Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Korrektur: Ernst Rinner, Kurt Gufler. Produktion und Druck: design.buero Artikel können bei allen Redaktionsmitgliedern und bei design.buero in St. Martin (Dorfstraße 14) abge­geben werden und müssen mit dem Namen und der Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein. Werbebeiträge direkt an das Passeirer Blatt, passeirerblatt@passeier.it, T 0473 656 239. Redaktionsschluss: 3. Juni, 5. August 2022 E-Mail: passeirerblatt@passeier.it www.passeirer-blatt.it

Am Ende hat Dr. Zuegg seinen Abschied genommen und ist in den Ruhestand getreten. Die Gemeindeverwaltung von St. Leonhard dankt ihm herzlich für seinen Einsatz, auch im Namen der vielen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die seine Patientinnen und Patienten waren. Solange jemand wirkt, wird seine Arbeit oft als selbstverständlich empfunden. Tritt jemand aber ab, merkt man erst sein Fehlen und dies gilt für Dr. Michael Zuegg genauso wie für Dr. Manfred von Sölder. Ihr Abschied wird als großer Verlust empfunden und die Gemeindeverwaltung kann nur zusammen mit ihren Bürgerinnen und Bürgern hoffen, dass die ärztliche Versorgung wieder stabiler wird. Leider gibt es zu wenige Allgemeinmediziner und wenn, bleiben diese eher in der Stadt als auf dem Lande. Diese Lücke zu schließen wird nicht leicht sein. Die Gemeindeverwaltung wünscht Dr. Michael Zuegg alles Gute sowie Ruhe und Ausgeglichenheit im wohlverdienten Ruhestand. Konrad Pfitscher

Seit einigen Wochen nun kommt das Nachtleben langsam wieder in Schwung – Diskotheken dürfen wieder öffnen, es darf nach all den coronabedingten Einschränkungen wieder getanzt und gefeiert werden. Und auch ein bei der Jugend besonders beliebter Service kommt wieder ins Rollen: der Nightliner. Dieser war aufgrund der Coronapandemie in den vergangenen Jahren eingestellt worden, Neuausschreibungen und notwendige Optimierungen des Dienstes haben die Wiederinbetriebnahme verzögert. Ab Frühjahr rollt er aber wieder, der Nachtbus – und das auf den altbekannten Strecken zwischen Meran und St. Leonhard und von dort aus weiter ins hintere Passeiertal. Die Jugend hat sich in den letzten Jahren an den Nightliner gewöhnt, stellt er doch eine kostengünstige und sichere Art dar, um vom Feiern nach Hause zu kommen. Auch das JubPa (Jugendbüro Passeier) ist in dieser Hinsicht nicht untätig geblieben und hat in einer Umfrage, an der über 156 Passeirer Jugendliche teilgenommen haben, die Bedürfnisse zum Nachtleben erhoben. Wie wichtig der Jugend der Nightliner-Dienst ist, hat sich in dieser Erhebung besonders gezeigt – über 80,2% der Befragten würden den Dienst immer (32,1%) oder zumindest manchmal (48,1%) in Anspruch nehmen. Der Nachtbus ist dementsprechend ein wichtiger Dienst an die Jugend, die Umfrage zeigt aber auch – der Service muss weiter ausgebaut werden! Finanziert werden die Hauptlinien vom Land Südtirol, die Passeirer Gemeinden tragen gemeinsam mit der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt die Kosten der Nebenlinien. Fabian Gufler

Die griëne Jooreszait Daß sie griën isch, man siggs und man kennts und hoaßn tuatse: Langis, Frühling und Lenz. Anna Lanthaler


3 Passeirer Blatt – nr. 170, April 2022

Gemeinden

Der Gesamteindruck im neuen Seniorenheim St. Barbara war sehr positiv Fotos: Bernadette Pfeifer

St. Leonhard

Rückkehr ins neue Seniorenheim St. Barbara Nach fast genau 2 Jahren sind die Umbauarbeiten am Seniorenheim im März 2022 abgeschlossen worden. Da die CoronaBestimmungen eine Besichtigung nach dem Einzug der Bewohner*innen unmöglich machen, haben die Gemeindever­ waltungen von St. Leonhard und Moos den Mitbürger*innen am 6. März die Möglichkeit geboten, das Seniorenheim zu besichtigen. Und eine unerwartet große Zahl hat der Einladung Folge geleistet. Im neu gestalteten Eingangsbereich haben der Präsident des Seniorenheims Ulrich Königsrainer, Bürgermeister Robert Tschöll und der neue Direktor Tobias Hillebrand alle willkommen geheißen und der Koordinator des Umbaues, Konrad Pfitscher, hat kurz die Arbeiten umrissen. Ursprünglich war eine geringfügige Sanierung angedacht, die strukturellen Mängel und die Brandschutzbestimmungen haben aber schlussendlich eine Gesamtsanierung notwendig gemacht. In der geplanten Zeit von zwei Jahren ist es gelungen, diese durchzuführen, auch dank unserer Firmen aus dem Passeiertal, die den Auftrag erhalten hatten und diesen gewissenhaft und vorzüglich ausgeführt haben. Die Gesamtkosten werden vom Land und den zwei Gemeinden getragen. Außerdem besteht die Hoffnung, einen Beitrag des staatlichen Energiedienstleisters GSE zu erhalten, weil das Gebäude Klima Haus A-Standard aufweist

und sich über Solar- und Fotovoltaik­ anlagen weitgehend selbst versorgt. Der Gesamteindruck war sehr positiv, die Besucher*innen lobten die hellen Räume, die Farbgestaltung, die Wahl der Materialien, die Einrichtung und vor allem den neuen großen Garten auf der Südseite, wo sich die Bewohner*innen windgeschützt fast das ganze Jahr aufhalten können. Es sind alle Voraussetzungen gegeben, dass sich unsere Senior*innen im neuen Heim wohlfühlen werden. Am Dienstag, den 15. März 2022, war es Der Umzug ins neue Seniorenheim sorgte bei allen Beteiligten für Begeisterung

endlich soweit und die Bewohner*innen des Seniorenwohnheimes konnten in das neu umgebaute Haus St. Barbara am Kirchweg übersiedeln. Bewohner*innen sowie Mitarbeiter*innen haben auf diesen Tag hingefiebert. Bereits Tage vor dem geplanten Umzug war die Aufregung und Vorfreude bei allen förmlich zu spüren. Einige Bewohner*innen haben vor lauter Aufregung die Nächte zuvor wenig geschlafen. Besonders die Mitarbeiter*innen haben in den letzten Tagen vor dem Umzug sehr viel geleistet, um am Einzugstag das neue Heim wohnlich präsentieren zu können. Dafür gilt ihnen ein großer Dank. Der Transport wurde sehr straff durch­ > gezogen. Nachdem am Umzugstag das


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Die Trockensteinmauer – nicht nur sicher, sondern auch schön

St. Leonhard

Ein Naturdenkmal – die Natursteinmauer Vom Widum zum Wiesenhof verläuft ein vielbegangener Weg, die Widngasse, welche bergseitig von einer Natursteinmauer abgestützt wurde. Wobei „abgestützt“ vielleicht die falsche Bezeichnung war, vielfach waren es Efeu, Wurzeln, Hecken und Bäume, welche die Mauer gehalten haben. Eine Sanierung war dringend angeraten, aber wie ausführen? Wieder als Steinmauer mit Betonhinterfüllung wie in den meisten Fällen? Ausgehend von der erfolgreichen Sanierung vieler Natursteinmauern durch die Forstarbeiter in den Gandellen, in Windegg, in Karlegg und Walten hat die Gemeindeverwaltung von St. Leonhard die Forstbehörde ersucht, die Stützmauer der Widngasse wieder als Natursteinmauer aufzurichten.

Wir suchen

In den letzten Wochen wurde der Auftrag erfolgreich von drei Forstarbeitern mit Hilfe eines Kleinbaggers ausgeführt. Früher gab es viele, die solche Steinschichtmauern fachgerecht aufschichten konnten, heute sind es immer weniger, eher in Weinbaugebieten, wo diese Mauern wieder häufiger errichtet werden. Man muss viel Erfahrung haben um zu sehen, wie der Mauerfuß angesetzt werden muss, welche Steine ausgewählt werden, wie sie gut liegen und wie die Mauer hinterfüllt werden muss, damit das Sickerwasser abrinnen kann. Die neue Mauer ist nicht nur sicher, sondern auch schön, wird lange halten und vielen Kleintieren eine Zuflucht bieten. Der Forstbehörde und ihren Arbeitern gebührt großer Dank und Anerkennung für ihr Können – man kann Mauern auch mit Material aus der Natur ohne Zusatzstoffe errichten, ohne Nachteile für die Stabilität, aber mit vielen Vorteilen anderer Art. Konrad Pfitscher

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> Frühstück noch im Haus Christophorus serviert wurde, konnte das Mittagessen bereits im neuen Haus verteilt werden. Die Bewohner*innen wurden am Vormittag mit dem Auto des Seniorenwohnheimes ins neue Haus gebracht. Es wurde auch eine kleine Rundfahrt im Dorf eingebaut, sodass die Bewohner*innen nach langer Zeit wieder einmal das Dorf sehen konnten. Einige Bewohner*innen wurden mit dem Weißen Kreuz transportiert. Der Umzug hat reibungslos funktioniert. Den Bewohner*innen wurde behutsam ihr neues Zuhause gezeigt und sie haben dabei besonders die hellen Räume und den Ausblick bewundert. Nach kurzen anfänglichen Orientierungsproblemen und leichter Unruhe bei einigen Bewohner*innen, konnten sich alle rasch gut zurechtfinden und sehr gut schlafen. Tatkräftige Unterstützung beim Umzug haben wir von den Gemeindearbeitern erhalten, welche viele Gegenstände ins neue Haus gebracht haben. Hierfür ein großes Vergelts Gott. Nach einigen Tagen der Ruhe wurde die Segnung des Hauses durch Pater Christian Stuefer OT Ende der Woche, am Freitag 18. März 2022, vorgenommen. Im Zuge der Segnung wurde für die Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen eine kleine Einzugsfeier mit Musik veranstaltet. Alle haben als Einzugsgeschenk eine Kirschblüte erhalten, welche die Mittel­ schüler*innen mit der Religionslehrerin Anna Hofer gebastelt haben. Ein herz­ liches Dankeschön dafür. Auch wurden die Heimbewohner*innen in der ersten Woche bereits von den Mittelschüler*in­ nen am Donnerstagnachmittag besucht und musikalisch unterhalten, worüber sie sich sichtlich freuten. Die Altarweihe in der neuen Kapelle des Hauses wird im Mai stattfinden, ebenso in einem zweiten Moment die offizielle Einsegnung des neuen Seniorenheims. Tobias Hillebrand, Konrad Pfitscher

12/04/22 15:42


5 Passeirer Blatt – nr. 170, April 2022

Rad um Rad im Burggrafenamt

Aktuelle Daten der Radwegenutzung Gemütlich den Fluss entlang, der Fahrtwind im Gesicht, links ein Schloss, rechts eine blühende Apfelwiese, vorne eine spektakuläre Bergkulisse: mit dem Fahrrad durch das Burggrafenamt ist ein besonderes Erlebnis. Die genauen Daten der Radwegenutzung sind nun für alle Interessierten zugänglich. Mit Aufhebung der Wintersperre wurde die Fahrradsaison 2022 auf den übergemeindlichen Radwegen im Burggrafenamt eingeläutet. Um einen besseren Einblick in die Nutzung der Radwege zu haben, wurden mittlerweile 6 Fahrradzählstellen entlang der Radwege installiert. Diese befinden sich in Staben, Rabland, Marling, Gargazon, Riffian und seit kurzem auch in St. Leonhard. Sie erfassen alle Radfahrer*innen, Fußgänger*innen und Fahrzeuge, welche die Zählstelle am Radweg passieren. An den erhobenen Daten zeigt sich die Beliebtheit der Radwege klar und deutlich: Im Jahr 2021 wurden an 5 Radzählstellen über 1,4 Millionen Nutzer*innen registriert, die meisten an der Zählstelle in Staben (ca. 357.000 Nutzer*innen). In Staben wurde auch der Tag mit den meisten Nutzer*innen aufgezeichnet: Am Dienstag, den 17. August 2021, wurden 3.390 Radfahrer*innen und Fußgänger*innen gezählt, das entspricht in etwa der Bevölkerung der Gemeinde St. Martin. Der Jahresüberblick zeigt, dass besonders viele Radfahrer*innen im August und September unterwegs waren. Damit alle Interessierten Einsicht in diese Daten nehmen können, hat die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt einen öffent­ lichen Zugang zum Portal ecocounter eingerichtet. Mit wenigen Klicks können die Daten der einzelnen Zählstellen abgerufen werden: als Jahresübersicht, aufgeteilt nach Monaten oder für nur einen ausgewählten Tag. Martin Stifter, Verantwortlicher der Abteilung Umwelt, Mobilität und technische Dienste der Bezirksgemeinschaft, unterstreicht die Bedeutung der Zählstellen: „Die aufgezeichneten Daten zeigen einen konstanten Anstieg der Nutzer*innen in den vergangenen Jahren. Dies macht deutlich, dass in Zukunft noch mehr in die Infrastruktur der Radwege investiert werden muss, um den notwendigen Sicherheitsund Qualitätsstandard zu gewährleisten.“ Die Daten sind für Gemeinden entlang der Radwege, aber auch Tourismuseinrichtungen interessant: Die gute Nutzung der Radwege macht die Errichtung von Fahr-

radstrukturen, Verköstigungsbetrieben oder auch weiteren Freizeitangeboten am Radweg interessant. Das Portal ecocounter kann über die Homepage der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt https://data.eco-counter.com/ ParcPublic/?id=6716 gestartet werden. Hier findet sich auch eine Anleitung zur Nutzung des Programms. Die Installation der Radzählstellen sowie die Bereitstellung des Portals ecocounter erfolgte durch die Firma Obrist GmbH aus Feldthurns. Die Radzählstellen wurden durch das Interreg-Projekt PRO-BYKE finanziert. Das Radwegenetz im Burggrafenamt umfasst über 57 km und erstreckt sich bekanntlich in den Vinschgau, in das Passeiertal, in das Etschtal sowie nach Marling und Tscherms. Werner Außerer Passerdamm

Erste Liërtner Fahrradzählstation Seit einigen Tagen findet sich beim Radweg auf dem Passerdamm auf Höhe der Auer-Brücke die erste Fahrradzählstation St. Leonhards. Angekauft wurde diese von der Gemeinde, gewartet und ausgewertet wird die Station von der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt. In erster Linie soll durch die Anschaffung der Zählstelle die Alternative Mobilität im Passeiertal erhoben werden. Gleichzeitig kann durch die erhobenen Daten analysiert werden, wie viele Fahrradfahrer nach St. Leonhard kommen, beziehungsweise in Richtung Meran fahren. Dieser Tage richten Techniker der Bezirksgemeinschaft die Zählstation ein, in den kommenden Wochen wird sie in Betrieb gehen und wird den Passeirer Gemeinden erste Daten liefern. Fabian Gufler Die Fahrradzählstation in St. Leonhard

Verkehr

Jaufenpass und Timmelsjoch – im Sommer wird vermehrt kontrolliert Donnernde Motoren, gewagte Überholmanöver, rücksichtsloses Fahrverhalten – in den Sommermonaten scheinen der Jaufenpass und das Timmelsjoch eher Rennstrecken als beschauliche Gebirgspässe zu sein. Das Problem ist der Tal­ bevölkerung weithin bekannt und soll es nach der öffentlichen Verwaltung gehen, soll der Raserei auf den Pässen noch in diesem Sommer der Garaus gemacht werden – zumindest teuer kann es für einige rücksichtslose Fahrer werden, denn heuer soll vermehrt kontrolliert werden. Die Gemeinden St. Leonhard und Moos werden die Ortspolizei im Sommer damit beauftragen, vermehrt Präsenz auf den Passstraßen zu zeigen. Auch mit den Carabinieri ist man im Gespräch vermehrt Verkehrskontrollen auf dem Jaufenpass und demTimmelsjoch durchzuführen. Das Problem lösen werden Verkehrskontrollen allein sicherlich nicht – doch einige Raser werden sicher lernen, dass Südtirols Passstraßen nicht der Nürburgring sind. Allein schon, weil es dem Geldbeutel weh tun wird. Fabian Gufler Online-Befragung

Deine Meinung zum Thema Klimaschutz! Klima- und Umweltschutz sind sehr wichtige Themen für die Gemeinden Riffian, St. Martin und St. Leonhard. Schwerpunkte bei der Maßnahmen­ planung sollten unter anderem in den Bereichen Energiewirtschaft und Tourismusentwicklung gesetzt werden. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der Online-Befragung „Klima: Was denkst du?“ für unsere Gemeinde. Knapp 900 Bürger*innen im Burggrafenamt haben an der Befragung „Klima: Was denkst du?“ teilgenommen, welche von der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt im Rahmen des Projektes „Klimaplan Burggrafenamt“ im Herbst 2021 organisiert wurde. In unserer Gemeinde haben sich 35 Bürger*innen an der Befragung > beteiligt. Nun liegen die Ergebnisse vor.


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> Die Ergebnisse zeigen, dass das Interesse am Thema Klimaschutz sehr hoch und die Auswirkungen des Klimawandels deutlich spürbar sind. Auch besteht eine große Notwendigkeit, unverzüglich Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen. Laut den Befragten sollten auf Gemeindeebene insbesondere in den Bereichen erneuerbare Energien, Tourismusentwicklung, Naturschutz und Artenvielfalt sowie Verkehr und Mobilität Maßnahmen zum Klimaschutz umgesetzt werden. Auf die Frage, welche erneuerbaren Energieträger auf Gemeindeebene verstärkt genutzt werden sollten, werden Solarthermie, Photovoltaik und Wasserkraft prioritär genannt. Das Ergebnis zeigt weiters, dass das Verständnis für den Begriff Nachhaltigkeit als Verbindung des Umweltschutzes und sozialer Verantwortung mit den wirtschaftlichen Tätigkeiten vorhanden ist. Besonders interessant sind die Aus­ sagen zur persönlichen Verhaltensweise: Beinahe 3/4 der Befragten versuchen bereits, möglichst umweltfreundlich zu leben. Im Detail zeigt sich, dass die Bevölkerung am ehesten bereit ist, für kurze Wege auf das Auto zu verzichten, in Haus bzw. Wohnung für mehr Energieeffizienz zu investieren sowie höhere Preise für lokale Qualitätsprodukte gegenüber industrieller Massenware zu zahlen. Optimierungsbedarf besteht beim Informationsfluss, damit die Bevölkerung regelmäßig über Klimathemen informiert wird. In den Passeirer Gemeinden beschäftigen sich eigene KlimaTeams intensiv mit Klimaschutzmaßnahmen. Diese werden Teil der Gemeindeklimapläne, welche im Rahmen des Bezirksprojektes erarbeitet und noch dieses Jahr fertiggestellt sein werden. Die Befragung „Klima: Was denkst du?“ wurde im Rahmen des Projektes „Klimaplan Burggrafenamt“ der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt durchgeführt. Bei diesem Projekt werden für 25 teil­ nehmende Gemeinden Klimapläne erstellt bzw. bestehende aktualisiert sowie ein umfassender Klimaplan für den Bezirk erarbeitet. Anneliese Weiss Angerer

Für die Bevölkerung von Neuhaus geht mit der neuen Fußgängerbrücke ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung

St. Martin – NEUHAUS

Neue Fußgängerbrücke für die Sicherheit aller Anfang März wurde in Neuhaus außerhalb von St. Martin eine Fußgängerbrücke ihrer Bestimmung übergeben, die wirklich schon seit Jahrzehnten ein großes Anliegen für die Bürger*innen von Neuhaus darstellte. Schon an Theiner Hans, der von 1995 bis 2000 der zuständige Gemeindereferent in St. Martin war, wurde von den Bewohner*innen von Neuhaus der Wunsch herangetragen, für die Sicherheit aller eine Fußgängerbrücke am aktuellen Standpunkt zu errichten. Dazu der heutige Referent Konrad Pichler: „Damals galt dies als nicht realisierbar.“ Zu diesem Thema ergänzt Bürgermeisterin Rosmarie Pamer: „Der Druck und die Gefahr war damals auch nicht so groß, weil sich die Bushaltestelle nicht an der heutigen Stelle befand.“ Unter Bürgermeister Hermann Pirpamer und Gemeindereferent Heinrich Dorfer kam die Idee wieder auf den Tisch, eine Umsetzung scheiterte seinerzeit aber aus finanziellen Gründen. Für eine kostensparende Lösung kam dem Projekt der Abbruch der Fahrradbrücken am übergemeindlichen Radweg in Saltaus beim Campingplatz und bei der Passeirer Kläranlage zugute. „Wir haben uns schon damals gedacht, dass die Saltauser Fahrradbrücke wiederverwendet werden könnte und sich als Fußgängerbrücke in Neuhaus eignen würde, “ erklärt Bürgermeisterin Rosmarie Pamer.

Konrad Pichler, seit 2015 unter anderem für Verkehr, Rad- und Wanderwege zuständig, stellte eine Kosten-NutzenRechnung an, die zugunsten der Fuß­ gängerbrücke in Neuhaus ausfiel. Die Bushaltestelle war inzwischen verlegt worden, sodass die Brücke den Ortsteil Neuhaus samt Spielplatz mit der Haltestelle verbinden konnte und zudem für eine deutliche Gefahrenentschärfung aufgrund eines deutlich sichereren Zugangs sorgt. Bekanntlich ist der Ortsteil Neuhaus im Laufe der Zeit deutlich angewachsen und viele junge Familien mit Kindern wohnen dort. Auch der Zugang von der Bushaltestelle zum beliebten Kalmtaler Wasserfall, den Erholungssuchende, Naturfreunde und Gäste gerne aufsuchen, wird somit kürzer und sicherer. Geometer Daniel Oberprantacher und Ingenieur Hans Ennemoser projektierten die Brücke und auch das Gutachten der Wildbachverbauung fiel positiv aus. Damit stand einer Umsetzung nichts mehr im Wege. Die Arbeiten wurden im Jänner begonnen und Anfang März abgeschlossen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 60.493 Euro. Gemeindereferent Konrad Pichler will nun prüfen, ob eine Fußgängerunterführung von der neuen Brücke zur Bushaltestelle, die unter der Passeirer Straße durchführen würde, sinnvoll wäre. Die Gemeinde könnte dadurch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Man spart sich einen Schülerlotsen und sorgt mit der Unter­ führung gleichzeitig für noch mehr Sicherheit für die Neuhauser Bevölkerung! Kurt Gufler


www.kultursummer.it

Alle Veranstaltungen finden im Dorfhaus und bei jeder Witterung statt. Der Eintritt ist frei.

mittwochs, 20.30 Uhr auf dem überdachten Schulhof 11.05. 25.05. 08.06. 15.06. 29.06. 06.07. 13.07. 20.07. 27.07. 03.08. 10.08. 17.08. 24.08. 31.08. 07.09. 14.09. 21.09.

MK Saltaus MK Saltaus MK Saltaus MK Saltaus MK Walten MK Saltaus MK Platt MK St. Martin MK Saltaus MK Rabenstein MK Saltaus MK Moos MK Saltaus MK St. Leonhard MK Saltaus MK Moos MK Saltaus

2022 Mårtiner

Ù KUlt

S Ummer

29.5. school’s out Openair

Mit unserem school’s out Openair läuten wir musikalisch den Sommer ein. Ein Konzert, welches von Bands bestehend aus Schüler*innen und Lehrpersonen und der Jugendkapelle in verschiedenen Genres gestaltet wird.

15.7. „Zum Lachen, zum Weinen ist’s schier“

Georg Schedereit liest aus dem Buch von Manfred Schwarz: „Zum Lachen, zum Weinen ist’s schier“ – Passeier in Zeitungsberichten und Bildern des 20. Jh., 1919 – 1999. Bd. 2 Endlich: die nachgeholte, verschobene Lesung in der lese.werk.statt

23.7. Knox & Band

Der Passeirer Musiker Albert „Knox“ Mair präsentiert, begleitet von befreundeten Musikern, Songs aus seinem ersten Soloalbum „the head, the heart and the fear“, sowie Rock- und Folksongs, die ihn geprägt haben.

11.8. Abschluss der Luftakrobatik-Woche

Junge Luftartistinnen haben eine Woche lang intensiv in St. Martin trainiert und freuen sich ihr artistisches Können auf dem Dorfplatz zur Schau zu stellen und das Publikum mit eleganten und kraftvollen Kunststücken in luftiger Höhe im Einklang zur Musik zu verzaubern!

13.8. Streichensemble des Haydn Orchesters

Konzert des Streichensemble des Haydn Orchesters mit Konzertmeister Stefano Ferrario Programm: Antonio Vivaldi: La Follia“ – Sonata da camera a tre“ op. 1 n° 12 Max Richter: Vivaldi Recomposed

20.8. Multivisions-Show: surreale Natur Multivisions-Show von Daniel Tschurtschenthaler. Mit Musik von Judit Pixner und Gruppe vor der Präsentation

26.8. Abschlusskonzert der Musikwoche

Junge Musiker*innen haben sich eine Woche lang in verschiedenen Bands, Ensembles und im großen Orchester auf diesen Tag vorbereitet. Beim Abschlusskonzert werden die jungen Musiker*innen ihr Können präsentieren und für ein gelungenes Konzert sorgen.

24.9. Poetry Slam

Poetry Slam ist ein moderner Dichter*innen-Wettstreit. Für diesen speziellen Abend verzichten einige Südtiroler Slam-Poet*innen auf den Wettbewerb und lesen aus Spaß an der Freude ihre besten Texte. Frei nach dem Motto: Wenn keiner siegt, werden alle gewinnen. Informationen: Infobüro St. Martin, T 0473 641 210

Konzert Sonntag 20 Uhr

Buchvorstellung Freitag 19 Uhr

Konzert Samstag 20 : 30 Uhr

Vorführung Donnerstag 20 : 30 Uhr

Konzert Samstag 20 : 30 Uhr

Foto-Präsentation Samstag 19 : 30 Uhr

Konzert Freitag 19 : 30 Uhr

Lesung Samstag 20 Uhr

Bildungsausschuss St. Martin

Konzert der örtlichen Blasmusikkapellen mit Verkostung von alpinen und mediterranen Köstlichkeiten donnerstags, 20.30 Uhr – Dorfhaus 12.05. MK St. Martin 26.05. MK Moos 09.06. MK St. Martin 16.06. MK Rabenstein 30.06. MK St. Leonhard 07.07. MK St. Martin 14.07. Böhmische St. Leonhard 21.07. MK Walten 28.07. MK St. Martin 04.08. MK Platt 18.08. MK Walten 25.08. MK Platt 01.09. Hochwilde Böhmische 08.09. MK St. Martin 15.09. MK St. Martin 22.09. Böhmische Walten 30.09. Musikkapelle Baden-Baden (Freitag)

Tiroler Abende in Saltaus

Tourismusverein Passeiertal

Musig & Genuss in St. Martin


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Beschlüsse

Aus dem Rathaus von St. Leonhard vom 2. 2. bis 23. 3. 2022 > Umwelt: Abwasserreinigung und Hauptsammler – Verpflichtung für das Jahr 2022 – Eco Center AG – € 192.624,81 + MwSt.; Durchführung Müllentsorgung – Verpflichtung für das Jahr 2022 – Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt – € 154.905,39 + MwSt. > Öffentliche Arbeiten: Errichtung Beleuchtungsanlage Passerdammweg – Fa. Elektro Johann Hofer – € 82.947,30 + MwSt.; Errichtung von Infrastrukturen im Abschnitt Passerdammweg bis Gasthof Alpenrose in der Mooserstraße – Moosmair GmbH – € 12.480 + MwSt. > Straßen & Wege: Errichtung und Instandhaltung von zusätzlichen Zäunen auf dem Gemeindegebiet im Jahr 2021 – Holz.Construct Pichler Urban GmbH – € 6.098,25 + MwSt.; Reparatur von Leitplanken sowie eines Teilstückes der Straße „Karlegg“ im Abschnitt Larcherhof – Fa. Ilmer Stefan – € 24.450 + MwSt.; Sanierung des ländlichen Straßen- und Wegenetzes in der Örtlichkeit Prantach – Varesco GmbH – € 5.470,50 + MwSt.; Kostenbeteiligung an der Sanierung der Trockenmauern im Bereich der „Widumgasse“ – Forstinspektorat Meran – € 17.500. > Mobilität und übergemeindliches Rad­ wegenetz: Kostenbeteiligung am Projekt „Mobilitätsberatung“ und an der Wartung der übergemeindlichen Radwege für das Jahr 2021 – Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt – € 7.172; Lieferung und Montage einer Fahrradgarage sowie von E-Bike-Ladevorrichtungen – Alpinservice KG d. Gasteiger GmbH & Co. – € 5.113,73 + MwSt.; Lieferung und Montage einer Fahrradzählstelle für den Radweg entlang der Passer – Obrist GmbH – € 6.900 + MwSt.

> Gemeinderat: Auszahlung Sitzungsgelder an die Gemeinderatsmitglieder für die Teilnahme an den Sitzungen im Jahr 2021 – € 5.273,10.

Aus dem Rathaus von Moos vom 3. 2. bis 30. 3. 2022 > Beitrag: Ordentlicher Beitrag für soziale Maßnahmen (Seniorengeburtstage) im Jahr 2022 – Bildungsausschuss Moos – € 1.875; ordentlicher Beitrag für das Jahr 2022 und Weiterleitung des Beitrages der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol – Bildungsausschuss Moos – € 7.000; Beitrag für die Führung der Rodelbahn Bergkristall Jahr 2021 – Rodelverein Passeier – € 8.000. > Gemeinde: Ankauf von Heizöl für das Jahr 2022 für Gemeindegebäude – CONSIP Spa – € 13.506,39; Ankauf von LED-Ersatzlampen für die öffent­ liche Beleuchtung – Selectra AG – € 1.586; Bepflanzung und Pflege der Blumeninseln und Grünanlagen der Gemeinde Moos – Jahr 2022 – Gärtnerei Bacher OHG – € 13.373,89. > Multifunktionszentrum Moos: Lieferung Kalt- und Warmwasserzähler – Bautechnik GmbH – € 2.806; Lieferung und Montage Küchen – Bortolotti OHG des Bortolotti Valentin & Co. – € 48.524,28. > Öffentliche Arbeiten: Wohnbauzone C1 – Erweiterungszone „Pfelders – Zeppichl“ – Erstellung Kompatibilitätsprüfung – Alpinplan Pichler & Tötsch – € 3.484,32; ehemalige Finanzkaserne Pfelders – Über­ arbeitung des Teilungsplanes und der Gebäudekatastereintragung – Per. Ind. Roland Mitterrigger – € 3.074,40. > Müll: Minirecyclinghof: Abrechnung 2021 mit der Gemeinde St. Leonhard in Passeier – € 23.784,18.

> Fuhrpark: Lieferung eines Elektrofahrzeuges der Marke Skoda Enyaq – Barchetti 2 AG – € 38.999,99 + MwSt.

> Wasser: Abwasserreinigung und Hauptsammler – Jahr 2022 – Eco Center AG – € 89.417,65; Sammlung und Entsorgung Klärschlamm der Kleinkläranlagen/Klärgruben – Jahr 2022 – Eco Center AG – € 7.700; Wartung der gemeindeeigenen Hebewerke (5 Pumpstationen) – Jahr 2022 – Eco Center AG – € 3.124.

> Kinderfürsorge: Genehmigung Abschluss Vereinbarung mit der Gemeinde St. Martin betreffend die Kindertagesstätte von St. Martin für den Zeitraum 2022 – 2024.

> Strom: Übernahme der anteilsmäßigen Verwaltungs- und Führungskosten an der: E-Werk Timmls Konsortial GmbH – Jahr 2022 – € 70.000;

> Schulen: Grundschule St. Leonhard – raumakustische Optimierung eines Unterrichtsraumes – Mooler & Grafik KG d. Lanthaler Joachim – € 8.717,70 + MwSt.

Enerpass Konsortial GmbH – Jahr 2022 – € 1.780.000; E-Werk Rabenstein Konsortial GmbH – Jahr 2022 – € 680.000; E-Werk Moos Konsortial GmbH – Jahr 2022 – € 250.000; E-Werk Schönau GmbH – Jahr 2022 – € 55.000. > Straßen & Wege: Reinigung der Gemeindestraßen und des ländlichen Straßennetzes – Kaufmann „Green Street“ KG d. Kaufmann Thomas & Birgit – € 12.627; Gemeindestraße Pill: Reparatur der durch einen Sattelzug beschädigten Leiplanken – Ilmer Stefan – Schreitbaggerarbeiten – € 2.020,32; Instandhaltung der Wanderwege 2022 – Übernahme Kostenanteil Forstinspektorat Meran – Bereitstellung der Mittel – € 40.000; Ankauf einer Geschwindigkeitsanzeige „viasis MINI“ – Sanin GmbH – € 3.536,90. > Schulen/Kindergarten: Kindergarten Moos – Ausstattung für Bewegungsraum – Archplay GmbH – € 5.305,62; Grundschule Moos – Ankauf von Schüler­ tischen – Pragma Natur KG d. Rier Christoph – € 1.598,98.

Aus dem Rathaus von St. Martin vom 1. 2. bis 31. 3. 2022 > Abwasser/Trinkwasser: Außerordentliche Instandhaltung der Pumpstation bei der Kläranlage für die Kanalisierung Kalmtal und bei der Pumpstation Neuhaus – Fa. Eco Center AG, Bozen – € 4.375,90; Austausch der Trinkwasserleitung im Bereich des Tennisplatzes – Fa. Gufler Roland, Moos – € 38.813,08. > Beiträge: Der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt wurde ein Spesenbeitrag in Höhe von € 1.596,50 für das Projekt „Mobilitäts­ beratung“ 2021 sowie ein Spesenbeitrag in Höhe von € 2.584,60 für das Projekt „Klimaplan“ 2021 gewährt; Jugendtreff St. Martin – € 70.000 für die ordentliche Tätigkeit im Jahr 2022 und € 10.264,39 außerordentlicher Beitrag für Mehrausgaben betreffend das Jahr 2021; Jugendtreff St. Martin – außerordentlicher Beitrag von € 12.795 für die Realisierung der Projekte Sommerbetreuung, Lernhilfe, Jung­ bläserwoche und Sommerkindergarten; Bildungsausschuss St. Martin – € 5.359,54 für das Tätigkeitsjahr 2022.

> Kindergarten / Schule: Grundschule St. Martin – Reparatur des Aufzuges – Fa. Schindler AG, Bozen – € 2.841,20;


9 Passeirer Blatt – nr. 170, April 2022

Kindergarten St. Martin – Reparatur der Böden – Fa. Böden David, St. Leonhard – € 3.357,44; Kindergarten und Grundschule Saltaus – Lieferung von Pellets Premium Fichte EN plus A1 für die Heizanlage – Fa. Federer Pellets GmbH, Kastelruth – € 4.995,90. > Öffentliche Arbeiten: Neues Mehrzweckgebäude in der Dorfstraße – Erstellung eines Raumprogramms – Fa. Plan Werk Stadt, Bozen – € 6.597,76; Errichtung einer Bushaltestelle mit überdachtem Müllsammelplatz bei der Handwerkerzone „Lahn“: Genehmigung des Ausführungspro­ jektes mit Gesamtkosten von € 30.974,89, ausgearbeitet vom Ingenieurbüro Johann Ennemoser; Vergabe der Arbeiten an die Fa. Reichhalter Roman, St. Leonhard – € 30.653,52; Errichtung einer neuen Bewässerungsanlage für den Fußballplatz St. Martin – Vergabe der Arbeiten an die Fa. Kofler Regnerbau GmbH, Algund – € 35.323,03;

Neuerrichtung öffentlicher Parkplätze beim Sportzentrum in St. Martin – Vergabe der Dienstleistungen für die Projektierung, Bau­ leitung, Sicherheitskoordinierung und Abrechnung – Techn. Büro Monauni-Moser-Zöschg, Lana – € 17.421,60; Sanierung der Umkleiden und Nebenräume beim öffentlichen Schwimmbad – Vergabe der Dienstleistung für die Ausarbeitung eines Vorprojektes – Architekturbüro Renate Marchetti, Terlan – € 15.195,73; Gestaltung des Dorfplatzes in St. Martin – Lieferung von Pollern – Fa. Schlosserei Pichler Thomas, St. Leonhard – € 5.153,28. > Öffentliche Beleuchtung: Ankauf von Mastleuchten für die Straßenbeleuchtung beim Gehsteig Neuhaus – Fa. ewo GmbH, Kurtatsch – € 2.841,20. > Rathaus: Ankauf von Büromaterial – Fa. Tinkhauser GmbH, Brixen – € 1.062,99;

Lieferung einer Trennwand mit Glastür – Fa. Hofer Heinrich KG, St. Leonhard – € 9.326,90. > Sportanlagen: Schwimmbad – Lieferung und Montage einer Dosieranlage für Flüssigchlor – Fa. Poolexpert des Mussner Ivan Markus, Bruneck – € 22.541,17. > Straßen und Plätze: Asphaltierungsarbeiten beim Sonnenweg in Quellenhof – Fa. Varesco GmbH, Neumarkt – € 20.862; Rückvergütung der anteilmäßigen Kosten für die Lieferung von Holz zur Reparatur der Brücke beim Fartleisbach an die Gemeinde St. Leonhard – € 2.915,41. > Wohnbau: Wohnbauerweiterungszone C3 „Haslach“ – mit Ausschussbeschluss Nr. 138/2022 erfolgte die endgültige Zuweisung von gefördertem Bauland an die Wohnbau­ genossenschaft Haslach.

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Hearisch kamplin – pairisch tonzn – waltsch fluachn taitsch betn – psairerisch röidn – französisch parlarn tiroulerisch lochn – russisch pussn – englisch singin spanisch spaibn – politisch liagn und schiane Kindr kriagn. Anna Lanthaler


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Kultur & Gesellschaft

† Anna Pflug

1930 – 2022

In Gedenken an Anna Pflug Die Egger Anna wurde 1930 in Moos geboren und ist mit ihren 5 Geschwistern am Eggerhof in Stuls aufgewachsen. Schon früh musste sie am elterlichen Hof mitarbeiten und auf den Stuller Mahdern, bei allen Wettern, das Vieh hüten. Später bewirtschaftete sie zusammen mit ihrem Bruder Franz die Egger-Grub-Alm. Bereits mit 21 Jahren heiratete sie den Kofler Albert. Am Anfang ihrer Ehe zogen sie einige Male um und eine Zeitlang wohnten sie in der Tuiffe, in der Nähe ihres Elternhauses. Während Albert auswärts arbeitete, hatte es die Anna nicht einfach, mit den bereits 6 Kindern gab es viel zu tun, es war auch wenig Platz in der kleinen Wohnung. Nachdem Albert von seinem Onkel und Paten den Koflhof übernehmen sollte, zogen sie mit den Kindern dorthin. Anna war eine gute Bäuerin und sie wurde noch Mutter von weiteren 6 Kindern. Es war nicht immer leicht, 12 Kinder auf so einem steilen Felsen großzuziehen, da brauchte es viele Schutzengel. Die 2 Enkelkinder Manuela und Markus sowie ihren Neffen Florian nahm sie auch mit Liebe bei sich auf. Die Anna war eine sparsame und arbeitsame Frau, sie flickte, strickte und nähte oft die halbe Nacht, damit die Kinder etwas zum Anziehen hatten. Später haben sie gleich in der Nähe des Hofes ein Haus gebaut und ein Gasthaus daraus gemacht. Dort konnte sie viele liebe Gäste begrüßen, sie schätzten besonders ihre sehr guten Kochkünste. Große Freude hatte sie mit ihren wunderschönen Blumen, die sie mit viel Liebe hegte und pflegte. Die Anna hatte

immer ein großes Gottvertrauen, das ihr in schwierigen Zeiten Halt und Stütze war. Auch die Mutter Gottes verehrte sie, jedes Jahr am 1. Mai ging sie, früher auch ganz zu Fuß, nach Riffian Wallfahrten, um für ihre ganze Familie zu danken und zu bitten. Diese wurde von Jahr zu Jahr größer, 34 Enkelkinder und später kamen noch 39 Urenkel dazu. Vor 10 Jahren ging ihr der Albert voraus, das war ein großer Verlust für sie. In den Jahren danach hatte sie immer wieder gesundheitliche Probleme und die letzten 3 Jahre hat sie im Altersheim von St. Leonhard verbracht, wo sie sich recht wohl gefühlt hat. Sie spielte gerne mit ihren Mitbewohnern Karten und auch über einen Besuch freute sie sich sehr. In den letzten Wochen ging es ihr gesundheitlich immer schlechter und am 12. Februar ist sie im Krankenhaus Meran, nach einem erfüllten Leben, sanft eingeschlafen. Sie wird uns immer in lieber Erinnerung bleiben. Maria Hofer St. Leonhard

Abschied von Schwester Assunta Am Samstag, den 2. April, wurde in Lana Schwester Assunta zu Grabe getragen, begleitet von zwei Althochmeistern des Deutschen Ordens, Mitschwestern, Ordenspriestern, Familiaren und Freunden aus St. Leonhard unter den Klängen und Liedern des Kirchenchors von St. Leonhard. Über viele Jahre hat Schwester Assunta vielfältig in dieser Gemeinde gewirkt und wurde dafür von der Gemeindeverwaltung mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Schwester Assunta ist 1932 in Mölten geboren und trat bereits mit 18 Jahren in den Schwesternorden des Deutschen Ordens ein. Ihre Liebe galt den Kindern und aus diesem Grund begann sie eine Ausbildung zur Kindergärtnerin, damals noch in Verona, weil dies in Südtirol nicht möglich war. Nach dem Abschluss wirkte sie 12 Jahre im Kindergarten in Lana und kam dann für weitere 12 Jahre in den Kindergarten von St. Leonhard. Mit großer Hingabe ging sie ihrer Arbeit nach, fand die Zuneigung der Kinder, war offen für Neues und begeisterte die Kinder für die Wunder der Natur und der Berge. Gleichzeitig leitete sie die Pfarrbibliothek, welche kaum über eigene Mittel verfügte. Um den Buchbestand zu erweitern, suchte Schwester Assunta Kontakte nach

Österreich und Deutschland und fand Organisationen und Stiftungen, die ihr unzählige Bücher überließen oder finanzierten. So gelang es ihr, die Bibliothek immer mehr zu erweitern und als die Gemeinde diese als öffentliche Bibliothek übernahm, war diese umfangreich mit Büchern ausgestattet. Parallel bildetet sie sich theologisch weiter und wirkte auch als Katechetin. Auch in der Pfarrei brachte Sr. Assunta sich in vielfältiger Weise ein. Über viele Jahre war sie im Pfarrgemeinderat tätig, sprang als Hilfe im Pfarrsekretariat ein und schon sehr früh, als es noch gar nicht üblich war, wurde sie mit dem Amt der Kommunionhelferin betraut. Als Pater Arnold Wieland 1988 Hochmeister des Deutschen Ordens wurde, berief er sie als seine Sekretärin nach Wien. Mit großer Hingabe ging sie in ihrer Aufgabe auf und wurde zur guten Seele im Herzen des Deutschen Ordens, bis sie 2000 wieder nach St. Leonhard zurückkehrte. Das Kloster dort wurde wieder zu ihrem Lebensmittelpunkt, wo oft Mitschwestern den Urlaub verbrachten und von ihr im VW auf den Bergtouren mitgenommen wurden, die sie mit großer Freude unternahm. Im Dorf erfreute sie sich großer Wertschätzung und Beliebtheit, bis sie krankheitsbedingt zuerst ins Kloster Lanegg in Lana übersiedelte und am Ende im Altersheim Völlan gepflegt wurde. In St. Leonhard, ihrer zweiten Heimat, werden viele sie vermissen, sich an ihren Optimismus, ihre Begeisterungsfähigkeit, ihren Idealismus, ihre Leutseligkeit und ihre Offenheit im Umgang mit den Mitmenschen erinnern und dankbar sein für ihr Wirken und Tun. Ein großes Vergelts Gott, liebe Schwester Assunta. Konrad Pfitscher, Iris Karnutsch † Schwester Assunta


11 Passeirer Blatt – nr. 170, April 2022

Der Frauenchor St. Martin mit Maria Ennemoser

In liebender Erinnerung

Maria Ennemoser Liebe Maria, heute schicke ich mich an, dir ein gefälliges, seltenes Sträußchen zu binden. Ich verwende dafür Triebe und Gewächse aus deinem eigenen Seelen­ garten. Sie verwelken nicht und verlieren ihren Wert auch nicht mit dem Fortschreiten der Zeit. In Frage kommen dafür deine wunderbaren Eigenschaften die dir innewohnen und ganz dein eigen sind. Mit Respekt und Achtsamkeit betrete ich nun deinen Seelengarten. Er ist mir sofort vertraut und heimelig. Alles wirkt aufgeräumt, hell und gemütlich. Die Gewächse und Ranken recken und strecken sich und suchen die Verbindung nach außen. Es ist gedeihlich-fruchtbarer Boden, es sprießt, wächst, gedeiht, stützt und befruchtet sich gegenseitig. Hier begegne ich Bildern, die für mich eine Sprache sprechen, so z. B. von deiner Schlichtheit, Einfachheit und Bescheidenheit, oder es beeindruckt deine Einfühlsamkeit, Zufriedenheit, Dankbarkeit und dein Frohsinn. Dein Talent und die Hingabe an Gesang und Musik, sie füllen immer mehr deine Lebenswelt. Das war für dich persönlich eine wichtige Entwicklung bis hin zu einer bekannten, geschätzten Persönlichkeit in der Gesangs- und Volksmusikwelt. Wie ich so in Hingabe und Achtsamkeit dastehe und versuche mich einzufügen, vernehme ich vom Hintergrund herkommend leise, bekannte, angenehme, wohlklingende Töne und Stimmen. Sie stammen von deinem dir liebgewonnenen Frauenchor. Bei genauem Hinhören wird er ganz unaufdringlich von leisen Zitherklängen untermalt. Mir wird nun ganz warm und

wohlig ums Herz und auf einmal über­ fluten mich Erinnerungen an unsere gemeinsame schöne Zeit. Es ist die Zeit, wo du unsere Chorleiterin warst. Gemeinsam mit dir haben wir eine Vielfalt und Fülle von Auftritten kirchlicher wie welt­ licher Art erlebt. Die Proben zur Vorbereitung dazu, haben wir bei dir zu Hause in deiner heimeligen Bauernstube abhalten können. Du machtest dir jedes Mal gerne die Mühe, viele Stühle herbei zu stellen. Alles schien für dich kein Problem zu sein. Das Wichtigste war dir, dass sich alle wohlfühlten und eine intensive, ungestörte Probe ablaufen konnte. Als du leider so früh von deiner heim­ tückischen Erkrankung befallen wurdest, warst du sprach- und ratlos, verzweifelt und hilfesuchend. In diesem Kampf, dem du dich in seiner Brutalität ausgesetzt sahst, stand unter anderem in den Problemlösungsfragen auch die Weiterführung des Frauenchores vorne an. Wie durch eine glückliche Fügung stand Petra Marth bereit, den Frauenchor zu übernehmen und führt ihn dankeswerterweise bis heute weiter. Eine erlösende Wohltat für alle, ganz besonders aber für dich. Jetzt, liebe Maria, muss ich noch einmal zurück in deinen Seelengarten, um für dich das versprochene Sträußchen fertig zu binden. Mittlerweile ist es ein ganzer Strauß geworden. Er ist zusammengestellt aus all unseren gemeinsamen Erlebnissen, mit der großen Begeisterung, mit den vielen Gefühlen und Emotionen bis hin zu Freudentränen. Dieser Strauß wird zusammengehalten durch das Band der Verbundenheit. In liebender Erinnerung und unendlicher Dankbarkeit. Rosa Pircher

Danksagung

Robert Alois Pöll Vergelts Gott allen, die ihr Beileid bekundet haben. Danke für das tröstende Wort, gesprochen oder geschrieben; für jede liebevolle Umarmung; für die schönen Blumen, Kerzen, Spenden und Gebete; für alle Zeichen der Liebe und Freundschaft. Menschen, die wir lieben, bleiben für immer, denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen. Die Trauerfamilie


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Frauen im Porträt

Edith Lahner Foto: Bernadette Pfeifer

Frauen im Porträt

Eine Frau für alle Fälle – Edith Lahner Pöll Nicht nur in St. Leonhard, sondern im ganzen Tal ist sie bekannt, Edith Lahner Pöll, die freundliche Pflegedienstleiterin im Seniorenheim. Seit 1. Juli 2021 wirkt sie dort, davor arbeitete sie im Gesundheitssprengel in St. Leonhard.

Edith wurde 1977 in St. Martin als Tochter von Karl und Agnes Lahner geboren und wuchs dort mit zwei älteren Schwestern auf. Oft und gerne denkt sie an die Ausflüge und Wanderungen zurück, die sie mit ihrer Familie machen konnte. Diese Kindheitserlebnisse erweckten in ihr die Freude an der Bergwelt und die Liebe zur Natur. Jetzt lebt sie mit ihrem Mann Oswald und ihren beiden Kindern Lukas und Magdalena oberhalb von Platt im Weiler Tasach. Auch wenn hier fast 3 Monate nicht die Sonne scheint, findet sie diesen Ort wunderschön und nicht zuletzt wegen seiner Bewohner als warmes „Nest“ für sich und ihre Familie. Schon als Kind hatte Edith das Ziel vor Augen, Krankenpflegerin zu werden. Die 2. Option wäre für sie gewesen, den Beruf einer Köchin zu erlernen. Aber nach ihrer Ausbildung in der Krankenpflegeschule

Meran konnte sie ihren Traumberuf ausüben, zunächst 4 Jahre in der Internmedizinischen Abteilung des Krankenhauses Meran und seit Jänner 1999 im Krankenpflegedienst des Sprengels Passeier. In ihrer Jugendzeit war Edith 15 Jahre lang aktives Mitglied bei der Südtiroler Bauernjugend Passeier. Dort arbeitete sie 7 Jahre im Ausschuss mit und stand zwei Amtsperioden als Ortsleiterin dem Verein vor. In dieser Zeit entstanden nicht nur viele wertvolle Freundschaften mit jungen Passeirern aus allen drei Gemeinden des Tales, auch ihren Mann Oswald lernte sie damals kennen. Nach ihrer Heirat im Jahr 2002 und der Geburt ihres Sohnes Lukas war es für sie natürlich günstig, ihren Arbeitsplatz in St. Leonhard zu haben. Keine Fahrtzeiten mehr, ein familienfreundliches Arbeitsklima, eine in allen Belangen flexible

Chefin in der Person von Maria Oberprantacher und ein persönlicher Kontakt zu den Patienten in der Heimatgemeinde. Ediths Mann ist Geometer. Er arbeitet jetzt im Bauamt von Moos, musste aber zwanzig Jahre pendeln, um seine Wirkungsstelle zu erreichen. So war es damals für die junge Familie sehr günstig, dass Edith in St. Leonhard ihren Arbeitsplatz hatte. Als ihr 2. Kind, Magdalena, geboren wurde, war ihr Glück vollkommen. Noch dazu wurde ihr, als ihre Tochter 4 Jahre alt war, die Leitung des Gesundheitssprengels St. Leonhard übertragen. Dass sie einmal eine Führungsrolle übernehmen würde, wäre ihr früher nicht in den Sinn gekommen. Sie meint, sie wäre in diese Position „hineingerutscht“, zu ihrem Glück über­ redet worden. Doch dann traf die Familie ein schwerer Schicksalsschlag. Edith fiel auf, dass ihre kleine Tochter ungewöhnlich blass aussah. Am 5. Geburtstag Magdalenas kam die grausame Diagnose: Die Kleine hatte Leukämie … Nun begann die härteste Zeit im Leben von Edith und ihrem Mann: Zwei Jahre lang Chemotherapien in Innsbruck und Bozen. Daneben Einhaltung strikter Hygienevorschriften, um jegliche Infektion zu unterbinden, die die Wirksamkeit der Chemotherapie möglicherweise hätte beeinflussen können. Hoffen und Bangen … Ihr Beruf als Krankenpflegerin und ihr Fachwissen kamen ihr in dieser Situation sehr zugute. In Innsbruck lernte Edith viele Familien kennen, die vom gleichen Schicksal betroffen waren. Einige dieser Eltern haben den Kampf um das Leben ihres Kindes verloren. Natürlich war das auch für den damals 7-jährigen Lukas eine schwere Zeit. Zwar konnte Edith 1 Jahr berufliche Freistellung in Anspruch nehmen, aber ohne die selbstlose Hilfe ihrer Nachbar*innen und Freund*innen hätte sie die vielen Termine, die manchmal bis spät in die Nacht andauerten, nicht bewältigen können. Immer wusste sie, dass Lukas während ihrer Abwesenheit gut und liebevoll versorgt wurde. Voll Dankbarkeit denkt Edith an die Welle der Hilfsbereitschaft, die ihre Familie erfahren durfte. Nun hat Edith die Pflegedienstleitung im Seniorenheim von St. Leonhard übernommen. Das war eine schwierige Entscheidung, von deren Auswirkungen die ganze Familie betroffen ist. Lukas ist mittlerweile 15 und Magdalena 13 Jahre alt. Die beiden seien aber sehr „pflegeleichte“ Teenager, wie Edith schmunzelnd


13 Passeirer Blatt – nr. 170, April 2022

Edith als Lektorin in der Kirche von Platt Foto: Hubert Gögele

versichert. Ediths Mann hat diese Entscheidung mitgetragen, auf seine Unterstützung kann sie sich immer verlassen. Auf die Frage wie es dazu kam, dass sie in ein Arbeitsfeld wechselte, das enormen physischen und psychischen Einsatz abverlangt, antwortet sie: Die Gemeindesekretäre von Moos und St. Leonhard, Alexander Hofer und Fabian Pfeifer – in ihrer damaligen Funktion als Direktoren des Sprengels – haben verzweifelt nach einer Lösung gesucht, wie sie das akute Krankenpflegeproblem in St. Leonhard lösen könnten. Sie seien überzeugt gewesen, Edith mit ihren beruflichen Erfahrungen – einerseits aus ihrer verwaltungstechnischen Tätigkeit im Sprengel, anderseits im Krankenpflegebereich – könne organisatorisch eine Besserung der Situation bewirken. Sie habe das Gefühl gehabt, sie müsse helfen und versuchen, zur Lösung einer schwie­ rigen Situation beizutragen. Durch die Corona-Epidemie hat sich die Lage für die 31 Bewohner des Seniorenheims noch verschärft. Die alltägliche Arbeit für das Pflegepersonal ist viel mühsamer geworden und die Verantwortung Kraft tanken in den Bergen mit ihrer Familie

Das Dreimäderlhaus: die Schwestern Annelies, Edith und Irene

noch größer. Eine Vielzahl an Vorschriften muss beachtet, die Heimbewohner müssen vor jedem Risiko geschützt werden. Da es die Schutzmaßnahmen erfordern, dass der Kontakt mit den Angehörigen stark beschränkt ist, ist es wichtig, dass sich das Pflegepersonal in vermehrter Weise um den psychischen Zustand der alten Menschen kümmert, die sehr unter Einsamkeit und Isolation leiden. Edith schildert anhand eines Beispiels, wie kompliziert die Arbeit für das Pflegepersonal war: Am Anfang der Pandemie war die für die Arbeit erforderliche Schutzkleidung abgezählt und durfte nur nach 6 Stunden gewechselt werden. Das An- und Ausziehen dieser Spezialkleidung war eine sehr umständliche Prozedur. Um nicht aufs Klo gehen zu müssen, vermied man es zu essen und zu trinken, was während der heißen Zeit eine fast unerträgliche Tortur war. Sie selbst sei als Leiterin des Sprengels nicht betroffen gewesen, sie habe damals den Einsatz der Sanitäts-Mitarbeiter koordiniert, welche als Aushilfe ins Altersheim geschickt wurden. Da während

des ersten Lockdowns viele Pflegerinnen erkrankten, wurde ein Teil des Pflege­ personals aus dem Sprengel und dem Krankenhaus ins Seniorenheim „abkommandiert“. Seit Herbst 2021 wurden sieben Pfleger­ innen suspendiert, es ist jedoch bisher gelungen, eine gute Versorgung der anvertrauten Heimbewohner*innen zu gewährleisten. Trotzdem ist die Situation noch immer dramatisch. Viele Familien suchen verzweifelt einen Platz für ihre pflegebedürftigen Angehörigen und müssen abgewiesen werden, weil Betten zwar vorhanden sind, es aber an Pflegepersonal mangelt. Jetzt hofft Edith, dass wir die schreckliche Corona-Pandemie mit ihren Ängsten und Auseinandersetzungen bald überwunden haben und dass es im Dorf wieder fröhlicher wird. Edith ist nämlich ein geselliger Typ. Sie singt im Kirchen- und im Frauenchor, ist Mitglied im Alpenverein und im Familienverband und versieht den Lektorendienst in der Kirche, wenn jemand dazu gebraucht wird. Außerdem findet sie, auch für die Kinder sei das Beispiel der Eltern wichtig, sich in die Dorfgemeinschaft einzubinden und für die Allgemeinheit zu engagieren. Die Frage drängt sich auf, ob bei so viel Leistung für diese fleißige Frau der Tag mehr als 24 Stunden hat? Die Antwort ist aus ihren Erzählungen herauszuhören: Der Rückhalt in ihrer Familie, das Vertrauen der Dorfgemeinschaft und die Liebe zu den ihr Anvertrauten geben ihr die Kraft, ihren nicht immer leichten Alltag zu bewältigen. Waltraud Holzner Das Frauenporträt ist entstanden in Zusammenarbeit mit Gaby Driever, Bernadette Pfeifer und Miriam Maccacaro vom Bildungsausschuss St. Leonhard


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Immer wieder beeindruckend: das Becherhaus

BUCHVORSTELLUNG

Erich Pichler erzählt: Becherhaus. Einsame Schutzhütte über den Wolken Das Becherhaus, das im fernen Jahr 1894 von der DuÖAV Sektion Hannover gebaut wurde, ist die höchste Schutzhütte Süd­ tirols und befindet sich im Besitz des Landes. Das legendäre und ungemein beeindruckende Wolkenschloss Südtirols liegt auf 3195 m Höhe auf dem Gipfel des Bechers in den Stubaier Alpen und überragt den Übeltalferner, den größten Gletscher unseres Landes. 19 Jahre lang war der Mårtiner „Rëidermåcher“ Erich Pichler dort Hüttenwirt und hat am Ende dieses langen und für ihn prägenden Lebensabschnittes ein überaus interessantes, lesenswertes Buch über das Becherhaus veröffentlicht. Der*die Leser*in erhält nicht nur spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte und den Werdegang des Schutzhauses, sondern auch in die abwechslungsreiche, herausfordernde und oft auch gefährliche Arbeit des Hüttenwirtes, der mit seiner Familie fast genau zwei Jahrzehnte lang die Hütte bewirtschaftet hat. Bedanken möchte sich Erich mit diesem Buch vor allem bei all jenen, die ihn in seiner ereignisreichen Zeit als Hüttenwirt unterstützt haben: bei seiner Familie, beim Amt für Bauerhaltung, bei der Hubschraubermannschaft, bei den unzähligen Mitarbeiter*innen am

Becherhaus und zu guter Letzt bei all jenen, die das Becherhaus in den ver­ gangenen Jahrzehnten besucht haben. Dem Autor Christjan Ladurner, selbst ein erfahrener Bergsteiger, Bergführer und Luftbildfotograf ist es gelungen, die Erinnerungen unseres Psairer Hüttenwirts Erich in eine spannende Erzählung zu packen. Das 270 Seiten starke, reich bebilderte Buch ist überall im Buchhandel erhältlich. P.S.: Mir erscheint es an dieser Stelle auch angebracht, mich im Namen aller Psairer Bergbegeisterten, bei Erich und seiner Familie recht herzlich für die über Jahrzehnte hinweg perfekte Bewirtung und Beherbergung auf einer so schwierig zu bewirtschaftenden Schutzhütte zu bedanken. Vergelts Gott und ein ganz großes Kompliment! Kurt Gufler


15 Passeirer Blatt – nr. 170, April 2022

Die Musikschule: eine wichtige Einrichtung in Psair

Musikschule

50 Jahre musische Bildung Passeier Das Passeiertal gehört zu den gesanglich und musikalisch begabten und aktiven Tälern Tirols. Schon Beda Weber hat vor 170 Jahren auf die musische Ader der Passeirer*innen hingewiesen. Doch erst 1972 hat die musische Bildung in organisierter Form in Passeier begonnen. Seitdem verzeichnen wir im Jahr 2022 zwanzig Jahre Musikkurse und dreißig Jahre Musikschule. In St. Leonhard hat sich 1972 ein Aktionskomitee gebildet, das aus dem Vorsitzenden Apotheker Sepp Hofer, dem Geschäfts- und Schriftführer Heinrich Hofer und den Beiräten Hans Schwarz, Alois Pamer, Albin Hofer, Maria Ennemoser und Sepp Dona vom Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier bestand. Im Herbst 1972 konnte der Unterricht in St. Leonhard und St. Martin als Sektion der Musikkurse Meran begonnen werden. Als Unterrichtsfächer schienen Singen, Blockflöte und

Violine und bald darauf auch Klavier auf. Träger der Musikkurse war 1980 das Kulturinstitut in Bozen, später das Institut für Musikerziehung. Von 1980 bis einschließlich 1983/84 war der Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier und ab 1984 die Musikkapelle St. Leonhard mit Erweiterung des Instrumentenangebots Klarinette, Zither, tiefes Blech und Schlagzeug zuständig. 1983 wurden 7 Mittelschulklassen nach St. Martin verlegt, sodass die frei gewordenen Klassenräume im Westflügel der neuen Mittelschule von St. Leonhard für die Musikkurse reserviert werden konnten. St. Martin machte sich 1983 selbständig: Josef Gufler, Gemeindesekretär, gründete die Musikkurse St. Martin, die bis zum Schuljahr 1986/87 dauerten, wo sie wieder mit den Musikkapellen des Passeiertales zusammengeführt wurden. Nach Intervention der Bürgermeister Josef Pichler/St. Martin, Konrad Pfitscher/ St. Leonhard und Karl Lanthaler/Moos kam es zur Gründung des Vereins „Musikkurse Passeier“ mit Kulturreferent Albin Pixner, Hans Obkircher, Rudolf Fleischmann, Luise Grassl, Ehrenreich Haller,

Sigmund Hofer, Alois Pamer, Alfons Raich, Franz Haller, Franz Brugger und Richard Prugger. Im Schuljahr 1991/92 übernahm endlich das Institut für Musikerziehung die Musikkurse als „Musikschule Passeier“ mit erweitertem Fächerangebot. Als Leiter finden wir u. a. Rosmarie Rieder, Alexander Veit, Stefan Gstrein und seit dem Schuljahr 2000/01 Frau Luisa Pamer, ab 2012/13 Schulstellenleiterin und weiterhin Lehrperson für EMP und Vokalausbildung. Seit dem Schuljahr 2012/13 wurde die Musikschule Passeier mit der Musikschule Meran zusammengelegt und die Direktion nach Meran verlegt: Musikschule Meran/Passeier. Zusätzlich zum Unterrichtsort St. Leonhard wurde auch ein Unterrichtsort in Moos geschaffen mit dem Angebot Blockflöte, Gitarre, Steirische Harmonika und Klarinette. Im Laufe der Jahre hat auch die moderne Musik neben den bisherigen Angeboten von Volksmusik und klassischer Musik einen wichtigen Platz im Unterrichtsangebot angenommen. Die von Zeit zu Zeit angebotenen Aufführungen begeistern auch mit einer tollen Vokalklasse und einer begeisternden Schulband. Die Schüler*innen führen gut besuchte Konzerte auf, die in Zusammenarbeit mit Vereinen und Gemeindeverwaltungen an geeigneten Standorten außerhalb der Musikschule abgehalten werden: im neuen Jugendzentrum in St. Leonhard, im Dorfhaus von St. Martin, im Andreas-Hofer-Museum, im Bunker von Moos und in der Pfarrkirche St. Leonhard. Für das Jubiläumsjahr 2022 sind vom Februar bis Juni eine Reihe von Schwerpunktveranstaltungen in Passeier, in Meran und in Latsch vorgesehen. Nutznießer der musischen Bildung sind die Musikkapellen des Passeiertales, die Chöre, Musikgruppen und die vielen geschulten Musikbegeisterten, die das kulturelle Leben des Tales mitgestalten. Heinrich Hofer, Luisa Pamer

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AUS DEM BLOG DES MUSEUMPASSEIER

Bildschön Ein Ehepaar aus Passeier lässt sich im 18. Jahr­ hundert porträtieren

Ein Weibsbild. Als Porträt ein seltener Anblick für die Passeirer*innen der früheren Jahrhunderte. Ebenso wie ihr Ehemann Michael Hofer präsentiert sich Magdalena Teis mit sorgfältig ausgewählten Gegenständen auf einem Ölgemälde der 1750/60er Jahre Foto: Palais Mamming Museum

NEUES MUSEUMSBLOG

Herr Holle und andere Passeirer Geschichten Das neue digitale Format des MuseumPasseier ist ein Blog.

Seit Jahren recherchiert das Museum „nebenher“. Als Talmuseum interessieren uns quasi alle Jahrhunderte und alle Passeirer Geschichten – und somit kriegen wir Anfragen wie: Was steht in der mittelalterlichen Urkunde? Wer ist das Kind auf dem Schwarzweißfoto? Warum gibt es zu Passeier keine Gletscherdarstellungen? Manchmal stoßen wir auch ohne Hilfe auf interessante Fragen, die uns dann keine Ruhe lassen: Wer war Herr Holle

aus St. Martin? Wo plante St. Leonhard ein Krankenhaus? Wieso stammt das älteste Porträt einer Passeirerin aus Moos? Damit die Funde und Vermutungen zu diesen Recherchen nicht nur in unseren Schubladen und Köpfen landen, veröffentlichen wir sie ab sofort auf unserer neuen Website www.museum.passeier.it/blog. Ein Artikel, der schon lange auf eine Veröffentlichung wartet, wird in dieser Ausgabe angerissen.

Es begann an einem Sonntag kurz vor 12 Uhr. Der Kunsthistoriker Hanns-Paul Ties schrieb eine E-Mail ans Museum: Hab gestern ein bisschen in der Südtiroler Kulturgüter-Datenbank geschmökert (…): Darunter sind zwei hübsche Porträts aus Moos. Der beigefügte Link führte zu einem gealterten Ehepaar auf zwei separaten Bildtafeln im Palais Mamming Museum in Meran. Die Qualität der Schwarz-WeißFotos war steigerungsfähig. Aber die Notiz Porträt von einem M. Hofer aus der Konkursmasse des Wirtes in Moos (Passeier) ließ erahnen, dass es sich um den Mooserwirt Michael Hofer und seine Gattin handeln würde. Der erste Gedanke: Ein Porträt des berühmt-berüchtigten Michael Hofer (1696 – 1765), dem zu seiner Zeit reichsten Passeirer. War ja klar, dass irgendwann ein Bild von ihm auftauchen musste. Endlich würde man ihn sich „bildlich“ vorstellen können. Der zweite Gedanke: Bemerkenswert, seine Frau durfte auch verewigt werden. Damit muss es das älteste Porträt einer nichtadligen Passeirerin sein, älter als die Bildnisse der Sandwirtin Anna Ladurner. Und Gedanke Nummer drei war dann sozusagen die Vereinigung der beiden vorhergehenden: Ein frühes Bildnispaar von Passeirer Eheleuten, das hatten wir so auch noch nicht. So jemand wie Michael Hofer, der durch männliche Schönheit und klugen Geist angeblich sogar Maria Theresia zu beeindrucken vermochte, war natürlich öfters verheiratet. Als Waise hatte er blutjung das Gasthaus Mooserwirt in Moos übernommen und geheiratet, sobald er volljährig war. Da seine erste Gattin nach vier Jahren Ehe starb, heiratete er – nach dreimonatiger Trauerzeit – Magdalena Teis, die dargestellte Frau auf dem Pendant zu Michael Hofer. Während wir aber, wenn wir wollten, zu Michael Hofer eine lange Liste an Geschäftsbeziehungen, Güterbesitz und Geldanhäufungen tippen könnten, war Magdalena Teis bislang „unsichtbar“. Der Fund von Hanns-Paul Ties forderte uns zur Beschäftigung mit der Teisin heraus. Den Rest des Artikels (und das Porträt des Ehemannes) gibt’s unter: www.museum.passeier.it/blog Judith Schwarz


17 Passeirer Blatt – nr. 170, April 2022

St. Leonhard

Gelungener 1. Frauenstammtisch

Es war ein wirklich gelungener Abend und der Bildungsausschuss St. Leonhard würde sich freuen, wenn auch im Herbst, beim 2. Frauenstammtisch wieder zahlreiche Teilnehmerinnen erscheinen würden.

Eine nette, kunterbunte Runde traf sich >> Ausbau der Jugendarbeit im Dorf mit beim 1. Frauenstammtisch in St. Leonhard gezielten Angeboten für Mädchen; auch beim Gasthof Sonnenhof, am Freitag, den besteht der Wunsch nach flexibleren „Wie wunderbar, dass man sofort 11. März 2022. Organisiert wurde er vom Öffnungszeiten im Jugendzentrum beginnen kann, die Welt zu verbessern.“ Bildungsausschuss St. Leonhard und ist >> Bessere Absicherung von Frauen bezüg- (Anne Frank) Teil des „Frauenprojekts“ des BA, zu dem lich einer angemessenen Altersvorsorge ebenso die im Passeirer Blatt porträtier>> Stärkung und Unterstützung von Miriam Maccacaro ten Frauen gehören. Frauen, damit diese sich mehr politisch Frauen jeglichen Alters und aus verschieengagieren und in politischen Gremien Miriam Gortan densten Berufsfeldern trafen sich in mitbestimmen und mitgestalten können „Es ist wichtig, dass verschiedene Gene­ ungezwungener Atmosphäre, um über die Wie anregend und wertvoll dieser rationen von Frauen zusammenkommen, unterschiedlichsten Themen zu sprechen gemeinsame Austausch für die Teil­ um ihre unterschiedlichen Situationen zu und zu diskutieren. Nach ein paar einfühnehmerinnen war, kann man aus den besprechen und zu verbessern, frei nach renden Worten seitens der Vorsitzenden verschiedenen Rückmeldungen und dem Motto: Zusammen sind wir stark!“ des Bildungsausschusses St. Leonhard, Reaktionen erschließen: Elisabeth Ploner, führte Sonja Reinstadler als Moderatorin gekonnt durch den HANNAH GRAF Elisabeth Ploner Abend. „Der Frauenstammtisch hat mir sehr gut „Mich hat beim Frauenstammtisch An verschiedenen Tischen wurden in gefallen. Ich fand es toll, mit gleichgesinn­ besonders die Solidarität unter den Kleingruppen sehr rege einige wichtige ten Frauen über verschiedene Themen zu Frauen über die Generationen hinweg Bereiche diskutiert, wie beispielsweise diskutieren. Beim nächsten Stammtisch beeindruckt. Das Thema „Frauen und Frauen in der Arbeitswelt, in der Gesellbin ich sicher wieder dabei.“ Politik“ liegt mir sehr am Herzen und ich schaft, in der Familie oder in der Politik. habe das Gefühl, dass es genau bei diesem In einer abschließenden gemeinsamen Thema eine gute Vernetzung und viel Runde wurden die einzelnen Gruppen­ SONJA REINSTADLER Aufklärung unter den Frauen braucht.“ ergebnisse schließlich vorgestellt und „Von wegen Stammtisch – vielmehr ein wichtige Punkte festgehalten, an denen Forum, in dem sich Frauen nach Herzens­ in Zukunft noch gearbeitet werden muss, Klara Kröss lust austauschen, über ihre Schwierig­ die an die politisch Zuständigen heran­ „Was ich für mich von diesem wertvollen keiten diskutieren und an Ideen tüfteln getragen werden und die den Frauen Abend mitgenommen habe? Freude im konnten. besonders am Herzen liegen: Herzen über einen inspirierenden, berei­ Dranbleiben, meine Damen (und Herren), >> Mehr Betreuungsplätze in der KITA chernden und amüsanten Austausch!“ denn mit mehr Frau in der Gesellschaft mit flexibleren Öffnungszeiten, um wird die Welt mit allergrößter Wahr­ arbeitenden Müttern und Vätern mehr scheinlichkeit ein bisschen besser.“ entgegenzukommen Ruth Prantl Anregend und wertvoll war der Austausch für die Teilnehmerinnen Foto: Bernadette Pfeifer

„Beim Frauenstammtisch konnte ich viele tolle Frauen kennenlernen. Besonders berührt hat mich die ältere Generation. Ich staunte, wie viel sie bereits vor Jahren in ihren Frauengruppen unternahmen, sich gegenseitig überstützten und sich austauschten. Schön, dass dieser Gedanke nun weitergetragen wird. Ich fühlte mich wohl, verspürte den Zusammenhalt, die Dazugehörigkeit und konnte Bedürfnisse offen aussprechen.“ Nadine Unterhauser

„Der Frauenstammtisch war eine tolle Gelegenheit sich generationenüber­ greifend mit engagierten Frauen über Themen, die uns als Frauen betreffen, auszutauschen. Ich hoffe, dass es in Zukunft noch öfters einen solchen Frauen­ stammtisch geben wird und einige der angebrachten Wünsche und Ideen auch wirklich umgesetzt werden können.“


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Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr zugänglich. Alle weiteren Informationen werden auf der Homepage des Museumsvereins MuseumHinterPasseier veröffentlicht: www.museum.hinterpasseier.it Die offizielle Segnung der Struktur ist für Mitte Mai 2022 – dem internationalen Tag der Museen – geplant. Peter Heel MuseumHinterPasseier

ALECTORIS GRAECA SAXATILIS Bunker Mooseum

Die Ausstellung im neuen Stieber Mooseum ist von Dienstag bis Sonntag, von 10 bis 17 Uhr, geöffnet Foto: Peter Heel

MuseumHinterPasseier

Stieber Mooseum geöffnet! MuseumHinterPasseier eröffnet museale Struktur zum Thema Wasserkraft. In Moos in Passeier ist seit 1. April das MuseumHinterPasseier – Stieber Mooseum für Besucher zugänglich. Im alten Kraftwerk am Fuße des Stieber Wasserfalls wird das Thema Wasserkraft und Stromerzeugung bespielt.

Lange blieb es dunkel im Hinterpasseier. Während in Städten und größeren Orten bereits um 1900 elektrische Energie weitgehend verfügbar war, blieben die vorwiegend kleinbäuerlichen Strukturen der Umgebung noch lange auf traditionelle Energiequellen angewiesen. Erst ab den 1920er Jahren begannen Pioniere in den weit verstreuten Siedlungen des Hinterpasseiers mit der Errichtung von Kleinkraftwerken, die Elektromotoren antrieben und ausgewählte Gebäude mit elektrischem Licht versorgten. Ab den 1960er Jahren übernahm schließlich die Gemeindeverwaltung selbst die Initiative, erwarb Wasserkonzessionen, errichtete (in politisch schwierigen Zeiten) Kraftwerke und erschloss die verstreuten Gehöfte mit elektrischem Netz. Das Wasserkraftwerk am Fuße des Stieber Wasserfalls war der Nukleus einer span-

nenden, regionalen Energiegeschichte. Erbaut von der Gemeinde Moos im Jahr 1965 versorgten die Anlagen in mehreren Ausbaustufen die Umgebung bis 2006 mit elektrischer Energie. Das Gebäude wurde zu einer musealen Struktur umgebaut und für die Allgemeinheit zugänglich gemacht. Im MuseumHinterPasseier – Stieber Mooseum werden Wissen und Geschichten rund um diesen zentralen Bereich unserer Gesellschaft vermittelt und Einblicke in die technischen und maschinellen Grundlagen geboten werden. Diese Energiegeschichte führt von einem kleinen Kraftwerk am Fuße des Stieber Wasserfalls zu einem beispielhaften Muster der Ressourcennutzung und Regionalentwicklung. Das Stieber Mooseum ist über den Stieber Rundweg oder den Passerschluchtenweg erreichbar. Die Ausstellung ist von Dienstag bis

Bunker Mooseum startet Steinhuhn-Zucht Seit 1. April sind im MuseumHinter­ Passeier – Bunker Mooseum in Moos zwei Steinhühner in einer großzügigen Voliere im Freiwildgehege zu Hause. Die Tiere können im Rahmen des Museumrundganges beobachtet werden und könnten in Zukunft Teil eines Wieder­ ansiedlungsprojektes werden. Das MuseumHinterPasseier – Bunker Mooseum in Moos ist seit seiner Gründung Infostelle des Naturpark Texelgruppe und Ausgangspunkt für viele der naturkundlichen Wanderungen im Hinterpasseier. Die Struktur Bunker Mooseum steht mit seinem großen Freiwildgehege und der Steinwildzucht für Nachhaltigkeit in Südtirol. Vor fünf Jahren wurde auf die Eigeninitiative des damals neu gegründeten Museumsvereins unter Obmann und Gemeindereferent Konrad Pamer die erste Auswilderung von Steinwild aus dem Gehege des Bunker Mooseums im Zillertal umgesetzt. In den darauffolgenden Jahren entstand eine Zusammenarbeit mit dem Amt für Jagd Die zwei Steinhühner in der Voliere im Freiwildgehege Fotos: Gernot Reich


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und Fischerei der Provinz Bozen, die es ermöglichte, erstmals Steinwild aus einer Zucht in Südtirol wieder anzusiedeln. Den Erfolg dieser großangelegten Wiederansiedlungsstrategie können Wanderer jeden Tag in unserer Bergwelt mit eigenen Augen sehen. Heuer hat sich der Museumsverein MuseumHinter­ Passeier dazu entschieden, Wiederan­ siedlungsprojekte weiter zu fokussieren und beim Amt für Jagd und Fischerei um die Lizenz zur Zucht von Steinhühnern angefragt. Für die Zucht von Steinhühnern wurde die Voliere, welche sich im Freiwildgehege befindet, auf deren Bedürfnisse angepasst. Die ersten zwei Exemplare stammen aus einer Zucht in Asiago und fühlten sich im neuen Revier sofort zu Hause. Diese Hühnervogelart aus der Familie der Fasanenartigen ist ein scheuer Bodenbrüter, welcher steinige, sonnige Lagen bewohnt. Durch die Veränderungen in der Kultur- und Naturlandschaft und dem zunehmenden Verlust an Lebensräumen ist seit Jahren ein Rückgang in der Population zu beobachten. Aus diesem Grund könnte es in Zukunft zu einer Wiederansiedlung, der in der Voliere auf die Welt kommenden Steinhühner, kommen. Darüber hinaus wird die Zucht unter der Federführung von Museumsleiter Peter Heel dokumentiert und soll dazu beitragen, Erfahrungswerte zu gene­ rieren. Erster Nachwuchs ist für die diesjährige Museumssaison geplant. Informationen zu den Steinhühnern und dem Projekt im Bunker Mooseum werden auf der Homepage des Museumsvereins publiziert. www.museum.hinterpasseier.it Peter Heel

Die Plåttr und die Mousr Di Plåttr hoobm in Wintr kuane Sunne miar sechns, sie wissns. Obr des isch fi Gott Votr Soche des Giwissns. Di Engl hoobm zin ihn gsogg: „Gott Votr wos hosche giton? Schaugdr Plåtte und Mouse zin Vrglaich amål on!“ Gott Votr schliaft innin in saindr Werchtig-House geat außr pin Tour, schuag oochn af Plåtte und Mouse. Plåtte schian-entn zuachn an Öirtl zi poochn di Mousr in liabstn tatnse: oochn. Di Plåttr hoobm an Aussicht, di Mousr hoobm kuane. Sechn lai ibrsche und auchn in di Wente und Stuene. „Schaug“, hoobm di Engl gsogg‚ „Plåtte isch grod zigrecht hoach! Af Mouse in den Loch plaibdr kuane Wonze und kuan Floach! Ungirecht isch wose do hosch giton!“ Obr Gott Votr hot gschriern: „Inhn pin Loch des geat enk nicht on!“

Wos tasche, wos tasche? Hotr gidenkt und gikopft und nouamol gidenkt. In de Plåttr honne wirklich zi viel Guats gschenkt. Noch 2 Stund hotr giwißt wosr soll tian und des ischr gschwind ausfiarn gongin gian. Zi dr Sunne hotr durch gschriern: „Du lous wos i diar sog! Af Plåtte hosche in Wintr nit viel zi suachn i pistimm diar in Tog. Vin Novembr bis Jännr loschide nit plickn obr drfiir tuasche in die Mousr daine gonze Wärme schickn. Muasch aa in Wintr drau oochn schain nor wernse in den Loch untn schun zufriedn sain“. Und nor hotr gschriern: „Geat außr ös Engl schaug oochn af Plåtte und Mouse: Isch nou eppis mengl?“ „Na,“ hobnse gsogg di Engl, „iatz isch girecht, wail iatz kuan Plåttr a Mousr und kuan Mousr a Plåttr sain mecht!“

Anna Lanthaler


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Pfelders

Anna Pixner feiert ihren 99. Geburtstag Frau Anna Pixner (Mundis Anna) aus Pfelders feierte am 22. Februar 2022 ihren 99. Geburtstag. An diesem Ehrentag bereitete Familie Hofer, bei der Anna in ihrem hohen Alter noch wohnen kann, eine kleine Feier vor. Dazu überbrachte PGRPräsident Vigil Kuprian die besten Glückwünsche im Namen der gesamten Pfarrgemeinde. Der Familie Hofer stand Anna von Beginn an sehr zur Seite; alle sind mit ihr aufgewachsen. Neben ihrer Arbeit im Gastgewerbe schaute sie damals auch auf die Kinder der Familie. Sie war stets eine große Förderin der Kirche in Pfelders und hat sehr zum Erhalt und Fortbestand beigetragen. Der christliche Glaube ist ihr ein Herzensanliegen, so Vigil Kuprian, aus ihm schöpft sie viel Kraft und Hoffnung. Ein besonderer Dank gebührt Frau Luise Hofer, ihren Kindern und Enkelkindern, die Anna liebevoll pflegen und begleiten. Hubert Gögele

Seemoos

Foto: Christian Widmann

PGR-Präsident Vigil Kuprian, Anna Pixner, Luise Hofer Foto: Sabine Thuile

ImFocus-FotoclubPasseier VFG


21 Passeirer Blatt – nr. 170, April 2022

Unsere neuen Minis: Fabian Ennemoser, Laura Zwischenbrugger, Clara Schwarz und Alicia Mauchien, (nicht anwesend: Julia Oberprantacher) mit Pfarrer P. Alexander, Diakon Hermann Pirpamer, Minileiterin Sara Götsch und dem Pfarrverantwortlichen Dominik Alber

Pfarrei St. Martin

Aufnahme der neuen Ministrant*innen Wenn die Ausnahmesituation in den vergangenen zwei Jahren auch vieles einschränkte, so war es uns doch wichtig, den interessierten Kindern unter Einhaltung der Vorschriften die Möglichkeit zu geben, mit dem Ministrantendienst nach der Erstkommunion in unserer Pfarr­ gemeinde beginnen zu können.

Die sehr motivierten Kinder kamen fleißig zu den Proben und übten sich schon seit dem vergangenen Sommer bei verschiedenen Gottesdiensten in ihren Dienst ein. Die Freude war dann groß, als sie Pfarrer P. Alexander Pixner der Pfarrgemeinde beim Amt am 06. Februar vorstellte und in die Ministrantengemeinschaft aufnahm. Das Evangelium vom wunderbaren Fischfang an diesem Sonntag und die anschließende Predigt brachten uns nahe, dass der Ruf Jesu, ihm nachzufolgen, uns Christen auch heute gilt. Wir alle sind

historische Fotos

In der Arbeitswelt hat sich im Laufe der Zeit vieles verändert: Früher wurden viele Arbeitskräfte benötigt …

gerufen, auf vielerlei Weise am Reich Gottes mitzubauen. Diese Bereitschaft, sich in den Dienst Gottes und der Pfarr­ gemeinde zu stellen, haben die neuen Ministrant*innen im gemeinsamen Ministrantengebet sehr schön zum Ausdruck gebracht und dafür Jesus um seine Hilfe gebeten. Als symbolisches Zeichen der Aufnahme und Verbundenheit mit Christus bekamen die neuen Ministrant*innen von den Minileiter*in­ nen einen Kreuzanhänger umgehängt. In Saltaus fand die Aufnahmefeier bereits im Jänner statt. Der Ministrantendienst ermöglicht den Kindern, aktiv an der Gestaltung von Gottesdiensten mitzuwirken, im Glauben zu wachsen und sich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig lernen die Ministrant*innen Verantwortung zu übernehmen, denn es kommt auf jede*n Einzelnen an. Außerdem ist es uns ein großes Anliegen, Gemeinschaft untereinander zu pflegen. Wir organisieren u. a. Ausflüge, Spielenachmittage, Hüttenlager und nehmen an Veranstaltungen des Dekanates und unserer Diözese teil. So werden über das Ministrieren hinaus freundschaftliche Beziehungen und soziales Lernen in vielfältiger Weise ermöglicht. An dieser Stelle danken wir unseren Minis für ihren wertvollen Dienst und den Eltern für ihr Begleiten und ihre Unterstützung! Wir freuen uns, wenn unsere Gemeinschaft wächst und laden alle Grund­ schüler*innen ab der 3. Klasse und Mittelschüler*innen von St. Martin und Saltaus, die Interesse am Ministrieren haben, ein, sich bei Dominik Alber (St. Martin) oder bei Christine Ladurner (Saltaus) zu melden. Ihr dürft auch gerne mal bei einer Ministrantenstunde „schnuppern“. Maria Platter


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Evil Isabela – Melanies Zeichenstil ist sehr fantasievoll und farbenfroh

JUNGE KÜNSTLERIN

Melanie Ennemoser, Zeichnen als Leidenschaft Zur Person: Bilder soweit das Auge reicht. Das Leben von Melanie Ennemoser ist bereits vom Kindesalter an geprägt zum einen von ihrer Hingabe zur Patisserie zum anderen von ihrer Leidenschaft zum Zeichnen. Dies ließ sich auch bei der Ausstellung der 18-Jährigen feststellen, welche am 19. März 2022 in der alten Bibliothek von St. Martin stattfand. Die über 100 verschiedenen Bilder waren dabei für alle zugänglich und stießen auf große Bewunderung, sowohl bei Klein als auch bei Groß. Dabei hatte ich die Gelegenheit ein kurzes Interview mit Melanie zu führen.

Liebe Melanie, wir haben uns bereits durch deine Ausstellung ein Bild von deiner künstlerischen Entwicklung machen können. Erläutere uns jene doch bitte kurz aus deiner Perspektive. Zeichnen war für mich immer schon eine Konstante in meinem Leben. Dazu kam, dass ich bereits im Kindesalter eine blühende Fantasie hatte und neben dem Zeichnen noch eine Liebe zum Erzählen von Geschichten hatte. Dabei stellte sich für mich schnell heraus, dass sich durch Zeichnen Geschichten einfacher vermitteln lassen. Ich habe mich weiterentwickelt, indem ich immer wieder versucht habe, verschiedene Objekte abzuzeichnen. Zu einem späteren Zeitpunkt habe ich mich dann intensiv damit beschäftigt, die Bilder proportionaler und realistischer zu gestalten. Schließlich entschied ich mich dazu, mehr Geld und Zeit in meine Leidenschaft zu stecken und habe mir

schließlich ein Zeichentablet gekauft. Vor allem aus zwei Gründen: Zum einen, da es ein wenig einfacher und übersicht­ licher ist, zum anderen wollte ich auch Neues ausprobieren. Wie war für dich diese Umstellung vom „von Hand zeichnen“ hin zum digitalen? Am Anfang war es nicht ganz einfach, mich an das neue Programm und die neuen Funktionen zu gewöhnen. Deshalb habe ich oft auch im Nachhinein noch „von Hand“ gewisse Details hinzugefügt oder Veränderungen vorgenommen. Inzwischen jedoch bin ich seit rund 4 Jahren auf digitales Zeichnen umgestiegen und identifiziere mich seitdem auch mit diesem.

Wie würdest du dich selbst als Künstlerin definieren? Meinen Zeichenstil würde ich allgemein als fantasievoll und sehr farbenfroh beschreiben, vor allem zeichne ich gerne Personen. Diese zeichne ich jedoch nicht unbedingt realistisch, sondern angelehnt an den japanischen Zeichenstil „Anime“. Ebenfalls gefällt es mir, Landschaften in fantasievolle Welten umzuwandeln.

Melanie Ennemoser bei ihrer Ausstellung am 19. März


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Wie läuft bei dir meist so ein Prozess von der Skizze hin zum fertigen Kunstwerk ab? Es beginnt meist damit, dass mir eine Idee „in den Kopf schießt“. Daraufhin suche ich mir mehrere Inspirationen aus dem Internet zusammen. Diese füge ich dann zu einer Skizze zusammen, wobei ich bereits mehrere Versionen ausprobiere und schließlich eine auswähle. Danach folgt meist eine Pause von mehreren Tagen und dann arbeite ich schrittweise abwechselnd ein paar Stunden am Tag an dem Bild. Sobald mein Kunstwerk schließlich vollendet ist, schlafe ich zumeist ein paar Tage darüber und nehme, wenn es sein muss, noch Verbesserungen daran vor. Ein Bild dauert dabei unterschiedlich lang. An diesem Bild, welches vom Disneyfilm „Encanto“ inspiriert wurde, habe ich beispielsweise 40 Stunden gearbeitet. Woher nimmst du im Normalfall Inspirationen für deine Kunstwerke? Meine Inspirationen sind meistens zufällig und ich orientiere mich oft an Menschen, welchen ich in meinem Leben selbst begegnet bin. Hat mir beispielsweise eine Landschaft oder der Kleidungsstil einer Person besonders gut gefallen, dann mache ich davon auch oft ein Foto, um es später zu verwenden. Ebenfalls hole ich mir oft Inspiration von modernen Künstlern aus dem Internet. Ich habe mir ebenfalls auf Instagram eine Plattform mit meiner Kunst aufgebaut und habe inzwischen bereits über 20.000 Follower erreicht. Was sind deine aktuellen Projekte beziehungsweise deine Pläne für die Zukunft in künstlerischer Hinsicht? Aktuell bin ich dabei, einen Comic zu verfassen, welcher zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls auf der Online-Plattform „Webtoon“ verfügbar sein wird. Dieser Comic ist eine Verknüpfung aus Ideen, welche ich über die Jahre gesammelt habe. Intensiv arbeite ich an diesem Comic jedoch erst seit diesem Jahr und habe bald den ersten Teil des Comics beendet. Ebenfalls habe ich mich in der letzten Zeit zum ersten Mal an einer eigenen Animation versucht. Somit wäre natürlich mehr Arbeit in Richtung von Animation nicht auszuschließen. Allgemein könnte ich mir durchaus vorstellen, auch hauptberuflich als Künstlerin zu arbeiten, auch wenn dies natürlich durchaus nicht einfach zu bewältigen ist. Liebe Melli, ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner künstlerischen Tätigkeit! Das Interview führte Sandra Gufler

St. Martin

„Mårtin griaßt in Langis“: die Gießkanne als Symbol des Neustarts „Ein Dorffest unter 18“, schmunzeln die Bäuerinnen der Ortsgruppe St. Martin. Anna, Brigitte, Carola, Daniela, Elisabeth, Helga und Martine sind überglücklich. „Der Aufwand war nicht ohne“, meint die Ortsbäuerin, „wir Vereine sind im Moment noch ein bisschen schwerfällig, aber das Fest hat gezeigt, dass wir alle wieder aufblühen wollen.“ 117 Kinder aus Grundschule und Mittelschule hatten vorab das Dorf mit ihren Basteleien und Bildern verschönert: Dorfplatz, Vitrinen und in den Geschäften und Gastronomien des Dorfes fand man über Wochen die Frühlingsboten, belohnt wurden sie mit bunten Blumensamen und einem Dankesbrief der Bäuerinnen. Auf dem Dorfplatz fand den ganzen Tag über das Martiner Genuss Marktl statt: 14 Mal handwerklicher Genuss, vom selbstgemachten Frühjahrsschmuck zum Martiner Hausbier bis hin zur Kräuterkunst. Das Ganze umrahmt von einem Vatertagskonzert der Musikkapelle St. Martin und einer einstündigen musikalischen Einlage von Philipp Schwarz und GuitArt, alles ehrenamtlich, mit Herz, mit Tracht und Soundverstärker. Vom Dorfplatz bis zum Sitz der FF St. Martin bemühten sich 13 Vereine um das Glück der Kinder und Familien: Roman und die Passeirer Goasslschnöller, die Pfarrgemeinde, der VKE Sektion Passeier – Naturnah wachsen, der Jugendtreff, die Jungschar, die Bauernjugend Passeier und die Bäuerinnen von St. Martin, die SVPFrauen mit der Primelaktion, die Bibliothek, die FF St. Martin, der Jugendtreff, Adlatus – Menschen mit Beeinträchtigung, die Musikkapelle St. Martin und GuitArt. Es wurde gemalt, gebastelt, getanzt, gehüpft und viel Zuckerwatte gegessen, Frühlingsgeschichten vorgelesen, brennende Häuser mit Hilfe der Feuerwehr gelöscht (St. Martin hatte am Vatertag ganz viele kleine Grisus) und ein Parcours mit Rollstuhl bewältigt. Die Kinder konnten melken, Gewürze kennenlernen und Kresse säen. Die Terrassen der teilnehmenden Betriebe (Mitterwirt/GasthausLamm, Unterwirt und Martiner Hof) waren besetzt mit lachenden, fröhlichen Martiner Gesichtern und das wohl Schönste waren die „Wunderer“ der älteren Generation.

Die Vatertagsandacht in der Martiner Pfarrkirche

Viele Omas und Opas waren ins Dorf gekommen, um die Kinder zu beobachten und Festluft zu spüren, weil Dorffest war es ja keines – aber Leben war viel in den Gassen. Um 16 Uhr dann der krönende Moment eines wirklich schönen Frühlings-Vatertages, in der Kirche wurde eine Vatertagsandacht gehalten. Die Martiner Kinder waren mit ihren Vätern und den gebastelten Geschenken gekommen, um den heiligen Josef anzubeten, er solle doch bitte alle Väter beschützen und beim Herrgott für die gesamte Bevölkerung den Schutz erbitten. Durch die gute Seele Teresa wurde dabei ein ganz besonders inniger, liebevoller Moment in der Kirche geschaffen, mit Kindern die auf ihren „Tatten“ saßen und Familien, die ganz eng zusammen rückten. In diesem Sinne haben die Martiner Familien und Vereine einen gesegneten Start in den Frühling 2022 begonnen. Ob St. Martin nun alle Jahreszeiten begrüßen wird oder sich schon auf 2023 freut, wollen die Bäuerinnen noch nicht wirklich verraten, die Rückmeldungen sind aber ganz klar, die Vereine wollen weitermachen, mitmachen und aufblühen und die Dorfbewohner*innen freuen sich darauf. Elisabeth Larcher


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St. Martin in Faschingsstimmung

Fasching

Mårtiner Krapfenstraße Saltaus und St. Martin versüßen den Unsinnigen Donnerstag Es war höchste Zeit: „St. Martin ist ein lebendiges, lustiges, fröhliches Dorf. Ein Dorf, das gerne feiert und gerne das ‚Miteinander‘ erlebt“, das ist sich Jugendreferent Dominik Alber sicher. Nachdem sich kein Verein gefunden hatte, der die Trägerschaft und die Verantwortung für den Martinsumzug übernehmen wollte (Covidbestimmungen – Abgrenzung und vor allem Ausgrenzung von Familien ohne „2G Grünpass“), waren es die Kaufleute von St. Martin, die es sich nicht nehmen lassen wollten, das Jahr „gut“ zu starten. Die Obfrau Elisabeth Götsch und ihre Kollegen waren sich

Durch das Dorf schlängelten sich Bänke, auf denen sich über 800 Krapfen aneinanderreihten

einig: „Den Unsinnigen Donnerstag nicht lautlos und traurig vorüberziehen zu lassen!“. Der Jugendtreff St. Martin, einige fleißige „Mammen“ vom Dorf, der VKE und die Kaufleute organisierten also die Mårtiner Krapfenstraße. Durch das Dorf von St. Martin schlängelten sich die Forstbänke auf denen sich, einzeln verpackt, über 800 Krapfen aneinanderreihten. Die süße Straße wurde im Zentrum von Saltaus weitergeführt, damit auch die Kinder und Familien, die nicht bis St. Martin zum Feiern konnten, ihren Krapfen kriegten. Während die FF von St. Martin und Saltaus die Bänke aufstellten und für Recht und Ordnung sorgten, baute der Jugendtreff vor dem Dorfhaus eine Fotobox auf. Hunderte von Fotos wurden dort gemacht. So konnten die Kinder, Erwachsene und Familien die Erinnerungen an Fasching 2022 mit nach Hause nehmen. Die Mütter, die halfen, waren

dann ebenfalls in Faschingsstimmung: Mit Radio im Einkaufswagen und Polonaise im Rücken ging es mit Mami Christa durch die Dorfgasse, nachdem am Morgen gemeinsam die Krapfen verpackt wurden. St. Martin und vor allem die Familien haben die gute Laune eingeläutet und wir alle hoffen, dass die längste Krapfenstraße von Passeier noch lange gute Laune verbreiten wird. Den Kaufleuten wurde jedenfalls nahe­ gelegt zu überlegen, ob es nicht eine Tradition werden könnte: die der Staub­ zuckerbärte, der vollgekleckerten Faschingskostüme, des Fotos auf Papier und nicht der Selfies, der Musik, der eifrigen Mamis und des kreativen Jugendtreffs. Der Start in das 2022 ist auf jeden Fall geglückt und wir hoffen alle auf ein normales, oder sogar „positiv verrücktes“ Jahr. Elisabeth Larcher

Auch in Saltaus wurde der Fasching gefeiert

Psairer Låchkåchl-Ëgge

„Es gip kuan Österreicher …“ Ein schneidiger Psairer Bursche, großgewachsen, breitschultrig und rhetorisch sehr beschlagen studierte vor etlichen Jahren in Salzburg. Als ihn eines Tages einige Freunde aus dem Psair besuchen kamen, erzählte er denselben mit den klassischen Tränen in den Augen, dass ihm vor einigen Tagen seine geliebte Lederjacke gestohlen worden sei. „Es miët enk dës amåll fourstëlln“, lamentierte er gegenüber seinen Kumpels, „es gip ja kuan Österreicher, der meine Krippe håt und de Lederjacke hoobm kannt!“ Kurt Gufler


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Natur & umwelt

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Attraktiver Frühblüher: Das Busch- Windröschen Foto: Arnold Rinner

Heimische Pflanzenwelt

Leuchtender Frühlingsbote: das Busch-Windröschen Mit ihrem zeitigen Erscheinen nach einem langen Winter üben die ersten wildwachsenden heimischen Frühblüher einen besonderen Zauber auf uns Menschen aus. Jetzt im Frühjahr sind es ganz besonders die Farben der Blüten, die Groß und Klein faszinieren und der Landschaft Leben einhauchen. Eine dieser Pflanzen, die im Frühjahr besonders schön blüht und die Landschaft verzaubert, ist das Busch-Windröschen (Anemone nemorosa), das ich nachfolgend kurz vorstellen möchte. Das 10 – 25 cm hohe Busch-Windröschen, dessen weiße Blütenteppiche den Laubwald schmücken, gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Die Pflanze entfaltet sich Anfang März bis Mai in krautreichen Wäldern und auf Wiesenrändern bis in die obere montane Stufe. Das frühe Erscheinen ist möglich, weil die Pflanze kräftige, horizontal wachsende, unter­ irdische Wurzelstöcke hat. Von der Spitze dieser Rhizome strebt jedes Jahr im Frühjahr ein neuer Blühtrieb an die Oberfläche. Die Frühlingsblume trägt eine weiße, außen oft rosa strahlenförmige Blüte. Mit den Blütenblätter nimmt es die Blume nicht so genau, es können 6 bis 8 Blütenblättern oder auch mehr sein. Hervor­ gerufen wird die Weißfärbung der Blütenhülle dadurch, dass die Innenräume der

Zellen im Blütengewebe mit Luft gefüllt sind und das Licht eine Totalreflexion erfährt. Während der Nachtstunden und bei kühler Witterung sind die Blüten verschlossen. An Schönwettertagen ist die Blüte der Sonne zugewandt. Am Stängel befinden sich drei handförmig geteilte Blätter. Die Samen der Pflanze sind mit einem kleinen nährstoffreichen Anhängsel (Elaiosom) ausgestattet. Im Nahbereich des Ameisenhaufens werden diese stärke- und fetthaltigen Anhängsel als Futter vom Samen getrennt und der Samen achtlos liegengelassen. Damit sorgen Ameisen ungewollt für die Verbreitung der Pflanze. Lange ist man von dieser Ansicht ausgegangen, dass Ameisen für die Samenverbreitung zuständig sind. Nach neuen Forschungserkenntnissen interessieren sich ebenso Nacktschnecken in besonderer Weise für das leckere Anhängsel und sorgen für die Verbreitung des Busch- Windröschens. Zu finden ist dieses Gewächs hauptsächlich im Vorderpasseier von den Talböden bis gegen 1200 m. Schöne Bestände blühen unter anderem am Andreas Hofer Rundweg, am Passerschluchtenweg bei Hinterbrugg, aber auch in Breiteben und bei Magfeld im Kalmtal. Sämtliche Pflanzenteile sind wie auch bei anderen Hahnenfußgewächsen giftig. Der Pflanzensaft enthält Protoanemonin und kann zu Hautentzündungen führen. Der lateinische Namen „Anemone“ leitet sich vom griechischen „anemos“ = Wind ab und bezieht sich auf die vom Wind auf den dünnen Stielen leicht zu bewegenden Blüten. Arnold Rinner

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Schönheiten unter sich: Vier Krickentenmännchen. Insgesamt hielten sich am 2. April 14 Krickenten beim „Unterpiichl Sånt“ auf Fotos: Rudi Hofer

Vogelzug im Frühjahr

Krickenten auf dem Durchzug Naturliebhaber, die mit offenen Augen durch die Landschaft gehen, können im Frühjahr immer wieder Überraschendes aus der Vogelwelt erleben. Jetzt zur Zugzeit fliegen nämlich scharenweise Vögel auf ihrem Weg Richtung Norden durch das Passeier und legen dabei auf ihrer Reise mitunter einen Zwischenstopp im Tal ein um ihre Fettreserven aufzutanken. Mit etwas Glück können dabei ungewöhnliche Arten, die im Passeier und in Südtirol nicht als Brutvögel aufscheinen, nachgewiesen werden. Eine dieser besonderen Begegnungen glückte am 2. April Rudi Hofer aus St. Leonhard, als er einen Trupp von 14 Krickenten beim „Unterpiichl Sånt“ unterhalb von Gomion entdeckte und fotografierte. Die Krickente ist mit einer Körperlänge von 34 bis 38 cm die kleinste Entenart in Europa. Zu erkennen ist sie auch am schnellen, wendigen Flug. Bei unsicherer Situation suchen die scheuen Vögel schnell das Weite. Die Vögel können sich im Gegensatz zu anderen Enten beinahe senkrecht aus dem Wasser erheben und davonflattern. Nicht zu überhören ist dabei der helle „krick krick“ – Ruf, den der Erpel von sich gibt. Dieser krächzende Ruf ist namengebend für die Art. Unverkennbar ist der Erpel im Prachtkleid mit seinem grau gefärbten Gefieder, dem kastanienbraunen Kopf und dem metallisch glänzenden grünen Augenfleck, der im Bogen zum Nacken läuft. Das Weibchen fällt deutlich weniger auf, es ist braun und gelblich gefleckt. Krickenten sind tag- und nachtaktiv und ganz aufs Leben am Wasser ausgerichtet. Sie leben an Seen, Teichen und Fließge-

wässern mit seichten Ufern und ernähren sich von allem, was im Schlamm von Uferzonen zu finden ist, das kann sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung sein. Sie bevorzugen kleinere Sämereien, aber auch kleine wirbellose Tiere. Der Wasservogel brütet vornehmlich im hohen Norden in Skandinavien und in Russland. Teils räumen die Bewohner des nördlichen Europas das Brutgebiet und ziehen im Spätherbst in mildere Teile Mittel- und Südeuropas. In Südtirol gibt es bis heute keine nachgewiesenen Bruten. Die Entenart ist in unseren Breiten lediglich auf dem Frühjahrs- und Herbstzug zu beobachten. Gerne halten sich Zuggäste in den Monaten September und Oktober teils mehrere Tage in den Tümpeln am Jaufenkamm auf. So fanden sich etwa am 15. Oktober 2018 in den Lacken am Jaufen 2 Krickenten ein, am 8. Oktober 2019 gastierten hier 13 Enten und am 22. September 2020 hielten sich 5 Exem­ plare im Gebiet auf. Arnold Rinner

Unscheinbar braun und gelblich gefleckt ist das Federkleid des Krickentenweibchens

Wasser in Einweg-Plastikflaschen zu kaufen, ist dort, wo bestes Trinkwasser aus dem Hahn fließt, sinnlos. Es kostet Geld, muss von weither geliefert werden und hinterlässt eine ganze Menge Plastikmüll. Deshalb hat der Dachverband für Natur- und Umweltschutz eine Website lanciert, auf der über 1600 Trinkwasserstellen in Südtirol verzeichnet sind. Dort kann man kostenlos die eigene Wasserflasche auffüllen. Die Frage, die hinter „Südtirol Refill Alto Adige“ steckt, ist eine einfache: Warum Trinkwasser kaufen, wenn es kostengünstig (und ohne daraus resultierenden Müll) in ganz Südtirol verfügbar ist? Auf diese einfache Frage hat der Dachverband eine ebenso einfache Antwort gefunden: Auf www.refill.bz.it finden sich alle Trinkwasserquellen, die öffentlich zugänglich sind und an denen man kostenlos eine mitgebrachte Flasche auffüllen kann. Intuitiv und einfach Für all jene, die auf Einweg-Plastikflaschen verzichten und lieber die eigene Flasche auffüllen, genügt also ein Klick. Auf dem Startbildschirm erscheint dann eine Südtirol-Karte oder – falls man die Standortinformationen aktiviert hat – ein Kartenausschnitt, der die nächste Umgebung zeigt. Auf der Karte sind mit einem Tropfen alle Trinkwasserstellen gekennzeichnet, in einer Randspalte die notwendigen Informationen, der genaue Standort und einige Fotos zu finden, damit die Nutzerinnen und Nutzer die Nachfüllstation in natura wiedererkennen können. Ausbau mit Hilfe aller Bereits jetzt sind vor allem mit Hilfe von Gemeinden und Wasserwerken mehr als 1600 Trinkwasserstellen verzeichnet. Damit das Netz allerdings noch dichter wird, ist man auf die Hilfe der Community angewiesen. Die Refill-Datenbank basiert auf OpenStreetMap (OSM), einer freien Datenbank also, in die auch interessierte User Brunnen eintragen können. Private können eigene Trinkwasserstellen für die Nutzung freigeben. So werden auf der Refill-Karte nicht nur Brunnen auf öffentlichen Plätzen angezeigt, sondern auch solche in Geschäften, Bars, Restaurants und ähnlichem, sofern die Eigen­ tümerin oder der Eigentümer dem zugestimmt hat. Wer also eine solche private Refill-Station eintragen möchte, kann dies problemlos tun. Auch dafür ist eine Anmeldung über die Website möglich. Griseldis Dietl


27 Passeirer Blatt – nr. 170, April 2022

Borkenkäferschäden oberhalb der Landesstraße ins Antholzer Tal Fotos: Abt. Forstwirtschaft

Forststation St. Leonhard

Borkenkäfer im Anmarsch 2021 kam es im Pustertal und Gadertal zu einer in Südtirol noch nie dagewesenen Massenvermehrung an Borken­ käfern. Flächige Befälle der Fichtenwälder sind in den nächsten Jahren auch im Passeiertal wahrscheinlich. Die Waldschäden durch den Sturm Vaia im Oktober 2018, aber auch Schneedruckschäden in den Jahren 2019 und 2020 haben dafür gesorgt, dass in Südtirols Wäldern mehr als genug Brutmaterial für den Borkenkäfer vorhanden ist. Der Borkenkäfer bei der Fichte, auch Buchdrucker (Ips typographus) genannt, ist immer in unseren Wäldern vorhanden. Das Insekt bohrt Gänge unter die Rinde und unterbricht damit den Saftfluss, was zum Absterben der Bäume führt. Gesunde Fichten können sich gegen den Befall erfolgreich wehren, indem sie Harz produzieren. Befallen werden in der Regel frische liegende Bäume oder durch

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Trockenheit oder andere Faktoren abgeschwächte stehende Fichten. Meistens werden die vom Borkenkäfer befallenen Bäume erst dann sichtbar, wenn sie braun werden und die Borken­ käfer schon ausgeflogen sind. Im Frühjahr stellen solche Bäume daher vor allem ein ästhetisches Problem dar. Wird der Baum hingegen erst im Herbst braun, dann wurde er von der 2. Generation der Borkenkäfer innerhalb desselben Jahres befallen und die Überwinterung dieser

Käfer unter der Rinde ist wahrscheinlich. Diese Bäume sollen daher aufgearbeitet und abtransportiert werden, bevor die überwinternden Käfer ausfliegen (Mai/ Anfang Juni). Da etwa 80% der Käfer nicht weiter als 300 m fliegen, darf in Zukunft im Wald oder in dessen Nähe ab Mai kein Frischholz mehr gelagert werden. Das Forstpersonal begutachtet einzelne vom Borkenkäfer befallene Bäume oder größere „Käfernester“ und je nach Situation, wird das Stehenlassen oder Entfernen der Bäume empfohlen. Das Stehenlassen wird beispielsweise vor­ geschrieben, wenn es notwendig ist, um den dahinterliegenden Restbestand vor zu starker Sonneneinstrahlung zu schützen oder eine Schutzfunktion gegen Lawinen oder Steinschlag zu gewährleisten. Andreas Hofer Der Borkenkäfer

Lostage und Bauernregeln Wer kennt sie nicht, die Eisheiligen. Vom 11. bis 15. Mai werden sie beobachtet und kriegen Schuld für so manche Wetterlage: Gehen die Eisheiligen ohne Frost vorbei, schreien die Bauern juchhei. 11. Mai: St. Mamertus: Der heilige Mamerz, der hat von Eis ein Herz; 12. Mai: St. Pankratius: Wenn’s an Pankratius gefriert, so wird im Garten viel ruiniert. 13. Mai: St. Servatius: Servaz muss vorüber sein, will man vor Nachtfrost sicher sein. 14. Mai: St. Bonifaz: Wer seine Schafe schärt vor Bonifaz, dem ist die Woll’ lieber als das Schaf. 15. Mai: Kalte Sophie: Die kalt’ Sophie, die bringt zum Schluss ganz gern noch einen Regenguss. Elisabeth Larcher

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Wirtschaft

St. Martin

Das Gasthaus im Dorf, für „Wunder“ und Freundschaft bestens geeignet

Tourismusverein

Passeiertal und ganz Südtirol auf einer App Nützliche Informationen aus dem Tal und ganz Südtirol stehen ab sofort gebündelt in der neuen kostenfreien Passeier-App zur Verfügung. Wetterprognosen, Einkaufsmöglichkeiten, Handwerkerverzeichnis, geöffnete Gastronomiebetriebe, Busfahrpläne und viele weitere Infos können ab sofort in nur einer App abgerufen werden. Ab sofort gibt es eine neue kostenlose App für Passeirer*innen, die unter https:// tippthek.info/t/passeier#/ zu öffnen und als Web-App am Mobilgerät gespeichert werden kann. Die App bündelt nützliche Informationen aus dem Tal sowie von ganz Südtirol und versorgt seine Nutzer*innen mit wertvollen Informationen wie etwa aktuelle Wetterprognosen, Einkaufsmöglichkeiten, Handwerkerverzeichnis, geöffnete Gastronomiebetriebe – auch jene mit Lieferservice, Wanderund Skitourenvorschläge, Busfahrpläne oder Informationen zu Konzerten und Veranstaltungen. Der besondere Mehrwert der App ist, dass Informationen von den verschiedensten Plattformen Süd­ tirols gebündelt in nur mehr einer App dargestellt werden. Um Wandervorschläge zu recherchieren, die Wetterprognose für den nächsten Tag zu konsultieren oder den aktuellen Busfahrplan zu studieren, ist es nicht mehr notwendig auf drei verschiedenen Webseiten oder Apps zu suchen. So finden sich in der App etwa alle Daten und Funktionen von Sentres, dem Outdoorportal mit ca. 25.000 Wander-, Ski- und Radtouren oder die aktuellen Wetterprognosen vom Landeswetter-

Die neue Passeier-App

dienst der Provinz. Außerdem werden alle Informationen der Webseite kultur.bz.it dargestellt und bietet damit einen Überblick über anstehende Konzerte, Ausstellungen und Events. Wer in Südtirol einen Handwerker oder Dienstleister sucht, der findet ihn auf meinhandwerker.lvh.it, dem landesweit größtem Verzeichnis dieser Art. Auch diese Daten sind auf der Passeier-App integriert, ebenso wie alle Informationen zu lokalen Geschäften aus dem Südtiroler Online-Shoppingführer shopping.st und Gastronomieangeboten von restaurants.st. Außerdem sind die aktuellen Busfahrpläne von suedtirol. mobil integriert und weitere Informationen von Portalen wie z. B. suedtirol.live. Lanciert hat der Tourismusverein Passeiertal die App, mit der Absicht Informationen zur Verfügung zu stellen, welche speziell an die Interessen von Einheimischen angepasst sind. Außerdem soll die App lokalen Anbietern wie Handwerkern, Geschäften, Dienstleistern und Gastronomiebetrieben Sichtbarkeit geben. Damit will der Tourismusverein Passeiertal einen Beitrag leisten, um lokale Wirtschaftskreisläufe im Tal zu stärken und um weiterhin eine gute Versorgung und Lebensqualität im Passeiertal zu ermöglichen. Magdalena Fundneider

Wer kennt das nicht, da erklärt man einem Fremden wohin im Dorf und nennt wohl immer die selben Bezugspunkte: die Kirche, die Apotheke und die Gasthäuser, es sind wohl auch die wichtigsten Orte für die Dorfgemeinde, denn neben dem geschätzten Pfarrer, Lehrer und Arzt kennt wohl jeder Dorfbewohner eine Bar, ein Gasthaus oder eine Stätte, wo er hin will um „seine Leute“ zu treffen, das war schon immer so und wird wohl immer so bleiben, oder nicht? Die letzten Jahre haben unsere Wirtinnen und Wirte ganz oft an ihre Grenzen gebracht, moralisch, seelisch und oft auch finanziell. Auch in St. Martin hat der ein oder andere Bezugspunkt wo „Wunder und Nachricht“ sich vermischten und aufeinandertrafen, seine Tore geschlossen und manch ein Martiner musste sich eine neue Stammbar suchen. Unlängst trafen sich die Dorfwirte von St. Martin und wie des Öfteren haben sie sich über die letzten 15 Jahre Gastronomie unterhalten und heftig diskutiert, erzählt Konrad Pichler, Referent für Tourismus in St. Martin: „Die letzten Jahre waren immer wieder geprägt von Veränderungen, Regelungen und Einschränkungen.“ Der Obmann der Ortsgruppe St. Martin des HGV erklärt weiter: „Die erste große Veränderung kam mit dem Rauchverbot (des einen Freud, des anderen Leid), der Alkoholeinschränkung und den unzähligen sanitären und arbeitssicherheitstechnischen Auflagen (auch das Handwerk

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darf sich seit Jahren damit befassen). Dann kam 2020 die Covid-Plage. Durch den Corona-Virus haben Bars und Gasthäuser viele Auflagen bekommen, waren lange geschlossen, hatten verkürzte Öffnungszeiten und die Investitionen, um sich den Vorschriften anzupassen, waren für viele eine hohe Bürde.“ Das Schlimmste war aber für die Meisten die psychologische Belastung: die eigenen Leute, Gäste, Freunde zu kontrollieren, zu verweisen, zu ermahnen, die Angst vor Strafen verbunden mit der Angst die Dorfbewohner zu vergraulen, die ständigen Diskussionen und manch ein Betrieb hatte das Gefühl, wohl nichts mehr richtig zu machen. Unsere Gasthäuser sind sozialer Treffpunkt, sind Menschenansammlung, sind „a Karterle machen“, sind a „Feierabendbier trinken“ und a „Glasl Wein nach dem Kirchen“ … oft mit Öffnungszeiten von 8 Uhr bis 24 Uhr. Doch seit einigen Monaten ist alles anders … Sepp und Franz treffen sich nicht mehr zum Bierl und Vereine und vor allem junge Leute treffen sich in ihren Vereinslokalen und Kellern … Die Bars sind teilweise ausgestorben und die Gassen am frühen Abend schon leer.

„Auch der Personalmangel ist ein immer größer werdendes Problem“, sagt Konrad Pichler, der selbst einen Betrieb in St. Martin führt, „zum einen sollte der Betrieb im Dorf 7 Tage die Woche offen haben, zum anderen ist es schwierig, Mitarbeiter*innen zu finden, welche am Wochenende arbeiten wollen bzw. dies in Einklang mit der Familie bringen können.“ Besonders kleine Betriebe können, noch dazu, nicht mit den Gehältern und Benefit der großen Hoteliersbetriebe mithalten. Eine Zukunftsvorstellung, die niemandem gefällt: Es ist ein Teufelskreis, in dem Betriebe nachmittags geschlossen halten und ihre Ruhetage aufs Wochenende verlegen. Dabei würde nicht nur die Betriebskasse leiden, auch und besonders der Einheimische würde, zusammen mit dem Touristen, die Türen geschlossen finden. Das Dorf beginnt nachmittags leer zu sein und am Wochenende fährt man auswärts, um einen offenen Betrieb anzutreffen: für ein Dorf und eine Dorf­ gemeinschaft tödlich, denn die Auswirkungen würde auch der Handel spüren und das soziale Leben des Dorfes.

Was tun, frägt sich also die Martiner Dorfrunde? Hoffen, hoffen auf das, was St. Martin so stark macht: auf das gesellige Beisammensein, gemeinsame „Wundern“, auf das „Puudlgespräch“ und die Stammrunden … hoffen, dass wir alle wieder Lust zu lachen, ratschen, bissl lästern und jammern haben … hoffen, dass wir uns sehen wollen, treffen wollen, hoffen, dass die privaten Keller sich leeren, weil man lieber viele Gesichter sieht, als immer nur die selben, hoffen, dass die Vereine ihr Feierabendbier wieder genießen, weil Bierkisten schleppen auf Dauer mühselig wird … hoffen, dass wir alle wieder den Wert einer Dorfkneipe, eines Gassenkaffees, eines heimischen Wirtes schätzen … hoffen, dass der Cappuccino mit Herz doch viel besser schmeckt als die Tasse Kaffee zu Hause. St. Martin und die Dorfbewohner starten in den Frühling und alle hoffen, dass wir gemeinsam wieder Freundschaft, soziale Kontakte, Feiern, Lachen, Spielen und Ratschen, wachsen lassen. Der Tourismusreferent ist sich ganz sicher: „Unsere Dorfwirtinnen und Wirte brauchen uns auf jeden Fall – und wir, ja wir sie auch!“ Elisabeth Larcher

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vereine & verbände

Gemeinde bleibt, weggeht oder vielleicht wieder zurückkehrt.

Im Leonhards.Zentrum

BREIT VERNETZT UND GUT VERWURZELT

Vernetzungstreffen der Geschäftsführer*innen der Jugenddienste Gelingende kommunale Jugendpolitik ist unabdingbar für Gemeinden mit Zukunft. Jugendarbeit als Standortfaktor für Gemeinden war Thema beim Vernetzungstreffen der Geschäftsführer*innen der Jugenddienste an dem auch politische Vertreter*innen und Verantwortliche der Gemeinden St. Martin, St. Leonhard und Moos teilnahmen. Das Treffen fand im generationsübergreifenden Leonhards.Zentrum, welches vom Jugendbüro Passeier geleitet wird, statt. Jugendarbeit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe „Breit vernetzt und tief verwurzelt: Jugendpolitik als Standortfaktor“ war das Thema des Vernetzungstreffen der Geschäftsführer*innen der Jugenddienste. Das Treffen fand im Leonhards.Zentrum in St. Leonhard i. Passeier statt, welches vom Jugendbüro Passeier in Zusammenarbeit mit der Gemeinde St. Leonhard geführt wird. Dieses fungiert als Anlaufstelle vom Kind bis zum Senior, mit einem besonderen Blick auf die Bedürfnisse von jungen Menschen. Das Konzept des Zentrums unterstreicht die Wichtigkeit der Jugendpolitik als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Jugendfreundliche und -gerechte Jugendpolitik kann nur dann gelingen, wenn alle relevanten Akteur*innen mitwirken, so der Geschäftsführer des Jugendbüros, Konrad Pamer. Jugendarbeit als Zukunftsarbeit Gemeinsam mit den Geschäftsführer*in­ nen der Jugenddienste tauschten sich auch die politischen Vertreter*innen und Verantwortlichen der Gemeinden St. Martin, St. Leonhard und Moos Rosmarie Pamer, Dominik Alber, Robert Tschöll und Konrad Pamer über Fragen wie „Welche Perspektiven suchen junge Menschen in ihrer Gemeinde für ihre Zukunft? Welches Potential eröffnet sich für jugend-

gerechte und -freundliche Gemeinden? Welche Entfaltungsmöglichkeiten haben junge Menschen?“ aus. Die Inputs der Anwesenden politischen Vertreter*innen zeigten, dass Belange und Bedürfnisse junger Menschen ernstgenommen werden und von den Gemeinden St. Martin, St. Leonhard und Moos Jugendarbeit als Zukunftsarbeit gesehen wird. Junge Menschen müssen Perspektiven in der eigenen Gemeinde haben, sich dort wohlfühlen und im sozialen Gefüge der Gemeinde ihren Platz haben. Dies sind u. a. entscheidende Faktoren, ob jemand in der eigenen

Identifikation mit Gemeinde durch Jugendarbeit und Beteiligung Unterschiedliche Lebenswelten und Lebensentwürfe von jungen Menschen müssen respektiert und gefördert werden, junge Menschen stellen Weichen für die Zukunft. Diese vielfältigen Herausforderungen der Jugendlichen sind Themen der Jugendpolitik. Jede Gemeinde in Südtirol hat eigene Rahmenbedingungen aufgrund ihrer geografischen Lage, ihrer Größe sowie weiterer prägender Faktoren wie z. B. der demographische Wandel. Die Jugenddienste sind in nahezu allen 116 Gemeinden präsent und leisten mit ihren Angeboten einen wesentlichen Beitrag der Jugendpolitik. Unsere Gesellschaft braucht die Jugend – ihre Ideen, ihr Engagement und ihre Potentiale. Jugendliche brauchen in dieser entscheidenden Lebensphase Unterstützung und Anerkennung der Gesellschaft. Hierfür brauchen junge Menschen die notwendigen Rahmenbedingungen, um ihr Leben selbstbestimmt gestalten zu können und mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken. Im Zentrum der vielfältigen Tätigkeit der Jugenddienste steht das Bemühen, allen jungen Menschen attraktive gesellschaftliche Perspektiven und Teilhabemöglichkeiten zu eröffnen. Hierfür braucht es jedoch ein gutes Netzwerk. „Die Belange junger Menschen müssen in allen Bereichen berücksichtigt und mitgedacht werden. Jugendpolitik ist eine gemeinsame Aufgabe und braucht junge Menschen, Fachkräfte, Verwaltung, Politik und die gesamte Gesellschaft,“ so abschließend Sonja Plank, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD) und Bürger­ meisterin von Hafling, welche beim Vernetzungstreffen dabei war. Verena Hafner

Vertreter*innen und Verantwortliche der Jugenddienste und Gemeinden von St. Martin, St. Leonhard und Moos nahmen am Vernetzungstreffen teil


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Bürgermeisterin Rosmarie Pamer, Theresia Gufler, Marianne Weger, Richard Stampfl (Landesvorsitzender), Maria Pfitscher, Matthias Lanthaler (Vize), Annamaria Gufler (Bezirksvorsitzende), Bürgermeister Robert Tschöll – Roswitha Tschenett fehlt

EX Arbeitsgemeinschaft für Behinderte

Bezirksversammlung mit Neuwahlen adlatus Am Samstag, den 26.Februar, trafen wir uns zur Bezirksversammlung mit Neuwahlen. Es waren 38 Mitglieder anwesend, unser Landesvorsitzender Richard Stampfl sowie die Bürgermeisterin von St. Martin, Rosmarie Pamer, und der Bürgermeister von St. Leonhard, Robert Tschöll. Es wurden letztes Jahr 11 Veranstaltungen gemacht wie Matthias Lanthaler berichtete und auch im kommenden Jahr sind jeden Monat 1 Veranstaltung geplant. Richard Stampfl berichtete über den neuen Namen, den wir seit Jänner haben, adlatus ist Latein. Es bedeutet: alatus: beflügelt sein, mit Flügeln versehen, von Flügeln getragen. ad+latus: jemand, der zur Seite steht, Beistand, Helfer, Unterstützer. Der alte Ausschuss wurde wiedergewählt, neu dazugekommen ist Theresia Gufler. Den scheidenden Ausschussmitgliedern Luise Pöhl und Waltraud Pircher wurde mit einer Orchidee für ihre Tätigkeit gedankt. Matthias Lanthaler

Meine Erfahrungen als Praktikant Einblicke in den Verein adlatus EO Mein Name ist Pircher Moritz, ich komme aus Riffian und besuche die 3. Klasse des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums in Meran. Ich hatte die Gelegenheit, vor kurzem mein erstes zweiwöchiges Schulpraktikum beim Verein adlatus – Verein für Menschen mit Beeinträchtigung zu absolvieren. Ich habe mich für diese Praktikumsstelle entschieden, da ich selbst seit meinem 6. Lebensjahr den Fahrdienst des Vereins nutze. Mein Ziel war es, einmal hinter die Kulissen dieser landesweit tätigen Organisation zu schauen. Vor Ort begleitete mich Verena Wolf, Leiterin der Vereinstätigkeit. Durch sie erfuhr ich allerlei Interessantes über den Verein und seine Tätigkeiten. Er wurde 1978 von Hubert Torggler, einem selbst Betroffenen, und einigen Idealisten unter dem Namen „Arbeitsgemeinschaft für Behinderte“ gegründet. Heute zählt der Verein landesweit 7 Bezirke, welche von ehrenamtlichen Ausschüssen geleitet werden. Neben der Organisation von Freizeitangeboten für Menschen mit Beeinträchtigung oder für Personen, welche altersbedingt mobilitätseingeschränkt sind, absolviert adlatus mit behindertengerecht ausgestatteten Kleinbussen den Fahrdienst zur Schule, zur Arbeit und zu Therapien. An den Wochenenden stehen die Kleinbusse den Mitgliedern für die Freizeit zur Verfügung. Der Verein adlatus beschäftigt im Hauptbüro 2 Verwaltungsmitarbeiter und

2 Disponenten während landesweit über 55 Fahrer unterwegs sind. Die Führung obliegt einem ehrenamtlichen Landesvorstand unter der Leitung des Vorsitzenden Richard Stampfl. Mir ist im Zuge des Praktikums bewusst geworden, welch hohen Stellenwert die Freiwilligenarbeit für Vereine wie adlatus hat. Ob bei der Planung von Tätigkeiten oder als Fahrer oder Begleiter/in bei Ausflügen, man ist auf die Hilfe von Menschen angewiesen, die Stunden über Stunden ihrer Freizeit schenken, um anderen z. B. Zeit in Gemeinschaft zu ermöglichen. Als selbst Betroffener war mir zwar bewusst, dass ein Ausflug oder ein Urlaub etwas Organisation und Vorbereitung erfordert, wenn man dann aber für eine große Gruppe mit teilweise 3 – 4 Rollstuhlfahrern plant, dann stellt das eine große Herausforderung dar. Davon konnte ich mich bei meiner Recherche nach barrierefreien Unterkünften und Ausflugszielen selbst überzeugen. Im Zuge meines Praktikums besuchte ich weiters einen Nachmittag die Kreativgruppe des Vereins und erhielt Einblick in das Dispositionsprogramm für die Koordinierung des landesweiten Fahrdienstes. Besonders spannend war die Zusammenarbeit mit dem Fotografen Andreas Marini und der Designerin Alberta Schiefer. Es wurden Fotoaufnahmen für die neue Webseite gemacht, mein Rollstuhl und ich waren beim Fotoshooting als Modell engagiert. Das Praktikum bei adlatus hat mich darin bestätigt, dass meine Stärken auf alle Fälle in der verbalen Kommunikation liegen. Vorschläge und Anregungen meinerseits waren sehr willkommen. Das Praktikum war rückblickend auch eine große Bereicherung für meine weitere schulische Entwicklung aber auch auf zwischenmenschlicher Ebene. Moritz Pircher Moritz im Büro


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Der Ausschuss des Haflinger Pferdezuchtvereins Passeier

Haflinger Pferdezuchtverein Passeier

70 Jahre Haflinger Pferdezuchtverein Passeier – ein Blick zurück Der Haflinger Pferdezuchtverein Passeier wird in diesem Jahr 70 Jahre alt. Das ist für uns ein Grund zu feiern und eine gute Gelegenheit einen Blick zurück in die Geschichte zu werfen: In den 50er Jahren waren viele Orte noch nicht erschlossen und es gab noch keine Straßen und Maschinen, deshalb wurden auf vielen Höfen Pferde für die tägliche Arbeit in Feld und Wald gehalten. Im Jahr 1951 schlossen sich einige engagierte Züchter, hauptsächlich aus dem hinteren Passeiertal, zu einer Pferdezuchtgenossenschaft zusammen. Die erste offizielle Vollversammlung fand im März 1952 statt, erster Obmann war Pixner Johann, Oberstein in Pfelders, späterer Lazinserbauer. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Genossenschaft 23 Mitglieder. Durch den Kauf eines Zuchthengstes wurde die Zucht gefördert. Im Lauf der Jahre änderten sich die Anforderungen an das Haflingerpferd, aus dem früheren Arbeitspferd wurde ein Freizeitpferd für die ganze Familie und aus der Pferdezuchtgenossenschaft wurde der Haflinger Pferdezuchtverein Passeier. Es wurden vermehrt vereinsinterne Trabund Galopprennen ausgetragen und einige Mitglieder beteiligten sich auch an den landesweiten Rennen. Außerdem stand die Förderung der Zucht weiterhin im Vordergrund. Am 15.Mai 1977 fand beim Sandhof die erste Vereins-Pferdeausstellung statt. Früher war eine Mitgliedschaft beim Südtiroler Haflinger Pferdezuchtverband Voraussetzung für die Mitgliedschaft

beim Verein, seit einigen Jahren ist das nicht mehr so. Bei uns ist jeder willkom-

men, der Freude an den Pferden hat, egal welche Rasse. Im Jubiläumsjahr 2022 zählt der Verein 60 Mitglieder, 20 Frauen, 34 Männer und 6 Jugendliche. Diese halten 105 im Stammbuch eingetragene Haflingerpferde. Seit 2020 ist Gufler Klaus unser Obmann, im Ausschuss sind außerdem Lamprecht Katja, Pichler Walter, Pflug Markus und Bacher Petra. Der Haflinger Pferdezuchtverein Passeier feiert sein 70-jähriges Bestehen mit einer großen Jubiläumsausstellung mit Nachzuchtschau des Hengstes Alex-R am 30. 4. 2022 beim Sandhof in St. Leonhard. Nach einem Einzug durch das Dorf St. Leonhard werden am Festplatz etwa 70 Haflingerpferde vorgestellt und die Schönsten von ihnen ermittelt. Petra Bacher Urkunde: die Gründungsmitglieder der Pferdezuchtgenossenschaft


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Vorsitzender Werner Steiner, Elsa Niederkofler, Annelies Unterthurner, Maria Gögele, Anna Kofler, Marth Martha, Johann Pichler, Hermann Schwarz, Tschöll Karl und Anneliese Weiss Angerer

St. Martin

KVW ist größter sozialer Verein im Dorf St. Martins KVW freut sich über den stetigen Anstieg seiner Mitglieder. Bei der Jahreshauptversammlung wurden viele langjährige Mitglieder geehrt. Besonders gelobt wurde der Ausschuss für seine rege Tätigkeit in den letzten besonderen Jahren der Pandemie.

Eröffnet wurde die Jahreshauptversammlung mit einem Foto, auf welchem ein Spross einer Zirbe nach oben zeigt, wobei dahinter aber eine unberührte Winterlandschaft von einem unbefestigten Zaun abgegrenzt wird. Diakon Hermann Pirpamer nahm in seiner Begrüßungsrede dieses Bild zum Anlass, um dem KVW für seine sozialen Dienste in den vergangenen Jahren, den er im Dorfleben leistete, zu danken. Einen besonderen Dank erhielt der Ausschuss auch vom Vorsitzenden des KVW Steiner Werner, der in seinen Grußworten die Schwierigkeiten und Herausforderungen des Vereins im vergangenen Jahr unterstrich und er lobte den Einsatz und die große Motivation der Ortsgruppe. Der Einladung der Ortsgruppe zur Jahreshauptversammlung sind sehr viele Mitglieder gefolgt. Auch der Geschäftsführer des KVW, Atz Werner, war zugegen. Anneliese Weiss Angerer lobte zu Beginn die tatkräftige Arbeit des gesamten Ausschusses, welcher in den letzten Jahren das Sprachrohr für die Bedürfnisse der sozialen Anliegen während der Pandemie war. Die Ausschussmitglieder schenkten viel Zeit – Zeit für Einkäufe, Zeit für Hilfen zuhause, Zeit für Gespräche und Zeit bei Notlagen- alles dies geschah im Stillen ohne große Öffentlichkeitsarbeit und das

macht den KVW in St. Martin mit seinen 350 Mitgliedern zum größten sozialen Verein des Dorfes. Die Mitgliederzahl stieg in den letzten Jahren konstant an, da der Verein auch ein sehr vielfältiges Programm vorzuweisen hat, sei es zum Thema Erholung, Soziales und Fortbildung. Die Vorsitzende stellte alle Angebote des letzten Jahres vor, welches pandemiebedingt verändert werden musste, aber trotzdem sehr umfangreich war. Diese Angebote für jede Altersklasse konnten nur durchgeführt werden durch die überaus großzügigen Spenden v on Sponsoren, auch ein Winterfit-Kurs im Safetypark. Unterstützt wurde der KVW auch von der Gemeinde St. Martin und Bürgermeisterin Pamer Rosmarie bedankte sich für den sozialen Einsatz des gesamten Ausschusses. Besonders lobenswert ist auch die Beratertätigkeit von Stolz Luis und Angerer Hans, die alle Mitglieder bei alltäglichen Belangen unterstützen. Geschätzt wurde auch die kompetente Arbeit beim Einrichten des SPIDS durch die Experten Sanin Paul und Eschgfäller Toni. Die Volksanwältin Frau Morandell Gabriele berichtete in einer Videobotschaft über ihre Tätigkeit, die von vielen Passeirer*innen wohlwollend angenommen wird, und in den Räumlichkeiten der Raika St. Martin viermal im Jahr

angeboten wird. Bedauert wurde besonders, dass der Patronatsdienst vor Ort nicht mehr gewährleistet werden kann, umso erfreulicher ist aber die Möglichkeit der Abwicklung der Steuererklärung direkt in St. Martin. Nachdem der Kassabericht verlesen und zur Genehmigung vorgelegt wurde, hatte die Vorsitzende die ehrenvolle Aufgabe 15 Personen für ihre 30-, 40-, 50- und 65-jährige Mitgliedschaft zu ehren. Neben einer Ehrenurkunde erhielten die Geehrten ein eigens angefertigtes Fotoalbum, mit einer kreativen Hülle, auf welcher der Dank des KVW gestickt war. Mit großer Spannung wurde zum Schluss die Verlosung erwartet, bei der der Geschäftsführer Werner Atz die „Glücksfee“ spielen durfte. 3. Preis war die Überraschungsfahrt für 2 Personen, 2. Preis ein Genießerfrühstück für 2 Personen im Hotel Wiesenhof in St. Leonhard und der 1. Preise war eine Übernachtung für 2 Personen im Designhotel Vigilius mountain Resort. Die Jahreshauptversammlung wurde mit einem Foto vom Jaufenpass beendet, auf welchem die Kapelle ohne Jaufenhaus zu sehen war. Es wurde auf die Veränderung hingewiesen, auf die Zeit des Umbruchs und auf die Herausforderungen in dieser besonderen Zeit, in welcher der KVW Bewährtes bewahren möchte, und sich nicht scheuen wird, Neues zu wagen und mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken. 30 Jahre Annelies Unterthurner Luise Schwarz Kassian Plangger Anna Theresia Kofler Franz Josef Hofer Maria Anna Gögele Karl Johann Buchschwenter 40 Jahre Elsa Niederkofler Brunhilda Lanthaler Elisabeth Zwischenbrugger 50 Jahre Maximilian Karlegger Hermann Schwarz Karl Tschöll Martha Haller 65 Jahre Johann Pichler Anneliese Weiss Angerer


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Atemschutzübung in der Garage beim Schwimmbad in St. Leonhard

FF. St. Leonhard

Rege Tätigkeit trotz Corona-Pandemie „Oje, nicht schon wieder. So könnte man wohl die gefühlte Enttäuschung mit wenigen Worten zusammenfassen. Bereits zum zweiten Mal müssen wir auf die traditionelle Jahreshauptversammlung verzichten. Es wäre schön gewesen, euch gegenüberzustehen, um euch einen Einblick in unsere rege Tätigkeit zu geben.“ Mit diesen Worten eröffnete Kommandant Roman Pfitscher seinen Tätigkeitsbericht zum Arbeitsjahr 2021, welcher den Wehrmännern auch heuer wieder nur übermittelt und nicht persönlich vorgetragen werden konnte. Das Jahr 2021 war erneut von der anhaltenden CoronaPandemie geprägt. Während traditionelle Veranstaltungen abgesagt werden mussten, wurden zahlreiche Stunden an Präsenz- und Ordnungsdiensten in Zusammenhang mit den landesweiten Aktionen „Südtirol testet“ und „Südtirol impft“ geleistet. Ganz ohne Veranstaltungen ging aber auch das vergangene Jahr nicht vonstatten. Im April organisierten wir die zweite Auflage eines Grill- und Lieferservice, welcher von der Bevölkerung sehr gut angenommen wurde. Im Juli fand die traditionelle Messe zu Ehren des hl. Christophorus auf dem Raiffeisenplatz mit Fahrzeugsegnung statt. Anlässlich der „Psairer Fraitige“ im August stellten wir, zusammen mit den Kameraden aus Walten, Geräte, Fahrzeuge und Einsatzbekleidungen von damals und heute gegenüber und präsentierten diese den Besuchern. Der Dezember stand im Zeichen der

„Liechtr’zeit“, wo wir Christbäume anboten und die Besucher bei unserem Weihnachtsstand mit warmen Getränken verköstigten. Einsatztechnisch war 2021 mit insgesamt 67 Einsätzen ein eher ruhiges Jahr. Neben zwei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen im Februar („Langwieserwald“) und im Juli (Stuls – unterhalb „Morx Puite“) war eine erhebliche Anzahl an Kleinbränden und technischen Hilfeleistungen zu verzeichnen. Hervorzuheben ist sicherlich auch ein Garagenbrand im Happergweg im Oktober. Durch das schnelle und gezielte Eingreifen, gemeinsam mit den Kameraden aus St. Martin, konnte dabei die Ausbreitung auf weitere Gebäudeteile verhindert werden. Trotz geltender COVID-19-Bestimmungen konnten 52 Gruppen- und Zugsübungen sowie Atemschutz- und Maschinisten-

übungen zur Spezialisierung der Wehrmänner abgehalten werden. Als besonders schade erwies sich die Tatsache, dass es der Jugendgruppe nur wenige Wochen im Sommer gestattet war, sich zu gemeinsamen Übungen zu treffen. Trotzdem haben sich drei Jugendliche erfreulicherweise entschieden der Jugendgruppe beizutreten. Dank der finanziellen Unterstützung der Bevölkerung, der Gemeindeverwaltung, eines Sponsors und der Provinz Bozen konnte im vergangenen Jahr auch die Ausrüstung unserer Feuerwehr aufgewertet werden. Neben einem neuen Kleinlöschfahrzeug, welches ein beinahe 25 Jahre altes Fahrzeug ersetzte, konnten auch ca. 20 Jahre alte Einsatzhelme und eine graue Dienstuniform für Ordnungsdienste und den Besuch von Lehrgängen ausgetauscht werden. Für diese groß­ zügige Unterstützung in dieser doch schwierigen Zeit, möchte sich die Feuerwehr St. Leonhard bei allen Gönnern recht herzlich bedanken. Gregor Zöschg Freiw. Feuerwehr Moos

Jahresrückblick Am Samstag, den 6. Februar 2022, fand in der Feuerwehrhalle der Jahresabschluss der Feuerwehr Moos mit einer Abstimmung statt. Die sonst übliche Jahreshauptversammlung wurde aufgrund der Coronapandemie sicherheitshalber nicht in der gewohnten Form abgehalten. Die aktiven Mitglieder stimmten über den Jahres sowie Kassabericht ab und wählten die Delegierten zum Bezirksfeuerwehrtag. Der Jahresbericht 2021 verzeichnet insgesamt 28 Einsätze, bei denen 135 Mann 217 FF Moos – Kassier Kurt Hofer, die Stimmzähler Karl Königsrainer und Julian Widmann, Vizekommandant Robert Lanthaler und Kommandant Markus Platter Foto: Hubert Gögele


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Stunden geleistet haben. Für die Feuerwehr Moos mit Zug Stuls war es damit ein sehr ruhiges Jahr; darüber hinaus fiel ausnahmsweise kein Brandeinsatz an. Zu bewältigen waren neben Kanalöffnungen und Straßenreinigungsarbeiten, Lotsendienste für den Notarzt, Bergung von Fahrzeugen und Binden von Ölspuren. Ein sich in Renovierung befindliches Dach musste bei starkem Regen aufgrund von Wassereintritt schnellstens mit Folien zugedeckt werden. Bei einem Verkehrsunfall unterhalb der „Morx Puite“ kam man mit Unterstützung der Nachbarwehren einer unter einem Fahrzeug eingeklemmten Person zu Hilfe. Sie konnte schließlich ohne gravierende Schäden befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Auch bei Personensuchen wurde die Feuerwehr wieder hinzugezogen. Großes Glück war bei einem Steinschlag auf der Timmelsjochstraße zwischen den zwei Tunnels vor Moos am späten Abend des 26. Februar dabei, als die Straße durch herabgefallene Steine komplett verlegt wurde und kein Mensch zu Schaden kam. Bei acht Diensten (u. a. Ordnungsdienste beim COVID-Schnelltest und Ordnungsdienst beim Ötztal-Radmarathon) wurden mit 27 Mann 133 Stunden geleistet. Natürlich wurde auch wieder engagiert für den Ernstfall geprobt. Dazu nahm die Feuerwehr Moos auch an der Abschnittsübung in Rabenstein im Herbst teil. Eine weitere Gemeinschaftsübung fand zwischen dem Zug Stuls und der Feuerwehr Rabenstein statt. Bei einer Vollprobe im Jugendhaus Hahnebaum führten Atemschutztrupps Personenevakuierungen durch. Zusammen mit den weiteren 29 Zug- und Gruppenproben wurden mit insgesamt 290 Mann 499 Stunden geleistet. An der Feuerwehrschule in Vilpian nahmen 12 Personen an verschiedenen Lehrgängen teil. Die Mitgliederzahl der Feuerwehr belief sich am Jahresende auf 71 aktive Wehrleute, einem unterstützenden Mitglied, fünf Förderern, zwölf Wehrmännern außer Dienst, drei Ehrenmitgliedern (eines davon aktives Mitglied) sowie 19 Patinnen. Für den Zug Stuls war im September letzten Jahres die Segnung des neuen Kleintransportfahrzeugs Mercedes X-Klasse geplant, die aufgrund von Coronafällen abgesagt werden musste. Neuer Termin ist der 31. Juli 2022, die Bevölkerung ist herzlich dazu eingeladen. Die noch ausstehenden Ehrungen sind im Rahmen des Kameradschaftsabends am 28. Mai 2022 vorgesehen. Die Feuerwehr Moos bedankt sich wieder bei allen Spenderinnen und Spendern für die großzügige Unterstützung im vergangenen Jahr. Hubert Gögele

Bei der Atemschutz-Leistungsprüfung in Deutschnofen wurde den Teilnehmern alles abverlangt

FF St. Martin in Deutschnofen

2 AtemschutzträgerTrupps erkämpfen Bronze bei der Leistungsprüfung Die Feuerwehren Südtirols sind immer bemüht, hinsichtlich Fortbildung auf dem neuesten Stand zu stehen mit dem klaren Ziel, für jeglichen Einsatz stets bestmöglich gerüstet zu sein. In diesem Sinne werden auch immer wieder Wettkämpfe und Leistungsprüfungen organisiert. All jene Feuerwehrleute, die an solchen teilnehmen, wissen natürlich genau, wie sie sich im Notfall bzw. beim Brandeinsatz verhalten müssen. So stand am 26. März in Deutschnofen eine Atemschutz-Leistungsprüfung in den Stufen Gold, Silber und Bronze auf dem Programm und diese ist, wie jeder Feuerwehrmann weiß, alles andere als einfach! Zum besseren Verständnis vorab: Wenn man, wie unsere Wehrmänner, zum ersten Mal an dieser Leistungsprüfung teilnimmt, kann man nur die Prüfung für Bronze ablegen. Nach darauffolgenden zwei Jahren Wartezeit kann man sich für Silber bewerben und erst nach weiteren zwei Jahren kann man in der Höchststufe Gold antreten. Unser Kommandant Roland Gufler gab den Anstoß, an diesem Leistungswett­ bewerb teilzunehmen und unser Atemschutzwart Christian Raich meldete schließlich zwei Teams an. Team 1 bestand aus Christian Raich, Pfitscher Manuel und Karlegger Norbert, das 2. Team aus Ennemoser Jonas, Pabst Michael und Armin Thaler. Nachdem vor glorreichen Momenten meist hartes Training ansteht, hieß es für unsere Wettkampf-Teilnehmer fleißig

üben und büffeln: Über den Zeitraum von 5 Wochen galt es zweimal wöchentlich für jeweils 3 Stunden an der Perfektion zu feilen! Dabei war auch Dietmar Haller, Kommandant der FF Saltaus, als Berater eine große Hilfe! Die Leistungsprüfung wird vom Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols an 5 Stationen durchgeführt: >> Station 1: Theoretische Prüfung … Sollzeit: 10 Minuten >> Station 2: Vorbereitung und richtiges Anlegen der Pressluftatmer … Sollzeit 4 Minuten >> Station 3: Menschenrettung … Sollzeit 10 Minuten >> Station 4: Innenangriff … Sollzeit 10 Minuten >> Station 5: Gerätekunde und Masken­ reinigung … keine Sollzeit Am Freitag, dem Tag vor dem Wettkampf, passierte das denkbar größte Missgeschick zum ungünstigsten Zeitpunkt: Armin Thaler verletzte sich bei einem Unfall und musste einen Gipsverband tragen. Er ließ sich aber dadurch nicht kleinkriegen und begleitete seine Kameraden trotzdem nach Deutschnofen, um ihnen moralisch beizustehen und sie anzufeuern. Für ihn sprang Pfitscher Manuel, ein richtiger Kämpfertyp, in die Bresche und startete bei beiden Mårtiner Teams. Groß war der Jubel, als beide Trupps unter den 22 Atemschutzteams waren, die die Leistungsprüfung der Stufe Bronze bestanden. Dazu Atemschutzwart Christian Raich: „Ich bin stolz auf meine Jungs. Wir haben viel Zeit und Energie geopfert, aber unser aller Ziel erreicht.“ Kommandant Roland Gufler und alle Kameraden der FF St. Martin möchten auf diesem Wege Christian, Manuel, Michael, Jonas, Norbert und Armin ein großes Kompliment für die bestandene Leistungsprüfung aussprechen. Super, Kameraden!!! Kurt Gufler


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Die ehemaligen Obmänner Sepp Scherer (1965 – 1975), Paul De Bastiani (1975 – 1994), Hermann Pirpamer (1994 – 2002), Meinrad Pamer (2002 – 2013), Sepp Pichler (2013 – 2022) mit der neuen Obfrau Johanna Gufler Fotos: Klaus Gufler

Musikkapelle St. Martin

Mit frischem Wind einer Obfrau und vielen Vorhaben Auch die Musikkapelle St. Martin hat, wie die meisten Vereine unseres Dorfes, die Covid-gebremste-Zeit der letzten 2 Jahre halbwegs überstanden. Umso mehr war bei der Jahreshauptversammlung am 18. März regelrecht eine Aufbruchstimmung zu spüren. Der Rückblick hat aufgezeigt, dass auch in der Zeit der Pandemie zum Wohl des Vereines, und wo es möglich war, für die Kirche, das Dorf und die Feriengäste fleißig geprobt und gespielt wurde. Zur Stärkung der Kameradschaft und Freundschaft untereinander kamen auch zeitgemäße Mittel, wie Online-Proben oder Videos zum Einsatz.

Nach den üblichen Tagesordnungspunkten, die alle zur vollsten Zufriedenheit der Mitglieder genehmigt wurden, stand die Ehrung eines Musikanten für seine langjährige Mitgliedschaft an. Andreas Kofler „Beckn Andreas“ wurde vom Obmann Sepp Pichler und vom Kapellmeister Adolf Augscheller das große Ehrenzeichen in Gold für 50 Jahre Mitgliedschaft bei der Musikkapelle überreicht. In der Laudatio hieß es: Der Andreas stammt aus einer kinderreichen Familie. So hat es eine Zeit gegeben, in der 7 Brüder aus der „Beckn­ familie“ gleichzeitig bei der Musikkapelle waren. Jetzt ist der Andreas, wie er selbst ganz bescheiden meint, als einziger „übriggeblieben“. Diese 50 Jahre als Trompeter waren nicht immer einfach, denn es gab zwischendurch immer wieder Zeiten, in denen er der einzige Musikant in seinem Register war. So sind seine Trompetensolo in den Konzerten bis heute noch zu hören. Unaufdringlich, passend und genau. „Ganz so nebenbei“ war er auch zehn Jahre lang Trompeter bei der „Hochwilde Böhmischen“. Im Verein kennt man den Andreas als ruhigen und angenehmen Menschen, der sich immer für die Gemeinschaft eingesetzt hat. Freundschaft und Kameradschaft haben einen

hohen Stellenwert in seinem Leben. Andreas war tief berührt vom lang anhaltenden Applaus, den ihm die Musikanten und Musikantinnen zum Dank gespendet haben. Der Kapellmeister Adolf Augscheller sprach den Musikanten*innen viel Lob aus und zitierte Mozart: „Eine falsche Note ist kein Problem, Motivation ist alles, um gute Musik zu machen.“ So wird es heuer, nach zwei Jahren, am 30. April wieder ein Frühjahrskonzert gegeben, als schönes Ziel, auf das man hin proben kann und um danach mit einem gefestigten Musikprogramm in die neue Konzertsaison starten zu können. Als Nächstes stand ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt an: Die Neuwahl des Obmannes bzw. der Obfrau und des Ausschusses. Sepp Pichler „Holzer Sepp“, der seit 2013 den Verein als Obmann geführt hat, stellte sein Amt zur Verfügung. In seiner Zusammenfassung, die mit der Einweihung des neuen Probelokales und des Musikpavillons begann und mit den immer wieder wechselnden Einschränkungen der „Covid-Zeit“ zu Ende geht, hat der Sepp auf eine positive Zeit mit vielen Höhepunkten Rückblick gehalten. Als besondere Herausforderung bezeichnete

der scheidende Obmann die Wechsel der Kapellmeister. Er bedankte sich bei jedem, der die Kapelle in seiner Zeit musikalisch geführt hat. Ein ganz großes Vergelts Gott, wie er selbst sagt, gilt allen Vorstands­ mitgliedern, die ihn immer unterstützt haben. Sein besonderer Dank galt jeder einzelnen Musikantin, Musikant, Marketenderin, Stabführer und Fahnenab­ ordnung. Er bedankte sich auch bei den Nachbarkapellen, beim VSM, bei der Bürgermeisterin Rosmarie Pamer, der Gemeinde und den Sponsoren für die gute Zusammenarbeit und die wohlwollende Unterstützung, die dem Verein entgegengebracht wurde. Er ging auch auf das letztjährige Neujahranspielen ein, bei dem die Musikanten*innen zwar nicht in die Häuser hinein gehen durften, aber die Freude der Menschen über die Fortführung dieser Tradition spüren konnten und die Musikkapelle gerne unterstützt wurde. Vergelts Gott allen! Man erlebte, dass der Sepp doch recht gerne Musik­ obmann gewesen ist. Der Dank und die Anerkennung ihm gegenüber durch die Kapelle war deutlich zu spüren. Bei der Neuwahl des Obmannes/der Obfrau fiel das Ergebnis einstimmig auf Johanna Gufler, geboren 1995 in St. Martin


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und wohnhaft auf dem „Brantleit-Hof“ in St. Leonhard. Sie ist seit 2007 als Flötistin bei der Kapelle. Als sie die Wahl angenommen hatte, war die Freude unter allen Mitgliedern groß, eine junge, engagierte, freundliche und fleißige Obfrau bekommen zu haben. Ja, man kann diese Wahl ruhig als gar nicht so kleine Sensation bezeichnen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Passeirer Musikkapellen übernimmt eine Frau die Führung des Vereines. Dabei können sich die älteren Musikanten noch gut an die Zeit erinnern, in der Mädchen nur als Marketenderinnen, aber nicht als Musikantinnen beim Verein sein durften. Die ersten zwei Mädchen, die mit Beginn der 80er Jahre zur Musikkapelle St. Martin gekommen sind, trugen anfangs noch keine Mädchentracht, sondern die Tracht wie die Burschen mit einem braunen Lodenrock statt der Hose. Sicher nicht bös gemeint, damals war es einfach so. Derzeit sind 17 Frauen/Mädchen bei der Kapelle. Auch die Wahl des Vorstandes ging reibungslos über die Bühne. Alle freuten sich über die Aussicht, dass die CovidEinschränkungen gelockert werden sollten. So stellte man auch das umfangreiche Programm mit mehreren Höhepunkten für die Zukunft, insbesondere für das laufende Jahr vor. Bereits am nächsten Tag wird das Projekt „St. Mortin grießt in Langis“ mit Konzert und Tag der offenen Tür unterstützt. Gleichzeitig wird auch ein neues Gruppenfoto gemacht.

Zusätzlich zu den anstehenden Konzerten wird die Teilnahme beim Alpenregions­ treffen der Schützen, das von der Schützenkompanie St. Martin im Mai organisiert wird, eine Herausforderung sein. Dann steht wieder ein Passeirer Musik­ kapellentreffen an. Der Höhepunkt des Jahres wird aber die 150-Jahrfeier (1872 – 2022) der Musikkapelle St. Martin am ersten Oktoberwochenende sein. Näheres dazu wird noch rechtzeitig bekannt gegeben. Der Kulturreferent Dominik Alber überbrachte dem scheidenden Obmann und Ausschuss den Dank der Bürgermeisterin und der Gemeindeverwaltung und die Bitte an die Neugewählten um eine gute Zusammenarbeit in unserer Gemeinde und als Botschafter darüber hinaus. Er ging auch auf den hohen Stellenwert der Kapelle im Dorf und bei den verschiedensten Festlichkeiten ein. Der neuen Obfrau Johanna wünschte er viel Freude in ihrem Amt und eine glückliche Hand bei ihren Entscheidungen. Zum Abschluss der Vollversammlung bedankte sich die neugewählte Obfrau Johanna bei allen für das Vertrauen, kündigte ein besonderes Augenmerk für die künftige Jugendarbeit durch die Nominierung von zwei Jugendleiterinnen an, und bat um die Unterstützung und den offenen Dialog bei allen Mitgliedern. Es war ein Freudentag, der noch einen feierlichen Ausklang gefunden hat. Hermann Pirpamer

Der neu gewählte Ausschuss: Tobias Egger-Karlegger, Kurt Pamer, Christian Ennemoser, Meinrad Pamer, David Ennemoser, Isabella Brancato, Johanna Gufler, Adolf Augscheller, Irina Haller und Martina Ilmer

Obfrau der Musik­kapelle St. Martin

Johanna Gufler – neue Töne, altbewährter Klang Steckbrief Name: Johanna Gufler Welche Instrumente spiele ich: Querflöte, ein paar Töne Ziehharmonika Meinen ersten Musikunterricht hatte ich im Alter von: 1. Volksschule – Blockflöte und Singen Musik bedeutet für mich: Leidenschaft, Hobby und sehr viel Freude Privat höre ich: Ich kann mich eigentlich für fast jede Musikrichtung begeistern. Zwischen Pop, auch gerne mal die Schürzenjäger und natürlich Blasmusik jeder Art. Vor allem gefallen mir Lieder mit deutschen Songtexten. Bei der Musikkapelle St. Martin bin ich dabei: seit: der 1. Mittelschule – also seit 01.01.2007 offiziell – heuer 15 Jahre Seit 18. März und nach 9 Jahren gibt es in der Musikkapelle St. Martin einen Führungswechsel. Johanna Gufler war die letzten 5 Jahre Jugendleiterin der Musikkapelle und möchte auch weiterhin den richtigen Noten- Schlüssel im Zugang zur Jugend und zur Bevölkerung finden. Die Musikkapelle St. Martin hat aktuell 35 musizierende Mitglieder, (davon sind ca. ein Drittel Frauen, der Rest Männer), 3 Marketenderinnen und 5 bei der Fahnenabordnung. Warum bist du Mitglied einer Musikkapelle? Ich bin Mitglied bei der Musikkapelle, weil die Musik so viel Freude macht und für mich wie eine Familie geworden ist. Wenn einer alleine gut spielt, heißt das noch lange nicht, dass die Musik auch gut klingen muss. Wichtig ist das Zusammenspielen. Mir gefällt auch sehr gut, wie sich eine Musikkapelle zusammensetzt. Jeder ist anders. Egal ob Alt oder Jung, jeder kann bei der Musikkapelle sein und genau diese Vielfalt macht unseren Verein aus. Jeder bringt sich auf seine Art und Weise in den Verein ein und das ist auch gut so. Musikprobe: was bedeutet das für dich? Wenn ich bei der Musikprobe sitze, dann kann ich für diese Zeit alles um mich herum vergessen, da ich mich voll und ganz auf die Musik konzentrieren muss. >


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Was aber auch gesagt werden muss: Es gibt auch in unseren Nachbarskapellen viele fähige und motivierte junge Frauen, die sich vielleicht nur nicht trauen, diesen Schritt zu wagen. Also an alle meine Musikkolleginnen: Trauts euch, ich bin vielleicht die erste Obfrau im Tal, möchte aber sicher nicht die Letzte sein! Thema Nachwuchs – wie schaut es bei der Musikkapelle St. Martin aus? Es sind immer wieder Junge, die sich für ein Instrument begeistern. Leider gehen uns vor allem die jungen Burschen bei den tiefen Instrumenten etwas ab. Hier gleichzeitig auch ein Aufruf an alle Junge und/oder Junggebliebene: meldet euch gerne bei uns, unsere jungen Musikantinnen würden sich sicher freuen!

Seit 15 Jahren bei der Musikkapelle St. Martin – die neue Obfrau Johanna Gufler Foto: Klaus Gufler

> Das Allerschönste ist dann, wenn man merkt, dass alle richtig mit Herz gespielt haben und mir die „Gänse“ zu Berge stehen. Jedoch freue ich mich auch immer über den Austausch nach der Probe in unserem Aufenthaltsraum. Ob mit jemand nur ein kurzes „und wie geht’s dir?“ oder wenn der Gerhard ein Lied anstimmt und alle mitsingen, oder der Luis einen seiner trockenen Witze bringt – alles gehört für mich dazu und auf alles freue ich mich. Eine Frau als Obfrau einer Passeirer Kapelle, wie fühlt sich das an? Ich muss sagen, eine ziemliche Verantwortung. Wenn das jemand vor ein paar Jahren zu mir gesagt hätte, hätte ich ihn wahrscheinlich ausgelacht. Aber ja, irgendwann habe ich mir gedacht – wieso eigentlich nicht? Mittlerweile habe ich eine große Freude und vor allem auch einen Stolz, Obfrau unserer „Mårtiner Musig“ zu sein. Ich bin auch überwältigt, wieviel Glückwünsche und Zuspruch ich von allen Seiten erhalten habe. Dies gibt mir nochmal mehr Motivation, mein Amt gut zu machen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Band und einer Musikkapelle, sind Musikkapellen noch „in“? Auf den ersten Blick mag eine Musik­ kapelle vielleicht nicht so „cool“ wirken, wie eine Band, in der vor allem mehr in kleinen Gruppen gespielt wird. Jedoch, wenn man genauer hinschaut und vor allem hinhört, kann eine Musikkapelle sogar noch viel cooler sein als eine Band. Denn wir spielen nicht nur Polkas, Märsche und Walzer, sondern auch moderne Rock-, Pop- und Filmmusik. Dies klingt mit einer Kapelle sogar noch viel imposanter, als in einer kleinen Gruppe, da viele verschiedene Instrumente und Klänge vertreten sind. Das hat auch erst kürzlich eine Jungmusikantin zu mir gesagt. Wenn sie bei der ersten Musikprobe war, hat sie sich gedacht: „Wow, wie cool ist das denn, mit so vielen zusammen zu spielen!“ Was ist das lustigste Erlebnis, das dir in der Musikkapelle passiert ist? Das ist schwierig zu sagen, weil es schon so viele lustige Erlebnisse gab, wo ich Bauchschmerzen vom vielen Lachen hatte. Es gibt fast bei jedem Konzert oder jeder Probe ein Highlight. Es ist einfach immer lustig. Einige meiner Highlights waren sicherlich: Als der Heiss Sepp, bei einem Frühjahrskonzert sich als Frau verkleidet hatte und passend zum Stück „Sandpaper Ballet“ beim Vereinssaal mit einem Besen auf und abgekehrt hat. Oder als Patrick mit Gabi bei einem Sommerkonzert eine Tango-Choreografie getanzt hat. Oder wenn wir beim Faschingsumzug als Matrosen gingen und unsere Fahnen­ abordnung als Meerjungfrauen verkleidet waren. Oder nach so vielen Proben, wo Gerhard als Chorleiter sein Bestes gibt.

Wenn ein Kind oder Erwachsener der Musikkapelle St. Martin beitritt, wie schaut dann der Ablauf aus: (Proben, Tracht, Instrument, Zeitaufwand, Kosten)? Instrument und Tracht wird vollständig von unserer Musikkapelle zur Verfügung gestellt. Die einzigen Kosten, die anfallen, ist die Zeit. Ich muss sagen, es kann schon sehr zeitintensiv sein. Aber wenn man gerne zu den Proben kommt und sich bei uns wohlfühlt, dann fühlt es sich gar nicht so an, da es einfach Freude macht und man sich freut, zusammen Musik zu machen. Grundsätzlich wird bei uns einmal die Woche geprobt. Wenn wir auf unser Hauptkonzert, das Frühjahrskonzert (heuer am 30. April im Vereinssaal von St. Leonhard) proben, so haben wir meistens zwei Proben in der Woche. Dann kommen noch andere Auftritte dazu, wie z. B. Prozessionen, Sommerkonzerte auf unserem Dorfplatz oder auswärts usw. In einem „normalen Jahr“ können bis zu 70 Ausrückungen zusammenkommen. Aber mit Freunden und Freundinnen unternimmt man ja gerne 70-mal im Jahr etwas. Johanna, die Musikkapelle St. Martin feiert 150 Jahre Bestehen. 150 Jahre Werte, Traditionen und vor allem 150 Jahre Teil einer intensiven, gut verknüpften und eingefleischten Martiner Vereinskultur. Was nimmst du in die nächsten 150 Jahre Geschichte mit? Mir ist es sehr wichtig, alte Traditionen zu bewahren, denn wenn wir sie jetzt nicht pflegen, dann werden sie in Vergessenheit geraten. Jedoch möchte ich auch eine junge und innovative Obfrau sein, die auch Neues wagt und auch „in“ für die Jugend bleibt. Weiters ist es mir persönlich sehr wichtig, sich in das Dorfleben zu integrieren und für unsere Mårtinerinnen und Mårtiner Musik zu machen. Denn sie sind die Vergangenheit, aber auch vor allem die Zukunft für unsere Kapelle. Elisabeth Larcher


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Gesundheit & soziales

Bibliothek St. Martin

Leser*innenpreis „Lesen im Liegestuhl 2022“

Ladung des Lkws für die Ukraine

Aktiv Hilfe für Kinder

Hilfe für die in Not geratenen Menschen in der Ukraine Am Mittwoch, den 23. März, hat die Hilfsorganisation Aktiv Hilfe für Kinder-EO in St. Leonhard einen mit Hilfsgütern für die Flüchtlinge aus der Ukraine beladenen LKW, mit Ziel in Zalau, das im Norden von Rumänien liegt, losgeschickt. Dort übernahm das Rote Kreuz die Hilfsgüter, die den Flüchtlingen im Grenzgebiet zur Ukraine in ihrer Not helfen sollen. Auch das Zentrum Fundatia Omenia Umanitare in der Stadt „Iasi“, das Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen hatte, erhielt Lebensmittel. Mit Hilfe zahlloser Spender*innen und Helfer*innen konnten 10 Tonnen an Lebensmitteln im Wert von über 14.000 Euro sowie Kleidung und Hygieneartikel gesammelt, sortiert und dort übergeben werden. Es ist eine große Freude, wie viele Menschen uns geholfen haben, den ersten LKW voll zu kriegen, teils durch ihre Spenden, teils durch ihre tatkräftige Unterstützung, und ich möchte mich bei allen von ganzem Herzen bedanken: Bei der 5. Klasse Volksschule von Burgstall unter der Leitung von Frau Waldner, der Gruppe rund um Ivo in Meran, der Gruppe um Barbara Mair in Rasen-Antholz, Frau Mali mit dem Elisabeth Verein in Lana – um nur einige zu nennen – und all den vielen, vielen anderen, die ich hier jetzt nicht alle aufzählen kann. Ein besonderer Dank geht an die Sponsoren, die uns 2,5 Tonnen Mehl und Polenta

kostenlos zu Verfügung gestellt haben und 2 Paletten Lebensmittel gespendet haben. Den Transport und die gesamte Abwicklung der Logistik übernahm die internationale Partnerorganisation OSTEUROPAHILFE, die in ständigem Kontakt mit den Verteilerzentren vor Ort ist, um zu gewährleisten, dass die Güter auch dorthin kommen, wo sie am dringendsten benötigt werden. Im März hat die Osteuropahilfe über 35 vollbeladene Lkw’s mit Hilfsgütern zum Teil auch direkt in die Ukraine oder in den angrenzenden Ländern zur Ukraine gebracht. Wir werden weiterhin Spenden sammeln und Verantwortung übernehmen, um so bald als möglich eine zweite Sendung nach Moldawien zu bringen. Dort möchten wir Familien und Institutionen, die ukrainische Flüchtlinge aufgenommen haben, damit unterstützen. Angesichts von über drei Millionen Flüchtlingen ist jede Hilfe dringend notwendig. In diesem Zusammenhang bitten wir weiter um Unterstützung. Ziel ist es, weiterhin Lebensmittel in großen Mengen beim Hersteller oder Grossisten direkt anzukaufen. Einen Teil möchten wir in Moldawien ankaufen und einen Teil haben wir die Möglichkeit, in Moldawien selbst zu produzieren. So können wir in Absprache mit unseren Partnern in Moldawien Kosten sparen und effizient und gezielt helfen. Unterstützt wird unsere Arbeit auch von Sponsoren und der Süd­ tiroler Vinzenzgemeinschaft. Weitere Informationen gibt es auf unserer Internetseite“. www.aktivhilfe.org Peter Lanthaler

Die landesweite Leseaktion möchte auch heuer wieder junge Leute mit anregenden Büchern versorgen und zum Lesen in der Freizeit motivieren. Vom 1. Mai bis 31. Oktober 2022 können alle Jugendlichen im Alter von elf bis 16 Jahren teilnehmen. Die Bücher sind in der Bibliothek erhältlich. Aus einer Liste von 40 Jugendbüchern in beiden Landessprachen lesen die Jugendlichen eines oder mehrere Bücher und geben dann auf der Website www.lilestate.bz.it ihre Bewertung zu einem oder zu mehreren LiL/estateBüchern ab. Mit dieser Bewertung nehmen sie an der Verlosung von 100 Sachpreisen teil. Für besonders Kreative gibt es bei dieser Sommerleseaktion als Hauptpreise sechs iPad mini zu gewinnen. Um einen dieser Hauptpreise zu gewinnen, müssen die Teilnehmenden entweder ein einminü­ tiges Video oder ein Foto zu einem der LiLestate-Bücher erstellen und hoch­ laden. Gottfried Zagler

Geburten vom 6. 12. 2021 bis 30. 3. 2022 Gemeinde St. Martin 6. 12. 2021 Gabriel Ennemoser 13. 12. 2021 Kai Pescollderungg 21. 12. 2021 Luka Lanthaler 13. 1. 2022 Toni Schweigkofler 13. 1. 2022 Sophia Theiner 16. 1. 2022 Emma Frötscher 20. 1. 2022 Theo Tschöll 24. 1. 2022 Linda Haller 26. 1. 2022 Christian Kofler 16. 2. 2022 Ella Spath 1. 3. 2022 Heidi Gurschler 14. 3. 2022 Lukas Tribus Gemeinde St. Leonhard 6. 2. 2022 Martha Heel 16. 2. 2022 Leonie Larch 18. 2. 2022 Michael Prünster 14. 3. 2022 Leo Hofer 18. 3. 2022 Raphael Wilhelm 30. 3. 2022 Arthur Öttl Gemeinde Moos 12. 3. 2022 Timo Fontana


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sport

Bei der Ehrung in St. Martin (v.l.n.r.): Rodellegende Armin Zöggeler, Evelin Lanthaler, Romi Oberprantacher, Katharina Hofer und Marc Hofer

St. Martin

4 erfolgreiche Psairer Wintersportasse geehrt Am 26. März wurden in St. Martin vier „Sportskanonen“ aufgrund ihrer Erfolge, die sie im Laufe dieser Wintersaison errungen haben, empfangen und geehrt: die Naturbahnrodlerinnen Evelin Lanthaler, Katharina Hofer und Romi Oberprantacher sowie der Snowboarder Marc Hofer. Nach dem Einzug, ausgehend von der Mittelschule und begleitet von den Klängen der Musikkapelle, erfolgte die Sportlerehrung auf dem Dorfplatz von St. Martin. Im Mittelpunkt stand dabei natürlich die Rodelkönigin Evelin Lanthaler (siehe eigenen Bericht), die in dieser Saison wieder ganz groß auftrumpfte und erneut alles gewann, was es zu gewinnen gab. Katharina Hofer aus Platt wurde in der Saison 2021/22 Vize-Juniorenweltmeisterin und holte sich in Umhausen ihren ersten Junioren-Weltcupsieg.

Die Mårtinerin Romi Oberprantacher errang in Kühtai den begehrten Titel einer „FIL-Jugendmeisterin“ in der Kategorie Schüler. Der Snowboarder Marc Hofer schließlich errang am 12. März in Pian­ cavallo (Friaul) sensationell seinen ersten Weltcupsieg im Parallelslalom und holte sich zudem in Rogla (Slowenien) den Gesamtsieg im Europacup. Für die Bürgermeister des Tales gratulierte Hausherrin Rosmarie Pamer den erfolgreichen Psairer Wintersportassen. Der FISI-Renndirektor und langjährige Weltklasserodler Armin Zöggeler hob in

seiner Ansprache vor allem die Vorbildfunktion von Evelin Lanthaler für den Nachwuchs hervor. Oft gelobt wurde in den Ansprachen auch Hubert Folie, der in all den Jahren für den Psairer Rodelsport Großartiges geleistet hat. Nach den Ansprachen der Ehrengäste ließ man die Feier bei einem Umtrunk im gemütlichen Rahmen ausklingen. Kurt Gufler


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Evelin Lanthaler, eine großartige Sportlerin

NATURBAHNRODELN

Evelin Lanthaler, die Ausnahmerodlerin Es ist eigentlich schon fast unglaublich, Saison um Saison vergeht, doch die Siegerin und somit die beste Naturbahnrodlerin der Welt ist alljährlich dieselbe: Evelin Lanthaler. Dabei musste auch Evelin, wie alle Naturbahnrodler*innen, zu Saisonbeginn mit der erneut verpassten OlympiaChance eine große Enttäuschung hin­ nehmen. Zur Erinnerung: Der eigene Verband FIL hatte nicht für eine Aufnahme ins Programm angesucht. Ansonsten wäre Naturbahnrodeln so gut wie fix 2026 bei Olympia in Italien dabei gewesen. Die Enttäuschung war nicht nur bei den Athlet*innen groß, sondern auch bei den Vereinen und Funktionären. Evelin dazu: „Wir waren alle zuversichtlich. Es wäre eine ein weiterer großer Aufschwung für unsere Sportart gewesen. Füruns alle, aber insbesondere auch für den Nachwuchs, ist das eine riesige Enttäuschung!“ Dies ging sogar so weit, dass Weltcup-Veranstaltungen auf der Kippe standen, auch die EM in Laas war eine Zeitlang alles andere als gesichert. Nachdem sich die Wogen einigermaßen

geglättet hatten und der Weltcup-Kalender stand, war auch die Motivation wieder da und die Athlet*innen wollten zeigen, wie attraktiv und aufregend ihr Sport ist. Mit den Italienmeisterschaften im Gadertal wurde die Naturbahn-Rodelsaison kurz vor Jahresende 2021 „offiziell“ eröffnet. Dabei siegte Evelin vor ihrer Dauerrivalin Greta Pinggera und Nadine Staffler (beide SC Laas). Mit den Weltcup-Rennen los ging es am 8. und 9. Jänner bzw. am 15. und 16. Jänner auf der technisch anspruchsvollen „Grantau“-Bahn in Umhausen in Ötztal. Eigentlich hätte das Weltcuprennen vom 15. bis 16. Jänner auf der Seiser Alm stattfinden sollen, die Organisatoren zogen sich aber zurück und deshalb sprang Umhausen mit einem weiteren Rennen ein. Evelin gewann beide Rennen souverän und holte sich mit Alex Gruber auch den Teambewerb. Auch beim darauffolgenden Weltcuprennen im rumänischen Vatra Dornei trumpfte Evelin mächtig auf. Die Psairer Rodelkönigin präsentierte sich hierbei wie von einem anderen Stern. Nach zwei Durchgängen war sie um unglaubliche 1,29 Sekunden schneller als die zweitplatzierte Greta Pinggera. Als nächste Weltcupveranstaltung stand das stets top organisierte Rennen auf der Rodelbahn Pfösl-Riep in Deutschnofen auf dem Programm. Auch hier zeigte Evelin

ihre Extraklasse und holte sich ihren 4. Saisonsieg, gleichzeitig ihr insgesamt 35. Weltcupsieg. Dabei ließ sie die Russin Jekaterina Lawrentjewa und Greta Pinggera hinter sich. Evelin holte sich in Deutschnofen gemeinsam mit Alex Gruber auch den 2. Teambewerb der Saison. Am 12. und 13. Februar folgte mit der 29. Europameisterschaft auf der GafairRodelbahn in Laas der Saisonhöhepunkt: Bereits im 1. Lauf stellte Evelin mit einem neuen, fantastischen Bahnrekord ihre Ausnahmestellung unter Beweis. Im 2. Durchgang kontrollierte sie das Geschehen und siegte mit über einer Sekunde Vorsprung vor Lokalmatadorin Greta Pinggera und Tina Unterberger (Österreich). Somit sicherte sich Evelin ihren vierten Europameistertitel in Serie. Auch im abschließenden Teambewerb setzte sich Titelverteidiger Italien mit Evelin Lanthaler und Alex Gruber gegen Österreich und Russland durch. Beim nächsten Weltcuprennen am 19. Februar in Mariazell in der Steiermark gewann Evelin erneut vor Greta Pinggera und der österreichischen Juniorenweltmeisterin Riccarda Ruetz, die erstmals auf dem Podest stand. Das eigentliche Finale in Moskau, das vom 24. bis zum 27. Februar vorgesehen war, musste wegen des Kriegs in der Ukraine abgesagt werden und die Rodler*innen wurden aufgefordert, Russland sofort zu verlassen. Somit stand Evelin mit großem Vorsprung zum 5. Mal in Folge als souveräne GesamtWeltcupsiegerin fest. Zusammengefasst sieht Evelins beein­ druckende Bilanz derzeit folgendermaßen aus: 37-fache Weltcupsiegerin, 6-fache Gesamtweltcupsiegerin, 5-fache Weltmeisterin, 4-fache Europameisterin im Einzel und 3-fache Europameisterin im Teambewerb. Großartige Erfolge, die so manchem mittlerweile schon als verständlich erscheinen mögen, was aber ganz sicher nicht zutrifft, denn dahinter stecken neben dem großen Talent zweifelsohne akribische Vorbereitung, viel Fleiß und Training. Wie sehr Evelins Erfolge auch im ganzen Land gewürdigt werden, sieht man immer wieder auch an verschiedenen Auszeichnungen. Bei der Dolomiten-Sportlerwahl 2021 schaffte sie es beispielsweise auf den 3. Platz. Aus Psairer Sicht ist es natürlich wunderbar, eine so tolle, sympathische und natürliche Spitzensportlerin zu haben, die nicht nur für die Jugend sowohl in sportlicher als auch menschlicher Hinsicht ein Vorbild darstellt. Kurt Gufler


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Der Vereinsvorstand: Gabi Widmann, Philipp Tschöll (Vizepräsident), Ernst Raffl (Präsident), Karin Hofer und Hans Klotz

TENNIS IN PSAIR

Der ATC Passeier, ein sehr einsatzfreudiger Verein stellt sich vor Der ATC Passeier geht aus der Fusion der Traditionsvereine ATC St. Martin und ATC Passeier hervor, die 2017 über die Bühne ging.

Der Vorstand des rührigen Vereines setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Ernst Raffl (Präsident), Philipp Tschöll (Vizepräsident), Gabi Widmann, Karin Hofer sowie Hans Klotz. Der Ausschuss machte sich mit Feuereifer an die Arbeit und wartet mittlerweile mit beeindruckenden Zahlen auf: Man hat 110 Mitglieder, 40 Kinder besuchten Schnupperkurse, 30 spielten in der Freizeit, 10 Jugendliche Freizeit, 20 Erwachsene und ca. 15 Kinder in der Turniergruppe. Geleitet wird die Tennisschule seit April 2018 von Roberto Selle aus Bozen, ehemaliger Spieler der 2. Nationalen Kategorie, FIT-Nationallehrer seit 2003 und FIT-ITF National seit 2013. Unterstützt wird er von Linda Mair, einer Psairer Ausnahmespielerin, ehemalige Tennisspielerin von internationalem Niveau, seinerzeit die Nr. 35 in Italien und Nr. 650 in der Weltrangliste. Komplettiert wird das überaus kompetente Trainerteam durch den ausgebildeten FIT-Lehrer Aiazzi Francesco. Die Tennisschule umfasst Schüler*innen aus den Gemeinden Riffian, St. Martin, St. Leonhard und Moos, wobei die Trainer jedes Jahr die Schulen besuchen, um den Schüler*innen den Tennissport näherzubringen und diese zu Schnupperkursen zu animieren.

Die Tennisschule kann, dank des Ballons, der ein durchgehendes Training erst ermöglicht, im Ganzjahresbetrieb tätig sein. Dabei werden Kurse in alle Richtungen und für alle Altersklassen angeboten, auch Freizeitspieler*innen sind stets willkommen. Es wird auch bewusst darauf Wert gelegt, dass Spiel und Spaß nicht zu kurz kommen. So wurde beispielsweise am Ende des Kinderkurses Mitte Juni 2021, an dem über 90 Kinder teilnahmen, T-Shirts verteilt, eine Tombola durchgeführt und Pizzas für alle organisiert. Aber natürlich nimmt man auch an Meisterschaften teil, damit man sich auch mit anderen Mannschaften messen kann. Der ATC Passeier hat im Jahre 2021 drei Under-Jugendmannschaften angemeldet. Dabei konnte man erfreulicherweise einige Erfolge erringen: Die U12-Mädchen mit Marth Paula, Gluderer Ida Marie und Brugger Marie erreichten den 3. Platz, die U16 mit Raffl Jana, Lanthaler Lisa und Marth Lena belegte ebenfalls den 3. Platz, während die zweite U16-Mannschaft mit Unterthurner Katharina, Gufler Greta und Pixner Katharina sich den 2. Platz erkämpfte. Auch 3 jugendliche Damenmannschaften waren am Start, wobei sich Unterthurner Katharina, Gufler Greta und Holzknecht Theresa den Landesmeister­

titel in der Kategorie D2 geholt haben und somit in die D1 aufgestiegen sind. Auch die zweite Mannschaft mit Lanthaler Lisa und Pixner Katharina, die durch Erreichen des 3. Platzes den Aufstieg in die D2 geschafft hat, war sehr erfolgreich. Die dritte Mannschaft, bestehend aus Raffl Jana, Marth Lena und Hofer Maria, die bis in die Aufstiegsrunde der D2 gelangte, verpasste den Aufstieg nur knapp. Auch zwei Herrenmannschaften waren am Start: Kapitän Philipp Tschöll, Hofer Hannes, Pichler Andreas, Delucca Jan und Wilhelm Christoph bestritten die D2-Serie und konnten die Liga halten. Die 2. Herrenmannschaft mit Kapitän Hans Klotz, Rier Thomas, Rinner Ernst, Stoimenov Venko, Hofer Ivan und Cozzio Luca kämpften in der D4-Serie um Punkte und Sätze. Auch bei den Einzelturnieren konnte man große Erfolge verbuchen: Marth Lilli holte sich den Landesmeistertitel in der U10-Kategorie, gewann mehrere nationale Turniere, unter anderem das Masters in Trient und hat sich zu einer der besten U10-Spielerin in der Region entwickelt. Gluderer Ida Marie wurde in der Kategorie U11 Vize- Landesmeisterin, genauso wie Marth Lena in der Kategorie U14. Aufgrund dieser guten Leistungen und als Bestätigung für die hervorragende Arbeit der gesamten Passeirer Tennisschule wurden Marth Thea, Marth Lilli, Gluderer Ida Marie und Brugger Marie in den Landeskader berufen, der an den Nationalen Wettbewerben teilnimmt. In einem persönlichen Gespräch mit Präsident Ernst Raffl erklärte dieser: „Wir sind sehr zufrieden mit der positiven Entwicklung des Tennissports in Passeier. Damit alles bestens läuft, braucht es viele helfende Hände und deshalb möchte ich auf alle Fälle Schwarz Hubert, Reinstadler Alfred und ihren Mitstreitern ein großes Lob aussprechen, die stets für einen perfekten Zustand der Tennisplätze sorgen. Des Weiteren möchte ich mich bei allen Sportreferenten der Psairer Gemeinden bedanken, die immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen haben, zudem natürlich bei unseren Sponsoren und allen Eltern, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir werden weiterhin versuchen unserem Credo gerecht zu werden, das da lautet: Unser Ziel als Verein und Vorstand ist es, Kindern und Jugendlichen gemeinsam mit Erwachsenen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zur Entwicklung von Körper und Tennis bis ins hohe Alter zu bieten und das Miteinander durch gemeinsames Tennisspielen zu fördern.“ Kurt Gufler


43 Passeirer Blatt – nr. 170, April 2022

Vorankündigungen > Haflinger Pferdezuchtverein Passeier 30. 4. 2022: Haflinger Jubiläumsausstellung „70 Jahre Haflinger Pferdezuchtverein Passeier“ beim Sandhof in St. Leonhard > Luftakrobatik-Woche für Kinder ab 7 Jahren Die Luftakrobatik-Kurse eignen sich für Kinder und Jugendliche, die gerne klettern, turnen und sich für schöne akrobatische Figuren begeistern. Wir trainieren am Ring, dem Tuch und am Luft-Netz und erarbeiten eine kleine Aufführung! Termin: Mo, 18.07. – Fr, 22.07. von 9 – 12 Uhr in der Turnhalle der Grundschule St. Martin. Infos und Anmeldung: www.animativa.org – info@animativa.org – 0473 239 564 > Jugendbüro Passeier >> Erlebnissommer 2022 – Einschreibungen bis zum 22.4. im Jugendbüro Passeier – Leonhards.Zentrum >> 29.4.2022, um 19 Uhr – Rocknight der Musikschule Passeier im Jugendzentrum YOU in St. Leonhard >> 7.5.2022 – Bodypainting-Workshop für Mädchen ab 12 Jahren im Jugendzentrum YOU in St. Leonhard > Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine Das Land Südtirol sucht in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Unterkünfte für die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine. Bürger, die einen Beitrag leisten möchten und über geeignete Immobilien verfügen, können sich bei der Gemeinde melden. Bevorzugt werden Strukturen, in denen zwischen 25 und 50 Personen Platz finden. > Mårtiner Kultursummer 2022 > 29.5. school’s out Openair > 15.7. Buchvorstellung mit Manfred Schwarz und Georg Schedereit > 23.7. Knox & Band > 11.8. Abschluss der Luftakrobatik-Woche > 13.8. Streichensemble des Haydn Orchesters > 20.8. Multivisions-Show: surreale Natur > 26.8. Abschlusskonzert der Musikwoche > 24.9. Poetry Slam

> Volkshochschule Südtirol Ortsstelle St. Leonhard: Naturnahes Gärtnern in Topf, Kübel und auf dem Balkon Am 27.4.2022, 19.30 – 21.30 Uhr; Referent: Alexander Huber; Ort: Vereinshaus St. Leonhard > Alpenregionstreffen: Totale Straßen­ sperre am Sonntag, 15. Mai, 11 bis 15 Uhr Vom 13. bis 15. Mai findet das 26. Alpen­ regionstreffen der Schützen von Tirol und Bayern im Passeiertal statt. Austragungsort des Schützentreffens ist St. Martin, wo an besagtem Wochenende mit Verkehrs­ behinderungen zu rechnen ist. Während der Vorbereitungen zum Fest kann es in der Zeit vom 25. April bis 23. Mai zu Behinderungen und zeitweiligen Sperren des Spielplatzes beim Festplatz kommen – das Zelt muss auf- und abgebaut werden. In dieser Zeit sind zudem der gesamte Raiffeisenparkplatz, der Festplatz und die dazugehörigen Parkplätze gesperrt. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Treffen werden insgesamt neun Parkplätze eingerichtet. Um die Fußgänger entlang der Hauptstraße nicht unnötigen Gefahren auszusetzen, wird für die drei Festtage eine Geschwindigkeitsbegrenzung entlang der SS44 von der Kreuzung Prantach bis zur Tankstelle St. Martin angedacht. Am Sonntag, 15. Mai 2022, von 11 bis 15 Uhr, gibt es eine totale Straßensperre vom Sägewerk Marth bis zur Ex-Hoppe – das Tal ist abgesperrt! Die Informationen werden laufend unter www.alpenregionstreffen.com aktualisiert. Verkehrsbehinderungen und Straßensperren Für das Alpenregionstreffen werden folgende Straßenabschnitte gesperrt: von Montag, 25. April bis Montag, 23. Mai >> Raffeisenparkplatz in St. Martin Am Samstag, 14. Mai, von 16 bis 19 Uhr in St. Martin >> Dorfstraße: Kreuzung Schmiedgasse bis Kreuzung Beda-Weber-Straße >> Garberweg: Kreuzung Dorfstraße bis Kreuzung-Beda-Weber-Straße >> Schmiedgasse

Am Sonntag, 15. Mai, von 7 bis 16 Uhr >> Fahrradweg von der Brücke Mörre (Sägewerk Marth) bis zur Brücke Handwerkerzone (Bar Lände) von 9 bis 14.30 Uhr in St. Leonhard >> Prantacherweg bis St. Johanneskapelle, Kellerlahne von 9 bis 15 Uhr in St. Martin >> Prantacherweg: St. Johannesbrücke bis Kreuzung Dorfstraße, >> Dorfstraße: Kreuzung Süd bis Kreuzung Nord von 11.30 bis 15 Uhr in St. Martin >> SS44 von KM 15,000 bis KM 17,400 von 12 bis 14.30 Uhr in St. Leonhard >> Handwerkerzone: Holzlände, Haselstauderweg, Kammerveiterstraße und Gerlosweg von 12 bis 15 Uhr in St. Martin >> Handwerkerzone: St.-Anna-Brücke bis Firma Raffl Hinweise zum Fest Für das Festzelt gelten folgende Regeln: unter 12 Jahren: Eintritt Festzelt FREI, ausschließlich in Begleitung eines Erziehungsberechtigten Unter 16 Jahren: Eintritt Festzelt ausschließlich in Begleitung eines Erziehungsberechtigten und kein Eintritt in das Partyzelt „Best of DJ’s“ Security Kontrollen: Rucksäcke und Handtaschen werden beim Ein- und Ausgang kontrolliert. Es dürfen keine Speisen und Getränke in das Festzelt mitgenommen werden und keine Gläser, Flaschen oder Ähnliches aus dem Festzelt mit nach draußen genommen werden. Der Fund von Drogen wird sofort gemeldet und die betroffenen Personen angezeigt. Tickets für das Psairer Musikfestival gibt es unter www.alpenregionstreffen.com, unter www.ticketone.it, in den AthesiaBuchhandlungen und in den Tourismusbüros im Passeiertal.

Termine & Veranstaltungen können per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden


Öffnungszeiten moos Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 18 Uhr; Sa geschlossen, T 0473 643 535 Minirecyclinghof Moos: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr; Pfelders: Mi, 14 – 15 Uhr; Platt: Mi, 8 – 9 Uhr und 1. Sa/Monat, 14.45 – 15.30 Uhr; Stuls: Mi, 10 – 11 Uhr und 1. Sa/Monat, 13.30 – 14.15 Uhr; Rabenstein: 1. und 3. Mo/Monat, 10 – 11 Uhr; Rabenstein (Saltnuss – rotes Haus): jeden 1. Mo/Monat, 9 – 9.45 Uhr Rest- und Biomüllsammlung: Dienstag: Moos, Platt, Pfelders (Dorf und Zeppichl), Stuls wöchentlich; Rabenstein, Pill bzw. Sportplatz Sand, Ulfas jede 2. Woche Bibliothek Moos: Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 15 – 16.30 Uhr; Do, 16.30 – 18 Uhr; So, 11 – 12 Uhr Bibliothek Platt: Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 16 – 17 Uhr, Fr, 15 – 16.30 Uhr; Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Pfelders: Mi, 17 – 18 Uhr Bibliothek Rabenstein: Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Stuls: Mo, 15 – 16 Uhr Arztpraxis Dr. Beccarello: Mo, Do, Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 10 – 11.30 Uhr, 12 – 13 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; T 0473 643 689 Apotheke RAM: Mo, 10 – 12; Mi, 16 – 18.30 Uhr; Do, 9 – 12 Uhr; T 0473 643 689 Eltern-Kind-Beratung Moos: Mittwoch 9 – 10.30 Uhr, nur mit Vormerkung, T 339 2924051 Ambulatorium Krankenpflegedienst Moos: Donnerstag, 8 – 8.30 Uhr (ohne Vormerkung) st. leonhard Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 17.30 Uhr; Sa, 9 – 11 Uhr, T 0473 656 113 Minirecyclinghof: Fr, 14.30 – 16.30 Uhr, Sa, 7.30 – 9 Uhr; Walten: Mo, 14 – 15 Uhr Restmüllsammlung: Di; Walten, Schweinsteg, Prantach, Mörre, Glaiten, jeden 2. Di; Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Mi, Fr, 9 – 12 Uhr; Mo, Di, Do, Fr, 15 – 18 Uhr (Winter) Bibliothek Walten: Mo, 15 – 16 Uhr Arztpraxis Dr. Badiolzamani Tari Nazari Hamid: Mo, Fr, 10 – 13 Uhr; Di, Mi, Do, 16 – 19 Uhr; T 348 7593145 Arztpraxis Dr. Sili Ludmila: Mo, 14 – 18 Uhr; Di, 9 – 12.30 Uhr; Mi, Do, 9 – 13 Uhr; Fr, 13 – 15 Uhr; T 389 7911677 Kinderarztpraxis Dr.in Weger: Mo, Fr, 9.15 – 12.30 Uhr; Mi, 9.30 – 12.30 Uhr; Di, 15 – 18 Uhr; Do, 15 – 19 Uhr; T 0473 656 266 Apotheke RAM: Mo – Fr, 8 – 12.30, 15.30 – 19 Uhr; Sa, 8 – 12.30 Uhr; T 0473 656 146 st. martin Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr; Donnerstag, 15 – 17.30 Uhr, T 0473 499 300 Minirecyclinghof: St. Martin: Fr, 8 – 10 Uhr, Samstag geschlossen; Saltaus: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr Restmüllsammlung: Montag; Matatz, Breiteben, Kalmtal, jeden 2. Montag Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Mi, Sa, 9 – 12 Uhr; Mo, Mi, Fr, 15 – 18 Uhr; Di, 14 – 17 Uhr (Winter) Arztpraxis Dr. Peracchi: Mo, Do, 15 – 18 Uhr; Di, Mi, Fr, 9 – 12 Uhr; T 0473 523 493 Arztpraxis Dr. Dubis: Mo, Do, Fr, 9 – 12 Uhr; Di, 15 – 18, Mi, 12 – 15 Uhr, mit Vormerk.; T 0473 650 167 Apotheke Mercurius: Mo, Mi, Do, Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Di, 8 – 12.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr T 0473 650 011 Eltern-Kind-Beratung: Dorfstraße 25/c (alte Bibliothek) Do, 8 – 12 Uhr, T 0473 641 095 Krankenpflegeambulatorium Garberweg: Di, Fr, 8 – 10 Uhr Jugendtreff: Di – Fr, 11 – 12 Uhr; Di und Do, 17.30 – 19.30 Uhr; T 392 5327295 sprengelsitz passeier Verwaltungsdienst: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, 9.30 – 12 Uhr; Do, 9.30 – 12 u. 14 – 15.30 Uhr; T 0473 659 500 Sozialsprengel: Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr, nachmittags mit Terminvereinbarung; T 0473 659 018; Dienst für Pflegeeinstufung: T 848 800 277, Anlaufstelle Pflege- und Betreuungsangebote: Di, Do, 9 – 11 Uhr; T 0473 659 266, Mi mit Vormerk. Blutabnahme: Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, mit Vormerkung, T 0473 264 001 oder online: www.sabes.it/vormerken Kinderblutabnahme: Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, mit Vormerkung, T 339 2924051 oder 0473 659 510 Krankenpflegeambulatorium: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, Do, 9.30 – 11 Uhr Eltern-Kind-Beratung: Di, 8 – 12 Uhr, nur mit Vormerkung; T 0473 659 518 Dienst für Abhängigkeitserkrankungen: Vormerkung T 0473 443 299 Rehabilitationsdienst: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr, 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 533 Impfzentrum: Mo, 8.30 – 16 Uhr; T 0473 659 517, impfungen.passeier@sabes.it Gynäkologe: jeden 1., 2. und 3. Di/Monat Hauspflegedienst: Vormerkung Mo – Fr, 8 – 10 Uhr; T 0473 659 019 Jugendbüro Passeier: Mo – Fr, M 393 0954681 recyclinghof passeier (mörre) Dienstag, Donnerstag, 14 – 17 Uhr; Samstag, 8 – 11 Uhr

Aus den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin Termine & Veranstaltungen 22. 24. 25. 29. 29. 30. 30. 30. 30.

april MuseumPasseier: Führung „Hofer Highlights“, 11 Uhr Konzert Musikkapelle Moos, Vereinshaus St. Leonhard MuseumPasseier: Staatsfeiertag geöff., 10 bis 18 Uhr MuseumPasseier: Führung „Hofer Highlights“, 11 Uhr Rocknight, Jugendzentrum YOU, St. Leonhard, 19 Uhr [Musikschule Passeier] Jubiläumsausstellung „70 Jahre Haflinger Pferdezuchtverein Passeier“ beim Sandhof in St. Leonhard Frühjahrskonzert der Musikkapelle St. Martin, Vereinshaus St. Leonhard Abschlusskonzert Mittelschule St. Leonhard, Dorfhaus St. Martin Preiswatten, Vereinshaus St. Martin [KVW]

mai 1. Maibaum Fest, Raiffeisenplatz St. Leonhard 6. MuseumPasseier: Führung „Hofer Highlights“, 11 Uhr 7. Frühlingskonzert der Musikkapelle Platt, Vereinshaus St. Leonhard 12. MuseumPasseier: Brotbacken, 10 bis 12 Uhr 12. Musig & Genuss, Dorfhaus St. Martin [Tourismusv.] 15. 26. Alpenregionstreffen, St. Martin 15. MuseumPasseier: Internationaler Museumstag, 10 bis 18 Uhr 20. Schlusskonzert der Musikschule Passeier Vereinshaus St. Leonhard 26. MuseumPasseier: Brotbacken, 10 bis 12 Uhr 26. Musig & Genuss, Dorfhaus St. Martin [Tourismusv.] Juni 3. Redaktionsschluss Passeirer Blatt 4. Neumarkt, St. Leonhard 5. Pfingstkonzert der Musikkapelle Walten, Vereinshaus St. Leonhard, 20.30 Uhr 5. Kuchenverkaufsaktion, Dorfhaus St. Martin [Ministranten] 9. Musig & Genuss, Dorfhaus St. Martin [Tourismusv.] 16. Musig & Genuss, Dorfhaus St. Martin [Tourismusv.] 30. Musig & Genuss, Dorfhaus St. Martin [Tourismusv.] Juli 3. 200-Jahr-Jubiläum Kirche Wans 23. Knox & Band, Dorfhaus St. Martin [Kultursummer] 23./24. „Liertner Feuerwehrfest“, Raiffeisenplatz St. Leonhard august 5. Redaktionsschluss Passeirer Blatt 11. Abschluss der Luftakrobatik-Woche, Dorfhaus St. Martin [Kultursummer] 13. Streichensemble des Haydn Orchesters, Dorfhaus St. Martin [Kultursummer] 20. Multivisions-Show: surreale Natur, Dorfhaus St. Martin [Kultursummer] 26. Abschlusskonzert der Musikwoche, Dorfhaus St. Martin [Kultursummer]

Termine & Veranstaltungen können per Telefon (T 0473 656 239) und per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden


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