Skip to main content

Passeirer Blatt

Page 1

Pubblicazione bimestrale. Poste Italiane SpA – Spedizione in Abbonamento Postale – 70% NE/BZ

www.passeirer-blatt.it

Passeirer Blatt

D1 C B A 2a 0 e d c b contiene

i. p.

Foto: Ulrich Egger

Passeirer Blatt

Mitteilungen und Nachrichten aus Moos, St. Leonhard und St. Martin Februar 2022

Februar 2022 nr. 169 · 36. JAhrgAng

inhalt 4 Gemeinden 9 Kultur & Gesellschaft 22 Natur & umwelt 25 Wirtschaft 26 vereine & verbände 28 Gesundheit & soziales 31 gratulationen 32 Sport 35 Vorankündigungen

Karl „Schaly“ Pichler

Abschied von einer Psairer Legende


2

IN EHRENDEM GEDENKEN

Karl „Schaly“ Pichler, Abschied von einer Psairer Legende Erfolgreicher Unternehmer, Visionär, Pionier, Mäzen, Gönner, Multitalent und weitum bekannt, aber seinem Psairer Heimattal immer eng verbunden, das alles war Karl „Schaly“ Pichler

Karl wurde am 29. 8. 1933 als siebtes von insgesamt 16 Kindern beim Gasthaus Unterwirt in St. Mårtin geboren, wobei 3 Geschwister bereits im Kindesalter gestorben sind. Karl verbrachte eine sehr glückliche Kindheit, obwohl er bereits als 5-Jähriger seine leibliche Mutter Franziska verloren hat. 1942 heiratete Vater Wendelin Theresia Pirpamer. Sie hatte es natürlich alles andere als leicht, zum einen mit so vielen Kindern, wobei zum anderen noch die viele Arbeit beim Unterwirt dazu kam. „Schaly“ war ein aufgewecktes Kind, der Stratege im Ort, ein richtiger „Dorfraber“, der nahezu täglich etwas angestellt hat und für so manchen Streich verantwortlich war. Demzufolge bekam er auch beinahe täglich die Rute zu spüren, aber als einfallsreicher Junge entwickelte er einen Trick: Er begann schon möglichst laut zu schreien, bevor der Vater ihn versohlte und so hörte dieser damit alsbald wieder auf. Auch in der Schule war der Karl aufgrund seines rebellischen Wesens bei seiner Lehrerin nicht unbedingt beliebt und wurde öfters von der Klasse verwiesen. Sobald die Sommerferien begannen, musste Karl mit den Geschwistern auf die Alm, um Ziegen und Kühe zu hüten. Tagsüber hieß es Schwarz-

Impressum

Erscheint zweimonatlich. Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29. 5. 1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier; vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Robert Tschöll – Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Ulrich Mayer. Redaktion: Fabian Gufler, Kurt Gufler, Thomas Lanthaler, Elisabeth Larcher, Miriam Maccacaro, Arnold Rinner; Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Korrektur: Ernst Rinner, Kurt Gufler. Produktion und Druck: design.buero Artikel können bei allen Redaktionsmitgliedern und bei design.buero in St. Martin (Dorfstraße 14) abge­geben werden und müssen mit dem Namen und der Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein. Werbebeiträge direkt an das Passeirer Blatt, passeirerblatt@passeier.it, T 0473 656 239. Redaktionsschluss: 2. April, 3. Juni 2022 E-Mail: passeirerblatt@passeier.it www.passeirer-blatt.it

beeren, Himbeeren und Preiselbeeren pflücken, die im elterlichen Gasthaus beim Unterwirt als kostbare Waldbeeren zu Kaiserschmarrn und Omelett serviert wurden. Jeden 2. Tag musste Karl ins Tal, um Lebensmittel zu holen, die er mit dem Rucksack oder auf der Kraxe zur Alm brachte. Dies alles natürlich barfuß, denn Schuhe waren für die damalige Zeit ein Luxus. Im Herbst 1945 kam „Schaly“ ins Franziskanergymnasium nach Bozen. Einige Mitschüler aus der gehobenen Bozner Gesellschaft stempelten Karl als „gschearten Psairer“ ab und traktierten ihn. Dies ging so lange, bis er eines Tages einen viel Größeren mit einem gezielten Kreuzwurf zu Boden brachte. Von diesem Moment an wurde Karl akzeptiert und jeder wollte sein Freund sein. In der 3. Klasse Mittelschule wurde ihm nahegelegt, das Franziskanergymnasium zu verlassen und so besuchte er die Handelsschule in Meran. In dieser Zeit wohnte er in Meran im Rediffianum, von den Heiminsassen „KZ“ genannt, wo er, Lausbub bleibt Lausbub, ebenfalls für einige Untaten verantwortlich war. Zum Schulabschluss konnte „Schaly“ zwei Fünfer aufholen, aber er hat im Endeffekt immer noch mit 3 Fünfern die Handelsschule verlassen. Danach wollte Karl schleunigst eine Lehrstelle finden, um nicht das ganze Leben bei seinem Vater als „Sagschneider“ arbeiten zu müssen. Mit Hilfe eines Schulfreundes konnte er am 2. Oktober 1950 bei der Baufirma und Tischlerei Delugan als Lehrling beginnen. Dass aller Anfang schwer ist, musste auch „Schaly“ seinerzeit zur Kenntnis nehmen, denn im ersten Monat verdiente er gar nichts und ab dem zweiten Monat kümmerliche 8.000 Lire. Zum besseren Verständnis: Das Zimmer kostete damals 2.000 Lire im Monat, das Frühstück mit warmer Milch täglich 65 Lire und das Mittagessen 165 Lire. Nichtsdestotrotz blieb Karl seine Zeit bei der Firma Delugan als sehr schöne Zeit in Erinnerung. Im Mai 1954 wurde „Schaly“ nach Aosta zum Militär eingezogen, wo er die Unteroffiziersschule besuchte. Als einer der Besten in der Klasse hatte Karl die Möglichkeit, seine Destination frei zu wählen und natürlich war der Wunschort Meran. Noch Jahre danach wurde „Schaly“ landauf landab von seinen seinerzeitigen

Rekruten auf die damalige Zeit ange­ sprochen, er war für viele nicht nur ein Vorgesetzter sondern ein Freund. Schon während der Militärzeit hatte er sich über seine Zukunft Gedanken gemacht und bewarb sich bei der Holzhandelsfirma Luis Gummerer in Bozen. Dort arbeitete Karl vom 8. August 1955 bis zum 20. Februar 1957 als freier Vertreter auf Provisionsbasis. Danach folgten zwei berufliche Kurzauftritte im Elektrosektor und als Vertreter für Intimwäsche. Nachdem Karl nun verschiedene Berufe ausgeübt hatte, überlegte er, ob er nicht doch ins Holz­ geschäft einsteigen sollte. Nachdem in Meran noch kein Lager mit Holzplatten und Furnieren bestand, entschied Karl, nach Absprache mit seiner zukünftigen Frau Herta Siebenförcher, sich in Algund selbständig zu machen. Nachdem ihm sein Vater Wendelin eine Bürgschaft unterschrieben hatte, wurde am 8. Mai 1958 die erste bestellte Ware geliefert und somit war die Fa. „Karl Pichler Edelhölzer Algund“ geboren. Am 4. November führte Karl Herta Siebenförcher in der Kirche von Gratsch zum Traualtar und das Familienglück wurde durch die Geburt der Kinder Renate und Christian vervollständigt. Auch beruflich lief es wie am Schnürchen und 1970 wurde in Algund ein neues großes Lager eingeweiht. Als Abenteuer in vielerlei Hinsicht entpuppte sich für Karl die Erschließung des Schnalstaler Gletschers mit einem großen Hotelkomplex in Kurzras gemeinsam mit Pionier Leo Gurschler. Danach baute er 1989 neben seinem Betrieb die „Lackner Stubn“ mit dazugehöriger Bar und Restaurant. Der wirtschaftliche Aufschwung war ungebremst und so erbaute „Schaly“ in Brixen eine neue Niederlassung und übernahm in Bozen die Firma Gummerer. Im Jahre 1993 ergab sich die Möglichkeit die Firma Winkler in Kematen (Nordtirol) zu übernehmen, ein Wechsel, der sich nach anfänglichen Schwierigkeiten als großer Schritt für die Zukunft des Unternehmens erwies. 1994 erfolgte die Firmengründung Planit (Corian) in Auer, mit der man größere Kreuzfahrtschiffe für die Ausstattung der Bäder belieferte. In Bozen nutzte Karl die Möglichkeit eines neuen Standortes, von dem aus man das Trentino viel besser beliefern konnte.


3 Passeirer Blatt – nr. 169, Februar 2022

Karl im Kreise seiner Geschwister bei ihrem letzten gemeinsamen Treffen am 3. November 2021 in St. Martin (Rousl, Hedwig, Albert, Karl, Marianne, Ruth)

Gleichzeitig wurde die Einkaufs- und Verkaufsstrategie nach Bozen verlegt, was für die Firma ebenfalls eine positive Entwicklung bedeutete. 2002 wurde Karl in der Nähe seines Lagers in Algund ein großes Grundstück angeboten und so wurde das heutige Firmenareal realisiert. In diesem Jahr musste Karl auch zur Kenntnis nehmen, dass es im Leben immer auch Schattenseiten gibt, als seine Frau Herta einen Schlaganfall erlitt. 2005 übergab „Schaly“ die Firma an Tochter Renate und Sohn Christian mit der Genugtuung, dass sein Lebenswerk mit Freude und Engagement weiter­ geführt wurde. Nie aus den Augen verlor „Schaly“ in all den Jahren sein Heimattal Psair. Karl war immer ein passionierter Sportler: Schwimmen, Tennis spielen, Tauchen, Skifahren und Volleyball waren seine persönlichen Lieblingssportarten. 1966 starb sein Vater Wendelin und „Schaly“ erbte eine Wiese in St. Martin. Er wusste anfangs nicht so recht, was er damit anfangen könnte. Sein Vater hatte schon früher die Idee gehabt, ein Schwimmbad zu bauen, und so entschied Karl, diesem Wunsch gerecht zu werden und ließ 1967/68 das erste öffentliche beheizte Schwimmbad bauen. Seinerzeit ein gewagtes Unterfangen, denn der Schwimmsport galt damals eher als obszön, doch bereits die ersten „Psairer

Meisterschaften“, die übrigens von „Schaly“ gewonnen wurden, brachten Sportsgeist und eine neue Form der Freizeitgestaltung ins Tal. Im Jahre 1973 folgte der Bau der ersten drei Tennisplätze in Psair. In den 80er Jahren wurden beide Sportstätten der Gemeinde St. Martin in Passeier um einen symbolischen Preis zur Verfügung gestellt. Für viel Medienwirbel, Diskussionen und Aufregung sorgte das nächste Projekt, der Bau des Golfplatzes in der Kellerlahne. Letztendlich wurde ein 18-Loch-Golfplatz gebaut und Karl erwies sich wiederum als Pionier, indem er eine 22 Meter lange Schrägbahn bauen ließ, die 2008 eingeweiht wurde und weltweit einzigartig war. Auch außerhalb seiner Berufs- und Familienwelt war „Schaly“ ein vielgefragter und -beschäftigter Mann: Er saß in vielen Verwaltungsräten, war Präsident der Tiroler Schlossfestspiele und vor allem mit seinem Herzensprojekt „Licht für Senioren“ setzte er sich mit einigen Freunden ein besonderes Ziel, alten und älteren hilfsbedürftigen Südtiroler Mitmenschen zu helfen, damit diese in Würde ihren Lebensabend genießen konnten. Bei so viel Engagement blieben auch die Ehrungen nicht aus: 2003 wurde „Schaly“ zu seinem 70. Geburtstag im Kursaal von Meran von der Gemeinde St. Leonhard in Passeier als Ehrenbürger ausgezeichnet und zum 75. Geburtstag

erhielt er von Bürgermeister Hermann Pirpamer die Ehrenbürgerschaft seiner Heimatgemeinde St. Martin. Am 21. September 2008 wurde Karl als Höhepunkt seines Schaffens auf Schloss Tirol von Landeshauptmann Luis Durnwalder und Günther Platter, dem Landeshauptmann von Tirol, feierlich das Verdienstkreuz des Landes Tirol überreicht. Sehr viel bedeutete „Schaly“ zeitlebens seine Unterwirtsfamilie, so besuchte er immer wieder seine Geschwister in Psair und organisierte Familienfeiern. Mitte November 2021 hatte „Schaly“ noch einige Urlaubstage in Rom verbracht. Am letzten Novembersonntag wollte sein Herz, das für so viele Menschen in Südtirol geschlagen hat, plötzlich nicht mehr. Die letzten Tage verbrachte Karl Pichler in tiefster Dunkelheit im Meraner Krankenhaus. Am 9. 12. 2021 verließ „Schaly“ diese Welt für immer und wurde im Friedhof von Algund von einer großen Trauergemeinde zu seiner letzten Ruhestätte begleitet. Was bleibt ist die Erinnerung an einen großartigen, einmaligen Menschen, der mit seinem Optimismus, seiner Empathie, seiner unbändigen Energie, seiner offenen Art und seiner Willenskraft Berge versetzen konnte. Möge „Schaly“, der in seinem Leben so viel bewegt und geschaffen hat, in Frieden ruhen! Kurt Gufler


4

Gemeinden Sinnvolle Verwertung

Mit Mehrwert für unser Essen gegen die Lebensmittel­ verschwendung Aus harten Brotwürfeln gelingt eine schmackhafte Brotsuppe, aus einem schrumpeligen Apfel wird ein Apfelkompott gezaubert und Gemüsereste geben einer klaren Suppe Geschmack: So finden auch diese Lebensmittel eine sinnvolle Verwertung, anstatt sie zu entsorgen. Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln ist ein wichtiges Thema im Klimaschutz, spielt aber auch aus sozialer Sicht eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft. In Südtirol entsorgen Bürger*innen jährlich 27,5 kg Lebensmittel ungenutzt. In Italien landen in einem durchschnitt­ lichen Haushalt wöchentlich 0,529 kg pro Kopf in der Tonne. Diese Zahlen stimmen nachdenklich, wenn man bedenkt, dass weltweit fast eine Milliarde Menschen hungert. Auch wenn keiner dieser Menschen unmittelbar von weniger Verschwendung in den Industrieländern profitieren kann: Je mehr wir an Ressourcen verschwenden, desto höher ist die Nachfrage am Weltmarkt. Die Ressourcenknappheit nimmt zu. Die einhergehende Preissteigerung bei Lebensmitteln ist wiederum besonders für Menschen in Entwicklungsländern zum Nachteil. Aus diesen Gründen muss auch bei uns die Sensibilität für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln erhöht werden. Das Land Südtirol hat im Herbst 2021 die Kampagne #wenigerverschwenden ins Leben gerufen, um auf die Lebens­ mittelverschwendung hinweisen. Über eine Homepage erhalten Bürger*innen interessante Informationen zum Thema, Erfahrungsberichte über laufende Projekte und konkrete Tipps für eine einfache Resteverwertung. Einige Ratschläge für den bewussten Umgang mit Lebensmitteln: >> Beim Einkauf: Bereits hier kann jede*r die Entscheidung treffen, welche Produkte und in welcher Menge sie gekauft werden. Zu bevorzugen sind auf jeden Fall saisonale und regionale Lebensmittel in der effektiv notwen­ digen Stückzahl. >> Mit Verstand: Ein überschrittenes

Mindesthaltbarkeitsdatum heißt nicht unbedingt, dass das Produkt ungenießbar ist. Normalerweise helfen Augen, Nase und Mund, um zu erkennen, ob Lebensmittel noch gut sind. Vorsicht jedoch bei Fleisch und Fisch: Hier sollte das Verbrauchsdatum eingehalten werden! >> Beim Kochen: Reste von verschiedenen Lebensmitteln können kreativ verkocht werden. Beim Schälen und Aufschneiden sollte nicht viel im Biomüll landen. Oft sind gerade Stiele und Schalen besonders geschmacksintensiv oder farbenfroh. Übrige Speisereste können meist auch eingefroren oder eingekocht werden. >> Mit Planung: Ein Essensplan für die Woche macht auch im Privathaushalt Sinn, um die Einkäufe besser zu organisieren. Vor dem Start in den Urlaub kann der Kühlschrank geleert werden: Nachbarn und Freunde freuen sich vielleicht über die ein oder andere Leckerei. >> Im Restaurant: Auch wenn es bei uns noch nicht zum Standard gehört, sollten wir das übrig gebliebene Essen im Restaurant auch mitnehmen können. Die Frage nach einem so genannten Doggy Bag kostet nur etwas Überwindung. Die Gemeinden erstellen gemeinsam mit der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt einen Klimaplan, welcher verschiedene Maßnahmen zum Klimaschutz beinhalten wird. Die Themen Regionalität, Stärkung lokaler Wirtschaftskreisläufe und ein bewusster Umgang mit Ressourcen werden dort auch aufgegriffen. Der Klimaplan wird bis zum Sommer 2022 fertig gestellt. Werner Außerer Behutsamer Umgang

Ressource Boden: Da stehe ich drauf! Frisches Trinkwasser und gute Luft sind wertvolle Güter für uns. Weniger bewusst ist uns jedoch, dass beides in direktem Zusammenhang mit einem intakten Boden steht. Denn der Boden verbindet alles: die Atmosphäre, die Gesteinsdecke, den Wasserkreislauf und die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt. Nicht zuletzt sind Böden die Grundlage unserer Nahrungsmittel­ produktion. Doch die Ressource Boden ist begrenzt: Deshalb ist ein behutsamer Umgang unbedingt notwendig.

Die weltweite Entwicklung der Böden ist besorgniserregend. Landwirtschaftlich nutzbare Böden stehen uns nur begrenzt zur Verfügung. Viele Böden sind von Bodenschäden bedroht, wie z. B. durch Erosion, Versalzung, Wüsten­ bildung oder Kontamination durch schädliche Chemikalien aus illegalen Mülldeponien. Durch Bodenversiegelung wird die Fläche des Bodens zusätzlich reduziert. Zum Klimaschutz gehört deshalb auch aktiver Bodenschutz. Dabei können Gemeinden eine wichtige Rolle einnehmen. Bei der Erarbeitung der Gemeindeentwicklungsprogramme sind Gemeinden aktuell aufgefordert, Maßnahmen zur Einschränkung des Bodenbedarfs zu planen. Diese können vielfältig sein wie beispielsweise die Vermeidung der Zersiedelung, Initiativen zur Belebung der Ortskerne, die Nutzung leerstehender Gebäude, die Errichtung von Bodenschutzanlagen (Streifen, welche mit einheimischen Bäumen/ Sträuchern bestockt sind) oder die Verwendung von versickerungsfähigen Bodenbelägen. Und was kann ich als Bürgerin und Bürger tun? Bevorzugen Sie in Ihrem Garten unversiegelte, wasserdurchlässige Flächen statt befestigten Terrassen, Gartenwegen und Parkplätzen. Unterstützen Sie den Boden im Garten durch eine schonende Bodenbearbeitung. Schützen Sie offene Böden vor Austrocknung und unerwünschtem Pflanzenwuchs, indem Sie Mulchmaterial ausbringen. Gießen Sie kontrolliert, damit Pflanzenwurzeln in tiefere Bodenschichten gelangen und so weniger Wasser benötigen. Legen Sie Mischkulturen an und achten Sie auf Fruchtwechsel, um dem Auslaugen des Bodens vorzubeugen. Gewusst, dass: … in einem Hektar Boden pro Jahr ca. 1 Million Liter Grundwasser neu gebildet werden? … auf einem Hektar Wiese so viele Bodentiere leben, dass deren Gewicht circa dem Gewicht von zwei Kühen entspricht? … in einer Handvoll gesundem Boden mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde leben? … Böden unsere Lebensgrundlage sind und alle Rohstoffe enthalten, die wir zum Leben und für die Wirtschaft brauchen? … auch sämtliche Mineralstoffe und Spurenelemente und alle Elemente der Hochtechnologien von morgen im Boden zu finden sind? Werner Außerer


5 Passeirer Blatt – nr. 169, Februar 2022

Sensibilisierungskampagne

erarbeitete Ziele und Maßnahmen, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Die erste Maßnahme ist bereits mit einem Klimaschutzwettbewerb gestartet. Um den Bürgerinnen und Bürgern in St. Martin das Thema Klimaschutz näher zu bringen, wird der Klimaschutz-Wett­ bewerb in der Verwaltung, an Schulen und in Haushalten umgesetzt. Die Initiative wird von der Gemeinde und der Schulgemeinschaft St. Martin, unterstützt durch die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, im Jänner und Februar 2022 im Rahmen des Projektes Klimaplan Burggrafenamt durchgeführt. Die Schule nimmt sich vor, ihr Verhalten beim Klimaschutz zu überdenken und neu zu gestalten. Die Schülerinnen und Schüler erhalten wöchentlich Informa­ tionen zu den verschiedenen Umwelt­ themen, welche im Unterricht vertieft werden können. Damit der Klimaschutz langfristig ein Thema bleibt, wurden alle Bürger*innen eingeladen, sich für zwei Wochen aktiv an diesem Projekt zu beteiligen und einen Klimaschutz-Koffer auszuleihen. Dieser beinhaltet Messinstrumente zur Kontrolle

des umweltfreundlichen Verhaltens in den Bereichen Energie, Abfall und Mobi­ lität. Eine Woche lang wird der Alltag normal bestritten; in der zweiten Woche wird auf ein klimafreundliches Verhalten geachtet. Die Erfahrungen werden in einer Checkliste eingetragen. Wenn sie sich zwei Wochen lang mit dem Thema beschäftigt und zudem den Fragebogen zu den gewonnenen Erfahrungen im Haushalt ausgefüllt haben, können sie auch schöne Preise gewinnen. Die Gemeindemitarbeiter*innen werden eingeschult, am Arbeitsplatz, aber auch im Alltag und Freizeit, aktiv das Klima zu schützen, z. B. indem sie Energie sparen, sich nachhaltig bewegen und Ressourcen wie Papier sparen. Über einige Wochen erhalten die Mitarbeiter*innen Tipps für ein umweltfreundliches Verhalten. Am Ende werden auch sie einen Fragebogen ausfüllen. Wir alle haben eine Verpflichtung gegenüber den kommenden Generationen, deshalb braucht es jede*n. Gemeinsam können wir mit vielen kleinen Schritten viel bewegen. Anneliese Weiss

St. Leonhard

St. Martin

Moos

† 09. 01. 2021 † 10. 01. 2021 † 14. 01. 2021 † 15. 01. 2021 † 27. 01. 2021 † 31. 01. 2021 † 01. 02. 2021 † 09. 02. 2021 † 11. 02. 2021 † 11. 03. 2021 † 19. 03. 2021 † 05. 05. 2021 † 06. 06. 2021 † 18. 06. 2021 † 20. 07. 2021 † 22. 07. 2021 † 05. 08. 2021 † 05. 08. 2021 † 09. 08. 2021 † 16. 08. 2021 † 16. 08. 2021 † 29. 08. 2021 † 16. 09. 2021 † 21. 09. 2021 † 06. 10. 2021 † 17. 10. 2021 † 17. 10. 2021 † 08. 11. 2021 † 06. 12. 2021 † 07. 12. 2021 † 22. 12. 2021 † 23. 12. 2021 † 28. 12. 2021

† 01. 01. 2021 † 03. 01. 2021 † 14. 01. 2021 † 15. 01. 2021 † 24. 01. 2021 † 03. 02. 2021 † 10. 02. 2021 † 15. 02. 2021 † 18. 02. 2021 † 19. 02. 2021 † 02. 03. 2021 † 03. 03. 2021 † 24. 03. 2021 † 30. 03. 2021 † 08. 04. 2021 † 28. 04. 2021 † 15. 05. 2021 † 10. 07. 2021 † 11. 07. 2021 † 25. 09. 2021 † 09. 10. 2021 † 11. 10. 2021 † 19. 10. 2021 † 19. 10. 2021 † 10. 11. 2021 † 16. 11. 2021 † 17. 12. 2021 † 18. 12. 2021 † 20. 12. 2021 † 23. 12. 2021 † 27. 12. 2021 † 31. 12. 2021

† 04. 01. 2021 Platter Thomas, * 21. 04. 1961 † 24. 01. 2021 Girtler Maria, * 10. 07. 1941 † 29. 01. 2021 Haller Antonia, * 20. 04. 1939 † 05. 02. 2021 Raich Alois, * 08. 10. 1957 † 14. 02. 2021 Dandler Berta, * 08. 10. 1933 † 17. 02. 2021 Prugger Benedikt, * 24. 07. 1929 † 20. 02. 2021 Raffl Alois, * 16. 10. 1929 † 23. 02. 2021 Dapra' Theresia, * 28. 11. 1937 † 01. 03. 2021 Eschgfäller Maria, * 05. 07. 1950 † 01. 03. 2021 Graf Albert, * 03. 01. 1938 † 19. 03. 2021 Lanthaler Rosa, * 22. 08. 1941 † 21. 04. 2021 Pfitscher Mathilde, * 30. 12. 1926 † 14. 05. 2021 Ennemoser Pauline, * 05. 02. 1931 † 28. 07. 2021 Nock Anna, * 01. 04. 1925 † 17. 08. 2021 Rinner Josef, * 10. 03. 1935 † 20. 08. 2021 Hecht Geb. Neumayer Imma Maria Friederike, * 20. 07. 1934 † 28. 08. 2021 Holzknecht Luise, * 28. 06. 1925 † 17. 09. 2021 Lanthaler Marianna, * 08. 10. 1931 † 19. 09. 2021 Ennemoser Josef, * 14. 11. 1934 † 01. 12. 2021 Ennemoser Rosa, * 01. 04. 1938 † 10. 12. 2021 Ennemoser Alois, * 13. 05. 1936

St. Martin startet einen Klimaschutz­ wettbewerb Umwelt- und Klimaschutz sind für die Gemeinde St. Martin sehr wichtig, deshalb wurden 2021 breitgefächerte Sensibilisierungskampagnen organisiert: Mobilfunkvortrag, Umwelttag entlang der Passer, Mobilitätswoche mit E-DriveDay und Radreparaturwerkstatt, Nimm und Bring-Geschäft, vegane Küche, richtiges Heizen, Errichten einer SpeedCheckbox, Lichtshow statt Feuerwerk und vieles mehr. Die öffentliche Beleuchtung wurde auf LED umgestellt, Nachhaltigkeitskriterien wurden bei Baukonzessionen eingeführt, der lokale Handel wird gefördert (z. B. Bauernmarkt), der Tourismus plant Nachhaltigkeitsmaßnahmen und ein Radverleih ist geplant. Die Gemeinde St. Martin erhielt auch die Bezeichnung Klimagemeinde Light und das KlimaTeam

2021 Verstorbene Haller Rudolf Vigil, * 12. 03. 1934 Hofer Maria Anna, * 05. 01. 1922 Plangger Maria Theresia, * 22. 12. 1942 Hofer Heinrich, * 18. 12. 1925 Raich Max Josef, * 06. 01. 1930 Haller Josef, * 24. 10. 1950 Dandler Josef, * 14. 01. 1950 Pacella Antonio Michele, * 08. 06. 1941 Dandler Antonio Giuseppe, * 03. 03. 1940 Heel Josef Anton, * 21. 12. 1940 Hofer Paula Evi, * 13. 05. 1976 Pichler Josef Johann, * 22. 05. 1927 Filippi Silvio, * 31. 01. 1939 Schwienbacher Aloisia, * 13. 07. 1923 Kostner Gertrud, * 26. 01. 1931 Raffl Matthias, * 12. 11. 1935 Pircher Marianna, * 01. 05. 1943 Pixner Martin, * 30. 07. 1939 Gögele Josef Johann, * 09. 03. 1949 Grassl Margherita, * 18. 09. 1936 Plank Rosa, * 14. 09. 1977 Pixner Paul, * 20. 05. 1956 Geiser Anna Maria, * 18. 07. 1932 Auer Karl Matthias, * 18. 02. 1934 Ebner Irma, * 05. 06. 1953 Pixner Othmar Erich, * 21. 03. 1950 Platter Alois Anton, * 22. 06. 1946 Haller Martha, * 28. 01. 1932 Frei Waltraud, * 05. 09. 1951 Tschöll Alois, * 15. 05. 1931 Pichler Regina, * 03. 04. 1945 Königsrainer Johann Karl, * 19. 07. 1926 Haller Theresia, * 02. 09. 1935

Brunner Ignaz, * 25. 09. 1936 Prünster Josef, * 23. 11. 1938 Schweigl Filomena, * 12. 12. 1931 Santoni Martina, * 24. 11. 1964 Wank Alois, * 25. 06. 1927 Königsrainer Michael, * 03. 07. 1938 Schweigl Karolina, * 31. 05. 1924 Gögele Leonhard Isidor, * 06. 04. 1934 Mair Anna, * 15. 03. 1942 Moser Rosina Maria, * 24. 06. 1933 Huber Erhard, * 02. 08. 1960 Schiefer Verena, * 15. 01. 2019 Pichler Leonhard Karl, * 03. 11. 1933 Mairhofer Veronika, * 06. 04. 1928 Fiegl Johann, * 16. 06. 1969 Dumitrascu Mihai-Gabriel, * 18. 01. 1990 Kuntner Norbert, * 14. 06. 1930 Schwarz Jakob Michael, * 28. 07. 1933 Pichler Josef Wendelin, * 01. 03. 1955 Klotz Georg, * 05. 04. 1959 Pixner Karl, * 25. 07. 1934 Gufler Luisa Angela, * 22. 09. 1935 Raffl Maddalena, * 02. 07. 1935 Scherer Albert Josef, * 17. 05. 1949 Lamprecht Ubald, * 10. 08. 1960 Moosmair Rosa Teresa, * 30. 07. 1939 Pichler Luise Rosa, * 12. 07. 1936 Ploner Johanna Rosa, * 02. 06. 1944 Julsing Henderika Caterina, * 01. 10. 1939 Weger Alois, * 05. 02. 1928 Almberger Agnes, * 13. 08. 1931 Ennemoser Maria Luisa, * 30. 06. 1945


6

Am 29. Dezember 2021 wurde die Benennung des Rosa-Lorenz-Weges gefeiert

St. Martin

Neue Zufahrtsstraße nach Hebamme Rosa Lorenz, einer außergewöhnlichen Frau, benannt Der Gemeinderat von St. Martin beschloss am 28. Dezember 2021 einstimmig, die Zufahrtsstraße zur neuen Wohnbauzone Haslach nach der Hebamme Rosa Lorenz, den älteren Mårtiner*innen noch als „Mull Rouse“ in Erinnerung, zu benennen.

Rosa Lorenz wurde am 2. Juni 1883 geboren und wuchs am Muller Hof, wo heute das Ex-Hoppe-Gebäude steht, auf. Sie heiratete Josef Spinell und zog ins Straußngiëtl, einem kleinen Bauernhof im Zentrum von St. Martin. 1919 kam ihr erster Sohn Josef zur Welt, 1920 Anton und 1923 Anna. Ihre Tochter Rosa, 1923 geboren, starb bereits als Säugling. Nach nur 6 Jahren Ehe starb auch ihr Mann, Josef Spinell, im Januar 1924 an einer Lungenentzündung. Die junge Witwe mit den drei kleinen Kindern heiratete daraufhin Alois Gufler, der zu ihr ins Straußn Giatl zog. Mit 44 Jahren brachte die „Mull Rouse“ wieder eine Rosa zur Welt, die auf tragische Weise ebenfalls bei der Geburt starb. Rosa Lorenz hatte den Ruf einer ausgezeichneten Hebamme. Sie ging nicht zu den Frauen, die in den Wehen lagen (wie später die zweite Hebamme in St. Martin, Luise Schenk), die Frauen kamen zum Entbinden zu ihr nach Hause. Bis in die 1950er Jahre soll sie rund 2000 Frauen beim Gebären geholfen haben. In St. Martin erzählt man sich, dass jede Mutter die Geburt überlebt habe, manche Zeitzeugen behaupten sogar, dass ihr nicht einmal ein Kind bei der Geburt gestorben sei. Allein im Jahre 1948 soll sie tatkräftig

geholfen haben, 105 Kinder auf die Welt zu bringen. Ledige oder in Not geratene Mütter, auch von weit her, wussten, dass ihnen die „Mull Rouse“ bei der Entbindung und bei allem, was sonst noch nötig war, helfen würde. Sie konnten auch Rosa Lorenz, die „Mull Rouse“, war eine tatkräftige, unerschrockene und sozial engagierte Hebamme

länger im Straußngiëtl wohnen, wenn der Bedarf bestand. „Sie war eine sehr fromme Frau, die jeden Tag den Rosenkranz gebetet hat“, weiß Enkel Walter Strimmer, Sohn von Rosas Tochter Anna zu berichten. Sie habe auch Geld für Missionare in Afrika gespendet, selbst aber sehr bescheiden gelebt. Eine Anekdote weiß auch Altbürgermeister und Diakon Hermann Pirpamer von seiner Tante Rosa zu erzählen: Bei ledigen Kindern kümmerte sich die „Mull Rouse“ um die Taufe. Mit dem Gehstock in der einen Hand und dem Neugeborenen unter dem anderen Arm soll sie in Richtung Pfarrkirche marschiert sein. Auf dem Weg dorthin soll sie Leute angesprochen und diese gebeten haben, die Taufpatenschaft für das Neugeborene zu übernehmen und gleich mit in die Kirche zu kommen. Habe Rosa Lorenz niemanden angetroffen, so sei sie ins Sägewerk unterhalb der Pfarrkirche (heute Brauhotel Martinerhof) gegangen und habe dort einen Arbeiter zum Paten bestimmt – Widerspruch zwecklos! Konnten die Frauen ihre unehelichen Kinder nicht behalten, vermittelte sie die „Mull Rouse“ auf Bauernhöfe in die Umgebung. Ein Kind zog sie selbst groß. Am Straußn Giatl betrieb sie auch eine Art Apotheke. Sie habe seinerzeit Eier und Butter in die Bayerische Hofapotheke nach Meran geschickt und habe dafür Medikamente erhalten, die man formlos bei der Hebamme kaufen konnte. Rosa Lorenz starb am 14. September 1964 mit 81 Jahren. Am Mittwoch, den 29. Dezember 2021, wurde die Benennung des Rosa-LorenzWeges im Beisein von 3 Generationen ihrer Nachkommen gefeiert. Bürgermeisterin Rosmarie Pamer erinnerte dabei, dass es in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg in Südtirols Dörfern sehr engagierte Frauen gegeben habe, die die Höfe bewirtschaftet und das Dorfleben mit­ gestaltet hätten. Fernab von Kranken­ häusern und aufgrund der wenigen Dorfärzte waren erfahrene Hebammen für die Frauen und deren Kinder überlebenswichtig. Die „Taufe“ der neuen Straße nach der Hebamme Rosa Lorenz soll daher auch eine Anerkennung ihrer wichtigen, vielfach lebensrettenden Leistungen in diesem Bereich sein, betonte Rosmarie Pamer. Bisher tragen die Straßen in der Mårtiner Gemeinde Höfe-, Flur- und Männernamen. Der Rosa-Lorenz-Weg ist die erste weibliche Straßenbezeichnung. Eine Tafel an der Mauer bei der Einfahrt zur Wohnbauzone Haslach erzählt die Geschichte der tatkräftigen, sozial engagierten Hebamme. Kurt Gufler


7 Passeirer Blatt – nr. 169, Februar 2022

Beschlüsse

Aus dem Rathaus von St. Martin vom 25. 11. 2021 bis 31. 1. 2022 > Allgemeine Verwaltung: In der Gemeinderatssitzung vom 28.12.2021 wurde der Beschluss gefasst, die Erschließungsstraße in der Wohnbauerweiterungszone „Haslach“ ab der Abzweigung von der Dorfstraße bis zur Kreuzung Garberweg/Steinhausweg als „Rosa-Lorenz-Weg“ zu benennen; Übernahme der anteilmäßigen Kosten für die Führung und Instandhaltung des Passerschluchtenweges 2021 – € 712,07; Ankauf von Inhalten für Kinderrucksäcke (Eltern-Box): 25 Familien-Saisonkarten und 255 Einzel-Eintrittskarten für die Benutzung des öffentlichen Schwimmbades – Schwarz Hubert, St. Martin – € 3.845; Ernennung eines Technikers für das Jahr 2022 – Arch. Christoph Vinatzer, Terlan – € 12.678,24; Technische Unterstützung des Bauamtes bei der Überprüfung und Kontrolle von Projekten im Jahr 2022 – Per.Ind. Daniel Oberprantacher, Riffian – € 2.100. > Abwasser/Trinkwasser: Reinigung der Straßendurchlässe in der Riederbergstraße mittels Hochdruckspülung – Alispurgo GmbH, Burgstall – € 1.564,65. > Bauhof: Lieferung von Bedarfsmaterial für Arbeiten in Eigenregie durch den Bauhof für das Jahr 2022: EP Lanthaler KG, St. Martin – € 3.050; Landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft, Bozen – € 1.830; Gufler Kommerz GmbH, St. Leonhard – € 2.440; Gufler Hubert GmbH, St. Martin – € 3.050; Moosmair GmbH, St. Leonhard – € 1.830; Selectra AG, Bozen – € 4.880; Kuen KG, St. Leonhard – € 1.830; Bautechnik GmbH, Bozen – € 1.220; Gufler Roland, Moos – € 4.270; Reparatur des Fahrzeuges VW Transporter – Auto Wilhelm, St. Leonhard – € 2.605,18; Durchführung von Transporten, Bagger- oder Kranarbeiten für den Bauhof für das Jahr 2022 – Transporte Pfitscher Michael & Co. OHG, St. Martin – € 1.207,80; Reparatur der Antriebspumpe des Klein­ baggers – Zipperle Thomas & Co. OHG, St. Martin – € 2.196. > Beiträge: ASV Skiteam Passeiertal – € 2.500 für den Ankauf eines Vereinsbusses. > Bibliothek: Lieferung von Bibliotheks­ material, Büchern und Zeitschriften für 2022: Platter KG, St. Martin – € 732; Pedacta GmbH, Lana – € 1.220; Buchhandlung Alte Mühle KG, Meran – € 2.300; Athesia Buch GmbH, Bozen – € 2.800; Weger KG, Brixen – € 3.250; Stafette Verlag KG, Bozen – € 1.150;

Durchführung von anfallenden Kleinarbeiten in der Bibliothek – Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, Meran – € 900.

Erhaltung der sauberen Spazierwege – Robi AG, Bozen – € 1.012,60; Durchführung von Pflasterungsarbeiten an der Zufahrtsstraße zum Dorfplatz – > Kindertagesstätte/Kindergarten/ Graf & Söhne GmbH, Moos – € 19.241,24; Schule: Zwischen der Gemeinde St. Martin Reparatur der Leitplanken in der Zone und den Nachbargemeinden Moos, St. Leonhard Hinteregg – Elektrogenossenschaft Gomion, und Riffian wurden die Vereinbarungen betref- St. Leonhard – € 6.100; fend den Betreuungsdienst für Kleinkinder Gestaltung und Produktion des Schildes (Kindertagesstätte) ab dem Jahr 2022 bis zur „Rosa-Lorenz-Weg“ – design.buero Albert Fälligkeit der Konvention, abgeschlossen mit Pinggera, St. Leonhard – € 878,40; der Genossenschaft Casa Bimbo Tagesmutter Baum- und Sträucherschnitt beim Widum Onlus, genehmigt; und beim Friedhof von St. Martin – Ronny Lieferung des Essens vom Kindergarten der Gärtner, Riffian – € 2.257; St. Martin zur Kindertagesstätte im Jahr 2021 – Durchführung der Straßenreinigung mit der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, Meran Kehrmaschine im Jahr 2022 – Kaufmann – € 2.226,40; Green Street KG, Meran – € 9.119,50; Genehmigung des Programms für die im Jahr Erstellung des Vorprojektes, des Einreiche2022 zu tätigenden Investitionen und Ankäufe und Ausführungsprojektes, Statik, Bau­ im Kindergarten Saltaus – € 4.752,60. leitung sowie Sicherheitskoordination in der Planungs- und Ausführungsphase und der > Öffentliche Arbeiten: Gestaltung des statischen Abnahme des Projektes „ErrichDorfplatzes in St. Martin – Vergabe der Arbeiten tung einer Bushaltestelle mit überdachtem an die Fa. De.Co.Bau GmbH – € 134.917,67; Müllsammelplatz in der Handwerkerzone Neubau Sportzentrum St. Martin – BeauftraLahn“ – Ingenieurbüro Dr. Ing. Johann gung der Fa. Niederbacher GmbH aus Kaltern Ennemoser, St. Martin – € 5.251,53. mit der Durchführung der Arbeiten „Einrichtung – Auszug Küche“ – € 47.580. > Zivilschutz: Lieferung und Montage einer Haustür für die Feuerwehrhalle von > Öffentliche Beleuchtung: Lieferung St. Martin – Rubner Türen GmbH, Kiens – einer Straßenlampe für den Feldbauernweg – € 6.996,70. ewo GmbH, Kurtatsch – € 1.346,59. > Öffentliche Sicherheit: Wartung der Videoüberwachungsanlage für die Jahre 2022 – 2024 – North Systems Srl, Trient – € 5.442,42. > Rathaus/Dorfhaus: Lieferung eines Videokonferenzsystems für die Abhaltung von OnlineSitzungen – FLO-R Tech, St. Leonhard – € 1.453,75; Lieferung von 16 Bildschirmen sowie 13 Tasta­ turen – ACS Data Systems AG, Bozen – € 4.955,03; Erweiterung der Zutrittskontrolle im Dorfhaus – Fuchs Technik GmbH, Innichen – € 1.074,19. > Recyclinghof: Auf der Gp. 2641/14 KG St. Martin wurde eine Fläche im Ausmaß von 338 m² als Lagerplatz für den Minirecyclinghof Saltaus von der derzeitigen Eigentümerin, der Gesellschaft „Hotel Saltauserhof K.G. des Pircher Sepp & Co.“ zum jährlichen Mietzins von € 510 für die Dauer von 6 Jahren angemietet. Folgender Auftrag wurde erteilt: Einrichtung einer Zutrittskontrolle für das Einfahrtstor des Recyclinghofes „Mörre“ – Übernahme der anteiligen Kosten in Höhe von € 914,50. > Straßen und Plätze: Lieferung von 12 Kartons à 5.000 Stück Hundekotbeuteln für die

Aus dem Rathaus von St. Leonhard vom 25. 11. 2021 bis 26. 1. 2022 > Beiträge: Investitionsbeitrag an das Bodenverbesserungskonsortium „Schweinsteg-Mörre“ für die Asphaltierung der Hof­ zufahrt „Scheitz und Strickerhof“, € 6.000; Investitionsbeitrag an den Pfarrgemeinderat Schweinsteg für die Friedhofsanierung, € 24.565. > EWZ Walten II: Primäre Erschließungsanlagen, Passeirer Bau GmbH, € 285.741,54. > Kinderfürsorge: Neugeborenenaktion Jahr 2022, Bereitstellung der finanziellen Mittel in der Höhe von € 9.000. > Öffentliche Arbeiten: Technischer Dienst – Durchführung einer bauhisto­ rischen Untersuchung des Gebäudes „Leitneben“ in der Fraktion Walten, Dr. Martin Mittermair, € 3.800; Arbeitssicherheit – Durchführung der periodischen Kontrollen der Elektroanlagen im Zeitraum 2021 – 2025, Fa. Elektro Johann Hofer d. Wolfram Hofer, zum Gesamtpreis von € 20.441; energetische Sanierung, Erweiterung und interne Umbauarbeiten des Rathauses, Bietergemeinschaft

>


8

Beschlüsse

>

BTG Arch. Baldi Roland/Baubüro Ingenieurgemeinschaft/Büro für Geologie und Umwelt – Konrad Messner/Dr. Ing. Giuseppe Santella zu einem Betrag von € 139.378,38; EWZ Gandellen – primäre Erschließungsanlagen, 2. Protokoll zur Festlegung neuer Preise und 2. Änderungs- und Zusatzprojekt – Fa. Roland Gufler, € 27.777,07; periodische Überprüfung der Tragwerke verschiedener Gemeindegebäude – Pfeifer Partners GmbH, € 15.300; Errichtung Parkgarage „Platzerbergweg“ – Projektierung, Statik, Bauleitung und Sicherheitskoordination – Dr. Ing. Johann Ennemoser, € 33.265,41; Breitbandversorgung – Wartung des gemeindeeigenen Glasfasernetzes im Zeitraum 01.01.2022 – 31.12.2026 – Elektrogenossenschaft Gomion, € 35.000; Errichtung „Kubus Jaufen“ – Projektierung, Bauleitung und Objekt­ betreuung – Dr. Arch. Alfred Gufler, € 12.500; Gemeindeabwasserleitung – Durchführung von Kanalreinigungen im Jahr 2022 – Euro Alpe GmbH, € 6.000; Passeirer SportArena – Lieferung von zehn Sicherungsgeräten für die Kletterhalle – KeepU GmbH, € 5.600; Winterpark „Stockit“ Walten – Abschluss Stromlieferungsvertrag und Liquidierung der Anschlussgebühren, € 4.270. > Straßen & Wege: Asphaltierung eines Teilbereichs der Kammerveiterstraße – Varesco GmbH, € 8.212,88; Lieferung von Verbundsicherheitsglas für eine Überdachung beim Raiffeisenplatz – Glas-Studio OHG d. Siegfried Geier & Co., € 6.889; Behebung von Winterschäden und die Reparatur von Leitplanken in der Fraktion Walten – Haller Bau OHG, € 10.931; Asphaltierung eines Teilbereichs der Schlattacher Straße sowie Ausbesserungsarbeiten – Varesco GmbH, € 18.796; Winterdienst in den Örtlichkeiten Gomion, Schlattach, Glaiten und Teilen von Schlossberg – Vergabe des Dienstes für den Zeitraum 01.01.2022 – 30.04.2022 – Elektrogenossenschaft Gomion, € 39.900; Winterdienst in der Fraktion Walten – Vergabe des Dienstes für den Zeitraum 01.01.2022 – 30.04.2022 – Fa. Ulrich Pirpamer, € 39.000. > Umwelt: Umweltdienste – Abtransport und Entsorgung des Grünschnittes im Jahr 2022 – Fa. Konrad Tappeiner, € 8.850; Fortführung Teilnahme am Programm „Klima­ Gemeinde Light“ der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, € 4.018, MwSt. inbegriffen. > Zivilschutz: Lieferung von Löschwasserschläuchen samt Strahlrohren – Kofler Fahrzeugbau GmbH, € 6.176,78.

Aus dem Rathaus von Moos vom 1. 12. 2021 bis 2. 2. 2022 > Beitrag: Mehrzwecksaal Pfelders – Gewährung Führungsbeitrag für 2021 – Vereinsgemeinschaft Pfelders – € 2.600; ordentlicher Beitrag für die Tätigkeit im Jahr 2022 – MuseumHinterPasseier – € 50.000; ordentlicher Beitrag für die Tätigkeit im Jahr 2022 – Jugendbüro Passeier (JubPa) – € 30.000. > Gemeinde: Wartung Telefonzentrale und Netzwerk Jahre 2022, 2023 und 2024 – Telmekom GmbH – € 9.223,20; Beratung und Dienstleistung im Energiesektor 2022 – 2024 – Tecno.energy GmbH – € 8.906,01; Redaktion, Gestaltung, Satz und Druck für das Gemeindeblatt 2022 – design.buero Albert Pinggera – € 13.000; Gemeindeimmobilien – Wartung der Wand­ hydranten, Feuerlöscher und Brandschutz­ türen – Firetech GmbH – € 7.903,63; Lieferung von Reinigungs- und Hygieneartikeln Jahr 2022 – Hochkofler Erwin & Co. KG – € 6.100; Bauhof – Lieferung von Elektromaterial für Arbeiten in Eigenregie Jahr 2022 – Selectra AG – € 3.660; Beratung in Steuerangelegenheiten Jahr 2022 – Winkler & Sandrini – € 2.6640,48; öffentliche Beleuchtung – Ankauf von Leuchten und Masten zur Beleuchtung von Gehsteigen und Fußgängerstreifen – Pro Light GmbH – € 16.043; Moderation einer Klausurtagung des Gemeinderates – Dr. Luise Vieider Keytrain – € 2.737,60; Pfelders – Reinigung der öffentlichen Toiletten 01.02.2022 – 30.09.2022 – Meranese Servizi S.p.A. – € 7.320. > Multifunktionszentrum Moos: Ankauf Pflegeeinrichtung – Ladurner Hospitalia GmbH – € 15.719,76; Lieferung Serienmöbel – Ganthaler Arredo GmbH – € 66.886,50; Abbruch Ex-Kaserne Bp 293/1, Gebäude Bp 306/1, Bp 306/3, Bp. 527 und G.p. 8/6 K.G. Moos – Platzgestaltung Multifunktionszentrum Moos – Projektierung, Bauleitung, Abrechnung und Sicherheitskoordination – EUT Engineering GmbH – € 24.684,73. > Öffentliche Arbeiten: Wohnbauzone Stuls – Errichtung Grenzmauer in Naturstein – Ilmer Stefan – € 25.107,60; Pfarrwidum Platt Umbau – Ausarbeitung Machbarkeitsstudie – Arch. Dr. Wilfried Menz – Arch. Dr. Claudia Gritsch – € 9.405,82; Verminderung Steinschlaggefahr im Bereich Pill Nord – Projektierung, Bauleitung, Abrechnung und Sicherheitskoordination und Geologie – Holzner & Bertagnolli GmbH

und Dr. Geol. Konrad Messner – € 24.107,20; Friedhof Moos – Erd- und Baumeisterarbeiten – Bauunternehmen Gufler Roland – € 31.244,20. > Müll: Errichtung Minirecyclinghof Stuls – Projektierung, Bauleitung, Abrechnung und Sicherheitskoordination – Per. Ind. Thomas Marth – € 19.983,60. > Sportanlagen: Rodelbahn Bergkristall – außerordentliche Instandhaltungsarbeiten – Sanierung der bestehenden Mauer- Bauunternehmen Gufler Roland – € 29.722,25. > Straßen & Wege: Parkplatz Ulfas – Erneuerung der Umzäunung in Lärchenholz – Reich Emmerich – € 20.496; Ländliches Straßennetz und Gemeindestraße – Instandhaltungs- und Ausbesserungs­ arbeiten – Bauunternehmen Gufler Roland – € 12.627,07; Asphaltierarbeiten am Straßennetz der Gemeinde Moos – Fraktionen Rabenstein, Pill und Platt – Projektierung, Bauleitung und Abrechnung – Dr. Ing. Johann Ennemoser – € 21.327,61; Fraktion Stuls – Errichtung einer neuen Brücke – Bauunternehmen Gufler Roland – € 16.907,37; Verbesserung Verkehrssituation Moos-Dorf – Ausarbeitung Machbarkeitsstudie – EUT Engineering GmbH – 27.215,76. > Schulen/Kindergarten: Kindergarten Moos und Grundschule Platt – Sanierungs­ arbeiten am Bodenbelag am Eingangsbereich – Ilmer Stefan – € 9.190,26; Betreuungsdienst für Kleinkinder – Beteiligung an den Kosten der Gemeinde St. Leonhard Jahr 2020 – € 2.552,11; Kindergarten Moos: – Ankauf von Lehr und Bastelmaterial Jahr 2022 – Papier Profi KG d. Prünster Maria & Co – € 2.500; – Ankauf von 12.000 kg Holzpellets für die Heizanlage – Beikircher Grünland GmbH – € 3.923,52; Grundschulen: – Lieferung von Handläufen in Inox – Gufler Metall KG d. Gufler G. & Co – € 3.751,50; – Anpassung der Glasflächen an die UNINorm 7697 – Lieferung von Verbundsicherheitsglas – Raich Fenster KG – € 1.925,68. > Zivilschutz: Baggerarbeiten zum Austausch von Löschwasserhydranten – Ilmer Stefan – € 4.379,19; Ankauf von Feuerwehrschläuchen C-45 und B-70 samt Zubehör – Ziegler Italiana GmbH – € 9.007,53.


9 Passeirer Blatt – nr. 169, Februar 2022

Kultur & Gesellschaft

Bei der Segnung der Martiner Sportanlage: Sebastian Pfitscher, Landesrat Franz Spögler und Hans Theiner

R.I.P.

In memoriam Sebastian Pfitscher Am 20. November 2021 verstarb in Meran Sebastian Pfitscher nach kurzer Krankheit im Alter von 78 Jahren. Wir Psairer*innen kennen den Larcher oder Pfitscher Wåscht vor allem als Chef der gleich­ namigen Türenfabrik Pfitscher Türen, die er in den Siebziger Jahren in Saltaus gegründet hat. Der Wåscht wuchs in Schweinsteg am Larcherhof auf. Nach der Pflichtschule erlernte er das Tischlerhandwerk. Er und seine tüchtige Frau Martha, die im Mai 2019 nach geduldig ertragener Krankheit verstorben ist, begannen anfangs der 70er Jahre in Saltaus mit der Produktion von Innen- und Außentüren aus Holz. Schon bald machte sich die Firma Pfitscher in Südtirol und darüber hinaus einen Namen. 1978 gründete der Wåscht zusammen mit einigen anderen Psairer Unternehmern in der Holzlände hinter St. Martin die Handwerkerzone, wo seinerzeit auch sein neuer, moderner Betrieb die Produktion aufnahm. Dem Wåscht und seiner Frau Martha gelang es in den darauffolgenden Jahren mit viel Engagement und Fleiß einen soliden Betrieb aufzubauen und so konnten dort bis zu 50 Mitarbeiter*innen einen guten Arbeitsplatz finden. Die Türen wurden damals in den gesamten Alpenraum geliefert. Besonders die Erfindung bzw. die Herstellung von Brandschutz­ türen aus Holz waren sein ganzer Stolz bzw. ein Ergebnis von Wåschts Tüftelei. Der Wåscht war auch ein sehr sport­

begeisterter junger Mann und man konnte ihn bald für den neugegründeten Sportclub St. Martin gewinnen. Bereits im Jahre 1975 wurde er dessen Präsident und er übte dieses Amt fast 30 Jahre lang aus. Er unterstützte vor allem den Fußball­ verein und war mit seiner Firma Pfitscher Türen viele Jahre lang Hauptsponsor und später Co-Sponsor. Ein besonderer Verdienst gebührt dem Wåscht beim Bau der heutigen Sportanlage Ende der 70er Jahre. In dieser Zeit war er oft am Fußballplatz zu finden und war so Garant, dass die Arbeiten auch rechtzeitig beendet werden konnten. Auch bei Veranstaltungen, welche der Sportclub St. Martin organisierte, half er stets ohne zu zögern, sei es nun in finanzieller Hinsicht oder auch mit seinen Mitarbeitern. In den Achtzigerjahren feierte der S.C. St. Martin in der Oberliga große Erfolge und der Wåscht und seine Familie war immer dabei, auch bei den weitesten Auswärtsfahrten. Gerne saß er dann mit den Trainern, Fans und Spielern und feierte so manchen Sieg oder man tröstete sich nach erlittenen Niederlagen. Gerne traf sich der Wåscht auch mit einigen Kollegen zum Kartenspiel. Besonders das Ramino-Spiel hatte es ihm angetan und dort war er ein Meister seines Fachs. Möge der Wåscht mit seiner Frau Martha in Frieden ruhen! Ulli Schweigl Zum Abschied

In liebem Gedenken an Maria Ennemoser Alber Ein Leben im Dienst der Volksmusik, des Brauchtums und der ehrenamt­ lichen Vereinstätigkeit Viele von uns haben die beliebte Zitherspielerin Maria Alber geb. Ennemoser in bester Erinnerung. 1945 als älteste der sechs Geschwister geboren, lebte sie mit ihrer Familie auf Baumkirch und Dorfbach und später im Außerdorf. Damit wurde ihr die Freude an der Musik praktisch in die Wiege gelegt, denn auf Baumkirch wurde die Musikkapelle St. Martin nach dem 2. Weltkrieg wieder gegründet. Alle Musikinteressierten haben sich dort in der Tischlerwerkstatt zu den ersten Proben getroffen. Aber für Mädchen war damals in den Blaskapellen kein Platz. So hat die Maria mit 10 Jahren das Zitherspielen gelernt. Mit 12 Jahren spielte sie bereits gemeinsam mit ihrer Schwester Luise, der Kusine Mathilde und dem Onkel

Alberich (1. Kapellmeister in St. Martin) bei Hochzeiten und verschiedenen Feierlichkeiten. Mit 16 Jahren kommt die Maria zum Theaterverein, wo sie in ihrer 10-jährigen Tätigkeit oft die Rolle der jungen Liebhaberin übernehmen musste. Schon als ganz junge Frau wurde sie Kindergartenköchin und hat dort gleich mehrere Rollen übernommen, denn in den 50er Jahren war die Kindergartentante noch italienischer Muttersprache. So war die Maria auch „Dolmetscherin“ und wurde während des Kochens oft in den Gruppenraum gerufen, um deutsche Märchen und Geschichten vorzulesen. Im September 1965 heiratete sie den „Huli Karl“. Ein Jahr später sind sie gemeinsam in ihr neues Heim am Dorf­ eingang gezogen. Dort pflegte die Maria all die Jahre die Martinskapelle, die als Einsegnungspunkt bei Beerdigungen und Evangeliums-Station bei großen Prozessionen gedient hat. Mit dem Karl als Jäger entdeckt sie ihre Freude an der Natur, dem Wandern und dem Bergsteigen. Ganz „so nebenbei“ war die Maria 10 Jahre lang Musiklehrerin in der Musikschule und hat auch privat unzähligen jungen und auch älteren Leuten Musikunterricht gegeben. Ab Anfang der 80er Jahre hatte Maria intensiven Kontakt mit Sebastian Pamer, „Moogfelder Wåscht“, dem bekanntesten Zitherspieler unseres Tales. Gemeinsam haben sie später den „Passei> rer Zitherclub“ gegründet, um allen † Maria Ennemoser


10

> Spieler*innen das Zusammenspiel und gemeinsame Auftritte zu ermöglichen. Nach dem Ableben von Sebastian Pamer hat Maria die Gruppe weitergeführt, solange sie konnte. Die Maria war 27 Jahre aktiv beim Kirchenchor und hat ihn sogar eine Zeit lang geleitet. Lange Zeit hat die Maria beim „Meraner Zitherkreis“ mitgespielt. 1995 gründet sie mit ihren Musikfreunden die „Pseirer Vielsaiting“, die schon bald über unser Tal hinaus bekannt wurden. 1997 ist sie bei der Gründung des Frauenchores maßgeblich beteiligt. Sie leitete den Chor so erfolgreich, dass schon bald nicht mehr alle Anfragen der Bevölkerung berücksichtigt werden konnten. Ja, die Maria organisierte, leitete und spielte bei Schülermessen, Adventssingen, Mariensingen, Familiensingen in der Bibliothek mit dem Familienverband, bei AVS-Singen und bei den Messfeiern im Seniorenwohnheim St. Leonhard. Für die eigene Ausbildung besuchte die Maria verschiedene Seminare und legte besonderen Wert auf Stimmbildung. Bei, bzw. mit, Maria wurde ausschließlich Volksmusik gesungen und ihre Stube war gleichzeitig auch das Probelokal für die

verschiedenen Gruppen. Bei öffentlichen Konzerten legte die Maria großen Wert darauf, dass die Sängerinnen und Musikantinnen in Tracht auftraten. Sie arbeitete ehrenamtlich und lieber als um eine freiwillige Spende zu bitten, kochte sie die Suppe für die Sängerinnen und nach einer Veranstaltung selbst und auf eigene Kosten. Für all diese Verdienste um die Pflege der Volksmusik, des Brauchtums und der ehrenamtlichen Vereinstätigkeit wurde Maria 2006 von den Landeshauptleuten Luis Durnwalder und Herwig Von Staa mit der Verdienstmedaille des Landes Tirol ausgezeichnet. Damals wurde die Maria gefragt, wie sie diese Ehrung erlebt hat: „Ich war den ganzen Sommer auf der Mooser Alm, da haben mich die Kinder angerufen und mitgeteilt, es wäre da ein ganz besonderer Brief zugestellt worden. Ich habe das zuerst gar nicht begriffen, und dachte am ‚Hochunserfrauentag‘ kann ich unmöglich nach Innsbruck fahren. Sie haben mich dann überredet, doch zu gehen. Der Festgottesdienst, der Festakt in der Hofburg mit Musik und Festansprachen, das war dann ein so tiefgehendes und unvergess­ liches Erlebnis, dass ich das gerne als

Dank an die vielen Sängerinnen und Musikantinnen unseres Tales, und als Motivation für die Zukunft mitgenommen habe.“ Die dunkelste Zeit im Leben der Maria: Im Jänner 1994 stirbt ganz plötzlich ihr Mann Karl. Nach einer Zeit der tiefen Trauer sucht sie ihren Weg in der Gemeinschaft und in sozialen Gruppen. Sie wird Mitglied der Missionsgruppe, arbeitet ehrenamtlich als Sterbebegleiterin, gestaltet Kerzen für Hochzeiten, Taufen und Trauerfälle. Bei den Schnöllern, bei den Schützen, überall war ihre Mithilfe gefragt. Über Jahre war sie eine der Fleißigsten bei den AVS-Wanderungen. Nach einer heimtückischen Krankheit ist die Maria am Silvestertag 2021, im Alter von 77 Jahren allzu früh von uns gegangen. Ihre freundliche und zurückhaltende Art wird uns noch lange in Erinnerung bleiben und ihr Einsatz sowie ihre Freude und Begeisterung für die Volksmusik ganz besonders von „ihren Sängerinnen und Musikantinnen“ weitergetragen werden. Bei einer Feier vor 25 Jahren hat sie gemeint: „Mein größtes Anliegen ist es, junge Menschen für die Volksmusik zu begeistern“. Hermann Pirpamer

Liebe Landwirte! Egal, ob Sturmschäden an Gebäuden oder Haftpflicht-Ansprüche Dritter wegen eines Unfalls auf deinem Grund – wir kümmern uns drum. Versicherungsschutz für Gebäude unabhängig der Bauweise Inkl. Einstellung von Fahrzeugen in Gebäuden Versicherungsschutz bei Steinschlag, Erdrutsch, Felssturz Damit du dich voll und ganz auf deine Landwirtschaft konzentrieren kannst. Reden wir darüber. Terminvereinbarung Tel. 0473 276323

St. Leonhard / Meran / www.gest-broker.it

Christoph Haniger, Leitung Bereich Sachversicherung chaniger@gest-broker.it


11 Passeirer Blatt – nr. 169, Februar 2022

Frauen im Porträt

„Die Nachbarskinder bekamen manchmal am Sonntag Zuckerlen. Wenn wir die weggeworfenen Papierhüllen ergatterten, schleckten wir diese ab und wenn ein Hauch des süßen Geschmackes vorhanden war, war dies für uns ein himmlisches Vergnügen.“

Die Paulner Moidl

Marianna Auer Foto: Bernadette Pfeifer


12

Frauen im Porträt

Die Paulner Moidl Träume hatten in Moidls Leben wenig Platz. Ja, als junges Mädchen wäre sie gerne Bäuerin geworden, doch es ist anders gekommen. Ganz anders. Ihr Leben war schwer, aber sie hat es gemeistert, trotz aller Schwierigkeiten. Sie sagt, ihr Glaube und ihr Gottvertrauen hätten ihr Kraft gegeben. Und jetzt kann sie sich an fünf Enkelkindern und sieben Urenkelkindern erfreuen. Sie ist so rüstig, dass sie alleine leben kann und wenn sie euch auffordert mit ihr Karten zu spielen – dann nehmt euch in Acht!

Marianna Auer Wwe. Hofer Wwe. Haller wurde am 4. Jänner 1928 am Paulner Hof in Glaiten geboren. Die Eltern hatten mit dem Kauf des Hofes eine große Schuldenlast auf sich geladen und es war ihnen nur mit äußersten Anstrengungen und Entbehrungen möglich, für die immer größer werdende Familie zu sorgen. Marianna war das fünfte der 16 Kinder, von denen zwei früh verstarben. Die Familie ernährte sich von der Milch der Ziegen und Kühe und von dem, was die kargen Äcker an Getreide und Kartoffeln hergaben, in ständiger Sorge, ob es für alle reichen würde. Eier und Butter wurden verkauft. Moidl, unter diesem Namen ist sie im Dorf bekannt, erinnert sich: Immer, wenn die Mutter im Wochenbett lag, brachte die Hebamme eine Schüssel Reis mit. Wir Kinder hofften, dass die Mutter nicht die ganze Köstlichkeit aufessen würde und leckten gierig den Teller ab. Die Nachbarskinder bekamen manchmal am Sonntag Zuckerlen. Wenn wir die weggeworfenen Papierhüllen ergatterten, schleckten wir diese ab und wenn ein Hauch des süßen Geschmackes vorhanden war, war dies für uns ein himmlisches Vergnügen. Von ihrer Schulzeit erzählt sie, eine Lehrerin aus Süditalien habe in der kleinen Zwergschule die Kinder unterrichtet. Außer dem täglichen Löffel Lebertran hätten die Schüler mangels Verständigungsmöglichkeit nicht viel profitiert und selbst dieser sei heimlich ausgespuckt worden. Da es im Elternhaus keine Bücher gegeben habe, hätten die Kinder, abgesehen vom Katechismus, keinen Lesestoff gehabt. Moidl ging gerne in die Schule aber oft musste sie daheimbleiben, um zu arbeiten. Die obligate Sonntagsmesse konnte nicht von allen Geschwistern besucht werden, da zu wenige Schuhe vorhanden waren. So gingen die Kinder abwechselnd ent­ weder mit den aus alten Autoreifen hergestellten Schuhen in die Kirche oder barfuß in die Feiertagsschule nach St. Leonhard.

Ärztliche Hilfe wurde von der Familie kaum in Anspruch genommen. Schmerzende Zähne wurden von der Mutter mit einer großen Zange gezogen. Gleich nach der Volksschule arbeite Moidl am Pichlhof als Dirn. Es war selbstverständlich, dass sie von dem kargen Lohn etwas an ihre Eltern abgeben musste. 1943, Moidl war 15 Jahre alt, begann die härteste Zeit ihres Lebens. Ihr Bruder Serafin war als Soldat in einer Kaserne in Bozen stationiert. Während eines Kurzurlaubes wurde er in Bozen von einem Bombenangriff überrascht, bei dem einige Menschen getötet wurden. Der junge Mann dachte, man werde ihn als Opfer unter den Trümmern vermuten und desertierte. Nun wurde die ganze Familie verhört und da sie den Aufenthalt des jungen Mannes nicht nennen konnten, wurden Moidl, ihr Vater und ihre Schwester in Sippenhaft genommen. Sie wurde zuerst mit weiteren Personen um 11 Uhr nachts mit dem Bus in das Durchgangslager nach Bozen verfrachtet. Als sie einige Tage später in einer Gruppe von inhaftierten Männern ihren Vater sah, erkannte sie Moidl mit der kleinen Rita auf dem Arm

ihn vorerst nicht. Die Köpfe der Männer waren kahl rasiert und mit roten Kreuzen markiert. Auch die Bärte waren ab. Nach dem Arbeitseinsatz in Bozen kam Moidl mit neun weiteren Frauen nach Gossensass, um dort die deutschen Offiziere zu verpflegen und zu bedienen. Einer der Wachposten, ein Bekannter aus St. Leonhard, war freundlich und verständnisvoll. Freilich musste auch er aufpassen, nicht bei Gesprächen mit den inhaftierten Frauen erwischt zu werden. Moidl erzählt: Nicht selten kam es vor, dass sich Offiziere nach Fress- und Saufgelagen übergeben mussten. In solchen Fällen mussten wir in die Zimmer hinaufgehen und die Schweinerei aufwischen, wobei wir uns vor den Zudringlichkeiten der angetrunkenen Offiziere in Acht nehmen mussten. Die Nahrungsrationen waren noch karger als die im Bozner Lager. Wir hatten immer Hunger. Einmal, als ich nach dem Essen das Geschirr abspülte, dachte ich alle Offiziere wären weggegangen und steckte ein paar Kartoffeln ein. Ein Offizier erwischte mich und drohte mir, dass Diebstahl mit Erschießen bestraft werde. Er schlug mir mehrmals mit dem Bajonett auf den Rücken und mehrere Tage konnte ich vor Schmerzen nicht aufrecht stehen. Der desertierte Bruder war einige Monate vor Kriegsende nach Hause gekommen und wurde von der Mutter im Heuschober versteckt. Um das Leben Serafins zu schützen, mussten wir die Gefangenschaft ertragen. Endlich war


13 Passeirer Blatt – nr. 169, Februar 2022

der Krieg zu Ende. Es war ein strenger Winter gewesen und so mussten wir uns am 5. Mai 1945 durch tiefen Schnee den Weg nach Stuls und von dort nach Hause bahnen. Alle Familienmitglieder hatten den Krieg überlebt. Aber der Krieg hatte nicht nur bei Moidls Familienmitgliedern schmerzliche Erinnerungen hinterlassen. Auch in der Gesellschaft des Dorfes waren tiefe Wunden geblieben, die Jahre brauchten um zu vernarben. Da waren auf der einen Seite die fanatischen Nazis, auf der anderen deren Gegner, die „Optanten“ – die „Dableiber“, die Deutschen – die Italiener, Menschen, die Leid zugefügt hatten – Menschen, die Leid zu ertragen gehabt hatten. Moidl und ihre Schwester hatten für den naiven Leichtsinn ihres Bruders aufs Härteste büßen müssen. Die alte Frau macht eine Handbewegung, wie wenn sie etwas wegschieben würde. „Das ist gewesen!“, sagt sie. Nach dem Krieg arbeitete Moidl auf mehreren Dienststellen. Der Wunsch, ihren Mangel an Schulbildung zu beheben, veranlasste sie, noch im Alter von 26 Jahren die italienische Mittelschule in Brixen zu besuchen. Später hatte Moidl eine italienische Freundin und spielte mit dieser fast jeden Tag „Mensch ärgere Dich nicht.“ 1956 heiratete Moidl den Schneider­ meister Hans Hofer. Aus Zuneigung. Aber sehr primitive Wohnverhältnisse und eine dominante Schwiegermutter machten ihr das Leben nicht einfach. Drei Kinder kamen zur Welt, das Erstgeborene starb und bereits nach sechs Jahren starb auch ihr Mann. Ein schwerer Schicksalsschlag. Nun musste Moidl alleine für ihre Kinder sorgen. Lange Zeit arbeitete sie schon ab 5 Uhr in der Früh in der Apotheke als Hilfskraft, mischte Kräutertees nach Rezept, goss Zäpfchen und spülte Gläser. Zusätzlich pflegte sie ihre Schwieger­ mutter. Da sie nicht „gemeldet“ war, machte sie Tagschichten in Hotels, um Pensionsansprüche zu erwerben. Sie putzte und kochte bis 21 Uhr und danach waren manches Mal noch Tischtücher und Bettwäsche zu bügeln. 1972, nach dem Tod ihrer Schwiegermutter, ließ sie die Wohnung umbauen, mit sanitären Anlagen ausstatten und konnte so drei Zimmer an Urlaubsgäste vermieten. Wenn sie todmüde, manchmal erst um 2 Uhr nachts, nach Hause kam, fing die Arbeit mit Bügeln und Frühstück vor­ bereiten von Neuem an. Moidl gönnte sich meistens nur drei Stunden Schlaf,

Moidl schneidig im festlichen Edelweißgewand

magerte auf 52 kg ab. 1977 verließ sie die Apotheke und übernahm in der Raiffeisenkasse die Reinigungsarbeiten. Moidl war viele Jahrzehnte ihres Lebens eine „Dienstleisterin“. Sie hat viele bittere Erinnerungen: an strenge Eltern, in deren Überlebenskampf Herzenswärme kaum Platz hatte, an den elterlichen Bauernhof, wo sie schon als Kind harte Arbeit leisten musste, dann die Haft, wo sie von brutalen Soldaten zu Schwerstarbeit gezwungen wurde, Arbeitgeber, die einen Einsatz verlangten, der oftmals weit über ihre Kräfte ging … Aber Moidl ist eine starke Frau. Sie erzählt ohne zu klagen. Auch ihren Humor hat sie trotz allem nicht verloren. Sie hat Freude an ihrer Tochter und ihrem Sohn, an den Enkeln und Urenkeln. Ihre Kinder hat Moidl nicht nach dem „altbewährten“ Schema erzogen, dass manche Arbeiten für einen Mann nicht in Frage kämen. Ein „Mandermensch“ könne genauso gut Hausarbeiten erledigen und sich um die Kinder kümmern, wie eine Frau, sagt sie. Kann Moidl bei so vielen schmerzlichen Erinnerungen die Frage beantworten, was die schönste Zeit in ihrem Leben gewesen sei? Oh ja! 1980 heiratete Moidl im Alter von 51 Jahren ein zweites Mal und zwar den Bankbeamten Max Haller, jenen Mann, der ihr in der Gefangenschaft als Aufseher

Trost und Zuversicht gespendet hatte. Moidl erzählt: Max und ich sind uns in der Raiffeisenkasse immer wieder über den Weg gelaufen. Zwei Jahre haben wir überlegt, ob wir den Schritt vor den Traualtar wagen sollten. Die Kinder hatten Max gleich ins Herz geschlossen, aber sonst wusste kaum jemand von unserem Plan. Max hielt sogar bei meiner Mutter um meine Hand an und dann bestellte er das Aufgebot. Da mich alle nur unter dem Namen „Moidl“ kannten, fragten sich die Leute, wer diese Marianna Auer wohl sei. Damals wurde von der Pfarre gerade eine Kollekte für einen guten Zweck veranstaltet. Mein Max, immer zu Späßen aufgelegt, stellte sich mit der dafür bestimmten Schachtel geradewegs vor die Anschlagtafel mit dem Aufgebot und erntete dafür viel Gelächter. Vor unserer Hochzeit hatte Max arge Magenschmerzen. Dr. Michele wollte ihn gar nicht nach Hause lassen, sondern sofort operieren. Aber wir wollten die Feier nicht verschieben und haben geheiratet. Ich habe Max mit Diät aufgepäppelt und – oh Wunder – die Magenschmerzen waren im Nu weg, total verschwunden. Max war ein feinfühliger Mann, ein guter Zuhörer. 18 Jahre waren wir verheiratet. Es waren die schönsten meines Lebens. Waltraud Holzner Das Frauenporträt ist entstanden in Zusammenarbeit mit Gaby Driever, Bernadette Pfeifer, Miriam Maccacaro und Albina Gufler vom Bildungsausschuss St. Leonhard.

kleinanzeige

Handwerklich versierte/n Mitarbeiter/in als Hausmeister/in gesucht Der Tourismusverein Passeiertal ist auf der Suche nach einer/einem handwerklich versierten Mitarbeiter/in als Hausmeister/in – ca. 15 Wochenstunden – flexible Zeiteinteilung – Führerschein B notwendig. Wir freuen uns auf deine Bewerbung an valeria.schloegl@passeiertal.it oder 0473 538 012


14

St. Leonhard im Jahre 1903

Bekannte Talbeschreibung

Beda Weber und das Passeiertal Eine der besten Talbeschreibungen Tirols wurde vor 180 Jahren über das Passeiertal geschrieben. Geschrieben wurde dieses Buch von dem gebürtigen Lienzer Beda Weber. Wie jedoch dieser bekannte Schriftsteller in das damalige arme Tal und zu dessen Bevölkerung kam, wird in diesem Text beschrieben. Johann Chrysanth Weber wurde am 26. Oktober 1789 in Lienz geboren. Nachdem er das Franziskanergymnasium in Bozen besuchte und in Innsbruck Philosophie studierte, trat er 1820 der Abtei Marienberg in Burgeis bei, wo er den Namen Beda annahm. Nachdem er in Innsbruck zwei Jahre lang Theologie studierte und 1823 zur bischöflichen Lehranstalt nach Brixen geschickt wurde, um dort zu studieren, wurde er dort 1824 zum Priester geweiht. Darauf studierte er an der bischöflichen Lehranstalt in Trient. 1825 trat er zur Seelsorge als Kaplan in der Pfarre Burgeis über. Nach 13 Monaten wurde er hier abgerufen und im Meraner Gymnasium als Professor angestellt. Beda Weber hatte dann den Wunsch, als Kaplan nach St. Martin in Passeier gesandt zu werden, wo er von 1839 – 1841 Kooperator war. Er half viel in der Seelsorge aus und wurde im Tal ein sehr beliebter und geschickter Predigter. Über den Aufenthalt Beda Webers im Passeiertal beschrieb 1903 Joseph Eduard Wackernell im „Beda Weber 1798 – 1858 und die Tirolische Litteratur 1800 – 1846“. So schrieb er, dass Beda Weber das Landvolk liebte. „Er atmete auf, fühlte sich frei und leicht“. Nachdem die Kirchengemeinde im Umkreis von 4 Stunden zerstreut war und diese acht Bergschulen besaß, hatte Beda viel Bewegung und stärkte so seine Gesundheit. Er war viel im Tal unterwegs und unterhielt sich mit dem Volk und lebte ebenfalls dessen Traditionen. So sammelte er die Charaktere, Bräuche,

Sagen, Lieder, Geschichten und Meinungen des Volkes. Auch sammelte er Geschichten über den Freiheitshelden und Passeirer Andreas Hofer. Er verbrachte besonders viel Zeit mit Kranken und Sterbenden und hatte darauf die Bemerkung: „Ich bin nie mit dem Tode vertrauter gewesen als eben jetzt in meiner Taleinsamkeit, und er scheint mir gar nicht fürchterlich; täglich sehe ich ihn an meinen Kranken, von denen nur sehr wenige ungern sterben!“ Tatsächlich stimmte dies, so schrieb Beda Weber in seiner Talbeschreibung folgendes über die Meinung der Talbewohner über den Tod: „Viele Unheilbaren, Brust- und Lungenkranke etwa ausgenommen, lassen sich leichter behandeln, sind williger und besser gelaunt als anderwärts, und besonders eifriger in der Ordnung ihres Seelenzustandes. Sie dulden viel, ohne zu klagen, sterben leichter als es die zähe Natur sonst gewöhnlich zuläßt, und schauen fest und ohne Selbsttäuschung in den nahenden Tod.“ Vom April bis November hatte Beda Weber viel Zeit, um Aufsätze für Zeitungen zu schreiben, da in diesen Monaten die Schulen in Passeier geschlossen waren. Er entdeckte die Literatur und begann immer mehr zu schreiben und zu dichten. Mit den bereits genannten Sammlungen Bedas vom Passeiertal, fing er an das Tal und dessen Bewohner zu beschreiben. Als er das Tal 1841 verließ, um in das Meraner Gym­nasium zurück­ zukehren, verließ er es schweren Herzens. Er vermisste das Passeiertal und dessen Volk. „Passeier, wo „sein Glück versteckt“ gewesen (…)“, so schrieb Wackernell 1903. 1845 erschien unter dem Verlag Wagner das Buch „Meran und seine Umgebung oder das Burggrafenamt von Tirol für Einheimische und Fremde“ in welchem er neben der Stadt Meran von der „Schnalserbrücke“ bis Terlan sowie dem Ultental auch das Passeiertal beschrieb. Am 2.10.1845 erwähnt Beda Weber in einem Brief: „Mit Passeier komme ich im Laufe dieses Monats zu Ende, was mich sehr freut, da ich den mir lieb gewordenen Stoff schon so lange in Händen gehabt. (…)“

1847 übernahm ein gewisser Schumacher den bereits erwähnten Verlag Wagner aus Innsbruck, welcher auch der Verlag für das Passeiertal-Buch werden sollte. Dieser Schumacher wünschte sich von Beda Weber, die Topografie um die Hälfte zu kürzen und dafür viel über die Geschichte und das Leben Andreas Hofers sowie das Sturmjahr 1809 zu schreiben, da dies anlockender wäre. Da man mit dem Druck wegen Überfüllung nicht beginnen konnte, verzögerte sich dies bis 1850 und 1851 erschien dann das 536-seitige Buch „Das Thal Passeier und seine Bewohner mit besonderer Rücksicht auf Andreas Hofer und das Jahr 1809“. Im Frühling 1848 wurde Beda vom Meraner Bezirk in das Parlament von Frankfurt am Main gewählt. Dort starb er am 28. Februar 1858 unerwartet an Herzversagen. Sein Passeiertal-Buch, welches er hinterließ, ist in zwei Abteilungen aufgeteilt. In der ersten Abteilung beschrieb Beda die Geschichte, Topografie, das Volkswesen, die Boden­ erzeugnisse und Erwerbsquellen, die Jagd und die Geologie, die Krankheitserscheinungen, merkwürdige Passeirer, Sagen und Märchen sowie das Fantasieleben, die Sprache und die Ortsnamen des Tales und in der zweiten Abteilung wurde das Jahr 1809 und Andreas Hofer beschrieben. Das Buch war bereits schnell vergriffen und im selben Jahr wurde von Beda Weber eine neue Ausgabe namens „Andreas Hofer und das Jahr 1809. Mit besonderer Rücksicht auf Passeiers Teilnahme am Kampfe“ geschrieben. 1903 wurde eine erweiterte Auflage der Talbeschreibung Webers von P. Adelgott Schatz, welcher ebenfalls Benediktinerpater in Passeier war, herausgegeben und im Jahr 1989 wurde eine vierte Auflage vom Verein für Kultur und Heimatpflege herausgegeben, welche bereits alle vergriffen sind. Daniel Hofer Beda Weber nach einer Lithografie von Adolf Dauthage 1853 (wikimedia.commons)


15 Passeirer Blatt – nr. 169, Februar 2022

Zeit für eine Wende

Was bleibt? Wir entscheiden, ob bitterer Nach­ geschmack, böse Erinnerung oder Erfahrung, die uns wachsen lässt. Die letzten beiden Jahre waren wohl für niemanden einfach, wir wurden durchgeschüttelt in ganz vielen unserer festesten Überzeugungen. Ob wirtschaftlicher, sozialer, religiöser Natur, kaum ein anderes Thema hat uns in unserem Sein, in unseren Freundeskreisen und leider auch in unseren Familien polarisiert: Kopfschütteln, Unverständnis und Schweigen waren dabei meist die glimpflichsten Ergebnisse. In vielen Familien und wahren Freundschaften aber fehlt es nun an Vertrauen, es ist der „Wurm drin“ und das Gefühl nicht nur nicht verstanden zu werden, sondern gar das schwarze Schaf zu sein, zieht sich wie ein roter Faden besonders durch die ländlichen Gebiete. Wer Recht hat und wer nicht, sei an dieser Stelle dahingestellt, so fühlt sich manch ein Thema an, als würde nur der „Himmeltata“ wissen, wer dann wohl wirklich Recht hatte, hat und haben wird. Es schaut aber gerade so aus, als würde am Ende des Tunnels zumindest ein kleines Kerzenlicht brennen und so könnten wir uns doch überlegen, ob der Frühling nicht nur der Aufbruch der Natur und die Wiedergeburt Christi ist … vielleicht könnten wir schön langsam wieder überlegen, ob denn Blut nicht dicker als Wasser (Impfstoff) ist, ob die Familienliebe nicht über allem stehen sollte und welche Werte an dem Anderen mir vor kurzem noch so wichtig waren. Im Grunde genommen ist es ganz einfach … aber eben nur in der Theorie! In der Wirtschaft verwenden Unternehmen die sogenannte SWOT-Analyse; um zu verstehen, wo die Zukunft hingeht, mit wem und wie; man schaut, welche Stärken da sind, wo die Schwächen liegen,

welche Chancen gegeben sind und welche Gefahren in Zukunft bestünden. Würden wir diese Analyse bei den Menschen anwenden, die bis vor ein paar Monaten noch im Zentrum unseres Lebens standen und jetzt verdonnert im Eck, dann würden wir wohl ganz schnell merken, dass wir strategisch in unserem Leben ohne Familie, ohne Freunde, ohne Werte nicht weiterkommen … manchmal sollten wir uns also fragen, ob es nicht Zeit ist, sich aufzuraffen und sich nebeneinander zu stellen und gemeinsam den Kopf zu schütteln, gemeinsam zu verstehen, dass wir Vieles nicht verstehen und gemeinsam sich zu beklagen und zu freuen, ganz nach dem Motto „Geteiltes Leid ist halbes Leid“, weil, dass es Leid ist und dasselbe für beide … das ist wohl der gemeinsame Nenner. Frau Beate Lambert hat dazu ein Gedicht geschrieben, ihn Anlehnung an die „Ode an die Freude“ von Friedrich Schiller … glaubt ihr nicht auch, dass es Zeit ist für eine Wende? Elisabeth Larcher Zeit der Wende

nach vorn zu schaun. Und dein Leben so verändern, dass unsere Erde heilen kann. Seit an Seit in allen Ländern fangen wir den Umschwung an. Taube Ohren für die Spötter und die Sucht nach Macht und Geld. Wir sind uns’re eignen Götter, unsre Herzkraft heilt die Welt. Alle Tiere, Menschen und Pflanzen mögen wachsen und gedeihn. Wir sind Teil des großen Ganzen und bereit, dabei zu sein. Das Bewusstsein ist gestiegen und bald kommt die neue Zeit. Dann geht es nicht mehr ums Siegen, sondern um Verbundenheit. Folg den Kindern und den Frauen, weil sie für das Leben stehn. Und sich jetzt nun endlich trauen, voller Kraft voran zu gehen. Groll und Rache sei vergessen, unserem Todfeind sei verziehn. Auch wer nur politversessen, achte und verstehe ihn.

Dieses ist die Zeit der Wende, nun zählt Klarheit, Kraft und Mut. Viele Herzen, viele Hände voller Sanftheit und voll Wut. Du bestimmst und du entscheidest welchem Geist du angehörst. Ob du leise weiter leidest oder endlich dich empörst. Stimm mit ein in unser Singen, voller Jubel und Vertraun. Dann wird es Dir auch gelingen, voller Mut

Denn du weißt, er ist getrieben von seiner Schuld und seiner Angst. Du aber bist frei zu lieben, wenn du nicht mehr länger bangst. Freude heißt die starke Feder in der ewigen Natur. Freude, Freude treibt die Räder in der großen Weltenuhr. Sie gibt Kraft zu handeln voll Verbundenheit und Mut. Unsre Welt zu wandeln, dann wird alles gut. Beate Lambert in Anlehnung an Friedrich Schiller

Lust auf was Neues in luftiger Höhe? Wir suchen Verstärkung auf der Edelweißhütte Jaufenpass 2094m Weitere Infos unter Tel. 0472/756615 + 0472/756987 Email.: admin@kalcherhof.com

Auf deine Bewerbung freuen wir uns bereits!

• •

Bedienung (m/w) mit Erfahrung Sommerpraktikant/In

Geboten wird ein angenehmes Arbeitsumfeld am Tor von Passeier mit durchgehenden Arbeitszeiten Dein Profil: Freundliches Auftreten, selbstständige Arbeitsweise, gute Deutsch-Italienisch Kenntnisse


16

Keine Sieger

Die Freiheit der Beleidigten und der Beleidiger

Am 20.02.02 hat Stefan in der Fischzucht Schiefer das Ruder übernommen. Heuer blickt er mit seinem Team auf über 120 Jahre Leidenschaft für Fisch und Genuss zurück.

Schauen Sie vorbei!

r e F i s c hz u

c

J

ah

re S

Le

id

20

ens

chaf t

übe r 1

Jah

ht

20

Hofladen: Haselstauder Weg 4, St. Leonhard in Passeier T 0473 641 231

tefa ns

„Es gab damals keine Sieger. Es gab nur gekränkte Seelen und so manchen tiefen Riss auf allen Seiten des beinahe gekenterten Bootes. Lange sah es halt so aus, als ob die Dummheit über den gesunden Menschenverstand siegen würde.“ Sie musste etwas schmunzeln, als Großvater wieder mal seine Weisheiten zum Besten gab. Er war ein begeisternder Geschichtenerzähler, aber auf die Frage nach den 20er Jahren und ob es dabei potenzielle Sieger gab, wurde er ungewohnt schmallippig und schlaffzüngig. Der dicke Wälzer in ihren Händen wog schwer, doch schwerer wogen wohl Großvaters Erinnerungen an jene Zeit. „Leidenszeit – Gesellschaft in moralischer Isolation“ hieß die Pflichtlektüre für das bevorstehende Seminar an der Uni. Ein umfassendes Werk über jene 5 Jahre, welche so prägend für den weiteren Verlauf des abgelaufenen Jahrhunderts werden sollten. „Forscher sprechen von einer Disharmonie und Asymmetrie der dörflich sozialen Kommunikationsstruktur“, zitierte sie, mit einigen großen Fragezeichen im Gesicht. „Wenn du schon am Recherchieren bist, such mir bitte die Statistiken der Mundschutzmaskenopfer und den damaligen Aktienwert des Wundermittels ‚Ivermectin – Iwerdnethin‘ heraus!“, scherzte Opa über den Küchentisch hinweg. „Sieh dir doch all die Opfer der nächsten Generation an. Alles Schlappohrenträger von den zu engen Masken ihrer Eltern. Arme Teufel.“ Der Hang zur leichten Übertreibung war wohl zu allen Zeiten ein omnipräsentes Gesellschaftsphänomen, dachte sie und blätterte weiter. Die Rolle der sozialen Netzwerke und die darin stattfindende Kommunikationskultur ließ sie allerdings kräftig schlucken. Diese sogenannten sozialen Netzwerke sollten eigentlich verbinden und die Menschen zueinander bringen, doch war wohl das Gegenteil der Fall. Häufig profilierten sie sich als asoziale Hetzwerke. Als ob eine Beleidigung oder gar eine Morddrohung mit Emoji am Ende an Schärfe und Unmenschlichkeit verlieren würde. Von moralischen Grenzen waren viele Kommentare so weit entfernt, wie die editierte Chuck-Norris-Witzesammlung vom Erhalt des Literaturnobelpreises. „Die Tendenz zur anonymen Hassmentalität war weit verbreitet.

In der Regel verhielten sich Netztäter unauffällig, um die jeweiligen Ziele nicht zu gefährden. In den Krisenjahren der beginnenden zweiten Dekade des sogenannten Klimajahrhunderts, wurde ein gegenteiliger Trend ersichtlich. Ein gewisser reziproker Narzissmus von Opferund Täterempfinden war in vielen untersuchten Kommentaren feststellbar“, las sie laut. „Und was steht denn da zum Thema Freiheit?“, fragte Großvater. Sie blätterte erneut weiter. In der Tat war in jenen Jahren viel von „Freiheit“ die Rede. Freiheit, ein dehnbarer Begriff, grübelte sie. Ist Freiheit bloß die Abwesenheit von Unfreiheit? Was ist mit der physischen Freiheit? Und was ist mit der moralischen Freiheit? Wie sehr wird die eigene Freiheit eingeschränkt, sobald ein anderes Indi­ viduum ebenfalls auf die Durchsetzung seines Freiheitsanspruches pocht und diese Ansprüche kollidieren? Ist Freiheit nicht immer ein „Selbstsein-Können“, ein „Selbstsein-Dürfen“, ja sogar ein „Selbstsein-Müssen“? Und wie verhält es sich im Austausch mit dem Freiheitsverständnis innerhalb einer sozialen Gemeinschaft? Ist Freiheit bloß ein Gefühl, gar eine Pflicht oder niemals erreichbar durch die strukturelle und institutionelle Gewalt der Welt, in der wir uns bewegen? Ist Freiheit ein Kompromiss? Anstrengend, solche Gedanken, zerstreute sie sich. Von Freiheit sprachen damals viele und ritualisierte Freiheitsbekundungen mit erhobenen und klatschenden Händen, waren wohl auch üblich. Rituale fördern eben das kollektive Miteinander, rief sie sich ihre letzte Vorlesung in Erinnerung. Eine amüsante Vorstellung, waren ihr solche Klatschrituale bloß aus komödiantischen Performanceaufführungen oder aus Fußballstadien bekannt. „Einfallsreich waren sie auf alle Fälle“, murmelte sie. Andere Zeiten, andere Sitten. Beim Anblick der abgebildeten alten Land­ karten musste sie wiederum schmunzeln. Wie es wohl war ohne Pendlervisum nach Innsbruck zu fahren? Damals waren Österreich, Polen und Ungarn noch Teil der Europäischen Union. Wann wurde denn der ewige William gekrönt? Zu Großvaters Jugendzeiten lebte sogar noch die Queen. Schon lustig, dass das Vereinigte Königreich zwischenzeitlich, für ganze 13 Jahre, den eingeschnappten griesgrämigen Nachbarn spielte.


17 Passeirer Blatt – nr. 169, Februar 2022

historische Fotos

Auch das Neue Großrussische Reich, seine ukrainische Grenzmark und die autoritäre Putindynastie waren noch im Entstehen. Andere Länder, andere Zeiten, andere Sitten. „Weißt du eigentlich, dass es bei Verabredungen zum Modus Operandi wurde, sich nach dem jeweiligen Impfstatus zu erkundigen!“ Kopfschüttelnd und mit amüsiertem Gesichtsausdruck nippte Großvater an seinem Kaffee. „Da gab’s Geschichten über Geschichten und Auswüchse jeglicher Art. Willkommen im amourösen Gruselkabinett, hab ich immer zu den Leuten gesagt.“ „Und was hat sich eigentlich von all den Schauergeschichten rund um diese weltweiten Piekskampagnen so bewahrheitet?“, wandte sie ein. „Du siehst doch meine Hörner und mein verblassendes Grün der Haut. Der größte Vorteil war jedoch das immer funktionierende WLAN seit diesen systemverordneten Spritzenattacken.“ Auch noch Jahre später habe er nie am Autobahnmauthäuschen anhalten müssen. Die Schranke hätte sich immer von alleine geöffnet, fuhr er lachend fort. „Schon interessant, was eine Welt voller Überinformation ausbrütet.“ Großvater wurde wieder ernster: „Die Geschichte, die Welt und die Menschen scheinen stets im Hamsterrad. Und wann geht die Welt eigentlich nicht unter? Man hat doch meist die Hoffnung, aus Fehlern zu lernen, aber Drama, Krise und Dummheit braucht die Menschheit wohl auch zum Leben, zum Überleben. Viele sprachen damals von Freiheit, viele sprachen von Zusammenhalt. Stattdessen gingen viele aufeinander los, anstatt aufeinander zu. Die Menschen schrien sich an, redeten aneinander vorbei, anstatt zuzuhören. Aber im Hamsterrad der Überzeugungen und Ideologien gibt’s halt keine Beifahrerseite. Und während so viele von Freiheit sprachen, bemerkten sie nicht, dass sich viele Menschen immer mehr selbst fesselten und anketteten in ihrer isolierenden Haltung. Wie hätte sich wohl die Gemeinschaft zerfleischt, hätte es eine Krise in den Ausmaßen der vorigen Jahrhunderte gegeben? Aber was konnte man erwarten, in einer Zeit voller Beleidiger und Beleidigter?“ Thomas Reinstadler

Wintersport anno dazumal


18

MuseumPasseier

Auf Andreas Hofers Spuren von Innsbruck nach Mantua Der Tourismusverein Dorf Tirol

sucht ab sofort zur Verstärkung des Teams:

eine/n

Mitarbeiter/in für den Bereich

Digital & Marketing in TZ oder VZ

Wir bieten Ihnen eine interessante und abwechslungsreiche Arbeit in einer spannenden Tourismusdestination. Sie haben gute kommunikative und analytische Fähigkeiten, arbeiten gerne zielorientiert und sind dreisprachig? SEA, Google Analytics, CMS-Systeme und Social Media sind aufgrund bestehender Berufserfahrung keine Fremdwörter für Sie?

eine/n

Saisonmitarbeiter/in für den

Informationsschalter in TZ oder VZ

Sie sind freundlich, motiviert, arbeiten gerne im Team und haben Freude am Kontakt mit Menschen? Außerdem bringen Sie gute EDV- und Sprachkenntnisse mit.

eine/n

Gärtner/in oder

Arbeiter/in Sie haben einen grünen Daumen und Ihr bevorzugter Arbeitsplatz ist die freie Natur? Handwerkliches Geschick trifft ebenfalls auf Sie zu?

Nach mehrjähriger Anlaufzeit wurde am 18. Dezember 2021 in Lavis im Trentino das Projekt „Orte der Erinnerung. Auf den Spuren Andreas Hofers“ vorgestellt. Es handelt sich um eine Initiative, die durch den Kommandanten der Welschtiroler Schützen, Enzo Cestari, angeregt und unter der Regie der Fondazione Museo Storico del Trentino und dem Museum­ Passeier geplant und durchgeführt worden war. Später konnten auch der Spazio Andreas Hofer in Mantua und die Tiroler Landesmuseen für das Projekt gewonnen werden, sodass schließlich von Innsbruck bis Mantua interaktive Erinnerungstafeln geplant und teilweise bereits montiert werden konnten. Während in Nordtirol der Berg Isel und die Schwarzmanderkirche (mit Grab Andreas Hofers) als Standorte ausgewählt wurden, hängen die Tafeln in Südtirol am Sandhof, am Hotel Graf von Meran am Rennweg, weiters am ehemaligen Gefängnis St. Afra an der Kreuzung Bindergasse – Vintlerstraße in Bozen sowie am ehemaligen Gerichtsgefängnis in Neumarkt, also an jenen Orten, an denen Hofer bei seiner letzten Fahrt nach Mantua Halt gemacht hat. Im Trentino hingegen, wo – laut Giuseppe Ferrandi, dem Direktor der Fondazione Museo Storico del Trentino – die Meinungen zur Bedeutung Andreas Hofers weit auseinanderklaffen, sind insgesamt 11 Stationen vorgesehen. Umso wichtiger ist es, dass als Zielsetzung nicht eine Verherrlichung Andreas Hofers im Vordergrund stand, sondern dass es vordergründig darum geht, die Präsenz Hofers im Trentino aufzuzeigen, zu erforschen und sich kritisch mit dem Mythos auseinanderzusetzen. In der Tat gibt es zum Beispiel noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse zur

Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung. Bitte senden Sie diese an: Tourismusverein Dorf Tirol – z.Hd. Dr. Manuela Zischg Hauptstr. 31 - 39019 Dorf Tirol info@dorf-tirol.it - www.dorf-tirol.it

TV Dorf Tirol_Personalanzeige_Passeirer Blatt 60x260.indd 121.02.22 11:02

Einquartierung Hofers in Trient, in Rovereto, Verona und Peschiera. Dass die Euregio sowie die ihr angehörenden Länder Trentino, Südtirol und das Bundesland Tirol die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen haben, ist darin begründet, dass Hofer sich gut dafür eignet, die gemeinsame Geschichte der drei Teile der Euregio aufzuzeigen, zu stärken und somit als Bindeglied zu fungieren. Die Aufstände von 1809 werden dabei im Europäischen Geist gesehen, wo jedes Volk die Pflicht und das Recht hat, sich vor Imperialismen zu wehren und die eigenen kulturellen und sprach­ lichen Wurzeln zu bewahren, gleichzeitig aber die Pflicht hat, sich anderen Kulturen zu öffnen. Die interaktiven Erinnerungstafeln wollen den Vorbeigehenden mit einem ansprechenden Logo (das in der Bartform Hofers die drei Landesteile darstellt und mit punktierten Linien symbolhaft die Verbindung von Innsbruck bis Mantua aufzeigt) und einem dreisprachigen Kurztext auf die Geschehnisse vor Ort aufmerksam machen, sie bieten aber auch die Mög­ lichkeit durch Scannen des QR-Codes oder durch Eingabe der Internetseite www.hoferpoints.it Genaueres über die Erinnerungsorte zu erfahren. Die grafische Ausarbeitung, die Gestaltung der Internetseite bis hin zur Domain stammen übrigens aus der Hand von fahrner Web.Grafik des Lukas Fahrner aus St. Martin. Bei den vielen Treffen zum Projekt wurde betont, dass es wichtig ist, dem Projekt Leben einzuhauchen. Dazu sollten Initiativen vor Ort, welche Hofer betreffen, mit dem Hashtag #hoferwarhier ins Netz gestellt werden. Insbesondere die Schützen (die übrigens dankenswerterweise die Montage der Tafeln in die Hand genommen haben), die Museen sowie die Tourismus- und Kulturorgani­ sationen sind hier angesprochen. Nur so kann das Projekt lebendig gehalten werden und seinen Zielsetzungen gerecht werden. Albin Pixner Das Logo der Hoferpoints, entworfen von fahrner Web.Grafik


19 Passeirer Blatt – nr. 169, Februar 2022

St. Martin startet in das neue Jahr!

Die Martiner Dorfbürger gegen die Winterruhe

Ein vertrautes Bild: Oberschüler*innen beim Einsteigen in den Bus

Buslinie Passeier – Meran

50 Jahre Dienst an Oberschüler*innen Bis vor 50 Jahren mussten Oberschüler*in­ nen aus dem Passeier auswärts Schülerheime belegen, wollten sie nach der Grund- oder Mittelschule eine maturaführende Oberschule oder eine entsprechende Handwerksschule besuchen. Erst vor 50 Jahren, im Frühjahr 1971, ersuchte Bürgermeister Josef Tschöll von St. Leonhard, Kammerfeit, auf Bitten der Mittelschuldirektion St. Leonhard die SAD-Direktion von Meran, morgens eine Buslinie einzuführen, die zeitlich in Meran den Besuch von Oberschulen erlaubte. Tatsächlich wurde die begehrte Buslinie im Herbst 1971 eingeführt, sodass Ober­ schüler*innen aus dem Passeiertal rechtzeitig zu den Schulstellen im Zentrum von Meran gelangen konnten. Im Laufe der Jahre hat die Schülerzahl aus dem Passeier derart zugenommen, dass bald mehrere Busse eingesetzt werden mussten, um den Bedarf abzudecken. Heute – 50 Jahre später – fahren täglich bis zu zehn Busse die Oberschüler*innen von Passeier nach Meran. Es gibt bereits Oberschüler*innen aus Pfelders, welche täglich von Pfelders nach Meran pendeln, um entsprechende Oberschulen zu besuchen und so kostengünstig zu einem Maturaabschluss zu kommen oder in die Berufsschule nach Untermais fahren zu können. Dieser teils anspruchsvolle Schülertransport wird heute fast selbstverständlich angenommen. Angebracht ist eine öffentliche Anerkennung und ein Dank auszusprechen an das bisherige

Unternehmen SAD und an seine tüchtigen Fahrer*innen, den zuständigen Konsortien der Anfangszeit, den Gemeindeverwaltungen des Tales und der Landesverwaltung für einen sehr anspruchsvollen Dienst – besonders im Winter bei Kälte, Eis und Schnee. Die Bilanz dieser Schülermobilität aus einem alpinen Seitental Südtirols lässt sich sehen: Viele Maturant*innen und Handwerks­ absolvent*innen haben mit oft außer­ gewöhnlichem Erfolg Universitäten besucht und in der Berufswelt Spitzen­ positionen erreicht. Wir treffen hoch­ qualifizierte Passeirer und Passeirerinnen in ganz Europa und brauchen uns vor anderen Gebieten Südtirols nicht zu verstecken was geistigen und handwerk­ lichen Bildungsstand betrifft. Interessehalber sei vermerkt, dass vor gut hundert Jahren (1913) der Saltauswirt und Bürgermeister von Meran, Dr. Weinberger, bekannt gab, dass die k. und k. Bezirkshauptmannschaft für den 21. Juli in St. Leonhard zu einer Besprechung einlud betreffend der Einführung ganzjähriger ärarischer Automobilfahrten von Meran nach St. Leonhard. Gekommen sind aus Meran Vertreter des Verkehrs­ komitees, der Kurvorstehung und des Bezirksverkehrsrates. Heinrich Hofer

Es ist augenscheinlich, die Martiner*innen sind „stuff“ und sehnen sich nicht nur nach dem Frühling, sondern vor allem nach dem Ende der „Winterruhe“. Besonders die Eltern und Kinder scharren mit den Hufen, es wird Zeit wieder das Leben und die Leute vom Dorf zu spüren … und St. Martin ist bekannt dafür. Das kam auch bei der letzten Kaufleutesitzung ganz klar zum Ausdruck. Die Obfrau Elisabeth Götsch ist sich sicher: „ Wir sind ein freundliches Dorf.“ Es ist also kein Wunder, wenn die Menschen wieder den Mut haben, vor allem aber die Lust, wieder loszustarten. Eine Art Frühlingserwachen. Den Start machen eine Gruppe von Müttern, welche zusammen mit dem Jugendtreff und den Kaufleuten aus St. Martin den Fasching organisieren. Ganz nach dem Motto „nicht jammen, tun!“ wird am Unsinnigen Donnerstag, den 24. Februar, der Nachmittag im Dorf belebt. Auf dem Dorfplatz warten die Mütter und der Jugend-Treff mit einer Überraschung für kleine und große und ganz große Kinder! So viel sei verraten: es blitzt und spiegelt … Die Kaufleute versüßen den Martiner*innen den Weg in das neue Jahr, ganz normal ist es ja noch nicht aber mit dem längsten Krapfenweg Südtirols (aber bitte nicht weitersagen) wollen sie ein Zeichen setzen: es geht aufwärts, auch diesen Weg gehen wir gemeinsam … und so soll der Krapfenweg nicht nur eine süße Freude bringen sondern auch der Weg ins gemeinsame Neujahr sein! Weiter geht es am 6. 3. am Festplatz mit dem Martiner Genuss Markt und am 19. 3. im Dorf. Am Josefitag rufen die Ortsbäuerinnen von St. Martin zum Langiserwachen auf: „Die Mårtiner fir di Mårtiner! Auf geat’s jetzt, ist genug gerastet. Langiserwochen isch Dorferwochen“. Handwerker, Kaufleute, Vereine, Privatpersonen, die Gastronomie und Schulen wurden aufgerufen mitzumachen. Ziel ist es, den ganzen Tag im Zeichen des Erwachens zu stellen. Ob es zu einer Modeschau kommt, die Kinder Gewürze eintopfen dürfen und mit nach Hause nehmen können und Blechpfeifen und Insektenhotels gebastelt werden … wer weiß, lassen wir uns überraschen. Sicher ist, dass am Dorfplatz schon am Vormittag Bauern und Bäuerinnen ihre Produkte anbieten werden und viele fleißige Köpfe beim Organisieren sind. Elisabeth Larcher


20

V.r.n.l: 1. Platz Pfitscher Elisa, 2. Platz Hofer Alexander, 3. Platz Haller Lukas

St. Martin

„Zin Glick hobmrs nou måchn gikennt“, das war der Grundtenor der Passeirer Goaszüchter nach der 7. Psairer Goas­ ausstellung am 20. November auf dem Festplatz in St. Martin. Im Fünfjahresrhythmus findet der Höhepunkt der Psairer Goaszüchter statt: unsere Vereinsausstellung. Vor ca. 2 Jahren wurde mit der Planung begonnen, handgemachte Schellen mit Lederriemen wurden bestellt und man schaute sich nach passenden Teilnehmerpreisen um. Obwohl die Pandemie mittlerweile das Vereinsleben fast lahm legte, glaubten wir fest daran, die Ausstellung machen zu können und ließen uns bei der Planung nicht beirren. Im Frühjahr, bei der Jahres-

hauptversammlung, wurden die Details und der Ablauf mit den Mitgliedern besprochen und eine Stimme aus dem Publikum brachte es auf den Punkt: „Es isch Zeit, dass wieder amol an Aus­ stellung wert. Mir hobm a schians Viech und jeder wortet schun hort mit seinige fircherzifohrn!“ Diesen Auftrag nahmen wir als Ausschuss gerne an und die konkrete Planung konnte beginnen. Ende Oktober wurden die Tiere der 80 Aussteller an vier Tagen von unserer Kommission (Auer Erich, Ennemoser Hubert, Pircher Hermann), dem Obmann Gufler Alexander und dem Zuchtwart Pixner Hermann ausgesucht und begutachtet. An die 500 Goase und Böcke konnten somit an der Ausstellung teilnehmen. In der letzten Woche wurde am Festplatz eifrig aufgebaut und hergerichtet, alle waren schon angespannt und voller Vorfreude. Nur die ansteigenden

Vizeobmann Pixner Hermann, Züchter Heel Hansjörg, Züchter Raich Michael, Obmann Alexander Gufler mit den Tagessieger-Böcken

Coronazahlen Anfang November beunruhigten uns, doch unsere Bürgermeisterin ließ keinen Zweifel aufkommen: „Des meg es lai måchn! Mir holten olle Bestimmungen in, Einlass nur mit Green Pass, i moch enk die Kontrolle ban Eintritt.“ An der Stelle noch einmal ein Großes Vergelts Gott dir, Rosmarie, für deine volle Unterstützung. Auch der Wettergott meinte es am Tag der Ausstellung sehr gut mit uns und somit kamen viele Goaser und Schaulustige aus dem In- und Ausland zu uns nach St. Martin. In 33 Kategorien konnten die stolzen Züchter ihre Goase und Böcke der externen Bewertungskommission präsentieren. Diese hatte es wirklich nicht einfach an dem Tag, ist doch unsere Ausstellung die weitaus größte im Land und die Qua­ lität der Tiere sehr hoch. Das bemerkte auch Alberich Hofer, der Bergbauern­ vertreter im Südtiroler Bauernbund, bei seinen Grußworten. Somit gab es viele spannende Entscheidungen, die Begeisterung beim zahlreichen Publikum war groß und für reichlich Diskussionsstoff war auch gesorgt. Die meisten Kategoriesiege heimste mit fünf Gögele Ulrich, „Wieneboch“, ein. Den Tagessieg bei den Böcken holte Raich Michael, Lazinser Alm und den Tagessieg bei den Goasen holte Heel Hansjörg, Walten. Als Preise für die schönsten Tiere jeder Kategorie gab es handgemachte Schellen mit Lederriemen, die uns großzügigerweise viele Gönner finanzierten. Ohne solche Sponsoren und die Gemeindeverwaltung wäre eine Veranstaltung dieser Größe für unseren Verein kaum finanzierbar. Auch bei der Abwicklung des Fest­ betriebes mussten wir uns um Verstärkung umschauen: Dank der Hilfe der Schützenkompanie St. Martin, der Bäuerinnen aus St. Leonhard und dem Team um Martin’s Hofladen konnten alle Gäste zur vollsten Zufriedenheit bewirtet werden. Allen Helfern und Unterstützern noch einmal ein großes Vergelts Gott. Alexander Gufler

Tagessiegerin und Reservesiegerin


21 Passeirer Blatt – nr. 169, Februar 2022

„mit spitzer feder“

Moos

Abende mit Stift, etwas Papier und ganz viel Fantasie

R.I.P., gesunder Hausverstand!

Im Spätherbst trafen sich einige Mutige an drei Abenden im Vereinshaus von Moos. Der Kurs wurde vom KVW organisiert. Kreatives Schreiben ausprobieren, experimentieren und jonglieren mit Worten und Sprache war das Motto. Wir haben uns von unserer Kreativität inspirieren lassen und probierten uns an Gedichten und Geschichten. Es ging dabei nicht um das Verfassen von Romanen, sondern um Freies Schreiben. Unser innerer Kritiker und Zensor blieben an diesen Abenden zuhause. Thomas Reinstadler, unser Referent und Schreibexperte, gab uns immer wieder kleine Inputs, worauf wir dann drauflos schreiben durften. Das ging von Clustering, Elfchen, Akrostichon, Sprichwörter interpretieren über Fantasie- und Heldenreisen und Dadaismus. Nach anfänglichen Hemmungen und Blockaden schaffte es Thomas, uns in den Sog der Schreibkunst zu ziehen. Das gegenseitige Vorlesen unserer Texte war spannend, amüsant, weckte in uns die Neugier und stimmte uns auch manchmal traurig und nachdenklich. Lust auf mehr hatten wir allemal und möchten uns bei Thomas für die unvergesslichen Momente bedanken. Anita Graf

Elfchen

Wassertropfen leuchten hell glitzern im Sonnenlicht führen mich ins Regenbogenland faszinierend

Der Mensch (ja, auch der Psairer) stammt anscheinend vom Affen ab, und wenn man sich so umsieht, man soll zwar niemals brechen den Stab, wird einem durch das Getrete so mancher immer öfter und eindringlicher klar, das wäre bei allem Verständnis niemals anders möglich, es ist sicher wahr: Das Dilemma zieht sich durch alle Bevölkerungsschichten in Stadt und Land, es fehlt der Menschheit im Ganzen (ja, sogar dem Psairer) an Hausverstand. Es fühlt sich mittlerweile nahezu jeder als (leider unerkanntes) Genie, wenn er ein weltbewegendes Selfie hinkriegt ohne größere Verletzung am Knie. Kommentare findet man im „Fatschnpuach“ reichlich, hochgeistige Ergüsse nur leider versteht man zumeist nicht, was gemeint ist, das geht auf die Nüsse! Denn mit der Sprachgewandtheit hat es so mancher seit jeher nicht so drauf, deshalb verwendet man stets das Zitat anderer, das Drama nimmt seinen Lauf. Auch Kommentare zu allem und diese, wie könnte es anders sein, online stellen, kann mitunter fatale Folgen haben und sogar verursachen finanzielle Dellen. O.k., man ist lernfähig, dann wendet man sich eben anderen netten Dingen zu, man lässt sich Karten legen und kontaktiert flugs eine Wahrsagerin im Nu. Endlich sagt dir jemand, was du gerne hörst, die Prognose ist schön und klar: „Die Welt steht dir offen, ab jetzt ist dein Leben problemlos und wunderbar!“ Nun probierst du alle modernen Facetten des Daseins, fühlst dich endlich famos, doch ob als Influencer, YouTuber und Fake-Verbreiter, alles geht in die Hos’. Mit Tränen in den Augen stellst du fest, das Leben ist leider kein Ponyhof, der Weg nach oben ist eher beschwerlich und steinig, Mann ist das doof! Doch nicht nur bei Otto Normalverbraucher stellt sich manchmal die Frage, wo ist der gesunde Hausverstand geblieben, alles nur Defizit mit Ansage? Bei Entscheidungen, die hochdekorierte (und -bezahlte) Politiker getroffen, stellt sich die Frage, waren die bei der letzten Sitzung allesamt besoffen? Auch die Wissenschaftler, die mit Fremdwörtern nur so um sich spucken, verzapfen einen Blödsinn nach dem anderen, ohne mit der Wimper zu zucken. Ach ja, übrigens wird die Schuld hinterher immer auf jemand anderen gelenkt, sich selber man aber trotz offensichtlicher Pannen mit Lobeshymnen beschenkt. Vieles wird auf Teufel-komm-raus durchgedrückt, obwohl es unmöglich ist, hinterher ist stets jemand anderer schuld, gewachsen ist alles auf dessen Mist. Es regiert die Selbstüberschätzung, nahezu jeder fühlt sich zumeist „gscheider“ und akzeptiert nahezu alles, nur eines nicht, dass dem so ist, leider leider! Doch das ist kein Grund zur Panik, das sagt zu sich selbst tröstend der Sepp, denn der Nachbar dort drüben ist auf alle Fälle ein noch größerer Depp! Denn was heutzutage auch enorm wichtig ist, man ist durchgehend im Trend, auch wenn man sich im Normalfall hinten und vorne leider nur selten auskennt! Doch man kann sich trösten, wir leben in einem total verrückten Jahrhundert, wo man kaum noch hinterher kommt und sich über nichts mehr wundert. Deshalb sprach auch mein Personalpsychologe: „Bleib heiter und froh, denn was du auch machst, ist im Grunde sch…egal und das sowieso! Lass es ordentlich krachen, je mehr umso besser, lass dich gehen, denn du darfst in der heutigen Gesellschaft niemals auf dem Schlauch stehen. Was keiner brauchen kann, ist laut heutigem Zeitgeist der Hausverstand, alles ist fließend, kreativ und das sowohl in der Stadt und auf dem Land.“ Nicht übel dachte ich, ich fange gleich an, man muss mit der Zeit gehen und ließ mein Auto ganz locker in der Stadt mitten auf der Straße stehen. Als ich zurückkam, brüllte mich ein Polizist beinahe an die Wand und monierte ganz wild fuchtelnd, mir fehle es wohl beim Hausverstand. Ganz locker erwiderte ich, ob er denn im Heute noch nicht angekommen sei, es gäbe von nun an keine Regeln mehr, alles sei nun ganz einfach leger und frei. Mann, nun folgte ein Donnerwetter, der Typ stierte mich an ganz unverwandt und zwar, als ich ihm locker vorwarf, IHM fehle gänzlich der Hausverstand! Der säll uane


22

Natur & umwelt

Mit Spektiv und Fernglas halten die Vogelkundler Ausschau nach ziehenden Vögeln Foto: Arnold Rinner

Faszinierendes Schauspiel

Herbstzug am Jaufenkamm Zugvögel haben zwei Heimatorte zwischen denen sie halbjährig hin- und herpendeln: ihre Brutgebiete im Norden Europas und ihre Winterquartiere in wärmeren Regionen Europas und Afrikas. Dazwischen liegt eine Herausforderung: die Alpen. Nur Vögel mit guter Fitness nehmen eine Alpenquerung auf sich. Beachtliche Zugvogelzahlen überfliegen bei ihrer Wanderung auch den Jaufenkamm und sorgen für ein faszinierendes Schauspiel. Im vergangenen Herbst gelang es den Vogelkundlern der Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde Südtirol, allen voran Peter Hofer, Andreas Lanthaler und Arnold Rinner neben häufigen tagziehenden Kleinvögeln auch manch seltenen Anblick zu verbuchen. Insgesamt zählten die Vogelgucker an den 19 Beobachtungs­ tagen im Zeitraum September bis Oktober 12500 durchziehende Vögel von 67 unterschiedlichen Arten. Zahlenmäßig ein Überflieger unter den Zugvögeln war der Buchfink. Drei Tage mit starkem Buchfinkendurchzug waren der 1. Oktober (2010 Ex.), der 3. Oktober (1455 Ex.) und der 9. Oktober (1457 Ex.) Insgesamt konnten in diesem Herbst 6314 ziehende Buchfinken in den Notizheften aufgelistet werden. Neben den Buchfinken beeindruckten auch andere Arten, wie etwa die Ringeltaube, die insgesamt 1121-mal im Notizbuch vermerkt wurde. Allein am 9. Okto-

ber überflog die Ringeltaube in kleineren und größeren Trupps 1070-mal den Bergkamm am Jaufen. Neben diesen beiden Arten war die starke Präsenz der zierlichen Tannenmeise, die 542-mal gezählt wurde, besonders auffallend. In den vergangenen Jahren gab es nie einen derart starken Durchzug der zierlichen Tannenmeise. Von den vielen anderen Vogelarten, von denen etliche nur wegen ihres Flugrufes identifiziert werden konnten, vermerkten wir zahlenmäßig am häufigsten : Mehlschwalbe (720 Ex.), Rauchschwalbe (567 Ex.), Bergfink (535 Ex.), Erlenzeisig (493 Ex.), Fichtenkreuzschnabel (227 Ex.), Misteldrossel (211 Ex.), Bergpieper (185 Ex.), Wiesenpieper (165 Ex.), Bachstelze (125 Ex.). Häufigste ziehende Greifvogelart

war der Mäusebussard (182 Ex.), gefolgt von Sperber (51 Ex.) und Rohrweihe (19 Ex.). Beeindruckend war der Überflug von 31 Bienenfressern am 10. September und von 17 Stockenten am 27. Oktober. Seltenheitswert hatte der Anblick eines nach Süden ziehenden Fischadlers am 13. September und eines Gänsegeiers am 9. Oktober. Die Beobachtungstage im Herbst 2021 verliefen trotz teils kalter Witterung für die Vogelkundler wieder recht erfolgreich und bescherten viele unvergessliche Anblicke und tolle Naturerlebnisse. Die am Jaufen gewonnenen Daten über den herbstlichen Vogelzug finden Eingang in die Online-Datenbank www.ornitho.it und werden dem Naturmuseum Südtirol in Bozen zur Verfügung gestellt. Arnold Rinner

Seltener Gast am Jaufenkamm: der Fischadler Foto: Arnold Rinner


23 Passeirer Blatt – nr. 169, Februar 2022

Die neue automatische Messstation in Platt ist eine Fundgrube mit aktuellsten Wetterdaten Foto: Arnold Rinner

So nicht!

Forststation St. Leonhard

Verbrennen von Biomaterial Leider kommt es immer wieder zu unnötigen Einsätzen von Rettungs­ kräften wegen nicht gemeldeter Feuer. Hier daher ein Versuch, die wichtigsten Bestimmungen in diesem Bereich zusammenzufassen. Das Verbrennen von Biomaterial im Freien ist verboten. Es gibt allerdings einige genau definierte Ausnahmen. In steilem, nicht mit Maschinen zugäng­ lichen, Gelände dürfen 3 m³ Biomaterial/ Tag verbrannt werden. Ebenfalls zulässig ist das Verbrennen von Reisig bei Räumungsarbeiten von Lärchenwiesen und Lärchenweiden zwischen 1. März und 30. Juni. Eine weitere Ausnahme stellen Brauchtumsveranstaltungen dar, z. B. am Houlerpfånn- oder Herz-Jesu-Sonntag. Es muss das im Internet verfügbare Formular „Anzünden vom Feuer im Wald“ ausgefüllt und vom Direktor des Forst­ inspektorates genehmigt werden. Das Verbrennen von Abfällen ist auch zu diesen Anlässen verboten. Die letzte Ausnahme sind Feuerwehrübungen. Grundsätzlich sind alle Feuer bei der Landesnotrufzentrale Südtirol unter der Nummer 112 bzw. an den Kommandanten der zuständigen Feuerwehr zu melden. Dabei sind die Örtlichkeit sowie der genaue Zeitpunkt anzugeben.

Soll das Feuer in einem Abstand von weniger als 20 m vom Wald oder Lärchenwiesen/Lärchenweiden angezündet werden, so ist auch eine Meldung an die Forststation notwendig.

Modernste Technik

Stacheldraht Durch die Umzäunungen mit Stacheldraht kommt es immer wieder zu Verletzungen von Tier und Mensch. Wildtiere bleiben darin hängen und verenden. Besonders betroffen sind Vögel, vor allem die nachts jagenden Eulen. In Südtirol ist die Neuerrichtung von Stacheldrahtzäunen mit den Landschaftsplänen der Gemeinden verboten. Andreas Hofer

Brauche ich eine Jacke, muss ich einen Regenschirm mitnehmen, ist mit Glatteis zu rechnen? Übers Jahr stellen sich immer wieder diese und ähnliche Fragen, bevor man morgens aus dem Haus geht, zur Arbeit fährt oder zu einer Bergtour aufbricht. Wie das Wetter wird, lässt sich dank modernster Technik über verschiedene Kanäle und Apps herausfinden. Eine Fundgrube mit aktuellen im Internet abrufbaren meteorologischen Daten sind jene, die von den zahlreichen Wetterstationen im Land stammen. Im Raum Passeier liefern zur Zeit die vier am Berg eingerichteten Stationen am Jaufen, Tim> mels, am Rauhjoch und am Grünboden

Neue Wetterstation in Platt

Lostage und Bauernregeln Manch eine Bauersfamilie schaut besorgt den trocknen Boden an. Das anhaltende sonnige Wetter wirkt sich stark auf das bevorstehende Naturerwachen aus. Sollte es zum Beispiel frühzeitig zu blühen beginnen und dann der Frost hereinbrechen, wäre dies wieder ein fataler Beginn für die Bienen. So schaut manch eine Bäuerin und manch ein Bauer auch dieses Jahr wieder auf die Lostage, in der Hoffnung, dass manch ein Spruch nicht eintritt und manch ein anderer sich erfüllt. So muss es vor dem März noch regnen, denn auf Märzregen fällt kein Segen! Den Passeirer Imkern wünschen wir auf jeden Fall schönes Wetter am Josefi-Tag, denn: Joseph (19.) klar, gibt ein gutes Honigjahr. Elisabeth Larcher


24

Blick vom Jaufenkamm in das noch winterliche Passeier am 1. April 2021. Lediglich in den Tallagen und an den ostseitigen Hängen sprießt das erste Grün Foto: Arnold Rinner

> aktuellste Wetterwerte. Im Tal geben die Wetterstationen in St. Martin und in Pfelders Auskunft über die gegenwärtige Wettersituation. Um zukünftige Wetterereignisse im Passeier noch präziser einzuschätzen und zu bewerten, wurde neben diesen genannten Messstationen, im Frühjahr in Platt eine weitere Wetterstation installiert. Die von Technikern des Landesamtes für Meteorologie und Lawinenwarnung eingerichtete Wettermessstation befindet sich bei der Feuerwehrhalle in Platt. Die mit modernster Technik ausgestattete Anlage erfasst unter anderem meteoro­ logische Daten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag, Luftdruck, Windgeschwindigkeit, Windrichtung und Sonnenscheindauer. Die Wetterdaten werden im Fünf-Minuten-Takt in die Zentrale des Amtes für Meteorologie und Lawinenwarnung nach Bozen gesendet und anschließend im Internet unter wetter.provinz.bz.it veröffentlicht. Wetteraufzeichnungen haben in Platt die längste Tradition im Passeier. Erste manuelle Wetternotizen machte vor 101 Jahren der Benediktinerpater Othmar Seirer im Jahre 1921. Die manuelle Wetterstation wurde bis 2010 von der Geistlich-

keit in Platt und mit dem Abzug der Priester aus dem Pfarrhaus in Platt von Manfred Öttl betreut. Ergänzt wurden die Wetterbeobachtungen vom Amt für Meteorologie im Laufe der Jahre durch eine zusätzliche automatische Mess­ anlage. Um diese beeindruckenden, langen Zeitreihen fortzuführen und auch zukünftig zuverlässige Wetteraufzeichnungen zu gewährleisten, wurde 2021 die neue, kostenintensive, den heutigen Erfordernissen entsprechende Wetter­ station in Platt errichtet. Parallel dazu werden ebenso die manuellen Wetterbeobachtungen, die Manfred Öttl seit elf Jahren tagtäglich, pünktlich und zuverlässig aufzeichnet, fortgeführt. Diese Messdaten bilden zusammen mit den Daten der automatischen Wetter­ station die Grundlage für eine lückenlose und umfassende Aufzeichnung der Witterung von Platt. Kühles Jahr 2021 Aus den Wettertabellen von Platt von 2021, die mir Manfred Öttl zugesandt hat, geht zusammenfassend hervor, dass die Temperaturen im abgelaufenen Jahr im Bergdorf deutlich kühler waren wie in

vergangenen Jahren. Allen voran der Monat April war so kalt wie das letzte Mal vor 11 Jahren. Den Temperaturdurchschnitt nach unten gedrückt haben aber auch die Monate Jänner, Mai, August und Oktober. Am kältesten war es im Ort im Zeitraum vom 12. bis zum 15. Februar. Am 14. Februar sank die Quecksilbersäule auf – 12 Grad. Über dem Mittelwert waren die Temperaturen im Juni und September. Ungewöhnlich mild wiederum war der Jahresausklang. Die warmen Temperaturen im zweistelligen Bereich setzten Ende Dezember der Schneedecke bis in mittlere Lagen ordentlich zu. Die höchste Temperatur des Jahres wurde in Platt mit 30,5 Grad Celsius am 15. Juni gemessen. Niederschläge gab es mit 998,4 Litern pro Quadratmeter deutlich weniger wie in den vergangenen Jahren. Viel zu trocken war der März mit insgesamt 1,4 Litern Niederschlag pro Quadratmeter. Erwähnt sei abschließend, dass Im Unterschied zum Jahr 2020 das Passeier im abgelaufenen Jahr von markanten Wetterereignissen wie Gewitter, Stark­ regen, Sturm oder ergiebigem Schneefall weitgehend verschont blieb. Arnold Rinner


25 Passeirer Blatt – nr. 169, Februar 2022

Wirtschaft Unternehmen

Unternehmen wir etwas für unser Dorf Ein lebendiges Dorf ist ein lebenswertes Dorf, ein Ort, wo wir gerne unsere Zeit, Freizeit und somit unser Leben verbringen. Das Glück, unsere Familien rund um uns zu haben, die Vorstellung, dass unsere Kinder in unserer Heimat Zukunft haben und von dem zehren können, was wir erschaffen, geschützt oder sogar gefördert haben, ist wohl mehr wert, als manch ein Ritt ins Einkaufzentrum, in den Discounter oder dem Surfen online. Jedes Geschäft, jeder Laden, jeder Salon, jeder handwerkliche Betrieb, jedes landwirtschaftliche Unternehmen ist Grund dafür, dass wir uns in unserem Dorf wohlfühlen, dass wir finden was wir brauchen, dass wir uns in den Dorfgassen treffen und „ratschen“, dass unsere Vereine Sponsoren haben, dass unsere Kinder sich nicht langweilen. Im Grunde genommen ist die Beziehung zwischen Kauf­ leuten, Handwerkern, Gastronomen und Bürgern eine sehr innige, sensible Beziehung, ein Geben und Nehmen: Wir Endverbraucher, Kunden und Gäste vergessen dabei manchmal, dass unsere Lieferanten, unsere Gastwirte und unsere Betriebe nicht nur auf uns angewiesen sind und nicht nur „froh sein sollten, dass wir bei ihnen unser Geld lassen“, sondern,

dass auch wir uns unermesslich glücklich schätzen sollen und dürfen, dass sie uns helfen, unser Dorfleben lebenswert zu machen und manch einem Sportverein helfen zu (über-)leben. In diesem Sinne können wir uns wohl alle die Hände schütteln, denn in einem Dorf gibt es nur ein GEMEINSAMES WIR. In den letzten Monaten haben viele Geschäfte und Gastrobetriebe unter den Corona-Bedingungen gelitten, leiden noch und nun haben wir Bürger die Gelegenheit, den kleinen Betrieben vor Ort, die unser Leben jeden Tag verbessern, etwas mehr Liebe und Unterstützung zukommen zu lassen. Denn ohne kleine Unternehmen, ohne Bäcker, Metzger, Frisör und Modegeschäft, ohne Wattbar, Konditorei und Restaurant, ohne Pizzeria, Schuster und Optiker würden wir auf eine Menge erstaunlicher Vorteile verzichten, seien wir dankbar, zeigen wir unsere Dankbarkeit. Kleine Betriebe mögen von der Größe her begrenzt sein und oft ein kleineres Sortiment haben wie Handelsketten, aber ihre Bedeutung für die Volkswirtschaften, also für die Wirtschaft in unseren Dörfern zum Beispiel, ist gigantisch: 60 – 70% der Arbeitsplätze, 55% des

Wirtschaftsergebnisses und 90% der Unternehmen eines durchschnittlichen Landes werden durch kleine Unternehmen generiert. Stellen wir uns einmal vor, wenn es sie nicht mehr geben würde … Jedes Mal, wenn wir einen Kaffee trinken, ein Essen bestellen oder Schuhe in unserem Dorf kaufen, unterstützen wir die lokale Wirtschaft und vor allem Einheimische/Ansässige, also „INSRE LEIT“. Unsere Betriebe im Dorf generieren Arbeitsplätze und unterstützen die Gemeinschaft und die Vereine und sie machen noch etwas ganz Besonderes: einheimische Betriebe, Menschen vom Dorf, tragen zur Identität des Dorfes bei! Jede Bar, jedes Gasthaus, jedes Geschäft hat ihre/seine Stamm­ kunden, jeder von uns weiß, wo wir uns wohl fühlen! Es ist ganz wichtig, dass wir unsere Dorfidentität, unsere Traditionen, unsere Werte und unser lebenswertes Dorf schützen. Jetzt mehr als je zuvor ist es notwendig rauszugehen und das zu unterstützen, was unser Leben so lebenswert macht! Unterstützen wir unsere Leute, damit unser Leben und unser Dorf lebenswert bleibt. Elisabeth Larcher

2022 Zin Nuin Johr, zem bring i enk di bestn Wünsche mit als Gschenk. In Jänner und in Februar, wenn die Sunne nou recht raar, soll sie enk dechtr olm piglückn, feine, worme Strooln togtäglich schicken. In März und in April oone Teggn und Tiesl ans Ziel. Gsund solltis in Mai innin gian schian wia a Braut in Juni drin stian. Juli und August jodlin und juchzn aus Herzenslust. In September und in Oktober, Pischler klaubn untrn Zaun und droubr. Der November soll nit zi triabe sain, nor wert ës pin Krippile untrn Kerznschain glückselig singin: Kristkindl a selle Jaarl tarfsche ins wiedr bringin. Anna Lanthaler


26

vereine & verbände

Regelmäßiges Proben ist für die Feuerwehr unabdingbar

FF St. Martin

Rückblick auf das schwierige Jahr 2021 Die Corona-Krise mitsamt ihren fatalen Auswirkungen hat auch uns, als FF St. Martin, erheblich zu schaffen gemacht und uns in vielen Bereichen des Feuerwehrwesens eingeschränkt. Nichtsdestotrotz haben wir stets versucht, unseren Aufgaben nachzukommen und dem Nächsten in Notsituationen beizustehen. Im abgelaufenen Jahr wurden wir zu 54 Einsätzen gerufen. Dabei hervorzuheben ist im Einsatzbereich der Garagenbrand in St. Leonhard. Wir unterstützten hierbei die FF St. Leonhard mit unserem Tanklöschfahrzeug und Atemschutzträgern. Zum Glück blieben die Bewohner unversehrt, jedoch hat der Brand erheblichen Sachschaden angerichtet. Beim Brand in der Pizzeria Forellenbach konnte durch gezieltes Eingreifen der Schaden in Grenzen gehalten werden. Bedingt durch die starke Rauchentwicklung mussten die Bewohner evakuiert werden, jedoch konnten sie nach einigen Stunden unversehrt in ihre Räumlichkeiten zurückkehren. Eine Alarmstufe 7 (Gefahrengutunfall) sorgte am 22. Juni für ziemliche Aufregung in unserem Dorf. Glücklicherweise endete der Einsatz glimpflich! Im Endeffekt musste lediglich ausgelaufener Diesel umgepumpt und aufgefangen werden. Während der Sommermonate blieben wir glücklicherweise von den in Südtirol häufig auftretenden Starkregenereig­ nissen und Unwettern verschont. Die FF St. Martin möchte sich hiermit bei allen

Wehrmännern bedanken, die tatkräftig mitgeholfen haben, dass letztendlich alle Einsätze abgearbeitet werden konnten. Eine ungewohnte Aufgabe für die FF bestand darin, bei den Impftagen für einen geordneten Ablauf zu sorgen und den Bürger*innen, falls gewünscht, beim vorbereitenden Ausfüllen der Dokumente zu helfen. Auch die Ordnungsdienste für Kirchgänger wurden bei Notwendigkeit von den Feuerwehrmännern durchgeführt. Die Übungstätigkeit unserer FF mussten vom Frühjahr auf den Sommer verschoben werden. Erst im Herbst konnten wieder die gewohnten Zugs- und Gruppenproben durchgeführt werden. Wir versuchten einige grundsätzliche Bereiche und Handgriffe zu wiederholen und zu vertiefen und nicht erst da wurde klar, dass für ein funktionierendes Feuerwehrwesen regelmäßiges Proben unabdingbar ist. Auch eine Erste-Hilfe-Auffrischung konnte, dank der Unterstützung durch das Weiße Kreuz Passeier, eingebaut werden. Atemschutz- und Maschinistenübungen mussten ebenfalls auf ein Minimum reduziert werden. Am Ende der Übungen stand noch das Putzen der Fahrzeuge, Geräte und der Feuerwehrhalle an. In diesem Zusammenhang richtet sich der Dank explizit an alle Gruppenkommandanten, Zugskommandanten, Zugskommandanten-Stellvertreter, Vizekommandanten, Obermaschinisten, Atemschutzwart, Funkwart und deren Stellvertreter für die praxisorientierte oft sehr intensive Vorbereitung der Proben. Ein großes Vergelts Gott ergeht auch an unseren Kassier, den Schriftführer und die Gerätewarte, die

ihre Arbeit oft unauffällig, aber stets überaus zuverlässig und zur Zufriedenheit aller erledigt haben. In Sachen Veranstaltungen ergaben sich für uns bedingt durch die leidige CoronaPandemie leider wenige Möglichkeiten. Sogar unsere Florianifeier musste erneut abgesagt werden. Mit viel Disziplin und unter Beachtung aller Sicherheitsregeln konnten wir zumindest unsere Familienund Kameradschaftsfeier im August am Festplatz abhalten. Jede*r der Anwesenden war sichtlich froh, wieder die elementaren sozialen Kontakte pflegen zu können und bei herrlichem Sommerwetter den Nachmittag zu genießen. Der Feuerwehrausschuss hat sich auch heuer umständehalber wieder dazu entschieden, anstelle des Wiesenfestes Hühnchen, Schweinshaxen und Krapfen zu verkaufen. Dieses Angebot wurde von der Bevölkerung sehr gut angenommen und schon bald war alles ausverkauft. Im Dezember 2021 wurde erneut die mittlerweile traditionelle Kalenderaktion durchgeführt. Ein großes Dankeschön an die Mårtiner*innen für die großzügigen Spenden. Zudem haben wir uns sehr über die Anerkennung und Dankbarkeit gefreut, die wir von unseren Mitbürger*innen bei den im Rahmen der Kalenderaktion sich ergebenden Gesprächen erfahren haben. Hervorzuheben ist auch die gute Zusammenarbeit mit dem Bezirks- und Landesfeuerwehrverband Südtirol sowie mit der Gemeindeverwaltung mit Bürgermeisterin Rosmarie Pamer an der Spitze. Eine Vorschau auf das Jahr 2022 gestaltet sich außerordentlich schwierig. Wir als FF St. Martin werden auf alle Fälle, allen Widernissen zum Trotz, versuchen zusammenzuhalten, die Kameradschaft zu pflegen und im Ernstfall stets dem Nächsten beizustehen. Roland Gufler, Kurt Gufler Angriff mit den C-Schläuchen


27 Passeirer Blatt – nr. 169, Februar 2022

14.11.2021

Cäcilienfeier der Musikkapelle Saltaus Die traditionelle Cäcilienfeier der Musikkapelle Saltaus fand am 14. 11. 2021 statt. Begonnen wurde der Festtag mit einer Messe in der Kirche von Saltaus, welche von der Musikkapelle in Kleingruppen feierlich umrahmt wurde. Anschließend lud die Musikkapelle alle Mitglieder mit Partner*innen zum Mittagessen in das Gasthaus Pfandleralm ein. In seiner Rede begrüßte Obmann Peter Pircher die Bürgermeisterin Rosmarie Pamer sowie den musikalischen Leiter, Alois Gögele, und alle Mitglieder der Musikkapelle. Er blickte auf ein außergewöhnliches Jahr zurück, welches durch die Einschränkungen durch die Pandemie geprägt war. Nichtsdestotrotz konnten im Sommer einige Konzerte gespielt werden. Er bedankte sich bei den Musikant*innen für den Fleiß und die Unterstützung sowie für die gute Kameradschaft, die die Musikkapelle Saltaus prägt. Die Feier wurde auch genutzt, um einige Ehren­ zeichen zu verleihen. So überreichte der Obmann gemeinsam mit der Bürgermeis-

Bürgermeisterin Rosmarie Pamer, Stefania Pircher, Stefan Königsrainer, Barbara Fleischmann, Alois Gögele. Christian Pixner, Walter Hofer, Peter Pircher, Robert Pircher, abwesend: Evelyn Kofler

terin voller Stolz die Verbandsehrenzeichen für langjährige Tätigkeit an folgende Musikant*innen: Das Abzeichen in Gold für 40-jährige Tätigkeit erhielten Christian Pixner, Walter Hofer, Robert Pircher und der Obmann Peter Pircher selbst. Das Abzeichen in Silber für

25-jährige Mitgliedschaft erhielt Stefania Pircher. Mit dem Abzeichen in Bronze für 15-jährige Mitgliedschaft wurden Barbara Fleischmann, Evelyn Kofler und Stefan Königsrainer geehrt. Stefania Pircher

PR-InfoRmatIon

AUCH DU bist Teil des Weißen Kreuzes Das Weiße Kreuz steht für freiwilliges Engagement, schnelle und professionelle Hilfe im Notfall, Sicherheit, Verlässlichkeit und Gemeinschaft. Aus diesem Grund zählen insgesamt über 136.000 Südtirolerinnen und Südtiroler zur großen „Familie“ zu der „Auch Du“ gehörst. Mit einer Mitgliedschaft unterstützt du die Freiwilligen- und Jugendarbeit und sicherst dir gleichzeitig wertvolle Vorteile. Mit der Basismitgliedschaft SÜDTIROL sicherst du dir viele Vorteile vor Ort, wie zum Beispiel kostenlose Krankentransporte und die Übernahme von anfallenden Rettungskosten, während wir dich mit den Mitgliedschaften WELTWEIT und WELTWEIT PLUS auch im Ausland niemals allein lassen und du dich auf eine schnelle Rückholung oder Verlegung bei Bedarf verlassen kannst.

Weitere Informationen zu den Mitgliedschaften beim Weißen Kreuz können auf der Webseite www.werde-mitglied.it abgerufen werden. Und zu Bürozeiten beantworten Mitarbeiter etwaige Fragen unter der Rufnummer 0471 444 310.


28

Gesundheit & soziales Rasche und kompetente Hilfe

Verbraucherberatung – wertvoller Dienst an den Bürger*innen Das Projekt „Verbraucherberatung im Passeiertal“ ist 2017 gestartet und weist bis heute eine außerordentlich gute Akzeptanz seitens der Konsument*innen auf. Der Rechtsberater und Koordinator der Außenstellen, Reinhard Bauer, betreute, wie auch in den vorangegangenen Jahren, die Außenstelle der Verbraucherzentrale im Sprengelsitz St. Leonhard. Die Beratungsstelle stand den Verbraucher*innen bisher jeden Montag zwischen 15 und 17 Uhr zur Verfügung. In Zukunft werden die Sprechstunden auf 14 und 16 Uhr verschoben, um den Anfragen der Bürger*innen des Passeiertals besser entgegenzukommen. Die Pandemie war auch 2021 ein zentrales Thema und Basis vieler Schwierigkeiten für Verbraucher*innen, insbesondere finanziell, was die Arbeit der VZS betraf.

Sehr häufig konnte eine entscheidende Hilfestellung angeboten und Probleme ausgeräumt werden. Es war im Vergleich zum Jahr 2020 ein moderater Zuwachs an Beratungsanfragen zu verzeichnen. Die häufigsten Beratungsanfragen bestanden zwar nach wie vor im Bereich der Telefonie, doch auch Beratungen in anderen Rechtsbereichen, insbesondere auch dem E-Commerce, wurden häufiger als in den vorangegangenen Jahren angeboten. Bei den Beratungen konnten auch wirtschaftliche Informationen vermittelt werden, um den Familienhaushalt zu entlasten. So wurden auch zahlreiche Rechnungen im Energiesektor sowie im Versicherungsbereich analysiert und Verträge oftmals angepasst. Im Bereich der Finanzberatung war die Tätigkeit der VZS äußerst weitführend.

Verbraucher*innen zogen den Nutzen aus den vielzähligen Beratungen sowie den verschiedensten Interventionen, wie Sammel- oder Pilotklagen vor der ordentlichen Gerichtsbarkeit, den Mediationsverfahren, den Schiedsverfahren oder aus den Meldungen an die italienische Marktaufsichts- und Wettbewerbsbehörde (AGCM). Auch konnten zahlreiche Diskrepanzen bei Kreditkartenanbietern ausgeräumt werden, bevor es zur ordentlichen Gerichtsverhandlung gekommen wäre. Seit einigen Jahren bietet die Verbraucherzentrale den Dienst des „Onlineschlichters“ an. Dies ist ein gewinn­ bringendes Projekt in Zusammenarbeit zwischen der VZS und der Handelskammer Bozen. Der Onlineschlichter unterstützt Verbraucher*innen bei Problematiken rund um die Thematik E-Commerce. Diese umfassende wertvolle Beratung von der Verbraucherzentrale wird von allen Gemeinden des Passeiertales finanziell unterstützt, damit alle Bürger*innen rasche und kompetente Hilfe in ihren Anliegen in Anspruch nehmen können ohne lange bürokratische Wege gehen zu müssen. Anneliese Weiss


29 Passeirer Blatt – nr. 169, Februar 2022

Soziale Arbeitsmöglichkeiten

Musikschule Meran/Passeier

Berufsbegleitende Ausbildung zum/r Sozialbetreuer*in und Pflegehelfer*in

Einschreibungen Musikschule 2022/23

Die sozialen Dienste im Bezirk Burggrafenamt bieten eine Vielfalt an sozialen Arbeitsmöglichkeiten im Meraner Raum und Umgebung.

Ausschließlich online vom 1. bis 31. März 2022 Die Anmeldung ist nur online über „myCIVIS“ mittels SPID-Zugang (wie bei Kindergarten und Schule) möglich. Ausführliche Informationen zu den Einschreibungen und zum Fächerangebot der Schulstellen Meran und Passeier finden Sie unter www.musikschule.it (Musikschule Meran/Passeier, Downloads).

Ihnen gefällt die Arbeit mit Menschen und Sie interessieren sich für soziale Berufe? Wir bieten Ihnen Arbeitstätigkeiten mit Senior*innen oder/und mit Menschen mit Beeinträchtigungen im Bereich Arbeit, Wohnen und Freizeit. Den Schritt in den sozialen Bereich können Sie auch als Quereinsteiger*in wagen, da die Landesfachschule für Sozialberufe „Hannah Arendt“ berufsbegleitende Ausbildungsmodelle anbietet. Die Landesfachschule für Sozialberufe „Hannah Arendt“ organisiert auch im Schuljahr 2022/23 eine berufsbegleitende Ausbildung zum/zur Sozialbetreuer*in und Pflegehelfer*in mit folgenden Zugangsvoraussetzungen: 1. Klasse Sozialbetreuer*in: >> Mittelschulabschluss >> Mindestalter von 25 Jahren oder mindestens 3 Jahre berufliche Erfahrung in soziosanitären Einrichtungen, in denen das Berufsbild vertreten ist (Stichtag 15.02.22) >> 4-wöchiges Vorpraktikum Sozialhilfskräfte mit 12 Monaten Dienst in Einrichtungen des sozialen oder sanitären Bereichs können wie bisher in das 2. Jahr Sozialbetreuer*in ohne Aufnahme­prüfung einsteigen. Ab dem kommenden Schuljahr gelten für diplomierte Pflegehelfer*innen (ohne Mindestalter) folgende Aufnahmebedin-

gungen für die Ausbildung zum/zur Sozialbetreuer*in: >> In das 2. Ausbildungsjahr können Pflegehelfer*innen mit weniger als zwei Jahren Berufserfahrung ohne Aufnahmeprüfung einsteigen (Stichtag 15.02.22) >> In das 3. Ausbildungsjahr können Pflegehelfer*innen mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung ohne Aufnahmeprüfung einsteigen (Stichtag 15.02.22) >> In das 3. Ausbildungsjahr können Pflegehelfer*innen mit festem Anstellungsverhältnis ohne Aufnahmeprüfung einsteigen. Für die Aufnahme in die berufsbegleitende Ausbildung zum/zur Pflegehelfer*in und jene in Teilzeitform gelten ab dem folgenden Schuljahr folgende Zugangs­ voraussetzungen: >> Mittelschulabschluss >> Mindestalter von 25 Jahren oder mindestens 3 Jahre berufliche Erfahrung in soziosanitären Einrichtungen, in denen das Berufsbild vertreten ist. Die Einschreibungen für die oben angeführten Ausbildungsmodelle beginnen am 15.01.2022. Für nähere Informationen können Sie sich gerne telefonisch an die Schule wenden 0471 973 494 oder die Internetseite besuchen: www.sozialberufe.berufsschule.it. Florian Prinoth

Psairer Låchkåchl-Ëgge

„Di nitte!“ Der Fontana Luis befand sich vor etlichen Jahren mit einigen Spießgesellen in Pfelders zum Skifahren. Was für den Luis zweifelsohne aber stets wichtiger war als gekonnte Pistenschwünge, war im Anschluss ein zünftiges Aprés-Ski-Treffen. Und so stand er am angebrochenen Abend mit seinen Kumpels vor dem Pistenpub und demonstrierte denselben seine phänomenalen Schwünge. Dabei hielt er lässig die Ski auf seinen Schultern und drehte sich bei seinen Erklärungen wie dereinst Gustav Thöni slalomartig mit, sodass dem seinerzeitigen Pub-Pächter um die rest­ lichen Gäste Angst und Bange wurde. Sogleich ermahnte dieser unseren ungekrönten Skikönig: „Hoi Luis, pass a pissl au, sischt triffsche mit deine Schi nou uan pin Grint!“ Der Luis besah sich den eher kleingewachsenen Mahner demonstrativ von oben bis unten und sprach hernach nur zwei Worte: „Di nitte!“, die allerdings dafür sorgten, dass der Wirt mit hochrotem Kopf im Inneren des Pistenpubs verschwand, begleitet von den Heiterkeitsausbrüchen vom Luis und seinen Kumpanen. Kurt Gufler

Fächerangebot St. Leonhard/Moos – Mindestalter für Anmeldung ▸▸ Musikalische Früherziehung ▸▸ Vorschulalter (in St. Leonhard, St. Martin, Moos, Saltaus) ▸▸ Blockflöte – ab 1. Kl. (auch in Moos) ▸▸ Gitarre – ab 2. Kl. (auch in Moos) ▸▸ Begleitgitarre (unter E-Gitarre) – ab 5. Kl. ▸▸ E-Gitarre, E-Bass – ab 5. Kl. ▸▸ Schul-Band (Rock/Pop) – ab 5. Kl. ▸▸ Hackbrett – ab 1. Kl. ▸▸ Hohes Blech (Trompete, Flügelhorn) – ab 2. Kl. ▸▸ Horn – ab 1. Kl. ▸▸ Moderner Gesang (Jazz-Rock-Pop) – ab 1. Oberschule ▸▸ Elektronische Tasteninstrumente (Keyboard) – ab 4. Kl. ▸▸ Klarinette – ab 3. Kl. ▸▸ Klavier – ab 1. Kl. ▸▸ Querflöte – ab 1. Kl. ▸▸ Saxofon – ab 3. Kl. ▸▸ Schlagzeug – ab 2. Kl. ▸▸ Steirische Harmonika – ab 2. Kl. (auch in Moos) ▸▸ Tiefes Blech (Bariton, Posaune, Tenorhorn, Tuba,) – ab 2./3. Kl. ▸▸ Violine – ab 2. Kl. ▸▸ Gesang (Vokalausbildung) – ab 14 J. Grundsätzlich gelten die oben angeführten Altersstufen als Kriterien für eine Einschreibung in die Musikschule. Unter bestimmten Voraussetzungen und nach Abklärung mit der Lehrperson können evtl. auch Abweichungen gemacht werden. Ergänzungsfächer Im Sinne einer ganzheitlichen musika­ lischen Bildung wird der Besuch von Ergänzungsfächern sehr empfohlen: ▸▸ Singen 1. – 5. Klasse GS (auch in Moos) ▸▸ Jugendchor Mittelschule ▸▸ Musikkunde Bronze, Silber, Gold Mittelschule/Oberschule Alexander Veit


30

gratulationen Die ältesten Bürgerinnen und Bürger 85 Jahre und älter (Stand: 31. 12. 2021) Gemeinde Moos in Passeier 13. 10. 1919 Theres Maria Gufler 22. 2. 1923 Anna Maria Pixner 11. 2. 1927 Maria Lanthaler 26. 1. 1928 Rosa Hofer 29. 1. 1928 Anna Pfandler 21. 6. 1928 Alois Pirpamer 6. 12. 1928 Roman Kofler 21. 12. 1928 Agnes Öttl 23. 1. 1929 Anna Preims 20. 3. 1929 Ida Pöhl 21. 3. 1929 Anna Gufler 24. 4. 1929 Regina Pichler 28. 5. 1929 Frieda Gögele 23. 8. 1929 Anna Ploner 30. 3. 1930 Mathilde Pichler 7. 5. 1930 Korbinian Schweigl 15. 6. 1930 Alois Raich 31. 10. 1930 Anna Pflug 30. 4. 1931 Valentin Ennemoser 29. 5. 1931 Theresia Hofer 9. 3. 1932 Alois Prugger 6. 4. 1932 Karl Platter 3. 9. 1932 Karl Ennemoser 10. 11. 1932 Erna Hofer 4. 1. 1933 Maria Widmann 27. 2. 1933 Theresia Ploner 17. 3. 1933 Anna Buchschwenter 12. 4. 1933 Anton Raich 21. 4. 1933 Franz Hofer 14. 6. 1933 Martina Pfitscher 25. 7. 1933 Michael Etschmann 19. 10. 1933 Johanna Amort 25. 2. 1934 Rosa Raffl 2. 3. 1934 Josef Ennemoser 9. 4. 1934 Agnes Raich 29. 4. 1934 Anna Gufler 31. 5. 1934 Karoline Hofer 16. 7. 1934 Karl Lanthaler 23. 7. 1934 Theresia Pfandler 10. 8. 1934 Alois Gufler 22. 8. 1934 Theresia Brunner 3. 9. 1934 Maria Pichler 5. 9. 1934 Maria Dandler 13. 11. 1934 Anton Platter 6. 3. 1935 Eduard Hofer 4. 6. 1935 Amalia Menghin 7. 6. 1935 Anton Gufler 21. 6. 1935 Luise Pöhl 20. 7. 1935 Margarete Zipperle

15. 8. 1935 Alois Graf 30. 9. 1935 Josef Pixner 20. 10. 1935 Albert Ennemoser 27. 10. 1935 Alois Öttl 12. 11. 1935 Anna Maria Pöhl 15. 1. 1936 Serafin Pfitscher 8. 2. 1936 Notburga Pöhl 12. 5. 1936 Siegfried Platter 5. 6. 1936 Anna Gufler 27. 6. 1936 Margarete Ennemoser 29. 6. 1936 Alois Hofer 10. 8. 1936 Berta Schwarz 11. 10. 1936 Maria Pamer 3. 12. 1936 Albin Dandler

Gemeinde St. Martin in Passeier 16. 8. 1925 Serafin Auer 26. 8. 1925 Lieselotte Meinecke 31. 7. 1926 Maria Anna Rottensteiner 14. 9. 1926 Theresia Maria Lahner 20. 2. 1927 Enrico Bortolotti 5. 4. 1928 Maria Raffl 18. 9. 1928 Anna Angela Pichler 15. 2. 1929 Marianna Bonell 16. 6. 1929 Theresia Anna Pichler 9. 8. 1929 Irlanda Agata Spöttl 22. 10. 1929 Alois Ilmer 9. 12. 1929 Anna Pöhl 15. 1. 1930 Klara Raich 18. 4. 1930 Anna Gasser 10. 5. 1930 Hans Lamprecht 30. 9. 1930 Rosa Maria Flöss 11. 11. 1930 Martina Hofer 15. 11. 1930 Marianna Kofler 8. 5. 1931 Theresia Lanthaler 3. 8. 1931 Alois Pfitscher 14. 11. 1931 Agata Regina Schiefer 13. 1. 1932 Aloisia Rosa Raich 19. 1. 1932 Cecilia Pichler 29. 2. 1932 Teresa Geltrude Ennemoser 7. 7. 1932 Josef Braunhofer 21. 8. 1932 Notburga Oberhammer 23. 10. 1932 Theresia Maria Raich 14. 12. 1932 Karl Franz Egger 2. 5. 1933 Katharina Regina Pixner 13. 6. 1933 Anton Haller 21. 6. 1933 Luise Hofer 12. 8. 1933 Regina Anna Öttl

12. 9. 1933 Martin Anton Haller 12. 9. 1933 Marta Pircher 11. 10. 1933 Franz Michael Mair 7. 1. 1934 Anton Franz Pichler 15. 1. 1934 Hans Pöll 12. 3. 1934 Karl Kofler 26. 3. 1934 Martin Johann Ennemoser 24. 5. 1934 Franz Schiefer 11. 6. 1934 Rosa Anna Auer 21. 6. 1934 Luigia Raffl 12. 8. 1934 Theresia Rosa Pfitscher 26. 9. 1934 Regina Pia Mair 4. 10. 1934 Notburga Ennemoser 14. 11. 1934 Hildegard Insam 23. 11. 1934 Karl Anton Pichler 26. 12. 1934 Karl Stefan Platter 20. 2. 1935 Theresia Einhauser 29. 4. 1935 Maria Giuseppina Ennemoser 8. 5. 1935 Anton Haller 15. 5. 1935 Karl Oberprantacher 1. 6. 1935 Karl Alois Zwischenbrugger 3. 8. 1935 Aloisia Rosa Raich 5. 8. 1935 Maria Anna Raich 8. 10. 1935 Anton Ignaz Raich 20. 10. 1935 Maria Paolina Auer 4. 11. 1935 Johann Karl Schwarz 6. 11. 1935 Marta Auer 21. 11. 1935 Maria Hofer 23. 12. 1935 Natalia Cristina Pichler 21. 2. 1936 Albert Luis Pichler 11. 3. 1936 Theresia Pichler 24. 3. 1936 Josef Moser 26. 3. 1936 Andreas Pixner 9. 4. 1936 Theresia Schweigl 29. 5. 1936 Franz Pichler 4. 6. 1936 Filomena Schiefer 26. 8. 1936 Vinzenz Max Birkner Winkler 16. 9. 1936 Johann Alois Raich 22. 9. 1936 Luise Graf 13. 10. 1936 Simon Engelbert Marth 23. 10. 1936 Josef Augscheller 29. 10. 1936 Franz Gufler 6. 11. 1936 Clara Zöschg 20. 11. 1936 Alois Raich 22. 11. 1936 Alois Hofer


31 Passeirer Blatt – nr. 169, Februar 2022

Gemeinde St. Leonhard in Passeier 28. 2. 1925 Ida Alinda Schiefer 19. 5. 1925 Agnes Theresia Tribus 25. 3. 1926 Maria Anna Pichler 20. 8. 1926 Maria Rosa Raffl 3. 9. 1926 Josef Hofer 14. 10. 1926 Erich Florian Pichler 28. 11. 1926 Maria Raich 4. 1. 1928 Marianna Auer 14. 2. 1928 Rosa Lamprecht 5. 4. 1928 Josef Anton Egger 12. 9. 1928 Erma Rosa Praxmarer 30. 1. 1929 Marta Maria Heel 24. 2. 1929 Maximilian Karlegger 18. 4. 1929 Oswald Egger Karlegger 11. 8. 1929 Mattilda Anna Mair 17. 1. 1930 Anna Nischler 12. 4. 1930 Antonia Gufler 7. 5. 1930 Helmut Seeger 18. 9. 1930 Hedwig Agnes Pichler 21. 10. 1930 Konrad Kofler 23. 11. 1930 Zäzilia Augscheller 11. 12. 1930 Pauline Oberprantacher 13. 1. 1931 Ida Pichler 18. 4. 1931 Maria Anna Pixner 27. 5. 1931 Herta Martha Pichler 19. 7. 1931 Johanna Margerita Pöll 31. 7. 1931 Rosa Pixner 24. 8. 1931 Notburga Rosa Hofer 16. 9. 1931 Rosa Anna Waldner 16. 11. 1931 Johanna Heel 2. 1. 1932 Maria Anna Mangger 19. 1. 1932 Rosa Maria Raffl 27. 1. 1932 Notburga Rosa Tschöll 22. 2. 1932 Ida Rosa Karlegger 10. 5. 1932 Johann Ignaz Brunner 2. 7. 1932 Maria Schrott 28. 9. 1932 Rosa Hofer 22. 10. 1932 Leonhard Eduard Hofer 29. 11. 1932 Ploner Berta 2. 1. 1933 Stefan Johann Pixner 4. 1. 1933 Kreszenz Kaufmann 9. 2. 1933 Josef Anton Tschöll 24. 2. 1933 Josef Kaserer 3. 3. 1933 Rosa Marta Hauser 13. 3. 1933 Rosina Paolina Marth 23. 3. 1933 Alberich Pfitscher 11. 4. 1933 Notburga Agata Oberprantacher 17. 4. 1933 Johann Lanthaler 1. 5. 1933 Josefa Katharina Pixner 15. 7. 1933 Marianna Pichler

9. 10. 1933 Zita Veronica Pöhl 5. 11. 1933 Notburga Elisabetta Pfitscher 26. 12. 1933 Anton Zipperle 28. 1. 1934 Laura Tasso 9. 4. 1934 Agata Ennemoser 12. 5. 1934 Johann Karl Pichler 5. 6. 1934 Johann Anton Lanthaler 18. 7. 1934 Bartl Josef Innerebner 31. 7. 1934 Stefano Schweigl 7. 9. 1934 Maria Haller 29. 9. 1934 Eva Hofer 25. 10. 1934 Martina Pichler 29. 10. 1934 Rosa Oberprantacher 17. 12. 1934 Elisabeth Albina Auer 1. 2. 1935 Josef Haller 19. 2. 1935 Hans Anton Alber 23. 3. 1935 Anna Tschöll 26. 3. 1935 Luis Georg Tschöll 28. 3. 1935 Giulia Pfitscher 19. 4. 1935 Maria Pixner 11. 5. 1935 Engelbert Zwischenbrugger 16. 6. 1935 Anton Josef Haller 26. 7. 1935 Anna Margherita Egger 13. 8. 1935 Alois Josef Pichler 12. 9. 1935 Maria Anna Gumpold 14. 10. 1935 Theresia Filomena Gufler 13. 11. 1935 Johann Gufler 2. 12. 1935 Martha Gufler 20. 12. 1935 Luisa Ursula Hofer 31. 12. 1935 Anna Maria Klotz 15. 1. 1936 Anna Raffl 19. 1. 1936 Albina Anna Zipperle 5. 2. 1936 Anna Öttl 20. 2. 1936 Vigil Franz Kienzl 14. 3. 1936 Josef Ignaz Gufler 25. 4. 1936 Theresia Raffl 31. 5. 1936 Savina Raffl 18. 6. 1936 Bruno Pichler 11. 7. 1936 Rudolf Hofer 12. 7. 1936 Alfred Pichler 25. 7. 1936 Vigil Pfitscher 26. 7. 1936 Josef Friedrich Gufler 21. 8. 1936 Juliana Magdalena Haller 5. 9. 1936 Anton Leonhard Marth 10. 9. 1936 Johann Pfitscher 15. 9. 1936 Johann Anton Tschöll 27. 9. 1936 Hirlanda Martini-Barzolai 19. 10. 1936 Hubert Fliri 13. 11. 1936 Leonhard Pircher 30. 12. 1936 Anna Pfitscher

Gratulation

Herzlichen Glückwunsch zur Diamantenen Hochzeit Martina Hofer & Sepp Scherer Alles Gute und noch viele gemeinsame, gesunde Jahre wünschen euch enkre Kinder mit Familien

Geburten vom 21. 12. 2021 bis 20. 1. 2022 Gemeinde St. Leonhard 10. 1. 2022 Aurelia Hofer 15. 1. 2022 Jasmin Schweigl Gemeinde Moos 21. 12. 2021 Selina Reinstadler 20. 1. 2022 Elena Ida Pichler


32

+

wo. +was passeier

sport

Arbeitssuche

10/17/13 2:22 PM

Ausgebildeter Bautechnischer und Techn. Zeichner sucht Arbeitsstelle T 340 2590446

ArbeitsAngebote Verkäufer/in am Marktstand gesucht T 347 1868005 Bürokraft evtl. auch Teilzeit gesucht T 0473 641 811, info@passeirerbau.it Fleißige Reinigungskraft gesucht T 349 7372875, info@museum.hinterpasseier.it Tischler als Monteuer gesucht T 0473 641 332, info@bortolotti.bz.it Spezialisierter Arbeiter (4. FE) gesucht T 0473 656 086, info@altersheim.it Ich suche eine Reinigungskraft für eine kleine Wohnung in St. Martin (1 × wtl.) T 392 5725988 Tourismusverein sucht Hausmeister/in und Mitarbeiter/in für den Infodienst T 0473 656 188, info@passeiertal.it Zahnmedizinische Assistentin und Dental-Hygienikerin gesucht T 0473 659 039, info@zahndoktor.it Verwaltungsmitarbeiter/in gesucht T 0473 492 375, info@eup.bz.it Mitarbeiter für Fenstermontage gesucht T 0473 649 015 Sommerbetreuer*innen und Zivi gesucht T 393 0954681, office@jugendbuero.it Betriebsmechaniker, LKW-Fahrer und Maurer gesucht T 0473 650 066, info@moosmair.com Zeichner und Verkäufer gesucht T 0473 641 296, info@tischlerei-passeier.it

immobilien Zimmer mit Kochnische, Bad und Balkon in St. Martin zu vermieten T 348 3653208 3-Zi.-Woh. in St. Martin zu vermieten T 348 0518266 Kl. Wohnung in St. Leonhard zu vermieten T 0473 656 245 Wohnung in Schweinsteg zu vermieten T 335 5409970 Wohnung oder Haus zur Miete gesucht T 348 3390090 Wohnung mit 2 Schlafzimmern gesucht T 327 9005602

www.wowas.it Weitere Informationen und Inserate online

Stand: 22. 2. 2022

03.indd 1

Fahrt nach Gardaland als Saisonausklang

2021

Rückblick auf die Ranggelsaison 2021 Nach einer einjährigen Rangglerpause im Jahr 2020 aufgrund der vorherrschenden Coronasituation verlief auch die Ranggelsaison 2021 anders als gewohnt. Nach anfänglichen Einschränkungen und nicht wissend, ob im Sommer überhaupt Ranggelturniere ausgetragen werden dürfen, konnte im Mai endlich mit dem Training begonnen werden. Die Euphorie war groß und als feststand, dass Turniere stattfinden können, wurde alles daran gesetzt, nach der langen Pause wieder in Schwung zu kommen. Zwar wurde nur ein Bruchteil der sonst üblichen Ranggelveranstaltungen ausgetragen, dennoch war den Rangglern ihre Begeisterung anzumerken. Insgesamt nahm die Passeirer Mannschaft an 10 Turnieren (davon 7 in Österreich und 3 in Südtirol) teil und konnte dabei ihre ganze Klasse unter Beweis stellen. Besonders hervor­ zuheben sind die Erfolge der beiden Schülerranggler Devid Fiegl und Fabian Hofer. Beide konnten sich international beweisen und erkämpften sich jeweils 8 Podestplätze. Die Südtiroler Meisterschaft wurde in diesem Jahr in der „Haselstaude“ ausgetragen. Trotz einer stark auftretenden Mannschaft aus dem Ahrntal konnten die Passeirer Ranggler überzeugen. Devid Fiegl, Fabian Hofer, Martin Auer und Benjamin Pichler sicherten sich den Meistertitel in ihrer Altersklasse. Somit

22/02/22 11:15

blieben 4 von 8 Titeln im Passeiertal. Die Saison wurde mit dem traditionellen alpenländischen Abschlussranggeln am 24. 10. 2021 auf der Festwiese in St. Martin beendet. Eine gelungene Veranstaltung mit zahlreicher nationaler und inter­ nationaler Beteiligung. Zum Saisonausklang wurde eine Fahrt nach Gardaland organisiert und damit eine etwas andere Ranggelsaison beendet. Mitte Februar 2022 beginnt der Ranggelverein erneut mit dem Training und wünscht allen Rangglern einen guten Saisonstart. Interessierte sind herzlich eingeladen am Training teilzunehmen. Für Informa­tionen wendet euch bitte an den Obmann Pichler Gottfried (Tel. 340 1065543). Benjamin Pichler

kleinanzeige

Reinigungshilfe gesucht Für unsere Ferienwohnungen in Dorf Tirol suchen wir zuverlässige Reinigungshilfe für samstags und/oder sonntags. April bis Mitte November. Mobil: 349 3435556


33 Passeirer Blatt – nr. 169, Februar 2022

Vollversammlung: Obmannstellvertreterin Lamprecht Katja, die Geehrten Egger Siegfried, Raffl Richard und Pöhl Hubert sowie Obmann Gufler Klaus

Haflinger Pferdezuchtverein Passeier

Jahreshaupt­ versammlung Am Sonntag, 23. 1. 2022, fand die Jahreshauptversammlung des Haflinger Pferdezuchtvereins Passeier statt. Der Verein zählt zum 22. 1. 2022 60 Mitglieder, das bedeutet einen Zuwachs an Mitgliedern seit dem 31. 12. 2020 um 11 Personen. Anwesend waren 18 Mitglieder sowie als Ehrengäste der Bürgermeister von Moos, Gufler Gothard, und der Vizebürgermeister von St. Leonhard, Pichler Josef. Nach der Begrüßung durch Obmann Gufler Klaus und der Verlesung des Protokolls der letzten Vollversammlung folgte der Kassa-und Tätigkeitsbericht 2021. Vom 23. bis 25.April fand die alljährliche Stammbuchaufnahme der 3-jährigen Jungstuten in Neumarkt statt, wo 2 Stuten unseres Vereins teilnahmen. Eine Stute erhielt die Bewertung 2a und die Stute Bianca des Holzknecht Michael erhielt die hervorragende Bewertung 1b. Am 16. 5. fand die Vollversammlung des Vereins in St. Leonhard und am 29. 5. die des Verbandes in Bozen statt. Am 4. 6. organisierten wir einen Kurs zum Thema Pferdegesundheit, bei dem die 24 Teilnehmer*innen viel Neues erfahren konnten. Die alljährliche Almwanderung führte und heuer am 11. 7. auf die Stuller Mahder, wo wir bei strahlendem Wetter und gutem Essen einen schönen Rossertag verbrachten. Am 5. 9. fuhr der Ausschuss zu einem Ausflug ins Ötztal.

Das Fohlenbrennen fand am 18. 9. beim Sandhof statt, es wurden 13 Hengst- und 5 Stutfohlen vorgestellt. Die Schönsten davon durften am Fohlenchampionat teilnehmen. Das Fohlen- und Jungpferdechampionat fand am 2. 10. in Neumarkt statt. Für unseren Verein beteiligten sich die Züchter*innen Moosmair Helga und Gufler Klaus mit den Fohlen Neyman-E und Ella und der Jungstute Doretta-Bella. Am 21. 11. war es nach fast 2 Jahren wieder möglich, unser Geschicklichkeitsreiten abzuhalten. Bei strahlendem Sonnenschein waren viele Teilnehmer*innen und Zuschauer*innen gekommen, um die sehr spannenden Rennen zu verfolgen. Zum Abschluss des Kurses bekamen alle Teilnehmer*innen eine Urkunde überreicht

Als nächster Punkt stand auf der Tagesordnung die Ehrung von 6 Mitgliedern, die 40 Jahre und länger beim Verein sind. Gufler Alfons, Lamprecht Alois und Marth Josef waren leider abwesend, die Anwesenden Egger Siegfried, Pöhl Hubert und Raffl Richard erhielten von Obmann Gufler Klaus eine gerahmte Urkunde überreicht. Er dankte ihnen im Namen aller für ihren langjährigen Einsatz. Die Ehrengäste Gufler Gothard und Pichler Josef gratulierten unserem Verein zu seiner umfangreichen Tätigkeit im abgelaufenen Jahr und ermunterten uns, so weiterzumachen. Auch sie dankten den Geehrten für ihren langjährigen Einsatz. Zum Abschluss der Vollversammlung wurde noch Allfälliges besprochen und im Anschluss gab es noch ein gemütliches Beisammensein. Reitkurs In Zusammenarbeit mit dem Reitstall Quellenhof fand am 29.und 30. 1. ein Reitkurs für Anfänger statt. Bei der 8-stündigen Veranstaltung lernten die 20 Teilnehmer*innen einiges über die Pferde und deren Pflege und natürlich durften sie sich auch in den Sattel schwingen und die Grundlagen des Reitens kennenlernen. Die Kursteilnehmer*innen waren durchwegs begeistert und einige wollen dieses schöne Hobby auch in Zukunft weiter ausüben. Der Haflinger Pferdezuchtverein Passeier dankt dem Reitstall Quellenhof für die Zusammenarbeit und freut sich schon auf weitere gemeinsame Projekte. Petra Bacher


34

Stockit: der kleine Winterpark in Walten

Stockit – Winterspaß in Walten Bereits seit einiger Zeit spielte Martin Hainz mit der Idee, in Walten einen kleinen Winterpark zu eröffnen. Vor sechs Jahren war es schließlich soweit und Martin konnte seine ersten Pisten, mit freundlicher Unterstützung der Gemeinde, eröffnen! Zunächst war es allerdings nicht so einfach gewesen, einen geeigneten Platz zu finden, aber Martin gab nicht auf und mittlerweile können sich die großen und kleinen Besucher*innen nicht nur freuen, die Piste hinunter zu rodeln oder Schi zu

fahren, nein, eine der beliebtesten Attraktionen ist bei den Schneefans wohl das Snowtubefahren geworden. Und – seit einem Jahr können die Kinder auch einen Motorschlitten ausleihen. Also viel Spaß und Action für Klein und Groß! Ein Highlight war in den letzten Jahren sicherlich auch die kleine Hütte, wo sich die schneebegeisterten Besucher*innen aufwärmen konnten und etwas zum Trinken bekamen. Sie fehlt sehr! Martin überrascht immer wieder mit neuen Ideen und Projekten, so wie letztlich mit einer Speedbahn für Snowtubing oder einer top Schneekanone, die von der Firma Techno Alpin und den Bergbahnen Pfelders zur Verfügung gestellt wurde. Gerne verbringen auch Lehrpersonen mit ihren Schüler*innen ihren traditionellen

Wintersporttag in Walten, da Stockit leicht erreichbar ist und die Gruppen gut überschaubar sind. Mittlerweile erfreut sich Stockit auch über Gäste, die nicht nur aus dem Passeiertal kommen. Dank des Tourismusvereins Passeiertal wird hin und wieder eine Werbung im Radio geschaltet, auch Martin selbst rührt gerne ein wenig die Werbetrommel mit kleinen Aufmerksamkeiten. Wir wünschen Martin weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung seiner Ideen und danken ihm und seinem Team für ihre Einsatzbereitschaft und herzliche Bewirtung. Toi, toi, toi für die kommenden Jahre … und wir werden sicher noch öfters nach Walten ins Stockit kommen. Rüdiger Gufler, Miriam Maccacaro

Wir suchen Zimmerer.Tischler holz.construct Pichler Urban GmbH – Zimmerei – Holzbau Dachstühle – Balkone – Dachdeckarbeiten – Holzhäuser – Isolierungen

St. Martin in Passeier – Holzlände 50 – Handwerkerzone Passeier Tel. 0473 650 146 – Handy 348 7144241 – info@holzconstruct.com 03.indd 1

www.holzconstruct.com

Walten

22/02/22 09:53


35 Passeirer Blatt – nr. 169, Februar 2022

Vorankündigungen > Testzentrum St. Leonhard Das Testzentrum im Vereinshaus wird voraussichtlich mit Ende Februar geschlossen. In der Apotheke kann jederzeit auch nach der Schließung des Testzentrums getestet werden. > Theaterverein Plåtterwind Platt sucht den Superstar. Der Theaterverein Plåtterwind lädt ALLE dazu ein, gerade jetzt zu Fasching, mal wieder lustig, narrisch und witzig zu sein. Schickt uns ein Video, max. 5 min. sollte es sein, mit einem lustigen Sketch, Karaoke-Lied oder einen Witz, egal was, euch fällt bestimmt was originelles und fantasievolles ein. Alle Videos werden am 1. 3. 2022 im Mehrzwecksaal Platt bei einer Show präsentiert und die Besten werden prämiert. Einsendeschluss: 27. 2. 2022, um 22.22 Uhr, an die Nummer 335 1979356. Wir freuen uns über eure tollen Ideen. Wir laden alle Närr­ innen und Narren zur Präsentation und Prämierung der eingeschickten Sketche am 1. 3. 2022, um 16 Uhr oder um 20 Uhr, ein. Anmeldung mit Angabe der Personenanzahl über WhatsApp unter folgender Nummer erforderlich: 338 9983822. > Saisonstart MuseumPasseier Das MuseumPasseier startet am 1. April in die heurige Museumssaison. Die Öffnungszeiten sind wie gewohnt, von Dienstag bis Sonntag, von 10 bis 18 Uhr. Am 1. April ist gleichzeitig Tag der Offenen Tür mit kostenlosem Eintritt und einer einstündigen Führung zu Andreas Hofer um 11 Uhr. Informationen und Coronaregeln unter www.museum.passeier.it Termine: 1. April: Tag der offenen Tür von 10 bis 18 Uhr 8. April: Führung „Hofer Highlights“ – 11 Uhr 15. April: Führung „Hofer Highlights“ – 11 Uhr 18. April: Ostermontag – von 10 bis 18 Uhr 25. April: Staatsfeiertag – von 10 bis 18 Uhr 22. April: Führung „Hofer Highlights“ – 11 Uhr 29. April: Führung „Hofer Highlights“ – 11 Uhr 6. Mai: Führung „Hofer Highlights“ – 11 Uhr 12. Mai: Brotbacken von 10 bis 12 Uhr 15. Mai: Internationaler Museumstag von 10 bis 18 Uhr 26. Mai: Brotbacken von 10 bis 12 Uhr

> Einschreibungen Musikschule 2022/23 Ausschließlich online vom 1. bis 31. März 2022. Die Anmeldung ist nur online über „myCIVIS“ mittels SPID-Zugang (wie bei Kindergarten und Schule) möglich. Ausführliche Informationen zu den Einschreibungen und zum Fächerangebot der Schulstellen Meran und Passeier finden Sie unter www.musikschule.it (Musikschule Meran/Passeier, Downloads).

> Hilfsorganisation „Aktiv Hilfe für Kinder“ Teilt mit, dass von Sa, 26. 2. bis Sa, 2. 4. von 9 bis 11 Uhr unter den vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen gebrauchte Kleider im Recyclinghof Passeier Mörre abgegeben werden können.

> Rocknight der Musikschule Passeier (Moderner Gesang mit Band) im Kulturzentrum St. Leonhard am Freitag, den 29. April 2022, um 19 Uhr

Ortsstelle St. Martin: Italienisch für die Zweisprachigkeits­ prüfung – Niveau C1 und B2 Am 8.3.2022, 18 – 19,30 Uhr; Referentin: Lucia Bertini; Ort: Mittelschule St. Martin

> Haflinger Pferdezuchtverein Passeier 30. 4. 2022: Haflinger Jubiläumsausstellung „70 Jahre Haflinger Pferdezuchtverein Passeier“ beim Sandhof in St. Leonhard > Sommerkindergarten St. Martin 2022 Der Sommerkindergarten 2022 wird für die Wochen vom 27. 6. bis 26. 8. 2022 für Kinder zwischen drei und sechs Jahren angeboten. Die Formulare zur Anmeldung liegen in den Kindergärten auf oder können auf der Homepage der Gemeinde St. Martin aufgerufen werden. Die Anmeldungen sind spätestens bis Donnerstag, 31. 3. 2022 im Kindergarten oder in der Gemeinde (Buchhaltung) abzugeben. Bei Fragen können sich die Eltern an Dominik Alber wenden, Tel. 347 7631041. > Jugendinfo Der freiwillige Landeszivildienst bietet Jugendlichen die Gelegenheit, das soziale Bewusstsein zu stärken und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Er ist Orientierung für den persönlichen und beruflichen Lebensweg und festigt Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl in unserer Gesellschaft. Wenn du im Alter zwischen 18 und 28 Jahren bist und Lust auf ein Orientierungsjahr als Zivildiener im Jugendzentrum hast, dann melde dich ab sofort im Jugendbüro bei David, Tel. 393 0954681.

> Volkshochschule Südtirol

Ortsstelle St. Leonhard: Trauer als Ressource Am 3.3.2022, 20 – 21.30 Uhr; Referentin: Irene Volgger; Ort: Vereinshaus St. Leonhard Vortrag Trauer als Ressource: Wir sind alle fähig, Trauer zu fühlen und zu spüren – auf eine eigene persönliche Weise und im eigenen Tempo. Trauer verändert uns, ist aber überlebenswichtig für den, der zurückbleibt. Trauer kann, muss aber nicht zwingend immer begleitet werden. Wir wollen hinschauen, wie trauern „geht“ und wo Hilfe sinnvoll erscheint. Nachhaltigkeitsbotschafter – Wie geht weniger Plastik? Am 26.3.2022, 15 – 17.30 Uhr; Referentin: Tanya Deporta; Ort: Vereinshaus St. Leonhard Naturnahes Gärtnern in Topf, Kübel und auf dem Balkon Am 27.4.2022, 19.30 – 21.30 Uhr; Referent: Alexander Huber; Ort: Vereinshaus St. Leonhard

Termine & Veranstaltungen können per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden


Öffnungszeiten moos Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 18 Uhr; Sa geschlossen, T 0473 643 535 Minirecyclinghof Moos: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr; Pfelders: Mi, 14 – 15 Uhr; Platt: Mi, 8 – 9 Uhr und 1. Sa/Monat, 14.45 – 15.30 Uhr; Stuls: Mi, 10 – 11 Uhr und 1. Sa/Monat, 13.30 – 14.15 Uhr; Rabenstein: 1. und 3. Mo/Monat, 10 – 11 Uhr; Rabenstein (Saltnuss – rotes Haus): jeden 1. Mo/Monat, 9 – 9.45 Uhr Rest- und Biomüllsammlung: Dienstag: Moos, Platt, Pfelders (Dorf und Zeppichl), Stuls wöchentlich; Rabenstein, Pill bzw. Sportplatz Sand, Ulfas jede 2. Woche Bibliothek Moos: Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 15 – 16.30 Uhr; Do, 16.30 – 18 Uhr; So, 11 – 12 Uhr Bibliothek Platt: Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 16 – 17 Uhr, Fr, 15 – 16.30 Uhr; Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Pfelders: Mi, 17 – 18 Uhr Bibliothek Rabenstein: Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Stuls: Mo, 15 – 16 Uhr Arztpraxis Dr. Beccarello: Mo, Do, Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 10 – 11.30 Uhr, 12 – 13 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; T 0473 643 689 Apotheke RAM: Mo, 10 – 12; Mi, 16 – 18.30 Uhr; Do, 9 – 12 Uhr; T 0473 643 689 Eltern-Kind-Beratung Moos: Mittwoch 9 – 10.30 Uhr, nur mit Vormerkung, T 339 2924051 Ambulatorium Krankenpflegedienst Moos: Donnerstag, 8 – 8.30 Uhr (ohne Vormerkung) st. leonhard Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 17.30 Uhr; Sa, 9 – 11 Uhr, T 0473 656 113 Minirecyclinghof: Fr, 14.30 – 16.30 Uhr, Sa, 7.30 – 9 Uhr; Walten: Mo, 14 – 15 Uhr Restmüllsammlung: Di; Walten, Schweinsteg, Prantach, Mörre, Glaiten, jeden 2. Di; Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Mi, Fr, 9 – 12 Uhr; Mo, Di, Do, Fr, 15 – 18 Uhr (Winter) Bibliothek Walten: Mo, 15 – 16 Uhr Arztpraxis Dr. Badiolzamani Tari Nazari Hamid: Mo, Fr, 10 – 13 Uhr; Di, Mi, Do, 16 – 19 Uhr; T 348 7593145 Arztpraxis Dr. Sili Ludmila: Mo, 14 – 18 Uhr; Di, 9 – 12.30 Uhr; Mi, Do, 9 – 13 Uhr; Fr, 13 – 15 Uhr; T 389 7911677 Kinderarztpraxis Dr.in Weger: Mo, Fr, 9.15 – 12.30 Uhr; Mi, 9.30 – 12.30 Uhr; Di, 15 – 18 Uhr; Do, 15 – 19 Uhr; T 0473 656 266 Apotheke RAM: Mo – Fr, 8 – 12.30, 15.30 – 19 Uhr; Sa, 8 – 12.30 Uhr; T 0473 656 146 st. martin Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr; Donnerstag, 15 – 17.30 Uhr, T 0473 499 300 Minirecyclinghof: St. Martin: Fr, 8 – 10 Uhr, Samstag geschlossen; Saltaus: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr Restmüllsammlung: Montag; Matatz, Breiteben, Kalmtal, jeden 2. Montag Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Mi, Sa, 9 – 12 Uhr; Mo, Mi, Fr, 15 – 18 Uhr; Di, 14 – 17 Uhr (Winter) Arztpraxis Dr. Peracchi: Mo, Do, 15 – 18 Uhr; Di, Mi, Fr, 9 – 12 Uhr; T 0473 641 174 Arztpraxis Dr. Dubis: Mo, Do, Fr, 9 – 12 Uhr; Di, 15 – 18, Mi, 12 – 15 Uhr, mit Vormerk.; T 0473 650 167 Apotheke Mercurius: Mo, Mi, Do, Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Di, 8 – 12.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr T 0473 650 011 Eltern-Kind-Beratung: Dorfstraße 25/c (alte Bibliothek) Do, 8 – 12 Uhr, T 0473 641 095 Krankenpflegeambulatorium Garberweg: Di, Fr, 8 – 10 Uhr Jugendtreff: Di – Fr, 11 – 12 Uhr; Di und Do, 17.30 – 19.30 Uhr; T 392 5327295 sprengelsitz passeier Verwaltungsdienst: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, 9.30 – 12 Uhr; Do, 9.30 – 12 u. 14 – 15.30 Uhr; T 0473 659 500 Sozialsprengel: Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr, nachmittags mit Terminvereinbarung; T 0473 659 018; Dienst für Pflegeeinstufung: T 848 800 277, Anlaufstelle Pflege- und Betreuungsangebote: Di, Do, 9 – 11 Uhr; T 0473 659 266, Mi mit Vormerk. Blutabnahme: Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, mit Vormerkung, T 0473 264 001 oder online: www.sabes.it/vormerken Kinderblutabnahme: Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, mit Vormerkung, T 339 2924051 oder 0473 659 510 Krankenpflegeambulatorium: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, Do, 9.30 – 11 Uhr Eltern-Kind-Beratung: Di, 8 – 12 Uhr, nur mit Vormerkung; T 0473 659 518 Dienst für Abhängigkeitserkrankungen: Vormerkung T 0473 443 299 Rehabilitationsdienst: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr, 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 533 Impfzentrum: Mo, 8.30 – 16 Uhr; T 0473 659 517, impfungen.passeier@sabes.it Gynäkologe: jeden 1., 2. und 3. Di/Monat Hauspflegedienst: Vormerkung Mo – Fr, 8 – 10 Uhr; T 0473 659 019 Jugendbüro Passeier: Mo – Fr, M 393 0954681 recyclinghof passeier (mörre) Dienstag, Donnerstag, 14 – 17 Uhr; Samstag, 8 – 11 Uhr

Aus den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin Termine & Veranstaltungen märz 1. Einschreibungen Musikschule 2022/23, bis 31. März 3. Trauer als Ressource, Vereinshaus St. Leonhard, 20 Uhr [Volkshochschule] 6. Suppen-Aktion, Vereinshaus St. Leonhard, 11 bis 14 Uhr 8. Italienisch – Niveau C1 und B2, Mittelschule St. Martin, 18 Uhr [Volkshochschule] 14. Englisch Konversation – A2-B1, Vereinshaus St. Leonhard, 19 Uhr [Volkshochschule] 23. Josefimarkt, St. Leonhard 26. Nachhaltigkeitsbotschafter – Wie geht weniger Plastik? Vereinshaus St. Leonhard, 19 Uhr [Volkshochschule] 27. Beginn Sommerzeit april 1. MuseumPasseier: Tag der offenen Tür, 10 bis 18 Uhr 1. Redaktionsschluss Passeirer Blatt 2. Konzert Musikkapelle Moos, Vereinshaus St. Leonhard 8. MuseumPasseier: Führung „Hofer Highlights“, 11 Uhr 27. Naturnahes Gärtnern in Topf, Kübel und auf dem Balkon, Vereinshaus St. Leonhard, 19.30 Uhr [Volkshochschule] 15. MuseumPasseier: Führung „Hofer Highlights“, 11 Uhr 18. MuseumPasseier: Ostermontag geöffnet, 10 bis 18 Uhr 22. MuseumPasseier: Führung „Hofer Highlights“, 11 Uhr 25. MuseumPasseier: Staatsfeiertag geöff., 10 bis 18 Uhr 29. MuseumPasseier: Führung „Hofer Highlights“, 11 Uhr 29. Rocknight, Kulturzentrum St. Leonhard, 19 Uhr [Musikschule Passeier] 30. Jubiläumsausstellung „70 Jahre Haflinger Pferdezuchtverein Passeier“ beim Sandhof in St. Leonhard 30. Frühjahrskonzert der Musikkapelle St. Martin, Vereinshaus St. Leonhard mai 1. Maibaum Fest, Raiffeisenplatz St. Leonhard 6. MuseumPasseier: Führung „Hofer Highlights“, 11 Uhr 7. Frühlingskonzert der Musikkapelle Platt, Vereinshaus St. Leonhard 12. MuseumPasseier: Brotbacken, 10 bis 12 Uhr 15. 26. Alpenregionstreffen, St. Martin 15. MuseumPasseier: Internationaler Museumstag, 10 bis 18 Uhr 20. Schlusskonzert der Musikschule Passeier Vereinshaus St. Leonhard 26. MuseumPasseier: Brotbacken, 10 bis 12 Uhr Juni 3. Redaktionsschluss Passeirer Blatt 4. Neumarkt, St. Leonhard Juli 3. 200-Jahr-Jubiläum Kirche Wans

Termine & Veranstaltungen können per Telefon (T 0473 656 239) und per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Passeirer Blatt by Passeirer Blatt - Issuu