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Passeirer Blatt
contiene
i. p.
Mitteilungen und Nachrichten aus Moos, St. Leonhard und St. Martin Dezember 2021
Dezember 2021 Nr. 168 · 35. jahrgaNg
Zeichnung: Sara Pixner, 1A
Passeirer Blatt
Zwei Rentiere retten Weihnachten inhalt 5 Gemeinden 10 Kultur & Gesellschaft 28 Natur & umwelt 30 vereine & verbände 37 Gesundheit & soziales 39 gratulationen 41 Sport 42 Vorankündigungen
Weihnachtsgeschichte
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Weihnachtsgeschichte
Zwei Rentiere retten Weihnachten Die zwei Rentiere Timo und Nico leben in einem kleinen Dorf hoch im Norden. Sie sind beste Freunde und unternehmen viel zusammen, ihr Dorf ist sehr klein und es leben nicht viele dort. Eines Tages fragte Timo Nico: „Weißt du eigentlich, wo der Weihnachtsmann wohnt?“ Daraufhin antwortete Nico: „Nee, das weiß keiner. Aber wollen wir ihn suchen? Dann könnten wir ihn fragen, ob er deine Großmutter wieder gesund werden lassen kann.“ Timos Großmutter hatte nämlich eine seltsame Krankheit, und ihr ging es zurzeit gar nicht gut. „Ja, das ist eine tolle Idee! Komm, wir laufen jetzt beide nach Hause und packen unsere Sachen zusammen und suchen den Weihnachtsmann“, rief Timo begeistert. Sie liefen beide jeweils zu sich nach Hause und suchten das Nötigste für die Reise zusammen. Nico wollte gerade das Haus verlassen, als sich seine Mutter ihm in den Weg stellte. Sie fragte mit ruhiger Stimme: „Wo willst du denn hin mit deinem großen Rucksack?“ „Ich will mit Timo den Weihnachtsmann suchen und ihn fragen, ob er Timos Großmutter heilen kann. Der Weihnachtsmann kann alles!“, beichtete Nico alles seiner Mutter. Seine Mutter blickte ihn skeptisch an, ließ ihn aber losziehen. Die zwei kleinen Rentiere trafen sich an der Stadtmauer und liefen durch das große Tor hinaus. Keiner von beiden war jemals außerhalb der Stadtmauern gewesen, sie schlugen aber zielsicher den Weg nach Norden ein, denn der alte Joe hatte
ihnen erzählt, dass der Weihnachtsmann am Nordpol lebe. Sie waren schon eine Weile unterwegs, als sie an eine Weggabelung mit unterschiedlichen Schildern kamen. Timo las die Schilder und deutete auf den linken Weg. Nico aber fragte: „Aber wollen wir nicht den anderen Weg gehen, denn jener sieht freundlicher aus?“ Das stimmte! Nico hatte beobachtet, dass der linke Weg mit Eiszacken an den Seiten gesäumt war, während der rechte ungefährlicher aussah und an den Seiten lediglich Pulverschnee lag. Timo aber antwortete: „Jetzt sei kein Angsthase Nico, der Weg wird schon nicht so schlimm sein.“ Sicher war sich Timo da aber nicht, er blickte zum linken Weg und ihm lief ein kalter Schauer über den Rücken. Nun nahm sich Nico ein Herz und schlug tapfer den linken Weg ein, er drehte sich zu Timo um und fragte: „Und, kommst du?“ Timo rührte sich augenblicklich und lief auf Nico zu. Sie wanderten schon eine Ewigkeit durch die wunderschöne Eis- und Schneelandschaft, als sie in der Ferne ein großes Gebäude erblickten. Sie sahen sich an und liefen immer schneller. Als sie am Gebäude ankamen, stellte sich heraus, dass es eine Fabrik war. Und nicht irgendeine Fabrik! Nein, die Fabrik des Weihnachtsmannes! Sie kamen aus dem
Staunen gar nicht mehr heraus, als sich eine Tür öffnete. Aus der Tür kam ein kleiner, putziger Elf, der an seiner Zigarette zog und dann mit einem urigen Dialekt fragte: „Åschpile, woos wëllt ës denn doo?“ „Wir möchten zum Weihnachtsmann“, sagte Timo. Der Elf schaute sie verwundert an, sagte aber schließlich: „Ahha, zin sem wëlltis? Når kemp amåll miit!“ Sie folgten dem Elf ins Innere der Fabrik. Dort arbeiteten viele Elfen, die damit beschäftigt waren, Weihnachtsgeschenke zu bauen und zu verpacken. Doch komischerweise waren die Geschenke noch nicht verschickt worden … Die Elfen grüßten sie alle mit einem fröhlichen „Servus!“ Der Elf, der die beiden Rentiere in Empfang genommen hatte, grüßte zurück, lief dann aber zielstrebig weiter. Die Rentiere folgten ihm zügig. Sie kamen an einer Tür an, wo BOSS draufstand. Der Elf wandte sich noch einmal an die Rentiere: „Iëtz sain miër doo, når mëggis lai innin giën unt soogn, dass dr Hias enk ggschickt håt.“ Die Rentiere nickten und der Elf öffnete die Tür zum Büro. Sie traten ein. An einem großen Schreibtisch mit vielen Zetteln saß der Weihnachtsmann. Dieser sah nun auf und betrachtete die Rentiere neugierig. Nico fing an zu reden: „Es tut uns leid, dass wir dich stören, aber wir brauchen deine Hilfe! Und wir sollen ausrichten, dass uns ein gewisser Hias geschickt hat.“ „Ah, der Hias also, das ist ein netter Kerl! Und ihr sagt, ihr braucht meine Hilfe? Dann erzählt mal“, meinte der Weihnachtsmann. Timo sah Nico an und begann zu sprechen: „Meine Großmutter ist sehr krank, sie hat eine Krankheit, die niemand bisher heilen konnte.
Impressum
Erscheint zweimonatlich. Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29. 5. 1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier; vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Robert Tschöll – Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Ulrich Mayer. Redaktion: Fabian Gufler, Kurt Gufler, Thomas Lanthaler, Elisabeth Larcher, Miriam Maccacaro, Arnold Rinner; Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Korrektur: Ernst Rinner, Kurt Gufler. Produktion und Druck: design.buero Artikel können bei allen Redaktionsmitgliedern und bei design.buero in St. Martin (Dorfstraße 14) abgegeben werden und müssen mit dem Namen und der Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein. Werbebeiträge direkt an das Passeirer Blatt, passeirerblatt@passeier.it, T 0473 656 239. Redaktionsschluss: 4. Februar, 2. April 2022 E-Mail: passeirerblatt@passeier.it www.passeirer-blatt.it
Die Redaktion des Passeirer Blattes wünscht allen Leserinnen und Lesern
frohe Weihnachten neues Jahr! und ein gesegnetes
Maria Pfitscher, 2A
Aus dem Grund wollen wir dich um Hilfe bitten, denn der Weihnachtsmann kann ja alles.“ „Uh, das ist nicht gut … ich fürchte, ich kann euch zurzeit nicht helfen. Aber ich überlege mir etwas, solange könnt ihr hierbleiben“, antwortete der Weihnachtsmann ausweichend. Nico und Timo hatten sich bereits nach kurzer Zeit beim Weihnachtsmann ein gelebt und wollten nicht mehr fort. Eines Tages liefen sie in die Küche und stibitzten einige der köstlichen Lebkuchenkekse, die Köchin Agata sicherheitshalber versteckt hatte. Doch leider kam Agata genau in diesem Moment bei der Tür herein und lief ihnen empört mit ihrem großen Kochlöffel hinterher. Timo und Nico rannten so schnell wie sie nur konnten. Da sie beide so tollpatschig waren, stolperten sie über ihre eigenen Füße und kullerten den langen Gang entlang. Am Ende des Ganges hing das Bild einer Winterlandschaft mit einer Hütte. Sie flogen geradewegs darauf zu! Anstatt aber in das Bild zu krachen, fielen sie durch es hindurch. Weißer Glitzernebel umgab sie und sie befanden sich plötzlich in der Schneelandschaft, genau dort, wo die Hütte stand. Nico sah erstaunt um und fragte Timo: „Wo sind wir hier gelandet?“ „Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht!“, antwortete Timo verwundert. Timo stapfte in Richtung der kleinen Hütte und Nico folgte ihm ängstlich. Timo klopfte an die Tür. Als ihn Nico gerade für verrückt
erklären wollte, öffnete sich diese. In der sperrigen Tür stand der Weihnachtsmann! Wie konnte das sein? Die Rentiere sahen ihn verwirrt an und verstanden die Welt nicht mehr. Da begann der Doppelgänger zu sprechen: „Endlich hat mich jemand gefunden, ihr denkt sicher, was macht der Weihnachtsmann hier? Er sollte doch in seinem Büro sein? Ich bin aber der wahre Weihnachtsmann und wurde hier, in diesem Bild, eingesperrt. Aber kommt erst mal rein!“ Das ließen sich die Rentiere nicht zweimal sagen, denn es war draußen sehr kalt geworden. Sie setzten sich auf seine Couch, der „richtige“ Weihnachtsmann in den Sessel gegenüber. Er begann zu erzählen: „Es war eigentlich ein ganz normaler Tag, als mich mein Assistent Klaus überwältigte und mich
in dieses Bild einsperrte. Von diesem Moment an übernahm er die Rolle des Weihnachtsmannes.“ Nico fragte ungläubig: „Aber kommst du jemals wieder hier raus, Weihnachtsmann?“ „Ja, schon, aber da gibt es leider einen Haken! Ich kann nur mit dem Eiskristall aus diesem Gefängnis entkommen. Und da ihr jetzt da seid, könnt ihr mir helfen. Traut ihr euch das zu?“, meinte der Weihnachtsmann skeptisch. Die Rentiere nickten sofort, also fuhr der Weihnachtsmann fort: „Ihr müsst in mein Büro schleichen, denn dort wird der Eiskristall aufbewahrt, in der obersten Schublade des rechten Aktenschrankes. Bringt ihn mir und dann retten wir Weihnachten.“ Timo fragte: „Aber wie kommen wir aus dem Bild und > wieder hinein?“ „Das ist ganz einfach:
Mittelschule St. Leonhard
Während unserer letzten Redaktionssitzung kam der Gedanke auf, Weihnachtsbildern und -geschichten von Jugendlichen mehr Raum zu schenken, um einen – vielleicht ganz anderen – Blick auf Weihnachten zu erhalten. So ist es uns, in Zusammenarbeit mit der Bibliothek der Mittelschule St. Leonhard gelungen, viele Schüler*innen für das Projekt zu begeistern. Zahlreiche Bilder und Texte wurden von den kreativen Künstler*innen, Autor*innen eingereicht und bei so mancher Arbeit kam die Redaktion ins Staunen! Schlussendlich mussten wir aber eine Auswahl treffen, was uns allerdings nicht leichtfiel. Ein großer Dank gilt allen, die zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben und die jungen Teilnehmer*innen können sich alle über eine kleine Weihnachtsüberraschung freuen, die von der Gemeinde St. Leonhard zur Verfügung gestellt wird. Miriam Maccacaro, Michael Hofer
Hannah Lanthaler, 1B
> hinaus kommt ihr durch meinen Kamin, leider bin ich zu dick und passe selbst nicht durch. Hinein kommt ihr wieder durch das Gemälde, kapiert?“, erklärte der Weihnachtsmann mit einem fragenden Unterton. Die Rentiere nickten abermals. Nico sagte: „Komm Timo, wir dürfen keine Zeit verlieren!“ Timo sprang genauso rasch wie Nico auf und sie verabschiedeten sich vom Weihnachtsmann. Sie traten vor den Kamin und erblickten ein großes Portal, sie traten darauf zu und wurden mit einem kräftigen Sog in den Kamin hinaufgezogen. Kurz darauf befanden sie sich wieder auf dem Gang der Fabrik. Sie machten sich sofort auf den Weg ins Büro und erblickten auf dem Weg dorthin Klaus, den falschen Weihnachtsmann, der sich mit ein paar Elfen unterhielt. Das war ihre Chance! Sie schlichen sich in das Büro. Timo machte für Nico eine Räuberleiter, um an die oberste Schublade zu gelangen, da, plötzlich hörten sie Schritte, die sich näherten. Nico griff Elfchen zur Weihnachtszeit
Weihnachtsbaum Der Morgenstern Die Krippe steht Jesus Christus wird geboren Weihnachten Klara Pfitscher, 1A
schnell in die offene Lade und holte eine Schatulle heraus. Schnell versteckten sie sich hinter der Tür. Diese öffnete sich und Klaus trat in das Büro. Fröhlich pfeifend ging er – zum Glück – weiter ins anliegende Bad. Die Rentiere stürmten aus dem Büro und liefen so schnell wie sie nur konnten zum Gemälde zurück. Sie hüpften flink hindurch und stolperten weiter zur Tür der Hütte. Aufgeregt stürmten die zwei zum echten Weihnachtsmann. Schweratmend überreichten sie ihm die Schatulle mit dem Eiskristall. Er öffnete sie und ein hellblauer Schimmer leuchtete heraus. Der Weihnachtsmann holte den Eiskristall heraus und betrachtete ihn, dieser sah wie ein riesiger Kristall aus, in dem Schneeflocken eingraviert waren. Der Weihnachtsmann sagte: „Kommt, gehen wir dem Schurken das Handwerk legen, der Kristall wird uns behilflich sein!“ Die Rentiere stimmten zu und der Weihnachtsmann benutzte den Kristall, nun wurde er augenblicklich schlanker. Jetzt passte er auch durch den Kamin! Schwuppdiwupp – befanden sie sich wieder auf dem Gang der Fabrik. Sie suchten unauffällig nach dem falschen Weihnachtsmann und fanden ihn schließlich auf dem großen Balkon, oder, es war eher eine Terrasse. Sie schlichen sich an, doch Klaus bemerkte sie, drehte sich um und sprach: „Ah, alter Freund, du bist es. Wie ich sehe, haben dir die zwei kleinen Rentiere geholfen freizukommen.
Ich werde aber dennoch Weihnachtsmann bleiben. Nun werde ich dich endgültig aus dem Weg räumen!“ Klaus zielte mit einem Zepter auf unsere drei Helden und ein grüner Lichtblitz schoss heraus. Die drei konnten ihm gerade so ausweichen. Der Weihnachtsmann aktivierte nun seinen Eiskristall und schoss auf Klaus, auch dieser hatte genau im selben Moment nochmals geschossen und die Strahlen trafen aufeinander. Niemand konnte erkennen, wer wohl stärker war! Der Weihnachtsmann bekam schließlich die Überhand und der hellblaue Strahl traf Klaus. Ein strahlendes Leuchten ging von ihm aus und er verwandelte sich in eine goldene Glocke. Der falsche Weihnachtsmann war besiegt! Einige Zeit später: Der Weihnachtsmann konnte Timos Großmutter heilen und sie lebte von nun an glücklich und zufrieden. Timo und Nico blieben weiterhin beim Weihnachtsmann und durften seinen Schlitten ziehen. Die Glocke, in die Klaus verwandelt worden war, hing von nun an vorne am Schlitten des Weihnachtsmannes. Immer, wenn ihr also die Glocke Klaus läuten hört, wisst ihr, dass der Weihnachtsmann in der Nähe ist und mit ihm wahrscheinlich auch die zwei kleinen Rentiere Nico und Timo, die den Weihnachtsmann retteten und somit das gesamte Weihnachtsfest! Frohe Weihnachten euch allen! HOHOHO! Alia Pichler, 3A
5 Passeirer Blatt – nr. 168, Dezember 2021
Gemeinden
Die zwei Baustellen im Bild: die Fußballtribüne (im Vordergrund) und das neue Sportzentrum
St. Martin
GEMEINDERAT St. Martin
Die Fußballtribüne steht vor der Fertigstellung
Für mehrere Großprojekte die Weichen gestellt
Durch Lieferschwierigkeiten verzögert, wird am Fußballplatz in St. Martin das dritte Baulos verwirklicht. Das erste Baulos umfasste die Errichtung des Servicegebäudes mit Bar (seit Februar 2020 fertig), das zweite Baulos den Abbruch der bestehenden Tribüne und eine neue Umzäunung. Die Arbeiten zum dritten Baulos, den Bau der neuen Fußballtribüne, führt die Firma Roland Gufler zu einem Preis von 481.439 Euro aus. Aufgrund der Hochspannungsleitung musste die neue Tribüne auf die Passerseite des Fußballplatzes verlegt werden. Fundament und Betonschalung für die Tribüne sind bereits fertiggestellt. 44,7 Meter werden überdacht. Der Sitzbereich wird 38 Meter lang sein und 120 Personen Platz bieten. Mit den Stehplätzen ist die Tribüne für 400 Zuschauer*innen aus gelegt. Die Elektroarbeiten führt die Firma Zöschg GmbH zu einem Preis von rund 120.000 Euro aus. Die Holzkonstruktion für die Überdachung wurde an die Zimmerei Haspinger zu einem Preis von rund 86.000 Euro vergeben. Die Spenglerarbeiten führt Ewald Ilmer um rund 20.000 Euro aus, die Pfähle hat die Gufler Geo GmbH um rund 11.000 Euro gesetzt. Das vierte und letzte Baulos betrifft letztendlich die Leichtathletikanlage, deren Finanzierung mittlerweile gesichert ist. Kurt Gufler, Rosmarie Pamer
Eine Haushaltsänderung des Gemeinderates von St. Martin im Umfang von 608.000 Euro stellte die Weichen für mehrere Großprojekte, die noch heuer auf den Weg gebracht werden sollen. Der Bau des neuen Sportzentrums in St. Martin hat im November mit dem Abriss der Tennisbar und den Aushub arbeiten begonnen, wobei das Bauunternehmen Roland Gufler den Zuschlag für die Arbeiten erhalten hatte. Zu den bereits zweckgebundenen 321.935 Euro wurden weitere 277.000 Euro für den Bau der Leichtathletikanlage vorgesehen. Die Kosten werden mit 675.815 Euro beziffert. Die Ausschreibung wurde im November veröffentlicht, die Bauarbeiten werden im Februar beginnen und sollten im Frühjahr abgeschlossen sein. 50.000 Euro fließen in die Küche des neuen Sportzentrums. Zu den 872.285 Euro für die primäre Erschließung der Erweiterungszone Haslach wurden weitere 17.000 Euro zweckgebunden. 160.000 Euro wurden für die Umgestaltung des Dorfplatzes genehmigt. Die Ausschreibung der Arbeiten erfolgte im November, die Umsetzung soll im Jänner oder Februar erfolgen und im Frühjahr beendet sein. „Uns als Gemeindeverwaltung ist es wichtig“, betont Bürgermeisterin Rosmarie Pamer, „dass die Bauprojekte im Winter abgewickelt werden, sodass die
touristische Saison so wenig wie möglich durch Lärm und Baustellen gestört wird.“ 40.000 Euro sind der Beitrag an die Gemeinde Riffian für das erste Baulos zur Sanierung der übergemeindlichen Trinkwasserleitung. 30.000 Euro wurden für das Trinkwasser-Kraftwerk Zorn vorgesehen. Die Leitungen sind zu klein dimensioniert und sollen vergrößert werden. In Saltaus wurden verschiedene Umwidmungen und Richtigstellungen auf Antrag der Saltauserhof KG vom Gemeinderat genehmigt. Einnahmenseitig wurden ein Landes beitrag von 22.583 Euro für geringere Einnahmen bei den Müllgebühren der Betriebe, ein Landesbeitrag von 68.173 Euro für Mehrkosten bei der Schneeräumung im vergangenen Winter und 52.724 Euro Mehreinnahmen aus dem Strom verkauf zweckgebunden. Ausgabenseitig fließen unter anderem 68.173 Euro in Zivilschutz-Sofortmaß nahmen auf der Kalmtaler Straße und weitere 55.000 Euro in die Erschließung der Erweiterungszone Haslach. Kurt Gufler, Rosmarie Pamer kleinanzeige
Bedienung gesucht Wir suchen ab März oder April Bedienung in Voll- und Teilzeit. Freuen uns auf Ihren Anruf Hotel Sonnenhof Telefon 347 7130897 oder 0473 656 150
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Manuel Ennemoser, Vorarbeiter des Bauunternehmens Graf & Söhne, Gerda Prünster, Verwaltungsrätin des Konsortiums Seniorenheime Sternguet & St. Benedikt, Vizebürgermeister Erich Kofler (St. Martin), Gemeindereferentin Anneliese Weiss, Bauunternehmer Roland Graf, Bürgermeisterin Rosmarie Pamer (St. Martin), Vizebürgermeisterin Rosa Laimer (Kuens), Gemeindereferent Konrad Pichler (St. Martin), Sicherheitskoordinator Egon Nischler, Johanna Pinggera, Direktorin des Konsortiums Seniorenheime Sternguet & St. Benedikt, Architekt Kurt Stecher, Franz Angerer, Präsident des Konsortiums Seniorenheime Sternguet & St. Benedikt, Bürgermeister Franz Pixner (Riffian), Diakon Hermann Pirpamer, Verwaltungsrat des Konsortiums Seniorenheime Sternguet & St. Benedikt, Gemeindereferent Dominik Alber (St. Martin) und Pfarrer Pater Alexander Pixner OT
St. Martin
Das Seniorenheim St. Benedikt wurde in nur 6 Monaten saniert und erweitert Das Seniorenheim St. Martin lässt immer wieder aufhorchen und Herzen höher schlagen. Letzthin mit den ehrenamtlichen Musikeinlagen von Martiner Bürgern (im Freien in sicherem Abstand) während der Covid-Zeit. Nun ist der Umbau im Seniorenheim fertiggestellt und Ende Oktober erfolgte die Segnung. Mitten im Geschehen: die Direktorin des Konsortium Seniorenheime Sternguet & St. Benedikt Johanna Pinggera und ihre Mitarbeiter*innen. In den letzten 6 Monaten hat das Altersheim eine ganz besondere Mutprobe geleistet. Zu den täglichen Grenzgängen rund um das Thema Corona kamen auch noch die Sanierung und Erweiterung des Hauses dazu. Von März 2021 bis Oktober 2021 wurden, nach einem Jahr covidbedingtem Verzug, 1,25 Mio. Euro in die Einrichtung investiert. Während das Land einen Beitrag von 717.946 Euro gegeben hat, investierte die Gemeinde St. Martin, als Eigentümerin des Hauses, die restliche Summe. Auch das Seniorenheim investierte 100.000 Euro. Es gab einiges zu erneuern. Der Verwaltungsratspräsident des Konsortium Seniorenheime Sternguet & St. Benedikt, Franz Angerer, erklärte bei
der feierlichen Segnung des Umbaus, dass man schon seit einigen Jahren um den nötigen Umbau wusste. Bis 2022 hatte auch das Seniorenheim St. Benedikt Zeit sich an die geltenden Brand- und Sicherheitsbestimmungen anzupassen, so wurden unter der Leitung des Archi tekten Kurt Stecher sehr viele Arbeiten durchgeführt: Die Öffnung zwischen Erdund Dachgeschoss musste geschlossen werden, der Bodenbelag der Stiegenhäuser ausgetauscht werden und eine neue Schwesternruf- und Brandschutzanlage musste eingebaut werden. Die Fenster und Türen bekamen bruchsicheres Glas und die Aufzüge, welche mittlerweile 20 Jahre alt waren, wurden vergrößert. Der Speisesaal und Eingangsbereich wurden vergrößert und es kam eine kleine Stube dazu. Auch wurden die herkömmlichen Lampen mit LED- Lampen ausgetauscht, welche zu einer erheblichen Stromsparung führen werden. Die Küche wurde umgebaut, der Speisesaal bekam zum Teil neue Möbel. Die Direktorin Johanna Pinggera ist wahnsinnig erleichtert, dass der Umbau nun zu Ende ist: „Ohne Umbau haben wir schon alle Hände voll zu tun, wir sind sehr
glücklich, dass die Arbeiten nun abgeschlossen sind. Die Heimbewohner*innen, Mitarbeiter*innen und ich sind froh und dankbar über die getätigte Leistung, nun können wir uns wieder auf unsere Gäste fokussieren, die nun mehr Platz, Komfort und Sicherheit haben.“ Auch die Bürgermeisterin ist froh, dass nun genug Platz für 30 Gäste ist und nicht, wie ursprünglich geplant, für 22 Bewohner*innen. Um den Standort ist sie nach wie vor sehr glücklich: „Unsere Senior*innen sind mitten im Dorfgeschehen und das ist gut so, sie sind ein Teil von St. Martin.“ Auch ist Rosmarie Pamer um den Ausbau der Küche dankbar: „Die Küche von St. Benedikt wird nicht nur für die Heimbewohner*innen verwendet, sondern auch für das Betreute Wohnen, die Gemeindeangestellten, die Werkstatt für Behinderte und Essen auf Rädern, es war auch hier Zeit zu investieren und dies hat das Seniorenheim St. Benedikt mit der Eigeninvestition vorgenommen.“ Ende Oktober hat der Pfarrer Pater Alexander Pixner OT die Segnung des Hauses vorgenommen, dabei wurden auch die Bewohner*innen, Mitarbeiter*innen und Mithelfer*innen unter den Schutz des Herrgotts gestellt. Nun darf in gewohnter Ruhe und Besinnlichkeit auch im Seniorenheim St. Benedikt die Adventszeit beginnen. Elisabeth Larcher
7 Passeirer Blatt – nr. 168, Dezember 2021
St. Martin
Abschied von der beliebten Tennisbar Mit einer gehörigen Portion Wehmut haben viele Mårtiner*innen den Abschied von der beliebten Tennisbar, an der Psairer Hauptstraße gelegen, zur Kenntnis genommen. Seit über 40 Jahren war das Blockhaus mit der Tennisbar ein Treffpunkt für Jung und Alt, Groß und Klein. In den 1970er Jahren ließ Karl „Schaly“ Pichler in der Sportzone in St. Martin zwei Tennis-Hartplätze bauen, die ersten Tennisplätze in Psair, die nicht zu einem Hotel gehörten und die demnach von allen in Anspruch genommen werden konnten. Dazu ließ „Schaly“ auch ein Blockhaus mit Bar errichten. Die Tennisplätze wurden 1978 für 30 Millionen Lire (15.480 Euro) der Gemeinde St. Martin verkauft. 1983 wurden sie zu Sandplätzen umgestaltet, 1988 wurde das Blockhaus versetzt und die Tennisplätze auf 4 erweitert. In den Achtzigern gab es auch bei uns in Psair einen regelrechten Tennisboom! Jede*r, der etwas auf sich hielt, spielte Tennis. Die Plätze waren über Wochen
hinweg ausgebucht und es wurden Turniere aller Art organisiert und ausgetragen. Inzwischen muss man nicht mehr Wochen im Voraus seine Tennisstunden reservieren, aber Tennis ist in St. Martin nach wie vor eine beliebte Sportart. Nach dem Kauf der Tennisplätze schloss die Gemeinde St. Martin mit dem ATC, dem Amateur-Tennisclub St. Martin (inzwischen ATC Passeier) einen Vertrag zur Führung der gesamten Anlage. Bis auf die außerordentliche Instandhaltung bestritt der Tennisclub alle Kosten, durfte dafür aber den Barbetrieb im Blockhaus verpachten. Der Tennisclub ist bis heute ein wichtiger Verein in St. Martin. Ganzjährig werden Tenniskurse organisiert, an denen jährlich 100 Kinder vom Kindergartenalter bis 15 Jahre teilnehmen. Es werden Tennis turniere und Meisterschaftsspiele aus getragen. Vor allem im April und Mai jeden Jahres werden die Tennisplätze auch stark von den Tourismusbetrieben genutzt. Seit 2008/09 wird im Winter der Eislaufplatz auf einem Tennisplatz errichtet; der Eissportverein St. Martin wurde in den Vertrag mit dem ATC integriert. „Es ist sehr schade“, bedauert der Mårtiner Vizebürgermeister und Präsident des
BaustoffeBaumaterialien - Fertigbeton
Eissportvereins, Erich Kofler, „dass nach Covid nun die zweite aufeinanderfolgende Eissaison wegen der Bauarbeiten nicht möglich ist. Wir freuen uns aber auf den Neustart auf der neuen Anlage, in der auch Räume für den Eissportverein zur Verfügung stehen werden.“ Die Tennisbar wurde im Laufe der Zeit von verschiedenen Pächtern geführt, vor allem der Name Schwarz Hubert ist eng mit den Geschicken der Tennisbar verbunden. Die letzten Pächter waren Kevin Pacella und Hans Rudi Brugger, die vor dem Abriss der beliebten Tennisbar eine „schnaidige“ Abschiedsfeier organisierten. „Auch wenn das Blockhaus schon lange nicht mehr zeitgemäß war,“ gibt Bürgermeisterin Rosmarie Pamer zu bedenken, „hat die Tennisbar ganz einfach zum Dorf gehört und viele hatten eine emotionale Bindung zu ihr.“ Mit dem Tennisverein gibt es bis zum Bauende des neuen Sportzentrums einen Übergangsvertrag, mit dem die Gemeinde dem ATC ihre Unterstützung zusichert. Den Zuschlag für den Bau des neuen Sportzentrums erhielt das Bauunter nehmen Roland Gufler, Baubeginn war in der zweiten Novemberwoche. Kurt Gufler, Rosmarie Pamer
Mikropfähle – Verankerungen Spritzbeton
Die Firmenleitung und ihre Mitarbeiter bedanken sich bei allen Kunden für die gute Zusammenarbeit und das erwiesene Vertrauen. Wir wünschen allen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Familie Gufler
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Beschlüsse
Aus dem Rathaus von Moos vom 1. 10. bis 1. 12. 2021 > Beitrag: Gewährung eines außer ordentlichen Beitrages an den Jugendtreff St. Martin für das Projekt „the sound of music – die Jungbläserwoche 2021“ in der Höhe von € 1.500; Gewährung eines Zusatzbeitrages an den Verein MuseumHinterPasseier für die ordentliche Tätigkeit 2021 in der Höhe von € 20.000; Gewährung eines Investitionsbeitrages an den Bergrettungsdienst im AVS Rabenstein EO für den Austausch von Material in der Höhe von – € 1.200; Gewährung eines Zusatzbeitrages an die Freiwillige Feuerwehr Moos für den Ankauf des Kleintransportfahrzeugen „KTF“ Mercedes X-Klasse 350d in der Höhe von € 10.000. > Gemeinde: Mitgliedsbeitrag 2. Rate 2021 Alpine Pearls – € 6.242,40; Vermessung und Ausarbeitung eines Lageplanes des Ortskerns Moos und des ehemaligen Kasernenareals – Per. Ind. Thomas Marth – € 4.397,42; Ausarbeitung eines Ensembleschutzkata loges für das Gemeindegebiet von Moos in Passeier – Dr. Martin Laimer – € 14.794,21; Genehmigung des Vertragsentwurfes zum Abschluss eines Mietvertrages mit der SASA SpA-AG für den Busparkplatz in Moos für den Zeitraum 14.11.2021 – 13.11.2031; Wartung des Aufzuges im Rathaus von Moos im Zeitraum 01.01.2022 – 31.12.2024 – Kone SpA – € 4.611,60; Wohnbauzone Stuls 4 – Errichtung einer erhöhten Grüninsel in Waschbetonoptik – Bauunternehmen Gufler Roland – € 8.418; Ankauf von Heizöl für das Jahr 2021 über die Vereinbarung der CONSIP Spa – € 16.617,46; Gebäude Felsenstein Bp. 10/1 und „Stadel“ Bp. 320 KG Platt – Ausarbeitung Teilungsplan, Gebäudekatastermeldung, Vermessung und Energiezertifikat – Per. Ind. Thomas Marth – € 7.878,15; Fonds für die Unterstützung der Wirtschafts-, Handwerks- und Handelstätig keiten (DPCM 24.09.2020) – Genehmigung der definitiven Rangordnung für das Jahr 2020 und Zuweisung der Beiträge an die Antragsteller. > Müll: Abfallbewirtschaftung und Umweltberatung – Verpflichtung der voraussichtlichen Restkosten im Jahr 2021 – Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt – € 35.479,63; Sanierung Wertstoffzwischenlager „Tisner Au“ in Lana – Verpflichtung der anteils mäßigen Kosten – Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt – € 57.965;
Minirecyclinghof: Genehmigung und Liqui dierung Abrechnung 2020 mit der Gemeinde St. Leonhard in Passeier – € 9.449,49. > Trink- und Abwasser: Trinkwasserver sorgung – Sanierungsarbeiten an den Becken „Pill 1+2“ sowie „Zeppichl“ – Formetall KG d. Gögele M. & Co – € 3.193,96; Neufassung der Quellen Schneidalm oberhalb von Pfelders – Projektierung, Bauleitung, Abrechnung und Sicherheitskoordination – Dr. Ing. Markus Hesse – € 41.466,53. > Sportanlagen: Bergbahnen Pfelders GmbH – Akonto gemäß Dienstleistungsvertag für die Führung des Skigebietes Pfelders – Winter 2021/2022 – € 79.300. > Straßen & Wege: Winterdienste, Schneeräumung und Streudienste – Zeitraum 01.10.2021 – 30.09.2023 – Zone Platt/Ulfas – Ermächtigung zum Unterauftrag an die Firma Helminger Reinhard € 57.377,05; Wanderweg Platt-Moos – Sanierung der Brücke beim Buecherhof – Formetall KG d. Gögele M. & Co – € 1.990,92; Ländliches Straßennetz – Erneuerung von zwei Holzbrücken – Gufler Patrick – € 10.931,20. > Schulen/Kindergarten: Grundschule Platt – Erneuerung der Beleuchtung eines Klassenraumes – e-Tec d. Raich Rainer Alois – € 5.805,21. > Bibliotheken: Ankauf von Büchern über den Notstandsfonds für Unternehmen und kulturelle Einrichtungen – Jahr 2021: Bibliotheken Moos und Rabenstein – Buchhandlung Alte Mühle d. Matthäus Schölzhorn & Co. KG – € 2.196,76; Bibliotheken Platt und Pfelders – Athesia Buch GmbH – € 1.907,10.
Aus dem Rathaus von St. Martin vom 25. 9. bis 24. 11. 2021 > Allgemeine Verwaltung: Liquidierung der Kosten für die Abwicklung der NasenflügelAntigentests in der Apotheke St. Martin Dr. Daniele Rizzo im Zeitraum 26.04.2021 – 15.06.2021 – € 3.685; Rechtsberatung für die Einleitung des Verfahrens im Sinne des Art. 14 des L.G. 17/1993 sowie weitere Maßnahmen – Anwaltssozietät Reichhalter & Rudolph-Ramirez, Bozen – € 3.647,80; Übernahme der anteilmäßigen Kosten für die Verbraucherberatung im Passeiertal im Jahr 2022 – Verbraucherzentrale Südtirol – € 2.100; Lieferung von 10 Gutscheinen für die Initiative „Eltern-Box“: Fa. Tschöll KG des Tschöll Bernhard & Co., St. Martin – € 1.200; Fa. Platter KG
des Platter Dieter & Co., St. Martin – € 1.200; Verkauf am Stock von ca. 278 m³ Nutz- und Brennholz, Holzlos Kammerwald, an die Fa. Sarner Holz OHG, Sarntal zum Preis von 58,62 €/m³; Übernahme der zusätzlichen Kosten in Höhe von € 2.000 für die Produktion des Passeirer Blattes im Jahr 2021 – Fa. design.buero des Albert Pinggera, St. Leonhard. > Bauhof: Reparatur des Fahrzeuges „Unimog“ – Fa. Otto Steinmassl GmbH & Co. KG, Krün (D) – € 5.126,44; Lieferung einer Holzzange Lasco LA-1000 für den Kleinbagger – Zipperle Thomas & Co. OHG, St. Martin – € 5.490. > Beiträge: AVS – Sektion Passeier – Ortsstelle St. Leonhard, Klettergruppe – € 1.200 für den Ankauf von Teambekleidung; Goaßzuchtverein Passeier – € 2.000 für die Organisation der Veranstaltung „Goaß ausstellung“ in St. Martin am 20.11.2021. > Bibliothek: Ankauf von Büchern mit dem Beitrag aus dem Notstandsfonds für Betriebe und kulturelle Institutionen laut Ministerial dekret Nr. 191 vom 24.05.2021: Fa. A. Weger KG, Brixen – € 1.534,14; Buchhandlung Alte Mühle KG, Meran – € 1.534,14; Fa. Athesia Buch GmbH, Meran – € 1.534,14; Aktualisierung der Notfallpläne im Gebäude der öffentlichen Bibliothek mit geschützter Werkstatt – design.buero des Albert Pinggera, St. Leonhard – € 1.043,10. > Kindergarten/Schule: Lieferung von Pellets Premium Fichte EN plus A1 für die Heizanlage von Grundschule und Kindergarten Saltaus für den Winter 2021/2022 – Fa. Beikircher Grünland GmbH, Sand in Taufers – € 7.283,40; Lieferung von Reinigungsmitteln und Hygieneartikeln für die Kindergärten von St. Martin und Saltaus – Niederbacher Cleantec GmbH, Kaltern – € 1.553,90; Lieferung und Montage von drei Verbund sicherheitsgläsern für die Grundschule St. Martin – Fa. Glas-Studio Siegfried Geier & Co. OHG, Meran – € 2.630,32; Lieferung eines Gefrierschranks Liebherr GN5235 für die Küche des Kindergartens von St. Martin – Fa. EP Lanthaler des Lanthaler Dominik & Co. KG, St. Martin – € 1.499. > Öffentliche Arbeiten: Übernahme der anteilsmäßigen Kosten für die Anpassungs arbeiten an der übergemeindlichen Trinkwasserleitung „Valtmar“ (1. Baulos) – € 19.666,40; Übernahme der anteilsmäßigen Kosten für die Anpassungsarbeiten an der übergemeind lichen Trinkwasserleitung „Valtmar“ – Zone Obergereuth – € 8.081,22.
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> Öffentliche Beleuchtung: Reparatur von vier Straßenlampen in der Zone Außerdorf – Fa. ewo GmbH, Kurtatsch – € 1.532,17; Reparatur der Straßenbeleuchtung in Quellenhof – Fa. EKA des Kuen Andreas, St. Martin – € 1.788,80. > Rathaus: Lieferung von Reinigungsmitteln für das Rathaus und den Kindergarten von St. Martin – Fa. Hygan GmbH, Leifers – € 1.470,77. > Sportanlagen: Durchführung von Repa raturarbeiten im Sanitärbereich des öffent lichen Schwimmbades – Fa. Eschgfäller Haustechnik GmbH, St. Leonhard – € 2.440; Vertikutieren und Düngung des Sportplatzes in Saltaus – Ronny der Gärtner, Riffian – € 963. > Straßen und Plätze: Durchführung von Asphaltierungsarbeiten im Feldbauern- und Samerweg und in der FlonMatatz-Straße – Mair Josef & Co. KG des Mair Klaus, Prad am Stilfserjoch – € 2.452,44; Lieferung von Streusalz für den Winterdienst – Gufler Kommerz GmbH, St. Leonhard – € 1.780,22; Schneeräumungsdienst für den Winter 2021/2022 in der Zone Hinteregg – Elektro genossenschaft Gomion, St. Leonhard – € 8.784; Schneeräumungsdienst in der Zone Gögelehof sowie Lieferung von Schotter für den Winter 2021/2022 – Fa. Gufler Roland, Moos – € 5.734; Lieferung von Weihnachtsbäumen für die Dorfdekoration in der Adventszeit – M&T Walder OHG, St. Martin – € 2.127,40. > Zivilschutz: Reparatur der bestehenden Kettenbarriere vor der Feuerwehrhalle in Saltaus – Schlosserei Max, St. Martin – € 2.928.
Aus dem Rathaus von St. Leonhard vom 6. 10. bis 18. 11. 2021 > Beiträge: Beitrag für die ordentliche Tätigkeit im Jahr 2021 an das Bodenverbesserungskonsortium „Gomion-SchlattachGlaiten“, € 26.850; Investitionsbeitrag an das Bodenverbesserungskonsortium „Schweinsteg-Mörre“ für die Errichtung einer Löschwasserleitung, € 15.000.
> Öffentliche Arbeiten: Erneuerung Infrastrukturen Kirchweg – Happergweg – Fa. Roland Gufler, € 211.641,08; Errichtung Beleuchtungsanlage Passerdammweg – Planung, Bauleitung und Abrechnung – Per. Ind. Martin Hofer, für einen Gesamtbetrag von € 5.712; Kanalisierung Jaufen – Rinner – Auftrag für die Planung, Bauleitung, Abrechnung und Sicherheitskoordination – BTG Dr. Ing. Daniel Hartmann/Dr. Ing. Julian Seifarth/Dr. Geol. Ambrogio Dessì, zu einem Betrag von € 32.475,45; energetische Sanierung, Erweiterung und interne Umbauarbeiten des Rathauses – Ausschreibung der Dienstleistung für die Erstellung des Vor-, Einreich- und Ausführungsprojektes und für die Bauleitung mit einem Ausschreibungsbetrag von € 194.771,35; energetische Sanierung Vereinshaus St. Leonhard – Ausschreibung der Dienstleistung für die Erstellung des Vor-, Einreich- und Ausführungs projektes und für die Bauleitung mit einem Ausschreibungsbetrag von € 513.238,68; Gemeindetrinkwasserleitung – Lieferung von elektronischen Wasserzählern samt Zubehör – Bautechnik GmbH, für einen Gesamtbetrag von € 38.994,44; Durchführung einer bauhistorischen Untersuchung des Gebäudes „Leitneben“ in der Fraktion Walten – Dr. Martin Mittermair für einen Gesamtbetrag von € 3.800; energetische Sanierung Vereinshaus St. Leonhard – Auftragserteilung für die technische Unterstützung des EVV – Technisches Büro plan werk stadt, € 38.150. head_02.indd 2
> Straßen & Wege: Asphaltierung eines Teilbereiches der Straße „Karlegg“ – Josef Mair & Co. KG d. Klaus Mair zu einem Gesamtbetrag von € 19.140; Asphaltierung eines Teiles des ländlichen Straßen- und Wegenetzes in der Fraktion Walten – Bitumisarco GmbH zu einem Gesamtbetrag von € 22.745. > Zivilschutz: Technischer Dienst – Erstellung eines Projektes über die technische und wirtschaftliche Machbarkeit für die Errichtung eines Lawinenschutzes in der Örtlichkeit Glaiten – Planungsbüro ARE Dr. Mathias Platzer für einen Gesamtbetrag von € 30.040; Testzentrum im Vereinshaus St. Leonhard – Organisation und Abwicklung im Zeitraum 15.11.’21 bis 7.01.’22 – Fa. Passeierevents d. Alexander Schweigl für einen Gesamtbetrag von € 8.700.
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Kultur & Gesellschaft
† Irma Haslinger geb. Ebner
Schweinsteg
In lieber Erinnerung an Irma Haslinger geb. Ebner Unsere Irma erblickte am 5. Juni 1953 in Meran das Licht der Welt. Sie wurde in eine Mesnerfamilie geboren und war somit schon von Kindesbeinen an dem Glauben stark verbunden. Als ledige Tochter hatte sie jedoch keinesfalls eine einfache Kindheit. Der Ausbildung wegen zogen Irma und ihre Mama Marianne nach Algund. Dort absolvierte sie die „LBA“, damalige Lehr erbildungsanstalt in Meran. Als sie die Ausbildung abgeschlossen hatte, erhielt sie ihre erste Stelle als Grundschullehrerin in Schweinsteg. „I hon jo nitamoll gwisst, wou Schweinsteg isch …“, hat Irma zu Lebzeiten erzählt. So zog sie dennoch im Herbst 1971 in dem Schulgebäude von Schweinsteg ein. Die junge Lehrerin hatte von nun an fünf Klassen in allen Fächern zu unterrichten. Später war sie auch als Lehrerin in Saltaus tätig. Besonders Religion und Musik lagen ihr am Herzen, in ihrem Heimatdorf war sie bereits Sängerin im Kirchenchor. Nicht unweit vom Schulgebäude befindet sich der Haslingerhof. Bereits nach kurzer Zeit hat sie den damaligen Jungbauern Andreas kennen – und lieben gelernt. Am 16. September 1972 schlossen die beiden den Bund der Ehe. Bald schon
Zum Abschied gründeten sie ihre eigene Familie. Tochter Brigitte kam im Mai 1973 zur Welt, darauf folgte Tochter Verena im April 1974. Sohn Markus kam 1975 im Juni zur Welt. Irma war eine tüchtige Hausfrau und herzensgute, liebevolle Mutter. Ihre Familie war stets ihr Lebensmittelpunkt. Zu ihrer Leidenschaft zählte die Pflege von Pflanzen, Blumen und Kräutern. Der Haslingerhof blühte wortwörtlich auf. Ebenfalls machte sie gerne „an Kårter“ und vertrieb sich die Zeit mit Strick – und Häkelarbeiten. Gerne organisierte sie auch Kartenspielnachmittage und Ausflüge für die Schweinsteger Senioren. Ebenfalls war sie im Gemeinderat von St. Leonhard tätig. Bereits in jungen Jahren half sie beim Mesnerdienst in Schweinsteg. 1972 wurde Irma erstmals in den Pfarrgemeinderat von Schweinsteg gewählt. Bis 2016 war sie abwechselnd Mitglied und Vorsitzende. Sie war somit über 40 Jahre im Dienst der Kirche tätig. Sie führte diese Herzensaufgabe mit großer Freude und Fleiß aus. Auch als sie kein aktives Mitglied mehr war, übte sie viele Aufgaben weiterhin mit Begeisterung aus. Getragen wurde sie immerzu von ihrem starken Glauben. Aus diesem schöpfte sie Kraft und fand Trost, auch, als am Karfreitag dieses Jahres ihre schwere Krankheit festgestellt wurde. Das Gebet war ihr täglicher Begleiter durch die schwere Zeit. Sie hat ihr Schicksal tapfer angenommen und war dankbar für die Freunde, Bekannten und Verwandten, die sie mit ihren guten Gedanken und Gesprächen bis zum Schluss begleitet haben. Am 6. Oktober 2021 ist Irma, gestärkt durch die Sakramente der Kirche und umgeben von ihrer geliebten Familie, entschlafen. Die ganze Pfarrgemeinde hat mit Irma einen wertvollen Menschen verloren. Ein großes „Vergelts Gott“ für deinen unermüdlichen Einsatz und dein Tun für die Bevölkerung von Schweinsteg. Ruhe in Frieden, liebe Irma! Sandra Pichler
Ehrendes Gedenken an Frau Magdalena Raffl Am 19. Oktober verstarb die Frau Magdalena Raffl, allgemein bekannt unter dem Namen Goster Lena aus Stuls. Als Neuntes von zehn Kindern am 2. Juli 1935 geboren, musste Lena schon früh auf dem elterlichen Hof in Haus, Stall und Feld mithelfen. Später arbeitete sie in Gasthäusern und Haushalten und war als verlässliche, fleißige und tüchtige Mitarbeiterin sehr geschätzt. 1964 kam ihre Tochter Evi auf die Welt. Später bereiteten ihr auch die zwei Enkel Markus und Thomas sowie das Urenkele Elia viel Freude. Gerne erinnerte sich Lena auch an die Zeit als Widumhäuserin bei ihrem geistlichen Bruder Alois auf Tall. Mit Genugtuung dachte sie an die schönen achtzehn Jahre in Tall und pflegte bis zum Lebensende Kontakt zu „ihren Tallnern“, wie sie sich gerne ausdrückte. Obwohl Lena es in ihrem Leben nicht immer leicht hatte, hat sie nie geklagt, war stets zufrieden und hat ihren Humor bis zuletzt nicht verloren. Im Juni 2020 erkrankte Lena schwer. Die Ärzte hatten Angst um ihr Herz. Seitdem war ihr Leben sehr eingeschränkt und sie war auf die Hilfe anderer angewiesen. Auch in dieser, für sie schweren, Zeit hat Lena nie geklagt und war dankbar für jede Hilfe, die ihr vom Personal des Sprengels Passeier zukam, besonders von Verena Werth und Sarah Theiner sowie von Dr. Bellingeri. Am 19. Oktober ist Lena im Beisein ihrer Tochter Evi friedlich eingeschlafen und fand in der Ortskirche von Stuls ein wür diges Begräbnis. Deine Familie wird dich, liebe Mama und Oma, vermissen „ober mir wissen, dass es dir iatz guet geat!“ Deine Tochter, Evi Raffl Ennemoser † Magdalena Raffl
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Buchvorstellung
Wackernells Visionen Es war geradezu eine Art „Glaubenskrieg“: Der Meraner Ingenieur Norbert Wackernell (1927 – 2020) hatte 1961 auf Betreiben von Stadtregierung und Kurverwaltung das Projekt zur „Meraner Trasse“ der Brennerautobahn ausgearbeitet. Demnach sollte die Autobahn nicht über das Eisacktal, sondern von Sterzing über den Jaufen, das Passeier- und Etschtal nach Bozen führen. Aus heutiger Sicht verblüffend: In der Folge entbrannte eine jahrelange, nicht zuletzt in den Medien ausgetragene, Auseinandersetzung zwischen dem Westen und dem Osten Südtirols, welche nun die bessere Trasse sei. Während die Autobahn später in der Einschätzung der Bevölkerung längst von der „Traumstraße“ zur „Transithölle“ mutierte, plagten damals die Wirtschaftstreibenden angesichts des aufkommenden Tourismus „Umfahrungsängste“: Vom Aufschwung würde nur profitieren können, wer entlang der großen Verkehrslinien liege. Letztlich setzten sich die Befürworter der Brixner Variante durch. Wackernell zeigte sich rückblickend befriedigt darüber, dass dem Burggrafenamt die Belastungen einer Autobahn erspart blieben. Mit der Verkehrssituation der Passeirer Bevölkerung setzte sich der umtriebige Ingenieur auch nach dem Scheitern der „Meraner Trasse“ auseinander. Im Kern ging es um die Frage, wie der Verkehr aus dem Passeiertal durch das „Nadelöhr Meran“ geführt werden könne. Bereits in den 80er-Jahren projektierte Wackernell die sogenannte „Passerdammvariante“. Diese sah vor, den südlichen Damm der Passer über mehrere Kilometer zu einer unterirdischen Durchfahrtsstraße auszubauen (ein kleines Teilstück ist im Rahmen des Thermen-Neubaus verwirklicht worden). Obwohl Wackernell bis zuletzt von der Tauglichkeit dieser Variante überzeugt war, blieb sie letztlich Papier. Verantwortlich dafür war ein anderes Projekt, das er zusammen mit seinen Kollegen Manfred Ebner und Aribo Gretzer ausarbeitete: die Meraner Nordwestumfahrung, die nach endlosen Verzögerungen mit dem Abschluss des zweiten Bauloses Ende der 20er-Jahre die Verkehrslage für die Passeirer Bevöl kerung entschärfen sollte. Das „Allroundgenie“ Wackernell steht nicht nur für Innovationen im Verkehrs bereich: Er entwickelte die Frostberegnung ebenso wie international erfolgreiche Stahlskelettdächer. Die Palette seiner Projekte reichte von Gewerbebauten über Laufställe zu Langlaufloipen und
Kegelbahnen. Als ob das nicht hinreichte, entwickelte er sich im Alter zu einem Fachmann der mittelalterlichen Geschichte des Raumes Meran. Anfang Dezember stellt der Raetia-Verlag in der Reihe „Memoria – Erinnerungen an das 20. Jahrhundert“ eine vom Historiker Leo Hillebrand verfasste Biografie über Norbert Wackernell vor, in der über Leben und Werk des Ingenieurs hinaus 75 Jahre Südtiroler Nachkriegsgeschichte gestreift werden. Zahlreiche, bisher unveröffentlichte Fotos, Skizzen und Pläne runden das Werk ab. Titel: Wackernells Visionen Autor: Leo Hillebrand Verlag: Raetia 176 Seiten Preis: 17,90 Euro Leo Hillebrand
Projekt Meraner Trasse mit Jaufentunnel
Richtigstellung – in der letzten Ausgabe wurde nicht der gesamte Text abgedruckt:
Weisenblasen auf der Stuller Mut Einen musikalischen Abschluss fand das Projekt „Die Stuller Mut“ am Wochenende des 21.und 22. August. Diese Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Musikkapelle Platt organisiert. Der über die Grenzen hinaus bekannte Referent, Komponist und Instrumentalchoach Stefan Neussl aus dem Zillertal hielt am Samstag einen Workshop zum Thema Weisenblasen. Die Musikkapelle Platt stellte hierfür ihr Probelokal zur Verfügung. Vor dreizehn begeisterten Musikant*innen aus dem Hinterpasseier referierte Herr Neussl eine Stunde über die Entstehung des Weisenblasens. Anschließend, in drei Gruppen aufgeteilt, versuchte jeder das soeben Gehörte umzusetzen. Passendes Notenmaterial stellte Stefan Neussl zur Verfügung. Am Sonntag sorgte die Bergrettung und Feuerwehr Stuls für einen sicheren Transport der Musikant*innen, Instrumente und Referenten auf die Stuller Mut. Wortgottes leiter Hans Hofer hielt dort eine Wortgottesfeier, würdig umrahmt von den Musikant*innen und unterbrochen von einem kurzen Regenschauer. Der Regen konnte sich ob der schönen Klänge aber nicht behaupten. Gestärkt mit einem köstlichen Mittagessen erfüllten bald schöne Weisen die Bergwelt. Sogar einige „fremdländische Klänge“ fanden Gehör. Um für Notfälle am Berg gerüstet zu sein, erklärten die Männer der Bergrettung Stuls den Anwesenden, darunter viele Kinder und Jugendliche, Sofortmaßnahmen zur Ersten Hilfe. Im Namen der Teilnehmer*innen ein großes Dankeschön dem Bildungsausschuss Hinterpasseier und ganz besonders der Gastgeberfamilie für dieses lehrreiche und gesellige Wochenende. Gernot Reich
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GARGOOO MuseumPasseier
Tausend Kilometer bewegt Im Mai 2021 startete ein Holzstecken aus Passeier seinen Weg durch die Europaregion. Sechs Monate später das Resümee: 24 Museen haben sich den GPS-STÄKKKN gegenseitig zugesteckt und Handarbeit hinein gesteckt. Das Euregio-Museumsjahr 2021 kam daher mit Ausstellungen, Filmen, Podcasts, Publikationen und Veranstaltungen. Und auch mit einem Wanderstecken, der von Museum zu Museum reiste. Wann, wie, wohin der Stecken wandern sollte, blieb den Museen überlassen – Haupt sache er bewegt sich, gemäß dem Jahresmotto „Museum bewegt“. Also verbrachte er Nächte in Autokofferräumen und hatte Fotoshootings in prunkvollen Schlosssälen, fuhr S-Bahn durch das Unter inntal und mit dem Apotheker-Zustelldienst in entlegene Täler, wurde mit Weihwasser besprengt und steckte zwischen den Beinen einer nackten Statue, verschwand in Festungen und Tunnelwelten und hatte Auftritte bei Ausstellungseröffnungen, reiste an den Gardasee und begleitete einen Bergläufer auf 2.000 m Höhe, ließ sich mit einer Sackkarre durch Brixen kutschieren und geduldig Tassen, Steine, Eintrittskarten und Stocknägel an sich befestigen, hatte Tagesetappen zwischen wenigen Metern und 250 Kilometern, wurde mit Taschenmesser oder Profiwerkzeug beschnitzt, mit Tipp-Ex und Leuchtfarben bemalt, mit Brennstift gebrannt, mit Reiseerinnerungen umwickelt und beklebt. Der Haselnuss-Stecken benötigte technische Betreuung, denn er war mit einem GPS-Tracker ausgestattet. Hansjörg Alber hat sich um den Sender samt Batterien gekümmert, Albert Pinggera um die Erfassung der Standorte und Routen auf Google Maps bzw. der Website www.gargooo.museum.passeier.it Die Orte und Museen: Innsbruck (Volkskunstmuseum), Vigo di Ton (Castel Thun), Rovereto (Museo della Città, Museo della Guerra), Riva (MAG), Schwaz (Rabalderhaus), Weerberg (Rablhaus), Jenbach (Jenbacher Museum), Rattenberg (Augustinermuseum), Wörgl (Erlebnisbahnsteig Brenner), Steinach am Brenner (Tunnelwelten), Franzensfeste (Festung Franzensfeste, BBT-Infopoint), Neustift (Kloster Neustift), Brixen (Pharmaziemuseum, Hofburg), Bruneck (Landesmuseum für Volkskunde), St. Lorenzen (Museum Mansio Sebatum), Bozen (Museumsverband, Abteilung Museen), St. Leonhard (MuseumPasseier), Levico (Colle delle Benne), Cavalese (Museo Palazzo Magnifica), Aldein (Dorfmuseum Aldein). Judith Schwarz Ein halbes Jahr war ein Wanderstecken aus Passeier in der Europaregion Tirol – Südtirol – Trentino unterwegs. Seine Touren in alle Himmelsrichtungen sind dokumentiert. Von oben bis unten Fotos: Albert Pinggera
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Sägewerke des Gemeindegebiets von St. Leonhard: Waschersäge, Masul, Hüttersäge, Verdorfersäge, Pfitschersäge, Oberstromeier- Unterstromeiersägen, Ebionersäge, Grafeissäge, Fartleissäge, Kamerveitersäge, Unterdorfsäge, Oberdorfsäge (Bar Hubertus), Brunstsäge, Waltnersäge (Kohlstadt), Oberwaltenersäge, Pirchersäge, Gleitnersäge, Gäns bodensäge, Silbernaglsäge und Säge auf Stuls. Die Sägewerke des Gemeindegebiets von Moos: Andertonigensäge, Schildsäge, Moosersäge, Säge auf Hütt/Rabenstein, Schönauersäge, Brischersäge/Rabenstein, Plattersäge, Kratzeggersäge, Tasersäge, Hüttersäge, und Farmazonersäge. Der traditionelle Abschluss der Museumssaison mit gebratenen Kastanien: Heuer fand er nicht mit Programm am Abend statt, sondern nachmittags bei freiem Eintritt und mit bedruckten GARGOOO-Taschen als Geschenk für alle Foto: MuseumPasseier
Unterschiedliche Aktivitäten
Vielseitiger Herbst im MuseumPasseier Der Herbst ist bunt und so farbenfroh und unterschiedlich waren auch die vergangenen Monate im Museum beim Sandhof. Gar einige Schulklassen kehrten wieder ins Museum zurück, und viele Besucher*innen setzten sich mit den Themen Hofer, Helden und uns Passei rer*innen auseinander und auch außerhalb des Tales war das MuseumPasseier anzutreffen. So wurde im September der Kurzfilm In-Contro/Be-Gegnung präsentiert: Eine Zusammenarbeit zwischen dem Museo Porta Giulia Spazio Andreas Hofer, dem Palazzo D’Arco in Mantua und dem MuseumPasseier, welche mit einem ungewohnten Kameraschnitt versucht, die Gegensätze, aber vor allem die Gemeinsamkeiten der Museen aufzuzeigen. (https://youtu.be/JClHuh0PehE) Anschließend ging es Richtung Norden in die Ötztaler Museen, wo beim Betriebsausflug in geselliger Runde Ideen ausgetauscht und Inspirationen geholt wurden. Ende Oktober ließen wir die Museums saison bei Kastanien und Kartoffeln ausklingen und ließen das Projekt Gargooo Revue passieren. Im November wäre eigentlich wieder eine Fahrt in den Süden angesagt gewesen, um in Lavis das Projekt „Hofer war hier“ (hoferpoints.it) in Zusammenarbeit mit der Fondazione Museo Storico del Trentino und den Tiroler Landesmuseen
vorzustellen. Auch wenn die Feierlichkeiten abgesagt werden mussten, konnten zumindest alle vier Tafeln in Südtirol mit Hilfe der verschiedenen Schützenkom panien montiert und die Homepage online geschaltet werden. Die gerade begonnene Winterpause unterbrechen wir am 26. Dezember und öffnen das Museum für eine Woche in der Weihnachtszeit. Monika Gögele Bäuerliche Holzkultur
Sägewerke – eine verschwundene Kultur Die Zeit des Lockdowns hat mich ein geladen, die einsamen Seitentäler von Passeier zu erkunden. Dabei sind mir die zahlreichen Ruinen von ehemaligen Sägewerken aufgefallen, deren ursprünglicher Bau mich interessierte. Ich holte mir Rat bei der handgeschriebenen Chronik des Altbürgermeisters von St. Martin, Ignaz Auer, seines Zeichens gelernter Sägenbauer. Ich fand eine Aufstellung der ehemaligen Sägewerke, die als Ausdruck bäuerlicher Kultur gelten können. Nun zu den einstigen Sägewerken von St. Martin: Saltausersäge, Quellenhofsäge, Lanthalersäge, Säge im Kalmtal, Baumkirchersäge, Matatzersäge, Dorfsäge St. Martin, Lahnersäge, Klaubinsäge, Breitebnersäge, Hinterbruggersäge und Mörrersäge.
Ignaz Auer schrieb weiter: „St. Martin hatte 14 festgebaute Sägewerke; St. Leonhard hatte 20 und Moos hatte 12 festgebaute Sägewerke. 46 Sägewerke im Passeiertal, die dem Handel oder der Wirtschaft gedient haben; die das ganze Jahr durchgeschnitten haben sind nur 10 – 20 Sägewerke gewesen“ so die Aufzeichnungen von Auer vom Jahr 1973. Weiters schreibt Auer: „Das älteste Sägewerk im Passeiertal wird wohl die Dorfsäge von St. Martin sein. Die alten Leute haben gesagt, dass beim letzten Kummerseeausbruch das Sägewerk und die Dorfmühle fortgeschwemmt wurden, das war 1774, das sind 199 Jahre somit kann man rechnen, dass dieses Werk 198 Jahre gedient hat an dieser Stelle“. Wenn es gelingt, eine Venezianersäge als Beispiel altbäuerlicher Holzerkultur ins MuseumPasseier zu bringen, wäre es ein Mehrwert für das ganze Tal. Heinrich Hofer
Die Stromeiersäge in Grafeis Foto: Heinrich Hofer
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Seit 1988
15 Passeirer Blatt – nr. 168, Dezember 2021
Kreatives Schreiben
Und Heraklit lächelt … Schreiben ist im Grunde genommen die einfachste und billigste Kunstform, in der Welten und Bilder von unendlicher Strahlkraft, Fantasie und Möglichkeiten erschaffen werden können. Das „Kreative Schreiben“ bietet Methoden und Anreize, um die eigene Kreativität, welche in jeder und jedem von uns steckt, anzuregen. Gegenseitige Inspiration durch Interaktion, Inspiration aus der Natur, Inspiration aus alltäglichen Situationen und Gegenständen können unsere Kreativität wecken. Im Kreativen Schreiben geht es also nicht um das Handwerk des Schreibens an sich, sondern vor allem um die Ursprünglichkeit von uns innewohnenden Bilderwelten, die zu Papier gebracht werden. Im, vom KVW und dem Bildungsausschuss Hinterpasseier organisierten, Schreibkurs waren u.a. Sprichworte und einige Gegenstände Bestandteile verschiedenster Übungen. Inspiration kann also alles sein, so ist auch der untenstehende Text entstanden: „Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.“ Tja, ist das denn auch oftmals so erwünscht? Einmal in den reinigenden, nicht ganz so reinen, Ganges und der dermatologische Fingerabdruck hält ein Leben lang. Den Gangesdelfin, dem bedrohten animalischen Kronjuwel dieses brodelnden Haifischbeckens, kümmerts wenig. Doch den Mutigen gehört die Welt und die Zeit heilt bekanntlich so manche Wunden. Auch der Nil ist ein Haifischbecken, ein Haifischbecken voller Krokodile. Und ja, es gibt sie, diese mutigen Flussdurchsteiger. Nashörner in bunten Socken beispielsweise, getreu dem Motto: „Auf zu neuen Ufern.“ Liegt es an den Nashörnern oder doch an den farbenfrohen Füßlingen, welche sicheres Geleit durch ägyptische Gewässer verheißen? Was suchen wir eigentlich an fremden Ufern? Was erhoffen wir zu finden an unbekannten Ufern, auf der anderen Seite des nimmer selben Flusses? Neue Horizonte? Grünere Wiesen? Gar das Paradies? Das Licht am Ende des Tunnels? Licht aus einer Glühbirne, oder woher kommt das Licht der Erleuchtung? Paradies. Eine wärmende Vorstellung. Jeder malt sich sein eigen Paradies und schustert sich, stets bei seinen Leisten bleibend, sein personalisiertes Himmelreich. Gesprengte Ketten im Erschaffen der eigenen paradiesischen Traumwelt. Kein Wasser predigen und dann Wein trinken. Alles erlaubt, nur die Dunkelheit hat im Paradiese keinen Platz. Doch was heißt schon Paradies? Das Hier und Jetzt
bloß albernes Geplänkel? Lohnt sich dann überhaupt das „Jetzt“? Carpe Diem. Nutze den Tag. Nutze den Augenblick. Nutze das Leben. So kostbar. So farbenfroh. So dunkel. So hügelig. So erfrischend. So kostbar all die Meter. So kostbar all die Umwege. So kostbar all die vermeintlich flüchtigen Sekunden. Und wer weiß, vielleicht wartet ja am anderen Flussufer Papa Schlumpf. Blaues Paradies. Und naja, einem geschenkten Gaul schaut man halt nicht ins Maul. Wohlfühloase Schlumpfhausen. Oase der Blaulichkeit, welche auch nicht an einem Tag erbaut wurde. Blautopia. Man wird wohl noch träumen dürfen! Sein eigen Himmelreich erarbeitet man sich. Man erbaut es sich. Man verdient es sich. Oder? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, und man kriegt bekanntlich das, was man verdient. Und sei es am Ende Papa Schlumpf in einem verbeulten Sportwagen, ohne Licht. Ein verbeulter Sportwagen, eigentlich ein No-Go. Kehret vor der eigenen Straße und wenn’s läuft dann läufts. Und Papas dellenübersäter Flitzer läuft. Den Mutigen gehört noch immer die Welt und ohne Mut landet man eben im Wäschekorb der Geschichte. Nicht an der Wäscheleine der Waghalsigen
mit güldenen Wäscheklammern als Anker gegen den Sturm des Vergessens, sondern im verschwitzten Trog des auszuwaschenden Verschwindens. Kein Licht scheint der Dunkelheit der Vergänglichkeit zu trotzen, oder? Vermeintlich! Und was ist Mut? Was bedeutet dieses mutig sein? Konform und stets im Rudel? Nonkonform und stets den Finger in die Wunde legend? Aufbegehrend nimmersatt? Die Letzten werden die Ersten sein und die Ersten die Letzten. Blöd nur, dass bekanntlich den Letzten die Hunde beißen. Was nun? Mutig der Erste, um dann doch der Letzte zu sein? Oder mutig der Letzte und die Hunde, naja … Mutig, dem Leben ein „JA“ zu gönnen. Mutig, dem Leben auch so manches Mal ein „NEIN“ abzuringen. Nutzend die Augenblicke. Nutzend die lauten Wellen der Begeisterung. Nutzend die stillen Momente der Einsamkeit. Denn wer weiß schon, ob nicht doch schlussendlich Papa Schlumpf mit Zigarre und Hawaiihemd relaxend im Saunatrog auf uns wartet und das Nashorn in bunten Socken seinen Gang durch den nimmer selben Fluss bereut. Am Ende wird (hoffentlich) alles gut und Heraklit lächelt … Thomas Reinstadler
Blatt auf Blatt Lebenslinien schreiben Lebensgeschichten Lebensgeschichten zeichnen Lebenslinien Sanfte Natur formt Dich Umgebende Natur beseelt Dich Farben füllen Leere Worte füllen Leere Betrachter erwecken Dich Leise fällst Du Leise erzählst Du Blatt auf Blatt Lebensgeschichten zeichnen Lebenslinien … Thomas Reinstadler
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Pfarrer Alois Wilhelm (Bildmitte) feierte gemeinsam mit Josefs-Missionär Adolf Pöll (v.l.), Dekan Hans Pamer und Ortspfarrer Oswald Kuenzer in der Pfarrkirche in Platt sein Diamantenes Priesterjubiläum Foto: Arnold Rinner
Platt
Diamantenes Priesterjubiläum in Platt Ein seltenes Priesterjubiläum wurde am Sonntag, den 17. Oktober, in Platt gefeiert. Alois Wilhelm (Veitn Luis) hatte vor 60 Jahren die Priesterweihe empfangen. Verwandte und Pfarrangehörige waren gekommen, um mit ihm das Diamantene Jubiläum zu feiern. Den Hauptgottesdienst zelebrierte Alois Wilhelm um 10 Uhr in der Pfarrkirche in Platt gemeinsam mit Dekan Hans Pamer, St.-Josefs-Missionär Adolf Pöll und Ortspfarrer Oswald Kuenzer. Zu Beginn der Messfeier erinnerte der Jubilar kurz an seine Primizfeier vor 60 Jahren in seiner Heimatgemeinde in Platt. Gut im Gedächtnis geblieben ist ihm unter anderem auch die damals länger als eine Stunde dauernde Primizpredigt durch den Marienberger Abt Stephan Pamer. In der Festpredigt würdigte Dekan Hans Pamer, der vorab mit Humor angekündigt hatte nicht wie sein Onkel vor 60 Jahren eine Stunde lang zu predigen, das Leben und Wirken des Jubelpriesters und dankte ihm für seinen langjährigen segensreichen Dienst im Weinberg des Herrn. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Zitherweisen, die Stefan Raffl, Helga Hofer und Andreas Lanthaler in gekonnter Weise zum Besten gaben. Am Ende der Messfeier dankte der Jubilar allen Beteiligten für die schöne Feier und ließ einige Episoden aus seinem Leben kurz Revue passieren. Mit großer Freude teilte er mit, dass er den Primizkelch, den er von seiner Taufpatin und Tante Filomena Hofer (Platterwirtin) vor 60 Jahren erhalten hatte, nunmehr der Pfarrei
Platt als Geschenk überlassen wird. Pfarrer Oswald zeigte sich angetan von diesem Geschenk und bedankte sich im Namen der Pfarrgemeinde herzlich dafür. Gleichzeitig wünschte er dem Jubilar Gesundheit und ein segensreiches Wirken in Tramin, wo er im Altersheim lebt und als Seelsorger tätig ist. Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Jungbläser-
gruppe der Platter Musikkapelle und die Gruppe Bergblech zu einem Ständchen für den Jubilar am Dorfplatz in Platt ein. Ihren Abschluss fanden die Feierlichkeiten bei einem Mittagessen in kleinem Rahmen im Gasthof Platterwirt. Nachfolgend einige Eckdaten aus dem bunt bewegten Priesterleben des Jubilars: Hochwürden Alois Wilhelm wurde am 21.6.1936 beim Veitner in Ulfas als Erstes von 6 Kindern geboren. Er besuchte das Johanneum in Dorf Tirol und studierte anschließend 5 Jahre Theologie in Trient. Seine Priesterweihe empfing er am 19. März 1961 im Alter von 24 Jahren gemeinsam mit 10 weiteren Kandidaten in der Meraner Pfarrkirche durch Weihbischof Heinrich Forer. Seine Primiz feierte er am Ostermontag in seiner Heimatgemeinde in Platt. Alois Wilhelm wirkte anschließend mit viel Engagement und einem großen Verständnis für die Sorgen und Nöte seiner Pfarrangehörigen in vielen Pfarreien: als Kooperator in St. Walburg in Ulten (1961/62), in Vilnöss (1963/64), in Kurtatsch (1964 – 66), in Deutschnofen (1966 – 68) und in Prad/Agumas (1968/69). Als Pfarrer wirkte er in Radein (1969 – 72), in Antholz Mittertal und Niedertal (1972 – 93), in Partschins (1993 – 98) und in DeutschNonsberg in den Pfarreien St. Felix und Unsere Liebe Frau im Walde (1998 – 2006). Seinen Ruhestand verbringt er seit dem 1. September 2006 in einer Wohnung neben dem Altersheim in Tramin. Als Seelsorger feiert er seitdem an Sonntagen die Gottesdienste in Söll/Tramin und an Freitagen im Altersheim in Tramin. Die Pfarrgemeinde Platt wünscht dem rüstigen Jubilar weiterhin Gesundheit, Mut für die Zukunft und Gottes Segen. Arnold Rinner
17 Passeirer Blatt – nr. 168, Dezember 2021
Missionär Adolf Pöll (Bildmitte) feierte am Sonntag, den 14. November, in der festlich geschmückten Kirche in Platt sein 55-jähriges Priester jubiläum. Rechts vom Jubilar Ortspfarrer Oswald Kuenzer und links Diakon Hermann Pirpamer Foto: Arnold Rinner
Platt
55-jähriges Priesterjubiläum in Platt Der Caritas-Sonntag war für Platt in Passeier ein Freudentag, denn die Heimatgemeinde feierte mit Josefs-Missionär Adolf Pöll sein 55- jähriges Priesterjubiläum. Das runde Jubiläum war für die Pfarrgemeinde Anlass genug, um dem Priester, der über all die Jahre engen Kontakt zu seiner Heimatgemeinde pflegte, ein würdiges Fest zu bereiten.
Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Pfarrgemeinderätin Maria Pamer Pöll die vielen Gäste im Gotteshaus sehr herzlich, beglückwünschte den Jubilar und dankte ihm für sein langjähriges segensreiches
Mouse Sell sogn a toal Lait: sell isch schantl. Obr iatz hots dechtr hintn zuachn a nuis Giwantl. Obr sellepöign ischs nicht schiandr und nicht nettr. Wail „Helf Gott“ kimp amol a groubs Wettr nor sain di Nummrälln zi schwoch wail de Nuibautn hobn laidr kuan Doch. Anna Lanthaler
Wirken als Missionär und Priester. Den Festgottesdienst zelebrierte Missionär Adolf Pöll gemeinsam mit Ortspfarrer Oswald Kuenzer und Diakon Hermann Pirpamer. Für die musikalische Umrahmung der Feierlichkeiten sorgten Josef Pöll mit seiner Ziehharmonika und eine Kindersinggruppe unter der Leitung von Helga Hofer. In seiner Predigt erzählte der Jubilar aus seinem facettenreichen Leben in der Mission in Afrika. Ganz besonders freue er sich, dass er in seiner Schaffenszeit in Kenia unzähligen Menschen das Sakrament der Taufe spenden durfte. Aus den Reihen der Getauften sind viele Priester hervorgegangen, die nun ihrerseits mit großem missionarischen Eifer tätig sind und in verschiedene Weltteile als Priester ausgesandt sind. Ständig gewachsen ist über die Jahrzehnte auch die Zahl der neu entstandenen christlichen Pfarreien in Kenia. Neben vielen Höhen gab es zwischendurch aber auch Tiefen. Überschattet war die Tätigkeit der charismatischen Priesterpersönlichkeit unter anderem von einem Überfall mit
einer lebensbedrohlichen Schussverletzung, einem schweren Motorradsturz und mehreren Operationen nach einem Autounfall im Jahr 2017. Dankesworte richtete er an die Pfarrgemeinde, an alle Freunde, Helfer und Gönner für die vielen Gebete und großzügigen finanziellen Hilfen, die er über all die Jahre aus seiner Heimat erhalten hatte. Mit den Spendengeldern gelang es ihm, Kirchen, Schülerheime für Mädchen, unzählige Ziehbrunnen zu bauen und vielseitige humanitäre und medizinische Hilfe anzubieten. Zum Schluss des Gottesdienstes dankte Pfarrer Oswald Kuenzer Missionär Adolf Pöll für sein 52-jähriges segensreiches Wirken in der Mission, das von unermüd lichem Engagement und einem großen Verständnis für die Sorgen und Nöte seiner Pfarrangehörigen geprägt war. Von Herzen dankbar ist der Missionär Adolf Pöll, der jetzt nicht mehr nach Afrika zurückkehrt, für die Zusage, dass er nach Möglichkeit fortan in Platt als Priester aushelfen wird. Für die Zukunft wünschte er ihm im Namen der Pfarrei Gesundheit, Humor und Gottes Segen. Mit einem kräftigen Applaus erwiesen die Messgäste dem Jubilar Wertschätzung und Ehre. Im Anschluss an den Gottesdienst überbrachten zahlreiche Kirch gänger und Gäste der charismatischen Priesterpersönlichkeit Gruß- und Dankbotschaften. Nachfolgend einige Daten aus dem Leben des Priesters: Geboren ist Adolf Pöll am 3. Juni 1940 als Viertes von acht Kindern auf dem Pichlhof in Ulfas. Er besuchte das Johanneum in Dorf Tirol und studierte anschließend Philosophie in Brixen und Theologie in Mill Hill. Weihbischof Heinrich Forer spendete ihm und drei weiteren Kandidaten am 9. Juli 1966 in Gries das Sakrament der Priesterweihe. Seine Primiz feierte er zwei Tage später in Platt. In der Folge war er zwei Jahre als Präfekt im Josefs-Missionshaus in Brixen tätig. Von 1969 bis 2000 ist er als Missionär in mehreren Pfarreien in der Diözese Kisii in Kenia im Einsatz. Von 2000 bis 2021 wirkte er in der Diözese Malindi im Osten von Kenia. Schweren Herzens beendete er im Juni 2021 seine Tätigkeit als Missionär in Kenia und kehrte nach Südtirol zurück. Arnold Rinner
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Die neue, bereits fertiggestellte Stettiner Hütte mit den 7 wiederverwertbaren Holzhütten Foto: Verena Schwarz
PFELDERS
Stettiner Hütte bis auf Kleinigkeiten fertiggestellt Sie ist wohl für jede*n Psairer Berg begeisterte*n ein Begriff und alljährlich ein fixes Ziel: die Stettiner Hütte, die am Südfuß der Hochwilde gelegen ist. 1897 wurde sie als kleiner Steinbau errichtet, damals waren der Touristenzustrom und das Bergwandern als solches noch überschaubar, sodass der kleine Steinbau lange Zeit den seinerzeitigen Anforderungen genügte. In den vergangenen Jahrzehnten veränderte sich dies zusehends, sodass um 1990 ein wesentlich größeres Schutzhaus, zur Gänze mit Holzschindeln verkleidet, errichtet wurde. Dieses Schutzhaus wurde im Februar 2014 von einer Lawine stark beschädigt. Von da an war die Stettiner Hütte ein Provisorium, bis im Sommer 2020 die Baustelle für den Neubau eröffnet wurde, die ursprünglich 2023 fertiggestellt werden sollte. Bedingt durch die hervorragende Arbeit aller Firmen kann die Stettiner Hütte bereits am 1. Juli 2022, ein Jahr früher als geplant, eröffnet werden. „Sie hätte bereits Ende September 2021 in Betrieb
gehen können, denn bis auf Kleinigkeiten ist eigentlich alles fertiggestellt“, berichtet Roland Graf, der Chef der Graf & Söhne GmbH in Rabenstein. Dies ist umso bemerkenswerter, da natürlich der Bau einer Schutzhütte auf 2.875 m Höhe vor allem große logistische Probleme mit sich bringt und in vielerlei Hinsicht nicht mit einem Bau drunten im Tal verglichen werden kann. Die Firma hat die Schutzhütte mit der Mooser Genossenschaft Holka für das Land gebaut, aber ohne Einrichtung. Eigentlich hätte die Bietergemeinschaft bis Ende Juni 2023 Zeit gehabt, ihren Auftrag zu erfüllen. Sie war aber imstande, das gesamte Projekt in etwa 9 Monaten Bauzeit umzusetzen. Die Küche wurde von der Niederbacher GmbH aus Kaltern geliefert, der Rest der Inneneinrichtung stammt aus der Traminer Tischlerei Fineline. „Die Montage ist zur Gänze abgeschlossen“, betont Roland Graf. Der Firmenchef möchte sich im Besonderen bei Vorarbeiter Georg Graf, allen Mitarbeitern auf der Baustelle sowie bei den am Projekt
beteiligten Unternehmen, die fast alle im Passeiertal ihren Sitz haben, bedanken. Die Bietergemeinschaft hat unter anderem die Elektriker-, Hydrauliker- und Schmiedearbeiten an Subunternehmen weitergegeben. Die Gesamtkosten für das Land liegen bei mehr als 6 Millionen Euro. Von 1990 bis zum Jahr 2000 wurde die Stettiner Hütte von Irmgard Fontana geführt, von 2001 bis heute sind Christa Fontana und ihr Mann Andreas Schwarz („Gåtterer Ander“) für die Schutzhütte zuständig. Bei einem Lokalaugenschein mit 4 Freunden Ende September konnte ich bei einem Rundgang vor Ort den Neubau besichtigen. Die Stettiner Hütte verfügt nun über fast 90 Schlafplätze, eine Bar und über einen Speisesaal für knapp 100 Gäste. „Die meisten Leute sind von der neuen Stettiner Hütte begeistert“, berichtete Hüttenwirt „Gåtterer Ander“. „Der Servicebereich mit Gaststube, Küche und Bar ist gut gelungen“, fuhr er fort. „Nicht unbedingt ideal wurden die Zimmer geplant, beispielsweise stehen Betten vor Fenstern und die Sanitäranlagen im zweiten und dritten Stock befinden sich auf engstem Raum“. Offen ist noch, was mit den 7 wiederverwertbaren Holzhütten geschieht, die in den vergangenen Jahren als Schlafunterkunft gedient haben und vom Land nach der Zerstörung
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Moos
Schön war die Zeit … … als die Mooser Senior*innen glückselig Weihnachten feiern konnten. Jedes Jahr wurde ihnen ein Krippenspiel gespielt und dieses Gespräch haben Judith und Daniela einmal den Senioren erzählt.
Die erste Stettiner Hütte, ein 1897 errichteter Steinbau Foto: AVS Passeier
Die zweite Stettiner Hütte wurde 2014 von einer Lawine stark beschädigt Foto: Plangger
der Stettiner Hütte als Provisorium errichtet wurden. „In 6 Holzhütten befinden sich 40 Schlafplätze“, erklärte der „Gåtterer Ander“ weiter, „für uns wäre es wichtig, dass diese Hütten erhalten bleiben, weil wir die Schlafplätze unbedingt brauchen.“ Fix ist hingegen, dass das von der Pächterfamilie errichtete Provisorium mit Gaststube, Küche, Mehrbettzimmer und Privaträumen im Sommer 2022 abgerissen wird. Die Familie Schwarz-Fontana hofft nun, dass sie auch die neue Stettiner Hütte bewirtschaften kann. „Das Land schreibt noch heuer die Pacht für das Schutzhaus für 3 Jahre neu aus, mit der Möglichkeit, sie um 3 weitere Jahre zu verlängern“, berichtete der „Ander“. Meine Freunde und ich waren
auf alle Fälle nach der Besichtigung unisono einer Meinung: Für eine Schutzhütte auf 2.875 m bietet die Stettiner Hütte sehr viel Komfort und ist in nahezu allen Bereichen top eingerichtet, kurzum, auch wir waren wirklich begeistert! Zu guter Letzt möchte ich mich auf diesem Wege ganz herzlich bei Christa und „Ander“ im Namen meiner Freunde Roland, Konrad, Lukas und Christian für die interessante Führung und die jahrzehntelange vorzügliche Bewirtung und Gastfreundschaft bedanken, gepaart mit der Hoffnung, dass auch in der neuen Stettiner Hütte eine legendärer Brauch fortgeführt wird: „An schnaidign Start pilot mit’n Ander“ vor dem Abstieg. Kurt Gufler
Dialog für Judith und Daniela: Judi: Du, wenn s Christkindl iatz af dr Welt kemin tat, wursche sechn wie feins des hat. Zwischn Ogse und Öisl zi liegn brauchits af kuan Foll, wail stots di semm stand a Mercedes in Stoll. Dani: Sell sog i aa und af an Stroa zi liegn brauchits gonz giwiß nitte, wail’s Pinglhai mocht Fortschritte. In aniadn Feld liegn selle griane Pingl kraiz und quer. Judi: Joa, und di Hirtn kammin nit mit ar wiachn Milch daher. An Gliiwain tatnse in Jesukindl bringin, a Pizza und nit a Schmolz, nana sell gor nia. Obr sie follitn vor den Kindl in di Knia. Dani: Und di Kinige, hou di semm tatn nit af die Kamele kemmin, die semm tatn af Boazn untn schun an Fliagr nemmin und stots Gold kam dr Kinig Kaspr mit an groaßn Karton, wail mit di Euro ruckit der on. Judi: Und hundertprozentig bracht dr Melchior in bestn Computer sogor und dr Baltasar tat in Christkindl s Snowboardbrett bringin. Dani: Und i sog diar nou wos di Hirtn tatn fire Liadl singin, sell tatt hoaßn: I bin dr Anton aus Tirol, und nebenbai mitn gonzn Gstell wippn, jawohl! Judi: Joa fraile, wippn, obr dr Luos fliachn miaßit noch Ägypn, zem tatr giwiß nit an Ëisl nemmin, zemm tat schun gschwind a Hubschraubr kemmin. Dani: Und dr Jesus brauchit nit in Templ zi gian mit 12 Joor, kannt Disco gian und Frainde hattr gschwind amoll a poor. Judi: Obr donkmr dr Muatrgottis, daße des Biabl vour mear as zwoatausnd Joor hot gibourn. Dani: Joa tianmr donkn, sischt warn miar joa olle vrlourn. Und iatz betmr mit di Seniorn das „Gegrüßt seist du Maria!“ Anna Lanthaler
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Psairer Geschichte
Der Mooserwirt Michael Hofer Im Jahre 1696, also vor genau 325 Jahren, erblickte Michael Hofer zu Moos als Sohn des Mooserwirtes Johann Hofer und seiner Gattin Eva Auer (Brühwirtin) das Licht der Welt. Der Tiroler Freiheitsheld Andreas Hofer war der jüngere Vetter von Michael Hofer. Im Oktober 1708 übernahm er mit nur zwölf Jahren den Mooserwirt. Im Jahre 1717 vermählte er sich mit Sophia Kuen, stammend aus Längenfeld im Ötztal. Er bekam mit ihr zwei Töchter, die schon im Kindesalter starben. Seine Gattin starb dann im Jahre 1721. Im selben Jahr heiratete er Magdalena Theis aus St. Leonhard. Im Jahre 1723 kaufte er von den Grafen Fuchs auf der Jaufenburg, die durch schlechte Wirtschaft sehr heruntergekommen waren, die Grundherrschaft im Gericht Passeier. Er pachtete den Zoll in St. Martin, war Besitzer des fischreichen „Hintersees“, die Passeirer Jäger standen unter seinem Lohn und fast der gesamte Viehhandel wurde mit seinem Kapital betrieben. Deshalb wurde Michael Hofer in Passeier auch als „Krösus“ (wohlhabender Mensch) bezeichnet. Um 1730 stiftete Michael Hofer ein Frühmessbenefizium, welches 1828 eine Kooperatur wurde und erbaute ebenfalls für einen Benefizianten das sogenannte „Frühmesshäuschen“ in Moos. 1731 wurden Michael Hofer als Vertrauensmann zusammen mit Johann Tschöll im Prozess gegen den damaligen Gerichtsherrn Johann Jakob Graf Fuchs nach Wien geschickt, um zu verlangen, dass die Pfandschaft des Gerichtes Passeier der Talschaft selbst überlassen werden soll. Jedoch gelang ihnen dies nicht. Da Moos den Mittelpunkt zwischen dem
Das Gasthaus Grafeil-Zoll am Grafeilweg
Bergwerk Schneeberg und Meran bildete sowie zu dieser Zeit aus dem Ötztal stark mit Flachs und anderem gehandelt wurde, erbaute Michael Hofer selbst den sogenannten „Grafeilweg“ (die alte Straße zwischen Moos und St. Leonhard). Die Aktien dieser Strecke wurden durch Zinsen eines Wegzolls gedeckt. In Wien wurde ihm von der Kaiserin Maria Theresia für seine Verdienste das Verdienstkreuz verliehen. Michael Hofer starb am Dreikönigstag im Jahr 1765. Er wird von Beda Weber im Buch „Das Thal Passeier und seine Bewohner“ von 1852 als schöner und stämmiger Mann beschrieben. Er erschien mit grüner Fest-
jacke, wenn er zum Gericht, zur Kirche oder zum Lande ging. Er hinterließ bei seinem Tod acht Kinder: Karl Hofer (Mooserwirt), Johann Hofer (Richter in Passeier), Michael Hofer (Kolber), Anton Hofer (trat als Pater Sebald bei den Kapuzinern in Meran ein), Simon Hofer (Student, dann Postdirektor in Linz), Maria Hofer (Gattin des Brühwirtes Franz Holzknecht), Eva Hofer (Gattin des Josef Raffl auf Falkwandt, dann Unterpichl in Gomion) und Helena Hofer (Gattin des Josef Haller, Saltauser Wirt). Der Enkel von Helena und Josef war der Meraner Bürgermeister und Saltauserwirt Josef Valentin Haller. Daniel Hofer
Herzlichen Dank!
Auf diesem Wege möchten wir uns bei allen bedanken, die uns nach dem Brand in unserer Pizzeria am 12. 07. 2021 zur Seite standen. Unser Dank gilt der Freiwilligen Feuerwehr von St. Martin, den Carabinieri von St. Leonhard und Moos, den Mitarbeitern des Weißen Kreuz Passeier und allen Helfern und Freunden, sowie meinem Mitarbeiter Angelo. Auch bei sämtlichen Firmen und Handwerkern, die termingerecht die erlittenen Schäden behoben haben, möchten wir uns bedanken. Vielen Dank an die ITAS Landesversicherung Trient und Bozen, vertreten durch die Agentur St. Leonhard, Agent Pichler Walter und deren Sachverständigen Dr. Lo Santo Carlo und Geom. Attanasio Francesco für die korrekte und unkomplizierte Schadensabwicklung und schnelle Auszahlung der Schadenssumme. Allen nochmals ein herzliches Vergelts Gott! Gerlinde und Alois Pichler – Forellenbach St. Martin viertel_01.indd 1
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schen mit Einschränkungen, welche durch die Treppen im Museum nicht die Möglichkeit haben den Bereich im Freien zu besuchen, trotzdem die gesamte Ausstellung mitzuerleben. Für Schulgruppen gibt es die Möglichkeit in asswortgeschützten Bereichen des 3D-Modells didaktische Angebote zur Vor- oder Nachbereitung eines Besuchs im Bunker Mooseum zu nutzen und in den Unterricht zu integrieren. Gefördert wurde das Projekt von der Stiftung Südtiroler Sparkasse und dem Amt für Innovation und Forschung. Für die Zukunft ist die Anfertigung der anderen musealen Strukturen im Hinterpasseier wie die Ausstellung Timmel_Transit am Timmelsjoch angedacht. Peter Heel Bunker Mooseum 3D-Modell Bunker Mooseum (Screenshot)
Bunker Mooseum
MuseumHinterPasseier goes digital Ein weiterer Schritt Richtung Zukunft: Willkommen im digitalen Bunker Mooseum! Seit heuer ist das Bunker Mooseum in Moos als 3D-Modell verfügbar. Die gesamte Anlage mitsamt den aktuellen Ausstellungen und dem kompletten Freibereich mit Steinwildgehege können kostenfrei online besichtigt werden. Der Museumsverein MuseumHinterPasseier der 2016 ins Leben gerufen wurde und seitdem die musealen Strukturen im Hinterpasseier führt und verwaltet, wurde die letzten zwei Jahre, wie die meisten Kulturbetriebe, von den Coronarichtlinien stark eingeschränkt. Um dem entgegenzusteuern hat sich der Museumsverein heuer entschieden einen weiteren Schritt Richtung Zukunft zu wagen und die Struktur Bunker Mooseum als 3D-Modell zu erfassen und allen Interessierten zugänglich zu machen. Nachdem in den letzten Jahren der Ausstellungsund Archivbestand des Bunker Mooseums in ein digitales Archiv eingespielt wurde, wird damit ein weiteres Projekt zur Modernisierung der Museumslandschaft umgesetzt. „Die Zukunft der Museumslandschaft wird zum Teil auch digital sein und sich weiterentwickeln. Der digitale Bereich bietet Forschung und Lehre viele Möglichkeiten zur Information und Wissensvermittlung. Wir gehen da bewusst
mit der Zeit mit“, so der Obmann des Vereins MuseumHinterPasseier, Konrad Pamer. Mit modernster Kameratechnik wurde der gesamte Bunkerbereich sowie der komplette Besucherbereich im Freigehege in einen der 360°-Panoramarundgang eingebaut. Das Erlebnis der digitalen Kulturvermittlung bietet einige Vorteile. Die Besucher*innen der virtuellen Tour können das Bunker Mooseum jederzeit und/oder in Etappen und kostenfrei besuchen. Durch Infopunkte im Rundgang können zu jedem Objekt und der Umgebung aktuelle Informationen abgerufen sowie aktuelles Bild- und Filmmaterial abgespielt werden. Der Rundgang durch das Bunker Mooseum ist dreisprachig verfügbar und ermöglicht es auch Men-
Rückblick: „Ein Griff ins Dunkel“ Ausstellung zur Tiroler Sagenwelt im Bunker Mooseum. Seit 17. September war die Ausstellung „Ein Griff ins Dunkel“ im Bunker Mooseum zu sehen. Die Ausstellung beinhaltet Auszüge des 2020 erschienen Buches „Tiroler Teufelstanz“ des Tiroler Autors Christian Kössler und schlägt eine Brücke in eine vergangene Zeit. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer Lesung des Autors Christian Kössler im Bunker Mooseum. Seit dem 17. September lief den Besucher*innen des MuseumHinter Passeier wohl nicht nur wegen der kühlen Temperaturen im Bunker Mooseum in Moos ein kalter Schauer über den Rücken. Die Ausstellung „Ein Griff ins Dunkel“, welche voraussichtlich auch noch im Ausstellung „Ein Griff ins Dunkel“ Foto: Heel Peter
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nächsten Jahr besichtigt werden kann, erzählt Geschichten, die nichts für schwache Nerven sind. Sagen und Märchen, vor allem aus dem Alpenraum, haben den Innsbrucker Bibliothekar und Autor Christian Kössler schon seit seiner Kindheit fasziniert; heute verwandelt er alte, schon fast in Vergessenheit geratene, Sagen in neue Geschichten und spickt sie mit einer guten Portion schwarzem Humor. In seinem 2011 erschienenen Buch „Unheimliches Tirol“ erzählt er Tiroler Geister- und Teufelssagen neu und verlegt sie in die Gegenwart. Im Nachfolgewerk „Tiroler Teufelstanz- 16 düster- schaurige Sagen aus Nord-, Ost- und Südtirol“ vertieft er seine Arbeiten weiter und greift wiederum hinüber ins Unheimliche und Unerklärliche – „ins Dunkel“. In Zusammenarbeit mit dem MuseumHinterPasseier und der Unterstützung der Universität Innsbruck und dem Land Tirol wurde die Ausstellung „Ein Griff ins Dunkel“ ins Leben gerufen. Sechzehn Tafeln mit Ausschnitten aus dem Buch „Tiroler Teufelstanz“, gepaart mit eindrucksvollen schwarz-weiß Bildern, fotografiert von Frau Mag.a Silvia Kössler entführen die Betrachter in eine unheilvolle Welt, in der Hexen, Geister und Teufel ihr Unwesen treiben. Jeder Ausschnitt wird mit dem Text der originalen Sage ergänzt. Außerdem werden historische Sagenbücher aus dem Bestand der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol gezeigt. Es entsteht eine „sagenhafte“ Rundreise durch Nord-, Ost- und Südtirol. Am Freitag, den 8. Oktober, fand im Bunker Mooseum unter Einhaltung aller Sicherheitsbestimmungen eine Lesung mit dem Autor Kössler Christian statt, welche die Ausstellung abrundete. Peter Heel
Timmelsjoch
Timmel_Transit21 Im Euregio-Museumsjahr 2021 wurde der musealen Struktur Timmel_Transit besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Das Jahr 2021 stand im Zeichen des Euregio-Museumsjahres und dem Motto „Museum bewegt“. Im Hinterpasseier trat die Ausstellung Timmel_Transit am Timmelsjoch des Museumsvereins MuseumHinterpasseier in den Fokus. Das Jahr 2021 stand im Zeichen des Euregio-Museumsjahres, welches unter dem Motto „Museum bewegt. Transit-VerkehrMobilität“ mit zahlreichen Ausstellungen in der Europaregion aufwartete. Das MuseumHinterPasseier beteiligte sich in diesem Jahr mit einer seinen musealen Strukturen im Hinterpasseier an dieser Aktion. Die Ausstellung Timmel_Transit am Timmelsjoch erklärt anhand von einem Bildband, der durch die ehemalige Militärkaserne führt, die Geschichte vom Bau der Timmelsjochstraße, vor allem auf Südtiroler Seite. Der langwierige und leidvolle Bau dieser Hochalpenstraße erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte und wurde immer wieder von weltpolitischen Ereignissen wie beispielsweise den zwei Weltkriegen oder der Teilung Tirols, unterbrochen. War der Bau der Timmelsjochstraße bis 1918 eine rein österreichische Sache, so änderte sich dies mit der Ausgliederung Südtirols aus dem öster reichischen Staat markant. Seit dem Ausgang des 1. Weltkriegs war der Bau der Timmelsjochstraße ein Projekt von zwei Staaten. Schlussendlich konnte die Timmelsjochstraße erst 1968 feierlich eröffnet werden. Die Ausstellung zeigt die Timmelsjochstraße und deren Eröffnung vor über 50 Jahren und wie sie zu einer Verbindungsstraße zwischen zwei Tälern Ausstellung Timmel_Transit Foto: Hubert Gögele
und zwei Ländern wurde. Straßenbau arbeitern gewidmet, erzählt bis dato unveröffentlichtes Bildmaterial vom Bau der Timmelsjochstraße. Der Obmann des Vereins MuseumHinterPasseier Konrad Pamer sagt: “Die Ausstellung am Timmelsjoch auf 2.500 m Höhe ist einen Besuch wert und rückt neben dem Straßenbauprojekt als solches, verdienterweise die Straßenbauarbeiter in den Vordergrund. Die Kaserne als Kriegsrelikt wurde transzendiert.“ In einem kleinen Filmraum berichten jeweils zehn Menschen aus dem Passeier sowie aus dem Ötztal in Interviews von den stets guten Beziehungen untereinander, dem Schmuggel und der Grenze am Pass. Um den Inhalt der Ausstellung zu dokumentieren und den Besucher*nnen am Pass einen Guide für die Ausstellung mitzugeben, wird außerdem eine Broschüre über die Ausstellung in deutscher und italienischer Sprache erarbeitet. Die Geschichte der Timmelsjochstraße, die Verbundenheit von zwei Ländern, zwei Regionen und einem Kulturkreis bilden die Basis für die Straße als Verbindung des Friedens und als Nährboden für eine Heimat des Wissens und der Kultur. Ziel des Projekts war es, durch gezielte Maßnahmen die bereits bestehende Struktur am Timmelsjoch zu kräftigen und das Potenzial vollends auszuschöpfen. Es steht außer Frage, dass die Sinnhaftigkeit des Maßnahmenpakets gegeben ist und ein Mehrwert für die gesamte Timmelregion entsteht. Durch die Schautafeln im Metamuseum Bunker Mooseum wird die Timmelsjochregion und die Ausstellung am Joch beworben. Weiter bekommen Menschen, die nicht die Möglichkeit haben auf das Joch zu fahren, die Chance sich zum Thema auch im Tal zu informieren. Die zweisprachigen Broschüren helfen den Besucher*innen im Passeiertal, im Ötztal und auf dem Pass die Geschichte besser zu verstehen. Durch die neue Beschilderung direkt an der musealen Struktur Timmel_Transit, wird die Ausstellung sichtbar für den Transitverkehr und lädt die Besucher*innen ein in der Ausstellung zu verweilen und sich mit dem Thema in Ruhe auseinander zusetzen. Die museale Struktur Timmel_ Transit öffnet voraussichtlich im Juni 2022 zugleich mit der Timmelsjochstraße wieder. Peter Heel
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Die Teilnehmer*innen beim veganen Kochkurs
St. Martin
Veganer Kochkurs mit Magdalena Gschnitzer Am Samstag, den 30.10.2021, fand im Vereinshaus von St. Martin ein veganer Kochkurs mit Magdalena Gschnitzer statt. Es nahmen 15 Erwachsene und 2 Kinder daran teil. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde machten wir uns ans Kochen. Wir wurden in Gruppen eingeteilt, die die verschiedenen Gerichte unseres Menüs vorbereiten durften. Magdalena ist von Gruppe zu Gruppe gegangen und hat jedem geholfen und erklärt. Wir haben einen veganen Käse gemacht, der wirklich wie Käse geschmeckt hat, ein Tofurührei, Speck mit Reispapier, Teigtaschen mit Kürbis- und Kastanienfülle, Knoblauchbrot mit Knoblauchmayonnaise, leckere Aufstriche, Hummus, Pudding mit Spekulatiuskeksen und Apfelmus und Schokomousse mit Mandarinen. Nach dem Kochen haben wir gemeinsam unsere Speisen gegessen. Während des Essens zeigte uns die Referentin auf der Leinwand Bilder und Filme, auf denen sie Tiere gerettet hat. Sie zeigte uns, wie schrecklich es manche Tiere haben und brachte auch schöne Fotos und Videos von Tieren aus vielen Orten mit. Sie erzählte von ihrem Erlebnis, wie sie einen Wal gerettet hat, der danach neben ihr herschwamm. Magdalena ernährt sich schon seit vielen Jahren vegan. Auch viele Profisportler ernähren sich aus Gesundheitsgründen
vegan. Magdalena ist aber nicht nur aus Gesundheitsgründen vegan, sondern auch aus Tierschutzgründen. Magdalena hat selbst ein Kochbuch geschrieben. Es heißt „Lass die Sau raus!“. Veganes Essen ist sehr lecker, finde ich. Ich habe diesen Kochkurs besucht, weil ich Vegetarierin bin und mich sehr für Tiere und deren Schutz interessiere. Pia Paula Burgmann Gratulation
Günther Ennemoser erhält EhrenbürgerUrkunde Der aus St. Leonhard Passeier stammende Günther Ennemoser (* 1940) wurde heuer im Herbst zum Ehrenbürger der Markt gemeinde Brenner ernannt. Der Vater war der Sand Leo und die Mutter Sofie Aigner, Volksschullehrerin in St. Leonhard, übersiedelte später mit zwei Kindern nach Gossensaß. Günther besuchte die Lehrerbildungsanstalt in Meran und später die Brixner Supplentenkurse, um sein Studium der Literarischen Fächer an der Universität Padua abzuschließen. Günther unterrichtete an der Bürgerschule in Sterzing und anschließend an der Mittelschule in Gossensaß, an deren Errichtung er maßgeblich beteiligt war und ihr Schulleiter wurde. Neben seiner Lehrtätigkeit engagierte sich Günther ehrenamtlich in verschiedenen Organisationen und Vereinen: 30 Jahre lang als Ortsobmann der SVP von Gossensaß, Mitglied des Gemeinderats der Marktgemeinde Brenner, 18 Jahre
lang Präsident des Amateursportvereins Gossensaß und 10 Jahre Mitglied des Pfarrgemeinderates. Ein besonderes Anliegen war ihm die Pflege der partnerschaftlichen Beziehung der Marktgemeinde Gossensaß mit der oberbayerischen Gemeinde Seefeld-Hechendorf. 1990 wurde ihm als Zeichen der Anerkennung und des Dankes für seinen Einsatz und seine zahlreichen Bemühungen zum Wohle der Allgemeinheit die Verdienstmedaille des Landes Tirol verliehen. Ein besonderes Anliegen war dem Günther die Schaffung des Chronistenbezirks Wipptal: 1992 gründete er die Chronistengruppe Brenner und von 1994 bis 2016 war er Bezirkschronist des Wipptales. An der Festschrift „100 Jahre Jaufenstraße 1912 – 2012“ beteiligte er sich in Zusammen arbeit mit dem Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier, indem er den Straßenabschnitt von Sterzing bis zum Jaufenpass bearbeitete. Fand er noch Zeit, belieferte er jahrzehntelang die Tageszeitung „Dolomiten“ mit Tagesneuigkeiten. Heimatkundliche Artikel von Günther finden sich im Bezirksblatt „Erker“, im „Schlern“ und im „Heimatbuch Gossensaß – Pflersch“. Für den Bürgermeister Martin Alber von der Marktgemeinde Brenner war es eine angenehme Aufgabe, dem Günther im Rahmen eines Volksfestes die Ehrenbürger-Urkunde zu überreichen und ihm im Namen der Bevölkerung zu danken. Günther besucht gerne seinen Geburtsort St. Leonhard, um alte Schul kameraden zu treffen und mit ihnen über die Tage von einst zu plaudern. Die Passeirer beglückwünschen unseren Landsmann Günther zur verdienten Ehrung und wünschen ihm und seiner Familie weiterhin Gesundheit und freudigen Einsatz für die Heimat. Heinrich Hofer Günther Ennemoser mit der Landeschronistin Rita Thaler
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Frauen im Porträt 2022
… und es geht auch im neuen Jahr weiter … 2022 wird in jeder der sechs Ausgaben des „Passeirer Blattes“ unter der Rubrik „Frauen im Porträt“ wiederum ein Beitrag über eine oder mehrere Frauen erscheinen. Allerdings werden die Interviews im neuen Jahr nicht mehr aus meiner Feder stammen, sondern von Frau Waltraud Holzner kommen, die wir – als Bildungsausschuss St. Leonhard – für unsere Idee, Frauen vermehrt in den Mittelpunkt zu stellen, gewinnen konnten.
Gerne werde ich aber Frau Holzner bei den Treffen mit den verschiedenen Frauen begleiten und ihr unterstützend zur Seite stehen. Bereichert werden die Interviews mit Bildporträts von den interviewten Personen, die im Dorf – vor dem Erscheinen der jeweiligen nächsten Ausgabe – ausgestellt und zum Rätseln anregen sollen. Wer wohl in der nächsten Ausgabe des Passeirer Blattes vorgestellt werden wird? Lassen Sie sich überraschen! Auch für dieses Vorhaben konnten wir eine junge Fotografin aus St. Leonhard begeistern.
Frau Holzner schreibt ihre Notizen noch alle mit Hand
Bevor wir aber mit unserer neuen Serie von Interviews im kommenden Jahr fortfahren, möchte ich Ihnen, werte Leser*innen, bereits in dieser Ausgabe Frau Holzner aus Lana etwas näherbringen: Frau Holzner, können Sie sich kurz vorstellen? In St. Leonhard bin ich nicht ganz unbekannt, denn ich durfte in der Bibliothek schon einige Male für Kinder und Erwachsene lesen. Ich bin eine gebürtige Wienerin, Jahrgang 1940, lebe aber seit meiner Eheschließung im Jahr 1965 in Lana und habe da, dank der freundlichen „klimatischen“ Verhältnisse, Wurzeln geschlagen. Ich bin Autorin von Sachbüchern, Kinderbüchern und Theaterstücken für Kinder und schreibe heimatkundliche Texte und Kurzgeschichten für Zeitschriften und Anthologien. Als Mitglied des Bildungsausschusses Lana freue ich mich auf die Zusammen arbeit mit dem Bildungsausschuss St. Leonhard und warte gespannt auf ihre interessanten Geschichten. Als der Bildungsausschuss von St. Leonhard mit der Bitte, Frauen zu porträtieren, an Sie herangetreten ist, waren sie sofort von der Idee begeistert … … Das stimmt! Ich freue mich darauf bewegende Lebensgeschichten zu hören, über das Können und die Fähigkeiten von Frauen staunen zu dürfen und andere Sichtweisen und Ideen kennenzulernen. Mit diesen Frauenportraits sollen nicht nur Arbeitsleistungen gewürdigt werden, sondern sie sollen als Beispiele gelten für die Geduld, die liebende Fürsorge und auch für die Leidensfähigkeit von uns Frauen. Ich hoffe, dass die Geschichten vielen Frauen Mut machen.
Welchen Fokus werden Sie in Ihre Interviews legen? In einer Ihrer E-Mails an die Mitglieder des Bildungsausschusses schreiben Sie unter anderem, „… möglichst viele „Momentaufnahmen“. … Nicht so sehr über ihren Lebensweg von – bis berichten, sondern über die Blumen, die sie am Wegrand pflücken und über die Steine in ihren Schuhen.“ Dieses Bild hat mir sehr gut gefallen! Was werden wir also erfahren? Berührende Schicksale, Geschichten aus vergangenen Zeiten aber auch Berichte über Ereignisse, die erst vor kurzem stattgefunden haben. Wie Senioren*innen mit den Anforderungen einer völlig gewandelten Welt zurechtkommen, anderseits, wie die Frauen der jüngeren Generationen nicht nur das materielle, sondern vor allem das immaterielle Erbe der Vergangenheit (Traditionen, Brauchtum, soziale Gepflogenheiten usw.) verwalten. Mit Respekt und Dankbarkeit den alten Menschen und ihren Erfahrungen, zukunftsorientiert und offen der Jugend gegenüber. Die Herausforderungen sind diesbezüglich in einem Gebirgstal ganz andere als im urbanen Bereich. Dass es größtenteils die Frauen sind, die sich nicht nur mit Verordnungen und Beschlüssen, sondern tatkräftig, zeitaufwendig und vor allem liebevoll um eine Generationenvernetzung und soziale Wärme bemüht haben und es auch weiterhin tun, soll mit dieser Aktion verdeutlicht werden. Liebe Waltraud, danke für das kurze Interview und gutes Gelingen im neuen Jahr! Um das Thema „Frauen“ zu ergänzen und abzurunden, plant der Bildungsausausschuss St. Leonhard außerdem, für das kommende Jahr, einen Frauenstammtisch einzurichten, einen im Frühjahr und einen im Herbst, wo sich Frauen in ungezwungener Atmosphäre treffen, sich austauschen und unterhalten können, ganz unter dem Motto: „Frauen-(F)fragen “. Auch laufen die Planungen für eine Frauenkulturwoche … Man(n)-(Frau) darf gespannt sein … Miriam Maccacaro
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Austausch der Gemeinde-Jugendreferent*innen des Burggrafenamtes
St. Leonhard
Viel Bewegung und neue Themen im Leonhards.Zentrum Seit erstem Oktober 2021 hat das neue Leonhards.Zentrum vorwiegend für Jugendliche und Senioren in St. Leonhard geöffnet. Im Jugendzentrum YOU verbringen durchschnittlich, während den frei zugänglichen Öffnungszeiten, zwischen 20 und 40 Jugendliche einen Teil ihrer freien Zeit. Auch die Seniorenverbände beziehen zwei Mal pro Woche ihre Räumlichkeiten und verbringen gemeinsame Zeit miteinander und genießen die neuen Räumlichkeiten. Aber auch andere Vereine und Initiativen nutzten die neue Einrichtung in St. Leonhard. So fanden in kurzer Zeit und unter Einhaltung der aktuellen Corona Bestimmungen bereits ein Vortrag zum Thema Suizid vom KVW, eine Trainerweiterbildung der AVS Klettergruppe, eine Buchvorstellung vom Bildungsausschuss, ein Wattturnier vom KVW, 12 Aktionen vom Jugendbüro – darunter ein Jugendtheater, drei Seminare und Austauschtreffen von Landesverbänden der katholischen Jugendarbeit, zwei Klausurnachmittage der Gemeinde St. Leonhard, ein Weiterbildungsnach mittag der Mitarbeiter des Altersheims St. Barbara, ein Vorstellungsvormittag von Meraner Oberschulen für die Mittelschüler, ein Austauschtreffen aller Jugendreferenten der Gemeinden des Bezirks Burggrafenamt und vieles mehr,
seit der Eröffnung vor erst eineinhalb Monaten statt. Es ist sehr erfreulich, dass der neue Treffpunkt von Jung und Alt so gut angenommen wird. Durch das Raumangebot ist es nun auch möglich Schwerpunktthemen, die uns alle angehen, im Leonhards.Zentrum zu platzieren und diesen so mehr Sichtbarkeit zu verleihen. Schwerpunktthemen seit Mitte November sind die Thematiken rund um „Nachhaltigkeit“ Viele Jugendliche besuchen das neue Jugendzentrum YOU
und „Respekt“. Der Begriff Respekt spielt nicht nur in der Jugendsprache in unterschiedlichen Facetten eine große Rolle. Respekt bedeutet dabei unter anderem Achtung vor sich und anderen, Höflichkeit, Fairness, Anerkennung, Autorität, Toleranz, Vorsicht und Prestige. Respektloses Verhalten dagegen kann mit den Begriffen Geringschätzung, Herablassung, Demütigung, Missachtung, Kränkung oder Misshandlung beschrieben werden. Dazu werden Gesprächsnachmittage angeboten und vor allem mit Jugendlichen darüber gesprochen und aufgeklärt. In Zusammenarbeit mit der OEW (Organisation für eine solidarische Welt) ist es dem Jugendbüro auch ein großes Anliegen, zum Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Besonders in der VorWeihnachtszeit sollen Aktionen zum Thema Nachhaltigkeit anregen, um über den Konsum und den ganzen Plastikmüll der eingepackten Geschenke nach Weihnachten nachzudenken. Das Wesentliche dieser Zeit wird leider manchmal von den Versprechungen des kurzweiligen Konsums verdrängt und die Freude auf das eigentliche Weihnachten mit der Freude auf Geschenken, viel Glitzer und Trubel verwechselt. Darüber nachzudenken lohnt sich – egal, wie alt man ist. Konrad Pamer Green Month
Nachhaltigkeit im neuen Jugendzentrum YOU Wie viel wissen wir wirklich über unseren Verbrauch und die Abfälle, die wir oft unbewusst produzieren? Wohin verschwinden Verpackungen und Plastikflaschen, wenn sie im Müll landen? Wohin werden unsere kaputten Smartphones gebracht, wenn wir sie durch neue ersetzen? Und was ist der wahre Preis unseres immer vollen Kleiderschranks und wer bezahlt ihn? Alles Fragen die zurzeit im YOU besprochen werden. Grund dafür ist die „World Wide Waste“ – Ausstellung der OEW, welche für einen Monat im neuen Jugendzentrum in St. Leonhard zu bestaunen ist. Die Ausstellung liefert Hintergrundinformationen zur Wegwerfgesellschaft und zeigt eine Reihe bedeutender Ereignisse und Orte auf, die dazu anregen sollen, bewusst über den eigenen Konsum nachzudenken. Gleich am ersten Tag interessierten sich die Jugendlichen für die alten, zum Teil noch gut erhaltenen Klamotten und
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Die „World Wide Waste“ Ausstellung ist für mehrere Wochen im Jugendzentrum
Technikgeräte, welche im Zuge der Ausstellung auf dem Boden vor den Informationstafeln verteilt worden sind. Teil der Ausstellung ist auch ein kleines Quiz, bei dem alle eingeladen sind teilzunehmen. Unter allen, die die volle Punktezahl erreichen, werden tolle Preise verlost. Eine Tageskarte im Skigebiet Pfelders, ein Eintritt im Bunker Mooseum ein JubPa-Hoodie und weitere tolle Preise können die Jugendlichen gewinnen. Passend zur Ausstellung gibt es zudem den Plastikkoffer-Workshop, ebenfalls von der OEW. Laut Forscher*innen befinden sich mittlerweile über 150 Mio. Tonnen Plastikmüll in unseren Meeren und jedes Jahr kommen weitere 8 Mio. Tonnen dazu. Durch Umwelteinwirkungen wird dieser Müll zu Mikroplastik. Doch die winzigen Partikel sind nicht nur für viele Meerestiere tödlich, die sie fressen, sondern gelangen durch den Verzehr von Meerestieren oder über Kosmetik- und Haushaltsartikel auch in den menschlichen Körper. Im Workshop wird herausgefunden, wie genau Plastik in den Meeren landet, über welche Wege es in unseren Blutkreislauf gelangt, welche Auswirkungen es weltweit auf den menschlichen Lebensraum hat und was dagegen getan werden kann. Mit einfachen Schritten kann jede*r einen Teil dazu beitragen, die weltweite Plastikflut zu verringern. Der dritte und letzte Teil des Green Month (grüner Monat) sind Filmvorführungen von preisgekrönten Nachhaltigkeits filmen. Während der Öffnungszeiten im Jugendzentrum aber auch bei externen Veranstaltungen werden die Filme gezeigt. Thomas Schölzhorn
Die Jugendlichen helfen beim Aufbau der Ausstellung mit
historische Fotos
Winter in St. Martin. Heute undenkbar: Mit allen nur vorstellbaren Untersätzen wurde früher auf den Martiner Straßen gerodelt!
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Natur & umwelt
Der farbenprächtige Eichelhäher ist ein Spezialist im Sammeln, Horten und Wiederfinden von Vorräten Foto: Arnold Rinner
Heimische Tierwelt
Der Eichelhäher – ein schlauer, bunter Rabenvogel Rätsch, rätsch, rätsch … Jeder Naturliebhaber kennt diesen auffallenden Ruf des Eichelhähers. Mit diesem Warnruf macht der scheue und aufmerksame Waldvogel nicht nur seine Artgenossen, sondern auch andere Vögel auf Gefahren aufmerksam. Dieses Verhalten hat ihm den Namen „Waldpolizist“ eingebracht. Wegen seiner Stimmäußerungen wird er im Volksmund vielfach auch als „Gratsche“ bezeichnet. Eichelhäher sind Meister im Imitieren von Stimmen anderer Vögel. Der Eichelhäher gehört zur Familie der Rabenvögel, ist aber nicht wie die meisten Vertreter dieser Familie schwarz, sondern hat ein zart weinrotes Gefieder. Auffälligstes Merkmal sind die blau, schwarz, weiß gebänderten Flügeldecken. Der Vogel ist allenfalls als Einzelgänger aber auch gerne in lockeren Trupps unterwegs. Etwas unbeholfen und träge wirkt sein Flug. Geschickt ist er beim Klettern im Geäst. Unter anderem ernährt er sich neben Eicheln, Bucheckern auch gerne von Obst, Nüssen und Kastanien. Bevorzugte tierische Nahrung sind Raupen, Insekten, Kleintiere, aber er verschmäht im Frühjahr auch Gelege und Jungvögel nicht. In unseren Breiten ist der Eichelhäher ein Teilzieher. Der Großteil der Vögel verbringt
den Winter hier, ein Teil davon, vor allem der heurige Nachwuchs, weicht in den Mittelmeerraum aus. In der Regel gesellen sich zu den bei uns überwinternden Vögel solche aus nördlichen Ländern. Der Eichelhäher kommt im Laubwald ebenso vor wie im Nadelwald. Er besiedelt Höhenlagen bis gegen 1500m. Seinen Ruf als fleißiger Heger des Waldes hat er daher, dass er jedes Jahr große Mengen an Eicheln aber auch Bucheckern als Wintervorräte versteckt. Bis zu zehn Eicheln kann er in seinem Kropf trans portieren. Ein Eichelhäher versteckt im
Herbst einzeln 3000 bis 5000 Eicheln zwischen Baumwurzeln, in Hohlräumen und im Laub. Trotz seines phänomenalen Gedächtnisses findet er nicht alle diese Verstecke wieder und trägt so zur Waldverjüngung bei. In unregelmäßigen Abständen werden von Forschern und aufmerksamen Beobachtern während der Zugzeit im Herbst immer wieder Masseneinflüge von Eichelhähern beobachtet. Darunter versteht man Massenfluchten, die nordeuropäische Eichelhäher unternehmen, um in südlicher gelegene Gebiete zu gelangen. Dieses Phänomen steht in engem Zusammenhang mit der Eichel als Hauptnahrungsquelle. Gibt es in den nordischen Ländern wenige Eicheln und einen frühen Wintereinbruch und war der letztjährige Bruterfolg hoch, kommt es zu Massenabwanderungen in südlicher gelegene Gebiete. In kleinem Ausmaß können diese Einflüge auch an Nebenzugrouten wie am Jaufenkamm wahrgenommen werden. So sind 2019 im Oktober beispielsweise 803 Eichelhäher über die Passhöhe am Jaufen gezogen. An den Hauptzugrouten, die um den Alpenbogen herumführen, wie beispielsweise über dem Bodensee konnten 2019 während der Zugzeit im Herbst 130 000 ziehende Eichelhäher registriert werden. Auch im heurigen Herbst berichten Forscher der Vogelwarte Sempach von einer Invasion durchziehender Vögel aus dem Norden. Als weitere „Häherart“ ist auch der auf Zirbennüsse spezialisierte Tannenhäher weit verbreitet im Gebiet. Arnold Rinner
Lostage und Bauernregeln Dezember bringt viele Festtage und wichtige Heilige mit sich, dazu gibt es natürlich auch viele Bauernweisheiten: Jedem bekannt sind die Barbarazweige, aber es gibt noch viele andere Lostage. 4. Dezember: St. Barbara Knospen an Sankt Barbara, sind zum Christfest Blüten da. Am meisten Bauernregeln gibt es wohl rund um den Weihnachtstag: 24./25. Dezember: Heiliger Abend, Weihnachten Wenn es Weihnachten flockt auf allen Wegen, das bringt den Feldern Segen. Hängt zu Weihnacht Eis von den Weiden, kannst du zu Ostern Palmen schneiden. Wer sein Holz nach Weihnachten fällt, dessen Gebäude zehnfach hält. Weihnachten im Schnee, Ostern im Klee. Bis Weihnacht gibt es Speck und Brot, danach kommt Kält’ und Not. Je dicker das Eis um Weihnacht liegt, je zeitiger der Bauer Frühling kriegt. Bringt das Christkind Kält’ und Schnee, drängt das Winterkorn in die Höh’. Wenn’s Christkindlein Tränen weint, vier Wochen keine Sonne scheint. Weihnacht, die im grünen Kleid, hält für Ostern Schnee bereit. Viel Wind in den Weihnachtstagen, reichlich Obst die Bäume tragen. Wir hoffen alle auf einen gnädigen Winter für Wald, Wild und Weide. Elisabeth Larcher
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Schussdrähte sind Luftfahrthindernisse Foto: Plangger
Forststation St. Leonhard
Luftfahrthindernisse, Lärchen und Lafis Luftfahrthindernisse melden Gemäß Landesgesetz 1/2006 sind die Betreiber von Luftfahrthindernissen verpflichtet, deren Errichtung und Abbruch der Forststation zu melden. Das Ziel ist eine aktuelle Karte für Hubschrauber- und Flugzeugpiloten, damit diese den Hindernissen in der Luft ausweichen können. Vorwiegend handelt es sich um Milch bahnen, Schussdrähte, Seilbahnen für den Holzabtransport oder für den Materialtransport aber auch um Elektrooder Wasserleitungen. Die Luftfahrthindernisse sind auch zu melden, wenn sie durch den Wald verlaufen und die Höhe der Baumkronen nicht überschreiten. Nicht gemeldete bzw. auch nicht abgemeldete Flughindernisse haben in der Vergangenheit auch bei uns bereits zu Behinderungen bei Flugrettungeinsätzen geführt. Lärchenwiesen und Lärchenweiden Im Passeiertal gibt es zum Glück noch einige solcher Lebensräume. Da sie öko logisch sehr wertvoll und artenreich sind, ist auch eine nachhaltige und korrekte Behandlung notwendig. Die Entastung („schnoaten“) darf nur bis zur Hälfte der Baumhöhe reichen. Die obere Hälfte der Baumkrone benötigt der Baum für das Überleben. Für die Schlägerung ist immer eine Auszeige durch die Forststation notwendig.
Lafis-Überarbeitung Die Flächenprämien in der Landwirtschaft werden in Südtirol mit dem System „Lafis“ verwaltet. Dort wird die jeweilige Nutzungsform (Kulturart) erfasst – Grünland durch die Forststation, Obstbau vom Bezirksamt für Landwirtschaft und Weinbau vom Amt für Weinbau. Es ist wichtig, dass die Kartierung aktuell ist. Erst kürzlich musste Italien der EU über 100 Millionen Euro zurückzahlen, da bei vielen Betrieben kleine Abweichungen festgestellt wurden. Daher müssen heuer bei 70% von allen Betrieben im Passeiertal Änderungen am Lafis-Bogen vorgenommen werden. Bei den meisten Betrieben handelt es sich um kleinere Korrekturen wegen neu gebauter Gebäude oder Straßen. Andreas Hofer
Die Entastung („schnoaten“) darf nur bis zur Hälfte der Baumhöhe reichen
50%
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vereine & verbände
Die Arbeitsgemeinschaft für Menschen mit Behinderung bei ihrer 40 + 1 Jahresfeier
Menschen mit Behinderung
40 + 1 Jahresfeier Am 14.11.feierte die Arbeitsgemeinschaft ihre 40+1 Jahresfeier, weil letztes Jahr konnten wir die 40-Jahres-Feier nicht abhalten. Wir trafen uns um 10 Uhr in der Früh zur hl. Messe in St. Leonhard. Pater Andreas begrüßte uns recht herzlich am Anfang, Christl Fauner verschönerte mit ihrer Harfe die Messfeier. In den Fürbitten, die Matthias Lanthaler las, wurde auch an die verstorbenen Gründermitglieder gedacht und eine große Kerze entzündet, die uns Johanna Burgmann verziert hatte. Maria Graf trug nach der Kommunion ein Gedicht vor. Anschließend gingen wir zur Feier in das Hotel Wiesenhof. Vor dem Essen begrüßte die Bezirksvorsitzende Annamaria Gufler die Mitglieder und Ehrengäste. Der Landesvorsitzende Richard Stimpfl sprach auch ein paar Grußworte, anschließend bekamen wir einen Gruß aus der Küche und dann wurden die Vorspeise und das Hauptgericht gebracht.
Christl Fauner erzählte in Gedichtsform den Werdegang der Arbeitsgemeinschaft für Behinderte. 22 Mitglieder gründeten am 28. August 1980 in Passeier eine Außensektion des Bezirkes Meran. Die Mitglieder wurden mit den Privatautos oft unter großen Schwierigkeiten abgeholt. Berta Gufler wurde mit der Seilbahn von daheim ins Dorf transportiert und Franz Platter hat sie dann zu den Veranstaltungen gefahren: Tischkegeln, Kartenspielen, Turnen und noch vieles mehr. Später wurde durch Spenden der drei Gemeinden und Sponsoren ein behindertengerechter Bus angekauft, das war eine
große Hilfe. Mit Hilfe von Karl Pichler wurde das Musikantentreffen ins Leben gerufen, es wurde 10 Jahre veranstaltet. Jeden letzten Freitag im November wurde das Musikantentreffen mit großen Erfolg abgehalten und es war das einzige Einkommen für die Arbeitsgemeinschaft für Menschen mit Behinderung und deren Eltern. Der Erlös kam beiden Vereinen zugute. Platter Franz ergänzte die Erzählung und hatte die erste Schreibmaschine dabei, wo er die Rundbriefe schrieb. Die Familie Fauner und ihre Freunde begleiteten uns von Anfang an bis heute musikalisch. Anneliese Weiss und Martin Telser sprachen ein paar Grußworte. Anschließend wurden die Gründungs mitglieder geehrt. Pfitscher Maria, Raffl Pauline, Pichler Josef, der ehemaligen Bezirksvorsitzende Platter Franz, Pichler Roland, Heel Augustin und Kaserer Brigitte. Die Männer erhielten 2 Flaschen Wein und die Frauen eine Orchidee, in diesen Zusammenhang möchte ich mich beim Sponsor bedanken, der uns diese Kosten übernommen hat. Raich Franz, einer der Gründer, ist leider schon verstorben. Weiters möchte ich mich bei den Gemeinden St. Martin, St. Leonhard und Moos und beim Sponsor bedanken, dass wir diese schöne Feier machen konnten. In der Zwischenzeit spielten für uns die Musikanten und wir genossen den Nachtisch, den wir vom Kuchenbüfett holen konnten. Matthias Lanthaler
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Für seine hervorragenden Ergebnisse bei der Gesellenprüfung 2020 wurde Bernhard Taber (2. v. l., Ausstellungsbetrieb Schweigl Martin in Pfelders, Endnote 8,5) ausgezeichnet
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Diese Ziegen haben es in die Ringmitte geschafft, nun folgt die Einreihung – die Spannung steigt Fotos: Rosa Ainhauser
Viehzüchtertreffen beim Sandwirt
Innovatives Bewertungssystem bei Ziegen feiert großartigen Erfolg – das Wohl des Tieres steht dabei klar im Vordergrund Am Sonntag, den 7. November, 2021 fand beim geschichtsträchtigen Sandwirt in St. Leonhard das 1. Züchtertreffen des Südtiroler Goas Vereins statt. Jedes Mitglied konnte bei diesem Treffen seine Ziegen, Kitze und Böcke präsentieren. Bei strahlendem Wetter fanden sich Züchter mit insgesamt 167 Tieren aus ganz Südtirol ein. Hauptprogramm bei diesem Züchter treffen war die Bewertung der 4-jährigen weiblichen Ziegen, also die 2017 geborenen. Für diese Bewertung hatten sich 30 Züchter mit 61 Tieren aus dem Wipptal, dem Eisacktal, dem Pustertal, Sarntal, Ultental, Schnalstal, dem Burggrafenamt und natürlich aus dem „Ziegenland“ Passeier angemeldet. Passeier war mit den Züchtern Gufler David (Litzerhof), Gufler Stefan (Michelehof), Gufler Josef (Aussersaldernhof), Gufler Helmuth (Amtstierarzt), Marth Karl (Lockengeierhof), Marth Andreas (Faltschnalhirte), Kneissl Albert (Platter Bäck) naturgemäß stark vertreten. Die Bewertung der Ziegen mittels eigenem Punktierungssystem wurde erstmalig in Südtirol angewandt. Kurz beschrieben: Ausgehend vom klar definierten Zuchtziel werden Punkte je nach Gewichtung der einzelnen Merkmale vergeben. Das innovative Bewertungssystem gewährleistet somit zum einen Nachvollziehbarkeit und Transparenz und zudem höchste Objektivität. Hervorzuheben ist hierbei, dass das Zuchtziel unter besonderer Berücksichtigung gesundheitlicher Aspekte erarbeitet worden ist, sprich, das Tierwohl steht ganz im Vordergrund. Die gesundheitlichen Aspekte vermittelte
dazu dankenswerterweise Tierarzt Dr. Helmuth Gufler, anerkannter Euro päischer Fachtierarzt für Schafe und Ziegen. Soweit die Theorie, nun zur Praxis: die zu bewertenden Ziegen vom Jahrgang 2017 wurden von einer unabhängigen Person in den Ring geführt, und waren der 6-köpfigen Punktierkommission somit nicht bekannt. Jede Ziege wurde anschließend von zwei Kommissionsmitgliedern von vorne beurteilt, zwei Experten beurteilten die Ziege von hinten, ein Kommissionsmitglied beurteilte die Ziege von der Seite und 1 Kommissionsmitglied betrachtete das Tier als Gesamtes. „Kam ein Tier eines Kommissionsmit gliedes an die Reihe so nahm das ent sprechende Kommissionsmitglied nicht an der Bewertung teil, sodass höchste Objektivität gegeben war, was dieses innovative Bewertungssystem ja ohnehin auszeichnet“, betont der Obmann des Südtiroler Goas Vereins, Anton Staudacher. Alle bewerteten Ziegen wurden anschließend im Ring dem Publikum vorgeführt. Bemerkenswert dabei war, dass besonders junge Mädchen und Burschen die Ziegen mit viel Eifer und Passion vorführten. Schließlich wurden die Züchter*innen
mit den 15 bestpunktierten Ziegen auf gerufen in die Ringmitte vorzutreten. Zu diesem Zeitpunkt wussten die Züchter*innen bzw. das Publikum jedoch noch nicht die Reihenfolge, diese wurde erst anschließend der Reihe nach bekanntgegeben, sodass die Spannung kontinuierlich anstieg. Teilweise entschieden lediglich wenige Punkte die Reihenfolge, so wiesen beispielsweise 3 Ziegen die exakt gleiche Punktezahl auf und wurden punktegleich Zweiter (79 Punkte). Unter den Top 15 waren schlussendlich 11 Ziegen aus dem Passeiertal anzutreffen, sodass Passeier weiterhin als Ziegenhochburg Südtirols bezeichnet werden kann (siehe Ergebnisliste Ziegen). Mit 82 erreichten Punkten wurde schließlich die Katalognummer 10 aufgerufen. Es handelte sich um die Goas „Gamsl“ des Züchters Helmuth Gufler aus dem Passeiertal, der somit die Ehre zuteil wurde, „Miss SüdtirolerGoas 2017“ zu sein. > „Gamsl“, die Goas mit der höchsten Punktezahl und somit „Miss Südtirol Jahrgang 2017“
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> Schließlich erfolgte die Prämierung der 14 bestplatzierten Betriebe, wo die Passeirer Ziegenzüchter Gufler Helmuth, Gufler David und Gufler Stefan an vorderster Front anzutreffen waren (siehe Ergebnisliste Betriebe). Obmann Staudacher betonte, dass es dem Verein, welcher südtirolweit Mitglieder aufweist und somit Züchter von weit weg angereist sind, wichtig ist, dass das Engagement des Dabeiseins auch prämiert wird. So erhielten alle teilnehmenden Betriebe eine handgefertigte Urkunde aus Holz. Schlussendlich wurde noch der „GoasExperte 2021“ bekanntgegeben. Jeder Besucher bzw. Züchter (ausgenommen Mitglieder der Punktierkommission) konnte seinen „Expertentipp“ abgeben, wer die Goas mit der höchsten Punkteanzahl werden wird. Dieser Titel blieb ebenfalls in Passeier, es ist Sofia Hofer aus Stuls, welche sich nun auf einen Wellnesstag beim Stroblhof Spa Resort freuen kann. Obmann Staudacher dankte auch den anderen Sponsoren für die Unterstützung sowie Codalongo Rudi für die Zurverfügungstellung des wundervollen Areals am Sandwirt. Bei herrlichem Wetter sowie Speis und Trank wurde noch viel fachgesimpelt und Züchterwissen ausgetauscht. Auch wenn die Anschauungen der Züchter oftmals (zum Glück) unterschiedlich sind, bei diesem neuartigen Bewertungssystem herrschte unisono Einigkeit: es ist transparent und garantiert größtmögliche Objektivität und Nachvollziehbarkeit, und das zudem zum Wohle des Tieres. „Denn bei dem Südtiroler Goas Verein steht das Tier im Mittelpunkt, und erstmalig erfolgte die Bewertung der Tiere basierend auf tierrelevanter Merkmale und nicht so sehr wie der Mensch das Tier gerne hätte“, sagt Obmann Anton Staudacher. Anton Staudacher Mit 79 Punkten ex equo 2. platziert, die Goase „Stiglitz“, „Xsandra“ und „Steffi“ Fotos: Rosa Ainhauser
Verleihung der Verdienstzeichen
Ergebnisliste: Punktierung Passeirer Gebirgsziegen (Jahrgang 2017) >> Gamsl (82 Punkte), Gufler Helmuth, Passeier >> Ex equo: Stiglitz (79 Punkte), Gufler David, Passeier Xsandra (79 Punkte), Gufler Helmuth, Passeier Steffi (79 Punkte), Gufler Helmuth, Passeier Ergebnisliste: Bestplatzierte Betriebe >> Gufler Helmuth, Pfelders (82 Punkte) >> Gufler David, Moos (79 Punkte) >> Ex equo (73 Punkte): Staudacher Andrea, Jaufental-Wipptal Gufler Stefan, Ulfas-Passeier Staudacher Anton, Trens-Wipptal Pittschieler Albin, Lazfons-Eisacktal Larch Lukas, Jaufental-Wipptal
Cäciliensonntag
Musikkapelle Rabenstein Der Cäciliensonntag wurde in Rabenstein heuer wieder gebührend gefeiert. Die Messe gestaltete eine Bläsergruppe musikalisch mit. Nach dem Gottesdienst spielte uns die Musikkapelle ein kurzes Ständchen vor der Kirche. Auffallend war, dass die zahlreichen Kirchgänger den Klängen aufmerksam zuhorchten. Die Musikanten trafen sich mit ihren Partnern*innen zum gemeinsamen Mittagessen im Gasthof Trausberg. Zwischendurch gab es einige Überraschungen: Martin Gufler und Georg Flarer erhielten ein neues Instrument. Julia Gufler wurde mit dem Abzeichen in Bronze für ihre 15-jährige Mitgliedschaft belohnt. Ein besonderer Dank ging an den langjährigen Obmann der Kapelle, Herrn Gilbert Gufler. Seit 10 Jahren leitet er die Kapelle als Kapellmeister, seit 40 Jahren ist er ein äußerst fleißiges Mitglied. Dafür erhielt er kräftigen Applaus, aufrichtigen Dank von allen, aber auch das Verdienstzeichen in Silber für die Tätigkeit als Kapellmeister und das Ehrenzeichen in Gold für die Mitgliedschaft. Eine Erinnerungstafel machte ihm eine besondere Freude. Vereine haben es nicht leicht in diesen Zeiten. Hoffen wir, dass unsere Musik kapelle weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit bauen kann und die gesamte Dorfgemeinschaft freut sich wieder darauf, im kommenden Jahr das eine oder andere Konzert besuchen zu können. Waltraud Gatterer
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Bei der Feier im Gasthaus Haselstaude: Josef Pichler (Obmann), Marialuise De Bastiani, Andreas Augscheller (Bezirksobmann), Peppi Fauster (Verbandsobmann) – die drei Geehrten Gerhard Wank, Paul De Bastiani und Alois Schwarz (mit Urkunden) – Rosmarie Pamer und Adolf Augscheller (Kapellmeister) – es fehlt Andreas Kofler
MK St. Martin
Einmaliger Tag in der Vereinsgeschichte der Musikkapelle St. Martin Am Samstag, den 20. November 2021, feierte die Musikkapelle St. Martin ihre Schutzpatronin, die hl. Cäcilia. Die Vorabendmesse wurde unter der Leitung von Kapellmeister Adolf Augscheller musikalisch von verschiedenen Musikgruppen umrahmt. Pfarrer P. Alexander Pixner OT und Diakon Hermann Pirpamer dankten der Musikkapelle für ihren Einsatz bei den verschiedensten religiösen Veranstaltungen. Anschließend wurde gemeinsam im Gasthaus Haselstaude gefeiert, denn zum Feiern gab es etwas Einzigartiges im Vereinsleben der Musikkapelle. Nicht weniger als 4 Musikanten konnten gleichzeitig ihr 50-jähriges Musikantenleben feiern. Es sind dies Andreas Kofler – „Pëckn Andreas“, Luis Schwarz – „Gåtterer Luis“, Gerhard Wank und Paul De Bastiani. Als Ehrengäste konnte Musikobmann Josef Pichler, Pfarrer P. Alexander Pixner OT, Diakon Hermann Pirpamer, Verbandsobmann Pepi Fauster mit seiner Frau Luise, Bezirksobmann Andreas Augscheller, Bürgermeisterin Rosmarie Pamer und Kulturassessor Dominik Alber herzlich begrüßen. Zu diesem besonderen Anlass nahm sich sogar der Verbandsobmann der Südtiroler Musikkapellen, Pepi Fauster aus Niederdorf im Pustertal die Zeit, den 4 Musikanten persönlich zu gratulieren. Er dankte den Musikanten für ihren jahr-
zehntelangen Einsatz für das Dorf, das Tal, das Land und für die Kultur. Er überreichte den Jubilaren das Ehrenabzeichen „Großes Gold“ für 50 Jahre Mitgliedschaft. Hermann Pirpamer trug für die 4 verdienten Musikanten eine treffliche Laudatio vor. Auf humorvolle und interessante Weise erzählte er von den Jubilaren. Paul hat ursprünglich als Bassist in der Kapelle begonnen, doch als Not am Mann war, wechselte er zum Schlagzeug, um dann wieder zum Bass zu wechseln. Als Stabführer marschierte Paul mehrere Jahre lang voran. Paul war 19 Jahre lang Obmann der MK. Andreas hat mit der Trompete begonnen und ist bei diesem Instrument geblieben. Seit über 40 Jahren spielt er die 1. Trompete, unaufdringlich, passend und genau. Gerhard hat mit der Klarinette begonnen und hat später zum Bass gewechselt. Auch bei der MK Saltaus ist Gerhard dabei. Dort spielt er einmal mit dem Bass, dann wieder auf der Klarinette, wie es ihn gerade braucht. Luis begann bereits mit 10 Jahren am Flügelhorn. Er wechselte dann zum Tenorhorn und zur Posaune. Doch seine Berufung ist der Bariton. Als exzellenter Musikant hilft er bei vielen Kapellen aus, wenn Not am Mann ist. Was 50 Jahre Musikant in Zahlen bedeutet, hierzu eine kleine persönliche Überlegung:
Ein Musikant ist im Jahr zwischen Proben, Konzerten und verschiedenen Auftritten ca. 100 Mal im Einsatz. Das heißt in 50 Jahren 5.000 Mal für die Kapelle im Einsatz stehen. Dazu kommt jedes Jahr 3 Tage lang Neujahranspielen, das sind in 50 Jahren 150 Tage oder 5 Monate durchgehend, auch am Samstag und sonntags. Jährlich 3 Prozessionen ergeben zudem insgesamt 150 Prozessionen. Dazu kommen ungezählte Tage Einsatz bei Festen und beim Dorffest. Da würden mir noch mehrere Zahlen einfallen. Eine Frage muss ich doch noch aufgreifen: Wie oft musste die Frau, die Freundin oder die Mutter das Trachtenhemd waschen und die Tracht in „Schuss“ bringen? Ja es braucht alle, um einen solchen Verein „am Laufen“ zu halten. Vereinsmitglieder, die Familien, die ganze Dorfgemeinschaft. Andreas, Gerhard, Luis und Paul, ihr seid die Säulen, die das Ganze jetzt 50 Jahre lang getragen haben. Euch gebührt ein ganz ganz großes Dankeschön und um es musikalisch auszu drücken, ein nicht enden wollender Tusch. Leider konnte Andreas aus gesundheitlichem Grund an der Feier nicht teilnehmen. Wir wünschen ihm beste Genesung! Im Rahmen der Feier wurde Ramona Ennemoser nach 22 Jahren Mitgliedschaft verabschiedet. Ramona war 10 Jahre lang Musikantin und 12 Jahre Marketenderin. Auch dir, liebe Ramona, ein großes Dankeschön! Im Namen der Musikkapelle St. Martin, möchten wir uns bei allen Jubilaren bedanken und hoffen, dass sie noch lange der Musik die Treue halten. Josef Pichler
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Jägerschaft St. Leonhard: Kitzrettung
Die Bauern sagen „Danke“
Siegfried Innerhofer wird vom Sektionsleiter des AVS Passeier Florian Augscheller geehrt
Rückblick und Vorschau
Abschlussfeier 2021 der AVS Wandergruppe Sektion Passeier Am Freitag, den 10.11.2021, fand die letzte Veranstaltung der Wandergruppe in diesem Jahr statt. Eberhard Wilhelm, Seniorenreferent und Vertreter der Wandergruppe im AVS Passeier, begrüßte alle Teilnehmer und den Vorsitzenden des AVS Passeier, Herrn Florian Augscheller. In einer Power-Point-Präsentation wurde Rückblick auf die wunderschönen Wan derungen gehalten. Wegen der CoronaVorschriften konnte man erst im Juni mit den Wanderungen beginnen. Höhepunkte waren die Wanderungen zum Radlsee bzw. zur Königsangerspitze; Hirzer – Riffl – Pfandleralm; Reinswald – Pichlberg – Getrumspitze und Getrumsee; Rundweg Ulfaseralm – Matatzspitze; Rosskopf – Telferweißen – Telfes und Rodeneckeralmen – Astjoch – Lüsen. Die Wanderbegleiter Hans Schwarz, Michl Schwarz, Auer Hermann, Siegfried Innerhofer und Jörgl Kofler riefen anhand der Bilder wieder viele schöne Erinnerungen wach. In einer Programmvorschau für das Jahr 2022 wurden die neuen Wanderziele vorgestellt. Zur Diskussion stand die Versicherungsfrage bei den Wanderungen. Der Sektionsleiter Florian Augscheller erklärte, dass alle Mitglieder über den AVS gut versichert sind. Aus diesem Grund wurde in der Versammlung der Beschluss gefasst, bei den Wanderungen nur Mitglieder des AVS oder des Cai mitzunehmen. Die Ausschreibung der Wanderungen wird weiterhin über das Mitteilungsblatt der drei Passeirer
Gemeinden bekannt gegeben. Informa tionen und Anmeldungen erfolgen in der eigens erstellten WhatsApp-Wandergruppe. Am Schluss der Versammlung wurde dem langjährigen Sektionsleiter im AVS Passeier und Leiter der Wandergruppe, Herrn Siegfried Innerhofer zum 80. Geburtstag gratuliert. Florian Augscheller würdigte seine Arbeit und Verdienste im Alpenverein. Auch die Ortsstelle St. Leonhard mit dem Vorsitzenden Martin Hofer und den Ausschussmitgliedern Dieter Bernhard, Hannes Pixner und Albert Gögele gratulierten ihm und übergaben ihm ein Geschenk. Spontan erzählte Siegfried, wie er im Jahre 1975 zum Alpenverein kam. Albert Ploner war damals Sektionsleiter und er wurde zum Schriftführer ernannt. In der Folge übernahm dann Siegfried selbst die Leitung des Alpenvereins Passeier und blieb viele Jahre dessen Vorsitzender. Vor 25 Jahren rief er die Wandergruppe ins Leben, organisierte seitdem jedes Jahr viele schöne Wanderungen und sorgte so für unvergessliche Erinnerungen. Siegfried bedankte sich für Ehrung und die Geschenke und äußerte den Wunsch, noch bei vielen Wanderungen dabei sein zu können. Mit einem kleinen Imbiss und Umtrunk in geselliger Runde endete die Versammlung. Sepp Wilhelm
Wenn im Frühjahr die Tage länger werden, die ersten Blumen blühen und das Heu auf unseren Wiesen wächst, bereitet sich auch das Rehwild auf neues Leben vor. Der erste Mähtermin der Wiesen in tieferen Lagen des Passeiertales, Ende Mai– Anfang Juni, fällt genau mit der Setzzeit der Rehgeißen zusammen, welche ihren Nachwuchs gerne im hohen Gras ablegen, um ihn dort vor ihren natürlichen Feinden zu schützen. Sie ahnen jedoch nicht, dass die Gefahr von anderer Seite droht, wenn auch nicht gewollt. Die meisten Stadel sind schon leer und wir Bauern verbringen nun unsere Zeit damit, das Wetter zu beobachten und uns auf die anstehende Heumahd vorzubereiten. Doch nicht selten beobachten wir auch mit Sorge das rege Treiben des Rehwildes in unseren Wiesen. Hat eine Geiß ihr Kitz vor der Mahd schon gesetzt, so wird der natürliche Drückinstinkt der Jungtiere zur Todesfalle. Sie laufen auch bei großer Gefahr nicht weg, sondern drücken sich instinktiv in ihr Versteck. Leider sind sie so für den Bauer nahezu unsichtbar. Wer einmal das durchdringende Geschrei eines verletzten Rehkitzes gehört hat, wird es nie wieder vergessen. Deshalb haben Bauern schon immer präventive Maßnahmen zur Kitzrettung gesetzt. So wurden in den Wiesen Tücher am Vorabend der Mahd angebracht oder die Wiesen wurden vor der Mahd zu Fuß abgegangen. Diese Methoden helfen jedoch nur begrenzt und so hat das Jagdrevier St. Leonhard in Passeier seit zwei Jahren ein Netzwerk an freiwilligen Jägern gesponnen, um uns Bauern bei der Rettung der Kitze unter die Arme zu greifen. Eine moderne Drohne mit Wärmebildkamera überfliegt unsere Wiesen und durchleuchtet jeden Winkel, in der Hoffnung jedes gesetzte Rehkitz aufzuspüren, damit wir mit ruhigem Gewissen unserer Arbeit nachgehen können. Diese Drohne erweist sich als effektives Mittel, um Tierleid zu verhindern. Im Namen vieler Bauern in unserem Tal möchte ich mich beim Revierleiter Rudi Santoni und seinem Jägerteam für die gute Zusammen arbeit bedanken. Mit eurem Einsatz habt ihr das Interesse der breiten Öffentlichkeit für die moderne Land- und Jagdwirtschaft geweckt und gezeigt, dass sich heutzutage Technik, Tradition und Tierschutz gut vereinen lassen. Manuela Gufler
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AVS Jugend
Müllsammelaktion Anfang November organisierte die AVS-Jugend St. Leonhard eine Müllsammelaktion. Gesäubert wurde der Weg entlang des Passerdammes. Einige fleißige Kinder und Erwachsene halfen uns den Müll einzusammeln, der von unachtsamen Spaziergängern liegen gelassen wurde. Mit viel Eifer schafften es die Kinder, einige Säcke Müll zu sammeln. Nach getaner Arbeit gab es eine Stärkung für alle, die uns dankenswerterweise von der Gemeindeverwaltung St. Leonhard spendiert wurde. Den gesammelten Müll übergaben wir den Gemeindearbeitern. Den Kindern machte diese, für unsere Umwelt sehr wertvolle, Aktion viel Spaß. Und am Ende waren wir uns alle einig: „Viele fleißige Hände machen dem Müll ein schnelles Ende“. Ursula Pixner „Viele fleißige Hände machen dem Müll ein schnelles Ende“
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Weihnachtsgedanken
Keksebacken, Kerzenschein, Tradition und vor allem Christi Geburt Die Advents- und Weihnachtszeit ist eine ganz besondere Zeit, kaum jemand verspürt den Winterzauber nicht, ob tief religiös oder Atheist, ob Santa Claus oder Christkind, irgendwie ist für jeden etwas dabei. Vom Kind sein bis hin zum Christuskind erwarten. Kinder und Erwachsene verschmelzen Hoffnung, Romantik und Christusliebe. Besonders wir, die wir auf dem Land und in den Bergen leben, fühlen den Weihnachtsgedanken, wir erleben die Winternatur, den Zauber des Schnees und die Weihnachtstraditionen. Vom Zelten zu den Vanillegipfeln, vom Adventkranz binden bis zur Morgenmette, Weihnacht ist Verwurzelung mit der Tradition. Mehr denn je sind Zusammenhalt und gute Gefühle gefragt, denn die Adventszeit ist die Vorbereitung auf die Geburt unseres Christus, unseres Erlösers. Die Ortsbäuerinnengruppen von Moos, St. Martin und St. Leonhard haben sich gemeinsam Gedanken zum Fest gemacht: vom Adventsgedicht der guten Seele Burgi Haller zum Zeltenrezept der Ortsbäuerin St. Leonhard bis hin zu Gefühlen und Erinnerungen einiger Bäuerinnen. Im Sinne einer friedlichen Adventszeit, im Zeichen einer besinnlichen Weihnacht, sehnen sich viele nach christlichen Werten! Frohe Weihnacht von den Bäuerinnen Elisabeth Larcher SBO Moos Zeit nehmen ist wertvoller als Zeit haben „Wenn uns bewusst wird, dass die Zeit, die wir uns für einen anderen Menschen nehmen, das kostbarste ist, was wir schenken können, haben wir den Sinn der Weihnacht verstanden“ Roswitha Bloch In diesem Sinne wünschen wir einen besinnlichen Advent und frohe Weihnachten. Elisabeth Pixner, Birgit Gufler, Margaret Pixner, Barbara Kofler, Martina Raich, Andrea Schweigl, Rosalinde Lanthaler SBO St. Martin Frohe Weihnachten liebe Bäuerinnen, werte Bauern und werte Familien! Wir wünschen Euch und Euren Familien, von ganzem Herzen, eine schöne und gesunde Weihnacht. Hier einige Gedanken aus den Bauernstuben unserer Ortsgruppe. Passt auf Euch auf, genießt die
Familie und die warme Stube! Wir freuen uns, Euch bald wiederzusehen. Gesegnete Adventszeit Enkre Ortsgruppe St. Martin Anna Zögler, Brigitte Platter, Carola Pichler, Daniela Pichler, Elisabeth Larcher, Helga Pflug, Martine Pirpamer SBO St. Leonhard Die Adventszeit ist eine Zeit einmal innezuhalten – Zeit auch, um vielleicht neue Ziele anzusteuern. In diesem Sinne wünscht der Ortsausschuss St. Leonhard allen Bäuerinnen und deren Familien eine schöne Adventszeit mit besinnlicher Vorweihnachtsstimmung. Ortsbäuerinnenausschuss St. Leonhard Annelies Lahner, Birgit Kofler, Caroline Reichhalter, Dorothea Pixner, Hofer Katja Gumpold, Klara Hofer, Margarethe Haller, Melanie Ennemoser Weihnachtsgedanken
Bäuerinnen und ihre Gefühle zur Weihnachtszeit „Für mich ist Advent die Zeit in der meine Schwester, meine Tochter und ich in der Küche beim Keksebacken ein Kerze anzünden und Weihnachtsmusik dabei hören.“ Elisabeth „Für mie isch weihnochtn kartler geschtoltn mit liebe worte fülln und in meine freunde verschickn, keksler bochn af jedn foll, wenns fa lebkuchn schmeckt und mandarinen“ Burgl „Adventszeit … ist wohl die Vorfreude auf das Weihnachtsfest … sich Zeit nemmen … für Wärme. Kerzenduft … gemeinsames Beten … sowie den Duft von frisch gebackenen Zeltn und Lebkuchen zu genießen … auch der Räucherduft. Von … Mürre und Weihrauch …“ Isabella „Adventszeit: HOFFNUNGSLICHT Weihnachtszeit: ZUSAMMENHALT!“ Christine „Fi miar isch Weihnochtn Ruhe, Gemiatlichkeit, Wärme, Kerzn onzündn, mit die Kinder Keksler bockn, Weihnochtsmusik lousn, mit dr Familie viel Zeit verbringen.“ „Advent ist, wenns draußen schneit, drinnen in der warmen Stube am Adventskranz die Kerzen brennen, im Teller die Kekse, Nüsse und Mandarinen auf dem Tisch sind und die Familie beisammen ist, da ist mir im Herz so warm …“ Ingrid
Bauernzelten
Bauernzelten Zutaten Für’s Dampfl 1 Hefewürfel 1 EL Mehl 1 EL Zucker 250 ml warme Milch 700 gr 300 gr Ca. 2 TL
Roggenmehl Weizenmehl Salz Fenchel, Kümmel, Anis, Brotklee warmes Wasser nach Bedarf Sultaninen, Feigen, Nüsse nach Belieben
Dampfl vorbereiten und 15 Minuten stehen lassen (alle Zutaten sollten die selbe Temperatur haben). Inzwischen Roggenmehl, Weizenmehl, Salz, Fenchel, Kümmel, Anis und Brotklee mischen. Dampfl zugeben und durchkneten. Bei Bedarf soviel warmes Wasser dazugeben, dass ein geschmeidiger, fester Teig entsteht. Mit Tuch zudecken und an einem warmen Ort ca 20 Minuten „gehen“ lassen Teig in 2 Hälften teilen und Sultaninen, Feigen und Nüsse nach Belieben unter mengen und kneten. Zu einem Laib formen und auf das Backblech legen. Zudecken und nochmals 30 Minuten „gehen“ lassen. In das vorgewärmte Backrohr geben und bei 200 °C Umluft 30 Minuten backen. Margarethe Haller
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Gesundheit & soziales Aktiv Hilfe für Kinder EO
Arbeitsjahr 2021 Das Arbeitsjahr 2021 war durch die Pan demie COVID 19 für uns eine zusätzliche, starke Belastung. Besonders in Osteuropa, wo die Menschen mit Alltäglichem zu kämpfen haben, hat die Pandemie den Menschen zusätzlich viel abverlangt. Von Mazedonien bis nach Belarus, in allen Osteuropa-Ländern sind die Gesundheitssysteme immer wieder überlastet und die Lage gerät teilweise außer Kontrolle. Die Gesundheitssysteme sind insofern hoffnungslos überfordert angesichts maroder, schlecht ausgestatteter Kliniken und Ärzt*innen, die seit Monaten am Limit arbeiten. Auch muss gesagt werden, dass ohnehin selbst in Nicht-PandemieZeiten nur die Patient*innen eine Chance auf Behandlung haben, die ein beträcht liches Sümmchen aufbringen können. Rumänien In Rumänien konnten wir der Caritas von Temeswar mit einer Brikett-Presse helfen. Mit dieser Presse können sie aus Stroh, Heu und Miscanthus Briketts als Heiz material herstellen. Dies ist die eine gute Alternative zum Brennholz, welches in Rumänien pro Meter zwischen 60 – 80 Euro kostet. Das Gerät kostete 25.000 Euro. Den größten Teil der Kosten hat die Region
Apfent Es isch Apfent wenns erte Kerzl brennt. Wenns in der Natur stille wert, wemmin die Veigliler niemer singin hert. Apfent isch wenni in wormin Kichile huck und fin Zeltn Nussn audruck. In Barbaratog Aschtler oschneid, mi af die Bliender in heilig Obnd freid. Wenns fi Lebkuchn und Pummerantschen schmeckt, wennse’s, Katzl affn wormin Oufn verschteckt. Es isch Apfent wenns iebroll leichtet die Nocht, wenn a Schneabl follt und olls zuelukt mit dr weißn Procht. Wenn Freiwillige die Uensommen bigleitn de umma worms Platzl frogn, de vornding lebm und wos nit’s,Noatigschte hobm. Apfent ish derweil nemmin, zomhuckn, mitnonder schpieln und lochn, de Freide wos zruggkimb konn ins aufn Fescht inschtelln und zifriedn mochn. Burgi Haller
Lebensmittelankauf in Moldawien
Schuhe für Kinder in Mazedonien
Trentino Südtirol übernommen. Weiters betreuen und begleiten wir mehrere arme Familien durch Patenschaften.
jedes Land in Osteuropa, die Papiere werden teils in Österreich teils in der Schweiz ausgestellt. Verzollt wird bei der Fa. Schenker in Trient. Die Transportkosten übernimmt zu 60% die Osteuropahilfe, den Rest übernimmt Aktiv Hilfe. Durch diese Unterstützung mit Hilfsgütern möchten wir in erster Linie den Menschen in ihrer alltäglichen Situation helfen, ein besseres Leben führen zu dürfen, aber es soll auch ein Beitrag zur Verbesserung des Klimawandels und der Verwendung von Ressourcen sein. Seit der Pandemie und durch den Klimawandel hat sich die Welt stark verändert, jeder, der die Möglichkeit hat, kann dazu beitragen, dass das Gute und das Schöne wieder Oberhand bekommen kann. In diesem Sinne möchte „Aktiv Hilfe für Kinder EO“ sich bei allen Gönnern für ihre Unterstützung und ihr Vertrauen herzlich bedanken und allen eine gesegnete Adventszeit wünschen. Peter Lanthaler
Bosnien Nach Bosnien konnten wir im Frühjahr über eine Spendensammlung 5.000 kg Grundnahrungsmittel per Lkw nach Medjugorje schicken. Die Leute waren sehr dankbar, denn auch sie hat die Pandemie stark getroffen. Mazedonien In Mazedonien, wo die Lage ähnlich ist, konnte heuer das erste Mal mit neuen Kleidern und Schuhen geholfen werden. Mazedonien hat gerade mal 2 Mill. Einwohner, wenig Industrie und die Arbeitslosenrate ist sehr hoch. Im Schnitt verdienen die Leute 400 Euro im Monat. Ein Meter Holz kostet ca. 40 Euro. Moldawien Moldawien hat zwar eine neue Regierung, aber die Reformen kommen nur schleppend voran. Dort haben wir ein Projekt, wo 350 Mädchen bis Juni 2022 mit Grundnahrungsmitteln geholfen wird. Das Projekt wird vom Land Südtirol mit 9.200 Euro unterstützt. Weiters hilft uns dort ein Großunternehmer bei der Herstellung von Grundnahrungsmitteln. Ab Jänner 2022 möchten wir dort regelmäßig Grundnahrungsmittel produzieren. Ab Mitte Dezember werden die ersten Lebensmittel provisorisch produziert. Das ist momentan unsere größte Herausforderung. Ukraine In die Ukraine konnten wir bereits den zweiten Lkw mit Hilfsgütern über die Osteuropahilfe bringen lassen. Die Hilfstransporte könnten wir ohne den großen Partner nicht mehr organisieren. Der Frächter, ein Großunternehmer aus Deutschland, übernimmt die Fracht für
Geburten vom 3. 10. bis 2. 12. 2021 Gemeinde St. Martin 7. 11. 2021 Ben Brunner 17. 11. 2021 Elias Pedò Gemeinde St. Leonhard 3. 10. 2021 Jonas Sallustio 10. 10. 2021 Michael Mohammadi 24. 10. 2021 Jona Larch 1. 11. 2021 Max Schaffler Gemeinde Moos 21. 10. 2021 Raffael Schweigl 30. 10. 2021 Simon Pfandler 27. 11. 2021 Leonie Gufler 2. 12. 2021 Klaus Marth 2. 12. 2021 Kurt Marth
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St. Leonhard
Gehen ohne Abschied Am 26. Oktober 2021 fand im neuen Leonhards.Zentrum ein ernsthafter und zugleich lehrreicher Abend mit einem Vortrag zu dem schwierigen Thema „Suizid – Gehen ohne Abschied“ statt. Der KVW von St. Leonhard hat in Zusammenarbeit mit dem Verein Lichtung diesen Vortrag auf die Beine gestellt, dessen Thema viel von den Zuhörer*innen abverlangt hat. Bekanntlich ist es nicht einfach, über den Tod einer nahestehenden Person zu sprechen, geschweige denn, wenn es sich um eine Selbsttötung handelt. Dr. Roger Pycha, Primar des psychiatrischen Dienstes in Brixen, hat neben Daten und Fakten auch über den Umgang mit suizidgefährdeten Personen gesprochen. Herr und Frau Schullian aus Kaltern haben mutig und offen über den Verlust ihres Sohnes gesprochen. Berührend, aufwühlen und doch bewundernswert ist es dem Ehepaar Schullian gelungen, über die Zeit vor dem Tod ihres Sohnes, unmittelbar danach und auch nach einer vergangenen Zeit von mehreren Jahren zu erzählen. Immer wieder hatte man aufgrund der Spannung und Ernsthaftigkeit das Gefühl, als würden alle Anwesenden
Fotografie und Kunst vereint
Foto: Dietmar Fiegl
die Luft anhalten. Den Referenten ist es gelungen, einen wertvollen Abend zum Hinhören, Mitreden und Mitdenken zu gestalten. Dank gilt Dr. Pycha, der dieses Thema wie immer professionell angegangen ist. Ein besonderer Dank gilt dem Ehepaar Schullian, die über diesen sehr persönlichen, heiklen und besonders berührenden Teil ihres Lebens berichtet haben. Vielen Personen bieten sie dadurch eine Stütze. Fassen Sie den Mut, sich sowohl als Betroffener als auch als Angehörige Hilfe zu suchen und sich ein Netzwerk aufzubauen! Thomas Karlegger Hilfe wird unter anderem geboten bei: >> Hausärzten >> Psychiatrische Dienste des Landes >> Psychologische Dienst des Landes >> Telefonseelsorge >> Telefono Amico >> Young+Direkt >> Verein Lichtung (für Betroffene) >> Verband Ariadne Siehe hierzu auch https://www.dubistnichtallein.it/kontakt
Bibliothek St. Martin
Abschlussveranstaltung der Sommerleseaktion Im heurigen Sommer haben sich viele Grundschulkinder aus St. Martin an der Sommerleseaktion beteiligt. Dabei konnten sie Bücher im Liegestuhl, im Dunkeln, unter der Bettdecke, unter dem Baum, über Freundschaft, Hexen, Dinos usw. lesen. Für jeden Geschmack waren Bücher dabei. Wie jedes Jahr gab es im Anschluss eine Abschlussveranstaltung, zu der alle teilnehmenden Kinder eingeladen waren. Am 11. Oktober versammelten sich alle auf dem Dorfplatz. Dort wurden verschiedene Spiele mit Büchern, rund um Buchstaben, Wörter und Sätze angeboten. Auch zwei lustige Märchen wurden von Carmen Kofler erzählt. Zum Abschluss verteilte der Bibliothekar Gottfried Zagler einen schönen grünen Stoffturnsack mit dem Aufdruck „Mein Sommer in der Bibliothek“. Nach einer kleinen Stärkung wurden die Kinder wieder entlassen. Für alle Kinder wartete noch eine kleine Überraschung beim nächsten Besuch in der Bibliothek. Carmen Kofler
ImFocus-FotoclubPasseier VFG
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gratulationen
„Alles, alles Gute, lieber Heini!“ Selbstredend kamen die ersten Glückwünsche für unseren Jubilar von seiner Familie
O-Ton Heini Dorfer
24.11.2021
Lieber Heini, herzliche Glückwünsche zum 60. Geburtstag! Am 24. November feierte Heini Dorfer, zweifelsohne eine der bekanntesten Persönlichkeiten des Passeiertales, seinen 60. Geburtstag. Zu diesem Anlass hat das Passeirer Blatt Interessantes, Wissenswertes und Kurioses über unseren Jubilar gesammelt. Glückwünsche aus dem Freundeskreis, der „Forellenbach Luis“ erzählt: Schon als junge Burschen nahmen der Heini und ich an Tennis-Meisterschaften teil. Damals kämpften wir mit den größeren, weißen Filzkugeln, heute spielen wir bevorzugt mit kleineren, die auf der Wiese herumliegen, also Golf. Wir hatten eigentlich seit jeher einen Wettkampf gegeneinander und so spielten wir auf dem Tennisplatz einst um sein Handy. Natürlich war es einigermaßen teuer und zu seinem Leidwesen gewann ich. So konnte er logischerweise eine Zeitlang nicht mehr telefonieren, weil er kein Handy mehr hatte. Anscheinend hat es ihm recht gut gepasst, denn in dieser handylosen Zeit hatte er, was sonst eher selten vorkommt, seine absolute Ruhe vor Anrufen. In der Coronazeit lief es andersrum. Beim Golfen spielte er mir 20 Pizzas ab, die ich ihm abends liefern musste. Aber das war
halb so schlimm, denn wir hatten anschließend eine schöne Familienfeier miteinander. Eine weitere Leidenschaft von Heini ist das Münchner Oktoberfest, das er mit Freunden seit über 30 Jahren besucht. Alljährlich fahren wir mit einer tollen Truppe raus und haben unseren Spaß. Am Tag darauf spielten wir bei München Golf. Auch unser Freund Kaserer Clemens war mit von der Partie, der nicht gerade als schnellster Golfspieler in die Annalen eingehen wird. Schließlich sagte der Heini, der es leid war zu warten, zu mir: „Luis, ich schlage jetzt ab!“ Ich warnte: „Wart noch ab, sonst triffst du den Clemens!“ Heini erwiderte: „Den treffe ich sicher nicht“, und schlug ab. Natürlich traf er unseren Clemens, der zu Boden ging, im Bunker lag und nur mehr schrie. Ich redete Heini ins Gewissen: „Jetzt magst du dich aber bei Clemens ent
„Was ist für dich persönlich Luxus: Luxus ist für mich ganz klar die Freizeit. Luxus ist für mich mit der Familie zusammen zu sein, mit Frau und Kindern einen Tag zu verbringen.“ schuldigen!“ Schließlich begab sich Heini zu Clemens, der weiterhin den sterbenden Schwan spielte. Gerade in diesem Moment kriegte Clemens Telefon, in seinem Hotel habe man aufgrund eines Missverständnisses den Strom abgeschaltet, da sagte ich zu Heini: „Jetzt könntest du deinen misslungenen Schlag gut machen!“ Nachdem Heini alle Hebel in Bewegung gesetzt hatte, wurde im Hotel von Clemens der Strom wieder eingeschaltet und somit war alles wieder im besten Lot. Interessanterweise waren ab diesem Zeitpunkt bei Clemens alle Schmerzen anscheinend wie wegge blasen! O-Ton Heini Dorfer
„Welches sind deine persönlichen Gedanken zur Hotellerie: Stillstand geht in unserem Bereich gar nicht, die Hotellerie lebt vom Erneuern, vom Verbessern. Es gilt weitblickend zu sein und die Trends frühzeitig zu erkennen, man sollte eigentlich immer um einen Schritt voraus sein.“ >
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O-Ton Heini Dorfer
„… zum idealen Gast: Grundsätzlich gilt für mich, der Gast ist schon König für uns, aber in meinem Königreich. Damit möchte ich sagen: Er kann sich nicht alles erlauben. Besonders unseren Mitarbeiter*innen gegenüber, erwarte ich mir auch einen gewissen Respekt. Der ideale Gast ist der, der korrekt ist, der zufrieden ist, der sich normal verhält.“
Aber wie in unserem Freundeskreis bekannt, wenn du zu Heini etwas sagst, tut er nicht ungern genau das Gegenteil. Da gab Heini Gas und bei den Leitplanken flog nur so die Feuerfunken, auf gut psairerisch „die Glanschter“, auf. Schließlich bremste Heini ab und meinte lakonisch: „Du hast glatt recht gehabt, das geht anscheinend wirklich nicht!“ Einmal spielten wir in Kitzbühel Golf in
Richtung Clubhaus und hatten eine Wette laufen. Mir gelang ein Superschlag zur Fahne und Heini wollte noch näher ran. Er besah sich meinen Schläger, nahm ein Eisen aus dem Golfbag und knallte den Ball, ja genau, ins Clubhaus: „Luis, geh du zuerst zum Clubhaus!“, schlug Heini ungewohnt kleinlaut vor und als ich dort ankam, sagte ich: „Mein Kollege hat sich ein wenig vertan!“ „Das kann man wohl sagen!“, erscholl es aufgebracht, aber nachdem Heini Gott und die Welt kennt, war alsbald wieder alles o.k. Zu guter Letzt möchte ich im Namen unseres Freundeskreises, dir lieber Heini, alles erdenklich Gute zum 60er wünschen! Af guat psairerisch: Mit diar, Heini, afn Weg zi sain isch ålm peerig, zemm isch ålm ëppis lous!!! Kurt Gufler
Seine Zuständigkeiten im Gemeindeausschuss waren stets Wirtschaft, Handwerk, Handel, Tourismus und Sport. Was ihn in der Gemeindepolitik ausgezeichnet hat, war, dass er sich neben den wirtschaftlichen Themen auch stets für soziale, kulturelle und allgemeine Projekte, die für das Gemeinde leben in St. Martin notwendig waren, ein-
brachte. In seiner politischen Tätigkeit hat Heinrich, als erfahrener Bauherr, zusätzlich die Koordination des Kirchenbaues in Saltaus übernommen und durchgeführt. Ein besonderes Anliegen waren und sind ihm auch die vielen Vereine und Organisationen, die er unterstützt. Rosmarie Pamer und Hermann Pirpamer
Seit Jahrzehnten besucht Heini mit seinen Freunden das Münchner Oktoberfest (im Bild mit „Forellenbach Luis“ und Harald Tschörner)
> Wofür der Heini ebenfalls bekannt ist, ist sein rasanter Fahrstil mit dem Auto. Wir waren zu fünft auf der Fahrt zum Oktoberfest und wie mittlerweile fast normal, kamen wir zu einer Baustelle. Jeder weiß, wie eng es da zugeht und wir düsten so mit 160 km/h dahin. Da fragte mich Heini: „Glaubst du, dass ich hier durchkomme?“ Ich war skeptisch und erwiderte: „Nein, das geht sicher nicht!“
Gemeinde St. Martin
Heinrich, ein Vollblutpolitiker Die politische Laufbahn war ihm sicherlich schon in die Wiege gelegt. So war sein Onkel mütterlicherseits Hugo Gamper Landtags abgeordneter und Abgeordneter im italie nischen Parlament und auch weitere Verwandte haben sich in die Politik eingebracht. Heinrich Dorfer schrieb sich ebenfalls schon in jungen Jahren in die Südtiroler Volkspartei ein und war auch SVP-Landesjugendreferent in einer sehr turbulenten Zeit. Seit vielen Jahren ist er auch SVP-Ortsobmann von St. Martin und war auf verschiedenen SVPEbenen politisch tätig. Erst kürzlich wurde er als Meistgewählter wieder in den SVPOrtsausschuss von St. Martin gewählt. Auch im Tourismusverein, HGV und bei der Südtiroler Sparkasse hat er sich mit Herzblut eingebracht. Im Jahr 2000 ist er in die Gemeindepolitik eingestiegen und blieb dieser 15 Jahre treu, zwei Amtszeiten unter dem Bürgermeister Hermann Pirpamer und eine Periode unter der Bürgermeisterin Rosmarie Pamer.
Gemeindeausschuss 2010 – 2015
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sport
Die schnellsten Nachwuchsreiter*innen des Tages: (v.l.) Tanja Schwabl, Paula Pichler, Manuel Wieser
Unser Obmann in Aktion
Haflinger Pferdezuchtverein Passeier
Cashflow und Pföstl Lisa auf Sunny. Der Haflinger Pferdezuchtverein Passeier freut sich sehr über das große Interesse bei Teilnehmer*innen und Zuschauer*in nen, ganz besonders über die große Zahl an Kindern, die am Rennen teilnahmen und die hoffen lassen, dass die Freude an den Pferden auch in der nächsten Generation weiterlebt. Petra Bacher
Geschicklichkeitsturnier Nach fast zweijähriger Pause war es am 21.11.2021 endlich wieder möglich, unser Geschicklichkeitsturnier auf dem Reitplatz am Sandhof zu veranstalten. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen waren zahlreiche Teilnehmer*innen und Zuschauer*innen aus nah und fern gekommen und es war ein gelungener Rossertag mit vielen spannenden Rennen. Beim Geschicklichkeitsparcours galt es, verschiedene Hindernisse reitend so schnell wie möglich zu bewältigen, z.B Gatter öffnen, Hufeisen in Eimer werfen oder Slalom reiten. Beim anschließenden Fasslreiten mussten 3 auf dem Platz verteilte Fässer so schnell wie möglich umrundet werden. In der Kategorie Geschicklichkeitsreiten Kinder bis 14 Jahre ging der Sieg an Pichler Paula auf Odea vor Wieser Manuel auf Saemi und Schwabl Tanja auf Cashflow. Für die kleinsten Kinder bestand die Möglichkeit, das Pferd von einem Erwachsenen führen zu lassen. Hier war Pichler Lena auf Belinda die Schnellste, vor Gruber Romina auf Daisy und Eschgfäller Lena auf Sunny. Beim Fasslreiten der Kinder gewann Schwabl Verena auf Cashflow
vor Schwabl Tanja auf Max und Pichler Paula auf Odea. Das Geschicklichkeitsreiten der Erwachsenen konnte Schwabl Paul auf Max für sich entscheiden, gefolgt von Gruber Peter auf Fanny auf dem 2. und auf Daisy auf dem 3. Platz. In der Kategorie Fasslreiten Erwachsene hatte Schwabl Paul auf Max die Nase knapp vor Schwabl Alois auf
Psairer Låchkåchl-Ëgge
„Zi wiënig“ Die Adventszeit ist bekanntermaßen vor allem für den hoffnungsvollen Nachwuchs eine sehr spannende, nicht enden wollende Zeit. So manches Kind kann den heiß ersehnten Heiligabend kaum erwarten und verfällt deshalb in die Unart, schon frühzeitig heimlich in Kästen, Truhen und ähnlichen möglichen Verstecken nach den Geschenken zu stöbern. So trat vor einigen Jahren am Goldenen Sonntag ein wackerer Filius vor seine entgeisterte Mutter, hielt ihr klagend das aufgebrochene „Packtl“ entgegen und lamentierte: „Hoi Mamme, håsche ggseechn, woos doo lai drin isch. Doo håt’s Krischtkindl håldaa lai die erschte Looding giproocht, weil dës waar amåll ållm fiil zi wiënig …“ Kurt Gufler
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Vorankündigungen > Fensterbilder in Platt Die Fensterbilder im Widum Platt sind in den Abendstunden der Adventszeit wieder zu bestaunen. > MuseumPasseier 26. 12. 2021 bis einschließlich 2. 1. 2022 geöffnet, von 10 bis 16 Uhr, letzter Einlass 15 Uhr.
Beim Gletschertraining in Schnals
Förderung schisportbegeisterter Kinder
SkiTeam Passeier – Ein Verein stellt sich vor Das SkiTeam Passeier wurde im Sommer 2018 von einigen engagierten Eltern zur Förderung ihrer skisportbegeisterten Kinder gegründet. Inzwischen besteht der Verein aus fast 90 Mitgliedern, davon sind über 30 Kinder und Jugendliche, die sich am Training bzw. an Wettkämpfen beteiligen. Ziel des Vereins ist es, den Skisport auf spielerische Weise kennenzulernen und die Athleten und Athletinnen auf ihrem Weg professionell zu betreuen. Den Kindern und Jugendlichen wird auch die Möglichkeit geboten, an verschiedenen Skirennen auf Landes-, nationaler und internationaler Ebene teilzunehmen und ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Einige Athlet*innen (Lara Pichler, Benjamin Graf, Jannick Marth, Tommy Pichler) erzielten dabei in den letzten Jahren hervorragende Leistungen. Besonders Lara Pichler hat in der abgelaufenen Saison mit ihren Leistungen geglänzt. Unter anderem gewann sie ein Raiffeisen-Grand-Prix-Rennen, wurde bei drei weiteren Rennen 3. Bei der Italienmeisterschaft in Ravascletto (UD) wurde sie im Super G 8., beim Pinocchio Finale in Abetone (PT) wurde Lara im Slalom 5. Den Athleten und Athletinnen des SkiTeams wird die Möglichkeit geboten, an ganzjährigen Trainingseinheiten teilzunehmen. So findet in den Sommermonaten zweimal pro Woche ein Konditionsund Koordinationstraining statt, das bis zur Eröffnung der Skisaison in Pfelders
auch nach Schulbeginn weitergeführt wird. Für Athlet*innen, die Interesse haben an Rennen teilzunehmen, wird im Herbst die Möglichkeit geboten, am Gletschertraining mitzumachen, welches entweder in Sölden, Sulden, Schnals oder Stubai angeboten wird. Bei diesem Training werden die Athlet*innen stets von einem erfahrenen Trainer begleitet und mit dem Vereinsbus zu den Trainingsorten gefahren. Kinder und Jugendliche, welche „nur“ zum Training nach Pfelders fahren wollen, werden von St. Martin aus mit den inzwischen zwei Vereinsbussen in das Skigebiet Pfelders gebracht. Dank großzügiger Unterstützung durch die drei Passeirer Gemeinden, die Raika Passeier und vieler Sponsoren war es möglich, im Frühjahr den zweiten Bus anzukaufen. Dieser wurde anlässlich des „Vereinsfestls“ von Pfarrer Oswald Kuenzer gesegnet und offiziell seiner Bestimmung übergeben. Wie überall hat auch uns das CoronaVirus während der letzten zwei Saisonen in unserer Aktivität behindert, wir hoffen aber mit Einhaltung aller vorgesehenen Bestimmungen in diesem Jahr wieder regelmäßig trainieren zu können und den Athlet*innen die Teilnahme an verschiedenen Rennen bieten zu können. Weitere Infos zu einzelnen Veranstaltungen finden sich auf unserer Internetseite „skiteampasseiertal.it“ Claudia Fauner
> Online-Einschreibung für die Kindergärten von St. Martin Und Saltaus 2022/23 Findet ausschließlich vom 10.01. bis 18.01.2022 statt und erfolgt nur über den SPID-Zugang oder die aktivierte Bürgerkarte. Alle Kinder, die innerhalb Dezember 2022 das dritte Lebensjahr vollenden, können in den Kindergarten eingeschrieben werden. Es müssen auch jene Kinder eingeschrieben werden, die den Kindergarten bereits besuchen. Voraussetzung für den Besuch des Kindergartens ist die Erfüllung der Impfpflicht im Sinne des Gesetzesdekretes vom 07.06.2017, Nr. 73. Die Anträge um Einschreibung in den Kindergarten werden ausschließlich online gestellt und entgegengenommen. Die Anträge sind anhand der digitalen Identität SPID oder mittels aktivierter Bürgerkarte ausschließlich in telematischer Form einzureichen. Die Erziehungs verantwortlichen sind aufgerufen, sich rechtzeitig einen digitalen Zugang einzurichten. Der SPID kann bei neun verschiedenen Providern (Anbietern) eingerichtet werden. Zwei Anbieter haben Schalterdienste in Südtirol: Handelskammer Bozen und italienische Post (über Anbieter Aruba). Die zweite Möglichkeit ist jene mittels Bürgerkarte (blaue Gesundheitskarte) mit Lesegerät und PIN-Nummer (kann bei den Gemeindeämtern aktiviert werden). > Schulsprengel St. Leonhard Von Mo, 10.01.2022 bis Mo, 24.01.2022 erfolgen die Einschreibungen in die 1. Klasse der Grundschule über SPID oder die aktivierte Bürgerkarte. Wir bitten Sie hierfür wieder um die Zusendung folgender Dokumente und Unterlagen: Einzugsgebiet Gemeinde St. Martin, Sammelbescheinigung – Familienbogen mit Angabe der Eltern, Geburtsbescheinigung für alle Kinder vom 01.01.2016 bis 31.08.2016 (müssen eingeschrieben werden) vom 01.09.2016 bis 30.04.2017 (können die Eltern entscheiden, ob sie eingeschrieben werden).
43 Passeirer Blatt – nr. 168, Dezember 2021
> Gesundheitssprengel Passeier Teilt mit, dass ab 20.12. die Blutabnahmen im Sprengel Passeier nur mehr nach vorhergehender Vormerkung unter der Nummer 0473 264 001 oder online unter: www.sabes.it/vormerken durchgeführt werden. Die Blutabnahmezeiten bleiben gleich: Mittwoch und Donnerstag von 7.15 – 8.45 Uhr. > „Hinterpasseier im Wandel“ Fotoausstellung im Glasturm des Bunker Mooseums in Moos Im Rahmen des Projektes „Kunst im Glasturm“ sollte am 26. November 2021 die Bilderausstellung „Hinterpasseier im Wandel“ eröffnet werden. Aufgrund der pandemischen Lage im Land wurde der Eröffnungstermin bis auf weiteres verschoben. Manfred Schwarz und Hubert Gögele zeigen in Zusammenarbeit mit dem Museumsverein MuseumHinterPasseier und dem Bildungsausschuss Hinterpasseier alte Fotografien aus den Ortschaften des hinteren Passeiertales und stellen aktuelle Fotos in der gleichen Perspektive gegenüber. Der Betrachter wird eingeladen sich mit Fragen wie: Was hat sich verändert? Was ist gleichgeblieben? Was wird sich in Zukunft noch entwickeln? zu beschäftigen. Das neue Eröffnungsdatum wird über die üblichen Kanäle mitgeteilt. > 200-Jahr-Jubiläum Kirche Wans Im Jahr 2022 wird das 200-Jahr-Jubiläum der Weihe der Kirche von Wans und der Johannes-Prozession gefeiert. Zu diesem Anlass wird am Sonntag, 3. Juli 2022 (Ausweichdatum bei Schlechtwetter: 10. Juli) die festliche Johannes-Prozession abgehalten und anschließend daran ein Fest organisiert. Die Festbroschüre, mit genauen geschichtlichen Daten zur Prozession und zur Kirche, deren Restaurierung heuer abgeschlossen wurde, ist bereits in Aus arbeitung. Der Pfarrgemeinderat von Walten, welcher die Organisation dieser Feier inne hat, ersucht alle, sich diesen Termin bereits jetzt vorzumerken und lädt alle herzlich zu den Feierlichkeiten ein.
> Noch sechs Monate bis zum 26. Alpenregionstreffen Schützen treffen sich am 15. Mai 2022 im Passeiertal – Anmeldungen gestartet. Bereits zwei Mal musste die Schützenkompanie St. Martin in Passeier das 26. Alpen regionstreffen aufgrund des Coronavirus bereits verschieben. Am 15. Mai 2022 soll nun das überfällige Treffen der Schützen aus Tirol, Südtirol, Welschtirol und Bayern im Heimattal des Tiroler Freiheitshelden Andreas Hofer stattfinden. Eigentlich sollte im nächsten Jahr das 27. Alpenregionstreffen der Schützen in Garmisch-Partenkirchen stattfinden, „aufgrund des Coronavirus aber haben wir den Termin für die 26. Auflage des grenzüberschreitenden Schützentreffens im Passeiertal im Mai 2020 bereits zwei Mal verschieben müssen“, erzählt der Hauptmann der Schützenkompanie St. Martin in Passeier, Armin Oberprantacher. „In diesem Herbst sind wir nun aber mit neuem Schwung an die Organisation des Treffens gegangen“, so Oberprantacher, „und wenn wir dabei auch einige besondere Auflagen mehr berücksichtigen werden müssen, so freuen wir uns umso mehr auf ein Wiedersehen am 15. Mai.“ Anmeldungen für Ehrengäste, Schützen kompanien und Musikkapellen gestartet. Indes sind die Anmeldungen für das Alpen regionstreffen im Passeiertal gestartet. Ehrengäste, Schützenkompanien und Musikkapellen aus Tirol, Südtirol, Welschtirol und Bayern können sich bis zum 30. Jänner für den Festakt und den Festumzug am Sonntag, 15. Mai in St. Martin in Passeier, melden. „Neben dem offiziellen Fest wird es auch ein Rahmenprogramm geben“, kündigt Hauptmann Armin Oberprantacher an, „wenn auch in einem kleineren Rahmen als ursprünglich geplant.“ Informationen zum Fest- und Rahmenprogramm, den Konzerten und Tickets, der Anreise und die Unterkünfte werden laufend im Internet unter www.alpenregionstreffen.com veröffentlicht.
> Verzeichnis der Stimmzähler sowie der Wahlsitzpräsidenten Es wird mitgeteilt, dass die Verzeichnisse der Stimmzähler sowie der Wahlsitzpräsidenten im Jänner bzw. im Februar aktualisiert werden. Interessierte Personen können die Gesuchsvorlagen in der Gemeinde abholen oder von der Homepage der Gemeinde herunterladen: www.sankt-leonhard.eu Voraussetzung für Stimmzähler: Er-füllung der Schulpflicht. Voraussetzungen für Wahlsitzpräsidenten: Oberschulabschluss (Matura) und der Zweisprachigkeitsnachweis B2 > Volkshochschule Südtirol Ortsstelle St. Leonhard: Nachhaltigkeitsbotschafter – Wie geht weniger Plastik? Am 26.3.2022, 15 – 17.30 Uhr; Referentin: Tanya Deporta; Ort: Vereinshaus St. Leonhard Englisch Konversation – Englisch für den Urlaub A2-B1 Am 14.3.2022, 19 – 20.30 Uhr; Referentin: Dagmar Ungerer; Ort: Vereinshaus St. Leonhard Trauer als Ressource Am 3.3.2022, 20 – 21.30 Uhr; Referentin: Irene Volgger; Ort: Vereinshaus St. Leonhard Naturnahes Gärtnern in Topf, Kübel und auf dem Balkon Am 27.4.2022, 19.30 – 21.30 Uhr; Referent: Alexander Huber; Ort: Vereinshaus St. Leonhard Ortsstelle Moos: 10-Finger-Tippsystem in 5 Stunden Am 10./17.2.2022, 18 – 21 Uhr; Referentin: Tatjana Christina Finger; Ort: Vereinshaus Moos Ortsstelle St. Martin: Italienisch für die Zweisprachigkeitsprüfung – Niveau C1 und B2 Am 8.3.2022, 18 – 19,30 Uhr; Referentin: Lucia Bertini; Ort: Mittelschule St. Martin
Termine & Veranstaltungen können per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden
Öffnungszeiten moos Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 18 Uhr; Sa geschlossen, T 0473 643 535 Minirecyclinghof Moos: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr; Pfelders: Mi, 14 – 15 Uhr; Platt: Mi, 8 – 9 Uhr und 1. Sa/Monat, 14.45 – 15.30 Uhr; Stuls: Mi, 10 – 11 Uhr und 1. Sa/Monat, 13.30 – 14.15 Uhr; Rabenstein: 1. und 3. Mo/Monat, 10 – 11 Uhr; Rabenstein (Saltnuss – rotes Haus): jeden 1. Mo/Monat, 9 – 9.45 Uhr Rest- und Biomüllsammlung: Dienstag: Moos, Platt, Pfelders (Dorf und Zeppichl), Stuls wöchentlich; Rabenstein, Pill bzw. Sportplatz Sand, Ulfas jede 2. Woche Bibliothek Moos: Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 15 – 16.30 Uhr; Do, 16.30 – 18 Uhr; So, 11 – 12 Uhr Bibliothek Platt: Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 16 – 17 Uhr, Fr, 15 – 16.30 Uhr; Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Pfelders: Mi, 17 – 18 Uhr Bibliothek Rabenstein: Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Stuls: Mo, 15 – 16 Uhr Arztpraxis Dr. Beccarello: Mo, Do, Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 10 – 11.30 Uhr, 12 – 13 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; T 0473 643 689 Apotheke RAM: Mo, 10 – 12; Mi, 16 – 18.30 Uhr; Do, 9 – 12 Uhr; T 0473 643 689 Eltern-Kind-Beratung Moos: Mittwoch 9 – 10.30 Uhr, nur mit Vormerkung, T 339 2924051 Ambulatorium Krankenpflegedienst Moos: Donnerstag, 8 – 8.30 Uhr (ohne Vormerkung) st. leonhard Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 17.30 Uhr; Sa, 9 – 11 Uhr, T 0473 656 113 Minirecyclinghof: Fr, 14.30 – 16.30 Uhr, Sa, 7.30 – 9 Uhr; Walten: Mo, 14 – 15 Uhr Restmüllsammlung: Di; Walten, Schweinsteg, Prantach, Mörre, Glaiten, jeden 2. Di; Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Mi, Fr, 9 – 12 Uhr; Mo, Di, Do, Fr, 15 – 18 Uhr (Winter) Bibliothek Walten: Mo, 15 – 16 Uhr Kinderarztpraxis Dr.in Weger: Mo, Fr, 9.15 – 12.30 Uhr; Mi, 9.30 – 12.30 Uhr; Di, 15 – 18 Uhr; Do, 15 – 19 Uhr; T 0473 656 266 Apotheke RAM: Mo – Fr, 8 – 12.30, 15.30 – 19 Uhr; Sa, 8 – 12.30 Uhr; T 0473 656 146 st. martin Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr; Donnerstag, 15 – 17.30 Uhr, T 0473 499 300 Minirecyclinghof: St. Martin: Fr, 8 – 10 Uhr, Samstag geschlossen; Saltaus: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr Restmüllsammlung: Montag; Matatz, Breiteben, Kalmtal, jeden 2. Montag Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Mi, Sa, 9 – 12 Uhr; Mo, Mi, Fr, 15 – 18 Uhr; Di, 14 – 17 Uhr (Winter) Arztpraxis Dr. Peracchi: Mo, Do, 15 – 18 Uhr; Di, Mi, Fr, 9 – 12 Uhr; T 0473 641 174 Arztpraxis Dr. Dubis: Mo, Do, Fr, 9 – 12 Uhr; Di, 15 – 18, Mi, 12 – 15 Uhr, mit Vormerk.; T 0473 650 167 Apotheke Mercurius: Mo, Mi, Do, Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Di, 8 – 12.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr T 0473 650 011 Eltern-Kind-Beratung: Dorfstraße 25/c (alte Bibliothek) Do, 8 – 12 Uhr, T 0473 641 095 Krankenpflegeambulatorium Garberweg: Di, Fr, 8 – 10 Uhr Jugendtreff: Di – Fr, 11 – 12 Uhr; Di und Do, 17.30 – 19.30 Uhr; T 392 5327295 sprengelsitz passeier Verwaltungsdienst: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, 9.30 – 12 Uhr; Do, 9.30 – 12 u. 14 – 15.30 Uhr; T 0473 659 500 Sozialsprengel: Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr, nachmittags mit Terminvereinbarung; T 0473 659 018; Dienst für Pflegeeinstufung: T 848 800 277, Anlaufstelle Pflege- und Betreuungsangebote: Di, Do, 9 – 11 Uhr; T 0473 659 266, Mi mit Vormerk. Blutabnahme: Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, mit Vormerkung, T 0473 264 001 oder online: www.sabes.it/vormerken Kinderblutabnahme: Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, mit Vormerkung, T 339 2924051 oder 0473 659 510 Krankenpflegeambulatorium: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, Do, 9.30 – 11 Uhr Eltern-Kind-Beratung: Di, 8 – 12 Uhr, nur mit Vormerkung; T 0473 659 518 Dienst für Abhängigkeitserkrankungen: Vormerkung T 0473 443 299 Rehabilitationsdienst: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr, 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 533 Impfzentrum: Mo, 8.30 – 16 Uhr; T 0473 659 517 Gynäkologe: jeden 1., 2. und 3. Di/Monat Hauspflegedienst: Vormerkung Mo – Fr, 8 – 10 Uhr; T 0473 659 019 Jugendbüro Passeier: Mo – Fr, M 393 0954681
Aus den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin Termine & Veranstaltungen dezember 15. Adventskonzert der Musikschule Passeier, Pfarrkirche St. Leonhard, 18 Uhr 23. Weihnachtsfeier für Jugendliche, Jugendzentrum YOU, St. Leonhard, ab 15 Uhr 26. MuseumPasseier geöffnet, bis einschließlich 2. 1. 2022, von 10 bis 16 Uhr, Jänner 8. Goaserball, Vereinshaus St. Martin [Goaserverein] 13. Beckenboden-Rückbildungsgymnastikkurs, Sprengel Passeier, 14 bis 15.30 Uhr 20. Geburtsvorbereitungskurs, Sprengel Passeier, 18 bis 20 Uhr februar 4. Redaktionsschluss Passeirer Blatt 10. 10-Finger-Tippsystem, Vereinshaus Moos, 18 Uhr [Volkshochschule] märz 3. Trauer als Ressource, Vereinshaus St. Leonhard, 20 Uhr [Volkshochschule] 8. Italienisch – Niveau C1 und B2, Mittelschule St. Martin, 18 Uhr [Volkshochschule] 14. Englisch Konversation – A2-B1, Vereinshaus St. Leonhard, 19 Uhr [Volkshochschule] 26. Nachhaltigkeitsbotschafter – Wie geht weniger Plastik? Vereinshaus St. Leonhard, 19 Uhr [Volkshochschule] 27. Beginn Sommerzeit april 1. Redaktionsschluss Passeirer Blatt 27. Naturnahes Gärtnern in Topf, Kübel und auf dem Balkon, Vereinshaus St. Leonhard, 19.30 Uhr [Volkshochschule] mai 15. 26. Alpenregionstreffen, St. Martin Juni 3. Redaktionsschluss Passeirer Blatt Juli 3. 200-Jahr-Jubiläum Kirche Wans
recyclinghof passeier (mörre) Dienstag, Donnerstag, 14 – 17 Uhr; Samstag, 8 – 11 Uhr
Termine & Veranstaltungen können per Telefon (T 0473 656 239) und per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden