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Passeirer Blatt

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Passeirer Blatt

contiene

i. p.

Das Leonhards. Zentrum

Foto: KRAiTL Photographie

Passeirer Blatt

Mitteilungen und Nachrichten aus Moos, St. Leonhard und St. Martin Oktober 2021

Oktober 2021 Nr. 167 · 35. jahrgaNg

inhalt 5 Gemeinden 8 Kultur & Gesellschaft 28 Natur & umwelt 31 Wirtschaft 35 Gesundheit & soziales 36 gratulationen 37 Sport 39 Vorankündigungen

öffnet seine Tore für Jung und Alt


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Bei der obligatorischen Banddurchschneidung  Fotos: KRAiTL Photographie

St. Leonhard

Das Leonhards.Zentrum öffnet seine Tore für Jung und Alt Am 1. Oktober war es endlich so weit. Das Leonhards.Zentrum konnte offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Damit ging ein lang ersehntes Vorhaben für St. Leonhard in Erfüllung. Den Wunsch nach einem Jugendzentrum gab es seit Jahrzehnten und blieb lange

Impressum

Erscheint zweimonatlich. Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29. 5. 1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier; vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Robert Tschöll – Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Ulrich Mayer. Redaktion: Fabian Gufler, Kurt Gufler, Thomas Lanthaler, Elisabeth Larcher, Miriam Maccacaro, Arnold Rinner; Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Korrektur: Ernst Rinner, Kurt Gufler. Produktion und Druck: design.buero Artikel können bei allen Redaktionsmitgliedern und bei design.buero in St. Martin (Dorfstraße 14) abge­geben werden und müssen mit dem Namen und der Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein. Werbebeiträge direkt an das Passeirer Blatt, passeirerblatt@passeier.it, T 0473 656 239. Redaktionsschluss: 26. November 2021 E-Mail: passeirerblatt@passeier.it www.passeirer-blatt.it

ohne Ergebnis, bis endlich mit der Umsiedlung in den neuen Kindergarten die alten Räume im Vereinshaus zur Verfügung standen, mitten im Dorf, aber baulich eine Herausforderung. Das Gebäude selbst stammt aus den Siebzigerjahren und musste aufwändig umgebaut werden. Kernpunkt des Konzeptes des Leonhards. Zentrums ist es, Jugendlichen, Familien und Senioren eine Heimstatt zu geben. Die Raumgestaltung soll diesen genera­ tionsüberschreitenden Ansatz fördern und Jung und Alt zusammenführen. Die Herausforderung bestand darin, in das Förderprogramm des Landes Südtirol aufgenommen zu werden. Besonders dafür eingesetzt haben sich Altbürgermeister Konrad Pfitscher und die frühere Vizebürgermeisterin Josefine Schwarz, die Vertreter des Jugendbüros Passeier mit Elisabeth Ploner und Konrad Pamer samt Vorstand, der mittlerweile pensionierte Amtsdirektor für Jugendarbeit Klaus Nothdurfter und seine Nachfolgerin Helga Baumgarter. Allen voran aber hat der Landesrat Philipp Achammer von Anfang an seine volle Unterstützung für das Vorhaben zugesagt und ist bis zuletzt auch dazu gestanden. Der Bau selbst samt Einrichtung konnte trotz Corona in einem Jahr dank der

gelungenen Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Land, Bauleitung, Firmen und Jugendbüro abgewickelt werden. Aufbauend auf dem Vorprojekt von Arch. Klaus Marsoner hat Architekt Wilfried Menz es geschafft, das Raumkonzept passend für alle Zielgruppen umzusetzen. Nicht nur für Jugendliche wurde ein neuer und ansprechender Treffpunkt errichtet, das Raumangebot spricht auch Seniorenvereine, Familien, Eltern-Kind-Initiativen und die Sommerferienprogramme an. Ein kleines Caffè lädt zum Verweilen ein und spezielle Musikräume bieten Nachwuchsbands, Chören und Musikant*innen die Möglichkeit, zu proben und im Aufnahmestudio die Musikstücke zu produzieren und aufzunehmen. An der Eröffnungsfeier nahmen über­ raschend viele Jugendliche, Senior*innen, Familien und Interessierte teil. Konrad Pamer eröffnete die Feier und konnte viele Ehrengäste begrüßen, die Bürgermeister des Passeiertales und viele Vertreter*innen von Jugendämtern und Jugendvereinen aus ganz Südtirol. Altbürgermeister Konrad Pfitscher ging im Anschluss auf die Vorgeschichte und den Umbau im Detail ein, lobte Planer und Baufirmen und dankte dem neuen Gemeinderat mit Robert Tschöll an der Spitze, dass sie dieses Vorhaben fertig­ gestellt haben. Er war sichtlich stolz auf das Ergebnis, das seiner Meinung nach südtirolweit seinesgleichen sucht. Der JubPa-Vorsitzende Joachim Volgger dankte den Mitarbeitern Thomas, David und Konrad, allen vergangenen und aktuellen Vorständen des Jugendbüros und


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den Beteiligten für den Einsatz. Bürgermeister Robert Tschöll unterstrich, dass das Leonhards.Zentrum in die Mitte von St. Leonhard passt und er sich freue, wenn es mit Leben gefüllt wird. Die Amtsdirektorin Helga Baumgartner unterstrich die Bedeutung der Jugendbetreuung. Landesrat Philipp Achammer richtete sich in seinen Grußworten direkt an die Jugend. Im letzten Coronajahr sind die Jugendlichen oft sich selbst überlassen worden. Die Familien sind unverzichtbar. Wenn aber neutrale Räume für Kontakte, Gespräche, Unterhaltung geschlossen bleiben, vereinsamen die Jugendlichen. Er freue sich, dass die Gemeinde St. Leonhard und das Jugendbüro viel für Kinder und Jugendliche tun. Pfarrer Christian Stuefer segnete die Räumlichkeiten, in denen zukünftig viele Altersgruppen einen Platz finden können, wobei der Kinderchor unter der musika­ lischen Leitung von Dagmar Ungerer die Segnung begleitete. Die Musikschule Passeier ließ ein Saxophon-Trio auftreten und Jugendgruppen unter der Leitung von Gernot Hofer und Judit Pixner sangen flotte und rockige Stücke, zur Freude aller Anwesenden. Im Anschluss begeisterte die Santoni Family. Jung und Alt kümmerten sich gemeinsam um das leibliche Wohl. Die Jugendlichen servierten schmackhaftes Sushi und

Ein kleines Caffè lädt zum Verweilen ein

Kuchen und die Seniorenvereinigungen der bäuerlichen Senioren und des KVW bereiteten eine Tiroler Marende und Getränke vor. Zum Welttag des fairen Kaffees gab es einen Infostand von der OEW und eine Kaffeeverkostung. Außerdem wurde eine Fotoausstellung von Passeirer Jugendlichen zum Thema „Die Pandemie in Pixeln“ gezeigt, das Möbelbauprojekt der Jugendlichen wurde im Außenbereich

Im Leonhards.Zentrum sollen sich auch zukünftig die Generationen treffen. Hier ein Foto vom Außenbereich mit Zugang zum Jugendzentrum YOUth

vorgestellt und in einer Präsentation an der Schauwand zudem die vielfältige Tätigkeit des Jugendbüros gezeigt. Möge das Leonhards.Zentrum seinen Zweck in den nächsten Jahren erfüllen und die Möglichkeit bekommen, zu wachsen, die Generationen in Austausch zu bringen, mit der Zeit mitzugehen und nicht zuletzt das Miteinander zu stärken. Konrad Pamer, Konrad Pfitscher


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ders aber die Jugend. Vielleicht haben wir alle gelernt verzichten zu können und langsam realisiert in welchem Wohlstand wir eigentlich leben, nichtsdestotrotz haben sich gewaltige Probleme aufgetan. Gerade die Jugendlichen tragen aufgrund der jetzigen Bestimmungen eine große Last und müssen auf vieles verzichten, hier versuchen wir bereits zu intervenieren. Gleichzeitig müssen wir die Jugend durch Projekte vermehrt einbinden, allein schon, weil sie dadurch wieder vermehrt Kontakt zu anderen haben.

Joachim Volgger, neuer Vorsitzender des Jugendbüros Passeier (JubPa)  Foto: KRAiTL Photographie

Joachim Volgger

Für und mit der Psairer Jugend Seit einigen Monaten ist der 28-jährige Mooser Joachim Volgger neuer Vorsitzender des Jugendbüros Passeier (JubPa) – wir haben mit ihm über Herausforderungen und Ziele der Jugendarbeit im Passeiertal gesprochen.

Joachim, wie bist du zum JubPa gekommen – und wie kommt’s, dass du den Vorsitz übernommen hast? Ich bin eigentlich recht zufällig zum Jugendbüro gestoßen und erst seit zwei, drei Jahren aktiv dabei – nach anfäng­ licher Skepsis vor etwas Neuem, habe ich dann aber schnell gesehen, dass diese Arbeit mir sehr gut gefällt und extrem wichtig für unser Tal ist. Jetzt bin ich aber umso motivierter einiges in der Jugend­ arbeit weiterzubringen. Was liegt dir bei dieser ehrenamtlichen Arbeit besonders am Herzen? Ich möchte so gut es geht jeden einzelnen mitnehmen und miteinbinden, besonders aber sozial Schwächere. Auch Themen welche bei vielen Eltern nicht unbedingt präsent sind, wie etwa Cyberbullying oder Mobbing möchte ich verstärkt aufgreifen.

Du hast den Vorsitz von Elisabeth Ploner Wohlfarther übernommen – welche Projekte gilt es in den nächsten Jahren fortzusetzen und auszubauen? Zunächst gilt Elisabeth großer Dank für ihren jahrelangen Einsatz für die Passeirer Jugend – sie hat unglaublich viel weitergebracht und umgesetzt. An diesen Projekten gilt es anzuknüpfen. Ich denke da beispielsweise an SoJuPa, welches sicher weiter ausgebaut werden kann. Gleichzeitig haben sich in letzter Zeit aber einige Probleme aufgetan, welche mir zu denken geben und wo wir aktiv gegensteuern müssen: Vor allem in Hinblick auf Drogenmissbrauch bei Jugend­ lichen und deren Internetverhalten muss mehr Präventionsarbeit geleistet werden. Mit welchen Problemen sieht sich die Passeirer Jugend zurzeit konfrontiert? Und wie lassen diese sich am besten lösen? Wir alle mussten die letzten anderthalb Jahre auf vieles verzichten, ganz beson-

Neben den Problemen, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind, sehen ländliche Gemeinden auch einer anderen Herausforderung entgegen – der Landflucht. Wie können wir diesem Phänomen entgegenwirken? Dieses Thema ist wohl der Hauptgrund, warum ich mich überhaupt politisch und gesellschaftlich engagiere: Zunächst müssen die Gemeinden selbst der Jugend besser zuhören und auf ihre Bedürfnisse eingehen. Wenn wir ernstgenommen werden ist sicher schon viel getan. Daneben – und hier kommt die Jugendarbeit ins Spiel – ist es wichtig, dass Jugendliche eine Verbindung zu ihrem Heimatdorf herstellen. Denn derjenige, der verwurzelt ist, geht ungern. Letzten Endes können wir der Landflucht nur entgegenwirken, wenn wir alle zusammenarbeiten. In St. Leonhard hat das Jugendzentrum bereits seine Tore geöffnet, in Moos wird noch daran gebaut – was muss passieren, dass diese Strukturen von der Jugend angenommen werden? Das ist momentan noch schwer zu sagen, an einer gewissen Flexibilität darf es aber sicher nicht fehlen. Bei der Gestaltung des Jugendzentrums in St. Leonhard wurde aber gut vorgemacht, wie so ein Projekt funktionieren kann – bei der Gestaltung selbst wurde nämlich die Jugend aktiv miteingebunden, dadurch entsteht eine Bindung an die Struktur, die die Jugend­ lichen annehmen können. Was möchtest du der Passeirer Jugend mitgeben? Traut euch und versteckt euch nicht – versucht immer Neues, auch wenn man dabei hinfällt – man kann ja immer wieder aufstehen! Und schaut unbedingt bei uns in den Jugendzentren und -räumen vorbei! Fabian Gufler


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Gemeinden

Man findet sie kaum noch, in unserer fieberhaften, rastlosen Welt,

Wichtige Ratschläge

die Stille, die besinnliche Phase, das Innehalten mitunter zur Gänze fehlt.

Richtig heizen mit Holz

Der moderne Mensch kommt nicht zur Ruhe, ringsum Dauerberieselung,

In der kalten Jahreszeit sorgt oft ein gemütliches Feuer im Ofen für Wärme und Behaglichkeit. Doch leider tragen Holzöfen und Holzherde privater Haushalte auch zur Luftverschmutzung in Südtirol bei. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Holzverbrennung ordnungsgemäß betrieben wird. Durch unsachgemäße Verbrennung werden vor allem Feinstaub und gesundheitsschädliche Kohlenwasserstoffe freigesetzt. Besonders in Orten mit vielen kleinen, händisch betriebenen Holzöfen, welche sich in Gebieten mit ausgeprägten Inversionslagen befinden, treten erhöhte Schadstoffkonzentrationen auf. Diese liegen teilweise auch über den gesetz­ lichen Grenzwerten.

durchgehend erhöhter Geräuschpegel von der Arbeit bis in die Wohnung. Doch es gibt auch viele, die bewusst die Stille und Ruhe erleben und suchen, dem belastenden Stress entkommen wollen und für sich die Einsamkeit buchen. Ruhe und Stille sind für sie als Refugium für Seele und Geist enorm wichtig, lassen sie in die eigene Tiefe blicken, sich selbst erkennen und das richtig.

Kurt Gufler

Stille

Um ein fachgerechtes Abbrennen des Materials zu gewährleisten, können folgende Ratschläge zum Heizen mit Holz berücksichtigt werden: >> Öffnen Sie vor dem Anfeuern die Luftzufuhr. >> Achten Sie darauf, dass die verwendeten Scheite leicht in den Ofen passen; nicht zu viele, da die Flamme Raum braucht und sie sollten nicht stärker als 10 cm sein. >> Bedecken Sie die Scheite mit Holzspänen als Anzündhilfe. >> Entfachen Sie das Feuer oben, damit die freigewordenen Gase durch die heiße Flamme strömen und vollständig verbrennen. >> Helle, hohe Flammen zeugen für ausreichende Luftzufuhr und eine optimale Verbrennung. >> Wenn das Holz abgebrannt ist, kann man entweder nachlegen oder die Luftzugänge schließen, womit man die Restwärme lange genießen kann. >> Warten Sie die Feuerungsanlage regelmäßig! Was nicht in den Ofen darf: >> behandeltes Holz (imprägniert oder lackiert), >> feuchtes Holz, >> Spanplatten oder Holzreste von Baustellen oder Tischlereien, >> Papier oder Kartons, >> Verpackungsmaterial, Plastik oder Haushaltsabfälle. Werner Außerer

Foto: Klaus Gufler


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Beschlüsse

Aus dem Rathaus von St. Leonhard vom 28. 7. bis 22. 9. 2021

Aus dem Rathaus von Moos vom 1. 8. bis 30. 9. 2021

> Beiträge:  Beitrag an das Jugendbüro Passeier „JubPa“ für die Durchführung des Projekts „Sommerbetreuung Erlebnissommer St. Leonhard 2021“, € 12.000; Betreuung der Kletteranlage in der „SportArena“ in St. Leonhard – Führungsbeitrag für das Jahr 2021/22 an den AVS St. Leonhard, € 10.000; außerordentlicher Beitrag an den Jugendtreff von St. Martin für das Projekt „the sound of music – die Jungbläserwoche 2021“ € 1.500; außerordentlicher Beitrag an den Bildungsausschuss St. Leonhard für die Organisation des Projektes „Kultursommer 2021“, € 5.000. >  Öffentliche Arbeiten: Ausarbeitung eines Ensembleschutzkataloges, Dr. Martin Laimer, € 10.940. > Leonhards.Zentrum: Durchführung von Schlosserarbeiten, Fa. Thomas Pichler, € 6.225. >  Schule & Kindergarten: Kindergartentransport Gomion – Vergabe des Dienstes für das Jahr 2021/2022 – Fa. Gufler Tours d. Johann Gufler, € 8.178; Kindergartentransport Prantach – Vergabe des Dienstes für das Jahr 2021/2022 – Fa. PunktGenau d. Stefan Haller, € 9.222; Kindergartentransport Fraktion Schweinsteg – Vergabe des Dienstes für das Jahr 2021/2022 – Fa. Taxi Lampe d. Martin Lamprecht, € 16.443; Kindergartentransport Fraktion Walten – Vergabe des Dienstes für das Jahr 2021/2022 – Fa. Shuttle Christoph Wilhelm, € 15.660; Lieferung von didaktischem Material für das Schuljahr 2021/2022 – Papier Profi KG, € 3.000. >  Straßen & Wege:  Durchführung von außerordentlichen Instandhaltungsarbeiten an den Straßen in den Örtlichkeiten Gomion, Schlattach, Glaiten und Teilen von Schlossberg – Elektrogenossenschaft Gomion, € 39.300; Sanierung des ländlichen Wegenetzes in der Fraktion Schweinsteg – Varesco GmbH, € 15.010; Erstellung eines Projektes über die technische und wirtschaftliche Machbarkeit eines neuen Mobilitätskonzeptes für den Einfahrtsbereich ins Dorfzentrum von St. Leonhard – Bergmeister GmbH, € 8.800; Asphaltierung Holzlände-Straße, Genehmigung des Ausführungsprojektes, € 59.814,41.- inkl.IVA; Verlegung von Infrastrukturen im Gerlosweg, Fa. De.Co.Bau GmbH, € 115.303,96; Durchführung von Instandhaltungsarbeiten an zwei Brücken in der Fraktion Walten – Fa. Florian Raffl, € 20.830; Sicherung und Erneuerung Infrastrukturen Gemeindestraße Schlossweg, Fa. Roland Gufler, € 54.200,95; Mulchen der Straßenränder in den Örtlichkeiten Karlegg und Schweinsteg – Fa. Roman Reichhalter, € 5.084.

> Beitrag:  Gewährung eines außerordent­ lichen Beitrages für die Sommerbetreuung Erlebnissommer Gemeinde Moos 2021 an das Jugendbüro Passeier (JubPa) von insgesamt € 5.000; Gewährung eines ordentlichen Beitrags an verschiedene Vereine – Jahr 2021 in der Höhe von insgesamt € 100.250; Gewährung eines ordentlichen Beitrages an die Pseirer Goaslschnöller für die ordentliche Tätigkeit im Jahr 2021 von insgesamt € 300; Gewährung eines außerordentlichen Beitrages an die Weginteressentschaft Hocheggerweg Stullermahder für die Weginstandhaltung in den Stuller Mahdern von insgesamt € 5.000. > Gemeinde:  Rathaus – Ankauf von zwei Drehstühlen – Ganthaler Arredo GmbH – € 1.888,56; verschiedene gemeindeeigene Gebäude – Maler- und Ausbesserungsarbeiten 2021 – Mooler & Grafik KG d. Joachim Lanthaler – € 2.781,53; Wohnbauzone B2 Rabenstein – Vermessungsarbeiten zum Bestimmen von Grenzlinien sowie Ausarbeitung einer graphischen Unterlage – Geom. Schaffler Rudolf – € 3.266,55. > Sportanlagen:  Eissport- und Tennisanlage Pfelders: Übernahme der Kosten für den Innenumbau der Sportbar Pfelders – € 14.408,80; Teilerneuerung der Beleuchtungsanlage – E-Tec d. Raich Rainer Alois – € 3.514,25; Rodelbahn Bergkristall: Lieferung von Holz für Instandhaltungsarbeiten – Holka Genossenschaft – € 2.000. >  Straßen & Wege:  Lieferung von Lärchenholz für Sitzbänke – Gebr. Oberprantacher GmbH – € 4.533,52; verschiedene Asphaltierungen in den Ort­ schaften Pfelders, Pill, Platt und Rabenstein – Mair Josef & Co. KG des Mair Klaus- € 11.651,0; Zusatzarbeiten zu den Asphaltierungen – Mair Josef & Co. KG d. Mair Klaus – € 10.123,43; Wanderweg Stiaber – Sanierung der Holz­ brücke – michl holz.werkstatt.design – € 13.864,32; Übernahme der Spesen für die ordentliche Instandhaltung der Gemeindestraße 54.3 – Ulfas – Verwaltungsamt für Straßen – € 7.847,20; Gemeindestraßen – Ausbesserungs- und Instandhaltungsarbeiten in den Fraktionen Pfelders, Stuls, Platt und Moos – De.Co. Bau GmbH – € 11.210,58; Winterdienste, Schneeräumung und Streudienste – Zeitraum 01.10.2021 – 30.09.2023: Zone Stuls – Bietergemeinschaft Hannes Raffl/Oskar Widmann – € 120.000; Zone Moos – Firma Roland Gufler – € 130.000; Zone Pfelders – Firma Roland Gufler – € 170.000;

Zone Rabenstein – Firma Roland Gufler – € 115.000; Zone Platt/Ulfas – Firma Hanspeter Gufler – € 140.000. >  Multifunktionszentrum Moos: Lieferung und Montage der Bühnentechnik – Larcher Maschinenbau GmbH – € 171.051,63; Lieferung und Montage der Küche für den Jugendraum – michl holz.werkstatt.design – € 18.910; Lieferung und Montage der Maßmöbel für die Garderobe – Tischlerei Pamer Kurt & Co. KG – € 11.821,80; Lieferung und Montage einer berührungslosen Zutrittskontrolle – Fuchs Technik GmbH – € 12.081,04. > Zivilschutz:  Unwetterschäden Oktober 2020 – Honorar für Begehungen, Vermessungen und Verfassen von Berichten – Von Pföstl & Helfer GmbH Dr. Ing. Wolfgang Helfer – € 13.084,50; Erneuerung Schutzdamm oberhalb der Wohnbauzone in Pfelders – Patrick Ennemoser – € 24.229,20; Schutzdamm Leachn: Sanierungsmaßnahmen geologische Leistungen – Dr. Geol. Konrad Messner – € 2.924,34; Sanierungsmaßnahmen – Arbeiten – Gebr. Oberprantacher GmbH – € 26.901. > Schulen/Kindergarten:  Grundschule Stuls: Lieferung und Montage einer doppelseitigen Gipstrennwand – Markus Pflug Malerbetrieb – € 2.379; Lieferung und Montage einer Innentür sowie Umänderung eines Schrankes – Tischlerei Pamer Kurt & Co. KG – € 3.050; Transport Kindergartenkinder Schuljahr 2021/2022: Linie Platt (ganztägig und halbtägig) – Firma Raffl Michael – € 25.230; Linie Pfelders (ganztägig und halbtägig) – Firma Taxi Lampe d. Lamprecht Martin Heinrich – € 31.389,60; Linie Stuls (ganztägig und halbtägig) – Firma Gufler Valentin – € 22.011; Linie Rabenstein (ganztägig und halbtägig) – Firma Passeiertal Reisen d. Gufler Hubert – € 23.925. Schulausspeisung 2021/2022: Vergabe des Dienstes in Pfelders – Gasthof Pöhl d. Pöhl Irmgard – € 12 zzgl. 4% pro Mahlzeit; Vergabe des Dienstes in Moos – Gasthof Mooserwirt d. Mooserwirtshaus GmbH – € 12 zzgl. 4% pro Mahlzeit; Vergabe des Dienstes in Rabenstein – Rabenstein KG d. Gufler Edith & Co – € 12 zzgl. 4% pro Mahlzeit; Vergabe des Dienstes in Platt – Gasthof Platterwirt KG d. Hofer Gotthard & Co. – € 12 zzgl. 4% pro Mahlzeit; Vergabe des Dienstes in Stuls – Metzgerei Hofer d. Hofer Kurt & Co. OHG – € 12 zzgl. 4% pro Mahlzeit. Kindergarten Moos, Lieferung von Schutz­ matten für die Stahlsäulen auf der Terrasse – Schweigl Ernst & Co. OHG – € 1.811,70.


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Aus dem Rathaus von St. Martin vom 24. 7. bis 24. 9. 2021 >  Bauamt/Technischer Dienst:  Vermessung anlässlich der Ausarbeitung des Durchführungsplanes „Unterdorf III“ mit Naturgrenzen, bestehenden Gebäuden, bestehendem Zubehör – Per. Ind. Daniel Oberprantacher, Riffian – € 2.625; Durchführung einer Grenzkontrolle und Absteckung der Grenzen am Gemeindeweg Gp. 2576/1 K.G. St. Martin – Technisches Büro Monauni Moser Zöschg, Lana – € 2.689,15. > Bauhof:  Reparatur und Wartung des Teleskopladers – IMS GmbH, Neumarkt – € 1.006,28. > Dorfhaus/Vereinssaal: Installation einer WLAN-Antenne im Vereinssaal und im Dorfhaus – Telmekom GmbH, Lana – € 950,38. > Kindergarten/Schule:  Die Tarife für die Schulausspeisung wurden für das Schuljahr 2021/2022 wie folgt festgesetzt: Dorfkinder der Gemeinde St. Martin und Kinder, die nicht in der Gemeinde St. Martin ansässig sind: € 4 pro Essen; Fahrschüler der Gemeinde St. Martin: € 3 pro Essen. Der Gemeinderat hat Vizebürgermeister Erich Kofler als Vertreter der Gemeinde für den Kindergartenbeirat St. Martin i.P. für die Kindergartenjahre 2021/22 – 2023/24 namhaft gemacht. Reinigungsdienst im Kindergarten Saltaus vom 01.08.2021 bis 31.07.2023 während der Schulzeit – Turandot Soziale Genossenschaft, Meran – € 18.251,20; Kindergartentransport für das Schuljahr 2021/2022 auf der Strecke Kalmtal-St. Martin – Taxi Lampe des Lamprecht Martin H., St. Martin – € 17.895,90; Vergabe des Schulausspeisungsdienstes für das Schuljahr 2021/2022 – Gastbetrieb Hotel Pfandleralm KG des Pichler Günther & Co., St. Martin – € 32.879,39; Lieferung von 4 Tischen, 18 Hockern und 2 Teppichen für die Grundschule St. Martin – Pedacta GmbH, Lana – € 3.721; Lieferung von Fleisch und Fleischprodukten für die Kindergärten St. Martin und Saltaus sowie für den Sommerkindergarten im Zeitraum von 07.09.2021 bis 06.09.2022 – Fa. Larch Barbara, St. Martin – € 8.754,30; Lieferung von Obst und Gemüse für die Kindergärten St. Martin und Saltaus sowie für den Sommerkindergarten im Zeitraum von 07.09.2021 bis 06.09.2022 – Johann Schnitzer & Co. KG, Meran – € 10.223,20; Lieferung von verschiedenen Lebensmitteln für die Kindergärten St. Martin und Saltaus sowie für den Sommerkindergarten im Zeitraum von 07.09.2021 bis 06.09.2022 – Raffl Gottfried & Co. KG, St. Martin – € 21.083,54;

Lieferung von verschiedenen Lebensmitteln für den Kindergarten St. Martin und Saltaus sowie für den Sommerkindergarten für das Schuljahr 2021/2022 und den Sommer 2022 – Tschöll KG des Tschöll Bernhard & Co., St. Martin – € 13.200; Lieferung von Fisch und Fischprodukten für die Kindergärten St. Martin und Saltaus sowie für den Sommerkindergarten im Zeitraum von 07.09.2021 bis 06.09.2022 – Fischzucht Schiefer KG des Schiefer Stefan & Co., St. Leonhard – € 5.712,91; Lieferung einer Nestschaukel für den Kindergarten von St. Martin – Archplay GmbH, Burgstall – € 1.220; Lieferung von drei Raffstores für den Kindergarten von St. Martin und von einem Raffstore für den Kindergarten von Saltaus – Hella Italien GmbH, Bruneck – € 2.954,50; Lieferung von Filtern für die Lüftungsanlage der Mittelschule – Saxalber KG, Eppan – € 2.194,78. >  Öffentliche Arbeiten:  Errichtung einer Fußgängerbrücke in Neuhaus/Kinderspielplatz: Vergabe der Arbeiten an die Fa. Moosmair GmbH, St. Leonhard – € 47.912,68; Neubau Sportzentrum – Einrichtung: Vergabe der Dienstleistungen für die Projektierung, Bauleitung, Sicherheitsplanung und -koordination an die Bietergemeinschaft Ing. Daniele Cappelletti, Arch. Pietro Vincenzo Ambrosini, Arch. Enrico Lunelli, Ing. Matteo Mottironi, Ing. Enzo Todaro – € 38.064; Neubau Sportzentrum – verwaltungs­ technische und statische Abnahmeprüfung: Ingenieurbüro von Pföstl & Helfer GmbH, Lana – € 9.529,36; Sanierung und Asphaltierung des Zufahrtsweges Gögelehof: Vergabe der Arbeiten an die Fa. Varesco GmbH, Neumarkt – € 140.390,93. > Sportanlagen: Abdichtungsarbeiten im Technikraum des öffentlichen Schwimmbades von St. Martin – Profilbau OHG, St. Leonhard – € 3.434,57. >  Straßen und Plätze:  Anbringung von Bodenmarkierungen und Beschilderung – Sanin GmbH, Algund – € 1.096,34. > Trinkwasser:  Versetzung eines Trinkwasserschachtes in Saltaus – Kuen KG, St. Leonhard – € 2.789,85. > Zivilschutz:  Projektierung der Sicherheitsmaßnahmen des Felssturzes auf der Kalmtaler Straße – Dr. Geol. Sonja Pircher, Meran – € 11.937,67; Durchführung von Felssicherungsarbeiten auf der Kalmtaler Straße – Ausserer GmbH, St. Felix – € 24.997,19; Durchführung von Erdbewegungsarbeiten auf der Kalmtaler Straße – Gebr. Oberpran­ tacher GmbH, St. Leonhard – € 11.583,29. head_02.indd 2

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Kultur & Gesellschaft Ein Mensch, der uns verlässt, ist wie die Sonne, die versinkt … Aber etwas von ihrem Licht bleibt immer in unserem Herzen zurück.

In lieber Erinnerung an Rosmarie Pircher geb. Kofler

† Alois Raich

Zum Abschied

Im Gedenken an Mesner „Poscht Luis“ Als am 5. Februar das Sterbeglöcklein in Moos läutete, hat es für „Poscht Luis“ geläutet. Luis hat das Glöcklein selbst oft für verstorbene Mooser als Mesnergehilfe seiner Mutter geläutet. Der Verstorbene wurde am 8. 10. 1957 auf dem Platterhof in Moos, von dem seine Eltern die „Poscht Moide“ und der Öttler Hans die Hälfte in Pacht hatten, geboren. Mit 8 Jahren hat Luis seinen Vater verloren, aber seine Mutter, die „Poscht Moide“ hat es alleine geschafft, ihre 6 Kinder zu tüchtigen, ehrlichen Menschen zu erziehen. Moide hatte neben der Bauerschaft auch das Mesneramt über und Luis hat mit 15 Jahren als Mutters Mesnergehilfe angefangen zu mesnern. Er war ein gewissenhafter Mesner. Luis war sehr tierliebend und als Jugend­ licher gern Hirte auf der Seeber Alm und in der „Neader“. Zeitlebens blieben die Ziegen seine Lieblinge. Später fand er Arbeit bei den Baufirmen Kuen und De.Co.Bau, bis er in Pension ging. 1996 ließ er sich standesamtlich mit Zita Schweigl trauen. Der Verstorbene war ein geselliger Mensch, er konnte herzhaft lachen und er hätte gerne noch weiter gelacht, aber die tückische „Krankheit“ hat ihm die Gesundheit geraubt. Und Gott Vater hat den Luis heimgeholt und er wird den „ehrenamtlichen“ Mesner reichlich belohnen. Auf dem Mooser Friedhof hat Luis, tief betrauert von seiner Frau Zita und seinen Geschwistern, seine wohlverdiente Grabesruhe gefunden und das ewige Licht möge ihm leuchten. Anna Lanthaler

Rosmarie ist am 17. Februar 1959 als 2. von 11 Kindern auf dem Strasserhof in Rabenstein in Passeier geboren, ist in einfachen Verhältnissen aufgewachsen und verbrachte mit ihren Geschwistern eine einfache und bescheidene Kindheit. Sie hatte zu ihren Lieben immer eine ganz innige und liebevolle Beziehung gehabt und gepflegt. Die Mittelschule besuchte sie in Meran und hat danach in verschiedenen Hotels und Beherbergungsbetrieben gearbeitet. Heimweh hatte sie immer und sie war immer überaus glücklich, wenn sie nach Hause zurückkehren konnte. Nur den vielen Schnee mochte sie nie, weder in Passeier noch in Vöran. Schon in jungen Jahren hat sie Albert von der Waldruhe in Vöran kennengelernt und ihn schließlich 1983 geheiratet. Mit ihm erfüllte sie sich ihren größten Wunsch, eine eigene Familie zu gründen. Wir 3, Melanie, Manuel (Zwillinge) und Florian waren der Mittelpunkt in ihrem Leben. Sie sorgte für uns und wir durften mit unserer Mama wunderschöne Momente erleben. Große Freude machte ihr die Arbeit im Garten und die Pflege ihrer Blumen. Vor allem die tiroler-roten Geranien, die den gesamten Balkon schmückten, pflegte sie besonders. † Rosmarie Pircher geb. Kofler

Zufriedenheit, ihre offenherzige, gut­ gelaunte Art und Dankbarkeit haben Rosmarie ausgezeichnet. Sie war ein optimistischer Mensch mit viel Lebensfreude und Zuversicht, die sie mit allen anderen Menschen teilte. Sie war um das Wohlergehen anderer bemüht und stellte sich mit ihrer Bescheidenheit immer in den Hintergrund. Besonders gut konnte sie mit ihrer Gütigkeit Kindern und älteren Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und gewann diese gleich für sich. Und so betreute sie die letzten 5 Jahre die „Lodn Andl“. Die 2 machten tägliche Spaziergänge, sobald sie jemanden trafen, wurde a Ratscherle gemacht und Mama fiel gleich ein lustiger Spruch ein. Unsere Mama brauchte so wenig, um glücklich zu sein. Am 15.Juli 2021, mit 62 Jahren, hat der Herrgott unsere Mama und Ehefrau ganz plötzlich und unerwartet zu sich genommen. Danke für alles, was du für uns getan hast, liebe Mama. Ruhe sanft in Gottes Hand. Du bist und bleibst geliebt und für immer unvergessen. Die Trauerfamilie Melanie Pircher In lieber Erinnerung

Silvio Filippi – Postmeister „Vivere nei cuori che ci lasciamo alle spalle non è morire.” Thomas Campbell Silvio Filippis Tod am 6. Juni 2021 war für seine Familie ein schwerer Schlag und dennoch wird er für immer in ihren Herzen weiterleben. Silvio wurde am 31. Jänner 1939 im Nonstal geboren und wuchs im beschaulichen Livo, eingebettet in die Hochebene von Mezzalone, mit zwei jüngeren Brüdern auf. Bereits sein Vater arbeitete als Briefträger im Ort, seine Mutter war Schneiderin. Im heimatlichen Dorf besuchte er die Grundschule, dann wechselte er zu den Salesianern (die Salesianer Don Boscos sind eine 1859 gegründete Ordensgemeinschaft der römisch-katholischen Kirche und gehen auf den ital. Priester Johannes Bosco zurück) nach Trient, wo er die Mittelschule und später auch das Gym­ nasium besuchte. Nach Abschluss der Handelsoberschule in Pistoia arbeitete er kurzfristig als „ragioniere“, musste aber bald darauf zum Militär, das er in Bozen absolvierte. Kurz darauf wurde er leitender Angestellter bei der Firma Liquigas in Leifers. Nach einem erfolgreich bestandenen


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† Silvio Filippi

Wettbewerb bei der Post wurde er im Jahre 1968 nach St. Leonhard ins Postamt entsandt. Sofort fühlte er sich in der neuen Umgebung wohl, seine Mitarbeiter*innen nahmen ihn herzlich auf, Kunigunde Raffl, Ramadori Venanzio und Margareth Ennemoser wurden zu geschätzten Mitarbeiter*innen. Nach einigen Jahren wechselte Silvio dann für 16 Jahre ins Postamt nach Moos, um dort das Büro zu übernehmen. Auch hier nahm ihn die Bevölkerung freundlich auf, noch heute können sich viele im Dorf an ihn erinnern. Später wurde er nach St. Martin versetzt, wo er noch bis zum Jahre 2001 auf dem Postamt tätig war und schließlich in Pension ging. Stets an seiner Seite war Sandra Salomon, seine geliebte Ehefrau, die er im Jahre 1969 heiratete. Kennen und lieben gelernt hatten sie sich zuvor zu Silvester bei einem Ball im Nonstal, da auch Sandras Mutter vom gleichen Dorf stammte wie Silvio. 1969 zogen sie in ihr heutiges Heim, das sie damals von Raich Max (Rennwies) gekauft hatten. Trotz teilweise fehlender Deutschkenntnisse wurden beide von Anfang an wohlwollend aufgenommen. Sandra könnte sich heute noch keine besseren Nachbarn wünschen. Wenn jemand etwas braucht, sind sie füreinander da, aber jeder kann sein Leben führen, so wie er möchte. Ihr gemeinsamer Sohn Sergio wurde schließlich 1970 geboren, Iris zwei Jahre später. Silvio liebte seine Kinder sehr, hatte viel Geduld mit ihnen. Bei Unwettern kam auch gerne die kleine Miriam vorbei, da Silvio wunderbar Geschichten erfinden und erzählen konnte, eingewickelt in Decken auf dem Balkon. Eines seiner liebsten Hobbys war es wohl

Pilze, Kräuter und Wurzeln im Wald zu sammeln, um daraus einen Salat oder einen Tee zuzubereiten. Dabei begleitete ihn gerne auch sein Schwiegersohn Claudio. Manchmal kam Silvio von seinen Kräuterwanderungen mit Blaubeeren, Erdbeeren oder einer schönen Blume zu Sandra nach Hause zurück und meinte liebevoll: „Vedi, che ti ho pensato anche quando ero nel bosco!“ Silvio und Sandra tanzten für ihr Leben gern und besuchten viele Feste mit gemeinsamen Freunden im Dorf. Viele Stunden verbrachte er aber in seinem geliebten Garten, allein oder auch mit seinem guten Freund Gilbert, der ihm immer – wenn nötig – mit Rat und Tat zur Seite stand. Im Sommer wollte er nicht ans Meer verreisen, viel lieber verweilte er bei seinen Pflanzen, auch wenn Sandra sich öfters Sorgen machte, da er auch mal die Zeit vergaß und im Alter an Herzproblemen litt. Gerne ging er auch ins Dorf oder fuhr nach St. Martin, um dort seine Freunde zu treffen, Karten zu spielen oder einfach nur gemeinsam einen Kaffee zu trinken. Oft fuhr er zu Besuch ins heimatliche Nonstal zu Verwandten oder half bei der Apfelernte mit, dennoch blieb St. Leonhard stets sein Lebensmittelpunkt. Silvio wusste die Natur, die Menschen und das Leben zu schätzen. Zu seinen Kindern sagte er immer wieder: „Se fai del male pensaci, se fai del bene dimenticalo.“ Caro Silvio, caro papà, wir werden dich immer in lieber Erinnerung behalten und all das Gute, das du für uns getan hast, nie vergessen! Con amore, Sandra, Sergio und Iris Miriam Maccacaro In ehrendem Gedenken

Zum Abschied von Imma Maria Friederike Hecht Ein „Nachruf“ im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Verstorbene liegt in weiter Ferne begraben. Imma Maria Friederike Hecht, geb. Neumayer, wurde 1981 Mooser Bürgerin. Sie bekam von ihrer Mutter das „Gut zu Sand“, das zwischen Moos und Platt liegt, und Imma lebte dort mit ihren Tieren, denen ihre Liebe galt, fast 40 Jahre. Als sie es nicht mehr schaffte, kam sie ins Altenheim St. Leonhard und verstarb am 20. August im Krankenhaus. Dass aber das „Gut zu Sand“ ihr

nach dem Tode, in der Urne, zur Heimat wurde, das hatte sie den zwei Nachbarinnen Rita und Herta zu verdanken. Die haben selbstlose Nachbarschaftshilfe geleistet. Sie haben die Stube der Imma, für die Urne, zu einer Gebetsstube gemacht und nachmittags in kleiner Runde den Rosenkranz für die Verstorbene gebetet. Herta hat tagtäglich für Licht gesorgt, hat die Kerzen angezündet und abends gelöscht. Herta war immer da, bis zum Begräbnis am 20. September. Und da in der Stube ein Klavier steht, hat ein Musikant der Mooser Musikkapelle für Imma einen Trauermarsch als Abschiedsgruß gespielt. Hätte Imma das zu Lebzeiten gewusst, sie hätte Freudentränen geweint. Dem Musikanten sei herzlich gedankt und auch allen anderen, die Imma mit Rat und Tat zur Steite standen, es gibt deren viele. Allen sei herzlich gedankt. Aber ein aufrichtiges Vergelts Gott sei Rita und Herta gesagt, denn solche Nachbarschaftshilfe ist beispielgebend, ist einmalig. Noch einmal Vergelts Gott. Imma ruht nun in Kaufbeuren, wo sie geboren wurde, auf dem Friedhof im elterlichen Grab. In Moos wurde sie aber mit einem festlichen Sterbegottesdienst verabschiedet. Pfarrer Oswald Kuenzer fand die passenden Worte. Christl ließ die Zither erklingen – ergreifender, schöner hätte der Abschied nicht sein können. Gott Vater schenk Imma die ewige Ruhe und das ewige Licht möge ihr leuchten, lass sie ruhen in Frieden. Anna Lanthaler

† Imma Maria Friederike Hecht, geb. Neumayer


ITAS Vorsorge – Morgen ohne Sorgen – Pflegeversicherung Versorgt, auch wenn die Selbstständigkeit verloren geht Morgen ohne Sorgen ist eine Antwort auf jene Bedürfnisse, die leider oft mit dem Verlust der Selbstständigkeit verbunden sind: die ideale Unterstützung für all jene, die sich angesichts eventueller Pflegekosten im Voraus finanziell absichern wollen, um später nicht den Kindern oder Verwandten zur Last fallen müssen. Mit der steigenden Lebenserwartung nimmt auch die Pflegebedürftigkeit zunehmend zu. Das Problem des Autonomieverlustes betrifft allerdings nicht nur die im Alter Fortgeschrittenen. Es gibt Menschen jeden Alters, die aufgrund eines Unfalles oder einer Krankheit die andauernde Hilfe von Betreuern und Pflegepersonal in Anpruch nehmen müssen. Obwohl der Pflegebedarf steigt, reagiert der Staat nicht mit entsprechenden Lösungen. Deshalb sehen sich Familien von pfegebedürftigen Menschen oft mit den hohen Kosten alleingelassen – und das ist eine große Belastung! Deshalb hat ITAS die Police Morgen ohne Sorgen entwickelt, welche dir die ideale Lösung bietet, wenn du dich für den Fall der Pflegebedürftigkeit nach Krankheit, Unfall oder im Alter (einschließlich AlzheimerDemenz oder andere beeinträchtigende Demenzformen) die richtige Betreuung sichern willst.

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Die Psairer Wege werden mustergültig instand gehalten

Behebung der Schäden

Ein Hoch auf unsere Wegewarte Als nach dem letzten schneereichen Winter viele Wege durch Bruchholz, Lawinen und Muren unbegehbar waren, haben viele das Schlimmste befürchtet. Doch in kürzester Zeit ist es Gemeinde, Tourismusverein, Alpenverein und Forstbehörde gelungen, die Schäden zu beheben. Viel Bruchholz musste entfernt werden, Stufen und Zäune wieder instandgesetzt und Markierungen neu gemacht werden. Dabei war die Arbeit des Maschinenrings mit Lenz Michl und Königsrainer Hans sowie der Waldarbeiter entscheidend. Aber auch viele Waldbesitzer sind lobend zu erwähnen, die ihre Wälder und auch die Wege freigeräumt haben. Dabei haben aber Wegepaten geholfen, die innerhalb des Tourismusvereins freiwillig viele Wege abgegangen sind und Schäden teilweise selbst behoben und

Meldung von Beschädigungen weiter­ geleitet haben. Dadurch hat man viel Zeit gespart, weil man direkt zu den Markierungen und Stufen erleichtern den Weg

Schadensstellen hingehen und diese beheben konnte. Ebenso mitgeteilt wurden fehlende und beschädigte Wegschilder und Pfosten, die unter der Koordination von Heinz Widmann ersetzt wurde. Zugleich wurden wie alle Jahre Weg­ markierungen erneuert und zwar im Talbereich vom Tourismusverein und im höheren Bereich vom Alpenverein. Oft sind es Freiwillige wie Augscheller Florian, die mit Farbe und Pinsel unterwegs sind und die Farben erneuern. Daneben gibt es im Alpenverein Freiwillige, die bestimmte Wege übernommen haben und diese betreuen, sie neu graben und befestigen. Stellvertretend für viele seien Hofer Andreas –Felsenegg und Hofer Rudolf genannt, die den Weg Nr. 11 von St. Leonhard über die Glaitner Mahder zum Glaitner Joch übernommen haben. Dieser war vor allem im obersten Bereich kaum mehr begehbar und musste neu gegraben werden. Andererseits werden die alten Fußwege oft durch die Mahderwege unterbrochen und so haben sie in die Böschungen mustergültig Stufen gegraben und mit Steinen belegt. Es ist nicht selbstverständlich, Zeit und Mühe zu investieren, um für andere Wege zu graben. Vielleicht regt dieses Beispiel auch andere an, Wege oder auch nur kleine Teilstücke zu übernehmen. Gedankt sei an dieser Stelle aber auch den Grundbesitzern für ihr Verständnis. Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Verbänden und Freiwilligen hat die Wege wieder begehbar gemacht. Diese erschließen erst die Landschaft und die Berge für Einheimische und Gäste und gehören damit zum unverzichtbaren Gut, das unser Land für alle so attraktiv macht. Konrad Pfitscher


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Frauen im Porträt Nach der Pflichtschule entschied sie sich für einen Grundlehrgang in Meran, anschließend folgte der Besuch der Grafikschule und schon bald entdeckte sie ihre Liebe zum Theaterspielen. Damals belegte sie an der Schule ein Wahlfach und der damalige Referent aus Deutschland gab ihr einen entscheidenden Anstoß für ihr weiteres Leben und den Mut, mit einem nicht so typischen Berufswunsch zu liebäugeln: nämlich der Schauspielerei! Aha, das Theaterspielen war also ein Beruf und nicht nur ein Jux wurde ihr klar. In der Folge fuhr sie regelmäßig nach Bozen, ins Papperlapapp, auf die Musical School. Dort lernte sie Erich Meraner kennen, der schließlich den letzten Stein ins Rollen brachte und sie in ihrem Tun bestärkte. Schließlich wagte sie im Maturajahr gleichzeitig die Schauspielaufnahmeprüfung in Wien. Andrea machte sich nicht allzu große Hoffnungen, doch Wien war damals einfach die Stadt, da musste sie einfach hin. Für eine Aufnahme am renommierten Max-Reinhardt-Seminar reichte es leider nicht, dies war aber ok für Andrea. Hunderte hatten sich damals dort beworben. Aber – zu ihrer großer Überraschung – klappte das Vorsprechen am Konservatorium in Wien. Von insgesamt 150 Bewerber*innen wurden lediglich 12 aufgenommen, und sie war dabei! Nun folgte Schlag auf Schlag, innerhalb einer Woche bereitete sie den Umzug nach Wien vor, blieb vier Jahre dort und schloss erfolgreich mit dem Bachelor der Künste ab. Nun war Andrea eine frisch­ gebackene Schauspielerin mit Diplom!

Andrea genießt zurzeit ihre Arbeit im Familienbetrieb  Foto: Benjamin Pfitscher

Frauen im Porträt

Andrea Haller Zuhause auf den Brettern, die die Welt bedeuten* – oder „s Madl fin Wollschloger Franz“ Andrea, heute 38 Jahre alt, wuchs in St. Leonhard in der Kohlstatt, als drittes von vier Kindern auf. Sie besuchte die Grund- und Mittelschule im Dorf, auch die Musikschule, war aktives Mitglied bei der Musikkapelle und im Volleyballverein, also voll ins Dorfleben integriert. Heute wohnt sie in Meran, ist glückliche Mami

von zwei kleinen Jungs und mit ihrem Lebenspartner, dem Schauspieler Günther Götsch zusammen. Seit sie sich vor sechs Jahren auf der Bühne bei den Freilichtspielen in Lana kennen und lieben gelernt haben, sie als Geierwally und er als Bärenjosef, gehen sie durch dick und dünn, wie Andrea so schön sagt.

*Die Formulierung wurde 1803 von Friedrich Schiller in dem Gedicht „An die Freunde“ geprägt: „Sehn wir doch das Große aller Zeiten / Auf den Brettern, die die Welt bedeuten, / Sinnvoll still an uns vorübergehn. / Alles wiederholt sich nur im Leben, / Ewig jung ist nur die Phantasie; / Was sich nie und nirgends hat begeben, / Das allein veraltet nie!“ [Aus: https://de.wiktionary.org/wiki/die_Bretter,_die_die_Welt_bedeuten]

Andrea, welche Eigenschaften muss eine gute Schauspielerin mitbringen? Hmmm, man muss neugierig sein auf alles, nicht nur den Text oder die Figuren. Offen sein, sich in etwas hineinfühlen können, verinnerlichen. Ich weiß nicht, ob diese Fähigkeiten angeboren sind oder nicht. Ich habe vieles gelernt, rein technisch sozusagen, genoss Sprech- und Gesangsunterricht. Deine Präsenz auf der Bühne, dass du mit dem Text eins wirst, dass er nicht nur aufgesagt wird und er zu deinem Text wird, dies erfordert sehr viel Mut. Es gilt transparent, wahrhaftig zu sein und dies durchscheinen zu lassen. Der Zuschauer sieht und fühlt das sofort. Hast du auch Rückschläge einstecken müssen? Ja, bereits mit 13 Jahren bin ich beachtlich unter Druck gekommen, als ich mit meiner Mutter zum Berufsberater ging. Ich war so gestresst, weil ich wissen wollte, was ich später einmal tun sollte.


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Andrea spielt in "Der Diener zweier Herren" von Carlo Goldoni mit, Konservatorium in Wien, 2006

Nach Abschluss des üblichen Fragen­ katalogs nach Interessen und Fähigkeiten, brach es schließlich aus mir heraus: „Ich will Schauspielerin werden!“ Nun dieser Satz stand dann zunächst unkommentiert im Raum … Ich hatte mich zuvor noch niemandem anvertraut. „Was willst du wirklich werden?“, war schließlich die Reaktion des verblüfften Berufsberaters. Wie viele junge Leute träumte auch ich vom Film … Damals spielte ich bereits am Theater in St. Gallen und da ich etwas Zeit hatte, kontaktierte ich diverse Agenturen in Deutschland – erfolglos. Schließlich versuchte ich in Berlin mein Glück und Andrea als Geierwally bei den Freilichtspielen in Lana, Sommer 2015

„Die Buddenbrooks“ von Thomas Mann, Theater St. Gallen 2009  Foto: Tine Edel

besuchte dort einen Workshop für Arbeiten vor der Kamera und dachte mir, dies könnte auf jeden Fall nicht schaden. Allerdings wurde ich sofort mit der harten Realität des Filmbusiness konfrontiert: viele arbeitslose Schauspieler, die zum Teil krampfhaft versuchten, Fuß zu fassen. Du brauchst sehr viel Selbstwertgefühl und darfst Absagen nicht persönlich nehmen. Oft hat es nichts mit deinem Talent zu tun, vielleicht hattest du nicht die gewünschte Haarfarbe oder Größe, vielfach wird nach Äußerlichkeiten ausgesondert. Dort wurde mir klar: das Theater ist das Nonplusultra für mich, das Theater ist meine

Leidenschaft! Es braucht sehr viel Glück, um im Filmgeschäft weiterzukommen, man muss auch die richtigen Leute kennen. Oft ist das Film- und Fernsehbusiness einsam und kalt. Diese Erfahrung war für mich ein Rückschlag, aber sie hat mir auch gleichzeitig die Augen geöffnet. Du hattest aber auch großes Glück! Nach deiner Schauspielausbildung hast du sofort eine fixe Anstellung am Theater in St. Gallen in der Schweiz bekommen. Ja, vor ca. 15 Jahren war es eher eine Seltenheit ein fixes Engagement an einem Theater zu bekommen. Ich habe diese Zeit sehr genossen, es war ein geschützter und behüteter Rahmen für mich, ich war damals ja noch sehr jung. Schlussendlich blieb ich für neun Jahre dort. Ich konnte mich voll auf meinen Handwerksberuf konzentrieren, musste mir keine finanziellen Sorgen machen. Dies war auch für meine Familie wichtig zu wissen, meine Eltern kamen sogar zu jeder Premiere! Ich denke sehr gerne an diese wertvolle Zeit zurück. Schließlich wollte ich mein Glück als freischaffende Schauspielerin versuchen, kündigte am Theater in St. Gallen und nahm Rollen in Zürich, Innsbruck und Bozen an, in St. Gallen blieb ich allerdings ein fixer Gast. Als ich dann 30 wurde, stellte sich die Frage für mich, wo ich denn mein Lebenszentrum aufschlagen, wo ich zuhause sein wollte. Schon immer war ich ein Familienmensch und ich spürte, ich wollte nicht in die weite Welt hinaus … Schlussendlich landete ich in Meran, lernte > Günther kennen …


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dann diese Tür aufmachen, dem nach­ gehen und schließlich entscheiden, ob dieser Beruf das Richtige für ihn ist oder nicht. Und das Wissen, dass nicht alles nur Friede, Freude, Eierkuchen ist. Die Berufszeiten sind nicht unbedingt familienfreundlich … Vor allem ist wichtig, was du auch tust, tu es von Herzen und mit Leidenschaft. Jetzt schon frage ich mich: Was werden meine Söhne für einen Weg gehen?

Andrea fühlt sich in ihrer Rolle als Mutter wohl und verbringt gerne Zeit mit ihnen Kindern in der freien Natur  Foto: Benjamin Pfitscher

> Welches war deine Lieblingsrolle – dein Lieblingsauftritt auf der Bühne? Mit der Rolle der Ophelia in „Hamlet“ von William Shakespeare bin ich in St. Gallen in den Beruf gestartet. Sie hat mich herausgefordert. Schon zu Beginn meiner Karriere bekam ich diese tragende Rolle an diesem großen Haus mit über 700 Sitzplätzen. Zunächst wurde ich als Ophelia heraus­ geputzt und schön hergerichtet, dann wurde es stressig in der Pause – ich bekam eine Glatze verpasst und musste „verlotterte“ Kleidung anziehen, dann schnell wieder auf die Bühne und meinen Monolog halten. Ich spürte, ich war Teil von etwas Wichtigem, ich schenkte der Rolle Leben. Jeder Auftritt war anders, ich spürte das Publikum und bekam dadurch

Energie. Dies trägt, dies beflügelt einen. Ein Monolog findet immer im Austausch mit dem Publikum statt. „Herr, wir wissen, was wir sind, aber wir wissen nicht, was aus uns werden kann.“ (Ophelia in Hamlet: Akt 4, Szene 5) Was würdet du jungen und interessierten Nachwuchstalenten raten, mit auf den Weg geben? Auf alle Fälle sollen sie Erfahrungen sammeln und sich ausprobieren, sich den Beruf aus allen Blickwinkeln anschauen. Heute gibt es mehr Möglichkeiten etwas auszuprobieren, auch als Quereinsteiger kann man erfolgreich werden. Ich finde es gut, wenn ein junger Mensch etwas in sich aufflammen spürt, er soll

Hamlet-Textbuch (Auszug): Andreas persönliche Notizen für ihren Auftritt als Ophelia am Theater St. Gallen. Alles nicht so einfach …

Zurzeit spielst du ja gerade auf einer ganz anderen Bühne? Ich habe für mich entdeckt, wie wichtig mir unser Familienbetrieb, das „Spinnradl“, ist. Ich arbeite sehr gerne im Geschäft mit, Nachhaltigkeit und Regionalität sind uns wichtig. Die Tür zur Schauspielerei habe ich zwischenzeitlich geschlossen, jetzt konzentriere ich mich gemeinsam mit meiner Schwester Franziska auf die Produktion und den Verkauf von unseren Schafwollprodukten. Dies ist mir in dieser Phase meines Lebens jetzt einfach wichtiger, ich lebe das jetzt aus. Es ist für mich ein Privileg, dass ich zwischen zwei Berufen wählen kann. Ich bin nicht ein Mensch mit nur einem Talent. Zurzeit arbeite ich gerade gerne mit Wolle, stehe am Marktstand oder im Geschäft und möchte den Menschen den Nachhaltigkeitsgedanken vermitteln. Wer weiß, vielleicht halten wir eines Tages auch unsere eigenen Schafe? Ich habe die Freiheit mein Leben so zu leben, mein Partner unterstützt mich dabei. Ich habe viel Zeit für meine Kinder und kann so sagen, ich habe euch das Beste mitgegeben. Ich möchte die Zeit mit meinen Kindern nicht missen, möchte nichts verpassen, alles genießen, auch wenn es oftmals anstrengend ist. Doch mein Gedanke ist: „De Zeit isch kurz, de wern schneller groaß als du denksch …“ Nun, werte Leser*innen, gestatten Sie mir am Ende dieses Interviews, Ihnen eine Frage mit auf den Weg zu geben, die nicht selten auch mit einem ironischen Augenzwinkern zitiert wird. Ebenso wie Andrea – werden auch Sie in Ihrem Leben immer wieder über wichtige Entscheidungen nachdenken, verschiedene Wege einschlagen oder eine besondere Wahl treffen müssen. Vielleicht kommt Ihnen jetzt, nach der Lektüre dieses Frauenporträts, dabei William Shakespeares bereits erwähnter Hamlet in den Sinn, der darüber sinniert und dem Gedanken nachgeht: „Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage!“ Miriam Maccacaro


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Mephisto … eine schauspielerische Meisterleistung! Der bayrische Kabarettist Christian Bumeder, alias „Bumillo“, ein PoetrySlam-Meister, entwickelte am dritten Abend entwaffnend ehrlich und mit viel Sprachwitz seine Sicht der aktuellen Problematiken in seinem Programm „ Es muss rauschen – die Zärtlichkeit des Hochdruckstrahls“.

Trio Tritonus  Fotos: Bernadette Pfeifer

St. Leonhard

Kultursommer 2021 … fünf stimmungsvolle Abende im Tirolerhof-Stadl Unser Entschluss stand fest – wir wollten nach der erzwungenen Pause von 2020 unbedingt wieder einen Kultursommer mit besonderer Musik und humorigem Kabarett und Schauspiel auf die Bühne bringen. Bei der Suche nach einem „corona-konformen“ Raum mit viel Platz für unser Publikum und Bühnenraum für unsere Künstler konnten wir von der Jaufenburg in den Tirolerhof-Stadl umziehen – dank der großzügigen Zusage von Andrea und Klaus Holzknecht. Das Trio Tritonus aus dem Pustertal sorgte gleich am ersten Abend für die richtige Stimmung mit ihrer alpenländischen, irischen und vom Balkan beeinflussten Volksmusik, hervorragend gesungen und gespielt von Hermann Kühebacher auf dem Dudelsack sowie Peter Ortner und Georg Lanz auf der Klarinette. Eine besondere Liebe dieser Gruppe gilt der Bordunmusik, einem speziellen Klangintervall, das etwas „aus der Spur“ liegt und sich u.a. in der jiddischen Klezmermusik wiederfindet. Für den zweiten Abend haben wir nichts weniger als Goethes Faust auf die Bühne geholt, in einer frischen Inszenierung von Marc Günther, ganz unverkrampft und intensiv gespielt von den beiden Schauspielern der Brixner Bühne „Tschumpus“ – Georg Kaser und Peter Schorn. Mit ein­ fachen Mitteln verwandelten sich die beiden in atemberaubendem Tempo in den Doktor Faustus, seinen Famulus Wagner, in das Gretchen und natürlich in den

Georg Kaser und Peter Schorn Flouraschwarz

Mit musikalischen Neuinterpretationen der Korrnrliader, ihren intensiven Stimmen und eingängigen Melodien sowie der Moderation des Bandleaders Heiner Stecher machte die Gruppe “Flouraschwarz“ ihre Lieder im Vinschger Dialekt auch für Nicht-Vinschger zu einem Ohrenschmaus. Zur Erklärung: Den Bandnamen hat sich die Gruppe bei einer Korrnerschönheit ausgeliehen, die Korrnern und NichtKorrnern den Kopf verdreht hat und sogar der Grund für einen Gefängnisaufenthalt eines ihrer Verehrer war ! Auch diese Geschichte wurde in einem Lied besungen! >


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Han’s Klaffl

> Am 5. und letzten Abend hat uns der bayrische Kabarettist Han’s Klaffl mit Klavier und Kontrabass eine Doppelstunde in Frontaluntericht gegeben, uns über die Überlebensstrategien von Schülern informiert und einen Blick hinter die Türen des Lehrerzimmers gestattet. Dies alles mit schauspielerischer und musika­ lischer Raffinesse. Ein Abend, an dem viel gelacht wurde und der für uns Zuschauer sicher „Erinnerungspotenzial“ an unsere eigene Schulzeit hatte ! Wir hoffen, dass es uns mit dem heurigen Kultursommerprogramm wieder gelungen ist, unserem Publikum ein paar unbeschwerte Stunden mit Kulturgenuss zu bieten – für die in unseren Köpfen sicher schon eine Fortsetzung angedacht ist. An dieser Stelle möchten wir uns auch ganz herzlich bei unseren Sponsoren und dem Bildungsausschuss der Gemeinde St. Leonhard für ihre Unterstützung bedanken. Gaby Ploner Das Organisationsteam des Kultursommer 2021

Der mustergültig sanierte Friedhof von Schweinsteg

Schweinsteg

In Erinnerung an Hochwürden Florian Schrott und Peter Villunger & Friedhofssanierung Schweinsteg Am 15. August gedachte man bei heiligen Messe in Schweinsteg, dem Hochfest Mariä Himmelfahrt mit dem Brauch der Kräuterweihe, des Seelsorgers und sogenannten „Schneckenpfarrers“ Florian Schrott und des Priester Peter Villunger. Das Wirken der beiden hat bis heute einen besonderen Einfluss in Schweinsteg.

Florian Schrott hatte in diesem Jahr, genau genommen am 20. Juli 2021, seinen 50. Todestag. Der Seelsorger wurde 1884 in Lajen geboren und war als Kurat in den Ortschaften Laurein, Martell, Riffian, Nals, Perdonig und Tisens zuständig. Von 1930 bis zu seinem Lebensende im Jahr 1971 war er als Seelsorger in Schweinsteg tätig. Sein Steckenpferd war die Erforschung von Landschnecken, daher auch der Name „Schneckenpfarrer“. Er widmete sich ausgiebig wissenschaftlichen Recherchen, machte die Erforschung von Schnecken zu seinem Spezialgebiet. Er heimste dafür viel Ruhm ein, auch weit über die Grenzen hinaus. Zudem war er als Religionslehrer in Schweinsteg und Saltaus tätig. Er hatte stets ein offenes Ohr für alle und war ein beliebter Gesprächspartner für Jung und Alt. Zur damaligen Zeit nicht sehr einfach, die Zeiten waren geprägt vom Weltkrieg, dem Faschismus und der Option. Er setzte sich dafür ein, dass die Kinder in deutscher Sprache beten durften und eine

Schulausspeisung im Widum von Schweinsteg erhielten. Die Liebe zu den Kindern, sein fachliches Können und seine geistige Lebendigkeit machten ihn zu einem beliebten Katecheten, der über 40 Jahre im Dienst für seine Mitmenschen stand. Seine Aufgaben als Seelsorger und Forscher bleiben bis heute unvergessen. Unvergessen bleibt in dieser Verbindung auch das Wirken von Hochwürden Peter Villunger. Er wurde 1880 zum Priester geweiht und wirkte von 1888 bis 1915 in Schweinsteg. Als die Kirche in Schweinsteg am 7. August 1895 durch einen Blitzschlag und anschließendem Brand zerstört wurde, ließ er diese im Folgejahr wieder aufbauen. Dabei wurde eine Sakristei angebaut, der Turm wurde restauriert und es wurden zwei neue Glocken angeschafft. Zudem wurden neue Altäre gebaut und eine neue Orgel angekauft. Besonders am Herzen lag ihm jedoch die


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Diese Kapelle erstrahlt nun wieder in neuem Glanz

Errichtung eines Friedhofs in Schweinsteg. Man merke an, alle Verstorbenen aus Schweinsteg wurden nach St. Leonhard gebracht und dort beerdigt. Die Errichtung eines Friedhofs scheiterte bis dahin an den finanziellen Mitteln. Erst durch die Einwilligung von Erzherzog Eugen und seiner finanziellen Hilfe begann man um 1900 mit dem Bau des Friedhofs. Am 25. August 1901 wurde der neu errichtete Friedhof von P. Gottfried Pernter eingeSterbebild des bekannten „Schneckenpfarrers“ Florian Schrott

Eine neue Zugangstreppe samt neuem Geländer wurde errichtet

weiht. Gestorben ist Peter Villunger am 12. Januar 1915 im Johanneum. Seit 1899 ist er Ehrenbürger der Gemeinde St. Leonhard. So feierten wir im heurigen Jahr den 50. Todestag von Hochwürden Florian Schrott und 120 Jahre Friedhof in Schweinsteg. Passend zu diesem Anlass wurde der Friedhof in Schweinsteg saniert. Dabei wurde eine neue Zugangstreppe samt neuem Geländer errichtet. Die Kapellen wurden restauriert und erstrahlen nun wieder in neuem Glanz. Die neue Gräberbegrenzung aus Passeirer Gneis bildet zusammen mit dem neu verlegten Rollrasen ein harmonisches Bild. Schlussendlich wurde das marode Holz-

kreuz am Friedhof ausgetauscht und erneuert. Die ganze Pfarrgemeinde in Schweinsteg freut sich sehr über die gelungene Sanierung. Besonders danken möchten wir dabei allen beteiligten Firmen die am Umbau und der Sanierung beteiligt und tätig waren. Zudem danken wir allen fleißigen freiwilligen Helfern, die uns stets tatkräftig in allen Vorhaben unterstützen. Das Projekt konnte jedoch erst durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Gemeinde St. Leonhard in Passeier verwirklicht werden. Vergelts Gott für die unkomplizierte Zusammenarbeit und Finanzierung dieses Vorhabens. Sandra Pichler

Psairer Låchkåchl-Ëgge

„Kemmin Sii aa …“ Szenario: Mittelschule von St. Liërt, anfangs der 70er Jahre, Geographie-Unterricht. Der Erdkunde-Professor bemühte sich nach Leibeskräften den Schülern ein umfangreiches Wissen über Afrika zu vermitteln. Dabei wurde auch erklärt, dass es dort eine kleinwüchsige Bevölkerungsgruppe, Pygmäen genannt, gäbe. Unvermittelt erwachte ein Schüler aus seiner Lethargie und stellte an den Vortragenden, der selbst alles andere als ein Riese von Gestalt war, folgende verhängnisvolle Frage: „Herr Professor, kemmin Sii aa fi doo untn auer?“ Kurt Gufler


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Bischof Ivo Muser besuchte die Pfarre Stuls

Stuls

Besuch vom Bischof und Seelsorger-Wechsel in der Pfarrei Stuls Anlässlich des Jahres zum heiligen Josef, welches Papst Franziskus für heuer ausgerufen hat, besuchte Bischof Ivo Muser am 19. August die Pfarre Stuls. Dort feierte er mit der Bevölkerung eine heilige Messe in der Pfarrkirche, die dem heiligen Josef geweiht ist. Nach dem Einzug in die Kirche wurden Bischof Ivo Muser, der Pfarrer der Seelsorgeeinheit Hinterpasseier Oswald Kuenzer, Altdekan Michael Pirpamer, Hochw. Richard Hofer, Pfarrer Sigfried Pfitscher und der Bischofsekretär Michael Horrer vom Pfarrgemeinderatspräsidenten begrüßt. In die Messfeier wurde auch der anstehende Seelsorger-Wechsel in der Pfarrei eingebunden: Seine Predigt widmete Bischof Ivo Muser dem heiligen Josef und pries dessen Größe. Ebenso sprach er über den aktuellen Priestermangel und wie wichtig dadurch jeder einzelne Priester ist, der einen Dienst in der Kirche versieht. Er bedankte sich auch noch bei Seelsorger Michael Pirpamer für seinen Dienst, den er neun Jahre lang als Seelsorger im Hinterpasseier geleistet hat. Gleichzeitig begrüßte er den Seelsorger Richard Hofer, welcher ab sofort im Widum von Stuls wohnt und damit – wie er sagte – „zu den Wurzeln seines Anfangs zurückgekehrt ist“. Er wird in Zukunft den Ortspfarrer unterstützen. Abschließend bedankte sich noch der Pfarrgemeinderatspräsident bei Michael Pirpamer für die neun Jahre, in denen er seine seelsorgerischen Tätigkei-

ten vorbildhaft erfüllt hat und wünschte ihm für die Zukunft alles Gute. Danach hieß er den Seelsorger Richard Hofer willkommen. Dabei betonte er, wie sehr er sich darüber freue, dass wieder Leben ins Widum kommt und wünschte Richard Hofer im Namen der Pfarrgemeinde Stuls eine schöne Zeit in seinem Heimatdorf. Nach der Messfeier hatte die Bevölkerung bei einem kleinen Umtrunk auf dem Kirchplatz, die Gelegenheit mit dem Bischof und den Priestern einige Worte zu wechseln. Stefan Ilmer Das alte Gästebuch des Stroblwirtes

„Küche gut, Strobl gut. Kellnerin zahnluckig.“ Kaum zu glauben: Der Stroblwirt verfügte bis in die 1870er-Jahre über fünf bis sechs Gästebetten. Trotz der bescheidenen Verhältnisse kehrten dort im Laufe der Zeit unzählige Menschen aus vielen Ländern ein. Über sie gibt das alte Gästebuch des Hauses Aufschluss, das von 1855 bis 1883 reicht – allerdings ist es nicht mehr erhalten. Umso wertvoller ist deshalb eine Artikelserie über das Buch in den „Dolomiten“ aus dem Jahr 1941. Der Autor Hans Tschöll schreibt darin: „Wenn wir uns mit besagtem Buche etwas eingehender befassen, so können wir […] über so manche lustigen Episoden uns ergötzen, Empfehlungen für das Haus uns zu Gemüte führen, sondern nebenbei auch hören, wie verschieden die Wegverhältnisse von Passiria aus damaliger Zeit vom reisenden Publikum beurteilt wurden und aus welchen Weltteilen sich die Reisenden von überallher einfanden.“

Das Buch lag insgesamt 28 Jahre lang auf. In diesem Zeitraum trugen sich rund 3.000 Menschen ein, was sehr beachtenswert ist. Der Autor bemerkt dazu: „Wenn man bedenkt, daß […] die Reisezeit sich höchstens auf 3 bis 4 Monate jährlich erstreckte, sowie daß sich die einheimischen selten und mehr bürgerliche Gäste im Buche einzuschreiben pflegten, so kann man ersehen, daß das Haus in der Reisesaison fast nie schwach besetzt, sondern durchgehends überfüllt gewesen sein muß.“ Im Folgenden werden einige Auszüge aus den Beiträgen von Tschöll in originaler Schreibweise wiedergegeben: Am 17. September 1858 schrieb sich seine kaiserliche Hoheit Erzherzog Johann ein. […] Dem 76jährigen Erzherzog würde man es aus seinen Schriftzügen nicht prophezeit haben, daß sich nach 8 Monaten, am 11. Mai 1859, schon seine Augen für immer schließen sollten. Vom 6. auf den 7. September [1864] übernachteten drei Studenten aus Schleswig-Holstein, wovon einer davon, Schulze mit Namen, schrieb: „Zuvorkommende Wirtin und liebenswürdige Kellnerin, „liebenswürdige“ stark unterstrichen. Auf dieses Schulzelob beriefen sich Wochen hindurch Gäste, indem sie so möglich bestrebt waren, Schulze noch zu überbieten. Ende Juli Anfangs August 1867 scheint unter der jungen Damenwelt Meranos ein Reisefieber eingegriffen zu haben. Im Laufe von 4 Tagen schrieben sich nicht weniger als fünfzehn Mädchen im Alter von 15–24 Jahren im Buche ein. Am 20. August war ein Asiate im Hause, dessen Hieroglyphen ich nicht zu entziffern vermag. Im Jahr 1868 schlich sich der Brauch ein, nur die ersten Rubriken auszufüllen und die übrigen Spalten leer zu lassen. Diese leeren Seiten des Buches ärgerten irgendjemanden und so verstieg er sich zu folgender Mahnung an die Reisenden: „Ich bitte den Einschreiber die Rubriken auch auf dieser Seite auszufühlen, damit es einen Sinn hat; weil jedermann die Beschreibung eines Fremden wissen will.“ Einen späteren Gast fuhr das „fühlen“ anstatt „füllen“ in die Nerven und so bemerkte er dazu: „Obigen Kritiker wäre etwas mehr Ortographie und Aestäthik anzuempfehlen.“ […] Im Jahre 1871 stoßen wir wieder auf eine solche schulmeisterliche Zurechtweisung im Rechtschreiben. Ein Herr schrieb allen Ernstes als Charakter in das Buch „Stationsschepf“. Der Nächste schrieb kurz und bündig „traurig“ dazu während ein dritter dann aus dem „Stationschef“ ein „Stationsschaf“ machte.


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„mit spitzer feder“

Das Triell: Fußgänger vs. Radfahrer vs. Autofahrer

Erzherzog Johann im Jahr 1859. Ein Jahr zuvor kehrte der Habsburger beim Stroblwirt  (wikimedia.commons)

Josef Fuchs, Hotelbesitzer in Merano, hat am 17. Juli 1874 beim Strobl übernachtet. In der Rubrik Reisedokumente schrieb er „leere Brieftasche“, was ein anderer mit der Bemerkung „wird manchesmal so sein!“ bestätigte. Am 3. November 1874 sind zwei Seiten den Nordpolfahrern von Passiria Johann Haller und Alexander Klotz, gewidmet. Das Schreiben scheinen die jungen Männer in der Eisregion eben zwar nicht gelernt zu haben, aber immerhin kann man, was Haller schrieb, gut lesen. Er sagt, daß sie am 2. April 1872 von hier abreisten, am 17. Oktober 1874 in Innsbruck vom hohen Norden her eintrafen und am 3. November 1874 wieder in ihre Heimat zurückkamen. Am 7. April 1875 kam Ludwig Mödlinger, Opernsänger aus Zürich, wohnhaft in Graz, hier an. In der Rubrik „Alter“ schrieb er 7000. Später unterstrich jemand „Opernsänger“ und schrieb darüber hin „Trottel“. Am 14. Juli 1879 bemerkte ein Herr Johannes Müller aus Trier, „daß er in der Regel über alles schimpfe, hier (beim Strobl) war leider keine Veranlassung vorhanden“. Eine interessante Bemerkung machte ein Herr M. A. Fraunhofer, Kaufmann aus Port Elizabeth am Kap der Guten Hoffnung in Südafrika, am 15. Februar 1880, indem er schrieb: „Küche gut, Strobl gut. Kellnerin zahnluckig.“ Einem anderen Herren Fraunhofer, Brauereibesitzer in Newyork, scheint es am 26. Mai 1880 überhaupt nicht gefallen zu haben, weil er sagt: „Viel Hunger und Durst, nach dem abscheulichen Weg; nach Hause bei erster Gelegenheit.“ Manfred Schwarz

Bekanntlich ist es heutzutage mit Rücksicht auf die anderen eher so lala bestellt, es ist nun einmal ein jeder nahezu unfassbar wichtig auf unserer buckligen Welt. So habe ich es schmerzlich in geraffter Form am eigenen Leib erfahren müssen, Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer werden sich wohl nur schwerlich küssen. Denn die Beziehung dieser 3 Bewegungstypen ist, gelinde gesagt, leicht gestört, man kann nicht so besonders gut miteinander, wie man es immer wieder hört. Ich war z.B. neulich im Urlaub in München, der bayrischen Metropole mit Herz, doch wenn ich daran zurückdenke, durchzuckt mein Portemonnaie der Schmerz. Ich guckte auf mein Navi, war mir nicht ganz sicher wohin ich nun sollte, doch plötzlich ein Geschrei, was ich italienischer Idiot hier wohl wollte? „Moment“, rief ich empört, „man wird sich doch noch orientieren können?“, die Antwort war: „Ei..sack, du kannst bei dir zu Hause rummosern und pennen!“ Begleitet wurde dieser Hinweis mit einem gewaltigen Tritt gegen die Autoseite, der Bursche lachte, raste um die nächste Kurve und suchte locker das Weite. Ich blieb zurück, mit dem verlorenen Glauben an die Menschheit im Gesamten, mein Urlaubsgeld investierte ich beim Mechaniker und die Klage bei Beamten. Total frustriert fuhr ich am Tag darauf logischerweise übel gelaunt nach Hause und fasste den Entschluss: Nun wird mit dem Rad gefahren, das Auto hat Pause! Natürlich fahre ich ohne Helm, ich bin doch kein „Loser“ sondern ein Könner, coole Idee, ich fahre nach Meran und gönne mir dort Eis, Burger und Döner. Gesagt-getan, doch beim Riffianer Sportplatz kam mir ein Jeep in die Quere, trotz Vollbremser kam ich zu Sturz und knallte mit dem Kopf auf die „Eere“. Der Jeep Lenker rief: „Unfassbar, bist du eigentlich noch ganz bei Sinnen, ist Vorfahrt für dich ein Fremdwort, ja, die Radfahrer und Römer, die spinnen!“ Ich wollte mich noch rechtfertigen, doch dann fiel ich wohl in Ohnmacht und das Weiße Kreuz hat mich darauf geradewegs in die Unfallklinik gebracht. Im Krankenhaus bekam ich, ihr könnt es euch vorstellen, Litaneien zu hören, wie man so unvorsichtig sein könne, doch ich ließ mich dadurch nicht stören. Denn schuld war klarerweise nicht ich, sondern der Typ, der im Jeep saß, den wünschte ich mindestens auf den Mond und dies keineswegs zum Spaß! Nachdem die Wunden, besonders die seelischen, endlich verheilt waren, lehrte mich mein Blick auf mein Konto, ich müsse nun noch mehr sparen. Ich verkaufte das Auto und brachte das zerbeulte Rad zum Sondermüll raus und ging von da an tagtäglich nur mehr zu Fuß aus dem schützenden Haus. Ist eh gesünder angesichts des Bluthochdrucks sagte mein Doc tröstend zu mir, ich genehmigte mir daraufhin zur Verdauung des Schocks an die 20 Weißbier. Nachdem versuchte ich auf dem Nachhauseweg möglichst gerade zu schreiten, doch meine Pechsträhne tat mir eine weitere negative Überraschung bereiten. Ein Auto kam daher, ich wollte geschickt tänzelnd zur Seite ausweichen, doch dort kam natürlich ein Radler und knallte in meine Edelteile, die weichen. Au weia, es folgte nun, um das Dilemma abzurunden, auch eine erotische Pause, da halfen auch kein Viagra und natürliche Aphrodisiaken wie Ginseng zur Jause. Ansonsten gehe ich seitdem gnadenlos auf Nummer Sicher und dies absolut, täglich mich ein Taxi frühmorgens und exklusiv vom Zuhause abholen tut. Der bringt mich zur Haltestelle, von dort fahre ich mit der Buslinie fort und erreiche (meist pünktlich), sicher und bestens gelaunt meinen Arbeitsort. Alle Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer können sich weiterhin bekriegen, aber mit mir Schlaumeier werden sie sich sicher nie mehr in den Haaren liegen!

Der säll uane


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Pulsatilla alpina apiifolia  Foto: Sepp Hackhofer

Fotokurs MAKRO – Stuller Mut

Stuls

Die große Welt im Kleinen entdecken

Flurnamenwanderung auf die Stuller Mute

4. und 5. Juni 2021, Stuls in Passeier, mit Sepp Hackhofer

Am Freitag, 04. Juni um 14:00, Uhr trafen sich rund 15 Foto- und Naturinteressierte in Stuls. Gemeinsam stiegen wir auf zur Egger-Grub-Alm. In der Umgebung der Alm wurde eine Einführung zur Natur­ fotografie gemacht. Bei einer kurzen Vorstellungsrunde konnten die Teilnehmer*innen ihre Erwartungen kundtun. Anschließend suchte man in der unmittelbaren Umgebung der Alm nach Fotomotiven. Nach dem Abendessen auf der Hütte zeigte Sepp Hackhofer einen Vortrag, in dem er schwerpunktmäßig auf die Makrofotografie einging. An Hand von Bildbeispielen erläuterte er den Umgang mit verschiedenen Objektiven, die Abstimmung von Zeit und Blende, Bildausdruck, Licht und Komposition. Von der Dokumentation bis zur künstlerischen Fotografie war alles dabei. Am Samstag suchten sich die Teilnehmer*innen schon kurz vor Sonnenaufgang ihre Motive und versuchten, ansprechende Bilder zu machen. Dann gab es

ein köstliches Frühstück auf der Hütte. Anschließend ging es zum eigentlichen Schwerpunkt der Veranstaltung, hinauf zur Stuller Mut. Jeder versuchte eine Blume für sich zu entdecken und richtig abzulichten. Jahreszeitlich war es in diesem Jahr noch sehr früh. So war die Blumenvielfalt noch nicht sehr groß. Von den Blumen war die Schwefelanemone tonangebend. Ihre gelben Blüten leuchteten im noch bräunlichen Grasteppich des Bürstlingsrasens. Vereinzelt zeigten sich erste Enziane. Einzelne blassrosa Blüten des Schweizer Veilchens wurden auch entdeckt. Interessant auch die Vorkommen des Pyrenäen-Hahnenfußes oder des Allermannsharnisch. Bei hausgemachten Knödeln und Salat klang die Veranstaltung in der Hütte auf der Stuller Mut aus, bevor man gemeinsam wieder nach Stuls abstieg, gerade noch rechtzeitig, bevor der Regen einsetzte. Sepp Hackhofer

Das Wetter sah am Morgen nicht besonders einladend aus – trotzdem machte sich am Samstag, 24. Juli, ein Dutzend Wandererinnen und Wanderer auf den Weg zur Stuller Mute, um Wissenswertes zu Herkunft und Bedeutung der Flur­ namen rund um die markante Geländekuppe zu erfahren. Geführt wurde die namenkundliche Exkursion von Johannes Ortner, dem früheren Flurnamenbeauftragten des Landes Südtirol. Die Wanderung ist Teil des Projektes „Stuller Mute“, die vom Vorsitzenden des Hinterpasseirer Bildungsausschusses, Oswald Gufler, ins Leben gerufen wurde. Dabei sollen Kultur und Natur dieses Passeirer Kraftplatzes in all ihren Facetten (Geologie, Botanik, Archäologie, Flurnamen, Heumahd und -transport usw.) beleuchtet werden. Ausgangspunkt der Wanderung war die Höfegruppe Auf der Eggen, im Passeirerischen kurz Trëggn genannt. Dabei ist auffallend, dass der Artikel der mit dem


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eigentlichen Namen Eggen verschmolzen ist. Ähnlich wie beim Ortsnamen Fulfis (auf Ulfas → ’f Ulfis) oder Föss (auf Öss → ’f Öss), wo die Präposition af zum fixen Bestandteil des mundartlichen Namens wurde. Von den Höfen af Treggen in die Weide führte einst ein nun verwachsener Viehtriebweg. Es handelt sich um den Traien, was so viel wie „Viehtrieb“ bedeutet. Dieses Wort stammt aus dem Vorrömischen trogilo „Trieb, Viehlauf“. Im Romanischen wurde daraus der Begriff troilo, im Tirolerischen dann Trai, Truidn, Trein, Treyen usw. Über die Felswand des Hirschenkofel ging’s hinauf auf die Verebnung Af die Plëider (Auf die Plöder). In den Mulden zwischen den Schwarzbeer-Zeten sammeln sich während der Schneeschmelze kleine Lacken, die man hier Plëider nennt. Das Wort leitet sich von ploudern (Plaudern, Murmeln der Schmelzbächlein) ab. Über die Bergwiese Egger-Grueb (das Gelände bildet eine Grube, eine Mulde) ging es durch die Hölzer, einem beweideten Wald, zu den Marx-Mahdern. Das Långegge bildet eine markante Abgrenzung zum Domänenwald, dem Hahnebaumer Forst (Hårrpamer Wålt). Gleich nordseitig hinter dem Marxkopf befindet sich eine kleine Weide mit zwei, drei Sëign. Es ist die Fille, ein seltsamer Name, der sich womöglich auf alpenromanisch ovilja „Schafställe“ zurückführen lässt. Reste eines Stalles befinden sich gleich hinter dem Marxkopf. Auffällig ist der Unterschied zwischen dem mit Gülle gedüngtem Mahd und den Magerwiesen mit ihrer Blumenpracht. Hier reicht die Palette von Orchideen über Praunelln und Arnika bis zum Zwiflkraut, wie der nach Knoblauch riechende Allermannsharnisch hier genannt wird. Man kann sich kaum sattsehen. Der Südwind jagt Wolkenfetzen über die näher rückende Kuppe der Mute. Am Sattel nördlich der Kuppenhöhe sind bei archäologischen Ausgrabungen Silex und Bergkristall aus dem Mesolithikum (ca. 7500 v. Chr.) entdeckt worden! Die vom Hang vorspringende Kuppe Stuller Mute einen vorrömischen Namen, der im Passeier ganz allgemein Hangsporne bezeichnet. Mut oder Mute stammt aus dem indogermanischen *mut-o-s „gestutzt, stumpf“. Derselbe Name tritt uns in der Mut oberhalb von Dorf Tirol entgegen, gemeint ist da der „abgestumpfte“ Mutkopf, auf dem der Sage nach ein Nörggeleschloss stand … Außerdem gibt es noch die Saltauser Mute, die Hohe Mut in Gurgl, diverse Muttes im Obervinschgau und so manche

Muotta im bündnerromanischen Engadin. Das Mundartwort muttlt „hornlos“ geht natürlich auch auf dieses *mutos zurück. Nach ausgiebiger Mittagsrast in der Hütte auf der Mute machte sich ein Teil der Gruppe über den alten Mahdersteig auf den direkten Weg hinab nach Stuls. Vom Passhüttl aus kann man die Berg­ wiesen namens Peil (Toning, Pass) überblicken. Der Name Peil hat nichts mit einem Beil zu tun, sondern stammt aus dem Mittelhochdeutschen bîl „Ort, an dem das Wild aufgehalten werden kann“, dies ist wiederum Lehnwort zu lateinisch pilum „Stößel, Rammholz, Sperrholz“. Der Name Peil geht also auf eine besondere Jagdtechnik zurück: Engstellen und Geländeabfälle wurden mit Prügeln verbarrikadiert („verpilet“). Das in die Engstelle gehetzte Wild fand keinen Ausweg mehr und konnte einfach erlegt werden. Von weiter unten kann man auf die Vorderseite der Mute schauen. Dort fallen schmale lange Grundparzellen auf, die Fürhappit genannt werden. Dieser Name geht auf mittelhochdeutsch vürehoubet „Fürhaupt; vor einem Acker liegendes Stück Boden“ zurück und bezeichnet wohl die „Stirnseite“ der Mute. Mute-Ron dagegen ist ein Rodungsname. Mit „Rone“ wurden früher die abgestorbenen, vertrockneten Baumstämme bezeichnet. Bergwiesen wurden nämlich in gene­ rationenübergreifender Arbeit stets vergrößert, dabei mussten natürlich immer wieder Bäume gerodet werden. Die unterhalb der Rone liegende Griane (Grondl, Toning) geht auf das Mittelhochdeutsche gerüne „Menge abgestorbener, gefallener Wissenswertes zu Herkunft und Bedeutung der Flurnamen wurde vermittelt

Baumstämme“ zurück; es handelt sich um eine Mengenbildung zu „Rone“. Der Familienname Grüner (Schnals) geht auch auf „Gerüne“ zurück und nicht auf die Farbe „grün“. Die untersten Mahder sind die Puiten (Stierschneider, Jaggl-Ander). Dieser weitum bekannte Flurnamentyp leitet sich von mittelhochdeutsch beunde „Gehege“ < althochdeutsch biunta „eingezäuntes Grundstück“ ab. Das ursprüngliche germanische *bi-wandja „rings Umwundenes“ erinnert uns daran, dass „Wände“ einst aus Reisig oder Ästen gewunden waren. Fåcknpuite oder Këlberpuite sind heute noch gebräuchliche Begriffe für eine eingezäunte Hausweide. Westlich der Puiten liegt der Kofler-Borst, der zur größeren Mahderflur Borst zählt. Dieser Name leitet sich vom typischen Gras, dem schwierig zu mähenden Borst, ab. Im Laufschritt ging’s am Hohlen Kofel vorbei und wir gelangten mit ersten Regentropfen und schnell näher kommendem Donnergrollen beim Widum in Stuls an. Der Name Stuls ist auch prähistorisch: *Stullo- könnte – ähnlich wie „Stilfs“ im Vinschgau und im Wipptal – so viel wie „Hingestelltes, Ausgebreitetes“ bedeuten und sich auf die namensgebende Geländeterrasse zwischen Felsen beziehen oder aber auf „aufgestellte“ Hütten, Ställe oder Gaden. Ein Tag angefüllt mit Passeirer Gastfreundschaft ging bei einem Kaffee in der Bar Flora in Stuls zu Ende. Johannes Ortner


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TEIL 2 MIT HARALD HALLER UND FRANZ LANTHALER


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Sterbebild des Direktors Josef Haller  (Sterbebilder Schwemberger)

„Erlebtes und Vernommenes“

Wer war der Passeirer Josef Haller? Vielen ist der Name Johannes Kardinal Haller bekannt, wessen Name jedoch nicht allen bekannt ist, ist der seines Bruders Josef Haller. Diese Person wird den meisten unbekannt sein, da über ihn nur selten gesprochen bzw. geschrieben wird. War dieser „unbekannte“ Passeirer etwa eine Person, die unter dem Schatten seines Bruders stand und nur als Bruder des Fürstbischofs von Trient bekannt war oder war er der Bauer des Geburtshauses, von dem die beiden Brüder stammten? Aus einem Buch namens „Erlebtes und Vernommenes“ von Oberkofler Anton im Jahre 1906 entnahm ich folgende Daten. Josef Haller wurde am 09.03.1823 geboren. Sein Bruder war der bekannte Johannes Kardinal Haller, der am 30.04.1820 geboren wurde. Ihr Vater besaß zusammen mit dessen Bruder den Gransteinhof (Quellenhof) und pachtete später den Greinwaldhof am Riederberg, wo auch die beiden Brüder aufwuchsen. Die beiden Brüder verbrachten ihre Jugendjahre am Granstein und verbrachten dort ebenfalls teilweise die Studienferien. Ihr Vater starb im Jahre 1828. Nach seinem Tod gab seine Gattin die Pacht auf und zog mit ihren Kindern in ein Zuhäuschen am Gransteinhof. Bereits mit fünf Jahren hatte Josef den Wunsch zu studieren. Noch bevor die Jungen sieben Jahre alt waren, mussten sie alle Sonn- sowie Feiertage mit ihrer

Mutter zur Frühmesse in die Pfarrkirche von St. Martin gehen. Danach wurden sie, während die Mutter die hl. Sakramente empfing, zum Bäcker geschickt, um sich aufzuwärmen. Nach dem Hauptgottesdienste wurde nachhause gegangen. Die Mutter lernte ihnen vor der Schule das Lesen sowie das Ministrieren. Mit zehn Jahren besuchte Josef das Gymnasium in Meran. Dieses Gymnasium bezog seine Professoren vom Benediktinerstift in Marienberg (Burgeis) und hatte ausgezeichnete Männer und Gelehrte. Da sein Bruder Johannes ebenfalls in Meran zur Schule ging, zog die Mutter, um im Kontakt mit den Söhnen zu bleiben, ebenfalls nach Meran. Die beiden Haller absolvierten das Gymnasium in Meran, studierten darauf in Innsbruck die Philosophie und im Seminarium in Trient die Theologie. Am 28. Dezember 1845 wurde Josef Haller zum Priester geweiht. Er wurde Kooperator in Hafling, Vöran, Feldthurns, Klausen und Kaltern. Dort erlebte Josef heitere Erlebnisse. Zum Beispiel wurde er gerufen, einem jungen sterbenden Bauer beizustehen, während dessen Frau ihm bei den Armen hielt. Daneben weinte in einer Wiege das Kind des Sterbenden jämmerlich. Nun musste Josef mit einem Fuß das Kind in den Schlaf wiegen, während er dem Sterbenden zur Seite stand. Eine andere Geschichte spielte sich in der Dachstube eines Bauernhauses ab. Dort legte sich ein Kind zum Sterben. Nachdem Josef das Requiem aeternam über die Leiche gebetet hatte, ringelte sich vom Strohsack eine Schlange zur Türschwelle hinaus. Im Jahre 1859 zog Josef Haller mit der Kalterer Schützenkompanie als Feld­ kaplan aus. Bei diesem Feldzug war er gezwungen, im Freien bei strömendem Regen zu übernachten und so schädigte er sich sein Seh- und Hörvermögen, sodass er mit der Zeit fast taub wurde und fremde Stimmen nicht mehr erkannte. Am 1. Oktober 1861 wurde Josef Haller als Direktor des 1852 fertiggebauten fürst­ bischöflichen Studenten-Konviktes Johanneum in Bozen. Josef Haller machte sich als Direktor des Johanneums sehr verdient: Zum Beispiel baute er ein weiteres Stockwerk mit einer Bibliothek, mehrere Schlafzimmer sowie eine Hauskapelle. Sein Bruder Johannes Kardinal Haller, der mittlerweile Fürstbischof Salzburgs war, besuchte seinen schwerkranken Bruder Josef in seinen letzten Jahren wiederholt. Ab dem Jahre 1892 litt Direktor Haller an sich immer wiederholenden Magen­ blutungen. Er war insgesamt 35 Jahre Direktor am Johanneum bis zu seinem Tod am 18. Oktober 1896. Daniel Hofer

Jubiläum

Wenn der Eismann zwitschert … Mit Jubiläen ist das so eine Sache. Vorwiegend sind Jubiläen zum Feiern da und daher meist von fröhlicher Natur. Ein trauriges Jubiläum wird somit nicht mit Jubiläum als solches tituliert, sondern als Gedenktag oder als Jahrestag oder als „In mahnender Erinnerung-Tag“. Geburtstage, Hochzeitstage, Ehrungen für Vereinstätigkeiten oder Mitgliedschaften, Feierlichkeiten zu Firmen- und Institutionsgründungen oder historischen Ereignissen bieten fast immer Grund zum Jubilieren und zum ausgiebigen Sektkorkenknallen. Drei wesentliche Komponenten von Jubiläumsaktivitäten sind dabei essenziell. Fundament bildet in aller Regel der „Runde-Anlass“, welcher üblicherweise in fünf Jahresschritten vollzogen wird. 17 Jahre Vereinsengagement klingt halt nicht ganz so rund und dankenswert wie 20 Jahre Einsatz für den Herzensverein. Zweites Element in der Einrahmung der Jubiläumskultur ist die Dauer der zurück­ liegenden Vergangenheitsvergegenwärtigung. Je älter die Jubilare oder je weiter die zu zelebrierenden Ereignisse in das Gewesene reichen, desto attraktiver, ehrungsund erinnerungswürdiger scheinen diese zu sein. Der dritte Baustein umfasst die Gemengelage an Erinnerungsprotagonisten, welche die Bedeutung des Festaktes mit ausgewiesener Expertise und, ab und an, in nostalgischer Rückschau unterstreichen. Vor allem die Rückschau auf historische Ereignisse kann ohne Auftritte von Zeitzeugen oder Weggefährten nicht stattfinden. Dem vorausgesetzt wird natürlich, dass potenzielle Zeitzeugen und Weggefährten noch unter den Lebenden weilen. Abhilfe bei Nichterfüllung dieses Kriteriums schaffen Experten zu den jeweils zu feiernden historischen Begebenheiten. Es wäre wohl eher schwierig zum 150. Jahr der Gründung des Deutschen Kaiserreichs oder zum 250. Jahr der Gründung der Wiener Börse noch Zeitzeugen oder Weggefährten anzutreffen. Erwähnt sei noch der allgemeinbekannte und vor allem bei Geburtstagsjubiläen angewandte Algorithmus der „Altersrückwärtsverjüngungsformel“. Da 30 bekanntlich das neue 25 ist und nach genannter Formel nun auch 25 das neue 20 ist, ist defacto 30 das neue 20. Ein Blick in die Vergangenheit, um die Gegenwart einigermaßen zu verstehen und um die Zukunft zumindest halbwegs schadlos zu gestalten, lohnt sich immer. Daher stoppen wir unser Rückschaurad im Jahre 1991 und werfen einen Blick darauf was die Südtiroler Seelen vor 30 Jahren so


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beschäftigt hat. Alles überstrahlend war eine „stolpernde“ Entdeckung mit Weltruhm, welche eine, damals noch nicht absehbare, einschneidende Zäsur der Tiroler Historie werden sollte. Das, doch nicht so ewig währende, ewige Eis legte den „Mann aus dem Eis“ frei. Ein Mann von knapp 50 kg Gewicht, mit Schuhgröße 38 und einer Körperlänge von ca. 1,60 Metern musste vor knapp 5300 Jahren umkommen, um nach eben jener Zeitspanne als „Ötzi“ wiedergeboren zu werden. Und wie es der Zufall wollte, war an besagtem Tag obendrein noch der bis dato bekannteste Südtiroler in der Nähe, um den Fund zu begutachten. Die Geschichte nach dieser Geschichte ist uns allen vornehmlich bekannt. Von Grenzstreitigkeiten bis hin zur endgültigen archäologischen Sensation. Von Forschungsfortschritten bis hin zu der vielleicht ältesten, noch nicht gelösten, Kriminalgeschichte der Welt. Von Täto­ wierungen bis hin zu Steinbockfleisch im Magen als letzte Mahlzeit. Von Museumsbesuchen bis hin zur Standortdiskussion der letzten Monate. „Ötzi“ hat sich längst als Marketingmaschinerie einen Namen gemacht. Und er ist bis heute für Historiker, für Archäologen, für Mediziner ebenso wie

für Werbetreibende oder für Autoren ein Quell der Erkenntnis und Inspiration. Zu Recht sollte der „Mann aus dem Eis“ gefeiert werden. Dürfte ich die Rede zum Jubiläum schreiben, ich müsste dem Jubilar wohl am meisten für sein Ableben danken. Denn ohne eben jenes Dahinscheiden und sein Jahrtausende währendes Dasein als mumifizierter Vollblutglaziologe wäre ein Jubiläum nicht zustande gekommen. Danke lieber „Mann aus dem Eis“ für deine Geduld. Ein Dank ginge wohl auch an die Adresse des Klimawandels. Ohne dessen Zutun hätte der arme „Mann aus dem Eis“ unentdeckt als „Mann im Eis“ ausharren müssen. Was hat sich auf der Weltbühne eigentlich im fernen 1991 noch so alles ereignet? Hier wurde erstmals dieses ominöse „World Wide Web“ freigegeben und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. War „Ötzis“ Welt noch vornehmlich sein Dorf und Umgebung, ist die Welt nun zum Dorf geworden. Unter Führung der US-Streitkräfte begann die Aktion „Desert Storm“ im Irak. Die Scorpions waren mit „Wind Of Change“ in den Charts, ebenso Roxette mit „Joyride“. Wer vor 30 Jahren einen Zug von München nach Leningrad buchte, stieg in St. Petersburg aus. Der Airbag kam ins Auto und Ayrton

morgendlicher Hochnebel – Timmelsjoch und Seebertal

Foto: Maria Weger

Senna wurde zum dritten Mal Weltmeister in der Formel 1. Jodie Foster und Sir Anthony Hopkins brillierten in „Das Schweigen der Lämmer“ und der Super Nintendo eroberte die Wohnzimmer. Und was war bei uns im Tal Programm? Das Übliche und so manches Unübliche. 1991 wurde erstmalig ein Diskobus für die Passeirer Nachtschwärmer bereitgestellt. Diskobus klingt nach jeder Menge Spaß, außer wohl für den diensthabenden Diskobuskapitän. Ein Unwetter beschädigte in St. Leonhard die Brücke zum Felsenegghof beträchtlich. Die Plentenäcker im Tal starben aus und in Moos wurde vor 30 Jahren ein feuchtfröhlicher Goaßlschnöller ver­ haftet. Ein gewisses Maß an Rebellentum scheint den Passeirern in jeder Dekade mehr oder weniger gut zu Gesicht zu stehen. Wie die Feierlichkeiten anlässlich dieses Jubiläums aussehen würden? Neben „Runden-Anlässen“ fröhlicher Natur gibt es natürlich auch runde Gedenktage zum Erinnern und zum Vergegenwärtigen. Vor 60 Jahren äußerte ein Parteiführer folgenden Satz: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ Gesagt, dabei etwas geflunkert und gebaut, bis ein Herr > namens David Hasselhoff kam und diese

ImFocus-FotoclubPasseier VFG


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> Mauer zum Einstürzen brachte. 20 Jahre jährte sich kürzlich ein Ereignis, welches unsere Welt seither wohl mit am meisten beeinflusste. „Nine Eleven“ oder „9/11“ hat sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Feiern werden diesen Tag womöglich nur sadistische Hohlbirnen mit geistigen Mauern. Extremistisches, ausgrenzendes Gedankengut, ganz egal welcher Couleur, schafft innere Mauern, höhlt Mitgefühl und gegenseitiges Verständnis gnadenlos aus und macht uns letztlich zu intellektuellen Höhlenmenschen. Erinnern und Vergegenwärtigen schafft so eine Brücke in die Vergangenheit und hält uns, aus gutem Grund, auch so manches Mal den Spiegel vor. Und wie werden wir wohl in zwei oder drei Dekaden auf das Jahr 2021 zurückblicken und resümieren? Doch nochmal zurück zum „Mann aus dem Eis“ und es drängt sich mir die Frage auf, wie denn eine heutige Entdeckung vonstattengehen würde? Das vor 30 Jahren erfundene „World Wide Web“ ermöglicht uns mit der ganzen Welt in Echtzeit zu kommunizieren und seit es dieses bedeutungsschwangere „Hashtag“ gibt, ist nichts aussagekräftiger als eben jenes „#“ in jeder versendeten Botschaft miteinzubauen. Teilen und zwitschern die goldenste aller Regeln. „Hashtagamorist“ zu sein ist keine Krankheit, es ist ein Statement. Nach dem Fund also das obligatorische Selfie mit Duckface, Surfergruß und stylischer Sonnenbrille. Und natürlich eine geile Story: #SOS #igittigitt #klimawandel #eismann #atemlosliegterda #killermumie #messnermountainshow #fakenews #impfen­ tötet #pfeilstattchip #sensation #gekilltemumie #tattooart #moneymaker #nameless #schnalsi #tiroli #eismanderl #naturbursch #wirschaffendas #ernicht Und was hätte uns der „Mann aus dem Eis“ an seinem letzten Tag alles so gezwitschert? Seine Reise ist schon länger geplant und nach dem Aufstehen eine kleine Stärkung: #maaahlzeit #guthunger #bockstark. „Ötzi“ verabschiedet sich von der Dorfgemeinschaft, füllt seine Trinkflasche am Fluss und bricht auf: #ready #abindenurlaub #aufnach … Bereits seit einigen Stunden unterwegs, bemerkt er im Anstieg seinen Schatten und so beschleunigt der Gejagte seinen Schritt: #freundoderfeind #WTF #feindkeinfreund. „Ötzi“ sieht sich, am Joch angekommen, nochmals um und hinterlässt uns mit dem letzten Atemzug einen Abschiedsgruß: #YOLO #atemlosdurchdenschnee #fame #seeulateralligator … Thomas Reinstadler

Zwei Mitarbeiter der Pfarrei Moos, Karl Lanthaler und Pfarrer Oswald Kuenzer  Foto: Heinz Widmann

Pfarrei Moos

Verabschiedung von Karl Lanthaler mit Wanderung zum Schneeberg Nach 10 Jahren gab der 87-jährige Karl Lanthaler seinen Dienst als einer der drei ehrenamtlichen Mesner der Pfarrei Moos auf eigenen Wunsch hin auf. Als kleines Dankeschön für die stets zuverlässige Mitarbeit begleiteten ihn zum Abschied Pfarrer Oswald Kuenzer und zwei Mitarbeiter der Pfarrei an einem herrlichen Herbsttag im September auf den Schneeberg. Damit erfüllten sie ihm einen lang gehegten Herzenswunsch.

Im Schutzhaus stärkten sich die Vier bei einem guten Mittagessen. Anschließend besuchten sie das Kirchlein St. Martin am Schneeberg. Nach einem gemeinsam gesungenen „Großer Gott, wir loben dich“ ging es wieder hinunter nach Moos. Der Pfarrei Moos bedankt sich nochmals bei Herrn Karl Lanthaler für seine fleißigen Dienste und wünscht ihm gesunde und glückliche Jahre. Hubert Gögele


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Der VKE-Spielebus machte in Rabenstein Halt

Rabenstein

Stuls

Spielenachmittag

Weisenblasen auf der Stuller Mut

Am Dienstag, den 28. September, kam am Nachmittag der VKE-Spielebus mit verschiedenen Spielen nach Rabenstein. 18 Schul- und Kleinkinder hatten es sehr eilig und unterhielten sich prächtig. Jedes Jahr wird der autofreie Tag im Hinterpasseier mit einer besonderen Aktion abgehalten. Dafür gebührt der Gemeinde Moos in Zusammenarbeit mit der Bibliothek ein herzlicher Dank. Mit einem kräftigen Applaus bedankten sich die Kinder bei den Betreuern des VKE- Busses und hoffen nun auf eine interessante Veranstaltung im kommenden Jahr. Waltraud Gatterer

Am Sonntag, den 22. August, sorgte die Bergrettung und Feuerwehr Stuls für einen sicheren Transport der Musikant*innen, Instrumente und Referenten auf die Stuller Mut. Wort­ gottesleiter Hans Hofer hielt dort eine Wortgottesfeier, würdig umrahmt von den Musikant*innen und unterbrochen von einem kurzen Regenschauer. Der Regen konnte sich ob der schönen Auf der Stuller Mut  Foto Genoveva Gufler

Klänge aber nicht behaupten. Gestärkt mit einem köstlichen Mittagessen erfüllten bald schöne Weisen die Bergwelt. Sogar einige „fremdländische Klänge“ fanden Gehör. Um für Notfälle am Berg gerüstet zu sein, erklärten die Männer der Bergrettung Stuls den Anwesenden, darunter viele Kinder und Jugendliche, Sofortmaß­ nahmen zur Ersten Hilfe. Im Namen der Teilnehmer*innen ein großes Dankeschön dem Bildungsausschuss Hinterpasseier und ganz besonders der Gastgeberfamilie für dieses lehrreiche und gesellige Wochenende. Gernot Reich


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Natur & umwelt

Die Alpen-Bärentraube: Farbtupfer in der herbstlichen Landschaft  Fotos: Arnold Rinner

Beeindruckendes Farbenspiel

Die Alpen-Bärentraube Der Sommer neigt sich dem Ende zu und auch die Blumen im Gebirge hatten ihren großen Auftritt. Der Blütenrausch ist vorbei. Doch das heißt noch lange nicht, dass in der Herbstzeit die Landschaft triste und leer aussieht. Jetzt im Herbst sind es ganz besonders die bunten Farben der Blätter, die Groß und Klein faszinieren und für ein beeindruckendes Farbenspiel sorgen. Einer dieser Zwergsträucher, der noch einmal vor dem nahenden Winter mit seinen intensiv roten Blättern besonders schön leuchtet und die Landschaft verzaubert ist die Alpen-Bärentraube, die ich nachfolgend kurz vorstellen möchte. Die Früchte der Alpen-Bärentraube sind zuerst rot und verfärben sich zuletzt schwarz

Die Alpen-Bärentraube (Arctostaphylos alpinus) ist ein sommergrünes Gewächs mit weitkriechenden bis zu 50 cm langen Zweigen. Die Wuchshöhe des teppich­ bildenden Spalierstrauches beträgt bis 10 cm. Die Blätter sind wechselständig angeordnet, fein gesägt und lang bewimpert. Die weiß-grünlich bis rötlich gefärbten Blüten erscheinen zwischen Mai und Juni. Die Pflanze blüht meist schon ehe die Laubblätter gebildet werden. Seinen großen Auftritt hat das Gewächs im Herbst, wenn sich die Blätter in leuchtendem Rot zeigen. Die beerenartigen Steinfrüchte sind erst grün, dann rot und verfärben sich schließlich glänzend blau-schwarz. Der Durchmesser der Frucht ist ca. 9 mm. Die Alpen-Bärentraube ist eine nicht allzu häufig anzutreffende Gebirgspflanze, die in subalpinen bis unteralpinen Höhen­ lagen vorkommt. Das arktisch alpine Gewächs hat sein Hauptvorkommen in

Rasen, Fels- und Geröllfluren der Zwergstrauchheide mit meist langer Schnee­ bedeckung. Im Raum Passeier beschränken sich die Vorkommen auf den Schneebergerzug. Schöne Bestände sind etwa beim Weißspitz oder im Umfeld der Andelsalm zu finden. Der Name Bärentraube rührt daher, dass Bären anscheinend gerne die Früchte fressen. Der Name spiegelt sich im latei­ nischen Namen „arctostaphylos“ wieder. „Arctos“ bedeutet soviel wie Bär und „staphyle“ steht für Traube. Im Passeier gibt es auch eine weitere Bärentraubenart, die Immergrüne Bärentraube. Im Unterschied zur Alpen- Bärentraube hat diese im Zwergstrauchgürtel weit verbreitete Art rote Früchte. Diese werden mitunter mit den Früchten der Preiselbeeren verwechselt. Daher rührt auch der Dialektname „Fålsche Glaan“. Arnold Rinner

Lostage und Bauernregeln Während die Landwirtschaft ihre Geschwindigkeit reduziert, wir die Ernte einfahren und langsam beginnen, unsere Höfe auf den Winter vorzubereiten, geben uns die Lostage im Herbst Aufschluss über den Winter und unsere Äcker im Frühjahr: Wenn der November blitzt und kracht, im nächsten Jahr der Bauer lacht. Ist der November kalt und klar, wird trüb und mild der Januar. Gefriert im November schon das Wasser, wird der Januar umso nasser. Auch die Vögel und Vespen werden stark beobachtet Elisabeth Larcher


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Ziegen im Herbst beim Fressen von Unkraut auf Bergmähdern

Tier- und Umweltschutz

Weidewirtschaft – eine „Win-win-Situation“ für Tier, Mensch und Umwelt Das Passeiertal ist geprägt von einer schönen Alm- und Kulturlandschaft. Südtirolweit weist das Passeiertal bezogen auf die Fläche am meisten Almen bzw. gealpte Tiere auf. Daher, aber auch aufgrund der aktuellen Thematik bezüglich Tierschutz und Umweltschutz, erscheint es mir naheliegend die Bedeutung der Weidewirtschaft für Tier, Mensch und Natur hervorzuheben. Als Amtstierarzt des Passeiertales ist es mir insbesondere ein Anliegen, auf die gesundheitliche Bedeutung der freien Weidehaltung für die Nutztiere hinzuweisen. Und nebenbei fördert dies das bestehende und von allen (Einheimische und Touristen) geschätzte Landschaftsbild. Schlußendlich haben die Konsumenten die Möglichkeit, gesunde Lebensmittel (Fleisch, Milch etc.) von artgerecht gehaltenen Nutztieren zu erhalten, was heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist. Letztendlich freut sich auch die Natur (Boden, Pflanzen etc.) über die natürliche Düngung durch Weidetiere und dadurch wird ihr Erhalt zusätzlich gesichert. Zu Neudeutsch also eine echte „win-win Situation“ für alle. Geschichte und Landschaftsprägung Das Landschaftsbild in Südtirol ist unter anderem geprägt von gepflegten Wiesen und Weiden. In früherer Zeit wurden Teile der heutigen Weideflächen in den Berg­ gebieten noch gemäht (Bergmähder), da die heutigen Wiesen früher als Äcker genutzt wurden. Davon zeugen heute noch die bestehenden Namen dieser ehemaligen Äcker („Langacker“, „Drei-

eckacker“ etc.). Aufgrund der arbeitsintensiven Heugewinnung der Bergmähder wurde diese Heugewinnung seit den 70er Jahren zunehmend aufgelassen. Die Folgen sind zunehmende Verwilderung dieser Bergmähder mit wild wuchernden Sträuchern und Hecken (Verbuschung). Beschleunigt wurde diese Verbuschung mitunter auch durch das Auflassen der Kleintierhaltung. Früher hielt jeder Bauer

einige Ziegen und in Summe kam eine entsprechend große Anzahl zustande. Diese Ziegenherden weideten abseits der Bergmähder bzw. auf diesen nach beendeter Mahd und sorgten dafür, dass diese Flächen von Unkraut und Gestrüpp freigehalten wurden. Auch hierfür zeugen noch Eintragungen im Grundbuch („… Recht auf Weide vom Ausapern bis …, bzw. nach beendeter Mahd bis zum Zuschneien“). Das zunehmend milde Klima fördert die Verstrauchung der Weiden bzw. Bergmähder zusätzlich und die Folgen sind ein geändertes Landschaftsbild. Eine Folge der Verstrauchung und Verholzung ist, dass die Gefahr von Bränden erhöht wird. Südeuropäische Länder haben dies bereits längst erkannt und fördern die Beweidung derartiger Gebiete mit Schafen, aber insbesondere mit Ziegen, um Bränden entgegenzuwirken. Es ist allgemein bekannt, dass speziell Ziegen im frühen Frühjahr und im späten Herbst, Sträucher, Gestrüpp und andere wuchernde Hecken mit Vorliebe fressen. Durch die Beweidung mit Rindern, Schafen und Ziegen behalten Almen und Weiden ihren typischen Charakter (alpiner Rasen), prägen das Landschaftsbild positiv und tragen auch zur Erhaltung der Pflanzenwelt bei. Tiergesundheit Neben dem landschaftsprägenden Aspekt ist aber vor allem der Tierschutzaspekt hervorzuheben. Die Möglichkeit der Weidehaltung, insbesondere der frühen Frühjahrsweide bzw. der späten Herbstweide, ist aus gesundheitlicher Sicht von unsagbarem Wert für die Tiere: Die Möglichkeit der Bewegung in freier Natur aktiviert Verdauung, Herz-Kreislauf und Immunsystem. Durch die Sonneneinstrahlung mit einhergehenden Aktivierung von Vit.D wird das Immunsystem zusätzlich aktiviert. Dadurch sind die Tiere krankheitsresistenter und benötigen keine/kaum Medikamente. Der Übergang von der Heufütterung (rohfaserreich, eiweißarm) während der Winterszeit im Stall zur Beweidung von überständigem alten Gras bzw. Sträucher (ebenfalls rohfaserreich, eiweißarm) im frühen Frühjahr ist geradezu ideal für den Verdauungstrakt. Eine Beweidung bei bereits viel vorhandenem grünen Gras kann hingegen zu Verdauungsstörungen mit Todesfällen führen. Die Aufnahme von überständigem Gras (heuähnlich) verhindert außerdem die Milchproduktion, sodass sich die Euter der Tiere auf biologischem Wege zurückbilden. Eine Beweidung bei bereits vorhandenem frischen grünen Gras (rohfaserarm, eiweißreich) fördert hingegen > die Milchproduktion und ist ratsam bei


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Gebirgsziege“, „Tiroler Grauvieh“), ist die Erhaltung dieser Tierrassen und dieser genetischen Vielfalt (Biodiversität) ein Anliegen. Betriebssicherung Die Nutzung der Beweidung erleichtert zudem den Betrieben ihr Fortbestehen. Ohne Weidehaltung wären viele Betriebe gezwungen, Grundfutter zuzukaufen mit all den daraus folgenden Konsequenzen für die Betriebe und die Umwelt (Mehrkosten, Transport etc.). Die Beweidung und die Almwirtschaft werden von der EU finanziell unterstützt, da auch diese die Bedeutung der Landschaftspflege und die Erhaltung der lokalen Betriebe längst erkannt haben. Ziegen im Frühjahr beim Fressen von Sträuchern

> Tieren, die zur Milchgewinnung dienen, nicht jedoch bei Tieren (Schafen/Ziegen), die nicht gemolken werden, da Euterentzündungen resultieren können. Um dem vorbeugend entgegenzuwirken, müssen dann Medikamente mit Antibiotika (Euter-Tuben) eingesetzt werden, welches eindeutig im Widerspruch zur heutigen wissenschaftlichen Meinung steht: Sämtliche Vorbeugungsmaßnahmen mittels Antibotika sind möglichst zu unterlassen, damit die Entstehung von Antibiotikaresistenzen verhindert wird und sind durch natürliche Maßnahmen zu ersetzen. Die Evolution hat den Tieren einen Schutz vor widrigen Wetterverhältnissen gegeben. Im Herbst bildet sich das Winterfell aus, welches vor Kälte schützt. Ziegen, aber auch Schafe sind daher generell sehr kälteresistent, lediglich langanhaltende Nässe mögen beide nicht. Im frühen Frühjahr besitzen die Ziegen noch das schützende Winterfell, welches erhalten bleibt bis Juni/Juli, jedoch nur, wenn sie den Stall frühzeitig verlassen können. Müssen sie jedoch zu lange im Stall bleiben, verlieren sie aufgrund den steigenden Umgebungstemperaturen die schützende Unterwolle teilweise bereits früher, was sich nachteilig auswirken kann, wenn, wie in Südtirol bekannt, noch im Mai Kaltperioden („Eisheiligen“) auftreten können. All die genannten Faktoren prägen das genetische Erbmaterial dieser Tiere. Viele Rassen haben durch die Züchtung bzw. die zu lange Stallhaltung leider bereits viele Resistenzen bzw. Instinkte verloren. Dem Land Südtirol, gekennzeichnet durch karge Gebirge und dadurch eigens hervorgegangenen witterungsfesten Tierrassen („Villnösser Brillenschaf“, „Psairer

Fazit Die Weidehaltung ist die ureigenste und natürlichste Art um den Bedürfnissen von gezüchteten Tieren gerecht zu werden und somit grundlegend für eine artgerechte Tierhaltung. Die Beweidung ist die natürlichste und umweltschonendste Art der landwirtschaftlichen Nutzung, sie fördert die Pflanzenvielfalt und den alpinen Rasen, und prägt damit das Landschaftsbild in Südtirol. Die Weidewirtschaft ist auch die Grundlage für die Sicherstellung von gesunden Lebens­ mitteln, produziert von gesunden Tieren für den Menschen. Dr. Helmuth Gufler Diplomate of the European College for Small Ruminant Health Management (Europäischer Fachtierarzt für Schafe und Ziegen) Heimische Tierwelt

Seltene Fledermausart Fledermäuse üben eine besondere Faszination auf uns Menschen aus. Dies hängt wohl damit zusammen, dass sie vieles können, was einmalig in der Tierwelt ist: Sie schlafen kopfüber, sehen mit den Ohren, haben Flügel ohne Federn und fliegen mit den Händen. In Südtirol sind bis heute 25 Fledermaus-Arten bekannt. Viele Arten verbringen den Großteil ihres Lebens im Siedlungsbereich in der Nähe des Menschen. Etliche Arten sind ausgesprochene Waldbewohner. Sie zu erfassen, ist besonders schwierig. Oft sind Totfunde äußerst hilfreich, um eine Art in einem Gebiet nachzuweisen. Ein solches verendetes Geschöpf der Nacht entdeckte Alban Pixner am 8. September in der Nähe seines Wohnhauses in Innerhütt. Als aufmerksamer Naturbeobachter lichtete er das Tier ab und schickte

das Foto an Arnold Rinner. Dieser leitete das Bild des Tieres an den Fachmann für Fledermäuse, Oskar Niederfriniger, weiter. Nach eingehender Begutachtung des Bildes erkannte dieser, dass es sich um eine Fransenfledermaus handelt. Es ist dies eine in Südtirol sehr seltene Art, die bisher nur an wenigen Fundorten nach­ gewiesen ist. Im Raum Passeier konnte die Art bisher nie erfasst werden. Besagtes Beispiel zeigt, dass die Meldung von Funden für die Fledermausforschung äußerst wertvoll und aufschlussreich ist. Alban Pixner sei für die Zusendung des Fotos herzlich gedankt. Die Fransenfledermaus ist mit etwa 42 bis 50 Millimeter Körperlänge und einer Flügelspannweite von etwa 24 bis 28 Zentimetern eine kleine bis mittelgroße Fledermausart. „Die Fransenfledermaus ist in ihren Lebensraumansprüchen“, so Fachmann Niederfriniger, „an und für sich eine Waldbewohnerin. Sie bevorzugt Wälder und Parks mit Gewässern und Feuchtgebieten und bewohnt im Sommer vorwiegend Baumhöhlen. Aber sie ist auch ‚Hausfledermaus‘ und besiedelt Spaltenquartiere an Gebäuden. Die einzige bisher bekannte Wochenstube in Südtirol ist aus Pfalzen bekannt.“ Das nachtaktive Tier ernährt sich wie alle Fledermäuse von Insekten. Auf Blattoberflächen oder Baumstämmen sitzende Insekten und Spinnen spürt die Jägerin der Nacht mit Ultraschallrufen auf und erhascht sie zielsicher. Als Überwinterungsquartier bevorzugt die Art in der Regel unterirdische Hohlräume aber auch Kellergewölbe. Arnold Rinner

Die Fransenfledermaus wurde bisher in Südtirol nur an wenigen Fundorten nachgewiesen  Foto: Alban Pixner


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Wirtschaft

Elisabeth Larcher, Referentin für Handel, Handwerk und Landwirtschaft. Sie betonte in ihren Ausführung die enge Verzahnung der Bereiche Landwirtschaft und Tourismus. „Wir müssen bei unserer Tätigkeit an das Gesamte denken und unsere Ressourcen bündeln. So schaffen wir tolle Initiativen für Einheimische und Gäste“, gab sich Larcher überzeugt. Abschließend zeigte Verbandssekretär Helmuth Rainer auf, in welcher Form und in welchem Umfang der HGV seine Mitgliedsbetriebe in der schwierigen Zeit der Pandemie unterstützt und beraten hat. Quelle: Pressebüro HGV Bozen Elisabeth Larcher Sommersaison Passeier Wo sehen die Tourismusvertreter*innen von Moos, St. Martin und St. Leonhard unser Tal jetzt, und wo in 5 Jahren. Wo liegen die Stärken, wo die Schwächen.

Einige Vertreter*innen der Passeirer Gastronomie und Hotellerie

Die HGV-Ortsgruppen St. Martin, St. Leonhard und Moos wählen ihre neuen Ortsausschüsse

Knapp einen Monat nach der Wahl der neuen HGV-Ausschüsse und nach einer intensiven Sommersaison habe ich mir erlaubt, die Obfrau, die beiden Obmänner und den Tourismuspräsidenten Ulrich Königsrainer nach ihren Zukunftsideen für unsere drei Gemeinden zu fragen, wie lokale Kreisläufe gefördert werden und wo Aufholbedarf ist.

Kürzlich fand die Versammlung des Gebietes Passeier des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) statt. Dabei stand unter anderem die Wahl der neuen Ortsausschüsse der Ortsgruppe St. Martin in Passeier auf dem Programm. Weil Riffian, St Martin, St. Leonhard und Moos eine gute Zusammenarbeit pflegen, hat man beschlossen, gemeinsam die Jahreshauptversammlung abzuhalten. In seinem Amt als Ortsobmann von St. Martin wurde Konrad Pichler vom Hotel Pfandler Alm bestätigt. Im Ortausschuss vertreten sind neben Pichler noch Heinrich Dorfer vom Quellenhof Luxury Resort, Thomas Pircher vom Hotel Hirzer, Saltaus, Sonja Fontana vom Brauhotel Martinerhof, Anita Ennemoser vom Hotel Jager Hans, Lukas Dorfer vom Hotel Alpenschlössel und Thomas Fontana, Gasthof Lamm. Ebenfalls in ihrem Amt als Ortsobfrau von Moos wurde Marlene Gufler vom Hotel Pfeldererhof wiedergewählt. Im Ortausschuss vertreten sind neben Gufler noch Thomas Königsrainer vom Gasthof Hochfirst, Petra Ennemoser vom Hotel Bergland und Arnold Kuprian vom Hotel Alpenland in Stuls/Moos in Passeier. In St. Leonhard zum neuen Ortsobmann gewählt wurde Michael Fink vom Andreus

Ulrich, wer ist der Urlauber, der ins Passeier fährt, wen locken wir an? Das Jahr 2020 hat uns gezeigt, wie wichtig Stammgäste sind. Diese sind es, die dem Passeiertal auch im Jahr 2021 die Treue gehalten haben. Gleichzeitig finden immer mehr italienische Gäste den Weg zu uns. Daher ist es ungemein wichtig, dass wir den Gästen in ihrer Sprache begegnen. Besonders die italienischen Gäste sind sehr an unserer Kultur und unserer Lebensweise interessiert und sind für unsere Anregungen und Tipps sehr dankbar. Daher haben wir vermehrt auf die Zweisprachigkeit geachtet und unsere gesamten Drucksorten auch in Italienisch aufliegen lassen. Ulrich, was sind die Zielsetzungen der nächsten Saison? Was erwartet den Gast 2022 und was Bürger*innen aus dem Passeiertal? Ich bin überzeugt, dass die Saison 2022 in einem normalen Rahmen starten wird. Die meisten Gäste sind geimpft und ich glaube, diese Gäste werden uns nächstens Jahr wieder besuchen. Wichtig ist nun aber die bevorstehende Wintersaison. Pfelders, unser Wintersportort, rüstet sich mit einem Sicherheitskonzept und verspricht unsere Gästen einen unbeschwerten Winterurlaub, auch Stuls und Walten >

HGV Passeier

Neue Vertreter der Passeirer Gastronomie und Hotellerie

Golf & Spa Resort. Er löst Theresia Holzknecht ab, welche sich nicht mehr der Wahl stellte. Im Ortausschuss vertreten sind neben Fink noch Claudia Klotz vom Hotel Klotz, Gottfried Pichler vom Gasthof Restaurant Haselstaude, Ulrich Pirpamer vom Camping Zögghof, Klaus Holzknecht vom Hotel Theresia, Walter Pirpamer vom Hotel Sonnenhof und Viktoria Pixner vom Panoramahotel Wildschütz. HGV-Gebietsobmann Heinrich Dorfer blickte in seinen Ausführungen auf ein schwieriges Jahr für den Tourismus im Passeiertal zurück. Gleichzeitig sieht er die Zukunft positiv. „Die Pandemie hat uns alle stark gefordert, die Buchungslage für die nächsten Monate lässt hoffen, dass der Tourismus wieder auf der richtigen Schiene läuft. Wichtig dafür ist aber, dass wir uns einerseits an die AHA-Regeln halten, andererseits auch die Impfmöglichkeiten in höherem Maße wie bisher in Anspruch nehmen“, zeigte sich Dorfer überzeugt. Bezirksobmann Hansi Pichler sprach sich in seinen Grußworten ebenfalls für ein vermehrtes Impfen in- und außerhalb der Betriebe aus und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die schwierige Zeit bald vorbei sein dürfte. Die Grüße der Gemeinde überbrachte


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> bereiten sich auf den Wintergast vor und auch wir Einheimischen freuen uns endlich wieder darauf, wieder unsere Ski anzuschnallen und eine Abfahrt zu wagen. Für uns Gastwirte ist das kommende Jahr ein sehr entscheidendes Jahr, denn noch ein Jahr der Krise können wir nicht überstehen … nicht, weil keine Gäste mehr kommen, sondern weil immer mehr unserer Angestellten in andere Sektoren abwandern und wir zwar mit einem vollen Haus … aber ohne Angestellte da stehen. Hier müssen wir alle entgegenwirken, denn unsere Mitarbeiter sind das Rückgrat unseres Sektors und ungemein wichtig für die Tourismusgesinnung im Tal. Ulrich, wie hoch liegen die Gästezahlen bisher im Passeiertal? Das Jahr 2021 und auch das Jahr 2020 waren kein gewöhnliches Tourismusjahr, daher kann man die Gästezahlen nicht vergleichen. Während wir 2020 erst Mitte Juni unsere Häuser öffnen durften und Ende Oktober diese wieder schließen mussten und der komplette Winter ausgefallen ist, dürfen wir in diesem Jahr 2021 seit Mitte Mai arbeiten und wir hoffen, dass die Saison im vorderen Passeiertal bis zum 10. Jänner und im Hinterpasseier den ganzen Winter über möglich sein wird. Ulrich, welcher Gast verbringt seine Zeit in den Gassen der Dörfer? Die verschiedenen Dörfer des Tales, vor allem aber St. Martin und St. Leonhard präsentieren sich mit vielen Geschäften, Bars und Restaurants. Sie werden gerne von Urlaubern aus dem ganzen Passeiertal besucht. Gäste aus dem Meraner Raum kommen gerne mit dem Fahrrad über unseren Passerdammweg zu uns, aber auch mit dem Bus kommen viele zu uns und besuchen unsere Orte nach einer Wanderung. Besonders der Schluchtenweg ist regelrechter Magnet, der viele Wanderer aus dem Umland anzieht und so viele Tagesgäste nach St. Leonhard und Moos bringt. Auch Gäste, die mit dem Motorrad über unsere Pässe fahren, halten gerne in den Orten. Hier gilt es zukünftig das richtige Maß zu finden, dass der Gast und Einheimische sich nach wie vor in unseren Ortskernen wohl fühlt. Ich glaube, die Mobilität wird uns in den nächsten Jahren immer mehr beschäftigen. Tägliche Staus am Talausgang sowie Motorräder, Radfahrer und Rallygruppen auf unsere Pässe müssen zukünftig geleitet werden, um einen Verkehrskollaps zu vermeiden. Ein Mobiltätskonzept für unser Tal ist ungemein wichtig, denn wenn in den nächsten 5 Jahren nicht

eingegriffen wird, auch im Hinblick auf den Küchelbergtunnel, werden wir regelrecht überrollt werden. Ob das unsere Gäste aber vor allem wir Einheimische wollen, sei dahingestellt. Hier sind vor allem unsere Politik, aber auch wir Wirtschaftsverbände gefordert. Ulrich, welche Initiativen schafft der Tourismus um auch den heimischen Konsum zu fördern? Da wo Einheimische sind, sind auch die Gäste gern … dieser Spruch ist uns mehr als bewusst. Daher versuchen wir auch in Zukunft, unsere heimische Wirtschaft zu fördern. Viele Handwerker und Kaufleute unterstützen den Tourismusverein durch ihren Mitgliedsbeitrag. Im Gegenzug versuchen wir durch Aktionen Einheimischen und Gästen das Einkaufen im Tal schmackhaft zu machen. Ich glaube, wir haben tolle innovative Betriebe im Dorf, diese gilt es zu fördern und einfach vorbei zu schauen und ein Einkaufserlebnis vor der Haustür zu haben. Gemeinsam mit den Gemeinden organisieren wir auch in diesem Jahr Weihnachtsaktionen mit kleinen Veranstaltungen, unser Jahres­ kalender stellt die verschiedenen Produzenten vor und lädt die Gäste und Einheimische ein, lokal zu kaufen und so den Wirtschaftskreislauf im Tal am Laufen zu halten. Gemeinsam mit einem starken Partner haben die Geschäfte und Restaurants eine Webapp kreiert, die von den Gästen sehr gut angenommen wird, nun gilt es diese auch den Einheimischen zur Verfügung zu stellen. Dies wird in den nächsten 2 Monaten geschehen. Konrad, wie fördert der Tourismus den regionalen Konsum? Wir bieten unseren Gästen durch unsere Menü-, Getränke- und/oder Speise-Vorschläge lokale Produkte an, erklären die Produkte, ihre Herkunft und erzählen von den Produzenten. Das lokale Produkt, der kleine Betrieb und die Hersteller gewinnen so an Interesse. Konrad, wie wichtig sind die Ortsgruppen und welche Autonomie hat St. Martin? Die einzelnen Ortsgruppen des HGV sind alle autonom und arbeiten in den jeweiligen Ortschaften. Es gibt, wie bei uns im Passeiertal, einen Gebietsobmann (Heinrich Dorfer) der unsere Anliegen im Bezirk- und/oder im Landesauschuss voranbringt. Wir als HGV-Ortsgruppe unterstützen den Tourismusverein bei Festen, Veranstaltungen und in seiner Tätigkeit. Als Vertreter der Gastwirte und Hoteliers liegt es in unserer Tätigkeit, auch die

Anliegen unserer Betriebe in den Gemeindestuben voranzubringen und zudem unsere Mitglieder bei rechtlichen oder gesetzlichen Fragen zu unterstützen. Auch mit der Exekutive arbeiten wir zusammen, um Probleme gemeinsam und zum Wohl aller zu lösen. Marlene, wo liegen die Stärken des Passeirer Tourismus? Ich sehe großes Potential für das Passeiertal als Ganzjahres-Destination, deshalb würde ich mir sehr wünschen, wenn mehrere Betriebe in St. Leonhard und St. Martin auch im Winter geöffnet hätten. Dies würde natürlich dazu beitragen, dass auch die Bergbahnen Pfelders und die verschiedenen Winterangebote im Hinterpasseier mehr ausgelastet wären. Marlene, wo setzt Moos seine Schwerpunkte, was ist dein/euer Programm und deine/eure Zielsetzungen? Ich glaube, dass Moos sich in den nächsten Jahren zur Perle des Passeiertales entwickeln könnte. Mit einem sanften und nachhaltigen Konzept und den abwechslungsreichen Freizeitaktivitäten könnte Moos zu einem sportlich-aktiven, kulinarisch-schmackhaften und genussvoll-entspannenden Urlaubserlebnis wachsen. Hier hoffe ich auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Tourismusverein, HGV, den Betrieben und den Bergbahnen Pfelders. Michael, wo siehst du das Passeiertal in 5 Jahren? Das Passeiertal hat ein großes Potential und eine große Zukunft. Ein großer Pluspunkt ist die perfekte Lage mitten in den Bergen und das milde, mediterrane Klima. Das Passeiertal ist sicherlich ein Geheimtipp für viele Urlauber, da es durch die intakte Natur, die urigen Almen und die einheimischen Spezialitäten weit weg vom Massentourismus ist. Die größte Bereicherung für das Passeiertal wird in 4 Jahren der Küchelbergtunnel in Meran sein, somit ist das Passeiertal schneller und angenehmer erreichbar. Für unsere Betriebe im Passeiertal sehe ich eine große Zukunft, da der Gast das Persönliche, Kleine und Gemütliche immer mehr zu schätzen weiß. Bereits jetzt bringen wir viel Kraft und Energie auf, um unsere Betriebe zu unterstützen und zu fördern. Wir versuchen, durch geführte Wanderungen, musikalische Unterhaltungen und kulinarische Highlights ein großartiges und abwechslungsreiches Programm für alle Gäste des Passeiertals zu bieten. Zudem ist es eine große Freude zu sehen, wie die Jugend in die Fußstapfen ihrer Eltern und


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Großeltern tretet und es zu schätzen weiß, was unsere Vorfahren in den letzten Jahrzehnten aufgebaut und geleistet haben. Michael, was fehlt dem Passeirer Tourismus, woran ist zu arbeiten und wo setzt St. Leonhard die Hebel an, um Schwächen zu schwächen und Stärken zu stärken? Durch die große Auswahl an Aktivitäten, wie Paragleiten, Wandern, Themenwege, Biken, Golfen, Fischen usw., haben wir im Passeiertal eine sehr junge und dynamische Zielgruppe. Um diese Zielgruppe auch in Zukunft zu stärken und mit dem aktuellen Fahrradtrend mitzuhalten, wäre eine Downhillstrecke und speziell ausgewiesene Fahrradwege sehr interessant für das ganze Passeiertal. Der Wintersport kommt vielleicht etwas zu kurz, hier hätte das Passeiertal auch großes Potential. Um das Dorf St. Leonhard und die Betriebe im Tourismus und im Handel zu stärken, wäre eine verkehrsberuhigte Zone im Zentrum und eine Umfahrung des Jaufenpasses essenziell. Ein Dorf hat nur dann eine Identität, einen (Mehr-) Wert, wenn wir es schaffen, dieses lebendig zu halten. Damit die Gassen mit Einheimischen und Touristen gefüllt bleiben, braucht es Geschäfte und Lokale die arbeiten, Menschen, die konsumieren und kaufen. Das Angebot muss dementsprechend für den Einheimischen und den Touristen attraktiv sein. Lokale Produkte und Anbieter, guter Service, gute Qualität sind Magnetpunkte und Gegenpoole zu Massenware, Einkaufszentren und anonymen Verpflegungsstationen. Handwerk, Handel, Landwirtschaft und Tourismus hängen mehr denn je zuvor voneinander ab. Arbeitsplätze, Ressourcen menschlicher und finanzieller Natur aber vor allem der Mehrwert von Qualität und Herkunft werden die Zukunft unserer Dörfer bilden. Elisabeth Larcher

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Meine Zukunft

Das Gefühl, mit 14 über die eigene Zukunft entscheiden zu müssen Nun ist es wieder so weit. Mittelschüler*innen im ganzen Land müssen oder dürfen über ihre Zukunft entscheiden. Sofern die Mädchen und Jungen nicht von zu Hause aus vorbelastet sind und mit Freude (und) oder Vernunftszuspruch der Eltern in die Stapfen der Familie treten, fragen sich hunderte pubertierende Gemüter, was sie nun wohl tun sollen … den Rest ihres Lebens … Schulen stellen sich vor, Schulen werden besucht, lvh, HDS, HGJ … jegliche Art von Zünfte, Schulrichtungen und Vereinigungen stellen sich vor und werben um die Gunst der Jugend, … und während die einen um Lehrlinge buhlen und die anderen das Lehren preisen, sitzen die 14-Jährigen da und fragen sich, ob sie denn schon wirklich wissen müssten, was sie werden wollen. Das Ganze, obwohl der eine oder andere nicht einmal weiß, was er in seiner Freizeit tun will, geschweige denn in seinem Leben und schlimmer noch, wenn der Banknachbar schon den Lehrlingsplatz bei der Mutter hat, die Klassenkameradin sich in der, ach so weit entfernten, Meraner Oberschule einschreibt und der beste Freund den Heimplatz in Auer schon reserviert hat … und da sitzen die ein oder anderen Mittelschüler*innen und denken an den Rest ihres Lebens, genervt, weil schon die Klamottenwahl eine Qual ist und die Probleme eigentlich, altersbedingt, ganz andere sind. Die Frage, die wir Eltern, Erziehungs­ berechtigte, Freunde, Bekannte und Verwandte uns aber stellen sollten, ist wohl die Gretchenfrage zum Thema „Lebenslänglich“… denn eine schulische Ausbildung, ein Lehrgang, eine Fachausbildung definieren nicht „den Rest des Lebens“, sondern führen einfach nur zu einem ganz wichtigen Ergebnis: mehr zu wissen und mehr zu ke(ö)nnen. Früher hat man als Lehrling in einem Betrieb begonnen und hat diesen als Pensionist verlassen. Heute zählen Fleiß, Wissbegierde, Neugierde und Erfahrung. Lebenslang unglücklich bei der Arbeit zu sein, ist wohl der frustrierendste Gedanke, den man einem Jugendlichen mitgeben kann. Im „Wegweiser Ausbildungsmöglichkeiten nach der Mittelschule in Südtirol Schuljahr 2020/2021“ https://www.provinz.bz.it/bildung-sprache/ausbildungs-

studien-berufsberatung/downloads/ Wegweiser_20.pdf schreibt der Bildungsrat unserer Provinz, dass dies ein erster wichtiger Schritt sei, und nicht der einzige wichtige Schritt: „Liebe Schülerin, lieber Schüler, im Laufe der Abschlussklasse der Mittelschule steht die Wahl der weiterführenden Ausbildung an und ihr trefft eine erste wichtige Entscheidung über euren weiteren Bildungsverlauf. Dabei könnt ihr aus einem reichhaltigen Angebot wählen, denn die Oberstufe gliedert sich in drei gleichwertige Bildungssäulen: Berufsbildung (Fachschulen und Lehre), Fachoberschulen und Gymnasien.“ Und denken wir daran, wieviel erste wichtige Schritte uns in unserem Leben begleitet haben. Mit 42 hatte ich viele erste Schritte, viele wichtige Entscheidungen und dabei waren in der Berufswelt immer zwei Säulen für mich wichtig: gerne zu arbeiten und glücklich dabei zu sein. Der Bildungsrat schreibt weiter:“ Wesentlich ist, dass ihr euch mit euren Interessen und Fähig­ keiten auseinandersetzt und euch für jenen Schultyp entscheidet, der am besten zu euch passt.“ Als Eltern dürfen wir wohl diesen Satz mit ganzem Herzen unterstützen, folgt euren Interessen, der Weg durchs Leben führt durch so viele fantastische Abzweigungen und nur durch Wissen, Neugierde, Fleiß und Zufriedensein werden wir in unserem Berufsumfeld glücklich sein, auch beim zweiten Schritt, beim Rückwärtsgang, beim Spurwechsel und Überholen. Mit 14 wissen wir nicht, wo wir mit 30, 40 oder 50 stehen, was wir mit 14 wissen, ist, was uns gefällt und Freude macht und dorthin führt der erste Weg! Als Frau, Mutter, Bäuerin mit Handwerksbetrieb darf ich einen Apell auch an all die jungen Frauen da draußen machen: Es gibt Berufe, die wir Frauen nicht machen können, weil wir z.B. nicht die Kraft und den Körperbau dazu haben, aber diese sind gezählt: raus aus den verstaubten Gedanken, rein ins Arbeitsgewand. Viele Frauen machen es uns vor in der Elektronik, Informatik, Feinmechanik, in den Küchen und Managerbüros, in der Führung von Handwerksbetrieben und im Übernehmen der Bauernhöfe. Ihr entscheidet mit Leidenschaft, Disziplin und Geduld, wo ihr eure Berufswelt beginnen wollt! Mut, das zu tun, was euch glücklich macht und ihr werdet euch wundern, wieviele Betriebe auf euch warten. Viel Glück in dieser ersten großen Wahl, aber keine Angst, sie wird eure Zukunft beeinflussen, aber nur solange, wie ihr das wollt. Elisabeth Larcher


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Warum lokal einkaufen nicht (nur) ein Akt der Nächstenliebe ist!

Egoismus, Dummheit oder Augenauswischerei? Seit jeher bin ich eine vehemente Verfechterin des lokalen Konsums und reagiere besonders allergisch, wenn aus verschiedensten politischen Lagern von „regionalem Denken“ gesprochen wird, um marketingtechnisch sympathisch zu wirken … wobei „regional“ in Südtirol als Schlagwort keinen Sinn macht … aber modern ist es und cool … das ist, als würde man mit einem SUV von zu Hause zum Stadl fahren aber Müll trennen … aber der Reihe nach. Regionales Denken bedeutet in Italien, dass wir an das Trentino-Südtirol denken sollen, und ganz ehrlich … das ist mir persönlich schon ein Stück zu groß! Ich lebe in einem Dorf im Passeier und der Grund warum ich hier lebe, ist ganz einfach: Ich fühle mich hier wohl, mein Mann auch und die Lebensqualität für unsere Familie ist mehr als zufrieden­ stellend. Unsere Familie ist glücklich, unsere Tochter und wir haben ein enormes Angebot an sozialer Wertschöpfung und wir würden gerne hier alt werden. So geht es vielen von uns. Wir wohnen gerne hier im Passeier oder hier in unserem Dorf. Die Nahversorgung ist gewährleitet, für einen Liter Milch gehe ich ins Dorf, wir haben eine Metzgerei, eine Bäckerei (oder mehrere sogar), einen Frisör (oder mehrere sogar), Kleinhändler, ein Elektrofachhandel, ein Schuhgeschäft … einen Jugendtreff, eine Feuerwehr … über 50 Vereine … kurzum … alles das, was wir zum Glücklichsein brauchen … Damit die Lebensqualität aber dieselbe bleibt, muss man dafür Sorge tragen oder nicht? Erst unlängst hatte ich ein Gespräch mit einem Dorfbewohner, er fühle sich nicht verpflichtet die lokalen Geschäfte zu unterstützen, es gehe ihm auf den Nerv Läden zu fördern, die sowieso keinen Sinn haben, weil sie wirtschaftlich nicht rentabel seien, die ganzen „Ladelen“ seien sowieso zum Scheitern verurteilt und er und seine Brieftasche sind nicht dafür verantwortlich diese naiven Geschäftsinnhaber*innen zu fördern … das hatte gesessen … ich stand da, wie der „Ochs vorm Berg“ … warum sollte ich das Brot im Dorf kaufen, wenn ich es doch auf der Strecke Meran – Passeier günstiger kriegen würde … warum soll ich lokal einkaufen, wenn ich mir bis zu 13% meines „Haushaltsgeldes“ dadurch sparen könnte, im Diskounter einzukaufen. Ich glaube, dass der Ansatz falsch ist. Ich glaube, dass ich nicht im Dorf einkaufen

soll um jemanden einen Gefallen zu machen, um ein Geschäft zu „retten“, um „nett“ zu sein oder gar „wohltätig“, das nennt man Arroganz. Ich glaube, nein, ich bin mir sicher, dass wir in unserem Dorf einkaufen sollten, um für uns selbst etwas zu tun. Mein Selbstschutz, mein Egoismus (nicht Arroganz) sollen mich zum Konsum lokaler Güter führen. Wenn ich im Dorf einkaufe, bleibt die Nahversorgung, wenn ich im Dorf einkaufe, bleibt Leben im Dorf, wenn ich im Dorf einkaufe, weiß der Metzger, was ich will, wenn ich im Dorf einkaufe, kennt der Bäcker meinen Namen, wenn ich im Dorf einkaufe, kann ich meine 9-jährige Tochter zum Schuster schicken die „Patschler“ holen, weil der Schuster mich angerufen hat und

den Namen meiner Tochter kennt, für die er die „Patschler“ selbst gemacht hat. Wenn ich im Dorf esse, trinke und einkaufe, bleibt die Lebensqualität, bleiben Arbeitsplätze, bleiben Vereine, bliebt die Feuerwehr, bleibt der Friseursalon …, wenn ich lokal denke und handle, dann entscheide ich über meine Lebensqualität …, ich handle lokal für mich … und ja … so tue ich auch etwas „Nettes“ und „Gutes“ aber grundsätzlich tue ich es für mich, für meine Familie und unsere Lebensqualität. Lokal einkaufen ist ein gesunder Egoismus, keine oberflächliche Arroganz, der mir das garantiert, was ich bis jetzt habe. Jeder 5. Südtiroler arbeitet im Handwerk, jeder dritte Südtiroler Betrieb ist ein Handwerksbetrieb. Lokal denken bedeutet 400 verschiedene Arten von Handwerk täglich zu schützen und somit uns und unsere Familien, unsere Identität zu bewahren. Elisabeth Larcher

historische Fotos

Alte Klassenfotos bieten oft Anlass zu Diskussionsstoff. Wer erkennt wen auf diesen Mårtiner Schulklassen-Fotos?


35  Passeirer Blatt – nr. 167, Oktober 2021

Gesundheit & soziales Ehrenamtlicher Dienst – Not lindern

Psairer Tafel Seit ihrer Gründung im Jahr 2014 wurde die Psairer Tafel ständig erweitert und ausgebaut. Neben dem Hauptsitz in St. Martin und den Außenstellen in Moos und Riffian gibt es nun auch eine Ausgabestelle in St. Leonhard. Dort werden seit Juni im alten Klostergebäude neben der Kirche jeden Samstag von 9 bis 11 Uhr Lebensmittel an Inhaber*innen der Bezugskarte ausgegeben. Die Bezugskarten werden vom Sozialsprengel oder den Sozialreferenten der jeweiligen Gemeinde ausgestellt. Jeder der Hilfe braucht, ist willkommen! Alle Ausgabestellen werden von Frei­ willigen betreut, die mit viel Einsatz und Engagement diesen ehrenamtlichen Dienst verrichten. Jeden Freitag werden die Lebensmittel von Fahrern, die auch ehrenamtlich ihre Zeit zur Verfügung stellen, in den teilnehmenden Betrieben gesammelt und an die Außenstellen verteilt.

Die teilnehmenden Betriebe, die mit ihren Lebensmittelspenden die Tafel unterstützen sind: Maxi C+C in Lana, die Bäckereien in Riffian, St. Martin und St. Leonhard, MPreis Riffian, C+C Conad Platter in St. Martin, C+C Euromarkt und Winkler Despar in St. Leonhard,Inser Lodn in Platt und die Metzgerei Hofer in Moos. Öfters erhalten wir auch überraschend Spenden von Bauern, Hausfrauen oder Privaten. All das zeigt, dass die Solidarität im Tal groß ist und die Tafel ist dankbar für jede Unterstützung.Einmal monatlich holen wir in Bozen länger haltbare Grundnahrungsmittel, die vom Banco Alimentare zur Verfügung gestellt werden. An dieser Stelle ein herzliches Vergelts Gott an alle, für viele Familien und Einzelpersonen ist die Tafel eine große Unterstützung. Herzlich bedanken möchte ich mich bei all meinen freiwilligen Mitarbeiter*innen und Fahrern, die mich zuverlässig, mit Fleiß und viel Einsatz bei dieser wertvollen Aufgabe unterstützen und bei der Bürgermeisterin, die als Präsidentin der Tafel meine erste Ansprechperson ist. Brigitte Gufler

Die Psairer Tafel hilft in Notsituationen

WEISSES KREUZ PASSEIER

Geburten vom 2. 8. bis 29. 9. 2021

Gemeinde St. Martin 9. 8. 2021 Emily Tschöll 28. 8. 2021 Samira Moosmair 22. 9. 2021 Toni Pircher 24. 9. 2021 Lia Eschgfäller

Gemeinde St. Leonhard 2. 8. 2021 Matthias Hofer 4. 8. 2021 Mira Pixner 10. 8. 2021 Sarina Pixner 17. 8. 2021 Adam Bortolotti 18. 8. 2021 Leonie Pichler Waldner 26. 8. 2021 Julian Ploner 27. 8. 2021 Michael Platter 29. 8. 2021 Jannik Eschgfäller 10. 9. 2021 Samuel Klotz 11. 9. 2021 Eleen Gumpold

Gemeinde Moos 13. 9. 2021 Elena Pixner 29. 9. 2021 Felix Gufler

Hunde bei unseren Einsätzen bitte anhängen oder wegsperren! Letzthin gab es bei unseren Einsätzen leider vermehrt Probleme mit Hunden. Wenn man als Weiß-Kreuz-Helfer zu einem Notfall gerufen wird, jemandem beistehen will und einem plötzlich ein aggressiver Hund zähnefletschend entgegen läuft, ist das alles andere als der Idealzustand! Viele von uns haben mit Hunden wenig zu tun und können von daher nur schwer einschätzen, wie man diesem Hund nun entgegentreten soll. Zudem erfordern die Einsätze vor Ort per se schon die gesamte Konzentration des Ersthelfers, er kann sich in dieser Situation nicht auch noch mit einem zähnefletschenden Vierbeiner auseinandersetzen. Einige Weiß-Kreuz-Helfer haben schon angekündigt, nicht mehr aus dem Rettungswagen auszusteigen, wenn ihnen ein aggressiver Hund entgegenkommt. So weit sollte es aber nicht kommen, auch eingedenk der Tatsache, dass es bei Erste-Hilfe-Einsätzen immer um die schnellstmögliche Hilfeleitung unsererseits geht und häufig Sekunden und Minuten über den Gesundheitszustand eines Patienten entscheiden können. Von daher der dringende Aufruf an die Bevölkerung mit der Bitte um Verständnis: Wenn unser Einsatz irgendwo erforderlich ist und man weiß, dass wir kommen, bitte immer die Hunde anhängen oder wegsperren! Elmar Walder


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gratulationen Liërter und Wåltner

Ein Vierteljahrhundert – erstes Jahrgangstreffen der 1996er Am Samstag, 25. September, trafen sich die „Liërtr“ und „Wåltner“ 1996er zum ersten Jahrgangstreffen. Ein kleines Komitee organisierte den Tag und kümmerte sich um die Einladungen und den reibungslosen Verlauf der Veranstaltung. Am Vormittag starteten wir gemeinsam mit Shuttlebussen nach Pfelders, wo wir bei Heidi im Pisten Pub köstlich gebruncht haben. Bei wunderbarem Kaiserwetter konnten wir auf der Terrasse das Essen genießen und in Ruhe mit allen plaudern und ratschn. Es wurden sehr viele alte Geschichten und lustige Erinnerungen erzählt. Vor allem die unterschiedlichen Werdegänge der jungen Erwachsenen waren sehr spannend anzuhören. Anschließend ging es am späten Nach­ mittag mit der Gondelbahn weiter auf die Grünbodenhütte, wo wir die letzten Sonnenstrahlen auf der wunderschönen Panorama-Terrasse genießen konnten.

Jahrgang 1996

Am Abend gab es Martin’s berühmte Steakplatte – wirklich ein Genuss. Zu unserem Vorteil haben wir einen DJ in unserem Jahrgang, DJ Fullquer, welcher am Abend noch für die richtige Stimmung sorgte. Ein wirklich gelungenes erstes

Liebe Vanessa! Wir freuen uns mit dir über deine erfolgreiche erste Teilnahme an den Jugend-Weltmeisterschaften im Sportklettern vom 20. bis 31. August in Voronezh (Russland)! Herzlichen Glückwunsch zum 12. Platz in der Disziplin Lead, Kategorie Youth B female, beim ISFC-Climbing Youth World Championship. Wir sind stolz auf dich! Die Klettergruppe, die Trainer und alle „Psairer Kraxler“

Jahrgangstreffen mit einer tollen Truppe und einer wundervollen Stimmung den ganzen Tag über. Danke an alle, die dabei waren und wir freuen uns bereits auf das nächste Treffen in 5 Jahren. Thomas Schölzhorn


37  Passeirer Blatt – nr. 167, Oktober 2021

sport

Athlet*innen mit Trainer Hubi

Jakob Hofer beim Bouldern

Klettern

Jugend-Italienmeisterschaft in Arco Nachdem coronabedingt im letzten Jahr die Jugend-Italienmeisterschaften aus­ gefallen waren, fand im heurigen Jahr der „Campionato italiano Giovanile“ vom 7. bis 13. August in Arco statt. Auch von unseren „Pseirer Karxlern“ konnten sich 14 Athleten und Athletinnen für die Teilnahme qualifizieren. 9 Kraxler*innen der Kategorien U14, darunter Grasl Mara, Moosmair Emma, Hofer Jakob, Augscheller Sarah, Kofler Sara, Angerer Marilena, Gufler Paula, Augscheller Daniela und Grasl David sowie 5 Athleten*innen der U20, Kofler Vanessa, Hofer Leonie, Burgmann Greta, Pixner Lukas und Grasl Hannes, stellten sich demnach den Wettkämpfen in den drei Disziplinen Boulder, Lead und Speed. Trotz der strengen Sicherheitsauflagen (GreenPass) war es erstmals für eine begrenzte Personenzahl wieder möglich, als Zuschauer die Athleten anzufeuern und zu unterstützen. Unsere Athleten waren hochmotiviert und so einigen gelang es, sehr gute Platzierungen zu erzielen. Erstmals wurden in der Meisterschaft auch die vierten Plätze prämiert und das Podium um einen Platz erweitert. In der Kategorie U10 Lead schaffte es Emma Moosmair auf den 4. Platz, bei den Buben Jakob Hofer auf den 3. Platz. Sarah Augscheller konnte in derselben Disziplin bei den U12 den 3. Platz belegen. Vanessa Kofler (U16) erreichte in der Disziplin Lead den 2. Platz

und beim Bouldern belegte sie den 4. Platz. In der Kategorie U18 Lead konnte Hannes Grasl den 4. Platz belegen. Nach den anstrengenden Wettkampf­ tagen hatten die Athleten und Athletinnen auch Zeit, beim gemeinsamen Schwimmen, Spielen und Zusammen­ sitzen auf dem Campingplatz Kraft zu Das Stadion in Arco

tanken für den nächsten spannenden und aufregenden Meisterschaftstag. Herzlichen Glückwunsch allen Athleten*innen zu ihren Erfolgen und Medaillen und einen guten Auftakt in eine neue Klettersaison. Rock on! Margit Schwienbacher


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Die schönsten Fohlen mit ihren Züchter*innen und Haflingerkönigin Andrea Aster  Foto: Haflinger Pferdezuchtverband Südtirol

Haflinger Pferdezuchtverein Passeier

Fohlenerhebung 2021 Der Herbst ist da und unsere Pferde sind wieder von den Almen zurückgekommen. Traditionell beginnt das Züchterjahr für uns Haflingerzüchter*innen im September mit der Fohlenerhebung. Dabei werden alle im Frühjahr geborenen Fohlen einer Kommission vorgestellt, gechipt und mit einem Brandzeichen in Form eines Edelweißes versehen.

Am 18. 9. war es am Sandhof soweit. Zahlreiche pferdeinteressierte Zuschauer*innen waren gekommen um bei wunderschönem Herbstwetter die 13 Hengst- und 5 Stutfohlen zu bewundern, die allesamt sehr gut gepflegt und sauber herausgeputzt vorgestellt wurden. Anschließend wurden die Schönsten von ihnen für das landesweite Fohlenchampionat nominiert. Bei den Hengstfohlen wurde Neyman-E aus dem Stall von Helga Moosmair ausgewählt, bei den Stutfohlen Ella unseres Obmannes Klaus Gufler.

Im Anschluss an die Fohlenerhebung wurde die 5-jährige Zuchtstute Zara des Walter Pichler nachbewertet und von der Zuchtkommission in die erste Zuchtwertklasse eingetragen. Der Haflinger Pferdezuchtverein ist stolz darauf, dass im Passeiertal auch dieses Jahr wieder so viele Fohlen geboren wurden. Dies zeigt die große Begeisterung unserer Züchter*innen für diese wunderschönen und vielseitigen Pferde. Petra Bacher

Bergbaurnkindr-Herbischt Af Stuls oubn isch aa wianig Oubis ummr, in di „Zischgn“ sainmr gongin in gonzn Summr. Obr in Herbischt nor woll, zem isch a Lebn giwesn. Zem hobmr ins in Ockr di Krautruabn ginug gessn, obr de Ruabn sain lai Wossrsäcke, de tian nicht as Wossr traibn. Und miar hattn di Nocht lai gimegg afn Kachile huckn blaibn. Obr miar hobn gschloofn s Kachile hobn miar vrgessn, sellepöign isch s Schtroasackl zmorgits olm noss giwesn, obr ins hobnse sellepöign kuan truchkin Leegr vrhoaßn. „Lot holt de Ruabn, ‚Frotzn‘! hots koaßn!“ Anna Lanthaler


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Vorankündigungen >  Testzentrum St. Martin Die Apotheke St. Martin bietet ab 15. 10. 2021 montags, mittwochs und freitags von 6 bis 8.30 Uhr Antigen-Schnelltests im Raum für Kunst und Handwerk (ehemalige Bibliothek) an. Zusätzlich werden in der Apotheke St. Martin während der Öffnungszeiten Antigen-Schnelltests angeboten. >  Ärztliche Mitteilung Dr. Beccarello teilt mit, dass alle Visiten unter Tel. 0473 643 689 vorgemerkt werden müssen >  Veganer Kochkurs: Am Samstag, 30. Oktober mit Maggy Gschnitzer, Umweltaktivistin & Buchautorin vom Kochbuch „Lass’ die Sau raus“. Beginn 9.30 Uhr im Vereinshaus St. Martin, Kosten: € 30. Anmeldung bei Dominik Alber, Tel. 347 7631041 >  Adventskonzert Musikschule am Mittwoch, den 15. Dezember, um 18 Uhr, ist ein Adventskonzert der Musikschule Passeier in der Pfarrkirche St. Leonhard vorgesehen. >  Buchung Jugendhäuser Passeirer Vereine können ab sofort bereits für das nächste Jahr die Jugendhäuser Hahnebaum (25 Personen) und Egghof-Kaser (20 Personen) reservieren. Dazu genügt es, eine E-Mail an office@jugendbuero.it zu senden. Man kann sich als Verein auch telefonisch im Jugendbüro zu den Jugendhäusern und freien Terminen informieren, Tel. 393 0954681 >  Kleinkindbetreuung – Bedarfserhebung Die Gemeinden müssen innerhalb 15. November den Ausbau- und Entwicklungsplan auf Gemeindeebene im Bereich der Kleinkindbetreuung für die Jahre 2022 – 24 erstellen. Aus diesem Grund werden alle Eltern, die in den kommenden 3 Jahr voraussichtlich einen Betreuungsplatz für Kinder unter 3 Jahren benötigen, gebeten, sich innerhalb 31. Oktober 2021 im Gemeindeamt St. Leonhard zu melden. Die beauftragte Beamtin Iris Karnutsch Zipperle steht für weitere Rückfragen gerne zur Verfügung, T 0473 861 284

>  „Nimm & Bring“ – Psairer Gewantloodn Ab Oktober ist unser Tauschladen immer donnerstags von 16 – 18 Uhr sowie samstags von 9 – 11 Uhr geöffnet. Wir bitten darum, nur gut erhaltene, saubere Kleidung abzugeben! Die Kleider werden zusammen mit einer Mitarbeiterin durchgeschaut, damit unbrauchbare Kleidung zurückgegeben werden kann. In Zukunft werden keine Plüschtiere und Unterwäsche mehr angenommen. Schuhe werden nur in neuem Zustand angenommen! >  Hundeauslaufzone St. Leonhard Die Gemeindeverwaltung hat den Bereich zwischen Bushaltestelle und Carabinieri Kaserne als Hundeauslaufzone ausgewiesen. Bereits jetzt ist dieser Bereich so umzäunt, dass kein Hund aus dem Areal kommt. Die Behälter für den Hundekot sind angebracht worden und es stehen Bänke zum Sitzen zur Verfügung. In der Hoffnung, dass dieser Bereich dann gut besucht wird, bedankt sich die Gemeindeverwaltung bereits im Voraus und freut sich auf ein sauberes Dorf und Wege Bild.

>  Aufgabenhilfe in Mathematik Der Bildungsausschuss St. Leonhard bietet wieder eine Aufgabenhilfe in Mathematik an. Info & Anmeldung, Tel. 340 3942020 (Peter Moosmair). >  Volkshochschule Südtirol Ortsstelle Moos: Bienenwachstücher – gut für Mensch und Natur Am 23.10.2021, 9 – 12 Uhr; Referentin: Carmen Kofler; Ort: Vereinshaus Moos 10-Finger-Tippsystem in 5 Stunden Am 10./17.2.2022, 18 – 21 Uhr; Referentin: Tatjana Christina Finger; Ort: Vereinshaus Moos Ortsstelle St. Martin: Comics zeichnen für Jugendliche von 10 bis 18 Jahren Am 23.10.2021, 9 – 18 Uhr; Referent: Fabian Frötscher; Ort: Raum für Kunst & Handwerk St. Martin

> Jugendinfo > Das Jugendbüro startet wieder mit der Öffnung der Hinterpasseirer Jugendräume! Dabei gibt es diesmal einen Einblick in das neue Projekt „YOUTH CAN DO IT“ –seid gespannt, was wir für euren Jugendraum zusammenbauen. Nebenbei gibt es wie immer Zeit zum Ratschen, Austauschen & Spaß haben! Schulhof Moos: Mittwoch, 20. Oktober von 15 – 18 Uhr; Jugendraum Stuls: Freitag, 29. Oktober von 14.30 – 16.30 Uhr; > HURRA! Das neue Jugendzentrum YOUTH in St. Leonhard startet mit den regulären Öffnungszeiten bei denen Jugendliche ab 12 Jahren vorbeikommen können. Dienstag bis Donnerstag von 15 – 19 Uhr; Freitag von 17 – 21 Uhr; Samstag 2 mal im Monat oder bei Veranstaltungen von 17- – 21 Uhr.

Termine & Veranstaltungen können per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden


Öffnungszeiten moos Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 18 Uhr; Sa geschlossen, T 0473 643 535 Minirecyclinghof Moos: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr; Pfelders: Mi, 14 – 15 Uhr; Platt: Mi, 8 – 9 Uhr und 1. Sa/Monat, 14.45 – 15.30 Uhr; Stuls: Mi, 10 – 11 Uhr und 1. Sa/Monat, 13.30 – 14.15 Uhr; Rabenstein: 1. und 3. Mo/Monat, 10 – 11 Uhr; Rabenstein (Saltnuss – rotes Haus): jeden 1. Mo/Monat, 9 – 9.45 Uhr Rest- und Biomüllsammlung: Dienstag: Moos, Platt, Pfelders (Dorf und Zeppichl), Stuls wöchentlich; Rabenstein, Pill bzw. Sportplatz Sand, Ulfas jede 2. Woche Bibliothek Moos: Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 15 – 16.30 Uhr; Do, 16.30 – 18 Uhr; So, 11 – 12 Uhr Bibliothek Platt: Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 16 – 17 Uhr, Fr, 15 – 16.30 Uhr; Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Pfelders: Mi, 17 – 18 Uhr Bibliothek Rabenstein: Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Stuls: Mo, 15 – 16 Uhr Arztpraxis Dr. Beccarello: Mo, Do, Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 10 – 11.30 Uhr, 12 – 13 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; T 0473 643 689 Apotheke RAM: Mo, 10 – 12; Mi, 16 – 18.30 Uhr; Do, 9 – 12 Uhr; T 0473 643 689 Eltern-Kind-Beratung Moos: Mittwoch 9 – 10.30 Uhr, nur mit Vormerkung Ambulatorium Krankenpflegedienst Moos: Donnerstag, 8 – 8.30 Uhr (ohne Vormerkung) st. leonhard Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 17.30 Uhr; Sa, 9 – 11 Uhr, T 0473 656 113 Minirecyclinghof: Fr, 14.30 – 16.30 Uhr, Sa, 7.30 – 9 Uhr; Walten: Mo, 14 – 15 Uhr Restmüllsammlung: Di; Walten, Schweinsteg, Prantach, Mörre, Glaiten, jeden 2. Di; Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Mi, Fr, 9 – 12 Uhr; Mo, Di, Do, Fr, 15 – 18 Uhr (Winter) Bibliothek Walten: Mo, 15 – 16 Uhr Arztpraxis Dr.in Zach: Mo – Do, 8 – 12 Uhr; Fr, 15 – 18 Uhr; T 0473 656 656 Arztpraxis Dr. Zuegg: Mo, Mi – Fr, 8 – 12 Uhr ohne Vormerkung; Mo, 15.30 – 16.30 Uhr; Di, 15 – 17 Uhr, mit Vormerkung; T 0473 656 633 Kinderarztpraxis Dr.in Weger: Mo, Fr, 9.15 – 12.30 Uhr; Mi, 9.30 – 12.30 Uhr; Di, 15 – 18 Uhr; Do, 15 – 19 Uhr; T 0473 656 266 Apotheke RAM: Mo – Fr, 8 – 12.30, 15.30 – 19 Uhr; Sa, 8 – 12.30 Uhr; T 0473 656 146 st. martin Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr; Donnerstag, 15 – 17.30 Uhr, T 0473 499 300 Minirecyclinghof: St. Martin: Fr, 8 – 10 Uhr, Samstag geschlossen; Saltaus: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr Restmüllsammlung: Montag; Matatz, Breiteben, Kalmtal, jeden 2. Montag Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Mi, Sa, 9 – 12 Uhr; Mo, Mi, Fr, 15 – 18 Uhr; Di, 14 – 17 Uhr (Winter) Arztpraxis Dr. Peracchi: Mo, Do, 15 – 18 Uhr; Di, Mi, Fr, 9 – 12 Uhr; T 0473 641 174 Arztpraxis Dr. Dubis: Mo, Do, Fr, 9 – 12 Uhr; Di, 15 – 18, Mi, 12 – 15 Uhr, mit Vormerk.; T 0473 650 167 Apotheke Mercurius: Mo, Mi, Do, Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Di, 8 – 12.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr T 0473 650 011 Eltern-Kind-Beratung: Dorfstraße 25/c (alte Bibliothek) Do, 8 – 12 Uhr, T 0473 641 095 Krankenpflegeambulatorium Garberweg: Di, Fr, 8 – 10 Uhr Jugendtreff: Di – Fr, 11 – 12 Uhr; Di und Do, 17.30 – 19.30 Uhr; T 392 5327295

Aus den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin Termine & Veranstaltungen oktober 23. Bienenwachstücher – gut für Mensch und Natur, Vereinshaus Moos, 9 – 12 Uhr 23. Comics zeichnen für Jugendliche, St. Martin, Raum für Kunst und Handwerk, 9 – 18 Uhr [Volkshochschule] 24. Internationales Preis- und Länderranggeln, Festplatz St. Martin, 11,30 Uhr 28. Workshop Natürliche Geschenkideen, Vereinssaal St. Martin, 19 Uhr [KVW St. Martin] 30. Törggele-Fest, Vereinshaus St. Leonhard 30. Veganer Kochkurs mit Maggy Gschnitzer, Vereinshaus St. Martin, 9.30 Uhr 30. Beginn Winterzeit 31. Abschluss Museumssaison und freier Eintritt, 14 – 17 Uhr [MuseumPasseier] november 6. Leonhardsmarkt, St. Leonhard 13. Martinsmarkt, St. Martin 26. Redaktionsschluss Passeirer Blatt dezember 4. Mooser Advent 15. Adventskonzert der Musikschule Passeier, Pfarrkirche St. Leonhard, 18 Uhr

sprengelsitz passeier Verwaltungsdienst: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, 9.30 – 12 Uhr; Do, 9.30 – 12 u. 14 – 15.30 Uhr; T 0473 659 500 Sozialsprengel: Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr, nachmittags mit Terminvereinbarung; T 0473 659 018; Dienst für Pflegeeinstufung: T 848 800 277, Anlaufstelle Pflege- und Betreuungsangebote: Di, Do, 9 – 11 Uhr; T 0473 659 266, Mi mit Vormerk. Blutabnahme: Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, ohne Vormerkung Krankenpflegeambulatorium: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, Do, 9.30 – 11 Uhr Eltern-Kind-Beratung: Di, 8 – 12 Uhr, nur mit Vormerkung; T 0473 659 518 Diätdienst: Mi, 8 – 16 Uhr, mit Vormerkung, T 0473 659 520, 0473 251 250 Dienst für Abhängigkeitserkrankungen: Vormerkung T 0473 443 299 Zahnarztambulatorium: Vormerkung T 0473 264 000 Rehabilitationsdienst: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr, 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 533 Hautarzt: jeden 3. Mi/Monat, 9 – 13 u. 14 – 18 Uhr, Vormerk. mit ärztl. Verschreib.: T 0473 264 000 Dienst für Invaliden: Informationen unter 0473 659 266 oder 0473 264 712 Impfzentrum: Mo, 8.30 – 16 Uhr Gynäkologe: jeden 1., 2. und 3. Di/Monat Hauspflegedienst: Vormerkung Mo – Fr, 8 – 10 Uhr; T 0473 659 019 Jugendbüro Passeier: Mo – Fr, M 393 0954681 recyclinghof passeier (mörre) Dienstag, Donnerstag, 14 – 17 Uhr; Samstag, 8 – 11 Uhr Termine & Veranstaltungen können per Telefon (T 0473 656 239) und per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden


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