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Passeirer Blatt

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i. p.

Foto: Benjamin Pfitscher

Passeirer Blatt

Mitteilungen und Nachrichten aus Moos, St. Leonhard und St. Martin April 2021

April 2021 nr. 164 · 35. jahrgang

inhalt 6 Gemeinden 10 Kultur & Gesellschaft 22 Natur & umwelt 28 Wirtschaft 29 vereine & verbände 32 gesundheit & Soziales 34 gratulationen 36 Sport 39 Vorankündigungen

Anna Gufler Lanthaler Eine Frau mit dem Dialekt auf den Lippen und der Sprache im Herzen

Frauen im Porträt


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Frauen im Porträt Bei einem Porträt haben viele von uns ein Foto im Kopf oder verbinden es mit einem Gemälde. Nun ja, da liegen sie vollkommen richtig! Aber auch literarische Porträts konzentrieren sich auf eine in die Tiefe gehende, nuancenhafte Abbildung unterschiedlichster Menschen und versuchen dabei auf die Eigenheiten, Besonderheiten und den Charakter einer Person einzugehen, nicht zuletzt auf sein Denken und Fühlen. Mit wohlwollendem Ton wird versucht, eine Persönlichkeit nachzuzeichnen, mit dem Ziel, den Leser*innen die porträtierte Person näher zu bringen und sie von verschiedenen Blickwinkeln aus zu beleuchten. Mit ganz unterschiedlichen Frauenporträts werden, in den kommenden Ausgaben des Passeirer Blattes, Frauen und ihre Geschichten in den Mittelpunkt gestellt, ihre Lebensentwürfe etwas näher beleuchtet, es wird ihnen eine Stimme gegeben, mehr Sichtbarkeit verliehen. Es geht um couragierte, unterschiedlich bekannte und unbekannte Frauen, die mutig ihrem Herzen folgen, eigene Visionen verwirklichen und uns Leser*innen Teil haben lassen an ihren faszinierenden und inspirierenden Lebensgeschichten. Miriam Maccacaro   Foto: Benjamin Pfitscher

Frauen im Porträt

Anna Gufler Lanthaler Eine Frau mit dem Dialekt auf den Lippen und der Sprache im Herzen Wer kennt sie nicht, die Anna Lanthaler aus Hinterpasseier? Weit über unsere Talgrenzen hinaus ist die Passeirer Mund­ artdichterin bekannt, geschätzt aufgrund ihrer einmaligen Ausdrucksweise im typi­ schen lebendigen Dialekt des Tales, berühmt vor allem aufgrund ihrer Vielzahl an Mundartgedichten. Rund 1000 Gedichte habe sie für „frente Lait“ geschrieben, all ihre Kinder waren im ganzen Land gefragt und wurden bei Hochzeiten eingeladen, um ihre Gedichte vorzutragen. Stolz ist Anna auf ihre Theaterstücke, die sie für den Plåtterwind geschrieben und bei denen sie auch selbst mitgespielt hat. Aber besonders gerne schreibt sie immer noch einen Nachruf, „ … säll tua i gearn, zemm muaß i mi oonstrengin, pin an Gidicht muaß i nit asou fiil denkn.“ Bereits seit 34 Jahren trägt Anna mit ihren Gedichten und persönlichen Beiträgen zur Vielfalt des Passeirer Blattes bei und greift dabei die unterschiedlichsten Themen – nicht selten mit einem Augen­ zwinkern – auf, obwohl sie sich selbst eher als Pessimistin bezeichnet, „es gip wiënig Schians, es kimmp ålm s Schiëche oon di Ouberfläche, oober i pin ålbm guat au!“

Aber wie kam die junge Anna, eine passionierte Dichterin und leidenschaft­ liche Sängerin, aufgewachsen auf dem Melcherhof in Stuls, überhaupt zum Schreiben? Diese und mehrere andere Fragen stellte ich Anna bei einem sehr kurzweiligen und mitunter humorvollen Telefongespräch, das mir gestattete, einen etwas tieferen Blick in ihr (schriftstellerisches) Leben und Wirken zu werfen. In unterhaltsamer und auf ihre ganz eigene Art und Weise durfte ich erfahren, wie inbrünstig und leidenschaftlich Anna nicht nur schreiben, sondern auch erzählen kann. „Wou a Willn, doo aa a Weeg!“ (Zitat Anna) Sie wundert sich heute selbst, wie es ihr gelingen konnte, so viel zu schreiben und (nebenbei) eine Großfamilie zu versorgen. Die Anfänge für eine literarische Laufbahn waren alles andere als leicht. Anna erin­ nert sich: „Joa, augiwågxn pin i pin Mälcher in Unterstuls afn Paurnhouf. I hån schun als Kint gearn gileesn, hån oober ålbm hiëtn gimiët. Sischt isch nichts zi leesn giweesn, außer di ‚Hailignlegende‘, in Folkspoute hån i miitginåmmin pin Hiëtn. Dr Footer

håt ggschriirn: ‚Schaug ggschaider afn Fiich!‘ I waar gearn Learerin giwortn, oon sëll isch goor nit zi denkn giweesn! Pi dr Hausaufgoobe isch Taitsch main Liiblingfåch giweesn unt Gidichte. I hån nit ålbm Schuale giën gitërft. Es håt khoaßn: Proat troogn, Annin, Stuube spiëln, drnooch påchn, Pflånzn sëtzn, Annin haint muasche … ålbm sou waiter. Schuale waar fi miër ålls giweesn, i pin oobr fiile Schual­tooge derhuame giweesn.“ Erinnerungen an die Lehrer*innen … „Pin eartn Toog Schuale saimer zeart Kirchn gångin, når pin i in Stual gikniëlt unt hån ggschaugg, wou di Learerin isch, når håt mer di Muater uane oorkhaut.“ Zu ihren Lehrpersonen pflegte Anna stets ein gutes Verhältnis, ihre erste Lehrerin war Karlegger Rosa, die sehr gut singen konnte, auch zu Pöll Klotz Rosa verband sie ein inniges Verhältnis. Diese lud sie sogar noch an Geburtstagen nach Walten ein. Im Gedächtnis geblieben ist auch der Lehrer Sixn-Franz, der sie einmal fälsch­ licherweise beschuldigt hatte, etwas angestellt zu haben – sie weiß allerdings nicht mehr so genau was … In Mathema­ tik war sie nicht so gut, „fiil zi truckn“.


3  Passeirer Blatt – nr. 164, April 2021

Gute alte Zeit? „Wië mins sigg … fiil isch guat giweesn, oobr hårt. Haint faalt schun s Fråmme, säll hån i miitgikriëg. Unt Poudn spiëln … na mit fimf Joor di Hitte, di kluane unt groaße Hitte, ålls aus Holz. I hon joa an in Krischtkindl giglap unt pin Troug di Huuder ausggschwenzt, dassis joa s Krischtkindl sigg … wait auskoult, di Laabe unt Stuube gspiëlt. Mälchn pin i nit gearn gongin, i pin mit zwëlfe sou groaß wië haint, oobr ålbm a Schwächling giweesn, kuane Kråft, oobr ålbm gearn gileesn.“ Wer hat dich auf deinem Weg unterstützt, von wem hast du dein Talent geerbt? „… joa säll froog i mi aa! Dr Footer håt a pissl gitrunkn unt nar ggschaide girët, di Muater håt guat singn gikennt. Maine Kinder kennin ålle pesser dichten als i. Es isch a Goobe.“ Das Schreiben sei ihr immer eine Freude gewesen, sonst hatte man ja nichts … sie wäre – wie gesagt – so gerne Lehrerin geworden! Nie hätte sie es gewagt, sich ihrem Vater anzuvertrauen und ihm von ihrem Traum zu erzählen. Es war kein Geld da, früher musste man die gesamte Ausbildung ja noch selbst bezahlen … Deshalb hieß es nach der Schule zunächst einmal Geld verdienen. Anfangs verschlug es Anna nach Gröden, wo sie einen Posten als Hausmädchen, bei einer Lehrerfamilie mit vier Kindern, aus einem Zeitungsinse­ rat angenommen hatte. Heute noch pflegt sie einen freundschaftlichen Kontakt zu diesen Kindern. Einer der Buben, der beim AIUT Alpin arbeitet, würde sie sofort „iiberåll ummerfiërn“! Später hat sie als Köchin gearbeitet, auch als sie bereits verheiratet war, verwöhnte sie die Gäste mit Schmackhaftem noch zwei Jahre lang auf dem „Pächer“. Wie bist du zum Schreiben gekommen? „Wenn miër in Stroom af Stuls gikriëg hoobm, når hoobmer a Radio khåp. In Poazner Sender isch a Sending giweesn … a Rätsel zin an Thema hoobm se derzëilt unt når håt min ëppis in Gidichtform inschickn gikennt. I hån når miitgitoon. (…) Dr Karl isch Learer giweesn, in dr Schuale sain Ëltern kemmin: ‚Håsche nit a Gidicht, in Sunntig håt dr Neene Gipuurtstoog, di Naandl, di Muater, dr Pfårrer …‘ Zin Schluss håt er nichts khåp, når hån hålt i eppis gimåcht …“ Als fruchtbringende Begegnung stellte sich später auch das Zusammentreffen und Arbeiten mit Dr. Phil. Alfred Gruber dar, der einst im Johanneum in Dorf Tirol als Professor für Deutsch, Geschichte und

Kunstgeschichte tätig war, eine in litera­ rischen Kreisen und weit darüber hinaus bekannte Persönlichkeit Südtirols und ein ungewöhnlicher Geistlicher. „Ålle Puëbm sain in Dorf Tiroul Schuale gångin, zin Alfred Grueber, er isch dr Taitschlearer. Når håt dr Toomas gsågg: ‚Maine Mamme kånn aa dichtn, sie håt a Heftl foll Gidichte ggschriibm.‘ Er håt når ggåntwortit: ‚Ålls a Schmårrn … Muasch åndert schraibm.‘ Når hån i Kurse gimåcht mitn Professer Grueber …“ Wann hast du deine besten Ideen? „I muaß mi niiderhuckn unt konzentriiren, nit wailn Kochn unt Pëiglin, unt pin Schraibm tårf i nit ggsteart weern, når schraib i durch … spaater tua i auspëssrn.“ Warum schreibst du gerade Dialektgedichte? „In Hoachtaitsch schraib i aa, in dr Muatersprooche isch gånz an åndrer Klång. Isch di ëltigschte Sprooche, lång four dr Hoachsprooche doo giweesn – ålle hoobm mi wëign dr Muatersprooche gilop.“ Der Humor spielt in vielen deiner Gedichte eine wichtige Rolle, oder? „Humourfoll pin i nit sou, kritisch humourfoll, i schraib Gidichte fiirs Låchn. I hån di Lait ggfrågg: ‚Wëllt ës liëber earnscht oodr liëber låchn?‘ Når hoobmse ggsågg: ‚Earnscht isch sischt ålls!‘ I hån di Gidichte ålle auswändig gikennt unt fourgitroogn …“ Gibt es ein Geheimrezept, dass du noch so fit bist? „Säll denk i miër a ofteramåll, dass lei mëiglich isch. I hån oonständig giläp, normal. In Kopf guat plaibm … Nichts Psundrs, fiil gileesn, Färnseeschaugn nit fiil, hëggschtns Krimis.“ Auf die Frage, ob Anna neben ihren vielen Talenten auch eine Schwäche hätte, ant­ wortet sie überzeugt: „Na, hån i kuane!“ Nach kurzem Überlegen bekennt sie: „I hån a Schweche fir Tschuggilaade, zemm raiß i mi zåmm, i pin ålbm a Siëße giweesn. I hatt fin semm leebm gikennt. Säll isch main Unglick giweesn, hån fiil zi wiënig Wittamiine, durchn semm hån i an Schoodn derfoon.“ Nun ja, auch einigen von uns ist diese Schwäche nur allzu gut bekannt … Rückblickend ist Anna sehr dankbar, dass ihre Eltern sie so erzogen haben, dass sie „hålbweegs“ a Mensch geworden ist. Der Glauben war und ist für sie eine wichtige Stütze im Leben, gerne würde sie noch einmal Wallfahrten und „do unt zemm hiin foorn“, wenn es wieder möglich ist. Auch freut sie sich darauf, ihre Freund*innen in Stuls und ihre Verwandten bald wieder zu

Rund 1000 Gedichte ... und sie trägt sie immer noch gerne selbst vor

sehen. Könnte sie die Zeit noch einmal zurückdrehen, würde sie in ihrem Leben nicht viel ändern, nur mit ihren Kindern würde sie etwas weniger streng sein. Glücklich ist sie darüber, dass sie die alten Lieder an ihre Nachkommen weiter­ gegeben hat, es sei „ein schönes Erbe“. Auch in Zukunft werden wir noch einiges von Anna hören oder lesen, denn Schrei­ ben hat ihr immer schon eine große Freude gemacht, nur die Augen, die werden langsam schwächer … Liebe Anna, danke, dass ich, zusammen mit dir, einen kleinen Ausflug in deine Vergangenheit machen durfte und du den Leser*innen einige ganz persönliche Einblicke in dein Leben gewährt hast. Weiterhin noch gutes Gelingen und alles Liebe und Gute zu deinem bevorstehen­ den 87. Geburtstag! Miriam Maccacaro

Bereits vor einiger Zeit hat Anna auch ein Gedicht über sich selbst verfasst:

Schmirbe und Schmincke Joa Schmirbe und Schmincke Loß i in Rua Wail mit Schmirbe und Schmincke Drluck i maine Taadl nit zua Sellepöign: „I sogs wias isch und wos i pin: a toodlhaftige HINTERPSAIRERIN!“ Anna Lanthaler


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Sohn Igo: „Mit ihrem Blick auf das Leben, die Freude an den schönen und verrückten Seiten des Lebens und ein Bewusstsein für die schweren. Mit ihrer Stimme, ihrem Gesang, die Liebe zum Singen und eine frühe Ahnung, dass der Klang der Welt vielstimmig ist. Mit ihrem Schreiben die Lust, über das (geschriebene) Wort menschliches Handeln zu begreifen, fremde Welten aufzusuchen, ins Fantastische vorzudringen.“

Heimlich, ohne Anna darüber in Kenntnis zu setzen, habe ich auch ihre Familie kontaktiert und sie gebeten mir zu schreiben, um Anna auch noch aus einem anderen, familiäreren Blickwinkel heraus kennenzulernen.

Tochter Isolde: „Meine Mutter hat mir die Sprache der Sehnsucht mitgegeben. Die Sehnsucht nach dem Anderssein, nach Erholung von sich selbst und die damit verbundene Freude am Verkleiden, am Rollenspiel, am Theater. Und den Glauben daran, dass Glaube, woran auch immer, Berge versetzen kann.“

Ihr Mann Karl, mit dem sie am 8. Juni ihren 60. Hochzeitstag feiert, antwortet auf meine Frage, was er denn an Anna so besonders liebe, oder wie sie ihn auch manchmal zur Weißglut bringe, Folgendes: „Anna schreibt ihre Kontakte (Adressen und Telefonnummern) in ein Register, welches alphabetisch beschriftete Seiten hat. Allerdings schreibt sie die Kontakte kreuz und quer, ‚måll a unterschiibersche‘, so dass es unmöglich ist, einen Kontakt wiederzufinden.“

Das Foto zeigt Anna bei ihrer Erstkommunion mit ihren neuen schwarzen Schuhen, die ihr Vater eigens für diesen Anlass gekauft hat. Auf die Frage, ob es dazu eine besondere Geschichte gäbe, antwortet Anna prompt: „Säll joa … zemm ischmer niëmer zin låchn giwesn, fiilmear zin plearn!“ Lesen Sie selbst …

Anna ist eine leidenschaftliche Sängerin

Impressum

Erscheint zweimonatlich. Eingetragen beim Landes­ gericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29. 5. 1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier; vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Robert Tschöll – Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Ulrich Mayer. Redaktion: Fabian Gufler, Kurt Gufler, Thomas Lanthaler, Elisabeth Larcher, Miriam Maccacaro, Arnold Rinner; Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Korrektur: Ernst Rinner, Kurt Gufler. Produktion und Druck: design.buero Artikel können bei allen Redaktionsmitgliedern und bei design.buero in St. Martin (Dorfstraße 14) abge­geben werden und müssen mit dem Namen und der Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein. Werbebeiträge direkt an das Passeirer Blatt, passeirerblatt@passeier.it, T 0473 656 239. Redaktionsschluss: 4. Juni, 30. Juli 2021 E-Mail: passeirerblatt@passeier.it www.passeirer-blatt.it

Mit ihrem Mann bekommt Anna vier Kinder, Thomas, Theo, Igo und Isolde. Außerdem nehmen sie bereits mit 8 Tagen ein weiteres Kind bei sich auf, Christian, den Sohn ihrer Schwester Ida. Auf die Frage, was die Mutter ihren Kindern fürs Leben mitgegeben habe, antworten diese: Sohn Thomas: „Mutti hat mir fürs Leben den christlichen Glauben und die Liebe zum Volkslied und zur Sprache mitgegeben.“ Sohn Theo: „Meine Mutter hat einen sehr starken Glauben und hat uns Kinder immer im Gebet mit eingeschlossen (ohne dies an die große Glocke zu hängen), was mich auch heute noch immer stark beein­ druckt. Weiters hat sie bei meiner Erziehung auch mitunter ‚handfeste Argumente‘ verwenden müssen, damit die Erziehung die richtige Wirkung gezeigt hat.“ Sohn Christian: „I psint mi dass die Mutti uenfoch nie stille gstondn isch, olm epis georbitit, gflickt, oder sicht epis giton hot. Ihr isch uenfoch wichtig giwesen, und nou olm, dassis aniedn guet geat, anieder versorg isch. Sie isch a gearn Maschgere gongin und hot mi a a poor Mol mitgstrutzt, und hot zem schun a mords Hetz kob. Nit ungern hot sie a gsungen, und ’s Dichten isch bis heint a groeße Freide und Beschäftigung vi ihr.“


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Anna erzählt

Schworze Galoschen und searte mol spaisn gian Spaisn gian isch eppis Hailigs und selig wert uan inwendig drin, obr wias zuagongin isch bold i searte mol spaisn gongin bin: Die Seligkait isch miar vrgongin sell konn i enk sogn wennmr s Herz a mear as toplt reasch hot gschlogn. I vrgiß joa sischt s Moaste obr des honn i nit vrgessn, wos zem in waißn Sunntig firan Ongericht isch giwesn . In Somstig isch dr Votr af St. Lianrt ochngongin bin Schmied eppis schwoasn lossn, zwoa aisene Stongin. „Kafsche dr Annin Schuache“ hot die Muatr gsogg „In Sunntig geatse spaisn, obr schun holbwegs ihre tuasche di a pißl beflaißn!“ Und dr Somstig isch zu ent gongin und die Muatr hot mr Znocht main gonzn Grint voll kluane Zepflr gimocht. Stille kepp honne aswia a bravs Hintl, wail i honn mi joa dunkn giwellt bin Spaisn gian, mit main Grintl. Nor honne holt gitramp die schianste bin i und vin Bett außrkupft zmorgit wia an augilodne Patrie. Reasch afn Grint auch gigrifn wou die Zepflr woll nit augongin sain und nor in Untrkitl außr giton vi den uroltn Schrain und ochnin dr Stube bin Oufn zuachn kuckt, mitn Tischtig main holbnackits Gstell zuagiluckt. „Muatr, Muatr, Muatr!“ honne drgaling amol gschriern und innin gschaug bei Kuchl und Kommrtiern nindrt kuane Muatr lai dr Votr in Bett, mechsche muan de war ummr, honne mit miar selbr giret. Haint a selle Festog, i seartemol Spaisn gian nor honne asou longsumongfongin de kluan Zepf autian. In liabstn hatte fraile a fetizile gireart obr nor honne die Muatr bi dr Haustire innr kemminkeart. „Muatr, wou sait ös denn i huck long schun bin Oufn und die Zepflr honne aa schunb offe.“ „Ja muansche i honn sischt nicht zi tian lai af diar schaug wail du haint muasch spaisn gian? Iatz hobmr amol in Stoll untn vertig gimocht.“ „Obr Muatr hot mr dr Votr schiane Schuache gibrocht?“ „Ja sell muasche in Rucksock innin schaugn i muaß nou zi die Hennin ochn in Stoll. I kuan Rucksock gsechn, a gspassigr Foll. „Votr, Votr wou hoppis in Rucksock hingiton? I probiarit die Schuache gearn on!“ Dr Votr gschlofn wia a Furmente, hotse nit giriart bold die Muatr isch vin Stoll auerkemmin honn is wiedr probiart. „Muatr, Muatr dr Rucksock isch nit ummr!“ Obr die Muatr hotse nit onsteckn gilot vi main schuachischn Kummr. „In sem wert dr Votr schun afan Ourt hobn, muansche er hotn vrlourn? Nor honnis halt giglab, obr i bin koltn Oufn zuachn völlig drfrourn. Drgaling isch die Muatr kemmin, ja wou kannt denn dr Rucksack sain? Die Sunne vourn Fenstr hot schunongfongin zi schain. Die Muatr inin zin Votr, „wou hosche denn in Rucksock?“ Hot wollte laut giret nor isch woll zi Zuig kemmin, dr Votr, in Bett. „Ja sell woas i nit wou drsell isch, ischr it indr Stube avoure hintrn Tisch?“ „Na laidr nitte, hosche ibrhaup in dr Annin Schuache gikaft odr nit?“ „Hondr joa gsogg, sie muaß haint spaisn gian drmit.“ „Sell joa honne in Madlin Schuache gikaft. Muansche i honns vrgessn.

Groaße, schworze Galoschn, wolfl sainse nit giwesn. Und storche, mit de konnse nit lai uanmol zin Spaisgattr inningian, mit de konnse ausgschualtr anou eppis tian!“ „Hosche zi Weg außr eppr afinourt girostit? Du bisch joa vi Mouse außr kemm.“ Iatz hot dr Votr sain Schlöigl ourntlich gimiaßt indr Zwickmile nemmin. „Sell honne nitte, obr die Housn honne amol gimiaßt ochntian, muansche man braucht die Nocht eppr nit af dr Hitte zi gian?“ „Und in Rucksack holt a liegngilot und die nuin Schuache drin.“ Die Muatr hot a Tiachl augsetzt und reasch ische drhin links und rechts gschaug obr kuan Rucksack drblickt die Vöigl hobn gsungin a wundrbore Natur a selle Frilingsmorgn obr vin Rucksock kune Spur. Nor hotse in Antonius mit an Roasnkronz ongitriebn wou isch eppr der Rucksock mit die Schuache gibliebn? Ibr dr Wossrfolle ische durch, nou nicht gsechn obr gschmeckt und nor hotse in Rucksock nebn an Haifile zuachn entdeckt. Amol reasch gigriffn wou woll Schuache drin sain. Sie hotse drgriffn obr nor hotsiese mit Gian gimiaßt schlain. Um holbe naine schuns Kirchn und s Madl nou nit gikamplt und ongilegg und i hotse gimuant hatme schuna ourntlich Zopfn gimegg! Asou hot die Muatr zomp n Ruckskock, den Gfrett, mit ihr selbr durchn Wiesr Wold außr giret. I honn die Zepflr drwail woll augitonkopp und gireart waile vi dr Muatr nicht mear gsechn honn und nicht mear keart. Wollte bold geats laitn, i lai in Untrkitl on s Tischtig des i honn ummr kop honne in dr Truche ochngiton. Entl schwitzt die Muatr mitn Rucksock innr bi dr Tire I vi lautr Fraide gizopplt mit olle Viare Iatz Madl reasch, löigdr die Strimpfe on und sie hotmr in waißn Kitl fuarl ibrn Grint giton. De augitonin Zepflr, tschurelit, obr filzig gonz ondrt. Obr i honn gor nit zi schrain gibraucht wenn die Muatr wollte groube mitn Kampl isch dribr giwondrt. Die Schuache außr vin Rucksock, oh Gott, Galoschn sains giwesn giwiß amol mit drinschliafn kuan Gschear und kuan Gschiß. „Nana Muatr honne gsogg des geat nit va de kugle außr binaniadn Tritt.“ Die Stirmpfe wiedr ogizouchn druntr schofwolline Sockn ongilegg des hot nicht drgebn, nou a poor hatte druntr tian gimegg. Obr nor hot die Muatr an Wutzl Popiar ausngschoppit nor isch holwegs gongin, daßes Außrkuglin honn drstoppit. Und mit de schworzn, riesngroasn Galoschn a Gummisoule nou drau bine fraile nit zin Spaisgattr inninstolz wia a Pfau. Träume sind Schäume, sell honne zem vrstontn wail i honn nit ols die Schianste gikennt lontn. Sell ischmr aa nicht mear drum giwesn, daß i die Schianste bin wenne lai nit an Schuach vrliar, bin Spaisgattr drin. Vrlourn honnise nite wail i honn die Zeachn ongponnt firkemmin ischmr i honn Fiaße as wie an Elefont. De schofwolin Sockn und der Wuzl Popiar: olls in maine Galoschn af de Gummisouln in Quartier Drfir honne obr s Fegfuir schun ogipaßt wail in de schworzn Galoschn honne drai Joor long spaisn gian gimiaßt. Anna Lanthaler


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Gemeinden Altersheim St. Leonhard

Mit viel Kraft und Elan geht es in ein neues Jahr! Bereits seit einem Jahr befindet sich das Altersheim von St. Leonhard im Hotel Christophorus – auch wenn sich die Corona-Pandemie für die Heimbewohner und die Mitarbeiter als Herausforderung darstellt, gab es in der zweiten Welle glücklicherweise keine Ansteckungen mit dem Virus. Die meisten Bewohner wie auch Pfleger sind mittlerweile geimpft und seit einigen Wochen gibt es erste Lockerungen, so sind betreute Besuche möglich und Pfarrer Christian Stuefer OT gestaltet wöchentliche Gottesdienste. Während somit zumindest wieder ein Stück weit Normalität ins Altersheim im Hotel Christophorus zurückkehrt, schrei­ tet der Umbau des Seniorenheims zügig voran: Trotz eines strengen Winters sind bislang alle Arbeiten termingerecht

erfolgt, ein Umzug in das neue, moderne Haus sollte zum Jahreswechsel möglich sein. Hier tut sich besonders Konrad Pfitscher hervor, welcher das Projekt koordiniert. Doch das Altersheim wird nicht nur neu errichtet, es gibt auch Neues bei der Füh­ rung des Heims: Mit dem 31. Dezember 2020 hat Silvia Lanthaler, welche das Seniorenheim fünf Jahre als Direktorin leitete, die Führung abgegeben. Sie hat in diesen Jahren neben dem Heim in St. Leonhard auch jenes in St. Pankraz geleitet, durch die Belastung der Pande­ mie und zunehmender Bürokratie war die Doppelbelastung aber nicht weiter zumutbar – Silvia Lanthaler wird zukünf­ tig das Heim in St. Pankraz weiterführen, die Heimbewohner, der Mitarbeiter und

NEUai Besuchen Sie unseren EINZIGARTIGEN Bio Bauernhof Obergereuthof Hier finden Sie: Craft – Brennerei ◆ Schildhof (aus dem Jahre 1288) ◆ Getreidemühle von 1831 ◆ Hofkaffee ◆ Bio

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Von Meran kommend: nach dem Ortseingang ist links ein Despar Lebensmittelgeschäft, gleich danach links hoch. Von St. Leonhard kommend: nach dem Dorf und vor dem Despar Lebensmittelgeschäft, rechts hoch. Immer den Schildern nach.

ab M21 20

die Angehörigen, aber auch der Verwal­ tungsrat und die Vollversammlung möch­ ten sich an dieser Stelle bei ihr für ihren Einsatz bedanken. Bis eine neue Führung für das Heim bestellt ist, übernehmen die Gemeinde­ sekretäre von St. Leonhard und Moos, Fabian Pfeifer und Alexander Hofer, die Leitung des Seniorenheims. Sie sind beide mit viel Enthusiasmus eingestiegen und haben neue Impulse gesetzt – auch ihnen gilt ein großer Dank vonseiten der Bewoh­ ner wie auch der Mitarbeiter. Zu guter Letzt wurde der Verwaltungsrat des Heims für weitere fünf Jahre bestätigt, sodass in den kommenden Jahren weiter­ hin Ulrich Königsrainer und Gaby Ploner die Gemeinde St. Leonhard vertreten und Annelies Halbeisen und Maria Raffl die Gemeinde Moos vertreten. Ferner besteht der Rat aus den Bürgermeistern der beiden Gemeinden Robert Tschöll und Gothard Gufler sowie den Referentinnen Magdalena Haller und Regina Anna Gufler. So startet das Altersheim mit viel Kraft und Elan ins neue Jahr! Fabian Gufler

Machen Sie es sich in unserer Greiter‘s Lounge gemütlich und genießen Sie ein gutes Gläschen aus eigener Herstellung.

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St. Leonhard

Testzentrum Passeier – St. Leonhard

Der Jugend das Wort – Aufruf zum Mitmachen

Testen, testen, testen!

Du wohnst in St. Leonhard, du willst bei Jugendthemen mitreden? Dann bist du beim Jugendbeirat der Gemeinde St. Leonhard genau richtig! Der Jugendbeirat setzt sich mit aktuellen Themen auseinander und vertritt die Interessen der Kinder und Jugendlichen in St. Leonhard. So werden junge Menschen in die Vorhaben und die Gestaltung der Gemeinde miteinbezogen und können die Bedürfnisse wie auch die Ideen der Jugend åweitertragen. Was sind die Aufgaben des Jugendbeirats? >> Sprachrohr sein! >> Auseinandersetzungen mit aktuellen und für die Jugend relevanten Themen >> Vertretung der Jugendinteressen >> beratendes Mitglied im Gemeinde­ ausschuss >> Behandlung von Themen der Jugend­ lichen im Bereich der Politik und Dorfgestaltung >> Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, für Ideen, Fragen und Probleme der Politik und Dorfgestaltung >> Mitgestaltung bei Aktionen der Gemeinde >> erster Ansprechpartner für die Gemeinde bei jugendrelevanten Themen >> planen, organisieren und Freizeit­ angebote gestalten Zukünftig wird sich der Beirat unter anderem mit dem neuen Jugendzentrum in St. Leonhard beschäftigen. Du hast Interesse mitzuwirken? Dann melde dich beim Gemeinde­ referenten für Jugend, Peter Moosmair (340 3942020, peter.moosmair@sanktleonhard.eu), oder bei Fabian Gufler (348 8579663, gufler.fabian@gmail.com)! Peter Moosmair, Fabian Gufler kleinanzeige

Suche junges Hündchen (Appenzeller Mischling) Tel.: 347 9513804

Coronatests sind für Viele in Zeiten der Pandemie mittlerweile zur Gewohnheit geworden – um den Bürgerinnen und Bürgern entgegenzukommen, haben sich die drei Passeirer Gemeinden St. Leon­ hard, St. Martin und Moos Mitte Februar dazu entschlossen, kostenlose Tests im Vereinshaus von St. Leonhard anzubieten. Anfangs wurden die Arbeiten im Testzent­ rum noch von den Gemeindebediensteten und Freiwilligen abgewickelt, seit einigen Wochen koordiniert Alexander Schweigl die Abläufe – dazu ist es durch einen Zufall gekommen, wie er sagt. Alexander war bei einer Sitzung der Gemeinde St. Leonhard dabei, dort wurde angespro­ chen, dass die Aufrechterhaltung des Dienstes für die Gemeinde nicht mehr bewältigbar sei. Er hat sich dann bereiter­ klärt, mit seinem Unternehmen Passeier­ events zu helfen, seitdem hat er zu Spit­ zenzeiten die Coronatests von drei- bis vierhundert Bürgerinnen und Bürgern pro Tag koordiniert, mittlerweile werden im Schnitt an jedem geöffneten Tag 60 bis 160 Personen im Testzentrum getestet. Momentan greifen ihm neben Guido Pichler und „seinen“ Mitarbeitern des Sanitätsbetriebs, welche die Tests machen, zwei weitere Mitarbeiter unter die Arme, auch der Hausmeister des Ver­ einshauses, Patrick Wilhelm, packt fleißig mit an. Während Pichler die Einteilung der Sanitätsbediensteten vornimmt, koordiniert Alexander die restlichen

Abläufe im Testzentrum, seine Mitarbei­ ter, welche ansonsten als Saisonarbeiter tätig sind, übernehmen den Rest, wie die Kontrolle der Formalitäten. Die große Herausforderung ist laut Schweigl jedoch nicht die Koordination, sondern die ständige Ungewissheit in Hinblick auf neue Verordnungen oder Bestimmungen. Nichtsdestotrotz wird im Vereinshaus von St. Leonhard weitergetestet, auch wenn alle Beteiligten hoffen, dass dies bald nicht mehr notwendig sein wird. Fabian Gufler St. Martin

Problematik Grünschnitt in Bächen Letzthin hat es große Reklamationen wegen abgelagerten Baum- und Grün­ schnitt in verschiedenen Tälern wie Feld­ bauerntal, Haslertal usw. gegeben. Viele Anrainer entsorgen ihren Grün­ schnitt vor allem im Frühling illegal an den Böschungen der Seitenbäche. Dies führt nicht nur zu einem unansehn­ lichen Landschaftsbild, sondern verstopft vor allem bei Regenfällen die Bäche und führt zu einer gewissen Gefahr. Die Wild­ bachverbauung und der Zonenvertreter Roland Gufler appellieren an die Bevölke­ rung dies zu unterlassen und den Grün­ schnitt ordnungsgemäß beim Recycling­ hof zu entsorgen. Rosmarie Pamer Grünschnitt muss ordnungsgemäß im Recyclinghof entsorgt werden


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Beschlüsse

Aus dem Rathaus von St. Leonhard vom 27. 1. bis 24. 3. 2021

Aus dem Rathaus von Moos vom 3. 2. bis 31. 3. 2021

> Jugend:  Jugendbüro Passeier (JubPa) – Beteiligung an den Führungskosten – Jahr 2021, € 45.500.

> Beiträge:  Ordentlicher Beitrag – ordent­ liche Tätigkeit im Jahr 2021 – Jugendbüro Passeier (JubPa) – € 30.000; Rodelverein Passeier: Auszahlung des Beitrages für die Führung der Rodelbahn Bergkristall – Jahr 2020 – € 8.000; Eisturmkletteranlage Rabenstein – Beitrag für die Jahrestätigkeit (Winter 2020/2021) – € 7.000; Gewährung eines Beitrages an den Bildungsausschuss Moos für das Jahr 2021 – € 7.000.

>  Öffentliche Arbeiten:  Musikschule – Durchführung von Malerarbeiten – Fa. Markus Pflug, € 8.500; Passeirer SportArena – Umbau Bar und Theke Niederbacher GmbH, € 33.566,53; Gartenund Parkanlagen – Baumpflegemaßnahmen – Baumtec vGmbH, € 10.060. > Leonhardszentrum:  Einrichtung – Lieferung Serienmöbel – Cubus GmbH, € 52.254; Lieferung Ausstattung und Geschirr für Küche und Bar – Senoner Hotel d. Markus Senoner, € 5.533,69; Lieferung und Montage von Ausstattung für den Bewegungsraum und den Raum für Mehrfachnutzung – Archplay GmbH, € 7.708,67; Lieferung und Montage der Bühnentechnik – Trikon GmbH, € 32.770,16. > Soziales:  Neugeborenenaktion – Bereitstellung der finanziellen Mittel, € 9.000. > Straßen:  Mulchen der Straßenränder in den Örtlichkeiten Prantach, Fartleis und Karlegg im Jahr 2021 – Fa. Roman Reich­ halter € 7.440; Projekt „Nightliner“ und Mobilitätsberatung – Abrechnung 2020 an die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, € 3.287,96; Lieferung einer Wildkrautbürste und Ersatzteile für das Gemeindefahrzeug Egholm – Gufler Hubert GmbH, € 12.078,65; Errichtung und Instandhaltung von Zäunen auf dem Gemeindegebiet im Jahr 2021 – Holz.Construct Pichler Urban GmbH, € 50.279. >  Umbau Seniorenheim:  Einrichtung – Tischlerarbeiten/Maßmöbel, Resch Möbel GmbH, € 249.048. > Zivilschutz:  Testzentrum Passeier – Organisation und Abwicklung im Zeitraum 24.02.2021-07.03.2021 – Fa. Passeierevents d. Alexander Schweigl, € 4.350.

> Gemeinde:  Minirecyclinghof: Genehmigung und Liquidierung Abrechnung 2020 mit der Gemeinde St. Leonhard in Passeier – € 23.259,12; Trinkwasserversorgung – Untersuchung von Probeentnahmen öffentlichen Trinkwassers – Jahr 2021 – Eco-Center AG – € 2.029,10; Abwasser – Wartung der gemeindeeigenen Hebewerke (6 Pumpstationen) – Ausgaben­ verpflichtung an die Eco Center AG – Jahr 2021 – € 3.748,80; Straßennetz – Winterdienst: Lieferung von Streugut im Jahr 2021 – Bauunternehmen Gufler Roland – € 7.076, Graf & Söhne – € 2.806; Winterdienst 2020/2021 – Schneeräumung in der Fraktion Rabenstein – Lieferung von Dieseltreibstoff – E.U.M. GmbH – € 5.490; gemeinsame Führung des Gemeindepolizeidienstes – Beteiligung an den Kosten der Gemeinde St. Leonhard in Passeier – Jahr 2020 – € 3.253,94; Straßenkehrdienst 2021 – Reinigung der Gemeindestraßen und des ländlichen Straßennetzes – Kaufmann „Green Street“ KG d. Kaufmann Thomas & Birgit – € 11.309,40; integrierter Wasserdienst – Lieferung von Material für Arbeiten in Eigenregie – Jahr 2021 – Bautechnik GmbH – € 3.660; Schneeräumung – Zeitraum 01.10.2020 – 30.09.2021 – Zone Rabenstein – CIG ZBC2EC17B5 – Erhöhung der Ausgabenverpflichtung – Firma Brunner Markus – € 5.000; Abwasser – Übertragung der Führung der Kläranlage Rabenstein an die Eco Center AG; Parkplatz Pfelders – Auszahlung von Entschädigungen für Grundbesetzungen und Ernteausfall – € 2.000; Parkplatz Pfelders – Miete Jahr 2021 – Ausgabenverpflichtung – € 5.126,93; Abwasser – Abwasserreinigung und Hauptsammler – Jahr 2021 – Eco Center AG – € 81.486,03;

Abwasser – Sammlung und Entsorgung Klärschlamm der Kleinkläranlagen/Klärgruben – Jahr 2021 – Eco Center AG – € 7.700; Müllentsorgung – Liquidierung des Betrages für die teilweise Deckung der Ausgaben für die Errichtung von Deponien und Anlagen zur Verwertung und Entsorgung von Abfällen betreffend das Jahr 2021 an das Land lt. Art. 35 des L.G. 4/2006 – € 7.323,82; Gemeindevermögen: Ankauf von Heizöl für das Jahr 2021 über die Vereinbarung der CONSIP Spa – € 9.775,63; Übernahme der anteilsmäßigen Finanzierungskosten am Elektrowerk Timmls Konsortial GmbH für das Jahr 2021 – € 70.000; Übernahme der anteilsmäßigen Verwaltungsund Führungskosten an der Enerpass Konsortial GmbH – Jahr 2021 – € 1.750.000; Übernahme der anteilsmäßigen Verwaltungsund Führungskosten an der E-Werk Rabenstein Konsortial GmbH – Jahr 2021 – € 680.000; Übernahme der anteilsmäßigen Verwaltungsund Führungskosten an der E-Werk Moos Konsortial GmbH – Jahr 2021 – € 240.000; Winterdienst – Schneeräumung in den Fraktionen Stuls, Platt und Rabenstein – Übernahme der Spesen – Ilmer Stefan, Pichler Transporte KG, Graf & Söhne GmbH – € 12.866,41; Südtiroler Gemeindenverband Genossenschaft – Liquidierung Mitgliedsbeitrag Jahr 2021 – € 7.371,24; Instandhaltungsarbeiten am ländlichen Straßennetz – Grünraumpflege – Jahr 2021 – SAM GmbH – € 9.760; Zivilschutz – Auftragserteilung für die Unterstützung bei der Schneeräumung in der Zone Stuls – Hannes Raffl – € 42.700; Müllentsorgung – Abfallbewirtschaftung durch die Bezirksgemeinschaft – Genehmigung der Abrechnung 2020 – € 31.140,87. >  Öffentliche Arbeiten: Kläranlage Rabenstein: Ausarbeitung Teilungsplan sowie Gebäudekatastermeldung für den Zubau – Per. Ind. Marth Thomas – € 1.921,50; Wanderweg „Passerschlucht“ – Behebung von Unwetterschäden – Gebr. Oberprantacher GmbH – € 17.450,70; Konsortium Seniorendienste Passeier – Ausweichquartier – Übernahme der anteilsmäßigen Mehrkosten – Jahr 2020 – € 15.942,75. > Schulen:  Grund- und Mittelschule – Zuweisung für die Finanzierung der Lehrmittel, Verwaltungsausgaben und Schulausflüge im Schuljahr 2021/22 – deutschsprachiger Schulsprengel St. Leonhard in Passeier – € 16.720.


9  Passeirer Blatt – nr. 164, April 2021

Aus dem Rathaus von St. Martin vom 1. 2. bis 25. 3. 2021 >  Allgemeine Verwaltung: CoronaCovid-19 – die Unterstützungsmaßnahmen betreffend Solidarität im Nahrungsmittel­ bereich wurden für das Jahr 2021 verlängert. Die Mittel des „Fondo di Solidarietà Alimentare“ in Höhe von € 18.497,68 werden verwendet, um Gutscheine zur Verfügung zu stellen, die für den Kauf von Lebensmitteln und auch für den Einkauf von Grundbedarfsgütern in lokalen Geschäften verwendet werden können; es wurde ein Spesenbeitrag an die Bezirks­ gemeinschaft Burggrafenamt für folgende Projekte, betreffend das Jahr 2020, gewährt: Projekt „Nightliner“ – € 1.317,15; Mobilitäts­ beratung – € 1.690,80; Projekt „Klimaplan“ – € 2.959,17. Lieferung von Blumen und Pflanzen im Jahr 2021 – M&T Walder OHG, St. Martin – € 1.078; Sportanlagen/Freiwillige Feuerwehr – Wartung von zehn Defibrillatoren für drei Jahre – Ilec KG, Tscherms – € 8.052; Wartung der Heizanlagen in den öffentlichen Gebäuden für die Jahre 2021 bis 2023 – Heizungsservice KG, Schenna – € 7.905,60. > Abwasser:  Die Kosten für die Abwasserreinigung und den Hauptsammler im Gemeindegebiet belaufen sich für das Jahr 2021 auf € 151.724,10 – Eco Center AG, Bozen. > Bauhof:  Lieferung von Schneeketten für das Fahrzeug „Manitu“ – Pircher Peter OHG, St. Martin – € 780; Reparatur des Fahrzeuges „Unimog“ – Autoindustriale GmbH, Bozen – € 1.396,09; Lieferung von Bedarfsmaterial für Arbeiten in Eigenregie im Jahr 2021 – Bautechnik GmbH, Bozen – € 1.220; Lieferung eines Speichertanks – Gufler Kommerz GmbH, St. Leonhard – € 968,19; Lieferung einer Wasserpumpe – Fa. Gufler Hubert GmbH, St. Martin – € 376,53. > Beiträge:  Jugendtreff St. Martin – € 60.000 für die ordentliche Tätigkeit im Jahr 2021; Bildungsausschuss St. Martin – € 9.759 für das Tätigkeitsjahr 2021; Amateur Sport Kegel Club Passeier – € 5.000 für die Sanierung der Umkleideräume bei der Kegelbahn in der Mittelschule. > Kindergarten/Schule: Kindergarten St. Martin – Covid-Maßnahme – Lieferung eines Universalsprühgerätes für Kaltver­ nebelung – Niederbacher Cleantec GmbH, Kaltern – € 613,49;

Wartung der Aufzüge in der Mittelschule sowie in den Grundschulen St. Martin und Saltaus für das Jahr 2021 – Fiammengo OHG, Meran – € 2.232,60; Kindergarten Saltaus – Lieferung von pädagogischem Material – Archplay GmbH, Burgstall – € 1.221,10; Kindergarten St. Martin – Lieferung von Brettern aus Kiefernholz für die Errichtung einer Terrasse in Eigenregie – Domus Bauexpert AG, Leifers – € 6.180,52. head_02.indd 2

> Müllentsorgung:  Durchführung der Straßenreinigung mit der Kehrmaschine im Jahr 2021 – Kaufmann Green Street KG, St. Pankraz – € 7.850,70; Recyclinghof Passeier – Lieferung und Montage einer Zufahrtskontrolle – Übernahme der anteiligen Kosten in Höhe von € 1.754,10; Führung des Recyclinghofes Passeier: Restzahlung 2020 – € 13.458,21; Anzahlung für das Jahr 2021 – € 13.103,50.

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> Rathaus:  Wartung der Brandmelde­ anlage für den Zeitraum 2021 bis 2022 – Nicom Securalarm GmbH, Bozen – € 1.024,80; Lieferung von Reinigungsmitteln für das Rathaus und den Kindergarten St. Martin – Hygan GmbH, Leifers – € 3.169,14. > Sportanlagen:  Schwimmbad – Durchführung von Reparaturarbeiten – Staschitz Fabian, St. Leonhard – € 6.578,85; Schwimmbad – Sanierung des Kinder­ beckens – Isofol KG, Meran – € 10.687,20. >  Straßen und Plätze: Asphaltierungs­ arbeiten im Spinellweg – Varesco GmbH, Neumarkt – € 3.056,10; Schneeräumungsdienst anlässlich der außerordentlichen Schneefälle – Passeirerbau GmbH, St. Martin – € 2.283,84; Baumpflege der Linde am Dorfplatz von St. Martin und von weiteren 12 Bäumen beim Schwimmbad und beim Tennisplatz – Ronny der Gärtner, Riffian – € 2.393,64; Hangsicherung entlang der SS44 bei km 13,500 im Bereich der Zufahrtsstraße zum Untereggensteinhof: Gebr. Oberprantacher GmbH, St. Leonhard – € 2.611,11; Locher KG d. Locher Günther & C., Sarnthein – € 15.642,32. > Zivilschutz:  Beseitigung der Lawinen in der Fraktion Matatz: Moosmair GmbH, St. Martin – € 2.599,82; Roland Gufler, Moos – € 1.756,80.

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Kultur & Gesellschaft

† Giovanna Santomaso geb. Zannier

Zum Abschied

Giovanna Santomaso geb. Zannier „Grazie di tutto, a voi tutti“ … mit diesen Worten verabschiedete sich Giovanna Zannier Santomaso von ihrem Sohn Sandro, von all ihren Lieben, kurz bevor sie am 24. 10. 2020 verstarb und voller Dankbarkeit die Augen für immer schloss. Geboren wurde sie am 26. Februar 1931 in einem kleinen Örtchen namens Clauzetto, in der Provinz Pordenone. Gemeinsam mit ihrer Schwester und drei Brüdern wuchs sie dort glücklich, wenn auch in bescheidenen Verhältnissen, auf. Nach dem Besuch der Schule musste die junge Giovanna schon bald mit anpacken und arbeiten gehen, um ihren Beitrag zur Unterstützung der Familie zu leisten. In ihrer Freizeit verabredete sie sich gerne zum Tanzen und bereits mit 21 Jahren heiratete sie ihren Mann Remo, der als Carabiniere, der Arbeit wegen, ins beschauliche St. Leonhard versetzt wurde. Von Anfang an fühlte sie sich wohl in ihrer

neuen Umgebung, sie fand sehr schnell ihren Platz in der Dorfgemeinschaft und hatte keine Probleme sich – sei es in Italie­ nisch oder in Deutsch – zu verständigen, auch wenn die damaligen Zeiten von politischen Unruhen im ganzen Land geprägt waren. Ein schwerer Schicksalsschlag traf die junge Familie im Jahre 1963, der geliebte Mann verstarb und hinterließ eine noch junge Witwe mit zwei minderjährigen Kindern. Tapfer nahm Giovanna ihr Schicksal an und begann sich selbständig zu machen und – als erste Frisörin im Tal – zu arbeiten. Von diesem Beruf hatte sie schon immer geträumt und nun ergriff sie die Möglichkeit, ihre kleine Familie bestmöglich zu versorgen und ihren Kindern eine gute schulische Ausbildung zu garantieren. Anfänglich wohnte und arbeitete sie „dalla Buchschwenter poi dalla Hille­ brand“. Ab und zu frisierte und verschö­ nerte sie einige Kundinnen sogar in ihrer Küche, als sie in der Wohnung oberhalb der Kirche wohnte, wobei ihre gelben Kanarienvögel fröhlich im Käfig zwit­ scherten. Daran kann sich ihre Enkel­ tochter Miriam noch gut erinnern … Später bezog sie einen Frisörsalon in der Kohlstatt und trotz der vielen Arbeit schaffte sie es immer, Familie und Arbeit unter einen Hut zu bringen, auch wenn sie öfters spät abends erschöpft ins Bett fiel. Im Jahre 1989 ging sie in den wohlverdien­ ten Ruhestand und erwarb, nach etlichen Umzügen in den vergangenen Jahren, endlich ihre eigene Wohnung in der Andreas Hofer Straße. Ihre Leidenschaft galt allerdings immer schon dem Reisen: ihre Ziele führten sie nach Bellaria, Sizilien, Spanien, weiter nach Australien, wo sie – alleine – ihre Cousine Elsa besuchte, oder gar nach Kalifornien mit ihrer Schwester Elsa, um dort ihre Cousine Ines zu besuchen;

nicht zu vergessen ihre Ferien mit der Familie oder mit Freundin Sandra in San Benedetto del Tronto. Außerdem bereitete ihr das Kartenspiel, neben „Mensch ärgere dich nicht“, viel Freude. Dafür traf sie sich öfters mit ihren Freudinnen Sandra oder Moidl, mit der sie ein ähnliches Schicksal verband. In der Eisdiele versuchte sie sich sogar im „Watten“, mit Herta spielte sie gerne Halma. Ebenso gerne stattete sie auch den Bewohnern des Altersheimes einen Besuch ab, um mit ihnen ein wenig zu plaudern oder ein Spielchen zu machen. Noch einmal entriss das Schicksal ihr einen geliebten Menschen, als sie 2007 ihre einzige Tochter Lidia verlor. Erneut musste sie einen großen Verlust ver­ kraften, doch konnte sie auch in dieser Situation wieder vertrauensvoll auf ihre Familie zählen. In den letzten Jahren wurde es etwas leiser um die „Signora“, wie sie respektvoll von der Dorfbevölkerung genannt wurde. Aber bis ins hohe Alter behielt Giovanna ihre Unabhängigkeit bei, fuhr zum Frisör nach St. Martin oder zum Einkaufen ins Dorf, dabei achtete sie beim Verlassen der Wohnung stets auf ein gepflegtes Erscheinungsbild. Ihr ganzer Stolz waren ihre Enkel- und Urenkelkinder, die sie gerne um sich hatte und ihnen eine Kleinigkeit zusteckte oder sie mit ihren berühmten Spaghettis verwöhnte, nicht zu vergessen „gli arrosti con patate“! Voller Genugtuung und der Gewissheit, ihre Familie gut versorgt zu wissen, konnte Giovanna im Alter von fast 90 Jahren auf ein bewegtes Leben zurück­ blicken und dieses zuversichtlich in die Hände ihres Schöpfers legen. Vielen wird sie als mutige, starke und selbständige Frau in Erinnerung bleiben, die ihr Schicksal tapfer angenommen und gemeistert hat. Con amore – Sandro e Miriam Miriam Maccacaro

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11  Passeirer Blatt – nr. 164, April 2021

† Heinrich Hofer

Zum Abschied

In lieber Erinnerung an unseren Opa Heinrich Hofer Mit seinem blauen Schurz, Hut und Charisma war der „Tischler Heindl“ weit über das Passeiertal hinaus bekannt und wurde von vielen geschätzt. Am 18. Dezember 1925 erblickte er als fünftes von zwölf Kindern auf dem Tonigerhof in Stuls das Licht der Welt. Als Kind einer großen Bauernfamilie lernte er schon früh bei der Arbeit fleißig mit anzupacken. Obwohl es die Familie nicht leicht hatte, wuchsen die Geschwis­ ter behütet auf. Bis zuletzt erinnerte sich unser Opa gerne an seine Kindheit. Der Krieg zog an ihm nicht spurlos vorbei: Am 9. Januar 1945 wurde er einberufen und in Jugoslawien stationiert, dort geriet er in eine zweijährige Kriegsgefangen­ schaft. Diese Zeit stellte den dunkelsten Abschnitt seines Lebens dar und hinter­ ließ tiefe Wunden. Nichtdestotrotz hat Heinrich seine posi­ tive Lebenseinstellung und seinen Humor beibehalten und begann 1947 bei der Firma Plankensteiner in Lana seine Aus­ bildung zum Tischler, in welcher er zwei Jahre als Lehrling und weitere fünf Jahre als Geselle arbeitete. Anschließend absol­ vierte er eine weitere einjährige Tischler­ fachausbildung in Stams, Nordtirol. Nach­ dem er in die Heimat zurückkehrte, eröffnete er seine erste Werkstatt im Strobl­ stall in St. Leonhard und wagte damit den Schritt in die Selbstständigkeit. Zur selben Zeit lernte er unsere liebe Oma, die Unteregger Burgl, kennen und lieben, 1957 hei­ rateten sie. Das Ehepaar lebte im Widum, wo vier der fünf Kinder geboren wurden.

Da der Betrieb gut lief, fasste „Heindl“ den Mut und erbaute seine eigene grö­ ßere Werkstatt zusammen mit einem Haus für die Familie außerhalb von St. Leonhard. Doch die Räumlichkeiten wurden schon bald zu klein und so erbaute unser Opa 1977, im Alter von 51 Jahren, nochmals einen neuen, moderneren Betrieb in der Handwerkerzone von St. Leonhard, welcher heute noch als Familienbetrieb durch seine Kinder geführt wird. Sein Engagement für das Handwerk ist bewundernswert: Für 34 Jahre war er Handwerker-Ortsobmann und 15 Jahre Mitglied des Exekutivausschusses im Handwerkerverband. Zum Berufsbeirat der Tischler gehörte er fünf Jahre lang und für 24 Jahre fungierte er als Prüfer in der Gesellenprüfungskommission. Für 10 Jahre war er Präsident der Genossenschaft Holzlente (Handwerkerzone St. Leonhard) sowie Gründungsmitglied des Wirt­ schaftsringes. Nicht nur für das Handwerk schlug sein Herz, auch für das Passeiertal und seine Bewohner engagierte er sich sehr: 18 Jahre bei der Feuerwehr St. Leonhard, zeitweise als Gruppenführer, 10 Jahre als Stabführer der Musikkappelle, 8 Jahre als Vizepräsi­ dent im Verkehrsverband und für viele Jahre als Ausschussmitglied des Südtiroler Kriegsopferverbandes. Für all seine Bemühungen und seinen Einsatz bekam er die Verdienstmedaille des Landes Tirol verliehen, was ihn mit großem Stolz und Freude erfüllte. Der fleißige und erfolgreiche Tischler war genauso ein fürsorglicher Ehemann und Familienvater, stets lebensfroh, gesellig und aktiv. „Heindls“ große Stützen im Leben waren seine tüchtige Frau Burgl, die ihm von Anfang an treu zur Seite stand und immer unterstützte sowie sein nicht kleinzukrie­ gender Optimismus. Viele Jahre lang war die Arbeit ein wichtiger Bestandteil seines Lebens, dazu gehörte auch, vielen jungen Leuten im Tal eine Ausbildung als Tischler zu ermöglichen. Trotz seines intensiven Arbeitslebens und seines Engagements war er stets für seine Familie da, auch uns 14 Enkelkindern und sechs Urenkeln hat er viel Fürsorge und Aufmerksamkeit zukommen lassen. Noch im hohen Alter feierte er gern im Kreis seiner Familie und Freunde und erfreute sich an einem Karterle, Ratscher und Glas Wein. Als die Leiden des Alters ihm immer mehr zu schaffen machten, nahm er diese mit einem Lächeln an, ertrug sie mit Zufrie­ denheit und betonte immer seine Dank­ barkeit für alles, was ihm sein langes Leben beschert hatte.

Am Freitag, den 15. 1. 2021, schloss unser Opa im 96. Lebensjahr für immer seine Augen. Am 19. 1. 2021 haben wir uns von ihm, wegen der Pandemie, nur im engsten Familienkreis verabschiedet. Sobald es die Pandemielage ermöglicht, möchten wir im Rahmen eines Gottes­ dienstes zusammen mit seiner großen Verwandtschaft, seinen Freunden und Bekannten seiner nochmals gedenken. Sein Mut für Neues, seine Entschlossen­ heit, sein Humor, sein Optimismus, seine Offenheit, seine Großzügigkeit, seine Güte und seine Dankbarkeit werden uns immer in liebevoller Erinnerung bleiben. Pfiëti Opa. Kathrin und Silvia Bernhart IM LIEBEN GEDENKEN

Zum Abschied von Martina Santoni „I gea nou kurz zi der Tina!“ „I kear nou an Sprung pa der Mamme zua!“ „I plaib heint pin der Oma!“ Wië oft håt dës jeeder fe ins ggsågg? Wië oft isch jeeder fe ins pi diër in- und ausgångin? Miër hoobm jo giwisst, pi dir isch di Tiire ålbm offe. Jeeder isch zi jeeder Zait pi diër willkom­ men giweesn und fi an jeeden håsch du Zait khåp. Du håsch di mit ins ggfraidit, wenn miër dir derzëilt hoobm, woos miër four hoobm, du håsch ins zuageloust wenn miër insern Fruscht, insere Sorgen und aa insere Ängste oolodn hoobm giwëllt, du håsch ins an Råt gebm, wenn miër iin gibraucht hoobm. Du håsch selber derfohrn, dass is Leebm nit ålbm lei groodaus geat, oober du håsch > † Martina Santoni


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> di Goobe khåp, ålls asou oon zi nemmin wiës isch und s Pëschte draus gimåcht. „Doo kennin miër iëz nichts tiën!“, „Wenns asou sain soll, noor wärts asou khearn!“ sain deine Worte giweesn, ober augeebm, sall håts pi diër ni geebm. Deine Familie isch diër ålbm gonz wichtig giweesn, dass es ålle fein hoobm und ålle mitnånder ggschoffn. Du håsch deine Kinder unterstützt, wou ålbm sie di gibraucht hoobm und du håsch di Goobe khåp, aniëdn asou sain zi låssn wië er isch und in aniëdn is Guate ggseechn. Dein greaschter Schåtz sain deine 5 Enkl giweesn. Fir iimile pisch du nit lei di Oma giweesn, du pisch wië a zweite Mamme giweesn und für iimele isches a zweits Derhuame giweesn. Dein Wesen, deine Wërme, deine liëbe­ folle Årt håt ålle Kinder magisch oongi­ zouchn. Am liëbschtn sain insre gonzn Kinder pi dir giweesn. A wenn miër ggsågg hobm: „Na, di Tina werd haint nit Zait hoobm!“, nor hoobm sie ggsågg:„Woll woll, froog lei, di Tina sogg nit na!“, weil gell Tina, na-soogn håsche nit gikennt, aa wenn du Årbit pis iiber peade Oarn khåp håsch. Oober nit lei derhuam, aa in Loodn, pi der Årbit hoobm di Kunden deine offene, fraintliche und liëbe Årt ggspiirt. Treffen­ der as wië a Kundin ggschrieben håt, „du pisch der Sunnenschein in Loodn giweesn“, konn mins woll nit soogn. Du håsches ferstoonten as Schiëne in der Wält zi seechn, Kluanigkeiten zi schätzen und zi genießen, wië gearn pisch du afn Pärg gångin, håsch di Natur bestaunt, håsch Kråft ggschöpft und versuacht ålls mit an Fotto fescht zi hooltn, aa wenne di når oft iiber dein Fottiapparat giärgert håsch, weil di Fotto nit a sou schiën giwortn sain, wië du es ggseechn håsch. Es gabit nou sou fiil, woos mir fe dir der­ zëiln kanntn, deine Fraide zin Reisen, zi der Muusig, zin Tjatter und psunders zin tånzn … iëz wärsche hålt mit di Engl weitertånzn, ober du tasch iëz soogn: „Des isch perfekt!!“ Liabe Tina, deine offene Tiire, de du fir ålle khåp håsch, welln miër weiterfiehrn und du sollsch wissn, dass in insre Herzn ålbm a offene Tiire fe dir isch und miër ålbm in dånkpoorer Liabe mit dir ferbundn sain. Deine laichtendn Augn, dein herzliches Låchn, deine unferwechselbore Årt, åll dës isch fir ålbm in inser Herz gschriebm und der Schåtz fe Erinnerungen isch inser gånz persönlicher Raichtum, der ins a Leebm lång begleitet. Petra Pirpamer

† Antonia Raich geb. Haller (1939 – 2021)

Bei ihrem Sterbegottesdienst verwies Pfarrer Oswald Kuenzer vor allem auf ihr Gott­vertrauen, das unerschütterlich war. Das Gebet war ihr tägliches Brot. Er lobte ihre Treue zur Bibelrunde und zur Franziskanischen Gemeinschaft. Und er betonte, dass jedes Leben für Gott wertvoll ist, egal wie lange der Lebens­faden gesponnen wird. Und die Eisblumen am Fenster werden wieder schmelzen, denn ihre Lieben – ihr Mann Anton, Sohn Hansjörg und Tochter Judith mit Familie sowie Schwester Johanna – wissen um die trostvollen Worte: ,,Es gibt ein Wiedersehen im Ewigen Leben.“ Und Dir, liebe Antonia, möge das Ewige Licht leuchten. Anna Lanthaler IM LIEBEN GEDENKEN

IN EHRENDEM GEDENKEN

Im Gedenken an Antonia Haller Eisblumen blühten am Fenster, nicht Geranien am Balkon, denn das Schicksal spielt mit den Menschen wie der Wind mit den Bäumen. Mitten im Leben sind wir vom Tode umge­ ben, aber dennoch liegt alles in Gottes Hand. Und Gottes Wege sind unerforsch­ lich. Ganz unverhofft und plötzlich hat er den Weg von Antonia Raich geb. Haller gestoppt. Ein unglücklicher Sturz auf dem Eis – und im Bozner Krankenhaus konnte man ihr Leben nicht mehr retten. Nicht nur ihre Familie, sondern ganz Moos war bestürzt. Man wollte es nicht glauben, dass das ,,Zügenglöcklein“ (Sterbeglöck­ lein) für Antonia geläutet hat, stand sie ja, obwohl sie das 80. Lebensjahr schon über­ schritten hatte, frisch und tatkräftig im Alltag. Aber wie gesagt: Gottes Wege sind unerforschlich. Antonia hat in ihrer Jugendzeit gerne Bergwanderungen gemacht, sie konnte sich an der Natur erfreuen. Mit offenem Blick begegnete sie allem Schönen in der Heimat. Sie begab sich auch gerne auf Reisen, um Neues zu erleben und kennenzulernen. Da Antonia musikalisch sehr begabt war, hat sie mit ihrer glasklaren Stimme auf dem Mooser Kirchenchor viel zur Ehre Gottes gesungen. Sie ließ sich auch zur Tanzlehrerin ausbilden und hat denn den Mooser Frauen viele gesellige Tanz­ nachmittage geschenkt. Antonia hat Anton Raich geheiratet und ihm die beiden Kinder Hansjörg und Judith geboren. Antonia war das Netz­ werk, das Herzstück ihrer Familie.

Zin Åbschied fi inserer Paula (Broatebm) Di Paula isch in 13. Mai 1976 als jüngstes Kind afn Broatebmer Houf gipourn giwortn. Schun als Kind isch sii ålm unerschrocken giweesn, der Fels in der Brandung und isch ålm an vorderster Front ggståntn. Ihr Tatte, der Jous, håt ålm ggsågg: „Pi der Paula isch a Pua zi Ferluur gångin!“ Afn elterlichen Houf håt di Paula schun als jungs Maadl oongipåckt und pan Hai intiën håt sie meistens für zwoa Lait gårbitit. Nåch der Folksschuale in Plåtte und der Mittlschuale in St. Liërt isch sii nåch Meran und håt zemm die Ausbildung zur Learerin gimåcht. Sii isch pi di Salvatoria­ nerinnen in Heim giweesn und natürlich isch seinerzeit sou måncher Streich af iir Konto gångin. Während iirer Oberschul­ zeit håt sie s’ Wochenende ålm in Bruggn­ wirt pin Flour und pa der Sonja auskholfn. Mit 16 Joor håt sii iirn spatern Månn, in Helmut, kennin gilearnt und spater sain iire zwoa geliebtn Puabm, der Dominik und der Felix, derzua kemmin. Iir isch ålm wichtig giweesn, sii zu selbständige und bodenständige Purschn zu erziëchn. 1996 håt die Paula oongfongin zi unter­ richtn, mit sehr viel Einsatz und mit an groaßn Herz für die Kinder. Iir Peruaf håt iir zweifelsohne sehr viel pidaitit und aa sehr viel geebm. Um pädagogisch ålm afn nuigschtn Stånd zi sain, håt sii aa in Brixen studiert. Privat isch di Paula ålm zi jedn Plëidsinn augilegg und pan an Hëtz ålm derpai giweesn. Iirn Tëite Stephan håt sie s’Auto


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foorn gilearnt und spater isch sii sogår seine Trauzeugin giwortn. Iire Leidenschoft zin Jagern håt sii sicher fin iirn Tatte vererbt gikriëg, sie isch, säll kånn min wirklich soogn, a Jagerin mit Leib und Seale giweesn. Zu Wainichtn håt sii traditionell die Paten iirer Puabm mitsamt Familie, zeartn in Mouse und spater af Broatebm, zin an wunderborn Achtgänge-Menü ingilådn, weil kochn håt di Paula wirklich aa gånz guat gikennt. Iir Nescht und iire Huamit isch ålm Broatebm gipliibm, wou sii aa a sehr enge Freundschaft mit der Wirtin Anne gipfleg håt. Di Paula håt demnächst für sich und die Kinder ein Eigenheim af Broatebm bauen giwellt. Der Toat ihrer Mamme Christine vor gut 3 Monaten håt sii sehr gitroffn und ausn Gleichgewicht gipråcht. Zemm håt sii mit iire Nichten und Neffen ausgimåcht, båld amåll nåch Amsterdam zi foorn. Der säll Traam und aa iir Traam auf Broatebm a Haisl zu bauen, geat für sii iaz leider niamer in Erfüllung …

Hofer Paula, auf dem Bild mit Sohn Dominik, war eine begeisterte Jägerin

Der erste Krokus im Hinterpasseier

Ein froher Sinn ist wie ein Frühling. Er öffnet die Blüten der menschlichen Natur. Jean Paul

Foto: Irmgard Kofler

In lëschtr Zeit und nåchdem iir im Krånkn­ haus de schreckliche Diagnose ggstëllt giwortn isch, woor sii sehr geduldig, stark, leise, tapfer und in sich gikeart, mit iir selber verbunden und ohne Jammern håt sii iir Schicksål oonginåmmin. Im lëschtn Moonit håt sie an Marathonlauf der Gefühle hinter sich gipråcht und sich’s derhuam mit iire Puabm und ihrer Schwester Andrea gimiatlich gimåcht. Uaner fi di lëschtn gschriebenen Gidånkn fi der Paula woor: „Früher habe ich zu wenig auf meinen Körper gehört und zu wenig geachtet, genossen, langsam Dinge anzugehen. Ich kenne das nicht, so SCHWACH zu sein, im Kopf bin ich aber wach.“ In 19. März isch di Paula fir ålm fi ins gångin und in 27. März hoobmer sii zu iirer lëschtn Ruhestätte in Platt begleitet. Für ins woorsch du ålm a liabe Muater, Schweschtr, Schwagerin, Tante und Patin. Liabe Paula, du woorsch a wunderbårer, für ins uanzigårtiger Mensch und a tåpfere Frau, miar weern di ålm in insere Herzn troogn! Ulrika und Jolanda Hofer

ImFocus-FotoclubPasseier VFG


WWW.GARGOOO.MUSEUM.PASSEIER.IT

34 JAHRE PASSEIRER BLATT. DAS SIND 17 JAHRE OHNE PASSEIRER WÖRTERBUCH UND 17 JAHRE MIT PASSEIRER WÖRTERBUCH WIE DAS KLEINE GRÜNE BUCH DAS PASSEIRER BLATT VERÄNDERT HAT ROBNSTUEN

STULLER STULLERIN

MOUSR MOUS

PILLE

MOUSE

PLOTTER

PILLER

LIARTER

LIERTNER SANKT LIART SONKT LIERT

S T. M O R T I N

MORTINER

Pseirer

Psairer

Psair

S O L TAU S R

S O L TA U S

Pseier

PSEIRERIN

PSAIRERTOL

1987 – 2004

DIALEKT-SCHREIBWEISEN IM PASSEIRER BLATT KLEIN = NICHT OFT

P


INE

Psai 786 × Psairer

PSAIR E R IN

STULLER R O B N S T UA N E R

R O B N S T UA N

R O U B M S T UA N

Pseier

1×

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STULLERIN

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MOUSR

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WÅLTNER

MOUS

PLOTTER

PILLE

PILLER

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PLOTTE

PLÅTTERIN

LIËNRTER

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FULFIS

LIËRNTNER

Psair MORTINER S T. M O R T I N

KÅLBE

Psaier

S Å L TA U S

MÅRTINERIN

ⅣWÖRDS

HITTE

LIËNRTR

S T. L I Ë R T

SÅNK LIËNRT

ULFIS

„WIE GEHT DIALEKT?“

POoΩDCAST MIT HARALD HALLER

UND FRANZ LANTHALER

2004 – 2021

DIALEKT-SCHREIBWEISEN IM PASSEIRER BLATT GROSs = OFT

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Kunstszene

Interview mit Melanie Gögele v/o Blackativa „Die Emotionen sind in den Augen“ Ein Gespräch mit Blackativa, einer Passeirer Künstlerin Melanie Gögele, in der Kunstszene besser bekannt als Blackativa, malt leidenschaft­ lich gerne und bringt damit ihre Emotio­ nen und die der Menschen, denen sie begegnet, zu Papier. Wir haben uns mit der 35-Jährigen, die hauptberuflich als Gemeindebedienstete in St. Martin arbeitet, über ihre Malerei, ihren Antrieb und ihre Botschaften unterhalten. Melanie, wie bist du zur Malerei gekommen? Das ist vor ungefähr drei Jahren einfach „passiert“ – ich habe zufällig und relativ spontan zu malen begonnen und habe gemerkt, dass ich damit meine Emotio­ nen, meinen Gefühlsstand nach außen tragen kann. In meinen Bildern versuche ich aber nicht nur meine eigenen Gefühle darzustellen und zu verarbeiten, sondern auch die meiner Mitmenschen. Und was sind deine bevorzugten Motive? Frauengesichter – damit habe ich ange­ fangen und da ich eine Frau bin, wirken die Bilder so authentischer. Beim Malen beginne ich immer mit den Augen, sie zeigen uns am besten und am eindrucks­ vollsten die Gefühle des Gegenübers. Was treibt dich an? Die Kunst und die Malerei ist wie Yoga für mich, ich kann dabei entspannen und Indie girl

vergesse dabei die Welt um mich herum. Es tut mir einfach gut. Was mir an der Malerei auch gefällt, ist der fehlende Zwang: mal male ich tagelang, mal eine Woche gar nicht – die Kunst ist also auch ein Stück weit Freiheit für mich. Was willst du mit deinen Werken ausdrücken? Zum einen will ich Emotionen zeigen – ich will aber auch auf gesellschaftliche Miss­ stände aufmerksam machen, vor allem in der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau muss sich noch viel tun. Meine Bilder haben somit nicht nur einen emoti­ onalen Hintergrund, sondern sollen auch eine politische Botschaft übermitteln. Ich glaube, das ist mir mit meinem Bild „Andrea Hofer“ besonders gut gelungen. Du hast Ende 2020 eine Kalenderaktion gestartet – wolltest du damit auch eine Botschaft senden? Klar sollte die Aktion auch auf die Ungerechtigkeiten unserer Gesellschaft aufmerksam machen, aber auch der wohltätige Gedanke spielte dabei eine große Rolle – die gesamten Einnahmen wurden an „Es geat di a un – tocca a te“, eine Aktion gegen Gewalt an Frauen und der Initiative „Wünschewagen“ des Weißen Kreuzes gespendet.

Melanie Gögele v/o Blackativa

Andrea Hofer

Wie wird deine Kunst eigentlich aufgefasst – wird sie verstanden? Ob meine Kunst verstanden wird ist mir relativ egal – es liegt in der Natur der Kunst, dass der Betrachter selbst etwas hineininterpretiert. Die Reaktionen auf die Bilder fallen auch sehr unterschiedlich aus – viele mögen die Ausdrücke in den Augen, andere können damit wiederum nichts anfangen. Glaubst du, dass jeder Mensch auf seine Weise ein Künstler ist? Was ist Kunst? Ja, jeder Mensch hat seine Talente und ist somit ein Künstler auf seine eigene Art und Weise. Wichtig ist vor allem, dass das unsere Kinder verstehen – wir alle sind unterschiedlich und haben verschiedene Talente, das macht uns besonders. Eine letzte Frage Melanie, oder besser Blackativa – was bedeutet dein Künstlername? Blackativa ist eine Zusammensetzung aus dem englischen Wort Black, also schwarz und ativa, was das Wort plakativ andeuten soll. Ich male mit schwarzer Holzkohle, da trifft sich Black ganz gut und zufällig heiße ich Melanie – grie­ chisch für die Schwarze oder die Dunkle. Fabian Gufler Die Werke von Melanie Gögele findet ihr auf ihrer Facebook-Seite Melanie Blackativa und auf ihrem InstagramAccount @blackativa


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Lena Prünster

Julia Ennemoser

Marie Pixner

Magdalena Gufler

Förderung der Mehrsprachigkeit

Multilingual­wettbewerb Für die Jahre 2020- 2023 initiierte das Amt für Weiterbildung mehrere Projekte und Maßnahmen zur Förderung der Mehrsprachigkeit. Unter dem Logo #multilingual fand in diesem Zusammenhang im Sommer 2020 ein Ideenwettbewerb für Jugendliche statt. – Jonglieren mit Sprachen macht Spaß – Da una lingua all’altra, un gioco da ragazzi! – Daran teilgenommen haben unter anderem auch einige kreative und engagierte Mädchen aus dem Passeiertal, die schlussendlich mit ihren Gruppen den ersten sowie den dritten Platz belegen konnten. Herzliche Gratulation! Ich habe deshalb die Gelegenheit genutzt, mit diesen kreativen Mädchen ins Gespräch zu kommen, um mit ihnen über ihre Ideen, Schwierigkeiten und Zukunftspläne zu sprechen … Die Erstplatzierten: 1. Wie seid ihr auf diesen Ideenwett­ bewerb aufmerksam geworden? Wie habt ihr als Gruppe zusammengefunden? T-Shirt-Entwurf (Rückseite)

WHEN NOTHING GOES RIGHT DON’T TRY TO GO LEFT… LEARN A LANGUAGE AND GO ANYWHERE!

Lena Prünster Wir sind auf das Projekt aufmerksam geworden, nachdem uns unsere Englisch­ lehrerin noch im Mai letzten Jahres davon erzählt hat. Es war ihr Vorschlag, dass wir eine Gruppe bilden und im Sommer am Wettbewerb teilnehmen könnten. Für uns hat sich das alles sehr interessant angehört, weshalb wir uns schließlich auf der Website der Provinz näher darüber informiert und uns schließlich dafür entschieden haben, einfach einmal unser Glück zu versuchen. Nachdem Marie und ich in derselben Klasse sind, haben wir zunächst einmal unsere Mitschüler *innen gefragt, ob sie mit uns teilnehmen möchten, leider hat sich niemand gemeldet. Schließlich haben wir dann Magdalena, Julia und Emilie mit ins Team geholt, die zwar andere Schulen besuchen, sich dennoch aber motiviert gezeigt haben, mit uns teilzunehmen. Julia Ennemoser Mit welchen Schwierigkeiten hattet ihr am Anfang zu kämpfen? Wirklich große Hindernisse haben sich uns auf unserem Weg eigentlich nicht in den Weg gestellt, denn wir 5 waren sehr motiviert und vor allem kreativ sowie einfallsreich. Lediglich die damalige und nach wie vor präsente Situation mit COVID-19 hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schon im Sommer und vor allem dann im Herbst und Winter, als unser Workshop mit der professionel­ len Grafikerin losging, hatten wir nicht

rie Magdalena Pixner, Emilie Zuegg, Magdalena Gufler, Julia Ennemoser, Lena Prünster mit KR-Studio

Emilie Zuegg

die Möglichkeit uns zu treffen, weshalb die Zusammenarbeit leider nur online stattfinden konnte. Marie Pixner Könnt ihr euren Siegerspruch etwas näher erklären? „When nothing goes right, don’t try to go left. Learn a language and go anywhere!” – das war unser Siegerspruch und vor allem auch unsere Nachricht, die wir an andere Menschen weitergeben wollen. Mit der Zeit, vor allem durch die Ober­ schule, haben wir gelernt, dass das Erler­ nen von Sprachen eine wahre Bereiche­ rung sein kann. Wir erleben alltäglich, wie sich unser Horizont ständig erweitert und wir immer mehr an Freiheit gewin­ nen. Wenn man also einmal nicht mehr weiterweiß und man sich nicht sicher ist, ob man lieber den linken oder doch den rechten Weg einschlagen soll, so sollte man Sprachen lernen, denn dann stehen einem alle Wege der Welt offen. Magdalena Gufler Anlässlich des 21. 02, dem Tag der Muttersprache, wurden rund 200 von euch entworfene T-Shirts verteilt. Was bedeutet „Muttersprache“ für euch? Für uns ist die Muttersprache die Sprache, die man als Kleinkind als erstes erlernt, in der man denkt und sich beim Sprechen am wohlsten fühlt. Dadurch hat sie für uns einen sehr hohen Stellenwert im täglichen Gebrauch und man trägt sogar auf Reisen durch andere Länder immer ein kleines Stückchen Heimat mit sich. Emilie Zuegg Rund zwei Wochen lang wurde eure GIFAnimation in sämtlichen Zügen gezeigt. Habt ihr euch in einen Zug gesetzt und sie angesehen? Ja, es fühlt sich auf jeden Fall toll für uns an, das Ergebnis unserer Arbeit endlich auch in der Öffentlichkeit betrachten zu >


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> können. Wir sind einfach stolz darauf, was wir in unserer gemeinsamen Zeit zusammen erschaffen haben und freuen uns sehr darüber, dass nun auch andere Menschen unser Werk betrachten können. Welche Pläne habt ihr für die Zukunft? Zwar haben wir noch keine fixen Pläne für unsere Zukunft, aber wir streben eigent­ lich alle ein weiterführendes Studium an. In welche Richtung ist wohl noch ein wenig unklar, aber wir sind offen für Neues. Auf jeden Fall haben uns das Teilnehmen am Wettbewerb und der weiterführende Workshop dazu motiviert, auch sprachenbezogene Studienfächer in Betracht zu ziehen und unsere Kenntnisse in verschiedenen Sprachen auch weiter­ hin zu nutzen und zu verfeinern. Hannah Birkner Winkler aus Platt belegte mit ihrer Gruppe den dritten Platz. Hannah, du hast mit deiner Gruppe ein TikTok Video gestaltet zum Ideenwett­ bewerb „Wie würdest du deine Freundinnen und Freunde für Sprachen begeistern und sie von der Wichtigkeit der Mehrsprachigkeit überzeugen?“ Wie seid ihr dazu gekommen? „Wir sind durch unsere Italienisch-Profes­ sorin auf das Projekt #multilingual auf­ merksam gemacht worden. Ich, Mathias, Magdalena, Sarah, Sophia und Veronika haben uns entschlossen, als Gruppe am Projekt teilzunehmen. Dafür haben wir uns in einigen Videokonferenzen getrof­ fen und verschiedene Ideen gesammelt, da wir ein möglichst kreatives und einzig­ artiges Projekt umsetzen wollten. Nach langen Überlegungen haben wir uns für ein TikTok entschlossen. Der Hauptgrund dafür war, dass ein TikTok für die Werbe­ kampagne eine sehr große Reichweite hätte und auch einfach zu machen ist. In unserem TikTok haben wir die Schwie­ rigkeiten hervorgehoben, die man hat, wenn man nur eine Sprache spricht, z. B. dass man sich auf Reisen nur schwer verständigen kann.“ Trotz nicht ganz einfacher Umstände haben die Mädchen viel Eifer und Kreati­ vität an den Tag gelegt. Sie haben neben einem Geldpreis die Chance bekommen, ihre Ideen mit professioneller Hilfe umzu­ setzen und machen Mut, mit Freude eine neue Sprache zu erlernen. Es gilt über die eigenen Grenzen hinauszublicken und offen zu sein für Neues. Bravo Mädels! Miriam Maccacaro

Psair und seine Goasse

30 Jahre Passeirer Zuchtziegen­ausstellung In Passeier leben tausende Goaße, die außer einigen Wintermonaten in freier Natur leben und neben den Schafen ver­ antwortlich sind, dass die bergbäuerliche Kulturlandschaft erhalten bleibt. In Süd­ tirol und somit auch im Passeiertal haben die Bergbauern Angst vor einem der Hauptfeinde der Schafe und Ziegen, nämlich vor dem Wolf – besonders wenn er imstande ist, in Rudeln die Berghänge unsicher zu machen, wie es bereits im Ultental und im benachbarten Welsch­ tirol beobachtet werden kann. Die Berg­ bauern kämpfen zwar seit Jahren für den Bestand der bergbäuerlichen Landwirt­ schaft im hochalpinen Bereich, doch werden ihre Hilferufe an entscheidenden Stellen in Bozen, Rom und Brüssel nicht zur Kenntnis genommen. Dabei handelt es sich bei der Ziegenhaltung in Südtirols Hochtälern um eine Jahrhunderte alte Kultur, wie wir zum Beispiel bei Beda Weber nachlesen können, der vor bald zweihundert Jahren von der Passeier Wirtschaft betreffend die Verwertung von Fleisch von Rindern, Schafen, Ziegen, Schweinen und Hennen berichtet. So schreibt er, dass bei den damals berühmten drei Märkten von Meran (Martini /11. Nov., Katharina /25. Nov., Thomas – 21. Dez.) sage und schreibe 1600 Ziegen geliefert wurden. Von woher kamen die vielen Ziegen? Beda Weber schreibt: „ Dazu kauft man Schafe oder Ziegen aus Ulten, Schnals, Sarntal, Vintschgau, Tefereggen und Kärnten, Erste Passeirer Zuchtziegenausstellung 1991

soviel man im Sommer zu ernähren Aussicht hat“. Die Ziegenhaltung hat sich über Jahrhunderte gehalten und verbes­ sert und hat am Ende des 20. Jahrhunderts sogar zur Ausstellung der über dreihun­ dert schönsten Ziegen geführt, wie die Erste Passeier Zuchtziegenausstellung im Dezember 1991 unter Obmann Walter Pircher in St. Martin beweist. Die Passeirer Ziegenhalter haben sich bereits 1988 als Genossenschaft mit 17 Gründungsmitglie­ dern zusammengeschlossen und konnten bis zur Zuchtziegenausstellung 110 Mit­ glieder vorweisen. Dabei arbeiten in Passeier nicht nur die Tierzüchter gut, sondern auch die Veterinärmediziner, wie wir am Beispiel des an der Veterinär­ medizinischen Universität Wien ausgebil­ deten und an den Veterinärmedizinischen Universitäten von Bologna und Padova spezialisierten Tierarztes Dr. Helmuth Gufler aus Pfelders sehen, der bereits 2011 im Rahmen der Ersten Europäischen Kon­ ferenz für Schaf- und Ziegenkrankheiten in Athen als Europäischer Spezialist für Schaf- und Ziegenkrankheiten ausge­ zeichnet wurde. Die europäische Aus­ zeichnung wird nur jenen Personen zuerkannt, die auf dem Fachgebiet internationale Reputation genießen. Voraussetzungen hierfür sind anerkannte wissenschaftliche Publikationen und Vorträge im In- und Ausland sowie umfangreiche Tätigkeiten auf diesem Gebiet – was Dr. Gufler vorweisen konnte. Heinrich Hofer


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Einige Mitglieder beim ersten Treffen zur Planung des Jugendzentrums

St. Leonhard

Jugendliche werden gefragt und reden mit Der JubPa-Jugendausschuss wurde vor drei Jahren gegründet und besteht zurzeit in St. Leonhard aus einer Gruppe von ca. 15 jungen Ehrenamtlichen im Alter zwischen 12 und 25 Jahren. Die Jugendlichen werden in Aktionen unkompliziert eingebunden und ihnen wird die Möglichkeit geboten, sich aktiv ins Dorfleben einzubringen. Die Mitarbeit ist freiwillig und beruht auf den Grundsätzen der Förderung von Partizipation und Subsidiarität. Der JubPa-Jugendausschuss hat die Möglich­ keit, auch neue Vorschläge für die Jugend­ arbeit des Einzugsgebietes einzubringen und zusammen mit der Fachstelle des Jugendbüros Passeier und der jeweiligen Gemeindeverwaltung an der Umsetzung zu arbeiten. Mitglieder des Jugendaus­ schusses bringen sich aktiv in die Planung des Jahresprogramms der Jugendzentren von St. Leonhard und Moos ein. In letzter Zeit hat sich der Jugendaus­ schuss St. Leonhard vorwiegend auf den Bau des neuen Jugendzentrums konzent­ riert. Es wurde eine umfangreiche Jugend­ umfrage erstellt, um die Jugendlichen nach ihrer Meinung und ihren Ideen zu fragen. Insgesamt haben über 100 Jugend­ liche an der Umfrage teilgenommen. Anhand dieser großen Zahl an Teilneh­ mern konnte die Meinung vieler in den Bau des Jugendzentrums St. Leonhard einfließen. Im Jugendzentrum St.Leon­ hard wurden dadurch bereits einige Ideen der Jugendlichen umgesetzt, wie z. B. das Errichten einer Chillzone im Außenbe­ reich mit Meersand, ein Bereich für Slack­ line und Spiele, ein Bereich wurde vorge­ sehen für einen Mehrgenerationengarten und ein Pizza-Grillofen soll noch kommen. Es gab Treffen und auch Lokalaugen­

scheine mit den Jugendlichen auf der Baustelle in St. Leonhard. Zuletzt wurde an einem Abend ein Online-Treffen orga­ nisiert, bei dem auch Peter Moosmair, Jugendgemeindereferent von St. Leon­ hard, dabei war. Die Jugendlichen wurden über die Fortschritte auf der Baustelle informiert, über die zukünftigen Öff­ nungszeiten wurde geredet und auch über die Namensgebung des Jugendzent­ rums wurde diskutiert. Der nächste wich­ tige Schritt ist die kreative Gestaltung des Zentrums durch die Jugendlichen. Zusam­ men mit der Künstlerin Martina Peintner und dem Künstler Peter Burchia konnten zwei namhafte, junge Größen aus der Südtiroler Kunstwelt für einen Workshop begeistert werden. Sie werden zusammen mit Jugendlichen einige Bereiche im neuen Jugendzentrum komplett gestal­ ten. Dieser Kreativ-Workshop findet am 24. und 25. April statt und alle interessier­ ten Jugendlichen können sich dazu im JubPa ab sofort anmelden. Thomas Schölzhorn

Chillzone unter den Bäumen: Die Vorschläge der Jugendlichen werden umgesetzt

Katholische Jungschar

Ostergrußaktion mal anders Die Ostergrußaktion der Katholischen Jungschar gibt es seit dem Jahr 1969. Sie wird anlässlich des Osterfestes in den Pfarreien durchgeführt. Das Ziel der Aktion ist, dass die Jungscharkinder und die Gruppenleiter*innen die Osterbot­ schaft – „Jesus ist auferstanden!“ – zu möglichst vielen Menschen tragen. Da es die Situation auch in diesem Jahr aufgrund des Corona-Virus immer noch nicht zulässt, die Aktion wie gewohnt durchzuführen, möchten die Jungscharund Ministrantengruppen aus Passeier die heurige Ostergrußaktion auch auf diesem Wege überbringen. Wir wünschen allen ein frohes und gesegnetes Osterfest. Thomas Schölzhorn

Ostergrußkarte


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historisches Foto – Bilder im Vergleich

Auf dem Bild oben ist die Theresienkapelle im Prischer Waldl hinter Platt mit Marie Hofer, Platterwirtstochter, im schneereichen Winter 1950/51 abgebildet. Das Bild unten macht die Schneehöhe auf der Kapelle im heurigen Winter sichtbar. Die Gelöbniskapelle zu Ehren der hl. Theresia vom Kinde Jesu ließ Josef Hofer (Platterwirt), ein eifriger Förderer der Mission, 1935 errichten.

Foto: Arnold Rinner

historisches Foto

Gasthof Quellenhof anno dazumal  Foto: Berta Pichler, dankenswerterweise zur Verfügung gestellt von Erich Kofler


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Plakate machten auf den Tag der Frau aufmerksam

Alle angemeldeten Frauen erhielten ein Paket

St. Martin

Kleine Herzen, grosses Danke

Die Sauberfeen

Tag der Frau in Coronazeiten

Was Kinder in diesen Monaten geleistet haben

Und dann plötzlich reicht „sauber“ nicht mehr

In 15 Monaten Pandemie haben wir viele Helden gefeiert und den verschiedensten Arbeitsgruppen gedankt. Dabei vergisst man oft jene Menschen, die nicht wirklich zu einer „Kategorie“ gehören und den­ noch irrsinnig viel für unser tägliches Gemüt und unser Wohlbefinden tun. Menschen, die sich ganz flexibel an neue Dynamiken, einen neuen Rhythmus und vor allem neue Spielregeln anpassen: die Minderjährigen. Vom Kindergarten­ kind zum pubertierenden Jugendlichen, die letzten Monate waren nicht „ohne“ … oder „besonders ohne“. Allein das Lernen, ein Labyrinth aus „ich habe keine Linien“, „ich versteh sie nicht“, Väter, die in Mathe aufgeschmissen sind und Mütter, die mit Vokabeln lernen, Geschwister, die Bilder auf den Test malen, Freunde, die man nicht sieht, Bussl, die man nicht geben darf, Omas, die man nicht drücken soll und … alles drunter und drüber und dann noch die Frühlingsgefühle im Lockdown und die Großen, die sich beschweren, weil „sie uns helfen sollen“… Ich weiß nicht wieviel uns von dieser Corona-Zeit in Erin­ nerung bleiben wird, wieviel sie sich auf Wirtschaft, Gefühle, Familienleben und Leistung auswirken wird, sicher ist aber ganz bestimmt eines: Da gibt es ganz viele Kinder und Jugendliche, die extrem tapfer, unkompliziert und diszipliniert eine Unmenge an Neuigkeiten toleriert und akzeptiert haben, inklusive Verständ­ nis für verwirrte Väter und überarbeitete Mütter, unkontrollierbare Hormone und verbotene Kontakte … danke dafür. Elisabeth Larcher

Wie man einen unsichtbaren Feind bekämpfen soll, fragen sich die Obrigsten seit nun mehr als einem Jahr … wie man sich dann dabei fühlt, wenn man nicht in der Theorie fantasiert sondern vor einem blitzblanken Schreibtisch steht und der dennoch schmutzig ist … so ging es unse­ ren Hausmeisterinnen, Reinigungsfrauen, … unseren Sauberfeen. Sauber war nicht genug und nun wurde jeder Zentimeter unserer Kindergärten, Volksschulen, Mittelschulen, Bibliotheken, Vereinssäle und Dorfhäuser zu „virenfreiem Gebiet“ erklärt. Jeden Tag, den ganzen Tag: desinfizieren, hygienisch reinigen und aufpassen sich nicht anzustecken … Für eure Geduld, eure Sauberkeit, eure Emsigkeit, für euer Schmunzeln, Kopfschütteln und Akzeptieren, … danke Sauberfeen! Elisabeth Larcher

Zum Tag der Frau, am 8.3.2021, ließ sich der Bildungsausschuss St. Martin wieder etwas ganz Besonderes einfallen. Durch die Coronamaßnahmen konnte leider keine Veranstaltung wie üblich organisiert werden, so wurde der Tag der Frau nach Hause geliefert! Alle ange­ meldeten Frauen erhielten ein kleines Paket, ganz unter dem Thema „Zeit für mi“. Im Paket enthalten waren neben einem Bild vom Fotoclub St. Martin und einem inspirierenden Text mit Schlüssel­ wörtern, eine Sanduhr, die daran erinnern soll, sich Zeit für sich selbst zu nehmen. In diesen besonders schwierigen Zeiten wird viel von der Frau erwartet. Daher möchte der Bildungsausschuss darauf aufmerksam machen und aufzeigen, wie wichtig es ist, auch auf sich selbst zu achten. Die Idee fand so viel Anklang, dass sich mehr meldeten, als Pakete zur Verfügung standen. Die 50 Pakete wurden am Montag ausgeliefert und wurden mit Freude empfangen. Zusätzlich machten Plakate, die im Dorf verteilt waren, auf den Tag der Frau aufmerksam. Danke an alle Beteiligten, dass wir auch dieses Jahr am Tag der Frau, eine tolle Aktion verwirklichen konnten. Leonie Rita Pichler

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Natur & umwelt

Die goldgelben Blüten der Kornelkirsche verbreiten bereits im März einen Hauch von Frühling  Foto: Arnold Rinner

Heimische Pflanzenwelt

Kornelkirsche Frühblühende Pflanzen üben einen besonderen Zauber auf uns Menschen aus. Unter den Blütenpflanzen erfreuen sich Krokus, Leberblümchen und Früh­ lings-Knotenblume besonderer Beliebt­ heit. Neben diesen Klassikern unter den Frühlingsboten gibt es aber auch einige weniger bekannte Gehölze und Sträucher, wie die Kornelkirsche, die bereits im März mit ihren goldgelben Blüten einen Hauch von Frühling verbreiten. Etwa 10 bis 25 kleine Blüten stehen bei der Kornelkirsche in kleinen Dolden beisammen. Diese erscheinen vor dem Blattaustrieb am alten Holz. Neben

diesem Farbtupfer bildet der süßliche, honigähnliche Duft, den die Blüten verströmen, ein zusätzliches sinnliches Erlebnis. Besonders für Bienen und andere Insekten sind sie eine attraktive Nahrungsquelle im zeitigen Frühjahr. Nach der Blüte, die bis zu vier Wochen andauern kann, entwickeln sich die Blätter, die an 4 Paaren bogig aufsteigen­ der Seitennerven zu erkennen sind. Im Spätsommer, meist im August, reifen die länglichen, kräftig roten Steinfrüchte. Oberflächlich betrachtet ähneln die ca. 2 cm großen Früchte der Kornelkirsche jenen der Süßkirsche, sind aber nicht damit verwandt. Für den Menschen sind sie im fast überreifen, dunkel- bis schwarzroten Zustand essbar. Kornel­ kirschen sind sehr nährstoffreich und

haben einen hohen Gehalt an Gerbstoffen und Pektinen. Geschätzt werden die Früchte aber nicht nur bei uns Menschen, auch bei Tieren und besonders bei Vögeln sind sie äußerst begehrt. Die wild wachsende Kornelkirsche gehört zu den Hartriegelgewächsen. Die wärme­ liebende Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 5 m. Die ursprüngliche Heimat dieses Strauches ist der mediterrane Raum. Im Passeier gedeiht das seltene Gewächs an besonnten Hängen, in Gebü­ schen sowie an Wald- und Wiesenrändern von den äußeren Tallagen bis in die Gegend von St. Leonhard. Das Gehölz zeichnet sich durch sehr langsames Wachstum und sehr hartes Holz aus, was sich im botanischen Namen „Cornus mas“ wiederspiegelt. „Cornu“ steht für „hart wie Horn“ , der Artname „mas“ bedeutet männlich und bezieht sich auf die Holzqualität; früher wurde mit männlich „Grobes“ oder „Hartes“ bezeichnet. Bemerkenswert ist, dass das Holz dieser Pflanze so schwer ist, dass es im Unterschied zu anderen Holzarten im Wasser nicht schwimmt, sondern untergeht. Das im Kern gelbbraune Holz der Kornelkirsche wurde bereits im Mittelalter zur Herstellung von Lanzen­ schäften verwendet. Überliefert ist auch die Fertigung von Pfeifenstielen aus Hartriegelholz. Prominentester Nutzer der Holzart war Ötzi, der einen seiner Pfeilschäfte aus diesem Holz fabrizierte. Die Kornelkirsche wird in Südtirol an wenigen Standorten auch als Wildfrucht angepflanzt, um Marmelade, Sirup, Saft und Likör herzustellen. Großer Beliebtheit erfreut sich das Gehölz auch wegen der frühen Blüte als Zier- und Heckenstrauch in Gärten und Parkanlagen. Arnold Rinner

Lostage und Bauernregeln So wie Bauernregeln über Generationen weitergegeben werden und jahrzehntelange Beobachtungen überliefern, so sind Lostage feststehende Tage im Kalender, die über das Wetter der folgenden Wochen und Monate Vorhersagen ermöglichen. Das Besondere an Bauernregeln und Lostagen ist die lokale Eigenheit, denn die meis­ ten Redewendungen und Überlieferungen gelten nur für einen ganz bestimmten Ort. Eine bekannte Regel: Setsch mi im April kimm i wenn i will, setz du mi im Mai kim i glei: in Erdepfl Und im Passeier gilt, dass wenn die Holerblüte beginnt, das Heu mähen nicht weit weg ist. Die meisten Höfe, Ortschaften und Fraktionen haben ihre ganz eigenen Lostage. Gerne würden wir diese Ecke nutzen, um davon zu berichten. Bitte schreibt mir enkre Bauernreglen und meldet euch, es ist ein Stück unserer Kultur, es sind unsere Wur­ zeln: 324 0758061, passeirerblatt@passeier.it Elisabeth Larcher Verdorfer

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23  Passeirer Blatt – nr. 164, April 2021

Eisige Verhältnisse: Drei Rothirsche verweilen bei der Suche nach dem rettenden Ufer auf einem Schneehöcker im Bachlauf der Passer  Foto: Anton Ploner

Begebenheiten mit Seltenheitswert

Wildtiere im Schneechaos Als ungewöhnlich schneereich geht der Winter 2020/21 wohl in die Annalen ein. Im Dorf Pfelders schneite es vom 5. bis zum 7. Dezember in 72 Stunden 2,80 m frisch gemessenen Schnee, in Platt sind es 1,53 m und im Dorf St. Leonhard etwa 75 cm. Den vielen Schnee um den Niko­ laustag bekamen nicht nur die Menschen zu spüren. Auch Rothirsch, Reh, und Gams litten unter den enormen Schneemassen und wurden auf der Suche nach Fress­ barem gezwungen talwärts zu ziehen. Besonders das gewichtige Rotwild versank förmlich im Tiefschnee. Hirsch­ spuren führten vielfach herunter bis zu den Talbächen. Dazu nachfolgend einige Begebenheiten mit Seltenheitswert. Rothirsch auf Hausdach „Ein im Wald oberhalb von Moos aufge­ scheuchter Rothirsch“, weiß der Mooser

Revierleiter Helmut Lanthaler, (Interview, 11. 3. 2021) zu berichten, „verirrte sich zei­ tig am Morgen des 18. Dezember in einer Häusergruppe am ‚Heilig Piichl‘ bei Moos. Zu allem Übel verfing sich hier der statt­ liche Rothirsch auch noch mit seinem Geweih in einen Kabel. Die Jagdaufsicht hatte schon nach dem Tierarzt gerufen, um das panische Tier zu betäuben und aus dem Schnurwerk zu befreien, als es dann dem Hirsch jedoch selber gelang, den Kopf mit dem imposanten Geweih aus der Schlinge zu ziehen und auf einen dar­ überliegenden Fels zu flüchten. Von hier aus sprang der Hirsch dann auf das an den Felsen angrenzende Dach meines Hauses. Mit viel Geduld gelang es Jagdaufsehern und Förstern in der Folge den Hirsch vom Dach zu scheuchen und einen Weg aus der Sackgasse zu weisen. In großen Fluchten sprintete dann das Tier über

die Terrasse meines Hauses und flüchtete anschließend die Timmelsjochstraße bergwärts.“ Hirschgruppe in den Fluten der Passer Nicht alltäglich sind auch nachfolgende Geschichten, die mir Jagdaufseher Anton Ploner (Interview 21. 3. 2021), erzählte: „Sieben Stück Rotwild, die nach den ergiebigen Schneefällen von Anfang Dezember von Wanderern oberhalb der ‚Hochbrugge‘ hinter Moos aufgescheucht worden waren, flüchteten in ihrer Panik schnurstracks in den Bachlauf der Passer. Nachdem uns Jagdaufsehern dieser Vor­ fall mitgeteilt worden war, bemühten wir uns am folgenden Tag den im Gebirgsbach stehenden Hirschen über freigeschaufelte Gänge am Bachufer einen Weg aus dem Wasser zu weisen. Dies gelang bei einigen Tieren. Eine andere Gruppe zog es vor dem Bachlauf weiter talwärts zu folgen. Dabei sprangen die Hirsche mehrere Bachsperren hinunter, schwammen durch „Plooder“ und torkelten zwischen Wasser und vereisten Steinen umher. Schließlich >


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> fanden auch diese erschöpften Tiere bis auf ein Hirschkalb, das sich den Ober­ schenkelknochen gebrochen hatte, einen Weg ans rettende Ufer. Gerne nahmen hier die geschwächten Tieren die ausge­ worfenen Futterballen an.“ Rotwild in der Passerschlucht „Einen anderen, wohl unterhalb von Moos die Passerschlucht talauswärts gewanderten, heruntergekommenen Rothirsch“, schildert der tüchtige Jagdauf­ seher, „spürte ich in der Passerschlucht unter der ‚Weißen Mauer‘ auf. Etwa drei Monate lang erhielt das erschöpfte Tier in der Schlucht als tägliche Futterration ein kleines ‚Traagl‘ Heu, das ich an ein langes Seil band und ihm über ein Abseilmanöver im senkrechten Fall zukommen ließ. Der Hirsch kam allmählich wieder zu Kräften und ging dann ab dem 7. März wieder seine Wege. Etwas weiter außer­ halb unter der Örtlichkeit ‚Zoll‘ strandete eine heruntergekommene Hirschkuh in der Passerschlucht, welche ebenso täglich ein kleines ‚Traagl‘ Heu direkt an den Liegeplatz bekam. Ohne sich zu bewegen verharrte das Tier etliche Wochen trotz teils extremer Kälte, liegend an der selben Stelle. Wegen der geringen Überlebens­ chanchen des Tieres wurde es von einem Experten aus Bozen betäubt, von der Bergrettung in einer Gebirgstrage zu einem Forstauto gebracht, verladen und im Tal hinter Moos freigelassen. Drei Wochen wurde das kaum gehfähige Tier noch gefüttert, ehe es dann zugrunde ging.

Ein stattlicher Rothirsch verirrt sich in Moos auf das Hausdach des Revierleiters  Foto: Anton Ploner

Der Hunger ist groß. Durch das fleißige Bestücken der Futterkrippen war es möglich, dass Rehe die Zeit der größten Nahrungsknappheit überbrücken konnten  Foto: Anton Ploner

Füttern oder verhungern Um in diesem schneereichen Winter möglichst vielen Wildtieren in ihrem Überlebenskampf helfend zur Seite zu stehen, wird von den Jagdaufsehern des Tales seit Anfang Dezember mit viel Herz­ blut und großem körperlichen Aufwand in regelmäßigen Zeitabständen an Futter­ stellen gefüttert. „Allein im Hinterpas­ seier“, weiß Anton Ploner zu erzählen, „werden 18 Futterstände von Jagdauf­ seher Patrick Chizzali und mir betreut. „Zeitweise“, schwärmt der begeisterte Jagdaufseher, „hielten sich bis zu zehn Rehe an einer Futterstelle auf. Erfreulich gilt es zu vermerken, dass einzelne Bauern unentgeltlich Heu für die Wildfütterung zur Verfügung stellten und dass einige Jäger*innen beim Ausbringen von Heu in

die Futterkrippen behilflich waren.“ „Insgesamt“, listet Aufsichtsjäger Anton Ploner auf, „sind bis heute 10 Stück Rot­ wild (5 Hirschkühe, 3 Kälber und 2 Stiere) im Hinterpasseier tot aufgefunden wor­ den. Die einen stürzten bei den Talwande­ rungen in die Tiefe, andere verhungerten und wieder andere wurden von Lawinen verschüttet. Am Gamsberg oberhalb von Moos kamen beim Ausfräsen der Straße vier Hirschkadaver zum Vorschein. Neben den Rothirschen gibt es auch bei Rehen und besonders bei Gämsen große Ausfälle zu verzeichnen. Viele sind in den hohen Schneemassen ohne Nahrung ein­ fach ‚derschwåcht‘ und zugrunde gegan­ gen. Allein bei Gspell konnten beispiels­ weise bis heute sieben Stück Gamswild tot aufgefunden werden. Meist waren es schwächere Tiere und Kitze. Das gesamte Ausmaß des Fallwildes in diesem Winter lässt sich allerdings erst nach dem Abschmelzen des Schnees einigermaßen ermitteln.“ Günstig wirkten sich auf die Wild­bestände die Schönwetterlage und die milden Temperaturen ab der letzten Februar­ woche aus. Der abschmelzende Schnee auf den sonnseitigen Hängen erleichtert es dadurch den ausgezehrten Wildtieren wieder Nahrung zu finden. An schattseiti­ gen Talhängen wird, je nach Schneedecke und Situation, wohl noch einige Zeit gefüttert werden müssen. Lob und Anerkennung für den unermüd­ lichen Einsatz zum Wohle der Wildtiere gebührt den Jagdaufsehern des Tales. Für ihren selbstlosen und oft nicht unge­ fährlichen Dienst sei ihnen ein aufrichti­ ger Dank ausgesprochen. Der stille Dank der Tiere ist ihnen gewiss! Arnold Rinner


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Forstbehörde und Zivilschutz

Die Förster haben auch verschiedene Aufgaben im Bereich Zivilschutz Hier sollen einige vorgestellt werden Bei extremen Unwetterereignissen kann es notwendig sein, schnell Maßnahmen zu ergreifen. Vor allem sollen weitere Schäden verhindert werden. Im letzten Herbst Anfang Oktober wurden etwa im Hinterpasseier 140.000 Euro für Sofortmaßnahmen verwendet, um Schäden unbürokratisch zu beheben. Damit Hubschrauber ohne größere Probleme fliegen können, brauchen sie eine aktuelle Karte der Luftfahrthindernisse. Sämtliche Seilbahnen, Leitungen und Masten mit einer bestimmten Höhe werden daher von der Forststation karto­ grafisch erfasst. Besonders in unserem Tal, mit seinen vielen Milchbahnen und Schussdrähten ist das besonders wichtig. Lawinenabgänge werden kartografisch im Lawinenkataster erfasst. Dieser bildet die Grundlage für die Gefahren­ zonenplanung.

Behebung von Unwetterschäden

Unter der Lupe – Schneeprofil

Der Lawinenlagebericht wird von vielen Freizeitsportlern (Skitourengeher, Schneeschuhwanderer) genutzt. Der Lawinenwarndienst in Südtirol, der diesen Bericht verfasst, setzt sich derzeit aus drei Mitarbeitern zusammen. Um genügend Daten zu haben, machen die Forststationen wöchentlich ein Schneeprofil. Die 20 bis 30 Profile pro Woche sind unter der Internetseite lawinen.report

auch öffentlich zugänglich. Neben dem Schichtprofil mit dem genauen Aufbau der Schneedecke (Schneekristallform und -größe, Schneehärte, Schneefeuchte) wird auch die Temperatur innerhalb der Schneedecke ermittelt. Zudem wird normalerweise ein Stabilitätstest durch­ geführt, bei dem ein Schneeblock stufen­ weise belastet wird. Andreas Hofer

Hoffnungsschimmer Während dieser Ohnmachtstage haben viele von uns ihre Grenzen erreicht, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und Resignation so manchen beschleicht. Keine Perspektiven, nur Trauertöne, die Welt erscheint alsbald unterzugehen, Hiobsbotschaften, Verschwörungstheorien, ein Ende scheint nicht abzusehen.

Wir sehnen uns nach heilvollen Tagen, nach Boden unter unseren Füßen, die Sonnenstrahlen, welche die zähen Nebel durchbrechen, lassen grüßen. Denn mit Zusammenhalt, Solidarität und Menschlichkeit sollte es gelingen, die Botschaft vom Leben, wie einen Hoffnungsschimmer, voranzubringen. Kurt Gufler   Foto: Klaus Gufler


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Müll von Familie im Rahmen von täglichen, kleinen Spaziergängen gesammelt (5 Tage!)

Kitzlein in einem Futtermittelsack entsorgt

St. Martin

My days for future – Für eine saubere Umwelt Wir alle lieben es, uns im Freien aufzuhalten und dabei eine saubere Umwelt vorzufinden. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, unsere Spazierwege und unser Dorf sauber zu halten. Doch ist es erschreckend, wie viel Müll, allen voran Zigarettenstummel, um und auf unseren Spazierwegen herumliegt. Für eine saubere Umwelt hat die Umwelt­ gruppe St. Martin, die Gemeindeverwal­ tung St. Martin, der AVS St. Martin, Jugendtreff St. Martin sowie der Fliegen­ fischerverein Passeier um aktive Mithilfe zur Lösung dieses Problems gebeten. Fleißige Helfer konnten den gesammelten Müll innerhalb März beim Jugendtreff abgeben, der sich dann um die Entsor­ gung kümmerte. Der Fliegenfischerverein und die Schildhöfler haben z. B. an zwei Tagen massenhaft Müll entlang der Passer gesammelt. Privatpersonen machten am Floner Berg/ Matatz sogar zweimal einen schockier­

enden Fund: einmal wurde ein neuge­ borenes Kitzlein in einem großen Futter­ mittelsack einfach von der Straße aus über die Böschung geworfen. Ein anderes Mal wurde ein Tierkadaver in einem großen schwarzen Nylonsack im Wald gefunden. Unverständlicherweise taucht da die Frage auf, wer so etwas macht? Bauern leben doch in und mit der Natur!? Zudem wurde festgestellt, dass vor allem an Rastplätzen viel Müll liegt. Unver­ ständlicherweise werden oft Hunde­ kotsäckchen unter Bänken versteckt sowie massenhaft Zigarettenstummel liegengelassen, wahrscheinlich in der Hoffnung, dass fleißige Müllsammler wieder für Sauberkeit sorgen. Hundehalter müssten den Kot ihrer Vierbeiner in eigens dafür vorgesehene

Hundehalter müssten den Kot ihrer Vierbeiner in den aufgestellten Hundekotbehältern bzw. zu Hause im Restmüllcontainer entsorgen

Hundekotsäckchen geben und bestenfalls in den aufgestellten Hundekotbehältern bzw. zu Hause im Restmüllcontainer ent­ sorgen. Doch leider liegen immer wieder Säck­ chen samt Inhalt verstreut herum. Sie werden sogar durch die Luft geworfen, sodass sie an Sträuchern hängen bleiben oder im Wald landen. Da stellt sich die Frage: Sind nicht alle Tierliebhaber auch Naturliebhaber? Aufgrund des Ausnahmezustandes wur­ den auch viele Mundmasken gefunden. Papiertaschentücher, Bierdosen, Glasfla­ schen und Plastikflaschen verunreinigen den Umkreis unserer Spazierwege und Wälder. Immer wieder wurde Grünschnitt einfach in einer Böschung entsorgt, leider so manches Mal gemischt mit Restmüll. Grünschnitt sollte im Recyclinghof Mörre abgegeben werden. Dabei ist 1 m³ pro Haushalt und Jahr ohnehin kostenlos. Auch einige Kinder haben an der Aktion teilgenommen und wunderten sich, dass sie auf derselben Strecke immer wieder Müll vorfanden. Darum ersuchen wir alle, keinen Müll in der Natur wegzuwerfen, damit Müll­ sammelaktionen erst gar nicht notwendig werden, denn jeder von uns wünscht sich eine schöne Natur zum Wohlfühlen. Dafür ist der Beitrag von uns allen notwendig. … und wenn jeder von uns auf Spazier­ gängen auch nur ein einziges Müllteil­ chen mit nach Hause nehmen würde, hätten wir schon viel für eine saubere Umwelt geleistet. Dennoch gilt immer noch: „Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht!“

Müllsammelaktion – besonders schlimm sah es auf der „Hafner Wiese“ aus, wo in diesem Winter Eltern mit Kindern fleißig gerodelt sind


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Wie Zigarettenstummel unsere Umwelt verseuchen Man findet sie überall: Sie landen auf der Straße, im Dorf, auf Spazierwegen, auf Wiesen und sogar im Wald (man denke an die Waldbrandgefahr!), nur nicht dort, wo sie hingehören. Und besonders häufig sind sie an Plätzen, die zum Verweilen einladen, anzufinden – Rastplätze mit Bänken. Sie sind klein und unscheinbar, wiegen nichts, fallen oft wegen der Farbe nicht sonderlich auf und doch stellen sie ein riesiges toxisches Sondermüllproblem der heutigen Zeit dar. Ohne Weiteres könnten sie wieder mit nach Hause genommen werden, um richtig entsorgt zu werden. Fakten: Zigarettenstummel sind weltweit das häufigste Abfallprodukt. Laut der Welt­gesundheitsorganisation (WHO) werden weltweit ca. 5,6 Billionen (5.600.000.000.000) Zigaretten pro Jahr geraucht. Leider werden bis zu zwei Drittel der gerauchten Zigaretten auf den Boden geschmissen, was bedeutet, dass dem­ nach zwischen 340.000 und 680.000 Tonnen Kippen pro Jahr unseren Planeten verschmutzen! Zigaretten enthalten ungefähr 7.000 Gifte, u. a. findet man darin Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol, polyzyklische aromatische Kohlenwasser­ stoffe und Nikotin (= Nervengift). Die Stummel verwittern in Zeitlupe und deren Gifte landen schlussendlich in unserem Grundwasser. Dies hat fatale Auswirkungen auf die Wasserlebewesen. Man bedenke, dass eine einzige Zigarette, aufgelöst in einem Liter Wasser einen Fisch töten kann. Ein Teufelskreislauf beginnt: die Gifte landen im Wasser, die Wasserlebewesen verwechseln die kleinen Partikel mit Nahrung, nehmen die Gifte auf, die Fische landen auf unserem Teller. Wusstet ihr, dass die Filter zwar wie Watte aussehen, aber meistens aus dem Kunststoff Celluloseacetat bestehen, bei dem es Jahrzehnte bis zur Zersetzung desselben dauert? Im Salzwasser dauert es sogar bis zu mehreren hundert Jahren. Auch für kleine Kinder stellen die herum­ liegenden Zigarettenstummel eine Gefahr dar. Nikotin ist nach Medikamenten die häufigste Ursache einer Vergiftung im Kleinkindalter.

Zigarettenstummel gehören in den Restmüll! Jeder weiß, dass Rauchen für die eigene Gesundheit schädlich ist. Wenn jemand schon rauchen muss, dann bitte die Zigarettenstummel im Freien mit nach Hause nehmen und richtig entsorgen. Es gibt Taschen-Aschenbecher zum Mit­ nehmen. Zudem benötigen Zigaretten­ stummel 1-5 Jahre, bis sie verrottet sind. Zum Nachdenken: Auch der Tabakanbau stellt ein großes Problem dar: mindestens 6.500 Hektar Wald, so schätzt die WHO, werden jährlich für den Tabak-Anbau gerodet. Tabak ist eine empfindliche Pflanze, laugt die Böden aus, braucht Pestizide und wird vorwiegend in Entwicklungsund Schwellenländern angebaut. Für weiteres Interesse diesbezüglich: https://blog.wwf.de/rauchen-umweltzigarettenkippen/ Carmen Kofler Gesundheitsgefahren

Übertragbare Krankheiten von Hund auf den Menschen – Problem Hundekot Es gibt zahlreiche Krankheiten welche vom Tier auf den Menschen übertragen werden können (Zoonose). Bekanntestes und zugleich gefährlichstes Beispiel ist die Tollwut. Der Erreger der Tollwut ist ein Virus, welches vor allem von hunde­ artigen Tieren (Fuchs, Marder, Wolf etc.) auf den Menschen bzw. andere Tiere übertragen wird. Der letzte Tollwutfall in Südtirol war im Jahre 2013 bei einem Fuchs fest­gestellt worden. Durch gezielte Impf­aktionen bei den Füchsen und Hun­ den ist Europa derzeit tollwutfrei, aber weltweit treten jedes Jahr Tollwutfälle mit tödlichem Ausgang für Mensch und Tier auf. Andere Krankheiten, welche vom Hund auf den Menschen übertragen werden können, sind durch Parasiten verursacht. Im Hundekot können sich nämlich die Eier von Faden- und Bandwürmern (Para­ siten) befinden. Diese Parasiten können sich durch den Hundekot auf andere Hunde, andere Tiere und sogar auf den Menschen verbreiten. Dies geschieht zum Beispiel beim Hundespulwurm durch verunreinigten Sand oder Erde, welcher

dann von Kleinkindern auf Spielplätzen aufgenommen wird. Folgen des Befalls mit diesem Spulwurm sind dann Durch­ fälle, starker Juckreiz am After und allgemeine Schwäche beim Kleinkind. Auch weidende Nutztiere wie Rinder, Schafe und Ziegen können von Parasiten befallen werden, wenn die landwirt­ schaftlichen Flächen (Wiesen, Weiden) durch Hundekot kontaminiert werden. Der im Hundekot enthaltene Parasit Neospora caninum führt zum Beispiel zu Fehlgeburten bei Rindern bzw. zur Infektion des Neugeborenen. Daher sollten Dorf- bzw. Stadthunde, aber auch Hofhunde regelmäßig ent­ wurmt werden bzw. deren Hundekot darf nicht auf landwirtschaftlich genutzte Wiesen und Weiden gelangen. Auch die Unart Hundekot in Plastiksackerl liegen zu lassen ist striktestens zu unterlassen. Zum einen, da die Parasiten wegen dem höheren Feuchtigkeitsgehalt im Plastik­ sackerl noch länger überleben können und zum anderen aus Naturschutz­ gründen. Für die Hunde selbst ist der Befall mit Magen-Darmparasiten auch alles andere als angenehm und kann letztlich zu Abmagerung und sogar zu einem gefährlichen Darmverschluss führen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Hundekot nicht nur ein geruchsin­ tensives Ärgernis beim Hineintreten ist, sondern birgt auch echte Gesundheits­ gefahren für Mensch und Tier. Daher gilt es die Verbreitung der Para­ siten zu bremsen, indem eine regelmäßige Entwurmung der Hunde gemacht wird und indem kein Hundekot, weder auf dem Gehweg noch auf den Wiesen, liegen gelassen wird, zum Wohle für Mensch, Tier und Natur. Amtstierarzt Dr. Helmuth Gufler


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Wirtschaft Psairer*innen unterstützen

Handwerk und Dienstleistungen

Gsuecht & Gfundn

Neuer Handwerkerund DienstleisterFührer Gerade zur Coronazeit ist es wichtig, lokale Kreisläufe zu fördern. Nur gemein­ sam schaffen wir es, die derzeitige Situa­ tion zu überstehen und gestärkt aus der Krise herauszukommen. Daher wird zur Zeit ein neuer Führer aller Handwerker, Kaufleute und Dienstleister, die Mitglied im Tourismusverein Passeiertal sind, erar­ beitet. „Gsuecht & Gfundn“ soll eine Hilfe sein, Fachleute und Fachgeschäfte im Passeiertal zu finden. Durch den gezielten Einkauf erreichen wir, bewusst den loka­ len Kreislauf im Passeiertal zu fördern. Gleichzeitig findet der Nutzer auch wichtige Kontakte zu Gemeindediensten, Ärzten und vom Sprengel Passeier. Der neue Führer wird im Mai an alle Haus­ halte kostenlos verteilt und liegt auch in den Tourismusbüros und Geschäften auf. Julia Tschöll

282 mal Kopf, Hand und Verstand. Denken wir besonders in diesem Jahr an unsere Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe. Habt ihr gewusst, dass die Gemeinde Moos 73, die Gemeinde St. Matin 97 und die Gemeinde St. Leonhard 112 Hand­ werks- und Dienstleistungsbetriebe hat? (Quelle LVH). Fast 90% aller Betriebe, vom gesamten Bezirk, sind dabei Betriebe mit maximal 5 Mitarbeitern. Jedes Mal wenn wir einen Grafiker, Frisör, Tischler, Schlosser oder Dekorateur aus unseren Gemeinde brauchen, unter­ stützen wir kleine Familienbetriebe aus unserem Umfeld, unserem Freundeskreis, unserer Gemeinde. Besonders in der aktuellen Situation sollten wir uns alle daran erinnern, dass ein Name, ein Handschlag, ein bekanntes Gesicht einen viel höheren Stellenwert hat als ein anonymes, schnelles Angebot. Denken wir an uns, denken wir an unsere Gemeinden. Elisabeth Larcher Zusammenhalten

Lokal einkaufen, warum? Welche Vorteile hat es, im kleinen Laden im Dorf einzukaufen und wenn wir es nicht tun? Mal ganz ehrlich, Onlineshopping vom Sofa aus ist weniger zeitaufwendig und weniger stressverbunden und der rote

Psairer Låchkåchl-Ëgge

Auer?!? Ein Fahrer der Firma Pfitscher Türen erhielt dereinst – unbestätigten Gerüchten zufolge soll sich folgendes Malheur an einem Montag zugetragen haben – den präzisen Auftrag: „Zearscht foorsche Nuimårkt, zemm lëggsche a poor Tiirn oo und når foorsche Auer!“ (Neumarkt und Auer sind, wie bekannt sein dürfte, zwei Ortschaften im Südtiroler Unterland). Der Fahrer tat wie ihm geheißen, fuhr mit dem Lieferwagen zuerst nach Neumarkt und legte dort ungefähr die Hälfte der Türen ab. Hernach fuhr er mit den restlichen Türen – empfangen von den entgeisterten Blicken seines konsternierten Chefs und honoriert vom Gelächter der gesamten Firma Pfitscher-Belegschaft – geradewegs „auer“ (herauf, zurück zur Firma). Kurt Gufler

Würfel hat sehr viel Auswahl … Warum sollten wir also lokal kaufen, warum ins Dorf gehen? … Was sind die Vorteile vom Einkauf im Laden vor der Haustür und was passiert, wenn wir damit aufhören? Die ersten beiden Schlagwörter sind Nachhaltigkeit und Ethik. Sie nehmen, zum Glück, in unserer ländlichen Gesell­ schaft noch immer, einen hohen Stellen­ wert ein. In unseren Dörfern verzichten wir wieder, immer mehr, auf Billigfleisch, kaufen die Schuhe beim Dorfschuster und das Brot beim Nachbarsbäcker. In Krisen­ situationen, wie wir sie momentan haben und wahrscheinlich haben werden, ist es umso wichtiger, lokale Geschäfte zu unterstützen, denn durch den Lockdown sind allein in Europa tausende von kleinen Geschäften für immer geschlossen wor­ den. Jeder von uns rettet jeden Tag ein Stück Gemeindeleben. Heimat und Lebendigkeit sind die beiden nächsten wichtigen Wörter: Geschlossene Läden und Geschäfte im Dorf sorgen für das Aussterben des Dorf­ lebens und der Entfremdung unseres Heimatbildes: Im Dorf trifft man sich, der Dorfplatz ist die Tageszeitung, das Wochenblatt und das Radio. Die Dorf­ straßen sind Begegnung, Kinderlachen, Lebensgefühl … allein in den Wochen des Lockdowns hat man gesehen, wie trostlos leere Gassen sind. Jeden Tag, jeder Dorfeinkauf rettet ein bisschen unser Dorfleben. Überleben und Identität: Persönlich wäre ich ja für eine Plakatierung in unseren Dörfern: „Heute schon die neue Gamswurst von unserem Metzger pro­ biert?“, „Hast du dir deine Hausschuhe auch vom Dorfschuster machen lassen?“, „Das Brot von unserem Bäcker, ganz knusprig, stimmt’s?“… weil unsere Geschäfte haben ein Gesicht, einen Namen, hinter unseren Betrieben stehen Familien, Kinder, die mit unseren zur Schule gehen, unsere Bekannten und Freunde. Warum wir im Dorf einkaufen sollten? Weil wir entscheiden, ob das Dorf und wir lebendig bleiben sollen, weil wir entscheiden dürfen, ob wir uns gemein­ sam unsere Heimat erhalten, weil wir entscheiden dürfen, wie unsere Zukunft ausschaut. Lokal einkaufen hat einen ganz großen Vorteil: Wir tun etwas für uns! Elisabeth Larcher


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vereine & verbände

Kaminbrand: FF St. Martin im Einsatz

FF St. Martin

Der schwierige Dienst für den Nächsten während einer Pandemie Im Jänner 2020 standen für unsere Feuer­ wehr Neuwahlen an. Damals konnte nie­ mand auch nur im Entfernten mit dem Katastrophenjahr rechnen, das nun folgen sollte. In allen Sparten unseres Alltags hat sich diese Pandemie wie eine Seuche aus­ gebreitet und im Grunde das öffentliche Leben lahmgelegt. Auch die Feuerwehr­ wesen des Landes hat es hart getroffen. Proben mussten abgesagt werden oder konnten nur unter schwierigen Bedingun­ gen abgehalten werden, ja sogar unsere Florianifeier konnte nicht stattfinden. Keine einzige Zugs- oder Vollprobe konnte durchgeführt werden, und man musste letztendlich froh sein, dass man im April in Kleingruppen und unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen zumindest das Nötigste üben konnte. Im Herbst konnten wieder nur Übungen in Gruppen­ stärke abgehalten werden. Wir versuch­ ten, das Wichtigste zu wiederholen und auch eine Erste-Hilfe-Auffrischung konnte dank der Unterstützung des Weißen Kreuzes Passeier im Fortbildungsplan eingebaut werden. Wir konnten also im Bereich Proben definitiv nur ein Minimalprogramm durchführen und dies, obwohl wir mit 107 Einsätzen so viele Hilfeleistungen wie noch nie in der Geschichte der FF St. Mar­ tin zu bewältigen hatten. Hervorzuheben ist hierbei der Wohnungsbrand oberhalb von St. Leonhard. Wir unterstützten die Feuerwehr St. Leonhard mit unserem Tanklöschfahrzeug und Atemschutz­ trägern. Zum Glück kamen damals keine Personen zu Schaden, allerdings war der Sachschaden erheblich. Zu Beginn des

Lockdowns wurden wir kaum zu Einsät­ zen gerufen, was relativ logisch erscheint, nachdem kaum mehr Autos auf den Straßen verkehrten und die meisten Menschen zu Hause bleiben mussten. Dafür wurde unsere Hilfe bei anderen Diensten benötigt: So verteilten wir Masken in den verschiedenen Geschäften und Handelsbetrieben im Dorf und waren auch öfters für den Ordnungsdienst, auch bei Gottesdiensten, im Einsatz. Im Spätsommer kam es zu 2 StarkregenEreignissen, wobei wir als FF St. Martin beide Male mit einem blauen Auge davon­ kamen. Eine neue Aufgabe wartete auf die FF St. Martin beim Corona-Screening „Südtirol testet“ im November. Besonders am Freitag war der Ansturm sehr groß und die FF St. Martin sorgte dabei für einen geordneten Ablauf. Auf ganz andere Weise waren wir im Dezember gefordert. Ein JahrhundertSchneefall rief uns zu zahlreichen

Einsätzen. Der schweren Schneelast hielt kaum ein Baum stand und so mussten wir des Öfteren Bäume von den Straßen entfernen. Auch der seinerzeitige Strom­ ausfall hatte seine Tücken und wir unter­ stützten mit unseren Stromaggregaten so manchen Bauern beim Melken. Die Führungskräfte der FF St. Martin möchten sich an dieser Stelle wirklich bei allen Wehrmännern bedanken, dass alle Ein­ sätze abgearbeitet werden konnten und immer genug Feuerwehrleute anwesend waren, einige haben sogar mehrere Tage ihren Mann gestellt. Auch im Bereich von Festen oder Feiern ist seit längerem extrem wenig möglich. Im Februar konnten wir mit einem Fest­ wagen und mit dem Ausschank beim Festgelände noch den beliebten Mårtiner Faschingsumzug tatkräftig unterstützen. Mit viel Disziplin und Abstand konnten wir im August unsere traditionelle Fami­ lien- und Kameradschaftsfeier beim Fest­ platz abhalten. Jeder der Anwesenden war sichtlich froh, den sozialen Kontakt pfle­ gen zu können und bei herrlichem Som­ merwetter den Nachmittag zu genießen. Der FF-Ausschuss hat sich auch Gedanken darüber gemacht, wie man mit einer klei­ nen Veranstaltung ein bisschen zum Dorf­ leben beitragen könnte. Es wurde ent­ schieden, Hennen, Haxen und Krapfen zu verkaufen. Dieses Angebot wurde von der Bevölkerung sehr gut angenommen und schon bald war alles ausverkauft. Auch die Kalenderaktion konnte durchgeführt werden und wir haben von der Bevölke­ rung viel Anerkennung und Dankbarkeit erfahren. Der Blick auf 2021 gestaltet sich auch für uns sehr schwierig, aber unsere Grundprinzipien bleiben trotz der Corona-Pandemie aufrecht. Wir, als FF St. Martin, werden weiterhin versu­ chen zusammenzuhalten, die Kamerad­ schaftspflege nicht zu vergessen und im Notfall immer für den Nächsten, der unsere Hilfe benötigt, da zu sein! Roland Gufler, Kurt Gufler

Auch beim Corona-Test half die FF St. Martin tatkräftig mit


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Aktiv Hilfe für Kinder

Der Ausschuss hat sich neu zusammengesetzt

Foto v.l.n.r.: KDT-STV Robert Lanthaler, Stimmzähler Karl Königsrainer und Julian Widmann, Kassier Kurt Hofer und KDT Markus Platter  Foto: Hubert Gögele

Moos

Jahresabschluss der Freiw. Feuerwehr Moos Am Samstag, den 20. März 2021, fand in der Feuerwehrhalle von Moos eine Abstimmung zum Jahresabschluss der Feuerwehr Moos in Passeier mit Zug Stuls statt. Die sonst übliche Jahreshauptver­ sammlung konnte aufgrund der Corona­ krise und des damit zusammenhängen­ den Versammlungsverbotes nicht in der gewohnten Form abgehalten werden. Die notwendigen Abstimmungen wurden deshalb anhand von Stimmzetteln vor­ genommen, welche den Mitgliedern im Vorab zugeschickt worden sind. Dabei wurde über den Jahres- und Kassa­ bericht abgestimmt sowie die Delegierten zum Bezirksfeuerwehrtag gewählt. Der Jahresbericht 2020 und die Jahresab­ schlussrechnung wurden den Mitgliedern dazu im Voraus übermittelt. Aus dem Jahresbericht gingen 63 Einsätze hervor, bei welchen 357 Mann 945 Stun­ den geleistet haben. Einsatzmäßig war es für die Feuerwehr Moos damit ein ereignisreiches Jahr. Ausgerückt wurde zu zwei Bränden; einer davon war der Brandeinsatz am Wohnhaus des Nieder­ steinhofes zur Unterstützung der FF St. Leonhard. Dabei konnte der Vollbrand gerade noch verhindert werden. Der Großteil der Einsätze war wieder technischer Natur. Zu bewältigen waren dabei auch die Folgen der Unwetter am 30. August und Anfang Oktober. Ebenfalls gab es wieder verschiedene Vorkommnisse und Unfälle an der Timmelsjochstraße, wobei Verkehrs­ regelungen, Ölbinde- und Aufräum­ arbeiten zu erledigen waren. Eine große

Herausforderung waren die Einsätze Anfang Dezember durch die außerge­ wöhnlichen Schneefälle, bei denen durch die hohen Schneelasten viele umgestürzte Bäume von den Straßen zu beseitigen waren. Bei drei Diensten (Ordnungsdienste beim Covid-Schnell­ test) wurden mit 23 Mann 132 Stunden verzeichnet. Aufgrund der COVID-Schutzmaßnahmen gab es keine Vollproben bzw. Gemein­ schaftsübungen. Es wurden aber 31 Zugsund Gruppenproben durchgeführt; wobei 311 Mann 515 Stunden geleistet haben. An der Feuerwehrschule in Vilpian nahmen 21 Personen an verschiedenen Lehrgängen teil. Die Mitgliederzahl der Feuerwehr Moos belief sich am Jahresende auf 70 aktive Wehrleute, einem unterstützendem Mit­ glied, 5 Förderern, zwölf Wehrmännern außer Dienst, 3 Ehrenmitgliedern (eines davon aktives Mitglied) sowie 20 Patin­ nen. Für den Zug Stuls wurde ein neues Kleintransportfahrzeug, ein Pick-up Mercedes X-Klasse mit einem Wechsel­ container-System zum Austausch des in die Jahre gekommenen Land Rovers angekauft, welches heuer aufgebaut und fertiggestellt wird. Die Neuaufnahmen mit dem Gelöbnis werden zu einem späteren Zeitpunkt, sobald es die Regeln zulassen, im Rahmen des Kameradschaftsabends durchgeführt. Hubert Gögele

Am 22. 3. 2021 wurde bei der Vollversamm­ lung der Hilfsorganisation Aktiv Hilfe für Kinder neu gewählt. Der Vorstand setzt sich aus folgenden Mitgliedern im Ausschuss neu zusammen: >> Peter Günther Lanthaler wurde wieder als Vorsitzender bestätigt. >> Dr. Berthold Innerhofer ist Stellvertretender Vorsitzender >> Alois Haller, Elisabeth Rabensteiner und Lorenz Rabensteiner sind die weiteren Mitglieder. Aktiv Hilfe für Kinder unterstützt in die­ sem Jahr Projekte der Caritas von Temes­ war in Westrumänien. Die Caritas von Temeswar führt 20 km von der Hauptstadt entfernt in Bacova eine größere Farm, dort baut sie seit 2019 „Miscanthus“ an, eine Art Ersatz-BrennHolz. Über die Hilfe der Region Trentino Südtirol kann die Caritas jetzt eine PikettPresse ankaufen. Im Osten-Rumäniens unterstützen wir weiterhin mehrere Familien in Form von Patenschaften. In Moldawien unterstützen wir über ein Projekt ein Heim für schwerbehinderte Mädchen sowie den Aufbau einer Lebens­ mittelproduktions-Stätte, die im Juni in Betrieb genommen werden soll. Neu dazugekommen ist das Land Bosnien. In Bosnien unterstützen wir den Verein „Marijine ruke“ (Marias Arm) aus Medju­ gorje. Der Verein Marijine betreut dort eine Armenausspeisung und die Verteilung von Hilfsgütern in und um den Wallfahrtsort Medjugorje. Jeweils Ausschussmitglieder, Elisabeth Hegnauer Rabensteiner, Alois Haller, Peter Günther Lanthaler (Vorsitzender), Berthold Innerhofer (Vorsitzstellvertreter) und Lorenz Rabensteiner


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Die Bedürftigen werden auch dort immer mehr. In Bosnien sind viele Flüchtlinge aus dem Osten gestrandet, daher ist die­ ses Land nochmals zusätzlich mit diesem Problem konfrontiert. Über die Schweizer Osteuropahilfe möchten wir Ende Mai deshalb einen Lkw mit diversen Hilfsgü­ tern, unter anderem auch Lebensmittel, nach Medjugorje organisieren. Gezielte Hilfe wird in solchen Ländern immer schwieriger, daher versuchen wir zuerst immer verlässliche Partner zu finden, damit die Hilfe auch gewährleistet wird. Wer diese Aktion mit den Lebensmitteln unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende unter dem Stichwort „Lebensmit­ tel für Medjugorje“ auf dem Konto Aktiv Hilfe für Kinder: IBAN IT 37 U 08998 58810 00030021 8197 einzahlen. Für das Vertrauen bedanken wir uns bei all unseren Gönnern, nur unser Herr Jesus Christus kann ihnen vergelten, was Sie für seine Diener so hochherzig tun. So möchten wir für jede ihrer freigiebigen Spende herzlich danken. Peter Lanthaler Bildungsausschuss St. Martin

Dominik Alber übernimmt Führung Ende Jänner übernimmt der Kultur­ referent Dominik Alber die Leitung des Bildungsausschusses St. Martin. Der Bereich Kultur und Soziales wird in St. Martin groß geschrieben. Die Gemeinde ist nicht nur für die große Vielzahl an Vereinen bekannt, sondern auch für deren Zusammenhalt und Tun. Dazu kommen viele Initiativen für Klein und Groß, welche ihren roten Faden im Bildungsausschuss finden. Ein bis zwei Mal im Jahr trifft sich der Bildungsausschuss zusammen mit den Obfrauen und -männern, Leiterinnen und Leitern der verschiedensten Bereiche, um die Veranstaltungsvielfalt zu koordinie­ ren. Die letzten fünf Jahre leitete die Bürgermeisterin Rosmarie Pamer den Bildungsausschuss. Die Verantwortung geht nun an Dominik Alber, dabei wird dieser von Anneliese Weiss, seiner Stell­ vertreterin, unterstützt. Die Gemeinde­ rätin Monika Gögele bleibt Kassiererin und Leonie Rita Pichler wird Schriftfüh­ rerin. Als Vertreter der Bibliothek bleibt Gottfried Zagler, die Vertretung der Schule übernimmt Rosmarie Pamer. In der Vollversammlung Mitte Jänner waren sich die Anwesenden in einem alle einig: planen ins Detail nein, aber vorausschauen ja. Die Pandemie soll der

Dominik Alber, mit Bürgermeisterin Rosmarie Pamer, übernimmt die Leitung des Bildungsausschusses St. Martin

Vorfreude nichts abtun und so hat der KVW, die Bibliothek, der Verein Guitart und die Volkshochschule schon fleißig am Angebot 2021 gearbeitet. Wichtiges Highlight soll auf jeden Fall der „Mårtiner Kultursummer“ bleiben und dabei wurde die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein Passeier hervor­ gehoben. St. Martin braucht Leichtigkeit, Kunst, Kultur und Musik, so der Tenor der Versammlung und alle freuen sich auf gemeinsames „lebendig-sein“. Der Bildungsausschuss wird auch Träger des Projektes Dorfchronik sein und Dominik Alber übernimmt damit die Koordination dieses Projektes. Frau Bürgermeisterin, sie haben die Leitung an Dominik Alber abgegeben, warum? In den letzten Jahren habe ich gemerkt, dass es im Bereich Kultur neue, junge Ideen braucht. Gerade deshalb habe ich Dominik Alber den Bereich Kultur im Gemeindeausschuss übertragen. Kultur­ referent und Leiter des Bildungsausschus­ ses ergänzen sich in meinen Augen optimal und bieten viele Möglichkeiten. Was sind die Aufgaben des Bildungs­ ausschusses und haben sich diese in der Pandemie verändert? Eine zentrale Aufgabe des Bildungsaus­ schusses ist die Koordination der Kulturund Bildungstätigkeit in einem Dorf. Das heißt, alle Vereine aus diesem Bereich an einen Tisch holen, gemeinsam ein interes­ santes, auf die verschiedenen Bevölke­ rungsgruppen zugeschnittenes, Bildungsund Kulturprogramm auf die Beine stellen und vor allem Überschneidungen und Doppelgleisigkeiten vermeiden. Unter der Pandemie leidet der gesamte Kulturund Bildungsbereich, dadurch ist auch die Arbeit des Bildungsausschusses eingeschränkt.

Herr Alber, die Stimmung der Vereine ist gedämpft aber die Lust endlich wieder „normal“ aktiv zu sein ist enorm, wie wichtig ist das „Lebendigsein“ einer Gemeinde? Das Lebendigsein, das sich-Einbringenkönnen in die Gemeinde, ist sehr wichtig für das Wohlbefinden aller. Einen wichti­ gen Beitrag leisten dabei unsere Vereine. Dem Bildungsausschuss ist daher beson­ ders wichtig, unsere Bildungs – und Kulturvereine zu unterstützen, Weiter­ bildung zu fördern und Fehlendes zu ergänzen. Wieder „normal“ aktiv sein zu können, hilft uns, unsere soziale, kultu­ relle und weiterbildende Tätigkeit auszu­ üben und so wieder einen wichtigen Teil für das Wohlbefinden im Dorf zu leisten. Thema Dorfchronik, um was geht es und vor allem wann werden wir die ersten Puzzlestücke davon sehen? St. Martin hat eine sehr vielfältige und umfangreiche Geschichte, jedoch ist diese nur vereinzelt beschrieben oder öffentlich zugänglich. Als Vereinigung aller Kulturund Bildungsvereine gelingt es uns leich­ ter, die gesamte Bevölkerung einzubin­ den, um eine Dorfchronik für alle – von allen – zu schaffen. Die Publikation wird dabei nur die Spitze des Eisbergs sein. Die Arbeit davor ist der Aufbau einer einheitlichen, umfangrei­ chen Datenbank. Dabei werden Texte, Dokumente, Statistiken, Abbildungen, Fotos und Filme gesammelt, sortiert, bewertet, bearbeitet und der Öffentlich­ keit zugänglich gemacht. Kurz gesagt, wir stehen erst am Anfang dieser Geschichte und vor uns liegt noch viel Arbeit – im Bildungsausschuss und bei allen, die beim Projekt mithelfen. Wir als Bildungsausschuss werden daran arbei­ ten, immer wieder Puzzlestücke zu zei­ gen, um so die Bedeutung einer vielfälti­ gen Dorfchronik näherbringen zu können. Elisabeth Larcher


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Gesundheit & soziales

Heimbewohnerinnen

Anerkennung und Dank der Heimbewohner und Heimbewohnerinnen Wir Heimbewohner*innen vom Alters­ heim St. Martin möchten uns bei dieser Gelegenheit bei all denjenigen herzlich bedanken, die uns seit dem vergangenen Jahr das Leben hier im Heim ein wenig erleichtert haben. Es haben uns mehrere liebe Menschen und Gruppen besucht, welche uns ein Lächeln ins Gesicht zau­ berten. Darunter waren bekannte Musiker wie das „Trio Hou“, die Herzplattler und die zwei von den „Jungen Pseirern“, um einige beim Namen zu nennen. Die Jungschützen haben uns mit leckeren Krapfen und Keksen überrascht. Schöne Weihnachtskarten erhielten wir von den Mittelschüler*innen der 3. Klasse und

kuschelige Decken vom KVW. Es wurden uns von einer lieben Spenderin leckere Pizzas, vor kurzem köstliche Backwaren und von einem netten Herrn Eis gebracht. Beim Diakon Pirpamer Hermann möchten wir uns auch auf diesem Weg bedanken, Heimbewohner*innen und Mitarbeiterinnen

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Altersheim St. Benedikt in St. Martin

dass er sich die Zeit genommen hat, um mit uns zu beten und dass er weiterhin wöchentlich einen Wortgottesdienst bei uns gehalten hat. Vermisst haben wir in dieser Zeit vor allem unsere kleinen Ausflüge und unsere Liebsten um uns. Was uns sehr in Erinne­ rung geblieben ist, das ist unser kleiner Ausflug im Sommer mit dem Präsidenten des Heimes, Franz Angerer. Dies verdan­ ken wird der Umsicht unseres Hausarztes Dr. Fopp, Pflegedienstleiterin Baldt Nicole und unserer Direktorin Johanna Pinggera, welche dies ermöglichten. Nicht vergessen wollen wir das gesamte Personal für ihre liebevolle und unter schwierigen Umständen erbrachte Betreuung. Es war kein einfaches Jahr, weder für uns noch für alle anderen. Nun ist ein Jahr vorbei. Wir alle hoffen auf ein langsames Abklingen der Epidemie und dass durch die Impfung, die wir bereits erhalten haben, ein wenig Normalität in unser Leben zurückkehrt. Ida Gufler, Maria Kofler


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Familienagentur

famMedia neues digitales Informationsangebot für Eltern Viele Eltern stellen sich oft ähnliche Fragen, nun finden sie darauf fachlich kompetente Antworten: „Wie beruhige ich mein schreiendes Baby?“, „Wie schütze ich mein Kind vor Mobbing“ oder „Eltern sein – Paar bleiben“ – diese und weitere Aspekte werden in famMedia, der neuen Infothek für Eltern behandelt. In Kurzvideos werden Tipps und Rat­ schläge an Eltern aus den Bereichen „Geburt & Baby“, „Kind sein“, „Jugend leben“ und „Eltern wissen“ in Form von Experteninterviews weitergegeben. Erstmals gibt es mit famMedia in Südtirol ein digitales Elternbildungsangebot mit Kurzvideos zu Themen aus dem Familien­ alltag.

Geburten vom 9. 2. bis 5. 4. 2021

Gemeinde St. Martin 21. 2. 2021 Hannes Raich 27. 2. 2021 Greta Königsrainer 1. 3. 2021 Alexander Pichler 2. 3. 2021 Jamie Pichler 10. 3. 2021 Marie Holzknecht 18. 3. 2021 Anton Gufler 23. 3. 2021 Maja Frötscher 27. 3. 2021 Lia Steifler 28. 3. 2021 Sofia Pichler 30. 3. 2021 Mia Zwischenbrugger 5. 4. 2021 Annalena Gufler

Gemeinde St. Leonhard 9. 2. 2021 Klara Brunner 24. 2. 2021 Jakob Stricker 27. 2. 2021 Jakob Tratter 2. 3. 2021 Leo Holzeisen 18. 3. 2021 Philipp Gufler 20. 3. 2021 Emma Ennemoser 31. 3. 2021 Lena Pircher 31. 3. 2021 Luis Pircher

Gemeinde Moos 28. 2. 2021 Valentin Hofer 11. 3. 2021 Magdalena Dissertori

„Die frühe Stärkung der Familie und damit die Familienbildung ist eine der tragen­ den Säulen unserer Familienpolitik in Südtirol. famMedia ist dabei ein wichtiger Baustein, der für Eltern zeitlich und örtlich flexibel abrufbar ist“, umschreibt Familienlandesrätin Waltraud Deeg das neue Angebot. Gerade in den aktuellen Zeiten, gelte es Spannungen frühzeitig entgegenzuwirken. famMedia wurde als Infothek für Eltern von einer Steuerungsgruppe bestehend aus Familienagentur, treff.familie des Südtiroler Kinderdorfs, Haus der Familie und La Strada – Der Weg konzipiert und im Netzwerk mit 26 Partnern, darunter

mehreren Familienberatungsstellen, Familienorganisationen wie KFS oder Elki-Netzwerk sowie den Schulämtern aller drei Sprachgruppen, umgesetzt. Technisch begleitet wurde das Team dabei von der Südtiroler Informatik AG (Siag). Das Ergebnis sind 50 Kurzvideos, von denen 30 bereits unter der Adresse www. provinz.bz.it/famMedia abgerufen wer­ den können. Die in den Videos zu Wort kommenden Expertinnen und Experten sprechen in ihrer jeweiligen Mutterspra­ che, Untertitel sind jeweils in Italienisch und Deutsch abrufbar. Finanziert wurde das Projekt über die Familienagentur. LPA/Carmen Kollmann

„mit spitzer feder“

Wunder, oh Wunder! Beim Wort Wunder gilt es bei uns im schönen Psair genau zu unterscheiden, denn es gibt zweierlei Wunder, Irrtümer sind von vorneherein zu vermeiden. „Das“ Wunder gibt es erfahrungsgemäß eher sehr selten in unserem Leben, dafür ist „der“ Wunder sehr verbreitet, den tut’s psaierweit überall geben. Es gibt viele Vorzeige-Exemplare, die sind auch relativ leicht zu erkennen, man sieht sie allenthalben den Kragen recken, damit sie nichts verpennen. Schwerer zu ermitteln sind jene, die dezent mit dem Fernglas hantieren und hinter dem heimischen Vorhang minutiös die Gegend observieren. Dazu gibt es natürlich auch Gruppen, die moderneren verwenden WhatsApp, die Altvorderen aber treffen sich traditionell dreimal in der Woche beim Sepp. Oh, was gibt es da alles Wichtiges zu besprechen an der „Wunderloch“-Front, wer sich mit wem zum Flirten trifft und wo der „Kaschper“ jetzt wohl wohnt. Welche Kuh gekälbert hat, wer ein Kind kriegt und wer stetig stark schwitzt, wer in Quarantäne muss, wer schlecht hört und im Bus in der ersten Reihe sitzt. Was die Bürgermeisterin für ein Dirndl trägt und wer besonders garstig stinkt und wer bei der letzten Realityshow von der Jury wurde durchgewinkt. Wer oder was besonders peinlich ist (man selber käme da ja nie in Frage), aber die anderen, unfassbar, keine Bildung, eine grassierende Landplage! Ja, das Kritisieren, das gehört natürlich zum guten Ton, zum Hauptprogramm, man selber ist unfehlbar, darüber stülpt man, logo, den Unschuldsschwamm. Deshalb muss man natürlich stets bei den anderen „ummerkraaln“ und suchen, „der“ Wunder ist wohl kaum auszurotten, da hilft kein Murren und Fluchen. Denn wie sagte unlängst eine Lady zu mir, bekannt als „Wunderloch“-Stern: „Oongian tuat’s mi nicht, oober wissen tatt i’s af ålle Fälle dëchter gern!“ „Woll“ du, nach diesen Worten senkte ich ergeben und erschüttert mein Haupt, ich bin seitdem der Letzte, der an die Ausrottung von „der“ Wunder glaubt! Zudem hat eine „Luggisgoodn“-Langzeitstudie unwiderlegbar bewiesen, die professionellen „Wunderlëcher“ tun das Leben deutlich länger genießen!

Der säll uane


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gratulationen

Karl Innerhofer, der langjährige Psairer Turnlehrer, feierte seinen 80. Geburtstag

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

Lieber Innerhofer Karl, alles erdenklich Gute zum 80er! Vor kurzem hat der bekannte langjährige Turnlehrer an der Mittelschule St. Leon­ hard, Innerhofer Karl, seinen 80. Geburts­ tag gefeiert. Karl wurde am 5. März 1941 in Mühlen (Sand in Taufers) geboren. Er ist in einer Bauernfamilie gemeinsam mit fünf Schwestern und zwei Brüdern aufgewachsen und wurde dort mit viel Arbeit eingedeckt, insbesondere mit dem Hüten der Kühe und Schafe. Da es in der Umgebung keine weiterführende Schule gab, studierte Karl in Brixen (Vinzentinum und Salern) und kam dann mit der Privat­ matura in der Hand nach St. Leonhard. Im Jahr darauf holte er die LBA-Matura in Meran nach. 1963 begann er an der Mittelschule in St. Leonhard seine Schulkarriere als Turn­ lehrer. In den ersten Jahren hat er noch einige Zusatzfächer wie Mathematik und Werkarbeit unterrichtet, da die Turn­ stunden noch keinen vollen Lehrauftrag ergaben. Besonders der Werkunterricht inspirierte ihn dann für sein weiteres Leben: Holzschnitzereien sowie Tonund später Hinterglas-Arbeiten waren beliebte Freizeitaktivitäten. In der Gemeinschaftsausstellung im September 2006 in der Jaufenburg konnte man sich davon überzeugen. Alsbald jedoch besuchte er als Werkstudent neben dem Unterricht die Ausbildungsstätte ISEF in Verona, um sich das Diplom für einen

Stammrollenplatz in der Schule zu holen. Mit Unterbrechung von einem halben Schuljahr wegen des Militärdiensts unter­ richtete er 28 Jahre lang an der Mittel­ schule St. Leonhard. Ein Großteil der Buben der Jahrgänge 1950-1980 waren seine Schüler in Leibeserziehung. „Ich besuchte von 1970 bis 1973 die Mittel­ schule in St. Leonhard“, erinnert sich ein ehemaliger Schüler von Karl. „Wenn man die tollen Turnhallen von heute vor Augen hat und sich daran erinnert, wie wir seinerzeit den Turnunterricht erlebten, erscheint das ein Rückblick in die Stein­ zeit. Leibeserziehung musste mitunter auf den Treppen des Schulhauses oder in einem relativ kleinen Raum mit Säulen stattfinden. Man durfte nicht schneller laufen und natürlich ist mitunter jemand gegen eine Säule geknallt. Wir waren größtenteils begeisterte Fußballer, aber in den Räumlichkeiten war nur Sitzfußball möglich. Trotzdem hat uns der Karl mit viel Engagement Hochsprung oder Weit­ sprung beigebracht und der sportliche Höhepunkt waren zu Schulende ein Fußballspiel gegen die Lehrer und die sogenannten Giochi della Gioventù. Auf wenig Gegenliebe stießen stets die Dauerläufe von der Schule bis zum Sånt Wålt und retour. Allerdings muss man dazu sagen, dass auch hier, wie so oft im Leben, die Saat erst spät aufgegangen ist, denn einige seiner Schüler bestritten im Erwachsenenalter Halbmarathons und Marathons“. So war es für Karl 1980 natürlich ein wah­ rer Genuss, als er in die neue Turnhalle einziehen konnte, denn bis dahin musste Karl den Sportunterricht mehr oder weni­ ger improvisieren. Im Herbst 1991 ging Karl in Frühpension. Er hat sich neben der Schule aber auch in mehreren Freizeitver­ einen eingebracht. So war er Gründungs­ präsident (15.9.1968) des SC Passeier und langjähriges Mitglied im Organisations­ komitee für den Andreas-Hofer-Marsch. Ebenso gründete und leitete er die Sek­ tion Volleyball, bis er von Anton Haller abgelöst wurde. Aber auch außerhalb des Sports bot er seine Dienste an: am Ende der 60er Jahre leitete er das Verkehrsbüro und war dann vorübergehend auch in leitender Funktion tätig. Bald nach der Frühpensionierung im Oktober 1991 wurde im Altersheim ein Heimleiter gesucht. Der damalige Präsident Albin Pixner wurde bei seinem ehemaligen Kollegen fündig und schon wechselte Karl als Heimleiter ins Altersheim. Die ganzen 90er Jahre hindurch war er der Ansprech­ partner für die Angestellten und die Insassen des fast neuen Hauses.

Später konnte er noch seinem Sportler­ beruf einen krönenden Abschluss geben. Er baute als sportlicher Leiter die Herz­ sportgruppe in Passeier auf und führte sie viele Jahre zur großen Zufriedenheit der teilnehmenden Frauen und Männer. Karl hat zudem über viele Jahre hinweg einer Frauengruppe im Winter abends eine Turneinheit angeboten. Außerdem hat er mit viel Begeisterung und Einsatz versucht den Orientierungslauf bekannt zu machen. Eine tolle Sportart, die leider nicht richtig Fuß fassen konnte, weder im Passeier noch anderswo. Im Imkerverein St. Leonhard-Moos war er im Führungsausschuss. Groß war dort sein Einsatz für die Abhaltung der 100-Jahr-Feier und beim Aufbau des neuen Lehrbienenstandes. Lieber Karl, herzlichen Glückwunsch zu Deinem 80. Geburtstag. Mögen Dir noch viele gute Jahre vergönnt sein, im Kreise Deiner Lieben und mit Deinen Bienen. Siegfried Innerhofer, Anton Haller, Kurt Gufler Gottfried Schweigl zum Siebziger

Runder Geburtstag in Pfelders In Pfelders feierte Gottfried Schweigl – Baurner –, soweit es die Covid-Schutz­ maßnahmen erlaubten, am 29. März seinen 70. Geburtstag. Seine drei Kinder Lukas, Stefanie und Martin ließen sich dafür etwas Besonderes einfallen. Sie überraschten ihn an seinem Ehrentag mit einem Dankgottesdienst in der Kirche. Daran nahmen auch Verwandte und Bekannte teil. Bei der Messe unterstrich Pfarrgemeinde­ ratspräsident Vigil Kuprian, dass Gottfried Schweigl in seinem bisherigen Leben vieles geleistet hat. Neben seiner harten Arbeit am eigenen Hof auf Zeppichl begleitete er als Organist über mehrere Jahrzehnte die hl. Messen in Pfelders an der Orgel. Im Hinblick auf den runden Geburtstag bemerkte Pfarrer Oswald Kuenzer, dass die Zahl 70 in der Bibel besondere Bedeutung hätte, da sie immer für Vollendung stehe. In seiner Predigt riet Pfarrer Kuenzer, im Alter mehr Zeit dem Gebet, der Medi­ tation und der Stille zu widmen. Für Gott­ fried passe die in den Benediktsregeln erwähnte Liebe zu Christus und die Auf­ forderung zum Bruderdienst genau. Denn mit seinem fleißigen Orgelspiel zur Ehre Gottes und seiner Hilfsbereitschaft folgte er dem stets. Am Ende der Messfeier, nach dem Segen und den besten Wünschen des


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Vigil Kuprian gratuliert Jubilar Gottfried Schweigl (links) zum 70. Geburtstag. Im Hintergrund freut sich Pfarrer Oswald Kuenzer mit ihm  Foto: Stephan Brunner

Pfarrers, dankte Vigil dem Kirchenchor für die musikalische Umrahmung. Weiters dankte er dem Jubilar sowie Luis Hofer – Steiner – für die jahrzehntelange Führung des Chores. Anschließend gab er Einblicke in Gottfrieds Leben. Der Baurner- und der Peterhof teilten sich früher dasselbe Wohnhaus aus dem 13. Jahrhundert. Gottfried kam im neu errichteten Bauernhaus, dem späteren Gasthaus Zeppichl, zur Welt, welches sich bis auf die getäfelte Stube noch im Rohbau befand und erst in den folgenden Jahren fertiggestellt wurde. In seiner Kindheit spielte er viel mit den Nachbars­ kindern und den Kindern, die aus St. Martin kamen. Sein Vater, der „Baurn“ Luis, wurde 1958 mit 37 Jahren in den Gemeinderat gewählt. Zu den Sitzungen ging er zu Fuß über die Wege von Pfelders nach Moos. Damals gab es weder ein Gemeindehaus noch Zufahrtsstraßen; die Sitzungen fanden im Carabinieri-Gebäude statt. Für eine bessere Schulbildung schickte er den zwölfjährigen Gottfried nach Meran in ein Schülerheim. Dort bekam er auch, um sein Talent zu fördern, Musik­ unterricht. Ein schwerer Schicksalsschlag geschah in den 1970er Jahren, als sein Vater auf dem Heimweg von einer Sitzung schwer verunfallte. Von diesem Unglück konnte er sich nie erholen. Gottfried und sein Ziehbruder Alberich mussten nun die Arbeit am Hof übernehmen. Alberich stand der ganzen Familie all die Jahre sehr zur Seite. 1968 fanden nach mehreren Jahren auf Gottfrieds Initiative hin wieder erste Chorproben in der Kirche statt. Seit mehr als 50 Jahren leitet er gemeinsam mit Luis Hofer den Pfelderer Chor. Die dadurch entstandene Freundschaft hält bis heute an. Vierzehn Jahre später heiratete Gott­ fried seine Frau Elisabeth und die drei Kinder komplettierten die Familie.

Leider erkrankte Elisabeth schwer und starb 1987 viel zu früh. Gottfrieds Mutter half deshalb selbstverständlich mit, solange es ging. Trotz der schweren Stunden hielt er am Glauben fest und stellte sich treu in den Dienst der Pfarr­ gemeinde. Da Gottfried zusammen mit Luis Hofer bis heute den Chor mit viel Freude und Engagement führt, riet Vigil Kuprian bei­ den, in derselben Weise damit weiterzu­ machen. Im Namen der Kinder dankte Martin Schweigl seinem Vater herzlich. Auch mit 70 sei er ein schneidiger „Bursch“ geblieben. Gottfried war immer stolz auf seine Kinder, egal was sie taten und er stand hinter ihnen. Genauso stolz waren sie auf ihn. Dass aus allen dreien etwas Tüchtiges wurde, macht Gottfried glück­ lich. Seinem Sohn Martin hilft er täglich gemeinsam mit Alberich bei der Arbeit am Hof. Auch seinen Enkelkindern schenkt er immer viel Zeit. Abschließend überreichte Vigil Kuprian dem Jubilar eine besonders gestaltete Kerze und wünschte ihm alles Gute und Gottes Segen. Mögen ihm noch viele glückliche und gesunde Jahre geschenkt sein. Hubert Gögele Rosa Hofer – Stuls

Die „Morx Rouse“ – die Jubilarin Bildet schon das 90. Lebensjahr im menschlichen Leben einen Markstein, so sind drei Jahre darüber ein seltenes Erlebnis. Die „Rouse“ hat namlich am 26. Jänner ihren 93sten Geburstag gefei­ ert. Gefeiert kann man nicht sagen, nur das Jahr vollendet, denn Corona hat das

Zepter in der Hand. Ihre Lieben hätten ja gerne gefeiert, denn die „Morxischn“ sind sangesfreudige, lustige Leute. Und obwohl „die Rouse“ schon 10 Jahre an den Rollstuhl gefesselt ist, strahlt sie Optimismus und Freude aus. Sie hat einen starken Lebenswillen und hofft immer noch, dass sie das Möbelstück, den Roll­ stuhl, eines Tages in den Winkel stellt. Ihren Optimismus und ihre Lebensfreude verdankt sie ihrer Tochter Traudl. Die hegt und pflegt sie Tag und Nacht. Eine diplomierte Krankenschwester könnte es nicht besser machen. „Rouse“ hat einen gesunden Appetit sie schafft jeden Tag an, was Traudl kochen soll. „Rouse“ weiß schon, wenn Traudl nicht wäre, so wäre sie längst bei ihrem Sepp im Jenseits. Die Jubilarin hat alle Höhen und Tiefen am Morxhof glücklich überstanden. Sie freut sich über jeden Gruß, den man ihr zuschickt. Sie kann vor Freude sogar darüber weinen, sie sagte als ihr eine junge Frau kürzlich einen Gruß schickte: „Na, dassise lai nou af miër psintn!“ Dass der Herrgott ihren Lebenswillen und die Lebensfreude noch lange erhält, das wünschen alle, die „di Rouse“ noch in Erinnerung haben. Traudl würde die Mamma sehr fehlen. Wenn auch schon 10 Jahre im Rollstuhl, aber: Mamma bleibt Mamma – ein Leben lang! Anna Lanthaler Rosa Hofer, „Morx Rouse“ mit 25 Jahren


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sport

Evelin Lanthaler, die Rodelkönigin  Fotos: Miriam Jennewein

NATURBAHNRODELN

Evelin Lanthaler gewinnt alles, was es zu gewinnen gibt Als Rodelkönigin auf der Naturbahn wurde Evelin Lanthaler unlängst in einem Zeitungsbericht bezeichnet und wenn man sich die Erfolgsbilanz der heurigen Saison vor Augen hält, erscheint dieser Titel auf alle Fälle gerechtfertigt: Welt­ meistertitel im Einzel, Weltmeistertitel im Team und der Weltcup-Gesamtsieg 2021, mehr geht wirklich nicht! In der abgelaufenen Saison stehen für Evelin 6 Weltcupsiege in 6 Rennen zu Buche und damit logischerweise in sou­ veräner Manier der Gewinn des Gesamt­ weltcups. Dazu errang sie bereits ihren dritten Einzel-WM-Titel, der ihr persön­ lich natürlich sehr viel bedeutet. Die 23. FIL-Weltmeisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahn wurden heuer vom 12. bis zum 14. Februar in Umhausen (AUT) durchgeführt. Evelin erwischte auf der 955m langen, sehr schwierigen „Grantau-Bahn“ einen perfekten Tag und fuhr in beiden Läufen Bestzeit. In 2.28,40 Minuten gewann sie ihre 3. Goldmedaille nach 2015 in Sankt Sebastian und 2019 in Latzfons. Jekaterina Lawrentjewa aus Russland, die lebende Legende im Renn­ rodeln auf Naturbahn (59 Weltcupsiege/ 12 Gesamtweltcupsiege/vierfache Weltmeisterin) holte sich mit einem Rückstand von 1,38 Sekunden die Silber­ medaille und für die Gastgeber errang

Tina Unterberger die Bronzemedaille. „Ich bin voll zufrieden und habe eine Riesenfreude mit dieser Goldmedaille“, erklärte Evelin in einem Interview nach dem Rennen. „Der Vorsprung ist zwar groß, aber es war alles andere als einfach, diese Topleistung in diesem Rennen abzurufen. Auf der Bahn habe ich alles ausgeblendet und war sehr konzentriert. Besonders gefreut habe ich mich über die Glückwünsche von Greta Pinggera im Ziel, der es heute leider nicht so gut gegangen ist.“ Im abschließenden Team-Wettbewerb,

der erstmals bei einer WM ohne Doppel­ sitzer ausgetragen wurde, holte sich Evelin gemeinsam mit Alex Gruber Gold. Die beiden setzten sich in 2.29,71 Minuten klar gegen die Gastgeber aus Österreich Tina Unterberger und Thomas Kammer­ lander (+2,00 Sekunden) durch. Bronze ging mit Jekaterina Lawrentjewa/Alek­ sandr Egorov (+3,10 Sekunden) an den Russischen Rodelverband. Mit den Weltmeisterschaften ist die, für Evelin Lanthaler erneut überaus erfolgreiche, Saison für die Rennrodler auf Naturbahn zu Ende gegangen. Die Leistungen unserer sympathischen Vorzeigesportlerin sind seit Jahren beein­ druckend und wirklich grandios, ihre Psairer Fans wünschen ihr auch für die nächste Saison, dass sie weiterhin von Erfolg zu Erfolg eilen bzw. rasen kann! Kurt Gufler

Evelin Lanthaler jubelt über ihren Weltmeistertitel in Umhausen


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ASC Passeier – Sektion Fussball

Es geht wieder los! Wenn auch vorerst nur mit Trainings­ einheiten in individueller Form und unter Einhaltung teils strenger Auflagen, aber der Ball bewegt sich wieder auf unseren Fußballplätzen. Die Pandemie und die Maßnahmen zu deren Bekämpfung brachte für alle Bereiche des täglichen Lebens große Einschränkungen mit sich, auch für den Sport und damit auch für den Fußball. Bereits im März des vergangenen Jahres wurden alle Meisterschaften und sport­ lichen Aktivitäten abrupt ausgesetzt und für die restliche Saison 2019/2020 nicht wieder aufgenommen. Landauf, landab blieben die sonst lebendigen Fußball­ plätze und vollen Tribünen leer. Für die Spieler aller Altersklassen bedeutete dies, dass sie ihrem geliebten Hobby, dem Fußballspielen, nicht mehr nachgehen durften – über Monate. Im Juli dann die erlösende Nachricht: Die Trainings dürfen wieder aufgenom­ men werden, ebenso sollen die Meister­ schaften zum gewohnten Zeitpunkt beginnen dürfen. Unter Einhaltung sämtlicher Maßnah­ men, an die sich mit der Zeit jeder, vom Spieler bis zum Fan, mehr oder weniger gewöhnt hatte. Für die Verantwortlichen im Verein bedeuteten die Maßnahmen einen, vor allem zeitlich großen Aufwand. Vom Führen von Anwesenheitslisten, über das Desinfizieren der Spiel- und Trainingsgeräte, der Kabinen und Duschen bis hin zum Messen der Körper­ temperatur bei allen Anwesenden. Die meisten hätten sich wohl andere Voraussetzungen gewünscht, aber

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Hauptsache, wir durften wieder spielen. Dann, am 21. Oktober 2020, die erneute Aussetzung der sportlichen Aktivitäten in den Vereinen. Das ein oder andere Training durfte noch absolviert werden, die Meisterschaften wurden unterbro­ chen und wie sich im Frühjahr 2021 herausstellen sollte, gänzlich annulliert. Die Hinrundenspiele im Jugendbereich konnten zwar beinahe alle noch gespielt werden, aber nach und nach wurde klar, dass es sich für die Rückrundenspiele im Frühjahr zeitlich nicht mehr ausgehen würde. Erst seit wenigen Wochen, seit dem 22. März, ist zumindest das Training auf dem Fußballplatz wieder erlaubt. Wenn auch nicht in gewohnter Form, nur individuell, also unter Einhaltung eines 2-Meter-Abstandes, mit Tests, welche nicht älter als 72 Stunden sein dürfen und mit sämtlichen Bestimmun­ gen, welche in den Sicherheitsprotokollen vorgesehen sind. Allen Widrigkeiten zum Trotz haben wir uns nach Absprache mit unseren Trainern dazu entschieden, unseren Jugendspie­ lern bis hinauf zur A-Jugend, diese Trai­ nings anzubieten. Es ist unsere Aufgabe, den Kindern und Jugendlichen, besonders jetzt, die Möglichkeit zu bieten, sich wie­ der sportlich zu betätigen. Es ist wichtig für sie, sowohl physisch als auch psychisch. Es geht also wieder los. In der Hoffnung, dass die Maßnahmen bald gelockert werden und auch auf unserem Fußball­ platz wieder eine gewisse Normalität zurückkehren kann.

Wir möchten nun diesen vorsichtigen Neustart auch dazu nutzen, um uns zu bedanken. Danke an all unsere Sponsoren, welche es durch ihren Beitrag erst ermöglichen, dass wir den Kindern und Jugendlichen dieses Angebot der Freizeitbeschäftigung bieten können. Wir wissen Eure Unter­ stützung sehr zu schätzen, immer! Aber ganz besonders in diesen Zeiten, in denen es auch für viele Betriebe alles andere als einfach ist, sind wir dankbar und froh, dass wir Euch stets an unserer Seite haben! Durch Eure Hilfe können wir unseren kleinen und großen Fußball­ begeisterten nicht nur eine gesunde Freizeitbeschäftigung bieten; Ihr ermög­ licht es auch, dass wir in dieser Saison gänzlich auf den Mitgliedsbeitrag ver­ zichten können. So tragen wir zusammen dazu bei, unsere Sportler und deren Familien ein klein wenig zu entlasten. Ebenso bedanken wir uns bei der Gemein­ deverwaltung von St. Leonhard und ihren Mitarbeitern, nicht nur für den jährlichen Beitrag, auch dafür, dass sie uns während dieser Zeit mit Rat und Tat zur Seite gestanden sind, sei es bei der Beschaffung der Desinfektionsgeräte und -mittel, der Anbringung der notwendigen Hinweise auf dem Gelände der Sportanlage, oder jetzt mit der Organisation der Testmög­ lichkeiten für die Sportler im Testzentrum im Vereinshaus. Nun laufen bereits die Vorbereitungen für Trainingsangebote im Sommer und für die neue Saison 2021/2022 und wir hoffen sehr, dass wir uns alle bald wieder im „Nestlstadion“ sehen, auf dem Feld, auf der Tribüne oder beim obligatorischen Meinungsaustausch nach den Spielen in der Sportbar. Elmar Dandler

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Auch das beliebte Eislauftraining konnte in St. Martin nicht durchgeführt werden

VERHEERENDE ENTWICKLUNG

Bewegungsmangel wirkt sich fatal auf Kinder und Jugendliche aus Von allen Seiten wird derzeit corona­ bedingt Zeter und Mordio geschrien, aber ein großes Problem wird nur selten angesprochen: Auch Kinder und Jugend­ liche leiden stark unter der CoronaPandemie. Der Sport könnte ihnen helfen, aber er darf nicht, wobei ein Aspekt besonders ins Gewicht fällt und zu denken gibt: Auch der Mangel an Bewegung kann krank machen! Man kann derzeit nur vermuten, wie sich die Krise letztendlich auf Kinder und Jugendliche auswirken wird, was aber für Experten schon seit längerer Zeit Gewissheit ist: Der durch die Lockdowns verursachte Bewegungsmangel bringt große Probleme mit sich! Kinder brauchen Bewegung und Sozial­ kontakte. Ihre Bedürfnisse und die Bedeutung des Sports aber wurden in

der Coronazeit nicht ungern marginali­ siert. Dass die jungen Leute ewig nicht in die Vereine durften und keinen Sportun­ terricht bekamen, sorgte in vielen Fällen dafür, dass ihr Bewegungsverhalten massiv zurückgegangen ist. Im ersten Lockdown wurde das von Experten bei Kindern beobachtet, die sich aus eigenem Antrieb nicht gerne bewegen, die es aber im Prinzip am Nötigsten hätten. Auffällig im zweiten Lockdown war, dass nun auch viele Jugendliche nicht mehr ins Freie gingen, die sich eigentlich gern bewegen. Spazieren gehen oder Joggen ist für viele nicht attraktiv, demzufolge haben viele Kinder und Jugendliche auch konditionell stark abgebaut. Dazu kommt, dass das Zusammengehörigkeitsgefühl, das sie zuvor in ihren Sportteams hatten, eben­ falls nicht mehr existent ist. Corona ist per

se psychisch schon extrem belastend, was fatalerweise durch den fehlenden Sport noch verstärkt wird. Die Situation ist also nicht nur aufgrund der Infektionskrank­ heit alarmierend, wobei das Ausüben von Sportarten dagegen halten könnte. Inakti­ vität kann bekanntlich früh zu Haltungs­ schäden und Übergewicht führen und steigert das Risiko von Bluthochdruck oder Diabetes im Erwachsenenalter. Sport und Bewegung ist zweifelsohne und aner­ kanntermaßen ein wichtiges Medium der Gesunderhaltung. Wir befinden uns der­ zeit daher in einer hochproblematischen Situation: Der Infektionsschutz, der uns schützen soll, führt gleichzeitig zur Krank­ heitsgefährdung. Das ist paradox. Dazu kommen die digitalen Medien. Wenn die Kids sich nicht treffen dürfen, wo sehen sie sich dann? Online. WhatsApp und stundenlanges Hocken vor Computer und Laptop sind angesagt, verstärken aber ebenso das Problem, dass sich die Kinder zu wenig bewegen. Eines scheint klar, wir brauchen jetzt, nach einem Jahr des Zuschauens und Hin­ nehmens, einen Kurswechsel. Die Politik sollte nicht mehr nur fragen, was sie ver­ bieten muss, um Infektionen zu vermei­ den. Sie sollte fragen: Wie können wir viel Sport und Bewegung realisieren und dabei einen hohen Schutz garantieren? Im Sport wie in der Gastronomie oder der Kultur wurden mittlerweile exzellente Hygienekonzepte entwickelt. Zudem ist jetzt an der frischen Luft das Infektions­ risiko sehr gering, wenn man die Maßnah­ men beachtet, spricht nur wenig gegen ein Training auf dem Platz. Wie man sich drumherum verhalten muss, damit wenig passiert, kann man jungen Menschen vermitteln. Es bleibt zu hoffen, dass die Politiker auch an sie denken und dass die Schäden, die durch Bewegungsmangel entstehen, nicht für die Zukunft ein kaum zu bewältigendes Problem für die Allgemeinheit darstellt. Kurt Gufler

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39  Passeirer Blatt – nr. 164, April 2021

Vorankündigungen >  Gesuche um Zuweisung für den geförderten Wohnbau Die Marktgemeinde St. Leonhard hat einen neuen Termin für die Abgabe von Gesuchen um Zuweisung für den geförderten Wohnbau in der Erweiterungszone „Schweinsteg II“ und in der Erweiterungszone „Walten II“ festgelegt. Die Gesuche können auf der Internetseite der Gemeinde www.sankt-leonhard.eu heruntergeladen werden. Weitere Infos: Bauamt der Gemeinde, Tel. 0473 861 281. Abgabetermin der Gesuche: 7. 5. 2021. >  Testzentrum Passeier Das Testzentrum im Vereinshaus St. Leonhard bleibt weiterhin bestehen. Alle Bürger*innen der Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin können sich kostenlos testen lassen. Die Bürger*innen sind gebeten die ausgefüllte Einverständniserklärung und das Formular für den Datenschutz mitzubringen, welche auf den Internetseiten aller drei Gemeinden abrufbar sind oder unter der Woche bei den Gemeindeämtern abgeholt werden können. Der Test ist ein Antigen-Test, bei positivem Ergebnis muss ein PCR-Test gemacht werden, damit der Stamm des Virus ermittelt werden kann. Öffnungszeiten des Testzentrums: > Montag  9 – 12 Uhr > Dienstag  14.30 – 17.30 Uhr > Mittwoch  9 – 12 Uhr > Freitag 14.30 – 19 Uhr Wir bitten bei den Öffnungszeiten am Nachmittag den Sportlern den Vortritt zu lassen, damit sie pünktlich zum Training kommen.

>  Jobbörse für Jugendliche Du bist auf der Suche nach einer Lehrstelle, einem Praktikumsplatz oder einem Sommerjob? Dann wende dich ans Jugendbüro Passeier und informiere dich, ob ein Betrieb eine passende Aufgabe für dich hat und welche Möglichkeiten es gibt. Sämtliche Betriebe des Passeiertals, die Lehrlinge ausbilden, Praktikanten einstellen oder sonstige sinnvolle Tätigkeiten für Jugendliche anbieten, wurden bereits im Vorfeld kontaktiert. Das Jugendbüro Passeier übernimmt die Vermittlung und stellt den Erstkontakt her: Telefon: 393 0954681 E-Mail: office@jugendbuero.it >  Aktion Hilfe für Bedürftige: Die Hilfsorganisation Aktiv Hilfe für Kinder wurde vom Verein „Marijine ruke“ (Marias Arm) aus Medjugorje in Bosnien gebeten, den dortigen Bedürftigen zu helfen. Der Verein Marijine betreut die Armen in und um Medjugorje und benötigt für die große Anzahl an Bedürftigen dringend Hilfe. Aktiv Hilfe für Kinder möchte deshalb im Mai eine Hilfslieferung nach Medjugorje organisieren. Es sollen neben Hilfsgütern auch Grundnahrungsmittel zur Verfügung gestellt werden. Wer diese Aktion unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende unter dem Stichwort „Lebensmittel für Medjugorje“ auf dem Konto Aktiv Hilfe für Kinder: IBAN IT 37 U 08998 58810 00030021 8197 einzahlen. Wir bedanken uns schon im Voraus für Ihre Spende!

>  Sommeraufenthalt für Kinder Kunst, Tanz, Theater, Natur, Gemeinschaft und viel Spaß! Vom 19. bis 24. Juli im Jugendhaus Hahnebaum, Healing Arts Tel. 339 1563238 (Patrizia Trafoier) www.healingarts.it >  Sommeraufenthalt für Mädchen ab 12 Kunst, Theater, Natur, Gemeinschaft und viel Spaß! Vom 15. bis 19. August im Jugendhaus Hahnebaum, Healing Arts Tel. 339 1563238 (Patrizia Trafoier) www.healingarts.it Termine & Veranstaltungen können per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden

>  Online-Gaming-Turnier für Jugendliche Wir Jugendliche haben es zurzeit sehr schwer. Kein Präsenzunterricht, keine Freunde treffen, keine Veranstaltungen. Weil wir aber den Kontakt zu unseren Freunden nicht verlieren wollen, probieren wir immer wieder neue Sachen aus. Da ich im JubPa-Jugendausschuss tätig bin, kann ich dort immer meine Ideen und Wünsche vorbringen. So auch der Wunsch nach einem Online-Gaming-Turnier für uns Jugendliche. Das weltweit berühmte Battle Royale Spiel „FORTNITE“ ist sehr beliebt bei den Jugend­ lichen und zudem kostenlos auf allen Geräten spielbar – somit perfekt geeignet für ein Online-Turnier. Thomas Schölzhorn, Pädagogischer Mitarbeiter im Jugendbüro, hat sich mehrmals mit mir online getroffen, um mit mir gemeinsam das Turnier zu planen und vorzubereiten. Über 40 Jugendliche haben sich dann im Vorfeld für den FORTNITE JUBPA CUP, welcher auf mehrere Tage aufgeteilt wurde, angemeldet. Beim ersten Treffen in der sogenannten „Phase 1“ ging es hauptsächlich darum, sich untereinander kennenzulernen und einen passenden Spielmodus auszuwählen und dabei schon ein wenig für das Turnier gemeinsam zu trainieren. „Phase 2“ bestand dann aus einer Gruppenphase mit vier Gruppen zu jeweils ca. 10 Spielern. Die besten 24 kamen dann eine Runde weiter und somit in „Phase 3“, dem Halbfinale. Am Ende kämpften dann die besten 12 Jugendlichen im großen Finale um den epischen Sieg. Die besten 5 Spieler erhielten dann Prämien in Form von spielinternen Preisen wie z.B. einen Tanz oder einen speziellen Charakter. Zudem durften sich die in der Gruppenphase ausgeschiedenen Spieler in einer „Zweiten Chance“ noch einmal messen und sich auf diesem Wege nochmals die Chance auf einen Preis sichern. Nicht nur das gemeinsame Spielen, sondern auch der Austausch und die oft lustigen Gespräche im Gruppen-Sprachchat gaben dem Turnier eine lockere und freundschaft­ liche Atmosphäre. Da uns Jugendliche das Turnier so großen Spaß bereitet hat, freuen wir uns schon auf ein neues Turnier. Auch neue Freundschaften konnten geknüpft werden, da wir auch über das Turnier hinaus noch mit den vielen Teilnehmern zusammengespielt haben. Ich freue mich schon auf die nächste Aktion des JubPa und bedanke mich im Namen meiner Freunde für das coole Turnier. Johannes Rier


Öffnungszeiten moos Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 18 Uhr; Sa geschlossen, T 0473 643 535 Minirecyclinghof Moos: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr; Pfelders: Mi, 14 – 15 Uhr; Platt: Mi, 8 – 9 Uhr und 1. Sa/Monat, 14.45 – 15.30 Uhr; Stuls: Mi, 10 – 11 Uhr und 1. Sa/Monat, 13.30 – 14.15 Uhr; Rabenstein: 1. und 3. Mo/Monat, 10 – 11 Uhr; Rabenstein (Saltnuss – rotes Haus): jeden 1. Mo/Monat, 9 – 9.45 Uhr Rest- und Biomüllsammlung: Dienstag: Moos, Platt, Pfelders (Dorf und Zeppichl), Stuls wöchentlich; Rabenstein, Pill bzw. Sportplatz Sand, Ulfas jede 2. Woche Bibliothek Moos: Di, 9.30 – 10.30 Uhr; Mi, 14.3 – 16.30 Uhr; Do, 16.30 – 18.30 Uhr; So, 11 – 12 Uhr Bibliothek Platt: Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 16 – 17 Uhr, Fr, 15 – 16.30 Uhr; Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Pfelders: Mi, 17 – 18 Uhr Bibliothek Rabenstein: Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Stuls: Mo, 15 – 16 Uhr Arztpraxis Dr. Beccarello: Mo, Do, Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 10 – 12 Uhr, 16 – 18.30 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; T 0473 643 689 Apotheke RAM: Mo 10 – 12; Mi 16 – 18.30 Uhr; Do 9 – 12 Uhr; T 0473 643 689 Eltern-Kind-Beratung Moos: Mittwoch 9 – 10.30 Uhr, nur mit Vormerkung Ambulatorium Krankenpflegedienst Moos: Donnerstag 8 – 8.30 Uhr (ohne Vormerkung)

Aus den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin Termine & Veranstaltungen

Da Termine & Veranstaltungen zur Zeit nicht vorherzusehen sind, bleibt der Terminkalender leer.

st. leonhard Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 17.30 Uhr; Sa, 9 – 11 Uhr, T 0473 656 113 Minirecyclinghof: Fr, 14.30 – 16.30 Uhr, Sa, 7.30 – 9 Uhr; Walten: Mo, 14 – 15 Uhr Restmüllsammlung: Di; Walten, Schweinsteg, Prantach, Mörre, Glaiten, jeden 2. Di; Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Mi, Fr, 9 – 12 Uhr; Mo, Di, Do, Fr, 15 – 18 Uhr (Winter) Bibliothek Walten: Mo, 15 – 16 Uhr Arztpraxis Dr.in Zach: Mo – Do, 8 – 12 Uhr; Fr, 15 – 18 Uhr; T 0473 656 656 Arztpraxis Dr. Zuegg: Mo, Mi – Fr, 8 – 12 Uhr ohne Vormerkung; Mo, 15.30 – 16.30 Uhr; Di, 15 – 17 Uhr, mit Vormerkung; T 0473 656 633 Kinderarztpraxis Dr.in Weger: Mo, Fr, 9.15 – 12.30 Uhr; Mi, 9.30 – 12.30 Uhr; Di, 15 – 18 Uhr; Do, 15 – 19 Uhr; T 0473 656 266 Apotheke RAM: Mo – Fr, 8 – 12.30, 15.30 – 19 Uhr; Sa, 8 – 12.30 Uhr; T 0473 656 146 st. martin Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr; Donnerstag, 15 – 17.30 Uhr, T 0473 499 300 Minirecyclinghof: St. Martin: Sa, 8 – 10 Uhr, Freitag geschlossen; Saltaus: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr Restmüllsammlung: Montag; Matatz, Breiteben, Kalmtal, jeden 2. Montag Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Mi, Sa, 9 – 12 Uhr; Mo, Mi, Fr, 15 – 18 Uhr; Di, 14 – 17 Uhr (Winter) Arztpraxis Dr. Peracchi: Mo, Do, 15 – 18 Uhr; Di, Mi, Fr, 9 – 12 Uhr; T 0473 641 174 Arztpraxis Dr. Dubis: Mo, Do, Fr, 9 – 12 Uhr; Di, 15 – 18, Mi, 12 – 15 Uhr, mit Vormerk.; T 0473 650 167 Apotheke Mercurius: Mo, Mi, Do, Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Di, 8 – 12.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr T 0473 650 011 Eltern-Kind-Beratung: Dorfstraße 25/c (alte Bibliothek) Do, 8 – 12 Uhr, T 0473 641 095 Krankenpflegeambulatorium Garberweg: Di, Fr, 8 – 10 Uhr Jugendtreff: Di – Fr, 11 – 12 Uhr; Di und Do, 17.30 – 19.30 Uhr; T 392 5327295 sprengelsitz passeier Verwaltungsdienst: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, 9.30 – 12 Uhr; Do, 9.30 – 12 u. 14 – 15.30 Uhr; T 0473 659 500 Sozialsprengel: Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr, nachmittags mit Terminvereinbarung; T 0473 659 018; Dienst für Pflegeeinstufung: T 848 800 277, Anlaufstelle Pflege- und Betreuungsangebote: Di, Do, 9 – 11 Uhr; T 0473 659 266, Mi mit Vormerk. Blutabnahme: Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, ohne Vormerkung Krankenpflegeambulatorium: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, Do, 9.30 – 11 Uhr Eltern-Kind-Beratung: Di, 8 – 12 Uhr, nur mit Vormerkung; T 0473 659 518 Diätdienst: Mi, 8 – 16 Uhr, mit Vormerkung, T 0473 659 520, 0473 251 250 Dienst für Abhängigkeitserkrankungen: Vormerkung T 0473 443 299 Zahnarztambulatorium: Vormerkung T 0473 264 000 Rehabilitationsdienst: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr, 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 533 Hautarzt: jeden 3. Mi/Monat, 9 – 13 u. 14 – 18 Uhr, Vormerk. mit ärztl. Verschreib.: T 0473 264 000 Dienst für Invaliden: Informationen unter 0473 659 266 oder 0473 264 712 Impfzentrum: Mo, 8.30 – 16 Uhr Gynäkologe: jeden 1., 2. und 3. Di/Monat Hauspflegedienst: Vormerkung Mo – Fr, 8 – 10 Uhr; T 0473 659 019 Jugendbüro Passeier: Mo – Fr, M 393 0954681 recyclinghof passeier (mörre) Dienstag, Donnerstag, 14 – 17 Uhr; Samstag, 8 – 11 Uhr Termine & Veranstaltungen können per Telefon (T 0473 656 239) und per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden


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