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Foto: Benjamin Pfitscher
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Mitteilungen und Nachrichten aus Moos, St. Leonhard und St. Martin August 2020
August 2020 nr. 160 · 34. JAhrgAng
Ein großes Dankeschön an den „capo cantoniere“ inhalt 5 Gemeinden 14 Kultur & Gesellschaft 24 Natur & umwelt 25 vereine & verbände 26 gesundheit & Soziales 27 Vorankündigungen
Righi Karl 43 JAHRE IM EINSATZ FÜR DIE PASSEIRER STRASSEN
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43 JAHRE IM EINSATZ FÜR DIE PASSEIRER STRASSEN
Ein großes Dankeschön an den „capo cantoniere“ Righi Karl Ich gehöre noch zur Generation, die sich lebhaft daran erinnern kann, dass man Ende der 70er Jahre bei einer Fahrt nach Meran aufgrund der vielen Straßenlöcher im Bereich „Riffiner Wåld“ Slalom fahren musste, um die Stoßdämpfer seines Vehikels nicht vollends zu ruinieren. Dass dem heute nicht mehr so ist, hat vor allem mit dem persönlichen Einsatz eines Mannes zu tun, nämlich mit dem langjährigen Psairer „Straßencapo“ Righi Karl. „Dabei war ich als Jugendlicher keineswegs erpicht darauf, diesen Beruf auszuüben“, erzählt der Karl in einem Gespräch. „Zwar arbeiteten bereits mein Großvater und auch mein Vater bei der Straße, aber ich hatte ursprünglich anderes im Sinn. Mich haben eigentlich immer die Autos fasziniert und ich studierte Maschinenbau in Bozen. Ich hatte seinerzeit interessante Angebote vorliegen und hätte bei der Raiffeisenkasse oder als Lehrer arbeiten können. Ich überlegte hin und her und nahm schließlich auch an einem Wettbewerb bei der Straße teil, den ich gewann. So begann ich am 2. Jänner 1976 mit der Arbeit bei der Straße. Zuerst wurde ich wegen der MeBo angestellt, führte Vermessungen durch und schnitt Schablonen für die Straßenschriften aus. Alsbald erkrankte mein Vater und ich wurde ziemlich gefördert. Im Februar 1979 erhielt ich den provisorischen Auftrag als
Capo. Dazu muss erwähnt werden, dass ich damals erst 27 Jahre alt war und man sich bei der ANAS normalerweise immer laut Hierarchie hochdienen musste. Aber der seinerzeitige Chef Ortolani war der Meinung, dass ich aufgrund meiner familiären Herkunft und Erfahrung, auch in noch jungen Jahren diesen verantwortungsvollen Auftrag ausüben könnte. Alsbald kam ich auch in die Kommissionen in Bozen und als mein Vater leider 1983 verstarb, erhielt ich den definitiven Auftrag. Insgesamt 43 Jahre arbeitete ich bei der Straße, davon 40 Jahre in leitender Position. Straßencapo zu sein ist eigentlich ein sehr interessanter, weil vielseitiger Beruf: Du hast kontinuierlich Kontakt zu den unterschiedlichsten Menschen, hast mit den Gemeinden und Firmen zu tun und wirst auch bei den Maschinen gefordert. Sehr gut verlief über meine ganze Amtsperiode hinweg die Zusammenarbeit mit den Gemeinden, die mich immer unterstützten. Eine besondere Herausforderung stellte alljährlich die Öffnung der Timmelsjochstraße dar. Dazu kam in meiner Anfangszeit stets eine Abordnung aus Wien, danach gab es eine Aussprache mit dem Regierungskommissariat und es gilt ja auch zu bedenken, dass seinerzeit am Timmelsjoch die Grenzpolizei, die Carabinieri, die Finanzbehörde, der ACI und die
Raika stationiert waren und mit allen mussten die Arbeiten koordiniert werden. Natürlich gab es damals auch noch keine so perfekten Maschinen wie heute und es war bei bis zu 20 m Schneehöhe wirklich des Öfteren ein wahrer Vabanqueakt, bis alles passte. Der Mooserwirt hat sogar im Tunnel Reifen angeschürt, um das Eis zu schmelzen. Letztendlich musste aber gebohrt und gesprengt werden, um das Eis zu beseitigen.“ Der Karl weiß aus seiner Amtszeit eine Unmenge an Anekdoten und besonderen Episoden zu erzählen, die wohl ein Buch füllen würden. In der Folge seien nur einige besonders signifikante Erlebnisse und Begebenheiten festgehalten. „Was nur die wenigsten wissen, dass ich eine relativ große Verantwortung trage und z. B. auch dafür angezeigt wurde, als eine Frau über die Straße stürzte und dabei leider das Leben verlor. Bei dem großen Unwetter im Jahre 1987 musste ich mich sogar vor einem Gericht in Brescia verantworten. Als Verantwortlicher kannst du von jedermann zivilrechtlich angeklagt werden, was mich dazu bewog, eine spezielle Versicherung abzuschließen. Sehr gut bestellt war es eigentlich immer um unseren Maschinenpark, um den wir von vielen beneidet wurden. Eine hochmoderne Fräse wurde sogar, für mich unvergesslich, als Überraschung an meinem Geburtstag geliefert. Auch im Bereich des Funkverkehrs waren wir bei den ersten in Südtirol dabei. Diese waren uns von großem Nutzen, als seinerzeit ein Schlepper versuchte, 12 Flüchtlinge über das Timmelsjoch zu bringen. Natürlich habe ich
Immer wieder ein Vabanqueakt mit hohem Risikofaktor: die Räumung der Passstraßen von meterhohen Schneewänden Foto: Karl Righi
Impressum
Erscheint zweimonatlich. Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29. 5. 1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier; vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Konrad Pfitscher – Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Ulrich Mayer. Redaktion: Kurt Gufler, Rosmarie Pamer, Heinrich Hofer, Konrad Pamer, Arnold Rinner, Karl Lanthaler; Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Korrektur: Ernst Rinner, Kurt Gufler. Produktion und Druck: design.buero Artikel können bei allen Redaktionsmitgliedern und bei design.buero in St. Martin (Dorfstraße 14) abgegeben werden und müssen mit dem Namen und der Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein. Werbebeiträge direkt an das Passeirer Blatt, passeirerblatt@passeier.it, T 0473 656 239. Redaktionsschluss: 2. Oktober, 27. November 2020 E-Mail: passeirerblatt@passeier.it www.passeirer-blatt.it
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Die Straßen wurden immer wieder verbessert und verbreitert Foto: Karl Righi
mit den Jahren viele Entscheidungsträger kennengelernt und der persönliche Kontakt kam mir logischerweise immer zugute. Schrittweise konnte ich immer wieder Verbesserungen erreichen und dabei war immer sehr hilfreich, als ich schließlich den Dreh heraus hatte und die Dringlichkeitstelegramme immer nach Bozen und auch nach Rom schickte. So waren wir in verschiedenen Bereichen stets auf dem neuesten Stand, was natürlich für das ganze Passeiertal von Vorteil war. Maximal hatte ich 16 Mitarbeiter und Gott sei Dank sind alle von sämtlichen, mitunter auch sehr gefährlichen Arbeiten, gesund zurückgekehrt. Eine besondere Herausforderung stand für uns an, als es hieß, der Jaufenpass sei auch im Winter offen zu halten. Wie gefährlich dieses Unterfangen aber bisweilen ist, können sich aber wohl nur die Wenigsten vorstellen. Nach dem schweren Unwetter im Jahre 1987 erhielten wir aber finanzielle Zuweisungen und konnten uns daran machen, die Jaufenstraße sukzessive zu verbreitern und zu verbessern. In den letzten Jahren bei der ANAS standen nur mehr wenige Geldmittel für die Instandhaltung der Straßen zur Verfügung. Dies änderte sich mit dem Übergang zur Autonomen Provinz Bozen am 1. 7. 1998. Nun ging es wieder aufwärts und es konnten viele Projekte (z. B. die Umfahrungsstraße in St. Leonhard) verwirklicht werden. Auf der Jaufenstraße hatte ich auch das für mich gefährlichste Erlebnis zu überstehen, als ich am 10. Jänner 2001 unter eine Lawine geriet. Ein Lokalaugenschein stand gleich auf der anderen Seite des Jaufenpasses an, wobei ich mit einem Zuständigen des Landes die Schneeschicht maß. Als wir die Arbeit beinahe
beendet hatten, gab es auf einmal ein sonderbares Geräusch. Ich schaute nach oben und sah, wie sich alles um mich bewegte und du hast das Gefühl, wie wenn du auf dem Wasser stehen wolltest. Der Boden entgleitet unter deinen Füßen, mich riss es ungefähr 50 Meter mit, Gott sei Dank über einen Zaun hinaus, denn ansonsten wäre mein Leben wohl nicht mehr zu retten gewesen. Auf dem Straßenrand blieb ich schließlich liegen und ich dachte, mein letztes Stündlein hätte
geschlagen. Obwohl alles so schnell ging, lief mein Leben wie ein Film vor mir ab. Vom Lift aus hatte man uns erblickt und registriert, dass wir unter die Lawine geraten waren. Mein Partner schrie mir zu: ‚Karl, kriegst du Luft!‘ Ich wurde aus geschöpft und wir kamen Gottlob im Grunde unverletzt davon. Ich bin heute noch heilfroh, dass alles glimpflich aus gegangen ist.“ Beeindruckend ist auch das Archiv, das Karl im Laufe der Jahrzehnte angelegt hat: Er hat alles perfekt verwahrt und geordnet, sei es seine tägliche Arbeit sowie auch alle Fotodokumentationen. Auch von seinem Vater und Großvater hat er noch alle Unterlagen peinlich genau im Schrank aufbewahrt. Auch aus dem Gespräch mit ihm geht ganz klar hervor, dass Karl seinen Beruf wirklich mit Leib und Seele ausgeübt hat. Seit dem 1. September 2019 ist Karl in Pension und kann sich nun vermehrt seiner Familie, seinem Freundeskreis sowie seinen geliebten Oldtimern widmen. Zudem steht er mit seinem reichen Erfahrungsschatz immer noch den heutigen Führungskräften beratend zur Seite. Ein großes Dankeschön an dich, lieber Karl, von Seiten der PsairerInnen aber auch der UrlauberInnen, die täglich auf jenen Straßen unterwegs sind, die sich durch deinen Einsatz in so einem perfekten Zustand befinden. Kurt Gufler
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Gemeinderatswahlen und Verfassungsreferendum Bei den anstehenden Gemeinderatswahlen wird aufgrund der Zusammenlegung mit dem staatlichen Verfassungsreferendum an zwei Tagen gewählt und zwar am Sonntag, den 20. September, von 7 bis 23 Uhr und am Montag, den 21. September, von 7 bis 15 Uhr. Die Auszählung des Referendums findet am Montag statt, jene der Gemeinderatswahlen am Dienstag Vormittag. Die Wahl des Bürgermeisters, der Bürgermeisterin, erfolgt in Gemeinden bis zu 15.000 Einwohnern mittels Direktwahl. Aus diesem Grund finden die Wählerinnen und Wähler in diesen Gemeinden zwei Stimmzettel vor. Auf dem grauen Stimm zettel für die Wahl des Bürgermeisters, der Bürgermeisterin, befindet sich eine leere Zeile, in die man den Namen des Kandidaten, der Kandidatin, für das Bürgermeisteramt eintragen kann. Auf dem Stimmzettel für den Gemeinderat muss das Listenzeichen angekreuzt werden und neben dem Listenzeichen können auf den vier vorgedruckten Zeilen bis zu vier Vorzugsstimmen gegeben werden. Für die Wahlen muss der Wahlausweis vorgelegt werden. Bei Verlust kann dieser im Gemeindeamt beantragt werden, auch noch an den Wahltagen. Beim Verfassungsreferendum wird über die Verkleinerung der beiden Kammern des italienischen Parlaments entschieden. Die zur Abstimmung stehende Verfassungsänderung sieht die Verringerung der Zahl der gewählten Mitglieder der Abgeordnetenkammer von 630 auf 400 und des Senats von 315 auf 200 vor.
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Gemeinden
Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte auf jeden Fall möglichst helle Kleidung tragen
Sicherheit Verkehr
Sichtbar sein im Straßenverkehr Viele Kinder kommen zu Fuß oder mit dem Fahrrad in die Schule und in den Kindergarten. Dabei ist es gerade in der Übergangszeit und besonders im Winter sehr wichtig, dass Kinder im Straßenverkehr gut sichtbar sind und von den Autofahrern wahrgenommen werden. Das Gefahrenpotential wird leider oft unterschätzt: Autofahrer können beispielsweise Fußgänger in der Dämmerung und bei Nacht viel schlechter wahrnehmen als am Tag, auch wenn die Straße beleuchtet ist. Besonders gefährdet sind Kinder bis zum achten Lebensjahr, da sich diese noch sehr auf das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer verlassen. Wenn Kinder die Lichter eines heran nahenden Autos sehen, gehen sie automatisch davon aus, dass der Autofahrer sie auch wahrnimmt. Bei Regen, Nebel oder Schneefall sind Farben und Silhouetten noch schlechter erkennbar. Dunkel gekleidete Personen und Fahrradfahrer ohne oder mit ungenügender Beleuchtung werden deshalb leicht übersehen. Tipps zur besseren Sichtbarkeit im Straßenverkehr: >> Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte auf jeden Fall möglichst helle Kleidung tragen. Für Kinder sind auch Kleidungsstücke und Schultaschen mit reflektierenden Materialien besonders gut geeignet. Ebenfalls wirkungsvoll sind
Reflektorstreifen, die an beweglichen Körperteilen wie Hand- oder Fußgelenken getragen werden. >> Radfahrer müssen darauf achten, dass das Vorder- und Rücklicht am Fahrrad gut funktionieren. Zusätzlich sollten die Reifen, die Pedale und auch der Sattel mit Reflektoren, den so genannten „Katzenaugen“, ausgestattet sein. Zusätzlich gibt es noch Lichtanlagen, die am Helm montiert werden können. Auf jeden Fall sollte die Lichtanlage bereits bei Dämmerung eingeschaltet werden! >> Auch Autofahrer können einen Beitrag zu mehr Sicherheit leisten: Sie sollten die Fahrweise unbedingt an die Sicht und Witterung anpassen. Auch sind Front- und Heckscheibe sowie die Lichtanlage und die Spiegel sauber zu halten, damit eine klare Sicht möglich ist. Für alle Verkehrsteilnehmer gilt: Bei Dämmerung und Dunkelheit ist besonders auf die Sichtbarkeit und die Sicherheit im Straßenverkehr zu achten! Werner Außerer St. Martin
Abschied Dr. Irene Raich Ich habe mein Studium der Human medizin regulär in Innsbruck abgeschlossen und die entsprechende Staatsprüfung in Bologna absolviert. Danach folgten diverse Ausbildungen: Innere Medizin in der St.-Anna-Klinik in
Meran, zwei Jahre vertiefte Ausbildung Radiologie/Ultraschall und Strahlenschutz sowie zwei Jahre vertiefte Ausbildung physikalische Medizin und Massage an der Universitätsklinik Innsbruck, Chirurgie im Krankenhaus Schlanders, Psychiatrie und Psychotherapie (in Deutschland, Österreich und Bruneck), Neurologie im Krankenhaus Bruneck (und dort über drei Jahre regelmäßige und selbstständige Nachtdienste an der Ersten Hilfe für Innere Medizin), insgesamt fünfzehn Monate Praktikumstätigkeit im Ambulatorium von Dr. Manfred von Sölder in St. Leonhard in Passeier (von dem ich viel lernen durfte, dem ich vieles zu verdanken habe und den ich auch an vielen Wochenenden vertreten habe). Leider wurde und wird mir von der Landesregierung – bezüglich HausarztTätigkeit – niemals eine entsprechende Anerkennung zugebilligt werden, auch wird mir die Gelegenheit verwehrt, evtl. fehlende Ausbildungszeiten (z. B. Gynäkologie) nachzuholen. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um mich herzlich bei all meinen Patienten und Patientinnen zu bedanken, die mich von Beginn an bedingungslos und mit offenen Armen aufgenommen haben, mir ihr Vertrauen geschenkt und mir dieses Vertrauen nie entzogen haben. Es war kein Leichtes, das „Erbe“ von Dr. Franz Innerhofer anzutreten, war er doch über dreieinhalb Jahrzehnte hier als Hausarzt/Amtsarzt/Sprengelhygieniker, in der Baukommission sowie im Altersheim St. Martin tätig. Die Tatsache, dass ich kein klassischer „Weißkittel“ (das heißt meist auf eben diesen Mantel verzichtet habe) bin, möge man mir nachsehen, es war und ist mir ein Anliegen, jeden Menschen gleich zu behandeln und den Menschen möglichst ebenbürtig zu begegnen; noch mehr, als dass ich in diesem Tal geboren, aufgewachsen und mit diesem sehr verwurzelt bin. Ein ausdrücklicher Dank gilt meiner Assistentin Annemarie Pöhl, die mir von Beginn an eine große Stütze war, der Gemeinde St. Martin, der Bürgermeisterin Rosmarie Pamer, dem Altersheim St. Leonhard in Passeier (mit dem es eine enge Zusammenarbeit gab), dem Altersheim St. Martin (mit welchem ich 10 Monate lang zusammenarbeiten durfte) und – nicht zuletzt – meinen „eingesessenen“ Kollegen, die sich als äußerst entgegenkommend und hilfreich präsentiert haben. An dieser Stelle ein herzliches Vergelts Gott! Irene Raich
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Der Gemeindeausschuss von St. Martin: Rudolf Gögele, Gemeindesekretär Klaus Wielander, Nikolaus Gufler, Konrad Pichler, Erich Kofler und Rosmarie Pamer
St. Martin
Fünf politisch arbeitsreiche Jahre In der nun zu Ende gehenden Legislaturperiode kann die Gemeindeverwaltung von St. Martin auf fünf arbeitsreiche Jahre zurückblicken. Drei Großprojekte und viele kleine Ausschreibungen, Arbeiten, Projekte und Ideen konnten dank der guten Zusammenarbeit im Gemeinderat und -ausschuss umgesetzt werden. Ein besonderes Highlight war die Segnung der neuen lese.werk.statt mit der großen, offenen Bibliothek und der Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigung, die sich im Dorfzentrum sehr wohl fühlen. Die energetische Sanierung der Mittelschule mit Austausch der Fenster und Dämmung der Außenhülle war ein wichtiger Schritt um die hohen Heizkosten in den Griff zu bekommen und dadurch die laufenden Kosten zu senken. Einen Schwerpunkt legte die Verwaltung in den letzten Jahren auf die Modernisierung und den Ausbau der bestehenden Sportanlagen und die damit verbundene Kinder- und Jugendarbeit. Mit dem Bau des Servicegebäudes am Fußballplatz von St. Martin wurde die erste Phase bereits abgeschlossen. Nachdem sich die Umkleidekabinen beim Sportplatz in St. Martin seit Jahren in einem unzumutbaren Zustand befanden, machte die Gemeindeverwaltung von St. Martin Nägel mit Köpfen und ließ zwischen dem Kunstrasenplatz und dem Naturrasenplatz eines der modernsten Servicegebäude Südtirols errichten, das am 8. Februar dieses Jahres gesegnet und seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Im neuen Servicegebäude mit Parkgarage sind unter anderem fünf Umkleidekabinen, zwei Schiedsrichterkabinen, ein Waschraum, ein Büro, eine Bar, ein Fitnessraum, ein Raum für
die Leichtathleten sowie ein Geräteraum und sanitäre Anlagen untergebracht. Der Neubau steht in erster Linie dem Amateurfußballclub St. Martin – Moos zur Verfügung, wird aber auch von den Leichtathleten genutzt. Bald nach der Segnung des Servicegebäudes wurde mit dem 2. Baulos begonnen, dem Abbruch der alten Tribüne mitsamt den Kabinen und der Erneuerung der Umzäunung im Ostund Nordbereich. Das Einreicheprojekt für das 3. Baulos, dem Bau der neuen Tribüne und Verschiebung des Fußballplatzes wurde in den Gemeinden St. Martin und St. Leonhard eingereicht. Auch die dazu notwendige Bauleitplanänderung liegt in der Raumordnung in Bozen zur Genehmigung auf. Das zweite große Projekt im Bereich Sport stellt die Realisierung des neuen Sportzentrums dar, das zwischen Schwimmbad und Tennisplätzen entstehen soll. Ein gelungenes Projekt stellt sicherlich auch die zum Lesen und Schmökern einladende lese.werk.statt dar
Im Jänner 2019 war das Siegerprojekt gekürt worden. Das schlichte, einstöckige Gebäude sieht unterirdisch Räumlichkeiten für den Eissport vor, oberirdisch jene für die Tennisspieler und die Umkleidekabinen für das Schwimmbad. Die zwei Strukturen Schwimmbad und Tennisbar werden somit zusammengefasst und in Zukunft wird es eine Bar mit einem Pächter geben. Damit werden Synergien genutzt und mehrere Sportarten in einem Haus zusammengeführt. Das Vorprojekt bzw. Einreicheprojekt für den Neubau des Sportzentrums wurde erst vor einigen Monaten vom Gemeinderat und der Baukommission genehmigt. Die weiteren Schritte obliegen nun der neuen Gemeindeverwaltung. Neben diesen größeren Vorhaben hat die Verwaltung einiges Geld für den Ausbau und die Fertigstellung des Glasfasernetzes im Dorf, in Neuhaus, in Quellenhof und Saltaus bereitgestellt. Auch die Sanierung und Erneuerung von zahlreichen Straßenabschnitten im Dorf und in den Fraktionen sowie die Instandhaltung der gemeindeeigenen Infrastrukturen und Gebäude wurde vorangetrieben. Spielplätze in Saltaus und bei der Mittelschule wurden saniert bzw. erweitert. In die Ausstattung der Kindergärten und Schulen wurde intensiv investiert. Dabei haben die Stärkung, Förderung und Unterstützung der Kinder, Jugendlichen und Familien in unserer Gemeinde auch in den letzten fünf Jahren einen hohen Stellenwert eingenommen. Demzufolge war dem Gemeinderat auch die familien- und wirtschaftsfreundliche Gestaltung der Tarife und Gebühren, von den Baukostenabgaben bis hin zu den Kindergartentarifen, ein großes Anliegen. Mein Dank geht an die Gemeinderäte und den Gemeindeausschuss für die gute Zusammenarbeit in den letzten 5 Jahren. Rosmarie Pamer
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Kindergarten neu seit 2019 Foto: Bernadette Pfeifer
St. Leonhard
Rückblick auf sechs intensive Jahre Die letzte Verwaltungsperiode fand durch den tödlichen Unfall unseres Bürgermeisters Oswald Tschöll ein abruptes Ende. Im November 2014 wurde der neue Gemeinderat gewählt und führte Begonnenes weiter und machte sich an neue Projekte. Als Erstes wurde der Bauhof für unsere Arbeiter fertiggestellt und zusammen mit dem Minirecyclinghof seiner Bestimmung übergeben. Zeitgleich lief der Wettbewerb für den neuen Kinder garten. Die Auswahl des Siegerprojektes, die Ausschreibung und die Durchführung der Arbeiten waren anstrengend, haben sich aber gelohnt. Fast noch mühsamer war die Neugestaltung des Dorfzentrums mit neuer Brücke und Oberflächengestaltung. Nur dank des Verständnisses unserer MitbürgerInnen konnte die Durchführung zeitgleich mit dem Umbau des Hotels Stroblhof erfolgreich umgesetzt werden.
Parallel wurde in den Fraktionen vieles verwirklicht. So wurden die Kanalisationen für Schweinsteg, Mörre und Glaiten errichtet und ein Großteil der Höfe an das Kanalnetz im Tal angeschlossen. Dabei wurden auch die Glasfaserleitungen verlegt, eine Maßnahme, die sich als goldrichtig erwiesen hat, da die staatliche Telefongesellschaft ihre Leitungen kaum mehr betreut. Durch das Breitband konnten die Höfe mit Telefon und Internet ausgestattet werden, genauso wie der Hauptort. Ohne das Breitband wären Wirtschaft und Schule in Coronazeiten vor unlösbaren Problemen gestanden. Für Gomion wurden entlang der Timmelsjochstraße Gehsteige errichtet, die jetzt vor dem Abschluss stehen. Und im Rahmen der 50-Jahr-Feier der Timmelsjochstraße wurde der Kreisverkehr in der „Hölle“ dem Anlass entsprechend umgestaltet. In Walten konnte die Dorfzufahrt
Einsegnung des neuen Dorfzentrums im Mai 2017 Foto: Bernadette Pfeifer
neu verlegt werden, ein langgehegter Wunsch dort genauso wie die Lawinen galerie am Jaufen. Damit ist die Winter öffnung des Jaufenpasses abgesichert und wird nun durch den Ausbau des Arbeitsecks ergänzt. Im „Stockit“ entstand ein kleines Wintersportzentrum, welches unseren Kindern und Familien nun zur Verfügung steht. Außerdem haben wir gemeinsam mit den anderen Gemeinden und dem Land mit der Egghof-Kaser ein einzigartiges Heim für Gruppenaufenthalte geschaffen. Im Wohnbereich wurden neue Wohnbauzonen in St. Leonhard, in Walten, Gomion und in Schweinsteg ausgewiesen. Nicht zu kurz kamen die vielen Feiern, wobei besonders die 800-Jahre-Feier unserer Pfarrkirche seit der Schenkung an den Deutschen Orden herausragte. Im Dorf selbst ist in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein das Bürogebäude neu errichtet worden und hat anfangs architektonisch überrascht, ist jetzt aber nicht mehr wegzudenken. Die größten Vorhaben aber sind in diesem Jahr begonnen worden, der Umbau des Altenheimes St. Barbara, ein Riesenvorhaben zusammen mit der Gemeinde Moos und dem Land sowie das Leonhardszentrum im alten Kindergarten, wo unsere Jugend, die Familien und die Senioren ein neues Heim erhalten. Jedes dieser Vorhaben warbegleitet von unzähligen Sitzungen, Besprechungen und bürokratischen Schritten, die sich aber lohnen, wenn am Ende etwas Positives herauskommt. Und dann kam Corona, das über Monate unser Leben total auf den Kopf gestellt hat und das Schlimmste befürchten ließ. Als wir zu Ostern schrieben, „bei aller Sorge und Not, wir haben keinen Krieg hinter uns, der alles zerstört hat und Jahre des Wiederaufbaues notwendig macht: ein Neustart kann sofort beginnen“, schien dies Utopie. Und doch, heute ist die Normalität in Teilen wiedergekehrt und man kann mit viel Optimismus in die Zukunft blicken. In diesen fast 6 Jahren ist ein junger Rat und Ausschuss aufgebaut und der Generationswechsel in der Gemeinde eingeleitet worden. Leider scheiden einige Ratsund Ausschussmitglieder aus und zwar Elisabeth Ploner Wohlfarter und Roland Schiefer als Referenten, Hans Gilg und Daniel Gufler als frühere Referenten und jetztige Ratsmitglieder sowie Harry Freitag und Albert Öttl als Ratsmitglieder. Ihnen ein großes Dankeschön für ihre Arbeit zu Gunsten der Gemeinde, aber auch allen BürgerInnen für ihr Vertrauen und die große Bitte, die Wahl zu nutzen zum Wohle unserer Gemeinde. Konrad Pfitscher
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Kasernenareals vom Staat, der Grund ankauf beim Eisturm in Rabenstein, die Errichtung eines öffentlichen WCs in Pfelders und Platt, die Friedhofserweiterung in Moos u. v. m.
Der Gemeindeausschuss von Moos (2015 – 2020): Konrad Pamer, Bürger meister Gothard Gufler, Regina Gufler, Stefan Ilmer Foto Alexander Hofer
Moos
Ein Fünfjahresrückblick und ein Einblick in die Mooser Gemeindepolitik Moos ist eine der Gemeinden Südtirols, welche sich bereits vor Jahren auf den Weg gemacht hat auf dringende Fragen unserer Zeit überzeugende Antworten zu suchen und zu geben. Es sind dies vorwiegend die Fragen, die die generelle Wett bewerbsfähigkeit unserer Wirtschafts betriebe und die Aufrechterhaltung der kleinen Wirtschaftskreisläufe als Peripheriegemeinde, die schrittweise Aufwertung und Weiterentwicklung aller Fraktionen und Infrastrukturen im Einzugsgebiet, den Klimaschutz und die Steigerung der Lebensqualität aller Bürger betreffen. Ein relativ komplexes Unterfangen, das viel Zeit, Engagement und auch die nötigen finanziellen Ressourcen voraussetzt. Bedenkt man, dass in Hinterpasseier fünf Dörfer mit jeweils einer eigenen Kirche, Grundschule, Feuerwehrhalle, eigenem Vereinssaal bzw. -haus, Vereinswesen, diversen Sport- und Freizeitinfrastrukturen, ländlichem Straßennetz, Wegenetz, Trinkwasserspeichern und -leitungen, Elektrokabinen, Schmutzwassersammlern und Leitungen u. v. m. instand zu halten sind. Also das ganze Programm mal fünf. Das Gemeinwohl im Mittelpunkt In den letzten Jahren ist es endlich gelungen, eine spürbare Aufstockung des öffentlichen Nahverkehrs – sprich der Frequenzen der Linienfahrten von Bussen ins Hinterpasseier – beim Land zu erwirken. Auch der Nightliner-Zubringerbus wurde weiter unterstützt und ausgebaut.
Das enorme Wandergebiet (ca. 350 km Wegenetz) in Hinterpasseier wurde durch neue Wege aufgewertet und alte, teils vergessene Wege wurden wieder instand gesetzt. Trockenmauern wurden restauriert und traditionelle Holzzäune an einigen der vielen Gemeindegassen neu errichtet. Dem Gemeinderat von Moos standen glücklicherweise auch die finanziellen Mittel zur Verfügung, um umfangreiche Investitionen zu tätigen. Als Beispiele von absolvierten Projekten gelten der Umbau des Gemeindehauses, der Bau des neuen Vereinshauses in Pfelders, die Errichtung mehrerer Schutzdämme und Umsetzung von Zivilschutzmaßnahmen, die Instandsetzung musealer Strukturen am Timmelsjoch und beim Stiaber, das Teeren mehrerer Zufahrten und Straßen und die Sanierung von Leitplanken im Gemeindegebiet, die Errichtung einer Tiefgarage in Moos, die Erneuerung von Trink- und Löschwasserleitungen in Hütt und Pill, die Errichtung eines Rundweges um den Platter Kirchhügel, der Beginn der Dorfplatzgestaltung in Platt, die Friedhofserweiterung in Moos, die Sanierung des Kirchenweges in Platt und des Glockenturms in Stuls, die Errichtung von Wohnbauzonen, die Errichtung der BRD-Garage in Platt, die Sanierung von 8 Holzbrücken, die Erneuerung von Kinderspielplätzen, die Unterstützung der Zivilschutzvereine beim Ankauf von Fahrzeugen, die Aufwertung von Sportanlagen, der Baubeginn des Großprojektes Multifunktionszentrum Moos, die Ablösung des
Kultur, Schule, Kinderbetreuung, Jugendförderung und Senioren Investitionen in die Bildungseinrichtungen sind Investitionen in die Zukunft unserer Kinder und Investitionen in unsere Kinder sind Investitionen in unsere Gemeinde. Ein weiteres Augenmerk legte daher der Gemeinderat und Gemeindeausschuss auf die Bereiche Schule, Kinderbetreuung und die Jugendförderung. Insgesamt wurden in dieser Legislatur periode die Grundschule Rabenstein energetisch saniert, die Sanitärleitungen in der Grundschule Moos und Platt komplett erneuert und das Kindergartendach saniert. Betreuungsangebote in der Kita, bei den Bäuerinnen und in Jugendverbänden wurden gefördert und ausgebaut. Es entstand das Bergheim Egghof-Kaser in Zusammenarbeit mit den Gemeinden St. Martin und St. Leonhard und dem Jugendbüro, das Jugendzentrum Moos befindet sich derzeit noch im Bau, der Jugendraum Platt und Stuls wurden renoviert und ein Einreichprojekt für den Umbau des Jugendraums Rabenstein liegt vor. Die Sommerbetreuung der Kindergarten- und Volksschulkinder konnte trotz Pandemie im heurigen Sommer das erste Mal in diesem Rahmen stattfinden und erfreut sich großer Beliebtheit. Mit dem Neubau des Seniorenheims in St. Leonhard, an welchem sich die Gemeinde Moos anteilsmäßig beteiligt, wird gewährleistet, dass die Ältesten oder Pflegebedürftigen unserer Gemeinde bei Bedarf eine gute Pflege im Heim erhalten. Jedoch werden auch im sich derzeit in Bau befindlichen Multifunktionszentrum Moos Wohnungen für Senioren entstehen. Zudem gelang die Aufwertung des Pfarrhauses in Platt, durch die Instandsetzung der alten Bibliothek als Treffpunkt für die Senioren und andere Vereine. Mit der Gründung eines eigenen Museumsvereins in Hinterpasseier ebnete man in den letzten fünf Jahren den Weg für die weitere Entwicklung der bereits bestehenden musealen Strukturen und kulturellen Programme. Ein Höhepunkt des Kulturprogramms in den vergangenen fünf Jahren war das 50-Jahr-Jubiläum der Eröffnung der Timmelsjochstraße, welches mit einer Ausstellung direkt am Pass, einem Buch über die Timmelregion und die Bauarbeiten am Pass und einem Dokumentarfilm begangen wurde. Auch hat sich die Gemeinde Moos am 700-JahrJubiläum der Stadt Meran beteiligt, indem
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man an den Ausbruch des Kummersees bei Rabenstein in Form von Installationen am Passerdamm erinnerte. Der Abschluss der Haus- und Hofgeschichte über das Hinterpasseier konnte im Frühsommer dieses Jahres abgeschlossen werden und wird demnächst präsentiert. Die Gemeinderäte haben für alle Straßen im Gemeindegebiet Benennungen vorgeschlagen, welche bis dato jedoch noch auf die Umsetzung warten. Im Bereich der Nachhaltigkeit befindet sich Moos im Südtiroler Spitzenfeld Die Fragen, wie wir die Wasserkraft unserer Hochtäler auch zukünftig nutzen und schonend ausbauen und somit saubere Energie im Sinne des Klimaschutzes erzeugen können, aber auch wie wir das landschaftliche Potential im Hinterpasseier samt seinen Erzeugnissen für alle nutzbar machen, hat die Gemeindeverwaltung immer wieder aufgegriffen. Durch die kürzlich erst gegründete E-Werk Schmiede Konsortial GmbH wird in Zukunft die Wasserkraft zwischen Rabenstein und Moos genutzt werden können und es entstehen dadurch zukünftig wichtige neue Einnahmen für die Gemeinde. In jeder Hinterpasseirer Fraktion befindet sich seit ca. einem Jahr eine Elektroladesäule für E-Mobilität, an der man sozusagen den lokal produzierten Strom tanken kann. Der im letzten Spätherbst organisierte Nachhaltigkeitskongress der Alpinen Perlen im neuen Vereinshaus von Pfelders griff die Themen Regionalität, Genossenschaftswesen und sanften Tourismus auf. Schlussendlich geht es auch darum, wie der Landwirt als Heger und Pfleger der Landschaft ein Auskommen findet und in Zusammenarbeit mit anderen Wirtschaftsbereichen überlebensfähig bleibt. Der Wert einer Gemeinde steigt, wenn sie den Bürgern Fortschritt, Partizipation, familiengerechte Freizeitanlagen, Bildungsangebote, finanzielle Sicherheit und Arbeit bietet. Dabei sind eine gesicherte Nahversorgung, lokale Arbeitsplätze, genügend und leistbarer Wohnraum, Entfaltungsmöglichkeiten für Familien wichtige Themen. Die lokale Wirtschaft und deren Kreisläufe zu fördern, dabei auch die Bereiche Gesundheit, Kultur, Familie, Jugend und Soziales zu fördern, stand deshalb auch im Mittelpunkt der Gemeindepolitik der letzten fünf Jahre. Trotz des einzuhaltenden und gesetzlich vorgeschriebenen Rotationsprinzipes ist es z. B. auch gelungen, die meisten öffentlichen Arbeiten vorwiegend an lokale Unternehmen zu vergeben. Die Erhaltung von Arbeitsplätzen in der Peripherie kann nur dadurch gesichert
werden, wenn entsprechende und zeitgemäße Infrastrukturen vorhanden sind. Im Ausbau des Glasfasernetzes und somit der Beschleunigung der Datenübertragung ist man in der Gemeinde Moos dank der E.U.M. als Provider auf dem aktuellsten Stand der Technik und des Services stetig vorangeschritten. Ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Tourismus und Landwirtschaft, Handwerk und Dienstleistung, Kultur und Gesellschaftsleben bietet in Krisenzeiten mehr Sicherheit und Halt, so wie es uns die CoronaPandemie vor Augen geführt hat. Zugleich galt es als Verwaltung am Puls der Zeit zu bleiben, sich ständig weiterzuentwickeln, weiterzubilden, den Verwaltungsapparat dabei so schlank als möglich zu halten und dem Bürger andererseits so kompetent wie möglich zur Seite zu stehen. Dies gelingt durch gut ausgebildete Gemeindemitarbeiter und eine gute gemeindeinterne Zusammenarbeit innerhalb des Gemeinderates, auf welche die Verwaltung in Moos stets bauen konnte. In Südtirol leben wir alle von der Schönheit und Einzigartigkeit unserer Landschaft, deren Pflege und Erhalt eine grundlegende Rolle in der Gemeindepolitik spielten und mit Sicherheit auch zukünftig spielen wird. Die enormen Potentiale einer Gemeinde mit einem Gemeindegebiet von knapp 200km² als Territorium sind Segen und Herausforderung zugleich. Im Namen des Gemeindeausschusses gilt allen Gemeinderäten und Mitarbeitern in allen unterschiedlichen Gremien ein großer Dank für die Zusammenarbeit in den letzten fünf, intensiven und arbeitsreichen Jahren. Konrad Pamer
Platt
Neue Wasserleitungen für die Grundschule und Vereinslokale in Platt Das derzeitige Gebäude der Grundschule von Platt, welches im Zentrum des Dorfes liegt, wurde im Herbst 1975 errichtet. Knapp 20 Jahre später wurde das Schul gebäude durch einen Anbau in östliche Richtung erweitert. Das Gebäude verfügt über mehrere Stockwerke und Außenbereiche mit unterschiedlichen Nutzungskonzepten. Im Außengelände befinden sich der öffentliche Spielplatz, welcher 2017 komplett neu umgestaltet wurde, ein ca. 400 m² großes Spielfeld für die Kinder, welches im Sommer auch für kleinere Feste genutzt werden kann und ein kleiner Schulgarten. Das gesamte Außengelände ist ansprechend mit verschiedenen Bäumen und Pflanzen bestückt und erfreut sich großer Beliebtheit bei Jung und Alt. Neben dem Schulbetrieb finden auch viele Vereine im gesamten Gebäudekomplex in separaten Räumen Platz. Im untersten Stockwerk sind die Turnhalle und eine Theaterbühne untergebracht. Ebenso ein kleiner Vereinssaal mit Küche, welche für die Dorfbevölkerung zur Ver fügung stehen und für Feste, Veranstaltungen und Weiterbildung genutzt werden können. Der erst kürzlich neu renovierte Jugendraum und der Proberaum des Chores befinden sich auf der Erneuerung aller Wasserleitungen: Gebäudekomplex der Grundschule Platt mit Schul räumen, öffentlicher Bibliothek, Vereinsräumen und Mehrzwecksaal Foto: Gemeinde Moos
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Nordwestseite des Gebäudes. Im Stockwerk darüber befinden sich Klassenräume, Lehrmittelräume, ein Computerraum sowie das Musikprobelokal der Musikkapelle. Im ebenerdigen Geschoss befinden sich neben dem Lehrerzimmer weitere Klassenräume und die im Jahr 2014 neu gebaute und auf zwei Stockwerke ausgeweitete sehr geräumige öffentliche Bibliothek von Platt. Im obersten Stockwerk sind zudem die Vereine Kath. Familienverband, Kath. Frauenbewegung, Alpenverein, Rodelverein, Bäuerinnen, Theaterverein Plotterwind und Schützenkompanie Platt untergebracht. Nach näherer Betrachtung wird ersichtlich wie bedeutend dieses Gebäude für das Dorf- und das Gemeinschaftsleben in Platt ist. Seit einiger Zeit fiel leider immer wieder auf, dass die Wasserqualität durch rostig gefärbtes Wasser in allen Gebäuderäumen stark beeinträchtigt wurde. Wasser ist Leben und sauberes Wasser ein Privileg, welches uns in unserem Gebiet dankenswerterweise täglich zuteil wird. Die einst installierten Eisenrohre im Schulgebäude waren nach gründlicher Kontrolle gesamtheitlich jedoch stark gerostet und förmlich zerfressen. Eine Sanierung kam nicht in Frage. Ein kompletter Austausch aller Leitungen musste her. Ein großes Anliegen, das sowohl Schüler, Lehrer und die Dorfgemeinschaft samt Vereinsleben betrifft, wurde angegangen und der Austausch der gesamten Sanitärleitungen im Gebäude von Ing. Nischler von der Firma M&N Planconsulting ausgearbeitet. Bereits im letzten Jahr begannen die Vorbereitungen zu Finanzierung, Planung, Ausschreibung und Umsetzung des Vorhabens. Ein aufwändiges Unterfangen, wenn man bedenkt, dass alle Böden aufgespitzt, alle Leitungen aus getauscht und neu verlegt und installiert werden mussten. Ende Mai diesen Jahres begann die Firma Hofer Install des Hofer Gabriel aus Stuls unter der Bauleitung der M&N Planconsulting den Umbau. Im Zuge der Arbeiten hat man auch Klos, Waschbecken und Abtrennwände der Bäder im Gebäude teilweise neu eingerichtet und zwei Fenster ausgetauscht. Das Gebäude ist somit für den Schulbeginn im Herbst bestens gerüstet. In Hinblick auf die geplanten Maßnahmen des Landes in Bezug auf die Covid19-Pandemie wird mit neuem Schuljahr generell sicherlich einiges anders werden – nicht nur in der Grundschule Platt. Erfreulich für Schüler, Lehrer und alle anderen wird aber mit Sicherheit das saubere Wasser sein, das bereits ab Mitte August in den neuen Leitungen alle Räume und Gebäudeteile des Schulhauses in Platt versorgen wird. Konrad Pamer
Der noch nicht ganz fertiggestellte Eingang zum neuen, öffentlichen WC in Platt rechts vom Schuleingang. Bei dieser Aufnahme fehlt noch die Zugangsrampe Foto: Gemeinde Moos
Platt
Eine öffentliche Toilette für Platt Der Vorschlag der Dorfbevölkerung in Platt ein öffentliches WC zu errichten, wurde von der Gemeindeverwaltung aufgegriffen und konnte in Form einer Variante in das Projekt „Austausch der Sanitärleitungen im Schulgebäude Platt“ eingebaut werden. Das öffentliche WC wurde im Bereich des Schuleinganges auf der Gebäudesüdseite – direkt am Dorfplatz und am Wegverlauf des Weges 1B, welcher zum Einstieg des Schluchtenweges und zum Stiaber Wasserfall führt, im Juli diesen Jahres errichtet und ist ab
Herbst zu bestimmten Zeiten für jedermann zugänglich. Auf Vorschlag von Gemeinderätin Marlies Haller wurde im öffentlichen WC eine automatische Schließanlage eingebaut, welche zu vorgegebenen Zeiten das Schloss öffnet bzw. schließt. Somit ist gewährleistet, dass nicht jeden Tag eine Person diesen Dienst verrichten muss. Im Rauminneren wurden die Sanitäranlagen so eingerichtet, dass auch eine behindertengerechte Nutzung möglich ist. Durch die unterschiedlichen Niveaus in Bezug auf die Raumhöhe des WCs und des Eingangs wurde beim WC Eingang eine kleine Rampe errichtet, welche auch Rollstuhlfahrer problemlos bewältigen können. Konrad Pamer
CORONA-MASSNAHMEN
Im Freien und in geschlossenen Räumen ist weiterhin ein Sicherheitsabstand von 1 m einzuhalten. Im Freien muss die Gesichtsmaske nicht ständig getragen werden, außer der Abstand von einem Meter wird unterschritten. In allen geschlossenen Räumen sowie in den öffentlichen Verkehrsmitteln muss jeder die Maske tragen. Dabei können es chirurgische oder selbstgemachte Masken sein, welche Mund und Nase bedecken. Außerdem können nun sportliche Tätigkeiten auch in geschlossenen Räumen, sowie Mannschaftssportarten durch geführt werden. Ebenso sind ab 15. Juli wieder öffentliche Veranstaltungen mit Verabreichung von Speisen & Getränken zulässig. Dabei ist ein Abstand von einem Meter einzuhalten. Der Ausschank an der Theke ist verboten und die Teilnehmer müssen an ihren Sitzplätzen bedient werden, grundsätzlich gilt die 1 zu 5 Regel, d.h. pro Teilnehmer müssen 5 m² zur Verfügung stehen und, wodurch die Teilnehmerzahl beschränkt ist.
11 Passeirer Blatt – nr. 160, August 2020
St. Martin
Neues Fahrzeug für den Bauhof Die Landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft Südtirol hat im vergangenen Herbst die Ausschreibung für einen Universaltransporter gewonnen. Aufgrund der Covidsituation hat sich die Lieferung des neuen Fahrzeuges und die Einschulung der Bauhofmitarbeiter ein wenig verzögert. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus den Bauhofarbeitern und einigen Gemeinderäten hat in mehreren Treffen und Lokalaugenscheinen in anderen Bauhöfen den Bedarf und den notwendigen Fahrzeugtyp erhoben. Schlussendlich ist die Wahl auf einen Transporter gefallen, der den Fuhrpark des Bauhofes optimal ergänzen kann.
Beim neuen Fahrzeug handelt es sich um einen Universaltransporter Reform Multi T10 X Hybrid Shift mit Zubehör und zwar einem Dreiseitenkipper, einem Keilschneepflug und einem Salz- und Splittstreugerät. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 171.828 Euro (zuzüglich MwSt.). Der neue Transporter kann in verschie denen Bereichen eingesetzt werden. Im Winter wird er für die Schneeräumung und Streuung im Dorf und auf der Gruberstraße benötigt. Zurzeit wird dafür ein 40 Jahre alter Unimog verwendet, der in den letzten Jahren sehr reparaturintensiv war, und nur mehr im Notfall zum Einsatz kommt. Weiters wird das neue Fahrzeug für die Instandhaltungen der Spielplätze und der Bergstraßen eingesetzt, zum Transport von verschiedensten Materialien und des gemeindeeigenen Baggers. Rosmarie Pamer
Bürgermeisterin Rosmarie Pamer, Bauhofarbeiter Florian Kofler und Bernhard Pflug
PR-InfoRmatIon
Regionalität und Nachhaltigkeit in der neuen Schaubäckerei Tschöll Philipp, seit wann übst du den Beruf des Bäckers aus und wo hast du deine Ausbildung genossen? Ich, Tschöll Philipp, Jahrgang 1991 habe meine Lehre in der Bäckerei Winkler in Lana gemacht. Das war für meine Eltern eine schwierige Zeit, haben sie mich doch 3 Jahre lang jeden Abend gegen 22.30 Uhr nach Lana zur Arbeit gefahren. Nach der Gesellprüfung habe ich mich in den Berei chen Konditorei und Patisserie weiterge bildet, ehe ich im Jahr 2015 meine Ausbil dung zum Bäckermeister in München gemacht habe. Wo befindet sich deine Schaubäckerei und was kann man sich darunter vorstellen? Wie ich früher meinen Freunden beim Pizzabacken zugesehen habe, dachte ich oft, gerade in einem Lebensmittelgeschäft wäre es ein kleines Highlight, wenn die Kunden zusehen könnten, wie ich frisches Brot backe. Ich möchte meinen Kunden kein gefrorenes Industriebrot fertig backen, wie manche Supermarktketten, sondern den selbstgemachten Teig scho nend und über mehrere Stunden reifen lassen, bevor es ab in den Backofen geht. Im elterlichen Geschäft, dem Supermarket Tschöll in St. Martin, Dorfstraße 4, habe ich seit kurzem meinen Traum realisieren können.
Was macht für dich persönlich ein gutes Brot aus? Ein gutes Brot sollte am Folgetag noch besser und aromatischer schmecken als am Tag der Herstellung. Allein das ist für mich gutes Brot. Du hast dich speziell auf Schwarzbrot spezialisiert. Weshalb? Mit unserem Steinofen kann ich ein sehr gutes und aromatisches Schwarzbrot backen. Auf dem heimatlichen Hof meiner Mutter im Vinschgau wurde
noch Dinkel und Roggen angebaut und gemahlen, um anschließend herzhaftes Brot zu backen. Mit diesen Rezepten aus den Kindheitstagen meiner Mutter möchte ich in unserer kleinen Bäckerei alte Brotkultur neu aufleben lassen. Was möchtest du deinen Kunden vermitteln? Ich biete unseren Kunden täglich aus schließlich handgefertigte Produkte an, wobei ich mit 3 verschiedenen Dinkel broten Nachhaltigkeit und Regionalität lebe. Die Kunden sollen sich bei mir und meinem Bruder, sowie unseren Eltern mit unserer hauseigenen Bäckerei einfach wohlfühlen. Theo Lanthaler
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Beschlüsse
Aus dem Rathaus von St. Martin vom 30. 5. bis 30. 7. 2020 > Beiträge: Tourismusverein Passeiertal – € 57.292 für die Verbandstätigkeit im Jahr 2020; Jägerchor St. Leonhard – € 900 für den Ankauf von Trachten. > Dorfhaus: Reparatur und Ergänzung der Medienanlage – Studio GmbH, Sarnthein – € 2.497,34. > Kindergarten: Rückerstattung der eingezahlten Kindergartengebühren an die Eltern für die Monate März und Juni 2020 – € 6.769,50; Lieferung einer Kletterkombination für den Kindergarten Saltaus – Archplay GmbH, Burgstall – € 9.516; Lieferung von Pellets Premium Fichte EN plus A1 für die Heizanlage von Grundschule und Kindergarten Saltaus für den Winter 2020/2021 – Beikircher Grünland GmbH, Sand in Taufers – € 7.484,70. > Rathaus: Lieferung von sechs Computern – Var Group SpA, Empoli – € 4.428,60; Lieferung von 6 Monitoren und 1 Notebook mit Zubehör – ACS Data Systems AG, Bozen – € 3.295,83; Durchführung von Schulungen Office 365 E3 – Innovation Consulting GmbH, Andrian – € 7.411,50; Beauftragung von Geom. Josef Mitterhofer aus Marling als Gemeindetechniker vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 – € 4.681,38; Beauftragung von Per. Ind. Daniel Oberprantacher aus Riffian mit der technischen Unterstützung im Bauamt vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 – € 5.250. > Schule: Lieferung von 40 Schülertischen für die Mittelschule – Pedacta GmbH, Lana – € 5.490; Lieferung eines Notebooks und eines Druckers für die Grundschule St. Martin – ACS Data Systems AG, Bozen – € 1.265,14; Lieferung von verschiedenen Möbeln für die Grundschule St. Martin – Pedacta GmbH, Lana – € 4.473,74; Lieferung von zwei Projektoren mit Leinwand für die Mittelschule – Studio GmbH, Sarnthein – € 8.411,83; Lieferung von verschiedenen Möbeln für die Mittelschule – Pedacta GmbH, Lana – € 2.813,32.
> Sportanlagen: Verschiedene Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten beim öffentlichen Schwimmbad – Pichler Malerei des Pichler Peter & Co. OHG, St. Martin – € 3.660; Lieferung von 200 qm Rollrasen für das öffentliche Schwimmbad – Arena Prati des Weis A. & Co., Andrian – € 990; Durchführung von Reparaturarbeiten im Sanitärbereich des öffentlichen Schwimm bades – Eschgfäller Karl, St. Leonhard – € 3.660; Lieferung von Chlorgranulat für die Wasseraufbereitung des öffentlichen Schwimmbades – Virginio Dalsass, Meran – € 3.203,72; Reparatur der Beregnungsanlage des Sportplatzes St. Martin – Kofler Regnerbau GmbH, Algund – € 951,44.
> Demografische Dienste: Betrag für die neue elektronische Identitätskarte € 22.
> Straßen und Plätze: Durchführung von Mäharbeiten am länd lichen Wegenetz – Reichhalter Roman, St. Leonhard – € 3.550,20.
> Soziales: Mietvertrag mit dem Institut für den sozialen Wohnbau – ehemaliges Hotel Christophorus – Ziehung der Option zur Verlängerung bis 30.06.2021; Altenwohnungen – Festlegung der Frist für die Einreichung der Gesuche um Zuweisung mit Mittwoch den 19.08.2020.
> Wohnbau: Der Gemeinderat hat in der Sitzung vom 30.07. das Ausführungsprojekt für den Bau derprimären Erschließungsanlagen der Wohnbauzone „Haslach“ genehmigt. > Zivilschutz: Felssicherungsarbeiten zur Verminderung der Steinschlaggefahr im Bereich der Zufahrtsstraße „Gruberhöfe-Almberg“ – Sarnertec GmbH, Sarntal – € 23.228,56.
Aus dem Rathaus von St. Leonhard vom 27. 5. bis 15. 7. 2020 > Abwasser: Beitrag für Kläranlagen betreffend das Jahr 2019 an das Land, in der Höhe von € 28.514,83. > Bauwesen: Servicestelle für Bau- und Landschafts angelegenheiten – Ernennung von Dr. Arch. Anton Oberbichler zum verwaltungsexternen Techniker zur Unterstützung des/der Verfahrensverantwortlichen. > Beiträge: Gewährung von Beiträgen an verschiedene Vereine – Jahr 2020, in der Höhe von insgesamt € 109.300; Investitionsbeitrag an den Jägerchor von St. Leonhard für den Ankauf von Trachten € 900.
> Geförderter Wohnbau: Schweinsteg II – Festlegung der Frist für die Einreichung der Gesuche um Zuweisung von gefördertem Wohnbaugrund mit dem 4. September 2020; Erweiterungszone C „Gandellen“ – Einleitung des Enteignungsverfahrens für eine Teilfläche als Zufahrtsbereich zum öffentlichen Parkdeck. > Kindergarten: Festlegung der Besuchergebühren im Kindergartenjahr 2020/21, für ein Kind € 35 monatlich, für das zweite Kind € 20; Pauschalbetrag für den Kindergartentransport für jedes Kind € 20 monatlich.
> Straßen: Jaufenpass („Arbeitseck“) – Auftragserteilung für die Ausarbeitung eines Gestaltungskonzeptes – Dr. Arch. Alfred Gufler, für einen Gesamtbetrag von € 5.000; Durchführung von Bodenmarkierungsarbeiten und die Lieferung von Beschilderung – Sanin GmbH – € 3.610,69; Asphaltierung des Straßenbelags der Kammerveiter Straße – Varesco GmbH zu einem Gesamtpreis von € 18.850. > Zivilschutz: Reduzierung der Steinschlaggefahr im Bereich des Neulandhofes in Gomion, Genehmigung Endstand der Arbeiten ausgeführt von der Locher KG mit einem Betrag von € 47.130,48.
13 Passeirer Blatt – nr. 160, August 2020
Aus dem Rathaus von Moos vom 5. 6. bis 28. 7. 2020
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Gemeindegebäude – Begleichung der Müllgebühr für das Jahr 2019 – € 4.107,58; Müllentsorgung – Lieferung von Müllsäcken – Corpus GmbH – € 2.049,60; head_02.indd 2
> Beiträge: Außerordentlicher Beitrag – Jugendbüro Passeier (JubPa) – Not-Sommerbetreuung Gemeinde Moos 2020 – € 4.099,20; außerordentlicher Beitrag – AVS Südtirol – Ortsstelle Pfelders – Einrichtung Vereinslokal – € 1.500; ordentlicher Beitrag – Jugendbüro Passeier (JubPa) – ordentliche Tätigkeit im Jahr 2020 – € 3.000. > Gemeinde: Technischer Dienst – Ausrüstung – Ankauf von Geräten – Gufler Hubert GmbH – € 2.663,02; Heizanlagen – Ankauf von 45.000 kg Pellets EN Plus A1 – Landgut des Lang Heinz & Co. KG – € 10.980; gebührenpflichtiger Parkplatz Pfelders: Lizenzgebühr für das System „Connet“ Jahr 2020 – Incloud Team Srl – € 1.695,80; Übernahme der Spesen – ordentliche Instandhaltung Gemeindestraße 54.3 – Ulfas – Verwaltungsamt für Straßen -€ 7.861,18; ländliches Straßennetz: Sanierung von Holzzäunen – Ennemoser Christian – € 4.505,22; gemeinsame Führung des Gemeindepolizeidienstes: Beteiligung an den Kosten der Gemeinde St. Leonhard in Passeier – Jahr 2018 – € 6.149,81; Wanderweg Passerschlucht – Gelände kontrolle Jahre 2020 – 2022 – Dr. Geol. Konrad Messner – € 3.173,22; Überprüfung der statischen Strukturen – Ing. Johann Ennemoser – Jahre 2020 – 2022 – € 3.235,44; Verkauf der G.p. 1112/12, 1112/13 und 1112/14 K.G. Platt mittels öffentlicher Versteigerung; Verkauf der G.p. 233/62 K.G. Rabenstein mittels öffentlicher Versteigerung; verschiedene Bepflanzungsarbeiten im Gemeindegebiet – Gärtnerei Bacher OHG – € 5.532,55; Abwasser – Sammlung und Entsorgung Klärschlamm der Kleinkläranlagen/Klärgruben – Jahr 2020 – Eco Center AG – € 7.700;
Sommerbetreuung – Reinigung des Kinder gartens Moos – Meranese Servizi SpA – € 4.099,20; öffentliche Gebäude – Lieferung von Reinigungs- und Hygieneartikel Jahr 2020 – Zusatzauftrag – Hochkofler Erwin & Co. KG. – € 3.660; Zufahrtsstraße Wohnbauzone „Pichl“ – Rabenstein – Ausarbeitung eines Teilungs planes – Geom. Schaffler Rudolf – € 7.549,36; Wohnbauzone Stuls – Erneuerung Lattenund Sprossenzaun – Raffl Florian – € 2.745. > Öffentliche Arbeiten: Umbau und Sanierung des ehemaligen Gasthofs Felsenstein: Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie – Dr. Arch. Lukas Burgauner – € 8.627,84; Verminderung der Steinschlaggefahr im Bereich des Dorfkernes von Moos i.P. – Baulos 1 – CUP J66E19000040004: Genehmigung Protokoll und definitiver Zuschlag betreffend Vergabeverfahren der Arbeiten Alpenbau GmbH – € 402.565,88; Trinkwasserversorgung: Erneuerung eines Teils der Leitung im Bereich “Schießstand” in Rabenstein – Graf & Söhne GmbH – € 6.780,28; Gestaltung des oberen Dorfplatzes in Platt CUP J69G17000550004: Vergabe der Arbeiten durch Direktvergabe – Roland Gufler – € 106.587,60; Errichtung einer Großflächenmarkise beim Mehrzweckgebäude Stuls CUP J62I20000160004: Vergabe der Arbeiten durch Direktvergabe – E. Biasi GmbH – € 95.095. > Schulen: Elektroanlagen der öffentlichen Gebäude – Wartung und Sicherheitskontrolle Jahr 2020 – E- Tec d. Raich Rainer Alois – € 5.294,80; Grundschule Platt und Pfelders – Ankauf von mobilen Schultafeln – Pedacta GmbH – € 1.903,20; Grundschule Rabenstein – Lieferung und Montage einer horizontalen Sicherungslinie – Holka Genossenschaft – € 1.241,96.
Gemeindegebäude – Begleichung der Trinkund Abwassergebühr für das Jahr 2019 – € 12.819,49;
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Kultur & Gesellschaft
Konrad Pamer (Obmann Verein MuseumHinterPasseier) und Leo Andergassen (Direktor Landesmuseum Schloss Tirol) – Übergabe der Emblemata von Michael Winnebacher. Im Hinter grund originale Werke der Passeirer Malerschule Foto: Peter Heel
Moos
Emblembuch des Michael Winnebacher aus Moos in Passeier auf Schloss Tirol zu sehen Vom 8. August bis zum 22. November diesen Jahres gibt es im Landesmuseum Schloss Tirol die Ausstellung „Zwischen Augsburg und Venedig. Die Passeirer Malerschule.“ zu bestaunen. 300 Jahre nach ihrer Gründung widmet sich erstmals eine größere Ausstellung der Passeirer Malerschule. Es sind rund 80 Exponate zu sehen. Der Verein MuseumHinterPasseier stellt für die Ausstellung einen kleinen Schatz zur Verfügung: das Emblembuch von Michael Winnebacher aus dem Jahre 1716. In St. Martin in Passeier bestand zwischen 1719 und 1845 eine Malerwerkstatt die vor allem die Kirchen im Passeiertal und dessen näheren Umgebung mit Gemälden versorgte. Die grundlegende Idee für die Gründung einer Malerschule im Passeiertal hatte der Mooser Kurat und Kunst mäzen Michael Winnebacher. Die Aus stellung „Zwischen Augsburg und Venedig. Die Passeirer Malerschule“ auf Schloss Tirol widmet sich der fast 130jährigen Geschichte der Malerschule im Passeiertal. Neben teilweise restaurierten Bildern und Skulpturen sind auch von Michael Winnebacher verfasste Bücher
ausgestellt. Ein Exponat mit Seltenheitswert, einen wahrer Schatz in den Augen der Kuratoren, nämlich das Emblembuch des Michael Winnebacher von 1716, stellt das MuseumHinterPasseier für die Ausstellung zur Verfügung. Der Verein kam 2016 durch eine großzügige Schenkung der Familie Tinzl aus Wien in den Besitz dieses beeindruckenden, über 100 Seiten starken Buches. Wenige Tage vor Ausstellungsstart übergab nun Museumsobmann Konrad Pamer die Emblemata Winnebachers als Leihgabe in die kompetenten Hände des Direktors von Schloss Tirol Leo Andergassen. Dieser beschäftigte sich bereits früher mit der Emblematik und hatte auch bereits in Moos darüber referiert. In Moos erinnert heute noch eine Gedenktafel an der Fassade des Pfarrwidums an das Wirken Winnebachers, welche der Verein für Kultur-und Heimatpflege Passeier bereits vor Jahren anbringen ließ. Winnebacher, der von 1687 bis 1742 als Kurat von Moos im Hinterpasseier wirkte und das Tal nachhaltig prägte, illustrierte in seinem Emblembuch in 52 Sinnbildern die Unschuld der Jungfrau Maria. Die Forschung zu diesem Buch mit Seltenheitswert hat somit erst begonnen, „In einer
vertieften Forschung könnte dann auch der Eigenanteil Winnebachers schärfer gesehen werden“ so der Direktor des Landesmuseums Schloss Tirol Leo Andergassen. Dieses seltene Werk und viele weitere Leihgaben aus ganz Passeier werden im Zuge der Ausstellung auf Schloss Tirol den Leuten aber auch der Fachwelt vorgestellt und zugänglich gemacht. Eine gute Gelegenheit daran zu erinnern, dass innerhalb der Geschichte der barocken Kunst in Tirol den Malerund Bildhauerwerkstätten in St. Martin in Passeier eine mehr als nur lokale Bedeutung zukommt. Auf eine erfreuliche Besonderheit möchten wir bei dieser Gelegenheit noch verweisen: im Zuge der Ausstellung auf Schloss Tirol wird auch die Dissertation von Dr. Heinrich Hofer aus dem Jahre 1969 – „Michael Winnebacher (1656 – 1742). Ein Beitrag zur Erforschung der Tiroler Literatur des 18. Jahrhunderts“ in Form einer hochwertigen Publikation aufgelegt. Die Ausstellung „Zwischen Augsburg und Venedig. Die Passeirer Malerschule“ und die Emblemata Winnebachers aus Moos sind ab 8. August bis 22. November diesen Jahres im Schloss Tirol zugänglich. Peter Heel
Emblem VIII Der den Basilisk und Lewen in die flucht treibende weisse Han (der weiße Hahn, vor dem Basilisk und Löwe fliehen)
15 Passeirer Blatt – nr. 160, August 2020
DIE UNWETTERKATASTROPHE IM GRAFEISTAL
Vor 80 Jahren: „Feierliche Beerdigung der Opfer“ Am 3. Juli 1940 wurden bekanntlich der Ober- und Untergrafeishof von entfesselten Naturgewalten weggefegt. Durch diese Naturkatastrophe waren acht Todesopfer zu beklagen. In der Zeitschrift „Volksbote“ vom 11. Juli 1940, die mir freundlicherweise von Gufler „Buecher“ Hubert zur Verfügung gestellt wurde, wird von diesem Schicksalsschlag und der anschließenden Beerdigung berichtet, wobei es dieser Auszug schon aus histo rischer Sicht wert ist, auf diesem Wege dokumentiert und festgehalten zu werden. In der Folge zitiere ich gekürzt, aber wortgetreu aus der Zeitung. „Die von den Behörden, Carabinieri, Milizsoldaten und Nachbarn eifrigst betriebenen Aufräumungsarbeiten an der Stätte, wo in der Nacht auf den 4. Juli eine Lahn zwei Bauernhöfe, einen Stadel samt Stallung und einen Teil eines weiteren Hauses vernichtet und außerdem acht Personen getötet hatte, haben nun alle Leichen zu Tage gefördert. Bis zum 6. Juli, dem Begräbnistage für die Opfer der entfesselten Naturgewalten, waren folgende Personen gefunden worden: Der 58jährige Alois Raffl, dessen Gattin Notburga Lanthaler (54 Jahre), die Enkelkinder Lina Lanthaler (2 Jahre) und Martha Weger (9 Monate). Mit ihnen wurde auch der 15 Jahre alte Leo Raffl gefunden, dessen entstellte Leiche anfangs für die des Nachbarnsohnes Johann Tribus gehalten wurde. Weiters wurden dann in den Nachmittagsstunden des 5. Juli die Leichen des 48 Jahre alten Johann Tribus und dessen 18 Jahre alten gleichnamigen Sohnes ausgegraben.
Die 40jährige Frau Anna Tribus, geb. Schiefer, wurde erst am 6. Juli gegen 3 Uhr nachmittags gefunden, weshalb sie nicht mit ihren Unglücksgefährten bestattet werden konnte und erst am Morgen des gestrigen Sonntags ins Grab gesenkt wurde. Es steht nun fest, daß die Lahn den von der Familie Raffl bewohnten ‚Untergrafeishof‘ samt den Insassen vom Boden wegrasiert und mitgenommen hat. Die Leichen der Bewohner dieses Hauses wurden auch alle von der Passer früher oder später angeschwemmt. Dagegen wurde der „Obergrafeishof“ von der Lawine an Ort und Stelle zertrümmert und die im Hause schlafenden Familienmitglieder unter den Trümmern und dem Geschiebe begraben. Alle Leichen der Familie Tribus wurden am Platze, wo ihr Heim gestanden, aufgefunden. Die Opfer dieser schrecklichen Nacht ruhen nun alle in geweihter Erde im Ortsfriedhof in San Martino. Schon in den Morgenstunden trafen aus allen Richtungen die Trauergäste ein. Bauern aus Scena, Tirolo und Rifiano waren in der Tracht erschienen, alle Orte des Passiria-Tales waren stark vertreten, so daß San Martino ein ungewohnt lebhaftes und bewegtes, farbenfrohes Bild bot, das vom prächtigen Wetter noch vorteilhaft unterstrichen wurde. Besonders die Jugend war massenhaft herbeigeeilt, um den so plötzlich aus dem Leben
Abberufenen das letzte Geleite zu geben. Ernste, nachdenkliche Stimmung war auf allen Gesichtern zu lesen, denn das furchtbare Geschehen hatte zu tiefst alle Gemüter bewegt. Punkt 8 Uhr setzte sich der unabsehbare Trauerzug in Bewegung. Die sieben Särge wurden an der Spitze des Zuges getragen. Bauern in der Tracht trugen sie. Eine Ausnahme machte nur jener des Tribus Hansl, den als langjährigen Ministranten – noch am Morgen des Unglückstages hatte er bei der hl. Messe gedient – seine Mitministranten auf die Schultern nahmen. Jeder Sarg wurde von den Kerzenträgern flankiert und dahinter schritten die Schwestern Raffl, die einzigen Überlebenden der Katastrophe, und deren Brüder, die zur Zeit nicht daheim waren, sowie eine Tochter des Ehepaares Tribus. Der hochw. Pfarrer führte den Leichenkondukt, assistiert von acht Priestern, darunter war auch der Dekan und Pfarrer von S. Leonardo. Weder die Pfarrkirche noch der geräumige Friedhof konnten die ungezählten Trauergäste fassen, so daß viele gezwungen waren, von den Zufahrtsstraßen aus die Feier mitzumachen. Nach dem feierlichen Seelenamt wurden die Särge auf dem Friedhof begraben. Sieben Särge wurden in das Grab gesenkt und wohl wenige Augen blieben trocken bei dem Gedanken, welch tragisches Geschick hier gewaltet hatte und daß in wenigen Augenblicken zwei blühende Höfe verschwunden und zwei Familien mit einem Schlage fast vernichtet wurden.“ Kurt Gufler Historischer Zeitungsauschnitt vom 11. Juli 1940 zur Unwetterkatastrophe im Grafeistal
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Immer wieder ein spektakulärer Anblick: das Becherhaus, die höchstgelegene Schutzhütte Südtirols Foto: Erich Kofler
Nach 20 Jahren nimmt Erich Pichler Abschied
Nostalgie rund um das Becherhaus Nach 20 Jahren Hüttenwirt will Erich Pichler, St. Martin, mit der heurigen Saison Abschied vom Becherhaus nehmen. Grund genug, um uns ein Weilchen mit der höchsten Schutzhütte Südtirols (3.200 m) zu befassen. Zuerst einige geschichtliche Daten: Vor 130 Jahren hatte der Alpenvereinspionier Emil Pott/ Hannover die Idee, auf dem Becherfelsen zu Ehren der Kaiserin Elisabeth (Sissi) eine Schutzhütte zu errichten – tatkräftig unterstützt vom Sektionsvorstand Carl Arnold. Nach unsäglichen Mühen beherzter Männer konnte Pfarrer Bernhard
Haller am 18. August 1894 die Segnung des Hauses vornehmen. 1897 wurde ein Stockwerk dazu gebaut und Erweiterungen von 1903 und 1905 führten auch zur Ausstattung der heute unter Denkmalschutz stehenden Hauskapelle „Maria Schnee“. Der Erste Weltkrieg war der Bewirtschaftung der Hütte nicht förderlich und 1921 ging das „Kaiserin- Elisabeth- Haus“ als Hütte des „Rifugio Regina Elena-Cittá di Torino“ in den Besitz des italienischen Staates über. 1936 übernahm die Sektion des CAI/Verona die Betreuung. Von den verschiedenen
Hüttenwirten erwähnen wir die Brüder Luis und Lehrer Karl Lanthaler, Moos, die von 1959 bis 1961 auf das Haus und seine Gäste schauten. 1964 übernahm das italienische Militär die Führung. 1980 zeigte sich die Hütte praktisch als Ruine, die Hermann und Elisabeth Vantsch/Rabenstein viel Arbeit und Schufterei einbrachte, bis Hermann 1988 die Hütte übernahm und sie bis zum Jahr 2000 führte. Bereits 1999 ging die Hütte vom Staat auf das Land Südtirol über. Ab 2001 bis heute stieg der Bergführer Erich Pichler ein und kümmerte sich neben dem anspruchsvollen Dienst als Wirt um die zahlreichen technischen Probleme eines Gästehauses, dem durch unsägliche Mühen häuslicher Komfort, Wasser und Lebensmittel zugeführt werden muss – jederzeit bedroht durch Kälteeinbruch und Schlechtwetter, von der Sorge um die Sicherheit der Gäste auf Fels und Gletscher im Hochgebirge zu schweigen. Wenn die Hüttenwirte vom Alltag auf Südtirols höchstem Schutzhaus erzählen, schleicht sich Gänsehaut ein und man staunt, wie tief die jeweiligen Pächter mit dem Haus und seiner Geschichte verwurzelt sind. So wenn Karl Lanthaler – Altbürgermeister von Moos – erzählt, wie er und seine mühevoll her beigeholte Bergrettung von St. Martin den im Haus verunglückten Pfarrer Andreas Haspinger von Moos über Gletscher, Berg und Tal zur spitalärztlichen Hilfe nach Meran gebracht haben oder wie Erich Pichler ermattete Hochgebirgstouristen in die Schutzhütte getragen hat. Am Ende der Mühen bleibt eine tiefe Verwurzelung mit dem geschichtsträchtigen Haus mitten in der einmaligen Hochgebirgswelt der Stubaier Alpen. Auch ich erinnere mich noch gut an jene Bergtour in den 50er Jahren, als eine Gruppe Hinterpasseirer Studenten mit Pfarrer P. Franz Patscheider über die Windachscharte zur Siegerlandhütte und von dort über die Sonklarspitze zur Müllerhütte und zum Wanderziel Becherhaus gezogen ist und heimwärts über den Übeltalferner und die Schwarzwandscharte zum Ausgangsort bei der Timmelsbrücke zurückgekehrt ist. Damals glich ein Gang über die Gletscher fast noch einem Spaziergang. Solche und ähnliche Bergerlebnisse am und um den Becher könnten viele Passeirer Bergfreunde erzählen. Das heutige nostalgische Erinnern gilt jedenfalls dem scheidenden Hüttenwirt Erich und den Seinen, dem wir Passeirer zum Abschluss der Saison noch alles Gute wünschen verbunden mit dem besten Dank für zwanzig Jahre anspruchsvollen Dienst auf Südtirols höchstem Schutzhaus. Heinrich Hofer
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Teil 4
5 × Auer. Spuren einer Malerfamilie Die fünfteilige Serie im Passeirer Blatt präsentiert die Malerfamilie Auer. Ihre Werkstatt entstand vor rund 300 Jahren in St. Martin, sie führte sie über drei Generationen. Text: Judith Schwarz; Recherchen: Hanns-Paul Ties, Monika Mader, Werner Graf Was bisher geschah: Der Meraner Maler Nikolaus Auer hat im Laufe von 30 Jahren in St. Martin eine Malerwerkstatt aufgebaut, die sehr gefragt, gut vernetzt und äußerst produktiv ist. Vor allem aber hat Auer den Ruf, einige Lehrbuben ausgebildet zu haben, die überregionale Bedeutung als Barockmaler erlangt haben. Da von seinen drei malenden Söhnen zwei im Alter von 27 bzw. 30 Jahren gestorben sind, liegt es am mittleren Sohn Johann Benedikt, die Werkstatt nach dem Tod des Vaters weiterzuführen. Wird es ihm gelingen, an die Erfolge seines Vaters anzuknüpfen? Schuldenberge und Kindersegen Fünf Jahre, nachdem Johann Benedikt Auer die Malerwerkstatt übernommen hat, stirbt seine Mutter Maria Pichler. Die 80-Jährige hinterlässt eine besondere Überraschung im Testament: Sie bestimmt Johann Benedikt als vermögensschuldend für ihren Enkel Joseph Valentin Auer, den jüngeren Sohn seines verstorbenen Bruders Joseph Anton (siehe Teil 3 in der vorherigen Ausgabe). Johann Benedikt ist wenig erfreut darüber, immerhin wären 950 Gulden für den minderjährigen Mit erben zu extrahieren. Das Gericht schlägt ihm, der ohne Ruemb zu melden [ohne sich selbst zu rühmen] fir einen wirklichen kinstler aller orth gehalten wirdet, einen Ausweg vor, um nicht zahlen zu müssen. Und Johann Benedikt willigt ein: Er verpflichtet sich, seinem zwölfjährigen Neffen für drei Jahre Unterhalt und Verpflegung zu geben sowie ihm das Malerhandwerk zu lehren, da er hierfür eine Neigung zeige. Sollte dem Jungen jedoch das talent zu erlernung diser profession nicht genuegsamb von Gott ertheilet worden sein, solle er einen anderen Beruf erlernen. Mehr ist über diesen bislang unbeachteten Malerlehrling aus der Familie Auer aktuell nicht bekannt. Naheliegend wäre, dass Joseph Valentin jung stirbt, auch wenn sein Tod in den Kirchenbüchern von St. Martin nicht verzeichnet ist. Möglich ist aber auch, dass er die Malerlehre aufgeben muss oder aus Passeier fortzieht, da er im Malerhaus nicht erwünscht ist. Ob das ein Grund wäre, weshalb er keine besondere Erwähnung, z. B. durch Beda Weber, erfahren hat? Solange keine weiteren Quellen auftauchen, wird dieser Auer ein großes Rätsel bleiben.
Zurück zu Johann Benedikt: Er schafft vorwiegend Kupferstiche und Miniaturmalereien, ganz sporadisch auch Altar bilder. Abgesehen von seinem Neffen sowie Joseph Haller, den er nach dem Tod seines Vaters weiter unterrichtet, sind keine weiteren Schüler von ihm bekannt. In Haller hat er spätestens ab 1764 einen starken Konkurrenten im Tal – zumindest was die Tafelmalerei betrifft. Haller kehrt nach seiner Gesellenzeit in Augsburg als Meister der Öl-, Fresko- und Glasmalerei nach Passeier zurück und dürfte seinem ehemaligen Lehrer einige Aufträge weggeschnappt haben. Das war aber nicht der ausschlaggebende Grund für die großen finanziellen Probleme im Malerhaus, von denen die späten 60er und 70er Jahre geprägt sind. Beda Weber deutet es vorsichtig an: Der leichte Sinn […] beseelte beide [Johann Benedikt und seine Ehefrau Katharina Geier] mehr als für eine gedeihliche Wirthschaft billig [angemessen] war. Laut Schuldenauflistungen steht Johann Benedikt gefühlt beim halben Dorf St. Martin in der Kreide. Er muss den Hof verpachten, 1771 droht die Versteigerung. Kurz bevor es soweit ist, melden sich sein Schwiegervater sowie ein Bauer und übernehmen den Hof um die Schulden. Der Bauer überlässt 1773 offiziell der Malergattin Katharina Geier seinen Teil. Die andere Hälfte erhält die gebürtige Mareiterin zuerst wahrscheinlich inoffiziell von ihrem Vater, nach dessen Tod dann offiziell. Vollends für die Familie verloren ist der Mayrhof dann 1779: Katharina muss verkaufen, an den Tuchhändler und Oberwirt von St. Martin, Georg Hofer. Das Wohnrecht für ihre Familie (Katharina hat zu dem Zeitpunkt zehn Kindern das Leben geschenkt, aber nicht alle überleben das
Kleinkindalter) kann sie sich noch ausbedingen. Das Bäckereigewerbe, das Katharina ebenfalls veräußert hat, kauft ihr Mann Johann Benedikt um 200 Gulden vom Tuchhändler zurück, allerdings auf Pump. In dieser Zeit wird Haab und Gueth des Mayrhofs auf 433 Gulden geschätzt. Im Vergleich: Rund 15 Jahre und zwei Besitzerwechsel später kann der nun mehrige Eigentümer den Hof (samt dazu erworbene Grundstücke) seinen Kindern mit einem Wert von 3.909 Gulden ver erben. Im selben Jahr, 1792, stirbt der Maler meister Johann Benedikt mit 70 Jahren an Abzöhrung im Malerhaus. Von den sechs Söhnen der Katharina und des Johann Benedikt überleben laut Beda Weber vier das Kindesalter, von denen drei in die weite Welt gezogen sein sollen. Im Gegensatz zu Benedikt Anton (*1761), der in der Martiner Werkstatt bleiben wird, sehen bzw. haben die anderen Malersöhne wohl keine Zukunft im Malerhaus, in dem die Familie nur mehr das Wohnrecht besitzt. Dass auch diese von ihrem Vater eine Malerausbildung erhalten oder später den Malerberuf ergriffen haben, ist unter Umständen möglich, jedoch nirgends erwähnt. Der Sohn Franz Auer (*1772) lebt allerdings Mitte der 1830er Jahre in St. Martin, dies geht aus den zu der Zeit erstellten sogenannten Stellungslisten für das Gericht Passeier hervor. Der Zusatz Mahler bei seinem Namen bezieht sich allerdings – ähnlich wie bei den anderen auf der Liste Verzeichneten – nicht auf den Beruf, sondern auf den Wohnort Malerhaus bzw. (wahrscheinlicher) auf den Vulgonamen. So ist beispielsweise auch der heutige Eigentümer des Malerhauses im Tal als „Mooler Luis“ bekannt.
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Weder sakral, noch in Öl – auch das ist „Passeirer Malerschule“. Johann Benedikt, der mittlere der drei malenden Söhne des Nikolaus Auer, spezialisiert sich auf Kupferstiche. Es zieht ihn in seinen jungen Jahren nach Innsbruck, Trient und Verona. Schließlich landet er in Venedig und lernt dort in der Kupferstecherschule des Joseph Wagner, arbeitet später in Bozen für Buchdruckereien und Private und übernimmt dann die väterliche Malerwerkstatt in St. Martin. Auf der detaillierten Vedute zeigt Johann Benedikt um 1750/60 die Stadt Meran von Süden. Foto: Palais Mamming Museum, Meran
Von den fünf Mädchen (1784 kommt noch die Nachzüglerin Anna auf die Welt) sind drei auf den Namen Maria getauft. Es ist anzunehmen, dass die ersten zwei Marias verstorben sind. Die dritte Maria (*1766) stirbt ledig mit etwa 67 Jahren. Die jüngste Tochter Anna (*1784) wird den Schwarzadlerwirt von St. Leonhard, Karl Thurnwalder, heiraten. Im Aufstandsjahr 1809 ist er Kompaniehauptmann und Feldscher (Kompaniearzt) der Schützen von St. Leonhard und ab Oktober ausdrücklich gegen ein Weiterkämpfen. Anna jedoch schickt ihre vier gemeinsamen Söhne – entgegen den Anweisungen ihres Mannes – in ein letztes Gefecht der
Passeirer gegen die über den Jaufenpass ins Tal einrückenden Franzosen. Die Szene hat Annas Bruder Benedikt Anton in einem Aquarell festgehalten, das Aquarell wiederum Annas Sohn Johann nach Deutschland mitgenommen, von dort gelangte es über dessen Nachkommen
2008 zurück ins Passeier, wo es seinen Ausgang genommen hatte. Zu einem Abschluss hingegen kommt es im nächsten Heft: Der letzte Teil dieser Fortsetzungsgeschichte wird über den „Letzten seines Geschlechts“ erzählen … und über dessen Kinder.
Von der umfangreichen Kunstproduktion der Malerfamilie Auer kann man sich seit 8. August 2020 auf Schloss Tirol ein Bild machen – auch im wörtlichen Sinn. Das Landesmuseum präsentiert etliche ihrer Werke in der Sonderausstellung „Zwischen Augsburg und Venedig. Die Passeirer Malerschule“. www.schlosstirol.it
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In Passeier die Steinmauern-Atmosphäre des Sandwirtkeller, in Trient ein Durchgangsraum in einer Kunstgalerie. MuseumPasseier und design.buero haben ihre Sonderausstellung von 2018/19 während des Lockdowns neu gedacht und teilweise umgestaltet
TRIENT
Eine Ausstellung zweimal anders
Im Juni 2020 reiste die Sonderausstellung „Uffizi in Passeier. Wer schützt Kunst im Krieg?“ nach Trient. Hier ist sie bei kostenlosem Eintritt bis 1. November 2020 in Le Gallerie di Piedicastello zu sehen. Le Gallerie – Piazza di Piedicastello, Trento – Öffnungszeiten: Di – So, 9 – 18 h www.museostorico.it
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Die Ministrantinnen und Ministranten bei Regen am Schwarzsee
Bergheim Egghof-Kaser
Südtirolweit erstes Hüttenlager nach Corona Die Covid-19-Vorgaben haben unser Zusammenleben in diesem Jahr stark verändert. Die meisten geplanten Ver anstaltungen für Gruppen oder größere Menschenansammlungen für diesen Sommer wurden vorsichtshalber abgesagt. Dominik Alber, verantwortlich für die Ministranten der Pfarrei St. Martin, hat die Hoffnung, dass sich die BestimSpaß bei der Egghof-Kaser: „Talent-Show“
mungen etwas lockern könnten, aber nie aufgegeben. Und tatsächlich wurde es wieder möglich, das bereits traditionelle Hüttenlager für die Ministrantinnen und Ministranten doch noch zu organisieren. Alles musste schnell gehen: Eine Umfrage unter den Kindern, um zu wissen, ob Bedarf besteht, Betreuer und Helfer für die Hausverwaltung zu suchen.
Die Vorgaben für das Vorhaben bestand aus einem negativen Covid-Test für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, tägliches Fiebermessen und in der Erstellung einer Statistik. Jede Gruppe musste in sich geschlossen bleiben. Es durfte niemand dazukommen oder wer die Gruppe ver lassen hatte, durfte nicht mehr zurückkommen. Also gab es heuer eine strenge Ausnahme: Das „Geistern“ war strengstens verboten. Um den Kindern den Spaß nicht zu nehmen, hat das der „Domi“ dann selber übernommen. Dankenswerterweise haben sich die MitarbeiterInnen des Gesundheitsdienstes bereit erklärt, für jede Gruppe extra nach St. Martin zu kommen, um alle Beteiligten vor Ort zu testen, denn die Abstriche durften nicht älter als 4 Tage sein. So konnten die Hüttenferien für die drei Gruppen: Grund-, Mittel- und OberschülerInnen auf die Beine gestellt werden. Sogar die Medien wurden darauf aufmerksam. Gar einige Radiosender haben um Interviews gebeten. Und weil eigentlich niemand mehr mit diesem Sommercamp auf der EgghofKaser gerechnet hat, wurden es heuer besonders schöne Tage, mit Wanderungen, Spiel und Spaß für die Kleinen und auch die Größeren. Und am Ende sind alle wieder wohlbehalten und glücklich nach Hause gekommen. Hermann Pirpamer
Die Ministrantinnen und Ministranten bei der Rast in Seemoos auf dem Weg zum Schneeberg
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Die Sommerbetreuung in St. Martin bereitet allen Beteiligten sichtlich Spaß
St. Martin
Am 22. Juni hat die Sommerbetreuung für Kindergarten-, Grundschul- und Mittelschulkinder in St. Martin begonnen. Nach dem Corona-Lockdown ist das Angebot für die Kinder eine große Freude. Die Mädchen und Buben genießen sichtlich den Kontakt mit den anderen Kindern, den sie wochenlang während des Lockdowns schmerzlich vermisst haben. Der Jugendtreff St. Martin übernahm auch heuer wieder die Organisation der Sommerbetreuung. Diese startete am 22. Juni und findet bis 28. August, von 7.30 bis 14.30 Uhr, mit Mittagessen statt.
die Körpertemperatur der BetreuerInnen und der Kindergartenkinder gemessen, wobei letztere gestaffelt von den Eltern gebracht werden. Trotz der strengen Richtlinien gibt es ein abwechslungsreiches Programm mit viel Zeit im Freien. Heuer liegt der Schwerpunkt auf Spaziergängen und Wanderungen im Wald, es wird mit Naturmaterialien gebastelt. Zudem finden Thementage, wie der Märchenoder Piratentag, statt. Es gibt zwei Gruppen, die sich jeweils aus fünf Kindern und zwei BetreuerInnen zusammensetzen. Zwei Wochen lang gibt es sogar drei Gruppen. Die Leitung hat Jasmin Marth übernommen. Das Mittagessen findet im Kindergarten statt.
Sommerkindergarten Für den Sommerkindergarten, der bis zum 28. August stattfindet, sind 17 Kinder angemeldet. Zu Beginn des Tages wird
Sommerbetreuung Für die zehnwöchige Sommerbetreuung sind 22 Grund- und MittelschülerInnen angemeldet. Auch für sie ist der gestaf-
Sommerbetreuung
Immer wieder cool: ein Radausflug
felte Eintritt sowie das Fiebermessen obligatorisch. Die Sommerbetreuung besteht aus zwei Gruppen, in denen zwei LeiterInnen sechs bis sieben Kinder betreuen. Das Programm besteht aus Spieltagen, mit einer Spieleolympiade und verschiedenen Wasser- und Geschicklichkeitsspielen, und Survivial-Tagen, bei denen im Wald Beeren gesammelt und Hütten gebaut werden. Zudem wird gemeinsam gebastelt und eine Radtour unternommen. Stützpunkt für die Sommerbetreuung, welche Martina Ilmer leitet, ist die Grundschule. Dominik Alber
Passeirer Sagen
Von der Imist-Kaser In der Imist-Kaser, die im Pfelderer Tal liegt, ging einst eine Sennin als Gespenst um. Leute, die in jener Gegend übernachteten, sahen sie oft. Sie machte Feuer und kochte dabei, oder sie spülte die Butten und Schaffe. Einmal hatten Wildschützen, die in aller Früh auf die Jagd gehen wollten, ihre nächtliche Herberge in der Imist-Kaiser genommen. Gegen Mitternacht wurden sie aus ihrem Schlaf gerissen, denn die Sennin war es, die geschäftig hin- und herging, ein Feuer entfachte und sich ein Rahmmus kochte. Als die fette Kost bereitet war, gab sie den Jägern ein Zeichen, um zum Herd zu schreiten und die leckere Kost zu essen. Doch diese erschraken, und keiner wollte der Einladung nachkommen. Als die Sennin das sah, seufzte sie laut auf und verschwand. leicht abgeändert nach I. V. Zingerle, Sagen aus Tirol, Nr. 400, Innsbruck ²1891, S. 233.
Andreas Raffeiner Die verfallene, sagenumwobene Imist-Kaser Foto: Plangger
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Partizipationsprozess im Ferienlager. Heuer gilt es sich an besondere Hygieneregeln zu halten Foto: Erlebnissommer
St. Leonhard und Moos
Heuer ein etwas anderer Erlebnissommer Dieser Sommer wird u. a. mit Sicherheit in die Geschichtsbücher eingehen, als ein Sommer des versuchten wirtschaftlichen Neustarts inmitten einer Pandemie. Aber auch als ein Sommer im Zuge dessen es gelungen ist, auch einen sozialen Neustart für Kinder und Jugendliche zu wagen. Es sind die privaten Trägervereine in unserem Land wie das Jugendbüro, der Jugendtreff und hunderte andere Institutionen, deren ehrenamtliche Vorsitzenden und Mitarbeiter die Verantwortung nicht gescheut haben, Sommerbetreuungen zu organisieren. In einer mit Sicherheit schwierigen Situation und rechtlichen Grauzone haben sie den Kopf hergehalten, um diese Plattformen den Kindern und Jugendlichen zu bieten und die Familien in der Betreuung zu unterstützen, wo hingegen Landesinstitutionen einen klaren, enttäuschenden Rückzieher gemacht haben. Die Sommerbetreuung für Kinder im Kindergarten- und Schulalter startete heuer trotz strikter Auflagen am 29. Juni und endet voraussichtlich am 21. August. 8 Wochen lang werden die Kinder von Montag bis Freitag, von 7.30 bis 13 Uhr, betreut. Die Organisation der Programme gestaltete sich im heurigen Jahr als besondere Herausforderung, der man in den Gemeinden St. Leonhard und Moos mit vereinten Kräften begegnet ist. Bereits seit knapp 20 Jahren wird den
Passeirer Kindern im Schulalter dem Sommer über eine sinnvolle Freizeit beschäftigung in Form des „Erlebnis sommers – erLeben – beGreifen – Spaß haben!“ geboten. Seit 7 Jahren wird zudem ein Sommerkindergarten in St. Leonhard organisiert. Heuer wurde ein Sommerkindergarten das erste Mal auch in der Gemeinde Moos angeboten, welcher von den Eltern dankend angenommen wurde. Kinder und Jugendliche haben in den letzten Monaten durch die
Corona-Pandemie auf vieles verzichten müssen. „Ihren Bedürfnissen nach Austausch, Spiel und Bewegung versuchen die Sommerprogramme in St. Leonhard und Moos Rechnung zu tragen“, sind sich die Organisatoren einig. „Ich bin sehr stolz darauf, dass dank der guten Zusammenarbeit zwischen den Gemeindeverwaltungen und dem Jugendbüro Passeier auch heuer in kurzer Zeit und unter Berücksichtigung der Sicherheitsauflagen, ein Sommerprogramm für die Jüngsten unter uns organisiert werden konnte“, freut sich die Familienreferentin von St. Leonhard und JugendbüroVorsitzende Elisabeth Ploner. Neben den beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jugendbüros beteiligen sich dankenswerterweise auch freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kindergartens und der Schule an der Betreuung der Kinder. In St. Leonhard und Moos wurden knapp 100 Kinder und Jugendliche in die 8-wöchigen Betreuungsdienste eingeschrieben. Die Eltern sind dankbar, in dieser schulfreien Zeit eine Unterstützung in der Begleitung ihrer Kinder den Sommer über zu erhalten. Die Kinder sind natürlich froh, endlich wieder Freunde zu treffen oder Ausflüge in die Natur zu unternehmen. Preislich kostet die Teilnahme pro Woche für eine Familie mit einem Kind 25 Euro, für ein weiteres Geschwisterchen 15 Euro und für jedes weitere Kind ist die Teilnahme kostenlos. Konrad Pamer
Wenn sii khairitit hoobm Die Braut isch nit noch Innschprugg gfoorn, nit fi Stått zi Stått wöignin Brautgiwont. Sie hot dr Muatrs ongilegg und isch ingitretn in Ehestond. Di Schtimpfe hotsr selbr gstrickt, di Wolle selber gspunnin, fi lautr Aifr pin Spinnradl zuachn, isch sogor dr Schwitz ochn girunnin. Friseer sell hotse kuan gibraucht, wöign dr Frisuur nit long gikopft. Di Hoor ogiwascht mit ar Waschsoafe und selbr kikamplt und gizopft. Obr an Kronz, sell hotse oubn kopp, nit lai an etline Pischilr in Hoor und zmorgits in ollr Heargottsfrie, sainse inhn, zin Trauoltor. Tam, Tam, sell hots kuan gibraucht, obrs „Joawertl“ hobnse nit vrgessn. Und sellepöign; zomt Noat und Sorgn a gliicklichs Ehepoor giwesn. Rouse und Fronz Unterstuaner – Bauerslait auf Stuls. Naandl und Neene des Baumeisters Roland Gufler
Anna Lanthaler
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Natur & umwelt
Die Turteltaube gilt gemeinhin als Symbol für Verliebte. Weniger erfreulich ist der weltweit dramatische Rückgang dieses gefiederten Liebesboten. Mit der Kür zum Vogel des Jahres will der deutsche Naturschutzbund auf die schlechter werdenden Lebensbedingungen und die schrumpfenden Bestände dieser Vogelart in den letzten Jahren hinweisen. Haupt ursache für den rasanten Rückgang der Turteltaube ist der Verlust geeigneter Brut- und Nahrungsflächen, vermehrter Pestizideinsatz in den Brutgebieten und der Verlust durch legale und illegale Jagd auf den Zugrouten. Arnold Rinner 36 Rehkitze gerettet
Seltener Anblick: Im Frühjahr durchziehende Turteltaube rastet auf einer Wiese bei St. Leonhard Foto Arnold Rinner
Vogel des Jahres 2020
Die Turteltaube Eine sehr hübsche und anmutige Vogelart ist die Turteltaube, die in Südtirol als Brutvogel kaum noch verbreitet ist. Namensgebend für die Taubenart ist ihr Gesang, der sich wie ein schnurrendes, tiefes „turr, turr, turr“-Gurren anhört. Mit 25 bis 28 cm Körperlänge ist der Vogel kaum größer als eine Amsel und die kleinste heimische Wildtaubenart. Männchen und Weibchen unterscheiden sich optisch kaum voneinander. Auffallendstes Merkmal ist das exotisch anmutende farbenfrohe Gefieder. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal für Vogelfreunde sind die schwarzgefleckten Flügel auf rostgelbem Grund. Typisch für diese Taubenart sind ebenso die vier schwarzen Streifen auf einem weißen Halsfleck. Die Turteltaube ist recht scheu und fristet ihr Dasein vorwiegend im Gebüsch und in Bäumen. Lediglich zur Nahrungsaufnahme findet sie sich auf offenen Böden und Acker flächen ein. Sehr groß ist das Verbreitungsgebiet der Vogelart: Es reicht von klimatisch milderen Gebieten Mittel- und Südeuropas sowie Nordafrikas bis nach Zentralasien. In Südtirol zählte die Vogelart bis vor einem Jahrzehnt vom mittleren Etschtal bis Salurn zu den Brutvögeln. Aus den letzten Jahren liegen keine gesicherten Brutnachweise vor. Mit viel Glück kann die Turteltaube auf dem Frühjahrszug im Raum Passeier
beobachtet werden. In den Monaten April und Mai befinden sich die reizvollen Vögel auf dem Zug von ihren afrikanischen Überwinterungsgebieten in der Sahelzone in den Norden. Häufig legen in der Nacht ziehenden Tauben in der halboffenen Kulturlandschaft einen Zwischenstopp ein und suchen nach Samen von Gräsern, Kräutern und Blumen, um sich für den Weiterflug Kraftreserven anzufressen. Im abgelaufenen Jahr gelang es, die Turteltaube im Raum Passeier zweimal festzustellen: am 29. April hielt sich ein Exemplar im Gebiet von St. Martin auf. Am 19. und 20. Mai boten vier Exemplare auf den umliegenden Wiesen beim Sandhof einen schönen Anblick.
Jägerschaft und Bauern von St. Leonhard retten Rehkitze vor dem Mähtod Jedes Jahr im Mai und Juni werden die Rehkitze gesetzt. Die kleinen Kitze haben ein gepunktetes Fell und den natürlichen Instinkt, sich im hohen Gras der Wiesen zu ducken, dadurch werden die Rehkitze für die Fressfeinde des Rehwilds praktisch unsichtbar. Leider sind die Kleinen nicht nur vor Fressfeinden, sondern auch vor den Landwirten getarnt und können bei der Mahd oft nicht oder zu spät entdeckt werden. Dadurch fallen laut Tiroler Jagdverband allein in Österreich jährlich bis zu 25.000 Rehkitze den Mähwerken zum Opfer. Rehkitz
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Um den Verlust an Rehkitzen so gering wie möglich zu halten und so viele wie möglich zu retten, bedient sich die Jägerschaft in Zusammenarbeit mit den Bauern mehrerer Techniken: Neben dem Vorausgehen und Absuchen der Wiesen oder dem Anbringen von Kitzrettern (elektronischen Geräten, welche die Rehkitze in Zeiten der Mahd aus den Wiesen vergrämen sollen), hat sich vor allem die Verwendung von Drohnensuchgeräten bewährt. Der Jagdverein St. Leonhard benutzt dabei eine Drohne mit Wärmebildkamera, um die Wiesen abzufliegen und die Kitze anhand von aufscheinenden Wärmequellen im hohen Gras ausfindig zu machen. Die Jäger können so gemeinsam mit den Bauern die Kitze schnell lokalisieren und in Sicherheit bringen. Der zeitliche Einsatz, den die Jägerschaft und die Bauern dabei leisten, ist beträchtlich. Allein in den Monaten Mai und Juni wurden im Gemeindegebiet St. Leonhard 63-mal Wiesen vor der Mahd auf Rehkitze im hohen Gras durchsucht. Für jede Suchaktion wurden zwei bis drei Jäger benötigt und daher war 160-mal ein Jäger für mehrere Stunden im Einsatz. Der Lohn der Mühe waren schlussendlich 36 gerettete Rehkitze, die somit vor dem Mähtod gerettet werden konnten. Der Jagdverein St. Leonhard möchte sich bei allen Jägern für die vorbildliche Mithilfe und die vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden bedanken. Ebenso gebührt den Bauern ein großer Dank und ein Lob für die sehr gute Zusammenarbeit und die Bemühungen bei der Kitzrettung. Heel Peter
Jäger Patrick Wilhelm mit gerettetem Rehkitz
vereine & verbände
Die Amtsübergabe von Josef Kofler an Roland Gufler
Passeirer Feuerwehren
Roland Gufler neuer Abschnittsinspektor des Tales Die ursprünglich für den 4. April geplante Feuerwehr-Bezirkstagung musste aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden. Am 6. Juni war es aber soweit! Der Mårtiner FF-Kommandant Roland Gufler wurde in Lana einstimmig zum neuen Abschnittsinspektor (Abschnitt 7 des Bezirks Meran) gewählt. Somit ist er der erste Mårtiner, der dieses verantwortungsvolle Amt inne hat. Aus historischer Sicht ist es vielleicht interessant zu wissen, welche Psairer bis dato diese Position bekleidet haben: >> 1955 – 1965 Hans Delucca (St. Leonhard) >> 1965 – 1970 Josef Tschöll (St. Leonhard) >> 1970 – 2000 Anton Platter (Moos) >> 2000 – 2010 Michael Schwarz (St. Leonhard) >> 2010 – 2020 Josef Kofler (Moos) Im engsten Kreise der Feuerwehr-Führungskräfte erfolgte die Amtsübergabe von Josef Kofler an Roland Gufler. Der scheidende Abschnittsinspektor unterstrich in seiner Abschiedsrede die Wichtigkeit der Kameradschaft, des internen Zusammenhaltes und der Hilfsbereitschaft innerhalb der Wehren. Nachfolger Roland dankte Josef Kofler im Namen der Passeirer Bevölkerung für seinen unbezahlbaren und aufopferungsvollen Dienst. Hierzu gilt zu erwähnen, dass Roland und
Josef eine jahrelange Freundschaft verbindet und somit der bewährte Weg weitergeführt wird. Roland seinerseits möchte sich bei allen für das ihm entgegengebrachte Vertrauen bedanken und sich auf alle Fälle nach Kräften für alle Passeirer Wehren im Bezirk einsetzen. Deine Kameraden der FF St. Martin wünschen dir, lieber Roland, auf diesem Wege viel Freude und Genugtuung bei der Ausübung deines ehrenvollen Amtes! Kurt Gufler
Der scheidende Abschnittsins pektor Josef Kofler setzte sich 10 verdienstvolle Jahre lang für die Passeirer Feuerwehren ein
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Gesundheit & soziales
Die Passeirer Bevölkerung wird weiterhin gebeten, den Ärmsten in Osteuropa beizustehen
Schwerwiegende soziale Folgen
Die Corona-Epidemie wird viele Menschen in Osteuropa um ihre tägliche Mahlzeit bringen Die Corona-Epidemie trifft die Länder Osteuropas jetzt schon besonders hart. Einerseits, weil das Gesundheitswesen in den meisten Ländern Osteuropas marode ist und den Menschen mit schweren Infektionen weniger Überlebenschancen ermöglicht, als in den Ländern Westeuropas. Vor allem aber, weil die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie schwere soziale Folgen nach sich ziehen werden. Besonders betroffen sind soziale Randgruppen, darunter viele Roma-Gemeinden. Ihre Einkommensmöglichkeiten als Tagelöhner auf dem Bau oder in der Landwirtschaft existieren seit dem Lockdown praktisch nicht mehr. Weil die meisten von ihnen illegal arbeiten, haben sie auch kein Anrecht auf Sozialhilfe. In Rumänien allein sind momentan mehr als 1 Million Menschen ohne Einkommen und deshalb dringend auf direkte und pragmatische Hilfe angewiesen, Moldawien ist noch viel schlimmer dran. Was die Situation zusätzlich verschlimmert, ist die Schließung der Sozialdienste und Heime für die sozial Bedürftigen. Soerhalten zum Beispiel Kinder, die bisher Tageszentren besucht und dort täglich eine Mahlzeit erhalten haben, seit vier Monaten gar nichts mehr. In Rumänien unterstützen wir derzeit besonders die Caritas in Ost- und West rumänien, sie setzen sich in Rumänien für
die Menschen ein, die von den sozialen Auswirkungen der Covid-19 Epidemie besonders hart betroffen sind. Auch mehrere Familien werden in Form von Patenschaften permanent unterstützt. Im August wird wieder über die Osteuropahilfe ein Transport für Rumänien organisiert. In Moldawien hoffen wir, ab Oktober unsere geplanten Projekte wieder aufnehmen zu können. Aufgrund dieser Situation hoffen wir zudem, dass wir die Produktion von Grundnahrungsmitteln noch vor dem Winter beginnen können. Aufgrund dieser Situation hat somit die Grundlebensmittel-Produktion Priorität. Hingegen wird die geplante Einrichtung des Therapiezentrums für schwerbehinderte Mädchen somit auf das Frühjahr 2021 verschoben. Bei der Lebensmittelproduktion möchten wir auch Menschen mit Behinderung mit einbauen, dazu benötigen wir die Genehmigung des zuständigen Ministeriums und die Hilfe von ausländischen Botschaften. Geistig zurückgebliebene Menschen brauchen vielleicht mehr als andere Kranke Aufmerksamkeit, Zuneigung, Verständnis und Liebe: Man kann diese jungen Menschen nicht alleine lassen, weil sie schutzlos und wehrlos der schwierigen Situation ausgesetzt wären. Auch das Sammeln der Hilfsgüter im
Recyclinghof Passeier fordert von uns immer mehr Zeit, deshalb suchen wir ab Herbst noch zusätzlich weitere Personen, die uns beim Sortieren der Kleider für die Bedürftigen behilflich sind. T 329 8798134 Luis Haller. Bitte unterstützen Sie uns, damit wir so vielen wie möglich helfen können! Peter Lanthaler
Geburten vom 4. 6. bis 31. 7. 2020
Gemeinde St. Martin 7. 6. 2020 Frida Unterthurner 8. 6. 2020 Sarah Birkner Winkler 16. 6. 2020 Paul Pixner 17. 6. 2020 Benni Prinoth 29. 6. 2020 Ben Ilmer 30. 7. 2020 Felix Parth
Gemeinde St. Leonhard 4. 6. 2020 Jana Klotz 5. 7. 2020 Laurin Buchschwenter 9. 7. 2020 Elias Moosmair 10. 7. 2020 Johannes Eschgfäller 14. 7. 2020 Anna Schmidhammer 14. 7. 2020 Julian Schmidhammer 23. 7. 2020 Johannes Klotz 24. 7. 2020 Simon Gumpold 26. 7. 2020 Katja Lanthaler 31. 7. 2020 Raphael Pixner
Gemeinde Moos 16. 6. 2020 Elia Lanthaler 2. 7. 2020 Sara Gufler 18. 7. 2020 Christoph Widmann
27 Passeirer Blatt – nr. 160, August 2020
Vorankündigungen > Gemeinderatswahlen 2020 und Verfassungsreferendum Am Sonntag, den 20. September, von 7 bis 23 Uhr und am Montag, den 21. September, von 7 bis 15 Uhr. > MuseumPasseier Öffnungszeiten, ab 1. August 2020: Dienstag bis Sonntag, von 10 bis 16 Uhr, letzter Einlass um 15 Uhr > Ausstellung „Uffizi in Passeier“ Ab 27. Juni ist die Sonderausstellung des MuseumPasseier „Uffizi in Passeier. Wer schützt Kunst im Krieg?“, in Trient, in „Le Gallerie“, Piazza di Piedicastello, in angepasster Form, bis 1. Novemer, zu sehen. Sie handelt von 293 Kunstwerken aus Florenz, die im Zweiten Weltkrieg nach Passeier gelangten und damit in ein Netz aus Interessen, das weit über Südtirol hinausreichte. Info: www.museostorico.it > Kunst im Glasturm Die Ausstellung „Seelenbilder“ von Gumpold Roswitha ist ab 15. August zu den regulären Öffnungszeiten im Bunker Mooseum in Moos kostenfrei zugänglich. > Zwischen Augsburg und Venedig. Die Passeirer Malerschule 8. August bis 22. November 2020 Rund 300 Jahre nach ihrer Gründung widmet sich erstmals eine größere Ausstellung dieser sogenannten Passeirer Malerschule. Die rund 80 Exponate – großteils Gemälde und Graphiken, aber auch Skulpturen und von Michael Winnebacher verfasste Bücher – stammen aus Südtiroler Kirchen und Museen, aber auch aus österreichischen und deutschen Sammlungen. Öffnungszeiten: täglich außer Montag u. Dienstag, von 10 – 17 Uhr. Auch online: www.schlosstirol.it
> Fotopräsentation: Außergewöhnliche Momente mit Wild Zoo Entertainment, Daniel Tschurtschenthaler und Lukas Schäfer, am Dienstag, den 25. August, um 20.30 Uhr, im Dorfhaus St. Martin, im Rahmen des Mårtiner Kultursummer, Eintritt frei! Daniel und Lukas lieben es, die Natur zu erkunden. Sie stehen oft stundenlang auf Berggipfeln, auch bei Nacht, sie schauen der Sonne zu, wie sie auf oder untergeht oder sitzen versteckt zwischen Sträuchern, um seltene Tiere zu beobachten. Kurz gesagt, sie sind zwei begeisterte Naturfotografen aus dem Pustertal. Sie haben schon viele magische Momente in den Bergen und Tälern erlebt und freuen sich, diese mit ihren Mitmenschen teilen zu dürfen. Musikalische Unterhaltung mit der Musikgruppe „Die Salingen“. > Weißes Kreuz – Krankentransporte Im Rahmen der Covid-19-Schutzmaßnahmen müssen Krankentransporte, die vom Weißen Kreuz koordiniert und durchgeführt werden, künftig von Montag bis Freitag innerhalb 17 Uhr für den jeweils kommenden Tag vorgemerkt werden. Begleitpersonen dürfen nur in Ausnahmesituationen eine Fahrt im Krankenwagen begleiten. Die Anfragen werden unter der Rufnummer 0471 444 444, Fax 0471 444 370 oder per E-Mail unter vormerkungen@wk-cb.bz.it entgegengenommen. Bei Wochenenden sowie dazwischen stehenden Feiertagen wird gebeten, die Fahrt am vorhergehenden Werktag vorzumerken. > Gesundheitssprengel Passeier Beckenboden-Rückbildungsgymnastikkurs beginnt am Donnerstag, 3. September, von 14 – 15.30 Uhr, für Frauen mit Babys. Beckenbodengymnastikkurs beginnt am Donnerstag, 3. September, von 18 – 19.30 Uhr für Frauen jeden Alters. Geburtsvorbereitungskurs beginnt am Donnerstag, 22. Oktober, von 18 – 20 Uhr (auch mit Partner) Anmeldung/Infos für alle Kurse bei den Sanitätsassistentinnen, am Dienstag, von 8 – 12 Uhr, Tel. 0473 659 518 oder am Donnerstag, von 8 – 12 Uhr, Tel. 0473 641 095.
> Volkshochschule Südtirol Ortsstelle Moos: Gerichte aus dem Wok – schnell, knackig und gesund Am 10.10.2020, 10.30 – 14.30 Uhr; Referent: Mag. Hanno Innerhofer; Ort: Vereinshaus Moos 10-Finger-Tippsystem in 5 Stunden Am 2.2./9.2.2021, 18 – 21 Uhr; Referentin: Tatjana Christina Finger ; Ort: Vereinshaus Moos Ortsstelle St. Leonhard: Englisch A1.1 – ohne Vorkenntnisse Ab 5.10.2020, 19 – 20.30 Uhr, 10 Treffen; Referentin: Mag. Dagmar Ungerer; Ort: Vereinshaus St. Leonhard Italienisch für die Zweisprachigkeits prüfung – Niveau C1 und B2 (ehemals Niveau A und B) Ab 1.10.2020, 19 – 20.30 Uhr, 10 Treffen; Referent: Alessandro Gelmi; Ort: Vereinshaus St. Leonhard Hausapotheke für Herbst und Winter Ab 19.9.2020, 14 – 17 Uhr; Referentin: Rosmarie Mangger; Ort: Fronigerhof St. Leonhard Kunst ATTACKE! Wir gestalten einen Kalender fürs Dorf Ab 2./3.10.2020, 19 – 20.30 Uhr, 2 Treffen; Referent: Fabian Frötscher, David Lanthaler; Ort: Vereinshaus St. Leonhard Ortsstelle St. Martin: Englisch A1.2 – geringe Vorkenntnisse Ab 30.9.2020, 19.30 – 21 Uhr, 10 Treffen; Referentin: Dr. Margit Ritsch; Ort: Dorfhaus St. Martin Professionelle und stilvolle Produktfotografie Ab 19.9.2020, 9 – 17 Uhr; Referent: Peter Grund; Ort: Dorfhaus St. Martin Künstlerwerkstatt: Entdecke den Künstler in dir! Ab 10.10.2020, 14 – 17 Uhr, 2 Treffen; Referentin: Sigrid Trojer; Ort: Alte Bibliothek St. Martin Termine & Veranstaltungen können per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden
Öffnungszeiten moos Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 18 Uhr; Sa geschlossen, T 0473 643 535 Minirecyclinghof Moos: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr; Pfelders: Mi, 14 – 15 Uhr; Platt: Mi, 8 – 9 Uhr und 1. Sa/Monat, 14.45 – 15.30 Uhr; Stuls: Mi, 10 – 11 Uhr und 1. Sa/Monat, 13.30 – 14.15 Uhr; Rabenstein: 1. und 3. Mo/Monat, 10 – 11 Uhr; Rabenstein (Saltnuss – rotes Haus): jeden 1. Mo/Monat, 9 – 9.45 Uhr Rest- und Biomüllsammlung: Dienstag: Moos, Platt, Pfelders (Dorf und Zeppichl), Stuls wöchentlich; Rabenstein, Pill bzw. Sportplatz Sand, Ulfas jede 2. Woche Bibliothek Moos: Di, 9.30 – 10.30 Uhr; Mi, 14.3 – 16.30 Uhr; Do, 16.30 – 18.30 Uhr; So, 11 – 12 Uhr Bibliothek Platt: Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 16 – 17 Uhr, Fr, 15 – 16.30 Uhr; Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Pfelders: Mi, 17 – 18 Uhr Bibliothek Rabenstein: Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Stuls: Mo, 15 – 16 Uhr Arztpraxis Dr. Beccarello: Mo, Do, Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 10 – 12 Uhr, 16 – 18.30 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; T 0473 643 689 Apotheke RAM: Mo 10 – 12; Mi 16 – 18.30 Uhr; Do 9 – 12 Uhr; T 0473 643 689 Eltern-Kind-Beratung Moos: Mittwoch 9 – 10.30 Uhr Ambulatorium Krankenpflegedienst Moos: Donnerstag 8 – 8.30 Uhr (ohne Vormerkung) st. leonhard Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 17.30 Uhr; Sa, 9 – 11 Uhr, T 0473 656 113 Minirecyclinghof: Fr, 14.30 – 16.30 Uhr, Sa, 7.30 – 9 Uhr; Walten: Mo, 14 – 15 Uhr Restmüllsammlung: Di; Walten, Schweinsteg, Prantach, Mörre, Glaiten, jeden 2. Di; Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Mi, Fr, 9 – 12 Uhr; Mo, Di, Do, Fr, 15 – 18 Uhr (Winter) Bibliothek Walten: Di, 16 – 17 Uhr Arztpraxis Dr. v. Sölder: Mo, Mi, Do, Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 15 – 19 Uhr; T 0473 656 656 Arztpraxis Dr. Zuegg: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr ohne Vormerkung; Mo, Do, 15.30 – 16.30 Uhr mit Vormerkung; T 0473 656 633 Kinderarztpraxis Dr.in Weger: Mo, Fr, 9.15 – 12.30 Uhr; Mi, 9.30 – 12 Uhr; Di, Do, 15 – 18 Uhr; T 0473 656 266 Apotheke RAM: Mo – Fr, 8 – 12.30, 15.30 – 19 Uhr; Sa, 8 – 12.30 Uhr; T 0473 656 146 SportArena: täglich von 10 – 23 Uhr; Dienstag: Ruhetag st. martin Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr; Donnerstag, 15 – 17.30 Uhr, T 0473 499 300 Minirecyclinghof: St. Martin: Sa, 8 – 10 Uhr, Freitag geschlossen; Saltaus: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr Restmüllsammlung: Montag; Matatz, Breiteben, Kalmtal, jeden 2. Montag Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Mi, Sa, 9 – 12 Uhr; Mo, Mi, Fr, 15 – 18 Uhr; Di, 14 – 17 Uhr (Winter) Arztpraxis Dr.in Raich: Mo, 14 – 17 Uhr; Di, Mi, Fr, 8 – 12 Uhr; Do, 15 – 17 Uhr; T 0473 641 174 Arztpraxis Dr. Dubis: Mo, Mi, Do, 9 – 12 Uhr; Di, 12 – 15, Fr, 15 – 18 Uhr, mit Vormerk.; T 0473 650 167 Apotheke Mercurius: Mo, Mi, Do, Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Di, 8 – 12.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr T 0473 650 011 Eltern-Kind-Beratung: Dorfstraße 25/c (alte Bibliothek) Do, 8 – 12 Uhr, T 0473 641 095 Krankenpflegeambulatorium Garberweg: Di, Fr, 8 – 10 Uhr Jugendtreff: Di – Fr, 11 – 12 Uhr; Di und Do, 17.30 – 19.30 Uhr; T 392 5327295 sprengelsitz passeier Verwaltungsdienst: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, 9 – 12 Uhr; Do, 9 – 12 u. 14 – 15.30 Uhr; T 0473 659 500 Sozialsprengel: Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr, nachmittags mit Terminvereinbarung; T 0473 659 018; Dienst für Pflegeeinstufung: T 848 800 277, Anlaufstelle Pflege- und Betreuungsangebote: Di, Do, 9 – 11 Uhr; T 0473 659 266, Mi mit Vormerk. Blutabnahme: Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, ohne Vormerkung Krankenpflegeambulatorium: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, Do, 9.30 – 11 Uhr Elternberatung: Di, 8 – 12 Uhr; T 0473 659 518 Diätdienst: Mi, 8 – 16 Uhr, mit Vormerkung, T 0473 659 520, 0473 251 250 Dienst für Abhängigkeitserkrankungen: Vormerkung T 0473 443 299 Zahnarztambulatorium: Vormerkung T 0473 264 000 Rehabilitationsdienst: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr, 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 533 Hautarzt: jed. 1. + 3. Mi/Monat, 9 – 13 u. 14 – 18 Uhr, Vormerk. mit ärztl. Verschreib.: T 0473 264 000 Dienst für Invaliden: Vormerkung in Meran, T 0473 264 712 Neu: Impfzentrum: Mo, 8.30 – 16 Uhr Hauspflegedienst: Vormerkung Mo – Fr, 8 – 10 Uhr; T 0473 659 019 Jugendbüro Passeier: Mo – Fr, M 393 0954681
Aus den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin Termine & Veranstaltungen august 25. Fotopräsentation: Außergewöhnliche Momente, Dorfhaus St. Martin, 20.30 Uhr [Mårtiner Kultursummer] 30. Ötztaler Radmarathon
september 3. Beckenboden-Rückbildungsgymnastikkurs, 14 – 15.30 Uhr [Gesundheitssprengel] 3. Beckenbodengymnastikkurs, 18 – 19.30 [Gesundheitssprengel] 6. Ende Sommerlesepreis für GrundschülerInnen 7. Schulbeginn 19. Professionelle und stilvolle Produktfotografie, Dorfhaus St. Martin, 9 Uhr [Volkshochschule] 19. Hausapotheke für Herbst und Winter, Fronigerhof St. Leonhard, 14 Uhr [Volkshochschule] 20. Gemeinderatswahlen und Verfassungsreferendum von 7 bis 23 Uhr 21. Gemeinderatswahlen und Verfassungsreferendum von 7 bis 15 Uhr 29. Michaelsmarkt, St. Leonhard 30. Englisch A1.2 – geringe Vorkenntnisse, Dorfhaus St. Martin, 19.30 Uhr [Volkshochschule]
oktober 1. Italienisch für die Zweisprachigkeitsprüfung – Niveau C1 und B2, Vereinshaus St. Leonhard, 19 Uhr [Volkshochschule] 2. Redaktionsschluss Passeirer Blatt 2./3. Kunst ATTACKE! Wir gestalten einen Kalender fürs Dorf, Vereinshaus St. Leonhard, 19 Uhr [Volkshochschule] 5. Beginn Winterzeit 5. Englisch A1.1 – ohne Vorkenntnisse, Vereinshaus St. Leonhard, 19 Uhr [Volkshochschule] 10. Gerichte aus dem Wok, Vereinshaus Moos, 10.30 – 14.30 Uhr [Volkshochschule] 10. Künstlerwerkstatt: Entdecke den Künstler in dir! Alte Bibliothek St. Martin, 14 Uhr [Volkshochschule] 22. Geburtsvorbereitungskurs, 18 – 20 Uhr [Gesundheitssprengel] 31. Ende Sommerleseaktion
november 7. Leonhardsmarkt, St. Leonhard 27. Redaktionsschluss Passeirer Blatt
recyclinghof passeier (mörre) Dienstag, Donnerstag, 14 – 17 Uhr; Samstag, 8 – 11 Uhr Termine & Veranstaltungen können per Telefon (T 0473 656 239) und per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden