Skip to main content

Passeirer Blatt

Page 1

Pubblicazione bimestrale. Poste Italiane SpA – Spedizione in Abbonamento Postale – 70% NE/BZ

www.passeirer-blatt.it

Passeirer Blatt

contiene

i. p.

Dezember 2019 nr. 156 · 33. Jahrgang

Mitteilungen und Nachrichten aus Moos, St. Leonhard und St. Martin Dezember 2019

Weihnachten, das Fest des Friedens und der Gemeinschaft

Foto: picture10 - stock.adobe.com

Passeirer Blatt

A D 1 C B 2 a 0 e d c b

inhalt 3 Gemeinden 10 Kultur & Gesellschaft 20 Natur & umwelt 21 vereine & verbände 27 gesundheit & Soziales 31 Schulen & Bibliotheken 35 gratulationen 37 Sport 39 Vorankündigungen

Endlich ist es da, das Weihnachtsfest


2

Weihnachten

Das Fest des Friedens und der Gemeinschaft Endlich ist es da, das Weihnachtsfest: das Fest der Liebe und des Friedens, das Fest der Familie und das Fest der Geschenke. Auch wenn der christliche Kern des Festes, die Geburt Jesu Christi, immer mehr in den Hintergrund tritt, so ist doch in weiten Teilen der Gesellschaft in Bezug auf Weihnachten zumindest noch der Gedanke an Frieden und Gemeinschaft lebendig. Gerade in der weihnachtlichen Zeit werben viele Hilfswerke um Spenden und können mit diesem Geld viel Gutes tun in der Welt. Und wenn auch die Stimmung an Weihnachten nicht immer friedlich ist und sich gerade an diesem Fest in der Familie so mancher Konflikt entzündet, so hat doch die Atmosphäre, die dieses Fest verbreitet, schon oft geholfen, manchen Streit zu schlichten und Menschen wieder zu versöhnen. Es gibt also viel Positives, was heute in der Welt an Weihnachten geschieht, obwohl aus einem rein religiösen Fest in weiten Kreisen unserer Gesellschaft ein mehr und mehr kulturelles Fest geworden ist. Aber dennoch, was wäre Weihnachten ohne die Krippen in unseren Stuben? Was wäre Weihnachten, wenn wir nur

mehr Lieder von Rudolph dem Rentier und dem Weihnachtsmann singen würden? Ja, was wäre Weihnachten ohne die Geburt unseres Erlösers? Was wäre Weihnachten ohne das Geheimnis der Menschwerdung Gottes, welches uns zeigt, wie sehr Gott sich nach uns Menschen sehnt, wie tief er herabsteigt, um uns zu erlösen von der Macht des Bösen und des Todes? Das kleine Kind in der Krippe – es ist Gottes Sohn: So unscheinbar, und doch ist es das größte Wunder, das jemals auf Erden geschehen ist. Der Kirchenlehrer Johannes Chrysostomus zeigt uns ein Beispiel, das uns hilft, die Größe dieses Wunders besser zu verstehen: „Denn wie würde es uns vorkommen, sähen wir die Sonne vom Himmel herabsteigen, auf der Erde umher wandeln und von hier aus allen Menschen ihre Strahlen zusenden? Würde nicht dieses Ereignis alle Zuschauer mit Staunen erfüllen?“ Was nun aber an Weihnachten geschieht, liebe Leser, ist ein noch viel größeres Wunder. Gott, der größer ist als alle Sonnen, er, der sie alle erschaffen hat, kommt auf unsere Erde. Aber eben nicht als der allmächtige Gott in all seiner Macht und Gewalt, sondern als ein Mensch, verwundbar und gebrechlich wie wir. Nicht als der allmächtige Gott in der leuchtenden Kraft aller Sonnen des Weltalls, sondern als ein hilfsbedürftiges Kind, allen Gefahren ausgesetzt, die jeden Menschen bedrohen. Deshalb dürfen wir als Christen an einen Gott glauben, der mitfühlen kann mit all

unserer Not. Wir dürfen an einen Gott glauben, der in jedem Moment unseres Lebens bei uns ist, auch wenn wir es nicht bemerken. Deshalb dürfen wir an einen Gott glauben, der es ernst meint mit dieser Welt und jedem Einzelnen von uns. Das größte Geschenk, liebe Gläubige, das wir jedes Jahr an Weihnachten bekommen – das wissen wir alle – ist das Kind in der Krippe. Wie damals bei den Hirten will es auch in unsere Herzen Freude bringen und Glück. In ihm möchte uns Gott das Geschenk seiner Nähe machen und uns zeigen, wie lieb er uns hat. An Weihnachten offenbart uns Gott seine Nähe und seine Liebe. Er will bei uns sein, mitten unter uns sein. Das ist die Weihnachtsbotschaft heute und für das ganze Jahr. Wir sind nicht allein in der Welt, nicht verloren im Universum und einem blinden Schicksal ausgeliefert. Schauen wir es einfach an, dieses Kindlein im Stall, versuchen wir uns vorzustellen, wie es uns aus der Krippe anlächelt und mit seinem liebevollen Blick ansieht – einem Blick, der zu jedem von uns sagt: „Ich kenne dich. Ich will dir helfen. Ich will dir ganz nahe sein in deinem Leben. Wohin du auch gehst, ich bin bei dir.“ Schauen wir auf das Kind in der Krippe, seine Lieblichkeit, seine Wehrlosigkeit. Da ist Gott: so nah, dass keiner sagen kann, er könnte ihn nicht finden. P. Alexander Pixner

Impressum

Erscheint zweimonatlich. Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29. 5. 1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier; vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Konrad Pfitscher – Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Ulrich Mayer. Redaktion: Kurt Gufler, Rosmarie Pamer, Heinrich Hofer, Arnold Rinner, Karl Lanthaler – Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Korrektur: Ernst Rinner, Kurt Gufler. Produktion und Druck: design.buero Artikel können bei allen Redaktionsmitgliedern und bei design.buero in St. Martin (Dorfstraße 14) abge­geben werden und müssen mit dem Namen und der Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein. Werbebeiträge direkt an das Passeirer Blatt, passeirerblatt@passeier.it, T 0473 656 239. Redaktionsschluss: 31. Jänner 2020, 3. April 2020 E-Mail: passeirerblatt@passeier.it www.passeirer-blatt.it

Die Redaktion des Passeirer Blattes wünscht allen Leserinnen und Lesern

frohe Weihnachten neues Jahr! und ein gesegnetes


3  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

Gemeinden Pilotprojekt

Erfolgreicher Start für das Carpooling Ein Gespräch mit Martin Stifter, Direktor der Umweltdienste in der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt Herr Stifter, das Projekt Carpooling im Burggrafenamt ist Ende September dieses Jahres gestartet. Wie läufts? Eigentlich recht gut. Wir haben bereits viele Teilnehmer und das freut uns. Besonders bedanken möchten wir uns bei den teilnehmenden Gemeinden des Bezirkes. Auch bei den Unternehmen, die uns sehr zahlreich kontaktiert haben, möchten wir uns bedanken. Gerade den Unternehmen ist es wichtig, mit Carpooling eine gute Alternative für ihre Pendler zu haben. So ist Carpooling ein gutes Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privaten Unternehmen. Handelt es sich bei Carpooling um ein Einzelprojekt? Nein, Carpooling ist Teil eines umfassenden Maßnahmenpaketes, das im Mobi­ litätsplan (NaMoBu – Nachhaltige Mobilität Burggrafenamt) vorgesehen ist. Das Pilotprojekt „Carpooling im Burggrafenamt“ wird von der Autonomen Provinz Bozen – Abt. Mobilität unterstützt und dient der Förderung nachhaltiger Mobi­ lität. Was genau bedeutet Carpooling? Im Prinzip geht es darum, dass vor allem Pendler, die eine gleiche Wegstrecke haben, nicht alleine im Auto fahren, sondern mit anderen zusammen ein Auto benutzen. Es geht also im Wesentlichen darum, Fahrgemeinschaften zu bilden. Wir, als Bezirksgemeinschaft, haben eine digitale Plattform ausgearbeitet, über die solche Fahrgemeinschaften einfach, schnell und kostenlos aufgebaut werden können. Es ist ein Zusatzangebot zum öffentlichen Verkehr. Welche Vorteile hat Carpooling? Es gibt eine ganze Reihe von Vorteilen. Da durch diese Fahrgemeinschaften weniger Autos auf unseren Straßen fahren, haben wir weniger Staus und weniger Emissionen. Wir haben also eine saubere Luft und weniger Stress beim Fahren. Da die Fahrtspesen aufgeteilt werden können, sinken die Kosten für jedes Mitglied der Fahrgemeinschaft. Und natürlich lernt man über die Fahrgemeinschaften neue Leute kennen.

Was kostet die Teilnahme an Carpooling? Die Registrierung auf der Plattform carpooling.bz.it ist kostenlos. Ob und wie genau die Teilnehmer einer Fahrgemeinschaft die Fahrkosten untereinander aufteilen möchten, das müssen sie selbst entscheiden. Wie soll es weitergehen? Unser Ziel ist es, dieses Pilotprojekt im Bezirk noch stärker auszubauen. In einem zweiten Schritt möchten wir die digitale Plattform www.carpooling.bz.it auf das ganze Land ausweiten. Weiters ist eine eigene Carpooling-App geplant. Auch ein Prämiensystem ist angedacht, das den Benutzern von Carpooling Vorteile bei lokalen Anbietern bringen wird. Nikolaus Pichler Gemeinden

Gem2Go, die App der tausend Infos Sie nennt sich Gem2Go und ist eine Smartphone-App des Südtiroler Gemeindenverbandes, die sämtliche wichtigen Informationen auflistet, welche die Gemeindeverwaltung betreffen. Den Service findet man für alle Südtiroler Gemeinden. Die App wird von den BürgerInnen benutzt, um Fehler und Funktionsstörungen oder sonstige Probleme zu melden. Besonders hilfreich kann sie auch im umgekehrten Fall sein: Wenn nämlich die Gemeinde über eine Push-Nachricht eine Gefahrensituation meldet, etwa eine Überschwemmung oder einen Unfall. Die App herunterzuladen ist denkbar einfach: Von sämtlichen Plattformen (Android, IOS, Windows) kann sie von der Internetseite www.gem2go.it oder im App Store heruntergeladen werden. Über die App erhält man dann alle Informationen zur Heimatgemeinde oder von jenen Gemeinden, die einen interessieren. Die Menge der Informationen ist enorm; im Abschnitt Amtstafel kann man sich sämtliche Beschlüsse, Baukonzessionen und andere Unterlagen ansehen.

Im Abschnitt Bürgermeldungen können Fehler (Beleuchtung, Straßen, Abfall) oder schlecht funktionierende Dienste gemeldet werden, wobei der Standort angegeben und ein Foto beigefügt werden können. Es können aber auch Verbesserungsvorschläge übermittelt werden. Die Sektion Zivilschutz informiert per Push-Nachricht in Echtzeit über Verkehrslage, Wetter oder Gefahrensituationen. Der Service kann jederzeit deaktiviert oder modifiziert werden. Elisabeth Platter

kleinanzeige

Frau/Mann in der Küche gesucht Gasthaus Haashof Videgg/Tall sucht ab Mitte April eine/n Frau/Mann in der Küche für fünf Tage in der Woche 5 bis 6 Stunden. Freue mich auf Deinen Anruf! T 335 7364299


4

Der Bürgermeister von Moos, Gothard Gufler, Andrè Mallossek von der Plattform Land und Gemeindereferent Konrad Pamer bei der Eröffnung des Abends  Foto: Südtiroler Jugendring

Alte Jeanshosen und ihr neues Leben

Moos

St. Martin

Die Zukunft der Bergdörfer – erster Diskussionsabend Insgesamt steht der ländliche Raum in Südtirol im Vergleich mit anderen Regionen gut da. Damit dies auch zukünftig so bleibt, ist vor allem die junge Generation nach ihren Ideen für den ländlichen Raum gefragt. In Platt hat man dazu bereits in den letzten Jahren eine Ideenwerkstatt abgehalten und ist zusammen mit der Bevölkerung der Frage nachgegangen, was das Dorf braucht. Die Umsetzung vieler Vorschläge ist dabei bereits gelungen, anderes wird noch einige Zeit beanspruchen. Der Südtiroler Jugendring schlägt in die selbe Kerbe – aber südtirolweit und hat im heurigen Herbst in Zusammenarbeit mit der Plattform Land mehrere Abende mit interessierten Bürgern, Gemeindepolitikern und jungen Menschen aus dem ländlichen Raum in ganz Südtirol organisiert. Trotz intensiven Schneefalls fand am 12. November, im Vereinshaus von Moos, die gut besuchte Auftaktveranstaltung zu dieser Reihe der Plattform Land, unter dem Motto „ready for the future – bereit für die Zukunft?“, statt. Die anwesenden Personen erarbeiteten und diskutierten wichtige Themen und Ideen rund um die Zukunft des ländlichen Raums und stellten sie in Kleingruppen den anderen Teilnehmern vor. Aktiv teilgenommen haben neben dem Hausherrn, Bürgermeister Gothard Gufler, auch Gemeindevertreter aus Hinterpasseier, St. Leonhard und St. Martin. Folgende Frage stand im Mittelpunkt der spannenden Gespräche: Was braucht (m)eine Gemeinde, um auch in Zukunft

attraktiv für (junge) Menschen zu sein? Die Ergebnisse des moderierten Abends in Moos in Passeier zeigen klar auf, dass die Themen attraktives und leistbares Wohnen, Arbeitsplätze, Freizeit-Infrastrukturen, Familienfreundlichkeit und Schulen für die anwesenden TeilnehmerInnen am wichtigsten sind, damit eine Gemeinde im ländlichen Raum auch in Zukunft lebenswert ist. Die bis 25-Jährigen nennen speziell die Themen Treffpunkte sowie Freizeit-Infrastrukturen, hingegen für die über 25-Jährigen sind die Arbeitsplätze und das attraktive, leistbare Wohnen am wichtigsten. Insgesamt kristallisierte sich an diesem Abend klar heraus, dass der höchste Wert für alle Anwesenden ein allgemein attraktives Dorf ist, in welchem ich gerne wohne, lebe und arbeite. Dabei sollte es Treffpunkte für alle Generationen geben. Das scheinen die besten Voraussetzungen zu sein, damit auch der ländliche Raum in Zukunft für die Menschen attraktiv bleibt. Diesem Abend in Moos folgten weitere in Naturns, St. Lorenzen im Pustertal und in Bozen. Die Gesamtergebnisse wurden am 04. Dezember im Bildungshaus Kloster Neustift im Zuge einer Podiumsdiskussion der Öffentlichkeit vorgestellt. Die anwesenden TeilnehmerInnen in Moos waren sich einig, dass es sehr positiv ist, die BürgerInnen bei der Entwicklung ihres Heimatdorfes mit einzubeziehen. Dass die Bergdörfer in Südtirol Zukunft haben und dass es die Anstrengung aller bedarf, unterstrich auch das direkte Interesse der Jugend, welche sich stark in die Diskussionen einbrachte. Doch macht Partizipation und Mitsprache erst dann Sinn, wenn die eingebrachten Ideen der BürgerInnen ernst genommen werden und dementsprechend auch Taten und Maßnahmen von Seiten der Politik folgen. Konrad Pamer

My days for future – St. Martin macht mit Unser Umweltprojekt ist voll im Gange. Wir hoffen, dass auch weiterhin so reges Interesse an unseren Veranstaltungen besteht und alle aktiv an der Umsetzung für eine umweltfreund­ lichere Zukunft mitmachen. Workshop „Putzmittel & Co.“: Das Interesse für den Workshop „Putz­ mittel & Co“ war groß. Viele Chemikalien gelangen durch Putz- und Waschmittel in das Grundwasser und schaden sowohl unserer Gesundheit als auch unserer Umwelt. Beim Workshop wurden natürliche Alternativen zu herkömmlichen chemischen Putz- und Waschmitteln aufgezeigt. Rezepte zum Selbermachen von Waschmitteln, Weichspüler, Geschirrspülmittel, Universalreiniger, Scheuermittel, WCTabs, Raumbeduftung usw. wurden ausgetauscht. Auch wurde so manches vor Ort hergestellt, sodass jeder ein paar Proben mit nach Hause nehmen konnte. Mit selbst hergestellten Putz- und Waschprodukten, die aus wenigen und umweltfreundlichen Inhaltsstoffen bestehen, können wir einen großen Beitrag für unsere Gesundheit sowie für die Umwelt leisten. Zudem entfällt viel Plastikmüll durch das erneute Auffüllen der Gefäße, der normalerweise durch den Einkauf von herkömmlichen Produkten entsteht. Aufgrund der großen Nachfrage wird es im Frühjahr 2020 eine Wiederholung des Workshops geben. Repaircafè: In unserer Wohlstandsgesellschaft konsumieren wir immer mehr und werfen dementsprechend auch mehr weg.


5  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

Die Nutzungsdauer der Güter wird immer kürzer. Sobald diese irgendeinen Mangel aufweisen, ist es bequemer den Gegenstand wegzuwerfen und sich wieder ein neues billiges Produkt zu kaufen. Zudem besitzt nicht jeder die dementsprechenden Fertigkeiten bzw. fehlt vielen das Wissen, wie man defekte Gegenstände reparieren kann. Dem wollen wir entgegen wirken und haben das Repaircafè ins Leben gerufen. Jeden 2. Dienstag im Monat findet im Raum für Kunst und Handwerk (alte Bibliothek) das Repaircafè statt. Mit dem Repaircafè wollen wir die Bürger einladen, ihre kaputten Sachen zu reparieren anstatt wegzuwerfen. Natürlich ist es nicht immer möglich, etwas zu reparieren, aber einen Versuch ist es wert. Am Veranstaltungsort ist Werkzeug und Material vorhanden, um alle möglichen Reparaturen auszuführen. Ehrenamtliche leisten dabei Hilfe und zeigen, wie man selber Dinge reparieren kann. Es gibt verschiedene Stationen: Kleidung und Textilien, die geflickt werden, Elektrogeräte, Einstellungen am Handy oder am Computer vornehmen, Tipps, um Kleinmöbel zu reparieren sowie einen Tisch mit den verschiedensten Klebstoffen, um diverse Materialien zu kleben. Neu ist auch die Station des Recycling: Wir haben alte Jeanshosen gesammelt und geben diesen ein neues Leben. Wir nähen daraus Trinkflaschenhüllen für Glasflaschen, die dann verkauft werden. Auch mit den Glasflaschen wollen wir ein Zeichen setzen und hoffen, dass Plastikflaschen schon bald der Vergangenheit angehören. Das letzte Repaircafè fand am 12.11.2019 statt und war ein voller Erfolg. Am 10.12.2019 laden wir wieder alle Interessierten ein, ins Repaircafè zu kommen.

Pausenbrot-Bienenwachssäckchen werden in der Mittelschule gemacht

Bienenwachstücher: Welche Alternativen gibt es für die umweltbelastende Alu- und Frischhaltefolie? Die Antwort lautet: Bienenwachs­ tücher. Sie sind die plastikfreie und natürliche Verpackungsalternative für Lebensmittel, welche die Lebensmittel lang frisch halten, wiederverwendbar und sogar antibakteriell sind. In der Mittelschule St. Martin haben bereits einige Klassen begonnen, Pausenbrot-Bienenwachssäckchen zu machen. Im Laufe des Schuljahres soll jedes Kind sein eigenes plastikfreies Säckchen bestehend aus Baumwolle und Bienenwachs zur Verfügung haben. Vortrag „Jeder kann die Welt verändern“ Am Donnerstag, den 21.11.2019, fand in der Lese.werk.statt der Vortrag „Jeder kann die Welt verändern“ mit der Umweltaktivistin Magdalena Gschnitzer aus Gasteig bei Sterzing statt. Über 50 Personen fanden sich in der neuen Bibliothek ein. Dies zeugt davon, dass sich doch immer mehr Menschen Gedanken über die Umwelt machen. Die Referentin gibt zahlreiche Vorträge über den Schutz der Meere, Plastikverschmutzung, Nachhaltigkeit, Tierrechte, vegan leben und den Mut du selbst zu sein. Sie hat hautnah miterlebt, wie Unmengen an Plastik täglich im Meer landen und die Tiere gefährden. Viel zu oft hat es sogar tödliche Folgen für die Meeresbewohner. Das Meer ist für uns alle weit entfernt und doch sind auch wir mitverantwortlich für die Verschmutzung der Meere. Plastik ist überall. Auch in unserer Kleidung werden häufig Fasern aus Kunststoff eingesetzt, die sich mit jedem Waschgang lösen und auf diesem Weg ins Abwasser gelangen. Zudem enthalten Wasch- und Reinigungsmittel sowie Kosmetikprodukte Mikroplastik, welches seinen Weg ins Abwasser findet. Die Kläranlagen können die winzigen Teilchen allerdings nicht herausfiltern. Seit den 1950er Jahren wurden 8,3 Milliarden Tonnen Plastik produziert – oftmals nur zur einmaligen Verwendung oder um in der Natur zu landen. Plastik wird aus dem nicht nachwachsenden Rohstoff Erdöl hergestellt. Das größte Problem dabei ist, dass es nahezu nicht zersetzbar ist und langwierig von Wind, Wetter und Wellen zermahlen wird. Übrig bleibt feinstes Mikroplastik, welches an Land beispielsweise über den Boden ins Grundwasser gelangt und im Meer von Fischen, Muscheln oder anderen Meerestieren mit Nahrung verwechselt und aufgenommen wird.

So gelangt es über die Nahrungskette auf unseren Teller und schlussendlich in unseren Körper. Mittlerweile befinden sich in unseren Meeren riesige Plastikmüllinseln. Pro Minute landet etwa ein Müllwagen voller Plastik im Meer. Forscher gehen davon aus, dass im Jahre 2050 doppelt so viel Plastik wie Fische im Meer schwimmen wird. Geschätzte Abbauzeiten von Plastikmüll im Meer: >> Plastiktüte: bis zu 20 Jahre >> Plastikbecher: bis zu 50 Jahre >> Plastikflaschen: bis zu 450 Jahre >> Wegwerfwindel: bis zu 450 Jahre Mit diesem Wissen um die umwelt- und gesundheitsschädigende Wirkung von Plastik ist jeder Einzelne von uns gefragt, den eigenen Plastikverbrauch zu reduzieren und bewusst einzukaufen. Wer mehr zu diesen Themen wissen möchte, kann sich gerne an die lese.werk. statt St. Martin wenden, welche entsprechende Bücher angekauft hat. Carmen Kofler TIPPS FÜR DEN ALLTAG

Bienenwachstücher anstatt Frischhalte- oder Alufolie:

▸▸ keine Plastikflaschen benutzen ▸▸ Einkaufstaschen aus Stoff verwenden (evtl. einige Reservetaschen im Auto lassen, um immer welche dabei zu haben) ▸▸ Taschentücher aus Stoff verwenden ▸▸ Zahnbürsten aus Holz verwenden ▸▸ Putz- und Waschmittel selber machen ▸▸ Putztücher und -schwämme aus Mikrofaser vermeiden (kann man sehr leicht aus alten Handtüchern selbst herstellen) ▸▸ Kosmetikprodukte selber machen ▸▸ Kleidung aus Naturfasern bevorzugen ▸▸ keine herkömmlichen Kaugummis (diese enthalten Kunststoffe auf Erdölbasis, sogenannte Polymere) ▸▸ Teflon-beschichtete Pfannen vermeiden (die Anti-Haft-Beschichtung ist zwar sehr praktisch, besteht aber ebenfalls aus Kunststoff, das beim Braten und Waschen in Form kleinster Partikel ins Essen und in die Umwelt gelangt) ▸▸ Autoreifen sind die Hauptquelle für Mikroplastik, daher: Autos öfter mal stehen lassen und zufuß gehen, mit dem Fahrrad fahren oder öffentliche Verkehrsmittel in Anspruch nehmen ▸▸ bewusstes Einkaufen: auf Plastikgegenstände und Produkte in Plastik verpackt verzichten ▸▸ das eigene Konsumverhalten überdenken: brauche ich das wirklich?


6

Die Ehrengäste bei der Banddurchschneidung  Fotos: Bernadette Pfeifer

St. Leonhard

Ein neues Heim für unsere Kleinsten Am Samstag, den 16. November, wurde unser neuer Kindergarten feierlich seiner Bestimmung übergeben unter Beteiligung vieler Kindergartenkinder, ihrer Betreuerinnen, unerwartet vieler interessierter Eltern und BürgerInnen, vieler Ehrengäste und VertreterInnen der Planer und Firmen. Der Kindergarten befand sich bisher im Untergeschoss des Vereinshauses und wurde Ende der 70er Jahre bezogen. Er war sehr zentral gelegen und verkehrsmäßig sehr gut angebunden, entsprach aber nicht mehr den heutigen Bedürf­ nissen. Um den Neubau des Kindergartens St. Leonhard durchführen zu können, musste die Gemeinde einen Grund am Südrand des Dorfes in der Nähe des Mündungsbereiches des Waltnerbaches und der Passer erwerben, wo vorher eine Säge gestanden hatte. Für den Ankauf des Grundes hat die Gemeinde St. Leonhard unter Bürgermeister Oswald Tschöll im Jahr 2013 einen Landesbeitrag in der Höhe von 950.000 Euro erhalten. Im Jahre 2014 wurde ein Planungswett­ bewerb ausgeschrieben, den 2015 die Bietergemeinschaft des Architekten Peter Plattner gewann.

Nach der Erstellung der Projekte wurde das Bauvorhaben ausgeschrieben und den Wettbewerb gewann die Bietergemeinschaft „arcFACTORY“ mit der Passeirer Hauptfirma Gufler Roland sowie anderen Firmen aus dem Tal, welche alle ausgezeichnet gearbeitet haben. Im Erdgeschoss ist ein Zivilschutzraum für die Feuerwehr untergebracht

Das Gebäude ist ein dreigeschossiger und langgestreckter Bau mit vorgelagertem Spielplatz und Eingangsbereich mit großen Fensteröffnungen, welche ein interessantes Miteinander zwischen Dorfgeschehen und Kindern ermöglicht. Im Erdgeschoss ist zudem ein Zivilschutzraum als Lagerraum für die Feuerwehr untergebracht. Die Gesamtkubatur beträgt 7.200 m³, die Gesamtkosten betragen 5,4 Mio Euro. Untergebracht sind fünf Gruppenräume


7  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

Für eine kindgerechte Atmosphäre wurde durch die großzügige Gestaltung der Räume gesorgt

mit allen notwendigen Nebenräumen, die über eine zentrale großzügige Treppe als Hauptachse untereinander verbunden sind und einen offenen Kindergartenbetrieb erlauben, wo die Kinder frei zwischen den Bereichen wechseln können. Bei der Wahl der Baumaterialien wurde großer Wert auf Nachhaltigkeit, natür­ liche Oberflächenbehandlung und Lärmdämmung gelegt. So sind alle Wände der Gruppenräume mit sägerauhen Tannenbrettern verkleidet, ebenso sind die Böden in Holz ausgeführt. Die Kombination von warmem Holzton, vorzüglicher Beleuchtung und den großen Fensterbändern schafft eine besondere Atmosphäre. „Unglaublich“, hat vor kurzem eine Betreuerin gesagt, „wenn man ins Haus kommt, ist alles ruhig und man frägt sich, wo die 100 Kinder sind. Die Akustik ist so gut, dass man die vielen Kinder kaum hört.“ Die Feier selbst war kurz, aber herzlich und schön. Nachdem die Kinder ein lustiges Lied vorgetragen hatten, beschrieben der Bürgermeister und der Architekt den Bau und die Leiterin des Kindergartens, die Bezirksdirektorin und der Feuerwehrhauptmann sprachen Gruß- und Dankesworte. Voll des Lobes war auch der Festredner, Landesrat Philipp Achammer. Nach der Segnung, der üblichen Banddurchschneidung und der Besichtigung wurden im Zivilschutzraum alle von der Feuerwehr bestens mit Essen der Metzgerei Hofer Kurt und mit Getränken versorgt. Gemeinsam konnten sie auf ein Werk anstoßen, das gut gelungen ist und die Kinder gerne in den Kindergarten gehen lässt. Konrad Pfitscher

St. Leonhard

Kindergärten in St. Leonhard Am 16. November wurde der neue Kindergarten in St. Leonhard feierlich eröffnet. Anlass genug, um die Vorgängerbauten kurz in Erinnerung zu rufen, wobei auf die verwendeten Aufsätze von Maria Lanthaler (Dorfbuch, Bd I) und Luis Gruber (Schlern 1974, Heft 7 – 9) verwiesen sei. Ab 1894 finden wir bereits einen Kindergarten in St. Leonhard, der 1898 bis 1924 in einem Raum des damals erbauten Klosters der Deutschordensschwestern nahe der Pfarrkirche eingerichtet worden war und von den Schwestern liebevoll An Stelle des neuen Rathauses stand bis 1998 der „Alte Kindergarten“, der im Foto abgebildet ist

betreut wurde. Im Schuljahr 1924/25 hoben die faschistischen Machthaber den deutschsprachigen Kindergarten im Kloster auf und der Klassenraum wurde für eine italienischsprachige Schulklasse benützt. 1926 kaufte der italienische Staat das damals Strutzerhäusl genannte und heute nicht mehr existierende Haus in der Kohlstatt und die O.N.A.I.R.C (Opera Nazionale di Assistenza nelle Zone Confine = Nationales Hilfswerk für die Grenzgebiete) verwaltete den nach dem Zweiten Weltkrieg wieder errichteten deutschen Kindergarten, den ab dem Jahr 1969 Schwester Maria Assunta Innerhofer als Leiterin übernahm. Im Jahr 1970 kaufte die Gemeindeverwaltung St. Leonhard den alten Kindergarten (Strutzerhäusl), der abwechselnd als Kindergarten, Schulhaus und Wohnhaus dienen musste, bis es im Sommer 1998 abgerissen wurde. 1976/77 gingen die Kindergärten vom Land Südtirol auf die Gemeinden über. Im gleichen Jahr 1977 erfolgte der Bau des Vereinshauses im Theisanger, in dessen Parterre 1978 zwei Kindergartensektionen einzogen. Ab dem Schuljahr 1984/85 mussten die zwei Sektionen auf drei erhöht werden. Im Schuljahr 2019/20 konnte nun das neue Kindergartengebäude in der Kohlstatt von vier Gruppen bezogen werden, das durch eine moderne und großzügige Bauweise zur „Aufwertung für das Dorf“ beiträgt, wie es Bürgermeister Konrad Pfitscher bei der Eröffnungsfeier formulierte. Wir, von der Passeirer-Blatt-Redaktion, wünschen den Kindern, Kindergärtnerinnen und der Kindergartenleiterin Sudabeh Kalantari viel Freude in den lichterfüllten Gruppenräumen des neuen Kindergartens. Heinrich Hofer


8

Beschlüsse

Aus dem Rathaus von Moos vom 1. 10. bis 28. 11. 2019 > Beiträge:  Ordentlicher Beitrag – Jahr 2019 – verschiedene Vereine – 2. Maßnahme – € 5.000. > Gemeinde:  Pflichtschulen: Beitrag für laufende Ausgaben – Jahr 2019 – Gemeinde St. Leonhard in Passeier – € 25.200; Reinigung der Außenfenster des Mehrzwecksaales in Pfelders – Meranese Servizi – € 2.171,60; Gemeindevermögen: Ankauf von Heizöl für das Jahr 2019 über die Vereinbarung der CONSIP – € 13.173,19; allgemeine Verwaltung – Verrechnung der Gebühren für Glasfaserverbindung Jahr 2019 – Südtiroler Gemeindenverband Genossenschaft – € 4.099,20; Vereinbarung – Instandhaltung von Wegen und aushilfsweise für die Dienste im Bereich Müll – Übernahme der Spesen – Jahr 2019 – EUM Genossenschaft – € 1.830; gemeinsame Führung Minirecyclinghöfe St. Leonhard und Moos: Verpflichtung der voraussichtlichen Ausgaben – Jahr 2019 – € 30.000; Gemeindeämter – Ankauf von drei Personal Computern – ACS Data Systems AG – € 2.411,94; Werbesteuer – Verlängerung Auftrag Feststellung und Einhebung 2020 – 2022 – Südpla GmbH Konzessionär – € 14.640; Trinkwasserkonsortium Moos i.P. – St. Martin i.P. – Riffian – Kuens: Übernahme der anteilsmäßigen Führungskosten – Abschlussrechnung 2018/Akontozahlung für das Jahr 2019 – € 1.168,18; Gemeindestraßen und Plätze: Anbringung von Bodenmarkierungen sowie Lieferung und Montage von Verkehrsschildern – Sanin GmbH – € 4.624,12; Bauhof Moos – Reparatur Schiebetor Falken Nr. 6379 – Bausystem GmbH – € 1.578,68; Müllentsorgung – Recyclinghof „Mörre“ – Ankauf Schiebetor – Übernahme der anteiligen Kosten – € 1.490,32; Bergbahnen Pfelders GmbH – Auszahlung eines Akontos gemäß Dienstleistungsvertag für die Führung des Skigebietes Pfelders – Winter 2019/2020 – € 79.300; Führung der öffentlichen und kostenlosen Internetzugänge mit Wireless-Technologie – Platt, Moos, Stuls, Rabenstein und Pfelders – Jahr 2020 – Firma Limitis GmbH – € 3.001,20; Gemeindevermögen – Auftragserteilung für die Meldung (REMIT) von Transaktionen im Stromsektor im Jahr 2020 – Alperia Trading GmbH – € 2.000,80; Überarbeitung der Internetseite der Gemeinde Moos – Kufgem GmbH – € 4.446,90.

>  Öffentliche Arbeiten:  Sanierung und Wiederasphaltierung Hofzufahrten Pfelders, Pill, Stuls und Rabenstein: Projektierung, Bauleitung, Abrechnung und Sicherheitskoordination – Dr. Ing. Markus Hesse – € 20.300,80; Energieeffizienzmaßnahmen in der Gemeinde Moos in Passeier: Erneuerung von Teilbereichen der öffentlichen Beleuchtung – Arbeiten – EUM Genossenschaft – € 54.193,65; Wohnbauerweiterungszone C2 „Oberdorf – Pfelders“ – primäre Erschließung – statische Abnahme – Dr. Ing. Johann Ennemoser – € 1.353,68; Zivilschutz – Felssicherungsarbeiten Wohnbauzone Moos/Dorf 2 – Locher KG – € 18.154,33; Bereich ehemalige Tankstelle Moos – Anpassungsarbeiten – Bauunternehmen Gufler Roland – € 9.381,80; Militärzone Dorfzentrum Moos – Abänderung des Bauleitplanes – von Pföstl & Helfer GmbH – € 2.512,22; Erneuerung Stützmauer – Zufahrt Wohnbauzone Annaheim – Anpassung des Honorars des Ingenieurbüros Baldini für die Projektierung, Bauleitung, Abrechnung und die Sicherheitskoordination – € 3.977,14; Asphaltierung verschiedener Gemeindestraßen in der Gemeinde Moos in Passeier – Varesco GmbH – € 144.563,62; Sanierung und Asphaltierung verschiedener Hofzufahrten in Ulfas, Platt und Stuls in der Gemeinde Moos in Passeier – CUP J64E19000820003: Ausschreibung der Arbeiten mittels Verhandlungsverfahren – € 404.590,84; Errichtung Museum „Stiaber“ – Erneuerung von Wegen und Zäunen – Ilmer Stefan – € 1.999,58. > Sport:  Kindergarten Moos und Eissportanlage Pfelders – Austausch Fensterscheiben – Raich Fenster KG – € 1.932,94; Rodelbahn Bergkristall – Umgestaltung Zielbereich – Bauunternehmen Gufler Roland – € 14.945 Eissport- und Tennisanlage Pfelders: Anmietung eines Baggers für den Zeitraum 15.11.2019 – 14.03.2020 – Niederstätter AG – € 8.519,26.

Aus dem Rathaus von St. Martin vom 1. 10. bis 21. 11. 2019 >  Allgemeine Verwaltung:  Der Gemeindeausschuss hat beschlossen, für die Durchführung der Sprechstunden der Verbraucherzentrale Südtirol in den Räumlichkeiten des Sozialsprengels Passeier den Spesenanteil in Höhe von € 2.100 für das Jahr 2020 zu übernehmen. > Dorfhaus:  Lieferung von Bühnenpodesten für das Dorfhaus – Passeierevents des Schweigl Alexander, St. Leonhard – € 3.890,34. > Gemeindebauhof:  Lieferung von Dieselkraftstoff für den Tank des Gemeindebauhofes

– Kostner GmbH, Vahrn – € 1.464; Lieferung von Zubehörteilen für einen Hydranten – Bautechnik GmbH, Bozen – € 671,85. > Kindergarten/Schule:  Lieferung eines Gartenhauses für den Kindergarten St. Martin – Pircher‘s Tischlerei des Pircher Josef & Co. OHG, St. Leonhard – € 5.465,60; Lieferung von Pellets Premium Fichte EN plus A1 für die Heizanlage von Grundschule und Kindergarten Saltaus für den Winter 2019/2020 – Federer Pellets GmbH, St. Michael/Kastelruth – € 8.088,60; Lieferung von 2 Notebooks für die Grundschule Saltaus und 1 Notebook für die Mittelschule – Intervaria KG, Meran – € 2.741,34; Lieferung von Polstermöbeln für die Bibliothek in der Grundschule Saltaus – Pedacta GmbH, Lana – € 2.344,84; Lieferung von 16 PC-Tischen für den Computerraum in der Grundschule Saltaus – Rivo Interior KG, Naturns – € 3.220,80; Lieferung von zwei Beamern mit Leinwand für die Mittelschule – Studio GmbH, Sarnthein – € 2.786,48. >  Öffentliche Arbeiten: Außerordentliche Instandhaltungsarbeiten der Filteranlage beim Schwimmbad St. Martin: Planung, Bauleitung und Sicherheitskoordination – Dr. Ing. Johann Ennemoser, St. Martin – € 19.134,21; Neubau Sportzentrum: Durchführung einer hydrogeologischen Gefahren- und Kompati­ bilitätsprüfung – Are Planungsbüro des Dr. Matthias Platzer, Bozen – € 1.455,95; Neubau Servicegebäude öffentlicher Fußballplatz St. Martin: Lieferung einer Videoüber­ wachungsanlage mit Zubehör – EP Lanthaler des Lanthaler Dominik & Co. KG, St. Martin – € 9.794,16; Anpassungsarbeiten Trinkwassernetz Kalbe-Neuhaus: Projektierung, Bauleitung, Sicherheitskoordination und Abrechnung des Projekts – Ingenieurbüro Haller & Hesse, Algund – € 7.612,80. > Rathaus:  Lieferung eines Kombigerätes Plotter-Scanner für das Bauamt – Amonn Office GmbH, Bozen – € 5.364,34; Lieferung eines PC‘s für das Bauamt – Var Group SpA, Empoli – € 768,60. > Sportanlagen:  Planung, Bauleitung und Sicherheitskoordination der Abdichtungs­ arbeiten im Technikraum des Schwimmbades St. Martin – Dr. Ing. Johann Ennemoser, St. Martin – € 10.791,32; Abdichtungsarbeiten im Technikraum des Schwimmbades St. Martin – Profilbau OHG, St. Leonhard – € 32.888,37. >  Straßen und Plätze: Schneeräumungsdienst für den Winter 2019/2020 in der Zone Hinteregg – Elektrogenossenschaft Gomion, St. Leonhard – € 8.784; Schneeräumungsdienst in der Zone Gögelehof sowie Lieferung von Schotter für den Winter 2019/2020 – Gufler Roland, Moos – € 4.831,20;


9  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

Schneeräumungsdienst für das Los 1: Riederberg, Saltaus und Quellenhof für den Winter 2019/2020 – Reichhalter Roman, St. Leonhard – € 20.587,50; Lieferung von 12 Tonnen Streusalz (Natriumchlorid – Sackware) für den Winterdienst laut Konvention der Autonomen Provinz Bozen – MVG GmbH, Faenza (RA) – € 1.727,52; Erarbeitung des Mobilitätskonzeptes für Saltaus – Dr. Arch. Pernter Maria Theresia, Truden – € 8.944. > Wasserversorgung/Abwasser:  Technische Dienstleistungen zur Erstellung des Generellen Entwässerungsplans (GEP) der Gemeinde St. Martin – Ingenieurbüro von Pföstl & Helfer GmbH, Lana – € 11.393,82; Lieferung eines fixen Messsystems für die Kanalisierung Camping Saltaus – Helmenstein, Weilheim (D) – € 7.155,30. > Wohnbau:  Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie für die primäre Erschließung der neuen Wohnbauzone Haslach mit Ausbau des unteren Steinachwegs und der Brücke über den Eigentalbach – Ingenieurbüro Haller & Hesse, Algund – € 5.075,20. > Zivilschutz:  Lieferung und Montage einer Funksteuerung einer Sirene mittels Handmelder am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr von St. Martin und Saltaus – PCM Electronics GmbH, Bozen – € 1.734,62; technische Leistungen für die Abstimmung der Ergebnisse der hydraulischen Gefahrenzonen der Passer im Abschnitt der beiden Ufergemeinden St. Martin und St. Leonhard – Are Planungsbüro des Dr. Matthias Platzer, Bozen – € 6.844,20; Wartung der Brandmeldeanlagen der gemeindeeigenen Gebäude für die Jahre 2020 bis 2022 – Nicom Securalarm GmbH, Bozen – € 17.714,40.

Aus dem Rathaus von St. Leonhard vom 25. 9. bis 20. 11. 2019 > Beiträge:  Investitionsbeitrag an das Bodenverbesserungskonsortium „Schweinsteg-Mörre“ für den Bau einer Löschwasserleitung in der Fraktion Schweinsteg, € 21.963,48; Investitionsbeitrag an das Bodenverbesserungskonsortium „GomionSchlattach-Glaiten“ für die Instandhaltung von Straßen des ländlichen Straßennetzes, € 30.000; außerordentlicher Beitrag an die Pfarrei St. Leonhard für das Projekt „800 Jahre Deutscher Orden in St. Leonhard“, € 3.000; außerordentlicher Beitrag an die Freiwillige Feuerwehr von St. Leonhard für den Ankauf von Ausrüstung, € 20.000. > Energie:  Gemeindevermögen – Geneh­ migung Verkauf der Stromproduktion des Elektrowerkes Rasimbach im Jahr 2020 an

die Fa. Energy-dis GmbH aus Brixen. > Gemeinde:  Lieferung von EDV-Geräten – Var Group AG, € 8.455. Lieferung eines Großformatscanners für das Bauamt – Bini Mario GmbH, € 7.000. >  Öffentliche Arbeiten: Gemeindetrink­ wasserleitung – Erneuerung eines Teilstückes der Leitung in der Zone Kammerland – Pixner Manfred & Josef OHG, € 8.250. Trinkwasser­ leitung Im Steinanger – Fa. Moosmair GmbH, € 94.367,58; Passeirer SportArena – Umbau Küche – Durchführung der Elektrikerarbeiten – Fa. Elektro Team d. Mair Lukas, € 10.850; Straßen – Asphaltierung der Straße „Im Schaffeld“ – Varesco GmbH, € 32.500; außerordentliche Instandhaltung von Gemeindestraßen, Genehmigung Endstand, Mair Josef & Co. KG d. Mair Klaus, € 46.637,56; Gehsteig Gomion im Abschnitt Wohnbauzone – Einfahrt Pichlhof, Genehmigung Endstand, Schlosserei Max d. Gögele Maximilian, € 53.212,30; Umbau Seniorenheim – Genehmigung des Ausführungsprojektes, Summe der Bauarbeiten € 7.789.174,21; Trinkwasserleitung Windegg – Gerlos, Genehmigung Endstand, Tiefbau Karlegger Josef und Armin OHG, € 177.302,04; Gemeindetrinkwasserleitung – Lieferung von elektronischen Wasserzählern,€ 9.795,49. > Personal:  Nachbesetzung der Planstelle als spezialisierter Arbeiter, Ernennung laut Rangordnung von Herrn Alois Birkner Winkler. > Raumordnung:  Zone für touristische Einrichtungen – Beherbergung – Genehmigung des Durchführungsplanes der Zone für touristische Einrichtungen – Beherbergung „Apfelhotel Torgglerhof“; Wohnbauzone C1 – Erweiterungszone „Windegg“ – Abänderung des Durchführungsplanes; Wohnbauzone C1 – Erweiterungszone „Weingart“ – Abänderung des Durchführungsplanes; Erweiterungszone „Walten“ – Abänderung des Durchführungsplanes der Wohnbauzone C1, Abänderung der Aufteilung zwischen freiem und gefördertem Wohnbau; Erweiterungszone „Walten“ – Abänderung des Durchführungsplanes der Wohnbauzone C1; Erweiterungszone „Walten“ – Abänderung des Durchführungsplanes der Wohnbauzone C1. > Schulen:  Vereinbarung mit dem Schulsprengel St. Leonhard für die Gewährung eines Zusatzbeitrages für das Schuljahr 2019/2020, in Höhe von € 25 pro Schulkind. > Straßen:  Beitritt zum Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in Sachen „Nord-West Umfahrung von Meran – 2. Baulos“. > Zivilschutz:  Reduzierung der Steinschlaggefahr im Bereich des Neulandhofes in Gomion – Auftragserteilung – Locher KG d. Locher G. & Co., € 53.221,90. head_02.indd 2

+

wo. +was passeier

Arbeitssuche Suche Lehrstelle in Servicebereich, 3. J. T 388 1539933 Junge Mutter sucht Arbeit vormittags T 347 9099554 Koch sucht Arbeit zur Aushilfe über die Wintermonate T 333 4876454 Suche Kochlehrstelle für Wintersaison T 389 9028271

ArbeitsAngebote Putzfrau für privat in St. Martin gesucht T 349 5672328 LKW-Fahrer gesucht T 0473 641 811 Einheimische Haushaltshilfe, für ältere Frau in St. Martin, gesucht T 348 7657606 Mitarbeiter im Lager gesucht T 0473 651 224, a.pamer@maico.com Haushaltshilfe/Zugehfrau ab sofort in St Leonhard gesucht T 338 1611876

immobilien Teilmöblierte Wohnung in St. Martin für 1 – 2 Personen zu vermieten T 340 1506528 Suchen dringend eine kleine Wohnung in St. Martin oder St. Leonhard zu mieten T 346 5978953 Raum 82 m² und 70 m² (Lager/Werkstatt) zu vermieten T 349 5848153 Familie sucht Haus oder Grundstück in St. Martin/St. Leonhard zu kaufen T 328 0375176

KleinAnzeigen Suche Hasen (keine Zwerg-/Riesenhasen) T 335 7311152 Hundebox für Autozu verkaufen, € 50 T 340 7012603 Nordica Kinder-Rennskischuhe, Gr. 36, um € 50 zu verkaufen T 340 7012603 Suche für meine 8-jährige Tochter gebrauchten Eiskunstlaufanzug T 328 0375176 4 BMW-Felgen (255/55 R16) zu verkaufen T 333 7459128

www.wowas.it Weitere Informationen und Inserate online

Stand: 12. 12. 2019

02.indd 1

11/12/19 17:22


10

Kultur & Gesellschaft Siegfried Pfitscher – Rabenstein

Die Werkstott-Tire isch zue … Die Tire zur Werkstott bin Schiaßstond isch zue, und es isch stille drin … Ollm, wenn de Tire offen gewesn isch, hobm mir gewisst, dass der Opa in der Werkstott isch. Do hot er mit Freide und Hingobe gorbetit, getischlert und gschnitzt und Krippen gebaut. Iatz isch sie zue, die Tire … und mit ihr dahinter a Ort voller Gschichtn … Insre Erinnerung ober, tuat de Tire au und holtet sie weit offen. Geboren als achtes von elf Kindern, wor seine Kindheit vom Kriag, der Auswonderung noch Jugoslawien, Entbehrungen und Huamweah geprägt. Trotz ollem hot er noch seiner Rückkehr optimistisch und zielstrebig in die Zukunft geblickt, a Ausbildung zum Tischler gemocht, in Moaschter erworben und sehr gewissenhoft gorbetit, a Drhuam für sich und seine Familie gschoffn. Seiner Frau Berta, mit der er 56 Johr verheiretet wor, und seinen fünf Kindern, Reinhold, Johanna, Maria Luise, Gabi und Klaus hot seine Liebe und Verontwortung gekeahrt. Zehn Enkelkinder hobm des Glick komplett gemocht und ihn mit Stolz erfüllt.

† Siegfried Pfitscher  Foto: Johann Waldner

Mit groaßm Einsotz und Ehrgeiz wor er a Bereicherung für die Vereine und die Dorfgemeinschoft: für die Musikkapelle, die Schützenkompanie, die Fuierwehr und Bergrettung sowia dem Verein für Denkmol- und Heimatpflege. Gsungen hot er gern, vor ollem Huamet­ liader und mit Ziachorglspieln viele erfreit. Aa als Theaterspieler hot er sich wunderbor bewiesen. Er wor a leidenschoftlicher Sportler,

a sehr guater Skifohrer in jungen Johren und voll und gonz sportbegeistert, hot Wettkämpfe im Fernsehen aufmerksam verfolgt und mitgfiebert. Sein Humor isch einzigortig und onsteckend gewesn. Respektvoll isch er im Umgong mit ollem und bsunders mit der Natur gewesn, Gott hot jedem eppis geben, womit er ondere glücklich mochn konn. Insern Opa hot der Herrgott bsunders viel gebm. Überoll sein Spuren und Zeichen, de er hinterlossn hot. Ob des a Wegkreuz isch, des er liebevoll hergrichtet hot oder a Krippe zu Weihnochtn, a handwerklich ongfertigts Stickl in der Kirche … oder s’Empfongsschild mit’n Willkommengruaß bin Dorfingong in Robmstuen. Olle de Erinnerungen holten de Tire zu ihm für ollm weit offen … Dieser Text wurde als Lebenslauf bei der Beerdigung von Siegfried Pfitscher in Rabenstein vorgetragen. Auf dieser Weise möchten wir uns noch einmal bei all den lieben Menschen bedanken, die unseren Tatte in seinen letzten Monaten und Tagen begleitet, besucht und ins Gebet eingeschlossen haben. Ein großes Vergelts Gott für die zahlreiche Anteilnahme bei den Abendrosenkränzen und bei der Beerdigung, für die vielen Beileidsbekundungen und Kerzen. Was uns bleibt, sind wundervolle Erinnerungen, Bilder, Geschichten und vor allem Liebe. Johanna Pfitscher

Gratulation

50 Jahre ginget ihr Seite an Seit’ durch diese Welt, durch Freude, Mühe und Leid. Ob ihr fröhlich gelacht, ob ihr heimlich geweint, immer - im Glück, in der Not - wart ihr liebend vereint. Zum 50. Hochzeitstag, liebe Mena und Natz, wünschen Euch eure Kinder, Enkel und Urenkel alles Liebe und Gute.


11  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

Die Riebl Trese mit ihrer rund 80-köpfigen Familie

Rabenstein

Die Riebl Trese aus Rabenstein ist 100 Am Sonntag, den 13. Oktober 2019, exakt 100 Jahre nach ihrer Geburt, wurde Theresia Kofler geb. Gufler von ihrer Familie, den sechs Kindern, Sohn Alfred ist leider verstorben, 19 Enkeln und 36 Urenkeln sowie den Schwieger­ kindern gebührend gefeiert. Bereits am Vorabend nach der Messe hatte das Dorf Rabenstein der Jubilarin seine Aufwartung gemacht. Jung und Alt, die Musikkapelle, die Vereine, sogar eine Abordnung der Schneeberger Knappen und der Bürgermeister Gothard Gufler gratulierten der Trese persönlich zu ihrem 100er. Als Geschenk wurde ihr unter anderem eine Tafel mit den Abzügen ihrer Geburts- und der Heiratsurkunde überreicht. Sie hatte am 12. Oktober 1944 den Schneeberger Schmied Alois Kofler aus St. Leonhard geheiratet. An ihren 75. Hochzeitstag hatte sogar die Trese, seit 1979 Witwe, in der Festtagsaufregung nicht gedacht. Und das will etwas heißen. Denn die Trese vergisst ganz selten etwas. Bei der Feier, die mit einem Umtrunk samt Buffet besonders liebevoll vorbereitet war, bedankte sich die Trese für das schöne Fest und wünschte allen Anwesenden auch einen 100er. Am Tag darauf, dem eigentlichen Geburtstag der Jubilarin, wurde im Gasthaus Rabenstein, das für den besonderen Anlass den Restaurantbetrieb geschlossen hatte, ein vorzügliches Festmahl serviert. Die rund 80-köpfige Familie genoss das seltene Beisammensein im schönen Speisesaal. Besonders heiter wurde es

bei einem längeren Gedicht, noch lustiger aber bei zwei Szenen, die zur Feier des Tages vorgespielt wurden: Die Oma will huam und Die Oma braucht a Giwond. In der zweiten Szene wurden die schlaf­ losen Nächte der Oma wegen der Kleiderfrage zum 100sten Geburtstag aufs Korn genommen. Tochter Luise wuchs in der Rolle ihrer Mutter über sich hinaus. Die erste Szene spielt in Bozen bei einem Aufenthalt bei Tochter Franziska im Jänner 2019, als die Oma, von Heimweh nach Rabenstein gepackt, unbedingt nach Hause wollte. Wegen starkem Schneefall und der Straßensperre nach Saltnuß Bürgermeister Gothard Gufler gratulierte der Trese persönlich zu ihrem 100er

konnte Franziska sie nicht ins Passeier bringen. Doch die Oma weiß sich immer zu helfen. Sie suchte allein die Arbeiter der Firma Graf und Söhne auf – sie hatte sie zufällig auf einer Baustelle in St. Jakob entdeckt – und bat sie, sie „mitn Firmenaute“ mitzunehmen. Urenkelin Hannah spielte die Rolle der Oma hervorragend, aber auch Urenkelin Franziska als Tochter Franziska und die jüngeren Urenkel Hugo, Arno und Emilia machten als Arbeiter des „Sea“-Roland eine gute Figur. Die Trese konnte sich über viele besondere Geschenke freuen, darunter über eine Ausgabe der Dolomiten vom 13. Oktober 1919. Die ganze Familie wünscht ihrer Mutter, Oma und Uroma noch weitere gesunde Jahre. Am Schluss noch eine Kostprobe des 17-strophigen Gedichts: Die Trese isch in gonzn Land bekonnt, sogor in Stuanhaus in Ahrntol häng ihr Foto an der Wond. Die Schuache bindet sie sich zua wia a Junge, und Witze drzeilt sie mit spitzer Zunge. Bin Kortnspieln isch sie ollm die Kinigin, steaht moaschtns vin Tisch au als Siegerin. Oub As geaht, Oubr oder Kinig, die Oma hot bin Spieln seltn zi wianig. Sonja Reinstadler


12

Der Passeirer Musikanten-Stammtisch ist ein Anziehungspunkt für die Liebhaber der echten Volksmusik  Foto: Kassian Plangger

ORIGINALE VOLKSMUSIK

Der beliebte Passeirer Musikanten-Stammtisch feiert sein 15-jähriges Jubiläum Was im Jahre 2004 beim Brückenwirt ins Leben gerufen und 3 Jahre später im Martinerhof fortgesetzt wurde, hat sich bei den Liebhabern der echten Volksmusikszene weit über die Südtiroler Grenzen hinaus etabliert und rasch zu einem Erfolgsprojekt entwickelt: der Passeirer Musikanten-Stammtisch. Am jeweils letzten Freitag jeden Monats treffen sich bekanntlich Musikanten aus nah und fern im Brauhotel Martinerhof, die in wechselnden Besetzungen zünftig aufspielen. Dabei steht immer die Freude am Musizieren im Vordergrund und von der Begeisterung der Musikanten werden natürlich auch die stets zahlreich erschienenen ZuhörerInnen angesteckt.

„Von unserem einstigen Gründungs­ komitee sind mittlerweile, bedingt durch verschiedene Umstände, nur mehr der Mair Franz und ich übriggeblieben“, erzählt der Ebioner Charly. „Wir zwei koordinieren auch die Veranstaltung. Dabei ist es vor allem wichtig, pünktlich zu beginnen und dass natürlich jeder der anwesenden Musikanten zum Zuge kommt. Durch unseren Stammtisch haben sich übrigens auch viele Musiker zusammengefunden und neue Gruppen sind entstanden.“ „Der Martinerhof ist ein ideales Lokal für uns“, gibt der Mair Franz zu bedenken, „wir können in drei verschiedenen Sälen und im Sommer zusätzlich auch auf der

S Mousr Dorf Na, sell isch iatz niamr foal. Obr Boaznr Benko hots kuan gibraucht, di Mousr Gimuane hot an Pessrn, der isch schlogkräftig ongitaucht. S Mousr Dorf pliant wiedr au zi Guate kimps: Kluan, Groaß, Olt und Jung. Die gonze Gimuane fraiditgse wail der „Mousr“ der hot Schwung. Anna Lanthaler

Terrasse aufspielen, einfach optimal!“ Hunderte von Musikanten aus dem Inund Ausland haben bereits beim Stammtisch aufgespielt, in mehreren Fernsehsendungen wurde darüber berichtet und zwei Stammtisch-CDs wurden eingespielt. Am 19. Oktober wurde schließlich das 15-jährige Bestehen gebührend gefeiert. Über 40 Musikanten, darunter auch eine Tanzlmusik aus Salzburg sowie die befreundeten Xiberg-Krainer aus Vorarlberg, starteten um 14 Uhr zum Pfandlerhof, den man wegen der steilen Anfahrtsstraße erst gegen 16 Uhr erreichte. Hier ging es dem Anlass entsprechend so richtig rund und ca. 12 Stunden später verließ man tränenden Auges das Feierlokal, natürlich erst nachdem der Fontana Flour eine seiner unnachahmlichen Ansprachen gehalten hatte. Der Flour hatte das ganze Jubiläumsunternehmen auch spendiert und ihm und seiner Frau Sonja gilt, als Gastgeber des Musikanten-Stammtisches, auch ein riesengroßes Dankeschön! „Wir möchten uns natürlich ganz herzlich beim Flour und seiner Frau Sonja bedanken, für alles, was sie für uns tun und getan haben und insbesondere dafür, dass wir das ganze Jahr über im Monatstakt Nonstop-Musik anbieten können. Ein großes Vergelts Gott ergeht auch an jene Freunde und Kollegen, die jahrelang beim Komitee mitge­ arbeitet haben. Ein besonderer Dank gilt auch Prünster Ernst, der von Beginn an jedes Musikantentreffen fotomäßig dokumentiert und in Alben festgehalten hat, die bekanntermaßen mit den Jahren immer mehr an Wert gewinnen.“ Auf die Frage, wie lange sie das Erfolgsprojekt noch weiterführen und organisieren werden, antworten Karl und Franz: „Es ist für uns motivierend, dass sich noch immer so viele Musikanten und Liebhaber der echten Volksmusik beim Stammtisch treffen. Einige haben uns leider bereits verlassen müssen, aber es kommen immer wieder junge dazu. Solange das Interesse ungebrochen ist und das gemeinsame Musizieren allen Beteiligten Spaß bereitet, werden wir weitermachen. Wenn es den Stammtisch nicht mehr gäbe, würde in Psair sicher etwas fehlen!“ Kurt Gufler


13  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

Erfolgreiche Psairer

Dr. Thomas Lanthaler – zurück zu den Wurzeln Dr. Thomas Lanthaler aus Moos, geb.1962, hat es in seiner Tätigkeit als Arzt erwiesenermaßen weit gebracht. So war er beispielsweise seit 2017 geschäftsführender Sanitätsdirektor im Südtiroler Sanitätsbetrieb, Sanitätskoordinator sowie Direktor der Territorialen Dienste im Gesundheitsbezirk Bruneck, ärztlicher Direktor und Direktor für Anästhesie im Krankenhaus Innichen usw., diese Liste seiner Laufbahn und bisherigen Berufserfahrung ließe sich noch lange fortsetzen. Seit November aber ist Thomas Lanthaler als Arzt für Allgemeinmedizin in der Gemeinde Natz/Schabs und in Vintl tätig. Über den Beweggrund zu diesem Schritt und andere interessante Details aus seinem Leben berichtet Thomas in folgendem Interview. Hallo Thomas, könntest du für die PsairerInnen, die dich nicht so gut kennen, einen Einblick in deinen bisherigen Lebenslauf geben? In Passeier bin ich ziemlich bodenständig aufgewachsen und habe als Bub auf der Alm Kühe gehütet. Das hat mich sehr geprägt und wohl auch heimatlich verwurzelt. Mittel- und Oberschule habe ich im Johanneum in Dorf Tirol absolviert und dann in Innsbruck Medizin studiert. Zunächst war ich kurze Zeit Touristenarzt, dann wiederum kurz am Krankenhaus Schlanders. Am Krankenhaus Brixen habe ich mich für das Fachgebiet Anästhesie entschieden. Nach dem Abschluss der Facharztausbildung in Brixen und Innsbruck habe ich mich am Brixner Krankenhaus leidenschaftlich der Notfallmedizin und der Intensivmedizin gewidmet, mich weitergebildet und Kurse gehalten, so wie auch im Bereich der Schmerzmedizin, wo ich eine interdisziplinäre Schmerzambulanz aufbauen konnte. Die Palliativmedizin habe ich landesweit koordiniert, ein Masterstudium für Palliative Care in der Schweiz absolviert. Das Angebot, als Anästhesieprimar nach Innichen zu gehen, habe ich gerne angenommen und in diesem Zuge dann auch die Position als Sanitätskoordinator für das Pustertal übernommen. Zuletzt war ich zweieinhalb Jahre Südtiroler Sanitätsdirektor. Meine berufliche Laufbahn hat mir einen großen Einblick in das Südtiroler Gesundheitswesen ermöglicht, sowohl im operativen als auch im politischen Bereich. Die letzten zwei Monate, seit ich gewissermaßen wieder beruflich „frei“ bin, habe ich genutzt, um mein medizinisches Wissen aufzufrischen.

Seit November bist du nun Hausarzt der Gemeinde Natz/Schabs. Was hat dich dazu bewogen, deine Position als Sani­ tätsdirektor an den Nagel zu hängen? Um diese Frage zu beantworten, möchte ich vorausschicken, dass ich mit meiner Frau und meinen zwei Söhnen seit 1996 in Schabs wohne. Man hatte mich 2010 zum Direktor der Anästhesie und bald darauf zum ärztlichen Leiter des Krankenhauses Innichen sowie 2013 zum Sanitätskoordinator des Pustertales bestellt. Als man mich dann noch zu einem MBA-Masterstudium motivierte, stand ich am Scheideweg zwischen einer Medizinmanagement-Aufgabe, die vorwiegend aus Verwaltung besteht, und der Tätigkeit als praktizierender Arzt. Ich habe mich damals bewusst für ersteres entschieden und habe diesen Weg bis heute konsequent und gerne verfolgt. Zuletzt habe ich aber gemerkt, dass mich etwas zurück zu den Wurzeln ruft. In den seltenen Fällen, in denen ich als Sanitätsdirektor mit Patienten zu tun hatte, verspürte ich ein besonders gutes Gefühl, und so langsam ist in mir der Entschluss gereift, für meinen letzten Berufsabschnitt – das sind etwa acht bis zehn Jahre – nochmal zurückzukehren zum Patienten. Du hast in deiner beruflichen Karriere schon viele Stationen durchlaufen – mit zum Teil stark variierenden Fach­ gebieten. Was macht für dich den Reiz des Hausarztes aus? Ich war zwar noch nie Hausarzt, hatte das Dr. Thomas Lanthaler bei einem seiner Vorträge

aber stets in mir. Am Anfang meines Berufslebens war ich erstmals mit der Option konfrontiert, Hausarzt zu werden, und auch später hatte ich manchmal mit der Entscheidung gerungen, die Ausbildung zum Allgemeinmediziner zu absolvieren, weil es ein sehr breites und viel­ seitiges Gebiet ist. Die Vielschichtigkeit hat mich immer gereizt – sei es, was die verschiedenen Disziplinen betrifft, die Bevölkerungsschichten und Altersgruppen. Neben der obersten Aufgabe des Heilens, Linderns und Begleitens, der Prävention und Gesundheitserziehung, freue ich mich darauf, der Arzt zu sein, der die Fäden zusammenführen kann, wenn es der Patient wünscht, ihn zu beraten und aufzuklären. Was hast du dir für deine neue Aufgabe vorgenommen, was für deinen privaten Alltag? Ich möchte eine Vormerkambulanz realisieren, was einigen LeserInnen vermutlich noch kein Begriff sein wird. Das heißt: Wer akut krank ist, kann natürlich jederzeit in die Praxis kommen, planbare Termine sind hingegen auf Vormerkung möglich. Mehrere Hausärzte praktizieren dies mittlerweile bereits. Es ist auch für die Patienten angenehm, weil sich durch die Terminvereinbarung die Wartezeit reduziert. Ansonsten habe ich mir vor­ genommen zu „leben“ – im Sinne von Lebensqualität. Die letzten Jahre haben mich stark gefordert. Für die Menschen, für die Patienten – und vor allem auch privat, mit der Familie oder für mich selbst möchte ich mehr Zeit haben, sprich auch für meine Hobbies im musi­ kalischen sowie sportlichen Bereich. Kurt Gufler, Theo Lanthaler


14

In der neuen Dreifaltigkeitskirche in St. Georgen bei Bruneck, vor der Darstellung von Martin Rainer  Foto: Marialuise Kofler

kfb Moos

Herbstausflug der Mooser Frauen Es war ein besonderer Ausflug, zu dem die Obfrau der Kfb von Moos, Andrea Fleischmann und ihr Team, geladen hatten. Das Ziel war St. Georgen im Pustertal, Heimatdorf und Elternhaus unseres Herrn Pfarrers Oswald Kuenzer. Darum wird es ihm wohl nicht schwer gefallen sein, seine karge Freizeit für den Ausflug zu opfern, denn „Elternhaus“ trägt man

ein Leben lang im Herzen. Am Dienstag, den 29. Oktober, startete Hubert-Passeiertal-Reisen in Moos mit dem vollbesetzten Bus, denn es konnten auch Frauen der ganzen Seelsorgeeinheit die Gelegenheit nutzen, die Heimat unseres Pfarrers kennen zu lernen. Über Meran und Eisacktal kam die Gruppe am Vormittag nach St. Georgen. Als Erstes wurde die neue Kirche, die der hl. Dreifaltigkeit geweiht und zugleich ein Juwel der neuen Baukultur ist, besucht. Der Herr Pfarrer machte eine kurze Führung und nach einer kleinen Andacht wurde zur alten Kirche, die dem hl. Georg geweiht und

BaustoffeBaumaterialien - Fertigbeton

auch sehenswert ist, übergegangen. Herzlich war der Empfang am Kuenzerhof im Elternhaus des Herrn Pfarrers. Die zwei Brüder haben seine Schäflein gut bewirtet und unterhalten. Es war viel Interessantes zu sehen und zu bewundern, denn der Kuenzerhof steht unter Denkmalschutz. Da nebenan der Issinger Weiher liegt, hat Hubert dort ein schmackhaftes Mittagessen bestellt. Anschließend ging es in die Latschenbrennerei Bergila, die auch eine kurze Führung anzubieten hatte. Im Kräuterladen konnte die Gruppe sich eindecken für Erkältungen, die der Winter gerne mit sich bringt. Bevor endgültig die Heimreise angetreten wurde, stärkte man sich noch in Vintl bei Kaffee und Kuchen. So brachte Hubert seine Frauengruppe wieder unfallfrei heim nach Moos, wofür ihm auch herzlich gedankt sei. Obfrau Andrea dankt auch allen Teilnehmerinnen, besonders Marianna für das Helfen beim Organisieren sowie Agatha für das Rosenkranz-Vorbeten. Auch an unseren Pfarrer ein Vergelts Gott, denn ohne ihn wäre die Fahrt nach St. Georgen nicht zu Stande gekommen. Obfrau Andrea und ihr Team freuen sich auf einen schönen Ausflug im nächsten Herbst. Anna Lanthaler

Mikropfähle – Verankerungen Spritzbeton

Die Firmenleitung und ihre Mitarbeiter bedanken sich bei allen Kunden für die gute Zusammenarbeit und das erwiesene Vertrauen. Wir wünschen allen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Familie Gufler


15  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

Vorweihnachtliche Stimmung in Platt. Die Fensterbilder am Pfarrwidum entstanden in Zusammen­ arbeit mit dem JubPa, der Grundschule Platt und dem Künstler Karl Hofer  Fotos: Arnold Rinner

Platt

„erit lux – es werde Licht“ Licht spielt in den „lichtarmen“ Tagen der Adventszeit eine besondere Rolle. Die brennenden Kerzen auf dem Adventskranz, die Lichter auf dem Weihnachtsbaum und die Lichtgirlande über der Straßenlaterne gehören zur Vorweihnachtszeit. Eine besonders originelle und heimelige Form einer Lichtinstallation in der Stimmungsvolle Fensterbilder zieren während der Adventszeit das Pfarrhaus in Platt

Adventszeit wurde heuer in Platt im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes geschaffen, indem man am Pfarrhaus 28 Fensterbilder angebracht hatte, welche von innen nach außen beleuchtet werden. Zehn dieser stimmungsvollen Bilder, die sich thematisch an der Weihnachtsgeschichte orientieren, sind von der Hand des Künstlers Karl Hofer geschaffen. Die anderen Gemälde malten Grundschulkinder von Platt mit den engagierten Lehrpersonen Brigitta Prugger und Ulrich Raich im Rahmen des Wahlpflichtfachunterrichtes. Unzählige Stunden haben die Schulkinder gezeichnet und gemalt und keinen Aufwand gescheut, um bis zum 1. Dezember das Pfarrhaus mit ihren Kunstwerken zu schmücken. Mit der Umsetzung der Projektidee „erit lux – es werde Licht“ startete der tüchtige Gemeindereferent von Moos, Konrad Pamer, bereits im vergangenen Jahr. Begeistert von diesem Unterfangen organisierte er mit dem JubPa Ende Juni 2018 einen mehrtägigen Workshop für Kinder, Jugendliche und interessierte Dorfbewohner mit dem Künstler Karl Hofer in der

Platter Bibliothek. Die Fortsetzung dieses Gemeinschaftsprojektes, das auch als „Kunst-im-Dorf-Projekt“ verstanden werden soll, folgte im heurigen Jahr in Zusammenarbeit mit der Grundschule Platt. Ein Ziel dieses tollen Projektes war es erfahrbar zu machen, dass durch persönlichen Einsatz und Engagement das Erscheinungsbild im Dorf zum Positiven verändern werden kann. Zeitintensiv war das Anbringen der Bilder an den Fensterrahmen und die richtige Installation der Lichtquellen, um die Bilder von hinten anzuleuchten. Am 1. Dezember, im Anschluss an das tradi­ tionelle Platter Adventssingen und bei Anbruch der Dunkelheit, wurden die Bilder effektvoll in Szene gesetzt und fanden viel Bewunderung und Zuspruch bei den Dorfbewohnern. Schülern, Lehrpersonen und dem Künstler Karl Hofer und allen die am Zustandekommen des Projektes beteiligt waren, möchte die Pfarrgemeinde ein herzliches Dankeschön aussprechen. Ein besonderer Dank für diese Initiative, für das Bereitstellen von Geldmitteln und nicht zuletzt für den langen Atem bei der Durchführung des „Kunst-im-Dorf-Projektes“ gebührt Gemeindereferenten Konrad Pamer. Arnold Rinner


16

Pater Anselm erteilte am Martinstag den anwesenden Gläubigen den Primizsegen

St. Martin

Nachprimiz am Martinstag Ob Wochentag oder Sonntag, das Patro­ ziniumsfest in St. Martin wird seit jeher, immer am eigentlichen Tag, dem 11. November, gefeiert. Es ist ein besonderes Fest, an dem viele Menschen, auch aus St. Leonhard und Moos, nach St. Martin zum Hochamt kommen. Pfarrer P. Christoph Waldner hat den schönen Brauch eingeführt, alle Priester, die aus St. Martin stammen oder Seelsorger in der Pfarrei St. Martin waren sowie die Ordensschwestern zu diesem Fest persönlich einzuladen. Diese Besonderheit wertet den „Mårtistoog“ ganz besonders auf. Nach dem Hochamt gibt es ein gemütliches Beisammensein mit den Priestern auf dem Dorfplatz. Die Musikkapelle gibt den festlichen Rahmen, die Kath. Jugend organisiert den Aufschank und beim Wiedersehen mit ehemaligen Pfarrern und den Priestern, die aus St. Martin stammen, gibt es viel zu erzählen. Die Missionsgruppe bietet an ihrem Stand Handarbeiten und anderes mehr zum Verkauf an. Schüler der Grundschule teilen an die Anwesenden Brot aus, das beim Hochamt gesegnet wurde und unterstreichen damit den Aspekt des Teilens am Fest unseres großen Pfarrpatrones. Heuer hat der Neupriester P. Anselm Krieg, Benediktiner vom Kloster Marienberg, seine Nachprimiz an diesem Tag in St. Martin gefeiert. Durch die über 800-jährige Verbindung der Pfarrei St. Martin mit der Abtei Marienberg hat P. Anselm ein Jahr der Vorbereitung auf den seelsorglichen Dienst als Diakon in St. Martin und St. Leonhard verbracht, um Erfahrungen zu sammeln und einen Einblick in das Pfarrleben zu bekommen. Bischof Ivo Muser hat ihn im Juni dieses

Jahres in Marienberg zum Priester geweiht. So fand das festliche Hochamt vor der Martinskapelle seinen Abschluss, wo P. Anselm allen Gläubigen den Primizsegen erteilt hat. Hermann Pirpamer Pfarrei St. Martin

Erntedank, ein Fest zum Nachdenken? Jedes Jahr begehen wir in unseren Pfarreien das Erntedankfest. Dabei denken wir als Erstes an den Dank für das tägliche Brot, obwohl viele Menschen in unserer Gesellschaft keinen Kontakt mehr zur Landwirtschaft haben. Bequem können wir alle Lebensmittel im Supermarkt kaufen, ohne darüber nachzudenken, wie aus den Früchten der Erde Lebensmittel werden und nehmen dabei das Gedeihen und Vergehen der Natur, das Reifen und Wachsen kaum noch wahr. Erntedank stammt aus der Erfahrung, dass der Bauer alles planen, bearbeiten und vorbereiten kann, wie die Ernte

ausfällt, aber nicht in seiner Hand liegt. Frost, Hagel, Sturm oder Unwetter können in kürzester Zeit alles zunichte machen. Deshalb hat man schon in frühester Zeit nach der Ernte die schönsten Früchte zur Kirche gebracht, um zu danken, dass das Überleben der Familie gesichert ist. Wie beim Bauer ist es bei allen Menschen. Das Leben jedes Einzelnen unterliegt einer Planung, bestimmt vom Umfeld oder von jedem Einzelnen. Welchen Verlauf es wirklich nimmt, weiß niemand. So reicht der Dank in der heutigen Zeit weit über den Dank für das tägliche Brot hinaus.Wir danken für alles, was die Schöpfung bereitstellt, damit Menschen in Industrie und Handwerk, in Handel und Gewerbe, Mittel zum Leben herstellen können. Wir danken für alle Ernten des Lebens: Für alles, was gelungen ist in unserem Beruf, für die Bewahrung in Gefahr, für alle Heilung, aber auch für das Getragensein in Krankheit und Trauer … Zu einem Erntedankfest gehört unbedingt das Nachdenken über eine gerechte Verteilung der Gaben dazu. Sofort fallen uns Menschen ein, die vieles von dem nicht haben, wofür wir von Herzen dankbar sind. Menschen in der sogenannten „Dritten Welt“, aber auch Menschen in unserem Land, die in Armut leben. Und diese Nachdenklichkeit am Erntedankfest sollte uns anstecken und uns über das Fest hinaus zu anderen Menschen hinführen. Ein eindrucksvolles Beispiel war das Erntedankfest heuer wieder in St. Martin. 22 Vereine und Berufsverbände haben jeweils einen großen Geschenkskorb bei der Messe auf dem Dorfplatz zum Altar gebracht. Pfarrer P. Alexander hat sie dankend entgegen genommen, gesegnet, und sie zur Verteilung an Bedürftige in unserem Dorf weitergegeben. Nachdenken und danach handeln am Erntedankfest, kann für Menschen das tiefste Dunkel heller werden lassen. Hermann Pirpamer

Das Erntedankfest wurde mit 22 Vereinen und Berufsverbänden auf dem Martiner Dorfplatz gefeiert


17  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

Die Kommandanten aller Stationen, die unter dem Kommando von Major Aldo Ciurletti stehen (im Bild Zweiter rechts vom Museumsobmann Pixner) vor dem MuseumPasseier

St. Leonhard

Carabinieri-Kommandanten zu Besuch im MuseumPasseier Kürzlich besuchten unter der Leitung von Major Aldo Ciurletti, dem Stationskommandanten der Carabinieri von Meran, 14 Carabinieri-Kommandanten aus dem Burggrafenamt und Umgebung das MuseumPasseier. „Viele von uns fahren immer wieder an dieser historischen Stätte vorbei und wissen nicht, was sich hinter den Mauern verbirgt. Zudem kommen die meisten der Kommandanten nicht aus Südtirol oder der Region, sodass sie auch über die Geschichte des Landes, die auch Andreas Hofer wesentlich mit­ geprägt hat, kaum Bescheid wissen“, sagt Ciurletti, der sich am Ende der Führung positiv überrascht über die Aufmachung, die vermittelten Inhalte und auch über die Größe der von außen kaum einseh­ baren Struktur zeigte. Für den Kommandanten von St. Leonhard, Graziano Vitali, der den hohen Besuch eingefädelt und koordiniert hat, war vor allem die Ausstellung „Uffizi in Passeier“ interessant, weil sie anhand zahlreicher historischer Fotos das Versteck der fast 300 wertvollen Gemälde aus den Uffizien in Florenz in der damaligen Finanzkaserne von St. Leonhard belegt, aber auch erkennen lässt, wie sich das Dorf in den Jahrzehnten

nach dem 2. Weltkrieg gewandelt hat. Zudem hat er Andreas Hofer als eine bewundernswerte Persönlichkeit schätzen gelernt, als Mann, welcher Werte verkörpert, die man in der heutigen Gesellschaft oft vergeblich sucht. Beim Rundgang im Freigelände sahen sich

viele in eine Zeit zurückversetzt, die wohl ruhiger war und von den Ordnungskräften noch weniger abverlangt hätte als heute. Abschließend bedankte sich der Obmann bei allen, dass sie seit Jahrzehnten stets zur Stelle sind, wenn ein Einbruchsalarm ihren Einsatz erfordert. Glücklicherweise handelte es sich bisher nur um Fehlalarme, aber schon allein der Umstand, dass die Carabinieri zu Tag- und Nacht­ zeiten im Vorbeifahren das Museum im Auge behalten, gibt Sicherheit und verpflichtet zu Dank. Albin Pixner

Weihnachtszeit Ich abends meine Runden zieh, die Nacht uns schon erreicht, vom Alltag in die Ruhe flieh, die Seele ganz befreit. Umhüllt vom warmen Kerzenschein, oh Weihnachtszeit kannst kommen, ein Schauer in mich zieht hinein, lässt kein Gefühl entkommen. Du schöne Zeit wirst schnell vergehn, vermisse dich schon sehr, lass mich noch deine Stärke spürn, schon bald wirst sein nicht mehr. Martin Mair


18

Maria Gumpold vom Tschöllhof und Pfarrer Christian Stuefer

Gomion

60 Jahre Mesnerin in Gomion In Gomion hinter St. Leonhard steht auf einer felsigen Anhöhe das schöne, im neuromanischen Stil erbaute, Wallfahrtskirchlein zur Muttergottes von Lourdes. Als Dank für die Verschonung vor einem drohenden Bergrutsch erbauten die Bewohner von Gomion mit Erlaubnis des Bischofs diese Kirche. Am Rosenkranzsonntag, den 6. Oktober 1891, war der Bau fertig und wurde vom Dekan Josef Paregger eingeweiht. Seitdem ist viel Segen von diesem Kirchlein ausgegangen. Gomion blieb verschont vor Vermurungen und viele Beter haben dort Erhörung, Trost, Kraft und Hilfe erfahren.

Als in Gomion noch eine eigene Grundschule war, wurde dort jede Woche einmal die Schülermesse gefeiert. Heute findet noch einmal im Monat eine hl. Messe statt. Dann ist das Kirchlein immer mehr als voll. Jeden Sonntag wird um 13 Uhr der Rosenkranz gebetet, so haben es die Bewohner von Gomion gelobt. Am 21. November, dem Fest Unser Lieben Frau in Jerusalem, früher Mariä Opferung genannt, ist der Murenfeiertag, der fleißig gehalten wird. Jeden Montag trifft sich außerdem um 17 Uhr eine Gruppe zum Gebet im Kirchlein.

All das wäre aber nicht möglich ohne eine fleißige Mesnerin. Frau Maria Gumpold, Witwe Dandler vom Tschöllhof verrichtet diesen Dienst ganz still und unauffällig schon seit 60 Jahren. Das ist fast die Hälfte der Zeit, seitdem das Kirchlein besteht, wahrhaft eine Leistung, die es selten gibt. So viele Jahre, bei jedem Wind und Wetter, gleich wieviel Arbeit auf dem Hof und mit den Kindern war, hat Maria Gumpold treu ihren Dienst ehrenamtlich verrichtet. Mit einem Kind auf dem Arm ist sie wohl unzählige Male hinaufgegangen zum Kirchlein, um zum „Engel des Herrn“ zu läuten, dreimal am Tag. Einzig dieser Dienst ist durch die Elektrifizierung der Glocken weniger geworden, alle anderen Arbeiten sind geblieben: das tägliche Aufund Zusperren des Kirchleins, das Ewige Licht nachfüllen, die Kerzen anzünden, vor der Messe alles herrichten und nachher wieder aufräumen, die Altartücher waschen und das Putzen der Kirche. Vor allem der Blumenschmuck liegt der Mesnerin Maria am Herzen. Im Sommer sind es oft Blumen aus dem eigenen Garten, mit denen sie den Altar liebevoll ziert. Im Mai machen die Erstkommunikanten von St. Leonhard eine Wallfahrt nach Gomion und die Senioren halten dort eine Maiandacht. Auch dann ist die Mesnerin immer da, wartet schon und empfängt die Wallfahrer mit Glockengeläut. Das alles ist viel Arbeit, die oft nicht gesehen wird, weil alles funktioniert. Im Hintergrund ist aber jemand, der sich kümmert und mitdenkt. Im Gomioner Kirchlein ist das die Mesnerin Maria. Sicher ist sie von ihrem Mann, der bereits 1991 gestorben ist, und den Kindern unterstützt worden, aber die Hauptsorge um das Kirchlein lag immer auf ihren Schultern. Als Dank für so viele Jahre treuer Arbeit für die Pfarrei besuchte eine Vertretung des Pfarrgemeinderates die Mesnerin im Mai dieses Jahres und dankte ihr. Im Namen der vielen Beter des Gomioner Kirchleins möchten wir der Mesnerin Maria ein herzliches „Vergelts Gott“ aussprechen. Wir wünschen ihr noch weiterhin viel Freude mit dem Kirchlein und auf die Fürsprache der Muttergottes von Lourdes mögen ihr noch viele Jahre in Gesundheit beschieden sein. P. Christian Stuefer


19  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

Der Narrenspiegel (Teil 4)

Vom kargen Medienangebot und geistreichen Fortbildungen anno dazumal sowie gewitzten Taxifahrern Wenn man sich das überfrachtete Medienprogramm unserer Zeit vor Augen hält und sich zudem das karge Dasein an Fernsehgeräten im Jahre 1970 zu Gemüte führt, dürfte vor allem den jüngeren Semestern wohl nahezu unglaublich erscheinen, mit welchem Angebot sich die seinerzeit jungen Wilden zufrieden geben mussten. Ein Fernsehgerät gab es damals in St. Mårtin „pan Pëck, pan Tokter, pan Unterwirt und pan Mitterwirt“. Vis-avis vom Mitterwirt befand sich seinerzeit ein Ausstellungsraum, in dem ein Fernsehgerät lief und als seinerzeit Zehnjähriger bewunderte man oft minutenlang voller Begeisterung das ORF-Sendebild und hoffte, dass sich irgendwann etwas rühren möge. Zudem träumte man selbstredend von einem eigenen Fernsehgerät. Bedingt durch diese Umstände war natürlich das Radiogerät erste Informationsquelle und das Bauerntheater am Donnerstagabend im Familienkreis war Standardprogramm. Ein solches, nicht ganz ernstzunehmendes, Radio­ programm wurde auch im Narrenspiegel veröffentlicht. Sind heutzutage Fortbildungen in vielen Berufszweigen eigentlich unabdingbar, so besaßen solche Angebote 1970 ebenfalls noch Seltenheitswert. Nichtsdestotrotz hatte der listige Autor der Faschingszeitung bereits seinerzeit diverse lustige Möglichkeiten zu ungeahnten geistigen Höhenflügen im Angebot. Auch mit den Taxidiensten war es anscheinend bereits in den 70ern des vorigen Jahrhunderts nicht so einfach und unübersehbar hat bereits damals ein „haaler Pursch“ gewisse Vorteile genossen. Daran scheint sich bis heute relativ wenig geändert zu haben. Kurt Gufler Radioprogramm Rai Sender Bozen: 6.00 Uhr: Fingergymnastik für unsere Melkerinnen 7.00 Uhr: Was koche ich meinen Schweinchen? 8.00 Uhr: Aus aller Welt: Über die Ausfuhr von Kuhschwänzen aus Kuhstallstadt. Sie ist um drei Stück pro Jahrzehnt gestiegen. 9.00 Uhr: Wenn die Moidl mit dem Seppl. Eine Sendung eigens für unsere naturgebundenen Verhältnisse bearbeitet. 10.00 Uhr: Gedenksendung für unsere gestorbene Kultur. Es erklingen die unsterblichen Kuhschellen von Fartleis. 11.00 Uhr: Wir weinen ein Viertelstündchen. Herr Rührmeier liest aus den Werken des großen Herztrompeters Heulmichl. 11.15 Uhr: Für die Bäuerin: Es tratscht der Latschnseppl. 12.00 Uhr: Ein Blick vom Misthaufen. 12. 30 Uhr: Iatz tian die Radioleut amol essn. 16.00 Uhr: Jazz mit Zither und Hackbrett. Es spielt die Holzhackerbuabnband. 17.00 Uhr: Kultur in Südtirol: Sie hören Werke der italienischen Klassiker. 18.00 Uhr: Schlaftabletten zum Fünfuhrtee. Es spricht die Märchentante. 19.00 Uhr: Neue Rezepte für die Frau. Es spricht die Landesmama. 20.30 Uhr: Hörspiel: Der Kuahtuttnmuch. 21.00 Uhr: Mit Umtata ins Heiabettchen. In Direktsendung übertragen wir das Schnarchen der Landhausbeamten. Gute Nacht!“

„Fortbildungswoche“ Wie bereits im vorigen Jahr wird auch heuer wieder eine Dorfbildungswoche veranstaltet. Wir geben Ihnen hier das Programm bekannt: Montag: „Wieviel Wasser braucht die Frau zum Haushalt?“ Vortr.: R. Gottfried „Warum rentieren sich heute noch die Berghöfe?“ Vortr.: B. Heinrich Dienstag: „Schaffe, schaffe, Häusle bauen.“ Vortr.: P. Luis „Wie schlage ich die Zeit tot?“ Vortr.: I. Hans Mittwoch: „Kann man sich durch Patschen vor Hühneraugen schützen?“ Vortr.: F. Anton „Wie halt ich mich jung und fit für die Liebe?“ Vortr.: P. Wendelin Donnerstag: „Wie verrecke ich am schnellsten?“ Vortr.: Dr. Vois „Schwitzen ist gesund.“ Vortr.: C. Angelo Freitag: „Rede dich gesund.“ Vortr.: P. Sepp „Mädchen in der Reifezeit“ Vortr.: A. Anton Samstag: „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht.“ Vortr.: B. Hans „Welche Gefahren gibt es für einen Tormann?“ Vortr.: S. Franz Für die musikalische Umrahmung in den Pausen sorgen abwechselnd „Die Geiger der Berge“ und der „Tolkinig“. Als Sicherheitsorgan fungiert der Allerheiligenpolizist. Die Gesamtleitung liegt in den Händen des erfahrenen Hans Pichler. Die Vorträge beginnen jeweils um Mitternacht und werden in der Unterwirtssäge abgehalten. Zum Abschluß wird am Sonntag ein Ausflug in die Dolomiten gemacht unter der kundigen Leitung des Dolomitenschusters. Wir hoffen, daß Sie mit der Auswahl der Themen zufrieden sein werden, die vom Vorstand des Tupfinellivereins sorgsam ausgesucht worden sind.“ Zwei Königskinder Zwei Taxifahrer gibt es in unserem Land, die haben einander so gern, da hört man doch so, allerhand, von Nahe und von Fern. Am Pfarrplatz gibt es immer Streit, wer fahren darf die Weiberleit. Da spricht der eine mit der Pfeife: „Pass auf, daß ich mich nicht vergreife“. Der andere jedoch lacht keck, und schnappt ihm dennoch die Leute weg. Und die Moral von dera Gschicht: Handle wenn schon und rede nicht, denn führst Du dann das Gesagte nicht aus, so lachen Dich sogar die Hühner aus.


20

Natur & umwelt

Weißer Farbtupfer in der Landschaft: Silberreiher auf Zwischenstopp am Jaufenkamm  Foto: Hansjörg Bacher

Heimische Vogelwelt

Der Silberreiher Noch vor wenigen Jahren war eine Silberreiher-Beobachtung in Südtirol eine Seltenheit. Lediglich am Etschufer, am Kalterer See und in tiefer gelegenen Feuchtgebieten sah man zwischendurch einen Silberreiher stolzieren. Umso überraschender war das Auftauchen dieses Vogels im Passeirer Raum in diesem Jahr. Wiederholte Beobachtungen des weißen, auffälligen Vogels gab es im Spätsommer unter anderem im Seebertal. Hier erregte ein Silberreiher, der über mehrere Tage im Schilfgürtel beim Seebersee auf Beute lauerte, die Aufmerksamkeit zahlreicher Wanderer. Auch am Jaufenkamm gastierte kurzzeitig ein Exemplar. Ein Trupp von 5 Silberreihern überflog im Herbst die Anhöhe des Jaufens Richtung Süden.

Mit ihrem reinweißen Gefieder vom Kopf bis zu den Beinen gehören Silberreiher zum Elegantesten was die Natur in unseren Breiten zu bieten hat. Die Schreitvögel sind mit einer Körpergröße von etwa 1 Meter und einer Flügelspannweite von ca. 1,90 m in etwa so groß wie der bei uns häufiger gesehene Graureiher, sind aber schlanker und wirken graziler wie dieser. Auffallend langsam sind die Flügelschläge. Der Hals ist zusammengelegt. Ein weiteres Kennzeichen sind die schwarzen, im Flug weit über den Schwanz ragenden, Beine. Auch nördlich der Alpen ist der Silberreiher auf Vormarsch. Brutnachweise gibt es in Deutschland und seit dem Jahr 2013 erstmals auch in der Schweiz. Worauf das häufigere Auftauchen dieses großartigen Vogels seit einigen Jahren zurückzuführen ist, ist nicht ganz geklärt. Der Klimawandel und damit einhergehende zuneh-

mende und vielseitigere Futterquellen könnten ein Grund für das vermehrte Erscheinen dieser Art sein. Auf der erweiterten Speisekarte stehen neben Fischen und Amphibien mittlerweile vermehrt auch Mäuse und wirbellose Kleintiere. Mit dem zunehmend wärmeren Klima allein kann die Zunahme des weißen Reihers allerdings nicht begründet werden. Eine wichtige Rolle spielt auch eine allgemeine Zunahme der Bestände dieser Vogelart in den Herkunftsgebieten, die nicht zuletzt auf die dortigen Schutzbemühungen und Fördermaßnahmen zurückzuführen ist. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Vogel wegen seiner 50 cm langen Schmuckfedern, die in der Damenmode Verwendung fanden, fast ausgerottet. Die nächstgelegenen Brutgebiete der Vogelart liegen hauptsächlich in schilf­ bewachsenen Landschaften Oberitaliens. Männchen und Weibchen bauen hier gemeinsam mit Schilfhalmen über der Wasseroberfläche ihr Nest. Ist die Brut erfolgreich, bleiben Altvögel und Jungtiere noch eine Zeit lang gemeinsam im Gebiet. Im Juli beginnen sich die Tiere zu trennen und die Jungvögel unternehmen weite Wanderungen. Die geringe Empfindlichkeit gegen Kälte ermöglicht es dem Vogel bis in den Spätherbst hinein, in geeigneten Lebensräumen zu bleiben. Finden sie in besonders harten Wintern keine Nahrung, wandern sie weiter gegen Süden. Bis jetzt gibt es in Südtirol keinen offiziellen Brutnachweis dieser großartigen Vogelart. Es dürfte aber nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch in unserem Lande der erste Nachwuchs gesichtet werden kann. Der Silberreiher ist ein faszinierendes Wildtier, eine Bereicherung der Arten­ vielfalt in unserer heimischen Bergwelt und ein großartiges Erlebnis für jeden Naturfreund. Arnold Rinner

BÖDEN - VERLEGUNG - VERKAUF

PICHLER Christian Christian Pichler Pichler Weingartweg Weingartweg 55 –– 39015 39015 St. St. Leonhard Leonhard i.i.P. P. Mobil 347 0122559 – 348 4411290 Mobil 348 4411290 MwSt.-Nr.: MwSt.-Nr.: 01554560217 01554560217 –– St.-Nr.: St.-Nr.: PCH PCHCRS CRS65A20 65A20M067G M067G

Christian wünscht frohe Weihnachten Christian und David und ein gutes neues Jahr wünschen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr


21  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

vereine & verbände

Über 20 Jugendvertreter der einzelnen SKJ-Ortsgruppen aus ganz Passeier trafen sich heuer bei einer Versammlung in Platt  Fotos: SKJ

Platt

Neu renovierter Jugendraum in Platt eröffnet Die Gemeindeverwaltung von Moos hatte in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen der SKJ-Gruppe von Platt und einigen lokalen Handwerksbetrieben, die vier für die Jugend bestimmten Räumlichkeiten renoviert. Am 14. Oktober konnten im Rahmen des SKJ-Bezirkstreffens die neu renovierten Räumlichkeiten der Jugend von Platt übergeben werden. Der Treffpunkt, welcher sich im Parterre der Grundschule von Platt befindet, hatte nach einigen Jahren der Nutzung durch verschiedene Jugendgruppen eine Generalsanierung nötig. Bei der Sanierung ging man sehr sparsam um. Die Jugendgruppe von Platt, unter der Leitung vom Ortsverantwortlichen Clemens Platter samt Ausschuss, half beim Verputzen, Entrümpeln und Ausmalen der Räumlichkeiten fleißig mit. Im weiteren Verlauf entschloss man sich, keine neuen Möbel anzukaufen, sondern gebrauchte Gegenstände aus dem Gemeindeinventar zu verwenden und Altes zu reparieren. Gebrauchte, aber noch gute, Möbel vom erst kürzlich umgebauten Gemeindehaus in Moos und vom Bergrettungslokal Moos, wurden nach Platt in den Jugendraum gebracht und finden jetzt dort eine gute Verwendung. Darunter befinden sich Stühle, Schränke, Kommoden, Regale und Tische. Die Gemeindearbeiter Anton

Ennemoser und Martin Fontana passten zudem mit viel Geschick eine lange und dem Raum angemessene Eckbank an und halfen bei den Renovierungsarbeiten dankenswerterweise tatkräftig mit. Die alten Türen wurden abgeschliffen und neu übermalen. Auch der Fernseheranschluss und alle Lampen samt Leuchtkörper wurden ausgetauscht und fach­ Jungschar-, Jugend- und Gemeindevertreter begrüßen die Landesleiter Simon Klotzner und Sara Burger im Jugendraum von Platt

gerecht installiert. Der feuchte Eingangsbereich wurde trockengelegt und gefliest. Der Aufenthaltsraum wurde mit einem neuen und gut pflegbaren Boden versehen und geweißelt. Auch wurden verschiedene ansprechende Sitzgelegenheiten geschaffen, damit man es sich gemütlich machen kann. Beim Jugend-Bezirkstreffen in Platt konnten über 20 Ortsverantwortliche aus ganz Passeier von der SKJ-Landesleitung, der Ortsgruppe Platt und vom Jugendbüro in den neu renovierten Räumlichkeiten willkommen geheißen werden. Die Landes­ leiter der Katholischen Jugend Südtirols, Simon Klotzner und Sara Burger sowie die Mitarbeiterin Helene Schrötter von der Jugendstelle stellten im Anschluss das Jahresprogramm der SKJ vor und traten mit den einzelnen Ortsgruppen in Kontakt. Der Abend klang mit heißen Getränken und einem gemütlichen „Keschten braten“, organisiert von Thomas Schölzhorn vom JubPa, passend zur Törggelezeit aus. Alle Anwesenden tauschten sich noch lange aus und genossen sichtlich die schön gestalteten Räume. Die Räumlichkeiten sollen in Zukunft der Katholischen Jugend und bei Bedarf auch der Katho­ lischen Jungschar zur Verfügung stehen. Wir hoffen, dass die jetzigen und zukünftigen Ortsverantwortlichen diese Investition schätzen und dass die Räumlichkeiten samt Inventar gut gepflegt werden. Schließlich sollen die entsprechenden (Frei)Räume zur Entfaltung der jeweiligen Vereinstätigkeit und zum Vorteil der Entwicklung des Gemein­ wesens gereichen. Konrad Pamer


22

Stefan Pamer feierte 30 Jahre Stabführer und Oswald Pöll 10 Jahre Obmann

Ein aufregendes Musikantenjahr

Jahresrückblick der Musikkapelle Platt Die Musikkapelle Platt in Passeier erlebte heuer ein sehr lebendiges, aufregendes und elanvolles Musikantenjahr. Aufgrund des Fehlens eines Kapellmeisters durfte die Musikkapelle Platt als Übungskapelle den Winter über mit drei jungen, passionierten und zukünftigen Kapellmeistern für die Kapellmeisterausbildung proben und anschließend am Dienstag, den 11. Juni 2019, beim Abschlusskonzert in St.Leonhard das eingelernte Konzert präsentieren. Anna Prems aus Ulten, Esther Osenberg aus Lana und Daniel Götsch aus Naturns haben alle drei die Kapellmeisterausbildung unter der Leitung von Christian Laimer, dem Direktor der Musikschule Lana und dem Musiklehrer Wolfgang Schrötter, erfolgreich absolviert. Den Sommer über hat die Musikkapelle Platt unter anderem mit Michael Gumpold aus Riffian und ihrem Musikkameraden Gernot Reich aus Platt diverse Konzerte eingelernt und gespielt. Besonders stolz ist die Musikkapelle auf ihre Jungmusikanten. Diese haben unter der Leitung von Gernot Reich und Helga Hofer am 27. Juli im Ötztal und am 29. September in Moos das HULA – Konzert zu einem unvergesslichen Tag gemacht. 16 Jungmusikanten haben bei beiden Veranstaltungen mitgewirkt. Außerdem waren auch viele bei der Jungbläserwoche in der letzten Augustwoche dabei. Für kirchliche Anlässe hat Musikkamerad Thomas Platter der Musikkapelle Stücke und Messen eingelernt und dirigiert. Die Musikkapelle feierte heuer bei der traditionellen Cäcilienfeier zwei besondere Ehrungen. Pamer Stefan aus Platt feierte 30 Jahre Stabführer

Abschlusskonzert der Musikkapelle Platt in St. Leonhard, am 11. Juni 2019

und Pöll Oswald 10 Jahre Obmann. In diesem Sinne möchte sich die Musikkapelle Platt bei allen mitwirkenden Personen bedanken, die das Jahr 2019 zu einem so besonderen Jahr gemacht haben. Katrin Hofer

Bei strahlendem Sonnenschein feierte die Ortsgruppe des Familienverbandes Platt am Erntedanksonntag, den 13. Oktober, ihr 50-jähriges Bestehen. Begonnen haben die Feierlichkeiten mit einem Festgottesdienst, den Ortspfarrer Oswald Kuenzer in der schön dekorierten Platter Kirche zelebrierte. In seiner Ansprache überbrachte er dem Verein seine Wert-

schätzung und dankte den Ortsverantwortlichen und allen, die dem Verband in den letzten 50 Jahren mit Rat und Tat zur Seite standen, für ihren unschätzbar wertvollen Dienst für die Dorfgemeinschaft von Platt. Neben den erbauenden Worten von Pfarrer Oswald trugen ebenso die schwungvollen Gesänge, die Helga Hofer und Elisabeth Schwarz mit einer Kindersinggruppe einstudiert hatten, und die Einlagen der Bläsergruppe unter der Leitung von Gernot Reich ganz wesentlich zur Feststimmung bei. Nach dem Gottesdienst fand sich die Festgemeinde im Schulhof und im Saal der Platter Schule ein. Flotte Musik, Speis und Trank und ein unterhaltsam gestaltetes Rahmenprogramm warteten hier auf die Festgäste. Herta Mitterrutzner Prugger, seit einem Jahr Zweigstellenvorsitzende, ließ in ihrem Kurzreferat die 50-jährige Geschichte des Platter Familienverbandes

Freuen sich über den runden Geburtstag: Landesleiterin Angelika Weichsel Mitterrutzner, Zweigstellenleiterin von Platt Herta Mitterrutzner Prugger und Bezirksleiterin Edith Regele Ratschiller  Fotos : Arnold Rinner

Sorgen für ein lebens- und liebenswertes Dorfleben in Platt: die Frauen des KFS-Ausschusses der Zweigstelle Platt. Vorne von links: Andrea Berger, Elisabeth Obrist, Herta Mitterrutzner, Annarita Gufler, Margit Schwarz; Hinten von links: Evi Gögele, Jenny Kofler, Simone Gufler, Angelika Gögele

50 Jahr Feier – KFS Zweigstelle Platt

Ein Hoch auf den Familienverband Platt


23  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

kurz Revue passieren und erinnerte an die Anfänge der Zweigstelle. Gründungsmitglieder waren Richard Prugger, er war erster Leiter der Ortsgruppe, Agnes Pichler, Anna Gögele und Karl Platter. 1971 übernahm mit viel Enthusiasmus und Einsatz Frau Agnes Pichler die Leitung des Vereins. Ganze 23 Jahr hindurch stand sie an der Spitze des Gremiums. Ihr folgte als Vorsitzende für drei Jahre Frau Anna Prünster. Von 1997 bis 2013 leitete Frau Rosa Prugger mit großem Idealismus die Geschicke des Vereins. Die nächsten 5 Jahre war Margit Schwarz eifrige Leiterin der Zweigstelle. Nach den Dankesworten an die bisherigen Zweigstellenleiter sowie an alle Mitarbeiter und Gönner des Verbandes präsentierte Herta Mitterrutzner den Anwesenden das vielseitige Tätigkeitsprogramm des rührigen Vereins. Die Palette der Angebote reicht von Veranstaltungen im Bereich der Familienbildung und Familienfreizeit über die Gestaltung religiöser Feiern und Aktivitäten. Ebenso steht der Besuch bei Taufkindern im Ort an. Auch wird Menschen ab 80 an Geburtstagen die Aufwartung gemacht. Glückwünsche zum runden Jubiläum richteten anschließend die Landesleiterin Angelika Weichsel Mitterrutzner und die Bezirksleiterin Edith Regele Ratschiller an den Platter Familienverband. Gleichzeitig dankten sie für die vielen Initiativen und Aktivitäten im Rahmen der Dorfgemeinschaft Als kleines Präsent und als Zeichen der Dankbarkeit für die wertvolle Arbeit überreichten sie der Vorsitzenden unter dem Applaus der Anwesenden einem Blumenstrauß. Gemeindereferent Konrad Pamer gratulierte zum 50-jährigen Bestehen und dankte im Namen der Mooser Gemeindeverwaltung den neun Ausschussmitgliedern für ihren Idealismus und Einsatz zum Wohle der Platter Familien. Nach dem Mittagessen und dem Sturm auf das reichhaltige Kuchenbuffet fieberten Kinder und Erwachsene einem weiteren Höhepunkt der 50-Jahr-Feier, der Verlosung von zahlreichen Preisen, entgegen. Bei Kaffee und Kuchen, einem „Karterle“ und viel guter Laune klang der Jubiläumstag allmählich am späten Nachmittag aus. Arnold Rinner

Klaus Pfitscher, Roland Graf und Hubert Gufler wurden geehrt

Musikkapelle Rabenstein

Friedrich Lanthaler bleibt Obmann

Alle Jahre wieder …

Kirchenchor Rabenstein

Am Sonntag, den 24. November – es war der Cäciliensonntag – traf sich die Musikkapelle Rabenstein zur jähr­ lichen Feier. Nach der musikalischen Mitgestaltung des Gottesdienstes kamen alle zum Mittagessen im Gasthof Trausberg zusammen. Dabei wurden 3 langjährige Mitglieder des Ausschusses mit einem Geschenk überrascht: ein Foto als Musikant ins Holz gebrannt. Klaus Pfitscher arbeitet bereits 26 Jahre im Ausschuss, Roland Graf 32 Jahre und Hubert Gufler erstaunliche 38 Jahre. Alle Rabensteiner Musikanten bedanken sich bei den Dreien für ihren Einsatz und wünschen ihnen noch viel Freude und Ausdauer bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. Waltraud Gatterer

Ende November setzte sich der Kirchenchor Rabenstein zur jährlichen Cäcilienfeier zusammen. Rückschau wurde gehalten und dabei festgestellt, dass Friedrich Lanthaler bereits seit 30 Jahren Obmann des Kirchenchores ist. Der Ausschuss hatte dafür eine Auszeichnung vorbereitet. Dank und Anerkennung kam von allen Seiten. Friedl berichtete, dass er sein Amt immer mit Freude ausgeübt hat. Da Neuwahlen anstanden, wollte er die Gelegenheit nutzen, einem anderen den Obmannsposten zu übergeben. Aber es kam anders. Alle baten ihn wiederum, lobten seine Arbeitsweise und Friedl blieb weiterhin der Obmann des Kirchenchores Rabenstein. Auch der Pfarrer Oswald Kuenzer bedankte sich bei allen Sängern für das fleißige Mitgestalten der Sonntagsgottesdienste und bei einem guten Abendessen klang der Abend aus. Die Pfarrgemeinde schließt sich diesen Dankesworten an und wünscht allen Sängern, aber auch dem Chorleiter Gilbert Gufler und dem Obmann Friedrich Lanthaler viel Freude beim musikalischen Gestalten unserer Gottesdienste. Waltraud Gatterer

Friedl Lanthaler wurde für 30 Jahre Obmann des Kirchenchores geehrt


24

Waltner Bergfreunde bei der Einweihung des Gipfelkreuzes auf der Seespitze

AVS-Ortsstelle Walten

Neues Gipfelkreuz auf der Seespitze und 40 Jahre AVS Walten Im Waltner Gebiet gab es in den 1960er Jahren nur auf dem Fleckner ein etwa 8 Meter hohes Gipfelkreuz. In froher Runde meinte der „Moser“ Hans einmal, es wäre schön, wenn auch auf der Seespitze ein Kreuz stehen würde. Die Idee war geboren. Gemeinsam wurde das Vorhaben um das neue Gipfelkreuz vorangetrieben. Am 31. August 1975 starteten wir dann in aller Herrgottsfrühe und die Teile des Kreuzes wurden mit einem Transporter zur Talhütte ins Sailertal gebracht. Bis in die „Unteren Gruben“ konnten wir alles mit einer Seilbahn, einer Handwinde für 2 Personen, befördern. Ab hier musste dann getragen werden. Am Nachmittag stand das Kreuz auf dem Gipfel. Es war aus Lärchenholz, mit verzinktem Blech beschlagen. Bald darauf, 1979, wurde unsere AVSOrtsstelle gegründet und gemeinsame Ausflüge und Skitouren unternommen. Eine Winterbegehung an der JaufenNordkante, der Durchstieg der „Reate“Nordwand, Tribulaun-Westgrat und etliche Touren mehr sind unsere Erinnerungen an diese Zeit. Unter der Leitung vom „Vermohler“ Hans gab es auch schon die erste Bergwacht.

Das Gipfelkreuz leuchtete indes 43 Jahre lang in der Abendsonne ins Tal, bis ihm Wind, Regen und Schnee sichtlich zusetzten. 2018 war man sich im Ausschuss der AVS-Ortsstelle Walten dann einig das alte Kreuz durch ein neues zu ersetzen. Lange diskutierte man um die Gestaltung. Zwei gemeinsame Vorsätze gab es aber von Anfang an zu beachten: Das Kreuz muss so angefertigt werden, dass man es in Teilen auf den Gipfel tragen kann und es soll genauso wie das alte Kreuz vom Gipfel leuchten. In der Schlosserei Gögele ging man bald an die Arbeit. Unter fachkundiger Aufsicht von Christopher Schwarz wurden die einzelnen Inoxteile hergestellt. Unterdessen wurde auf dem Gipfel fleißig gebohrt und gegossen. Bohrmaschinen, Gewindestangen, Sand, Zement und Wasser wurden hinaufgetragen; es war viel Vorarbeit zu leisten. Am 11. August 2018 schließlich brachte Paul die Teile mit seinem Pinzgauer bis zur Seebergalm. Etwa 40 fleißige Helfer standen bereit, um größere und kleinere „Brocken“ zu tragen. Nach einigen Stunden stand das neue Kreuz auf der Seespitze. Das alte Holzkreuz wurde würdig niedergesenkt und vom Blech befreit.

Es dient nun als Rastbank. Zufrieden über das gemeinsame Werk begaben sich alle auf den Heimweg. Viele stärkten sich noch bei unserem langjährigen Gönner Siegi im Hotel Jägerhof bei einer guten Marende. Von dort aus konnten wir nochmals stolz das neue, in der Abendsonne leuchtende, Kreuz bestaunen. Am Gipfelkreuz wurden heuer noch der Blitzableiter und ein kleines, farbiges Kreuz mit der Inschrift „Glaube, Friede, Heimat“ angebracht. Am 20. Juli war es dann soweit: Für die Einweihung des Gipfelkreuzes stiegen etwa 80 Bergfreunde, darunter auch P. Basilius, dem Gipfel zu. Eine Bläsergruppe der Musikkapelle Walten schickte heimatliche Weisen zu Tal und umrahmte die Gipfelmesse. Danach wurde noch der Werdegang der Ortsstelle erzählt und unser Ortsstellenleiter Martin bedankte sich bei allen Helfern und Gönnern. Gemeinsam wanderten wir anschließend voller Freude über den Jägersteig zur Wanser Alm, wo alle bei leckeren Gerichten verköstigt wurden. Es wurde lange gesungen, getanzt und von früher erzählt. Mit Dankbarkeit und Freude stellten wir fest, dass nicht nur Alte von damals dabei waren, sondern auch viele Junge, die sich sichtlich wohl fühlten. Kameradschaft, sportliche Betätigung und Heimatliebe lassen sich am Berg bestens vereinen! Unsere 40-Jahr-Feier hatte somit einen krönenden Abschluss. Franz Klotz


25  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

Die First-Responder-Gruppe Tall hilft bei Notsituationen vor Ort

IM EINSATZ FÜR DEN NÄCHSTEN

Die First-Responder-Gruppe Tall feiert ihr zehnjähriges Bestehen Zu Beginn dürfte es zum allgemein besseren Verständnis zweifelsohne zielführend sein, den geschätzten LeserInnnen des Passeirer Blattes den Begriff First Responder zu erklären. Die First Responder des Weißen Kreuzes helfen in Notsituationen vor Ort bzw. überbrücken mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen in entlegenen Gebieten die Zeit bis zum Eintreffen des nächstgele­ genen Rettungsmittels. First-ResponderGruppen sind überall dort möglich, wo die Anfahrtszeit des Rettungswagens mindestens 20 Minuten beträgt. Dieser Dienst, der ein wichtiges Glied in der Rettungskette ist, ist nur dank der guten Zusammenarbeit zwischen Weißem Kreuz, Freiwilliger Feuerwehr und Landesnotrufzentrale möglich. Die Helfer, die zu einem Großteil Feuerwehrleute sind, werden vom Weißen Kreuz ausge­ bildet und versichert und erhalten vom Landesrettungsverein auch Kleidung und Ausrüstung, wie etwa Verbandsmaterial und ähnliche notwendige Utensilien. Die Fahrzeuge usw. stellen die betroffenen Feuerwehren zur Verfügung. Die Landesnotrufzentrale alarmiert die First Responder. Dieser seit mehr als 10 Jahren bestehende Dienst funktioniert sehr gut und zeigt einmal mehr, dass

man Ressourcen bündeln kann. Die First-Responder-Gruppe von Tall wurde nach einer Bürgerversammlung im Jahre 2008 als Südtiroler Pilotprojekt ins Leben gerufen, was natürlich mehr als notwendig erscheint, wenn man bedenkt, wie viele Wanderer in dieser Region vor allem im Sommer unterwegs sind. Nachdem die rechtlichen und logistischen Voraussetzungen für die Gründung einer solchen Gruppe gegeben waren, absolvierten 12 Helfer die vorgesehene einwöchige Ausbildung und mit 1.1.2009 wurde dieser wichtige Dienst gewährleistet. Bei der 10-Jahres-Feier im Berggasthaus Videgg

Die Helfer erhielten alle einen Personenrufempfänger und es wurde mit einem Rucksack mit AED gestartet. Seit Herbst 2017 wurde die First Responder-Gruppe Tall in den Zuständigkeitsbereich des Weißen Kreuzes Passeier aufgenommen. Folgende Gruppenleiter standen den First Respondern von Tall bisher vor: Von 2009 bis 2010 Pichler Günther und dessen Stellvertreter Walder Andreas, von 2010 bis 2015 Walzl Markus, von 2015 bis 2018 Pichler Günther, seit 2018 Mair Andreas, Mair Irene fungiert seit 2010 als Stellvertreterin. Jeweils am 2. Dienstag jeden Monats treffen sich die Ersthelfer zu Proben, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Zusätzlich zu diesen vorgegebenen Pflichtfortbildungen trifft man sich im Laufe des Jahres an weiteren 8 bis 10 Abenden, um sich gezielt weiterzubilden. Die Übungen werden von Tschöll Elmar vorbereitet und koordiniert, dem hierfür ein ganz großes Dankeschön gebührt. Ein weiterer Dank gebührt Kuen Thomas, der der Gruppe einen Beckengurt und ein Abbindesystem zukommen ließ. Im Jahre 2013 legte sich die First Responder-Gruppe Tall eine Schaufeltrage und einen zweiten Rucksack mit AED zu. 2014 verließ Haller Helmut aus persönlichen Gründen die Gruppe, aber glücklicherweise sind im Laufe der Zeit 5 weitere Helfer dazugekommen, sodass die Gruppe derzeit aus 17 Mann besteht. Seit der Gründung war man bisher durchschnittlich bei 20 Einsätzen im Jahr gefordert, wobei zwei erfolgreiche Reanimationen besonders erwähnenswert sind. Am 3. November wurde das zehnjährige Bestehen der First Responder-Gruppe Tall im Berggasthaus Videgg gebührend gefeiert. Zu guter Letzt ein ganz großes Dankeschön an all die freiwilligen Helfer, die uneigennützig und in kompetenter Weise im Notfall für den Nächsten da sind! Kurt Gufler


26

Haflinger Zuchtfohlen

Fohlenbrennen Traditionell findet gegen Ende September das Fohlenbrennen der Haflinger Zuchtfohlen statt. So auch immer wieder in Passeier. Auf dem Reitplatz beim Sandhof wurden in diesem Jahr 6 Stutfohlen und 1 Hengstfohlen vorgeführt. Ein Züchtervertreter entscheidet, ob das Fohlen die rassetypischen Merkmale eines Haflinger Zuchtpferdes aufweist. Ist dies der Fall, wird das Fohlen in das Zuchtbuch eingetragen und erhält das Edelweißbrandzeichen auf den Hinterschenkel. Am Ende fand die Prämierung der schönsten Stutfohlen statt. Das diesjährige Siegerfohlen mit dem Namen Centa Bella steht, wie schon im letzten Jahr, im Besitz der Floriane Auer aus St. Leonhard. Reservesiegerin wurde Chiara des Hermann Pircher vom Valtelehof in St. Martin. Albert Auer aus St. Martin belegte mit seiner Cimba den 3. Platz. Zusätzlich erhielten die beiden erstplatzierten Fohlen die Teilnahmeerlaubnis am Landesfohlenchampionat in Jenesien. Aufgrund der zahlreichen trächtigen

Von links nach rechts: Siegerfohlen Centa Bella mit Besitzerin Floriane Auer und Mutterstute Sarah Bella mit Alexandra Hofer. Reservesiegerfohlen Chiara mit Besitzer Hermann Pircher und Mutterstute Quesi mit Oswald Pixner. Drittplatziertes Fohlen Cimba und Mutterstute Meriva mit Besitzer Albert Auer  Foto: Franz Spiess

Stuten, welche zurzeit in Passeier stehen, erwartet uns auch im nächsten Herbst wieder ein interessantes Fohlenbrennen. Margit Schiefer

An Weihnachten und Silvester:

Sie möchten an den Festtagen mit einem schmackhaftgesunden Menü verzaubern? Die einheimischen Fische und Meeresfische von Schiefer sind die perfekte Zutat dafür.

Besuchen Sie unseren Hofladen! ÖFFNUNGSZEITEN: Montag - Freitag: 8 - 12.30 h, 14 - 18.30 h Samstag: 8 - 12 h

T 0473 641 231

info@fischzucht.it

www.fischzucht.it


27  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

Gesundheit & soziales Augenheilkunde

Kurzsichtigkeit bei Kindern eindämmen Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Dass eine im Kindesalter fortschreitende Kurzsichtigkeit gestoppt werden kann, ist wahrscheinlich der Wunsch vieler Eltern. Nach internationalen wissenschaftlichen Studien bietet nun auch die Augenheilkunde im Krankenhaus Meran eine Therapie für 6 – 14-Jährige an, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Die Innovation kommt ursprünglich aus Asien, denn dort gibt es sehr viele hochgradig kurzsichtige Menschen – und die Tendenz ist steigend, auch aufgrund dessen, dass sich immer weniger Leute im Freien aufhalten und immer mehr PCund Smartphones verwendet werden. 15% aller Grundschulkinder, so schätzt man auch in Europa, sind bereits kurzsichtig – bis zum Alter von 25 werden es schon 45%. Aber auch in den USA und in Nordeuropa forscht man bereits seit Jahren an einer Behandlung, die die Kurzsichtigkeit, med. Myopie, zumindest im Kindesalter eindämmen kann. „Bei einer Kurzsichtigkeit wächst der Augapfel in die Länge – diesen Prozess kann man nicht mehr rückgängig machen. Aber man weiß seit Jahren, dass es u.a. durch niedrigdosierte ‚Atropin‘Tropfen möglich ist, dieses Längenwachstum zu hemmen. Das heißt, der Augapfel wächst nicht weiter in die Länge und somit bleibt die Kurzsichtigkeit, anders als bei unbehandelten Kindern, meist stabil“, so Primar Andreas Pichler von der Augenheilkunde Meran. Dabei geht es den Ärzten neben einer höheren Lebensqualität ohne Brille vor allem darum, gewisse Risikofaktoren, die eine Kurzsichtigkeit mit sich bringt, zu vermeiden: „Menschen mit einer starken Myopie haben ein deutlich erhöhtes Risiko für ernste Primar Andreas Pichler und Augenfachärztin Anita Niederhofer von der Augenheilkunde Meran  Foto: Stefano Andretta

Augenerkrankungen wie dem Glaukom, der Netzhautablösung und der Makuladegeneration.“ War das Problem bei diesen Tropfen, die kontinuierlich jeden Tag abends verabreicht werden müssen, bislang die optimale Dosierung, haben dies nun internationale Fachärzte an Unikliniken in den Griff bekommen. „Bereits vor einigen Jahren wurden auf Kongressen im deutschsprachigen Raum ausführliche wissenschaftliche Studien mit sehr guten Erfolgen vorgestellt, nach und nach zogen immer mehr Krankenhäuser und Kliniken vor allem nördlich der Alpen nach“, so Augenfachärztin Anita Niederhofer, die diese Therapie aus dem Ausland nach Meran brachte. „Wir halten uns an die Empfehlungen des Bundesverbandes der Augenärzte: Natürlich werden keine gesunden Kinder prophylaktisch behandelt, sondern es müssen bestimmte Risikofaktoren, z. B. die Kurzsichtigkeit der Eltern oder eine bereits bestehende Kurzsichtigkeit des Kindes vorhanden sein. Wir untersuchen das Kind und – falls die Therapie indiziert ist – überprüfen wir danach regelmäßig für mindestens 2 Jahre, ob die Behandlung Erfolg hat. Die Therapie selbst ist einfach zu verabreichen, es handelt sich um Augentropfen mit 0,01% Atropin, die einmal täglich vor dem Schlafengehen verabreicht werden, sie enthalten keine Konservierungsstoffe und werden eigens für uns angefertigt“, so Pichler. Der Wirkstoff Atropin hemmt das (ungewollte) Längenwachstum des Auges. Die Kosten der Tropfen müssen Eltern selbst tragen, sie halten sich aber in Grenzen: Rund 14 Euro monatlich kostet das Medikament in der Apotheke, es muss ärztlich verschrieben werden. In Frage kommen Kinder von 6 – 14 Jahren, es ist eine Bewilligung des Kinderarztes für jeweils eine augenärztliche und eine orthoptische Visite notwendig. Sabine Flarer Kontakt: Vormerkstelle Krankenhaus Meran, Tel. 0473 264 000, E-Mail: vormerkung.me@sabes.it

Hilfebedürftige Kinder in Osteuropa freuen sich über jegliche Unterstützung

Aktiv Hilfe für Kinder

Hilfe für die Länder Osteuropas Aktiv Hilfe für Kinder arbeitet seit über 20 Jahren in Osteuropa und wird nun mit einer größeren Organisation zusammenarbeiten. Seit dem Umbruch in Osteuropa hat sich die Kluft zwischen Arm und Reich kontinuierlich vergrößert. Auf der Strecke bleiben vor allem die Kinder. Die Kinder­ armut hat in den Ländern des Ostens erschreckend zugenommen. Viele Kinder haben keinen Zugang zu Bildung, landen auf der Straße und sind dort Ausbeutung und Willkür schutzlos ausgeliefert. Laut UNICEF leben in Osteuropa rund 18 Millionen Kinder in größter Armut, die für uns oft kaum vorstellbar ist. Dramatische Scheidungsraten, sozialer Stress und fehlende Perspektiven sind die Folgen der oft hohen Arbeitslosigkeit in den Ländern Osteuropas. Häufig laufen Kinder im Jugendalter aus den Einrichtungen fort und landen auf der Straße. Alkohol, Drogen und Aids sind weitere große Probleme, die in den Staaten Osteuropas in den letzten Jahren enorm zugenommen haben. Auch für uns als Organisation wird es immer schwieriger, daher müssen wir uns immer besser organisieren. In diesem Jahr haben wir 4 Sattelschlepper mit Hilfsgütern nach Osteuropa gebracht, um die Not der Bevölkerung zu lindern und den sozialen Einrichtungen zu helfen. Die Caritas in Temeswar in Rumänien hat eine Küche für ein Sozialzentrum erhalten, die Caritas von Iasi hat Kleider, Lebensmittelpakete von „St. Martin feiert…“ und Einrichtungs­ gegenstände erhalten. In die Ukraine konnten wir dank der > Osteuropahilfe 2 Sattelzüge Hilfsgüter


28

> bringen, die dort an verschiedene Institutionen verteilt worden sind. Ab dem Jahr 2020 wird Aktiv Hilfe für Kinder als Filiale in Italien für die Osteuropahilfe wirken. Die Osteuropahilfe sammelt bereits in Frankreich, Luxemburg, Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Nun ist auch Italien durch Aktiv Hilfe für Kinder vertreten. Zwei Transporte wurden heuer bereits über die Osteuropahilfe, welche die Kosten selbst übernommen hat, abgewickelt.

Hilfe zur Selbsthilfe Unsere Ziele sind die gleichen, daher ist unsere Hilfe darauf ausgerichtet, die soziale Integrationsfähigkeit und Gesellschaftsfähigkeit junger Menschen zu fördern, damit sie ihr Lebensschicksal selbst in die Hände nehmen können. Wir bauen lokale soziale Infrastrukturen auf und initiieren Selbsthilfeprogramme, um die Nachhaltigkeit unserer Aufbauhilfe sicherzustellen.

Familien stärken & begleiten

Gebt den Kindern Worte für ihre Gefühle! Fühlen Sie sich manchmal einfach gut und dann wieder verunsichert? Werden Sie manchmal von Ängsten heimgesucht und haben dann wieder volles Vertrauen ins Leben? Unsere Gefühle sind recht unterschiedlich. Manche davon sind angenehm, andere recht unangenehm. Die meisten Menschen wollen nur das Angenehme fühlen und denken, wenn sie die schwierigen Gefühle wegdrücken, dass diese dann verschwinden. Aber dem ist nicht so. Auch bei Kindern wollen wir nicht alle Gefühle wahrnehmen, wahrhaben und anerkennen. Wir verharmlosen dann: „Ist nicht so schlimm.“ „Tut nicht so weh.“ „Stell dich nicht so an deswegen.“ „Jetzt hör aber auf zu weinen.“ Verdrängte unangenehme Gefühle werden ins Unbewusste verlagert. Wenn wir nur Freude, Begeisterung und Liebe fühlen wollen, dann heißt das, dass wir die Hälfte unseres Innenlebens ablehnen, also die Hälfe unseres Selbst. Auch die Kinder übernehmen das, wenn sie merken, dass ein Teil ihrer Gefühle – die Angst, Trauer, Wut, Frustration – nicht erlaubt sind. Sie wissen genau, was die Eltern sehen wollen und was nicht. Das aber tut ihnen nicht gut, denn sie lernen einen Teil von ihrem Sein abzulehnen. Wenn wir Trauer, Angst, Einsamkeit, Eifersucht und Ärger in uns nicht annehmen wollen und verdrängen, dann bleiben diese Gefühle in uns erhalten und wirken im Unbewussten in uns. Sie können sich nicht einfach auflösen. Verdrängter Ärger wächst zur Wut. Verdrängte Angst verwandelt sich in Panik. Ständige Selbstverleugnung kann zu Depressionen führen. Auch viele körperliche Schmerzen sind

auf unbewusste Gefühle zurückzuführen, die nie verarbeitet wurden, die dann zum Beispiel ständige Anspannung oder Nervosität oder Ängste auslösen können. Kinder brauchen unsere Hilfe, um ihre schwierigen Gefühle zu verarbeiten! Kinder können ihre Gefühle noch wunderbar unmittelbar ausdrücken. Sie haben keine Probleme, damit ihre Trauer, ihren Ärger oder ihre Frustration zu zeigen. Viele Erwachsene halten das kaum aus und wollen schnell wieder ein fröhliches Kind. Dann wird verharmlost: „So schlimm ist es nun auch wieder nicht!“, oder abgelenkt: „Magst du ein Eis?“, oder getadelt: „Jetzt hör aber endlich auf! Es reicht!“ Aber das hilft den Kindern nicht, denn allein gelassen mit ihren Gefühlen lernen sie nicht, mit ihnen umzugehen, sie zu verarbeiten. Was sie jetzt brauchen, sind Erwachsene, die ihre Gefühle wahrnehmen, helfen zu benennen und mit den Kindern und diesen Gefühlen sind, die ehrliches Interesse zeigen: „Ich sehe du bist sehr wütend/ traurig/frustriert/einsam/ängstlich. Was macht dich so wütend/traurig/frustriert/ einsam/ängstlich? Erzähl mir davon?“ Und dann hören Sie interessiert zu! Sie müssen nichts tun. Es reicht einfach zuhören, einfach da zu sein, Raum geben für das Gefühl, sich für die Innenwelt des Kindes zu interessieren. Mehr braucht es nicht. So lernt das Kind mehreres zugleich: „Man kann über Wut, Trauer, Angst…. sprechen. Meine Eltern hören mir zu, also ist es ok, diese Gefühle zu haben. Ich bin nicht allein mit meinen schwierigen Gefühlen. Ich bin nicht falsch,

Danke an alle, die Kälte fühlen und Wärme spenden. Danke an alle, die groß sind und zu den Kleinen aufschauen. Danke an alle, die wenig haben und vieles geben. Aktiv Hilfe für Kinder möchte allen von Herzen eine wärmende Advents- und Weihnachtszeit wünschen. Peter Lanthaler

weil ich fühle, wie ich fühle.“ So wird das Kind gesehen und zwar mit dem, was in ihm ist. Wenn Menschen sich gesehen fühlen, dann entspannen sie sich. Ein größeres Geschenk gibt es wohl kaum. Sie können bereits einem Säugling Worte für seine Gefühle geben: „Ah, das scheint dich grad zu ängstigen?“ Und dann nehmen Sie ihn einfach auf den Arm, damit er sich an ihren Körper geschmiegt beruhigen kann. Gefühle annehmen stärkt die Beziehung zu sich selbst und zu anderen. Je mehr wir die Gefühle von Kindern annehmen, ohne sie wegzudrängen, desto besser lernen sie, mit ihnen konstruktiv umzugehen und sich selbst so anzunehmen, wie sie sind. Wenn Menschen ihre Gefühle wohlwollend annehmen können, können sie das auch bei anderen Menschen. Das stärkt Beziehungen, weil sich jeder wahr- und ernst genommen fühlt, so wie er ist. Astrid Egger

Elternberatung St. Martin Dorfstraße 25 c (alte Bibliothek) Öffnungszeit: Donnerstag 8 – 12 h Tel: 0473 641 095; bei Dringlichkeiten Kontaktaufnahme über den Gesundheitssprengel Passeier, Tel: 0473 659 510 Psychologischer Dienst Meran Außenstelle Sprengel Passeier – Bereich Entwicklungsalter – Dr. Karin Gufler Anmeldung Montag – Freitag, von 11 – 12 h unter Tel. 0473 251 000 Sozialsprengel Passeier St. Leonhard in Passeier, Tel. 0473 659 018


29  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

RICHTIGER UMGANG MIT DEM SMARTPHONE

Sinnvolle Handyregeln Nicht nur Eltern kennen das Phänomen: Kinder starren pausenlos auf ihre Smartphones. Soziale Interaktion verkümmert zusehends. So glanzvoll die Digitalisierung auch sein kann, so unheilvoll ist die Kehrseite der Medaille. Der Umgang mit dem Smartphone schreit nach Regeln – und nach positiven Vorbildern in der Erwachsenenwelt. Claudia (14) kommt von der Schule schon mit dem Handy in der Hand nach Hause. Beim Essen legt sie nur mit Murren und mit mieser Laune das Handy auf die Seite, und den Nachmittag verbringt sie in ihrem Zimmer, chattend mit den Freundinnen. Am Abend wird es meistens spät, oft ist sie bis nach Mitternacht unter der Bettdecke online, obwohl ihre Eltern glauben, die Tochter schläft schon lange in ihrem Bett. Für viele Kinder und Jugendliche ist das Mobiltelefon fester Bestandteil des Alltags. Sie nutzen es zum Chatten, Surfen, Spielen, Videos ansehen, Musik hören, Downloaden und manchmal auch zum Telefonieren und Recherchieren. Neben den rein praktischen Dingen erfüllt das Smartphone vor allem soziale Funktionen, wie Pflege von Freundschaften in Netzwerken und Organisation des Alltags. Im Netzwerk dazugehören gibt ihnen Sicherheit und Anerkennung. Kommunikation verläuft heute nicht mehr nur sprachlich und körperlich, sondern auch medial. Ein Handyverbot käme beinahe einer sozialen Entwurzelung gleich. Die Schattenseiten Kinder, Jugendliche und immer mehr Erwachsene surfen zu sorglos, stellen sensible Daten wie die eigene Adresse und sogar Bankcodes, intime Texte, Bilder und Videos ins Netz. Den Gefahren von Viren, Hackern, Kostenfallen bei Downloads, Belästigungen und Cyber-Mobbing sind sie meist ahnungslos ausgeliefert. Was durchaus schon früher stattfand – Klatsch und Tratsch, Ausgrenzung, Hänseleien, Bloßstellen, körperliche Attacken – finden via Handy eine noch nie da gewesene Verbreitungsmöglichkeit. „Zu Hause“ ist kein Zufluchtsort mehr wie früher, die Angriffe kommen per SMS, Chat und E-Mail, oft auch nachts und an viele Netzteilnehmer. Sie haben fatale Auswirkungen auf Psyche, Gesundheit und Sozialverhalten von Opfern und Tätern.

Spätestens wenn Freundschaften zer­ brechen, werden intime Texte und Bilder oft als Waffe benutzt. Oft werden pein­ liche Situationen oder „happy slapping“ (angezettelte Schlägereien) gefilmt und ins Netz gestellt. Viele Jugendliche und auch Erwachsene glauben, sie müssen sich im Internet an keine Regeln halten, oder sie werden nicht verfolgt. Wichtig zu wissen ist, dass in Italien bereits Jugendliche bei solchen Delikten ins Vormerkregister eingetragen werden, was eine erhebliche Erschwernis bei der späteren Arbeitssuche ist. Hier leistet die Postpolizei gute Arbeit. Kinder brauchen Vertrauen und Hilfe Geheime Kontrollen können zu Vertrauensbruch führen. Kinder haben ein Recht auf eine Privatsphäre! Auch Internetverbote wirken sich oft negativ auf die Beziehungsebene aus, denn verbietende Eltern ohne Grundkenntnisse werden nicht ernst genommen. Bleiben Sie in gutem Kontakt mit ihrem Kind und lassen Sie sich auch immer wieder Webseiten zeigen. Wenn ein Kind sich plötzlich sonderbar verhält, Essen und Pflichten vergisst, depressiv ist, Angstzustände hat, die Schule oder den Schulweg verweigert, nehmen Sie Kontakt mit der Schule und mit Fachpersonen auf. Oft steckt Cybermobbing dahinter. Schaffen sie als Ausgleich zum Handykonsum Sozialkontakte und laden Sie Freunde zu Hause ein. Gute Beziehungen zu Eltern und Freunden sind immer noch der beste Schutz. Was können Eltern tun? >> Eltern sind Vorbilder, zum Beispiel bei der Einhaltung von handyfreien Zeiten (beim Essen, in der Nacht…) >> Gemeinsam mit den Kindern surfen und dabei die Internetnutzung gezielt anleiten (machen sie mit dem Kind den Handyquiz auf www.klicksafe.de) >> Lern- und Spielprogramme installieren >> Smartphone im Grundschulalter muss nicht sein. Experten raten, bis zu einem Alter von 13 bis 14 Jahren zu warten, stoßen damit aber meist auf taube Ohren. Für Notfälle eignet sich ein einfaches Handy ohne Internetzugang. Zu Hause können die Kinder an einem Familiengerät das Internet benutzen und soziale Kontakte pflegen >> Kindgerechte Suchmaschinen anbieten >> Regeln für die Nutzung verständlich und akzeptabel kommunizieren, aber nicht zu restriktiv

>> Kinder und Jugendliche aufklären: Was darf man online nicht tun? Was magst du selber nicht? Wo hört der Spaß auf? (80% aller Notrufe sind Juxanrufe von Kindern!) Wo wird die Intimsphäre verletzt (z. B. Mitschüler­ fotos, Filme, Gewalttaten, Aktfotos)? >> Kind zu Selbstverantwortung erziehen: wie kannst du dich selbst schützen? Altersschranken befolgen, Chat aufhören, wenn’s unangenehm wird, persönliche Daten schützen. Achtung bei Geld und Downloads. Eltern oder kompetente Erwachsene informieren >> Nicht alles im Internet ist wahr (von Infos bis zu Personen, Namen und Altersangaben)! Kurt Gufler Quelle: Treff.Familie Nützliche Infos: www.saferinternet.at www.jugendschutz.net

Gratulation

Zum 55. Hochzeitstag von Maria und Rudolf Hofer Jogglander Stuls

Die Zeit vergeht, der Tag ist da und heute sind es 55 Jahr. Mal gings bergauf und mal bergrunter, trotzdem seid Ihr noch recht munter. Gesundheit, Glück und das Allerbeste wünschen wir Euch zum Jubelfeste!

Arthur, Sonja, Sofia und Johann


30

St. Leonhard

„Säufer, Schläger und Vandalen“ – Provokation oder Hilferuf?

Sara Theiner, Andrea Pixner, Brigitte Kofler, Franz Angerer, Veronika Platter, Edith Lahner

ANLAUFSTELLE FÜR PFLEGE- UND BETREUUNGSANGEBOTE PASSEIER

Wië, dës ålls gips pin ins doo aa … …dachte ich bei mir, als man mir im Gesundheits- und Sozialsprengel Passeier erklärte, welches Gesamtpaket an Diensten und Informationen man rund um das Thema Pflege und Betreuung anbietet. Demzufolge erscheint es angebracht, der Passeirer Bevölkerung auf diesem Wege diese vielfältigen Angebote und Möglichkeiten näher zu bringen. Seit dem 01.01.2016 gibt es diese Anlaufstelle, die seinerzeit in ganz Südtirol von der Landesrätin für Gesundheit und Soziales, Martha Stocker, ins Leben gerufen wurde. Ein Team, bestehend aus Fachkräften aus dem Gesundheits-und Sozialbereich sowie Seniorenwohnheimen, nimmt eine Ersteinschätzung der jeweiligen Situation vor und bietet sowohl Beratung für die Organisation der Pflege zu Hause als auch Hilfestellungen bei der Abfassung von Gesuchen (z. B. Pflegegeld) an. Bei speziellen Fragen wird auch die Caritas hinzugeholt. Das fixe Team hier in Passeier wird aus 7 Personen gebildet, wobei Kofler Brigitte als Koordinatorin fungiert. Das vorgenannte Team musste einen Kurs absolvieren, um für die vielfältigen Auf­ gaben bestens gerüstet zu sein. Die Beratungsgespräche sind gratis und werden auch bei uns in Passeier, nach einer gewissen Anlaufzeit, vermehrt in Anspruch genommen. Zu welchen Bereichen erhält man Informationen und individuelle Beratung? >> Essen auf Rädern >> Tagespflegeheim für Senioren >> Pflegegeld >> Tarifbegünstigung >> Angebote der freiwilligen Hilfsdienste >> Finanzielle Unterstützung >> Sachwalterschaft

>> Seniorenurlaube >> Seniorenwohnungen >> Kurzzeitpflege >> Übergangspflege >> Nacht- und Wochenendbetreuung >> Hauspflege >> Heilbehelfe >> Pflegebett, Rollstühle >> Zivilinvalidität und Gesetz 104 u.v.m. Falls Sie also Hilfe und Informationen zu Diensten, Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten, Rechten und Pflichten, finanziellen Möglichkeiten usw. benötigen, kommen Sie in den Gesundheits- und Sozialsprengel Passeier, Erdgeschoss – Raum 0.06. Öffnungszeiten der Anlaufstelle: Dienstag und Donnerstag, von 9 bis 11 Uhr, mittwochs nach Vereinbarung. Kurt Gufler

Vivien von der Mittelschule St. Martin. Eine der Arbeiten zum Thema Lebensstil mit oder ohne Alkoholmissbrauch

Das Forum Prävention hat in Zusammenarbeit mit dem Jugendbüro Passeier einen Informationsvortrag und Diskussionsabend im Sitzungssaal des Gesundheitsund Sozialsprengels Passeier zu diesem Thema organisiert. Eingeladen waren vor allem Eltern, Lehrpersonen, Gemeinde­ politiker sowie Mitarbeiter der Kinder-, Jugend- und Sozialarbeit, welche dieser Einladung auch folgten. Jugendliche, die immer wieder durch Schlägereien, Alkoholexzesse, Vandalismus, Diebstähle oder andere Delikte auffallen, rufen in der Bevölkerung vielfach Ablehnung, Unverständnis, Sorge und Angst hervor. Obwohl diese Verhaltensweisen zu beträchtlichen negativen Konsequenzen führen können, scheint das einige Jugendliche wenig zu beeindrucken. Folgende und weitere Fragen wurden an diesem Abend behandelt: Was veranlasst manche Jugendliche Straftaten zu begehen? Wie sehen ihre Lebens- und Erfahrungswelten aus? Wie deuten Jungen und Mädchen selbst ihr Handeln? Wie kann es gelingen, die Hintergründe von devianten Verhaltensweisen zu erkennen und zu bearbeiten? Zudem wurden mit den anwesenden Personen Präventions- und Interventionsmaßnahmen diskutiert und aufgezeigt. Es entstand eine rege Diskussion bei allen Anwesenden. Neben all den Herausforderungen und Problemen welche im Jugendalter auftreten, war man sich einig, dass es auch sehr viel Positives gibt. Die Eltern spielen nach wie vor eine herausragende Rolle in der Erziehung ihrer Kinder und sind heute geforderter denn je, diesen Herausforderungen gemeinsam mit ihren Kindern zu begegnen. Der Jugenddienst wird auch im nächsten Jahr wieder in Zusammenarbeit mit dem Forum Prävention, dem Sozialsprengel, den Eltern und Jugendlichen an diesem Thema arbeiten. Thomas Schölzhorn


31  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

Schulen & Bibliotheken

Schlüsselanhänger aus Wolle gefilzt

Rabenstein

Projekt Grundschule Platt

Mein ganz besonderer Schlüsselanhänger

Erlebniswelt Papier

In Zusammenarbeit mit der Öffentlichen Bibliothek Rabenstein veranstalteten wir am Dienstag, 24. September, unseren Autofreien Tag. Am Nachmittag stellte uns Waltraud jede Menge Filzwolle zur Verfügung und zeigte uns das Nassfilzen mit Seife. Jedes Kind durfte sich einen individuellen Schlüsselanhänger oder Blumen filzen. Auch einige interessierte Eltern und Kinder des Dorfes waren gekommen, um uns tatkräftig zu unterstützen. So durfte am Ende jeder ein ganz besonders wertvolles Unikat mit nach Hause nehmen. Ein großer Dank gilt unserer Expertin Waltraud, die uns dieses tolle Erlebnis ermöglicht hat. Jasmin Pixner

In Anwesenheit von Gemeindereferent Konrad Pamer und des Vorsitzenden des Vermögensverwaltungsrates, Benedikt Pamer, übergab Papierrestaurator Al Shami aus Eppan am Freitag, den 18. Oktober, im Pfarrhaus den letzten Teil der restaurierten Archivbestände an die Pfarrei Platt. Nach der Übergabe der Schriftstücke begab sich der Fachmann für beschädigte Archivalien ins Platter Schulhaus und begeisterte die Schüler

beim anschließenden Workshop zum Thema Papier. Er referierte über die Papierherstellung früher und heute und vermittelte den Kindern Interessantes über einstige und heutige Verfahren der Papiererzeugung. Als ältesten Beschreibstoff der Schriftkultur des Altertums präsentierte er ein ägyptisches Papyrusstück. Geschrieben wurde früher auch viel auf Pergament, welches aus Kuhhaut hergestellt wurde. Für den Buchdruck, so der Fachmann, benötigte man Papier aus Holzfasern. Zu guter Letzt zeigte er den Kids heutige Verfahren der Papiererzeugung. Anschließend erhielt jedes Kind die Möglichkeit, selbst Papier herzustellen. Während etwa die Hälfte der Kinder Herrn Al Shami beiwohnte, besichtigte die andere Schülergruppe das Pfarrhaus und anschließend das neu eingerichtete Pfarrarchiv. Hier erhielten die Schüler Einblick in die wertvollen Archivbestände der Platter Pfarrei. Ebenso gewährte ihnen Ortspfarrer Oswald Kuenzer Einblicke in das Taufbuch. Ortschronist Arnold Rinner verlas den Kindern unter anderem die Platter Predigt und stellte ihnen Ausschnitte aus der Pfarrchronik vor. Für das Zustandekommen dieses spannenden Projektes sei ganz besonders Gemeindereferent Konrad Pamer gedankt. Er hatte im Vorfeld mit den Lehrpersonen die Weichen für dieses Treffen gestellt. Lob und Dank gebührt in besonderer Weise Buchrestaurator Al Shami, dem es ein Herzensanliegen war, in der Schule über die Papierherstellung im Wandel der Zeit zu referieren, um den Kindern den Wert von Papier vor Augen zu führen und sie zu einem spar­ samen Umgang mit der wertvollen Ressource zu ermutigen. Arnold Rinner

Gespannt lauschen die Kinder der Grundschule Platt den Ausführungen des Papierrestaurators Al Shami. Im Vordergrund (links) Gemeindereferent Konrad Pamer  Foto: Arnold Rinner


32

Spannende Reise in die Tierwelt des Dschungels mit Daniela Hofer

St. Martin

Tierisches Erlebnis Am Freitag, den 22.11.2019, brachen die 2a, die 3a und die 4a der Grundschule St. Martin zu einem ganz besonderen Ausflug auf. Es ging in die lese.werk.statt. Dort wartete auf die Schüler und Schülerinnen eine äußerst spannende Reise in die Tierwelt des Dschungels. Daniela Hofer, die Musikund Instrumentalpädagogin, Musikerin und Autorin, konnte mit ihrer fesselnden Art und Weise die Kinder begeistern. In der Geschichte zeigten der große Elefant mit den rosa Ohren zusammen mit seinem Freund, dem kleinen Elefanten, den anderen Tieren des Dschungels eine lehrreiche Lektion über das „ANDERS SEIN“. Auf die Kinder warteten viele verschiedene Tiere und lauter neue Instrumente und Klänge. Sie baute sie geschickt und liebevoll in ihre abwechslungsreiche Performance ein. Den Kindern war die Begeisterung ins Gesicht geschrieben, bei der ausdrucksstarken Mimik und Gestik von Daniela. Rückmeldung einiger Kinder: Paula Prünster 2a: „Am besten hat mir die Giraffe gefallen, weil ihr Lachen ansteckend war.“ Simon Fauner, 2a: „Mir hat der Ton vom „Andersland“ am Besten gefallen. Der Ton des Friedens.“ Laura Zwischenbrugger, 2a: „Daniela kann sehr viele interessante Instrumente spielen.“ Marco Paviolo, 2a: „Am coolsten war, dass die Affen im „Andersland“ beim Klettern hinuntergefallen sind.“ Verena Paviolo, Sophie Zipperle

ZUM ABSCHIED VON EINER PSAIRER SCHULINSTITUTION

Delucca Sieglinde begibt sich in den wohlverdienten Ruhestand Mit 1. November trat ein Urgestein des Psairer Schullebens, Sieglinde Delucca, in den Ruhestand und wurde am 24. Oktober anlässlich einer Feier in der Haselstaude von vielen langjährigen WeggefährtInnen aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dabei wurde sie von Pircher Marth Erna und Unterholzner Schenk Evi mit folgendem Sketch überrascht, der viel über Sieglindes Fachkompetenz, ihr organisatorisches Multitalent und ihre große Hilfsbereitschaft aussagt. Erna: Du Evi, fi zwui sain miër heint ålle doo in der Hooslstaude zåmmkemmin? Evi: Hoschis schun fergessn? Insere Sieglinde geat in Pension. Erna: A woss, isch dës iëz fix? I hån miër gidenkt, sii bleib nou! Woasche wië lång dee schun pa ins doo isch? Evi: Joa, a Leebm lång. I woaß sii amåll ållm. Wië gearn denk i an dës schiane Sekretariat zrugg, wou sii und iire Kollegin Anna a woors Paradies khåp hoobm! Erna: Joa, mit de gånzn Pflånzn, in jedn Pluaminstock ållm schun wieder an Haufn Pelzerler. Griën ischis giweesn und gipliënt håts. Evi: Mein Gott, siider zemm håt sich di Zeit gändert. Frijer hoobmse uanfoch

mear Zeit aa fir persönliche Dinge khåp, z. B. di Oaschterggåggiler, de sii aa asou wunderschiën gfärb hoobm… Erna: Joa, und Preatler mit Frischkaas hoobmse oongirichtet, Keksler gipåchn und ins Learer ållm ferweent, wenn miër zi iimele kemmin sain… Evi: …in hintern Stiibile drin pin an guatn Kaffee!! Oober sii hoobm a flaißig gårbitit, säll muaß man schun soogn. Mit Root und Toot isch die Sieglinde in di Learer peiggståntn, egal, woos passiert isch. Erna: Oonsuachn!! Woasch du nou wiëfiile Oonsuachn iiber di Sieglinde gångin sain? Oonsuachn pa der ENPAS und ENAM… Evi: Oonsuachn um die Mearpewerting um Joore nochzikafn, håt’s nit amåll aa a Wooningszualoge fir di Learer fi Seitn der Gimeinde geebm? Erna: Säll joa, pis sii ins der Harald ggstrichn håt, säll håt sii ins nåcher aa soogn gimiët. Um ålls håt min gikennt oonsuachn: um Zåntspongen, um a Gipiss, oober zemm hoobmer joa nou kuans gipraucht, iëz, påld min uans prauchit, gips dës niëmer. Evi: Dass miër pi di Fersetzungen di pëschtn Stëlln gikriëgg hoobm, aa fir säll håt die Sieglinde gsorg. Und ërscht pi di Muaterschoftsurlaube: kamm woor uane schwånger, woor sii di ërschte und engste Fertraute. Erna: Sii håt’s aa schun jeder oonggseechn! Når håt sii di Muaterschoftsurlaube organisiert. Und wenn uaner a Gält gipraucht håt, håt min gikennt um Kredit oonsuachn, håt sii ålls gitoon. Evi: Aa di Pensionsoonsuachn! Und di Ist mit diesem riesigen Bergschuh für zünftige Touren zum Schneeberg gerüstet: die Neupensionistin Sieglinde Delucca


33  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

Learerausflüge håt sii ållm pëschtens organisiert. Erna: Und ållm mit derpai giweesn. Aa pi di Paamfëschtfaiern håt sii nit ggfaalt. Du und a Gideechtnis håt dee Sieglinde ållm khåp. Evi: Joa, four ållm ’s Zoolngideechtnis. Fåscht fi ålle håt sii ’s Gipurtsdatum giwisst. Erna: …und di Telefonnummern fi di Ämter, woasch di Haustelefone… aa fi fiile Lait. Nåch der Årbit isch di Sieglinde aa nou zi aniëdn Plëidsinn augilegg giweesn. Evi: Joa, oober in Sekretariat isch es oft ërscht spat finschter giwortn, zemm wärt sii’s dernooch schun derleegn sain. Erna: Und miër tërfn nit fergessn zi soogn, dass di Sieglinde oft plindern håt gimiët: fin untern Stock in oubern, fin uan Haus ins åndere, und säll isch a groaße Årbit giweesn. Evi: Gäll, oober die schlimmste Plinderei, säll isch fir insere Sieglinde schun der Umzug fi der Grundschuale in die Mittlschuale giweesn, ha? Erna: Zin Glick håt sii gitërft jedn Toog in der Grundschuale audn, mit persön­ licher Poscht und Zëitlwerch. Evi: Und mit der Spatzenpost, af dee sii psunders guat gschaug håt, dass joa mit’n Austoaln ålls saine Richtigkeit håt. Erna: Und noochdem sii joa aa a pissl in die Joor kemmin isch, hoobm iir hålt di täglichn kirzern und lengern Kaffeepausn soufl guat gitoon, wou sii mit ferschiedene Lait a Ratscherle håt gikennt måchn. Evi: Pis zin Schluss isch sii dëchter ållm afn nuigschtn Stånd giweesn. Erna: Säll håt sii aa aniëdn Zëitl kontrolliert, woos es Nuis gip. Und der tägliche Gång durchs Dorf håt sii natürlich aa asou lång fit khåltn, dass sii påld fergessn hatt, dass sii aa amåll ins Pensionsålter kimmp. Evi: Iëz, wenn ålls iiber Computer geat, håt iire Årbit natürlich an Wert ferlourn. Erna: Mit ruign Giwissn kånn sii iëz ’s lëschte Måll plindern und in di woul ferdiente Pension giën. Evi: Säll Oonsuachn muaß sii sich lai sälber måchn. Erna: Säll praucht sii nit zi giruin. Fiile rischtige Pensionisten und Pensionistinnen wårtn af sii, um mit iir di Zeit zi ferpringin. Evi: Oober aa di Aktivn hoobm nou gearn Zeit fir an guatn Kaffee mit iir. Erna: Af ålle Fälle freidn miër ins, liabe Sieglinde, di in insern Kreis der Pensionisten aunemmin zi kennin. Ålls, ålls Guate fir di Zukunft … Erna Pircher Marth

lese.werk.statt St. Martin

Buntes Veranstaltungsprogramm im Herbst

Landesrat Philipp Achammer überreicht das Qualtitätszertifikat

St. Martin

Qualitätszertifikat für die Bibliothek St. Martin Vor 15 Jahren hat das Landesamt für Bibliotheken und Lesen ein Qualitätsverfahren für Bibliotheken ins Leben gerufen. Seitdem sind die Öffentlichen Bibliotheken Südtirols aufgerufen, ihre Dienst­ leistungen anhand eines umfangreichen Standardkatalogs überprüfen zu lassen. Die Bibliothek St. Martin hat sich im März dieses Jahres diesem aufwendigen Prüfungsverfahren gestellt und erfolgreich abgeschlossen. Am 17. Oktober übergab Landesrat Philipp Achammer, im Rahmen einer Feierstunde im Palais Widmann in Bozen, das Zertifikat an den Kulturreferenten Klaus Gufler und Bibliotheksleiter Gottfried Zagler. Gottfried Zagler Bibliothek St. Martin

Danke für die tolle Präsentation Am Freitag, den 8. November, gingen die Klassen der 4. und 5. B der Grundschule St. Martin in die neue Bibliothek. Frau Preyer aus Bozen erzählte uns vom Rosengarten. Wir hörten eine Sage über König Laurin. Die Sage von König Laurin hat uns gut gefallen. Danach lernten wir, wie die Dolomiten entstanden sind. Alle waren sehr gespannt, denn wir durften selber Experimente machen und viel auspro­ bieren. Vielen Dank! Pia Burgmann, Katharina Pichler und Melina Pixner

Neben dem Verleih von Büchern und Medien ist es der lese.werk.statt. St. Martin ein Anliegen, das ganze Jahr über ein Veranstaltungsprogramm für alle Altersgruppen und Interessen anzubieten. Besonders vielfältig ist das Programm in den Monaten Oktober und November. Am 7. Oktober waren zahlreiche Grundschüler, die sich an der Sommerleseaktion beteiligt hatten, zu einem Abschlussfest mit Preisverteilung geladen. Für die Allerkleinsten wurden zwei Kleinkindertreffs organisiert. Zahlreiche Eltern, Omas und Opas hatten der Einladung Folge geleistet und unter der Leitung von Frau Erna Marth wurde gemeinsam gesungen, getanzt und gespielt. Dass Basteln, trotz aller digitalen Ablenkung, auch heute noch Kinder begeistert, bewies zum wiederholten Mal Susanne Mahlknecht. Zum „Herbstbasteln“ und „Basteln für Weihnachten“ hatte sich eine große Schar von Kindern aus der Grundschule angemeldet und es wurden tolle Basteleien anfertigt. Ein herzliches Dankeschön an Susanne, die regelmäßig für kreative Dekorationen in der Bibliothek sorgt. Den Sprachentreff Italienisch moderierte eine erfahrene Italienischlehrerin aus Meran für eine kleine, aber engagierte Gruppe, der Gelegenheit geboten wurde, die eigenen Italienischkenntnisse aufzufrischen und zu vertiefen. Die Märchenstunden mit Carmen für Kinder ab 4 Jahren mit allerlei „Zaubereinlagen“ und anschließendem Basteln haben in unserer Bibliothek eine lange Tradition. Mit dem Märchen „Die Henne mit dem goldenen Ei“ und „honigsüßen Geschichten“ verzauberte Carmen zahlreiche Kinder im Oktober und November. Bei der Buchvorstellung am 16. Oktober „Meine schönste Zeit – Erinnerungen eines Bergbauernkindes“ im Seniorenheim ließ Frau Agnes Hofer vor den zahlreichen Zuhörern Kindheitserinnerungen an die Fünfziger- und Sechzigerjahre im Passeiertal aufleben. Dafür, dass alle Senioren mit Kaffee und Kuchen bewirtetet wurden, möchten wir uns bei der Heim­ leitung bedanken. Am 25. Oktober referierte die Sexual­ therapeutin Miriam Pobitzer zum Thema „Die Sexlüge: Mehr Liebe“ zum Unterschied zwischen Liebe und Sex. Bei der anschließenden Diskussion wurden ein> zelne Aspekte vertieft.


34

> Einen großen Publikumszuspruch konnte die Multivisionsschau „Außergewöhnliche Momente“ am 5. November verzeichnen. Die zwei Pusterer Fotografen/Filmemacher Daniel Tschurtschentaler und Lukas Schäfer zeigten atemberaubende Bilder und Momente, die sie mit ihrer Kamera an ungewöhnlichen Orten ein­ gefangen hatten. Ein wirklich beeindruckender Abend für alle Foto- und Naturliebhaber. Am 21. November war die bekannte Umweltaktivistin Magdalena Gschnitzer in der Bibliothek zu Gast. Mit beeindruckendem Bildmaterial und fesselndem Vortrag zum Thema „Jeder kann die Welt verändern“ zog sie das zahlreiche, meist jugendliche Publikum, in ihren Bann. Sie erzählte über 6 Jahre als Freiwillige der Meeresschutzorganisation „Shephard“, was sie dabei erlebt hat und was sie dazu motiviert, einen eigenen Dokumentarfilm zu drehen. Den Abschluss des Herbstprogramms bildete ein literarisches Konzert am 29. November. Benno Pamer präsentierte den Abschluss seiner Mystery-Triologie und Philipp Schwarz sein neues LiederAlbum. Ein spannender und außergewöhnlicher Abend. Für Kindergarten und Schule war ein gesondertes Programm vorgesehen. Am 10. Oktober hat Frau Preyer, eine Mitarbeiterin des Naturmuseums Bozen, für eine Gruppe des Kindergartens St. Martin lebende Schnecken mitgebracht und in einer anschaulichen Präsentation ihr Interesse für die Welt der Schnecken geweckt. Am 8. November war Frau Preyer wiederum zu Gast in unserer Bibliothek und sie faszinierte die vierten und fünften Grundschulklassen mit der szenischen Erzählung „Die zauberhafte Welt der Dolomiten – auf den Spuren des König Laurin“. Die Schüler konnten anschließend anhand von kleinen Experimenten viel über die besondere Geologie der Dolomiten erfahren. Einen vielbeklatschen Zuspruch fand auch die „Musikgeschichte Elefant“ von Daniela Hofer aus Riffian für die Schülerinnen und Schüler der zweiten, dritten und vierten Grundschulklassen aus St. Martin. Gottfried Zagler

Grundschule St. Leonhard

Leseprojekttag Am Donnerstag, den 24. Oktober 2019, fand in der Grundschule St. Leonhard der Leseprojekttag statt. Zum Auftakt dieses besonderen Tages versammelten sich alle Schüler und Schülerinnen im Schulhof und sangen gemeinsam als Einstimmung das Lied „Alle Kinder lernen lesen“. In den vorhergehenden Wochen haben sich die Schüler und Schülerinnen einige Gedanken darüber gemacht, was Lesen und Bücher für sie bedeuten. Einige Beispiele zu diesem Thema wurden vorgelesen: Lesen ist für mich wie eine riesige Schokotorte – Wenn ich lese, dann vergesse ich meine Umgebung und lasse meine Gedanken fliegen – Wenn ich lese, dann fühle ich mich geborgen. Es ist für mich als wäre ich im Buch drinnen – Lesen ist so toll wie träumen – Lesen ist wie leben in fernen Ländern, über alle Berge, übers Meer hinaus – Ein Buch ist so bunt wie die Welt, manchmal gut und manchmal schlecht. Diesen Projekttag nutzten die Lehrpersonen an der Grundschule St. Leonhard, um in einer kleinen Feier die neugestaltete Bibliothek einzuweihen. Der Direktor bedankte sich beim Bürgermeister dafür, dass die Gemeinde den Raum im Parterre des Schulgebäudes sowie die finanziellen Mittel für notwendige Anpassungen zur Verfügung gestellt hat. Sein Dank galt auch den Lehrerinnen im Bibliotheksteam für ihren Einsatz bei der Planung und

Pater Christian segnet die Bibliothek

Umgestaltung des Raumes. Diesen können nun die Schüler und Schülerinnen sowie die Lehrpersonen in vielerlei Hinsicht nutzen: die Schulbibliothek ist ein Ort der Begegnung – ein Ort zum Vorlesen und zum Ausleihen von Büchern – ein Ort um sich wohlzufühlen und in eine Fantasiewelt zu tauchen – ein Ort gemeinsam Interessantes und Neues kennen zu lernen. Ein besonderer Dank gilt auch dem Sponsor und dem Familienverband, die jeweils einen großzügigen Beitrag zur digitalen Ausstattung der Bibliothek beigesteuert haben. Bevor die geladenen Gäste die Möglichkeit nutzten, den neugestalteten Raum zu bewundern, nahm Pater Christian die Segnung der Bibliothek vor. Anita Graf

Alle Schüler und Schülerinnen sangen gemeinsam im Schulhof


35  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

gratulationen Jahrgang 1959

„Di Mårtiner faijern iir 60-Jaarigs“ Mit über 100 Taufen ist der Jahrgang 1959 erwiesenermaßen einer der geburtenstärksten Jahrgänge in St. Martin und demzufolge machte man sich auch voller Energie daran, „a schnaidige Faijer“ zu organisieren. Es war das mittlerweile 7. Jahrgangstreffen, denn bereits im Blütenalter von 25 Jahren hatte Plangger Alois, der diesmal leider nicht dabei sein konnte, den Jahrgangsausflug der 59er ins Leben gerufen und organisiert. Am 9. November starteten schließlich 30 Junggebliebene zum Dursterhof in Partschins. Viele Männer kamen traditionsgemäß in Lederhose und dazu passte auch der Zwischenstopp im geschichtsträchtigen Bräustüberle der Bierbrauerei Forst. Bei Weißwurst und dem edlen Gerstensaft Jahrgang 1959

Jahrgang 1948: Pixner Konrad, Haller Hans, Borasso Herman, Pfitscher Anton, Ilmer Albin, Augscheller Tresl, Fauner Reinhard, Gurschler Elisabeth, Vantsch Elisabeth, Öttl Franz, Kofler Maria, Haller Alois, Schenk Roman, Gumpold Anton, Pichler Ida und Sparber Paula

wurden Erinnerungen an früher ausgetauscht und die Gruppe unterhielt sich prächtig. In der Folge fuhr man zum Gasthof Birkenwald und erreichte nach einem ca. 20-minütigen Fußmarsch das eigentliche Tagesziel, den Dursterhof. Seniorchef „Christl“ Oberperfler zeigte seinen Gästen im Rahmen einer Führung das Kellerlabyrinth und erzählte der Gruppe viel Wissenswertes. Bei Wein, Speck und Gesang in dem urigen Gewölbe stieg die Stimmung stetig an, hernach wurde ein Törggelemenü kredenzt. Als Ausgleich zur üppigen Mahlzeit waren natürlich Tanz und Unterhaltung ideal, wobei sich die 59er aus St. Mårtin zu den schwungvollen Klängen von Martin Haspinger als sehr fit und tanzfreudig erwiesen. Beliebter Treffpunkt während der Tanzpausen war das romantische Lagerfeuer vor dem Dursterhof, wo man sich glänzend unterhielt. Zu später Stunde erfolgte, teils singend, der Fußmarsch zum Bus und die sichere Rückfahrt ins heimatliche Passeiertal. Die Organisatoren möchten sich bei allen für die zahlreiche Teilnahme bedanken und hoffen, dass man sich in fünf Jahren gesund und wohlbehalten wiedersieht! Sepp Ennemoser, Kurt Gufler

Jahrgang 1948

Treffen am 18. 9. 2019 Der Jahrgang 1948 von St. Leonhard hat sich zum 1. Mal zu einem Jahrestreffen am 18.9.2019 zusammengefunden. Getroffen haben wir uns um 8 Uhr an der Bushaltestelle in St. Leonhard, um ab Meran mit der Vinschger Bahn zum „Prader Sand“ zu fahren. Dort um 10.30 Uhr angekommen, spazierten wir durch den Naturpark, was recht schön war, auch die Fischseen waren interessant. Um 13 Uhr hatten wir das gemeinsame Mittagessen im Restaurant, danach gab es noch zum Zeitvertreib einige Kartenspiele und gegen 16.30 Uhr machten wir uns auf die Rückfahrt nach Hause. Alle waren begeistert vom schönen Wetter und man versprach, nächstes Jahr wieder etwas zu unternehmen. Reinhard Fauner

Geburten vom 5. 10. bis 24. 11. 2019 Gemeinde St. Martin 31. 10. 2019 David Marth 1. 11. 2019 Raphael Kienzl 4. 11. 2019 Tobias Gufler 7. 11. 2019 Lia Pirpamer Gemeinde St. Leonhard 5. 10. 2019 Florian Grasl 10. 10. 2019 Jonas Pixner 12. 10. 2019 Sophia Augscheller 10. 11. 2019 Raphael Pixner Gemeinde Moos 10. 10. 2019 Matthias Pamer 24. 11. 2019 Stefanie Pixner


36

Jahrgang 1959 von St. Leonhard

Zum 60. Geburtstag

1964

Jahrgangstreffen der 59er von St. Leonhard

Pan Såntwirt in der Stuubm

Am 19. Oktober traf sich der Liertner Jahrgang 1959, um gemeinsam den 60sten Geburtstag zu feiern. Um 10 Uhr starteten wir bei der Bushaltestelle von St. Leonhard mit Domanegg Reisen in Richtung Vinschgau. Dieser brachte uns zunächst zur Tschenglsburg nach Tschengls, die von Karl Perfler bewirtschaftet wird. Gestärkt durch ein leckeres Mittagessen und Palabirnschmarrn mit Vanilleeis und Vinschger Marillenmarmelade als Nachtisch, ging es weiter nach Glurns. Bei der Puni Whisky Destillerie hatten wir für den Nachmittag eine Führung mit Verkostung geplant. Diese Destillerie ist die erste dieser Art in Italien und es war ein tolles Erlebnis für uns alle. Zuerst gab es eine theoretische Einführung in die Welt des Whiskybrennens, nachher konnten wir die Anlage besichtigen und zwei Destillate verkosten. Nach einem kurzen Stadtbummel durch die Stadt Glurns traten wir die Rückreise ins Passeiertal an. Bei der Maria LourdesKirche in Laas machten wir einen Stopp, wo wir unseren verstorbenen JahrgangsKolleginnen und Kollegen gedachten und eine Kerze anzündeten. Weiter ging es schließlich bis zum Golf­ restaurant nach St. Martin. Hier machten wir uns noch einen schönen Abend bei gutem Essen und Trinken. Mit stimmungsvoller Musik, Tanz, Spielen und viel Spaß ließen wir den Abend ausklingen. Walter Haller

Am 5. Oktober stand für die 1964 geborenen PsairerInnen das Jahrgangstreffen anlässlich des 55. Wiegenfestes auf dem Programm. Zwei Dinge muss man dazu wissen: Der Jahrgang 1964 gilt gemeinhin als sehr feierfreudig und zudem genießen einige Vorzeigeexemplare dieses gelungenen Jahrgangs bereits heute nahezu Legendenstatus. Auf alle Fälle ist man sich auch der Psairer Wurzeln bewusst und hielt das heurige Treffen in diesem Sinne beim „Såntwirt“ bzw. im MuseumPasseier ab. Jahrgang 1964

Mit dem Foto von Pater Theo, der die Feier vor 20 Jahren mit seinen einfühlsamen Worten wunderbar umrahmt hatte, hielt man eine Gedenkminute für die bereits Verstorbenen des Jahrgangs 1964 ab. Nach einem „Aperitivo lungo“ führten Heidi und Sepp durchs MuseumPasseier und vermittelten viel Wissenswertes zu der derzeitigen Ausstellung. Im Anschluss verwöhnte Pichler Martin vom Torgglerhof auf seinem Dreiradler 62 die Anwesenden mit seinem preisgekrönten Cider. Da wollte natürlich der „Mouser“ Metzger Hofer Kurt, seines Zeichens ein Vorzeigemodell des Jahrgangs 1964, in keiner Weise zurückstehen und präsentierte ein Superbüffet, das von keinem Geringeren als vom größten Bürgermeister Südtirols, Gothard Gufler, eröffnet wurde. Nun liefen alle 64er zur absoluten Topform auf und die Stimmung hätte besser nicht sein können. Nach einem Absacker „pan Såntwirt in der Stuubm“ genoss man im Pub Forelle noch eine Megapizza. Der Chef des Hauses und bekanntermaßen ein talbekannter Tausendsassa, Don Luis, der auch bei der Organisation des Festes absolute TopVorarbeit geleistet hatte, ließ es sich nicht nehmen, den Anwesenden den preisgekrönten Star-Amarone des Jahrgangs 1964 aus dem Hause Bertani zu kredenzen. Der Genuss des erlesenen, wertvollen Weines aus dem Valpolicella-Gebiet rundete das gelungene Jahrgangstreffen sozusagen auf perfekte Weise ab. „Dëss sain ålls faine Lait,“ erzählt Don Luis, „de sain miar’s wert,“ und verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass man sich im Jahre 2024 anlässlich des 60. Geburtstages gesund und wohlbehalten wiedersieht! Kurt Gufler, Alois Pichler


37  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

sport

Urkundenverleihung der Saison 2018/19

Rodeln

Vollversammlung des RV Passeier – Raiffeisen mit Neuwahlen Am 3.11.2019 trafen sich die Mitglieder des Rodelvereins Passeier – Raiffeisen zur Jahreshauptversammlung beim Platterwirt in Platt. Pünktlich um 16 Uhr begrüßte der Präsi-

Der neue Ausschuss des RV Passeier – Raiffeisen

dent Hubert Folie alle Anwesenden, darunter die Sportassesoren Konrad Pamer für die Gemeinde Moos und Klaus Gufler für die Gemeinde St. Martin und den Ausschuss des Rodelvereins. Nach dem Tätigkeitsbericht, dem Kassabericht, den Grußworten der Sportassesoren wurden die Teilnehmer des Weihnachtskurses und der Vereinsmeisterschaft prämiert. Inzwischen traf auch der Bürgermeister Gothard Gufler ein, der nach einer kurzen Begrüßung und Ansprache die Urkundenverleihung der

Saison 2018/19 übernahm. Der Rodelverein Passeier feiert dieses Jahr sein 40-jähriges Jubiläum. Es wurden allen ehemaligen Medaillengewinnern bei Italien-, Europa- und Weltmeisterschaften eine Urkunde überreicht. Als nächstes wurde der alte Ausschuss entlastet und Konrad Pamer als Versammlungsleiter gewählt. Der gesamte alte Ausschuss stellte sich der Wiederwahl. Da Hubert Folie der Meinung war, man müsse den Ausschuss aufstocken, wurden noch zwei Mitglieder >

IMMER DA.

JAHRESMITGLIEDSCHAFT 2020


38

> mehr gewählt. Somit besteht der neue Ausschuss aus Hubert Folie – Präsident, Gotthard Hofer – Vizepräsident, Heidi Hofer – Schriftführerin und Kassier. Weitere Ausschussmitglieder: Evelyn Lanthaler, Renate Moser, Bernhard Gufler, Oskar Hofer und Robert Oberprantacher. Auer Rudolf ist der neue Bahnchef. Hauptaugenmerk im Jahr 2020 wird auf das Heimweltcuprennen auf Naturbahn vom 10.-12.01.2020 gelegt. Hubert Folie berichtete, dass die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen und das OK-Team eine sehr gute Arbeit leistet. Nach den allfälligen Punkten waren alle Mitglieder zu einer Stärkung am kalten Buffet eingeladen. Heidi Hofer Sporthalle St. Martin

VolleyballGedenkturnier für Thomas Prünster Gerade fiel der erste Pfiff und man meinte schon, nun ginge es los. Doch dann herrschte absolute Stille auf den drei Spielfeldern und den Zuschauer­ tribünen in der Sporthalle St. Martin. Aber nicht, weil kein Mensch da war. Nein – im Gegenteil. Weil so viele da waren, die alle eine Minute schwiegen, um sich an Thomas Prünster zu erinnern, der während eines Volleyballspieles in Meran im Jänner 2018 verstorben ist. Nach einem ehrenden Applaus ging es dann wirklich los. Am Sonntag, den 10. November 2019, begegneten sich zwölf Mannschaften unterschiedlicher Kategorien und Altersstufen, um am Volleyball-Gedenkturnier für einen tollen Sportkameraden und Kollegen teilzunehmen. Darunter waren Die „Bollquäler“, haben beim Gedenkturnier den Sieg für sich entschieden haben

verschiedene Freizeitvereine aus dem Burggrafenamt, die 1. Division Damen und die Mannschaft U16 weiblich des ASC Passeier Sektion Volleyball und einige eigens für dieses Turnier zusammengewürfelte Mannschaften. Den ganzen Tag wurde um Bälle und Punkte gekämpft und zum Glück ging der Tag ohne große Verletzungen zu Ende. Die Bollquäler, die Mannschaft, mit der auch Thomas immer trainiert und an Turnieren teilgenommen hatte, kam ins Finale und konnte in einem an Spannung nicht zu überbietenden Spiel in zwei Sätzen mit 26 : 24 und 26 : 24 den Sieg für sich entscheiden. Die tollen Preise wurden von einigen Passeirer Unternehmern gesponsert. Der Erlös aus dem Verkauf von Kuchen und Getränken und einige großzügige Spenden werden an die Krebshilfe Passeier übergeben. Allen Organisatoren, Teilnehmern, Helfern und Zuschauern ein herzliches Vergelts Gott! Behaltet Thomas in guter Erinnerung! Karin Graf Zum Saisonausklang

Abschluss-Ranggeln in St. Leonhard Beim Abschlussranggeln am 27. Oktober in St. Leonhard wurde noch einmal Ranggelsport vom Feinsten geboten. Wie jedes Jahr findet Ende Oktober in Passeier das 5-Länder Abschlussranggeln statt. Der einzige Wermutstropfen war, dass die Bayern aufgrund des späten Termins nicht mehr mit dabei sein konnten. Doch dafür traten heuer die Schweizer Schwinger mit einer Spitzenmannschaft an. Aus Salzburger Sicht standen die Vorzeichen vorerst nicht besonders gut, obwohl die Mannschaft bisher immer als Favorit auftrat. Schon in der ersten Runde endete das Duell Salzburg gegen die starken Tiroler 5 : 5. Auch die Tiroler kämpften gegen die Schweiz 7 : 3 und gegen Südtirol 8 : 2. In den Reihen der Südtiroler kämpfte sogar der (man kann sagen nicht mehr ganz junge) Obmann und Altmeister Gottfried Pichler mit. Damit hing alles von der letzten Begegnung ab. Salzburg musste gegen Südtirol alles geben, um noch zu siegen. Der letzte alles entscheidende Kampf zwischen Höller und Pichler endete unentschieden und somit waren die Salzburger um einen Punkt voraus und konnten über den Ländersieg jubeln. In der Schülerklasse triumphierte in der Klasse 10 – 12 Jahre der Pfelderer Fabian Hofer über seine Gegner. Den 3. Platz

Passeier Schülerranggler in Mittersill/Salzburg  Foto: Brunhilde Hofer

ergatterte sich noch Lukas Pixner. Einen 2. Preis in der Klasse 4 – 6 schnappte sich der „Kleine“ Julian Platzgummer. Fabian hat in der heurigen Ranggelsaison immer wieder internationale Spitzenplätze belegt wie z. B. in Hart in Zillertal /Tirol, in Inzell und am Krimmler Tauernhaus. Auch beim internationalen Kirchtagsranggeln in St. Jakob im Ahrntal blieb er zusammen mit weiteren Vereinskollegen erfolgreich. An dieser Stelle sei gesagt, dass fast an allen Sonntagen geranggelt wurde und unsere Ranggler viele Preise und schöne Erlebnisse mit nach Hause brachten. Ein besonderer Höhepunkt fand Anfang August in Mittersill/Salzburg beim VierLänderranggeln statt. Auch das Wetter spielte mit und die vielen Zuschauer erlebten einen tollen Sportnachmittag mit 146 aktiven Rangglern. Bei den Schülern gab es mit 93 Startern einen neuen Teilnehmerrekord, allein in der Klasse bis 10 Jahre waren nicht weniger als 36 Ranggler eingeschrieben. Wer es da unter die ersten drei schaffte, musste schon einiges leisten. Die Südtiroler Auswahl kämpfte hervorragend. Südtirol belegte den 3. Platz hinter Salzburg und Tirol. Erstmals stieg auch Siegmar Lamprecht wieder in den Ring und holte für Südtirol wichtige Punkte. Im Preisranggeln schlug Fabian Hofer nochmals zu und gewann den 1. Preis, den zweiten erkämpfte sich in der Klasse 14 – 16 Lukas Haspinger. Damit verabschieden sich die Ranggler nun endgültig in die wohlverdiente Winterpause. Das Rangglerjahr 2019 hat einige neue Sieger gebracht, was durchaus positiv für unseren Sport ist. Vielen Dank an alle, besonders auch an die Medien für die gute Zusammenarbeit. Wir Ranggler hoffen, dass wir uns im Frühjahr alle gesund wieder sehen. Alberich Pichler


39  Passeirer Blatt – nr. 156, Dezember 2019

Vorankündigungen >  Veronika Haller singt in Naturns beim Neujahrskonzert Veronika Haller singt mit dem Salonorchester Südtirol beim Neujahrskonzert am 5. Januar, um 20 Uhr, im Bürger- und Rathaus von Naturns. Auf dem Programm stehen Märsche, Walzer, Polkas und Czárdas aus dem bekannten Repertoire der Wiener Musik. Dazwischen singt die aus St. Leonhard stammende Sopranistin Veronika Haller Arien aus Operetten von Johann Strauss, Franz Lèhar und Emmerich Kálman. Günther Ploner führt uns auch dieses Mal als Stehgeiger und Moderator durch den Abend. Eintritt frei – Spendensammlung zugunsten „Südtirol hilft“

>  Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn 9. – 12. Jänner 2020 – Rodelbahn Bergkristall Donnerstag, 9.1.2020 – Trainingsläufe Freitag, 10.01.2020 – Doppelsitzer – Weltcup Opening Party in St. Martin, 20 Uhr Samstag, 11.01.2020 – Damen & Herren – After Race Party in St. Leonhard, 20 Uhr Sonntag, 12.01.2020 – Verfolgungsrennen Damen & Herren – Closing Event und Ziehung der Lotterie www.rvpasseier.com

>  Theater vom Plåtterwind Der Theaterverein von Platt präsentiert das Stück „Himmel und Hölle“ von Dietmar Steiner. Eine himmlische Komödie mit teuflischer Spannung in der Turnhalle von Platt. Wann? Samstag, den 25.1., um 20 Uhr, Sonntag, den 26.1., um 14.30 Uhr, Freitag, den 31.1., um 20 Uhr, Samstag, den 1.2., um 20.30 Uhr und Sonntag, den 2.2., um 14.30 Uhr. Eintritt: Freiwillige Spende

>  Volkshochschule Südtirol

>  Anmeldung – 40. Ötztaler Radmarathon am 30.8.2020 Vom 1.2. bis 29.2.2020 können sich alle Radfans, die beim Ötztaler Radmarathon 2020 mitfahren wollen, online registrieren. Es besteht die Möglichkeit zur Einzel­ anmeldung, Minigruppenanmeldung (2 – 4 Teilnehmer) oder Teamanmeldung (5 – 35 Teilnehmer). www.oetztaler-radmarathon.com

Ortsstelle St. Martin: English A1.2 – geringe Vorkenntnisse Ab 22.1.2020, 19.30 – 21 Uhr, 12 Treffen; Referentin: Dr. Margit Ritsch; Ort: Dorfhaus St. Martin

>  Mårtiner Faschingsumzug 2020 Das Komitee vom Mårtiner Faschingsumzug teilt mit, dass dieser am Samstag, den 22. Februar 2020, stattfinden wird. Alle Vereine, Verbände und Privatgruppen sind zur Teilnahme eingeladen. Anmeldungen ab Jänner 2020, Tel. 347 8201496

> Buchvorstellung mit Martha Stocker Am Mittwoch, den 29. Jänner 2020, um 19.30 Uhr, stellt Martha Stocker ihr soeben erschienenes Buches „Die Paketschlacht. Ringen um die richtige Entscheidung in der Südtirolfrage“, in der lese.werk.statt St. Martin vor. Bildungsausschuss und Bibliothek St. Martin laden herzlich ein.

Ortsstelle St. Leonhard: Heilkräuter für die Apotheke und Küche Am 4.4.2020, 14 – 17 Uhr; Referentin: Rosmarie Mangger; Ort: Fronigerhof St. Leonhard Zu Gast im Hotel Wildschütz: Wildkräuterküche Am 2.5.2020, 11 – 15 Uhr; Referent: Manfred Pixner ; Ort: Hotel Wildschütz St. Leonhard

Italienisch für die Zweisprachigkeits­ prüfung – Niveau C1 und B2 (ehemals Niveau A und B) Ab 4.2.2020, 19 – 20.30 Uhr, 10 Treffen; Referent: Alessandro Gelmi ; Ort: Mittelschule St. Martin Professionelle und stilvolle Produktfotografie Ab 4.4.2020, 9 – 17 Uhr; Referent: Peter Grund; Ort: Dorfhaus St. Martin Aquarellmalerei: Die lebhafteste aller Maltechniken Ab 18.4.2020, 9 – 16 Uhr; Referentin: Gabriella Frontull; Ort: Alte Bibliothek St. Martin Ladakh – Land der hohen Pässe zwischen Himalaya und Karakorum Ab 28.4.2020, 20 – 22 Uhr; Referentin: Dr. Evelyn Maria Busarello; Ort: lese.werk.statt St. Martin

Termine & Veranstaltungen können per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden


Öffnungszeiten moos Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 18 Uhr; Sa geschlossen, T 0473 643 535 Minirecyclinghof Moos: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr; Pfelders: Mi, 14 – 15 Uhr; Platt: Mi, 8 – 9 Uhr und 1. Sa/Monat, 14.45 – 15.30 Uhr; Stuls: Mi, 10 – 11 Uhr und 1. Sa/Monat, 13.30 – 14.15 Uhr; Rabenstein: 1. und 3. Mo/Monat, 10 – 11 Uhr; Rabenstein (Saltnuss – rotes Haus): jeden 1. Mo/Monat, 9 – 9.45 Uhr Rest- und Biomüllsammlung: Dienstag: Moos, Platt, Pfelders (Dorf und Zeppichl), Stuls wöchentlich; Rabenstein, Pill bzw. Sportplatz Sand, Ulfas jede 2. Woche Bibliothek Moos: Di, 9.30 – 10.30 Uhr; Mi, 14.3 – 16.30 Uhr; Do, 16.30 – 18.30 Uhr; So, 11 – 12 Uhr Bibliothek Platt: Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 16 – 17 Uhr, Fr, 15 – 16.30 Uhr; Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Pfelders: Mi, 17 – 18 Uhr Bibliothek Rabenstein: Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Stuls: Mo, 15 – 16 Uhr Arztpraxis Dr. Beccarello: Mo, Do, Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 10 – 12 Uhr, 16 – 18.30 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; T 0473 643 689 Apotheke RAM: Mo 10 – 12; Mi 16 – 18.30 Uhr; Do 9 – 12 Uhr; T 0473 643 689 Eltern-Kind-Beratung Moos: Mittwoch 9 – 10.30 Uhr Ambulatorium Krankenpflegedienst Moos: Donnerstag 8 – 8.30 Uhr (ohne Vormerkung) st. leonhard Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 17.30 Uhr; Sa, 9 – 11 Uhr, T 0473 656 113 Minirecyclinghof: Fr, 14.30 – 16.30 Uhr, Sa, 7.30 – 9 Uhr; Walten: Mo, 14 – 15 Uhr Restmüllsammlung: Di; Walten, Schweinsteg, Prantach, Mörre, Glaiten, jeden 2. Di; Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Di, Do, Fr, 10 – 12 Uhr und 16 – 19 Uhr; Mi, 9 – 12 Uhr Bibliothek Walten: Di, 16 – 17 Uhr Arztpraxis Dr. v. Sölder: Mo, Mi, Do, Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 15 – 19 Uhr; T 0473 656 656 Arztpraxis Dr. Zuegg: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr ohne Vormerkung; Mo, Do, 15.30 – 16.30 Uhr mit Vormerkung; T 0473 656 633 Kinderarztpraxis Dr.in Weger: Mo, Fr, 9.15 – 12.30 Uhr; Mi, 9.30 – 12 Uhr; Di, Do, 15 – 18 Uhr; T 0473 656 266 Apotheke RAM: Mo – Fr, 8 – 12.30, 15.30 – 19 Uhr; Sa, 8 – 12.30 Uhr; T 0473 656 146 SportArena: täglich von 10 – 23 Uhr; Dienstag: Ruhetag st. martin Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr; Donnerstag, 15 – 17.30 Uhr, T 0473 499 300 Minirecyclinghof: St. Martin: Sa, 8 – 10 Uhr, Freitag geschlossen; Saltaus: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr Restmüllsammlung: Montag; Matatz, Breiteben, Kalmtal, jeden 2. Montag Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Di, Mi, Fr, Sa, 9 – 12 Uhr; Di, Fr, 16 – 19 Uhr (Sommer) Arztpraxis Dr.in Raich: Mo, 14 – 17 Uhr; Di, Mi, Fr, 8 – 12 Uhr; Do, 15 – 17 Uhr; T 0473 641 174 Arztpraxis Dr. Dubis: Mo, Mi, Do, 9 – 12 Uhr; Di, 12 – 15, Fr, 15 – 18 Uhr, mit Vormerk.; T 0473 650 167 Apotheke Mercurius: Mo, Mi, Do, Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Di, 8 – 12.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr T 0473 650 011 Eltern-Kind-Beratung: Dorfstraße 25/c (alte Bibliothek) Do, 8 – 12 Uhr, T 0473 641 095 Krankenpflegeambulatorium Garberweg: Di, Fr, 8 – 10 Uhr Jugendtreff: Di – Fr, 11 – 12 Uhr; Di und Do, 17.30 – 19.30 Uhr; T 392 5327295 sprengelsitz passeier Verwaltungsdienst: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, 9 – 12 Uhr; Do, 9 – 12 u. 14 – 15.30 Uhr; T 0473 659 500 Sozialsprengel: Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr, nachmittags mit Terminvereinbarung; T 0473 659 018; Dienst für Pflegeeinstufung: T 848 800 277, Anlaufstelle Pflege- und Betreuungsangebote: Di, Do, 9 – 11 Uhr; T 0473 659 266, Mi mit Vormerk. Blutabnahme: Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, ohne Vormerkung Krankenpflegeambulatorium: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, Do, 9.30 – 11 Uhr Elternberatung: Di, 8 – 12 Uhr; T 0473 659 518 Diätdienst: Mi, 8 – 16 Uhr, mit Vormerkung, T 0473 659 520, 0473 251 250 Dienst für Abhängigkeitserkrankungen: Vormerkung T 0473 443 299 Zahnarztambulatorium: Vormerkung T 0473 264 000 Rehabilitationsdienst: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr, 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 533 Hautarzt: jed. 1. + 3. Mi/Monat, 9 – 13 u. 14 – 18 Uhr, Vormerk. mit ärztl. Verschreib.: T 0473 264 000 Dienst für Invaliden: Vormerkung in Meran, T 0473 264 712 Neu: Impfzentrum: Mo, 8.30 – 16 Uhr Hauspflegedienst: Vormerkung Mo – Fr, 8 – 10 Uhr; T 0473 659 019 Jugendbüro Passeier: Mo – Fr, M 393 0954681

Aus den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin Termine & Veranstaltungen dezember 18. Kinderkino in Moos, Vereinssaal, 15 Uhr [JubPa] 21. Konzert „Schw4rz & Band“, St. Leonhard, Stoodl, 20.30 Uhr [Liechtr’zeit] 22. Krippenspiel, St. Leonhard, Stoodl [Liechtr’zeit] 29. EinLichterfest, Dorfbrücke St. Leonhard, 15 Uhr [Liechtr’zeit] 31. Silvesterfeuerwerk [Liechtr’zeit] Jänner 3. Konzert mit Marc Perin, Dorfhaus St. Martin [Guitart] 4. Christbaumweitwurf, Dorfhaus St. Martin 5. Veronika Haller singt in Naturns beim Neujahrskonzert 9. – 12. Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn, Rodelbahn Bergkristall 11. Goaser-Ball, Vereinssaal St. Martin [Goaser-Verein] 22. English A1.2, Dorfhaus St. Martin [Volkshochschule] 25. Theater in Platt, Turnhalle, 20 Uhr [Plåtterwind] 26. Theater in Platt, Turnhalle, 14.30 Uhr [Plåtterwind] 26. Psairer Bauernmeisterschaft [Eisturm Rabenstein] 29. Buchvorstellung mit Martha Stocker, lese.werk.statt St. Martin, 19.30 Uhr [Bildungsausschuss, Bibliothek] 31. Theater in Platt, Turnhalle, 20 Uhr [Plåtterwind] 31. Redaktionsschluss Passeirer Blatt februar 1. Registrierung Ötztaler Radmarathon 2020, bis 29. Februar 1. Theater in Platt, Turnhalle, 20.30 Uhr [Plåtterwind] 2. Theater in Platt, Turnhalle, 14.30 Uhr [Plåtterwind] 4. Italienisch C1 und B2, Mittelschule St. Martin [Volkshochschule] märz 7./8. Alles-rund-ums-Kind-Markt, Vereinshaus St. Leonhard 15. MuseumPasseier öffnet, Sandhof St. Leonhard 28. Frühjahrskonzert der Musikkapelle Moos, Vereinshaus St. Leonhard april 4. Heilkräuter für die Apotheke und Küche, St. Leonhard [Volkshochschule] 4. Professionelle und stilvolle Produktfotografie, Dorfhaus St. Martin [Volkshochschule] 18. Aquarellmalerei, Alte Bibliothek St. Martin [Volkshochschule] 28. Ladakh – Land der hohen Pässe, lese.werk.statt St. Martin [Volkshochschule]

recyclinghof passeier (mörre) Dienstag, Donnerstag, 14 – 17 Uhr; Samstag, 8 – 11 Uhr Termine & Veranstaltungen können per Telefon (T 0473 656 239) und per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Passeirer Blatt by Passeirer Blatt - Issuu