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Passeirer Blatt

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i. p.

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Mitteilungen und Nachrichten aus Moos, St. Leonhard und St. Martin August 2019

August 2019 Nr. 154 · 33. jAhrgANg

inhalt 3 Gemeinden 8 Kultur & Gesellschaft 19 Natur & umwelt 20 vereine & verbände 21 gesundheit & Soziales 23 Schulen & Kindergärten 24 Sport 27 Vorankündigungen

Ein Erinnern an Frau Siglinda Jaitner 1952 – 2 019


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1952 – 2019

Ein Erinnern an Frau Siglinda Jaitner Am 13. Juli haben wir uns von einer Frau verabschiedet, die auf ein erfülltes und abwechslungsreiches Leben als Lehrerin, Sozialpionierin und Mutter zweier Söhne mit zwei Enkelkindern zurückblicken konnte. Siglinda, 1952 in Meran geboren, wirkte nach der LBA – Matura fünf Jahre als Mittelschullehrerin in St. Walburg und anschließend 19 Jahre als Mathematik­ lehrerin in der Mittelschule St. Leonhard, großteils als Mitglied des Direktionsrats. Seit dem Jahr 2000 arbeitete sie für den Sozialsprengel St. Leonhard im Bereich der finanziellen Sozialhilfe. 1977 heiratete sie den Grundschullehrer Josef Wilhelm; aus dieser Ehe entsprossen die Söhne Ulrich und Stephan. Neben der Aufgabe als Mutter und Lehrerin fand Siglinda Zeit und Energie, als Werkstudentin an der Universität Innsbruck ein anspruchsvolles Mathematikstudium inklusive Diplomarbeit – jedoch ohne Abschluss – zu absolvieren. Die karge Freizeit schenkte die willensstarke Frau den Anliegen der Gemeinschaft. Sie brachte sich in Organisationen und kulturellen wie karitativen Arbeitsgruppen ein: zeitweise im Kirchenchor in Untermais und St. Leonhard, seit dem Jahr 2010 im Gemeinderat der Marktgemeinde St. Leonhard; drei Wahlperioden im Familienverband, zwei Perioden als Obfrau im

Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier, 12 Jahre Leiterin des Bildungsausschusses St. Leonhard und seit dem Jahr 2001 als Redakteurin des Passeirer Blattes. Besonderes Augenmerk richtete Siglinda auf den sozialen Bereich, für den sie nicht nur Interesse sondern auch anspruchsvollen persönlichen Einsatz bot: seit 2008 fungierte sie als tatkräftige Präsidentin des Verbandes Angehöriger und Freunde psychisch Kranker. In Passeier hat sie mit Gleichgesinnten das „Essen auf Rädern“ und die „Psairer Tafel“ aufgebaut. Siglinda war eine lebensbejahende Frau des Ausgleichs und geschätzter Geradlinigkeit. Beim feierlichen Abschiedsgottesdienst unterstrichen die Vertreter von Kirche und Gemeinde die Bedeutung des Lebenswerks der Verstorbenen. Pfarrer P. Christian Stuefer OT fand sehr persönliche anerkennende Worte für die langjährige Lektorin, Bürgermeister Konrad Pfitscher würdigte die vielseitige Schaffenskraft der hilfsbereiten Mitbürgerin. Kollegin Anna Hofer überraschte die zahlreich erschienenen Trauergäste mit einem spontan gebildeten, wunderbar klingenden Chor, bestehend aus befreundeten Sängern und Instrumentalisten. Wir vom Redaktionskomitee des Passeirer Blattes sprechen der Trauerfamilie unser Beileid aus und werden der geschätzten Kollegin Siglinda, deren Lebensleitlinie hieß „Dem Menschen bzw. dem Sozialen verpflichtet“, ein ehrendes Andenken bewahren. Heinrich Hofer

Impressum

Erscheint zweimonatlich. Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29. 5. 1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier; vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Konrad Pfitscher – Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Ulrich Mayer. Redaktion: Kurt Gufler, Rosmarie Pamer, Heinrich Hofer, Arnold Rinner, Karl Lanthaler – Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Korrektur: Ernst Rinner, Kurt Gufler. Produktion und Druck: design.buero Artikel können bei allen Redaktionsmitgliedern und bei design.buero in St. Martin (Dorfstraße 14) abge­geben werden und müssen mit dem Namen und der Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein. Werbebeiträge direkt an das Passeirer Blatt, passeirerblatt@passeier.it, T 0473 656 239. Redaktionsschluss: 4.Oktober, 29. Novmeber 2019 E-Mail: passeirerblatt@passeier.it www.passeirer-blatt.it

Schian A selle Soldr voll Puschn des braucht an Flaiß. Kams zin an Wettbewerb de Floristin kriagit an Prais. Des isch an Orbit de Puschn asou pflegn, wails nit lai giton isch mit Sunne und Regn. Und plian joa sell tianse in Hintrpsair drin wail sie brauchn a frischis Liiftl togaus und togin.

Anna Lanthaler


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Gemeinden

Die ehrenamtlichen BetreuerInnen der VHS Passeier mit der Leitung der VHS Südtirol, v.l.n.r.: Oswald Rogger (Präsident der VHS Südtirol), Elisabeth Ploner (VHS-Vertretung für St. Leonhard), Regina Gufler (VHS-Vertretung für Moos), Barbara Pixner (Direktorin der VHS Südtirol) und Nikolaus Gufler (VHS-Vertretung für St. Martin). Es fehlt Fabian Pfeifer (VHS-Vertretung für St. Leonhard)  Foto: Volkshochschule Südtirol

Weiterbildung im Passeiertal

Volkshochschule Passeier ist nun aktiv Die drei Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin treten ab Herbst 2019 erstmals gemeinsam als VHS Passeier auf. Mit dem gemeinsamen Kursprogramm bereichern sie die Weiterbildungslandschaft im Passeier mit neuen, kreativen Kursangeboten. Bereits im März dieses Jahres wurden die ersten Vorbereitungen getroffen und nun steht das gemeinsame VHS-Kursprogramm der drei Passeirer Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin, die im Herbst 2019 erstmals als VHS Passeier gemeinsam auftreten. Bereits seit vielen Jahren ist die VHS in St. Leonhard in enger Zusammenarbeit mit dem örtlichen Bildungsausschuss – bis vor kurzem geleitet von Heinrich Hofer – aktiv. Vor einiger Zeit wurde dann auch die VHS-Ortsstelle St. Martin in Passeier ins Leben gerufen. Mit dem Zugewinn der Ortsstelle Moos wurde schnell klar, dass der gemeinsame Auftritt der drei Gemeinden die Weiterbildungslandschaft im Tal am besten bereichern kann. Für die inhaltliche und terminliche Abstimmung sowie neue und kreative Weiterbildungsangebote vor Ort sorgen namentlich Elisabeth Ploner und Fabian Pfeifer (St. Leonhard), Regina Gufler (Moos) und Nikolaus Gufler (St. Martin). Das Programm für den kommenden Herbst bietet unter anderem eine Bildungsfahrt nach Wien, anlässlich 800

Jahre Deutschorden in St. Leonhard, eine erlebnisreiche Exkursion in den Wald, einen Informationsabend für angehende Bauherren und einen Kochkurs rund um das Thema Wild im Hotel Wildschütz. Das vollständige Angebot der VHS Passeier sowie auch der weiteren VHS-Ortsstellen in Südtirol findet sich immer aktuell auf www.vhs.it Klaus Gufler „carpooling Burggrafenamt“

Gemeinden starten Mitfahrbörse Verkehrsbelastung und Luftverschmutzung: ein Problem, das uns alle betrifft Jahr für Jahr nehmen die Verkehrs­ belastung und die damit verbundenen Probleme wie Luftverschmutzung, Lärmbelästigung und lästige Staus zu. Vom Tourismus abgesehen ist ein großer Teil der Verkehrsbelastung hausgemacht. So haben wir zum Beispiel in Meran nahezu 8000 Pendler/-innen (Daten Mobilitätsplan Meran), die ihren Wohnsitz außerhalb der Stadt haben und (Daten Mobi­ litätsplan Meran) tagtäglich zum Arbeitsplatz hin- und zurückfahren. Und genau hier setzt das Projekt „carpooling Burggrafenamt“ an. Das Projekt der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt ist im Mobilitätsplan (NaMoBu – Nachhaltige Mobilität Burggrafenamt) vorgesehen, wird von der Provinz – Abt. Mobilität unterstützt und dient der Förderung nachhaltiger Mobilität.

Statistiken zeigen, dass nahezu zwei Drittel aller Pendler alleine im Auto fahren. Und das ist aus ökologischer und ökonomischer Sicht schlechtweg unsinnig. Ziel des Projektes ist es, diesen Pendlern und anderen Interessierten über die Website www.carpooling.bz.it die Möglichkeit zu bieten, Fahrgemeinschaften zu bilden. Besonders interessant ist dieses Projekt auch für mittlere und größere Betriebe. Damit könnte, rein mathematisch gesehen, die Anzahl der täglichen Pendler­ autos von derzeit ca. 8000 auf ca. 4000 reduziert werden. Realistisch betrachtet kann über die Bildung von Fahrgemeinschaften der Pendlerverkehr mehr als halbiert werden. Wie funktioniert die Mitfahrbörse „carpooling Burggrafenamt“ genau? Die Mitfahrbörse „carpooling Burggrafenamt“ ermöglicht es, gemeinsame Fahrten zu organisieren: Als Fahrer und/oder als Fahrgast können die Fahrten mit dem Auto zu vordefinierten Zielen („Hub”) arrangiert werden. Konkret kann sich jeder Interessierte ab 19. September 2019 auf der Website www.carpooling.bz.it registrieren und Mitfahrgelegenheiten entweder anbieten oder suchen. Die Vorteile von Mitfahrgemeinschaften liegen auf der Hand: 1) Wenn mehrere Personen gemeinsam ein Auto benutzen, anstatt jeder sein eigenes, kommt das unserer Umwelt zugute. Wir verringern den Individualverkehr (sparen so Zeit), reduzieren die Emissionen (handeln so nachhaltig) und tragen damit bewusst zu einer besseren Luftqualität bei. 2) Die Mitfahrbörse schafft Kontakte und bringt Menschen zusammen. Und wer weiß, vielleicht entwickeln sich auch neue Freundschaften ... 3) Die Fahrtspesen können aufgeteilt werden. Am 19. September dieses Jahres ist es soweit: Die Website www.carpooling.bz.it wird online geschaltet und die Bildung der Fahrgemeinschaften kann beginnen. Der Erfolg dieser Initiative hängt ausschließlich vom Interesse und von der Teilnahme der Pendler/-innen an diesem Projekt ab. In diesem Sinne erhofft sich die Bezirks­ gemeinschaft Burggrafenamt eine rege Teilnahme aller Pendler/-innen und freut sich, dass wir alle gemeinsam einen großen Schritt in Richtung Reduzierung der Verkehrsbelastung und Verbesserung der Luftqualität machen. Genauere Informationen gerne unter: Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt Umwelt & Mobilität E-Mail: info@bzgbga.it, Tel.: 0473 205 141 Angelika Kofler


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Viele Vorteile

Zu Fuß und mit dem Rad zur Schule und in den Kindergarten

Julia Kremer (Sprengelleiterin Eggen-Schlern), Martina Comploi (Sprengelleiterin Gröden und Familienreferentin St. Ulrich), Renate Senoner (Sozialreferentin St. Cristina), Rosmarie Pamer (Bürgermeisterin St. Martin), Tina Federer (Sozialreferentin Welschnofen), Christa Ladurner (Koordinatorin Forum Prävention Familie), Maria Masoner (Sozialreferentin Karneid), Sandra Pardeller (Forum Prävention Familie) und Erich Kofler (Familienreferent St. Martin)

St. Martin

Familienfreundlichkeit lohnt sich Besuch in der Gemeinde St. Martin und Austausch von Erfahrungen Das Forum Prävention Familie begleitet und unterstützt derzeit die Grödner und Eggentaler Gemeinden beim Aufbau von Netzwerken für Familie. Verschiedene Akteure entwickeln zusammen neue Ideen und Projekte zugunsten der Familien, die dann in einem zweiten Moment umgesetzt werden können. Die Arbeit an gemeinsamen Tischen und gute Beispiele anderer Gemeinden sind hilfreich, wenn man Neues umsetzen will.
 Aus diesem Grund wurde ein Besuch der Gemeinde St. Martin organisiert, dieschon seit vielen Jahren die Familienfreundlichkeit in den Mittelpunkt stellt. Die Bürgermeisterin Rosmarie Pamer und der Familienreferent Erich Kofler gaben Einblick in ihre Strategien und berichteten von der regen Netzwerkarbeit im Dorf und in der Talschaft. Die Vertreterinnen aus Gröden konnten nachfragen und der Austausch war rege. Gemeinsam kann man vieles erreichen und Familienfreundlichkeit wird langsam zu einem Wert, der bei vielen politischen und strategischen Entscheidungen im Hintergrund Einfluss nimmt, so der Gemeindereferent Kofler. Die Bürgermeisterin Rosmarie Pamer

stellte die drei Säulen der Familienpolitik in der Gemeinde vor und zwar die Familienbildung, die Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie berichtete über die Entstehung der Kita in St. Martin, die durchgehende Sommerbetreuung für Kindergartenkinder, Grund- und Mittelschüler und die verschiedenen Projekte des Jugendtreffs. Wichtig ist auch, einen Blick auf die Tarifpolitik der Gemeinde und für Freizeitanlagen zu werfen und nach Möglichkeiten der Entlastung und Familienfreundlichkeit zu suchen. Diskutiert wurde auch über die Wichtigkeit eines Koordinierungsgremiums für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit, in dem alle Akteure dieses Bereiches über gemeinsame Projekte, pädagogische Konzepte und gemeinsame Ziele diskutieren können. Auch über die übergemeindliche Zusammenarbeit und verschiedenen Initiativen mit dem Sprengel Passeier und dem JubPa wurde gesprochen und sehr positiv bewertet. Christa Ladurner bedankte sich im Namen aller für den wertvollen Einblick und die vielen anregenden Ideen. Einiges davon wird sicherlich in die Weiterarbeit in den Grödner und Eggentaler Gemeinden eingebaut werden. Christa Ladurner

Viele erinnern sich gerne an den Schulweg in Kindertagen: Gemeinsam mit Freunden und voller spannender Erlebnisse wurde der Weg meist zu Fuß bewältigt. Auch heute sollte dem Schulweg wieder die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt werden: Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen, lernen frühzeitig, sich in unterschiedlichen Verkehrssituationen richtig zu verhalten. Wenn auf den Hol- und Bringdienst verzichtet wird, ist die Schulzone verkehrsberuhigt, die Verkehrssicherheit steigt. Nicht zuletzt tut die tägliche Bewegung den Kindern gut: Sie stärkt die Abwehrkräfte und beugt Haltungsschäden und Übergewicht vor. Kinder sind dann auch konzentrierter, leistungsfähiger und zappeln weniger. Und „Morgenmuffel“ werden auf dem Weg zur Schule wach. Oft wird die Zeit, die mit dem Auto benötigt wird um zur Schule zu kommen, als zu gering bewertet. Das Einsteigen, Festgurten, Ausparken, die Parkplatz­ suche, das Abschnallen und Aussteigen sowie die letzten Meter zur Schule: Die Zeit, die dafür benötigt wird, wird oft nicht berücksichtigt. Wenn der Weg zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt wird, ist, wenn überhaupt, nur wenig Zeit mehr einzuplanen. Nicht zuletzt haben Kinder am Schulweg die Möglichkeit, Freundschaften zu anderen Kindern aufzubauen und zu vertiefen. Werner Außerer


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Besichtigung des neuen Kindergartens in St. Leonhard

Tage der Architektur 2019

Tour „Dorfraum weiterbauen“ Passeiertal Der Auftakt zu den Südtiroler Tagen der Architektur 2019 fand heuer im Passeiertal statt und führte nach St. Leonhard und St. Martin. Das Motto „genius loci“ wurde mit dieser Tour auf die neu gestalteten Ortszentren bezogen und thematisch mit dem Untertitel „am Dorfraum weiterbauen“ näher betrachtet. Unter den Teilnehmern der Tour waren Einheimische, Architektur-Interessierte und Architekten aus Deutschland und Rovereto. Am Beginn stand die Besichtigung des Bürogebäudes des Tourismusvereins in St. Leonhard. Im Veranstaltungsraum im oberen Geschoss erklärte die Architektin Renate Marchetti anhand einer Powerpoint-Präsentation ihr Entwurfskonzept und die gewählten Materialien. Die Gebäudestruktur aus Holz ist in den Innenräumen sichtbar geblieben, die Außengestaltung erhält durch die Verkleidung aus Corten-Stahl ein einheitliches und einprägsames Erscheinungsbild. Im Anschluss führte der Spaziergang durch St. Leonhard zum neuen Kinder­

garten, bei dem die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Aus diesem Grund bot sich den Teilnehmern die Gelegenheit zu einer Baustellenbesichtigung mit dem Architekten Peter Plattner. Der neue Kindergarten präsentiert sich als kompakter Baukörper mit eingefärbtem Sichtbeton, der durch die Fensteröffnungen mit breiter Holzrahmung akzentuiert wird. Im Inneren waren die Teilnehmer beeindruckt von den großzügigen, lichtdurchfluteten Räumlichkeiten. In St. Martin gab die Architektin Margareta Schwarz den Teilnehmern einen kurzen Überblick über die Geschichte der Bürgerinitiative, die sich in den 1990erJahren die Verkehrsberuhigung der Dorfstraße zum Ziel gesetzt hatte. Wenn auch mit zeitlichem Abstand, so sind doch etliche der Ideen und Vorschläge der Gruppe in die aktuelle Gestaltung der verkehrsberuhigten Zone eingeflossen. Der Vizebürgermeister von St. Martin, Erich Kofler, hat diese Ausführungen ergänzt und dabei die Bauvorhaben der

Gemeinde aus den vergangenen Jahren hervorgehoben: dazu gehören das neue Bibliotheksgebäude, das Dorfhaus samt Platzgestaltung und die Bushaltestellen an der Hauptstraße. Der Architekt Carlo Calderan verwies bei der Besichtigung der Bibliothek auf die Höhen und die Maßstäblichkeit der Nachbarbebauung, an denen sich die Architekten bei der Erarbeitung des Konzepts orientiert haben. Daraus resultiert die Form als traditionelles Haus mit geneigtem Dach, das jedoch in der Außengestaltung durch eine eigene Architektursprache seiner Funktion als öffentliches Gebäude Rechnung trägt. Abgeschlossen wurde der Spaziergang mit dem nur wenige Schritte von der Dorfstraße entfernt gelegenen Wohnhaus Kogu. Der Architekt Alfred Gufler erklärte die besondere Herausforderung, auf dem sehr knapp bemessenen, trapezförmigen Grundstück die geforderte Wohnfläche unterzubringen. Die großzügige Wirkung des kleinen Hauses ergibt sich durch die Verkleidung in Lärchenholz, die ein homogenes Fassadenbild erzeugt, welches durch großformatige Fenster ergänzt wird. Magdalene Schmidt, Angelika Margesin


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Beschlüsse

Aus dem Rathaus von St. Martin vom 25. 5. bis 26. 7. 2019 >  Allgemeine Verwaltung:  Der Gemeinde­ rat hat in der Sitzung vom 26.06.2019 Herrn Erich Kofler als Vertreter der Gemeinde für den Kindergartenbeirat Saltaus für die Kin­ dergartenjahre 2019/20 – 2021/22 namhaft gemacht; aufgrund personeller Engpässe wurde eine Vereinbarung zwischen den Gemeinden St. Martin und Moos – betreffend die Zusammenarbeit im Bereich Bauamt – abgeschlossen. >  Beiträge:  SKJ – Südtirols Katholische Jugend – Ortsgruppe St. Martin in Passeier – € 1.000 für die Organisation des Benefiz­ festes 2019. > Dorfhaus/Vereinssaal:  Lieferung von Turnmatten für das Dorfhaus – Pedacta GmbH, Lana – € 1.837,59; Lieferung von zwei Aschenbechern für den Vereinssaal und das Arztambulatorium – Sanin GmbH, Algund – € 219,60. > Gemeindebauhof:  Lieferung eines Tanks 1000 l für Diesel – Landwirtschaftliche Haupt­ genossenschaft Südtirol, Bozen – € 1.078,48. > Kindergarten/Schule:  Lieferung eines Notebooks für den Kindergarten Saltaus – Var Group SpA, Empoli (FI) – € 927,20; Lieferung und Montage einer Garderobe für den Kindergarten Saltaus – Rivo Interior KG, Naturns – € 1.338,15; Lieferung einer Spiegelwand für den Kinder­ garten Saltaus – Archimedes KG, Mühlbach – € 360; Lieferung von Turngeräten und Teppichen für den Kindergarten Saltaus – Archplay GmbH, Burgstall – € 2.128,90; Austausch von zwei Raffstore im Kinder­ garten von St. Martin – Hella Italien GmbH, Bruneck – € 1.348,15; Lieferung einer Waschmaschine für die Mittelschule – EP Videotechnik Lanthaler, St. Martin – € 999; Lieferung einer Fallschutzmatte für die Turn­ halle der Mittelschule – Schweigl Aktivzeit des Schweigl Ernst & Co. OHG, St. Martin – € 1.273,68; Lieferung von verschiedenen Möbeln für die Mittelschule – Pedacta GmbH, Lana – € 2.124,02. > Mobilität:  An die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt wurden folgende Spesen­ beiträge ausbezahlt: € 2.544,65 für das Projekt „Nightliner“ betreffend das Jahr 2018; € 1.541,16 für das Projekt „Mobilitäts­ beratung“. >  Öffentliche Arbeiten:  Neubau Service­ gebäude öffentlicher Fußballplatz St. Martin – Baulos 2 – Abschnitt Sitztribüne: Durch­ führung von Vermessungsarbeiten – Geom.

Rudolf Schaffler, St. Leonhard – € 4.567,68. Neubau Servicegebäude öffentlicher Fußball­ platz St. Martin – Beleuchtungsanlage: Beauf­ tragung der Fa. Haller Markus, St. Leonhard – € 38.931,87. >  Öffentliche Sicherheit:  Lieferung und Montage einer Überwachungsanlage mit Kamera für die Sanitäranlagen beim Kinder­ spielplatz „Lenzerwiese“ – Nicom Securalarm GmbH, Bozen – € 4.602,69. > Rathaus:  Lieferung eines Routers Ubiquiti ERPro-8 – ACS Data Systems AG, Bozen – € 372; Lieferung von fünf Computern mit Bildschirm – Var Group SpA, Empoli (FI) – € 3.141,50; Lieferung von sechs Bildschirmen 27‘‘ für das Bauamt – ACS Data Systems AG, Bozen – € 1.313,94; Lieferung eines Telefons – Telmekom GmbH, Lana – € 400,16; Lieferung von fünf Bürostühlen – Trias OHG d. A. Klotzner & Co., Meran – € 2.379. > Sportanlagen:  Öffentliches Schwimmbad – Durchführung von Reparaturarbeiten – Edilvar GmbH, St. Leonhard – € 3.202,67. >  Straßen und Plätze:  Anbringung von Bodenmarkierungen – Sanin GmbH, Algund – € 3.107,43; Lieferung und Anbringung von Beschilderung – Sanin GmbH, Algund – € 1.556,72; Lieferung und Montage einer Speed-Check-Box für das Radargerät Autovelox in Quellenhof – Sanin GmbH, Algund – € 2.403,16. > Trinkwasser/Abwasser:  Entleerung von 12 Klärgruben im Gemeindegebiet von St. Martin – Eco-Center AG, Bozen – € 2.645,68. > Zivilschutz/Feuerwehr: Durchführung einer Belastungsprobe im Zuge der Sanierung und Verstärkung des linken Widerlagers der Hannenbrücke – 4 Emme Service AG, Bozen – € 5.239,90; Lieferung eines Defibrillators für die Freiwillige Feuerwehr Saltaus – Ilec KG, Tscherms – € 1.085,80.

Aus dem Rathaus von St. Leonhard vom 29. 5. bis 10. 7. 2019 >  Garten-und Parkanlagen:  Errichtung einer Überdachung für den Spielplatz in der AndreasHofer-Straße, Fa. Staschitz Fabian, € 7.500. >  Gemeinde:  Liquidierung der Prämien 2019 verschiedener Versicherungspolizzen, abge­ schlossen über den Broker Assiconsult aus Bozen, € 19.205; Lieferung von EDV-Geräten (7 PCs, 6 Bildschirme) für die Gemeindeämter, € 6.098. > Kindergarten:  Festlegung der Besucher­ gebühren im Kindergartenjahr 2019/20, für ein Kind € 35 monatlich, für das zweite Kind € 20 monatlich, ab dem 3. Kind entfällt die Besu­ chergebühr; Neubau Kindergarten St. Leonhard

– Einrichtung – Tischlerarbeiten/Maßmöbel, zusätzliche Arbeiten in Höhe von € 34.263,13. >  Öffentliche Arbeiten: Kanalisierung Schweinsteg-Saltaus – Projektierung, Baulei­ tung, Abrechnung und Sicherheitskoordination – Dr. Ing. Bernd Oberkofler, € 24.964,85. Breit­ bandversorgung – Glasfaserarbeiten (Einblas­ arbeiten) im Ortskern von St. Leonhard – Fionis GmbH, € 16.391,19. > Personal:  Öffentlicher Wettbewerb für die Besetzung einer Planstelle als spezialisierte/r Arbeiter/in – Elektriker/in; offentlicher Wettbe­ werb für die Besetzung von drei Planstellen als Verwaltungsassistent/in 6. FE – Zulassung Kandidaten, 13 Antragssteller/innen. > Schule:  Gewährung eines Beitrages an den deutschsprachigen Schulsprengel St. Leonhard für die Abdeckung der Ausgaben für den Schul­ betrieb im Jahre 2018/19, € 14.575; Maßnahmen zur Förderung der Familienzuweisung an den Schulsprengel von St. Leonhard für das Schul­ jahr 2018/19, € 6.625 für insgesamt 265 Grundund Mittelschüler, welche im Gemeindegebiet von St. Leonhard ansässig sind. > Soziales:  Vorübergehende Unterbringung des Seniorenheimes im ehemaligen Hotel Christophorus – Lieferung und Montage Ein­ richtung Küche – Trojer Gastrodesign GmbH, € 39.887,10; Errichtung Familienzentrum – Dienstleistung für die Planung Einreich-und Ausführungsprojekt sowie Bauleitung an die BTG Sozietät Arch. Dr. Wilfried Menz, € 164.358; Umbau Seniorenheim – Beratungsdienstleis­ tung und Unterstützung bei der Einreichung des Förderansuchens (conto termico) an die Energiebehörde GSE – Syneco Group GmbH, € 15.000. > Sport:  Lieferung und Montage eines ver­ zinkten Zauns für den Rasenplatz beim Sport­ platz – Metall-Projekt GmbH, € 8.194,92. > Straßen/Wege:  Errichtung eines Lager­ platzes unterhalb der Umfahrungsstraße – Fa. Roland Gufler, € 21.800. Betonieren eines Fußgängerweges im Bereich des Teiches „Sandwirt“ – Fa. Roman Reichhalter, € 5.600; Durchführung von Instandhaltungsarbeiten am Zaun beim Gehsteig im Bereich der Jaufen­ straße (Abschnitt Vinothek Prünster – Einfahrt Hotel Bad Fallenbach) – Fa. Thomas Pichler, € 2.806; Errichtung Zusatzwartebereich Bus­ haltestelle – Genehmigung Endstand und Bescheinigung über die ordnungsgemäße Ausführung der Arbeiten, € 29.900. > Umwelt:  Müllentsorgung – Beitrag für die Deckung der Ausgaben für die Errichtung von Deponien an das Land, € 13.991,17; Abwasser – Beitrag für Kläranlagen betreffend das Jahr 2018 an das Land, € 30.442,58; Fernheizwerk – Auftragserteilung für die Erhöhung des Kamins – Südtirolkamin KG, € 5.506.


7  Passeirer Blatt – nr. 154, August 2019

Aus dem Rathaus von Moos vom 29. 5. bis 31. 7. 2019 > Beiträge:  Liquidierung des jährlichen Mitgliedsbeitrages an die Bezirksgemein­ schaft Burggrafenamt – € 3.256,50; Verein MuseumHinterPasseier: Genehmigung Endauszahlung des Beitrages – ordentliche Jahrestätigkeit 2019 – € 30.000; außerordentlicher Beitrag – Hinterpasseirer Talschaftsübung 2019 – Bergrettung Raben­ stein – € 1.200; außerordentlicher Beitrag – kulturelle Veran­ staltungen im Bunker Mooseum Jahr 2019 – Bildungsausschuss Moos – € 2.500; außerordentlicher Beitrag – Deckungsbeitrag Langlaufloipe Innerhütt – Saison 2018/2019 – Tourismusverein Passeiertal – € 2.815,40; außerordentlicher Beitrag – Projekt „The Sound of music – Jungbläserwoche 2019“ – Jugendtreff St. Martin – 
€ 1.500; außerordentlicher Beitrag – Instandhaltung von Klettergärten im Passeiertal – Jahr 2019 – AVS Sektion Passeier – Ortsstelle St. Leon­ hard – Klettergruppe – € 1.500; Investitionsbeitrag – Ankauf Beschallungs­ anlage – Pfarrei Maria Himmelfahrt Moos – € 13.353,28. > Gemeinde:  Gemeindevermögen: Ankauf 40.000 kg Pellets für Heizungsanlagen der öffentlichen Gebäude – Federer Pellets GmbH- € 10.345,60; Busparkplatz Moos – Reparatur Schranke – MorTec Tooor GmbH – € 2.339,96; Trinkwasserversorgung – Einbindung von vier UV-Anlagen – Wallnöfer Günther und Rudolf OHG – € 2.995,44; Trinkwasserversorgung – Ankauf einer UVEntkeimungsanlage – Angerer Wassertechnik KG – € 3.172; Tourismus: Ausarbeitung Tourismusentwick­ lungskonzept – Kohl & Partner Tourismus­ beratung Südtirol – 
€ 11.799,84; Straßennetz – Winterdienst: Ankauf Streusalz für die Wintersaison 2019/2020 – Konvention der Landesagentur für öffentliche Verträge – € 3.367,20; Rathaus Moos: Lieferung und Montage Rollregalanlage – Dreika AG – € 16.836; Elektrokabine in Stuls – Ausarbeitung Teilungsplan sowie Kataster- und Grund­ buchseintragung – Geom. Schaffler Rudolf – € 1.522,56; Abwasser – Sammlung und Entsorgung Klär­ schlamm der Kleinkläranlagen/Klärgruben – Jahr 2019 – Eco Center AG € 7.000; Abwasser – Beitrag laut Art. 55 des L.G. 8/2002 für die teilweise Deckung der Ausga­ ben für die Finanzierung von Kanalisationen und Kläranlagen an das Land – Jahr 2019 – € 12.500; Ortspolizei – Lieferung Straßenschilder –

Unternehmen Sanin GmbH – € 5.413,32; Postversand: Abschluss einer Konvention mit Poste Italiane S.p.A. vom 01.09.2019 bis 31.08.2020 – € 3.600. >  Öffentliche Arbeiten: Wohnbauerweite­ rungszone C2 „Oberdorf-Pfelders“ – Verlegung Telefonanlage – Telecom Italia AG – € 5.963,47; Wanderweg Passerschlucht – Instandhaltung des Wanderweges – Bereitstellung der Mittel – Forstinspektorat Meran – € 10.000; Multifunktionszentrum Moos – Errichtung Steinschlagschutz – Architektur und Ingeni­ eurleistungen: definitiver Zuschlag Vergabe­ verfahren Architektur- Ingenieurleistungen zur Projektierung, Bauleitung, Abrechnung und Sicherheitskoordination – Holzner & Bertagnolli GmbH + Dr. Geol. Konrad Messner – € 79.469,18; Bebauung des ehemaligen Kasernenareals in Moos – Errichtung eines Multifunktionszent­ rums: Ausschreibung Bauleitung, Statik, Abrechnung und Sicherheitskoordination – offenes Verfahren über EU Schwelle – € 424.333,49; Austausch Sanitärleitungen Grundschule Platt – Projektierung und Bauleitung – M&N Plan Consulting – € 12.528,78; Elektrokabinen – Ausarbeitung von sechs Teilungsplänen sowie Kataster- und Grund­ buchseintragung – Geom. Schaffler Rudolf – € 6.902,27; Erneuerung Trinkwasser- und Löschwasser­ leitung Innerhütt-Außerhütt – Zusatzarbeiten – Passeirerbau GmbH – 
€ 7.625; Lieferung und Montage Fußgängerbrücke „Bergkristall“ – Gufler Metall KG – € 3.440,40; Elektroanlagen der öffentlichen Gebäude: Wartung und Sicherheitskontrolle Jahr 2019 – E-Tec des Raich Rainer Alois – € 5.294,80. > Schulen:  Spesen Schulausspeisung Mittel­ schule St. Leonhard in Passeier – Zeitraum Jänner – Juni 2019 – € 7.005,20; Kindergarten Moos – Austausch Terrassen­ diele – Karl Pichler AG – € 12.414,34; Kindergarten: Genehmigung der Besucherund Beförderungsgebühren für das Kinder­ gartenjahr 2019/2020: a) Besuchergebühr für ein Kind € 35 monat­ lich; b) Besuchergebühr für das zweite Kind aus derselben Familie € 20 monatlich; c) ab dem 3. Kind aus derselben Familie ent­ fällt die Besuchergebühr; d) bezüglich der Regelung des Transportdiens­ tes wendet die Gemeinde die Landesbestim­ mungen an; e) monatlicher Pauschalbetrag für den Kindergartentransport für jedes Kind € 20. Die Gebühr entfällt gänzlich, falls Kinder bis zur ersten Haltestelle von den Eltern befördert werden und diese Strecke mehr als 1,5 km beträgt. head_02.indd 2

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Stand: 16. 8. 2019

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Kultur & Gesellschaft Globaler Überblick über fast 70 Jahre Vereinstätigkeit

Heimatpflege als Akt der Nachhaltigkeit In der Mai – Nr. 5 des „Schlern“ erschien der Artikel „Heimatpflege als Akt der Nachhaltigkeit“ und soll hier auf Anregung verschiedener Seiten als Lektüre für das Passeirer Publikum wiedergegeben werden. Der „Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier“ hat im Juni 2018 mit Fabian Pfeifer, St. Leonhard, eine neue Führung erhalten. Dies soll Anlass zu einem gerafften Rückblick auf die Tätigkeit der vergangenen Jahrzehnte sein. Der Verein wurde 1950 in St. Leonhard gegründet und hat sich seitdem talum­ fassend um Landschaftsschutz und Durchführung von kulturellen Aktionen gekümmert. Er ist Mitglied des Heimatpflegeverbandes Südtirol und als Volkshochschule St. Leonhard Mitglied des Verbandes der Volkshochschulen Südtirols. Im Bereich der Heimatpflege war die Sorge um die Kulturlandschaft des Tales von Anfang an ein zentrales Anliegen der Vereinsmitglieder, deren Ideen und Überzeugungen besonders im Rahmen der Gemeindebaukommissionen zur Geltung kamen. Prägend für die Kulturlandschaft sind neben der gepflegten Natur besonders die traditionellen Bauten: die Pflege der bäuerlichen Kleindenkmäler wie Wegkreuze, Bildstöcke und Kapellen waren und sind zentrales Anliegen unserer Mitarbeiter unter der Federführung von Johann Raich. Daneben galt es die Trockenmauern, Zäune und Schindeldächer vor dem Verfall zu retten. Die gleiche Sorge galt dem Erhalt von Mühlen, Backöfen und historischen Bauernhäusern. Besondere Sorgfalt verdiente die Pflege der Bauten öffentlichen Interesses: die Sandhofkapellen, die Pfarrkirche und die hl. Grabkirche in St. Martin samt dem historischen Friedhof, das Malerhaus in St. Martin, die Bergkirchlein von Ulfas, Hütt und Lazins, Restaurierung des Meilensteins beim Jaufenhaus – um nur einige zu nennen. In früheren Dorfbegehungen wurden die Augen der Entscheidungsträger geschärft – eine Aktion, die weitergeführt werden sollte. Neben der Baupflege wurde stets ein Augenmerk auf verdiente Persönlichkeiten des Tales geworfen: u. a. Historiker Josef Thaler (Kuens), Maler Hans Prünster (Riffian), Fürsterzbischof Johannes Haller (Saltaus), Naturforscher Florian Schrott

(Schweinsteg), Dichter und Kunstmäzen Michael Winnebacher (St. Martin), Bildhauer Anton Ferner (St. Martin), Freiheitskämpfer Andreas Hofer (St. Leonhard), Historiker Johann Jakob Staffler (Gedenkstein und Namen für die Mittelschule in St. Leonhard), Alpinisten und Polarforscher Johann Haller und Alexander Klotz (Walten), Freiheitskämpfer Georg Klotz (Walten), Arzt und Wissenschaftler Dr. Joseph Ennemoser (Moos/Rabenstein), Alpinist Josef Pichler (Moos), Abt Stefan Pamer (Platt), Pomologe Johann J. Pöll (Ulfas), Mystikerin und Schriftstellerin Rosina Zipperle (Stuls) und Alpinist Josef Pixner (Pfelders). Eine lange Tradition hatten auch die Abendvorträge der Volkshochschule und die Kulturfahrten mit Schwerpunkt Tirol. Der Verein stand Pate bei der Gründung der Musikkurse Passeier, die später in die vom Land getragene Musikschule übergingen.

Das monatlich stattfindende „Offene Singen“ – betreut von Frau Anna Lanthaler und Stefan Raffl – gilt der Gemeinschaftspflege im Tal und erfreut sich großer Beliebtheit. Zum Jahr 1984 (175 Jahre Gedenken an 1809) machte der Verein den Vorschlag zur Schaffung der „Marktgemeinde St. Leonhard Passeier“ als Ehrentitel, was die Gemeindeverwaltung St. Leonhard und die Region Trentino/Südtirol dann einstimmig beschlossen haben. Der Verein leistete auch seinen Beitrag zur literarischen Präsenz des Passeiertales: 1974 Initiative und Mithilfe zur Erstellung der Schlern-Doppelnummer „Zur Landeskunde des Passeiertales“ >> 1983  Riffian (Mathilde Weger) >> 1989  Reprintausgabe „Das Thal Passeier“ (Beda Weber) >> 1990  40 Jahre Verein f. Kultur u. Heimatpflege Passeier – Festschrift >> 1996  Kuens – Geschichte und Kultur (Sepp Pircher) >> 2010  Festschrift 60 Jahre VKH Passeier: „Das Passeiertal“ >> 2011  300 Jahre Seelsorge Platt (Arnold Rinner) >> 2012  100 Jahre Jaufenstraße (Heinrich Hofer – Günther Ennemoser)

Die Frischlechn-Säge, Glaiten, als Beispiel prägender Bauobjekte in der Kulturlandschaft  Foto: Ignaz Gruber, 1992


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>> 2016  „Hinter den Fronten Galiziens“ (Monika Mader) >> 2018  „Raues Leben, großes Sterben“ (Monika Mader) >> 2018  50 Jahre Timmelsjochstraße (Manfred Schwarz) Ferner laufende Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften von verschiedenen Mitgliedern. Die Pflege der Passeirer Mundart liegt in den Händen der Mundartdichterin Anna Lanthaler mit vielen Publikationen in Form von Büchern, Beiträgen in Kalendern und Zeitschriften. Moderne Plastiken und Skulpturen finden wir in Kuens (1300 Jahre Kuens), in Saltaus (500 Jahre Gericht Passeier), Park der Mittelschule St. Leonhard (Mutter Gaia von Ulrich Egger) und Moos (Joseph Ennemoser von Ulrich Egger). 2012 erhielt die Jaufenstraße auf Vorschlag unseres Vereins eine Bronze-Gedenktafel „100 Jahre Jaufenstraße“. Im Rahmen des Vereins erfolgte 1991 die Gründung des Chronistenbezirks Passeier, in dem seither wertvolle Chronistenarbeit geleistet wird. Besonders erwähnt sei die 2600 Fotos umfassende Dokumentation der Passeirer Bauernhöfe, die der inzwischen leider verstorbene Grundschuldirektor Ignaz Gruber 1992 erstellte. Für talrelevante Archivalien, Fotos, Dias, CDs und Texte wurde das Talarchiv Passeier geschaffen, für das die Marktgemeinde St. Leonhard die entsprechenden Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Abschließend ein Blick auf die Vorsitzenden des Vereins: Alois Ploner (1950 bis 1956), Sepp Dona (1956 bis 1984), Heinrich Hofer (1984 bis 1994), Siglinda Jaitner (1994 bis 2001), Heinrich Hofer (2001 bis 2018), Fabian Pfeifer (ab 2018). Es liegt auf der Hand, dass ein globaler Überblick über fast 70 Jahre Vereinstätigkeit nicht in einem Artikel geboten werden kann. Die angeführten Beispiele gelten stellvertretend für viele weitere Aktionen und Schriften, die nicht genannt worden sind und zum Teil mit anderen Kulturträgern des Tales verwirklicht wurden. Der Dank für die wertvolle geleistete Arbeit geht an die Vereinsmitglieder, an die Behörden und Verbände und an die Gönner, die wir weiterhin um Unterstützung ersuchen. Dem neuen Obmann wünschen wir Erfolg und Freude an der Vereinsarbeit! Heinrich Hofer

Zum Abschied

Im Gedenken an Josef Ennemoser – „Schlechtnlearer“ Josef Ennemoser, der „Schlechtn Sepp“ wurde am 8. Mai 1923 beim Schlechtnhof auf dem Flonerberg geboren. In seinem achten Lebensjahr ist seine Mutter gestorben. Der Vater stand mit den neun noch recht jungen Kindern alleine da. Er hat ein zweites Mal geheiratet, damit die vielen Kinder wieder eine Mutter bekommen. In zweiter Ehe kamen nochmals zehn Kinder zur Welt. Eine Groß­ familie mit 19 Kindern, vier davon sind bereits im Säuglingsalter gestorben. Der Sepp ist als guter Schüler aufgefallen und so durfte er nach der Volkschule im Johanneum in Dorf Tirol, dem bischöflichen Studienseminar, die Oberschule besuchen, bis dann der Vater meinte: „Du musst wieder daheim bleiben, ich brauche dich zum Arbeiten.“ Gekommen ist es dann ganz anders: Der Zweite Weltkrieg hat keine Rücksicht genommen, ob jemand zu Hause gebraucht wurde oder nicht. Der Sepp musste einrücken und war zum größeren Teil als Dolmetscher in Griechenland stationiert. Er hatte das Glück, nicht in Gefangenschaft zu geraten, ist aber trotzdem erst Monate nach Kriegsende wieder heimgekommen. Danach begann er seine Arbeit als Lehrer und Schulleiter. Zuerst in Moos und dann in St. Martin. Viele von uns sind vor ihm in der Klassenbank gesessen. Aber jeder hat sofort gespürt, Lehrer sein ist für den Sepp nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung. Wir haben nicht nur lesen und schreiben gelernt, er hat uns wirklich viel Nützliches für das Leben mitgegeben und das in seiner ruhigen und väterlichen Art, wie wir es alle, in jener Zeit, nicht gewohnt waren. Vielleicht auch, weil der Sepp als junger Lehrer ein sehr sportlicher Mensch war. In seiner Schulzeit wurde er Landesmeister im 100m-Lauf. Und durfte er als Schüler vom Johanneum einmal nach Hause gehen (natürlich zu Fuß), konnte er mit seinem Schulfreund, Franz Kofler „Sixn Franz“, nicht normal gehen wie alle anderen, sondern irgend ein Gegenstand wurde als Fußball auf dem ganzen Weg hin und her gestoßen. Ja, Fußball ist mit dem Sepp nach St. Martin, ich möchte sogar sagen, ins Passeiertal gekommen. Das war schon etwas ganz Besonderes: ein Lehrer, der mit den Schülern spielt.

† Josef Ennemoser

Sportlich könnte man vom Sepp viel aufzählen: er war Schifahrer, Rodler, Sportschütze und Fischer. Die größte Leidenschaft war aber die Jagd, zuerst in St. Martin, wo er auch als Revierleiter tätig war, später dann in den Revieren St. Leonhard und Moos. Außergewöhnlich war seine Freude zur Hasenjagd. Man spürte, für ihn war es nicht immer die große Trophäe, die er suchte, am liebsten beobachtete er Spiel- und Auerhahn. Einmal brachte ihn sein Beruf als Lehrer und seine Arbeit als Revierleiter in Verlegenheit. Ein Schüler hatte in einem Aufsatz vom guten Wildbraten geschwärmt. Der Vater hatte das Wild erlegt, war aber kein Jäger. Mit seinem Bruder Otto gemeinsam, begann er Ende der Fünfzigerjahre, in der Postmeisterwiese, heute Garberweg, sein Haus zu bauen. Fast 3 Jahre hat das Ganze gedauert. Die Baugrube wurde händisch ausgehoben, der Sand zum Betonieren in der Passer geholt, wie es damals so war. Im Mai 1962 heiratete er Christine Pichler, die Tochter des Schusters Franz Pichler. Nach und nach kamen drei Kinder und in der Folge acht Enkelkinder zur Welt. Ein Anliegen war ihm die politische Zukunft der Gemeinde, so hat er sich auch für die Eigenständigkeit von St. Martin eingesetzt. 1954 wurde er der 1. Vize-Bürgermeister. Am 19. Mai 2019 ist der „Schlechtn Sepp“, im Alter von 96 Jahren, als ältester Mann unserer Gemeinde, gestorben. Er wird vielen noch länger in guter Erinnerung bleiben. Hermann Pirpamer


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11  Passeirer Blatt – nr. 154, August 2019

Amazonien – Passeier

Passeirer Spendenaktion zum 80er von Erwin Kräutler Am 12. Juli 2019 feierte der brasilianischösterreichische Bischof Erwin Kräutler seinen 80. Geburtstag. Zu diesem Anlass hat eine rüstige Passeirerin – die ebenfalls einen runden Geburtstag zu feiern hatte – auf Geschenke verzichtet und zu einer Spendenaktion aufgerufen. Nun konnte sie 1.000 Euro auf das Konto des Bischofs überweisen. Erwin Kräutler, emeritierter Bischof einer 350.000 Quadratkilometer großen katholischen Diözese in Amazonien/Brasilien, kämpft seit jeher gewaltfrei für das Überleben der indigenen Bevölkerung und gegen die skrupellose Regenwald-Zer­ störung, welche das Klima bedroht. Der gebürtige Vorarlberger setzte sich erfolgreich für die Verankerung der Rechte der Ureinwohner in der Verfassung ein. 1987 war er deshalb Ziel eines Mordanschlages – den Rosenkranz, den er bei sich trug, stellte er 2013 dem MuseumPasseier als Ausstellungsobjekt für „Helden & Wir“ zur Verfügung. Nicht zuletzt wegen seines Widerstandes gegen das Riesenstaudammprojekt von Belo Monte, durch das Zehntausende Menschen ihren Lebensraum verloren, erhält er immer noch Morddrohungen und steht unter dauerndem Polizeischutz. 2010 erhielt er für seinen Einsatz den Right Livelihood Award, den Alternativen Nobelpreis, 2015 wurde er ein Berater von Papst Franziskus und einer der „Ghostwriter“ der Umweltenzyklika „Laudato si“. Scharfe Kritik äußert er am neuen Staatspräsidenten Jair Bolsonaro, der Amazonien für multinationale Bergbau- und Holzkonzerne öffnen will. Judith Schwarz Erwin Kräutlers Rosenkranz im MuseumPasseier inspirierte zu einer privaten Spendenaktion  Foto: MuseumPasseier

Der neue Ausstellungsraum in St. Martin steht Passeirer Künstlern und Künstlerinnen zur Verfügung

ALTE MÅRTINER BIBLIOTHEK

Raum für Kultur und Handwerk Nachdem St. Mårtin vor einiger Zeit eine neue Bibliothek erhalten hat, stand natürlich die Frage im Raum, wie man die Räumlichkeiten der gegenüberliegenden, alten Bibliothek am sinnvollsten nutzen könnte. Der Mårtiner Referent für Kultur und Sport, Klaus Gufler, hegte schon seit längerer Zeit einen persönlichen Wunschtraum, der nun mit dem Raum für Kultur und Handwerk in Erfüllung ging. „In Psair“, erzählt Klaus, „gibt es viele talentierte Menschen, die zuhause im stillen Kämmerlein tolle Bilder malen oder sehenswerte Skulpturen gestalten. Eben für diese Personen wollte ich eine Plattform schaffen, um ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Gemeinsam mit Hansjörg Alber, Carmen Kofler, dem Bildungsausschuss, dem Jugendtreff und den Freizeitmalern suchten wir nach Möglichkeiten, um einen idealen Raum anbieten zu können. Die alte Bibliothek schwebte mir schon länger als ebendieser Raum vor, aber das schien bis vor kurzem nicht realisierbar, da er für andere Bereiche vorgesehen war. Umso mehr freute ich mich, als der Raum letztendlich doch für Ausstellungen im Bereich Kultur und Handwerk zur Verfügung stand. Auch von der Gestaltung her wollten wir neue Wege gehen: Es gibt südtirolweit eine Vielzahl wunderbarer, funktioneller Ausstellungsräume, wo aber im Grunde alles vorgegeben ist. Uns aber schwebte das Gegenteil vor: Wir stellen einen weißen Raum mit sehr guter Belichtung zur Verfügung, die Gestaltung obliegt aber dem jeweiligen Künstler, der somit seine persönlichen Ideen einfließen lassen

kann. Der Raum wird gratis zur Verfügung gestellt, einzige Bedingung ist, dass sich die Ausstellung im Bereich Kunst oder Handwerk bewegt, alles andere ist fließend. Nicht der große Stil, sondern Kreativität ist gefragt und wir würden uns sehr freuen, wenn auch junge Künstler das Angebot wahrnehmen würden. Zusammenfassend kann festgehalten werden: Der Raum für Kultur und Handwerk soll ein Treffpunkt für Kunstinteressierte werden, einen Mehrwert für das ganze Psair darstellen und unser Tal auch im Bereich Kultur nach außen öffnen. Zudem wird hiermit bewiesen, dass man auch mit bescheidenen finanziellen Mitteln etwas bewegen kann. Für mich persönlich bedeutet das Zustandekommen dieses Projekts die Erfüllung eines Wunschtraumes und ich freue mich auf viele interessante Ausstellungen.“ Als Erster präsentierte der Fotograf Dietmar Fiegl im Raum für Kultur und Handwerk seine sehenswerte Ausstellung „Element Wasser“. Vom 11. bis zum 14. Juli stellten die Psairer KünstlerInnen Agnes Ennemoser, Franz Haller, Peter Pichler und Roswitha Gumpold ihre Gemälde und Skulpturen aus. Ausstellungen werden bei Notwendigkeit auch kurzfristig organisiert und können auf der Homepage der Gemeinde (info@stmp.it) eingesehen werden. „Es wäre aus unserer Sicht einfach toll, “ so Referent Klaus Gufler abschließend, „wenn viele Psairer KünstlerInnen von unserem Angebot Gebrauch machen würden. Wir jedenfalls freuen uns unsererseits auf jede Ausstellung!“ Kurt Gufler


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Ein farbenfrohes Bild bot der Dorfplatz von St. Martin in Passeier anlässlich des 60-jährigen Wiedergründungsjubiläums seiner Schützenkompanie  Fotos: Maria Pichler

St. Martin

Schützenkompanie St. Martin feiert 60-jähriges Wiedergründungsjubiläum Die Schützenkompanie St. Martin in Passeier hat am Samstag, den 3. Juli, ihr 60-jähriges Wiedergründungsjubiläum gefeiert. Das Jubiläumsfest stand im Zeichen der grenzüberschreitenden Freundschaft und Kameradschaft, „denn was Freundschaft im Herzen verbindet, kann die Politik am Verhandlungstisch nicht trennen!“, betonte Hauptmann Armin Oberprantacher in seiner Rede. Festredner Pius Leitner appellierte an die Zivilcourage: „Wo Zivilcourage beheimatet ist, braucht es keine Helden.“ „Wir feiern unsere bewegte Geschichte und unsere vielversprechende Zukunft. Wir feiern unsere Mitglieder. Und wir feiern unsere langjährige Partnerschaft mit den Schützen von Längenfeld in Tirol“, mit diesen Worten begrüßte Hauptmann Armin Oberprantacher etwa 1.000 Schützen, Jungschützen und Marketenderinnen aus allen Landesteilen Tirols zum Festakt anlässlich des 60-jährigen Wiedergründungsjubiläums der Schützenkompanie St. Martin in Passeier. Für die Schützen aus dem Heimattal des Tiroler Freiheitshelden Andreas Hofer stand die Jubiläumsfeier im Zeichen der Freundschaft und der Kameradschaft, zumal die Kompanie von St. Martin im nächsten Jahr das

Alpenregionstreffen 2020 ausrichten wird. „Das Alpenregionstreffen 2020 wird ein farbenfrohes Fest“, betonte Hauptmann Oberprantacher. „Aber nicht nur: Es wird ein Bekenntnis für unsere Heimat, für unsere Kultur, für unsere Werte und für unseren Glauben“, so der Schützenhauptmann. „Und für unsere Kameradschaft – über Grenzen hinweg. Denn was Freundschaft im Herzen verbindet, kann die Politik am Verhandlungstisch nicht trennen!“ Pius Leitner: „Zivilcourage muss unsere Triebfeder sein“ Alt-Landeskommandant Pius Leitner spannte in seiner Festrede den Bogen von den Freiheitskriegen 1809 über die Großkundgebung von Sigmundskron 1957 bis zur aktuellen Politik. „Wie schaut es mit dem Willen zu Unabhängigkeit und Freiheit aus?“, stellte Leitner angesichts des 100-jährigen Gedenktages der Angliederung Südtirols an Italien im nächsten Jahr in den Raum. „Wäre es nicht angebracht, zu diesem Anlass den Willen der Südtiroler abzufragen, wie sie sich die politische Zukunft wirklich vorstellen?“, schlug Leitner vor. Die Schützen bezeichnete der Festredner als „Hüter der Traditionen. Sie halten die Werte hoch, ehren das Erbe der

Väter, trotzen dem Zeitgeist, geben Halt und Orientierung“, so Leitner. „Die Schützen sind nach wie vor das Gewissen unseres Landes.“ Leitner drückte seine Hoffnung aus, dass mit der Einführung des Faches Bürgerkunde in den Schulen in Südtirol auch Landesgeschichte und Autonomiegeschichte gelehrt werde. „Eigenverantwortung und Zivilcourage müssen unsere Triebfedern sein“, appellierte der Alt-Landeskommandant nicht zuletzt. „Wo Zivilcourage beheimatet ist, braucht es keine Helden.“ Rosmarie Pamer: „Generalprobe für 2020“ „Das heutige Fest ist eine kleine Generalprobe für das Alpenregionstreffen 2020“, begrüßte die Bürgermeisterin von St. Martin in Passeier die zahlreichen Schützen aus allen Landesteilen Tirols zum Jubiläumsfest. Die Bürgermeisterin erinnerte dabei an den geschichtsträchtigen Dorfplatz, der viel zu erzählen habe – vor allem aus der Zeit Andreas Hofers. Grußworte überbrachten auch der Bürgermeister von St. Leonhard im Pitztal, Rupert Hosp, der Major des Schützenbezirkes Burggrafenamt-Passeier, Hannes Holzner, und der Bataillonskommandant des Ötztales, Toni Klocker. Ehrenkranz für tatkräftige Unterstützung „Ein solcher Jubeltag wie heute ist ein Tag, der uns helfen soll darüber nachzudenken, wofür wir dankbar sein müssen“, unterstrich Schützenkurat Pater Christoph Waldner OT in seiner Festpredigt.


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Christl Schmidhammer Oberprantacher und Annelies Unterthurner Prünster (v.l.) wurden anlässlich des Jubiläums mit dem Ehrenkranz des Südtiroler Schützenbundes ausgezeichnet, im Bild mit Hauptmann Armin Oberprantacher (l.) und Laudator Hermann Pirpamer (r.)

Das 60-jährige Wiedergründungsjubiläum war in diesem Sinne für die Schüt-

zenkompanie St. Martin in Passeier daher Anlass, um Christl Schmidhammer Ober-

prantacher und Annelies Unterthurner Prünster als Dank für ihre langjährige, tatkräftige Unterstützung mit dem Ehrenkranz des Südtiroler Schützenbundes auszuzeichnen. Nicht zuletzt gedachten die etwa 1.000 Schützen auf dem Dorfplatz von St. Martin ihrer verstorbenen Helden. „Brauchen wir heute noch Helden?“, stellte Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan in seiner Gedenkrede in den Raum. „Für unsere Heimat ist nicht die Politik zuständig, sondern wir selber: Heimat ist im Herzen“, unterstrich Wirth Anderlan. „Jeder Tiroler, der die Freizeit für die Heimat opfert, ist ein Held“. Der abschließende Festumzug durch den historischen Ortskern war ein farbenfroher Vorgeschmack auf das Alpenregionstreffen vom 21. bis 24. Mai 2020 in St. Martin in Passeier, zu dem mehr als 10.000 Schützen, Jungschützen und Marketenderinnen aus Bayern, Tirol, Südtirol und Welschtirol erwartet werden. Maria Pichler

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In Rente dank SBB Patronat/ENAPA


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Mit diesem Reisebus chauffierte Egon Zipperle seine amerikanischen Nobelgäste durch Europa

St. Martin

Amerikanischen Nobelgästen Europa gezeigt Wenn Egon Zipperle aus dem Leben als Chauffeur erzählt, dann kommt er ganz ins Schwärmen. Ob als Lastwagenfahrer, als Busfahrer und auch mit dem Abschleppwagen fahren, das hat der Egon nie als strenge Arbeit empfunden, sondern es war ein Teil seines Lebens, meint der heute 75-Jährige. Heilfroh war er, dass er in jungen Jahren, als Kellner im Hotel Bristol in Meran, Englisch gelernt hatte. So brauchte er nicht lange zu zögern, die Stelle als Busfahrer zu zwei- bis dreiwöchigen Europafahrten für amerikanische Nobelgäste, 1976 und 1977, anzunehmen. Das bedeutete: als Busfahrer, Reiseleiter und „Mädchen für alles“ anspruchsvollen Gästen fast ganz Europa zu zeigen. Die Gäste kamen in der Regel von Los Angeles über London nach Amsterdam. Dort hat der Egon sie vom Flughafen zum Hotel gebracht. Am nächsten Tag begann die Reise, ich möchte fast sagen das Aben-

teuer. Ein Beispiel: Start in Amsterdam über Heidelberg, Luzern, Innsbruck, Venedig, Rom, Florenz, Nizza, Grenoble, Paris und zurück nach Amsterdam. Dazwischen immer das Mittagessen in einer anderen Stadt, in einem anderen Hotel. Die Anschriften schön aufgelistet, als Rand­ bemerkung für den Fahrer. Ohne „Navi“, ohne Handy oder sonst ein technisches Hilfsmittel. Wie ist so etwas möglich? Es brauchte dazu jeden Abend eine intensive Vorbereitung, mit Hilfe von Land- und Stadtkarten. Besonders hilfreich war der Erfahrungsaustausch mit anderen Busfahrern. Jeder hatte so seine besonderen Tips, um sich in Großstädten zurecht zu finden. Am wertvollsten war der eigene Orientierungssinn. „Ich habe mir überall besondere Fixpunkte gemerkt, die mich schon beim zweiten Mal an das richtige Ziel geführt haben.“ Und wenn’s einmal ganz verzwickt war, musste man sich halt

Bis heute bewahrt Egon Zipperle die Dankschreiben seiner Gäste auf

Trotz vieler Fahrten entstand an Egons Bus nicht der geringste Kratzer

mit einem vorausfahrenden Taxi durch eine Großstadt lotsen lassen. Autobahnen gab es immerhin bereits überall. Es gab eigentlich nur eine Situation, in der sich der Egon nicht so richtig wohl gefühlt hat. Manchmal musste er amerikanische Studenten am Flughafen in Verona abholen und nach Sulden bringen. Bei dichtem Nebel sind die Flugzeuge anstatt in Verona am Flughafen „Malpensa“ in Mailand gelandet. Als Busfahrer musste er auch bei dichtestem Nebel die Leute in Mailand abholen und nach Süd­ tirol bringen. Die Lastwagen sind nur so an einem „vorbeigeflogen“, dem Egon ist ganz mulmig geworden, hat sich aber von der Raserei nicht anstecken lassen. Wenn man es zu genießen weiß, wie der Egon, kann man aber mit einem Leuchten in den Augen von interessanten Plätzen in Europa erzählen: Auf der Platte vor dem Kölner Dom, dem Markusplatz in Venedig, dem Petersplatz in Rom, dem Strand von Nizza, vor der Eingangstür zum Spielcasino in Monte Carlo oder vor dem „Moulin Rouge“ in Paris. Man möchte meinen, die Begeisterung der Gäste ist auf ihren Fahrer und Begleiter übergegangen. Und begeistert waren die Amerikaner! Davon zeugen heute noch die Dankschreiben, die Visitenkarten von Anwälten und Notaren, die der Egon fein säuberlich aufbewahrt. Oder der lange Applaus, jedes Mal, wenn sie an der amerikanischen Botschaft in Brüssel vorbeikamen. Es gab sogar ein Angebot, inkl. Flugticket, sofort als Privatchauffeur nach Los Angeles zu gehen. Gereizt hat das den Egon schon, aber wenn man Familie hat, muss man halt vernünftig bleiben. Mit Freuden erzählt der Egon: „Am Ende war ich schon ein wenig stolz, dass in der ganzen Zeit nicht der geringste Kratzer beim Bus entstanden ist.“ Hermann Pirpamer


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Der Narrenspiegel (Teil 2)

Vom legendären „Zelt“ und anderen kuriosen Dingen In einer Faschingszeitung aus dem Jahre 1970 durfte selbstredend ein Beitrag zum legendären Vereinszelt, das von 1968 bis zum Jahre 1987 auf dem heutigen Mårtiner Mittelschulareal stand, nicht fehlen. Die reiferen Psairer Semester können, zumeist unter der Rubrik „Unfassbares“, ein lebhaftes Lied davon singen, was im „Zelt“ so alles geschah und abging. Es ist auch nicht als Gerücht einzustufen, dass bei zartbesaiteten Gemütern nach einem kunterbunten Abend im glorreichen Festzelt der Glauben an die positive Entwicklung der Menschheit – und im Besonderen des Psairer Furchenadels – mitunter arg ins Wanken geriet. Ein weiteres Gedicht erzählt von einem gewieften Schuster, der sich einiges einfallen ließ, um St. Mårtins begnadeten Fußballernachwuchs gekonnt auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Viel Spaß beim Lesen! Kurt Gufler

Hymne auf das Zelt

Gerichtssaal „Es gibt hier ganz nen schlauen Mann, der die Fußballer gar nicht vertragen kann, denn welch Wunder, welche Manieren, sie ihm die Hauswand immer bombardieren. Und sei es nun, daß er dann mault, oder daß er sich den Nacken krault, keine Nachsicht haben diese Flegel. Drum gibt’s nur eins, und das sind Nägel. Denn wo die guten Worte nicht mehr nützen, muß man auf andre Weise sich beschützen. Und jetzt aus seinem Fensterbrett, die spitzen Nägel schaun recht nett. Sie warten auf einen wuchtgen Ball, der platzen soll mit mächtgem Knall. Dabei er sich nicht nur rächt an den Flegeln, er verdient ja auch das Geld von den Nägeln, denn wenn ein Ball zugrunde geht, als Schuster er sofort das Löchlein näht. Dabei verdient er einen Batzen Geld, nun wißt ihr’s, so macht’s der schlaue Held!“

„Festgemauert auf der Erden, steht das Zelt aus Tuch gebaut, heute muß ein Festtag werden, frisch Gesellen, heut wird’s laut. Von der Stirne heiß, rinnen muß der Schweiß. Macht eure Kehlen naß, denn der Segen kommt vom Faß. Wohl nun kann der Guß beginnen, schön gewölbet ist der Bauch. Doch bevor wir’s lassen rinnen, sprechen wir, wie es der Brauch: ein Prosit! Wohltätig ist des Bieres Macht, wenn es der Mensch bezähmt, bewacht, und der Rausch den es dann schafft, den dankt er diesem Gerstensaft. Doch furchtbar wird der Alkoholgeist, wenn er dem Mensch entrinnt, entgleist. Doch wehe wenn er losgelassen wachsend ohne Widerstand, durch die durstgequälten Massen, wälzt den ungeheuren Brand. Denn die Darmeshäute hassen, das Gebräu von Fuchses Hand. Doch einen hat es schon erwischt, denn die Vernunft ist ihm entwischt. Es fliegt der Krug hoch im Bogen, es kommt ein Hühnchen angeflogen und eine Wurst ist auch dabei und schon gibt’s eine Keilerei. Alles rennet, rettet, flüchtet, keiner ist, der solches schlichtet. Menschen wimmern unter Trümmern, Säulen stürzen, Krüge klirren, Kinder jammern. Da werden Weiber zu Hyänen und treiben mit Entsetzen Spott. Das Gute räumt den Platz dem Bösen und alle Laster werden frei. Doch jetzt ist’s Zeit, daß was geschieht, und diesem Treiben Einhalt gebiet. Die Feuerwehr ist gleich vor Ort, und schafft die Bösewichter fort. Leergebrannt ist die Stätte, wilder Stürme rauhes Bette. Leserzuschrift: In den öden Zelteshöhlen, „Neulich setzte ich mich beim Unterwirt an wohnt das Grauen, einen Tisch. Die Kellnerin kam und fragte, und des Himmels Wolken schauen was ich möchte. Ich bestellte einen „langen hoch hinein.“ Schwarzen“, und kaum hatte ich die Bestellung aufgegeben, da sagte das Fräulein: „Da ist er!“ Erstaunt blickte ich hoch, denn sowas war ja gar nicht möglich; doch es stimmte wirklich, denn die Tür war aufgegangen und herein kam der … Schwarz Reinhard.“


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Eines der zwei neugeborenen Kitze mit dem Namen Bärli, wenige Tage nach seiner Geburt. Sein Geschwisterchen hat den Namen Schnucki erhalten. Beide Kitze können im Gehege in Moos bewundert werden  Foto: Claudia Fister

Altersheim St. Barbara  Foto: Bernadette Pfeifer

Interessante Aufzeichnung

Moos

Altersheim St. Barbara

Steinwildnachwuchs im Bunker Mooseum

Der ehemalige Heimbewohner Anton Gufler hat nur die italienische Schule besucht, er war Jahrgang 1916. Hat aber geschrieben wie ein Philosoph. Eine seiner vielen Aufzeichnungen betrifft folgenden Bericht über das Altersheim.

Im Steinwildgehege im Bunker Mooseum in Moos leben seit neun Jahren mehrere Steinböcke in einer Steinwildkolonie. Heuer durfte sich wieder über Nachwuchs gefreut werden, im Juni erblickten zwei gesunde Kitze das Licht der Welt. Einen Namen haben die Kitze auch schon erhalten, Bärli und Schnucki. Über die sozialen Medien konnten Besucher, Tierliebhaber und Interessierte ihre Namensvorschläge einschicken. Unter allen Einsendungen wurden die Namen im Bunker Mooseum ausgelost. Die Kitze sowie die gesamte Steinwildkolonie erfreuen sich bester Gesundheit und sind seit Jahren eine der Attraktionen in Moos. Die Steinböcke

Anton Gufler, Altersheim, 15.2.89 Dieses Altershaihm ist nicht mehr ein Haihm vohn Lotterhäuslern von Armenhäuslern sondern es trägt den Stempel der neuen Area. es ist hineingebaut mit der Modernen Strucktuhr des heutigen Fachwesen im Bau sie ist mit allen technischen Erungenschaften. und ist eine Bleibestette nich nur von minderen Berufschichten von Arbeitslosen Strassenkehrern. sondern das jeden wert ist von Bankier bis zum Grosindustrielen. Dieses Haim hat noch den besohnderen Reitz das es auf günstiger Ahnhöhe liegt. Sonnig schöne Aussicht die der gleichen im einen Tale nicht hat. von Bauernhöfen Wälden und Bergen umrahmt. und jeder der da stierbt fliegt in kein schöhneres Paradies. Der Bericht wäre noch lange nicht zu Ende … Anna Lanthaler

können von den Museumsbesuchern während der gesamten Museumsöffnungszeit aus nächster Nähe beobachtet werden. Zweimal in der Woche bietet ein Naturparkbetreuer des Naturparks Texelgruppe im Bunker Mooseum spezielle Steinwildführungen an, bei der die Besucher bei der Fütterung der Tiere hautnah dabei sein können. Dem Verein MuseumHinterPasseier, der das Bunker Mooseum führt, ist es ein Anliegen, einen aktiven Beitrag zum Erhalt dieser majestätischen Tiere bei­ zutragen. So wurden 2017 zwei Geißen in den Zillertaler Alpen und 2018 vier Stück Steinwild in den Sarntaler Alpen ausgewildert. Diese Auswilderungsprojekte will man in den nächsten Jahren weiter forcieren und dadurch der Natur wieder etwas zurückgeben. Peter Heel

Der stolze Vater der zwei Kitze, der 13-jährige Steinbock Max  Foto: Hubert Gögele


17  Passeirer Blatt – nr. 154, August 2019

Ausflug nach Pfelders

Kunst im Glasturm – nächste Runde

Lasst uns den Sommer mit Kunst beginnen Pünktlich zum kalendarischen Sommerbeginn am 21. 6. 2019 eröffneten die Passeirer Künstler Fabian Frötscher (St. Martin) und David Lanthaler (Platt) im Rahmen des Kunstprojekts „Kunst im Glasturm“ des Verein MuseumHinterPasseier die Ausstellung „Lasst uns den Sommer mit Kunst beginnen“. Der Vernissage wohnten viele Kunstinteressierte bei, welche die Möglichkeit nutzten, sich mit den Künstlerinnen und Künstlern ausFabian Frötscher, David Lanthaler und Peter Heel

zutauschen. Die jungen Künstler aus dem Passeiertal zeigten Malerei, Comics und Grafiken. Dabei bedienen sie sich verschiedenster künstlerischer Stilelemente. Musikalisch rundeten die talentierten Passeirer Musiker Markus Pamer und Thomas Schölzhorn mit ihren auf die Kunstausstellung zugeschnittenen Kompositionen die Veranstaltung ab. Die Kunstwerke waren für einen Monat für alle im Glasturmzubau des Bunker Mooseums frei zugänglich und wurden von 2000 Besucherinnen und Besuchern bewundert. Am 9. 8. 2019 fand die Vernissage der Hinterpasseirer KünstlerInnen Martin und Rita Pöll im Bunker Mooseum in Moos statt. Peter Heel

Rabenstein

Unternehmungslustige Seniorinnen und Senioren Jährlich organisiert der KVW von Rabenstein unter der Leitung von Benedikta Gufler und Gaby Pfitscher den Seniorenausflug in Rabenstein. Heuer beteiligten sich alle besonders zahlreich. Die älteren Leute freuen sich immer auf die freiwilligen Jugendlichen, die die Senioren mit ihren Autos zum Ausflugsziel bringen. Heuer war es Pfelders. In der dortigen Kirche gestalteten alle gemeinsam eine Andacht. Danach gab es im Gasthaus ein Mittagessen. Das sollte ziemlich schnell fertig sein, denn nun ging es ans Kartenspielen. Am späten Nachmittag wurde noch Kaffee und Kuchen aufgetischt und gegen Abend chauffierten die Jugendlichen die Senioren wieder sicher nach Hause. Benedikta und Gaby bedanken sich bei den Jugendlichen und bei den Senioren für das Mittun und sie hoffen, dass dies so weiter geht. Waltraud Gatterer


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Der Blick zur Bühne und zum Seelenkogel am Freitag  Fotos: Thomas Zelger

Hinterpasseier

Crystal Mountain Festival 2019 Am 26. und 27. Juli fand beim Kresspichlguet das zweite Crystal Mountain Festival statt. Heuer waren die Bands bekannter, die Besucherinnen und Besucher zahlreicher und das Wetter schlechter. Insgesamt 14 Gruppen von Stoner-Rock über Grunge bis hin zu Psychedelic-Rock aus dem In- und Ausland gaben am letzten Juli-Wochenende auf der Bühne unter Imst ihr Bestes. Dies dankte ein hervor­ ragendes und wetterfestes Publikum, das auch bei Regen und Wind die Bühne belagerte. Bei freiem Eintritt waren über tausend Besucherinnen und Besucher ins Pfelderer Tal gekommen. Am Freitag, um 19 Uhr, eröffneten die „Space Cadets“ aus dem Unterland bei leichtem Regen das Festival. Während sich der Himmel aufklärte und die Temperaturen abkühlten, folgten mit „Shame on Youth“ und „Deadsmoke“ zwei weitere Südtiroler Bands, ehe die Headliner „Naxatras“ (Griechenland) und „Weedeater“ (USA) den Platz vor der Bühne zum Bersten füllten und den Kresspichl zum Beben brachten. Der Festival-Samstag begann um 14 Uhr mit dem Special Guest Sepp Messner Windschnur, der die Südtiroler zum Lachen und einige Nichtsüdtiroler, die seine Texte nicht verstanden, zum Tanzen brachte. Bei den folgenden sechs Gruppen, die aus Südtirol, Österreich, der Schweiz und Dänemark kamen, steigerte sich der Regen immer mehr. Am Ende des Tages war Pfelders mit 46 mm/Litern pro Quadratmeter der mit Abstand niederschlagsreichste Ort im Land. Leider hatte dies auch Auswirkungen auf das Festival:

Der Boden war ebenso durchnässt wie die meisten Besucher, der Strom für 10 Minuten ausgefallen, der knappe Platz im „Schärbm“ leicht überfüllt – die Stimmung war folglich bei den meisten etwas getrübt. Aber auch während der stärksten Regenschauer harrten noch einige Dutzend Zuschauer vor der Bühne aus und erfreuten sich an der Musik. Aber auch die anderen Festival-Besucher bewiesen Moral, denn sobald der Regen gegen 22 Uhr während „Sacri Monti“ aus den USA etwas nachließ, fanden sich die meisten vor der Bühne wieder und „ASG“ (USA) und „The Spacelords“ (Deutschland) ließen den Regen endgültig vergessen. Nicht nur die Veranstalter, sondern auch

die Bands selbst waren überrascht, dass sich die meisten Festivalbesucher vom schlechten Wetter nicht die Stimmung haben vermiesen lassen und trotz Nässe und Kälte immer weiterfeierten. Da sich das Festival-Gelände auf einer Wiese befindet, sind die Vorbereitungen – aber auch der Abbau – mit sehr viel Arbeit verbunden: Stromkabel müssen verlegt werden, Bühne, Pavillons und Zelte errichtet werden. Der Lohn für die große Arbeit ist die imposante Bergkulisse, die auch heuer wieder von den Besuchern bewundert wurde. Diese hatten wie schon im Vorjahr zum Teil weite Wege hinter sich. Die meisten kamen zwar aus Österreich, Deutschland, Italien oder der Schweiz, doch auch Tschechen, Dänen, Schweden, Franzosen und Israelis fanden den Weg ins Hinterpasseier. Trotz des vielen Regens gab es von den Besuchern lobende Worte – für die wunderschöne Location, das hervorragende Line-Up und die gute Organisation. Wenn schon nicht vom Wetter, so wurden die Gäste wenigstes kulinarisch verwöhnt, denn wie im letzten Jahr, so gab es auch heuer wieder Pizza aus dem Holzofen. An dieser Stelle möchte sich der Kulturverein Kosmos, der das Festival ohne jegliche finanzielle Unterstützung von öffentlicher Seite durchführt, bei allen Sponsoren und Unterstützern inständig bedanken. Ein Dank auch an die Gemeinde Moos, ohne deren Entgegenkommen die Durchführung des Festivals im Passeiertal nicht möglich wäre. Ein aufrichtiges Vergelts Gott gebührt Julia und Franz vom Kresspichlguet, die Platz und Wasser zur Verfügung stellten und die Veranstalter auch sonst jederzeit unterstützt haben. Ein besonderer Dank gilt natürlich den über 90 freiwilligen Helfern, die über Tage viel Einsatz zeigten und für die Ausführung des Festivals unverzichtbar waren. Michael Hofer

Die griechische Band „Naxatras“ war eines der Festival-Highlights


19  Passeirer Blatt – nr. 154, August 2019

Natur & umwelt Orchidee des Jahres 2019

Dreizähniges Knabenkraut Wohl keine heimische Pflanzenfamilie lässt die Herzen von Blumenliebhabern höher schlagen wie die Familie der wildwachsenden Orchideen. Zum einen sind unsere heimischen Orchideenarten wahre Schönheiten, zum anderen sind sie ein Zeichen für intakte, naturnahe Lebensräume. Eine Besonderheit unter den wildwachsenden Orchideen des Passeier ist das Dreizähnige Knabenkraut (Neotinea tridentata) Das lateinische Wort tridentata bedeutet dreizähnig (lat. tri = drei; dens = Zahn). Diese Bezeichnung bezieht sich auf die kleinen, rot punktierten Einzelblüten, die aus einer tief dreilappigen Blütenlippe bestehen. Im Passeier kommt das Dreizähnige Knabenkraut an Wiesenhängen und Weiden am rechtsseitigen Talhang der Passer oberhalb von St. Martin und bei Vernuer vor. Daneben gibt es Vorkommen an den besonnten Hängen im Umfeld von Schramach. Die höchsten Fundorte dieser Pflanze befinden sich im Passeier an den sonnseitigen Trockenhängen oberhalb von Pill bis in Höhenlagen gegen 1.400 m. Diese Pflanze gilt als Charakterart der Halbtrockenen und Magerrasen, gedeiht aber auch in lichten Gebüschen. Das Dreizähnige Knabenkraut ist ein Zeiger sehr nährstoffarmer Böden. Das mediterrane Gewächs erreicht in unseren Breiten eine Wuchshöhe von 15 bis 30 cm. Die lanzettlichen Laubblätter treiben bereits im Herbst in Form einer Winterblattrosette aus. Der mehr oder weniger kugelige Blütenstand trägt etwa 20 bis 50 Blüten. Die tief dreilappige Lippe ist hellrosa bis weiß und gepunktet. Die übrigen 5 Blütenblätter weisen eine deutliche violettfarbene Nervatur auf und sind zu einem Helm zusammengeneigt. Die Blütezeit des Knabenkrautes beginnt in der Regel in den letzten Apriltagen. Die Hauptblütezeit fällt in den Mai. Die Orchideenart gehört zu den Nektartäuschblumen. Diese haben die Eigenschaft den Blütenbesuchern wesentlich mehr Nektar vorzutäuschen als verfügbar ist. Mit ihrem honig- und vanilleartigen Duft werden zur Bestäubung vor allem Bienen angelockt. Neben der Honigbiene suchen auch zahlreiche Wildbienenarten und Zweiflügler die Orchidee auf und tragen zur Bestäubung bei.

Juwel in der heimischen Landschaft: das Dreizähnige Knabenkraut  Foto: Arnold Rinner

Gefährdet ist diese einzigartige Orchideenart durch den Verlust oder die Veränderung ihrer Lebensräume. Häufigste Gefährdungsursache in unseren Breiten geht von der Intensivierung der Landwirtschaft aus. Planierungs- und Meliorierungsarbeiten, Überdüngung und dadurch bedingter hoher Stickstoffeintrag in den Böden tragen zum rasanten Verschwinden dieser einzigartigen Pflanze bei. Aber auch durch Nutzungsaufgabe und dadurch bedingter Verbuschung der Lebensräume dürften Vorkommen verloren

gegangen sein. Empfindlich reagiert die wärmeliebende Pflanze auch auf strengen Frost und zu strenge Winter bei geringer oder fehlender Schneeauflage. Um auf die Schönheit und die Schutzwürdigkeit einerseits, aber auch auf die rasanten Veränderungen ihrer Lebensräume und auf Bestandsrückgänge andererseits aufmerksam zu machen, wurde von den deutschen Arbeitskreisen heimische Orchideen das Dreizähnige Knabenkraut zur Orchidee des Jahres 2019 gewählt. Arnold Rinner


20

vereine & verbände

Die FF St. Martin bei der Segnung des Kleinlöschfahrzeuges  Fotos: Kassian Plangger

FF St. Martin

Segnung des neuen Kleinlöschfahrzeuges

Das Kleinlöschfahrzeug vom Typ Iveco Daily hatte der FF St. Martin über 20 Jahre lang gute Dienste geleistet, war aber natürlich aus technischer Hinsicht nicht mehr zeitgemäß, sodass ein Austausch dringend notwendig wurde. Demzufolge sah sich die Martiner Wehr bereits seit einem längeren Zeitraum nach einem passenden Nachfolgemodell um, welches mit dem neuen Mercedes Sprinter 519 CDI schließlich gefunden wurde. Am 22. Juni erfolgte vor dem Gerätehaus der FF St. Martin die Segnung des neuen Kleinlöschfahrzeuges, die vom Pfarrer P. Christoph Waldner OT vorgenommen wurde. Zu diesem Anlass konnte Kdt. Roland Gufler außerdem den Bezirksfeuerwehrpräsident Erhard Zuech, Abschnittsinspektor Josef Kofler, Ehrenkommandant Franz Gufler, die Bürgermeisterin Rosmarie Pamer sowie die Delegierten der Nachbarwehren begrüßen. Nach der Segnung ergriff Bürgermeisterin Pamer als Erste das Wort und betonte, dass das neue Fahrzeug eine wichtige und sinnvolle Investition sei. Sie lobte die Zuverlässigkeit, die Disziplin und den Mut der Wehrleute und sprach ihnen großen Dank und Anerkennung für ihre Einsatzbereitschaft aus. Hernach trat BFP Erhard Zuech an das Rednerpult und wies darauf hin, dass man mit Fahrzeugen und Ausrüstung von gestern die Einsätze von heute und

morgen nicht bewältigen könne. Nachstehend einige wichtige Details zum neuen Einsatzfahrzeug: Das 147.700 Euro teure Kleinlöschfahrzeug mit zuschalt­ barem Allradantrieb verfügt über ein Untersetzungsgetriebe und einer TelmaWirbelstrombremse. Ausgerüstet ist der Mercedes Sprinter unter anderem mit einer Tragkraftspritze, Atemschutzgeräten, wasserführenden Armaturen, einem Lichtmast und mit einem mobilen Stromerzeuger. Auf dem Auszugschlitten können die Tragkraftspritze oder einer der Container transportiert werden. In diesen stehen unter anderem gefüllte Atemluftflaschen und Sandsäcke zur Verfügung. Das bei der Brandus GmbH in Andrian angekaufte Einsatzfahrzeug bietet neun Wehrleuten Platz. Ein Großteil der Ausrüstung der KLF-A ist neu. Vom ausgemusterten Iveco Daily übernommen wurden die

Tragkraftspritze und die drei Atemschutzgeräte. Die Gemeinde St. Martin unterstützte die Anschaffung mit 95.000 Euro, das Land steuerte 40.000 Euro bei. Den Rest musste die Wehr selbst aufbringen. Kdt. Roland Gufler dankte allen Geld­ gebern für die finanzielle Unterstützung beim Ankauf des Fahrzeuges. Die Patenschaft für das neue Kleinlöschfahrzeug übernahm dankenswerterweise die Frau des Kommandanten, Manuela Gufler. In diesem Zusammenhang merkte der BFP Zuech an, dass ein Fahrzeug irgendwann ausgetauscht werde, Patin bleibe man ein Leben lang. Nach dem offiziellen Festakt lud die FF St. Martin zur Besichtigung sowie zum gemütlichen Abendessen im Gerätehaus ein. Kurt Gufler, Manfred Raffl

Die Kommandantschaft Roland Gufler und Konrad Pichler mit den Patinnen Gisela, Carolin, Manuela, Uschi, Irmgard, Agnes und Rosmarie


21  Passeirer Blatt – nr. 154, August 2019

Gesundheit & soziales Aktiv Hilfe für Kinder

Zusammenarbeit mit anderen Organisationen

Langjährige BRD-Mitglieder in Stuls geehrt

Stuls

Jahreshauptversammlung der Bergrettung Stuls

Der Hilfstransport mit der Nummer 119/2019 ging nicht, wie üblich, nach Rumänien oder Moldawien, sondern in die Ukraine. In Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation „Osteuropahilfe“, mit Hauptsitz in der Schweiz, wurde im Juni der Transport abgewickelt. Geladen hatte der Lkw über 3000 Paare neue Schuhe und gebrauchte Kleider, auch aus dem Pustertal wurde Ware dazu geladen. Die Kosten für den Transport hat großteils die Organisation aus der Schweiz übernommen. Diese Osteuropahilfe, auch „Triumph des Herzens“ genannt, arbeitet bereits in Frankreich, in der Schweiz, in Luxemburg, in Deutschland und in Österreich. Pro Jahr bringen sie ca. 130 Lkws mit Hilfsgütern nach Osteuropa, insgesamt fahren sie 200 Destinationen an.

Auf Anfrage der Organisation Osteuropahilfe wird sich nun auch Aktiv Hilfe für Kinder aus Kostengründen anschließen. So können in Zukunft größere Mengen an Hilfsgütern kostengünstiger transportiert und an die Bedürftigen ausgeteilt werden. Natürlich müssen sämtliche Hilfsgüter genau kontrolliert werden, ob der Wert und der Bedarf dieser Güter gegeben ist, Klimawandel und Co2-Emissionen können durch die Wiederverwertung der Waren positiv beeinflusst werden. Der drohende Klimawandel und die Bewahrung der Schöpfung geht uns alle an. Jeder soll und kann zum Klimaschutz und zur Verteilung der Güter beitragen. Getreu dem Motto, „vermeiden, reduzieren, teilen“ muss jeder von uns nun Verantwortung tragen, damit die Lebens­ qualität für die zukünftigen Generationen gesichert ist. Die Sammlung der gebrauchten Kleider findet vom 21. 9. bis 16. 11. 2019 statt, Öffnungszeiten sind von 9 bis 11 Uhr bei der Sammelstelle im Recyclinghof Passeier. Peter Lanthaler

Der Hilfs-LKW wird beladen

Die Bergrettung Stuls blickt auf ein tätigkeitsreiches Jahr zurück. Ein Hauptan­ liegen der gesamten Mannschaft ist es, durch die Weiterbildung und regelmäßigen Übungen gut auf Einsätze vorbereitet zu sein. Zur heurigen Tagesordnung gehörte auch die Ehrung von insgesamt fünfzehn Mitgliedern für ihre langjährige Tätigkeit im Verein. Ihnen allen gilt ein großer Dank für ihren jahrzehntelangen ehrenamtlichen Dienst am Nächsten. Elfriede Gufler

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Aussenstelle im Sprengel Passeier

Psychologischer Dienst Meran Der Psychologische Dienst Meran hat seinen Hauptsitz im Krankenhaus Meran. Eine Außenstelle für die Begleitung von Minderjährigen und deren Angehörigen gibt es im Sprengel Passeier. Wir beraten und unterstützen: Erwachsene in belastenden Lebensumständen: Im Laufe unseres Lebens werden wir oft mit Ereignissen und Situationen konfrontiert, die sehr belastend sein können und in denen wir uns überfordert fühlen. Unsere üblichen Problemlösungs­ strategien können in diesen Situationen versagen. Wir reagieren in Folge darauf mit verschiedenen psychischen und/oder körperlichen Symptomen, die uns ihrerseits belasten und die Situation zu verschlimmern drohen. Der Psychologische Dienst in Meran hilft bei der Abklärung von Problemsituationen und bietet psychologische Beratung und Psychotherapie zu folgenden Themen an: >> Störungen des Gefühlszustandes und der Befindlichkeit (depressive Verstimmungen, Erschöpfungszustände, Ängste, Minderwertigkeitsgefühle, Suizidgedanken u. ä.) >> Ess-Störungen – Spezialambulanz gemeinsam mit dem Dienst für Ernährung >> Lebenskrisen und Verarbeitung von belastenden Ereignissen >> körperliche Beschwerden und Störungen, bei denen psychische Faktoren eine Rolle spielen können >> Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich (Konflikte, Kommunikationsschwierigkeiten u. ä.) >> neuropsychologische Störungen (Schwierigkeiten in der Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnis usw.)

Jugendliche und deren Eltern. In diesem Zusammenhang wird auch, falls angefragt, mit der Schule und dem Sozialdienst und, falls für notwendig erachtet, mit dem Dienst für Kinderneuropsychiatrie zusammengearbeitet. Weitere Aufgabenbereiche, welche von den Eltern, dem Kindergarten und der Schule angefragt werden können, sind: >> die Abklärung von Entwicklungsrückständen und Schulreife >> die Abklärung von Lern- und Leistungsschwierigkeiten Die Unterstützung der Familien bei ausschließlichen Erziehungsfragen oder bei Trennung der Eltern wird vorwiegend in den Erziehungsberatungsstellen in Meran angeboten. Menschen mit Behinderung und deren Angehörige Die Diagnostik, Beratung und psychotherapeutische Unterstützung für Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen ist ebenfalls unsere Aufgabe und wird für Minderjährige und Erwachsene in Meran angeboten. Eine enge Zusammenarbeit besteht

diesbezüglich mit folgenden Diensten: >> Kindergärten und Schulen >> Dienst für Kinderrehabilitation (FachärztInnen, ErgotherapeutInnen, LogopädInnen und PhysiotherapeutInnen) >> Einrichtungen und Dienste für Menschen mit Behinderung >> Arbeitsvermittlungszentrum >> Kommission zur Anerkennung der Zivilinvalidität Stationäre Patientinnen und Patienten im Krankenhaus Es gibt Situationen während eines Krankenhausaufenthaltes, in denen sich eine psychologische Unterstützung als notwendig und hilfreich erweisen kann. Aus diesem Grund hat sich aus dem Psychologischen Dienst des Territoriums eine spezielle Einheit entwickelt: der Psychologische Dienst des Krankenhauses. Kontakt: Der Zugang zum Psychologischen Dienst kann aus Eigeninitiative (auch ohne Überweisungsschein eines Arztes) erfolgen. Telefonische Vormerkung ist notwendig und kann jeden Vormittag von Montag bis Freitag zwischen 11 und 12 Uhr erfolgen. Sie haben in dieser Zeit die Möglichkeit, direkt mit einem/r Psychologen/in zu sprechen. Direktor: Dr. Josef Roman Pichler Psychologischer Dienst Meran Sekretariat, Rossinistraße 1, Meran Tel. 0473 251 000, E-Mail: psy.me@sabes.it

Gratulation

Geburten vom 1. 4. bis 4. 8. 2019

Kinder/Jugendliche und deren Angehörige Eine Psychologin des Dienstes steht den Kindern und Jugendlichen sowie deren Erziehungsberechtigten direkt im Sprengel Passeier zur Verfügung bei: >> Auffälligkeiten im Verhalten >> sozialen Problemen >> depressiver Stimmung, Ängsten, Zwängen, Aggressionen usw. >> Einnässen, Einkoten >> häufigen Kopf- und Bauchschmerzen >> Schlafstörungen

Gratulation zum 45.Hochtseitstag

Die genannten Schwierigkeiten werden psychologisch abgeklärt und es erfolgt psychologische Beratung für Kinder,

Am 11. Mai 1974, vour 45 Johr, hobm sich insere Eltern s’JO Wort gebm. Liebe Mame, lieber Tate, mir wünschn enk nou viele gsunte, gemeinsome Johr, verbundn mit an groassn vergelt’s Gott. Enkre 5 Kinder mit Familien

Gemeinde St. Martin 1. 4. 2019 Aurelia Walder 14. 6. 2019 Juna Lena Lanthaler 27. 6. 2019 Arian Pixner 7. 7. 2019 Naima Lena Pixner 4. 8. 2019 Leo Spiess

Gemeinde St. Leonhard 8. 6. 2019 Elena Vanacore 8. 6. 2019 Sofia Vanacore 9. 6. 2019 Ben Auer 10. 6. 2019 Emily Sallustio 20. 6. 2019 Marie Hofer 26. 7. 2019 Greta Raffl 29. 7. 2019 Lena Wilhelm

Gemeinde Moos 1. 7. 2019 Jasmin Pixner 4. 7. 2019 Franziska Gufler 8. 7. 2019 Dominik Pfandler


23  Passeirer Blatt – nr. 154, August 2019

Schulen & Kindergärten

Mit den Jägern im Wanser Tal

GrundSchule St. Leonhard

St. Leonhard

Der Jägerausflug der 5. Klassen

Känguru der Mathematik

Wir sind sehr früh um 7 Uhr mit den Jägern beim Wanser Hof gestartet. Von dort aus wanderten wir zur Wanser Alm. Wir sahen unterwegs Rehböcke und zwei Schülerinnen erblickten auch ein braunes Reh. Wir haben durch Fernrohre Steinböcke und Gämsen beobachtet. Nach einer Weile brachen wir zur Wanser Alm auf, auf dem Weg dorthin erzählten uns die Jäger viel vom Wild und der Natur. Als wir ankamen, grillten sie für uns. Auf der Wanser Alm durften wir mit den Luftdruckgewehren auf Zielscheiben schießen. Während die Jäger die Zielscheiben auswerteten, spielten einige von uns mit den Hasen oder kletterten über einen Felsen hinauf. Es gab auch eine Prämierung: die drei besten Buben und die drei besten Mädchen. Am Schluss bekamen alle ein T- Shirt mit einem Hirsch darauf. Anschließend wanderten wir wieder gemeinsam zum Wanser Hof zurück. Wir Schüler bedanken uns ganz herzlich bei den Jägern und den Förstern für den tollen Ausflug. Alia, Leni

Über 250 Schülerinnen und Schüler von unserem Schulsprengel haben sich am vergangenen 21. März dem Wettbewerb „Känguru der Mathematik“ gestellt. Kinder und Jugendliche für Mathematik begeistern, das möchte der Wettbewerb „Känguru der Mathematik“. Dabei gibt es mathematische Aufgaben mit Schulwissen, aber auch mit Kombinationsvermögen und Kreativität, zu lösen. Fünf Schüler unseres Schulsprengels erbrachten tolle Leistungen, sie schafften es sogar unter die TOP 5 südtirolweit. Paula Marth und David Eschgfäller von der Grundschule Schülerinnen und Schüler aus St. Leonhard im Palais Widmann in Bozen ausgezeichnet

St. Leonhard belegten jeweils den her­ vorragenden 1. Platz in ihrer Kategorie. Thea Marth und Sebastian Reichegger von der Grundschule St. Leonhard schafften es auf den 4. bzw. 5. Platz und Paul Pinggera von der Mittelschule erreichte die fünfthöchste Punktezahl. Am 6. Juni durften diese Schülerinnen und Schüler nach Bozen ins Palais Widmann, wo die jeweils Besten aller Altersstufen von Bildungslandesrat Philipp Achammer, Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner und der Direktorin der Pädagogischen Abteilung Gertrud Verdorfer ausgezeichnet wurden. Auch auf Sprengelebene wurde eine Prämierungsfeier veranstaltet. Wir gratulieren allen ganz herzlich zu ihrem großartigen Erfolg. Anita Graf


24

sport

Die U8 St. Martin mit Trainer Beat Mössmer

Positive Bilanz

AFC St. Martin • Moos Ein Jahr nach der Fusion der beiden Fußballvereine ASC St. Martin und AFC Moos kann eine positive Bilanz gezogen werden. Das JuniorTeam leistet weiterhin hervorragende Arbeit, was auch der ersten Mannschaft zugutekommt, denn immer mehr junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs finden den Weg in die Kampfmannschaft und können sich in der Oberliga durchsetzen. Dort erreichte der AFC St. Martin • Moos den 7. Tabellenrang und machte von Anfang an einen weiten Bogen um die Abstiegsplätze. Auch die Altherren „Holzersond Mortin“ waren in ihrer ersten Saison sehr erfolgreich und eroberten auf Anhieb den Titel in der Kleinfeldmeisterschaft. Die Reservemannschaft hingegen kam am Ende auf einen guten 3. Tabellenrang und verpasste die Finalspiele nur knapp. In Zeiten, in denen die Politik bemüht ist, Kinder und Jugendliche für Sport zu begeistern und Experten vor den Folgen des zunehmenden Bewegungsmangels warnen, ist den Sportvereinen die Nachwuchsarbeit nicht hoch genug anzurechnen. In diesem Sinne hat die Gemeinde St. Martin einen wichtigen Schritt gesetzt, indem sie den Umbau der Sportanlage möglich gemacht hat, denn hier – und dasselbe gilt natürlich auch für den Sportplatz in Moos – haben Kinder Spaß, bewegen sich und werden gut betreut. In der Tabelle rechts sind die sieben Mannschaften des JuniorTeams St. Martin Moos der letzten Saison mit der jeweiligen Anzahl der Kinder und den Trainings­wochen im Freien bzw. in der Halle aufgelistet:

Ausgehend von einer durchschnittlichen Länge von zwei Stunden pro Training und Spiel, kommt man auf 23.124 Stunden betreuter Kinder bzw. Jugendlicher. Dabei müssen die 130 Buben und Mädchen nicht nur dem Ball nachlaufen und selbigen treten, sondern benötigen auch Teamwork und die für das Spiel nötige Disziplin. Im Zuge der Jugendarbeit im Verein ist auch der Cordial Cup hervorzuheben, bei dem das JuniorTeam heuer wieder in St. Martin der Ausrichter des einzigen Qualifikationsturniers in Italien war und dabei mit einer guten Organisation punktete. Beim Finale in Kitzbühel konnte sich dann eine unserer Mannschaften mit dem hochkarätigen Teilnehmerfeld messen, zu dem unter anderem die Jugendmannschaften des FC Barcelona, FC Liverpool, FC Chelsea, FC Bayern München und Borussia Dortmund zählten.

Ein Fußballplatz ist ein Ort, an dem man sich gerne aufhält; wo Kinder Spaß haben und sich austoben können, wo Erwachsene über das runde Leder philosophieren und ihre Mannschaft unterstützen. Der begonnene Umbau der Sportanlage in St. Martin ist daher eine wichtige Investition in die Zukunft des Vereins, des Dorf­ lebens und nicht zuletzt des Dorfbildes. Denn es steht außer Frage, dass die alten Kabinen schon lange baufällig waren und bei Auswärtsmannschaften keinen posi­ tiven Eindruck hinterließen. Der alten Sportbar war ein gewisser Charme zwar nicht abzusprechen, aber nicht jeder fühlte sich in solch alten Gemäuern – und auf schiefem Boden – wohl. Die neuen Kabinen werden sich in der Oberliga ebenso wenig verstecken müssen, wie die Sportbar am Passerdamm. Daher nochmals ein großes Dankeschön an die Gemeindevertreter, allen voran der Bürgermeisterin Rosmarie Pamer, für ihre Unterstützung, denn angesichts Hochspannungsleitung und Wildbach-Gefahrenzone musste bereits vor Baubeginn einiges bewegt werden. An dieser Stelle möchte sich der Vorstand des AFC St. Martin • Moos recht herzlich bei allen Sponsoren bedanken, die den Fußballbetrieb erst möglich machen. Und den vielen Eltern und freiwilligen Helfern, die den Verein bei Veranstaltungen wie dem Dorffest oder dem Cordial Cup tatkräftig unterstützen, gebührt ein aufrichtiges Vergelts Gott. Michael Hofer

Mannschaft

Anzahl Kinder

im Freien (3 × pro Woche inkl. Spiel)

Halle (1 × pro Woche)

Betreute Stunden

Bambini St. Martin

25

26 Wochen (3x Training)

10 Wochen

4.400

U8 Moos

13

26 Wochen

10 Wochen

2.288

U8 U9

22

26 Wochen

10 Wochen

3.872

U10/D-Jugend

16

26 Wochen

10 Wochen

2.816

U11

12

26 Wochen

10 Wochen

2.112

B-Jugend

19

28 Wochen

8 Wochen

3.496

Junioren

23

30 Wochen

4.140

Gesamt

130

23.124


25  Passeirer Blatt – nr. 154, August 2019

Pseirer Goaslschnöller mit ihren Platzierungen bei der Burggräfler Meisterschaft auf der Tallner-Alm…

… und bei der Landesmeisterschaft in Latzfons

Viele gute Platzierungen

Ranggeln

Pseirer Goaslschnöller bei Meisterschaften wieder erfolgreich!

Große Erfolge für die Psairer Jugendranggler

>> 6 – 8 Jahre 2. Platz: Johannes Pichler >> 8 – 10 Jahre 1. Platz: David Fiegl >> 10 – 12 Jahre 1. Platz: Fabian Hofer 2. Platz: Jonas Ilmer >> 12 – 14 Jahre 2. Platz: Lukas Pixner >> 14 – 16 Jahre 1. Platz: Lukas Haspinger 3. Platz: Manuel Fiegl

Die Pseirer Goaslschnöller beteiligten sich heuer bereits an folgenden Meisterschaften: bei der Burggräfler Meisterschaft auf der Tallner Alm sowie bei der Landesmeisterschaft in Latzfons. Geschnöllt wurde in den verschiedensten Kategorien: Einzel(nur Burggräfler Meisterschaft), Zweier-, Dreier- und Vierergruppen. Am Ende der Meisterschaft wurde noch um die 4erTrophäe geschnöllt, wobei sich jeder Teilnehmer beteiligen konnte, um seine Fähigkeiten nochmals unter Beweis zu stellen. Die Pseirer erzielten auch heuer wieder viele gute Platzierungen. Wolfgang Oberprantacher

Die heurige Saison im Ranggelsport fand mit dem traditionellen Pfingstranggeln in Terenten ihren internationalen Auftakt in Südtirol. Unter 17 Startern gewann der Pfelderer Fabian Hofer souverän in der Klasse 10 – 12 Jahre. In der 3. Klasse Senioren legte der Tallner Matthias Gufler noch eins drauf und erkämpfte sich den 3. Platz unter 9 Startern. Damit gelang den „Psairer Buam“ wieder der Anschluss am internationalen Geschehen im Ranggeln. Mitte Juni wurde in Schabs geranggelt, wo die Schülermannschaft bedeutend besser abschnitt:

Einen Monat später stand die GampielAlm in Pfunders, als Austragungsort der Südtiroler Meisterschaft, im Mittelpunkt des Geschehens. Die Schülerranggler aus dem Passeiertal errangen hierbei einen unbeschreiblichen Erfolg. Sie belegten nahezu alle ersten Plätze in der Schülerund Jugendklasse: >> 8 – 10 Jahre 1. Platz: David Fiegl >> 10 – 12 Jahre 1. Platz: Fabian Hofer >> 12 – 14 Jahre 1. Platz: Martin Auer 2. Platz: Thomas Haspinger >> 14 – 16 Jahre 1. Platz: Lukas Haspinger 3. Platz: Manuel Fiegl Perfekt lief es für Fabian Hofer auch am „Hundstoan“ (seit 1518 wird dort auf 2.100 Metern alljährlich zu Jakobi und bei jeder Witterung geranggelt). Fabian stellte trotz Regen und Kälte alle seine Gegner in den Schatten. Zwei Wochen zuvor holte er sich in Fügen im Zillertal ebenfalls den 1. Platz unter 11 Startern. Resümee: Unsere Ranggler sind einfach „Spitze“. Der Amateursportverein Ranggelverein Passeier wünscht allen Rangglern weiterhin viel Freude und Spaß am Sport und allen Zuschauern unterhaltsame Momente. Alberich Pichler

Siegerfoto der Ranggler in Schabs


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Erfolgreicher Abschluss der Gürtelprüfung

Kampfsport Passeier

Wenn bei Kampfsport Passeier die Trainingssaison dem Ende zugeht, beginnt das Fiebern auf die Gürtelprüfung. Am 1. Juni unterzogen sich 24 mutige Kinder und 7 junge Erwachsene in der SportArena den prüfenden Augen eines Komitees, bestehend aus erfahrenen Kämpfern und Trainern, darunter auch Hartmann Stragenegg, Leiter des Fightingclubs Meran und früherer Europameister. Eltern, Geschwister und Freunde waren da, zum Daumendrücken und zum Staunen, was übers Jahr erlernt und mit welcher Selbstsicherheit und Souveränität die Aufgaben gemeistert wurden. Die Kinder zeigten Elemente der Körperbeherrschung und Grundtechniken des

Kickboxens. Die Erwachsenen führten gelernte Techniken im Sparring, Fallübungen und Verteidigung vor. Zu erwähnen gilt auch das ruhige und respektvolle Verhalten des Publikums, während die 31 Athletinnen und Athleten ihre Prüfung absolvierten. Freude und Erleichterung herrschte dann bei der Gürtelübergabe. Besonderen Applaus gab es für den erfahrenen Athleten William Holzner, welchem der braune Gürtel (zweithöchste Stufe) verliehen wurde. Der Abschlussrede des Vereinspräsidenten Günther Folie konnte man Stolz und Dankbarkeit für gutes Gelingen, für fleißige Athletinnen und Athleten und eine gute Zusammenarbeit innerhalb des Vereines entnehmen und so starteten alle in die wohlverdiente Sommerpause. Die Trainingssaison 2019/20 beginnt im Herbst. Wir freuen uns auf euch. Anmeldung und Infos unter 348 7932751 Petra Kofler

Jan Pichler und Simon Hofer in der Gürtelprüfung

Herbert Pixner: Gold bei den Italienmeisterschaften

Erfolgreich bestandene Gürtelprüfung

Sportschiessen Italienmeisterschaft

Goldmedaille für Herbert Pixner Herbert Pixner kehrt mit einer Goldmedaille im Kleinkaliber Liegendschießen aus Bologna zurück. Herbert hat im April diesen Jahres das Kleinkaliber Liegendschießen für sich entdeckt. Er bestritt 5 Qualifikationsschießen zur Italienmeisterschaft (CIS-Schießen und Ranking), welche er alle auf Anhieb gewann. Somit sicherte sich Herbert einen Startplatz für die Italienmeisterschaft im Kleinkaliber Liegendschießen 60 Schuss in der Gruppe C in Bologna. Mit viel Fleiß und Ehrgeiz begann er nun sich auf diese Meisterschaft vorzubereiten. Am Freitag, 26. Juli 2019, war es nun soweit. Herbert bestritt in Bologna die Italienmeisterschaft unter extremer Hitze mit Bravour und holte sich in seiner Gruppe den Italienmeistertitel mit einer beachtlichen Leistung von 609,7 Ringen. Die Sportschützen von St. Leonhard freuen sich mit Herbert über seine hervorragende Leistung und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg bei den bevorstehenden Wettkämpfen. Reinhard Fauner


27  Passeirer Blatt – nr. 154, August 2019

Vorankündigungen >  Ausstellung: ImFocus-FotoclubPasseier Der Fotoclub „ImFocus-FotoclubPasseier“ lädt alle Liebhaber der Fotografie & Interes­ sierte zur Ausstellung im Raum für Hand­ werk & Kunst (alte Bibliothek) St. Martin ein. Die Vernissage wird am Do, 29. August, um 19 Uhr, mit einem Aperitif & musikalischer Umrahmung feierlich eröffnet. Weitere Ter­ mine für die Ausstellung: Do, 29. und Fr, 30. Aug. von 19 – 22 Uhr und am Sa, 31. Aug. von 10 – 13 Uhr und 18 – 22 Uhr.

> MuseumHinterPasseier Jeden Dienstag, von Juli bis September, um 10 Uhr, geführte Steinwildfütterungen im MuseumHinterPasseier in deutscher Sprache. Jeden Donnerstag, von Juli bis September, um 10 Uhr, geführte Steinwildfütterungen im MuseumHinterPasseier in italienischer Sprache.

> Gesprächsabend zum Thema Brot Während der alte Sauerteig für den anste­ henden Brotbacktag wiederbelebt wird, frischen Siegfried de Rachewiltz und Johannes Ortner das alte Kulturwissen ums Brot auf. Am 18. 9. 2019, 19 Uhr; Referenten: Siegfried de Rachewiltz, Johannes Ortner; Ort: MuseumPasseier; Eintritt frei.

> MuseumPasseier Jeden Dienstag, von 11 bis 12 Uhr, bzw. von 13 bis 14 Uhr, vom 15. Juli bis 15. September, Familienführung. Jeden Montag, von 10 bis 13 Uhr, von Juni bis September, Jaufenburg geöffnet – Mitmachaktion für Kinder im Bergfried der Jaufenburg von 11 bis 12 Uhr. Mittwochs, von 11 bis 12 Uhr, Gästeführung „Psair für Anfänger“. Freitags, von 11 bis 12 Uhr, Gästeführung „Hofer Highlights“.

„mit spitzer feder“

Die Crux mit dem Urlaub Ach, wie waren Urlaube vor rund 30 Jahren noch erholsam und überaus fein, das fing auf der Autobahn an, von Bozen bis Jesolo war man praktisch allein. Und dort angekommen, heiße Flirts mit deutschen Zuckerpuppen ohne Ende, wenn ich nur daran zurückdenke, schwitzen mir heute noch nicht nur die Hände.

> „Operation Sunrise“ und die Uffizien in Passeier Im Frühjahr 1945 verhandelt der amerikani­ sche Geheimdienst einen Waffenstillstand mit SS-General Karl Wolff. Dieser verrät obendrein das Passeirer Kunst­ versteck, in dem weltberühmte Gemälde aus Florenz gebunkert sind. Der Vortrag der Volkshochschule beleuchtet die ungewöhnliche Aktion mit dem Codena­ men „Operation Sunrise“ und stellt den Zusammenhang zu Passeier her. Am 19.9.2019, 20 Uhr; Referentin: Univ.-Prof. Dr. Kerstin von Lingen; Ort: Mittelpunktbib­ liothek Überetsch, Eppan, Hans-Weber-TyrolPlatz 4, Eintritt frei.

In Tagen wie diesen beginnt der nervenaufreibende Dauerstau zumeist ab Auer und bis zu deiner Ankunft wird dir mau und im Magen zusehends immer flauer. Total am Ende erreichst du deine für heuer gewählte Urlaubsdestination, doch nun harren Abzocke und Handtuchhändler auf dich entnervten „coglion“. Auch mit den Puppen ist es mittlerweile eine immens schwierige Sache, die hängen alle an ihrem Smartphone und stehen nicht auf Psairer Anmache. Zurück von der kläglichen Adria machte ich umgehend Nägel mit Köpfen und buchte eine elitäre Weltreise von Bali bis zu Kanadas Fleischtöpfen. Denn wenn schon lassen wir Psairer es bekanntermaßen „ourntlich tuschn“, der ganze Weltball wird umreist und ab von den heimischen „Tånderpuschn“. Zuerst nach Thailand, zum Traumstrand Maya Bay, doch der war geschlossen, auch die Rockie Mountains sahen wir nur aus der Ferne, dort wurde geschossen. Den James Bond-Filmstrand Paleokastritsa durften wir auch nicht besuchen,

> Volkshochschule Südtirol Uffizi in Passeier. Wer schützt Kunst im Krieg? Führung zur Sonderausstellung im MuseumPasseier. Am 28. 9. 2019, 15 – 17 Uhr

in New York stahl man mir meine Kamera, begleitet von meinem Fluchen. Auf der Chinesischen Mauer erlitt ich einen Hitzeanfall, da halfen nur Pillen, in den Anden musste ich auf 4000 Meter hochsteigen, gegen meinen Willen. Das australische Weltwunder Great Barrier Reef sah ich nur aus der Ferne und es regnete in Strömen, als wir am Nordpol beobachteten die Sterne.

>  35 Jahre Bildungsausschuss St. Leonhard 5. 10. 2015, 20.30 Uhr, Vereinshaus St. Leonhard – Jubiläumsfeier; Huangort mit Psairer Musikanten – mit RAISüdtirol Moderatorin Renate Gamper; Ausstellung mit alten Ansichten von Höfen in der Gemeinde St. Leonhard. In Memoriam Ignaz Gruber – Gründungsmitglied des Bildungsausschusses St. Leonhard.

Nach der Rückkehr die Bilanz: Alles in allem ein vollendeter Griff ins Klo, das Konto im satten Minus und meine holde Angetraute verließ mich sowieso! Nun folgte eine individuelle Klausurtagung, meine persönliche geistige Einkehr, zurück zu den Wurzeln, „auchn af di Knottn“ und demnächst kein Meer mehr. Ich kenne da einen Platz, oh… jetzt hätte ich mir bald die Zunge verbrannt, sonst wird dieser Geheimtipp auch bald von den Urlauberströmen überrannt. Denn eines ist klar, Urlaub ist im Grunde immer ein Genuss und meistens fein, nur dass es außer mir noch massenweise Touristen gibt, das finde ich gemein!

Der sell uane


Öffnungszeiten moos Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 18 Uhr; Sa geschlossen, T 0473 643 535 Minirecyclinghof Moos: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr; Pfelders: Mi, 14 – 15 Uhr; Platt: Mi, 8 – 9 Uhr und 1. Sa/Monat, 14.45 – 15.30 Uhr; Stuls: Mi, 10 – 11 Uhr und 1. Sa/Monat, 13.30 – 14.15 Uhr; Rabenstein: 1. und 3. Mo/Monat, 10 – 11 Uhr; Rabenstein (Saltnuss – rotes Haus): jeden 1. Mo/Monat, 9 – 9.45 Uhr Rest- und Biomüllsammlung: Dienstag: Moos, Platt, Pfelders (Dorf und Zeppichl), Stuls wöchentlich; Rabenstein, Pill bzw. Sportplatz Sand, Ulfas jede 2. Woche Bibliothek Moos: Di, 9.30 – 10.30 Uhr; Mi, 14.3 – 16.30 Uhr; Do, 16.30 – 18.30 Uhr; So, 11 – 12 Uhr Bibliothek Platt: Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 16 – 17 Uhr, Fr, 15 – 16.30 Uhr; Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Pfelders: Mi, 17 – 18 Uhr Bibliothek Rabenstein: Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Stuls: Mo, 9 – 10 Uhr Arztpraxis Dr. Beccarello: Mo, Do, Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 10 – 12 Uhr, 16 – 18.30 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; T 0473 643 689 Apotheke RAM: Mo 10 – 12; Mi 16 – 18.30 Uhr; Do 9 – 12 Uhr; T 0473 643 689 Eltern-Kind-Beratung Moos: Mittwoch 9 – 10.30 Uhr Ambulatorium Krankenpflegedienst Moos: Donnerstag 8 – 8.30 Uhr (ohne Vormerkung) st. leonhard Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 17.30 Uhr; Sa, 9 – 11 Uhr, T 0473 656 113 Minirecyclinghof: Fr, 14.30 – 16.30 Uhr, Sa, 7.30 – 9 Uhr; Walten: Mo, 14 – 15 Uhr Restmüllsammlung: Di; Walten, Schweinsteg, Prantach, Mörre, Glaiten, jeden 2. Di; Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Di, Do, Fr, 10 – 12 Uhr und 16 – 19 Uhr; Mi, 9 – 12 Uhr Bibliothek Walten: Di, 16 – 17 Uhr Arztpraxis Dr. v. Sölder: Mo, Mi, Do, Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 15 – 19 Uhr; T 0473 656 656 Arztpraxis Dr. Zuegg: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr ohne Vormerkung; Mo, Do, 15.30 – 16.30 Uhr mit Vormerkung; T 0473 656 633 Kinderarztpraxis Dr.in Weger: Mo, Fr, 9.15 – 12.30 Uhr; Mi, 9.30 – 12 Uhr; Di, Do, 15 – 18 Uhr; T 0473 656 266 Apotheke RAM: Mo – Fr, 8 – 12.30, 15.30 – 19 Uhr; Sa, 8 – 12.30 Uhr; T 0473 656 146 SportArena: täglich von 10 – 23 Uhr; Dienstag: Ruhetag st. martin Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr; Donnerstag, 15 – 17.30 Uhr, T 0473 499 300 Minirecyclinghof: St. Martin: Sa, 8 – 10 Uhr, Freitag geschlossen; Saltaus: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr Restmüllsammlung: Montag; Matatz, Breiteben, Kalmtal, jeden 2. Montag Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Di, Mi, Fr, Sa, 9 – 12 Uhr; Di, Fr, 16 – 19 Uhr (Sommer) Arztpraxis Dr.in Raich: Mo, Di, Mi, Fr, 8 – 12 Uhr; Do, 15 – 18 Uhr; T 0473 641 174 Arztpraxis Dr. Dubis: Mo, Mi, Do, 9 – 12 Uhr; Di, 12 – 15, Fr, 15 – 18 Uhr, mit Vormerk.; T 0473 650 167 Apotheke Mercurius: Mo, Mi, Do, Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Di, 8 – 12.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr T 0473 650 011 Eltern-Kind-Beratung: Dorfstraße 25/c (alte Bibliothek) Do, 8 – 12 Uhr, T 0473 641 095 Krankenpflegeambulatorium Garberweg: Di, Fr, 8 – 10 Uhr Jugendtreff: Di – Fr, 11 – 12 Uhr; Di und Do, 17.30 – 19.30 Uhr; T 392 5327295 sprengelsitz passeier Verwaltungsdienst: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, 9 – 12 Uhr; Do, 9 – 12 u. 14 – 15.30 Uhr; T 0473 659 500 Sozialsprengel: Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr, nachmittags mit Terminvereinbarung; T 0473 659 018; Dienst für Pflegeeinstufung: T 848 800 277, Anlaufstelle Pflege- und Betreuungsangebote: Di, Do, 9 – 11 Uhr; T 0473 659 266, Mi mit Vormerk. Blutabnahme: Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, ohne Vormerkung Krankenpflegeambulatorium: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, Do, 9.30 – 11 Uhr Elternberatung: Di, 8 – 12 Uhr; T 0473 659 518 Diätdienst: Mi, 8 – 16 Uhr, mit Vormerkung, T 0473 659 520, 0473 251 250 Dienst für Abhängigkeitserkrankungen: Vormerkung T 0473 443 299 Zahnarztambulatorium: Vormerkung T 0473 264 000 Rehabilitationsdienst: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr, 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 533 Hautarzt: jed. 1. + 3. Mi/Monat, 9 – 13 u. 14 – 18 Uhr, Vormerk. mit ärztl. Verschreib.: T 0473 264 000 Dienst für Invaliden: Vormerkung in Meran, T 0473 264 712 Neu: Impfzentrum: Mo, 8.30 – 16 Uhr Hauspflegedienst: Vormerkung Mo – Fr, 8 – 10 Uhr; T 0473 659 019 Jugendbüro Passeier: Mo – Fr, M 393 0954681

Aus den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin Termine & Veranstaltungen august 11. Passeirer Jugendwallfahrt Michaelsmarkt, St. Leonhard Musig & Genuss, Dorfhaus St. Martin Ausstellung: ImFocus-FotoclubPasseier, alte Bibliothek St. Martin 30. Abschlusskonzert: Jungbläserwoche, Dorfhaus St. Martin, 19 Uhr [Mårtiner Kultursummer] 31. Die geheimen Schätze des Waldes, St. Martin, 10.30 bis 17 Uhr [Volkshochschule]

24. 29. 29. 29. – 31.

september 1. Ötztaler Radmarathon 7./8. Mårtiner Dorffest 9. Die Verwirklichung des Eigenheimes: Traum oder Albtraum?, Dorfhaus St. Martin, 19.30 bis 22 Uhr [Volkshochschule] 12. Musig & Genuss, Dorfhaus St. Martin 17. Kabarett „Fein sein – gemein sein“, Vereinssaal St. Martin [Liederszene Südtirol] 18. Gesprächsabend zum Thema Brot, MuseumPasseier, 19 Uhr 19. Brotbacken mit Verkostung und Miniführung, MuseumPasseier, 10 bis 13 Uhr 19. Musig & Genuss, Dorfhaus St. Martin 21. Gebrauchtkleidersammlung, Recyclinghof Passeier, bis 16. 11. 2019 27. Kabarett: Die Liebe ist eine Wundertüte, Dorfhaus St. Martin, 20.30 Uhr [Mårtiner Kultursummer] 28. Führung zur Sonderausstellung „Uffizi in Passeier“, MuseumPasseier, 15 bis 17 Uhr [Volkshochschule] oktober 2. English A1.1, Dorfhaus St. Martin, 19.30 bis 21 Uhr [Volkshochschule] 3. Italienisch für die Zweisprachigkeitsprüfung, Vereinshaus St. Leonhard, 19 bis 20.30 Uhr [Volkshochschule] 3. Musig & Genuss, Dorfhaus St. Martin 4. Redaktionsschluss Passeirer Blatt 5. Jubiläumsfeier 35 Jahre Bildungsausschuss, Vereinshaus St. Leonhard, 20.30 Uhr 12. 3. Wollstraße, Raiffeisenplatz St. Leonhard 12. Lust auf Wild?, Hotel Wildschütz St. Leonhard, 11 bis 15 Uhr [Volkshochschule] 25./27. 800 Jahre Deutscher Orden – Jubiläumsreise nach Wien [Volkshochschule] 27. Winterzeit 27. Länderranggeln, Raiffeisenplatz St. Leonhard november 5. Extraordinary moments Multivisionsshow, lese.werk.statt St. Martin, 20 Uhr [Volkshochschule] 7. Leonhardsmarkt, St. Leonhard 29. Redaktionsschluss Passeirer Blatt

recyclinghof passeier (mörre) Dienstag, Donnerstag, 14 – 17 Uhr; Samstag, 8 – 11 Uhr Termine & Veranstaltungen können per Telefon (T 0473 656 239) und per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden


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