Skip to main content

Passeirer Blatt

Page 1

Pubblicazione bimestrale. Poste Italiane SpA – Spedizione in Abbonamento Postale – 70% NE/BZ

www.passeirer-blatt.it

A D 1 C B 2 a 0 e d c b

Passeirer Blatt

contiene

i. p.

Passeirer Blatt

Mitteilungen und Nachrichten aus Moos, St. Leonhard und St. Martin Juni 2019

Juni 2019 nr. 153 · 33. JAhrgAng

inhalt 3 Gemeinden 7 Kultur & Gesellschaft 18 Natur & umwelt 20 Wirtschaft 22 vereine & verbände 27 gesundheit & Soziales 28 Schulen & Kindergärten 29 gratulationen 30 Sport 35 Vorankündigungen

Ein Leben für den Tourismus und die Wirtschaft Zum Abschied von Luise Dorfer


2

Ein historisches Foto der Familie Dorfer: Helga, Birgit auf dem Schoße ihrer Mutter Luise, Vater Rudolf, Marlene und Heinrich

Zum Abschied von Luise Dorfer

Ein Leben für den Tourismus und die Wirtschaft Am 5. Juni wurde Luise Dorfer, die Psairer Quellenwirtin, unter großer Anteilnahme und im Beisein von viel Prominenz in St. Martin zu ihrer letzten Ruhestätte begleitet. Gemeinsam nahm man Abschied von einer Frau und einzigartigen Persönlichkeit, die ein Leben lang „Gott und die Welt“ bewirtet hat. Die Luise war südtirolweit bekannt und vor allem durch ihre direkte, volksnahe Art weitum beliebt. Als sechstes von 11 Kindern, geboren am 15. Mai 1930, wuchs sie am Ludlhof in St. Walburg in Ulten auf. Sie begann eine Lehre am Quellenhof, wo sie dann ihren Mann, Rudolf Dorfer,

Impressum

Erscheint zweimonatlich. Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29. 5. 1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier; vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Konrad Pfitscher – Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Ulrich Mayer. Redaktion: Kurt Gufler, Rosmarie Pamer, Heinrich Hofer, Siglinde Jaitner, Arnold Rinner, Karl Lanthaler – Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Korrektur: Ernst Rinner, Kurt Gufler. Produktion und Druck: design.buero Artikel können bei allen Redaktionsmitgliedern und bei design.buero in St. Martin (Dorfstraße 14) abge­geben werden und müssen mit dem Namen und der Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein. Werbebeiträge direkt an das Passeirer Blatt, passeirerblatt@passeier.it, T 0473 656 239. Redaktionsschluss: 2. August, 4.Oktober 2019 E-Mail: passeirerblatt@passeier.it www.passeirer-blatt.it

Eines der letzten Fotos von Luise Dorfer am Gardasee bei der Hoteleröffnung in Lazise mit ihrer Familie

kennen- und lieben lernte. Sie heirateten im Jahre 1959 und der Ehe entsprangen die Kinder Marlene, Helga, Birgit und Heinrich. Aber bald nach der Geburt ihrer Tochter Birgit musste Luise den ersten Schicksalsschlag hinnehmen, denn ihr Mann Rudolf starb im Alter von 42 Jahren an einer schweren Krankheit. Obwohl ihre vier Kinder damals alle noch unter 10 Jahre alt waren, gab es für Luise stets nur den Weg nach vorne. „Da hat man keine Zeit zu jammern“, erzählte die Luise. „Die Arbeit hat mir über vieles hinweg­ geholfen. Das war mein Glück, dass ich immer gern gearbeitet habe. Die Arbeit war meine Rettung.“ In dieser Zeit galt es tapfer und fleißig zu sein und die Kinder lernten von der Mamma anzupacken, geschäftstüchtig und zukunftsorientiert zu sein und vor allem zusammenzuhalten. Gemeinsam entwickelte man den Quellenhof weiter, so gut es halt ging. Die Luise aber war immer der Fels in der Brandung und der große Rückhalt. Sie unterstützte ihre Kinder, wo sie nur konnte. „Die größte Freude meines Lebens“, sagte die Luise einmal, „sind meine Kinder. Es ist schön zu sehen, wie sie Verantwortung übernommen haben und nun alles voranbringen.“ Auch der Kontakt mit ihren Geschwistern war ihr sehr wichtig, oft war sie mit ihnen im Ultental unterwegs oder man hat sich getroffen und gemeinsam gefeiert. Da hat sie dann immer ihr selbstgebackenes Brot mitgebracht, sie war immer aktiv, gut gelaunt, großzügig, herzhaft, offen und gesellig. Die Luise war stets die gute Seele des Hauses, anwesend und aufmerksam hatte sie auf alles ein wachsames Auge. Wenn sie durch den Speisesaal ging, hat niemand gefragt: „Wer ist das?“ Man wusste oder hat es einfach gespürt: da kommt die Chefin. Wenn sie den Raum betrat, dann war dieser ausgefüllt, sie strahlte die Gastfreundschaft sozusagen durch ihre bloße Anwesenheit aus. Sie war durch ihre

besondere und einmalige Art ein Mensch, den man einfach gern haben musste. Sie war einfach immer präsent und hatte nicht ungern einen passenden Spruch parat. Weil sie so offen und herzhaft direkt war, konnte sie Dinge sagen, die andere nur dachten, aber böse war ihr deshalb niemand. Getreu ihrem Naturell vertrat sie auch immer klar und ohne Umschweife ihre Meinung und sagte einmal in einem Interview: „Für mich sind Frauen in vielen Dingen fähiger als Männer. Sie haben mehr Weitsicht, sind flexibler und können viele Sachen gleichzeitig koordinieren. Ich habe mich immer durchsetzen können und ich habe von klein auf gelernt, dass man anpacken muss. Das habe ich von meinem Vater, der sehr viel Weitsicht und praktisches Talent besaß.“ Luise ging konsequent diesen Weg und gilt als Pionierin im Tourismus, als eine Frau mit Weitsicht, Mut und Tatendrang. 2010 wurde ihr die Verdienstmedaille des Landes Tirol verliehen und 2014 die Auszeichnung „Ein Leben für die Wirtschaft“. Als vor einigen Wochen am Gardasee das neue Hotel seiner Bestimmung übergeben wurde, war die Luise der große Ehrengast, zur Freude aller und zugleich war es auch ihr letzter großer öffentlicher Auftritt. Dann wurde es leiser, alles wurde beschwerlicher, sie war müde, bis sie am Sonntag, zu Christi Himmelfahrt, friedlich und leise zur hl. Gottesmutter Maria, zu der sie viel Vertrauen pflegte, heim­ gegangen ist. „Nun stehen wir alle hier vor ihrem Sarg und nehmen Abschied von einer großen und tapferen Frau, von unserer fürsorg­ lichen, so großzügigen und liebevollen Mamma. Wir verneigen uns vor ihr mit großem Respekt und in tiefer Dankbarkeit“, mit diesen Worten verabschiedete sich ihr Sohn Heinrich in seiner berührenden Abschiedsrede von seiner Mutter. Hermann Pirpamer, Kurt Gufler


3  Passeirer Blatt – nr. 153, Juni 2019

Gemeinden Jeder Tropfen ist kostbar

Wasser sparen Der tägliche Wasserverbrauch im Haushalt liegt bei etwa 130 Litern Wasser pro Person, viele verbrauchen sogar noch weitaus mehr. Zahlreiche Menschen auf der Welt müssen mit einem Zehntel davon auskommen und es werden immer mehr, die vom Wassermangel betroffen sein werden. Auch wenn in Südtirol das verfügbare Wasser ein Vielfaches des Bedarfs deckt, sollte es aber dennoch aus vielerlei Gründen ökologisch und ökonomisch verantwortungsvoll verwendet werden. Beispielsweise ist unser Wasserverbrauch mit einem hohen Energieeinsatz verknüpft. Es wird gepumpt, gereinigt, gefiltert und im Haushalt vor der Nutzung erwärmt. Den Wasserverbrauch zu reduzieren ist somit eine der effektivsten Methoden, schnell und einfach Energie zu sparen und zudem etwas für die Umwelt zu tun. Wasserspartipps Wassersparen bei der Toilettenspülung. Einer der größten Wasserverbraucher ist die Toilettenspülung: Hier sollte die Wasserspartaste am Spülkasten betätigt werden. Auch alte Spülkästen können mit Bausätzen auf Wassersparfunktion umgerüstet werden. Regenwasser nutzen. Die Verwendung von Regenwasser für die WC-Spülung oder den Garten kann einen Großteil des Wasserbedarfs einer Familie abdecken. Belüftete Duschbrausen. Durch den Einsatz von belüfteten Spültischarmaturen und Duschbrausen, die ein Gemisch aus Wasser und Luft produzieren, das sich genauso „stark“ wie der Strahl aus einem normalen Duschkopf anfühlt, werden bis zu 60% Wasser eingespart. Geschirrspüler und Waschmaschine sollten erst dann in Betrieb genommen werden, wenn sie voll sind. Sparsame Geräte kaufen. Sparsame Geschirrspüler und Waschmaschinen verbrauchen bis zu einem Drittel weniger Wasser und sind deshalb auch Strom­ sparer. Duschen statt Baden. Wer duscht statt zu baden, verbraucht nur einen Bruchteil des Wassers. Allerdings schwindet die Einsparung mit zunehmender Duschdauer. Wasserhahn zudrehen. Beim Duschen, Händewaschen und Zähneputzen zwischendurch den Hahn zudrehen. Spararmaturen. Sie lassen in der Mittelstellung nur kaltes Wasser fließen.

Warmwasser wird erst beigemischt, wenn der Griff auf die Seite bewegt wird. Bei herkömmlichen Wasserhähnen springen sofort Durchlauferhitzer oder Umwälzpumpe an. Werner Außerer Quelle: Gemeinsam für den Klimaschutz, Gemeinschaftsprojekt der Agentur für Energie Südtirol – KlimaHaus, dem Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige und der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt St. Martin

Eltern-Kind-Beratung zieht um Die Eltern-Kind-Beratung in St. Martin in Passeier (Ex-Mütterberatung) ist kürzlich vom bisherigen Dienstsitz im Altersheim in die alte Bibliothek, Dorfstraße 25 c, übersiedelt. Die Umsiedlung wurde nötig, da der Raum für den Dienst der Krankenpflege des Sprengels im Altersheim zu klein und den angestiegenen Erfordernissen nicht mehr entsprach und so die Räumlichkeiten der Elternberatung übernommen wurden. Der zuständige Referent für Familie, Erich Kofler, kümmerte sich in den Wintermonaten um die Sanierung der Räumlichkeiten in der alten Bibliothek. Bereits jahrzehntelang werden Eltern und Babys nach der Entlassung vom Krankenhaus von der zuständigen Sanitätsassistentin auf dem Territorium betreut. Ziel ist es den frischgebackenen Eltern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Bei Bedarf und in besonderen Situationen wie Frühchen, Zwillingen oder bei Krankheit usw. werden auch Hausbesuche angeboten. Mit den beiden Sanitätsassistentinnen Hofer Sabine und Gufler Johanna wird

somit eine lückenlose Betreuung von Seiten des Sanitätsbetriebes garantiert. Die Sanitätsassistentinnen mit Zusatzausbildung in Stillberatung und Fachberatung für Emotionelle Erste Hilfe (EEH) bieten folgende Dienstleistungen an: Nabelpflege, Gewichts- und Wachstumskontrollen, Beratung zur Babypflege, Handling, Kolikmassage … Alles, was das Stillen betrifft: schmerzhafte Brustwarzen, Milchstau, Brustentzündung, Stillhilfsmittel, Brustmassage, Abpumpen und Aufbewahren von Muttermilch, Abstillen, Zubereitung von Flaschennahrung, Beikost, Kariesprophylaxe, Tipps zur Unfallvermeidung u.v.m. Bei speziellen Thematiken werden auch engmaschigere Beratungen mit Terminvereinbarung außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten angeboten. Die EEHFachberatung erfolgt ebenfalls mit Terminvereinbarung und findet in Form von Einzelsitzungen statt. Dabei steht vor allem die Bindungsförderung und die Krisenintervention im Vordergrund. Die Indikationen für EEH sind weitläufig: >> Bindungsaufbau zum Kind in der Schwangerschaft >> Begleitung von Eltern und Babys, die überwältigende Geburts- und Trennungserfahrungen erlebt haben (z. B. Frühgeburt, Kaiserschnitt, postnatale Notfälle) >> Begleitung von Eltern und Babys in schwierigen Lebensphasen im Säuglings- und Kleinkindalter (z. B. Schlafund Stillprobleme, Unruhe, Abstillen, Trotz …) >> Begleitung von Eltern, die chronisch erschöpft und überfordert sind >> Hilfe für Eltern, die ablehnende Impulse gegenüber ihrem Kind verspüren >> Begleitung von Frauen/Paaren nach Fehlgeburt/Totgeburt. Die neue Telefonnummer ist 0473 641 095, die Öffnungszeiten sind weiterhin donnerstags von 8 bis 12 Uhr. Sabine Hofer

Johanna Gufler, Rosmarie Pamer, Sabine Hofer, Edith Lahner und Erich Kofler


4

Beschlüsse

Aus dem Rathaus von Moos vom 26. 3. bis 27. 5. 2019 > Beiträge:  Bildungsausschuss Moos – außerordentlicher Beitrag Dorf- und Kirchengeschichte Stuls – € 1.700. > Gemeinde:  Gemeindehaus Moos – verschiedene Putzdienste – Meranese Servizi – € 1.861,72; Standesamt – Ankauf eines feuerfesten Archivschrankes – Euro Competenz GmbH – € 2.264,32; Rathaus Moos – Druck Bilder mit UVSchutz – Staschitz OHG d. Staschitz Günter & CO – € 3.187,86; Genehmigung der Abrechnung Müllent­ sorgung – Abfallbewirtschaftung der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt – € 32.309,31; Nightliner: Abrechnung 2019 mit der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt – € 1.466,85; Betreuungsdienst für Kleinkinder (Kindertagesstätte) – Beteiligung an den Kosten der Gemeinde St. Martin in Passeier – Jahr 2018 – € 2.257,55; Verstärkung des örtlichen Polizeidienstes im Burggrafenamt an 5 Tagen im Zeitraum Juni-Juli 2019 – 
€ 1.400; Konsortium Seniorendienste Passeier – Investitionen 2018 – Beteiligung Gemeinde Moos – 
€ 28.890,97; Kindergarten Moos – Ankauf von 12.000 kg Pellets – Beikircher Grünland GmbH – € 3.337,92; Bunker Mooseum – Instandhaltungs­ arbeiten Elektroanlage – Elektro Johann Hofer d. Wolfram Hofer – € 1.830; außer­ gewöhnliche Reinigung – Meranese Servizi – € 1.732,40; Pumpstation Hütt – Austausch ABS Pumpe samt Zubehör – Bautechnik GmbH – € 1.546,96; Reparaturarbeiten an der Trinkwasser­ leitung Pfelders – Ilmer Stefan – € 4.875,12; Abwasser – Wartung der gemeindeeigenen Hebewerke (5 Pumpstationen) Jahr 2019 – Eco Center AG – € 3.464,80; Trinkwasserkonzession Hütt, Pill, Platt und Rabenstein – Erstüberprüfung der Anlage und Erstellung des Betriebs- und Wartungsplanes – EUT Engineering GmbH – € 17.794,92;

Hütt – Instandhaltungsarbeiten Kapelle „Maria an der Quelle“ – Platter Roland – € 2.309,09; Festplatz Moos: Lieferung und Montage eines Geländers – Gufler Metall KG – € 1.830. >  Öffentliche Arbeiten:  Bau Garage Bergrettung Platt – definitiver Zuschlag der Arbeiten an die Firma Gufler Roland – 
€ 170.499,95; Bebauung ehemaliges Kasernenareal – Errichtung Multifunktionszentrum: Ausarbeitung Teilungsplan, Gebäudekatastermeldung und materielle Teilung – Dipl. Arg. Darigo Lukas – € 5.709,60; Friedhof Moos – Erhöhung der Friedhofsmauer – Gufler Roland – € 48.550; hydraulische Gefahrenprüfung und Geländeerhebungen für verschiedene Zonen in Rabenstein – Mountain-eering GmbH – € 2.030,08; außerordentliche Instandhaltung zur Gewährleistung der Sicherheit auf verschiedenen Gemeindestraßen in der Gemeinde Moos in Passeier gemäß Art. 107 ff. Gesetz 30. Dezember 2018, Nr. 145, definitiver Zuschlag betreffend Vergabeverfahren der Arbeiten – Varesco GmbH – € 105.193,38; Schmutzwassersammler Rabenstein – Erstellung eines Teilungsplanes und Gebäudekatastermeldung – Per. Ind. Marth Thomas – € 2.700,35; Zufahrtsstraße Stuls-Hochegg: Errichtung Schutzzaun gegen Eisschlag im Bereich Stuls-Dorf – Locher KG – € 22.265; Errichtung Museum „Stiaber“ – CUP J67H16000710004: Anpassung des Honorars des Ingenieurbüros Baldini für die Projektierung, Bauleitung, Abrechnung und die Sicherheitskoordination – € 17.595,29; Erweiterungszone „C3- Sand“ Moos in Passeier – Abänderung des Bauleitplanes und des Durchführungsplanes – A2 Architekture GmbH – € 8.754,72. > Schulen:  Spesen für Schulausspeisung Mittelschule St. Leonhard – Zeitraum September – Dezember 2018 – 
€ 5.664,80; Grundschule Platt – Lieferung und Montage Einrichtung für das Lehrerzimmer – Pedacta GmbH – 
€ 5.070,32.

Aus dem Rathaus von St. Martin vom 23. 3. bis 24. 5. 2019 >  Allgemeine Verwaltung:  Der Gemeindeausschuss hat in der Sitzung vom 24.04.2019 die Tarife für die Benutzung der Sportanlagen für das Jahr 2019 genehmigt. > Beiträge:  Jugendtreff St. Martin – außerordentlicher Beitrag in Höhe von € 15.590 für die Realisierung der Projekte im Jahr 2019 (Aktiv-Kreativ-Sommer und Betreuungs­ wochen, Lernhilfe, Jungbläserwoche, Sommerkindergarten und Jungbürgerfeier); Bildungsausschuss St. Martin – € 9.699 für das Tätigkeitsjahr 2019; Tourismusverein Passeiertal: € 27.371 für die Förderung des Fremdenverkehrs; € 5.000 für die Mobilität; Zuweisung des Anteils der Aufenthaltsabgabe auf Zweitwohnungen für das Jahr 2018 – € 4.636,95; AFC St. Martin Moos – € 49.750 für die Tätigkeit sowie für die Führung der Sportanlagen im Jahr 2019 (€ 48.000 an AFC St. Martin Moos und € 1.750 an die Sektion FC Saltaus). > Bibliothek/Mehrzweckgebäude: Lieferung und Montage von weißen Deco-Platten für die Mütterberatungsstelle in den Räumlichkeiten der ehemaligen Bibliothek im Mehrzweckgebäude – Tischlerei Passeier Genossenschaft, St. Martin – € 854. > Kindergarten/Schule:  Lieferung und Montage von Akustikelementen für die Mensa im Kindergarten und in der Grundschule Saltaus – ewos GmbH, Mals – € 7.310,11. >  Öffentliche Arbeiten:  Mit GA-Beschluss Nr. 129 vom 25.03.2019 wurde das Protokoll über das Verhandlungsverfahren betreffend die Arbeiten „Außerordentliche Instand­ haltung zur Gewährleistung der Sicherheit auf verschiedenen Gemeindestraßen in St. Martin“ genehmigt sowie die Firma De.Co.Bau GmbH aus Bozen mit den genannten Arbeiten zum Betrag von € 61.065,58 (inkl. € 3.053 Sicherheitskosten) + 22% MwSt. = € 74.500,01 beauftragt;


5  Passeirer Blatt – nr. 153, Juni 2019

Neubau Servicegebäude öffentlicher Fußballplatz St. Martin: verwaltungstechnische und statische Abnahme­ prüfung – Dr. Ing. Markus Hesse vom Ingenieurbüro Haller & Hesse, Algund – € 7.612,80; Fachplanung und Bauleitung der Beleuchtungsanlage – Eplan Per. Ind. Martin Hofer, St. Leonhard – € 6.260,89; Neubau Sportzentrum St. Martin in Passeier: Fachplanung und Bauleitung für den Fachbereich Elektroanlage – Dr. Ing. Mirko Beikircher, Meran – € 28.213,01; Neubau Trinkwasseranlage Kalmtal: Projektierung, Bauleitung, Sicherheitskoordination und Abrechnung – Ingenieurbüro Haller & Hesse, Algund – € 41.870,40. > Sportanlagen:  Durchführung von Reparaturarbeiten im Sanitärbereich des öffentlichen Schwimmbades – Eschgfäller Karl, St. Leonhard – € 3.660; Lieferung von Chlorgranulat für die Wasseraufbereitung des öffentlichen Schwimm­bades – Virginio Dalsass, Meran – € 7.495,68. >  Straßen und Plätze: Neugestaltung der Verkehrsbeete der Dorfeinfahrt Süd in St. Martin – Gärtnerei Bacher OHG, St. Leonhard – € 6.436,72; Technische Dienstleistung anlässlich der Aufwertung des Dorfplatzes von St. Martin – Dr. Arch. Pernter Maria Theresia, Truden – € 3.536. > Zivilschutz:  Feuerwehren St. Martin und Saltaus – Umstellung der Sirenen auf digitale Sirenenempfänger – PCM Electronics GmbH, Bozen – € 4.575.

+

Aus dem Rathaus von St. Leonhard vom 27. 3. bis 22. 5. 2019

wo. +was passeier

> Beiträge:  Investitionsbeitrag an Ulrich Gögele für die Restaurierung der Kapelle „Zur schmerzhaften Muttergottes“ in Karlegg, € 6.000.

Arbeitssuche

> Jugend:  Projekt „Nightliner“ und Mobilitätsberatung, Genehmigung der Abrechnung 2018 der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, € 4.475,23.

ArbeitsAngebote

head_02.indd 2

>  Öffentliche Arbeiten:  Trinkwasser­leitung Im Steinanger, Vermessung, Projektierung, Bauleitung, Abrechnung und Sicherheitskoordination, Dr. Ing. Johann Ennemoser, € 13.977,07; Gehsteig Gomion im Abschnitt Gasthof Alpenrose, Einfahrt Pichlhof, Projektierung, Bauleitung, Abrechnung, Statik und Sicherheitskoordination, EWS Ingenieure, € 13.500; vorübergehende Unterbringung des Seniorenheimes im ehemaligen Hotel Christophorus, Weitervergabe der Montage der Heizungs-, Kühl- und Sanitäranlage an die Fa. Eschgfäller Karl Maria, € 49.642,72; vorübergehende Unterbringung des Seniorenheimes im ehemaligen Hotel Christophorus, Sonder­ anlagen, Lieferung und Montage der Lichtrufanlage – ZET-TRE GmbH, € 22.926,75; Wartung des Fußballplatzes im Jahr 2019, Fa. Ronny der Gärtner d. Schwarz Ronny, € 15.529,50; vorübergehende Unterbringung des Seniorenheimes im ehemaligen Hotel Christophorus, Weitervergabe der Aufzugsanlagen an die Euroservice Merano GmbH, € 27.496. > Soziales:  Errichtung Familienzentrum, Ausschreibung der Dienstleistung für die Einreich- und Ausführungsplanung und die Bauleitung, € 260.348,28.

17-jährige Oberschülerin sucht Sommerjob im Service oder mit Kindern T 349 6990518

Kons. Seniorendienste Passeier sucht Berufskrankenpfleger/in, Sozialbetreuer/in, Pflegehelfer/in, Hausmeister T 0473 656 086, info@altersheim.it Bauunternehmen DE.CO.BAU sucht Mitarbeiter T 348 4416718 Gemeinde St. Leonhard sucht Verwaltungsassistent/innen T 0473 657 733, www.sankt-leonhard.eu Fischzucht Schiefer sucht LKW-Fahrer, Verkäufer/in, Mitarb. für Produktion T 0473 641 231, stefan@schiefer.fish

immobilien Neue 3-Zimmer-Wohnung (teilmöbliert) in St. Leonhard zu vermieten T 340 0632497 Kleine Wohnung zu mieten, eventuell auch zu kaufen, gesucht T 329 7375291 3-Zimmer-Wohnung (Altbau) in St. Martin zu verkaufen T 348 7933929 Wohnung in St. Martin zu mieten gesucht T 327 6848897 Schönes, ruhig gelegenes Reihenhaus in St. Martin zu verkaufen T 340 2974008 1-2-Zimmerwohnung für Mitarbeiter, nähe Bushaltestelle, gesucht T 340 0635643, info@saegewerkmarth.com

KleinAnzeigen

> Straßen/Wege:  Instandhaltung der Wanderwege und die Errichtung von Zäunen im Jahr 2019, Südtiroler Agrar Maschinenring SAM GmbH, € 39.200; außerordentliche Instandhaltung zur Gewährleistung der Sicherheit von Gemeindestraßen, Asphal­ tierung Gehsteige und Busbahnhof, € 69.043; Übernahme eines Kostenanteils an das Forst­ inspektorat Meran für die Instandhaltung der Wanderwege, Bereitstellung der Mittel, € 24.000; Asphaltierung Gehsteige und Busbahnhof, Mair Josef & Co. KG d. Mair Klaus, € 48.595,64.

Steirische Harmonika 3-reihig – Kaps – Slovenja zu verkaufen T 340 1847295 Kleiner Kombidämpfer und Spülmaschine Winterhalter zu verkaufen T 0473 656 203, talblick@rolmail.net Suche günstig Einfahrtstor aus Eisen, ca. 4 – 5 m breit, 1,10 m hoch T 333 6142663 Verkaufe günstig Renault Cangoo mit Anhängerkupplung 4 × 4 T 347 9982554

www.wowas.it Weitere Informationen und Inserate online

Stand: 13. 6. 2019

03.indd 1

13/06/19 08:38


Mit Ob Mit unseren gutes unseren oder Agenten Agenten stets schlechtes stets an an der der Wetter: Seite Seite der der örtlichen Wir örtlichen sind Gemeinschaft. immer Gemeinschaft. da. 136 Millionen Euro an Entschädigungen haben 3.000 3.000 versicherte versicherte Mitglieder Mitglieder wurden wurden wir und unsere AgentenUnwettern in den letzten fünf nach nach den den verheerenden verheerenden Unwettern Jahren ausgezahlt, um dieentschädigt. landwirtschaftlichen von vonEnde Ende Oktober Oktoberbereits bereits entschädigt. Kulturen schützen und die Wiederaufnahme der Auch Auchdas daszu macht macht einen einen Versicherungsverein Versicherungsverein betrieblichen Tätigkeiten auf aufGegenseitigkeit Gegenseitigkeit aus. aus. zu ermöglichen.

AGENTUR AGENTUR AGENTUR PASSEIR PASSEIR PASSEIR Pichler Pichler Pichler Walter Walter Walter KG KG KG Kohlstatt, Kohlstatt, Kohlstatt, 85 85 85 - 39015 - -39015 39015 St.St. St. Leonhard Leonhard Leonhard - Tel. - -Tel. Tel. 0473.656384 0473.656384 0473.656384 Büro Büro Büro St.St. St. Martin Martin Martin Jaufenstrasse, Jaufenstrasse, Jaufenstrasse, 77(Bei 7(Bei (Bei Raiffeisenkasse Raiffeisenkasse Raiffeisenkasse St.St. St. Martin) Martin) Martin) DiDi Di und und und Do Do Do von von von 9.00-12.30 9.00-12.30 9.00-12.30 Uhr Uhr Uhr agenzia.valpassiria@gruppoitas.it agenzia.valpassiria@gruppoitas.it agenzia.valpassiria@gruppoitas.it

gruppoitas.it gruppoitas.it gruppoitas.it


7  Passeirer Blatt – nr. 153, Juni 2019

Kultur & Gesellschaft

Die „Junge Kirche Passeier“ fördert den Austausch unter den Jugendlichen des Passeiertales

Veranstaltungen und Austausch

Junge Kirche Passeier Seit 2013 gibt es bereits die Initiative „Junge Kirche Passeier“, welche vom Jugendbüro Passeier und der Seelsorgeeinheit Hinterpasseier gestartet wurde. Mehrere Veranstaltungen im Laufe des Kirchenjahres sollen dabei die Gemeinschaft stärken, junge Leute für kirchliche Themen begeistern und den Austausch unter den Jugendlichen aus dem ganzen Tal fördern. Dazu gehören die acht Jugendmessen in den Dörfern Platt, Pfelders, Moos, Stuls, Rabenstein, St. Leonhard, Walten und St. Martin,

welche auf das Kirchenjahr verteilt zusammen mit den Jugendgruppen der Dörfer und dem SKJ-Bezirksteam organisiert werden. Weitere Aktionen sind die Jugendwallfahrt nach Trens im Hochsommer, die letztes Jahr zum 10. Mal stattgefunden hat, ein Austauschabend für Jungschar- und MinistrantenleiterInnen im Herbst, ein Austauschwochenende für alle SKJ-Ortsgruppen des Tales, Aktionen in der Adventszeit und ein Gitarrenkurs für Anfänger. Es besteht eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Jugend­

Jugendliche TeilnehmerInnen beteiligen sich aktiv bei der Messgestaltung

Auch für die musikalische Umrahmung der Messfeiern wird gesorgt

organisationen, den Jugendlichen und den Seelsorgern aller Pfarreien, welche offen und mit Freude die Jugendmessen und andere Aktionen mitplanen und -gestalten. Auch der neue Jugendseelsorger Südtirols, P. Shenoy, zelebrierte die Jugendmessen heuer bereits in Stuls und Platt und wird auch weiterhin diese mit uns feiern, wenn er Zeit findet. Die nächsten Jugendmessen finden in Pfelders (Samstag, 28. September), Rabenstein (Samstag, 12. Oktober), Walten (Samstag, 9. November) und Moos (Sonntag, 15. Dezember) statt. Der Jugenddienst bereitet die Jugendmessen mit der jeweiligen Jugendgruppe vor und zusammen werden ein Thema und ein Programm ausgearbeitet. Die letzte Jugendmesse am 5. Fastensonntag in Platt stand unter dem Thema „FASTEN your seatbelt“ (dt.: „Legen Sie Ihren Gurt an“). Die Jugendlichen suchen passende Texte und Geschichten zum Nachdenken, welche dann bei den Messen vorgelesen werden. Auch die Fürbitten werden von den Jugendlichen ausgesucht und oft auch selbst geschrieben. Musikalisch umrahmt werden die Messen von bunt zusammengestellten Musikern, welche mit dem Jugenddienst freiwillig und ehrenamtlich zusammenarbeiten. Nach jeder Messfeier organisiert die Dorfjugend zusätzlich noch einen Umtrunk. Es ist vorgesehen die Initiative „Junge Kirche Passeier“ weiterhin mit Leben und neuen Impulsen zu füllen und die Organisatoren hoffen, dass viele Jugendliche weiterhin mit Freude dabei sind und Kirche gemeinsam mitgestalten. Ganz nach dem Zitat von Heinrich Wolfgang Seidel „Man darf niemandem seine Verantwortung abnehmen, aber man soll jedem helfen, seine Verantwortung zu tragen.“ Thomas Schölzhorn


8

St. Leonhard – Dürrerhof

Für Anna Gufler, Wwe. Schölzhorn, aus Moos, zu ihrem 90. Geburtstag In Erinnerung an ihren Bruder Josef Gufler, geb. am 14. Juni 1924, gest. am 5. November 1944, ehemaliger Dürrerhof-Sohn Josef wuchs mit seinen beiden Schwestern Maria, geb. 1922 und Anna, geb. 1929, am Dürrerhof von St. Leonhard auf. Er war der einzige Sohn der Dürrerhof-Bäuerin, Maria Gögele, die nach dem frühen Tod ihres Mannes den Hof alleine bewirtschaftete. Josef war somit der hoffnungsvolle Hoferbe für seine Mutter, doch die politischen Ereignisse gegen Ende des Zweiten Weltkrieges und die verblendete, unerbittliche Einstellung der amtierenden nationalsozialistischen Dorffunktionäre führten zu seinem Tod mit nur 20 Jahren. An ihn erinnert eine Inschrift auf dem Familiengrabstein seiner Eltern und seiner älteren Schwester Maria an der Süd-Ost-Ecke des Friedhofes von St. Leonhard, nahe des Prantacher Eingangs. Auch das Kriegerdenkmal von St. Leonhard birgt seinen Namen in der Reihe der Gefallenen des Jahres 1944. Die exakte Namensauflistung lässt keine Unterscheidung zwischen Optanten und Soldaten der deutschen Wehrmacht oder Dableibern und widerrechtlich in den Krieg eingezogenen Soldaten, wie auch Wehrdienstverweigerern zu. „Alle seien für die Heimat gestorben“, war die Doktrin in den frühen Nachkriegsjahren. Über allen politischen und weltanschaulichen Gegensätzen stand die Einigkeit des Landes. In besonders lieber, wenn auch schmerz­ licher Erinnerung, bewahrt ihren Bruder Sepp aber seine jüngere Schwester Anna, welche am 21. März 2019 ihren neunzigsten Geburtstag gefeiert hat. Es war im Sommer vor wenigen Jahren, als ich an ihren erzählten Familiengeschichten über ihren Bruder und ihre Familie teil­ haben durfte. Da es heute an uns liegt, die ehrende und mahnende Erinnerung an Josef zu bewahren, soll sein ungerechtes Schicksal nicht der Vergessenheit anheimfallen. Josef Gufler wurde am 14. Juni 1924 beim Dürrerhof, wenig außerhalb von St. Leonhard, geboren. Seine Mutter, Maria Gögele, 1888 geboren, war eine Winnebach-Tochter. Ihr Vater, Johann Gögele, Bichlbauer-Sohn auf Glaiten, hatte 1883, im Jahr seiner Heirat mit Barbara Schwarz, vom Klotzgut in Moos, den Winnebach-Hof auf Karlegg ober

St. Leonhard gekauft. Den Dürrerhof erwarb er 1917, somit wurde seine Tochter Maria die Hofbesitzerin. Sie heiratete ein Jahr später den ältesten Moar-Sohn, Martin Gufler, welcher 1881 in St. Martin geboren wurde. Als dieser 1932 mit nur 51 Jahren starb, bewirtschaftete Maria den Hof mit ihren 3 minderjährigen Kindern alleine. Zwei Söhnchen waren 1927 und 1928 im Kleinkindalter gestorben. Bald zog auch ihr alter Vater, nachdem er den Winnebach-Hof 1918 seinem gleichnamigen Sohn Johann übergeben hatte, her­ unter nach St. Leonhard und lebte noch 20 Jahre mit auf dem Hof. Seine Frau war mit 59 Jahren 1909 gestorben. 1937 starb auch er, hochbetagt mit 91 Jahren. Die Dürrerhof-Bäuerin Maria war bekannt für ihre Großherzigkeit. So fanden bei ihr mehrere verwandte und auch fremde Kinder ein Zuhause. In den wirtschaftlich bedrückenden Jahrzehnten nach dem 1. Weltkrieg und in einem konservativ katholisch, sozial geprägten Umfeld war dies auch im Passeiertal durchaus nicht unüblich. In keinster Weise der Mehrheit folgend entschied sich Maria im unseligen Jahr 1939, als den Südtirolern die Entscheidung der Option aufgebürdet wurde, nicht für das Auswandern ins Deutsch Reich, sondern fürs „Dableiben“. Unterstützung fand sie darin beim damaligen Dekan von Passeier, Franz Pircher, welcher in freundschaftlicher Verbindung mit den Dürrerhof-Leuten stand. Auch ihre Verwandten auf Winnebach entschieden sich fürs „Dableiben“. Damit setzte sie sich dem Argwohn und der Ablehnung der fürs Deutsche Reich optierenden Mehrheit aus (83% in der Gemeinde St. Leonhard/St. Martin). Wenige Jahre später, ab dem 8. September 1943, besetzte die deutsche Wehrmacht Südtirol, und das Land wurde Teil der Operationszone Alpenvorland. Zur Freude vieler wurde eine deutsche Verwaltung installiert. In den Gemeinden, so auch in St. Leonhard, kamen nun nationalsozia­ listisch gesinnte Leute als Bürgermeister und Ortsfunktionäre zum Zug. Die „Dableiber“ waren ihren Schikanen ausgesetzt, besonders nachdem mehrere jüngere Männer im Tal beschlossen, sich dem deutschen Wehrdienst durch Desertion

Um 1941, Josef Gufler, Dürrerhof-Sohn mit 17 Jahren  Foto aus dem Besitz von Heidi Schiefer


9  Passeirer Blatt – nr. 153, Juni 2019

zu entziehen und sich in den unwegsamen Wäldern und Bergen zu verstecken, um dort das Kriegsende abzuwarten. Die Ausweglosigkeit des Krieges erahnend, waren sie nicht mehr bereit für den „Führer“ ihren „Kopf hinzuhalten“. Es war ein offenes Geheimnis, dass für diese sogenannten „Deserteure“ der Dürrerhof ein Treffpunkt war, wo sie von Maria mit Notwendigem versorgt und verköstigt wurden. Als Druckmittel und zur Einschüchterung, besonders im Gemeindegebiet von St. Leonhard und Moos, dienten den übereifrigen Nazi-Amtsbürgermeistern und Nazi-Funktionären die Androhung und der Vollzug der Sippenhaft gegen die betroffenen Familien. Gauleiter Franz Hofer hatte diese, dem Nazi-Stil getreu, im Jänner 1944 verhängt. Auch Marias Bruder Johann auf Winnebach, die Schwägerin Rosa und die Nichte Regina wurden am 21. September 1944, wie 12 weitere Familien aus Passeier, von sogenannten SOD-Leuten abgeholt und in das Arbeitsstraflager in der Kaiserau am Stadtrand von Bozen, gebracht. Die jüngste Tochter, das Moidele, durfte am Dürrerhof bleiben. Johann Gögele, Marias Neffe, war im August 1944 desertiert. Maria widerfuhr ein noch schlimmeres Unrecht. Obwohl ihr Mann schon gestorben war, wurde ihr noch nicht 20 Jahre alter einziger Sohn im Frühjahr 1944 widerrechtlich zur deutschen Wehrmacht einberufen. Und dies von einem Tag auf den anderen, wie seine Schwester Anna erzählt. Sepp weigerte sich in die WaffenSS eingezogen zu werden. So kam er nach einer kurzen Ausbildung zur sogenannten Partisanenbekämpfung nach Belluno. Bei einem Wachdienst wurde er am 14. September 1944 schwer verletzt und mit 8 Schusswunden in ein Lazarett gebracht.

Als seine Familie davon erfuhr, machte sich seine ältere Schwester Maria auf den Weg nach Belluno und schaffte es, nach 3 Tagen Fahrt durch das Kriegsgebiet, ihren schwerverletzten Bruder im letzten Bett eines Krankensaales zu finden. Am 5. November verstarb Sepp an seinen Verletzungen. Seine Gebeine liegen heute mit 848 weiteren Soldaten des 2. Weltkrieges in der imposanten deutschen Kriegsgräberstätte am Pordoijoch in den Dolomiten. Nach weniger als einem Jahr, am 27. September 1945, starb mit nur 57 Jahren auch Josefs Mutter Maria in der Klinik von Martinsbrunn bei Meran. Der AndreasHofer-Bund, unter Führung von Hans Egarter, legte einen Kranz auf ihr Grab am Friedhof von St. Leonhard und dankte „der treuen Tirolerin“. Die beiden Schwestern Maria, mit 23 und Anna, mit 16 Jahren, standen nun alleine da. Maria heiratete ein Jahr später Adolf Schiefer, auch er ein Wehrdienstverweigerer, dessen Bruder Eduard und Schwester Ida in Sippenhaft genommen wurden. Gemeinsam bewirtschaften sie den Dürrerhof und bekamen 6 Kinder. Doch 1961 verkauften sie den Hof an Adolfs Bruder Eduard und erwerben das Anwesen von Bad Fallenbach unweit von St. Leonhard. Anna, die jüngere Schwester, verblieb auch auf dem Hof, lebte und arbeitete aber auch als Näherin eine Zeit lang bei ihrer Kusine Notburga in Florenz, die dorthin geheiratet hatte. 1956 heiratete nun auch sie, und zwar Paul Schölzhorn aus Ratschings. Sie hatte sich in den Schustergesellen, der auf der Stör nach Passeier gekommen war, verliebt. Paul fand in Moos vorerst als Schuster Arbeit und baute dort ein Haus. Schon bald entdeckte Paul seine Leidenschaft für das Auto­

St. Martin in Passeier www.konfektion-goetsch.com Tel. 0473 641672

Wanderkollektion von

Damen- und Herrenmode Trachtenlederhosen Wanderbekleidung

Anna Gufler Wwe. Schölzhorn aus Moos  Foto aus dem Besitz von Heidemarie Schölzhorn Lanthaler

fahren, wechselte seine Profession und wurde zu einem der ersten Taxi-und Busunternehmer in Passeier. Anna sorgte mit Hingabe und Liebe in den vielen Ehejahren für ihre gemeinsamen 9 Kinder. Nachdem Paul 1996 im Alter von 68 Jahren verstarb, lebt Anna alleine in ihrer schönen Wohnung des in den 80er Jahren neu gebauten Hauses. Gern umgibt sie sich mit schönen Dingen und hat viel Freude mit den Blumen. Stets wird sie von ihren Kindern und Enkelkindern umsorgt und besucht. Mit einem herzlichen Dank wünschen wir Anna noch viele gesunde, freudvolle und sonnige Stunden, Tage und Jahre im Kreise ihrer Lieben. Monika Mader


10

Künstlerin Jenny Haller und Vereinsobmann Pamer Konrad

Kunstinstallation Jenny Haller

Bunker Mooseum

Buchvorstellung – Bunker Mooseum

Ausstellung „Zeitstrahlen“ von Jenny Haller eröffnet Das MuseumHinterPasseier startete im Jahr 2018 das Kunstprojekt „Kunst im Glasturm“. Das Ziel dieses Projektes ist es, lokale Künstler zu fördern. Das MuseumHinterPasseier stellt Künstlern den Glasturm des Bunker Mooseums zur Verfügung um ihre Kunstwerke auszustellen und gibt ihnen die Möglichkeit, die Kunstwerke einer breiten Masse zugänglich zu machen. Jenny Haller eröffnete am Freitag, den 31. Mai, die Projektsaison 2019 mit ihrer Ausstellung „Zeitstrahlen“. Der Vernissage wohnten viele Kunst- und Kulturinteressierte bei, welche die Gelegenheit nutzten, bei einem Glas Wein die Ausstellung zu begutachten und mit der Künstlerin über die Ausstellungsobjekte zu sprechen. Neben Gemälden zeigte die Künstlerin Fotografien und Installationen, die durch Licht und Soundeffekte in Szene gesetzt wurden. Die Ausstellung „Zeitstrahlen“ ist noch bis 16. Juni im Glasturm des Bunker Mooseum zu bewundern und kostenfrei zugänglich. Weitere Künstler, die im Rahmen des Projektes im Glasturm ausstellen, sind David Lanthaler und Fabian Frötscher (21. 6.), Martin und Rita Pöll (9. 8.) sowie Andrea Pfandler Pflug (7. 9.). Peter Heel

Bergwerk Schneeberg I. Archäologie – Geschichte – Technik bis 1870 Das Landesmuseum Bergbau hat 2019 mit der Herausgabe einer eigenen wissenschaftlichen Reihe, den Schriften des Landesmuseum Bergbau – Studi del Museo Provinciale Miniere, begonnen. Der erste Band erscheint mit dem Titel: Bergwerk Schneeberg I. Archäologie – Geschichte – Technik bis 1870. Der von Christian Terzer und Armin Torggler herausgegebene Band enthält neben einer Einführung von Christian Terzer weitere sechs Beiträge von insgesamt acht Autoren zur älteren Geschichte dieses größten Bergwerks in Südtirol bis 1870. Andreas Rainer (Landesmuseum Bergbau) beschäftigt sich mit den Themenbereichen Erzlagerstätte, Erztransport und dem sozialen Leben der Bergknappen im Hochgebirge. Armin Torggler (Landesmuseum Bergbau) setzt sich mit dem mittelalterlichen Bergbau und den Verwaltungsstrukturen bis zum Beginn der Industrialisierung auseinander. Den umfangreichsten Beitrag lieferte der Montanarchäologe Claus-Stephan Holdermann (Innsbruck), der die Ergebnisse zehnjähriger montanarchäologischer Dokumentations- und Forschungstätigkeit im Auftrag des Museums vorlegt.

Ein Team von Naturwissenschaftlern um Kurt Nicolussi (Universität Innsbruck), bestehend aus Stefan Unterrader, Alexander Bauer, Thomas Pichler und Andrea Thurner publizieren die Ergebnisse dendrochronologischer Untersuchungen. Wie der Titel bereits andeutet, werden in den nächsten Jahren weitere Bände zum Schneeberg folgen, die der Industrialisierung zwischen 1870 und 1920 sowie der Zeit der italienischen Bergbauunternehmen am Schneeberg von 1920 bis 1985 gewidmet sind. Andreas Rainer Altersheim – Zivi gesucht! welche Voraussetzungen: >> du bist zwischen 18 und 28 Jahre alt >> du hast Freude an der Arbeit mit Senioren deine Aufgaben sind: >> Begleitung von Bewohnern >> Spaziergänge und Gespräche mit Bewohnern >> Mithilfe in der Tagesgestaltung >> hauswirtschaftliche Tätigkeiten in der Betreuung … Dauer und Spesenrückvergütung: >> 8 oder 12 Monate an 6 Tagen in der Woche >> mind. 30 Stunden pro Woche >> 450 Euro netto im Monat Anmeldefrist: 23. 8. 2019 Informationen: Altersheim St. Leonhard Tel.: 0473 656 086 oder www.altersheim.it


11  Passeirer Blatt – nr. 153, Juni 2019

Stuls

Diamantenes Priesterjubiläum für Hochwürden Alois Raffl

Der Mooser Maialtar

Mooser Maialtar

Dank an Anton Marth und Alfred Gögele Unter dem Titel „Mutter-Monat Mai“ hat Pfarrer Oswald Kuenzer den Mooser Maialtar mit einem besinnlichen Text ins „Psairer Heftl“ gestellt. Nun steht der Mooser Maialtar auch im Passeirer Blatt, denn er ist immer eine Zierde. Und diese Zierde hat er sowie auch die anderen zwei Altäre dem Pfleger der Blumen, Anton Marth sowie dem Pfleger der Kerzen, Alfred Gögele, zu verdanken. Beim Blumenpfleger darf sich kein welkes Blatt, keine verdorrte Blüte blicken lassen. Er pflegt die Blumen mit Liebe und Freude als wären sie sein Eigentum. Ebenso ist dem Pfleger der Kerzen keine Zeit zu aufwändig. Es darf keine Kerze in die falsche Richtung blicken oder gar schief stehen, da geht es um Zentimeter. Pfeilgerade und die Entfernung – alles muss abgestimmt werden. Den beiden Pflegern gebührt ein auf­ richtiges Vergelts Gott. Und Maria, die „Maienkönigin“, breitet ihren Schutz­ mantel mütterlich über die ganze Pfarrgemeinde aus. Anna Lanthaler

Am 5. April 1959 hatte die Bevölkerung von Stuls einen besonderen Grund zum Feiern, der Goster Luis feierte seine Primiz. Sechzig Jahre später, am Ostermontag, den 22. April 2019, gab es wieder Grund zum Feiern, diesmal war es das Diamantene Priesterjubiläum vom Hochw. Raffl Luis. Nach dem feierlichen Einzug in die Kirche, der musikalisch von den „VielSaitigen“ umrahmt wurde, konnte der Präsident des Pfarrgemeinderates in der vollbesetzten Kirche zahlreiche Gäste begrüßen. Gemeinsam mit den Priestern Hofer Richard und Pfitscher Siegfried, dem Pfarrer der Seelsorgeeinheit Hinterpasseier Oswald Kuenzer und mit seinem langjährigen Freund und Mitprimizianten, Hubert Unterweger, konzelebrierte der Jubilar selber die hl. Messe. In der Festpredigt ging Hubert Unterweger auf die vergangenen sechzig Jahre des Jubilars ein, auf die Veränderungen in der Kirche, erwähnte aber auch die verschiedenen Pfarreien, in denen der Luis als Pfarrer gedient hat. Gruppenfoto mit dem Jubilar Hochwürden Alois Raffl

Um verschiedene Begebenheiten, aber auch um Höhen und Tiefen, welche der Pfarrer Luis in den letzten sechzig Jahren erlebt hat, ging es in einem humorvollen Gedicht, welches am Ende der Messfeier von zwei Ministranten vorgetragen wurde. Bei einem Umtrunk, der auf dem Kirchplatz für alle vorbereitet war, trafen sich Freunde und Bekannte um dem Jubilar zu gratulieren. Zu den Gratulanten gehörten unter anderem der Bürgermeister von Moos, Gothard Gufler, Vizebürgermeister Stefan Ilmer und auch Gläubige aus den verschiedenen Pfarreien, wo der Luis als Pfarrer tätig war, ließen es sich nicht nehmen, ihm zu gratulieren. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in einem Stuller Gastbetrieb, zu dem auch noch Pfarrer Michael Pirpamer und Pater Alexander Pixner dazukamen, wünschten alle dem Luis zum Abschied noch weiterhin viele gesunde und schöne Jahre und alles Gute für seinen Ruhestand in St. Leonhard. Stefan Ilmer


12

Faschingstreffen

PSDS in Platt

Theaterspieler und Theaterspielerinnen aus Platt in Girlan

Platt

Plåtterwindkids on Tour Am Sonntag, den 26. Mai 2019, fand in Girlan im Tannerhaus das 17. Kinder­ theaterfest statt. Dieses Fest, das alle zwei Jahre vom Südtiroler Theaterverband organisiert wird, soll Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, auf einer großen Bühne und vor Publikum aus allen Teilen des Landes zu spielen. Es gibt bei dieser Veranstaltung, bei der sich dieses Jahr sieben Gruppen angemeldet haben, bewusst keine Bewertung. Auch wir vom Plåtterwind haben uns entschieden, bei diesem Fest mitzumischen und sind mit sechs begeisterten

Theaterspielern und Theaterspielerinnen ins Überetsch gefahren. Da diese sechs Kinder im letzten Sommer bei der Theaterwerkstatt in Platt mit Simon Schwarz ein Stück einstudiert haben, wurde dieses 20-minütige Stück prompt mit Hilfe von Katrin Insam an zwei Samstagen aufgefrischt und mit dem JubPa-Bus ging’s dann nach Girlan. Die Aufregung war groß und mit Bravour haben die sechs Kinder mit ihrer Komödie „Das verrückte Krankenhaus“ das Publikum zum Lachen gebracht. Es war für uns Erwachsene schön zu sehen, wie die Kinder auch nach der Aufführung noch voller Begeisterung waren. Wir hoffen, für nächsten Sommer wieder eine Theaterwerkstatt zu veranstalten, damit wir im Jahre 2021 erneut beim Theaterfest dabei sein können. Mathilde Baumgartner

Am Sonntag, den 3. März 2019, fand im Mehrzwecksaal der Grundschule Platt das schon zur Tradition gewordene Faschingstreffen statt. Was vor ca. 40 Jahren die KFB angefangen und auch viele Jahre durchgeführt hat, dann aber von verschiedenen Vereinen ausgeführt wurde, hat nun seit einigen Jahren die Schützenkompanie Platt in die Hände genommen. Dieses Jahr hat auch der Theaterverein Plåtterwind mitgemischt. Um diesen Abend etwas aufzufrischen, wurden zwei Sketche gezeigt. Auch die Einlage der „3 lustigen 2 Spitzbuam“ aus Plått war amüsant. Der Höhepunkt war aber die 1. PSDS Show (Platt sucht den Superstar). Sie wurde von „Concita Salami“ und Putzfrau „Anna“ moderiert. Über zehn bekannte Stars haben ihr Bestes gegeben, um die schöne Trophäe zu ergattern. Al Bano und Romina Power, Cordula Grün, ABBA, Kelly Family, Andreas Gabalier, Modern Talking um nur einige zu nennen. Gegen Mitternacht fiel dann die Entscheidung, wer Platts 1. PSDS-Star wurde. Die Gruppe ABBA hatte die Nase vorne und behält nun für ein Jahr diese Trophäe. Alle Stars, die mitgewirkt haben, waren super, und ihnen gilt ein besonderer Dank für ihr Bemühen. Besonders bedanken wir uns bei den Theatervereinsmitgliedern Katrin Insam, Renate Schweigl, Veronika Raffl, Michael Prugger, Doris Libardi, Gerlinde Seidl und Paul Gufler. Sie waren von Beginn an begeistert, um dieses Maschggeretreffen zu einem schwungvollen Abend werden zu lassen. Wir hoffen, dann auch beim nächsten Faschingstreffen mit dieser Show dabei zu sein. Mathilde Baumgartner ABBA gewinnt in Platt

kleinanzeige

Druckwerkstatt Medus sucht Lehrlinge/Quereinsteiger für die Vorstufe und den Digitalund Offsetdruck. info@medus.it


13  Passeirer Blatt – nr. 153, Juni 2019

Buchvorstellung

Meine schönste Zeit Die Biografie von Agnes Hofer weckt Kindheitserinnerungen Es war tiefempfundene Dankbarkeit, die Frau Agnes Hofer veranlasste, ihre Erinnerungen an Kindheit und Jugend auf dem elterlichen Bergbauernhof niederzuschreiben, auch der Wunsch, ihren Kindern und Enkeln einen Einblick in ihr Leben zu hinterlassen. Sie schrieb ein Stück Zeitgeschichte der 50er und 60er Jahre im hinteren Passeiertal. Ihre schönste Zeit, aber auch eine schwere Zeit! Die Autorin erzählt in anrührender Weise ihre Kindheitserlebnisse als Bergbauernkind. Wie gefährlich und entbehrungsreich Bergkinder damals aufgewachsen sind. Die Arbeit in Haus und Hof war hart, das Essen oft knapp. Mehrmals geriet das Kind Agnes durch Unfälle und schwere Krankheiten in Lebensgefahr, wurde aber von ihrem Schutzengel behütet. Eindringlich und authentisch schildert die Autorin das Leben in einer Großfamilie, sie hatte 11 Geschwister. Ihre Erzählungen sind für junge Leute lehrreich und wecken bei Älteren manch eigene Erinnerung. Das Taschenbuch ist über alle gängigen Barsortimente lieferbar, in Buchhandlungen erhältlich oder bestellbar. Agnes Hofer

Hans Angerer für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt

St. Martin

Gelungenes Pfarrfest des Kirchenchores

Am ersten Sonntag im Mai lädt der Kirchenchor St. Martin jedes Jahr die Mitglieder der Pfarrgemeinde zum Pfarrfest ein. Heuer war es am 5. Mai wieder soweit: Die Kirchgänger fanden sich um 10 Uhr auf dem Festplatz ein und feierten dort mit Pfarrer Christoph die heilige Messe. Der Kinder- und Jungendchor unter der Leitung von Thomas Schwarz umrahmte wie immer gekonnt die EuchaMeine schönste Zeit ristiefeier und sorgte bei bibbernden 10 Erinnerungen eines Bergbauernkindes Grad für viel Wärme und Begeisterung in 228 Seiten, 12 × 19 cm Taschenbuch: ISBN 978-3-7494-19630,€ 10 den Herzen der Kirchgänger. Nach der heiligen Messe sorgte der eBook: ISBN B07PGJBSB6, € 2,99 Kirchenchor für das leibliche Wohl der Gäste und tischte viele leckere Gerichte sowie selbstgemachte Kuchen und Krapfen auf. Der Pfarrer und der PfarrgemeinEine Biografie, die in eine ferne und doch so nahe Zeit entführt. derat nutzten den gemütlichen Rahmen, Eine Kindheit in den Südtiroler Bergen um sich bei das prägt für das ganze den Leben. Ministranten und MinistAgnes Hofer erzählt in ihrer Biografie von der Freude, zuaufzuwachsen, bedanken und einige davon in einerrantinnen tiefgläubigen Großfamilie aber auch dem Leid und der Gefahr, ehren. mit sich bringt. diezu ein Bergbauernleben Ihre Erinnerungen zeigen dem Leser ein mutiges, Auch der Kirchenchor hatte Grund zum naives Kind, das schon früh viel Verantwortung tragen musste. Feiern: Karin Sarah Marth und Die kleine Agnes wächst an ihrenGufler, Aufgaben und weiß sich geborgen unter dem Flügel ihres Schutzengels. Jasmin Marth wurden bereits bei der Vollversammlung mit auf. der Ehrenurkunde für Agnes Hofer wuchs in einer Südtiroler Großfamilie Mit dem Schreiben hat sie erst später begonnen. ihre 10-jährige Mitgliedschaft geehrt und Sie absolvierte neben einigen Schreibseminaren ein dreijähriges Fernstudium bei der Hamburger Akademie. im Rahmen des Pfarrfestes wurde Hans Dabei entstanden viele Geschichten. Die größte Freude, das ganze Herzblut und das Angerer für 40 Jahre Mitgliedschaft schöne Erlebnis des Schreibens hat sie in dieses Buch „Meine schönste Zeit“- gelegt. geehrt. Mit ihren zwei Kindern und deren Familien lebt die Autorin heute in einem kleinen Da zu einem gelungen Familienfest Spiele gemeinsamen Paradies oberhalb von Meran. für Jung und Alt dazugehören, hatte sich der Kirchenchor gar einiges einfallen lassen: kunstvolle Gesichtsbemalungen, Kistenstapeln, eine Spieleolympiade, ein Kontakt Riesenluftkissen und ein Wattturnier. Agnes Hofer, Laberserstr. 20, 39012 Meran hoferagnes@gmail.com Tel. +39 3426348818 Wer Freude am Knobeln hatte, konnte

sich bei einem Schätzspiel versuchen: es sollte erraten werden, wie viele Körner Weihrauch sich in einem Glas mit ca. 250 Gramm befanden. Auch die musikalische Umrahmung kam nicht zu kurz. Zuerst gab es eine Konzerteinlage der Jugendkapelle St. Martin und danach luden Maier Franz und seine Freunde zu Tanz und Unterhaltung ein. Den Abschluss bildete ein Konzert des Kinderchores, der von Leonhardt Kinzel begleitet und von Thomas Schwarz dirigiert wurde. Der Kirchenchor bedankt sich bei allen Gönnern und Freunden und freut sich schon auf das nächste Pfarrfest am 3. Mai 2020, dann mit hoffentlich angenehmen 20 Grad! Wilfried Gufler

kleinanzeige

Mitfahrgelegenheiten St. Leonhard – Meran –  St. Leonhard gesucht Mitfahrgelegenheiten von St. Leonhard nach Meran, um 5 Uhr morgens, bzw. von Meran nach St. Leonhard, nach 22 Uhr (Schichtarbeit), auch gegen Bezahlung, gesucht. Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt Kontakt: 338 6805444 oder 338 6618781


14

Das Erfolgsprojekt PaxLift von Klaus Pirpamer wurde weltweit patentiert und erhielt in München eine Auszeichnung

Erfolgreiche Psairer

Klaus Pirpamer wird mit der Firma Baumann Seitenstapler mehrfach ausgezeichnet Das Passeirer Blatt hatte in den vergan­ genen Jahren des Öfteren die Möglichkeit, erfolgreiche Landsleute, die fernab unseres Heimattales Besonderes geleistet haben, vorzustellen. Auch Klaus Pirpamer aus St. Martin, Sohn des langjährigen Mårtiner Bürgermeisters und heutigen Diakons Hermann Pirpamer, gehört zu jenen Psairern, die vieles bewegt und initiiert haben und in ihrem beruflichen Werdegang sehr erfolgreich sind. Klaus besuchte zuerst die HOB in Meran und studierte anschließend an der renommierten Wirtschaftsuniversität Luigi Bocconi in Mailand. Klaus ist ein sehr analytischer Mensch und wollte eigentlich im Finanzsektor arbeiten. Aber wie es der Zufall oft so will, erhielt er das Angebot zu einem Vorstellungsgespräch bei der Firma Baumann Seitenstapler, die in Cavaion am Gardasee ihren Firmensitz hat. Dazu eine kurze Erklärung: Seitenstapler sind nicht mit Frontstaplern zu verwechseln, dort ist auch die Konkurrenz mit Firmen wie Toyota und Miele zu groß. Seitenstapler sind in der Diesel-, Gas- oder Elektroversion erhältlich und werden zum Transport von langen und sperrigen Gütern bei Schiffswerften, Stahlwerken, Sägewerken, Baustoffindustrie und Flughäfen benötigt und stellen somit eigentlich ein Nischenprodukt dar. „Auf alle Fälle“, erzählt Klaus, „fand ich mich am 17. März 2003 zum Vorstellungsgespräch mit dem Firmenchef Wolfgang Baumann ein. In einer langen Unterhaltung diskutierten wir über Gott und die Welt und am Ende stand für mich fest, obwohl ich bis dato mit Seitenstaplern absolut gar nichts am Hut hatte: Das ist

es für mich! Und ich erinnere mich noch an Herrn Baumanns Worte, als ich zusagte: „Bei uns wird ihnen niemals langweilig werden, sie stehen vor einer Lebensaufgabe!“ Das ist bis heute so geblieben. Nachdem wir mit 106 Mitarbeitern eine kleine Firma in diesem Sektor sind, steht für uns Qualität an erster Stelle. Den Kundenwünschen wird penibel Rechnung getragen und durch unsere hochqualifizierten Mitarbeiter ist es uns zumeist möglich, auch die schwierigsten Sonderwünsche zu realisieren. 97% der von uns hergestellten Seitenstapler werden exportiert und von über 100 Händlern weltweit verkauft. Mit unserem dichten Vertriebs- und Servicenetz auf allen Kontinenten wird von uns zudem auch weltweit ein qualifizierter Kundenservice zur Verfügung gestellt. Unser Ziel ist es, unsere Mannschaft vor Ort auf ca. 150 Mitarbeiter auszubauen, um weniger improvisieren zu müssen und insgesamt solider zu werden. Unsere Mitarbeiter stammen aus 10 Nationen und brauchen ungefähr 2 Jahre, um top ausgebildet zu sein. Wir versuchen, ihnen auch bei persönlichen Problemen immer entgegen zu kommen, umgekehrt arbeiten viele auch samstags vormittags freiwillig, wenn es ein Projekt erfordert. Auch unsere Führungsmannschaft ist stets präsent, als ich 2003 hier anfing, gab es einen Ingenieur, mittlerweile sind es deren 17.“ Weil Seitenstapler eine begrenzte Verwendung haben, gilt es für Baumann Seitenstapler mit neuen Ideen konkurrenzfähig zu sein. Klaus, mittlerweile geschäftsführender Gesellschafter, ließ sich ein neues Produkt einfallen, PaxLift

genannt. Es handelt sich hierbei um ein Fahrzeug, das gehbehinderte Mitmenschen schnell und einfach in Flugzeuge bringen kann. PaxLift ist mittlerweile weltweit patentiert und für die Produktion musste eine neue Halle erbaut werden. Mitte Mai wurde dort das 50-jährige Betriebsjubiläum von Baumann Seitenstapler/Sideloaders gefeiert. Dazu passte, dass auch die Erfolge und Auszeichnungen nicht ausblieben: Die Firma Baumann hat 2016 in England die AWARD FOR INNOVATION gegen weltweite Konkurrenz gewonnen. 2018 gab es für PaxLift eine Auszeichnung in München. Im Mai wurde der weltweit größte Seitenstapler der Welt hergestellt, der ins Ybbstal (Mostviertel, Österreich) geliefert werden muss, wobei der Transport eines solchen Ungetüms für sich schon eine logistische Meisterleistung erfordert. Darauf angesprochen, ob ihn seine vielseitige Arbeit oft nicht allzu sehr in Anspruch nehme, antwortet Klaus: „Durch meine 2 kleinen Töchter (1 und 3 Jahre alt) bin ich etwas ruhiger geworden. Nachdem meine Frau aus Bilbao stammt, wachsen sie multikulturell auf und erlernen zwangslos mehrere Sprachen, was ich sehr toll finde!“ Und fügt hinzu: „Spätestens, wenn ich durch den Riffiner Wålt fahre, fühle ich mich wieder zuhause, aber derzeit fühle ich mich aber am Gardasee überaus wohl, mal sehen, was die Zukunft bringt!“ Im Namen deiner Psairer Verwandten, Freunde und Bekannten, lieber Klaus, weiterhin viel Freude, Genugtuung und Erfolg, sei es in beruflicher als auch in familiärer Hinsicht! Kurt Gufler Klaus Pirpamer, aus St. Martin stammend, ist der erfolgreiche geschäftsführende Gesellschafter der Firma Baumann Seitenstapler


15  Passeirer Blatt – nr. 153, Juni 2019

DER NARRENSPIEGEL

Zum Schmunzeln: Auszüge aus einer 50 Jahre alten Mårtiner Faschingszeitung Man ging in Psair eigentlich immer davon aus, dass die von 1981 bis 1997 erscheinende, seinerzeit überaus beliebte „Mischtkluane“, die einzige Faschings­ zeitung gewesen sei, die im närrischen Bereich unser Tal erfreute. Aber Petra Pirpamer entdeckte auf ihrem Dachboden ein vergilbtes, nur mehr schwer lesbares Manuskript mit dem Titel „Der Narrenspiegel“. Dieses besteht aus 21 notdürftig mit Büroklammern zusammengehefteten Seiten und dessen Inhalt geht eindeutig in Richtung Faschingszeitung. Geschrieben wurde diese Laute im Jahre 1970, der Autor ist unbekannt und auch ob diese Zeitung in den Verkauf ging oder nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt war, war nicht zu ermitteln. Aber auf alle Fälle enthält sie lustige Gedichte, Geschichten, Annoncen und ähnliches, sodass wir auf diesem Wege die interessantesten Beiträge in loser Reihenfolge veröffentlichen möchten. Zum einen, da es wirklich schade wäre, wenn solche historische Beiträge, die wohl nirgends mehr zu finden sind, verloren gingen und zum anderen, da ein wenig Humor in Tagen wie diesen sicher nicht schaden kann. Zudem belegen diese Beiträge, was die Mårtiner Legende, der Fontana Toonig, schon immer wusste: „Miër Mårtiner sain ålls nårrite Taifl!“ Kurt Gufler

Redekurs: „Von Seiten des KVW wird in der nächsten Zeit ein Redekurs veranstaltet. Als Vortragender stellte sich ein Nachkomme des großen R. Wagner freundlich zur Verfügung. Wir geben Ihnen einen Vorgeschmack seiner Redekünste: „Aufgeregte Zuhörer: kurzum i bin daherkemmen, um konnsch sogn, enk a bissl weiter- und kurzum, auszubilden in der Redekunst. Das Reden, kurzum, ist nicht leicht und auch ich habe 5 Jahre, konnsch sogn, daran gefeilt und ghobelt. Kurzum, i hoff, es kennt amoll sogn: Konnsch sogn!“ Eheangebote: „Blonde Sexbombe sucht ausländischen Bankbeamten zwecks früherer oder späterer Ehe kennenzulernen. Fahre FIAT 600er mit schwarzer Schnauze und zwei Auspuffen. Anfragen zu richten an Fortuna unter Naturkinder.“ „Nüchterner Fütterer, gutaussehend, vereinsliebend, in den besten Jahren, sexulel leicht erregbar, mit Aussicht auf Erbschaft sucht passendes Mädchen zwecks Heirat. Bevorzugter Name: Agnes“ Stellengesuche: „Suche Stelle als Abspüler möglichst im Skigebiet; doch möchte ich voraussetzen, dass ich die Krawatte beim Arbeiten nicht ablege, da sie eine Erinnerung an eine saure Suppe ist! Anfragen an Franz den Vogellocker.“

Einleitung: „Wertes Narrenvolk! Nach langer Zeit bin ich wieder da, ihr erinnert Euch an die Ratsche ja. Da aber mancher sich angegriffen glaubte, ich mir nicht mehr erlaubte, Euer Tun zu kritisieren, ich ließ mich daher für einige Zeit pensionieren. Wenn ich jetzt aber wieder erscheine, ich niemanden zu verletzen meine. Ein kleines Lächeln soll ein jeder Betroffene nur verlieren, sollt ich ihn etwa zu arg kritisieren. Denn Fasching ist’s, die Zeit der Narreteien, verbannt mögen sein die Streitereien. Denn mit Humor gilt’s die Stiche zu verdauen, anstatt den Schreibern die Arbeit zu verhauen.“ Herausgeber: Berufstrinkerverband Verantwortlicher Leiter: Dr. Joachim Weingeist Reklamationen: Blitzableiter, Lire 350

Rätsel: „Wie es der Tag so bringt, nicht alles gut gelingt, und einem Mann die Frau erkrankt, inmitten der Nacht er wankt aus seinem Bette noch benommen, schaut mit geschlossenen Augen in das Hemd zu kommen, er steigt dann in die Hose voller Eile -bis er zurück ist, dauert’s eine Weiledenn er muß in die Apotheke schnell was holen. Er schleicht hinaus auf leisen Sohlen, denn er möchte nicht, daß die Kinder erwachen, sie nur einen großen Radau dann machen. Er fährt nach St. Leonhard zum Salbenbrauer, der gibt ihm die Medizin und ist ganz sauer; und wie der arme Mann die Rechnung will begleichen, muss er noch schnell ein Geld gehn leichen, trägt er doch, wie konnte das passieren, eine fremde Hose da spazieren. Und heute noch denkt der Mann, wie er zu der anderen Hose kam?“


16

Reparieren statt wegwerfen  Foto: Gufler Klaus

Initiative zur Müllreduzierung

St. Martin startet eigenes Repair Café Was macht man mit einem Toaster, der nicht mehr funktioniert? Oder mit einem Fahrrad, bei dem das Rad schleift? Oder mit einem Pullover mit Mottenlöchern? Wegwerfen? Am Dienstag, den 23. April 2019, fand das erste Treffen zum gemeinsamen Reparieren im Raum für Kunst und Handwerk (alte Bibliothek St. Martin) statt. Zwischen 18 und 21 Uhr standen verschiedene ehrenamtliche Reparateure zur Verfügung, um kostenlos bei allen möglichen Reparaturen zu helfen. Zudem waren verschiedene Werkzeuge und Materialien vorhanden. Besucher des Repair Cafés brachten ihre kaputten oder funktionsuntüchtigen Gegenstände von Zuhause mit. Mixer, Lampen, CD-Player, Uhr, kleine Möbelstücke, Taschen, Geschirr, Spielzeug, Kleidungsstücke, … alles, was nicht mehr funktionierte, kaputt oder beschädigt war, konnte mitgebracht werden. Indem wir Werbung fürs Reparieren machen, möchten wir zur Reduzierung des Müllbergs beitragen. Das ist sehr notwendig, findet Carmen Kofler: „Auch in Passeier werfen wir unfassbar viel weg – Gegenstände, denen fast nichts fehlt und die nach einer einfachen Reparatur wieder ordentlich zu gebrauchen wären. Leider steckt das Reparieren vielen Menschen nicht mehr im System. Mit dem Repair Café wollen wir das ändern.“ Das Repair Café ist auch dazu gedacht, dass sich Menschen treffen und austauschen können. Zudem kann eine Reparatur auch Geld und kostbare Grundstoffe einsparen, sowie zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beitragen.

Stichting Repair Café Das Konzept Repair Café ist 2009 in Amsterdam entstanden. Es ist eine Initiative von Martine Postma, damals Journalistin und Publizistin. Sie gründete 2010 die Stiftung „Stichting Repair Café“ (siehe Repaircafe.org). Diese Stiftung unterstützt örtliche Gruppen weltweit, die ihr eigenes Repair Café beginnen wollen. Sie unterstützt ebenfalls das Repair Café in St. Martin in Passeier. Wir möchten in Zukunft regelmäßig ein Repair Café organisieren. Dafür suchen wir weiter Menschen, die Interesse haben uns bei dieser Aktion ehrenamtlich zu helfen. Wir freuen uns über deine Mitarbeit (Carmen Kofler 349 6009781, Hansjörg Alber 335 7588864). Carmen Kofler, Hansjörg Alber CD-Vorstellung

Die Brauhaus Musig schickt einen Pseirer Gruaß Psair ist ein sehr musikalisches Tal, das schon viele Musikgruppen und begabte Musiker hervorgebracht hat. Wenn aber absolute Könner auf ihrem Instrument beschließen, gemeinsam zu musizieren, kann sich der Zuhörer erfahrungsgemäß über einen besonderen Musikgenuss freuen. So ähnlich wie soeben beschrieben spielte sich das Szenario auch bei der Entstehung der beliebten und bekannten Brauhaus Musig ab. 2006 trafen sich ein paar Musikanten beim traditionellen MusikantenStammtisch beim Brückenwirt in St. Liërt. Man spielte ein paar „Stickler“ in der typischen Tiroler Tanzlmusig-Besetzung und man stellte fest, „dës tuat goor nit lëtz!“ In der Folge wurden weitere Musikstücke

eingelernt und man traf sich in den darauffolgenden Jahren hie und da wieder zum Musizieren beim Stammtisch. Ab 2007 wurde der Stammtisch im neu eröffneten Brauhotel Martinerhof abgehalten, wobei die Brauhaus Musig natürlich ein wichtiger Bestandteil desselben wurde. Nach und nach kamen auch ein paar Auftritte in der näheren Umgebung dazu. Bald darauf trat auch Erich Abler der Brauhaus Musig bei. Durch seine langjährige Erfahrung als Kapellmeister und Tanzmusikant konnte an den Musikstücken weiter gefeilt werden, das Programm wurde erweitert und so konnte schon ein ganzer Abend musikalisch gestaltet werden. Mittlerweile beinhaltet das Repertoire hauptsächlich „Stickler“ aus der Feder von Peter Moser, Gottlieb Weissbacher und Rauch Matthias, zudem Volksweisen, böhmische „Stickler“ und auch solche mit Gesang. Die Brauhaus Musig wird gebildet von: Abler Erich, Leonhard Pixner, Luis Schwarz, Gerhard Wank, Walter Gufler, Alberta Kuen, Helmuth Matzoll und Karl Pichler. Neben dem Musizieren beim MusikantenStammtisch und beim Bauernmarkt im Martinerhof stehen mittlerweile Auftritte in ganz Südtirol und sogar im Ausland auf dem Programm. Zu den diesbezüglichen Höhepunkten zählen Fernsehaufnahmen bei der RAI („A Tanzl, a Weis“), beim ORF („Mei liabste Weis“) und beim Bayrischen Rundfunk. Aber auch die Auftritte im Hofbräuhaus in München, bei verschiedenen Festen (u.a. beim Traubenfest in Meran), bei den mittlerweile schon zur Tradition gewordenen Abenden im Restaurant Patriarch in Dorf Tirol und diverse Ausflüge bilden für die Mitglieder der Brauhaus Musig unvergessliche Erlebnisse. Mit der aktuellen CD „Pseirer Gruaß“ möchte die Brauhaus Musig ihre Freunde und Fans an ihrer Freude und Begeisterung am Musizieren teilhaben lassen. Kurt Gufler


17  Passeirer Blatt – nr. 153, Juni 2019

Dem Valtile Karl, dem Kron Helmuth und dem Ebioner Charly bereitet das gemeinsame Musizieren immer noch viel Freude

CD-Vorstellung

Die Gruppe Hou präsentiert neue CD „Pseirerisch augspielt“ Beruflich sind sie mittlerweile zwar allesamt Pensionisten, musikalisch aber scheinen sie das absolute Blütenalter erreicht zu haben, der „Ebioner Charly“, der Halbeisen (Kron-) Helmuth und der Marth (Valtile) Karl, sprich die Mitglieder der Gruppe Hou. Nachdem ihre letzte CD mit dem Titel „Mir Pseirer nit letz“ beim Publikum sehr gut angekommen ist, beschloss man noch ein Gustostückerl für Freunde der echten Volksmusik nachzulegen und eine weitere CD mit originalen Psairer „Sticklen“, die man in dieser Form sicherlich nirgendwo zu hören bekommt, einzuspielen. „Der Kron-Helmuth“, erzählt der „Ebioner“ Karl, „spielt seit 50 Jahren auf seiner Ziehorgel und kennt und spielt einige Musikstücke, die Gefahr laufen in Vergessenheit zu geraten, obwohl sie sicherlich ein beträchtliches Stück der Psairer Musikkultur darstellen. Eben solche Gustostückerl haben wir ausgesucht, neu arrangiert und teilweise mit Texten versehen, von daher ist diese CD sicherlich einmalig und aus meiner Sicht sehr gelungen!“ „Uns drei,“ berichtet der „Charly“ weiter, „bereitet es sehr viel Spaß wie eine Schramml-Musik ohne großen Aufwand und ohne Verstärker aufzuspielen und uns bereitet das gemeinsame Musizieren immer noch viel Freude!“ Die Gruppe Hou spielt bevorzugt auf Almfesten, bei Jahrgangsfeiern oder beim Dorffest und freut sich sehr darüber, dass ihre Art Volksmusik zu spielen beim Publikum so gut ankommt. Die neue CD „Pseirerisch augspielt“ ist seit Anfang Juni im Handel erhältlich. Kurt Gufler

Kultursommer 2019

Musikabende und Kabarett auf der Jaufenburg

Endlich ist der Sommer auch in diesem Jahr wieder eingekehrt und so kann auch wieder der Kultursommer auf der Jaufenburg stattfinden. Den Anfang macht am Mittwoch, den 3. Juli, das Acoustic-Trio Folksmilch aus Österreich. Der musikalische Bogen, den dieses Trio in seinen ausgefallenen „Covers“ und Eigenkompositionen spannt, ist ein sehr weiter – eine unerhört abwechslungsreiche und mitreißende Klangreise durch die vielen Musiken dieser Welt. Von der Klassik, über den Jazz und (Austro-)Pop, Folklore, Kammermusik, Balkan-Swing, Tango Nuevo bis hin zu Kabarett. Eine Woche darauf, am Mittwoch, den 10. Juli, macht das Trio Gruberich eine bisschen verrückte Weltmusik. Gruberich

bekennt sich zum bajuwarischen Kosmos, zu Hackbrett und steirischer Harmonika, und doch weit mehr als das: Gruberich ist eine Entdeckung – ausgezeichnet mit dem internationalen Worldmusic Award, creole (2018 Berlin). Tenor- und Basshackbrett, Ziehharmonika, Geige, Harfe und Cello gone wild. Es folgt am 17. Juli eine Magic Show mit Markus Gimbel. Genießen Sie die Zauberkunst im unmittelbaren Nahbereich. Eine unverwechselbare Kombination aus Unterhaltung, Fingerfertigkeit und einem vorlauten, sprechenden Hasen. Und dann beendet noch die Volksband Titlá den letzten Abend, am 24. Juli, die Reihe unserer Abendveranstaltungen. Zu dieser Gruppe braucht man nicht viel zu sagen, sie sind ja seit 20 Jahren das Aushängeschild für die sogenannte neue Volksmusik aus Südtirol. Ruppig und kratzig ist ihre Musik, mit verschiedenen Einflüssen aus aller Welt haben die Fünf zu ihren Wurzeln zurückgefunden: vom Jodler übern Landler bis hin zu Polka mit alter und neuer Musik aus Tirol. So wünschen wir unseren zahlreichen Besuchern äußerst angenehme Abende und wem es zu langweilig wird oder jemand beim Peter schon zu tief ins Glas geschaut hat, kann auf unseren neuen, äußerst bequemen Sesseln sogar ein Schläfchen machen. Viel Freude und gute Unterhaltung wünscht der Bildungsausschuss St. Leonhard. Eberhard Pfitscher

Stubnwoogn S Stroasackl isch ausgilaart dr Stubnwoogn isch in Ruheschtond, do ischr obr dechtr nou er plaib pin ins in Lond. Giwortn sains olls Persönlichkaitn de in den Woogn inquartiart. Luschtige, originale Tiroulrlait s Singin hobnse in Woogn schun probiart. Der Woogn, man siggs ihn on, er hot saine Pflicht giton. Obr wöignin sem, ischr nou guat pi Zuig olle viar Radlr sain nou dron.   Foto: Anna Lanthaler

Anna Lanthaler


18

Natur & umwelt

Die urigen Almhütten auf der Seebergalm laden zum Verweilen ein  Foto: Arnold Rinner

Vogelkundliche Wanderung

Kuckuck, Kuckuck, ruft’s aus dem Wald … Im Wonnemonat Mai sind unsere Singvögel kaum mehr zu bremsen. Selbst Menschen, die sich wenig in der Natur aufhalten fällt auf, dass die Vogelbalz ihren Höhepunkt erreicht. Während die einen singen, sitzen andere bereits auf den Eiern und die es besonders eilig haben, füttern bereits ihre Jungen. Dagegen kehren Neuntöter, Kuckuck und Grauschnäpper jetzt erst in ihre Brutgebiete zurück. Für Vogelkundler ist der Frühsommer ein besonders günstiger Zeitpunkt, um den Brutvogelbestand unter die Lupe zu nehmen. Aus diesem Grunde organisiert die Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde und Vogelschutz in Südtirol alljährlich im Frühsommer mehrere Wanderungen um zu schauen, was es in der Vogelwelt zu entdecken gibt. Eine dieser Wanderungen wurde am 25. Mai bei wolkenverhangenem Himmel und zeitweise regnerischem Wetter in Walten durchgeführt. Ausgehend vom Gasthaus Alpenrose führte die Wegroute im ersten Wegstück im Wechselspiel zwischen Mähwiesen, Gehöften und Waldgebiet taleinwärts Richtung Sailer Hof. Im Umfeld der Siedlungen erfreuten Gartenrotschwanz, Goldammer und Stieglitz mit ihrem Gesang. Ein faszinierender Moment war für die sieben teilnehmenden Vogelfreunde der Anblick eines soeben aus Zentralafrika angekommenen Neuntöterweibchens. Dem Sailertal taleinwärts folgend gelangten die Vogelkundler nach kurzem Anstieg zur Seebergalm und dem idyllisch gelegenen Bergsee. Farbtupfer in der Landschaft bildeten hier erste Frühblüher wie Krokus und Sumpfdotterblume. Bei der folgenden Querung eines urigen mit Fichten und

Lärchen bestockten Bergwaldes in dem noch für die fortgeschrittene Jahreszeit viel Schnee lag, ertönten zu unserer großen Überraschung kurzzeitig die Rufreihen eines Raufußkauzes. Ein kurzer aber steiler Waldweg führte anschließend ins Wansertal hinunter. Herumliegende Baumstämme und Gehölze sowie meterhohe Lawinenkegel zeugten am Talgrund von gewaltigen Lawinenabgängen im vergangenen Winter. Beim anschließenden Abstieg entlang eines Güterweges zum Wanser Hof setzte leichter Regen ein, was aber Kuckuck und Klappergrasmücke nicht davon abhielt, trotzdem ihre Balzgesänge erklingen zu lassen. Erfrischend war die Einkehr im historischen Berggasthaus in Wans. Mit nachlassendem Regen ging es dann wieder talauswärts. Angetan von der Bilderwelt einer beeindruckenden Gebirgslandschaft und hoch erfreut über die Begegnung mit 51 Vogelarten begaben sich die Freunde der gefiederten Sänger wieder auf den Nachhauseweg.

Der Neuntöter (auf dem Bild Neuntöterweibchen) ist ein Bewohner niedriger Dornhecken und der extensiv genutzten Kulturlandschaft  Foto Arnold Rinner

Nachfolgend eine alphabetische Auf­ listung aller bei der Wanderung nachgewiesenen Vogelarten: Alpenweidenmeise, Amsel, Bachstelze, Baumpieper, Bergpieper, Buchfink, Buntspecht, Eichelhäher, Elster, Erlenzeisig, Feldsperling, Fichtenkreuzschnabel, Gartenrotschwanz, Gebirgsstelze, Gimpel, Girlitz, Goldammer, Grauschnäpper, Grünspecht, Haubenmeise, Haussperling, Hausrotschwanz, Italiensperling, Klappergrasmücke, Kohlmeise, Kolkrabe, Kuckuck, Mäusebussard, Mehlschwalbe, Misteldrossel, Mönchsgrasmücke, Neuntöter, Rabenkrähe, Rauchschwalbe, Raufußkauz, Ringeltaube, Rotkehlchen, Schwanzmeise, Schwarzspecht, Singdrossel, Sommergoldhähnchen, Steinadler, Stieglitz, Tannenmeise, Turmfalke, Wacholderdrossel, Waldbaumläufer, Wasseramsel, Wintergoldhähnchen, Zaunkönig, Zilpzalp. Arnold Rinner Vogel sorgt für Aufsehen

Waldrapp „Poncho“ im Passeier Viel Aufsehen erregte in der 2. Maiwoche ein markant aussehender, gänsegroßer Vogel mit schwarzem, metallisch grün glänzendem Gefieder im Raum St. Martin. Zur Schau gestellt hat sich der exotisch anmutende Vogel auf Dachvorsprüngen, auf Laternenpfählen, am höchsten Punkt der Flutlichtanlage am Martiner Fußballplatz oder bei der Käfer- und Regenwurmsuche im frischen Grün. Ein Merkmal des Vogels war die Zugänglichkeit dem Menschen gegenüber. Bei genauem Hinsehen konnte man an den Füßen auf einem blauen Plastikring die Nummer 136 lesen. Auch ist der Vogel besendert. Über die App „Animal Tracker“ kann der Aktivitätsradius des Vogels rund um die Uhr verfolgt werden. Auch kann man daraus entnehmen, dass es sich beim etwa 75 cm großen Vogel mit der Nummer 136 um den Waldrapp mit Namen „Poncho“ handelt. Es ist dies ein Weibchen, das im Jahr 2016 im Tierpark Rosegg in der Nähe des Wörthersees geschlüpft ist und anschließend in Seekirchen in Salzburg von Menschenhand aufgezogen wurde. Da den in Gefangenschaft gezüchteten Vögeln die ursprüngliche Flugroute in die Überwinterungsgebiete nicht mehr bekannt ist, werden sie von einem menschlichen „Begleiter“, der in einem motorisierten Gleitschirmflieger vorausfliegt, geführt. Auch Waldrapp „Poncho“ gelangte zusammen mit anderen Vögeln auf diesem Weg ins Überwinterungsgebiet WWF


19  Passeirer Blatt – nr. 153, Juni 2019

An den 5 Tagen zwischen dem 7. und 12. 5. 2019 hielt sich Waldrapp „Poncho“ im Raum St. Martin auf und erregte durch sein reizvolles Outfit und sein zugängliches Verhalten viel Aufsehen  Foto: Peter Hofer

Oasi Laguna di Orbetello in der Toskana. Im Frühjahr sollte der Vogel wieder gemeinsam mit den anderen, hier überwinternden, Waldrappen in sein angestammtes Gebiet zurückkehren. Was nun beim Rückflug nach Norden schief gelaufen ist, weiß man nicht. Vermutlich hat der Waldrapp „Poncho“ beim Flug von der Toskana nach Norden den Anschluss zu seinem Leitvogel verloren und irrt nunmehr seit mehr als einem Monat im Raum Südtirol umher. Den Aufzeichnungen kann entnommen werden, dass am Bozner Flughafen, in Meran, im Vinschgau, in Sarnthein und letzthin in Jenesien Sichtungen von „Poncho“ zu verzeichnen waren. Im Raum Passeier gastierte die „Dame“ vom 7. bis zum 12. Mai hauptsächlich im Großraum St. Martin. Aber auch am Großen Schwarzsee im Gebiet von Timmels hielt sich der weibliche Waldrapp auf. Bis Redaktionsschluss legte der Vogel über 1239 km im norditalienischen Raum zurück und es ist noch unklar, ob der Waldrapp sich weiter auf den Weg zu seiner Brutkolonie in den Norden machen wird oder im Land bleibt. Wie die wortgetreue Übersetzung des englischen Namens – „Nördlicher Glatzkopf-Ibis“ – verrät, gehört der Waldrapp zur Familie der Ibisse. Seine besonderen Kennzeichen sind ein kahler Kopf mit Halskrause aus Kopffedern und langem, rotem nach unten gebogenem Schnabel. Der etwa gänsegroße Waldrapp zählt zu den seltensten Vögeln der Welt. Nur noch eine wildlebende Brutkolonie mit etwa 500 Exemplaren lebt in Marokko. Der

Waldrapp ist ein Zugvogel, der bis ins 17. Jahrhundert im Mittelmeerraum und bis nach Mitteleuropa heimisch war. Durch intensive Bejagung wurde er dort ausgerottet. Die stark vom Aussterben bedrohte Art wird seit dem Jahre 2002 von engagierten Naturschützern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Zoos gezüchtet. Über Wiederansiedlungsprojekte sollen bis Ende des heurigen Jahres mehr als 120 Vögel aus Zookolonien ausgewildert werden und wieder als Zugvögel zwischen dem mitteleuropäischen Raum und der Toskana migrieren. Bleibt zu hoffen, dass der Verlauf des ehrgeizigen Projektes von Erfolg gekrönt ist und die Tierwelt wieder um eine Attraktion reicher wird. Arnold Rinner Rehkitzrettung

Jagdrevier St. Leonhard startet Pilotprojekt mit Drohne Jedes Frühjahr mähen die Bauern die Felder und Wiesen, um Futter für ihr Vieh zu schaffen. Junge Rehkitze leben und verstecken sich im hohen Gras der Felder und Wiesen. Um den Verlust von Rehkitzen durch Mäharbeiten so gering wie möglich zu halten, stellen sich jedes Jahr Jäger freiwillig zur Verfügung und gehen bei den MäharbeiDominik Alber (li.) und Jagdaufseher Ulrich Tratter (re.) beim Steuern der Drohne

ten vorab die Wiesen ab, um die Rehkitze aufzuspüren und in Sicherheit zu bringen. Der angebore Drückinstinkt veranlasst die Rehkitze sich bei Gefahr still zu verhalten und an den Boden zu pressen. Die Rehkitze verlassen sich auf ihre gute Tarnung. Dadurch sind sie oft schwer zu erkennen. Rettung aus der Luft Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat sich die Jägerschaft einige Gedanken gemacht und heuer ein Pilotprojekt zur Rehkitzrettung anhand einer Drohne mit Wärmebildkamera gestartet. Erstmals zum Einsatz kam diese neue Technik beim Sternhof. Dominik Alber aus St. Martin hat über eine spezielle Ausbildung die Befugnis erlangt, um die Drohne über die Felder und Wiesen steuern zu dürfen. Durch die Wärmebildkamera, die an der Drohne befestigt ist, können die „warmen“ Rehkitzkörper wesentlich besser im Gras erkannt werden. Große Wiesen und Felder können somit wesentlich schneller, effektiver und wirtschaftlicher abgesucht werden. Allein an dem einen Vormittag am Sternhof wurden durch die Drohne mit der Wärmebildkamera in kürzester Zeit vier Rehkitze ausfindig gemacht und gerettet. Dieser Erfolg stimmt alle Beteiligten zuversichtlich und das Projekt mit der Rettung aus der Luft wird in Zukunft intensiviert werden. Ein großer Dank gilt Dominik Alber, der die Drohne samt Wärmebildkamera zu Verfügung gestellt hat und als Drohnen­ pilot eine große Hilfe war! Peter Heel Rehkitz  Fotos: Rudi Santoni


20

Wirtschaft

Martin Pichler vom Torgglerhof präsentiert stolz seine Kreation „Ander Dog“, die auf der Frankfurter Messe die Fachwelt begeisterte

APFELWEIN VOM TORGGLERHOF

Gewinner des CiderWorld Award Gold und Best of Category Jahrzehntelang führen der „Torggler Sepp“ und seine Frau Mali mit großem Fleiß und persönlichem Engagement das bekannte und beliebte Apfelhotel Torgglerhof bei Saltaus. Seit einigen Jahren arbeiten auch ihre Kinder Maria und Martin im Hotel mit und tragen mit innovativen Ideen dazu bei, dass der Betrieb erfolgreich fortgeführt werden kann. So kam der Juniorchef Martin, angesichts der Tatsache, dass rings um das Hotel viele Äpfel geerntet werden, auf die Idee, einen Apfelwein herzustellen. Martin ist im Grunde ein Autodidakt, er eignete sich sein Wissen durch spezifische Fachliteratur und Kurse in der Laimburg an. Zudem orientierte er sich auch am Weinbau und es kam ihm zugute, dass es in seinem Freundeskreis einige Experten gibt, die ihm beratend zur Seite standen. Der Apfelwein hat insbesondere in England eine große Tradition und wird auch in der Normandie hochwertig hergestellt. Der Apfelcider ist vor allem ein erfrischender Durstlöscher und stellt in erster Linie

eine Alternative zum Bier dar. Martins neuestes Produkt hätte eigentlich Underdog (=Außenseiter) heißen sollen. Aber dann kam man auf die Idee -auch in Erinnerung an unseren Freiheitskämpfer Andreas Hofer, der einst gegen die großen Mächte rebellierte- den neu kreierten Apfelwein „Ander Dog“ zu nennen. Denn Bier und Wein mögen zwar gut sein, aber es gibt nach Martins Ansicht auch andere Getränke, die den wahren Genießer erfreuen können. Der Apfelcider ist ein leicht alkoholisches Getränk (4,5%). Bei der Herstellung wird der Apfelsaft vergoren und mit Kohlensäure versetzt. Mit seinem Rosé-Schimmer ist er wunderbar fruchtig im Geschmack und die leichte Restsüße erinnert an einen frischen Apfel. Dass der „Ander Dog“ auch die Fachwelt zu begeistern vermag, zeigte sich bei der internationalen Apfelweinmesse „CiderWorld’19“, welche vom 29. bis 31. März in Frankfurt abgehalten wurde. Zum besseren Verständnis: Die „CiderWorld“ ist eine der wichtigsten internationalen Plattformen für den Verkauf von Apfelwein, Cider, Cidre, Most, Sidra & Co. weltweit. Produzenten, Wiederverkäufer, Gastronomen, Sommeliers, Vertreter der Fachpresse und interessierte Konsumenten aus der ganzen Welt gaben sich hierbei ein Stelldichein. Zu guter Letzt konnte man 500 Produkte von 95 Ausstellern aus

16 Ländern und 3 Kontinenten präsentieren. Die internationale Fachjury zieht sich quer durch die ganze Branche: angefangen von den renommierten Universitäten Geisenheim und Kopenhagen bis hin zu 24 Fachleuten (Ciderologisten, Pommeliers, Sommeliers, Händlern und Importeuren) aus 6 Nationen. Natürlich war die Freude bei der Psairer Vertretung groß, als der „Ander Dog“ als Gewinner des CiderWorld Award in der Kategorie Sparkling Cider mit Gold aus­ gezeichnet wurde und zusätzlich das Diplom „Best of Category“ erhielt. Auch mit dem zweiten Apfelprodukt, dem Apfelsekt „Mali“, der nach der Champagnermethode hergestellt wird, konnten sich Martin und der Torgglerhof über eine Silberauszeichnung beim „CiderWorld Award“ freuen. „Für die Produktion von 15.000 Flaschen meines Ander Dogs“, erzählt Martin, „benötige ich ungefähr 6 Wochen. ApfelCider ist der derzeit am schnellsten wachsende Markt im alkoholischen Bereich und es freut mich sehr, dass letztendlich meine fünfjährigen Bemühungen, die ich in dieses Projekt gesteckt habe, dermaßen erfolgreich bewertet wurden. Das Interesse an unserem Produkt wurde durch die Auszeichnung in Frankfurt natürlich geweckt und die Nachfrage ist sprunghaft angestiegen. Es ist toll, ein innovatives Produkt aus dem Apfel zu kreieren und letztendlich ein Botschafter für das Apfelland Südtirol und das Passeiertal zu sein!“ Kurt Gufler St. Leonhard: Ortsversammlung hds

„Betriebe im Dorf gut gerüstet gegen Onlinehandel und Einkaufszentren“ hds-Ortsobmann Lothar Delucca konnte bei der kürzlich abgehaltenen Ortsversammlung der Kaufleute und Dienstleister auf eine umfangreiche Tätigkeit der Ortsgruppe zurückblicken. Von der immer gut besuchten „Psairer Modeschau“ bis hin zur inzwischen traditionellen „Liechtr’Zeit“ im Dezember haben auch im vergangenen Jahr wieder tolle Initiativen für eine Belebung des Dorfes gesorgt. „Es ist natürlich sehr wichtig, dass die lokalen Betriebe zu diesen Anlässen auch die Geschäfte länger offen halten, nur so gelingt eine nachhaltige Aufwertung des Ortes“, betonte Delucca. Für die gute Zusammenarbeit dankte der Ortsobmann


21  Passeirer Blatt – nr. 153, Juni 2019

sowohl der Gemeinde als auch dem Tourismusverein. Der Bezirkspräsident des Handels- und Dienstleistungsverbandes Südtirol, Johann Unterthurner, unterstrich die gute Kooperation zwischen der Gemeinde, dem Tourismusverein und den Kaufleuten. „Durch die Organisation von gemein­ samen Initiativen und Events kann ein Ort nachhaltig belebt werden“, so Unterthurner. Auch Bürgermeister Konrad Pfitscher dankte dem hds: „Das umfangreiche Angebot, das die Ortsgruppe gemeinsam mit dem Tourismusverein anbietet, ist sehr wichtig für das Dorfleben.“ Positiv für das Dorf sieht er auch den Campingplatz und die verschiedenen Ferienappartements, die letzthin entstanden sind. HGV-Ortsobfrau Maria Theresia Hofer zeigte sich mit der touristischen Saison sehr zufrieden und ging kurz auf ein neues touristisches Konzept ein. „Alex­ ander Schweigl von der Firma Passeierevents wird bei der Ausarbeitung und bei Umsetzung sämtlicher Initiativen federführend mitarbeiten“, so Hofer. Sie ist überzeugt, dass ein neuer Schwung dem Dorf nicht schaden wird. Wirtschaftsreferent Roland Schiefer

Karl Winkler, hds-Ortsobmann Lothar Delucca, Maria Raich, hds-Bezirkspräsident Johann Unterthurner, Gabi Winkler, Franziska Haller, Hans Gufler, hds-Bezirksleiter Walter Zorzi, Helene Walzl und Franz Josef Dorfmann

informierte u.a., dass die Verlegung des Glasfasernetzes gut umgesetzt worden sei und dass sich der Schluchtenweg mehr und mehr zu einem Publikumsmagnet entwickle. „Die neuen Einkaufszentren und der Onlinehandel sind sicherlich eine Konkurrenz für unsere Betriebe, aber im Großen und Ganzen ist unser Einzelhandel im Dorf gut aufgestellt“, so Schiefer. Im Fachteil informiert hds-Bezirksleiter

Walter Zorzi über verbandsinterne Projekte wie die landesweite Gutscheinkarte monni card, und Franz Josef Dorfmann von der Betriebsberatung im hds gab in seinem Referat einen generellen Überblick über das Angebot an Landesbeiträgen für Unternehmen und ging dann im Rahmen einer abschließenden Diskussionsrunde auf sämtliche Fragen ein. Martina Reinstadler


22

vereine & verbände

Bei der Jahreshauptversammlung am 13. April wurden verdiente Weiße-Kreuz-HelferInnen geehrt

Jahreshauptversammlung

Das Weiße Kreuz Passeier zieht eine beeindruckende Bilanz Das Weiße Kreuz zählt, neben den Feuerwehren, verdientermaßen südtirolweit zu den von den BürgerInnen am meisten geschätzten Rettungsorganisationen und erfährt auch bei uns in Psair hohe Wertschätzung, Vertrauen und Anerkennung. Wenn man sich zudem vor Augen führt, mit wie viel persönlichem Engagement jedes einzelnen Helfers das Ganze verbunden ist, man denke nur an die Fort­ bildungen, die jeder absolvieren muss sowie an die körperlichen und psychischen Herausforderungen, denen jeder ausgesetzt ist, so ist der Einsatz jedes einzelnen Weißen-Kreuz-Helfers nicht hoch genug zu bewerten. Wie aufwändig und umfangreich die Arbeit des Weißen Kreuz Passeier eigentlich ist, wurde bei der Jahreshauptversammlung am 12. April auch zahlenmäßig eindrucksvoll belegt. Hierzu konnte der Dienstleiter Günther Zöschg ca. 70 Anwesende begrüßen, unter ihnen den Bürgermeister von St. Leonhard, Konrad Pfitscher sowie den Vizebürgermeister von St. Martin, Erich Kofler. In seiner Bilanz vom vergangenen WK-Jahr 2018 sprachen die Zahlen eigentlich für sich und konnten doch nur bruchstückhaft belegen, wie viel das Weiße Kreuz Passeier im Laufe eines Jahres für die Allgemeinheit leistet und mit welchem Idealismus man dabei zu Werke geht. Derzeit gibt es beim Weißen Kreuz Passeier 7 Fix-Angestellte sowie 85 freiwillige

Mitglieder. Zudem arbeitet man mit einer Jugendgruppe, die 33 Mitglieder umfasst. Des Weiteren gehören dem Weißen Kreuz Passeier noch Zivildiener, Praktikanten, Ehrenmitglieder, ehrenamtliche Führungskräfte, eine First ResponderGruppe u.a.m. an, die gemeinsam für die Hilfsorganisation imposante 51.738 Arbeitsstunden leisteten. Im abgelaufenen Jahr wurden mit 4891 Patienten 4013 Transporte durchgeführt, wobei 298.33 Kilometer zurückgelegt wurden. Bei 1193 Rettungseinsätzen stand man 1233 Patienten bei, wobei 55.961 km gefahren wurden. Bei programmierten Transporten für den Südtiroler Sanitätsbetrieb wurden 3086 Patienten zu ihrem Bestimmungsort gebracht, hierbei waren 107.533 Kilometer zu bewältigen. Insgesamt wurden für die Psairer Bevölkerung 4013 Transporte durchgeführt, 334 pro Monat und durchschnittlich 11 pro Tag. Über die Landesnotrufzentrale 112 erfolg-

ten 1193 Einsätze, 99 pro Monat und 3 pro Tag. Enorm wichtig sind in diesem Zusammenhang die freiwilligen Mitglieder, die 34.516 Arbeitsstunden im Dienst für den Nächsten im Einsatz standen. Unterstützt wird das Weiße Kreuz Passeier erfreulicherweise von über 1900 Mitgliedern, denen auf diesem Wege recht herzlich gedankt sei. Um bei den Einsätzen stets bestmöglich gerüstet zu sein, ist eine regelmäßige Aus- und Fortbildung unerlässlich. Demzufolge wurden A/B/C-Kurse sowie weitere Pflichtfortbildungen und Ähnliches besucht. Auch bei verschiedenen Gemeinschaftsübungen mit Feuerwehren oder Schulen war das WK gefordert. Zudem stehen auch Bereitschaftsdienste bei diversen Veranstaltungen wie beim Mårtiner Dorffest, beim Rodeln oder bei Fußballspielen auf der Tagesordnung. Auch die interne Kameradschaft will gepflegt sein und bei diversen Veranstaltungen wie Winterausflügen, Talschaftskegeln und Mitarbeiter-Ausflügen kommt auch das Feiern nicht zu kurz. Seit Jahren wird vonseiten des Weißen Kreuzes auch ein vermehrtes Augenmerk auf die Jugendarbeit gerichtet. 10 engagierte BetreuerInnen sind in diesem Bereich tätig und versuchen auf mannigfaltige Weise, den Jugendlichen ihr umfangreiches Wissen rund um die Weiße Kreuz-Arbeit weiterzugeben und zu vermitteln. Zu guter Letzt scheint es höchst angebracht, dem Weißen Kreuz Passeier ein ganz großes Dankeschön für ihre immens wichtigen und sehr oft auch lebensrettenden Dienste für unsere Bevölkerung auszusprechen, wobei die Zusammenarbeit untereinander, die Kompetenz und die Effizienz dieser Hilfsorganisation in vielerlei Hinsicht beispielgebend sind. Kurt Gufler

Die Jahreshauptversammlung wurde mit Interesse verfolgt


23  Passeirer Blatt – nr. 153, Juni 2019

BFP Erhard Zuech, Patin Luzia Platter, Bürgermeister Gothard Gufler, KDT Markus Platter, Ehrenmitglied AI Josef Kofler, Stefan Schweigl, Günther Raich mit Annelies, Thomas Ilmer mit Renate und KDT-STV Robert Lanthaler  Foto: Hubert Gögele

Freiw. Feuerwehr Moos

Ehrungen Am Samstag, den 18. Mai 2019, veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Moos wieder ihren traditionellen Kameradschaftsabend im Kultursaal von Moos. Dabei standen auch die Ehrungen von fünf Feuerwehrmännern an. Kommandant Markus Platter konnte dazu Bürgermeister Gothard Gufler, Bezirksfeuerwehrpräsident Erhard Zuech, die Ehrenmitglieder Anton Platter und Johann Platter, Abschnittsinspektor Josef Kofler, den Kommandant der Nachbarwehr Platt Robert Platter sowie Feuerwehrmänner, eine Feuerwehrfrau, die Patinnen und weitere Ehrengäste begrüßen. Nach einem gemeinsamen Abendessen standen die Ehrungen an. Abschnittsinspektor Josef Kofler wurde für 40 Jahre Dienst in der Feuerwehr, für die ihm bereits beim Bezirksfeuerwehrtag in Burgstall das Verdienstkreuz in Gold verliehen wurde, nochmals im Rahmen dieser Feier geehrt. Bezirksfeuerwehrpräsident Erhard Zuech dankte ihm für seinen aufopfernden Einsatz für das Feuerwehrwesen und für die hervorragende Zusammenarbeit auf Bezirksebene. Er verlas die Verleihungsurkunde und Bürgermeister Gothard Gufler steckte ihn als Zeichen der Anerkennung das Verdienstkreuz in Gold an.

Anschließend wurden Ausschussmitglied Stefan Schweigl, Günther Raich, Thomas Ilmer sowie Kommandant Markus Platter für 25 Jahre aktiven Dienst geehrt. Erhard Zuech verlas und überreichte auch ihnen die Urkunden und Gothard Gufler konnte sie daraufhin mit dem Verdienstkreuz in Silber auszeichen. In seiner Ansprache hob Zuech die Wichtigkeit der Frauen der Wehrmänner hervor und dankte ihnen für das Verständis und die Unterstützung. Weiters hob er hervor, dass nicht die teuren Fahrzeuge das Wertvollste in der Feuerwehr seien, sondern jeder einzelne Mensch, der die Fahrzeuge lenkt sowie seine Mithilfe anbietet. Markus Platter gratulierte seinen Kameraden zu den geleisteten Dienstjahren ebenfalls recht herzlich. Josef Kofler bedankte sich bei den Geehrten für den Einsatz und die Hingabe. Eine große Überraschung gab es anschließend für ihn selbst. Kommandant Markus Platter verkündete nämlich den Beschluss des Ausschusses, ihn für seine jahrzehntelange, ausgiebige Tätigkeit für das Feuerwehrwesen zum Ehrenmitglied der Feuerwehr Moos zu ernennen. Josef trat der Feuerwehr Moos im Jahre 1979 bei. Bereits ein Jahr später wurde er Mitglied des Feuerwehrausschusses. Von 1980 – 1990 erfüllte er die Funktion des Kassiers und von 1985 bis zum Jahr 2000 auch die des Schriftführers. Anschließend wurde er zum Kommandanten der Feuerwehr Moos gewählt, dieses Amt hatte er bis zum Jahr 2010 inne.

In diesem Jahr wurde er vom Feuerwehrabschnitt 7 des Bezirks Meran zum Abschnittsinspektor gekürt. Für seinen Dienst wurde Josef Kofler 1994 mit Bronze, 2004 mit Silber, 2010 mit Bronze mit einem Stern und 2019 mit Gold ausgezeichnet. Bürgermeister Gothard Gufler verlas die Ehrenurkunde und gratulierte ihm zusammen mit BFP Erhard Zuech und KDT Markus Platter recht herzlich. Josef Kofler zeigte sich in seiner Ansprache gerührt über diese Ehrung und erzählte, dass es immer sein Ziel und Wunsch war, seinen Beitrag zum Dienst am Nächsten zu leisten und vorbildlich zu handeln. Denn nur durch die Vorbildwirkung gelänge es, wieder junge Leute zu motivieren und aufzubauen. Der Bürgermeister bedankte sich abschließend in seiner Ansprache bei den Geehrten und allen Wehrmännern und -frauen für ihren wichtigen Dienst an der Bevölkerung, auch für ihre Zuverlässigkeit. Er betonte, dass die Feuerwehr Moos neben der Abwicklung der Übungen und Einsätze auch immer wieder ihren wertvollen Beitrag am Dorfleben durch die Organi­ sation von verschiedenen Festen liefert und damit ein sehr wichtiger Bestandteil der Gemeinde sei. Hubert Gögele

Gratulation Erna Holzknecht

Liebe Erna, wie hast du das nur geschafft? 95 Jahre mit Energie und Kraft. Auch wenn die Knochen schon mal krachen, kannst du trotzdem immer noch lachen! Liebe Oma, wir freuen uns mit dir, zum 95. Geburtstag wünschen wir: Gesundheit, Glück und Gottes Segen, auf all deinen weiteren Wegen!

Deine Familien


24

Bei der anspruchsvollen Gemeinschaftsübung waren Bergrettungsstellen und Feuerwehren des Hinterpasseiers gefordert  Foto: Hubert Gögele

Timmelsjochstrasse

Gemeinschaftsübung der Bergrettungsstellen und Feuerwehren des Hinterpasseiers Bei der diesjährigen Ausgabe der Gemeinschaftsübung der Bergrettungsstellen und der Feuerwehren des Hinterpasseiers konnte wieder fleißig für den Ernstfall geübt werden. Mit dabei waren wieder die Feuerwehr St. Leonhard mit einem Schwerrüstfahrzeug sowie die RUDGruppe des WK Passeier. Dabei mussten entlang der Timmelsjochstraße am Streckenabschnitt vom Gasthof Schönau bis zum Gasthof Hochfirst an drei spannenden Einsatzorten unterschiedliche Unfallszenarien durchgespielt werden. Anwesend waren etwa 75 Einsatzkräfte, die zusammen mit drei Notärzten die verunfallten Personen zu versorgen hatten und zum Abtransport bereit machen mussten. Ein Ziel der Übung war, die Zusammenarbeit der einzelnen Rettungsdienste zu verbessern. An der Übungstation 1 wurde ein Fahrzeugabsturz über steiles Gelände simuliert. Eine Person wurde dabei eingeklemmt und zwei weitere Personen wurden vom Auto herausgeschleudert. Eine davon lag mit Polytrauma bewusstlos im Abhang und wurde vom Notarzt

vor Ort intubiert. Die eingeklemmte Person konnte nur noch tot, die dritte Verletzte hingegen konnte mit einer Unterschenkelfraktur und leichtem Schädelhirntrauma geborgen werden. Die Personen, welche aus dem Fahrzeug fielen, wurden mit Hilfe der Seilwinde am Kran des Rüstfahrzeuges der FF St. Leonhard auf einer Rettungstrage in einer aufwändigen Aktion auf eine Brücke an der Timmelsjochstraße gehievt. Station 2: Ein Auto geriet über die Straße, wobei zwei Personen eingeklemmt und eine weitere aus dem Wagen geschleudert und mit schweren Verletzungen von der Bergrettung im Bachbett aufgefunden wurde, welche anschließend vom Notarzt vor Ort intubiert wurde. Die eingeklemmten Personen im Auto mussten von der Feuerwehr mit Hilfe hydraulischer Rettungsgeräte befreit werden. Bei der Station 3 galt es zwei Personen zu bergen, die bei der Flucht vor einem Waldbrand über steiles Gelände abgestürzt waren. Eine Person mit schweren Brandverletzungen und Schnappatmung musste dabei ebenfalls vom Notarzt

intubiert werden. Die zweite Person hatte Brandverletzungen und eine Rauchgasvergiftung erlitten. Beide wurden aus dem steilen Gelände abgeseilt. In den darauf folgenden Nachbesprechungen wurde auf die einzelnen Situa­ tionen eingegangen und die Fehler analysiert. Dabei konnten die anwesenden Notärzte den Anwesenden sehr wertvolle und hilfreiche Tipps mitgeben und auf bestimmte Verhaltensregeln aufmerksam machen. Der Vize-Bürgermeister der Gemeinde Moos, Stefan Ilmer, lobte in seiner Ansprache die Selbstlosigkeit aller, die an der Übung teilgenommen haben. Sie sind jene, bei denen man sich immer wieder bedanken muss, da sie im Notfall an erster Stelle stehen und ihre Freizeit dafür bereitwillig opfern. Als Gemeindeverwaltung könne man leider nicht viel mehr tun, als die Organisationen bestmöglich zu unterstützen, so Stefan Ilmer. Das Organisationsteam bedankte sich bei den drei Notärzten, die sich die Zeit dafür genommen haben an der Übung teilzunehmen. Ein großer Dank soll auch der Gemeinde Moos ausgesprochen werden, die die Kosten der Verkostung der Einsatzkräfte übernommen hat sowie dem Bauunternehmen Roland Gufler für die Unterstützung. Hubert Gögele


25  Passeirer Blatt – nr. 153, Juni 2019

Moos

Müllsammelaktion der Jugend Moos Einige Mitglieder der Dorfjugend von Moos haben zusammen mit dem Jugendbüro Passeier rund um Moos Müll und Weggeworfenes gesammelt. Zwei Stunden lang kursierten mehrere kleinere Gruppen aufgeteilt auf Spazierwege, Spielplätze und kleinere Waldgebiete. Die Jugendlichen waren sehr erstaunt darüber, wie viel sie bereits in dieser kurzen Zeit an Müll gefunden haben. Vom weggeworfenen Benzinkanister im Wald bis zu den unzähligen Zigarettenstummeln auf den Spazierwegen wurde alles in die Müllsäcke gepackt und dann zurück zum Sammelpunkt gebracht. Nach der sehr gelungenen Aktion hatte die SKJ Ortsgruppe Moos ein Grillen organisiert, bei dem alle Beteiligten eingeladen waren. Die Gemeindearbeiter von Moos haben den gesammelten Müll anschließend entsorgt. Thomas Schölzhorn

Dem OK-Team für das Alpenregionstreffen 2020 in St. Martin in Passeier steht eine intensive Zeit bevor. V.l.: Robert Tschöll (Gemeindereferent St. Leonhard), Lukas Fahrner (OK-Chef), Rosmarie Pamer (Bürgermeisterin St. Martin), Erwin Marth (Obmann Kegelclub St. Martin), Armin Oberprantacher (Schützenhauptmann St. Martin) und Anna Raich (Grafikerin & Marketenderin der Schützenkompanie St. Martin)

Schützenkompanie St. Martin

Alpenregionstreffen 2020: Der Countdown läuft In einem Jahr treffen sich rund 10.000 Trachtenträger der Alpenregion im Passeiertal

Mooser Dorfjugend hat rund um Moos Müll und Weggeworfenes gesammelt

Vom 21. bis 24. Mai 2020 findet das 26. Alpenregionstreffen der Schützen im Passeiertal statt. „Die Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren“, berichtet der Hauptmann der Schützenkompanie St. Martin Armin Oberprantacher, „schließlich erwarten wir etwa 10.000 Festbesucher, denen wir ein unvergessliches Wochenende im Heimattal unseres Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer bieten wollen.“ Das Alpenregionstreffen der Schützen findet im Zweijahresrhythmus abwechselnd in Tirol, Südtirol, Welschtirol und Bayern statt. Im nächsten Jahr treffen sich die Trachtenträger der Alpenregion erstmals im Südtiroler Burggrafenamt – in St. Martin in Passeier. „Die Organisation dieses Treffens ist eine große Herausforderung“, unterstreicht Schützenhauptmann Armin Oberprantacher ein Jahr vor dem 26. Alpenregionstreffen. „Mit vereinten Kräften und in enger Zusammenarbeit zwischen Gemeindeverwaltung, Vereinen und Touristikern werden wir es aber schaffen, ein tolles Fest auf die Beine zu stellen“, so Oberprantacher. Derzeit steckt das Organisationskomitee um OK-Chef Lukas Fahrner die Details in Logistik, Unterkunft und Verpflegung ab. „Wir müssen uns vorbereiten, um die 10.000 Festteilnehmer möglichst unkom-

pliziert von A nach B zu bringen, sie in unseren Tourismusbetrieben zu beherbergen und sie nicht zu lange auf Getränke und Essen warten zu lassen“, unterstreicht Fahrner. Indes zeichnet sich das musikalische Rahmenprogramm des Alpenregionstreffens ab: Am Donnerstag werden verschiedene Musikgruppen zur „Mårtiner Dorfrunde“ aufspielen. Am Freitag, Samstag und Sonntag hingegen sollen bekannte Künstler und Bands aufspielen. Präsentiert wird das exklusive Musikprogramm von Michl Gamper (Radio Tirol) und Lukas Brunner (Radio U1 Tirol). Höhepunkt des Alpenregionstreffens ist der offizielle Festakt am Sonntag, 24. Mai 2020, mit der heiligen Messe – zelebriert vom Bischof der Diözese Bozen-Brixen Ivo Muser –, den Festansprachen und dem Festumzug mit Defilierung. „St. Martin freut sich bereits jetzt auf ein beeindruckendes Wochenende im Zeichen der Freundschaft in der Alpenregion“, unterstreicht Bürgermeisterin Rosmarie Pamer. „Dem OK-Team steht eine intensive Zeit bevor“, so Pamer, „ich bin mir aber sicher, dass die nächsten Wochen und Monate der Vorbereitung unsere Dorfgemeinschaft stärken werden.“ Maria Pichler


26

Der Wettkampf findet im Rahmen des „Liertner Feuerwehrfests“ am 20. Juli, ab 14 Uhr, mit Start auf dem Raiffeisenplatz, statt und alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich diesen spannenden Wettkampf anzuschauen und die Wehrleute lautstark anzufeuern. Gregor Zöschg SBO – Ortsgruppe St. Leonhard

Ausflug der Bäuerinnen

Feingefühl und Geschicklichkeit waren gefragt …

… beim Gaudiwettkampf 2018

Freiwillige Feuerwehr St. Leonhard

einhängen. Schlussendlich galt es eine Rampe empor zu laufen und eine Glocke zu läuten, ehe sich die Teilnehmer an der letzten Station auf Holzstämmen stehend, in Wasser getränkte Schwämme zuwarfen und diese in einem Behälter auspressen mussten. Sobald der Behälter voll war, ertönte ein Signal und die Zeit wurde gestoppt. Im Jubiläumsjahr sicherte sich die Mannschaft des Zug Stuls der FF Moos zum ersten Mal den Titel, gefolgt von den Lokalmatadoren der FF St. Leonhard und den zweimaligen Siegern der FF Walten. Auch im heurigen Jahr wird der Wettkampf wieder veranstaltet und man kann gespannt sein, ob die „Stuller“ den Titel verteidigen können, die „Wåltner“ zum dritten Mal den Wettkampf gewinnen und damit die Wandertrophäe endgültig nach Walten holen oder ob sich eine weitere Feuerwehr in die Siegerliste eintragen wird. Die bisherigen Sieger waren 2014 und 2015 die FF Walten, 2016 die FF Saltaus, 2017 die FF St. Martin und 2018 der Zug Stuls der FF Moos.

Rückblick auf den 5. FeuerwehrGaudiwettkampf Bereits zum fünften Mal trafen sich am Samstag, 14. Juli 2018, im Dorfzentrum von St. Leonhard 15 Mannschaften verschiedener Feuerwehren des Passeiertales und unsere Partnerwehr aus Friesenhofen zu einem Feuerwehr-Gaudiwettkampf. Wie auch schon in den Vorjahren galt es in Mannschaften zu vier Wehrmännern verschiedene Stationen so schnell und präzise wie möglich zu bewältigen und Hindernisse zu überwinden. Um den Wettkampf anspruchsvoller zu gestalten, wurden bereits bestehende Stationen verändert sowie neue Stationen und Hindernisse in den Parcours eingebaut. Neben tech­ nischen Fähigkeiten bei der Bedienung verschiedener Geräte wurde den Teil­ nehmern auch Feingefühl und Geschicklichkeit abverlangt. Unter anderem mussten mit schwerem Bergungsgerät kleine Plastikbecher aufgenommen und auf Verkehrsleitkegeln wieder abgestellt werden, mehrere Schläuche zusammengekuppelt und eine Autobatterie ordnungsgemäß abgeklemmt werden. Außerdem musste mit einem Strahlrohr ein vorgegebenes Ziel getroffen und ein Gegenstand fachmännisch aus einem rauchenden Kamin entfernt werden. Des Weiteren mussten die Teilnehmer eine abgebildete Figur mit verschiedenen Geräten schnellstmöglich nachbauen sowie einen Baumstamm, an welchem ein Haken befestigt war, mit Hebekissen gezielt anheben und diesen an einer darüber liegenden Querstange

Am 2. April starteten wir von St. Leonhard mit einem Privatbus gutgelaunt in Richtung Bozen. Zu Beginn des Ausfluges stand die Besichtigung des Milchhofes der Mila auf dem Programm. Dort begrüßte uns Luis im Namen der Mila mit einer Einführung in die Geschichte des Milchhofes. Anschließend gingen wir mit entsprechender Schutzkleidung in die Produktionsräume, wo uns die vielseitigen Arbeitsvorgänge, beginnend mit der Anlieferung der Milch bis zu den fertigen Produkten, erklärt wurden. Nach einer kleinen Verkostung endete die lehrreiche Führung durch den Betrieb. Im neu eröffneten Mila Bistro wurde dann zu Mittag gegessen und unsere Besichtigung mit einem Rundgang durch den Mila Shop abgeschlossen. Am großen Montiggler See stand uns der Nachmittag zur freien Verfügung, der von vielen zu einem Spaziergang oder zum gemütlichen Beisammensein genutzt wurde. Unseren gemeinsamen Ausflug ließen wir in fröhlicher Runde bei Kaffee und Kuchen ausklingen. Unser besonderer Dank geht an Josef Pichler der uns bei der Planung der Besichtigung des Milchhofes behilflich war. Margarethe Haller Auer

Bäuerinnen unterwegs


27  Passeirer Blatt – nr. 153, Juni 2019

Gesundheit & soziales Moos

Der KVW-Seniorenausschuss Moos Scheckübergabe an die Südtiroler Krebshilfe-Bezirk Passeier Am Samstag, den 23. März 2019, organisierte der KVW-Seniorenausschuss Moos das traditionelle Jubiläums-Preiswatten „Anna und Traudl“. (Sie waren die Gründerinnen der KVW Seniorengruppe Moos). 88 Teilnehmer nahmen die Herausforderung an und spielten um den Sieg.

Bei einer guten Marende und vielen schönen Sachpreisen, die sich jeder Spieler selbst aussuchen durfte, klang der Tag fröhlich aus. Danke an alle Sponsoren, Helfer und SpielerInnen, denn ohne sie gäbe es die Veranstaltung nicht. Die stolze Summe von € 1000 konnte gespendet werden. Erika Gufler und Halbeisen Isabella nahmen die Spende entgegen und bedankten sich im Namen der Südtiroler Krebshilfe für diese tolle Initiative und Unterstützung. Marialuise Kofler

Familien stärken & begleiten

Erschöpfte Mütter brauchen Hilfe! Das Kleinkind schreit, die Größere rennt wie verrückt durch die Wohnung und dann klingelt auch noch das Telefon. Gleichzeitig soll das Abendessen zubereitet werden. Der Wäscheberg wird auch nicht von alleine kleiner und am nächsten Morgen soll diese Frau bei der Arbeit wieder voll konzentriert sein. Die Mehrfachbelastung wächst, Stress ist die Folge. „Meistens sind es die Mütter, die zuerst ausgebrannt sind“, so die Dipl. Pädagogin Friederike Otto. Ist der Körper dauernd in Alarm­ bereitschaft, leidet langfristig die Gesundheit darunter. Dann ist es schwer, die Überforderung nicht an das Kind weiterzugeben. Gestresste Mütter reagieren häufiger abweisend und aggressiv auf ihre Kinder. Schon kleinste Probleme erhöhen den Stresslevel. An Entspannung ist auch dann nicht zu denken, wenn sich die Wogen längst wieder geglättet haben. Auf den Schultern der Mütter lastet viel Arbeit und große Verantwortung, die oft nicht einmal Anerkennung erfährt. Das wirkt sich auch auf die Kinder aus. Sie werden unruhig, quengelig, können sich nicht so gut konzentrieren und können Probleme schlechter lösen. Wir suchen dann oft die Ursache für das auffällige Verhalten der Kinder bei ihnen und wissen nicht, dass Kinder auf die Stimmung, den Ton, die Gefühlslage in der Familie mit ihrem Verhalten reagieren.

Wo bleiben die Bedürfnisse und Grenzen der Mütter? Bei uns herrscht immer noch der alte Mythos „der sich aufopfernden Mutter“: Eine Mutter muss immer da sein für ihre Familie. Aber wo bleiben die Bedürfnisse und Grenzen der Mütter? Oft auf der Strecke. Ist die Mutter am Ende ihrer Kräfte, reagieren die Kinder verunsichert. Das Wohlbefinden der Mutter hat große Priorität: Nein-sagen lernen! Es allem anderen unterzuordnen schadet nicht nur der Mutter selber, sondern der ganzen Familie. Viele Mütter erleben sich als egoistisch, wenn sie einmal „Nein“ sagen zu den Wünschen der Familie. Aber gerade dieses „Nein- Sagen“ muss gelernt werden. Dies fällt leichter, wenn es als „Ja“ zu sich selbst verstanden wird. Wenn ich mir selber zustimme (Ja sage), kann ich leichter und guten Gewissens „jetzt nicht“, „nein, das mag ich nicht“, „nein, ich habe keine Lust/ Geduld/Energie, … mehr“ sagen. Sonst brenne ich aus. Frauen dürfen lernen „Stopp“ zu sagen, wenn es zu viel wird. Da gilt es Auszeiten zu suchen, Netzwerke zu bauen, den Partner mehr einzubeziehen, Verwandte um Hilfe zu bitten. Es ist auf­ fällig, wie schwer sich manche Mütter tun, andere um Hilfe zu bitten. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Zeichen von der Übernahme der Verantwortung für sich selbst. Erwachsene, die Verantwortung für sich übernehmen, sind ein wunderbares Vorbild für ihre Kinder.

Waltraud Egger, Maria Brugger, Erika Gufler, Marialuise Kofler, Isabella Halbeisen, Frieda Kneissl und Michaela Brunner

Entspannte und zufriedene Eltern tun Kindern gut. Wichtig sind offene Gespräche mit dem Partner (oder mit Freunden, sollte kein Partner da sein). Gemeinsam gilt es Wege zu suchen, wo die Frau wieder Kraft schöpfen kann. Diese Wege sind in jeder Familie unterschiedlich. Wichtig aber ist, dass die Situation ernst genommen und gemeinsam nach Lösungen gesucht wird. Keinem Kind geht es besser als seinen Eltern. Kinder fühlen sich schuldig, wenn es den Eltern schlecht geht. Wer sich selbst Gutes tut, der tut automatisch den Kindern Gutes. Entspannte und zufriedene Eltern erlauben dem Kind es selbst zu sein, sich zu entspannen und sich zu entfalten. Deshalb: Nehmen Sie sich selbst ernst als Frau und Mutter. Übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Wohlbefinden. Das tut nicht nur Ihnen selbst gut, sondern bereichert die ganze Familie. Astrid Egger Elternberatung St. Martin Dorfstraße 25 c (alte Bibliothek) Öffnungszeit: Donnerstag 8 – 12 h Tel: 0473 641 095; bei Dringlichkeiten Kontaktaufnahme über den Gesundheitssprengel Passeier, Tel: 0473 659 510 Psychologischer Dienst Meran Außenstelle Sprengel Passeier – Bereich Entwicklungsalter – Dr. Karin Gufler Anmeldung Montag – Freitag, von 11 – 12 h unter Tel. 0473 251 000 Sozialsprengel Passeier St. Leonhard in Passeier, Tel. 0473 659 018


28

Schulen & Kindergärten

Grundschule St. Leonhard

Pippi Langstrumpf in der Schule

Rabenstein sammelte für ein Schulprojekt in Äthiopien

Rabenstein

Mittelschule St. Leonhard

Fleißige Leserinnen und Leser

LeseWunder 2019

Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Rabenstein beteiligten sich heuer am Lesewunder. Die Young Caritas suchte landesweit nach Interessierten und so beschloss die Deutschlehrerin der Grundschule, Tanja Ennemoser, mithilfe der dortigen Bibliothekarin sich am Leseprojekt zu beteiligen. In der Bibliothek gab es interessante Lektüre mit Quizfragen zur Auswahl und bei allen SchülerInnen konnte die Lesefreude geweckt werden. Die 12 Schülerinnen und Schüler von der 1. bis 5. Klasse lasen insgesamt 258 Büchlein und sammelten einen Betrag von 420 Euro. Die Spende kommt einem Schulprojekt in Äthiopien zugute. Das stellte Sigrid Seberich beim Abschlussfest Ende April vor. In ihrem Clownkostüm fesselte sie die Schüler und gestaltete gemeinsam mit ihnen einen schönen Vormittag. Es geht ein sehr großer Dank an die fleißigen Leser und Leserinnen, an deren Eltern und an die Lehrerin, die die SchülerInnen entsprechend motiviert hat und dabei eine schöne Summe Geld eingesammelt hat. Gratulation allen für das gelungene Projekt! Waltraud Gatterer

Eine Aktion der Young Caritas Ein kleiner Beitrag von Kindern, Gleich­ altrigen in Armut zu helfen. Bücher lesen und etwas Gutes tun. Das stand für freiwillige Schüler und Schülerinnen der Mittelschule Johann Jakob Staffler vom 01. Dezember 2018 bis zum 15. März 2019 im Mittelpunkt. Ihre gemeinsame Mission: Gleichaltrige aus Äthiopien finanziell zu unterstützen, damit diese zur Schule gehen und mit den notwendigen Schulmaterialien ausgestattet werden können. Die Aktion: pro gelesenem Buch aus der Schulbibliothek gab es einen Stempel, welcher von einem Sponsor (Mutter, Vater, Oma, Pate …) mit einer Geldsumme belohnt wurde. Dank der Freude und Begeisterung der Schüler und Schülerinnen konnte am Ende der Aktion ein beträchtlicher Geldbetrag eingesammelt werden. Insgesamt kamen 1.879 Euro zusammen! Deshalb gilt ein herzlicher Dank allen, die zum Erfolg dieser Aktion beigetragen haben. Jannik und Laurin, Klasse 2A

Im April 2019 führten wir Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen der Grundschule St. Leonhard das Musical „Pippi Langstrumpf“ von Herrn Hans Schmidhammer auf. Nach vielen anstrengenden, aber auch lustigen Proben war es endlich soweit! Die beiden Generalproben, zu denen wir die Kindergartenkinder und die Lehrpersonen, Schüler und Schülerinnen der Grundschule eingeladen haben, waren ein voller Erfolg. Am Nachmittag des 16. April trafen wir uns dann in der Aula und probten gemeinsam mit Herrn Schmidhammer und unseren Lehrerinnen einige Lieder und Szenen. Zum Glück waren wir vollzählig, da jeder Einzelne von uns eine Rolle innehatte. Wir waren sehr aufgeregt und nervös. Die Aula war voll bis auf den letzten Platz. Eltern, Großeltern, Geschwister, Paten, Freunde und auch andere Interessierte waren gekommen. Sogar der Herr Direktor war dabei. Die Spannung stieg. Um 17 Uhr begann dann unser großer Auftritt. Gemeinsam mit Herrn Schmidhammer und unserer Musiklehrerin Anna marschierten wir in die Aula ein, die Show konnte beginnen. Wir sangen und spielten voll konzentriert. Den Zuschauern gefiel es sehr gut, es wurde viel gelacht und noch mehr applaudiert. Als unser Musical zu Ende war, lobten uns unsere Lehrerin und Herr Schmidhammer sehr. Als Belohnung bekamen wir noch leckeres Popcorn und gingen froh und zufrieden nach Hause. Dieses Musical wird uns noch lange in guter Erinnerung bleiben. Paula, Nina, Eva und Johannes

Schülerinnen und Schüler beim Musical „Pippi Langstrumpf“


29  Passeirer Blatt – nr. 153, Juni 2019

gratulationen

Geburten vom 4. 4. bis 3. 6. 2019

Jahrgang 1939

1939

25 Jahre

Ein rüstiger Jahrgang

Johrgongstreffn 1994er vi St. Mårtin

80 Jahre abwechslungsreiches Leben war uns Neunundreißigern aus St. Leonhard und Moos Grund genug, um einen gemeinsamen Tag zu genießen. Wir trafen uns am 4. Mai 2019 beim Brühwirt zu einem Aperitif und sind anschließend zum Gasthof Pfandlerhof gefahren, wo der weitere Tagesverlauf mit Mittagessen vorgesehen war. Beim Mittagsgebet gedachten wir der Verstorbenen unseres Jahrgangs, dabei dankten wir auch dem Herrgott für alles, was wir bisher erlebt haben und beteten, dass uns noch einiges an Gesundheit und Lebensfreude geschenkt werde. Der Nachmittag war fast zu kurz, um unsere alten und neuen Gedanken und Erlebnisse der Vergangenheit auszutauschen. Richtiger Schwung kam in unsere Gesellschaft, als Stefan Raffl aus Platt mit seiner musikalischen Darbietung uns zu Gesang und Tanz anregte. Durch die festliche Stimmung dachte lange Zeit wohl niemand, wie schnell die Stunden vergehen. Aber es kam dann doch der Gedanke, unser gelungenes Fest mit einem herzlichen Dankeschön an die Gastgeberfamilie ausklingen zu lassen. Mit dem Wunsch, sich zu gegebener Zeit wieder auf diese Art zu treffen, verabschiedeten wir uns voneinander. Luis Moosmair

Gemeinde St. Martin 25. 4. 2019 Dominik Gögele 2. 5. 2019 Juri Moosmair 7. 5. 2019 Jakob Platter 12. 5. 2019 Buchschwenter Leni 25. 5. 2019 Katharina Schwarz 27. 5. 2019 Magdalena Krezdorn 2. 6. 2019 Max Gufler 2. 6. 2019 Julian Pircher Verdorfer 3. 6. 2019 Alif Molla

Gemeinde St. Leonhard 4. 4. 2019 Luca Haringer 8. 4. 2019 Matthias Platter 9. 4. 2019 David Pichler 9. 4. 2019 Thea Schaiter 12. 4. 2019 Mena Haller 12. 4. 2019 Paula Heel 25. 4. 2019 Elias Brunner 9. 5. 2019 Peter Hofer 16. 5. 2019 Anna Wilhelm 29. 5. 2019 David Auer 30. 5. 2019 Simon Ploner

Gemeinde Moos 28. 4. 2019 Luis Emanuel Pöhl 18. 5. 2019 Mathias Hofer 24. 5. 2019 Ida Maria Gufler 29. 5. 2019 Jonas Ilmer

Am Nochmittog vin 4. Mai wors soweit, die Mårtiner 94er worn bereit. Dr Start wor um Punkt viere, bin Unterwirt bi dr Tiire. Zem hobm mir viel drfrog zin Psairer Wein, sigor koschtn hobmr gedörft, sell wor fein. Gsechn hobm sich di meisten zilöscht zir Schuelzeit, deswegn hobmse sich viel zi drzeiln ghob, die Leit. Bin Golfrestaurant hobmr a guets 3-Gänge-Menü genossen und drnoch sein nou a poor Schnapsler gflossen. Mitenonder seinmr weitergezouchn – di Nocht wor ja nou jung, sou hobmr insern Johrgong gfeiert und sell mit Schwung. Friehr odr spater sein nr olle gewesn drhuem und hobm sichr gschlofn wie a Stuen. Zin Schluss mechtn mir in di Organisatoren Vergelts Gott sogn, und hoffn, dassmr di negschtn Treffn aa asou hetzig hobm. Tanja Ennemoser Jahrgang 1994


30

sport

Das gesamte Kraxler-Team mit Trainer Hubi und Betreuer Lea, Helli und Daniel

Klettern

Extrem-Kayak-Festival

Italienmeisterschaft Sportklettern in Arco

King of the Alps

Am 30. Mai bis zum 2. Juni fand in Arco die Jugend-Italienmeisterschaft im Sportklettern statt. Die „Psairer Kraxler“ traten mit 15 Athletinnen und Athleten, die sich im Juniorcup qualifizieren konnten, vollzählig an und alle gaben ihr Bestes. Mit dabei waren: Jan Mair, Hannes Grasl, Lukas Pixner, Vanessa Kofler, Lena Santoni, Leonie Hofer, Greta Burgmann, David Grasl, Sofia Hofer, Daniela Augscheller, Jonas Oberprantacher, Sarah Augscheller, Paula Gufler, Sara Kofler und Viktoria Marth. Mit Ausdauer und Biss kämpften die Kategorien gleichzeitig in den Diszi­ plinen Lead, Boulder und Speed. Im Lead Finale U-14 wurde Vanessa 2., Leonie 3. und Lukas 6. David und Daniela belegten im Finale von Lead der U-12 den 3. Platz. Beim Bouldern wurde Vanessa 3. Im Speed wurde Leonie 1., David 2. und Lena 6. Unsere Athleten gaben alles und sie sammelten gemeinsam über 1000 Punkte. Diese genügten, um die Team-Gesamtwertung zu gewinnen. Bis zum Schluss hatten wir alle „a Hëtz“ und kamen gut, müde und zufrieden nach Hause. Lynn Hofer

Am Wochenende vom 7./8. 6.2019 fand in Moos in Passeier das alljährliche ExtremKayak-Festival King of the Alps statt. Es waren knapp 200 Athleten aus 22 Nationen am Start und wurden in 5 verschiedene Kategorien unterteilt. Am Freitag, 7. 6. 2019, wurde das ExtremKayak-Festival feierlich mit einer Grillparty für die Athleten eröffnet, dazu wurde ein Kajak-Rollcontest und ein Skatekayak-Rennen veranstaltet. Am Samstag, 8. 6. 2019, dann der berühmte Massenstart des Marathons beim Quellenhof, wobei der Start dieses Jahr um einige Meter nach oben verlegt wurde, aufgrund des hohen Wasserstands. Beim Extrem-Kayak-Festival wurden spektakuläre Szenen geboten  Foto: Jens Klatt

Bei den Männern war im Marathon schnellster der Meraner Martin Unterthurner, 2. der Franzose Eric Deguil und auf den 3. Platz kam der Österreicher Mario Leitner. Daniel Klotzner aus Schenna ergatterte sich den 8. Platz, Matthias Weger aus Meran kam auf den 10. Platz, Thomas Waldner, Organisator des Festivals, auf den 13. Platz und Daniel Haller aus Schenna auf den 25. Platz. Darauf folgte das Finale bei Moos oberhalb vom Enerpass Kraftwerk auf der legendären Wildwasserstrecke. Bei den Männern belegte dabei der Österreicher Gregor Becke den 1. Platz, auf den 2. Platz kam Adrian Mattern aus Deutschland und auf den 3. Platz der Österreicher Mario Leitner. Zum ersten Mal trauten sich auch vier Frauen auf der Finalstrecke gegeneinander anzutreten und konnten hervorragende Zeiten erreichen. Auf den 1. Platz fuhr Nouria Newman aus Frankreich, den 2. Platz belegte Beth Morgan, den 3. Platz Molly Agar und auf den 4. Platz kam Marieke Vogt aus Deutschland. Somit wurde Gregor Becke zum King of the Alps gekrönt und Nouria Newman zur Queen of the Alps. Stattgefunden hat dieses Jahr auch wieder das Team Race. Bei den Frauen wurde im Marathon entschieden, welches Team mit dem Titel Knight of the Alps gekürt wird. Dieses Jahr waren es zwei Frauen aus Großbritannien, Beth Morgan und Bethan Palmer. Bei den Männern waren es zwei Österreicher, Matthias Weger und Mario Leitner, die den Titel ergatterten. Im Anschluss fand auf dem Festplatz in Moos die berühmt berüchtigte Mooser Beachparty statt. Valentina Steck


31  Passeirer Blatt – nr. 153, Juni 2019

Die TeilnehmerInnen des Pferdevorführkurses am Eschgfällhof

Haflinger Pferdezuchtverein Passeier

Ereignisreiches Frühjahr Die alljährliche Vorfreude auf die neugeborenen Fohlen ist ein in den Frühlingsmonaten immer wiederkehrendes Ereignis für die eifrigen Züchter unter unseren Vereinsmitgliedern. Doch nicht nur der Nachwuchs bereichert das Vereinsleben, sondern auch der strebsame Einsatz der Pferdesportler. Nun aber der Reihe nach. Den Anfang machte ein Pferdefütterungskurs am 2. März, welcher viele interessante Informationen für alle Pferdehalter enthielt. Sei es die richtige Fütterung von Jungpferden bis hin zu Mutterstuten und Sportpferden. Am 23. März folgte ein Pferde-Vorbereitungs- und Vorführkurs beim Eschgfällhof, welcher besonders großen Anklang fand, standen doch Ausstellungen und Stammbuchaufnahme kurz bevor. Um in der Zwischenzeit für etwas Spaß und Unterhaltung zu sorgen, organisierte Zerena – Die beste 3- jährige Passeirer Jungstute des Lucas Pichler vom Eschgfällhof

der Verein am 7. April eine neue Ausgabe des Geschicklichkeitsturniers, diesmal offen für alle Rassen und auch auswärtigen TeilnehmerInnen. Bei den besonders begeisterten Kindern siegte in der Kategorie der ganz jungen Teilnehmer Isabella Goffredi aus Meran mit ihrem Pony Pinki, vor Paula Pichler aus St. Martin mit Tara. Dritte wurde die Haflingerin Johanna Gruber auf Fanny. In der zweiten Kinderkategorie siegte Deria Izer auf Sun vor Verena Schwabl auf Cashflo und Emily Mantinger auf Sun. Das Geschicklichkeitsreiten der Erwachsenen gewann Roland Innerhofer aus Vöran vor dem Haflinger Hufschmied Peter Gruber und dem Möltner Alois Schwabl. Beim flotten Fasslreiten ging der Sieg an Lisa Pföstl aus Schenna vor den beiden Möltnern Alois und Paul Schwabl. Dann stand auch schon bald das tradi­ tionelle Ostermontagsgalopprennen in Meran vor der Tür. Die beiden Passeirer Pferde, welche an den Start gingen, vertraten das Tal bestens. Die Stute Vivien von Werner Gostner und Julia Pircher belegte im Lauf der 4-jährigen den 3. Platz. Zerena des Lucas Pichler machte mit einem 5. Platz bei den erstmals gestarteten 3-jährigen Jungpferden auf sich aufmerksam. Die bereits erfahrene Sportlerin Verena des Martin Gufler musste verletzungsbedingt leider auf den Start verzichten. Schon das Wochenende darauf stand die alljährliche Stammbucheintragung aller dreijährigen Südtiroler Jungstuten auf dem Programm. Heuer, nachdem 13 mal Meran als Austragungsort dieser Groß­ veranstaltung diente, kehrte man wieder in das Pferdezentrum „Alps Coliseum“ in Neumarkt zurück. Aus dem Passeiertal wurden 7 Jungstuten angeliefert und der Bewertungskommission in bester Schaukondition vorgeführt. Die Stute Zerena

des Lucas Pichler verfehlte mit der herrvoragenden Bewertung IIA+ die erste Zuchtwertklasse nur knapp. Mit der guten Bewertung IIA wurden auch die 6 weiteren Passeirer Pferde von Richard Raffl, Albert Auer, Birgit Regele, Walter Pichler, Alois Ilmer und Margit Schiefer in das Zuchtbuch eingetragen. Ausnahmsweise wurde die Veranstaltung heuer mit einer landesweiten Jungstutenschau bereichert. Hier waren wiederum zahlreiche Passeirer Pferde vertreten. In der Kategorie der 2-Jährigen stellten sich Antonia des Klaus Gufler, Adriana des Hermann Pircher und Aura von Katja Lamprecht der Konkurrenz. Auch in der Kategorie der leeren 4- und 5-jährigen Stuten stellte Katja Lamprecht ihre Vera aus. Uvanna aus dem Besitz des Werner Gostner, vorgeführt von Julia Pircher, belegte sogar den 5. Platz. Sarah-Bella der Floriane Auer krönte ihre Teilnahme in der Kategorie der Stuten mit Fohlen bei Fuß mit dem lobenwerten 3. Platz. Somit war dieses Frühjahr in jeder Hinsicht ein sehr erfolgreiches für unsere Mitglieder und deren Pferde. Nun treten die Pferde alsbald ihre wohlverdiente Sommerpause auf den Almweiden an, um dann wieder fit für die bevorstehenden Herbstveranstaltungen zu sein. Margit Schiefer Psairer Ranggler bereits in Topform

Ranggler starten erfolgreich in die Saison 2019 Nach der Vorbereitungsphase war es nun wieder so weit, die ersten Ranggelturniere standen an und die jungen Passeirer Ranggler konnten es kaum erwarten wieder in den Ring zu steigen und die neu erlernten Würfe und Tricks in der Wettkampfsituation zu testen. Als Generalprobe für die anstehenden Wettkämpfe wurde auch heuer wieder ein Trainingscamp abgehalten, bei dem Ranggler aus ganz Südtirol eingeladen waren. Heuer wurde das Camp bereits zum dritten Mal vom Ranggelverein Passeier organisiert. Mit großem Erfolg. Ranggler aus Ahrntal, Terenten und Passeier nahmen teil. Als krönender Abschluss wurde ein kleines Preisranggeln veranstaltet, bei dem die jungen Passeirer Ranggler überzeugen konnten und ganz vorne mitmischten. Am Ostermontag fand das erste Turnier der heurigen Saison in der „Haselstaude“ statt. Schon hier zeigte sich, die Passeirer >


32

Fabian Hofer in Aktion

> Ranggler sind wieder in Höchstform und konnten sich gleich in mehreren Kategorien durchsetzen. Am 28. April fand dann der erste internationale Wettkampf in Niedernsill (Salzburg) statt. Devid Fiegl aus Kalmtal zeigte eine bärenstarke Leistung und sicherte sich in der Kategorie 8 – 10 Jahre den 3. Preis. In der Klasse 10 – 12 Jahre zeigte Fabian Hofer aus Pfelders, dass er heuer zu den ganz großen Favoriten zählt und sicherte sich souverän den 1. Platz. Für eine Überraschung sorgte Lukas Haspinger aus Matatz, er gewann mit seinen erst 15 Jahren den 3. Platz beim Jugendhagmoarbewerb. Am 4. Mai fand das traditionelle Gauderranggeln in Zell am Ziller (Tirol) statt. Die Passeirer Mannschaft war auch bei diesem Turnier stark vertreten und so kämpften sich unsere Ranggler Runde für Runde weiter. Am Ende reichte es für folgende Passeirer Athleten zu einem Podestplatz: Fabian Hofer aus Pfelders, er wurde erneut Tagessieger in der Kategorie 10 – 12 Jahre und bestätigte seine starke Form; Lukas Haspinger aus Matatz gewann den 2. Platz in der Alterskategorie 14 – 16 Jahre und war somit bereits zum zweiten Mal in dieser Saison am Stockerl; bei den Seniorenrangglern musste sich Matthias Gufler aus Tall erst im Finale gegen den späteren Vizegauderhogmoar geschlagen geben und belegte den aus­ gezeichneten 2. Platz in der Leistungsklasse 3. Am 19. Mai fanden zeitgleich zwei Ranggelturniere statt. Eines in Dietenheim (Südtirolcup) und ein zweites in Matrei in Osttirol (Alpencup). Während einige unserer Ranggler nach Dietenheim fuhren, nahmen andere den weiteren Weg nach Osttirol auf sich. Bei beiden Turnieren schnitten die Passeirer hervorragend ab. In Osttirol triumphierte erneut Fabian Hofer und sicherte sich somit seinen bereits 3. Turniersieg. Martin Auer schlug

in Osttirol gleich zwei Mal zu und gewann sowohl beim Preisranggeln als auch beim Schülerhogmoarbewerb den zweiten Platz. In den nächsten Wochen und Monaten werden unsere Ranggler wieder an etlichen Turnieren im In- und Ausland teilnehmen. Der Ranggelverein Passeier wünscht allen seinen Mitgliedern eine erfolgreiche und unfallfreie Saison 2019. Bevorstehende Ranggelveranstaltungen im Juni: >> 10.06. Terenten >> 16.06. Leogang (Alpenländermeisterschaft) >> 22.06. Oberlienz >> 30.06. Taxenbach Das Ranggeltraining findet immer freitags Abend statt. Interessierte sind herzlich eingeladen. Für Informationen wenden Sie sich bitte an folgende Nummer: 347 8010119 (Auer Erich). Benjamin Pichler

Kletterkids und ihre Familien

Ausflug in den Klettergarten „Nock“ Am 1. Mai unternahmen die Kletterkids mit ihren Familien einen Ausflug in den Klettergarten „Nock“ im Tinnetal bei Klausen. Wir trafen uns um 9 Uhr, bei der SportArena, um die Mitfahrgelegenheiten für die fast 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu organisieren. Dann ging es los Richtung Klausen. Im Tinnetal erwartete uns dann nach einem kurzen Fußmarsch ein idyllisches, mit viel Liebe gestaltetes Plätzchen. Der Klettergarten Nock wurde zum Gedenken an Alex Pfattner, einem vor 4 Jahren tragisch in den Bergen ver­ unglückten Jungen, von seiner Familie mit viel Einsatz und Engagement hergerichtet. Der Klettergarten bot alles, was Kletterherzen begehren, von einfachen Routen für die Kleinen über sehr anspruchsvolle, an die sich die Mutigeren heranwagten. Außerdem gab es genügend Platz zum Spielen, „Bahnl“ zu fahren, in Es wurde viel gekraxlt …


33  Passeirer Blatt – nr. 153, Juni 2019

ASC Passeier – Sektion Ski

Rückblick auf erfolgreichen Skiwinter

… Hannes, Vanessa und Lena „guat aughoubm“

der Hängematte auszuspannen, am Wasser zu spielen und gemütlich zusammenzusitzen. Auch das Wetter meinte es an diesem Tag gut mit uns und bescherte uns so einige Sonnenstunden. Die Stimmung war super und man konnte viel vom Teamgeist unserer Kletterkids spüren, die sich gegenseitig sicherten, gute Tipps gaben und gemeinsam so einige Herausforderungen meisterten. Am späteren Nachmittag machten wir uns wieder auf den Weg, um in Lana noch gemeinsam eine Pizza zu essen. Die schmeckte natürlich bestens nach diesem erlebnisreichen Tag. Die Kosten für den Ausflug wurden durch die Einnahmen vom Kuchenverkauf beim Juniorcup in St. Leonhard gedeckt und sollten ein Dankeschön für die tatkräftige Unter­ stützung sein. Danke an alle, die bei diesem Ausflug dabei waren, mitorganisiert haben und Mitfahrgelegenheiten ange­ boten haben. Es war ein unvergesslicher und rundum gelungener Kletterausflug für alle! Margit Schwienbacher

Vereinsmeisterschaft mit Werner Heel und Manuela Mölgg

Ein erfolgreicher Skiwinter ist zu Ende. Dafür wurde bereits im Juli mit dem Trockentraining begonnen. Auf Schnee trainierten die 37 Kinder und Jugendlichen von Ende September bis Ostern mit den Trainern Ramona Hofer, Thomas Gufler, Markus Gufler, Peter Gufler und Reini Helminger in den verschiedenen Renngruppen. Ein großer Dank gilt den Busfahrern Hubert, Herbert, Hias und Sepp, welche die Kinder zum Training nach Pfelders gefahren haben. Insgesamt wurden 12 Rennen (internationale und provinziale) organisiert, vier davon in Zusammenarbeit mit den Bergbahnen Pfelders, um unseren Läufern einen Heimvorteil zu verschaffen und um die Vereinskasse aufzubessern. Um Rennen zu organisieren, braucht es viele freiwillige Helfer! Dafür möchte ich mich herzlich bei den vielen Torrichtern, den Rutschern, dem Platzsprecher, dem BRD, den Schnee- und Pistenmachern, den Bergbahnen Pfelders, den Sponsoren, dem Landesverband FISI, dem VSS, den Eltern und dem gesamten Ausschuss bedanken. Ebenso allen Sponsoren an der Werbetafel, die uns das ganze Jahr über unterstützen. Bei den Rennen konnten gut bis sehr gute Resultate erzielt werden. So wurden bei den Bezirks- und Landesrennen zahlreiche Podestplätze erzielt. Beim Landescup in Gsies konnte Fabian Hofer den Titel im Skicross holen. Zwei unserer Athleten waren unter den besten 14 Mädchen und 15 Buben ihres Jahrgangs aus Südtirol und konnten sich für die Kinder-Italienmeisterschaften in Sestriere qualifizieren und

Fabian Hofer und Irina Kneissl bei den KinderItalienmeisterschaften in Sestriere am Start

sich so mit den Besten aus ganz Italien messen. Irina Kneissl aus Platt konnte dabei die Plätze 7 und 15 erreichen. Fabian Hofer aus Pfelders die Plätze 10 und 31. Ein weiterer Höhepunkt war auch das diesjährige Vereinsrennen. Manuela Mölgg und Werner Heel waren als Vorläufer am Start und überreichten später die Preise. Vor der Siegerehrung wurde Heel Werner für seine Verdienste im Skiclub und 19-jähriger Mitgliedschaft in der Nationalmannschaft geehrt. Wir möchten Werner auf diesem Weg nochmals zu seiner erfolgreichen Karriere gratulieren und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute. Ebenso wurde Hofer Fabian für den Landesmeistertitel im Skicross geehrt. Überreicht wurden die Diplome von den Bürgermeistern Konrad Pfitscher aus St. Leonhard und Gothard Gufler aus Moos. Wir hoffen, dass sich auch weiterhin so viele Kinder aus dem Tal für den Skisport begeistern und freuen uns schon auf den nächsten Winter. Thomas Gufler


34

Liërter Fußballer, am letzten Spieltag erfolgreich  Foto: Helmut Gufler

Einige der jungen Frauen, die sich getraut haben

Zeit zum Feiern

Wachsendes Interesse

ASC Passeier auch nächstes Jahr in der Landesliga – 50 Jahre Fußball in St. Leonhard

Die Sektion Kampfsport des ASC Passeier gibt Selbstverteidigungskurse

Es passte am letzten Spieltag der Landesliga gut, dass die Liërter Fußballer ihr Spiel in Salurn 4 : 0 gewannen. Somit wurde nach einer schwierigen Saison letztlich noch ein Platz im Mittelfeld erreicht und auch im nächsten Jahr spielt der ASC Passeier wieder in Südtirols höchster Spielklasse. Der gesamte Ausschuss um Präsident Robert Tschöll, der nach sechs Spieltagen eingesprungene Trainer Stefan Brunner und die ganze Mannschaft mit allen Spielern haben sich erfolgreich für dieses Ziel eingesetzt und ihnen gebührt dafür Anerkennung und Lob. Heuer ist für den ASC Passeier Fußball ein ganz besonderes Jahr, wurde doch im fernen 1969 die Sektion gegründet. Schon seit 50 Jahren also jagen die Fußballer in St. Leonhard dem runden Leder nach. Beim Fest am 17. und 18. August wird das Jubiläum auf dem Raiffeisenplatz mit lebensgroßem Menschencalcetto, Fußballdarts und Spielen für Kinder gebührend gefeiert. Dabei wird es auch einen Rückblick auf die 50 Jahre erfolgreicher Fußballarbeit in St. Leonhard geben. Für alle Fußballfans also schon jetzt ein Termin zum Vormerken. Werner Graf

In der heutigen Zeit wächst das Interesse an Selbstverteidigungskursen zunehmend, allgemein und besonders bei Frauen. Auf diese Nachfrage hat der Kampfsport Passeier reagiert und im Frühjahr einen Kurs für junge Frauen organisiert. In den 7 Einheiten versuchte der Trainer Stefan seinen Schützlingen nicht nur eine Kampftechnik zu vermitteln, sondern auch wie wichtig Selbstvertrauen und Selbstbestimmtheit sind. Und so wurde fleißig getreten und geschrien, Grenzen gesetzt und geschwitzt.

Die Überwindung einen solchen Kurs zu besuchen, mag besonders für Frauen groß sein, der persönliche Gewinn ist allemal größer. Auch das Weiße Kreuz Passeier ist an die Sektion Kampfsport herangetreten und schnell war ein Selbstverteidigungskurs für das Weiße Kreuz organisiert. Mit Spaß und Eifer waren Mann/Frau dabei. Im Gegenzug wurde für die Athleten des Kampfsportvereines ein Erste-HilfeKurs abgehalten. Gerne wurde dieser in Anspruch genommen, mit der Überlegung, dass sich selbst schützen können wichtig ist, genauso wichtig wie helfen können, wenn andere sich in bedrohlichen Situationen befinden! Und so wäscht eine Hand die andere! Petra Kofler

Selbstverteidigungskurs beim Weißen Kreuz


35  Passeirer Blatt – nr. 153, Juni 2019

Vorankündigungen > Jugendinfo Du schreibst gerne Texte (Geschichten, Gedichte, Tagebücher, Theaterstücke...) und bist zwischen 8 und 18 Jahre alt? Dann mach mit beim europäischen Literaturwettbewerb für Kinder & Jugendliche. Infos, Jugendbüro, Tel. 393 0954681 >  Liertner Feuerwehrfest Samstag, 20. Juli: > Ab 14 Uhr Festauftakt und Gaudiwettkampf der Feuerwehren des Passeiertales > Ab ca. 17 Uhr musikalische Unterhaltung mit der Gruppe „4kryner“. > Ab ca. 21 Uhr „DREIRAD – die Rock-PopPartyband“ aus Österreich. > Für das leibliche Wohl gibt es gegrillte Schweinshaxn, Hühnchen und vieles mehr. > HEUER NEU: Bier-Lounge mit Ausschank versch. Biere. Sonntag, 21. Juli: > Ab 10 Uhr traditionelles Christophorusfest mit Feldmesse und Segnung privater Fahrzeuge, musikalisch umrahmt vom Jägerchor St. Leonhard. > Anschließend Frühschoppen mit dem allseits bekannten Gaudiorchester und der „Gruppe HOU“. > Neben Hühnchen, Grillteller, Pommes uvm. werden Kaffee und hausgemachte Kuchen angeboten. > Hüpfburg und tolles Kinderprogramm Das Fest findet sowohl am Samstag, als auch am Sonntag bei jeder Witterung statt. > Erlebnissommer Ab sofort können Kinder im Alter zwischen 5 und 14 Jahren in den Erlebnissommer (Sommerbetreuungsprogramm) eingeschrieben werden. Das Programm beginnt am 1. Juli und endet am 23. August. Einschreibungen nimmt das Jugendbüro entgegen. Öffnungszeiten: Mo & Fr, von 14 – 18 Uhr, Di bis Do von 8 – 12 Uhr. Info Tel. 393 0954681 Anna Tamara Gufler oder annatamara@jugendbuero.it Infos zum Programm: www.erlebnissommer.info >  50 Jahre ASC Passeier Fußball Am 17. und 18. August wird das Jubiläum auf dem Raiffeisenplatz mit lebensgroßem Menschencalcetto, Fußballdarts und Spielen für Kinder gefeiert.

>  Guitart: Chor- & Theatercamp vom 5. bis 9. August für Interessierte von 0 bis 99 Jahren. Teilnahmegebühr € 100 inkl. Mittagessen. Dozentinnen: Gabi Reifer (Gesang) und Marion Gamper (Theater). Anmeldung/Infos unter Tel. 333 1234494 >  Alle Farben des Sommers Bibliothek St. Leonhard und St. Martin Mit dem Motto „Alle Farben des Sommers“ und vielen neuen Büchern und Hörbüchern wollen die Bibliotheken in St. Leonhard und St. Martin wieder alle GrundschülerInnen zur Leseaktion einladen: von Juni bis September kann jedes Kind sich seinen Lesepass in der Bibliothek abholen. Am Ende der Leseaktion wartet auf alle TeilnehmerInnen eine tolle Abschlussaktion mit Spielen, Preisen und Snacks. Termine: St. Leonhard: 22. Juni bis 30. August, Start mit Tag der offenen Tür am Samstag, den 22. Juni 2019. Abschlussfest Ende September mit Spieleverein DINX. St. Martin: 3. Juni bis 8. September, Abschlussfest am Montag, den 30. September 2019, mit Film und Preisverleihung. Die Bibliotheken laden alle 6- bis 11-Jährigen herzlich ein und freuen sich auf viele TeilnehmerInnen. >  ATC Passeier Organisiert in Zusammenarbeit mit dem JuniorTeam St. Martin-Moos „Tennis + Fußball“ vom 29. 7. – 2. 8. 2019. Informationen und Einschreibungen telefonisch bei Cheftrainer Roberto – Tel. 328 3786609. > Zirkuswoche Der Verein Animativa veranstaltet auch in diesem Jahr eine Zirkuswoche in St. Leonhard und zwar von Montag, 8. bis Samstag, 13. Juli 2019. Info/Anmeldung unter: www.animativa.org Tel. 0473 239 564 >  Kultursommer auf der Jaufenburg 2019 Mi., 3.7.2019  –  Acoustic-Trio Folksmilch Mi., 10.7.2019  –  Trio Gruberich Mi., 17.7.2019  –  Magic Show mit Markus Gimbel Mi., 24.7.2019  –  Folkband Titlá www.kultursommer.lima-city.de

>  1. Pseirer Streetfood-Festival Heuer veranstalten wir am 10. 8. 2019, auf dem Festplatz von St. Martin, das 1. Pseirer Streetfood-Festival, auf regionaler Basis. Es werden verschiedene heimische und traditionelle Speisen und Getränke zum Verkosten und Degustieren in Häppchen angeboten und dazu gibt es das passende Getränk. Sollte sich jemand angesprochen fühlen, und mit einem Stand mitmachen wollen, kann er sich gerne bei uns melden. Streetburner: 340 3369077 oder per E-Mail: streetburnerclub@gmail.com >  Volkshochschule Südtirol Ortsstelle St. Martin: Die geheimen Schätze des Waldes Den Wald erleben mit Kopf, Herz und Hand Am 31.8.2019, 10.30 – 17 Uhr; Referent: Georg Kirchmaier; Ort: St. Martin >  Mårtiner Kultursummer 2019 21.6. Musikv. Mühlhausen 12.7. Classic Rocks 09.8. Chor- & Theatercamp 13.8. Haydn-Orchester 23.8. Naturjuwele 30.8. Jungbläserwoche 27.9. Die Liebe ist eine Wundertüte www.kultursummer.it > MuseumPasseier Jeden Dienstag, von 11 bis 12 Uhr, bzw. von 13 bis 14 Uhr, vom 15. Juli bis 15. September, Familienführung. Jeden Montag, von 10 bis 13 Uhr, von Juni bis September, Jaufenburg geöffnet – Mitmachaktion für Kinder im Bergfried der Jaufenburg von 11 bis 12 Uhr. Mittwochs, von 11 bis 12 Uhr, Gästeführung „Psair für Anfänger“. Freitags, von 11 bis 12 Uhr, Gästeführung „Hofer Highlights“.

Termine & Veranstaltungen können per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden


Öffnungszeiten moos Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 18 Uhr; Sa geschlossen, T 0473 643 535 Minirecyclinghof Moos: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr; Pfelders: Mi, 14 – 15 Uhr; Platt: Mi, 8 – 9 Uhr und 1. Sa/Monat, 14.45 – 15.30 Uhr; Stuls: Mi, 10 – 11 Uhr und 1. Sa/Monat, 13.30 – 14.15 Uhr; Rabenstein: 1. und 3. Mo/Monat, 10 – 11 Uhr; Rabenstein (Saltnuss – rotes Haus): jeden 1. Mo/Monat, 9 – 9.45 Uhr Rest- und Biomüllsammlung: Dienstag: Moos, Platt, Pfelders (Dorf und Zeppichl), Stuls wöchentlich; Rabenstein, Pill bzw. Sportplatz Sand, Ulfas jede 2. Woche Bibliothek Moos: Di, 9.30 – 10.30 Uhr; Mi, 14.3 – 16.30 Uhr; Do, 16.30 – 18.30 Uhr; So, 11 – 12 Uhr Bibliothek Platt: Di, 9 – 11 Uhr; Mi, 16 – 17 Uhr, Fr, 15 – 16.30 Uhr; Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Pfelders: Mi, 17 – 18 Uhr Bibliothek Rabenstein: Sa oder So nach Gottesdienst Bibliothek Stuls: Mo, 9 – 10 Uhr Arztpraxis Dr. Beccarello: Mo, Do, Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 10 – 12 Uhr, 16 – 18.30 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; T 0473 643 689 Apotheke RAM: Mo 10 – 12; Mi 16 – 18.30 Uhr; Do 9 – 12 Uhr; T 0473 643 689 Eltern-Kind-Beratung Moos: Mittwoch 9 – 10.30 Uhr Ambulatorium Krankenpflegedienst Moos: Donnerstag 8 – 8.30 Uhr (ohne Vormerkung) st. leonhard Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 14.30 – 17.30 Uhr; Sa, 9 – 11 Uhr, T 0473 656 113 Minirecyclinghof: Fr, 14.30 – 16.30 Uhr, Sa, 7.30 – 9 Uhr; Walten: Mo, 14 – 15 Uhr Restmüllsammlung: Di; Walten, Schweinsteg, Prantach, Mörre, Glaiten, jeden 2. Di; Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Di, Do, Fr, 10 – 12 Uhr und 16 – 19 Uhr; Mi, 9 – 12 Uhr Bibliothek Walten: Di, 16 – 17 Uhr Arztpraxis Dr. v. Sölder: Mo, Mi, Do, Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 15 – 19 Uhr; T 0473 656 656 Arztpraxis Dr. Zuegg: Mo – Fr, 8 – 12 Uhr ohne Vormerkung; Mo, Do, 15.30 – 16.30 Uhr mit Vormerkung; T 0473 656 633 Kinderarztpraxis Dr.in Weger: Mo, Fr, 9.15 – 12.30 Uhr; Mi, 9.30 – 12 Uhr; Di, Do, 15 – 18 Uhr; T 0473 656 266 Apotheke RAM: Mo – Fr, 8 – 12.30, 15.30 – 19 Uhr; Sa, 8 – 12.30 Uhr; T 0473 656 146 SportArena: täglich von 10 – 23 Uhr; Dienstag: Ruhetag st. martin Gemeindeamt: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr; Donnerstag, 15 – 17.30 Uhr, T 0473 499 300 Minirecyclinghof: St. Martin: Sa, 8 – 10 Uhr, Freitag geschlossen; Saltaus: Fr, 8.30 – 9.30 Uhr Restmüllsammlung: Montag; Matatz, Breiteben, Kalmtal, jeden 2. Montag Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo, Di, Mi, Fr, Sa, 9 – 12 Uhr; Di, Fr, 16 – 19 Uhr (Sommer) Arztpraxis Dr.in Raich: Mo, Di, Mi, Fr, 8 – 12 Uhr; Do, 15 – 18 Uhr; T 0473 641 174 Arztpraxis Dr. Dubis: Mo, Mi, Do, 9 – 12 Uhr; Di, 12 – 15, Fr, 15 – 18 Uhr, mit Vormerk.; T 0473 650 167 Apotheke Mercurius: Mo, Mi, Do, Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Di, 8 – 12.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr T 0473 650 011 Eltern-Kind-Beratung: Dorfstraße 25/c (alte Bibliothek) Do, 8 – 12 Uhr, T 0473 641 095 Krankenpflegeambulatorium Garberweg: Di, Fr, 8 – 10 Uhr Jugendtreff: Di – Fr, 11 – 12 Uhr; Di und Do, 17.30 – 19.30 Uhr; T 392 5327295 sprengelsitz passeier Verwaltungsdienst: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, 9 – 12 Uhr; Do, 9 – 12 u. 14 – 15.30 Uhr; T 0473 659 500 Sozialsprengel: Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr, nachmittags mit Terminvereinbarung; T 0473 659 018; Dienst für Pflegeeinstufung: T 848 800 277, Anlaufstelle Pflege- und Betreuungsangebote: Di, Do, 9 – 11 Uhr; T 0473 659 266, Mi mit Vormerk. Blutabnahme: Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, ohne Vormerkung Krankenpflegeambulatorium: Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, Do, 9.30 – 11 Uhr Elternberatung: Di, 8 – 12 Uhr; T 0473 659 518 Diätdienst: Mi, 8 – 16 Uhr, mit Vormerkung, T 0473 659 520, 0473 251 250 Dienst für Abhängigkeitserkrankungen: Vormerkung T 0473 443 299 Zahnarztambulatorium: Vormerkung T 0473 264 000 Rehabilitationsdienst: Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr, 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 533 Hautarzt: jed. 1. + 3. Mi/Monat, 9 – 13 u. 14 – 18 Uhr, Vormerk. mit ärztl. Verschreib.: T 0473 264 000 Dienst für Invaliden: Vormerkung in Meran, T 0473 264 712 Neu: Impfzentrum: Mo, 8.30 – 16 Uhr Hauspflegedienst: Vormerkung Mo – Fr, 8 – 10 Uhr; T 0473 659 019 Jugendbüro Passeier: Mo – Fr, M 393 0954681

Aus den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin Termine & Veranstaltungen Juni 21. Konzert der Jugendkapelle Eppan und der Musikkapelle Moos, Vereinshaus St. Leonhard 21. Musikverein Mühlhausen, Dorfhaus St. Martin, 20 Uhr [Mårtiner Kultursummer] 27. Musig & Genuss, Dorfhaus St. Martin Juli 1. 4.Passeirer Kinderfest, Raiffeisenplatz St. Leonhard 3. Kultursommer auf der Jaufenburg: Acoustic-Trio Folksmilch, 20.30 Uhr 4. Brotbacken mit Verkostung und Miniführung, MuseumPasseier, 10 bis 13 Uhr 10. Kultursommer auf der Jaufenburg: Trio Gruberich, 20.30 Uhr 17. Kultursommer auf der Jaufenburg: Magic Show mit Markus Gimbel, 20.30 Uhr 18. Musig & Genuss, Dorfhaus St. Martin 20./21. 6. Feuerwehr-Gaudi-Wettkampf und Christophorusfest, Raiffeisenplatz St. Leonhard [FF St. Leonhard] 24. Kultursommer auf der Jaufenburg: Folkband Titlá, 20.30 Uhr 25. Musig & Genuss, Dorfhaus St. Martin

1. 2. 5. – 9. 8. 9. 10. 13. 17./18. 22. 23. 29. 30.

august Musig & Genuss, Dorfhaus St. Martin Redaktionsschluss Passeirer Blatt Guitart: Chor- & Theatercamp, St. Martin Brotbacken mit Verkostung und Miniführung, MuseumPasseier, 10 bis 13 Uhr Abschlussvorstellung Chor- und Theaterwoche, Dorfhaus St. Martin, 20 Uhr [Mårtiner Kultursummer] 1. Pseirer Streetfood-Festival, Festplatz St. Martin [Streetburner] Haydn-Orchester, Dorfhaus St. Martin, 20.30 Uhr [Mårtiner Kultursummer] 50 Jahre ASC Passeier Fußball, Raiffeisenplatz St. Leonhard [ASC Passeier] Musig & Genuss, Dorfhaus St. Martin Foto-Präsentation: Naturjuwele, Dorfhaus St. Martin, 20.30 Uhr [Mårtiner Kultursummer] Musig & Genuss, Dorfhaus St. Martin Abschlusskonzert: Jungbläserwoche, Dorfhaus St. Martin, 19 Uhr [Mårtiner Kultursummer]

september 12. Musig & Genuss, Dorfhaus St. Martin 19. Brotbacken mit Verkostung und Miniführung, MuseumPasseier, 10 bis 13 Uhr 19. Musig & Genuss, Dorfhaus St. Martin 27. Kabarett: Die Liebe ist eine Wundertüte, Dorfhaus St. Martin, 20.30 Uhr [Mårtiner Kultursummer]

recyclinghof passeier (mörre) Dienstag, Donnerstag, 14 – 17 Uhr; Samstag, 8 – 11 Uhr Termine & Veranstaltungen können per Telefon (T 0473 656 239) und per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Passeirer Blatt by Passeirer Blatt - Issuu