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Passeirer Blatt

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Februar 2026

nr. 187 · 40. jahrgang

Passeirer Blatt

MITTEILUNGEN UND NACHRICHTEN AUS DEN PASSEIRER GEMEINDEN

s port

Olympia-Premiere für Alex Gufler Meisterschaften im Kegeln

Fußball

g emeinden

Neuigkeiten aus den Gemeinden

Kinderbetreuung im Hinterpasseier

Amtstierarzt im Portrait

Carabinieri im Gespräch über Betrugsmaschen

in ehrendem g edenken

k ultur und g esellschaft

aus der g eschichte

Passeier vor 125 Jahren

Blogbeitrag vom MuseumPasseier

g ratulationen

Älteste Bürgerinnen und Bürger

g esundheit & s oziales

Seniorenwohnheim St. Barbara

k ultur und g esellschaft

p asseirerin in der Welt

Katjas Heels Leben in Dänemark

n atur & u m W elt

40 Jahre Naturpark Texelgruppe

a uf einen k affee

Schuldirektorin Karin Mazzari

Jugend

Vereine

Informationen zu den Richtlinien für Beiträge und Werbeanzeigen sind auf der Webseite einsehbar.

www.passeirer-blatt.it

Naturerbe und Gemeinschaftsgeist: Unsere Werte als Wegweiser

Liebe Leserinnen und Leser, unser Passeiertal ist geprägt von einer Landschaft, die Heimat und Auftrag zugleich ist. Mit dem 50-jährigen Jubiläum des Naturparks Texelgruppe feiern wir ein Erbe, das uns zeigt: Beständigkeit und Fortschritt gehören zusammen. Dieser Leitgedanke prägt auch die Arbeit in unseren Gemeinden, wo wir durch Verkehrsberuhigung und Car Sharing die Mobilität nachhaltig gestalten.

Besonders wichtig ist uns die Einbindung der Familien und der Jugend. Ihre Impulse sichern die Zukunft unseres Tales. Wie bei den Olympischen Spielen zählen auch im Dorfleben Teamgeist und Ausdauer – Werte, die unsere Jugend in der Jugendarbeit sowie im Sport lernt. Ein glänzendes Beispiel dafür ist unser frischgebackener Staatsmeister im Kegeln und unser Olympiateilnehmer im Rennrodeln, denen wir herzlich zu ihrem Erfolg gratulieren.

Dieses Miteinander tragen sowohl alle unsere Traditionsvereine als auch die Bergrettung und der Alpenverein, die für Sicherheit und Naturverbundenheit stehen.

Doch Gemeinschaft bedeutet auch Abschied: Wir mussten uns von prägenden Persönlichkeiten verabschieden, deren Wirken in der Kultur und im Gemeinwesen tiefe Spuren hinterlässt.

Beständigkeit sowie Achtsamkeit in der Natur und in Haus und Hof sind über das Jubiläum hinaus von großer Bedeutung. Dass es uns Menschen und unseren Tieren im Tal gut gehen soll, betont unser Amtstierarzt in dieser Ausgabe – ein schönes Zeichen für einen achtsamen Umgang mit der Schöpfung.

Wir wünschen Euch viel Freude mit der neuen Ausgabe und spannende Einblicke in die Geschichten unseres Tales. Eure Redaktion

Impressum Erscheint dreimonatlich. Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29. 5. 1987.

Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier; vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Robert Tschöll – Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Ulrich Mayer

Redaktion: Lukas Fahrner, Annelies Gufler, Leo Haller, Magdalena Haller, Simone Peist, Arnold Rinner; Kohlstatt 72, St. Leonhard in Passeier.

Korrektur: Stefan Reiterer

Druck: Druckwerkstatt Medus

Produktion: Barbara Pixner und Vera Schwarz

Nächste Redaktionsschlüsse: 8. Mai, 21. August, 6. November 2026

Kontakt Passeirer Blatt

E-Mail: passeirerblatt@passeier.it

Telefon: Barbara Pixner, T 340 3942021 und Vera Schwarz, T 328 5624255

www.passeirer-blatt.it

Titelseite: Wo die Salweide blüht, erwacht der Frühling.

Foto: Christian Widmann

Gemeinde Moos gratuliert

Alex Gufler zur Olympia-Premiere

Die Gemeinde Moos gratuliert dem Kunstbahnrodler Alex Gufler zur Qualifikation und der Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2026. Wir hoffen, dass sein erster Start auf der ganz großen Bühne für unvergessliche Momente gesorgt hat.

Alex Gufler, geboren am 30. Juli 2002 in Riffian, startete im Einsitzer für das Centro Sportivo Carabinieri und erreichte den 17. Platz. Die Olympia-Qualifikation machte er am 26. Jänner 2026 fix. Die Teilnahme an den Olympischen Spielen ist ein besonderer Meilenstein für den jungen Athleten, der seit 2020 dem Nationalkader angehört und sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt in der Weltcup-Mannschaft etabliert hat. Seine ersten internationalen Erfahrungen sammelte Gufler bereits im Nationencup, wo er 2019 debütierte. Seit 2020 folgten die nächsten Schritte im Weltcup: Dort erkämpfte er sich einen Platz im italienischen Team und gilt hinter Dominik Fischnaller und Leon Felderer mittlerweile als dritter Einzelfahrer Italiens –ein klares Zeichen dafür, wie stabil seine Leistungen inzwischen sind. Auch bei Großereignissen übernahm Gufler

früh Verantwortung: Bei den Olympischen Jugendspielen 2020 in Lausanne war er einer der Fahnenträger Italiens und verpasste sowohl im Einzel als auch in der Mixed-Team-Staffel nur knapp eine Medaille. Bei den U23-Weltmeisterschaften 2024 in Altenberg holte er Bronze, bei den Europameisterschaften in Innsbruck 2024 und Winterberg 2025 schrammte er mit Rang fünf jeweils knapp am Podest vorbei. Neben dem Rodelsport ist Alex Gufler vielseitig interessiert: Surfen und Gewichtheben zählen zu seinen weiteren Sportarten, in der Freizeit wandert er, spielt Videospiele und unternimmt Reisen mit Freunden. Alex Gufler ist der jüngere Bruder von Lukas Gufler, der 2016 bei den Olympischen Jugendspielen in Lillehammer/Norwegen im Doppelsitzer Gold gewann. Nun schreibt Alex seine eigene Geschichte – und Moos drückt ihm dafür weiterhin fest die Daumen.

Fotos: FIL/Michael Kristen
Autorin Simone Peist

Der Bezirksmeister David

Staatsmeister

im Sprint

Kegeln kann er. Das hat Oswald Kofler vom ASKC Passeier in seiner sportlichen Laufbahn schon mehrmals unter Beweis gestellt. Am 10. Januar 2026 holte er sich in Bozen seinen nächsten Titel und wurde Staatsmeister bei den Herren der allgemeinen Klasse in der Disziplin „Sprint“. Im Namen des Vereins möchten wir Ossi zu seiner hervorragenden Leistung gratulieren und ihm weiterhin viel Erfolg und Spaß am Kegelsport wünschen.

Doris Libardi

Gold bei der Bezirks-

einzelmeisterschaft

im Kegeln

Wie jedes Jahr wurde auch heuer wieder eine Meisterschaft des gesamten Kegelbezirks Meran ausgetragen. David Haller konnte sich nach zwei Qualifikationsspielen einen Platz im Halbfinale sichern. Dieses wurde in Riffian gespielt und auch hier konnte er sein Können im Kegeln unter Beweis stellen und erreichte das Finale. Am Samstag, den 17. Januar fand auf der Kegelbahn in Schnals das Finale der Bezirkseinzelmeisterschaft statt. Es hieß dann Daumen drücken für den jungen Nachwuchskegler vom

ASKC Passeier und die Zuschauer konnten ein spannendes Spiel verfolgen. Am Ende kürte sich David in seiner Kategorie der Jugend C mit einer Holzzahl von 697 als Bezirksmeister. Der Kegelverein St. Martin möchte David auf diesem Weg zu seinem Erfolg gratulieren. Maßgeblich an der konstanten Leistung beteiligt ist sein Trainer Georg Kofler. Auch ihm gebührt im Namen des Vereins ein großes Danke für seinen unermüdlichen Einsatz bei der Jugendarbeit.

Doris Libardi

v.l.n.r.: Aaron Peer Pratzer, Roberto Raso, der Staatsmeister Oswald Kofler und Michael Waldner
Haller mit seinem Trainer Georg Kofler
ASKC P ASS eier
ASKC P ASS eier

Fußball und Gemeinschaft

Der AFC St. Martin · Moos und sein juniorTeam

Der Fußball zieht weltweit unzählige Menschen in seinen Bann. Auch im Passeiertal hat der Sport eine lange Tradition und erfreut sich größter Beliebtheit. Im juniorTeam, der Nachwuchsabteilung des AFC St. Martin · Moos, versucht der Verein mit viel Einsatz, den zahlreichen fußballbegeisterten Kindern und Jugendlichen der beiden Dörfer ideale Rahmenbedingungen zu bieten, damit diese ihrer gemeinsamen Leidenschaft nachgehen können.

Das Ziel: Freude, sportliche Entwicklung, soziale Werte

Das juniorTeam St. Martin · Moos verfolgt eine klare Vision: ein ideales Umfeld schaffen, in dem Kinder zuallererst die Freude an der Bewegung und am Sport entdecken können. Dadurch möchte der Verein dem allgemeinen Bewegungsmangel in der heutigen Gesellschaft entgegenwirken und somit einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten. Die Trainer sind bemüht, mit abwechslungsreichen, spannenden und lehrreichen Trainingseinheiten jedem Einzelnen eine gute sportliche Entwicklung zu ermöglichen. Der Verein setzt dabei auf einen ganzheitlichen Ansatz, der den Zusammenhalt stärkt und soziale Werte wie Respekt, Fairness, Durchhaltevermögen, Bescheidenheit und Verantwortungsbewusstsein fördert.

„Wir wollen, dass unsere Kids nicht nur mit dem Ball umgehen können, sondern auch lernen, als Team zu funktionieren“, erklären die Ver-

antwortlichen des Vereins. „Wir möchten durch die zahlreichen Erfahrungen, welche die Spieler auf und neben dem Spielfeld als Mannschaft erleben, deren Charakter stärken und schöne Erinnerungen schaffen, an die sie lange und gerne zurückdenken.“ Die in den letzten Jahren steigenden Spielerzahlen bestätigen die Wirksamkeit der Vereinsphilosophie.

Die Mannschaften: von herumtobenden Kleinkindern bis zu ambitionierten Jugendlichen Mit stolzen knapp 170 angemeldeten Kindern und Jugendlichen aus St. Martin und Moos hat das juniorTeam in den letzten Jahren ein beeindruckendes Wachstum hingelegt.

Die Spieler im Alter von 3 bis 18 Jahren sind auf 12 Mannschaften aufgeteilt. Die Kleinsten im Kindergarten und bei den „Bambini“ freuen sich über ein Training pro Woche, das auf spielerische Art und Weise einfache koordinative Bewegungsabläufe, räumliches Verständnis und ein erstes Ballgefühl vermittelt. In den Altersstufen U6, U7 und U8 geht es bei den zwei Mal wöchentlich stattfindenden Trainings primär um ein vielfältiges Bewegungsangebot und um die Schaffung der technischen Grundlagen, immer mit altersgerechten Übungen und Spielen, bei denen der Spaß im Mittelpunkt steht. Ab der U9 nehmen die Mannschaften an den Meisterschaften des VSS bzw. des italienischen Fußballverbandes teil. Somit rücken

Die Spieler motivieren sich im Mannschaftskreis für das bevorstehende Spiel. Foto: AlPa Photography

Autor

dort auch das Zusammenspiel und das Spielverständnis sowie die korrekten taktischen Verhaltensweisen mehr und mehr in den Mittelpunkt. Anhand der von der sportlichen Leitung des juniorTeams ausgearbeiteten Trainings- und Spielprinzipien werden die Inhalte und die Schwerpunkte der Trainings mit steigendem Alter der Spieler angepasst, um deren jeweiligen Fähigkeiten, Bedürfnissen und körperlichen Voraussetzungen gerecht zu werden. Auch die Trainingsumfänge nehmen zu, so absolvieren die älteren Jahrgänge zum Teil deutlich mehr als 100 Einheiten pro Saison gemeinsam auf dem Spielfeld. Somit sollen die Kinder und Jugendlichen Schritt für Schritt auch auf eine mögliche Zukunft als Spieler in der 1. Mannschaft des AFC St. Martin · Moos vorbereitet werden.

Die Zusatztrainings:

Athletik, Balltechnik, Torwartspiel

Das juniorTeam geht über das Standardtraining hinaus und bietet Zusatzprogramme, die die Spieler auf ein neues Level heben sollen.

Im Sinne einer ganzheitlichen körperlichen Entwicklung wird ab der U12 ein Mal pro Woche ein halbstündiges Athletiktraining in das Mannschaftstraining integriert. Dieses wird von einem renommierten Südtiroler Athletiktrainer eigens für das juniorTeam entwickelt und von dessen Trainerteam umgesetzt. Ziel ist unter anderem die Verletzungsprävention durch Kräftigung, saubere Bewegungsabläufe und gesteigerte Schnelligkeit. Durch das spezielle Training gibt es effektiv weniger Verletzungen, es sind bessere Leistungen erkennbar und vor allem kann man auf langfristig gesündere Athleten bauen.

Den Torhütern aller Altersklassen wird jede Woche ein zusätzliches Training mit einem ausgebildeten Torwarttrainer angeboten, um sie auf die Eigenheiten des Torwartspiels vorzubereiten. Für die besonders ambitionierten Spieler gibt es zudem einmal wöchentlich noch ein zusätzliches Fördertraining mit einem externen Trainerduo, bei dem vor allem auf die Perfektionierung der Balltechnik Wert gelegt wird.

Die sportlichen Erfolge:

Der Fleiß wird belohnt

Der leidenschaftliche Einsatz der Spieler trägt Früchte. In der Vergangenheit konnten mehrere Landesmeistertitel geholt werden. Auch im Vorjahr wurden unter anderem mit dem dritten Platz der Landesmeisterschaft der U10 und

dem Meistertitel der U12 großartige Erfolge erzielt. In der aktuellen Saison liegen beinahe alle Mannschaften nach der Hinrunde auf den vorderen Tabellenplätzen. Ebenso beeindruckend: immer wieder wird der FC Südtirol auf Spieler des juniorTeams aufmerksam. Derzeit spielen drei junge Talente in den Jugendmannschaften des Südtiroler Profivereins, während ein weiterer Spieler mittlerweile sogar im Nachwuchs von Atalanta Bergamo, aktuell einer der besten Vereine Italiens, im Einsatz ist.

Die sozialen Werte:

Mehr als Tore – Respekt, Zusammenhalt, Verantwortungsbewusstsein Sport bedeutet beim juniorTeam vor allem auch Gemeinschaft. Durch das regelmäßige Miteinander vor, während und nach den Trainings und Spielen erlernen die Spieler Teamarbeit, Respekt und Fairplay – Werte, die weit über den Sportplatz hinaus wirken. Innerhalb der Mannschaft teilen sie Erfolge und Misserfolge, fördern gegenseitige Unterstützung und überwinden Konflikte konstruktiv. Durch klare Regeln wird die Disziplin gefördert, während durch Aufgaben wie Materialpflege oder Mannschaftsorganisation das Verantwortungsbewusstsein geschärft wird. Besonders in einer Zeit zunehmender Digitalisierung möchte das juniorTeam soziale Bindungen schaffen und das Selbstvertrauen der Kinder und Jugendlichen stärken. Dies soll auch durch außersportliche Unternehmungen wie Ausflüge und Mannschaftstage erreicht werden.

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Beim juniorCamp steht der Spaß im Mittelpunkt.

2 Die Kleinsten werden mit spannenden Bewegungsspielen an den Sport herangeführt.

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Emotionaler Jubel nach dem Siegtreffer im Halbfinale des Cordial-Cup Foto: AlPa Photography

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Anmeldung juniorCamp: Die 3. Ausgabe findet in diesem Jahr vom 20.7. bis zum 24.7.2026 statt. Anmeldung auf der Webseite: www.

afcstmartinmoos.it

Die Trainer und Betreuer: mit viel Herz und Leidenschaft für unseren Nachwuchs

Mehr als 30 Trainer und Betreuer sorgen sich im juniorTeam um die sportliche Ausbildung und die Betreuung der Kids. Neben der Zeit, die sie voller Tatendrang mit ihren Mannschaften auf dem Sportplatz verbringen, investieren sie unzählige Stunden in die Vorbereitung der Trainings und Spiele sowie die Organisation der gesamten Abläufe. Ein Beweis dafür, dass dem gesamten Trainer- und Betreuerteam das Wohl der Kinder am Herzen liegt. Die Trainer versuchen, sich ständig fortzubilden, um abwechslungsreiche und moderne Trainingsmethoden garantieren zu können. Alle Trainer waren früher selbst aktive Fußballer und können somit ihre wertvollen Erfahrungen an die Spieler weitergeben. Besonders erfreulich ist zudem, dass zum Trainerteam mittlerweile mehrere aktuelle Spieler des juniorTeams gehören, die als fleißige Helfer bei den Trainings der jüngeren Mannschaften im Einsatz sind. Sie erlernen dadurch verantwortungsbewusstes Handeln, dienen als Vorbilder für die Kleineren und sind zugleich eine große Hilfe für den Verein.

Die besonderen Veranstaltungen: Cordial-Cup-Turnier und juniorCamp Seit mehr als zehn Jahren ist das zweitägige Qualifikationsturnier zum Cordial-Cup, einem der größten Jugendturniere Europas, dessen Finalturnier alljährlich in Österreich ausgetragen wird, ein Fixpunkt im Terminkalender des Vereins. 40 Mannschaften aus Südtirol, Österreich und Deutschland messen sich dabei

in zwei verschiedenen Altersklassen. Die Organisation ist eine enorme Aufgabe, doch dank der Erfahrung des perfekt eingespielten Organisationskomitees und des großen Einsatzes der vielen freiwilligen Helfer*innen wird ein reibungsloser Ablauf gewährleistet, der von den teilnehmenden Mannschaften immer wieder aufs Höchste gelobt wird. Die Organisation des Turniers hat auch den Vorteil, dass sich dadurch eine Mannschaft des juniorTeams für das Finalturnier in Österreich qualifiziert und dort die einzigartige Möglichkeit hat, gegen die gleichaltrigen Nachwuchsmannschaften von einigen der besten Profimannschaften Europas zu spielen – ein Erlebnis, das für unsere Spieler ein besonderes Highlight darstellt.

Seit 2024 lockt das juniorCamp im Sommer viele sportbegeisterte Kinder aus dem Passeiertal und auch von außerhalb für eine Woche voller Sport und Spaß auf den Sportplatz von St. Martin. Im Mittelpunkt steht zwar der Fußball, aber dank der Bereitschaft weiterer Sportvereine des Tales, absolvieren die Kids auch Einheiten in anderen Sportarten wie Volleyball, Tischtennis und Leichtathletik, die stets von den Trainern der jeweiligen Vereine geleitet werden. In den letzten beiden Jahren konnten dabei jeweils zwischen 80 und 90 Kids betreut werden. Die wichtigsten Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung zur heurigen Ausgabe des Camps, die vom 20.7.2026 bis zum 24.7.2026 stattfinden wird, findet ihr auf der Internetseite www.afcstmartinmoos.it und auf den Social-Media-Kanälen des Vereins.

Der Dank an die Gemeinschaft: die Menschen machen den Verein Hinter jedem Verein stehen Menschen. Beim AFC St. Martin · Moos kümmern sich unzählige Personen in unterschiedlichsten Funktionen das gesamte Jahr über darum, die vielen fordernden Aufgaben im Verein zu bewältigen. Ein großer Dank gilt daher allen Verantwortlichen und Helfer*innen für den unermüdlichen Einsatz, den Eltern für ihr Vertrauen und ihre Mithilfe bei den verschiedenen Veranstaltungen sowie den Gemeinden und den Sponsoren für ihre Unterstützung. Und zuletzt ein besonderes Dankeschön an alle Kinder und Jugendlichen. „Eure Begeisterung, Freude, Fleiß und Dankbarkeit motivieren uns täglich aufs Neue.”

Der Verein blickt jedenfalls mit viel Freude und Tatendrang auf eine hoffnungsvolle Zukunft.

E-CarSharing in St. Martin

Seit Mitte Dezember gibt es in St. Martin die Möglichkeit, auf ein eigenes (Zweit-)Auto zu verzichten: Mit dem Projekt E-CarSharing schafft die Passeirer Gemeinde ein neues, umweltfreundliches Mobilitätsangebot für ihre Bürgerinnen und Bürger.

Ausgehend vom Jugendbeirat und in enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen Mobilitätsreferenten Lukas Fahrner hat sich die Gemeinde St. Martin unlängst dafür entschieden, ein CarSharing-E-Auto anzumieten. Der VW ID.3 soll dabei vonseiten der Gemeinde betrieblich genutzt, vor allem aber als kostengünstiges Auto der Dorfgemeinschaft zur Verfügung gestellt werden und zwar Privatpersonen und Familien, Vereinen und Unternehmen, Einheimischen und Gästen. „Es ist ein flexibles Modell, mit dem wir möglichst viele Menschen in unserer Gemeinde für die sogenannte geteilte Mobilität begeistern wollen“, sagt der zuständige Gemeindereferent Lukas Fahrner. „E-CarSharing ist dabei in jeglicher Hinsicht ein Vorteil: für die Umwelt und für die Brieftasche“, macht der Mobilitätsreferent darauf aufmerksam, dass dieses zukunftsfähige Modell

zu weniger Emissionen, weniger Verkehr und geringeren Kosten beitragen kann. Dies vor allem dann, wenn man dank eines „geteilten“ Autos auf einen Zweit- oder Drittwagen in der Familie verzichten kann.

Vorteile für die Gemeinde und für die Gemeinschaft Mit dem neuen Angebot einer nachhaltigen Mobilitätslösung will sich St. Martin als moderner und umweltbewusster Wohnort etablieren. Die gemeinsame Nutzung eines „Dorfautos“ soll den Gemeinschaftssinn stärken und sinnvoll den öffentlichen Nahverkehr ergänzen. Dank der neuen Landesförderung für E-CarSharing sind dabei die Kosten für die Gemeinde überschaubar.

Schnelle Registrierung für eine einfache Nutzung Damit die Bürgerinnen und Bürger

Informationen

zum Projekt, zum Buchungssystem und zur Nutzung des E-Autos gibt Gemeindereferent Lukas Fahrner unter T 347 8756814 oder stehen in einem anschaulichen Video unter https://www.alpsgo.it/de/faq zur Verfügung.

Die beiden Referent*innen

Martina Ilmer und Lukas Fahrner beim „Probesitzen“ anlässlich der Vorstellung des Projektes Mitte Dezember.

Foto: Alexander Pamer

das gemeinschaftliche Auto nutzen können, müssen sich Interessierte unkompliziert über die AlpsGo-Internetseite oder direkt in der AlpsGo-App registrieren. Das digitale Buchungssystem ist intuitiv: registrieren, reservieren, Auto abholen, fahren und zurückbringen. Die Nutzerinnen und Nutzer können dabei jederzeit online den Ladezustand prüfen, die Verfügbarkeit einsehen oder eine Kostenschätzung für ihre Fahrt erhalten. Die Registrierung ist entweder flexibel ohne Fixkosten oder im Abo-Modell möglich. Beim Abo fallen etwa 3 Euro pro Stunde und 0,28 Euro pro gefahrenen Kilometer an. Die einmalige Anmeldegebühr von 19 Euro wird für Besitzer*innen des Südtirol Passes oder AlperiaKund*innen teilweise oder vollständig als Fahrtguthaben angerechnet.

Maria Pichler

Gemeinde St. mA rtin
Leihen statt kaufen:

TURBO

–

St. Martin arbeitet an einem Jugendhaushalt

Die Gemeinde St. Martin hat in ihrem Haushaltsvoranschlag für das Jahr 2026 ein Budget von 30.000 Euro für junge Menschen vorgesehen. Bis Ende Februar konnten die Jugendlichen ihre Projektideen einreichen, Mitte März können die jungen Menschen zwischen 14 und 25 Jahren darüber abstimmen, welche Initiative konkret umgesetzt werden soll.

30.000 Euro stellt die Gemeinde St. Martin in diesem Jahr erstmals für Projekte für junge Menschen zur Verfügung und beteiligt sich damit an der Initiative Jugendhaushalt TURBO. Damit soll die Beteiligung junger Menschen an der Gemeinde gefördert werden, Stichwort: Mitbestimmung, politische Bildung und Demokratie. Die eingereichten Projekte für die Gemeinde St. Martin zeigen dabei ganz klar: Die Jugend will mitbestimmen. Die vielen Ideen der Jugendlichen wie etwa ein Fitnessstudio, Bolzplatz in Saltaus, eine öffentliche Grillstelle oder ein Kilter Board für die Kletterhalle sind dabei zunächst von der Gemeindeverwaltung auf ihre Umsetzbarkeit geprüft worden. Ab Mitte März stimmen die jungen Menschen zwischen 14 und 25 Jahren dann darüber ab, welche Idee konkret angegangen werden soll. „Der Jugendhaus-

Sportarena Passeier

Neuer Verwaltungsrat stellt sich vor –Dank an Albert Gögele und sein Team

Bei einem Weihnachtsessen mit Ehrungen der Sportarena Passeier nutzte der neue Verwaltungsrat die Gelegenheit, sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorzustellen und ihnen für ihren täglichen Einsatz zu danken. Die Belegschaft sorgt das ganze Jahr dafür, dass die Anlagen sauber bleiben, die Grünflächen gepflegt sind und die Besucherinnen und Besucher sich sicher fühlen. Ohne diese kontinuierliche Arbeit würde die Sportarena nicht so reibungslos funktionieren. Das Gremium ist bereits im Sommer gestartet. Präsident ist Roman Reichhalter, der in der Gemeinde für die Sportarena zuständig ist. An seiner Seite arbeitet Fabian Gufler als Vizepräsident; Petra Hofer vertritt die Vereine im Ausschuss und bringt

halt TURBO ist ein tolles Instrument, um unsere Jugendlichen stärker in die Entscheidungen der Gemeinde einzubinden und ihnen eine konkrete Stimme zu geben“, sagt Bürgermeister Dominik Alber, der zweitjüngster Bürgermeister des Landes und in seinem Hauptberuf in der Jugendarbeit tätig ist. „Das Projekt zeigt: Unsere jungen Menschen haben etwas zu sagen und wollen mitreden“, unterstreicht auch die zuständige Jugendreferentin Martina Ilmer, die das Projekt in der Gemeinde St. Martin organisiert und begleitet. Weitere Informationen zum landesweiten Projekt, an dem in diesem Jahr insgesamt 15 Gemeinden teilnehmen, gibt es unter www.turbogemeinde.it

deren Sicht und Bedürfnisse direkt ein. Zusätzlich hat mit Jana Perfler eine Verwaltungsangestellte ihre Arbeit aufgenommen. Sie unterstützt den Verwaltungsrat im organisatorischen Bereich und steht auch den Vereinen als Anlaufstelle zur Verfügung. Damit wird die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Ausschuss und Nutzerinnen und Nutzern weiter gestärkt. Ein besonderer Moment des Abends galt dem bisherigen Verwaltungsrat: Albert Gögele, der in den letzten Jahren die Verantwortung getragen hat, wurde gemeinsam mit Magdalena Haller und Günther Folie (Righi) offiziell

verabschiedet. Der Verwaltungsrat bedankte sich für ihre Arbeit, ihr Engagement und den geleisteten Einsatz der letzten Jahre. Mit einem kurzen Ausblick auf das Jahr 2026 betonte der neue Verwaltungsrat, dass die Sportarena weiterhin ein Ort bleiben soll, der für Vereine und die Bevölkerung zuverlässig zur Verfügung steht.

Fabian Gufler

Im Bild v.l.n.r.: Petra Hofer, Roman Reichhalter, Magdalena Haller, Albert Gögele und Fabian Gufler, es fehlt Günther Folie (Righi)

Gemeinde St. mA rtin
St. Leonh A rd

Gemeinde St. mA rtin

Mobilitätskonzept:

Verkehr im Dorf besser regeln

Die Gemeinde St. Martin arbeitet derzeit an einem umfassenden Mobilitätskonzept, in dem es vor allem um die aktuelle Situation im Dorfzentrum geht.

Wer durch das Dorf von St. Martin spaziert, kennt die Situation: Immer wieder gibt es Engstellen, bei denen Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und Autolenker*innen aufeinandertreffen – und mitunter kann es dort gefährlich werden, vor allem für die schwächsten Glieder im Straßenverkehr, jene, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Wie diese engen Stellen entschärft werden können, aber auch wie der häufigen Parkplatznot im Dorf entgegengewirkt werden kann, damit beschäftigt sich in den nächsten Monaten eine Arbeitsgruppe, die aus der Projektgruppe „Mobilität“ entstanden ist. Da es dabei in erster Linie um den Lebensraum der Bürgerinnen und Bürger geht, sollen diese schwerpunktmäßig bei unterschiedlichen Veranstaltungen, Aktionen und Initiativen mit eingebunden werden und damit die künftige Mobilität mitgestalten können. Es sind hierbei unter anderem besonders auch die verschiedenen Interessenvertreter*innen gefordert.

Konzept ist Teil des Gemeindeentwicklungsplans „Im Grunde geht es darum, unser Dorf

für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sicherer zu machen: für die Schülerinnen und Schüler, für die Familien mit und ohne Kinderwagen, für die Senior*innen, für die Radfahrer*innen und für alle, die in unserem Zentrum unterwegs sind“, erklärt Bürgermeister Dominik Alber. „Darüber hinaus aber bedingt dieses Mehr an Sicherheit auch mehr Lebensqualität und mehr Nachhaltigkeit, sodass mithilfe eines ganzheitlichen Konzeptes viele weitere positive Effekte erzielt werden können. Die Ergebnisse dieser Arbeit, inklusive einem durchdachten Parkplatzsystem, werden in der Folge dann auch in die Erarbeitung des Gemeindeentwicklungsplanes Raum und Landschaft einfließen. Dieser Plan ist verpflichtend für alle Südtiroler Gemeinden, das Mobilitätskonzept ist dabei ein wesentlicher Teil dieses Strategiedokumentes.

Interessierte können sich innerhalb 4. April melden

Die Arbeiten am Mobilitätskonzept werden vonseiten der Gemeinde St. Martin von den Experten der kyklos GmbH aus Bozen begleitet. Nach einer

Analyse der Ausgangssituation sollen dabei Ziele definiert und schließlich Maßnahmen für die Mobilität der nächsten 10 bis 15 Jahre erarbeitet werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Sicherheit, der Verkehrsberuhigung im Zentrum und der Aufwertung des öffentlichen Raums sowie einer hohen Aufenthalts- und Begegnungsqualität. Wer neben den Vertretern von Organisationen, Vereinen und Verbänden daran interessiert ist, sich in der Arbeitsgruppe Mobilität mit einzubringen, kann sich innerhalb 4. April bei Thomas Karlegger (T 0473 499 323 oder E-Mail thomas.karlegger@stmp.it) im Bauamt melden. Vorgesehen ist die Teilnahme an drei Workshops im April, im Juli und im Oktober. Maria Pichler

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe (v.l.n.r.): Gemeindereferent Vigil Raffl, Maximilian Starke und Markus Lobis von der kyklos GmbH, für das Bauamt Thomas Karlegger, Gemeindereferent Lukas Fahrner, Bürgermeister Dominik Alber und Gemeindereferentin Martina Ilmer (nicht im Bild: Erich Pichler) Foto: Gemeinde St. Martin/Erich Pichler

Den Menschen das Wort: Bürgerversammlungen

Unter dem Motto „Informieren, diskutieren, gestalten“ hat die Gemeinde St. Martin im Spätherbst 2025 zu drei Bürgerversammlungen auf dem Spielplatz in Neuhaus, im Vereinshaus von St. Martin und in der FF-Halle von Saltaus geladen.

Die große Präsenz der Bürgerinnen und Bürger bei allen drei Versammlungen im vergangenen Herbst zeigte dabei klar auf, dass die Menschen das Gesprächsangebot der Verwaltung annehmen und ihre Gemeinde mitgestalten wollen. Die Gemeindereferentin und -referenten bewiesen dabei ein offenes Ohr für die vielen unterschiedlichen Anliegen, Wünsche und Sorgen ihrer Bürgerinnen und Bürger, die teilweise bereits umgesetzt werden konnten. Der größte Diskussionsbedarf bestand dabei zweifelsohne in Neuhaus, wo der Direktor des Landesamtes für Wildbach- und Lawinenverbauung West, Peter Egger, auf die Fragen der rund 40 anwesenden Bürgerinnen und Bürger einging. Gemeindeverwaltung

und Wildbachverbauung haben in den vergangenen Monaten ein konkretes Projekt für den Bau der notwendigen Schutzmaßnahmen nach dem verheerenden Unwetter vom Juli 2025 ausgearbeitet, in diesen Tagen sollen die Arbeiten am Heimatscheintal beginnen. Weitere Anliegen wie die Anbindungen an den Radweg, die Unterführung bei der Bushaltestelle und die Entschärfung der Ein- und Ausfahrt in Neuhaus werden auf ihre Umsetzbarkeit geprüft.

Maria Pichler

Trotz strömenden Regens war die Teilnahme groß bei der Bürgerversammlung in Neuhaus.

Foto: Gemeinde St. Martin

Mit WhatsApp gut informiert

In der Gemeinde St. Martin gibt es mehrere WhatsApp-Kanäle, bei denen sich die Bürgerinnen und Bürger laufend über Veranstaltungen, Angebote und Neuigkeiten informieren können. Die Gemeindeverwaltung ruft dazu auf, je nach persönlichen Interessen von diesen Möglichkeiten auch Gebrauch zu machen. „Diese Infokanäle sind ein tolles Angebot, um

zu wissen, was in der Gemeinde los ist, was für Einheimische und Gäste geboten und woran aktuell gerade gearbeitet wird“, sagt der zuständige Referent für Öffentlichkeitsarbeit Lukas Fahrner. Den jeweiligen Kanälen beitreten ist mit wenigen Klicks möglich über nebenstehende Links bzw. QR-Codes.

Maria Pichler

Gemeinde St. Leonhard

i nfo KA n AL der

Gemeinde St. Leonh A rd Neuigkeiten, Gemeindenachrichten, Bekanntmachungen

https://whatsapp.com/channel/ 0029Vb6IN8eDZ4LhGfGocv20

Ver A n S tALtun G en in St. Leonh A rd mit Flyern und Plakaten zu Einzelveranstaltungen (z.B. Feste, Vorträge)

https://whatsapp.com/channel/ 0029VbBhgx19xVJYIl0Wvn1k

Gemeinde Moos

i nfo KA n AL der

Gemeinde m oo S Informationen, aktuelle Hinweise, Notfallmeldungen, Verkehrsinfos und Neuigkeiten der Gemeinde

https://whatsapp.com/channel/ 0029Vb6zYC95vKAEQLoFKA0J

Gemeinde St. Martin

i nfo KA n AL der

Gemeinde St. mA rtin Neuigkeiten, Gemeindenachrichten, Bekanntmachungen

https://whatsapp.com/channel/ 0029VanPZANHVvTkCVHMqe3o

Ver A n S tALtun G en in St. mA rtin mit Flyern und Plakaten zu Einzelveranstaltungen (z.B. Feste, Vorträge, usw.)

https://whatsapp.com/channel/ 0029Vb5tzA52UPBDIMcCS62x

f reizeitA n G ebote in St. mA rtin

https://whatsapp.com/channel/ 0029VbAzcCcC6ZverMuUhg3o

Gemeinde St. mA rtin

Neuigkeiten aus St. Leonhard

Gemeinde zieht vorübergehend ins ehemalige Hotel Christophorus

Seit Kurzem arbeitet die Gemeindeverwaltung im ehemaligen Hotel Christophorus in unmittelbarer Nähe zum Rathaus. Grund dafür ist der umfassende Umbau des Rathausgebäudes, Ende Februar beginnen dort die Abbrucharbeiten.

Das Rathaus wird grundlegend erneuert und als Null-Energie-Haus neu ausgerichtet. Vorgesehen sind unter anderem die Installation einer Photovoltaikanlage sowie der Einbau von Wärmepumpen. Zudem wird das Gebäude oberhalb der Post aufgestockt: Zwei zusätzliche Stockwerke entstehen. Im obersten Geschoss entsteht ein neuer Ratssaal, der zugleich als Aufenthaltsbereich mit Küche genutzt werden kann. Künftig finden dort auch die standesamtlichen Trauungen statt. Eine großzügige Terrasse soll den Feiern einen passenden Rahmen geben.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 2,7 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer, davon entfallen

etwa 1,7 Millionen Euro auf die Baumeisterarbeiten. Als Hauptauftragnehmer sind einheimische Bauunternehmen tätig. Die Bauzeit ist mit rund einem Jahr veranschlagt.

Gemeinde weiterhin wie gewohnt erreichbar Die Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung bleiben wie bisher: montags, mittwochs, donnerstags und freitags jeweils von 8.30 bis 12 Uhr, dienstags zusätzlich von 14.30 bis 17.30 Uhr. Das Standesamt ist samstags von 9 bis 11 Uhr geöffnet. Auch alle Telefonnummern und Zuständigkeiten bleiben unverändert.

Mehr Platz für die Kindertagesstätte

Ebenfalls ins ehemalige Hotel Christophorus zieht die Kindertagesstätte der Gemeinde. Der bisherige Standort neben der Mittelschule bietet nur Platz für zehn Kinder. Am neuen Standort kann das Angebot auf 15 bis 16 Plätze erweitert werden. Damit reagiert die

Gemeinde auf den steigenden Bedarf und schafft verlässlichere Rahmenbedingungen für Familien. Die Kita soll auch langfristig im Christophorus untergebracht bleiben.

Neugeborenengeschenke mit Mehrwert

Die Neugeborenengeschenke der Gemeinde St. Leonhard wurden mit einer weiteren Aufmerksamkeit ergänzt. Neben dem Rucksack mit Büchlein, Handtuch und der „Moneycard“, die in zahlreichen Geschäften im Passeiertal eingelöst werden kann, erhalten Eltern nun auch eine Mehrweg-Kunststoffflasche.

Die Gemeinde verbindet das Geschenk darüber hinaus mit einer Reduzierung der Müllabfuhrkosten.

Individuell gestaltet werden die Kunststoff-Flaschen von der geschützten Werkstatt im Passeiertal. Jede Flasche wird von den dort Arbeitenden handbemalt und mit bunten Motiven und dem Wappen von St. Leonhard versehen. Mit der geschützten Werkstatt

Gemeinde St. Leonh A rd
Rendering: roland baldi architects
Foto: Simone Peist

verbindet die Gemeinde seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit. Die dort beschäftigten Menschen mit Behinderung fertigten auch für die Nikolausfeier am 5. Dezember 2025 rund 300 liebevoll gestaltete Nikolaussäckchen für alle Kinder aus St. Leonhard: genäht aus Stoffresten, mit gefilzten Nasen und selbstgezwirntem Garn.

Ausblick auf die kommenden Monate In den nächsten Monaten bereitet die Gemeinde St. Leonhard weitere Projekte vor: Die Planung für ein neues Zivilschutzzentrum wird weiter vorangetrieben, zudem stehen Investitionen in das ländliche Wegenetz an. Für 2026 sind dafür rund 750.000 Euro vorgesehen. Parallel dazu installiert die Gemeinde bis zum Jahresende Photovoltaikanlagen mit einem Gesamtvolumen von etwa einer Million Euro und setzt damit konsequent auf den Ausbau erneuerbarer Energien. Simone Peist

Au S dem rAth A u S V on m oo S 23.10.2025 – 2.2.2026

Beitrag:

Ordentlicher Beitrag – Soziale Tätigkeiten 2025 – Bildungssauschuss Moos in Passeier –€ 6.500,00

Außerordentlicher Beitrag – Tourenleiterkurs im AVS – AVS Platt – € 1.600,00

Investitionsbeitrag – Ankauf schnittfeste Skiunterwäsche – ASC Passeier –Sektion Ski – € 1.300,00

Investitionsbeitrag – Ankauf schnittfeste Skiunterwäsche – ASV Skiteam Passeiertal – € 1.200,00

Außerordentlicher Beitrag – 45 Jährige Jubiläumsausstellung – Schafzuchtverein Passeier – € 400,00

Außerordentlicher Beitrag – Reparaturen Wasserförderpumpe und Service –Freiwillige Feuerwehr Rabenstein – € 4.911,04

Außerordentlicher Beitrag – außerordentlich Instandhaltung und Reinigungsarbeiten –Vereinsgemeinschaften Pfelders – € 7.000,00

Außerordentlicher Beitrag – FIL Alpin Rodel Weltcup und FIL Alpin Rodel Junioren Weltcup auf Naturrodelbahn 2026 – Rodelverein Passeier – € 2.000,00

Ordentlicher Beitrag – ordentliche Tätigkeit im Jahr 2026 – „MuseumHinterPasseier“ –€ 28.500,00

Ordentlicher Beitrag – ordentliche Tätigkeit im Jahr 2026 – Jugendbüro Passeier (Jubpa) –€ 30.000,00

Gemeinde:

Zusatzauftrag – Überarbeitung Durchführungsplan Wohnbauzone C2 Pfelders – von Pföstl & Helfer GmbH – € 13.576,16

Gemeindeimmobilien – Wartung der Brandmeldeanlagen Jahre 2026 – 2028 –Nicom Securalarm GmbH – € 15.738,00

Tourismusverein Passeiertal – Auszahlung Restbetrag gemäß Dienstleistungsvertrag –Jahr 2025 – € 8.900,00

Jugendhaus Hahnebaum: Austausch von beschädigter Klärgrube – Ilmer Stefan – Schreitbaggerarbeiten – € 19.263,08

Errichtung Minirecyclinghof in Stuls: > Statik, statische Bauleitung und statische Abnahme – EWS Ingenieure – € 11.361,85 > Ansuchen Beitrag, Projektierung Heizung und Brandschutz – Per. Ind. Martin Ciatti –€ 11.400,90

Stuls: Potenzielle Hangrutschungen oberhalb Wohnbauzone C3 – geologische Leistungen und Abnahme – Dr. Geol. David Wilhelm – € 4.339,30 Steinbockgehege des Bunkermuseums in Moos: Abbau Fundamente – Bauunternehmen

Roland Gufler – € 2.931,36 Friedhof Platt – Erneuerung und Erweiterung der Beschallungsanlage – FLO-R TECH des Reinstadler Florian – 11.280,00 Vereinssaal Platt – akustische Optimierung des Raumes – Rebus GmbH – € 11.697,36 Vereinssaal Platt – Erneuerung der Beleuchtung – E-Tec des Raich Rainer Alois – € 14.542,40 Öffentliche Beleuchtung in Moos und Pfelders –Ankauf von Leuchten und Masten zur Beleuchtung von Gehsteigen und Fußgängerstreifen – Pro Light GmbH – € 17.166,52 Gemeindetechniker für das Jahr 2026 –Dr. Ing. Thomas Hofer – € 45.676,80 Aktion „Babyrucksack 2026“ – Lieferung und Aufladung von sog. Monni-Card-Einkaufsgutscheinen – Moneynet AG – € 6.250,00

Schulen/Kindergarten:

Kindergarten – Maler- und Ausbesserungsarbeiten 2025 – Mooler & Grafik KG – € 5.361,07

Heizanlage Kindergarten Moos – Lieferung von 14.500 kg Holzpellets ENplusA1 –Beikircher Grünland GmbH – € 6.085,36

Grundschulen – Ankauf von Fahrradständern –Crescendi GmbH – € 9.716,08

Grundschule Stuls: Austausch der Beleuchtungsanlage: Electro Haller d. Haller Markus – € 54.374,79 Kinderspielplätze – jährliche sicherheitstechnische Hauptüberprüfung für die Jahre 2026-2030 –Graber STP GmbH – € 5.709,60

Öffentliche Bibliothek Moos – Ankauf von Einrichtungsgegenständen – Pedacta GmbH – € 6.631,92

Grundschule Platt – Ankauf von Einrichtungsgegenständen – Trias KG des Anders GmbH –€ 12.736,80

Ankauf von Heizöl für die Grundschule Platt und das Mehrzweckgebäude Moos –Cristoforetti AG – € 8.516,00

Kindergarten Moos – Austausch von beschädigten Fensterscheiben – Raich Fenster KG des Raich Hannes & Co. – € 2.130,67

Kindergarten Moos – Erneuerung von zwei Außenabschlüssen – Raich Fenster KG des Raich Hannes & Co. – € 11.858,29

Dorfeinfahrt Pfelders – Ankauf von Fahnenmasten – Graber KG des Herbert Graber & Co. – € 5.459,50

Trink- und Abwasser: Trinkwasserkraftwerk „Faltmar“: Integration Projektunterlagen für die Erneuerung der Konzession – EUT Engineering GmbH – € 3.965,00

Straßennetz:

Pfelders: Asphaltierungsarbeiten Zufahrt Zeppichl – Varesco GmbH – € 39.788,52

Stuls: Verbesserung der Zufahrt zum Prechtlhof –Ilmer Stefan – Schreitbaggerarbeiten – € 18.812,40

Sport: Eisturm Rabenstein:

> Sanierung durch Austausch des Stahlsilos –Gufler Metall KG des Gufler G. & Co – € 37.179,98

> Errichtung Fundament für den neuen Turm –Graf & Söhne GmbH – € 4.758,00

Sportplatzgebäude Moos:

> Küche: Lieferung von Elektrogeräten –Fontana GmbH – € 4.909,28

> Montage und Adaptierung der Kücheneinrichtung des ehemaligen Kultursaales –Formetall KG des Gögele M. & Co. – € 5.948,55

> Errichtung einer Gipskartonwand und sonstige Malerarbeiten – Mooler & Grafik KG – € 5.906,00

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Beschlüsse der Gemeinden St. Martin & St. Leonhard

Seit dem 1.1.2024 sind alle Beschlüsse, auch nach dem Veröffentlichungszeitraum von 10 Tagen, jederzeit auf der digitalen Amtstafeln der Gemeinden St. Leonhard und St. Martin unter dem Punkt „Archiv – erneute Veröffentlichung im Sinne des Artikels 1 Absatz 1 Buchstabe g) des Regionalgesetzes Nr. 10/2014“ einsehbar.

Foto: Magdalena Haller
Foto: Simone Peist

Mooser Notizen: Aktuelles aus Hinterpasseier

Mobilitätszentrum:

Baustart im März 2026

In der ersten Märzwoche 2026 starten die Arbeiten am neuen Mobilitätszentrum in Moos. Beauftragt wurde eine einheimische Firma. Ziel ist es, die Ortsdurchfahrt deutlich sicherer zu gestalten und den Verkehr besser zu ordnen. Öffentlicher Nahverkehr und Durchgangsverkehr in Richtung Pfelders sollen künftig klar voneinander getrennt werden.

Kern des Projekts ist, die Bushaltestellen von der Hauptstraße in das Mobilitätszentrum zu verlegen. Davon profitieren Einheimische ebenso wie Gäste: Schülerinnen und Schüler, Pendlerinnen und Pendler sowie Wanderer und Wanderinnen aus der Passerschlucht erreichen die Busse künftig sicherer und halten sich bis zur Abfahrt im geschützten Wartebereich auf. Das Mobilitätszentrum soll pünktlich zur Sommersaison genutzt werden können.

Drittes Baulos Pfelders: Infrastruktur wird weiter erneuert Das dritte und letzte Baulos der Infrastrukturarbeiten in Pfelders wird in den kommenden Wochen ausgeschrieben, der Baubeginn ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen. Im Mittelpunkt stehen die Erneuerung der Trinkwasser- und Löschwasserleitungen sowie der gesamten Elektroinfrastruktur. Diese wird von der EUM finanziert und umfasst auch die Verlegung von Leerrohren für künftige Anforderungen. Zudem wird die Straßenbeleuchtung modernisiert. Nach Abschluss der Leitungsarbeiten folgt die Oberflächengestaltung dieses Bauloses in Abstimmung mit den beiden bereits umgesetzten Bauabschnitten. Die Investitionskosten belaufen sich auf 499.000 Euro. Die Arbeiten sollen noch im Jahr 2026 abgeschlossen werden, während der Sommersaison ist eine Baupause vorgesehen.

Eisturm Rabenstein saniert und wieder geöffnet

Er gilt als die größte künstliche Eiskletteranlage Europas und prägt Rabenstein seit mittlerweile 21 Jahren: der Eisturm. Errichtet wurde die Anlage vom eigens dafür gegründeten Verein Eisturm, der sie mit großem Engagement und viel ehrenamtlicher Arbeit kontinuierlich ausbaute. So entwickelte sich der Eisturm zu einer international renommierten Sportstätte und war seit 2013 regelmäßig Austragungsort einer Etappe des Eiskletter-Weltcups.

Heute besteht die Anlage aus mehreren Türmen, Zustiegen, Querträgern und Überhängen und ist weit über Südtirol hinaus bekannt. Im Winter steht der Eisturm der breiten Öffentlichkeit offen und wird von Kletterbegeisterten intensiv genutzt.

Um die Sicherheit der Anlage langfristig zu gewährleisten, wurde der Eisturm nun saniert. Das bisherige Stahlsilo hatte aufgrund fortschreitender Korrosion das Ende seiner Nutzungsdauer erreicht und musste abgebrochen werden. An seiner Stelle entstand ein

Gemeinde m oo S
Rendering: Ing.büro EUT Engineering
Foto: Simone Peist

neuer Stahlfachwerkturm mit einer Höhe von bis zu neun Metern, verzinkt und mit einem verzinkten Stahlgitter verkleidet. Der Turm wurde auf dem bestehenden Fundament befestigt und dient zugleich als tragende Struktur für den Querverbau sowie für den bereits vorhandenen Überhang. Die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Nach der sicherheitstechnischen Abnahme ist der Eisturm wieder geöffnet und wird zu den Öffnungszeiten stark genutzt, sowohl von Klettergruppen als auch von Einzelkletternden. Die Investitionskosten beliefen sich auf rund 40.000 Euro.

Neuer Standort für die Apotheke Moos

Die Apotheke Moos zieht ins Dorfzentrum um: Im Erdgeschoss des ehemaligen Geschäfts entsteht derzeit der neue Standort. Das Gebäude wird umfassend saniert, neue Räume für Beratung und Behandlung, ein Büro sowie sanitäre Anlagen werden eingerichtet. Dazu werden Mauern eingezogen und Böden erneuert. Die Investitionskosten liegen bei rund 160.000 Euro.

Der Umzug ist für Juni geplant, der Betrieb soll noch vor Beginn der Sommersaison starten. Mit dem neuen Standort rückt die Apotheke näher an das Dorfleben heran und ist für Einheimische, Gäste und Wanderer und Wanderinnen künftig einfacher erreichbar.

Biathlon-Nachwuchs: Training trotz Schneemangels gesichert Der schneearme Winter stellte den Biathlon-Nachwuchs im Hinterpasseier vor besondere Herausforderungen. Um den Trainingsbetrieb aufrechtzuerhalten, ließ die Gemeinde gemeinsam mit dem Verein ASC Passeier, Sektion Langlauf/Biathlon, an der Loipe Innerhütt gezielt Schnee produzieren. So konnten die Trainingseinheiten für Kinder und Jugendliche auch unter schwierigen Witterungsbedingungen wie geplant stattfinden.

Für die jungen Sportlerinnen und Sportler bedeutet das vor allem Verlässlichkeit im Trainingsalltag und Kontinuität in der sportlichen Entwicklung. Dass sich dieser Einsatz lohnt, zeigt ein Blick auf die bisherigen Ergebnisse: In der laufenden Saison holte der Nachwuchs mehrere Podestplätze, darunter einen eindrucksvollen Dreifacherfolg bei den Landesmeisterschaften in Südtirol. Herzlichen Glückwunsch!

Naturbahnrodeln: Zwei Weltcups auf der Bahn Bergkristall Gleich zu Jahresbeginn rückte die Naturrodelbahn Bergkristall ins internationale Rampenlicht: Vom 2. bis 6. Januar 2026 wurden dort erstmals zwei Weltcup-Bewerbe im Naturbahnrodeln ausgetragen.

Mit dem Alpine World Cup und dem Junior Alpine World Cup setzte die Bahn ein deutliches Zeichen für den Rodelsport im Hinterpasseier. Athletinnen und Athleten aus zehn Nationen sorgten für hochklassigen Sport und internationales Flair. Beim Alpine World Cup gingen 20 Frauen, 29 Männer und fünf Doppelsitzer an den Start, im Junior*innenenbewerb 19 Frauen, 22 Männer und zwei Doppelsitzer. Rund 250 Gäste begleiteten die Rennen, darunter Funktionäre, Trainerinnen und Trainer, Betreuer sowie die Sportlerinnen und Sportler.

Mit der erfolgreichen Durchführung der beiden Bewerbe festigte die Bahn Bergkristall ihren Platz auf WeltcupNiveau und rückte das Naturbahnrodeln im Hinterpasseier international ins Blickfeld. Möglich wurde dies durch den großen Einsatz des örtlichen Rodelvereins Passeier, der die Bewerbe vorbereitete, die Bahn betreute und gemeinsam mit zahlreichen Helferinnen und Helfern für einen reibungslosen Ablauf sorgte.

Simone Peist

Foto: Simone Peist
„Das

Lachen der Kinder

ist mit Geld nicht zu bezahlen!“

Kinderbetreuung im Hinterpasseier:

Alltag und Perspektiven

Kleinkinderbetreuung ist für viele Familien im Passeiertal ein tägliches Organisationsthema. Ob Kita, Tagesmutter oder alternative Angebote – gerade für Eltern mit kleinen Kindern entscheidet ein Betreuungsplatz darüber, wie gut sich Familie und Beruf vereinbaren lassen. Wie sehen Alltag und Herausforderungen in der Tagesbetreuung aus? Und was müsste sich verbessern, damit die Kleinkinderbetreuung für Familien wirklich verlässlich wird? Darüber spreche ich mit der zuständigen Gemeindereferentin Edith Lahner und Tagesmutter Annelies Gufler aus Stuls.

Liebe Edith, wo stehen wir im Hinterpasseier aktuell beim Betreuungsangebot?

Edith: Landesweit gibt es eine klare Vorgabe: Gemeinden sollen Betreuungsplätze im Ausmaß von rund 15 Prozent der Neugeborenenzahl abdecken. Für uns ist das entscheidend, denn Familien bleiben nur dann im Hinterpasseier, wenn Betreuung verlässlich möglich ist.

Wie unterstützt die Gemeinde die Familien konkret?

Edith: Momentan arbeiten wir daran, ein flächendeckendes Angebot an Betreuungsmöglichkeiten zu schaffen, um Familien zu unterstützen. Dafür arbeiten wir mit einer Sozialgenossenschaft zusammen. Die Wohnsitzgemeinde beteiligt sich am Betreuungsbeitrag, egal, ob das Kind eine Kita in Meran, St. Martin oder St. Leonhard besucht. Finanziert wird die

Kleinkinderbetreuung gemeinsam von Eltern, Gemeinde und Land. Für Eltern gibt es einen gedeckelten Höchstbetrag. Außerdem haben wir seit 2026 die Neugeborenengeschenke mehr als verdoppelt: Eltern bekommen einen Gutschein und können selbst auswählen, was sie für ihr Kind brauchen.

„Ich wollte noch einmal etwas Neues beginnen“

Annelies, warum hast du dich entschieden, Tagesmutter zu werden?

Annelies: Ich wollte eine Veränderung. Ich habe vorher einen alten Menschen betreut, aber der Wunsch, mit Kindern zu arbeiten, war schon lange da. Durch eine Anzeige im Verkündzettel bin ich auf die Ausbildung gestoßen –und habe sie mit 45 Jahren gemacht.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Annelies: Die Ausbildung dauerte damals zwei Jahre, heutzutage erfolgt sie kompakt innerhalb eines Jahres. Bei mir fand sie einmal wöchentlich

Tagesmutter Annelies Gufler aus Stuls (links) und Gemeindereferentin

Edith Lahner

Foto: Simone Peist

Autorin Simone Peist

ganztägig statt. Dazu kommen Praktika in der Kita und bei einer Tagesmutter, am Ende eine Prüfung. Es war intensiv, aber ich habe unglaublich viel gelernt. Als ich 2013 fertig war, gab es Kleinkindbetreuung im Hinterpasseier noch nicht, und die Gemeinde hat das schon damals unterstützt.

Edith: Die Ausbildung ist bei manchen Anbietern kostenlos, nur die Fahrtkosten müssen übernommen werden.

Betreuung im Alltag: klein, flexibel, nah am Kind

Wie sieht dein Betreuungstag aus?

Annelies: Momentan betreue ich ein Kind, möglich wären bis zu fünf. Wir starten mit einem morgendlichen Ankommen. Grundsätzlich betreue ich Kinder ab kurz nach der Geburt bis etwa vier Jahre. Die Zeiten sind flexibel, je nach Bedarf vier oder sieben Stunden. Das ist gerade für Eltern mit Schichtarbeit wichtig. Die Mindestbetreuungszeit liegt bei 12 Stunden pro Woche. Eine Jause gibt es immer, natürlich koche ich mittags auch.

Und was unternimmst du mit den Kindern?

Annelies: Viel draußen sein – das ist mir wichtig. Wir arbeiten mit Naturpädagogik: Wald, Wiesen, Tiere. Für Erwachsene sind das oft Kleinigkeiten, für Kinder sind es echte Abenteuer. Und ja: Sie dürfen auch mal schmutzig nach Hause gehen.

Was ist der größte Vorteil des Tagesmutterdienstes?

Annelies: Die Individualität. Ich kann auf jedes Kind eingehen: Ob es zahnt, müde ist oder einfach einen ruhigeren Tag braucht. Auch der Ablauf ist flexibel, je nach Wetter und Stimmung. Ich bin in einer Genossenschaft organisiert, melde dort meine Stunden, bekomme mein Gehalt und bin sozialversichert. Für mich passt das gut, weil ich zuhause arbeiten kann.

Was fehlt –und was müsste sich ändern?

Wo stoßt ihr an Grenzen?

Annelies: Wir sind in Stuls zwei Tagesmütter und beide um die 60. Deshalb wünsche ich mir, dass Jüngere nachkommen. Es ist ein Beruf mit Zukunft, auch für Eltern mit kleinen Kindern. Und: Es gibt auch Tagesväter.

Edith, was könnte die Gemeinde zusätzlich ermöglichen?

Edith: Nicht jede Betreuungsperson möchte fremde Kinder im eigenen Haus betreuen. Deshalb wären Spielgruppen oder feste Betreuungszeiten in einer Struktur eine gute Ergänzung, gerade in kleinen Gemeinden.

Warum wird der Bedarf größer?

Edith: Weil die familiäre Betreuung immer seltener funktioniert. Viele Großeltern arbeiten noch – damit fällt eine wichtige Stütze weg.

Was rätst du Eltern, die einen Betreuungsplatz suchen?

Annelies: Achten Sie auf eine fundierte Ausbildung und eine gute organisatorische Anbindung, etwa über eine Sozialgenossenschaft. Und überlegen Sie, was Ihnen im Alltag hilft: Bei einer Tagesmutter ist oft mehr Flexibilität möglich als in einer Kita – etwa, wenn es einmal später wird oder kurzfristig etwas dazwischenkommt.

Mehr Angebot vor Ort statt Ausweichen ins Tal

Wie sollte Kinderbetreuung in Moos in fünf bis zehn Jahren aussehen?

Edith: Ziel wäre ein flächendeckendes Angebot für Kleinkinder. Eine klassische Kita ist bei unseren vielen Fraktionen schwer umzusetzen und möglicherweise nicht ausgelastet. Realistischer sind Tagesmütter in guten Abständen oder Spielgruppen mit festen Zeiten. Gleichzeitig bleibt die Erreichbarkeit ein Thema: Je entlegener eine Fraktion, desto schwieriger ist es für manche Familien.

Wenn Eltern Interesse haben: Wohin können sie sich wenden?

Annelies: Fürs Hinterpasseier an die Sozialgenossenschaft „Mit Bäuerinnen lernen, wachsen, leben“, bei denen ich Mitglied bin. Dort gibt es alle Informationen und die organisatorische Abwicklung. Die nächste Ausbildung startet im Herbst 2026 an der Fachschule für Hauswirtschaft in Kortsch.

Und zum Schluss: Was macht diese Arbeit für dich so besonders?

Annelies: Das Lachen und das Herzige der Kinder ist mit Geld nicht zu bezahlen. Es ist einfach schön zu sehen, wie sie sich entwickeln.

Der mit der Bürokratie tanzt –zwischen Tierwohl, Hausverstand und Digitalisierung

Der Amtstierarzt Dr. Helmuth Gufler im Portrait

Der Beruf des Tierarztes gilt oft als „Traumberuf“, verspricht Bauernhofidylle, viel Natur und Kontakt zu den Tieren. Was im Einzelfall zutreffen kann, gilt jedoch nicht unbedingt für den Beruf des Amtstierarztes. Tierarzt und Amtstierarzt haben grundverschiedene Aufgaben. Während ein Tierarzt tagtäglich Tiere behandelt und versorgt und auf den Höfen im Tal unterwegs ist, macht ein Amtstierarzt gar keine Behandlung. Er hat eine Kontroll- und Aufsichtsfunktion, muss entscheiden und hat oft auch die „Buhmann-Rolle“ inne, das heißt, er stellt Strafen aus, kontrolliert und ist streng, wenn es um das Tierwohl geht. Sein Mobiltelefon klingelt ununterbrochen – auch während des Interviews – das zeigt, welch wichtige Funktion er im Tal innehat.

Helmuth Gufler hat in Wien studiert und ist bereits seit 1995 als Tierarzt tätig. 2002 hat er seine Tätigkeit als Amtstierarzt in Ulten begonnen, seit 2007 ist er der Amtstierarzt des Passeiertals. Seine Zuständigkeiten reichen von der Gesundheit für Mensch und Tier, Lebensmittelsicherheit, Kontrolle der Betriebe (Höfe, Käsereien, Metzgereien, Lebensmittelgeschäfte, Fischzucht, Speckproduzent*innen …), Überwachung der korrekten Fütterung, über Impfungen, Medikamenteneinsatz und Milchkammerkontrolle bis hin zur Kontrolle der Tiere in den Schlachthöfen des Tales, der korrekten Entsorgung von Tierkadavern, die korrekte Abwicklung von Tiertransporten und seine wöchentliche Sprechstunde– um nur einige seiner Aufgaben aufzuzählen.

Ja, ist das denn allein überhaupt zu schaffen?

„Es braucht ein gutes Zeitmanagement, eine gute Portion Resilienz und lange Erfahrung, um die Rolle als Amtstierarzt mit gutem Gewissen ausführen zu können“, erzählt Helmuth. Er ist das Bindeglied zwischen Bauern, Forstbehörde, Provinz und Gemeinde im Tal. Wie in jedem Bereich, ist auch in seinem Tätigkeitsfeld die Digitalisierung vorangeschritten. „Sie ist Fluch und Segen“, gibt er zu. Einige Schritte gehen digital schneller voran, oftmals sind sie aber auch ein Stolperstein, vor allem für die Bauern selbst, die um Online-Formulare und Bürokratisierung nicht mehr herumkommen. Formulare und Regeln, die zum Beispiel für einen Viehbestand von 1.000 Tieren gelten, gelten gleichzeitig auch für einen Bestand von zwei Tieren und somit passen Realität und Bürokratie oft nicht zusammen.

„Mein treuester Begleiter ist wohl mein gesunder Hausverstand“

sagt Helmuth. Auf den könne er sich immer verlassen und ist immer wieder auch dringend

Helmuth Gufler ist seit 2007 der Amtstierarzt des Passeiertals.

Foto: Passeirer Blatt

Autorin Melanie Gögele

Dr. Helmuth Gufler

Kontakt M 335 6149833

Sprechstunden:

> St. Martin jeden Mittwoch von 10 bis 11 Uhr im Gemeindeamt

> St. Leonhard jeden Dienstag von 14 bis 15 Uhr im Sanitätssprengel

> Moos jeden Dienstag von 10 bis 11 Uhr im Gemeindeamt

notwendig, um sich durch die Überreglementierung zu kämpfen. „An erster Stelle steht das Tierwohl, danach kommt alles andere“, stellt er fest. Immer mehr Jungbauern schlagen in dieselbe Kerbe und sind besonders stolz auf ihre Tiere und stellen deren Wohlergehen in den Vordergrund.

Hausverstand hat er also, aber was macht Helmuth Gufler sonst noch aus?

Er sei gerne in der Natur, sagt er, um von seinem Beruf mental etwas abschalten zu können.

„Draußen sein, Ruhe genießen, Wildheuen auf steilen Bergwiesen – das erfüllt mich“, sagt er. Sein liebstes Hobby sind – ja, wie könnte es anders sein – Tiere. Er gibt zu, ein Katzenliebhaber zu sein und er selbst besitzt auch Ziegen, um die er sich mit Leidenschaft kümmert.

Ein Tierarzt mit Leib und Seele eben. Doch ganz so einfach ist es leider nicht. Leib und Seele reichen bei weitem nicht aus, um das Wohl der Tiere zu garantieren. Politische Entscheidungen, Überreglementierung, aber auch Unterreglementierung schieben dem Tierwohl einen Riegel vor.

„Was in 15 Minuten Feuerwerk an Silvester angerichtet wird, ist unvorstellbar“

betont Gufler. Natürlich sei ein Feuerwerk schön, jedoch ist der Schaden für die Tiere im Gegensatz zu diesem kurzen Vergnügen immens. So kann es passieren, dass Stuten ihre Fohlen frühzeitig abortieren, laute Knallgeräusche,

grelle Lichtblitze und unvorhersehbare Reize bedeuten für Haus- und Wildtiere erheblichen Stress.

Während Wildtiere in ihrem Lebensraum plötzlich aufgeschreckt werden, flüchten oder wichtige Ruhe- und Nahrungsplätze verlassen, sind auch Hauskatzen und Hunde von den lauten und unvorhersehbaren Reizen rund um Silvester betroffen. Besonders in dicht besiedelten Gebieten, in denen ein Feuerwerk gezündet wird, kann dies zu starker Verunsicherung und ausgeprägten Angstreaktionen führen.

„Wir sollten unterscheiden, was notwendig ist und was nicht“, betont Helmuth Gufler, „auch ein Hubschraubereinsatz erschreckt die Tiere, ist aber notwendig. Ein Feuerwerk nicht, aber es ist immer noch erlaubt.“

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Helmuth Gufler hält kurz inne und sagt „es gäbe so viel – aber man muss realistisch sein.“ Er sei froh, dass das Passeiertal ein Tal ist, in dem es den allermeisten Tieren gut gehe. Die Tiere können auf die Alm bzw. auf die Weide gehen. Auch beim sensiblen Thema Schlachtung berichtet Helmuth, dass fast alle Tiere von ihren eigenen Bauern zum Schlachthof geführt werden, um den Ablauf möglichst stressfrei zu gestalten. Dies ist möglich, da es in Passeier zwei Schlachthöfe gibt und somit keine langen Tiertransporte notwendig sind.

Mehr Kontakt zu politischen Entscheidungsträger*innenn wäre ebenso wünschenswert, um bei sensiblen Themen, wie zum Beispiel „Wolf- und Bärenproblematik“ gute Lösungen zu finden und Entscheidungen im Sinne der gelebten Realität und im Sinne einer Rundum-Perspektive zu treffen, anstatt anhand von Einzelinteressen, Lobbyismus und medialer Hetze.

Helmuth Gufler ist Amtstierarzt aus Leidenschaft, sein breites und fundiertes Wissen kommt vielen im Tal zugute und wenn er auch berufsbedingt eine gewisse Distanz bewahren muss, liebt er, was er tut und wahrscheinlich würde er seinen Beruf wieder wählen.

Für wie lange steht auf einem anderen Blatt, offenbart er mit einem leichten Schmunzeln.

Vielen Dank für das spannende Interview.

Wenn am Telefon

Druck gemacht wird:

So schützen Sie sich richtig.

Ein Gespräch mit den Carabinieri über typische Betrugsmaschen, gefälschte Nummern und einfache Regeln, die im Ernstfall sofort helfen.

Es ist ein Thema, über das niemand gern spricht – und doch betrifft es immer mehr Menschen: Betrugsanrufe, Online-Fallen, falsche Polizisten, dubiose Investitionen. In der CarabinieriKaserne treffe ich zwei Beamte zum Gespräch:

Maresciallo Maggiore Graziano Vitali, den Kommandanten der Station St. Leonhard und Maresciallo Ordinario Davide Campestrin, Kommandant der Station Moos. Uns geht es heute nicht darum, Panik zu machen. Sondern darum, die Menschen im Tal zu sensibilisieren und ihnen einfache, klare Tipps an die Hand zu geben.

Danke, dass Sie sich Zeit nehmen.

Vielleicht gleich zu Beginn: Worum geht es Ihnen bei diesem Thema am meisten?

Campestrin: Vor allem darum, den Leuten keine Angst zu machen. Angst hilft niemandem. Aber Aufmerksamkeit hilft. Wir möchten sensibilisieren: Welche Vorkommnisse gibt es, worauf sollte man achten und was kann man sofort tun, wenn etwas komisch wirkt.

Vitali: Genau. Und ganz wichtig: Es gibt keinen Grund, sich zu schämen. Diese Täter sind professionell. Da können Jüngere genauso reinfallen wie Ältere. Lieber einmal mehr nachfragen als einmal zu wenig.

„Die Polizei holt niemals Geld oder Schmuck ab“

Viele hören aktuell von „falschen Polizisten“. Was steckt dahinter?

Vitali: Das ist eine der bekanntesten Maschen. Da ruft jemand an und gibt sich als Polizei oder Carabinieri aus. Die wichtigste Regel ist ganz

einfach: Die Polizei kommt nie nach Hause, um Geld oder Schmuck zu holen. Niemals.

Campestrin: Und auch wichtig: Die Polizei verlangt nie Geld. Wir bekommen kein Geld – weder bar noch per Überweisung. Wenn jemand am Telefon sagt, es müsse schnell Geld organisiert werden, ist das ein ganz starkes Warnsignal.

Was sollen Menschen tun, wenn sie unsicher sind?

Campestrin: Sofort auflegen und den Notruf 112 wählen. In der Notrufzentrale erreicht man rund um die Uhr jemanden, der Deutsch spricht. Man muss also keine Hemmungen haben, anzurufen.

Vitali: Wenn es kein akuter Notfall ist, kann man natürlich auch direkt in der Kaserne anrufen. In St. Leonhard oder Moos während der Öffnungszeiten.

Betrügerinnen und Betrüger arbeiten mit Druck und Emotionen

Was macht diese Betrugsanrufe so gefährlich?

Vitali: Die Betrüger gehen fast immer über die „seelische Schiene“. Sie bauen Druck auf, sie machen Angst, sie spielen mit Emotionen. Und sie wollen, dass man sofort handelt –ohne nachzudenken.

Campestrin: Dazu kommt: Sie informieren sich vorher. Über Instagram, Facebook und andere soziale Medien. Oft wissen sie schon Namen, Familienbeziehungen oder Details aus dem Leben. Das wirkt dann „echt“, ist aber nur Recherche.

Info: Die Notrufzentrale ist unter der Nummer 112 24 Stunden erreichbar.

Zusätzlich gibt es die Kasernen

Moos:

T 0473 643 521

St. Leonhard: T 0473 656 112

Die Öffnungszeiten sind in der Regel von 8.30 bis 12.30 Uhr und von 13 bis 15 Uhr.

Checkliste:

So schützen Sie sich vor Telefonbetrug

> Nehmen Sie sich Zeit. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.

> Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten preis.

> Polizei/Carabinieri holen niemals Geld oder Schmuck ab.

> Nummer am Display kann gefälscht sein (Spoofing).

> Im Zweifel: Auflegen und selbst die 112 anrufen.

> Betrugsversuche sofort melden, das kann weitere Fälle verhindern.

Maresciallo Maggiore

Graziano Vitali, Kommandanten der Station

St. Leonhard (rechts) und Maresciallo Ordinario

Davide Campestrin, Kommandant der Station Moos

Foto: Graziano Vitali

Das heißt, die Täter wirken sehr glaubwürdig?

Vitali: Ja, darauf sind sie trainiert, und sie werden immer besser. Es kann sogar passieren, dass am Display scheinbar eine echte Nummer steht, zum Beispiel von einer Behörde.

„Spoofing“: Wenn die Nummer gefälscht ist

Wie kann das sein? Viele denken ja: „Wenn die Nummer stimmt, ist es sicher.“

Vitali: Leider nicht. Das nennt man Spoofing. Dabei wird die Absendernummer gefälscht, entweder eine nicht existierende Nummer oder eben eine echte Nummer von Firmen oder öffentlichen Stellen.

Campestrin: Die große Gefahr ist: Man kann sich auf die Nummer, die man am Display sieht, nicht verlassen. Und moderne Handys erkennen Nummern automatisch: Dann steht plötzlich „Carabinieri Station Bozen“ oder etwas Ähnliches, obwohl es nicht stimmt.

Wie läuft so ein Betrugsanruf typischerweise ab?

Campestrin: Ein klassisches Beispiel: Es heißt, ein Angehöriger habe einen Unfall verursacht und brauche dringend Geld – zum Beispiel 5.000 Euro für Anwalt oder Kaution. Dazu kommt der Satz: „Wenn das Geld nicht sofort kommt, muss er ins Gefängnis.“

Vitali: Oder es wird ein Ermittlungsfall erfunden: „Ihr Konto ist unsicher, überweisen Sie alles auf ein anderes Konto.“ Das ist ebenfalls Betrug.

Und warum passiert das oft zu bestimmten Zeiten?

Vitali: Viele Anrufe kommen absichtlich dann, wenn Banken geschlossen haben. Damit man nicht schnell hingehen oder jemanden fragen kann.

Was man am Telefon tun sollte –und was nicht

Was raten Sie, wenn jemand so einen Anruf bekommt?

Vitali: Erstens: ruhig bleiben. Zweitens: keine Informationen preisgeben. Also nicht den Kontostand nennen, keine Namen von Kindern, keine Details bestätigen.

Campestrin: Und drittens: gezielt nachfragen. Wer sind Sie genau? Von welcher Dienststelle?

Wie lautet Ihr Name? Aber: Keine eigenen Informationen liefern.

Vitali: Das Beste ist: Gespräch beenden, auflegen, und selbst die 112 oder die Ortskaserne anrufen. Dann merkt man sofort, ob es echt ist – oder eben nicht.

Wenn jemand doch überweist –kann man das Geld zurückholen?

Campestrin: In den meisten Fällen leider nicht. Viele Geldüberweisungen laufen über das Ausland. Oft stecken organisierte Gruppen dahinter, teilweise in Afrika oder Südamerika.

Vitali: Das Geld wird über mehrere Konten weitergeschoben oder in Kryptowährungen umgewandelt. Und dann ist es praktisch nicht mehr rückholbar. Genau deshalb ist Prävention so wichtig.

Online-Betrug: „Investieren“ und plötzlich ist alles weg

Betrug passiert heute ja nicht nur am Telefon. Was beobachten Sie online?

Vitali: Sehr häufig sind Betrugsfälle rund um Kryptowährungen und angebliche Investitionen. Menschen wollen ihr Geld anlegen und verlassen sich bei den Transaktionen auf „Berater“ –und dann ist das Kapital weg.

Campestrin: Oft kommt danach sogar noch eine zweite Falle: Erst heißt es, die Investition habe super funktioniert. Wenn man das Geld zurückhaben will, soll man eine „Taxe“ zahlen. Wer das macht, verliert meistens noch mehr.

Und diese Werbung läuft oft über soziale Medien?

Vitali: Genau. Da sieht man Videos: „Ich habe mit Bitcoin schnell Geld gemacht.“ Teilweise werden sogar bekannte Personen aus Politik oder Sport in Fake-Videos verwendet. →

Worauf muss man beim Online-Shopping achten?

Campestrin: Auch da gilt: Niemand verschenkt etwas. Wenn ein Angebot zu gut klingt und der Preis viel zu niedrig ist, muss man sofort kritisch werden.

Vitali: Es gibt Plattformen wie Trustpilot, wo man Bewertungen sieht, aber auch das ist nicht zu 100 Prozent sicher. Betrüger wechseln schnell die Webseitennamen, am nächsten Tag gibt es keine Bewertungen mehr.

Campestrin: Man kann sich auch bei der Verbraucherzentrale Südtirol unter www.consumer. bz.it/de/verbraucherzentrale-suedtirol informieren. Und ein praktischer Tipp ist: schauen, ob PayPal als Zahlungsmöglichkeit angeboten wird. Denn dort kann man Zahlungen oft blockieren – und das wollen Betrüger natürlich nicht.

Viele bekommen heute SMS oder Mails mit Links zugeschickt. Was ist da die wichtigste Regel?

Vitali: Nicht klicken. Egal ob SMS oder Mail. Oft steht dort: „Wo ist meine Bestellung?“ oder „Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden.“

Das ist typisches Phishing.

Campestrin: Besser: Immer direkt ins Originalkonto einloggen, also beim echten Shop oder Versandanbieter. Niemals über Links in Nachrichten.

Manche Betrüger kommen ja auch an die Haustür. Gibt es da Tipps?

Vitali: Wenn jemand behauptet, er müsse etwas kontrollieren – Stromablesen oder Ähnliches

– dann muss die Person sich ausweisen können: mit Identifikationsnummer, Foto, und in der Regel fährt derjenige auch ein Firmenauto mit Kennzeichnung.

Campestrin: Im Zweifel gilt auch hier: Nicht überrumpeln lassen. Lieber anrufen und nachfragen. Gerade in der Weihnachtszeit geben sich Betrüger übrigens als Polizei- oder Carabinieri-Vereine aus und verkaufen Kalender. Die Leute zahlen, weil sie glauben, sie tun etwas Gutes und bekommen am Ende nichts.

Vitali: Für uns ist wichtig: Sensibilisierung beginnt bei den Kleinsten. Wir gehen in die Schulen und sprechen mit Kindern und Jugendlichen, auch über Themen wie Cybermobbing. Und das Schöne ist: Viele Kinder grüßen uns Carabinieri inzwischen, wenn wir mit dem

Dienstauto vorbeifahren. Das zeigt, dass Vertrauen da ist und genau das brauchen wir auch bei der Prävention.

Ein Thema, das viele beschäftigt: Künstliche Intelligenz. Wird das Betrug noch einfacher machen?

Vitali: Ja, beispielsweise können Stimmen mit KI nachgeahmt werden. Das wird ein neues Risiko.

Campestrin: Soziale Medien und KI, das ist die Zukunft. Deshalb ist es so wichtig, dass Menschen vorbereitet sind.

Hinweise für Geschädigte

Was möchten Sie Menschen sagen, die vielleicht schon betroffen sind oder sich im Nachhinein unsicher fühlen?

Campestrin: Ganz klar: Schon die sofortige Meldung eines Betrugsversuchs kann dazu beitragen, weitere Betrügereien zu verhindern. Je früher wir Bescheid wissen, desto besser.

Vitali: Und es ist wichtig, untereinander über diese Themen zu sprechen. Je mehr man darüber redet, desto besser ist es für alle. Auch indem man persönliche Erfahrungen teilt.

Campestrin: Wir merken außerdem: Oft helfen die jungen Leute den älteren am meisten, weil sie sich mit neuer Technologie leichter tun. Das ist enorm wertvoll, denn viele Betrugsmaschen funktionieren nur, weil Menschen zu gutgläubig sind oder unter Druck gesetzt werden.

Vitali: Und noch einmal: Es gibt keinen Grund, sich zu schämen. Je früher man sich meldet, desto besser.

Danke für das Gespräch und für die klare Botschaft: Keine Angst, aber aufmerksam bleiben.

Beispiele von typischen Betrugsmaschen

Familie Kofler übernimmt DESPAR im Ortszentrum

von St. Leonhard

Anfang Februar übernahm die Familie Kofler den DESPAR-Markt im Zentrum von St. Leonhard, direkt neben der Bushaltestelle. Aufgrund der langjährigen Erfahrung im Einzelhandel, steht die neue Führung für Qualität, Kundennähe und lokale Verankerung.

„Die Familie Kofler steht seit vielen Jahren für Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und echte Kundennähe. Gemeinsam entwickeln wir den Markt weiter und stärken damit die Einkaufsqualität vor Ort“, sagt Robert Hillebrand, Regionaldirektor von Despar Trentino-Südtirol.

Fokus auf Frische und Service

Im Markt finden sich alle zentralen Sortimentsbereiche: Obst und Gemüse, ein großes Angebot an Molkereiprodukten, eine Brot- und Backwarentheke sowie ein umfangreiches Trockensortiment. Sieben Mitarbeitende sorgen täglich für ein angenehmes Einkaufserlebnis.

Ein besonderes Highlight ist die Frischfleischabteilung in Bedienung, die mit der Qualität des DESPAR-Fleischwerks TANN punktet. Ergänzt wird das Angebot durch eine Feinkosttheke. Dieses Servicekonzept ist Teil der Unternehmensphilosophie der Familie Kofler.

Starker Mix aus lokalen Produkten und Eigenmarken

Großen Wert legt der Markt auf Regionalität. Zu den Partnerbetrieben zählen der Speckproduzent Stefflgut Rabenstein, der Psairer Bäcker, Lufer Eier, Melcher Eier aus Stuls, Marmeladen und Sirupe vom Schmiedhof sowie die Metzgerei Hofer.

Ergänzt wird das Angebot durch die breite

Auswahl an DESPAR-Eigenmarken, von DESPAR PREMIUM bis zur Tiefpreislinie

S-BUDGET, die ein überzeugendes PreisLeistungs-Verhältnis bieten und für hohe Qualität im täglichen Einkauf stehen.

Viel Erfahrung und mehrere Generationen

Die Familie Kofler aus Göflan ist seit rund zwei Jahrzehnten als selbstständige DESPARKaufmannsfamilie tätig. Ihr erstes Geschäft eröffneten Kurt Kofler und seine Partnerin Andrea in Laas. 2013 folgte die Filiale in Ulten, die heute von Tochter Lena und ihrem Partner Jan geführt wird.

Mit der Übernahme des Markts in St. Leonhard erweitert die Familie ihr Engagement in der Region. Die Leitung des Standorts übernimmt Lukas Theiner, der den Markt im Sinne einer familiären, nahen und kundenorientierten Nahversorgung führt.

Parkplätze und Öffnungszeiten

Der DESPAR-Markt ist von Montag bis Freitag durchgehend von 7.30 bis 18.30 Uhr geöffnet und am Samstag von 7.30 bis 18 Uhr für die Kundinnen und Kunden da. Der Markt erstreckt sich auf rund 400 m2 Verkaufsfläche und bietet mit 6.000 Artikeln ein beachtliches Sortiment. Zwölf Parkplätze stehen den Kundinnen und Kunden für ein bequemes Einkaufserlebnis zur Verfügung. Ingo Wachtler

1 Mit frischem Anstrich präsentiert sich der DESPARSupermarkt nach der Übernahme, welcher praktischerweise direkt am Busbahnhof und in der Einfahrt einer Gratis-Parkzone liegt.

2 Ein besonderes Highlight ist die Frischfleischabteilung in Bedienung, die mit der Qualität des DESPAR-Fleischwerks TANN punktet.

3 Viel Erfahrung, verteilt auf zwei Generationen: Die Despar-Kaufleute Familie Kofler mit Andrea (l.) und Kurt (r.) sowie den Töchtern Larissa und Lena mit Lebensgefährte Jan.

4 Die Kundinnen und Kunden dürfen sich auf ein engagiertes Team freuen. Im Bild v.l.n.r. Marktleiter Lukas Theiner, Karin Haller und Manuela Thaler mit Kurt Kofler Fotos: Despar

h o C h W ürden ri C h A rd hofer – toni G er (1937 – 2025)

Verwurzelt im Glauben, verbunden mit der Heimat

In ehrendem Gedenken nehmen wir Abschied von Hochwürden Richard Hofer, der am ersten Adventssonntag, den 30. November 2025 im Alter von 88 Jahren verstorben ist.

Geboren am 13. Juni 1937 als zehntes von elf Kindern am Tonigerhof, war sein Lebensweg von früher Berufung, tiefer Verbundenheit zur Heimat und einem offenen Herzen für die Menschen geprägt. Seine Primiz feierte er am Ostermontag 1962 in Stuls – ein unvergessliches Fest für seine Familie und das ganze Dorf. Als geselliger, belesener, warmherziger und naturverbundener Mensch bleibt er vielen in dankbarer Erinnerung.

Die Beisetzung fand am 4. Dezember 2025 in Stuls statt. Beim feierlichen Begräbnisgottesdienst wurden unter anderem die Botschaft des Kardinals aus São Paulo, vorgetragen von Bischof Ivo Muser sowie ein Lebensrückblick in Dialekt von seinem Neffen Hans Hofer vom Tonigerhof verlesen.

Botschaft des Kardinals Odilo Pedro Scherer, Erzbischof von São Paulo, Brasilien, anlässlich des Todes von Richard Hofer:

São Paulo, 2.12.2025

Ich habe die traurige Nachricht vom Tod des geschätzten Pfarrers Richard Hofer in Stuls, seiner Heimatgemeinde, erhalten. Ich danke Ihnen für die Übermittlung und bitte Sie, auch Bischof Ivo Muser meinen Dank auszusprechen.

Ich habe Pfarrer Hofer Weihnachten 1988 kennengelernt, als er Pfarrer in Truden war. Es war auf Vermittlung des Missionars Joseph Werth aus Altrei, der als Fidei-Donum-Missionar in Brasilien tätig war. Ich war damals Student in Rom. Später traf ich Pfarrer Hofer oft zu Weihnachten und Ostern wieder, um ihm bei Beichten und Gottesdiensten in den verschiedenen Pfarreien, in denen er tätig war, zu helfen.

Er machte mich mit Südtirol und seinem ganzen menschlichen, religiösen und kulturellen Reichtum bekannt. Und er brachte mir auch die Liebe zu

den Bergen und den Naturschönheiten dieses gesegneten Landes bei. Wir standen in regelmäßigem telefonischen Kontakt.

Pfarrer Hofer war ein lieber Mensch, ein eifriger und vorbildlicher Priester. Er arbeitete bis zum Ende seines Lebens und widmete sich ganz Gott und den Menschen.

Möge er nun in Gottes Frieden ruhen und den Lohn der guten und treuen Diener des Reiches Gottes erhalten.

Ich bete für Pfarrer Hofer, seine Familie und alle Menschen, die ihn liebten und um seinen Tod trauern.

Der Gott des Lebens tröste euch alle mit seiner Liebe.

Kardinal Odilo Pedro Scherer

Erzbischof von São Paulo, Brasilien

Richard Hofer, 2024 in Stuls

unten v.l.n.r.:

Pfarrer Richard Hofer, Hans Hofer (Tonigerhof) und Kardinal Odilo

Pedro Scherer oben † Hochwürden

Der Onkel Richard isch in 13. Juni 1937 afn Tonigerhof als 10. von 11 Kinder af dr Welt kemmen. Von kluen au hot der Richard gederft in der Familie Gemeinschaft und Glabn erfohrn und sell isch ihm sein gonzes Lebn a groaße Stütze gewesn.

Sein Sinn fürs Banondersein hot ihn geprägt. Er isch olm gern unter Leit gwesn, hot sich gern inlodn gelot, gfeiert und sich über jeden Bsuech von Herzen gfreit. Aus der Jugendzeit wissmer nit gonz viel, weil seine Spitzbuebmgschichten hot er ins nit olle verrotn. Er hot ober derzeilt, dass er’s in Johanneum und in Trient ban Studium nit leicht kopp hot. Derfir hot er Bekonntschoftn und schiene Freundschoftn gschlossn, von de viele bis heint ghebb hobm.

In Oaschtermantig 1962 hot der Onkel Richard af Stuls do seine Primiz gfeiert. Sell isch für die Familie und firs gonze Dorf a groaßes Fescht gwesn und die Leit sein vo weit her kemmen zin Mitfeiern. In seiner groaßn Familie isch er gschätzt gewesn als Priester bei Hoachzatn und Tafn. Für olle hot er persönliche Worte und passende Symbole gfundn. Er hot in viele Pforreien gewirkt und seine Spurn hinterlossn. Af sein Weg isch er noch Stuenegg, Algund, Villnöss, St. Pankraz, Lüsen, Truden/Radein, Proveis/Laurein, Roblond/Plaus, Welsberg, Riffian und zilescht noch Stuls kemmen.

A bsundere Freid hot in Onkel Richard olm der Umgong mit die Kinder und Jugendlichn gmocht. Voller Begeisterung hot er mit ihmele Hirtenspiele und ondere Theaterlen augfiert, isch mit die Ministrontn Hittnloger gongen und hot viele Bleidsinne mitgemocht. Uemol isch er sogor zomp die Housn mit ihmele a Wosserrutsche ochngerutscht. Die Musig, is Singen und die Kunst hobm in Onkel Richard olm viel gebm. Er isch gern Konzerte gongen und isch offn gwesn für olls Nuie. Sogor zin Computer hot er sich no in Olter drongewog. Außerdem hot er schier a nieds Buech gelesn, wos nui außerkemmen isch, gern driiber diskutiert und a viele Biecher weitergschenkt. Offen, großherzig und freigiebig, und a a bissl spontan und bsunders isch der Onkel Richard sein Leben long giwesn. Solongs ihm seine Gsundheit derlabb hot, isch er olm gern in der Natur unterwegs gewesn. Die Stuller Mahder hobns ihn bsunders ongiton kopp und es hot ihm a gfolln, a Mess in der freien Natur zi holtn. Wenn er vor a poor Johr hot gederft wieder zrugg noch Stuls kemmen, isch für ihn a Herzenswunsch in Erfüllung gongen. Er hot sich von die Stuller von Herzen augenommen gfühlt und isch derhuem gewesn. Wenn man ihn gfrogg hot, wias ihm geaht, hot er voller Donkborkeit olm gsogg, es geaht ihm frisch lei guet. Er hot sich in Stuls frei und gschätzt gfühlt und mir sein donkbor, dass der Onkel Richard bis zan leschtn Tog do in Widn derhuem sein gederft hot.

Liabr Onkl Richard, du bisch a bsunderer Mensch gwesn und hosch ins olle viel mitgebm – durch deine Ort zu leben, durch deine sunnige, wertschätzende Holtung und deine oft so humorvollen Gedonkngänge. Mier wern di mengl hobn. Danke, Onkel Richard! Daniela, Hans, Luise und Liesi

30.12.2025 – 4.2.2026 in ehrendem Geden K en

Die verstorbenen Bürgerinnen und Bürger

Gemeinde Moos

30.11.2025 Richard Hofer, *13.6.1937

1.12.2025 Johann Kofler, *25.1.1938

2.1.2026 Albert Ennemoser, *20.10.1935

2.1.2026 Gernot Gufler, *02.7.1996

19.1.2026 Dagmar Hofer, *24.9.1968

Gemeinde St. Martin

30.12.2025 Franz Josef Hofer, *31.1.1949

11.1.2026 Serafin Auer, *16.8.1925

14.1.2026 Rosa Elisa Benischek, *3.5.1956

22.1.2026 Oskar Josef Tribus, *4.9.1942

29.1.2026 Hans Pöll, *15.1.1934

31.1.2026 Theresia Rosa Pfitscher, *12.8.1934

4.2.2026 Paul Max De Bastiani, *25.1.1946

Gemeinde St. Leonhard

30.11.2025 Erma Rosa Praxmarer, *12.9.1928

7.12.2025 Josefa Katharina Pixner, *1.5.1933

9.12.2025 Alois Anton Zwischenbrugger, *17.6.1937

11.12.2025 Marta Pfitscher, *13.11.1948

28.12.2025 Marianna Pamer, *26.9.1941

29.12.2025 Albert Moosmair, *8.10.1944

21.1.2026 Hermann Gufler, *26.5.1948

4.2.2026 Roswitha Gufler, *4.10.1988

Nachruf auf das Ehrenmitglied

Tief bewegt und in großer Dankbarkeit und Verbundenheit nimmt die Musikkapelle St. Martin Abschied von ihrem Ehrenmitglied Paul De Bastiani.

† Paul De Bastiani Foto: Tobias Egger-Karlegger

Paul De Bastiani, geboren am 25. Januar 1946, ist am 4. Februar 2026 von uns gegangen. Mit seinem Tod verliert die Musikkapelle St. Martin in Passeier eine prägende Persönlichkeit, einen verlässlichen Kameraden und einen Menschen, der das musikalische und kulturelle Leben unseres Dorfes über Jahrzehnte entscheidend mitgestaltet hat.

Paul war seit dem Jahr 1971 Mitglied der Musikkapelle St. Martin. Sein musikalisches Zuhause fand er an der Tuba, doch sein Wirken reichte weit über das Musizieren hinaus. Von 1975 bis 1994 stand er der Kapelle als Obmann vor und prägte in dieser Zeit mit Umsicht, Tatkraft und großem Verantwortungsbewusstsein die Entwicklung des Vereins. Von 2006 bis 2013 übernahm er zudem die Aufgabe des Stabführers und sprang auch danach immer wieder selbstverständlich ein, wenn Hilfe gebraucht wurde.

Auf Bezirksebene engagierte sich Paul viele Jahre im VSM Bezirksausschuss Meran, dem er von 1983 bis 2004 angehörte. Von 1992 bis 2004 wirkte er dort als Obmann-Stellvertreter unter

Hermann Wenter und setzte sich mit großem Einsatz für das Blasmusikwesen ein. Zudem war er auch einige Zeit Träger der Verbandsfahne vom Verband Südtiroler Musikkapellen.

Bis zuletzt war Paul ein fester Bestandteil des Vereinslebens. Er nahm weiterhin an Auftritten teil, stand als Fähnrich in der ersten Reihe, half bei der großen Trommel aus oder übernahm kurzfristig Aufgaben – immer verlässlich, immer mit Freude und einem offenen Herzen für die Gemeinschaft. Auch für die Chronik der Musikkapelle leistete er wertvolle Beiträge und bewahrte damit die Geschichte des Vereins für kommende Generationen.

Für seine herausragenden Verdienste wurde Paul im November 2024 zum Ehrenmitglied der Musikkapelle St. Martin ernannt – als Anerkennung für mehr als 50 Jahre Mitgliedschaft, für besondere Dienste um das musikalische Leben im Dorf und für seinen unermüdlichen Einsatz für die Kapelle. Er war eine Säule des Vereins, auf die man sich jederzeit verlassen konnte.

Neben der Musik galt Pauls Leidenschaft dem Tischlerhandwerk und der Arbeit als Almwirt. Er setzte sich mit großer Überzeugung für das Brauchtum ein und war aktives Mitglied bei den Schuhplattlern sowie im Theaterverein. Auch dort übernahm er Verantwortung und war unter anderem ehemaliger Bezirksobmann des Theatervereins.

Sein Engagement für andere war für ihn selbstverständlich – getragen von einer stets positiven Einstellung, Hilfsbereitschaft und seinem feinen Humor.

Paul war ein Vorbild an Haltung und Willenskraft. Sein Wirken, seine Kameradschaft und seine menschliche Art werden uns unvergessen bleiben. Die Musikkapelle St. Martin drückt der Familie und allen Angehörigen ihre tiefe Anteilnahme aus. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei ihnen.

Lieber Paul, danke für die gemeinsame Zeit, für die Musik und die vielen unvergesslichen Momente. Ruhe in Frieden.

Deine Musikkameradinnen und Musikkameraden.

Tobias Egger-Karlegger

Sternsingeraktion 2026

35 Ministrantinnen und Ministranten von St. Martin und Saltaus waren zu Beginn dieses Jahres in acht Gruppen in den Fraktionen und im Dorf von St. Martin als Sternsingerinnen und Sternsinger unterwegs. In mehreren Proben mit Lehrerin Renate bereiteten sie sich gut auf die Aktion vor und waren sehr motiviert, die Weihnachtsbotschaft und den Segen Christi 20 * C + M + B * 26 „Christus mansionem benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“ für das neue Jahr den Familien und alleinstehenden Menschen der Pfarrgemeinde sowie den Betrieben zu überbringen. Am 2. Jänner trafen sich die Sternsingerinnen und Sternsinger schon früh morgens zum Ankleiden. Anschließend feierte der Weihbischof von München und Freising Rupert Graf zu Stolberg in der Pfarrkirche die Hl. Messe, wo er u.a. Weihrauch und Kreide segnete, den Sternsingergruppen den Segen Gottes zusprach und sie dann aussendete. Ihr Einsatz wurde in erster Linie damit belohnt, dass sie von vielen freundlich aufgenommen wurden und großzügige Spenden sammeln konnten. Neben der Kindertagesstätte besuchte je eine Gruppe auch das Seniorenwohnheim St. Benedikt. Die älteren Menschen freuten sich sehr über den Besuch und auch für die Sternsingerinnen und Sternsinger waren es besonders freudige Begegnungen. Mit Spannung wird jedes Mal das Spendenergebnis erwartet. Auch heuer konnten die acht Gruppen wieder an das Ergebnis vom Vorjahr anknüpfen und insgesamt über 17.000 Euro sammeln. Da sind die Strapazen des Tages vergessen und die Genugtuung groß, zu wissen, dass mit diesen Spenden vielen Kindern in oft menschenunwürdigen

Lebenssituationen auf der ganzen Welt geholfen werden kann.

Die Sternsingeraktion ist die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder und damit ein Beitrag, die Welt etwas gerechter und solidarischer zu machen.

Den Abschluss der Sternsingeraktion bildete das feierliche Hochamt zum Fest der Erscheinung des Herrn, wo die Sternsingerinnen und Sternsinger noch einmal in ihren königlichen Kleidern Dienst am Altar taten. An dieser Stelle gilt ein großer Dank allen, die diese Aktion so großzügig unterstützt haben, den fleißigen Sternsingerinnen und -singern, ihren Begleiterinnen und Begleitern, den Familien und Gastbetrieben, die zu Mittag eingeladen haben und allen, die organisatorisch mitgeholfen haben, von Herzen Vergelt’s Gott.

Maria Platter für das Organisationsteam der Sternsingeraktion

Insgesamt konnten die fleißigen Sternsingerinnen und Sternsinger über 17.000 Euro sammeln und damit vielen bedürftigen Kindern auf der ganzen Welt helfen.

St. mA rtin und S ALtA u S

Verloren!

Am Mittwoch auf dem Wege von Saltaus nach Meran eine Zeichen-Mappe. Abzugeben gegen Belohnung b. Portier Meranerhof.

Meraner Zeitung vom 19. März 1901, Seite 6.

Passeier vor 125 Jahren

Berichte aus Zeitungen von Februar bis April 1901

Alte Zeitungsberichte erzählen lebendig und unterhaltsam von der Vergangenheit. Mich begeistert es, diese Berichte zu suchen, auszuwerten und zu präsentieren. Nach meinen Büchern „Aus Passeier schreibt man uns: …“ (2018) und „Zum Lachen, zum Weinen ist’s schier“ (2020) starte ich deshalb hier eine neue Rubrik mit Nachrichten aus Zeitungen. Gute Unterhaltung.

Die Berichte stammen aus dem digitalen Archiv der Südtiroler Landesbibliothek „Dr. Friedrich Teßmann“ (digital.tessmann.it).

Autor Manfred Schwarz für den Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier

9.2.1901

Die erste Christbaumfeier … … der freiw. Feuerwehr St. Martin verlief wider Erwarten trotz der ungünstigen Witterung außerordentlich günstig. Es sei hiefür allen Spendern von Gewinnsten, sowie den zahlreichen Besuchern aus nah und fern, insbesondere jenen von Tirol und Riffian, welche uns überdies noch mit ihrer Musik beehrten, und jenen von St. Leonhard der herzlichste Dank ausgesprochen.

Der Burggräfler vom 9. Februar 1901, Seite 3–4.

14.2.1901

Volkszählungsergebnisse

Die Volkszählung ergab folgendes Ergebnis, wobei die zwischen Klammern stehende Ziffer das Ergebnis von 1890 bedeutet: In (…) Riffian 692 (681), (…) Kuens 201 (158), (…) St. Leonhard 2113 (2078) (…).

Bozner Nachrichten vom 14. Februar 1901, Seite 5.

Prämierte Dienstboten

Von dem Betrage von 2000 Kr., welcher vom Tiroler Landtag für das Jahr 1900 zur Verleihung von Prämien an solche landwirthschaftliche Dienstboten beiderlei Geschlechts, welche infolge langjähriger, treuer Dienstleistung bei einem Dienstgeber einer besonderen Anerkennung würdig sind, bestimmt wurde, erhielten u. A.: (…) Maria Lahner am Greinwaldhof in Sankt Martin in Passeier, Dienstzeit 52 ½ Jahre, 100 Kr.

Bozner Zeitung vom 14. Februar 1901, Seite 2.

9.3.1901

Briefe

In Passeyer sind die Reben todt. – In St. Leonhard ist der Gesundheitszustand vorzüglich und es sind erst 7 Todte; dagegen sind in St. Martin 20 Personen gestorben. (…)

Der Eftaiding am 25. Februar ist gut verlaufen und sind die Pröbste und Cassiere sehr zufrieden über die genaue Zahlung der schuldigen Jahreszinsen.

Der Burggräfler vom 9. März 1901, Seite 3.

13.3.1901

Notizen

Die Polizeistunde war bislang für das Thal Passeyer unbekannt. Freiheit im Gewerbe, Freiheit in Handel und Wandel genossen die Thalbewohner in vollem Maße bei Tag und Nacht. Dem Fortschritte entspricht dieser herkömmliche Brauch nicht mehr. In richtiger Erkenntnis haben die rührigen Gemeindeväter von St. Leonhard (…) einstimmig beschlossen, in ihrem Dorfe die Polizeiordnung nach aller Form und Norm geltend zu machen. Ein eigener Polizeimann, namens Michael Gufler, ist bestellt (…). Bis 10 Uhr abends trinkt und spielt jeder für sein Bedürfnis genug, was darüber ist gehört zur Verschwendung. (…) –

In St. Martin und Umgebung herrschte heuer im Jänner und Februar eine starke Masernepidemie unter den Kindern und es waren fast alle Schulen auf mehrere Wochen geschlossen. Gegenwärtig ist wieder alles wohl. (…)

Der Burggräfler vom 13. März, Seite 3.

28.3.1901

Erdabrutschungen und Lawinen

Bei dem gegenwärtigen nassen Wetter ereignen sich hier zahlreiche kleinere und größere Erdabrutschungen. Besonders die neue Passeirerstraße wird arg in Mitleidenschaft gezogen. Nachdem es einige Tage lang auf den Bergen stark geschneit hat, so dass der Schnee in der Höhe von circa 1600 Meter 1 ½ Meter hoch liegt, und jetzt seit gestern Regen fällt, ist die Zeit der Schneelawinen gekommen. Unter gewaltigem donnerähnlichen Rollen, das man durch das ganze Thal vernehmen kann, stürzen sie von den steilen Berghängen herab (…). Die Hirzerhütte soll z. B. so in Schnee eingehüllt sein, dass man nur mehr den Dachgiebel sieht (2050 Meter hoch). Gestern giengen soviele Lawinen, dass es oft kaum einige Minuten dauerte, bis man wieder das donnernde Rollen einer neuen hörte. Der Tiroler vom 28. März 1901, Seite 4.

6.4.1901

Vorige Woche wurde in Moos … … und diese Woche in Rabenstein von den zwei hochwürdigen Franciscanern P. Josef Braxel und P. Ananias Wantke, Missions-Renovation abgehalten. Von Nah und Fern sind die Leute herbeigekommen, um die wirklich schönen Predigten der P. Missionäre anzuhören (…). In Rabenstein war bei der Mission über einen Meter Schnee (…). In Pfelders soll jetzt noch bei zwei Meter Schnee sein. (…). Der Tiroler vom 6. April 1901, Seite 5.

Die KING

Eine Arbeitsplatzbeschreibung

Beim Wort KING haben Frauen meist Charles, Kong oder einen Löwen im Sinn, Männer eher Elvis und einen Burger. In St. Martin hingegen denken gar einige Frauen an Franz-Josef und an Federn. 1962 siedelte nämlich der bundesdeutsche Unternehmer Franz-Josef King (1919 – 1993) mitten in St. Martin eine Zweigstelle seiner Spiralfedernfabrik aus dem Schwarzwald an und begann 1963 mit der Produktion. Er beschäftigte anfangs zirka 20 Mitarbeiter*innen, später an die 200. Der Großteil waren einheimische Frauen, die kleine Federn mit großer Geduld in der Fabrik oder in Heimarbeit bearbeiteten.

Du hast Fotos oder andere Erinnerungsstücke zur King Italiana in St. Martin? Wir freuen uns, wenn wir sie auf unserem Museumsblog veröffentlichen dürfen. info@museum.passeier.it

„Eine Gute hat 8.000 am Tag gemacht“, erzählt

Karl Pichler, Jg. 1937. Er fing 1967 bei King Italia an und wurde später Vorarbeiter. Andrea Steiner, die 30 Jahre lang als Wicklerin wortwörtlich den Dreh raus hatte, denkt zurück: „Wenn du jemandem Spiralfedern gesagt hast, dann hat sich niemand was vorstellen können. Und wenn du nur Federn gesagt hast, dann sind sie mit den Hennenfedern gekommen. Ja, das ist so gewesen“.

Die beiden haben dem Museum Spiralfedern geschenkt. Eine erstaunlich bunte, vielfältige und filigrane Sammlung. Der Drahtzieher für den vorausgegangenen Spendenaufruf war der Meraner Josef Rohrer, der an seinem nächsten Buch mit dem Arbeitstitel „Eine Geschichte Tirols in 100 Objekten“ arbeitet. Mit Hilfe der drahtigen Schönheiten schreibt er darin über die wirtschaftliche Bedeutung der frühen Auslandsniederlassungen in Südtirols Tälern in den 1960er Jahren.

Das MuseumPasseier hingegen hat etwas anderes fasziniert. Die vielen Produktionsstufen und Handgriffe, an die sich Andrea und Karl ziemlich genau erinnern – und die ohne Maschinen, Bedienungsanleitungen oder Fotos gar nicht so einfach zu rekonstruieren sind: Was passierte innerhalb der Fabrikmauern an den unterschiedlichen Arbeitsplätzen von der Anlieferung des Rohmaterials bis zum Verpacken der fertigen Spiralflachfedern? Die zwei ehemaligen Beschäftigten sind fürs Museum die Produktionskette noch einmal durchgegangen und erzählen anhand der Arbeitsschritte zu Federn, Frauenarbeit und Fabriksgeschichte.

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Karl Pichler aus St. Martin (Bildmitte) und Andrea Steiner aus Moos meldeten sich auf den Aufruf und schenkten dem Museum über 100 in St. Martin produzierte Spiralfedern. Andrea erinnert sich ans „Fabrik giën“ und hat ihre aufbewahrten Spiralfedern mitgebracht: „Das sind Federn, die nicht richtig gewesen sind und „neebmum“ getan worden sind“.

Hier geht’s zum transkribierten Interview und zu Fotos aus den Anfängen der King:

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Ein Blick in die mitgebrachten Schachteln zeigt ein ganzes Federn-Universum: „Modelle wird es schon an die paar Hundert gegeben haben – ich bin 96 in Rente gegangen, die sind aus der Zeit davor“ (Karl).

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Karl hat noch den Draht zur Vergangenheit und erzählt als ehemaliger Vorarbeiter, wie King Italiana in St. Martin –powered by women –Spiralfedern produzierte. Fotos: MuseumPasseier

Schwester Oberin Notburga Oberhammer

Ein Abschied voller Dankbarkeit und Erinnerungen

Das heurige Patroziniumsfest nahmen die Pfarrgemeinde und Gemeinde St. Martin zum Anlass, um Sr. Maria Annunziata, mit bürgerlichem Namen Notburga Oberhammer, die bei uns hier einfach die „Schwester Oberin“ für alle war, zu verabschieden. Sie kehrt nach 55 Jahren hier bei uns in das Provinzhaus – das Heimathaus der Barmherzigen Schwestern – nach Bozen zurück. Zur Verabschiedung kamen die Provinzoberin der Barmherzigen Schwestern, Sr. Anna Theresia Mauerberger, sowie die Vikarin, Sr. Maria Edvina Unterkalmsteiner, nach St. Martin. 1970 wurde Sr. Maria Annunziata nach St. Martin geschickt. Die Umstände waren nicht die besten, so hat sie bei sich gedacht: „do bleib i epper nit long.“ Sie ist aber geblieben, und sehr lange noch dazu. Jetzt die Entscheidung, endgültig zu gehen, fällt ihr nicht leicht. „I woaß nit, oub i gearn geah? Vielleicht ober decht gonz gearn!“ Das ist auch wirklich zu verstehen, denn St. Martin ist ihre Heimat geworden. In St. Martin hat sie mehr als das halbe Leben verbracht. Da gäbe es ganz viel zu erzählen, ja man könnte über das Wirken unserer

Schwester Oberin sicher ein ganzes Buch schreiben. Sie hat die Entwicklung der Pflege von älteren Menschen vom Altersheim zum Seniorenwohnheim mitgetragen und mitgestaltet. Anfangs mit sehr wenigen Helfer*innen und dem Allernotwendigsten im Haus. Sie war Krankenpflegerin, Köchin, Schneiderin, Wäscherin, Gärtnerin und Heimleiterin in Personalunion. Es gibt sicher niemanden im ganzen Tal, die oder der so vielen Menschen in der letzten Stunde ihres Lebens beigestanden ist und mit ihnen gebetet hat. Sie hat inzwischen das schöne Alter von 93 Jahren erreicht und leistete immer noch wertvolle Dienste in der Kapelle, im Garten, in der Schneiderei und bei den Menschen im Seniorenwohnheim. Sie hinterlässt eine Lücke.

Die Begegnungen mit ihr im Dorf und besonders ihre Mitfeier unserer Gemeindegottesdienste hier in unserer Pfarrkirche werden uns besonders fehlen, ist doch die Anwesenheit einer Ordensschwester gerade in der heutigen Zeit ein selten gewordenes Glaubenszeugnis. Das alles gehört seit Ende November der Vergangenheit an. Es war ein Segen, dass die Schwester

links

Schwester Oberin im Kreis der Mitarbeiter*innen vom Haus St. Benedikt

rechts

v.l.n.r.: Alt-Pfarrer Michael Pirpamer, Schwester Oberin Notburga Oberhammer und Dr. Franz Innerhofer (pensionierter Gemeindearzt)

Oberin so lange bei uns wirken konnte. Und wir können nicht genug danken für alles, was sie getan und bewirkt hat. Der Martinstag war besonders passend, um unsere Schwester Oberin zu würdigen, denn die Legende vom Hl. Martin erzählt vom Teilen mit dem Bettler.

Die Schwester Oberin hat ihr ganzes Leben geteilt, > mit den Armen, > mit den Kranken, > mit den Alten > und mit denen, die sonst niemand mehr hatten.

Im Namen der Gemeinde St. Martin, der Pfarrei zum Hl. Martin und des Seniorenwohnheimes St. Benedikt, aber auch im Namen der Dorfbewohner*innen wurde der Sr. Oberin

Vergelt’s Gott gesagt, für alles, was sie unseren Mitmenschen und unserem Dorf geschenkt hat.

Mit dem Wunsch für Gesundheit, viel Freude und besonders Gottes Schutz und Segen weiterhin, wurde ihr ein Geschenk überreicht und dazu bemerkt: „Sollten im Provinzhaus keine Kartenspielerinnen sein, dann werden schon die Martiner einmal nach Bozen kommen.“

Beim anschließenden Umtrunk auf dem Dorfplatz nutzten viele noch die Gelegenheit, sich persönlich von der Sr. Oberin zu verabschieden. Im Seniorenwohnheim St. Benedikt wurde die Feier zur Verabschiedung ihrer lieben Schwester Oberin Notburga Oberhammer zu einem unvergesslichen Höhepunkt.

In einer Atmosphäre voller Herzlichkeit, Wertschätzung und menschlicher Wärme haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Altersheimes St. Martin versucht, zum Ausdruck zu bringen, wie wertvoll und unermesslich das Wirken und das Dasein für sie war. Der Einladung sind viele ehemalige Mitarbeitende gefolgt, um ihre Sr. Oberin zu ehren, darunter die ehemalige Pflegedienstleiterin Johanna Oberprantacher und Dr. Franz Innerhofer, die sichtlich gerührt über das Wiedersehen waren. Zusammen wurde gefeiert, gelacht, Geschichten wurden erzählt und mancher Mitarbeiter musste das eine oder andere Tränchen verstecken.

In einer Ansprache fassten die Mitarbeiter*innen dann noch ihren Dank an ihre Schwester Oberin so zusammen:

Du warst für uns mehr als „die Oberin“, du warst unsere Stütze, unsere Zuhörerin, unser gutes Herz. Du warst da – für die Bewohner*innen, für uns, für das ganze Haus. Du hast das Haus geprägt, du hast Generationen begleitet, du hast uns gezeigt, was Herzensgüte bedeutet. Und nun gehst du zurück ins Mutterhaus. Für dich ist es ein Heimkommen, für uns ein Abschied – schwer –aber voller Dankbarkeit. In jedem Raum unseres Heimes bleibt ein Stück von dir. Im Garten, den du so liebevoll gepflegt hast, in der Kapelle, die du stets mit Liebe betreut hast, aber vor allem in unseren Herzen. Wir wünschen dir von Herzen Gesundheit, Frieden und Freude – und dass du im Mutterhaus mit derselben Herzlichkeit empfangen und aufgenommen wirst, die du uns so viele Jahre geschenkt hast. In Liebe und tiefem Dank – deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Altersheimes von St. Martin.“

Silvia Christanell. Hermann Pirpamer

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Unsere sehr fleißigen Mesner*innen in Rabenstein

Der Mesner Sepp Gufler und die Mesnerin Liese Vantsch standen kürzlich in der Pfarrei Rabenstein im Mittelpunkt. Im Jänner 2006 haben sie den Dienst übernommen, immer nur für ein Jahr. Nun sind es auf einmal 20 Jahre geworden. Damals war Sepp (Josef Gufler) noch bei der Feuerwehr Gerätewart, bei der Musikkapelle blies er bis vor kurzem das Bassinstrument. Er hatte damals so Einiges zu tun. Er ist auch heute noch Mitglied beim Schneeberger Knappenverein.

In der Kirche schaut er, dass der Pfarrer alles hat, was er zum Messe lesen braucht, kümmert sich um Messwein und Hostien, zündet die Kerzen an, bestellt die Kerzen, schaut, dass Weihwasser da ist und kümmert sich um jede Art von Instandhaltungsarbeiten. Das Läuten der Kirchenglocken nimmt er ganz genau. Mit Sepp hat sich die Kirche so einige Handwerkerspesen eingespart. Liese Vantsch putzt und saugt, wäscht und bügelt, wischt Staub, sucht die passenden Blumen aus, hilft den Ministrant*innen beim Anziehen und schaut, dass in der Kirche alles perfekt ist. Beide helfen gemeinsam im Friedhof

vorne v.l.n.r.: Claudia Sulser PGR, Mesner Sepp Gufler und Liese Vantsch, Pfarrer Florian Öttl hinten: Simon Gufler PGR, Waltraud Gatterer PGR Vorsitzende

mit, richten den Altar auf, schauen immer auf die Festtage im ganzen Jahr. Besonders wichtig ist ihnen der Herz Jesu Sonntag, da braucht die Kirche nämlich ein gewundenes Herz aus Fichtenzweigen. Zu Weihnachten und zu Ostern ist die Kirche immer besonders schön geziert.

Liese ist inzwischen Wortgottesfeierleiterin, ist Kommunionshelferin, Lektorin und Rosenkranzvorbeterin. Nicht zu vergessen ist, dass Liese vor mehreren Jahren ihre Mutter zu pflegen hatte und nie gesagt hat, für die Kirche hätte sie keine Zeit mehr. Eine Hüftoperation liegt auch hinter ihr, aber sie hat immer weiter gearbeitet. Sepp ist in den letzten Jahren auch einige Male operiert worden. Auch von ihm haben wir nie ein Jammern gehört. Er war immer wieder da.

Zum Schluss sind beide noch Oma und Opa geworden. Auch für die Enkelkinder braucht es viel Zeit. Wir wünschen ihnen noch viel Freude und Gesundheit bei der Arbeit in der Kirche und hoffen, dass es noch einige Jahre so weiter geht. „Danke“, sagt die gesamte Pfarrgemeinde.

Waltraud Gatterer

Waltraud Gufler:

40 Jahre Bibliothek mit Herz

Am 8. Dezember 2025 wurde in Rabenstein nach der Wortgottesfeier eine besondere Person geehrt: Waltraud Gatterer Gufler, die unsere Bücherei in Rabenstein seit 40 Jahren mit Herz und viel Einsatz leitet. Die Bücherei wurde 1966 eingerichtet und nach einer Pause Anfang der 1980er Jahre wiederbelebt. Seit 1985 führst du, liebe Waltraud, die Bücherei. Kinder, Jugendliche und Erwachsene konnten bei dir Bücher ausleihen, lesen, basteln und sogar die ersten Schritte am Computer machen. Viele Dorfkinder haben bei dir ihre ersten Erfahrungen mit Büchern und Medien gesammelt. Besonders schön ist, dass du als Lehrerin die Arbeit in Schule und Bücherei so gut verbunden hast.

Die enge Zusammenarbeit mit der Grundschule Rabenstein hat den Kindern viele wertvolle Lernmöglichkeiten gebracht. Auch die Eltern hast du einbezogen, so dass die Bücherei zu einem Ort für Begegnung und Gemeinschaft geworden ist. Für deine Zeit, deine Herzlichkeit und deinen Einsatz sagen wir von Herzen: Danke. Die Bücherei in Rabenstein wäre ohne dich nicht das, was sie heute ist. Wir hoffen, dass du uns noch lange erhalten bleibst. Danke. Es wurde eine Urkunde überreicht und ein kleiner Umtrunk organisiert. Die dankbaren Besucher*innen der Bibliothek Rabenstein. Andrea Pflug Pfandler

Geburten

Gemeinde St. Martin 10.12.2025 Benni Pixner

20.12.2025 Niklas Hofer 21.12.2025 Suraiya Hossain 25.12.2025 Fynn Pamer

29.12.2025 Gabriela Reyes Pfitscher

13.1.2026 Marie Lamprecht

20.1.2026 Maile Ciatti Piibe 1.2.2026 Noah Schmidhammer 4.2.2026 Avneet Kaur

Gemeinde Moos 16.12.2025 Viktoria Pixner 18.12.2025 Lea Gufler

27.12.2025 Eva Maria Widmann 27.1.2026 Lina Hofer 2.2.2026 Lynn Schweigl

Gemeinde St. Leonhard 10.11.2025 Nadine Wallnöfer 11.11.2025 Emily Fidelis 11.11.2025 Ezra Fidelis 11.11.2025 Eliana Fidelis 12.11.2025 Cecilia Pfeifer 12.12.2025 Bertan Salmani 16.12.2025 Eneas Ennemoser 19.12.2025 Meriem Bouchami 20.12.2025 Lola Schwarz 20.12.2025 Martin Waldner 20.12.2025 Leon Klotz 21.12.2025 Henry Mair 6.1.2026 Paul Elia Auer 17.1.2026 Noah Pichler 10.11.2025 – 4.2.2026

Gr Atu LAtion

g

Liebe Oma Burgl, zu Deinem 90. Geburtstag gratulieren wir Dir von Herzen!

Ein gutes Format. Ja, finden wir auch. Zwanzig 40-Jährige trafen sich am Samstag, den 30. August 2025 beim „Imbiss Riffl“ in Riffian, um sich selbst gebührend zu feiern. Der 1985er Jahrgang hatte im vergangenen Jahr nämlich einen runden Geburtstag und genau so rund ging es auch beim Feiern zu. Chef Jonas beeindruckte uns mit seinem liebevoll zubereiteten „Aperitivo“ inklusive leckerem Flying Buffet, danke nochmal Patty und Jonas für eure großartige Gastfreundschaft. Wir fühlten uns zurückversetzt in unsere Sommer-Lido-Zeiten beim

Calcetto-, Tischtennis- und Beachvolleyballturnier, das wir untereinander austrugen. Es wurde hart gekämpft, noch mehr gelacht und sich richtig ins Zeug gelegt. Das ein oder andere Haar wurde vielleicht noch grauer und die ein oder andere Bandscheibe noch etwas mehr beansprucht, aber wir sind schließlich erst 40 und beim gemeinsamen Abendessen beim „Mitterwirt“ hatten wir uns spätestens von allen Anstrengungen erholt. Danke an alle Teilnehmenden, es war wie immer ein Fest.

Das Jahrgangskomitee

Verena, Melanie, Manuel & Josef

Neunzig Jahre voller Leben, Erinnerungen und Erfahrungen liegen hinter Dir – Jahre, in denen Du unsere Familie mit Deiner Liebe, Deiner Herzlichkeit und Deiner Stärke geprägt hast. Du bist das Herz unserer Familie und ein wunderbarer Mittelpunkt für uns alle.

Mit Deiner Fürsorge, Deinem Humor, Deiner Geduld und Deinen Geschichten hast Du Generationen begleitet. Du hast immer ein offenes Ohr, ein gutes Wort und ein liebevolles Lächeln für uns – dafür sind wir Dir unendlich dankbar.

Wir sind glücklich und stolz, Dich in unserer Mitte zu haben, und danken Dir für all die schönen gemeinsamen Momente. Zu Deinem besonderen Geburtstag wünschen wir Dir von Herzen Gesundheit, Freude, Zufriedenheit und noch viele glückliche Augenblicke im Kreise Deiner Familie.

In Liebe und Dankbarkeit Deine Kinder, Enkel und Urenkel

J A hr GA n GS treffen
20 × 40

85 J A hre und ä Lter

Älteste Bürgerinnen und Bürger

Gemeinde St. Leonhard

19.5.1925 Agnes Theresia Tribus

18.9.1930 Hedwig Agnes Pichler

13.1.1931 Ida Pichler

19.7.1931 Johanna Margerita Pöll

31.7.1931 Rosa Pixner

24.8.1931 Notburga Rosa Hofer

16.9.1931 Rosa Anna Waldner

16.11.1931 Johanna Heel

2.1.1932 Maria Anna Mangger

27.1.1932 Notburga Rosa Tschöll

29.11.1932 Berta Ploner

9.2.1933 Josef Anton Tschöll

13.3.1933 Rosina Paolina Marth

3.3.1933 Rosa Marta Hauser

17.4.1933 Johann Lanthaler

9.10.1933 Zita Veronica Pöhl

5.11.1933 Notburga Elisabetta Pfitscher

26.12.1933 Anton Zipperle

28.1.1934 Laura Tasso

12.5.1934 Johann Karl Pichler

18.7.1934 Bartl Josef Innerebner

29.9.1934 Eva Hofer

7.9.1934 Maria Haller

29.10.1934 Rosa Oberprantacher

17.12.1934 Elisabeth Albina Auer

1.2.1935 Josef Haller

19.2.1935 Hans Anton Alber

28.3.1935 Giulia Pfitscher

26.3.1935 Luis Georg Tschöll

11.5.1935 Engelbert Zwischenbrugger

26.7.1935 Anna Margherita Egger

13.8.1935 Alois Josef Pichler

12.9.1935 Maria Anna Gumpold

14.10.1935 Theresia Filomena Gufler

2.12.1935 Martha Gufler

20.12.1935 Luisa Ursula Hofer

31.12.1935 Anna Maria Klotz

15.1.1936 Anna Raffl

20.2.1936 Vigil Franz Kienzl

5.2.1936 Anna Öttl

25.4.1936 Theresia Raffl

11.7.1936 Rudolf Hofer

12.7.1936 Alfred Pichler

25.7.1936 Vigil Pfitscher

26.7.1936 Josef Friedrich Gufler

21.8.1936 Juliana Magdalena Haller

15.9.1936 Johann Anton Tschöll

10.9.1936 Johann Pfitscher

27.9.1936 Hirlanda Martini-Barzolai

22.11.1936 Alois Hofer

13.11.1936 Leonhard Pircher

28.1.1937 Walburga Gufler

4.1.1937 Giuseppe Nicolò Lanthaler

27.2.1937 Notburga Gurschler

11.3.1937 Alois Vinzenz Gumpold

19.3.1937 Sabina Gufler

24.5.1937 Rosa Walzl

1.7.1937 Margaretha Falkner

18.8.1937 Vittorio Girotto

10.11.1937 Martin Heinrich Praxmarer

24.12.1937 Konrad Lanthaler

13.12.1937 Ursula Pfitscher

25.1.1938 Maria Karlegger

7.2.1938 Luise Anna Rudig

20.2.1938 Eduard Pöhl

5.3.1938 Anton Tschöll

19.4.1938 Maria Öttl

2.4.1938 Edoardo Lanthaler

11.7.1938 Albert Pius Hofer

1.7.1938 Theresia Agnes Pixner

6.7.1938 Matthias Gufler

22.7.1938 Anton Augscheller

22.8.1938 Anna Hofer

2.8.1938 Rosa Gufler

10.9.1938 Johanna Maria Haller

10.10.1938 Alfons Pircher

2.10.1938 Johann Gufler

9.11.1938 Berta Filomena Kofler

27.1.1939 Edith Filomena Hofer

5.1.1939 Anna Elisabeth Pirpamer

6.3.1939 Marianna Praxmarer

2.3.1939 Rosa Gufler

4.4.1939 Alois Lanthaler

16.4.1939 Maria Cornelia Haller

9.5.1939 Ursula Zipperle

18.6.1939 Maria Rosa Gufler

27.6.1939 Johanna Paula Kirchler

3.7.1939 Heinrich Hofer

11.7.1939 Alois Anton Moosmair

31.7.1939 Rosa Haller

10.8.1939 Maria Rainstadler

8.8.1939 Olga Schweigl

30.8.1939 Josef Raffl

24.8.1939 Josef Hofer

1.8.1939 Maria Raich

8.9.1939 Josef Haller

1.10.1939 Franca Tomasi

26.11.1939 Riccardo Clemente Ilmer

12.12.1939 Josef Gögele

31.12.1939 Heinrich Lanthaler

23.1.1940 Anna Maria Hofer

28.1.1940 Theresia Schiefer

5.1.1940 Helene Theresia Pirpamer

23.1.1940 Maria Raffl

9.2.1940 Rosa Faulhaber

9.3.1940 Maria Elisabetta Tschöll

1.3.1940 Josef Georg Pfitscher

25.5.1940 Matthias Max Gufler

25.5.1940 Maximilian Tschöll

8.6.1940 Josef Marth

14.7.1940 Johann Andreas Hofer

7.8.1940 Erwin Johann Gumpold

29.9.1940 Johann Raffl

17.10.1940 Franz Haller

3.10.1940 Theresia Kuprian

17.10.1940 Filomena Ladurner

11.10.1940 Antonia Pöhl

10.11.1940 Martin Leonhard Zwischenbrugger

Stand: Anfang Februar 2026

Gemeinde St. Martin

18.9.1928 Pichler Anna Angela

21.12.1928 Öttl Agnes

15.2.1929 Bonell Marianna

16.6.1929 Pichler Theresia Anna

9.8.1929 Spöttl Irlanda Agata

9.12.1929 Pöhl Anna

15.1.1930 Raich Klara

18.4.1930 Gasser Anna

10.5.1930 Lamprecht Hans

30.9.1930 Flöss Rosa Maria

15.11.1930 Kofler Marianna

11.11.1930 Hofer Martina

8.5.1931 Lanthaler Theresia

14.11.1931 Schiefer Agata Regina

23.10.1932 Raich Theresia Maria

4.1.1933 Kaufmann Kreszenz

2.5.1933 Pixner Katharina Regina

12.8.1933 Öttl Regina Anna

12.9.1933 Haller Martin Anton

11.10.1933 Mair Franz Michael

7.1.1934 Pichler Anton Franz

12.3.1934 Kofler Karl

26.3.1934 Ennemoser Martin Johann

24.5.1934 Schiefer Franz

21.6.1934 Raffl Luigia

11.6.1934 Auer Rosa Anna

31.7.1934 Schweigl Stefano

23.11.1934 Pichler Karl Anton

14.11.1934 Insam Hildegard

Gemeinde Moos

11.2.1927 Lanthaler Maria

28.5.1929 Gögele Frieda

29.5.1931 Hofer Theresia

27.2.1933 Ploner Theresia

17.3.1933 Buchschwenter Anna

14.6.1933 Pfitscher Martina

25.7.1933 Etschmann Michael

25.2.1934 Raffl Rosa

2.3.1934 Ennemoser Josef

9.4.1934 Raich Agnes

29.4.1934 Gufler Anna

31.5.1934 Hofer Karoline

23.7.1934 Pfandler Theresia

10.8.1934 Gufler Alois

22.8.1934 Brunner Theresia

5.9.1934 Dandler Maria

6.3.1935 Hofer Eduard

4.6.1935 Menghin Amalia

26.12.1934 Platter Karl Stefan

20.2.1935 Einhauser Theresia

29.4.1935 Ennemoser Maria Giuseppina

1.6.1935 Zwischenbrugger Karl Alois

5.8.1935 Raich Maria Anna

3.8.1935 Raich Aloisia Rosa

20.10.1935 Auer Maria Paolina

4.11.1935 Schwarz Johann Karl

21.11.1935 Hofer Maria

23.12.1935 Pichler Natalia Cristina

21.2.1936 Pichler Albert Luis

11.3.1936 Pichler Theresia

24.3.1936 Moser Josef

29.5.1936 Pichler Franz

31.5.1936 Raffl Savina

29.10.1936 Gufler Franz

23.10.1936 Augscheller Josef

6.11.1936 Zöschg Clara

20.11.1936 Raich Alois

1.2.1937 Gufler Anna

24.2.1937 Augscheller Regina

20.3.1937 Raich Eduard

29.3.1937 Hofer Marianna

5.3.1937 Hanifle Maria

30.4.1937 Mair Hildegard

28.4.1937 Marth Herta

11.4.1937 Klotz Juliana

3.4.1937 Scherer Sepp

9.5.1937 Schiefer Albert

15.8.1935 Graf Alois

27.10.1935 Öttl Alois

15.1.1936 Pfitscher Serafin

8.2.1936 Pöhl Notburga

12.5.1936 Platter Siegfried

5.6.1936 Gufler Anna

27.6.1936 Ennemoser Margarete

29.6.1936 Hofer Alois

3.12.1936 Dandler Albin

18.2.1937 Brunner Rosina

18.5.1937 Hofer Irene

10.10.1937 Schweigl Anna

9.12.1937 Wilhelm Filomena

22.12.1937 Schwarz Anna

10.3.1938 Pixner Eduard

16.3.1938 Raffl Martha

25.3.1938 Pamer Anna

20.6.1938 Ennemoser Ignaz

8.5.1937 Pirpamer Michael

21.5.1937 Verdorfer Emma Anna

20.6.1937 Pircher Maria Luisa

24.7.1937 Ploner Erich Jakob

3.7.1937 Braunhofer Maria Anna

15.8.1937 Platter Albert

10.9.1937 Auer Rosa

5.11.1937 Pichler Karl

10.2.1938 Zöggeler Afra

31.7.1938 Raffl Anna

4.7.1938 Pöhl Alois

30.11.1938 Zöschg Erich

12.2.1939 Pixner Rosa

31.3.1939 Raich Maria

4.4.1939 Pinggera Alberta 14.5.1939 Raich Marianna 15.8.1939 Braunhofer Albertine 24.10.1939 Baldt Siegfried 22.10.1939 Mair Maria 30.11.1939 Pichler Josef 16.12.1939 Gufler Ida 23.1.1940 Lamprecht Rosa Maria 2.3.1940 Fahrner Josef 18.5.1940 Kammerer Hermine 13.7.1940 Pixner Hildegard 12.10.1940 Öttl Rosa Filomena 13.11.1940 Pichler Luigi Carlo 13.12.1940 Fliri Mathilde 25.12.1940 Öttl Rosa Stefania

23.9.1938 Gufler Johanna 25.1.1939 Raffl Franz 13.2.1939 Reich Alfred 8.4.1939 Gufler Alfons

26.8.1939 Ennemoser Maria 18.9.1939 Gufler Andreas 31.10.1939 Ennemoser Agnes 4.1.1940 Oberarzbacher Anna 1.3.1940 Gufler Anton 9.6.1940 Schweigl Josef 7.8.1940 Schwarz Klara 11.8.1940 Wilhelm Antonia 10.10.1940 Raich Franz 13.12.1940 Hofer Elisabeth 22.12.1940 Kofler Friederike 22.12.1940 Gufler Josef 29.12.1940 Tollo Luigi

Seniorenwohnheim St. Barbara

startet Tagespflege:

„Man geht beruhigter

zur Arbeit“

„Man geht beruhigter zur Arbeit, wenn man weiß, dass jemand gut aufgehoben ist.“ Dieser Satz fällt im Gespräch mit Tobias Hillebrand, dem Direktor des Seniorenwohnheims St. Barbara in St. Leonhard, schnell.

Und er trifft den Kern eines neuen Angebots: Seit Januar gibt es im Haus wieder eine Tagespflege, die drei Familien spürbar entlasten soll.

Im Seniorenwohnheim St. Barbara in St. Leonhard geht es im Alltag vor allem um eines: dass Menschen sich gut aufgehoben fühlen. „Für mich steht an erster Stelle, dass es unseren Bewohnerinnen und Bewohnern gut geht und dass wir ihre Bedürfnisse ernst nehmen“, sagt Direktor Tobias Hillebrand. Gleichzeitig sieht er das Haus auch als verlässlichen Partner: „Wir wollen mit unserem Angebot dort entlasten, wo Unterstützung gebraucht wird.“ Das Seniorenwohnheim ist ein Konsortium der Gemeinden St. Leonhard und Moos und wurde 1988 als Bezirksaltersheim erbaut. Derzeit ist das Haus voll belegt: „Wir haben aktuell 48 Bewohner*innen, wir sind vollständig ausgelastet“, erklärt Hillebrand. Neben der stationären Betreuung gibt es ein Kurzzeitpflegebett, das alle sechs Wochen neu vergeben wird, um pflegenden Angehörigen gezielt Luft zu verschaffen. Und seit Januar kommt ein weiterer Baustein dazu: eine Tagespflege.

Ein Angebot, das viele Familien schon länger gebraucht hätten

Seit Jahresbeginn bietet das Seniorenwohnheim St. Barbara eine Tagespflege an – mit maximal drei Plätzen. „Der Bedarf ist schon länger da. Ideal wäre es gewesen, wir hätten früher starten können“, sagt der Direktor. Umsetzen ließ sich

das Angebot aber erst jetzt: „Mit personellen Anpassungen und organisatorischen Umstellungen haben wir es geschafft, die Betreuung zuverlässig anbieten zu können.“ Der Impuls kam aus dem Führungsteam und aus vielen Gesprächen mit den Gemeinden. „Wir wissen, dass draußen ein Bedarf besteht. Und von den Gemeinden kam immer wieder das Signal: So etwas wird gebraucht.“ Gegen Ende 2025 fiel die Entscheidung, im Januar 2026 zu starten. „Nun dürfen wir drei Tagespflegegäste betreuen.“

Für wen ist die Tagespflege gedacht? „Es geht um Betreuung, nicht um Pflege“ Wichtig ist dem Direktor eine klare Einordnung: Die Tagespflege richtet sich nicht an Menschen mit hohem Pflegebedarf. „Dieses Angebot ist vor allem dafür da, Vereinsamung entgegenzuwirken“, erklärt er. „Es geht um Seniorinnen und Senioren, die tagsüber zuhause allein sind. Und um Angehörige, die arbeiten oder einfach wissen wollen: Da ist jemand gut aufgehoben.“ Im Mittelpunkt stehen Gemeinschaft, Struktur und Sicherheit. „Die Gäste sind unter Aufsicht, sie haben Gesellschaft und sind in einem geregelten Tagesablauf“, hebt Hillebrand hervor. „Der Pflegeaufwand darf dabei nicht zu groß sein.“ Ein weiterer Vorteil: Tagespflege kann Ängste abbauen. „Viele haben Hemmungen,

ins Seniorenwohnheim zu kommen, weil sie das mit einem endgültigen Schritt verbinden“, erzählt er. „Hier lernen sie das Haus kennen, erleben den Alltag und merken: Es geht nicht um Weggeben, sondern um gut begleitet zu sein.“ Manche würden sich schnell wohlfühlen: „Einige spielen den ganzen Tag Karten und manche sagen sogar: Das fühlt sich fast wie ein kleines Hotel an.“

Unser Café im Haus ist täglich im Selbstservice geöffnet, am Wochenende stehen Freiwillige hinter der Theke. „Und das ist nicht nur für unsere Bewohner*innen gedacht“, betont der Direktor Tobias Hillebrand. „Das Café steht grundsätzlich auch der Bevölkerung offen. Wir freuen uns über Besuch!“

Foto: Simone Peist

Ein Tag im Seniorenwohnheim:

Mit Frühstück, Aktivitäten und Ruhezeiten

Der Tagesablauf ist klar, aber flexibel. „Die Gäste kommen morgens um acht Uhr. Sie frühstücken bei uns und können am Vormittag an Aktivitäten teilnehmen oder einfach zusammensitzen und Karten spielen“, erklärt der Direktor. Nach dem Mittagessen folgt eine Ruhephase: „Dafür stehen Ruhesessel zur Verfügung.“ Die Tagespflegegäste werden in das Leben im Haus eingebunden. „Wenn es eine Feier gibt, eine Veranstaltung, der Rosenkranz gebetet wird oder eine Messe stattfindet, nehmen sie genauso teil wie alle anderen Bewohner*innen“, erläutert Tobias Hillebrand. „Wir machen da keinen Unterschied.“ Grundsätzlich ist Tagespflege an sieben Tagen pro Woche möglich. „Man kann die Betreuungstage passend zur eigenen Situation wählen“, erklärt er. Das kann sogar Spielraum schaffen: „Wenn jemand zum Beispiel nur drei Tage pro Woche kommt, könnten wir an den anderen Tagen unter Umständen noch einer weiteren Familie Entlastung bieten.“

Aktuell gibt es drei Modelle: Betreuung bis 13 Uhr, bis 15 Uhr oder bis 18 Uhr. „Am Nachmittag oder am Abend werden die Gäste wieder abgeholt.“ Bevor jemand fix startet, wird ein Probetag vereinbart. „Wir schauen gemeinsam, wo die Person am besten aufgehoben ist und was ihr Freude macht. Uns ist wichtig, dass wir die Menschen kennenlernen, um auf ihre Bedürfnisse bestmöglich eingehen zu können.“

Auch für das Team ist die Tagespflege etwas Neues. „Wir lernen gerade, wie wir das Angebot am besten in den Alltag integrieren.“

Was besonders gut ankommt:

Gespräche, Karten und das Café

Die ersten Rückmeldungen seien durchweg positiv. „Bis jetzt erleben wir, dass sich alle, die kommen, wohlfühlen“, erzählt Hillebrand. Und doch hat jeder Gast eigene Vorlieben: „Eine spielt sehr gerne Karten, ein anderer freut sich besonders über die Mahlzeiten, eine Dame näht und macht Handarbeiten.“ Was im Alltag auffällt: „Es wird mehr geredet, mehr gemeinsam am Tisch gesessen. Und insgesamt wird deutlich mehr Karten gespielt.“ Beliebt ist auch das Café im Haus, das täglich im Selbstservice geöffnet ist.

Am Wochenende stehen Freiwillige hinter der Theke. „Und das ist nicht nur für unsere Bewohner*innen gedacht“, betont der Direktor. „Das Café steht grundsätzlich auch der Bevölkerung offen. Wir freuen uns über Besuch!“

Entlastung im Alltag:

„Man kann wieder planen und durchatmen“ Für Angehörige ist die Tagespflege vor allem eines: verlässliche Entlastung. „Viele können dadurch arbeiten gehen, Termine wahrnehmen oder einfach wieder Dinge erledigen, die sonst liegen bleiben“, erläutert Hillebrand. „Man könnte es tatsächlich ein Stück weit mit einer Kinderbetreuung vergleichen: zu festen Tagen und Zeiten.“ Gerade diese Planbarkeit ist entscheidend. „Wenn ich weiß, dass mein Angehöriger gut begleitet ist, kann ich meinen Tag anders organisieren“, sagt er. „Und man geht auch mit einem ruhigeren Gefühl zur Arbeit.“ Wer Interesse hat, kann sich direkt im Seniorenwohnheim melden. „Im Moment haben wir keine strengen Auswahlkriterien“, erklärt der Direktor. Sollte die Nachfrage steigen, müsse man Lösungen finden. „Dann werden vermutlich diejenigen zuerst berücksichtigt, die frühzeitig angesucht haben.“

Kurzzeitpflege:

Wichtig, aber stark nachgefragt Auch die Kurzzeitpflege bleibt ein zentraler Entlastungsbaustein. „Wir vergeben das Kurzzeitpflegebett so, dass möglichst viele Familien im Laufe des Jahres Unterstützung bekommen“, ist Hillebrand wichtig. Mehr als einmal jährlich könne man in der Regel niemanden aufnehmen: „Wir wollen möglichst vielen helfen.“ In akuten Situationen sei das allerdings nicht immer möglich. „Nach einem Krankenhausaufenthalt oder einer Reha bräuchte man meist sofort einen Platz. Das können wir leider nicht immer leisten.“ Die Nachfrage ist hoch: „Unser Kurzzeitpflegebett ist über das ganze Jahr hinweg belegt und lange im Voraus reserviert.“

Was kostet die Tagespflege?

Die Kosten für die Tagespflege hängen von der Pflegestufe ab. „Ein Teil wird vom Gast selbst bezahlt, ein Teil von der Bezirksgemeinschaft übernommen“, erklärt der Direktor. Die Tarife seien vom Land vorgegeben. „Bei Pflegestufe 1 liegt der Stundentarif beispielsweise bei 2,60 Euro, dazu kommen 3,80 Euro pro Essen.“ Viele würden das Angebot ohnehin nicht täglich nutzen: „Oft reichen einzelne Vormittage oder ein paar Tage pro Woche.“

Warum Familien oft zögern: „Man fühlt sich verantwortlich“

Dass Unterstützung manchmal spät angenommen wird, erlebt Hillebrand oft. „Viele Angehörige fühlen sich stark verpflichtet“, sagt er. „Sie denken: Meine Eltern oder mein Partner haben sich früher um mich gekümmert – jetzt bin ich dran.“ Gerade ältere Paare würden lange versuchen, alles allein zu stemmen. „Es gibt Fälle, in denen eine 85-Jährige noch ihren 90-jährigen Mann pflegt.“ Gleichzeitig mahnt er, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen. „Bevor ein pflegender Angehöriger völlig erschöpft ist, muss man sich Hilfe holen“, sagt er deutlich. „Die meisten Menschen, die zuhause pflegen, sind keine Fachkräfte. Das darf man sich auch eingestehen.“ Wer über eine Heimaufnahme nachdenkt, sollte außerdem rechtzeitig planen. „Es ist nicht so, dass man ‚zu spät‘ ist“, sagt der Direktor. „Aber es ist sinnvoll, frühzeitig ein Ansuchen zu stellen. Ein Platz wird nicht von heute auf morgen frei.“ Und die Warteliste ist lang. Der Antrag sei unkompliziert: „Man kommt ins Büro, füllt ein Formular aus, schildert die Situation –

und dann ist man auf der Warteliste. Dafür braucht es keine ärztlichen Atteste.“ Gerade ab einem Alter von 80 Jahren könne man das ruhig einmal in Betracht ziehen.

Ein offenes Haus, auch für die Gemeinde Ein Fixpunkt im Wochenrhythmus ist die Messe im Haus. „Jeden Donnerstag um 16.15 Uhr findet bei uns die Heilige Messe statt“, erklärt der Direktor. Eingeladen sind nicht nur Bewohner*innen und Angehörige: „Auch Leonharder, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr in die Kirche gehen können, dürfen gerne zu uns kommen und mitfeiern.“

Ausblick: Tagespflege soll sich etablieren Für die nächsten Monate wünscht sich der Direktor vor allem, dass sich die Tagespflege gut einspielt. „Optimal wäre, wenn wir jeden Tag drei Tagespflegegäste im Haus hätten“, sagt er. „Dann könnten wir die maximale Entlastung bieten und gleichzeitig Menschen aus der Einsamkeit holen.“ Entscheidend sei, dass sich die Gäste wohlfühlen und gut integriert werden. „Es wäre schön, wenn sie wirklich Teil des Hauses werden.“ Langfristig denkt er auch über neue Modelle nach, die pflegende Angehörige zusätzlich stützen könnten. „Man könnte zum Beispiel in unserem Haus in der vorhandenen Drei-Zimmer-Wohnung eine Wohnstruktur schaffen. Dort könnte man eine Art WG einrichten, damit sich Angehörige oder Betreuungspersonen abwechseln können, auch mit Nachtbetreuung“, sagt er. So könnten ältere Menschen länger selbständig bleiben, ohne dass Überforderung oder Platzmangel zuhause zur Belastungsprobe werden. Anlaufstelle im Sozialsprengel St. Leonhard Di, 9 – 11 Uhr Do, 10 – 12 Uhr T 0473 659 566 Informationen zur Heimaufnahme, Unterstützung bei Ansuchen zu Zivilinvalidität, Pflegeeinstufung, Hilfsmitteln, Informationen zu Diensten wie Hauspflegedienst und Krankenpflege

Liebe Leute alle miteinander im Seniorenheim St. Barbara, liebe Café-Damen, liebe Angehörige und Besucherinnen und Besucher.

Seit Februar 2011 gibt es nun das Café im Seniorenheim St. Barbara – mit einer „abwechslungsreichen“ Geschichte, sehr schönen gemeinsamen Feiern, intensiven und spannenden Kartenspielen, vor allem mit sehr lieben Gästen von drinnen und draußen. Nun sind 14 Jahre ja eine ganz schön lange Zeit, ein großer Umzug vom alten ins neue Haus hat stattgefunden und dazu hat noch die schreckliche, für alle schlimme Coronakrankheit euch Bewohnerinnen und Bewohner, eure Angehörigen und eure Betreuerinnen und Betreuer sehr gefordert und belastet und auch die Kaffeebesuche zeitweise unmöglich gemacht.

Ja, und wir Damen vom Café Barbara sind 14 Jahre älter geworden. Einige sind aus unserer Gruppe ausgeschieden, neue aber auch dazugekommen. Wir haben nun gemeinsam mit der Leitung des Seniorenheims überlegt, dass wir mit unserer bestehenden Kaffeegruppe die Besucher*innen des Cafés auch sehr gerne weiterhin bedienen möchten mit gutem Kaffee, Getränken und auch einem Stückchen Kuchen, euch Gesellschaft leisten möchten bei Gesprächen, beim Feiern und beim Kartenspielen und zwar immer am Samstag- und Sonntagnachmittag von 14 bis 17 Uhr.

Wir hoffen, dass das Café Barbara auch weiterhin für alle im Haus und die Besucherinnen und Besucher ein Treffpunkt bleiben wird, wo wir ein bisschen Café- und Gemeinschaftsatmosphäre pflegen möchten. Gerne nehmen wir auch neue freiwillige Damen und Herren in der Cafégruppe für einen Dienst auf, der sich ganz gut in den jeweiligen privaten Kalender einplanen lässt.

Wir freuen uns über jede Rückmeldung.

Gaby Ploner, im Namen der Cafédamen vom Café Barbara im Seniorenwohnheim

Kinofilm „Zweitland“

Ab 20. November 2025 war der Film „Zweitland“ in allen Südtiroler Kinos zu sehen und erzählt ein Stück unserer Geschichte.

Die Filmproduktionsfirma aus Bozen, Helios Sustainable Films GmbH, wandte sich an die Bildungs- und Kultureinrichtungen, um den Film auch in der Peripherie zeigen zu können. So tourte der Film von Anfang Dezember 2025 bis Mitte Februar 2026 durch sämtliche Ortschaften von Südtirol.

Auch die Öffentliche Bibliothek St. Martin, in Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss St. Martin und KVW, sorgten dafür, dass der Film im Vereinshaus St. Martin gesehen werden konnte.

Am Freitag, den 6. Februar 2026 begaben sich an die 90 Personen zu dieser Abendvorstellung, um die Handlung auf der großen Leinwand verfolgen zu können. Es handelte sich hierbei um keinen Dokumentarfilm, sondern um einen Spielfilm, dessen Charaktere und Geschichte frei erfunden wurden –nach wahren Begebenheiten.

Der Film erzählt über die Südtiroler Bombenjahre. Er spielt in Südtirol im Jahre 1961 und handelt von zwei Brüdern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Paul träumt von einer Karriere an der Kunstakademie in München, während sein Bruder Anton

für die Freiheit seiner Heimat kämpft. Antons Frau Anna hingegen tritt für einen ganz anderen, modernen Weg des Miteinanders der Südtiroler*innen mit deutscher Sprache und den Italiener*innen ein.

Mit dem Spielfilm „Zweitland“ des Pustertaler Regisseurs Michael Kofler startete die Filmproduktionsfirma eine landesweite Veranstaltungsreihe mit dem Ziel, Filmkunst und gesellschaftlichen Dialog miteinander zu verbinden. Dadurch wurden historische Themen der 1960er Jahre in Südtirol neu beleuchtet und aktuelle gesellschaftliche Fragen wie Gerechtigkeit, Minderheitenschutz, Autonomie, Heimat, Demokratie und Aktivismus aufgegriffen.

Dies ist den Produzenten sehr gut gelungen, damit hinterließen sie bei den Besucher*innen des Kinos allerdings auch einige Fragen und sorgten anschließend noch für einige Diskussionen.

Versetzt man sich in die damalige Zeit, so wird einem wieder einmal umso mehr bewusst, wie gut es uns in der heutigen Zeit geht.

Carmen Kofler

Senioren W ohnheim St. bA rb A r A
Öffent L i C he b ib L iothe K St. mA rtin

Offener Bücherschrank

Öffent L i C he b ib L iothe K St. mA rtin
Workshop:
„Heute bin ich Friseur“

Im letzten Jahr hat die Öffentliche Bibliothek St. Martin beim Amt für Bibliotheken und Lesen um einen Sonderbeitrag für die Investition eines „offenen Bücherschrankes“ angesucht. Wir freuen uns, dass der offene Bücherschrank, der sich an der Außenseite der Öffentlichen Bibliothek befindet und sich gut in das Gebäude integriert, im Dezember fertiggestellt werden konnte. Im Sinne der Nachhaltigkeit können wir nun regelmäßig ausgesonderte Bücher der Öffentlichen Bibliothek der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Somit haben alle die Möglichkeit, sich auch außerhalb der Öffnungszeiten mit Lesestoff einzudecken. Im offenen Bücherschrank befinden sich Kinder- und Jugendbücher, Belletristik für Erwachsene sowie Sachbücher zum kostenlosen Mitnehmen. Viel Spaß beim Stöbern in dieser „kleinen Bibliothek“.

Carmen Kofler

Der Bücherschrank befindet sich an der Außenseite (Dorfstraße) der Öffentlichen Bibliothek.

Im November fand in der Öffentlichen Bibliothek St. Martin ein ganz besonderer Workshop statt. Interessierte erschienen mit einem männlichen Model sowie den notwendigen Utensilien (Haarschneidegerät, Kamm, Schere), um sich fachmännisch beraten zu lassen. Unter den Models waren Kinder sowie alle Altersgruppen vertreten. Die ausgebildeten Friseurinnen Petra Schweigl und Ella Pircher zeigten anhand von Freiwilligen zwei trendige Männerhaarschnitte. Anschließend konnten die Teilnehmenden sich selbst ans Werk machen und verpassten ihrer männlichen Begleitung einen Haarschnitt. Dabei standen ihnen die Profis mit Haarschneidetipps und -tricks tatkräftig zur Seite. So erhielten schlussendlich alle den Haarschnitt, den sie sich gewünscht hatten. Begeistert vom Workshop, mit einem neuen Haarschnitt sowie vielen neuen Tipps verließen die Teilnehmenden

mit ihrer Begleitung die Bibliothek. Die Teilnahme am Workshop war kostenlos, die freiwillige Spende ging an die Krebshilfe. An dieser Stelle möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei Petra Schweigl und Ella Pircher bedanken, die an diesem Abend ihr Wissen und Können unentgeltlich zur Verfügung gestellt haben.

Carmen Kofler

Die Teilnehmer*innen verpassten ihrer männlichen Begleitung einen neuen Haarschnitt.

Geschichten aus den Bergen:

Hermann Vantsch liest in Moos

Am 30. November 2025 füllte sich das Bürgerhaus in Moos mit Menschen, die mehr über das ereignisreiche Leben des ehemaligen Hüttenwirts Hermann Vantsch erfahren wollten. Mehr als 200 Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um dem Autor zuzuhören und sein neues Buch „Und so war es: Ein Leben in den Bergen – Geschichten von Heimat, Menschen und Schicksalen“ kennenzulernen. Der Nachmittag war Teil einer kleinen Lesereise, die auch in Mareit, Sarnthein und Ridnaun Station machte, wo Vantsch heute lebt. Der Nachmittag begann nicht mit Worten, sondern mit Bildern. Filmausschnitte zeichneten wichtige Stationen aus Vantschs Leben nach und machten sichtbar, wie eng seine Biografie mit den Bergen verbunden ist. Sie bildeten den Rahmen für eine Lesung, die persönliche Erinnerungen mit Zeitgeschichte verknüpfte. Im Anschluss führte Vantschs Tochter Barbara durch das Programm. Sie sprach über den Aufbau des Buches, das einen autobiografischen Teil mit dokumentarischen Zeitzeugengesprächen verbindet. „Mein Vater möchte mit seinen Geschichten das festhalten, was Heimat ausmacht“, unterstrich sie. „Das Leben der Menschen, ihre Arbeit, ihre Erfahrungen und ihre Schicksale.“

Hermann Vantsch berichtete von seiner Kindheit und Jugend in Rabenstein und am Schneeberg, vom harten Alltag in einer Gegend, in der Natur und Wetter das Leben bestimmten. Er erzählte von einfachen Verhältnissen, vom Alltag in den Bergen, von Kinderstreichen, Mutproben und vom gefährlichen Schulweg, der bei jedem Wetter bewältigt werden musste. Auch heitere Episoden fanden Platz, etwa vom Skirennen, das vom Schneeberg über die Oberschenneralm bis hinunter nach Rabenstein führte. Gleichzeitig scheute Vantsch nicht vor schweren Erinnerungen zurück. Eindrücklich schilderte er das Lawinenunglück in der Nacht zum 21. Januar 1951, als nach außergewöhnlichen Schneemengen – bis zu zehn Meter in Rabenstein und rund zwanzig Meter am Schneeberg – der Vösshof in Rabenstein zerstört wurde und zahlreiche Menschen ihr Leben verloren. Auch persönliche Schicksalsschläge fanden Raum, darunter der frühe Tod seines kleinen Bruders. Die Erzählungen machten deutlich, wie nah Freude und Verlust in den Bergen oft beieinanderlagen. Auch über seine Zeit als Säumer berichtete Vantsch. Seine Erlebnisse mit den Mulis, die Waren über die Bergwege transportierten, gaben Einblick in

eine Arbeitswelt, die heute fast verschwunden ist, für die Region jedoch lange prägend war.

Einen besonderen Akzent setzte der Beitrag von Vantschs Neffen Markus, der ausgewählte Passagen aus dem Buch vorlas. Mit ruhiger Stimme und persönlichem Bezug verlieh er den Texten zusätzliche Tiefe und ließ die geschilderten Erlebnisse noch einmal lebendig werden.

Nach den Leseteilen berichtete Helmut Ploner von der Bergrettung von seinen Begegnungen mit Hermann Vantsch, insbesondere aus dessen Zeit als Hüttenwirt auf dem Becherhaus. Dabei hob er vor allem Vantschs Herzlichkeit hervor. „Hermann war wie ein Vater für uns dort oben“, erinnerte sich Ploner. „Immer aufmerksam und darauf bedacht, dass jeder einen Schlafplatz bekam und sich willkommen fühlte.“ Zum Abschluss bat Hermann Vantsch die anwesenden ehemaligen Hüttenwirtinnen und Hüttenwirte sowie frühere Träger auf die Bühne. Als Zeichen seiner Wertschätzung und als Andenken an gemeinsame Jahre überreichte er ihnen jeweils ein Exemplar seines Buches.

Die Lesung war außerdem mit einem sozialen Anliegen verbunden: Für jedes verkaufte Buch spendete Vantsch einen Euro an den Südtiroler „Bäuerlichen Notstandsfonds“. Dazu kamen weitere Spenden aus dem Publikum. Am Ende der Lesereise konnte die Summe von 3.257,50 Euro an eine Familie in Oberinn übergeben werden.

Simone Peist

Fotos 1 und 2: Hubert Gögele

Ein Blick in das dänische Lebensgefühl

Warum nicht einfach mal 500 km reisen, um das Menü für die geplante Veranstaltung zu verkosten? Auch das ist Teil des Jobs von Katja Heel aus Neuhaus, die für die „European Wound Management Association“ arbeitet. Im Interview erzählt die dreifache Mutter über ihren Umzug von Wien nach Kopenhagen und erklärt, was das dänische Lebensgefühl „hygge“ bedeutet und warum sie es so sehr mag.

Wie war dein Start in Kopenhagen?

Unser Start in Kopenhagen war sehr gut. Wir sind im Sommer angekommen und es war total beeindruckend, wie lange es abends hell bleibt. Sobald die Kinder gut im Kindergarten und in der Schule angekommen waren, habe ich direkt mit einem Dänischkurs begonnen. Mir war es wichtig, mich schnell mit der Sprache vertraut zu machen, auch weil ich gehört hatte, dass das die Jobsuche erleichtert. Was mir besonders aufgefallen ist: Der Arbeitsmarkt ist anders gestaltet, als ich es bisher kannte. Kinder und Kinderbetreuung – also Care-Arbeit – werden hier positiv gewertet. Die reguläre Vollzeitarbeitszeit liegt bei 37 Stunden und zum Beispiel finden nach 15 Uhr oft keine Meetings mehr statt, weil es ganz selbstverständlich ist, dass Kinder vom Kindergarten abgeholt werden.

Wie sieht dein jetziger Job aus?

Ich arbeite für die European Wound Management Association, kurz EWMA, und wir sind sozusagen das Sekretariat der Organisation. Unsere Aufgabe ist es, zum einen die große Jahreskonferenz zu organisieren, die einmal pro Jahr in einer

großen europäischen Stadt stattfindet und zum anderen die weiteren Meetings und Treffen, die länderübergreifend organisiert werden. Inhaltlich dreht sich dabei alles um das Thema Wundmanagement – also darum, Behandlungen so weiterzuentwickeln, dass Heilung oder eine Verbesserung der Lebensqualität möglich sind. Das reicht vom diabetischen Fuß über chronische Wunden bis hin zu Verbrennungen und vieles mehr.

Der größte Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Jahreskonferenz. Letztes Jahr fand sie in Barcelona statt und hatte rund 6.000 Teilnehmende. Dieses Jahr ist sie in Bremen, wo wir mit etwa 8.000 Teilnehmenden rechnen. Dort präsentieren Ärztinnen und Ärzte aus der ganzen Welt neue Forschungsergebnisse. Meine Aufgaben liegen hauptsächlich in der Betreuung der VIP-Vortragenden. Das beginnt bei der Organisation von Reise und Unterkunft und reicht bis zur Unterstützung bei der Einreichung ihrer wissenschaftlichen Arbeiten. Zusätzlich arbeite ich auch am inhaltlichen Programm mit. An drei Tagen finden über 850 Vorträge statt, die inhaltlich und organisatorisch aufeinander abgestimmt werden müssen. Dazu gehört wirklich

Zur Person Katja Heel, Jahrgang 1984, ist in Neuhaus bei St. Martin aufgewachsen und besuchte die ehemalige FOS mit Fachrichtung Fremdsprachen und Touristik in Meran. Die älteste von drei Geschwistern entschied sich für ein Studium der Politikwissenschaft in Wien. Nebenbei arbeitete die Passeirerin in einem italienischen Café und lernte in ihrer Studienzeit ihren jetzigen Mann kennen. Kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes schloss Katja ihr erstes Studium ab, um sich in der Elternzeit mit einem Masterstudium in Tourismus Management zu spezialisieren. Im Seminarund Konferenzmanagement fand Katja anschließend ihre Berufung und zwei weitere Kinder später stand der Umzug von Wien in die Hauptstadt Dänemarks an, wo die fünfköpfige Familie seit 2023 lebt.

„In

Dänemark gelten Überstunden und lange Bürozeiten nicht als positiv, da diese ja bedeuten könnten, dass man seine Familie vernachlässigt.“

1

2

Die bekannte Bronzefigur „Die kleine Meerjungfrau“ an der Uferpromenade von Kopenhagen

alles – von der Catering- und Raumplanung über die Koordination der Räume bis hin zu Beschilderungen und Abläufen vor Ort. Im Grunde ist das klassisches Projektmanagement. Insgesamt empfinde ich die Arbeit als sehr erfüllend, weil man an etwas mitwirkt, das am Ende Menschen hilft und zur Pflege und Heilung beiträgt.

Wie kam es überhaupt zu eurem Umzug von Wien nach Kopenhagen?

Wir sind letztlich in Kopenhagen gelandet, weil mein Mann für die European Environment Agency arbeitet, also das Europäische Umweltbundesamt. Er ist dort eigentlich schon seit 2016 tätig, damals allerdings noch aus der Ferne von Wien aus, mit vereinzelten Tagen pro Monat in Kopenhagen. Während der Corona-Zeit war er dann vollständig im Homeoffice. 2021 hat er schließlich eine Festanstellung im Büro in Kopenhagen bekommen, was dazu führte, dass er von Montag bis Freitag in Kopenhagen war, während ich mit unseren drei Kindern in Wien geblieben bin. Diese Situation war für uns alle nicht ideal und hat dazu geführt, über ein Leben im hohen Norden nachzudenken. Nach einer gemeinsamen Reise nach Kopenhagen hat uns die Stadt

überzeugt und gezeigt, dass sie zu Recht für ihre hohe Lebensqualität bekannt ist.

Wie hast du den Umzug und den ersten Kontakt mit der dänischen Kultur erlebt?

Die größten Bedenken galten unseren Kindern, allen voran unserer ältesten Tochter, da sie ihr ganzes Leben in Wien verbracht hatte und dort sehr verwurzelt war – insbesondere durch ihre Freundinnen. Entsprechend sorgfältig haben wir abgewogen, welche Konsequenzen ein Umzug haben könnte. Letztlich haben wir den Schritt gewagt und schnell gemerkt, dass sie an der European School in Kopenhagen rasch Anschluss gefunden hat und auch mit der englischen Sprache hervorragend zurechtgekommen ist.

Die beiden Kleinen sind gemeinsam in den Kindergarten gekommen und haben nach einer kurzen Phase der sprachlichen Verwirrung sehr schnell ins Dänische gefunden. Mittlerweile sprechen beide fließend Dänisch. Ich darf ihnen allerdings nichts auf Dänisch vorlesen –da werde ich sofort korrigiert, weil meine Aussprache nicht perfekt ist.

Katja mit Mann Matteo und den drei gemeinsamen Töchtern

Wie lassen sich Familie und Beruf in Dänemark vereinbaren?

In Dänemark ist es ganz normal, dass beide Elternteile in Vollzeit arbeiten. Entsprechend kommen viele Kinder schon relativ früh in die sogenannte Wiegestube – in der Regel mit etwa neun Monaten. Ein typischer dänischer Arbeitstag endet gegen 16 Uhr und bis dahin werden die Kinder auch betreut. Während man in anderen Ländern oft mit Vorurteilen konfrontiert ist, wenn man sein Kind früh in die Kinderbetreuung gibt, ist es in Dänemark genau umgekehrt. Hier ist man überzeugt, dass diese Form der Betreuung eine Bereicherung für das Kind ist und kein ‚Weggeben‘. Teilweise wird sogar die Meinung geäußert, dass ein Kind davon profitieren kann, von Beginn an verschiedene Bezugspersonen zu haben, anstatt über mehrere Jahre ausschließlich von den Eltern betreut zu werden. Für jedes Kind gibt es einen garantierten Kindergartenplatz und dadurch ist auch der Betreuungsschlüssel deutlich höher, als ich ihn zum Beispiel aus Wien kenne. Die Kinder sind außerdem fast den ganzen Tag draußen – unabhängig vom Wetter. Hier gilt der Grundsatz: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung.

Siehst du Unterschiede in der Unternehmenskultur?

Es ist den Unternehmen sehr wichtig, dass die Angestellten auf sich und ihre Gesundheit achten. Sportkurse, Fitness-Abos und alles, was mit Gesundheit zu tun hat, wird von den Unternehmen gefördert und teilweise auch bezahlt. Ich selbst bin beim Laufclub meiner Firma dabei, wo viele Teammitglieder einmal wöchentlich zusammen laufen gehen – innerhalb der Arbeitszeit. Die Unternehmen wissen, dass das Wohlbefinden der einzelnen Mitarbeitenden auch einen großen Mehrwert für die Gemeinschaft und für die Firma hat.

Zudem besteht ein großes Verständnis dafür, dass Mitarbeitende auch ein Privatleben haben, das Zeit und Aufmerksamkeit erfordert.

Was macht ihr in eurer Freizeit?

In Kopenhagen kann man sehr vieles machen und erleben. Besonders die Nähe zum Meer ist eine große Bereicherung, vor allem in den Sommermonaten. Wir verbringen die Zeit im Sommer gerne am Strand oder sind mit den Fahrrädern unterwegs, um neue Plätze in der Stadt zu erkunden.

Generell sind die Dänen sehr sportlich, und viele sind in Netzwerken oder verschiedenen Clubs engagiert. Das hat auch auf uns abgefärbt.

3 Katja und Matteo vor dem Rosenborg Slot

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In und um Kopenhagen gibt es viel zu entdecken –Ausflug nach Silkeborg

„Titel spielen in Dänemark keine Rolle, weder im beruflichen Umfeld noch im Alltag. An meinem ersten Arbeitstag fragte ich, wie ich meine E-Mail beginnen soll, und die Antwort lautete: Ein ‚Hi‘ reicht vollkommen aus. We’re Danes –we keep it simple.“

Ich bin sowohl Mitglied in einem Laufclub als auch im Reformer Pilates Club, in dem mittlerweile auch mein Mann trainiert.

Ich bin seit Kurzem Teil eines deutschen Netzwerks, in dem sich deutschsprachige Frauen zusammengeschlossen haben, um sich über das Leben in Kopenhagen und berufliche Themen auszutauschen, gemeinsam Sport zu treiben oder interessante Vorträge zu besuchen.

Was änderte sich für dich in Kopenhagen und gibt es etwas, das dir fehlt?

Eine große Herausforderung ist, meiner Meinung nach, die Sprache. Es braucht Zeit und Einsatz, Dänisch zu lernen und besonders am Anfang erscheint es beinahe unmöglich. Es dauert seine Zeit, bis man sprachlich ankommt und sich sicher fühlt.

Zusätzlich hat sich die Distanz zur Familie vergrößert und die Reise in die Heimat ist deutlich länger, als sie früher von Wien aus war. Und: Knödelbrot fehlt in Kopenhagen. Das wird von Mama und Papa bei Besuchen mitgebracht.

Was gefällt dir an deinem neuen Wohnort?

Was ich an Dänemark besonders schätze, ist das ausgeprägte Bewusstsein für all das Schöne und Positive im Leben. Unabhängig davon, wie anstrengend oder unspektakulär eine Situation ist, geht es darum, es sich gemütlich zu machen und das Gute darin zu finden. Genau dieses Lebensgefühl meint der Begriff „Hygge“. Besonders an kalten, regnerischen Tagen oder in den dunklen Wintermonaten wird dieses Bewusstsein deutlich. Im besten Fall verbringt man diese Zeit in guter Gesellschaft und nimmt sich ganz bewusst Zeit für Freunde und Familie. Zeit ist den Dänen wichtig und es ist ihnen wichtig, sie mit Menschen zu verbringen, die ihnen nahestehen.

Liebe Katja, ich danke dir sehr für dieses Gespräch. Viel Freude und Erfolg weiterhin.

Elisa Pfitscher

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Kuhreiher bei St. Leonhard

Aufmerksamen Naturbeobachter*innen fielen in der Zeit ab Mitte Jänner bis in den Februar hinein bis zu sieben weiße Vögel in den Wiesen etwas außerhalb von St. Leonhard auf. Ohne Rücksicht auf Verluste trippelten sie direkt neben grabenden Baggern umher und suchten nach Fressbarem. „Besonders am Morgen, wenn ich in den Gandellen mit den Baggerarbeiten begann“, erzählt Baggerist Johannes Pixner, „war der Hunger der Vögel groß. Und sie waren nicht zu bremsen und kamen so nahe an die grabende Baggerschaufel heran, dass ich mit äußerster Vorsicht hantieren musste, um keinen zu verletzen. Auch gegen Abend wiederholte sich dieses Schauspiel. Direkt neben der Schaufel zogen sie fette Regenwürmer und Engerlinge in großer Zahl aus dem frischen Erdreich. Hatten sie den ärgsten Hunger gestillt, hockten sie sich in der frisch aufgewühlten und wärmeren Erde nieder und ließen sich vom arbeitenden Bagger nicht weiter stören. Zwischendurch hielten sie sich auch im nahegelegenen Wiesenstück beim Fauner auf. Auch den Spaziergänger*innen gegenüber brachten die Vögel keine besondere Scheu entgegen.

Bis in die Dämmerung hinein futterten sie, ehe sie dann abhoben und wegflogen, um die Nacht an einem geeigneten Schlafplatz auf einem Baum zu verbringen“.

Der Kuhreiher ist ein Vogel aus der Familie der Reiher. Reiher wiederum gehören zu den Pelikanverwandten. Ein naher Verwandter des Kuhreihers ist der in unseren Breiten viel häufigere Graureiher. Der weiße Vogel mit seiner einzigartigen Ästhetik ist mit 46 bis 56 cm Körpergröße merklich kleiner als andere Reiherarten. Kuhreiher sind weniger als andere Reiher an Gewässer gebunden. Sie suchen im natürlichen Lebensraum viel mehr die Nähe zu Weidetieren. Diese scheuchen Insekten auf, von denen sich die eleganten Vögel ernähren. Ursprünglich war diese faszinierende Vogelart in Südspanien und in Afrika beheimatet. Afrikareisenden ist der kleine Reiher als Begleiter von Zebraherden, Flusspferden und anderen Huftieren bekannt. Im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts hat sich diese Art, von Spanien aus, in Südeuropa ausgebreitet. Erstmals gelang es, diese Tierart 2014 in Südtirol bei Tscherms zu sichten.

Im Passeiertal ließ sich 2017 erstmals ein Kuhreiher blicken. Vor zwei Jahren konnten sechs Exemplare in der Zeit von Weihnachten bis Anfang Februar bei St. Leonhard beobachtet werden. Die Vogelart taucht in Südtirol mittlerweile recht regelmäßig in den Wintermonaten auf. Heuer konnten südtirolweit im Jänner gar einige Kuhreiher gesichtet werden. Acht Exemplare hielten sich am 16. Jänner in Vahrn auf. Ein Exemplar wurde Mitte Jänner bei Tiers fotografiert. Auch vom Ritten wird am 23. Jänner eine Beobachtung gemeldet. Derzeit gibt es keinen Brutnachweis dieser Art in unserem Land. Gute Zuwachsraten sind in Oberitalien besonders in der Poebene zu verzeichnen. Hier halten sie sich gerne auf Äckern auf, bevorzugt dort, wo Traktoren Land umgraben und bearbeiten. Von der oberitalienischen Tiefebene dürften sich die ungewöhnlichen Gäste wohl nach St. Leonhard verirrt haben. Kuhreiher sind sehr gesellig und brüten bevorzugt in großen Kolonien auf Bäumen. Bleibt zu hoffen, dass diese eleganten Vögel auch weiterhin im Passeiertal ihren Winterurlaub verbringen. Arnold Rinner

Vogel mit einzigartiger Ästhetik: der Kuhreiher Fotos: Arnold Rinner

Rundholzpreis weiterhin hoch

Wegen der geringen Schadholzmengen in Europa ist der Holzpreis so hoch wie seit Jahren nicht.

Aufgrund der günstigen Witterung war die Widerstandsfähigkeit der Fichten in Südtirol in den letzten zwei Jahren groß und sie konnten sich gut gegen Borkenkäferangriffe wehren. Größere Windwurf- oder Schneedruckereignisse traten auch keine auf. Somit fiel relativ wenig Schadholz an und durch das sinkende Angebot ist der Holzpreis

links

Holzplumme in Walten

rechts

Holznutzungen der letzten zehn Jahre in Passeier

wieder gestiegen. Im Verhältnis zum Vorjahr teilweise um etwa 25 Euro/m³. Besonders nachgefragt war auch Lärchenholz.

Mit den steigenden Preisen wurde auch mehr Holz im Tal geschlägert. Trotzdem ist der jährliche Hiebsatz der Forststation St. Leonhard von 72.750 m³ in etwa doppelt so hoch

wie die Nutzungen. Es besteht also noch Luft nach oben, um überalterte Bestände zu nutzen und die Naturverjüngung gezielt einzuleiten – kurz gesagt, um die Schutzwirkung des Waldes auch langfristig zu erhalten. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für Waldeigentümer*innen, Endnutzungen in Altbeständen anzudenken. Wichtig dabei ist, dass das geschlägerte Holz rechtzeitig aus dem Wald abtransportiert wird (bevor der Borkenkäfer im Frühjahr ausfliegt) und dass Sommerschlägerungen vermieden werden.

Andreas Hofer

f or S t S tAtion St. Leonh A rd

50 Jahre Naturpark Texelgruppe

Ein rundes Jubiläum ist ein Echo der Zeit und Anlass, kurz innezuhalten, um gemeinsam zurückzublicken auf vielfältige Bemühungen zum Schutz natürlicher Lebensräume, auf anfänglich teils heftige Diskussionen über den Zweck dieses großen Schutzgebietes. So ein Jubiläum lässt aber auch zurückblicken auf das Engagement und den Einsatz vieler Menschen und ungemein vieler Initiativen und Aktionen zur Bewusstseinsbildung für den Wert dieser einzigartigen Landschaft.

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Vom Wasser und vom Licht

Der Naturpark Texelgruppe wurde im September 1976 gegründet und ist der zweitälteste Naturpark Südtirols. Der rund 31.391 ha große Naturpark, innerhalb dessen Grenzen das Pfossental und der Lazins-Schneebergerzug als Natura 2000 Gebiete ausgewiesen sind, zählt zu den wertvollsten und schönsten Flecken, die Südtirol zu bieten hat. Ein außergewöhnlicher Reiz geht von der Vielfalt und Gegensätzlichkeit seiner Elemente aus. Unter den Formenelementen in der Landschaft verleihen glitzernde Wasser- und Schneeflächen, funkelnde Bergseen, Wasserfälle und Bachläufe dem Naturpark einen ganz außergewöhnlichen Reiz. Wasser ist aber nicht nur Landschaftsmaler, sondern beweist darüber hinaus in imposanter Manier seine formende und landschaftsgestaltende Kraft. Die Vielseitigkeit des Phänomens Wasser kommt treffend im Untertitel „Vom Wasser und vom Licht“ zum Ausdruck

Alle Höhenstufen der Alpen sind auf kleinstem Raum vereint, seltene Tiere und Pflanzen haben hier ihre Heimat. Blühen in Talniederungen frostempfindliche Pfirsich- und Magnolienbäume, so finden wir auf markanten Dreitausendern Gletscherhahnenfuß und Alpen — Mannsschild, die den unwirtlichen Lebensbedingungen des Gebirgsklimas trotzen. Faszinierend ist ebenso der Kontrast zwischen den trockenen,

sonnendurchfluteten Lärchenwäldern im westlichen Teil des Naturparks und den schattigen Fichten- und Zirbenwäldern im niederschlagsreichen Osten. Nicht zuletzt sind die blumenbunten Alm- und Bergmahdregionen, die der Bergbauer in Jahrhunderte alter Tätigkeit geschaffen hat, Hotspots der Biodiversität.

Zielsetzungen vor 50 Jahren

Der außergewöhnliche Charakter des Naturparks Texelgruppe war ausschlaggebend für die Unterschutzstellung dieses Gebietes vor 50 Jahren. Ein Glück, dass besorgte Menschen vor einem halben Jahrhundert mit großem Weitblick dieses einzigartige Schutzgebiet ausgewiesen haben.

Erstrebenswertes Ziel der Pioniere war es, genügend große Landschaften im Nahbereich landwirtschaftlicher Intensivkulturen eines dicht besiedelten Raumes und des wohl größten touristischen Ballungsraumes Südtirols, in ihrem Urzustand zu belassen, damit sie auch für nachfolgende Generationen ihre Funktionen als Erlebnis- und Erholungsraum erfüllen können. Ihre Überzeugung, dass Landschaft ein Gut ist, von dem der Mensch ganzheitlich lebt, ist heute aktueller denn je. Neben allen ökonomischen Erfordernissen darf nicht übersehen werden, dass es auch ethische, psychische, ästhetische, hygienische Gründe gibt, die Landschaft zu pflegen und zu schützen.

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Scheuer Waldbewohner: der Dreizehenspecht

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Von ursprünglicher Schönheit: die Andelsalm im Lazinsertal. Im Hintergrund schneebedeckte Gipfel am Gurgler Kamm.

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Zarte Schönheit: Kleines Alpenglöckchen Fotos: Arnold Rinner

Autor Arnold Rinner

Ökologischer Informationsund Bildungsauftrag Neben diesen Zielsetzungen ist für die Naturparkverwaltung der ökologische Informationsund Bildungsauftrag von besonderer Wichtigkeit. Um Inhalte und Ziele des Naturparks an die Öffentlichkeit zu bringen und die positive Einstellung der Naturparkidee zu fördern, finden vielfältige Informationsträger Verwendung: Veröffentlichungen in Buchform, Faltblätter, Wanderkarten, Zeitschriften und verschiedene Broschüren informieren über den Naturpark und seine Besonderheiten. Anlaufstelle für vertiefende Informationen rund um den Naturpark Texelgruppe ist seit 1984 das Naturparkhaus in Naturns, das ab 2024 in einem Neubau untergebracht ist und seit 2009 das Bunker Mooseum in Moos. Besonders effiziente Werbeträger für den Naturpark sind saisonal angestellte Schutzgebietsbetreuer und ausgebildete Wanderführer. Ihre Bemühungen sind darauf ausgerichtet, den Besucher*innen ein hautnahes Naturerlebnis zu vermitteln und zu begeistern für die Natur, für die Bedeutung und für die Werte der Natur und des Naturparks. Was bringt dieser Naturpark und was können wir dazu beitragen, dass diese wertvolle, vielfältige Natur im Naturpark für die Zukunft erhalten bleibt?

Langfristig erfolgreiche Naturschutzarbeit setzt auf Partnerarbeit und Zusammenarbeit mit allen Naturnutzer*innen. Eine besonders wichtige Aufgabe sieht die Naturparkverwaltung in der Vertrauensbildung mit den privaten Grundbesitzer*innen, dass sie Flächen bewirtschaften und Biodiversität erhalten und noch weiter ausbauen.

Förderung nachhaltiger und umweltverträglicher Entwicklung der Region Um diese Ziele zu erreichen, hat der Naturpark seit seiner Gründung vor 50 Jahren mit Mitteln des Landes Südtirol und der EU unzählige Projekte gefördert. Erwähnt seien Maßnahmen zur Erhaltung der Kulturlandschaft wie Landschaftspflegeprämien (Mähprämien) oder Landschaftspflegebeiträge (Erhaltung von Landschaftselementen). Saisonal angestellte Wegarbeiter sorgen für die Instandhaltung des Wanderwegenetzes. Gefördert werden auch naturpädagogische Maßnahmen und touristische Angebote. Durch die Vernetzung von Naturschutz, Berglandwirtschaft, regionaler Wirtschaft, Tourismus, Kultur und dank der vielen Projekte trägt der Naturpark Texelgruppe maßgeblich zur Zukunftssicherung dieser einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft bei. „Trotz aller Maßnahmen“, meinte der frühere Landesrat Michl Laimer, „dürfen wir auch in Zukunft nicht nachlassen im Bemühen, diesem schönen Flecken Erde mit großer Sensibilität zu begegnen, ihn zu pflegen und zu erhalten. Dies kann auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn es uns gelingt, auf veränderte Herausforderungen und Bedürfnisse der Bevölkerung neue Antworten zu finden und jeden Tag aufs Neue den Balanceakt zwischen Schützen und Nützen wagen.”

Das Jubiläumsjahr bietet ein vielfältiges Programm mit zahlreichen Initiativen, Aktionen und Projekten. Die offizielle Jubiläumsfeier findet am Samstag, den 9. Mai mit Beginn um 15 Uhr im Naturparkhaus in Naturns statt. Die Gemeinde Moos hat zum 50-jährigen Jubiläum Briefköpfe mit dem Naturparklogo bedruckt und plant im Sommer eine Ausstellung im Bunker Mooseum.

Sehr geehrte Frau Mazzari, haben Sie (kurz) Zeit auf einen Kaffee?

Sie trägt pinken Lippenstift, eigentlich haben wir einer Physiotherapeutin zu verdanken, dass sie den Posten angetreten hat und ihr liebstes Hobby ist „tummtian“ mit Freunden. Sie sagt von sich selbst, dass sie immer wieder Fehler macht und wenn sie nicht hier wäre, wäre sie in einem anderen Bereich tätig, Hauptsache „gschaftln“. Ja, von wem sprechen wir hier? Ganz sicher nicht von der Schuldirektorin des Schulsprengels St. Leonhard, oder? Doch. Und sie nimmt sich ausgiebig Zeit für unser Interview.

Frau Mazzari, was verschlägt sie ins Passeiertal und was macht eine Schuldirektorin eigentlich genau?

Autorin Melanie Gögele

Die Wurzeln von Karin Mazzari liegen teilweise im Passeiertal und hier wohlgefühlt habe sie sich immer schon, sagt sie. Noch heute erinnert sie sich gerne daran, wie sie als Kind „Schwarzberlen“ gesammelt hat, ja sogar Ziegen hat sie gehütet und das Skifahren habe sie in Pfelders gelernt. Am Ende hat aber eine Meraner Physiotherapeutin dazu beigetragen, dass sie sich definitiv um die Stelle bewarb. Sie sagte „alle meine Passeirer Kund*innen sind so nette Leute, da passt du gut hin.“ Und so nahmen die Dinge ihren Lauf und Karin Mazzari sitzt bereits seit drei Jahren auf dem Direktorinnensessel. „Wenn ich wollte, könnte ich 24 Stunden arbeiten, etwas gibt es immer zu tun“ erzählt sie. „Direktorin zu sein bedeutet gewissermaßen, einen kleinen Betrieb zu führen, nein, eigentlich einen großen Betrieb, denn ich habe ca. „100 Angestellte“.“ Frau Mazzari ist Rechtsperson der Schule, das heißt sie ist verantwortlich, wenn etwas schiefläuft, aber auch verantwortlich dafür, dass alles gut läuft und wenn Kinder

im Direktorinnenbüro landen, kann auch sie keine Wunder bewirken, gibt sie lachend zu.

„Meine Hauptaufgabe ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es jeder Schülerin und jedem Schüler ermöglichen, gut lernen zu können“

betont sie „es geht in der Schule um die Kinder und Jugendlichen und nur um sie.“ Karin Mazzari verwaltet außerdem die Geldmittel, die der Schule zur Verfügung stehen, alle Schulgebäude, das Personal und die Lehrmittel. Sie organisiert Projekte, die Stundenpläne, sorgt für die kontinuierliche Qualität des Unterrichts, bewertet Lehrerinnen und Lehrer und organisiert Fortbildungen. Sie ist in engem Austausch mit der Gemeinde, den örtlichen Behörden, aber auch den Carabinieri und dem Jugendgericht. „Zum Glück liegt es mir, mit allen möglichen Ansprechpartner*innen zu kommunizieren, das ist ein entscheidender Vorteil in meiner Position“, verrät die ehemalige Biologielehrerin.

An den Passeirer Kindern fasziniere sie so sehr, dass sie wertvolle Fähigkeiten besitzen,

die in der Stadt bereits weniger zu beobachten seien, vor allem im handwerklichen und praktischen Bereich. „Diese Fähigkeiten, die Kinder aus dem ländlichen Bereich mitbringen, gehören gefördert und geschätzt, das ist mir ein großes Anliegen“, betont Mazzari.

Welches sind ihre größten Herausforderungen aktuell?

Wie alle Unternehmer*innen, beschäftigt auch eine Schuldirektorin der Personalmangel. „Es ist extrem schwierig, Personal zu finden und vor allem geeignetes Personal“, gibt Mazzari zu. Jedes Jahr im August bangt sie bereits darum, ob sie wohl genug Personal für das kommende Schuljahr zusammentrommeln kann.

„Die Schule steht heutzutage vor ganz besonderen Herausforderungen“, sagt sie, „umso mehr wird es wichtig, ein Schulsystem zu schaffen, das in die Welt der Kinder und Jugendlichen passt.“

Dafür benötige sie geeignetes Personal, eines, das ins Tal fahren und sich hier einbringen möchte, das werde immer schwieriger, sagt sie. Karin Mazzari unterstreicht die wertvolle Unterstützung der Gemeinde, zum Beispiel bei der Wohnungssuche für Italienischlehrer*innen, die dringend gebraucht wurden und ohne Unterbringung vor Ort die Stelle nicht angetreten hätten. Sie unterstreicht, dass es damals wie heute ein ganzes Dorf brauche, um unsere Kinder zu erziehen. Die Zusammenarbeit mit dem Kindergarten und dem Sozialsprengel sei essenziell, wobei ein Nachmittagsangebot für Kinder fehle, die in der Familie selbst nicht gut begleitet werden können.

Wie gehen Sie mit den Herausforderungen um, die durch die zunehmende Heterogenität der Schüler*innenpopulation entstehen?

„Wir haben aktuell noch sehr wenige Kinder mit Migrationshintergrund an unseren Schulen, wahrscheinlich wird dies durch den Bedarf an Mitarbeiter*innen in verschiedenen wirtschaftlichen Sektoren nicht so bleiben und wir werden uns auf den Weg machen, auch diese Schüler*innen gut zu begleiten.“

Mobbing und Gewalt, ein herausforderndes Thema, wie gehen Sie damit um? Wie sollten Eltern und Kinder oder Jugendliche sich verhalten, wenn Sie betroffen sind?

„Ganz wichtig ist es, nicht wegzugehen“, betont sie, „weder als Kind, als Lehrperson noch als Elternteil“. Die Unterscheidung zwischen Mobbing und normalen Konflikten sei dabei aber sehr wichtig. „Für Kinder und Jugendliche ist es sehr wichtig, auch Konflikte selbst lösen zu können, sie müssen das von klein auf lernen und es hilft wenig, alle Probleme vorab für sie aus dem Weg zu räumen, wozu sogenannte „Rasenmäher-Eltern“ leider oft tendieren“, betont Mazzari mit einem Augenzwinkern. Konflikte selbst zu lösen, sei aber fundamental, um soziale Fähigkeiten zu erwerben, die auch im späteren Leben wichtig sind.

Wie sieht die Zukunft aus, haben Sie eine Vision? „Ich wünsche mir wirklich sehr, dass Schule in Zukunft mehr in die Welt der Schülerinnen und Schüler passt, dass wir es schaffen, uns an die Begebenheiten, Anforderungen und Realitäten anzupassen und uns einmal trauen, über den Tellerrand der Schule hinauszublicken.“ Karin Mazzari blüht auf, wenn sie darüber spricht, wohin sich Schule entwickeln könnte, wenn alle im System mutig sein würden, wenn man sich trauen würde, Altes, Festgefahrenes und Unnötiges über den Haufen zu werfen. Sie wünscht sich ein Schulfach „Zukunft“, bei dem Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Lehrpersonen über ihre Zukunft nachdenken und Pläne schmieden können.

Mit Frau Mazzari haben wir zum Glück eine vorausschauende, moderne Frau an der Spitze des Schulsprengels, die laut eigenen Angaben auf drei Sätze des bekannten Journalisten Benedikter vertraut: Wer bist du? Was kannst du? Wohin geht deine Reise?

Mit Ihnen Frau Mazzari, ganz sicher, in die richtige Richtung.

Vielen Dank für Ihre Zeit.

Räume öffnen, Vertrauen schenken

Wenn Erwachsene loslassen, fangen Jugendliche an

„Empowerment“ wird in der Jugendarbeit derzeit häufig als Antwort auf vermeintliche Motivationslosigkeit, Passivität oder fehlendes Engagement junger Menschen genannt. Doch ein genauerer Blick zeigt: Wenn Jugendliche gelangweilt, frustriert oder desinteressiert wirken, liegt das meist nicht an ihnen selbst. Jung zu sein und zugleich kaum Macht zu haben, um das eigene Leben und die Gesellschaft mitzugestalten, ist eine Erfahrung, die viele Jugendliche teilen. In ihrem Alltag bewegen sie sich überwiegend in einer von Erwachsenen bestimmten Welt. Sie müssen sich an Regeln, Strukturen, Rhythmen und Werte anpassen, die andere festlegen und die ihren eigenen Bedürfnissen oft widersprechen. Gleichzeitig fehlen ihnen Freiräume, in denen sie sich selbst ausprobieren, bewegen und entwickeln können. In vielen Bereichen werden sie von Entscheidungsprozessen von Anfang an ausgeschlossen. So lernen Jugendliche früh, dass Erwachsene über sie bestimmen –und dass sie nur dann wahrgenommen werden, wenn sie Erwartungen erfüllen, sich anpassen und funktionieren –und das ist nun mal langweilig. Eigene Gefühle, Ideen, Wünsche und Bedürfnisse müssen dabei häufig zurückgestellt werden. Rückzug, Apathie oder auch aggressive Haltungen sind vor diesem Hintergrund weniger überraschend als vielmehr nachvollziehbare Reaktionen auf solche Machtverhältnisse. Dabei ist das gesellschaftliche Engagement junger Menschen von zentraler Bedeutung für Zusammenhalt, Solidarität und ein funktionierendes Miteinander in unserer Gesellschaft. Empowerment zielt darauf ab, Jugendliche zu stärken, ihre eigenen Ziele zu erkennen, ihre Fähigkeiten zu nutzen

und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Voraussetzung dafür sind verlässliche Beziehungen, Vertrauen und Räume, in denen junge Menschen ernst genommen werden, mitentscheiden können und die nötigen Rahmenbedingungen erhalten, um ihre Ideen umzusetzen. Als solche Freiräume und Experimentierfelder fungieren unter anderem auch unsere dorfeigenen Jugendräume. Die Passeirer Jugendräume sind Orte der Begegnung und werden als Vereinsräume von SKJ, Jungschar und weiteren Ehrenamtlichen sowie vom Jugendbüro Passeier für die Offene Jugendarbeit freigegeben. Das Jugendbüro hat in Zusammenarbeit mit den Gemeinden eine Regelliste für alle Jugendräume erstellt und behält die vereinbarte Schlüsselregelung im Überblick. Zudem ist das JUBPA aktuell wieder monatlich in Pfelders, Platt, Stuls und Walten zu Besuch. Direkt vor Ort,in diesen kleineren Fraktionen des Tales, versuchen die Mitarbeitenden jungen Menschen genau dieses Empowerment zu übergeben. Jugendliche dürfen sich bei offenem Rahmenprogramm frei treffen, Wünsche äußern und eigene Ideen einbringen. Je nach Interesse kann sich dabei auch alles um die Weiterentwicklung und Gestaltung der Räumlichkeiten, um das Mitwirken im Dorf- und Vereinsgeschehen oder um die Planung toller Ausflüge drehen. Dabei ist derzeit jede Dorfjugend an einem anderen Punkt – und das ist gut so. Wichtig ist uns vom Jugendbüro nur, dass alle Gruppen mit ihren eigenen

Bedürfnissen ernst genommen werden und ihnen dabei vermittelt wird, dass ihre eigenen Ziele möglich und erreichbar sind. So hat sich in Pfelders seit Herbst vergangenen Jahres wieder eine neu gegründete SKJ Ortsstelle entwickelt, die mit Unterstützung von engagierten Erwachsenen, jung, motiviert und aktiv das Dorfleben mitgestalten möchte. Letztens wurden Bastel-, Ausschank- und Lotterie-Aktionen, eine eigenständig geplante Jugendmesse sowie ein Watt-Kurs verwirklicht. Im Stuller Jugendraum treffen sich kontinuierlich zwei Alters- bzw. Freundesgruppen wöchentlich, um eine tolle gemeinsame Zeit zu verbringen. In Platt wird der Jugendraum von Jugendlichen aus dem Dorf auf Vordermann gebracht und in Walten konnte in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den örtlichen Vereinen ein neuer, größerer und attraktiverer Raum für die tatkräftige SKJ Ortsgruppe gewonnen werden. All diese Entwicklungen der letzten Monate konnten unter anderem deshalb entstehen, weil direkt bei den Ausgangspunkten und Wünschen der Jugendlichen angesetzt, ihnen das nötige Vertrauen geschenkt und das Zepter übergeben wurde. Spannend, was mit dem Empowerment von Jugendlichen zukünftig noch alles entstehen wird. Alle Jugendlichen, die neugierig sind – meldet euch bei uns, im JUBPA. Wir hören euch zu.

Wir nehmen euch ernst.

Wir schaffen offene Rahmen.

David Lanthaler

JUBPA Kickstart

Ein guter Start in den Schultag

Seit November sorgt das Jugendbüro Passeier mit dem neuen Projekt „JUBPA Kickstart“ für einen gelungenen Start in den Schultag. Einmal im Monat stehen Mitarbeiter*innen am Morgen auf dem Schulweg der Mittelschule St. Leonhard und begrüßen die Jugendlichen mit kostenlosen gesunden Snacks, einem warmen Getränk und einem offenen Ohr.

Ziel der Initiative ist es, Jugendliche dort zu erreichen, wo ihr Alltag beginnt. Doch es geht um weit mehr als nur eine kleine Stärkung: Die kurzen Begegnungen ermöglichen unkomplizierte Gespräche, schaffen Vertrauen und stärken Beziehungen. Gleichzeitig wird das Jugendbüro Passeier sichtbar und kann über aktuelle Aktionen,

Die Begegnungen am frühen Morgen ermöglichen einen Zugang und tolle Gespräche mit den Jugendlichen.

Projekte und Angebote der Jugendzentren informieren.

Besonders erfreulich ist die Unterstützung aus dem Tal. Passeirer Läden und Firmen beteiligen sich als Sponsoren und helfen mit, das Projekt möglich zu machen. Ein besonderes Highlight war der Kickstart im Dezember: Neben warmen Getränken durften sich die Jugendlichen über köstliche Weihnachtskekse freuen, die für eine festliche Stimmung am frühen Morgen sorgten.

Nach den erfolgreichen ersten Monaten hat sich bereits gezeigt, wie wertvoll dieses niederschwellige Angebot ist. Die positiven Rückmeldungen der Jugendlichen bestätigen, dass kleine Gesten eine große Wirkung haben können. Das Jugendbüro Passeier freut

HOLZ-PELLETS

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sich darauf, JUBPA Kickstart weiterhin einmal im Monat umzusetzen und so auch künftig zu einem gesunden und motivierten Start in den Schultag beizutragen. Wir bedanken uns bei allen Sponsoren für die Unterstützung bei unserem Pilotprojekt und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit. Valeria Glira

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Ju G endbüro P ASS eier

Mobilität, die verbindet

Busverleih

des Jugendbüro Passeier

Mobilität ist ein zentraler Bestandteil gelingender Jugendarbeit. Aus diesem Grund stellt das Jugendbüro Passeier seinen Mitgliedsvereinen seit vielen Jahren zwei 9-Sitzer-Kleinbusse zur Verfügung: einen VW Caravelle mit Standort in St. Leonhard sowie einen Ford Transit mit Standort in Moos in Passeier.

Die beiden Kleinbusse stehen in erster Linie für Aktivitäten des Jugendbüro Passeier zur Verfügung. Darüber hinaus können sie von den Mitgliedsvereinen des „Netzwerk Jugendarbeit Passeier“ sowie von den Gemeinden ausgeliehen werden. Während der Sommermonate gilt ein Ausleihstopp, da die Busse für die Sommerprojekte täglich benötigt werden.

Ein Blick auf das Jahr 2025 zeigt eindrucksvoll, wie stark dieses Angebot genutzt wird: Der VW-Bus war an 166 Tagen im Einsatz, der Ford-Bus an 157 Tagen. Besonders hervorzuheben ist, dass 16 verschiedene Vereine im Jahr 2025 auf den Busverleih zurückgegriffen haben. Diese Zahl unterstreicht den hohen Stellenwert des Angebots für die Jugendarbeit im Passeiertal. Für die Planung steht ein Online-Kalender auf der Homepage des Jugendbüro Passeier zur Verfügung, in dem die Verfügbarkeit der Kleinbusse eingesehen werden kann. Reservierungen sind zudem telefonisch möglich. Der reibungslose Betrieb der beiden Kleinbusse ist für das Team des Jugenddienstes mit einem nicht zu unterschätzenden zeitlichen Aufwand verbunden. Die Fahrzeuge müssen regelmäßig innen und außen gereinigt, gewartet und technisch überprüft werden. Dazu kommen Kontrollen,

Inspektionen, Reifenwechsel sowie weitere organisatorische Aufgaben, die notwendig sind, um Sicherheit, Zuverlässigkeit und einen einwandfreien Zustand der Busse zu gewährleisten. Dieser Einsatz im Hintergrund ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Kleinbusse das ganze Jahr über zuverlässig für die Jugendarbeit zur Verfügung stehen können. Ein besonderer Dank gilt unserer Versicherungsagentur aus St. Leonhard, über die beide Kleinbusse versichert sind. Sie ist ein langjähriger und verlässlicher Partner des Jugenddienstes und wir möchten uns vor allem beim Leiter

der Agentur für die sehr gute Zusammenarbeit und die finanzielle Unterstützung in den vergangenen Jahren bedanken. Diese Unterstützung trägt wesentlich dazu bei, dass das Mobilitätsangebot für die Jugendarbeit im Passeiertal weiterhin möglich ist. Ein weiterer Dank gilt unserem Mobility Partner aus Meran. Die gute Zusammenarbeit mit der Firma und die fachliche Unterstützung leisten einen wertvollen Beitrag dazu, dass die Mobilität für die Jugendarbeit im Passeiertal nachhaltig gesichert werden kann. Thomas Schölzhorn

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Aktiv-Kreativ-Sommer und Sommerkindergarten 2026

Auch in diesem Sommer 2026 bietet der Jugendtreff St. Martin in Passeier wieder ein vielfältiges Ferienangebot für Kinder und Jugendliche. Vom 29. Juni bis zum 28. August 2026 finden der Aktiv-Kreativ-Sommer sowie der Sommerkindergarten statt. Insgesamt läuft das Projekt über neun Wochen und wird von der Familienagentur

des Landes sowie von der Gemeinde St. Martin finanziell und organisatorisch unterstützt. Das detaillierte Programm befindet sich zu Redaktionsschluss noch in Ausarbeitung. Bereits fix sind jedoch einige Highlights: Beim Aktiv-Kreativ-Sommer dürfen sich die Kinder und Jugendliche unter anderem auf ein Hüttenlager und

Aktiv-Kreativ-Sommer und der Sommerkindergarten

Einschreibungen in die Musikschule 2026/27

1. – 31.3.2026

ONLINE über das Südtiroler Bürgernetz „myCIVIS“ mittels Spid

Informationen unter:

Musikschule Meran/Passeier Kirchweg 32

St. Leonhard in Passeier T 0473 656 717 www.musikschule.it

die Ritterspiele in Schluderns freuen. Im Sommerkindergarten stehen Naturerfahrungen im Wald, kreatives Entdecken und das Erleben von Gemeinschaft im Mittelpunkt. Weitere Informationen für interessierte Familien gibt es demnächst über die bewährten Infokanäle, sobald das Programm fix und die Anmeldefristen definiert sind.

Ju G endtreff St. mA rtin
Sommer, Sonne und Spaß versprechen der
in St. Martin. Fotos: Jugendtreff St. Martin

Vereine & Verbände

Vollversammlungen

Ehrungen

Jubiläen

Veranstaltungen

Vorankündigungen

Danksagungen

Rückblicke

Vereinsgründung

Gemeinschaftsübung

m u S i KKAP e LL e Andre AS h ofer

Vollversammlung und Neuwahlen

Mit dem Ende des Musikjahres 2025 blickte die Musikkapelle Andreas Hofer auf ein gelungenes Jubiläumsjahr zurück, das ganz im Zeichen des 170-jährigen Bestehens stand. Den würdigen Abschluss bildete die Vollversammlung am 23.1.2026, bei der neben dem Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr auch die Neuwahl des Vorstandes auf der Tagesordnung stand. Alle Mitglieder der Kapelle, der Kapellmeister Moritz Telser sowie Kulturreferentin Magdalena Haller versammelten sich im Probelokal der Kapelle zur alljährlichen Vollversammlung. Obmann Michael Pamer begrüßte alle Anwesenden herzlich und ließ in seinem Bericht ein vielfältiges Musikjahr Revue passieren, das ganz im Zeichen des 170-jährigen Jubiläums stand. Auch Kapellmeister Moritz Telser hob besonders das traditionelle Osterkonzert hervor, bei welchem sein musikalisches Programm mit einer Bild- und Lichtshow umrahmt wurde und somit zu einem ganz besonderen Konzert für ihn, den Musikantinnen und Musikanten und dem Publikum wurde. Nach weiteren Berichten und Zusammenfassungen der Ausschussmitglieder

wurde schließlich die Neuwahl des Vorstandes durchgeführt. Die Leitung der Versammlung übernahm dabei Kulturreferentin Magdalena Haller. Michael Pamer, Claudia Pircher, Stefan Pixner, Jakob Hofer, Josef Zipperle und Katharina Ennemoser stellten sich erneut der Wahl. Miriam Pamer kandidierte hingegen nicht mehr für den Vorstand. Neu vorgeschlagen wurden Anna Pamer und Simon Ratschiller. Sämtliche Kandidatinnen und Kandidaten wurden einstimmig in den Ausschuss gewählt. Das Amt des Obmannes übernimmt Michael Pamer somit erneut für die kommenden drei Jahre. Die anderen bereits amtierenden Vorstandsmitglieder wurden in ihrem Amt bestätigt und die Neugewählten ergänzen das Amt des Jugendleiters. Mit den Neuwahlen wurde der offizielle Teil der Vollversammlung beendet. Im Anschluss nutzten die Anwesenden die Gelegenheit, bei einer Marende noch zusammenzusitzen, sich auszutauschen und auf das vergangene Musikjahr zurückzublicken. Bei geselligem Beisammensein fand der Abend einen gemütlichen Ausklang. Katharina Ennemoser

Musikkapelle Rabenstein

Jährlich am Cäciliensonntag treffen sich die Musikantinnen und Musikanten mit ihren Partner*innen zum gemeinsamen Mittagessen. Es wird zurückgeschaut auf 14 Auftritte im abgelaufenen Jahr und es werden Ehrungen verteilt. Heuer, betonte die Obfrau Julia Gufler, war es eine Besonderheit. Die Ehrenurkunde in Gold für die 40-jährige Mitgliedschaft erhielt nämlich ihr Vater Karl Gufler und die Ehrenurkunde in Silber für die 25-jährige Mitgliedschaft ihr Mann Markus Graf.

Im Frühjahr 2025, beim Josefikonzert in Moos, wurde Siegfried Ennemoser die Ehrenurkunde in Gold für die 40-jährige Mitgliedschaft überreicht, da er bei der Cäcilienfeier 2024 aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein konnte. Allen Musikantinnen und

Musikanten gebührt ein herzlicher Dank und die Rabensteiner wünschen allen noch weiterhin viel Freude am Musizieren. Waltraud Gatterer

links

v.l.n.r.: Fabian Gufler, Anna Gufler, Simon Gufler, Julia Gufler (Obfrau), Siegfried Ennemoser, Gilbert Gufler (Kapellmeister), Armin Gufler

rechts

vorne v.l.n.r.: Anna Gufler, Karl Gufler, Markus Graf, Julia Gufler (Obfrau) hinten v.l.n.r.: Simon Gufler, Fabian Gufler, Gilbert Gufler (Kapellmeister), Armin Gufler

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Krippenverein feiert 35 Jahre mit besonderer Ausstellung

Sie gehört in jedes Haus, gerade zur Weihnachtszeit: die Krippe. Der Krippenverein Passeier-Riffian-Dorf Tirol widmet sich seit nunmehr 35 Jahren der Krippenbaukunst im Passeiertal. Zum Jubiläum gab es eine besondere Ausstellung im Dorfhaus im Rahmen der Mårtiner Sternstundn.

Mit viel Liebe zum Detail gestalten die Mitglieder des Krippenvereins PasseierRiffian-Dorf Tirol seit nunmehr 35 Jahren ihre kunstvollen Weihnachtskrippen. In den ersten 15 Jahren seines Bestehens war es noch der Krippenverein St. Martin, der sich um eine bildhafte Veranschaulichung des Geschehens rund um die Geburt Christi bemühte, vor nunmehr zwanzig Jahren erfolgte der Zusammenschluss zum heutigen Krippenverein PasseierRiffian-Dorf Tirol.

Liebe zum Detail und Ausdauer

In einer traditionellen

Weihnachtskrippe stecken mindestens 60 bis 70 Arbeitsstunden, weshalb angebotene Krippenbaukurse meist über mindestens zwei Monate gehen. Wer seine eigene Krippe bauen will, braucht demzufolge nicht nur Liebe zum Detail, sondern auch Ausdauer. „Es ist eine Tradition, die in den vergangenen Jahren wieder neuen Aufschwung erfahren hat“, sagt Obfrau Helga Prünster. „Vor allem viele junge Familien entdecken die Leidenschaft fürs

Krippenbauen.“ Daher bietet der Verein immer wieder Krippenbaukurse an.

Ausstellung im Dorfhaus von St. Martin Im diesjährigen Jubiläumsjahr haben 16 Einzelpersonen und Familien am Krippenbaukurs des Krippenvereins Passeier-RiffianDorf Tirol teilgenommen. Die unlängst stattgefundene Ausstellung im Dorfhaus von St. Martin im Rahmen der Mårtiner Sternstundn zeigte aber nicht nur diese neuen Krippen, sondern eine Reihe von faszinierenden Ausstellungsstücken aus

vergangenen Zeiten wie etwa eine 37 Jahre alte Krippe, die noch vor der Gründung des Vereins durch Johann Raich „Pfeiftoler Hans“ (†) gefertigt wurde. Am Sonntag, den 14. Dezember wurde die Ausstellung offiziell eröffnet und die 40 ausgestellten Krippen durch Diakon Hermann Pirpamer gesegnet. Die Krippenausstellung am 13. und 14. Dezember im Dorfhaus von St. Martin war ein voller Erfolg.

St. mA rtin

1 Die Krippenausstellung im Dorfhaus von St. Martin stieß auf großes Interesse.

2

Diakon Hermann Pirpamer, die Präsidentin des Krippenvereins Passeier-RiffianDorf Tirol Helga Prünster, Gemeindereferentin

Martina Ilmer und Gustl Senoner freuten sich über die gelungenen Krippen.

3

Diakon Hermann Pirpamer segnete die ausgestellten Krippen.

Krippenschätzspiel zum Jubiläum

Bei der Eröffnung der Mårtiner Sternstundn konnte man an einem Krippenschätzspiel teilnehmen und das Gewicht der handgefertigten Krippe von Vereinsobfrau Helga Prünster schätzen. Wer mit seiner Schätzung am nächsten dran war, gewann bei der offiziellen Preisverleihung am 21. Dezember in St. Martin den Hauptpreis. Die Krippen des Vereins wurden nicht nur in St. Martin, sondern auch auf Schloss Tirol anlässlich des Tiroler Schlossadvents ausgestellt. Maria Pichler

Theaterverein Plotterwind

Mit neuem Ausschuss und neuem Theaterstück in das neue Jahr 2026

Der Theaterverein Plotterwind startet mit neuem Elan und einem neuem Theaterstück in das neue Jahr 2026. Im Herbst wurde bei der Jahreshauptversammlung der neue Ausschuss gewählt, der sich gleich mit Tatendrang daran machte, wieder interessierte Spielerinnen und Spieler für ein neues Theaterstück zu gewinnen. Nicht lange musste gesucht werden und bald begannen die Proben und die Organisation für das Stück „Charleys Tante relouded“ von Winnie Abel oder in der Pseirer Übersetzung „Die Nichten wern’s schun richten“. Die Besucher*innen dürfen sich auf ein humorvolles Stück voller Überraschungen freuen, welches an folgenden Tagen in der Turnhalle Platt präsentiert wird:

Samstag, 28.2.2026 um 19.30 Uhr, Sonntag, 1.3.2026 um 14.30 Uhr und am darauffolgenden Wochenende Freitag, 6.3.2026 um 19.30 Uhr, Samstag, 7.3.2026 um 19.30 Uhr und Sonntag, 8.3.2026 um 14.30 Uhr.

Der Theaterverein freut sich auf zahlreiche Besucher*innen, denn der Eintritt der freiwilligen Spenden wird seit jeher für wohltätige Zwecke verwendet. Auch letztes Jahr kamen die Einnahmen einer hilfsbedürftigen Familie aus dem Passeiertal zu Gute. Silvia Christanell

Der neuer Ausschuss v.l.n.r.: Birgit Pixner, Mathilde Baumgartner, Silvia Christanell, Veronika Raffl und Katrin Insam

Fotos: Alexander Pamer
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Sturm

auf das Seniorenheim

Es mag dem Laien völlig fremd erscheinen, wenn die Bühnenstürmer Schweinsteg ihr Lager im Seniorenheim St. Leonhard aufschlagen. Den Kenner*innen wiederum dürfte gleich klar sein, diese passionierten Freizeit-Theaterspieler*innen sind erneut auf Tournee gegangen. Am 23. Januar 2026 wurden kurzerhand bei den Arbeitsstellen Freistunden eingetragen, um dieses soziale Projekt am Leben zu erhalten. Als eine „unvergessliche Erfahrung“ wurde die Aufführung im letzten Jahr bezeichnet und gleichsam wird diese heuer wieder allen beteiligten Bühnenstürmern in Erinnerung bleiben.

Die Aufregung war auf beiden Seiten spürbar, denn Spieler*innen wie auch

Zuschauer*innen wussten im Voraus nicht genau, was auf sie zukommen wird. Für die Darstellenden war es in mehrfacher Hinsicht eine Herausforderung, mussten sie doch, fern der gewohnten Umgebung, auf einer improvisierten Bühne die Aufführung in Angriff nehmen. Dem Publikum schien es zu gefallen, denn der Saal war prall gefüllt und die Aufmerksamkeit war bis zur letzten Minute ungebrochen. Voller Hingabe, mit so manchem Späßchen, ja sogar mit dem ein oder anderen Hoppala wurde das Stück „Das Damische Duo“ im Aufenthaltsraum zum Besten gegeben. Dabei hat die Bäuerin Dora Dorn, eine ausgesprochene MännerFeindin, zusammen mit ihrer Tochter Juli und der

Dirn Cilli neben der Bewirtschaftung des Hofes keine leichte Aufgabe. Schleichen sich doch mit zwei, gleichsam ungewöhnlichen wie „unbrauchbaren Dirnen“, Hallodri am Hof als Hilfskräfte ein. Auch der Bruder von Dora ist keine Hilfe, befindet er sich als Witwer wieder auf Brautschau. Der Freund von Juli, der nur als einfacher Knecht sein Dasein fristet, wird nicht akzeptiert, wodurch er die ein oder andere Abreibung erfährt. Im Laufe des Stücks taucht auch noch der als verschollen geglaubte Vater von Juli auf, um sich mit Dora zu versöhnen. Trotz seiner vielen Versuche fällt es Mutter wie Tochter schwer, seine Entschuldigungen anzunehmen. Als dann aber die zwei Hallodri versuchen

den Hof auszurauben, dies jedoch vom Freund sowie vom Vater von Juli vereitelt wird, wendet sich das Stück doch noch einem erfreulichen Ende zu. Im Anschluss an die Aufführung gab es eine herzhafte Stärkung für die Bühnenstürmer, bei der in heiterer Stimmung über die neu gewonnenen Erfahrungen philosophiert wurde. Ein lieber Gruß und ein großer Dank für diesen Nachmittag gehen an die Bewohner*innen sowie die Belegschaft des Seniorenwohnheims St. Barbara. Daniel Raffl

Von der Theaterwerkstatt zum Weihnachtstheater

Siebzehn Kinder im Alter von neun bis elf Jahren probten ab November 2025 zwei Monate lang jeden Samstagvormittag im Vereinshaus von St. Leonhard das Theaterstück „Jesu Geburt – hinter den Kulissen“. Es war ein Weihnachtstheater, das auf Initiative der Gemeinde St. Leonhard und mit Unterstützung des Jugendbüro Passeier von Kindern für Kinder im Rahmen der Liechtr’zeit aufgeführt wurde.

Das Theaterstück handelte von sieben Engeln, die eine Botschaft vom „richtigen Chef“ erhielten, der ihnen auftrug, die Geburt Jesu vorzubereiten. Doch sie hatten ein Problem: Die Botschaft wurde falsch übersetzt und nun sollte das Jesuskind anstatt in einem Palast, in

einem Stall in Bethlehem geboren werden. Aber wo war dieses Betlehem? Ein sprechender Stern zeigte ihnen den Weg. In Bethlehem trafen sie auf sieben Hirten, denen sie die frohe Botschaft verkündeten.

Schlussendlich hatten die Engel – wenn auch mit einigen Schwierigkeiten –es geschafft, Jesu Geburt reibungslos über die Bühne zu bringen. Das Publikum war begeistert von dieser etwas anderen Weihnachtsgeschichte. Musikalisch umrahmt wurden die beiden Aufführungen am Samstag, den 20. und Sonntag, den 21. Dezember 2025 von den beiden jungen, talentierten Ziehharmonikaspielern

Joachim Gufler und Teo Raffl. Die Einnahmen in Form von freiwilligen Spenden gingen

an eine Südtiroler Familie, die kurz zuvor durch einen Hausbrand in große Not geraten war.

Die Kinder waren sehr stolz auf die beiden gelungenen Aufführungen vor dem gefüllten Saal. Besonders freute sie, dass sie durch die beiden Auftritte einen wertvollen Beitrag zum schwierigen Neustart der Familie leisten konnten. Sie möchten sich von Herzen bei den Leiterinnen Birgit Pixner, Lisa Moosmair und Dagmar Ungerer bedanken und hoffen, dass noch viele weitere Projekte mit der Theaterwerkstatt stattfinden werden.

Sara Hillebrand und Marie Mairginter

links

Die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler mit den Leiterinnen (v.l.n.r.) Birgit Pixner, Dagmar Ungerer und Lisa Moosmair.

rechts

Die Aufführungen fanden in der Weihnachtszeit im Vereinshaus von St. Leonhard statt.

St. Leonh A rd

Ein großartiges Jahr

Der Bezirk Passeier blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Am Anfang stand die Planung der Tätigkeiten für das Jahr. Ein Jahr, in dem der Bezirk sein 45-jähriges Bestehen feiern konnte. Im Januar 2025 gingen wir zur Spieleolympiade nach Terlan, die vom Bezirk Bozen veranstaltet wurde. Im Februar fand unsere Mitgliederversammlung beim Unterwirt in St. Martin statt. Auf Einladung des Bezirks Bozen fuhr eine kleine Gruppe zum Faschingsumzug nach Terlan. Im März trafen wir uns zum gemütlichen Beisammensein im Sonnenhof in St. Leonhard. Im April nahmen viele an der jährlichen

Landesversammlung teil.

Im Mai fand das HubertTorggler-Gedächtnis-Tischkegeln in der Haselstaude statt. In diesem Jahr nahmen 114 Mitglieder aus ganz Südtirol teil. Es war ein großer Spaß für alle und alle waren zufrieden. Am 31. Mai reiste eine kleine Gruppe nach Neustift zur Gedächtnismesse für Hubert Torggler, die vom Bezirk Eisacktal geplant wurde. Im Juni beteiligten wir uns an der Triade des Bezirks Vinschgau. Im Juli machten wir einen Tagesausflug auf die Gasserhütte auf die Villanderer Alm und einen Halbtagesausflug zum Gasthaus Hochfirst. Am 9. August war unsere

große Jubiläumsfeier in Stuls. In der Pfarrkirche von Stuls feierten wir eine Messe. Wir hatten die Ehre, dass drei Priester die Messe gestalteten: Pfarrer Florian Öttl, Pfarrer Richard Hofer und Pfarrer Siegfried Pfitscher. Anschließend gingen wir ins Hotel Alpenland, wo wir sehr gut aßen und auch den Nachmittag feierlich verbrachten. Im August machten wir noch einen Halbtagesausflug zum Gasthaus Rabenstein. Im September besichtigten wir die Gärten von Schloss Trauttmansdorff und fuhren zum Gasthof Innerwalten zum Watten. Im Oktober fuhr eine Gruppe zum Kastel-

ruther Spatzenfest und es fand auch unser traditionelles Törggelen im Bucherkeller statt. Im November gab es einen Spielenachmittag im Gasthaus Pfandler Alm. Im Dezember war die Adventsfeier in St. Martin und die Weihnachtsfeier in Eppan.

Der Verein ist ehrenamtlich geführt und möchte sich bei allen Sponsoren und Helfer*innen bedanken. Ohne Hilfe aller könnte der Verein nicht bestehen und jedes Jahr solch schöne Aktivitäten für die Mitglieder planen. Matthias Lanthaler

Ad LAtu S 2025

Gründung des Vereins

„St. Leonhard hilft EO“

Kürzlich fand im Gemeindeamt von St. Leonhard die Wiedergründung des Vereins „St. Leonhard hilft“ statt. Während der ursprüngliche Verein mit demselben Namen unter dem verstorbenen Altbürgermeister Konrad Pfitscher als ungezwungener Zusammenschluss einiger Personen aus dem Dorfleben bestand, wurde er nun entsprechend den neuen Bestimmungen als ehrenamtliche Organisation des Dritten Sektors (EO) mit Gründungsakt und Statuten neu definiert. Das Hauptziel des Vereins ist dasselbe geblieben: finanzielle Überbrückungshilfen für in Not geratene Einzelpersonen

und Familien bereitzustellen, insbesondere bei sozialen Härtefällen wie unerwarteten Schicksalsschlägen (Tod, Unfall, schwere Krankheit…), Arbeitsproblemen oder Altersarmut. Als Tätigkeitsbereich gilt das Einzugsgebiet von St. Leonhard, in Ausnahmefällen kann auch darüber hinaus geholfen werden. Neben der neu gewählten Vorsitzenden Maria Oberprantacher gehören dem Verein folgende Personen als Gründungsmitglieder an: Robert Tschöll, Priska Ennemoser, Albin Pixner, Andrea Marth, Thomas Pichler, Robert Haniger sowie die derzeitigen Pfarrgemeinde-

ratspräsident*innen von St. Leonhard, Walten und Schweinsteg Iris Karnutsch, Albert Oberprantacher und Daniel Raffl.

Sollte jemand selbst in Not geraten oder eine Person kennen, die sich selbst nicht traut, um Hilfe anzufragen, kann er/sie sich jederzeit an die Vorsitzende Maria T 349 5956767 oder eines der oben genannten Gründungsmitglieder wenden. Als Ergänzung wird der Verein auch eine enge Zusammenarbeit mit anderen Vereinen im Dorf und mit dem Sozialund Gesundheitssprengel Passeiertal suchen. Nachdem der Verein den Großteil der Mittel auch

bisher bereits aus freiwilligen Spenden bezogen hat, die meist ohne großes Aufsehen überwiesen wurden, bedankt er sich recht herzlich bei allen, die diese Initiative unterstützt haben und sie auch in Zukunft unterstützen werden. Es gibt eben immer wieder Härtefälle, wo schnelle und unbürokratische Unterstützung notwendig ist.

Maria Oberprantacher, Albin Pixner

St. Leonh A rd
Rückblick

auf ein erfolgreiches Jahr und Neuwahlen

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Ortsstelle Walten, die am 3. Januar 2026 im Vereinssaal von Walten stattfand, blickten die Mitglieder auf ein ereignisvolles und erfolgreiches Vereinsjahr zurück. Gleichzeitig standen Neuwahlen auf dem Programm, bei denen ein neuer Ausschuss für die kommenden drei Jahre bestimmt wurde.

Nach 15 Jahren als Ortsstellenleiter und insgesamt 18 Jahren engagierter Tätigkeit im Ausschuss, stellte sich Martin Pfitscher nicht mehr zur Wahl. In seiner Amtszeit prägte er die Ortsstelle maßgeblich und organisierte gemeinsam mit dem Ausschuss zahlreiche interessante und gut besuchte Veranstaltungen. Sein Einsatz für den Alpenverein wurde von den Mitgliedern mit großem Dank und

Auch ihnen wurde für ihren wertvollen Beitrag zum Vereinsleben herzlich gedankt. Für die Ortsstelle besonders erfreulich ist, dass Franz Klotz seine gewissenhafte und zuverlässige Arbeit als Wegewart aber weiterhin fortsetzen wird. Mit David Pixner wurde ein motiviertes neues Mitglied in den aktuell achtköpfigen Ausschuss gewählt. Der frisch gegründete Ausschuss freut sich darauf, die Aufgaben der Ortsstelle Walten mit Engagement fortzuführen und den aktuell 155 Mitgliedern durch abwechslungsreiche Veranstaltungen und Aktivitäten gerecht zu werden. Für den Alpenverein Walten Daniel Augscheller

Der neue stellvertretende Ortsstellenleiter Tobias Heel und der neue Ortsstellenleiter Markus Pfitscher Anerkennung gewürdigt. Im Zuge der Neuwahlen übernahm Markus Pfitscher das Amt des neuen Ortsstellenleiters. Er möchte die erfolgreiche Arbeit seines Bruders fortsetzen. Unterstützt wird er von Tobias Heel, der künftig als stellvertretender Ortsstellenleiter tätig sein wird. Beide betonten ihre Motivation, gemeinsam mit dem neu gewählten Ausschuss, weiterhin ein attraktives und vielseitiges Programm für Jung und Alt auf die Beine zu stellen. Wie gewohnt soll auch in den kommenden Jahren die Pflege und Instandhaltung der Wanderwege fortgesetzt werden, um sie sowohl für Einheimische als auch für Gäste attraktiv zu halten. Neben Martin Pfitscher verabschieden sich auch Franz Klotz sowie Paul Haller aus dem Ausschuss.

v.l.n.r.:

AVS – o rt SS te LL e W ALten
S C hützen Kom PA nie Andre AS h ofer

Jahreshauptversammlung 2026

Rückblick und Neuwahlen der Schützenkompanie Andreas Hofer

Bei der Hauptversammlung der Schützenkompanie

Andreas Hofer stand ein ereignisreiches Vereinsjahr ebenso im Mittelpunkt wie die Neuwahl der Kommandantschaft.

Zahlreiche Schützenkameraden der Schützenkompanie Andreas Hofer versammelten sich am 17. Jänner zur Jahreshauptversammlung, um gemeinsam auf die Höhepunkte des vergangenen Jahres zurückzublicken. Besonders hervorzuheben war die große AndreasHofer-Landesgedenkfeier im Dorf, an der über tausend Schützen teilnahmen. Die feierliche Gedenkrede hielt Erzherzog Georg von Habsburg und verlieh der Veranstaltung einen besonders würdigen Rahmen. Ein weiterer Höhepunkt im Vereinsjahr war das Maibaumfest, das wieder in enger Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr, der Musikkapelle sowie dem Jagdrevier durchgeführt wurde. Aufgrund des großen Zuspruchs soll dieses Fest im heurigen Jahr noch größer gestaltet werden.

Am 1. Mai ist zusätzlich eine Lotterie mit attraktiven Preisen geplant. Ein besonderes Augenmerk galt auch dem Entzünden der Herz-Jesu-Feuer. Auf Initiative des bekannten Passeirer Fotografen Roland Reinstadler begleiteten Fotografen der Firma Leica dieses traditionsreiche Ereignis und hielten es eindrucksvoll in Bildern fest. Im August beging die Kompanie schließlich die 70-Jahr-Wiedergründungsfeier auf St. Anna/Pfistrad. In geselliger und kameradschaftlicher Runde wurde dieses Jubiläum gemeinsam gefeiert und bot Gelegenheit, die Gemeinschaft innerhalb der Kompanie weiter zu stärken.

„Unsere Tradition lebt von Zusammenhalt, Verlässlichkeit und dem gemeinsamen Einsatz für unser Dorf und unser Land. Das vergangene Jahr hat einmal mehr gezeigt, wie stark unsere Kameradschaft ist“, betonte Hauptmann Patrick Wilhelm in seinem Rückblick.

Neuwahl der Kommandantschaft Im Rahmen der Hauptversammlung standen auch die Neuwahlen der Kommandantschaft auf der Tagesordnung. Ein Großteil der bisherigen Kommandantschaft wurde dabei im Amt bestätigt. Fabian Gufler wurde neu zum Oberleutnant gewählt und folgt damit Hans Bacher nach, der künftig das Amt des Zugsleutnants bekleidet.

Nach vielen Jahren im Ausschuss stellte sich Eberhard Wilhelm nicht mehr der Wahl. An seine Stelle wurde Alexander Schweigl zum Fähnrich gewählt. Auch Elena Reichegger stand für ihre Funktion nicht mehr zur Verfügung. Ihre Aufgabe übernimmt künftig Emma Oberprantacher, die gemeinsam mit Noemi Zullo die Betreuung der Jungschützen übernehmen wird.

Die Schützenkompanie Andreas Hofer spricht Eberhard Wilhelm und Elena Reichegger einen besonderen Dank für ihren engagierten und verlässlichen Einsatz in den vergangenen Jahren aus.

1. Reihe, v.l.n.r.: Marie Pixner, Elt. Reinhard Fauner, Hptm. Patrick Wilhelm, Olt. Fabian Gufler

2. Reihe v.l.n.r.: Flt. Arnold Hofer, Lt. Kristian Haller, Fhr. Alexander Schweigl, Oj. Elmar Ennemoser, Lt. Manuel Pichler, Fhr. Magnus Fauner

3. Reihe v.l.n.r.: Lt. Hans Bacher, Fhr. Gregor Fauner Foto: Bernadette Pfeifer

Die Kommandantschaft bilden in den kommenden drei Jahren: Hauptmann Patrick Wilhelm, Ehrenleutnant Reinhard Fauner, Oberleutnant Fabian Gufler, Fahnenleutnant Arnold Hofer, Zugsleutnant Hans Bacher, Zugsleutnant Kristian Haller, Zugsleutnant Manuel Pichler, Fähnrich Gregor Fauner. Fähnrich Magnus Fauner, Fähnrich Alexander Schweigl, Oberjäger Elmar Ennemoser, Kassierin Marie Pixner und die Jungschützenbetreuerinnen Emma Oberprantacher und Noemi Zullo. Fabian Gufler

Vollversammlung des Haflinger

Pferdezuchtvereins Passeier

links

Am 17. Jänner 2026 fand die Vollversammlung des Haflinger Pferdezuchtvereins Passeier im Hotel Sonnenhof statt. Anwesend waren Obmann Klaus Gufler, der Ausschuss sowie Ehrengäste, darunter Bürgermeister Dominik Alber (Gemeinde St. Martin), Gemeindereferent Thomas Pichler (Gemeinde St. Leonhard), Amtstierarzt Helmuth Gufler, Bergbauernvertreter Alberich Hofer sowie weitere 30 Vereinsmitglieder. Die Mitgliederzahl des Vereins betrug zum 31.12.2025 insgesamt 83 Mitglieder. Ein zentraler Punkt der Tagesordnung war die Neuwahl des Ausschusses. Auch das Amt des Obmanns wurde neu gewählt. Klaus Gufler wurde dabei von der Vollversammlung einstimmig

in seinem Amt bestätigt. Vom scheidenden Ausschuss stellte sich Markus Pflug der Wiederwahl, während Walter Pichler, Katja Lamprecht und Petra Bacher nicht mehr kandidierten. Als neue Kandidat*innen stellten sich Manuel Ennemoser, Dieter Feichter und Dora Hofer zur Verfügung. In der anschließenden Wahl wurden alle vier Kandidierenden einstimmig gewählt.

Der neue Ausschuss setzt sich wie folgt zusammen: Obmann: Klaus Gufler

Obmann-Stellvertreter: Markus Pflug

Kassier: Markus Pflug

Schriftführer*innen: Manuel Ennemoser und Dora Hofer

Ausschussmitglied: Dieter Feichter

Abschließend wurden die nächsten Vereinstermine bekanntgegeben. Für das Jahr 2026 sind unter anderem der Longierkurs am 1.3.2026 sowie das Kinderfest am 3.5.2026 geplant.

Dora Hofer

Ehrungen: Bei der Vollversammlung wurden verdiente Mitglieder geehrt. Oswald Pixner und Markus Pflug erhielten eine Urkunde für die erstklassige Bewertung ihrer Jungstuten bei der Stammbuchaufnahme in Neumarkt.

Emma Ladurner, Markus Pflug und Hermann Pircher wurden für die 1A-Bewertung ihrer Fohlen beim Fohlenchampionat ausgezeichnet. Walter und Angelika Pichler sowie Floriane Auer erhielten eine Ehrung für ihre Erfolge bei der Weltausstellung. Zudem wurde Markus Pflug für seine 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.

rechts

Alter und neuer Ausschuss: Der bisherige und der neu gewählte Ausschuss des Haflinger Pferdezuchtvereins Passeier bei der Vollversammlung im Hotel Sonnenhof.

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Realitätsnahe

Lawinen-Gemeinschaftsübung in Pfelders

Rettungsorganisationen proben Hand in Hand

Unter realistischen Bedingungen den Ernstfall proben und die Zusammenarbeit der Rettungsorganisationen festigen, das waren die Ziele der Lawinentalschaftsübung des Passeiertals am 20. Dezember 2025 im Skigebiet Pfelders.

Angenommen wurde ein Lawinenabgang oberhalb einer Skipiste in den Abendstunden. Von der Lawine erfasst wurde eine größere Personengruppe, darunter Freerider*innen, Skitourengeher*innen und Passant*innen. Insgesamt elf Verschüttete wurden simuliert, die sowohl leicht als auch schwer verletzt wurden.

Die Bedingungen während der Übung waren für die Einsatzkräfte äußerst

herausfordernd: Dunkelheit, durch Schneekanonen erzeugte Schneegestöber sowie das realitätsnahe Szenario erschwerten die Such- und Rettungsarbeiten erheblich. Um eine möglichst authentische Übung zu gewährleisten, rückten alle beteiligten Organisationen von ihren Standorten aus.

Alarmiert waren sämtliche Rettungsorganisationen des Passeiertals: die Bergrettungsdienste, die Feuerwehr, das Weiße Kreuz, die Behörden mit Carabinieri und Gemeindepolizei sowie die Drohnen- und Hundestaffeln. Die Koordination und Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften erfolgte äußerst professionell und reibungslos.

Bereits nach rund zwei Stunden und zwanzig Minuten konnten alle verschütteten Personen geborgen und zur Triage in das Versorgungszelt des Weißen Kreuzes gebracht werden.

Bergrettung und Feuerwehr arbeiten bei Lawineneinsätzen besonders eng zusammen. Gemeinsame Übungen sind von großer Bedeutung, um im Ernstfall rasch, koordiniert und effizient handeln zu können. Die Drohnenstaffel unterstützte die Suche mit neuester Technologie, unter anderem mit Wärmebildkameras und Handy-Ortungsfunktionen. Gleichzeitig zeigte sich, dass bewährte Einsatzmittel wie Lawinensuchhunde nach wie vor wichtig und effektiv sind.

Ein großer Dank gilt dem Skigebiet Pfelders und dem gesamten Team, das die Übungen mit großem Engagement aktiv unterstützt.

Im Namen der Bergrettung Moos bedanken wir uns herzlich bei allen Beteiligten und wünschen allen eine gesunde, sichere und unfallfreie Skitouren- und Wintersaison.

Mirco Marth, Simone Peist

zur Fotoserie

Foto: Simone Peist
Vereine
Vereine
Fotos: Simone Peist

Jahreshauptversammlung

Am Samstag, den 10. Januar 2026 wurde im Vereinshaus von Schweinsteg die 76. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Saltaus abgehalten.

Neben den 36 anwesenden Saltauser Wehrmännern konnte Kommandant Dietmar Haller den Bürgermeister der Gemeinde St. Martin, Dominik Alber, Bezirksfeuerwehrpräsident-Stellvertreter Erwin Kuppelwieser, Abschnittsinspektor Roland Gufler sowie das Ehrenmitglied Martin Kuen begrüßen. Der Kommandant bedankte sich beim Bürgermeister und den Vertretern des Bezirksverbandes für die stets gute Zusammenarbeit.

Weiterer Dank galt dem Ausschuss und allen anderen Wehrmännern für die Mitarbeit und ihren fleißigen Einsatz im abgelaufenen Jahr. Die Feuerwehr Saltaus ist im Jahr 2025 zu insgesamt 33 Einsätzen ausgerückt, wobei es sich in einem Fall um einen Fehlalarm handelte. Hervorzuheben ist sicherlich der Murenabgang bei der Baumkircher Säge, wo man sich auch an den darauffolgenden Aufräumarbeiten beteiligte. Im abgelaufenen Jahr wurden wieder viele Übungen durchgeführt, Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule besucht und zahlreiche Veranstaltungen abgehalten. Ein erfreulicher Punkt in

der Tagesordnung waren die Ehrungen: Die Kameraden Hannes Ladurner, Manuel Ladurner und Werner Spiess wurden mit dem „Verdienstkreuz in Bronze“ für 15 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr Saltaus geehrt. Dem Kameraden Karl Zipperle wurde für seine langjährige und fleißige Tätigkeit als Gerätewart eine Ehrenurkunde verliehen. Nach den Ansprachen der Ehrengäste bedankte sich der Kommandant nochmals bei allen Anwesenden und beendete die diesjährige Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Saltaus schließlich mit den Worten „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“. Florian Pixner

v.l.n.r.: BezirkspräsidentStellvertreter Erwin Kuppelwieser, Kommandant Dietmar Haller, Karl Zipperle, Manuel Ladurner, Hannes Ladurner, Werner Spiess, Bürgermeister Dominik Alber, Abschnittsinspektor Roland Gufler Foto: Werner Spiess

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Freiwillige Feuerwehr Moos blickt auf einsatzreiches Jahr zurück

Am Samstag, den 24. Januar 2026 hielt die Freiwillige Feuerwehr Moos ihre Jahreshauptversammlung im Bürgersaal von Stuls ab. Zahlreiche Mitglieder und Ehrengäste waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam auf ein arbeitsreiches Jahr zurückzublicken. Im feierlichen Rahmen legten Tobias Schweigl und Andreas Fauner ihr Gelöbnis ab und wurden offiziell in den aktiven Dienst der Feuerwehr Moos aufgenommen. Gleichzeitig verabschiedete sich die Wehr von Franz Josef Pflug und Mathias Schweigl, die aus Altersgründen aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Zum Jahresende zählte die Feuerwehr Moos insgesamt 65 aktive Wehrleute.

Der Tätigkeitsbericht machte deutlich, wie hoch die Einsatzbereitschaft im

vergangenen Jahr war. Insgesamt rückte die Feuerwehr zu 31 Einsätzen aus, darunter zwei Brandeinsätze sowie 29 technische Hilfeleistungen, wobei insgesamt 379 Stunden geleistet wurden. Zusätzlich übernahmen die Mitglieder zehn Ordnungsdienste bei Veranstaltungen, Prozessionen und Beerdigungen.

Auch Ausbildung und Übung nahmen einen großen Stellenwert ein. Neben sechs Gemeinschaftsübungen und einer Vollprobe fanden weitere 29 Zugs- und Gruppenproben statt. 19 Wehrleute besuchten verschiedene Lehrgänge an der Feuerwehrschule in Vilpian, drei Atemschutzträger konnten in Rodeneck das Leistungsabzeichen in Silber erwerben. Kassier Kurt Hofer stellte den Kassabericht vor und

bedankte sich ausdrücklich bei den zahlreichen Betrieben sowie bei öffentlichen und privaten Spenderinnen und Spendern, deren Unterstützung wesentlich zum positiven finanziellen Ergebnis beigetragen habe. Bürgermeister Stefan Ilmer informierte in seinem Grußwort über den geplanten Neubau des Zivilschutzzentrums Moos. Der offizielle Baubeginn sei für Juni oder Juli vorgesehen, erste Arbeiten hätten bereits mit den notwendigen Asbestuntersuchungen begonnen. Die Auswertung der Proben werde mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Insgesamt stehe der Gemeinde im Jahr 2026 ein herausforderndes Baujahr bevor: Rund neun Millionen Euro sollen investiert werden, unter anderem auch in eine neue Steinschlagverbauung

v.l.n.r.: Feuerwehr-Bezirkspräsident Matthias Gamper, Abschnittsinspektor Roland Gufler, Bürgermeister Stefan Ilmer, Andreas Fauner, Tobias Schweigl, Vize-Kommandant Jan Fontana und Kommandant Markus Platter Foto: Hubert Gögele

entlang der Timmelsjochstraße oberhalb von Moos. Im Anschluss stellte sich der neue Bezirksfeuerwehrpräsident Matthias Gamper vor. Der 44-jährige Algunder hatte das ehrenvolle Amt von Erhard Zuech übernommen. In seinen Ausführungen überbrachte er wichtige Informationen und die Neuigkeiten im Feuerwehrwesen. Er zeigte sich erfreut über die Bereitschaft der Feuerwehr Moos, das Bezirksski- und -Rodelrennen im Jänner 2026 in Pfelders auszurichten. Abschnittsinspektor Roland Gufler übermittelte den Dank der Freiwilligen Feuerwehr St. Martin für den Parkdienst beim Dorffestival sowie für die tatkräftige Mithilfe bei den Aufräumarbeiten nach den Unwetterschäden im Juli beim Sägewerk Marth, bei der Baufirma Königsrainer und bei der Gärtnerei. Zudem hob er die gute Zusammenarbeit und Unterstützung durch die Gemeinde auf Abschnittsebene hervor. Mit abschließenden Dankesworten an alle Mitglieder, Unterstützende und Ehrengäste schloss Kommandant Markus Platter die Versammlung. Hubert Gögele

ff m oo S

Rückschau auf das Jahr 2025

Am 7. Februar 2026 traf sich die Freiwillige Feuerwehr Rabenstein zu ihrer Jahreshauptversammlung im Gasthaus Trausberg. Rückschau wurde gehalten auf die elf Einsätze, die 18 Übungen und einige gesellige Veranstaltungen. Der Kommandant Kurt Lanthaler rief alle Kameraden auf, sich fleißig an den Proben zu beteiligen, sich weiterzubilden und bedankte sich bei den Organisatoren der Proben und zwar bei Oswald, Christian und Fabian, bei den Ausschussmitgliedern, bei den Gerätewarten, beim Bürgermeister Stefan Ilmer, beim Leiter der BRD Thomas Pfitscher, beim Abschnittsinspektor Roland Gufler und bei allen Kameraden der Feuerwehr für die gute Zusammenarbeit.

Dankesworte fielen auch von Seiten des Bürgermeisters,

des Abschnittsinspektors und des Bergrettungsleiters. Auch Ehrungen wurden verteilt. Das Verdienstkreuz in Bronze für die 15-jährige Mitgliedschaft erhielten

Tobias Gufler und Christian Ennemoser, das Verdienstkreuz in Silber für die 25-jährige Mitgliedschaft erhielten

Klaus Gufler und Helmut Ennemoser und Siegfried Ennemoser bekam das Verdienstkreuz in Gold für seine 40-jährige Tätigkeit bei der Feuerwehr. Zwei Feuerwehrmänner traten aus dem aktiven Dienst der Feuerwehr aus. Das sind Alfred Pfandler und Hubert Gufler. Der Kommandant Kurt Lanthaler betonte, dass heuer die Feuerwehr Rabenstein ihr hundertjähriges Jubiläum feiern wird, bat hiermit alle um fleißige Mitarbeit und schloss die Versammlung mit: Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr. Waltraud Gatterer

Die geehrten Wehrleute v.l.n.r.: Klaus Gufler, Siegfried Ennemoser, Christian Ennemoser, Tobias Gufler, Helmut Ennemoser

hinten v.l.n.r.: Bürgermeister Stefan Ilmer, Abschnittsinspektor Roland Gufler, Kommandant Kurt Lanthaler, Stellvertreter Jakob Flarer

Jahreshauptversammlung

Jahreshauptversammlung für das abgelaufene Tätigkeitsjahr 2025 der FF St. Leonhard mit Tätigkeitsbericht, Ehrungen und Angelobung der Jungwehrmänner

Die Freiwillige Feuerwehr St. Leonhard hat am 9. Jänner 2026 ihre Jahreshauptversammlung im Vereinshaus abgehalten. Kommandant Roman Pfitscher konnte neben den Mitgliedern der Jugendgruppe, den Ehrenmitgliedern und Mitgliedern außer Dienst auch zahlreiche aktive Wehrmänner begrüßen. Weiters waren Bürgermeister Robert Tschöll, Bezirksfeuerwehrpräsident-Stellvertreter Erwin Kuppelwieser und Abschnittsinspektor Roland Gufler der Einladung gefolgt. Im abgelaufenen Jahr 2025 wurde die Wehr zu insgesamt 94 Einsätzen gerufen. 23 Mal rückten die Floriani-Jünger zu Verkehrsunfällen und Fahrzeugbergungen aus. Die Brandeinsätze liegen mit acht Stück im langjährigen Mittel.

Insgesamt wurden für die Einsätze 1.178 Stunden an Arbeitsleistung aufgewendet. Die 82 verschiedenen Übungen wurden von 807 Mann mit insgesamt 1.888 Stunden besucht.

Gemeinsam mit den Schulungen an der Landesfeuerwehrschule, den Brandverhütungs- und Ordnungsdiensten, den Veranstaltungen und den Stunden für Verwaltung und Instandhaltung wurden insgesamt 7.123 Stunden geleistet.

Neben dem Bericht zum abgelaufenen Tätigkeitsjahr stellten die Ehrungen einen besonderen Höhepunkt dar. Das Verdienstkreuz in Bronze für ihre 15-jährige Tätigkeit in der Wehr erhielten Dominik Raffl, Andreas Righi, Martin Unterkircher und Kommandant Roman

Pfitscher. Das Verdienstkreuz in Silber (25 Jahre) wurde Zugskommandant Michael Folie verliehen. Karl Johann Pichler hingegen wurde als Dank für seine 41-jährige, verdienstvolle Tätigkeit, davon 25 Jahre im Ausschuss, zum Ehrenmitglied ernannt. Im Anschluss an die Ehrungen erfolgte die Angelobung von vier Jungfeuerwehrmitgliedern. David Marth, Marian Marth, Michael Platter und Lukas Pixner leisteten den Feuerwehr-Schwur. Anknüpfend an die Angelobung richteten die oben genannten Ehrengäste ihre Grußworte an die Versammlung und drückten ihren Dank für die geleistete Arbeit aus und gratulierten der Wehr für ihren unermüdlichen Einsatz. Roman Pfitscher

links

v.l.n.r.: Bürgermeister Robert Tschöll, Abschnittsinspektor Roland Gufler, Bezirkfeuerwehrpräsident-Stellvertreter Erwin Kuppelwieser, Wehrmann Dominik Raffl, Ehrenmitglied Karl Johann Pichler, Zugskommandant Michael Folie, Wehrmann Andreas Righi und Martin Unterkircher, Kommandant Roman Pfitscher und Kommandant-Stellvertreter Manfred Haller

rechts

v.l.n.r.: Jungwehrmann David Marth, Marian Marth, Lukas Pixner, Michael Platter, Fahnenbegleiter Mirco Alber, Fähnrich Raimund Marth, Fahnenbegleiter Paul Raffl

Fotos: Walter Haller

Arbeitsreiches Jahr und Ehrungen

Die Freiwillige Feuerwehr St. Martin hielt am 16. Jänner 2026 ihre alljährliche Jahreshauptversammlung ab.

Der Kommandant Roland Gufler begrüßte 54 aktive Wehrmänner und elf Wehrmänner außer Dienst. Zudem waren Bürgermeister Dominik Alber, Bezirkspräsident Matthias Gamper und Ehrenkommandant Franz Gufler anwesend.

Tätigkeitsbericht: Das Jahr 2025 war mit insgesamt 92 Einsatzmeldungen an den Verband ein überdurchschnittliches Jahr. Dabei handelte es sich um fünf Brandbekämpfungen, 86 technische Nothilfen und einen Fehlalarm. 68 Übungen wurden abgehalten, insgesamt leisteten 1.719 Mann 3.780 Arbeitsstunden.

Arbeitsreichster Einsatztag war der 23. Juli, an dem ein gewaltiger Wolkenbruch mit schwerwiegenden Folgen im Bereich Kalmtal und Matatzspitz niedergingen. Beim sogenannten Heimatscheintalbach wälzte sich

ein riesiger Murgang talwärts. Schlamm, Geröll und riesige Gesteinsblöcke verlegten komplett die Hauptstraße und die darunterliegenden Betriebe. Mit schwerem Gerät wurde in den Nachtstunden versucht, zumindest die Hauptstraße wieder frei zu bekommen. Nur durch die gezielte Zusammenarbeit von Wildbach, Gemeinde, Straßendienst und Feuerwehr konnte die Straße am nächsten Tag für den Verkehr freigegeben werden. In den darauffolgenden Tagen wurde mit den Aufräumungsarbeiten begonnen. In einer großangelegten Hilfsaktion, bei der die Feuerwehren des Tales und darüber hinaus mit viel Handarbeit daran gingen, den Schlamm zu beseitigen, beteiligten sich dankenswerterweise viele Privatpersonen an den kraftraubenden Arbeiten.

Kassier Emanuel Krezdorn legte einen umfangreichen und positiven Kassabericht ab, der von den Kassa-

v.l.n.r.: Vizekommandant Lukas Fahrner, Kommandant und Abschnittsinspektor Roland Gufler, FM Stefan Haspinger, FM Norbert Pichler, FM Peter Ilmer, Grkdt

Norbert Pichler, Bezirkspräsident

Matthias Gamper, Bürgermeister

Dominik Alber

revisoren und von der Hauptversammlung einstimmig gutgeheißen wurde. Kommandant Roland Gufler blickte positiv auf das vergangene Jahr zurück und lobte den stetig gleichbleibenden Zusammenhalt der Feuerwehr. Er bedankte sich für die Teilnahme an den Übungen, sodass auch alle Einsätze unversehrt bewältigt wurden. Positiv ist zu erwähnen, dass auch die Veranstaltungen und Feste ohne größere Probleme abgewickelt worden sind. Einen erfreulichen Tagesordnungspunkt bildeten daraufhin die Ehrungen: Gruppenkommandant Norbert Karlegger und Peter Ilmer wurden mit dem Dienstkreuz in Bronze für ihren 15-jährigen Einsatz geehrt. Das Verdienstkreuz in Silber für 25 Jahre erhielten die Feuerwehrmänner Norbert Pichler und Stefan Haspinger.

Bürgermeister Dominik Alber gratulierte den Geehrten und bedankte sich beim Ausschuss für die gute Zusammenarbeit, ins-

besondere dem Kommandanten und gleichzeitigen Abschnittsinspektor Roland Gufler für seinen gewaltigen Einsatz im Feuerwehrwesen. Das Ansehen der Feuerwehr in der Martiner Bevölkerung ist sehr hoch.

Der neue Bezirkspräsident Matthias Gamper überbrachte die Grüße des Bezirksverbandes Meran und dankte den Wehrmännern und ihren Familien, welche ihre Freizeit für Schulungen, Vereinswesen und den Feuerwehrdienst im Allgemeinen opfern.

Anschließend an die Jahreshauptversammlung konnten sich die Feuerwehrleute bei einem Essen untereinander austauschen.

Die Freiwillige Feuerwehr von St. Martin möchte sich bei allen Gönnern und Sponsoren, besonders denjenigen, die die FF bei der alljährlichen Kalenderaktion unterstützen, herzlich bedanken.

Roland Gufler, Kurt Gufler

Veranstaltungen und

Termine

f e B ruar

28.2. Theateraufführung

„Die Nichten wern’s schun richten“, 19.30 Uhr, Turnhalle Platt

mÄ rz

1. – 31.3. Einschreibungen Musikschule

1.3. Theateraufführung

„Die Nichten wern’s schun richten“, 14.30 Uhr, Turnhalle Platt

3.3. Mein Rezept – dein Rezept mit Geling-Garantie (Antipasti, Snacks, Vorspeisen, Jause), organisiert von den Bäuerinnen St. Martin und der Öffentlichen Bibliothek, 19.30 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin

4.3. Repaircafè, 18 – 21 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin

6.3. Chill mal mit Duft –eine Duftreise zum Runterkommen für Jugendliche von 11 und 15 Jahren mit Duftcoach & Aromaberaterin Sabine Schwienbacher, 17 – 19 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin

6.3. Theateraufführung

„Die Nichten wern’s schun richten“, 19.30 Uhr, Turnhalle Platt

7.3. Theateraufführung

„Die Nichten wern’s schun richten“, 19.30 Uhr, Turnhalle Platt

8.3. Theateraufführung

„Die Nichten wern’s schun richten“, 14.30 Uhr, Turnhalle Platt

14.3. Flohmarkt des Kirchenchores von St. Leonhard, 10 – 18 Uhr, Vereinshaus St. Leonhard

17.3. Kleinkindertreff mit Erna Pircher, 10 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin

18.3. Frühlings- und Osterbasteleien mit Susanne Mahlknecht, 15 – 16.30 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin

25.3. Josefimarkt, St. Leonhard

27.3. Messe Hl.-Grab-Kirche, 18 Uhr, Sandhof

28.3. Frühjahrskonzert der Musikkapelle St. Martin, 20 Uhr, Vereinshaus St. Leonhard

29.3. Umstellung Sommerzeit

a pril

jeden Freitag, April bis Oktober Hofer Highlights, 11 – 12 Uhr, MuseumPasseier

1.4. Repaircafè, 18 – 21 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin

1.4. Saisonstart mit Tag der Offenen Tür, 10 – 17 Uhr, MuseumPasseier

6.4. Ostermontag MuseumPasseier geöffnet, 10 – 17 Uhr

7.4. „Passeier und seine Partisanen“, Führung Sonderausstellung, 11 – 12 Uhr, MuseumPasseier

8.4. Buchvorstellung „Schicht für Schicht“ mit Barbara Prast, 19.30 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin

10.4. „Gras drüber“, Fotoabend mit Klaus Gufler, Lesung von Andrea Haller. Fotograf Klaus Gufler hat sich auf die Suche nach den ehemaligen Verstecken der Passeirer Wehrmachtsdeserteure gemacht, begleitet von einer Lesung der Schauspielerin Andrea Haller; in Zusammenarbeit mit den Bildungsausschüssen St. Martin und St. Leonhard; 20 Uhr, MuseumPasseier

11.4. Frühjahrskonzert der Musikkapelle Walten, 20.30 Uhr, Vereinshaus St. Leonhard

11. – 12.4. Cordial-Cup, St. Martin

14.4. Kleinkindertreff mit Erna Pircher, 10 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin

17.4. Aromapflege – Dufte Helfer im Alltag, mit praktischen Anwendungen mit Aromapflegeexpertin Elisabeth Schwarz, 19 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin

24.4. „Geschichte & Dichtung“, Fragerunde mit Carlo Romeo. Der Autor von „Auf den Spuren des Banditen Karl Gufler“ gibt Einblicke zur Entstehungsgeschichte seines historischen Romans von 1993. Der Vortrag wird teils in Deutsch und teils in Italienisch gehalten. In Zusammenarbeit mit den Bildungsausschüssen St. Martin und St. Leonhard; 18 Uhr, MuseumPasseier

30.4. Brotbacken mit Verkostung, 10 – 13 Uhr, MuseumPasseier

m ai

1.5. Maibaumfest der Schützenkompanie Andreas Hofer, St. Leonhard

1.5. Staatsfeiertag MuseumPasseier geöffnet, 10 – 17 Uhr

3.5. Kinderfest des Haflinger Pferdezuchtverein Passeier, Sandwirt, St. Leonhard

6.5. Repaircafè, 18 – 21 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin

8.5. Redaktionsschluss Passeirer Blatt

9.5. Muttertagskonzert der Musikkapelle Platt, 20 Uhr, Bürgerhaus Moos

14.5. Brotbacken mit Verkostung, 10 – 13 Uhr, MuseumPasseier

17.5. Pflanzentauschmarkt und freier Eintritt, 10 – 17 Uhr, MuseumPasseier

19.5. Kleinkindertreff mit Erna Pircher, 10 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin

25.5. Pfingstmontag MuseumPasseier geöffnet, 10 – 17 Uhr

27.5. Abschlusskonzert der Musikschule, 18 Uhr, Vereinshaus St. Leonhard

28.5. Abschlusskonzert der Musikschule, 18 Uhr, Bürgersaal Moos

Juni

jeden Montag, Juni bis September Jaufenburg geöffnet, (Eintritt freiwillige Spende), 10 – 13 Uhr, MuseumPasseier

jeden Donnerstag, Juni bis August Führung durch den Freilichtbereich, 11 – 12 Uhr, MuseumPasseier

1.6. Die Jaufenburg öffnet, 10 – 13 Uhr

2.6. Staatsfeiertag MuseumPasseier geöffnet, 10 – 17 Uhr

3.6. Repaircafè, 18 – 21 Uhr, Öffentliche Bibliothek St. Martin

4.6. Brotbacken mit Verkostung, 10 – 13 Uhr, MuseumPasseier

6.6. Neumarkt, St. Leonhard

6. – 8.6. King of the Alps 2026, Moos

13.6. Open Air „Rock Night“, 20 Uhr, YOU St. Leonhard

moos

Gemeindeamt

Minirecyclinghof

Rest- und Biomüllsammlung

Öffentliche Bibliothek

Arztpraxis Dr. Beccarello

Mo – Fr, 8 – 12 Uhr; T 0473 861 100

Moos Fr, 8.30 – 9.30 Uhr; Platt Mi, 8 – 9 Uhr und 1. Sa/Monat, 14.45 – 15.30 Uhr; Pfelders Mi, 14 – 15 Uhr; Stuls Mi, 10 – 11 Uhr und 1. Sa/Monat, 13.30 – 14.15 Uhr; Rabenstein 1. und 3. Mo/Monat, 10 – 11 Uhr; Rabenstein (Saltnuss – rotes Haus) jeden 1. Mo/Monat, 9 – 9.45 Uhr

Dienstag: Moos, Platt, Pfelders (Dorf und Zeppichl), Stuls wöchentlich; Rabenstein, Pill bzw. Sportplatz Sand, Ulfas jede 2. Woche

Moos Di, 9 – 11 Uhr, Mi, 15 – 16.30 Uhr, Do 16.30 – 18 Uhr, Sa/So nach Gottesdienst; Platt Mi 16 – 17 Uhr, Fr 9 – 11 Uhr und 15 – 16.30 Uhr, Sa/So nach Gottesdienst; Rabenstein So, nach Gottesdienst; Pfelders 1. und 3. Di im Monat 16 – 17 Uhr; Stuls Mo 15 – 16 Uhr

Mo, Do, Fr, 8 – 12 Uhr; Di, 10 – 11.30 Uhr, 12 – 13 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; nur mit Vormerkung: T 0473 643 689

Apotheke RAM Mo, Do, 9 – 12; Di, 9.30 – 12 Uhr; Mi, 16 – 18.30 Uhr; T 0473 643 508

Eltern-Kind-Beratung Moos nur mit Vormerkung: T 339 2924051

Ambulatorium Krankenpflegedienst Moos Do, 8 – 8.30 Uhr (ohne Vormerkung); T 0473 861 150 5er Jugendtreff Hinterpasseier Mo, Mi, 15 – 19 Uhr; Fr, 17 – 21 Uhr; T 0473 861 289

st. leonhard

Gemeindeamt

Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr; zudem Di, 14.30 – 17.30 Uhr; T 0473 656 113; Sa nur Bereitschaft Standesamt, 9 – 11 Uhr, T 389 8551081 Minirecyclinghof

Restmüllsammlung

St. Leonhard Fr, 14.30 – 16.30 Uhr, Sa, 7.30 – 9 Uhr; Walten Mo, 14 – 15 Uhr

St. Leonhard Di; Walten, Schweinsteg, Prantach, Mörre, Glaiten jeden 2. Di Biomüllsammlung Mittwoch

Öffentliche Bibliothek

Arztpraxis Dr.in Natalia Ivannikova

St. Leonhard Mo, Di, Do, Fr, 15 – 18 Uhr; Mi, 9 – 12 Uhr; Walten jeden 1. und 3. Mo, 14 – 15 Uhr

Mo, Mi, Do, 9 – 12 Uhr; Di, Fr, 13 – 16 Uhr; nur mit Vormerkung: T 327 2069505 Arztpraxis Dr.in Sili Ludmila Mo, Do, 15 – 18 Uhr; Di, Mi, Fr, 9 – 12.30 Uhr; nur mit Vormerkung: T 389 7911677

Ambulatorium „Kinderarzt“ Mo, 15.30 – 18.30 Uhr; Di, 14 – 14 Uhr (Dr. Wolfsgruber); Mi, Fr, 9 – 13 Uhr; Do, 13.30 – 17.30 Uhr (Dr.in Weger); Vormerkung: T 0473 656 266, 333 3112387

Apotheke RAM Mo – Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr; T 0473 656 146 Jugendbüro Passeier Di, Do, 15 – 17 Uhr; Mi, Fr, 10 – 12 Uhr; T 0473 861 289 Jugendzentrum YOU Di, Do, 15 – 19 Uhr; Sa, 17 – 21 Uhr

st. martin

Gemeindeamt

Minirecyclinghof

Restmüllsammlung

Biomüllsammlung

Mo – Fr, 8 – 12 Uhr

St. Martin Fr, 8 – 10 Uhr; Samstag geschlossen; Saltaus ist während des Winters (ca. bis Anfang April) nur an jedem 1. Freitag im Monat von 8.30 – 9.30 Uhr geöffnet

St. Martin Montag; Matatz, Breiteben, Kalmtal jeden 2. Montag

Mittwoch

Öffentliche Bibliothek lese.werk.statt Mo, Mi, Fr 9 – 11.30 Uhr; Mo – Fr, 14.30 – 17 Uhr

Arztpraxis Dr. Peracchi Mo, Do, 14 – 18 Uhr; Di, 9 – 13 Uhr; Mi, Fr, 9 – 12 Uhr; nur mit Vormerkung: T 0473 523 493

Arztpraxis Dr. Dubis

Mo, Do, Fr, 9 – 12 Uhr; Di, 15 – 18; Mi, 12 – 15 Uhr; nur mit Vormerkung: T 0473 650 167 Apotheke Dr. Rizzo Daniele Mo – Fr, 8 – 12.30, 15 – 18.30 Uhr; Sa, 8 – 12 Uhr; T 0473 641 950 Eltern-Kind-Beratung Dorfstraße 25/c (alte Bibliothek); Do, 8 – 12 Uhr; T 0473 641 095

Krankenpflegeambulatorium Garberweg Di, Fr, 8 – 10 Uhr; T 0473 650 782 Jugendtreff Bürozeiten: Di – Sa, 10 – 12 Uhr; T 342 0065125

sprengelsitz passeier

Verwaltungsdienst

Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, 9.30 – 12 Uhr; Do, 9.30 – 12 u. 14 – 15.30 Uhr; T 0473 659 500 Sozialsprengel BZG Mo – Fr, 8.30 – 12 Uhr; nachmittags mit Terminvereinbarung: T 0473 205 101 Dienst für Pflegeeinstufung T 848 800 277

Anlaufstelle Pflege- und Betreuungsangebote Di 9 – 11 Uhr; Do 10 – 12 Uhr; T 0473 659 566

Blutabnahme

Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr, mit Vormerkung, T 0473 100 100 oder online: www.sabes.it/vormerken oder oder sanibook.sabes.it Kinderblutabnahme

Mi, Do, 7.15 – 8.45 Uhr; mit Vormerkung: T 339 2924051 oder 0473 659 510 Krankenpflegeambulatorium Mo, Di, Fr, 8 – 11 Uhr; Mi, Do, 9.30 – 11 Uhr

Eltern-Kind-Beratung Di, 8 – 12 Uhr; nur mit Vormerkung: T 0473 659 518

Dienst für Abhängigkeitserkrankungen Vormerkung: T 0473 251 760

Rehabilitationsdienst

Mo – Fr, 8 – 12.30 Uhr; 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 533

Impfzentrum Mo, 8.30 – 11.30 und 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 517; impfungen.passeier@sabes.it Gynäkologe jeden 1. 2. und 3. Di/Monat, 13.30 – 15.30 Uhr, mit Vormerkung, T 0473 100 100

Caritas – ambulanter Betreuungsdienst Vormerkung Mo – Fr, 8 – 11 Uhr; T 0473 205 109

recycling

Recyclinghof Passeier (Mörre)

Di, Do, 14 – 17 Uhr; Sa, 8 – 11 Uhr

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