im Passauer Land
FREIZEIT UND URLAUB IN NIEDERBAYERN 2019
NATUR PUR
Keine Bienen, keine Früchte Radelnd dem Apfel nach
Most – prickelnd, frisch und natürlich
PASSAUER LANDLUST
Edle Landküche
Kräftiger Käse aus heimischer Milch Geheimrezept Bauernkrapfen
ERLEBNIS MIT GESCHICHTE
Von alten Stuben und Gebräuchen Erlebnis unter Tage
Auf den Spuren der Schwärzer
Natur Wandern Radeln Familie Gesundheit Kulinarik
Griaß’Di bei uns im Passauer Land
Kultur
Liebe Leserinnen und Leser von „Griaß’Di“,
haben Sie Lust auf eine Entdeckungsreise? Blättern Sie weiter und erleben Sie buchstäblich die schönsten Seiten des Passauer Landes. Denn in dieser Ausgabe unseres Magazin
„Griaß´Di“ werden Sie wieder vieles kennenlernen, das unsere Region so faszinierend und besonders macht. Was wäre unser Passauer Land ohne kulinarische Genüsse. Essen und trinken hält Leib und Seele zusammen.
Käse, Krapfen, Most oder edle Brände, das Angebot an regionalen Köstlichkeiten ist vielfältig. Das Passauer Land ist ein Paradies mit unzähligen Möglichkeiten.
Die Redakteure dieser Ausgabe waren für Sie unterwegs am Schmugglerweg im Wegscheider Land. Für die Radfahrer haben wir eine Genusstour – den Apfel-Radl-Weg – gewählt. Dieser Weg führt von Passau über Vilshofen und Aldersbach nach Ortenburg. Am schönsten ist er im Frühling und im Herbst.
Ein bekannter Vertreter unseres Passauer Landes ist Ottfried Fischer.
Impressum: Herausgeber: Zweckverband Tourist-Information Passauer Land, Domplatz 11, 94032 Passau Telefon: 0851/397-600, Fax: 0851/397-488 Mail: tourismus@landkreis-passau.de Idee, Konzeption, Anzeigen, Gesamtherstellung: Donaudruck GmbH, Vilshofen www.donaudruck.de Redaktion: Petra Anzenberger Redaktion@griass-di.com
Wer kennt ihn nicht, den grandiosen Schauspieler und Kabarettisten!
Lesen Sie, was für ihn Heimat bedeutet und warum er hier wieder sesshaft wurde.
Gelebte Tradition war und ist mir immer wichtig. Musik überwindet Grenzen und hält zusammen. Man verspürt Gänsehaut, wenn tausend Musiker gemeinsam dasselbe Lied spielen.
Spüren auch Sie es beim nächsten „Tag der Blasmusik“ in Hauzenberg am 20. Juli 2019. Mehr will ich hier nicht verraten. Es soll ja eine Entdeckungsreise werden, wenn Sie nun durch unser „Griaß´Di“ blättern.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude beim Lesen und freue mich wieder auf Ihre Rückmeldungen.
Layout: Amanda Messerer Grafik@donaudruck.de Fotos: Tobias Müller, Robert Geisler, Toni Scholz, Thomas Bauernfeind, Daniel Kempf-Seifried, Landratsamt Passau, Stadtkapelle Hauzenberg, www.fotolia.com, www.pixabay.com
Ihr
Auflage: 35.000 Stück © Donaudruck, Vilshofen 2018
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„Griaß’ Di – im Passauer Land“ unterliegt dem Titelschutz (gem. § 5 Abs. 3 MarkenG). Die Zeitschrift sowie sämtliche in ihr enthaltenen Beiträge, Abbildungen und Anzeigen sind urheberrechtlich geschützt. Der Abdruck, auch auszugsweise, bedarf der schriftlichen Genehmigung.
Landrat Franz Meyer
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Die hohe Kunst edler Landgerichte
INHALT
Alles Käse?
26 – 28
22 – 25
Griaß’Di 2019 | Freizeit und Urlaub in Niederbayern
Keine Bienen, keine Früchte ERLEBNIS UNTER TAGE
6–9
14 – 17
PRICKELND, FRISCH UND NATÜRLICH
Immer dem Apfel nach
10 – 13 Von Äpfeln und Birnen
18 – 21
38 – 41
42 – 49
Auf den Spuren der Schwärzer
30 – 31
Außen kross, innen weich
Impressum 2 Editorial 3
Von alten Stuben und Gebräuchen
34 – 37
Tenorhorn, Bariton und Bass 52 – 53 Otti’s Heimat 56 – 57 Kuren und Kneippen 58 – 59 Gastro Guide 62 – 68 Ausflugstipps 70 – 73 Veranstaltungen 74 – 77
NATUR PUR
Je mehr blüht, desto mehr Bienen fliegen. Dann finden sie ausreichend Nahrung und Pollen zum Sammeln. Doch die Blumenwiesen werden immer weniger. Daher hat die Untere Naturschutzbehörde die Aktion „Blühendes Passauer Land“ ins Leben gerufen.
KEINE BIENEN, KEINE FRÜCHTE
So möchte man die Blühflächen erweitern, um blütenreiche Lebensräume zu schaffen. Damit Honig- und Wildbienen, aber auch stock steril und schützen ihn vor sämtlichen Gefahren. Frei über-
DOCH DIE INSEKTEN BESCHENKEN UNS NOCH REICHER
setzt bedeutet sein griechischer
n den großen Flusstälern von Donau und Inn fühlen sich Wild- und Honigbienen wohl. Leuchtende Blüten locken sie mit ihren betörenden Düften an. Doch die fleißigen Insekten leisten nicht nur Bestäubungsarbeit, sammeln Nektar und beschenken uns mit Honig. Sie sorgen auch für nützliches Propolis.
ten. Sie kleiden alle Teile ihrer Bie-
Begriff so viel wie „vor der Stadt“. Denn die Bienen schützen ihren
I
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Stock mit Propolis vor Krankheinenwohnung damit aus. Dringen Tiere, wie zum Beispiel Mäuse in den Stock ein und können diese von den Bienen getötet werden, so überziehen die Bienen sie mit Propolis. Ihre Feinde verfallen im Inneren der Hülle sehr langsam.
andere Insekten wie Schmetter-
meln den Nektar der Pflanzen ein,
linge und Käfer Nahrungsquel-
aus dem Honig hergestellt wird.
len finden. Ohne Bienen würden
Außerdem sorgen sie für Propo-
ganze Felder brach liegen und die
lis, das momentan in aller Mun-
Bäume kahl bleiben. Sie erhalten
de ist. Das natürliche Produkt
unser Passauer Land sowohl als
besteht überwiegend aus Pflan-
Nahrungsquelle für den Men-
zenharzen, die von den fleißigen
Naturheilmittel der Bienen
schen, als auch mit seiner blüten-
Honigbienen gesammelt werden.
reichen Landschaft. Doch Bienen
Diese klebrig, zähe Masse ist ihr
„Propolis ist ein Sammelerzeugnis
sorgen noch für viel mehr. Denn
Baumaterial. Damit isolieren sie
die fleißigen Arbeiterinnen sam-
ihren Staat, halten den Bienen-
Viren und Keime haben keine Chance, denn dem Bienenprodukt wird eine antibak terielle Wirkung zugeschrieben.
der älteren Arbeiterbienen“, sagt Günter Kunkel. Der Neuburger ist seit mehr als 20 Jahren Imker
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und Vorsitzender des Bienenzucht-
um, Kalzium, Kupfer, Magnesium,
vereins Passau und Umgebung.
Mangan, Selen und Zink. Dieses
Er beschäftigt sich viel mit den In-
Konglomerat macht Propolis sehr
sekten und ihrer Arbeit. „Die Pro-
wirksam. Was auch die alten Völ-
polissammlerinnen nagen harzi-
ker wie Inkas, Ägypter und Grie-
ge Absonderungen von Knospen,
chen schon wussten. Sie stellten
Blättern und Zweigen verschie-
bereits Tinkturen her mit dem na-
dener Bäume ab und tragen die
türlichen Antibiotikum, das nicht
Propolis in ihren Stock“, erklärt er.
nur Bakterien abtötet, sondern
Dort wird die klebrige Masse nicht
auch gegen Viren und Pilze hilft.
einfach abgestreift so wie ein Pol-
Damit desinfizierte man beispiels-
lenhöschen, sondern abgenagt.
weise Speer- und Pfeilwunden.
Dadurch fügen die Bienen körper
Auch heute besinnt man sich wie-
eigene Drüsensekrete, Wachs und
der auf seine heilende Anwendung.
Pollenbalsam hinzu. So entsteht
Es ist sogar als Arzneimittel gelis-
ein Harz, das mehr als 300 Kompo-
tet. Man kann es roh in Apotheken
nenten miteinander vereint.
kaufen, ebenso Tinkturen, Salben
Es enthält Vitamine, die das Im-
und Tropfen zum Einnehmen.
munsystem stärken, Haut und Haare pflegen und den Stoffwechsel anregen. Ebenso wie Eisen, Kali-
wirkt heilungsfördernd und entzündungshemmend, außerdem regt es die körpereigenen Abwehrkräfte an. Daher eignet es sich zur Behandlung von oberflächlichen, kleinen Verletzungen, Entzündungen, Erkältungskrankheiten und Infektionen der oberen Atemwege.
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oder Verbrennungen. Eingesetzt
Einzelne beitragen, der einen Gar-
Nährboden für Keime, denn in
wird es auch bei rheumatischen
ten oder Balkon besitzt. Statt auf
einem Stock leben rund 40.000
Erkrankungen, Nerven- und Seh-
Steinwüsten vor der Haustür soll-
Bienen auf engstem Raum zusam-
nenschmerzen sowie bei musku-
te man auf Blumen und Pflanzen
men. Doch sie überziehen nahezu
lären Problemen oder Beschwer-
setzen. Denn in ihren ungefüllten
den der Wirbelsäule. Doch nicht
Blüten finden die fleißigen Insek-
jeder verträgt das Bienenprodukt.
ten Nahrung. „Außerdem sollte
Es enthält – wie übrigens fast alle
man möglichst kein Gift sprit-
Lebensmittel – Allergene, darun-
zen. Ein Insektizid macht keinen
ter Isoprenylkaffeat.
Unterschied zwischen Schädling
alles mit ihrem antibiotischen Stoff. Jede noch so kleine Ritze, die Waben, Zellen, Wände und die Rahmen der Imker. Letztere gewinnen die Propolis, indem sie das Kittharz regelmäßig abschaernten. „Sein Geruch ist süßlich
Kostbares Gut der Natur
angenehm, aber intensiv. Man
Doch nicht nur wegen des na-
ben oder durch besondere Gitter
könnte es sogar im Rohzustand essen, doch die klebrige Masse bleibt an den Zähnen unangenehm haften“, sagt Günter Kunkel. Er sam-
Gegen Viren, Pilze und Bakterien
melt das Bienenprodukt lieber,
Die Bienen verwandeln ihren
tur her – für den Eigengebrauch.
Stock damit in einen klinisch rei-
Propolis
40 und 70 Prozent. Ein idealer
nen Raum und das bei Temperaturen von bis zu 35 Grad. Dort, wo ihre Brut liegt muss es schließlich besonders warm sein. Die Luftfeuchtigkeit schwankt zwischen
friert es ein und stellt einmal im Jahr eine Propoliscreme und -tinkSalben und Tinkturen eignen sich besonders für heilende Wunden, da sie die Haut betäuben und die Wunde desinfizieren, wirken aber auch gegen Herpes und andere Hauterkrankungen
wie
Akne.
und Biene“, so der Imker.
türlichen Heilmittels sollte man die Bienen besonders schützen. Denn „das wichtigste an der Biene sind nicht der Pollen, der Honig oder die Propolis, sondern die Bestäubung. Viele Milliarden Euro werden unserer Volkswirtschaft durch die Bestäubung der Bienen beigesteuert. Ohne Bienen hätten wir ganz wenig Obst und Gemüse, daher müssen wir nicht nur auf die Honigbienen achten, insbesondere die Wildbienen tragen einen nicht zu unterschätzenden
Eine Propolistherapie empfiehlt
Teil zur Bestäubung der Pflanzen
sich außerdem bei Erkältungen,
bei“, appelliert Günter Kunkel.
bei rauem Hals, Magenproblemen
Zum Erhalt der Bienen kann jeder
Ökologisch sinnvoll angelegte Gärten tragen dazu bei, die Bienen zu erhalten. Rotklee, Weißklee und Löwenzahn bieten über einen langen Zeitraum Nektar und Pollen. Was spricht schon dagegen, ruhig mal eine wilde Ecke im Garten stehen zu lassen, wo Blumen und Gräser blühen dürfen. >> Die Natur wird es danken. <<
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NATUR PUR
len Schild den Weg. Hier verläuft übrigens auch der „BierRadlWeg“ mit erlebnisreichen Stationen.
Vilsengtal Aldersbach
IMMER DEM APFEL NACH
Durch die malerische Landschaft des Vilsengtals mit seinem stattlichen
Aussichtsturm
sind
es
nur wenige Kilometer nach Aldersbach. Hier steigen wir ab
UNTERWEGS AUF DEM APFEL-RADL-WEG
und machen Halt am Kloster, wo Bier und Barock eine wunderbare Symbiose eingehen. Vor uns liegt eine der schönsten Marienkirchen Bayerns, mit prächtigen goldenen Verzierungen. Von den bedeutenden Künstlern Egid Quirin und Cosmas Damian Asam ausgestattet. Normalerweise führt Pfarrer
K
napp einhundert Kilometer durch die malerische Natur des Donautals und Kloster winkels führt der Apfel-RadlWeg durchs Passauer Land. Wir nehmen eine Etappe, um die Kirchen und Klöster rund um den Radweg zu besuchen. Zwei Jahreszeiten sind dazu besonders zu empfehlen, der Frühling, wenn Apfel- und Birnbäume in voller Blüte stehen oder der Herbst, wenn sie reichlich Früchte tragen. Einsteigen kann man von jedem Ort aus.
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Wir beginnen in Vilshofen an der Donau
Sebastian Wild durch das kostbare
und fahren durch das sanfte Hügelland
Kleinod, doch wegen Sanierungs-
bis nach Passau. Von der Donaupromena-
arbeiten ist das Innere der Kirche
Am alten Bahndamm entlang ra-
de aus geht es zunächst hoch in die Alt-
momentan gesperrt. Macht nichts.
deln wir nach Aidenbach. Dort
stadt mit ihrem historischen Stadtplatz.
Denn die Klosteranlage und ihr
fahren wir ein Stück weit auf der
Vorbei an bunten Häusern im Inn-Salzach-
barocker Kräutergarten an der
Hauptstraße in Richtung Markt-
Baustil biegen wir kurz vor der Vilsbrücke
Orangerie entschädigen definitiv.
platz. An dessen Ende nehmen
rechts ab in die Fischerzeile. Dort waren
Die Sonne strahlt mit dem Ort um
wir die Straße nach Beutelsbach.
seit Generationen die Donaufischer be-
die Wette. Als wir nach den ersten
Nach einer leichten Steigung geht
heimatet. Der letzte seiner Zunft ging vor
13 Kilometern auf einer hölzernen
es in das beschauliche Dorf hinein.
wenigen Jahren in den Ruhestand. Weiter
Parkbank sitzen, genießen wir die
Beutelsbach ist einer der ältesten,
geht es über die Kreppe. Danach folgen
Wärme. Es duftet herrlich nach
urkundlich erwähnten Orte zwi-
wir dem Radweg mit seiner weiß-grünen
Rosmarin und Thymian. Oben im
schen Vils und Rott, was aus einer
Beschilderung bis nach Schönerting. Da-
Bräustüberl geht es zünftig zu, da
Schenkung von Agilolfingerherzog
bei ziehen wir am Vilskraftwerk vorbei
wird Blasmusik aufgespielt und
Odilo (†748) hervorgeht. Am Orts-
und radeln genüsslich durch den schat-
Bier getrunken. Fast so wie bei der
ausgang, wo der Weg nach Tillbach
tigen Wald. In Schönerting überqueren
Landesausstellung „Bier in Bay-
führt, säumt eine Birnbaum-Allee
Spätgotik, der einzigen Wallfahrts-
wir die Vils. Wieder weist uns der radfah-
ern“, hier in Aldersbach. Für uns
die Straße. Die stattlichen Bäume
kirche Deutschlands, die dem Hl.
rende Apfel auf dem querliegenden ova-
geht die Radtour weiter.
können ihre vielen grün-braunen
Papst Gregor dem Großen geweiht
Aidenbach und Beutelsbach
Früchte kaum mehr tragen. Steirische Mostbirnen gedeihen hier ebenso wie die Rotpichlbirne.
Tillbach bis Sammarei Nach einer kurzen Rast geht es nach rechts über einen kleinen Anstieg nach Tillbach wo wir vorbei an idyllischen Streuobstwiesen mit roten Äpfeln durch kräftige Wälder in Richtung Holzland fahren. Dort lassen wir Grongörgen hinter uns liegen. Natürlich nicht ohne einen Abstecher zu einem ganz besonderen Kleinod aus der
Plätzen radeln wir bis zur Wolfach.
und kehren im Biergarten des Ho-
Obstbäumen vorbei den Berg hin-
Hauptbahnhof hat man dann die
Dort geht es nun eine kleine Stei-
tel und Restaurant Zum Koch ein.
auf zu einem Waldstück. Gesäumt
Wahl, einen Zug zurück nach Vils-
ist er rechts und links von Kuhwei-
hofen zu nehmen oder nochmals
gung zum Marktplatz hoch. Bei der evangelischen Marktkirche
Vorderhainberg
zweigen wir links ab und nehmen
Nach einer köstlichen Brotzeit und
den Weg zur Kreppe hinauf. In dem geschichtsträchtigen Gemäuer von 1518 kann man die Hochgräber der Ortenburger Grafen sehen. Diese Kirchengemeinde ist übrigens die älteste evangelische Gemeinde des Dekanats Passau und Gotteshauses. Seine Geschichte
Wiesen, Maisfeldern und Wäl-
reicht weit zurück. Zur Wallfahrts-
dern säumen den Weg in Richtung
kirche wurde die einstige hölzerne
Haarbach. Von der Holzlandge-
Kapelle, als der angrenzende Bau-
meinde geht es auf der Hauptstra-
ernhof 1619 in Flammen aufging
ße nach Sammarei, dem nächsten
und niederbrannte. Denn nur die
Wallfahrtsort. Sein Name leitet
kleine Kapelle blieb verschont. Das
mit den bayerischen Herzögen
sich von Sancta Maria ab, was vom
Kloster Aldersbach sorgte für das
brach aus. Ortenburg blieb den-
Volksmund zunächst in Sankt
Kirchenrecht und ließ eine statt-
noch reichsfrei, wodurch sich die
Marei eingedeutscht und dann in
liche Barockkirche um die Kapelle
evangelisch-lutherische
Sammarei abgekürzt wurde. Das
errichten. 1631 feierte man die Ein-
sion halten konnte. Nachdem der
kleine Dorf liegt beschaulich an
weihung. Hinter dem Altar kann
der Wolfach. Schon von weitem
man die alte Kapelle noch heute
österreichische Kaiser Ferdinand
grüßt der gelb getünchte Turm des
betreten. Soweit das Auge reicht hängt der Umgang voll mit bunten Votivtafeln. Es sollen 1300 Stück sein. Jede birgt eine Geschichte von Unglück, Krankheit und anderen Schicksalsschlägen.
Ortenburg Um immer auf dem richtigen Weg zu sein, stehen unter www.passauer-land.de die GPS-Daten des Apfel-Radl-Wegs zum Download bereit. Weitere Infos und Kartenmaterial: Tourismusgemeinschaft Donautal und Klosterwinkel, Tel. 08541/208112, info@donautal-klosterwinkel.de
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blickt auf eine bewegende Historie
ist. Sanfte Hügel mit großzügigen
Nach einer kurzen Erfrischung im Pfarrgarten geht unsere Radtour weiter ins vier Kilometer entfernte Ortenburg. Bereits aus der Ferne kann man das stattliche Schloss
zurück. Schon 1563 führte Graf Joachim, der zum bayerischen Hochadel zählte, hier die Reformation ein. Damit machte er sich nicht nur Freunde. Ein jahrelanger Streit
Konfes-
II. 1624 alle Protestanten aus seinem Land verwies, suchten viele in der nahegelegenen Grafschaft Zuflucht. Sie kamen aus Grieskirchen, Neumarkt, Peuerbach und weiteren Teilen Österreichs. Die Wohnungsnot war groß, daher überließ ihnen Graf Casimir östlich von Ortenburg ein Waldgebiet, das sie roden und besiedeln durften. Vorder- und Hinterhainberg entstanden. Dort radeln wir nun gemütlich hinauf. Auf der kleinen Anhöhe angekommen bietet sich
hoch über dem Markt sehen. Vor-
ein herrlicher Blick über die Hü-
bei an mächtigen Streuobstwie-
gellandschaft von Holzland und
sen, sonnigen und schattigen
Wolfachtal. Hier machen wir rast
den. Am kleinen Weiler Prims le-
einer kühlen Mostschorle fahren wir die Straße entlang nach Kö-
gen wir einen Stopp ein und genießen die Aussicht über Fürstenzell bis zum österreichischen Sauwald.
nigbach. Zwischen einigen Bau-
Fürstenzell
ernhöfen wachsen etliche Apfel-
in die Pedale zu treten. Besonders sportliche
Radfahrer
meistern
auch die letzte Etappe von Passau entlang der Donau nach Vilshofen. Auf Höhe Sandbach bietet die Donaufähre eine Überfahrt, um an der Rundkirche Hausbach vor-
und Birnbäume. Im Frühling muss
Nun geht es bergab in Richtung
hier die gesamte Landschaft von
Scheuereck, das wenige Kilometer
weiß blühenden Streuobstwiesen
vor Fürstenzell liegt. Dort lädt der
geprägt sein. Nun im Spätsommer
„Dom des Rottal“, die Klosterkirche,
leuchten bereits Äpfel und Birnen.
zum Besuch ein. Außerdem bieten
Mostobst in Hülle und Fülle.
sich in Fürstenzell einige Über-
In Königbach biegen wir auf
nachtungsmöglichkeiten, um am
teilt. So kann man auf dem rund
eine schmale Straße ein, die mit-
nächsten Tag mit voller Kraft über
97 Kilometer langen Radweg mög-
ten durch Bauernhöfe führt. Ein
Aspertsham, Sulzbach und Neu-
lichst viel erleben – immer dem ra-
schmaler Feldweg bringt uns an
haus nach Passau zu fahren. Am
delnden Apfel hinterher.
beizukommen. Kulturelle Stopps und der Halt, um einzigartige Ausblicke zu genießen, sind natürlich nur möglich, wenn man den ApfelRadl-Weg in mehrere Etappen auf-
ORTENBURG Freizeit & Erholung SCHLOSS ORTENBURG
HEIMATMUSEUM
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EVANGELISCHE MARKTKIRCHE
450 Jahre Reformation in Ortenburg – Ausstellung im Kantorhaus Gruppen und Führungen mit Anmeldung im Evangelischen Pfarramt, Tel. 08542/7526
WALLFAHRTSKIRCHE SAMMAREI
Täglich Wallfahrtsgottesdienst um 16 Uhr Wallfahrtsanmeldung beim Kath. Pfarramt Sammarei, Tel. 08542/653, www.wallfahrtsland-sammarei.de
www.ortenburg.de
Nähere Auskünfte erteilt die Touristinformation, Tel.: 08542/164-21
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MOST AUS HEIMISCHEN ÄPFELN UND BIRNEN
I
n der sanft hügeligen Obstbaumlandschaft rund um Ortenburg trifft man im Herbst auf Frauen, Männer und Kinder
bei der Mostobsternte. Letztere warten schon voller Spannung auf den frisch gepressten Saft – hier in der Gegend auch als Pipperlmost bekannt. Vor allem zwischen Donau und Inn-
viertel, dort, wo die Streuobstwiesen im Herbst eine große Apfel- und Birnenernte hervorbrin-
Die Pflicht wurde zur Tradition, die man bis heute bewahrt. Bis zur Währungsreform 1948 waren Obst und Most ein beliebtes Tauschmittel.
Doch
wandel
Rationalisierung
in der Landwirtschaft drängten den Obstanbau zunehmend in eine Nebenrolle. Der Anbau wird heute in erster Linie als Hobby betrieben. Rund um Ortenburg erblühen im Frühjahr viele Obstbäume, die von ihren Besitzern das ganze Jahr über gehegt und gepflegt werden.
gen, hat das Keltern des Apfelweins Traditi-
Vom Haustrunk zum Nischenprodukt
on. Überliefert durch evangelische Glaubensflüchtlinge aus Österreich. Die Geheimnisse der Most-Zubereitung vererbten sich von Generation zu Generation. Denn beim „Mosteln“, wie die Mostherstellung im Passauer Land genannt wird, braucht man viel Erfahrung, um geschmackvollen Most zu erhalten. Erste Berichte vom Obstanbau rund um Ortenburg stammen aus dem 17. Jahrhundert, als hunderte Protestanten aus ihrer Heimat flüchten mussten. Sie ließen sich in der evangelisch geprägten Grafschaft nieder und setzten weiterhin auf den Anbau von Obst und die Kunst des Mostbereitens. Graf Johann Georg war schnell von der wirtschaftlichen Bedeutung des Streuobstanbaus überzeugt und erließ 1715 eine Verordnung über die Pflanzung und Aufzucht junger Obstbäume. Sechs Stämme musste jeder „Neubürger“ anpflanzen. Auch die übrigen Untertanen wurden angehalten, Apfel- und Birnbäume zu hegen.
und
Struktur-
Brigitte und Günther Nömer sowie Christa Zurbuchen bewahren die Tradition des Mostens.
Schon die Kelten beherrschten die Mostherstellung, sie tranken den Apfelwein wegen seiner verdauungsfördernden Wirkung. Weil er
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aber beliebten Haustrunk. So hat man Most aus Äpfeln und Birnen im 19. Jahrhundert als Durstlöscher getrunken. Ob zu den Mahl-
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zeiten, zwischendurch, wenn die Bäuerin mit einem großen Krug Mostschorle aufs Feld kam und jeder einen Schöpfer voll nahm oder
en
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abends nach der Ernte. Einem Bauersknecht standen während der Ernte pro Tag bis zu vier Liter Most zu. Sogar Kinder tranken ihn verdünnt mit Wasser.
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Ideal sind 17 bis 20 Grad Celsius“, verrät die Gartlerin. Zwischendrin wird der Most regelmäßig probiert. Wozu er langsam aus dem Fass gezapft wird. Setzt die Gärung nicht ein, empfiehlt sich die Zugabe von Kaltgärhefe. Wenn sich die Hefe am Boden abgesetzt hat und der Most von oben her hell ist, dann ist die Vergärung abgeschlossen. Der Der schädlichen Wirkung durch
tet werden. Diese Gerbstoffe sor-
ben“, sagt Brigitte Nömer. Fässer
Apfelwein kann genossen werden.
den Alkoholgehalt maß man kei-
gen auch für einen hellgelben bis
und sämtliches Werkzeug müssen
Frühestens in der Weihnachtszeit
nerlei Bedeutung zu. Heute ge-
bernsteinfarbenen Ton. „Je mehr
vor der Benutzung gründlich gerei-
wird er zum ersten Mal probiert.
nießt man Most. Das Getränk
Birnen, desto mehr Gerbstoffe“,
nigt werden. Ebenso verhält es sich
Dann kommt er auf Familienfei-
reicht man immer noch gern pur
weiß die Ortenburgerin. Säuer-
mit dem Obst. Nach dem Auflesen
ern besonders gerne auf den Tisch.
wird es intensiv gewaschen. Zu-
Doch seinen Alkoholgehalt sollte
nächst kommen die Früchte in eine
man nicht unterschätzen. Er ist
handbetriebene Mühle. Danach
ähnlich hoch wie bei Bier und liegt
werden Apfel- und Birnenschnit-
zwischen 5 und 8 Prozent.
oder als Schorle. Nur noch wenige beherrschen die hohe Kunst des Einmachens und haben auch die Möglichkeiten dazu. Der Gartenbauverein Ortenburg, der schon 1896 ins Leben gerufen wurde, bewahrte sie stets und gibt sie noch heute an die nächste Generation weiter. Im Herbst zeigt sich auf den Wiesen rund um Ortenburg ein klassisches Bild: ganze Familien tummeln sich um die Obstbäume und lesen das Fallobst auf. Doch nur die schönen, unversehrten Früchtchen kommen in den Korb zum Mosten. „Die Mostherstellung ist keine Abfallverwertung. Verwendet wird nur gesundes vollreifes Fallobst ohne faulige Stellen“, erklärt Brigitte Nömer, die Vorsitzende des Gartenbauvereins. Auch nicht jede Apfel- oder Birnensorte eignet sich dabei gleich gut.
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liche, gut ausgereifte Äpfel wie Wintergoldparmäne, Schöner aus Boskoop oder den Rheinischen Bohnapfel verwendet man gerne. Süße, milde Tafeläpfel verspeist man lieber pur. Umgekehrt verhält es sich bei Birnen. Am beliebtesten sind vollreife Steirische Mostbirnen, Bühler Birnen und Schweizer Wasserbirnen.
Klar, kräftig und rein Grundsätzlich gilt: säurearme Sorten mischt man mit säuerlichen. Nur so entsteht der charakteristische Geschmack des Apfel- und Birnenweins. Hier setzt man auf einen höheren Birnenanteil, der den Most besonders mild werden lässt. Denn die Ortenburger genießen ihn gerne klar und kräftig. In einem Verhältnis von etwa 40 Pro-
ze ausgepresst. Dabei fließt bereits eine goldene Flüssigkeit ins Gefäß, der beliebte Pipperlmost. Nicht nur für Kinder eine wahre Freude. Der frisch gepresste Apfelsaft ist besonders süß und schmeckt einzigartig naturbelassen. Die Aromen der Äpfel und Birnen entfalten sich prächtig. Vergärt wird der Pipperlmost in Holz- und Kunststofffässern. Die Gärung ist der Prozess, bei dem der süße Saft zum Most wird. Dabei wird der Most durch natürliche Hefen bevölkert, die seinen Zucker in Alkohol umwandeln. Durch den Prozess wird Kohlensäure freigesetzt, deren Bläschen nach oben steigen. Der klare Saft wird zunächst trüb. Erst wenn Gasbildung
Gewonnen wird der Apfelwein in
zent Äpfeln und 60 Prozent Birnen.
und Schaum nachlassen, klärt sich
der Regel aus Mostobst, das einen
„Ganz wichtig beim Mosten ist die
der Most von oben her. „Je höher die
höheren Gerbstoffanteil trägt als
Sauberkeit. Denn falsche Bakteri-
Lagertemperatur ist, desto schnel-
Früchte, die zum Verzehr gezüch-
en lassen den Most schnell verder-
ler geht die Gärung von statten.
s s u n e g Most
ffige, nigkeit. Mu ö t in e R r e tät. in chter Quali chst an se ä le n h u c z s n n a o v m it gegen t erkennt Brotzeit m zeugen hin n e e n Guten Mos ö ig t T f e e d ig h r ehalt zu eine e, essigstic en Alkoholg m liebsten in a e s – schimmelig h r c u r p u n D ih Käse. ner trinken sser ist er regionalem a d lw n a u r n e Wahre Ken e in t r M uche altem auerngerä ischt mit k m e G . le r frischem B o h e Sc ich auch ein s lt en h ie f p m e er an heiß h c s lö t s r u iger D interein prächt An kalten W ! n e ß a M f rlich in Kurs. Ob au Tagen. Natü im h c o h t s t Glühmo tagen steh en erer schön s n u m e in ivaten e oder bei pr e t k r ä lm d lichen Christkin weihnacht it m t h c is zum Feiern, gem onkurrenz K e t h c e e ist er ein Gewürzen in. en Glühwe t n n a k e b lt a
NATUR PUR
VON ÄPFELN UND BIRNEN
DER ORTENBURGER GOLDBRAND Äpfel mit Birnen vergleichen? Das funktioniert nicht. Doch wo der Apfel gedeiht, bringt auch der Birnbaum eine große Ernte hervor. Die süßen Früchtchen bereichern die Streuobstwiesen rund um das Ortenburger Wolfachtal. Besonders wohl fühlt sich hier die Steirische Mostbirne, in ihrer österreichischen Heimat auch Speckbirne genannt. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Ortenburger Goldbrands.
Die Steirische Mostbirne besticht nicht nur mit einer glänzend grün-gelben Farbe, sondern ihrem saftig-süßen Fruchtfleisch. Durch ihre wenigen Gerbstoffe und den hohen Fruchtzuckergehalt lässt sie den Most besonders aromatisch werden. Eine Delikatesse.
Vom Most zum Brand Doch Most wird heutzutage in Ortenburg nicht nur als Most getrunken. Roland und Andrea Braun verarbeiten ihn zum hochwertigen Destillat: Dem klassischen Mostbrand oder dem noch viel edleren Ortenburger Goldbrand. Den Rohstoff machen die beiden jedes Jahr selber ein. Bis zu 5000 Liter Apfel- und Birnensaft vergären jeden Winter in ihrer Brennerei. Dafür benötigen sie 7,5 Tonnen Obst. Verwendet werden ein Drittel Äpfel und zwei Drittel der Steirischen Mostbirne, „die mit Abstand beste Mostbirne“, weiß Roland Braun. Dabei überlässt er nichts dem Zufall. Damit eine reintönige Gärung einsetzt und der Zucker in Alkohol umgewandelt wird, fügt er nach dem Abpressen Reinzuchthefe hinzu. Seit der Jugend gehört das „Mosteln“ zu seiner Leidenschaft. Der langjährige Leiter einer Bankfiliale experimentierte viel und gerne. Kam so auch auf die Idee, Schnaps zu brennen.
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Die Gerbstoffe, die das Holz abgibt, verleihen ihm seine goldene Farbe. Die Fässer durchliefen bei der Herstellung ein spezielles Toastingverfahren. Das heißt, sie wurden ohne Deckel und Boden angekohlt, also über dem Feuer getoastet. „Dabei kandieren die im Holz enthaltenen Harze, werden süßlich und geben ein Vanillearoma an den Gold-
Andrea und Roland Braun.
brand ab“. Daher stammt also die leichte Vanillenote. Je länger der Brand im Eichenfass lagert, desto besser wird er. Bis zur Abfüllung Auf den hohen Birnenanteil setzt
man schmeckt“, ihre Devise. Der
Roland Braun, „weil der Apfel
Erfolg gab ihnen recht. Denn die
beim Destillieren viel charak-
Brände von Roland Braun werden
teristisches Aroma verliert“. Somit verhindert er eine bittere, herbe Note. Beide Rohstoffe bezieht Roland Braun von eigenen Streuobstwiesen,
Pachtflächen
und Landwirten aus der Region.
regelmäßig mit Gold prämiert. Der Schnapsbrenner kommt außerdem ganz ohne Stabilisatoren und aromatische Zusatzstoffe aus – bei allen 25 Destillaten und Likören.
Beim Apfel setzt er in erster Linie
Eine Trennung ist nötig
Aus 100 Litern Most erhält man etwa sieben Liter 40-prozentigen Mostbrand. Dafür, so Andrea Braun, die sich gemeinsam mit ihrem Ehemann um die Brennerei kümmert, werde ausschließlich frisches Obst verwendet. „Etwa 70 Prozent der Destillatqualität hängt von der Qualität des Obstes ab“, versichert ihr Mann. Eine hohe Qualität sei stets ihr Gebot. Als sie vor 21 Jahren mit dem Brennen begon-
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prozess macht den Brand harmonisch, mild und geschmackvoll. „Manche reifen schon bis zu zehn Jahre im Fass“, sagt Andrea Braun. Durch die Fassoberfläche verdunstet das Destillat mehr und mehr. Alkohol und Flüssigkeit verflüchtigen sich. Das riecht und spürt man im Fassraum, in dem zahlreiche
beginnt die Obsternte in Ortenburg.
vorgang kann eine leichte Trübung
Durch die warmen Frühlings- und
entstehen“, verrät der Edelobst-
Sommermonate fällt sie besonders
brenner. Je kälter das Destillat ist, desto stärker neigt es zur Trübung. Damit der Brand auch im Kühlschrank schön goldig-klar bleibt, wird er auf 0 bis 5 Grad heruntergekühlt und in kaltem Zustand gefiltert. „Es gibt leider immer noch Leute, die die Destillate im Kühlein Unding“, bedauert der Holzkir-
Inhalt, lagern. Beim Betreten des
chener. Er und Ehefrau Andrea ra-
Raumes empfängt einen eine an-
ten jedem davon ab, ihre Edelobst-
über die Wintermonate vergoren
genehme Duftkombination aus
brände zu kühlen. Denn nur bei
ist, destilliert ihn Roland Braun
Holz- und Destillatnoten. Der aus
im Frühjahr. Aus der glänzenden
Whisky-Destillerien bekannte „An-
Zimmertemperatur kann sich das
Nachdem
der
Apfel-Birnen-Saft
Kupfer-Destille fließt im Mittellauf
gels-Share“ schwebt in der Luft.
Obstbranntwein mit durchschnittVor- und Nachlauf werden großzü-
Alkoholgehalt einstellen
gig abgetrennt und entsorgt. Die
Nach dem langen Reifeprozess
lich
75
Prozent
Alkoholgehalt.
Flüssigkeit des reinen Destillats ist überraschend klar. Ein Teil, der Mostbrand, kommt nun in Edel-
nen hatten, war schnell klar, auf
stahl-Fässer zur Reife. Der Orten-
hochwertige Produkte zu setzen, von Anfang an war „Qualität, die
muss der noch hochprozentige Brand auf Trinkstärke eingestellt werden. Dafür gibt man vor der
Aroma richtig entfalten. Nach der Abfüllung zeigt sich der Goldbrand, wie alle anderen Produkte der Brauns, in einer hochwertigen Flasche, einzeln mit echtem Siegelwachs verschlossen. So behält er sein unverwechselbares Aroma. Im vergangenen September hat Roland Braun sein Hobby zum
enthärtetes
Beruf gemacht und betreibt die
burger Goldbrand wird in neue
Quellwasser hinzu. Aber nur so
Brennerei nun hauptberuflich. Der
französische Eichenfässer gefüllt.
viel, dass der Alkoholgehalt bei 40
perfekte Zeitpunkt, denn im Herbst
Abfüllung
völlig
reich aus. Das bedeutet jede Menge Arbeit für die Brauns. Schließlich wird im Familienbetrieb noch alles selber eingebracht und gemeinsam zu Most verarbeitet. Der Obstwein hat dann über den Winter genügend Zeit, um einen exzellenten Goldbrand abzugeben.
schrank aufbewahren. Eigentlich
Eichenfässer, von 50 bis 225 Litern
auf den Rheinischen Bohnapfel, eine alte deutsche Sorte.
mindestens drei Jahre. Der Reife-
Prozent liegt. „Durch den Misch-
Goldbrand
re, goldene Flüssigkeit >> Grundzutat destillierter Most >> kla sischen Eichenfass >> reift mindestens 3 Jahre im franzö
Mostbrand >> Grundzutat destillierter Most >> klare, durchsichtige Flüssigkeit >> reift 1 Jahr im Edelstahlfass
Edelobstbrennerei Braun | Brunndobl 19, 94496 Ortenburg-Holzkirchen
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PASSAUER LANDLUST 2011 renovierte Hans Feilmeier das ländliche Gasthaus seiner Familie,
Katrin und Hans Feilmeier.
das zuletzt nur noch im Nebenerwerb geführt wurde. Gemeinsam
DIE HOHE KUNST EDLER LANDGERICHTE HINTER DEN KULISSEN VON FEILMEIERS LANDLEBEN „Schön rotbraun und saftig muss ein frischer Rehrücken sein“, sagt Küchenmeister Hans Feilmeier. Geliefert wird das Fleisch von einem befreundeten Jäger, direkt aus dem Schwarzhöringer Revier. Ein richtig heimisches Produkt, so wie es im „Landleben“ gerne gegessen wird. Das passt hervorragend zur Philosophie des Restaurants.
mit seiner Ehefrau Katrin eröffnete er nach dem Komplettumbau das „Feilmeiers Landleben“ – ein modernes Restaurant, das seither raffinierte heimatnahe Küche in stilvoll-ländlichem Ambiente kredenzt. Dem alten Gebäude wurde so wieder Leben eingehaucht.
Natur pur: optisch und geschmacklich In die Küche von Hans Feilmeier kommen nur richtig gute Produkte, gerne auch aus dem eigenen Garten und der näheren Umgebung. Die Lachsforellen für seine aktuelle Vorspeisenkreation wachsen zum Beispiel im
Hans Feilmeier veredelt heimische Zutaten in raffinierte Landküche.
eigenen Weiher heran. Langsam und natürlich, in glasklarem Quellwasser. Eine Delikatesse, deren Reinheit und Frische sich im Geschmack des Lachsforellen-Tatars bemerkbar macht. Filetiert, gebeizt, gehackt und angerichtet ergibt sich zusammen mit Sommerkräutermousse eine ganz besondere Komposition. Die lässt vor allem eines erkennen: die Klarheit der Lebensmittel. Eine feine Note erhält die Lachsforelle durch Schnittlauch, Petersilie und andere Sommerkräuter. Alle aus dem Garten von
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Portrait
t Koch mit Hans Feilmeier is s mit enschaft. Bereit Hingabe und Leid r die nd er mit Bravou 21 Jahren besta chenmeister. Prüfung zum Kü e er Erfahrung lt e m m sa ch a n Gleich da n che von Christia ehrein der Sternekü Diätkoch und m ie besonders d m , u n z o ti g n ta u S ild e in sb e u er hen A Henze – ion verwirklichte ach der zusätzlic g N e R r. a r e w d n ih rn r se fü u ä f sein aften H prägend ahl fiel dabei au enchef in namh w ch rt ü o K d n ls a ta n S e n ie o D ti ren Sta Frau Katrin das n Restaurant. e r n e e in ig e se it m o m v n e m u a zusamm sich 2011 den Tr r gestaltete er jetzige moderne ie s H a . d g it n ri m ö a h d f rz e a ri w eu und Heimatdorf Sch haus komplett n st Ga srb e rw e elterliche Neben en“ ins Leben. b le d n La rs ie e Restaurant „Feilm
er. Gemeinsam bereiten sie ihren Gästen
eine
unverwechselbare
Auszeit im Landleben. Dabei setzen sie auf eine herzliche familiäre Atmosphäre, die auch der Gast spürt. Wen wundert es, dass sie die Tester des Guide Michelin bereits zum dritten Mal in Folge begeistern konnten und sich über die „Bib Gourmand“-Auszeichnung freuen durften. Hans und Katrin Feilmeier setzen nicht nur auf eine frische und vielfältige Küche, die saisonal abgestimmt ist, sie sorgen auch für eine Auszeit in entspannter Atmos
Gleichzeitig ein Beleg für die fri-
dukte wie die bekannte Landle-
sche, leichte und natürliche Küche.
ben-Pasta, kreative Eissorten für
meier zum Rehrücken, der noch
Suppen und Soßen werden auf die-
Desserts, feine Pralinen, besondere
in der Pfanne brät. „Rehrücken
se Art zum Geschmackserlebnis,
Gewürzmischungen oder Marme-
zählt neben der Keule zu den feins-
ohne dabei „schwer“ zu sein. „Un-
laden bieten. Seinen Lehrlingen
ten Fleischstücken des Rehs“, sagt
sere Gäste sollen sich auch nach
vermittelt er dabei stets, dass sich
er. Sein zartes Fleisch eignet sich
5-Gängen noch wohl fühlen“, so der
diese handwerklich aufwändige
zum Kurzbraten, Schmoren oder
37-Jährige. Als Beilage gibt es feine
Küche lohnt. Die Azubis nehmen
Grillen. Doch es ist Vorsicht gebo-
Gnocci mit Kürbisnote – selbstver-
die Tipps des Meisters gerne an –
ten. Zu hohe Temperaturen lassen
ständlich handgemacht. Viele flei-
mit Erfolg, wie sich zeigt. Denn alle
phäre. Schon vom ersten Moment an fühlt man sich wohl. Hier nimmt man sich noch Zeit für die Gäste. Zum Konzept gehören auch tolle Events mit perfektem Service und ausgezeichneten Feinschmeckermenüs. Je nach Jahreszeit tischt die Küchen-Crew Spezialitäten aus der Donauregion auf, aber auch toskanische Edelmenüs mit Original Alba-Trüffeln oder alles
Renate Feilmeier, der Mutter des
Speisepilzen in ganz Deutsch-
ihn durch den niedrigen Fettge-
ßige Hände helfen zusammen, um
drei Lehrlinge, die das „Landleben“
Küchenchefs. Für einen besonde-
land. „Besonders gerne servieren
halt schnell trocken werden. „Sein
die Landküche zum Landgenuss
bislang hervorbrachte, schlossen
ren Eye-Catcher sorgen rote und
wir sie zu zartem Wild, handge-
feines Filet schmeckt nur, wenn es
zu machen. Vier Köche und ein
mit Traumnote 1 ab. Fünf festan-
gelbe Pünktchen aus Strauchto-
machten Nudeln oder knacki-
schön rosa gebraten ist. Wir neh-
Lehrling stehen Küchenchef Hans
gestellte Service-Mitarbeiterinnen,
chen sie regelmäßig im „Landge-
maten und Safran. Dazu gibt es
gem Salat“, sagt Hans Feilmeier,
men dafür eine Kerntemperatur
Feilmeier zur Seite. Nur so kann er
immer mit einem Lächeln im Ge-
flüster“, der Hauszeitung des Land-
einen frischen Vogerlsalat und
während er die dottergelben Pil-
von 47 Grad“, verrät der Küchen-
frische und selbstgemachte Pro-
sicht, unterstützen Katrin Feilmei-
lebens, und auf der Homepage.
bunte Streifen von heimischem
ze in heißer, schäumender But-
chef und rät, Reh nur sehr sensi-
Gemüse. Die Regionalität der
ter schwenkt. Ihr Hut hat eine
bel anzubraten. Hans Feilmeier
Speisen ist immer nachvollzieh-
trichterartige Form mit einem
nimmt dafür nur die zarten Filets,
bar. Das zeigt sich auch an den
eingerollten Rand, genauso sol-
die auf der Innenseite des Rückens
Pfifferlingen, die zum Rehrücken
len sie aussehen. Der Bayerwald
liegen. Die Knochen brät er im Rohr
serviert werden. Sie stammen
ist für sein reiches Vorkommen
an, später veredelt er sie mit But-
zumeist aus niederbayerischen
an „Rehgoaßerln“, wie sie hier
ter, Röstgemüse, Rotwein und viel
Wäldern und sind handverle-
genannt werden, bekannt und
„Köchelzeit“ zu einem kraftvoll re-
sen. Pfifferlinge zählen im All-
sehr beliebt. Nachdem sie zart
duzierten Jus – das i-Tüpfelchen der
gemeinen zu den beliebtesten
glasiert sind, gibt sie Hans Feil-
edlen Landleben-Küche.
rund um die Marille. Termine und Wissenswertes dazu veröffentli-
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25 Familie Feilmeier • Schwarzhöring 14 • 94575 Windorf • Tel. 08541-8293 • www.feilmeiers-landleben.de
PASSAUER LANDLUST
ALLES KÄSE?
ZU BESUCH AM HAINDLHOF IN UNTEREICHET Ganz in weiß empfängt uns die zierliche Frau im Hofladen. Mit hygienischen Schuhüberziehern, Kittel und Kopfbedeckung dürfen wir ihr bei der Käseherstellung über die Schulter schauen. „Zuerst wird die Milch in einem großen Edel-
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chnittkäse, halbfester Schnittkäse, Weich- und Frischkäse, Quark, Topfen und Joghurt verlassen Gabi Hubers kleine Hof-Käserei. Aus frischer Milch entsteht am Haindlhof in Untereichet bei Fürstenzell köstlicher Käse. Die Milch stammt von eigenen Kühen. 75 stehen im Stall und warten darauf, täglich zweimal gemolken zu werden. Ein Drittel ihrer Milch wandert in die Käserei. Bis zu 650 Liter am Tag.
stahlkessel auf etwa 32 Grad erwärmt. Dann verrichten zugesetzte Milchsäurebakterien und Kälberlab ihre Arbeit“, verrät Gabi Huber auf dem Weg zum großen Bottich. Die Milch darin stockt bereits. „Das nennt man dicklegen“, fährt sie fort, während sie mit einer Käse-
Währenddessen geht Gabi zur
feprozess. Der dauert – je nach
Käsepflege über. Denn im alten
Sorte – mindestens vier, aber ma-
Gewölbekeller lagern etwa 500
ximal sechs Monate. „Je älter der
Laibe. Ganz schön frisch ist es hier
Käse ist, desto gschmackiger ist
unten, bei einer Raumtemperatur
er“, sagt Gabi Huber. Mittlerweile
von 13 Grad. Je nach Saison sind
ist sie ein echter Profi. Anfang der
die Käse-Laibe mit Geschmacks-
90er Jahre wagte sie erste Versu-
zutaten wie Boxhornklee, Schnitt-
che. Gekäst wurde mit großen
lauch,
italienischen
Töpfen am Holzofen. „Durch die
Kräutern, Knoblauch oder Pfef-
missliche Lage in der Landwirt-
Paprika,
Aus hofeigener Milch stellt Gabi Huber verschiedene Käsesorten her.
„Je älter der Käse ist, desto gschmackiger ist er“ fer versehen. Dreimal pro Woche
schaft suchten wir ein zweites
werden sie per Hand mit Salzwas-
Standbein, um das Einkommen
ser eingerieben und gewendet.
aufzubessern. Viele setzten auf
Dann ist Gabi bis zu drei Stunden
Urlaub auf dem Bauernhof. Ich
mit Käsepflege beschäftigt. Sie
dachte eher an Dirketvermark-
nimmt jeden einzelnen Laib auf,
tung“, erklärt Gabi Huber und
bürstet ihn sorgfältig mit krei-
nimmt den nächsten Laib auf. Im
senden Bewegungen ab und legt
Hofladen boten sie und ihr Mann
ihn gewendet wieder ins Gitter
Alois zunächst frisches Fleisch,
zurück. So bildet sich eine Käse-
Geräuchertes und Eier an. Alles,
schmiere, die den Käse versiegelt.
was ihr landwirtschaftlicher Be-
Er erhält eine schöne Rinde, die
trieb zu bieten hatte. 1995 bauten
für viel Würze sorgt. Wichtig ist
sie alte Lagerräume zur Käserei
das Verfahren auch für den Rei-
mit modernen Kochkesseln und
Gleich nach der Dicklegung entsteht Käsebruch.
Dreimal pro Woche werden die Laibe mit Salzwasser eingerieben.
harfe Bahnen zieht. So entsteht der sogenannte Käsebruch. Mit einer großen Plastikschaufel zerkleinert sie ihn nochmals. „Beim Weichkäse muss er etwa haselnussgroß sein“, sagt die Bäuerin. Für jede Käsesor-
AUSGEZEICHNET AUSGEZEICHNET MITMIT DEM DEM MICHELIN MICHELIN BIBBIB GOURMAND GOURMAND 2018 2018
AUSGEZEICHNET MIT DEM MICHELIN BIB GOURMAND 2018 AUSGEZEICHNET MIT DEM MICHELIN BIB GOURMAND 2018
te wechseln die Anforderungen –
85 0 85 8686 - 96 - 96 44-0 44-0 TelefonTelefon 0Telefon 85 86 -096 44-0 Telefon 85 86 -- 96 96 44-0 44-0 Telefon 00in 85 86 Grub 7 7in Hauzenberg Hauzenberg Grub 7 inGrub Hauzenberg Wanderwege direkt vorm Haus Grub 77 in in Hauzenberg Hauzenberg Granitmuseum 500 m Passau Grub Öffnungszeiten (Küche)
je härter der Käse, desto feiner der Bruch. Und der muss nun abkühlen.
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Öffnungszeiten Öffnungszeiten (Küche) (Küche) Altstadt 15 Automin. Nationalpark Di bis So Montag von 11.30 – 13.30 Uhr Tradition Tradition– –Natur Natur– –Genuss Genuss Montag Ruhetag Ruhetag Öffnungszeiten (Küche) 35 Automin. Langlaufzentrum Öffnungszeiten (Küche) von 17.30 –von 21.00 Uhr– 13.30 » Wir » Wir verstärken verstärken unser unser Team Team ab ab sofort! sofort! und Di. Di. bis bis So. So. von 11.30 11.30 – 13.30 Uhr Montag Ruhetag Familienskiberg 15Uhr Automin. Ruhetag festliche festliche Menüs Menüs ...zum ... » Feiern Frische, Frische, regionale regionale Schmankerl Schmankerl MontagMontag Ruhetag Raumpfl Raumpfl für für unseren unseren & und undSo. von von von 17.30 17.30 –– 21.00 – 21.00 Uhr Uhr 19 Gästezimmer ab 39 & Räumlichkeiten vonegerin 5egerin - 110 Personen Wir verstärken unser Team ab sofort! Geiersberg 10 Automin. Skigebiet Di. bis 11.30 13.30 Uhr l
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von gibt die Fürstenzellerin nun eine gut Handvoll in kleine Plastikzylinder mit einem Durchmesser von etwa zehn Zentimetern. Unter ihnen ist ein Sieb gespannt, die sogenannte Käsematte, damit die Molke abfließen kann. Im Zylinder bleiben nur Käsebruch und Kräuter übrig. Sind alle Förmchen voll, greift Gabi beherzt zu und stürzt
Kühlanlagen um. Das Geschäft mit dem Käse wuchs. Mit der Nachfrage steigerte Gabi Huber die
Produktvielfalt.
Erfahrung
und Wissen rund um die Käseherstellung hat sich die Fürstenzellerin selber angeeignet. Nach dem
Der Whisky kommt ins Rottal Im Juni 2018 wurde d as Penninger Schnapsmuseum in Kirchham, die ehemalige Hofgarten-Destille, als Penninger Whisky-Hof offiziell neueröffnet. Während der etwa einjährigen Umbauphase wurde sowohl die Ausstellung neu konzipiert als auch d er Laden neugestaltet. Seit d er Eröffnung des Schnapsmuseums in Kirchham 1996 zeigte die Ausstellung historische Exponate zur Schnapsherstellung in Deutschland und Österreich. Das neue Thema der Ausstellung ist nun „Whisky“ und das kommt nicht von ungefähr. Im Neubau der Hausbrennerei, der derzeit in Waldkirchen entsteht, wird Penninger
Motto: „Probieren geht über Studieren“. Tag für Tag steht sie nun
Gabis Käsesorten
in ihrer Käserei. Hilfe erhält sie da-
sie rasch. Dabei eilt nun Azubi Ur-
bei von sieben Mitarbeiterinnen
sula zu Hilfe. Sie ist seit letztem
Rohmilchkäse: Bergkäse, Camembert, Gabis Hofkäse
und Mitarbeitern, erzählt sie als wir den Gewölbekeller verlassen.
Jahr am Hof der Hubers angestellt
Weichkäse: Gabis Weichkäse, Kleiner Brotzeit-Laib, Mozzarella-Art Frischkäse: Frischkäse-Aufstrich, Frischkäse-Bällchen, Obazda Joghurt und Quark: Natur-Joghurt, Frucht-Joghurt, Quark
Vom Bruch zum Käse Gemeinsam machen wir uns wieder auf den Weg nach oben. Die gestöckelte Milch ist abgekühlt und kann zu Weichkäse verarbeitet werden. Mit Hilfe eines Siebs entnimmt die Bäuerin nun etwas Käsebruch, füllt ihn in einen Eimer und gibt italienische Kräuter dazu.
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und geht sowohl den Männern bei der Hofarbeit, als auch Gabi in der Käserei zur Hand. „Anfangs ist der Käse sehr rau und bröselig, schon nach dem Wenden setzt er sich und wird zum Laib“, beschreibt sie den Prozess. Nun kommt der Käse für zwei Tage in die Kühlung und wird Vakuum verpackt. So hält er sich dann etwa für drei Wochen. Doch so alt wird der Hofkäse nur selten. Denn er schmeckt bestens
Flink mischt sie das Ganze. Kaum
zur bayerischen Brotzeit mit fri-
vorstellbar, dass aus den kleinen
schem Bauernbrot, Geräuchertem
Klümpchen einmal Käse wird. Da-
und einem kräftigen Schluck Bier.
• Ausstellung rundum das Thema Whisky • Schau-Fasslager mit 40 Eichenholz-Whisky-Fässern • Kräuterlabor mit Geruchs-Selbsttest • Film über Fass-Herstellung • Neugestalteter Museumsladen mit Gratis-Verkostung ADRESSE Hofgarten 1 • 94148 Kirchham Tel. 08533 910192 • Fax 08533 910193 E-Mail: kirchham@penninger.de ÖFFNUNGSZEITEN Montag bis Samstag: 10 - 17 Uhr Sonn- und Feiertags geschlossen. Eintritt kostenlos www.penninger.de/kirchham
Fasslager im Herzen der Ausstellung. Das historische Kreuz-Gewölbe sorgt für die stimmungsvolle Atmosphäre.
auf einer neuen Brennanlage Whisky selbst herstellen. Derzeit lagern jedoch bereits einige Fässer amerikanischen Whiskeys in Hauzenberg und im Herzstück der neuen Ausstellung in Kirchham. Aus diesen Fässern wurde nun der erste Whiskey aus dem Hause Penninger abgefüllt, der nur im Penninger Whisky-Hof erhältlich ist. Rund um das Fasslager im Kreuz-Gewölbe des Hofgarten-Guts können die Besucher alles über Whisky erfahren. Von der Geschichte des Whiskys, über die Zutaten und Herstellung bis hin zur Fasslagerung und den verschiedenen Kategorien von Whisky wurde d as Thema in seinen zahlreichen Facetten beleuchtet. In kurzen Texten werden die wichtigsten Details zu Whisky, auch für Whisky-Anfänger verständlich, erläutert. An unterschiedlichen Stellen kann sich der Besucher selbst als Sensoriker probieren und seine Nase in verschiedene Riechproben halten. Am Ende eines Rundgangs ist sicher aus jedem ein Whisky-Kenner und vielleicht auch -Liebhaber geworden. Der Eintritt in die Ausstellung ist weiterhin frei, aber sicher nicht umsonst. Als Abschluss eines Besuchs im Penninger Whisky-Hof können die Besucher die zahlreichen Spezialitäten der Hausbrennerei Penninger im Laden erwerben und verkosten. Vom herben Klassiker Penninger Blutwurz bis hin zu neuen Sorten wie dem GRANIT Gin, GRAPHIT Rum, der fruchtigen Alten Pflaume und den beliebten Haselnuss-Spezialitäten. Die fachkundigen Mitarbeiterinnen beraten gerne zu d en verschiedenen Sorten und Geschmacksrichtungen und beantworten Fragen rundum das Thema Schnaps. Im gut sortierten Laden lässt sich auch immer ein ausgezeichnetes Geschenk für Familie und Freunde finden.
Ausstellung: Wie entsteht Whisky aus Wasser, Malz & Hefe?
Penninger Whiskey - nur in Kirchham erhältlich!
Kostenlose Verkostung der Penninger Spezialitäten im Laden
Ein Kaffee-Päuschen gefällig?
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Dieser Tradition wird in Tittling
PASSAUER LANDLUST
noch heute nachgegangen, genauer, im Weiler Anschießing. Dort ist Christa Artmann mit ihrer Familie am „Kropfahof“ daheim. Kropfahof deshalb, weil Christa Artmann
Fritteuse auf 180 Grad auf. Danach
Bäuerinnen beherrschen es.
Echte Bauernkrapfen gehen ihr seit fast 20 Jahren mit Schwung von der Hand. Rasch knetet sie aus Mehl, Hefe, Eiern, Milch, Salz und Zucker einen glatten Hefeteig zusammen. Den lässt Chris-
BAUERNKRAPFEN VON CHRISTA ARTMANN
ta nun von der Küchenmaschine
W
breitet ein frisches Leintuch auf
elche Zutaten hatten die Menschen im Passauer Land anno dazumal? Neben Fleisch und Fisch wohl in erster Linie Mehl, Eier, Milch, Salz und Zucker. Daraus entstand ein ganz besonderes Gebäck: Ausgezogene. Also Schmalzgebäck, das aus Hefeteig besteht und in heißem Fett schwimmend ausgebacken wird. 30
abschlagen. Danach darf er für eine halbe Stunde gehen. Sorgfältig knetet sie Rosinen unter und der Arbeitsfläche aus. Mit einem
krapfen mit Puderzucker bestäubt
heizt Christa Artmann nun die
Kunst für sich. Nur mehr wenige
nicht“, lacht Christa Artmann.
mit beiden Händen zu Kugeln, bis
heiße Pflanzenfett gleiten. Dazu
des Traditionsgebäcks ist eine
AUSSEN KROSS, INNEN WEICH
Noch warm werden die Bauern-
paar Minuten gehen, ehe sie ins
chen Bauernkrapfen. Das Backen
weder man kann es, oder eben
kleine Portionen ab und walkt sie
deckt dürfen sie nochmal für ein
hinaus bekannt ist, für ihre köstli-
Doch was steckt dahinter? „Ent-
auf Küchenkrepp zum Abtropfen.
der Teig aufgebraucht ist. Zuge-
weit über die Landkreisgrenzen
Schwungvolle Handwerkskunst
Löffel sticht sie nun jeweils zwei
nimmt sie jeweils eine Hefeteigkugel und zieht sie mit ruhigen BeMit Schwung zieht Christa Artmann die Teiglinge aus, bevor sie ins heiße Fett wandern.
wegungen auseinander, bis sie in der Mitte hauchdünn ist und am Rand ein etwa zwei Zentimeter dicker Wulst entsteht. „Dabei gilt es vorsichtig zu sein, damit man ein schönes Fenster erhält, aber der Teig nicht reißt“, erklärt die Hauswirtschaftsmeisterin.
Nun
darf der Bauernkrapfen ins heiße Fett. Wenige Minuten reichen aus. Mit einer Fleischgabel hebt ihn Christa nun zwei, drei Mal, dabei prüft sie, ob der Krapfen schon goldbraun gebacken ist. Dann ist es nämlich an der Zeit, ihn zu
und genossen. So schmecken sie am allerbesten. Außen leicht kross und innen butterweich.
Alte Familientradition Gelernt hat Christa Artmann das Krapfen backen von ihrer Mutter und Schwiegermutter. Ihr Rezept ist geheim, sie verrät nur so viel: „Meine Bauernkrapfen beinhalten die üblichen Zutaten für Hefeteig, also Mehl, Hefe, Milch, Eier, Zucker und Salz. Aber da hat jede Familie ein eigenes Rezept, das streng gehütet wird. So werden die Rezepte von Ausgezogenen, Bauernkrapfen, Kiachal oder Küchla in ganz Bayern seit jeher von Generation zu Generation weitergegeben. Besonders beliebt waren sie zur Erntezeit, der Kirchweih oder anderen
wenden. Sind beide Seiten ausge-
Festtagen. Heute genießt man
backen, nimmt sie ihn mit einer
Krapfen das ganze Jahr über gerne
Gebäckzange heraus und gibt ihn
im Passauer Land.
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Die Glasstraße schlängelt sich durch das liebliche Zellertal im Bayerischen Wald. Eine Augenweide an dieser Strecke sind die von der Straße zwischen Bad Kötzting und Bodenmais gut einsehbaren, liebevoll angelegten Parkanlagen mit Brunnen, Wasserspielen und kunstvollen Glasskulpturen – Anlagen, die Weinfurtner DAS GLASDORF prägen. Den Glasmachern bei der Arbeit zuzusehen ist ebenso entspannend und anregend wie durch die Glasdorf-Häuser mit ihren wunderbar dekorierten Arrangements zu schlendern, um sich Inspirationen für die eigene elegante, stylische und gemütliche Wohnwelt mit Haus und Garten zu holen. Dazu in der gemütlichen „Hüttenschänke“ mit eigener regionaler Küche eine gute Brotzeit oder an 365 Tagen im Bistro des „Vier Jahreszeiten“ selbstgemachten Kuchen probieren. Ein weiterer Genuss ist es, durch die vielfältig angelegten Gärten zu spazieren. Sich umsehen, genießen, ruhen — die Wurzeln des Dorflebens erkennen und sehen. Kinder können sich auf den Spielplätzen in den Parkanlagen so richtig austoben und im kleinen Streichelzoo Ponys, Ziegen, Esel, Hühner, Gänse und Enten besuchen. Das Anliegen der Familie Weinfurtner ist es, für alle Besucher eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Es entstehen immer wieder neue Ideen und Pläne.
Beseelt von einem starken Gedanken hat man die ARCHE (der ARCHE Noah nachempfunden) der Donaugartenschau ersteigert, und sie somit im Glasdorf angelegt. Nach religiösen Gesichtspunkten ist sie das Symbol für das harmonische Leben des Menschen, des Tieres und der Pflanzenwelt. Daher auch die Platzwahl im Freigelände inmitten des Tiergeheges und der Natur. „Freundschaft leben“ heißt die Philosophie der Familie Weinfurtner: „Glückliches Wohlbefinden zwischen Himmel und Erde, mit all den Gästen und Mitarbeitern, im Einklang mit der Natur.“
„Jahreszeiten“ im Glasdorf erleben.
Weinfurtner DAS GLASDORF in Arnbruck – Ein familiär geführtes Kleinod mit besonderer Atmosphäre freut sich auf Ihren Besuch. ÖFFNUNGSZEITEN Montag bis Freitag 9 - 18 Uhr, Samstag 9 - 17 Uhr Von April bis Dezember auch an Sonntagen 10 -17 Uhr
Erleben Sie in der Traditionsglashütte die Glasmacher, unter deren geschickten Hände wundervolle farbenprächtige Glasobjekte entstehen.
ERLEBNIS MIT GESCHICHTE Um 1850 in Iggensbach erbaut, präsentiert sich das giebelseitig erschlossene Wohnstallhaus mit
VON ALTEN STUBEN UND GEBRÄUCHEN
zwei stattlichen Balkonen und
Per Stoffdruck veredelt Maria Wirth einfaches Leinen in prächtige Kunstwerke.
einer überwiegend hölzernen Fassade. Als wir das gemauerte Erdgeschoss des Langrainergütls betreten, sticht eine Wandnische ins Auge: Sie birgt den Höllhafen oder Ofenhafen, also zwei offene Wasserkessel, die vom Stubenherd aus beheizt wurden. Darin hat man also den Viehtrank aus Rübenschnitzeln oder Heublumen für Kälber und Schweine hergestellt.
Alte Stöcke, edle Stoffe In der Stube treffen wir auf Maria Wirth. Hier verwandelt sie einfache Leinenstoffe in kunstvolle Vorhänge, Läufer, Kissenbezüge, Servietten und vieles mehr. Gerne darf man ihr dabei behilflich
GESCHICHTE ERLEBEN IM MUSEUMSDORF TITTLING In Tittling begeben wir uns auf eine Zeitreise in die Vergangenheit und werfen dabei einen Blick über die Schulter von Stoffdruckerin Maria Wirth. Sie haucht der Stube des Langrainergütls neues Leben ein. Denn die Schönbergerin versteht das althergebrachte Handwerk und druckt teils mit mehr als 300 Jahre alten Modeln filigrane Muster auf Leinen. Genauso wie es die Bäuerinnen in den Wintermonaten gerne taten.
34
sein. „Der Stoffdruck hat eine lange Tradition. Schon die alten Ägypter färbten und bedruckten ihre kostbaren Stoffe“, erzählt sie uns. Im 18. und 19. Jahrhundert
drückt, wird der Druckstock schon
wie heute wichtig. Hier auf den
verzierte man in Bayern vor allem
wieder gehoben. Es zeigt sich ein
Bauernhöfen und in den Haus-
Vorhänge, Aussteuer wie Tisch-
filigranes Muster aus Blüten und
haltungsschulen war der Direkt-
decken, Servietten, Geschirrtü-
Blättern. „Das ist mehr als 300
druck eine willkommene Hand-
cher, Duftsäckchen und Bettwä-
Jahre alt“, verrät die Schönberge-
arbeit für Mädchen und Frauen.
sche. Die Stoffdruckerin taucht
rin. Drei bis vier Tage lässt sie die
Während der Wintermonate saß
zunächst einen alten Druckstock,
Tischdecke nun trocknen, um sie
man gemeinsam in der warmen
der aus Birnbaumholz und Mes-
danach auf „links“ zu bügeln. So
Stube und nähte, druckte, sponn,
sing gefertigt ist, in kräftiges Rot.
wird die Farbe fixiert und kann
strickte und webte gerne.
Gekonnt und maßgenau legt sie
problemlos auf bis zu 60 Grad ge-
Da war ganz schön was los, denn
ihn nun auf den Stoff. Kurz ange-
waschen werden. Das war früher
die Stube diente zugleich als
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te anrief, die Hl. Barbara, deren Schutz man vor plötzlich auftretenden Schrecknissen wie Feuer, Blitz oder Donner erbittete und viele weitere hernieder. Besonders beliebt waren die Hl. Maria Muttergottes und der Heilige Josef, zugleich Namenspatronen für viele Generationen. Reiche Bäuerinnen ergänzten ihren Herrgottswinkel um farbig bedruckte Tücher auf denen handgeschnitzte Heiligenfiguren, prächtig verzierte Kerzen, Wachsstöcke und Palmbuschen ihren Platz fanden. Gerade am
Handarbeitsraum, Küche, Wohn-
Brotzeit besonders viele Brotkrü-
zimmer,
Kranken-
mel am Fußboden liegen. Denn
zimmer, Gästezimmer und für
anno dazumal, als in den Bauern-
winterliche
Reparaturarbeiten.
häusern des Museumsdorfs noch
Hier lebte die ganze Großfami-
reges Familienleben herrschte,
lie. Besonders um die Essecke, die
waren auch die Hühner und das
aus Eckbank, schwerem Holztisch
restliche Kleinvieh in den Stuben
und Gestühl bestand, scharten
untergebracht. Nach der Brotzeit
sich Großeltern, Mütter und Väter,
ließ man sie aus ihren Käfigen.
die Kinder und nicht selten auch
Mit Vergnügen vertilgte das Fe-
noch Tante oder Onkel. Es wurde
dervieh jede noch so kleine Brot-
gearbeitet, gegessen, getrunken,
krume. Ein ganz wichtiger Be-
geweint und gelacht. Vom bunten
standteil einer Bauernstube war
Treiben in der Stube rührt auch
der Herrgottswinkel, eingerahmt
nach jedem Benutzen, sondern
der in Bayern vielerorts gebräuch-
von Heiligenbildern. Da blickten
wischte es am Tischtuch ab, um
liche Spruch: „Da müssen wir ja
der Viehheilige Leonhard, der Hei-
es in der Tischschublade wieder
die Hühner rein lassen!“. Er wird
lige Bartholomäus, den man um
zu verwahren. Hier im Museums-
meist gebraucht, wenn nach der
gutes Wetter für eine reiche Ern-
dorf kann man noch eintauchen
Esszimmer,
Sonntag, wenn sich der Pfarrer zum
Mittagessen
ankündig-
te, verzierte man ihn besonders schön. Da glich er beinahe einem christlichen Altar. Alles musste zum besten Tischtuch, das die Aussteuertruhe hergab, passen. Wochentags begnügte man sich mit einem alten Leintuch, an dem sich die „Speisekarte“ der ganzen Woche finden ließ. Schließlich wusch man sein Besteck nicht
in diese gute alte Zeit. Als man die
hatten. Innerhalb von 40 Jahren
den, Mühlen, Sägewerken, Schmie-
kalten Wintertage gemeinsam in
wuchs ihre Nachbarschaft um 146
den, Dorf- und Wegekapellen, Flur-
der Stube verbrachte und sich im
historische Bauten, die man zwi-
denkmälern und sogar die älteste
Sommer an den Gaben der präch-
schen 1400 und 1890 im Bayeri-
Volksschule Deutschlands aus dem
tigen Bauerngärten erfreute.
schen Wald erbaut hatte. Darunter
Jahre 1666. Kein Wunder also, dass
Alte Holzhäuser, wie sie im Baye-
sind 50 bäuerliche Anwesen mit
das Museumsdorf auch Schauplatz
rischen Wald über mehrere Jahr-
landwirtschaftlichen Nebengebäu-
für bayerische Filmdrehs war.
hunderte üblich waren, sind zunehmend aus dem Landschaftsbild verschwunden. Unternehmer Georg Höltl (†) leistete hier große Pionierarbeit, steckte viel Zeit, Liebe und Geld in die Idee eines Heimatmuseums. Begonnen hatte alles mit dem Kauf der Rothaumühle, direkt am Rothausee, der auch als Dreiburgensee bekannt ist. Als das über 500 Jahre alte Gebäude zum Abriss freigegeben war, entschloss er sich 1973 zum Kauf. Die Mühle
Von Ostern bis Ende Oktober täglich geöffnet von 9 – 17 Uhr Telefon: 0 85 04 / 84 82 Gasthaus Mühlhiasl mit historischer Kegelbahn, Kinderspielplatz & Museumsladen Telefon: 0 85 04 / 83 34 Am Dreiburgensee | 94104 Tittling www.museumsdorf.com
und das Kleingütl „Beim Schneider“, das bis in die 80er Jahre hinein bewohnt war, sind die einzigen Gebäude, die hier schon Bestand
Napoleon in Bayern
1812 etliche Truppen des französischen Kaisers Auf dem Weg um Russland einzunehmen, zogen n ist das Inhaus vom Strassergut (Haus Nr. 3). Napoleon I. durch den Bayerischen Wald. Zeuge davo wohl nicht schlecht, als die Soldaten auf sein Dort lebte der Altbauer im Austrag und staunte en Löcher der Schießübungen finden. Napoleon Haus schossen. Noch heute lassen sich die klein Soldaten schlossen sich seinem Russland-Feldgenoss lange Zeit eine große Beliebtheit. 600.000 dem das Vorhaben in einer Katastrophe endete zug an. 33.000 stammten aus Bayern. Doch nach vorbei mit der Popularität. Napoleon wurde und nur noch 6.000 Bayern heimkehrten, war es hand Spott mit sich zog. So hatte der Bauer gestürzt und auf die Insel Elba verbannt, was aller de Figur des französischen Kaisers auf vom Jandelsbrunner Reischlhof eine wasserspeien : im Museumsdorf sitzt. Außerdem spottete man seinem Wassergrand postiert, die mittlerweile is dir viel gsünder als´s Länder ausraubn!“ „Jetzt muaßt nach Elba zum Haselnußklaubn, dös Matthias Thomerl, der als bayerischer Soldat am (Josef Schlicht). Ernster ist die Geschichte des ngenschaft kehrte er 1826 in die Heimat zurück. Napoleonfeldzug teilnahm. Nach 14-jähriger Gefa dürfen, erbaute er eine hölzerne Kapelle. Diese Dankbar, nochmal am freien Leben teilnehmen zu vertretend für die Gefallenen und Vermissten. Napoleonkapelle steht nun im Museumsdorf, stell
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ERLEBNIS UNTER TAGE EIN BLICK IN DIE BIERUNTERWELTEN
ERLEBNIS MIT GESCHICHTE Hand hält die Frau einen langen Stiel, in dessen Schöpfer ein Baby herausblickt. Die Scheibe wurde zur Hochzeit der Brauersfamilie
In einem ehemaligen Gär- und Lagerkeller unter dem Vilshofener Stadtplatz wird die über 700 Jahre hinweg dokumentierte Brauereigeschichte lebendig gemacht. Hier erfahren wir aber außerdem, was sich unter Tage abspielte und mit welchem Bier der Braumeister Joseph Groll weltweit bekannt wurde.
Schaudeck bemalt. Nachforschungen ergaben, dass das Ehepaar kurze Zeit später tatsächlich ein Kind erwartete, was aber tot geboren wurde. „Die Brauer haben sehr stark untereinander geheiratet. Man kann sagen, dass das schon fast ein eigener Stand war“, erklärt der Heimatpfleger. Er weiß außerdem, dass eine Brauerswitwe die Brauerei nur innerhalb des Trauerjahres alleine führen durfte. Sie wohl aus dem 19. Jahrhundert. Alle sechs Brauereien am Stadtplatz versorgte man durch eine eigene städtische Leitung. „Da kamen natürlich Streitigkeiten auf, wenn die ersten in der Reihe zuviel Wasser verbrauchten und den Letzten immer weniger verblieb“, schmunzelt Rudolf Drasch. Das konnte beim Hopfen nicht so
Kegelscheiben, Kartenspielen und
seinen Ursprung findet. Gesel-
schreiten wir einige Stufen nach
leicht passieren. „Einen Teil des
Geschäfte abwickeln – all das
ligkeit und nicht selten Biersee-
unten in ein prächtiges Gewölbe
Hopfens zog man auf eigenen Fel-
machte man Anfang des 20. Jahr-
ligkeit standen im Mittelpunkt.
aus altem Backstein. Hier erwar-
hunderts in den 28 Vilshofener
Wirte und Brauereien machten
tet uns ein älterer Herr mit Hut.
Wirtshäusern.
Donaustadt,
gute Geschäfte. Vilshofen erblüh-
Er sitzt am Wirtshaustisch und
an der Reichsstraße Regensburg
te. Das erzählt uns Rudolf Drasch,
fasst zu seinem Bierkrug. Doch
– Wien gelegen, war Station und
Kreisheimatpfleger und Kenner
der „Bierdimpfe“ ist kein Mensch.
Handelspunkt für Durchreisende,
der Biergeschichte Vilshofens. Er
Vielmehr eine täuschend echte le-
Händler und eine große Kund-
führt uns heute durch die „Bier-
bensgroße Puppe, aus Silikonmas-
schaft. Besonders voll war es mitt-
Unterwelten“ und verrät die gro-
se angefertigt. Über ihm hängt
wochs beim Schrannenmarkt oder
ßen Geheimnisse der Brauereige-
eine handbemalte Schützenschei-
bei den großen Viehmärkten, wo
schichte. Nachdem wir uns an der
der
Litfaßsäule am Stadtplatz trafen,
politische
Die
Aschermittwoch
Rudolf Drasch kennt Vilshofens Biergeschichte wie kein Zweiter.
musste sich deshalb schnell wie-
Das Wasser stammte nicht aus
der mit einem Brauer verheiraten,
Brunnen, wie es vielerorts gängig
ansonsten verlor sie die Konzessi-
war. Die Donaustadt hatte bereits
on. Wir gehen weiter in den Keller
im Spätmittelalter ein funktionie-
hinein, auf Monitoren wird die
rendes
Bierherstellung erklärt. Von Hop-
In den „BierUnterwelten“ ruht ein
fen und Malz bis zum Gerstensaft.
Stück einer original „Wasserdei-
be, die ein Ehepaar zeigt, das über
In Vilshofen wurden einst alle drei
chel“, wie man die hölzernen
einem Braubottich steht. In der
Rohstoffe gewonnen, erfahren wir.
Wasserrohre nannte. Sie stammt
Wasserversorgungsnetz.
dern heran. Die Brauerei Wieninger hatte zum Beispiel in Waldhof und in der Bleiche Hopfenfelder. Auf großen hölzernen Stangen rankte er sich hoch, bis er reif zum Pflücken war. Davon zeugt ein großes Foto, aufgenommen kurz nach 1900 bei Ortenburg. Gerste und Weizen bezog man von umliegenden Bauern und stellte das Malz in der eigenen Mälzerei her.
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der Vilshofener das weltberühmte Pilsener. Ein untergäriges Bier mit würzigem Charakter. Noch heute kann man sich in Vilshofen auf seine Spuren begeben. Der ehemalige Sommerkeller seiner Familie, der als Gastwirtschaft und Bierlager diente, soll in den „BierUnterwelten“ schon bald virtuell durchschritten werden können. In Lebensgröße grüßt Pils-Erfinder Joseph Groll die Gäste der BierUnterwelten.
So bekam jedes der Biere seine
allmählich die Glasflaschen durch.
anlagen gängig wurden, nutzte
charakteristische
Erst war Weißbier in Literflaschen
man die Eiskeller zur Lagerung,
verkauft worden, dann auch hel-
schließlich war es jahrhunder-
les Bier“. Weiße, grüne und braune
telang verboten, von Georgi (23.
Flaschen können wir zu rechter
April) bis Michaeli (29. September)
Hand bestaunen.
Bier einzubrauen.
Wenige Meter weiter beeindruckt
Diese Technik, sein Bier in den mit
ein massives hölzernes Tor. Wo
Natureis gekühlten Sommerkeller
mag es wohl hin führen? Rudolf
zu bringen, nutzte auch die Fami-
Drasch nimmt uns kurz zur Seite.
lienbrauerei Groll, die im heuti-
Vom Krug ins Glas
Denn rechts davon hängen zwei
gen Volksbank-Gebäude unterge-
große Eiszangen. Damit wurden
bracht war. Aus ihr stammt der
Zunächst schenkte man das Bier
aus Vils, Wolfach und umliegen-
berühmte Vilshofener Braumeis-
den Weihern die Eisblöcke gezo-
ter, Joseph Groll (1813-1887). Mit 29
gen, die man zerkleinert in die
Jahren zog er in die Welt hinaus,
Sommerkeller zum Kühlen brach-
besser gesagt ins böhmische Pil-
te. So war es möglich, auch im
sen und beschied seiner Heimat
Sommer frisches Bier zu trinken.
eine große Ehre. Denn im Bürger-
Bevor elektrisch betriebene Kühl-
lichen Bräuhaus zu Pilsen erfand
Geschmacks-
note. Die Brauereien hatten über lange Zeit ein gutes Auskommen. Konkurrenz fürchtete man nicht, denn jedes der 28 Wirtshäuser hatte seinen Lieferanten zugeordnet. Der einheitliche Bierpreis wurde vom Staat bestimmt.
überwiegend im Wirtshaus aus. Absatz brachten aber auch die Gassenschänken, an denen der Gerstensaft im Krug abgeholt wurde. „Im 20. Jahrhundert setzten sich
KULTUR-ERLEBNIS-KELLER: BIERUNTERWELTEN VILSHOFEN AN DER DONAU Felsengang, Wirtshauskultur, Stadtgeschichte, Bierherstellung, Politischer Aschermittwoch, Bierprobe u.v.m. Jeden Samstag geöffnet von 14 – 17 Uhr Jeden ersten Sonntag im Monat öffentl. Führung „Auf den Spuren von Joseph Groll und Bierunterwelten“. Infos und Anmeldung unter 08541/208-112 oder tourismus@vilshofen.de
„Dabei kann man erleben, wie das
; ding r ä h d Sc rding n u er, ofen d E i n h V u s l i e „V stein er 0rt n u a Tr nd d rinkt a l r aye n t Bier.“ a m im B wo beste das
mächtige Fuhrfass ankam, das Bier herausgepumpt und in Lagerfässer gefüllt wurde. Oder wie Joseph Groll durch den Eiskeller geht und das Bier in handlichen Fässern wieder abholen lässt“, verrät der Heimatforscher.
Im Keller der Altstadt
Überreste der
Schienenveran-
Wasserseige genannt, in den Bo-
Vor uns steht er bereits. Mit kost-
kerung sehen. Hier wurden die
den eingelassen, um das Bergwas-
barem Gewand und braunem
Fässer vom Gär- und Lagerkel-
ser abführen zu können. Plötzlich
Haar. So muss Joseph Groll also
ler am Stadtplatz hinauf zu den
klopft es in einem Seitenstollen.
ausgesehen haben. Als wir vom
Sommerkellern auf der Bürg per
Dort sind zwei Steinhauer bei der
lebensgroßen Pilserfinder zurück
Muskelkraft gerollt. Geschäftiges
Arbeit zu sehen. Wir gehen wieder
zum großen Eichentor gehen, er-
unterirdisches Treiben kann man
weiter und zweigen nach links ab,
fahren wir: „Die Sommerkeller la-
sich lebhaft vorstellen. Ein langes
wo der Stollen an einer Betonwand
gen außerhalb des Stadtzentrums,
und verzweigtes Gangsystem un-
endet. Hinter ihr verbirgt sich einer
einzig und allein die ehemalige
terminierte einstmals die Stadt.
von drei uralten gewaltigen Som-
Brauerei Wieninger, in deren Ge-
Es verband die sechs ehemaligen
merkeller, der früher als Lagerkeller
mäuer wir uns aufhalten, braute
Brauereien und führte von der Bürg
diente. Etwa 6,50 Meter unterhalb
und lagerte ihr Bier in der Altstadt.
bis hinunter zur Donau. Warum
der Bürg, dem höchstgelegenen Ter-
Dafür ließ man mehrere Lagerkel-
man sie in den Gneis schlug, blieb
rain der Altstadt, müssen wir Halt
ler errichten“. Rudolf Drasch öff-
trotz tiefgehender Forschung ein
machen und zurückkehren, obwohl
net das Tor. Vor uns erstreckt sich
Geheimnis. Vermutlich stammen
der Felsengang bis zur Stadtmauer
ein langer Felsengang, feucht und
sie aus dem Mittelalter und dien-
führen würde. Wirklich spektaku-
angenehm kühl. Der Boden unter
ten den Bewohnern der Stadtburg
lär! Zurück beim „Bierdimpfe“ ge-
uns ist mit schweren Gretplatten
zur Flucht. Die Ein- und Ausgänge
nehmigen wir uns noch ein kleines
aus Granit befestigt. Wenn man
hat man später gemauert. Links
Pils und sind stolz auf unser neues
genau hinsieht, kann man noch
von uns ist eine kleine Rinne, auch
Wissen.
41
ERLEBNIS MIT GESCHICHTE
AUF DEN SPUREN DER SCHWÄRZER
UNTERWEGS AM BAYERISCHÖSTERREICHISCHEN SCHMUGGLERWEG
W
arum die Frauen und Männer hüben und drüben nicht selten zum Rußtopf griffen, liegt auf der Hand. Hier, wo Österreich ans Passauer Land grenzt und der Böhmerwald nicht weit ist, blühte der Schmuggel. Vor allem nachts. Die richtigen Halunken schenkten sich auch bei Tage nichts, der nächtliche Schmuggel musste schließlich vorbereitet werden. Grenzer und Schwärzer standen stets im Kampf. Einer voraus, der andere hinterher. Zuchthaus war oftmals die Endstation. Auf diese Spuren der Zollbeamten und Schmuggler begeben wir uns in Untergriesbach.
42
Vor uns liegen wildromantische
Ein grober Fels ragt vor uns aus
die
Donauhänge, im Rücken das Stift
der Donau. Grau und mächtig, als
reguliert. Hier zerschellten un-
Engelszell. Dort, wo die Trappis-
hätte ihn der Teufel mitten in den
zählige Flöße, Boote und Schiffe,
ten beteten, schlichen gegenüber
Strom geworfen. Es ist der Jochen-
die Waren flussabwärts Richtung
die Schmuggler durch die Nacht.
stein. Viele Sagen ringen sich um
Wien transportierten. Wir über-
Voll gepackt mit allem Mögli-
ihn. Dass die Schiffsleute einst
queren die Donau am Fußweg des
chen. Wir machen uns auf, um
unter hohen Gefahren ihre Waren
Kraftwerks. Zuerst passieren wir
auf ihren Spuren zu wandern, auf
transportierten, lässt sich erah-
die Schleuse, dann die Wehrfel-
dem bayerisch-österreichischen
nen. Schon von weitem grüßt sie
der. Mächtig beeindruckend.
Schmugglerweg.
Kilometer
ihr Schutzpatron, der Heilige Ne-
Auf der österreichischen Seite
führt er von Jochenstein über En-
pomuk, den man im 19. Jahrhun-
führt der Weg weiter, Richtung
gelhartszell bis nach Untergries-
dert auf den Fels gesetzt hatte. Die
Engelhartszell. Zuvor stoppen wir
bach. Noch stehen wir ganz am
Donau reißt hier noch immer, ob-
an einem römischen Meilenstein,
Anfang, am „Haus am Strom“.
wohl das Kraftwerk Jochenstein
ein Replikat aus dem 3. Jhd. nach
12
mächtigen
Wassermassen
43
dass gerade Frauen hier kiloweise Schmalz, Mehl, Zucker und Kaffee hinauf schleppten. Günstig eingekauft in Engelhartszell und immer auf der Hut. Nach etwa 45 Minuten Gehzeit auf überwiegend schattigen Wegen haben wir es geschafft und erreichen das Hochplateau über der Donau. Hier wäre ein Abstecher zum etwa 800 Meter entfernten Penzenstein möglich. Doch wir nehmen den Feldweg in Richtung Kleinmollsberg. Dort führt der Schmugglerweg auf Asphalt weiter nach Forstedt, einem kleinen Schmugglerdorf, bis nach Grub. Hier ziehen wir an Vierseithöfen mit charmanten BauernhäuChristus. Das Original aus der
Die Männer haben bestimmt auch
einsteigen und setzt mit tosen-
Zeit Kaiser Caracallas soll im 18.
einige Schweißperlen verloren.
dem Motor zu uns herüber. Den
Jahrhundert zerschlagen worden
Wollte man doch so Manches am
Fährbetrieb gibt es seit Jahrhun-
sein. Maße und Schrift blieben
Mauthäusl vorbei schmuggeln.
derten, wodurch Innviertel und
erhalten. Unser Weg führt nun
Mühlviertel verbunden sind.
Nadelbäume werfen ihren Schat-
Schmuggel über die Donau
ten. Wir ziehen vorbei an einem
Wir spazieren in Richtung Rad-
an der Donau entlang. Laub- und
Freibad mit tobenden Kindern und queren den Fallauerbach. Schattig kühl ist es hier und nicht mehr weit zur Radfähre. Ein paar hundert Meter wandern wir auf einem kleinen Pfad. Innerorts kommen wir am „kaiserlichen Mauthaus“ vorbei. Hier haben die Schiffer anno dazumal auf die Grenzabfertigung gewartet. Teils
Als die Zölle noch hoch waren und
fähre, vorbei an einem großen Spielplatz, unter der Bundesstraße hindurch und kommen am Nixenplatz an. Hier erzählt uns „Donaunixe Isa“ von der sagenhaften Vergangenheit. Kurze Zeit später treffen wir am Fährhäusl ein. Dort warten gut 20 Radfahrer, um ans andere Donauufer gebracht zu werden. Fast alle sind sie auf dem
die Grenzen stark bewacht, nutzten die Schwärzer die Donau, um ihre Waren von Österreich nach Bayern und oft sogar bis Böhmen zu bringen. Wir gehen von der Fähre und sind nun im GemeinNeustift angelangt. Neben dem „alten Uferhäusl“ findet sich der Einstieg zum „Frauensteig“, der die Donauleiten hinauf führt. Eine schweißtreibende Angelegenheit.
Szenario durch eine bunte Wand-
malerische Holzboot mit hütten-
An manchen Stellen ist der etwa
malerei. Darauf werden Fässer
artiger Kajüte lässt nun Passagie-
drei Kilometer lange Aufstieg be-
abgeladen und Säcke ausgepackt.
re auf der Neustifter Donauseite
sonders steil. Schwer vorstellbar,
Donauradweg
unterwegs.
kana-Häusern vorbei, um in ein kleines Waldstück einzubiegen. Die Sonne strahlt, eine leichte Brise fährt durch die hohen Fichten und verschafft uns angenehme Wander-Temperaturen. In Neustift angekommen biegen wir am Gemeindeamt links ab, unser nächstes Ziel ist die deutsche Grenze, die uns wieder ins Passauer Land bringt. An sie erinnert lediglich ein ehemaliges Zollamtsgebäude
degebiet des oberösterreichischen
Das
mehrere Tage. Sichtbar wird das
sern, aber auch modernen Tos-
Zu Schmugglers-Zeiten streng bewacht: die Landesgrenze zwischen Deutschland und Österreich.
800 Jahre Veste Oberhaus! Eine Zeitreise durch die Jahrhunderte.
44 Ge sc hic ht e t ri f f t L e be nslust
www.oberhausmuseum.de
im Passauer Gefängnis saßen“, lacht er. Auch er ging in seinen jungen Jahren regelmäßig auf die Schwärz. Wir wollen mehr von ihm wissen und verabreden uns für später, auf seinem Bauernhof in Glotzing, ganz in der Nähe des Rannasees. Unsere Wanderung geht schließlich weiter. und einer der vielen Mautsteine. Kontrolliert hat man hier schon nicht mehr, seit in den 1990er Jahren die Grenzen geöffnet wurden.
250 Jahre alte Relikte
ECHT. ENTSPANNEN.
In Haitzendorf führt uns ein Wald-
DaySPA IN DER THERME EINS
weg direkt zu den Grenzsteinen 47 und 48. Hier legen wir eine kleine Rast ein. Den Blick nach Gottsdorf gewandt, stärken wir uns mit Äpfeln und Wasser. Doch woher stammen die vielen Grenzsteine? Ernst Duschl, unser Wanderführer weiß, dass sie durch die österrei-
Geheimnis. Denn geschmuggelt
Vorbei am Landgasthof zum Lang,
wurde nicht immer aus Not, oft-
auf Höhe des Kriegerdenkmals,
mals auch aus Leidenschaft oder
biegen wir auf die Riedler Straße
sogar im Auftrag.
ein. Nach der Empfehlung von
„Riedl war ein richtiges Schmug-
Ernst Duschl nehmen wir einen
glernest“, erzählte Max Höfler,
kurzen
den wir im Biergarten des Land-
stein. Dafür wandern wir in der
gasthofes trafen. In den 1930er
Ortschaft Riedl ein paar hundert
Jahren blühte der Schmuggel in
Meter auf dem Donausteig. Ein
dem Dörfchen, direkt oberhalb
fester Waldweg, wildromantisch
der Donauhänge. „Die Schwär-
gesäumt von Buchen, Eichen und
zer wurden immer noch gieriger
anderen Laubbäumen. Es geht
und schließlich bei einem großen
bergab und wieder bergauf, auf
Coup erwischt. So kam es dazu,
einer Ebene erblicken wir plötz-
Chor ihre Schmugglergänge ge-
dass zur Winterzeit über mehrere
lich eine kleine Kapelle, erbaut
nauestens zu planen. Ein offenes
Wochen fast alle Riedler Männer
aus Bruchsteinen. Hinter ihr liegt
chische Kaiserin Maria Theresia 1765 aufgestellt wurden. Rund 30 an der Zahl markieren noch heute die Grenze Bayerns zu Österreich, entlang
der
Hauptstraße
von
Gottsdorf in Richtung Rannasee. An dieser wandern wir nun bis zur Ortsmitte von Gottsdorf und machen an der St. Jakobuskirche halt. Hier heißt es, trafen sich die Schmuggler einst, um während des Gottesdienstes auf der Treppe zur Empore oder hoch oben am
46
Abstecher
zum
Eben-
▪ Tageskarte THERME EINS + Körperbutter-Verwöhnmassage (45 min.) + Peeling nach Wahl (25 min.) + Ein Hauptgericht mit einem Getränk Im THERMEN Restaurant d`KUCHL
+ Leih-Bademantel + Reservierte Ruheliege Aufpreis für den SAUNAHOF: € 13,-
JUBILÄUMS ANGEBOT
STATT € 119,-
€ 99,p.P.
Vögel herrscht absolute Ruhe. Ein
her die Grenze zu Österreich. Wer
Ort zum Innehalten. Die sechs-
sich besonders ruhig verhält, so
hundert Meter Umweg haben sich
Ernst Duschl, der kann sogar Äs-
gelohnt. Nach einer halben Stun-
kulapnattern
de gehen wir zurück. Bei der Pen-
dechsen begegnen. Gemächlicher
sion Ebenstein biegt der Schmug-
wird der Weg, als wir auf die Do-
glersteig rechts ab.
lomitenstraße zu kommen. Sie
Ein paar hundert Meter unterhalb
führt vom Jochensteiner Tal bis
ragt ein Turm in die Höhe. Ein
hoch nach Gottsdorf. Nachdem
Überrest der Burg „Neujochen-
wir sie überqueren, ziehen wir am
stein“. 1299 erstmals erwähnt.
Donaurad- und Wanderweg über
Von dem einst stattlichen Ge-
das „Naturschutzgebiet Donaulei-
mäuer ist nur mehr die Ruine des
ten“ zurück zum Haus am Strom.
Bergfrieds erhalten, um dessen
Wieder vorbei an der malerischen
ein massiver Felsvorsprung, der
Hier oben lässt es sich aushalten.
einen beeindruckenden Blick ins
Stille macht sich breit. Unsere
bayerisch-österreichische Donau-
Wandergruppe, sonst sehr red-
tal frei legt. Gegenüber erstreckt
selig, hält inne. Die Aussicht ver-
sich der österreichische Sauwald,
deutlicht, dass wir bereits eine
links Engelhartszell und rechts
beachtliche Strecke zurückgelegt
kreist ein Bussardweibchen über
das Kraftwerk Jochenstein.
haben. Bis auf ein paar pfeifende
der Ruine, auf der Suche nach
Smaragdei-
Flusslandschaft mit ihren Kies-
Bestand sich die Gemeinde Unter-
bänken und der hölzernen Nixe
griesbach kümmert. Als wir uns an den Schautafeln erkundigen,
oder
Beute. Ein schmaler Weg führt in
steig“. Es geht durch feste Wald-
den Wald hinein, vorbei am Ried-
wege vorbei an tiefen Schluchten
ler Einnehmer, einem bekannten
hinunter zum Tal. Für Erfrischung
Naturdenkmal. Die alte Rotbuche könnte uns viele Geschichten erzählen. Hier trafen sich die
sorgt der Dantlbach, der sich sein
Isa, der Schwester der Loreley. Bis zu unserer Verabredung mit Max Höfler haben wir noch eine Stunde Zeit, die nutzen wir für einen
Bett tosend durch den Donau-
Abstecher ins Haus am Strom mit
hang verschafft. Er bildet seit je-
seiner großen Erlebnisausstellung.
Schmuggler einst, beobachteten und tricksten die Gendarmen aus.
IPP T S G U L F S AU
Und das obwohl sie lange Zeit als Mautstelle galt. Denn vom Baum aus hatte man eine gute Sicht auf die Grenze. Heutzutage legen Wanderer und Radfahrer gerne eine Rast unter der schattenspendenden Buche ein und genießen die Ruhe des Bayerwaldes.
Hinunter ins Jochensteiner Tal Gleich im Anschluss begegnet uns die Ruine der Leithenmühle, die zur Burganlage von Altjochenstein gehörte. Nun nehmen wir die Einmündung auf den „Öttl-
48
TROM – HAUS AM S DONAUTAL IM IK N H C E T NATUR UND im ausstellung
Haus am is n b le Er hen und e lic ie neu nen fröh ei t h n ic gl ö it wichtige Strom erm Umgang m e gi n te er er En w r, unbesch ls: Natu er Donauta edürfnis nach u sa as P es B Themen d ht sie das ch r. So bezie nd findet au u n ei t und Wasse tä vi ti ar k b A t d is n g u n g llu Unterhaltun illen Töne. Die Ausste Donaukraft ie st as d ie S en Raum für d d n fi s, d r n ü la st ch au H euts ich vor der raftwerk D staltet. Gle Laufwasserk s am Strom te au ß H ö rierefrei ge gr as D . as d en , d n er ei w st n te werk Jochen gen angebo ppenführun n ra Ve in dem Gru en m umfangreich ers für Haus am Stro 4 d k hat einen n er o w es aft b Am Kr ender, staltungskal viele buchbare An- 94107 Jochenstein d n u , n 91 28 90 te en Famili Biergar Tel. 0 85 91 / gemütlichen mstrom.de sa Im ch au . u .h te w es o w b B w ge det der n fi tz la lp mit Spie lang. genen Ausk einen gelun
D
49
H
ier in Glotzing, wo das Grenzbachl in den Rannasee fließt, lebt Landwirt Max Höfler mittlerweile im Austrag. 1963 hat er den Bauernhof seines Vaters übernommen, der nur 80 Meter von der Grenze zu Österreich liegt.
Kein Wunder, dass Glotzing zu den Schmuggler-Nestern gehörte. Denn mit der Landwirtschaft war nicht viel verdient. Die Wege kaum erschlossen und die Hänge steil. Vielen blieb nur die Viehzucht. Da kam die Lage unmittelbar an der Grenze gelegen. Die Schwärzerei brachte Ertrag. Sie war für viele Beruf, Hobby und Sucht zugleich. Denn auch Arbeit gab es kaum, wenn, dann war sie schwer. So verdingten sich viele als Tagelöhner oder Dienstboten und schwärmten nachts aus. Ein gutes Geschäft. Auch für die österreichischen Verkäufer, die den Bayern noch ein biss-
LHARTSZELL DIE SAU AUS ENGEen sie starke Zuchtsäue. So
artszell hatt „Im Kloster Engelh ben. Meine Tante, die drüben gelebt ne ha d ei eine mussten wir bei Bruder Isidor. Eine für uns un ei lzw nach Enge hatte, bestellte chmittag sind wir achten sie in Na Am . rn ba ch Na für den e Schweine und br auern, unter. di n te hl za , er nt ru Nachbarb hartszell österreichischen der Stunde. Um im be f, or sd an m t tt Di tzten wir die Guns bringen, gaben nu , te er m m dä es zu Als s über die Grenze lt es, eine halbe lo ch us rä ge el rk die Fe Nun ga ppelten Schnaps. Dann wir jedem einen do s die Tiere tief und fest schliefen. f bi n au Stunde zu warten Pfund schweren Ferkel ungesehe 30 t es e ha di lag es an uns, ingen. Gott sei Dank ch ausbr zu e us Ha ch den Schultern na . Nachdem die Ferkel ihren Raus r de pt wunderbar geklap aren sie am nächsten Morgen wie en ,w geschlafen hatten hsen beide zu sehr guten Zuchtsau uc w e Si fidel (lacht). ten heran und schenk uns viele starke, brave Ferkel. Eine wahre Freude“.
chen was draufschlugen. So passte es für jeden. Die Zusammenarbeit klappte wie am Schnürchen. Vor und nach
ALS DER SCHMUGGEL NOCH BLÜHTE
AUF DER SCHWÄRZ
Maxer l f ö H
dem Sonntagsgottesdienst besiegelte man die Geschäfte. Wenn es den Zöllnern zu nasskalt war, kamen die Schmuggler besonders gern aus ihren Stuben, um die Geschäfte mit den Österreichern abzuwickeln. Sie scheuten weder Wind noch die strengen Winter im Wegscheider Land mit viel Schnee und Frost. Manche organisierten sich sogar in Banden und schmuggelten im großen Stil. Nicht so Max Höfler, er verabredete sich mit seinen Brüdern und Nachbarsbuben, so wie es schon ihre Väter, Großväter und deren Vorfahren machten. Nicht selten mit Hilfe der Zöllner, die sich währenddessen mal freiwillig, mal eher unfreiwillig bei einer ausgiebigen Brotzeit mit ein paar Stamperl selbstgebranntem Schnaps ablenken ließen. Bis Ende der 1950er Jahre, so der 80-Jährige, habe es sich noch rentiert, Nutztiere, Kaffee und Schnaps aus Österreich zu schwärzen. Danach seien die Strafen zu hoch geworden. Max Höfler erinnert sich gerne an die Jugend mit rußigem Gesicht bei den nächtlichen Grenzgängen. Bereits mit 12 Jahren gehörte er dazu und durfte mit auf die geheimnisvollen Gänge der jungen Burschen und strammen Männer. Ertappt wurde er nie. Im Fall der Fälle drohte ihm allenfalls eine Geldstrafe. Eine kuriose Wendung nahm die Familientradition, als der Sohn von Max nach der Realschule zum Zoll ging. Aus der Schmuggler-Familie zum Zöllner.
WENN DIE G E
„Man schm SETZESHÜTER DOCH M u doch einma ggelte jeden Tag. Nur AL SCHLAUER WAREN selten war l schneller en die Gend und erwisc mussten sie ar h hat man nic schon was beweisen ten einen. Doch zuvor me h beigebrach ts. Das hat man uns können. Denn ausgesa schon im K t. Es hieß: E gt in weißt nich ts oder du ntweder du stellst dic desalter lü h auch nicht dumm und gst. Die Gendarmen w dumm und fragten un ganz charm a ren nämlic sb aus. Doch w ant über die abendlich ei mancher Gelegenh h e e sein (lacht) ir schwiegen und lern Tätigkeit unseres Va it . Die Riedler ters ten es früh ein ganz gr , B oßes Ding. auern drehten in den einfallsreich zu D eingesperr 1930er Jah a waren de t r Sie schmug und bloß mehr Fraue n Winter über alle Ba en uern n und Kinde gelten Kaffe wurde es, r auf den H e im ganz g w ö Dann wurd enn man nicht mehr roßen Stil. Gefährlich fen. g e Meine Onke man leichtsinnig. enug bekommen konn l Hans und te. Lu sind daher nach Amer dwig ika ausgewand e Schmuggeln rt. Sie konnten das der nächst nicht lassen und bei e ihnen Gefän n Festnahme drohte gnis.“
STINKENDE
e o „Als ich n tzing da. Die haben nichts (lacht). Ein ntner Kaffee aus r e lo a Z G g Tage in ben sie nämlich Nachbarn sechs lich gut bei ihm im a s m funden h Auftrag unsere ergruben sie zie vor der Gefängv im pe hatte geschwärzt. Die rte drei Tage lang re Freude war. e h h Österreic er Weißhäupl zitt r, dass es eine wa er erging es uns D e l. b p d a s a t s k Vieh it ät Heus rspielte e u finden. Kurze Ze kel mehrere Stüc n e b ü , e f a er On hts z nisstr rrate h war nic it dem Trick mein d gesehen und ve s Kleinste c li ß e li h c m n S ir holten uns jema en bis auf e ähnlich. W enze. Dabei muss s Wohnhaus wurd ier nichts. Die Tier r a h über die G h unser Hof und d ie Beamten auch eckt (lacht).“ d c t haben. Au t. Finden konnten rnten Hütte vers e h f c t u n s e durch twas in einer e waren ja
N UND KRAU
TRÜBEN
„Natürlich w gesonnen. aren nicht alle Zöllner M und gerne eine Onkel waren dra den Schmugglern wo überlistete hlhtige Bursc n. unterhalt z h u verdiene Sie schmuggelten, um en, die sie gut n. Dass wir Schwärzer ihren Leben s -L Grenzbach acker, also eine klein eit Generationen über slf e d Geheimnis. ließt, über die Grenze Schlucht durch die d ie a Hier kannte s g e t r eten sin den Zöllner n auch bew man alle Begebenheit d, war kein en. Aber da der Dämme usst. Als sie s r ders einfall ung zwei Ochsen rüb eines Tages vor hatte war er zu treib sreich zu s en, galt es n, in ein. Man m Gesetzeshü be u t s in ihren kle er aufhielten und sie ste wissen wo sich d sonin a ie der Schwä en, hölzernen Posten blenken. Abends saße rzer-Grupp häuschen. n sie A e als er an ih rem Posten voraus, sein Rucksac lso ging einer aus k war voll b schrien sie vorbeimar s u e Schürer un nd stürmten heraus. chierte. „Halt! Zoll-Wa packt d c D die sind we rannte davon. Die jun och der Mann macht he!“, e einen it gerannt. gen Zöllner E sich der ve rmeintliche rst nach einem halbe hinterher. Mei, n führten ihn S zurück in ih chmuggler fangen las Kilometer hat ihn. Das pe sen. Die Zöll r Wachhäu rfe s lediglich St kte Ablenkmanöver. l. Dort durchsuchten ner ro s D Plan ging a h, verfaulte Kartoffe enn im Rucksack hat ie uf, die Schm te er ln und Krau t Ochsen ein u fach über d ggler gewannen Zeit rüben (lacht). Der ie Grenze.“ und trieben die
EIN GUT
T F GESTELrLdrei P O K N E D fü UF GE LANG An wir die Polizei mal. Fast. GeA T I E R D E e t estell WURD r, hatt GLOTZING ch ein Schulbub wa alles auf den Kopf g Schwärzer-Grup-
KARTOFFEL
„Mein G ES GESCHÄFT r immer oßvater hat u eine Ges ns erzählt c h ic h t e , freute. die ihn besond Die Nahr e bei acht ung wa rs r K in Fleisch dern oft kn k a kaum le onnte man sic pp. h isten. D waren a ie Tiere zur Milc lle zum Verkau pl ware hgewinnung am f oder n Pfarrer die Kälber um Hof. Im drei K il e Kalb ges ines ab, schw ein Vielfaches ometer entfer b ä c r h z la te es üb illiger. Also nten Oberk chtet un Fuß bis a e d s n e a in Fleisch r die Grenze. D kaufte er dem pgenauso ch Passau g b aheim eha et hoch w ie der K ragen und verk lten. Das Häutl hat er das aufpreis ha a des Kalb uft. Der Erlös d t er zu afür wa es.“ r
TENORHORN, BARITON UND BASS
DAS PASSAUER LAND UND SEINE BLASMUSIK
ERLEBNIS MIT GESCHICHTE es wohl, die der Blasmusik einen Aufschwung verlieh. Brass Bands entwickelten sich und Bläserklassen wurden geschaffen. In einer hektischen Zeitspanne wie dieser besinnt man sich zurück auf das Ursprüngliche, erfreut sich an der Kameradschaft. Neben traditioneller Volksmusik aus Polkas und Märschen werden moderne Werke und Filmmusik einstudiert.
Blasmusik: hipp, modern, gesellschaftsfähig Die Kleidung geht zunehmend
Das Passauer Land ist tief verwurzelt mit der Blasmusik. Ob bei Fronleichnams-Prozessionen, auf den großen Volksfesten, bei Kirchenzügen, zur Hochzeit oder dem Begräbnis: nahezu jeder Anlass wird durch Trompete, Klarinette, Querflöte, Tenorhorn und weitere Blas instrumente umrahmt. Das Musizieren fördert die Zusammengehörigkeit. Gleichzeitig fungiert die Musik grenzübergreifend. Offizielle Partnerschaften und tiefe Freundschaften pflegen die Landkreis kapellen zu ihren österreichischen und böhmischen Nachbarn.
weg von der militärischen Uni-
Musik ist die wichtigste Verstän-
len von Bariton und Bass. Was
disch empfand, ist heute wieder
von beim traditionellen Tag der
digung. Sie schafft Gemeinsam-
einst den Offizieren vorbehalten
in. Die 47 Blas- und Musikkapellen
keit und ein starkes „Wir-Gefühl“,
war, wurde salonfähig. Schon im
des Passauer Landes verjüngen
spornt gleichzeitig zum Wettbe-
Grundschulalter werden Noten
sich. Es ist cool, zum Musikins
werb an. Denn die Musikkapelle
gepaukt und sanfte Töne gebla-
trument zu greifen. Gemeinsam
repräsentiert ihre jeweilige Hei-
sen. Bis der erste Marsch sitzt,
mit älteren zu musizieren und
matgemeinde. Wer will da nicht
dauert es mit Geschick, Leiden-
für etwas einzustehen: sein Hei-
mit dem besten Zusammenspiel
schaft und Ausdauer nicht lange.
matgefühl und die damit verbun-
punkten?
Jugend
Was man gegen Ende des vergan-
dene Tradition. Doch Tradition
kämpft sich durch Grifftabel-
genen Jahrhunderts als altmo-
lebt durch Veränderung. Die war
Bereits
die
Einen Besuch wert: Tag der Blasmusik am 20. Juli 2019 in Hauzenberg. 52
form und hin zur traditionellen Tracht. Dennoch wird die Zusammengehörigkeit symbolisiert. Die Musik ist dabei ein guter Draht, fördert den Zusammenhalt und bietet
Kindern
und
Jugendli-
chen, aber auch Erwachsenen Halt. Einer lernt vom anderen. Überzeugen kann man sich daBlasmusik des Landkreises Passau, der jährlich zu einem kulturellen Höhepunkt einlädt. Pauken und Trompeten, Tubas und Klarinetten bilden beim 41. Tag der Blasmusik in Hauzenberg eine Symbiose. Jährlich treffen sich mehr als 600 Musikanten und begeistern Volksmusikfreunde mit
feeling ist garantiert. Mehr als 20
neben einem großen Festumzug
Blasmusikkapellen, vornehmlich
und dem Gemeinschaftschor stel-
aus dem Landkreis, aber auch
len sich die einzelnen Kapellen im
aus ganz Bayern, Österreich und
Festzelt vor. Dabei gibt es bekann-
Böhmen geben sich am 20. Juli
te Märsche wie den weltberühm-
2019 ab 15 Uhr die Ehre. Ein groß-
ten „Bayerischen Defiliermarsch“
artiger Gemeinschaftschor aller
zu hören. Außerdem unterneh-
Musikanten sorgt für ein fulmi-
men die Blasmusiker mit ihrem
nantes Erlebnis. Zu hören gibt es
Publikum Reisen ins internatio-
jedes Jahr andere Klassiker wie
nale Fahrwasser, unter anderem
„Himmlische
den
mit den „Italo Pop Classics“ oder
„Hoamat’gsang“ der Öberöster-
fetzigem „Samba Tequila“. Spätes-
reicher und zum Abschluss den
tens aber bei Udo-Jürgens-Med-
obligatorischen
leys oder Helene Fischers „Atem-
Festmusik“,
„Landkreis-Paswird
los“ hält es keinen Zuhörer mehr
der 41. Tag der Blasmusik von der
auf seinem Sitzplatz. Es wird
Stadtkapelle Hauzenberg, in Zu-
geklatscht, gefeiert und auf der
sammenarbeit mit dem Kultur-
Bierbank getanzt. Ein unverwech-
referat des Passauer Landes. So
selbares Erlebnis über alle Genera-
feiert man gemeinsam 160 Jahre
tionen hinweg – nicht nur zünftig
Blasmusik in der Granitstadt und
bayerisch-böhmisch.
sau-Marsch“.
Organisiert
Märschen, bayerisch-böhmischen
40 Jahre Stadtkapelle Hauzen-
Polkas und einem großen gemein-
berg. Blasmusikfreunde kommen
schaftlichen Auftritt. Gänsehaut-
dabei voll auf ihre Kosten, denn
Der Austragungsort variiert, am 25. April 2020 begrüßen die Vilshofener Musikanten der Stadtkapelle und der Johannesbläser Kollegen aus dem Landkreis.
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„HEIMAT IST, WENN ICH EINEN NIEDERBAYERN REDEN HÖRE“
Ottfried Fischer und Lebensgefährtin Simone Brandlmeier auf der Baustelle seines Hochwassermuseums.
wo auf der Welt einen Niederbay-
tige Bewunderung und die enge
rigen mit seiner Lebensgefährtin
ern reden hörte, setzte automatisch
Verbindung zu den Flüssen machen
Simone durch seine Heimat flanie-
dieses vertraute Heimatgefühl ein.
sich auch in seinem neuesten Pro-
ren, das macht ihn glücklich. Ganz
Egal wie wohl ich mich in Mün-
jekt deutlich. Denn Ottfried Fischer
ohne Hektik der Großstadt, immer
chen fühlte. Das kommt wohl von
eröffnet ein Hochwassermuseum
mit einem freundlichen „Grüß
dem vertrauten Klang der Sprache,
in der Altstadt. Angekommen im
Gott“ auf den Lippen. Nicht um-
den ich von Kindheit an kannte
Haus seiner Großeltern, mit Blick
sonst ernannte ihn Passaus Landrat
und der Herzlichkeit, die einem
auf den Inn fühlt er sich wohl. Re-
im vergangenen Jahr zum Heimat-
gelmäßig sieht man den 65-Jäh-
botschafter des Landkreises Passau.
Umringt von saftig grünen Wie-
eines Tages mit dem Deutschen
Rollen, die Otti Fischer mit Lei-
die Menschen hier entgegenbrin-
sen, die Schlüsselblumen, Löwen-
Comedy-Ehrenpreis als gefeierter
denschaft verkörperte. Zeitgleich
gen“. Richtig bewusst wurde ihm
zahn, Margeriten und Heilkräuter
Schauspieler und ausgezeichneter
förderte er junge Kabarettisten in
das erst in den vergangenen Jah-
hervorbrachten, erlebte er ruhige
Kabarettist heimkehren würde.
150 Sendungen „Ottis Schlachthof“
ren. „Hier in Passau scheint es, als
und begeisterte seine Fans mit et-
würde man sich besser kennen –
lichen Bühnenprogrammen.
auch wenn das nicht der Fall ist. Da
Seine neue Heimat lag in München,
grüßt man sich einfach, ist freund-
wo er eine Familie gründete und
lich und das vermittelt ein gutes
die beiden Töchter geboren sind.
Gefühl. Ein Gefühl, aufgenommen
Dennoch kehrte er immer wieder
und daheim zu sein“, glänzen seine
gerne nach Untergriesbach zurück,
Augen. Er denkt zurück, als er im
saß am Stammtisch im Gasthaus
Kindesalter mit seiner Mutter von
Lanz und flanierte durch die Pas-
Ornatsöd in Richtung Passau fuhr
sauer Altstadt. Im Winter 2016,
und sich seine Augen weiteten als
„nach einem Kurzurlaub beim
er die Donau sah. Mächtig bahn-
Brandner Kasper“, wie er humorvoll
te sie sich ihren Weg durch das
sagt, wusste er: „Jetzt sei es an der
Tal. Stundenlang konnte er dem
Zeit“. Gleich nach der Reha verließ
Schwimmbagger „Wotan“ zusehen,
der an Parkinson erkrankte Otti
der dem Fluss eine Schaufel Kies
Kindheitstage in schier unberührter Natur. Besonders liebte es Ottfried Fischer, mit seiner Oma auf eine Bergwiese hoch über dem Bauernhof zu spazieren, um den Blick über die Heimat schweifen zu lassen. Wälder, Wiesen, Täler und Anhöhen boten sich. „Das ist mein traditioneller Lieblingsplatz“, sagt Ottfried Fischer stolz. Er ist viel herumgekommen, lebte in München und bereiste die Welt. Als er nach dem Abitur am Fürstenzeller Maristengymnasium in die bayerische Landeshauptstadt
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„Der Bulle von Tölz“ stammt im wahren Leben gar nicht aus Bad Tölz, sondern aus dem Passauer Land. Besser gesagt, aus der kleinen Marktgemeinde Untergriesbach. Etwa 25 Kilometer von Passau entfernt, wuchs Ottfried Fischer im Weiler Ornatsöd auf dem Bauernhof seiner Eltern auf.
Kabarettist und Schauspieler Begonnen hatte seine Karriere 1978 im Münchner Hinterhoftheater mit der Gründung der Kabarettgruppe „Machtschattengewächse“. Neben seinen Erfolgen als Kabarettist, gelang ihm Anfang 1985 der Durchbruch als Schauspieler. Ottfried Fischer ergatterte die Hauptrolle des „Sir Quickly“ in der Serie „Irgendwie und sowieso“ und prägte Generationen. Das Fernseh-
aufbrach, um nach Geheiß des
publikum liebte ihn später auch
seine liebgewonnene Schwabinger
um die Andere entnahm oder mit
Vaters Rechtsanwalt zu werden,
als „Der Bulle von Tölz“ oder „Pfar-
Wohnung und kehrte zurück ins
der Passauer Oma an der Ortsspitze
dachte keiner, dass der junge Otti
rer Braun“. Zwei charakteristische
Passauer Land. „Wenn ich irgend-
Möwen füttern. Fast eine ehrfürch-
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weise mit wenig, aber hochwerti-
zen konnte mittlerweile sogar wissenschaftlich belegt werden.
Ernährung Pflanzliche Nahrungsmittel, na-
pen wieder in Einklang gebracht werden soll. Kaffee, Alkohol und andere denaturierte Lebensmittel wie Weißmehl und Zucker sind wenig förderlich.
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Passau KAFFEEWERK CAFÉ UND PÂTISSERIE Kirchenplatz 3 94032 Passau Tel. 08 51 / 20 14 info@KaffeeWerk.eu www.kaffeewerk.eu Sie finden uns auf Öffnungszeiten: Mo – Sa 10 – 19 Uhr Sonn- und Feiertage 13 – 18 Uhr Im Sommer immer bis 21 Uhr Kein Betriebsurlaub
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T hyrnau GOLF- UND LANDHOTEL ANETSEDER BAYERISCHE, GUTBÜRGERLICHE KÜCHE Raßbach 8 94136 Thyrnau Tel. 0 85 01 / 9 13 13 info@hotel-anetseder.de www.hotel-anetseder.de Sie finden uns auf April – Oktober 7 – 24 Uhr März, Nov., Dez. 17 – 24 Uhr
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Kößlarn GASTHOF/PENSION HÖNG BAYERISCHE, GUTBÜRGERLICHE KÜCHE Unteruttlau 4 94542 Haarbach Tel. 0 85 35 / 9 60 00 Fax 0 85 35 / 96 00 20 info@gasthof-hoeng.de www.gasthof-hoeng.de Öffnungszeiten: Mo – Do 16 – 23 Uhr Fr, Sa, So 11 – 23 Uhr
GASTHOF BIMESMEIER BAYERISCHE, GUTBÜRGERLICHE KÜCHE Oberer Markt 6 94149 Kößlarn Tel. 0 85 36 / 9 60 00 info@bimesmeier.de www.bimesmeier.de Öffnungszeiten: Di – So 6.30 – 24 Uhr Küchenzeiten: Di – So 11.30 – 13.30 Uhr und 17 – 21 Uhr Montag Ruhetag
Ruderting SCHÄTZLHOF OHG BAYERISCHE, GUTBÜRGERLICHE KÜCHE Petzersberg 1 94161 Ruderting Tel. 0 85 09 / 9 00 40 info@schaetzlhof.de www.schaetzlhof.de Öffnungszeiten: Mo, Do, Fr, Sa, So 8 – 23 Uhr Mi 17.30 – 23 Uhr, Di Ruhetag Oktober – Mai Di + Mi Ruhetag
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ITALIENISCHE KÜCHE EISDIELE, VEGAN Stadtplatz 4 94474 Vilshofen an der Donau Tel. 0 85 41 / 66 09 Fax 0 85 41 / 91 55 81 info@cafe-cappuccini.de www.cafe-cappuccini.de Öffnungszeiten: Mo – So 8.30 – 23 Uhr Dezember u. Januar geschlossen September – Mai Montag Ruhetag
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Eingebettet in die bezaubernde Hügellandschaft Niederbayerns, auf einer kleinen Anhöhe nur einen Kilometer vom Ortskern des historischen Grafenmarktes Ortenburg entfernt, lädt unser familiengeführtes Hotel und Restaurant zum Wohlfühlen und Genießen ein. Nach Abschluss einer umfassenden Erneuerung bieten wir sowohl Genießerpakete als auch individuelle Arrangements. So können Sie in unserem rund 900 m2 großen Wellnessbereich mit Saunalandschaft, Hallenbad und unterschiedlich gestalteten Ruhezonen Ihren Körper entspannen und die Seele so richtig baumeln lassen. Verwöhnt werden Sie dabei den ganzen Tag über von unserer Restaurantküche. Die können Sie übrigens auch bei einem kurzen Besuch zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen im Restaurant „Hoamatküch“ genießen. Außerdem bieten wir in unserem Gastgarten und in der Bar „Cellini“ köstliche Cocktails und erlesene Weine.
Das familiengeführte 4-Sterne Wellnesshotel Antoniushof im bayerischen Ruhstorf an der Rott lädt zur Erholung im Rottal ein. In der Nähe des Bäderdreiecks verwöhnen wir Sie mit herzlich gestalteten Hotelzimmern und Suiten. Auf über 1.000 qm Wellnessfläche erleben Sie ganzheitliche Erholung und tiefe Entspannung. Bringen Sie Körper, Geist und Seele wieder in Einklang und tanken Sie neue Energie. Die Badelandschaft mit Indoor- und Outdoorpool lädt zu einem beherzten Sprung ins kühle Nass ein. Genießen Sie die Ruhe in finnischer Sauna, Dampfbad und Infrarot-Sauna. Abkühlung finden Sie dann im Kneippbecken, in der Regendusche oder im grünen Saunagarten. Spüren Sie die Kraft der Natur im Feng-Shui-Garten – ein Ort zum Energie tanken, Wohlfühlen, gesund werden und bleiben. Auch die Kulinarik kommt nicht zu kurz, wir verwöhnen Sie zum Beispiel mit mediterranen Vorspeisen, heimischem Fisch, regionalen Fleischgerichten, Vegetarischem und süßen Desserts.
Idyllisch eingebettet in die niederbayerische Hügellandschaft, nur 30 Minuten von Passau entfernt, finden Sie unseren urigen Gutshof mit gemütlich-bayerischem Stüberl, Veranstaltungsstadl und Sonnenterrasse. Genießen Sie die Ruhe und entspannte Atmosphäre mitten im Grünen, blicken Sie auf die herrlichen Weiten des Golfplatzes Brunnwies und gönnen Sie sich ein paar Stunden Auszeit vom Alltag. Unser Gutshof-Team verwöhnt Sie mit bayerischen Schmankerln und kulinarischen Köstlichkeiten aus unserer gutbürgerlichen Küche – vom zarten Steak, über saftige hausgemachte Burger, bis hin zu frischen, knackigen Salaten der Saison. Besondere Genussempfehlung: unser karamellisierter Kaiserschmarrn im Pfandl. Außerdem servieren wir Ihnen jeden Freitag fangfrische Forellen aus der Region.
Im Klosterhof Asbach hält man viel auf Traditionen. Denn im Herzen Niederbayerns existiert die typisch bayerische Wirtshauskultur. Wo man g‘miatlich und zünftig bei ei nem Bier zusammensitzt, Karten spielt und musiziert, debattiert und räsoniert. Dieses Lebensgefühl erhält die Wirtsfamilie Nömmer für ihre Gäste. In historischem Ambiente serviert Küchenmeister Gerhard Nömmer bayerische Schmankerl und mo derne Klassiker, am liebsten regi onal und saisonal. „Alle Gerichte sind hausgemacht und werden täg lich frisch zubereitet“, verspricht der Wirt. Seine Ware bezieht er überwiegend von Betrieben aus der Region. Ein ganz besonderes Erlebnis in den heißen Sommermonaten ist der Besuch des Biergartens. Hier genießen Gäste eine Maß Wolfer stetter Bier und die „Halbmeter Brotzeit“ im Schatten alter Kasta nienbäume.
Espresso, Cappuccino, klassischer Filterkaffee, alles fachmännisch zubereitet von Baristi: Jede Portion frisch und mit handwerklichem Können. Dazu selbst gemachte Kuchen und feine Backwaren: Die Nussecken werden als legendär bezeichnet. Die Alternativen zu Kaffee sind sorgsam ausgewählt: Feine Trinkschokoladen, lose Teesorten und über 50 Limonaden. Wer dem städtischen Trubel entfliehen möchte, geht über die Marienbrücke in die schöne Innstadt, setzt sich entspannt mit einem Eiskaffee an unsere Tische oder in unsere Liegestühle. Vielleicht ein kleines Bier dazu? Die Auswahl an regionalen Bierspezialitäten ist im KaffeeWerk (der Organisator des Passauer Bierfests am 15. August am Rathausplatz) entsprechend groß und sorgfältig zusammengestellt. Übrigens ist es hier optimal für eine kleine Pause auf jeder Radtour.
HOTEL ZUM KOCH
WELLNESSHOTEL ANTONIUSHOF
GUTSHOF BRUNNWIES
KLOSTERHOF ASBACH
KAFFEEWERK
Vorderhainberg 8 94496 Ortenburg
Ernst-Hatz-Straße 2 94099 Ruhstorf
Brunnwies 5 94542 Haarbach
Hauptstraße 50 94094 RotthalmünsterAsbach
Kirchenplatz 3 94032 Passau
Tel. 0 85 42 / 16 70 info@zumkoch.de www.zumkoch.de
Tel. 0 85 31 / 9 34 90 info@antoniushof.de www.antoniushof.de
Tel. 0 85 33 / 18 59 info@klosterhofasbach.com www.klosterhofasbach.com
Tel. 08 51 / 20 14 info@KaffeeWerk.eu www.kaffeewerk.eu
Öffnungszeiten: Täglich geöffnet, kein Ruhetag
Öffnungszeiten: Mo – So 12 – 14 Uhr u. 18 – 21.30 Uhr
Tel. 0 85 35 / 91 28 - 0 gutshof-brunnwies@quellness-golf.com www.quellness-golf.com/ gutshof-brunnwies
Di – Sa 12 – 21 Uhr, So 11 – 21 Uhr Mo Ruhetag / außer an Feiertagen
Mo – Sa 10 – 19 Uhr, So / Feiertage 13 – 18 Uhr, im Sommer bis 21 Uhr
Mo – So 7 – 22 Uhr (April – Oktober)
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„Anetseder-Wirtshauskultur in Haag“ verbindet Alt und Neu, das urige Dorfwirtshaus ist zugleich ein Landgasthof, der eine hochwertige bayerische Küche mit kreativen Einflüssen und Aromen in den Mittelpunkt rückt. Unser Familienbetrieb schwört auf seine Wurzeln und kombiniert die Tradition mit moderner Wohlfühlatmosphäre. Eine „Landpartie“ die nicht nur auf dem Teller Hochgenuss verspricht und nie an Bodenständigkeit verliert. Die Zutaten für den kulinarischen Heimaturlaub sind erlesen: frische, saisonale und regionale Produkte, auch aus dem eigenen Garten. Aufgetischt wird das „Hefakriag Schnitzel“, eines unserer traditionsreichsten Gerichte, genauso wie der lauwarme Saibling auf Gurkengraupen mit Buttermilchschaum und auch Liebhaber der vegetarischen Küche kommen bei uns nicht zu kurz. Wirtshauskultur steht in unserem Haus für Landliebe, Genuss pur und Begegnung.
Das Brotzeitstüberl „Zum Holzmichl“ lädt zum Einkehren und Durchschnaufen ein. Seine Gäste verwöhnt man mit regionalen und saisonalen Gerichten sowie täglich frischen, hausgemachten Kuchen. Eingebettet in die sanft hügelige Rottaler Landschaft liegt es auf halber Strecke zwischen Bad Griesbach und Haarbach, direkt am Golfodrom®, dem Trainingszentrum der Bad Griesbacher Golfschule. Nicht nur für Golfer, sondern auch für Spaziergänger, Radfahrer und Nordic Walker über die vielen Rad- und Wanderwege rund um Bad Griesbach leicht erreichbar. Das Stüberl ist im Stil einer gemütlichen Skihütte eingerichtet, bei schönem Wetter lädt außerdem die große Sonnenterrasse zum Verweilen ein. Hier können Sie bei einem kühlen Getränk, einer frischen Halbe oder einem Haferl Kaffee den Blick ins Grüne schweifen lassen und den Golfern beim Training zuschauen.
Die Gäste kommen zum Wastl Wirt ins beschauliche Bad Griesbach, um zu lachen, zu plaudern und die Gläser zu heben. Bei uns ist halt auch ein schönes Fleckerl, wo man gerne hingeht und verweilt. Jeder Gast liegt uns am Herzen und wir sorgen gerne für ihr leibliches Wohl. Das ist typisch bayerisch und darum bemühen wir uns, allen Gästen ein urtypisches Wirtshauserlebnis zu bieten. Bayerische Gastlichkeit ist unser oberstes Gebot, und zwar kein aufgesetztes, sondern ein ehrliches. So ehrlich wie unsere Küche, eine heimatverbundene und gutbürgerliche Küche, mit einem Hauch Finesse gewürzt. Nur beste Zutaten aus der Region, stets frisch und lecker zubereitet. Von jungen Köchen, die mit Leidenschaft bei der Sache sind. Das spüren unsere Gäste am eigenen Leib und kommen gerne wieder. In diesem Sinne: Hereinspaziert und Herzlich Willkommen.
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Unser Restaurant verwöhnt Sie vornehmlich mit Produkten aus dem Bayerischen Wald. Wir legen sehr großen Wert auf Regionalität. Unsere weithin bekannten und vorzüglichen Wildspezialitäten stammen aus dem hauseigenen Rotwildgehege. Sehr gut für die Tiere und für die Umweltbilanz. Hauseigene Brennerei – international prämierte Edelbrände und Liköre vom Edelbrandsommelier Josef Schätzl, müssen Sie probieren. Aus einem Teil der Äpfel und Birnen unserer Obstbäume pressen wir Saft, um daraus vorzüglichen Most zu machen. Erleben Sie bayerische Wirtshauskultur mit dem Besten, was unsere Heimat zu bieten hat. Am Ortsrand des Genußorts Ruderting, in sehr ruhiger Lage, direkt am Zuweg zum Goldsteig Qualitätswanderweg, nur 12 km von der Dreiflüssestadt Passau entfernt liegt der Schätzlhof. Spazieren Sie mit Ihren Lieben unbedingt mal auf unserem herrlichen Wanderweg um das Rotwildgehege, das dürfen Sie sich nicht entgehen lassen!
Auf einer Anhöhe über dem Donautal, mitten im Grünen im kleinen Dorf Raßbach finden Sie Leo’s Restaurant und das Golf- und Landhotel Anetseder, nur 8 km von Passau entfernt. Ein herrliches Ziel für Ihren Radlausflug und ein wunderbarer Ort für Familienfeiern in der Lounge unter der alten Eiche, in der Waidler-Stubn und auf der überdachten Sonnenterrasse mit einem herrlichen Blick ins Grüne, über Bachläufe und Weiher hinweg, zwischen Wiesen und Wäldern und direkt am Golfplatz Passau-Raßbach. Probieren Sie die frischen Forellen aus eigener Zucht und unsere regionalen Spezialitäten in entspannter bayerisch-ländlicher Atmosphäre. Hier genießen Sie die Ruhe, atmen die klare Luft und lauschen der Stille. Wanderwege, NordicWalking-Runden und Fahrradtouren starten hier. Außerdem bieten wir einen E-BikeVerleih mit Ladestation. Herzlich willkommen.
TRADITIONELLES IDYLL Das Paradies muss weiß-blau sein, könnte man gerne glauben, wenn man hier den ersten Eindruck im wahrsten Sinne des Wortes erlebt: Unser über 400 Jahre alter und liebevoll restaurierter Vierseithof liegt ganz urgemütlich in der idyllischen Rottaler Landschaft im Dorf Uttlau, nahe Bad Griesbach. Tradition mit Liebe bewahren – im Gutshof Uttlau verwirklichen wir diesen Anspruch mit viel Engagement, Gefühl und Leidenschaft zum Detail. Daraus entstanden ist ein Ort zum Verweilen und Erholen für alle, die sich in ländlich gemütlichem Flair wohlfühlen. Denn es fehlt hier weder an Komfort noch an einem liebevoll zusammengestellten Schmankerl-Kulinarium. Genießen Sie die heimische Küche in unseren heimelig eingerichteten Stüberln oder im wunderbaren Innenhof. Und für private Feierlichkeiten bietet unser rustikal eingerichteter Stadl ein ganz besonderes Ambiente.
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Lindenstraße 15 94051 Hauzenberg-Haag
Holzhäuser 8 94086 Bad Griesbach
Prof.-Baumgartner-Straße 1 94086 Bad Griesbach im Rottal
Petzersberg 1 94161 Ruderting
Raßbach 8 94136 Thyrnau
Am Dorfplatz 3 94542 Haarbach
Tel. 0 85 86 / 13 14 www.anetseder-wirtshauskultur.de
Tel. 08532/790-40 holzmichl@quellness-golf.com www.quellness-golf.com
Tel. 0 85 32 / 7 08 - 16 33 info@wastl-wirt.de www.wastl-wirt.de
Tel. 0 85 09 / 9 00 40 www.schaetzlhof.de
Tel. 0 85 01 / 9 13 13 info@hotel-anetseder.de www.hotel-anetseder.de
Tel. 0 85 35 / 1 89 - 0
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Mo – So 7.30 – 10 und 11.30 – 22 Uhr Um Reservierung wird gebeten
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Mo, Do, Fr, Sa, So 8 – 23 Uhr Mi 17.30 – 23 Uhr, Di Ruhetag Oktober – Mai Di + Mi Ruhetag
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Niederbayerische Gastlichkeit, gepaart mit venezianischer Würze ergibt ein besonderes Geschmackserlebnis. Unter dessen Genuss kommen die Besucher des Gasthauses Göttlinger in Berg. Nur knapp acht Kilometer nordwestlich von Ruhstorf. Hier tischen Julia Göttlinger und Lebensgefährte Matteo bayerische Gerichte und mediterrane Spezialitäten auf. Und das auf hohem Niveau. Gelernt haben sie ihr Handwerk in der Sterneküche und machen nun jeden Restaurantbesuch zum Erlebnis – auf bodenständige Art und Weise. Ihre Küche verlassen butterweicher Burgunderbraten in Pfifferlingssoße mit Spinatflan und hausgemachten Spätzle, ebenso italienische Fischgerichte wie „Fritto Misto“ oder „Vitello tonnato“ aus regionalem Kalbsfleisch. Begleitet wird die exzellente Küche von guten Weinen aus Italien, Spanien, Frankreich, Deutschland und Österreich. Genuss pur – ob im Kaminzimmer, der Gaststube, dem großen Saal oder im gemütlichen Biergarten.
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ie Qual-Haltung von Braunbären hat in Europa eine traurig, grausame Tradition. Vor allem in Teilen Osteuropas ist sie auch heute noch verbreitet. Wir halten zur Zeit 14 Bären in unserem Gnadenhof, einige davon stammen aus Litauen, Bulgarien, Albanien und den Staaten des ehemaligen Jugoslawiens. Unser Gnadenhof gilt in Fachkreisen als vorbildliche Zufluchtsstätte für geschundene und gequälte Bären. Die elf Hektar große Anlage bietet jedem Bären Möglichkeit, sich allein oder in Gesellschaft anderer Bären zu erholen und sich zu entwickeln. Hier können die Tiere unter artgerechten Bedingungen bis an ihr Lebensende bleiben. Unser qualifiziertes Pflegepersonal sorgt rund um die Uhr für das Wohl unserer Schützlinge. Die Bären, die in unserem Gnadenhof aufgenommen werden, zeigen oft untypische, zwanghafte Verhaltensmuster. Die Verhaltensauffälligkeiten sind in jahrelanger Gefangenschaft entstanden und wir sehen es als unsere Aufgabe, mit sehr viel Geduld die Bären an ihre naturnahe Umgebung zu gewöhnen und über Tierbeschäftigung die Sinne der Bären wieder zu schärfen. Besucher können den Gnadenhof auf einem ca. eineinhalb Kilometer langen Rundweg umrunden. Zudem hat man von einer Aussichtsplattform einen herrlichen Blick auf das Hauptgehege mit Hügel und Teich. Hier halten sich unsere Bären besonders gerne auf und lassen sich auch in ihrem Lebensraum beobachten. Von ca. April bis Oktober finden jeden Donnerstag um 15.30 Uhr halbstündige Führungen statt, die Ihnen einen kleinen Einblick in das Leben unserer Bären geben. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Finanziert wird der Gnadenhof Gnadenhof für Bären der Gewerkschaft für Tiere e. V. ausschließlich aus MitgliedsbeiAm Bärenpark 7 • 94072 Bad Füssing trägen, Spenden, Nachlässe und Tel. 0 85 37 / 91 94 02 Tierpatenschaften, die auch steuwww.gewerkschaft-fuer-tiere.de erlich absetzbar sind.
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eben Geräten zur Flachsverarbeitung, Weberei, Färberei und zum Blaudruck zeigt das Museum auch eine Vielzahl von Bauernmöbeln. Drei Bauernhäuser und einige Nebengebäude geben Einblick in das frühere Leben, Wohnen und Arbeiten. Öffnungszeiten: 15. Mai bis 15. Oktober Mi, Sa und So von 14.00 – 16.30 Uhr Webereimuseum Breitenberg Gegenbachstr. 50 94139 Breitenberg Tel. 0 85 84 / 14 90 oder 9 61 80 www.breitenberg.de
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platz Aidenbach eginnend vom Markt lange, beschilderte führt der 7 Kilometer nkmälern Resch De n Denkmalweg zu de d ndlberg – bergauf un dobl, Kleeberg und Ha ine kle rch du d un r Felde bergab, über Wiesen, l en Ausblicken ins Vil sta ön sch t mi ke tüc lds Wa er ler mä nk De bach. Die und zur ück nach Aiden 6 bei der Aidenbacher 170 die n, che dis än fst Au 00 3.0 die an innern en ließen. Bauernschlacht ihr Leb rt im Juli 2019 wie ielverein Aidenbach füh tsp Fes d un Der Kultur eber bai der das Festspiel „Li 1706“ Markt Aidenbach ach enb Aid risch sterben... ktplatz 18 eine Kurz Mar01 Aidenbach auf. Das Foto zeigt 945 am Denk Tel. 0 85 43 / 96 03 16 version des Festspiels enbach. www.aidenbach.de Aid er üb rg mal Handlbe (ww w.freilichtspiel.de)
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BIER & BAROCK IN DER PRUNKVOLLEN BAROCKKIRCHE ST. MARTIN
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enuss und Kultur gehören in Kirchham nicht nur fest zusammen – es wird hier auch gelebt. Deshalb treffen sich hier regelmäßig alle Kulturfreunde des guten Geschmacks, um Tradition gemeinsam zu genießen. Nach einer kurzen Begrüßung trifft man sich zu einer Kirchenführung in der von Johann Michael Fischer erbauten Barockkirche St. Martin. Die Altäre stammen von Johann Baptist Modler und die Putten und Engel von J. Deutschmann. Danach widmet man sich bei einer herzhaften bayerischen Brotzeit und Freibier ganz genussvoll Unterhaltsamen rund um das Thema Bier. Termine 2019: Bürgerhaus Kirchham 6./20. März, 3./17. April, 15./29. Mai, Kirchplatz 3 a 7./21. August, 4./18. September, 94148 Kirchham 2./16./30. Oktober, 13./27. November Tel. 0 85 33 / 96 48 16 www.kirchham.de um 15 Uhr im Bürgerhaus Kirchham.
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te Oberm Jahr 2019 feiert die Ves stehen. Be haus ihr 800-jähriges stelaus der Son e Eine spannend ltiMu e nd iere zin fas e ein lung und te ich sch Ge mediainszenierung zur als g tun deu Be er ihr der Burg und nz, eine fürstbischöfliche Reside lreiche zah ie neue Burg-App sow eine auf ren füh ent gen Veranstaltun e. ert nd Zeitreise durch die Jahrhu sau Oberhausmuseum Pas Oberhaus 125 94034 Passau e www.oberhausmuseum.d
IN FRAUENAU WIRD GLAS ZUM ERLEBNIS: GLASMUSEUM UND GLÄSERNE GÄRTEN VERZAUBERN IN DER ORTSMITTE
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rauenau ist das „gläserne Herz des Bayerischen Waldes“. Drei Glashütten produzieren hier Glas. Zwischen den Glasmanufakturen Poschinger und Eisch erstrecken sich die Gläsernen Gärten. Über 30 Großskulpturen aus Glas von renommierten Künstlern finden sich hier. Egal zu welcher Zeit man diese einzigartige Parkanlage besucht, die faszinierenden Kunstwerke wirken immer wieder anders und laden das ganze Jahr über zu einem Spaziergang ein. Die Gläsernen Gärten werden beständig erweitert. Stets lässt sich Neues entdecken. 33 Hörstationen geben Informationen zu den Skulpturen. Das staatliche Glasmuseum Frauenau ist ein Kunstwerk für sich, denn das Innere des Hauses wurde gemeinsam mit Künstlern gestaltet. Die erste Abteilung ist als Zeitreise durch die Geschichte der Glasherstellung konzipiert. Sie bringt den Besucher von der Glaserzeugung in der Antike über das Mittelalter bis in die Neuzeit. Ein zweiter Rundgang führt um einen symbolischen Schmelzofen und erzählt Glasmuseum Frauenau Am Museumspark 1 vom Leben und Arbeiten in und 94258 Frauenau um die Glashütte. Der dritte Muwww.glasmuseum-frauenau.de seumsbereich zeigt moderne Geöffnet von Di – So 9 – 17 Uhr Glaskunst in all ihren Facetten.
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Ganz schön was los! VERANSTALTUNGEN 2019
10. – 13. Fr – Mo
Frühlingsfest mit Kunstund Handwerkermarkt in Aldersbach
11. Samstag
Nordic-Walking-Marathon, Therme Bad Griesbach
27. – 29. Do – Sa
29. 05. – 01. 06. Mi – Sa US-Car-Treffen Pullman City in Eging am See
29. 05. – 02. 06. Mi – So Dorffest in Jägerwirth
Juni 01. Dienstag
Neujahrskonzert in Vilshofen a. d. Donau Neujahrskonzert in Bad Füssing
05. Samstag
Neujahrskonzert in Obernzell Rauhnudelbetteln in Untergriesbach Rauhnudelbetteln in Kellberg
20. Sonntag
Pauliskirta in Hofkirchen
03. Sonntag
Thermenmarathon in Bad Füssing
März
09./10. Sa/So
Ostereier- und Kunsthandwerksverkaufsaustellung in Pocking
29. – 31. Fr – So
Messe „ausblick 19“ in Ruhstorf
ungen eranstalt r Faschingsv blick unte r e b Ü im f inden Sie .de auer-land www.pass 74
05. Freitag
Eröffnung Bier-Spezialitäten-Woche in Bad Füssing
07. Sonntag
Automarkt mit verkaufs offenen Sonntag in Pocking Frühlings-Kirta in Untergriesbach Tag des Tourismus im ganzen Landkreis mit vielen vergünstigten Angeboten vieler Freizeiteinrichtungen/ Museen etc.
14. Sonntag
Frühjahrsmarkt in Bad Griesbach Palmsonntagsprozession in Kösslarn
20. Samstag
Saisoneröffnung Museumsdorf Bayerischer Wald in Tittling
21. Sonntag
Ostermarkt in Aidenbach
Osterkirta in Tittling
26. – 28. Fr – So
Zeitsprung-Mittelalter spektakel in Hauzenberg
30. Dienstag
Walpurgisnacht in Hilgartsberg
Mai
01. Mittwoch
Bruder-Konrad-Fest in Parzham Traditionelles Maibaum aufstellen in Kirchham Windorfer Frühling mit Blumen und Gartenmarkt
05. Sonntag
Frühlingsmarkt in Ortenburg Schmankerlwanderung „Genuss am Fluss“ im Ilztal & Dreiburgenland
Motorradstraßenfest in Thyrnau Harley-Treffen Pullman City in Eging am See
28. – 30. Fr – So
Volksmusiktage in Obernzell
28. 06. – 01. 07. Fr – Mo Petersfest in Aicha vorm Wald
29./30. Sa/So
Töpfer- und Kunsthand werkermarkt in Obernzell
30. Sonntag
Tag der offenen Gartentür, Landkreis Passau
Pfingstfest in Pocking
Juli
07. – 11. Fr – Di
Dorffest in Ruderting
06. – 10. Do – Mo
April
Ritterspiele in Ortenburg Prangerfest in Straßkirchen
19. Sonntag
Vollmondorgelnacht in Vilshofen a. d. Donau
Frühlingsmarkt in Wegscheid
Februar
20. – 23. Do – So 21./22. Fr/Sa
26. Sonntag
Januar
Lindenfest in Bad Höhenstadt
17. Freitag
Internationaler Museumstag im Museumsdorf Bayerischer Wald in Tittling
23. Dienstag
19./20. Mi/Do
Weinhügelfest in Fürstenzell
06. Samstag 07. Sonntag
Pfingstfest in Haarbach
Niederbayerisches/öberösterreichisches Goldhaubentreffen in Kirchham
09. Sonntag
12./13. Fr/Sa
08. – 10. Sa – Mo
Volksradfahren mit Dorffest, Kellberg/Thyrnau
10. Montag
Pfingstkirta in Fürstenstein Mühlenfest im Rahmen des Dt. Mühlentages in Kirchham 26. Deutscher Mühlentag im Museumsdorf Bayerischer Wald in Tittling
14. – 17. Fr – Mo
Volksfest in Büchlberg
15. Samstag
Stadtfest in Vilshofen
16. Sonntag
Veitskirta in Tittling
Promenadenfest „Donau in Flammen“ in Vilshofen an der Donau
12. – 14. Fr – So
17. Historisches Marktfest in Rotthalmünster
12. – 15. Fr – Mo
21. Sonntag
Familiensonntag im Museumsdorf Bayerischer Wald in Tittling
25. – 28. Do – So Lampionfest in Bad Griesbach
26. – 28. Fr – So Promenadenfest in Obernzell
26. – 30. Fr – Di
Volksfest in Eging am See
27. Samstag
Rock in Tracht in Wegscheid
27./28. Sa/So
VOF tonight – Filmnächte in Vilshofen an der Donau
28. Sonntag
04. Sonntag
Museumsfest in Breitenberg
09. – 11. Fr – So
Florianifest mit Oldtimertreffen in Breitenberg
11. Sonntag
Sommerfest Haus am Strom in Jochenstein
14. – 18. Mi – So
Volksfest in Aidenbach
14. – 19. Mi – Mo
Dult in Hauzenberg
23. – 25. Fr – So
Grenzlandfest an der Innlände in Neuhaus am Inn
23. – 26. Fr – Mo
Volksfest in Tittling
Familienfest des Landkreises Passau in Neukirchen vorm Wald
23. – 28. Fr – Mi
August
25. Sonntag
02. – 07. Fr – Mi
Volksfest in Ortenburg
Traditionelles Volksfest in Vilshofen an der Donau Herbstkirta in Tittling
29. 08. – 03. 09. Do – Di Karpfhamer Fest mit großer Rottal-Schau
Volksfest in Untergriesbach
13./14. & 20./21. Sa/So
Hortensienschau in Pocking
19. – 21. Fr – So
Bürgerfest in Pocking
20. Samstag
Tag der Blasmusik in Hauzenberg
n ö h c s Gansz los! wa T U N G EN L A T S N A V ER
2019
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11. Montag
Inthronisationsball in Kellberg Inthronisationsball in Büchlberg
17. Sonntag
Veranstaltungsreihen
Herbstmarkt in Ortenburg
23./24. Sa/So
Nikolausmarkt in Rotthalmünster
24. Sonntag
Nacht der Lichter in der Emmauskirche in Bad Griesbach
nd u s t Advenindlmärkte k Christ
Dezember 01. Sonntag
Nikolauseinzug in Salzweg Nikolausmarkt in Pocking
05. Donnerstag
September
29. Sonntag
Ägidimarkt in Eging am See Drescherfest im Webereimuseum in Breitenberg
Bauern- und Handwerksmarkt in Pocking
01. Sonntag
06. – 08. Fr – So
Brückenfest mit Zwei brückenlauf am Mariensteg in Neuburg am Inn
08. Sonntag
Tag des offenen Denkmals, nähere Infos unter
www.tag-des-offenen-denkmals.de
Erntedankfest in Kösslarn
15. Sonntag
Zwetschgenmarkt in Ortenburg
22. Sonntag
Herbstmarkt in Wegscheid
Apfelmarkt in Aidenbach Michaeli-Kirta in Untergriesbach
Oktober 05. Samstag
Weinfest in Thyrnau
06. Sonntag
Mostkirta in Fürstenzell
11. Freitag
Leonhardi-Hoagarten in Kellberg/Thyrnau
13. Sonntag
Herbstkirta in Fürstenstein Leonhardi-Umritt in Kellberg/Thyrnau
19./20. Sa/So
Gallusmarkt in Pocking
20. Sonntag
Leonhardi-Ritt in Neukirchen vorm Wald Herbstmarkt in Bad Griesbach
27. Sonntag
Herbstmarkt in Aidenbach Leonhardi-Ritt in Grongörgen
November 03. Sonntag
Leonhardi-Umritt in Aigen am Inn Martinsmarkt in Eging am See Martinskirta in Untergriesbach
15. – 17. 11. | 22. – 24. 11. | 28. 11. – 01. 12. 05. – 08. 12. | 12. – 15. 12. | 19. – 22. 12.
Weihnachtsmarkt Pullman City in Eging am See
28. 11. – 01. 12. | 05. – 08. 12. | 12. – 15. 12. | 19. – 22. 12.
22. Sonntag
29. 11. – 01. 12. | 06. – 08. 12. | 13. – 15. 12.
23. Montag
Christkindlansingen in Fürstenzell
26. Donnerstag
Musical Joseph, Aldersbach JUNI - JULI
29. 11. – 01. 12.
Kulturwochen Hauzenberg JULI - AUGUST
29. 11. – 01. 12.
Kurkonzerte Hauzenberg IMMER MITTWOCHS / JULI - AUGUST
Historischer Weihnachtsmarkt in Aidenbach Christkindlmarkt in Tittling Schwimmender Christkindlmarkt in Vilshofen a. d. Donau
30. 11.
Wiesenweihnacht in Pocking Adventsmarkt in Kirchham Adventsmarkt in Ruderting
30. Montag
05. – 08. 12.
Silvesterparty Pullman City in Eging am See
Europäische Festspielwochen, Passau JUNI - JULI
Hilgartsberger Burgfestspiele JULI - AUGUST
01. 12.
31. Dienstag
Ortenburger Schlosskultur MAI - SEPTEMBER
Granitweihnacht im Granitzentrum Hauzenberg
Perchtentreffen Pullman City in Eging am See Weihnachtsgala in Bad Füssing Eisbärenparty am Feuerwehrhaus in Ruhstorf an der Rott Turmweihnacht in Ebersberg
Konzertreihe der Musikschule im Landkreis Passau „Klingendes Denkmal im Passauer Land“ Termine und Veranstaltungsorte einsehbar unter www.landkreis-passau.de/musikschule AB MÄRZ BIS ZUM HERBST Musik- und Kabarett-Tage, Museumsdorf Bayerischer Wald, Tittling APRIL - SEPTEMBER
Nikolausumzug in Fürstenzell Nikolauseinzug in Hauzenberg Nikolauseinzug in Neukirchen vorm Wald Nikolauseinzug in Untergriesbach Adventssingen in Kellberg
Kulturwochen Salzweg MÄRZ - MAI
Fürstensteiner Kultursommer JULI Bad Füssinger Kulturfestival FR 20.9. - FR 18.10. Tiefenbacher Herbststrauß SEPTEMBER/OKTOBER Operette des Liederkranzes Dreiburgenland, Tittling DEZEMBER 2018 / JANUAR 2019
Ohetal-Advent in Aicha vorm Wald Christkindlmarkt in Pocking Weihnachtsmarkt in Pocking
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aus Stadt und Landkreis Passau finden Sie unter: www.passauer-land.de/veranstaltungen oder www.aufeinenblick.info
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WEITERE VERANSTALTUNGEN DER FREIZEITEINRICHTUNGEN
Stoabruchweihnacht in Büchlberg Adventsmarkt im Koster Aldersbach Schlossweihnacht in Fürstenstein
13. – 15. 12.
Burgweihnacht in Hilgartsberg
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Informativ und übersichtlich. Das Gastgeberverzeichnis. Erhältlich über die Tourist Information Passauer Land, oder unter www.passauer-land.de/reiseservice/ prospektbestellung