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DAS BUCH Viel ist bereits über die DDR geschrieben worden, doch ein Gesamtwerk, das sich mit den vergnüglichen Aspekten des Alltags in der DDR beschäftigt, fehlt bislang. Der Sammelband Vergnügen in der DDR nimmt sich pünktlich zum 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls dem Thema Vergnügen in seiner ganzen Breite an. In einer Gesamtschau präsentiert er (außer)alltägliche Themen wie feiern beim Karneval, amüsieren im Vergnügungspark, Glücksspiel am Weinbergsweg, fernsehen im »Tal der Ahnungslosen«, Frühschoppen in der Eckkneipe oder FKK an den Badeseen der Republik. Mit dieser Gesamtsicht auf das Vergnügen begegnen die Herausgeber Ulrike Häußer und Marcus Merkel den unterschiedlichen Alltagserfahrungen der Menschen in der DDR aus einer ganz neuen Perspektive. Sie machen deutlich, dass das Politische und das Alltägliche kritisch zusammengedacht werden können und nicht wie bisher in den Debatten getrennt werden müssen. Dies gelingt nicht zuletzt dadurch, dass essayistische und autobiografische Texte mit aktuellen wissenschaftlichen Analysen zusammengeführt werden. Der bekannte Szenefotograf Harald Hauswald, der Hooligans bei ihren Reisen durch die DDR begleitete, schreibt ebenso in diesem Band wie der Grimmepreisträger Thomas Irmer. Junge Nachwuchswissenschaftler, die bisher unbekanntes Quellenmaterial erschließen, finden sich neben etablierten DDR- und Vergnügensforschern wie dem amerikanischen Musikwissenschaftler Edward Larkey oder dem Medienwissenschaftler Michael Meyen. Die reich bebilderte Publikation Vergnügen in der DDR richtet sich damit an Leserinnen und Leser, die den unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten der Menschen in der DDR auf die Spur kommen und DDR-Geschichte aus einem neuen Blickwinkel kennenlernen wollen.

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Vergnügen in der DDR  

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