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Inhalt 3 Favoriten des Monats 4 – 14
Suche und finde, Folge 69 16
Der regionale Musik-Festival-Sommer 2026 20 – 26
Darmstadt im Juni: World Design Capital! 28 – 31
Blackbox mit Animalistics 32 – 36
Aufgeschnappt: Stadtkultur-Neuigkeiten 38 – 41
Das literarische Darmstadt im Juni 42 + 43
Kunst-Highlights 44 – 46
Theater-Tipps
+ 49
Veranstaltungskalender 52 – 67
Neue Künstlerkolonie im Dornröschenschlaf
Heinerfest uff de Piazza 2026
Kommen und Gehen
Unter Pappeln, Folge 137
Ein Anruf, der böse hätte enden können
Wrede und Antwort
Darmstädter Gesicht: Albrecht Pfohl alias Obo
(un)wischdisch
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Unter dem Motto „Design gestaltet Lebensraum“ lädt dieser Ort voller Möglichkeiten im Rahmen der „Open Design Week“ der WDC 2026 zum Entdecken, Reagieren und Mitgestalten ein. Aus Bildern, Collagen, Poesie und anderen Texten, aus Objekten und mithilfe von analogen Geräten wie Plattenspieler und Schreibmaschine entsteht über die Dauer der Ausstellung eine Installation, die im besten Fall Sichtweisen erweitert. Die Darmstädter Künstlerin Frau Blank bietet mit ihrem Projekt einen Raum des kreativen Austauschs für alle an. (ah) Ehemaliger McDonalds (Ernst-Ludwig-Straße 26) | Vernissage: Mi, 3.6., 19 Uhr Ausstellung: Do, 4.6. bis Fr, 19.6.: 15 bis 20 Uhr | Eintritt frei, Rahmenprogramm und weitere Infos: fraublank.de/show-room
Seit vielen Jahren führt es den kanadischen Musiker immer wieder nach Darmstadt. Aufgetreten ist der Gitarrist, der bereits mehrfach beim legendären Glastonbury-Festival spielte, dabei in den verschiedensten Konstellationen: solo, im Duo oder im Rahmen einer Jam-Session mit Darmstädter Musikern. Jetzt kommt der Sound aus Folk, Country und Americana zusammen mit einer Band auf die Bühne: In dieser Besetzung spielen sogar zwei Söhne Davids! (mn) Klingt wie: Elvis Costello, Emiliana Torrini, Pete Seeger
Hoffart Theater | Mi, 3.6. | 20 Uhr | 10 €

„Darmstadt_Speakers – Kultur am Kiosk“

Kultur gibt's jetzt zwischen Kaugummi, Kaltgetränken und Kioskklappe: An zwei lauen Sommerabenden werden zwei Darmstädter Kioske zu offenen Bühnen. Unter freiem Himmel gibt's pointierte Poetry, melancholisch-bissige Spoken Words, rohen Underground-Rap, verspielte Jonglage, treibende Loop-Beatbox und elektronische Live-Musik vom Allerfeinsten – da verschwimmen Bühne und Alltag. Und währenddessen wandern kalte Drinks, Slushis und Snacks direkt über die Kiosktheke in Eure Hände. (jw)
Treff am Hahne-Schorsch-Platz: Fr, 5.6. + Kiosk 1975 (Moltkestraße 1A, Postsiedlung): Sa, 6.6. | jeweils ab 17 Uhr | Eintritt frei
„Democratic Food“ & „Sesame Treat“ EAT ART
Ute Ritschel, Waldkunstpfad-Kuratorin und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, zeigt erstmals umfassend ihr eigenes künstlerisches Werk. Im Rahmen des WDC 2026 präsentiert sie 24 Fotoserien ihrer Eat-Art-Arbeiten sowie die Performance „Sesame Treat“, die 2014 auf einem südkoreanischen Dorfplatz entstand. Hinter der ästhetischen Strenge der Bilder steht ein politisches Anliegen. Ritschel fragt nach demokratischer Essensaneignung – nach Nahrung, die allen Menschen zur Verfügung steht. Sie kombiniert essbare und nicht essbare Materialien und lässt aus regionalen Produkten Bildgeschichten entstehen. (ct) Goldene Nudel (Ober-Ramstadt) | Fr, 22.5. bis Di, 7.7., täglich ab 17 Uhr (außer Mittwoch und Donnerstag) | Eintritt frei


Osthang Erbefest
Mit einem vielseitigen Programm kehrt die Open-Air-Reihe auf die Freilichtbühne des Schuldorfs Bergstraße zurück. Im charmanten Eröffnungsfilm „Der Pinguin meines Lebens“ rettet ein Lehrer (Steve Coogan) während der Militärdiktatur in Buenos Aires einem anhänglichen Pinguin das Leben. Ebenso sehenswert erweist sich Richard Linklaters humorvoller Blick auf die Dreharbeiten von „Außer Atem“ in „Nouvelle Vague“ (am 10.6.). Mit „Der Clou“ (am 25.6.) gedenkt man der kürzlich verstorbenen Filmikone Robert Redford. Der Eintritt ist weiterhin nur mit vorab reserviertem Ticket möglich. (gr) Freilichtbühne, Seeheim-Jugenheim | Fr, 5.6. bis So, 5.9. | Mi bis Sa: 21.45 Uhr (bei Dunkelheit – und bei fast jedem Wetter) | 9,60 € (Kinopass für 5 Vorstellungen: 41 €)
Die Initiative „Osthang bleibt” will parallel zum Welterbefest auf der Mathildenhöhe ein Zeichen gegen die Verdrängung gelebter Kulturorte setzen. Der Osthang, seit Jahren beliebter Treffpunkt für Kunst und Kultur, musste dem geplanten Besuchszentrum weichen, das die UNESCO für Weltkulturerbestätten (mehr oder weniger) vorschreibt. Trotz Protest und bislang ausbleibender hoher Besuchszahlen fiel die Wahl auf das Osthang-Gelände. Nun muss der Osthang-Spirit am Stadtrand neu aufgebaut werden. Unter dem Motto „Für junge, lebendige und unkommerzielle Kultur. Für Freiraum statt Rodung und Beton” wird musikalisch protestiert und gefeiert. (sg) Osthang | Sa, 6.6. | 16 bis 22 Uhr | Eintritt frei, Infos: instagram.com/osthang.bleibt

Klimarundgänge

ENTDECKEN + GESTALTEN
Entdeckt, wie vielfältig Stadtklima sein kann! Das Darmstädter Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung lädt zu Spaziergängen, die das Thema Klimaanpassung greifbar machen wollen. Vermittelt werden sollen praktische Tipps, die jeder im eigenen Umfeld umsetzen kann. Zum Beispiel: Wasserkreisläufe für Gärten und Bewässerung nachhaltiger gestalten oder durch Bepflanzungen und Entsiegelung Schutz vor Hitze und Überschwemmungen schaffen. (mn)
Bessungen: Mi, 10.6. + Stadtmitte: Mi, 17.6. | 17.30 bis 19 Uhr | Genaue Treffpunkte und Details: darmstadt.de/klimarundgaenge
Listening Bar MUSIK HÖREN
Harry Uhl, Organisator der populären Vinyl-Flohmärkte, lädt zum gemeinschaftlichen Musikhören. Mit der Listening Bar wird das charmante KulturProjekt im Herzen des Martinsviertels ein Wochenende lang zum Raum für entspanntes musikalisches Entdecken. An drei Nachmittagen werden ausgesuchte Schallplatten in angenehmer Zimmerlautstärke gespielt – quer durch alle Genres. Bei Getränken kann im Sitzen den Klängen gelauscht werden. Mit Bildern einer Darmstädter Künstlerin werde das Ganze zudem „visuell unterstützt“, so Gastgeber Harry Uhl. (mn)
Zucker | Fr, 12.6. bis So, 14.6. | 17 bis 22 Uhr | Eintritt frei


Der gemeinnützige Verein Swing in Darmstadt e. V. möchte Swingtanz in unserer Stadt bekannter machen – und präsentiert ein fettes Wochenende mit Workshops, Livemusik, Party und mehr. Im Fokus steht Lindy Hop, ein afroamerikanischer Tanz, der in den 1920er-Jahren im New Yorker Stadtteil Harlem entstand. Das Community Groove Festival lädt alle Interessierten unabhängig ihres Talent- oder Erfahrungsgrades ein, diesen Tanz zu entdecken. Geboten werden zahlreiche Kurse (Solo Jazz, Foxtrott, Slow Bal ...), drei Partys und Live-Musik von der internationalen Band VHS Trio. (mn)
806qm + Baas Halle | Fr, 12.6., 19 Uhr bis So, 14.6. | 80 bis 100 € (gleitende Preisskala), Kursprogramm und Details: swingindarmstadt.de
Starte den Moshpit und rein ins Getümmel, denn 47 Millionen Dollars wollen Euch in der Krone so richtig einheizen! Die Darmstädter Urgesteine machen schon seit 1999 deutschsprachige Hardcore-Mucke frei nach dem Motto „Mit dem Kopf durch die Wand“. 2025 meldeten sich die vier Herren mit ihrem neuen Album „T.I.K.E.S.“ zurück. In bester New-York-Hardcore-Manier à la Agnostic Front und mit genreunüblichen Texten über Toleranz und Zusammenhalt mit „Wir gegen den Rest der Welt“-Vibes wird kein Stein auf dem anderen gelassen. (ys)
Goldene Krone (Saal) | Fr, 12.6. | 21 Uhr | 10 €

„DA ist Musik drin“

Nach dem Ausklingen der legendären Reihe „Soulaboration“ wagte Lukas Lehmann Neues und hat sich letztes Jahr im Sommer von der Wissenschaft inspirieren lassen: Olo sei eine neue Farbe, die an der University of California in Berkeley entdeckt worden sei, erklärt der DJ und Produzent. Diese werde nur bei spezifischer Stimulierung sichtbar. Nun soll auch „Shades of Olo“ eine „synästhetische Reise“ sein, die „unbekannte sensorische Eindrücke und Gefühle durch Schall- und visuelle Reize“ entfesselt und House in allen Mischungen präsentiert. (mn)
Weststadtcafé | Sa, 12.6. | 22 Uhr | 10 €
TAG DER OFFENEN TÜR
Musik hilft. Musikmachen ganz besonders. Diesen Gedanken feiert die Akademie für Tonkunst an diesem Tag der offenen Tür mit Konzerten, Workshops und Angeboten für Kinder – inklusive Instrumenten zum Ausprobieren und Kennenlernen. Akademie-Chor Junior, Stringkids, Kammermusik-Ensembles, Schülerbands, Solisten, Akademie-Orchester: Alle sind dabei und spielen Musik von Barock und Klassik bis Jazz und Pop, von Henry Purcell und Mozart bis Billy Joel und Billie Eilish. Für Snacks, Pizza, Kaffee, Kuchen und kalte Getränke sorgen Fräulein Zuckertopf & der „Pizzaman im Pizzavan“. (ct)
Akademie für Tonkunst | Sa, 13.6. | 11 bis 16 Uhr | Eintritt frei







Mit dem Debütalbum „Gods, Used, In Great Condition“ im Gepäck bereichern die Garagenrocker Tommy & the Teleboys das Starwhore-Jubiläumsprogramm. Dank elektronischem Beat-Teppich erweisen sich ihre kreischenden Fender-Telecaster-Riffs als reichlich tanzbar. Aus der Hauptstadt reist Go Mahhh mit Titeln wie „Blood Transfusion“, orientalischen Einflüssen und stärkerem Psychedelic-/Stoner-Rock-Trend an, um den Knabenschulenkeller zum Beben zu bringen. (gr)
Bessunger Knabenschule (Keller) | Sa, 13.6. | 21 Uhr | 12 € (ermäßigt: 10 €)
Anti-Catcalling-Tag AKTIONSTAG
Hinterherpfeifen, übergriffige Kommentare oder obszöne Gesten: Catcalling ist sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum, die meist Frauen trifft. Zeit, dass sich was ändert! Die Initiative „Catcallsofdarmstadt“ und das städtische Frauenbüro laden zum bundesweiten Anti-Catcalling-Tag in den Herrngarten, der zum Ort der Sichtbarkeit wird. An Eingängen und Wegen erwarten Euch Infos und Impulse zum Nachdenken. Auf dem Aktivspielplatz regen Mitmachaktionen, eine Ausstellung und ab 11.30 Uhr Redebeiträge zum Austausch an. (mks)
Herrngarten | So, 14.6. | 11 bis 14 Uhr | Eintritt frei


Vor der Sommerpause legt die „Gute Stube“ einen sommerlichen Abstecher in den Bessunger Forst ein. Ab 12 Uhr und im zweiten Set um 15 Uhr heizt zunächst das DJ-Duo Paisley United alias Josko und Peter mit einem Funk-/Soul-/Disco-/ Reggae- und Worldmusic-Mix zum Start der Forstlove-Café-Saison ein. Als Hauptact konnte man mit Zachary Lucky einen echten Country-Star auf Europatour gewinnen. Samt neuem Album „The Lost River Session“ entführt der Enkel des Country-Pioniers Smilin' Johnnie Lucky mit rauer Baritonstimme und virtuosem Fingerpicking in die unendlichen Weiten seiner kanadischen Heimat. (gr) Jugendhof Bessunger Forst | So, 14.6. | Forstlove Café: ab 12 Uhr, Konzert: 17 Uhr Forstlove Café: Eintritt frei, Konzert: 10 bis 15 € (Du entscheidest)
Atzur (ESP/AU) / Pales (F)
ELEKTRO-POP/INDUSTRIAL
Fußball oder Pop-Perlen im Welterbe heißt es an diesem Tag. Dank neuer Bühne trat die Grube Messel an die Bedroomdisco-Macher heran, um eine spannende Location für ein Open-Air-Event anzubieten. Wer sich für das erste Deutschland-Match der WM entscheidet, verpasst das spanisch-österreichische Duo Atzur mit treibenden Elektropop-Perlen vom neuen Album „Humble“ und die fünfköpfige Straßburger Formation Pales mit hartem Industrial- und Noise-Einschlag. Vor den Gigs der beiden Entdeckungen wird noch eine kostenpflichtige Führung durch die Grube angeboten. (gr) Grube Messel | So, 14.6. | 19 Uhr | Eintritt frei – Spenden erbeten, Tickets: pretix.eu/liveatbedroomdisco/ATZURPales

FRIEDENSPLATZ
10:00 -15:00 UHR
20. JUNI 2026
GEWINNSPIEL, LIVE-MUSIK, KINDERBELUSTIGUNG, U.V.M.
11:00 UHR: ERÖFFNUNG DURCH OBERBÜRGERMEISTER BENZ
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GEWINNSPIEL, LIVE-MUSIK, KINDERBELUSTIGUNG, U.V.M.
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GEWINNSPIEL, LIVE-MUSIK, KINDERBELUSTIGUNG, U.V.M.
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Als DJ und Komponist bewegt sich Matthias Vogt inzwischen häufiger in elektronischen Trance-Gefilden. Mit eigenem Trio baut der aktuelle Kulturpreisträger der Stadt Rüsselsheim auf groovige Soul-Jazz-Ausflüge mit reichlich Platz für Improvisation. Begleitet wird der vielseitige Pianist bewährtermaßen von Andreas Büschelberger am Bass und Volker Schmidt an den Drums. Neben weiteren Lieblingssongs erinnert man an das Debütalbum „Changing Colours“ vor 20 Jahren. Dazu werden erstklassige Weine und kleine Speisen geboten. (gr)
Vinocentral | Mi, 17.6. | 18 Uhr | Eintritt frei
Darmstadt bleibt ein Zentrum für Hardcore im Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus. Erneut kommt einer der aktuell heißesten Szenevertreter aus Übersee in die Villa. Combust aus New York spielen kompromisslosen NYHC. Musikalisch tief in der Tradition ihrer Heimatstadt verwurzelt, treffen sie gleichzeitig genau den Puls der Zeit. Ihr aktuelles Album „Belly of the Beast“ erschien 2025 auf dem berüchtigten Label Triple B Records aus Boston. Außerdem mit dabei: Chemical Threat, Fierce und Spiderweb aus der regionalen Rhineline-Hardcore-Szene mit vielen bekannten Gesichtern. (pit)
Oetinger Villa | Do, 18.6. | 19.30 Uhr | 15 € (ermäßigt: 10 €)
Goldstück (Darmstadt)


LEBENSLUST
Diese Band hat Energie und ist nicht nur ein Klassiker und goldiger Fixstern der Darmstädter Musikszene, sondern auch Begeisterungssturmgarant mit Ohrwurmpotenzial. Ihr Markenzeichen: Stilfreiheit, die jedes Konzert einzigartig macht und zuverlässig zum Tanzen einlädt. Die deutschsprachigen Texte bewegen aber nicht nur körperlich, sondern auch geistig und finden dabei stets die goldene Mitte zwischen Humor und Emotion. Dieses Mal legen sich die fünf Goldstücke zugunsten des Hoffart Theaters ins Zeug. Also nichts wie hin! (mks)
FRIENDS
Der studentische Kulturclub bleibt Fixstern für „Queers & Friends“, die tanzen, lieben und feiern, wie sie wollen. Der Gewölbekeller blickt auf vier Jahrzehnte queere Geschichte zurück und ist bis heute Schauplatz einer der ältesten Gay-Party-Reihen überhaupt. Die Reihe „Schrill und Laut“ wird zusammen mit Vielbunt e. V. veranstaltet und bringt Mitsing-Hymnen ohne Ende auf den Dancefloor. Diesmal als „Pride Month Special“ mit DJ „h3xe“. (mn)
Schlosskeller | Fr, 19.6. | 23 Uhr | 8 € (ermäßigt: 6 €)




















Nachhaltige und bezahlbare Energielösungen.
Darüber freuen sich Mensch und Natur.


























Feiern und Tanzen unter freiem Himmel bei einem kostenlosen Open-Air-Konzert? Da sagen wir nicht Nein! Möglich ist das bei der Fête de la Musique de l’Europe, die der Deutsch-Französische Kreis Darmstadt dieses Jahr in Kooperation mit Danubius Ungarischer Sprach- und Kulturverein Darmstadt e. V. veranstaltet. Es erwartet Euch ein abwechslungsreiches Programm mit Tanz und internationalen Musikacts – unter anderem mit der französischen Martin Boyer Band als Höhepunkt. Ein Programm für Kinder und kulinarische Highlights und Weinen aus Ungarn und Frankreich runden den Tag ab. Amusez-vous! (gartl + ct)
Mathildenhöhe | Sa, 20.6. | 17.30 bis 23 Uhr | Eintritt frei
Hier bahnt sich Großes an: Das Format „Dreamland“ will mit seiner Premiere dem Genre Psytrance eine Bühne geben. Hierfür haben sich sechs lokale Kollektive zusammengeschlossen, um einen „völlig neuen Raum für elektronische Subkultur in Darmstadt“ zu schaffen, in dem „Menschen, Musikstile und kreative Perspektiven aufeinandertreffen“. Geboten werden 13 Stunden Musik (von Psytech und Darkprog bis Hitech), aufgelegt von 21 DJs auf drei Floors mit „aufwendigem Stage-Design“, so die Veranstalter. (mn)
Galerie Kurzweil | Sa, 20.6. | ab 17.30 Uhr | 16 €





„einfach heiraten“ EVANGELISCHER SEGEN UND TRAUUNG
Mal eben heiraten? Das geht! Ende Juni können alle Paare – ob hetero oder LGBTQ+ – in Darmstadt ihre Beziehung ganz unkompliziert segnen oder kirchlich trauen lassen. Bei der Aktion „einfach heiraten“ kann man entweder mit einer Online-Anmeldung oder ganz spontan im Jagdschloss Kranichstein, der Martinskirche oder im Garten des Martinsstifts die gemeinsame Liebe feiern. Nach einem kurzen Gespräch mit den Pfarrer:innen vor Ort wird nur noch ein passender Bibelvers und die Musik ausgewählt – und schon kann's losgehen! Auf die Liebe! (ys) Martinskirche + Garten am Martinsstift am Riegerplatz + Jagdschloss Kranichstein Fr, 26.6. | 8 bis 15 Uhr | Teilnahme kostenlos, Spenden erwünscht. Anmeldung unter festimleben.de





Für den Start des Open-Air-Programms wählte der Filmkreis mit der Satire „Sorry to Bother you“ (OmU) eine hierzulande wenig bekannte Rassismus-/ Kapitalismus-Satire des Rappers Boots Riley. Ein schwarzer Telefonverkäufer startet erst durch, als er seine „weiße Stimme“ einzusetzen vermag. Daneben darf man sich auf Damien Chazelles Erfolgsmusical „LaLaLand“ (OV) und den unsterblichen Klassiker „Zurück in die Zukunft“ (DF) in restaurierter 4K-Fassung freuen. Decken und Sitzgelegenheiten dürfen mitgebracht werden. (gr)
Hochschulstadion | Do, 25.6. bis Sa, 27.6. | 21.45 Uhr (bei Dunkelheit) | 5 € (+ Jahresgebühr von 2,50 €)

03.06.
10.06. MI THE ADICTS / MAID OF ACE
10.06. MI JUDGE / XIAO / GEBRETTER
11.06. DO HULDER
13.06. SA WARGASM / MIMI BARKS
15.06. MO BASEMENT / SUPPORT: GLARE
16.06. DI AUDIO88 & YASSIN / DISSY
19.06. FR ESCAPE THE FATE / THE HARA
21.06. SO HOLLYWOOD UNDEAD
21.06. SO SHAI HULUD / DENIAL OF LIFE
22.06. MO TOUCHÉ AMORÉ / QUICKSAND
23.06. DI ALL TIME LOW
24.06. MI DESTROY BOYS
25.06. DO WE CAME AS ROM ANS / CATCH YOUR BREATH
25.06. DO MAGNOLIA PARK / SILLY GOOSE
27.06. SA SOL SONIC RIDE FEAT. UNCLE ACID / TRUCKFIGHTERS / U.V.M.
29.06. MO SLEAFORD MODS - OPEN AIR 30.06. DI NEVERTEL / OCEAN SLEEPER 03.06. FR JON SPENCER
05.07. SO MICHAEL MCCOLGAN & BOMB SQUAD / ARRESTED DENIAL
07.07. DI BOLD
12.08. MI THY ART IS MURDE R / FIT FOR AN AUTOPSY / U.A.
20.08. DO ASHNIKKO / OLGA MYKO 12.09. SA DENNIS & JESKO BAND (KINDERKONZERT)
16.09. MI MARLO GROSSHARDT
17.09. DO CRUCCHI



BITTE BEACHTEN: Der Kauf einer Eintrittskarte an der Abendkasse ist nur möglich nach vorheriger Reservierung


Fr, 5.6. Der Pinguin meines Lebens
Sa, 6.6. 22 Bahnen
Mi, 10.6. Nouvelle Vague Do, 11.6. The Life of Chuck Fr, 12.6. Monsieur Aznavour
Sa, 13.6. One Battle After Another Mi, 17.6. Die progressiven Nostalgiker
Do, 18.6. Der phönizische Meisterstreich Fr, 19.6. Der Salzpfad Sa, 20.6. Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke Mi, 24.6. Die BarbarenWillkommen in der Bretagne
Do, 25.6. Der Clou Fr, 26.6. Checker Tobi 3 Sa, 27.6. Amrum Mi, 1.7. Black BagDoppeltes Spiel
Do, 2.7. Die Farben der Zeit Fr, 3.7. 22 Bahnen Sa, 4.7. Downton Abbey: Das große Finale Mi, 8.7. Silent Friend Do, 9.7. Die Rosenschlacht Fr, 10.7. Springsteen: Deliver Me from Nowhere Sa, 11.7. Bugonia Mi, 15.7. How to Make a Killing Do, 16.7. No Hit Wonder Fr, 17.7. Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke Sa, 18.7. Extrawurst Mi, 22.7. Rental Family Do, 23.7. Sentimental Value Fr, 24.7. Dann passiert das Leben Sa, 25.7. Die Ältern

27.6.2026

CreativHof. Grenzallee 4-6 . DA-Eberstadt

„Cirkunst
– ein Hoffest der Fantasie“
Der „CreativHof“ an der Grenzallee verwandelt sich pünktlich zum Ferienstart in eine bunte Kunst- und Spielwiese: Ausstellungen, Mitmach-Zirkus und Open-Air-Shows treffen auf Livemusik und kreative Werkstätten. Zwischen Schrottkunst, offenem Atelier und Jugendwerkstatt können Jung und Alt kreativ werden und sogar selbst in die Manege steigen. Und am Abend bringen Varieté-Acts, Balkanbeats und Jazzgrooves den Hof zum Klingen. Dazu gibt's frische Waffeln, Eis, Falafel, Leckereien vom Grill, Kaffeespezialitäten und kühle Drinks. (jw)
Waldoni CreativHof (Grenzallee 4 – 6, Eberstadt) | Sa, 27.6. | 17 bis 22 Uhr | Eintritt frei
Swingt Euch in den Sattel! Bei „Swing & Ride“ wird Parkett gegen Asphalt getauscht und ganz Darmstadt zur offenen Tanzfläche. Treffpunkt ist das Carree, wo ein einstündiger Lindyhop-Schnupperkurs erst mal die Waden lockert. Danach geht's ab aufs Rad: Angeführt von DJ Frank Patitz und seinem fantastischen Lastenrad-Soundsystem wird gemeinsam durch die Stadt gestrampelt. Tanzpausen werden an der Lichtwiese, der Waldtreppe und am Kiosk 1975 eingelegt, bevor die rollende Party ab etwa 18.30 Uhr am Johannesplatz ausklingt. (mks)
Carree (Startpunkt) | Sa, 27.6. | 14 Uhr | Teilnahme kostenlos, Spenden willkommen


Von der Kfz-Werkstatt zum lebhaften Raum für Konzerte, Lesungen und Theater: Seit drei Jahrzehnten ist das Hoffart eine feste Größe der Darmstädter Kulturwelt – und damit auch immer Ort für Begegnung, Austausch und Teilhabe. Mit dem Sommerfest lädt das Hoffart-Team jetzt zu einem entspannten Nachmittag mit Livemusik, DJ-Sounds sowie Leckereien vom Grill und kühlen Getränken in den schmucken Hinterhof. Klare Ansage: „Freunde schnappen, Sonnenbrille aufsetzen und vorbeikommen!“ (mn)
Hoffart Theater | Sa, 27.6. | ab 15 Uhr | Eintritt frei, Spenden willkommen
35. Darmstädter Jazz Conceptions WORKSHOPS & KONZERTE
Seit 35 Jahren steht der Ferienbeginn in der Knabenschule ganz im Zeichen des Jazz. Die Workshops mit Vertretern der hiesigen Jazzszene unter Uli Partheils Leitung münden in zwei Abschlussabende mit Größen wie Ilona Haberkamp oder Reza Askari. Die herausfordernden Sets vereinen oft klassische Songstrukturen mit experimentell angelegten Exkursionen. Zuvor beziehen die kostenlosen, abendlichen Open-Air-Sessions Orte wie das Hoffart Theater (Di, 30.6.), den Schlossgarten (Mi, 1.7.) und die Klause am Hauptbahnhof (Do, 2.7.) ein. (gr)
Bessunger Knabenschule (Halle) + weitere Orte | Mo, 29.6. bis Sa, 4.7. | Abschlusskonzerte: Fr, 3.7., 20 Uhr, Eintritt frei + Sa 4.7., 20 Uhr, 15 € (ermäßgt 12 €)



TEXT: THOMAS GEORG BLANK | FOTO: THOMAS OTT
Ein massiger Körper aus Cortenstahl, rostfarben, nach vorne geneigt. Aus der Nähe sieht man die Schweißnähte, die kantigen Übergänge, die industrielle Herkunft des Materials. Die Oberfläche ist nicht glatt, nicht einladend, sie zeigt, was Stahl ist, wenn man ihn nicht verkleidet. Erst mit etwas Abstand tritt eine Figur hervor: ein Rumpf, eine Haltung, jemand der sich nach vorne bewegt oder auf einer Brücke balanciert.
Der Stoptrickfilm arbeitet mit einer ähnlichen Logik. Ein Gegenstand wird Bild für Bild verschoben, fotografiert, wieder verschoben. Auf der Leinwand entsteht dann Bewegung, aber eigentlich ist jedes einzelne Bild ein Moment des vollständigen Stillstands. Das Faszinierende: Schon ein einziges dieser Bilder reicht, um Leben zu suggerieren. Eine Teekanne, die sich aufrichtet. Ein Stuhl, der einen Schritt macht. Es braucht keine Augen, kein Gesicht, keine erkennbare Anatomie. Nur eine Haltung, die Absicht verrät. Nur eine Form, die so positioniert ist, dass man unwillkürlich fragt: Was hat sie gerade getan? Was wird sie als Nächstes tun? Genau das macht Franz Bernhards Skulptur. Sie zeigt keinen Menschen im naturalistischen Sinne, aber sie zeigt Körperlichkeit: Gewicht, Druck, Richtung.
Das Material verstärkt diesen Eindruck noch. Cortenstahl rostet kontrolliert und bildet eine Schutzschicht aus sich selbst heraus. Er wirkt nicht wie
Metall, das etwas darstellt, sondern wie etwas, das tatsächlich beansprucht wurde, das Spuren trägt. Als hätte der Stahl diese Haltung nicht immer gehabt, sondern sie sich irgendwann angeeignet, unter Druck, über Zeit. Vielleicht ist das der Kern von Bernhards Arbeit, dass er Figuren nicht baut, sondern in Materialien findet. Herausgelöst aus einem Zusammenhang, der sich nicht mehr rekonstruieren lässt und trotzdem lesbar ist. Wie ein einzelnes Bild aus einem Film, den man nie gesehen hat. ❉
Weitere Folgen dieser P-Rubrik:
Kunst im öffentlichen Raum
Kunst findet man nicht nur in Museen und Galerien, sondern oft auch im Freien und für jede:n sichtbar. Manche Werke sind schon seit Jahrhunderten ein Teil des Stadtbildes, andere zieren es nur kurz. In Darmstadt haben einige Fügungen des Schicksals dafür gesorgt, dass es besonders viele Kunstwerke im öffentlichen Raum gibt. Ohne die schützenden Laborbedingungen eines White Cube gehen sie allerdings schnell unter. Dabei können gerade diese stillen Zeitgenossen unsere Wahrnehmung des Stadtraumes verändern und unser Verständnis von Welt herausfordern. Eine Einladung zum Fantasieren.
BüchnerBuchladen
G e o rg

georgbuechn e rb lhcudaneed.
Buchhandlung Lesezeichen





zesel e i c h e ndarmstadt.d








Bessunger
Buchladen





bessungerbu c h l a d ne d. e





Buchhandlung amMark t

Naamans C omic Cosmos ch-am -mark t . c o m






Buchhandlungen von Darmstädter:innen –zusammen unabhängig
Darmstadts unabhängige Buchhandlungen



RECHERCHE + TEXT: MATIN NAWABI | FOTOS: SASCHA IDSTEIN (AUFMACHERBILD, TREBUR OPEN AIR), CLUB DIGITAL (OURS) + JO HENKER (CAMPUS FESTIVAL) + JOE POHL (ZELTFESTIVAL) + FRANK MEISSNER (VOLK IM SCHLOSS) + MAXIM ABROSSIMOW (SOUND OF THE FOREST) + STEFAN POHL (CIRCLE OF LEAVES) + YANNICK BILL (NONSTOCK) + STEFAN HOLTZEM (GOLDEN LEAVES)
Seit Woodstock 1969 sind Open Airs aus der Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken. Entdeckungsreich und spannend bleibt der Festivalsommer auch dieses Jahr wieder rund um Darmstadt. Freut Euch auf Bühnen zwischen Weinreben und Pferderennbahnen, Partys an idyllischen Seen sowie Konzerte auf 'ner Farm und auf saftig grünen Waldwiesen. Wir liefern Euch den sommerlichen Festivalüberblick für die Region.
Ours
Do, 4.6. bis Sa, 4.7. (3 Termine)
Die Open-Air-Reihe ist erstmals 2022 an den Start gegangen und präsentiert zu verschiedenen Terminen elektronische Musik in etlichen Facetten – und zwar direkt am Mainufer. Richtig schick!
Location: Franziusstraße 35, Frankfurt Line-up: Âme, Jimi Jules, Cinthie, Henrik Schwarz, Ellen Allien, Elli Acula, Anja Schneider, Karotte und mehr
Eintritt: Tagesticket ab 26 €
Camping: nein ours-ffm.de

Zeltfestival Rhein-Neckar
Do, 11.6. bis So, 28.6. (12 Termine)
Die Konzertreihe präsentiert zwölf Konzertabende im Palastzelt von Rap über Metalcore bis Alt-Rock, Pop und mehr.
Location: Maimarktgelände, Mannheim
Line-up: OG Keemo, The Streets, Berq, LANDMVRKS, Meute, Alvaro Soler, Anastacia, Idles, Christian Steifen, Deine Freunde und mehr
Eintritt: ab 48,40 €
Camping: nein zeltfestivalrheinneckar.de
Win! Win! 1 x 2 Tickets für den Termin mit Meute am 19. Juni auf p-stadtkultur.de
Do, 18.6.
Raus aus der Vorlesung, rauf auf die Open-AirWiese. Leckeres Essen, Hochschulsport, Live-Musik und mehr rund ums Hochhaus der Hochschule in der Schöfferstraße – nicht nur für Studis!
Location: Zentraler Campus der Hochschule
Darmstadt
Line-up: Panicbaby, Valentino Vivace, Aarons, We Like Birds
Eintritt: frei
Camping: nein h-da.de/campusfestival

Steinbruchfestival
Fr, 26.6. bis So, 28.6.
Seit über 30 Jahren richtet der Kulturverein
Artificial Family das Open Air im Naherholungsgebiet aus. Buntes Programm von Rock über Rap, Analog-Techno, Balkan-Brass bis Funk, Ska und Reggae.
Location: Grüner See, Mühlheim am Main
Line-up: Stage Bottles, Suspectre, Tasheeno, Knarf Rellöm Arkestra, Revolte Tanzbein, Whiskeydenker und mehr
Eintritt: 3-Tages-Ticket 50 €, Tagesticket ab 20 €
Camping: nein artifly.de
Fr, 26.6. bis So, 28.6.
Unter dem Motto „Chanson Folklore International“ fand hier vor 62 Jahren das erste Open-Air-Festival Deutschlands statt. Musikalischer Fokus liegt auf den Genres: Rock, Liedermacher, Folk und Weltmusik.
Location: Burg Waldeck, Dommershausen-Dorweiler
Line-up: Ami Warning, Tristan Brusch, Yael Deckelbaum & Meera Eilabouni, Florian Paul & die Kapelle der letzten Hoffnung, Nessi Tausendschön und mehr
Eintritt: Festivalticket ab 45 €, Tagesticket ab 30 € Camping: 10 € waldeck-open-air.de
Bingen Open Air
Do, 9.7. bis Sa, 11.7.
Als Jugendinitiative gegründet, wird beim Open Air am Rochusberg ganz in der Nähe von Mainz nun schon seit über 30 Jahren lebendige Festivalkultur gefeiert. Hier spielen vor allem auch junge, regionale Acts!
Location: Rochusberg, Bingen Line-up: Cold Resolve, Leyka, Muuske, Watch Me Rise, Voidkid, Grundfunk, Johnny & The Bazookas und mehr
Eintritt: Wochenendticket 55 €, Tagestickets ab 9 € Camping: kostenlos mit Festivalticket boaf.de

Nonstock Festival
Fr, 10.7. + Sa, 11.7.
Bands quer durch alle Genres, viele Newcomer, familiäre Atmosphäre und abgefahrene wie idyllische Open-Air-Kulisse am Bauernhof der Familie Röder. Mehrere Bühnen plus Kleinkunst, Workshops, Kinderprogramm und Happenings. Dieses Jahr ist erstmals seit 2019 auch die Hofbühne zurück!
Location: Röderhof, Nonrod Line-up: Love A, Wladimir Kaminer, Zäsur, Shok Güzel, Electric Horseman, Nikra, Cherazade, Baba Shrimp Gang, Kavfka, Maurice Conrad, Palebloom und viele mehr
Eintritt: Festivalticket ab 60 €, Tagesticket 37 € (es gibt Ermäßigungen für Jugendliche, Azubis und Studis)
Camping: im Ticketpreis bereits inkludiert nonstock.de
Win! Win! 1 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de
Traffic Jam
Fr, 17.7. + Sa, 18.7.
Seit 1999 lässt der „geilste Stau der Welt“ auf dem Dieburger Verkehrsübungsplatz Gitarren aufheulen. Hier stehen mit Fokus auf Metalcore internationale Größen und Szene-Nachwuchs auf der Bühne.
Location: Verkehrsübungsplatz Dieburg Line-up: Bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.
Eintritt: Festivalticket 64 €, Tagesticket ab 31 € (es gibt Ermäßigungen für Jugendliche, Azubis und Studis)
Camping: 20 € (pro Zelt, nicht pro Person) trafficjam.de
Festival
Fr, 17.7. bis So, 19.7.
Mit wunderbarem Blick über die Bergstraße und vor historischer Kulisse wird beim Starkenburg Festival vor allem musikalische Vielfalt gefeiert.
Im Hof der Starkenburg spielen Bands aus der Region auf drei Bühnen plus Indoor-Party mit DJs, Kinderprogramm und einem kleinen Basar.
Location: Heppenheim, Starkenburg Line-up: Bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.
Eintritt: frei, an der Theke kauft Ihr einen Kulturbecher für 5 €
Camping: nein starkenburg-festival.de
Mi, 22.7. bis So, 26.7.
Ungewissheit beim „Phungo“: Das Gelände des ehemaligen Freibads in Pfungstadt steht dieses Jahr nicht zur Verfügung, der geplante Ausweich-Ort ist doch nicht geeignet. Ob das Format mit kunterbuntem Programm noch kurzfristig eine Alternative findet, war bei Redaktionsschluss unklar.
Location: unklar
Line-up: Details werden erst kurz vor Beginn online bekannt gegeben.
Eintritt: frei, beim ersten Getränk gibt's einen Kulturbeitrag plus Becher für 5 €
Camping: nein phungo.de
Fr, 24.7. bis So, 26.7.
Das bunte Crossover-Line-up bringt frische Spielarten von Indie, Metal, Rock und Pop unter einen Hut. Das Erfolgsrezept: etablierte Headliner, spannende Newcomer, familiäre Atmosphäre und ein

direkt ans Festivalgelände angrenzendes Freibad für eine spritzige Abkühlung.
Location: am Freibad Trebur
Line-up: OK Kid, Van Holzen, Das Lumpenpack, Itchy, Liedfett, Fjort, Doctor Krapula, Jools, Lin, Larky, Yara und viele mehr
Eintritt: 3-Tages-Ticket 85 €, Tagesticket ab 40 € (es gibt Vergünstigungen für Kinder und Jugendliche)
Camping: 30 €, Eintritt ins Freibad inklusive treburopenair.de
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Fr, 24.7. bis Fr, 21.8. (9 Termine)
Coole Kulisse, facettenreiches Line-up um angesagte Indie-, Rock- und Pop-Acts. Die Konzertreihe geht mit einer feinen Auswahl an Bands zum sechsten Mal an den Start.
Location: Innenhof des Landesmuseums Mainz
Line-up: Unter anderem: Team Scheisse, Sukini, Luvre47, Ok Danke Tschüss, Orbit, Dilla, Fortuna Ehrenfeld
Eintritt: ab 9,28 €
Camping: nein fensterzumhof-openair-mainz.de
Sa, 25.7. + So, 26.7.
Das Festival für elektronische Musik feiert 30-jähriges Jubiläum! Zwei Tage mit Veteranen und Stars der internationalen Techno- und House-Szene.
Location: Rebstockpark, Frankfurt
Line-up: Maruwa, Sven Väth, Solomun, Charlotte de Witte, Chris Liebing, Kobosil, Kalte Liebe, Ueberrest, KUKO, Ricardo Villalobos und viele mehr
Eintritt: Festivalticket ab 105 €, Tagesticket ab 59 €
Camping: nein lovefamilypark.com
Sound of the Forest Festival
Do, 30.7. bis So, 2.8.
Mitten im Grünen, zwischen Wäldern und direkt

am traumhaft schönen Marbachstausee. Das Festival mit der schönsten Location ever präsentiert ein verdammt hochkarätiges Line-up. Wartet lieber nicht zu lange mit dem Ticketkauf!
Location: Marbachstausee, Beerfelden
Line-up: Majan, MilleniumKid, Philipp Poisel, Haiyti, Team Scheisse, Esther Graf, Megaloh, Mädness & Döll, Bosca, Dissy, Jovan und viele mehr
Eintritt: Festivalticket 119 €, Tagesticket ab 24 €
Camping: ab 36 € (pro Zelt, nicht pro Person und inklusive 15 € Müllpfand) sound-of-the-forest.de
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Fr, 31.7. bis So, 2.8.
Die Chance! Die letzten Jahre war das Festival auf dem historischen Weingut der Familie von Gisbert zu Knyphausen schon Monate im Voraus ausverkauft. Dieses Jahr gibt's noch Karten. Die Atmosphäre ist einzigartig.
Location: Draiser Hof, Eltville-Erbach
Line-up: Cari Cari, The Notwist, Gina Été, Endless Wellness, Tramhaus, Kapa Tult, Hotel Rimini, Grossstadtgeflüster, Beaks, Fortuna Ehrenfeld, Roosmarijn, One Sentence Supervisor
Eintritt: ab 134,50 €
Camping: nein heimspiel-knyphausen.de
Finkenbach Festival
Fr, 7.8. + Sa, 8.8.
Das kultige Festival im Herzen des Odenwalds zelebriert Krautrock ausgiebig und gebührend. Dazu lädt die Band Guru Guru um Mani Neumeier ein, die seit 50 Jahren als einer der bedeutendsten Vertreter dieses experimentellen Musik-Genres gilt.
Location: Oberzent-Finkenbach
Line-up: Kraan, Guru Guru, Leif de Leeuw Band, Pristine, My Sleeping Karma, Mars Mushrooms, Sula Bassana, Spiral Drive, Alex Auer, Miller Anderson Band
Eintritt: Zwei-Tages-Ticket 120 €, Freitag 70 €, Samstag 80 €
Camping: im Ticketpreis inkludiert finkenbachfestival.de
Fr, 7.8. bis So, 9.8.
Ableger des Sound of the Forest Festivals. Statt Indie und Pop gibt’s hier jedoch drei Tage lang elektronische Musik am schönen Marbachstausee. Location: Marbachstausee, Beerfelden
Line-up: Kölsch, Tonic Walter, Talla 2XLC, Pan-Pot, Karotte, Thomas Lizzara, Extrawelt, Marek Hemmann, Kaiserdisco und viele mehr
Eintritt: Festivalticket 89 €, Tagesticket ab 19 €
Camping: ab 33 € (pro Zelt, nicht pro Person – und inklusive 15 € Müllpfand) circle-of-leaves.com
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Fr, 14.8. bis So, 16.8.
Abwechslungsreiches Festivalprogramm, das (Pop-)Punk, HipHop, Indie, Songwriter und weitere Genres unter einen Hut bringt.
Location: Karben
Line-up: 26 Bands und Acts, darunter: The Sons Of Huens, ZSK, Paula Carolina, Elfmorgen, Callejon, Focus, Soko Linx, Nikra, Kupfergold ...
Eintritt: 3-Tages-Ticket 74 €, Tagesticket 40 €
Camping: 25 € (inklusive Müllpfand) karbenopenair.de
Jazz & Joy
Fr, 21.8. bis So, 23.8.
Das Festival vereint Jazz-Spielarten verschiedenster Couleur von international renommierten Acts mit Auftritten deutscher Pop-Stars, die viele aus TV und Radio kennen. Gespielt wird auf mehreren Bühnen im Stadtgebiet.
Location: Worms
Line-up: Unter anderem: Clueso, Fat Cheeks, Caro Trischler, Melane, Myller, Thomas D & The KBCS
Eintritt: Festivalticket 66 €, Tagesticket ab 38 €
Camping: nein jazzandjoy.de
Volk im Schloss
Fr, 21.8. bis So, 23.8.
Kultur und Konzerte in historischer Kulisse. Das Open Air geht wieder mit facettenreichem Programm aus Straßentheater, Kabarett, Kinder-Specials und ganz viel Live-Musik an den Start.
Location: Schloss Dornberg, Groß-Gerau
Line-up: New Model Army, Young Rebel Set, Naft, Fee Badenius, Wir Sind Wer, Meigl Hoffmann, Heavysaurus, Pfund und viele mehr





Eintritt: frei
Camping: nein volk-im-schloss.de
Sa, 22.8.
Das alteingesessene Reggae-Ska-Northern-SoulFestival direkt am schönen Mainzer Rheinufer lockt wieder mit internationalen Szene-Lieblingen, die Legendenstatus genießen. Anschließend an die Live-Bands lassen noch verschiedene DJs ihre Singles für die Allnighter-Party auf Plattentellern kreisen.
Location: In der Reduit (am Rheinufer), Mainz Line-up: Winston Francis, Steady Riot, Ska Trek, Smooth Beans, The Hacklers und viele mehr
Eintritt: 20 €
Camping: möglich, auf dem nahe gelegenen Campingplatz Maaraue sir.kujakk.de

Golden Leaves Festival
Sa, 22.8. + So, 23.8.
Das Festival mit fein kuratiertem Indie-Lineup präsentiert wieder mal ein Programm der Extraklasse. Erlebt zeitgenössische Popmusik in all ihren Facetten in wunderschöner Waldkulisse. Wieder am Start: eine dritte Bühne für leise Töne,

Solo- und Duo-Acts.
Location: Steinbrücker Teich (am Oberwaldhaus), Darmstadt
Line-up: Agnes Obel, Noga Erez, Mine, Kat Frankie Bodies, Holly Humberstone, Austra, HVOB, Mola, Pale Waves, Hundreds und mehr
Eintritt: Festivalticket 92,20 €, Tagesticket ab 54,20 € (es gibt Ermäßigungen für Kinder)
Camping: nein goldenleavesfestival.de
Win! Win! 1 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de
Fr, 28.8. + Sa, 29.8.
Techno und House von lokalen und regionalen (Nachwuchs-)Acts auf zwei Bühnen plus Rahmenprogramm.
Location: Verkehrsübungsplatz Bensheim
Line-up: Bei Redaktionsschluss war das Programm noch in Arbeit.
Eintritt: 10 €
Camping: nein sundazeopenair.de
Raus aus dem Keller Festival
Sa, 5.9.
Von Jugendlichen für Jugendliche. Das charmante Festival holt den lokalen Nachwuchs aus den Proberäumen und bringt ihn mit stimmigem Line-up an der Seite von coolen Headlinern auf die Bühne. Fokus auf Rock, Metal, Punk!
Location: Bürgerhauswiese, Egelsbach
Line-up: Van Holzen, Bosca, Watch Me Rise, WSTR, Still Talk, Friends Don’t Lie, Dystl, Rasselbande, Elschbächer Goldkehlchen plus ein SurpriseNewcomer
Eintritt: 30 € (U18: 10 €)
Camping: nein facebook.com/rausausmkeller
Sa, 5.9.
Seit 1998 fördern die ehrenamtlichen Veranstalter mit ihrem Festival die lokale Musikszene und schaffen ein Forum für Bands und Kleinkünstler unterschiedlichster Stilrichtungen. Gemütliches Open Air auf zwei Bühnen. Richtig gute Sache!
Location: Bensheimer Hof, Riedstadt
Line-up: Hängerband, Sommerkind, Sunczar, 4zkb, Ansprachen, Tanztee, Simon & the Diamonds, Buzztronaut, Midnight Milk
Eintritt: frei
Camping: nein wutzdog-festival.de





Demokratie-Bildung und die World Design Capital Frankfurt Rhein-Main 2026: Im Juni mit etlichen Veranstaltungsformaten in Darmstadt!
TEXT: ANTJE HERDEN | FOTOS + ABBILDUNGEN:
Zu Beginn ein wenig Staatsbürgerkunde: Wir Menschen hier in Deutschland leben in einer Demokratie, in einer Herrschaftsform also, in der die politische Macht vom Volk ausgeht und die Bürger:innen sich direkt oder indirekt an politischen Entscheidungen beteiligen. Die Grundpfeiler einer Demokratie sind freie und geheime Wahlen, die Teilung der Gewalt in eine gesetzgebende, eine ausführende und in eine kontrollierende (um Machtmissbrauch zu verhindern), das Gebundensein allen Handelns von Bürger:innen und (!) Staat an Gesetze und Grundrechte, die Meinungs- und Pressefreiheit, der Schutz von Minderheiten und die Gewährleistung von politischer Beteiligung, öffentlicher Diskussionen, demokratischer Bildung und Protest aller Bürger:innen.
Genervt? Dabei klingt das doch wie die bestmögliche (momentan existierende) Herrschaftsform. Dennoch zeigen die Gesichter und Aussagen vieler Mitmenschen im Stadt- und Medienbild, aber auch entsprechende Studien der vergangenen Jahre, dass eine zunehmende Demokratieverdrossenheit
Einzug hält. Vermeintlich.
Denn bei genauerer Betrachtung richtet sich die Unzufriedenheit eher gegen Politiker:innen und politische Entscheidungsprozesse und nicht gegen die Herrschaftsform selbst. Über die Hälfte der Wahlberechtigten fühlt sich nicht ausreichend oder gar nicht vertreten und verliert dadurch das Vertrauen in politische Institutionen. (Von den meist völlig ignorierten Kindern und Jugendlichen ganz zu schweigen.) Dennoch unterstützen 80 Prozent der Deutschen weiterhin die Werte der liberalen Demokratie. Dass sich trotzdem viel zu viele frustriert aus einer politischen Beteiligung zurückziehen, ist fatal. Nicht nur, weil gleichzeitig in gewissen Teilen der Bevölkerung die Sehnsucht nach starker Führung sowie eine generelle Offenheit für Autorität wächst.
Manchen Politiker:innen scheinen diese Tendenzen zu Kopf zu steigen. Als Beispiel soll die Übergriffigkeit des aktuellen Kulturstaatsministers dienen, der drei bereits von einer unabhängigen Jury ausgewählten Buchhandlungen wegen


angeblicher „verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse“ vom Deutschen Buchhandlungspreis ausschließen ließ, ohne die Vorwürfe offenzulegen. Auch der plötzliche Entzug eigentlich bewilligter staatlicher Unterstützung verschiedenster laufender „Demokratie leben!“-Projekte, ein Förderprogramm des Bundesfamilienministeriums, lässt ein mehr als mulmiges Gefühl zurück. Denn die Gründe dafür scheinen zumindest schwammig.
Doch aufgeben ist keine Option. Politische Entfremdung der Bevölkerung und Misstrauen demokratischen Prozessen gegenüber dürfen nicht verstärkt werden. Demokratiebildung (ich liebe die Doppeldeutigkeit dieses Wortes) und Kulturarbeit sind mehr als wichtig. Sie befähigen Menschen, demokratische Werte zu verstehen, politische Prozesse kritisch zu hinterfragen, eigene Wirkmächtigkeit zu verspüren und sich aktiv gesellschaftlich einzubringen.
Dritte Orte als Keimzellen Dabei kommt eine große Bedeutung öffentlichen Räumen zu, in denen sich Menschen jeder Herkunft begegnen, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam kreative Ideen entwickeln können. Das sind sogenannte third places, also dritte Orte. Der erste Ort des Menschen ist sein Wohnort, der zweite der Arbeitsort und der dritte eben jener Ort der freiwilligen, gemeinschaftlichen Begegnung, im besten Fall ohne Konsumzwang: Bibliotheken, Vereine, Kulturzentren, Parks und Nachbarschaftstreffs. Oder Orte, die von Akteur:in-


nen im demokratischen Sinn bespielt werden, wie in diesem Jahr durch die Projekte der World Design Capital Frankfurt Rhein-Main (WDC) 2026.
Die World Design Organization, eine weltweit anerkannte, nicht staatliche Organisation mit beratendem Status bei den Vereinten Nationen, vergab den internationalen Titel „World Design Capital“ für das Jahr 2026 an die Region Frankfurt Rhein-Main [including Darmstadt], weil sie Design gezielt nutzen wollte, um gesellschaftliche, kulturelle, ökologische und demokratische Herausforderungen zu bearbeiten.
Ein Jahr lang werden Projekte und Veranstaltungen in der Region mit öffentlichen Mitteln gefördert, die unter dem Motto „Design for Democracy. Atmospheres for a better life“ Design nicht nur als ästhetische Gestaltung verstehen, sondern als gesellschaftliches Werkzeug für Demokratie, Teilhabe und sozialen Wandel, das den öffentlichen Dialog, die gemeinschaftliche Mitbestimmung und so letztlich die Lebensqualität aller fördern kann. Das Programm verbindet Stadtentwicklung, Bildung, Kunst, Kultur, Politik, Inklusion und Nachhaltigkeit. Vor allem aber sollen Menschen aktiv zum kreativen Austausch und zur gemeinsamen Gestaltung ihrer Umwelt eingeladen werden. Das bedeutet: Die meisten Veranstaltungen finden draußen im öffentlichen Raum statt und sind so niedrigschwellig, dass sich jede Person willkommen fühlt und einbringen kann.


„In Zeiten von Lähmung und Krise und mit einem überlasteten Demokratiebegriff ist es wichtig, einfach loszulegen“, bekräftigt Christina Sweeney, Direktorin für Kommunikation der WDC 2026. Im Oktober 2024 gab es dem Motto entsprechend einen Open Call. Aus über 1.200 Einreichungen von kleinen und großen Vereinen, aus der Wissenschaft, der Lehre, von Kultur- und Bildungseinrichtungen, von Unternehmen aber auch von Einzel-Künstler:innen und engagierten Menschen wurden 450 Projekte von einem Expert:innen-Rat aus den Bereichen Gestaltung und Demokratie ausgewählt. Um eventuelles Geklüngel und Vetternwirtschaft zu vermeiden, bestand dieser Rat aus Vertreter:innen ganz Deutschlands. „Wir haben darauf geachtet, dass die Auswahl facettenreich ist und arbeiteten mit einem erweiterten Designbegriff. Darum ist die WDC 2026 wie ein bunter Flickenteppich: Viele tolle Einzelteile werden miteinander verwoben und ergeben ein großes, vielfältiges Gesamtbild“, erklärt Sweeney.
Das genaue Programm der rund 2.000 (!) regionalen Veranstaltungen – laut Sweeney „große und kleine Projekte auf Augenhöhe“ – kann man der WDC-Website und verschiedenen, an den Veranstaltungsorten ausliegenden Broschüren entnehmen.
Jeder Monat sammelt unter einem bestimmten Schwerpunktthema Highlights. So steht der Juni unter dem Motto „Kreisläufe der Zukunft – Design, Handwerk und Industrie“.


Einige Projekte und Veranstaltungen, die in diesem Monat (auch) in Darmstadt stattfinden, möchte das P kurz vorstellen:
„One Step Ahead“
Die Open Design Week lädt vom 5. bis 14. Juni dazu ein, Designprozesse direkt vor Ort in Studios, Unternehmen, Hochschulen, Forschungsinstituten und Kreativräumen der Region zu erleben. An über 100 Orten in vier Städten öffnen Gestalter:innen ihre Türen und zeigen, wie Gestaltung unseren urbanen Alltag prägt.
Im Heimatstädtchen startet die Woche mit dem Welterbefest auf der Mathildenhöhe und der Eröffnung der Ausstellung „One Step Ahead“. Mit dem Blick in die Zukunft gerichtet widmet sich die Ausstellung 125 Jahren Darmstädter Designgeschichte und der Frage, wie Design, Kunst und Architektur gesellschaftliche Prozesse beeinflussen (können).
Der Donnerstag, 11. Juni, ist Schwerpunkttag der Open in Darmstadt. Unternehmen wie Riese & Müller, Merck und Artefakt Design geben Einblicke in ihr gestalterisches Tun.
Vom 11. bis 13. Juni zeigt das Designhaus Darmstadt eine begleitende Ausstellung zur Designszene vor Ort. Außerdem fungiert das Haus als Raum abendlicher Begegnungen der Darmstädter Kreativszene.
Alle Veranstaltungen und Orte der Open unter: wdc2026.org/de/constellations/open
Das Programm des Fokustages Darmstadt unter: wdc2026.org/de/frames/fokustag-darmstadt
Demokratie-Kioske
Am Ludwigsplatz und im Carree befinden sich von Mai bis September zwei Demokratie-Kioske. Kioske sind Orte, an denen sich Menschen treffen und bei Getränken und gemischten Tüten miteinander ins Gespräch kommen. Diese beiden besonderen Exemplare wollen mit kreativen Veranstaltungen und Workshops dasselbe vermitteln. Im Sinne der Demokratie laden sie Jugendliche und Erwachsene dazu ein, Teil zu sein und neue Perspektiven oder Hobbys zu entdecken. Ende Juni findet ein offener FLINTA-Design-Workshop mit dem Kollektiv „Das fliegende S“ statt, in dem gemeinschaftlich öffentliche Rückzugsorte und Safer Spaces erdacht und gebaut werden:
Demokratie-Kiosk am Ludwigsplatz | Sa, 27.6. | 15 bis 18 Uhr | Eintritt frei
Alle weiteren Veranstaltungen der DemokratieKioske in Darmstadt unter: demokratiekiosk.de/ veranstaltungsort/demokratiekiosk-in-darmstadt
Workshops und Veranstaltungen an den Kiosken der Region unter: demokratiekiosk.de/kioske
Common Ground (Straßenfest in der Saalbaustraße)
Die Straße gehörte einst den Menschen. Sie als Treffpunkt, als Ort der Begegnung und des kollektiven Austauschs zurückzugewinnen, ist die Idee dieses Experiments. Gewerbe, Läden und Kulturbetriebe der Nachbarschaft gestalten mit Konzerten (live: Neuzeitliche Bodenbeläge), DJ-Sets (unter anderem: Didem), Workshops, Infoständen, einem Programm für Kinder, Snacks und Drinks einen autofreien Straßenraum des Miteinanders.
das blumen e. V., Saalbaustraße 37 Sa, 6.6. | 14 bis 22 Uhr | Eintritt frei wdc2026.org/de/events/common-ground
Die Broschüre „Design Steps Darmstadt“ , die alle Darmstädter Veranstaltungen der WDC 2026 ab Juni vereint, wird zum Welterbefest am 6. Juni erscheinen und auf der Mathildenhöhe und im Darmstadt Shop (im Neuen Rathausfoyer) ausliegen.
Am Ende unseres Gesprächs bitte ich Christina Sweeney um ihre persönlichen WDC-Highlights. Bitte schön:
Module Festival
Großes Open-Air-Festival mit ausgewählten Konzerten, DJ-Sets, audiovisuellen Performances, spannenden Talks, kreativen Workshops und der Legobaustelle des Deutschen Architekturmuseums. Kulturcampus Bockenheim, Frankfurt | Do, 13.8. bis So, 16.8. | Eintritt frei
„Mishocha. The Art of Collaboration“
Was bedeutet Familie? Verwandtschaft oder Freundeskreis? Schicksalsgemeinschaft oder selbst gewählte Community? Unter der künstlerischen Leitung von Beastie Boy Mike D wird dieser Frage nachgegangen. Die interdisziplinäre Ausstellung lässt mit der Kraft des kreativen Miteinanders neue Räume für künstlerische Experimente entstehen. Jüdisches Museum Frankfurt | bis So, 27.9. | 10 € (ermäßigt: 5 €), am letzten Samstag des Monats: Eintritt frei | weitere Infos: www.juedischesmuseum.de/besuch/detail/mishpocha
Sanctuary City Darmstadt
Wie kann eine postmigrantische Stadtgesellschaft Geflüchteten Zuflucht und Teilhabe bieten in einem Klima zunehmender Restriktionen gegen Migrant:innen? Das Darmstädter Hochschulprojekt sucht Antworten auf Fragen wie: Was bedeutet Sicherheit in einer vielfältigen Gesellschaft? Vor wem oder was gilt es, sicher zu sein? Welche Vorstellungen von Sicherheit sind inklusiv? Welche Faktoren machen städtische Räume zu Zufluchts-, Sehnsuchts- und Gemeinschaftsorten? Und welche Rolle spielen dabei biografische und körperliche Wissensbestände, Objekte, Architektur und soziale Beziehungen? Gemeinsam mit Fachleuten aus Sozialer Arbeit, Wissenschaft, Theaterpädagogik, Filmvermittlung, Architektur und Gestaltung werden Strukturen für eine „Stadt für alle“ entwickelt. Hoffart Theater | bis Fr, 26.6. | weitere Infos: wdc2026.org/de/frames/sanctuary-city-darmstadt + Findet Eure Favoriten!
Online unter: wdc2026.org/de


INTERVIEW + TEXT: KATHARINA HOFF | FOTO: NOUKI
Noch einmal feiern! Mit einem finalen Konzert ganz im Animalistics-Style, auf der Dachterrasse des Staatstheaters, verabschieden sich Andreas Balles und Sebastian Giebler mit der „Kammerspektakel“-Reihe aus dem Staatstheater. Seit acht Jahren haben sie dort als Veranstalter-Duo Animalistics („ein Projekt der Kulturmanufaktur Darmstadt GbR) ein buntes Potpourri an Bands präsentiert. Im Blackbox-Interview blicken sie außerdem auf eine lange Reihe an Veranstaltungen, Konzerten und immer neuen umgesetzten Ideen zurück. Nun gönnen sich die beiden erfahrenen Kulturschaffer eine Pause, wenden sich aber auch schon anderen Projekten zu.
Direkt zum Einstieg: Warum hört Ihr auf?
Seb: Wenn wir ehrlich sind, brauchen wir einfach mal eine Pause. Das ganze Projekt ist mittlerweile neben dem Spaß auch ein richtiges Geschäft geworden. Wir haben das immer als Hobby gemacht, und jetzt schalten wir mal einen Gang zurück. Ich finde es ganz gut, mal eine Weile nicht dauernd was organisieren zu müssen.
Andi: Es gibt natürlich mehrere Gründe. Ich bin zum Beispiel nach Bensheim gezogen. Das ist nicht weit weg, aber trotzdem bin ich jetzt auch nicht mehr ganz so im Geschehen. Und wir werden beide älter. Außerdem ziehen wichtige Menschen weg, die das Projekt geprägt und ermöglicht haben, es ist schwierig, das Team zusammenzuhalten. Und für dieses Team sind wir extrem dankbar, teilweise haben die das jahrelang umsonst gemacht. Unser Grafiker, unser Fotograf, unsere Kontakte ins
Staatstheater, unsere Techniker ... Die sind Family.
Seb: Und im Staatstheater hätten sich für uns auch die Rahmenbedingungen geändert. Wir wurden da nicht rausgeworfen, wir hätten auch weitermachen können, aber die wollen das auf andere Beine stellen. Ich hoffe nur, dass das Format nicht ganz einschläft. Vielleicht ist es auch mal gut, wenn da was Neues passiert.
Ihr habt ja eine lange Geschichte in Darmstadt, und viele verschiedene Locations bespielt. Wie seid Ihr ins Staatstheater gekommen?
Andi: 2013 haben wir das Blumen an die Leute von „DIESE Studio“ übergeben, die es weitergeführt haben. Ich finde es übrigens toll, dass es das Blumen immer noch gibt und der Verein die Zeit überlebt hat, obwohl die jetzt bestimmt schon in der vierten Generation sind. Auf jeden Fall sind die dann in eine alte Schlosserei [in die Hügelstraße] umgezogen und wir dachten so: „Mega geil, wenn wir da mal Konzerte machen können!“ Bei so einem Event hat Roman Schmitz, der damals Kurator der Kammerspiele des Staatstheaters [schräg gegenüber] war, mitbekommen, dass da Leute Bock hatten, Sachen zu machen. Und nach einiger Zeit fragten wir ihn, ob wir nicht auch da mal ein Konzert machen könnten. Wir haben Leyya gebucht –und das war sofort ausverkauft. Roman meinte dann: „Ey, genau so stelle ich mir das vor!“ Und dann haben wir das übernommen. Das war vor sieben oder acht Jahren, und immer ein super Deal. Roman hat das mit uns ausbaldowert, wir hatten keine wirtschaftliche Verantwortung und konnten ganz frei kuratieren.
Seb: Damals war das ja eigentlich eine Werbeveranstaltung, um junge Leute ins Theater zu bekommen. Daher war Teil des Konzepts auch schon immer diese Newcomergeschichte.
Wie hat sich das zu Animalistics entwickelt?
Seb: Nachdem wir aus dem Blumen raus waren, haben wir circa ein Jahr Pause gemacht. Dann kam der Kontakt zum Hoffart auf: Meine Frau hat damals dort einen Flohmarkt gemacht, der hieß „Pop und Plunder“. Da wollte man gerne noch eine Band haben, und da hab ich gesagt: „Okay, buchen wir eine Band!“ So hat das angefangen. Irgendwann hat mich Jacob von Jacob and the Appleblossom angerufen, und hat gefragt, ob wir eine Location hätten. Da sind wir direkt wieder ins Hoffart. Damals war das alles noch unkomplizierter, etwas ungeregelter, und man konnte einfach so veranstalten. Da gab es „Animalistics – Culture. Cooking. Concerts.“ noch gar nicht, das Format haben wir dann später gegründet. Ich hab immer gerne gekocht und wir fanden, wir müssen Kochen mit Musik verknüpfen: Vor dem Konzert gab es ein Dreigängemenü, das ich komplett mit meinem Bruder gekocht habe, live und von der Pike auf, für 40 Gäste für je 15 Euro. Dann das Konzert, und im Anschluss noch DJ. Wir haben da extra eine Küche aufgebaut, so ein 60er-Jahre-Teil aus Frankfurt, und eine lange Tafel. Das war ein riesen Akt! Aber jedes Mal ausverkauft. Geendet hat es mit Corona. Das letzte Booking war My Ugly Clementine ... Das ist dann mit der Pandemie leider drei Mal ausgefallen. Aber zwei Mal hatten wir sogar Mine da, bevor sie groß war!
Was war Dein Lieblingsessen?
Seb: Risotto!
Animalistics präsentiert, und das Staatstheater veranstaltet.
Und warum „Animalistics“?
Andi: Das Blumen war fertig, nach dem Floralen musste was Tierisches her ...
Seb: ... und was Minimalistisches!
Ihr veranstaltet ja jetzt schon eine ganze Weile Kultur, wie hat sich die Szene in Darmstadt aus Eurer Sicht in den letzten Jahren entwickelt?
Andi: Damals, als wir angefangen haben, hat es in der Stadt richtig gebrodelt. Dauernd sind neue Sachen entstanden, neben dem Blumen zum Beispiel der Osthang und die Bedroomdisco ... Irgendwann habe ich dann schon gedacht: Wann ploppt denn wieder mal so eine neue Gruppe auf, die was startet und wo sich längerfristig etwas draus entwickelt?
»Momentan ist es auch einfach kein Zuckerschlecken für die Kultur.«
Andi: Wir haben bestimmt 10 bis 15 Events so gemacht, natürlich mit vielen Helfer:innen. Am Ende sind wir immer gerade so auf Null rausgekommen. Das war ne tolle Zeit, das Hoffart ist einfach eine geile, kleine, schnuckelige Location. 2016 haben wir auch die Kulturmanufaktur gegründet. Uns wurde bei der Namenssuche gesagt, dass eigentlich alles egal ist, Hauptsache das Wort „Manufaktur“ kommt vor. [beide lachen.] Und dann war es später so: Die Kulturmanufaktur produziert,
Seb: Dann hat noch das 603qm damals zu gemacht und ist seit der Wiedereröffnung auch nicht so, wie alle das vielleicht erwartet hatten. Und es gibt auch einfach weniger Räume. Das Hoffart war lange Zeit einfach der einzige Ort, wo man anrufen und fragen konnte: „Habt Ihr einen Termin für uns?“ Und als Antwort kam: „Ja, dann und dann, kostet so und so viel.“ Dort konnte man alles selber machen. Solche Sachen braucht es wieder mehr. Andi: Momentan ist es auch einfach kein Zuckerschlecken für die Kultur. Alles wird teurer: das Booking, Hotelkosten, Technik ... Viele Locations gehen dadurch jetzt verstärkt auf inländische Acts und holen nicht mehr so viel aus dem Ausland, so ist das einfach gerade. Vielleicht dreht sich das auch irgendwann wieder. Unser Vorteil war immer, dass wir das Ganze nie kommerziell gemacht haben, sondern immer als Hobby. Das machen vielleicht momentan nicht mehr so viele Leute, weil einfach alles so viel schwieriger und komplizierter geworden ist. Aber so was kommt ja auch immer in Wellen. Vielleicht gibt's bald wieder ein Hoch und es ploppt was Neues auf!
Habt Ihr bei allem, was Ihr macht und gemacht habt, immer einen Art roten Faden in Eurer Arbeit?
Seb: Gute Musik! Und eine gewisse Linie war auch schon immer zu erkennen. Wir haben nicht ganz kreuz und quer gebucht.
Andi: Manchmal war das aber auch nicht so einfach. Beim Staatstheater haben wir einen fixen Termin bekommen und mussten dann nach Acts suchen, da kriegst du nicht immer deine Wunschband. Meistens hat es aber schon geklappt. Und wir haben eigentlich immer versucht, Newcomer zu buchen, die kurz vor dem Durchbruch sind. Manchmal war es vielleicht sogar einen Tick zu früh ... Berq war zum Beispiel mal Support bei uns, da hat er „Rote Flaggen“ gespielt, als das noch nicht mal draußen war. Dann war er bei „Ina's Nacht“ und Böhmermann – und dann ging’s ab. Gute Newcomer zu finden war eigentlich immer das Ziel.
Was waren Highlights, die Euch im Kopf bleiben?
Seb: Als wir damals im Hoffart Mine da hatten, das war Wahnsinn. Da sind die Leute aus dem Konzert rausgegangen und alle Kinnladen hingen unten. Damals hatte sie halt auch schon ihr fettes Bühnenprogramm bei uns „geprobt“! Sie war auch 2012 schon mal bei uns im Blumen, damals noch umsonst. Roosevelt hatten wir auch mal da. Das sind schon krasse Erinnerungen.
Andi: Das war schon immer cool zu sehen, wenn jemand bei uns gespielt hat und da noch ganz unter dem Radar war, und dann groß rausgekommen ist. Cordoba78, die jetzt im Juni bei uns spielen, fangen auch gerade an mit Singles, im Sommer kommt erst das Album und Ende des Jahres dann die Tour. Ob die jetzt riesig werden, weiß ich nicht, aber mal so als Beispiel. Während der Pandemie gab es auch tolle Sachen. Weil wir eigentlich gar nichts drinnen machen konnten, ist das mit den Events auf dem Dach entstanden. Und dort machen wir ja jetzt auch das letzte Konzert. Da hatten wir dann mal ein Konzert mit Mädness, der hat auch früher schon mal bei uns im Blumen gespielt. Das war geil, er stand oben in der Muschel und hat runter auf den Platz gespielt. Oder auch auf dem Dach mit Cari Cari, oder Pauls Jets. Dann waren wir auch mal im 806qm mit Voodoo Jürgens, und in der Centralstation mit Ätna, Temmis ... Das hab ich damals so richtig gefühlt. Und die Düsseldorf Düsterboys waren auch mal da.
Seb: Neben dem Mädness-Konzert war auch das „BAUWHAT?“-Festival am Staatstheater [auf dem Georg-Büchner-Platz] ein krasses Highlight.
Andi: In der Blumen-Zeit haben auch mal Satelliters bei uns gespielt, so eine Uralt-Combo aus

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Darmstadt. Die haben danach noch aufgelegt. Und das ist so aus dem Runder gelaufen, dass es super viele Beschwerden gab und das Blumen schließen musste, weil wir damals noch keine Genehmigung hatten, es nur eine Toilette gab und viel zu viele Leute da waren. Dann gab es Rüffel vom Ordnungsamt und wir haben ein dreiviertel Jahr umgebaut. Danach ging's weiter – und selbst das war irgendwie cool.
Ihr konntet Eure Konzerte als Veranstalter also auch genießen?
Beide: Ja!
Seb: Das war im Blumen immer so: Als Veranstalter hängst du den ganzen Tag rum. Erst ist niemand da, dann kommen alle auf einmal rein, und dann: Alle wieder raus. Du machst sauber. Schon wieder vorbei.
Andi: Wir waren immer die Letzten so um fünf Uhr morgens, haben durchgekehrt, dann noch ein Augustiner aufgemacht. Und dann so: „Das war wieder geil!“ Deswegen macht man es.
Ich habe jetzt schon rausgehört, dass Ihr es nicht so ganz sein lassen könnt. Was kommt für Euch als Nächstes?
Seb: Ich habe seit ungefähr einem Jahr – zusammen mit anderen Johannesviertel-Enthusiasten – das „Struppi“ in der Landwehrstraße. Ich hatte schon die letzten fünf Jahre Bock, was zu mieten und so als „Jugendraum für Eltern“ aufzuziehen. Da hab ich dann irgendwann die richtigen Leute für gefunden. Wir sind jetzt sechs Familien, haben da ein bisschen renoviert, und vermieten das für 10 Euro die Stunde beziehungsweise 50 Euro am Tag. Der Verein ist gemeinnützig und heißt „Johannescrowd“, das Ding wie gesagt „Struppi“. Weil es gegenüber von Timm's Café ist. [alle lachen.] Es gibt Ausstellungen, man kann Tischtennis spielen, ab und zu sind Konzerte ... Ich hab auch die alte Küche aus dem Blumen wieder drin. Und das wird auch echt ganz gut gebucht!
Andi: Ich versuche jetzt mal, in Bensheim Kultur aufs Land zu bringen – mal gucken, ob das klappt. Ich wohne direkt neben dem alten Rathaus, wo eigentlich noch ein Jugendraum ist, der aber seit der Pandemie leersteht. Da habe ich Anfang Mai einen neuen Verein gegründet und möchte das irgendwie öffnen, mit Programm für Kinder, Spieleabende, Konzerte, Theater, Ausstellungen ... Das Gebäude steht an einem total präsenten Ort, die Ecke ist aber tot. Ich mache das, um den inneren Bock zufrieden
zu stellen – und natürlich für meine Kids und die Umgebung, für die es kaum Angebote gibt. Seb: Und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass wir irgendwann wieder zusammen nach Darmstadt kommen. So einmal im Jahr müssen wir eigentlich irgend was machen! Wie anfangs gesagt, sind wir sehr sehr dankbar für alle, die an unseren Projekten beteiligt waren und sind. Das ist ein tolles Netzwerk. Sich was zu überlegen, das Telefon in die Hand zu nehmen und zu sagen: „Ich will das und das machen, geht das?“ Und da jemanden zu haben, der sagt „Ja, so und so, das machen wir schon irgendwie“ – und dann läuft die Sache. Das ist so viel wert.
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„Kammerspektakel“: The Final Show open air
mit Cordoba78 (Wien) + Vandalisbin (München) Staatstheater (Dachterrasse) | Fr, 19.6. | 19 bis 22 Uhr | 15 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de
Cordoba78: „Manchmal klingt ihre Musik wie das Ende einer Party, manchmal wie der Anfang von etwas ganz Großem – Cordoba78 ist beides. Lieder über Wut, Liebe, Überforderung und das kurze Glück dazwischen. Über Europa und Partys, brennende Himmel und rote Sofas, über Menschen, die bleiben, und jene, die man loslassen muss –sie erzählen von Vorarlberg, Wien und Europa, von Liebe, Dekadenz und der Suche nach Bedeutung, ohne sie zu finden.“
Vandalisbin: „Macht Musik, die nicht fragt, ob sie reinpasst – sie nimmt sich Raum. Zwischen Soul, Indie-Rock und poetischem, queerem Pop entsteht ein Sound, der ebenso verletzlich wie kämpferisch ist. Auf der Bühne wird das spürbar: Bei Festivals wie dem „c/o pop“, „Oben Ohne“ oder „Kiezkultur“ oder als Support für Acts wie Fuffifuffzich zeigt sich – hier wird nicht gespielt, hier wird gebrannt. Mit einer Stimme, die an Rio Reiser, Chappell Roan oder Faber erinnert und direkt unter die Haut geht.“
(Ankündigungstexte: Animalistics)
animalistics.de


100+ Ateliers, Studios und Unternehmen öffnen ihre Türen in 4 Städten –eine Region verbunden durch Design.



Das ehemalige Schul- und Trainingsbad am Woog ist zur Indoor-BMX-Trainingshalle umgebaut worden. Hinter dem Projekt steckt der Velociped-Club 1899 Darmstadt e. V., dessen Mitglieder Rampen, Schanzen und eine Schaumstoffgrube in das alte Schwimmbecken gebaut haben – finanziert durch Spenden und in Eigeninitiative. Am 9. Mai wurde die Halle offiziell eröffnet, fahren dürfen hier vorerst jedoch nur Vereinsmitglieder und Leistungssportler. „Mit einer wetterunabhängigen Trainingsmöglichkeit können wir erstmals das ganze Jahr über auf Wettkampfniveau arbeiten“, erklärt BMX-Abteilungsleiter Frank Prasse. Der VC Darmstadt richtet vom 21. bis 23. August 2026 im Bikepark Darmstadt sogar die BMX-Freestyle-Europameisterschaft aus, 2025 holte Vereinsfahrer Philipp Muth auf den Rampen im Bürgerpark den Deutschen Meistertitel – folgt jetzt vielleicht sogar eine Medaille bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles ... ? vc1899darmstadt.de
Darmstadt bekommt seinen eigenen „Urwald“ Zwischen Steinbrücker Teich und Grube Prinz von Hessen sollen auf 247 Hektar künftig keinerlei forstwirtschaftliche Eingriffe mehr stattfinden. Möglich macht das die Teilnahme der Wissenschaftsstadt am Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK), die kürzlich im Rathaus beschlossen wurde. Die Stadt bleibt Eigentümerin der Flächen, verzichtet jedoch dauerhaft auf deren wirtschaftliche Nutzung. Stattdessen soll hier eines der größten zusammenhängenden Wildnisgebiete Hessens entstehen. Grünflächendezernent Michael Kolmer spricht von einem „Geschenk an die nächsten Generationen“. Alte Bäume, Totholz und natürliche Prozesse sollen künftig wieder ungestört Raum bekommen – als Rückzugsort für bedrohte Arten und als widerstandsfähiger Kohlenstoffspeicher in Zeiten des Klimawandels. Gleichzeitig plant die Stadt neue Naturerlebnis-Angebote wie Aussichtsplattformen oder Informationsflächen für Besucher. darmstadt.de
Wie der Wald der Zukunft aussehen kann, soll im Darmstädter Westwald partizipativ ausgelotet werden: am neuen Walddenkpfad. Der knapp drei Kilometer lange Rundweg versteht sich nicht als klassischer Lehrpfad, sondern als „Diskursarena“. An zehn Stationen geht es um Themen wie Holzproduktion, Naturschutz, Energieversorgung, Wasserhaushalt oder Naherholung. Statt einfacher Antworten erwarten Euch Fragen, Denkanstöße und bewusst unterschiedliche Perspektiven. Entwickelt wurde das Projekt vom städtischen Grünflächenamt gemeinsam mit der TU Darmstadt und lokalen Akteuren. Besonders spannend: Wer die Stationen durchläuft, kann am Ende den eigenen „Waldtyp“ ermitteln – und erfährt dabei auch, welche Aspekte der Waldnutzung möglicherweise aus dem Blick geraten. Startpunkte befinden sich an der Schirmschneise sowie nahe des Waldspielplatzes Heimstättensiedlung. walddiskurs.de/stationen-darmstadt
Das Line-up ist komplett! Die vierte und finale Bandwelle spült noch mal eine Reihe richtig cooler Acts ins Programm des Golden Leaves Festivals 2026. Das Indie-Pop-Open-Air begrüßt sieben weitere Bands und freut sich auf Songs „zwischen Melancholie und Euphorie“. Neu mit dabei ist die kosmopolitischen Art-Pop-Formation Ão, Art School Girlfriend aus Wales und die britische Indie-Pop-Newcomerin Ellur. Ebenfalls aus UK reisen Girl In The Year Above an. Gefühlvoll wird’s am Steinbrücker Teich mit der Solokünstlerlin Mel D, energischer gehen das Trio Swim School mit einem Mix aus Indie, Pop und Post-Punk sowie Tuvaband, die ihren Dream-Pop mit Dub und Dark Wave ausschmückt, zu Werk. Tickets für die Veranstaltung am 22. und 23. August und einen Überblick zu allen Acts findet Ihr online unter: goldenleavesfestival.de

Entdeckungsreich ist dieses Jahr auch wieder das Programm der Merck-Sommerperlen. Die 15. Auflage der Konzertreihe in der Centralstation bringt erneut nationale wie internationale Acts zwischen Indie, Folk, Pop und HipHop nach Darmstadt. Mit dabei sind Mari Froes, Die Höchste Eisenbahn, Sons Of The East, Mind Enterprises, Eule findet den Beat, Von Wegen Lisbeth, The Dead South und Curse. sommerperlen.de

Os Solair haben Anfang Mai ihre neue EP „Lever / Capra“ veröffentlicht. Die zwei titelgebenden Songs – „Lever“ eher psychedelisch schimmernd, „Capra“ düster und rau – hat das Quartett Anfang 2026 in Eigenregie im Proberaum als „One-Takes“ eingespielt und aufgenommen. Für die Band sind die zwei Tracks „wie expressive Gemälde, die man gemeinsam für einen einzigen, wunderbaren Augenblick erschafft, nur um sie dann wieder vergehen zu lassen.“ Hört unbedingt mal rein unter: ossolair.bandcamp.com
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat vom Künstler Klaus Feuchtinger vier Gemälde als Schenkung erhalten. Feuchtinger war unter anderem Darmstädter Stadtrat und von 2003 bis 2009 Umweltdezernent. Mit seiner Frau Karin betrieb er zudem die ehemalige Eberstädter Galerie Trigon. Anlässlich des Wegzugs nach Essen habe er sich für die Übergabe entschieden. Die Schenkung umfasst die im Jahr 2012 entstandenen drei Werke der Reihe „In den Zeiten der Cholera“ („Sturmwarnung", „Der Frieden" und „Pestflagge") sowie das Gemälde „Eisberg im Schlepptau". Der Titel der Werkreihe bezieht sich auf den Roman „Die Liebe in den Zeiten der Cholera" von Gabriel García Márquez. kk-feuchtinger-kunst.de
Auszeichnung für jahrzehntelanges Engagement in der Heimstättensiedlung: Hans-Jürgen Luft, vielen

schlicht als „Lufti“ bekannt, wurde mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen geehrt. Luft gehörte 1994 zu den Mitgründern des Bürger- und Kerbvereins Heimstättensiedlung und leitete diesen drei Jahrzehnte lang als Vorsitzender. Ob Heimstättenkerb, Sonnenwendfeier oder Veranstaltungen des Karnevalclubs Eiche: Sein ehrenamtlicher Einsatz prägte das gesellschaftliche Leben im Viertel maßgeblich mit. Seit 2024 ist er Ehrenvorsitzender des Vereins. Gratulation! siedlerkerb.de
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat erneut ihren Preis für soziale Verdienste vergeben. Ausgezeichnet wurden dieses Jahr die Luise-Büchner-Bibliothek, das FrauenKultur Zentrum e. V., Kooperation Frauen e. V., Frau Leben Freiheit Darmstadt sowie der Deutsche Kinderschutzbund BV Darmstadt e. V. Mit der Ehrung würdigt die Stadt ehrenamtliches Engagement, das gesellschaftlichen Zusammenhalt, politische Bildung, Gleichberechtigung und soziale Teilhabe stärkt. Vergeben wird der Preis laut Ehrungsordnung „für beispielhafte Leistungen“ im Bereich der sozialen Arbeit. Die ausgezeichneten Initiativen erhalten jeweils 500 Euro Preisgeld. darmstadt.de
Seit 20 Jahren bietet die Akademie 55plus Menschen ab 55 ein vielfältiges Bildungs- und Freizeitangebot in Darmstadt. Was 2006 mit einer kleinen Initiative begann, ist heute ein komplett ehrenamtlich organisierter Verein mit mehr als 1.300 Mitgliedern und über 200 Kursen pro Halbjahr. Zum Programm gehören Vorträge, Sprach- und Kunstkurse, kreatives Schreiben, Theaterangebote und Wanderungen. Gegründet wurde die Akademie von der Lehrerin Heidrun Bleeck, die die Idee aus England mit nach Darmstadt brachte. Inzwischen verfügt der Verein über mehrere eigene Räume in Bessungen und versteht sich als feste Anlaufstelle für Bildung, Begegnung und kulturelle Teilhabe im Alter. Das 20-jährige Jubiläum markiert damit auch eine kleine Darmstädter Erfolgsgeschichte ehrenamtlichen Engagements. aka55plus.de
Wie aktiv die Akademie 55plus auch über ihr Kursprogramm hinaus ist, zeigt die Arbeitsgruppe „Schönermacher“. Die rund zehn ehrenamtlich aktiven Mitglieder im Alter von über 65 Jahren haben kürzlich in der Ludwigshöhstraße ein neues, dreiteiliges Wandbild fertiggestellt – bereits das achte Kunstprojekt der Gruppe im öffentlichen Raum Darmstadts.
Der Literaturpreis der Darmstädter Jury geht dieses Jahr an die Autorin Christine Wunnicke Ausgezeichnet wird ihr Roman „Wachs“. Darin verknüpft die Schriftstellerin eine Geschichte aus dem Paris des 18. Jahrhunderts mit erstaunlich gegenwärtigen Fragen nach Körperlichkeit, Vergänglichkeit und künstlicher Perfektion. Die Darmstädter Jury „Buch des Monats“, eine bereits 1952 gegründete Vereinigung von Kritikern und Literaten, vergibt den mit 5.000 Euro dotierten Preis seit 2022 im Zweijahresrhythmus.

Neun weitere Stolpersteine erinnern in Darmstadt an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Der vom Arbeitskreis Stolpersteine Darmstadt organisierte Gedenkrundgang führte zu mehreren Adressen im Stadtgebiet. Besonders bewegend war die Verlegung für die Familie Rosenberg in der Ernst-Ludwig-Straße 29: Insgesamt 18 Nachfahren reisten hierfür aus Argentinien, Chile und Israel an. Das europaweite Erinnerungsprojekt des Künstlers Gunter Demnig hält die Schicksale von Menschen sichtbar, die vom NS-Regime verfolgt, vertrieben oder ermordet wurden und gilt als das größte
dezentrale Mahnmal der Welt. Wer sich regelmäßig an der Pflege der Gedenksteine beteiligen möchte, kann eine sogenannte Putzpatenschaft für Stolpersteine übernehmen. Die Stolpersteine sollten mindestens einmal jährlich geputzt werden. Infos und Kontakt: stolpersteine.darmstadt.putzen@web.de
Frischer Wind im Hessisches Landesmuseum
Darmstadt: Im Karl-Ströher-Flügel wurden drei Ausstellungsräume neu gestaltet. Gewidmet wird sich hier dem künstlerischen Aufbruch nach dem Zweiten Weltkrieg, Alltagsobjekten und den „digitalen Ursprüngen“. Vertraute Werke aus dem Sammlungsbestand werden dabei selten gezeigten Arbeiten gegenübergestellt. Erstmals präsentiert das Museum zudem die Installation „Das Bild der Frau in der Nachkriegszeit“ der feministischen Künstlerin Ulrike Rosenbach. „Wir zeigen, wie spannend unsere Sammlung ist, wenn man sie neu befragt“, erklärt die stellvertretende Direktorin Julia Hillebrand. Ein guter Anlass, die Sammlung neu zu entdecken! hlmd.de

450 Exponate plus knapp 800 Dokumente und Fotos sind auf drei Stockwerken und 210 Quadratmetern in der neuen Darmstadt Factory (Liebigstraße 16) ausgestellt. Hier hat der Verein Industriekultur Darmstadt e. V. Ende Mai ein Museum für Industriekultur eröffnet. Vereinsvorsitzende Marjam Schellhaas hat seit 2017 Exponate zur industriellen Geschichte Darmstadts aus aller Welt gesammelt. Ziel des Museums sei es, Darmstadts Rolle als Innovations- und Industriestandort sichtbarer zu machen und zu zeigen, „was in Darmstadt alles erfunden, entwickelt und produziert“ wurde, so Schellhaas. Gezeigt werden Objekte, Dokumente und Filme zu zahlreichen Darmstädter Unternehmen – von Autenrieth bis Wella. Ergänzt wird das Angebot durch Vorträge, Bildungsangebote und Mitmachstationen für Schulklassen. Realisiert wurde das Museum ohne öffentliche Fördermittel. An der Finanzierung beteiligt sind über den Verein und Privatspenden hinaus die Bürgerstiftung Darmstadt, der Konzern Merck, die Entega Stiftung, die Sparkassen-Kulturstiftung
Hessen-Thüringen, die Sparkasse Darmstadt und Dieburg sowie die HEAG Kulturfreunde. Der Eintritt ist frei – die Museumsmacher freuen sich über Spenden zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des Projekts. industriekultur-darmstadt.de
Der Heinerliner startet unter der Woche künftig früher in den Feierabendverkehr. Das Darmstädter On-Demand-Shuttle fährt seit dem 1. Mai montags bis donnerstags bereits ab 16 Uhr durch Darmstadt, freitags und samstags sogar bis 5 Uhr morgens. Hintergrund ist die stärkere Nachfrage am Nachmittag und Abend – die späten Nachtstunden wurden unter der Woche zuletzt deutlich weniger genutzt, so Heag Mobilo. heinerliner.de
Die Darmstädter Mentaltrainerin Alexandra Albert aus Mühltal hat gemeinsam mit Susanne Droste das Buch „Stark unter Druck – Vom Umgang mit Druck und Angst im Sport“ veröffentlicht. Die Publikation verbindet klassische Mentaltechniken mit aktuellen Erkenntnissen der Hirnforschung und richtet sich an Sportlerinnen und Sportler im Leistungs- wie Breitensport. Erschienen ist das Buch im Riva Verlag. alexandraalbert.de
Der Erfolg von Techno in Deutschland lässt sich ohne Tom Wax nicht erzählen. Mit Veröffentlichungen auf Labels wie Overdrive Records und Hits wie „Cosmic Evolution“ schrieb der DJ und Produzent elektronische Musikgeschichte. Bis heute spielt der in Jugenheim geborene Musiker in Clubs auf der ganzen Welt. Ende Mai hat er sein siebtes Studioalbum veröffentlicht. „Test Pressure“ erscheint auf dem hauseigenen Label Phuture Wax und verbindet treibenden Techno mit atmosphärischen Klangflächen, analogen Sounds und hypnotischen Sequenzen. Wer Musik nicht nur digital hört, sondern gerne in der Hand hält, bekommt die Platte direkt beim Label als CD. phuturewax.de

Das literarische Darmstadt im Juni
TEXT: MAYA-KATHARINA SCHULZ
Während Drachen am Boulevard kämpfen und Saša Stanišic im Staatstheater gastiert, bringt der Juni frische Inspirationen für die Sommerlektüre direkt von den Fachleuten hinter Darmstadts Ladentheken.
Samstag, 6.
Wer jetzt schon auf der Suche nach Lektüre für den Sommerurlaub ist, findet ab 12 Uhr bei Thalia am Boulevard Inspiration. Die Autorin Elizabeth Horn ist vor Ort, um ihre bekannten Gardasee-Krimis und Romane persönlich zu signieren.
Gemeinsam mit der Hessischen Spielgemeinschaft fragen die Hessischen Literaturfreunde ab 18 Uhr in der Stadtkirche nach der Bedeutung des Dialekts im Theater und in der Literatur: Mit den Spielgemeinschafts-Vorständen Rafael Reißer und Ralf Hellriegel wird auf das Jubiläumsjahr der 1925 gegründeten Vereinigung zurückblickt und über künftige Vorhaben gesprochen. Die Schauspielerinnen Elisa Glock und Petra Schlesinger aus dem Ensemble der Spielgemeinschaft lesen ausgewählte Mundart-Texte. Mit einer Erinnerung an das Buch „Der Datterich und seine Illustratoren“ wird außerdem der im November 2025 verstorbene Autor, Buchhändler und Darmstadt-Kenner Karl-Eugen Schlapp gewürdigt.
Donnerstag, 11. Juni
Zu einem literarischen Austausch über die Anfänge der Fotografie lädt die Luise-BüchnerGesellschaft um 18 Uhr ins Literaturhaus ein. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die 1877 erschienene Erzählung „Der kleine Vagabund“. Darin schildert Luise Büchner die abenteuerliche Reise eines mittellosen Jungen aus Zwingenberg, der das aufkommende Handwerk des „Lichtmalens“ erlernt und in Amerika sein Glück machen will.
Freitag, 12. Juni
Die Büchergilde-Buchhandlung am Markt öffnet um 19 Uhr ihre Türen für echte Herzensbücher. Bei Wein und Kerzenschein stellen die Buchhändlerinnen in entspannter Atmosphäre ihre persönlichen Lieblingstitel vor. Der Darmstädter Schauspieler Harald Schneider liest ausgewählte Texte.
Auf dem Schulhof der Alice-Eleonoren-Schule feiert die Luise-Büchner-Gesellschaft ab 11 Uhr mit Snacks und Getränken ihr traditionelles Sommerfest. Zum 205. Geburtstag der Namensgeberin stehen Musik und ausgewählte Texte auf dem Programm, während die schuleigene Schneiderklasse ihre Handwerkskunst bei einer Modenschau und einem Basar präsentiert. Bei schlechtem Wetter wird in die Cafeteria ausgewichen.
Zu einer multimedialen Zeitreise in die Mainmetropole der 60er- bis 80er-Jahre lädt Kenneth Hujer um 19.30 Uhr ins Hoffart Theater ein. Hier liest er aus seinem neuen Interviewbuch „All das passierte in diesem irrsinnigen Milieu Frankfurt“ und erweckt die Atmosphäre dieser Jahrzehnte mit Zeitzeugenberichten, Filmausschnitten und passender Musik zum Leben.
Montag, 15. Juni
Bei Thalia am Boulevard gehen Saskia Hirschberg und Maik Neumann ab 20.15 Uhr den großen Rätseln der Liebe auf den Grund. Sie stellen ihr Buch „Was Frauen verstehen und Männer nicht sagen“ vor und liefern tiefgehende psychologische Einblicke in menschliche Beziehungen. Zudem dürfen die Gäste an diesem Abend völlig anonym eigene, unausgesprochene Beziehungsfragen einreichen.
Dienstag, 16. Juni
Zu einer persönlichen Zeitreise durch 60 Jahre Darmstädter Geschichte lädt Kulturjournalist W. Christian Schmitt um 19 Uhr ins Hotel
Rosengarten ein. Dort liest er aus seinem Buch „Heimkehr nach Darmstadt“ und berichtet von einschneidenden Begegnungen, politischen Wendepunkten und lokalen Kultur-Highlights.
Im Staatstheater präsentiert Saša Stanišic um 19.30 Uhr sein Buch „Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird“. Darin sind verschiedene Reden des Autors vereint, die sich intensiv mit Sprache, Migration und gesellschaftlicher Verantwortung beschäftigen. Mit seinen Texten tritt der Schriftsteller den Härten der Gegenwart entgegen und schafft ein eindringliches Plädoyer für Menschlichkeit und die Würde des Einzelnen.
Im Rahmen des Kinder- und Jugendbuchfestivals „Stadt Land Buch“ liest Antje Herden um 16.30 Uhr in der Centralstation aus ihrem Roman „Die weißen Sneaker oder Mein fast perfektes Leben“ vor. Darin geht es um Eli, der händeringend nach den perfekten weißen Sneakern sucht, um endlich dazuzugehören. Als besonderes Highlight werden im Anschluss an die Lesung Buchpakete und stylishe Sneaker von Asphaltgold verlost.
Im Prinz-Emil-Nachbarschaftsgarten dreht sich ab 19.30 Uhr alles um aktuelle Buchempfehlungen. Die Buchhändlerinnen des Bessunger Buchladens und der Büchergilde-Buchhandlung am Markt haben die Neuerscheinungen des Jahres gesichtet und stellen nun ihre ganz persönlichen Favoriten vor.
In der Stadtkirche geht's ab 19.30 Uhr um die Kraft eines oft unterdrückten Wortes: Maike Schöfer präsentiert ihr Buch „Nö – Eine Anstiftung zum Neinsagen“. Dabei teilt sie wertvolle Impulse, wie es gelingt, die ständige Anpassung im Alltag abzustreifen und stattdessen selbstbewusst für die eigenen Bedürfnisse einzustehen.
Mittwoch, 24.
Um 18 Uhr versammelt sich die Luise-BüchnerGesellschaft im Vortragssaal des Literaturhauses zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung. Auf der Tagesordnung steht die Wahl eines neuen
Vorstands. Eingeladen sind nicht nur Mitglieder, sondern alle Interessierten.
Die Büchergilde-Buchhandlung am Markt wird um 19 Uhr zum Rückzugsort für alle Leseratten. Beim Silent Book Club steht wie immer erst das ungestörte Eintauchen in die eigene Lektüre im Vordergrund – egal, ob man ein selbst mitgebrachtes Buch aufschlägt oder direkt vor Ort einen neuen Titel entdeckt. Nach einer Stunde konzentrierter Stille bietet sich ab 20.30 Uhr die Gelegenheit, den Abend bei einem entspannten Austausch über das Gelesene ausklingen zu lassen.
Dass eine Buchvorstellung alles andere als trocken sein muss, stellt Peter Kunz ab 19 Uhr im Merck-Stadion am Böllenfalltor unter Beweis. In seinem Buch „Gude, Ihr Labbe! Humor ist Chefsache“ und dem gleichnamigen Programm verarbeitet er seinen ungewöhnlichen Werdegang von der Vorstandsetage bis ins Rampenlicht des Quatsch Comedy Clubs. Während dieser Lesung der besonderen Art verwebt er ausgewählte Textpassagen mit spontanen Erzählungen.
Ein literarisches Duell der feurigen Art erwartet das Publikum ab 20.15 Uhr bei Thalia am Boulevard. Die Bestseller-Autorinnen Liane Mars und Karolyn Ciseau treffen bei einem augenzwinkernden „Dragonfight“ aufeinander, um ihre Romantasy-Welten „Asrai“ und „Dragonblood Academy“ vorzustellen. Neben Lesepassagen stehen Gespräche über Drachen-Mythen und große Gefühle auf dem Programm.
Wie stark prägt die familiäre Herkunft den Weg durchs Studium? Dieser Frage geht Daniela Dröscher um 18.15 Uhr im 221qm nach. Bei der von Studierenden der TU Darmstadt mitorganisierten Veranstaltung stellt die Autorin ihr Buch „Zeige Deine Klasse: Die Geschichte meiner sozialen Herkunft“ vor. Im anschließenden Gespräch werden Hürden und Schamgefühle von Bildungsaufsteiger:innen diskutiert.
AUSWAHL + TEXTE: JULIA HICHI | ABBILDUNGEN: INTEF (1) + DARMSTÄDTER SEZESSION (2) + NING YANG (3) + KATHARINA SOMMER (4) + WETZEL + SCHUSTER (5) + ROMA ENGELMANN (6)
Design kann Geschichten erzählen – und das seit über 70 Jahren: Das INTeF zeigt im Rahmen des WDC 2026, wie eng Gestaltung, Gesellschaft und Alltag miteinander verwoben sind. Zwischen ikonischen Objekten und klugen Ideen wird deutlich, dass gutes Design weit mehr ist als schöne Form. Die Ausstellung macht sichtbar, wie Design auf gesellschaftliche Veränderungen reagiert und selbst Impulse setzt. So entsteht ein spannender Streifzug durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Gestaltens.
2.6. bis 20.9. | Di bis Sa: 11 bis 17 Uhr + So: 11 bis 14 Uhr Institut für Neue Technische Form (INTeF) intef.info
Zwischen Europa und Asien entfaltet sich ein lebendiger künstlerischer Dialog: Die Galerie Netuschil zeigt Arbeiten von sieben Künstlerinnen aus China, Südkorea und Japan. Malerei, Skulptur und Installation treffen hier aufeinander und spiegeln ein Wechselspiel von Kulturen, Blicken und Einflüssen. Mit Leichtigkeit, Materialität und gestischer Kraft entwickelt sich ein vielstimmiger Raum der Begegnung, in dem Grenzen fließen und neue Verbindungen sichtbar werden.
So, 21.6., 11 Uhr (Vernissage) bis 1.8. | Do + Fr: 14.30 bis 19 Uhr + Sa: 10 bis 14 Uhr Galerie Netuschil galerie-netuschil.net
Sieben neue Mitglieder, sieben eigene Handschriften: Die Ausstellung „hello“ bringt frische Positionen der Darmstädter Sezession in den Raum für Kunst. Zwischen Malerei, Installation, Performance und digitalen Medien bildet sich ein vielseitiger Parcours voller Perspektiven, Reibung und überraschender Begegnungen. Mal laut, mal leise, aber garantiert nicht langweilig.
Fr, 19.6., 19 Uhr (Eröffnung mit Performance) bis 1.8. | Do + Fr: 16 bis 19 Uhr + Sa: 12 bis 15 Uhr Raum für Kunst (Luisenstraße 16) darmstaedtersezession.net
Zwischen Faden, Fotografie und Farbe entstehen bei Katharina Sommer Arbeiten, die Erinnerung greifbar machen. In ihrer Ausstellung „Kreuzund Querstiche“ trifft textile Präzision auf malerische Geste und gefundene Bildwelten auf neue Erzählungen. Dabei geht die Künstlerin der Frage nach, wie Bilder ohne bekannten Kontext dennoch Nähe, Identität und Geschichte transportieren können.
bis 26.6. | Fr + Sa: 14 bis 18 Uhr Fotogalerie Weißer Turm




Was passiert, wenn berühmte Modebilder plötzlich ihre Rollen tauschen? In „Supermodels“ schlüpfen (Daniel) Wetzel + (Gregor) Schuster selbst in ikonische Frauenporträts der Fotografiegeschichte und drehen gewohnte Blickrichtungen charmant auf links. Mit analogem Polaroidfilm entstehen Arbeiten zwischen Hommage, Irritation und kluger Reflexion über Schönheit, Geschlecht und Inszenierung.
bis 19.7. | Mi bis So: 11 bis 17 Uhr Kunsthalle Darmstadt, Studio West kunsthalle-darmstadt.de

Nach ihrer großen Wiederentdeckung dank der Ausstellung „4-3-2-1 Darmstadt“ und dem inspirierenden Film „Die unsichtbare Künstlerin“ zeigt das Kunst Archiv nun einen weiteren Teil der eigenständigen Bilderwelten Roma Engelmanns. Zu sehen sind expressive Gemälde, großformatige Wandbehänge und experimentelle Textilarbeiten, die Farbe, Muster und Materialität zu einer feinsinnigen Balance zwischen Abstraktion und poetischer Narration bringt.
bis 4.9. | Di: 10 bis 13 Uhr + Do: 10 bis 18 Uhr + Fr: 10 bis 13 Uhr Kunst Archiv Darmstadt e. V. kunstarchivdarmstadt.de















































































AUSWAHL +

Bühne für die Mundart:
Protagonist Datterich, Pensionär und leidenschaftlicher Schoppen-Trinker, babbelt an so mancher Theke und schafft es immer wieder, sich einen kleinen Rausch ausgeben zu lassen. Die Gemüter streiten sich, was zuerst existierte: Des Autors Ernst-Elias Niebergalls vor 200 Jahren auf Papier gebannte Schöpfung Datterich und sein possierlicher Jargon oder aber der originale Darmstädter Dialekt? Klar ist: Zuschauende erleben hier Episoden über alltägliche Irrungen und Wirrungen mit Kleinbürger Datterich in feinster Mundart.
„Datterich“:
am So, 7.6. + Do, 11.6. + So, 14.6. + So, 21.6. + So, 28.6. + Di, 30.6., jeweils um 19 Uhr auf der Terrasse des Staatstheaters Darmstadt
Das große Ganze
Die Bewegung eines Teilchens führt zur Bewegung anderer Teilchen. Eine lebendige Kettenreaktion entsteht vor den Augen der Zuschauenden; ein Ganzes, das Einzelne eint; ein Fluss, der aus vielen kleinen Tropfen besteht. In Form einer akrobatischen Performance werden Naturphänomene wie Vogelschwärme aufgegriffen und zu einer Choreografie verwoben. Die Produktion der Compagnie XY (Frankreich) erinnert uns: Wir alle sind Teil eines Gefüges – und in der Gemeinschaft liegt die Stärke zur Entwicklung.
„Fokus neuer Zirkus II: Möbius“ am Mi, 3.6. um 19.30 Uhr + Do, 4.6. um 18 Uhr im Großen Haus des Staatstheaters Darmstadt
Woher kommen diese Geräusche und Schatten? Ist das nur der Wind? Oder ist da noch etwas anderes? Das Glück über die neue Wohnung ist getrübt. Der Vermieter sowie Freund Ronny beschwichtigen, jedoch ist da dieses Mädchen, das anderer Meinung ist. Es wohnt in den Schatten und braucht Hilfe, denn es wird verfolgt von einem Monster. Das TU Darmstadt Schauspielstudio präsentiert ein schauriges Stück von Miriam Schöpf, welches die uns eigenen dunklen Seiten behandelt – und mit Licht und Schatten spielt.
„Laute Schatten“: am Di, 2.6. + Mi, 3.6. + Fr, 5.6. + Sa, 6.6. jeweils um 20 Uhr im Theater Moller Haus
Die Stadt als Spiegelbild, als Projektion innerer Zustände. Die Stadt als Bühne für eine Gruppe junger Frauen*, eine echte Kulisse und gleichzeitig symbolhaft für tiefere Zusammenhänge. Dies ist die Ausgangssituation für ein besonderes Stück. Es werden Szenen und Begegnungen im Rahmen eines Spaziergangs durch Kranichstein arrangiert. Sie beleuchten das Thema Identität durch und mit nicht professionellen Darsteller:innen. Dabei werden Orte, Räume und Architektur aktiv als Spiegel des Inneren genutzt.
„Die Stadt in mir“: am Fr, 5.6. + Sa, 6.6. + Sa, 13.6. + Sa, 20.6., jeweils um 19 Uhr sowie am So, 7.6. + So, 14.6. + So, 21.6. jeweils um 15 Uhr im Stadtraum Darmstadt (genauere Informationen über den Ort über die Website des Staatstheaters Darmstadt)
Margeritta ist auf der Hut. Sie ist knapp einem Mordanschlag entronnen, hatte zuvor telefonische Morddrohungen erhalten und beginnt nun einen neuen Job auf dem Schloss der Gräfin Moron. Das Schloss entpuppt sich als ein Ort, in dem seltsame Gestalten ein und aus gehen: der Sohn der Gräfin Lord Selwyn, der Butler, der etwas zu besorgte Arzt und Margerittas penetranter Verehrer Mike Dorn trüben das Gefühl der Sicherheit. Schön schaurig – kein Wunder, schließlich lehnt sich das Stück an einen Krimi von Edgar Wallace an.
„Die seltsame Gräfin:“ am Fr, 5.6. + Sa, 6.6. + Fr, 12.6. + Sa, 13.6. + Do, 18.6. + Fr, 19.6. jeweils um 20 Uhr sowie So, 7.6. um 18 Uhr in der Neuen Bühne Darmstadt
Jonathan Schyns konsumiert Drogen. Seine Mutter Susanne sorgt sich um ihn. Eine ganz persönliche und doch universelle Geschichte, die auf der Bühne von den beiden Betroffenen selbst dargestellt wird. Szenisch werden thematisiert: unterschiedliche Stationen des Konsums, wie verschiedene Akteur:innen damit umgehen und die Beziehungsdynamik zwischen Mutter und Sohn. Ein Stück, das im Rahmen der „Rauschzeit 2026“ der Stadt Darmstadt auf- und erklärt sowie Türen und Dialoge öffnet, um über Ungesagtes zu sprechen.
„High – Irgendwer hat immer Irgendetwas“: am Fr, 12.6., im Rahmen des „KulturRausch Open Air“, 15 bis 18 Uhr am Bouleplatz in der Lincoln-Siedlung
18.06.26


MONTAG, 01.06.2026
Summernights in der Schustergasse
Vintage mit Big Ede
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
20:00 h Steinbruch Theater Mühltal
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur Justus-Liebig-Haus
Fotoausstellung : Supermodels
Der Klang der Stille
Open Jam
Pub Quiz mit Quizmaster Moritz
DIENSTAG, 02.06.2026
FLINTA*-Ride
Filmkreis-Kino: Die Farben der Zeit(OmU)
Theaterstück Laute Schatten


Krone Old Stars Orchestra
Kunsthalle Darmstadt
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
19:30 h Downtown 20
19:00 h Bruchbude
18:15 h Nieder-Ramstädter-Str. 2a
20:00 h Audimax / TUD
20:00 h Theater Moller Haus
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur Justus-Liebig-Haus
Fotoausstellung : Supermodels
Der Klang der Stille
Bingo Abend
Smash Bros Turnier
Harfenkonzertreihe
Kreativ-Café
MITTWOCH, 03.06.2026
Sing Along, für die, die Lust haben zu singen!
Punto Jazz: Markus Krämer Trio
Kunsthalle Darmstadt
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
20:30 h Bruchbude
19:00 h Downtown 20
20:00 h Agora
15:18 h Mollerstraße 23
19:30 h Agora
18:00 h Vinocentral
Filmkreis-Kino: Der Hochstapler - Roofman(OV) 20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
Theaterstück Laute Schatten
Sing Along, für die, die Lust haben zu singen
Vernissage: Show-Room
David Celia & Co.
TAXYS showcase
Vortragsabend Klavier
Klavierabend in der Akademie
After Work Special mit DJ Hildegard
Saisonabschluss! Club Sounds mit Leo Yamane
GCLS Vofi
Dolce Vita in der Schustergasse
20:00 h Theater Moller Haus
19:30 h Agora
19:00 h ehem. Mc Donalds
19:00 h Hoffart Theater
23:59 h Schlosskeller
19:00 h Akademie für Tonkunst
19:00 h Akademie für Tonkunst
18:00 h Das Roeders
22:30 h Centralstation (Halle)
20:00 h Goldene Krone (Disco)
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur Justus-Liebig-Haus
Fotoausstellung : Supermodels
Der Klang der Stille
Outdoor Yoga
DONNERSTAG, 04.06.2026
Eisprung-die coverfreie Akustikjam im Sumpf
Soulfood - Simon Dörken, Charalampos
Kunsthalle Darmstadt
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
19:00 h Orangerie obere Wiese
20:30 h Sumpf
18:00 h Weststadtcafé
Konzert: Navani - Brasil klingt in Deutschland
All you can Tag
Soulmember
GBS Vofi
Jazz an einem Sommerabend
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Fotoausstellung : Supermodels
Ausstellung: Show-Room
Der Klang der Stille
Outdoor Yoga
Theaterstück Laute Schatten
Guarda Che Luna - italienisch-brasilianicher Jazz
Simon & Garfunkel Revival Band: Feelin Groovy
Put a House in your ear
Outdoor Swing Dance Social mit Anfängerkurs
Friday Night Fever
First Friday: Flöten- & Klarinettenmusik
Konzert: Die Glücksritter
Darmstadt Speakers - Kultur am Kiosk
Freestylerei / 100% Clubsounds
Heiner Herchenröder
Der Club
Chawwerusch Theater | Der zerbrochne Krug
Feed Them To The Sharks mit DJ Skull
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Fotoausstellung : Supermodels
Ausstellung: Show-Room
Merck 3 x 3 Germany (Basketball)
Gran Fiesta Latina mit Salsa, Bachata und Merengue


20:00 h Agora
14:00 h Lasertag Darmstadt
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
20:00 h Goldene Krone (Disco)
18:00 h Bess. Knabenschule
Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Justus-Liebig-Haus
Kunsthalle Darmstadt
15:00 h ehem. Mc Donalds
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
18:30 h Bürgerpark (Wiese)
20:00 h Theater Moller Haus
20:00 h Agora
20:30 h HalbNeun Theater
22:00 h Weststadtcafé
19:00 h Herrngarten (Lindenrondell)
21:00 h Schlosskeller
19:30 h Kunsthalle
20:00 h Sumpf
17:00 h Treff Hahne-Schorsch-Pl.
23:00 h Goldene Krone (Disco)
17:00 h Goldene Krone (Kneipe)
23:00 h Goldene Krone (Rockybar)
20:00 h Bess. Knabenschule
22:00 h Steinbruch Theater Mühltal
Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Justus-Liebig-Haus
Kunsthalle Darmstadt
15:00 h ehem. Mc Donalds
16:00 h Karolinenplatz
19:00 h Salon-Latino





Soul & Funk Night
21:00 h Theater im Pädagog
Wegscheidefest 12:00 h Wegscheide Wixhausen
Sommergala 2026
Theaterstück Laute Schatten
17:00 h Orangerie
20:00 h Theater Moller Haus
Orgelmatinée 11:30 h Stadtkirche
Simon & Garfunkel Revival Band: Feelin Groovy
Osthang-Erbe-Tag
Kellatino
20:30 h HalbNeun Theater
17:22 h Osthang
21:30 h Schlosskeller
Special zum Welterbefest *Markt der schönen Dinge* 12:00 h Designhaus Mathildenhöhe
Darmstadt Speakers - Kultur am Kiosk
Common Ground - Straßenfest
Desert Crow
Oriental Vibes Open Air
Nice & Smooth
17:00 h Kiosk 1975, Postsiedlung
14:22 h Das Blumen, Saalbaustr.
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
19:00 h Goldene Krone
23:00 h Goldene Krone (Disco)
Strictly British 23:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Underground Fusion mit DJ Oli
22:00 h Steinbruch Theater Mühltal
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa Stadtmitte, Lichtwiese TUD Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur Justus-Liebig-Haus
Merck 3 x 3 Germany (Basketball) 10:00 h Karolinenplatz
Ausstellung: Show-Room 15:00 h ehem. Mc Donalds /Ludwigspl.
Der Klang der Stille 19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
Latin Party - Salsa, Bachata und Merengue 19:00 h Salon-Latino
Weekend Workout - Erst Schwitzen, dann Schlemmen 10:00 h Wechselnde Location
SONNTAG, 07.06.2026
Widerstand und Verfolgung in der NS-Zeit 11:00 h Luisenpl., Brunnen vor dem RP
Community Ride 10:45 h Orangerie
Markt der schönen Dinge * Mittsommerfest * 11:18 h Designhaus Mathildenhöhe
Choral Evensong 18:00 h Stadtkirche
Stadtkirchenführung - Kirche | Gruft 11:30 h Stadtkirche
Tanz: Tanztee mit Lindy Hop 14:00 h Nachbarschaftsg. (Prinz-Emil-G.)

DI.DAY Darmstadt
Ausstellung leben aus gestorben
Aus Licht und Farbe - Vernissage
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Merck 3 x 3 Germany (Basketball)
Ausstellung: Show-Room
Kater Sonntag
Outdoor Yoga
14:17 h Glaskasten / HDA
11:00 h Waldfriedhof Darmstadt,
11:00 h Staatspark Fürstenlager, Bensh.
Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Justus-Liebig-Haus
10:00 h Karolinenplatz
15:00 h ehem. Mc Donalds /Ludwigspl.
15:00 h Zucker
10:00 h Orangerie obere Wiese
Schach am Sonntag Downtown 20
Outdoor Yoga
MONTAG, 08.06.2026
Geek Lounge Re-Launch
3. Konzert der Schumann-Reihe: Geburtstagskonzert
Summernights in der Schustergasse
Vintage mit DJ Dark Scorpion
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Fotoausstellung : Supermodels
Ausstellung: Show-Room
Der Klang der Stille
Open Jam
Pub Quiz mit Quizmaster Moritz
DIENSTAG, 09.06.2026
Filmkreis-Kino: Real Life(DF)
Elias "Fuzzy" Dahlhaus
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Fotoausstellung : Supermodels
Ausstellung: Show-Room
Der Klang der Stille
09:00 h Herrngarten (am Teich)
19:00 h Zucker
19:00 h Akademie für Tonkunst
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
20:00 h Steinbruch Theater Mühltal
Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Justus-Liebig-Haus
Kunsthalle Darmstadt
15:00 h ehem. Mc Donalds /Ludwigspl.
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
19:30 h Downtown 20
19:00 h Bruchbude
20:00 h Audimax / TUD
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Justus-Liebig-Haus
Kunsthalle Darmstadt
15:00 h ehem. Mc Donalds /Ludwigspl.
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.





Bingo Abend
Smash Bros Turnier
Harfenkonzertreihe
20:30 h Bruchbude
19:00 h Downtown 20
20:00 h Agora
Kreativ-Café 15:18 h Mollerstraße 23
Kabbaratz Zähne wie Sterne -nachts kommen sie raus 19:00 h Muckerh. Arheilgen Messeler St
Filmkreis-Kino: Sorry, Baby(OmU)
Film mit dem Hofgut Oberfeld
Mittwochabend-Vortrag: Prof.‘in Anett-Maud Joppien
Dolce Vita in der Schustergasse
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
19:30 h Agora
18:15 h Fachbereich Architektur, TU Da
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Kabbaratz Zähne wie Sterne: nachts kommen sie raus 19:00 h Muckerh. Arheilgen Messeler St
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa Stadtmitte, Lichtwiese TUD Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur Justus-Liebig-Haus
Fotoausstellung : Supermodels Kunsthalle Darmstadt
Ausstellung: Show-Room 15:00 h ehem. Mc Donalds /Ludwigspl. Der Klang der Stille
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal. Outdoor Yoga 19:00 h Orangerie obere Wiese
DONNERSTAG, 11.06.2026
Afterwork treffen: Weinsalon
17:00 h Carree-Piazza
Soulfood - Thomas Hammann 18:00 h Weststadtcafé
Filmkreis-Kino: One Battle After Another(OV) 20:00 h Audimax / TUD
Darmstadts kreative DNA 18:00 h Designhaus
Konzertinstallation: Happy 100th, New York School! 19:00 h Kunsthalle

Kleiner Freitag mit Live-Musik am Osthang
Jakob Dobers
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Fotoausstellung : Supermodels
Ausstellung: Show-Room
Konzert: Speedway
Outdoor Yoga
FREITAG, 12.06.2026
Harald Schneider liest Unsere Lieblingsbücher
Das Zucker wird zur Listening Bar
Shades of Olo
Marco Tschirpke: Empirisch belegte Brötchen
Live-Konzert: Sleet + Os Solair
Come to the Casbah - Outernational Dance Madness
KulturRausch Open Air
Konzert mit Musik von Hans Ulrich Engelmann
Rudi Fischerlehner Solo & Xenofox
Heiner Herchenröder
47 Million Dollars
Come as u are
16+ House & Rap Party
Mottengeflüster mit DJ Tandrin
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa
19:00 h Mahnwache Osthang
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Justus-Liebig-Haus
Kunsthalle Darmstadt
15:00 h ehem. Mc Donalds /Ludwigspl.
19:30 h Oetinger Villa
18:30 h Bürgerpark (Wiese)
19:00 h Büchergilde Buchhand.
17:00 h Zucker e.V.
22:00 h Weststadtcafé
20:30 h HalbNeun Theater
20:00 h Sumpf
21:00 h Schlosskeller
15:00 h Lincoln (Bouleplatz)
18:00 h Literaturhaus
20:30 h Jazzinstitut (Keller)
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
20:00 h Goldene Krone (Saal)
22:00 h Goldene Krone (Rockybar)
23:00 h Goldene Krone (Disco)
22:00 h Steinbruch Theater Mühltal
Stadtmitte, Lichtwiese TUD






Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur Justus-Liebig-Haus
Fotoausstellung : Supermodels Kunsthalle Darmstadt
Ausstellung: Show-Room
15:00 h ehem. Mc Donalds /Ludwigspl.
Der Klang der Stille 19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
Commuity Groove - Swing Tanz Wochenende 806qm und Baas Halle
Gran Fiesta Latina mit Salsa, Bachata und Merengue 19:00 h Salon-Latino
SAMSTAG, 13.06.2026
Early Come to the Dance · R’n’B & World Pop 20:00 h Weststadtcafé
Das Zucker wird zur Listening Bar 17:00 h Zucker e.V.
Backstabbed/Drover/Blind Ambition
Benni Stark: Schon lustig wenns witzig ist
20:00 h Oetinger Villa
20:30 h HalbNeun Theater
„DA ist Musik drin“: Akademietag der offenen Tür 11:00 h Akademie für Tonkunst
Konzert: Salon Erika 19:30 h Nachbarschaftsg. (Prinz-Emil-G.)
Dancing for Goldies 20:00 h Hoffart Theater
Schlosskeller Allstars - 60 Jahre Warm Up Party 21:00 h Schlosskeller
Jenseits des Anthropozäns—Die Stimme des Planeten 16:00 h LEW1 / Neue Künstlerk.
VOX auf Rezept - Theater meets Music
19:00 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt
Sing, Sound & Celebrate - Generalprobenkonzert 12:00 h Centralstation (Saal)
Sing, Sound & Celebrate: The Greatest Show
Karaoke
Open Air: Street Pianoshow
Clubnight
19:30 h Centralstation (Saal)
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
19:00 h Goldene Krone
23:00 h Goldene Krone (Disco)
Charity for Kids 2026 | Frank Bülow & Petting Only 20:00 h Bess. Knabenschule (Halle)
Tommy & The Teleboys + Go Mahhh
46 Jahre Steinbruch Theater (2 Floors)
21:00 h Bess. Knabenschule (Keller)
22:00 h Steinbruch Theater Mühltal
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa Stadtmitte, Lichtwiese TUD Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur Justus-Liebig-Haus
Fotoausstellung : Supermodels Kunsthalle Darmstadt
Ausstellung: Show-Room
15:00 h ehem. Mc Donalds /Ludwigspl. Der Klang der Stille
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
Commuity Groove - Swing Tanz Wochenende 806qm und Baas Halle
Latin Party - Salsa, Bachata und Merengue
19:00 h Salon-Latino
Weekend Workout - Erst Schwitzen, dann Schlemmen 10:00 h Wechselnde Location
SONNTAG, 14.06.2026
Darmstadt als Industriestadt um 1900
Das Zucker wird zur Listening Bar
Führung - kreuz & quer - drinnen & draußen
J. S. Bach: Messe in H Moll
Gute Forst-Stube: Zackary Lucky (Kanada)
Industriestadt Darmstadt. Arbeit u. Alltag um 1900
Kindertheater: Das tapfere Schneiderlein
Lesung, Film, Musik, Fotografie mit Kenneth Hujer
VOX auf Rezept - Theater meets Music
Sing, Sound & Celebrate - Abschlusskonzert
Fußball-Weltmeisterschaft: Deutschland - Curaçao
WM Live: Deutschland - Curaçao
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Fotoausstellung : Supermodels
14:00 h Luisenpl. Brunnen vor dem RP
17:00 h Zucker e.V.
15:00 h Porzellanschlösschen
17:00 h Stadtkirche
18:00 h Jugendhof Bess. Forst
14:00 h Luisenpl. Brunnen vor dem RP
15:00 h Nachbarschaftsg. (Prinz-Emil-G.)
19:30 h Hoffart Theater
16:00 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt
18:00 h Centralstation (Saal)
19:00 h Centralstation (Halle)
18:00 h Goldene Krone
Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Justus-Liebig-Haus
Kunsthalle Darmstadt
Ausstellung: Show-Room
Der Klang der Stille
Commuity Groove - Swing Tanz Wochenende
Outdoor Yoga
15:00 h ehem. Mc Donalds /Ludwigspl.
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.

806qm und Baas Halle
10:00 h Orangerie obere Wiese
Schach am Sonntag Downtown 20 Outdoor Yoga
MONTAG, 15.06.2026
Summernights in der Schustergasse
Vintage mit DJ Relax
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Fotoausstellung : Supermodels
Ausstellung: Show-Room
Der Klang der Stille
Open Jam
Pub Quiz mit Quizmaster Moritz
DIENSTAG, 16.06.2026
Filmkreis-Kino: Titane(OmU)
W. Christian Schmitts Rückkehr nach Darmstadt
Neuer Raum. Neue Möglichkeiten.
Contemporary Ruins - Galerie Parkhaus
Krone Old Stars Orchestra
09:00 h Herrngarten (am Teich)
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
20:00 h Steinbruch Theater Mühltal
Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Justus-Liebig-Haus
6

Kunsthalle Darmstadt
15:00 h ehem. Mc Donalds /Ludwigspl.
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
19:30 h Downtown 20
19:00 h Bruchbude
20:00 h Audimax / TUD
19:00 h Hotel Rosengarten
15:00 h DELTA-Forum Lichtwiese
43
17:00 h Gal. Parkhaus FB Architektur
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)

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Dauer: 7 Monate | Start: September 2026 • Verschiedene Studiengänge ausprobieren • Orientierung & Coaching • Workshops & Praxis erleben



Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Fotoausstellung : Supermodels
Ausstellung: Show-Room
Der Klang der Stille
Bingo Abend
Smash Bros Turnier
Kreativ-Café
Gitarrensoirée
Punto Jazz: Matthias Vogt Trio
Filmkreis-Kino: 22 Bahnen(DF)
Konzert: Ronja Maltzahn - Liedermacherin
Mittwochabend-Vortrag: Prof. Adrien Meuwly, Zürich
Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Justus-Liebig-Haus
Kunsthalle Darmstadt
15:00 h ehem. Mc Donalds /Ludwigspl.
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
20:30 h Bruchbude
19:00 h Downtown 20
15:18 h Mollerstraße 23
19:00 h Akademie für Tonkunst
18:00 h Vinocentral
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
20:00 h Agora
18:15 h Fachbereich Architektur, TU Da
Saša Staniši?: Mein Unglück beginnt damit, ... 19:30 h Staatstheater (Gr. Haus)
Dolce Vita in der Schustergasse
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
25 Jahre Starwhore | Possessed by Paul James (USA) 20:30 h Bess. Knabenschule (Halle)
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur Justus-Liebig-Haus
Fotoausstellung : Supermodels Kunsthalle Darmstadt
Ausstellung: Show-Room
Der Klang der Stille
15:00 h ehem. Mc Donalds /Ludwigspl.
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
Outdoor Yoga 19:00 h Orangerie obere Wiese
Eisprung-die coverfreie Akustikjam im Sumpf
Soulfood - Liv Angieless
Ensemble Phorminx: Rückblick auf die Gegenwart
Filmkreis-Kino: Ein Minecraft Film(DF)
Bar ohne Grenzen
h_da Campusfestival
Suchtpotenzial: (S)Hitstorm
Iris Nebula
20:30 h Sumpf
18:00 h Weststadtcafé
19:00 h Akademie für Tonkunst
20:00 h Audimax / TUD
21:00 h Schlosskeller
16:00 h h_da Hochschule Darmstadt
19:30 h Centralstation (Saal)
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)


Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Fotoausstellung : Supermodels
Ausstellung: Show-Room
Der Klang der Stille
Outdoor Yoga
FREITAG, 19.06.2026
78. Dotter-Konzert: Sound Stories
Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Justus-Liebig-Haus
Kunsthalle Darmstadt
15:00 h ehem. Mc Donalds /Ludwigspl.
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
18:30 h Bürgerpark (Wiese)
18:00 h Ernst-Ludwig-Saal, Eberstadt
Kreativ-Workshop mit Ton und Naturmaterialien 15:00 h Kinderspielplatz Ludwigshöhvtl.
Konzert: Duo GiuSte von Debussy bis Piazzolla
20:00 h Agora
Kammerspektakel Open Air: Cordoba78 + Vandalisbin 19:00 h Staatstheater Dachterrasse
Konzert: Goldstück
Leselust im Garten
Outdoor Swing Dance Social mit Anfängerkurs
Schrill + Laut - Queer Party
Konzert: Flöten- & Klarinettenmusik
Antje Herden: Die weißen Sneaker oder mein fast...
Cornelia Funke: Das grüne Königreich
20:00 h Hoffart Theater
19:30 h Nachbarschaftsg. (Prinz-Emil)
19:00 h Herrngarten (Lindenrondell)
23:00 h Schlosskeller
19:00 h Akademie für Tonkunst
16:30 h Centralstation (Halle)
10:30 h Centralstation
Jump up! - Die Disco für Jugendliche von 12 bis 16 Jahren 17:30 h Centralstation (Halle)
Karaoke
BBS Vofi
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
20:30 h Goldene Krone (Disco)
Night Of The Dreaming Dead mit DJ Dead Stefan 22:00 h Steinbruch-Theater Mühltal
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa
Stadtmitte, Lichtwiese TUD Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Justus-Liebig-Haus
Fotoausstellung : Supermodels Kunsthalle Darmstadt
Ausstellung: Show-Room 15:00 h ehem. Mc Donalds /Ludwigspl.
Der Klang der Stille 19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
Gran Fiesta Latina mit Salsa, Bachata und Merengue 19:00 h Salon-Latino
SAMSTAG, 20.06.2026
Faith - Thomas Hammann & Phonk D
Dreamland
22:00 h Weststadtcafé
17:30 h Galerie Kurzweil












Bombeo
Fête de la Musique de l'Europe
JoVibes - Live & Entkorkt
21:00 h Schlosskeller
17:30 h Mathildenhöhe
17:00 h Johannesplatz Darmstadt
Fußball-Weltmeisterschaft: Deutschland - Elfenbeinküste 22:00 h Centralstation (Halle)
Tag der Stadtwirtschaft auf dem Friedensplatz 10:00 h Centralstation
Open Air: Streetpianoshow
WM Live: Deutschland - Elfenbeinküste
Nice & Smooth
Indieclub
Make Me Boom! KoRn Vs Soad mit DJ Doom
19:00 h Goldene Krone
19:00 h Goldene Krone
23:00 h Goldene Krone (Disco)
23:30 h Goldene Krone (Rockybar)
22:00 h Steinbruch Theater Mühltal
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur Justus-Liebig-Haus
Fotoausstellung : Supermodels
Der Klang der Stille
Latin Party - Salsa, Bachata und Merengue
Kunsthalle Darmstadt
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
19:00 h Salon-Latino
Weekend Workout - Erst Schwitzen, dann Schlemmen 10:00 h Wechselnde Location
SONNTAG, 21.06.2026
Führung - Von Angesicht zu Angesicht
15:00 h Schlossmuseum Darmstadt
Fundstück aufm Grundstück & kleinesFundstück 10:00 h Hof-Flohm. im Martinsviertel
Konzert: Omid Bahadori & Arne Nickel - Weltreise
20:00 h Agora
Sommermusical 16:00 h Stadtkirche
Auf Vogelschwingen - Vernissage 11:00 h Galerie Netuschil
Sehnsucht Romantische Klangwelten
18:00 h Pauluskirche
Mittsommer Fantasy Markt 15:00 h Schlosskeller
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa
Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur Justus-Liebig-Haus
Fotoausstellung : Supermodels
Der Klang der Stille
Kunsthalle Darmstadt
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
Outdoor Yoga 10:00 h Orangerie obere Wiese Schach am Sonntag Downtown 20
Outdoor Yoga 09:00 h Herrngarten (am Teich)

Tag der offenen Tür am 21.06.2026 von 10:00 -16:00 Uhr. Liebfrauenstrasse 27 im Atelier ikitai.


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MONTAG, 22.06.2026
Summernights in der Schustergasse
Vintage Biker's Edition mit DJ Skull
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Fotoausstellung : Supermodels
Der Klang der Stille
Open Jam
Pub Quiz mit Quizmaster Moritz
DIENSTAG, 23.06.2026
Filmkreis-Kino: The Secret Agent(OmU)
Elias "Fuzzy" Dahlhaus
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Fotoausstellung : Supermodels
Der Klang der Stille
Bingo Abend
Smash Bros Turnier
Kreativ-Café
MITTWOCH, 24.06.2026
Filmkreis-Kino: Blinddate (Arthouse-Sneak)
Mittwochabend-Vortrag: Prof. Christina Eisenbarth
Dolce Vita in der Schustergasse
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Fotoausstellung : Supermodels
Der Klang der Stille
Outdoor Yoga
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
20:00 h Steinbruch Theater Mühltal
Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Justus-Liebig-Haus
Kunsthalle Darmstadt
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
19:30 h Downtown 20
19:00 h Bruchbude
20:00 h Audimax / TUD
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Justus-Liebig-Haus
Kunsthalle Darmstadt
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
20:30 h Bruchbude
19:00 h Downtown 20
15:18 h Mollerstraße 23
20:30 h CityDome Kinos (Rex-Kino)
18:15 h Fachbereich Architektur, TU Da
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Justus-Liebig-Haus
Kunsthalle Darmstadt
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
19:00 h Orangerie obere Wiese






Soulfood - Levitation Venue
18:00 h Weststadtcafé
Filmkreis-Open-Air: Sorry to bother you(OmU) 21:45 h Hochschulstadion
Open Stage, Slam Poety, Musik + Mehr
Fußball-Weltmeisterschaft: Ecuador - Deutschland
WM Live: Deutschland - Ecuador
19:00 h ESG Darmstadt
22:00 h Centralstation (Halle)
19:00 h Goldene Krone
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur Justus-Liebig-Haus
Fotoausstellung : Supermodels Kunsthalle Darmstadt
Der Klang der Stille
19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
Outdoor Yoga 18:30 h Bürgerpark (Wiese)
After Work Tagging
18:21 h Lasertag Darmstadt
Marianne Et Les Garçons - Jazz et Chansons 20:00 h Agora
Bravo!Hits!Bar! 21:00 h Schlosskeller
Konzert Werkstatt Neue Musik
19:00 h Akademie für Tonkunst
Bess. Jamsession 20:30 h Jazzinstitut (Keller)
Saisonabschluss! Forty/Forty - Age is just a number 20:30 h Centralstation (Halle)
MetzgerButcher 19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
Emperors Lair + Van Groover + Motor Mammoth 20:00 h Goldene Krone (Saal)
80s Night
23:00 h Goldene Krone (Disco)
Jukebox Friday Night 23:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Welcome To The Movies mit DJ Tandrin 22:00 h Steinbruch Theater Mühltal
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa Stadtmitte, Lichtwiese TUD






















Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Fotoausstellung : Supermodels
Justus-Liebig-Haus
Kunsthalle Darmstadt
Der Klang der Stille 19:00 h Galerie EPES | Stadtmauergal.
Gran Fiesta Latina mit Salsa, Bachata und Merengue 19:00 h Salon-Latino
Filmkreis-Open-Air: La La Land(OV) 21:45 h Hochschulstadion
DemokratieKiosk: Claim the Space - Flinta* Design 15:00 h Ludwigsplatz
Filmkreis-Open-Air: Zurück in die Zukunft(DF) 21:45 h Hochschulstadion
Ankatå - Afro Modern Tanz Performance und AfroFest 18:00 h Agora
Afro-Tanz SommerFest mit PerformanceGruppe Ànkata 19:00 h Agora am Ostbahnhof DA
Sommerfest 15:00 h Hoffart Theater
Sommerfest des JuKuz Oetinger Villa 16:00 h Oetinger Villa
Cirkunst - ein Hoffest der Fantasie
17:00 h Waldoni CreativHof
Urban Ride - Fahrradtour zum Tag der Architektur 09:00 h Darmstadt (versch.e Locations)
Swing & Ride: Darmstädter Fahrradtour mit Tanzeinlagen 14:00 h Centralstation
Alan Baker Band 19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
16+ Afrobeats, Hip Hop & 2000er Party
23:00 h Goldene Krone (Disco)
Der Club 23:00 h Goldene Krone (Rockybar)
Stilbruch Schwarz mit Schwarz & Lebendig DJ-Team 22:00 h Steinbruch Theater Mühltal
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa
Frauen im Widerstand gegen die NS-Diktatur
Fotoausstellung : Supermodels
Workshop Improvisation - Intuitive Musik
70er80er Party
Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Justus-Liebig-Haus
Kunsthalle Darmstadt
16:00 h Stadtkirche
22:00 h Schlosskeller




Latin Party - Salsa, Bachata und Merengue
19:00 h Salon-Latino
Weekend Workout - Erst Schwitzen, dann Schlemmen 10:00 h Wechselnde Location
Künstlernacht 2026: Doppelpunkt 17:00h Orangerie
SONNTAG, 28.06.2026
Moving Sounds
19:30 h Stadtkirche
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Qigong im Park 10:00 h Herrngarten, an der Rotbuche
Sport- und Spielfest
11:00 h Herrngarten
Workshop Improvisation - Intuitive Musik 16:00 h Stadtkirche
Künstlernacht 2026: DoppelPunkt Orangerie
Outdoor Yoga
10:00 h Orangerie obere Wiese
Schach am Sonntag Downtown 20
Outdoor Yoga 09:00 h Herrngarten (am Teich)
MONTAG, 29.06.2026
Ausstellungseröffnung Stück für Stück
Summernights in der Schustergasse
WM Live!
Vintage mit DJ Gun
18:00 h Karolinenplatz 3
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
19:00 h Goldene Krone
20:00 h Steinbruch Theater Mühltal
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa Stadtmitte, Lichtwiese TUD
Qigong im Park 10:00 h Herrngarten, an der Rotbuche
zucker & friends: offener Treff
Open Jam
Pub Quiz mit Quizmaster Moritz
18:00h Zucker
19:30 h Downtown 20
19:00 h Bruchbude
Filmkreis-Kino: 16 Uhr 50 ab Paddington(OmU)
35. Darmstädter Jazzconceptions | Session
20:00 h Audimax / TUD
20:00 h Hoffart Theater WM Live!
Krone Old Stars Orchestra
35. Darmstädter JazzConceptions
Farbenfrohe Mittagspause: Digitale Kunst in Mensa
Qigong im Park
Fotoausstellung : Supermodels
18:30 h Goldene Krone
19:00 h Goldene Krone (Kneipe)
20:00 h Bess. Knabenschule
Stadtmitte, Lichtwiese TUD
> 14 > 14
10:00 h Herrngarten, an der Rotbuche
Kunsthalle Darmstadt Bingo Abend
20:30 h Bruchbude


Smash Bros Turnier
19:00 h Downtown 20 Kreativ-Café
15:18 h Mollerstraße 23
Bildnachweise Veranstaltungskalender: 1: Gedenkstätte Deutscher Widerstand Berlin | 2: Willes Meinhardt| 3: David Celia & Co. | 4: Glücksritter | 5: Samba Gueye | 6: Marcus Kaufhold 7: das blumen | 8: Zucker e. V. | 9: Nouki | 10: OHA Osthang | 11: Angeschimmelt Youth Crew | 12: Sleet | 13: Thomas Kurek | 14: Marko | 15: Schosskeller | 16: Kenneth Hujer | 17: TU Darmstadt, Dezernat V | 18: Karwath + Todisko | 19: Thomas Pirot | 20: Dariusz Gackowski | 21: Noah Insam | 22: Antje Herden | 23: Tanja Beate Heuser | 24: Omid Arne | 25: Hanna Fechner, Spellwork Fotografie| 26: Nouki | 27: Marianne et les Garcons | 28: Metzger Butcher | 29: BDA Darmstadt | 30: Schlosskeller | 31: Nana Merz | 32: Zucker e. V. | 33: Jazzinstitut Darmstadt
Dieser Kalender entsteht in enger Zusammenarbeit mit | FeierAbendKultur in Darmstadt. Alle Events, die bis zum 17. des Vormonats auf www.partyamt.de eingetragen werden, erscheinen automatisch und kostenfrei hier im P Stadtkulturmagazin


Coaching & Training
Entwicklung von Teams & für Menschen, die in ihrem Beruf wachsen wollen, mit Gelassenheit, Präsenz und innerer Stärke

Sophie Zellinsky
Wirtschaftspsychologin Systemischer Coach



Do 04.06. | 18.00 Uhr | Open-air mit Grillen Jazz an einem Sommerabend Jahresfest der Jazz- u. Popschool. Eintritt frei
Fr 05.06. | 20.00 Uhr | Theater Chawwerusch Der zerbrochne Krug Theater-Klassiker als Freilichtaufführung
Sa 13.06. | 20.00 Uhr | Benefiz-Konzert Frank Bülow & Petting Only Jahreskonzert „Musiker helfen Kindern“
Sa 13.06. |21.00 Uhr | 25 Jahre Starwhore Tommy and the Teleboys & Go Mahhh Psychedelic/Fuzz/Shoegaze
Mi 17.06. | 20.30 Uhr | 25 Jahre Starwhore Possessed by Paul James (USA) Country/Folk/Blues/Punk aus Texas
Mehr auf www.knabenschule.de
DA | Ludwigshöhstraße 42 | Fon 06151-61650

DO 04.06.
Post-Punk/Western Konzert
WEDDING SONGS / MEAN
DO 04.06. -SO 07.06. 100% GO
DARMSTÄDTER GO TAGE
DO 11.06.
Hardcore Konzert
SPEEDWAY / FEELS LIKE HEAVEN / BIG IRON
SA 13.06.
Hardcore/Metalcore Konzert
BACKSTABBED / DRØVER/ REGRETS / BLIND AMBITION

Mi 03.06. / 20:00
Live: David Celia & Co Folk, Country & 60s Psychedelic
Sa 13.06. / 20:00
Dancing for Goldies
Musik, Tanz & gute Laune!
So 14.06. / 19:30
Lesung mit Kenneth Hujer „All das passierte in diesem irrsinnigen Milieu Frankfurt“
Fr 19.06. / 20:00
Live: Goldstück
Chanson, Pop & Party-Sound
Sa 27.06. / ab 15:00
Sommerfest
Livemusik, DJ, Grill & kühle Drinks
Di 30.06. / 20:00 35. Darmstädter Jazzconceptions Ensemble-Workshops
www.hoffart-theater.de

Kultur am Ostbahnhof Darmstadt
Kultur am Ostbahnhof Darmstadt

Juni 2026
03.06. SING ALONG für die, die Lust haben zu singen! (19:30 Uhr)
04.06. NAVANI Brasilien klingt in Deutschland (20 Uhr) 05.06.
GUARDA CHE LUNA Jazz italienisch-brasilianisch (20 Uhr)
17.06. RONJA MALTZAHN Liedermacherin und Geschichtenerzählerin (20 Uhr)
Hardcore Konzert
COMBUST / CHEMICAL THREAT / FIERCE / SPIDERWEB
FR 19.06.
Punk/Hardcore Konzert
GOSSE / CITY SPEAK / F.S.U.
SA 27.06. DO 18.06.
Workshops / Konzerte / Küfa
SOMMERFEST OETINGER VILLA
montags
KÜFA - KÜCHE FÜR ALLE
oetingervilla.de
Das selbstverwaltete Jugend- und Kulturzentrum
19.06. DUO GIUSTE von Debussy bis Piazzolla (20 Uhr)
21.06.
OMID BAHADORI & ARNE NICKEL Eine faszinierende musikalische Reise (20 Uhr)
26.06.
MARIANNE ET LES GARÇONS Jazz et Chansons Françaises (20 Uhr)
27.06. ANKATÅ Afro Modern Performance & Sommerfest (18 Uhr)
Karten gibt es im Vorverkauf im Butter & Blume, im DA-Shop, im Luisencenter und über ztix. Reservierungen gerne per Mail: reservierung@agora-da.de www.agora-da.de

CreativHof. Grenzallee 4-6 . DA-Eberstadt


Sa 6.6. | 11.30 Uhr ORGELMATINÈE
Andreas Schmidt, Hannover
Eintritt frei!
So 7.6. | 18.00 Uhr
CHORAL EVENSONG
Darmstädter Kantorei
Christian Roß, Leitung
Eintritt frei!
So 14.6. | 18.00 Uhr
J. S. BACH: MESSE H-MOLL
Sophie Rosenfelder, Sopran Hanna Roos, Alt
Christian Rathgeber,Tenor
Matthias Horn, Bass
Darmstädter Kantorei
Darmstädter Barocksolisten
Christian Roß, Leitung
So 21.6. | 16.00 Uhr
SOMMERMUSICAL der Darmstädter Singschule
Eintritt frei!




International Community Day 05.06. 16-20H







Im Kulturclub schon schön
MO 01.06. GANZ SCHÖN JAZZ MIT ARTUR RUTKEVICH QUARTETT
DI 02.06. TOYBOYS Spendenbasis
MI 03.06. GREÑAS + CLAMPDOWN
MO 08.06. TONKULT JAMMT MIT SIX NO SEVEN



MO 15.06. GANZ SCHÖN JAZZ MIT LAZO PROFUNDO DI 09.06. SNUGGLE Spendenbasis

DI 16.06. DEAD FINKS Spendenbasis
DO 18.06. LESUNG ANJA HEYELMANN (FRUSTRIERTE ALTE)



Hofmaler Eger und die Kunst gesehen zu werden




DI 23.06. LAURA KRIEG + LATEX Spendenbasis
FR 19.06. MOSHPIT MAINZ 4: NAKED ON PALMTREES + ZELLE 14 FR 24.07. TEMMIS SUPPORT: SNUCKOUTS
SA 08.08. SALON PRIVÉ
DI 01.09. LARKLY Spendenbasis
SA 05.09 JONNY KARACHO
DI 08.09. ODD BEHOLDER Spendenbasis
Montags ist Jazz (Ganz schön Jazz/Tonkult jammt)
Mo & Di: Eintritt frei (Spendenhut geht um)
www.schon-schoen.de
Große Bleiche 60–62, 55116 Mainz


Paons Perdús (Brüssel)
Punchy Synths, Drum-MachineBeats und pfeifende E-Gitarren. Das Elektro-Rock-Trio bringt einen euphorischen Sound zwischen The Slits und La Femme auf die Bühne.
Hafen 2, Offenbach
Sa, 6.6. | 20 Uhr | 10 €
The Smith Street Band (Melbourne)
Punk, Pop, Rock. Irgendwo dazwischen platziert sich die Band mit ihren intensiven Hymnen und melodischen Songs. Kreativfabrik, Wiesbaden
So, 7.6. | 19 Uhr | 25 €
Yoshi Nardo & Schlecht (Stuttgart)
Das Trio, bestehend aus dem Rapper Yoshi Nardo und dem Produzenten-Duo Schlecht, spielt samplebasierten Live-HipHop zwischen lockerem Boom Bap, Trap und Coming-of-Age-Texten. Karlstorbahnhof, Heidelberg
Do, 11.6. | 20 Uhr | 14 €
Oidorno (Hamburg)
Das Chamäleon des Oi-Punk, die illustre Gruppe Oidorno, feiert Jubiläum. Vor zehn Jahren startete die antifaschistische Band und hat mit der Veröffentlichung von zwei Alben beim Szene-Label Audiolith ihren Status als alberne Idee schnell hinter sich gelassen.
Schlachthof Wiesbaden (Kesselhaus) | Fr, 12.6. | 19.30 Uhr ab 29,45 €
Fat Freddy's Drop (Wellington)
Die Reggae-Dub-Meister begeistern seit nunmehr 25 Jahren – und spielen hier ein ganz besonderes Konzert. Der Genre-Klassiker „Based On A True Story“, das zweite Album der Band, wird mit fetter, funky
Rhythmusgruppe live in Gänze aufgeführt!
Schlachthof Wiesbaden (Halle) Fr, 12.6. | 20 Uhr | ab 57,85 €
Oliver Polak (Berlin)
„Kein Witz ist härter als die Realität“, meint Oliver Polak und präsentiert Stand-up-Comedy, die mehr ist als nur gute Gags. Nämlich: Ein Seismograf gesellschaftlicher Stimmungslagen und ein Spiegel der Absurditäten des Lebens. Forum, Mannheim | Sa, 13.6. 20 Uhr | 35,50 €
In Szene-Kreisen wurde die Emo-Band bereits seit ihrem Debüt 2011 gefeiert – nachdem der Song „Covet“ vom
2012er-Album „Colourmeinkindness“ kürzlich auf Tiktok plötzlich viral ging, ist der Hype explodiert. Kommen jetzt mit neuer Platte „Wired“. Schlachthof Wiesbaden (Halle) Mo, 15.6. | 20 Uhr | ab 34,15 €
Audio88 & Yassin (Berlin)
Die Misanthropen des RapUntergrunds sind zurück und verkünden: „Zeit zu sterben“. Das HipHop-Duo bleibt sich demnach treu und liefert wieder mal bissig-zynische Tracks als Kommentare zu einer Gegenwart voller Polizeigewalt, Faschisten und wachsender Ungleichheit.
Schlachthof Wiesbaden (Halle) Di, 16.6. | 20 Uhr | ab 42,35 € Win! Win! 2 x 2 Tickets auf p-stadtkultur.de


Blisspoint (New York City)
Wer auf Crystal Castles und My Bloody Valentine steht, sollte hier mal reinhören. Das Trio verschmelzt verträumten Shoegaze-Sound mit treibenden Pop-Elementen, New Wave und schroffen Industrial-Klängen.
Café KOZ, Frankfurt | Sa, 20.6. 20.30 Uhr | 15 €
Curtis Harding (USA)
Aufgewachsen ist Curtis Harding im Gospel-Chor, seine
Hörner hat er sich in Punkbands abgestoßen und die Stimmbänder später als Cee-Lo Greens Backingsänger trainiert. Heute spielt er modernen Soul, der Pop und Rock umarmt.
Zoom, Frankfurt | Di, 23.6. 20 Uhr | ab 47,50 €
Doma) – eine spitzenmäßige Cold-Wave-Platte! Als Support dabei: Latex aus Darmstadt. Schon Schön, Mainz Di, 23.6. | 20 Uhr Eintritt auf Spendenbasis (Empfehlung: 10 €)
Lambrini Girls (Brighton)
Mit lautem, wütenden NoiseRock stürmt die Band seit Veröffentlichung ihrer Debüt-EP 2023 nicht nur die Bühnen, sondern mittlerweile auch die britischen Charts. Knallt vor allem live!
Metropolink's Commissary, Heidelberg | Do, 25.6. | 19 Uhr ab 38,20 €
Gimmy (Byron Bay)
Lässiger Indie-Rock vom anderen Ende der Welt. Die Band um die Australierin Gemma Owens vereint New Wave, Garage, Punk und Jangle Pop zu einem superfrischen, eigenwilligen Sound. Die perfekte Band für den Sommer! Hafen 2, Offenbach Sa, 27.6. | 20 Uhr | 10 €
Sleaford Mods (Nottingham)
Ein Mikrofon und ein Laptop auf zwei Bierkästen, der hämmernde Post-Punk-Sample-Beats ausspuckt. Mehr braucht der trockene, schonungslose Working-Class-Rap des ikonischen Duos nicht –auch nicht auf dem neuen Album „The Demise of Planet X“. Die Show findet open air hinterm Schlachti statt!
Laura Krieg (Montreal)
Ihre Musik beschreibt die Kanadierin selbst als brutalistischen Pop. Erschienen ist das neue Album „Crépuscule“ beim Label Detriti Records (Molchat
Schlachthof Wiesbaden (Backyard) | Mo, 29.6. | 19 Uhr ab 43,80 €







Vier von neun Häusern der Neuen Künstlerkolonie auf der Rosenhöhe stehen leer und drohen zu verfallen. Wie kann das sein in einer „Stadt der Künste“ und des Mangels an Atelierräumen? Dabei existiert schon ein Konzept für eine kollektiv genutzte „ganz neue Künstler_innenkolonie“.
TEXT: LEA RIES | FOTOS: NOUKI + KARWATH+TODISKO + JOHANNES JÄGER (RE-NEGOTIATING SPACE)
Auf den ersten Blick wirkt die Neue Künstlerkolonie auf der Rosenhöhe wie ein erhaltenes Versprechen: ein Ort für schaffende Künstler:innen, mit Atelierhäusern und günstigem Wohnraum auf Lebenszeit. Doch genau hier beginnt der Trugschluss. Denn die Neue Künstlerkolonie ist nicht bloß eine hübsche Randnotiz der Stadtgeschichte, sondern ein Ort, an dem sich gerade aktuell Fragen nach Nutzung, Zugang, Denkmalpflege und kultureller Teilhabe verdichten. Schaut man genauer hin – und das tut man als Kulturliebhaber:in in Darmstadt zwangsläufig –, bröckelt die Fassade. Hier wird klar: Ganz so schön sieht es seit Jahren hier nicht mehr aus: Vier der neun Häuser stehen leer, ihre Nicht-Nutzung ist längst nicht mehr nur organisatorisch sichtbar, sondern materiell. Der Leerstand nagt.
Ein Manifest, aus der Not heraus. Am 4. März 2026 wird im Rahmen eines kommunalpolitischen Streitgesprächs zur Zukunft der freien Kulturszene im Mollerhaus genau diese Frage gestellt. Eine Hand huscht hoch: „Was ist eigentlich mit der Neuen Künstlerkolonie? Warum stehen dort Häuser seit Jahren leer, obwohl Atelierraum in Darmstadt knapp ist, und warum werden sie bis zur Sanierung nicht wenigstens zwischengenutzt?“ Die Hand, die sich meldet, gehört Inna Wöllert. Die freiberufliche Künstlerin, die unter dem Namen Karwath+Todisko arbeitet, beschäftigt sich seit Längerem mit Atelier- und Arbeitsraum in Darmstadt. Nicht zuletzt schärfte sich ihr Blick für diese Themen aus der eigenen Not heraus.
Viele Monate lang sucht sie nach einem Atelier: über die Szene, Bekannte, Plattformen, den Bauverein und sogar das Kulturamt. Das Ergebnis: Räume gibt es durchaus, aber selten zu Bedingungen, unter denen Künstler:innen arbeiten können – zu teuer, zu feucht oder schlicht unbrauchbar. Selbst, wer nur noch etwas Bezahlbares, Trockenes und Warmes sucht, findet kaum reale Möglichkeiten. Wenn dann auch noch Orte wie das Atelier
Siegele in der Wolfskehlstraße verschwinden, geht es längst nicht mehr nur um Quadratmeter. Sondern um eine Infrastruktur, ohne die eine Kunstszene irgendwann nur noch auf Werbeflyern existiert. Was Inna beschreibt, ist kein Einzelfall, sondern Symptom einer Stadt, in der bezahlbarer Atelier- und Arbeitsraum für Kunst und Kultur immer knapper wird. Warum bleibt ein solcher Ort an der Rosenhöhe also weitestgehend ungenutzt?
2025 schrieb und teilte Inna ein Manifest mit dem Titel „Eine ganz neue Künstler_innenkolonie“, in dem sie vorschlägt, die leerstehenden Häuser nicht als Orte zum Wohnen und Arbeiten zu vergeben, sondern sie als gemeinschaftliche Atelier-, Projekt- und Ausstellungsräume zu öffnen. Keine Einzelvermietung, sondern Community, damit ein Ort entsteht, der seiner ursprünglichen Idee neu und zeitgemäß gerecht wird. Gemeinsam mit Kira und Kai Altheim vom Kollektiv Büro Raum arbeitet sie an einem Konzept, wie die neue Künstlerkolonie neu gedacht und belebt werden könnte.
Teilweise fünf Jahre Leerstand Wer hier früher wohnte, liest sich wie ein kleines Darmstädter Kulturverzeichnis. Es zeigt nicht nur, wie prominent der Ort einmal besetzt war, sondern auch, wie sehr seine Geschichte an konkrete Biografien und Werkzusammenhänge geknüpft ist. Frühere bekannte Bewohner:innen waren unter anderem Kasimir Edschmid, Georg Hensel, Karl Krolow, Gabriele Wohmann und Wilhelm Loth.
Heute ist dieses Bild brüchig geworden. Der Verfall begann nicht an einem einzigen Tag, sondern schob sich über Jahre in den Ort hinein. Edschmidweg 23 sowie LEW 11, LEW 13 und LEW 15 stehen leer [LEW steht für: Ludwig-Engel-Weg]. Die übrigen Häuser werden genutzt.
Nachdem 2007 und 2009 die Witwen von Wilhelm Loth und Karl Krolow starben, wurden die Atelierhäuser 2010 im Einvernehmen mit der Stadt (OB Walter Hoffmann) von Lukas Einsele und seiner Frau, der Architektin Sabine Waldmann sowie den
Dokumentarfilmer:innen Barbara Struif und Christian Gropper in Eigenleistung saniert und bezogen. 2018 zog der Verein Kultur einer Digitalstadt ins LEW 1 ein, das bis 2014 von Georg Hensels Witwe bewohnt war. Der Bildhauer Thomas Duttenhoefer wohnt nun schon seit 1979 in der NKK und ist künstlerisch immer noch sehr aktiv.
Lukas Einsele erzählt davon an einem sonnigen Märznachmittag auf der „Kulturteilchen-Plattform“, einer aus Holz gezimmerten, kreisrunden Bühne inmitten der Neuen Künstlerkolonie: „Was traurig ist, ist, dass man hier auf Häuser guckt, die seit teilweise bald fünf Jahren leer stehen. Wie gut das doch wäre, wenn dort stattdessen Menschen lebten und an tollen Projekten arbeiten könnten“, sagt er. Der Künstler und Fotograf zog 2010 in die Neue Künstlerkolonie ein – was nur möglich geworden sei, nachdem er auf eigene Kosten ein Sanierungs- und Nutzungskonzept für ein freigewordenes Haus vorgelegt hatte. Mit dem mitgegründeten Verein Kultur einer Digitalstadt arbeitet er seither daran, den Ort auch öffentlich zu bespielen. Er betont mehrfach, dass dies kein Privatgrundstück im engen Sinne sei, sondern öffentlicher Raum, auf dem Konzerte, Treffen, Filmabende und neue Formate stattfinden können, wenn man ihn denn wieder betretbar und sichtbar macht. Mit seinem neuesten Projekt „Re-Negotiating Space“ („Neuverhandlung des Raumes“) macht Lukas Einsele die Rosenhöhe als Veranstaltungsort der Reihe vermutlich gerade selbst zum
Versuchsfeld dafür, wie öffentlicher Raum neu gedacht und gemeinschaftlich belebt werden kann.
Lukas erzählt auch, dass bereits frühere Häuser in schlechtem Zustand waren, als er sich 2007 auf sein heutiges Haus bewarb. Manches sei so zugewachsen gewesen, dass das Wohnhaus vom Weg aus kaum noch sichtbar war. Für die derzeit leerstehenden Häuser nennt er dann deutlichere Daten: 2021 starb die Schriftstellerin Katja Behrens, seitdem steht das Haus Edschmid leer. Ebenfalls 2021 starb Hans Drewanz, Dirigent und ehemaliger Generalmusikdirektor des Staatstheaters Darmstadt, womit eines der hinteren Häuser frei wurde. Seitdem habe sich der Zustand dieser Gebäude weiter verschlechtert.
Wie dieser Verfall aussieht, machen weitere Gespräche erschreckend anschaulich: Inna berichtet von einem Haus, das sie im Frühjahr 2025 unverschlossen vorfand, mit Loch in der Glastür, geöffneter Terrassentür und Licht im Inneren; im November 2025 nahm sie wahr, dass sich in LEW 13 bereits Schimmel gebildet hatte. Lukas findet klare Worte: „Wenn über ein halbes Jahr Wasser an einer Wand hinabläuft und niemand eingreift, dann ist die Wand irgendwann kaputt.“
Zwischennutzung statt Stillstand
Die Schwierigkeit liegt allerdings nicht im Desinteresse der Stadtgesellschaft und auch nicht darin, dass die Stadt nichts plant. Sie plant ...

während die vier Häuser bröckeln, nicht gelüftet werden und zu schimmeln beginnen. Gerade deshalb ist die Frage, warum hier bisher nichts oder zu wenig passiert, für fast alle Beteiligten zentral. Lukas widerspricht der Logik des weiteren Wartens deutlich: „Zu sagen, das ist mir zu komplex, ich mache nichts, und dass die Häuser dann verrotten, ist das Schlimmste, was man tun kann“, sagt er. Die Stadt verweise auf Komplexität, Sanierungsbedarf und Denkmalschutz, während „de facto diese Häuser weiter kaputtgehen“.
Hier kommt das Thema Zwischennutzung ins Spiel, und zwar nicht nur als Notlösung, sondern als kulturpolitische Chance. Es könne schon damit anfangen, die Häuser als Ateliers für Künstler:innen zu öffnen. „Allein schon durch die Nutzung entsteht auch ein Sich-Kümmern. Lüften und Heizen im Winter wirken einem weiteren Verfall entgegen.“
Als Inna ihr Manifest im vergangenen Jahr mit der Stadt Darmstadt – konkret auch Oberbürgermeister und Kulturdezernent Hanno Benz – teilte, habe sie als Antwort im Kern nur erhalten, die Nutzung bleibe das „Wohnen und Arbeiten“ und die Häuser „würden saniert werden.“ Genau diese ausweichende, unkonkrete Art von Antwort ist es, die in den Gesprächen immer wieder Frustration auslöst.
Warum die Häuser liegen bleiben
Die Stadt malt weiterhin das Bild eines Ortes, der ausdrücklich Künstler:innen vorbehalten sein sollte. Umso problematischer erscheint Inna, Kai und Kira, dass das leerstehende Haus am Edschmidweg nun interimsmäßig dem Grünflächenamt als „Gärtnerunterkunft“ überlassen werden soll: „Wenn ein Künstlerhaus vorübergehend von einem Amt genutzt werden kann, warum dann nicht auch von Künstlerinnen?“ Die Stadt Darmstadt begründet den Unterschied damit, dass dafür keine Umbauten nötig seien, eine Zwischennutzung der leerstehenden Häuser am Ludwig-Engel-Weg aber als nicht wirtschaftlich gelte, weil dafür Maßnahmen erforderlich wären, die später teils wieder zurückgebaut werden müssten.
Offiziell verweist die Stadt auf eine lange Vorgeschichte aus Beschlüssen, Zuständigkeitswechseln und offenen Finanzierungsfragen. Die vier leerstehenden Häuser seien umfassend sanierungsbedürftig; 2022 habe die Betriebskommission des Eigenbetriebs IDA die Gesamtsanierung der neun Atelierhäuser beschlossen, zunächst verbunden mit der Erarbeitung eines Masterplans. Später
sei das Projekt an die Darmstädter Stadtentwicklungs GmbH (DSE) übertragen worden, um eine Sanierung in Bauphasen zu ermöglichen. Pläne für die Sanierung seien bis Ende 2026 zu erwarten.
2024 wurde im Rahmen des Kulturinvestitionsprogramms der Stadt zwar bereits eine Förderung von 530.000 Euro für die Sanierung in Aussicht gestellt, ein Förderbescheid wurde jedoch nie offiziell erteilt. Im Zuge der Haushaltskonsolidierung für den Doppelhaushalt war die Finanzierung der Maßnahme nicht gesichert. Für 2026 sind laut Stadt insgesamt 100.000 Euro für alle vier Gebäude vorgesehen; weitere Mittel müssten in den Folgejahren etatisiert werden. Auch Lukas schildert, dass es bereits ein Sanierungskonzept für die Häuser gab. Die Häuser sollten damals als eine Art Best-Practice-Beispiel saniert werden: energetisch zeitgemäß, denkmalgerecht und zugleich so, dass sie weiterhin sinnvoll nutzbar bleiben. Genau an diesem Anspruchs-Dreieck hakt es vermutlich bis heute.
Die Rosenhöhe als offener Ort, wo „immer so ein bisschen was los“ Wichtig ist dabei, dass das Trio gerade nicht einfach eine Rückkehr zum alten Modell fordert: „Wir sehen Vorteile darin, das ursprüngliche Wohn- und Arbeits-Konzept der aktuell leerstehenden Häuser zu öffnen.“ Die Frage lautet nicht mehr, wie man den alten Zustand nostalgisch wiederherstellt, sondern wie man diesen Ort neu denkt, ohne seine Geschichte zu verraten.
Das Konzept setzt auf eine offene, gemeinschaftliche Nutzung: Atelier-, Projekt- und Ausstellungsflächen sollen einen Ort schaffen, an dem „immer so ein bisschen was los“ ist. Wichtig ist dabei, dass die Häuser auch als Ort der Begegnung wieder Teil der Stadt werden, mit Räumen, in denen Künstler:innen eigenständig Projekte, Ausstellungen oder Performances zeigen können. Ausgehend von der Rosenhöhe sehen Kira, Kai und Inna die Möglichkeit, dieses Modell auch auf anderen städtischen Leerstand in Darmstadt zu übertragen.
Dass das nicht bloß eine idealistische Künstler:innen-Fantasie ist, betonen die drei mit Verweis auf die demokratische Bedeutung eines öffentlich zugänglichen Kulturortes. Dazu ziehen sie Parallelen zu wichtigen Kulturorten wie der Leipziger Baumwollspinnerei oder der Basis in Frankfurt – als Beispiele für Orte, an denen Kunst nicht nur kulturell, sondern auch strukturell und vor allem wirtschaftlich wirksam werden kann.


„Das Boot von Anfang an mitbauen“ vs. „Scheinpartizipation“
Für das Nutzungskonzept der gesamten Neuen Künstlerkolonie ist momentan das städtische Kulturamt im Zuge der Fortschreibung des Rahmenplans Kultur verantwortlich. Dazu verkündet die Stadt: „Im Zuge des Rahmenplans Kultur wird ein aktualisiertes Nutzungskonzept entwickelt, welches auf dem ursprünglichen Konzept und dessen Intention beruht, dieses aber auf eine zeitgemäße Basis hebt. Hierzu gehört dann im Übrigen auch eine transparente Vergabepraxis.“
Der Rahmenplan Kultur soll ausdrücklich auf Partizipation, Öffnung und kulturelle Zwischennutzungen setzen, um Leerstand entgegenzuwirken und neue Publikumsschichten zu erreichen. Hier beginnt aber auch die Reibung. Denn auf dem Papier klingt das offen. In der Wahrnehmung vieler Beteiligter vor Ort bleibt es bislang dennoch erstaunlich unkonkret.
Inna beschreibt sehr klar, dass viele Beteiligungsformate in Darmstadt aus ihrer Sicht erst dann stattfinden, wenn eigentlich schon fast alles entschieden ist. Dann würden Menschen zwar informiert, aber nicht mehr wirklich an einer offenen Entwicklung beteiligt. Diese Scheinpartizipation sei ein strukturelles Problem. Nicht erst später mit ins Boot geholt zu werden, sondern das Boot von Anfang an mitzubauen, das ist hier mehr


als nur eine schöne Formulierung. Im Hinblick auf Atelierflächen, städtische Leerstandsnutzung und den gerade entstehenden „Rahmenplan Kultur“ wünschen sich Kira, Kai und Inna eine gute Kommunikation und Zusammenarbeit mit der Stadt.
Der Leerstand als Lehrraum für den Fachbereich Architektur
Auch an der Hochschule Darmstadt (h_da) beschäftigt man sich intensiv mit dem Ort. Das Lehrprojekt „Reading NKK – Neue Künstlerkolonie Darmstadt“ von Prof. Gesa Foken und Prof. Frank Lang im Fachbereich Architektur untersuchte im Wintersemester 2025/26 die leerstehenden Häuser direkt vor Ort und machte den architektonischen und atmosphärischen Zustand lesbar.
Die Studierenden arbeiteten in allen vier leerstehenden Häusern, maßen unter anderem Feuchtigkeit, dokumentierten Spuren des Leerstands und entwickelten Gegenüberstellungen zwischen dem Ist-Zustand und möglichen anderen Möglichkeiten. Das Ziel war ein grundlegendes Verständnis für den Bestand: „Man kann nicht alles neu bauen“, betont Frank Lang, und daher sei es entscheidend, „wirklich zu gucken, was da ist, statt nur an neuen Entwürfen zu arbeiten.“
Die Lehrenden beschreiben den Leerstand nicht nur als Defizit. Frank Lang erzählt, der vordergründige Eindruck sei für ihn nicht in erster Linie ruinös, sondern von einer starken Präsenz des erst
kürzlich verschwundenen Lebens geprägt. Gesa Foken spricht sogar davon, dass diese Zwischenzeit nicht nur nachteilig sei, weil sie den Blick auf die Geschichte der Häuser überhaupt erst freilege.
„Natürlich macht der Leerstand die Studierenden auch traurig“, erzählt Gesa. Mehrere Arbeiten reagierten ausdrücklich auf diese Spuren und darauf, dass die Häuser nicht genutzt werden. Gleichzeitig habe gerade diese Phase des Dazwischens offenbar einen Raum geöffnet, in dem genauer hingeschaut, dokumentiert, erinnert und neu gedacht werden könnte.
Die eigentliche Frage der Rosenhöhe – ein Kommentar Vielleicht liegt genau darin momentan eine produktive Spannung dieses Ortes. Der Stillstand ist nicht gut, weil Stillstand an sich gut wäre. Er ist auch nicht romantisch, bloß weil Häuser mit Geschichte schnell poetisch wirken, sobald sie leer stehen. Aber wenn dieser Stillstand dazu führt, dass Menschen ihn nicht nur beklagen, sondern sichtbar machen, befragen, politisieren und sich einmischen, dann bekommt er rückblickend vielleicht doch eine Funktion.
Vielleicht ist das also die eigentliche Frage, die an der Rosenhöhe gerade verhandelt wird: Nicht nur, wann endlich saniert wird, sondern wer künftig mitentscheiden darf, was hier für ein Kulturort sein soll. Wenn Kulturschaffende, Lehrende, Studierende, Bewohner:innen und Stadtgesellschaft sich diesen Ort jetzt zurück ins Gespräch holen, wenn sie darauf bestehen, dass Denkmalschutz nicht Stilllegung bedeuten darf und dass kulturelle Nutzung kein Luxus, sondern öffentlicher Wert ist, dann hat dieser Dornröschenschlaf womöglich tatsächlich noch etwas anderes hervorgebracht als bloßen Verfall. Dann hätte er wenigstens Zeit zum Nachdenken geschaffen, damit ein Ort wieder als gemeinsamer Kulturraum denkbar wird.
Und jetzt mal ehrlich, Lukas Einsele hat es eigentlich schon sehr treffend gesagt: „Was sagt es über eine Stadt aus, die sich mit ihrem Weltkulturerbe schmückt, wenn man hinten rausläuft und auf Häuser aus den 60ern blickt, die seit Jahren verfallen?“ Dass das, freundlich gesagt, unangenehm ist, benennt er mit einer Deutlichkeit, an der man schwer vorbeikommt: Wenn künftig – wie von der Stadt prognostiziert – eine Million und mehr Menschen wegen des Weltkulturerbes Mathildenhöhe nach Darmstadt kämen und dann „hier langlaufen und in Ruinen schauen“, sei das für diese Stadt schlicht „unwürdig“.

Re-Negotiating Space (RNS) #2: „Jenseits des Anthropozäns — Die Stimme des Planeten“
Im Garten der Neuen Künstlerkolonie, Atelierhaus LEW1 (Ludwig-Engel-Weg 1)
Samstag, 13.6., 16 bis 20 Uhr | Eintritt frei. Für Getränke ist gesorgt. Bring your own lunch.
Gäste der Dialogrunde sind Julia Watson aus Brooklyn (führende Expertin für naturbasierte Innovation, Gründerin des Julia Watson Studios und des Lo–TEK Instituts für systemischen Wandel und Nachhaltigkeit), Beatriz Colomina von der Princeton University (Howard Crosby Butler Professorin, forscht umfangreich zu Architektur, Kunst, Technologie, Sexualität und Medien), Mark Wigley von der Columbia University, New York (Professor und ehemaliger Dekan der Graduate School of Architecture, Planning and Preservation, der die Schnittstellen von Architektur, Kunst, Philosophie, Kultur und Technologie erforscht) und Philipe Havlik (Geologe und Geschäftsführer der Grube Messel, UNESCO-Weltkulturerbe).
Die Fragestellung von RNS #2: „Wie können wir planetarische Perspektiven in die städtischen Entscheidungsprozesse integrieren und welche Instrumente ermöglichen es uns, die ,Stimme' von Ökosystemen, Spezies und natürlichen Zyklen hörbar zu machen?“
Bereits von 10.30 bis 12.30 Uhr: Präsentation (auf Englisch) der Bücher „We the Bacteria“ von Beatriz Colomina & Mark Wigley (Verlag Lars Müller, 2026) und „Lo-TEK: Water“ von Julia Watson (Kunstbuchverlag Taschen, 2026).
Re-Negotiating Space (RNS) ist ein Projekt von Jan Eckert (janeckert.swiss) und Lukas Einsele (Kultur einer Digitalstadt e. V.) im Rahmen der World Design Capital 2026.
kultur-digitalstadt.de

Heißes Pflaster uff de Piazza 2026: Seit zwölf Jahren Essen, Trinken,
TEXT: CEM TEVETO GLU + KATHARINA HOFF + GREGOR RIES
FOTOS: JULE LENZ (MALADD IN DE TÊTE) + MARKO + SCHEIBA + DONTCANDJ + THOMAS KUREK (BUERGERMEISTER) + NOUKI (VINYL AGE)
Zwölf Jahre „Heißes Pflaster uff de Piazza!“: Seit 2014 fügen Zoo Bar und P Stadtkulturmagazin dem Heinerfestprogramm ihren Farbtupfer in Form eines eigenen, kleinen Fünf-Tage-Festivals hinzu. Bei aller organisatorischen Eigenständigkeit: Der etwas unterschätzte, wunderschöne Stadtkirchplatz, sein Kulturprogramm und seine Gastronomien gehören zu unserem geliebten Innenstadtfest wie die Mussig zum Handkäs'. Als würziges Topping sozusagen.
Insgesamt stehen an den fünf Festtagen zwölf interessante und szenebekannte Bands und DJs auf der Piazza-Bühne und beleben Darmstadts charmantesten Innenstadtplatz. Der Eintritt ist und bleibt frei. Die Gestaltung des Stadtkirchplatzes fürs Fest wird wieder bunt und discokugelig. Und dank des natürlichen Blätterdachs der 13 lauschigen Kastanien bietet die Piazza Schutz vor Regen – oder zu starker Sonne. Gastronomisch ist neben der Zoo Bar auch wieder der Goldene Hirsch mit im Boot – und zum ersten Mal auch das „Downtown“. Kommt alle!
Das Programm „uff de Piazza“ 2026:
Donnerstag, 2. Juli: 19 bis 21.30 Uhr, DJ: Marianne | Parler et danser! Das „Heiße Pflaster uff de Piazza!“ 2026 eröffnet la incroyable Marianne (ohne die Garçons)! Die singende Köchin tauscht an diesem Abend Mikro gegen Mischpult und serviert Tanzmusik von Bamako (Mali) bis Paris, um schon mal ein bisschen „maladd in de tete“ zu werden. Als Amuse-Gueule für die direkt im Anschluss auftretende Superband.
21.30 bis 1 Uhr, live: Maladd in de tête | French Freak Beat, Soul, Chanson, NDW, Rock
Heinerfestdonnerstag uff de Piazza ohne Maladd in de tête? Geht net – und gibt's net! Eine fulminante, hochkarätig besetzte Liveband, Rampensau Nouki und die charmante Chanteuse Ina bedeuten:

Tanz-Schwoof-und-Pogo-Ekstase, Discokugelglitzer, Bierdusche, müde, Bett.
Freitag, 3. Juli:

19 bis 21.30 Uhr + 22.30 bis 2 Uhr, DJ: Marko (Come to the Dance) | R'n'B & World Pop
Mit „Come to the Dance“ hat Marko eine Partyreihe konzipiert, bei der er dank R'n'B-, Afrobeats- & World-Pop-Perlen schon das Weststadtcafé und das „TiP“ abgerissen hat. Aufgelegt werden liebevoll ausgewählte Tracks von Beyoncé und Aaliyah bis Burna Boy, von Sean Paul bis Dua Lipa, von Timbaland, Drake und den Neptunes bis Michael-Jackson-Classics und Whitney-Houston-Hymnen – ein Mix, der Dich förmlich auf die Tanzfläche zieht. Das Ganze open air und bei freiem Eintritt auf der Piazza ... geht's noch besser?!

21.30 bis 22.30 Uhr, live: Scheiba | Indie-Rock mit Disco-Beats
Mit flirrenden Synths, Disco-Beats, schillernden Bläsern und Texten über die intensiven Gefühle der Zwanziger vereinen die sechs Musiker in ihren Konzerten Emotion, Ernsthaftigkeit und Euphorie. Dank Saxofon und Posaune kreiert die Darmstädter Band einen eigenen Sound: eingängigen Indie-Rock, der einlädt zum Feiern, Fühlen und Abtanzen. Funktioniert auf dem Hurricane Festival genau so gut wie neulich in der pickepackevollen Centralstation –und an diesem Abend auf dem Stadtkirchplatz!
Samstag, 4. Juli:
19 bis 21.30 Uhr + 23 bis 2 Uhr, DJ: DontCanDJ | Indielectro
Comeback des Jahres! An diesem magischen Samstagabend auf der Heinerfest-Piazza steht ein Duo an den Decks, das die Darmstädter Clubkultur
nachhaltig geprägt hat: DontCanDJ. Was in den 2000ern als mutiges Projekt zweier junger Frauen begann, wurde schnell zu einer festen Größe in Darmstadt – und weit darüber hinaus. Geprägt von der Energie der 2000er-Jahre stehen Emma und Doris für einen Sound, der Indie und Electro mühelos miteinander verbindet. Das Herzstück ihres DJ-Wirkens war die „Elektroschule“ im Schlosskeller, ein verlässlicher und einzigartiger Treffpunkt für die lokale Szene und der Ausgangspunkt für ihren Ruf als Garantinnen für volle Tanzflächen. Nachdem DontCanDJ die Veranstaltungsreihe nach elf Jahren beendeten, sah man die beiden nur noch äußerst selten gemeinsam auflegen. Zuletzt als Support für Romy (The XX) im Jahr 2023 – und jetzt bei „Heißes Pflaster uff de Piazza“!

21.30 bis 23 Uhr, live: SDUUDZ & Q-REC | LiveTechno-Jazz
Steffen Stütz dreht wieder frei! Der Darmstädter Keyboard-Genius widmet sich unter seinem Alias „SDUUDZ“ wieder handgemachter elektronischer Musik, hier unterstützt von Wight-Drummer
Thomas Kurek alias Q-REC. Euch erwartet eine Symbiose aus Electronic Dance Music und jazznaher Improvisation. Es gibt keine vorgefertigten Song-Strukturen, alles entsteht spontan. SDUUDZ bedient Synthesizer-Legenden aus den 1970ern, Sequencer, Samples und Piano-Sounds, Q-REC elektronische und akustische Drums sowie zahlreiche Percussions, die er mit Loops verbindet.
Sonntag, 5. Juli:
16 bis 18 Uhr: „Downtown“-Stage | Handmade Music & More
Das „Downtown“, diese unscheinbare Billard-undviel-mehr-Bar in der Kinopassage zwischen Rex und Helia, bereichert das Darmstädter Kulturleben auch musikalisch: Hier, wo ganz früher „der Uli“ Platten verkaufte („Uli's Musicland“), finden sich seit rund zwei Jahren jeden Montag ab 19 Uhr Musiker:innen und Musikliebhabende ein, um gemeinsam zu improvisieren. Kevin Nguyen, Inhaber und selbst Musiker, startete die Jamsession mit Kolleg:innen. Seit Kurzem gibt's alle zwei Monate an einem Freitag außerdem noch eine „Open Stage“, bei der neben Musik auch Jonglage und Comedy präsentiert werden. Eine gute Mische aus alledem erwartet Euch an diesem Heinerfestsonntag-Spätnachmittag auf der kunterbunten „Downtown“-Stage.

18.30 Uhr bis 20 Uhr: Vinyl Age | Rock Cover & Oldies
Strictly Vinyl! Vinyl Age spielen Hits aus den Zeiten, als Schallplatten noch nicht retrocool waren, sondern konkurrenzlos knorke und super. The Who, Stones, Kinks, Pink Floyd, Beatles, Santana, Doobie Brothers, Creedence Clearwater Revival, Eric Clapton, Neil Young, Jimi Hendrix, Deep Purple, The Free, ZZ Top: Was diese sechs Darmstädter – von Beruf: Ärzte, TU-Dezernent, Ingenieur, Übersetzer – in klassischer Rockband-Besetzung covern, weckt wohlig nostalgische Gefühle.
20 Uhr bis 21 Uhr + 22.30 bis 24 Uhr: ROUGH55 | Strom, Indie, Funk
Dieser Heinerfest-Sonntag ist Wildwasserbahn, Hauden-Lukas und Nessy in einem! Der geheimnisumwobene DJ ROUGH55 – nur Insider wissen, von wem hier
die Rede ist – schlägt die nächste breakdancer-eske musikalische Volte und kündigt als Genremix für ein garantiert heißes Pflaster an: „Strom, Indie, Funk“.
21 bis 22.30 Uhr: Von Liebknecht | Krautpunk
Nach zwei EPs hat die Darmstädter/Frankfurter Formation Von Liebknecht ihr erstes Album mit einigen vertrauten, neu abgemischten Tracks vorgelegt. Das Nachfolgeprojekt der Messer Brüder um Thomas Buchenauer und Julia Rothfuchs mixt Punk, Wave, Psychedelic und Krautrock bei kryptisch-zeitkritischen Lyrics um die Auslöschung des Individuums im digitalen Zeitalter. Energische Vocals, donnernde Gitarren und treibende Beats liefern ein „Best of Vergangenheit auf dem Weg in die Zukunft“, so Bassist Linus König.
Montag, 6. Juli:

18 bis 20.30 Uhr + 22 bis 24 Uhr, DJ: Buergermeister („Come to the Casbah“) | Outernational Dance Madness
Hüseyin Köroglu alias Buergermeister ist aus der Darmstädter Musikszene nicht wegzudenken. Der vieltalentierte Musik-Aficionado (Soundkitchen Orchestra, Orange-Box-Studios, Phunkmob, Besidos) rückt mit seiner „Come to the Casbah“-Reihe festgefahrenen (europäischen) Hörgewohnheiten zu Leibe. Entlang der Losungen „Vinyl only!“ und „No fillers – just killers“ bringt das Partyformat Hits, Songs und Klänge der gesamten Musikwelt auf die Tanzfläche. Klingt wie: „Telephone Call From Istanbul“ ...
20.30 bis 22 Uhr (bis zum Feuerwerk), live: Blood Money | Hommage an Tom Waits
Auf vielfachen Wunsch sind sie zurück „uff de Piazza“: Diese sechs gestandenen, sauguten Darmstädter Musiker spielen in einer „Tribute to“-Band, obwohl sie „so was“ eigentlich nie machen wollten. Warum? Weil die gemeinsame Liebe zu Tom Waits' Œuvre stärker war. Und weil Sänger Bill die Songs – von „Downtown Train“ über „Clap Hands“ bis „Waltzing Mathilda“ (!) – in einer so betörenden Intensität singt, dass man zwischen Gänsehaut, Rührung und Euphorie hin- und hergeworfen wird. Da findet jede verlorene Seele zurück nach Hause. Oder sieht zumindest Licht am Ende des Tunnels.
p-stadtkultur.de + heinerfest.de ❉






























Es war ein „legendärer Abend“ und ein Abschied, wie Wirtin Nadine Rambo ihn sich für ihr Nine's vorgestellt hatte, als sie Mitte Mai Samstagfrüh zum letzten Mal die Tür ihrer Kneipe im Johannesviertel abschloss. Nach fast drei Jahren ist Schluss, der Pachtvertrag wird nicht verlängert. Für sie endet damit eine kleine Ära, aber: „Wenn es am besten ist, sollte man aufhören.“ Seit Anfang 2024 war das Nine's mit seiner Bierkasten-Bühne auch ein Ort für Live-Musik und Kultur – ganz nach ihrer Vorstellung. „Hier kam man zusammen. Egal, ob bei einem Gespräch am Tresen oder während einer Jam-Session, man konnte ohne Bewertung Anschluss finden.“ Das Nine's war wie ein Wohnzimmer, ein richtiger Melting Pot für Menschen aller Generationen: „Hier haben sich alle angenommen und geliebt gefühlt – auch die, die so was normalerweise nicht kannten.“ Verantwortlich für diese besondere Atmosphäre waren neben Nadine – genannt „Nine“ – und ihrem Team auch die zahlreichen Stammgäste, die ihre Energie und neue Ideen eingebracht haben – etwas, wofür sie sehr
dankbar sei. Wie es für die umtriebige Wirtin weitergeht, lässt sie offen. Was Neues hat Nadine noch nicht geplant, erst mal heißt es: runterkommen. An den Jam-Sessions will sie auf jeden Fall festhalten, vielleicht an einem anderen Ort – „mal gucken, was sich ergibt“. Auch der Kontakt zu ihrem Stammtisch soll bestehen bleiben. An diesem letzten Abend wurde noch einmal das gefeiert, was diese Kneipe besonders gemacht hat: die Gemeinschaft. Dem Johannesviertel – und allen Darmstädter Nachteulen – wird das Nine's sehr fehlen. (ys)
Wilhelm-Leuschner-Straße 48, Johannesviertel instagram.com/nines_projectz

Wenn Vintage Mode und Kunst sich vereinen, ist das eine Win-win-win-Situation. Im Sinne der Nachhaltigkeit. Im Sinne der Mode, die dadurch unique wird. Und im Sinne der Kunst, die eine Plattform bekommt, die öffentlich und leicht zugänglich ist. So ist es auch bei dieser Kollaboration von Attic Studio, dem Second-Hand-Mode-Laden mit dem gelben Schaufenster in der Ludwigstraße, und dem Darmstädter Künstler Nede. Dessen Schriftzug prangt nun nicht mehr nur auf konsumkritischen Installationen und dem Sperrmüll dieser Stadt, sondern auch auf aussortierten Shirts, Pullis und Jacken, die damit zurück in den Verkauf gehen –„jedoch nicht als klassisches Upcycling, sondern als künstlerische Intervention und prozessuale Arbeit“, wie der Künstler erklärt. Durch das „NEDE“-Signet werden die gebrauchten Kleidungsstücke erneut zu Ware, ein weggeworfenes Teil wird so wieder zum Konsumobjekt, weil sich seine Zuschreibung verändert: „Es wird neu codiert. Genau in diesem Moment wird Wert sichtbar als etwas, das entsteht, nicht existiert. Die Verwandlung von Konsum ist
der eigentliche Prozess, nicht das Produkt“, so Nede. Die Kunstaktion im Innenstadt-Laden von Lukas Geipert und Florian Lehmann wurde bereits zweimal verlängert und läuft (vorerst) bis Ende Juni. „Das Projekt trifft einen Nerv, in dem Fragen nach Überfluss, Zuschreibung und Nachhaltigkeit zunehmend gesellschaftlich verhandelt werden“, ist sich der Künstler sicher. Übrigens: Nede ist nicht allein, auch vom Darmstädter Artist El Kroma künstlerisch veredelte Kleidung hängt aktuell im Attic Studio. (ct)
Ludwigstraße 5, Innenstadt attic-studio.de und instagram.com/nede_1.0

Mein Name ist Pino's ... Pino's 2.0. So wie es immer wieder einen neuen „Bond“ gibt, so geht es auch mit dem Bessunger Kultlokal weiter: irgendwie ganz anders, aber gleichzeitig auch vertraut. Nachdem im Januar der ehemalige Gastronom Pino Frare altersbedingt sein Geschäft schloss, hat seine Tochter Jasmin Frare gemeinsam mit Dirk Itzstein Mitte April nach längeren Renovierungsarbeiten das Bistro wiedereröffnet. „Die Renovierungsarbeiten hatten es in sich“, berichtet Dirk, der 58-jährige neue Mit-Inhaber, und fährt fort: „Wir haben den Laden trotz Denkmalschutz renoviert, saniert und komplett entkernt.“ Trotz allem bleibe „die Basis, wie sie war, aber es wurde alles etwas aufgefrischt“, ergänzt die 41-jährige Jasmin. Die Räumlichkeiten des Pino's sind besonders: Ein runder Grundriss, verglaste Wände, eine beleuchtete Decke, die an einen Gewölbekeller erinnert und der helle Marmorboden vermitteln gemeinsam mit der Rundtheke sowie einer stilvollen Discokugel einen (pseudo-) glamourösen 80er-/90er-Vibe, der fast schon dazu
verleitet, den Wodka Martini geschüttelt und nicht gerührt zu bestellen. Gastronomisch spezialisiert sich das neue Betreiber-Duo auf die italienische Basic-Küche mit Pizza, Pasta und Salaten aus der Toskana und Sizilien. Inzwischen gibt es eine Tageskarte und die Kuchentheke wird immer frisch vom Café Gretchen bestückt. Bald soll ein Mittagstisch folgen – und auch Gerichte „aus der deutschen Küche“ seien geplant. Zudem sollen künftig monatliche Events mit Livemusik stattfinden. Dafür gibt es mit knapp 70 Sitzplätzen unter freiem Himmel auch draußen auf der Terrasse reichlich Platz. Der Innenraum des Bistros kann für Gruppen von bis zu 25 Personen gebucht werden. (mah)
Karlstraße 96, Bessungen




❉ Der Allerweil Stehausschank am Friedensplatz (im ehemaligen Lilien-Fanshop, ganz früher: Asphaltgold) hat am 20. Mai „Soft Opening“ gefeiert. Offiziell eröffnet wird die neue Innenstadt-Bar im urbanen Dorfkneipen-Look und mit High-End-Soundanlage am Freitag, 19. Juni, um 18 Uhr. Öffnungszeiten bis dahin: Mi + Do 15 bis 22 Uhr, Fr 15 bis 24 Uhr, Sa 11 bis 24 Uhr sowie So 11 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 15 Uhr ist „Bayerischer Frühschoppen“. (ct)
❉ Die Outdoor-Saison im Bessunger Nachbarschaftsgarten ist im Mai gestartet: Alle 14 Tage, immer dienstags von 17 bis 21.30 Uhr, gibt's ein „Foodtruck-Afterwork“, jeden Sonntag von 13 bis 18 Uhr öffnet das „Nachbarschaftscafé“ – und immer wieder wird die „Kulturbühne“ mit Lesungen, Konzerten, Theater, Tanz, Bingo, Poetry Slam sowie Kindertheater (und Kinderflohmarkt) bespielt. Ab 7. Juni läuft sonntags von 11 bis 12 Uhr „Qui Gong im Garten“, ab 11. Juni donnerstags von 19.15 bis 20.15 Uhr „Pilates im Garten“. (ct)
❉ Emotionaler Abschied und Neustart im „einFach“ in der Hölgesstraße 21: Der Betreiber und Koch Bernd Fach hat aufgehört – nach zwölf Jahren in seinem süßen Mittagsrestaurant unweit der Kuppelkirche und nach insgesamt 50 Jahren in der Gastronomie. „Es ist der Moment gekommen, ein Kapitel unseres Lebens zu schließen. Ein ganz besonderes. Ein gutes“, erklärte Bernd seiner treuen Gästeschar Ende April via Facebook. Ahmed „Ami“ Abubreika und Julia Diller, die seit der Eröffnung im Juni 2019 gemeinsam im „Obendrüber“ gearbeitet haben (Ami als Koch und Julia im Service und Eventmanagement) haben das Bistro am 1. Mai übernommen. Neuer Name: „einfach jami“. Das bisherige Konzept aus Mittagstisch, Catering und kleineren Veranstaltungen soll bestehen bleiben und wird künftig um Frühstück, Snacks sowie Kaffee und Kuchen ergänzt. Kulinarisch setzt das „einfach jami“ auf „eine frische, saisonale Küche mit raffiniert orientalischem Touch“. Soft Opening ist am Samstag, 6. Juni, von 15 bis 21 Uhr. Öffnungszeiten: Mo 10 bis 19 Uhr, Di: Ruhetag, Mi + Do: 10 bis 19 Uhr, Fr + Sa: 9 bis 19 Uhr, So: 9 bis 15 Uhr. (ct)
❉ Ende April hat die Rhein-Main-Fitnesskette Fitseveneleven in der Rheinstraße 16a den Pink Label Bodyclub eröffnet. Das Women-only-Konzept bietet „einen modern gestalteten Ort für Training, Community und Wellbeing“. Der Fitnessclub unweit des Luisenplatzes erstreckt sich über zwei
Etagen und bietet auf 800 Quadratmetern „ein hochwertiges Trainingserlebnis mit modernen Geräten und einer vielseitigen Kursauswahl“. Ergänzt wird das Angebot durch eine Wellness-Area mit Sauna. Nettes Detail: die originale Tresortür der ehemaligen Commerzbank-Filiale, die als Eingang zur Sauna erhalten blieb. (ct)
❉ Das Handwerkshaus Ober-Ramstadt feiert wieder! Seit über 40 Jahren arbeiten in den Werkstätten der einstigen Maschinenhalle der ehemaligen Nudelfabrik Handwerker, Künstler, Techniker und Medienleute. Am zweiten Juni-Wochenende (13. + 14. Juni) laden sie zum traditionellen Sommer-Markt ein: zwei Tage offene Ateliers und Stände drinnen und draußen, ein breiter Mix aus traditionellem Handwerk und moderner Kunst. Kulinarisches Angebot: Restaurant „Goldene Nudel“ – plus ein Buffet mit selbst gebackenen Kuchen der Künstler:innen. Geöffnet ist am Samstag von 14 bis 19 Uhr (um 15 Uhr spielt die Live-Band Kámala) sowie am Sonntag von 11 bis 18 Uhr (um 14 Uhr live: Celtic Horizon). „Eintritt: herzlich willkommen!“ (ct)
❉ Aufatmen im Herrngartencafé und bei allen, die den Biergarten (mit Innenraum) mitten in Darmstadts Central Park lieben! Nach schwierigen Monaten mit Diskussionen um die Drogenszene und trübe Parkbeleuchtung, nach mehreren Einbrüchen und nicht gerade einfachen Verhandlungen mit dem Eigentümer und Verpächter Francois Fritz steht nun fest: Es geht weiter – bis mindestens Ende März 2027! Seit Mitte Mai hat das Herrngartencafé wieder sieben Tage die Woche geöffnet. Von Montag bis Samstag gibt's den beliebten AllYou-Can-Eat-Mittagstisch, außerdem samstags das Etagerenfrühstück im „grünen Wohnzimmer“ und einen Tag später den Sonntagsbrunch. Aktuell in Planung: die Übertragung der Fußball-WM ab 11. Juni, open air auf mehreren Bildschirmen, dazu lecker Grillhendl und Fassbier. (ct)
❉ Ikitai (japanisch für: „Da will ich hin“) ist ein neuer Ort für Kreativität und Begegnung im Martinsviertel. Gleichzeitig ist der Raum in der Liebfrauenstraße 27 Heimat der Schauspiel- und Modelagentur Beautiful People, die Lotte Cellarius im Sommer 2025 gegründet hat sowie ihr privates Fotostudio für Businessund Beauty-Fotografie. Ab Juli kann Ikitai für private Veranstaltungen sowie kreative und kulturelle Formate angemietet werden. Am Sonntag, 21. Juni, findet im Rahmen von „Fundstück aufm Grundstück“ ein „Tag der offenen Tür“ statt. (ct)

❉ Die Kaffeestation der Bergsträßer Kaffeerösterei im Durchgang zwischen Luisenplatz und Carree-Innenhof hat nach knapp eineinhalb Jahren Betrieb Ende April leider geschlossen. Die beiden Cafés in Zwingenberg und Bensheim laufen aber weiter. Und auch die beliebten, fachmännisch gerösteten Kaffeebohnen können weiterhin online bestellt werden unter: bergstrasse-kaffee.de (ct)
❉ Der nächste Markt der schönen Dinge läuft am Samstag, 7. Juni, von 11 bis 18 Uhr unter dem Titel „Midsommar auf der Mathildenhöhe“ im Designhaus. Auch diesmal fungiert der regelmäßig stattfindende Kreativ- und Designmarkt als Plattform für kleine Labels, Künstler:innen und Kunsthandwerkende, die handgefertigte Produkte, Kunst, Wohnaccessoires und Feinkost präsentieren. (ct)
❉ Darmstadt: „SIEBEN“ (Kräuter) – Frankfurt: „NULL“!!! Die beste Grüne Soße weit und breit macht nach wie vor der Ratskeller Darmstadt Beim Frankfurter Grüne-Soße-Festival verteidigten Küchenchef Dieter Ginkel und Betriebsleiter Hans-Peter Schlörit ihren im Vorjahr erstmals errungenen Titel und ließen die prominente Frankfurter Konkurrenz (vor allem: „Zum Gemalten Haus“
Sachsenhausen) sowie 47 weitere Teilnehmende alt aussehen. Für uns wenig überraschend, denn: „Wir sin' die Heiner ...!“ (ct)
❉ Neueröffnung im Carree: Suppe und Stulle Nomen est omen: Direkt neben dem „Grand Café K&K“ gibt es jetzt täglich frisch belegte Stullen, wechselnde Suppen und Eintöpfe sowie süße Snacks wie Croissants und Matcha. (ct)
❉ Das Vegi Bio-Restaurant der Tress Brüder auf dem Alnatura-Campus (ehemals: Tibits) wurde mit dem Bioland „Gold plus“-Status ausgezeichnet. Die Prämierung bestätigt, dass hier ausschließlich zertifizierte Bio-Zutaten verwendet werden sowie verstärkt auf Regionalität und Saisonalität geachtet wird. Das Label gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen in der Bio-Gastronomie und ist für viele Darmstädter:innen ein weiteres Argument, vegetarische Lunch- und am Wochenende auch Dinner Dates in Darmstadts Westen zu verlegen. (lm)
❉ Die Spritzbar Zino's kehrt in die Darmstädter City zurück. Seit 23. Mai läuft der spritzische Ausschank in der Wilhelminenstraße 25. (ct)

TEXT: MATTHIAS KNEIFL | PORTRÄT-ILLU: LISA ZEI ß LER | FOTOS:

Hinten raus wurde es dann doch ganz schön dünn. Nachdem die Lilien lange um den Aufstieg mitspielten, ging ab Mitte März fast nichts mehr. So steht am Ende eine in der Gesamtbilanz gute Saison, gemessen am Saisonverlauf aber eine enttäuschende. In der Sommerpause werden nun die Voraussetzungen für die nächste Spielzeit gelegt. Weiterhin verantwortlich dafür: Paul Fernie und Florian Kohfeldt.
Anfang Mai machten die 98er Nägel mit Köpfen. Sportdirektor Paul Fernie verlängerte seinen Vertrag und fungiert fortan als Geschäftsführer Sport. Während er also in der Hierarchieebene nach oben klettert, bleibt mit Florian Kohfeldt der Chefcoach ebenfalls an Bord. Somit herrscht Kontinuität beim Sportverein. Einmal beim Strippenzieher hinter den Kulissen und einmal beim Spiritus Rector an der Seitenlinie. Fernie selbst beschrieb zuletzt im „Lilienkurier“ die Beziehung zwischen dem Sportdirektor und dem Trainer „als die wichtigste in einem Verein“. Da hilft es ungemein, dass sich beide immer wieder wertschätzend übereinander äußern. Dem SVD bleibt insofern ein vertrauensvoll zusammenarbeitendes Duo erhalten. Mit Fernie als Triebfeder. Der 39-Jährige tut dem SVD schon allein deshalb gut, da er sich als Teamplayer versteht. Zugleich hat er die Strukturen rund um die Profimannschaft in den letzten beiden Jahren spürbar professionalisiert. Geringer Trainerverschleiß eröffnet Chancen
Im schnelllebigen und hypernervösen Profifußball ist personelle Kontinuität eher die Ausnahme als die Regel. Sie bietet aber die Chance, dass sich Dinge schrittweise und planvoll entwickeln können. Das beste Beispiel ist der SC Freiburg. Trainer genießen dort traditionell einen großen Vertrauensvorschuss. Und auch auf Managementebene gibt es keine große Fluktuation. Das Ergebnis: Der langjährige Zweiligakontrahent aus den 1980er-Jahren agiert seit Langem genauso bodenständig wie erfolgreich in der Bundesliga. Der Lohn: Inzwischen spielen die Freiburger in einem modernen Stadion und sie qualifizieren sich regelmäßig für Europa, diesjähriges Europapokalfinale inklusive. Dennoch ist das alles für die Breisgauer keine Selbstverständlichkeit und sie gehen weiterhin mit Köpfchen vor.
Die Lilien tun folglich gut daran, wenn sie zwar ambitioniert agieren und dosiert ins Risiko gehen, sich dabei aber nicht verrennen. Letztlich ist es unerlässlich, dass der Klub von oben vorgibt, wohin und mit welchen Mitteln die Reise geht. Nicht – wie anderswo – ständig neue Sportdirektoren und Trainer holen, die mitunter völlig unterschiedliche Philosophien fahren – und den Klub somit irgendwann gegen die Wand. Hire & Fire sollte für Darmstadt folglich keine Option sein. Seit dem Bundesligaabstieg 2017 war es das auch nicht. Von allen Zweitligaklubs der abgelaufenen Saison haben die 98er
mit die wenigsten Trainer verschlissen. Nur Düsseldorf, Karlsruhe, Elversberg und Paderborn haben seither seltener ihre Coaches gewechselt. Allesamt Klubs, die abgesehen von Elversberg die aktuellen Zweitliga-Dinos sind, und die – Düsseldorf zuletzt ausgenommen – auch nie in großen Abstiegsnöten schwebten. Ganz im Gegenteil, sie sind eher zu den Teams zu zählen, die das obere Tabellendrittel in Angriff nehmen können; oder mehr. Siehe jüngst Paderborn und Elversberg.
Transfers als Wachstumshebel
Beim Kader dürfte sich in Darmstadt gleichwohl in den nächsten Wochen einiges tun. Manchen Spielern werden Fernie und Kohfeldt sicher keine Steine in den Weg legen. Andere haben hingegen große Begehrlichkeiten bei anderen Klubs geweckt. Sollten Torjäger Isac Lidberg und der spielstarke Fraser Hornby weiterhin am Bölle spielen, käme das doch sehr überraschend. Immerhin betonte Paul Fernie im „Lilienkurier“: „Wir müssen Spieler so entwickeln, dass wir mehr für sie bekommen, als wir gezahlt haben.“ Für die beiden Offensivspieler ist ein Markt da. Anfragen gibt es. Und nach den gezeigten Leistungen würde man mit beiden Geld verdienen. Etwas, das für Fernie unerlässlich ist: „Für mich kommt es darauf an, den richtigen Zeitpunkt zu finden, um Spieler mit Freude zu verkaufen. Denn wir haben keine Geldprobleme, aber wir wollen natürlich wachsen.“
Das Geschäftsmodell der Lilien – und letztlich auch der anderen Klubs – ist es somit, Spieler gewinnbringend zu verkaufen, um dann einen Teil des Erlöses wieder für entwicklungsfähige Spieler ausgeben zu können. Natürlich zu vertretbaren Summen. Bei den Verpflichtungen will Fernie weiterhin seinem Credo treu bleiben: kreativ scouten, nicht zuletzt im Ausland. Das Kaufen und Verkaufen der Profis soll dann so einträglich sein, dass die Lilien laut Fernie „immer den nächsten Schritt in unseren Möglichkeiten anstreben“ können. Und deshalb müssen die 98er die Spieler, die hier durchstarten, irgendwann veräußern. Sportlich mag das wehtun, aber wirtschaftlich ist es unerlässlich. Kohfeldt scheint der richtige Mann zu sein, der im Entwickeln von Spielern einen Teil seiner Aufgabenbeschreibung sieht. Auch wenn das nicht gleich wieder für einen oberen Tabellenplatz reichen muss.
Möglicher Umbruch ganz vorne und auf den Außen Doch wo wird es im Sommer zu Veränderungen im Kader kommen? Fernie meinte, dass die Lilien „auf einigen Positionen an Stellschrauben drehen
und auf anderen Positionen etwas komplett Neues machen“ werden. Auf der Torhüterposition besteht kein Handlungsbedarf. Im defensiven Mittelfeld sind mit Kai Klefisch, Hiroki Akiyama, Merveille Papela und – sofern er aus seiner Leihe zurückkehrt – Paul Will Spieler unter Vertrag, die ganz sicher gehobenes Zweitliganiveau darstellen. Am großen Rad sollte hier also nicht gedreht werden. Genauso wenig wie in der Innenverteidigung, sofern kein Leistungsträger weggekauft wird. Auf den defensiven Außenbahnen und bei den Schienenspielern ist hingegen mit Verstärkungen zu rechnen, um sich in der Breite besser aufzustellen. Und – ja – in der Offensive, da wird es zwangsläufig zu Änderungen kommen. Lidberg und Hornby würden, wie erwähnt, Transfererlöse generieren, die die 98er nur schwer ausschlagen können. Fynn Lakenmacher, Serhat Semih Güler und Bartosz Bialek fallen gegenüber den beiden spürbar ab. Der größte Umbruch, er dürfte sich also dort vollziehen, wo viele Klubs nachlegen wollen: im Angriff. Letztlich werden die Einnahmen darüber entscheiden, wie gut und wie stark der SVD nachlegen kann. Denn es könnte auch eine Überlegung wert sein, den Kader grundsätzlich etwas breiter aufzustellen. Schließlich waren die vielen Verletzungen zum Saisonende ein Teil der Erklärung für den Einbruch auf der Zielgeraden.
Alles in allem könnte die nächste Transferperiode durchaus knifflig werden. Aber wer hat denn gesagt, dass es im Profifußball einfach wäre? Womöglich sind die ersten Zugänge schon fix, wenn diese Ausgabe erscheint. Zu Fernie würde es passen. Er geht jedenfalls planvoll vor und erledigt seine Hausaufgaben am liebsten frühzeitig. ❉
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Matthias und der Kickschuh
Seit Ende 2011 schreibt Kickschuh-Blogger
Matthias Kneifl über den Fußball im Allgemeinen und die Lilien im Besonderen. Der Historiker und Redakteur steckt auch hinter dem Taschenbuch „111 Gründe, den SV Darmstadt 98“ zu lieben, das im Frühjahr 2019 in einer erweiterten Neuauflage erschienen ist. Zudem schreibt er noch beim „Lilienkurier“ mit. Genau der richtige Mann also für unsere Rubrik „Unter Pappeln“!
kickschuh.blog

Ein Erlebnisbericht über einen Anruf, der böse hätte enden können.
Oder: Wie der Darmstädter „Miss Marcel“ falsche Polizisten und ihre perfide Masche auffliegen ließ.
TEXT: MARCEL GRAF | ILLUSTRATION: DANIEL WIESEN
Seit Jahren, immer wenn Aktenzeichen XY läuft, liege ich meiner Frau in den Ohren: „Wenn mich diese falschen Polizisten mal anrufen und meine Kohle wollen, dann bin ich bereit!“ Nicht aus Abenteuerlust, sondern weil ich diese Masche so perfide und zum Kotzen finde – und weil ich weiß, wie viele Menschen durch solche Anrufe um ihr Erspartes gebracht werden.
Vielleicht war ich naiv, vielleicht ein bisschen zu selbstsicher. Wie ein Elfmeter, von den man immer wieder träumt: schön geschossen, aber nie gespielt. Doch an jenem Morgen war es dann tatsächlich so weit. Endlich. Gegen 10 Uhr – ich war ausnahmsweise im Homeoffice – klingelte mein Festnetztelefon. Ja, wir haben tatsächlich noch so ein Teil. Man trennt sich halt nicht gerne von gewohnten Sachen – auch wenn sie eigentlich kaum noch genutzt werden. Ihr kennt das. Am anderen Ende war ein Mann, der sich als Mitarbeiter der Kriminalpolizei vorstellte. Man habe eine Einbrecherbande festgenommen und bei den Tätern einen Zettel mit meinem Namen und meiner Adresse gefunden. Aus Sorge um meine Sicherheit wolle man nun überprüfen, ob die Angaben korrekt seien. „YES!“, rief ich innerlich. Ich bin bereit. Let the game begin!
Er nannte mich „Herr Hoffmann“ – und an dieser Stelle hätte das Ganze schon scheitern können, da ich ja gar nicht Hoffmann heiße. Spoiler: Laut der echten Darmstädter Kripo hatten sich die Betrüger wahrscheinlich verwählt – der echte „Herr Hoffmann“ wohnt in einer ganz anderen Straße. Doch statt zu widersprechen, nahm ich den Ball auf. Ich gab meine echte Adresse an und begründete den vermeintlichen „Umzug“. Mein Ziel war es ja, die Brüder zu mir zu locken. Schnell noch den Lautsprecher vom Festnetztelefon an, mein Handy im Aufnahmemodus, mich so gut wie möglich verstellen und versuchen, als ängstlicher, alter Mann rüberzukommen. Die Fragen wurden schnell konkreter: Ob ich einen Tresor habe, welche Wertsachen, wie viel
Bargeld. In mir stieg eine Mischung aus Befangenheit, Neugier und einer unerwarteten Bereitschaft: Was wäre, wenn ich wirklich plötzlich Teil dieser Geschichte wäre? Ich sprach von Goldmünzen, Schmuck und circa 16.000 Euro Bargeld – frei erfunden, aber wahrscheinlich genau richtig, um glaubwürdig zu klingen. Dann kam die Ansage: Seine Chefin werde sich bald melden, um alles Weitere zu klären. Ich sagte, dass ich mir gerade Badewasser eingelassen habe und dieses tägliche Ritual rund 20 Minuten in Anspruch nehmen würde. Wir vereinbarten den Rückruf seiner „Vorgesetzten“ circa 30 Minuten später. Genau die Zeit, die ich brauchte um die echte Kripo zu informieren.
Falsches Namensschild, echte Betrügerbande Während ich also mit der echten Polizei telefonierte und ihnen mitteilte, das wir hier eine „Situation“ haben, brachte ich noch schnell ein Namensschild mit „Hoffmann“ an Klingel und Briefkasten an. Ich dachte mir: Wenn schon, dann richtig. Mit allem Drum und Dran. Die Kripo war natürlich sehr interessiert und so versuchten sie erst mal genügend Kolleg:innen zu mobilisieren. Sie vereinbarten mit mir, dass sie sich gleich wieder auf meinem Handy melden würden. Kurz darauf meldete sich „Frau Krämer“, die vermeintliche Chefin der Betrügerbande. Sie fragte mich fast fürsorglich nach meinem Alter. Ich sagte: „76“. Sie meinte, ich klinge eher wie 46 – der zweite Moment, in dem alles hätte zusammenbrechen können. Ich bedankte mich aber für das Kompliment und erwiderte, dass ich scheinbar recht jung geblieben sei. Offenbar überzeugend genug. Es folgten Fragen nach meinem Leben: ob ich alleine wohne, ob jemand regelmäßig bei mir zu Besuch ist, wann der Pflegedienst kommt. Natürlich war ich verwitwet und empfing keine Besuche – bis auf den Pflegedienst, der einmal die Woche kommen würde. Ich versuchte taktisch vorzugehen und meine Situation so darzustellen, dass sie mich hilflos und abhängig wirken ließ, ganz so, wie sie es hören wollten.
Imaginäre Goldmünzen und erfundenes Bargeld Ich sollte also nun aufzählen, was ich so alles besitze. Vor allem an den Goldmünzen waren sie interessiert. Also schnell parallel die Suchmaschine angeschmissen und geschaut, was so die teuersten Goldmünzen sind, die man käuflich erwerben kann. Ich erzählte ihr von einigen „Krugerrand-Münzen“ und mehreren kleinen Goldbarren. Nun wollte sie auch noch, dass ich das Bargeld in Form von 100und 500-Euro-Scheinen zählte. Also ging ich zu meinem Drucker, nahm das Papier und zählte laut meine „Scheine“. Wir kamen auf 50 mal 100 Euro und 31 mal 500 Euro.
„Gut Herr Hoffmann, zur Wertermittlung müssen Sie nun die ganzen Sachen zu unserer Polizeiwache in Frankfurt bringen.“ Dass mir dies als „älterer, gehbehinderter Mann“ nicht möglich war, darauf spekulieren sie ja. Ich verneinte also und – so ein Zufall: Der Herr Staatsanwalt könne einen Kurier vorbeischicken und die Sachen für mich zur Polizei bringen. Welch ein Glück. Ich bedankte mich fast überschwänglich. Nun erhielt ich konkrete Anweisungen: Etwas Blickdichtes zum Verpacken suchen. Ich legte den Hörer zur Seite – Auflegen darf man ja nicht, da legen sie wert drauf ... größtmögliche Abschottung zur Außenwelt – und ließ mir sehr lange Zeit, etwas zu suchen. In Wirklichkeit telefonierte ich per Handy mit der echten Kripo, die schon unterwegs waren. Zurück am Betrüger-Telefon dann der große Schock: Der Akku meiner Festnetz-Handgurke war leer und das Gespräch somit abgebrochen. Alles klar, dachte ich mir, das war's! Die melden sich nicht mehr. Dennoch schnell die Akkus ausgetauscht. In der Zwischenzeit war die echte Kripo angekommen und ich erzählte ihnen, was bisher geschah. Sie waren sich sicher, dass sich „Frau Krämer“ noch mal melden würde, schließlich waren sie scharf auf mein Gold.
Und tatsächlich war es auch so. „Frau Krämer“ bat mich, nun alles sicher zu verpacken und zu meiner eigenen Sicherheit – sie waren extrem um meine Sicherheit besorgt, das erwähnte sie immer wieder – die Tüte in den Hof stellen und mich zu Hause einzuschließen. Schließlich sei ja noch ein Täter auf der Flucht und man habe ihn in meiner unmittelbaren Nähe geortet.
Auf frischer Tat ertappt Gesagt, getan. Die Polizei positionierte sich in und um meine Wohnung herum – und nun hieß es warten. Ziemlich genau eine halbe Stunde später öffnete sich das Hoftor und jemand wollte die Tüte an sich nehmen.
Zack! Zugriff.
Die Polizei bedankte sich bei mir – und ich war froh, dass der Spuk – auch wenn ich ihn mir ursprünglich herbeigewünscht hatte – nun endlich vorbei war. Das ganze Szenario zog sich knapp fünf Stunden hin. Ich war müde und musste erst mal was essen. Was ein Ritt. ❉
Warum ich diese Geschichte erzählt habe:
1. Weil es 'ne Mörderstory ist.
2. ... und das ist der eigentliche Grund:
Weil Betrüger am Telefon eine ganz bestimmte Technik nutzen, die auch nach Jahrzehnten immer noch funktioniert. Sie schaffen Druck, Verwirrung und das Gefühl, in unmittelbarer Gefahr zu sein.
Viele Menschen – besonders ältere – geraten dadurch in Stresssituationen, in denen sie Dinge tun, die sie sonst nie machen würden.
Darum möchte ich noch einige Ratschläge für Euch und Eure Liebsten – Eltern, Großeltern und alle, die davon betroffen sein könnten – geben:
Wichtige Hinweise:
• Die echte Polizei fragt niemals telefonisch nach Bargeld oder Wertsachen.
• Es kommt niemals vor, dass Polizisten am Telefon sagen, sie würden Geld oder Schmuck abholen.
• Zeitdruck, Geheimhaltung und klare Anweisungen wie „Bleiben Sie am Telefon“ sind typische Manipulationstechniken.
Und dann ist da noch diese KI.
In letzter Zeit häufen sich Anrufe, bei denen auch Künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt. Stellt Euch vor, Eure Eltern erhalten einen Anruf – und Eure Stimme ist zu hören. Meist seid „Ihr“ in einem Unfall verwickelt und müsst eine hohe Kaution zahlen. Diese Art von Schockanrufen sind besonders perfide. Eltern und Großeltern machen natürlich alles, um ihren (Enkel-) Kindern zu helfen – und schon steht jemand vor der Tür, um die Kaution in Empfang zu nehmen.
Mein Tipp: Vereinbart mit Euren Eltern oder Großeltern ein Kennwort, das nur Ihr kennt. Wenn dieses dann bei Nachfrage nicht vom vermeintlichen (Enkel-)Kind genannt werden kann: sofort auflegen!
Generell: Auflegen ist erlaubt. Misstrauen ist kein Zeichen von Unhöflichkeit. Und: Hilfe holen ist keine Schwäche!
Fazit: Ich hatte Zeit, Vorbereitung und Glück. Andere haben das nicht. Umso wichtiger ist es, darüber zu sprechen.
TEXT: GERALD WREDE | FOTO: NOUKI

Einst von Taktikfreaks mit Hang zur Selbstüberschätzung ins Fußballtrainer-Dasein eingeführt, um etwaigen, vom Gegner angeheuerten Lippenlesern keine Chance zu geben, spielbewegende Informationen erhaschen zu können, mäandert diese Geheimniskrämerei durch den aktuellen Profifußball.
Es gibt sicherlich Geheimnisse unter Co- und seinem Trainer, wie die Elf neu zu formieren sei: Offensive rein, Kettenwechsel und Ähnliches – doch das Gemauschel der Fußballbundesligaprofis auf dem Platz und beim Verlassen desselben wirft für mich ein paar Fragen auf. Eigentlich eher Antworten: Die Spieler haben den Sinn nicht verstanden. Selbstreflexion ist ihnen unbekannt. Sportakademien offenbaren Defizite.
Was soll man denn hinter vorgehaltener Hand grinsend dem Mitspieler zuraunen, was man nicht auch so kundtun könnte? „So schlecht, wie die sind, hauen wir denen mindestens noch drei Dinger rein?“ „So blöd, wie die
sich eben angestellt haben – das probieren wir gleich genauso noch mal?“ Letzteres würde ich ja sogar noch als Taktiktipp durchgehen lassen. Aber zu glauben, das könne man nicht ebenso dem Kollegen offen zuraunen, weil man für den mit seinem Fernglas auf der halbgefüllten Tribüne lauernden Lippenleser in Liga 3 leichte Beute würde, ist lächerlich. Keine Sau interessiert, was Hinz zu Kunz auf dem Platz sagt. Und unhöflich ist es zudem.
Vielleicht sind das ja alles so Materazzi-Aussagen – über Familie und Beziehungen des Gegenspielers, Obszönitäten, Derbheiten, Sprüche unter der Gürtellinie, welche die Herren da hinter vorgehaltener Hand austauschen. Würde die Sache auch nicht besser machen. Und glauben tue ich es ohnehin nicht.
Die sind alle so unglaublich langweilig. Keiner möchte sie so sozialisiert wissen, dass sie sich verhalten wie Jens Lehmann, doch sollte das letzte „Aus-demRahmen-Fallen“ tatsächlich die Pokergeld-im-Taxi-verges-
sen-Nummer von Max Kruse gewesen sein? Oder gab es da noch was? Allein überlegen zu müssen erübrigt eine Antwort.
Meines Erachtens ragt momentan der jeweilige Mannschaftsclown deswegen aus der Truppe heraus, weil er sich traut, die Musikliste abzuspielen. Mehr ist da nicht an Fantasie. Nicht, dass man in den Zimmern der Spieler Poster von Günter Netzer aufhängen sollte, oder den lustigen Herr Littbarski für eine Nacht zum Abfärben ins Bett legen. Ganz zu schweigen davon, eine DVD mit allen Gascoigne-Events auf den Esstisch zu legen, aber vielleicht könnte ganz einfach jemand den Spielern Informationen zu Lukas Podolski aufs Smartphone schicken. Von mir aus auch ein Video von Matthäus, wie er gerade rumschreit. Am besten: „Hier wird nicht getuschelt!“ ❉
Hinweis:
Da hat der Fehlerteufel zugeschlagen! In der letzten Ausgabe ging obiger Text aus Versehen nach dem Intro-Absatz mit der bereits im Vormonat veröffentlichten Kolumne weiter. Wir bitten, diesen Fauxpas zu entschuldigen. Hier nun der Fußballtext in voller Pracht.
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TEXT: DAVID WEIMER | FOTO: NOUKI

Albrecht Pfohl alias Obo umgibt eine Fülle verschiedener (Berufs-)Bezeichnungen: Musiker, Komponist, Architekt, Kulturschaffender, Wasserturmeigentümer. 1985 bewahrte er den verlassenen Darmstädter Wasserturm an der Dornheimer Brücke vor dem Abriss und verwandelte den Zweckbau zum Kulturraum für Musik, Kunst und Partys. Die Grundidee von damals ist bis heute gleichgeblieben: „Verschiedene Künstler auf die verschiedenen Ebenen des Turms vermitteln.“ Im Wasserturm arbeitete Albrecht, er stellte hier aus, gab Konzerte. Er lebte jedoch nie darin, obwohl sich der Turm perfekt zum Wohnen eignen würde.
Als Musiker schrieb Obo nach eigener Aussage in den vergangenen 50 Jahren über 400 Kompositionen. Inspiration für seine heutige – wie er sie selbst nennt – „mediterrane Gitarrenromantik“ findet er Mitte bis Ende der 1960er-Jahre auf dem
Burg-Waldeck-Festival. Trotz seines jungen Alters erinnert er sich damals noch gut an die ersten Festivals der Nachkriegszeit im Hunsrück. Mit der Wandervogelbewegung reist Albrecht in dieser Zeit auch per Anhalter durch Halbeuropa. Das sei aber „kein Konsumtourismus – wie damals zum Beispiel in Malle“ gewesen, betont er. Die Zeit mit gleichgesinnten Hippies und wenig Geld prägten ihn auch musikalisch stark, er entdeckt seine Leidenschaft für die Gitarre, begeistert sich hauptsächlich für lateinamerikanische Melodien sowie für die Akkorde anderer Vagabunden.
1970 zieht es den 20-jährigen Albrecht von Wetzlar nach Darmstadt, um Architektur zu studieren. In den 70ern habe man noch „freier studiert“, schwärmt er. Während seiner Studienzeit reist er etwa ein halbes Jahr durch Indien, Afghanistan und Pakistan – meist in alten Klapperkisten, die später wieder verscherbelt wurden. Als sich der Architek-
tenberuf in den 70ern immer mehr verändert, wendet sich Albrecht von ihm ab, schnappt sich seine Gitarre und gründet mit Kumpel Georg Dill alias Jorge kurzerhand: El Duo Flamenco. 1979 erscheint die das erste gleichnamige Debütalbum, bis 1993 sollen insgesamt zehn Alben folgen. „Früher konnte man noch gut von der Musik leben“, schwärmt Obo. „Wir waren aber auch gut organisiert“, erinnert er sich, „wir spielten die richtige Musik zur richtigen Zeit, gründeten das Label Towermusic und fuhren auf Tourneen durch Deutschland und die Türkei.“
Mit dem Kauf des Wasserturms beginnt 1985 ein neues Kapitel für Albrecht. Zum Kauf kam es durch seine Kontakte zur Deutschen Bundesbahn (DB), die sich direkt gegenüber befand. Da sich sonst niemand für den ungenutzten Wasserturm interessierte, schlug ihm ein DB-Beamter den Kauf vor. Albrecht willigte ein. In Darmstadt wurde zu dieser Zeit „viel abgerissen und plattgemacht“, für den Architekten heute noch ein echtes Ärgernis.
Von der Bautechnik des Wasserturms, der von Friedrich Mettegang im Jugendstil erbaut wurde, ließ er sich leicht begeistern. An die gleich mehreren Eröffnungsfeiern habe er nur zu gute Erinnerungen. Der Turm wurde von nach Party ächzenden Darmstädtern Studenten überrannt –es war brechend voll. „Darmstadt war tot, es gab einfach keine Möglichkeit zu tanzen, nicht mal an Silvester“, urteilt Albrecht, Nachtclubs habe es zu dieser Zeit keine gegeben und Kneipen seien schon am späten Abend geschlossen gewesen. Zu einem Partyturm sollte der Hochbau aber nicht werden. Schließlich bezeichnet sich Obo als „Künstler – und nicht Gastronom“. Im Keller richtete er sich sein eigenes kleines Tonstudio ein. Hier produzierte er alle seine Kompositionen. Das Atelier ganz oben im Turm - direkt unter dem stählernen Wassertanknutzte bis vor einigen Jahren noch seine ehemalige Lebenspartnerin, die Künstlerin Annette Bischoff.
Fast beiläufig verkündete Obo vergangenes Jahr, dass er seinen „Kulturturm“ verkaufen möchte. In kürzester Zeit meldeten sich „immens viele Interessenten“. Für so einen Turm muss man aber „flüssig sein“, sagt er lächelnd – denn der Unterhalt kostet Geld. Seine Kinder kennen die Problematik und Verantwortung, beide haben kein Interesse den Turm zu übernehmen. Wichtiger als ein schneller Verkauf sei ihm ohnehin, hinterher „ein gutes Gefühl“ zu verspüren. Wenn der Turm mal verkauft sein sollte, möchte Obo weiter kreativ bleiben. Ein neues Projekt habe er bereits im Blick ... ❉
Viele weitere „Darmstädter Gesichter“:

RECHERCHE + TEXT: CEM TEVET O GLU
> Die Darmstädterin Andrea Petkovic, ehemalige Tennis-WeltranglistenNeunte, moderierte im April 2026 als Gewinnerin das Finale der 11. Staffel von „Wer stiehlt mir die Show?“ auf ProSieben. Sie setzte sich zuvor gegen Joko Winterscheidt durch und eröffnete die Show mit einer fulminanten Rockstar-Performance des The-Killers-Hits „Mr. Brightside“.
Das P Stadtkulturmagazin erscheint monatlich in einer Auflage von 12.000 Exemplaren (Doppelausgaben: Dezember/Januar und Juli/August) Verlag: VRM GmbH & Co. KG, Erich-Dombrowski-Str. 2, 55127 Mainz (zugleich ladungsfähige Anschrift für alle im Impressum genannten Verantwortlichen) AG Mainz HRA 535, Ust-ID-Nr. DE 149025723 Geschäftsführer: Joachim Liebler Objektleiter/Redaktion: Cem Tevetog˘lu (verantwortlich) ctevetoglu@vrm.de, Telefon: +49 (6151) 387 2586 Anzeigen: Melanie von Hehl (verantwortlich) Anzeigen + Marketing: Jens Engemann, anzeigen@p-verlag.de, Telefon: +49 (176) 219 648 83 + Lisa Mattis, marketing@p-verlag.de, Michael Emmerich, Melanie von Hehl (verantwortlich); Druck: VRM Druck GmbH & Co. KG, Alexander-Fleming-Ring 2, 65428 Rüsselsheim Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Zeichnungen sowie für die Richtigkeit telefonisch aufgegebener Anzeigen oder Änderungen übernimmt der Verlag keine Gewähr. Schadenersatzansprüche sind ausgeschlossen. Abbestellungen von Anzeigen bedürfen der Schriftform. Soweit für vom Verlag gestaltete Texte und Anzeigen Urheberrechtsschutz besteht, sind Nachdruck, Vervielfältigung und elektronische Speicherung nur mit schriftlicher Genehmigung der Verlagsleitung zulässig. Namentlich oder mit Kürzel der Autorin oder des Autors gekennzeichnete Beiträge entsprechen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion.
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Erscheinungsdatum: 29.6.2026
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