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Neuseelandzeit

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Kia Ora – Willkommen ..........................................................................................................3 Ein spannendes Land am anderen Ende der Welt ...................................................4 Vier Schulen mit sehr gutem Ruf ......................................................................................6 Dan Raddiex: The Very Special Muenster Connection .........................................8 Melissa Bell: A Very Personal Relationship Between Germany And New Zealand ...............................................................................................9 Hohes Bildungsniveau und ungewöhnliche Fächer .............................................10 Land und Leute kennenlernen ........................................................................................12 Wohnen in der „Kiwifamilie“ ............................................................................................13 Kontakt nach Hause ............................................................................................................13 Guter Start im Januar oder Juli .....................................................................................14 Unkomplizierte Anmeldung .............................................................................................14 Back in Germany – zurück in die alte Schule ...........................................................15 Gut zu wissen – wichtige Informationen ...................................................................16 Eine unvergesslich schöne Zeit ......................................................................................17 Melina Eßer: Opening and closing doors ..................................................................18

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Ein anderes Land kennenlernen, dort den Alltag in Familie und Schule miterleben, die Sprache verstehen, neue Freunde finden und sich selbst behaupten – all das sind Vorteile, für die ein junger Mensch sich meistens nur einmal im Leben wirklich Zeit nehmen kann. Und zwar dann, wenn er sich entschließt, für ein Jahr – oder zumindest sechs Monate – der eigenen Schule adé zu sagen und ins Ausland geht. Amerika, Kanada oder England sind dabei häufige Ziele. Warum aber nicht einmal Neuseeland? Dort treffen die Jungen und Mädchen auf eine einzigartige Natur, sehr gastfreundliche Menschen und ein Schulsystem, das darauf ausgelegt ist, Schüler aus dem Ausland als besonders willkommene Gäste zu betreuen. Die Schulen haben spezielle Lehrer, sogenannte International Directors, deren ausschließliche Aufgabe es ist, sich um die Gastschüler aus

aller Welt zu kümmern. Vier neuseeländische Schulen in Dunedin und Christchurch arbeiten eng mit uns zusammen. Es bestehen gute Kontakte, so dass garantiert werden kann, dass die Jugendlichen am anderen Ende der Welt nicht alleingelassen werden. Weder in der Schule noch in den Gastfamilien, in denen sie leben. Den Kontakt zu den Schulen stellt Hermann Olberding, Lehrer am Geschwister-Scholl-Gymnasium, her. Seine Tochter wollte in der elften Klasse nach Neuseeland und hatte sich entsprechende Unterlagen von verschiedenen professionellen Vermittlungsorganisationen besorgt. Hermann Olberding kam mit dem Schulleiter in Kontakt, es folgten gegenseitige Besuche und es entwickelte sich eine gute Freundschaft. So entstand die Idee, Schüler direkt und möglichst unkompliziert an die Schulen in Neuseeland zu vermitteln.

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Das Land der Kiwis ist 23 Flugstunden von Deutschland entfernt, das Klima aber ist dem heimischen sehr ähnlich. Ein Unterschied ist allerdings, dass dort Sommer ist, wenn hier Winter herrscht. Neuseeland bietet einzigartige Landschaften, Gebirge, Vulkane, Strände, Fjorde und unberührte Regenwälder. Dazu kommt eine fabelhafte Tierwelt mit Pinguinen, Albatrossen, Walen und natürlich dem Nationalvogel, dem Kiwi. Die Größe des Landes ist vergleichbar mit der Großbritanniens. Neuseeland ist eines der am wenigsten dicht besiedelten Länder der Erde, insgesamt leben dort rund vier Millionen Menschen. Neuseeland hat ein hervorragendes Bildungssystem und erreichte Platz drei bei der weltweiten PisaStudie. Drei Schulen, die St. Hilda’s Collegiate School für Mädchen, die King’s Highschool für Jungen und die Queens Highschool für Mädchen befinden sich in Dunedin, einer

Stadt auf der Südinsel Neuseelands – auch Sitz der Universität Otago. Die Stadt wurde 1848 in günstiger Lage direkt an einem natürlichen Hafen gegründet und expandierte nach 1861 schnell. Goldvorkommen in der Region hatten zahlreiche Siedler aus aller Welt angelockt. Viele davon stammten aus Schottland. Dunedin ist der alte gälische Name für Edinburgh („Stadt auf dem Hügel“). Die Einwohnerzahl beträgt etwa 115 000. Die schottische Herkunft vieler Einwohner ist beispielsweise noch an der Schuluniform der Mädchen von St. Hilda’s zu erkennen. In den Straßen der Stadt sind gelegentlich Dudelsackspieler zu sehen. Heute gilt Dunedin für die Neuseeländer als die Stadt der Bildung in ihrem Land. Sie liegt direkt am feinsandigen Surfstrand und ganz in der Nähe befinden sich große Robben- und Pinguinkolonien. In Christchurch nimmt das koedukative St. Andrew‘s College

„Ich persönlich hatte immer schon den Wunsch nach Neuseeland zu kommen, weil ich auch so viel Schönes darüber gehört habe. Außerdem fand ich es total spannend etwas Neues zu erleben – neue Kultur, neue Sprache, neue Menschen …“

deutsche Jungen und Mädchen auf. Christchurch ist eine sehr englisch geprägte Stadt mit vielen Parks und einem ausgeprägten internationalen Flair. Sie liegt an der Ostküste der Südinsel Neuseelands in der Region Canterbury. Etwa 390 000 Einwohner leben in der Stadt. Die Schule bietet deutschen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, entweder in Gastfamilien oder in einem neuen, modernen Internat zu leben. Die Schulleiterin Mrs. Leighton schreibt: When you join the St Andrew‘s College community, you gain the support and friendship of an entire network of people who take an active interest in your welfare. We do everything possible to ensure your academic, cocurricular and social interactions here are as rewarding as possible.

„Die Kiwis sind so aufgeschlossene Menschen, wie man sie sich nur vorstellen kann. Ich hatte das ganze Jahr über das Gefühl willkommen zu sein.“ John Allkemper, 2009 1 Jahr Schüler an der King‘s Highschool

Lisa ten Brink, Juni 2010

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Die King‘s Highschool ist eine der größten Schulen im Süden Neuseelands. Dort haben deutsche Jungen die Möglichkeit, ein halbes oder auch ein ganzes Schuljahr Gastschüler zu sein. Eine Schuluniform ist Pflicht. Die deutschen Schüler berichten von einer sehr engen Schulgemeinschaft mit Ganztagsbetrieb und vielen außerschulischen Aktivitäten. Unterstützt und begleitet werden die Gastschüler von Lorraine Klitscher und ihrem Team. Lorraine Klitscher kümmert sich als Director of International Students ausschließlich um die Belange der internationalen Gäste. Sie empfängt ihren Gast bereits am Flughafen und führt ihn in die Gastfamilie ein. Zusammen mit ihren Kolleginnen ist sie an der Schule immer als Ansprechpartnerin da. Die St. Hilda’s Collegiate School – eine Mädchenschule – ist eine der besten Schulen Neuseelands und schneidet beim Schulranking regelmäßig sehr gut ab. Die Uniform verweist auf die schottische Herkunft der Einwanderer, die die Schule vor mehr

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als hundert Jahren gründeten. An die Schulkleidung müssen sich die deutschen Schülerinnen meistens gewöhnen. Die Mädchen, die dort waren, berichten allerdings, dass die Uniform den Einstieg und die Eingliederung in die Schule deutlich erleichtert. Und weil alle gleich aussehen, ist modischer Geschmack ohnehin egal. Als International Director kümmert sich Maggie Llewellyn um die Gastschüler und ist Ansprechpartnerin für alle Fragen. Das St. Andrew’s College in Christchurch ist eine unabhängige Privatschule für insgesamt 1.400 Jungen und Mädchen. Sie genießt einen sehr guten Ruf in Neuseeland und darüber hinaus. Gegründet wurde die Schule im Jahre 1917; hat also für neuseeländische Verhältnisse eine recht lange Tradition. Der Schule ist ein Internat für insgesamt 165 Schülerinnen und Schüler angeschlossen. Die Queen‘s Girls Highschool in Dunedin ist eine Schule mit sehr individueller Betreuung

und vielen outdoor-activities. Sie arbeitet sehr eng mit der King’s Highschool for boys zusammen. Auch die Queen‘s Highschool ist eine reine Mädchenschule mit langer Tradition. Unsere Schülerinnen aus Münster, die dort waren, sind begeistert. Daria S. schreibt im Juni 2011: „Das Leben an der Queen‘s High ist super – so viele Fächer die man wählen kann und die Lehrer sind sehr verständnisvoll (was vor allem für den Anfang wichtig war) und helfen gerne. Mit den Internationals wird auch relativ viel unternommen. Wir gehen öfters zusammen essen, wir haben einen Dunedin-Trip gemacht, als wir angekommen sind, um uns gegenseitig kennen zu lernen, haben einen ‚Maori-Tag‘ in einer Marai gemacht und waren bei der Albatrosskolonie.“

„Die ,Kiwis’ sind nett und hilfsbereit. An der King’s Highschool lernt man schnell andere Jungen kennen und es herrscht ein gutes Klima. Die Lehrer sind sympathisch und haben zu den Schülern fast schon ein freundschaftliches Verhältnis.“

„All die Befürchtungen, über die ich mir vorher Gedanken gemacht habe, waren sofort vergessen als mich Maggie – die Betreuerin der Internationalen Studenten, die wie eine dritte Mutter ist – und meine Gastfamilie ganz herzlich aufgenommen haben.“

Christian Serries, 2010

Leonie Kauter, 2011

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Mr Dan Raddiex, Schulleiter der King’s Highschool in Dunedin, schreibt über die besonderen Beziehungen zwischen Münster und Dunedin This special and unique relationship with King’s High School and Hermann Olberding brings a sense of family connection and orientation. As a consequence the students tend to assimilate more quickly and have more confidence. Usually a representative of King’s will have met the students and their families in Germany before they come to NZ so there is a familiar face for them when they arrive. This also makes it easier for the parents to contact the school when their sons are in NZ. Students with the Muenster connection have access to many other boys who have had a King’s experience so they know what to expect and look forward to; they do not arrive in New Zealand as “observers”. They have an air of confidence about them as they quickly become involved in sports and activities and school representation. They want to participate in the same sorts of activities as NZ boys do – team sports for their school, wearing a school uniform, participating in athletics/ swimming sports and Stage Challenge and School Musicals. They are always keen to learn the haka. The great “Rugby League Challenge”, where the international boys pit their new found skills against some kiwi boys is always hotly contested – the stories are passed down in

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Muenster! Often too information is shared among the Muenster boys about the various homestay situations which are available. The students are not “sent” to NZ to try to help their behaviour/lack of maturity – they come because they know (from the experiences of others) that the King’s programme is probably better than others. Boys leave Germany as boys but return as mature young men – they know that they can live in another family, cope with homesickness, make friends in another language, learn in another language, manage their money, plan successful travel for themselves. The success of our programme is evident in that we have now had the younger brothers also wanting the same experience that their older siblings have enjoyed.

Die Schulleiterin Mrs Melissa Bell über die besonderen Beziehungen zwischen Münster und Dunedin St Hilda’s has worked closely with Mr Hermann Olberding for a number of years. St Hilda’s had the pleasure of hosting Hermann’s daughter and the relationship has grown from there. St Hilda’s is a small school and we really appreciate the personal approach Hermann takes to placing girls in our school. His personal knowledge of St Hilda’s and the New Zealand and German education system mean that he is well placed to advise students and guide their choices so they

get the best experience they can. The personal touch is also appreciated from here as we can contact Hermann and discuss things that come up. We at St Hilda’s have had the pleasure of adding some wonderful girls from Germany to our school family and the girls who have come through Hermann have a good idea of what it will be like. Hermann makes excellent use of the experiences of girls who have been to St Hilda’s in previous years and we always look forward to meeting and hearing from these girls at the seminars he organises in Muenster. The close relationship and personal touch have ensured we have had a very successful experience in welcoming girls to our school.

Mr Olberding has knowledge and understanding of the school systems in both New Zealand and Germany so he is able to give sound advice to prospective travelling students about the available programmes and how the time in New Zealand can fit in with the German requirements. A further advantage is that both parties are dealing with one person. We are in frequent communication with each other. There is always a little bit of King’s High School in the Muenster boys. They take their school uniform home with them; they wear it to information meetings and like to perform the school haka! They stay on the Kings International distribution list, and email or telephone their NZ connections. They really feel that they too are “King’s Boys” albeit on the other side of the world.

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Das Schulsystem in Neuseeland unterscheidet sich wesentlich vom deutschen. Sechs Fächer muss jeder Schüler belegen. Pflicht sind Englisch, Mathematik und eine Naturwissenschaft. Wählen können die Schüler außerdem zwischen Outdoor-Education, einem Fach, in dem das Erleben in der Natur mit einer Kombination aus sportlicher Betätigung wie Klettern, Kajak fahren oder Wandern im Vordergrund steht. Weitere Angebote: Fotografie, Kochen, Drama, Musik oder andere darstellende Künste. Jede Schule setzt zudem andere Schwerpunkte. Schon vor Reiseantritt können die Fächer gewählt werden. Ein Wechsel vor Ort ist später allerdings immer noch möglich. Der Unterricht ist ebenfalls anders als gewohnt. Disziplin wird im Unterricht groß geschrieben, dennoch herrscht ein sehr freundlicher Umgangston und es gibt ein gutes freundschaftliches Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern. Die neuseeländischen

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Schülerinnen und Schüler identifizieren sich mit ihrer Schule, schließlich verbringen sie die meiste Zeit des Tages dort. Neuseeländisches Englisch ist nicht sonderlich kompliziert. Spätestens nach zwei bis drei Wochen ist auch ein Schüler, der im Englischen nicht unbedingt die Note „Eins“ hat, in der Lage, alles zu verstehen. Außerdem sind die Schulen auf ausländische Schüler spezialisiert und kümmern sich bei Problemen intensiv um ihre Gäste. An der St. Hilda’s School sind von 400 Schülern 25 Ausländer, die dort „International Students“ genannt werden. An der Jungenschule King’s High School sind es 40 von insgesamt 800 Schülern. Der Unterricht findet täglich von 8.30 bis 15.30 Uhr statt. Die Schuluniform kann von Gastschülern in der jeweiligen Schule

ausgeliehen werden. Einige kaufen sich die Uniform aber, um ein besonderes Andenken an eine unvergessliche Zeit zu haben. Im Unterricht ist selbstständiges Lernen gefordert. Die neuseeländischen Schüler müssen zum Ende eines jeden Jahres eine umfassende Prüfung ablegen. Die Gastschüler sind davon befreit, erhalten aber von den Lehrern ein Zertifikat, in dem berichtet wird, wie sie während ihrer Zeit mitgearbeitet und welche Leistungen sie erbracht haben. Dieses Zeugnis wird von der Schule übrigens direkt an die Eltern geschickt.

„Im Sportunterricht wird viel draußen bei Exkursionen durch die neuseeländische Landschaft, wie beispielsweise bei einer Kajak- und Wandertour im Abel-TasmanNationalpark im Nord-Osten der Südinsel, trainiert.“

„Es war eine echt tolle Erfahrung, jeden Morgen in der blauen Uniform zur Schule zu gehen und auch echt einmal gerne zur Schule zu gehen und nicht mit irgendwelchen Arbeiten gestresst zu werden.“

„Das mit dem Englischen war auch kein Problem. Am Anfang musste ich manchmal zweimal nachfragen, aber die „Kiwis“ hatten volles Verständnis dafür. Viele waren sowieso beeindruckt, dass man sich traute, so lange und so weit von zu Hause weg zu sein.“

Olivia van der Heide, Juni 2011

Leonie Kauter, Juni 2011

Hannah Ruprecht, Juni 2011

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In den Schulferien besteht die Gelegenheit, das Land auf eigene Faust, gemeinsam mit anderen Schülern oder mit der Gastfamilie zu bereisen. Neuseeland bietet traumhafte Nationalparks, Berge zum Klettern oder Skilaufen und viel Wasser zum Kanufahren oder Segeln. Die International Directors der Schulen helfen gerne bei der Vorbereitung eines solchen Ausflugs. In der Regel sind auch die Gastfamilien bereit, in der unterrichtsfreien Zeit mit den Jungen und Mädchen aus Deutschland etwas Tolles zu unternehmen.

Die Jungen und Mädchen wohnen in Neuseeland i.d.R. in Gastfamilien. Die Schulen vermitteln den Kontakt. Schon vor der Reise können erste Kontakte zu der neuen „Kiwifamilie“ aufgenommen werden. Ca. 40 Prozent der monatlichen Kosten für den Reiseaufenthalt erhält die Gastfamilie. Die deutschen Schüler müssen innerhalb der Familie keine besonderen Aufgaben übernehmen. Lediglich eine kleine Mithilfe, wie sie auch zu Hause üblich ist, wird erwartet. In erster Linie sollen die Gastschüler jedoch Land und Leute kennen lernen und auch in der Schule gut mitarbeiten können. Die Eltern werden mit Vornamen angesprochen.

„Heimweh hatte ich nie. Die Menschen sind hier einfach so nett und man hat immer etwas zu tun, da bleibt keine Zeit für Heimweh.“ Lukas, Juni 2011 „Meine Gasteltern waren wirklich super, dank ihnen habe ich richtig viel von Neuseeland gesehen und sie haben mich nach Australien mitgenommen.“ Daria, Juni 2011

„Eines der Highlights in Neuseeland war die Rundreise über die Südinsel, die ich zusammen mit zwei deutschen Freundinnen und einer Organisation unternommen habe.“ Hannah Ruprecht, Juni 2011

„In den Ferien waren wir oft mit Freunden unterwegs auf der ganzen Südinsel. Dabei brauchten wir nur eine Erlaubnis unserer Eltern und konnten dann ganz einfach in einem Touristcentre unsere Urlaube planen. Dabei muss ich sagen, dass man wirklich viel Eigenständigkeit dazu gewonnen hat.“ Luca Radau, 2009

Mit den neuen Medien wie Internet und Handy ist es kein Problem, Kontakt zur Heimat zu halten. Empfehlenswert ist ein Handy ohne Vertrag. Der Gastschüler kauft sich in Neuseeland einfach eine günstige PrepaidKarte und kann dann für wenig Geld in Neuseeland telefonieren. Das ist auch wichtig, um mit Freunden vor Ort und mit der Gastfamilie immer in Kontakt zu bleiben. Man kann natürlich auch SMS nach Deutschland schicken. Das Telefonieren empfiehlt sich über verschiedene Internet-Anbieter. In allen Gastfamilien gibt es einen Internet-Anschluss, der auch für die Jugendlichen aus Deutschland jederzeit zugänglich ist.

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Das neuseeländische Schuljahr ist in vier Semester, die „Terms“ genannt werden, aufgeteilt. Immer zu Anfang eines solchen Terms können ausländische Schüler den Schulbesuch starten. Wer ein Jahr in Neuseeland bleiben möchte, sollte am besten gleich im Januar zum Schuljahresanfang starten. Man kann auch im Sommer beginnen, ist dann aber während der sechswöchigen Ferien über Weihnachten dort. Die Terms beginnen Ende Januar, Mitte April, Mitte Juli und Anfang Oktober. Zwischen den Terms gibt es jeweils eine bis zwei Wochen Ferien. Die Sommerferien dauern gut sechs Wochen und beginnen Anfang Dezember. Empfehlenswert ist ein Aufenthalt in der zweiten Hälfte der neunten und ersten Hälfte der zehnten Klasse. Es ist aber auch möglich, das gesamte zehnte Schuljahr in Neuseeland zu verbringen.

Vertreter der Schulen aus Dunedin kommen in der Regel im September nach Deutschland, unter anderem auch nach Münster. Dort findet jeweils eine Info-Veranstaltung für interessierte Schülerinnen und Schüler und deren Eltern statt. An dem Abend können Eltern und Jugendliche mit den Vertretern der beiden Schulen sprechen. Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich während des ganzen Jahres zu informieren und es kann jederzeit eine Anmeldung erfolgen. Der

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„Insgesamt habe ich meinen Auslandsaufenthalt sehr genossen und es gab viele Highlights – sei es die zweiwöchige Südinseltour oder die kleinen Ausflüge. Aber das Größte für mich war die Tatsache, dass ich es geschafft habe, mich in einem fremden Land so gut zurecht zu finden und zu integrieren.“

Die Wiedereingliederung in die alte Schule ist in der Regel kein Problem. Die Ferien nach der Rückkehr sollten eigenständig dazu genutzt werden, den versäumten prüfungsrelevanten Stoff nachzuholen. Besondere Förderstunden für Schüler, die ein Jahr an einer ausländischen Schule verbracht haben, werden nicht angeboten. Die Fortschritte, die der Austauschschüler in Englisch gemacht hat, sind so groß, dass in dieser Sprache wohl keine Probleme mehr auftauchen.

„Ein halbes Jahr in einem anderen Land und G8?“ Ihr schafft das, wenn ihr euch anstrengt und bereit seid, etwas Lernstoff nachzuholen! Diese unvergessliche Zeit ist es wirklich wert!“ Christian Serries, 2010

Lisa ten Brink, 2010

Kontakt zur Schule wird dann kurzfristig hergestellt. Eltern können im Anschluss auch selbst mit der Schule per E-Mail kommunizieren und alles Weitere absprechen. Es müssen keine umfangreichen Bewerbungsunterlagen ausgefüllt und eingesendet werden. Die Schule schickt alle notwendigen Formulare per E-Mail. Für eine erste Kontaktaufnahme und ein ausführliches Gespräch steht Hermann Olberding zur Verfügung. Er ist per E-Mail zu erreichen unter postmaster@neuseelandzeit.de.

Hannah R. und Melina E. am Strand von Dunedin, Mai 2010

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Krankenversicherung Kosten Der Aufenthalt in Neuseeland kostet – je nach Schule – rund 1.000 bis 1.400 Euro pro Monat. Darin sind das Schulgeld und die Kosten für die Gastfamilie enthalten. Zuschüsse gibt es nicht. Das Geld ist vor Reiseantritt in voller Höhe an die Schule zu überweisen.

Visum Für den Aufenthalt in Neuseeland ist ein Visum erforderlich. Das wird erteilt, nachdem eine Bestätigung der neuseeländischen Schule vorliegt, dass der Jugendliche dort angemeldet ist und alle Kosten vorab bezahlt worden sind. Neuseeland möchte sichergehen, dass es nicht für etwaige Forderungen an Gastschüler aufkommen muss. Die Quittung wird mindestens vier Wochen vor dem Abflug mit dem Reisepass an die neuseeländische Botschaft in Berlin geschickt, die das Visum dann erteilt.

Die private Krankenversicherung gilt auch in Neuseeland. Für gesetzlich versicherte Schülerinnen und Schüler muss eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen werden. Die hiesige Versicherung ruht dann in der Regel. Die Details sollten mit ihrer jeweiligen Krankenkasse abgesprochen werden.

Taschengeld Um auch in Neuseeland ans Taschengeld zu kommen, gibt es eine gute und kostenlose Lösung: Einfach bei der Deutschen Bank ein kostenloses Jugendkonto einrichten. Man bekommt eine ECKarte. Damit kann der Schüler bei der neuseeländischen Partnerbank WESTPAC kostenlos Geld abheben, auch an Geldautomaten vor Ort.

Kia Ora! Ich heiße Leonie Kauter (15) und habe ein tolles halbes Jahr auf der Südinsel in Dunedin verbracht (Jan. 2011-Juli 2011). Endlich kam der Tag, den ich mit gemischten Gefühlen erwartet hatte. Ich war ganz aufgeregt, was mich in Neuseeland wohl erwarten würde. Ich wollte schon immer besonders gern nach Neuseeland: viele outdoor activities, neue Menschen mit unterschiedlichen Kulturen, klein und sicher genug, um alleine Neuseeland zu „erkunden“ und natürlich, um mein Englisch zu verbessern :) [...] Ich hatte 4 Gastgeschwister: zwei Kiwischwestern, 21 und 12, eine „Thai“-Schwester, 16 und einen Kiwibruder. Von Anfang an hab ich mich in der Gastfamilie richtig wohl gefühlt und nach kurzer Zeit war ich die „kleine“große Schwester und wir hatten eine unglaublich schöne Zeit. Meine Schule (St. Hilda‘s) und all die Mädchen habe ich auch gleich in mein Herz geschlossen. Die Schulgemeinschaft ist einfach genial: die Lehrer werden wie gute Freunde behandelt, gemeinsame Aktionen (Wettbewerbe verschiedenster Art, Sportaktionen), alle Mädchen sind super freundlich ... Es war eine tolle Erfahrung, jeden Morgen in der blauen Uniform zur Schule zu gehen, auch echt mal gerne zur Schule zu gehen und nicht mit irgendwelchen Arbeiten

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ständig gestresst zu werden. Es gab richtig tolle Fächer, die super Spaß machen und abenteuerlich sind wie Drama, Outdoor Education (Kajaking, Surfen, MountainBiking, Klettern ...) Painting, Photography ... Ich habe English, Mathe, Grafik/Design, Kunst, PE (Sport) und Outdoor Education genommen. Der Unterrichtsstoff ist im Vergleich zu Deutschland echt einfach und ich konnte dem Unterricht sehr gut folgen. [...] Ich habe mich so wohlgefühlt, dass ich kein Heimweh hatte. Ich habe so viele neue Freundschaften geschlossen und hatte so tolle Erlebnisse ... und der Kontakt per skype hat immer super gut geklappt. Und wenn ich je Heimweh gehabt hätte, wäre ich zu Maggie gegangen, die echt mit einem offenen Ohr zuhört und für alles eine Lösung findet :) Ich bin so froh, diese Entscheidung getroffen zu haben, nach Neuseeland zu gehen. Die Zeit war einfach unglaublich schön, spannend und abenteuerlich und ich werde all die Erlebnisse nie vergessen. Ich hab nicht nur unheimlich viel über das Land und die Eigenarten der Kiwis gelernt, sondern auch meine zweite Familie und Heimat gefunden. Auch wenn es Überwindung kostet, seine Familie und Freunde in Deutschland zurückzulassen, man lernt so viel Neues: eigenständig sein, offen auf andere Menschen zugehen, neue Menschen mit verschiedenen Kulturen ... Ich unterstütze euch gerne und wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr mir gern eine E-Mail schreiben: leonie.kauter@gmx.de oder euch meinen Blog durchlesen www.leonieimkiwiland.blogspot.com

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opened doors with me and for me. [...]

When I left Germany this was a bit what it felt like. When I left my house, the door closed. When I left the car at the airport, the door closed. When I got on the plane, the door closed. When I got off the plane in Dunedin after about 40 hours of flight, the door closed and I found myself exposed to an unknown, exciting, new environment. In the first weeks, I was too busy being filled with awe about all the new things I experienced. Every night I went to bed, overwhelmed by all the things I saw during the day.

But now, after more than a year, it is time for me to close some doors behind me again. In 13 days I will close the door of the house behind me that was my home for 370 days. I will close the door of the car behind me that picked me up from the airport, drove me around Dunedin and then drove me to the airport again. The doors of the plane will close behind me when I leave Dunedin. And then, after a long flight, the doors of the plane will close behind me again and I will be back in Germany. And this time I will look at those closed doors “so long and so regretfully” because they separate me from the best time I ever had in my life.

And when the excitement eased, I started to look at the doors that closed behind me. This would have been the time when I would have looked at those doors, as Mr Bell would say, “so long and so regretfully”. But this didn’t

But I will take the keys to these doors with me so I can open them again, so I can come back to all these people I love and who will be in my heart and mind forever. Thank you!

[Einklapptasche]

Good evening everybody. I’d like to start this speech with a quote from Alexander Graham Bell. He said: “When one door closes another door opens; but we so often look so long and so regretfully upon the closed door, that we do not see the ones which open for us.”

happen. I researched Mr Bell a bit and he has never been to New Zealand. This is probably why he said that you feel sad and regretful when a door closes. When you come to New Zealand, all the doors that open for you, either by themselves or are opened by all the nice people, they reveal so many amazing things; there is no time to look back. During my year here in New Zealand, in Dunedin, at St Hilda’s, I had all these great people by my side, who

[weitere Unterlagen]

Melina Eßer aus Münster hält nach einem Jahr als Gastschülerin ihre Abschiedsrede vor der gesamten Schulgemeinschaft von St. Hilda‘s (Juli 2011)


Auckland

Wellington

Christchurch

Dunedin Kontakt H. Olberding, Oberstudienrat Ohmweg 29 | 48159 M端nster Tel.: (0251) 21 77 89 | Mobil: (0163) 39 31 850 www.neuseelandzeit.de E-Mail: postmaster@neuseelandzeit.de

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