Issuu on Google+

Ida erzählt… vom Bauernhof Schweineleben


Erzählt von Marlene Wiesmann und gezeichnet von Anja Karns Herausgeber

2

Hallo, ich heiße Ida und bin sieben Jahre alt. Ich lebe mit meinen Eltern und meinem kleinen Bruder auf einem Bauernhof. Übrigens, das ist Grunzi, mein Stofftier. 3


Heute ist der erste Schultag nach den groĂ&#x;en Ferien. In der letzten Stunde darf jedes Kind erzählen, was es in den Ferien erlebt hat Endlich bin ich an der Reihe. Ich habe meinem Vater im Schweinestall geholfen, das mache ich voll gerne.

Ich beschreibe euch jetzt mal, wie so ein Schweineleben aussieht:

Eber

Ferkel

In unserem Schweinestall leben Eber, Sauen, Ferkel und Mastschweine. 4

Sau

Mastschwein 5


Nach 4 Wochen kommt der Tierarzt, Herr Dr. GÜllmann vorbei und guckt mit seinem Ultraschallgerät nach, ob die Sau tragend (schwanger) ist.

6

Wenn die Sau alt genug ist um Ferkel zu bekommen, zieht sie in den Deckstall. Hier lernt sie den zukĂźnftigen Vater ihrer Kinder kennen und lieben, den Eber.

Ist die Sau tragend, zieht sie in den Wartestall um. Hier teilt sie sich mit anderen tragenden Sauen einen Stall, wo sie sich frei bewegen kann.

7


Etwa eine Woche vor der Geburt der Ferkel (Abferkeln) wird die Sau geduscht. In den Ferien darf ich das immer machen!

Danach kommt sie in den blitzblanken Abferkelstall. Dort hat sie eine Bucht ganz f端r sich alleine. Bei einer Sau dauert die Tragezeit drei Monate, drei Wochen und drei Tage. 8

Das findet sie gut, denn so kurz vor der Geburt braucht sie sehr viel Ruhe. 9


Eine Sau kann pro Wurf 12 bis 15 Ferkel zur Welt bringen. Da die Ferkel nach ihrer Geburt noch sehr klein sind, haben sie ein Ferkelnest, wo es schรถn warm und kuschelig ist.

10

Die kleinen Ferkel wachsen sehr schnell. Neben der Sauenmilch bekommen sie schon spezielles Ferkelfutter. So gewรถhnen sie sich langsam an feste Nahrung.

11


Jetzt wohnen die Ferkel in einem speziellen Aufzuchtstall, dem sogenannten Flatdeck. Hier haben sie es schĂśn warm. Es gibt getrennte Fress-, Liege- und Kotbereiche.

Nach gut drei Wochen verlassen die Ferkel den Abferkelstall. Nun wiegen sie schon Ăźber sieben Kilogramm, das sind mehr als sieben TĂźten Milch. 12

13


Dann kommen sie zur Mast in größere Buchten in den Maststall. Hier haben sie viel Platz.

+

Um sich die Zeit zu vertreiben, spielen sie gerne mit Ketten oder Bällen.

Die Ferkel nehmen jeden Tag ungefähr 400 Gramm zu, soviel wie vier Tafeln Schokolade.

= 14

Nach acht Wochen im Flatdeck wiegen sie schon mehr als ich, nämlich 30 kg.

15


Wenn sie 120 Kilogramm wiegen, sind die Schweine schlachtreif.

+ 16

W채hrend der Mast nehmen Schweine etwa 730 Gramm pro Tag zu, das sind mehr als sieben Tafeln Schokolade.

Nun werden sie mit einem Viehtransporter zum Schlachthof gefahren.

17


Schweinefleisch eignet sich auch gut zum Grillen. Das haben wir in den Ferien oft gemacht. Grunzi und ich haben uns dann immer mit einer leckeren Wurst unter meinen Lieblingsbaum ins Gras gesetzt.

An der Fleischtheke bekomme ich manchmal eine Scheibe Fleischwurst. Die wird zum Beispiel aus Schweinefleisch gemacht. Genauso wie Schnitzel, 18 Schinken, Frikadellen oder W端rstchen und viele andere leckere Sachen.

19


Jetzt kennt ihr das Schweineleben vom Ferkel bis zur Wurst. Damit ihr euch das besser vorstellen kÜnnt, lädt mein Papa euch alle zu einem Bauernhofbesuch ein.

Alle Kinder klatschen. Dann klingelt die Schulglocke und alle gehen nach Hause.

20

Rätseln, lachen & malen mit Ida Was ist das? S__w_____a_t

21


Jetzt habe ich euch ganz schön viel aus dem Leben unserer Schweine gezeigt und erzählt. Mal gucken, ob ihr auch etwas gelernt habt:

Hier könnt Ihr eure Antworten eintragen 1 2

22

1. Wie nennt man die Mutter der Ferkel?

2. Was trinken die Ferkel nach der Geburt?

3. Womit guckt der Tierarzt nach, ob die Sau tragend ist?

4. Wo leben Eber, Sau und Ferkel?

5. Wo liegen die Ferkel schön warm?

6. Was kann man aus Schweinefleisch machen?

7. Womit werden die Mastschweine zum Schlachthof gebracht?

8. In welchem Stall kommen die Ferkel zur Welt?

3 4 5 6 7 8 Lösungswort

23


Viel Spaß beim Ausmalen! Fragt die Lehrerin den kleinen Matthias: „Matthias, nenn mir sechs Tiere, die auf einem Bauernhof leben.“ Matthias: „Zwei Sauen und vier Ferkel“.

24

25


Viel Spaß beim Ausmalen!

Impressum

Herausgeber Rheinische Erzeugergemeinschaft für Qualitätsferkel w.V. (REG w.V.)

Rheinische ViehVermarktungs GmbH (RVV GmbH)

Schwarze Straße 30 47665 Sonsbeck Tel.: 02838/7761-0 Fax: 02838/7761-20 www.reg-online.de www.rvv-online.de Text Marlene Wiesmann

Illustrationen Anja Karns

Gestaltung und Druck www.medienzentrum-straelen.de 1. Auflage - Februar 2009

26

Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urhebergesetzes ist ohne Zustimmung des Herausgebers unzulässig und straf- bar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

27



Ida erzählt…vom Bauernhof - Schweineleben