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Schweiz Tourismus (D)

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Zu Fuss durch die farbenprächtige Herbstlandschaft der Schweiz.

Vier Arten, die Schweiz zu entdecken Der Sommer ist vorbei, der Winter noch weit weg. In der Zwischenzeit zeigt sich die Schweiz von einer wunderbar ruhigen Seite. Vier Arten von Sehnsucht und vier Gründe, weshalb der Herbst vielleicht die schönste Reisezeit ist.

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er sommer lockt an die seen, der Winter in die Berge. Und der Herbst? Wird gerne als Übergang behandelt, als kurze Pause zwischen Badesaison und erstem Schnee. Doch genau in der Ruhe und der Umstellung der Natur liegt sein Reiz. Die Wege werden leerer, die Luft klarer, das Licht weicher. In den Bergen färben sich die Lärchen, in den Rebbergen beginnt die Ernte, über dem Mittelland liegt morgens noch Nebel, während weiter oben längst die Sonne scheint. Jetzt lohnt es sich, dorthin zu fahren, wo im Sommer vielleicht kein Platz mehr im Reiseplan war: in ein Seitental im Bündnerland, auf eine Jurahöhe oder in ein Tessiner Dorf. Orte, die selten auf einer Liste mit

Sehenswürdigkeiten ganz oben stehen und gerade deshalb überraschen. Wer Stille sucht, findet sie jetzt an Bergseen, auf Waldwegen und in Tälern, in denen nach der Sommersaison wieder Ruhe eingekehrt ist. Unterwegs kommt einem lange niemand entgegen, das Laub dämpft die Schritte, an Ufern werden die Picknickplätze leer. In einem einfachen Berggasthaus darf ein Kaffee wieder eine Stunde dauern und das Personal hat Zeit für einen kleinen Schwatz. Im goldenen Herbst ist alles ein bisschen gemütlicher.

wie das Nebelmeer. Während sich über Städten und Tälern eine weisse Decke ausbreitet, beginnt wenige Höhenmeter weiter oben eine andere Welt. Eine Gondelfahrt, ein kurzer Aufstieg und plötzlich liegt einem das Wolkenmeer zu Füssen. Auf Höhenwegen und Aussichtspunkten reicht der Blick von den Juraketten bis zu den Alpen, mit Glück sieht man Gämsen oder Steinböcke oder hört den scharfen Pfiff der scheuen Murmeltiere. Tief einatmen, gesunde Bergluft die Lungen weiten lassen – und wem dann ein Juchzer entfährt, bekommt vielleicht ein Echo zurück.

über den dingen stehen – die sehnsucht nach weite

«… das gute liegt so nah» – die sehnsucht nach nähe

Unten grau, oben blau: Kaum etwas gehört so sehr zum Schweizer Herbst

Wer will schon in die Ferne fliegen, wenn gleich hinter einem Bergpass

Dieser Inhalt wurde von NZZ Story Lab im Auftrag von Schweiz Tourismus erstellt.


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goldene Lärchenwälder, türkise Bergseen und klare Gebirgsbäche bei angenehmen Lufttemperaturen warten? In der Schweizer Nähe liegt dank der so vielfältigen Landschaft immer auch etwas Ferne: Lokale Spezialitäten stehen auf der Karte, der Dialekt klingt etwas anders, je nach Ort tauchen Ausflügler in unterschiedlichste Flora und Fauna ein – mächtige Kastanienwälder im Tessin, knorrige Arvenhaine

im Engadin, sanfte, grüne Hügel im idyllischen Thurgau … in der Schweiz liegen unterschiedlichste Mikroklimata, Vegetationszonen und kulinarische Erlebnisse nah beieinander.

landschaft und geschmack: die sehnsucht nach genuss Ach, Herbst! Kastanien rösten über dem Feuer, Trüffel sorgen, fein geraspelt, in unzähligen Gerichten für un-

vergleichliches Aroma, frische Steinpilze, Trauben, Wildspezialitäten ... verwöhnen den Gaumen – wer im Herbst durch die Schweiz reist, kann die Vielfalt der Regionen sehen, erleben und erst noch schmecken. Ruhe, Weite, Nähe oder Geschmack: Auf den folgenden Seiten führen vier Arten der Sehnsucht zu Orten, die im Herbst ihren besonderen Reiz entfalten.

Die Stille hat einen Ort Wenn das Licht flacher fällt, sich das Laub verfärbt und sanfte Nebelstreifen aus Auen und Wäldern steigen, zeigen diese Schweizer Landschaften erst ihr schönstes Gesicht.

fotos: schweiz tourismus, jan geerk / schweiz tourismus, christian perret

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or jahrhunderten formten gewaltige Bergstürze einen Walliser Talkessel, der dem Lac de Derborence seither Heimat bietet. Wasser, Wald und Fels dominieren hier, im Herbst reflektiert das spiegelglatte Wasser golden verfärbte Lärchen und den tiefblauen Himmel. Nur das Geräusch der eigenen Schritte, das Plätschern kleiner Wellen, die gegen die Ufersteine schlagen, und der Gesang der Vögel ergänzen hier die Stille. Wer bleiben möchte, übernachtet im Refuge du Lac de Derborence und geniesst nach der Abend- auch die Morgenstimmung am idyllischen See.

Himmel werfen und zuletzt öffnet sich die Landschaft zu weiten Alpwiesen und viel Himmel. Oben werden Ausflügler gleich mehrfach belohnt: Silvia und Wisel von der Alpwirtschaft Halsegg servieren Währschaftes. Die Aussicht auf das Nebelmeer oder den Lauerzersee und ein paar wenige Schritte weiter auch den Zuger- und den Ägerisee nährt zusätzlich das Gemüt.

Beim Biken zeigt sich das Engadin im Herbst von seiner farbenprächtigsten Seite.

eine métairie im jura Eine andere Form der Abgeschiedenheit findet sich im Regionalpark Chasseral zwischen Rebbergen und Jurakamm. Trockenmauern durchziehen die Landschaft, unterwegs laden sogenannte Métairies zur Einkehr – einfache Berggasthöfe, die hier seit Generationen zur Kultur gehören. Die Métai- rie de Dombresson-Frienisberg liegt auf einer Hochebene, über die im Herbst gerne Nebelschwaden ziehen. Drinnen wärmt der Ofen, draussen grasen Kühe. Man bestellt einen Kaffee, beobachtet das Drumherum und ist ganz im Hier und Jetzt.

der zufall als wegweiser

ein tal hinter dem tal

Oberhalb von Steinen im Kanton Schwyz führt ein Alpweg zur Halsegg. Schon die Anreise gehört zum Erlebnis, liegt doch der Bahnhof Steinen direkt an der historischen GotthardBahnlinie. Die Zuganfahrt bietet schon Panoramafenster-Ausblicke auf die Innerschweizer Berg- und Seenwelt. Am Bahnhof ausgestiegen, eröffnet sich ein dramatischer Blick auf den Grossen und den Kleinen Mythen und den Lauerzersee. Und auch der Alpweg zur Halsegg ist an Abwechslung reich: Saftige Wiesen und Wälder werden von den ortstypischen Nagelfluhwänden abgelöst. In der berühmten Ofenloch-Schlucht sollte man den obligaten Blick in die Grotte und gen

Stille, Weite, Val Müstair. SgraffitoFassaden prägen die Dörfer, im Herbst leuchten die Lärchen, während auf den Gipfeln bereits Schnee liegen kann. Noch abgeschiedener wird es in den Seitentälern. S-charl liegt zwischen Bergen und Arvenwald; beim Wandern begleiten einen oft nur das Knirschen der Schritte auf den Kieswegen und der Ruf eines Singvogels wie des Tannenhähers. Und dann ist da das Val Mora: ein langes, wildes Hochtal, das sich seine Ursprünglichkeit bewahrt hat. Was von solchen Orten bleibt, ist weniger eine Sehenswürdigkeit als ein Gefühl: für ein paar Stunden ausserhalb der eigenen Erreichbarkeit gewesen zu sein.

versteckte täler Abgelegene Orte der Schweiz, die man nicht auf Anhieb findet, aber umso weniger vergisst. switzerland.com/versteckte-taeler

Dieser Inhalt wurde von NZZ Story Lab im Auftrag von Schweiz Tourismus erstellt.


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Melchsee-Frutt: Blick auf den Tannensee.

Über dem Meer, unter dem Himmel Wenn im Oktober der Nebel die Niederungen verschluckt, beginnt oberhalb von 1000 Metern eine andere Welt. Wer aufsteigt, findet Sonne, Fernsicht und das Gefühl, auf einer Insel zu stehen.

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m berner gantrischgebiet führt ein Weg auf die Bütschelegg. An klaren Herbsttagen öffnet sich ein weiter Rundblick. Bern ist unter der Wolkendecke nur noch eine Ahnung, das Mittelland wird zum weissen Meer und der weite Horizont wird nur durch die Alpen begrenzt – «Gottes weisser Mantelsaum», nannte der fast vergessene Zürcher Schriftsteller Walter Keller eine solche Aussicht einst.

der schnellste weg ins blau Im Baselbiet braucht die Gondelbahn von Reigoldswil nur wenige Minuten, um aus dem Dunst des Tals in die Höhe zu gelangen. Oben teilt sich die Welt: unten konturloses Grau, darüber blauer Himmel. Und wie Inseln ragen die Jurahöhen aus dem Wolkenmeer. Auf der Terrasse lohnt es sich, länger sitzen zu bleiben und zuzusehen, wie Nebelfetzen über die Krete ziehen, kurz im Sonnenlicht erglühen und wieder verschwinden.

logenplatz über dem urnersee Auch am Urnersee führt der Weg hinauf aus dem Herbstgrau. Die Seilbahn Chlital–Gietisflue bringt Wanderlustige zum Ausgangspunkt für den Aufstieg über den Wanggrat zum Schartihöreli. Oben reicht der Blick über den Urnersee und in die Bergwelt. Darunter leuchten die Wälder in Herbstfarben; an manchen Tagen schiebt sich das Nebelmeer wie eine zweite Wasserfläche zwischen See und Gipfel.

drei höhen, ein herbst

Weiter oben liegt die Melchsee-Frutt. Im klaren Oktoberlicht werden ihre drei Bergseen zu Spiegeln für Himmel und Gipfel, die offene Landschaft zur Bühne für Licht und Schatten. Wer noch höher hinauswill, nimmt den Giswilerstock ins Visier. Eindrücklich ist der frühe Morgen, wenn die Sonne über die Grate steigt und das Nebelmeer unter den Füssen langsam zu leuchten beginnt. Ein Anblick, der zeigt, warum sich im Herbst frühes Aufstehen lohnt.

grosser blick, kleiner weg Wo das Edelweiss blüht, laden die «Edelweiss»-Bänkli zum Verweilen ein. Diese Regionen sind zugleich Namensgeber für die Flugzeuge der Airline. Um das Bänkli auf Melchsee-Frutt zu erreichen, braucht es allerdings eine kleine Wanderung: Von der Bergstation führt der Weg Richtung Bonistock; nach rund zwanzig Minuten wartet die Bank mit Aussicht auf den Titlis und das Hochplateau mit seinen drei Seen. Liegt Nebel über dem Mittelland, wird der kurze Spaziergang zum Logenplatz über dem Wolkenmeer.

In Obwalden lässt sich die Jahreszeit auf mehreren Höhen unterschiedlich erleben. In Flüeli-Ranft säumen bunte Wälder die Ranftschlucht, an klaren Tagen öffnet sich der Blick in die Berge.

Dieser Inhalt wurde von NZZ Story Lab im Auftrag von Schweiz Tourismus erstellt.

Hier geht’s zum «Edelweiss»Bänkli.


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Zwischen Heimat und Fernweh

Das Castello di Mesocco im Val Mesolcina, Graubünden.

fotos: schweiz tourismus, kevin wildhaber / schweiz tourismus, roland gerth / schweiz tourismus, ivo scholz

Manchmal kann einem die Heimat plötzlich ganz fremd erscheinen. Ob man nur einen kleinen örtlichen Perspektivenwechsel vornimmt oder sich hinter einem Hügel plötzlich der Dialekt verändert – in der schönen Schweiz gibt es so viel Unbekanntes zu entdecken.

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ier ist wald anders: Im Neckertal im Toggenburg führt der Baumwipfelpfad nicht einfach durch den Wald, sondern mitten hinein in seine Kronen. Zwischen den Stämmen öffnet sich der Blick auf ein Geflecht aus Ästen, Licht und buntem Laub. Kinder entdecken Erlebnisstationen und begeben sich auf Spurensuche. Nicht zuletzt bietet die veränderte Perspektive auch andere Blicke auf die Tierwelt: Vögel sind plötzlich hautnah im Aufflug zu entdecken, mit etwas Glück lässt sich vielleicht ein Eichhörnchen erblicken.

Der Baumwipfelpfad führt durch die Wälder des Neckertals im Toggenburg.

nur einen pass entfernt Wer sich Richtung Süden wendet, entdeckt im Val Mesolcina, auch Misox genannt, den italienischsprachigen Teil Graubündens. Eine Gegend, die erstaunlich vielen Schweizerinnen und Schweizern unbekannt geblieben ist. Dabei liegt sie nur eine Passhöhe von der Deutschschweiz entfernt. Hier sind unten Palmen und Grotti zu finden, weiter oben Kastanienwälder, Barockkirchen und imposante Burgruinen und auf der Passhöhe von San Bernardino eine wunderschöne Moorlandschaft samt Seelein.

zwischen fels und wasser Im Vallée du Trient im Wallis bestimmen Wasser und Fels die Landschaft.

Wasserfälle stürzen über steile Hänge, alte Sägereien erinnern an frühere Zeiten, und der Fluss zwängt sich durch enge Schluchten. Der mehr als 100 Meter hohe, lustig benannte «Pissevache»-Wasserfall (Verzeihung, aber diese Übersetzung muss hier sein: «Kuhbrunz») bei Vernayaz ist ein Höhepunkt. Ein kurzer Weg führt zu ihm und eignet sich auch für Familien. Wer noch etwas bleiben möchte, verbindet ihn mit einem Besuch der nahe gelegenen Trient-Schlucht. Was diese Orte verbindet, ist ihre Vielfalt: Individuelle landschaftliche

Eigenarten lassen hier das Gefühl aufkommen, man befinde sich zwar daheim, könnte aber ebenso gut auf einer Weltreise sein.

landgasthöfe mit charakter Wo nicht nur die Gastfreundschaft stimmt: besondere Häuser für einen angenehmen Herbstaufenthalt. switzerland.com/landgasthoefe

Dieser Inhalt wurde von NZZ Story Lab im Auftrag von Schweiz Tourismus erstellt.


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Die Saison auf dem Teller Im Herbst schmeckt die Schweiz besonders nach sich selbst. Jetzt kommen Kastanien und Trauben, Käse und Fisch, Trüffel und Absinth auf den Tisch – und mit ihnen die Geschichten ihrer Herkunft.

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m maggiatal riecht der herbst besonders aromatisch: Rund um Moghegno stehen die «Grà», kleine Steinhäuser, in denen Kastanien seit Jahrhunderten über Wochen über dem Feuer getrocknet werden. Wer danach durch die alten Gassen zieht, landet schnell in einem Grotto. Dort stehen etwa Cicitt auf der Karte, dünne Ziegenwürste, die die Wirte über der Glut grillen. Zum Bleiben lädt die Casa Portico im Dorfkern ein, ein Steinhaus mit mittelalterlichen Grundmauern und Lauben.

die grüne fee und der tiefe wald Im Val-de-Travers verbindet die Route de l’Absinthe Landschaft und Geschichte mit jener Spezialität, die lange im Verborgenen destilliert wurde. Durch Dörfer und Jurawälder erfährt man, weshalb die «grüne Fee» bis heute zur Identität des Tals gehört. Im Herbst passt die Stimmung dazu: tiefes Licht, stille Wälder und am Ende vielleicht eine Degustation. Nach einigen Kilometern zu Fuss schmeckt Absinth anders als an einer Bar.

Im Val-de-Travers trifft Wandergenuss auf die «grüne Fee».

der kostbare duft des herbstes In Murten ist dem Trüffel das Wochenende vom 14. bis 15. November 2026 gewidmet. An mehr als zwanzig Ständen lässt sich der seltene Pilz degustieren, pur oder in unterschiedlichen Gerichten. Wer Genuss lieber mit Bewegung verbindet, steigt aufs Velo. Eine kulinarische Tour um den Murtensee führt zu Adressen der Region: Winzerkellern, Fischern und Bäckereien. Wein aus den umliegenden Reben, Fisch aus dem See und Nidelkuchen aus der Stadt.

geniessen und bleiben Die Geschichte der Schweiz lässt sich auch über Unterkünfte entdecken. In Moghegno bietet etwa die Casa Portico ihren Gästen eine Übernachtung mit baugeschichtlichem Charme und Holzheizung wie anno dazumal. Weitere historische Unterkünfte vermittelt die Stiftung Ferien im Baudenkmal. switzerland.com/ferienimbaudenkmal

wo der herbst eingeschenkt wird Im luzernischen Seetal wiederum dominiert das golden und rot verfärbte Laub der Rebstöcke die Landschaft. Zwischen Mosen, Aesch, Hitzkirch und Gelfingen schlängelt sich der Weinwanderweg von Dorf zu Dorf, Wanderer erhaschen immer wieder einen Blick auf den hellblauen Hallwilersee. Unterwegs lässt sich auch entdecken, was an den Hängen gekeltert wird.

Trüffel gehören zu den kulinarischen Schätzen des Herbstes.

Dieser Inhalt wurde von NZZ Story Lab im Auftrag von Schweiz Tourismus erstellt.


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So gelingt die perfekte Auszeit

fotos: schweiz tourismus, guillaume perret / schweiz tourismus, jan geerk / schweiz tourismus, andré meier

Goldene Wälder, klare Fernsicht und Wege, die man beinahe für sich hat: Der Oktober ist eine besondere Zeit, um die Schweiz zu entdecken. Wer ein paar Dinge beachtet, holt noch mehr aus den Herbsttagen heraus.

bildet sich über dem Mittelland häufig Hochnebel, während die Berge darüber in der Sonne liegen. Vor dem Aufbruch lohnt sich deshalb ein Blick auf Wetterprognose, Webcams und Nebelobergrenze. Liegt das Ziel darüber, stehen die Chancen auf ein Wolkenmeer gut. Besonders eindrücklich sind die frühen Stunden: Kurz nach Sonnenaufgang fällt das Licht flach über die Nebeldecke und lässt Konturen und einzelne Bergspitzen hervortreten. Wer fotografieren möchte, sollte deshalb früh unterwegs sein und etwas Geduld mitbringen.

sicher durch den herbst Auch bei schönem Wetter verlangen Herbstwanderungen etwas mehr

der richtige moment Im Oktober reist es sich vielerorts ruhiger als im Sommer. Das bedeutet allerdings auch: Bergbahnen, Berghütten und Restaurants können bereits reduzierte Öffnungszeiten haben oder zwischen Sommer- und Wintersaison ganz schliessen. Deshalb lohnt es sich, Fahrpläne und Öffnungszeiten vor dem Ausflug zu prüfen. Auch die Tage werden merklich kürzer. Eine Wanderung, die im Juli problemlos am späten Nachmittag beginnen kann, verlangt im Herbst nach einem früheren Start.

mehr herbst entdecken Ob Wanderung über dem Nebelmeer, ruhige Tage in einem Seitental oder eine kulinarische Entdeckung: Ideen für die nächste Auszeit sowie weitere Informationen zur Planung finden sich auf: switzerland.com/herbst

Planung. Feuchtes Laub kann Wege rutschig machen, schattige Passagen können bereits vereist sein und in höheren Lagen ist erster Schnee möglich. Route, Schwierigkeit und Höhenlage sollten deshalb zu den aktuellen Verhältnissen passen. Wichtig ist zudem, genügend Zeitreserven einzuplanen und jemanden über die geplante Route zu informieren. Im Zweifel gilt: umkehren, bevor aus einer schönen Herbstwanderung ein Abenteuer wider Willen wird.

der wald wechselt seine farbe Dass sich die Blätter im Herbst gelb, orange und rot verfärben, ist kein Zufall. Werden die Tage kürzer und die Temperaturen tiefer, bereiten sich Laubbäume auf den Winter vor. Sie bauen das grüne Chlorophyll in den Blättern ab und ziehen wertvolle Nährstoffe zurück. Dadurch treten Farbstoffe hervor, die zuvor vom Grün überdeckt wurden. Besonders intensiv leuchtet der Wald an sonnigen Tagen und in kühlen Nächten. Lärchen gehören zu den wenigen Nadelbäumen, die ihre Nadeln im Herbst verfärben und anschliessend verlieren, so dass ganze Berghänge für kurze Zeit golden erscheinen.

gut gerüstet nach oben Im Tal mild, auf dem Gipfel winterlich: Im Herbst können innerhalb weniger Höhenmeter grosse Temperaturunterschiede auftreten. Ins Gepäck gehören deshalb mehrere Kleidungsschichten, eine wind- und wasserfeste Jacke, Mütze und Handschuhe sowie gutes Schuhwerk. Eine Thermosflasche mit warmem Tee und eine kleine Zwischenverpflegung machen die Pause unterwegs angenehmer. Für längere Touren gehören auch Sonnenschutz und eine Stirnlampe in den Rucksack. Denn wenn die Sonne verschwindet, wird es schnell dunkel.

dem nebel davonlaufen Was unten nach einem grauen Tag aussieht, kann weiter oben bestes Wanderwetter bedeuten. Im Herbst

Tessiner Dorfidylle in Giumaglio im Vallemaggia.

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