Samstag, 26. September 2020
Verlagsbeilage
Freizeit & Ferien
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Ausspannen in der Region: Wo sich dies im Herbst besonders lohnt.
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Freizeit & Ferien
Samstag, 26. September 2020
NZZ-Verlagsbeilage
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Das Highlight des Lindt Home of Chocolate – der über neun Meter hohe Schokoladenbrunnen. LINDT&SPRÜNGLI
Alltagsfluchten in der Region
Inhalt VOR DER TÜR
Neue Attraktionen für die Daheimgebliebenen in der Region Zürich. Seite 3
Der Herbst verzaubert durch klare Tage, farbige Blätter und die letzten warmen Sonnenstrahlen. Zürich und seine Umgebung bieten viel für einen nahegelegenen Ausflug. Das sind die neusten Attraktionen. NORMAN BANDI
Unter dem Titel «2-für-1-Angebot» startet Zürich Tourismus mit Partnern eine Postkartenaktion in der Region Zürichsee und im Kanton Schwyz. Mit dem Teilen von Ausflugstipps mit den Liebsten und den (noch) Daheimgebliebenen finden Ausflugshungrige Inspiration für den nächsten goldenen Herbsttag. Das Versenden der Postkartengrüsse geht ganz einfach über die Website von Zürich Tourismus – und sie werden von der Post im Handumdrehen in den richtigen Briefkasten gelegt. Dabei sind die Karten nicht nur eine schöne Geste für Freunde und Familie, sondern enthalten ein kleines Geschenk. Denn jedes der Sujets steht für ein bestimmtes 2-für1-Angebot, das bis zum 31. Oktober 2020 beim jeweiligen Partner eingelöst werden kann. Die Gegend rund um den Zürichsee bis hin nach Einsiedeln wartet mit vielen Ausflugtipps darauf, entdeckt zu werden. Die dazugehörige Broschüre kann via www.herbst.zuerich.com heruntergeladen werden.
Lindt Home of Chocolate Die jüngste Ausflugsattraktion am Zürichsee ist das Lindt Home of Chocolate, das am 10. September 2020 in Anwesenheit von Tennisstar Roger Federer und Bundesrat Ueli Maurer eingeweiht wurde. Gemeinsam enthüllten sie das Herzstück des mehr als 100 Millionen Franken teuren Schokoladen-Kompetenzzentrums in Kilchberg: den über neun Meter hohen «Schoggi»-Brunnen. Das Lindt Home of Chocolate umfasst neben der Forschungsanlage mit Schauproduktion auch eine 1500 Quadratmeter grosse Ausstellung, die Besucher auf eine Reise in die Welt der Schokolade einlädt. Diese führt Besucher zunächst auf eine Kakaoplantage in Ghana. Danach begeben sich kleine und grosse
Schokoladenfans auf Zeitreise in die Geschichte der Schokolade und wandeln auf den Spuren der Schweizer Pioniere. Auch Geheimnisse der Schokoladenproduktion werden gelüftet. Nach spannenden Fakten rund ums Thema Schokolade warten am Schluss der Tour zahlreiche Meisterwerke im Degustationsraum darauf, probiert zu werden.
Elefanten am Flughafen Über 60 bunte Elefanten-Skulpturen beleben dieses Jahr die Region. Namhafte Künstler und Prominente haben die lebensgrossen Baby-Elefanten individuell gestaltet. Die «Swiss Tour» der «Elephant Parade» ist eine Initiative von Franco und Claudia Knie. Mit der Wanderausstellung machen sie auf die dramatische Situation der bedrohten asiatischen Dickhäuter aufmerksam. Nach der ersten Station in Rapperswil macht die Herde nun halt am Flughafen Zürich. Noch bis am 11. Oktober 2020 sind die Elefanten-Skulpturen zu sehen im Airport Shopping, in den Check-ins 1 und 2 sowie auf der Zuschauerterrasse (aufgrund des Coronavirus geöffnet am Mittwoch, Samstag und Sonntag von 11.00 bis 16.00 Uhr). Vom 14. bis 21. Oktober 2020 gastieren die 60 bunten Dickhäuter dann im Zürcher Hauptbahnhof. Und durch die Teilnahme am KunstWorkshop oder den Einkauf im Pop-upShop unterstützen die Besucher den Artenschutz sowie den Lebensraum. Mehr Infos dazu unter www.elephantparade. com/swiss-tour.
Interaktive Lewa Savanne Mit der Wiedereröffnung des Zoos Zürich am 6. Juni 2020 nach der Covid19-bedingten Schliessung ging zugleich die neue Lewa Savanne in Betrieb. Die Anlage für Giraffen, Nashörner und weitere afrikanische Tiere ist mit einem
langjährigen Naturschutzprojekt in Kenia gekoppelt. Am Wochenende vom 3. und 4. Oktober 2020 kann man dem Original ganz nah sein. Möglich macht dies das interaktive Lewa-Erlebnis von ewz im Giraffenhaus des Zoos Zürich. Hier können die Besucher in die Rolle eines Rangers schlüpfen und die Savanne anhand von Bewegungen zum Leben erwecken. Im Anschluss erhalten sie ein Foto von sich in der Lewa Savanne – Afrika war noch nie so nah. Vor dem Besuch gut zu wissen: In sämtlichen Tierhäusern und Gebäuden des Zoos Zürich sowie bei der Benützung des Masoala Express gilt seit dem 10. September 2020 Maskenpflicht, jedoch nicht in den Aussenbereichen. Schutzmasken können selbst mitgebracht oder vor Ort gekauft werden.
«CoronaVersicherung» Nicht nur in der Freizeit, sondern insbesondere in den Ferien im Ausland möchten wir in Corona-Zeiten besonders gut geschützt sein. Die Twerenbold Reisen Gruppe mit Hauptsitz in Baden-Rütihof lanciert deshalb eine «Corona-Versicherung», die in alle Arrangements ab zwei Übernachtungen eingeschlossen ist. Sie gilt für die Marken Twerenbold Reisen (Carreisen), Reisebüro Mittelthurgau (Flussschiffreisen), Imbach Reisen (Wanderreisen) und Vögele Reisen (Rundreisen). Bei Erkrankung an Covid-19 umfasst die kostenlose Versicherung: Annullierungsschutz für die erkrankte Person und ihre Begleitperson sowie medizinische Assistance (Spitalüberführung im Reiseland, betreute Repatriierung ins Wohnortspital).
RADELN IM HERBST
Destinationen für rasante Abfahrten und gemütliche Touren mit dem Bike. Seite 4
AUS DEM NEBEL
Weshalb sich ein Ausflug auf den Hausberg jetzt besonders lohnt. Seite 6
KUNSTAUSSTELLUNGEN
Kunstbegeisterte können sich diesen Herbst auf viele Expositionen freuen. Seite 8
Impressum Freizeit & Ferien ist eine Verlagsbeilage der NZZ-Mediengruppe. Inhalt realisiert durch NZZ Content Creation. Verlagsbeilagen werden nicht von der Redaktion produziert, sondern bei NZZone von unserem Dienstleister für journalistisches Storytelling. Projektmanagement NZZ Content Creation: Roberto Stefano (Inhalt) und Armin Apadana (Layout); NZZone, c/o Neue Zürcher Zeitung AG, Falkenstrasse 11, Postfach, 8021 Zürich www.nzzone.ch/contentcreation
4 NZZ-Verlagsbeilage
Freizeit & Ferien
Samstag, 26. September 2020
Die Schweiz pedalt Biken ist voll im Trend, seit Corona noch deutlich intensiver. Schweizer Feriendestinationen wappnen sich für einen herbstlichen Ansturm der Freaks, Familien und Freunde auf zwei Rädern.
Biken in Grächen: nicht nur für Familien, sondern auch für die Weltelite.
Der Runca-Trail in Laax / Flims wirbt mit dem maximalen Flow-Erlebnis für Biker.
ROBERT WILDI
Bei den Velomechanikern geht die Post ab. Während sich im Detailhandel unzählige Geschäfte, Ateliers und Salons mehr Besucher wünschen, drehen die Frequenzen in den Bike-Shops seit Monaten hochtourig. Laut Velosuisse, dem Verband der Schweizer FahrradLieferanten, berichten etliche Importeure speziell seit Mai 2020 von happigen Zuwächsen im Verkauf von VeloErsatzteilen und Verbrauchsmaterial wie Reifen, Schläuchen, Bremsklötzen, Ketten oder Kabeln. Durchschnittlich wird das Niveau von 2019 um gegen 25 Prozent überschritten. Auffällig sei, so Velosuisse, dass wieder vermehrt die Reifengrösse 26 Zoll gefragt sei. Ein Indiz, dass viele ältere Mountainbikes und Alltagsräder fahrtüchtig gemacht werden. Parallel dazu steigen die Verkäufe von brandneuen Bikes und Velos. Am intensivsten bei den E-Bikes, wo die Richtung seit Jahren steil nach oben zeigt. Beim E-Bike-Spezialisten m-way beispielsweise wurden allein im April dieses Jahres fünfmal so viele E-Bikes online bestellt wie im Vorjahresmonat. Auch in den Filialen betrug das Umsatzplus nach dem Lockdown im Mai über 60 Prozent. «Verschiedene Modelle waren im Sommer restlos ausverkauft, nun stehen teilweise bereits die Kollektionen 2021 in unseren Läden», heisst es bei m-way. Fürs Gesamtjahr 2020 rechnet Velosuisse mit einem Verkaufsplus von gegen 30 Prozent bei den E-Bikes. Der Trend zu Zweirädern in Kombination mit der Corona-bedingt starken Heimatverbundenheit von Schweizer Ferienreisenden ruft die einheimische Tourismusbranche auf den Plan. «Wir sehen viel Potenzial im Bike-Tourismus und wollen dieses Segment auch im Hinblick auf den Herbst gezielt ansprechen», sagt Liên Burkard von Schweiz Tourismus (ST). Eine von di-
versen Aktionen ist etwa die Kampagne «Ride the Alps» mit diversen BikeVeranstaltungen in verschiedenen Destinationen. Der Fokus liegt auf Bergregionen, denn wie eine interne Erhebung von ST und Schweiz Mobil zeigt, finden über zwei Drittel der Veloerlebnisse der Schweizer im alpinen Raum statt. Was die Studie auch herausgefunden hat: 20 Prozent aller Gäste im Ferienland Schweiz fahren im Sommer/ Herbst Velo. Ein Marktvolumen, das es laut ST zu pflegen und weiter auszubauen gilt. Nachfolgend sechs Destinationen und Bike-Tipps für den Herbst.
Laax / Flims – für «grüne» Profis Seit Jahren spezialisiert sich Laax im Sommer auf das Biker-Segment und hat viel dafür investiert. Heute wartet auf die pedalenden Gäste ein dichtes Netz mit total 330 Kilometern markierten Bike-Strecken, dazu drei «Pumptracks» und «Skill Areas» sowie diverse Downhill-Trails in allen Schwierigkeitsgraden. Eine nachhaltige Besonderheit ist der neue «Nagens Trail», der als erster Bike-Trail weltweit nur mit erneuerbaren Energien erbaut worden ist. Auch speziell: Wer an Regentagen das «Regen-Bike-Ticket» kauft, fährt nicht nur zu einem vergünstigten Preis, sondern erhält beim Rental an der Talstation Flims leihweise auch einen «Dirtsuit». Darin bleibt man trocken und sauber, auch im grössten Schlamm und Matsch. Direkt an der Talstation Laax werden Bikes und Zubehör verliehen, eine Servicestation ist vorhanden. Auch die lokalen Sportgeschäfte erledigen sämtliche Bike-Reparaturen. Laax verfügt über ein Trek-Testcenter, wo diverse Händler ihre TrekBikes zum Testen zur Verfügung stellen.
PHILIPP RUGGLI
MARCO SCHNYDER
«Hells Bells» in Engelberg: Der Trail rockt mit einer imposanten Seesicht.
GREG JACOBS
Flowtrails mit Aussicht gibt es im Engadin auf insgesamt 400 Kilometern.
FILIP ZUAN
Tipps für die Unterkunft: Riders Hotel (Waschstation, ReparaturService) und Rocksresort (direkt an der Bergbahn, gesicherte Bike-Abstellplätze, Waschgelegenheiten für Bike-Kleider, bietet Bike-Special-Packages an).
Grächen – auf der Spur von Weltmeistern Wer an Biken denkt, kommt nicht gleich auf Grächen. Zu Unrecht, denn das für Familien- und Wanderferien bekannte Walliser Dorf zwischen SaasFee und Zermatt hat für Zweirad-Fans einiges zu bieten. Diverse Natur-Trails von easy bis anspruchsvoll sind darunter, ergänzt durch einen eher einfachen Flowtrail von der Hanigalp hinunter. So richtig in der «Üsserschwiiz» angekommen ist der Name Grächen in Verbindung mit Biken aber erst vor einem Jahr, als vor Ort die «UCI Mountainbike Marathon Weltmeisterschaft» stattfand. Die WM-Strecke ist 92 Kilometer lang und bietet sich auch heute jedem Bike-Touristen als Aufgabe an. Sie kann an einem Stück gefahren werden, was ein gewisses Fitnesslevel voraussetzt, oder in mehreren Abschnitten. Wer sich auf dem Bike gern begleiten lässt, findet in Grächen eine TopAdresse. Der lokale Bike-Guide Odilo Imboden gilt als Legende im Tal, führt Gäste über jeden Trail und betreibt auch den Bike-Shop im Dorf. Tipps für die Unterkunft: Das Family Hotel und Spa Désirée, geführt vom jungen Hotelier Jonas Ruppen, pflegt Partnerschaften mit mehreren Bike-Guides, verfügt über einen abschliessbaren Bike-Raum mit Werkzeug und Wartungsmaterial, über eine E-BikeLadestation sowie einen Wäsche- und Trocknungsservice.
Engelberg – vorbei an glasklaren Bergseen In der Zentralschweiz hat sich Engelberg zu einer der bedeutendsten Bike-Regionen entwickelt. Es locken abwechslungsreiche Trails für jeden Fahrstil: Von schönen «Uphills» mit Panoramablick über herausfordernde Natur-Trails bis zum perfekt «geshapeten» Flowtrail ist alles vorhanden. Als lokaler Bike-Hotspot gilt der Jochpass mit drei verschiedenen Trails. Neben den Single-Trails «Trudy» und «Hells Bells» ist der «Jochpass-
Trail» das eigentliche Aushängeschild. Der 4,5 Kilometer lange Flowtrail führt vom Jochpass hinunter zum Trübsee und bietet Fahrspass für jedes Level. Total bietet die Region Engelberg-Titlis ein Bike-Wegnetz von rund 150 Kilometern. Ein Geheimtipp ist die «4-Seen-Tour», die an glasklaren Bergseen, sprudelnden Bächen und majestätischen Gletschern vorbeiführt. Die Tour liegt zwischen Engelberg und Melchsee-Frutt, ist bei Wanderern schon längst ein absolutes Highlight und wird von immer mehr Bikern entdeckt. In Engelberg gibt es vier BikeShops, die von Beratung, Verleih über Reparaturen alles bieten.
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Samstag, 26. September 2020
NZZ-Verlagsbeilage
Biken in Crans-Montana: Für Cracks gibt es eine schwarze Downhill-Piste. ten Wissenswertes, Witziges und Überraschendes zu den Themen Natur und Landwirtschaft und offenbaren eine neue Perspektive auf Bern. Denn die unmittelbare Nähe zur Urbanität der Bundesstadt ist unterwegs immer wieder spürund greifbar. Während einer ausgedehnten Radtour lohnt es sich, bei charmanten Hofläden, Restaurants, Gasthöfen und Cafés zu stoppen. Die Strecke lässt sich gut in mehreren Etappen abfahren, sodass mehr Zeit bleibt, um die Erlebnisse entlang der Route zu geniessen. Dieses E-Bike-Erlebnis ist etwas für gemütliche Fahrer, die das Erleben über
FRANCOIS PANCHARD/AROLLE PRODUCTION
die körperliche Leistung stellen. Die EBikes können an verschiedenen Stand orten entlang der Strecke gemietet werden, wobei ein Mindestalter von 16 Jahren Voraussetzung ist. Wer die MopedPrüfung hat, kann bereits ab 14 Jahren e-biken. Tipps für die Unterkunft: Es gibt zwei empfehlenswerte Unterkünfte entlang der Strecke, die zufällig beide Bären heissen: das Hotel Restaurant Bären in Oberbottigen sowie der Landgasthof Bären in Frauenkappelen. Beide verfügen selbstverständlich über eine E-Bike-Ladestation.
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Fahrt auf dem «Grünen Band», einem abwechslungsreichen Rundkurs um Bern. DIGITALEMASSARBEIT.CH
Tipps für die Unterkunft: Das Bärghuis Jochpass befindet sich inmitten einer alpinen Bergwelt, umgeben von diversen Trails, und hat sich speziell auf die Bedürfnisse der Biker ausgerichtet.
Crans-Montana – durch die Weinreben Von einfach bis genussvoll bietet CransMontana vielfältige Bike-Erlebnisse, bei denen auch der anspruchsvolle Crack dank einer schwarzen Downhill-Piste nicht zu kurz kommt. Vom traditionellen Mountainbike über das E-Mountainbike bis zur Enduro hat Crans-Montana für alle Bedürfnisse etwas zu bieten. Die Geheimtipps lassen zwei Varianten offen, nämlich «kurz» oder «lang». Entweder radelt man von Crans-Montana relativ schnell bis nach Salgesch, um dort in der Domain du Chevalier einen der tollen lokalen Weine zu geniessen. Oder man entscheidet sich für eine der längsten Bike-Abfahrten der Schweiz, vom hochalpinen Crans-Montana durch die Wälder und vorbei an wunderbaren Weinreben hinunter bis nach Sion. Für alles Zubehör sowie Bike-Reparaturen ist man im Avalanche Shop in CransMontana bestens aufgehoben. Tipps für die Unterkunft: Hotel Olympic im Dorfkern von CransMontana, Familienbetrieb, der früher Snowboard-Camps organisiert hat. Alles vorhanden, was man braucht.
Engadin – beim Sonnenaufgang talwärts Das Engadin ist nicht nur ein Langlauf-Eldorado. Mit einem Mountain-
bike-Streckennetz von total 400 Kilometern Länge gehört die Region auch oben auf die Wunschliste der ZweiradFans. Touren für alle Stärkeklassen sind vorhanden und führen teils hoch hinaus, etwa auf den 3057 Meter hohen Piz Nair (Corviglia). Die Bergbahnen offerieren Bikern im Rahmen des Spezialangebots «Piz Nair Sunrise» mit Extrafahrten in den frühen Morgenstunden ein fantastisches Sonnenaufgangs-Erlebnis mit Frühstück auf dem Gipfel, bevor es rasant auf dem Trail talwärts geht. Ein Leckerbissen ist auch der in diesem Sommer neu eröffnete Trail über den Chaschauna Pass, der das Engadin mit dem italienischen Livigno verbindet, wo im Herbst sehr angenehme Temperaturen warten. Bike-Werkstätten und Vermietungen gibt es in St. Moritz, Celerina, Pontresina, Silvaplana und weiteren Ortschaften zuhauf, total 18 Sportgeschäfte haben sich auf Zweiräder spezialisiert. Tipps für die Unterkunft: Im ganzen Engadin bieten rund 40 Hotels ausgewiesene Mountain- und E-BikeKompetenz an. Ein Tipp ist das Cresta Palace in Celerina, das im Hotel sogar ein eigenes kleines Sport-Center «Staziun da Basa» mit Service, Kursen, Ernährungsberatung und vielem mehr anbietet.
Bern – die Bundesstadt im Sattel umrunden Mit einer neu konzipierten E-Bike-Strecke will Bern den Zweirad-Trend nutzen, um eine Städtereise auch in Corona-Zeiten so attraktiv wie möglich zu gestalten. Das «Grüne Band» beschreibt einen abwechslungsreichen Rundkurs, 59 Kilometer lang und mit 950 Höhenmetern, rund um die Hauptstadt. Im Mittelpunkt steht dabei das Entdecken. Markierte Erlebnisorte bie-
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Die Dachterrasse des Kantons Restaurant, Location und Sehnsuchtsort Weil Zürcherinnen und Zuger für einmal lieber über als im Meer baden. Weil wir Ihren Gaumen jubeln und Ihre Seele baumeln lassen. Weil wir kreative, hochwertige Schweizer Cuisine im Vordergrund und die alpine Schweiz im Hintergrund haben. Parkplätze, Mountainbiketrails, Motorradrouten und Postautos zahlreich verfügbar. Ab 20 Minuten von ZH oder ZG.
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6 NZZ-Verlagsbeilage
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Samstag, 26. September 2020
Berge vor der Haustür Der schnellste Weg für Städter, um im Herbst dem Nebel zu entfliehen, führt sie auf ihren Hausberg. Und diese haben viel zu bieten, wie die folgenden vier Beispiele zeigen. mit leichten Schuhen oder Familien gibt es die Aussichtsplattform oder die «Dragon World» zu erkunden, ein interaktiver Rundgang im Zeichen der PilatusSage, genauso wie der Drachenweg, ein rund 40-minütiger Rundweg mit Aussicht auf die Zentralschweizer Alpen und den Vierwaldstättersee. Aber auch Wanderlustige kommen dank zahlreicher Routen von leicht bis anspruchsvoll auf ihre Kosten.
ROBERTO STEFANO
Mit Tram und Bus zur Talstation, von dort in die Bergbahn, und schon wenig später geniesst man von oben den Ausblick auf das hektische Treiben unten in der Stadt – oder man blickt, je nach Wetterlage, im Sonnenschein auf ein dichtes Nebelmeer in der Ebene. In kürzester Zeit stellt sich Ferienstimmung ein, selbst wenn man sich nur auf einem Tagesausflug befindet. Und wer schon einmal auf seinem Hausberg übernachtet hat, kennt die Vorteile, die ein solches Erlebnis mit sich bringt: das leichte Gepäck, da man schliesslich nur unweit vom Zuhause weg ist, der Perspektivenwechsel, wenn man seine traute Umgebung einmal von oben herab betrachten kann, oder auch die Natur und die Ruhe, welche sich in den Abendstunden, wenn die Tagestouristen wieder heimgekehrt sind, in vollen Zügen geniessen lässt. Die Schweiz zählt zahlreiche bekannte Hausberge. Während sich die Destinationen deutlich unterscheiden, ist ihnen etwas gemeinsam: Für die Besucher haben sie viel zu bieten.
Pilatus (2132 m) – der Alpine Bereits die Fahrt auf den Luzerner Hausberg ist spektakulär und allein schon die Reise wert. 30 Minuten dau-
Wanderlustige kommen auf dem Pilatus dank zahlreicher Routen von leicht bis anspruchsvoll auf ihre Kosten. Der Pilatus besticht mit einer imposanten Aussicht.
ert der Aufstieg von Alpnachstad bis Pilatus Kulm mit der steilsten Zahnradbahn der Welt. Sie wurde bereits 1889 in Betrieb genommen und erreicht auf ihrer Strecke eine erstaunliche Steigung von bis zu 48 Prozent. Ähnlich imposant ist die Fahrt auf das
SWISS-IMAGE.CH/LORENZ A. FISCHER
wegen seiner Form auch Drachenberg genannte Massiv über die Fräkmünt egg mit der Luftseilbahn «Dragon Ride», die eine beeindruckende Aussicht über die Zentralschweiz bis weit in die Alpen erlaubt. Oben angekommen, ist das Angebot vielfältig. Für Touristen
Besonderheit Bei der Zwischenstation Fräkmüntegg setzt man ganz auf Action und Spass. Hier finden Abenteuerlustige den Nervenkitzel in einem Seilpark oder bei einem Flug mit dem «Dragon Glider». Vergnügen für Gross und Klein bietet auch die Sommer-Rodelbahn. Auf der Krienseregg, eine Station tiefer, finden die Kinder ihr Paradies im Pilu-Land mit Burgen, Rutschen, Picknickplätzen und Feuerstellen.
Übernachtung Auf dem Gipfel des Pilatus gibt es zwei Unterkünfte: Das Hotel Bellevue verfügt über 20 Standard-Doppelzimmer, im historischen Berghotel Pilatus-Kulm stehen den Gästen 27 Superior-Doppelzimmer und 3 Junior- Suiten zur Verfügung. Ebenfalls angeboten werden verschiedene Räumlichkeiten für Seminare und Bankette.
Sonnmatt tut gut.
Herrlich weitläufig, atemberaubend schön: Auf Sonnmatt Luzern kann man Ferien in einer medizinisch sicheren Umgebung machen. Die Stadt Luzern ist nah und gut erreichbar, perfekt für den Mehrgene rationenaufenthalt. Geniessen Sie Kunst, Kulinarik, Wellness und ein 4* SuperiorHaus mit interessanten Gästen. www.sonnmatt.ch
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Samstag, 26. September 2020
Gurten (864 m) – der Musische Wer Gurten hört, denkt ausserhalb der Region in erster Linie an das viertägige Musikfestival, das den Berner Hausberg jeweils im Juli zum Kochen bringt. Ansonsten geht es auf dem «Güsche» deutlich gemächlicher zu und her – aber nicht weniger musisch. Denn Kunst und Kultur haben hier einen besonders hohen Stellenwert. Dieser manifestiert sich bereits bei der Gurtenbahn, welche die Besucher in 4,5 Minuten 267 Meter in die Höhe befördert. Seit 2018 schmückt ein Wimmelbild der Künstler M.S. Bastian und Isabelle L. aus Biel einen Wagen
Wegen Corona ist es auf dem Uto Kulm dieses Jahr ruhiger als auch schon. UTOKULM
Uetliberg (871 m) – der Städtische Die Verbindung von Stadt und Hausberg ist in der Schweiz wohl nirgends enger als in Zürich. Mitten in der City steigt man in die Uetlibergbahn (S10), zusammen mit zahlreichen Geschäftsleuten, die denselben Zug auf ihrem Weg in die Bürokomplexe in der Selnau oder der Binz nutzen. Der Kontrast zwischen der städtischen Hektik und der Ruhe am Berg ist entsprechend gross. Wobei, ganz ruhig ist es auf dem Uetliberg eigentlich nur in der Nacht. Der Zürcher Hausberg ist beliebt bei Jung und Alt, man trifft auf Schulklassen oder Seniorengruppen, auf Mountainbiker und Pilzsucherinnen. Und sogar nach Sonnenuntergang finden auf dem Uto Kulm, dem Gipfel des Uetlibergs, einen kurzen Spaziergang von der Bergstation entfernt, in der Regel immer wieder Events statt, die vom gleichnamigen Hotel um Besitzer Giusep Fry organisiert werden. Dieses Jahr sind die Aktivitäten
wegen der Corona-Pandemie deutlich reduziert. So oder so geniesst man vom Uetliberg einen spektakulären Ausblick über die Stadt, den See bis in die Alpen – vom 70 Meter hohen, hoteleigenen Turm ist der Rundumblick garantiert.
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der Standseilbahn. Oben angekommen, ist Kunst fast allgegenwärtig: Im «Gurtners», dem Restaurant mit bester Aussicht auf die Bundesstadt, im Gurtenpark mit Objekten von Ursi und Bernhard Luginbühl sowie Silvio Mattioli oder in der Kulturscheune Uptown, wo Werke von Thomas Bornhauser ausgestellt sind. Während sich die Erwachsenen mit der Kunst auseinandersetzen oder es sich im Restaurant gutgehen lassen, kommen die Kleinen im Spielpark auf ihre Kosten. Wasserspass garantiert bei warmen Temperaturen das Gurtenseeli mit seinen Fontänen. Am Gschtelasch können die Kinder klettern, rutschen und springen, eine Kleineisenbahn rundet das Angebot ab. Wer Bewegung sucht, kann auf dem Gurten wandern,
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biken, rodeln oder sich, mit Frisbee und Kettenkörben, im DiscGolf üben.
Besonderheit Die Kugelbahn von Stefan Grünenfelder erfreut Jung und Alt. Sie ist eine Art überdimensionierte Tinguely-Maschine, an der man hebeln, drehen, kurbeln und rütteln kann, um so die Kugel über eine 300 Meter lange Bahn zu bewegen.
Übernachtung Zwei Zimmer, «äuä» und «ieu», stehen den Besuchern im Hotel im «Gurten – Park im Grünen» zur Verfügung sowie verschiedene Lokalitäten für Bankette und Seminare.
Kunst und Kultur haben auf dem Gurten einen besonders hohen Stellenwert – nicht nur während des viertägigen Musikfestivals.
Besonderheit Der Planetenweg, eine leichte zweistündige Wanderung vom Uetliberg zur Felsenegg, eignet sich für die ganze Familie und ist weitherum beliebt. Anspruchsvoller und deutlich weniger bekannt ist hingegen die «Bergtour» von Hütte zu Hütte am Uetliberg, welche die drei Teehütten (Öffnungszeiten beachten) «Jurablick», «Fallätsche» und «Hohenstein» verbindet und teilweise mit alpinen Wegen überrascht.
Übernachtung Das Hotel Uto Kulm bietet 46 Zimmer, 9 Suiten, verschiedene Restaurants sowie Bankett- und Seminarräume.
Übernachten auf dem Gurten ist schon fast exklusiv.
Weissenstein (1280 m) – der Familiäre
Auf dem Weissenstein finden die Gäste, abseits der grossen Touristenströme, Naturerlebnisse und Entspannung.
OLIVER INGOLD
Es ist die Konstellation von Aare und Jurakette, die dafür sorgt, dass die Region um Solothurn in den Herbst- und Wintermonaten überdurchschnittlich viele Nebeltage zählt. Der schnellste Weg aus dem Grau führt die Besucher des barocken Städtchens auf den Weissenstein. Vom nahen Oberdorf dauert die Fahrt auf den Hausberg mit der Panorama-Gondelbahn zehn Minuten. Dort lässt sich an manchen Tagen das Alpenpanorama vom Säntis bis zum Mont Blanc bestaunen. Ob Mountainbiker oder Gleitschirmflieger, die Bergstation der Seilbahn ist Ausgangspunkt für zahlreiche Abenteuer. Besonders beliebt ist der Solothurner Hausberg auch bei Familien. Hier finden sie, abseits der grossen Touristenströme, Feuerstellen, Spielplätze in der Natur und immer wieder eine freundliche Bergwirtschaft. Familienfreundliche Wanderrouten wie der Planeten- oder der Solothurner Mega-
GURTENPARK/MARCUS GYGER
lithweg sind bei Gross und Klein beliebt. Gleich beim Hotel Weissenstein können sich die Kinder auf dem Erlebnis- und Kinderspielplatz austoben.
Besonderheit Auf den Weissenstein geht heute, wer Natur- und Freizeiterlebnisse sucht. Das war nicht immer so. Vor rund 200 Jahren setzte man an gleicher Stelle auf Kurgäste. Sie badeten in grossen Molkezubern im Kuhstall der Sennerei. Zu den Gästen gehörten russische Fürsten, amerikanische Millionäre und europäische Intellektuelle, unter anderem Schriftsteller wie Alexandre Dumas oder Henri Frédéric Amiel. Aus dem ehemaligen Kurhaus wurde das Hotel Weissenstein.
Übernachtung Das Hotel Weissenstein bietet insgesamt 54 Zimmer und Suiten, ein Restaurant sowie Bankett- und Seminarräumlichkeiten.
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Freizeit & Ferien
Samstag, 26. September 2020
Willkommen im Kulturherbst Von Kunstwerken aus Wegwerfgütern über Street Photography und romantischen Gefühlspanoramen bis hin zu Rembrandts Orient: Kunstbegeisterte können sich in den kommenden Wochen und Monaten auf eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Ausstellungen freuen. Hier eine Auswahl. LAC, erwartet uns eine Pop-up-Projektion von Bildern des österreichischen Fotografen Lois Hechenblaikner (noch bis 4. Oktober 2020). «Ischgl and more» lautet das Thema. Ausgerechnet Ischgl! Die ausgestellten Fotos dokumentieren die weniger bekannte Seite des alpinen Rummelplatzes, der zuletzt als CoronaHotspot von sich reden machte. Hechenblaikner begab sich in die Mitte feiernder Touristen und verewigte mit seiner Kamera Partymomente, die oft von Chaos und Exzessen geprägt waren. Zugleich hielt er die Szenen im Hintergrund fest: Skianlagen, Neubauten und Nachtlokale. Ein Teil der im Reportagestil präsentierten Ausstellung sei für Minderjährige unter 16 Jahren nicht geeignet, heisst es warnend auf der MASIWebsite.
ELMAR ZUR BONSEN
Blitze zucken, es regnet wie aus Kübeln. Nicht mal ein heftiger Wolkenbruch über Basel hat uns davon abhalten können, das Museums-Highlight dieses Jahres zu besuchen: Edward Hopper in der Fondation Beyeler. Auch mit durchnässter Kleidung ein echter Kunstgenuss. Wer sich die Zeit bis zum nächsten Knüller, der Eröffnung der grossen Goya-Ausstellung im Herbst 2021, ein wenig verkürzen will, sollte sich die aktuelle Sammlungspräsentation «Silent Vision» der Fondation nicht entgehen lassen. Sie wurde Corona-bedingt bis zum 15. November verlängert. Im Fokus stehen zentrale Werke vom Impressionismus bis zur Gegenwartskunst, darunter Gemälde von Claude Monet, Paul Cézanne, Pablo Picasso, Andy Warhol oder Gerhard Richter. Was alle Exponate verbindet, ist ein zentrales Thema: «Ruhe». Genau passend in unruhigen, komplizierten Zeiten wie diesen, in denen das Bedürfnis nach Entschleunigung weiter zu wachsen scheint. Die präsentierten Werke bilden quasi das Echo zu Edward Hoppers ikonischen Gemälden, die wir Wochen zuvor im selben Haus bewundert haben.
Museum Tinguely: Eintauchen in die Welt von Taro Izumi Deutlich lebhafter kommt die grosse Herbstausstellung des Museums Tinguely in Basel daher: Sie lässt uns eintauchen in die wundersame, geradezu schalkhafte Welt des Japaners Taro Izumi. Der 1976 geborene Künstler hat ein einzigartiges kreatives Universum geschaffen. Seine Ausstellungen verschmelzen Skulptur, Installation, Performance und Videokunst: Eine Skulptur wird zu einer Installation, die ihrerseits als Kulisse für eine Performance dient, die wiederum auf zahlreichen Bildschirmen zu sehen ist. Das Museum Tinguely präsentiert Izumis Arbeiten noch bis 15. November in einem Parcours voller Trugbilder und optischer Illusionen: darunter ein Theater ohne Publikum, Zoom-Meetings zwischen realen und digitalen Museumsbesuchern und -besucherinnen, unsichtbare Werke oder in der Luft schwebende Staubsaugerroboter.
Die Wilden Zwanziger und Romantik im Kunsthaus Zürich
«Diver» von Shirana Shahbazi im Kunsthaus Zürich.
© SHIRANA SHAHBAZI
«Buste de femme de profil» von Pablo Picasso in der Fondation Beyeler.
© SUCCESSION PICASSO
Kunstmuseum Basel: Entführung in den Orient In den Orient entführt uns derweil das Kunstmuseum Basel mit einer Ausstellung vom 31. Oktober 2020 bis am 14. Februar 2021. Der Orient – verstanden als Sammelbegriff für unterschiedliche aussereuropäische Kulturen des Ostens – regte Rembrandts Fantasie sein gesamtes künstlerisches Leben hindurch an. Die Auswahl der Werke beschränkt sich jedoch nicht auf die Person Rembrandts. In der Ausstellung sind auch Schöpfungen seiner Künstlerkollegen und Schüler zu sehen, ebenso wie Publikationen und andere Quellen zum damaligen Verständnis des Orients. Ein weiteres Highlight bietet das Kunstmuseum Basel mit der Ausstellung «The Incredible World of Photography». Begonnen hat alles in den 1970erJahren, als Ruth und Peter Herzog auf einem Flohmarkt eine alte Fotografie kauften – und damit den Grundstein zu einer einmaligen Sammlung mit inzwischen 500 000 Aufnahmen legten. Die Bestände stammen aus der Frühzeit der 1839 erfundenen Technik und reichen bis in die 1970er-Jahre. Sie decken damit die gesamte Geschichte der analogen Fotografie und all ihrer Entwicklungen und Materialien, den Platten, Emulsionen, Chemikalien, Papieren und Apparaten ab. Die 400 besonders interessanten Exponate der Sammlung, die seit 2015 dem Jacques Herzog und Pierre de Meuron Kabinett in Basel angehört, sind noch bis 4. Oktober zu sehen.
Ansicht der Installation von Taro Izumi im Museum Tinguely.
Zentrum Paul Klee: Mit dem Künstler auf Reisen
Kunstmuseum Bern: Kunst aus Wegwerfgütern
Bis nach Afrika hat es im vergangenen Jahrhundert Paul Klee gezogen. Zur Inspiration besuchte er Tunesien und Ägypten. Das Leben als Reise: Unter diesem Motto gibt die Ausstellung «Mapping Klee» bis zum 24. Januar 2021 in Bern einen Gesamtüberblick über das vielseitige Schaffen des berühmten Malers und Grafikers. Wie auf einer Karte zeichnet das Zentrum Paul Klee anhand von Werken, Fotos, Filmausschnitten und Dokumenten den Weg des Künstlers von Bern über München, Weimar, Dessau und Düsseldorf und zurück ins Berner Exil nach. In den Blick rücken dabei auch seine Bildungs- und Erholungsreisen in den Süden, ebenso seine Exkursionen nach Paris und Berlin, wo sich Klee ein Netzwerk von Galeristen, Verlegern und Künstlerfreunden aufbaute. Ein weiteres Kapitel ist den «Reisen» der Werke nach dem Tod des Künstlers gewidmet.
Die malerischen, mobilen Skulpturen des ghanaischen Künstlers El Anatsui stellen althergebrachte Kategorien auf den Kopf. Aus gebrauchten Flaschenverschlüssen, Teilen von Blechdosen und anderen Wegwerfgütern entstehen Kunstwerke von monumentaler Schwerelosigkeit. Seine oft überdimensionalen Arbeiten, ausgestellt im Kunstmuseum Bern, handeln von Afrikas Kolonialgeschichte, negativen Auswirkungen der Globalisierung und der Konsumwelt. Die Werke des preisgekrönten Bildhauers sind noch bis 1. November 2020 zu bestaunen.
Urbaner Alltag im Fotomuseum Winterthur Das öffentliche Leben in Grossstädten ist das zentrale Sujet der sogenannten Street Photography. Eingefangen werden Alltagsszenen und Eskapaden,
© GINA FOLLY
Kommerz und Individualität, Komik und Tragik, politische Auseinandersetzung und gesellschaftliche Veränderung. Die Ausstellung «Street. Life. Photography» im Fotomuseum Winterthur zeigt bis 10. Januar 2021 die Arbeiten von 37 internationalen Fotografinnen und Fotografen aus den letzten 70 Jahren. Die Gegenüberstellung historischer und zeitgenössischer Arbeiten führt uns vor Augen, wie sich der Blick auf den urbanen Alltag und mit ihm die Street Photography im Laufe der Zeit technisch, konzeptionell und ästhetisch entwickelt hat.
Ausgerechnet Ischgl – im MASI in Lugano Mit Fotokunst wartet derzeit in Lugano auch das 2015 gegründete Museo d’arte della Svizzera italiana, kurz MASI, auf, eines der meistbesuchten Kunstmuseen der Schweiz und zugleich kultureller Knotenpunkt zwischen dem Süden und dem Norden der Alpen. An seinem Standort am See, dem Kulturzentrum
Womit wir gedanklich bei den Wilden Zwanzigern wären, die das Kunsthaus Zürich noch bis zum 11. Oktober in der Ausstellung «Schall und Rauch» wiederaufleben lässt. Die 1920er-Jahre waren eine Zeit der Aufbrüche und Rückfälle. Ein verheerender Weltkrieg und eine daran anschliessende schwere Pandemie, die erstaunliche Parallelen zur aktuellen Corona-Krise aufweist, haben seinerzeit den Lebensdurst der Menschen geweckt. Es wurden städtebauliche Visionen entworfen, in rasantem Tempo entwickelten sich die Metropolen. Der starke Innovationsdrang, der sämtliche Lebensbereiche erfasste, fand seinen direkten Niederschlag in der Experimentierfreudigkeit in allen Künsten. Anders als bei vielen Ausstellungen, die den «Zwanzigern» gewidmet sind, werden im Kunsthaus Stilrichtungen wie Bauhaus, Dada, die Neue Sachlichkeit sowie Design- und ArchitekturIkonen des Modernismus nicht getrennt voneinander betrachtet, sondern dialogisch in Beziehung gesetzt. In wunderbarem Kontrast dazu stehen Szenerien der ungebändigten hochalpinen Natur, dramatische Wendepunkte in der Schweizer Geschichte oder aufwühlende Schiffbrüche: Die Ausstellung zur Schweizer Romantik wird das Kunsthaus Zürich vom 13. November 2020 bis zum 14. Februar 2021 in ein Panorama der grossen Gefühle verwandeln. Mit über 150 Werken spannt die Schau «Im Herzen wild» einen Bogen von Johann Heinrich Füssli über Alexandre Calame bis zum frühen Arnold Böcklin. Sie führt den Beitrag der Schweizer Künstler zur Entwicklung der europäischen Landschaftsmalerei vor Augen und lässt die Bewunderung der alpinen Bergwelt mit ihren imposanten Gipfeln und Gletschern nacherleben. «Leidenschaft, Hingabe an die Sinne und die Faszination für das Unerklärliche sind zentrale Elemente, die die Kunst dieser Epoche aufruft. Sie spiegeln ein Lebensgefühl wider, das als Alternativentwurf zu unserem durchrationalisierten Lebensalltag derzeit wieder eine Hochkonjunktur erlebt», schreibt das Kunsthaus. Eine Welt der Romantik, in der globale Klimaschäden noch kein Thema waren.
Infos In der Schweiz findet man auf kleinstem Raum Kunst von Weltruf. Bestes Beispiel dafür sind die Art Museums of Switzerland – ein Verbund der bedeutendsten Schweizer Museen für Kunst, Design und Fotografie. Weitere Informationen: www.mySwitzerland.com/amos
Freizeit & Ferien
Samstag, 26. September 2020
NZZ-Verlagsbeilage
9
GASTBEITRAG
Die eigene Immobilie auf Mallorca – eine krisensichere Investition Viele wissen die Vorteile der eigenen Immobilie am Ferienort zu schätzen. Doch spätestens das Jahr 2020 hat uns klargemacht, dass wir Sonne und Meer nirgendwo sicherer und entspannter geniessen können als von den eigenen vier Wänden aus. Ein Beispiel ist «Elements» in Puerto Portals. Der Kauf einer exklusiven Wohnung am Traum-Urlaubsort – eine Investition, die sich heute mehr denn je lohnt. Vor allem auf der Baleareninsel Mallorca, deren Anziehungskraft sich in hoher Nachfrage und Wertbeständigkeit widerspiegelt. Gerade die Rückbesinnung auf den ursprünglichen Charakter hat die Attraktivität der Insel noch erhöht – und sorgt für ungebrochene Nachfrage nach luxuriösen Immobilien. Wichtig: Standort und Qualität müssen stimmen, damit man über Jahre Freude daran hat.
die wunderschönen Küstenstrassen mit Blick auf das endlose Meer machen den besonderen Reiz der Gegend aus. Auch die Hauptstadt Palma und der internationale Flughafen sind hier gelegen. In dieser bevorzugten Lage direkt am Meer, nur 12 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, liegt Puerto Portals. Der Ort gilt als Mallorcas prestigeträchtigster Yachthafen mit erstklassigen Restaurants und exklusiven Boutiquen.
Traumziel: Südwesten der Insel
Nur fünf Minuten zu Fuss oberhalb des Yachthafens und ebenfalls in Gehdistanz zum Strand liegt die kürzlich fertiggestellte High-End-Apartmentanlage «Elements». Der Bauherr, die deutsche Domus Vivendi Group mit Niederlassung auf Mallorca, setzte bei der Ent-
Jetzt Schweizer Museen entdecken.
Wo lässt sich die Schönheit Mallorcas entspannter geniessen als vom eigenen High-End-Apartment mit spektakulärem Meer- und Bergblick.
wicklung des Gebäudes – wie bei ihren anderen Bauprojekten auf den Balearen auch – auf überdurchschnittliche Qualität «Made in Germany». Höchste technische Standards, eine nachhaltige, energieeffiziente Bauweise, eine moderne Wohnraumkonzeption und hochwertige Ausstattungsdetails machen das Projekt zu einer sicheren Investition, die man dank eines umfassenden Service vor Ort in vollen Zügen geniessen kann.
Spa und Gym für Entspannung und Aktivität Mit seinen klaren Formen und den landestypischen Materialien ist «Elements» inspiriert vom Wesen der Insel. Die luftigen Apartments eröffnen einen spektakulären Ausblick auf die Bucht von Palma, den Hafen und die Berge von Portals. Auch die Ausstattung mit hand-
verlesenen Materialien und namhaften Markenprodukten von Dornbracht oder Gaggenau lässt keine Wünsche offen – und sorgt dafür, dass man sich bei jeder Ankunft sofort wie zu Hause fühlt. Die exklusive Apartmentanlage verfügt zudem über einen Wellness- und Spa-Bereich mit In- und Outdoorpool sowie Gym. Der ChillMENTS Gemeinschaftsgarten empfiehlt sich ebenfalls zum Entspannen oder für ein Barbecue mit Freunden. Sorglosen Komfort verspricht zudem der hauseigene Con cierge-Service, der den Bewohnern jederzeit zur Verfügung steht. Wenige Einheiten sind noch verfügbar, direkt vom Entwickler und provisionsfrei. Sofort bezugsfertig! Gastbeitrag: Inhalt angeliefert von Domus Vivendi (www.elementsportals.de, info@dv-group.de)
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Alexander Calder, Stabile-Mobile Brasília © Arnaud Carpentier. Fondation Pierre Gianadda, Martigny
Zu den schönsten Gegenden der Insel gehört die Südwestküste, die vom Tramuntana-Gebirge geprägt ist. Vor allem die malerischen Badebuchten und
Qualität «Made in Germany» an bester Lage
Die luftigen Apartments eröffnen einen spektakulären Ausblick auf den Hafen von Portals. PD
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Rembrandt: Brustbild eines Mannes in orientalischer Kleidung, 1635, Rijksmuseum, Amsterdam
* Profitieren Sie z.B. von 50% Ermässigung auf den Eintritt in die Ausstellung «Meisterwerke aus der Sammlung Christoph Blocher» in der Fondation Gianadda, Martigny, bei An-/Rückreise mit dem Öffentlichen Verkehr. Gültig bis am 22.11.2020. sbb.ch/sammlung-christoph-blocher
Meisterwerke aus der Sammlung Christoph Blocher. Bis 22. November 2020, Fondation Pierre Gianadda, Martigny
Homo migrans. Bis 31. Januar 2021, Bernisches Historisches Museum, Bern
Rembrandts Orient. 31. Oktober 2020 bis 14. Februar 2021, Kunstmuseum Basel
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Tag 1 Schweiz > Passau Busanreise nach Passau. Um 17:30 Uhr legt Ihr Hotelschiff ab. Tag 2 Wien Stadtrundfahrt* durch die charmante Donaumetropole. Abends klassisches Konzert (Fr. 95). Tag 3 Budapest Stadtrundfahrt* in Ungarns lebensfroher Hauptstadt. Tag 4 Vukovar Ausflug* in den Naturpark Kopacki rit, eines der grössten und wichtigsten erhaltenen Sumpfgebiete in Europa. Tag 5 Belgrad Rundfahrt*. Nachmittags Ausflug Topola und Oplenac (Fr. 41). Tag 6 Passage Eisernes Tor Tag an Bord. Ihr Grandhotel passiert das Eiserne Tor – ein Höhepunkt dieser Reise. Tag 7 Rousse Stadtrundfahrt* in Rousse – dem «Tor zur Welt».
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Tag 8 St. Georgs-Kanal/Donaudelta > Tulcea Passage Stromkilometer Null. Fahrt im Delta mit kleinen Booten*. Tag 9 Oltenita > (Bukarest) > Giurgiu Überlandtour per Bus nach Bukarest und Stadtrundfahrt*. Tag 10 Kreuzen in der Walachei Tag 11 Novi Sad Stadtrundfahrt* mit Besuch Nationalpark Fruška Gora. Tag 12 Kalocsa > Solt Ausflug* in die Weiten der Puszta, Besuch einer Czarda und des Paprikamuseums. Tag 13 Bratislava Ausflug* und Altstadtführung in Bratislava. Tag 14 Krems > Melk Ausflug (Fr. 38) durch die sonnenverwöhnte Wachau. Weindegustation an Bord. Besuch des Benediktinerstifts* in Melk. Tag 15 Passau > Schweiz Busrückreise zu Ihrem Abreiseort. * Ausflugspaket
• Trinkgeld, Landausflüge
• Kombinierte Annullationskosten- und Extrarückreiseversicherung Wählen Sie Ihren Abreiseort 06:30 Burgdorf p; 06:35 Basel SBB; 06:50 Pratteln, Aquabasilea p; 07:00 Aarau SBB; 08:00 Baden-Rütihof p; 08:30 Zürich-Flughafen p; 08:55 Winterthur-Wiesendangen SBB; 09:15 Wil p
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