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Nürnberg Messe (D)

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Überraschende Wende im Fall des mutmasslichen Hochstaplers Ali Syed

Das Bundesgericht rügt die Zürcher Justiz – der Beschuldigte sei zu Unrecht in Haft gesessen

CLAUDIA REY

Seit Ende 2022 befindet sich der gebürtige Inder Ali Syed im Kanton Zürich in Haft. Er soll sich als Milliardär ausgegeben und seine Kunden mit Fake-Darlehen um mehr als 28 Millionen Franken betrogen haben.

Erst im Juli 2025 wurde Syed in einem Prozess, der weltweit für Schlagzeilen sorgte, vom Bezirksgericht Zürich zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Doch nun gibt es eine überraschende Wende: Das Bundesgericht kritisiert, Syed sei zeitweise zu Unrecht im Gefängnis gesessen. Das geht aus einem kürzlich veröffentlichten Urteil hervor Darin stellt das Bundesgericht der Zürcher Justiz ein schlechtes Zeugnis aus

Ein Leben in Saus und Braus

Angefangen hat alles vor 16 Jahren mehr als 4300 Kilometer entfernt von Zürich – in Manama, der Hauptstadt von Bahrain. Dort soll Syed sich als Chef eines Finanzinstituts namens Western Gulf Advisory inszeniert haben Um potenzielle Kunden zu beeindrucken, soll er imposante Büros gemietet

PUBLIREPOR TA GE

und mit bronzenen Pferdeköpfen und teuren Möbeln ausgestattet haben. Zudem soll er dreissig Personen als Schauspieler angeheuert haben Sie sollten bei Kundenmeetings in den Büros so tun, als seien sie sehr beschäftigt. Auch einen Jahresbericht habe Syed gefälscht, heisst es in der Anklageschrift Zudem soll der 52-jährige Familienvater versucht haben, potenzielle Kunden mit Werbeplakaten für seine Western Gulf Advisory zu beeindrucken. Diese habe er in Manama aufstellen lassen. Ziel sei es gewesen, kriselnde Unternehmen anzulocken, ihnen ein vermeintlich rettendes Darlehen anzubieten, das dann nie überwiesen wurde Für diverse Dienstleistungen und Gebühren hätten die Kunden eine Vorauszahlung leisten müssen, oftmals in Millionenhöhe, so heisst es in der Anklageschrift. Viele dieser Zahlungen liefen über ein Konto bei der Credit Suisse, weshalb schliesslich die Zürcher Behörden zu ermitteln begannen. Die Zürcher Staatsanwaltschaft warf Syed vor, sich mit den erhaltenen Vorschüssen ein Luxusleben gegönnt zu haben. Er soll Millionen ausgegeben haben für Privatjets Bodyguards teure Autos und Luxuswohnungen. Zudem

dermodernen

soll er spektakuläre Investments geplant haben. Syed habe versucht, den spanischen Fussballverein Racing Santander und den Premier-League-Klub Black-

burn Rovers zu kaufen. Beide Übernahmen scheiterten jedoch, weil Syed schliesslich doch nicht bezahlte 2022 liessen die Zürcher Behörden Syed per internationalem Haftbefehl suchen Wenige Monate später wurde er in Grossbritannien festgenommen und 2024 in die Schweiz ausgeliefert. Syed wurde 2025 vom Bezirksgericht Zürich wegen gewerbsmässigen Betrugs zu sechseinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, seine Anwälte haben den Fall weitergezogen ans Obergericht.

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Denn Syed streitet alle Vorwürfe ab Er sei unschuldig, so der gebürtige Inder Der Vorwurf, es habe sich um eine Scheinfirma gehandelt, sei absurd. Er habe die Western Gulf Advisory 2008 auf Bitte des Königshauses von Bahrain gegründet. Dieses habe mit 51 Prozent auch stets die Mehrheit der Anteilscheine besessen.

Behörden patzen mehrmals

Seit seiner Auslieferung 2024 befindet sich Syed in der Schweiz in Haft. Doch aus Sicht des Bundesgerichts nicht ganz zu Recht. Denn bei der Haftverlängerung lief einiges schief Am Anfang stand ein Fauxpas der Zürcher Behörden: Im November 2025 sass Syed zeitweise ohne rechtliche Grundlage in Haft, der sogenannte Hafttitel war abgelaufen Trotzdem sei Syed inhaftiert geblieben, so das Bundesgericht. Er soll eineinhalb Monate lang ohne gültige rechtliche Grundlage im Gefängnis gewesen sein. Zudem habe die erste Strafkammer des Obergerichts zwar eine mündliche Haftverhandlung durchgeführt. Der Beschuldigte habe jedoch keine Möglichkeit gehabt sich zum Plädoyer der

Staatsanwaltschaft zu äussern. Damit sei sein Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden, heisst es im Urteil weiter Und schliesslich gebe es im Entscheid des Obergerichts zur Haftverlängerung einen Formfehler Denn die Begründung sei unzureichend und unverständlich. Sie bestehe aus einem einzigen Satz, der sechseinhalb Seiten lang sei. Entsprechend schwer sei das Urteil zu lesen. Syed wird nun zwar nicht aus der Haft entlassen. Aber das Obergericht muss erneut über die Haftverlängerung urteilen. Zudem soll in einem separaten Verfahren entschieden werden, ob Syed für die eineinhalb Monate Haft eine Entschädigung bekommt.

Die Kosten für das Bundesgerichtsverfahren muss der Kanton Zürich bezahlen Das sei zwar unüblich, schreibt das Bundesgericht, aber: «Unnötige Kosten hat zu bezahlen, wer sie verursacht.» Und in diesem Fall sei klar, dass Syed und seine Anwälte den Fall überhaupt erst vor Bundesgericht hätten ziehen müssen, weil die Zürcher Behörden Fehler gemacht hätten.

Bundesgerichtsurteil 7B_178/2026 vom 13 3. 2026

Was«Future Warfare»

Die neue Logik der modernen Kriegsführung: Was «FutureWarfare» füruns bedeutet

derEnforceTac 2026 wurde kriegerischeAuseinandersetzungen verändern

Auf der EnforceTac2026wurde deutlich, wie sichhybride und kriegerische Auseinandersetzungenverändern und was Europa daraus ableiten muss.

verkürzendie und Forschung EnforceTac als

perfektemilitärische muss und skalierbar sein“

drohnen, Sensorik, Kommunikationssysteme und Effektoren greifen immer enger ineinander und verkürzen die Zeit zwischen Erfassung und Wirkung drastisch. Vertreter aus Industrie, Militär undForschung beschrieben sie auf der Enforce Tacals allgegenwärtige, schwer kalkulierbare und sichrasant entwickelnde Bedrohung,zugleichaber auchals zentralen Baustein moderner Gefechtsführung.„Die perfekte militärische Technologie muss günstig,zuverlässig und skalierbar sein“ lautete eine zentrale Erkenntnis ukrainischer Streitkräfte,die MykytaPuz,MiltechScouting and Partnerships Officer bei der 12.Brigade „Azov“, auf der Messe zusammenfasste.

Krieg beginnt im Weltraum: Space als neue Domäne

gehen“,fasste Sabine vonder Recke, Mitglied des Vorstands OHB System AG,zusammen.

Die Revolution der militärischen Realität

EnforceTac

EuropasSicherheit

Ein Besuchder Messestände, Paneldiskussionen und Fachvorträge aufder Enforce Tac machte vorallem eines klar: die Dynamik moderner Konflikte verändert sichrasant. Als zentrale Plattform für Europas Sicherheit bringt die Leitmesse jene Akteure zusammen, die diese Transformation ausunterschiedlichen Perspektiven erleben –militärische Anwender,Technologieunternehmen, politische Entscheidungsträger und Sicherheitsbehörden. Eine zentrale Erkenntnis: In einer Welt, in der Technologien wie Drohnen, Datenanalyse und weltraumgestützte Systeme nochstärker ineinandergreifen und so die Geschwindigkeit, Reichweite und Dynamik militärischer Operationen verändern, ist „Future Warfare“weniger eine einzelne technologischeRevolution als eine grundlegende Veränderung der militärischen Realität.

Sicherheitspricht Truppenstärke oder die Ukraine

Werheute über Europas Sicherheitspricht, spricht nicht mehr nur über Truppenstärkeoder Verteidigungsbudgets. Vier Jahre nachBeginn des russischen Angriffskriegs auf dieUkraine hat sichdas Verständnismoderner Kriegsführung grundlegend verschoben. Militärische Stärkeund Abschreckungswirkung werden zunehmend durch das Zusammenspiel von Technologie,industrieller Leistungsfähigkeit und strategischer Vernetzung definiert. „Future Warfare“ist keine abstrakte Zukunftsdebatte mehr,sondern längst Teil der Realität. Das zeigten die über 1.400Aussteller der Enforce Tac2026 an ihren Ständen und die Experten bei Paneldiskussionen und Fachvorträgen.

zunehmenddurch fürSicherheit

so die Grundlage, dass sichEuropa für die moderne Kriegsführung richtig aufstellenkann. Im diesjährigen Rahmenprogramm zeigte sich dabei besonders klar,wie sichdie Logik militärischer Machtverändert hat. Geschwindigkeit, Datenverarbeitung und technologische Skalierbarkeit werden zunehmend zuentscheidenden Faktoren strategischer Handlungsfähigkeit.

Macht verändert zu entscheidenden Handlungsfähigkeit. UnbemannteSystemeverändern

UnbemannteSysteme verändern das Gefechtsfeld

wurde auf der Enforce Tacsehr Satellitenliefernhochauflösende

Dynamik militärischer verändern, ist„Future vonBundesBundesverband derDeutschen

Enforce Tac2027 01.–03. März 2027, Messezentrum Nürnberg

Industrie,Politik geschütztenRahmen zusammenund

Die Leitmesse für Sicherheit und Verteidigung bringt einmal im Jahr Vertreter aus Streitkräften, Industrie, Politik und Forschung in einem geschütztenRahmenzusammen und schafft

sichdieserWandel reichunbemannterSysteme.Ein Drohnensind längstmehr Operationen.

Besonders zeigt sichdieser Wandel im Bereichunbemannter Systeme. Ein Beispiel: Drohnen sind längst mehr als einergänzendes Instrumentmilitärischer Operationen DurchAufklärung,Zielidentifikationund ihre Einbindung in vernetzte Systeme prägen sie zunehmend das Gefechtsfeld. Aufklärungs-

dasGefechtsfeld.

Parallel dazu erweitern sichdie Räume militärischer Auseinandersetzung.Moderne Konflikte finden nicht mehr nur auf Land, zur See oder in der Luftstatt.„Moderne Kriegsführung beginnt im Weltraum“,betonte HansLothar Domröse, General a.D.und ehemaliger Oberbefehlshaber des NATO Allied Joint Force Command Brunssum. Wasergenau damit meint und wie stark moderne Streitkräfte bereits vonweltraumgestützten Systemen abhängen, wurde auf der Enforce Tacsehr deutlich. Satelliten liefernhochauflösende Aufklärung,ermöglichen sichere Kommunikation und bilden die Grundlage für präzise Navigations- und Zielsysteme. Ohne diese Infrastrukturwären viele militärische Fähigkeiten kaum denkbar.Der Weltraum entwickelt sichdamit vonunterstützender Infrastruktur zu einer eigenständigen militärischen Domäne. Für Europa ergibt sichdaraus eine neue Herausforderung: Der Kontinent verfügt über erhebliche technologische Fähigkeiten, dochhäufig fehlen industrielle Skalierung,strategische Koordination und gemeinsame Prioritäten. „Wir müssen denWeltraum als eine gesellschaftliche Gesamtdimension betrachten, unsere Technologien weiterentwickeln –und nicht zuletzt müssen wir in Europa und vorallem in Deutschland ein bisschen mehr Risikoein-

Infrastruktur Der Kontinent Europa

Regierungsstellen sowie an Vertreter

Unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Friedrich Merz undmit dem Bundesverbandder Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) als ideellem Träger richtetsich die Enforce Tac als zugangsbeschränkte Messe ausschließlich an Fachbesucher aus Behörden undOrganisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Streitkräften, RegierungsstellensowieanVertreter der sicherheitsrelevantenIndustrie und Forschung.

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Ali Syed Chef von Western Gulf Advisory PD

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